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Malwida von Meysenbug / Kassel, Malwida von Meysenbug-Gesellschaft
FAMILIEMeysenbug, von
VORNAMEMalwida


GESCHLECHTweiblich
GEBURT DATUM1816-10-28   Suche
GEBURT ORTKassel
EHEPARTNER Althaus, Theodor (1822-1852)
TOD DATUM1903-04-26   Suche
TOD ORTRom
BEGRÄBNIS ORTRom, Cimitero accatolico bei der Cestius Pyramide


VATERRivalier, Karl (1825: von)


BIOGRAFIE

Malwida von Meysenbug (1816-1905),
Vom adeligen Fräulein zur Europäerin

In der Zeitschrift der ersten Frauenbewegung "Die Frau" heißt es 1899 über Malwida von Meysenbug, daß sich ihr Werdegang durch einen auffälligen und ungewöhnlichen Wandel auszeichne: Aus einem "adeligen Fräulein" wurde im Laufe einer eigenwilligen und an Begegnungen reichen Biographie eine "Demokratin" und "Europäerin".[1] Das ist in der Tat bemerkenswert im Leben dieser Frau, das in gänzlich anderen Bahnen verlief als es in der damaligen Zeit für Frauen ihrer Herkunft üblich war und als es die Familie für sie erhofft hatte: keine Heirat mit einem Mann ihres Standes, keine ökonomische Versorgung und kein gesellschaftliches Ansehen durch eine 'gute Partie', kein Kindersegen wie ihn noch die Mutter gekannt hatte. Statt dessen: Wißbegierde und großes Interesse für Literatur, Philosophie und schließlich für die politischen Veränderungen in Europa, Wechsel ins Lager der Demokraten, Reisen nach London, Paris und Rom, zugleich ein oft kärgliches Leben durch eigenen Erwerb, aber auch ein reger und freundschaftlicher Gedankenaustausch mit namhaften Personen ihrer Zeit. Dazu zählen die deutschen Demokraten Gottfried und Johanna Kinkel, der russische Publizist Alexander Herzen und die italienischen Revolutionstheoretiker Mazzini und Garibaldi. Richard Wagner, Nietzsche und der französische Schriftsteller Romain Rolland gehörten in den letzten Lebensjahren von Malwida von Meysenbug zu ihrem engeren Bekanntenkreis.

Die Verbindung dieser außergewöhnlichen Frau zu Ostwestfalen-Lippe fällt in ihre Jugendzeit und in ihre Zeit als junge Erwachsene. Von 1832 bis 1850 lebte sie, von einigen Reisen unterbrochen, in der lippischen Residenzstadt Detmold. Das folgende Portrait baut vor allem auf ihrer zu ihren Lebzeiten sehr populären Autobiographie "Memoiren einer Idealistin" auf, die 1876 in Deutschland erstmals veröffentlicht wurde.[2]


Jugendzeit in Detmold

Bei der Geburt der Malwida Rivalier am 28.10.1816 in der hessischen Residenzstadt Kassel waren dem Land politische Unruhen noch fern. 1825 erhielt der Vater, der dem Kurfürsten als hoher Beamter diente, den Adelstitel "von Meysenbug". Von den zwölf Kindern der Eheleute überlebten zehn die Kinderjahre. Das angesehene und angenehme Leben in Kassel nahm jedoch ein Ende, als die Auswirkungen der Pariser Julirevolution auch Kurhessen erreichten. 1831 mußte der Regent mit seinem Stab das Land verlassen. Die von Meysenbugs verbrachten unruhige Jahre auf der Flucht, bis die Mutter mit Malwida und Laura, den beiden jüngsten Töchtern, 1834 in Detmold erneut eine feste Bleibe fand. Der Vater und die Söhne folgten weiterhin dem Fürsten, so daß die Familie nur bei gelegentlichen Besuchen vereint war. Die Wahl fiel auf das ruhige, von Aufständen verschont gebliebene Städtchen Detmold, weil hier die älteste Tochter Julia wohnte, die einen der ersten Notabilitäten des Ortes, den Hofmarschall am lippischen Fürstenhof Heinrich Funck von Senftenau, geheiratet hatte. Über die Entscheidung für Detmold als neuen Wohnsitz war Malwida zunächst "hoch beglückt":
"Es war eine kleine, hübsche, reinliche Stadt, in einem der malerischsten Punkte des nördlichen Deutschlands gelegen, von Hügeln, mit herrlichen Buchenwäldern bedeckt, umgeben, an die sich historische Erinnerungen ferner Vorzeit knüpften."[3]
Für den Regenten des Fürstentums hegte sie allerdings wenig Respekt. Paul Alexander Leopold (1796-1851), der älteste Sohn und Nachfolger der Fürstin Pauline zur Lippe, war zwar "ein ehrlicher Mann, gut von Herzen, aber etwas beschränkten Verstandes".[4] Im Gegensatz zu seiner resoluten Mutter fiel er durch eine über "alles Maß gehende Schüchternheit auf" und lebte in völliger Zurückgezogenheit von seinem Volk. Neben der Jagd hatte er eine besondere Leidenschaft, die auch Malwida teilte: das Theater. Das Residenzstädtchen hielt sich in den 1830er Jahren ein kostspieliges Theater, das nach Malwidas Einschätzungen zu jener Zeit zu den besten Deutschlands gehörte. Es beeinflußte die Kultur der Stadt nachhaltig und wurde für den Ort zu einer Quelle künstlerischer und intellektueller Erziehung. Ganz offensichtlich auch für den Neuankömmling, dessen intellektuelle Neugier schon bald erwachte und später zu großer Belesenheit führte.

