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From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon May 4 11:40:01 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 04 May 2009 11:40:01 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Ankunft und Aufnahme von Fluechtlingen
undVertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg, Gemen, 07.05.2009
Message-ID: 49FED411.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Kreis Borken"
Datum: 30.04.2009, 12:47


AKTUELL

Vortrag über Ankunft und Aufnahme von Flüchtlingen und
Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg in Gemen und im
Landkreis Borken
Heimatverein Gemen und Kreisarchiv laden am 7. Mai um 20 Uhr
ins Haus Grave ein

Die Gründung der Bundesrepublik Deutschland vor fast genau 60
Jahren löste bei den Bürgerinnen und Bürgern durchaus
zwiespältige Gefühle aus. "Während viele Einheimische aktiv am
Wiederaufbau des wirtschaftlichen und politischen Lebens
teilnahmen, hofften Vertriebene und Flüchtlinge noch auf eine
Rückkehr in ihre Heimat, sahen aber mit der Gründung eines
deutschen Teilstaates dieses Ziel in weite Ferne gerückt",
erklärt Kreisarchivarin Renate Volks-Kuhlmann.

Am kommenden Donnerstag, 7. Mai, wird sie um 20 Uhr auf
Einladung des Heimatvereins Gemen im Haus Grave, Achter de
Waake 13, über das Leben zur Zeit der Gründung der
Bundesrepublik Deutschland sowie die Ankunft und Aufnahme der
Vertriebenen und Flüchtlinge in Gemen sprechen. Alle
Interessierten sind eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Mit Bildern und Dokumenten aus dem Kreisarchiv wird Renate
Volks-Kuhlmann die Situation Ende der 1940er Jahre darstellen.
Dabei wird sie nicht nur erläutern, wie und woher Vertriebene
und Flüchtlinge nach Gemen und in die anderen Orte des
Landkreises Borken kamen, sondern auch berichten, wie die
Menschen aufgenommen wurden, wo sie wohnten und wie ihnen
geholfen wurde, ein neues Leben in Gemen und im Münsterland
anzufangen. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zum Gespräch
und zur Diskussion.

Der Vortrag findet fast genau 60 Jahre nach Gründung der
Bundesrepublik Deutschland statt. Am 8. Mai 1949 verabschiedete
der Parlamentarische Rat mit 53 gegen 12 Stimmen das
"Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland". Nach der
Billigung des Grundgesetzes durch die Militärregierung und der
Ratifizierung durch die Länderparlamente versammelten sich am
23. Mai 1949 die Ministerpräsidenten der Länder, die Mitglieder
des Parlamentarischen Rates, die Landtagspräsidenten, die
Vertreter der Militärregierungen und des Frankfurter
Wirtschaftsrates in Bonn, um das Grundgesetz in einem
feierlichen Staatsakt zu verkünden.

Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland endete die
unmittelbare Nachkriegszeit. Der Neubeginn des politischen und
staatlichen Lebens vor 60 Jahren stellt in der Erinnerung
vieler Menschen einen Wendepunkt dar: Die Not, der Mangel, der
Hunger, die Zerstörungen, die politische und geistige Leere
nach Nationalsozialismus und Kriegsnot waren beendet.
Wiederaufbau und wachsender wirtschaftlicher Wohlstand begannen
und das politische und gesellschaftliche Leben blühte auf.

Der Heimatverein Gemen und das Kreisarchiv Borken laden
herzlich nach Gemen ein. Angesprochen sind besonders auch
Zeitzeugen, die aus eigener Erfahrung von Flucht, Vertreibung
und Neubeginn berichten können oder damals mit den zahlreichen
neuen Bürgerinnen und Bürgern zu tun hatten.


INFO

Zeit:
7. Mai 2009, 20 Uhr

Ort:
Haus Grave
Achter de Waake 13
Gemen





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon May 4 11:46:43 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 04 May 2009 11:46:43 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Erkenntnis und Empathie in
derhistorisch-politischen Bildung, Muenster, 06.05.2009
Message-ID: 49FED5A3.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Helga Pape"
Datum: 30.04.2009, 19:03


AKTUELL

Vortrag:
Erkenntnis und Empathie in der historisch-politischen Bildung
Prof. Dr. Ahlheim, Berlin

Wie viel Gefühl darf es sein in der historischen politischen
Bildung? Das Überwältigungsverbot gilt nach wie vor und ein
Betroffenheitspathos kann das Gegenteil des Bezweckten
bewirken. Aber ohne Mitfühlen und Parteinehmen sind Themen der
Gedenkstättenarbeit nicht sinnvoll zu realisieren.

Der Vortrag beschäftigt sich mit grundsätzlichen Problemen der
historisch- politischen Bildung - vor allem im Blick auf
Anwendung mit Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen.

Prof. Dr. Klaus Ahlheim lehrte bis 2007 in der politischen
Erwachsenenbildung und lebt jetzt in Berlin.


INFO

Zeit:
6. Mai 2009, 20.00 Uhr

Ort:
Geschichtsort
Villa ten Hompel
Stadt Münster
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
Tel.: 0251/492-7101
Fax: 0251/492-7918
E-Mail: PapeHelga at stadt-muenster.de
URL: www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon May 4 11:54:00 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 04 May 2009 11:54:00 +0200
Subject: [WestG] [AKT] "Der Held und das Opfer. Die Erinnerung des
politischenTodes im 19. und 20. Jahrhundert, Luedinghausen,
07.05.2009
Message-ID: 49FED758.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Ursula Knig-Heuer"
Datum: 30.04.2009, 15:29


AKTUELL

"Der Held und das Opfer. Die Erinnerung des politischen Todes
im 19. und 20. Jahrhundert." Vortrag mit Lichtbildern von Dr.
Rolf Westheider - Im alltäglichen Leben spielen die über
100.000 Kriegerdenkmäler in Deutschland, die an die Kriege im
19. Jahrhundert und die beiden verheerenden Weltkriege erinnern,
heute kaum noch eine Rolle. Allenfalls an Feiertagen wie dem
Volkstrauertag im November treten sie aus dem Schatten der
Geschichte heraus.

Dabei ist das Denkmal allerorten präsent, es markiert Straßen
und Plätze, Parkanlagen und Friedhöfe. Es erinnert an Siege und
Niederlagen, an Ruhm und Untergang, an Helden und Opfer von
Gewaltherrschaft. Und es erinnert an Menschen: an Soldaten,
Bombentote und Holocaustopfer als Kollektive ebenso wie an
Offiziere, Politiker und Widerstandskämpfer als Individuen, die
einen gewaltsamen Tod erlitten. Meistens ist das Denkmal stumm
und unauffällig, manchmal aber auch umstritten und Stein des
Anstoßes.

Der Vortrag von Herrn Dr. Westheider vermittelt eine Übersicht
über die Entwicklung der Krieger- und Bürgerkriegsdenkmäler von
der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die jüngste
Vergangenheit. Die Befreiungs- und Einigungskriege des 19. und
20. Jahrhunderts haben in jedem Ort Denkmäler hinterlassen,
deren Botschaften Dr. Westheider untersucht und erläutert. Dr.
Rolf Westheider, Leiter des Stadtmuseums Gütersloh, wird im
Rahmen der Ausstellung über den Bildhauer Wilhelm Haverkamp,
der für das Münsterland etliche Kriegerdenkmäler schuf, um
19.30 Uhr auf der Burg Vischering sprechen. Der Eintritt
beträgt 3 Euro.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Vortrag "Der Held und das Opfer.
Die Erinnerung des politischen Todes im 19. und 20. Jahrhundert"
Datum: 07.05.2009, 19.30 Uhr
Burg Vischering (Kulturabteilung Kreis Coesfeld)
Berenbrock 1
59348 Lüdinghausen
Tel.: 02591/7990 11

Kontakt:
Ursula König-Heuer
Kreisarchiv Coesfeld (Kulturabteilung Kreis Coesfeld)
Friedrich-Ebert-Straße 7
48653 Coesfeld
Tel.: 02541/18-4140
E-Mail: ursula.koenig-heuer at kreis-coesfeld.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed May 6 10:11:53 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 06 May 2009 10:11:53 +0200
Subject: [WestG] [POS] LWL-Amt fuer Landschafts- und Baukultur in Westfalen,
wissenschaftliche/r Volontaer/in, Muenster
Message-ID: 4A016269.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 22.04.2009, 08:11


STELLENAUSSCHREIBUNG

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist im LWL-Amt für
Landschafts- und Baukultur in Westfalen in Münster zum
01.08.2009 eine Stelle als

wissenschaftliche Volontärin/
wissenschaftlicher Volontär

zu besetzen. Das Volontariat ist auf zwei Jahre befristet.

Unter dem Leitsatz "Kulturlandschaft gestalten - regionale
Eigenart bewahren" arbeitet das LWL-Amt für Landschafts- und
Baukultur in Westfalen an vielfältigen Projekten, um die
regionale Identität der Kulturlandschaften in Westfalen-Lippe
zu erhalten und weiter zu entwickeln.

Aufgabengebiete:

- Erfassung und Dokumentation baukultureller Merkmale, Objekte
und Ensembles in Westfalen-Lippe
- Beratung kommunaler Verwaltungen und Architekten bei
städtebaulichen und hochbaulichen Projekten sowie in der Orts-
und Landschaftsbildpflege
- Organisation der Geschäftsstelle des ?Bündnisses für
regionale Baukultur in Westfalen?: Kommunikation mit den
Bündnispartnern, Konzeption und Umsetzung gemeinsamer Projekte
- Mitwirkung an der Öffentlichkeitsarbeit des Amtes: Konzeption,
Vorbereitung und Durchführung von Fachtagungen und Exkursionen
sowie Verfassen redaktioneller Artikel zu baukulturellen Themen
für die Print- und Onlineverwertung

Wir erwarten:

- ein abgeschlossenes Studium (Diplom, Master oder Promotion)
der Fachrichtung Architektur/Städtebau an einer TH/Universität
oder vergleichbaren Einrichtung
- fundierte Kenntnisse des aktuellen Architekturgeschehens und
des fachlichen Diskurses
- ausgewiesenes Interesse für die Architektur des ländlichen
Raumes unter Bezug auf regionale Gegebenheiten und Traditionen
- gute Kenntnisse in der Bau- und Kunstgeschichte
- Medienkompetenz
- Erfahrung im Umgang mit DTP-Software und Internetanwendungen
- PKW-Führerschein
- Kommunikations-, Organisations- und Teamfähigkeit,
Kreativität, Eigeninitiative

Wir bieten:
- Mitarbeit in einem interdisziplinär besetzten Amt
(Stadtplanung, Architektur, Landschaftsplanung, Geographie) und
einem vielschichtigen Kommunikations- und Aktionsnetzwerk
- die Möglichkeit, sich aufbauend auf vorhandenen Kenntnissen
weiter zu qualifizieren
- einen Berufseinstieg bei einer profilierten öffentlichen
Kultur- und Bildungseinrichtung
- in Anlehnung an die Regelung für Beamtenanwärter/innen des
höheren Dienstes wird eine monatliche Pauschalvergütung von
1.082,57 ? brutto gezahlt, ggf. zusätzlich Familienzuschlag

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Bei Rückfragen zum Aufgabengebiet steht Ihnen Herr Woltering
(Tel.: 0251 591-3574) zur Verfügung.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
19/09 bis zum 15.05.2009 an den

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster
www.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed May 6 10:15:03 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 06 May 2009 10:15:03 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2009/12
Message-ID: 4A016327.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 04.05.2009, 09:17


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2009-12 für den Zeitraum vom
12.04.2009 bis zum 27.04.2009 mit insgesamt 37 Titeln ist unter
der folgenden Internetadresse abrufbar:
http://www.ulb.uni-muenster.de/cgi/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2009-12&fach=wes




Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/


Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/


http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/


Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib





Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 7 10:35:48 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 07 May 2009 10:35:48 +0200
Subject: [WestG] [AKT] "Vertreibungen als ethnische Saeuberungen in Polen
undDeutschland (1939-1945)", Luedenscheid, 13.05.2009
Message-ID: 4A02B984.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Urte Meyer"
Datum: 06.05.2009, 13:51


AKTUELL

Einladung zum Lüdenscheider Gespräch:

"Vertreibungen als ethnische Säuberungen in Polen und
Deutschland (1939-1945). Film und Diskussion"

Referent: Prof. Dr. Georg Hansen
Moderation: Prof. Dr. Peter Brandt


Der Film wurde von Dr. Georg Hansen, Professor für
Interkulturelle Erziehungswissenschaft an der FernUniversität
in Hagen, in Kooperation mit dem Hagener Zentralinstitut Medien
und IT hergestellt. Anhand zweier ausgewählter Städte wird die
komplizierte Geschichte der Vertreibungen in Mitteleuropa zur
Zeit des Zweiten Weltkriegs transparent gemacht.

Der Film zeigt die Schauplätze und stellt die damaligen Akteure
als Zeitzeugen vor.

Nach der Vorführung des Films steht Prof. Hansen zur Diskussion
mit dem Publikum zur Verfügung.

Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung findet in den Räumen
des Studienzentrums im Erdgeschoss des Hauses statt.


INFO

Zeit:
Mittwoch, 13. Mai 2009, 17 Uhr

Ort:
Haus der FernUniversität
Institut für Geschichte und Biographie
Liebigstr. 11
58511 Lüdenscheid





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 7 10:25:06 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 07 May 2009 10:25:06 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Die Gewaender des Papstes, Bocholt,
10.05.2009
Message-ID: 4A02B702.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 04.05.2009, 10:50


AKTUELL

Die Gewänder des Papstes
Dr. Bernard Berthod aus Lyon hält Festvortrag im
LWL-Textilmuseum

Die Vortragsreihe zum 20-jährigen Jubiläum des Textilmuseums
eröffnet Dr. Bernard Berthod mit einem spannenden Einblick in
die Gewänder des Papstes, die er zu den unterschiedlichen
Anlässen und liturgischen Erfordernissen trägt. Der reich
bebilderte Festvortrag beginnt am Sonntag, 10. Mai, um 11.15
Uhr im Textilmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL). Im Anschluss wird ein festliches Buffet zum Preis von 25
Euro angeboten, für das Anmeldungen erforderlich sind. Der
Eintritt zum Vortrag ist frei.

Bei der Beschäftigung mit Kleidung und Mode möchte man zunächst
nicht vermuten, wie vielfältig und auch welchen modischen
Tendenzen die Kleidung des Papstes unterworfen ist, die sich
immer wieder auch neuen Anforderungen anpassen muss. Der
Vortrag erläutert die Geschichte der Papstgewänder. Neben
alltäglichen Kleidern für jeden Tag werden auch die
liturgischen Gewänder für die unterschiedlichen festlichen
Anlässe wie Messen und Ansprachen vorgestellt.

Der Bogen spannt sich von den mittelalterlichen Gewandformen
über die Erneuerungstendenzen im 20. Jahrhundert bis hin zu den
Arbeiten des italienischen Couturier Stefano Zanella für
Johannes Paul II. und Benedikt XVI. Vorgestellt und in
historische Kontexte gesetzt werden auch verschiedene
Kleidungsstücke wie das Pallium, die Tiara und das Fano, ein
Schultertuch aus weißer Seide. Ein Exkurs zum Farbenkanon der
katholischen Kirche sowie Aufnahmen von den berühmten roten
Schuhen des Papstes beschließen den Vortrag.

Seine intimen Kenntnisse erwarb der sowohl in Medizin als auch
in Kunstgeschichte promovierte Dr. Bernard Berthod in seiner
Arbeit als Consulateur de la commission pontificale pour les
biens culturels de l?Eglise Romaine (Berater der päpstlichen
Kommission für kulturelle Güter der römisch-katholischen Kirche)
, deren Mitglied er seit dem Jahr 2002 ist.

Bereits seit 1984 ist er ehrenamtlicher Leiter des "Musée d?art
sacré de Fourvière" und betreute zahlreiche Ausstellungen und
Veröffentlichungen zu sakraler Kunst, u. a. auch das
"Dictionnaire des Art liturgiques" und "Dictionnaire des objets
de dévotion". "Seine gekonnte Art zu reden und sein besonderes
Wissen versprechen einen außergewöhnlichen Vormittag", so
LWL-Museumsleiter Dr. Hermann Josef Stenkamp.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Textilmuseum Bocholt
Uhlandstraße 50
46397 Bocholt
Tel.: 02871 21611-0
E-Mail: textilmuseum at lwl.org
URL: www.textilmuseum-bocholt.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Thu May 7 18:25:01 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 07 May 2009 18:25:01 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Neuer Leiter Historisches Museum Bielefeld
Message-ID: 4A03277D.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Stadt Bielefeld"
Datum: 07.05.2009, 18:18


AKTUELL

Dr. Wilhelm Stratmann soll Museum leiten

In nicht öffentlicher Sitzung hat der Hauptausschuss der Stadt
Bielefeld heute (7. Mai) im Einvernehmen mit Oberbürgermeister Eberhard
David entschieden, Dr. Wilhelm Stratmann als neuen Leiter des
Historischen Museums zum nächstmöglichen Zeitpunkt einzustellen.

Dr. Stratmann wurde 1957 in Ostbevern bei Münster geboren und besuchte
bis zum Abitur das dortige bischöfliche Gymnasium. Nach dem Wehrdienst
in Lübeck begann er 1978 in Münster sein Studium in den Fächern
Geschichte, Volkskunde und Politikwissenschaften. Nach einem einjährigen
Studienaufenthalt in Basel setzte er sein Studium an der Universität
Regensburg fort, wo er 1988 mit einer Dissertation über den
Investiturstreit zum Dr. phil. promoviert wurde.

Nach einer siebenmonatigen Anstellung beim Oberpfälzer Volkskundemuseum
in Burglengenfeld trat er 1989 seine erste Stelle bei der Stadt Krefeld
an. Dort erarbeitete er zunächst im Stadtarchiv und ab 1993 im Museum
Burg Linn Ausstellungen zu stadtgeschichtlichen Themen. Gleichzeitig
veröffentlichte er im Rahmen der Stadtgeschichte einen ausführlichen
Beitrag über die Geschichte Krefelds im 19. Jahrhundert. 1997 wurde er
zum stellvertretenden Leiter des Museums Burg Linn ernannt.

Im Jahre 2000 erfolgte der Wechsel an das städtische Museum Schloss
Rheydt in Mönchengladbach. Auch hier hatte er zunächst die
stellvertretende Leitung des Hauses inne, dessen Direktor er 2004 wurde.
Im Jahre 2008 gelang es ihm mit Hilfe europäischer Fördermittel eine
neue Abteilung für die Stadtgeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts
aufzubauen, die im Rheinland große Beachtung gefunden hat. Im Rahmen
dieser Arbeit gelang es ihm, ein umfangreiches Netzwerk von deutschen
und niederländischen Museen am Niederrhein zu etablieren, das sich der
Erforschung der gemeinsamen Geschichte der Region gewidmet hat.

Seit 2006 ist Dr. Stratmann erster stellvertretender Vorsitzender des
Verbandes Rheinischer Museen. In dieser Funktion hat er die letzten
Rheinischen Museumstage, an denen auch etliche westfälische Kollegen
teilgenommen haben, federführend mitorganisiert. Zudem berät er die
Landesregierung im Rahmen der regionalen Kulturförderung bei
kulturhistorischen Projekten am Niederrhein.

Dr. Wilhelm Stratmann ist verheiratet und hat drei Töchter. Seine
Hobbys sind Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen und Rennradfahren
sowie die Rock- und Popmusik der 60er und 70er Jahre.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 7 10:19:33 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 07 May 2009 10:19:33 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Werften - Schiffe - Haefen, Waltrop, 17.05.-27.09.2009
Message-ID: 4A02B5B5.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 05.05.2009, 09:07


AUSSTELLUNG

Werften - Schiffe - Häfen
Gemälde von Alexander Calvelli im Schiffshebewerk Henrichenburg

Seine Gemälde sind realistisch wie Fotografien und eröffnen
immer wieder neue und überraschende Perspektiven: Mit dieser
Malweise ist Alexander Calvelli eine Ausnahmeerscheinung in der
aktuellen Kunstszene. Seit 20 Jahren spürt der Kölner mit
Pinsel und Farbe den Wirklichkeiten der Schifffahrt nach. Eine
Auswahl neuerer Arbeiten präsentiert der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) ab Sonntag, 17. Mai, in seinem
Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg. Unter dem Titel
"Werften - Schiffe - Häfen" werden auf dem historischen
Schleppkahn "Ostara" bis zum 27. September 55 Arbeiten des
Malers gezeigt.

Alexander Calvelli ist zum dritten Mal in Waltrop zu Gast.
Seine Ausstellungen "Relikte der Arbeit" und "Körperwelten der
Technik" stießen bereits auf große Resonanz. "Werften - Schiffe
- Häfen" zeigt Gemälde aus den letzten drei Jahren, die in die
Welten hinter dem Mythos Meer führen. Die überraschenden
Bildausschnitte, die Verfremdungen durch Licht- und
Schattenkontraste schärfen den Blick und stehen in deutlichem
Kontrast zu jeder vordergründigen Technik-Verherrlichung.

Die Ausstellung, die der Künstler selbst konzipiert hat, ist
eine Übernahme aus dem Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven,
mit dem das LWL-Industriemuseum seit Jahren erfolgreich
zusammenarbeitet.

Alexander Calvelli (Jahrgang 1963) widmet sich seit vielen
Jahren den Prozessen der Arbeitswelt. Ein Schwerpunkt seiner
Arbeiten sind die von Menschen gestalteten und zum Teil von
ihnen schon wieder verlassenen Kulturlandschaften und
Industrieareale. Mit großer Sensibilität erfasst er beide, die
äußere und innere Seite der Wirklichkeit.

Auf den ersten Blick ist in seinen zahlreichen Bildern die
Tradition der großen Realisten präsent. Im zweiten Blick
verbirgt sich ein kleiner metaphysischer Kosmos mit Rätseln und
gezielten Unstimmigkeiten; dann und wann blitzt ein Schalk
hinter einem Detail der nüchternen Ingenieur-Konstruktionen auf
und unerwartete Sinnzusammenhänge geben sich zu erkennen.

Seine publikumsfreundlichen Gemälde hat Alexander Calvelli
bereits in zahlreichen Ausstellungen mit großem Erfolg gezeigt,
unter anderem im LWL-Industriemuseum in Dortmund und Bochum, im
Deutschen Historischen Museum in Berlin sowie im Deutschen
Bergbau Museum in Bochum.

Am Sonntag, 17. Mai, wird die Gemälde-Ausstellung um 11 Uhr mit
einer Begrüßung durch Museumsleiter Herbert Niewerth sowie
einer Einführung in die Thematik durch Dr. Eckhard Schinkel,
Wissenschaftlicher Referent des LWL-Industriemuseums, eröffnet.
Der Musiker Claudius Reimann begleitet die Veranstaltung mit
verschiedenen Saxophonen.


INFO

Alexander Calvelli:
Werften - Schiffe - Häfen
17.5. bis 27.9.009;
Eröffnung So, 17.5., 11 Uhr
LWL- Industriemuseum
Schiffshebewerk Henrichenburg
Am Hebewerk 2
45731 Waltrop
Di - So 10 -18 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 7 11:27:33 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 07 May 2009 11:27:33 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Die Reise des Oberbergrats Friedrich
Wilhelmvon Reden ins Ruhrtal 1782, Waltrop, 19.05.2009
Message-ID: 4A02C5A5.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 06.05.2009, 10:43


AKTUELL

Die Reise des Oberbergrats Friedrich Wilhelm von Reden ins
Ruhrtal 1782
Vortrag im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg

Zu einem interessanten Vortrag über das Wirken des preußischen
Oberbergrats Friedrich Wilhelm von Reden lädt der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in sein
Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg am Dienstag,
19.Mai, um 19.30 Uhr ein.

Im Mittelpunkt des Vortrags von Dr. Olaf Schmidt-Rutsch,
wissenschaftlicher Referent im LWL-Industriemuseum, steht der
Bericht Redens über den Zustand des westfälischen Bergbaus und
seine Bedeutung für die Entstehung der oberschlesischen
Industrie.

Im Auftrag König Friedrich des Großen kam der preußische
Oberbergrat Friedrich Wilhelm von Reden 1782 ins Ruhrtal, um
über den Zustand des Bergbaus zu berichten. Er stellte in
seinem umfassenden Bericht an den König fest, dass die
industriellen Entwicklungsmöglichkeiten an der Ruhr bei Weitem
nicht ausgeschöpft waren.

Tatsächlich befand sich der Steinkohlenbergbau hier noch in den
Anfängen. In den Berg getriebene Stollen erschlossen die
Kohlenlagerstätten. Auf den zahlreichen kleinen Zechen
arbeiteten nur eine Hand voll Bergleute. Die wenige Jahre zuvor
eingerichtete Ruhrschifffahrt stellte jedoch einen deutlichen
Schritt auf dem Weg zum industriellen Ruhrgebiet dar.

Friedrich Wilhelm von Reden war gewohnt, diese Sachverhalte zu
erkennen und anschaulich auf den Punkt zu bringen. Im Alter von
27 Jahren wurde er 1779 zum Leiter des schlesischen Bergbaus
ernannt. Unter seiner Leitung sollte sich Schlesien innerhalb
weniger Jahre zu einer mustergültigen europäischen
Industrieregion mit modernen Verkehrswegen, Berg- und
Hüttenwerken entwickeln.

"Mit diesem Vortrag werden begleitend zu unserer Sonderschau
"Im Auftrag Seiner Majestät" im Hafengebäude am Oberwasser,
zwei bedeutende europäische Montanregionen an der Schwelle zur
Industrialisierung verglichen werden," so Museumsleiter Herbert
Niewerth.

Interessierte sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.


INFO

LWL-Industriemuseum
Schiffshebewerk Henrichenburg
Am Hebewerk 2
45731 Waltrop
Tel.: 02363 9707 - 0
E-Mail: schiffshebewerk at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 7 11:33:58 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 07 May 2009 11:33:58 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Sammelbilder - Dortmund um 1900 im Spiegel
derAnsichtskarte, Dortmund, bis 06.09.2009
Message-ID: 4A02C726.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 05.05.2009, 10:47


AUSSTELLUNG

Sammelbilder - Dortmund um 1900 im Spiegel der Ansichtskarte
Ausstellung im LWL -Industriemuseum Zeche Zollern

Im Zeitalter von SMS und E-Mail führt die gute alte Postkarte
heute eher ein Schattendasein. An die Blütezeit der
Ansichtskarte erinnert eine neue Ausstellung, die der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) im Rahmen seiner Reihe
"Galerie Industriearbeit" auf der Zeche Zollern zeigt.

Unter dem Titel "Sammelbilder - Dortmund um 1900 im Spiegel der
Ansichtskarte" stellt das LWL-Industriemuseum gut 200 Karten
aus. Dabei handelt es sich um zumeist farbige Lithografien, die
mehrere Bildmotive zeigen. Nicht selten wurden solche
"Sammelbilder" in den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts im
Jugendstil gestaltet.

"Die Ansichtskarte erlebte damals den Höhepunkt ihrer
Beliebtheit. Kaum eine Straße, Kirche oder Gaststätte, die
nicht als Bildkarte vermarktet worden wäre", weiß Dr. Thomas
Parent, stellvertretender Direktor des LWL-Industriemuseums. Er
betreut die rund 35.000 umfassende Sammlung historischer
Ansichtskarten des LWL-Museums. 4.000 Karten davon zeigen
Motive aus Dortmund und seinen Vororten. Besonders beliebte
Motive waren das alte Rathaus, der Kaiserhain, die Festhalle
Fredenbaum, der Hafen und die Hohensyburg mit dem Kaiserdenkmal.

Selten und daher umso wertvoller sind unspektakuläre Motive aus
Dortmunder Vororten, vor allem Postkarten mit Zechenansichten.
In der Ausstellung zu sehen sind Sammelbilder mit den Zechen
Gneisenau, Scharnhorst, Minister Stein, Hansa, Zollern und Neu
Iserlohn. Gelegentlich wird die Montanindustrie auch durch
eingeklinkte Ansichten von Bergleuten oder von Arbeitsszenen
aus der Stahlproduktion akzentuiert.


INFO

Sammelbilder. Dortmund um 1900 im Spiegel der Ansichtskarte
GALERIEINDUSTRIEARBEIT
bis 6.9.2009
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Di - So 10 - 18 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon May 11 10:23:18 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 11 May 2009 10:23:18 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Roemische Tradition in
mittelalterlicherSiedetechnik?, Muenster, 12.05.2009
Message-ID: 4A07FC96.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christine Schedensack"
Datum: 07.05.2009, 17:02


AKTUELL

Vortrag
Dr. Susanne Jülich, Herne
Römische Tradition in mittelalterlicher Siedetechnik?

Am Dienstag (12.5.) referiert Dr. Susanne Jülich (Herne) im
Rahmen der Vortragsreihe des Vereins für Geschichte und
Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster, über mittelalterliche
Salzsiedetechniken.

Wissenschaftler der LWL-Archäologie für Westfalen entdeckten
1980 in Soest eine mittelalterliche Saline, die mindestens seit
dem 6. Jahrhundert Salz produziert hatte. Die Untersuchungen
von Frau Dr. Susanne Jülich ergaben, dass die Soester
Siedemeister Bleipfannen für ihre Arbeit benutzten. Eine damals
fortschrittliche Technik, die archäologisch aus dieser Zeit nur
in der Saline von Bad Nauheim, Hessen nachweisbar ist. In
Nordwestengland arbeiteten die Salinen allerdings schon in
römischer Zeit mit Bleipfannen.

In ihrem Vortrag geht Frau Dr. Jülich der Frage nach, wie die
Soester Saline arbeitete und ob eine Entwicklung der
Siedetechnik von den frühesten Anfängen der Salzgewinnung bis
in historische Zeit zu beobachten ist.

Der Eintritt ist frei!


INFO

Ort:
Der Vortrag findet statt im Plenarsaal des Landeshauses,
Freiherr-vom-Stein-Platz 1
48147 Münster

Zeit:
Dienstag, 12. Mai 2009, 19.00 Uhr (s. t.)


Kontakt:
Christine Schedensack
Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster
Fürstenbergstraße 15
48133 Münster
Tel.: 0251-5915972
Fax: 0251-5916820
E-Mail: christine.schedensack at lwl.org
URL: www.altertumsverein-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon May 11 10:29:22 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 11 May 2009 10:29:22 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: "Kommunaler Neuanfang nach 1945", Bocholt,
14.05.2009
Message-ID: 4A07FE02.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Thomas Ridder"
Datum: 07.05.2009, 16:31


AKTUELL

Die Gesellschaft für historische Landeskunde lädt zu ihrem
nächsten Vortrag am 14. Mai 2009 nach Bocholt ein. Es spricht
Frau Dr. Gisela Schwarze zum Thema "Kommunaler Neuanfang nach
1945". Der Vortrag im Historischen Rathaus beginnt um 19:30 Uhr.

Nach dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen Regimes
musste ein politischer Neuanfang folgen. Unter welchen
Bedingungen sollte er vollzogen werden bzw. wurde er
schließlich vollzogen? Der Einmarsch der Alliierten bildete die
entscheidende Zäsur. Am 23. März 1945 hatten britische und
amerikanische Einheiten bei Rees und Wesel den Rhein überquert.
Aber wurde mit der Besetzung auch alles anders? Welchen Rahmen
gaben die Besatzer vor? Welche Ziele verfolgten jene Männer und
Frauen, die neue oder alte Parteien aufbauten.

Neben diesen politischen Fragen beherrschten existentielle
Probleme wie Wohnungsnot, Nahrungsmangel, Flüchtlingselend die
Tätigkeit der Verwaltungsbeamten und damaligen Politiker.
Schuldfrage und Entnazifizierung verunsicherten große Teile der
Bevölkerung.

In ihrer bereits 1984 erschienenen regionalgeschichtlichen
Analyse "Eine Region im demokratischen Aufbau. Der
Regierungsbezirk Münster 1945/46" geht Dr. Gisela Schwarze
diesen Fragen nach. Der Untersuchungszeitraum umfasst die
Monate vom Zusammenbruch 1945 bis zu den ersten Kommunalwahlen
im September/Oktober 1946, also jene Phase der Nachkriegszeit,
in der das politische Leben keimte.

Die Schwerpunkte des Vortrags werden die Gründung und der
Aufbau der politischen Parteien sein: neben CDU, SPD und FDP
das Zentrum und die KPD. Auch die Bildung von Gewerkschaften im
Interessenfeld der politischen Parteien wird angesprochen
werden. In den ersten Monaten waren es aber noch nicht so sehr
die Parteien, sondern einzelne Persönlichkeiten, die den
Neubeginn prägen sollten.

Bei der Mehrzahl von ihnen stand zumindest zu Beginn ein
subjektives Ethos der Verantwortung gegenüber dem eigenen Volk
im Vordergrund. Den einen trug die christlich-religiöse
Motivation, den anderen die politisch-ethische. Dieses
Verantwortungsbewusstsein schloss aber Konflikte mit den
demokratischen Ansprüchen jener Männer, die als Antifaschisten
teils unter Verfolgungen auf die Stunde Null gewartet hatten,
um eine Demokratie, was immer sie darunter verstanden, mit
aufzubauen, nicht aus.

Extrem beispielhaft sind dafür die Vorgänge in Bocholt, wo Dr.
Wilhelm Benölken unter dem vorrangigen Aspekt der Versorgung
der Bevölkerung als Oberbürgermeister außerordentlich aktiv war,
gleichzeitig aber mit seinem konservativen Misstrauen
gegenüber Parteiansprüchen den Widerspruch von Vertretern aller
Parteien hervorrief.

Die Untersuchung schließt mit den ersten Kommunalwahlen im
September/Oktober 1946, weil mit ihnen die erste politische
Aufbauphase abgeschlossen war. Die Parteien hatten eine erste
Antwort des Wählers auf Forderungen und Ansprüche erhalten.

Dr. Gisela Schwarze arbeitete viele Jahre im Lehrberuf an
Volksschule, Pädagogischer Hochschule und Gymnasium. Von ihr
erschienen eine Reihe von Veröffentlichungen zur westfälischen
Regionalgeschichte.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Dr. Gisela Schwarze. Kommunaler Neuanfang nach 1945

Datum: 14.05.2009
Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen
Münsterlandes e.V.
p/A Landeskundliches Institut Westmünsterland /
Gasthausstraße 15
48691 Vreden
Tel.: 02564-391820 (nur Donnerstagnachmittag)
Fax: 02564-391829
E-Mail: info at ghl-westmuensterland.de
URL: www.ghl-westmuensterlande.de

Kontakt:
Thomas Ridder
Tel.: 02362-951431
E-Mail: thomas.ridder at imail.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon May 11 10:34:46 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 11 May 2009 10:34:46 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Eroeffnung der "Suedwestfaelischen Galerie",
Schmallenberg
Message-ID: 4A07FF46.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 08.05.2009, 14:00


AUSSTELLUNG

Eröffnung der "Südwestfälischen Galerie" im Westfälischen
Schieferbergbau- und Heimatmuseum Holthausen

Das Westfälische Schieferbergbau- und Heimatmuseum Holthausen
hat am Freitag (08.05.) nach einjähriger Bauzeit die
"Südwestfälische Galerie" eröffnet. Auf etwa 330 Quadratmetern
neuer Dauerausstellungsfläche zeigt das Museum Kunstwerke aus
seiner mehrere tausend Gemälde, Grafiken und Skulpturen
umfassenden Sammlung. Außerdem besitzt das Museum noch
Nachlässe von Künstlern, die aus dem Sauerland stammen oder
über ihre künstlerische Arbeit mit dieser Landschaft verbunden
sind.

