EREIGNIS

JAHR1457   Suche
MONATOktober
TAG23
TITELKranenburger Vertrag


INFORMATIONMilitärisch kann sich letztendlich keine Partei in der Münsterischen Stiftsfehde (1450-1457) durchsetzen. Eine Vereinfachung der politischen Verhältnisse tritt auch mit dem Tod Bischof Walrams von Münster (reg. 1450-1456) am 03.10.1456 zunächst nicht ein. Erich von Hoya, der Bischofskandidat des Stiftsverweser Johann von Hoya (reg. 1450-1457), und Konrad von Diepholz, der Neffe des verstorbenen Utrechter Bischofs Rudolf (reg. 1433-1455) bemühen sich weiter um die Bischofswürde, doch befördert der Papst - auch mit Rücksicht auf den Herzog von Burgund - Johann von Simmern-Zweibrücken (reg. 1457-1466) auf den Münsteraner Bischofsstuhl.

Unter klevischer Vermittlung kommt es schließlich am 23.10.1457 zum Kranenberger Vertrag und zum Frieden im münsterischen Bistum: Erich von Hoya wird mit einer lebenslangen Rente abgefunden, die Stadt Münster huldigt dem neuen Bischof, die münsterischen Ämter Dülmen und Stromberg bleiben dem Herzog von Kleve verpfändet, der im Übrigen eine Aufwandsentschädigung erhält.


SYSTEMATIK / WEITERE RESSOURCEN  
Zeit2.20   1450-1499
2.20.1   Münsteraner Stiftsfehde <1450-1457>
Ort2.21   Münster, (Fürst-)Bistum < - 1802>
2.45   Westfalen, Hztm. < - 1802>
3.5   Münster, Stadt <Kreisfr. Stadt>
Sachgebiet3.1   Staat, Politik und Verwaltung / Allgemeines
16.1   Religion und Kirche / Allgemeines
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