EREIGNIS

JAHR961   Suche
MONATJuni
TAG7
TITELPrivileg für die Mindener Kirche


INFORMATIONIm Rahmen der (sich ausbildenden) ottonisch-salischen Reichskirche sind auch westfälische Bischöfe (und Äbte) im Reichsdienst der sächsischen Herrscher nachweisbar. Bischof Landward von Minden (reg. 958-969) ist einer der angesehensten Ratgeber König Otto I. (reg. 936-973). Er erhält mit Datum vom 07.06.961 ein königliches Privileg, das der Mindener Kirche Königsschutz, Immunität und freie Wahl des Bischofs zusichert. Trotzdem geht in der Folgezeit die Bischofswahl nicht ohne Eingreifen und Zustimmung des Königs ab. Dies gilt auch für Bischof Milo (reg. 978-996), den Nachfolger Landgards. Milo setzt sich am Ende des 10. Jahrhunderts für die vom lothringischen Kloster Gorze ausgehende Reformströmung ein.

Ähnlich wie in Minden liegen die Verhältnisse bei den Bistümern Münster und Paderborn. Die Reichskirche ist die Stütze des ottonischen Königtums auch in Westfalen. Westfälische Bischöfe und Grafen unterstützen auch die "Außenpolitik“ der Ottonen, obwohl es gerade wegen der Interessen der Herrscher in Italien zu Protesten kommt. Bekanntlich bezieht Otto I. Reichsitalien in seine Machtsphäre ein (ab 951) und erlangt 962 in Rom das Kaisertum. Die Niederlage Kaiser Ottos II. (reg. 973-983) gegen die Sarazenen im süditalienischen Cotrone (982) fordert auch unter den westfälischen Kriegern im deutschen Heer schwere Verluste.


SYSTEMATIK / WEITERE RESSOURCEN  
Zeit2.10   950-999
Ort1.1   Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation < - 1806>
2.20   Minden, (F)Btm. / Fstm. (Kfstm. Brandenburg / KgR. Preußen) < - 1810>
Sachgebiet1.4   Diplomatik
3.1   Staat, Politik und Verwaltung / Allgemeines
AUFRUFE GESAMT1169
AUFRUFE IM MONAT28