Der "Klub" der Stadt, der den französischen Namen "Ressource" trug, war der zweite Treffpunkt geselligen Lebens. Auch hier herrschte "eine gewisse Erhebung in den Ideen", durch die sich Detmold für die umhergereisten von Meysenbugs positiv von anderen Städten abhob.[5]

Malwida, die Zweitjüngste in der Geschwisterreihe, war bei der Ankunft in der neuen Heimat 18 Jahre alt. Die Wanderjahre hatten die für Mädchen ihrer Herkunft übliche Ausbildung verzögert. Als die Familie sich in Detmold niederließ, war es Zeit für ihre Konfirmation, ihr Französisch entsprach bei weitem nicht
den Anforderungen 'der Gesellschaft', die modernen Tänze mußte sie erst erlernen. Ihr Leben war noch vollständig durch das Elternhaus und die Rolle einer Tochter bestimmt. Äußerlich erschien sie jünger als sie tatsächlich war. Nach eigenem Bekunden sah sie als über 20jährige noch immer aus "wie ein Kind"[6]. Die innige Zuneigung zur Mutter und zum Vater und zu den Schwestern band sie noch viele Jahre fest an die Familie. Die Bewunderung für den Vater bestand auch dann noch fort, als sie sich längst demokratischen Weltanschauungen zugewandt hatte und bitter erkennen mußte, daß dieser sie als eine geistig eigenständige Persönlichkeit, als "Individualität" (so ein von ihr bevorzugter Begriff), nicht wahrzunehmen vermochte. So ist es wohl kein Zufall, daß sie sich erst nach seinem Tod von der Familie lösen kann.

Von ihrem Umfeld noch unbemerkt, hatte der Weg zu einer persönlichen und geistigen Entwicklung, die dem zeitgenössischen Frauenbild widersprach, in den Anfängen ihrer Detmolder Zeit begonnen. Dem privaten, zweijährigen Religionsunterricht beim ersten Prediger der Stadt, dem evangelischen Theologen Georg Friedrich Althaus, sah Malwida von Meysenbug zunächst mit großen Erwartungen entgegen. Aus den gewohnten Lebensverhältnissen als adeliges Fräulein herausgerissen und durch die Trennung der Eltern oft traurig gestimmt, hoffte sie im Glauben neuen Halt zu finden:
"Ich nahm es ernst mit dem Heil meiner Seele. Ich wollte nicht bei den Worten stehenbleiben, sondern die christliche Askese in Wirklichkeit üben und den Sieg des Geistes über das Fleisch erringen."[7]
Die verspätete Konfirmandin maß diesen Ansprüchen hohen Wert bei und untersagte sich anfangs sogar die Teilnahme an Geselligkeiten. Aber schon bald war ihre Sehnsucht groß nach Möglichkeiten des Austausches mit anderen und nach geistiger Entfaltung. Ihre Liebe zum Leben geriet in Widerspruch zur selbst auferlegten Askese. Glaubenszweifel traten hinzu. Malwida wurde deutlich, daß sich die Dogmen der Kirche nicht zu einem widerspruchfreien Gedankengebäude fügten:
"Das Dogma der Erlösung gab mir viel zu denken. So wie ich es mir erklären, mir eine logische Anschauung davon machen wollte, sah ich nichts wie Widersprüche. Gott, der die höchste Weisheit und Güte sein sollte - konnte er den Menschen mit der Fähigkeit zur Freiheit schaffen, indem er ihn zugleich zum blinden Gehorsam, zur ewigen Unterwerfung unter die absolute Autorität verdammte? (...) Sobald der Mensch seine Individualität bejahte und sich wahrhaft Mensch machte, wurde nicht nur er aus dem Paradies vertrieben, sondern auch seine Nachkommenschaft bis in das fernste Glied, die doch keinen Teil an der Übertretung gehabt hatte."[8]
Aber die Zweifel und Gewissensnöte konnten weder gegenüber dem Prediger noch im Kreis der Familie vorgebracht werden:
"Die Furcht, nicht verstanden, einfach für krank oder für toll gehalten zu werden und den Frieden der anderen zu stören, schloß mir den Mund."[9]
Obwohl Malwida "heiß mit den Qualen des Zweifels"[10] rang, war der Bruch mit der christlichen Religion unabwendbar. Die Konfirmation blieb für sie, trotz aller Gebete und Bitten um göttliche Gnade, ein äußerlicher Akt.

