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From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Aug 4 11:05:19 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 04 Aug 2008 11:05:19 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL-Chefarchaeologin geht in den Ruhestand. Eine
Frau graebt sich durch Westfalen
Message-ID: 4896E26D.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 29.07.2008, 09:23


AKTUELL

LWL-Chefarchäologin geht in den Ruhestand
Eine Frau gräbt sich durch Westfalen

Dr. Gabriele Isenberg, die Chefarchäologin des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) geht in den
Ruhestand. Kaum eine Kirche, kaum ein mittelalterliches
Stadtzentrum, kaum ein Kloster in Westfalen, das sie nicht
untersucht hat - die 65jährige Direktorin der LWL-Archäologie
für Westfalen hat sich in den vergangenen 34 Jahren durch
Westfalen gegraben.

Die Leiterin eines Hauses mit 90 Mitarbeitern kam erst spät und
auf Umwegen zur Archäologie. Studiert hatte sie zunächst
Geschichte, Kunstgeschichte und Deutsch, geliebäugelt auch mit
dem Theater. Schon vor ihrem Studienaufenthalt in England
erhielt die in Hattingen aufgewachsene Westfälin Ende der 60er
Jahre die Möglichkeit, an Ausgrabungen in Winchester
teilzunehmen. Damit war sie "infiziert" von der Archäologie, wie
die Arzttochter selbst sagt. Von den Engländern, damals führend
im Ausgrabungswesen, lernte sie alle Techniken und Methoden im
Umgang mit "Kulturgütern im Boden": vom Vermessen des Geländes
über das Freilegen von Mauern und Scherben bis zum Zeichnen und
das Wichtigste, die Interpretation der Funde, also sie zum
Sprechen zu bringen.

Vom Mindener Stadtkern bis zum Haus Herbede in Witten
(Ennepe-Ruhr-Kreis), vom Heidenturm in Ibbenbüren (Kreis
Steinfurt) bis zur Vituskirche in Hilchenbach (Kreis
Siegen-Wittgenstein) hat die Mittelalter-Expertin seit 1974
hunderte archäologische Untersuchungen geleitet, von der
kurzzeitigen Baustellenbeobachtung bis zur mehrjährigen
Großgrabung.

"Daneben hat Gabriele Isenberg in den elf Jahren als Direktorin
die umfassenden räumlichen Veränderungen der LWL-Archäologie für
Westfalen maßgeblich mitgestaltet, nämlich den Neubau des
LWL-Museums für Archäologie in Herne und den Umzug der Zentrale
der LWL-Archäologie für Westfalen innerhalb Münsters. Und
immerhin ist sie als erste und bislang einzige Frau in die
Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen
Instituts berufen worden," würdigte LWL-Direktor Dr. Wolfgang
Kirsch die Verdienste der scheidenden Direktorin.

Standorte in Münster und Herne
1997 wurde Isenberg Direktorin der LWL-Archäologie für
Westfalen. Seitdem versteht sie sich in besonderer Weise als
Anwältin für die Zeugen der Vergangenheit im Boden, können diese
laut Isenberg doch "in hervorragender Weise neue
Geschichtsarchive erschließen und die schriftliche Überlieferung
ergänzen und sogar korrigieren".

In den vergangenen Jahren hat Dr. Gabriele Isenberg Umzüge der
LWL-Archäologie für Westfalen vorangetrieben. Nachdem das
LWL-Archäologiemuseum 2003 nach Herne gezogen war, ziehen im
Oktober 2008 die verbliebenen Teile der LWL-Archäologie für
Westfalen, darunter die Direktion, die Verwaltung und die
Bibliothek, aus Münsters Innenstadt in die sogenannte
Speicherstadt nach Münster-Coerde. Die Aufgabe des Standortes in
der Innenstadt Münsters an der Rothenburg war im Zuge des Aus-
und Umbaus des LWL-Museums für Kunst- und Kulturgeschichte
erforderlich geworden.

Die Standortverlagerung des LWL-Archäologiemuseums von Münster
nach Herne habe sie "als Chance begriffen", sagt sie. Das in
Herne 2003 eröffnete Landesmuseum zeigt mit rund 10.000 Funden
die Geschichte der Menschen in der Region von der Steinzeit bis
heute. Es feierte im März 2008 seinen fünften Geburtstag und zog
bisher mehr als 400.000 Besucher an.

Hintergrund
Als Mittelalter-Expertin und seit 1981 Leiterin der
LWL-Mittelalterarchäologie lagen Isenbergs Schwerpunkte vor
allem in Kirchen, Stadtkernen und Klöstern, aber auch in einigen
Burgen. Bei ihrer Ausgrabung 1974 in Minden wurde zum ersten Mal
in Westfalen ein mittelalterlicher Stadtkern großflächig und in
den natürlichen Schichten untersucht. Fünf Jahre dauerten die
Ausgrabungen des LWL, in deren Verlauf die Geschichte der Stadt
in wesentlichen Zügen erhellt wurde, was eine eigene große
Wanderausstellung wert war.

Während Ihrer Direktionszeit hat die Archäologin die Einrichtung
von Stadtarchäologien in den Städten mit einer komplizierter
Entwicklung gefördert, z.B. in Soest und Dortmund, und die
Zusammenarbeit der LWL-Archäologie mit dem
Naturwissenschaftlichen Verein für Westfalen in Form von
Tagungen und Publikationen vorangetrieben. Außerdem bildete sie
Nachwuchswissenschaftler in der Mittelalter- und
Neuzeitarchäologie aus. Denn obwohl 50 Prozent aller
Ausgrabungen diese Epochen betreffen, gibt es für dieses Fach
nur zwei Lehrstühle in ganz Deutschland. Um das Defizit
auszugleichen entwickelte Isenberg ein methodischstrategisches
Konzept für die Mittelalter- und Neuzeitarchäologie,
insbesondere für die Archäologie des 20. Jahrhunderts und die
KZ-Archäologie.

Ausgrabungen
Großes Interesse bei der Bevölkerung erregten die
Untersuchungen in der Kirche der Heiligen Ida (am 26. November
980 heilig gesprochen) in Lippetal-Herzfeld (Kreis Soest) von
1975 bis 1976. Die Archäologen interessierten sich besonders für
den Bau, denn die erste Kirche gehörte zu den frühesten
Steinkirchen Westfalens im 9. Jahrhundert. Für Aufsehen sorgte
besonders ein leerer Steinsarkophag und die dazugehörige Grube.
Es handelte sich um die ursprüngliche Ruhestätte der Ida, bevor
ihre Gebeine unter den Altar umgebettet wurden. Das Ensemble mit
den Spuren der ersten Kirche sind nun in der Krypta zu sehen.

Bei Höxter-Corvey (Kreis Höxter) legten die
Mittelalter-Archäologen unter Leitung von Isenberg von 1975 bis
1980 das Kloster Tom Roden frei. Die Propstei, im 12.
Jahrhundert gegründet und im 16. Jahrhundert aufgegeben, war nie
überbaut worden. Deshalb gelang es, den vollständigen Grundriss
einer mittelalterlichen Klosteranlage zu erhalten. Außerdem
lernten die Archäologen das ausgeklügelte System der
Wasserversorgung sowie verschiedene Typen von Heizungsanlagen
kennen. Mit dem Nachweis dieser technischen Einbauten
veränderten die Archäologen das Bild vom rückständigen "dunklen
Mittelalter. Das Kloster, nur 800 Meter von der Reichsabtei
Corvey entfernt gelegen, ist in Teilen wieder aufgemauert und
der Öffentlichkeit zugänglich.

Auf dem Kohlbrink-Gelände in Soest erforschte Gabriele Isenberg
von 1981 bis 1982 ein mittelalterliches Sälzerquartier. Hier
hatte man spätestens seit dem 6. Jahrhundert Salz hergestellt.
Mehr als 100 auf einem Teilstück ausgegrabene Öfen verdeutlichen,
dass die Kapazität der gesamten Gewerbeanlage sehr hoch gewesen
ist. Die Soester Sälzer haben somit auch den überregionalen
Markt bedient.

Unter den Burgen ist besonders Haus Witten in Witten-Herbede
(Ennepe-Ruhr-Kreis) zu nennen. Von 1985 bis 1991 untersuchten
Isenberg und ihre Kollegen der LWL-Archäologie für Westfalen die
Wasserburg aus dem 13./14. Jahrhundert komplett. Die
bedeutendsten Funde machte das Team im Brandschutt eines
Verlieses: Brustpanzer, Arm- und Beinschienen und andere Teile
von Turnierrüstungen waren vollständig erhalten. Sie sind seit
nun ein Schmuckstück im LWL-Museum für Archäologie, dem
westfälischen Landesmuseum in Herne.

Auch in Münster selbst hat die promovierte Historikerin eine
große Untersuchung geleitet. Im Stadtzentrum waren Ausgrabungen
von 1986 bis 1989 nötig, bevor hier die Stadtbibliothek in ihren
Neubau einzog. Die dreijährigen Untersuchungen legten die
älteste Besiedlung Münsters außerhalb der Domburg frei. Seit dem
10./11. Jahrhundert hatten hier Wohnhäuser, Speicherbauten und
Keller gestanden. Die Entwicklung konnten die Forscher bis hin
zur Kaufmannsbebauung verfolgen, die sich im 18. Jahrhundert auf
den Alten Steinweg ausrichtete.

Die letzte große Grabung (Isenberg: "Eine meiner
Lieblingsgrabungen") liegt inzwischen 15 Jahre zurück: St. Peter
und Paul in Marsberg-Obermarsberg (Hochsauerlandkreis) in den
Jahren 1991, 1992 und 1994. Hier konnte sie nachweisen, dass die
Kirche aus dem 13. Jahrhundert tatsächlich auf den Fundamenten
der Peterskirche steht, die Karl der Große 785 in der ehemaligen
Sachsenfestung Eresburg errichten ließ.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Aug 4 11:15:00 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 04 Aug 2008 11:15:00 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Historikerpreis der Stadt Muenster geht an
polnischen Gelehrten: Klares Votum fuer Henry Samsonowicz aus
Warschau
Message-ID: 4896E4B3.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Münster"
Datum: 22.07.2008, 10:05


AKTUELL

Historikerpreis der Stadt Münster geht an polnischen Gelehrten
Klares Votum für Henry Samsonowicz aus Warschau

Der Warschauer Prof. Dr. Henryk Samsonowicz wird mit dem
Historikerpreis der Stadt Münster ausgezeichnet. Dies hat der
Rat der Stadt im Juni einstimmig beschlossen. Er tat dies nach
dem ebenso einhelligen Vorschlag der Jury, so teilt
Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann nun mit.

Der 1930 geborene Samsonowicz ist der siebte Historiker, der den
mit 12 500 Euro dotierten Preis der Stadt Münster erhält,
welcher in der Fachwelt hohe Reputation genießt. Die
Auszeichnung wird alle fünf Jahre verliehen, der letzte
Preisträger war im Jahr 2003 Reinhart Koselleck. Nach Gordon A.
Craig (Schottland/USA) und Jacques Le Goff (Frankreich) haben
sich Rat und Jury zum dritten Male für einen nicht deutschen
Wissenschaftler entschieden. Der Mediävist und vielfache
Ehrendoktor (u. a. der Duquesne University Pittsburgh/USA), der
die polnische Geschichte immer unter besonderer Berücksichtigung
der europäischen Dimensionen und Verflechtungen betrachtet und
dargestellt hat, wird für ein ungewöhnlich umfangreiches
Lebenswerk ausgezeichnet. Zuletzt erschien in deutscher
Übersetzung sein Werk "Polens Platz in Europa" (1997).

Die Jury apostrophierte Samsonowicz als europäischen
Intellektuellen und herausragenden Vertreter der
zeitgenössischen polnischen Geschichtswissenschaft. In den
1980er-Jahren hatte er maßgeblichen Anteil am Erfolg der
Solidarnosc-Bewegung. Von 1980 bis 1982 war er
Reformrektor der Universität Warschau und von 1989 bis 1990
Erziehungsminister der ersten nicht kommunistischen Regierung
Polens. Rat und Jury würdigen Samsonowicz als einen "Historiker
von wahrhaft europäischem Rang".

Der designierte Preisträger hat Oberbürgermeister Tillmann
bereits mitgeteilt, dass er gerne persönlich nach Münster kommen
werde, um den Preis entgegenzunehmen. Die feierliche
Preisübergabe soll im Januar oder Februar 2009 erfolgen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Aug 11 11:00:05 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 11 Aug 2008 11:00:05 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Ravensberger Blaetter, 1/2008
Message-ID: 48A01BB5.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Ingrid Ruhnke"
Datum: 07.08.2008, 19:23


SERVICE: TOC

Ravensberger Blätter
Erstes Heft 2008
Organ des Historischen Vereins für die Grafschaft
Ravensberg e. V.

Thema: Bildung und Öffentlichkeit

I. Beiträge

S. 1- 8
Kahmann, Uli
Weil er sich nicht entschließen kann, eine von Abts Töchtern zu
heiraten.
Die Bewerbung eines Schülers von Wilhelm Friedemann Bach um das
Organistenamt an der Bielefelder Marienkirche im Oktober 1750

S. 9-23
Altenberend, Johannes
"Führt nur die Mützen recht munter spazieren!"
Die Schülermützen des Bielefelder Gymnasiums als soziales Symbol

S. 24-50
Pilzer, Harald
Bürgerliches Wohlfahrtsdenken und kommunale Bildungspolitik.
Die Anfänge des öffentlichen Bibliothekswesens im wilhelminischen
Bielefeld 1897 bis 1906


II. Buchbesprechungen und Buchanzeigen

S. 51-54
Brack, Claudia / Burkhardt, Johannes / Günther, Wolfgang /
Murken, Jens (Hg.):
Kirchenarchiv mit Zukunft.
Festschrift für Bernd Hey zum 65. Geburtstag (Schmuhl)

S. 54f.
Büschenfeld, Jürgen
Boge - Ein Familienunternehmen aus Bielefeld (Wixforth)

S. 56-58
Kamm, Andreas
Sparrenburg. Burg, Festung, Wahrzeichen (Leenen)

S. 58-60
Minninger, Monika (Hg.):
Aus einer Hochburg des Reformjudentums.
Quellensammlung zum Bielefelder Judentum des 19. und
20. Jahrhunderts (Sahrhage)

S. 60-62
Puschmann, Claudia / Stockhecke, Kerstin
Ida von Bodelschwingh 1835 - 1894.
Ein Lebensbild (Jüttemann)

S. 62-64
Sahrhage, Norbert
Vom Handballdorf zur Handballstadt.
Die Geschichte der Handballhochburgen Spenge und
Lenzinghausen (Büschenfeld)


III. Namen, Notizen, Termine

S. 65-71
In memoriam Prof. Dr. Walter Engels
(21. Juni 1871 - 20. Mai 1938)

In memoriam Dr. Dieter Warthmann
Tagungsbericht "Burgen und Festungen in Ostwestfalen vom
Mittelalter bis in die Moderne" in Bielefeld
Museen und Ausstellungen


INFO

Kontakt:
Dr. Jochen Rath
Historischer Verein für die Grafschaft Ravensberg e. V.
Rohrteichstr. 19
33602 Bielefeld
Tel.: 0521 512469
Fax: 0521 516844
E-Mail: stadtarchiv at bielefeld.de
URL: www-hv-ravensberg.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 5 11:26:18 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 05 Aug 2008 11:26:18 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Perrefort,
Maria: Links liegengelassen: Das rote Herringen
Message-ID: 489838DA.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Maria Perrefort"
Datum: 25.07.2008, 12:57


LITERATUR

Links liegengelassen:
Kommunisten in Herringen

"Oma war gar keine Kommunistin im Sinne von sowjetischem
Kommunismus. Sie war eine volksnahe Frau. Ihr ging es um
Hilfeleistungen, Besorgungen und soziales Engagement! Und
schließlich wagte sie zu sagen, was sich sonst kaum jemand
traute."So charakterisierte Wolfgang Gand seine Großmutter,
die rührige Kommunistin Karoline Gand. Die Kritik an den
sozialen Verhältnissen, die den Menschen in den 1920er und
1930er Jahren zweifellos vieles abverlangten, das war der Kern
des hiesigen Kommunismus.

Das bestätigt auch eine Zeitzeugin, Tochter des Herringer
Zechenarbeiters Andreas Schillack: "Aus Armut geboren war Vaters
politische Arbeit". Und Willi Berlitz sagt über seinen
gleichnamigen Vater: "Er hatte ein ausgesprochen starkes
Gerechtigkeitsgefühl und war immer bereit, dafür einzutreten.
"Wie Karoline Gand, Andreas Schillack und Willi Berlitz gab es
viele andere Frauen und Männer in Herringen, die sich für Brot
und Arbeit all derer stark machten, die erwerbslos oder durch
die miserablen Arbeitsbedingungen in Not gestürzt worden waren.

Zu Fürsprechern der Zechenbelegschaft und sozial Benachteiligter
machten sich in Herringen die roten Gemeindevertreter und
-vertreterinnen: Die KPD konnte hier dank der großen
Unterstützung ihrer Anhängerschaft über etliche Jahre hinweg
sogar die Mehrheit im Gemeindeparlament für sich verbuchen. Mehr
noch: Bei der Reichstagswahl 1928 erhielt die kommunistische
Partei in Herringen sage und schreibe 64 % aller Wählerstimmen.
In der Tat ein bemerkenswertes Ergebnis, wenn dass zwei Drittel
der in Herringen lebenden Menschen in den 1920er Jahren den
Kommunisten ihr Vertrauen aussprachen.

Mut und eine schier unglaubliche Durchhaltekraft und
Einsatzbereitschaft bewiesen die kommunistischen Frauen und
Männer aus Herringen vor allem in der Zeit der gnadenlosen
Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Kaum den Gefängnissen
und Konzentrationslagern wieder entronnen, machten sie sich
erneut an die politische Arbeit gegen das verbrecherische
Hitler-Regime. Dabei schwebten sie und ihre Familien immer in
Gefahr, handelten meist ohne Rücksicht auf irgendwelche
persönlichen Verluste.

Und diese persönlichen Nachteile hatten die widerständigen
Frauen und Männer ständig zu gewärtigen: Entlassungen,
Inhaftierungen, Schläge, Folter und selbst Ermordung. Auch nach
dem Zweiten Weltkrieg, in einer Situation, in der die
Kommunisten wegen des kontinuierlichen antifaschistischen
Engagements gewissermaßen als moralische Sieger hätten dastehen
können, begegnete ihnen die Öffentlichkeit keineswegs mit
ungeteilter Sympathie. Wie gering die Anerkennung ausfiel, das
wird beispielsweise an den Erfahrungen von Maria Schillack, der
Ehefrau des hingerichteten KPD-Mannes Andreas Schillack,
deutlich: Sogar auf öffentlichen Ämtern musste sie sich den
Vorwurf anhören: "Ihr Mann war ein Vaterlandsverräter".

