PROJEKT

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PROJEKTNAMELandes-Verordnungen Fürstbistum Paderborn
ABKÜRZUNGLVPB
LAUFZEIT2003-2004


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SPARTEBibliotheken, Bibliotheksberatung


KURZINFORMATIONDigitalisierung und Sacherschließung der in der Ediktensammlung von 1785/88 abgedruckten Landesverordnungen (Edikte) des Fürstbistums Paderborn
INFORMATIONDie in vier Bänden in den Jahren 1785-1788 vom fürstbischöflichen Hofdrucker Wilhelm Junfermann herausgegebenen "Landes-Verordnungen" (auch Edikte, Publicanda, Verordnungen oder Satzungen) des Fürstbistums Paderborn spiegeln eine über 1000-jährige Normensetzung der kirchlich-weltlichen Wahlherrscher - der Fürstbischöfe - wider.

Warum (und in wessen Auftrag) Junfermann das ehrgeizige Unternehmen "mit gnädigster Erlaubniß Sr. Hochfürstlichen Gnaden Friderich Wilhelm Bischofen zu Paderborn und Hildesheim, des Heil. Röm. Reichs Fürsten, Grafen zu Pyrmont etc. in einer Sammlung" auf sich nahm, wird vom Herausgeber nicht mitgeteilt und ließ sich auch archivalisch bislang nicht klären. Sicherlich führte die zunehmende Modernisierung und damit Regulierungstätigkeit in der zweiten Hälfte des 18. Jhs. zu dem Wunsch, sich einen Überblick über die jeweils in Einzeldrucken von der Regierung herausgegebenen Edikte verschaffen und in einer Art "Gesetz-Buch" publizieren zu wollen. Vielleicht versprach man sich auch eine stärkere Befolgung dieser Normen, die zumeist durch Anschlag oder Verlesung von den Kanzeln den "Untertanen" mitgeteilt wurden, kurz: mitunter schnell in Vergessenheit geraten konnten - die häufige Publikation ein und derselben Vorschrift zeigt dies. Periodische Gesetzessammlungen oder Gesetzesblätter, wie sie heute üblich sind, gab es in Paderborn (aber auch in vielen anderen Territorien Westfalens) noch nicht. Entsprechend wurden v.a. zentrale Edikte wie z.B. Ordnungen, die Sachverhalte und das Verhältnis von Gruppen zueinander regelten, in die Bände aufgenommen. Insofern stellen die "Landes-Verordnungen" eine Zwischenform dar.

Im Unterschied zu den preußischen Editionen, z.B. jenen von Scotti, die nach Einverleibung der Territorien aus der Perspektive der "Sieger" und "Abwickler" in der ersten Hälfte des 19. Jhs. entstanden sind, zeigt sich in den Sammlungen vor 1800 die jeweilige Sicht der zeitgenössischen Normsetzer.

Das Digitalisierungs- und Erschließungsprojekt, das von der Erzbischöflich-Akademischen Bibliothek bzw. dem Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn e.V. durch die Leihgabe der Bände unterstützt wurde, macht nun alle 198 Edikte auf rund 1.600 Seiten online zugänglich. Die einzelnen Edikte wurden jeweils in den Quellenpool aufgenommen und systematisiert. Um die Größe der Quellendateien, die als PDF-Dokumente vorliegen, zu reduzieren, wurden die Texte jeweils als "Gebrauchskopien", d.h. mit qualitativen Einschränkungen, zur Verfügung gestellt. Die thematische Vielgestaltigkeit wie auch der vollständige Abdruck der Quellen machen die "Landes-Verordnungen" zu einer wichtigen territorialgeschichtlichen Quelle, die vergleichend auch für andere Territorien exemplarisch herangezogen werden kann.


Hinweise zum Online-Aufruf:
Über eine Volltextsuche im Quellenpool können Sie online gezielt nach und in Inhalten dieser Publikation suchen, wenn Sie im linken Auswahlfeld "Projekt" den o.a. Projektnamen auswählen. Darüber hinaus können Sie hier direkt eine Online-Liste aufrufen.


QUELLE     | Hochfürstlich-Paderbörnische Landes-Verordnungen mit gnädigster Erlaubniß Sr. Hochfürstlichen Gnaden Friderich Wilhelm Bischofen zu Paderborn und Hildesheim, des Heil. Röm. Reichs Fürsten, Grafen zu Pyrmont etc. in einer Sammlung herausgegeben |

SYSTEMATIK / WEITERE RESSOURCEN  
Typ1.2   Urkundenbuch, Quellensammlung, Quellenedition
90   Gesetz, Verordnung, (Staats-)Vertrag
Zeit3.2   1550-1599
3.3   1600-1649
3.4   1650-1699
3.5   1700-1749
3.6   1750-1799
Ort2.7.8   Paderborn, Stadt
2.28   Paderborn, (Fürst-)Bistum < - 1802>
DATUM AUFNAHME2003-10-17
AUFRUFE GESAMT12142
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