Anders als andere Mädchen ihres Standes war sie von der Mitarbeit im Haushalt völlig entbunden. Auch nach der Flucht aus Kassel blieben der Familie finanzielle Sorgen erspart. Malwidas Tagesablauf war durch Lesen, Malen und Musizieren bestimmt. Sie konnte Distanz zu den Religionszweifeln gewinnen, als sie ihren wissenschaftlichen Interessen mehr Raum gab:
"Ich hatte mich mit Leidenschaft dem Studium der Literatur und der Geschichte hingegeben. Die Schriften zweier Frauen übten großen Einfluß auf mich aus, die Bücher Bettina's von Arnim und Rahel's."[11]
Auch Goethe gehörte schon von früh an zu ihrer regelmäßigen Lektüre. Dennoch war ihre Seele - zumindest zeitweilig - immer noch gespalten zwischen neuem Tatendrang und Selbstzweifeln:
"Ich fand mich mehr denn je in einem sonderbaren Dualismus. Von der einen Seite war ich ein glückliches Wesen, fähig, mir eine Zukunft zu schaffen, von der anderen Seite, wenn der asketische Geist die Oberhand gewann, klagte ich mich bitter an."[12]
Körperlich war sie schwach und neigte zu Krankheiten. Sie, die später weite Reisen unternehmen und das hohe Alter von 86 Jahren erreichen würde, rechnete als junge Frau mit einem frühzeitigen Tod. Ein Augenleiden, das sich bis zu ihrem Lebensende wiederholte, schränkte sie in ihren "Studien" immer wieder ein. In der Beziehung zu männlichen Personen lehnte Malwida jede Koketterie ab:
"Es war keine Koketterie in meiner Natur; meine Bescheidenheit im Anzug ging oft bis zur Übertreibung, und ich wurde öfter deshalb geneckt. Aber ich fand es so verächtlich, körperliche Reize Sichtbarwerden zu lassen, um Bewunderung zu erzielen, daß ich noch lieber etwas lächerlich erschien."[13]
Selbst im Alter von fünfundzwanzig Jahren hatte der Wunsch nach einer Eheschließung für sie noch keinerlei Bedeutung. Heiratsanträge wies sie zurück.

Neue Impulse erhielt Malwidas Leben durch einen längeren Aufenthalt beim Vater in Frankfurt im Winter 1842/1843. Für die anregenden Gespräche, die sich ihr in diesem politischen und kulturellen Zentrum geboten hatten, gab es in Detmold keinen Ersatz. Gegenüber dem Frankfurter Leben kommt ihr erstmals die selbstbezogene Abgeschlossenheit des kleinen Ortes zu Bewußtsein. In Malwida regten sich Anzeichen der Abkehr von Detmold:
"Im Frühling sollten wir zurückkehren in unsere kleine Residenz im Norden. Es war mir ein herzzerreißender Schmerz, den Stunden entsagen zu müssen, die mir soviel Glück gaben. Es schien, als wenn ich dem Heil meiner Seele entsagen müßte. (...) Unsere kleine Residenz, die ich sonst so geliebt hatte, erschien mir jetzt mit ihren engen gesellschaftlichen Beziehungen wie ein Exil."[14]
Wieder auf den Kreis der Familie und das idyllische Leben Detmolds zurückgeworfen, drängte die Ungewißheit über das, was an die Stelle der Gottesgewißheit treten könnte, erneut ins Bewußtsein. Die lange verborgen gehaltene Suche nach einem neuen Lebenshalt und das Bedürfnis nach freiem Gedankenaustausch brachen nach außen, als die 28jährige Malwida 1844 den Sohn ihres Detmolder Religionslehrers, den jungen Theologen Theodor Althaus, kennenlernte. Er war ein Schüler des Demokraten Gottfried Kinkel und als Burschenschafter ein Vertreter der Ideen und Ideale des Vormärz. Seine Predigten und Schriften waren von demokratischen Anschauungen bestimmt, ganz in Malwidas Sinn kritisierte er offen den orthodoxen Geist der Kirche. Er erschien ihr als "Prophet einer neuen Wahrheit".[15]


