BIOGRAFIE

FAMILIEKolbow
VORNAMEKarl Friedrich


GEBURT DATUM1899-11-20
GEBURT ORTSchwerin
TOD DATUM1945-09-24
TOD ORTThorée-les-Pins bei Le Mans/Frankreich


BIOGRAFIEGymnasium Fridericianum Schwerin, 1917 Kriegsabitur, 16.06.1917-19.03.1919 Kriegsdienst, Studium des Bergbauwesens in Jena, München und Freiberg/Sachsen, 24.10.1925 Diplom-Bergbauingenieur, 1923-1925 zeitweise in Bergwerken in Conow bei Malliß/Mecklenburg und Gülitz/Westprignitz, 01.11.1925-28.08.1926 Betriebsassistent und stellvertretender Betriebsleiter einer Blei-Silbererzgrube in Erbendorf/Oberpfalz, 01.10.1926-31.05.1927 Ingenieur und Betriebsleiter (Abteilungsleiter) der Grubenlampen- und Akkumulatorenfabrik C. H. Weisbach in Chemnitz, 14.11.1927 Betriebsingenieur und Betriebsdirektor Eisensteingrube Pfannenberger Einigkeit bei Neunkirchen/Siegerland, 25.04.1933 Ersuchen der Übernahme des Stellvertreters des Landeshauptmanns als Staatskommissar, 27.04.1933 (Dienstantritt) Staatskommissar für die Provinzialverwaltung Westfalen, 12.10.1933 Wahl zum Landeshauptmann der Provinz Westfalen ab 15.10.1933, zugleich Bestellung zum Mitglied und Vorstandsvorsitzenden der Landesversicherungsanstalt Westfalen, 09.11.1933 Einweisung in das Amt des LandesHauptmanns, 27.06.1934 Bestätigung als LandesHauptmann, 25.01.1936 endgültige Bestellung zum Leiter der Landesversicherungsanstalt, Bearbeiter der Eisenerzversorgung der deutschen Wirtschaft, 25.08.1939 Chef der Zivilverwaltung beim Armeeoberkommando in Bad Godesberg, August 1940 vom Wehrdienst freigestellt, 07.08.1944 wegen Kritik am NS-Regime beurlaubt, 09.08.1944 amtsenthoben, (19.06.1945 auf Anordnung der Militärregierung formell entlassen), August 1944 freiwillige Meldung zur Wehrmacht und Einberufung als Baupionier (verhaftet, angeblich zum Tode verurteilt, dann aber "aus Gnade" zum freiwilligen Kriegsdienst als Meldefahrer in einer Bewährungstruppe an der Westfront eingezogen), in französischer Kriegsgefangenschaft gestorben, 12.11.1946 Aberkennung der Hinterbliebenenversorgung, 22.03.1950 Wiederzuerkennung im Entnazifizierungsverfahren, 31.07.1950 Bestätigung nach Widerspruch seitens der Provinzialverwaltung im Berufungsverfahren

Vorsitzender des Gemeindeunfallversicherungsverbandes der Provinz Westfalen; Vorsitzender des Verwaltungsrates des Provinzialinstituts für Westfälische Landes- und Volkskunde in Münster; Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates der Landesbank und Sparkassenzentrale für Westfalen; Vorsitzender des Aufsichtsrates der Kraftverkehrs-AG Westfalen, Dortmund, der Verkehrsgesellschaft mbH, Lippstadt, der Westfälischen Ferngas AG, Lippstadt und der Westfälischen Landeisenbahn AG, Lippstadt

1921 Freikorps Oberland bzw. Selbstschutz Schlesien; 18.02.1921 bis zur Auflösung NSDAP, Mitbegründer der NSDAP-Ortsgruppen Zwickau (1921) und Freiberg/Sachsen (1922), November 1922 SA, Februar 1925 Wiedereintritt NSDAP und SA, 01.01.1929 - 18.09.1932 Kreisleiter des Kreises "Freier Grund" der NSDAP, 1931 Gaufachberater für den Erzbergbau, 18.09.1932-05.02.1933 Kreisleiter der NSDAP Siegen-Land, ca.1934-April 1936 Gauinspekteur III der Gauleitung Westfalen-Nord (für die NSDAP-Kreise Münster-Stadt, -Land und Steinfurt), 15.08.1944 Parteiausschluß wegen pessimistischen Äußerungen; 1933 SA-Obersturmbannführer, 1934-1944 Vorsitzender des Westfälischen Heimatbundes, 20.04.1936 SA-Standartenführer, 09.11.1938 SA-Oberführer, beim Stab der SA-Gruppe Westfalen, dort auch Referent für Neubauerntum; 1933 Mitglied des Westfälischen Provinziallandtages (Wahlkreis Siegen-Wittgenstein), 1933 Mitglied des Westfälischen Provinzialausschusses, 1934-1944 Mitglied des Westfälischen Provinzilarates

Quellen: PA: LWL/WAA Best. 132/C 11 A 781.

Literatur: Bernd Walter, in: Westfälische Lebensbilder XVII (in Vorb.); Teppe, Provinz, lt. Register; Häming Nr. 841; LWL/WIfR, Biogr. Mat. ; Jeserich/Neuhaus, S. 519.
WEITERE BIOGRAFIE/N   | |


QUELLE    Lilla, Joachim | Leitende Verwaltungsbeamte und Funktionsträger in Westfalen und Lippe (1918-1945/46) | S. 197 f.
PROJEKT    Leitende Verwaltungsbeamte und Funktionsträger in Westfalen und Lippe (1918-1945/46)
DATUM AUFNAHME2014-09-29
DATUM ÄNDERUNG2014-09-29
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