EREIGNIS

JAHR1457   Suche
TITELWestfalen in der "Germania“ des Enea Silvio Piccolomini


INFORMATIONDer Humanist und spätere Papst Enea Silvio Piccolomini (1405-1464; Pius II., reg. 1458-1464) schreibt im Herbst und Winter 1457/58 seine in den 1430er- und 1440er-Jahren gewonnenen Erkenntnisse in seiner Schrift "Germania“ nieder. Dabei lobt der Gelehrte und Kirchenmann, dass Westfalen über eine große Zahl bemerkenswerter Städte verfügt.

In der Tat beträgt um die Mitte des 15. Jahrhunderts die Anzahl westfälischer Städte wohl etwa 130 bis 140. Drei mittelalterliche Entstehungsschichten westfälischer Städte sind auszumachen. Zur frühen Periode bis etwa 1180 gehören die Bischofsstädte Minden, Münster und Paderborn sowie die Kaufleutestädte Dortmund und Soest. Die zweite Phase von 1180 bis 1350 ist die Zeit der Stadtgründungen und -erhebungen; hierher gehören Attendorn, Bielefeld, Brilon, Coesfeld, Hamm, Herford, Kamen, Lippstadt, Recklinghausen, Telgte, Warendorf oder Wiedenbrück. In einer dritten Phase ab 1350 entstehen bedeutend weniger Städte, u.a. Ahaus, Bochum, Drolshagen, Lippspringe, Schwerte oder Tecklenburg. Dabei sind die Städte ungleichmäßig verteilt. Das Hochstift Münster hat weniger Städte als das Territorium des Paderborner Bischofs oder das kölnische Westfalen.


SYSTEMATIK / WEITERE RESSOURCEN  
Zeit2.20   1450-1499
Ort1.2   Dortmund, Stadt <Kreisfr. Stadt>
1.11.10   Soest, Stadt
2.7.8   Paderborn, Stadt
3.5   Münster, Stadt <Kreisfr. Stadt>
Sachgebiet7.2.3   Städtische Siedlung, Verstädterung, Stadtplanung
15.7   Literatur, Schriftstellerin/Schriftsteller
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