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'Hans Maikowski bei einer Geländeübung bei Lehnin (Oktober 1932)', aus: Sturm 33, Hans Maikowski, Berlin [1939], o. S.

Maikowski, Hans Eberhard

3 Neu-/Umbenennungen
KategorieNSDAP / Blutzeuge, sog.

NSDAP / SA <Sturmabteilung>

Geburt23.02.1908, Berlin
Tod31.01.1933, Berlin
InfoSA-Sturmführer in Berlin, sog. "Blutzeuge"; 1923 Übersiedlung nach Stuttgart und erste Kontake zur NSDAP, 1924 wieder in Berlin nach Weisung von der Waldorfschule u. a. wegen seiner antisemitischen Haltung, Mitglied im Wehrverband Olympia und dem Frontbann-Nord, 1924/1925 Soldat in der Reichswehr, 1926-1928 Gärtnerlehre, 1926 erster Fahnenträger der Berliner SA, 1927 Berufsunfähigkeit, 1929 Gründung der "Arbeiterjugend Charlottenburg", 20.02.1931 bis zu seinem Tod Führer des SA-Sturms 33 Berlin-Charlottenburg (aufgrund der Brutalität als sog. "Mördersturm 33" bezeichnet), am 09.12.1931 Tötung eines Kommunisten angeblich in Notwehr, Flucht, 1933 Tätigkeit beim "Völkischen Beobachter", am 30.01.1933 Teilnehmer des Fackelzuges durch Berlin am Abend der "Machtergreifung", auf dem Rückweg zum Sturmlokal, Hebbelstraße, in Wallstraße (heute Zillestraße) überfallen und - unter bis heute ungeklärten Umständen, nach neueren Ergebniss möglicherweise durch einen SA-Mann - schwer verletzt, kurz darauf im Krankenhaus Westend verstorben, 05.02.1933 Trauerfeier im Berliner Dom (in Anwesenheit Hitlers) und Staatsbegräbnis auf dem Invalidenfriedhof mit Trauerrede Goebbels (20.08.1933 Grabsteinweihe durch Goebbels), Schauprozesse mit vielen Verurteilten; 20.08.1933 Anbringung einer Gedenktafel in der Wallstraße 52, Benennung u. a. der Berliner SA-Standarte 1 nach Maikowski (nun SA-Standarte 1), der RAD-Abteilung 92/4 und des ehemaligen Volkshauses in der Wallstraße, 30.01.1937 Einweihung einer Brunnenanlage Ecke Maikowski-/Richard-Wagner-Straße.
QuellenBerliner Zeitung: 08.02.2011; A.-K. Busch, Blutzeugen. Ein Beitrag zur Praxis politischer Konflikte in der Weimarer Republik, 2., überarb. u. erw. Aufl., [S.l.] 2010, S. 597-604 (wissenschaftlich ungesichert); J[ulek] K[arl] von Engelbrechten/Hans Volz, Wir wandern durch das nationalsozialistische Berlin. Ein Führer durch die Gedenkstätten des Kampfes um die Reichshauptstadt, München 1937, passim; Kalender der Deutschen Arbeit 1936, Berlin [1935], S. 13; Sturm 33 Hans Maikowski, Berlin 1933; H. Volz, Daten der Geschichte der NSDAP, 5. Aufl., Berlin [u. a.] 1935, S. 35. - Verarbeitung des Stoffs in: Jan Petersen (=Hans Schwalm), Unsere Straße. Eine Chronik, geschrieben im Herzen des faschistischen Deutschlands 1933/34, viele Auflagen.
Neu-/Umbenennungen nach Jahren
Karte für "Maikowski, Hans Eberhard"
Karten:GoogleVollbildOSMVollbild
19331933
19341934
19351935
19361936
19371937
19381938
19391939
19401940
19411941
19421942
19431943
19441944
19451945
Jahr unbekanntJahr unbekannt
Keine JahresangabeKeine Angabe
Helligkeit:0
(-100 bis 100)
Benennungen - Auflistung
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Jahr unbekannt(1)zum Seitenanfang

[unbekannt]

Hans-Maikowski-Straße

Gelsenkirchen

15.06.1946 Sternstraße

Kommune / Ortsteil:Stadt Gelsenkirchen / Bulmke-Hüllen
Geokoordinaten:7.1041480 (Länge)51.5146510 (Breite)Zeige auf Karte
Schlüsselnr.:02395
Quellen:Bekanntmachungen der Stadt Gelsenkirchen, 15.06.1946.