Zeitlich liegt der Sammlungsschwerpunkt im 20. Jahrhundert.
Neben dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) haben auch
der Hochsauerlandkreis die Stadt Schmallenberg und private
Sponsoren wie die RWE Westfalen Weser-Ems AG und der
Westfälisch Lippische Sparkassen- und Giroverband das 450.000
Euro teure Projekt finanziell unterstützt.

Die Südwestfälische Galerie setzt vier thematische
Schwerpunkte: Sauerländische Landschaften, Bilder von Menschen,
Künstler-Reisen und Bilder aus der Lebens- und Arbeitswelt.
Neben Paul Hermann Schoedder, Hinrich Grauenhorst und Carl
Siebert gehören zu den in der Sammlung vertretenen Künstlern
unter anderen auch Eberhard Viegener, Reinhold Bicher, Josef
und Gebhard Schwermer, Jochen Geilen, Hermann Springborn,
Heinrich Poertgen, Johannes Dröge, Josef Voss, Hermann Falke.
Ein besonderes Verhältnis zum Material Schiefer hatte der
Bildhauer Eugen Senge-Platten, dem ein eigener Raum gewidmet
ist.

"Die Südwestfälische Galerie, deren maßgeblicher Ideen- und
Taktgeber Rötger Belke-Grobe war, ohne den die neue
Dauerausstellung nie Wirklichkeit geworden wäre, ist das
einzige Museum, das sich dezidiert mit der Kunst des
Sauerlandes befasst und diese als einen bedeutenden Faktor der
regionalen Kulturgeschichte vermittelt", sagte Bürgermeister
Bernhard Halbe bei der Eröffnung der "Südwestfälischen Galerie".

"Seit seiner Gründung vor 35 Jahren zeigt das Museum, was
aktive sauerländische Kulturarbeit leisten kann. Mit dem Anbau
der Südwestfälischen Galerie verbindet sich ein bedeutender
Erweiterungs- und Entwicklungsschritt des Museums. Ab heute
werden seine künstlerischen Sammlungen erstmals durch eine
gesonderte Präsentation, die der LWL mit 90.000 Euro
unterstützt und die mit Hilfe des LWL-Museumsamtes konzipiert
wurde, ins rechte Licht gerückt", sagte LWL-Direktor Dr.
Wolfgang Kirsch, der betonte, dass der LWL das Museum insgesamt
bereits mit etwa einer halben Million Euro gefördert hat.

Parallel zur Eröffnung erscheint eine vom Museum in Auftrag
gegebene wissenschaftliche Dokumentation, die von der
Kunsthistorikerin Birgit Gropp erarbeitet wurde. Weitere
Autoren sind Siegfried Kessemeier, Ulrich Schäfer und Kathrin
Ueberholz. Die Dokumentation stellt das Kunstschaffen in diesem
Teil Westfalens erstmals systematisch dar und setzt es in den
Kontext der künstlerischen Strömungen der europäischen Moderne.

Nach einem kurzen kunstgeschichtlichen Überblick geht sie unter
anderem den Fragen nach, wie und wo sauerländische Künstler
ausgebildet wurden, welche Rolle das Sauerland als Motiv in der
Kunst spielt oder welche Auswirkungen der Nationalsozialismus
auf das künstlerische Schaffen hatte. Dazu wird mit ca. 170
Abbildungen und rund 150 Künstlerbiografien das Thema "Kunst im
Sauerland" erstmals zusammenhängend dargestellt.

Hintergrund
Anfang dieses Jahrtausends mündeten die langjährige
Sammlungstätigkeit von Rötger Belke-Grobe (1940- 2007,
ehemaliger Bürgermeister von Schmallenberg und Mitglied der
Landschaftsversammlung) in die Vision, am Westfälischen
Schieferbergbau- und Heimatmuseum Holthausen ein neues Haus für
die Kunst in der Region zu errichten. Die Idee einer
"Südwestfälischen Galerie" war geboren.

Rötger Belke-Grobe und dem gesamten Museumsverein gelang es,
die beteiligten Partner für die Idee zu gewinnen sowie Förderer
und Sponsoren für das Thema zu begeistern. Neben dem LWL und
dessen LWL-Kulturstiftung, dem Hochsauerlandkreis und der Stadt
Schmallenberg haben auch private Sponsoren wie die RWE
Westfalen Weser-Ems AG und der Westfälisch Lippische
Sparkassen- und Giroverband nennenswerte finanzielle Beiträge
geleistet.

Zusätzlich hat der Museumsverein selbst durch finanzielle
Eigenleistungen und großes ehrenamtliches Engagement seiner
Mitglieder eine Realisierung des Projektes erst ermöglicht.
"Mit über 1000 Stunden Eigenleistung haben alle
Vereinsmitglieder diesen weiteren Meilenstein in der Geschichte
des Museums entstehen lassen", so Ferdi Hennemann, 1.
Vorsitzender des Museumsvereins.


INFO

Schieferbergbau- und Heimatmuseum Holthausen
Kirchstraße
57392 Schmallenberg
Tel.: 02974 / 6932 oder 6064
E-Mail: info at museum-holthausen.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon May 11 10:37:33 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 11 May 2009 10:37:33 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Treffen von westfaelischen
Kulturpolitikern:Westfaelische Kulturkonferenz und
Leitprojekte kommen
Message-ID: 4A07FFED.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 08.05.2009, 14:09


AKTUELL

Treffen von westfälischen Kulturpolitikern
Westfälische Kulturkonferenz und Leitprojekte kommen

Bei einem Treffen von 90 Bürgermeistern, Landräten und
Kulturpolitikern aus Westfalen und Lippe am Donnerstag (7.5.)
in Münster ist eine bessere Zusammenarbeit für regionale
Kulturprojekte vereinbart worden. Der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) wird die Koordination übernehmen.

"Die Kultur in unserer Region muss stärker sichtbar werden. Wir
werden darum eine westfälische Kulturkonferenz ins Leben rufen
und binnen eines Jahres bis zu zwölf kulturelle Leitprojekte
erarbeiten, bei deren Umsetzung wir auch die Unterstützung des
Landes erwarten", sagte LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch. Er
dankte dem NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich
Große-Brockhoff, der auf dem Treffen seine Mitarbeit angeboten
und in Aussicht gestellt hatte, dass sich das Land auch
"finanziell einbringen" werde.

Nach Angaben von LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara
Rüschoff-Thale soll die Arbeit für die Kulturprojekte "in einer
schlanken Struktur" mit einer Lenkungsgruppe sowie
Arbeitsgruppen mit Kulturpolitikern, Kunstschaffenden und
Entscheidern weitergehen. Eine Kulturkonferenz mit Vertretern
der 27 Kreise und kreisfreien Städte in Westfalen-Lippe solle
zu einer festen Größe der Kulturpolitik im Land NRW werden:
"Wir sind hellwach und werden Projekte entwickeln, die zur
Region passen, an denen ganz Westfalen-Lippe beteiligt ist und
die auch von außen entdeckt werden."

Hintergrund
Dem Treffen waren mehrere Gesprächsrunden mit Experten und
politisch Verantwortlichen in der Region über die
unterschiedlichen Stärken der Kultur in den beiden Landesteilen
vorausgegangen. Hintergrund der westfälischen Initiative ist
die heftige Kritik an dem Gutachten "KunstNRW" zur Kultur und
Kulturförderung, das die Landesregierung im vergangenen Jahr
vorgestellt hatte und das den westfälischen Landesteil so gut
wie nicht erwähnte.

Das Gutachten mit der einseitigen Bevorzugung des Rheinlandes
habe Westfalen aufgeweckt, hieß es auf dem Treffen: Zum ersten
Mal spreche man über Stadtgrenzen hinweg miteinander über neue
Projekte von regionalen Dimensionen.

Als ausbaufähige Beispiele für das "Flächenland
Westfalen-Lippe" wurde auf dem Treffen unter der Überschrift
"Wege" das erfolgreiche ostwestfälische Musik- und
Literaturfest "Wege durch das Land", die Pilgerwege durch die
Region und "Wege des Lichts" am Hellweg und in Südwestfalen
genannt. Auch neue Ansätze wie ein "rollendes Kulturabteil" im
Zug oder "Kunst am Bahnhof" seien denkbar.

Westfalen besitze eine der reichsten Klosterlandschaften
Europas, in der sich die noch erhaltenen Klöster als
"Europäisches Klosternetzwerk" zusammenschließen sollten, hieß
es weiter in einem Katalog von Handlungsempfehlungen. Auch die
Park- und Gartenlandschaft sollte durch Themenrouten, stärkere
Infrastruktur und verbesserte Angebote für touristische Nutzer
erschlossen werden.

Die bedeutendste Lichtkunstregion Europas im östlichen
Ruhrgebiet und am Hellweg gelte es weiter zu stärken und mit
Stützpunkten in Herford und Siegen zu verbinden. In der Musik
seien Projekte wie das Internationale Holzbläserfestival im
Münsterland, das Bachfest 2013 in Ostwestfalen, das
Internationale Komponistinnen-Festival in Unna oder die
Orgellandschaft in Westfalen unterstützenswert.

Als neue Idee für jüngere Menschen nannte Rüschoff-Thale eine
"Literarische Leitzentrale", die nicht nur Lesungen,
Wettbewerbe und Aufführungen organisiere, sondern auch mit
Literaturspielen via PC oder Mobiltelefon Kinder und
Jugendliche an Literatur heranführe. Auch ein neues
Literaturzentrum für NRW sei sinnvollerweise im "Literaturland
Westfalen" zu verorten, zum Beispiel auf der Wasserburg
Hülshoff bei Münster.

Rüschoff-Thale wies auf den Zusammenhang zwischen der
Industrieentwicklung und den Zuwanderungsbewegungen seit dem
19. Jahrhundert hin. Ein eigenes "Forum Migration" im
Ruhrgebiet könne an diese Geschichte erinnern. Als Beispiel für
bürgerschaftliches Engagement nannte die Kulturdezernentin die
Idee eines Stipendiumprogramms für ausländische Künstler
("Welcome to Westphalia"), das örtliche Kaufmannschaften
finanzieren könnten.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon May 11 10:40:35 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 11 May 2009 10:40:35 +0200
Subject: [WestG] [AKT] "denkmal aktiv" - Schulen koennen sich bis 24.
Maibewerben
Message-ID: 4A0800A3.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 08.05.2009, 11:08


AKTUELL

"denkmal aktiv" - Schulen können sich bis 24. Mai bewerben
LWL und LVR beteiligen sich mit Projekt "Fremde Impulse"

Was sagen Baudenkmale über die Gegend aus, die man heute
Ruhrgebiet nennt? Welche von außen kommenden Einflüsse in der
Geschichte des Ruhrgebiets sind bis heute erkennbar und an den
vorhandenen Gebäuden ablesbar? Welche Spuren von Ein- und
Auswanderung, von Austausch und Kommunikation sind erhalten?
Mit diesen Fragen können sich Schüler aus dem Ruhrgebiet im
Rahmen des Schulprogramms "denkmal aktiv - Kulturerbe macht
Schule" beschäftigen, das die Deutschen Stiftung Denkmalschutz
in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverbänden Westfalen-Lippe
(LWL) und Rheinland (LVR) anbietet.

Die beiden Denkmalämter des LWL und des LVR beteiligen sich mit
dem Projekt "Fremde Impulse - Baudenkmal im Ruhrgebiet" am
Programm der Kulturhauptstadt RUHR.2010. Darin werden
Baudenkmale in den Mittelpunkt gestellt, die von den
auswärtigen, europäischen Einflüssen auf das Ruhrgebiet und dem
Wandel in der Geschichte der Region berichten. Mit diesem
Programm beteiligen sich LWL und LVR gleichzeitig an "denkmal
aktiv" und hoffen auf viele Bewerbungen von Schulen und
Einrichtungen der Lehreraus- und -fortbildung aus dem
Ruhrgebiet.

Das bundesweite Förderprogramm "denkmal aktiv" bietet den
Rahmen für schulische Projekte zur kulturellen Bildung. Dabei
begleitet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die teilnehmenden
Schulen fachlich und organisatorisch und unterstützt sie
finanziell.

Ab sofort können sich interessierte Schulen mit einem Projekt
um die Teilnahme an "denkmal aktiv" im Schuljahr 2009/10
bewerben, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wählt sechs bis
acht Bewerber aus. Die Ausschreibungsunterlagen sowie weitere
Informationen zu "denkmal aktiv" gibt es im Internet unter
http://www.denkmal-aktiv.de. Bewerbungsschluss ist der 24. Mai
2009. Informationen über das Projekt "Fremde Impulse" finden
sich Informationen unter http://www.fremde-impulse.de.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon May 11 10:46:15 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 11 May 2009 10:46:15 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: "Die Buecherverbrennung vom 10. Mai 1933
-Mythos und Wirklichkeit", Bielefeld, 13.05.2009
Message-ID: 4A0801F7.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Bielefeld"
Datum: 06.05.2009, 18:17


AKTUELL

Bücherverbrennung als Vortragsthema

Am Mittwoch, 13. Mai, beginnt um 19.00 Uhr in der
Stadtbibliothek, Wilhelmstraße 3, der Vortrag "Die
Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933 - Mythos und Wirklichkeit".
Dr. Jan-Pieter Barbian, unter anderem Autor des Buches
Literaturpolitik im "Dritten Reich", referiert im Vortragssaal
(4. Etage) zu diesem Thema. Bei dieser Veranstaltung des
Vereins der Freunde und Förderer der Stadtbibliothek e. V. und
Stadtbibliothek Bielefeld ist der Eintritt frei.

Die Bücherverbrennungen, die am 10. Mai 1933 nicht nur in
Berlin, sondern in nahezu allen Hochschulstädten des Deutschen
Reiches stattfanden, wurden von vielen Zeitgenossen im In- und
Ausland als Symbol für den Beginn einer Kulturbarbarei
verstanden. Verantwortlich für die Organisation dieser "Aktion
wider den undeutschen Geist" war nicht - wie lange Zeit
angenommen - Joseph Goebbels als neuer "Reichsminister für
Volksaufklärung und Propaganda", sondern die Deutsche
Studentenschaft als Dachverband der Studentenschaften an
deutschen Universitäten mit Sitz in Würzburg. Wie konnte es
dazu kommen? Welches Ziel verfolgten die Studenten und welche
Unterstützung erhielten sie bei ihrem reichsweiten Vorgehen?
Wie verhielten sich die betroffenen Autoren, Verleger und
Buchhändler?

Auf der Grundlage von Quellenstudien in den Staatsarchiven
Würzburg und Leipzig sowie im Bundesarchiv Berlin zeichnet der
Vortrag die Entstehung, den Verlauf und die Hintergründe der
Bücherverbrennungen nach.


INFO

Stadtbibliothek Bielefeld
Wilhelmstraße 3
33602 Bielefeld
Tel.: 0521/51-50 00
Fax: 0521/51-33 87





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue May 12 10:27:48 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 12 May 2009 10:27:48 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Eisenbahnpolitik am Hellweg, Essen,
14.05.2009
Message-ID: 4A094F24.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 12.05.2009, 07:38
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Vortrag Dr. Axel Heimsoth: Eisenbahnpolitik am Hellweg.
Die Entstehung von Verkehrsräumen im 19. Jahrhundert
Donnerstag, 14. Mai 2009, 18.00 Uhr


Die ersten Eisenbahnen waren im 19. Jahrhundert umkämpft. Jede
Gemeinde wollte angeschlossen werden und so wurde hitzig
diskutiert, wer den Zuschlag für einen Anschluss bekäme.
Verkehrspolitiker zwischen Dortmund und Soest führten gegenüber
der preußischen Regierung den Hellweg als Argument an: Die
mittelalterliche Fernhandelsverbindung hätte bisher ihren
Wohlstand gesichert und künftig müsse dies die Eisenbahn
übernehmen.

Eine andere Strategie verfolgten Essen und Bochum. Obwohl auch
sie am Hellweg liegen, vertraten ihre Verkehrspolitiker allein
die wirtschaftichen Interessen der Schwerindustrie - ohne auf
den Hellweg Bezug zu nehmen. Mit unterschiedlichen Motiven
kämpften die Bürger für zwei Verkehrsräume: dem Ruhrgebiet und
der Hellwegregion.


INFO

Veranstalter:
Historischer Verein für Stadt und Stift Essen e.V.

Veranstaltungsort:
Haus der Technik
Hollestr. 1
Essen





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue May 12 10:35:16 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 12 May 2009 10:35:16 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Neue LWL-Fortbildungsreihe "Denkmalpflege -
westfaelisch- praktisch", Detmold, 27.05.2009
Message-ID: 4A0950E4.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 12.05.2009, 09:32


AKTUELL

Neue LWL-Fortbildungsreihe "Denkmalpflege - westfälisch - praktisch"
Holzinsekten in historischen Fachwerkgebäuden und Ausstattungen

Unter dem Motto: "Denkmalpflege - westfälisch - praktisch"
bietet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eine
praxisorientierte Fortbildungsreihe an, die am Mittwoch, 27.
Mai, beginnt. Dabei wollen die Spezialisten aus dem
LWL-Freilichtmuseum Detmold und dem LWL-Amt für Denkmalpflege
in Westfalen ihre Kompetenz für den Umgang mit historischer
Bausubstanz weitergeben. Zielgruppe sind Beschäftigte der
Denkmalbehörden in Westfalen-Lippe, Handwerker,
Restauratorinnen, Architektinnen und Ingenieure sowie alle
Personen, die mit der Denkmalpflege beruflich oder privat
verbundenen sind.

Die erste Veranstaltung dieser Reihe stellt Holzschädlinge in
den Mittelpunkt. Insektenbefall an hölzernen Konstruktionen ist
ein zentrales Problem bei der Erhaltung historischer Gebäude.
Das im Freilichtmuseum entwickelte Konzept "Integrierte
Schädlingsbekämpfung" erläutert Museumsmitarbeiter Dr. Hubertus
Michels an Beispielen im Museum. Die verbreiteten, in verbautem
Holz lebenden Holzschadinsekten stellt Dr. Uwe Noldt vom Johann
Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für
Ländliche Räume, Wald und Fischerei, Hamburg vor. Fallbeispiele
aus der denkmalpflegerischen Praxis, die den Blick schulen für
Schadmerkmale in und an Fachwerkbauten und Ausstattungen,
stellt LWL-Restaurator John Farnsworth vor.


INFO

Die Veranstaltung beginnt am 27. Mai um 9.30 Uhr und endet
voraussichtlich um 16:30 Uhr.

Anmeldungen sind noch bis zum 20. Mai möglich bei
Annegret Herden-Hubertus
LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen
Tel.: 0251 591 4683
E-Mail: annegret.herden-hubertus at lwl.org

Weitere Informationen unter:
URL:http://www.denkmalpflege-westfalen.de oder
URL: http://www.lwl.org/freilichtmuseum-detmold.

Zum Thema ist eine Publikation erhältlich: Noldt/Michels (Hg.),
"Holzschädlinge im Fokus - Alternative Maßnahmen zur Erhaltung
historischer Gebäude", Detmold 2007 (Tagungssonderpreis).

Es wird ein Teilnahmebeitrag in Höhe von 48 Euro (incl. Getränke,
Mittagessen) erhoben, für Fachschüler und Studierende 20 Euro.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue May 12 10:41:12 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 12 May 2009 10:41:12 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Kraft aus Feuer und Wasser im LWL-Industriemuseum,
Bochum, 16./17.05.2009
Message-ID: 4A095248.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 11.05.2009, 11:57


AKTUELL

Kraft aus Feuer und Wasser im LWL-Industriemuseum
Zeche Hannover in Bochum unter Dampf

Zum sechsten Mal ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL) am kommenden Wochenende (Sa / So, 16./17. Mai) Gastgeber
von Deutschlands größtem Dampf-Festival. 20 originale
Dampfwalzen, Dampftraktoren, Lokomobile, dampfgetriebene PKW
und LKW aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und
Großbritannien lassen vor dem mächtigen Malakowturm im
LWL-Industriemuseum Zeche Hannover das Dampfzeitalter lebendig
werden. Hinzu kommen 22 originalgetreue Nachbauten sowie
zahlreiche Modelle - von der Dampfmaschine bis zum Schiff.
"Sämtliche Maschinen stehen unter Dampf und sind im Fahrbetrieb
zu erleben. Für die Modellschiffe gibt es eine eigene
Wasserlandschaft", kündigt LWL-Museumsleiter Dietmar Osses an.

Themenschwerpunkt sind in diesem Jahr Dampfkraftwagen. Neben
dem kutschenartigen "Waltham Dampf-PKW" von 1902 und einem
"Bridgeport-Locomibile" aus den USA zeigt das
LWL-Industriemuseum eine luxoriöse Stanley Steam Car-Limousine
aus dem Jahr 1921 sowie einen von weltweit nur noch drei
erhaltenen Sentinel Dampf-LKW, Baujahr 1924. Eine weitere
Rarität ist das Dampf-Motorrad des amerikanischen Herstellers
Field von 1908.

"Die Dampfautos erlebten im 19. Jahrhundert nur eine kurze
Karriere auf den Straßen Europas", erzählt Osses. In England
wurden die schnell fahrenden, nahezu geräuschlosen Dampfautos
1836 sogar verboten, weil sie zu gefährlich schienen. Und mit
der Entwicklung der Benzin- und Dieselkraftwagen ab 1880
verschwanden die Fahrzeuge bald ganz aus dem Straßenbild.

Straßenwalzen ebneten die Wege für die Dampfautos. Dietmar
Osses: "Diese Ungetüme konnten nicht nur effektiv Straßen und
Plätze ebnen, sie machten auch die Verwendung neuer
Straßenbeläge wie Asphalt oder Teer praktisch erst möglich."
Beim diesjährigen Dampf-Festival sind typischen Walzen aus
englischer und deutscher Produktion sowie die erste
niederländische Dampfwalze in Betrieb.

Stark vertreten sind beim 6. Dampf-Festival auch die
Dampftraktoren, die gut ein Jahrhundert lang in der
Landwirtschaft große Bedeutung hatten. Sie dienten zum Pflügen
der Felder wie auch zum Antrieb von Dreschmaschinen, Sägewerken
oder Steinbrechern. Mit dabei sind in Bochum zwei
Feld-Traktoren und drei Traktoren, die als Antriebs- und
Zugmaschinen dienten. Als mobile, aber nicht selbstfahrende
Antriebe für Nutzgeräte sind eine "Wolf Lokomobile" mit
Steinbrecher sowie ein frühes Dieselaggregat mit Sägegatter als
Nachfolger der Dampflokomobilen im Einsatz.

Das Prachtstück des Festivals ist eine Kirmes-Zugmaschine von
1913 des britischen Herstellers Garrett & Sons.

Schon zur Tradition geworden ist die Teilnahme der
Modelldampfschiffe aus der Region. In einer eigens angelegten
Wasserlandschaft tummeln sich Modelle von imposanten
Raddampfern, flotten Dampfbooten und kräftigen Schleppern.
Einen Einblick in die faszinierende Technik der Dampfmaschinen,
Gas- und Heißluftmotoren der vergangenen 200 Jahre bieten
detailgetreue Modelle, die die Dampfstammtische Dortmund und
Essen sowie zahlreiche weitere Modellbauer präsentieren.

Die größte und älteste Dampfmaschine des Festivals hat dagegen
das LWL-Industriemuseum selbst zu bieten: es ist die
Fördermaschine von 1893 - die älteste Fördermaschine des
Ruhrbergbaus, die noch am Originalstandort zu sehen ist. Bei
Schauvorführungen setzt sich die mächtige Koepescheibe in
Bewegung - gesteuert durch Druckluft und angetrieben mit einem
Elektromotor.

Rahmenprogramm

Neben den Vorführungen der originalen Dampftechnik erwartet die
Besucher ein buntes Begleitprogramm mit Musik, Clownerie,
Kindertheater und Mitmach-Aktionen für Groß und Klein. "Das
Dampf-Festival ist nicht nur etwas für Technikfans, sondern ein
Fest für die ganze Familie", betont Museumsleiter Osses. Für
die passende Atmosphäre sorgen "The New Savoy Jazzmen" und die
"Pax Jazz Band" mit schwungvollem Dixieland und Jazzmusik.
Clown Zimbo präsentiert Jonglage und Clownerie der Extraklasse
für die ganze Familie. Die jüngsten Besucher führt die
Alt-Westfälische Puppenbühne in das Reich der märchenhaften
Abenteuer.

Während des gesamten Festivals fährt das Kinderbergwerk Zeche
Knirps Sonderschichten. Museumsteam und Förderverein der Zeche
Hannover bieten fachkundige Führungen durch die Zeche Hannover
an. Eine Filmdokumentation zeigt die Dampfmaschinen des
LWL-Industriemuseums, und ein Workshop für Kinder erklärt das
Geheimnis der Dampfmaschine.


INFO

Das komplette Programm und das Programmheft zum Download
im Internet unter www.dampffestival-ruhrgebiet.de

6. Dampf-Festival Ruhrgebiet
Sa / So, 16. / 17. Mai, jeweils von 11 bis 18 Uhr
LWL-Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Eintritt: 6 ? / 3 ?





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue May 12 10:46:20 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 12 May 2009 10:46:20 +0200
Subject: [WestG] [AKT] "Jugend-Geschichtspreis des Juedischen
MuseumsWestfalen"
Message-ID: 4A09537C.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Thomas Ridder"
Datum: 12.05.2009, 08:54


AKTUELL

"Jugend-Geschichtspreis des Jüdischen Museums Westfalen"

Das Jüdische Museum Westfalen schreibt in diesem Jahr erstmals
einen Schülerwettbewerb für Erstlingsarbeiten junger Forscher
(Jahresarbeiten / Facharbeiten von Schülern etc.) aus. Dazu
sind die Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Schultypen
aus Westfalen und dem Rheinland aufgerufen, ihre Facharbeiten,
Wettbewerbsbeiträge, Projekte u.ä., die einen thematischen
Bezug zur deutsch-jüdischen bzw. lokalen jüdischen Geschichte
haben, sich aber auch mit Themen aus der Zeit des
Nationalsozialismus befassen können, beim Jüdischen Museum
Westfalen einzureichen.

Eine Jury, bestehend aus Geschichtslehrern, Historikern und
Vorstandsmitgliedern des Vereins für jüdische Geschichte und
Religion, dem Träger des Jüdischen Museums Westfalen, wird die
Arbeiten eingehend prüfen und dem Vorstand die drei besten
Arbeiten zur Prämierung vorschlagen. Die Preise bestehen in
Büchern zur jüdischen Geschichte und Kultur. Es besteht auch
die Möglichkeit der Vergabe von Sonderpreisen für
Gemeinschaftsarbeiten. Daneben erhalten die Preisträger eine
zweijährige Schnuppermitgliedschaft im Museumsverein.

Interessierte Jugendliche können ihre Arbeiten direkt an das
Jüdische Museum Westfalen senden. Die Fachlehrer und
Lehrerinnen werden gebeten, bei Vorliegen geeigneter Arbeiten,
diese ebenfalls einzusenden bzw. die Jugendlichen auf diesen
Wettbewerb hinzuweisen.

Die eingereichten Arbeiten sollten bitte mit einem kurzen
Anschreiben versehen werden, das den Verfasser der Arbeit mit
Namen, Adresse, Emailadresse und Schulanschrift sowie Alter und
Jahrgangsstufe nennt.

Einsendeschluss: 30. Juni 2009

Die Jury wird die Ergebnisse des Wettbewerbs im Herbst in einer
"kleinen" Feierstunde im Museum vorstellen und die Preise
überreichen.


INFO

Veranstaltungsdaten:
"Jugend-Geschichtspreis des Jüdischen Museums Westfalen"
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten
Tel.: 02362-45279
Fax: 02362-45386
E-Mail: ridder at jmw-dorsten.de
URL: www.jmw-dorsten.de

Kontakt:
Thomas Ridder M.A.
Tel.: 02362-951431





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue May 12 10:50:06 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 12 May 2009 10:50:06 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL-Museum fuer Archaeologie erhaelt "Land
derIdeen"-Ehrentafel
Message-ID: 4A09545E.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 11.05.2009, 15:12


AKTUELL

Spot an: "Tatort Forscherlabor" ausgezeichnet
LWL-Museum für Archäologie erhält "Land der Ideen"-Ehrentafel

Das Museum für Archäologie des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) ist am Montag (11.5.) für sein Projekt
"Tatort Forscherlabor" als einer der Preisträger des
bundesweiten Wettbewerbs "365 Orte im Land der Ideen"
ausgezeichnet worden. Axel Oldenburg von der Deutschen Bank in
Essen übergab die Ehrentafel "Ausgewählter Ort im Land der
Ideen" an LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale und
an die stellvertretende Museumsleiterin Dr. Susanne Jülich.

"Wie spannend es sein kann, uralten Geheimnissen auf die Spur
zu kommen, wird im 'Tatort Forscherlabor? des LWL-Museums für
Archäologie gezeigt. Hier können große und kleine Besucher
selbst zu kriminologischen Schnüfflern werden: Die 14 Stationen
des Labors laden Nachwuchs-Forscher ein, Spuren zu sammeln und
den 'Fall Warburg? mit neuesten Methoden aus verschiedenen
Disziplinen selbst aufzuklären. Damit wird eine völlig neue
Dimension der Archäologie als hochmoderne Wissenschaft
eröffnet. Das ist beispielhaft für Deutschland", begründete
Axel Oldenburg die Auszeichnung. Eine unabhängige Jury hatte
das LWL-Museum aus mehr als 2.000 Bewerbern ausgewählt.

Dr. Barbara Rüschoff-Thale freute sich über die Auszeichnung:
"Wir sind stolz, mit unserem Projekt 'Tatort Forscherlabor? ein
Ort im Land der Ideen zu sein. Bestätigt es uns doch in unserem
Engagement, Archäologie für alle erlebbar zu machen und mehr
Menschen für unser schönes Museum hier in Herne zu begeistern."

Die größte Veranstaltungsreihe Deutschlands "365 Orte im Land
der Ideen" wird 2009 bereits im vierten Jahr von der Deutschen
Bank und der Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen"
unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler
durchgeführt. "Wenn sich Eigeninitiative und
Einsatzbereitschaft mit neuen Ideen verbinden, stärkt dies
Deutschland. Wir möchten herausragende Ideen - wie das
Forscherlabor - mehr ins Rampenlicht rücken. Sie bilden mit
Kreativität, Know-how und Leidenschaft das Fundament für unsere
Zukunft", erläutert Axel Oldenburg.

Jeder "Ausgewählte Ort 2009" wird sich und seine Idee an einem
Tag des Jahres mit einer Veranstaltung präsentieren: das
Forscherlabor am 6. September. Das LWL-Museum ist 2009 einer
von insgesamt 69 Preisträgern aus Nordrhein-Westfalen.


INFO

LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel.: 02323 94628-0
URL: http://www.lwl-landesmuseum-herne.de

Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr,
Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr
bis 18 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue May 12 10:53:34 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 12 May 2009 10:53:34 +0200
Subject: [WestG] [AUS] "Vom Faustkeil zum Mikrochip - Evolution des
Menschen", Muenster, 20.05.2009-11.04.2010
Message-ID: 4A09552E.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 12.05.2009, 10:09


AUSSTELLUNG

Den Vorfahren Leben eingehaucht
Neue Ausstellung zeigt "lebensechte" Urmenschen

Eine neue Ausstellung im LWL-Museum für Naturkunde in Münster
beleuchtet ab dem 20. Mai den Ursprung und die Geschichte der
Menschen. Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL) geht dabei "Vom Faustkeil zum Mikrochip" und zeigt die
Evolution des Menschen. So fertigt die Künstlerin Lisa Büscher
zwei lebensgroße, detailgetreue Nachbildungen von Urmenschen an.

In fünfmonatiger Arbeit hat Lisa Büscher die detailreichen,
äußerst realistischen Körper der menschlichen Vorfahren
nachgebildet. Das LWL-Museum stellte wissenschaftliche Daten
und vorhandene Skelett-Rekonstruktionen zur Verfügung.
Daraufhin begann die Künstlerin, die Köpfe und Gliedmaßen in
verschiedenen Modelliermassen individuell zu gestalten.

Anschließend fertigte sie aus Fiberglas und Kunstharz
mehrteilige stabile Negativformen von den modellierten
Körperteilen an. Durch Füllen der Formen mit speziellen
Silikonen aus dem Bereich der Prothetik erhielten die
Nachbildungen ihre elastische, lebensecht wirkende
Hautoberfläche.

Die Künstlerin hat die so erhaltenen Silikon-Rohlinge
eingefärbt und bemalt. In einem aufwändigen Verfahren brachte
sie die Haare einzeln auf, um beim Betrachter den Eindruck
entstehen zu lassen, seine urzeitlichen Vorfahren stünden ihm
leibhaftig gegenüber.

Die besondere Herausforderung des Projektes bestand für die
Maskenbildnerin zum einen darin, bei den Figuren jeweils
individuelle Züge, Gestik und Mimik herauszuarbeiten. Zum
anderen sollte sie zwischen wissenschaftlich gesicherten
Eckdaten und nicht überlieferten Merklmalen einen realistischen
sowie ansprechenden Mittelweg bei der Gestaltung der Figuren
finden.


INFO

Die Urmenschen sind vom 20.5.2009 bis zum 11.04.2010 in
der neuen Sonderausstellung "Vom Faustkeil zum Mikrochip -
Evolution des Menschen" dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr im

LWL-Museum für Naturkunde
Sentruper Str. 285
Münster

zu sehen.

Eintritt: Kinder 2 Euro, Erwachsene 3,50 Euro, Familien 8 Euro.

Weitere Informationen unter:
Tel.: 0251 591- 05
URL: http://www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue May 12 10:58:14 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 12 May 2009 10:58:14 +0200
Subject: [WestG] [POS] LWL-Landesmuseum fuer Kunst und Kulturgeschichte,
Referent/in fuer Kunstvermittlung, Muenster
Message-ID: 4A095646.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 04.05.2009, 10:26


STELLENAUSSCHREIBUNG

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist im LWL-Landesmuseum
für Kunst und Kulturgeschichte - Westfälisches Landesmuseum -
zum nächstmöglichen Termin die Stelle einer/eines

Referentin/Referenten
für Kunstvermittlung

zu besetzen.