Liebesbeziehung zu einem Detmolder Theologen

"Seine Stirn war die der Denker, der Märtyrer", so schildert Malwida von Meysenbug Theodor Althaus in ihren Memoiren. Er war ihre erste Liebe und, wie an späterer Stelle dieser Schrift zu erfahren ist, auch die einzige ihres Lebens.[16] Die Verbindung dauerte bis zum Frühjahr 1848. Beide fanden im Gespräch sofort zueinander. Sie empfand ihm gegenüber, als hätte sie ihn "seit Ewigkeiten" gekannt:
"Es war sonderbar, wie unsere Ansichten in allen wichtigen Punkten zusammentrafen. Wir sahen uns mit Erstaunen an, denn es schien, als ob das Wort des einen immer aus den Gedanken des anderen komme."[17]
Bei ihren Begegnungen und in dem zeitweise sehr intensiven Briefwechsel standen grundsätzliche Fragen des Glaubens im Vordergrund, die sie voreinander ohne Scham und Angst offenlegten. Sie diskutierten ungehemmt über den Freiheitswillen der Menschen, über das Recht auf Gedanken- und Gewissensfreiheit und beschlossen, ihr Wirken in den Dienst des Fortschritts und der Aufklärung zu stellen. Malwida sah in sich "die große Liebe" aufblühen,[18] wollte aber äußerlich nicht mehr als eine freundschaftliche Zuneigung erkennen lassen. Diese Zurückhaltung war jedoch weniger ihrem Stand geschuldet, der einen Kontakt zu einem Demokraten untersagte oder den Ansprüchen der Familie, die dieser Verbindung ablehnend gegenüberstand. Schwerer wog für sie der Altersunterschied. Als die beiden sich kennenlernten, war Malwida bereits 28 Jahre alt, Althaus jedoch erst 22. Sie sah die Freiheit seiner Zukunft durch eine frühe Bindung, noch dazu mit einer älteren Frau, gefährdet. Völlig selbstlos trat sie der Beziehung ohne Erwartungen und Ansprüche gegenüber, um ihr Ideal einer "reinen Liebe" zu verwirklichen:
"Nicht für einen Augenblick kam mir der Gedanke, seine Freiheit zu beschränken, ein Versprechen von ihm zu verlangen, ihn zurückzuhalten von den Kreisen, wo sein Geist seine Schwingen mächtig entfalten konnte."[19]
Die Zuneigung war keineswegs einseitig. Auch seine Briefe bekunden tiefe Empfindungen. Sie waren füreinander "die Sonne der Liebe" (Malwida) und der "reine glänzende Stern in der Nacht" (Theodor).[20] Allerdings fanden ihre Begegnungen fast nie ohne das Beisein anderer statt, so daß sich das Geständnis der Zuneigung und der Liebe, vom Briefwechsel abgesehen, in Blicken und im Händedruck beim Abschied ausdrücken mußte. Nur einmal kam es nach Malwidas Schilderungen für einen kurzen Moment zu Zärtlichkeiten. Als Althaus sich später von ihr trennt und sie von ihm eine Erklärung verlangt, muß sie hören, daß sie, wäre sie "koketter gewesen" und "ihre Position anders genutzt hätte", auch "gesiegt" hätte.[21] Malwida versetzte diese Erfahrung in "schmerzliches Erstaunen":
"Zum ersten Mal sah ich es hier, welche Macht die Koketterie selbst über bedeutende Männer hat. Ich hatte von jeher diesen weiblichen Fehler tief verabscheut und hatte geglaubt, daß die Offenheit und Wahrheit eines Gefühls seine edelste Zierde sei."[22]
Enttäuscht mußte sie erfahren, daß der demokratische Anspruch gegenseitiger partnerschaftlicher Achtung am Geschlechterverhältnis noch weit vorbeiging.


Ablösung von der Familie und der "kleinen Residenz"

Die Verbindung der Tochter mit einem Demokraten löste in der Familie zunehmend Unverständnis und Unmut aus. Zeitweise wurde sie von allen Gesprächen ausgeschlossen. Aus dem gesellschaftlichen Leben Detmolds zog sie sich fast ganz zurück. Einsamkeit war der Preis für ihre Ideale. Ihr intensives Literaturstudium setzte sie fort und las Hölderlin, Schleiermacher, Feuerbach und Julius Fröbels "Soziale Politik". Als diese Interessen bekannt werden, wurde sie von der Detmolder Gesellschaft ganz offen gemieden. Durch eine weitere Reise zum Vater nach Frankfurt konnte sie dem sozialen Druck für eine Weile entfliehen. Sein Tod im Dezember des Jahres 1847 ließ ihr noch einmal ihre tiefe Zuneigung zu ihm bewußt werden. Sie schreibt:
"Mein Leben war von seiner Wurzel losgerissen, und ich fühlte mich hinausgeworfen auf den weiten Ozean, um künftig mein Lebensschiff allein zu steuern und dem riesigen Stern, der mir durch schwere Wolken schien, meiner Überzeugung zu folgen."[23]
Das Ende der väterlichen Fürsorge, die in Malwidas Fall nicht durch eine ehemännliche ersetzt worden war, machte der jetzt 31 jährigen den Weg frei für die Loslösung von der Familie. Die Erbschaft fiel für die Familie geringer aus als erwartet. Ob sie ihr lebenszeitlich den Unterhalt sichern könnte, war zunächst ungewiß. Für die unverheiratete Malwida und für die ebenfalls ledig gebliebene jüngere Schwester stellte sich deshalb die Frage eines eigenen Erwerbs. Aber für eine Selbständigkeit waren beide schlecht gerüstet. Die Rückkehr nach Detmold wurde deshalb unausweichlich. Die Notwendigkeit, Frankfurt zu verlassen, in dem Malwida zu Beginn des Jahres 1848 Zeugin des Aufbruchs in eine neue Zeit und eine neue gesellschaftliche Ordnung wurde, gleicht ihr einem "Todesurteil". Aber die Bindung an die Familie wie wohl auch die finanzielle Unsicherheit wogen zunächst stärker, so daß sie mit der Mutter und den Geschwistern die Heimreise antrat.

