EREIGNIS

JAHR1391   Suche
TITELReliquientranslation nach Grafschaft


INFORMATIONAuch das spätmittelalterliche Westfalen kennt Reliquientranslationen. In die Zeit innerer und äußerer Missstände im Kloster bzw. Stift Grafschaft fällt die Übertragung von Reliquien des heiligen Kölner Erzbischofs Anno II. (reg. 1056-1075) von Siegburg nach Grafschaft, vom Mutter- zum Tochterkloster.

Die Reliquientranslation kann dem westfälischen Kloster aber keine weiteren Impulse vermitteln. Grafschaft nimmt kaum an den benediktinischen Reformbestrebungen des 15. Jahrhunderts teil, etwaige Reformimpulse, die vom 1422 zu St. Maximin in Trier stattfindenden Benediktinerkapitel der Köln-Trierer Ordensprovinz ausgehen, bleiben im Kloster und überhaupt in Westfalen ohne Wirkung. Erst zu Beginn des 16. Jahrhunderts nimmt sich der Kölner Erzbischof Hermann IV. von Hessen (reg. 1480-1508) der Reform des Klosters an.


SYSTEMATIK / WEITERE RESSOURCEN  
Zeit2.18   1350-1399
Sachgebiet16.6.5   Domkapitel / Klöster / Stifte, Klosterleben
16.6.9   Heiligenverehrung, Heiligtümer
AUFRUFE GESAMT801
AUFRUFE IM MONAT6