EREIGNIS

JAHR782   Suche
TITELReichsversammlung zu Lippspringe


INFORMATIONAuf der Reichsversammlung zu Lippspringe kommt es zur Einführung der sog. karolingischen Grafschaftsverfassung. Sachsen wird unterteilt in Grafschaften ("comitatus“), an deren Spitze die Grafen als königliche Amtsträger stehen. Die Grafen üben in Stellvertretung in ihren Amtsbezirken den königlichen Bann aus und entstammen dem sächsischen Adel, der sich durchaus profränkisch gibt. Das Gefecht zwischen Franken und rebellierenden Sachsen an der Süntel (bei Hameln) und das sog. Verdener Blutgericht, bei dem die Aufständischen hingerichtet werden, verschärfen die Situation in Sachsen ebenso wie die vielleicht schon ins Jahr 782 zu datierende "Capitulatio de partibus Saxoniae“ (782/85), die drakonische Strafen bei Verbrechen gegen die christliche Kirche und den Frankenkönig erlässt.

In der Folgezeit hält der Krieg weiter an: In zwei offenen Feldschlachten besiegen bei Detmold und an der Hase (bei Osnabrück) fränkische Heere die aufständischen Sachsen (783), eine Reiterschlacht im Dreingau (südlich Münster) endet mit einem Sieg des fränkischen Heeres unter Karl dem Jüngeren (gest. 809), dem ältesten Sohn des Frankenkönigs Karl des Großen (reg. 768-814).


SYSTEMATIK / WEITERE RESSOURCEN  
Zeit2.6   750-799
Ort1   Westfalen/-Lippe (allg.)
1.1   Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation < - 1806>
1.3   Münsterland
2.5.5   Detmold, Stadt
2.7.2   Bad Lippspringe, Stadt
2.38   Sachsen, Hztm. < -1180>
Sachgebiet5.9   Kriege, militärische Konflikte
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