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From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 3 11:18:36 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 03 Sep 2012 11:18:36 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Auf den Spuren des Nationalsozialismus, Bielefeld,
08.09.2012
Message-ID: 5044920C020000D600008F3D@cl2x-sd2-vs>

Von: "Stadt Bielefeld"
Datum: 31.08.2012, 12:30


AKTUELL

Auf den Spuren des Nationalsozialismus

Am Samstag, 8. September, können Jugendliche ab 14 Jahren von
15.00 bis 17.00 Uhr bei einem Stadtrundgang die Spuren des
Nationalsozialismus in Bielefeld erkunden. Dabei können sie mit
der eigenen Kamera Fotos machen, die dann auf der neuen
Homepage des Historischen Museums veröffentlicht werden.
Anmeldung unter 0521 / 51-3635. Die Teilnahme kostet fünf Euro.


INFO

Historisches Museum Bielefeld
Ravensberger Park 2
33607 Bielefeld
Tel.: 0521/51-3635
E-Mail: info at historisches-museum-bielefeld.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 3 11:24:05 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 03 Sep 2012 11:24:05 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Auf den Spuren unserer Ahnen, Schmerlecke, 09.09.2012
Message-ID: 50449355020000D600008F42@cl2x-sd2-vs>

Von: "Pressestelle der WWU Münster"
Datum: 31.08.2012, 14:00


AKTUELL

Auf den Spuren unserer Ahnen
"Expedition Münsterland" in Schmerlecke / Besucher schauen
Archäologen am 9. September bei der Arbeit zu

Auf einem Feld in Schmerlecke im Kreis Soest wurden vor einigen
Jahren drei Megalithgräber aus der Jungsteinzeit aus großen,
unbehauenen Steinblöcken entdeckt. Wissenschaftler der
Universitäten Münster und Göttingen sowie die LWL-Archäologie
für Westfalen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)
untersuchen zwei der Gräber, die über mehrere Hundert Jahre
immer wieder für Bestattungen genutzt wurden. Was erzählt uns
der Grabinhalt über das Leben damals?

Am Tag des Offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, können
die Besucher die Ausgrabung der Abteilung für Ur- und
Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Münster besuchen
und die Wissenschaftler vor Ort bei ihrer Arbeit beobachten.
Dabei gibt es spannende Einblicke in die Grab-Architektur, die
Bestattungsriten und das Siedlungsverhalten unserer Vorfahren.
Führungen finden um 11, 13 und 15 Uhr statt. Der Ort der
Grabungsstätte ist ab Horner Straße, 59597 Erwitte,
ausgeschildert.

Für alle Interessierten aus Münster wird ein kostenloser
Transfer im Rahmen der "Expedition Münsterland" der
Westfälischen Wilhelms-Universität mit dem Expeditionsbus nach
Schmerlecke angeboten. Aus organisatorischen Gründen ist eine
verbindliche Anmeldung per Fax (0251 83-32123) oder E-Mail
(expedition.muensterland at uni-muenster.de) bei der Arbeitsstelle
Forschungstransfer (AFO) der Universität Münster notwendig, die
die Expedition Münsterland durchführt. Da ein Platzkontingent
für Studenten reserviert ist, bittet die AFO darum, bei der
Anmeldung anzugeben, ob man Student, Mitarbeiter der
Universität oder externer Teilnehmer ist. Die Anmeldung erlangt
erst mit Bestätigung durch die AFO Gültigkeit. Abfahrt des
Busses ist um 13 Uhr vor dem münsterschen Schloss, Schlossplatz
2. Zurück nach Münster geht es um 17 Uhr.

Die "Expedition Münsterland" macht regionale
Wissenschaftsschauplätze für die interessierte Öffentlichkeit
erlebbar und lässt universitäre Forschung in der Region
sichtbar werden.


INFO

Bei Rückfragen stehen Ihnen Catharina Kähler von der
Arbeitsstelle Forschungstransfer (Telefon: 0251 83-32126,
E-Mail: catharina.kaehler at uni-muenster.de) und Dr. Kerstin
Schierhold von der Abteilung für Ur- und Frühgeschichtliche
Archäologie der Universität Münster Telefon: 0251 83-32814,
E-Mail: kschi_01 at uni-muenster.de) gern zur Verfügung.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 3 11:31:28 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 03 Sep 2012 11:31:28 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Ausstellung Zwangsarbeit verlaengert, Zeche Zollern,
bis 14.12.2012
Message-ID: 50449510020000D600008F47@cl2x-sd2-vs>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 31.08.2012, 11:51


AUSSTELLUNG

Ausstellung Zwangsarbeit verlängert
Besucher von Präsentation im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
beeindruckt

"Eine Ausstellung, die man gesehen haben muss", "ein
erschütternder Blick in die Vergangenheit", "Schicksale, die
einem wirklich nahe gehen", "das ganze Ausmaß dieser Geschichte
war mir nicht bewusst" - so kommentieren Besucher die
Ausstellung "Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter
und der Krieg" im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern. Die
durchweg positive Resonanz ist ein wesentlicher Grund dafür,
dass der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Stadt
Dortmund die Schau jetzt um zwei Wochen bis zum 14. Oktober
2012 verlängert haben.

Die internationale Wanderausstellung der Stiftung Gedenkstätten
Buchenwald und Mittelbau-Dora, initiiert und gefördert von der
Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (EVZ), gibt
einen umfassenden Einblick in die Geschichte eines der
zentralen NS-Verbrechen. Insgesamt 20 Millionen Männer, Frauen
und Kinder wurden während des Zweiten Weltkriegs als
Fremdarbeiter, Kriegsgefangene oder KZ-Häftlinge zur Arbeit in
Deutschland und den besetzten Gebieten gezwungen. Viele
biografische Beispiele und der besondere Blick auf die
Beziehung von Deutschen und Zwangsarbeitern machen das Thema in
der Ausstellung besonders anschaulich.

Nächste Station der Ausstellung, die unter Schirmherrschaft von
Bundespräsident Joachim Gauck steht, ist Anfang 2013 Warschau.

Kommende Begleitveranstaltungen in Dortmund:

Do, 6.9. 16-18 Uhr
Exkursion zur Gedenkhalle Oberhausen unter Leitung von
Dr. Stefan Mühlhofer

Die 1962 als erste westdeutsche NS-Gedenkstätte eröffnete
Oberhausener Gedenkhalle beherbergt seit Dezember 2010 eine
neue Dauerausstellung, die sich als einem Schwerpunkt der
Zwangsarbeit im Nationalsozialismus widmet. Im Anschluss an die
Führung besteht Gelegenheit zu eigenständiger Erkundung und zum
Gespräch mit dem Leiter Clemens Heinrichs.
Kosten: 12 Euro, Anmeldung bis 2.9., Tel. 0231 6961-211

Fr, 7.9. 10.30 Uhr
Schüler treffen Zeitzeugen. Zwangsarbeiter aus der Ukraine, die
während des Zweiten Weltkriegs in Dortmund zur Arbeit genötigt
wurden, stehen als Zeitzeugen für Schulklassen zur Verfügung.
Ein Dolmetscher übersetzt Fragen und Antworten. Anmeldung
erforderlich bis 1.9., Tel. 0231 6961-211. Eintritt und
Teilnahme sind frei!

So, 9.9.10-18 Uhr
Tag des Offenen Denkmals: Holz. Drei Sommer und drei Winter in
einer Holzbaracke. Das Alltagsleben von Zwangsarbeitern auf der
Zeche Zollern

Im Mittelpunkt der diesjährigen Führungen steht das ehemalige
Kriegsgefangenenlager auf der Zeche Zollern II/IV. Es handelte
sich um zwei in Massenproduktion hergestellte Holzbaracken, die
seit 1942 am Rand der Schachtanlage v.a. für russische und
ukrainische Kriegsgefangene errichtet worden waren. Die Führung
präsentiert neue Forschungen über Belegung, Arbeitsrhythmus und
Alltagsleben.

Do, 13.9. 19 Uhr
Zwangsarbeit - ein historisches Problem, Vortrag von Ulrich
Herbert, Universität Freiburg

In dem Vortrag wird zum einen auf die weit in das 20.
Jahrhundert reichende Geschichte des Sklaverei Bezug genommen,
zum anderen auf die massenhafte Verwendung von Zwangsarbeitern
im Ersten Weltkrieg, auf die fortwährende Existenz von
Zwangsarbeit in den Kolonien und auf den Einsatz von Millionen
von Zwangsarbeitern beim Aufbau des Sozialismus in der
Sowjetunion.

Do, 27.9. 19 Uhr
Podiumsdiskussion. Menschenhandel und Zwangsarbeit in der
heutigen Zeit. Erscheinungsformen, Opfer und Täter, Rechtslage,
Gegenstrategien, Ort: Gedenkstätte Steinwache

Menschenhandel und schwere Formen der Arbeitsausbeutung sind
auch heute in Deutschland Realität. Insbesondere Migranten
werden in verschiedenen Branchen wie zum Beispiel in der Pflege,
im Haushalt, der Landwirtschaft, auf dem Bau oder in der
Prostitution unter Einschränkung ihrer Selbstbestimmung
wirt-schaftlich massiv ausgebeutet und in ihren Rechten
verletzt. Die Podiumsdiskussion geht diesen modernen Formen von
Zwangsarbeit nach und diskutiert Gegenstrategien. Es sprechen
u.a. Heike Rabe, Projektkoordinatorin "Zwangsarbeit heute -
Betroffene von Menschenhandel stärken" beim Deutschen Institut
für Menschenrechte Andrea Hitzke, stellvertretende Leiterin der
Dortmunder Mitternachtsmission e.V.

Sa, 29.9. 16-23 Uhr
Dortmunder Museumsnacht, u.a. mit Führungen durch die
Ausstellung, Klezmer-Musik und Filmen

Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg

Internationale Wanderausstellung der Stiftung Gedenkstätten
Buchenwald und Mittelbau-Dora, initiiert und gefördert von der
Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ)
18. März bis 14. Oktober 2012


INFO

Kontakt:
Tel.: 0231 6961-111
E-Mail: zeche-zollern at lwl.org

Weitere Infos:
URL: http://www.ausstellung-zwangsarbeit.lwl.org
URL: http://www.ausstellung-zwangsarbeit.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 3 11:34:53 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 03 Sep 2012 11:34:53 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Kleiderwege - vom Kaufen, Tragen und Entsorgen,
Bocholt, 02.09.-18.11.2012
Message-ID: 504495DD020000D600008F4C@cl2x-sd2-vs>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 31.08.2012, 15:31


AUSSTELLUNG

Kleiderwege - vom Kaufen, Tragen und Entsorgen
LWL-Industriemuseum präsentiert neue Ausstellung im TextilWerk
Bocholt

Elf Kilogramm neue Kleidung kauft der Bundesbürger im
Durchschnitt jedes Jahr. Kein Wunder, die Preise sind günstig -
ein T-Shirt ist schon für 4,95 Euro zu haben. Doch geht unser
Konsum nicht auf Kosten der Umwelt und der armen Bevölkerung in
den Herstellerländern? Dieser Frage geht die Sonderausstellung
"Kleiderwege - vom Kaufen, Tragen und Entsorgen" im TextilWerk
Bocholt auf den Grund. Die Schau, die der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) ab Sonntag, 2. September, in der
Spinnerei seines Industriemuseums präsentiert, zeigt
exemplarisch Überaschendes und Wissenswertes über die
ökologischen und sozialen Hintergründe unserer alltäglichen
Bekleidung.

Unser Umgang mit Kleidung ist oft recht sorglos. Häufig greifen
wir nach Sonderangeboten, sortieren Unmodisches bald aus und
geben es an gemeinnützige Initiativen oder in den Müll. Die
Kehrseite zeigen uns Medien in Berichten über menschenunwürdige
Arbeitsbedingungen in Fabriken und auf Plantagen sowie den
profitorientierten Handel mit ausrangierten Textilien. Die
Ausstellung "Kleiderwege" greift die aktuelle Debatte auf.
Exponate aus der Museumssammlung sind zu sehen sowie Objekte
und Installationen aus der Ausstellung "Kleiderberg - vom Leben
der Textilien", ein Projekt von Studierenden des Fachgebietes
Textiles Gestalten der Universität Osnabrück und dem Museum für
Industriekultur Osnabrück. Sie weisen auf problematische
Aspekte der Textilherstellung und -entsorgung für Mensch und
Umwelt hin, aber auch auf Innovationen und kreative Ideen.

Unter dem Schlagwort Kaufen geht es um die Produktion. Die
Schau zeigt Wege und Stationen der Ware, bevor sie
verkaufsbereit in den Kaufhäusern landet. Am Beispiel einer
überdimensionalen Jeans zeigen Studentinnen, wie wenig die
Arbeiterin im Vergleich zum Einzelhandel an der Hose verdient.
Neben konventionellen präsentiert die Ausstellung auch
alternative Produktionsmöglichkeiten, die auf die Einhaltung
ökologischer und sozialer Standards setzen. Unter dem
Gütesiegel bioRe stellt beispielsweise das Schweizer
Unternehmen Remei AG seit 1991 Bekleidung aus Bio-Baumwolle her,
die in Tansania und Indien angebaut und unter fairen
Bedingungen gefertigt und vertrieben wird. Auch Initiativen wie
die "Kampagne für saubere Kleidung", die für menschenwürdige
Arbeitsbedingungen kämpft, kommen zu Wort.

Beim Tragen macht die Ausstellung anschaulich, dass Ökolabels
seit geraumer Zeit ein breites Angebot an modischer Kleidung
anzubieten haben. Hess Natur stellt bereits seit Mitte der
1970er Jahre ökologisch und sozial korrekte Bekleidung her -
auch in Zusammenarbeit mit Stardesignern. Dass es nicht immer
etwas Neues aus dem Warenhaus sein muss, machen neue Trends wie
Kleidertauschpartys oder "re-design" deutlich. Handgemachte
Arbeiten der Osnabrücker Studentinnen zeigen, wie aus einem
ausgedienten T-Shirt mit wenigen Handgriffen ein Rock wird.

750.000 Tonnen Textilien laden in Deutschland jedes Jahr im
Container, bei Kleiderkammern, Hilfsgüterinitiativen oder
Sozialkaufhäusern. Im Bereich Entsorgen geht es in einem
Interview mit dem Geschäftsführer des Dachverbandes FairWertung
unter anderem um den Export von Alttextilien nach Osteuropa und
Afrika. Mit einem komplett kompostierbaren T-Shirt stellt die
Ausstellung ein textiles Produkt vor, das keinen Müll
produziert.

Begleitprogramm

So, 2.9., 11 Uhr
Eröffnung
Mit einem Informationsstand des Weltladens Bocholt,
Ökumenischer Arbeitskreis Eine Welt Bocholt e. V.

Do, 4.10., 19 Uhr
Filmvorführung
"China Blue" Dok., USA 2005, 87 Min., OmU
Der Dokumentarfilm von Micha X. Peled gestattet einen Einblick
in die Arbeitsverhältnisse einer chinesischen Jeansfabrik.

Di, 6.11., 18 Uhr
Vortrag über die Kampagne für saubere Kleidung
mit anschließender Diskussion

So, 18.11., 15 Uhr
Finissage

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung
So, 23.09., So, 7.10., So. 4.11. jeweils um 16 Uhr
Kosten: Museumseintritt

Gruppenführungen durch die Ausstellung
Dauer: 1 Stunde, max. 25 Personen, Kosten:
35 Euro plus Museumseintritt
Anmeldung unter Telefon: 02871 21611-0

Museumspädagogisches Programm
Der Prozess oder ein T-Shirt erklärt die Globalisierung
Ein Baumwoll-T-Shirt kostet heute oft nicht mehr als 4,95 Euro.
Das Programm setzt das Billig-T-Shirt auf die Anklagebank und
fragt: "Schnäppchen oder Verbrechen?". In Form eines
Gerichtsverfahrens gehen die Schüler dieser Frage nach und
nehmen die Rollen von Anklage, Verteidigung, Richter und Jury
ein. Um in der Verhandlung ein Urteil fällen zu können, werden
vorab in der Ausstellung - am "Tatort" - Argumente für die
jeweiligen Plädoyers gesammelt: Fakten zu den ökologischen,
kulturellen und wirtschaftlichen Ursachen sowie den Folgen der
Baumwollverarbeitung.

Dauer: 2 Stunden, Teilnehmer: max. 15 Schüler und 1
Begleitperson, Klassen 10 bis 13 Kosten: 45 Euro plus
Museumseintritt, Begleitperson frei

Kleiderwege - vom Kaufen, Tragen und Entsorgen
02.09.2012 - 18.11.2012

LWL-Industriemuseum I TextilWerk Bocholt I Spinnerei
Industriestraße 5

Kontakt:
Telefon: 02871 21611-0
E-Mail: textilmuseum at lwl.org

Geöffnet Di - So 10-18 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 4 11:24:47 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 04 Sep 2012 11:24:47 +0200
Subject: [WestG] [AUS] "Tausend Jahre Wissen - Die Rekonstruktion der
Bibliothek der Reichsabtei Corvey", Muenster, 05.09.-26.10.2012
Message-ID: 5045E4FF020000D600008FAD@cl2x-sd2-vs>

Von: "Mechthild Black-Veldtrup"
Datum: 03.09.2012, 09:30


AUSSTELLUNG

Ausstellung "Tausend Jahre Wissen - Die Rekonstruktion der
Bibliothek der Reichsabtei Corvey" im Landesarchiv
Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen.

Vom 5. September bis zum 26. Oktober 2012 wird die
Wanderausstellung "Tausend Jahre Wissen - Die Rekonstruktion
der Bibliothek der Reichsabtei Corvey" im Landesarchiv
Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen in Münster gezeigt.

Die Ausstellung, die am Lehrstuhl für Materielles und
Immaterielles Kulturerbe UNESCO an der Universität Paderborn
realisiert wurde, steht unter der Schirmherrschaft von
Hannelore Kraft, der Ministerpräsidentin des Landes
Nordrhein-Westfalen.

Thema der Wanderausstellung ist das materielle und immaterielle
kulturelle Erbe der ehemaligen Benediktinerabtei im heutigen
Nordrhein-Westfalen an der Oberweser, das seit dem frühen
Mittelalter bis in die Neuzeit als bedeutendes kulturelles
Zentrum der Produktion, Speicherung und Vermittlung von Wissen
galt. Kloster Corvey ist aktuell nominiert zur Aufnahme in die
Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Das Kloster befand sich einst
an der östlichen Grenze des fränkischen Reiches und gehört zu
den bedeutendsten Klöstern aus karolingischer Zeit.

Im Mittelpunkt der Wanderausstellung steht die
Klosterbibliothek mit ihren großen und vielfältigen
Buchbeständen, die Corvey rückblickend als universelles
Wissensarchiv mit einem hohen theologischen, kulturellen und
historischen Anspruch erscheinen lassen. Die vor 200 Jahren im
Zuge der Säkularisation aufgelöste Bibliothek der Abtei, deren
Bestände vornehmlich an weltliche Institutionen überführt
wurden, konnte in einem zweijährigen Forschungsprojekt des
Lehrstuhls für Materielles und Immaterielles Kulturerbe der
Universität Paderborn bereits teilweise rekonstruiert und auf
einer Internetplattform (http://nova-corbeia.uni-paderborn.de/)
virtuell wieder zusammengeführt werden.

Das Prinzip der Wanderausstellung ist, sie an den Orten zu
präsentieren, an denen sich heute Corveyana befinden, die in
die jeweils Präsentation mit ein-bezogen werden.

Nach dem die Wanderausstellung bereits in Corvey, Bonn, Marburg
und Ziesar zu sehen war, macht sie nun in Münster Station, wo
sie in Zusammenarbeit mit dem Landesarchiv Nordrhein-Westfalen,
Abteilung Westfalen realisiert wurde. Das Archiv verwahrt
umfangreiche und sehr wertvolle Corvey-Bestände insbesondere
aus der frühen Klosterzeit, die zugleich den Schwerpunkt der
Ausstellung in Münster ausmachen. Erstmals können
beispielsweise zwei der wertvollsten erhaltenen Bücher aus der
Frühzeit der Bibliothek gezeigt werden: Das Corveyer Evangeliar,
das um 840 noch im nordfränkischen Mutterkloster in Corbie an
der Somme entstanden ist, und der Liber Vitae, das
Verbrüde-rungsbuch der Abtei Corvey aus dem 12. Jahrhundert.

Die Ausstellung wird in Münster bis zum 26. Oktober während der
Öffnungszeiten des Landesarchivs NRW Abteilung Westfalen zu
sehen sein, anschließend wandert sie weiter nach Fulda.


INFO

Kontakt:
Dr. Mechthild Black-Veldtrup
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
Bohlweg 2
48147 Münster
Tel.: 0251-4885-0
Fax: 0251-4885-100
E-Mail: mechthild.black-veldtrup at lav.nrw.de
URL: www.lav.nrw.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 4 11:43:58 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 04 Sep 2012 11:43:58 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Goschler,
Constantin (Hg.): Die Entschaedigung von NS-Zwangsarbeit am Anfang
des 21.Jahrhunderts
Message-ID: 5045E97E020000D600008FB2@cl2x-sd2-vs>

Von: "Josef König"
Datum: 03.09.2012, 13:09


LITERATUR

Entschädigung für NS-Zwangsarbeit: Von internationalen
Verhandlungen zu lokalen Praktiken
Über die Wirkung materieller und symbolischer
Wiedergutmachung nach über 60 Jahren
RUB-Historiker: Vier Bände über die Stiftung "Erinnerung,
Verantwortung und Zukunft"


Mehr als rund 4,4 Milliarden ? hat Deutschland zwischen
2001 und 2007 an 1,66 Millionen ehemalige NS-Zwangsarbeiter
in 98 Ländern ausbezahlt. Erwartete man anfangs, die Opfer
würden das Geld eher als symbolische Anerkennung empfinden,
so stellte sich nachträglich heraus, dass sie die
Entschädigung unterschiedlich bewertet haben - je nach
ökonomischer Lage und persönlicher Erinnerung an die
Zwangsarbeit. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der
wissenschaftlichen Aufarbeitung der Stiftung "Erinnerung,
Verantwortung und Zukunft". Das von der Stiftung EVZ
finanziell geförderte groß angelegte Projekt unter der
Leitung von Prof. Dr. Constantin Goschler (Zeitgeschichte,
Ruhr-Universität Bochum) ist im Frühsommer 2012
abgeschlossen worden. Morgen, am 4. September, erscheinen
die vier Bände "Die Entschädigung von NS-Zwangsarbeit am
Anfang des 21. Jahrhunderts. Die Stiftung 'Erinnerung,
Verantwortung und Zukunft' und ihre Partnerorganisationen"
im Göttinger Wallstein-Verlag.

Vor allem Opfer im Osten entschädigt

Nach langwierigen internationalen Verhandlungen, die in der
deutschen und internationalen Presse auf große
Aufmerksamkeit stießen, wurde im Sommer 2000 in Berlin die
Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" gegründet.
Mit etwa 5,1 Milliarden ?. DM ausgestattet und jeweils zur
Hälfte vom Bund und der deutschen Wirtschaft finanziert,
sollte die Stiftung fast 60 Jahre nach Ende des Zweiten
Weltkriegs ehemaligen NS-Zwangsarbeitern und anderen Opfern
des NS-Regimes eine materielle und symbolische
Entschädigung zahlen. In einem komplexen
Auszahlungsverfahren entschädigte die Stiftung zusammen mit
sieben internationalen Partnerorganisationen neben
jüdischen Sklavenarbeitern vor allem ehemalige
Zwangsarbeiter in Ost- und Ostmitteleuropa, die bis dahin
kaum Wiedergutmachung erhalten hatten.

Umfangreiche Archivrecherche und Interviews von Zeitzeugen

Unmittelbar nach dem Abschluss der Zahlungen begann ein
internationales Team von 20 Wissenschaftlern unter der
Leitung von Prof. Constantin Goschler an der
Ruhr-Universität Bochum die Umsetzung und die Folgen des
Auszahlungsverfahrens zu erforschen. Sie durchsuchten
umfangreiche Archivbestände beteiligter Organisationen in
acht Ländern und führten zahlreiche Zeitzeugeninterviews.
Die Resultate ihrer vierjährigen Forschungen zeigen, wie
politische Verteilungskämpfe und bürokratische
Organisationen mit komplexen Verfolgungserfahrungen und
konkurrierenden Gerechtigkeitsansprüchen umgegangen sind,
wie die Empfänger finanzielle Leistungen bewertet haben und
wie sie zugleich die europäische Erinnerungslandschaft
umformten.

Bände thematisch breit angelegt

Die Bände widmen sich dem Umgang mit der Zwangsarbeit in
Deutschland und der Arbeit der Stiftung "Erinnerung,
Verantwortung und Zukunft" (Band 1), der Praxis der
weltweit tätigen Jewish Claims Conference und der
International Organization for Migration (Band 2), den
Auszahlungen und ihren Folgen in Polen und Tschechien (Band
3), sowie der Zwangsarbeiterentschädigung und
Erinnerungskultur in den postsowjetischen Gesellschaften
(Band 4).

Vermeintliche "Verräter" endlich entschädigt

Die mit der Auszahlung befassten Organisationen kämpften
mit einem komplexen Gefüge bürokratischer Traditionen,
unterschiedlicher Erwartungen und Erinnerungskulturen und
divergierender Systeme der Opferversorgung. Die Stiftung
EVZ stand in einem schwierigen Spannungsfeld: Sie sollte
ein möglichst einfaches Verfahren für die betagten
Antragsteller durchführen und dennoch dem Ziel der
Bundesregierung gerecht werden, die Wiedergutmachung
endgültig abzuschließen und der deutschen Wirtschaft
Rechtssicherheit vor weiteren Klagen zu verschaffen. In
Russland und anderen postsowjetischen Staaten mussten die
beteiligten Partnerorganisationen damit umzugehen lernen,
die international vereinbarten Entschädigungskategorien und
Opferhierarchien im eigenen Land umzusetzen, obwohl sie in
Teilen der nationalen und individuellen Erinnerung sowie
bisherigen Praktiken widersprachen. So waren z.B. in der
Sowjetunion die nach 1945 aus Deutschland zurückgekehrten
Zwangsarbeiter als Verräter abgestempelt worden. Dass sie
nun mit deutschem Geld für ihr Opfer entschädigt werden
sollten, widersprach der sowjetischen Erinnerungskultur an
den Zweiten Weltkrieg, die bis in die 2000er Jahre gültig
war. So öffnet dieses Projekt gerade die Augen für die
nicht-intendierten Nebenwirkungen eines transnationalen
Entschädigungsprozesses.

Persönliche Erfahrung und Erinnerung wichtig

Eines der zentralen Ergebnisse des Bochumer
Forschungsprojekts betrifft die Bedeutung der Auszahlungen
aus Sicht der einzelnen Antragsteller. Ohne dass diese
Frage bisher eingehend erforscht worden wäre, verwies man
in der Diskussion zur materiellen Bewältigung historischen
Unrechts vor allem darauf, dass die Bedeutung der
Entschädigung darin bestehe, dass die ehemals Verfolgten
symbolische Anerkennung erführen. Das Bochumer Projekt
kommt demgegenüber zu dem Ergebnis, dass von einer linearen
Wirkung der Zahlungen keine Rede sein kann. Auf
individueller Ebene ist die Bedeutung von Entschädigung in
hohem Maße abhängig von einer Vielzahl unterschiedlicher
Variablen wie der Verfolgungserfahrung und der sozialen
Lage der Betroffenen, ihrem politischen, ökonomischen und
erinnerungskulturellen Umfeld sowie nicht zuletzt ihren
Erfahrungen mit der deutschen Wiedergutmachung und anderen
Aufarbeitungsbemühungen.

Vorbildarbeit für künftige Entschädigungspraxis

Seit den 1990er Jahren gewinnen Entschädigungszahlungen
weltweit an Bedeutung bei der Überwindung von Diktaturen
und der Aufarbeitung historischen Unrechts. Das Bochumer
Projekt zur Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und
Zukunft" bringt die Erforschung solcher Prozesse erheblich
voran und liefert auch für künftige Entschädigungspraxen
wichtige Erkenntnisse. Erstmals wird detailliert
dargestellt, wie schwierig die Durchführung von
Entschädigungszahlungen ist und was eine Entschädigung
sowohl für die betroffenen Individuen als auch für ihre
Gesellschaften bedeuten kann.