Nach 1945 waren die Parteistrukturen der KPD aufgerieben, viele
Parteimitglieder verarmt, durch menschenunwürdige
Haftbedingungen chronisch krank, manche ermordet. Doch damit
nicht genug: Es drängt sich der Eindruck auf, als hätten die
Nationalsozialisten mit ihrer Kommunistenhetze und den
Vernichtungsversuchen am Ende gar Erfolg gehabt: Die Geschichte
der KPD in Herringen war beinahe gänzlich vergessen. Fast
ausschließlich bewiesen die vom Antikommunismus der 1950er und
1960er Jahre geprägten Horrorvorstellungen von orthodoxen
Stalinisten ihre Wirkmächtigkeit in der Überlieferung.

Zwar ist es in der einschlägigen Literatur zur Hammer
Stadtgeschichte nicht unbekannt, dass es gerade in den
Zechenorten lebhafte kommunistische Vereinigungen gegeben hatte,
doch ist weit mehr darüber zu erzählen, als bislang geschah.
Insbesondere für Herringen lassen die ortsgeschichtlichen
Darstellungen einiges offen. Der folgende Text gibt einen
Überblick über die Entwicklung der kommunistischen Bewegung in
Herringen, über die einzelnen Gliederungen der Partei, über die
Gemeindevertreter, über Widerstand und Verfolgung in der Zeit
des Nationalsozialismus, über die Rolle der Justiz und die
Probleme der Wiedergutmachung.

Porträts politisch aktiver Kommunisten erlauben in einer
biografischen Perspektive Einblick in den Widerstand, in die
politische Justiz des Nationalsozialismus und den
Antikommunismus der frühen Bundesrepublik. Aus dem Zeitraum von
der Gründung der Partei 1919 bis etwa zur Zeit ihres zweiten
Verbots im Jahr 1956 werden dabei zahlreiche Archivmaterialien
und Aktentexte mit einer dichten Fülle von Namen und Fakten
wiedergegeben. Der Text bleibt häufig sehr nah an den Quellen,
damit die zeittypische Atmosphäre fassbar wird.

Sie stammen weitgehend aus der Überlieferung der Polizei, der
Gestapo, des Gerichts, also der verfolgenden und überwachenden
Behörden und bieten eine entsprechend einseitige Perspektive.
Selbstdarstellungen der Kommunisten und Kommunistinnen aus
Herringen - oder auch aus Hamm - sind recht selten, meist
stammen sie aus den Entschädigungsakten. Auch wenn hier und da
lose Enden bleiben müssen: "Links liegengelassen: Das rote
Herringen" erzählt die spannende Geschichte der kommunistischen
Frauen und Männer der Bergbaugemeinde im Kampf gegen Not und
Faschismus.


INFO

Das Buch kostet: 14.90EUR im Buchhandel, ist in Hamm auch
im Stadtarchiv und im Gustav-Lübcke-Museum zu erwerben.

Dr. Maria Perrefort
Stadt- und Regionalgeschichte
Gustav-Lübcke-Museum
Neue Bahnhofstraße 9
59065 Hamm
Tel.: 02381/175705





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Aug 11 10:36:14 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 11 Aug 2008 10:36:14 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Roemische Funde an der Porta Westfalica
Message-ID: 48A0161E.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 07.08.2008, 12:00


AKTUELL

Römische Funde an der Porta Westfalica

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sind
vielleicht einem 2000 Jahre alten römischen Lager in Porta
Westfalica auf der Spur. Erste Grabungen im Stadtteil Barkhausen
westlich der Weser haben Münzen und eine Gewandspange zutage
gefördert.

Die Untersuchung der Fundstelle soll jetzt klären, ob die Funde
einer germanischen Siedlung, die in unmittelbarer Nähe eines
römischen Lagers gelegen haben muss, oder einem römischen
Militärlager zuzuordnen sind. "In dieser Gegend ist immer wieder
das Sommerlager des Varus vermutet worden, von dem er in die
Schlacht gezogen ist, die das Ende der römischen Vorherrschaft
in Germanien bedeutete", erläutert der stellvertretende
Chefarchäologe des LWL, Dr. Daniel Bérenger, die mögliche
Bedeutung der Grabung.

Das Baugebiet "Auf der Lake" ist die einzige größere, nicht
bebaute Fläche in Porta Westfalica-Barkhausen. Während zwei
Begehungen der Straßentrassen durch die LWL-Archäologen
ergebnislos verliefen, fanden ehrenamtliche Helfer im Juli eine
keltische und drei römische Münzen, einen Sandalennagel sowie
eine römische Fibel (Gewandspange der Legionäre). Die
Archäologen haben danach sofort in Absprache mit der Sparkasse
Minden-Lübbecke als Erschließungsträger und den Bauherren mit
der Ausgrabung begonnen.

"Die Münzen und die Gewandspange gaben erste Indizien dafür,
dass sich in Barkhausen in der Zeit um Christi Geburt Römer
aufgehalten haben", so die LWL-Expertin für römische Archäologie,
Dr. Bettina Tremmel. "Nach dem derzeitigen Kenntnisstand ist
nicht auszuschließen, dass Barkhausen eine wichtige Rolle beim
Versuch der Römer, das freie Germanien zu erobern, gespielt
hat."





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 5 11:30:56 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 05 Aug 2008 11:30:56 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster2008/26
Message-ID: 489839F0.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 25.07.2008, 11:02


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2008-26 für den Zeitraum vom
22.06.2008 bis zum 28.06.2008 mit insgesamt 38 Titeln ist unter
der folgenden Internetadresse abrufbar:
http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2008-26&fach=wes




Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/


Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/


http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/


Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib





Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

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- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 5 11:33:14 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 05 Aug 2008 11:33:14 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2008/27
Message-ID: 48983A7A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 25.07.2008, 11:04


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2008-27 für den Zeitraum vom
29.06.2008 bis zum 05.07.2008 mit insgesamt 42 Titeln ist unter
der folgenden Internetadresse abrufbar:
http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2008-27&fach=wes



Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/


Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/


http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/


Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib





Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



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Dr. Holger Flachmann
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E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 5 11:35:50 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 05 Aug 2008 11:35:50 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2008/28
Message-ID: 48983B16.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 24.07.2008, 16:52


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

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Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
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ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2008-28 für den Zeitraum vom
06.07.2008 bis zum 12.07.2008 mit insgesamt 29 Titeln ist unter
der folgenden Internetadresse abrufbar:
http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2008-28&fach=wes




Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/


Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/


http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/


Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib





Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 5 11:38:08 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 05 Aug 2008 11:38:08 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2008/29
Message-ID: 48983BA0.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 28.07.2008, 08:35


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2008-29 für den Zeitraum vom
13.07.2008 bis zum 19.07.2008 mit insgesamt 15 Titeln ist unter
der folgenden Internetadresse abrufbar:
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From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 5 11:40:43 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 05 Aug 2008 11:40:43 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2008/30
Message-ID: 48983C3A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 04.08.2008, 08:46


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Die Neuerwerbungsliste Nr. 2008-30 für den Zeitraum vom
20.07.2008 bis zum 26.07.2008 mit insgesamt 20 Titeln ist unter
der folgenden Internetadresse abrufbar:
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From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Aug 11 10:44:26 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 11 Aug 2008 10:44:26 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster2008/31
Message-ID: 48A0180A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 11.08.2008, 09:09


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Die Neuerwerbungsliste Nr. 2008-31 für den Zeitraum vom
27.07.2008 bis zum 02.08.2008 mit insgesamt 31 Titeln ist unter
der folgenden Internetadresse abrufbar:
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Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib





Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
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http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



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From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 12 10:46:59 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 12 Aug 2008 10:46:59 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Ennepetaler Forschungen, Heft 16/2008
Message-ID: 48A16A23.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Hans Hermann Pöpsel"
Datum: 12.08.2008, 07:44


SERVICE: TOC

Ennepetaler Forschungen
Heft 16
2008
Hrsg: Arbeitskreis Ennepetaler Forschungen e. V.
Kontakt: hhpoepsel at gmx.de


Beiträge:

S. 5-14
Giesick, Karl-Heinz
Die berühmten Rennen "Rund um Ennepetal"

S. 15-23
Pöpsel, Hans Hermann
"Warum ich in der NSDAP war".
Entnazifizierung in Milspe und Voerde

S. 24-36
Kruse, Lothar
Verirrt in der Kluterthöhle. Teil 1

S. 37-41
Pöpsel, Hans Hermann
Bisher behandelte Themen in den "Ennepetaler Forschungen"





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 12 10:51:38 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 12 Aug 2008 10:51:38 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Vortrag=3A_Widerstand_aus_christliche?=
=?utf-8?q?r_=C3=9Cberzeugung=2C_Dortmund=2C_17=2E08=2E2008?=
Message-ID: 48A16B3A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 12.08.2008, 09:17
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Dem Rad in die Speichen greifen -
Widerstand aus christlicher Überzeugung

Vortrag von Hans G. Glasner
Sonntag, 17. August 2008, 11.00 Uhr


Der aktive Widerstand gegen die Nazis war, so Ralph Giordano
"wie ein Atoll im braunen Pazifik". Und gar populär waren die
"Widerständler" in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik
Deutschland eigentlich nie. Kein Wunder, denn eine Resistenz
gegen den Nazismus, oder gar eine breite Resistance gab es in
Deutschland nicht, nicht einmal eine Art Selbstbefreiung am Ende
des Zweiten Weltkrieges.

Aber neben den unendlich vielen Profiteuren des Regimes, den
Mitläufern, Wegschauern und Gutheißern, den Mördern und den
Verbrechern gab es noch die "andern". Das Spektrum ist breit.
Hier soll einmal an diejenigen erinnert werden, die aus
christlicher Überzeugung und mit Mut handelten. Einzelne gewiss.
Denn die jeweiligen kirchlichen Institutionen griffen "dem Rad
nicht in die Speichen."

Einige der faszinierenden Persönlichkeiten, etwa Dietrich
Bonhoeffer und Helmut von Moltke sollen vorgestellt werden. Sie
und viele andere waren die "Bausteine" für unsere Demokratie.
Hans G. Glasner, StD a.D., Sprecher der Regionalgruppe Östliches
Ruhrgebiet des Vereins "Wider Vergessen für Demokratie e.V."


INFO

Eine Veranstaltung der Regionalgruppe Östliches Ruhrgebiet des
Vereins "Gegen Vergessen für Demokratie e.V." in Kooperation mit
dem Stadtarchiv Dortmund.

Veranstaltungsort:
Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Steinstr. 50
4147 Dortmund
URL: http://www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/index_startseite_de.html





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 12 10:56:42 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 12 Aug 2008 10:56:42 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Lesung: Das schwere Erbe der prominenten Nazi-Kinder,
Schwerte, 16.08.2008
Message-ID: 48A16C6A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Thomas Pfeiffer"
Datum: 11.08.2008, 14:56


AKTUELL

Nach dem Vorbild seines Vaters Norbert Lebert hat Stephan Lebert
die Kinder führender NS-Täter interviewt und porträtiert.
Stephan Lebert besuchte die Deutsche Journalistenschule in
München. Ab 1985 arbeitete er bei der Süddeutschen Zeitung,
danach folgte ein Jahr beim Spiegel, und von 1999 bis 2004 war
Stephan Lebert leitender Redakteur beim Tagesspiegel in Berlin.
Heute arbeitet er als Redakteur für besondere Aufgaben bei der
Wochenzeitung "Die Zeit". Er wurde mit dem
Egon-Erwin-Kisch-Preis und dem Herbert-Riehl-Heyse-Preis
ausgezeichnet. Sein Buch "Denn Du trägst meinen Namen" wurde in
mehr als 15 Sprachen übersetzt.

Die Lesung findet im Rahmen der Tagung "Von 18 bis 88. Drei
Generationen im Gespräch über den modernen Rechtsextremismus"
statt, die die Friedrich-Ebert-Stiftung und das Innenministerium
Nordrhein-Westfalen vom 15. bis 17. August 2008 gemeinsam in der
Katholischen Akademie Schwerte veranstalten.


INFO

Veranstaltungsdaten:
"Denn Du trägst meinen Namen" -
Das schwere Erbe der prominenten Nazi-Kinder
Öffentliche Lesung mit Stephan Lebert,
Redakteur der Wochenzeitung "Die Zeit"

Datum: Samstag, 16. August 2008, 19.30 Uhr
Katholische Akademie Schwerte
Bergerhofweg 24
58239 Schwerte

Kontakt:
Dr. Thomas Pfeiffer
Innenministerium Nordrhein-Westfalen
Haroldstraße 5
40213 Düsseldorf
E-Mail: thomas.pfeiffer at im.nrw.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 12 10:59:38 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 12 Aug 2008 10:59:38 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Geschichtstour: Kohle, Koks, Konsumanstalt, Bochum,
16.08.2008
Message-ID: 48A16D1A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 12.08.2008, 09:55


AKTUELL

Kohle, Koks, Konsumanstalt
Alltagsleben in und um die Zeche Hannover entdecken

Warum gibt es heute im Ruhrgebiet Hügel, wo sich früher flaches
Land erstreckte? Woher kommt der Begriff Malakowturm? Wie
entstanden die großen Werksiedlungen um die Zechengelände in
Bochum? Um diese und weitere Fragen zu beantworten, lädt der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Samstag, den 16.8.,
um 15 Uhr, zu einer spannenden Führungen in sein Industriemuseum
Zeche Hannover nach Bochum ein.

Die Besucher bewegen sich auf den Spuren der Industrialisierung
Hordels. Durch den Bau der Zeche hat sich die unmittelbare
Umgebung nachhaltig verändert: Die Zeche benötigte Arbeitskräfte,
die aus immer größeren Entfernungen angeworben wurden. Um die
Arbeiter und ihre Familien dauerhaft zu binden, ließ die
Werksleitung Siedlungen errichten.

Schulen, Kindergärten und Kirchen entstanden mit finanziellen
Mitteln der Firma Krupp - Eigentümer der Zeche. Die
Schachtanlage selber breitete sich aus, neue Verkehrswege
entstanden um die Anlage herum mit Anschluss an überregionale
Netze. Zeche und Siedlungen brauchten Energie und die Wasserver-
und -entsorgung musste geregelt werden. Halden und Bergsenkungen
veränderten das Bild der Landschaft gravierend.

Die Führung bietet eine spannenden Einblick in die Veränderungen
dieser Zeit und zeigt, wie sehr die Entwicklungen auch noch
unser heutiges Stadtbild prägen.


INFO

Geschichtstour: Kohle, Koks, Konsumanstalt
Sa, 16.8.2008, 15 Uhr
Treffpunkt: Zechenvorplatz
Kosten: 2,50 EUR pro Person

LWL- Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Tel.: 0234 6100 874
URL: www.lwl-industriemuseum.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Aug 13 10:47:13 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 13 Aug 2008 10:47:13 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Nachkriegszeit im Film: LWL-Ziegeleimuseum in Lage
zeigt bewegende Raritaet, Lage, 17.08.2008
Message-ID: 48A2BBB1.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 12.08.2008, 12:14


AKTUELL

Vor 60 Jahren - Nachkriegszeit im Film
LWL-Ziegeleimuseum in Lage zeigt bewegende Rarität

Menschen beim Überqueren der Zonengrenze, überfüllte
Notunterkünfte, Irrfahrten durch Lager und Durchgangslager,
endlose Überprüfungen, bei denen oft nur eine Fahrkarte zur
nächsten Grenzstation herauskam - das sind Bilder, die der
Dokumentarfilmer Rudolf W. Kipp vor 60 Jahren für seinen Film
"Asylrecht" drehte. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
zeigt die Rarität aus der Nachkriegszeit am kommenden Sonntag,
17. August, in seinem Ziegeleimuseum in voller Länge. In der
Ausstellung "Aufbau West. Neubeginn zwischen Vertreibung und
Wirtschaftswunder", die aktuell in Lage läuft, sind kurze
Ausschnitte des Films zu sehen.

Warum "Asyl", wenn es hier doch fast ausschließlich um deutsche
Flüchtlinge geht? "Wer die Zonengrenze überquert hatte, durfte
nicht automatisch im Westen bleiben, nur weil er oder sie
deutsch war. Viele wurden zurückgeschickt", erklärt Dr. Dagmar
Kift, Projektleiterin der Ausstellung. "Klipp verdeutlicht, dass
man politisch verfolgt oder aus einem sowjetischen
Zwangsarbeiterlager gekommen sein muss oder Wohnung bzw. Arbeit
nachweisen konnte, um im Westen bleiben zu dürfen. Er erzählt
dies anhand von Einzelschicksalen und richtet dabei seine Kamera
lange auf die Gesichter der Menschen, die vor dem Beamten mit
dem entscheidenden Stempel stehen und auf ihr 'Urteil' warten",
so Kift, die in den Film einführen wird.

Der Evangelische Film-Beobachter schrieb dazu 1949: "In welchem
Maße aber ein Dokumentarfilm zu erschüttern vermag, erlebten die
Anwesenden bei der Wiedergabe der Szenen, die sich in den
Amtszimmern der Durchgangslager abspielen, in denen über
Verbleib oder Rücksendung in die Sowjetzone entschieden wird."

"Asylrecht. Report on the Refugee Situation", so der
vollständige Titel des Films, wurde zusammen mit der britischen
"Film Section International Services" produziert und von der
britischen Filmakademie 1949 zu den sechs besten
Dokumentarfilmen gezählt. Die Filmbiennale in Venedig prämierte
ihn im gleichen Jahr mit einer Sonderauszeichnung.

In Lage ist der 35-minütige Film am Sonntag, 17.8., ab 14 Uhr zu
sehen. Der anschließende Kurzvortrag schlägt dann einen Bogen
von der Ankunft zur Integration der Flüchtlinge und
Vertriebenen. Besucher zahlen nur den regulären
Museumseintritt.


INFO

Aufbau West -
Neubeginn zwischen Vertreibung und Wirtschaftswunder
bis 21.09.2008
LWL-Industriemuseum
Ziegeleimuseum in Lage
Sprikernheide 77 I
32791 Lage
Geöffnet Di - So 10 - 18 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Aug 13 11:26:11 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 13 Aug 2008 11:26:11 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL plant Forum fuer Migration in seinem
Bochumer Industriemuseum
Message-ID: 48A2C4D2.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 13.08.2008, 09:04


AKTUELL

Neuer Schwung für Zeche Hannover
LWL plant Forum für Migration in seinem Bochumer Industriemuseum

Gute Neuigkeiten haben Dr. Wolfgang Kirsch, Direktor des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), und die
LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschhoff-Thale bei ihrem
Besuch im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover am Dienstag (12.8.)
mitgebracht. Kirsch kündigte an, dass der LWL an der Konzeption
eines Forums für Migration für das Bochumer Industriemuseum
arbeitet.

