EREIGNIS

JAHR1357   Suche
MONATAugust
TITELAdolf von der Mark als Bischof von Münster


INFORMATIONIm August 1357 stirbt Bischof Ludwig II. von Münster (reg. 1310-1357). Nachfolger wird der Märker Adolf (reg. 1357-1363), ein Geistlicher ohne höhere Weihen, von Papst Innozenz VI. (reg. 1352-1362) in Avignon zum Bischof ernannt und als solcher ungeweiht. Die Grafen von der Mark haben damit Zugriff auf drei lothringisch-westfälische Bistümer, da in Lüttich Adolfs Onkel Engelbert (reg. 1345-1364) Bischof ist, in Osnabrück Adolfs Bruder Dietrich (reg. 1361-1366, 1373-1376) Verweser des Bistums sein wird. Adolf wird 1363, Engelbert (III.) 1364 Kölner Erzbischof.

Das Gewicht märkischer Politik zeigt sich im Eintreten Bischof Adolfs für seinen Bruder, den Grafen Engelbert III. von der Mark (reg. 1347-1391). Der münsterische Stiftsadel ist einbezogen in die sog. Geldrischen Händel, bei denen sich im niederrheinischen Herzogtum die beiden Brüder Eduard und Rainald mit ihren Parteien gegenüberstehen. Der Adel erhofft sich märkische Unterstützung (1357), weswegen er Adolf als Bischof unterstützt. Doch beim Wiederaufflammen des Konfliktes in Geldern (1359) wechselt Adolf die Fronten und findet sich in Übereinstimmung mit seinem Bruder Engelbert. Was folgt, ist ein Krieg, bei dem das Hochstift Münster in schwere Mitleidenschaft gezogen wird. Doch steigen dadurch die Erbansprüche der Märker auf die Grafschaft Kleve, denn Adolfs Großonkel Graf Johann von Kleve (reg. 1347-1368) wird kinderlos sterben und Adolf ihn beerben (1368).


SYSTEMATIK / WEITERE RESSOURCEN  
Zeit2.18   1350-1399
Ort2.19   Mark, Gt. < - 1666/1807>
2.21   Münster, (Fürst-)Bistum < - 1802>
4.165   Geldern, Gt. / Hztm.
Sachgebiet3.1   Staat, Politik und Verwaltung / Allgemeines
5.9   Kriege, militärische Konflikte
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