Aufgabengebiete:
- Leitung der Abteilung Kunstvermittlung
- Planung, Konzeption, Koordination und Durchführung des
museumspädagogischen Angebotes zur Sammlungspräsentation sowie
der Begleitprogramme für Ausstellungen

Wir erwarten:
- ein abgeschlossenes Studium der Kunst- oder Kulturpädagogik
bzw. ein vergleichbares Studium mit Zusatzqualifikationen zur
Kunst- bzw. Museumspädagogik oder gleichrangige, nachgewiesene
berufspraktische Erfahrungen
- Berufserfahrung in der Kunstvermittlung (Kenntnisse im
Bereich Öffentlichkeitsarbeit wären vorteilhaft)
- Leitungskompetenz, Selbstständigkeit und Eigeninitiative
- Organisationsgeschick, Kreativität
- Kommunikations-, Team-, Konflikt- und Motivationsfähigkeit
- Willen zur fachübergreifenden Kooperation
- möglichst englische und französische Fremdsprachenkenntnisse

Wir bieten:
- eine vielseitige Tätigkeit in einem engagierten Museumsteam
- eine Vergütung nach EG 13 TVöD

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Die Stelle ist grundsätzlich auch für Teilzeitkräfte geeignet.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Direktor des
LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, Herrn Dr.
Arnhold (Tel.: 0251 5907-242).

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
10/09 bis zum 04.06.2009 an den

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster
www.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue May 12 11:01:46 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 12 May 2009 11:01:46 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Reise ins Heimatmuseum zum Internationalen Museumstag,
Lippstadt, 17.05.2009
Message-ID: 4A09571A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Lippstadt"
Datum: 07.05.2009, 11:35


AKTUELL

Reise ins Heimatmuseum zum Internationalen Museumstag

Das Städtische Heimatmuseum Lippstadt beteiligt sich auch in
diesem Jahr wieder am Internationalen Museumstag. Unter dem
Motto "Museen und Tourismus" findet er in diesem Jahr am
Sonntag, 17. Mai statt. Das Heimatmuseum lädt an diesem Tag
zwischen 10.00 und 16.00 Uhr bei freiem Eintritt zu einer Reise
durch die Ortsgeschichte und die kultur- und naturhistorischen
Attraktionen Lippstadts und seiner Umgebung ein.

Dabei gibt es auch Gelegenheit einmal im Gästebuch des Hauses
zu blättern. Hier begegnen ihnen viele Kulturen aus Afrika,
Asien und Nord- und Südamerika, die auf einer Reise in
Lippstadt haltgemacht haben. Treffen Sie nette Leute und
unterhalten Sie sich in der Cafeteria, die in der historischen
Museumsküche für Sie vorbereitet ist. Weitere Informationen:
www.lippstadt.de/heimatmuseum.

Ziel des Internationalen Museumstages ist es, auf das breite
Spektrum der Museumsarbeit und die thematische Vielfalt der
mehr als 6.000 Museen in Deutschland aufmerksam zu machen. Im
Jahr 1977 ins Leben gerufen, möchte der Internationale
Museumstag den Museen und seinen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern in aller Welt zum 32. Mal die Möglichkeit geben,
gemeinsam auf die Bedeutung ihrer Arbeit als Beitrag zum
kulturellen und gesellschaftlichen Leben hinzuweisen, und
gleichzeitig Besucherinnen und Besucher ermuntern, die in den
Einrichtungen bewahrten Schätze zu erkunden.

Hintergrund (www.museumstag.de): Unter dem Motto "Museen und
Tourismus" (Museums and Tourism) begehen die Museen in
Deutschland, Österreich und der Schweiz am Sonntag, 17. Mai
2009, den 32. Internationalen Museumstag. Alle Museen werden
aufgerufen, sich an den Aktivitäten zu beteiligen. Das Ereignis
steht wie jedes Jahr unter der Schirmherrschaft des Präsidenten
des Bundesrates, des Ministerpräsidenten des Saarlandes, Peter
Müller.

Mit dem Anliegen, die Museumslandschaft in das Blickfeld der
Öffentlichkeit zu rücken, steht der Internationale Museumstag
in Deutschland seit Jahren für die kulturelle Vielfalt und den
Kulturföderalismus in unserem Land.

Hierzu gehört auch, dass die Koordination der Kampagne in enger
und gemeinschaftlicher Zusammenarbeit aller
Museumsorganisationen auf Länder- und Bundesebene geschieht und
bereits seit Jahren von zahlreichen Stiftungen und Verbänden
der Sparkassen-Finanzgruppe unterstützt wird. Aufgrund ihrer
regionalen Verbundenheit und Gemeinwohlorientierung sind sie
dauerhafte und verlässliche Partner der Museen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed May 13 09:24:29 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 13 May 2009 09:24:29 +0200
Subject: [WestG] [POS] LWL-Landesmuseum fuer Kunst und Kulturgeschichte,
stellvertretende Museumsleitung, wiss. Referent/in, Muenster
Message-ID: 4A0A91CD.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 04.05.2009, 14:31


STELLENAUSSCHREIBUNG

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist im LWL-Landesmuseum
für Kunst und Kulturgeschichte - Westfälisches Landesmuseum -
zum nächstmöglichen Termin die Stelle als

stellvertretende Museumsleitung,
wiss. Referentin / wiss. Referent
für die Abteilung Gegenwartskunst

zu besetzen.

Aufgabengebiete:
- Vertretung der Museumsleitung nach innen und außen
- Leitung des wissenschaftlichen Dienstes des Museums
- Betreuung, konzeptionelle Weiterentwicklung und Vermittlung
der Sammlung zur Gegenwartskunst (ab 1960)
- Konzeption und Realisation von Ausstellungen
- Betreuung des Archivs zu den "Skulptur-Projekten"
- Publikationen zum kuratierten Bereich

Wir erwarten:
- ein abgeschlossenes Studium der Kunstgeschichte, möglichst
mit Promotion
- fundierte Kenntnisse der Gegenwartskunst
- Erfahrungen in der verantwortlichen Betreuung und Vermittlung
einer Sammlung
- Erfahrungen in der verantwortlichen Organisation großer
Ausstellungen und anderer Veranstaltungsformen
- Kreativität, Organisationsgeschick
- Kommunikations-, Team-, Konflikt- und Motivationsfähigkeit
- Willen zur fachübergreifenden Kooperation
- gute Fremdsprachenkenntnisse in Englisch und einer
romanischen Sprache

Wir bieten:
- eine interessante und verantwortungsvolle Tätigkeit in einem
führenden kunst- und kulturgeschichtlichen Museum
- eine den Aufgaben entsprechende Vergütung nach EG 15 TVöD

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Die Stelle ist grundsätzlich auch für Teilzeitkräfte geeignet.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Direktor des
LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, Herrn Dr.
Arnhold (Tel.: 0251 5907-242).

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
11/09 bis zum 04.06.2009 an den


Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster
www.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed May 13 09:32:25 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 13 May 2009 09:32:25 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_X=2E_Lieferung_=22Westf=C3=A4lischer_?=
=?utf-8?q?St=C3=A4dteatlas=22_erschienen?=
Message-ID: 4A0A93A9.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christine D. Schmidt"
Datum: 08.05.2009, 14:49


AKTUELL

X. Lieferung "Westfälischer Städteatlas" erschienen.

Seit Anfang Mai 2009 liegt die X. Lieferung des Westfälischen
Städteatlas vor. Die von Dr. Cornelia Kneppe und Dr. Mechthild
Siekmann herausgegebene Lieferung beinhaltet die Städte Ahaus,
Borgholz, Gelsenkirchen, Nienborg und Rüthen.

Das Blatt Gelsenkirchen kartographiert erstmals die
Wandlungsprozesse des 19. und 20. Jahrhunderts, so dass die
städtebaulichen, wirtschaftlichen und soziokulturellen
Auswirkungen von Industrialisierung und Deindustrialisierung
detailreich nachvollzogen werden können. Damit werden
exemplarisch anhand von vier Zeitschnitten: 1890, 1930, 1960,
2003 neben quantitativen auch qualitative Entwicklungen der
Urbanisierung aufgezeigt.

Der Westfälische Städteatlas ist Teil eines gesamteuropäischen
Vorhabens der Internationalen Kommission für Städtegeschichte.
Veröffentlicht wird er durch die Historische Kommission für
Westfalen in Zusammenarbeit mit dem Institut für vergleichende
Städtegeschichte.

Auf der Grundlage gemeinsamer Kriterien ist es das Ziel dieses
Atlaswerkes, sämtliche Städte des heutigen Westfalens
(Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold, Münster) vollständig zu
erfassen. Bisher sind 79 Städte erschienen. Dies geschieht
durch eine Kombination von bislang unveröffentlichten Quellen,
historischen, aktuellen und thematischen Karten und einer
wissenschaftlichen Aufarbeitung der Stadtgeschichte auf der
Grundlage des neuesten Forschungstandes.

Jede Stadtmappe enthält eine Reihe bisher unveröffentlichter,
neu gezeichneter Karten: In erster Linie handelt sich dabei um
die Urkatasterkarte der Stadt (1:2500), eine zeitgleiche
historische Karte ihres Umlands (1:25000) und eine moderne
Stadtkarte (1:5000). Um ein dreidimensionales Bild der Stadt zu
vermitteln, wird das Kartenmaterial durch alte Stadtansichten,
Pläne und Luftbilder ergänzt.

Zu diesem Materialkanon gehört eine zusammenfassende
Darstellung der Stadtgeschichte. Neben der verfassungs-,
sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Entwicklung der Stadt
bis in die jüngste Vergangenheit wird darin vor allem das
räumliche Wachstum der Stadt rekonstruiert, dessen Phasen auch
in einer besonderen Karte farbig dargestellt werden. Das
Textheft wird durch Kartenausschnitte, Zeichnungen und Fotos
illustriert.

Da der Atlas die Zusammenschau geschichtlicher Entwicklungen
mit räumlichen Strukturen ermöglicht, ist er für
unterschiedliche Benutzerkreise ein unverzichtbares
Standardwerk: Städtische Archäologen und Denkmalpfleger, aber
auch Archive, Planungs- und Vermessungsämter erhalten in ihm
einen bequemen Zugang zu den für ihre Arbeit relevanten
Informationen.

Der Westfälische Städteatlas wird ferner als Hilfsmittel im
Geographie-, Geschichts- und Sachkundeunterricht in Schule,
Hochschule und Erwachsenenbildung eingesetzt. Die Historischen
Stadtatlanten sind in Stadtmappen für jede Stadt einzeln
erhältlich und eröffnen dem Bürger einer jeden Stadt, sich mit
der Geschichte seines Wohnplatzes von der ersten Besiedlung bis
zur Neuzeit eingehend zu beschäftigen.

Die einzelnen Stadtmappen werden in Veranstaltungen vor Ort
zeitnah präsentiert. Die genauen Termine werden noch bekannt
gegeben.


INFO

Historische Kommission für Westfalen
Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Freiherr-vom-Stein-Platz 1
48133 Münster
Tel.: 0251 591-01
Fax: 0251 591-3300
E-Mail: lwl at lwl.org
URL: www.lwl.org


Institut für vergleichende Städtegeschichte
an der Universität Münster
Königsstr. 46
48143 Münster
Tel.: 0251 83-275-12
Fax: 0251 83-275-35
E-Mail: istg at uni-muenster.de
URL: www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte


GSV Städteatlas Verlag
Driburger Straße 45
33184 Altenbeken
Tel.: 05255-7373
Fax: 05255-7375
E-Mail: atlas at stadtgeschichte.com
URL: www.stadtgeschichte.com



Kontakt:
Königsstr. 46
48143 Münster
Tel.: 0251 83-275-27
Fax: 0251 83-275-35
URL: www.uni-muenster.de/staedtegeschichte





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed May 13 09:38:09 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 13 May 2009 09:38:09 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Feiertage, Heiligenverehrung und Prozessionen,
Muenster, 14.05.2009
Message-ID: 4A0A9501.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Werner Freitag"
Datum: 12.05.2009, 17:10


AKTUELL

Vortragsreihe zur Kirchengeschichte und religiösen
Volkskunde Westfalens

Donnerstag, 14. Mai 2009, 18 Uhr c.t.
Daniel Fischer, Martina Glanemann, Theresa Ungru (Münster):
Feiertage, Heiligenverehrung und Prozessionen:
Katholische Aufklärung und Volksfrömmigkeit in den Fürstbistümern
Münster und Paderborn

Donnerstag, 18. Juni 2009, 18 Uhr c.t.
Christof Spannhoff (Münster):
"...die kaum vermoderten todten Körper wieder aufgetecket".
Zur Verlegung der Dorfkirchhöfe im Münsterland.
Eine Projektskizze

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Die Vorträge finden im Liudgerhaus (Vortragsraum),
Überwasserkirchplatz 3, 48143 Münster, statt.


INFO

Kontakt:
Prof. Dr. Werner Freitag
Historisches Seminar, Abt.für westf. Landesgeschichte
Domplatz 20-22
48143 Münster
Tel.: 0251 83-24345
E-Mail: landesgeschichte at uni-muenster.de
URL: http://www.uni-muenster.de/Geschichte/hist-sem/LG-G/





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 14 10:22:27 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 14 May 2009 10:22:27 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Kirchen-Umnutzungen und ihre Folgen:
LWL-Volkskundlerstarten aktuelles Forschungsprojekt
Message-ID: 4A0BF0E3.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 13.05.2009, 12:29


AKTUELL

Kirchen-Umnutzungen und ihre Folgen
LWL-Volkskundler starten aktuelles Forschungsprojekt und rufen
zur Mithilfe auf

"Hier arbeiten zu dürfen ist natürlich schon eine Ehre für
mich" sagt die junge Frau über ihren Arbeitsplatz. Und dieser
ist alles andere als gewöhnlich: Sie arbeitet als Kellnerin in
der ehemaligen Martini-Kirche im Restaurant "GlückundSeligkeit".

Von außen und innen ist das Gebäude noch gut als Kirche zu
erkennen, doch statt Hochzeiten, Taufen und Konfirmationen
werden hier nun Geburtstagspartys bei Cocktails,
Spanferkelrücken oder Seeteufelbäckchen gefeiert, und zwei Mal
im Jahr wird bei den Seasons Club-Partys kräftig eingeheizt.
Wie die Menschen auf solche Kirchenumnutzungen reagieren will
die Volkskundliche Kommission des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) mit ihrem neuen Forschungsprojekt
"Kirchenumnutzungen und ihre Folgen" untersuchen.

In Gladbeck hat ein Elektroladen in der ehemaligen St. Pius
Kirche eröffnet, und in Münster wird die Bonifatiuskirche von
einem Verlag genutzt. Kirchenumnutzungen sind auch in Westfalen
keine Seltenheit mehr. Die Menschen reagieren ganz
unterschiedlich auf die Profanierung eines Kirchengebäudes:
Während aktive Gemeindemitglieder häufig um ihre Kirche trauern
und der Abschied oft schwer fällt, so freut sich manch Anderer,
dass die Kirche nun auch für ihn offen ist und vielfältig
genutzt werden kann. Genau für solche Reaktionen interessieren
sich die LWL-Volkskundler.

"Die Profanierung eines Kirchengebäudes berührt nicht nur die
betroffenen Gemeindemitglieder", so Katrin Bauer von der
Volkskundlichen Kommission für Westfalen bei der Vorstellung
des Projek-tes am Mittwoch (13.05.) in Bielefeld, "vielmehr
sind zahlreiche gesellschaftliche Gruppen und Akteure in den
Prozess der Umnutzung involviert oder werden von ihm berührt.

Und eine gelungene Umnutzung kann dabei auch ein sehr positives
Echo auslösen." Um die verschiedenen Einstellungen, Meinungen
und Standpunkte erfassen und analysieren zu können, wollen die
LWL-Volkskundler unterschiedliche Umnutzungsprojekte in
Westfalen dokumentarisch begleiten. Die Ergebnisse
veröffentlichen sie in Buchform. Daneben drehen sie einen
begleitenden, dokumentari-schen Film, der die
Umnutzungsprozesse veranschaulicht.

Außerdem gibt es eine Projekt-Homepage unter der Adresse
http://www.volkskunde-westfalen.de. Alle Interessierten können
sich hier über Stand und Fortgang des Projektes informieren und
sind ausdrücklich aufgerufen sich im Gästebuch auch selbst zu
Wort melden: "Sind in ihrer Gemeindekirche heute ein Restaurant
oder Büroräume untergebracht oder wurde sie ganz abgerissen?
Wissen Sie von Kirchen, die bald umgenutzt werden?

Kennen Sie den Termin für die feierliche Profanierung oder
wissen Sie wo sich eine Bürgerinitiative gegen die Umwidmung
gegründet hat? Was bedeutet der Verlust der Kirche für Sie ganz
persönlich?" fragen die Alltagskulturforscher des LWL. "Neben
Ihren Eindrücken freuen wir uns auch auf Fotos von umgenutzten
Kirchen", so Bauer. Auch sucht sie noch außergewöhnliche,
aktuelle Kirchen-Umnutzungsprojekte in Westfalen, die
längerfristig dokumentarisch begleitet werden können.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 14 10:26:42 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 14 May 2009 10:26:42 +0200
Subject: [WestG] [POS] LWL-Amt fuer Denkmalpflege in Westfalen,
Leiter/in derPraktischen Denkmalpflege, Muenster
Message-ID: 4A0BF1E2.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 30.04.2009, 15:37


STELLENAUSSCHREIBUNG

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist Träger des LWL-Amtes
für Denkmalpflege in Westfalen mit Sitz in Münster. Zum
01.11.2009 ist dort die Stelle als

Leiterin/Leiter
der Praktischen Denkmalpflege
(Bau- und Kunstdenkmalpflege)

zu besetzen.

Aufgabengebiet:
Das LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen nimmt gem. § 22
Denkmalschutzgesetz NRW die gesetzlichen Aufgaben der
Denkmalfachbehörde (Baudenkmalpflege) in Westfalen-Lippe wahr
und berät die Städte und Gemeinden als Untere Denkmalbehörden
sowie die Kreise und die drei Bezirksregierungen als Obere
Denkmalbehörden.

Der Leitung der Praktischen Denkmalpflege obliegt die fachliche
und personelle Betreuung, sowie die konzeptionelle
Weiterentwicklung dieses Arbeitsfeldes.

Wir erwarten:
- ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Architektur (Dipl.
Ing. Univ.) und/oder der Kunstgeschichte (mit Promotion)
- langjährige Berufserfahrung in der praktischen Bau- und
Kunstdenkmalpflege einer öffentlichen Institution
- den Nachweis der hohen fachlichen Qualifikation
- gute Kenntnisse der Aufbau- und Ablauforganisation der
öffentlichen Verwaltung, sowie des Bau-, Planungs- und
Denkmalrechtes
- ausgeprägte Organisations- und Integrationsfähigkeit
- Verhandlungsgeschick, Kompetenz zur Konfliktbewältigung,
Kooperationsbereitschaft und Integrationsvermögen
- Personalführungskompetenz, möglichst mit Leitungserfahrung
- gründliche Kenntnisse der aktuellen Informationstechnik
- Bereitschaft und körperliche Eignung zu häufigen Dienstreisen
- hohe Einsatzbereitschaft

Wir bieten:
- ein interessantes und verantwortungsvolles Aufgabengebiet bei
einem großen öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber in
Westfalen-Lippe
- eine Vergütung/Besoldung nach EG15 TVöD bzw. Bes.Gr. A 15
(BBesG)

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Für telefonische Rückfragen steht Ihnen Herr Dr. Markus
Harzenetter (0251 591-4035) zur Verfügung.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
13/09 bis zum 12.06.2009 an den

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster
www.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 14 10:30:24 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 14 May 2009 10:30:24 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Spaziergang durch die Jahrmillionen: Neues Programm
imSandsteinmuseum, Havixbeck, 17.05./21.06.2009
Message-ID: 4A0BF2C0.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Joachim Eichler"
Datum: 07.05.2009, 12:09


AUSSTELLUNG

Spaziergang durch die Jahrmillionen
Neues Programm im Sandsteinmuseum

Dinosaurier und tropische Meeresstrände, heiße Sandwüsten,
sumpfige Karbonwälder mit katastrophalen Überschwemmungen - und
das alles im Museumsgarten!

Einen Spaziergang durch Jahrmillionen bietet das
Baumberger-Sandstein-Museum in Havixbeck neu in seinem
Führungsprogramm an. Der "Westfälische Sandsteinpfad" im
Museumsgarten bietet eine Orientierung für den Gang durch die
Erdgeschichte. Der Baumberger und der Anröchter Stein
beispielsweise führen in die Kreidezeit und zum Aussterben der
Dinosaurier, der Wesersandstein in eine heiße Wüstenlandschaft
der Urzeit.

Dr. Sigrid Kramm-Glade ist Mineralogin und seit Jahren
erfahrene Führerin durch das Sandsteinmuseum und auch durch
Steinbrüche. Sie ist darin erfahren, auch schwierigere
Zusammenhänge für Laien, auch für Kinder verständlich und
interessant aufzubereiten.

Und so wird ihr "Spaziergang durch Jahrmillionen" als neues
Führungsangebot des Sandsteinmuseums zu einem Programm für die
ganze Familie. Das neue Angebot ist beim Sandsteinmuseum zu
buchen. Zwei Termine sind für Jedermann offen: Am 17. Mai und
am 21. Juni, jeweils um 16 Uhr, wird die einstündige Führung
angeboten. Die Kosten betragen 2 Euro pro Person, um Anmeldung
wird gebeten. Info at sandsteinmuseum.de oder Tel.02507 - 1596


INFO

Kontakt:
Clara Rasmus, Monika Bramhoff
Baumberger-Sandstein-Museum
Gennerich 9
48329 Havixbeck
Tel.: 02507 - 1596
Fax: 02507 - 1598
E-Mail: info at sandsteinmuseum.de
URL: www.sandsteinmuseum.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 14 10:34:19 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 14 May 2009 10:34:19 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Film und Autorengespraech: "Der Tag,
als die Grubeexplodierte", Witten, 20.05.2009
Message-ID: 4A0BF3AB.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 12.05.2009, 11:53


AKTUELL

"Der Tag, als die Grube explodierte"
Film und Autorengespräch im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall

"Der Tag, als die Grube explodierte" heißt ein beeindruckendes
Filmdokument, in dem Überlebende und Angehörige des Unglücks
auf der Braunkohlenzeche Stolzenbach in Borken (Hessen) von
1988 ihre Erlebnisse vor der Kamera schildern. Im Rahmen der
aktuellen Sonderausstellung "Grubenunglück Radbod 1908" im
Industriemuseum Zeche Nachtigall zeigt der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) am Mittwoch, 20. Mai, um 19 Uhr die
Dokumentation des Hessischen Rundfunks. Anschließend findet ein
Gespräch mit den Autoren statt.

Gibt es Parallelen zwischen den Explosionsunglücken auf der
Steinkohlenzeche Radbod 1908 und der Zeche Stolzenbach 1988?
Wie verarbeiten Überlebende und Angehörige der Opfer
Katastrophen wie diese? "Der Tag, als die Grube explodierte"
beschreibt nicht nur den Verlauf des Unglücks in Borken. Die
Dokumentation, die 20 Jahre nach dem Unglück enstand, ist
gleichzeitig die spannende und beklemmende Schilderung einer
Rettung, die niemand mehr für möglich gehalten hatte:

Nach fast drei Tagen in der Dunkelheit, tief eingeschlossen im
Bergwerk, werden sechs Männer gefunden und zurückgebracht ans
Tageslicht. Bewegend und eindrücklich beschreiben Zeugen den
Moment der Explosion, das verzweifelte Warten, die wundersame
Rettung - und das Ende der Hoffnung für 51 Vermisste.

Die Ursache für das Unglück auf der Zeche Radbod, das 350
Bergleute das Leben kostete, wurde nie vollständig aufgeklärt.
Die Vorwürfe, dass auf Radbod Sicherheitsvorschriften
missachtet wurden und das Unglück somit vermeidbar gewesen wäre,
konnten nicht bewiesen werden.

Die Redakteure des Hessischen Rundfunks dagegen, Oliver Schmid
und Nick Pietzonka, belegten während ihrer Recherchen, dass
Aufsichtsbehörde und Grubenbetreiber der Zeche Stolzenbach
bereits 21 Jahre vor der Katastrophe klare Informationen über
die Gefahr einer Braunkohlestaub-Explosion hatten. Sie wurden
schlichtweg vergessen.

Ab 18 Uhr haben die Besucher die Möglichkeit, die Ausstellung
im LWL-Industriemuseum bei freiem Eintritt zu besichtigen.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten
Tel.: 02302 93664-0
E-Mail: zeche-nachtigall at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 14 10:38:57 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 14 May 2009 10:38:57 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Museumsfest im LWL-Industriemuseum in Lage, 17.05.2009
Message-ID: 4A0BF4C1.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 13.05.2009, 10:01


AKTUELL

Museumsfest im LWL-Industriemuseum in Lage
steht ganz im Zeichen römischer Ziegel

Ganz im Zeichen römischer Ziegel steht das diesjährige
Museumsfest, zu dem der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
am Sonntag, 17. Mai, von 10 bis 18 Uhr in sein Ziegeleimuseum
nach Lage einlädt.

Auf dem Gelände können die Besucher zusehen, wie ein großer
römischer Ziegelofen aufgemauert wird und erfahren, wie die
Römer vor 2.000 Jahren aus Ton Dachziegel, Bodenplatten und
Mauerziegel herstellten. Die Aktion gehört zum Begleitprogramm
der Ausstellung "Varus und die Ziegel Roms", die das
LWL-Industriemuseum derzeit in Lage präsentiert.

Unter dem Motto "Brot und Spiele" steht die Museumsrallye für
die jüngsten Besucher. Es gilt römische Amphoren zu balancieren,
Gladiatorenkämpfe zu bestehen und römische Gewürze zu erraten.
"Es winken wieder attraktive Preise wie zum Beispiel ein
Kindergeburtstags-Programm und die Teilnahme an der nächsten
Zieglerfreizeit", verrät LWL-Museumsleiter Willi Kulke.

In der Handstrichziegelei können Jung und Alt den ganzen Tag
über selbst Ziegel herstellen. In der Maschinenziegelei läuft
der 240 PS starke Dieselmotor. Außerdem fährt die Feldbahn mit
Gästen rund um das Museumsgelände.

Das kulturelle Programm startet für Kinder und Erwachsene um 11
Uhr mit dem Kindertheater "Schlickenpilz", das kecke Akrobatik
und coole Sprüche präsentiert (weitere Vorstellung um 12.30 Uhr).

Ab 12 und 14 Uhr spielt die lippische Jazz-Band Moony Monday
selbst interpretierte Stücke zwischen Blues und Jazz. Um 14.30
Uhr entführt der Bielefelder Clown Krawalli mit seinem Kinder-
und Familienprogramm kleine und große Zuschauer in die Welt des
Zirkus. Ab 13.30 Uhr wird der Bielefelder Künstler Harald
Kießlich Französische Musette-Klänge auf dem Akkordeon rund um
das Museumscafé spielen. Das rundet mit Kuchen und lippischen
Spezialitäten das Festprogramm kulinarisch ab.


INFO

Der Eintritt beträgt für alle Besucher am Sonntag nur 1 Euro.

LWL-Industriemuseum
Ziegeleimuseum Lage
Sprikernheide 77
32791 Lage
Tel.: 05232 9490 - 0
E-Mail: ziegelei-lage at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 14 10:45:41 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 14 May 2009 10:45:41 +0200
Subject: [WestG] [POS] LWL-Amt fuer Landschafts- und Baukultur in Westfalen,
Technische/r Angestellte/r, Muenster
Message-ID: 4A0BF655.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 04.05.2009, 14:31


STELLENAUSSCHREIBUNG

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist im LWL-Amt für
Landschafts- und Baukultur in Westfalen in Münster zum 1.
August 2009 eine Stelle als

Technische Angestellte/
Technischer Angestellter

zu besetzen. Es handelt sich um eine Teilzeitstelle mit 19,5
Wochenstunden, die auf vier Jahre befristet ist.

Unter dem Leitsatz "Kulturlandschaft gestalten - regionale
Eigenart bewahren" arbeitet das LWL-Amt für Landschafts- und
Baukultur in Westfalen mit seinen kommunalen Auftraggebern an
vielfältigen Projekten, um die regionale Identität der
Kulturlandschaften in Westfalen-Lippe zu erhalten und weiter zu
entwickeln.

Aufgabengebiete:
- Organisation und Durchführung von Fachtagungen, Workshops
und Exkursionen
- Konzeption und Umsetzung medienwirksamer Aktionen für die
Projekte des Amtes
- Verfassen redaktioneller Artikel zu baukulturellen Themen für
die Print- und Onlineverwertung
- redaktionelle Betreuung der Internetpräsenz des Amtes
- Konzeption und Erstellung von Vorlagen und Publikationen
- Betreuung externer Projektpartner bei Kreisen und Kommunen

Wir erwarten:
- ein abgeschlossenes Studium (FH) der Fachrichtungen Architektur
und/oder Städtebau
- fundierte Kenntnisse des aktuellen Architekturgeschehens und
des fachlichen Diskurses insbesondere im Hinblick auf
"regionales Bauen"
- Kommunikations-, Organisations- und Teamfähigkeit,
Kreativität, Eigeninitiative
- Erfahrung im Umgang mit den einschlägigen Bildbearbeitungs-
und DTP-Programmen sowie Internetanwendungen
- PKW-Führerschein

Wir bieten:
- ein interessantes und verantwortungsvolles Aufgabengebiet bei
einem der großen öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber in
Westfalen-Lippe
- eine anspruchsvolle Mitarbeit in einem interdisziplinär
besetzten Amt mit einem vielschichtigen Kommunikations- und
Aktionsnetzwerk
- je nach Qualifikation eine Vergütung bis Entgeltgruppe 11 TVöD

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.


Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Bei Rückfragen zum Aufgabengebiet steht Ihnen Herr Eickhoff
(Tel.: 0251 591-3571) zur Verfügung.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
20/09 bis zum 19.06.2009 an den

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster
www.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 14 12:22:08 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 14 May 2009 12:22:08 +0200
Subject: [WestG] [POS] LWL-Archaeologie fuer Westfalen, LWL-Roemermuseum,
wissenschaftliche/r Referentin, Muenster
Message-ID: 4A0C0CF0.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 14.05.2009, 11:28


STELLENAUSSCHREIBUNG

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist bei der
LWL-Archäologie für Westfalen, LWL-Römermuseum, Referat
Provinzialrömische Archäologie, in Münster zum nächstmöglichen
Termin eine Stelle als

wissenschaftliche Referentin/
wissenschaftlicher Referent

zu besetzen.

Die Provinzialrömische Archäologie der LWL-Archäologie für
Westfalen betreut als Fachreferat die römischen Militäranlagen
entlang der Lippe. Zudem obliegt ihr die
bodendenkmalpflegerische Betreuung römischer Fundstellen in
Westfalen-Lippe im Rahmen des Denkmalschutzgesetzes
Nordrhein-Westfalen.

Aufgabengebiete:
- Erkundung römischer Denkmäler und Mitwirkung bei ihrer
Unterschutzstellung bei den Unteren Denkmalbehörden
- Beratung der Unteren und Oberen Denkmalbehörden
- Begleitung aller Bauplanungen und sonstiger Bodeneingriffe
als Träger öffentlicher Belange
- Organisation und Durchführung von Ausgrabungen in römischen
Fundstellen
- Beratung und Einbindung von ehrenamtlichen Hilfskräften und
deren Organisationen
- Publikation römischer Fundkomplexe und Betreuung von
Publikationen Dritter
- Zusammenarbeit mit dem LWL-Römermuseum in Haltern am See,
Mitwirkung bei der musealen Präsentation römischer Fundstellen
in Westfalen

Wir erwarten:
- ein mit Promotion abgeschlossenes Hochschulstudium der
Klassischen oder Provinzialrömischen Archäologie und/oder der
Ur- und Frühgeschichte
- langjährige Erfahrungen in bodendenkmalpflegerischer und
wissenschaftlicher Arbeit
- herausragende Materialkenntnisse des westfälisch/lippischen
römischen Fundgutes
- sicheren Umgang mit EDV-Verarbeitung und Datenbanksystemen
- mehrjährige Grabungserfahrung
- sicheres Auftreten in der Öffentlichkeit
- Verhandlungs- und Organisationsgeschick sowie
Führungskompetenz
- Kommunikations- und Teamfähigkeit, Engagement,
Zuverlässigkeit und organisatorisches Geschick

Wir bieten:
- ein interessantes und verantwortungsvolles Aufgabengebiet bei
einem der großen öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber in
Westfalen-Lippe
- eine Vergütung nach Vergütungsgruppe EG 13 TVöD

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Die Stelle ist grundsätzlich auch für Teilzeitkräfte geeignet.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Direktor der
LWL-Archäologie für Westfalen, Herrn Prof. Dr. Michael M. Rind
(Tel.: 0251 591-8801) oder an den komm. Leiter des Referats
Provinzialrömische Archäologie Herrn Dr. Rudolf Asskamp (Tel.
0251 591-8970 oder 02364/937621).

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
21/09 bis zum 12.06.2009 an den

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster
www.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon May 18 10:13:25 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 18 May 2009 10:13:25 +0200
Subject: [WestG] [AUS] IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS: 2000 Jahre Varusschlacht
Message-ID: 4A1134C5.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 14.05.2009, 12:37


AUSSTELLUNG

IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS.
2000 Jahre Varusschlacht

2000 Jahre nach der Varusschlacht, auch bekannt als Schlacht im
Teutoburger Wald, beleuchtet das Ausstellungsprojekt "Imperium
Konflikt Mythos" unterschiedliche Facetten des historischen
Geschehens rund um den Cheruskerfürsten Arminius und den
römischen Feldherren Varus. Vom 16. Mai bis 25. Oktober 2009
erwarten die Ausstellungen an den Originalschauplätzen Haltern
am See, Kalkriese und Detmold ihre Besucher.

IMPERIUM
Die Ausstellung "Imperium" des LWL-Römermuseums in Haltern am
See beschäftigt sich vom 16. Mai bis 11. Oktober mit dem
Verlierer der Varusschlacht und seinem Hintergrund sowie mit
dem Römischen Reich auf dem Höhepunkt seiner Macht und Kultur:
Bis heute wird Varus als behäbiger Verwaltungsfachmann
wahrgenommen, der von Kriegsführung wenig verstand. "Varus war
aber so wenig ein Dummkopf wie Arminius ein Held", sagt
LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch.

Die Lebensgeschichte des Varus wird in acht Kapiteln (in der
Seestadthalle und im LWL-Römermuseum in Haltern) auf 2.000
Quadratmetern mit der augusteischen Epoche des römischen
Imperiums verflochten. Mehr als 300 hochkarätige Exponate aus
internationalen Museen, wie dem Louvre (Paris) oder dem British
Museum (London), aus Neapel oder aus dem Vatikan lassen die
kulturelle Blüte des "Goldenen Zeitalters" zur Zeit des Kaisers
Augustus wiederauferstehen. Kirsch: "Die Pracht der
Ausstellungsstücke lässt erahnen, welchen Schock die
unerwartete Niederlage gegen Barbaren am Rande des Reiches für
die Römer bedeutet haben muss."