Für das einst so geliebte Detmold hatte sie jetzt nur noch ironische Kommentare übrig:
"Die große Bewegung hatte doch auch ein schwaches Zucken in unserer kleinen, abgelegenen Residenz verursacht. (...) Man hatte sich vor dem Schloß versammelt, um die Zusammenberufung der Kammer zu fordern, die unter der Regierung dieses Fürsten nie zusammengetreten war. Der Fürst hatte natürlich nachgeben müssen."
Die Auseinandersetzungen waren nicht in solchem Maße von den neuen Idealen der Demokratie durchdrungen wie diejenigen in Frankfurt:
"Alles das hatte etwas Kleinliches und Lächerliches, denn diese kleinen Bewegungen nahmen die Formen und Namen der großen Bewegungen an und waren nur tragikomisch."[24]

Die Eindrücke im revolutionären Frankfurt, das Ende der Verbindung zu Althaus, die Enge Detmolds, dieses "kleinen Winkels, den der große Lebensstrom nicht einmal berührt"[25], ließen in der jetzt 34jährigen schließlich doch den Entschluß zur Trennung von der Familie reifen. Dem anfänglichen Plan, nach Amerika auszuwandern, zog sie jedoch eine kleinere und wohl auch realistischere Lösung vor. Mit dem Einverständnis der Mutter ging sie 1850 an die Hamburger Frauenhochschule, um dort das Studium aufzunehmen. Das Ehepaar Fröbel, das die Schule leitete, nahm sie freundschaftlich auf. Es folgten engagierte Jahre in der neuen Umgebung. Das Erbe des Vaters sicherte ihr einen bescheidenen, aber regelmäßigen Lebensunterhalt.

Die Hamburger Zeit vertiefte Malwidas Überzeugung, daß eine Frau die wirtschaftliche Selbständigkeit nur dann
erlangen kann, wenn sie sich zuvor auf sich selbst besonnen hat: "Die ökonomische Unabhängigkeit der Frau möglich zu machen durch die Entwicklung zu einem Wesen, das zunächst sich selbst Zweck ist und sich frei nach den Bedürfnissen und Fähigkeiten seiner Natur entwickeln kann - das war das Prinzip, auf das die Anstalt gegründet war."[26]
Nach und nach würde es ihr gelingen, diese theoretischen Vorstellungen auch in die eigene Lebenspraxis umzusetzen.


Aufenthalt im Ausland und neue Freundschaften

Der Aufenthalt an der Hamburger Frauenhochschule dauerte kaum zwei Jahre. Die Schule geriet 1852 als "Herd der Demagogie" in die Schlagzeilen. Um sich nicht der staatlichen Bevormundung aussetzen zu müssen, entschloß sich die Leitung im gleichen Jahr zur Aufgabe des gesamten Projekts. Malwida von Meysenbug übersiedelte von Hamburg nach Berlin. Aber auch dort blieb sie nur kurze Zeit. Die Kontakte zu demokratischen Zirkeln und Publizisten hatten sie verdächtig gemacht. Nach einer Denunziation durch ihren jüngsten Bruder Wilhelm erfolgten eine Durchsuchung der Wohnung und ein polizeiliches Verhör. Aus Furcht vor einer Verhaftung faßte sie im Mai 1852 den Entschluß, nach England zu fliehen. Auch ihre Geldsorgen verstärkten sich. Die Überfahrt nach London und den anfänglichen Aufenthalt in England mußte ein Hamburger Freund finanzieren. Später mußte sie gelegentlich ebenfalls auf die materielle Unterstützung von Freunden und Bekannten zurückgreifen. Nach längerer Arbeitssuche gelang es ihr, den Lebensunterhalt durch privaten Unterricht in deutscher Sprache zu sichern. Allerdings waren die Einkünfte kärglich. Aber die asketisch veranlagte Malwida stellte sich nach eigenen Worten rasch auf die neue Lage ein.

Im Londoner Exil schloß sie sich dem aus Deutschland ausgewiesenen Bonner Theologen Gottfried Kinkel und dessen Ehefrau Johanna an.[27] Die Verbindung zum Ehepaar Kinkel führte zu neuen Freundschaften, so zu dem russischen Publizisten Alexander Herzen und den italienischen Patrioten Guiseppe Mazzini und Guiseppe Garibaldi. Für alle drei empfand sie große, ja schwärmerische Sympathie. Eine Liebesbeziehung wie zu Theodor Althaus entstand jedoch nicht mehr. Fast will es so scheinen, als wollte sie diese Liebe auch nach dem Tode von Althaus - er war im April 1852 an den Folgen einer längeren Inhaftierung gestorben - nicht schmälern. Die neuen Begegnungen waren für Malwida von großem intellektuellen Gewinn. Sie vermittelten ihr Einblicke in die Kultur und die Sprache anderer europäischer Länder. Ihre philosophischen und politischen Interessen erhielten neue Anregungen. Beharrlich verfolgte sie ihren Wahlspruch, "aus sich selbst so viel zu machen, als es in der Möglichkeit (der) Natur liegt".[28] Aber dieses Ziel scheint eine neue Liebesbeziehung oder gar eine Heirat auszuschließen.

Malwida, die sich zur scharfen Kritikerin eines Geschlechterverhältnisses entwickelt hatte, das in der Frau ein unselbständiges, halbgebildetes Anhängsel des Mannes sah[29], blieb Zeit ihres Lebens ledig. Als Freundin, als die sie sich verstanden wissen wollte, konnte sie sich mehr Raum für ihre Bildungsinteressen verschaffen und für den Wunsch nach einem eigenen Erwerb. Dieses Selbstverständnis brachte sie gegenüber Alexander Herzen, mit dem sie eine enge Freundschaft verband, deutlich zum Ausdruck. Als sie im Dezember 1853 zu dem Witwer zieht, um ihn bei der Erziehung seiner Kinder zu unterstützen, stellt sie vorher die Bedingungen fest:
"Ich bot ihm an, die Erziehung der Kinder ganz in die Hand zu nehmen, fügte hinzu, daß ich dazu natürlich ins Haus ziehen müsse, daß ich es aber als eine Pflicht der Freundschaft ansähe und daß jede pekuniäre Verpflichtung zwischen uns aufhöre. Zu dem Zweck würde ich noch wenige Stunden außer dem Haus geben, deren Betrag für meine bescheidenen Bedürfnisse hinreiche. Ich schloß damit, daß es sich von selbst verstände, daß wir beide diesen Vertrag als freie, gleichberechtigte Menschen eingingen, mit voller gegenseitiger Freiheit, ihn zu lösen."[30]