Die Zeche Hannover sei ein optimaler Standort für das Thema.
"Sie liegt im Herzen des Ruhrgebiets, das im Laufe der
Industrialisierung Menschen aus über 150 Nationen angezogen hat.
Für fast jeden Vierten gehört Migration heute zur eigenen
Geschichte oder zur Erfahrung der Elterngeneration. Diese
Tradition zu zeigen, die Lebensleistung von Zuwanderern sichtbar
zu machen und von ihren Erfahrungen zu lernen, ist die
gesellschaftliche Aufgabe der kommenden Jahre. Dazu wollen wir
mit dem Forum für Migration einen starken Beitrag leisten", so
der LWL-Direktor.

"Was wir jetzt brauchen, um das Projekt zu realisieren, sind
Partner aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen
Bereichen", ergänzte Kulturdezernentin Rüschhoff-Thale.
Besonders die Selbstorganisationen der Migranten sollen sich
schon bei der Konzeption des Forums mit einbringen.

Das LWL-Industriemuseum mit seinen acht Standorten bringt in das
Forum für Migration spezifisches Know how ein. "In den
vergangenen Jahren haben wir unter anderem mit viel beachteten
Sonderausstellungen zu Italienern und Polen im Ruhrgebiet
bereits Kompetenz beim Thema bewiesen. Darauf wollen wir
aufbauen und das Museum zu einem kulturellen Schwergewicht im
Bochumer Norden entwickeln", erklärte Museumsdirektor Dirk
Zache. Er kann sich gut vorstellen, dass im neuen Forum auch
bestehende Archive zur Migrationsgeschichte zusammengeführt
werden könnten.

Als sichtbares Zeichen für die Zukunft des Museums pflanzte der
LWL-Direktor im soeben fertig gestellten Arbeitergarten am
Rübenkamp einen Kirschbaum. "Ich freue mich, dass es mit dem
Bochumer Standort unseres Landesmuseums für Industriekultur
jetzt schrittweise voran geht", so Kirsch.

Aber schon jetzt gibt es für Besucher wichtige Verbesserungen:
Ab sofort ist die Zeche Hannover nicht mehr nur an Wochenenden
geöffnet, sondern mittwochs bis samstags von 14 bis 18 Uhr sowie
an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr. Und die Saison
startet künftig schon im April statt wie bisher im Mai. Einen
Vorgeschmack auf das nächste Jahr gab Museumsleiter Dietmar
Osses: "Wir werden erneut das Thema Migration angehen und
bereiten für den Sommer 2009 eine Ausstellung zur Geschichte der
italienischen Eismacher im Ruhrgebiet vor."

Hintergrund:
Die Zeche Hannover wurde ab 1856 im Bochumer Norden errichtet.
Bekannt wurde sie durch wichtige technische Entwicklungen wie
die Erfindung der heute noch weltweit eingesetzten
Koepe-Förderung durch den damaligen Zechendirektor Friedrich
Koepe. 1973 wurde die ehemalige Kruppzeche als letztes Bochumer
Bergwerk stillgelegt. Neun Jahre später übernahm der
Landschaftsverband das Industriedenkmal in das heutige
LWL-Industriemuseum, in den folgenden Jahren wurde es aufwändig
restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Zum Museum gehören der Malakowturm, die Maschinenhalle, ein
historisches Lüftergebäude und drei Bergarbeiterhäuser in der
benachbarten Siedlung "Am Rübenkamp". Publikumsmagneten sind die
älteste am Originalstandort zu sehenden Dampffördermaschine des
Ruhrreviers von 1893 sowie das Kinderbergwerk "Zeche Knirps".


INFO

URL: www.lwl-industriemuseum.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Aug 13 11:28:10 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 13 Aug 2008 11:28:10 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Zeitung zum Denkmal: Tag des offenen Denkmals am
14. September
Message-ID: 48A2C54A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 13.08.2008, 09:03


AKTUELL

Zeitung zum Denkmal
Tag des offenen Denkmals am 14. September

Zum "Tag des offenen Denkmals" am 14. September gibt der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eine kostenlose
"Denkmalzeitung" heraus, die ab sofort bei vielen Städten und
Gemeinden, in Volkshochschulen, Museen und öffentlichen
Bibliotheken ausliegt oder im Internet heruntergeladen werden
kann (www.denkmalpflege-westfalen.de).

In der "Denkmalzeitung" werden auf zwölf Seiten in 23
bebilderten Artikeln nur einige Bau- und Bodendenkmäler
Westfalens vorgestellt, die prägnante Einblicke in die Vielfalt
eines solchen Themenbereiches "unter" und "über" der Erde
gewähren, darunter Denkmäler aus Detmold, Hagen, Iserlohn,
Rüthen, Castrop-Rauxel, Bad Westernkotten und Petershagen.

LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch: "Wir wollen Streiflichter auf
denkmalpflegerische Probleme werfen, deren Bewältigung zur
täglichen Arbeit der Denkmalpflege gehört. Darüber hinaus machen
wir deutlich, mit welchen Methoden Archäologinnen und
Baudenkmalpfleger vorgehen, um Erkenntnisse über die
Kulturgeschichte in Westfalen zu gewinnen." Die Zeitung ist ein
Gemeinschaftsprojekt des LWL -Amtes für Denkmalpflege und der
LWL-Archäologie für Westfalen.

Am 14. September, einem Sonntag, öffnen bundesweit tausende
historischer Bauten, die teilweise nur schwer zugänglich sind,
ihre Türen für Architektur- und Geschichtsinteressierte. Dieser
"Tag des offenen Denkmals" findet bereits zum 16. mal statt,
seit fünf Jahren beteiligen sich alle 48 europäischen Länder an
den "European Heritage Days". Das Schwerpunktthema ist dieses
Mal: "Vergangenheit aufgedeckt - Archäologie und
Bauforschung".





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Aug 14 11:14:30 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 14 Aug 2008 11:14:30 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Exkursion zum Roemermuseum nach Haltern am See, Vreden,
22.08.2008
Message-ID: 48A41395.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Thomas Ridder"
Datum: 14.08.2008, 09:58


AKTUELL

Die zahlreichen Ausstellungen und Aktionen zur Varusschlacht vor
2000 Jahren im nächsten Jahr sind schon in diesem Jahr das Thema
einer Exkursion der Gesellschaft für historische Landeskunde des
Westmünsterlandes. Die Fahrt geht nach Haltern zum Römermuseum.

Ist die Varusschlacht ein Wendepunkt der Geschichte? Zu den
grundsätzlichen Überlegungen und Konzepten für die Vorbereitung
der großen Ausstellung in Haltern zu dem Thema "Imperium" wird
ein Mitarbeiter des Teams, das diese Projekt vorbereitet, die
Planungen vorstellen. Dazu gehören auch die Überlegungen in
Kalkriese zum Thema "Konflikt - Varusschlacht im Osnabrücker
Land" und die Ausstellung "Mythos" in Detmold. Diese drei
Ausstellungen werden in Kooperation der drei Museen konzipiert.
Die Arbeitsgrundlage dieser Zusammenarbeit wird uns ebenfalls
vorgestellt werden.

Darüber hinaus soll aber noch ein weiterführender Zusammenhang
angesprochen werden. Mit welchen grundsätzlichen Überlegungen
und Absichten wird ein solch umfassendes und aufwendiges Projekt
für die heutige Gesellschaft geplant und durchgeführt? Ist es
möglich, bei einem derartigen Unternehmen, das ja ein
Publikumserfolg werden soll, dem heutigen wissenschaftlichen
Standard gerecht zu werden und gleichzeitig die medialen
Ansprüche in der Präsentation damit in Einklang zu bringen?

Der erste der Teil der Exkursion wird einen informativen und
kritischen Blick hinter den Vorhang ermöglichen, bevor im
nächsten Jahr die fertigen Ausstellungen an den drei Orten zu
besichtigen sind. Anschließend wird den Teilnehmerinnen und
Teilnehmern im Rahmen einer Führung die aktuelle
Dauerausstellung des Römermuseums in Haltern vorgestellt -
sicherlich eine gute Basis für das, was uns im nächsten Jahr
erwartet.

Die Veranstaltung beginnt um 15:00 Uhr. Die Gesellschaft für
historische Landeskunde lädt alle Interessierten zur Teilnahme
ein. Treffpunkt um 15:00 Uhr am Museum.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Exkursion zum Römermuseum nach Haltern am See
Datum: Freitag, 22. August 2008, 15:00 Uhr
Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen
Münsterlandes e.V.
p/A Landeskundliches Institut Westmünsterland
Gasthausstraße 15
48691 Vreden
Tel.: 02564-391820 (nur Donnerstags)
E-Mail: info at ghl-westm?nsterland.de
URL: www.ghl-westmuensterland.de

Kontakt:
Thomas Ridder M.A.
Tel.: 02362-951431
E-Mail: ridder at jmw-dorsten.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Aug 14 11:20:19 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 14 Aug 2008 11:20:19 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Reineke, Bernd: Das Blei der Sauerlaender
Message-ID: 48A414F2.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Winfried Dickel"
Datum: 13.08.2008, 18:01


LITERATUR

Plumbum Germanicum - das Blei der Sauerländer"

"Plumbum Germanicum", unter diesem Titel hat der Briloner
Heimatbund - Semper Idem ein Themenheft mit 20 Seiten in
Farbdruck aufgelegt. Das Heft des Oberflächengehers und
Privatforschers Bernd Reineke trägt den Untertitel "Das Blei der
Sauerländer - Handelsbeziehungen vor 2000 Jahren zwischen dem
Sauerland und Rom".

Bleibarren, römische Münzen, Glasperlen und andere
archäologische Funde, die auf der Briloner Hochfläche zwischen
Brilon/Altenbüren, Alme und Bleiwäsche gemacht wurden, sind
abgebildet. Besonders glücklich ist der Autor darüber, dass ihm
das "Musee de l Arles et de la Provence" Fotos zum Abdruck zur
Verfügung stellte, die Bleibarren mit der Prägung "Plum Germ" -
germanisches Blei" zeigen. Die abgebildeten Bleibarren gehören
zu den insgesamt 99 Bleibarren mit einem Gesamtgewicht von 5,5
Tonnen, die von einem römischen Schiffswrack in der Rhonemündung
bei St.-Maries-de-la-Mer geborgen wurden. Bernd Reineke versucht,
die Verbindungen dieser Barrenfunde zu Bleibarrenfunden auf der
Briloner Hochfläche und zu jenen von Soest-Heppen herzustellen.

Der Autor sieht sein Heft als Diskussionsbeitrag zum Römerjahr
2009. Das Heft kann für 5 Euro incl. Porto (keine Briefmarken)
in einem Briefumschlag bei dem Briloner Heimatbund - Semper Idem,
Itzelstein 70, 59929 Brilon bestellt werden.


INFO

Kontakt:
Winfried Dickel
Briloner Heimatbund - Semper Idem e.V.
Itzelstein 70
59929 Brilon
Tel.: 02961 - 2565
E-Mail: Briloner-Chronik at t-online.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Aug 14 11:22:35 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 14 Aug 2008 11:22:35 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Klosterkultur als Publikumsmagnet: 100.000ster
Besucher im LWL-Landesmuseum in Dalheim
Message-ID: 48A4157B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 14.08.2008, 09:56


AKTUELL

Klosterkultur als Publikumsmagnet
100.000ster Besucher im LWL-Landesmuseum in Dalheim

Knapp 15 Monate nach der Eröffnung zählte der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) am Mittwoch (13.8.) den 100.000sten
Besucher in seinem LWL-Landesmuseum für Klosterkultur in
Lichtenau-Dalheim (Kreis Paderborn).

LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch, die LWL-Kulturdezernentin Dr.
Barbara Rüschoff-Thale, der Sprecher des Stifterkollegs der
Stiftung Kloster Dalheim Prof. Dr. Horst Ziegler und
Museumsleiter Prof. Dr. Klaus Gereon Beuckers begrüßten Silvia
Schramm als 100.000 Gast.

Die 30-jährige Architektin aus Kassel war im vergangenen Jahr
durch das Musik- und Theaterfestival Dalheimer Sommer (läuft
noch bis 7. September) auf das Museum im Kloster aufmerksam
geworden. "Dann wollte ich mir dieses imposante Bauwerk und
seine Ausstellungen noch einmal in Ruhe ansehen", sagte Schramm.
LWL-Direktor Kirsch überreichte ihr einen Präsentkorb,
zusammengestellt aus Waren des Dalheimer Klosterladens. Kirsch:
"Das gute Dalheimer Klosterbräu, aber auch Kosmetik, Süßes und
Kunstgerwerbliches aus den Klosterküchen, -kellern und
-werkstätten Europas soll Sie noch lange an ihren Besuch in
Dalheim erinnern."

Das jüngste der insgesamt 17 LWL-Museen stellt am Beispiel des
ehemaligen Augustiner Chorherrenklosters Dalheim Aspekte
klösterlicher Kulturgeschichte mit Blick auf die europäische
Gesamtentwicklung dar. Derzeit läuft im Kloster Dalheim die
zweite Sonderausstellung. Unter dem Titel "Gut vorbereitet?"
erzählen 100 Exponate aus über 600 Jahren klösterlicher
Kulturgeschichte vom historischen Umgang mit dem Sterben.
Bereits Ende August (30. und 31.08.) erwartet das Museum seine
nächsten 20.000 Besucher zu Europas größtem Klostermarkt.


INFO

URL: www.kloster-dalheim.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Aug 15 10:36:33 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 15 Aug 2008 10:36:33 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Familienfuehrung auf der Zeche Hannover, Bochum,
17.08.2008
Message-ID: 48A55C31.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 14.08.2008, 12:28


AKTUELL

Kochen am Kohleofen
Familienführung auf der Zeche Hannover

Was ist ein Henkelmann? Warum hieß die Mülltonne früher
Aschetonne? Wie funktioniert ein Kohleherd und was kam nach
einem langen Arbeitstag bei den Bergleuten auf den Tisch? Am
Sonntag, 17.8., um 11 Uhr können die Besucher auf dem Gelände
des LWL-Industriemuseums Zeche Hannover erleben wie die
Bergarbeiter um 1900 wohnten und speisten.

Die Besucher erfahren interessante Details über den langen und
harten Arbeitsalltag der Bergleute und bekommen in den original
Bergarbeiterhäusern von 1890 einen spannenden Eindruck von den
Lebensbedingungen um 1900. Beim Rundgang durch den
Arbeitergarten lernen die Besucher unterschiedliche
Gemüsepflanzen kennen, die in den Arbeitergärten wuchsen, und
bekommen einen Einblick in den Alltag der Bergarbeiterfrauen,
die Garten und Stallungen bewirtschafteten. Am Ende der Führung
setzen die Besucher das Wissen in die Tat um und bereiten selbst
ein Essen am Kohleofen zu.


INFO

LWL- Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Info: Tel. 0234 6100-874
www.lwl-industriemuseum.de

So lebten und speisten die Bergarbeiter
Alltag und Ernährung der Bergleute im historischen Bergarbeitergarten
erleben
Termin: So, 17.8.2008, 11 Uhr
Treffpunkt: Zechenvorplatz
Kosten: 5 EUR pro Person





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Aug 15 10:48:51 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 15 Aug 2008 10:48:51 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter Soest, Folge 388, Mai 2008
Message-ID: 48A55F13.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 15.08.2008, 11:00


SERVICE: TOC

Heimatblätter Soest
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage zum Soester Anzeiger
Folge 388
Mai 2008


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=169





[keine Seitenangaben]


Funke, Helmut
Die Eichendorff-Straße in Soest erinnert an die schlesische Heimat

Anon.
Von Canterbury nach Soest
Leben und Sterben des Erzbischofs Thomas Beckett

Braukmann, Horst
Ostönnen: Ein Grenzdorf in der Soester Börde (2. Fortsetzung)

Hinke, Wilhelm
Gedankenloser Wald-Raubbau für die Salzsiederei

Reding, Paul
Auch die "Gutenbergs" von Westalen legten einst Bücher in "Wiegen"
Aus den Anfängen der westfälischen Buchdruckerkunst um 1500

Kunz, Ulrich
Von der Haspel bis zum Schlagbaum
Vielfältige Abgrenzungen von Feldern, Wiesen und Weiden

Köpke, Gerd
Die Tänzerin am rauschenden Bach
Die Gebirgsstelze ist auch in unserer Region zu finden





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Aug 15 11:07:29 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 15 Aug 2008 11:07:29 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Heimat Dortmund, 2/2007
Message-ID: 48A56370.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 15.08.2008, 11:00


SERVICE: TOC

Heimat Dortmund
Stadtgeschichte in Bildern und Berichten
Zeitschrift des historischen Vereins für Dortmund und die
Grafschaft Mark e.V. in Verbindung mit dem Stadtarchiv Dortmund
2/2007
ISSN: 0932-9757



Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=87


S. 3-6
Butz, Eva-Maria
"Im Adlerturm ist das Dortmunder Mittelalter zu Hause"
Ein Erinnerungsort als Randerscheinung

S. 7-12
Marra, Stephanie
Die Hohensyburg als Standort unterschiedlicher Erinnerungs-
und Denkmalsformen
Mittelpunkt einer westfälischen Erinnerungs-Landschaft?

