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(86 KB)   Otto, Albert: Herzog Johann von Kleve (Kopie) / Münster, LWL-Medienzentrum für Westfalen   Informationen zur Abbildung

Otto, Albert: Herzog Johann von Kleve (Kopie) / Münster, LWL-Medienzentrum für Westfalen
JAHR1444   Suche
MONATJuni
TAG22
TITELBeginn der Soester Fehde


INFORMATIONDie Übermacht des Kölner Erzbischofs Dietrich III. von Moers (reg. 1414-1463) bedroht die Stadt Soest, die um ihre Unabhängigkeit gegenüber ihrem Landesherrn bangt. So entschließen sich die Soester Bürger, sich dem Herzogtum Kleve zu unterstellen. Am 22.06.1444 reitet der spätere klevische Herzog Johann in Soest ein und verbrieft der Stadt am folgenden Tag ihre Freiheiten und Rechte.

Für den bisherigen Stadt- und Landesherrn, dem Kölner Erzbischof, ist der Abfall Soests ein Kriegsgrund. Es beginnt die Soester Fehde (1444-1449). Auf Seiten des Kölner Erzstifts stehen die Hochstifte Osnabrück und Paderborn, bis 1446 auch das Bistum Münster, weiter die Reichsstadt Dortmund und Graf Gerhard von der Mark (reg. 1425-1461). Die märkischen Städte sind indes für Soest, das vom Herzogtum Kleve, den Edelherrn zur Lippe und von Lippstadt unterstützt wird. Auch europäische Großmächte zeigen sich an dem Konflikt interessiert: Das Herzogtum Burgund steht auf klevischer, das Königreich Frankreich auf kurkölnischer Seite. 1444 und 1445 erobern kurkölnische Truppen die Territorien Fredeburg und Bilstein.




SYSTEMATIK / WEITERE RESSOURCEN  
Zeit2.19   1400-1449
2.19.1   Soester Fehde <1444-1449>
Ort1.11.10   Soest, Stadt
2.9   Dortmund, Gt. / Reichsstadt < - 1815>
2.21   Münster, (Fürst-)Bistum < - 1802>
2.28   Paderborn, (Fürst-)Bistum < - 1802>
2.45   Westfalen, Hztm. < - 1802>
Sachgebiet5.9   Kriege, militärische Konflikte
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