Es entstand in dieser Zeit dennoch eine neue Liebe, aber sie war ganz anderer Art. Olga, die Tochter Alexander Herzens, nahm im Leben der nun fast 40jährigen Malwida einen immer wichtigeren Platz ein. Wie es scheint, bedeutete sie ihr ebensoviel wie einst Althaus. In ihren Memoiren heißt es über die Beziehung zu Olga:
"Ich fühlte, daß das Schicksal uns beide einander zugewiesen hatte und mir die heilige Aufgabe der Mutter im höchsten ethischen Sinne vorbehalten hatte. (...) Von da an stand mein Entschluß fest, dieser Aufgabe die letzte Kraft meines Lebens zu weihen und sie der höchsten Auffassung des mütterlichen Berufs gemäß zu erfüllen."[31]
Malwida ging ganz im Gefühl der Pflichterfüllung und der Mütterlichkeit auf. 1861 begleitete Olga sie erstmals von England nach Paris. 1862 verlegten beide ihren Wohnort nach Italien. Für Malwida folgten weitere Reisen nach Paris, Genf und Bayreuth. 1877 ließ sie sich endgültig in Rom nieder, das bis zu ihrem Lebensende ihr Wohnort bleiben sollte.

Der Englandaufenthalt war in zweierlei Hinsicht von großer Bedeutung. Zum einen für die berufliche Entwicklung Malwidas: Sie konnte hier umfangreiche Kenntnisse in der englischen und der russischen Sprache erwerben und ihr Französisch vervollständigen. So gelang es ihr schließlich, sich einen selbständigen Erwerb durch qualifizierte Übersetzungsarbeiten zu verschaffen und ihre ökonomische wie ihre persönliche Unabhängigkeit zu vergrößern.[32] Zum anderen führte dieser Aufenthalt zu einer Veränderung in ihren politischen und philosophischen Überzeugungen und zu einer Hinwendung zur Musik Wagners und zur Philosophie Schopenhauers und Nietzsches. In weit stärkerem Maße als je vorher war die deutsche Emigrantin vor allem in London auf Probleme der Armut und des Massenelends gestoßen. Expeditionen in die Slums der Großstadt beeindruckten sie nachhaltig und führten erneut zu sozialem und karitativem Engagement, insbesondere in den Kreisen verarmter Einwanderer. Malwida von Meysenbug kamen erste Bedenken an der Vorstellung, Demokratie und Wahlfreiheit seien automatisch Garanten für eine menschliche Gesellschaft:
"Mir stieg zum ersten Mal der ernste Zweifel an der Möglichkeit der Perfektabilität der Welt auf, und es fing an mir klar zu werden, daß das Dasein selbst das Übel sei, von dem wir uns zu erlösen suchen mußten. Wenn ich diese Tausende ansah, die allein in der großen Weltstadt in einem mehr thier- als menschenähnlichen Zustand dahinlebten, dann überfiel mich Grauen."[33]
Angesichts großstädtischer Lebensverhältnisse schwand das Vertrauen in die Hoffnung auf eine künftige Gemeinschaft, die sich aus gebildeten, moralisch gefestigten "Individualitäten" zusammensetzte. Ihre früheren Ideen von Gleichheit und Demokratie verloren in Malwidas Weltanschauung ihren Stellenwert. Sie wandte ihre Aufmerksamkeit schließlich ganz der Kunst zu:
"Mir ging die Überzeugung auf, daß selbst das größte Erreichen auf politischem Gebiet nur mangelhaft bleiben würde, (...) daß aber vornehmlich der deutsche Geist ewig die Vollendung seines Wesens in der idealen Welt suchen müsse."[34]
Diese "ideale Welt" war für sie die "Kunstsphäre", die sie nach ihrem Englandaufenthalt in Paris, Bayreuth und Rom kennenlernte. Freundschaften, die sie an diesen Orten knüpfte, förderten die neue Orientierung.

Malwida von Meysenbug begegnete dem drei Jahre älteren Richard Wagner zum erstenmal 1855 in London und dann wieder 1861 in Paris. Sie fühlte sich seiner Suche nach neuen Werten verbunden und teilte mit ihm die Erfahrung gesellschaftlicher Ausgrenzung. Von den politischen Rückschritten in Deutschland und in Europa enttäuscht, hoffte sie, die Vollendung ihrer Ideale in der Kunst zu finden. Die von ihr nicht als zufällig empfundene Begegnung mit der Person und der Musik Wagners hatten sie auf diesen Weg gebracht:
"Nicht das Schicksal, mein eigener Wille führte mich zu Wagner, als mir durch seine Bücher die Erkenntnis von dem neuen Evangelium der musikalisch-dramatischen Kunst aufging, das längst in meiner Seele gelegen hatte."[35]
Im Alter betrachtete sie die Kunst, namentlich die Musik, als den höchsten Faktor der Erziehung, nur durch sie könne das Leben wahre Vollendung und Erlösung erreichen[36]. "Durch Kultur zu wahrer Freiheit"[37] lautete das Motto, das die zweite Hälfte ihres Lebens wesentlich bestimmte. Nicht die christliche Religion oder der politische Kampf konnten ihrer Meinung nach die Höherentwicklung des Menschentums fördern, sondern einzig die Kunst. Daß diese mehr und mehr zu einem Religionsersatz wurde, vermochte die "Idealistin" nicht zu erkennen.