Titelaufnahme

Die Entschädigung von NS-Zwangsarbeit am Anfang des 21.
Jahrhunderts. Die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und
Zukunft" und ihre Partnerorganisationen. Herausgegeben von
Constantin Goschler in Zusammenarbeit mit José Brunner,
Krzysztof Ruchniewicz und Philipp Ther, 4 Bände, Göttingen
(Wallstein) 2012.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Constantin Goschler, Lehrstuhl für
Zeitgeschichte, Ruhr-Universität Bochum, Tel.
0234/32-22540, E-Mail: constantin.goschler at rub.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 4 11:46:08 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 04 Sep 2012 11:46:08 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: "Der Duisbergteppich - Kunst oder
Propaganda?", Iserlohn, 11.09.2012
Message-ID: 5045EA00020000D600008FB7@cl2x-sd2-vs>

Von: "Stadt Iserlohn"
Datum: 03.09.2012, 12:18


AKTUELL

775 Jahre Iserlohn: Vortrag von Wolf R. Seltmann zum Thema "Der
Duisbergteppich - Kunst oder Propaganda?"

Die Vortragsreihe des Stadtarchivs zur 775-Jahrfeier
der Stadt Iserlohn wird am Dienstag, 11. September, um 18.30
Uhr im Stadtmuseum, Fritz-Kühn-Platz 1, fortgesetzt: Wolf R.
Seltmann wird zum Thema "Der Duisbergteppich - Kunst oder
Propaganda?" sprechen. Der Vortrag findet in Kooperation mit
dem Stadtmuseum statt.

1937 feierte Iserlohn das 700-jährige Stadtjubiläum. Im Rahmen
der Feierlichkeiten wurde das "Haus der Heimat" als ein
"Mittelpunkt der Iserlohner Kulturpflege" (G. Pfingsten) mit
Stadtarchiv, Volksbücherei und Heimatmuseum eingerichtet. Im
Zentrum des Museums sollte im ersten Obergeschoss eine
"Ehrenhalle" geschaffen werden. An der Längsseite des Saales
wurde ein Wandteppich in Form eines Triptychons angebracht, der
die Sage vom Iserlohner Bürgermeister Duisberg im
Dreißigjährigen Krieg darstellt. Der Entwurf stammte vom
Iserlohner Maler und Bildhauer Karl Tüttelmann. Die Ausführung
war "ein Gemeinschaftswerk der NS-Frauenschaft".

Mit der Neuplanung des Iserlohner Stadtmuseums in den 1980er
Jahren entstand eine kontroverse Diskussion um den weiteren
Verbleib des Duisbergteppichs. Während die einen "den
überzeitlichen geistigen Gehalt" betonten, sahen andere darin
den "Ausdruck des nationalsozialistischen Zeitgeistes". Der
Vortrag soll, gestützt auf Textquellen und Bildmaterialien,
Grundlagen schaffen, so dass sich Zuhörerinnen und Zuhörer ihr
eigenes Urteil bilden können.

Der Eintritt kostet vier Euro, ermäßigt zwei Euro; Schüler und
Studierende können kostenfrei teilnehmen.


INFO

Stadtmuseum Iserlohn
Fritz-Kühn-Platz 1
Iserlohn





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 5 11:45:20 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 05 Sep 2012 11:45:20 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Viel_Platz_f=C3=BCr_Ideen_-_Podiumsdi?=
=?utf-8?q?skussion_im_Stadtmuseum_Muenster_zur_Zukunft_des_muensterischen?=
=?utf-8?q?_Schlossplatzes=2C_Muenster=2C_08=2E09=2E2012?=
Message-ID: 50473B50020000D600009055@cl2x-sd2-vs>

Von: "Regine Schiel" Datum: 04.09.2012, 14:01


AKTUELL

Viel Platz für Ideen - Podiumsdiskussion im Stadtmuseum Münster
zur Zukunft des münsterischen Schlossplatzes

Nicht nur in seinen ausgedehnten Maßen übertrifft der
Schlossplatz fast alle großen Plätze europäischer Metropolen.
Mit der barocken Residenz und den Resten der älteren
Zitadellenbefestigung stellt die frühere, immer noch unbebaute
Esplanade eine Besonderheit dar. Mit der Bedeutung und Zukunft
des weitläufigen Areals befasst sich am Samstag, 8. September,
um 20 Uhr eine Podiumsdiskussion im Stadtmuseum Münster.

Wie könnte das über 12 Hektar große Gelände zukünftig genutzt
werden? Welche Anforderungen ergeben sich daraus an Gestaltung
und Erscheinungsbild einer historischen Fläche, die vor 350
Jahren vor den Stadttoren Form annahm?

Neueste Forschungsergebnisse zur Planungsgeschichte des Platzes
werden in die Gesprächsrunde einfließen. In einem Impulsreferat
gibt Prof. Dr. Eberhard Grunsky, Landeskonservator
Westfalen-Lippe i.R., einen Überblick über die Vorhaben und
Projekte aus der langen Schlossplatz-Geschichte, die nie
umgesetzt wurden.

Es diskutieren die Architektinnen Prof. Julia Bolles-Wilson
(Architekturbüro Bolles+Wilson) und Marlies Voss (Leiterin
städtische Denkmalbehörde), Prof. Franz Pesch (Lehrstuhl für
Stadtplanung und Entwerfen an der Universität Stuttgart) und
Prof. Dr. Detlef Karg, früher Landeskonservator des Landes
Brandenburg. Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Udo Mainzer,
ehemaliger Landeskonservator im Rheinland. Der Eintritt ist frei.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Podiumsdiskussion zur Gestaltung des münsterischen
Schlossplatzes
Datum: 8.9.2012, 20 Uhr
Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
48143 Münster
Tel.: 0251-4924503
Fax: 0251- 4927726
URL: www.stadtmuseum-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 5 11:47:12 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 05 Sep 2012 11:47:12 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2012/29
Message-ID: 50473BC0020000D60000905A@cl2x-sd2-vs>

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 29.08.2012, 11:31


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2012-29 für den Zeitraum vom
25.08.2012 bis zum 31.08.2012 mit insgesamt 17 Titeln ist unter
der folgenden Internetadresse abrufbar:
http://www.ulb.uni-muenster.de/cgi/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2012-29&fach=wes





Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/

Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/landesbibliothek/recherche/nwbib/index.html

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib






Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 6 11:13:22 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 06 Sep 2012 11:13:22 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Gedaechtnis der Universitaet Muenster feiert
100-jaehriges Bestehen
Message-ID: 50488552020000D6000090C3@cl2x-sd2-vs>

Von: "Pressestelle der WWU Münster"
Datum: 06.09.2012, 09:15


AKTUELL

Gedächtnis der Universität feiert 100-jähriges Bestehen
Universitätsarchiv startete 1912 am Domplatz/ Umfangreiche
historische Sammlung

Mit einem Festakt hat die Westfälische Wilhelms-Universität
Münster (WWU) das 100-jährige Bestehen des Universitätsarchivs
gefeiert. Einer Einrichtung, die nach Überzeugung von Rektorin
Prof. Dr. Ursula Nelles eine "intensive und wertvolle Arbeit"
leistet. Nicht zuletzt dank des Engagements der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei das Archiv längst mehr als
nur eine Ablagestelle für Dokumente. "Das Archiv ist das
institutionelle Gedächtnis der Universität", betonte sie.

Zudem ein "Gedächtsnisort" und ein "Mittel der
Selbstbeobachtung", wie der Historiker Prof. Dr. Hans-Ulrich
Thamer in seiner Festrede ergänzte. Die Zeiten, in den man
Archive als Sammelstellen für verstaubte Akten belächelt habe,
seien längst vorbei. Die Arbeit der Archivare genieße
heutzutage eine große gesellschaftliche Akzeptanz. "Aus
Arsenalen der Juristen wurden Archive der Historiker",
unterstrich Hans-Ulrich Thamer, der von 1983 bis 2011 Neuere
und Neueste Geschichte an der Universität Münster lehrte. Seit
seiner Emeritierung im Jahr 2011 ist Hans-Ulrich Thamer als
Seniorprofessor an der WWU tätig.

Der Historiker ist davon überzeugt, dass die Bedeutung von
Museen und Archiven sogar zunehmen werde. Grund sei der
schnelle gesellschaftliche Wandel, die "Gegenwarts-Schrumpfung",
wie es der Philosoph Hermann Lübbe formuliert habe. "Der
Mensch möchte mehr denn je wissen, wo er herkommt", betonte
Hans-Ulrich Thamer. Er zitierte Hermann Lübbe ein weiteres Mal:
Jeder Mensch brauche "Herkunfts-Sicherheit". Das gelte
gleichsam für Institutionen wie beispielsweise Universitäten.

Die Entscheidung der Universität Münster, ein Archiv aufzubauen,
war im Januar 1912 gefallen - eine seinerzeit äußerst
ungewöhnliche Initiative. Die Initiative dazu hatte der
Professor für mittlere und neuere Geschichte der Universität,
Aloys Meister ergiffen, der im akademischen Jahr 1911/12 zudem
als Rektor fungierte. Das Archiv befand sich zunächst im
Kellergeschoss des damaligen Universitätsgebäudes am Domplatz.
Während des Zweiten Weltkriegs drängte der damalige Direktor
des Archivs, Prof. Johannes Bauermann, darauf, alle Akten und
Urkunden in Bergwerke und Klöster auszulagern, um sie vor
möglichen Zerstörungen zu schützen - eine buchstäblich rettende
Entscheidung.

Das Archiv unter Leitung von Dr. Susanne Happ zog 1996 auf den
Leonardo-Campus. Derzeit befinden sich 5000 laufende Regalmeter
Archivalien in den Regalen und Schränken.


INFO

Link:
URL: http://www.uni-muenster.de/Archiv/

Das Universitätsarchiv Münster





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 6 11:21:52 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 06 Sep 2012 11:21:52 +0200
Subject: [WestG] [KONF] Herrschen - Leben - Repraesentieren: Residenzen im
Fuerstbistum Osnabrueck 1600-1800, Osnabrueck, 13.-15.09.2012
Message-ID: 50488750020000D6000090C8@cl2x-sd2-vs>

Von: "Stefanie Anders"
Datum: 05.09.2012, 21:36


KONFERENZ

Tagungsankündigung Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V.
Herrschen - Leben - Repräsentieren
Residenzen im Fürstbistum Osnabrück 1600-1800

Das Osnabrücker Land verfügt mit den einstigen Residenzen Iburg,
Fürstenau und dem Osnabrücker Schloss über drei bedeutende
Baudenkmale, deren nähere Betrachtung ausgesprochen lohnt. Vom
13. bis 15. September 2012 werden zahlreiche Fachleute erkunden,
wie es sich ehemals im Fürstbistum Osnabrück residierte.

Die drei Bauwerke belegen eine für Osnabrück spezifische, nach
1648 außerordentliche Form des Umgangs mit Residenzen als
Wohnsitzen hoher geistlicher Würdenträger. Zwar wurden
geistliche Fürstentümer bis zum Ende des Alten Reichs formal
von katholischen Landesherren regiert. Einzige Ausnahme:
Osnabrück. Denn hier galt ab 1650, dass die lutherischen Welfen
sich auf dem Bischofsstuhl mit katholischen Landesherren
abwechselten. Die Veranstalter der Tagung gehen davon aus, dass
sich dies in den Residenzen Iburg, Fürstenau und Osnabrück
widerspiegelt.

Die mit der Capitulatio Perpetua verbundenen Fragen zum
Funktionieren von Hof und Residenz greift der
Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V. in diesem Jahr gezielt
auf: Unter dem Titel "Herrschen - Leben - Repräsentieren.
Residenzen im Fürstbistum Osnabrück 1600-1800" veranstaltet er
gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern eine
interdisziplinäre wissenschaftliche Tagung. Vom 13. bis 15.
September 2012 werden zahlreiche Fachleute aus den Bereichen
Kunstgeschichte, Geschichte der Frühen Neuzeit, Regional-,
Verfassungs- und Baugeschichte sowie Denkmalpflege in den
Räumen des Osnabrücker Schlosses ihre neuen Erkenntnisse
präsentieren.

In einem zeitlichen Längsschnitt von 1600 bis 1800 werden dabei
Aspekte der Residenznahme, der fürstlichen Repräsentation oder
der Absenz thematisiert sowie Fragen der Herrschaftsübernahmen
behandelt. Es dürfen spannende neue Einsichten in die
Osnabrücker Landesgeschichte erwartet werden, die unter anderem
die Erkenntnisse vorausgehender Tagungen und Publikationen
deutlich erweitern.

Der Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V. führt mit der
Veranstaltung im September gemeinsam mit der Universität
Osnabrück, dem Niedersächsischen Landesarchiv, dem Staatsarchiv
Osnabrück, dem Hauptstaatsarchiv Hannover sowie Projektpartnern
aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen die Reihe
landesgeschichtlicher Tagungen fort, die 2004 mit der
Beschäftigung mit der Iburger Residenz des 17. Jahrhunderts
begann.

Die Publikation der Tagungsbeiträge ist für Ende 2013 geplant.

Neben interessanten Fachvorträgen erwarten die Teilnehmer der
Tagung außerdem ein herausragendes Konzert mit Bezug zu den
barocken Welfenhöfen (in Kooperation mit dem Forum Artium
Georgsmarienhütte), sowie Führungen zum Osnabrücker Schloss und
zur Iburg.

Die Tagung wird außerdem flankiert von dem theaterpädagogischen
Projekt "Figuelotte - Eine phantastische Begegnung". In diesem
erstmals 2006 erfolgreich gezeigten Musical, das 2012 mit 30
Jugendlichen neu einstudiert wird, entführt der Projektpartner,
das Musiktheater Lupe aus Osnabrück, die jungen Besucher (6-12
Jahre) in die Welt des Barock und die der im Hier und Heute
gelandeten Barockprinzessin Sophie Charlotte.

Flotte Songs, Menuett und Hip Hop, eine spannende Handlung und
eine witzige Begegnung zwischen den Zeiten machen den Reiz
dieses Stücks für Kinder aus.

Es wird eine Tagungsgebühr von 30 ? erhoben. Darin ist die
Verpflegung während der gesamten Tagung enthalten. Der
ermäßigte Beitrag für Studierende beträgt 25 ?. Eine partielle
Teilnahme ist für 10 ? pro Tag möglich. Die Anmeldefrist endet
am 7. September.

Das Tagungsbüro ist beim Landschaftsverband Osnabrücker Land e.
V. in der Hofapotheke auf Schloss Iburg eingerichtet,
Ansprechpartnerin ist Frau Monika Schnuck, zu erreichen unter T
05403.72455-0 (während der Tagung T 0175.9398186.

Tagungsort ist die Universität Osnabrück, Schloss Osnabrück,
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück.

Für Hotelreservierungen: Tourist-Information Osnabrück,
Bierstraße 22/23, 49074 Osnabrück, T 0541.323-2202 oder
tourist-information at osnabrueck.de.

Wichtig: Die Innenstadt Osnabrücks darf nur mit grüner
Umweltplakette befahren werden!

Das Gesamtprogramm kann als Flyer unter T 05403.72455-0
angefordert oder unter www.lvosl.de heruntergeladen werden.


INFO

Dr. Stefanie Anders-Wandt
Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V.
Freie Mitarbeiterin Projekt Residenzen-Tagung 2012
Schloss Iburg- Hofapotheke
49186 Bad Iburg
Tel. 05403 72455 16 oder Tel. 0541 3249515
http://lvosl.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 6 11:24:39 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 06 Sep 2012 11:24:39 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Roemertage locken mit Legionaersleben und roemischen
Kriegsschiffen, Haltern am See, 08./09.09.2012
Message-ID: 504887F7020000D6000090CD@cl2x-sd2-vs>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 06.09.2012, 09:01


AKTUELL

Römertage locken mit Legionärsleben und römischen Kriegsschiffen
LWL-Römermuseum bietet Mitrudern an

Am 8. und 9. September finden im und am LWL-Römermuseum in
Haltern am See (Kreis Recklinghausen) die mittlerweile
traditionsreichen Römertage statt. Zahlreiche
"Reenactment"-Gruppen aus ganz Deutschland lassen den römischen
Alltag wieder auferstehen - so wie er sich vor 2000 Jahren im
Römerlager Aliso abgespielt haben könnte. Neben germanischen
und römischen Handwerkern liefern vor allem die Legionäre mit
Lagerleben, Truppenparaden, Geschützdemonstrationen und
weiteren Vorführungen ein Bild der damaligen Zeit. Infostände,
Mitmach-Aktionen, ein Magierbüro und römische Spiele sowie
römische Speisen und Getränke nach Originalrezepten runden das
Angebot ab.

Fest und Vergnügen laufen am Samstag von 10 bis 19 Uhr und am
Sonntag von 10 bis 18 Uhr.

Eintritt für Erwachsene 4 Euro, für Familien 9 Euro, ermäßigt 2,
50 Euro.

Kampfschiffe zum Mitrudern
Die besondere Attraktion sind in diesem Jahr die beiden
römischen Flusskampfschiffe "Victoria" und "Lusoria Rhenana",
die vorübergehend auf dem Halterner Stausee (am ehemaligen
Hotel Seestern, Hullernerstraße 40) stationiert sind. Samstag
und Sonntag von jeweils 11 bis 18 Uhr ist auf beiden Schiffen
kostenloses Mitrudern möglich - wenn man kräftig genug ist, um
die Ruder zu schwingen.


INFO

Tel.: 02364 9376-0
Fax: 02364 9376-30
E-Mail: lwl-roemermuseum at lwl.org
URL: http://www.lwl-roemermuseum-haltern.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 6 11:26:57 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 06 Sep 2012 11:26:57 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL-Archaeologen dokumentieren in Warburg einmalige
Erkenntnisse ueber die ersten Bauern und Viehzuechter der
Linienbandkeramik-Kultur in Westfalen
Message-ID: 50488881020000D6000090D2@cl2x-sd2-vs>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 05.09.2012, 13:23


AKTUELL

LWL-Archäologen dokumentieren in Warburg einmalige Erkenntnisse
über die ersten Bauern und Viehzüchter der
Linienbandkeramik-Kultur in Westfalen

Seine Entdeckung vor einem Jahr glich einer archäologischen
Sensation. In ganz Westfalen war bis dahin kein Gräberfeld der
frühesten mitteleuropäischen bäuerlichen Kultur bekannt. Dass
in Warbug-Hohenwepel Zeugnisse der so genannten
Linienbandkeramik-Kultur ans Tageslicht kamen, war deshalb eine
echte Überraschung. Es sind die ersten Ergebnisse überhaupt
über diese Kultur in Westfalen.Jetzt untersuchen die
Wissenschaftler des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL),
wie die Menschen rund 5000 Jahre v. Chr. in Westfalen gelebt
und wie sie ihre Toten bestattet haben.

Für Laien sind auf den ersten Blick nur Flecken im Boden zu
sehen. Archäologen schlägt bei diesem Anblick jedoch das Herz
höher. Denn was der Hohenwepeler Boden offenbart, birgt
einmalige archäologische Erkenntnisse. "Auf der rund 1000
Quadratmeter großen Grabungsfläche haben wir bislang mindestens
20 Gräber der linienbandkeramischen Siedler entdeckt",
schildert Ausgrabungsleiter Dr. Hans-Otto Pollmann. Dunkle
Verfärbungen im Lößlehm zeigen ihre Lage an, allerdings nur
noch bis in eine Tiefe von 20 bis 30 Zentimetern. Sie sind in
rechteckige Grabgruben eingebettet, die bis zu 1,50 Meter lang
und 0,50 Meter breit sind.

Fast vollständig verschwunden sind allerdings die Überreste der
Menschen.. Die Entkalkung des Bodens hat dafür gesorgt, dass
sich die Knochen innerhalb von 7000 Jahren nahezu vollständig
aufgelöst haben. Nur die Zähne haben sich als
widerstandsfähigster Teil des Skeletts vereinzelt erhalten und
geben Aufschlüsse, wie die Toten in ihren Gräbern gelegen
haben. Demnach wurden die Körper zumeist als so genannter
"Hocker" in der Seitenlage in den Gräbern bestattet.

In einigen Fällen sind auch noch die Beigaben erhalten, die den
Toten mit in ihre Gräber gegeben wurden. Keramik, Mahlsteine,
Feuersteingeräte und Steinbeile waren Wegbegleiter in den Tod.
In einer besonders reich ausgestatteten Begräbnisstätte halfen
die gerade noch erkennbaren Langknochen der Gliedmaßen sogar
dabei, die Lage des Toten genauer zu ermitteln. Dem hier
bestatteten Menschen legten die Hinterbliebenen ein Gefäß, eine
Messerklinge und eine Pfeilspitze mit ins Grab. "Aus diesen
Beigaben lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass es sich
bei dem Toten um einen Mann handelte", erläutert Pollmann.

Dieses Grab zeigt, dass je nach Erhaltungszustand und
Ausstattung die Gräber noch einige Überraschungen für die
Archäologen bereithalten können. Ziel der Untersuchungen ist
eine vollständige Dokumentation des Gräberfeldes. "Das werden
wir allerdings nicht in diesem Jahr erreichen können", betont
der Grabungsleiter. Weitere Untersuchungen werden dazu
beitragen, dass die Wissenschaftler ein Bild von der Ausdehnung
des Gräberfeldes, der Verteilung und der Anzahl der erhaltenen
Gräber zu bekommen. "Wir hoffen außerdem, am Ende auch Angaben
über die Einwohnerzahl der befestigten Siedlung aus der
linienbandkeramischen Zeit zu erhalten", sagt der
Wissenschaftler..

Hintergrund
Die Menschen dieser Zeit waren die ersten, die Ackerbau und
Viehzucht in Europa betrieben haben. Ihren Namen hat die Epoche
von der Keramik geerbt, die in dieser Zeit besonders beliebt
war. Becher und Krüge waren mit markanten Linienbändern
verziert. In Warburg-Hohenwepel haben die ersten Bauern und
Viehzüchter eine mit mehreren Gräben befestigte Siedlung
gegründet und die Äcker bewirtschaftet. Unweit der rund zwölf
Hektar großen Siedlungsfläche haben die LWL-Archäologen der
Außenstelle Bielefeld schließlich im vergangenen Jahr auch die
zur Siedlung gehörenden Gräber entdeckt. Ein Sondageschnitt
bestätigte, dass die an der Oberfläche gefundenen Steinbeile
aus diesen Gräbern stammen, die durch Jahrtausende lange
Beackerung und Erosion zerstört worden sind.

Die Ergebnisse der aktuellen Ausgrabung werden in jedem Fall
einmalig sein. "Für die Linienbandkeramik in Westfalen ist die
Verknüpfung von Siedlung und Gräberfeld, wie wir sie hier in
Hohenwepel vorfinden, einzigartig", freut sich der Archäologe
mit dem gesamten Grabungsteam. Zusammen mit den Ergebnissen der
archäologischen und geomagnetischen Erfassung der befestigten
Siedlung, die in den letzten Jahren bereits dokumentiert werden
konnten, wird der Überraschungsfund ein detailliertes Bild von
der Lebensweise der Menschen in der Endphase der
bandkeramischen Kultur zwischen 4900 und 4800 v. Chr. möglich
machen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 6 11:40:43 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 06 Sep 2012 11:40:43 +0200
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus
Westfalen-Lippe, 02.07.-05.09.2012
Message-ID: 50488BBB020000D6000090D7@cl2x-sd2-vs>

Von: "Manfred Hartmann"
Datum: 05.09.2012, 08:50


AKTUELL

SERVICE: WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe
In Kooperation mit dem LWL-Museumsamt für Westfalen des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe bietet die E-Mailing-Liste
"Westfälische Geschichte" einen weiteren Service an: eine
Zusammenfassung von Museums- und Archiv-Nachrichten des
Westdeutschen Rundfunks, die regelmäßig von Manfred Hartmann
erstellt wird. [MW]

Quelle: http://www.wdr.de/nachrichten/



WDR 2 für Ostwestfalen-Lippe vom 05.09.2012
Möbel-TÜV in Herford (07:17Uhr)

Die Sicherheit von Möbeln hat sich in OWL in den vergangenen
Jahren deutlich verbessert. Das bestätigen Untersuchungen des
TÜV Rheinland. Dieser betreibt im Herforder Marta Museum ein
Möbelprüflabor. Von den jährlich rund 500 eingereichten Tischen,
Stühlen und Betten überstehen mittlerweile rund zwei Drittel
der Produkte die Tests, sagt Laborleiter Berthold Heinz. Er
prüft Möbel aus der ganzen Welt, aber besonders aus OWL lassen
viele Hersteller ihre Produkte in Herford testen

DR 2 für das Ruhrgebiet vom 29.08.2012 100 Jahre Emil
Schumacher (17:12Uhr)

In Hagen wird am Mittwochabend das Emil Schumacher Museum
feierlich eröffnet. Zum Festakt sind 1.500 Gäste geladen,
darunter auch Bundestagspräsident Norbert Lammert. Seit Monaten
wird in dem Museum die Sonderausstellung ?Malerei ist
gesteigertes Leben? vorbereitet. Deren Bilder wurden von Museen,
Galerien und privaten Sammlern ausgeliehen. Deshalb kostet die
Ausstellung auch rund 300.000 Euro. Finanziert wird sie von der
Schumacher-Stiftung, dem Landes-Kulturministerium und
Sponsoren. Am Freitag findet außerdem ein Schülerfest statt,
bei dem hunderte Mädchen und Jungen ihre selbst gemalten Bilder
und Kunstwerke zu Ehren Schumachers vor dem Museum
präsentieren. Der Hagener Künstler wäre am Dienstag 100 Jahre
alt geworden. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen
Vertreter der abstrakten Malerei.

# WDR 2 für Ostwestfalen-Lippe vom 25.08.2012 Tipp: Paderborner
Museumsnacht (16:39Uhr)

Wer Samstagabend in Paderborn bei der Nacht der Museen alles
schaffen will, der hat einen "Museums-Marathon" vor sich. Mit
dem Kleinkunst- und Kulturpreisträger Erwin Grosche können Sie
im Museum für Stadtgeschichte in Paderborn einen Tee trinken.
Wer mag, kann sich wie Marilyn Monroe mit hochfliegendem Rock
in der Galerie am Abdinghof fotografieren lassen. Kunst oder
Krempel, heißt es in der Galerie an der Reithalle in Schloß
Neuhaus, wo Experten den Wert Ihrer Bilder und Schmuckstücke
schätzen. Die Nacht der Museen in Paderborn beginnt am Samstag
um 18 Uhr und endet erst Mitternacht. [

WDR 2 für Rhein und Ruhr vom 25.08.2012 Ruhrgebiet: Fluxus bei
den Ruhrkunstmuseen (07:40Uhr)

Das Einkaufszentrum Ruhrpark an der A40 in Bochum war eine der
ersten wichtigen Anlaufstellen für die neue internationale
Kunstbewegung des Fluxus. Die Galeristin Inge Baecker
organisierte dort seit 1972 Kunst im Alltag mit Happenings und
Performances, die provozierten. Die Ruhrkunstmuseen in Dortmund
und Bochum zeigen jetzt zwei Ausstellungen über die politisch
und auch künstlerisch sehr bewegte Zeit. Die Ausstellung "Inge
Baeker - Fluxus Ruhrgebiet" startet am Samstag. Am Sonntag
findet ein Museumsfest mit vielen Aktionen statt.

Lokschuppen-Vorhaben aufgegeben (

Fluxus-Kunstwerke für Museum am Ostwall (08:10Uhr)

Das Museum Ostwall in Dortmund ist um fast 300
Fluxus-Kunstwerke reicher. Die Stadt und der Förderverein des
Museums stellten 200.000 Euro für Ankäufe von dem Remscheider
Kunstsammler Wolfgang Feelisch bereit. Fluxus verstand sich als
weltweite Kunstrichtung, die in den 60er Jahren entstand. Zu
ihren Vertretern gehören Joseph Beuys, Man June Paik, John Cage
und Wolf Vostell. Die experimentelle Aktionskunst wollte der
etablierten Hochkultur entgegentreten. Ein großer Teil der
Kunstwerke soll ab Samstag in der Ausstellung "Fluxus - Kunst
für Alle!" im Museum Ostwall im Dortmunder U gezeigt werden. [

80 Jahre Autoradio (18:32Uhr)

Am Sonntag (19.08.12) wird das Autoradio 80 Jahre alt. In Haan
gibt es das weltweit erste Autoradiomuseum. Seit über 30 Jahren
sammelt Rainer Königs dort alte Radios, bunte und ausgefallene
Modelle. Vom absoluten Luxus zum Alltagsgerät.

