PERSON

(78 KB)   Rincklake, Johann Christoph (1764-1813): Fürstin Pauline zu Lippe, geb. von Anhalt-Bernburg (1769-1820) / Detmold, Lippisches Landesmuseum / Detmold, Landesarchiv NRW Staats- und Personenstandsarchiv Detmold   Informationen zur Abbildung

Rincklake, Johann Christoph (1764-1813): Fürstin Pauline zu Lippe, geb. von Anhalt-Bernburg (1769-1820) / Detmold, Lippisches Landesmuseum / Detmold, Landesarchiv NRW Staats- und Personenstandsarchiv Detmold
FAMILIELippe, zur
VORNAMEPauline


VERWEISUNGSFORMgeb. Anhalt, von
GESCHLECHTweiblich
GEBURT DATUM1769-02-23   Suche
GEBURT ORTSchloss Ballenstedt/Harz
TAUFNAMEPaulina Christine Wilhelmine
EHEPARTNER02.01.1796:  Lippe, Leopold I. zur
TOD DATUM1820-12-29   Suche
TOD ORTDetmold
TODESURSACHELungenvereiterung
BEGRÄBNIS ORTDetmold, Reformierte Kirche


VATERAnhalt-Bernburg, Friedrich Albrecht von (1735-1796)
MUTTERHolstein-Plön, Louise Albertine von


BIOGRAFIE

"Gescheidt, thätig aber sehr eigenwillig".
Fürstin Pauline zur Lippe 1769-1820"

Pauline kommt in Lippe an

Dem frisch verheirateten Fürstenpaar Pauline und Leopold I. wurde bei seiner Ankunft in Lippe im Januar 1796 ein Huldigungsgedicht von berittenen Bauern überreicht. Zur Begrüßung fanden ausgiebige Feierlichkeiten statt. Der Festzug nach Detmold kam nur langsam voran, da er durch Ansprachen, Gedichtvorträge und sonstige Darbietungen unterbrochen wurde.

Auf dem Molkenberg bei Belle war eine große Feier vorbereitet. [1]
"In der Nähe einer Eiche war auf der Höhe des Berges ein Tempel errichtet. Er war in der Form einer Rotunde erbauet und hielt im Durchmesser 58 Fuß. Die Seitenwände waren 12 Meter hoch. Sie waren oben mit 12 bemoosten Statuen geschmückt, welche teils die Freude, teils die Gewerbe des Amtes bezeichneten ... Alle diese Gruppen waren lebendige Kinder, mit Moos bekleidet. Am Ein- und Ausgang der Rotunde, durch welche der Weg ging, standen zwei hohe grüne Pyramiden. [...] An jeder Seitenwand befand sich eine Bank von Rasen, worauf acht Greise des Amtes saßen... Bei der Einfahrt des hohen Paares standen sie auf und entblößten ihre silberweißen Häupter... In der Mitte der Rotunde waren zwei Altäre, am rechten standen zwei Mädchen, am linken zwei Knaben. Sie waren weiß gekleidet, mit Kränzen geziert und opferten Weihrauch auf den Altären ...". [2]

Das von der Bevölkerung des Fürstentums Lippe so begeistert gefeierte Regentenpaar Leopold I. und Pauline sollte nur sechs Jahre gemeinsam an der Spitze des Landes stehen. Nach dem frühen Tod des Fürsten Leopold im Jahr 1802 übernahm Pauline die alleinige Regentschaft des Fürstentums Lippe und übergab sie nach Jahren des politischen Umbruchs 1820 an ihren Sohn, den Erbprinzen Leopold II.

Im zeitgenössischen Urteil und im historischen Rückblick wird Pauline zur Lippe nicht wie ihre Zeitgenossin Königin Luise von Preußen idealistisch verklärt. Als Privatperson und Regentin vertrat sie ihre Überzeugungen offen und trug Meinungsverschiedenheiten oft auch vehement aus. Von ihrem politischen und privaten Umfeld wurde sie zu Lebzeiten dafür mit verärgerten und ironischen Kommentaren bedacht. Eine erste kritische Würdigung ihrer Person stammt von dem Generalsuperintendenten Ferdinand Weerth; er äußerte sie in zwei Predigten zum Gedenken an die Fürstin. [3] Der historischen Bedeutung ihrer politischen und sozialen Leistungen blieb und bleibt der Respekt jedoch nicht versagt. [4]


Mädchenjahre in Ballenstedt

Prinzessin Paulina Christine Wilhelmine von Anhalt-Bernburg wurde am 23.02.1769 in Ballenstedt am Rande des Harzes als zweites Kind des regierenden Fürsten Friedrich Albrecht (1735-1796) geboren. Paulinas Mutter, Louise Albertine, geborene Prinzessin von Holstein-Plön starb kurz nach ihrer Geburt. Nach einem vom Vater aufgestellten Lehrplan wurde Pauline gemeinsam mit ihrem zwei Jahre älteren Bruder Alexius (1767-1834) in Französisch und Latein, Geschichte, Staatswissenschaften, aber auch im Reiten und Schießen unterrichtet. Nach dem 15. Lebensjahr bildete sie sich eigenständig weiter und beschäftigte sich kritisch mit historischen, juristischen, staatsrechtlichen und philosophischen Werken. [5]
"Die ernste, fast männliche Sinnesart, die sie frühzeitig zeigte, ist durch solche Arbeit, nach der sie drängte, andererseits wieder wesentlich gestärkt und weiterentwickelt worden. Sie scheint schon frühzeitig durch die Festigkeit und Bestimmtheit ihres Auftretens einen starken Eindruck gemacht zu haben." [6]

Der Vater beteiligte bereits die 13jährige Pauline an den Regierungsgeschäften und übertrug ihr 1782 zunächst die französische Korrespondenz, 1793 dann die gesamten auswärtigen Geschäfte. Als der Geheimsekretär des Vaters 1793 aus seinem Amt schied, übernahm sie dessen Funktion ebenfalls. Die Aufgaben waren auch unter hohem Einsatz kaum zu bewältigen, und nach einem Zerwürfnis mit dem Vater legte sie 1794 die Funktion des Geheimsekretärs nieder. Die politische Tätigkeit war ihr so verleidet, daß sie 1795 in einem Gedicht an den Dichterfreund Gleim zu dem Fazit gelangte: "Von Politik will ich entfernt gern bleiben,/ Will keinem Unrecht thun, kein Todesurtheil schreiben;/ Der Menschheit leises Wohl ist jedes Wesens Pflicht:/ Regentin aber bin, Regentin werd' ich nicht." [7]


Liebe! Ehe! Ja oder nein?