Die aufwändig inszenierte Sonderausstellung des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in der Seestadthalle
zeigt, wie sich Rom von einem Dorf auf sieben Hügeln zu einer
Weltmacht entwickelte, die unter Augustus über den gesamten
Mittelmeerraum herrschte. Die berühmten Werke von Dichtern wie
Vergil, Horaz und Ovid fallen in diese Zeit.

In einem sechs Meter hohen, goldfarben ausgeschlagenen Raum ist
als Beispiel für die bildende Kunst auf ihrem Höhepunkt eine
Bronzestatue des Apollo, Schutzherr des Augustus und Gott der
schönen Künste, aus Pompeji zu sehen. Prachtvoll gestaltete
Silberbecher belegen das Niveau des Kunsthandwerks dieser Zeit.

Die Ausstellung beleuchtet auch die herausragenden Leistungen
des Augustus in der Innen- und Außenpolitik. Durch Kriege und
diplomatisches Geschick gelang es ihm, sein Imperium weiter
auszudehnen und langfristig zu sichern.

Die Ausstellung im LWL-Römermuseum und in der Seestadthalle
zeichnet ein differenziertes Bild des Verlierers: Bis zu seiner
Niederlage hatte Publius Quinctilius Varus eine tadellose
Karriere im Römischen Reich gemacht, er war militärisch
erfahren, hoch dekoriert und diplomatisch erfolgreich.

Vor allem als Statthalter in der römischen Provinz Syrien hatte
er in den Augen der Mächtigen seine Kompetenz bewiesen. Im
angrenzenden Königreich von Judäa war es zur Zeit der Geburt
des historischen Jesus zu schweren Unruhen gekommen, die Varus
grausam - unter anderem mit Kreuzigungen - niederschlug, woran
in der Ausstellung ein Fund aus Israel erinnert. Dr. Rudolf
Aßkamp, Leiter des LWL-Römermuseums: "Für den Kaiser Augustus
muss Varus so etwas wie ein Mann für besonders schwierige Fälle
gewesen sein, ein Krisenmanager."

In Haltern befanden sich vor 2000 Jahren die bedeutendsten
römischen Militäranlagen in Germanien, hier war mit der 19.
Legion ein Teil der Truppen stationiert, die 9 n. Chr. in die
Varusschlacht zogen. Die Ausstellung im LWL-Römermuseum, dem
Ort des Römerlagers, berichtet vom Leben der römischen
Legionäre in Haltern, wo zeitweise auch Varus stationiert war.

IMPERIUM
Am 16. Mai ab 15 Uhr geöffnet
Öffnungszeiten 17. Mai bis 11. Oktober
Dienstag bis Freitag: 9 bis 18 Uhr
Samstag: 10 bis 20 Uhr
Sonntag: 10 bis 18 Uhr

Seestadthalle
Lippspieker 25
45721 Haltern am See

LWL-Römermuseum
Weseler Straße 100
45721 Haltern am See


KONFLIKT
2000 Jahre nach der Varusschlacht werden an ihrem historischen
Ort am 15. Mai im Museum und Park Kalkriese in Anwesenheit von
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zwei neue Ausstellungen
eröffnet. Im neu errichteten Besucherzentrum beleuchtet die
Sonderausstellung "Konflikt" die Ursachen und Folgen
kriegerischer Konflikte in der germanischen Welt. 2000 Jahre
Varusschlacht in Kalkriese, Detmold und Haltern. In der neuen
Dauerausstellung im Museum und Park Kalkriese liegt der
Schwerpunkt künftig auf dem Entdecken und Erklären der
Varusschlacht und ihrer Folgen. "Die Varusschlacht und ihre
Folgen sind ein Thema, das fasziniert und die Menschen in ihren
Bann zieht", so Varusschlacht-Geschäftsführer Dr. Joseph
Rottmann.

Die Sonderausstellung Konflikt zeigt vom 15. Mai bis
einschließlich 25. Oktober 2009 Schlaglichter germanischer
Konflikte in der Antike - ausgehend von der Varusschlacht im
Jahre 9 n. Chr. bis weit ins 5. Jahrhundert - einer Zeit, in
der die ersten germanischen Königreiche auf dem Territorium der
einstigen Weltmacht Rom entstanden. "Mit dieser Ausstellung
betrachten wir erstmals das Thema Konflikt aus germanischer
Perspektive - und dies anhand herausragender Exponate aus
verschiedenen Ländern Europas", erläutert Kurator Dr. Stefan
Burmeister.

Am Beispiel dreier "Konfliktzonen" zeigt die Ausstellung
Facetten des germanischen Kriegers und germanischer
Auseinandersetzungen aus mehreren Jahrhunderten. Zeugnisse
germanischer Krieger, beeindruckende Beuteschätze,
Kriegsbeuteopferfunde aus den Mooren Skandinaviens und die
archäologischen Spuren antiker Kriegsführung - ausgestellt in
einem hochmodernen Ambiente - zeichnen den Weg der Germanen an
die Spitze der Macht nach und vermitteln einen Eindruck, wie es
"den Barbaren aus dem Norden" gelang, erfolgreich und dauerhaft
das Erbe des römischen Reiches anzutreten.

In der neuen Dauerausstellung heißt es ab dem 15. Mai Entdecken
und Erklären statt Suchen und Finden. "Nach 20 Jahren
intensiver archäologischer und historischer Forschung am
Originalschauplatz der Varusschlacht ist es jetzt Zeit, Bilanz
zu ziehen", sagt Museumsleiterin Heidrun Derks. Die in
zwölfmonatiger Konzeptions- und Realisierungszeit geschaffene
Ausstellung ist überraschend und spannend für Besucher aller
Altersgruppen. Besonders Kindern und Jugendlichen wird ein
altersgerechter, direkter und intensiver Zugang zur Geschichte
ermöglicht.

KONFLIKT
Am 15. Mai ab 16 Uhr geöffnet
Öffnungszeiten
16. Mai bis 25. Oktober 2009
Täglich 9 bis 18 Uhr
Samstag bis 20 Uhr

VARUSSCHLACHT im Osnabrücker Land GmbH
Museum und Park Kalkriese
Venner Straße 69
49565 Bramsche

MYTHOS
Die Ausstellung "Mythos" im Lippischen Landesmuseum Detmold
spürt vom 16. Mai bis 25. Oktober dem Mythos Varusschlacht nach
und stellt dabei die Protagonisten Arminius und die Germanen in
den Mittelpunkt. Dichtung oder Wahrheit? Mythos oder Realität?
Wer waren die Germanen und wie lebten sie? Wie wurde aus dem
historischen Ereignis der Varusschlacht ein Mythos und was
machte den siegreichen Arminius in den vergangenen 500 Jahren
zu einer der wichtigsten Symbolfiguren der Deutschen?

Die Ausstellung führt zunächst zurück in die Antike und
beleuchtet die Lebenswelten und Kulturen der Germanen zur Zeit
der Varusschlacht. Der römische Geschichtsschreiber Tacitus
legte in seiner Schrift "Germania" die Grundlagen für den sich
später entwickelnden Mythos. Durch die Gegenüberstellung von
antiker Überlieferung und archäologischen Funden wird es dem
Ausstellungsbesucher ermöglicht, Bezüge zur
Rezeptionsgeschichte herzustellen. Viele von den seit dem 15.
Jahrhundert für die Germanen und damit für die Deutschen
reklamierten Tugenden entsprechen nicht der historischen
Realität.

Mit der Wiederentdeckung der antiken Schriften werden der zu
»Hermann« eingedeutschte Cheruskerfürst und die Varusschlacht
ab Mitte des 15. Jahrhunderts für politische
Auseinander-setzungen instrumentalisiert. Aus dem historischen
Arminius wird der im Mythos neu geschaffene Held Hermann, der
über Jahrhunderte als Nothelder in deutscher Bedrängnis dient
und an der Seite der Deutschen so manche Schlacht muss. 1875
wird dem germanischen Heerführer das Hermannsdenkmal gewidmet.
Er avanciert zum "Gründungsvater" der sich bildenden deutschen
Nation - die Germanen werden zu den Vorfahren der Deutschen
erklärt.

Von germanischen Fürstengräbern und römischen
Germanenbildnissen über frühe Handschriften und Buchdrucke zu
bildgewaltigen Historiengemälden, von Lucas Cranach bis Anselm
Kiefer - die Ausstellung "Mythos" vereint auf 1.000
Quadtratmeter rund 900 herausragende Exponate internationaler
Museen, die den Mythos um Arminius, die Germanen und die
Varusschlacht von der Antike bis heute lebendig werden lassen.

MYTHOS
Öffnungszeiten
16. Mai bis 25. Oktober 2009
Dienstag bis Freitag 9:00 bis 18:00 Uhr
Samstag 10 bis 20 Uhr
Sonntag 10 bis 18 Uhr

Lippisches Landesmuseum Detmold
Träger: Landesverband Lippe
Ameide 4
32756 Detmold


INFO

Katalog zur Ausstellung
2000 Jahre Varusschlacht
IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS
3 Bände im Schmuckschuber
Zusammen rund 1300 Seiten mit rund 1200 farbigen Abbildungen.
Buchhandelsausgaben gebunden mit Schutzumschlag.
Einführungspreis bis 31.12.2009 ? 79,90 [D] / ? 82,20 [A] / SFR
135,-*, danach ? 99,90 [D] / ? 102,80 [A] / SFR 169,-*
Museumsausgaben gebunden. ? 59,90
ISBN 978 3 8062 2277 7
Erscheint am 15. Mai 2009 im Konrad Theiss Verlag, Stuttgart.
= UVP in der Schweiz

Eintrittspreise:
Tageskarte (1 Ausstellung)
Erwachsene: 9 Euro
Familien mit Kindern: 20 Euro
Schüler: 2 Euro (Kalkriese 5 Euro inkl. Führung)
Ermäßigungsberechtigte: 6 Euro

Kombikarte (3 Ausstellungen)
Erwachsene: 18 Euro
Familien mit Kindern: 40 Euro
Ermäßigungsberechtigte: 12 Euro
Eintrittspreise für Gruppen und weitere Informationen unter
http://www.imperium-konflikt-mythos.de

Für Besitzer der LWL-MuseumsCard gilt für die Ausstellung IMPERIUM:
Erwachsene: 6 Euro
Familienkarte: 14 Euro
Kinder und Jugendliche (bis einschl. 17 Jahre), Schüler/innen,
Studentinnen und Studenten 1,50?





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon May 18 10:15:14 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 18 May 2009 10:15:14 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Piene-Lichtwand abgebaut: Umbau des LWL-Landesmuseums
Message-ID: 4A113532.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 14.05.2009, 14:42


AKTUELL

Piene-Lichtwand abgebaut
Umbau des LWL-Landesmuseums

Das LWL- Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster
bricht in eine neue Zukunft auf. Ab Ende Mai wird der
Museumsanbau des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) aus
den 1970er Jahren abgerissen, um Platz für einen Neubau nach
den Plänen des Berliner Architekten Volker Staab zu schaffen.
In den vergangenen Tagen stand ein weiterer Schritt zur
Vorbereitung auf die Abrissmaßnahmen an: Die Lichtinstallation
von Otto Piene an der Fassade des Anbaus aus den 1970er Jahren
wurde mit ihren 635 Kugeln demontiert. Nach Fertigstellung des
Neubaus soll sie an der Fassade in leicht veränderter Form
wieder angebracht werden.

Der ZERO-Künstler Otto Piene setzte mit seiner Lichtwand
"Silberne Frequenz" ein Zeichen für einen Neuanfang, nachdem
die Kunst der Nachkriegszeit zunächst von der Wiederaufnahme
und Anknüpfung an die expressiven Tendenzen der 1920er Jahre
geprägt war. Aber auch die Experimentierfreude und materielle
Auflösung von Kunst sollten zum Ausdruck kommen. Ästhetische
Phänomene wie Lichterscheinungen und Raumstrukturen rückten in
den Mittelpunkt des Interesses. Als Wegbereiter für dieses neue
Kunstverständnis gilt der Italiener Lucio Fontana, der 1946 in
seinem Manifesto Blanco Kunst als "geistigen Akt, der von
jeglicher Materie befreit ist" versteht. Für Otto Piene, Heinz
Mack und Günther Uecker - die drei ersten Mitglieder der
Düsseldorfer ZERO-Gruppe - wurde er so, neben Yves Klein, zum
Zeuge für ihre eigene Hinwendung zum Raum.

Pienes erste Arbeit "Frequenz" aus dem Jahr 1957 kann als
Vorarbeit zur späteren Lichtwand in Münster gesehen werden.
Dabei experimentierte er mit Karton- und Metallrastern, durch
die hindurch er Farbe spachtelte. Er verwendete Öl- und
Aluminiumfarbe, vornehmlich in weiß, gelb oder silbrig, um zu
einer optimalen Thematisierung von Licht und Lichteffekten zu
gelangen.

In der weiteren Folge seines experimentellen Herangehens an die
eigenen künstlerischen Arbeitsmethoden entdeckte Piene die
Möglichkeiten von Feuer und Rauch, neben dem Licht weitere
Beispiele für sozusagen "immaterielle Malmittel". Hieraus
entwickelte er ab den 1960er Jahren seine sogenannten
Lichtballette. Mittels Scheinwerfer und anderer lampenartiger
Objekte werden durch Rotation der Reflektoren eigentümliche
Lichtbilder auf die Wände geleitet.

Geprägt durch den Zweiten Weltkrieg, der den Zusammenbruch
sämtlicher ethischer und moralischer Kategorien mit sich
brachte, erfuhr seine Generation sowohl ästhetische als auch
antiästhetische Grenzerfahrungen. Otto Piene verweist in
Interviews immer wieder auf die Faszination der Lichtorgeln und
Scheinwerfer, die er als junger Flak-Helfer zu sehen bekam.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon May 18 11:34:24 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 18 May 2009 11:34:24 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL-Industriemuseum sucht Huete mit Geschichte(n)
Message-ID: 4A1147C0.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Vera Lengersdorf"
Datum: 14.05.2009, 14:05


AKTUELL

LWL-Industriemuseum sucht Hüte mit Geschichte(n)
Neue Sonderausstellung in Lage

Hüte, die Geschichte(n) erzählen, sucht das Ziegeleimuseum für
die neue Sonderausstellung "Hut & Co.", die der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vom 7. Juni bis zum
24. September in seinem Industriemuseum in Lage zeigt.

"So manches ausgediente Stück, das heute vielleicht nur noch
zur Gartenarbeit aufgesetzt wird, hat einst bessere Zeiten
gesehen", ist Museumsleiter Willi Kulke überzeugt. Ihn
interessieren die Erinnerungen und Geschichten rund um die
Kopfbedeckung: der Hut, mit dem die Angetraute beim ersten
Rendezvous Eindruck machte, oder der Sonntagshut, der in einer
Schachtel im Keller den Krieg überdauerte. "Das sind genau die
Stücke, mit denen wir unsere Ausstellung noch bereichern
möchten", so Kulke. Vor allem Herrenhüte sind bisher rar sowie
Kappen oder ähnlich schlichte Kopfbedeckungen, die bei der
Arbeit getragen wurden. Der Museumsleiter: "Egal wie abgenutzt
oder zerbeult, wir freuen uns über alle alten Hüte und ihre
Geschichten."

Die Wanderausstellung wurde gemeinsam vom LWL-Textilmuseum in
Bocholt mit dem LVR-Industriemuseum in Ratingen konzipiert. Sie
spannt einen Bogen von der Arbeit der Putzmacherin bis zur
maschinellen Produktion und bietet dabei einen Streifzug durch
150 Jahre Modegeschichte. Hüte waren über viele Jahrzehnte das
wichtigste Accessoire der Garderobe; noch in den 1950er Jahren
ging man nicht "oben ohne" aus. Ratgeber und Benimmbücher gaben
Auskunft, welche Kopfbedeckungen zu welchem Anlass getragen
werden sollten. Mal mit breiter, dann wieder mit schmaler oder
ganz ohne Krempe, hoch aufgetürmt oder flach wie ein Wagenrad,
mal üppig garniert mit Federn und Kunstblumen, mal schlicht
allein mit Hutnadel oder Seidenband. Die Hüte spiegeln die
ganze Bandbreite der Modegeschichte wider.


INFO

Kontakt für "Leihgeber":
Ziegeleimuseum in Lage
Sprikernheide 77 I
32791 Lage
Museumsleiter Willi Kulke
E-Mail: ziegelei-lage at lwl.org
Tel.: 05232 9490-0





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon May 18 11:39:53 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 18 May 2009 11:39:53 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Geschichte der Stadt Billerbeck wird geschrieben
Message-ID: 4A114909.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Werner Freitag"
Datum: 15.05.2009, 07:59


AKTUELL

Das Institut für vergleichende Städtegeschichte erstellt durch
die großzügige Unterstützung des Unternehmers Wolfgang Suwelack
eine Geschichte der Stadt Billerbeck. Ab Juli 2009 werden unter
der Leitung von Prof. Dr. Werner Freitag (Professur für
westfälische Landesgeschichte an der WWU Münster) zwei
Doktoranden in Verbindung mit Fachwissenschaftlern der Region
eine große Stadtgeschichte Billerbecks schreiben, die zugleich
wissenschaftlich fundiert und verständlich sein wird.

Die Geschichte Billerbecks ist bislang nur in kurzen
Zusammenfassungen dokumentiert, die zudem aus den 1950er Jahren
stammen. Erstmals sollen daher nun zentrale Etappen der
Geschichte von Wigbold, Stadt, aber auch der Bauerschaften vom
Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert untersucht und dargestellt
werden. Der Schwerpunkt wird auf dem 19. und 20. Jahrhundert
liegen; wichtig erscheint insbesondere der Zusammenhang von
katholischen Lebenswelten und kleinstädtischen Strukturen:
Billerbeck war und ist als Stadt des Hl. Ludgerus bekannt.

Diese Rahmenerzählung wird durch wichtige Einzelaspekte
ergänzt. Zu denken ist an Billerbecker Lebensbilder, an Kirchen
und Kapellen, an Denkmäler, aber auch an Bauernhöfe, Adelssitze
und Gewerbebetriebe. Das Format der Stadtgeschichte soll jedoch
nicht nur der Dokumentation der Heimatgeschichte dienen,
sondern darüber hinaus Fragestellungen der modernen
Geschichtswissenschaft aufnehmen und Spezifika der
Stadtentwicklung exemplarisch herausarbeiten. Karten und
Abbildungen werden dabei die beschriebenen Entwicklungsprozesse
veranschaulichen.

Das auf drei Jahre ausgelegte Projekt wird am 20. August 2009
in Billerbeck öffentlich präsentiert. Dort werden die Autoren
das wissenschaftliche Konzept näher erläutern. Nähere
Informationen folgen zum gegebenen Zeitpunkt.


INFO

Kontakt:
Prof. Dr. Werner Freitag
Institut für vergleichende Städtegeschichte - IStG - gGmbH
Königsstr. 46
48143 Münster
Tel.: Vermittlung (0251) 83-275-12
Fax: (0251) 83-275-35
E-mail: istg at uni-muenster.de
URL: http://www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue May 19 10:32:06 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 19 May 2009 10:32:06 +0200
Subject: [WestG] [AUS] 60 Jahre Bundesrepublik - Die Kinderjahre 1949 bis
1959, Iserlohn, 24.05.-05.07.2009
Message-ID: 4A128AA6.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Iserlohn"
Datum: 18.05.2009, 17:23


AUSSTELLUNG

"60 Jahre Bundesrepublik - Die Kinderjahre 1949 bis 1959
in Iserlohn"
Stadtmuseum Iserlohn lädt ein zur Ausstellungseröffnung

Am kommenden Sonntag, 24. Mai, um 11.00 Uhr sind alle
Interessierten herzlich eingeladen zur Eröffnung der
Ausstellung "60 Jahre Bundesrepublik - Die Kinderjahre 1949 bis
1959 in Iserlohn" im Stadtmuseum Iserlohn, Fritz-Kühn-Platz 1.
Nach der Begrüßung durch die stellvertretende Bürgermeisterin
Renate Brunswicker gibt Peter Müller eine Einführung in die
Ausstellung.

Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz der Bundesrepublik
Deutschland verkündet. Aus diesem Anlass wird im Stadtmuseum
Iserlohn die Ausstellung "60 Jahre Bundesrepublik - Die
Kinderjahre 1949 bis 1959 in Iserlohn" gezeigt. Viele Menschen
mussten in dieser Zeit des politischen und wirtschaftlichen
Neuanfangs große Umbrüche verkraften. Ehemänner, Söhne und
Brüder waren gefallen. Viele waren Flüchtlinge oder Vertriebene
und mussten wieder bei Null anfangen. Bis das so genannte
Wirtschaftswunder einsetzte, gab es hohe Arbeitslosigkeit und
allgemeinen Mangel.

Mit zum größten Teil in Iserlohn entstandenen Bildern aus
verschiedenen Lebensbereichen soll die Erinnerung an diese Zeit
wachgerufen werden. Dazu kommen Objekte des Alltags. Eine gute
Gelegenheit, sich einmal in das Lebensgefühl der jungen
Bundesrepublik hineinzuversetzen.

Die Ausstellung von Peter Müller und Andreas Reiser in
Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Iserlohn bleibt bis zum 5.
Juli zu sehen.


INFO

Stadtmuseum Iserlohn
Fritz-Kühn-Platz 1
58636 Iserlohn





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue May 19 10:37:56 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 19 May 2009 10:37:56 +0200
Subject: [WestG] [AUS] LWL-Landesmuseum fuer Klosterkultur zeigt
Reproduktionenkloesterlicher Kunst, Lichtenau, 20.05.-06.09.2009
Message-ID: 4A128C04.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 18.05.2009, 13:04


AUSSTELLUNG

"In alter Frische":
LWL-Landesmuseum für Klosterkultur zeigt Reproduktionen
klösterlicher Kunst

"In alter Frische" zeigt das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur
in Dalheim (Kreis Paderborn) ab Mittwoch, 20. Mai, in einer
Doppelausstellung "Reproduktionen klösterlicher Kunst".

Zu sehen sind Skulpturen aus westfälischen Klöstern und einige
der prachtvollsten Handschriften des Mittelalters. Anhand von
mehr als 150 Exponaten geht die Sonderschau der klösterlichen
Tradition dieser Kopien auf den Grund und lässt klösterliches
Wissen, Handwerk und Kunstfertigkeit aus 14 Jahrhunderten
lebendig werden.

Die Kopie - damals und heute
Die Klöster des Mittelalters waren kulturelle Zentren ganzer
Regionen. In ihren Werkstätten entstanden Meisterwerke der
Bauskulptur, in ihren Schreibstuben wurden reich verzierte
Bücher hergestellt. Viele von ihnen wurden per Hand
vervielfältigt und so über die Zeit gerettet. "Schon damals
hatte die Kopie Tradition", sagt Museumsleiter Dr. Martin
Kroker: "Aber sie hatte eine ganz andere Bedeutung als heute."

Hochspezialisierte Schreiber beschäftigten sich in den
klösterlichen Skriptorien des Mittelalters mit der Kopie der
wichtigsten Bücher. Fast ausnahmslos waren diese Künstler
Mönche und Nonnen - ebenso wie im mittelalterlichen
Bauhandwerk. "Ihre Arbeit galt als Gottesdienst", so Kroker. Zu
Ehren Gottes wurden die Bücher mit Gold, Edelsteinen und
prächtigen Malereien, Kirchen und Klöster mit erlesenen
Skulpturen geschmückt.

Kroker: "Kaum jemand konnte lesen und schreiben, so dass die
Abbildungen in Stein und auf Pergament ein wesentliches Element
der Verkündigung des Evangeliums waren." Das fortwährende
Kopieren sicherte die Überlieferung der antiken und
mittelalterlichen Kultur über die klösterlichen Bereiche hinaus
bis in die Gegenwart. Kroker: "Wir wüssten nichts über Cäsars
Gallischen Krieg oder das Leben der Heiligen, hätten Nonnen und
Mönche die entsprechenden Handschriften nicht immer wieder
vervielfältigt."

Heute sind viele der klösterlichen Originale zerstört,
beschädigt oder vom Verfall bedroht. Mittelalterliche
Handschriften werden aufgrund konservatorischer Auflagen streng
unter Verschluss gehalten. Die historische Bauskulptur leidet
insbesondere unter den Auswirkungen der Industrialisierung.

Deshalb wird die Kunst der Klöster heute wieder kopiert -
diesmal mit modernsten Mitteln zur Erhaltung für spätere
Generationen.

Faksimile - lat. Mache ähnlich
Um die wenigen überlieferten Originale einer großen Anzahl von
Lesern und Forschern zur Verfügung zu stellen, fertigen
spezialisierte Verlage originalgetreue Replikate
mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Handschriften. "Dabei
werden die Farbtöne von Gold und Silber und deren durch die
Jahrhunderte entstandene Patina genauso übertragen wie zum
Beispiel historische Beschädigungen", so Dr. Matthias Preißler,
Kurator der Faksimile-Ausstellung.

Rund 50 kostbare Faksimiles (lat. mache ähnlich) aus einer
privaten Sammlung geben in Dalheim jetzt einen einzigartigen
Eindruck von der frühen klösterlichen Buchkunst und ihrer
Malerei - darunter bedeutende Vertreter der unterschiedlichen
Buchmalschulen von beeindruckender Schönheit z. B das irische
"Book of Kells" (um 800), das "Lorscher Evangeliar" (Anfang 9.
Jahrhundert) oder eine spanische Schrift des Beatus von Las
Huelgas (1220). "Die prächtigen Bibelhandschriften wurden in
erster Linie zur Ehre Gottes angefertigt", sagt Pfarrer
Johannes Arens, der am Konzept der Ausstellung beteiligt war.

In Stein gegossen
Weil sich der Zustand klösterlicher Bauplastik seit dem Anfang
des 20. Jahrhunderts dramatisch verschlechterte, ließ die
westfälische Denkmalpflege gefährdete Figuren und wichtige
Bauteile in Steinmasse gießen, um Vorlagen für spätere
Restaurierungen zu gewinnen. Nach und nach ersetzten weitere
Abgüsse die Originale, die nun in die schützenden Kirchenräume
und Museen versetzt wurden.

Die so entstandene Steingusssammlung des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) gelangte ab 1979 in das ehemalige
Augustiner Chorherrenstift Dalheim. "In alter Frische" zeigt
nun erstmals nach acht Jahren Teile der Sammlung. "Oft sind die
Skulpturen am Originalschauplatz nur schwer zugänglich und
hängen in großer Höhe. Das ist hier in Dalheim nun anders",
erläutert die Kuratorin der Abguss-Ausstellung Elisabeth
Bömken. "Hier in Dalheim kommen die Besucher einfach näher
heran", meint auch Museumsleiter Kroker.

In einer einzigartigen Zusammenschau geben die wertvollen
Schaustücke der Dalheimer Ausstellung nun zum einen Zeugnis von
der frühen klösterlichen Bau- und Buchkunst - zum anderen aber
auch davon, wie moderne Reproduktionstechniken heute ihren
Beitrag leisten, wesentliche Bestandteile unserer kulturellen
Identität zu bewahren und öffentlich zugänglich zu machen.

Eröffnung am 20. Mai 2009
Eröffnet wird die Ausstellung am Mittwoch, 20. Mai, um 11 Uhr
durch die Vorsitzende der Landschaftsversammlung, Maria
Seifert. Nach einer kurzen Einführung führen Dr. Martin Kroker,
die beiden Kuratoren und Pfarrer Johannes Arens durch die
Ausstellung.

Bitte berühren! Erstmals bietet die Dalheimer KlosterSchule
Führungen für blinde und sehbehinderte Menschen an. Gegenstand
sind die Skulpturen der Sonderausstellung.

Führungen durch die Sonderausstellung, durch den Konventgarten
und die Klosteranlage können unter Telefon (0 52 92) 93 19-225
oder auf Anfrage per E-Mail unter Tourist-Dalheim at lwl.org
gebucht werden.


INFO

Öffnungszeiten Das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur öffnet
dienstags bis sonntags von 10 - 18 Uhr, montags außer an
Feiertagen geschlossen. Ganzjährig, außer 24., 25. und 31.
Dezember geöffnet.

Eintrittspreise
Erwachsene 3,90 Euro,
ermäßigt 2,50 Euro,
Gruppen ab 16 Personen pro Person 3,10 Euro,
Kinder 1,00 Euro.


Stiftung Kloster Dalheim.
LWL-Landesmuseum für Klosterkultur
Am Kloster 9
33165 Lichtenau
Tel.: 05292 . 9319-0
Fax: 05292 . 9319-119
Schreibtelefon (für Gehörlose): 0251 . 591-4799
E-Mail: kloster-dalheim at lwl.org
URL: http://www.kloster-dalheim.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed May 20 09:06:58 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 20 May 2009 09:06:58 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Vom Faustkeil zum Mikrochip - Evolution des Menschen,
Muenster, 20.05.2009-11.04.2010
Message-ID: 4A13C832.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 18.05.2009, 12:07


AUSSTELLUNG

Vom Faustkeil zum Mikrochip - Evolution des Menschen
Neue Sonderaustellung im LWL-Museum für Naturkunde

Eine neue Ausstellung im LWL-Museum für Naturkunde in Münster
beleuchtet ab dem 20. Mai (bis 11. April 2010) den Ursprung und
die Geschichte der Menschen. Das Museum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) geht dabei "Vom
Faustkeil zum Mikrochip" und zeigt die Evolution des Menschen
in ungewöhnlichen Facetten. Auf über 1000 Quadratmetern
verdeutlichen rund 2060 Objekte, Fotos und Inszenierungen die
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Menschen.

"Die Suche nach den Wurzeln der Menschheit führt weit zurück in
seine Stammesgeschichte", erläutert LWL-Direktor Dr. Kirsch die
Inhalte der Ausstellung: "Natürlich sind Darwin und die
Evolutionstheorie ein Thema, aber auch moderne Bereiche wie
Technik, Sprache, Sozialstrukturen, Religion und Moral, Recht,
künstliche Selektion und Aggression sind wichtige Bereiche. Wir
gehen auf Ernährung und Wirtschaftsformen, Medizin, Heilige
Orte und sogar den Sinn des Lebens ein. Themen wie Kunst,
Energiebedarf und Demographie werden vorgestellt."

Kommunikation
Kommunikation ist ein wichtiger Bestandteil des heutigen
Lebens. Aber wie lauteten die Themen des Tages in der
Steinzeit? Ging es um den gemeinsamen Erfolg bei der
Rentierjagd oder um das Wetter? Kommunikation war nur direkt
von Mensch zu Mensch möglich. Die Geschwindigkeit mit der
Informationen heute telefonisch, via Internet, schriftlich und
persönlich übertragen werden, nimmt rasant zu.

Ausstellungsmacherin Gerda Windau hat Formen der Verständigung
aus fünf verschiedenen Lebensbereichen zusammengestellt:
Freizeit, Wirtschaft, Fernbeziehungen, Alter und Kindheit. So
wird etwa die Frage angesprochen, wie Menschen kommunizieren
werden, wenn sie durch gesundheitliche Probleme beeinträchtigt
sind. Ein Werbeplakat verspricht: "Aktiv im Alter - Fit im
Haushalt - Ein Engel für die Familie".

An fünf Notebooks können Besucher E-Cards übers Internet
versenden, an einem Wissensquiz teilnehmen, einen
Textausschnitt aus dem "Kleinen Prinzen" in 100 verschiedenen
Sprachen hören, den Stammbaum von kleinen Monstern sortieren
oder an einem Wörterbuch zum Chatjargon mitschreiben.

Ein Urmensch schreibt Geschichte
Der wohl berühmteste Urmensch ist "Lucy", eine Vertreterin der
Spezies Australopithecus afarensis. Das Skelett (Kopie) und die
lebensechte Rekonstruktion von Lucy sind Höhepunkte der neuen
Ausstellung. Ihr zu 40 Prozent erhaltenes Skelett wurde 1974 im
Afar-Tal in Äthiopien gefunden, einer Region, die besonders
reich an Urmenschenfossilien ist.

Ausstellungsmacherin Linda Johnson: "Das Besondere an dem
Skelett ist, dass von vielen paarigen Knochen zumindest ein
Exemplar vorhanden ist. Durch die spiegelbildliche Ergänzung
der fehlenden Knochen ergibt sich ein beinahe vollständiges
Bild vom Körperbau einer frühen Menschenart."

Durch die Untersuchung der Überreste von Lucy und anderen
Vertretern ihrer Art weiß man heute, dass die Spezies zirka ein
bis 1,5 Meter groß war, 30 bis 70 Kilo wog und ein Gehirn einer
Größe von 400 bis 500 Kubikzentimeter besaß. Die Form des
Schädels ist noch recht affenähnlich, mit einer vorspringenden
Schnauze, einer langen, flachen Stirn und ausgeprägten
Überaugenwülsten.

Das Skelett weist jedoch darauf hin, dass sie sowohl in Bäumen
kletterte als auch aufrecht am Boden lief. Ihre Arme zeigen
Anpassungen an das Klettern, die Beine und Beckenknochen sind
schon vollständig an den aufrechten Gang angepasst. Der
Zeitraum ihrer Verbreitung wird auf vier bis drei Millionen
Jahre vor der Gegenwart geschätzt.

Wie Du mir, so ich Dir
Der tägliche "Kampf ums Dasein" hat in der Natur zur
Verbreitung von Egoismus und Einzelkämpfertum geführt.
Allenfalls helfen sich Verwandte, die viele Gene teilen. Doch
das stimmt nicht ganz, wie Ausstellungsmacher Jan Ole Kriegs
klarstellt. Bei sozial lebenden Arten helfen auch
nichtverwandte Individuen ihren Artgenossen. Scheinbar hat das
einzelne Tier keinen unmittelbaren Vorteil davon. Aber auch im
Tierreich gilt: Eine Pfote wäscht die andere. Das Verhalten
beruht also auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit.

Eine besonders bemerkenswerte Form scheinbar selbstlosen
Verhaltens wird in der Ausstellung gezeigt: Blutspendende
Vampirfledermäuse. Diese südamerikanischen Fledertiere ernähren
sich ausschließlich vom Blut anderer Säugetiere. Wenn eine
Vampirfledermaus in einer Nacht kein Opfer gefunden hat, dann
wird sie von ihren Artgenossen, auch von nichtverwandten,
gefüttert. Wer sich aber nicht an die "Wie Du mir, so ich Dir"
- Regeln hält und selbst nichts abgibt, bekommt im eigenen
Bedarfsfall auch nichts zurück.

Kriegs: "Die menschliche Gesellschaftsordnung funktioniert im
Prinzip ähnlich. Meist ist die Unterstützung jedoch
facettenreicher und komplizierter. In den unterschiedlichsten
Bereichen unserer Gesellschaft findet man Formen von
freiwilliger und gemeinnütziger Hilfeleistung:
Nachbarschaftshilfe, Mitarbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr
oder bei der Jugendarbeit in Sportvereinen."