S. 13-17
Winter, Klaus
Löwe, Adler und Germania
Preußische Kriegerdenkmäler am Dortmunder Wallring

S. 18-21
Gildemeister, Jana / Markulla, Martha
Heinrich Schüchtermann - ein Unternehmerdenkmal

S. 22-28
Dückershoff, Michael
Eisen- und Stahlindustrie in Dortmund
Bauten und Anlagen der Firma Hoesch

S. 29-38
Zänker, Jürgen
Dortmunder Denkmäler für die "Opfer der Arbeit"
Zur monumentalen Ästhetisierung von Arbeitskatastrophen

S. 39-43
Högl, Günther
"Wir werden euer Werk vollenden"
Denk- und Grabmal für die "März- Gefallenen" von 1920 zur
Erinnerung an den Widerstand der "Roten Ruhrarmee" gegen die
nationale Reaktion

S. 44-48
Bausch, Hermann Josef
"In treuer Pflichterfüllung"
Denkmale für die "Kapp-Putsch-Gefallenen" des Jahres 1920
der Einwohnerwehren und der Polizei

S. 49-53
Noltenius, Rainer
Das Friedrich-Ebert-Denkmal in Hoerde
Gelöschte Geschichte sichtbar machen

S. 54f.
Dückershoff, Michael
Bergmann, Soldat und Hüttenmann
Ein Dortmunder Wandrelief aus der Zeit des Nationalsozialismus

S. 56-59
Asshoff, Wolfgang
Gedenk- und Erinnerungsort: Das Mahnmal in der Bittermark
und die "französische" Krypta

S. 60-62
Gärtner, Ulrike
In Sachen Bernhard Hötger: Der Lichtbringer auf dem Ostfriedhof

S. 63
Skromny, Petra
Neu erschienene Literatur zur Dortmunder Stadtgeschichte





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Aug 18 09:46:05 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 18 Aug 2008 09:46:05 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Der LWL verleiht
seinen Annette-von-Droste-Huelshoff-Preis 2008 an Tilman Rammstedt
Message-ID: 48A944DD.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 15.08.2008 12:50


AKTUELL

Der LWL verleiht seinen Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis 2008
an Tilman Rammstedt

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL) verleiht seinen mit 12.800 Euro dotierten
"Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis" in diesem Jahr an den
gebürtigen Bielefelder Tilman Rammstedt. Unter dem Vorsitz von
LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch hat eine zehnköpfige Jury
diesen "Westfälischen Literaturpreis" dem freien Schriftsteller
zuerkannt. Der LWL verleiht seinen Literaturpreis seit 1953 alle
zwei Jahre im Wechsel mit dem "Konrad-von-Soest-Preis" (Kunst)
oder dem "Hans-Werner-Henze-Preis" (Musik).

Obwohl erst 33 Jahre alt, ist Rammstedt in der Literaturszene
kein Unbekannter: Bereits 2001 gewann er den Nachwuchswettbewerb
Open Mike, vor zwei Jahren erhielt er den Förderpreis für
grotesken literarischen Humor der Stadt Kassel, im Jahr darauf
den Förderpreis des Landes NRW und in diesem Jahr den
Ingeborg-Bachmann-Preis sowie den Publikumspreis beim
Klagenfurter Lese-Wettbewerb.

"Tilman Rammstedt versteht es, Themen seiner Generation in einer
präzisen und lustvollen Sprache auszudrücken. Dabei kultiviert
er eine Nähe zum Grotesken und Lakonischen ebenso wie ein Faible
für das Unterhaltsame. Rammstedts Rollenprosa ist Satz für Satz
stringent und minutiös komponiert und bezeugt ein ausgeprägtes
Gefühl für Rhythmik und Musikalität", heißt es in der Begründung
der Jury. Seine Erzählbände seien eher "leise Bücher", in denen
das Innenleben der Protagonisten ausgeleuchtet werde. Der Autor
erweise sich dabei als ein Meister der Erzähldramaturgie, der es
virtuos verstehe, Alltägliches in Literatur zu verwandeln, so
die Jury weiter.

Rammstedt hat in Bielefeld das Abitur gemacht, danach studierte
der Sohn eines Soziologieprofessors in Tübingen, Berlin und
Edinburgh Philosophie und Literaturwissenschaften. Er lebt heute
in Berlin, wo er zunächst Theater spielte, die Lesebühne "Visch
& Fers" organisierte und die Band "Fön" gründete, für die er
nicht nur die Songtexte schreibt, sondern auch heute noch
Trompete spielt. Unter dem Titel "Mein Leben als Fön" hat er mit
seinen Bandkollegen 2004 einen gemeinsamen Roman geschrieben.
Außerdem von Rammstedt erschienen sind bisher "Erledigungen vor
der Feier" (2003), "Wir bleiben in der Nähe" (2005) und "Der
Kaiser von China" (2008).


INFO

Die Preisverleihung findet im November im Museum für
Westfälische Literatur im Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde
(Kreis Warendorf) statt.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Aug 18 09:52:47 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 18 Aug 2008 09:52:47 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Zechengeschichte im Schatten des
Malakowturms: Erlebnisfuehrung im LWL-Industriemuseum
Message-ID: 48A94616.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 15.08.2008 12:57


AKTUELL

Zechengeschichte im Schatten des Malakowturms
Erlebnisführung im LWL-Industriemuseum

Was hat eine Zeche mit Fahrstuhltechnik zu tun? Warum gibt es
heute im Ruhrgebiet Hügel, wo sich früher flaches Land
erstreckte? Zechengeschichte im Schatten des Malakowturms ist
das Thema der Erlebnisführung, die der Landschaftsverband
Westfalen Lippe (LWL) am Samstag, 23.8., um 15 Uhr, in seinem
Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum anbietet.

Die Besucher erhalten einen Einblick in die wechselhafte
Geschichte der Zeche in Bochum-Hordel. Die schwierigen Anfänge
des Bergwerks in den 1840er Jahren werden ebenso beleuchtet wie
die Hochphase der Großzeche Hannover/Hannibal um 1890. Im
Malakowturm können die Besucher die technischen Innovationen der
damaligen Zeit hautnah erleben und sehen, wie wichtig sie für
unseren heutigen Lebensalltag sind.


INFO

Erlebnisführung durch die Zeche Hannover
Termin: Sa, 23.8.2008, 15 Uhr
Treffpunkt: Zechenvorplatz
Kosten: 2,50 ? pro Person
Dauer: ca. 2 Stunden

LWL-Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Tel.: 0234 6100-874
URL: www.lwl-industriemuseum.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Aug 18 10:02:26 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 18 Aug 2008 10:02:26 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter Soest, Folge 389, Mai 2008
Message-ID: 48A948B2.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 18.08.2008, 11:00


SERVICE: TOC

Heimatblätter Soest
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage zum Soester Anzeiger
Folge 389
Mai 2008


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=169






[keine Seitenangaben]


Braukmann, Horst
Ostönnen: Ein Grenzdorf in der Soester Börde (3. Fortsetzung)

Keinemann, Heinz
Der puckelige "Endlose Weg"
Eine Geschichte aus dem alten Meckingsen

Platte, Hartmut
Brennerei, Landwirtschaft und Hofladen
Der traditionsreiche Forstmannshof in Lüdinghausen-Westrup
hat sich dem modernen Anforderungen angepasst

Gernert, Wolfgang
Skulpturen säumen einen Wanderweg über den Rothaarkamm

Deisting, Heinrich Josef
Berühmte Werl Besucher (38)
Weihbischof Johann Werner von Veyder

Grünwald, Maria
Sprachkultur der Briefe
Der schriftliche Gedankenaustausch darf nicht verloren gehen





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 19 10:57:43 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 19 Aug 2008 10:57:43 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Baukultur-Exkursion des LWL fuehrt ins
mittlere Ruhrtal, Hagen, 03.09.2008
Message-ID: 48AAA726.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 18.08.2008 15:28


AKTUELL

Baukultur per Bus
Baukultur-Exkursion des LWL führt ins mittlere Ruhrtal

Das mittlere Ruhrtal ist das Ziel einer Baukultur-Exkursion, zu der
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Fachleute und
interessierte Laien einlädt. Am 3. September führt die Tour von
Hagen über Wetter und Witten wieder zurück nach Hagen.

Gemeinsam mit Fachleuten aus den Städten Hagen, Witten und
Wetter haben die LWL-Experten für Landschafts- und Baukultur
eine abwechslungsreiche Route mit vorbildlichen Projekten aus
Architektur und Städtebau zusammengestellt. Dabei spielten
Aspekte des regional- und ortstypischen Bauens bei der Auswahl
der Objekte eine besondere Rolle. Architekten, Planer, Vertreter
der Stadtverwaltung und Fachleute des LWL-Amtes für Landschafts-
und Baukultur in Westfalen begleiten die Teilnehmer und stellen
die Objekte fachkundig vor.

Die Exkursion beginnt um 8.30 Uhr im Rathaus der Stadt Hagen mit
einführenden Vorträgen. Anschließend geht es per Bus unter
anderem zu folgenden Zielen:

- Volmepark, Volmegalerie und neues Rathaus Hagen
- Elbershallen
- Hohenhof-Museum/Stirnbandsiedlung
- Gemeindezentrum der Melanchton-Gemeinde in Hagen-Boele
- Schloss Werdringen
- Freiheit Wetter als städtebauliches Projekt aus den 1970er
Jahren
- Haus Witten
- Siedlung Himmelohstraße, Witten

Zum Hintergrund: Ein Schwerpunkt der Arbeit des LWL-Amtes für
Landschafts- und Baukultur in Westfalen liegt in der
Kommunikation und Vermittlung: Das Amt hat es sich zur Aufgabe
gemacht, regelmäßig zur (fach-)öffentlichen Diskussion über
landschafts- und baukulturelle Fragen beizutragen, die für
Westfalen-Lippe von Interesse sind. Regelmäßige Veranstaltungen
wie Fachtagungen und Exkursionen mit unterschiedlichen
Themenschwerpunkten an wechselnden Orten in Westfalen-Lippe sind
deshalb wichtige Aufgaben des Amtes. Das LWL-Amt bietet in jedem
Jahr eine ganztägige Busexkursion an, um Fachleuten und
interessierten Bürgern die baukulturellen Qualitäten wechselnder
Regionen in Westfalen-Lippe nahezubringen.


INFO

Die Exkursion endet gegen 18 Uhr am Hagener Rathaus. Die
Teilnahmegebühr beträgt 60 Euro ? inkl. Mittagsimbiss
(Studierende: 30 Euro). Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Anmeldeschluss ist der 27. August 2008.

Nähere Informationen zur Exkursion und die Möglichkeit zur
Anmeldung finden Interessierte im Internet unter
www.lwl-landschafts-und-baukultur.de.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 19 11:04:34 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 19 Aug 2008 11:04:34 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Angekuendigte Exkursion zum Roemermuseum entfaellt,
Haltern am See, 14.08.2008
Message-ID: 48AAA8C2.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Thomas Ridder"
Datum: 18.08.2008, 11:45


AKTUELL

Die an dieser Stelle am 14.08.2008 angekündigte Exkursion zum
Römermuseum nach Haltern der Gesellschaft für historische
Landeskunde des westlichen Münsterlandes muss leider wegen einer
dienstlichen Verhinderung des Referenten ausfallen.

Der Vorstand der Gesellschaft bittet hierfür um Verständnis. Es
wird zu einem späteren Zeitpunkt zum Thema einen Vortrag in
Borken geben.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Exkursion zum Römermuseum nach Haltern am See
Datum: 22.08.2008
Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen
Münsterlandes e.V.
p/A Landeskundliches Institut Westmünsterland
Gasthausstraße 15
48691 Vreden
Tel.: 02564-391824 (nur Donnerstags)
E-Mail: info at ghl-westmuensterland.de
URL: www.ghl-westmuensterland.de

Kontakt:
Thomas Ridder M.A.
Tel.: 02362-951431
E-Mail: ridder at jmw-dorsten.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 19 11:17:24 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 19 Aug 2008 11:17:24 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter Soest, Folge 392, Juli 2008
Message-ID: 48AAABC4.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 19.06.2008, 11:30


SERVICE: TOC

Heimatblätter Soest
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage zum Soester Anzeiger
Folge 392
Juli 2008


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=169




[keine Seitenangaben, in Auswahl]

Haarmann, Franz
Das Wickeder Schützenfest 1933 unter dem Schatten der
Gleichschaltung

Multhaupt, Hermann
Als der Propst in der Weser landete
Äbtissin Judith von Northeim im früheren Kloster Kemnade war
eine resolute Frau

Reding, Paul
Wem die Stunde schlägt
Das Turmuhrenmuseum in Bocholt führt die Besucher in eine
verborgene Welt

K., F.
Die Wegwarte lieferte "Blümchenkaffee"
Die geröstete Wurzel diente im Krieg als Kaffee-Ersatz

Köhn, Gerhard
Neue Soester Feuerlöschordnung und der Stadtbrand von 1696
Die Geschichte des Feuerlöschwesens in Soest von den Anfängen bis
1945 (3. Teil)

Keinemann, Heinz
Waschtag auf dem Bauernhof
Vor hundert Jahren war auch in Meckingsen harte Arbeit angesagt





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 19 11:40:47 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 19 Aug 2008 11:40:47 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Mord auf Befehl! Die deutsche Polizei
im besetzten Polen, Gelsenkirchen, 27.08.2008
Message-ID: 48AAB13F.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 19.08.2008, 08:54
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Mord auf Befehl! Die deutsche Polizei im besetzten Polen des
Zweiten Weltkriegs. Eine kriminologische Betrachtung. Vortrag
von Daniel Zerbien, Dorsten, mit anschließender Diskussion

Der Vortrag beschäftigt sich mit den Taten der deutschen
Ordnungspolizei, die in Polen während des Zweiten Weltkriegs die
Ideologie der Nationalsozialisten im eigenen
Verantwortungsbereich umgesetzt hat. War es Befehlsnotstand oder
Lust am Töten? Welche kriminologischen Thesen untermauern
gängige Erklärungen der Tatmotive?


INFO

Veranstaltungszeit:
Mittwoch, 27. August 2008, 19.30 Uhr

Veranstaltungsort:
Dokumentationsstätte
"Gelsenkirchen im Nationalsozialismus"
Cranger Straße 323
45891 Gelsenkirchen
URL:
www.institut-fuer-stadtgeschichte.de/Dokumentationsstaette/doku.asp





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Aug 20 10:13:06 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 20 Aug 2008 10:13:06 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Expertenaustausch an der
Grabungsstelle: Kulturdezernentin besucht Archaeologen
Message-ID: 48ABEE32.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 19.08.2008 15:26


AKTUELL

Expertenaustausch an der Grabungsstelle
LWL-Landesmuseum: Kulturdezernentin besucht Archäologen

Im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)
untersuchen Archäologen der Stadt Münster
seit Mitte Mai das Bodendenkmal auf dem Vorplatz des
LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte. Einen Monat
vor dem Ende der Grabungen war LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara
Rüschoff-Thale jetzt am Domplatz zu Besuch, um sich über den
aktuellen Stand der Dinge zu erkundigen.

Stadtarchäologin Dr. Aurelia Dickers verschaffte Barbara
Rüschoff-Thale einen Überblick über die bisher gesammelten Funde
und die daraus gewonnenen Erkenntnisse. "Es ist wirklich
erstaunlich, wie viel die Kollegen hier schon ans Tageslicht
gebracht haben", lautete der erste Eindruck der
LWL-Kulturdezernentin, die selbst eine erfahrene Archäologin
ist.

Zu Beginn der Untersuchungen stießen die Ausgräber zunächst auf
die Grundmauern der van Galenschen Kurie, die zwischen 1664 und
1668 in der Übergangszeit von der Renaissance zum Barock
entstand. Das Gebäude, das bei einem Bombenangriff im Oktober
1943 zerstört wurde, ist durch Bauzeichnungen und Fotos aus den
letzten Jahren seiner Nutzung bekannt. Auch Mauern des
Vorgängerbaus legten Grabungsleiterin Dr. Andrea Bulla und ihre
sechs Helfer während ihrer Ausgrabungen frei.

Außerdem entdeckten sie die Überreste einer Hofstelle aus dem 9.
oder 10. Jahrhundert, zu der neben einem Speicher und einem
Grubenhaus ein Wohn- und wahrscheinlich mehrere Nebengebäude
gehörten. "Dort lebten im frühen Mittelalter Handwerker, was uns
die Funde deutlich zeigen", sagte Dr. Aurelia Dickers.
Verschiedene Zeugnisse aus der handwerklichen Produktion wiesen
auf die Knochen- und Metallverarbeitung hin. Zudem fanden die
Archäologen Gegenstände des täglichen Gebrauchs wie Handmühlen,
Wetzsteine oder Tongefäße und persönliche Dinge wie kunstvoll
verzierte Gewandnadeln, so genannte Fibeln.

Ein Bruchsteinkeller aus dem Mittelalter ist die neueste
Entdeckung des Forscherteams. Er soll in den kommenden Wochen
weiter untersucht werden. "Das Gebäude, das zeitlich zwischen
der Handwerkerstätte und dem Vorgängerbau der van Galenschen
Kurie einzuordnen ist, taucht auf keinem uns bekannten Plan auf
und ist uns daher völlig unbekannt", so Dickers.

Mit der Vielzahl der Funde am Vorplatz des LWL-Landesmuseums
hatte die Stadtarchäologin selbst nicht gerechnet. Durch den
Neubau des Museums ab Anfang 2009 wird das Bodendenkmal aber
wieder bedeckt und zum Teil zerstört. "Es wäre natürlich schön,
wenn etwas davon erhalten und für die Allgemeinheit sichtbar
bliebe", wünscht sich die LWL-Kulturdezernentin. Gemeinsam mit
Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold will sie nun prüfen, ob der
Blick auf alte Mauerreste erhalten bleiben kann. "Begehbare
Glasbodenfenster im Museumsneubau können Einblicke in die
frühere Besiedlungsgeschichte Münsters geben und so eine
Verknüpfung mit der Gegenwart herstellen", erläuterte
Rüschoff-Thale ihre Vorstellung. In welcher Form das Vorhaben
umsetzbar ist, müssten die Experten des Architekturbüros Staab
Architekten in Berlin und die des LWL-Bau und
Liegenschaftsbetriebs prüfen.


INFO

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Westfälisches Landesmuseum
Domplatz 10
48143 Münster
Tel.: 0251 5907-01
E-Mail: landesmuseum at lwl.org
URL: www.landesmuseum-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Aug 20 11:13:45 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 20 Aug 2008 11:13:45 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Einladung zur museumspaedagogischen Projektwoche
im Hellweg-Museum, Unna, 15.-19.09.2008
Message-ID: 48ABFC68.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Hellweg Museum"
Datum: 20.08.2008, 11:00


AKTUELL

Einladung zur museumspädagogischen Projektwoche Stadtgeschichte
im Hellweg-Museum Unna vom 15. bis 19. September 2008

Auch in diesem Jahr lädt das Hellweg-Museum Schulklassen zur
museumspädagogischen Projektwoche im Hellweg-Museum ein. Neben
fünf bewährten Programmen bieten wir erstmals den Workshop "?
wie gedruckt" an, der Schüler der Sekundarstufe I und II in die
Welt der Druckgrafik einführt. Durchgeführt werden die Programme
von erfahrenen Museumspädagoginnen und Museumspädagogen. Das
Projekt ist eine Kooperation des LWL-Museumsamtes für Westfalen
mit dem Hellweg-Museum Unna. Durch die großzügige Unterstützung
der Sparkasse Unna und des Vereins der Freunde und Förderer des
Hellweg-Museums ist die Teilnahme kostenlos; bei einigen
Programmen fallen geringfügige Materialkosten an. Nähere Angaben
enthält die nachfolgende Veranstaltungsübersicht. Die Programme
werden von Montag bis Freitag, jeweils vormittags, angeboten.


