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(84 KB)   Schmitz, Bruno: Porta Westfalica: Der preisgekrönte Entwurf für das Kaiser-Wilhelm-Denkmal von Bruno Schmitz, aus: Deutsche Bauzeitung 1916, Nr. 38 / Münster, LWL-Medienzentrum für Westfalen/O. Mahlstedt   Schmitz, Bruno: Porta Westfalica: Der preisgekrönte Entwurf für das Kaiser-Wilhelm-Denkmal von Bruno Schmitz, aus: Deutsche Bauzeitung 1916, Nr. 38 / Münster, LWL-Medienzentrum für Westfalen/O. Mahlstedt
TITELPorta Westfalica: Der preisgekrönte Entwurf für das Kaiser-Wilhelm-Denkmal von Bruno Schmitz, aus: Deutsche Bauzeitung 1916, Nr. 38
URHEBER OBJEKTSchmitz, Bruno
DATIERUNG1916
DATIERUNG HANDLG.1916


INFORMATIONNach einer Besichtigung der beiden Portaberge entschied sich der Provinzialausschuß am 05.06.1889 für den Wittekindsberg. Der Ausschuß legte außerdem fest, daß das Denkmal auf zwei Drittel der Berghöhe errichtet werden sollte. Im Februar 1890 wurde das Projekt in verschiedenen Zeitungen ausgeschrieben. Das Preisgericht, das vorher zusammengestellt worden war, bestand aus: Landrat v. Oheimb (Minden), Landeshauptmann Overweg (Münster), Geheimer Regierungsrat Prof. Hase (Hannover), Freiherr Heereman von Zuydwyk (Münster), Stadtrat Kleine (Dortmund), Königlicher Bauinspektor Klutmann (Berlin), dem Konservator der Kunstdenkmäler in Berlin Persius, Freiherr von Schorlemer-Alst und Prof. Caspar von Zumbusch.

Bis zum 01.07.1890 gingen 58 Entwürfe von 56 Bewerbern in Münster ein. Der 1. Preis (je 1.500 Mark) ging an den Architekten Bruno Schmitz (1858-1916) aus Berlin und an die Architekten Fritz Reuter und Theodor Fischer aus Dresden. Der Entwurf von Schmitz sollte zur Ausführung gelangen, da die anderen preisgekrönten Entwürfe nach Ansicht des Preisgerichtes nicht an die monumentale Einfachheit desselben heranreichten. Dazu Persius:
"Der Entwurf ... ist in großartig monumentaler Einfachheit gedacht, er bringt den Charakter des Kaiserdenkmals unmittelbar zum Ausdruck, da das Standbild den Mittelpunkt des architektonischen Aufbaus bildet. (...) Das Standbild des Kaisers gewinnt, abgesehen von seiner mächtigen Größe und bevorzugten Stellung, dadurch an Bedeutung, daß es das einzige Bildwerk von selbständig künstlerischer Ausbildung ist; (...) Die Einzelheiten des Bauwerks sind in derben, kräftigen Formen gezeichnet...". [1]

Dem Mitglied des Preisgerichtes Prof. Caspar von Zumbusch (1830-1915), einem gebürtigen Westfalen, der sich als Bildhauer bedeutender Herrscherdenkmäler in Wien und München verdient gemacht hatte, wurde der Auftrag für die Errichtung der Kaiserstatue erteilt.

Das Foto zeigt den preisgekrönten Denkmalentwurf von Bruno Schmitz. Im Vergleich mit Bild 4  Medien sind gravierende Unterschiede erkennbar. In seinem Entwurf hatte Schmitz noch einen Hallenumgang hinter dem eigentlichen Denkmal vorgesehen, außerdem auch zwei Bronzelöwen zu Fuße des Denkmals, beides ist aber nicht zur Ausführung gelangt.


[1] Zit. nach Engelbert, Günther: Die Errichtung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals an der Porta Westfalica. ln: Westfalen, Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde, Bd. 51, 1973, S. 332.


TECHNIKHolzschnitt
FORMATjpg


FOTO-PROVENIENZMünster, LWL-Medienzentrum für Westfalen/O. Mahlstedt


QUELLE    Hebbelmann, Georg | Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal | Dia 03, S. 12f.
PROJEKT    Diaserie "Westfalen im Bild" (Schule)

SYSTEMATIK / WEITERE RESSOURCEN  
Typ35   Bildmaterial (Reproduktion, Foto)
Zeit3.8   1850-1899
3.9   1900-1949
Ort1.5   Deutsches Reich <1871-1918>
2.6.8   Porta Westfalica, Stadt
2.30   Brandenburg/Preußen, KFtm. / KgR. < - 1918>
Sachgebiet3.7.2   Landesherren/-frauen, Präsidenten, Regierungschefs
3.9   Provinzialverbände, Landschaftsverbände
3.9.2   Provinzialverband / Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
15.8   Architektur, Baudenkmäler, Architekt/Architektin
15.12.6   Nationalismus / Patriotismus / Landesherren, Denkmäler
15.12.603   Kaiser-Wilhelm-Denkmal, Porta Westfalica
DATUM AUFNAHME2004-02-25
DATUM ÄNDERUNG2018-06-12
AUFRUFE GESAMT2122
AUFRUFE IM MONAT22