In den Briefen an den Augustenburger Cousin Friedrich Christian spiegelt sich die Vorgeschichte zur Eheschließung mit Leopold I. im Januar 1796 aus Paulines Sicht wider. Mit 14 Jahren, im Mai 1784, sah sie den Fürsten zum ersten Mal im elterlichen Schloß und nach zwei weiteren Besuchen in den Jahren 1788 und 1789 hatte sie sich eine Meinung von ihm gebildet, die den von ihm und ihrem Vater gehegten Heiratsplänen wenig günstig war:
"Ein sehr gutes Herz, etwas Schwäche, viel phlegma, gesunde Vernunft, keinen glänzenden Verstand und Aengstlichkeit. Da ich Achtung für seine Denkkraft empfand, mein Herz frey von jeder Liebe fühlte und so gern meines Vaters Willen erfülle, so hätte ich schon damals wohl gehorcht, hätte nicht sein Außeres und sein übelriechender Odem einen Widerwillen bey mir erregt, der die idée näherer Verbindung mir schauderhaft machte, besonders da seine Schwäche eine Gefahr für mein Lebensglück befürchten ließ, denn auf einen solchen Menschen kann man nie bauen, weil alles von den Händen abhängt, in welche er fällt".[8]

Pauline hatte offenbar andere Vorstellungen von ihrem zukünftigen Ehemann und war eher dazu bereit, Verstimmungen des Vaters in Kauf zu nehmen und ledig zu bleiben, als ihr Lebensglück durch eine unüberlegte Heirat zu gefährden. So lehnte sie zwei weitere Kandidaten trotz des väterlichen Drängens ab. Sie malte sich ein gemeinsames Leben mit ihrer Cousine und Freundin Louise aus:
"Sie wissen, daß Louise Hymens Fesseln wiederstrebt und daß auch ich gern lebenslang an Vestas Altären diente; drum schmiedeten wir das project, einst, wenn die unerbittlichen Rathschlüsse der Natur uns unsre theuren Väter raubten, mit einander leben zu können; [...]". [9]

Pauline richtete sich zunächst ihr Leben in der Umgebung des Vaters und Bruders ein, widmete sich wissenschaftlichen Studien und der Unterstützung der fürstlichen Verwaltungsarbeit. Als der Vater schwerer erkrankte und der Umgang mit ihm immer anstrengender wurde, übernahm sie die Arbeit des in Pension entlassenen Regierungsrates Reich. Sie versah die 'einem Frauenzimmer heterogensten Geschäfte' und verbrachte die Zeit von 4 Uhr morgens bis 11 Uhr abends überwiegend am Schreibtisch. Im Sommer 1794 berichtete sie dem Cousin, daß der Vater nach erneuten Streitigkeiten über ihre Arbeit und zu erwartenden Unstimmigkeiten mit der Schwägerin zu einer Entscheidung dränge. Da sie aber wiederum einen Bewerber abgewiesen habe, wolle sie zunächst nach Augustenburg reisen, um dort ein Gut zu kaufen. Der Bruder aber habe sie überredet zu bleiben, und die Reise zu den Freunden sei auf das Frühjahr verlegt worden. [10]

Die Briefe dieses Winters spiegeln die bedrückte Stimmung Paulines wider. Der Plan, nach Holstein überzusiedeln, um den Freunden Christian Friedrich und Luise nahe zu sein, zerschlug sich. Schließlich entschied sie sich aus 'vernünftigen' Überlegungen heraus für eine Verlobung mit Leopold I. zur Lippe, dem einst verschmähten Bewerber.

Erst im November 1795 schrieb sie wieder an den Cousin und erläuterte ihre Motive:
"Nie habe ich einen Schritt mit mehrerer Überlegung gethan als diesen, nie kaltblütiger mich entschlossen, denn Liebe hielt mir wahrlich kein Vergrößerungsglas vor, und ich prüfte alle Gegengründe, die vielleicht in meiner Freunde Augen Tadel meiner Verbindung begründen. Aber die Unmöglichkeit, länger eine Laage wie meine jezzige zu erdulden, die Gefahr für Gesundheit, Vermögen und gemordete Ruhe, der ausdrückliche Wille meines lieben Vaters, und, ich läugne nicht, meines künftigen Gemahls gränzenlose Liebe entschieden mich." [11]

In diesem kurzen Brief zog Pauline auch die positive Beurteilung der Charaktereigenschaften Leopolds als Rechtfertigung für ihre Entscheidung heran. Anders als vier Jahre zuvor machte ihre verzweifelte Lage eine Zustimmung zur Ehe diesmal unausweichlich. Beide Ehewillige befanden sich vor ihrer Heirat in einer scheinbar aussichtslosen Situation, und beiden stand durch die Eheschließung eine Besserung in Aussicht: Paulines Notlage haben wir bereits ausgeführt. Leopold zur Lippe bot die Heirat eine Möglichkeit, nach seiner Geisteskrankheit und den damit verbundenen Wirren in Lippe seine Macht im Fürstentum vollkommen wiederherzustellen. [12]

Der Prinz war 1789, sieben Jahre nach dem Tod seines Vaters Simon August (1727-1782), Regent und Fürst zur Lippe geworden. Aufgrund einer sich rapide verschlimmernden Geisteskrankheit, die zu gemeingefährlichen Aktionen geführt hatte, wurden ihm bereits ein Jahr später die Regierungsgeschäfte wieder entzogen, und er wurde unter Vormundschaft gestellt. 1794 hatte sich Leopolds Zustand für alle sichtbar gebessert, und er suchte nach einer Möglichkeit, die Beschränkungen seiner Tätigkeit aufzuheben. Nachdem die Vormundschaft gerichtlich zunächst nur suspendiert wurde, hatte der Fürst einem Vertrag zugestimmt, der ihm zunächst seine Bewegungsfreiheit zurückgab und eine weitere Verbesserung der Situation für den Fall einer Eheschließung in Aussicht stellte. Diese Möglichkeit nahm Leopold I. wahr, als er erneut um Pauline warb, diesmal erfolgreich.