Programm:

1. Steinzeitwerkstatt

In diesem museumspädagogischen Programm erhalten die Schüler
einen altersgerechten Einblick in die Lebens-, Arbeits- und
Ernährungsweise der Menschen in der Steinzeit. Dabei werden,
ausgehend von den Exponaten im Hellweg-Museum, die umwälzenden
Veränderungen, die im Neolithikum stattfanden, in einem
Museumsgespräch gemeinsam entwickelt. Experimente mit Werkzeugen
und Arbeitsgeräten in der "Steinzeitwerkstatt" ermöglichen den
Schülern spannendes und praktisches Lernen.

Jahrgangsstufen: 3 - 4 Dauer: 90 Minuten


2. "Wie der Maulwurf zu seiner Hose kam ?"

... ist der Titel eines Zeichentrickfilms, in dem Tiere zeigen,
wie aus Flachs Garn und schließlich Stoff für die Maulwurfshose
gefertigt wird. In der Dauerausstellung des Hellweg-Museums
erkunden wir, welche Geräte die Tiere im Film darstellen.
Anschließend stellen die Schüler eigenhändig an originalgetreuen
Modellen von Riffel, Breche, Schwinge und Hechel verspinnbare
Fasern aus Flachsstroh her.

Jahrgangsstufen: 2 - 5 Dauer: 90 Minuten (Bitte bei schlechtem
Wetter Regenschutz mitbringen!)


3. ? wie gedruckt

Vor der Erfindung der Fotografie waren alle gedruckten Bilder
vom Kunstwerk bis zum Plakat oder der Zeitungsreportage
"handgemacht". Die Beschäftigung mit der Welt der Druckgrafik
zeigt, wie Menschen Einfluss auf Bilder nehmen können. Dies
trifft auch auf die Fotografie zu. In dem Workshop haben die
Schüler Gelegenheit, eigene Erfahrungen in der Welt der
gedruckten Bilder zu machen. Ausgehend von Exponaten des Museums
können alle Teilnehmer selbst eine Kaltnadelradierung herstellen
und drucken. Platten und Abdruck können dann mit nach Hause
genommen werden.

Jahrgangsstufen: 5 - 13 Dauer: ca. 90 Minuten Materialkosten: 1,
50 Euro Bitte unempfindliche bzw. leicht zu reinigende Kleidung
tragen (Druckerschwärze)!


4. Das mittelalterliche Unna ...

... lässt sich heute noch, nach über 700 Jahren, im Stadtbild
erkennen. Diese Spuren der mittelalterlichen Stadt gilt es auf
einem Rundgang zu entdecken und dabei einen lebendigen Einblick
in das damalige städtische Leben zu erhalten. Mit den beim
Rundgang gewonnenen Erkenntnissen können die Schüler im
Unterricht einen Plan zum mittelalterlichen Unna
vervollständigen.

Jahrgangsstufen: 3 - 5 Dauer: 90 Minuten Bitte bei schlechtem
Wetter Regenschutz mitbringen! Materialkostenanteil pro
Stadtplan: 0,50 Euro


5. Papier wächst nicht im Wald

Um Informationen zu speichern und weiterzugeben, haben die
Menschen die verschiedensten Beschreibstoffe genutzt. Eine
massenhafte Verbreitung von Informationen war aber erst mit der
Erfindung von Papier möglich. Wie man Papier in Handarbeit
herstellte, können die Schüler in diesem Programm selbst an der
Bütte ausprobieren. Dabei erfahren sie auch, wie wertvoll die
dabei verwendeten Rohstoffe sind. Selbstverständlich kann am
Ende der Veranstaltung jeder sein Blatt selbst geschöpftes
Büttenpapier mitnehmen.

Jahrgangsstufen: 2 - 6 Dauer: 90 Minuten Bitte mitbringen: Eine
Seite einer Tageszeitung


6. Unna - Eine Stadt verändert ihr Gesicht

Die Industrielle Revolution, die in Unna um 1880 einsetzte,
veränderte das alltägliche Leben der Menschen stark. Aus einer
vom Ackerbürgertum geprägten Stadt mit etwa 9.000 Einwohnern
wurde bis heute eine Industrie- und Dienstleistungsstadt mit
70.000 Einwohnern. Diese Entwicklung kann man auch heute noch im
Stadtbild ablesen. Mit Hilfe eines Bildheftes mit historischen
Stadtansichten machen wir uns bei einem Stadtrundgang auf die
Suche nach unserer Vergangenheit. Es geht dabei aber nicht nur
um die baulichen Veränderungen in der Innenstadt, sondern vor
allem um den Wandel des Alltagslebens der Stadtbewohner.

Jahrgangsstufen: 3 - 7 Dauer: 90 Minuten Materialkostenanteil
pro Bildheft: 0,50 Euro Bitte bei schlechtem Wetter Regenschutz
mitbringen!


Anmeldung:

Die Teilnahme an den Programmen ist kostenlos. Für alle
Veranstaltungen ist eine Anmeldung unter der Telefonnummer
02303/256445 (Hellweg-Museum) erforderlich. Bitte rufen Sie
dienstags bis freitags, am besten in der Zeit von 9.00 bis 13.00
Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr an. Eine frühzeitige Anmeldung
wird empfohlen, da die Nachfrage erfahrungsgemäß groß ist.


INFO

Kulturbetriebe Unna
Hellweg-Museum Unna
Dr. Beate Olmer / Dr. Reinhild Stephan-Maaser
Burgstraße 8
59423 Unna
Tel.: 02303-256445
URL: www.unna.de
E-Mail: hellweg-museum at online.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Aug 20 11:23:27 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 20 Aug 2008 11:23:27 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Tag des offenen Denkmals,
Fuehrungen durch den Schleusenpark, Waltrop, 14.09.2008
Message-ID: 48ABFEAF.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 20.08.2008, 11:10


AKTUELL

Tag des offenen Denkmals
LWL-Industriemuseum bietet Führungen durch den Schleusenpark an

Führungen durch den Schleusenpark Waltrop bietet der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am bundesweiten Tag des
offenen Denkmals - Sonntag, 14. September - in Waltrop an. Start
der fünf Touren ist um 11 Uhr, 12.30 Uhr, 13.30 Uhr, 15 Uhr und
16.30 Uhr jeweils im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk
Henrichenburg.

Das Thema des Denkmaltages in diesem Jahr lautet "Vergangenheit
aufgedeckt - Archäologie und Bauforschung". Das
LWL-Industriemuseum lädt Besucher dazu ein, bei den Führungen
ein Jahrhundert Schleusen- und Hebewerksgeschichte
nachzuvollziehen. Die Begleiter gehen dabei vor allem auf die
Architektur der Bauwerke ein. Besonderes Augenmerk gilt dem
weltweit letzten noch funktionierende Schwimmerhebewerk aus dem
Jahr 1962, dessen drohende Stillegung verhindert werden soll.

Vom unteren Vorhafen des Hebewerks legt das Fahrgastschiff
"Henrichenburg" ab und bietet stündliche Rundfahrten um 12:30
Uhr, 13:30 Uhr, 14:30 Uhr und um 15:30 Uhr (zweistündige
Schiffstour) an. Kosten für einstündige Tour: sechs Euro
Erwachsene; vier Euro Kinder; für die zweistündige Tour: zehn
Euro Erwachsene, sechs Euro Kinder (Mindestteilnehmerzahl: zehn
Personen). Bei einer Schiffstour muss auch der Museumseintritt
gezahlt werden.

Das LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg ist am 14.
September von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Teilnahme an den
Führungen ist kostenlos. Es muss lediglich der normale
Museumseintritt entrichtet werden.


INFO

LWL-Industriemuseum
Altes Schiffshebewerk Henrichenburg
Am Hebewerk 2
45731 Waltrop
Tel.: (0)2363 9707-0
E-Mail: schiffshebewerk at lwl.orgDiese
URL: www.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Aug 21 10:22:11 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 21 Aug 2008 10:22:11 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Roemertage im LWL-Roemermuseum, Haltern am See,
30.-31.08.2008
Message-ID: 48AD41D3.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 21.08.2008, 09:41


AKTUELL

Brot und Spiele in Haltern am See
Römertage im LWL-Römermuseum

Vor fast 2000 Jahren haben Arminius und seine Mitstreiter die
Römer aus Germanien vertrieben. Jetzt kommen sie in friedlicher
Absicht zurück. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
veranstaltet am 30. und 31. August in seinem LWL-Römermuseum in
Haltern die Römertage und lässt Geschichte lebendig werden.

Zu den siebten "Römertagen" hat der LWL am letzten
August-Wochenende wieder zahlreiche Römer- und Germanengruppen
auf das Gelände des historischen Truppenlagers in Haltern
eingeladen. "Unter dem Motto 'Brot und Spiele' zeigen die
verschiedenen Gruppen, wie man um Christi Geburt an der Lippe
lebte, arbeitete und kämpfte", erklärt Museumsleiter Dr. Rudolf
Aßkamp.

Rund um das Museum an der Weseler Straße in Haltern führen am
Samstag von 11 bis 19 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Römergruppen Exerzierübungen, Geschütze und Arbeiten aus ihrem
Alltag vor. Den Schwerpunkt bildet wieder die I. Römercohorte
Opladen. Die Mannen um Vereinschef Klaus Schwab haben es sich
zur Aufgabe gemacht, das beschwerliche Leben der Legionäre so
authentisch wie möglich nachzustellen. Auf dem Gelände vor dem
Museum schlagen sie ihre Zelte auf, darunter auch ein
Feldherrnzelt mit kompletter Ausstattung. Im Küchenzelt bieten
sie Kostproben römischer Speisen und Getränke in authentischem
Ambiente.

Die Germanen sind vertreten durch "Ars Replica", den Verein für
lebendige Archäologie aus Mainz, und die Gruppe um Norbert
Reuther aus Bochum. In einem Zeltdorf zeigen sie verschiedene
Handwerke wie Spinnen und Weben, Holz- und Lederbearbeitung und
den Umgang mit Pfeil und Bogen.

Ein umfangreiches Mitmach-Angebot haben in diesem Jahr die
Museumspädagoginnen des Römermuseums kreiert. Kinder können wie
ihre Altersgenossen im antiken Rom bei beliebten Nüssespielen
oder beim Würfeln mit Tierknöchelchen Punkte sammeln, Rundmühle
spielen, Münzen prägen, Anstecker herstellen, einen eigenen
Römerhelm anfertigen oder römische Orden und Spiegel basteln.
Große wie kleine Besucher haben zudem die Möglichkeit, römische
Kleidung anzuprobieren oder in eine Legionärsrüstung zu
schlüpfen, um am eigenen Leib zu erfahren, wie schwer ein
Legionär zu tragen hatte.


INFO

LWL-Römermuseum Haltern am See
Weseler Str. 100
45721 Haltern
Tel.: 02364 / 93760
Fax: 02364 / 937630
E-Mail: roemermuseum at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Aug 21 10:22:13 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 21 Aug 2008 10:22:13 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Geheimnisse aus dem Pflanzenreich
im LWL-Industriemuseum, Witten, 26. und 28.8.2008
Message-ID: 48AD41D5.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 20.08.2008, 13:03


AKTUELL

Heilkräuter und Zauberpflanzen
Geheimnisse aus dem Pflanzenreich bei der Zechensafari
im LWL-Industriemuseum

In das geheimnisvolle Reich der Pflanzen führen die beiden
nächsten Zechen-Safaris, zu denen der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) am kommenden Dienstag, 26.8., und
Donnerstag, 28.8., jeweils von 15 bis 17 Uhr in sein Wittener
Industriemuseum einlädt.

Auf der Suche nach "Heilkräutern und Zauberpflanzen" erfahren
die Teilnehmer, welche Wildkräuter besondere Heilkräfte besitzen,
wie man sie verwendet, aber auch welche Pflanzen giftig sind
und welche man essen kann. Um einige der Gewächse ranken sich
mystische Geschichten, anderen werden magische Zauberkräfte
nachgesagt. Die angehenden Kräuterhexen und Zauberlehrlinge
werden sammeln, schnuppern, probieren, basteln und können zum
Schluss ihr Lieblingskraut mit nach Hause nehmen.


INFO

Treffpunkt: Museumseingang
Kosten inkl. Eintritt: 5 ?
Anmeldung erbeten unter Tel.: 02302 93664-0

LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten-Bommern
Tel.: 02302 93664-0
E-Mail: Zeche-Nachtigall at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Aug 21 10:32:27 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 21 Aug 2008 10:32:27 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Hohenlimburger Heimatblaetter 2/2008
Message-ID: 48AD443B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 21.08.2008, 11:00


SERVICE: TOC

Hohenlimburger Heimatblätter
für den Raum Hagen und Iserlohn
Heft 2
Februar 2008
69. Jahrgang
ISSN: 0043-7093



Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=89





S. 37-41
Bleicher, Wilhelm
Von Iserlohn in die ganze Welt
Dornbracht: Die Geschichte eines Familienunternehmens

S. 42-46
Törnig, Winfried
Freistaat-"Narretei"! -
Oeger-Karnevalsumzug 1950-1951

S. 48f.
Bleicher, Wilhelm
Erinnerungen an Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein (1757-1831)

S. 59-61
Kollmann, Friedrich-Karl / Kupka, Barbara
"Kleine Schätze" in Iserlohn-Drüpplingsen

S. 62
Heimatpost

S. 63-71
Mager, Peter (Bearb.)
Hohenlimburger Stadtchronik 2007, Teil 2





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Aug 22 10:08:33 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 22 Aug 2008 10:08:33 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL-Textilmuseum Bocholt zeigt Souvenirs aus 200
Jahren, Bocholt, 24.8.-16.11.2008
Message-ID: 48AE9020.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 21.08.2008, 11:31


AKTUELL

Die Welt auf Tüchern
Ausstellung im LWL-Textilmuseum Bocholt zeigt Souvenirs aus
200 Jahren

Vom Eiffelturm bis zur Schwarzwald-Idylle reichen die Motive,
von edler Seide bis zu einfacher Synthetik das Material, auf das
sie gedruckt wurden. Souvenirtüchern haftet das Image von Kitsch
und Kommerz an, aber sie zeigen auch ein Stück Kulturgeschichte.
Das beweist die Ausstellung "Erinnerung auf Seide", die der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) von Sonntag, 24. August,
bis zum 16. November 2008 in seinem Textilmuseum in Bocholt
zeigt.

Die Ausstellung mit mehr als 60 ausgewählten Stücken aus der
Privatsammlung von Andreas Seim bringt eine farbenfrohe Welt aus
Tüchern nach Bocholt und verdeutlicht, welche Bilder und
Botschaften die Hersteller zu ihrer jeweiligen Zeit verbreiten
wollten. "Souvenirtücher sind damit auch Zeugnisse eines kleinen,
aber spannenden Ausschnitts der Kulturgeschichte", erläuterte
Museumsleiter Dr. Hermann Josef Stenkamp am Donnerstag (21.8.)
bei der Vorstellung der Schau im LWL-Industriemuseum.

Der Siegeszug des Souvenirtuches begann lange vor dem
Massentourismus des letzten Jahrhunderts. Schon vor 200 Jahren
war es im Taschentuchformat ein beliebtes Mitbringsel aus der
Alpenregion. Auch zu anderen Gelegenheiten wurden Gedenktücher
entworfen. Besucher können in Bocholt zum Beispiel sehen, wie
Napoleons Niedergang Europa inspirierte oder Wallfahrten und
Olympiaden dauerhaft Akzente setzten.

"Souvenirtücher sind das, was greifbar bleibt, nachdem alles
bereits vergangen ist. Sie halten die besonderen Augenblicke
lebendig", erläutert Nadine Schober, wissenschaftliche
Volontärin am LWL-Textilmuseum, die die Ausstellung vorbereitet
hat.

In den 1950er und 60er Jahren erreichte die Mode der
Souvenirtücher ihren Höhepunkt. Als Accessoires gehörten Tücher
zu jeder Damengarderobe dazu und auch die Herren verschönerten
so ihr Freizeit-Outfit. Die farbenfrohen Tücher aus dem Urlaub
waren günstig und hochmodern. Als Beweisstücke der schönsten
Wochen des Jahres transportierten sie im Kleinformat die Welt
nach Hause und verbreiteten im Alltag den Hauch des
Urlaubstraumes: Berge oder Meer, Ferne, Weite und Sonne.
Lieblingsland und Weltgewandtheit wurden auf diese Weise offen
zur Schau gestellt.

Die Lektüre von Reiseführern und Urlaubsprospekten formte dabei
den Blick des Touristen. Die Motive auf den Tüchern spiegeln
entstandene Klischees wider. Ein Beispiel dafür ist das
Italienbild der Deutschen um 1960: Fischerdörfer, Palmenstrand,
Frauen in Bikinis, Segelboote und antike Bauwerke. Was aufs Tuch
kam, prägte das Image der Region.

Ein vorläufiger Ausklang des Tücherbooms verhallt in der Welt
der Musikstars und Filmhelden. Nadine Schober: "Der Trend
entwickelte sich weg vom Tuch und hin zum T-Shirt. Auch Taschen
und Baseballmützen bieten heute beliebte Druckflächen."

Zum Begleitprogramm gehören Führungen, Vorträge, ein
"Urlaubscafé" sowie eine "Souvenir-Rallye" für Schul- klassen
(s.u.).

Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre. Preis: 5,20 Euro.


