EREIGNIS

JAHR1495   Suche
MONATOktober
TAG21
TITELVogteivertrag zwischen dem Frauenstift Essen und dem Herzog von Kleve


INFORMATIONNach der Schlacht bei Worringen (05.06.1288) bleibt die Vogtei über die Essener Frauengemeinschaft und deren Territorium zwischen dem Kölner Erzbischof und den Grafen von der Mark umstritten. Im Umfeld des Thronstreits um Ludwig dem Bayern (reg. 1314-1347) und Friedrich den Schönen (reg. 1314-1330) verzichtet Erzbischof Heinrich II. von Virneburg (reg. 1306-1337) auf die Vogtei (1314), der märkische Einfluss im Essener Territorium (Stift) verstärkt sich u.a. dank der Essener Äbtissinnen Kunigunde von Berg (reg. 1326-1337) und Katharina von der Mark (reg. 1337-1360). Letztere trägt entscheidend dazu bei, dass die märkischen Positionen im Essener Stift nach einem für den Grafen von der Mark unglücklich verlaufenen Krieg gegen den Erzbischof (1344/45) und während der Unmündigkeit Graf Engelberts III. (reg. 1347-1391) nicht verloren gehen.

Die Kölner Kirche beharrt bis zum Ende der Soester Fehde (1449) auf ihre Ansprüche hinsichtlich der Essener Vogtei, doch die märkische Machtstellung im Stift nicht mehr zu erschüttern. Herzog Johann II. von Kleve-Mark (reg. 1481-1521) wird im Vertrag vom 21.10.1495 die Erblichkeit der Vogtei, das Herbergs- und Öffnungsrecht zuerkannt. Die Abhängigkeit des Stifts Essen von der Landesherrschaft Kleve-Mark ist damit endgültig besiegelt.


SYSTEMATIK / WEITERE RESSOURCEN  
Zeit2.20   1450-1499
Ort2.19   Mark, Gt. < - 1666/1807>
Sachgebiet3.1   Staat, Politik und Verwaltung / Allgemeines
4.2   Verfassung, Staatsrecht, Stadtrecht, Verfassungsrecht
AUFRUFE GESAMT948
AUFRUFE IM MONAT18