Ehejahre einer Fürstin

Der Ehevertrag sah großzügige finanzielle Zuwendungen sowie im Falle des Todes des Fürsten die vormundschaftliche Regentschaft in Vertretung eines minderjährigen Prinzen vor. Diese war noch von der Zustimmung der Stände abhängig und wurde erst kurz vor Leopolds Tod testamentarisch geregelt. Das Zugeständnis der vormundschaftlichen Regentschaft war ein wichtiges Indiz für die vertrauensvolle Basis der Beziehung.

In ihren Mitteilungen an den Cousin war Pauline des Lobes voll für ihre neue Heimat, die freundliche Aufnahme durch die Bevölkerung und das geglückte Arrangement der Ehegatten. Ihre Zufriedenheit gipfelte in der Beschreibung:
"Das Schloß ist alt, aber gut und bequem und geräumig, und ich finde mich in einer Laage, die ganz meinen Wünschen entspricht, und alles verspricht mir häusliches Glück und stille, frohe Ruhe. Mehr Gefälligkeit und Güte, als mein Mann mir bezeugt, kann man auch nicht einmal sich träumen; seine Gesinnungen für mich sind ein seeliges Gemisch von leidenschaftlicher Liebe, unbeschräncktem Vertrauen, wahrer Freundschaft und vollkommener Hochachtung; jeden Tag wachsen seine Empfindungen, und meine Gegenliebe nimmt zu. Wir sind mit einander so innig zufrieden, verstehn uns so ganz und fühlen so übereinstimmend." [13]

Die spärlichen Nachrichten aus der kurzen gemeinsamen Zeit fügen sich zu folgendem Bild zusammen: Pauline, an Verwaltungsarbeit gewöhnt, übernahm die Aufgaben eines Kabinettsekretärs und die Vertretung des Gatten bei seiner häufigen Abwesenheit durch Krankheit. Dadurch erwarb sie sich sogar bei den Ständen so viel Anerkennung, daß diese ihren Einspruch gegen die im Ehepakt festgeschriebene Vormundschaftsregelung zurückzogen und Pauline baten, sich im Falle der Minderjährigkeit des Nachfolgers zur Vormünderin und Regentin einsetzen zu lassen. [14] Durch ihr Engagement im Kampf gegen Armut und Bettelei und die Organisation der Detmolder Armenpflege, die 1801 in die Gründung eines Arbeitshauses mit Erwerbsschule mündet, setzte sie die Arbeit ihrer Schwiegermutter, der Fürstin Casimire von Anhalt-Dessau fort, die 29jährig im Jahr 1778 gestorben war.

Die kurze Zeit der Ehe scheint mit Arbeit, Schwangerschaft und Sorge um die Gesundheit des Gatten ausgefüllt gewesen zu sein. Am 06.11.1796 wurde sie von dem ersten Sohn und Erbprinzen Paul Alexander Leopold entbunden und etwa ein Jahr später, am 08.12.1797, von Friedrich Albrecht August, genannt Fritz. Zwei Tage vor ihrer ersten Entbindung schrieb sie einen Brief an Leopold I., den dieser im Falle ihres Todes erhalten sollte. Darin schildert sie ihren Gemütszustand und ihr Verhältnis zu ihm:
"Wirst du Paulina, die so gern Dein war, die gern ihrem Beruf, ihrem süßen Beruf, Dir zu leben, Dir zu sterben, treu blieb, die letzte Bitte versagen: mildere Deinen Schmerz, erhalte Dich für unser Kind - wenn es Dir der Himmel, wie ich hoffe, an seiner Mutter Statt läßt. [...] Ich wünsche, daß mein letzter Wille Dir Beweis sei, wie ich den Werth Deiner mir in unserm nur kurzen Ehestand bewiesenen Liebe zu würdigen wußte." [15]
Sich selbst charakterisiert sie wie folgt:
"Ich bin nicht blind gegen meine Fehler, ich bin zu früh und zu sehr an ernste Geschäfte gewöhnt, zu sehr Mann, um die heitere Gefährtin zu sein, die Gatten=Pflicht heischt, ich würde in wenigen Jahren Dir zu alt sein...". [16]

Paulines Vater war bereits kurz nach der Eheschließung gestorben, im Juli 1800 traf sie der Verlust ihrer nach einer schwierigen Geburt gestorbenen Tochter. Ab Juli 1801 kündigte sich eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes Leopolds an. In dieser Zeit drängte Pauline ihn, sie im Testament als vormundschaftliche Regentin endgültig zu bestätigen und erreichte dies, bevor sein Zustand in geistige Verwirrung überging und er am 05.04.1802 starb. Wie sie ihrem Bruder mitteilte, war es ihr ein großer Trost in ihrem Unglück, daß sie sich in der Lage fühlte, Lippe in alleiniger Verantwortung zu regieren. [17]


Die Armenversorgung

Angeregt durch die Veröffentlichungen des Grafen von Rumford (1796), begann Pauline ihre Gedanken, Grundsätze und Ideen zur staatlichen Organisation der Armenpflege zu konkretisieren und Vorschläge auszuarbeiten. Die sozialen Probleme im Lande waren ihr bei ihren Spaziergängen rundum die Residenz aufgefallen: bettelnde Kinder und Erwachsene, um Almosen bittende Kranke und Sieche. Erpressungen und Diebstähle waren an der Tagesordnung, sogar Morde kamen vor. Pauline sah die Hauptquelle aller Armut im lippischen Volkscharakter mit seinem Hang zu Trägheit und Nichtstun begründet, dem man nicht mit aus Mitleid gegebenem Geld beikommen könne. Gleichzeitig rezipierte Pauline die wissenschaftliche Literatur zum Armenwesen und sah sich in dem Eindruck bestärkt, daß wirkliche Verbesserung nur durch freiwillige oder erzwungene Arbeit statt Almosenverteilung in Form von barem Geld zu erreichen sei. [18]

1798 überließ Leopold Pauline die Umsetzung von Maßnahmen zur 'Hebung des Erwerbsfleißes' im Land. Die Jugendlichen sollten von der Straße geholt und auf ihren Beruf als Lohnarbeiter und Lohnarbeiterinnen vorbereitet werden. Kinder unvermögender Eltern wurden von den Zöglingen des benachbarten Lehrerseminars unterrichtet und gleichzeitig durch die Herstellung und den Verkauf von erstellten Produkten an einen Gelderwerb durch Arbeit gewöhnt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die Eltern vom regelmäßigen Schulbesuch zu überzeugen, entwickelte sich diese Einrichtung positiv. Den Kindern wurde der Verdienst tatsächlich ausgezahlt und nicht zum Unterhalt der Schule verwendet. Pauline zahlte aus ihrer privaten Kasse die Gehälter der Lehrerinnen, Schulbücher und -hefte, Materialien und Belohnungen. Als ihr zu Ohren kam, daß die Eltern das Geld der Kinder 'gewissenlos ausgaben', wurden die Verkaufserlöse angelegt und nur die Zinsen an die Eltern ausgezahlt, während die Guthaben den Kindern erst beim Verlassen der Schule ausgehändigt wurden. [19]