WDR 2 für das Bergische Land vom 13.08.2012 Gestohlene
Reliquien aufgetaucht (14:44Uhr)

Der vor drei Jahren gestohlene Bischofsstab und das Altarkreuz
des früheren Münsteraner Bischofs August Graf von Galen sind
wieder da. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hat die wertvollen
Kunstgegenstände sichergestellt - nach einer dreijährigen
Reise: Unter anderem wurden für die Reliquien auf dem
polnischen Schwarzmarkt 50.000 Euro geboten. Fünf Männer waren
2011 wegen des Raubes zu mehrjährigen Freiheitsstrafen
verurteilt worden. Der Haupttäter wollte jetzt seine Haftzeit
verkürzen, indem er organisierte, dass die Reliquien der
Polizei übergeben wurden. Die Staatsanwältin blieb aber hart:
Er muss trotzdem die volle Haftzeit absitzen. Der Bischofsstab
und das Kreuz gingen heute (13.08.2012) zurück ans Bistum
Münster, sie werden restauriert und dann vorausichtlich im
Dommuseum ausgestellt.

8:30 Uhr NRW will Spardruck auf Kommunen verringern (09:11Uhr)

Städte und Gemeinden in NRW sollen künftig nicht mehr so streng
sparen müssen. Der Kölner Stadtanzeiger berichtet über einen
Gesetzentwurf der rot-grünen Landesregierung, den auch die FDP
mittragen will. Die Einzelheiten: Dass die FDP den Kommunen per
Gesetz mehr Schulden erlauben will, kommt überraschend. Im
Landtagswahlkampf hatten die Liberalen die Finanzpolitik von
Rot-Grün heftig kritisiert. Jetzt aber plant man offenbar
gemeinsam, den Spardruck zu lockern. Und so soll das
funktionieren. Städte und Gemeinden haben eine bestimmte Summe
Vermögen, die sich beispielsweise aus den Werten von Straßen,
Brücken oder Museen zusammensetzt. Bisher dürfen sie 5 Prozent
dieser Summe als Kredite aufnehmen, ohne das es Konsequenzen
hat. Mit dem neuen Gesetz soll es möglich sein, eine doppelt so
hohe Summe aufzunehmen, also Kredite bis zu 10 Prozent ihres
Vermögens. Dadurch würden dann weniger Kommunen in die
Haushaltssicherung geraten - wo sie von der Bezirksregierung
kontrolliert werden und strikt sparen müssen.

ammler schenkt Rückriem-Skulptur an Bielefelder Kunsthalle
(08:34Uhr)

Die Kunsthalle Bielefeld hat eine Skulptur des Bildhauers
Ulrich Rückriem geschenkt bekommen. Das 1987 geschaffene Werk
"Dolomit, geschnitten, gespalten" aus Dolomitgestein stammt
nach Auskunft des Museums aus einer deutschen Privatsammlung.
Rückriem hatte den Stein zu einer eineinviertel Meter hohen
Stele schneiden lassen. Nach Vorgaben des Künstlers wurde diese
Säule anschließend in fünf annähernd gleiche Einzelblöcke
geteilt, um dann wieder zu ihrer ursprünglichen Form
zusammengesetzt zu werden.

WDR 2 für das Ruhrgebiet vom 02.08.2012 Bergkamen baut römische
Lagermauer (15:55Uhr)

Bergkamen hat bald eine neue archäologische Attraktion: Im
Stadtteil Oberaden wird die Mauer eines Römerlagers nachgebaut.
Das Original hatte dort vor über 2.000 Jahren gestanden. Der
Nachbau ist 40 Meter lang und besteht aus zwei parallel
laufenden Palisadenzäunen, drei Meter hoch, die Mitte
ausgefüllt mit Lehm. Dafür hat der Förderverein 200.000 Euro
gesammelt. Zum Museumsfest Ende September soll die Römermauer
in Bergkamen fertig sein.

WDR 2 für das Ruhrgebiet vom 02.08.2012 Kritik an Fußballmuseum
(08:54Uhr)

Der Bund der Steuerzahler kritisiert, dass die Stadt Dortmund
ihre Kostenrisiken beim Fußballmuseum des DFB nicht beziffern
will. Die Stadt müsse mögliche Verluste des Museums in
unbegrenzter Höhe tragen, der DFB aber nur bis zu 250.000 Euro
pro Jahr. Heute soll der Landesbeauftragte in Vertretung des
Rates Grünes Licht für den Bau der Außenanlagen und die
Übertragung des Grundstücks geben. Erster Spatenstich ist am
20. September. Ende 2014 soll es fertig sein.

Museum braucht Waffenlizenz (17:05Uhr)

Das Naturkundemuseum in Münster will bei seiner
Sonderausstellung über Wale im September auch eine
Walfangkanone zeigen. Das 1,5 Tonnen schwere Gerät fällt aber
unter das Waffenrecht. Deshalb mussten die Ausstellungsmacher
sich jetzt eine Waffenbesitzkarte besorgen.

WDR 2 für das Ruhrgebiet vom 16.07.2012 Fehlalarme in Hagen
(09:21Uhr)

Die ständigen Fehlalarme im Hagener Kunstquartier machen der
Feuerwehr Sorgen. Jedes Mal muss ein Löschzug ausrücken, der
dann für andere Einsätze nicht zur Verfügung steht. In der
vergangenen Woche müsste die Hagener Feuerwehr an einem Tag
fünf Mal zum Museumsplatz ausrücken. Wie schon 32 mal zuvor,
löste die Sprinkleranlage die Fehlalarme aus, als die
Trinkwasserleitungen durchgespült wurden. Der kuriose Fehler
ist bekannt, allerdings liegt die Stadt im Rechtsstreit mit dem
Bauunternehmen. So lange das Verfahren zur Beweissicherung noch
läuft, darf die defekte Anlage nicht repariert werden. Nun hat
die Feuerwehr eine vorübergehende Lösung gefunden, und mit der
Hagener Stadtverwaltung abgestimmt. Immer wenn die Leitungen
gespült werden, wird nun ein Feuerwehrmann Brandwache halten,
der dann sofort einen echten Alarm erkennen würde.

Landesverband baut Schulden ab (07:40Uhr)

Der Landesverband Lippe will konsequent seine Schulden abbauen.
Deshalb soll nicht nur das Staatsbad Meinberg verkauft werden.
Der Freizeitpark am Schiedersee und die Kureinrichtungen in Bad
Salzuflen wurden schon verkauft. Jetzt will sich der Verband
auf seine Hauptaufgaben konzentrieren: die Verwaltung des
großen Forst- und Immobilienvermögens sowie das kulturelle
Angebot in Lippe, vom Hermannsdenkmal über das Landesmuseum bis
zur Kulturagentur und dem Landestheater. Auf diese Weise konnte
das laufende Defizit im vergangenen Jahr auf zwei Millionen
Euro gedrückt werden.

Landesmuseum wird ausgeräumt (09:35Uhr)

Das Landesmuseum in Münster ist wegen der Umbauarbeiten zur
Zeit geschlossen. Aber hinter den Kulissen tut sich jede Menge.
Alle Gemälde müssen rausgeräumt werden. Viele der gelben und
blauen Wände im Altbau sind bereits kahl, gut die Hälfte der 50
Gemälde und Skulpturen ist eingepackt. Doch ein Museum zu
räumen, das zieht sich hin. Die Restauratoren müssen langsam
und vorsichtig arbeiten. Mit Spezialbürsten und Federn stauben
sie jedes Bild ab, dann suchen sie mit Taschenlampen nach
kleinsten Farbfehlern und dokumentieren sie. Erst dann werden
die Bilder in den Depotturm ins Treppenhaus gebracht. 1800
Gemälde lagern dort bereits. Erst zur Neueröffnung Anfang 2014
werden sie wieder ausgepackt.

Kulturnachrichten vom 02.07.2012 Malerin Bridget Riley mit
Rubenspreis ausgezeichnet (10:05Uhr)

Die britische Malerin Bridget Riley ist mit dem Rubenspreis der
Stadt Siegen ausgezeichnet worden. Bridget Riley gilt als
führende Vertreterin der Op Art. Mit Hilfe abstrakter Formen
und geometrischer Farbfiguren entstehen in ihren Werken
optische Effekte. Die Jury würdigte die 81jährige Künstlerin
als herausragende zeitgenössische Malerin. Anlässlich der
Verleihung des Rubenspreises zeigt das Museum für
Gegenwartskunst in Siegen bis Mitte November eine von Bridget
Riley konzipierte Ausstellung ihrer Werke.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 6 12:15:05 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 06 Sep 2012 12:15:05 +0200
Subject: [WestG] [LIT] 350 Jahre Platzgeschichte: Schlossplatz -
Hindenburgplatz - Neuplatz
Message-ID: 504893C9020000D6000090E5@cl2x-sd2-vs>

Von: "Stadt Münster"
Datum: 06.09.2012, 12:07


LITERATUR

350 Jahre Platzgeschichte: Schlossplatz - Hindenburgplatz -
Neuplatz
LWL und Stadtmuseum Münster legen Forschungsband zur Geschichte
des Schlossplatzes vor

Freies Schussfeld für Kanonen zwischen Zitadelle und Stadt,
Forum für Paraden, politische Bühne für Fürstbischöfe, Könige,
Kaiser, Gauleiter, Präsidenten und Kanzler, Inspirationsquelle
für Skulptur-Künstler aus aller Welt, Parkplatz, Fläche für den
Send und andere Events: Zur bewegten Geschichte des
Schlossplatzes ist jetzt ein umfassender Forschungsband
erschienen. Damit liegt zum ersten Mal eine wissenschaftliche
Publikation zu 350 Jahren Planungs-, Bau- und
Nutzungsgeschichte des weitläufigen Areals zwischen Altstadt
und Schloss, zwischen Neutor und Gerichtsstraße vor.

Die gemeinsame Arbeit von Stadtmuseum und Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) ist zugleich Begleitbuch für die
gleichnamige Ausstellung "350 Jahre viel Platz! Schlossplatz -
Hindenburgplatz - Neuplatz" (ab 2. Oktober im Stadtmuseum).
"Der 250-seitige Forschungsband passt gut in das Profil unserer
Schriftenreihe über Baudenkmäler in Westfalen", erläutert
Herausgeber Dr. Markus Harzenetter, Leiter des LWL-Amtes für
Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen. Mehr
als zwei Jahre Forschungsarbeit liegen hinter dem
Wissenschaftlerteam aus den beiden Häusern um Museumsdirektorin
Dr. Barbara Rommé; die Initiative dazu kam vom früheren
LWL-Chefdenkmalpfleger und Landeskonservator Prof. Dr. Eberhard
Grunsky.

Zeichnungen, Kartenausschnitte, Fotografien - die früheste
datiert aus 1857 - führen den Leser anschaulich durch drei
Jahrhunderte. Hilfreich sind die neu erarbeiteten Pläne, die
Veränderungen des zweiteiligen Platzgefüges rasch erfassen
lassen. "Dieser Band ist eine Basis für weitere Forschungen und
Planvorhaben in den nächsten Jahren", hofft Autor Dr. Bernd
Thier vom Stadtmuseum. Rund 20 Beiträge skizzieren die
historische Bedeutung der Esplanade (freies Schussfeld),
beleuchten differenziert aber auch offensichtliche Mängel im
heutigen Erscheinungsbild. Bernd Thier: "Besonders die
Chronologien zur Nutzung des Platzes sind mit dem Aufsatz zur
Platzrandbebauung als Referenzwerke zum Nachschlagen angelegt."

12,5 Hektar Fläche

Gäbe es ein Ranking, wäre der Schlossplatz mit seinen 12,5
Hektar der zweitgrößte Stadtplatz in Europa (Stand vor 1939)
noch vor Berühmtheiten wie Place de la Concorde (8,7) oder
Petersplatz (3,5). Mehr Fläche weist mit 12,6 Hektar nur die
Esplanade des Quinconces im französischen Bordeaux auf. Erst
der Bau der Zitadelle 1661 unter Fürstbischof Christoph
Bernhard von Galen ließ den Platz vor Münsters Stadttoren als
unverbautes Schussfeld entstehen. Die Esplanade, von
Barockbaumeister Schlaun in zwei Plätze aufgeteilt, blieb immer
unbebaut. Mit den Resten der sternförmigen Zitadelle - heute
Schlossgarten - dem Residenzschloss und der grünen Promenade
ein Areal mit viel Potential.

Das, so spiegeln die Aufsätze, schon immer Planer und Gestalter
beflügelte. Beiträge skizzieren mit Akribie die "vielen Papier
gebliebenen Projekte" aus rund 300 Jahren. Darunter: die
Schifffahrtstraße zwischen Zwolle und Münster mit einem
Kanalbassin am Neuplatz (1723), ein zweites Kanalprojekt vom
Rhein bis zur Elbe über den Neuplatz (1862-1864) und - immer
wieder - städtebauliche Ideenwettbewerbe. Dokumentiert werden
auch die tatsächlich realisierten Bebauungen am Rand des
Platzes.

Huldigungsfeiern für die Machthaber

Ebenso spannend zu lesen sind die Beiträge von Menschen und
Ereignissen auf der Fläche, die als politische Bühne für die
Stadt- und Landesgeschichte eine große Rolle spielte. Der
ersten Huldigungsfeier anno 1661 sollten viele folgen - für
Fürstbischöfe, preußische Könige wie für den deutschen Kaiser.
Ob Spießrutenlaufen von Deserteuren, ob Paraden oder
Massenaufmärsche: bis 1945 dominierten auf dem großen Platz
militärische Nutzungen.

Selbst in der Kunst. Bis 1942 demonstrierte, nur unweit vom
Schlossportal, das mächtige Reiterstandbild Kaiser Wilhelm I.
herrschaftliche Macht. Später sollte sich das Gelände als
"heimlicher Star" aller möglichen Skulptur-Projekte in Münster
entwickeln. Für 17 Projekte war der Platz zwischen 1977 und
2007 Inspirationsquelle. Vier Arbeiten sind bis heute erhalten.

Während des Zweiten Weltkrieges wuchs zwischen Luftschutzgräben
Getreide auf dem Paradeplatz. Nissenhütten sorgten nach dem
Krieg für Notunterkünfte. 130 000 Teilnehmer feierten zuvor
1930 den Deutschen Katholikentag. Als Parkplatz und Heimat des
Sends und als einen multifunktionalen Stadtraum für Kultur,
Sport und Freizeit kennt man ihn heute. Auch der langwierigen
Namensfindung ist ein Kapitel gewidmet. Diese beginnt nicht
etwa in den letzten Jahren, sondern sie geht um viele
Jahrhunderte zurück. Und sie zieht sich bis zum Bürgerentscheid
am 16. September 2012.


INFO

Der Band "Schlossplatz - Hindenburgplatz - Neuplatz in Münster.
350 Jahre viel Platz". 11. Arbeitsheft, Herausgeber LWL-Amt für
Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen. 255
Seiten, 276 III., Tabellen, graphische Darstellungen, gegen
eine Schutzgebühr (10 Euro) im Stadtmuseum Münster erhältlich.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 7 11:31:45 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 07 Sep 2012 11:31:45 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Kreativseminare_im_LWL-Museum_f=C3=BC?=
=?utf-8?q?r_Archaeologie=2C_Herne=2C_15=2E09=2E2012?=
Message-ID: 5049DB21020000D600009140@cl2x-sd2-vs>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 06.09.2012, 10:36


AKTUELL

Handwerk für Jahrtausende
Kreativseminare im LWL-Museum für Archäologie

Am 15. September fordern ein Kreativseminar für Jugendliche und
Erwachsene und ein Kreativ-Workshop für Kinder und Jugendliche
handwerkliche Fähigkeiten und künstlerisches Geschick im
LWL-Museum für Archäologie in Herne.

Ab 11 Uhr heißt es für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene
"Spinnen und Weben - die Werke der Frauen". Ziel des
sechsstündigen Seminars ist es, mit den einfachen Mitteln das
Spinnen mit der Handspindel und das Weben von Bändern zu
erlernen. Erste Textilien wurden bereits vor Tausenden von
Jahren in der Jungsteinzeit gefertigt, im 8. Jahrhundert v.
Chr. hatte sich die Handarbeit als Kunst-Handwerk etabliert.
Archäologische Funde von Spinnwirteln, Webgewichten,
Webbrettchen und -kämmen zeigen, dass die grundlegenden
Techniken bis zum Hochmittelalter nahezu unverändert blieben.
Wie viel Geschick für die Arbeit mit dem alten Handwerkszeug
nötig ist, erproben die Teilnehmer des Seminars eigenhändig.
Kosten: 50 Euro inklusive Material, zzgl. Museumseintritt.

Im Kreativ-Workshop "Höhlenbär und Höhlenmaler" geht's für 10-
bis 14-Jährige im Museum des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) zurück in die Steinzeit. Die
Höhlenmalerei verrät viel über die damalige Lebenswelt, über
die Tiere der Zeit und das Verhältnis der Menschen zu Mammut,
Rentier, Wildpferd & Co. Mit frischen Eindrücken von den
Zeichnungen werden unter fachlicher Anleitung altsteinzeitliche
Maltechniken mit Rötel, Ocker und Holzkohle ausprobiert.
Abschließend fertigt jeder sein eigenes Eiszeit-T-Shirt, das
mit Textilfarben bemalt und mit nach Hause genommen werden
kann. Der Workshop läuft von 14 bis 17 Uhr und kostet 5 Euro
pro Person. Eine Veranstaltung im Rahmen der Initiative
"Kulturrucksack NRW".

Die Teilnehmerzahl ist bei beiden Veranstaltungen begrenzt,
daher ist eine telefonische Anmeldung unter 02323 94628-0 oder
94628-24 während der Öffnungszeiten des LWL-Museums
erforderlich.


INFO

Termine und Kosten: - 15.09. von 11 bis 17 Uhr, Kreativseminar
"Spinnen und Weben - die Werke der Frauen", für Jugendliche ab
16 Jahren und Erwachsene

- 50 Euro pro Person, inklusive Material, zzgl. Museumseintritt

- 15.09. von 14 bis 17 Uhr, Kreativ-Workshop "Höhlenbär und
Höhlenmaler", für Kinder zwischen 10 und 14 Jahren

- 5 Euro pro Person


Mehr Infos:

LWL-Museum für Archäologie
Westfälisches Landesmuseum
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel.: 02323 946 28-0
Fax: 02323 946 28-33
E-Mail: lwl-archaeologiemuseum at lwl.org
URL: http://www.lwl-landesmuseum-herne.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 7 11:36:43 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 07 Sep 2012 11:36:43 +0200
Subject: [WestG] [POS] LWL-Industriemuseum, wissenschaftliche/r Volontaer/in,
Dortmund-Boevinghausen
Message-ID: 5049DC4B020000D600009145@cl2x-sd2-vs>

Von: "Timo Rieps"
Datum: 06.09.2012, 17:54


STELLENAUSSCHREIBUNG

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) betreibt an acht
Standorten in Westfalen das LWL-Industriemuseum. Aufgabe des
Museums ist die Erforschung und Darstellung der Industriekultur
seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts.

Das LWL-Industriemuseum in Dortmund-Bövinghausen sucht zum
01.02.2013 für die Dauer von 2 Jahren eine/einen

wissenschaftliche Volontärin/
wissenschaftlicher Volontär

Ihre Aufgaben:
- Vorbereitung, Organisation und Realisierung einer großen
Sonderausstellung zum Thema "Über Unterwelten"

Ihr Profil:
- ein abgeschlossenes Hochschulstudium der
Kulturwissenschaften/ Volkskunde oder Museologie und
Kulturmanagement
- ausgeprägtes Interesse an museumsfachlichen Fragestellungen;
Museumspraktika und organisatorische Erfahrungen wünschenswert
- Erfahrungen mit Methoden der Oral History
- Fähigkeit zur Team- und Projektarbeit, Eigeninitiative
- gute PC-Kenntnisse (MS-Office, Internet, Web 2.0)
- Pkw-Führerschein

Unser Angebot:
- die Möglichkeit, sich mit wissenschaftlicher Museumsarbeit
vertraut zu machen und praktische Kenntnisse zu erwerben
- die Gelegenheit zu eigenständiger konzeptioneller
Projektarbeit
- eine intensive Einarbeitung und Betreuung
- in Anlehnung an die Regelung für Beamtenanwärter/innen des
höheren Dienstes wird eine monatliche Pauschalvergütung von
zurzeit 1.201,92 ? brutto gezahlt; ggf. zusätzlich
Familienzuschlag

Bei uns sind die Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht;
Frauen werden gem. Landesgleichstellungsgesetz
Nordrhein-Westfalen bei gleicher Eignung, Befähigung und
fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in
der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.
Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Die Stelle ist grundsätzlich auch für Teilzeitkräfte geeignet.
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Ihre
Bewerbung.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
41/12 bis zum 27.09.2012 (Eingangsstempel LWL) an den

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster
URL: www.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 7 11:41:10 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 07 Sep 2012 11:41:10 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Frauen on tour: Eleonore von Syberg-Vincke, 29.09.2012
Message-ID: 5049DD56020000D60000914A@cl2x-sd2-vs>

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 06.09.2012, 08:49
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Frauen on tour
Eleonore von Syberg-Vincke
Samstag, 29. September 2012, 13.30 bis 18.30 Uhr


Eleonore von Syberg-Vincke stammte aus der Adelsfamilie von
Syberg auf Haus Busch in Hagen (Boele), heiratete den Freiherrn
Ludwig von Vincke und brachte die Ruine Syburg in die Ehe ein.
Der Vincke-Turm wurde nach ihrem Ehemann, dem ersten
Oberpräsidenten der Preußischen Provinz Westfalen, benannt.
Seine von Politik und Gesellschaft geprägte Lebensweise liebte
sie nicht besonders - einmal stand sie kurz vor der Scheidung.
Ungewöhnlich für eine Adelige wurde sie liberal erzogen und
schrieb einmal, was wohl die Standesgenossen denken mochten,
stünden sie im Himmel ihren Bediensteten gegenüber. Sie ist auf
dem Erdbegräbnis der Familie im Wald bei Haus Busch begraben.

Die Tour führt an Haus Busch (heute Bildungszentrum für
Journalisten) vorbei zum Erdbegräbnis, dann weiter zum
Vincketurm auf der Hohensyburg. Anschließend bei Kaffee und
Kuchen liest Hanne Hieber aus Briefen von Eleonore von Vincke.

Leitung:

Renate Hubatsch, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte VKK;

Hanne Hieber, Diplom-Pädagogin und Frauengeschichtsforscherin


INFO

Zielgruppe: Interessierte Frauen


Treffpunkt Vereinigte Kirchenkreise Dortmund
Jägerstraße 5
44145 Dortmund

Teilnehmerbeitrag: 15 ?


Anmeldung:
Vereinigte Kirchenkreise Dortmund
Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
Renate Hubatsch, Diplom-Sozialpädagogin,
Supervisorin (DGSv)

Jägerstraße 5
44145 Dortmund
Tel. 02 31/84 94-2 63

Email: renate.hubatsch at vkk-do.de
Internet:www.vkk.org


Büro
Sekretariat
Karola Distelkamp
Tel. 02 31/84 94-2 64
Fax 02 31/84 94-2 62
Email: gleichstellung at vkk-do.de


Ausfallgebühren
Die Anmeldung bindet auch Sie. Sollten Sie verhindert sein, so
melden Sie sich bitte rechtzeitig ab. Erfolgt die Abmeldung
später als 8 Werktage vor der Veranstaltung, ist der volle
Seminarbeitrag zu zahlen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 7 11:44:47 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 07 Sep 2012 11:44:47 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Renovierung des Erbdrostenhofes noch bis Ende Oktober
Message-ID: 5049DE2F020000D60000914F@cl2x-sd2-vs>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 06.09.2012, 11:48


AKTUELL

Renovierung des Erbdrostenhofes noch bis Ende Oktober

LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch lässt sich vom
Architekten Bernhard Mensen und Judith Pirscher,
LWL-Baudezernentin, die Fortschritte bei der Renovierung des
Erbdrostenhofes in Münster erklären. Noch fast zwei Monate lang
werden Gerüste den Blick auf eines der prominentesten Gebäude
Münsters beeinträchtigen. Die von Wind und Wetter
ausgemergelten Barockfassaden und vergoldeten Balkongitter
lässt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) für rund
550.000 Euro sanieren.

Unter Regie des LWL-Bau- und Liegenschaftsbetriebes werden
Fachleute das Sandsteinmauerwerk konservieren, denkmalgerechte
Fenster einbauen und die ornamentreichen Balkongitter
überarbeiten. Auch die Gloriette, ein kleines Gartenhaus im
Rücken des Erbdrostenhofs, wird mitsamt Dachdeckung und
Sandsteinfigur im Innern saniert.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 10 11:22:00 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 10 Sep 2012 11:22:00 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Gro=C3=9Fsteingraeber_in_Schmerlecke_?=
=?utf-8?q?geben_Geheimnisse_=C3=BCber_die_Toten_aus_der_Jungsteinzeit_pre?=
=?utf-8?q?is?=
Message-ID: 504DCD58020000D6000091CD@cl2x-sd2-vs>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 09.09.2012, 14:01


AKTUELL

Großsteingräber in Schmerlecke geben Geheimnisse über die Toten
aus der Jungsteinzeit preis

Sie sind nicht nur durch ihre Größe eine Besonderheit in der
Region: Die Großsteingräber in Schmerlecke bei Soest bündeln
auch die wissenschaftlichen Disziplinen beispielhaft.
Archäologen, Anthropologinnen, Geologen und andere Expertinnen
versuchen in einem der größten interdisziplinären
Forschungsprojekte zur Jungsteinzeit in Westfalen, den Gräbern
aus der Zeit zwischen 3500 und 2800 v. Chr. die Geheimnisse
über das Leben der Verstorbenen, ihre Familien und über die
Bestattungsrituale zu entlocken.

Zwei der insgesamt drei Grabanlagen standen in diesem Jahr im
Mittelpunkt für die Archäologen des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) und der Westfälischen
Wilhelms-Universität Münster sowie für die Anthropologen der
Georg-August-Universität in Göttingen.

Besonders beeindruckt ist Grabungsleiterin Dr. Kerstin
Schierhold von der Bauweise des "Grabes II". "Hier zeigt sich
immer deutlicher, mit welchem Aufwand der Bau einer solchen
Anlage verbunden gewesen ist", sagt sie und verweist auf die
noch erhaltenen Wandsteine, die zum Teil mehrere Dezimeter dick
sind. "Diese Steine wogen sicherlich einige Tonnen", so die
Expertin. "Spannend ist deshalb die Frage, wo die Menschen
zwischen 3500 und 2800 v. Chr. dieses Baumaterial gewonnen
haben."

Nicht nur die Untersuchung der gut erhaltenen Skelette und der
Grabarchitektur vor Ort ist ein wichtiger Baustein, um den
Menschen der Jungsteinzeit und ihrem Alltag auf die Spur zu
kommen. "Weitere Schwerpunkte unserer wissenschaftlichen Arbeit
finden in den Laboren und an den Schreibtischen statt", betont
Dr. Eva Cichy, die das Projekt für die LWL-Archäologie für
Westfalen begleitet. Wenn die Ausgrabungen unweit der
Bundesstraße 1 für diese Saison enden, geht die Forschung in
geschlossenen Räumen mit gleicher Intensität weiter.
Geologische Expertisen sollen dann angefertigt werden, um
Aufschluss über die Herkunft des Baumaterials zu gewinnen.
"Dann können wir auch Rückschlüsse über die Transportwege
ziehen und Aussagen über den Arbeits-aufwand treffen, der mit
dem Bau solcher Grabanlagen verbunden war", meint Schierhold.

Auch in dieser Grabungssaison bestätigte sich der Eindruck, den
die Archäologen schon im Vorjahr gewinnen konnten. "Die
Menschen, die hier damals lebten, hatten eine Vorliebe für
außergewöhnlichen Schmuck", resümiert Cichy. Wieder kamen große
Mengen von Tierzahnanhängern und Kupferrollen neben den Toten
zum Vorschein. Das stellte sich bereits im Vorjahr als
außergewöhnliche Menge und einmalige Kombination heraus.

Diese Grabbeigaben gehörten den Verstorbenen wahrscheinlich
schon zu Lebzeiten und sollten sie auch im Tod begleiten.
Ebenso wie viele Alltagsgegenstände, die den Steinzeit-Menschen
Tag für Tag wichtige Begleiter waren. "Dazu gehören
Pfeilspitzen und Klingen, die zum Teil aus eigens importiertem
und qualitätsvollem Maasfeuerstein gefertigt waren", benennt
Schierhold weitere Ausgrabungserkenntnisse.