1938(1)zum Seitenanfang

Bernhard-Wilking-Straße

30.01.1938

Maikowskistraße

MeschedePerson war zum Zeitpunkt der Benennung verstorben

1945 Bernhard-Wilking-Straße

Kommune / Ortsteil:Stadt Meschede / Meschede
Information:Aufgrund der Zurückstellung der Umbenennung der Hauptstraßen auf Wunsch der NSDAP-Ortsleitung ("organisatorische Gründe") zunächst provisorische Umbenennung, 28.01.1938 Abänderungsvorschlag eines Beschlusses der Ratsherren vom 21.01.1938 durch den Bürgermeister, 07.02.1938 Bekanntmachung im Amtsblatt, "Vorschlag des Bürgermeisters der Stadt Meschede und im Einvernehmen mit den Ratsherren", rückwirkend zum 30.01.1938 (erinnernd an den Tag der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler), sowie vorläufige Außerkratftsetzung der Bekanntmachung vom 26.01.1938 über die Umbenennung weiterer Straßen ("Die dort vorgenommenen Straßenumbenennungen werden hiermit wieder aufgehoben", u. a. Dietrich-Eckart-Straße [Arnsberger, Zeughaus- und Briloner Straße], Wilhelm-Gustloff-Straße [Stein-, Ruhr- und Warsteiner Straße], Jahnstraße [Zum Sportplatz] und weitere ohne erinnerungsgeschichtlichen Zusammenhang).
Geokoordinaten:8.2874400 (Länge)51.3435600 (Breite)Zeige auf Karte
Schlüsselnr.:01138
Quellen:StadtA Meschede: Ratsprotokoll, 28.01.1938. - AmtsBlRegArnsberg 1938, S. 36, 57.

1939(1)zum Seitenanfang

[unbekannt]

01.07.1939

Hans-Maikowski-Straße

LengerichPerson war zum Zeitpunkt der Benennung verstorben

1945 Mühlenesch

Kommune / Ortsteil:Stadt Lengerich / Lengerich
Information:10.11.1938 Vorschlag der Verwaltung in der öffentlichen Ratssitzung: "der Weg von der Strasse der SA. (bei Schneider Knapheide) bis Osterkamp's Kamp"; 20.12.1938 Antrag des Bürgermeisters Steinriede an den Beauftragten der NSDAP, Pg. Knolle, der verschiedene Änderungswünsche hat; 07.02.1939 Beratung mit dem Heimat- und Verkehrsverein; 06.03.1939 erneute Vorlage beim Beauftragten der NSDAP; 09.03.1939 Zustimmung der Ratsherren und Beigeordneten; 28.03.1939 Bestellung der Schilder mit der Bitte, diese bis zum Publikationsdatum 01.05.1939 zu liefern.

26.04.1945 Umbenennungsbefehl des 907 Mil. Gov. Det. in Tecklenburg; 01.06.1945 Vorschläge des Bürgermeisters.
Geokoordinaten:7.8411524 (Länge)52.1957662 (Breite)Zeige auf Karte
Schlüsselnr.:01807
Quellen:StadtA Lengerich: C 40.

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Zitierweise:
Marcus Weidner, Die Straßenbenennungspraxis in Westfalen und Lippe während des Nationalsozialismus. Datenbank der Straßenbenennungen 1933-1945, Münster 2013ff. <http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/nstopo/strnam/Begriff_126.html> (Stand: 11.12.2015)