Ihre fortschrittliche Ansicht zur Verknüpfung von Arbeits- und Armenanstalten legte Pauline im Frühjahr 1802 noch einmal unter dem Titel "Notwendiger Verband der Armen und Arbeitsanstalten, als eine Beleuchtung des Wirkungskreises einer Armenkommission" schriftlich nieder. Noch im selben Jahr gründete sie eine Aufbewahrungsanstalt für Kinder [20] in der Pflegeanstalt, den ersten Kindergarten Deutschlands, und ein Krankenhaus für Pflegebedürftige.

Bei der Neuorganisation des Landarmenwesens war Pauline weniger erfolgreich, da sie hier auf die Mitarbeit der überforderten Verantwortlichen vor Ort, und auf freiwillige Beiträge der besser gestellten Gemeindemitglieder angewiesen war. Sie entwickelte auch hier einen Organisationsplan, die wirtschaftlichen und politischen Ereignisse erschwerten jedoch die Durchführung. Auf der Landtagssitzung 1805 kam es anläßlich eines Antrages auf Erhebung einer Branntweinsteuer zur Finanzierung des Irrenhauses zu einem heftigen Streit. Pauline war enttäuscht und wütend über die Zurückweisung und berief den Landtag danach nicht mehr ein. Pauline hat in ihren theoretischen Arbeiten und mit ihren Gründungen ein wohlüberlegtes System für das Armenwesen entwickelt. In Teilen eilte sie den gesellschaftlichen Möglichkeiten in der Theorie voraus. Wesentlich für ihre Gedanken sind das Ineinandergreifen der einzelnen Einrichtungen und der planvolle Übergang zur Erziehung zur Arbeit statt Almosenverteilung. Hier war sie auf der Höhe der wissenschaftlichen Erörterungen ihrer Zeit und konnte trotz finanzieller Engpässe wichtige Einrichtungen realisieren.


Freundschaft und Arbeit

Pauline war zwar durch ihre bisherige Tätigkeit beim Vater gut auf ihre Pflichten ihrer eigenen vormundschaftlichen Regentschaft vorbereitet worden, dennoch sah sie sich einer Fülle von Problemen gegenüber, die sie kaum allein bewältigen konnte. Mit Johann Friedrich Wippermann (1761-1811) und seinem Bruder August (1773-1854) hatte Pauline nicht nur fähige Beamte eingestellt. Sie pflegte mit diesen Männern eine lebenslange Freundschaft. [21]

Ihr Vertrauen zeigte sie besonders bei der heiklen außenpolitischen Mission Johann Friedrich Wippermanns im August 1806, bei der er mit unbedingter Vollmacht der Regentin ausgestattet und unter strengster Geheimhaltung Verhandlungen über den Beitritt des Fürstentums in den Rheinbund aufnahm.

Zwei wichtige politische Reisen unternahm die Fürstin gemeinsam mit Johann Friedrich Wippermann: die Reise nach Mainz zu Kaiserin Josephine im Januar 1807 und nach Paris zu Verhandlungen mit Napoleon von Oktober bis Dezember 1807. Von beiden Reisen existieren Reisetagebücher, in denen Pauline die Reiseroute, den Zustand der Unterkünfte, den Inhalt von Unterredungen und vergnügliche Episoden schildert. Hier äußert sich ihr Temperament, wenn sie sich über eine Teilstrecke auf dem Rückweg von Paris mit folgenden Worten beschwert:
"Es ist dann wahrlich hier das non plus ultra aller bösen Weege, und die Policey des Grosherzogthums Hessen wird es einst im Hades schwehr zu büssen haben, daß, sie diese Straße in so gefährlichen Zeiten nicht wenigstens sperrt, wann sie nicht bessern will." [22]
Wippermann schenkte sie eine gebundene Abschrift ihrer Aufzeichnungen, die sie nach seinem Tode zurück erhielt und mit den Worten kommentierte, daß sie diese einzigen neun Wochen ungetrennten Beisammenseins nie mehr ohne Tränen nachlesen könne. [23]

Der frühe Tod des Freundes im Januar 1811 traf Pauline hart, da sie offenbar noch Pläne für die gemeinsame Zukunft hatte. Sie schrieb im Frühjahr 1811 an August Wippermann:
"Ich habe meinen letzten nahen Freund verloren, und niemand soll und wird es wieder so werden. Der mir Frohsinn gab und Mut einflößte, ist vorangegangen. Ich stehe allein, ich habe keine Freuden mehr!" - "Wenn alle Opfer der Pflicht gebracht wären, wollte Ihr Bruder da (in Schieder) mit mir leben und sterben. Wir wären dann alt genug gewesen, um uns über Geschwätz hinwegzusetzen. Es hat nicht sollen sein. Er ist seelig vollendet, ich bin allein, hier in Schieder, überall - bis zum kühlen Grabe!" [24]

Sie übernahm die Versorgung der drei Kinder des verstorbenen Freundes und zunächst auch seine Amtsgeschäfte, bis sie sich entschloß, den Bruder August um die Übernahme des Amtes zu bitten. August Wippermann willigte nach einigem Zögern ein, gab diese Position aber bereits 1816 wieder auf. Zwischen ihm und seiner Ehefrau Julie war es zu nicht näher benannten Auseinandersetzungen wegen seiner Tätigkeit gekommen. Pauline entließ ihn ungern, sie schieden jedoch nicht im Streit voneinander. Sie diktierte ihm 1820 ihr Testament, das eine ausdrückliche Freundschaftsversicherung enthält.


Der Kampf um die Selbständigkeit Lippes

Um die schwierige Situation Lippes zu Beginn des 19. Jahrhunderts einschätzen zu können, möchten wir zunächst kurz die Lage Europas in dieser Zeit skizzieren. Von 1792 bis 1815 fanden in rascher Folge größere und kleinere Kriege zwischen Frankreich und den übrigen Großmächten statt, die sich auch auf die Kolonien der verschiedenen Kriegsgegner auswirkten und damit weltpolitische Konsequenzen nach sich zogen.