Hintergrund
Wenn die Arbeit vor Ort in dieser Saison auch beendet sein mag:
Für die Anthropologin Susan Klingner von der Universität
Göttingen geht die Spurensuche weiter. "Die menschlichen
Skelettfunde aus beiden Gräbern sind makroskopisch und auch in
ihrer Mikrostruktur gut erhalten", beschreibt die Fachfrau.
"Sie werden an der Universität Göttingen in einer Arbeitsgruppe
für Paläopathologie, die der Universitätsmedizin angegliedert
ist, weiter untersucht." Der gute Erhaltungszustand macht es
möglich, dass die ganze Bandbreite der modernsten
anthrophologisch-paläopathologischen Untersuchungsmethoden
genutzt werden kann.

Dabei gehen die Forscher den Fragen nach, welches Sterbealter
die Toten aus Schmerlecke hatten, welches Geschlecht und welche
Körperhöhe sie hatten und welche Krankheitsbefunde dokumentiert
werden können. Dazu werden die Knochenfunde makroskopisch, mit
einer Handlupe, lupenmikroskopisch, endoskopisch,
röntgenologisch, licht- und rasterelektronenmikroskopisch
unter-sucht. Die Veränderungen an den Knochen dokumentieren die
Forscher dabei metrisch, grafisch und fotografisch.

Insgesamt drei Grabanlagen haben die Menschen der Jungsteinzeit
zwischen 3500 und 2800 v. Chr. in Erwitte-Schmerlecke
errichtet. Die Gräber sind 20 bis 25 Meter lang und zwischen
zwei und vier Meter breit. In diesen Gemeinschaftsgräbern, die
aus Großsteinplatten erbaut wurden, setzten die Menschen ihre
Toten über mehrere Jahrhunderte hinweg bei. Die Gräber sind in
einem sehr unterschiedlichen Zustand: bereits im 19.
Jahrhundert wurde eine der Anlagen fast komplett aus-gegraben
(Grab I), eine weitere (Grab II) ist durch die Beackerung vor
allem der letzten Jahrzehnte stark beschädigt. In den 50er
Jahren wurde das Grab II beim Pflügen entdeckt.

Es ist das am besten erhaltene der drei Gräber. Wie viele
Menschen hier beigesetzt wurden, ist noch nicht abschließend
erforscht - es könnten bis zu 200 Tote sein.. Der gute
Erhaltungszustand der Skelette ist der Bauweise der Gräber zu
verdanken: Die Kalksteinplatten haben dem Boden Kalk zugeführt,
so dass die Knochenzersetzung deutlich langsamer stattfindet.
Die Untersuchungen sind Teil des Forschungsprojektes zur
Hessisch-Westfälischen Megalithik im Schwerpunktprogramm "Frühe
Monumentalität und soziale Differenzierung" der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG). Ausgrabungen finden seit 2009
statt.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 10 11:26:38 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 10 Sep 2012 11:26:38 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Fruehe Elektromotoren und ihr Einsatz im
Handwerk des 19. Jahrhunderts, Hagen, 12.09.2012
Message-ID: 504DCE6E020000D6000091D2@cl2x-sd2-vs>

Von: "Uta Wenning-Kuschel"
Datum: 07.09.2012, 12:27


AKTUELL

Vortrag im LWL-Freilichtmuseum Hagen im Restaurant
"Museumsterrassen"

am Mittwoch, 12.9.2012, 19 Uhr

Frühe Elektromotoren und ihr Einsatz im Handwerk des 19.
Jahrhunderts

"Die Elektrizität - mein bester Geselle" - mit diesem Slogan
wurde seit dem Ende des 19. Jahrhunderts für den Einsatz von
Strom in handwerklichen Werkstätten geworben. Elektrizität
ermöglichte den Einsatz des Elektromotors, in dem viele
Zeitgenossen das zentrale neue Hilfsmittel für
Handwerksbetriebe sahen, um der Konkurrenz von Industrie und
Massenanfertigung zu trotzen. Dr. Helmut Lindner (Berlin)
zeichnet in seinem Vortrag nach, wie sich die technischen
Voraussetzungen für die Nutzung der Elektrizität in der zweiten
Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelten und welchen Einfluss
der Einsatz des Elektromotors auf das Handwerk hatte. Eine
Vorreiterrolle beim Einsatz der neuen Antriebsmaschine nahmen
unter den Handwerken Bäckereien und Fleischereien ein. Die
Voraussetzung dafür bildeten jedoch die Licht- und Kraftstrom
liefernden Elektrizitätswerke in den Städten und Gemeinden -
ein spannender Prozess, da im Kleinmotorensektor die
Elektrizität in wirtschaftlicher Konkurrenz zu anderen
Antriebsarten wie etwa dem Gasmotor stand.

Der Vortrag findet auf Einladung des VDI-Lenne-BV zusammen mit
dem LWL-Freilichtmuseum Hagen und dem Förderkreis Westfälisches
Freilichtmuseum e. V. im Rahmen der Sonderausstellung
"schneller, besser, billiger! Handwerksberufe und
Rationalisierung" statt. Die Ausstellung wird von der
LWL-Kulturstiftung gefördert.

Der Referent, Dr. Helmut Lindner, studierte Mathematik, Physik
sowie Geschichte der exakten Wissenschaften und der Technik an
der TU Berlin. Er war zuletzt 1992 bis 2010 Direktor der
Technischen Sammlungen Dresden. Seine Forschungsschwerpunkte
sind 'Geschichte der Elektrotechnik im 19. Jahrhundert',
'Mehrfacherfindungen'.


INFO

LWL-Freilichtmuseum Hagen
Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik
Mäckingerbach
58091 Hagen
Tel.: 02331 7807-0
Fax: 02331 7807-120
E-Mail: freilichtmuseum-hagen at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 10 11:55:48 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 10 Sep 2012 11:55:48 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Archaeologieausstellung in Froendenberg,
30.8.-13.09.2012
Message-ID: 504DD544020000D6000091E1@cl2x-sd2-vs>

Von: "Marie-Luise Frese-Strathoff"
Datum: 09.09.2012, 18:07


AUSSTELLUNG

Archäologieausstellung in Fröndenberg 30.8. bis 13.9.2012

Im Jahr 1998 wurde die Gaspipeline WEDAL durch Fröndenberg
gelegt. Die Bauarbeiten wurden von Archäologen begleitet, die
vielerorts archäologische Befunde und Funde erkannten und
dokumentieren konnten. In Fröndenberg-Strickherdicke wurden
insgesamt 37 Bestattungen dokumentiert. Nicht jeder Tote wurde
mit Urne der Erde überantwortet, und nur wenige Urnen sind gut
genug erhalten, um diese restaurieren zu können.

Doch mit fünf Urnen war dies möglich. Diese Urnen wurden in
aufwendiger Kleinstarbeit wieder restauratorisch
zusammengesetzt. Hilfreich für die Rekonstruktion war die
Erhaltung von Randund Bodenscherben. Lediglich bei einer Urne
war dies nicht der Fall.

Die Zeit des Gräberfeldes:

Die ältesten Urnen gehören in die Zeit der späten Bronzezeit.
Dieser Begriff umfasst in etwa den Zeitraum von 1000-800 v. Chr.

Weitere Urnen datieren in die auf die Bronzezeit folgende
ältere Eisenzeit. Hiermit wird ein Zeitraum von etwa 800-450 v.
Chr. beschrieben.

In der folgenden mittleren und jüngere Eisenzeit (450-0 v. Chr.)
wurde das Gräberfeld nach Erkenntnissen der LWL-Archäologie
nicht genutzt.


Urne 246:
Kegelhalsgefäß mit mittelständigem Umbruch und kurzem,
ausbiegendem Rand. Die Form dieser Urne ist charakteristisch
für die späte Bronzezeit und kommt bis weit ins Rheinland vor.
Ebenso für diese Zeit charakteristisch ist die Kerbschnittzier
dieses Gefäßes. Direkt am Halsansatz wird die Urne von feinen,
gegensätzlich angelegten Dreiecken gesäumt, die mit einem
spitzen Werkzeug in den noch weichen Ton eingedrückt wurden.
Direkt unterhalb dieser Kerbschnittzier finden sich dreireihige,
als Girlanden geformte Riefen. In den Ton eingetiefte
Verzierungen sind ein Charakteristikum der späten Bronzezeit.

Urne 273:
Zylinderhalsgefäß mit oberständigem Umbruch und ohne
Randbildung. Die Urne ist an der Schulter und am Hals aufwendig
mit umlaufenden Riefen verziert. Diese sind in zwei Reihen
angeordnet: eine Dreierreihe auf der Schulter und eine
Fünferreihe am Hals. Die oberste Reihe scheint ganz bewusst
etwas von den übrigen Riefen abgesetzt zu sein und schließt
damit das Zierelement am spitz zulaufendem Rand ab. Ebenso wie
die girlandenförmigen Riefen, sind die geraden Riefen ein
Charakteristikum der späten Bronzezeit. Zudem ist die Form der
Urne ebenso häufig zu dieser Zeit vertreten.

Urne 280:
Schrägrandschüssel mit oberständigem Umbruch, weiter Mündung
und leicht ausbiegendem Schrägrand. Üblicherweise ist dieses
Gefäß unverziert. Ein deutlicher Unterschied zwischen der
späten Bronze- und älteren Eisenzeit ist die Verzierungsarmut.
Kerbschnittmuster sind nicht mehr üblich; an deren Stelle tritt
die Graphitbemahlung. Solche Verzierungen waren aber auf den
Fröndenberger Urnen aber nicht zu erkennen. Auch der weiche
nach außen biegende Rand unterscheidet sie von bronzezeitlichen
Gefäßen.

Urne 230:
Schrägrandschüssel mit oberständigem Umbruch und leicht
ausbiegendem Schrägrand. Diese Urne wird ebenso in die ältere
Eisenzeit datiert. Hinweise darauf liefert die weitmundige,
gedrungene Form, durch die diese Form als Schüssel zu
bezeichnen ist. Auch diese Urne ist unverziert und wird in die
Zeit der älteren Eisenzeit gehören.

Urne 241
Urne mit oberständigem Umbruch. Diese Urne ist leider ohne Rand
erhalten und unverziert. Sowohl Ränder als auch Verzierungen
sind maßgebliche Datierungshinweise; weitere Beigaben fehlen,
anhand derer eine bessere Datierung vorzunehmen wäre. Der
Gefäßkörper gleicht in etwa der Urne 273, ebenso die Farbe des
Gefäßes. Doch kommen solche Gefäßkörper auch in der älteren
Eisenzeit vor, und die Farbe ist nur ein vager
Datierungshinweis. Da nicht abzusehen ist, wie sich der
Gefäßhals und -Rand ausgeformt haben könnten, muss dieses Gefäß
in Verbindung mit den übrigen Funden des Gräberfeldes als
bronze- bis eisenzeitlich eingestuft werden.

Grabbrauch:
Der Grabbrauch der späten Bronze- und älteren Eisenzeit
unterscheidet sich in keinster Weise. Obwohl sich die
Gefäßformen mit der Zeit wandeln, bleiben die Bräuche doch
dieselben. Der Tote wird zunächst bei einer Temperatur von
600-800° C verbrannt. Nach dem Auskühlen werden die Knochen
aufgesammelt und in die Urne gefüllt. In einigen Fällen werden
noch Beigaben, wie kleine Gefäße oder Metallobjekte auf den
Leichenbrand gelegt. Es gibt Hinweise, dass die Urnen
schließlich in einem Tuch eingeschlagen wurden, bevor sie in
die Erde gelegt werden.

Über die Urne wird anschließend häufig ein Grabhügel
aufgeschüttet. Diese Hügel sind nur in den seltensten Fällen
noch in der Landschaft sichtbar, weshalb eine Hügelschüttung
nicht immer eindeutig nachzuweisen ist. Allerdings
überschneiden sich auf dem Fröndenberger Gräberfeld, wie auf
vielen anderen auch, die Gräber nicht. Dies würde für Grabhügel
oder eine andere, noch nach Jahrhunderten sichtbare Markierung
sprechen, die jedoch im Laufe der Jahrhunderte z.B. durch
Ackerbau zerstört wurde.

Zusammenfassung:
Das Gräberfeld von Fröndenberg wurde nur in einem Ausschnitt
erfasst. Es mag sein, dass die WEDAL-Trasse das Zentrum
getroffen hat und wir mit wenigen weiteren Gräbern zu rechnen
haben. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass wir hier die
Peripherie eines größeren Gräberfelds mit mehreren Dutzend
Gräbern vorliegen haben. Auch wird die zugehörige Siedlung in
nicht allzu weiter Entfernung zu finden sein.

Redaktion Dr. Günter Bernhadt, LWL-Museumsamt für Westfalen
Projektbeschreibung Tim Glörfeld MA, Ruhr-Universität Bochum
Archäologie Prof. Dr. Baales, LWL-Archäologie
Herausgeber Marie-Luise Frese-Strahoff


INFO

Archäologie in Fröndenberg nur noch bis 13.September 18.00Uhr

Sparkasse Fröndenberg
Im Stift 12
58730 Fröndenberg

Öffnungszeiten:
Mo/Die/Mi/Do 8.30 - 12.30 Uhr
Mo/Die 14.00 - 16.30 Uhr
Die/Do 14.00 - 18.00 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 11 11:42:05 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 11 Sep 2012 11:42:05 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Bilder im Kopf: LWL-Industriemuseum zeigt Ikonen der
Zeitgeschichte, Hattingen, 11.09.2012-03.03.2013
Message-ID: 504F238D020000D6000091FF@cl2x-sd2-vs>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 06.09.2012, 15:55


AUSSTELLUNG

Bilder im Kopf
LWL-Industriemuseum zeigt Ikonen der Zeitgeschichte in Hattingen

Flugzeuge rasen in die New Yorker Twin Towers. Auf Ground Zero
ragen Stahlgerippe in den von Rauchschwaden verhangenen Himmel
von Manhattan. Der 11. September 2001 provoziert Erinnerungen,
erzeugt "Bilder im Kopf". Tatsächlich setzt sich unser
Geschichtsbild aus solchen Bildern der Geschichte zusammen. Sie
prägen das kollektive Bewusstsein. Zum 60. Geburtstag der
Bundesrepublik Deutschland war die Stiftung Haus der Geschichte
der Bundesrepublik Deutschland auf die Suche nach solch
prägenden Bildern gegangen. Mit Unterstützung der
Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) entstand daraus die
Wanderausstellung "Bilder im Kopf. Ikonen der Zeitgeschichte".
Ab Dienstag, 11. September, zeigt der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) diese Ausstellung in seinem Hattinger
Industriemuseum (bis 3. März 2013).

Die Schau präsentiert Schlaglichter der Deutschen Geschichte,
die aus der Bilderflut des 20. und 21. Jahrhunderts
herausragen. "Der Sprung in die Freiheit" des
DDR-Bereitschaftspolizisten Conrad Schumann (1961) gehört
genauso dazu wie der Kniefall von Willy Brandt in Warschau
(1970). Zu sehen sind insgesamt elf Schlüsselbilder, dazu
Zeitungen, Filmausschnitte und Tondokumente.

Dass diese Ausstellung nach Bonn, Berlin, Leipzig, München und
Hannover nun in Hattingen zu sehen ist, macht
LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale glücklich.
"Hier geht es um die spannende Frage, welche Schlüsselbilder
unsere Vorstellungen von den Ereignissen der letzten sechs
Jahrzehnte formen und damit auch das Geschichtsbild künftiger
Generationen prägen werden", sagte Rüschoff-Thale am Donnerstag
(6.9.) in Hattingen. Als das Angebot zur Übernahme der
Ausstellung kam, zeigte sich auch Landrat Dr. Arnim Brux
begeistert und unterstützte das Vorhaben. Brux empfiehlt: "Die
Chance zum Besuch der Ausstellung sollten die Menschen in der
Region nutzen. Das gilt für alle Generationen. Ein spannendes
Projekt, das viele Diskussionen anregen wird." Die Hattinger
Kulturdezernentin Beate Schiffer ergänzt: "Ich werde allen
Schulformen und Bildungseinrichtungen empfehlen, an diesem
Diskurs teilzunehmen. So frage ich mich etwa, ob die Geschichte
der großen Bilder abgeschlossen ist, oder ob es auch künftig
noch Ikonen geben wird, die es schaffen, aus der medialen
Bilderflut herauszuragen."

Was aber macht ein Bild zur Ikone? "Formal ist der Moment, in
dem der Auslöser gedrückt wird, ebenso entscheidend wie der
gewählte Bildausschnitt oder die Bildkomposition. Wichtig ist
aber vor allem der öffentliche Umgang mit dem fertigen Bild,
seine Verbreitung und der Zusammenhang, in den es gestellt
wird. Wer die Macht über die Bilder hat, hat die Macht über die
Köpfe", erklärt Ulrich Op de Hipt vom Bonner Haus der
Geschichte. Die Ausstellung fragt nach der besonderen Kraft der
Bilder: Woran misst sich die Qualität des Bildes? Weshalb
werden bestimmte Bilder stärker erinnert als andere? So geht es
in der Schau nicht zuletzt um die Analyse und damit die
Dekonstruktion prägender Geschichts-Bilder.

"Ich bin vor allem gespannt, wie junge Menschen auf diese Art
von Aufarbeitung der Geschichte reagieren", so
LWL-Museumsleiter Robert Laube. Für sie seien große Teile der
jüngeren Vergangenheit erzählte und in jedem Fall vermittelte
Geschichte. Beim Verstehen helfen die interaktiven Angebote der
Ausstellung. Ton-, Bild- und Filmdokumente können abgerufen
werden, Rechner laden zur Recherche, im "Pressebüro" können die
Gäste selbst eine Zeitung gestalten - und überraschende
Einsichten zur Interaktion von Text und Bild gewinnen.

Umfangreiches Begleitprogramm
Zu Einsichten dieser Art verhilft auch das vielseitige
Rahmenprogramm mit Vorträgen, Filmen, Exkursion und speziellen
Angeboten für Schulklassen und andere Besuchergruppen. So wird
in der Clint Eastwood-Nacht die Schlacht um Iwo Jima 1945 aus
US-amerikanischer und eben auch japanischer Sicht
nachgezeichnet. In der Film-Dokumentation "War Photographer"
begleitet der Besucher einen Kriegsfotografen. Gruppen können
Führungen buchen oder an den offenen Sonntagsführungen (jeweils
15 Uhr, Museumseintritt plus 2 Euro) teilnehmen. Schulklassen
gehen den Bildern im Programm "Zeitzeichen" auf den Grund.
"Geschichte mit Sahne" lädt vornehmlich die ältere Generation
zu Führung, Kaffee und Kuchen ein. Und für die "Zeitgeschichte
unterwegs" packen Mitarbeiter des LWL-Industriemuseums den
Museumskoffer mit Erinnerungen und besuchen Menschen mit
Mobilitätseinschränkungen in ihrer Einrichtung.

Die Präsentation in der Henrichshütte wird unterstützt von der
Sparkasse Hattingen.

FILME , Beginn 19 Uhr
21.09.2012 "Bilder machen Politik"
12.10.2012 "Medien und Manipulation"
28.12.2012 "Der Blick durch die Linse"
(Beginn 18 Uhr wegen Überlänge)
04.01.2013 "Bild und Kult"
23.02.2013 "Clint Eastwood plays Iwo Jima"

VORTRÄGE, Beginn 19.30 Uhr
23.11.2012 "Wie werden aus Bildern Ikonen?",
mit Dr. Hans-Georg Golz, bpb

21.12.2012 "Das Bild in den Medien",
mit Udo Kreikenbohm, WAZ

15.02.2013 "Die Macht der Bilder",
mit Ausstellungskurator Dr. Jürgen Reiche,
Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

EXKURSION, 10-18 Uhr
06.10.2012 Haus der Geschichte, Bonn
Max. Teilnehmerzahl: 20 Personen, Kosten: 15 Euro,
Anmeldung bis zum 28.09. unter Tel. 02324-9247-140


INFO

Ein umfassender Katalog zur Ausstellung ist im
Museums-Shop erhältlich.

Bilder im Kopf - Ikonen der Zeitgeschichte
11.9.2012 bis 3.3.2013
LWL-Industriemuseum
Heinrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen

Geöffnet:
Di - So 10 - 18 Uhr, Fr 10 - 21.30 Uhr
URL: http://www.lwl-industriemuseum.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 11 11:45:49 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 11 Sep 2012 11:45:49 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2012/30
Message-ID: 504F246D020000D600009204@cl2x-sd2-vs>

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 11.09.2012, 11:38


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2012-30 für den Zeitraum vom
01.09.2012 bis zum 07.09.2012 mit insgesamt 11 Titeln ist unter
der folgenden Internetadresse abrufbar:
http://www.ulb.uni-muenster.de/cgi/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2012-30&fach=wes





Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/

Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/landesbibliothek/recherche/nwbib/index.html

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib






Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 11 11:48:28 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 11 Sep 2012 11:48:28 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Das Roemerlager Olfen, Luedinghausen,
27.09.2012
Message-ID: 504F250C020000D600009209@cl2x-sd2-vs>

Von: "Ursula Koenig-Heuer"
Datum: 11.09.2012, 10:32


AKTUELL

Das Römerlager Olfen: Vortrag von Dr. Bettina Tremmel am
27.09.2012 auf Burg Vischering, 19:30 Uhr

Vor 2000 Jahren geriet Westfalen und damit auch der Raum Olfen
in den Fokus der römischen Eroberungspolitik. Im Jahr 11 v.
Chr. drangen die Römer entlang der Lippe ins Innere Germaniens
vor. Das Heer errichtete fest ausgebaute, winterfeste
Truppenstandorte entlang der Lippe. Heute weiß man, dass
ungefähr alle 18 Kilometer Stationen sein mussten, wo eine
römische Infanterietruppe sich niederlassen konnte und
Verpflegung bekam.

Seit 2011 "besitzt" auch der Kreis Coesfeld ein "eigenes"
Römerlager: Es liegt etwa 200 m westlich von Haus Rauschenburg,
am Nordufer der Lippe. Dr. Bettina Tremmel, wissenschaftliche
Referentin der "Archäologie für Westfalen" des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe hat die Ausgrabungen, die
in der Fachwelt für viel Furore gesorgt haben, geleitet. Frau
Dr. Tremmel studierte von 1990-2001 an der Universität München
das Fach Provinzialrömische Archäologie und wechselte 2001 nach
Münster zur LWL-Archäologie für Westfalen.

In ihrem Vortrag wird die Archäologin mit vielen Bildern zeigen,
worauf sich die Kenntnisse zu diesem neuen Baustein römischer
Geschichte in Westfalen gründen.


INFO

Eintritt: 3 Euro
Adresse der Burg Vischering:
Berenbrock 1
59348 Lüdinghausen





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 12 11:14:48 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 12 Sep 2012 11:14:48 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Die Anstaltspsychiatrie der 1950er/60er
Jahre im Spiegel von Filmdokumenten aus Westfalen, Muenster, 12.09.2012
Message-ID: 50506EA8020000D600009231@cl2x-sd2-vs>

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 11.09.2012, 13:30


AKTUELL

Vortrag:
Die Anstaltspsychiatrie der 1950er/60er Jahre im Spiegel von
Filmdokumenten aus Westfalen

Referent:
Prof. Dr. Franz-Werner Kersting, Historiker
Wissenschaftlicher Referent am LWL-Institut für westfälische
Regionalgeschichte und Professor für Neuere und
Neueste Geschichte an der WWU Münster.

Der Filmvortrag zeigt bislang weitgehend unbekannte
"Anstaltsfilme", die von den Trägern und medizinischen Experten
psychiatrischer Kliniken selbst angeregt und begleitet worden
sind. Am westfälischen Beispiel spiegeln sie anschaulich die
spannungsreiche Situation der westdeutschen
Nachkriegspsychiatrie in den 1950er und 1960er Jahren.

Es geht um NS-belastete Rückständigkeit, Verdrängung,
medienwirksame Beschönigung und fortdauernde Stigmatisierung.
Gleichzeitig werden erste Tendenzen zu fachlicher (Selbst-)
Kritik, institutioneller Reform, gesellschaftlicher Aufklärung
und stärkerer Wahrung von Patientenrechten sichtbar.


Der Vortrag findet im Rahmen des Filmforums: Drehbuch
Geschichte "Mensch oder Monster? Behinderung in der
Filmgeschichte" statt.


INFO

Zeit:
Mittwoch, 12.09.2012, 20 Uhr

Ort:
Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 12 11:24:31 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 12 Sep 2012 11:24:31 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BTOC=5D_Heimatblaetter_Soest=2C_Folge_481=2C_?=
=?utf-8?q?M=C3=A4rz_2012?=
Message-ID: 505070EF020000D600009236@cl2x-sd2-vs>

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 12.09.2012, 11:45


SERVICE: TOC

Heimatblätter Soest
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage zum Soester Anzeiger
Folge 481
März 2012


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=169





ohne Seitenangaben, in Auswahl [AS]


Marcus, Wolfgang
"Olivenbäume Westfalens" gestalten die Landschaft
650 Kopfweiden in der Gemarkung Westernkotten noch erhalten

Multhaupt, Hermann
Nicht nur im Heiligen Land ein vielgerühmter Fluss
Der Jordan in Bad Lippspringe hat eine verwirrende
Entstehungsgeschichte

Kunz, Ulrich
Ziegel aus Westfalen für ein Weltkulturerbe
Ziegelwerk Schüring in Gescher liefert Ziegel nach historischem
Vorbild für die "Museumsinsel"

Fertig-Möller, Heidelore
Vom Alten Amtshaus zum attraktiven Stadtmuseum
Seit 50 Jahren besteht das Karl-Pollender-Stadtmuseum Werne

Heitmann, Henny
Agnes Schwart war die erste Studentin in Soest
Sie stand ihrem Ehemann Hubertus Schwartz aktiv zur Seite

Platte, Hartmut
Alte Bräuche in Borgeln
Bäuerliches Leben zwischen 1840 und 1900





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 12 11:39:32 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 12 Sep 2012 11:39:32 +0200
Subject: [WestG] [AKT] 2. Freudenberger Backestag am 30. September 2012
Message-ID: 50507474020000D600009240@cl2x-sd2-vs>

Von: "Bernd Brandemann"
Datum: 12.09.2012, 11:00


AKTUELL

2. Freudenberger Backestag am 30. September 2012
Heute Backvergnügen, früher vom Landesherren verfügte Pflicht

Für viele ist eine Scheibe frischen Brotes immer wieder ein
Genuss. Dabei findet das traditionell hergestellte "Backesbrot"
besonderen Zuspruch. Mit ihrem Backestag unter dem Motto
"BROTLUST in unserer Fachwerkstadt" erinnern alle in
Freudenberg aktiven "Backesgemeinschaften" gemeinsam an die
alte Backtradition. Einst stand am Rande der Freudenberger
Altstadt, dem durch seine Fachwerksilhouette bekannten "Alten
Flecken", das größte kommunale Siegerländer Backhaus ("Backes"),
in dem in drei Öfen gleichzeitig gebacken werden konnte.

Ein Blick in die Geschichte zeigt Graf Johann VI. von Nassau
(1536-1606) als den "Vater der Backeser". Der Landesherr,
dreimal verheiratet und Vater von 20 Kindern, verfügte am 18.
Januar 1562 seine "Holz- und Waldordnung", in der es hieß: "In
jedem Dorff sollen ettliche gemeine Backofen verordnet werden".
Darin legte er fest, innerhalb eines halben Jahres müssten
entsprechende öffentliche Backöfen errichtet werden. Seine
Gründe waren plausibel und sowohl ökonomischer wie ökologischer
Natur: Es ging einerseits darum, wertvolles Holz zu sparen.
Denn das Siegerland, wirtschaftlich geprägt durch das
Eisengewerbe, benötigte sehr viel Holz und Holzkohle, also
durchaus rare Güter, und einen Raubbau an der Natur galt es zu
verhindern. Daneben sollte ein aktiver Beitrag zum Feuerschutz
geleistet werden. Die deshalb zumeist etwas abseits von den
Siedlungen errichteten Backhäuser wurden keine Beispiele hoher
Baukultur. Denn einfach, zweckmäßig und sparsam errichteten die
oft armen Landeskinder jene Gebäude entsprechend der
herrschaftlichen Anordnung. Jetzt war gemeinschaftliches,
wirtschaftlicheres und "Ressourcen-schonendes" Backen angesagt.

