QUELLE

DATUM[o. D.]
TITEL/REGESTStadt und Damenstift Geseke
TEXTBl. 1-103: [Loers], Materialsammlung zur Geschichte von Stadt, Stift und Umgebung Gesekes. [Spätes 19. Jh.]. Enth. Notizen, Textentwürfe, Briefe und Abschrift. Enth. insbesondere:

[Bl. 1-39] Jura ecclesie Gesecensis (lat.; mit Textzusätzen);

[Bl. 53-75] Auszüge aus der Vita Meinwerci sowie Regesten von jenen Urkunden aus dem Urkundenbuch von Seibertz, die sich auf Geseke und Umgebung beziehen (überwiegend lat.);

[Bl. 76-79 u. a.] Auszüge aus Lagerbüchern des Stifts Geseke (unvollständig).

Bl. 104: Amtseid eines Vikars (?) des Stifts Geseke. Ego N. promito, quod ex nunc et inantea fidelis ero domine mee abbatisse et capitulo ecclesie sancti Ciriaci Ghesekensis pro tempore existenti et earum sequentibus in licitis et honestis. Beneficium meum iuxta eius fundationem impedimento cessante legitimo in divinis officiis pro me vel alium respiciam. Fructus, redditus et proventus eiusdem beneficii mei inesse conservabo neque alienabo et alienata pro posse et nosse recapabo, sic me deus adiuvet et omnes sancti eius. [14. Jh.?]. - Ausf.; Perg.

Bl. 105-110: Urkunden zur Frühgeschichte des Kanonissenstifts Geseke. Begl. Abschrift vom 2. Januar 1805. Enth.:

[Bl. 105-106] Erneuerung und Erweiterung des Privilegs Kaiser Ottos I. (952) für das Kanonissenstift Geseke durch Kaiser Otto III. (lat.; Ordnungsvermerk: P.P. N. 4);

[Bl. 107-108] Otto I. giebt im Jahr 948 dem Grafen Haold die Gewalt, über seine Güter zu disponiren [Rückvermerk] (lat.; Ordnungvermerk: N. 1);

[Bl. 109-110] Otto schenkt 958 dem Stifte die Marck zu Geseke [Rückvermerk] (lat.; Ordnungsvermerk: N. 3).

Bl. 111-114: Desgl., notariell begl. Abschriften, Regensburg, 22. April 1664. Ordnungsvermerk: N. 1.; Präsentationsvermerk: 31. Januar 1687. Enth.:

[Bl. 111] (952);

[Bl. 112] (986);

[Bl. 112-113] (958).

Bl. 115-120: Desgl., notariell begl. Abschrift und Übersetzung [120, Bl. 111-114].

Bl. 121-122: Schenkung einiger im Nihterser Gau (pago Nihtersi) sowie im Latterfeld (latterveld) gelegenen Ländereien durch Kaiser Otto I. an Haold.948. Begl. Abschrift; lat. Ordnungsvermerke: No. 4; P. P. n. 1.

Bl. 123: Urkundenregesten (13./14. Jh.) betr. die Güter in Langeneiken.

Bl. 125-155: Prozess vor dem Offizial des Hofgerichts zu Arnsberg zwischen der Äbtissin des Stifts Geseke, Klägerin, und Bürgermeister und Rat der Stadt Geseke, Beklagte, wegen der Wasserrechte am Stiftsteich. 1667-1670. - Abschrift; Auszüge aus den Prozessakten. - Ordnungsvermerk: N. 46.

Bl. 156-167: Prozess vor dem Reichskammergericht zwischen der Äbtissin des Stifts Geseke, Klägerin, und Bürgermeister und Rat der Stadt Geseke, Beklagte, wegen der Erhöhung der jährlichen Pächte und Abgaben der von den Beklagten bebauten, dem Kloster lehenspflichtigen Grundstücke innerhalb der Stadt Geseke. [1594]. - Abschrift; Fragment (nur S. 111-123). - Q: RKG G 372 (1. Instanz: Kurkölnische Kommissare zu Werl, 1591; 2. Instanz: RKG 1594).

Bl. 170-174: Urkundenabschriften (5) von Vergleichen zwischen dem Stift und den Pfarrern zu St. Peter super Parochialia, das Capittul solches bei hergebrachter Gewohnheit halten [Rückvermerk]. - Abschrift 1424; Ordnungsvermerk: No. 13 [19. Jh.]; Lauter Seihten voller copien, alßo ohne Weerth.

Bl. 175-177: Urkundenabschriften betr. das Stift Geseke (11., 13.-14. Jh.). - Abschrift [19. Jh.].

Bl. 178-178a: Notarieller Protest der Stadt Geseke, gerichtet gegen das Stift Geseke wegen der Erstreckung der Stiftsimmunität über ein Haus. 1720. - Entwurf mit Textkorrekturen.