Das kleine Territorium Lippe drohte in der ständigen Kräfteverschiebung entweder von Frankreich oder von seinem hessischen oder preußischen Nachbarn geschluckt zu werden. Paulines Außenpolitik war deswegen der Maxime unterstellt, Verträge abzuschließen, die diese Gefahr zumindest verringerten.

Zu Beginn ihrer Regierungszeit war Lippe neutrales Gebiet, da es innerhalb einer Schutzzone lag, die sowohl Frankreich als auch Preußen respektierten. Die Neutralität wurde mit militärischer Präsenz gesichert. In Lippe war eine preußische Observationsarmee eingesetzt, was zwar mit finanziellen Belastungen verbunden war, aber einen großen Fortschritt gegenüber der Situation zu Beginn der sogenannten Koalitionskriege bedeutete, als lippische Truppen gegen Frankreich kämpften. Jede Truppenaushebung war für Pauline mit großen Schwierigkeiten verbunden. Zahlreiche Männer entzogen sich der Rekrutierung oder desertierten während der Feldzüge; gut ein Drittel der - potentiellen - lippischen Soldaten war fahnenflüchtig. Pauline bemerkte dazu spöttisch, daß die kleinen Söhne des Cheruskers keine großen Krieger seien. Sie wollte Deserteure streng bestraft wissen. Als in Spanien gefangengenommene Lipper zu den Engländern überliefen, kommentierte Pauline:
"Ein Theil soll schon von der Pest hingerafft seyn - keiner dieser Schandbuben, die vermutlich des Rosbeefs und Boudings wegen ihren Eid gebrochen, soll, solange ich gebiete, das Land wieder bewohnen ..." [25]

Ab 1804 existierten Pläne zu einem Bündnis, das die süd- und südwestdeutschen. Staaten zu dem sogenannten Rheinbund zusammenfassen sollte. Er kam 1806 zustande und beschleunigte die Auflösung des Deutschen Reiches, da sich seine Mitglieder als souveräne Staaten erklärten. Preußen reagierte mit dem Projekt des Norddeutschen Bundes, um ein Gegengewicht zu schaffen und warb um Mitglieder. Lippe sah seine Unabhängigkeit bedroht, da Hessen die Bereitschaft zum Beitritt signalisierte, falls Lippe seiner Hoheitssphäre zugeschlagen werde.

Pauline erkundigte sich umgehend nach den Bedingungen für eine Aufnahme in den Rheinbund. Den drohenden Verlust ihrer Souveränität kommentierte sie mit den Worten:
"Ich will nicht von meiner Persönlichkeit reden, ob es gleich vielleicht verzeyhich ist, wenn die Tochter, Schwester, Witwe regierender Fürsten, die jetzt selbst Regentin ist, immer nur von Personen abhing und abzuhängen glaubte, die das Blut rege mit ihr verband, es hart findet, Unterthanin ihres Gleichen zu werden, aber ich muß hier anführen, daß ich eidlich gelobte, während meiner Vormundschaft alle Rechte meines Sohnes zu erhalten: ohne dringende Noth einwilligen, daß sie geschmälert werden, oder ein Mittel sie ungekränkt zu bewahren vernachlässigen, würde mich zu einer Eidbrüchigen machen - und ein Meineid soll nicht auf meinem Gewissen lasten." [26]

Zu Beginn des vierten Koalitionskrieges gelang es Pauline, sowohl den Bruder Napoleons als auch den französischen Gouverneur Gobert für ihre Pläne einzuspannen. Als sie die Nachricht erhielt, ihre Aufnahme in den Rheinbund stehe unmittelbar bevor, reiste sie Anfang 1807 nach Mainz, um bei Josephine, der Gemahlin Napoleons, auf Zusatzregelungen für den Aufnahmevertrag hinzuarbeiten. Sie wollte gerne das lippische Gebiet abrunden und für an Preußen gelieferte Naturalabgaben entschädigt werden. Obwohl dieser Besuch ein Erfolg war - Josephine und Pauline verstanden sich glänzend - bedeuteten die folgenden Wochen langes Warten: Napoleon hatte kein Interesse daran, Kleinstaaten wie Lippe bestehen zu lassen. Talleyrand, der mit üppigen Geschenken bestochen wurde, konnte den Kaiser schließlich dazu überreden, Lippe in den Rheinbund aufzunehmen. Die entsprechende Urkunde wurde auf den 18.04.1807 ausgestellt, allerdings ohne irgend welche Zusatzregelungen. Napoleon soll diesen Akt bitter bereut haben, als es um die Ausstattung des von ihm geschaffenen Königreichs Westfalen ging.

Pauline reiste im gleichen Jahr nach Paris, um die von ihr gewünschten Sonderregelungen vor Ort auszuhandeln. Nach wochenlangem Warten gelang es ihr, Napoleon zu sprechen der sich zumindest bereit erklärte, ihrem Anliegen Gehör zu schenken. Nach dem ersten Gespräch über die lippischen Angelegenheiten reiste Pauline unverzüglich nach Detmold zurück, anstatt weiter nachzuhaken. Sie haßte es, überhaupt ihre Residenz zu verlassen und mußte durch dringliche Einwände fast dazu gezwungen werden. Zum anderen ließ sie auf fremdem Boden die an ihr gewohnte Zähigkeit und ihr systematisches Vorgehen vermissen. Schon auf vage Zusagen und Bereitschaftserklärungen hin reiste sie Hals über Kopf nach Hause.

Mit der Aufnahme in den Rheinbund war die Forderung verbunden, für die französische Armee Truppenkontingente aufzustellen. Im ohnehin nicht kriegsbegeisterten Lippe kam es deswegen zu Unruhen. Pauline isolierte sich durch ihre Politik zunehmend im eigenen Land. Das wurde ihr schmerzlich bewußt, als Napoleons Machtverlust nach der Völkerschlacht bei Leipzig offensichtlich wurde. Zu ihrem Entsetzen verprügelten die Lipper die französischen Beamten, arbeiteten nicht mehr und feierten statt dessen Straßenfeste.