Von Ikarus zum Airbus
Der Traum vom Fliegen ist ein alter Menschheitstraum, aber der
Weg vom Wunsch zur Wirklichkeit sollte ein sehr langer werden.
Ausstellungsmacher Heinrich Terlutter: "Die Natur diente mit
Vögeln und Insekten als Vorbild und Wunschbild. So baute
Dädalos nach dem Vorbild der Vögel, der Sage nach, für sich und
seinen Sohn Ikarus, Flügel aus Vogelfedern um aus der
Gefangenschaft zu fliehen."

Ikarus kam jedoch der Sonne zu nah und stürzte ab. In der
Renaissance entwarf Leonardo da Vinci Flugzeuge. Seine
kreativen Ansätze und insbesondere die
ingenieur-wissenschaftliche Methodik hatten Pionierwert. Die
konsequent durchgeführten Flugversuche von Otto Lilienthal seit
1891 brachten die entscheidenden aerodynamischen Kenntnisse zum
Gleitflug.

Längere Flugstrecken mit einem steuerbaren Flugzeug
zurückzulegen gelang erst mit Hilfe motorisierter
Starrflügelflugzeuge. Die Brüder Wright haben als erste ein
Flugzeug gebaut, mit dem ein erfolgreicher, andauernder,
gesteuerter Motorflug möglich war. Dieser Motorflug wurde am
17. Dezember 1903 durchgeführt. Seit diesen bahnbrechenden
Erfolgen hat die Luftfahrt eine rasante Entwicklung
durchgemacht. Im neuesten Airbus A 380 finden ca. 850 Menschen
Platz. Jährlich fliegen über 80 Millionen Passagiere von
deutschen Flughäfen ab.

Begleitangebote
Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster (Sentruper Str. 285)
bietet zur neuen Ausstellung verschiedene museumspädagogische
Angebote. Die Angebote reichen vom Vorschulalter bis zur
Sekundarstufe II. Auch Kindergeburtstage können bei den
Urmenschen gefeiert werden. Kompetente Führer begleiten
Erwachsenengruppen unter dem Thema "Der Mensch im
Experimentierkasten der Evolution" nach Anmeldung. Es gibt ein
spezielles Seniorenangebot. Informationen zur
Erwachsenenführung, dem Seniorenprogramm und zu den
museumspädagogischen Angeboten der Ausstellung gibt es unter
Telefon 0251 591-6050.

Literarische Rundgänge bietet die münsterische Schauspielerin
Beate Reker im Winter in der Ausstellung an. Ein abendlicher
Rundgang führt am 20.11.09, 11.12.09 und 22.01.10 auf den
Spuren der Menschen durch die Welt der Literatur und gewährt
überraschende Einblicke in das "Menschsein".

Begleitbuch
Zur Sonderausstellung ist ein gleichnamiges Begleitbuch (Preis
14,80 Euro, 124 Seiten, ISBN 978-3-940726-03-2) erschienen. Das
Buch ist im Museumsshop erhältlich.


INFO

Ausstellungsdauer
20.5.2009 bis 11.04.2010

Öffnungszeiten
Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster an der
Sentruper Str. 285 hat Dienstag bis Sonntag
von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Eintrittspreis
Erwachsene: 3,50 Euro
Minderjährige: 2,00 Euro
Familientageskarte: 8,00 Euro
Gruppenangebote und sonstige Ermäßigungen auf Anfrage.

Weitere Informationen
Tel.: 0251 591- 05
URL: http://www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de/





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed May 20 09:35:04 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 20 May 2009 09:35:04 +0200
Subject: [WestG] [POS] Universitaet Paderborn,
Lehrkraft fuer besondereAufgaben im Fach Geschichte und ihrer
Didaktik, Paderborn
Message-ID: 4A13CEC8.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Rainer Pöppinghege"
Datum: 18.05.2009, 11:38


STELLENAUSSCHREIBUNG

In der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität
Paderborn ist am Historischen Institut ab 01.04.2010 die Stelle
einer

Lehrkraft für besondere Aufgaben im Fach Geschichte und ihrer
Didaktik (Verg. in Anl. an Entgeltgruppe 13 TV-L)

zu besetzen. Es handelt sich um eine zeitlich befristete
Tätigkeit u.a. im Rahmen der Verbesserung der Lehre und der
Studienbedingungen zunächst für die Dauer von zwei Jahren im
Umfang von 100 % der regelmäßigen Arbeitszeit. Die Möglichkeit
zur Weiterqualifikation ist gegeben.

Folgende Tätigkeiten sollen übertragen werden: Durchführung von
Lehrveranstaltungen im Umfang von 13 SWS. Mitwirkung an der
akademischen Selbstverwaltung und Prüfungstätigkeit.

Einstellungsvoraussetzungen:

Abgeschlossenes Hochschulstudium der Fachrichtung Geschichte
und mehrjährige Schulpraxis als Lehrer(in); erwünscht sind
möglichst eine Promotion im Fach Geschichte und das 2.
Staatsexamen sowie geschichtsdidaktische Praxiserfahrungen in
außerschulischen Berufsfeldern.

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht und
werden gem. LGG bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher
Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person
eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.
Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich. Ebenso ist die
Bewerbung geeigneter Schwerbehinderter und Gleichgestellter im
Sinne des Sozialgesetzbuches Neuntes Buch (SGB IX) erwünscht.

Auf Wunsch des Bewerbers/der Bewerberin wird der Personalrat
der wissenschaftlichen und künstlerischen Beschäftigten (WPR)
bei der Einstellung beteiligt.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sind bis zum 12.06.2009
zu richten an die Institutssprecherin, Prof. Dr. Brigitte
Englisch, Historisches Institut der Universität Paderborn,
Warburger Str. 100, 33098 Paderborn.


INFO

Kontakt:
URL:
http://kw.uni-paderborn.de/institute-einrichtungen/historisches-institut/





From Marcus.Weidner at lwl.org Thu May 21 11:11:31 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 21 May 2009 11:11:31 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Ausstellung 'Preussen - Aufbruch in den Westen'
inLuedenscheid, noch bis 21.06.
Message-ID: 4A1536E3.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Trox, Eckhard"
Datum: 20.05.2009, 10:43


AUSSTELLUNG

Über 10.000 Besucher in der Ausstellung "Preußen - Aufbruch in den
Westen" in Lüdenscheid - nur noch bis zum 21. Juni

Die Neuerwerbungen des Kurfürstentum Brandenburg im Jahr 1609 - das
Herzogtum Kleve, die Grafschaften Ravenberg und Mark - bildeten den Kern
Preußens im Rheinland und Westfalen. Oft waren gerade diese Gebiete
Schrittmacher der Modernisierung für Preußen insgesamt. Diesen
Gesamtvorgang kann man - würdigt man die Rolle Preußens im 18. und 19.
Jahrhundert - als einen Vorgang von geradezu welthistorischer Bedeutung
interpretieren.

Dies ist Grund genug für fünf Museen im preußischen Kern
Nordrhein-Westfalens, die spannende, aber auch spannungsreiche
Geschichte in diesem Raum in eigenen Ausstellungen zu erzählen. Das
Gesamtprojekt "Wir sind Preußen. Die preußischen Kerngebiete in NRW 1609
- 2009" steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Dr.
Jürgen Rüttgers.

In den Museen der Stadt Lüdenscheid fand die Auftakteröffnung statt.
Zahlreiche Gruppen und viele Einzelbesucher aus dem In- und Ausland
besuchten mittlerweile die Ausstellung "Preußen - Aufbruch in den
Westen". Nicht zuletzt das Begleitprogramm mit hochrangigen Gästen trägt
entscheiden zum Erfolg der Produktion bei.

Die Ausstellung wird nur noch bis zum 21. Juni 2009 in Lüdenscheid zu
sehen sein. Ein Verlängerung ist ausgeschlossen.


INFO

Trox, Eckhard / Meindl, Ralf (Hg.), Preußen - Aufbruch in den Westen.
Geschichte und Erinnerung - die Grafschaft Mark zwischen 1609 und 2009,
Lüdenscheid 2009. - 288 Seiten, 133 zumeist farb. Abb.; ISBN
978-3-929614-54-1, 19,90 Euro

Kontakt:
Dr. Eckhard Trox
Museen der Stadt Lüdenscheid
Sauerfelder Straße 14-20
58511 Lüdenscheid
Tel.: 02351/171489
Fax.: 02351/171709
E-Mauil: eckhard.trox at luedenscheid.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Thu May 21 11:15:03 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 21 May 2009 11:15:03 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL-Industriemuseum - "Tuefteln und Werkeln" in
derKinderwerkstatt, Dortmund, 24.05.2009
Message-ID: 4A1537B7.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Anke Höppener"
Datum: 20.05.2009, 11:14


AKTUELL


"Tüfteln und Werkeln" in der Kinderwerkstatt auf der Zeche Zollern
Angebot für Kinder ab fünf Jahren im LWL-Industriemuseum

"Tüfteln und Werkeln" in der Kinderwerkstatt steht am Sonntag, 24. Mai,
wieder von 14 bis 16 Uhr in der Zeche Zollern auf dem Programm. Der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt Kinder ab fünf Jahren ein,
nach Herzenslust ihre Kreativität auszuprobieren. Mit Unterstützung von
erfahrenen Museumspädagogen wird gesägt, geklebt, gehämmert und
geschnitten. Aus Materialen wie Holz, Metall und Kohle entstehen zwei
Stunden lang die spannendsten Dinge. Dabei bauen die Kinder
beispielsweise eine Holzlok.

Seit Januar findet das Tüfteln und Werkeln statt. ?Wir freuen uns
wieder auf solch einen großen Zuspruch und so tollte Werkel-Ergebnisse
wie das letzte Mal", so die Museumsleitern Dr. Ulrike Gilhaus.

Jedes Kind zahlt einen Kostenbeitrag von 2 Euro zusätzlich zum
Museumseintritt (2 Euro für Kinder ab sechs Jahren, Familienkarte 8
Euro).


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Zollern
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Tel. 0231 6961 - 111
zeche-zollern at lwl.org






From Marcus.Weidner at lwl.org Thu May 21 11:18:28 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 21 May 2009 11:18:28 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Archivfuehrer Kreis Steinfurt
Message-ID: 4A153884.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Kreis Steinfurt"
Datum: 20.05.2009, 11:57


AKTUELL

Der erste ?Archivführer Kreis Steinfurt? wird am 25. Mai vorgestellt
Ausstellung ist bis zum 4. Juni im Kreishaus zu sehen

Interesse für Lokal- und Regionalgeschichte? Der erste ?Archivführer
Kreis Steinfurt? wird am Montag, 25. Mai, um 15.30 Uhr im Kreishaus in
Burgsteinfurt im Rahmen einer öffentlichen Ausstellungseröffnung
erstmals präsentiert. Die Schau zeigt einige Seiten aus dem Archivführer
auf großformatigen Ausdrucken.

Die 130-seitige Broschüre enthält viel Wissenswertes über die
Archivwelt der 24 Städte und Gemeinden des Kreises Steinfurt. So erfährt
der Leser neben den Archivadressen, Ansprechpartnern und Öffnungszeiten
der Archive auch sehr viel über deren Bestände, über Foto-, Karten- und
Zeitungssammlungen. Eine kleine Literaturauswahl und Angaben zur
Geschichte des Ortes runden das Bild zu jedem Ort ab. Die Bilderfülle
macht neugierig und lässt erahnen, wie viele Schätze die Archive im
Kreis Steinfurt zu bieten haben.

Am Montag wird der Archivführer kostenlos abgegeben, danach gibt es ihn
gegen eine Schutzgebühr von einem Euro in allen Stadt- und
Gemeindeverwaltungen und im Kreisarchiv. Dieses ist im Kreishaus,
Tecklenburger Straße 10, Zimmer 86, untergebracht und unter Telefon
02551/69-2086 zu erreichen.





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon May 25 10:52:09 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 25 May 2009 10:52:09 +0200
Subject: [WestG] [TV/R] Die lange Nacht der Varusschlacht, WDR 30.05.2009
Message-ID: 4A1A7859.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Lernzeit"
Datum: 22.05.2009, 16:59


TV/RADIO

Die lange Nacht der Varusschlacht: Die Germanen
Samstag, 30. Mai 2009: 23.45 - 2.45 Uhr, WDR Fernsehen

Vier Filme verbinden dokumentarische Inszenierungen als moderne Form
der historischen Fernseherzählung mit detailgenauen Einblicken in die
aktuelle wissenschaftliche Germanen-Forschung. In der Nacht vom 30.
auf
den 31. Mai zeigt das WDR Fernsehen alle Folgen an einem Stück.

Für den Schulunterricht stehen die Sendungen zum Download bereit:
http://www.planet-schule.de/wissenspool/germanen/inhalt/sendungen.html



Die Folgen:

Barbaren gegen Rom
Die erste Folge setzt ein im Jahr 58 vor Christus und gewährt einen
Einblick in das Leben der Sweben, eines germanischen Stammes, der von
seinem ursprünglichen Siedlungsgebiet an der Elbe bis ins heutige Elsass
wandert. Dort treffen die Sweben als erster Germanenstamm auf die
römischen Legionen Julius Cäsars. Es kommt zum Kampf, die Sweben
werden bis hinter den Rhein zurückgedrängt.

Die Varusschlacht
Im Mittelpunkt der zweiten Folge steht die legendäre Varusschlacht im
Jahre 9 nach Christus. Die Legionen des römischen Feldherrn Varus werden
? vermutlich in der Nähe des heutigen Osnabrück ? in einen
Hinterhalt gelockt und dort von einem Germanenheer vernichtend
geschlagen. Anführer der Germanen ist ein Mann, der selbst in Rom
aufgewachsen ist: der Cherusker Arminius.

Entscheidung am Limes
Im 3. Jahrhundert nach Christus beginnt die Macht des Römischen
Imperiums zu bröckeln. Zwar haben die Römer einen 500 Kilometer langen
Verteidigungswall, den Limes, errichtet, um sich vor den einfallenden
Germanen zu schützen. Doch die Angriffe auf die römischen Besatzer
werden zahlreicher und heftiger. Als im Jahr 260 wegen eines
Bürgerkriegs römische Grenztruppen aus Germanien abgezogen werden,
gelingt es den Alemannen und anderen germanischen Stämmen in römische
Gebiete in Gallien einzufallen.

Im Zeichen des Kreuzes
Die vierte Folge beschreibt den Übergang von der germanischen
Mythologie und Religion zum Christentum. Eine zentrale Rolle spielen
dabei Kriege des Frankenkönigs Chlodwig. Als es im Jahr 496 zum Kampf
zwischen den Franken und den Alemannen kommt, fleht Chlodwig den ihm
fremden Gott der Christen um Beistand an. Die Franken gewinnen in
eigentlich aussichtloser Lage die Schlacht, der alemannische König wird
getötet. Chlodwig lässt sich taufen und verbreitet das Christentum
fortan "mit Wort und Waffe".





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon May 25 10:54:01 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 25 May 2009 10:54:01 +0200
Subject: [WestG] [TV/R] Sendung mit der Maus: Varusschlacht, 31.05.2009
Message-ID: 4A1A78C9.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Lernzeit"
Datum: 22.05.2009, 16:59


TV/RADIO

Sendung mit der Maus Special: Varusschlacht
Armin und die Geheimnisse des Arminius

In einer aufwändigen Produktion verrät die Maus, wie eine der
bekanntesten Episoden der alten deutschen Geschichte vermutlich
abgelaufen ist. Wie kam es zur sagenumwobenen "Varusschlacht" und wo
fand sie statt? Armin stößt auf viele Geheimnisse, die das Leben seines
Namensvetters umgeben.


Mini-Monumental-Zeitreise zu den alten Germanen

Das MausTeam um Armin Maiwald startet am "Hermanns-Denkmal" eine
Zeitreise zu Arminius: Der alte Germane mit römischem Namen wird oft
auch fälschlicherweise "Hermann" genannt. Armin entdeckt, dass dessen
Leben voller Rätsel steckt.

Wie war Arminius germanischer Geburtsname? Wie landete er als Kind in
Rom? Und warum wechselte er als römischer Soldat auf die Seite der
Germanen? Die Maus erzählt spannende Geschichte mit einer (mutmaßlichen)
Geiselnahme, unseren (angeblich) "barbarischen" Vorfahren und einem 12
Kilometer langen römischen Heereszug - nachgebaut aus 16.000
Spielzeugfiguren.


Germane oder Römer? - Geschichts-Krimi in der Maus

Armin heftet sich auf die Fersen seines Namensvetters: Arminius
Lebensgeschichte begann mitten in Deutschland, doch in Rom ging er zur
Schule und wurde Offizier in der römischen Armee. Arminius zieht
schließlich auf Befehl des Kaisers Augustus mit dem Feldherren Varus
nach Germanien, um die aufständischen Germanen zu besiegen. Aber in der
alten Heimat wendet sich Arminius plötzlich gegen "seine" Römer. Als
Anführer der germanischen Stämme sorgt er in einer mehrtägigen
Schlacht für ihre Niederlage. In einem aufwändigen Geschichts-Krimi
zeigt die Maus, wie und wo die geheimnisvolle "Varusschlacht" vermutlich
stattfand.

(Wdh. von ARD/WDR, 26.6.2005)

Redaktion: Joachim Lachmuth





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon May 25 10:49:34 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 25 May 2009 10:49:34 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Die Blaetterhoehle bei Hagen: Eine
neuentdeckte Hoehlenfundstelle in Westfalen, Hagen, 28.05.2009
Message-ID: 4A1A77BE.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Ralf Blank"
Datum: 22.05.2009, 09:24


AKTUELL

Die Blätterhöhle bei Hagen
Eine neu entdeckte Höhlenfundstelle in Westfalen

PD Dr. Jörg Orschiedt
Historisches Centrum Hagen

Im April 2004 wurde die Blätterhöhle durch Speleologen des
Arbeitskreises Kluterthöhle (Ennepetal) untersucht und
vermessen. Bei der Schaffung eines Kriechganges wurden dabei
zahlreiche menschliche Reste und Tierknochen entdeckt. Die
Arbeiten wurden daraufhin eingestellt.

Eine Radiokarbon-Datierung ergab bei einem der Schädelfunde und
einem weiteren Skelettrest ein Alter von 10700 Jahren vor
heute. Damit datieren diese menschlichen Überreste in die Frühe
Mittelsteinzeit. Es handelt sich um den bislang ältesten
Nachweis des heutigen Menschen aus Westfalen.

Weitere Radiokarbon-Datierungen von menschlichen Überresten aus
der Höhle ergaben eine Zuordnung in die Späte Jungsteinzeit vor
5600 Jahren. Wahrscheinlich handelt es sich um
Kollektivbestattungen, wie sie aus der zeitgleichen
Megalithkultur bekannt sind.

Um die Fundsituation zu klären, wurden im Frühjahr 2006 mit
archäologischen Untersuchungen in der Höhle und auf dem
Vorplatz begonnen. Dabei konnten zahlreiche weitere menschliche
Skelettreste, Tierknochen und Steinwerkzeuge aber auch andere
in Westfalen bisher seltene Befunde, wie etwa zwei Feuerstellen,
geborgen werden. Seit Mai 2009 wird die Blätterhöhle wieder
untersucht - der Referent kommt direkt vom Ausgrabungsort zum
Vortrag.

Die Versturzschicht auf dem Vorplatz mit massiven
Kalksteinblöcken belegt ein ehemaliges Felsdach, das nach der
Mittelsteinzeit herabstürzte und die darunter liegenden
Schichten versiegelte und den ursprünglich wesentlich größeren
Höhleneingang weitgehende blockierte. Die Erhaltung der Funde
ist daher außergewöhnlich gut und bietet die einmalige
Gelegenheit eine unberührte Höhlenfundstelle mit modernen
Methoden zu erforschen.

Die bisherigen Ergebnisse lassen erkennen, dass die Bedeutung
der Blätterhöhle für die Erforschung der steinzeitlichen
Besiedlung der Mittelgebirgsregion und in Europa, sowohl die
mittelsteinzeitlichen als auch die jungsteinzeitlichen Befunde,
von großer Bedeutung ist.

Im Vortrag werden die aktuellen Ergebnisse der bisherigen
Grabungen in der Höhle und auf dem Vorplatz sowie der laufenden
wissenschaftlichen Untersuchungen vorgestellt.


INFO

Datum:
28. Mai 2009, 19 Uhr

Ort:
Historisches Centrum Hagen
Stadtmuseum / Stadtarchiv
Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen
Eilper Strasse 71-75
58091 Hagen
+49 (0)2331 207 2740
+49 (0)2331 207 2447
URL: www.historisches-centrum.de
URL: www.museum-werdringen.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon May 25 10:54:05 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 25 May 2009 10:54:05 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Heimatgebietstag Muensterland und Hellweg, Rheine,
27.06.2009
Message-ID: 4A1A78CD.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Kreis Borken"
Datum: 20.05.2009, 17:24


AKTUELL

Heimatfreunde treffen sich am 27. Juni in Rheine
Beim Heimatgebietstag Münsterland und Hellweg stehen Vorträge
und Exkursionen auf dem Programm / Anmeldungen sind noch bis
zum 10. Juni möglich

35 Jahre lang war der TV-Journalist Bernd Müller für den WDR in
Nordrhein-Westfalen unterwegs, für die Reihe "Wunderschönes
NRW" meistens in einem roten Bugatti. Von seinen Erfahrungen
und Erlebnissen berichtet Müller am 27. Juni beim
Heimatgebietstag Münsterland/Hellweg in Rheine. Sein Gastspiel
gehört zu den Höhepunkten des Treffens, das in diesem Jahr der
Kreisheimatbund Steinfurt ausrichtet. Interessierte können sich
noch bis zum 10. Juni anmelden. Darauf weist die
Geschäftsstelle der Kreisheimatpflege beim Kreis Borken hin.

Das Treffen beginnt um 9.30 Uhr in der Stadthalle in Rheine. Um
10 Uhr wird der Heimatgebietsleiter Münsterland, Theo Reimann,
die Gäste begrüßen. Nach weiteren Grußworten präsentiert Prof.
Dr. Anton Janßen von der Fachhochschule Münster / Abteilung
Steinfurt Interessantes und Wissenswertes über Salz, das "weiße
Gold". Um 11 Uhr folgt der Vortrag von Bernd Müller.

Nach dem Mittagessen um 13 Uhr haben die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer die Wahl zwischen verschiedenen Exkursionen. Ein
Rundgang führt durch die historische Altstadt Rheines mit dem
Falkenhof, der Keimzelle der Stadt. Außerdem können
Interessierte die Salzroute der Stadt, inklusive Salzsiedehaus
und Saline, erkunden oder die Kulturroute begehen, die auch
einen Abstecher zum Kloster Bentlage macht. Von der Stadthalle
bis nach Rheine-Bentlage ist dafür ein kostenfreier Bustransfer
organisiert. Gegen 16.30 Uhr endet der Heimatgebietstag.


INFO

Interessierte können sich bis zum 10. Juni bei den Vorsitzenden
ihrer örtlichen Heimatvereine anmelden oder direkt bei
Heimatgebietsleiter Theo Reimann, Forsthövel - Forsth. Str. 12
in 59387 Ascheberg-Herbern - entweder schriftlich, per Fax
unter 02599/9299038 oder per Mail an tmreimann at t-online.de. Der
Kostenbeitrag für das Mittagessen beträgt 5,50 Euro, die vor
Ort bezahlt werden müssen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon May 25 10:57:17 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 25 May 2009 10:57:17 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Stadtarchiv zeichnet beim Themenabend Geschichte
Roxelsnach, Muenster, 28.05.2009
Message-ID: 4A1A798D.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Münster"
Datum: 25.05.2009, 09:32


AKTUELL

Vom alten Dorf zum jungen Stadtteil
Stadtarchiv zeichnet beim Themenabend Geschichte Roxels nach

Wo liegt eigentlich Volkingdorf? Nur wenige wissen, dass dieser
Name einstmals einer Siedlungsgruppe im westlichen Umfeld
Münsters galt. Im Stadtarchiv hören die Besucher am Donnerstag,
28. Mai, mehr von dieser altsächsischen Bezeichnung: "Roxel -
vom alten Dorf zum jungen Stadtteil" ist der neue Themenabend
um 18 Uhr überschrieben.

Der Historiker und Archivar Dr. Helmut Müller blättert zunächst
die historischen Kapitel des Kirchspiels Roxel auf. Auch die
Siedlungsvorläufer des heutigen Stadtteils spielen dabei eine
Rolle. Erstmals schriftlich erwähnt wird der Ort vor rund 830
Jahren. Er stammt aus der Zeit, in der Roxel eine eigene Kirche
bekam. Mit der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff hat die
Kirche einen besonders berühmten Täufling. Geboren wurde die
Schriftstellerin der "Judenbuche" auf Schloss Hülshoff, das
ehemals zum Kirchspiel Roxel gehörte.

Der Referent lässt mit originalen Zeitzeugnissen aus den
Magazinen des Stadtarchivs die Entwicklung des Ortes lebendig
werden. Seine Zeitreise endet nicht in früheren Jahren, sondern
er nimmt auch den jungen Stadtteil in den Blick.

Zum Vortrag präsentiert das Stadtarchiv historische Dokumente
aus seinem Bestand, die zur Erforschung der Geschichte Roxels
genutzt werden können. Der Eintritt zum Themenabend (An den
Speichern 8) ist frei.


INFO

Stadtarchiv Münster
An den Speichern 8
48157 Münster
Tel.: 02 51/4 92-47 01
Fax: 02 51/4 92-77 27
E-Mail: archiv at stadt-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon May 25 11:01:59 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 25 May 2009 11:01:59 +0200
Subject: [WestG] [AKT] "Historische Grenzsteine des Hochstifts Paderborn",
Manrode, 24.06.2009
Message-ID: 4A1A7AA7.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 20.05.2009, 13:28


AKTUELL

"Historische Grenzsteine des Hochstifts Paderborn"
Veranstaltung mit Vorträgen und Schnatgang in
Borgentreich-Manrode

Älter als 250 Jahre sind die ältesten Grenzsteine auf der
Grenzlinie des Hochstifts Paderborn. Das Erzbistum setzte sie
1754 zu Zeiten des Bischofs Clemens August, wie das Wappen und
die Initialen des Landesherrn "C.A.B.z.P." dokumentieren. Die
Grenzsteine und ihre Geschichte stehen im Mittelpunkt einer
Veranstaltung am Mittwoch, 24. Juni, die den Abschluss ihrer
Unterschutzstellung bildet.

Die ganztägige Veranstaltung beginnt um 10.30 Uhr in der
Schutzhütte der Schützenbruderschaft im Ortsteil Manrode. Neben
Vorträgen zur den Grenzsteinen und den Schnatgängen, bei denen
die Grenzsteine kontrolliert wurden, gibt es Beiträge vom
Vorsitzenden des Westfälischen Heimatbundes, LWL-Direktor Dr.
Wolfgang Kirsch, und des Generalvikars des Erzbistums Paderborn,
Alfons Hardt. Außerdem wird Regierungspräsidentin Marianne
Thomann-Stahl das Internet-Portal "Historische Grenzsteine in
OWL" freischalten. Zu der kostenlosen Veranstaltung sind alle
Interessierten eingeladen.

Die Grenzmarkierungen waren - ebenso wie das Territorium und
die Menschen - einer wechselvollen Geschichte ausgesetzt. So
wurden z.B. für zahlreiche im Siebenjährigen Krieg (1756-1763)
zerstörte Markierungen im Jahre 1778 Ersatzgrenzsteine gesetzt,
die preußische Zeit hinterließ wiederum aus verschiedenen
Setzungskampagnen entsprechende steinerne Dokumente.

Die Initiative zur vollständigen Erfassung und
Unterschutzstellung der Grenzsteine des ehemaligen Hochstifts
Paderborn war von ostwestfälischen Heimatpflegern ausgegangen.
Sie haben seit Jahren unermüdlich diese Kleinobjekte gesucht,
gefunden, kartiert, fotografiert, vermessen, beschrieben und so
eine wichtige Grundlage zur Eintragung in die Denkmallisten
geschaffen.

Die historischen Grenzsteine des Hochstifts Paderborn gehören
heute dem Land Nordrhein-Westfalen. Für ihre Erhaltung und
Pflege ist die Bezirksregierung Detmold zuständig. Momentan
werden die Grenzsteine von den Katasterfachleuten der
Bezirksregierung elektronisch erfasst. Es entsteht eine
Internet-Präsentation "Historische Grenzsteine in OWL".


INFO

Die ganztägige Veranstaltung, die um 10.30 Uhr beginnt, endet
mit einem kleinen Schnatgang entlang der historischen Grenze.

Nähere Informationen und Anmeldungen bei: Annegret
Herden-Hubertus, Tel. 0251 591-4683, Mail:
annegret.herden-hubertus at lwl.org

ANFAHRTSHINWEIS Die Veranstaltung findet statt in Manrode
(zwischen Borgentreich und Trendelburg) in der Schutzhütte der
Schützenbruderschaft. Es ist nicht möglich, die Hütte
individuell anzufahren. Besucher werden gebeten ihren PKW im
Ort zu paren und den Zubringerbus zu nutzen. Der Weg zu den
Parkplätzen in Manrode ist ausgeschildert: - Gemeindehalle,
gegenüber Trendelburger Str. 6 - Pfarrheim, gegenüber Hürter
Str. 4





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon May 25 11:05:49 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 25 May 2009 11:05:49 +0200
Subject: [WestG] [AKT] 60 Jahre Grundgesetz: LWL erinnert an eine der
"Muetter"der Verfassung
Message-ID: 4A1A7B8D.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 20.05.2009, 14:14


AKTUELL

60 Jahre Grundgesetz
LWL erinnert an eine der "Mütter" der Verfassung

Konrad Adenauer, Theodor Heuß, Carlo Schmid - allesamt
männliche politische Persönlichkeiten, die dem
Parlamentarischen Rat angehörten, der am Samstag (23.5.) vor 60
Jahren das Inkrafttreten des Grundgesetzes verkündete. Unter
den 65 Mitgliedern der verfassungsgebenden Versammlung waren
aber auch vier Frauen vertreten.

An eine der vier "Mütter des Grundgesetzes" erinnert der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zum runden Geburtstag
der deutschen Verfassung: Friederike Nadig, 1897 in Herford
geboren, Sozialdemokratin und von 1930 bis 1933 Mitglied des
Westfälischen Provinziallandtages, dem Vorgänger der
LWL-Landschaftsversammlung.

"In einer Zeit, in der Frauen sich gesellschaftlich noch in
einer unterordnenden Rolle befanden, hat sich Friederike Nadig
aktiv in die Gestaltung eines neuen, eines demokratischen
Deutschlands eingemischt", sagte Maria Seifert, Vorsitzende des
Westfalenparlaments. Nadig habe sich mit großem Engagement für
eine gleichberechtigte Stellung von Mann und Frau eingesetzt.

Zudem sei sie entschieden für die rechtliche Gleichstellung von
unehelichen und ehelichen Kindern sowie für ein Recht auf
Kriegsdienstverweigerung eingetreten. Friederike Nadig machte
sich auch für den Schutz von Ehe, Jugend und Familie stark. Von
Eltern forderte sie eine Erziehung ihrer Kinder zu Demokratie
und Rechtsstaatlichkeit.

Die versierte Sozialpolitikerin Nadig wuchs in einem
sozialdemokratisch geprägten Elternhaus auf. Im Alter von 19
Jahren trat sie inmitten des Ersten Weltkrieges der SPD bei -
drei Jahre bevor Frauen in Deutschland das Wahlrecht
zugesprochen wurde. Im Jahr 1922 bestand sie ihr Staatsexamen
zur Wohlfahrtspflegerin und arbeitete fortan beim Jugendamt
Bielefeld.

1933 belegten die Nationalsozialisten Nadig mit einem
Berufsverbot, sie verlor ihre Arbeit und die Mitgliedschaft im
Provinziallandtag. Zwischen 1946 und 1966 war Friederike Nadig
Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt Ostwestfalen, von 1947
bis 1950 Mitglied des NRW-Landtages und von 1949 bis 1961
Abgeordnete im Deutschen Bundestag. Am 14. August 1970 starb
Friederike Nadig in Bad Oeynhausen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue May 26 10:25:37 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 26 May 2009 10:25:37 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Tagungsbericht: 1. deutsch-niederlaendisches
Symposiumzur Adelsgeschichte
Message-ID: 4A1BC3A1.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christine Witte"
Datum: 25.05.2009, 15:31


TAGUNGSBERICHT

1. deutsch-niederländisches Symposium zur Adelsgeschichte.
Bestandsaufnahme und Forschungsperspektiven
Enschede, 13.3.2009


Am 13. März 2009 lud der Deutsch-niederländische Arbeitskreis
für Adelsgeschichte bzw. der Duits-Nederlandse Kring voor
Adelsgeschiedenis zum 1. deutsch-niederländischen Symposium für
Adelsgeschichte in den Burgerzaal des Rathauses von Enschede.
Während der Tagung stellte sich die Stichting Werkgroep
Adelsgeschiedenis mit einem Stand vor und bot das Jaarboek
Virtus an.

In seiner Begrüßung der etwa 70 anwesenden Historiker und
Historikerinnen und Adelsvertreter, vornehmlich aus
Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden, erklärte Gunnar Teske
vom LWL-Archivamt für Westfalen das Anliegen der Tagung: Der
Arbeitskreis, der sich in Fortsetzung des Projektes "Adel
verbindet" gebildet hat, solle der Öffentlichkeit vorgestellt
werden.

Es sollte zunächst der Forschungsstand auf niederländischer und
deutscher Seite präsentiert werden, bevor im zweiten Teil aus
aktuellen Forschungsprojekten berichtet würde. Um die
Gleichrangigkeit beider Länder zu betonen, seien als
Konferenzsprachen bewusst Deutsch und Niederländisch gewählt
worden. Schließlich dankte Teske der Stadt Enschede und ihrem
Stadtarchivar Adrie Roding für die Ausrichtung der Tagung.

Der Kämmerer der Gemeente Enschede, J.H.A. Goudt, hieß die
Anwesenden im Namen der Stadt in dem 1933 eröffneten Rathaus
willkommen, das insbesondere der Begegnung diene. Obwohl
Enschede keine Schlösser zu bieten habe, habe auch hier der
Adel in der Geschichte eine wichtige Rolle gespielt. Goudt rief
die Tagungsteilnehmer dazu auf, vor allem auf die
gesellschaftliche Rolle des Adels zu blicken und seine
Geschichte der Öffentlichkeit zu vermitteln.

Entsprechend nannte Maarten van Driel vom Gelders Archief in
Arnheim als ausdrückliche Ziele des Arbeitskreises die
Förderung der Forschung sowie die Vermittlung der Ergebnisse an
eine breite Öffentlichkeit. Dabei solle die Grenze, die im
politisch-administrativen Bereich nur noch relative Bedeutung
habe, auch in der Forschung, in der sie immer noch deutlich
wahrnehmbar sei, überwunden bzw. abgebaut werden.

