EREIGNIS

JAHR1246   Suche
MONATMai
TAG22
TITELLadbergener Städtebund


INFORMATIONDie Absetzung Kaiser Friedrichs II. (reg. 1212/15-1250) durch Papst Innozenz IV. (reg. 1243-1254) auf dem Konzil von Lyon (1245), das Überhandnehmen des Fehdewesens sowie konkret ein Bündnis der Bischöfe von Münster und Osnabrück (1245) führen am 22.05.1246 zum Abschluss des Ladbergener Städtebunds, der ein Schutzbündnis der Städte Münster und Osnabrück gegen deren Stadtherren ist, dem aber auch die Münster und Osnabrück "zugewandten“ Städte und Weichbilder wie Minden, Coesfeld und Herford angehören. In den Statuten des Bundes bilden die Regelungen über die Sicherheit der Bürger bei Handel, Verkehr und Markt einen Schwerpunkt. Bei Übergriffen des Adels sollen Sanktionen gegen die Täter verhängt werden, Konflikte zwischen den Bundesstädten regeln Schiedskommissionen.

Der Ladbergener Bund resultiert aus der gestiegenen Bedeutung der westfälischen Handelsstädte. Wenn auch über die Aktivitäten des Bundes nichts weiter bekannt ist, so steht er doch am Anfang einer Reihe von Zusammenschlüssen zwischen westfälischen Städten (1246-1338), von Landfriedensordnungen (1298-1392), denen Städte und Fürsten angehören, sowie von Städtebündnissen innerhalb der Hanse (14./15. Jahrhundert).


SYSTEMATIK / WEITERE RESSOURCEN  
Zeit2.15   1200-1249
Ort2.3.3   Herford, Stadt
2.6.6   Minden, Stadt
3.3.3   Coesfeld, Stadt
3.5   Münster, Stadt <Kreisfr. Stadt>
3.7.8   Ladbergen, Gemeinde
Sachgebiet4.2   Verfassung, Staatsrecht, Stadtrecht, Verfassungsrecht
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