Im November 1813 gab Pauline Lippes Austritt aus dem Rheinbund bekannt. Lippe galt den Siegern über die französische Armee als feindliches Land. Es ist wohl nur der Freundschaft des lippischen Unterhändlers mit preußischen Militärs zu verdanken, daß das Land diesen ungünstigen Status ab November verlor und als befreundete Macht angesehen wurde. Das Zusammentreffen all dieser Ereignisse hatte bei Pauline zu einem physischen und psychischen Zusammenbruch geführt, den es in ähnlich schwerwiegender Form nur noch anläßlich des sich lange hinziehenden Verfassungsstreites gab.

Pauline wollte nicht am Wiener Kongreß teilnehmen, auf dem Europa nach dem Sieg über Frankreich neu geordnet wurde. Sie hoffte, daß Lippe einfach vergessen werde. Da die Landstände aber von sich aus eine Abordnung nach Wien schicken wollten, war sie gezwungen zu handeln. Auch diesmal konnte sie Lippes Selbständigkeit wahren.

In den folgenden Jahren gab es zwar immer wieder Reibereien vor allem mit dem preußischen Nachbarn, Lippes Existenz war aber nicht mehr bedroht. Der Eintritt in den Rheinbund war ein nicht ungefährliches Spiel, hätte Pauline diesen Schritt jedoch nicht gewagt, hätte Lippe wahrscheinlich das Schicksal der meisten Kleinstaaten geteilt und wäre von der politischen Landkarte verschwunden.


Die Frauen in Paulines Bekanntschaftskreis

Pauline hätte die unsichere Lage Lippes über all die Jahre hinweg wohl kaum ohne die Unterstützung ihrer Regierung und ihrer Freundin Louise ertragen. Die beiden hatten sich 1784 kennengelernt, als Louise ihren Vater auf eine Reise nach Leipzig begleitete und in Ballenstedt Zwischenstation machte. Von diesem Zeitpunkt an schrieben sie sich wöchentlich. Die Korrespondenz endete mit Louises Tod im Jahr 1815.

Pauline teilte in ihren Briefen alles mit, was sie bewegte und beschäftigte. Ihr Gesundheitszustand, Familienangelegenheiten, Plaudereien über ihre Lektüre und Mode fanden ebenso Platz wie ausführliche politische Erörterungen, die sowohl die allgemeine politische Lage betrafen als auch konkrete Schritte, die Pauline erwog oder bereits vollzogen hatte. [27]

Als 1806 der Krieg zwischen Frankreich und Preußen unmittelbar bevorstand, bat Pauline Louise darum, im Notfall ihre Kinder bei sich aufzunehmen und Mutterstelle bei ihnen zu vertreten.

Louise war für Pauline die Freundin, der sie ihren Alltag mitteilte, die sie um Rat fragt und auf die sie in Momenten der Gefahr vertraute.

In ihrer unmittelbaren Umgebung in Detmold scheint es für Pauline keine enge Freundin gegeben zu haben, wohl aber Frauen, mit denen sie sich ab und an traf, Spazierfahrten unternahm und zu Festtagen Geschenke austauschte. Eine dieser Bekannten war Frau König, deren Ehemann Pauline als Kanzler von Leopold übernommen hatte und der diese Stelle bis zu seinem Tod (1810) innehatte.

In den überlieferten kurzen Mitteilungen wurden Einladungen ausgesprochen, Glückwünsche übermittelt und Neuigkeiten ausgetauscht, die gemeinsame Bekannte betrafen. Pauline schrieb sehr freundlich und handelte fürsorglich. So beließ sie Frau König noch anderthalb Jahre nach dem Tod ihres Mannes die Dienstwohnung und lieh ihr eine Kutsche aus. Die knappen Briefe vermitteln jedoch nicht den Eindruck einer großen Vertrautheit, die Wünsche und Danksagungen wirken gutnachbarschaftlich und höflich.

Ähnlich verhielt es sich mit 'Demoiselle' Christiane Brand aus Lemgo. Pauline gibt in den Jahren 1798 bis 1807 wiederholt Miniaturgemälde für Medaillons und andere Schmuckstücke bei ihr in Auftrag. Die rund sechzig Briefe, die Pauline an Christiane Brand im Lauf von neun Jahren schrieb, wurden immer umfangreicher. Pauline beschränkte sich nicht mehr ausschließlich auf die Erteilung des Auftrages, sondern berichtete über ihren Gesundheitszustand, streute Neuigkeiten über ihre Kinder ein und teilte aktuelle Ereignisse, wie etwa den Durchmarsch preußischer Truppen mit. Für Frau Brand gilt jedoch das Gleiche wie für Frau König, man begegnete sich höflich und freundlich, Pauline plauderte wohlwollend, aber eine enge Beziehung scheint auch hier nicht bestanden zu haben.

Wahrscheinlich verzichtete Pauline auch mit Rücksicht auf ihre Stellung als Regentin auf enge Freundschaften zu Frauen in Detmold. In der kleinen Residenzstadt, die damals gut 2.000 Einwohner hatte, wäre jeder vertrautere Umgang sofort bemerkt und kommentiert worden und hätte wohl auch zu Neid und Mißgunst wegen der offensichtlichen Bevorzugung einer Person geführt.


Der Verfassungsstreit

In der Folgezeit der Napoleonischen Kriege mußten nicht nur die Verhältnisse im Umgang der Staaten des Deutschen Bundes miteinander neu bestimmt werden, sondern auch die inneren Angelegenheiten jedes einzelnen Territoriums geregelt werden. Hier war vor allem der Paragraph 13 der Wiener Schlußakte - des Abschlußdokuments des Wiener Kongresses - zu erfüllen. Er lautete lapidar. In allen deutschen Staaten soll eine landständische Verfassung stattfinden. Die lippische Verfassung trat erst 1836 in Kraft. Eine bereits am 08.06.1819 verabschiedete Verfassung war suspendiert worden. [28] Was war geschehen?