Die Pflege der Backes-Tradition geschieht heute ehrenamtlich
und ist durch die "Freude an der Sache" geprägt, mit anderen
gemeinsam ans Werk zu gehen, zu sehen, wie wunderbares Backwerk
entsteht und wie überlieferte Handwerkskniffe funktionieren.
Gerne werden deshalb am "Freudenberger Backestag" die
Backhäuser präsentiert und was dort Leckeres entsteht. Gezeigt
werden aber auch die vielfältigen Möglichkeiten zum
ehrenamtlichen Mitmachen. Am Sonntag, dem 30. September, freuen
sich Aktiven in den "Backesern" von Alchen, Dirlenbach,
Heisberg, Heuslingen, Hohenhain, Niederndorf, Mausbach,
Oberholzklau und im Technikmuseum darauf, viele Besucher mit
ihren Backspezialitäten und interessanten Rahmenprogrammen zu
begeistern.


INFO

Weitere Hinweise unter:
URL: www.heimatvereine-in-freudenberg.de

Eine Fülle von Informationen zu Brot, seiner Geschichte und
seiner "inneren Werte" bietet eine Broschüre, die die
Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine zum Backestag
herausgegeben hat.

30.09.2012
Freudenberg





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 13 10:40:45 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 13 Sep 2012 10:40:45 +0200
Subject: [WestG] [DISK] Grundstein zu historischer Globalgeschichte sozialer
Bewegungen gelegt
Message-ID: 5051B82D020000D60000928A@cl2x-sd2-vs>

Von: "Thea Struchtemeier"
Datum: 12.09.2012, 15:41


DISKUSSION

IM GLOBALEN BLICKPUNKT
Grundstein zu historischer Globalgeschichte sozialer Bewegungen
gelegt

Bewegungsforscher trafen sich zu internationaler Tagung im Haus
der Geschichte des Ruhrgebiets in Bochum

Soziale Bewegungen haben eine lange Vorgeschichte und reichen
weit in die frühe Zeit der Industrialisierung. Als Arbeiter-
und Frauenorganisationen, Gewerkschaften oder
Nichtregierungsorganisationen (NGO) üben sie weltweit großen
Einfluss auf Politik und Regierungen aus, wie jüngste Beispiele
in Lateinamerika oder den arabischen Staaten zeigten. Soziale
Bewegungen regulieren soziale Konflikte wie Ungleichheit,
Korruption, Verarmung oder Missachtung von Menschen-, Bürger-
oder Tierrechten.

Die politische Bedeutung sozialer Bewegungen findet zunehmend
historisches Interesse. Auf der Tagung "The History of Social
Movements - A Global Perspective" des Instituts für soziale
Bewegungen an der Ruhr-Universität Bochum trafen sich vom 6.-8.
September 2012 zahlreiche renommierte Historikerinnen und
Historiker aus Nordamerika, Westeuropa und Australien im Haus
der Geschichte des Ruhrgebiets in Bochum. Die internationale
Konferenz hatte sich zum Ziel gesetzt, die vielen verschiedenen
Bewegungen im globalen Zusammenhang zu sehen und ihre lokalen
Einflüsse herauszuarbeiten. Ebenso wurden transnationale
Verflechtungen von sozialen Bewegungen und ihre Rolle, national
zu agieren wie attac oder die occupy-Bewegung, thematisiert.

Die Tagung wurde aus Mitteln der deutschen
Forschungsgemeinschaft, Hans Böckler- und Rosa Luxemburg
Stiftung gefördert.

NATIONALE UND THEMATISCHE PERSPEKTIVEN
Die dreitägige Bewegungskonferenz setzte sich zwei
Schwerpunkte: Im ersten Länder-Schwerpunkt wurde der Stand der
Bewegungsforschung in Australien (Sean Scalmer, Universität
Melbourne), Nordamerika (Felicia Kornbluh, Universität Vermont)
, Indien (Rochona Majundar, Universität Chicago), Afrika
(Andreas Eckert, Humboldt-Universität Berlin), Europa (Marcel
van der Linden, Internationales sozialhistorisches Institut,
Amsterdam) und Lateinamerika (Susan Eckstein, Universität
Boston) wiedergegeben.

Der zweite Tagungsteil richtete sich auf inhaltliche Themen
bzw. Ausrichtungen sozialer Bewegungen wie Frieden (Holger
Nehring, Universität Sheffield), Ökologie (Frank Uekötter,
Universität München), Feminismus (Seonjoo Park, Universität
Inha, Inchon), Anarchismus (Fabian Lemmes, Ruhr-Universität
Bochum), Religion (Pascal Eitler, Max-Planck-Institut, Berlin),
1968 (Gerd Rainer Horn, Universität Warwick), Arbeiter (Stefan
Berger, Ruhr-Universität Bochum) sowie Faschismus (Kevin
Passmore, Universität Cardiff).

Dieter Rucht (Wissenschaftszentrum Berlin) stellte soziale
Bewegungen aus soziologischer Sicht dar.

AUSBLICK
Zusammenfassend bezeichnete der Historiker Jürgen Kocka
(Humboldt-Universiät, Berlin) die Französische Revolution als
erste transnationale Erfahrung sozialer Bewegung, die über den
Rhein nach Deutschland und andere Länder strömte. Stefan Berger
(Direktor ISB, RUB) zog das Resümee, die Einzelforschung zu
sozialen Bewegungen anzuregen, um sie dann zu einer
Globalgeschichte sozialer Bewegungen zusammen zu führen.

Die Ergebnisse der Tagung werden in einer neuen Reihe des ISB
mit Themen zu sozialen Bewegungen veröffentlicht werden.


INFO

Kontakt:
Thea Struchtemeier
Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Presse
URL:
http://www.isb.ruhr-uni-bochum.de/mam/content/presse/mitteilungen/pm8_sozbeweg.pdf





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 13 10:45:50 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 13 Sep 2012 10:45:50 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Fuehrung: Schule wie im Mittelalter erleben, Hoerstel,
16.09.2012
Message-ID: 5051B95E020000D600009297@cl2x-sd2-vs>

Von: "Kreis Steinfurt"
Datum: 12.09.2012, 12:48


AKTUELL

Von Stili, Calamus, Penna und Papyrus - Schule wie im
Mittelalter erleben
Führung "In der Schreibstube" am Sonntag im DA, Kunsthaus
Kloster Gravenhorst


Wachstafeln statt Collegeblock, Nonnenhabit statt coole
Klamotte, Federkiel statt Füller und Sonnenuhr statt Pausengong.

Gäste der Familienführung "In der Schreibstube", die am 16.
September (Sonntag) um 15 Uhr stattfindet, können hautnah
erleben, was höhere Töchter seinerzeit in der Klosterschule in
Hörstel - Gravenhorst erlebten.

Besucher des heutigen DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst werden
staunen, wie aufwändig Schriftstücke früher hergestellt wurden.
Da wundert es nicht, dass Bücher selten, Schriftstücke kostbar
und Schreiben als Kunst angesehen wurde.


INFO

Die Führung kostet für Kinder 2,50 Euro, drei Euro für
Erwachsene, acht Euro für Familien. Telefonische Anmeldungen
sind möglich unter Tel. 05459 / 9146-0.

Die nächste Führung "In der Schreibstube" findet am 16.
Dezember 2012 statt.


DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst
Klosterstraße 10
48477 Hörstel
Tel.: 0 54 59 / 91 46 - 0
Fax: 0 54 59 / 91 46 - 30
Mail: da-kunsthaus(at)kreis-steinfurt.de
URL: www.da-kunsthaus.de
URL: www.kreis-steinfurt.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 13 10:50:18 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 13 Sep 2012 10:50:18 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Zwangsarbeit - ein historisches Problem,
Dortmund, 13.09.2012
Message-ID: 5051BA6A020000D60000929C@cl2x-sd2-vs>

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 12.09.2012, 13:21
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Zwangsarbeit - ein historisches Problem
Vortrag im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Referent: Ulrich Herbert, Professor für Neuere und Neueste
Geschichte an der Universität Freiburg

Donnerstag, 13. September 2012, 19.00 Uhr


Unter dem Titel "Zwangsarbeit - ein historisches Problem" lädt
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Donnerstag, 13.
September, um 19 Uhr, zu einem Bildvortrag in sein
Industriemuseum Zeche Zollern ein. Referent ist Ulrich Herbert,
Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität
Freiburg. Er ist ausgewiesener Kenner des Themas "Zwangsarbeit
im Nationalsozialismus" und u.a. Autor des Standardwerkes
"Fremdarbeiter. Politik und Praxis des 'Ausländer-Einsatzes' in
der Kriegswirtschaft des Dritten Reiches".

In welchem historischen Kontext stand der
nationalsozialistische "Ausländer-Einsatz" während des Zweiten
Weltkriegs? Auf welche Vorerfahrungen wurde aufgebaut? Worin
unterscheidet sich Zwangsarbeit von anderen Formen abhängiger
Arbeit? Und welche historische Bedeutung kommt in diesem
Zusammenhang dem deutschen Fall im Zweiten Weltkrieg zu?

In dem Vortrag wird zum einen auf die weit in das 20.
Jahrhundert reichende Geschichte des Sklaverei Bezug genommen,
zum anderen auf die massenhafte Verwendung von Zwangsarbeitern
im Ersten Weltkrieg, auf die fortwährende Existenz von
Zwangsarbeit in den Kolonien und auf den Einsatz von Millionen
von Zwangsarbeitern beim Aufbau des Sozialismus in der
Sowjetunion.

In diesem Zusammenhang verliert der NS-Zwangsarbeitereinsatz
seinen singulären Charakter, und die Frage seiner
historisch-politischen Einordnung wird schwieriger. Diese
Fragen versucht der Vortrag anhand einiger ausgewählter
Beispiele zu beantworten.

Der Vortrag ist Teil des Rahmenprogramms zur Sonderausstellung
?Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg?,
die die Stadt Dortmund und der LWL zur Zeit auf Zeche Zollern
präsentieren. Beginn ist um 19 Uhr im Magazin. Der Eintritt ist
frei.

Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg
Internationale Wanderausstellung der Stiftung Gedenk stätten
Buchenwald und Mittelbau-Dora, initiiert und gefördert von der
Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ) 18. März bis
30. September 2012


INFO

Veranstaltungsort:
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Grubenweg 5
44388 Dortmund
URL: www.ausstellung-zwangsarbeit.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 13 10:53:46 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 13 Sep 2012 10:53:46 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Zwangsarbeit in Bielefeld - eine Stadtfuehrung,
Bielefeld, 16.09.2012
Message-ID: 5051BB3A020000D6000092A1@cl2x-sd2-vs>

Von: "Stadt Bielefeld"
Datum: 11.09.2012, 12:38


AKTUELL

Zwangsarbeit in Bielefeld - eine Stadtführung

Während der Zeit des Nationalsozialismus mussten mehrere
tausend Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter aus Osteuropa in
Bielefeld arbeiten. Am Sonntag, 16. September, um 11 Uhr wird
Wolfgang Herzog von der Bielefelder Sektion des Vereins "Gegen
Vergessen - Für Demokratie" in einer kostenlosen Stadtführung
das Schicksal dieser Menschen aufzeigen.

Der zweistündige Weg startet an der Skulptur "Unter Zwang" am
Park- und Festplatz auf dem Johannisberg, führt auch an
ehemaligen Arbeitsstätten sowie dem Netz von Lagern und
Unterkünften der Zwangsarbeiter/innen vorbei und endet an der
Ravensberger Spinnerei.

Weitere Informationen zu dieser Begleitveranstaltung der
Ausstellung "Leben unterm Hakenkreuz. Alltag in Bielefeld
1933-1945" des Historischen Museums unter 68607 oder
wolfg.herzog at web.de.


INFO

Historisches Museum Bielefeld
Ravensberger Park 2
33607 Bielefeld
Tel.: 0521/51-3635
E-Mail: info at historisches-museum-bielefeld.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 13 12:30:03 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 13 Sep 2012 12:30:03 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Neue Museumsleiterin des Gustav-Luebcke-Museums
ausgewaehlt
Message-ID: 5051D1CB020000D6000092A7@cl2x-sd2-vs>

Von: "Pressestelle der Stadt Hamm"
Datum: 13.09.2012, 12:02


AKTUELL

Neue Museumsleiterin ausgewählt

Die Auswahlkommission unter Leitung des Oberbürgermeisters hat
inzwischen die neue Museumsleiterin ausgewählt. Durchgesetzt
hat sich Frau Dr. Daugelat aus Hamburg, die die Anforderungen
als Leiterin des Gustav-Lübcke-Museums in besonderem Maße
erfüllt.

Dr. Friederike Daugelat wurde 1976 in Bremen geboren. Derzeit
ist sie als Kulturreferentin des Kreises Stormarn in der
Metropolregion Hamburg verantwortlich für sämtliche kulturellen
Projekte des Kreises. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf
der Betreuung verschiedener Museen und der programmatischen
Entwicklung von Ausstellungsreihen und ergänzenden
Rahmenangeboten, z.B. im historischen Ensemble rund um das
Schloss Ahrensburg. Darüber hinaus organisiert sie
spartenübergreifende Großprojekte in Kooperation mit örtlichen
Partnern wie dem Rowohlt-Verlag.

Sie ist Mitglied verschiedener Gremien der
Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn, u.a. zur Ausgestaltung des
kreisweiten Ausstellungsprogramms und zur Vergabe von
Jahresstipendien an bildende Künstler. Zuvor war Friederike
Daugelat mehrere Jahre Leiterin des Overbeck-Museums in Bremen.
Durch bundesweit beachtete Sonderausstellungen, z.B. zum 100.
Todestag des Worpsweder Malers Fritz Overbeck, hat sie das Haus
überregional bekannt gemacht.

Kooperationen mit anderen Museen und umfassende Begleitangebote,
die sie im Rahmen ihres Lehrauftrags an der Universität Bremen
entwickelt hat, haben darüber hinaus zu einer erhöhten
Wahrnehmung der Einrichtung in der Öffentlichkeit geführt. Die
36-Jährige ist gelernte PR-Beraterin und hat während ihrer
Tätigkeit für eine Hamburger Agentur in der Vergangenheit
namhafte Kunden aus dem Kunst- und Kulturbereich betreut,
darunter die Hamburger Kunsthalle, die Laeiszhalle-Musikhalle
Hamburg oder die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 14 11:17:44 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 14 Sep 2012 11:17:44 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Die Soester Fehde - eine Stadt (er)lebt das
Mittelalter
Message-ID: 50531258020000D6000092D1@cl2x-sd2-vs>

Von: "Birgitt Moessing" Datum: 13.09.2012, 12:33


AKTUELL

Die Soester Fehde - eine Stadt (er)lebt das Mittelalter
Unterhaltsame Geschichts-Inszenierung geht mit neuen
Programmteilen in die dritte Runde

Nach der großen Resonanz der beiden ersten
Fehde-Veranstaltungen wird es nun 2013 eine Fortsetzung der
Erfolgsstory geben. Hunderte von Bürgern und zahlreiche
Mittelaltergruppen aus dem In- und Ausland werden sich dann vom
2. bis 4. August 2013 in Soest ein Stelldichein geben und die
Stadt samt Tausenden von Besuchern mit auf eine Zeitreise in
die Geschichte der alten Hansestadt nehmen.

Historischer Hintergrund ist der Kampf der Soester gegen den
Erzbischof von Köln, den die Soester für sich entscheiden
konnten. Die Soester Fehde ist ein Event, für das im wahrsten
Sinne des Wortes Hunderte von Soester Bürgern auf die Straße
gehen - und zwar mittelalterlich gewandet, mit Kind und Kegel
und offensichtlich mit dem allergrößten Vergnügen.

Die wunderschöne historische Kulisse der Soester Altstadt mit
ihren Fachwerkhäusern und Grünsandsteinkirchen bietet die
perfekte Kulisse, wie sie sich Bühnenbildner nicht besser
ausdenken könnten - inklusive der wuchtigen Stadtmauern, vor
denen der "Sturm auf die Stadt" in einer der platztechnisch
größten Inszenierungen bundesweit nachgestellt wird. Ein
weiterer Höhepunkt, der festliche Einzug des Herzogs von Kleve,
wird diesmal nicht am Wall, sondern in der Altstadt zelebriert.

Während am Fuß des Stadtwalls, entlang der Gräfte, wieder
Heerlager eingerichtet werden, warten in der Altstadt auf dem
Mittelaltermarkt noch mehr Händler, Gaukler und Musikanten als
im beim letzten Mal auf die Besucher und bieten Spiel, Spaß und
Unterhaltung für die ganze Familie. "Wir haben bereits wieder
zahlreiche Zusagen von Mittelaltergruppen aus Deutschland,
Holland, Tschechien, Belgien und Frankreich, die aufgrund der
hohen Attraktivität der Veranstaltung im kommenden Jahr
unbedingt wieder dabei sein wollen" erläutert Michael Schiewe
von Soestmarketing.

Statt einer großen Bühne mit Festspiel wird es 2013 erstmals
über die Tage verteilt immer wieder Spielszenen und kleine
Theaterstücke auf verschiedenen Bühnen und auch in den Straßen
geben, die teilweise auch die Besucher mit einbeziehen.
Zahlreiche Akteure der früheren Großinszenierung, wie z.B.
Regisseur Michael Ritz, werden auch im kommenden Jahr wieder
dabei sein. Zusätzlich wird auch die Innenstadt als Spiel- und
Inszenierungsfläche für den "großen Sturm auf die Stadt" mit
Theaterszenen mit einbezogen.

"Bereits mit einer Woche Vorlauf zum Veranstaltungswochenende
wird als Hinführung zur Veranstaltung ab dem 27. Juli 2013 die
Soester Fehde mit verschiedenen Vorträgen, Konzerten und
Ausstellungen einen Bogen zwischen Mittelalter und Moderne
schlagen." ergänzt Dr. Frieder Schütz vom Soester Kulturforum.
Zusätzlich soll es auch erstmals einen langen Einkaufsabend am
Veranstaltungswochenende geben, bei Kerzenlicht und
Fackelschein.

Die Soester Fehde lebt von dem enormen bürgerschaftlichen
Engagement seiner Akteure, von rund 500 Soestern und ebenso
vielen Mittelalterfreunden aus der näheren und weiteren
Umgebung sowie aus dem Ausland. Verschiedene Vereine haben sich
inzwischen gegründet, mit Unterabteilungen wie der Reiterei
oder Rittern, nicht zu vergessen die unvergleichlich aktive
Kleiderschneiderei, die Soest ihr Eigen nennen darf.

Schirmherr der Veranstaltung Dr. Wolfgang Kirsch, Direktor des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe

Veranstaltet wird die Soester Fehde von Soestmarketing in
Zusammenarbeit mit dem Soester Kulturforum e.V.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 14 11:22:17 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 14 Sep 2012 11:22:17 +0200
Subject: [WestG] [AKT] "Haus Boettcher wurde vom HSK in die
Museumslandschaft aufgenommen"
Message-ID: 50531369020000D6000092D6@cl2x-sd2-vs>

Von: "Marsberger Geschichten"
Datum: 12.09.2012, 17:25


AKTUELL

"Haus Böttcher wurde vom HSK in die Museumslandschaft
aufgenommen"

Haus Böttcher, das älteste Bürgerhaus der Stadt Marsberg aus
dem Jahr 1589, wurde jetzt samt seinem virtuellen Museum des
Vereins Marsberger Geschichten - Schlüssel zur Vergangenheit in
die Museumslandschaft des Hochsauerlandkreises aufgenommen.

Dr. Ulrike Schowe, Sauerland-Museum in Arnsberg, freut sich als
zuständige Projektleiterin des Kreises, dass die Sammlung des
Obermarsberger Gebäudes sowie der Marsberger Bevölkerung nun
die insgesamt 6. Institution dieser Art innerhalb der Stadt
Marsberg ist. Ferner sind das Heimatmuseum der Stadt Marsberg,
das Besucherbergwerk Kilianstollen, die Ortsgeschichtliche
Sammlung im Kloster Bredelar, der Freundeskreis Immenhof und
das Stellwerk Westheim Ost bereits dabei.

Die umfangreiche, über Jahrhunderte angesammelte Geschichts-
und Kultursammlung von Haus Böttcher wurde komplettiert durch
weitere Fundstücke und Exponate aus der gesamten Marsberger
Bevölkerung. Sie umfasst wertvolle Chroniken und Schriften,
Stiche, Postkarten, Fotos, Münzen und Siegel der Stadt,
archäologische sowie geologische Funde des Marsberger Raumes,
Fundstücke zur berühmten Marsberger Waffen- und
Rüstungsgeschichte, Exponate zur Stadt- und Ortsgeschichte der
ehemals eigenständigen Ortsteile Marsbergs, Exponate zur
Marsberger Gerichtsbarkeit, sakrale und kirchliche Gegenstände
aus Marsberg, Alltagsgegenstände der Bürger Marsbergs aus der
Zeit des 17. Jahrhunderts bis zum 20. Jahrhundert, uvm.

Der Clou ist, dass die Museumsstücke, die nach und nach auf der
Internetseite: www.Haus-Böttcher.de eingepflegt werden, rund um
die Uhr und von jedem Ort der Welt aus abgerufen werden können.
Dieses einzigartige Marsberger Museum unterscheidet sich auch
ansonsten erheblich von anderen Museen. Hier kann jeder
mitarbeiten, indem er seine Fundstücke und Exponate präsentiert
und mit Fotos und Daten vorstellt, ohne dass er diese dauerhaft
zur Verfügung stellen muss bzw. an das Museum
übergeben/überschreiben muss. Die Originale verbleiben nämlich
vorteilhafter Weise beim Finder bzw. Eigentümer. Das Projekt
?Von Bürgern für Bürger? kann über das Eingabe-Formular online
bedient werden. Regelmäßig wird das interessanteste Marsberger
Fundstück des Monats vorgestellt.

Kreisweit gibt es insgesamt 56 Museen, Ausstellungen und
Sammlungen, die in der Museumslandschaft des HSK vernetzt sind.
Nähere Informationen zu Haus Böttcher, Marsbergs 1. virtuellen
Museum sowie zur Museumslandschaft gibt es unter:
www.Haus-Böttcher.de oder www.museumslandschaft-hsk.de.


INFO

Marsberger Geschichten - Schlüssel zur Vergangenheit e. V.
Eresburgstraße 28
34431 Marsberg
Tel.: 02992-1465
E-Mail: Marsberger.Geschichten at gmail.com
URL: www.Marsberger-Geschichten.de
URL: www.facebook.com/Marsberger.Geschichte






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 14 11:26:52 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 14 Sep 2012 11:26:52 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag ueber Oesterreichische SA-Legion, Bocholt,
19.09.2012
Message-ID: 5053147C020000D6000092DB@cl2x-sd2-vs>

Von: "Stadt Bocholt"
Datum: 12.09.2012, 17:09


AKTUELL

Stadtarchiv und VHS präsentieren: Vortrag über Österreichische
SA-Legion in Bocholt

Der vom Stadtarchiv Bocholt und der Volkshochschule
Bocholt-Rhede-Isselburg getragene Gesprächskreis Bocholter
Stadtgeschichte lädt am Mittwoch, 19. September 2012, 18:30 Uhr,
in das Medienzentrum, Raum Futura I, Hindenburgstraße 5, 46395
Bocholt ein. Der Bocholter Marius Lange hält dort einen Vortrag
unter dem Titel: "Die Geschichte der Österreichischen
SA-Legion in Bocholt 1935 - 1938". Der Eintritt ist frei.

Zwischen 1933 und 1938 verließen knapp 15.000 österreichische
Nationalsozialisten ihre Heimat, da die Wiener Regierung auf
ihre Umsturzaktivitäten mit Staatschutzmaßnahmen reagierte. Im
Sommer 1935 bezog die sog. "Österreichische Legion" in Bocholt
ein eigens für sie errichtetes Barackenlager, welches noch
heute als ehemaliges "Stadtwaldlager" bekannt ist. Fast vier
Jahre lang waren die österreichischen SA-Männer im öffentlichen
Leben Bocholts präsent und prägten dieses mit. Der Vortrag:
"Die Geschichte der Österreichischen SA-Legion in Bocholt 1935
- 1938" will diesen Abschnitt der Bocholter Stadtgeschichte
näher beleuchten und stellt zugleich den Auftakt der
vierteiligen Vortragsreihe zur Geschichte des Bocholter
Stadtwaldlagers dar.


INFO

Ort:
Medienzentrum, Raum Futura I
Hindenburgstraße 5
46395 Bocholt






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 14 11:33:50 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 14 Sep 2012 11:33:50 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Vortrag=3A_Stra=C3=9Fenumbenennungen_?=
=?utf-8?q?in_Westfalen_und_Lippe_im_Nationalsozialismus_und_der_Nachkrieg?=
=?utf-8?q?szeit=2C_Olpe=2C_19=2E09=2E2012?=
Message-ID: 5053161E020000D6000092E0@cl2x-sd2-vs>

Von: "Josef Wermert"
Datum: 11.09.2012, 15:55


AKTUELL

Vortragsveranstaltung des Stadtarchivs Olpe
und des Heimatvereins für Olpe und Umgebung e.V.

Referent:
Dr. Marcus Weidner, Münster
"'Wir beantragen ? unverzüglich umzubenennen.'
Straßenumbenennungen in Westfalen und Lippe im
Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit"

Während des Nationalsozialismus wurden in den meisten deutschen
Städten und Gemeinden z.T. umfangreiche Um- bzw. Neubenennungen
von Straßen und Plätzen durchgeführt. Auf diese Weise wurden
nicht nur die neuen Machthaber, allen voran Hitler und Göring,
geehrt, sondern auch die neuen "Helden" und "Erinnerungsorte"
des Nationalsozialismus in das Straßenbild eingeführt. Auch in
Olpe wurden in den Jahren 1933-1937 Um- oder Neubenennungen
durchgeführt, die im Vergleich mit anderen Kommunen durchaus
typisch waren. Doch als 1937 die Franziskanerstraße in
Horst-Wessel- oder Herbert-Norkus-Straße umbenannt werden
sollte, kam es in Olpe zu einem für Westfalen-Lippe
einzigartigen Protest. ...

Der Referent untersucht auf der Basis einer umfangreichen
Materialerhebung in den heutigen Kommunen Westfalen-Lippes die
Praxis der Um- und Neubenennung von Straßen und Plätzen in
diesem Raum während des Nationalsozialismus und geht dabei vor
allem ihren Ursachen, Anlässen und Formen sowie der (teilweisen)
Rückabwicklung in der Zeit nach 1945 nach.

Dr. Marcus Weidner ist Wissenschaftlicher Referent am
LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte in Münster und
Mitglied der Historischen Kommission für Westfalen. Zurzeit
erarbeitet er eine umfangreiche Datenbank zu Straßenum- und
neubenennungen in der NS-Zeit in Westfalen und Lippe.


INFO

Ort:
Altes Lyzeum in Olpe
Franziskanerstr. 8
57462 Olpe

Zeit:
Mittwoch, 19. September 2012, 19.00 Uhr






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 14 11:45:06 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 14 Sep 2012 11:45:06 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vater Rhein,
Mutter Elbe - und die Aa? Vier Vortraege zu Muensters kleinem
Stadtfluss und dem Umgang mit Wasser in der Stadt
Message-ID: 505318C2020000D6000092E5@cl2x-sd2-vs>

Von: "Stadt Münster"
Datum: 13.09.2012, 10:15


AKTUELL

Vater Rhein, Mutter Elbe - und die Aa?
Vier Vorträge zu Münsters kleinem Stadtfluss und dem Umgang mit
Wasser in der Stadt

Welch große Geschichte die kleine Aa hat, welche Pläne zu ihr
in Archiven schlummern und zu welchen Visionen sie Stadtplaner
inspiriert, behandelt eine Vortragsreihe "Redefluss". Im Rahmen
von "1 Aa - Münster im Fluss" sprechen Architekten, Ingenieure
und Wissenschaftler über die Aa im Besonderen und Flüsse im
Allgemeinen. Vier Vorträge stehen im Aa-Punkt in der Aula im
Collegium Marianum, Frauenstraße 3-6, jeweils von 19 bis 20.30
Uhr, auf dem Programm (Eintritt frei, Anmeldung nicht
erforderlich).

