EREIGNIS

JAHR770   Suche
TITELSachsenmission des Angelsachsen Lebuin


INFORMATIONIm Vorfeld des Sachsenkriegs Karls des Großen gibt es den Missionsversuch des Angelsachsen Lebuin (gest. 773), der um das Jahr 770 datiert wird. Überliefert ist Lebuins Auftreten auf der sächsischen Stammesversammlung in Marklo an der Weser (bei Porta Westfalica?). Dort, wo sich die Repräsentanten der sächsischen pagi, die Vertreter des Adels, der Freien und der Liten (Minderfreien) treffen, verkündet Lebuin den christlichen Glauben, nicht ohne auf das Schutz- und Glücksversprechen des neuen Gottes als des Herrn von Himmel und Erde hinzuweisen, der die bekehrten Sachsen verschonen wird vor dem Frankenkönig Karl (reg. 768-814) und Verfassung und Macht des Sachsenstammes erhält.

Lebuins Rede verursacht indes Aufruhr, einige Sachsen wollen ihn pfählen, doch der Missionar verschwindet auf wundersame Art und Weise, und ein Versammlungsführer namens Buto verweist auf den Thingfrieden und auf die Realität der Aussagen Lebuins, der zudem einen machtvoll(er)en Gott haben muss, wenn er aus der Mitte seiner potenziellen Mörder verschwindet. Die Versammlung beschließt, dass Lebuin fortan unbehelligt in Sachsen predigen kann. Schon zuvor hat der Missionar übrigens innerhalb der sächsischen Oberschicht Anhänger gewonnen, die ihm u.a. vom Besuch der Stammesversammlung abgeraten haben.


SYSTEMATIK / WEITERE RESSOURCEN  
Zeit2.6   750-799
Ort1   Westfalen/-Lippe (allg.)
2.38   Sachsen, Hztm. < -1180>
Sachgebiet3.1   Staat, Politik und Verwaltung / Allgemeines
4.2   Verfassung, Staatsrecht, Stadtrecht, Verfassungsrecht
6.2   Bevölkerungsstruktur, Bevölkerungsentwicklung
16.1   Religion und Kirche / Allgemeines
16.6.9   Heiligenverehrung, Heiligtümer
AUFRUFE GESAMT1667
AUFRUFE IM MONAT14