Die Bundesversammlung, das beschlußfassende Gremium des Deutschen Bundes, hatte Pauline nahegelegt, die 1819 in Kraft getretene Verfassung sofort wieder aufzuheben. Hintergrund für diesen Vorstoß bildeten die Karlsbader Beschlüsse, die ein striktes Vorgehen gegen sogenannte 'demokratische Umtriebe' zum Ziel hatten. Was war in Pauline gefahren, die wir als entschiedene Gegnerin der Französischen Revolution und als Feindin einer parlamentarischen Vertretung kennengelernt haben? Nicht der einzige, aber kein unwichtiger Grund für ihr Vorpreschen in der Verfassungsfrage lag in ihrem Wunsch, die bisherigen Landstände in ihren althergebrachten Rechten einzuschränken und sich so für von ihr empfundene Kränkungen aus den Anfängen der Detmolder Zeit zu rächen. Dafür nahm sie jahrelange Streitereien in Kauf, die sie ironisch kommentierte, werde auf ihrem Grabstein den Spruch finden: "Pauline + 1817 an ständischem Verdruß." [29]

Um die Aufregung wegen der neuen Verfassung verstehen zu können, sollen die strittigen Punkte kurz erläutert werden. [30] Bis kurz nach Paulines Regierungsantritt traten die Landstände, die sich aus Vertretern der Ritterschaft und der Städte zusammensetzten, jährlich zu einem Landtag zusammen, der die Angelegenheiten Lippes verhandelte und entsprechende Beschlüsse faßte. Mit der Aufnahme in den Rheinbund wurde der Fürstin die Souveränität zugesprochen, die sie als Möglichkeit zur alleinigen Regierung ergriff - ein Vorgehen, wie es in anderen Rheinbundstaaten ebenfalls üblich war. Sofort nach der Auflösung des Rheinbundes verlangten die Landstände die Wiederherstellung des vorherigen Zustandes. Beide Seiten betrieben die Auseinandersetzung äußerst erbittert und versuchten, ihren Standpunkt sowohl während des Wiener Kongresses, als auch in der Deutschen Bundesversammlung in Frankfurt mit allen Mitteln durchzusetzen. Der Entwurf einer neuen Verfassung entzog der Ritterschaft ihre Vorrangstellung. Erstmals sollten auch Stadtbewohner mit Hausbesitz und Bauern, zumindest soweit sie Land besaßen, Stellvertreter für den Landtag wählen können. Der Landtag entschied über die Steuererhebung und die Aufnahme von Landesschulden und mußte Verfassungsänderungen zustimmen; die Gesetzgebung blieb bei der Regierung. Die neue Verfassung unterschied sich zwar nicht von den kurz zuvor in einigen süddeutschen Staaten entstandenen, die lautstarke Auseinandersetzung um sie fiel aber unglücklicherweise mit den bereits erwähnten Karlsbader Beschlüssen zusammen.

Pauline hat wiederholt geäußert, daß sie ihre Kinder oder zumindest ihre Enkel angesichts der politischen Veränderungen nicht mehr als regierende Fürsten, sondern im 'Privatstande' sehe. Eine Einschränkung ihrer Privilegien als Regentin dagegen war für Pauline undenkbar: sie gebärdete sich als absolutistische Fürstin, als hätte es die Französische Revolution und ihre Ideen nie gegeben. Gleichzeitig sorgte sie sich kaum um den Verlust persönlicher Privilegien. Dieser Widerspruch läßt sich aus ihrem Selbstbild erklären. Pauline sieht sich als eine pflichtbewußte, hart arbeitende Frau, die das Gemeinwohl im Auge hat. Der Ritterschaft warf sie vor, daß sie sich ausschließlich am eigenen Interesse orientiere. Pauline setzte in ihrer Verfassung die Vertreter der Bauernschaft dazu ein, die Ansprüche der Ritterschaft zu beschneiden. Daß die Bauern auch ihrerseits eigene Interessen vertreten könnten, schien ihr zunächst zweitrangig.

Auf dem flachen Land waren zum Zeitpunkt der Aussetzung der Verfassung bereits Wahlen durchgeführt worden. Die lippischen Bauern hatten von Beginn an die Auseinandersetzungen zwischen Pauline und der Ritterschaft verfolgt und im Herbst 1817 mit einem handschriftlichen Aufruf Position bezogen: "Wir erklären deshalb öffentlich, daß es unser erstlicher Wunsch und Wille ist, daß unser Stand ebenfalls unter die hiesigen Volksvertreter aufgenommen und keineswegs von dem Adel vertreten werde." [31] Diese selbstbewußte Sprache läßt vermuten, daß es zu Konflikten zwischen Pauline und den Vertretern der Bauern im Landtag gekommen wäre, wenn die Verfassung tatsächlich in Kraft geblieben wäre.


Pauline tritt zurück

Pauline hat in ihrer Regierungszeit Lippes Selbständigkeit erhalten können, wichtige Anregungen für den sozialpolitischen Bereich gegeben und sich um eine Verfassung bemüht, die die alte ständische Ordnung aufbrach. Trotzdem konnte sie ihre Regentschaft nicht ruhigen Gewissens ihrem Sohn Leopold übergeben, der sich durch großes Phlegma auszeichnete. Pauline, die sich mit Fragen der Volksbildung und -erziehung beschäftigt hatte, wirkte in bezug auf die Erziehung ihrer Söhne merkwürdig unsicher. Sie bezeichnete sich als unwissend in allem, was 'Jünglingserziehung' betrifft. Nichts fürchtete sie so sehr wie sexuelle Ausschweifungen ihrer Söhne und verlangte von dem Erzieher, der sie zum Studienaufenthalt nach Göttingen begleitete, entsprechenden Unterricht:
"Ich fürchte bey Jungen nichts so sehr als Sünden der Wollust, sie knicken alles Gute; eine sehr traurige Erfahrung in meinem Leben hat mir das alles noch schauderhafter gemacht und ich bitte sie, meinen Söhnen ekelhafte Kranke dieser Art sehen zu lassen und ihnen mit Ernst die Folgen des Sinnesrausches so zu entwickeln, das phisische Abscheu zu dem moralischen Widerwillen sich gatte." [32]

Pauline suchte sorgfältig nach geeigneten Erziehern für ihre Söhne, sie bezeichnete sich selbst als häufig zu ungeduldig im Umgang mit ihnen. Friedrich, der Zweitgeborene, scheint ihr ähnlich gewesen zu sein, was zu mitunter heftigen Zusammenstößen führte. Ihre Beziehung zu Leopold ist schwer zu fassen. Sie stellte hohe Erwartungen an ihn, war häufig von ihm enttäuscht, gleichzeitig aber auch sehr nachsichtig ihm gegenüber. Ihre zwiespältige Haltung zeigte sich an der immer wieder verschobenen Übergabe der Regentschaft. Erst als ihr kritische Nachreden über diese Verzögerung hinterbracht wurden, setzte sie sich gegen Leopolds Willen durch. Im Beisein der Schwiegertochter kündigte sie dem Sohn ihren Abschied am 03.07.1820 an: "Er spricht kein Wort, ist muffiger Laune und läßt sie stehen. Enttäuscht schaut sie ihm nach." [33]

Leopold konnte auf ihre Hilfe zunächst nicht verzichten, ertrug es aber gleichzeitig nicht, daß dies nach außen hin sichtbar wurde. Pauline wollte diesen unerträglichen Zustand beenden, indem sie das Schloß in Detmold mit ihrem Witwensitz in Lemgo vertauschte. Dazu kam sie jedoch nicht mehr, ein knappes halbes Jahr nach ihrem Rücktritt starb Pauline am 29.12.1820 an einer sehr schmerzhaften Lungenvereiterung.