Den Anfang macht Stefan Rethfeld mit dem Vortrag "Aa wie
Altstadt: Die Entwicklung von Stadt und Fluss in Münster" am
Montag, 17. September. Der münstersche Architekt zeichnet die
stadträumliche Entwicklung des Flusses nach und stellt
unbekannte Pläne und Potentiale für die Zukunft vor.

Von Strömungen, Steinen und Stoffen der Aa berichtet Prof. Dr.
Christine Achten vom Institut für Geologie und Paläontologie
der Universität Münster am Dienstag, 18. September. Mit ihrer
Arbeitsgruppe hat sie erforscht, wie zum Beispiel der
Untergrund der Aa beschaffen ist, welche chemischen Stoffe im
Wasser zu finden sind und wie die Umgebung die Wasserqualität
beeinflusst.

Am Mittwoch, 19. September, geht Jeroen Thomas als
"civil-architectural engineer" aus Rotterdam der Frage nach,
welche grundlegende Bedeutung Wasser seit jeher für die
Stadtentwicklung hat. Er hält seinen Vortrag "Wasser in der
Stadt" in englischer Sprache.

Zum Abschluss fragt Prof. Jörg Sieweke von der University of
Virginia School of Architecture am Freitag, 21. September: "Was
würde der Fluss tun?" Er schlägt den großen Bogen vom Vater
Rhein und der Mutter Elbe bis zum Old Man River Mississippi und
zeigt, wie sich das kulturelle Verständnis von Flüssen wandelt
und der Naturbegriff verändert. - Das Programm von "1 Aa -
Münster im Fluss" steht im Portal muenster.de.


INFO

Ort:
Aula im Collegium Marianum
Frauenstraße 3-6
Münster






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 17 11:27:00 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 17 Sep 2012 11:27:00 +0200
Subject: [WestG] [KONF] Jahrestagung der Gesellschaft fuer historische
Landeskunde des westlichen Muensterlandes, Suedlohn, 22.09.2012
Message-ID: 50570904020000D600009325@cl2x-sd2-vs>

Von: "Thomas Ridder"
Datum: 10.09.2012, 11:01


KONFERENZ

Jahrestagung der Gesellschaft für historische Landeskunde des
westlichen Münsterlandes am 22. September in Südlohn

Wir laden unsere Mitglieder und alle Interessierten ganz
herzlich zu unserer Jahrestagung am Samstag, dem 22. September,
in Südlohn ein. Die Tagung findet im Haus Wilmers (am
Kirchplatz) statt; sie beginnt um 10:30 Uhr und endet gegen
16:00 Uhr. Die Tagung steht unter dem Thema: "Das
Westmünsterland zwischen Ruhrkampf und Entnazifizierung". Vor
der einstündigen Mittagpause wird kurz ein aktuelles Projekt
der GhL vorgestellt: "Politische Denkmäler im Westmünsterland";
anschließend ist Gelegenheit zu einem Imbiss in nahegelegenen
Gaststätten.

Das Programm im Detail: Zunächst wird Arne Beck, Berlin, über
die "Spartakuskämpfe in Raesfeld 1920" sprechen. Dieses Thema
ist vor Kurzem durch den historischen Kriminalroman "Ein Feld
der Ehre" von Marlies Matern wieder ins Gespräch gekommen. Arne
Beck wird die Hintergründe und den tatsächlichen Verlauf der
Ereignisse im "Ruhrkampf" beleuchten, als im März 1920 in
Raesfeld 28 Angehörige der Roten Ruhr-Armee ("Spartakisten")
von Soldaten des Freikorps Ehrhard erschossen wurden. Während
der NS-Zeit wurde versucht, die Erinnerung an die in einem
Massengrab beigesetzten getöteten Arbeiter auszulöschen, ihr
Grab wurde eingeebnet und eine Gedenktafel entfernt.

Im Anschluss an den Vortrag von Arne Beck wird Marius Lange,
Bocholt, über "Die Österreichische Legion in Bocholt 1935-1938"
sprechen. Zwischen 1933 und 1938 verließen knapp 15.000
österreichische Nationalsozialisten aufgrund der gegen sie
gerichteten Maßnahmen der Wiener Regierung ihre Heimat. Im
Sommer 1935 bezog die sogenannte "Österreichische Legion" in
Bocholt ein eigens für sie errichtetes Barackenlager, welches
noch heute als ehemaliges "Stadtwaldlager" bekannt ist. Fast
vier Jahre lang waren die österreichischen SA-Männer Teil des
öffentlichen Stadtbildes von Bocholt.

Nach der Mittagspause werden Ingeborg Höting, Historikerin aus
Stadtlohn, und Thomas Ridder, Kurator am Jüdischen Museum in
Dorsten, in einer Podiumsdiskussion zum Thema "Stolpersteine -
pro und contra" das Für und Wider dieser Gedenkpraxis für die
Opfer des Nationalsozialismus erörtern. Richard Sühling wird
mit einem Erfahrungsbericht aus Raesfeld das Bild abrunden. Zum
Abschluss wird Ingmar Kemper, Stadtlohn, die Ergebnisse seiner
Masterarbeit in seinem Vortrag: "Entnazifizierung - ein
Vergleich zwischen Stadtlohn und Winterswijk" vorstellen und
die unterschiedlichen Herangehensweisen im
Nachkriegsdeutschland und den Niederlanden zur Diskussion
stellen.

Interessenten werden gebeten sich per Email
(info at ghl-westmuensterland.de) anzumelden.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Das Westmünsterland zwischen Ruhrkampf und
Entnazifizierung

Datum: 22. September 2012
Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen
Münsterlandes e.V.
p/A Landeskundliches Institut Westmünsterland
Gasthausstraße 15
48691 Vreden
E-Mail: info at ghl-westmuensterland.de
URL: www.ghl-westmuensterland.de

Kontakt:
Thomas Ridder M.A.
E-Mail: thomas.ridder at imail.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 17 11:32:45 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 17 Sep 2012 11:32:45 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Geschichte und Kultur der Polen in Deutschland: LWL
baut als Traeger Dokumentationsstelle in Bochum auf
Message-ID: 50570A5D020000D60000932E@cl2x-sd2-vs>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 13.09.2012, 12:27


AKTUELL

Geschichte und Kultur der Polen in Deutschland
LWL baut als Träger Dokumentationsstelle in Bochum auf

In Form eines Internetportals will der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) als Träger einer künftigen
Dokumentationsstelle Dokumente, Fotos und Filme zur Geschichte
und Kultur der Polen in Deutschland allgemein zugänglich
machen. LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale
stellte das Konzept, das der LWL nach einer Machbarkeitsstudie
und einem Workshop mit Wissenschaftlern und Vertretern
polnischer Vereinigungen erarbeitet hat, am Mittwoch (12.09.)
im LWL-Kulturausschuss in Corvey vor.

Kernstück und "Eingangsbereich" des künftigen Internetportals
soll ein elektronischer Atlas der Erinnerungsorte sein. "Der
Atlas soll ausgehend von der NS-Zeit und den Orten der
NS-Verbrechen an Polen alle für die Geschichte und Kultur der
Polen in Deutschland wichtigen Erinnerungsorte enthalten und
dauernd erweitert werden. Er soll mit einer modernen Datenbank
verbunden werden, die nicht nur eigene Einträge enthält,
sondern auch mit anderen relevanten Datenbanken verbunden ist",
so Rüschoff-Thale. An der technischen Umsetzung habe das
Fraunhofer-Institut großes Interesse bekundet und Unterstützung
angekündigt, so die LWL-Kulturdezernentin weiter.

Der Aufbau der Dokumentationsstelle und der laufende Betrieb
sollen durch eine Förderung des Beauftragten der
Bundesregierung für Kultur und Medien, der bereits die
Machbarkeitsstudie gezahlt hat, finanziert werden. Die
Dokumentationsstelle soll eng mit dem LWL-Industriemuseum Zeche
Hannover in Bochum zusammenarbeiten, da das LWL-Museum schon
zahlreiche Ausstellungen und Projekte zur Geschichte und
Gegenwart von Migrationsbewegungen durchgeführt hat und der LWL
plant, seinen Museumsstandort langfristig zu einem Forum für
Migration und Interkultur auszubauen.

Zunächst soll die Dokumentationsstelle auch in das LWL-Museum
einziehen. Später soll sie im "polnischen Haus" Am Kortländer
in Bochum untergebracht werden, das zunächst noch saniert
werden muss. Die Machbarkeitsstudie hat Bochum als Standort der
Dokumentationsstelle empfohlen, da die westfälische
Ruhrgebietsstadt lange das Zentrum des polnischen Kulturlebens
in Deutschland bildete. Allein an der Klosterstraße, die heute
zum Teil Am Kortländer heißt, hatten vor rund 100 Jahren rund
30 polnische Organisationen und Institutionen ihren Sitz.

Da der Bundesbeauftragte signalisiert hat, dass er die
Dokumentationsstelle fördern wird, will der LWL kurzfristig
einen Förderantrag stellen. 2013 soll die Dokumentationsstelle
dann im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover eingerichtet werden.

Hintergrund
In Deutschland leben heute mehr als zwei Millionen Menschen mit
polnischer Muttersprache und polnischer Identität. Beide Völker
können auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück
blicken. Sie ist geprägt von Phasen des Kriegs, der Verfolgung
und des Leids, aber vor allem auch vom friedlichen
Zusammenleben, guter Nachbarschaft sowie vielfältigen
kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen.

Die Polen in Deutschland haben wesentlich zur kulturellen und
wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beigetragen. Neben
gegenseitigen Beeinflussungen in Musik, Literatur und Politik
vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert ist vor allem der
Beitrag der polnischen Zuwanderer zu erwähnen, die Ende des 19.
Jahrhundert als Landarbeiter und Industriearbeiter nach
Deutschland kamen. Am Vorabend des Ersten Weltkriegs lebte mehr
als eine halbe Millionen Menschen polnischer Herkunft und
polnischer Muttersprache im Ruhrgebiet. Sie arbeiteten dort
nicht nur in Zechen, Eisenhütten und Stahlwerken und trugen
damit zum Aufbau und Wohlstand des Landes bei, sondern
etablierten in Bochum, im Herzen des aufstrebenden Ruhrgebiets,
ein Zentrum der polnischen Verbände, Banken, Verlage und
Vereine, das ins gesamte Deutsche Reich ausstrahlte.

Trotz des Wegzugs von zwei Dritteln der so genannten Ruhr-Polen
aus dem Revier nach Wiedererstehen des polnischen Staates
konnte Bochum als Zentrum der Polen bis 1939 seine Bedeutung
erhalten.

Mit dem Überfall auf Polen, der Verschleppung und Vernichtung
wurden in vielen Teilen Deutschlands die Wurzeln des
gedeihlichen Zusammenlebens, des kulturellen und
wirtschaftlichen Austauschs zerschlagen. Die polnischen und
deutschen Grenzverschiebungen und die Einbindung in
unterschiedliche politische und militärische Bündnissysteme
nach dem Zweiten Weltkrieg haben lange Zeit die Annäherung und
Versöhnung der beiden Völker erschwert. Mit dem Aufbruch zur
Demokratisierung der Ostblockstaaten, der Anfang der 1980er
Jahre von Polen ausging, der endgültigen Bekräftigung der
Grenzen und dem Vertrag zur guten Nachbarschaft und
freundschaftlichen Zusammenarbeit haben beide Staaten 1991 die
Weichen für die gemeinsame Zukunft in einem zusammenwachsenden
Europa gestellt.

In der Phase des politischen Umbruchs sind hunderttausende
Menschen aus Polen nach Deutschland gekommen. Im Gegensatz zu
anderen Gemeinschaften von Zuwanderern tritt die Präsenz der
Polen in Deutschland jedoch oft nur zurückhaltend in
Erscheinung. Ihr weitreichender Beitrag zu einem gemeinsamen
kulturellen Erbe, ihre Bedeutung für die Entwicklung und
kulturelle Vielfalt in Deutschland ist daher vielen nicht
bewusst.

Die Orte der wechselvollen Geschichte und vielfältigen Kultur
der Polen in Deutschland sichtbar zu machen und ein Forum für
den Austausch über Erinnerung, Geschichte, Identität und Kultur
herzustellen ist, das Ziel der geplanten Dokumentationsstelle
zur Geschichte und Kultur der Polen in Deutschland. Um den
deutsch-polnischen Vertrag über gute Nachbarschaft und
freundschaftliche Zusammenarbeit vom 17. Juni 1991 zu erfüllen
hat der Bundestag am 10. Juni 2011 beschlossen, eine
Dokumentationsstelle zur Geschichte und Kultur der Polen in
Deutschland einzurichten.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 17 11:30:08 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 17 Sep 2012 11:30:08 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Die anderen Koenige: DFG finanziert Projekt eines
WWU-Historikers
Message-ID: 505709C0020000D60000932A@cl2x-sd2-vs>

Von: "Pressestelle der WWU Münster"
Datum: 13.09.2012, 12:01


AKTUELL

Die anderen Könige
DFG finanziert Projekt eines WWU-Historikers

Im "Schützenkönig" leben sie noch fort, die "anderen" Könige,
die bis zum Beginn der Neuzeit die französische Gesellschaft
bevölkerten. Zünfte, Genossenschaften, Spielleute und Herolde,
Prostituierte und Händler hatten ebenso ihre Könige wie
Bogenschützen und Adelsgesellschaften. Der münstersche
Historiker Dr. Torsten Hiltmann von der Universität Münster
untersucht das Phänomen in einem von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 210.000 Euro unterstützten
Projekt.

"Früher nahm man an, mit der Bezeichung eines Anführers als
'König' wolle man sich über den politischen König lustig
machen", erklärt Torsten Hiltmann sein Projekt. Im
"Kanevalsprinzen" spiegelt sich dieser Spott noch heute wider.
Aber, so die vorläufigen Ergebnisse der Historikers, bis zum
16. Jahrhundert war der Begriff des "Königs" einfach viel
weiter. Damit wurde einfach die soziale Stellung in einer
Gruppe definiert, häufig durch eine Wahl für einen gewissen
Zeitraum, zum Beispiel zur Vorbereitung eines Festes.

Erst danach wurde der Begriff eingegrenzt auf die politische
Stellung. "Für die Beschäftigung mit dem spätmittelalterlichen
Königtum, mit den in dieser Zeit geläufigen Vorstellungen von
Herrschaft und gesellschaftlicher Ordnung wie insgesamt für die
Auseinandersetzung mit den grundlegenden gesellschaftlichen
Veränderungsprozessen in dieser so wichtigen Epoche der
politischen und kulturellen Transformation, bieten die
'anderen' Könige neue, bisher unbekannte Perspektiven", sagt
Torsten Hiltmann.

Wie organisierte sich Gesellschaft jenseits der politischen
Strukturen? Wie wurden beispielsweise Jugendgruppen in die Welt
der Älteren eingebunden? Und was unterschied Frankreich und
Deutschland? Eine Frage, die Torsten Hiltmann besonders am
Herzen liegt, wurde er doch gleichzeitig in Paris und Dresden
promoviert. "In Deutschland wurde 'König' nur in der
Rheingegend verwendet", sagt er. In den anderen Teilen wurde
dagegen der 'Graf' besucht, noch heute als "Deichgraf"
geläufig. Die Funktionen aber ähnelten sich.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 17 11:36:46 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 17 Sep 2012 11:36:46 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vertraute Fremde: Neuer Geschichtswettbewerb startet
Message-ID: 50570B4E020000D600009335@cl2x-sd2-vs>

Von: "Stadt Münster"
Datum: 12.09.2012, 11:05


AKTUELL

Vertraute Fremde
Neuer Geschichtswettbewerb startet /
Stadtarchiv Anlaufstelle für Schüler und Lehrer

Nachbarn hat jeder, kennt jeder und jeder hat mit ihnen zu tun.
Der neue Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten fragt nach
diesen Einblicken in das Miteinander und Gegeneinander von
Menschen. Bis Ende Februar bleibt Schülerinnen und Schülern
Zeit zum Thema "Vertraute Fremde" auf Spurensuche zu gehen - in
der Familie, ihrem Stadtviertel, in ganz Münster. Auf welche
Unterstützung die Kinder und Jugendlichen dabei zählen können,
erfuhren 80 Lehrkräfte aus weiterführenden Schulen jetzt beim
Wettbewerbsauftakt im Stadtarchiv.

So öffnen sich die Türen in vielen Einrichtungen Münsters. Das
Stadtarchiv, so erläuterten Dr. Hannes Lambacher und Roswitha
Link, bietet Hilfe bei der Themensuche und berät bei Recherche
und Literatur. Das gilt auch für die Stadtbücherei und den
Geschichtsort Villa ten Hompel. Ohnehin steht ein großer Kreis
mit Rat und Tat zur Seite: das Landesarchiv, das LWL-Archivamt,
Bistumsarchiv und das Universitätsarchiv öffnen für die jungen
Forscher ihre Bestände. Bei der Suche nach Zeitzeugen ist
besonders auch der Stadtheimatbund hilfreiche Anlaufstelle.

Die angehenden Spurensucher haben beste Chancen, mit ihren
Beiträgen Neuland zu betreten. "Wissenschaftliche
Untersuchungen zum Thema 'Nachbarn' liegen kaum vor", hörten
die Lehrer von Prof. Dr. Saskia Handro, Beiratsmitglied der
Körber-Stiftung in Hamburg. Mit dem Motto sei nicht allein der
Nachbar hinterm Gartenzaun gemeint. Auch mit benachbarten
Ortsteilen, Städten oder sogar Ländern gibt es soziale
Beziehungen, die erforscht werden können. Stoff zum Thema
liefern zudem Feste, Traditionen, Streitfälle, Verleumdung oder
Fälle von Denunziation aus der Nazi-Diktatur.

Die Junghistoriker müssen in den sechs Wettbewerbsmonaten
durchaus Durchhaltevermögen beweisen. In jeder Schule stehen
ihnen indes Tutoren zur Seite, unterstützen mit Anregungen und
motivieren. Dass auch die Juroren sich am Ende ihre Aufgabe
nicht leicht machen, hörten die Lehrerinnen und Lehrer von
Mitgliedern der Jury: Schon in der Regionalausscheidung
bewerten zwei Gutachter unabhängig voneinander die Arbeit,
später - auf Bundesebene - können es bis zu sechs sein.


INFO

Zum Start des Geschichtswettbewerbs bietet das Stadtarchiv
kleine Schülerworkshops an. Hier gibt es Praxistipps für die
Themenfindung, Recherche, Aufbau der Arbeit und Zeitplanung.

Ansprechpartnerin ist
Roswitha Link
Tel.: 02 51 / 4 92 - 47 03
E-Mail LinkRoswitha at stadt-muenster.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 18 11:16:17 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 18 Sep 2012 11:16:17 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2012/31
Message-ID: 50585801020000D60000937D@cl2x-sd2-vs>

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 11.09.2012, 11:38


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2012-31 für den Zeitraum vom
08.09.2012 bis zum 14.09.2012 mit insgesamt 8 Titeln ist unter
der folgenden Internetadresse abrufbar:
http://www.ulb.uni-muenster.de/cgi/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2012-31&fach=wes




Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/

Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/landesbibliothek/recherche/nwbib/index.html
http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib





Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62


INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 18 11:27:05 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 18 Sep 2012 11:27:05 +0200
Subject: [WestG] [POS] LWL-Denkmalpflege,
Mitarbeiter/in fuer Presse- und Oeffentlichkeitsarbeit, Muenster
Message-ID: 50585A89020000D600009382@cl2x-sd2-vs>

Von: "Bianca Schomaker"
Datum: 17.09.2012, 12:22


STELLENAUSSCHREIBUNG

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe sucht für die
LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen in
Münster zum nächstmöglichen Termin eine/n

Mitarbeiter/in für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Ihre Aufgaben:
- Beauftragte/r für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des
Amtes
- Planung, Entwicklung und Durchführung von Fachtagungen,
Exkursionen und Wanderausstellungen
- Erstellung von Presseinformationen in Zusammenarbeit mit der
LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
- Planung und Durchführung von Projekten und Veranstaltungen im
Rahmen der zentralen Öffentlichkeitsarbeit
- Kontaktpflege zu regionalen und überregionalen Medien


Ihr Profil:
- abgeschlossenes Studium vorzugsweise in
Kommunikationswissenschaften, Medienmanagement, einer
Kulturwissenschaft, der Architektur oder einer vergleichbaren
einschlägigen Studienrichtung
- sehr gute Kenntnisse im Bereich der Denkmalpflege und/oder
der Stadtplanung und/oder der Baukultur und/oder der
Landschafts- bzw. Gartenkultur
- Berufserfahrung im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
idealerweise in einer kulturellen Einrichtung
- ausgeprägte Kreativität und Organisationsgeschick
- Kommunikationsstärke
- ein hohes Maß an Eigeninitiative und Bereitschaft zur
Teamarbeit


Unser Angebot:
- eine interessante Aufgabe bei einem öffentlich-rechtlichen
Arbeitgeber in Westfalen-Lippe mit Dienstsitz in Münster
- eine Vergütung nach aktuell EG 11 TVöD

Bei uns sind die Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht;
Frauen werden gem. Landesgleichstellungsgesetz
Nordrhein-Westfalen bei gleicher Eignung, Befähigung und
fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in
der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Bei Rückfragen zum Aufgabengebiet steht Ihnen Herr Dr.
Harzenetter (Tel.: 0251 591-4035) gerne vorab zur Verfügung

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Ihre
Bewerbung.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
39/12 bis zum 06.10.2012 (Eingangsstempel LWL) an den

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster
URL: www.lwl.org






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 18 11:38:20 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 18 Sep 2012 11:38:20 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Kalender der Arbeitsgemeinschaft Historische
Stadtkerne OWL "Denkmal des Monats" erschienen
Message-ID: 50585D2C020000D600009387@cl2x-sd2-vs>

Von: "Regina Nickl"
Datum: 14.09.2012, 10:11


AKTUELL

Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne, Regionalgruppe OWL:
Kalender 2013 "Denkmal des Monats"

Im Jubiläumsjahr 2012 ist er ein anschaulicher Beleg für die
Einzigartigkeit der historischen Stadt- und Ortskerne in
Ostwestfalen-Lippe

Die Arbeitsgemeinschaft "Historische Stadtkerne in
Nordrhein-Westfalen" feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges
Bestehen. Daher ist es besonders erfreulich, dass auch in
diesem Jahr für 2013 ein Kalender "Denkmal des Monats" für den
Bereich Ostwestfalen-Lippe herausgegeben werden konnte. Zwölf
Städte aus der Region mit historischen Stadt- und Ortskernen
präsentieren jeweils ein Baudenkmal. Aus der Fülle ihrer
Möglichkeiten hat jede Stadt ein Objekt ausgewählt, so dass
eine große Bandbreite von Denkmälern und unterschiedliche
Epochen in diesem Kalender vorgestellt werden können. Auf einer
zweiten Seite werden weitere Erläuterungen zum jeweiligen
Baudenkmal gegeben sowie die Stadt kurz dargestellt, mit
geschichtlichem Überblick, Sehenswürdigkeiten und
Erlebnishöhepunkten des Kalenderjahres.

Seit der Gründung im Jahre 1987 bietet die Arbeitsgemeinschaft
den beteiligten Städten ein Forum für Erfahrungsaustausch und
gegenseitige Hilfestellung bei ähnlich gelagerten Problemen. In
Ostwestfalen- Lippe trifft sich die Regionalgruppe mindestens
zweimal im Jahr zum Erfahrungsaustausch. Hier werden aktuelle
und über den Tag hinausreichende Problemstellungen und
Lösungsansätze miteinander erörtert.

Im 26. Jahr des Bestehens sind vor allem die finanziellen
Sorgen der Städte und Gemeinden nicht kleiner geworden. Auch
für die nächsten Jahre stehen die Städte der
Arbeitsgemeinschaft vor großen Herausforderungen. Die Pflege
und Förderung des baukulturellen Erbes, die Weiterentwicklung
der Stadt sowie die Stärkung der Innenstadtfunktion sind
Daueraufgaben, die kontinuierliches fachliches und vor allem
finanzielles Engagement erfordern. Zudem sind der tief
greifende Strukturwandel im Einzelhandel und die
Herausforderungen der demographischen Entwicklung von den
Mitgliedsstädten zu meistern, bei einer oft angespannten
Haushaltslage.

Eine finanzielle Unterstützung der Denkmaleigentümer durch die
öffentlichen Haushalte ist kaum noch möglich. Umso mehr
verdienen die Eigentümer, die oft mit hohem finanziellem und
persönlichem Aufwand für den Erhalt ihrer Denkmäler sorgen und
damit unsere Stadtbilder verschönern und für Besucher und
Bewohner attraktiv machen, unsere Anerkennung. Hierzu und zur
weiteren Stärkung des Bewusstseins für das bauhistorische Erbe
in der Öffentlichkeit soll auch dieser Kalender beitragen.

Der Kalender 2013 bietet wieder zahlreiche Anregungen, sich mit
den historischen Stadtkernen und ihrer Geschichte zu
beschäftigen: Blomberg zeigt seine behutsam restaurierte
ehemalige Synagoge von 1808, die heute als Stadtarchiv dient.
Da sie bereits 1937 von der jüdischen Gemeinde verkauft wurde,
blieb das Gebäude von den Zerstörungen des Novemberpogroms 1938
verschont. Detmold imponiert mit dem Palais im Palaisgarten,
der heutigen Hochschule für Musik. Es war ein Geschenk des
Grafen Friedrich Adolph an seine Gattin Amalie und wurde 1718
fertig gestellt. Gleichzeitig mit dem Hausbau begann man mit
der Anlage des Parks, der heute der Musik und den Studierenden
eine wunderbare Kulisse mit altem Baumbestand, Brunnenanlagen
und Kaskaden bietet.

Höxter zeigt die imposante Obermühle an dem Bachlauf Grube,
1837 an einer Stelle errichtet, an der bereits seit 1305 eine
Mühle des Abtes von Corvey nachgewiesen ist. Warburg zeigt das
Museum und Stadtarchiv Haus Stern, einen mittelalterlichen
Adelshof. Ebenfalls beeindruckende Stadthäuser zeigen Horn-Bad
Meinberg, Lügde und Nieheim. Eher klein, aber fein stellen sich
Bad Salzuflen, Minden und Schieder-Schwalenberg mit
Fachwerkhäusern vor, in denen offensichtlich gern gelebt wird.
Brakel schenkt uns mit der gotischen Rolandsäule von 1385 eine
kleine Besonderheit: Dieses Zeichen des Marktrechtes gibt es in
Westfalen nur noch vergleichbar im sauerländischen Marsberg. Zu
guter Letzt präsentiert sich Lemgo mit seinem historischen
Rathaus, einem Wahrzeichen der Weserrenaissance, dessen
Fassaden dank Landesförderung in den vergangenen Jahren
umfassend saniert werden konnten.

Allesamt tragen diese Baudenkmäler zum Wohlfühlfaktor in ihren
jeweiligen Städten bei und dienen als Anziehungsorte für
Touristen. Unsere historischen Städte bieten aber nicht nur
sehenswerte Baudenkmäler und attraktive Stadträume, sondern
auch viele kulturelle Veranstaltungen und Stadtfeste mit einem
ganz besonderen Flair. Hinweise darauf finden Sie auf dem
jeweiligen zweiten Blatt des Monats.

Bürgermeister Dr. Reiner Austermann als Vorsitzender der
Regionalgruppe OWL dankt allen, die an diesem Kalender
mitgewirkt haben, der Fotografin Christiane Herl aus Hattingen,
der Merkur Druck GmbH & Co. KG aus Detmold, besonders auch dem
Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des
Landes Nordrhein-Westfalen für die finanzielle Unterstützung.

Der Kalender 2013 "Denkmal des Monats" ist in den
Mitgliedsstädten der Regionalgruppe bei verschiedenen
Einrichtungen wie z.B. Tourismusbüro, Museen, Stadtmarketing,
Buchhandel oder den Eigentümern der abgebildeten Denkmäler zum
Preis von unter 10 ? erhältlich.


