BIOGRAFIE

FAMILIEHoffmann
VORNAMEAlbert


GEBURT DATUM1907-10-24
GEBURT ORTBremen
TOD DATUM1972-08-26
TOD ORTHeiligenrode bei Bremen


BIOGRAFIEVolksschule, Realschule und Handelsschule in Bremen, Mitglied des "Wandervogels", Ausbildung zum Rohtabak-Kaufmann in Bremen, 1927-1928 kaufmännischer Volontär in Amsterdam, 1928-30.06.1933 als Rohtabak-Kaufmann für verschiedene Tabakhäuser als Reisender in Deutschland und angrenzenden Ländern tätig (1930 kurzzeitig arbeitslos), 01.07.1933 Übernahme in den hauptamtlichen Parteidienst, 01.07.1933-19.08.1934 zugleich Kreisorganisationsleiter, Kreispresseamtsleiter und Kreispersonalamtsleiter der Kreisleitung Bremen der NSDAP, 1934 Austritt aus der SA, 20.08.1934 in die Reichsleitung der NSDAP berufen, 20.08.1934-Januar 1941 Leiter der Abteilung II A (Allgemeine Organisationsangelegenheiten der Partei, sozial-, wirtschafts-, verkehrs- und agsratarpolitischen Parteiangelegenheiten, Volkstumspolitik, Verbindungsstelle zu den Hauptämtern und den Parteigliederungen) im Stab des Stellvertreters des Führers (München), 05.09.1935 Reichsamtsleiter der NSDAP, März-Mai 1938 "Stillhaltekommissar für Verbände und Organisationen" im Stab des Reichskommissars für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich (Wien), 11.10.1938-31.03.1939 "Beauftragter des Stellvertreters des Führers für den Parteiaufbau" im Stab des Reichskommissars für die sudetendeutschen Gebiete, 14.10.1938-31.03.1939 "Stillhaltekommissar für Organisationen" in den sudetendeutschen Gebieten, 01.04.1939 "Stillhaltekommissar" im Protektorat Böhmen und Mähren, 01.09.-25.11.1939 Kriegseinsatz als Unteroffizier der Reserve in einer Gebirgsjäger-Kradschützen-Schwadron der 1. Gebirgsjäger-Division (Polen), 1939 Wachtmeister, April 1940 Reichshauptamtsleiter der NSDAP, 20.04.1941-26.01.1943 Stellvertretender Gauleiter des Gaues Oberschlesien der NSDAP, zugleich Gauobmann der Gauwaltung Oberschlesien der DAF, 01.03.1941 Berufung in die Reichsleitung der NSDAP, Hauptdienstleiter der NSDAP, 05.05.1942 zur Wehrmacht einberufen, 05.05. -20.09.1942 "Beauftragter des Reichsleiters M. Bormann im Oberkommando der Wehrmacht/Stab zur besonderen Verfügung" (Sonderbeauftragter für die Auskämmung von Behörden und Dienststellen im Stab des Generals von Unruh ("General Heldenklau"), November 1942-26.01.1943 Gauwirtschaftsberater der Gauleitung Oberschlesien der NSDAP, 26.01.1943-17.04.1944 unter Beibehalt des Ranges eines Stellvertretenden Gauleiters mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Gauleiters des Gaues Westfalen-Süd der NSDAP beauftragt, 26.01.1943-13.04.1945 Reichsverteidigungskommissar für den Gau Westfalen-Süd, zugleich Gauwohnungskommissar und Beauftragter des Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz für den Gau Westfalen-Süd, 09.11.1943 SS-Gruppenführer, Dezember 1943-Januar 1944 Vertreter des Reichsinspekteurs für zivile Luftkriegsmaßnahmen, 17.04.1944-13.04.1945 Gauleiter des Gaues Westfalen-Süd der NSDAP,
04.06.1944 Amtseinführung als Gauleiter durch Robert Ley, 25.09.1944-13.04.1945 Führer des Deutschen Volkssturms im Gau Westfalen-Süd, 1944-Mai 1945 Leiter der Flugabwehr für das Reich, 13.04.1945 Auflösung der NSDAP im Gau Westfalen-Süd durch Hoffmann, danach untergetaucht, 01.05.1945 im Ruhrkessel von einem Fremdarbeiter angeschossen, 03.05.1945 Behandlung seiner Schußverletzungen im Städtischen Krankenhaus in Altena, 05.05.1945 erneut untergetaucht, lebte dann mehrere Wochen unerkannt auf einem Berg oberhalb von Altena, bis er sich Ende Mai zu seiner Frau nach Minden absetzte, 04.10.1945 als Landarbeiter von britischer Militärpolizei in Marienau/Hameln entdeckt, zunächst im Gefängnis Iserlohn inhaftiert und anschließend im Lager Recklinghausen interniert, dann an die Amerikaner übergeben und in Nürnberg als Zeuge im Hauptkriegsverbrecherprozeß inhaftiert, in zwei britischen Militärstrafprozessen in Minden und Hamburg im Zusammenhang mit dem sog. "Fliegerbefehl" freigesprochen, September 1946 von einem britischen Militärgericht in Arnsberg erneut freigesprochen, aber weiterhin in Internierungshaft behalten, Dezember 1948 vom Spruchgericht in Benefeld-Bomlitz wegen seiner Zugehörigkeit zur NSDAP in seiner Funktion als Gauleiter zu 4 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt, April 1950 aus dem Gefängnis Esterwegen entlassen, danach, von der westdeutschen Justiz unbehelligt, als erfolgreicher Kaufmann und zuletzt als Generaldirektor der Firma Basalan (Isolier- und Baustoffbranche) in Bremen tätig
1922-1925 Angehöriger der "Reichskriegsflagge", Dezember 1922 erste Verbindungen zur NSDAP, 1925 Eintritt in die NS-Arbeiterjugend, 1925-1934 Angehöriger der "Freischar Lützow", 1926 NSDAP (Mitgl.-Nr. 41.165), 01.04.1933-19.08.1934 Kreispropagandaleiter der Kreisleitung Bremen der NSDAP, 03.06.1941-1945 Mitglied des Reichstages (Wahlkreis 7), 01.08.1943 Preußischer Staatsrat, 09.11.1936 Eintritt in die Allgemeine SS (Mitgliedsnr. 278. 225), 09.11.1936 SS-Obersturmführer, 30.01.1938 SS-Sturmbannführer, 01.04.1939 SS-Obersturmbannführer, 20.04.1939 SS-Standartenführer, ehrenamtlicher SS-Führer im SD-Hauptamt, 21.09.1942 SS-Oberführer, 19.06.1943 SS-Brigadeführer

L: Lilla, Mitglied des Reichstages-NSDAP; Longerich, S. 121 (u. a.); Gebel, Zimmermann, jeweils lt. Register; Vogt, Wer¬wölfe, S. 454; Ralf Blank, Albert Hoffmann als Reichsverteidigungskommissar im Gau Westfalen-Süd, 1943-1945. Eine biografische Skizze, in: Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus 17 (2001), S.189-210; Ralf Blank, Albert Hoffmann, in: Westfälische Lebensbilder XVII (in Vorb.).
WEITERE BIOGRAFIE/N   | | J


QUELLE    Lilla, Joachim | Leitende Verwaltungsbeamte und Funktionsträger in Westfalen und Lippe (1918-1945/46) | S. 179 f.
PROJEKT    Leitende Verwaltungsbeamte und Funktionsträger in Westfalen und Lippe (1918-1945/46)
DATUM AUFNAHME2014-09-25
DATUM ÄNDERUNG2014-09-25
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