Begleitprogramm zur Ausstellung

Führungen So, 7.9., 28.9, 12.10., 16.11., jeweils 16 Uhr Kosten:
4,50 ? inkl. Museumseintritt Anmeldung nicht erforderlich

Gruppenführungen mit Anmeldung Kosten: 30 ? pro Gruppe plus
Eintritt

Urlaubscafé Do, 18.9. und 6.11., jeweils 16 Uhr Bringen Sie ihre
Erinnerungstücher und Fotos mit! Kosten: 8,90 ? inkl.
Museumseintritt, Kaffee und Kuchen Anmeldungen unter Tel. 02871
21611-0

Vortrag So, 28.9., 17 Uhr "Camping-Chic & Wanderkluft"
Modetrends im Urlaub von Dr. Karin Thönnissen, Krefeld

Lesung So, 12.10., 17 Uhr "Reise-Lese-Lust - vom Ofenhocken und
Weltenbummeln" Bücher vom Reisen werden vorgestellt von Monika
Tacke, Bocholt

Vortrag So, 16.11., 17 Uhr "Auf seidenen Pfaden". Manufakturen
und Schauproduktion in Lyon, von Dr. Hermann J. Stenkamp,
Bocholt

Museumspädagogische Angebote "Souvenirrallye" rund um den
Erdball für die Klasse 3 bis 7, inkl. Drucken von
Souvenirtüchern nach eigenen Entwürfen Kosten: 35 ? pro Klasse

"Von Acapulco bis Akropolis" unterhaltsamer Urlaubsquiz für
Erwachsene. Kosten 30 ? Erinnerung auf Seide Souvenirtücher aus
der Sammlung Seim 24. August (Eröffnung 11:15 Uhr) bis 16.
November
2008


INFO

LWL-Industriemuseum
Textilmuseum in Bocholt
Uhlandstraße 50
46397 Bocholt
E-Mail: textilmuseum at lwl.org
Geöffnet Di - So 10-18 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Aug 22 10:59:56 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 22 Aug 2008 10:59:56 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL zeichnet Marstor am Schloss Nordkirchen als
Denkmal des Monats aus
Message-ID: 48AE9C2B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 22.08.2008, 10:43


AKTUELL

LWL zeichnet Marstor am Schloss Nordkirchen als Denkmal des
Monats aus
Pfosten mussten erneuert werden, Figuren blieben erhalten

Eines der drei Tore, das den großen Platz am Schloss Nordkirchen
(Kreis Coesfeld) rahmt, trägt zwar den Namen den Kriegsgottes
Mars, den Kampf gegen Wind und Wetter hatten seine Pfosten im
Jahr 2003 allerdings verloren. Als Eigentümer der gesamten
Schlossanlage ließ das Land Nordrhein-Westfalen diese Pfosten
aus Sandstein originalgetreu erneuern. Die originalen Figuren
und der Schmuck aus Helmen, Rüstungen und Kriegsgerät aus der
Zeit um 1734 zieren seit dem Jahr 2005 wieder das Marstor, das
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) aufgrund der
gelungenen Restaurierung jetzt als Denkmal des Monats August
ausgezeichnet hat.

"Weil die Steinmetze so sorgfältig gearbeitet haben, kann man
nur an den fehlenden Altersspuren erkennen, dass das Tor
erneuert worden ist. Das großartige Barockensemble des Schlosses
blieb in seiner optischen und inhaltlichen Aussage erhalten",
lobt LWL-Denkmalpfleger Dr. Ulrich Reinke.

1703 begann der münstersche Fürstbischof Friedrich Christian von
Plettenberg mit seinem Baumeis-ter Pictorius den Bau der Anlage,
den sein Neffe mit dem Baumeister Johann Conrad Schlaun 1734
vollendete.

"Als einzige Neuerung ist der Einzug der Landesfinanzschule zu
spüren, die die alten Gebäude seit 50 Jahren nutzt", sagt
Reinke. Ein Beispiel für das große Engagement des Landes bei der
Instandsetzung und Pflege der Anlage sei das Marstor, so Reinke
weiter. Obwohl eine Schicht aus Steinersatz die Steine des
Pfostens schützte, hatten Wind und Wetter sie so weit zersetzt,
dass sie nicht mehr saniert werden konnten. Deshalb mussten die
Pfosten komplett erneuert werden. Die Figuren konnten erhalten
werden. Sie weisen auf den Krieg hin, den auch ein Fürstbischof
zu führen hatte und auf den römischen Kriegsgott Mars, dessen
Namen das Tor trägt.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Aug 25 10:10:40 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 25 Aug 2008 10:10:40 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL zeichnet Marstor am Schloss Nordkirchen als
Denkmal des Monats aus
Message-ID: 48B28520.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 22.08.2008, 10:40


AKTUELL

LWL zeichnet Marstor am Schloss Nordkirchen als Denkmal des
Monats aus
Pfosten mussten erneuert werden, Figuren blieben
erhalten

Eines der drei Tore, das den großen Platz am Schloss Nordkirchen
(Kreis Coesfeld) rahmt, trägt zwar den Namen den Kriegsgottes
Mars, den Kampf gegen Wind und Wetter hatten seine Pfosten im
Jahr 2003 allerdings verloren. Als Eigentümer der gesamten
Schlossanlage ließ das Land Nordrhein-Westfalen diese Pfosten
aus Sandstein originalgetreu erneuern. Die originalen Figuren
und der Schmuck aus Helmen, Rüstungen und Kriegsgerät aus der
Zeit um 1734 zieren seit dem Jahr 2005 wieder das Marstor, das
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) aufgrund der
gelungenen Restaurierung jetzt als Denkmal des Monats August
ausgezeichnet hat.

"Weil die Steinmetze so sorgfältig gearbeitet haben, kann man
nur an den fehlenden Altersspuren erkennen, dass das Tor
erneuert worden ist. Das großartige Barockensemble des Schlosses
blieb in seiner optischen und inhaltlichen Aussage erhalten",
lobt LWL-Denkmalpfleger Dr. Ulrich Reinke.

1703 begann der münstersche Fürstbischof Friedrich Christian von
Plettenberg mit seinem Baumeister Pictorius den Bau der Anlage,
den sein Neffe mit dem Baumeister Johann Conrad Schlaun 1734
vollendete.

"Als einzige Neuerung ist der Einzug der Landesfinanzschule zu
spüren, die die alten Gebäude seit 50 Jahren nutzt", sagt
Reinke. Ein Beispiel für das große Engagement des Landes bei der
Instandsetzung und Pflege der Anlage sei das Marstor, so Reinke
weiter. Obwohl eine Schicht aus Steinersatz die Steine des
Pfostens schützte, hatten Wind und Wetter sie so weit zersetzt,
dass sie nicht mehr saniert werden konnten. Deshalb mussten die
Pfosten komplett erneuert werden. Die Figuren konnten erhalten
werden. Sie weisen auf den Krieg hin, den auch ein Fürstbischof
zu führen hatte und auf den römischen Kriegsgott Mars, dessen
Namen das Tor trägt.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Aug 25 10:50:17 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 25 Aug 2008 10:50:17 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Westfalenspiegel, 4/2007
Message-ID: 48B28E69.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Ulrike Schulze Schwienhorst" westfalenspiegel.de>
Datum: 25.08.2008, 11:00


SERVICE: TOC

Westfalenspiegel
Kultur, Geschichten, Land und Leute
56. Jahrgang
4/2007
ISSN: 0508-5942


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=33





FREIZEIT/TRENDS

Kurz und kompakt:
Sommer in Westfalen

Mittelalterlich Spectaculum:
Welche trefflich Feierey
Drensteinfurter leitet das Ritterfestival

Hexenbürgermeisterhaus:
Vielschichtige Vergangenheit
Museum zur Stadtgeschichte in Lemgo

"Culture an Castles":
Frühstücken im Rittersaal
Historische Anwesen öffnen sich
für Gäste

KUNST/MUSIK/THEATER

Marta Herford:
Die große Stille
Ausstellung über das Schweigen

Sigmar Polke:
Der unersättliche Experimentator
Stadt Siegen vergibt 11. Rubenspreis

Kurz und Kompakt:
Ausgestellt

"Drops":
Mit Pfefferminz-Akkorden
Vokalensemble auf Erfolgskurs

Nangialai Nashir:
Zwischen Orient und Okzident
Gitarren Virtuose aus Dorsten

Kurz und Kompakt:
Aufgeführt

ZUR DISKUSSION

Reichlich Pläne, wenig Geld:
Zukunftsträume rund ums goldene "U"
Ex-Brauerei in Dortmund soll Kulturtempel
werden

LITERATUR

BilderBuchSommer:
Dr. Brumm trifft Rubinella
Illustratoren und Autoren im Literaturmuseum

Bücher

Wilhelm Busch:
Knittelverse für den Alltag
Der Volksdichter und Westfalen

Ulrich Schamoi:
Halbstark in Münster
Skandalbuch aus den 1960er Jahren

REGION

"Alle Jahre wieder":
Sittengemälde mit Kultstatus
Film der Schamoni Brüder jetzt als DVD

Luxus und Dekadenz:
Eselsmilch und Edelkurtisane
Prunk der Antike hält Einzug in Haltern

Freiherr vom Stein:
Unbequemer Staatsmann
Eine Würdigung zum 250. Geburtstag

"Mobilität":
Museen in Bewegung
Ausstellungsprojekt in Ostwestfalen-Lippe

Vor 150 Jahren:
Einer, der auszog...
Von Altena nach Macao

Tetraeder:
Spur der Steine
"Haldenereignis" mit neuer Aussicht

SERIE Marken aus Westfalen:
Erfolgsschmiede in Sundern
Severin begann als Handwerksbetrieb

Sturm zaust Versicherung
Provinzial zieht Bilanz

Kurz und Kompakt:
Nachrichten

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Mungo jerry:
"In the summertime..."
Sänger Ray Dorset lebt in Bielefeld

Mechthild Großmann:
Was für eine Stimme!
Münsteranerin spielt Staatanwältin im Tatort

THEMA: KUNST-SOMMER

skulptur projekt münster:
Kunst im Zentrum

Sommerakademie:
Kreative Kunstvermittlung

Rückblick:
Nachhilfe in Sachen Moderne

Kunst und Natur:
Ausflug ins Grüne

Biennalen Münsterland:
Ein bisschen Schwund...

Skulpturenmuseum:
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RUBRIKEN

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Alltagskultur:
Ohne Segen muss man fegen...

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Fragebogen:
Peter Schamoni

Cartoon:
Rosenblatt

Zurückgeblättert

Tipps und Termine:
Kulturkalender

Preisausschreiben:
Ortsbestimmung


INFO

Kontakt:
Frau Ulrike Schulze Schwienhorst
E-Mail: schulze-schwienhorst at westfalenspiegel.de
URL: www.westfalenspiegel.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Aug 25 12:33:00 2008
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 25 Aug 2008 12:33:00 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag,
Polster: Neue baugeschichtliche Befunde zu den Herforder Kirchen,
04.09.2008
Message-ID: 48B2A67C.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Laue, Christoph (Kreis Herford)"
Datum: 25.08.2008, 10:41


AKTUELL

Verein für Herforder Geschichte e. V.

Wir laden herzlich ein

zum Vortrag

mit Mathias Polster

am 4. September 2008

um 19 Uhr

im Daniel-Pöppelmann-Haus (Eintritt frei)

Neue baugeschichtliche Befunde zu den Herforder Kirchen

Seit vielen Jahren werden die vier mittelalterlichen Hallenkirchen
Herfords untersucht. Ein Problem bei den Datierungen ist die unsichere
Quellenlage, es gibt kaum schriftliche Unterlagen. Doch es gibt auch
andere Möglichkeiten. Mathias Polster versucht, der Geschichte dieser
Baudenkmäler etwas anders auf die Spur zu kommen. Wichtig für seine
Untersuchungen waren neben den Steinmetzzeichen unter anderem die hier
verwendeten Materialien oder auch unauffällige Störungen an den
Baukörpern. Dabei konnten einige der bisherigen Datierungen bestätigt
werden, es wurden jedoch auch manche überraschende Entdeckungen gemacht.


Im Vortrag wird erklärt, auf welche Weise die Kirchen untersucht wurden
und welche Erkenntnisse daraus resultieren. Dazu gehört ein kurzer
Einblick die die Entwicklung der betroffenen Baustile und in die
Struktur der mittelalterlichen Bauhütte.

Alle Interessierten sind herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen.
Der Eintritt ist natürlich frei.


INFO

Verein für Herforder Geschichte e.V.
Vorsitzender: Eckhard Wemhöner, Stellvertreter: N.N. Schatzmeisterin:
Helgard Heidecker
Vorstandsmitglieder: Angelika Bielefeld, Bernhard Farecki, Eckhard
Möller, Mathias Polster
Kuratorium: Georg Heese, Kurt Huber, Christoph Knüppel, Marcel Mowe,
Michael Oldemeier, Dr. Wolfgang Otto, Ulrich Richter, Helge Schilling,
Udo Tielking, Lore Wörmann
Geschäftsstelle: Christoph Laue, Kommunalarchiv Herford, Amtshausstr.
2, 32051 Herford
0 52 21 / 13 22 13, Fax: 0 52 21 / 13 22 52, Mobil: 01 70 / 4 95 44
57,
E-mail: info at mam-herford.de
http://www.geschichtsverein-herford.de
Bankverbindung Sparkasse Herford , Kto.-Nr. 100 202 654, BLZ 494 501
20







From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Aug 25 14:17:12 2008
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 25 Aug 2008 14:17:12 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Gelsenkirchen: Ausstellung zur Geschichte von
Burg Luettinghof
Message-ID: 48B2BEE8.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Pressestelle BR Münster"
Datum: 25.08.2008, 14:08


AUSSTELLUNG
Wasserburg Lüttinghof wird 700 Jahre
Regierungspräsident Dr. Paziorek eröffnet Ausstellung im ältesten
Gebäude von Gelsenkirchen

Münster. Im ältesten Gebäude von Gelsenkirchen, der Wasserburg
Lüttinghof, hat Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek heute (25.
August) eine Ausstellung eröffnet, die alte und aktuelle Fotografien,
Literatur zur Geschichte sowie einige barocke Ausschmückungen der Burg
und des Burggartens zeigt. Die Ausstellung in den Räumen des
Studienseminars der Bezirksregierung Münster ist von Martin Müller
(Innenarchitekt mit Büro in der Vorburg), Ludger Linneborn (Leiter des
Seminars für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen) und Gerd
Schneider (Bund Gelsenkirchener Künstler) initiiert worden. Alle drei
sind mit der Burg und Vorburg beruflich eng verbunden und so wollten sie
das 700jährige Jubiläum angemessen würdigen. Mittlerweile haben der
Verein für Orts- und Heimatkunde Gelsenkirchen-Buer e.V. und der
Landschaftsverband Westfalen Lippe veritable Ausstellungstücke
beigesteuert. Dem Regierungspräsidenten lag als gebürtigem Bueraner die
Wasserburg Lüttinghof immer schon am Herzen. Als er während der
traditionellen Präsidentenfahrt im Juni 2008 gemeinsam mit seinen Gästen
aus Münster bereits einen Blick auf die Exponate werfen konnte, erklärte
er sich spontan bereit, die Ausstellung offiziell zu eröffnen.

Die Burg Lüttinghof, im Norden von Gelsenkirchen ganz in der Nähe von
Marl-Polsum gelegen, wird am 28. August 1308 erstmalig urkundlich
erwähnt. Der Kölner Erzbischof bekräftigt in der Urkunde die
Lehensbeauftragung des "castrum Luttekenhove" an die Familie von Flerke
bei Polsum. In der wechselvollen Geschichte bleibt der Kölner Erzbischof
bis 1805 Lehnobereigentümer, danach wird die Burg Eigentum der Familie
Twickel zu Havixbeck. 1976 kauft die Stadt Gelsenkirchen die inzwischen
ziemlich verwahrloste Burg, nimmt erste konstruktive Sicherungsmaßnahmen
vor, übereignet die Burg jedoch 1986 dem Landschaftsverband Westfalen
Lippe. Der LWL rekonstruiert ab 1988 die Hauptburg- und baut die Vorburg
neu auf und nutzt diese als Restaurationswerkstätten. Diese Nutzung wird
2003 aufgegeben, und seit 2005 residiert neben freiberuflichen Büros das
"Studienseminar für Lehrämter an Schulen in Gelsenkirchen" der
Bezirksregierung Münster in der Vorburg.

Die Ausstellung in der Vorburg 5a ist montags bis donnerstags von 9 bis
16 Uhr, und freitags von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Zusätzlich wird sie am
Samstag, 30. August von 10 bis16 Uhr der Öffentlichkeit zugänglich sein.
Adresse: Wasserburg Lüttinghof, Lüttinghofallee 3-5, 45896
Gelsenkirchen




Rede des Regierungspräsidenten Dr. Paziorek
zur Eröffnung der Ausstellung 700 Jahre Lüttinghof
(es gilt das gesprochene Wort)


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren!

Dass ich hier und heute diese kleine Ausstellung eröffnen kann, die die
700jährige Geschichte der Burg Lüttinghof würdigen will, freut mich
sehr. Denn am 28. August 1308 (also am kommenden Donnerstag vor genau
700 Jahren) wird die Burg erstmalig urkundlich erwähnt. Der Kölner
Erzbischof bekräftigt in einer Urkunde die Lehensbeauftragung des
?castrum Luttekenhove? an die Familie von Flerke bei Polsum.

Mein Gruß gilt dem Oberbürgermeister, Herrn Frank Baranowski, den
Bundestagsabgeordneten Herrn Joachim Poß und der Landtagsabgeordneten
Frau Heike Gebhardt. Besonders begrüße ich Herrn Bodo Strototte von der
Geschäftsleitung der Westfälisch-Lippischen
Vermögens-Verwaltungsgesellschaft WLV, die Vertreter des
Heimatvereins mit Herrn Dr. Gerd Escher an der Spitze, und die Presse.

Als gebürtigem Bueraner liegt mir die Wasserburg Lüttinghof sehr am
Herzen. Und als ich während der traditionellen Präsidentenfahrt im Juni
2008 gemeinsam mit meinen Gästen aus Münster bereits einen Blick auf die
ersten Exponate werfen durfte, erklärte ich mich spontan bereit, die
Ausstellung offiziell zu eröffnen. Vor mehr als 30 Jahren ? 1976 ?
hatte ich nämlich als Mitglied der Bezirksvertretung Gelsenkirchen-Nord
die kommunalpolitische Diskussion über die weitere Nutzung von
Lüttinghof ?hautnah? mitbekommen.

Hinzu kommt, dass die Bezirksregierung Münster Hauptmieter der Vorburg
ist: Im Studienseminar Gelsenkirchen, das hier seit 2005 beheimatet ist,
werden in vier Seminaren rund 500 angehende Lehrer auf ihren zukünftigen
Beruf vorbereitet. Damit unterhält die Bezirksregierung Münster einen
für die Zukunft der Stadt Gelsenkirchen und für die gesamte
Emscher-Lippe-Region nicht unbedeutenden Standort. Denn dieser ?lockt?
Akademiker in die Gegend, die dann vielfach auch ansässig werden, weil
sie Land und Leute schätzen lernen und sich später um feste
Lehrerstellen bemühen.