1872 lernten sich Malwida und der Wagnerverehrer Nietzsche in Bayreuth kennen. Mit dem weitaus jüngeren Nietzsche stimmte sie in der Vorliebe für die Antike, für Schopenhauer und in der Begeisterung für die Musik überein. Ebenfalls gemeinsam war ihnen die Abneigung gegen den materialistischen Zeitgeist, der sich nach der Revolution entwickelt hatte.[38] In Nietzsches "Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik" fand sie all jene Vorstellungen und Wünsche niedergeschrieben, die auch die ihren geworden waren: das Wiedererwachen des hellenistischen Geistes, die Forderung nach dem Herausragenden, Überzeitlichen und Vollendeten.[39] Nietzsche sah in ihr vor allem die "Idealistin", die er in den "Memoiren" kennengelernt hatte, die für ihre Ziele und ihre Liebe die Ablehnung anderer in Rauf nahm. Philosophische Dispute konnten die Verbindung lange Zeit nicht trüben. Malwida war Nietzsche eine fürsorgende Freundin. Ihre energischen Versuche, ihn zu verheiraten (u. a. mit der Schriftstellerin Lou Andreas-Salome), blieben jedoch vergebens. 1888 kündigte der inzwischen geistig verwirrte Nietzsche die Freundschaft schließlich auf.

1886 begegneten sich in Rom der 20jährige Romain Rolland und die 70jährige Malwida von Meysenbug. Rolland war Historiker, Schriftsteller und Pianist. Von 1888 bis zu ihrem Tod 1905 führten sie einen regelmäßigen Briefwechsel.[40] Bedeutung gewann sein Wirken vor allem durch seine literarische Arbeit und durch sein humanistisches und pazifistisches Engagement. Rolland erhielt im Jahr 1915 den Literatur-Nobelpreis, mit dem er vor allem für den "hohen Idealismus" in seinem literarischen Schaffen ausgezeichnet wurde.[41] An seiner Entwicklung, so ist zu vermuten, hatte die "Europäerin" Malwida von Meysenbug wesentlichen Anteil. Selbst im hohen Alter war ihr Bedürfnis nach intellektuellem Austausch und ideellem Streben nie erloschen. Rurz vor ihrem Tod am 26.04.1903 in Rom schrieb sie folgende Bitte an die Menschheit auf:
"Ein neues Jahrhundert bricht an. Laßt es ein Jahrhundert des Friedens und der Tugend werden. Bedenke Deine Verantwortung vor der Zukunft und den kommenden Geschlechtern. Richte Deinen Blick von dem allzu Flüchtigen auf das allein des Strebens Werte und baue an dem Tempel, in dem einst das Urbild aller Vollendung stehen und (...) sagen wird: 'Und es ward Licht'. Mit diesem Wunsch, mit dieser Bitte, mit diesem Segen sage ich auch dir, Menschheit, mein Lebewohl."[42]


Anmerkungen

[1] Poppenberg 1899, S. 356.
[2] Die "Memoiren einer Idealistin" erscheinen zunächst anonym und von ihrer Autorin in französischer Sprache verfaßt im Jahr 1869. Diese Ausgabe behandelte zunächst nur den Zeitraum von 1830 bis 1848. 1876 folgte eine erste und zeitlich erweiterte Ausgabe in deutscher Sprache. Sie erschien 1906 in siebter Auflage. 1898 gab Malwida von Meysenbug als Nachtrag zu den "Memoiren" den Band "Lebensabend einer Idealistin" heraus. 1936 wurden die "Memoiren" in die englische Sprache übersetzt.
[3] Meysenbug, Bd. 1, 1922, S. 29f.
[4] Ebda, S. 30.
[5] Ebda, S. 33.
[6] Ebda, S. 107.
[7] Ebda, S. 35.
[8] Ebda, S. 37.
[9] Ebda, S. 43.
[10] So schildert sie ihren inneren Konflikt in einem Gedicht, abgedruckt in Gelhaus 1988, S. 207f.
[II] Meysenbug, Bd. 1, 1922, S. 48.
[12] Ebda.
[13] Ebda, S. 49f.
[14] Ebda, S. 74.
[15] Ebda, S. 76.
[16] Ebda, S. 173.
[17] Ebda, S. 77. [18] Ebda, S. 107.
[19] Ebda, S. 126f.
[20] Ebda, S. 105f. und 112.
[21] Ebda, S. 164.
[22] Ebda.
[23] Ebda, S. 135.
[24] Ebda, S. 149, 151f.
[25] Ebda, S. 149.
[26] Ebda, S. 191f.
[27] Über diese Freundschaft berichtet auch der noch erhaltene Briefwechsel: Meysenbug 1982.
[28] Meysenbug, Bd. 4, 1922, S. 34.
[29] Ebda, S. 34ff.
[30] Meysenbug, Bd. 1, 1922, S. 384f. [31] Meysenbug, Bd. 2, 1922, S. 184.
[32] Lattek 1985, S. 100.
[33] Meysenbug, Bd. 2, 1922, S. 95.
[34] Meysenbug, Bd. 2, 1922, S. 201.
[35] Meysenbug 1985, S. 123.
[36] Vgl. Kroll 1966, S. 276. Dieser Aufsatz gibt detailliert Auskunft über die zahlreichen Kontakte Mawida von Meysenbugs. Unerklärlicherweise verwechselt er ihren Aufenthaltsort Detmold durchgehend mit der hessischen Stadt Darmstadt. Alle anderen Angaben zu ihrer Biographie treffen indes zu.
[37] Zit. n. Poppenberg 1899, S. 362.
[38] Vgl. Kroll 1966, S. 289.
[39] Vgl. Poppenherg 1899, S. 360f.
[40] Vgl. Hering 1988, S. 28.
[41] Vgl. Motyljowa 1981, S. 174.
[42] Zit. n. Widmann 1903, S. 286.