Bl. 179-192: Testamente von Stiftsdamen sowie Angehörigen des Stifts. Enth.:

[120, Bl 179-180] Testament der Anna Louisa Felicita v. Hörde zu Schwarzenraben (Geseke, 1754 Oktober 4; Ausf.; aufgedr. Siegel [z. T. zerstört]; [120, Bl. 180] Dies., Kodizill (1761 Februar 23; Ausf.; aufgedr. Siegel);

[Bl. 185-186] Dies., Kodizill (1761 September 7; Ausf.; aufgedr. Siegel; [Bl. 186]: Publikationsvermerk, 1762 März 15);

[Bl. 181, 184] Testament des Ignaz Rudolph Kösters, Pastor der Kollegiat- und Pfarrkirche zu Geseke (Geseke, 1750 Dezember 12; Ausf.; aufgedr. Siegel; Rückvermerk: Konfirmation durch den Offizial zu Werl, Caspar Anton Ley, 1777 Juli 13; aufgedr. Papiersiegel);

[Bl. 182-183] Testament des Conrad Christoph Fürstenberg, Kanoniker zu St. Cyriacus (Geseke, 1750 September 9; Ausf.; aufgedr. Siegel; [Bl. 183]: Konfirmation durch den Offizial zu Werl, Caspar Anton Ley, 1750 Dezember 22; aufgedr. Papiersiegel);

[Bl. 187-192] Testamente bzw. Kodizille der Antonetta Maria Odilia v. Schade zu Grevenstein (1743, 1750, 1752, 1753; begl. Abschrift).

Bl. 193-194: Promemoria des Pastors zu St. Cyriacus, Jodocus Koppenradt, über die rechtlichen Aspekte und den Ablauf der Äbtissinnenwahl nach dem Tod der Anna Catharina v. Oeynhausen am 26. Oktober 1656 (niedergeschrieben anlässlich von Rechtsproblemen bei der Konfirmation nach der Äbtissinnenwahl von 1676 am 11. April 1677; Ausf.).

Bl. 195-196: Appellationsprozess in Sachen Kämmerer Laurenz Toholte in Geseke, Appellant, ./. Vizekanzler Vogelius in Paderborn und die Ratsherren zu Geseke. Werl, 1722 Januar 16. - Abschrift.

Bl. 197: Rechnung für das Stift Geseke in einer Prozeßsache gegen den Geheimen Rat Franz Wilhelm v. Westphalen. 1767. - Ausf.; Quittungsvermerk: Paderborn, 17. März 1768.

Bl. 198-200: Bemerkungen über die auf das vom landgräflichen Kirchen- und Schulrath erlassenen Rescript d. d. Arensberg d. 3t. Novb. 1804 zu erteilende Antworten. Geseke, 1805 Januar [Raum für Tagesdatum frei].

Bl. 201: Auszug aus den Kapitelstatuten: Caput 5tum: Von der Præsentation. [18. Jh.].

Bl. 202-203: Designirte Funeralkösten weyland Frauen Abbatissin Anna Regina von Siegen, so d. 4tn. Octob. morgens 9 Uhr 1799 selig im Herren entschlafen und d. 7tn. 8bri. begraben. - Abschrift.

Bl. 204-207: Bestätigung der den Minoriten in Geseke von Kurfürst Ferdinand erteilten Erlaubnis zur Instruirung dasiger Jugend durch Kurfürst Maximilian Heinrich. Bonn, 1686 August 19. - Abschrift.

Bl. 208-215, 221-222: Fundierung und Unterhaltung von Schulen in Geseke. 1721, 1725, 1780, 1831.

Bl. 216-220: Verhältniß der Schule zu Geseke. Entwurf (mit Textkorrekturen) einer Schulgeschichte von Geseke.

Bl. 223-224: Schreiben Seibertz an den Pastor [zu Geseke?] mit Bitte um Auskunft über den Verbleib einer Handschrift. Arnsberg, [18]67 März 23. - Ausf.


PROVENIENZ  Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn e.V.
BESTANDActa
SIGNATUR120


QUELLE    Klötzer, Ralf / Marcus Weidner (Bearb.) | Das Archiv des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Paderborn e.V. | S. 365f


FORMALBESCHREIBUNG224 Bll. - Acta 117, 118, 119 und 120 zusammengebunden. - Titel Stolte: Geseke. - Lit.: Stolte 1899, S. 106f.


PROJEKT    Codices/Acta Altertumsverein Paderborn
SYSTEMATIK / WEITERE RESSOURCEN  
Typ1.1   Quellenverzeichnis, Repertorium
Ort1.11.5   Geseke, Stadt
Sachgebiet16.6.5   Domkapitel / Klöster / Stifte, Klosterleben
DATUM AUFNAHME2003-11-09
DATUM ÄNDERUNG2011-02-04
AUFRUFE GESAMT1897
AUFRUFE IM MONAT5