In diesem Zusammenhang werde Adelsgeschichte nicht allein als
Geschichte des Adels verstanden, sondern zugleich als Fenster
für die allgemeine Geschichte. An Aktivitäten seien
Mailinglisten, Newsletter, Webseiten, Foren, Tagungen und
Publikationen denkbar. Der Arbeitskreis, ein loser Verband von
Instituten, Archiven, Universitäten und Museen im Raum
Maastricht-Groningen-Osnabrück-Münster, erhoffe sich von den
Teilnehmern in dieser Hinsicht Anregungen in der
Schlussdiskussion.

Die erste Arbeitssitzung unter Leitung von Bernd Walter vom
LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte und Johan
Seekles vom Historisch Centrum Overijssel (Zwolle) hatte das
Ziel, den gegenwärtigen Stand der Forschung auf beiden Seiten
der Grenze zu bestimmen. Yme Kuiper von der Universität
Groningen beschrieb in seinem Referat über "Adelsgeschichte in
den Niederlanden: Forschungsstand in der akademischen Welt und
Skizze ihrer zukünftigen Herausforderungen" die Entwicklung in
den Niederlanden anhand der in den letzen dreißig Jahren
erschienenen Publikationen zum Thema. In den 80er Jahren des
letzten Jahrhunderts fand in der akademischen
Geschichtsschreibung in den Niederlanden eine Umorientierung
statt.

Diese war gekennzeichnet durch den Aufstieg der
Kulturgeschichte und der Elitengeschichte. Die Adelsgeschichte
wurde in diese Entwicklung miteinbezogen. Es blieb aber eine
lästige Hemmung: die Betonung des sogenannten bürgerlichen
Charakters der Niederländischen Kultur - mit den Worten des
größten Niederländischen Historikers, Johan Huizinga: "Ob wir
nun große oder kleine Sprünge machen, wir Niederländer sind
alle bürgerlich - vom Notar bis zum Dichter und vom Baron bis
zum Proletarier." In seinem "Herbst des Mittelalters" (1919)
hatte Huizinga sich eingehend mit den adeligen Lebensformen am
Hof der Burgunder beschäftigt. In "Holländische Kultur im 17.
Jahrhundert. Ihre sozialen Grundlagen und nationale Eigenart"
(1933) schrieb er vom "geringen Gewicht des Adels als Stand".

Die jüngere Historiographie der Niederländischen
Adelsgeschichte (1980 bis heute), lässt sich in drei Perioden
mit jeweils eigenen Forschungsakzenten aufteilen. In den 1980er
Jahren konnten die Dissertationen von Henk van Nierop, "Van
ridders tot regenten" (zum Holländischen Adel 1500-1650) und
Cees Schmidt, "Om de eer van de familie" (zu einem patrizischen,
im 19. Jahrhundert geadelten Geschlecht aus Holland) als
paradigmatische Studien gelten.

In beiden Arbeiten war der Einfluss ausländischer Vorbilder
spürbar (Lawrence Stone, "The Crisis of the Aristocracy",
1558-1641; Pierre Bourdieu, "La distinction"). Zentral stand
bei Van Nierop eine Widerlegung des postulierten Untergangs des
Adels im früh-modernen Holland, der mächtigsten und reichsten
Provinz der Republik der Vereinigten Niederlande. In Schmidts
Buch, das die Periode 1500-1950 umfasst, fungiert der "Mythos
der ansehnlichen Herkunft" als Leitmotiv.

In den 1990er Jahren wuchs das Interesse am Werdegang des Adels
in den neuen Prozessen der neuzeitlichen Eliten- und
Nationsbildung. Ein Beispiel: Yme Kuiper, "Adel in Friesland
1780-1880", inspiriert durch die Arbeiten von Lawrence Stone
über die Britische "landed" Elite, und von Heinz Reif zum
Westfälischen Adel. Kuiper betont die Entstehung einer
nationalen Notabelen-Elite im 19. Jahrhundert, vergleichbar mit
der Anwesenheit aristokratischer Eliten in anderen Europäischen
Staaten. Weiterhin erschienen viele Studien zur adeligen
Wohnkultur. Wichtig war in dieser Kategorie die Dissertation
Jan Carel Bierens de Haans zum adeligen Schloss Rosendael, mit
dem Akzent auf Gartenprojekten.

Im frühen 21. Jahrhundert scheint sich der Trend in Richtung
einer stärker kulturellen Betrachtung des Adels weiter
durchzusetzen. Ablesbar ist dies auch an der wachsenden
Beliebtheit der wissenschaftlichen Adelsbiographie sowie an der
Thematisierung der Auswertung von Ego-Dokumenten. Letztere
kennzeichnet die Erforschung der unterschiedlichen
Repräsentationen des Adels als Erinnerungsgruppe.

Mustergültig ist die Biographie von Bob de Graaff und Elsbeth
Locher-Scholten über J.P. Graaf van Limburg-Stirum,
Generalgouverneur von Niederländisch Indien um 1918 und
Diplomat in Berlin und London in der Zwischenkriegszeit.

Auch zeigt sich, dass man zunehmend die Möglichkeiten
komparativer Forschung ins Auge fasst. Dies gilt sowohl für die
Frühmoderne - in der Republik gestaltete sich die
Vormachtstellung des Adels in jeder Provinz unterschiedlich -,
als auch für die Moderne - wie ist der Adel zu platzieren in
einer demokratisierten, entadeligten Gesellschaft und Kultur?
Wichtige Herausforderungen für die künftige adelshistorische
Forschung in den Niederlanden sind:

mehr systematische Erforschung der Abschliessungstendenzen des
Adels in den Provinzen der Republik im 17. und besonders im 18.
Jahrhundert; mehr komparative Forschung zu den adeligen
Strategien des "Oben-Bleibens" und zu den spezifisch adeligen,
Exklusivität und Hegemonie darstellenden Lebensformen;

der ethnographische Blick nach innen: die Bildung des adeligen
Habitus und die Renaissance der Memoria-Kultur bei adeligen
Familien. Als Motto kann weiterhin gelten: "Die Geschichte des
Adels ist die Geschichte seiner immerwährenden Erfindung, der
permanenten Konstruktion von Adeligkeit, der stets neuen
Begründung von sozialer und kultureller Distanz. Aber es ist
nicht nur der Adel selbst, der sich immer wieder erfindet. Adel
wäre nicht möglich ohne den Glauben an die Existenz von Adel in
der ihn umgebenden Gesellschaft." (E. Conze in der Rezension
über die deutsche Ausgabe von M. de Saint Martin, "L?espace de
la noblesse").

Nach diesem Überblick von Kuiper über die niederländische
Forschungsgeschichte, berichtete Christian Hoffmann vom
Niedersächsischen Landesarchiv-Hauptstaatsarchiv Hannover in
seinem Referat "Ritterschaftlicher Adel in Niedersachsen und
Westfalen in der Frühen Neuzeit" inhaltlich über den
Forschungsstand in Nordwestdeutschland.

Der niedere Adel ist von der deutschen Geschichtsforschung des
19. Jahrhunderts überwiegend negativ beurteilt worden. Die
ältere Forschung beschrieb einen Dualismus zwischen den nach
Modernisierung strebenden Landesherrschaften und den an den
überkommenen Zuständen festhaltenden, vom Adel dominierten
Ständen. Die zahlreichen adeligen Partikularrechte mussten den
Vereinheitlichungstendenzen der Landesherren zwangsläufig im
Weg stehen. Zu einem Paradigmenwechsel kam es in der deutschen
Geschichtsforschung erst nach 1945. Nun wurde nicht nur das
bislang vorherrschende Modernisierungsparadigma fallen gelassen;
vielmehr wurde auch das Bild von der Verweigerungshaltung des
Adels aufgegeben und stattdessen nach dem Beitrag der Stände
zur Ausbildung frühmoderner Staatlichkeit gefragt.

Der Adel als Stand und als soziale Gruppe konstituierte sich
vor allem nach rechtlichen Merkmalen wie z.B. Steuerfreiheit,
Jagd- und Fischereirechten. Standesbewusstsein und
Herrschaftsanspruch des Adels fanden ihren Ausdruck in erster
Linie in der Anlage repräsentativer Schlösser. Grundlage der
adeligen Existenz war im deutschen Nordwesten - wie auch
anderswo - vorrangig die Landwirtschaft.

Der überwiegende Teil des Grundbesitzes war an Bauern
verpachtet, die dafür Abgaben in Form von Naturalien oder Hand-
und Spanndiensten zu leisten hatten. Im 18. Jahrhundert
überstieg der Kapitalbedarf vieler adeliger Familien die
Einnahmen aus grundherrlichen Besitz und staatlichen Ämtern
erheblich.

Universitätsstudium und Kavalierstour waren in der Frühen
Neuzeit feste Bestandteile der Ausbildung der adeligen Söhne,
die sich so für den Verwaltungsdienst und die Karriere am Hof
empfehlen konnten. Die Ausbildung der adeligen Töchter zielte
darauf, diese für die Ehe und die eigenständige
Haushaltsführung vorzubereiten. Durch günstige
Heiratsverbindungen konnten funktionstüchtige Netzwerke
aufgebaut werden. Als dauerhafte Versorgungsmöglichkeiten für
adelige Töchter dienten neben der Ehe auch die freiweltlichen
Damenstifte bzw. die Frauenklöster des Benediktiner- und des
Zisterzienserordens.

Die nordwestdeutschen Fürstenhöfe waren nicht geeignet, den
landsässigen Adel nach dem Vorbild des französischen
Königshofes zu "domestizieren". Dennoch hatte der Hof als Ort
der Kommunikation und der Möglichkeit der Netzwerkbildung große
Bedeutung für den landsässigen Adel.

Die Wandlungen im Militärwesen im Übergang vom Mittelalter zur
Neuzeit hatten nachhaltige Auswirkungen auf den Adel. In der
Frühen Neuzeit trat an die Stelle des mittelalterlichen
Lehensaufgebots zunächst die Söldnertruppe und schließlich das
stehende Heer. Zahlreiche Adlige passten sich der Entwicklung
rasch an und traten als Berufsoffiziere in den kaiserlichen
bzw. landesherrlichen Dienst.

Der niedere Adel in den Territorien zwischen Rhein und Elbe
wandte sich im Lauf des 16. Jahrhunderts mehrheitlich der
Reformation zu, wobei hier im Wesentlichen von einem
schleichenden Konfessionalisierungsprozess auszugehen ist. Mit
dem Einsetzen der Gegenreformation in den geistlichen
Territorien ab 1585 geriet der mehrheitlich protestantische
Adel dieser Territorien unter erheblichen Druck, konnte sich
jedoch gegen die Rekatholisierungsmaßnahmen der Landesherren
behaupten. Der Westfälische Frieden von 1648 sicherte dem
protestantischen Adel in den geistlichen Territorien die
Religionsfreiheit.

Die politische Einflußnahme des landsässigen Adels auf die
Geschicke des Landes erfolgte im deutschen Nordwesten über die
territorialen Landtage, die sich im Spätmittelalter
herausgebildet hatten. Vertreten auf den Landtagen waren in der
Regel die höhere Geistlichkeit, der landsässige Adel und die
Städte; bäuerliche Vertreter konnten nur in wenigen Territorien
eine Landstandschaft behaupten. Die neuere Forschung geht davon
aus, dass das Verhältnis zwischen Fürst und Ständen in der
Regel vom Konsens geprägt war.

Im 16. Jahrhundert erfuhren die Landtage auf landesherrliche
Initiative hin eine organisatorische Verfestigung. Aus den im
Rahmen dieser Verfestigung aufgestellten Matrikeln entwickelte
sich das landtagsfähige Gut als Zulassungskriterium zur
ritterschaftlichen Landtagskurie. Zunehmend gewann auch in
vielen Territorien wieder eine persönliche Qualität, nämlich
die adelige Abstammung, für die Zulassung an Bedeutung. Die
Auswirkungen des Jüngsten Reichsabschieds von 1654, der die
Stellung der Landesherren gegenüber ihren Ständen stärkte,
haben sich in Niedersachsen und Westfalen kaum
niedergeschlagen. Auch im Zeitalter des Absolutismus und
darüber hinaus wirkten die Landstände trotz unverkennbarer
Behinderungen weiterhin aktiv am territorialstaatlichen Leben
mit.

Neben den Landtag traten im Lauf der Zeit aus Gründen der
Effektivität mit den Ausschüssen und den Deputationen andere
ständische Organisationsformen, die nur in den welfischen
Territorien für einige Zeit die Landtage zu ersetzen
vermochten. Selbst in den brandenburg-preußischen Territorien
wurden weiterhin Landtage abgehalten. Die Entwicklung zur
regelmäßigen Tagung in den Residenzstädten hatte zur Folge,
dass der Adel sich hier Stadtpalais errichtete, um während der
Landtagsteilnahme über ein angemessenes Quartier zu verfügen.

Die nordwestdeutschen Domkapitel hatten sich fast ausnahmslos
im Spätmittelalter zu ausschließlich adeligen Korporationen
entwickelt. Die Pfründenkumulation zwischen den Domkapiteln
nahm im Lauf der Frühen Neuzeit stark zu. Bedingt durch den
Übergang eines großen Teils des nordwestdeutschen Adels zum
lutherischen Glauben rekrutierten die Kapitel ihren Nachwuchs
zunehmend aus den Familien der Ritterschaft des Herzogtums
Westfalen. Ein besonders wichtiger Aspekt der Option auf die
Pfründen der Reichskirche bestand darin, dass für einen
Domherrn die Möglichkeit bestand, zum Bischof gewählt zu werden
und damit in den Reichsfürstenstand aufzusteigen.

Die Ritterschaften im nordwestdeutschen Raum waren im späten
Mittelalter aus den landesherrlichen Ministerialitäten
hervorgegangen. Um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert
erfolgte eine Abgrenzung der ritterschaftlichen Familien
gegenüber den Familien der städtischen Führungsschichten, mit
denen man zuvor noch ganz zwanglos Eheverbindungen geknüpft
hatte. Während der westfälische Adel sich nahezu durch die
ganze Frühe Neuzeit hindurch dagegen wehrte,
Patriziergeschlechter oder Nobilitierte als ebenbürtig
anzuerkennen, fand sich eine strenge Scheidung zwischen dem
ritterschaftlichen Adel und Nobilitierten beim Adel rechts der
Weser nicht.

In der zweiten Hälfte entwickelten vor allem die Ritterschaften
der geistlichen Fürstentümer, aber auch mancher weltlicher
Territorien die 16-Ahnen-Probe als Zulassungsvoraussetzung.
Andere Ritterschaften kannten die Ahnenprobe als
Zugehörigkeitskriterium nicht und ließen bürgerliche Besitzer
landtagsfähiger Güter zu den Ständeversammlungen zu.

Während soziale Forderungen der Aufklärung vielfach auf breite
Zustimmung des Adels stießen, scheiterten politische
Forderungen vielfach an der adeligen konservativen
Grundhaltung. Diejenigen Adligen, die Forderungen etwa nach
Beteiligung der bäuerlichen Bevölkerung an den
Ständeversammlungen vertraten, isolierten sich damit in der
Regel innerhalb ihres Standes.

Bei allen Parallelen, die die Entwicklung des landsässigen
Adels zwischen Rhein und Elbe in der Frühen Neuzeit aufwies,
ist ein grundlegender Unterschied in den Anforderungen an die
persönliche Adelsqualität festzustellen. Während der Adel in
den geistlichen Territorien links der Weser zur Wahrung der
Stiftsmäßigkeit seiner Familien die 16-Ahnen-Probe als
Zugehörigkeitskriterium hervorbrachte, kannte der Adel im
Kurfürstentum Hannover solche Abgrenzungskriterien nicht. In
den welfischen Territorien stand die Zugehörigkeit bürgerlicher
Besitzer landtagsfähiger Rittergüter zu den Ritterschaften
außer Frage. Ebenso wenig schloss der alte Adel hier seine
Heiratskreise gegenüber Nobilitierten ab.

In der anschließenden Diskussion ging es um die Examen adeliger
Studenten. Hoffmann berichtete, dass in Hannover die
Laufbahnprüfung gefordert worden sei, und dass es in der
Verwaltung von Stade einige Adlige mit Doktortitel gegeben
habe. Wer eine schlechte Prüfung abgelegt habe, sei nur auf
lokalen Stellen eingesetzt worden. Quantitative Angaben ließen
sich aber nicht machen.

In einem dritten Beitrag stellte Bastian Gillner unter dem
Titel "Nachbarn, Verwandte, Verbündete. Der münstersche Adel
und die Niederlande im konfessionellen Zeitalter (1550-1650)"
Ergebnisse seiner Dissertation vor. Die spätmittelalterlichen
Verbindungen zwischen westfälischem und niederländischem Adel
waren eng geknüpft. Vielfältige verwandtschaftliche Beziehungen
spannten sich über Münsterland und Emsland, Overijssel und
Geldern. Besitz und Heiratsverbindungen überschritten regionale
oder territoriale Grenzen genauso wie die Ämtertätigkeit in
Diensten der unterschiedlichen Landesherren. Nicht wenige
Adlige gehörten in mehreren Territorien der jeweiligen
Ritterschaft an.

Dieses Miteinander wurde durch Entstehung und Verschärfung des
konfessionellen Gegensatzes vor eine große Herausforderung
gestellt. Zwar wurde ein protestantisches Bekenntnis für den
niederländischen wie für den westfälischen Adel das geeignete
Mittel zur Verteidigung seiner traditionellen Freiheiten gegen
die konfessionellen und politischen Herrschaftsansprüche der
katholischen Landesherren, doch die unterschiedliche
Entwicklung führte in den Niederlanden zu einer gewaltsamen
Loslösung von den Habsburgern, in Westfalen aber zu einer
langfristigen Etablierung der Wittelsbacher auf dem
Bischofsstuhl. Doch konnten die wittelsbachischen Fürstbischöfe
im Stift Münster lange Zeit keine effektive Politik betreiben,
weil der dortige Adel in den niederländischen Standesgenossen
starke Unterstützer seiner Interessen fand.

Mehrfach veranlasste der münsterische Adel niederländische
Interventionen gegen die katholische Religionspolitik der
Fürstbischöfe Ernst (1554-1612) und Ferdinand von Bayern
(1577-1650). Ansprechpartner fanden sich viele, vom Haus
Oranien über die Generalstaaten bis hin zu den
Provinzialstaaten von Overijssel. Landespolitische
Entscheidungen wie etwa die Einsetzung eines Koadjutors in
Münster oder der Beitritt des Stifts zur katholischen Liga
wurden durch diese Interventionen ebenso behindert wie manches
Vorgehen gegen die calvinistische Glaubenspraxis in vielen
adeligen Herrschaften.

Überhaupt standen viele der calvinistischen Kleriker, die die
konfessionelle Entwicklung der adeligen Herrschaften bestimmten,
in enger Beziehung zu den kirchlichen Strukturen der
Niederlande. Das katholische Lager in Münster lebte bis zum
Dreißigjährigen Krieg - auch bedingt durch die Plünderungs- und
Versorgungszüge der Truppen des niederländischen
Kriegsschauplatzes nach Westfalen - in dauernder Furcht vor
einer niederländischen Invasion zu Gunsten des münsterischen
Adels.

Die enge Bindung beider Seiten schwächte sich erst mit der
langsamen konfessionellen Umorientierung des münsterischen
Adels ab. Die zunehmende Verdrängung protestantischer Adliger
aus den Regierungs- und Verwaltungsstrukturen des Stifts
Münster gefährdete Ansehen, Einfluss und Einkünfte der
betroffenen Familien.

Im 17. Jahrhundert gab die Mehrheit des Adels deshalb ihre
konfessionelle und politische Opposition auf und suchte den
Ausgleich mit der bischöflichen Landesherrschaft. Die Preisgabe
der engen Bindungen an die Niederlande war Teil dieser
Annäherung. Als in der zweiten Jahrhunderthälfte Bischof
Christoph Bernhard von Galen seine Feldzüge gegen die
Niederlande führte, brauchte er sich um die politische und
konfessionelle Loyalität seines Adels keine Gedanken mehr zu
machen.

Auf die Frage nach der Auswirkung der Konfessionalisierung auf
Konnubien antwortete Gillner, dass grenzüberschreitende Ehen
vom Spätmittelalter bis ins 16. Jahrhundert häufig gewesen
seien, ihre Zahl im konfessionellen Zeitalter jedoch
zurückgegangen sei. Manfred Wolf, ehemals Staatsarchiv Münster,
wies auf die Rolle von niederländischen Flüchtlingen hin, die
den westmünsterländischen Adel zur Annahme des reformierten
Bekenntnisses veranlasst hätten; am Ende seien aber nur die
Familien Diepenbroick-Buldern und Morrien-Valkenhof evangelisch
geblieben.

Nach der Mittagspause wurde die zweite Arbeitssitzung, die von
Birigt Kehne vom Landesarchiv Niedersachsen-Staatsarchiv
Osnabrück und von Adrie M. Roding vom Gemeentearchief Enschede
geleitet wurde, den Perspektiven der Forschung gewidmet. Im
ersten Referat stellte Maarten van Driel vom Gelders Archief in
Arnheim "Quellen zur Adelsgeschichte im Gelders Archief zu
Arnheim" vor.

Aus archivischer Sicht sei die Frage nach Quellen zur
Adelsgeschichte erfreulich, aber vage, stellte er fest.
Adelsgeschichte habe als unterscheidendes Merkmal nur die
prominente Rolle adeliger Familien oder Personen:
ereignisgeschichtliche, politische, institutionelle,
wirtschaftliche Annäherungen an die Vergangenheit seien ebenso
erlaubt wie kulturelle, soziale oder anthropologische.

Der Adel hat in dem vom Arbeitskreis in den Blick genommenen
Raum allerdings eine so große Rolle gespielt und so viele und
verschiedenartige Spuren in Archiven, Museen, Bauten und
Landschaft hinterlassen, dass seine Geschichte und die Quellen
dazu Eintritt in die Vergangenheit der ganzen Gesellschaft
bieten - eine Vergangenheit, die gerade durch die Vielfalt der
Quellen einem breiten Publikum attraktiv und erlebbar
vorgestellt werden kann.

Zu den archivalischen Quellen zählen zuerst die vom Adel selbst
hinterlassenen. Die Adelsarchive findet man in niederländischen
Repositorien normalerweise in der Sparte Huis- en
familiearchieven: im Gelders Archief gehören dazu etwa 250
Bestände (mehr als 1000 lfm, vom 13. bis zum späten 20.
Jahrhundert). Eine Bestandsübersicht findet sich im Internet
unter www.geldersarchief.nl > archief > zoeken in bronnen >
archieven > systematisch. Der Fonds wurde ab etwa 1900 vom
damaligen Rijksarchief in Gelderland aus Händen der
Privatbesitzer zusammengetragen. Die Archive sind Deposita oder
Schenkungen. Somit ist die Aufbewahrungslage in den
Niederlanden ganz anders als in Westfalen und im Rheinland, wo
die meisten Adelsarchive noch in Privatbesitz und vor Ort sind.

Die Bestände spiegeln das Alltagsleben (in Korrespondenzen,
Tagebüchern, Haushaltsrechnungen), die sozialen Netzwerke,
Funktionen im öffentlichen Leben, in Politik und Verwaltung,
sowie das materielle Fundament des adeligen Lebens (Guts-und
sonstige Vermögensverwaltung). Sie zeigen die weiträumige
Verschwägerung des Adels auf:

Der Güterbesitz z. B. ist gestreut von Holland bis Westfalen,
von der Eifel bis zur Nordseeküste. Die soziale Differenzierung
lässt sich vom einfachen Landadel bis zum überregionalen,
europäischen Hochadel (Bentinck, Limburg-Stirum, Westerholt,
Spaen, Byland, Paland) verfolgen. Dass auch Archive von
ursprünglich nicht-adeligen Geschlechtern dazu gehören, bezeugt
die ständige personelle Erneuerung des Adels (z. B. die
Arnheimer Regentenfamilie Brantsen, 1824 nobilitiert).

Auch viele Behördenarchive dokumentieren die Rolle des Adels:
Im Hertogelijk Archief die Beziehungen zum geldrischen
Landesherrn, der ursprüglich auch nur ein Adliger gewesen war,
als Lehnsleute, Räte, Amtsträger bei Hofe oder in der
Lokalverwaltung, als Finanziers, Gegner oder Rivalen. Die
Entwicklung der Position des Adels lässt sich in den Archiven
der späteren Provinzialbehörden verfolgen: bis 1795 das Hof van
Gelre en Zutphen, die Gelderse Rekenkamer, die
Ständeversammlungen und Ritterschaften der drei geldrischen
Quartiere; nachher die Bataafs-Franse archieven (1795-1813),
und letztlich die Provinzialverwaltung im zentralisierten
Königreich der Niederlande. Gleichfalls wichtig ist das Archiv
der Stadt Arnheim als politischem Vorort des Veluwer Quartiers
seit dem 14. und geldrischem Regierungssitz seit dem 16.
Jahrhundert, als Wohnsitz des Adels und aufgrund seiner
Beteiligung (wie in anderen Städten) an der Stadtverwaltung.

Zu nennen sind auch die Archive lokaler Gerichte, Marken,
Kirchengemeinden und Sozialeinrichtungen; auch hier spielte der
Adel seine Rolle als Großgrundbesitzer, Gerichtsherr,
paternalistischer Gutsherr oder bonne dame patronesse. Oft sind
die Unterlagen solcher Einrichtungen (halb-)öffentlicher Natur
in die Privatarchive der adeligen Amtsträger gelangt.

Viele illustrative Materialien findet man als Sammlungsgut,
auch wenn es formal Archiven angehört: Karten, Stiche,
Zeichnungen (überwiegend von Gebäuden und Landschaften), Fotos,
Siegel. Solches Bildmaterial wird zunehmend auch direkt über
das Internet bereitgestellt. Dieser knappe Überblick der im
Gelders Archief aufbewahrten Quellen zur Adelsgeschichte kann
als repräsentativ angesehen werden für das, was sich auch in
anderen Archiven finden lässt. Jedoch erhalten archivalische
Quellen ihre volle Aussagekraft nur in Kombination mit Quellen
anderer, nicht-archivalischer Natur.

Auf die Frage nach der Pflege und Fortführung der Adelsarchive
in den Niederlanden antwortete van Driel, dass das Rijksarchief
sich anfänglich um Übernahme der Bestände nach 1800 wenig
gekümmert habe, in den lezten Dezennien aber vieles nachgeholt
worden sei. Die Entwicklung der gesellschaftlichen Rolle des
Adels im 20. Jahrhundert sowie die Privatumstände der
Adelsfamilien hätten aber auch Entstehung und Wert der jüngsten
Bestände beeinflusst.

Im Anschluss stellte Heike Düselder von der Universität
Osnabrück das Forschungsprojekt "Adel und Umwelt in der Frühen
Neuzeit. Neue Forschungsperspektiven zur Adelsgeschichte" vor.
Der Adel auf dem platten Land hatte in der Frühen Neuzeit
großen Einfluss auf die Gestaltung von Natur und Landschaft.

Er besaß das Land und herrschte über die Menschen, die darauf
wohnten und es bewirtschafteten. Das Adelshaus bildete den
optischen Mittelpunkt der Landschaft; von hier aus wurde die
Umgebung gestaltet, zum Beispiel durch Alleen und
Bewässerungssysteme, aber auch durch die Umwandlung von
Brachland in Kulturland oder die Landgewinnung in den
Küstenregionen.

Die Gartenanlagen der Adelshäuser bildeten die Kulisse für das
Streben nach Repräsentation und Distinktion. Am Ende des 18.
Jahrhunderts und im Zusammenhang mit der Aufklärung wurden die
Adelsgärten multifunktional und dienten nicht mehr nur der
Repräsentation, sondern auch dem allgemeinen Nutzen.

Die Obst- und Gemüsegärten der Adelsgüter wurden zum Vorbild
der bäuerlichen Gartenkultur. Dadurch hatte der Adel auf dem
Land eine wichtige Funktion als Vermittler zwischen der
Obrigkeit und den Bauern, denn er konnte ihnen neue
Erkenntnisse aus der Landwirtschaft und neue Anbaumethoden
demonstrieren. Die Verbindung von Adelsgeschichte,
Umweltgeschichte und Agrargeschichte bietet somit neue
(Forschungs-)Perspektiven.

In der anschließenden Diskussion wurde von Werner Frese,
ehemals LWL-Archivamt für Westfalen, darauf hingewiesen, dass
der Niederadel auch verbauert gewesen sei und z. B. Tabak auf
der Hovesaat angebaut habe. Manfred Wolf, ehemals Staatsarchiv
Münster, berichtete, dass Pomerien schon im 14. Jahrhundert
verlehnt worden seien. Heike Düselder betonte dagegen den
anderen Charakter dieser Obstgärten, die im 18. Jahrhundert in
Mode gewesen seien und der Deckung des Bedarfs gedient hätten.
Auf die Frage nach landesherrlichen Vorbildern in der
Landwirtschaft verwies Düselder auf Aufforstungen am Ende des
18. und im 19. Jahrhunderts.

Schließlich stellte Christiane Coester vom Deutschen
Historischen Institut Paris das Projekt "Rheinischer Adel in
Paris. Ein Werkstattbericht des Forschungsprojektes 'Aufbruch
in die Moderne. Der rheinische Adel in westeuropäsicher
Perspektive'" vor. Dieses Forschungsprojekt ist eine
Kooperation zwischen dem Landschaftsverband Rheinland, den
Vereinigten Adelsarchiven im Rheinland e.V. und dem Deutschen
Historischen Institut Paris.

Ein Standort des Projekts befindet sich in Brauweiler, wo das
Archivgut der Vereinigten Adelsarchive gepflegt wird, der
andere befindet sich in Paris am Deutschen Historischen
Institut. Die Forschergruppe übernimmt somit eine
Mittlerfunktion zwischen der deutschen und der französischen
Adelsforschung einerseits und zwischen universitärer Forschung,
regionaler Forschung und den rheinischen Geschichtsvereinen
andererseits.

Entsprechend der sehr vielfältigen Überlieferung in
französischen und rheinischen Adelsarchiven sind auch die von
den Mitgliedern der Forschergruppe bearbeiteten Themen weit
gefächert. Behandelt werden z.B. adelige Revolutionserfahrungen,
die Karrierewege des rheinischen Adels, der Stellenwert der
Stadt Paris als kultureller Orientierungspunkt, das Verhalten
des Adels gegenüber der französischen Herrschaft sowie
wirtschaftsgeschichtliche Fragen. Letztendlich geht es dem
Projekt darum, den regionalen Adel des Rheinlandes in die
internationale Situation seiner Zeit einzubinden und ihn aus
einem westeuropäischen Blickwinkel zu betrachten.

Nach Fragen zur räumlichen und inhaltlichen Abgrenzung und
methodischen Ausrichtung des Projektes, erläuterten die
Referentin und Hans-Werner Langbrandtner von der
LVR-Archivberatung, dass das Projekt ohne methodische Klammer
zunächst auf die rheinischen Adelsfamilien und ihre Archive
beschränkt sei, eine spätere räumliche Ausweitung aber
grundsätzlich möglich sei.

In der Abschlussdiskussion, die von Maarten van Driel und Bernd
Walter moderiert wurde, wurden folgende Punkte als erstes Fazit
gezogen: Es ist gezeigt geworden, wie sich die Adelsforschung
in der Niederlanden und der Bundesrepublik abhängig von
politisch-gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und
Wissenschaftsparadigmen entwicklet hat.

Beim Blick über die Territorial- und Landesgrenzen ist der
Erkenntnisgewinn durch den Vergleich für die Adelsgeschichte
deutlich geworden, insbesondere zur Analyse der inneren und
regionalen Heterogenität.

Die Fruchtbarkeit der grenzüberschreitenden Betrachtung hat
sich nicht nur bei der Analyse der Familienbezüge und
Besitzverhältnisse gezeigt. Im konfessionellen Zeitalter hatten
z.B. grenzüberschreitende Kontakte und Netzwerke unmittelbaren
Einfluss auf regionale Auseinandersetzungen zwischen Adel und
Landesherrschaft.

Der Aspekt der Umweltgeschichte eröffnet auch neue Perspektiven
für die Adelsgeschichte. Es ist ein wichtiges Anliegen der
Forschung, dass die Quellenbestände auf beiden Seiten der
Grenze zugänglich gemacht und vernetzt werden. Als weitere
Anregungen für die Forschung wurden Verbindungen
protestantischer deutscher Gebiete zu den Niederlanden, Adlige
als Unternehmer und die Reagrarisierung (Schulze), die
politische Beteiligung des Adels und die Frage doppelter
Loyalitäten (Kaizer) und die Erforschung von internationalen
Netzwerken des Adels (van Til) genannt. Wolfgang Bockhorst vom
LWL-Archivamt für Westfalen und Maarten van Driel kündigten an,
die Vernetzung der Adelsarchive weiter vorantreiben zu wollen.


INFO

Kontakt:
Dr. Gunnar Teske
LWL-Archivamt für Westfalen, Münster
E-Mail: Gunnar.Teske at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue May 26 10:29:06 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 26 May 2009 10:29:06 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Von Hammurabi bis Habermas: Zentrum fuer Textedition
undKommentierung wird eroeffnet
Message-ID: 4A1BC472.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Pressestelle der WWU Münster"
Datum: 25.05.2009, 14:00


AKTUELL

Von Hammurabi bis Habermas
Zentrum für Textedition und Kommentierung wird eröffnet

Am Donnerstag, 28. Mai 2009, wird an der Universität Münster
das Zentrum für Textedition und Kommentierung (ZETEK), an dem
Philosophen, Historiker, Philologen und Theologen beteiligt
sind, feierlich eröffnet. Zu den wesentlichen Zielen des
Zentrums gehört es, Texte in alten beziehungsweise seltenen
fremden Sprachen einer wissenschaftlichen Nutzung zur Verfügung
zu stellen. Zudem soll diese Grundlagenarbeit einer über den
Universitätsbetrieb hinausgehenden Öffentlichkeit bekannt
gemacht werden.

Eine Gemeinsamkeit aller historisch-philologisch ausgerichteten
Geisteswissenschaften ist ihr Bezug zu Texten. Daher gehört es
zu den fundamentalen Aufgaben dieser Disziplinen, sich der
Textgrundlage zu vergewissern: von der Prüfung ihrer
Überlieferungsträger und der Rekonstruktion ihrer
Überlieferungsgeschichte bis hin zur Texterschließung durch
Kommentare. Nicht zuletzt sind auch Übersetzungen notwendig,
die für die Rezeption in einer breiteren wissenschaftlichen wie
nichtwissenschaftlichen Öffentlichkeit immer unentbehrlicher
werden.