INFO

Geschäftsstelle der Regionalgruppe
Ostwestfalen-Lippe der Arbeitsgemeinschaft
Historische Stadtkerne in Nordrhein-Westfalen

Regina Nickl
Stadt Lemgo
Stadtplanung -
32655 Lemgo
Tel. 05261/213-324
Fax 05261/213-5324
E-Mail: r.nickl at lemgo.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 18 11:41:22 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 18 Sep 2012 11:41:22 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Kloster Dalheim plant Ausstellung ueber Todsuenden
Message-ID: 50585DE2020000D60000938C@cl2x-sd2-vs>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 13.09.2012, 10:55


AKTUELL

Kloster Dalheim plant Ausstellung über Todsünden

Das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur in Lichtenau-Dalheim
(Kreis Paderborn) plant eine Ausstellung über die "Sieben
Todsünden". Die Ausstellung werde rund 1,6 Millionen Euro
kosten und im Frühsommer 2015 starten, hieß es am Mittwoch
(12.9.) im Kulturausschuss des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL). Den endgültigen Beschluss fällt der
LWL-Landschaftsausschuss am 5. Oktober.

Die Sieben Todsünden (Superbia/Hochmut, Avaritia /Geiz bzw.
Habgier, Luxuria /Wollust, Invidia /Neid, Gula/Völlerei,
Ira/Zorn und Acedia/Trägheit) hätten als Thema in der Gegenwart
in vielfältiger Form und Bedeutung Konjunktur, sagte
LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale in der
Ausschusssitzung auf Schloss Corvey: "Der Werbeslogan 'Geiz ist
geil!' propagiert gleich zwei Todsünden und hat sich uns tief
eingeprägt. In vielen Bereichen taucht heute die Todsünde
wieder auf, meist jedoch ohne ihre ursprünglich theologische
Bedeutung."

Die Ausstellung solle vor allem zu den historischen Wurzeln und
der Ideengeschichte der "Sieben Todsünden" führen. Die
Umsetzung in einem Museum für Klosterkultur biete sich geradezu
an, denn die Idee der Todsünden entstand bei den Vorläufern des
monastischen Lebens, den Wüstenvätern des 4. und 5.
Jahrhunderts.

Die "Todsünden" als universelles, wohldurchdachtes System zur
Beschreibung menschlicher Verhaltensweisen übten aber auch auf
die moderne Psychologie einen Reiz aus. Die "Todsünden" könnten
anthropologische Konstanten spiegeln und deshalb auch dazu
beitragen, das moralisch-ethische Verhalten heutiger Menschen
zu reflektieren, so die Vorlage für die Abgeordneten. Somit
solle die Ausstellung auch dazu beitragen zu verstehen, was das
Konzept der "Todsünden" heute noch bedeute.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 18 13:28:05 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 18 Sep 2012 13:28:05 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Entscheidung fuer Schlossplatz macht bundesweit
Schlagzeilen
Message-ID: 505876E5020000D6000093A2@cl2x-sd2-vs>

Von: "Stadt Münster"
Datum: 18.09.2012, 12:00


AKTUELL

Entscheidung für Schlossplatz macht bundesweit Schlagzeilen
Medien über Münster: "Ein Stück Demokratie gepaart mit gesundem
Weitblick"

Das Ergebnis des Bürgerentscheids in Münster hat bundesweit für
Schlagzeilen und Anerkennung gesorgt. Das Presseamt der Stadt
registrierte seit Sonntagabend Hunderte Berichte von
überregionalen Zeitungen, Zeitschriften, Online-Medien, Radio
und Fernsehen. Eine Auswahl kann im Portal muenster.de auf der
Homepage des Presseamtes abgerufen werden
(www.muenster.de/stadt/medien).

Vor dem "Showdown am Schlossplatz" (ARD-Morgenmagazin) hatten
manche Medien noch gerätselt und nach Erklärungen gesucht,
warum "Hindenburger und Anti-Hindenburger" (Frankfurter
Allgemeine Zeitung) in Münster über Monate so ausgiebig und
teils heftig diskutierten. Nach der Abstimmung kam "viel Lob
für das Nein der Münsteraner zu Hindenburg" (Westdeutsche
Zeitung). Das Ergebnis habe Signalwirkung und sei
"friedensstiftend" (Kölnische Rundschau): "Das alles ist ein
Stück Demokratie gepaart mit gesundem Weitblick"
(Humanistischer Pressedienst) - "Bravo Münster, Stadt des
Westfälischen Friedens!" (Junge Welt).

Tatsächlich habe sich "keine andere Stadt so intensiv mit
Straßennamen und deren Bedeutung für die Identität und das
Selbstbild der Stadtgesellschaft auseinandergesetzt", ist
Oberbürgermeister Markus Lewe überzeugt. "Wie Münster dieses
Verfahren absolviert hat, kann anderen Kommunen als Beispiel
dienen, denen diese Auseinandersetzung noch bevorsteht."
Medienberichte geben ihm recht. "In vielen NRW-Städten
diskutieren die Bürger über die Beibehaltung des Namens
(Hindenburg) auf den Schildern" - das Abstimmungsergebnis in
Münster "sollte (?) die Öffentlichkeit zumindest zum Nachdenken
bewegen" (Rheinische Post).






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 19 11:25:06 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 19 Sep 2012 11:25:06 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag und Fuehrung zur Iserlohner Gartenkultur im
19. Jahrhundert, Iserlohn, 25.09.2012
Message-ID: 5059AB92020000D6000093DE@cl2x-sd2-vs>

Von: "Stadt Iserlohn"
Datum: 19.09.2012, 08:50


AKTUELL

Vortrag und Führung zur Iserlohner Gartenkultur im 19.
Jahrhundert

Dem Thema "Iserlohner Gartenkultur im 19. Jahrhundert" widmet
sich Götz Bettge in einem Vortrag mit anschließender Führung am
Dienstag, 25. September. Der Vortrag des früheren
Stadtarchivars beginnt um 18.30 Uhr im

Schon 1992 erinnerte das Stadtarchiv mit einer Ausstellung und
einer Begleitpublikation an Villen und Gärten des Iserlohner
Bürgertums im 19. Jahrhundert. Mit dem damaligen Projekt sollte
auch die Bereitschaft geweckt werden, kaum beachtete
Gartenanlagen zu erhalten oder wiederherzustellen. Nach der
Anlage des Parkplatzes an der Schauburg fragen inzwischen immer
mehr Bürger nach dem Gartenhaus unter den beiden Rotbuchen. Es
ist wohl das letzte Gartenhaus aus dem 19. Jahrhundert im
Stadtgebiet und damit ein nicht unbedeutendes historisches
Zeugnis.

Nach dem Einführungsvortrag im Stadtarchiv wird Götz Bettge mit
Interessierten auch einen erläuternden Blick auf die
Gartenanlage der ehemaligen "Villa Bellevue" (Herbers/Romberg)
zwischen Stenner- und Baarstraße und auf das Gartenhaus
zwischen Schauburg und Post werfen.


INFO

Der Eintritt kostet vier Euro, Ermäßigungsberechtigte zahlen
zwei Euro; Schüler und Studierende können kostenfrei teilnehmen.

Stadtarchiv in der "Alten Post"
Theodor-Heuss-Ring 5
58636 Iserlohn
Tel.: 02371 / 217-1920
Fax: 02371 / 217-2982
Mail: archiv at iserlohn.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 19 11:28:34 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 19 Sep 2012 11:28:34 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Thomsen,
Arne: Katholisches Krankenhauswesen im Ruhrrevier
Message-ID: 5059AC62020000D6000093E8@cl2x-sd2-vs>

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 18.09.2012, 08:27
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


LITERATUR

Thomsen, Arne: Katholisches Krankenhauswesen im Ruhrrevier.
Entwicklungen und Akteure von den Anfängen der
Industrialisierung bis zum Ersten Weltkrieg. Quellen und
Studien. Veröffentlichungen des Instituts für
kirchengeschichtliche Forschung des Bistums Essen, Band 14, 210
S., mit Fotos, Aschendorff: Münster 2012, ISBN 978-3-402-14621.
29,80 EUR

Mit der Entstehung des rheinisch-westfälischen Industriegebiets
entwickelte sich ein katholisches caritatives Milieu. Ein
sichtbarer Ertrag waren die oft aus kleinsten Anfängen
entstehenden Krankenhäuser. Die vormals rudimentäre ärztliche
Versorgung des Ruhrgebietes konnte durch die neuen Anstalten
deutlich verbessert werden. Auch die nach der Säkularisierung
brachliegende Ordenskrankenpflege bekam durch viele
Kongregationen ab der Mitte des 19. Jahrhunderts einen neuen
Auftrieb. Ihre Mitglieder übernahmen die Krankenpflege in
insgesamt 85 Hospitälern an Rhein, Ruhr und Emscher.

Am Beispiel des Ruhrgebietes untersucht der Autor die
Entwicklung der katholischen Krankenhäuser während der
Industrialisierung bis zum Ersten Weltkrieg, wobei ein
Hauptaugenmerk auf den Strukturen sowie den sozialen und
religiösen Motiven der Akteure dieses Prozesses liegt. Dabei
wird berücksichtigt, dass das Ruhrgebiet, ganz anders als im
übrigen Deutschland, an vielen Orten durch eine Bevölkerung
gemischtkonfessioneller und multinationaler Herkunft geprägt
war.

Mit der vorliegenden Studie wird erstmalig ein
Krankenhausmodell in einem räumlich größeren Bereich als einer
Stadt untersucht. Die Erforschung des Krankenhauswesens, die in
der Vergangenheit stark auf architekturhistorische
Entwicklungen der Häuser konzentriert war, wird in der
Untersuchung durch eine sozialhistorische Perspektive 'von
unten' erweitert.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 19 11:33:24 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 19 Sep 2012 11:33:24 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Hartmut-Vogler-Preis fuer das Museum fuer
Westfaelische Kultur
Message-ID: 5059AD84020000D6000093ED@cl2x-sd2-vs>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 14.09.2012, 11:01


AKTUELL

Hartmut-Vogler-Preis für das Museum für Westfälische Kultur
LWL betreut Ausstellung auf Haus Nottbeck inhaltlich

Das auf Initiative der Literaturkommission beim
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) begründete und von ihr
inhaltlich betreute Museum für Westfälische Literatur auf dem
Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg wurde am 7.
September 2012 mit dem Hartmut-Vogel-Preis der Berliner
"Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und
Gedenkstätten Deutschlands" ausgezeichnet. Damit setzte sich
das Museum gegen rund 220 Mitbewerber durch. Mit dem Preis, der
mit 5000 Euro dotiert ist, werden besondere Leistungen im
Bereich der Literaturvermittlung gewürdigt.

"Ausgehend von der aktuellen Diskussion über innovative
Ausstellungskonzepte überzeugt das Museum mit außergewöhnlichen
Inszenierungen literarischer Themen und fantasievollen
Vermittlungsprojekten", heißt es in der Begründung der Jury.
"Das ist natürlich eine schöne Bestätigung unserer Arbeit",
freut sich Prof. Dr. Walter Gödden, Geschäftsführer der
LWL-Literaturkommission und wissenschaftlicher Leiter des
Museums, von dem seinerzeit die Idee zu dem Museum ausging.

Für Dr. Barbara Rüschhoff-Thale, Kulturdezernentin des LWL, ist
der Preis "ein wichtiger Impuls für die gesamte
Literaturlandschaft Westfalen, die sich mehr und mehr zu einem
Markenzeichen entwickelt". Haus Nottbeck zeige, wie eine aktive
und attraktive Literaturpflege heute aussehen könne. Dabei
denke sie vor allem auch an das im Aufbau befindliche neue
Droste-Museum auf Haus Hülshoff, von dem bald eine ähnlich
positive Strahlkraft ausgehen soll.


INFO

Kulturgut Haus Nottbeck
Museum für Westfälische Literatur
Stromberg
Landrat-Predeick-Allee 1
59302 Oelde
Tel: 02529 / 94 55 90
Fax: 02529 / 94 55 91
URL: www.kulturgut-nottbeck.de
E-mail: info(at)kulturgut-nottbeck.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 19 12:39:02 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 19 Sep 2012 12:39:02 +0200
Subject: [WestG] [TOC] damals und heute, Nr. 20 vom 11.09.2012
Message-ID: 5059BCE6020000D6000093F8@cl2x-sd2-vs>

Von: "Bernhard Kößmeier"
Datum: 19.09.2012, 11:11


SERVICE: TOC

Bernhard Kößmeier Hrsg.
damals und heute
Nr. 20
Delbrück 11.09.2012



S. 1-4
Wieners, Johannes / Kretschmann, Gerhard
Robert von Loevenberg - Amtsbürgermeister der
Stadt Delbrück (20.April bis 29. Juni 1945)






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 19 12:41:27 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 19 Sep 2012 12:41:27 +0200
Subject: [WestG] [PROJ] Netzwerk "Eisenstrasse Suedwestfalen": Wir sind
schon unterwegs
Message-ID: 5059BD77020000D6000093FD@cl2x-sd2-vs>

Von: "Susanne Thomas"
Datum: 19.09.2012, 11:04


PROJEKT

"Wir sind schon unterwegs"

Der Wendener Bürgermeister Peter Brüser konnte gemeinsam mit
der Museumsleitung Monika Löcken rund 35 ehren- und
hauptamtliche Eisenstraßeakteure begrüßen, die sich im Museum
Wendener Hütte eingefunden haben, um unter dem Motto "Wir sind
schon unterwegs" das gemeinsame kulturtouristische Netzwerk
"Eisenstraße Südwestfalen" der Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Eisenstraße Südwestfalen bildet eine alte Wirtschafts- und
Verkehrsachse zwischen dem ehemaligen Siegerländer
Bergbaugebiet und der Kleineisenindustrie in der märkischen
Region, auf denen allen Territorial-, Religions- und
Sprachgrenzen zum Trotz fleißige Fuhrmänner eine unzählbare
Menge an Gütern bewegt haben. Die Kulturroute Eisenstraße
Südwestfalen ist somit kein künstliches Konstrukt, sondern eine
historisch gewachsene "echte" Kulturroute. Mittlerweile haben
die Ruhr-Sieg-Eisenbahn, die Bundesstraße 54 und zu guter Letzt
die Autobahn 45 die alte Eisenstraße überholt und abgelöst.

Der jahrhundertelange wirtschaftliche Austausch hat tiefe
Spuren in der Kulturlandschaft Südwestfalens hinterlassen, die
über das Projekt Eisenstraße Südwestfalen sichtbar gemacht und
zum Erzählen gebracht werden sollen: angefangen von den
Industrie- und Technikmuseen, über industriekulturelle
Wanderwege, Bodendenkmale wie Hohlwege, Landhecken und Spuren
alten Bergbaus bis hin zu Anekdoten, Sagen und
Persönlichkeiten. Hans-Ludwig Knau, der die historische
Wegeforschung mit tatkräftiger Unterstützung von Dr. Rolf
Heinen aus Drolshagen und insbesondere vom Historikerteam Frau
Irene Rumpler aus Ennepetal und Herrn Dr. Andreas Bingener aus
Siegen begleitet, erzählte anschaulich, welche interessanten
Kleinode der Reisende auf der Eisenstraße entdecken kann.

Insgesamt 13 Kommunen wirken an dem Netzwerk Eisenstraße
Südwestfalen mit: der Kreis Altenkirchen, die Gemeinden
Neunkirchen, Burbach und Wilnsdorf, die Städte Siegen, Kreuztal,
Hilchenbach, Freudenberg in Kreis Siegen-Wittgenstein, die
Gemeinde Wenden und die Stadt Drolshagen im Kreis Olpe, die
Städte Altena und Kierspe im Märkischen Kreis sowie die Stadt
Ennepetal im Ennepe-Ruhr-Kreis. Die Vertreter der
Partner-Kommunen machten deutlich, dass alle Kommunen ein
eigenes industriekulturelles Alleinstellungsmerkmal mit ganz
individuellen, markanten Orten vorweisen können. Der Besucher
kann sich also seine Reise entlang der 180 km langen
Eisenstraßen äußerst abwechslungsreich gestalten.

Die Eisenstraße Südwestfalen ist eines der vielen Bausteine des
Regionale2013-Projektes "WasserEisenLand Südwestfalen -
Industriekultur in Südwestfalen". Im Rahmen des
Pressegespräches hat daher Martin Müller von der Südwestfalen
Agentur auf die zentrale Bedeutung von Industriekultur und von
"WasserEisenLand" für die Identität der Region Südwestfalen
hingewiesen. Herr Stephan Sensen als erster Vorsitzender des
Vereins "WasserEisenland e. V." führte kurz in die 2.500 Jahre
alte Industriegeschichte der Region ein und erläuterte den
Teilnehmern die bedeutende Rolle der Eisenstraße Südwestfalen
im "WasserEisenLand". Das Ministerium für Bauen, Wohnen,
Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
unterstützt die Entwicklung von Industriekultur zu einem
Alleinstellungsmerkmal des industriestarken Landes NRW. Der
Ansprechpartner für Industriekultur NRW, Rainer Klenner,
verortete die Stellung von "WasserEisenLand" mit der
Eisenstraße im Industrienetzwerk NRW und in der "Europäischen
Route der Industriekultur" (ERIH).

Die Eisenstraße Südwestfalen wird über die Regionale
Kulturpolitik des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend,
Kultur und Sport Landes NRW finanziell gefördert. Die
Projektkoordination haben Frau Susanne Thomas von der
Kulturregion Südwestfalen mit dem Sitz beim Kulturamt
Märkischer Kreis in Altena gemeinsam mit Frau Katrin Stein,
freie Architektin aus Kreuztal, übernommen. Dort können sich
Interessenten auch über die Möglichkeiten einer aktiven
Teilnahme informieren.

Auf der Internetseite www.eisenstrasse-suedwestfalen.de können
sich Bürger und Besucher über die Eisenstraße informieren und
die erste Tourismusbroschüre herunterladen.

Der Dank gilt insbesondere den vielen ehrenamtlichen Akteuren,
die bislang mehr als 1.000 Arbeitsstunden in das Projekt
gesteckt haben.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 20 11:28:29 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 20 Sep 2012 11:28:29 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Religioeser Wandel im Muensterland im
Kontext der Konzilsepoche, Telgte, 25.09.2012
Message-ID: 505AFDDD020000D600009445@cl2x-sd2-vs>

Von: "Anja Schöne"
Datum: 19.09.2012, 12:57


AKTUELL

Vortrag von Prof. Wilhelm Damberg anlässlich des 50. Jubiläums
des Zweiten Vatikanischen Konzils

Am 25. September um 19 Uhr wird der Theologe und Historiker
Prof. Wilhelm Damberg im Museum RELíGIO den Vortrag "Religiöser
Wandel im Münsterland im Kontext der Konzilsepoche" halten.
Anläßlich des 50. Jubiläums der Eröffnung des Zweiten
Vatikanischen Konzils (1962-1965) wird der Vortrag die
Veränderungen des religiösen Lebens am Beispiel der
Katholischen Kirche und des Katholizismus in dieser Epoche
behandeln. Dabei wird zunächst die religiöse Welt des
(überwiegend katholischen) Münsterlandes in der Nachkriegszeit
beschrieben, um dann am Beispiel des Bistums Münster die
vielschichtigen Umbrüche im Zuge der konziliaren Reformen und
deren Folgen zu behandeln, die vielfach mit der "Erosion des
katholischen Milieus" umschrieben werden.

Prof. Dr. Wilhelm Damberg, geb. 1954 in Münster, studierte
Katholische Theologie und Geschichte in Münster. Er ist seit
2000 Professor für Kirchengeschichte des Mittelalters und der
Neuzeit an der Ruhr-Universität Bochum und Vorsitzender der
Wissenschaftlichen Kommission für Zeitgeschichte in Bonn. Vor
dem Vortrag besteht die Möglichkeit, sich die neue
Dauerausstellung des Museums anzusehen.


INFO

RELíGIO
Westfälisches Museum für religiöse Kultur
Herrenstr. 1-2
48291 Telgte
URL: www.museum-religio.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 20 11:34:47 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 20 Sep 2012 11:34:47 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Fuehrung: "Tausend Jahre Wissen - Die Rekonstruktion
der Bibliothek der Reichsabtei Corvey", Muenster, 22.09.2012
Message-ID: 505AFF57020000D60000944A@cl2x-sd2-vs>

Von: "Mechthild Black-Veldtrup"
Datum: 19.09.2012, 14:50


AUSSTELLUNG

Führung durch die Ausstellung "Tausend Jahre Wissen - Die
Rekonstruktion der Bibliothek der Reichsabtei Corvey" im
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen

Am 22. September 2012, 14 Uhr, findet eine öffentliche,
kostenlose Führung durch die Ausstellung "Tausend Jahre Wissen
- Die Rekonstruktion der Bibliothek der Reichsabtei Corvey" im
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen in
Münster, Bohlweg 2, mit Dr. Thomas Reich statt.

Kloster Corvey gehört zu den bedeutendsten Klöstern aus
karolingischer Zeit. Im Mittelpunkt der Wanderausstellung steht
die Klosterbibliothek mit ihren großen und vielfältigen
Buchbeständen, die Corvey rückblickend als universelles
Wissensarchiv mit einem hohen theologischen, kulturellen und
historischen Anspruch erscheinen lassen. Die vor 200 Jahren
aufgelöste Bibliothek der Abtei konnte in einem
Forschungsprojekt der Universität Paderborn bereits teilweise
rekonstruiert und auf einer Internetplattform
(http://nova-corbeia.uni-paderborn.de/) virtuell wieder
zusammengeführt werden.

Das Archiv verwahrt darüber hinaus sehr wertvolle
Corvey-Bestände aus der frühen Klosterzeit, die den Schwerpunkt
der Ausstellungsstation in Münster ausmachen. Erstmals können
zwei der wertvollsten erhaltenen Bücher aus der Frühzeit der
Bibliothek zusammen gezeigt werden: Das Corveyer Evangeliar,
das um 840 entstanden ist, und der Liber Vitae, das
Verbrüderungsbuch der Abtei Corvey aus dem 12. Jahrhundert.


INFO

Kontakt:
Dr. Mechthild Black-Veldtrup
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
Bohlweg 2
48147 Münster
Tel.: 0251-48850
Fax: 0251-4885100
E-Mail: mechthild.black-veldtrup at lav.nrw.de
URL: www.lav.nrw.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 20 11:43:05 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 20 Sep 2012 11:43:05 +0200
Subject: [WestG] [KONF] Sowjetische Kriegsgefangene als Opfer und als
Erinnerungsthema, Bielefeld / Schloss Holte-Stukenbrock, 22.-24.11.2012
Message-ID: 505B0149020000D60000944F@cl2x-sd2-vs>

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 20.09.2012, 09:19
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


KONFERENZ

Werkstatt Geschichtsarbeit und historisch-politisches Lernen
zum Nationalsozialismus 2012:
Sowjetische Kriegsgefangene als Opfer und als Erinnerungsthema
Stukenbrock/ Bielefeld
22. bis 24. November 2012

Diese jährliche Fachtagung für Geschichtsinteressierte aus
Vereinen, Gedenkstätten und Bildungsarbeit in NRW findet 2012
in Bielefeld und Schloß Holte-Stukenbrock statt. Anknüpfend an
die Arbeit der Dokumentationsstätte Stalag 326, wird das Thema
"Sowjetische Kriegsgefangene als Opfer und als
Erinnerungsthema" im Zentrum des Programms stehen. Neben
Vorträgen und Diskussionen werden mehrere themen- und
methodenorientierte Workshops am 23. November angeboten. Zu den
Einleitungsvorträgen am 22. und zum Schlussvortrag am 24.
November (die in der VHS Bielefeld stattfinden) sind alle
Interessierten herzlich willkommen.

PROGRAMM

Donnerstag, 22. November 2012 Anreise bis ca. 16.00 Uhr zum
Hotel in Bielefeld 17.00 Uhr: Begrüßung und Einführung
(Veranstalter) in der Volkshochschule Bielefeld 17.30-19.00
Uhr: Sowjetische Kriegsgefangene im II. Weltkrieg, das Stalag
VI A und die schwierige Annäherung an eine Gedenkstätte.
Vortrag von Oliver Nickel und Diskussion 19.00 Uhr: Abendimbiss
20.00 Uhr: Die Kriegsgefangenschaft sowjetischer Soldaten in
sowjetisch-russischen Wahrnehmungen und Diskursen. Vortrag von
N.N. und Diskussion

Freitag, 23. November 2012

9.00 Uhr: Bus-Transfer vom Hotel zur Dokumentationsstätte
Stalag VI A in Stukenbrock 9.30-12.30 Uhr: Einführung in die
Dauerausstellung der Dokumentationsstätte Stalag VI A, Rundgang
zu baulichen Resten des Lagers und über Friedhof und Mahnmalen
(in Gruppen) - mit Oliver Nickel u. a. 12.45 Uhr: Mittagessen
(im Restaurant der Polizeischule Stukenbrock) 14.00 Uhr: Kurze
Vorstellung der Workshops 14.30-18.00 Uhr: Workshops
Häftlingszeichnungen als Quelle für Forschung und Pdagogik -
mit einem Exkurs zur Lernplattform der Dokumentationsstätte
Stalag 326 - mit Olga Heptin und Oliver Nickel Engagement,
Erinnerungs- und Bildungsarbeit zu ehem. sowjetischen
Kriegsgefangenen: "Kontakte - Kontakty e.V." und die Angebote
der Gedenkstätte Lager Samndbostel - mit Dmitri Stratievski
(Kontakte-Kontakty) und Carola Pliska (Gedenkstätte Lager
Sandbostel) "Gute Gedenkstättenfahrten" - Bedingungen des
Gelingens - Mit Stefan Berger und N.N. (IBB) 18.15 Uhr:
Transfer nach Bielefeld 19.00 Uhr: Abendessen 20.30 Uhr: Zwei
Kurzfilme zum Thema: "US-Befreiungsfilm" (1945) und "Rotarmist
in deutscher Hand" (1993)

Samstag, 24. November 2012 (in der VHS Bielefeld) 9.00-10.30
Uhr: Projektebörse - Pläne, Kurzberichte und Nachrichten aus
Vereinen, Gedenkstätten, Museen, politischer Bildung und
Geschichtswerkstätten 11.00-12.30 Uhr: "Gruppenbezogene
Menschenfeindlichkeit" als Herausforderung für politische
Bildung und Gedenkstättenarbeit. Vortrag von Michael Müller
(Universität Bielefeld/ Institut für interdisziplinäre
Konflikt- und Gewaltforschung) und Diskussion

Veranstalter: Bildungswerk der Humanistischen Union NRW -
Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte NRW -
Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V. -
Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne ? Volkshochschule
Bielefeld; mit Unterstützung der Landeszentrale für politische
Bildung NRW

Informationen zum Anmeldeverfahren ist der Website
www.hu-bildungswerk.de zu
entnehmen.



------------------------------------------------------------------------------------------------
Hinweis der Moderatoren [MW]
Das Kriegsgefangenen- und spätere Internierungslager
Stukenbrock wurde 1948 an das Land Nordrhein-Westfalen
übergeben. In der Folgezeit diente das als "Sozialwerk
Stukenbrock" betriebene Lager als Unterkunft für Flüchtlinge
und Vertriebene. Einmalige Einblicke in das Leben im Lager gibt
ein online abrufbarer Film von Udo Plückelmann, der 1962
entstand.

Gerd Plückelmann / Marcus Weidner
"Brücke zur neuen Heimat" -
Ein Film von Udo Plückelmann über das "Sozialwerk Stukenbrock", 1962
http://www.westfaelische-geschichte.de/web869





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 20 11:44:37 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 20 Sep 2012 11:44:37 +0200
Subject: [WestG] [AKT] In Haltern sind Grabungshelfer ehrenamtlich den
Zeugnissen der Geschichte auf der Spur
Message-ID: 505B01A5020000D600009454@cl2x-sd2-vs>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 20.09.2012, 09:33


AKTUELL

In Haltern sind Grabungshelfer ehrenamtlich den Zeugnissen der
Geschichte auf der Spur

Für die einen ist es das Kribbeln in der Magengegend, wenn sie
die Geschichte spüren. Für die anderen gibt es keine bessere
Entspannung, als mit dem Kratzer in der Hand einem winzigen
Stück Keramik in der Erde näher zu kommen. Mancher erfüllt sich
als ehrenamtlicher Grabungshelfer auch schlicht einen lang
gehegten Traum. In Haltern investieren drei von ihnen ganz
bewusst ihre Freizeit in Erdschichten, in denen römische
Legionen ihre Spuren hinterlassen haben. Bei der Ausgrabung des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) leisten sie
wertvolle Unterstützung.