Wie sicher viele von Ihnen wissen, stand vor rund 30 Jahren die
Existenz der gesamten Burganlage auf dem Spiel. 1976 verkaufte der
damalige Besitzer, die Familie von Twickel zu Havixbeck, die Anlage an
die Stadt Gelsenkirchen. Und die Stadt Gelsenkirchen hat sich große
Verdienste erworben damit, die damals ziemlich herunter gekommene Burg
konstruktiv zu sichern und vor dem Verfall zu retten. Eine weitere
Zukunft bekam die Burg nach der Übereignung an den LWL. Dieser
restaurierte ab 1988 die Hauptburg, baute die Vorburg neu auf ?
übrigens zu einem architektonisch ?ausgezeichneten Gebäude? des
Landes NRW ? und nutzte sie als zentrale Restaurationswerkstätten für
seine Museen. Als diese Nutzung 2003 aufgegeben wurde, stand lange Zeit
das Gespenst einer Investitionsruine im Raum. Mit der Anmietung eines
großen Teils der Vorburg durch die BR hat sich die Situation
entscheidend geändert, und davon profitieren die Nutzer, aber auch die
Burg:
Junge Lehrer, die oft von weit weg hierher nach Gelsenkirchen kommen,
und oft ein einseitiges und überwiegend negatives Bild von der Regien
haben, lernen das nördliche Ruhrgebiet von einer ganz anderen Seite
kennen und finden in diesem idyllischen Kleinod ausgezeichnete
Bedingungen, um in Ruhe über Schule und ihren Beruf nachdenken zu
können. Die öffentliche Nutzung ist andererseits das Beste, was der
gesamten Burganlage passieren kann. Denn jetzt stehen hier keine
funktionslosen ?tote? Gebäude herum, sondern Haus Lüttinghof ist zu
neuen Leben erwacht: Ein ?Campus? für junge angehende Lehrer! Und
damit bekommt der Sinnspruch der Familie von Nesselrode ? am
Barockkamin im Ritterssal der Hauptburg: ?Omnia pro Posteris? ?
?Alles für die Nachkommen? ? einen neuen realen Gehalt!
Somit haben wir eine wunderbare ?win-win-Situation? ? wie man es
neudeutsch sagt ? von der alle profitieren. Es wäre natürlich sehr
nützlich ? und dies mal so nebenbei dem Oberbürgermeister gesagt
? wenn das Studienseminar überhaupt gefunden werden könnte. Wenn
man nämlich das Seminar per GPS anfährt, landet man unweigerlich in
einer Sackgasse in Marl Polsum! Deshalb meine Bitte an die Stadt:
Vielleicht könnte die Stadt Gelsenkirchen doch einmal für eine
Ausschilderung und für eine häufigere Durchlichtung des Zufahrtsweges
sorgen!

Nun aber zu denjenigen, denen wir die Ausstellung zu verdanken haben:
Die Idee hatten die drei Herren Ludger Linneborn, Martin Müller und
Gerd Schneider, die alle drei beruflich eng mit der Wasserburg verbunden
sind und sich hier sehr wohl fühlen.

Herr Ludger Linneborn ist hier Leiter des Seminars für das Lehramt an
Gymnasien und Gesamtschulen und er war schon 2004, als die Vorburg für
die Belange der Lehrerseminare umgebaut wurde, einer der
Ansprechpartner für die Architekten, er hat die Belange der späteren
Nutzer gegenüber der WLV, der Westfälisch-Lippischen
Vermögensverwaltungsgesellschaft, und der Bezirksregierung Münster
vertreten.

Herr Martin Müller hat hier in der Vorburg sein Architekturbüro und er
hat seine Diplomarbeit über die Hauptburg geschrieben, in der er eine
Nutzung vom Keller bis zum Dachgeschoss vorgeschlagen hat. Einige seiner
Zeichnungen im Rahmen seiner Diplomarbeit können Sie in dieser
Ausstellung bewundern.

Herr Gerd Schneider hat hier in der damaligen zentralen
Restaurationswerkstatt gearbeitet und ist auch heute noch mit einer
Teilzeitstelle als Hausmeister ?der gute Geist? des Hauses. Und als
gelernter Museums- und Ausstellungstechniker und mit guten Verbindungen
zum Bund Gelsenkirchener Künstler ist er für solche Vorhaben geradezu
prädestiniert

Allen Dreien war es ein Anliegen, die historische Dimension ihres
Arbeitsplatzes heraus zu stellen und das 700jährige Jubiläum nicht
einfach unter den Tisch fallen zu lassen. Mittlerweile haben aber auch
die Westfälisch-Lippische Vermögensverwaltungsgesellschaft (WLV) und der
Verein für Orts- und Heimatkunde Gelsenkirchen Buer veritable
Ausstellungsstücke beigesteuert. Hier sei insbesondere den Herren Herrn
Bodo Strototte und Holger Bosch (vom WLV) und Helmut Lindner (vom
Heimatverein) gedankt.

Über die Geschichte der Burg wird gleich Herr Carl-Heinrich Lueg noch
ausführlicher reden. Aber jetzt eröffne ich diese Ausstellung, der ich
zahlreiche Besucher aus Gelsenkirchen und Umgebung wünsche.

Und damit auch die Berufstätigen genug Zeit haben, sich die
interessanten Exponate anzuschauen, sind die Türen zu dieser Ausstellung
noch zusätzlich zu den normalen Öffnungszeiten am Samstag, den 30.
August von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet!





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 26 09:43:24 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 26 Aug 2008 09:43:24 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag zum Sehnsuchtort Asien im LWL-Landesmuseum,
Muenster, 28.8.2008
Message-ID: 48B3D03C.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 25.08.2008, 12:49


AKTUELL

LWL-Landesmuseum zeigt Fotos von Gotthard Schuh in Ausstellung
"Orte der Sehnsucht"
Vortrag zum Sehnsuchtort Asien am 28. August

Sein 100-jähriges Bestehen feiert das
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster mit
der Jubiläumsausstellung "Orte der Sehnsucht. Mit Künstlern auf
Reisen". Mit über 250 Meisterwerken widmet sich die Ausstellung
im Kunstmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)
vom 28. September 2008 bis 11. Januar 2009 dem Phänomen der
Künstlerreise vom Mittelalter bis zur Gegenwart. In einer Serie
stellt der LWL ausgewählte Exponate vor.

Der neunfach gestufte Tempelberg Borobudur auf der indonesischen
Insel Java ist das größte Einzelmonument der Welt, das Buddha
gewidmet ist. Das Bauwerk ist ein Abbild des Weltenberges Meru,
der nach der buddhistischen Lehre von der Welt das Zentrum des
Universums bildet. Es gehörte zu einer Reihe heiliger
Sehnsuchtsorte in Asien, zu denen Künstler aus der westlichen
Welt im 19. Jahrhundert reisten, um ihr Interesse an der
Geisteswelt jenseits des Islam zu befriedigen.

Im Jahr 1938 besuchte Gotthard Schuh den Tempelberg Borobudur,
der 1991 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Die
Reportagefotos des in Berlin geborenen Sohnes Schweizer Eltern
erschienen 1941 erstmals in Buchform. Einige der Aufnahmen zeigt
das LWL-Landesmuseum vom 28. September an in der
Jubiläumsausstellung "Orte der Sehnsucht. Mit Künstlern auf
Reisen".

"Schuhs Bilder entstanden kurz vor Ausbruch des pazifischen
Krieges. Rückblickend wirken sie wie eine Vorahnung von
Bedrohung und Verlust", findet Kunsthistoriker Dr. Jürgen
Krause. Wehmütiger Höhepunkt der fotografischen Erkundung des
Riesenbaus aus dem 8. und 9. Jahrhundert sei der Blick von der
obersten, menschenleeren Terrasse über die Schulter einer
Buddha-Statue hinweg auf die fern am Horizont drohende
Silhouette des umwölkten Vulkans Merapi, sagt der Kurator des
LWL-Landesmuseums.

Zahlreiche westliche Asienpilger und ihre künstlerischen
Pfadfinder suchten im 19. Jahrhundert nach neuer Orientierung
jenseits des Westens und seines christlich-vorderasiatischen
Kulturerbes. Zentrum und Rand, Europa und Asien, tauschten schon
vor einem Jahrhundert in vielen Köpfen der westlichen
Bildungseliten die Plätze.

Die Form der künstlerischen Aneignung und Vermittlung erfolgte
bereits sehr früh über professionelle 'Lichtbildwerke'. Der Name
Samuel Bourne kann dabei stellvertretend für die Fotopioniere
des 19. Jahrhunderts stehen, dem sich aus der Mitte des 20.
Jahrhunderts - der klassischen Epoche der Bildreportage - Henri
Cartier-Bresson und Gotthard Schuh gleichrangig anschließen.

Im Rahmen der ausstellungsbegleitenden Vortragsreihe "Orte der
Sehnsucht" wird Dr. Jürgen Krause am 28. August um 20 Uhr im
Vortragssaal des LWL-Landesmuseums die Geschichte der
Künstlerreisen an den Sehnsuchtsort Asien vorstellen. Unter dem
Titel "Buddhas Asien als Neue Mitte? Europamüde Sinnsucher und
ihre Sehnsuchtsbilder" wird der Referent dabei nicht nur auf den
Tempelberg Borobudur eingehen, sondern auch auf weitere heilige
Sehnsuchtsorte Asiens von Lhasa (Tibet) über Benares (Indien)
bis zu den Pagodenfeldern von Pagan (Burma) und Angkor
(Kambodscha).

Weitere Vorträge der Reihe:

11. September 2008, 20 Uhr
Dr. Angelika Lorenz
Sensus und Intellekt im Licht des Südens versöhnt - Nordeuropäische
Künstler in Italien

18. September 2008, 20 Uhr
Dr. Erich Franz
Das Licht des Orients in Nordafrika - Matisse, Macke, Klee und
Schumacher in Ägypten,
Tunesien und Marokko

Der Eintritt ist frei.

Dauer der Ausstellung
28. September 2008 bis 11. Januar 2009

Öffnungszeiten während der Jubiläumsausstellung:
Di, Mi, Fr, 9 - 19 Uhr, Do 9 - 21 Uhr
Sa, So 10-18 Uhr
Montags bleibt das Museum geschlossen.
Grundsätzlich hat das Museum an den Feiertagen geöffnet, außer am 30.
Oktober (ab 12 Uhr geschlossen), 24., 25. und 31. Dezember.


INFO

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster
Domplatz 10
48143 Münster
Tel.: 0251 5907-201
Fax: 0251 5907-210
E-Mail: landesmuseum at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 26 09:51:43 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 26 Aug 2008 09:51:43 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2008/33
Message-ID: 48B3D22E.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 25.08.2008, 12:54


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2008-33 für den Zeitraum vom
10.08.2008 bis zum 16.08.2008 mit insgesamt 62 Titeln ist unter
der folgenden Internetadresse abrufbar:
http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&fach=wes





Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/


Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/


http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/


Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib




Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62





INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 26 09:54:22 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 26 Aug 2008 09:54:22 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2008/32
Message-ID: 48B3D2CD.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: Irmgard Niemann
Datum: 25.08.2008, 12:52


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2008-32 für den Zeitraum vom
03.08.2008 bis zum 09.08.2008 mit insgesamt 40 Titeln ist unter
der folgenden Internetadresse abrufbar:
http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&fach=wes




Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/


Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/


http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/


Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib





Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62





INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Aug 27 10:00:05 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 27 Aug 2008 10:00:05 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL-Ziegeleimuseum beleuchtet die Geschichte der
Frauen in den 1950er Jahren, Lage, 31.08.2008
Message-ID: 48B525A5.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 26.08.2008, 11:16


AKTUELL

Im Petticoat am Nierentisch?
LWL-Ziegeleimuseum beleuchtet mit Bildvortrag die Geschichte der
Frauen in den 1950er Jahren

Frauen, Kinder und Alte gaben Flucht und Vertreibung ein
Gesicht: Während die Männer im Krieg oder in
Kriegsgefangenschaft waren, trugen die Frauen die Verantwortung
dafür, dass die Familie überlebte, zusammenblieb und wieder auf
die Beine kam. Aus der Nachkriegszeit sind sie als Trümmerfrauen
im Gedächtnis geblieben. Danach verschwinden sie von der
Bildfläche, bis sie in der Werbung der 50er Jahre im Petticoat
oder am Nierentisch wieder auftauchen. Haben die Frauen wirklich
wieder zu ihrer traditionellen Rolle als Hausfrauen und Mütter
zurückgefunden, während die Männer fest im Berufsleben standen
und ihren Beitrag zum Wirtschaftswunder leisteten? Dieser Frage
geht der Bildvortrag "Frauengeschichten" von Anke Asfur und Anja
Kuhn am kommenden Sonntag, 31. August, nach, zu dem der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) um 14 Uhr in sein
Ziegeleimuseum nach Lage einlädt. Dort ist noch bis 21.
September die Sonderausstellung "Aufbau West. Neubeginn zwischen
Vertreibung und Wirtschaftswunder" zu sehen. Im Mittelpunkt
stehen dabei die Leistungen und Erfahrungen der Flüchtlinge und
Vertriebenen aus dem Osten, die nach 1945 mit Arbeitskraft,
Know-how und Unternehmergeist zum Wiederaufbau hierzulande
beitrugen.

"Flüchtlings- und Vertriebenenfrauen hatten nach Kriegsende eine
doppelte Last zu bewältigen: Den ohnehin schwierigen Neubeginn
im Westen mussten viele von ihnen allein bewältigen," erklärt
Anke Asfur aus dem Ausstellungsteam. Sie hat die Lebenswege von
acht Frauen erforscht, die "Aufbau West" beispielhaft vorstellt.
Darunter ist auch die Geschichte von Erika Netzer, die Anfang
1945 als Sechsjährige mit ihren Eltern aus Pommern floh und dann
einige Jahre in einem Auffanglager in Schleswig-Holstein lebte,
bevor sie nach Dortmund umzog.

"Im Lager hat meine Mutter sofort wieder gearbeitet. Sie war
bereits in Pommern als Köchin beschäftigt und fand auch im
Westen direkt wieder eine Anstellung auf einem nahe gelegenen
Gut", berichtet Erika Netzer. Frauen arbeiteten nach dem Krieg
vor allem in der Landwirtschaft, im Textilgewerbe, in der
Hauswirtschaft und in der Verwaltung. Vorstellungen über den
Wunschberuf traten bei den meisten schnell in den Hintergrund.
"Wichtig war vielmehr, den privaten Aufbau West zu bewältigen
und für die Familie wieder ein sicheres wirtschaftliches wie
soziales Fundament zu schaffen", so Anja Kuhn vom
LWL-Industriemuseum.


INFO

Ausstellung
Aufbau West - Neubeginn zwischen Vertreibung und
Wirtschaftswunder
bis 21.09.2008

LWL-Industriemuseum
Ziegeleimuseum in Lage
Sprikernheide 77
32791 Lage
Geöffnet Di - So 10 - 18 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Aug 27 10:05:49 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 27 Aug 2008 10:05:49 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Lichtbildervortrag im
LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg, Waltrop, 9.9.2008
Message-ID: 48B526FE.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 26.08.2008, 11:02


AKTUELL

August Klönne - vom Tüftler zum Industriepionier
Lichtbildervortrag im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk
Henrichenburg

Zu einem Vortrag über einen der Pioniere des
Ruhrgebiets und des Stahlbaus, den Unternehmer August Klönne,
lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Dienstag,
9. September, um 19.30 Uhr in sein LWL-Industriemuseum
Schiffshebewerk Henrichenburg ein.

Der Unnaer Wirtschaftsförderer Horst Delkus referiert über den
Tüftler und Selfmademan August Klönne, der im 19. Jahrhundert
ein Weltunternehmen aufbaute. Seine Wassertürme und Gasbehälter
prägten das Revier über Jahrzehnte, einige sind heute bekannte
Industriedenkmäler.

Mit Brücken und Bahnhofshallen leistete seine Firma "August
Klönne" einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der
Verkehrsinfrastruktur. Auch Schiffshebewerke, darunter das
berühmte von Niederfinow bei Berlin, hat seine Firma gebaut.

August Klönne starb vor knapp 100 Jahren, am 30. Dezember 1908,
an seinem Wohnsitz in Unna. Seine Söhne und Enkel führten das
Dortmunder Unternehmen als Familienbetrieb bis in die 1960er
Jahre fort. Als "Thyssen Klönne" wurde es dann in den neunziger
Jahren mit dem Niedergang des deutschen Stahlbaus stillgelegt.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei.


INFO

LWL-Industriemuseum
Altes Schiffshebewerk Henrichenburg
Am Hebewerk 2
45731 Waltrop
Tel.: 02363 9707-0
E-Mail: schiffshebewerk at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Aug 27 11:17:50 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 27 Aug 2008 11:17:50 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Westfalenspiegel, 4/2008
Message-ID: 48B537DE.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Ulrike Schulze Schwienhorst" westfalenspiegel.de>
Datum: 26.08.2008, 12:48


SERVICE: TOC

Westfalenspiegel
Kultur, Geschichten, Land und Leute
56. Jahrgang
4/2008
ISSN: 0508-5942


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=33





FREIZEIT/TRENDS

Sommer in Westfalen

Serie Alltagskultur:
Der erste Schultag
Wie für Westfalens Kinder einst der "Ernst des Lebens begann"

Ausflugstipp:
Weißes Gold von der Weser/300 Jahre Tafelkultur
Porzellanmanufaktur und Museum in Fürstenberg an der Wesel

Abenteuer garantiert:
Kleine Fluchten
Museen laden zur Entdeckungsreise


KUNST/MUSIK/THEATER

"Maeght-Das Abenteuer der Moderne":
Im Licht des Südens
Picassomuseum zeigt 170 Werke der Sammlung Maeght

Josef Albers:
"Ich male Farbbeziehungen"
Josef-Albers-Museum in Bottrop feiert 25. Geburtstag

Freundeskreise:
Verbündete der Kunst
Förderverein des LWL-Landesmuseums Münster seit 30 Jahren aktiv

Hans Rottenhammer im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake:
Tizian als Vorbild
Renaissance-Maler wiederentdeckt

Gerard Bunk:
Ein Leben für die Orgel
Zum 50. Todestag des Dortmunder Komponisten

Konzert Theater Coesfeld:
Traumstart geglückt
Mehrspartenhaus hatte 90 Prozent Auslastung


LITERATUR

Hör-Conrady:
1082 Meisterwerke deutscher Dichtung gesprochen von der deutschen
Schauspielelite

"Mord am Hellweg":
Auf zum fröhlichen Morden!
Internationale Topstars beim Krimifestival

August Stramm im Museum für Westälische Literatur Haus Nottbeck:
Radikale Wortkunst Ungewöhnlich in Szene gesetzt

Michael Klaus:
"Ich erzähle gern von Menschen"
Der "Meister der Beobachtung" ist tot - ein Nachruf


ZUR DISKUSSION

Banken und Ethik:
Über die Zunft und die Zukunft
Klare Worte von Ex-WestLB-Chef Ludwig Poullain


REGION

MKK Dortmund:
Im Jahr der Jubiläen
Deutsch-Türkische Hochzeitsgebräuche in Schau zum 125. Geburtstag

50 Jahre Fidena:
Die Puppen tanzen
Internationale Figurentheater-Szene trifft sich in Bochum

Dorfkirche Stiepel:
Kleinod an der Ruhr
Wandmalereien sind einzigartig

Flurnamen:
Warum ein Acker "Toschlag" heißt
Westfälische Wortwelten

Westf. Provinzial:
Abschied mit glänzenden Zahlen
Versicherungs-Chef Heiko Winkler geht

SERIE: Marken aus Westfalen:
Im Zeichen der blauen Segel
Maritim-Hotels mit Stammsitz in Lippe


LEUTE

Martina van Boxen:
Sturm auf der Bühne
Regisseurin leitet das Junge Schauspielhaus Bochum

Josef Kerckerinck zur Borg:
Der mit dem Hai schwimmt
Baron aus Rinkerode hilft dem "König der Meere"


THEMAMeeresrauschen

Land unter:
Hai-Alarm in Westfalen
Erdgeschichte Westfalens

Schiffsmeldung:
Die "Westfalen" im Dienste der Post

Adolf Bermpohl:
Rettung aus Seenot
Gründungsvater der DGzRS stammt aus Gütersloh

Aus Bauern werden Seeleute:
In Petershagen erinnert ein Museum an die westfälische
Hochseefischerei

Dehler-Yachten:
Traditionswerft in Meschede-Freienohl macht Träume wahr

Delius Klasing Verlag:
Bielefelder Medienhaus weiß, was Skipper lieben

Größte Strandkorbfabrik Deutschlands mit Sitz in Bielefeld:
Sommersitz in Handarbeit

Borkum, Texel & Co:
Inseln des Glücks
Sommerreise nach Schiermonnikoog

Kreuzfahrtdirektor:
Hattinger auf hoher See

Fragebogen:
Baron Kerckerinck zur Borg

Tipps und Termine:
Kulturkalender vom 1.8. bis 30.9.2008


INFO

Kontakt:
Frau Ulrike Schulze Schwienhorst
E-Mail: schulze-schwienhorst at westfalenspiegel.de
URL: www.westfalenspiegel.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Aug 27 15:20:07 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 27 Aug 2008 15:20:07 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Brot_und_Spiele_und_ein_Entdeckungsbu?=
=?utf-8?q?ch_f=C3=BCr_Kinder=2C_Haltern_am_See=2C_30=2E_und_31=2E08=2E200?=
=?utf-8?q?8?=
Message-ID: 48B570A7.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 27.08.2008, 12:01


AKTUELL

Römertage 2008
Brot und Spiele und ein Entdeckungsbuch für Kinder

Vor fast 2000 Jahren haben Arminius und seine Mitstreiter die
Römer aus Germanien vertrieben. Jetzt kommen sie in friedlicher
Absicht zurück. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
veranstaltet am 30. und 31. August auf dem Gelände seines
LWL-Römermuseums in Haltern am See die Römertage und lässt
Geschichte lebendig werden. "Zahlreiche Römer- und
Germanengruppen zeigen auch in diesem Jahr wieder wie man um
Christi Geburt an der Lippe lebte, arbeitete und kämpfte",
erklärt Museumsleiter Dr. Rudolf Aßkamp.