Die Arbeit an der Sicherung von Textgestalt und Textverständnis
gehört deshalb zur geisteswissenschaftlichen
Grundlagenforschung. "Sie stellt naturgemäß für einen
Jahrtausende umfassenden Zeitraum - vom babylonischen König
Hammurabi bis Habermas - jeweils ganz unterschiedliche
methodische und sachliche Anforderungen", so Prof. Dr. Martin
Kintzinger, Dekan des Fachbereichs Geschichte und Philosophie,
der das ZETEK gemeinsam mit Prof. Dr. Eva Schlotheuber
koordiniert. Dennoch gibt es viele vergleichbare Grundprobleme.
Daher ist es sinnvoll, dass die Wissenschaftler, die an
verschiedenen Editions- oder Kommentarprojekten arbeiten, sich
zu einem kontinuierlichen und institutionalisierten
Erfahrungsaustausch zusammenfinden.

Das Zentrum für Textedition und Kommentierung koordiniert die
Außendarstellung der Aktivitäten seiner Mitglieder und fördert
deren Kontakte im nationalen und internationalen Umfeld.
Forschungsprojekte werden durch die gemeinsame Nutzung von
Wissen, Einrichtungen und Ressourcen gefördert und die
Realisierung neuer Editions- und Kommentarprojekte an der WWU
erleichtert. Die in Münster versammelte breite
editionswissenschaftliche Kompetenz soll aber nicht zuletzt
auch für die Lehre und die wissenschaftliche Nachwuchsförderung
fruchtbar gemacht werden.

Die Wissenschaftler des ZETEK widmen sich einer Reihe
herausragender Projekte, darunter zum Beispiel die Edition des
philosophischen Nachlasses des Universalgelehrten Gottfried
Wilhelm Leibniz, die Neuedition des griechischen Neuen
Testaments und die Edition der Enzyklopädie 'De proprietatibus
rerum' des Bartholomäus Anglicus, die mit ihrer lateinischen
Version vom 13. bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts eines der
Hauptwerke der abendländischen Wissensliteratur bildet.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue May 26 10:32:56 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 26 May 2009 10:32:56 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Bildvortrag ueber Meteoriten im
LWL-IndustriemuseumHenrichshuette, Hattingen, 29.05.2009
Message-ID: 4A1BC558.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 25.05.2009, 11:39


AKTUELL

Eisen, das vom Himmel fällt
Bildvortrag über Meteoriten im LWL-Industriemuseum Henrichshütte

Eisen ist das zehnthäufigste Element im Universum. In der Natur
kommt es in drei Varianten vor: als Mineral in der Erdkruste,
als Eisen-Nickelgemisch im Erdkern und als "Himmelseisen", das
in Meteoriten auf die Erde fällt. Woher kommen Meteoriten und
warum enthalten sie Eisen? Antworten auf diese Fragen gibt am
Freitag, 29. Mai, um 19.30 Uhr ein Bildvortrag, zu dem der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in sein
Industriemuseum Henrichshütte Hattingen einlädt. Klaus Becker
von der Volkssternwarte Ennepetal schlägt den Bogen von der
Entstehung unseres Sonnensystems bis zu den Eisenerzvorkommen
der Erde.

Die Eisenzeit begann, als die Menschen entdeckten, wie sie
Meteorit-Eisen zu Waffen und Kultgegenständen verarbeiteten
konnten. Doch Meteoriten-Einschläge waren selten;
?Himmelseisen? in der Folge ein wertvoller Werkstoff. Klaus
Becker erklärt in seinem Vortrag, was genau bei einem
Meteoritenfall passiert. Er stellt bekannte Einschläge von
Eisenmeteoriten und die neusten Forschungsergebnisse dazu vor,
z.B. die Canyon-Diablo-Meteoriten vom Arizona -Krater oder den
ostsibirischen Sikhote-Alin-Meteoriten. Anhand der sogenannten
"Widmannstättenschen Linie" zeigt der Referent die besonderen
Merkmale des Meteoritgefüges auf, das zu fast 100 Prozent aus
Eisen besteht.

Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr und ist kostenlos.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen
Tel.: 02324 9247-140
E-Mail: henrichshuette at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue May 26 10:39:16 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 26 May 2009 10:39:16 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Geologische Exkursion in die "Steengroeve",
beiWinterswijk, 06.06.2009
Message-ID: 4A1BC6D4.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Thomas Ridder"
Datum: 26.05.2009, 09:54


AKTUELL

Geologische Exkursion in die "Steengroeve" bei Winterswijk am
6. Juni 2009

Die Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen
Münsterlandes lädt zu einer geologischen Exkursion ein. Sie
führt zu unseren niederländischen Nachbarn nach Winterswijk in
die "Steengroeve".

Während dieser Exkursion in die "Steengroeve" tauchen wir in
die Frühzeit des Erdmittelalters ein. Zur "Muschelkalkzeit",
einer Zeitepoche der Trias (ca. 245 bis 204 Millionen Jahre vor
heute) gehörte der westliche Teil des Kreises Borken und das
östliche Gelderland zu einem subtropischen Meeresraum, der
zeitweilig auch immer wieder mal trockenfiel. Die
Hinterlassenschaften dieses Meeres sind hauptsächlich Kalk- und
Mergelgesteine.

Diese Gesteine kommen z.B. in der Steengroeve bei Winterswijk
und bei der Haarmühle in der Nähe von Alstätte an die
Erdoberfläche. In der Kalkgrube können auch interessierte Laien
erkennen, wie ein Teil unseres deutsch-niederländischen
Grenzraumes geologisch aufgebaut ist. Es können außerdem
unterschiedliche Mineralien (z.B. Pyrit, Markasit, Galenit,
Coelestin, Calcit...) aber auch Fossilien (z.B. Muscheln,
Fischreste) gefunden werden. Besonders bekannt ist die Grube
bei Winterswijk wegen ihrer Saurierfunde. Mit ein wenig Glück
lassen sich von ihnen z.B. Fußabdrücke oder auch Skelettreste
finden.

Im Anschluß an die Grubenexkursion besteht die Möglichkeit,
dass Museum Freriks in Winterswijk mit seiner sehr
interessanten geologischen Abteilung zu besichtigen. Hier sind
auch viele Funde aus der Kalkgrube ausgestellt.

Interessierte treffen sich in Oeding auf dem Parkplatz am
Rathaus um 12:00 Uhr. Von dort erfolgt die Weiterfahrt im
Konvoi zur Grube. Dort beginnt die Exkursion um 12:30 Uhr, Ende
um 15:30 Uhr; ggf. Museumsbesuch von 16:00 bis 17:00 Uhr

Die Veranstalter weisen auf nachfolgende Teilnahmebedingungen
hin: - Ausfüllen eines Teilnahmeformulars der Niederländischen
Geologischen Vereinigung

- Mindestalter der Teilnehmer 8 Jahre (in Begeleitung
Erwachsener)

- Das Tragen von Bauhelmen ist während der gesamten
Grubenexkursion Pflicht.

- Hammer, Meißel, Schutzbrille, Eimer, Rucksack (wer selbst
"picken" möchte), Handschuhe, festes Schuhwerk, ggf.
Gummistiefel, ggf. Regenzeug, ggf. Verpflegung

- Eintritt im Museum Freriks, Groennloseweg 86, 7101 AK
Winterswijk: Erwachsene 3,00 Euro, Kinder (4-14 Jahre) 1,50 Euro

Alle Interessierten, Mitglieder der Gesellschaft, aber auch
Nicht-Mitglieder sind herzlich eingeladen, an dieser
Veranstaltung teilzunehmen.

Anmeldungen bitte per Email an info at ghl-westmuensterland.de
oder schriftlich an Gesellschaft für historische Landeskunde,
Gasthausstraße 15 (Landeskundliches Institut Westmünsterland),
48691 Vreden.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Geologische Exkursion in die "Steengroeve" bei Winterswijk
Datum: 6. Juni 2009
Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes
e.V.
p/A Landeskundliches Institut Westmünsterland, Gasthausstraße 15
48691 Vreden
E-Mail: info at ghl-westmuensterland.de
URL: www.ghl-westmuensterland.de

Kontakt:
Thomas Ridder M.A.
Tel.: 02362-951431
E-Mail: thomas.ridder at imail.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue May 26 10:41:18 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 26 May 2009 10:41:18 +0200
Subject: [WestG] [AKT] "Westfaelischer Preis fuer Baukultur"
Message-ID: 4A1BC74E.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 20.05.2009, 10:20


AKTUELL

"Westfälischer Preis für Baukultur"
LWL und Westfalen-Initiative wollen gemeinsamen Preis ausloben

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) sowie Stiftung und
Verein Westfalen-Initiative werden gemeinsam einen
"Westfälischen Preis für Baukultur" ausloben. Um die Diskussion
über die Qualität zeitgemäßen orts- und regionaltypischen
Bauens anzuregen, hatten der LWL, Verein und Stiftung
Westfalen-Initiative und weitere Partner im Jahr 2005 das
"Bündnis für regionale Baukultur in Westfalen" gegründet.

Mittlerweile engagieren sich viele Kreise, Städte und Gemeinden
mit eigenen Aktivitäten in diesem Bündnis und setzen sich für
die Bewahrung und Weiterentwicklung der typischen baulichen
Erscheinungsbilder Westfalen-Lippes ein. Dabei geht es zentral
um die "Alltagsarchitektur", die den Großteil des Baugeschehens
ausmacht. Mit dem neuen Preis wollen die Initiatoren die
Bedeutung der "Alltagsarchitektur" für die Identität von
Städten, Dörfern und Gemeinden unterstreichen.

Mit dem Preis sollen Projekte aus Städtebau, Dorfentwicklung
und Architektur gewürdigt werden, die beispielgebend für die
Entwicklung der Baukultur in Westfalen-Lippe sind. Eine
Besonderheit des Preises soll darin bestehen, dass auch die
Qualität der Planungs- und Umsetzungsverfahren im Sinne eines
partnerschaftlichen Miteinanders der Beteiligten in die
Entscheidung über die Preisvergabe einfließen soll. Der
Ausgezeichnete erhält als Preis eine Ausstellung über sein
Projekt.

Nachdem jetzt die Gremien von LWL und Westfalen-Initiative die
Auslobung des Preises für zunächst zwei Preisrunden förmlich
beschlossen haben, geht es nun an die Detailarbeit. Bis zum
Herbst dieses Jahres wollen die Initiatoren die Auslobung für
den Preis ausgearbeitet haben und die erste Preisrunde
eröffnen. Die Preisvergabe soll dann erstmals im Frühjahr 2010
erfolgen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed May 27 09:55:47 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 27 May 2009 09:55:47 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Die Gestao, Dortmund, 04.06.2009
Message-ID: 4A1D0E23.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 27.05.2009, 07:30
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Die Gestapo
Vortrag mit Carsten Dams
Donnerstag, 4. Juni 2009, 18.30 Uhr

Die Geheime Staatspolizei - Gestapo - war das am meisten
gefürchtete Instrument des politischen Terrors im "Dritten
Reich". Sie verfolgte und vernichtete mit Brutalität und
Willkür die Gegner des Regimes und alle, die sie als solche
bewertete: Kommunisten, Sozialisten, Juden, Homosexuelle oder
"Asoziale". Wer in die berüchtigten Gestapo-Gefängnisse
verschleppt wurde, der kehrte oft nicht wieder zurück. Carsten
Dams und Michael Stolle untersuchen in ihrem Buch Anspruch und
Wirklichkeit der Gestapo. Dabei spannen sie den Bogen von der
späten Weimarer Republik über die Verbrechen des
Nationalsozialismus in Deutschland und Europa bis zu den
Prozessen gegen Gestapobeamte nach 1945.

Dr. Carsten Dams ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der
Dokumentations- und Forschungsstelle für Polizei- und
Verwaltungsgeschichte der Hochschule für öffentliche Verwaltung
NRW.


INFO

Veranstaltungsort:
Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Steinstr. 50
44147 Dortmund
URL: http://www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/index_startseite_de.html





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed May 27 09:57:51 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 27 May 2009 09:57:51 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Bauarbeiten fuer das neue Museum haben begonnen
Message-ID: 4A1D0E9F.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 26.05.2009, 12:30


AKTUELL

Baggerbiss am LWL-Landesmuseum
Bauarbeiten für das neue Museum haben begonnen

Die Kunst ist ausgezogen, jetzt fallen die Mauern: Mit dem
ersten Baggerbiss gab der Direktor des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL), Dr. Wolfgang Kirsch, am Dienstag, 26.
Mai, das Startsignal für die erste Bauphase am LWL-Landesmuseum
für Kunst- und Kulturgeschichte in Münster. Seit dem
Grundsatzbeschluss des LWL über den Um- und Neubau sind
inzwischen zweieinhalb Jahre der Planung vergangen. In den
nächsten drei Jahren entsteht am Domplatz das neue
Museumsgebäude nach dem Entwurf von Staab Architekten aus
Berlin.

"Ich freue mich sehr, dass es jetzt endlich los geht und die
Pläne Realität werden", erklärte LWL-Direktor Dr. Wolfgang
Kirsch. Durch den Abriss des gesamten Bauteils von 1972
entsteht Platz für den insgesamt 7.500 Quadratmeter großen
Neubau. Während in den nächsten drei Monaten die Abbruchphase
des Museumsteils an der Rothenburg ansteht, folgt ab August der
Abbruch an der Pferdegasse. "2012 soll der Bau des neuen
Museums abgeschlossen sein", sagte der Technische Leiter des
Bau- und Liegenschaftsbetriebs, Michael Dauskardt. "Bei ,Tagen
der offenen Tür' können sich Besucher im Sommer/Herbst 2012
selbst ein Bild von der Architektur des Baus machen", so
Kirsch. 2013 wird das Museum nach der Einrichtung neu eröffnet.
Die Kosten für den Neu- und Umbau belaufen sich auf rund 48
Millionen Euro, davon zahlt das Land Nordrhein-Westfalen neun
Millionen Euro.

In den nächsten drei Monaten werden Sattelschlepper mehr als
800 Kubikmeter Bauschutt aus der Innenstadt abfahren. Die
Einrichtung der Baustelle erforderte eine geänderte
Verkehrsführung für Fußgänger: So musste der Zebrastreifen an
der Kreuzung Aegidiistraße/Johannisstraße ca. 50 Meter weiter
Richtung Innenstadt auf die Rothenburg verlegt werden.

Der Neubau
Mit dem Neubau werden die Anforderungen an ein zeitgemäßes
Museum wieder erfüllt. Durch ein Plus von 1.800 Quadratmetern
Ausstellungsfläche und die Verbindung der drei Bauteile (Altbau
am Domplatz, Bauteil an der Pferdegasse und ehemaliges
Archäologiemuseum an der Rothenburg) zu einem zusammenhängenden
Bau bietet das Museum sowohl räumlich als auch technisch einen
geeigneten Rahmen für die hochwertige Sammlung des Hauses.

Weiterhin soll ein eindeutiger inhaltlicher Rundgang dem
Besucher eine bessere Orientierung geben und das Museum durch
eine Kunst-Passage von der Rothenburg zum Domplatz stärker zum
öffentlichen Ort in der Stadt werden. An der Rothenburg wird es
einen zentralen Platz mit Café/Restaurant geben. Von dort aus
gelangen die Passanten durch einen offenen Innenhof mit
angrenzender Gastronomie und Bibliothek über das zentrale
Museumsfoyer mit Buch- und Museumsshop sowie Informations- und
Eingangsbereich zur Sammlung bis zum Domplatz.

"Aufgemischt" und Max Ernst
Besucher können während der Umbauphase weiterhin Ausstellungen
und auch einen Teil der Sammlung im Altbau des LWL-Museums
besichtigen. Ab dem 23. August 2009 werden die Hauptwerke in
der Ausstellung "Aufgemischt. Meisterwerke der Sammlung im
Dialog" aus einer neuen Perspektive präsentiert. "Die
Kunstwerke sind nicht mehr länger streng nach Epochen
unterteilt, sondern treten epochenübergreifend miteinander in
den Dialog", erklärte der stellvertretende Direktor des Museums,
Dr. Erich Franz. Vom 27. September 2009 bis 10. Januar 2010
zeigt das Museum die Ausstellung "Max Ernst lässt grüßen. Peter
Schamoni begegnet Max Ernst". In Zusammenarbeit mit dem
Filmemacher Peter Schamoni werden gut 200 Kunstwerke von Max
Ernst mit Filminstallationen, Raumgestaltungen und dialogischen
Medien verbunden.

Während der Ausstellungen können sich die Besucher auch einen
Eindruck vom Depotturm und seinen Schätzen machen. Seit Anfang
des Jahres steht er im Lichthof und dient nicht nur als
sicherer Aufbewahrungsort für die Kunstwerke während der
Bauphase, sondern auch als Schaudepot im Herzen des Museums.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 28 10:08:48 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 28 May 2009 10:08:48 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Ohne Frauen ging es nicht, Bocholt,
28.05.2009
Message-ID: 4A1E62B0.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 27.05.2009, 08:55


AKTUELL

Ohne Frauen ging es nicht
Vortrag zum 20-jährigen Jubiläum des LWL-Textilmuseums in
Bocholt

Spinnen, Weben, Sticken, Nähen - textile Arbeit ohne Frauen ist
undenkbar. Das gilt für die vorindustrielle Zeit genauso wie
für das Industriezeitalter. Dr. Arnold Lassotta,
wissenschaftlicher Referent beim LWL-Industriemuseum, gibt in
seinem Vortrag am kommenden Donnerstag, 28. Mai, im
Textilmuseum Bocholt Einblicke in die vielfältigen Aufgaben und
Tätigkeiten der Frauen im textilen Produktionsprozess seit
4.000 Jahren. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt
um 18 Uhr zu dem kostenlosen Vortrag ein, der in der Reihe von
Veranstaltungen zum 20-jährigen Jubiläums des LWL-Textilmuseums
steht.

Frauenarbeit bei der Herstellung von Textilien zum Kleiden,
Wärmen und Schmücken gehört zu den ältesten Kontinuitäten der
menschlichen Kulturgeschichte. ?Archäologische Funde belegen
die bedeutende Rolle der Frauen bei der Textilerzeugung schon
lange vor Beginn unserer Zeitrechnung?, so der Referent.


INFO

LWL-Industriemuseum
Textilmuseum in Bocholt
Uhlandstr. 50
46397 Bocholt
Tel.: 02871 21611 - 0
E-Mail: textilmuseum at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 28 10:30:07 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 28 May 2009 10:30:07 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Bernhardt,
Guenter [u.a.]: Sammlungsdokumentation undAusstellungsplanung.
Wege zu einer integrierten Museumsarbeit
Message-ID: 4A1E67AF.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Bernhardt, Günter"
Datum: 20.05.2009, 09:17


LITERATUR

Neue Publikation des LWL-Museumsamtes für Westfalen

Sammlungsdokumentation und Ausstellungsplanung. Wege zu einer
integrierten Museumsarbeit. Materialien aus dem LWL-Museumsamt
für Westfalen Bd. 5. Münster 2009

Autoren: Günter Bernhardt, Verena Burhenne, Manfred Hartmann,
Jürgen Birk, Susanne Nickel, Christina Reinsch,
Christine Schönebeck


Die Materialien aus dem LWL-Museumsamt für Westfalen Bd. 5
widmen sich dem expliziten Zusammenhang von Dokumentieren und
Ausstellen. Ausstellungsplanung wird hier ausdrücklich als
inhaltlich-thematische Planung verstanden und das Dokumentieren
der Objekte beispielhaft vorgeführt. Zugleich spiegeln die
Themen Alltagspraxis der Museumsberatung wider: Dokumentation
und inhaltliche Ausstellungsplanung sind einerseits
unverzichtbare Grundlage jedes Ausstellungsprojektes,
andererseits finden sie im Verborgenen statt.

In der öffentlichen Wahrnehmung treten diese Arbeiten in den
Hintergrund, obgleich sie in finanzieller wie personeller
Hinsicht aufwendig sind. Die Öffentlichkeit - Träger der Museen,
Politik und BesucherInnen - nehmen die sichtbaren Ergebnisse
zur Kenntnis. So wird eine Ausstellung immer zuerst als Produkt
der Gestalter wahrgenommen. Dass Aufbau wie Erscheinungsbild
der Ausstellung einem detaillierten wissenschaftlichen Konzept
zu verdanken sind und das Wissen um die Exponate
wissenschaftlicher Forschungsarbeit, nicht zuletzt auch der
Objektdokumentation, gerät dabei häufig in Vergessenheit.

Zum Inhalt:

Sammlungsdokumentation und Ausstellungsplanung:
Wege zu einer integrierten Museumsarbeit
Günter Bernhardt

Planungsschritte für die Objektdokumentation -
Von der Ist-Analyse zum Pflichtenheft
Manfred Hartmann

Sammlungsdokumentation:
Grundlage der vernetzten Museumsarbeit
Susanne Nickel

Die wissenschaftliche Ausstellungskonzeption als Voraussetzung
für die gestalterisch- technische Umsetzung. Die inhaltliche
Planung einer Dauerausstellung
Verena Burhenne

Dokumentieren und Ausstellen:
Das Beispiel Keramik im Industriezeitalter
Christina Reinsch

Dokumentieren und Ausstellen:
Das Beispiel Bierflaschen
Jürgen Birk

Dokumentieren und Ausstellen:
Das Beispiel Buchbinderei
Christine Schönebeck

Anhang
A Pflichtenheft:
Ist-Analyse und Soll-Konzept / Dokumentationsplan
Manfred Hartmann

B Die inhaltliche Planung einer Dauerausstellung
in Arbeitsschritten
Verena Burhenne (Bearb.)

C Exponatliste


INFO

Preis: 12,00 Euro + Porto;
ISBN 10: 3-927204-70-6;
ISBN 13: 978-3-927204-70-6
Bestellungen: wma.info at lwl.org

Kontakt:
Dr. Günter Bernhardt
LWL-Museumsamt für Westfalen
Salzstr. 38 (Erbdrostenhof)
48133 Münster
Tel.: 0251-5914695
E-Mail: guenter.bernhardt at lwl.org
URL: www.service-fuer-museen.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 28 10:36:56 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 28 May 2009 10:36:56 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Maerchensamstag im LWL-Museum fuer Archaeologie, Herne,
30.05.2009
Message-ID: 4A1E6948.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 27.05.2009 12:36


AKTUELL

Aschenputtels Pantoffeln und die Stiefel des Katers
Märchensamstag im LWL-Museum für Archäologie

Am Samstag, 30. Mai, lädt der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) zum Märchensamstag in sein LWL-Museum für
Archäologie in Herne ein. Kinder ab 6 Jahren lauschen vier
klassischen Märchen, bevor sie in der Ausstellung "Schuhtick -
Von kalten Füßen und heißen Sohlen" die zuvor darin erwähnten
Schuhe aufspüren. Als krönenden Abschluss basteln sie in der
Schuhwerkstatt mit leuchtenden Farben und bunten Stoffen ihren
eigenen Märchenschuh, den sie mit nach Hause nehmen dürfen.

Jeder Schuh hat seine Geschichte und oft haben Geschichten ihre
ganz besonderen Schuhe. So beispielsweise in den Märchen
"Aschenputtel", "Der Gestiefelte Kater", "Der kleine Muck" und
"Des Kaisers neue Kleider". Hier sind es die Schuhe, die ihren
Träger schöner, reicher oder schneller machen. Die Kinder hören
am Märchensamstag, wie der Prinz dank eines mit Silber
bestickten Seidenschuhs sein Aschenputtel findet. Sie erfahren,
dass ein Paar Pantoffeln den kleinen Muck sogar an einen
orientalischen Königshof fliegt. Schließlich vernehmen sie,
dass ein Haustier mithilfe roten Leders zum Gestiefelten Kater
wird und das Schuhwerk seinem Besitzer ein gräfliches Schloss
verschafft. Die märchenhafte Fußbekleidung zieht aber auch
Neider oder Günstlinge an. So wird der kleine Muck vertrieben,
da der König selbst nach seinen Schuhen trachtet. Noch
schlimmer ergeht es dem Kaiser. Er glaubt sich in teurem
Geschmeide, während seine Bediensteten ihn nackt vor sich sehen.

Im Anschluss an das Gehörte suchen die jungen Teilnehmer in der
Sonderausstellung Schuhtick die zuvor erwähnten Schuhe. Einige
davon dürfen sie sogar anprobieren und sich selbst wie ein
Märchenheld fühlen. Um die Geschichten noch anschaulicher zu
machen, basteln sie ihren eigenen Phantasieschuh. Dieser wird
sie noch lange an diesen märchenhaften Tag erinnern.

Die Sonderausstellung "Schuhtick. Von kalten Füßen und heißen
Sohlen." ist noch bis zum 5. Juli im LWL-Museum für Archäologie
zu sehen. Sie erzählt Schuhgeschichte(n) durch alle Zeiten und
über die Kontinente hinweg - vom ersten Fußschutz der Menschen
über römische Militärsandalen bis zum Designerschuh. Die
Ausstellung präsentiert über 400 Exponate, die zum Teil
erstmals öffentlich zu sehen sind. Dabei können die Besucher
aber nicht nur Schuhe anschauen, sondern auf dem Laufsteg
können sie ausprobieren, wie man in mittelalterlichen Trippen
oder High Heels läuft, und an der "Schuhbar" gibt es Schuhsongs
quer durch die Rock- und Popgeschichte!


INFO

Termine:
Samstag, 30. Mai 2009, 15 Uhr
- 15 Uhr "Märchensamstag" - Märchenlesung für Kinder ab
6 Jahren in der Sonderausstellung "Schuhtick"

Kosten:
Es ist lediglich der Museumseintritt zu entrichten.
Eintritt Sonderausstellung 'Schuhtick':
Erwachsene 5 Euro, Kinder 3 Euro, Familien 11 Euro.

LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel.: 02323 94628-0,
URL: http://www.lwl-landesmuseum-herne.de
URL: http://www.schuhtick-ausstellung.de

Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr,
Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag,
Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr
Geschlossen am 24., 25., 31.12. und am 1.1.





From Marcus.Weidner at lwl.org Thu May 28 12:28:02 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 28 May 2009 12:28:02 +0200
Subject: [WestG] [PORT] Ereignis des Monats Juni: Soester Fehde
Message-ID: 4A1E8352.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Marcus Weidner"
Datum: 28.06.2009, 12:25


INTERNET-PORTAL "WESTFÄLISCHE GESCHICHTE"

Juni 1444 -
Der Beginn der Soester Fehde

"Wisset hochgeborener Fürst, Herr Dietrich von Moers, dass wir,
Bürgermeister, Rat, Gilden, Ämter, Bruderschaften und die ganze
Gemeinheit der Stadt Soest, Eurer Lande, Leute, Untertanen und aller
derjenigen, die Euch untergeben sind, Feind sein wollen. Und wir
entsagen Euch in und mit diesem Brief, weil wir den hochgeborenen
unseren gnädigen lieben Junker Johann, ältesten Sohn von Kleve und von
der Mark, lieber haben als Euch und die Eurigen, und wir wollen deswegen
gegen Euch und Eure Leute unsere Ehre verwahrt haben."

Mit dieser Absage gegen den Erzbischof von Köln vom 25.06.1444 war die
Stadt Soest endgültig von ihrem bisherigen Stadtherrn abgefallen und
hatte sich Johann von Kleve-Mark unterstellt, dem ältesten Sohn und
Erbfolger des Herzogs Adolf von Kleve-Mark. Die schlichte Formulierung
lässt wenig ahnen von den erbitterten Streitigkeiten zwischen
Erzbischof und Stadt, die vorausgegangen waren, und von den heftigen
kriegerischen Auseinandersetzungen, die nun folgen sollten.

Die Soester Fehde, die 1444 bis 1449 zwischen dem Erzbischof von Köln
und dem Herzog von Kleve-Mark geführt wurde, ist ein Konflikt gewesen,
der weit über Westfalen hinaus Aufsehen erregt hat. Einzigartig war,
dass sich eine Stadt von ihrem Stadtherrn lossagte und sich einen neuen
Herrn zu ihren Bedingungen wählte und im Gegensatz zu vielen ähnlichen
Auseinandersetzungen zwischen Städten und Landesherren trotz höchster
Bedrohung ihre Position durchsetzen konnte.

Wolfgang Bockhorst, Historiker und Archivar am LWL-Archivamt für
Westfalen, untersucht in seinem Beitrag für das Ereignis im Monat Juni
2009 die Ursachen, den Verlauf und die Folgen des Konflikts für Stadt
und Region.


Juni 1444 -
Der Beginn der Soester Fehde
http://www.westfaelische-geschichte.de/web609






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 28 10:13:04 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 28 May 2009 10:13:04 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Hermann als Stummfilmstar:
LWL-Medienzentrumpraesentiert historischen Spielfilm
Message-ID: 4A1E63B0.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 27.05.2009, 15:31


AKTUELL

Hermann als Stummfilmstar
LWL-Medienzentrum präsentiert historischen Spielfilm

Im Varusjahr hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
den Film "Die Hermannschlacht", einen historischen Streifen aus
der Frühzeit des westfälischen Kinos, zu neuem Leben auf DVD
erweckt. Bei den aufwendigen Dreharbeiten in den Jahren 1922
und 1923 im Raum Detmold wirkten mehr als 1000 Statisten und
knapp 200 Pferde mit. Im Mittelpunkt steht Hermann der
Cherusker, der eigentlich Arminius hieß. "Der Sieger der
Schlacht im Teutoburger Wald avancierte zumindest vorübergehend
zum Filmstar", sagte LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch bei der
Vorstellung des Films am Mittwoch (27. Mai) im LWL-Römermuseum
in Haltern am See.

"Großartige Bildhaftigkeit der Szenen, glänzende Massenregie
und hervorragende Darstellung der Hauptrollen sichern dem Film
eine erste Stelle unter den historischen Großfilmen der letzten
Zeit", schrieb der Generalanzeiger in Würzburg nach der
Uraufführung am 27. Februar 1924 im Detmolder Landestheater, zu
der die gesamte lippische Politprominenz erschien. Dr. Volker
Jakob vom LWL-Medienzentrum für Westfalen ist der Geschichte
des Streifens nachgegangen. Sein Urteil: "Künstlerisch ist der
Film eher schwach und aus heutiger Sicht oft unfreiwillig
komisch. Umso prägnanter artikuliert sich die
politisch-propagandistische Intention."

Regisseur Dr. Leo Koenig, der langjährige Theater- aber keine
Filmerfahrung besaß, habe den Auftrag bekommen, eine politische
Botschaft zu vermitteln, so Jakob. "Die Hermannschlacht"
lieferte eine Antwort auf die Situation im Jahr 1923, als
Frankreich und Belgien das Ruhrgebiet besetzt hielten, um
ausbleibende Reparationszahlungen Deutschlands nach dem Ersten
Weltkrieg zu erzwingen. Jakob: "Dass dieser Film zwar von den
Römern sprach, aber die damaligen 'Erzfeinde', die Franzosen
meinte, wurde von dem begeisterten Premierenpublikum sofort
verstanden." Ihnen sollte der Film verdeutlichen, dass sich
jede "Fremdherrschaft" durch ein geeintes Volk unter einem
starken Führer beenden lasse.

Das damals als großartiges Stummfilmepos gefeierte Werk
verklärte den Sieger der Varusschlacht - gemäß dem verbreiteten
Mythos - zum Befreier eines vereinten Germaniens und zum
Gründervater der deutschen Nation. "Auch über 80 Jahre nach
seiner Entstehung ist der Film noch immer ein interessantes
Untersuchungsobjekt in der kritischen Auseinandersetzung mit
der Geschichte nationaler deutscher Identitätssuche im 19. und
20. Jahrhundert", so der Chef des LWL-Medienzentrums, Dr.
Markus Köster.

Bereits ein Jahr nach der Erstaufführung verschwand "Die
Hermannschlacht" wieder von der Bildfläche. "Nachdem sich die
politische und wirtschaftliche Situation 1924 beruhigt hatte,
geriet der ganz dem Zeitgeist verpflichtete Film rasch in
Vergessenheit", erklärt Köster. Erst 1990 tauchte der Streifen
wieder auf - doch nicht etwa in westfälischen Archiven, sondern
im zentralen Filmarchiv der ehemaligen UdSSR in Moskau. In den
Wirren des Kriegsendes 1945 muss die sowjetische Armee die
Originalkopie beschlagnahmt haben.

Das LWL-Medienzentrum hat das Ausstellungsprojekt "Imperium
Konflikt Mythos. 2000 Jahre Varusschlacht" in Haltern,
Kalkriese und Detmold zum Anlass genommen, den Film
wiederzubeleben. Die Zwischentitel wurden neu gesetzt und der
Detmolder Pianist Daniel Wahren untermalte das Werk, das bei
seiner Uraufführung noch von einem Orchester begleitet worden
ist. Ein umfangreiches Begleitheft zur DVD informiert über
zeitgeschichtliche Hintergründe und Zusammenhänge sowie über
die Geschichte des Films selbst.


INFO

Die Hermannschlacht. Ein Stummfilm in fünf Akten aus dem Jahr
1924. Reihe: Westfalen in historischen Filmen. Spielzeit ca. 54
Minuten, Schwarz-Weiß, DVD mit Begleitheft, Preis 14,90 Euro.

Eine Produktion des LWL-Medienzentrums für Westfalen.
Fürstenbergstraße 14, 48147 Münster, medienzentrum at lwl.org

Der Film ist für Museumsbesucher im LWL-Römermuseum in Haltern
am See, im Lippischen Landesmuseum Detmold und im Museum und
Park Kalkriese erhältlich.

Eine öffentliche Vorführung des Films findet am 26. Juni um
19:30 Uhr im Lippischen Landesmuseum in Detmold statt, Ameide 4,
32756 Detmold. Der Eintritt kostet 5 Euro (Ermäßigung: 3
Euro). Karten gibt es an der Abendkasse oder können unter
Telefon: 02531 9925409 vorbestellt werden.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 28 10:19:16 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 28 May 2009 10:19:16 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Dalheimer Sommer 2009, Lichtenau-Dalheim
Message-ID: 4A1E6524.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 27.05.2009, 12:05


AKTUELL

Ist es Liebe? Große Gefühle und renommierte Künstler beim
Dalheimer Sommer 2009
Erstmals Sonderpreis für Kinder

Was ist das Wesen der Liebe? Ist es "amor", die weltliche, oder
"caritas", die göttliche, die Nächstenliebe? Auf der Suche nach
einer Antwort nimmt das Kulturfestival "Dalheimer Sommer" seine
Besucher vom 1. August bis 6. September mit auf eine Reise
durch 1.000 Jahre Musik- und Literaturgeschichte. Die 20
Veranstaltungen der 13. Spielzeit im LWL-Landesmuseum für
Klosterkultur in Lichtenau-Dalheim (Kreis Paderborn) stehen
unter dem Motto "Amor et caritas".

Gespielt wird Lessings "Minna von Barnhelm". Musikalisch liegt
der Schwerpunkt auf den Tagen Alter Musik, die in der
spätgotischen Kirche des ehemaligen Klosters und heutigen
LWL-Landesmuseums für Klosterkultur einen authentischen
Klangraum finden. Der Kartenvorverkauf startet nach Angaben des
Veranstalters, des Vereins der Freunde des Klosters Dalheim
e.V., am 2. Juni.