Am 05.02.1821 erschien in der Dresdner Abendzeitung ein Nachruf auf Pauline, der ihr Wesen mit den Adjektiven 'klar, treu und wahr' beschreibt. [34] Seine Verfasserin, Helmine von Chezy, trug dem Zeitgeist Rechnung und verurteilte Paulines antipreußische Politik. Da es sich um einen Nachruf handelt, folgt eine Ehrenrettung, die Pauline allerdings verärgert hätte. Sie lautet: "Wer wird aber von einer Frau, und wenn sie Kaiserin wäre, eine eigene, richtige politische Ansicht und ein taktfestes Handeln in Kriegsangelegenheiten verlangen?" [35] Pauline konnte durchaus in einen ähnlichen Ton verfallen, aber nur, wenn sie bis zum Hals in Schwierigkeiten steckte. Ansonsten handelte sie aus einem Selbstbewußtsein heraus, das sie ihrem Stand und ihrer Erziehung verdankte. Sie war vielseitig interessiert, gebildet und verfügte über großes Arbeitsvermögen. [36] Paulines politische Klugheit fand ihre Grenzen in ihrem Selbstverständnis als absolutistische Fürstin, das dem 19. Jahrhundert nicht mehr angemessen war.

Wir hätten uns einen Nachruf von ihrem Zeitgenossen Joseph von Görres gewünscht. Er charakterisierte sie noch zu ihren Lebzeiten als "(...) eine gescheidte, thätige aber sehr eigenwillige Fürstin (die) ihre gebieterische, zweydeutige Liberalität alten Rechten eben so tyrannisch entgegensetzt, wie es wohl irgend wo im rheinischen Bund je der Fall gewesen." [37]


Anmerkungen

[1] Süvern 1978, S. 47.
[2] Führer. Zit. n. Süvern 1978, S. 47f.
[3] Die erste kritische Würdigung ihrer Person stammt von dem Generalsuperintendenten Ferdinand Weerth, in: ders. 1821, hier: S. 45-68.
[4] Vgl. Kittel 1957, S. 167, Rachel 1903, S. 3.
[5] Eine kurze und treffende Zusammenfassung ihrer Erziehung und Fortbildung findet sich in: Solle 1969, S. 101-150.
[6] Rachel 1903, hier: S. 12.
[7] Zit. n. Rachel 1903, S. 22.
[8] Brief vom 27.06.1790, zit. n. Rachel 1903, S. 122.
[9] Brief vom 02.10.1790, zit. n. Rachel 1903, S. 133.
[10] Vgl. Rachel 1903, S. 199ff.
[11] Brief vom 19.11.1795, zit. n. Rachel 903, S. 219.
[12] Vgl. zur Krankheit des Fürsten Leopold I. und den damit verbundenen Wirren in Lippe: Arndt 1991, S. 27-74.
[13] Brief vom 11.02.1796, zit. n. Rachel 1903, S. 224.
[14] Vgl. Kittel 1957, hier: S. 167.
[15] Zit. n. Rachel 1903, S. 55.
[16] Zit. n. Rachel 1903, S. 56.
[17] Brief vom 10.04.1802, STADT, L77 B, Fach 24, Nr. 23.
[18] Der Pastor von Oerlinghausen, Ludwig Friedrich August von Cölln, wurde 1796 der Nachfolger des Generalsuperintendenten Johann Ludwig Ewald, des obersten Seelsorgers im Land. Er hatte eine Denkschrift verfaßt, in der ein Plan zur Verbesserung der Armeneinrichtungen in Lippe ausgearbeitet war, die aber in den Akten verschwand.
[19] Vgl. Kiewning 1930, S. 146.
[20] Die Umsetzung dieser von Pauline schon zuvor gehegten Idee wird angeregt durch die zufällige Lektüre eines Berichts in einem Journal: Die Gemahlin des späteren Kaisers Napoleon Bonaparte hat in einigen gleichgesinnten Damen Säle zur Betreuung von Kindern berufstätiger Mütter eingerichtet. Pauline legt unter dem Titel "Vorschlag, eine Pariser Mode nach Detmold zu verpflanzen" einen fertigen Plan zur Betreuung und Erziehung von Kindern erwerbstätiger Mütter bis zu vier Jahren vor. Die Krankheit ihres Mannes hindert sie zunächst an der Ausführung.
[21] Vgl. Kiewning 1930, S. 121.
[22] Niebuhr 1990, S. 144.
[23] Brief vom 16.02.1811, zit. n. Süvern 1978, S. 71.
[24] Ebda, S. 82.
[25] Zit. n. Engelbert 1969, hier: S. 27. Zu den Erlebnissen lippischer Soldaten vgl. Verdenhalven 1985.
[26] Zit. n. Kiewning 1903, S. 332f.
[27] Leider sind die Briefe Paulines nur in wenigen Exemplaren vollständig und in einigen weiteren auszugsweise erhalten. Wir stützen uns hier auf die Zusammenstellung von Schulz 1904, S. 145-161.
[28] Vgl. Huber 1967, 2. Aufl., S. 657. Zur Verfassungsgeschichte vgl. auch Böckenförde 1972 und Hartung 1950. Zu den landständischen Verfassungen: Mager 1973, S. 296-346.
[29] Zit. n. Kiewningg 1930, S. 547.
[30] Vgl. Weerth 1903, S. 63-136, Kiewring 1930, S. 536-573.
[31] Zit. Der lippische Landtag 1984, S. 60.
[32] Zit. n. Kiewring 1930, S. 531.
[33] Ebda, S. 607.
[34] Chezy 1821.
[35] Ebda.
[36] Zu Paulines literarischen Interessen vgl. Kiewning 1914, S. 229-238, Schulz 1903.
[37] Görres 1819, 2. Aufl., S. 66f.


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