Literatur

GELHAUS, C.
Malwida von Meysenbug - eine Frau gegen ihr Jahrhundert, in: Lippische Mitteilungen, Bd. 57, 1988, S. 207f.

HERING, S.
Malwida von Meysenbug und Romain Rolland, in: Malwida von
Meysenbug Gesellschaft (Hrsg.), Jahrbuch 1988.

KROLL, J.
Malwida von Meysenbug, in: Archiv für Geschichte von Oberfranken, 1966, Bd. 46, S. 276.

LATTEK, C.
Im englischen Exil 1852-1859, in: Tietz, G. (Hrsg.): Malwida von Meysenbug, Ein Portrait, Frankfurt am Main 1985.

MEYSENBUG, MALWIDA VON
Memoiren einer Idealistin, Teil I und II, in; Gesammelte Werke, Bd. I, Stuttgart-Berlin-Leipzig 1922.
Memoiren einer Idealistin, Teil III, in: Gesammelte Werke, Bd. 2, Stuttgart-BerlinLeipzig 1922.
Lebensabend einer Idealistin, in: Gesammelte Werke, Bd. 2, Stuttgart-BerlinLeipzig 1922.
Die Frau in der Gesellschaft, in; Gesammelte Werke, Bd. 4, Stuttgart-Berlin-Leipzig 1922.
Briefe an Johanna und Gottfried Kinkel 1849-1885, Bonn 1982. Genius und Welt, in: Tietz, G. (Hrsg.): Malwida von Meysenbug. Ein Portrait, Frankfurt am Main 1985.

MOTYLJOWA, T.
Romain Rolland. Eine Biographie, Berlin und Weimar 1981.

POPPENBERG, F.
Malwida von Meysenbug, in: Die Frau, 6. Jg./1899, S. 356.

WIDMANN, H.
Malwida von Meysenbug, in; Die Frau, 10. Jg./1903, S. 286.

Ingrid Biermann

QUELLE   | "Was für eine Frau!" | 67-80
PROJEKT  Portraits von Frauen aus Ostwestfalen-Lippe
AUFNAHMEDATUM2007-06-20


PERSON IM INTERNET  Literaturkommission für Westfalen: "Lexikon Westfälischer Autorinnen und Autoren 1750 bis 1950"
  Website der "Malwida von Meysenbug-Gesellschaft"
Biografien, Literatur und weitere Ressourcen zur Person mit der GND: 118582054
  Hessische Biografie
  Neue Deutsche Biographie (NDB)
  Wikipedia, deutsch
  Wikmedia Commons
  B3Kat-Verbund (Titelaufnahmen Bayern)
  Bayerische Staatsbibliothek, Katalog
  Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Wuerttemberg
  Bibliotheksverbund Bayern
  HEIDI, Bibliothekskatalog der Universität Heidelberg
  Hessische wissenschaftliche Bibliotheken, Verbundkatalog (hebis)
  Personen im Verbundkatalog des HBZ NRW
  Bundesarchiv - Zentrale Datenbank Nachlässe
  Kalliope, Verbundkatalog Nachlässe und Autographen
  Personenregister für die Gesamtausgabe der Briefe Eduard Spranger


QUELLE     | "Was für eine Frau!" | S. 67-80
  Gelhaus, C. | Malwida von Meysenburg - eine Frau gegen ihr Jahrhundert |
  Wagner, Gisela | Malwida von Meysenburg (1816-1903) |
  Tegtmeier-Breit, Annegret (Bearb.) | Die Korrespondenzen der Malwida von Meysenburg |

SYSTEMATIK / WEITERE RESSOURCEN  
Zeit3.7   1800-1849
3.8   1850-1899
3.9   1900-1949
Ort2.5.5   Detmold, Stadt
Sachgebiet15.7   Literatur, Schriftstellerin/Schriftsteller
DATUM AUFNAHME2003-12-15
DATUM ÄNDERUNG2010-09-20
AUFRUFE GESAMT4706
AUFRUFE IM MONAT34