Minna und die Liebe
Ob in der Fest- und Hochzeitsmusik der Komponisten Bach oder
Buxtehude beim Eröffnungskonzert des Elbipolis Barockorchesters
Hamburg (2. August), im "Ordo virtutum" der Hildegard von
Bingen (Ars Choralis Coeln, 9. August) oder in italienischen
Liebesliedern interpretiert von Margaret Hunter & Marais
Consort (26. August) - die Liebe ist in diesem Dalheimer Sommer
allgegenwärtig. Sie ist die treibende Kraft in Gotthold Ephraim
Lessings "Minna von Barnhelm" (1767), der wohl berühmtesten
deutschen Komödie, die Dr. Wolfgang Kühnhold - Intendant und
Regisseur - im Spannungsfeld von Liebe, List und Ehre
inszeniert.

Kühnhold: "Für Goethe war die Minna von Barnhelm die erste aus
dem Leben gegriffene Theaterproduktion. Wir wollen zeigen, dass
sie auch heute etwas mit unserem Leben zu tun hat." Das jedoch
ohne zwanghafte Aktualisierungen, sondern im historischen
Gewand: "Bei uns sieht man keine Minna mit Minirock. Die
Kostüme sind ebenso wie Bühnenbild im Originalzeitdesign",
sagte Kühnhold, der bei seiner Inszenierung erneut auf das
Ensemble der Studiobühne der Universität Paderborn und auf
Berufsschauspieler zurückgreifen kann.

Dalheimer Tage Alter Musik
Mit seiner hochrangig besetzten Konzertreihe feiert Kühnhold in
der weitläufigen Klosteranlage ein "Jahr der Jubilare".
Vertreten sind Felix Mendelssohn Bartholdy (200. Geburtstag)
und Georg Friedrich Händel (250. Todestag) ebenso wie Johann
Rosenmüller (325. Todestag). Dabei stehen die Tage Alter Musik
mit sechs Veranstaltungen musikalisch im Vordergrund.

Während Maria Jonas ihr "Ordo virtutum" (9. August) ganz auf
die Bedingungen der Klosterkirche abstellt, gründete der
Paderborner Domkapellmeister Thomas Berning für das Konzert zur
traditionellen Marienvesper (14. August) sogar ein neues
Barockorchester, die "Camerata Palatina Paderborn". "Il
Clavifiato" bringen Werke für Hammerklavier und Traversflöte
zum Erklingen (16. August). Das 13-köpfige "Johann Rosenmüller
Ensemble" erfüllt die Klosterkirche mit der Atmosphäre einer
klösterlichen Komplet des 17. Jahrhunderts (5. September).
"Dalheim wird seinem Ruf als Hochburg für Alte Musik in
Westfalen wieder gerecht," ist sich Kühnhold sicher.

Konzerte und Musikalische Nachtgedanken
Zwei Konzerte machen den Dalheimer Sommer komplett: Vivaldis
"Fünf Jahreszeiten" für fünf Saxophone (22. August) mit dem
"Ensemble Quintessence", dazu das Gastspiel des Vokalensembles
der Abdinghofkirche Paderborn mit Motetten zu Ehren Felix
Mendelssohn Bartholdys (23. August). Erstmals wird es in diesem
Jahr keine Vigilie und keine Matinee geben, stattdessen
gestaltet Kühnhold gemeinsam mit dem "Duo Kirchhof" zum ersten.
Mal in der Festivalgeschichte die "Musikalischen Nachtgedanken"
am Vorabend des Klostermarkts (28. August).

Dalheimer Sommer für Kinder
Ins Leben gerufen wurde das Festival vor 13 Jahren durch den
Verein der Freunde des Klosters Dalheim. Dessen
stellvertretenden Vorsitzende, Gabriele Schäfers, blickt auch
in diesem Jahr einer Saison voller kultureller Höhepunkte
entgegen. Besonders freut sie sich über eine Neuheit beim
Dalheimer Sommer: Erstmals zahlen Kinder bis zwölf Jahren bei
allen Veranstaltungen und auf allen Plätzen nur die Hälfte des
eigentlichen Preises. "So hoffen wir, auch bei den Jüngsten die
Liebe zur Musik und zum Theater zu wecken und zu festigen",
sagte Schäfers.

Sponsoren
Bei den Sponsoren des Dalheimer Sommers bedankte sie sich
darüber hinaus für ihren Einsatz und die Unterstützung für das
kulturelle Leben in der Region: "Ohne ihr Engagement wäre ein
Festival dieser Qualität und Größenordnung hier in Dalheim
schier unmöglich." Unterstützt werden die Festivalmacher um den
Intendanten Dr. Wolfgang Kühnhold vom Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL), der Stadt Lichtenau, der Stiftung
Kloster Dalheim, die das LWL-Landesmuseum trägt, und von
Vertretern der regionalen Wirtschaft, darunter insbesondere der
Volksbanken im Kreis Paderborn.

Zusammenarbeit mit dem LWL-Landesmuseum für Klosterkultur
"Ich freue mich sehr auf meinen ersten Dalheimer Sommer", sagte
der neue Leiter des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur Dr.
Martin Kroker: "Das Festival ist für uns einer der Höhepunkte
des Veranstaltungsjahres, der die Attraktivität des kulturellen
Standorts maßgeblich geprägt hat." Derzeit läuft in der
Klosteranlage der zweite Bauabschnitt zur Umgestaltung des über
550 Jahre alten Klostergebäudes in ein modernes Museum.

Mehr als 3.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche werden
geschaffen, der "Lange Garten" und die zweite Terrasse des
Konventgartens können noch in diesem Sommer fertiggestellt
werden. Ein reibungsloser Verlauf der Veranstaltungen sei
sicher gestellt. Kroker: "Besucher werden durch die Bauarbeiten
auf dem Klostergelände nicht gestört werden." Der LWL und das
Land NRW investieren zusammen weitere 14 Millionen Euro in das
Museum.


INFO

Kloster Dalheim -
LWL-Landesmuseum für Klosterkultur
Am Kloster 9
33165 Lichtenau-Dalheim
Fax:+49-(0)5292-9319 119
Tel.:+49-(0)5292-9319 0

Karten und Vorverkauf
Der Kartenvorverkauf startet am Dienstag, 2. Juni. Karten für
die Aufführungen des Dalheimer Sommers sind für 25,20 und 15
Euro (ermäßigt 22/17/12 Euro) erhältlich. Ausnahme: Eröffnungs-
(2.8.) und Abschlusskonzert (5.9.) für 30/25/20 Euro, ermäßigt
27/22/17 Euro. Kinder bis zwölf Jahre zahlen den halben Preis
bei allen Veranstaltungen und auf allen Plätzen. Karten, Info
und Programmbestellung montags bis freitags, 10-18 Uhr unter
Telefon 05292 9319-224.
URL: http://www.dalheimer-sommer.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 28 10:32:42 2009
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 28 May 2009 10:32:42 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Archaeologen entdecken 300 Jahre alten Besen
Message-ID: 4A1E684A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 27.05.2009, 12:36


AKTUELL

Archäologen entdecken 300 Jahre alten Besen

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)
haben in Paderborn einen 300 Jahre alten Reisigbesen
ausgegraben. Das Kehrgerät hat sich in einer Latrine unter dem
Gaukirchkloster am Markt bis heute erhalten.

Die Archäologen hatten die eigentliche Ausgrabung vor der
Errichtung einer Tiefgaragenzufahrt in der Krummen Grube
bereits beendet. Da beförderte ein Betonpfahl-Bohrer aus fünf
bis 15 Metern Tiefe eine Latrinenfüllung zutage. Sie lag unter
dem Keller des barocken Klostersüdflügels aus dem 18.
Jahrhundert. "Die Entdeckung ist der Umsicht der Bauarbeiter zu
verdanken, die uns auf den übel riechenden Latrinenaushub
aufmerksam machten", so Dr. Sven Spiong, LWL-Stadtarchäologe in
Paderborn.

In der feuchten Masse haben sich unter Luftabschluss organische
Überreste erhalten. Ein Grabungsteam durchsuchte den Aushub
sofort und fand Alltagsgegenstände der Benediktinerinnen, die
das Kloster im 17. Jahrhundert bewohnten: Besonders spektakulär
ist ein mit Baststreifen zusammengebundener, noch 25 Zentimeter
langer Besen. Neben diesem erzählen eine Spindel und eine
hölzerne Garnspule vom arbeitsreichen Klosterleben der Nonnen.
Von ihren einfachen Mahlzeiten berichten Walnuss- und
Haselnuss-Schalen sowie Kirschkerne.

Im Gegensatz zu diesen Zeugnissen eines kargen Lebens
enthielten die Latrinen der Dom- und Stiftsherren aus der
selben Zeit Austernschalen und kostbare Gläser. "Die
Paderborner Latrinenfunde und allen voran der Besen belegen
damit anschaulich, dass die hiesigen Benediktinerinnen nach
ihrem Grundsatz "Bete und arbeite!" gelebt haben", so Spiong.





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri May 29 09:53:52 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 29 May 2009 09:53:52 +0200
Subject: [WestG] [TV/R] Allgemeines Preussisches Landrecht tritt in Kraft,
01.06.1794, WDR 01.06.2009
Message-ID: 4A1FB0B0.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Wissen"
Datum: 29.05.2009, 09:33


TV / RADIO

Montag, 1. Juni 2009

ZeitZeichen
9.05 - 9.20 Uhr, WDR 5

Weitere Sendetermine:
01. Juni, ab 17.45 Uhr, WDR 3
merken von: Das Allgemeine Preußische Landrecht tritt in Kraft
Das Allgemeine Preußische Landrecht tritt in Kraft
1. Juni 1794

Ein kleiner Müller und ein großer König - die beiden sind
verantwortlich dafür, dass in Preußen am 1. Juni 1794 die
fortschrittlichste Gesetzgebung auf dem ganzen europäischen Kontinent
eingeführt wurde. Wie das kam, darum geht es heute in ZeitZeichen.

Ein Müller mit Namen Arnold besaß eine Mühle an einem Oderzufluss, ein
hoher Herr, der Landrat von Gersdorff, einen Karpfenteich. Beide
brauchten Wasser, stritten darum, der Adlige bekam Recht, der Müller
verlor seine Mühle. Doch dann griff kein geringerer als Friedrich der
Große ein und hob den Rechtsspruch auf.

In der Folge wurde in Preußen eine völlig neue Rechtsordnung
erarbeitet, die die Gleichheit aller vor dem Gesetz garantieren sollte,
ebenso die Unabhängigkeit der Rechtssprechung. Allerdings erlebte
Friedrich der Große die Einführung des Allgemeinen Preußischen
Landrechtes nicht mehr, sie trat erst unter seinem Nachfolger und Neffen
Friedrich Wilhelm II. in Kraft.

Autorin: Almut Finck

Redaktion: Michael Rüger







From Marcus.Weidner at lwl.org Fri May 29 09:56:22 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 29 May 2009 09:56:22 +0200
Subject: [WestG] [TV/R] Lokalzeit Heimat - Eine Spurensuche in NRW,
WDR01.06.2009
Message-ID: 4A1FB146.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Wissen"
Datum: 29.05.2009, 09:33


TV / RADIO

Montag, 1. Juni 2009
Reportage
14.45 - 15.15 Uhr, WDR Fernsehen

Weitere Sendetermine:
02. Juni, ab 3.30 Uhr, WDR Fernsehen

Lokalzeit Heimat - Eine Spurensuche in NRW

Was bedeutet für Sie Heimat? Welche Gefühle verbinden Sie damit? Wie
gerne leben Sie in Ihrer Region? Das wollten die Reporterinnen und
Reporter der elf WDR-Lokalzeit-Studios von den Menschen in
Nordrhein-Westfalen wissen.

Sie erhielten die unterschiedlichsten Antworten. "Lokalzeit Heimat -
Eine Spurensuche in NRW" fasst diese zusammen:

Da sind der Fischhändler und die Metzgerin, die sich nur dort
beheimatet fühlen können, wo sie aufgewachsen sind. Wegzugehen wäre für
sie undenkbar. Andere haben die Heimat ihrer Kindheit verloren, sei es
durch Vertreibung, sei es aber auch durch Braunkohlebagger. Sie leiden
an dem Verlust und versuchen, eine neue Heimat zu finden. Einer
Schneiderin aus Ecuador ist das bereits geglückt. Sie will nie wieder
aus Bonn weg und fühlt sich dort geborgen, obwohl ihre Familie weit weg
ist. Brummifahrer und Schausteller sagen, dass bei ihnen die Sehnsucht
nach ihrem Zuhause in NRW immer mitreist. Heimat kann man riechen,
schmecken, sehen, vor allem aber fühlen.

Der Film ist eine spannende Spurensuche nach dem, was Menschen in
Nordrhein-Westfalen mit ihrer Heimat verbinden und wie wichtig sie ihnen
ist. Und wie viele Facetten dieses schwer zu fassende und doch so
wichtige Gefühl hat.

Film von: Jutta Koster, Torsten Weiler






From Marcus.Weidner at lwl.org Fri May 29 09:58:54 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 29 May 2009 09:58:54 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BTV/R=5D_In_Preussen_wird_Abitur_zur_Vorausse?=
=?utf-8?q?tzung_f=C3=BCr_ein_Studium=2C_04=2E06=2E1834=2C_WDR_04=2E06=2E2?=
=?utf-8?q?009?=
Message-ID: 4A1FB1DE.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Wissen"
Datum: 29.05.2009, 09:33


TV / RADIO

Donnerstag, 4. Juni 2009

ZeitZeichen
9.05 - 9.20 Uhr, WDR 5 Mitschnitt für Schule und Weiterbildung

Weitere Sendetermine:
04. Juni, ab 17.45 Uhr, WDR 3

In Preußen wird das Abitur zur Voraussetzung für ein Studium, 4. Juni
1834

Das Abitur, im Volksmund auch "Reifeprüfung" genannt, wurde am 4. Juni
1834 in Preußen eingeführt. Die Regierung wollte auf diese Weise den
Zugang zur Universität reglementieren.

Es sollte endlich Schluss sein damit, dass Vaters Geldbeutel über den
Zugang zur Universität entscheiden konnte und dass vermögende Kreise ihr
Söhne ohne entsprechende Qualifikation studieren ließen. Am 4. Juni 1834
erließ das preußische Ministerium für Unterrichtsangelegenheiten ein
Reglement, das verbindliche Prüfungen für ein weiterführendes Studium
festlegte: Die Geburtsstunde des allgemeinen Abiturs.

Eigentlich ist es seitdem nicht mehr aus den Schlagzeilen gekommen.
Stets politisch aufgeladen, gab es immer verlässlich Auskunft darüber,
wie es um die Chancengleichheit im Land bestellt war. Und über die
inhaltliche Gestaltung, wer in welcher Zeit was lernen muss, ist gerade
in jüngster Zeit ein erbitterter Streit entstanden.

Autor: Jörg Beuthner

Themen: Geschichte, Schule/Beruf, Lehrer Wissen

Altersempfehlung: ab 16 Jahre






From Marcus.Weidner at lwl.org Fri May 29 10:09:38 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 29 May 2009 10:09:38 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BLIT=5D_Rezensionen_zu_Westfalen_im_Archiv_f?=
=?utf-8?q?=C3=BCr_Reformationsgeschichte_37=2C_2008?=
Message-ID: 4A1FB462.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Rutz, Andreas"
Datum: 29.05.2009, 08:56


LITERATUR

Das Archiv für Reformationsgeschichte veröffentlicht in seinem
Literaturbericht regelmäßig Besprechungen und Anzeigen zur westfälischen
(Kirchen-)Geschichte der Reformationszeit und des konfessionellen
Zeitalters. Verantwortlich für den Westfalenteil ist Dr. Andreas Rutz
(Institut für Geschichtswissenschaft der Universität Bonn, Abt. für
Rheinische Landesgeschichte).
URL: http://www.reformationsgeschichte.de


Im aktuellen Band (Archiv für Reformationsgeschichte. Literaturbericht
37, 2008, 169-182) werden folgende Titel besprochen:

Wilhelm Kohl (Bearb.): Die Diözese (Germania sacra N.F.; 37, 1-4: Die
Bistümer der Kirchenprovinz Köln. Das Bistum Münster; 7, 1-4), 4 Bde.,
Berlin/New York: Walter de Gruyter, 1999, 2002, 2003, 2004. XX u. 839
S., 6 Faltkarten; XII u. 455 S.; XLII u. 872 S., 1 Faltkarte; XXI u. 372
S.

Westfalen. Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde 83 (2005)
[2008].

Wilhelm Kohl (Bearb.): Das (freiweltliche) Damenstift Nottuln (Germania
Sacra N.F.; 44: Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln. Das Bistum
Münster; 8), Berlin: Walter de Gruyter, 2005. XVI u. 465 S., 3
Faltkarten.

Diethard Aschoff: Quellen und Regesten zur Geschichte der Juden in der
Stadt Hamm. Von den Anfängen bis zur Zeit des Großen Kurfürsten
1287-1664 (Westfalia Judaica; 3.2), Münster u. a.: LIT Verlag, 2005. 448
S.

Helge bei der Wieden: Die Dekanessen und Koadjutorinnen der Reichsabtei
Herford in der Neuzeit, in: Jahrbuch für westfälische Kirchengeschichte
103, 2007, 109-130.

Beate Sophie Fleck: Quellen zu Insassen westfälischer Hospitäler im 15.
und 16. Jahrhundert, in: Gisela Drossbach (Hg.): Hospitäler in
Mittelalter und Früher Neuzeit û Frankreich, Deutschland und Italien.
Eine vergleichende Geschichte (Pariser historische Studien; 75),
München: Oldenbourg, 2007, 25-39.

Norbert Nagel: Zwei Inventare der St. Jakobi-Kirche in Coesfeld aus dem
15. und 16. Jahrhundert. Mit einem Nachtrag zum éHandschriftencensus
WestfalenÆ, in: Geschichtsblätter des Kreises Coesfeld 31, 2006, 29-62.

Andreas Freitäger: Johannes Cincinnius von Lippstadt (ca. 1485-1555).
Ein Leben im Zeitalter der religiösen und der Bildungserneuerung, in:
Reimund Haas, Jürgen Bärsch (Hgg.): Christen an der Ruhr, Bd. 3,
Münster: Aschendorff, 2006, 7-17.

Wilhelm H. Neuser: Evangelische Kirchengeschichte Westfalens im Grundriß
(Beiträge zur Westfälischen Kirchengeschichte; 22), Bielefeld:
Luther-Verlag, 2002. 253 S.

Gudrun Gleba: äyn der lüttereye do wy yn groten noden weren.ô
Klösterliche éreformatioÆ ohne Reformation û eine Fallstudie, in:
Joachim Bahlcke, Karen Lambrecht, Hans-Christian Maner (Hgg.):
Konfessionelle Pluralität als Herausforderung. Koexistenz und Konflikt
in Spätmittelalter und Früher Neuzeit. Winfried Eberhard zum 65.
Geburtstag, Leipzig: Leipziger Universitätsverlag, 2006, 217-234.

Jörg Trelenberg: Die Einführung der Reformation in Hemer. Ein Beitrag
zum 450-jährigen Reformationsjubiläum der Evangelisch-Lutherischen
Kirchengemeinde im Jahr 2007, in: Jahrbuch für westfälische
Kirchengeschichte 103, 2007, 23-49.

Hubertus Lutterbach: Der Weg in das Täuferreich von Münster. Ein Ringen
um die heilige Stadt (Geschichte des Bistums Münster; 3), Münster:
Dialogverlag, 2006. 376 S.

Luc Panhuysen: Het optreden van de wederdopers in Munster 1534-1535,
in: Tijdschrift voor Geschiedenis 118, 2005, 416-433.

Ralf Klötzer: The Melchiorites and Münster, in: John D. Roth, James M.
Stayer (Hgg.): A Companion to Anabaptism and Spiritualism, 1521-1700
(BrillÆs Companions to the Christian Tradition; 6), Leiden/Boston:
Brill, 2007, 217-256.

Bernd Kirschbaum: Gerhard Kleinsorgen (1530-1591). Ein
Geschichtsschreiber im Westfalen der Frühen Neuzeit. Das Werk und sein
Autor, Norderstedt: Books on demand, 2005. 390 S.

Bartolt Haase: äAllerhand Erneuerung àô Eine kirchengeschichtliche
Studie zum Übergang deutscher Territorien der Frühneuzeit zur
reformierten Lehre aus der Perspektive der Grafschaft Lippe, Wuppertal:
Foedus-Verlag, 2005. 267 S.

Jörg Wunschhofer: Conrad Ketteler (å 1594), Dompropst zu Osnabrück und
Propst an St. Johann, und sein Familienkreis, in: Osnabrücker
Mitteilungen 112, 2007, 65-80.

Stephan Bitter: Deutschbaltische evangelische Geistliche westfälischer
Herkunft vom 16. bis zum 18. Jahrhundert, in: Wolfgang Kessler,
Alexander von Knorre (Hgg.): Westfalen und das Baltikum 1200-2000
(Emschertal-Museum; 90), Herne, 2007, 79-84.

Arnold Schwede: Das Münzwesen im Hochstift Paderborn 1566-1803 (Studien
und Quellen zur westfälischen Geschichte; 49 / Veröffentlichungen der
Historischen Kommission für Westfalen; 11: Arbeiten zur Geld- und
Münzgeschichte Westfalens; 2), Paderborn: Bonifatius, 2004. XIII u.
691 S.

Peter Ilisch, Arnold Schwede: Das Münzwesen im Stift Corvey 1541-1794
(Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte; 58 /
Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen; 11:
Arbeiten zur Geld- und Münzgeschichte Westfalens; 3), Paderborn:
Bonifatius, 2007. XVI u. 651 S.

Reinhard Jüstel: Christoph Scheibler (1589-1653). Erster Dortmunder
Superintendent und Leiter des dortigen Archigymnasiums, in: Reimund
Haas, Jürgen Bärsch (Hgg.): Christen an der Ruhr, Bd. 3, Münster:
Aschendorff, 2006, 18-32.

Rüdiger Bremme: Superintendent Julius Schmidt (1618-1680) und die
Hexenverfolgung in Petershagen 1654-1656, in: Jahrbuch für westfälische
Kirchengeschichte 103, 2007, 51-73.

Frank Dierkes: Streitbar und ehrenfest. Zur Konfliktführung im
münsterländischen Adel des 16. und 17. Jahrhunderts (Westfalen in
der Vormoderne. Studien zur mittelalterlichen und frühneuzeitlichen
Landesgeschichte; 1), Münster: Aschendorff, 2007. 223 S.

Elizabeth Harding: Zeremoniell im Nebenland. Frühneuzeitliche
Bischofseinsetzungen in Münster, in: Westfälische Forschungen 57, 2007,
229-256.

Heinrich Lackmann (Hrsg.): Katholische Reform im Niederstift Münster.
Die Akten der Generalvikare Johannes Hartmann und Petrus Nicolartius
über ihre Visitationen im Niederstift Münster in den Jahren 1613 bis
1631/32 (Westfalia Sacra. Quellen und Forschungen zur Kirchengeschichte
Westfalens; 14), Münster: Aschendorff, 2005. 437 S.

Alwin Hanschmidt: Konfessionsverhältnisse in Westfalen zur Zeit des
Dreißigjährigen Krieges, in: Peter Heßelmann (Hg.): Grimmelshausen und
Simplicissimus in Westfalen (Beihefte zu Simpliciana; 2), Bern u. a.:
Peter Lang, 2006, 11-26.

Frank Pohle: Neue Funde zur Geschichte des Jesuitentheaters in
Osnabrück und Meppen, in: Osnabrücker Mitteilungen 112, 2007,
93-129.

Hermann-Josef Schmalor: Catalogus librorum Geista Warburgum delatorum.
Zur Bibliotheksgeschichte des geplanten Jesuitenkollegs in Warburg, in:
Jahrbuch für mitteldeutsche Kirchen- und Ordensgeschichte 2, 2006,
15-29.

Alwin Hanschmidt: Die Gründungsurkunde des Franziskanerklosters zu
Aschendorf aus dem Jahre 1680, in: Osnabrücker Mitteilungen 112, 2007,
81-92.

Tim Neu: Inszenieren und Beschließen. Symbolisierungs- und
Entscheidungsleistungen der Landtage im Fürstbistum Münster, in:
Westfälische Forschungen 57, 2007, 257-284.

Christine D. Schmidt: Stabilität durch Konflikt? Der Streit um die
öffentliche Kirchenbuße im Fürstbistum Osnabrück während des 17. und
18. Jahrhunderts, in: Westfälische Forschungen 57, 2007, 285-301.


INFO


Kontakt:
Am Hofgarten 22
53113 Bonn
URL: http://www.landesgeschichte.uni-bonn.de







From Marcus.Weidner at lwl.org Fri May 29 10:11:56 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 29 May 2009 10:11:56 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Kaufmann,
Was Israelkritik mit Antizionismusund Antisemitismus zu tun hat,
Dorsten, 02.06.2009
Message-ID: 4A1FB4EC.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Thomas Ridder"
Datum: 28.05.2009, 12:50


AKTUELL

Was Israelkritik mit Antizionismus und Antisemitismus zu tun hat.
Vortrag von Tobias Kaufmann (Köln) und Diskussion
Dorsten, 2.6.2009

Durch die Vermischung mit Fragen der israelischen Politik erfahren die
alten Grundthemen des Antisemitismus eine neue Färbung und
Scheinrechtfertigung - gern wird dabei die Behauptung aufgestellt, "man
dürfe Israel nicht kritisieren". Der Referent erörtert diese
Verquickungen: Wo verstecken sich antisemitische Grundmuster, z.B.
uralte Verschwörungstheorien, hinter aktuellen Begründungen, welche
Argumentationen spielen in der Debatte um Israels Gegenwart eine Rolle?
Ist "Tabubruch" immer etwas Positives?

Dieser Vortrag im Jüdischen Museum Westfalen ist Teil des
Begleitprogramms zur aktuellen Sonderausstellung "Antisemitismus?
Antizionismus? Israelkritik?"
Der Eintritt ist frei. Beginn ist 19:30 Uhr.


INFO

Veranstaltungsdaten:
"Ich würde mich auch wehren!"
Datum: 2. Juni 2009, 19:30 Uhr
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Anbrunn-Straße 1
46282 Dorsten
Tel.: 02362-45279
Fax: 02362-45386
URL: www.jmw-dorsten.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri May 29 12:38:40 2009
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 29 May 2009 12:38:40 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL-Museen zu Pfingsten
Message-ID: 4A1FD750.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 29.05.2009, 12:31


AKTUELL

Von "süßen Brei" bis Kaiser Augustus:
LWL-Museen am Pfingstmontag geöffnet

Westfalen-Lippe (LWL). Das lange Pfingstwochenende nutzen 16 der 17
Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), um einen
zusätzlichen Besuchertag anzubieten. Mit Ausnahme des
LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Münster, das seit
dieser Woche zum Teil abgerissen wird, öffnen alle Einrichtungen auch am
Pfingstmontag (1.6.) ihre Türen.

Kloster Dalheim
Passend zum Deutschen Mühlentag am 1. Juni veranstaltet das
LWL-Landesmuseum für Klosterkultur in Dalheim (Am Kloster 9, 33165
Lichtenau) am Pfingstmontag einen Thementag "Rund um das Getreide". Die
Dalheimer Mühle ist in Betrieb und führt Besuchern vor Augen, wie das
Korn zum Mehl wird (12 bis 18 Uhr). Eine Sonderführung um 15 Uhr folgt
den Wegen des Getreides durch die Klosteranlage - von der klösterlichen
Mühle bis zur Getreidesortiermaschine aus der Domänenzeit. Kinder ab
sechs Jahren suchen von 15 bis 17 Uhr im museumpädagogischen Programm
"Der süße Brei" die Spuren der mittelalterlichen Klosterküche. Nach
einer Erkundung der Küche und der Vorratskeller des Klosters verarbeiten
sie Hirse und Äpfel zu einer Süßspeise, die sicher auch den Dalheimer
Chorherren gut geschmeckt hätte.

Parallel zum Thementag finden öffentliche Führungen statt: um 13.30 Uhr
durch die Klausur und um 15 Uhr durch die neue Sonderausstellung "In
alter Frische. Reproduktionen klösterlicher Kunst". Kinder haben an
diesem Tag freien Eintritt. Bei einer Teilnahme am museumspädagogischen
Programm entfallen für sie auch die Materialkosten. Die Teilnahme an
einer öffentlichen Führung (nicht für Gruppen) kostet 2,50 Euro pro
Person zzgl. Museumseintritt. Weitere Informationen unter Telefon 0 52
92 9319-225.

Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag und Montag jeweils von 10 bis 18 Uhr.

LWL-Freilichtmuseen
Den Tag der Mühle begehen traditionell auch die LWL-Freilichtmuseen. Im
LWL-Freilichmuseum Detmold (Krummes Haus, 32760 Detmold) werden am
Pfingstmontag ab 10 Uhr Handwerksvorführungen, Sonderführungen und
Mitmachaktionen angeboten. Die Sonderausstellung "Angekommen.
Russlanddeutsches Leben" ist in der Scheune Westendorf im Paderborner zu
sehen.

Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag und Montag jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Neben vielen Handwerksvorführungen in den historischen Werkstätten gibt
es im LWL-Freilichtmuseum Hagen (Mäckingerbach, 58091 Hagen) zwei
Sonderprogramme zum Deutschen Mühlentag. An der Getreidewindmühle
treffen sich Kinder ab sechs Jahren, um ab 11 Uhr beim kostenlosen
museumspädagogischen Angebot "Der Wind, der Wind" teilzunehmen. Bis 15
Uhr erkunden die Teilnehmer die Mühle und mahlen anschließend an einem
Modell ihr eigenes Mehl. Um 14 Uhr findet die kostenlose Führung "Wasser
auf die Mühlen" statt, während der die zahlreichen Wassermühlen im
Freilichtmuseum vorgestellt werden (Treffpunkt B).

Öffnungszeiten: Samstag 9 bis 17.30 Uhr, Sonntag 9 bis 18 Uhr, Montag 9
bis 17.30 Uhr

LWL-Industriemuseen
Auch die acht Standorte des LWL-Industriemuseums sind am Pfingstmontag
wie an Sonntagen geöffnet. Museumspädagoge Oliver Töpfer leitet zwischen
11 und 18 Uhr eine Radtour vom Schiffshebewerk Henrichenburg (Am
Hebewerk 2, 45731 Waltrop) zur Kokerei Hansa in Dortmund, wo für 14 Uhr
eine Führung durch das Industriedenkmal geplant ist. Auf der 36
Kilometer langen Strecke "erfahren" die Teilnehmer ein interessantes
Stück Kanal- und Industriegeschichte. Die Tour kostet inklusive
Eintritt und Führung 8 Euro pro Person. Anmeldungen unter Telefon: 02363
9707-0.

Die Zeche Zollern (Grubenweg 5, 44388 Dortmund) lädt zur kostenlosen
Führung "Schloss der Arbeit" um 11.30 und um 12 Uhr ein (nur
Museumseintritt). An einem Spaziergang rund um Hochofen 3 können
Besucher der Henrichshütte Hattingen (Werksstraße 31-33, 45527
Hattingen) für 2 Euro zzgl. Museumseintritt um 11.30 und um 15 Uhr
teilnehmen. Auf der Zeche Hannover (Günnigfelder Straße 251, 44793
Bochum) stehen am Montag zwei kostenlose Erlebnisführungen auf dem
Programm (12 und 15 Uhr). An diesem Tag bekommen die Besucher auch
letztmals die Gelegenheit, sich Brigitte Kraemers Fotografien von
Trinkhallen im Ruhrgebiet anzusehen. Die Finissage der Ausstellung "Die
Bude" beginnt um 16 Uhr.

Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag und Montag 10 bis 18 Uhr (Zeche
Hannover: Samstag 14 bis 18 Uhr, Sonntag und Montag 11 bis 18 Uhr).

Archäologische Museen
In der Seestadthalle in Haltern am See (Lippspieker 25, 45721 Haltern)
können Besucher am Pfingstmontag in der Ausstellung "Imperium" den
Aufstieg Roms zur Weltmacht nachvollziehen, die kulturelle Blüte des
Goldenen Zeitalters unter Kaiser Augustus erleben und den Verlierer der
Varusschlacht näher kennen lernen. Der zweite Teil der Ausstellung des
LWL-Römermuseums (Weseler Straße 100) berichtet im Museum vom Leben der
römischen Legionäre im Militärlager Haltern, wo auch Varus zeitweise
stationiert war.

Öffnungszeiten: Samstag 10 bis 20 Uhr, Sonntag und Montag 10 bis 18
Uhr.

Das LWL-Museum für Archäologie in Herne (Europaplatz 1, 44623 Herne)
bietet am 31. Mai und 1. Juni die Führungen "Schuhtick" durch die
gleichnamige Sonderausstellung (14 und 16 Uhr) und "gesucht. gefunden.
ausgegraben" durch die Dauerausstellung (15 Uhr) an. Am Samstag (30.5.)
ist bereits ab 15 Uhr "Märchensamstag". Kinder ab sechs Jahren hören
zunächst die Märchen "Aschenputtel", "Der gestiefelte Kater", "Der
kleine Muck" und "Des Kaisers neue Kleider", ehe sie in der Ausstellung
"Schuhtick" die zuvor darin erwähnten Treter aufspüren. In der
Schuhwerkstatt können alle Besucher während der Öffnungszeiten des
Museums ihren Phantasieschuh entwerfen. Beide Programme sind im
regulären Museumseintritt enthalten.

Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag und Montag 11 bis 18 Uhr.

Das Museum in der Kaiserpfalz des LWL (Am Ikenberg, 33098 Paderborn)
ist am Pfingstmontag wie an allen anderen Tagen von 10 bis 18 Uhr
geöffnet.

Katzen und die Evolution des Menschen
Im LWL-Museum für Naturkunde in Münster (Sentruper Straße 285, 48161
Münster) können sich Besucher die neue Ausstellung "Vom Faustkeil zum
Mikrochip - Evolution des Menschen" ansehen, sowie die Schau "Alles für
die Katz' - Natur- und Kulturgeschichte der Katzen", die jetzt bis zum
16. August verlängert worden ist.

Das Programm des Zeiss-Planetarium des LWL-Museums für Naturkunde am
Pfingstwochenende:

Pfingstsamstag:
14 Uhr - Augen im All (ab 10 Jahre)
15 Uhr - Die Macht der Sterne (ab 12 Jahre)
16 Uhr - Wilma und der Große Bär (ab 4 Jahre)

Pfingstsonntag und Pfingstmontag:
11 Uhr - Wilma und der Große Bär (ab 4 Jahre)
14 Uhr - Erde, Sonne, Mond & Sterne (ab 8 Jahre)
15 Uhr - Felix im Planetarium (ab 4 Jahre)
16 Uhr - Wilma und der Große Bär (ab 4 Jahre)
17 Uhr - Die Macht der Sterne (ab 12 Jahre)

Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag und Montag 9 bis 18 Uhr