Ehrenamt mit Schaufel und Kelle oder auch mal eine Schubkarre
manövrierend: Das ist nicht nur in diesem Fall ein
gegenseitiges Geben und Nehmen. "Wir werden häufig von Menschen
in unserer wissenschaftlichen Arbeit unterstützt, indem sie an
einer Grabung teilnehmen und dadurch nebenbei auch etwas für
sich selbst tun", weiß Ausgrabungsleiterin Dr. Bettina Tremmel.
Während die kostenintensive Erforschung der historischen Spuren
im Erdreich engagierte und oft fachkundige Unterstützung von
den Ehrenamtlichen erhält, profitieren auch die
Hobby-Archäologen von ihrem Engagement..

In Haltern eint alle vor allem eine Gewissheit: Sie helfen
dabei, jene wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammenzutragen,
die für die originalgetreue Rekonstruktion der Bauten im
einstigen römischen Hauptlager unerlässlich sind. Ihre
Handschrift ist am Ende ein kleiner Mosaikstein, wenn an den
Originalorten im künftigen "Römerpark Aliso - Archäologische
Baustelle" ein Lagertor und weitere Gebäude wieder auferstehen.

Auch Ute Gröbe geht indirekt in die Halterner Geschichte ein,
wenn sie Tag für Tag mit ihren bloßen Händen dabei hilft, die
Spuren der Vergangenheit für die Nachwelt zu dokumentieren. Mit
Anfang 50 hat die gelernte medizinisch-technische Assistentin
eine Auszeit genommen, die sie mit ihrem großen Traum füllt:
Der Archäologie. "Außerhalb eines Büros an der frischen Luft zu
arbeiten, das tut mir gut und macht großen Spaß", sagt sie.
Dabei leistet die Erde in Haltern gerade wertvolle Dienste.
Statt auf dem Sofa in Archäologie-Sendungen andere zu bestaunen,
packt sie jetzt selbst mit an.

Dr. Jürgen Ruppert hat als Wasserwirtschaftler bereits alle
beruflichen Herausforderungen gemeistert. Er kennt die Lippe,
ihr Gebiet, die Grundzüge der Geologie und die Geschichte des
Raumes aus langjähriger beruflicher Tätigkeit gut. Jetzt geht
er der Geschichte selbst auf den Grund. Was ihn mit Tacitus
beim großen Latinum und beim Anblick des Hermannsdenkmals
bereits als Schüler in Detmold faszinierte, ergänzt er jetzt im
Ruhestand durch den handgreiflichen Umgang mit den Halterner
Sanden und dem Geschiebemergel, angereichert durch die Aussicht
auf römische Fundstücke. Am Ende seines einwöchigen Engagements
stellt er fest: "Ich wäre gern noch dabei, wenn auf der Grabung
ein schöner Fund geborgen wird."

Mit Erde und Boden hat Dr. Martin Preuschoff als Agraringenieur
ebenfalls beruflich viel zu tun. Seine private Begeisterung
gilt jedoch dem, was sich in der Erde verbirgt. "Archäologie
und Ausgrabungen sind schlicht interessant - keine Grabung
gleicht der anderen", hat er bei verschiedensten ehrenamtlichen
Grabungstätigkeiten beobachtet.

In Haltern kann Preuschoff seiner großen Begeisterung, den
Römern, eine Woche lang ganz nahe kommen. Das ist er ohnehin
schon über seine Mitgliedschaft im Förderverein des
LWL-Römermuseums. Das Schaufeln, Schieben der Schubkarre, das
Putzen des Planums oder das schrittweise maßstabsgetreue
Zeichnen eines Fundes: "Das ist für mich entspannend, fast
schon meditativ - es ist jedenfalls ein Ausgleich zum
Büroalltag."

Ehrenamtliche Grabungshelfer werden genauso in den
Grabungsablauf und die Arbeitsprozesse integriert wie die
übrigen Mitarbeiter. Sie bleiben so lang, wie ihre private Zeit
erlaubt. Für die LWL-Archäologie sind sie auch deshalb eine
wichtige Unterstützung, weil sie großes Interesse und
Begeisterung mitbringen - und weil sie wissen, dass sie mit
sensiblen und wertvollen Zeugnissen der Vergangenheit umgehen.
"Sie tragen außerdem die Erfahrungen, die sie mit der
Archäologie machen, nach außen und sensibilisieren andere für
den verantwortungsvollen und respektvollen Umgang mit den
Zeugnissen der Geschichte", weiß Dr. Bettina Tremmel.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 21 11:34:12 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 21 Sep 2012 11:34:12 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Taschenlampenfuehrung,
Hausrallye und ein Nachkochrezept, Hattingen, 03./07.10.2012
Message-ID: 505C50B4020000D6000094A6@cl2x-sd2-vs>

Von: "Lars Friedrich"
Datum: 20.09.2012, 12:08


AKTUELL

Taschenlampenführung, Hausrallye und ein Nachkochrezept: Museum
im Bügeleisenhaus öffnet zum Hattinger Panhasfest

Kulinarisch leitet Hattingen-Marketing den Herbst auf dem 10.
Hattinger Panhasfest der Hattinger Gastwirte ein: Vom 3. bis 7
Oktober 2012 warten originelle Köstlichkeiten und ein buntes
Rahmenprogramm mit musikalischen Highlights auf
'erlebnishungrige? Besucher des 17. Herbstmarktes in der
Hattinger Innenstadt - und natürlich hat auch das "Museum im
Bügeleisenhaus" geöffnet: Am Mittwoch, 3. Oktober 2012, dem
"Tag der Einheit" von 14 bis 18 Uhr, am Freitag, 5. Oktober
2012 und Samstag, 6. Oktober 2012 jeweils von 16 bis 18 Uhr
sowie am Sonntag, 7. Oktober 2012, von 14 bis 18 Uhr. Eintritt
2, ermäßigt 1 Euro.

"Besucher zwischen 8 und 16 Jahren können unser Fachwerkhaus
bei einer Rallye näher kennen lernen", informiert Rainer
Fehling, Vorsitzender des Heimatvereins. Wer an allen 12
Stationen des Rundgangs die Fragen richtig beantwortet, kann an
der Verlosung von vier Familieneintrittskarten für das
Neanderthal Museum in Mettmann teilnehmen. Zudem können sich
die ersten 50 Rallye-Teilnehmer ein tolles Familienbrettspiel
direkt mitnehmen. Fehling: "Jüngere Gäste können gerne unserem
Kurt Kieselknirps ein buntes Outfit verpassen - so nehmen auch
sie an der Karten-Verlosung teil." Und für alle älteren
Besucher gibt es das Rezept des originalen Hattinger Panhas
gratis.

Abschließend weist der Heimatverein darauf hin, dass alle
Kinder-Erlebnisführungen am "Türöffner-Tag" der "Sendung mit
der Maus" am 3. Oktober bereits ausgebucht sind. Lars Friedrich,
Kurator der derzeit laufenden Steinzeitausstellung:
"Alternativ bieten wir am Dienstag, 2. Oktober 2012, von 19.30
bis 21.00 Uhr eine Taschenlampenführung durch das über 400
Jahre alte Fachwerkhaus an." Kosten pro Teilnehmer: 1,50 Euro.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Hattinger Panhasfest 2012
Datum: 3. bis 7.10.2012
Heimatverein Hattingen-Ruhr e.V.
Haldenplatz 1
45525 Hattingen
URL: www.steinzeitausstellung2012.de

Kontakt:
Lars Friedrich
Heimatverein Hattingen-Ruhr e.V.
Auf der Gahr 39
45525 Hattingen
E-Mail: friedrichlars at googlemail.com
URL: www.steinzeitausstellung2012.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 21 11:45:04 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 21 Sep 2012 11:45:04 +0200
Subject: [WestG] [AUS] "Kicker,
Kaempfer und Legenden - Juden im deutschen Fussball", Detmold,
24.09.-05.10.2012
Message-ID: 505C5340020000D6000094AB@cl2x-sd2-vs>

Von: "Bettina Joergens" Datum: 20.09.2012, 12:29


AUSSTELLUNG

"Kicker, Kämpfer und Legenden - Juden im deutschen Fußball"
vom 24. September bis 5. Oktober 2012
im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Ostwestfalen-Lippe

Sie waren Pioniere des deutschen Fußballs. Jüdische Fußballer,
Trainer, Journalisten und Funktionäre haben den Fußball in
Deutschland populär gemacht. Sie wurden umjubelt, verehrt und
respektiert, galten als Vorbilder im Sinne des sportlichen
Gedankens des Fairplay. Ihre revolutionären Visionen und
Methoden setzten Maßstäbe, die damals von engstirniger und
nationalistischer Seite angeprangert wurden. 1933 waren ihre
erfolgreichen Karrieren durch die Maßnahmen der
'Gleichschaltung' schlagartig beendet. Bis zum 10. November
1938 durften Juden nur noch in jüdischen Vereinen spielen.
Danach wurden alle Sportaktivitäten für sie verboten, und sie
teilten das Schicksal aller europäischen Juden. Nach dem
Zweiten Weltkrieg sollten Juden nie wieder eine vergleichbare
Rolle im deutschen Fußball spielen. Ihre Verdienste wurden
verdrängt und gerieten in Vergessenheit.

Die Ausstellung "Kicker, Kämpfer und Legenden" des Centrum
Judaicum, Berlin, will dieses Kapitel deutscher
Fußballgeschichte wieder in Erinnerung rufen. Sie ist seit dem
11. September 2012 in Detmold zu sehen, bis zum 21. September
im Grabbegymnasium.

Vom 24. September bis zum 5. Oktober 2012 kann sie im Foyer des
Landesarchivs NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe zu den üblichen
Öffnungszeiten (s.u.) besichtigt werden. Dort wird die
Ausstellung mit Originaldokumenten aus dem Landesarchiv NRW
angereichert, die die Ausgrenzung von Juden aus dem Sport auch
in dieser Region belegen.


INFO

Es wird eine archivpädagogisch begleitete Erarbeitung (90 Min.)
auf Anfrage und nach Terminabsprache angeboten.

Kontakt: Heike Fiedler M.A., T.: 05231/766-102, mail:
heike.fiedler at lav.nrw.de

Ausstellungsort:
Landesarchiv NRW Abteilung OWL
Willi-Hofmann-Str. 2, 32756 Detmold
Tel.: 05231/766-0
Fax: 05231/766-114
Mail: owl at lav.nrw.de

Öffnungszeiten:
montags: 08-19 Uhr
dienstags-donnerstags: 08-16 Uhr
freitags: 08-13 Uhr


Kontakt:
Dr. Bettina Joergens
Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe
Willi-Hofmann-Straße 2
32756 Detmold
Tel.: 05231/766-112
Fax: 05231/766-114
E-Mail: bettina.joergens at lav.nrw.de
URL: www.archive.nrw.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 21 11:48:10 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 21 Sep 2012 11:48:10 +0200
Subject: [WestG] [AKT] "Geschichte zum Anfassen": Oeffentliche Fuehrung
durch das Stadtmuseum Iserlohn, 26.09.2012
Message-ID: 505C53FA020000D6000094B0@cl2x-sd2-vs>

Von: "Stadt Iserlohn"
Datum: 21.09.2012, 10:57


AKTUELL

"Geschichte zum Anfassen": Öffentliche Führung durch das
Stadtmuseum Iserlohn am 26. September

Zu einer öffentlichen Führung lädt das Stadtmuseum Iserlohn,
Fritz-Kühn-Platz 1, am Mittwoch, 26. September, um 16 Uhr alle
Interessierten herzlich ein.

"Geschichte zum Anfassen" - auf diesen knappen Nenner lässt
sich das Ausstellungskonzept des Stadtmuseums bringen. Mitten
in der Altstadt in einem der schönsten Barockgebäude Iserlohns
finden die Besucher spannende Exponate und anschauliche
Darstellungen der Stadtentwicklung. Folgende Aspekte der
Stadtgeschichte werden hier präsentiert: Geologie (von den
Dinosauriern bis zum Ende der Eiszeit), Ur- und Frühgeschichte
(menschliche Spuren seit rund 70.000 Jahren), Bergbau (Eisen
seit mehr als 1000 Jahren), Handwerkliche Drahtherstellung
(Kettenhemd und andere Drahtprodukte), Industrielle
Nadelproduktion (250 Jahre Nadelherstellung), Revolution
1848/49 (Sturm auf Zeughaus und Telegrafenstation), Messing-
und Bronzewaren (Maste, Duncker, Giese und andere) sowie die
Stadtentwicklung vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert.


INFO

Eintritt und Führung sind frei. Um Anmeldung wird gebeten,
entweder telefonisch unter den Rufnummern 02371 / 217-1963 oder
-1961 oder per E-Mail an museum at iserlohn.de

Stadtmuseum Iserlohn
Fritz-Kühn-Platz 1
58636 Iserlohn
Tel.: 02371/217-1960
Fax: 02371/217-1965
museum(at)iserlohn.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 21 11:51:34 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 21 Sep 2012 11:51:34 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Zwangsarbeit und Alltag in Bielefeld
1939-1945, Bielefeld, 26.09.2012
Message-ID: 505C54C6020000D6000094B5@cl2x-sd2-vs>

Von: "Stadt Bielefeld"
Datum: 21.09.2012, 09:15


AKTUELL

Historisches Museum: Vortrag über Zwangsarbeit und Alltag in
Bielefeld 1939-1945

Im Begleitprogramm der Sonderausstellung "Leben unterm
Hakenkreuz. Alltag in Bielefeld 1933-1945" des Historischen
Museums hält Wolfgang Herzog von der Bielefelder Sektion des
Vereins "Gegen Vergessen - Für Demokratie" am Mittwoch, 26.
September, um 19 Uhr im Historischen Museum Bielefeld einen
Vortrag über das Schicksal von Zwangsarbeiterinnen und
-arbeitern in Bielefeld.

Auch nach Bielefeld wurden während des Zweiten Weltkriegs
tausende Menschen aus vielen europäischen Ländern verschleppt,
um in hiesigen Betrieben Zwangsarbeit leisten zu müssen. In dem
Vortrag geht es darum, in welcher Weise sie im Alltag der
Bielefelderinnen und Bielefelder präsent waren, wie der
Zwangsarbeiter/-innen-Alltag aussah und darum, welche
Beziehungen zwischen Bielefeldern und Zwangsarbeitern bestanden.


INFO

Die Teilnahmegebühr für den Vortrag beträgt 5,- Euro. Weitere
Informationen unter 51-3635.

Historisches Museum Bielefeld
Ravensberger Park 2
33607 Bielefeld
Tel.: 0521/51-3635
E-Mail: info at historisches-museum-bielefeld.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 24 11:28:04 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 24 Sep 2012 11:28:04 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2012/32
Message-ID: 506043C4020000D600009521@cl2x-sd2-vs>

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 24.09.2012, 10:51


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2012-32 für den Zeitraum vom
15.09.2012 bis zum 21.09.2012 mit insgesamt 8 Titeln ist unter
der folgenden Internetadresse abrufbar:
http://www.ulb.uni-muenster.de/cgi/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2012-32&fach=wes



Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/

Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/landesbibliothek/recherche/nwbib/index.html
http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib





Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62


INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 24 11:30:56 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 24 Sep 2012 11:30:56 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: "Das Fuerstengrab von Beckum - Forschungen
zur westfaelischen Elite in der Merowingerzeit", Herne, 27.09.2012
Message-ID: 50604470020000D600009526@cl2x-sd2-vs>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 24.09.2012, 09:02


AKTUELL

Reiche Aussteuer für die Unterwelt
Abendvortrag im LWL-Museum für Archäologie

Was Gräber edler Herrschaften aus dem 6. und 7. Jahrhundert n.
Chr. über Westfalen und seine damalige Bevölkerung preisgeben,
verrät Dr. Vera Brieske am Donnerstag, 27. September, im
LWL-Museum für Archäologie in Herne. "Das Fürstengrab von
Beckum - Forschungen zur westfälischen Elite in der
Merowingerzeit" heißt der Abendvortrag der Leiterin der
Altertumskommission für Westfalen. Die Veranstaltung im
Archäologie-Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL) beginnt um 19 Uhr, die Teilnahme ist kostenlos.

Das Fürstengrab von Beckum steht im Fokus der Ausführungen von
Dr. Vera Brieske. Seine Entdeckung im Jahr 1959 kam einer
Wissenschaftssensation gleich. Mit einem Schlag gewann die
Frühgeschichte Westfalens an Gewicht, denn das Fürstengrab
konnte sich mit bedeutenden Gräbern wie dem der fränkischen
Königin Arnegunde in St. Denis bei Paris oder den überaus
prächtig ausgestatteten Gräber unter dem Kölner Dom messen.

Die reichen Grabbeigaben lassen erkennen, dass ihr einstiger
Besitzer ein einflussreicher Mann mit weitreichenden Kontakten
war. Neben dem Fürstengrab werden im Vortrag noch weitere
westfälische Elitengräber aus dem 6./7. Jahrhundert n. Chr.
vorgestellt. Auch die nach wie vor spannende Frage, ob es sich
um fränkische oder um sächsische Edle gehandelt hat, bringt
Brieske zur Sprache. Neue Indizien führen inzwischen zu neuen
und überraschenden Erkenntnissen.

Der Vortragsabend wird vom Verein der Freunde und Förderer des
LWL-Museums für Archäologie angeboten.


INFO

Termin:
Donnerstag, 27.9.2012, 19 Uhr, Vortrag " Das Fürstengrab von
Beckum - Forschungen zur westfälischen Elite in der
Merowingerzeit ", Dr. Vera Brieske, Altertumskommission für
Westfalen.

Der Eintritt ist frei.

LWL-Museum für Archäologie
Westfälisches Landesmuseum
Europaplatz 1
44623 Herne
Telefon: 02323 946 28-0
Fax: 02323 946 28-33
E-Mail: lwl-archaeologiemuseum at lwl.org
URL:: www.lwl-landesmuseum-herne.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Sep 24 11:36:27 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 24 Sep 2012 11:36:27 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Friedrich Grimm (1888-1959) - Anwalt in
politischen Prozessen und Hitlers Kronjurist, Gelsenkirchen, 26.09.2012
Message-ID: 506045BB020000D60000952B@cl2x-sd2-vs>

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 21.09.2012, 08:25
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Vortrag von Sebastian Felz, Münster, mit anschließender
Diskussion
Friedrich Grimm (1888-1959) - Anwalt in politischen Prozessen
und Hitlers Kronjurist aus Essen

Mittwoch, 26. September 2012, 19.00 Uhr

Der heute fast vergessene Rechtsanwalt Friedrich Grimm trat
fast vier Jahrzehnte lang in und politischen Prozessen auf.
Seine Karriere begann als Rechtsbeistand alliierter
Kriegsgefangener im Ersten Weltkrieg. Nach Inkrafttreten des
Versailler Vertrags vertrat er die Ruhrindustriellen bei
französischen Kriegsgerichtsverfahren. In der Weimarer Republik
wurde er berühmt durch die Verteidigung der "Fememörder" aus
den Reihen der "Schwarzen Reichswehr".

Deren Morde rechtfertigte er als "Staatsnothilfe", eine
Rechtsfigur, die sogar das Reichsgericht anerkannte. Dieses
Engagement brachte ihn Kontakt mit Hitler, mit dem er schon vor
1933 die Revisionsmöglichkeiten des Versailler Vertrages
diskutierte. Nach der "Machtergreifung" wurde er
Reichstagsabgeordneter der NSDAP und Vertreter des NS-Regimes
in nationalen und internationalen Prozessen
(Reichstagsbrandprozess, ?Kairoer Judenprozess?,
"Gustloff-Prozess" und Vorbereitung gegen Herschel
Grynszpan-Prozess).

Im Zweiten Weltkrieg arbeitete er als Rechtsberater der
deutschen Botschaft in Paris. Die braunen Netzwerke wirkten
fort über 1945 hinaus. Grimm verteidigte Kriegsverbrecher wie
Werner Best und beteiligte sich an der Kampagne für eine
Generalamnestie von NS-Verbrechen. Der Vortrag beschäftigt sich
in erster Linie mit der Instrumentalisierung von Prozessen zur
Legitimation von politischen Zielen anhand der Fememordprozesse
sowie des "Gustloff-Verfahrens" 1936 in der Schweiz.


INFO

Veranstaltungsort:
Dokumentationsstätte "Gelsenkirchen im Nationalsozialismus"
Cranger Straße 323
Gelsenkirchen
URL: http://www.institut-fuer-stadtgeschichte.de/






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 25 10:56:59 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 25 Sep 2012 10:56:59 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Piet=C3=A0_aus_dem_Jahr_1400_durfte_F?=
=?utf-8?q?arbe_aus_dem_19=2E_Jahrhundert_behalten?=
Message-ID: 50618DFB020000D600009567@cl2x-sd2-vs>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 24.09.2012, 14:25


AKTUELL

Pietà aus dem Jahr 1400 durfte Farbe aus dem 19. Jahrhundert
behalten
LWL zeichnet behutsam restaurierte Holzplastik als Denkmal des
Monats aus

Zu den kostbarsten Ausstattungsgegenständen der im 12.
Jahrhundert errichteten Nikolaikapelle in Soest gehört die
Pietà aus der Zeit um 1400. Da sich auf der Oberfläche der
Skulptur Schmutz angesammelt hatte, der nicht nur das Aussehen
beeinträchtigte, sondern auch einen Nährboden für
Mikroorganismen wie Schimmelpilze bildete, musste die Pietà
dringend restauriert werden. Da die Kirchengemeinde die
Substanz erhalten hat und mit einer behutsamen Restaurierung
Umsicht gezeigt hat, zeichnete der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) die Holzplastik als Denkmal des Monats
September aus.

"Durch den respektvollen Umgang mit dem denkmalgeschützten
Kulturgut und seinem historisch gewachsenen Erscheinungsbild
hat die Kirchengemeinde den historischen Bestand des Originals
bestens erhalten", lobt LWL-Restauratorin Brigitte Vöhringer.
Da von Untersuchungen aus dem Jahr 1980 bekannt war, dass sich
unter der heute sichtbaren Farbfassung aus dem Jahr 1895 noch
die mittelalterliche Farbfassung befindet, überlegte die
Gemeinde zunächst, die originale Fassung freilegen zu lassen.
"Bei einem so schwerwiegenden Eingriff in die historisch
gewachsene Substanz eines Kunstwerkes muss man die
Erfolgsaussichten und Risiken vorab genau überprüfen", erklärt
Vöhringer. Deshalb untersuchte die LWL-Restauratorin in der
Werkstatt der LWL-Denkmalpflege das so genannte Vesperbild
mikroskopisch und mit weiteren Methoden. "Dabei haben wir
festgestellt, dass sich die Farbfassung des 19. Jahrhunderts in
einem sehr guten Zustand befindet und noch sehr gut haftet.
Würde man sie entfernen, würde man unweigerlich Teile der wohl
nur fragmentarisch erhaltenen Originalfassung zerstören.
Deshalb haben wir von der Freilegung abgeraten, schließlich
gehört auch die Fassung von 1895 zur Geschichte des Kunstwerks",
so Vöhringer.

Um das Erscheinungsbild der Pietà zu verbessern, wurde sie
jetzt nur gereinigt. Dazu hat die Restauratorin zunächst
besonders gefährdete Stellen wie Randbereiche älterer
Fehlstellen gefestigt. Danach konnte die Oberfläche der Pietà
trocken mit einem Radierverfahren von fest anhaftendem Schmutz
gereinigt werden, denn Farben aus dem 19. Jahrhundert reagieren
auf Lösungsmittel sehr empfindlich.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 26 11:41:53 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 26 Sep 2012 11:41:53 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter Soest, Folge 482, Maerz 2012
Message-ID: 5062EA01020000D6000095B0@cl2x-sd2-vs>

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 26.09.2012, 11:45


SERVICE: TOC

Heimatblätter Soest
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage zum Soester Anzeiger
Folge 482
März 2012


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=169




ohne Seitenangaben, in Auswahl [AS]


Krämer, Hermann J.
Der Rüthener Hexenturm
Eine historische Stätte der Erinnerung und Mahnung

Reding, Paul
Schwarz auf Weiß und doch bunt
Die versönliche Welt des westfälischen Holzschneiders
Heinrich Everz

Thomas, Heinrich
Junge Deutsche besuchten 1952 drei Wochen Frankreich
Bei ersten Schritten gegenseitigen Kennenlernens wurde die Hand
zur Versöhnung schon vor sechzig Jahren ausgestreckt

Kynast, Klaus
Werler Wallfahrt 1661-1961
Ein filmisches Meisterwerk
Helmuth Euler schuf ein unvergessliches Zeitdokument

Kleine, Joseph
Das Altarretabel aus der Walburgiskirche Soest
Ein Meisterwerk mittelalterlicher Sakralkunst befindet sich
heute in der Berliner Gemäldegalerie






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 28 11:40:28 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 28 Sep 2012 11:40:28 +0200
Subject: [WestG] [AKT] 10 Jahre Kamener Museum am Standort 'Altes
Amtsgericht', Kamen, 02.10.2012
Message-ID: 50658CAC020000D60000962F@cl2x-sd2-vs>

Von: "Jürgen Dupke"
Datum: 27.09.2012, 15:25


AKTUELL

10 Jahre Kamener Museum am Standort 'Altes Amtsgericht'

Am Dienstag, 02.Oktober 2012, 18 Uhr feiert das Städtische
Museum in Kamen sein 10-jähriges Bestehen am Standort 'Altes
Amtsgericht'.

Am 02. 10.2002 wurde das Museum in dem Gebäude an der
Bahnhofstraße 21 eröffnet.

Bei dem Festakt am Dienstag werden Bürgermeister Hermann Hupe
für die Stadt Kamen und Frau Dr. Renate Weskamp für den
Museumsförderverein Grußworte an die Besucher richten. Herr Dr.
Helmut Knirim vom LWL-Museumsamt für Westfalen wird den
Festvortrag halten.

Im Anschluss an den offiziellen Teil findet das diesjährige
Museumsweinfest statt.

Für Live-Musik werden der a-capella Frauen-chor 'Latin Ladies'
und Thomas Spies (Gitarre) sorgen.

Der Eintritt ist frei.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Jubiläumsfest ,10Jahre Kamener Museum'
Datum: 02. Oktober 2012
Städt. Museum Kamen
Bahnhofstr. 21
59174 Kamen
Tel.: 02307/553412
Fax: 02307/553414
E-Mail: juergen.dupke at stadt-kamen.de
URL: http://stadt-kamen






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 28 11:47:37 2012
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 28 Sep 2012 11:47:37 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAUS=5D_Engelbert_Kaempfers_au=C3=9Fergewoehn?=
=?utf-8?q?liches_Werk=2C_Lemgo=2C_29=2E09=2E-02=2E12=2E2012?=
Message-ID: 50658E59020000D600009638@cl2x-sd2-vs>

Von: "Jürgen Scheffler"
Datum: 26.09.2012, 16:07


AUSSTELLUNG

Engelbert Kaempfers außergewöhnliches Werk. 300 Jahre
'Amoenitates exoticae'/Exotische Köstlichkeiten, Lemgo 1712

Der Pastorensohn Engelbert Kaempfer (1651-1716) aus Lemgo
bereiste zwischen 1683 und 1693 die halbe Welt. Im
diplomatischen Dienst des schwedischen Hofes und später als
Arzt der VOC lernte er Russland, Persien, Südindien, Java, Siam
und Japan kennen. Er kehrte heim mit einem großen Schatz,
seinen Forschungsergebnissen. Bedeutung erlangte Kaempfer durch
das nach seinem Tode in London gedruckte Japan-Werk.

Er selbst konnte nur eines von vier geplanten Büchern
veröffentlichen: die "Amoenitates exoticae", 1712 in Lemgo. Auf
fast 1.000 Seiten mit beinahe 100 Abbildungen zeugt das Werk
von seiner Gelehrsamkeit und seinen vielfältigen Interessen.

Aus Anlaß der 300jährigen Wiederkehr des Erscheinens dieses
außergewöhnlichen Werkes widmet das Städtische Museum Lemgo den
"Amoenitates exoticae" von Engelbert Kaempfer eine
Sonderausstellung. Ausstellung vom 29. September bis 02.
Dezember 2012.

Museum Hexenbürgermeisterhaus Lemgo, Breite Str. 17-19, 32657
Lemgo, Tel.: 05261-213276, www.hexenbuergermeisterhaus.de
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr.

Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation im Verlag für
Regionalgeschichte (Bielefeld) erschienen.

Lothar Weiß: Die exotischen Köstlichkeiten des Engelbert
Kaempfer. Eine Annäherung, Bielefeld 2012, 14,90 ?


INFO

Kontakt:
Breite Str. 17-19
32657 Lemgo
Tel.: 05261-213276
URL: www.hexenbuergermeisterhaus.de