Entdeckungsbuch für Kinder Das können Kinder und Jugendliche
jetzt auch mit dem neuen Entdeckungsbuch herausfinden. Pünktlich
zu den siebten "Römertagen" hat es das Museum herausgebracht.
"Kinder sollen lesen, erkunden und verstehen, welche Spuren die
Römer in Haltern hinterlassen haben", erläutert Museumspädagogin
Renate Wiechers.

Dabei lernen sie die Geschichte der Römer in Germanien aus der
Sicht eines Legionärs kennen, dessen Name - Fenestela - als
Besitzerinschrift auf einem römischen Teller in Haltern gefunden
wurde. Mit ihm und dem Rest der 19. Legion geht es zu Fuß und
per Schiff in die römischen Truppenstandorte an der Lippe.

Doch das Buch ist nicht nur zum Lesen da. Anschauliche
Anleitungen laden dazu ein, mu-seumspädagogische Aktionen selbst
auszuprobieren. So kann man ein Römerlager rekonstruieren,
geheime Botschaften versiegeln, Holzfunde datieren, Gläser in
Millefiori-Technik verzieren und eine römische Rüstung basteln.

Exerzieren und Kochen am Wochenende Wie von den Römertagen
gewohnt, führen Römergruppen rund um das Museum an der Weseler
Straße am Samstag von 11 bis 19 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18
Uhr Exerzierübungen, Geschütze und Arbeiten aus ihrem Alltag
vor. Den Schwerpunkt bildet wieder die I. Römercohorte Opladen.
Die Mannen um Vereinschef Klaus Schwab haben es sich zur Aufgabe
gemacht, das beschwerliche Leben der Legionäre so authentisch
wie möglich nachzustellen. Auf dem Gelände vor dem Museum
schlagen sie ihre Zelte auf, darunter auch ein Feldherrnzelt mit
kompletter Ausstattung. Im Küchenzelt bieten sie Kostproben
römischer Speisen und Getränke in authentischem Ambiente.

Die Germanen sind vertreten durch "Ars Replica", den Verein für
lebendige Archäologie aus Mainz und die Gruppe um Norbert
Reuther aus Bochum. In einem Zeltdorf zeigen sie verschiedene
Handwerke wie Spinnen und Weben, Holz- und Lederbearbeitung und
den Umgang mit Pfeil und Bogen.

Ein umfangreiches Mitmach-Angebot haben auch in diesem Jahr die
Museumspädagoginnen des Römermuseums kreiert. Kinder können wie
ihre Altersgenossen im antiken Rom bei beliebten Nüssespielen
oder beim Würfeln mit Tierknöchelchen Punkte sammeln, Rundmühle
spielen, Münzen prägen, Buttons herstellen, einen eigenen
Römerhelm anfertigen oder römische Orden und Spiegel basteln.
Große wie kleine Besucher haben zudem die Möglichkeit römische
Kleidung anzuprobieren oder in eine Legionärsrüstung zu
schlüpfen, um am eigenen Leib zu erfahren, wie schwer ein
Legionär zu tragen hatte.


INFO

LWL-Römermuseum
Weseler Straße 100
45721 Haltern am See
Samstag, 30. 8. 2004, 11.00 bis 19.00 Uhr
Sonntag, 31. 8. 2004, 10.00 bis 18.00 Uhr.

Eintritt:
Erwachsene 4,- ?
Familien 9,- ?
Schüler/Studenten/Ermäßigungsberechtigte 2,50 ?





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Aug 28 09:11:39 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 28 Aug 2008 09:11:39 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Welterbe-Geburtstag Zollverein, Essen, 31.08.08
Message-ID: 48B66BC9.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 27.08.2008, 12:36
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Welterbe-Geburtstag Zollverein

Am 31. August 2008 feiert Zollverein von 10.00 bis 18.00 Uhr
seinen "Welterbe-Geburtstag": Vor genau sechs Jahren erhielten
Zeche und Kokerei Zollverein in einer feierlichen Zeremonie die
Welterbeurkunde. Zum gegebenen Anlass werden jene Gebäude auf
dem Gelände geöffnet und inszeniert, die derzeit noch nicht
genutzt und erst noch saniert werden müssen. Damit bieten sich
interessante Einblicke in die Zukunft des Wirtschaftstandortes
Zollverein.

Zum "Welterbe-Geburtstag" wird die bauliche Entwicklung
Zollvereins thematisiert. Interessierte erhalten seltene
Einblicke in das Welterbe: Die Stiftung Zollverein öffnet in
Baustellenführungen die in Teilen schon sanierten Bandbrücken an
der Kohlenwäsche auf Schacht XII. Die Bandbrücken waren für
längere Zeit zur Sanierung geschlossen und nicht begehbar. Mit
festem Schuhwerk ausgestattet, können Gäste die einmalige Chance
nutzen und den Lauf der Kohle über die Bandbrücken und Stationen
im Denkmalpfad hautnah nacherleben. Jeweils um 11.30, 14.30 und
16.30 Uhr starten die rund 2-stündigen Führungen, Treffpunkt und
Anmeldung ist im Besucherzentrum Zollverein in der Kohlenwäsche,
die Teilnahme ist kostenlos. Inszenierungen der besonderen Art
zur baulichen Entwicklung Zollvereins sind in einigen Hallen auf
Schacht XII zu entdecken: So baut die Dortmunder Designagentur
Heimatdesign einen temporären Showroom für Designobjekte in
Halle 8 auf und zeigt, wie die das ehemalige
Hochdruckkompressorenhaus als Pop-up-Designkaufhaus aussehen
könnte. Im ehemaligen Stellwerk in der Halle 24 richtet
layouterlimits.de für den Tag ein Atelier ein und zeigt
künstlerische Arbeiten im Entstehungsprozess. Einen visuellen
Überblick zu den bisherigen und zukünftigen Bauprojekten auf
Zollverein gibt eine Präsentation sowie der Bebauungsplan der
Kokerei Zollverein in der Halle 6, zudem können die Besucher in
einer Befragung aktiv ihre Ideen zum Standort Zollverein mit
einbringen. In der Zollverein School gibt ein Film Einblicke in
den Bauprozess des Kubus?, zudem können sich die Gäste um 14.30
Uhr bei einer kostenlosen Führung die architektonischen
Qualitäten des Gebäudes erklären lassen.


INFO

Veranstaltungsort:
Weltkulturerbe Zollverein
Hallen 4, 6, 8, 14, 24
Gelsenkirchener Straße
45141 Essen
URL: www.zollverein.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Aug 28 09:22:09 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 28 Aug 2008 09:22:09 +0200
Subject: [WestG] [AUS] "Der Bildhauer Wilhelm Haverkamp - vom Muensterland
nach Berlin", Senden und Luedinghausen, 22.03.-31.05.2009
Message-ID: 48B66E40.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "König-Heuer, Ursula"
Datum: 26.08.2008, 16:56


AUSSTELLUNG

Wäre Wilhelm Haverkamp nicht zeitlebens ein echter Westfale
geblieben, wäre er nicht in seinem Geburtsort Senden begraben,
sondern in direkter Nachbarschaft zu Marlene Dietrich und Helmut
Newton: auf dem "Künstlerfriedhof" in Berlin-Friedenau nämlich,
wie es seinem Rang und seinem langjährigen Wohnsitz entsprochen
hätte. Welche Karriere der 1864 in Senden geborene Bildhauer und
Kunstprofessor im Berlin des Kaiserreichs und der Weimarer
Republik machte, hat bei seiner Geburt wohl niemand geahnt. Aus
ärmlichen Verhältnissen stammend, gleichzeitig künstlerisch hoch
begabt, wurde Haverkamp zu einem gefragten Künstler. Stationen
seiner Ausbildung waren Münster, Berlin und Rom. Gefördert wurde
er durch keinen geringeren als Kaiser Wilhelm II. Zu seinem 80.
Todestag im Jahr 2009 widmen Heimatverein und Gemeinde Senden
sowie der Kreis Coesfeld dem Bildhauer eine Ausstellung, die
Leben und Werk des fast vergessenen Künstlers würdigt. Im
Sendener Rathaus und parallel dazu auf der Burg Vischering in
Lüdinghausen werden im kommenden Frühjahr Leben und
künstlerisches Schaffen im beginnenden Industriezeitalter
anschaulich. Die Doppel-Ausstellung wird vom 22.3. bis 31.5.2009
zu sehen sein. Zu Haverkamps Werk zählen Herrscher- und
Industriellendenkmäler, Kriegerdenkmäler, Altäre,
Heiligenfiguren, Büsten, Medaillen und Medaillons. Der
Schwerpunkt seines reichen Schaffens liegt in der sakralen Kunst,
mit der er katholische und evangelische Kirchen in ganz
Deutschland ausstattete. Kaum ein Berlin-Besucher wird wissen,
dass Reliefs von Haverkamp die Gedächtniskirche schmücken. Auch
im Kreis Coesfeld sind Haverkamp-Werke zu finden, beispielsweise
an der St.-Georg-Kirche in Hiddingsel, im Martinistift bei
Appelhülsen, in Coesfeld und Senden. Über Anregungen zum
Künstler und zu seinem Werk freut sich das Ausstellungsteam
(Tel.: 02541/18-4140), Kreisarchiv Coesfeld).


INFO

Veranstaltungsdaten:
Ausstellung "Der Bildhauer Wilhelm Haverkamp - vom Münsterland
nach Berlin".
Doppelausstellung in Senden und Lüdinghausen.
Datum: 22.03. bis 31.05.2009
Kulturabteilung Kreis Coesfeld: Burg Vischering
Berenbrock 1
59348 Lüdinghausen
Tel.: 02591/7990 11

Kontakt:
Ursula König-Heuer
Kreisarchiv Coesfeld
Friedrich-Ebert-Straße 7
48653 Coesfeld
Tel.: 02541/18 4140
E-Mail: ursula.koenig-heuer at kreis-coesfeld.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Aug 28 10:36:46 2008
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 28 Aug 2008 10:36:46 +0200
Subject: [WestG] [KONF] Tagungsbericht: Kommunale Gebiets-
und Funktionalreformen, Kiel 10.-11.07.2008
Message-ID: 48B67FBE.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Christine Witte"
Datum: 28.08.2008, 10:32


Tagungsbericht

Kommunale Gebiets- und Funktionalreformen in der Bundesrepublik in
historischer und aktueller Perspektive

Veranstalter:
Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft e.V.
LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Datum, Ort:
10.07.2008 - 11.07.2008, Kiel


Von Christine Witte, LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte,
Münster
E-Mail:

Am 10. und 11. Juli 2008 veranstaltete die
Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft e.V. (FVSG), das LWL-Institut für
westfälische Regionalgeschichte und die Heinrich-Heine-Universität
Düsseldorf in Kiel eine Tagung zum Thema "Kommunale Gebiets- und
Funktionalreformen in der Bundesrepublik in historischer und aktueller
Perspektive". Die Tagung bildete den Abschluss eines zeithistorischen
Forschungsprojekts, in dem Historiker und Historikerinnen die Gebiets-
und Funktionalreform in verschiedenen Bundesländern aus verwaltungs-,
sozial- und mentalitätsgeschichtlicher Perspektive untersuchten.

Die historischen Studien widmeten sich mehrheitlich den Jahren zwischen
1960 und 1980, um über die Kernzeit hinaus auch die Vorgeschichte und
die Nachwirkungen der Reformen in den Blick zu nehmen. Sowohl die Reform
"von oben" als auch die Partizipationsforderungen von Bürgern und
Interessenverbänden wurden in die Analyse einbezogen. Die historische
Perspektive des Projektverbundes wurde auf der Konferenz um Diskussionen
und Fragen zur Verwaltungsreformen in der Gegenwart erweitert. Dabei
rückten derzeitige Neuordnungsdiskussionen und -pläne in
Schleswig-Holstein sowie in den ostdeutschen Bundesländern
Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern in den Mittelpunkt der
Betrachtung. Kommunale Gebiets- und Funktionalreformen waren und sind
ein kontrovers diskutiertes Thema. So stehen Ziele wie die
Effizienzsteigerung der Verwaltung dem Wunsch nach Erhalt historisch
gewachsener, traditioneller Gebietsstrukturen gegenüber.

BERND WALTER (Münster) gab in der Begrüßung einen kurzen Überblick über
die bisherige Forschung zur Gebiets- und Funktionalreform. Insbesondere
wies er auf unterschiedliche, fachspezifische Zugänge hin.

JÜRGEN REULECKE (Gießen) führte dann in die Sektion "Politische Planung
und neuer Bürgersinn in den 1960er und 1970er Jahren" ein. Er hob dabei
die lange Tradition kommunaler Neuordnungen in der deutschen Geschichte
hervor und benannte fünf Stufen eines Reformprozesses:
Herausforderungslage, Problemerkennung, Mittelsuche,
Reformierungsprozess und Wirkung.

Die beiden folgenden Sektionsbeiträge thematisierten den politik- und
gesellschaftsgeschichtlichen Rahmen des Tagungsthemas und wurden der am
Nachmittag folgenden historischen Sektion zum Zweck der
Kontextualisierung vorangestellt.

MICHAEL RUCK (Flensburg) skizzierte den Verlauf der politischen Planung
in der Bundesrepublik von ihrem Beginn mit einer Phase diskursiver
Enttabuisierung und Endideologisierung des Planungsdenkens über eine
Phase des Planungsbooms seit Ende der 1960er-Jahre und die anschließende
Ernüchterung in der ersten Hälfte der 1970er-Jahre bis hin zur
Stückwerk-Technik seit Mitte der 1970er-Jahre. Die Überzeugung von
der prosperitätssteigernden und -sichernden Wirkung politischer
Steuerung habe die Planungsbegeisterung gefördert und Skeptiker in die
Defensive gedrängt, so Ruck. Der wirtschaftspolitische Kurswechsel hin
zu einer Politik der Globalsteuerung unter Bundeswirtschaftsminister
Karl Schiller habe mit der Überwindung der Rezession von 1966/67 die
Ausbreitung des Planungsansatzes auch in andere Politikbereiche
begünstigt. Mit Beginn der 1970er-Jahre zeigte sich dann der
konfliktträchtige Widerspruch zwischen ausgreifenden Planungsszenarien
und bürgerlichen Partizipationsansprüchen zunehmend durch das Auftreten
zivilgesellschaftlicher Protestbewegungen. Ruck sprach diesbezüglich von
einem Konfliktdreieck "Planung - Prosperität - Partizipation". Er
bezeichnete die Geschichte der Verwaltungsreform während der
Planungsdekade 1965-1975 als anschauliches Beispiel für das
spannungsgeladene Aufeinandertreffen von Planungsdenken und
Partizipationsansprüchen.

HABBO KNOCH (Celle/Göttingen) widmete sich in seinem Vortrag
"Demokratie machen. Bürgerschaftliches Engagement in den 1960er und
1970er Jahren" den wachsenden Partizipationsansprüchen aus den Reihen
der Zivilgesellschaft. Knoch warf einen strukturellen Blick auf die Zeit
von 1968 bis 1977 und verwies auf die Folgen und Auswirkungen des
Strukturwandels. Er erläuterte verschiedene Ausformungen
partizipatorischer Kultur wie politische Systemaktivitäten, kommunale
Mitgestaltung oder auch die politische Radikalisierung bis hin zur
politischen Gewalt. Die deutliche Ausweitung politischer Partizipations-
und Protestformen in dieser Zeit waren ein sichtbares Zeichen für die
zunehmenden Mitspracheforderungen und -absichten der Bevölkerung. Unter
dem Einfluss der sozialliberalen Reformkultur der Ära Brandt habe die
bürgerschaftliche Beteiligung an Planungsprozessen zugenommen und es
sei zu einer Politisierung der Lebenswelt gekommen, resümierte Knoch. In
der anschließenden Diskussion wurde unter anderem die Sozialstruktur und
die Generationenzugehörigkeit der Akteure und die damit verbundenen
Einstellungen und Motivationen zur Partizipation thematisiert.

In der zweiten, von Michael Ruck moderierten Sektion zur "Gebietsreform
in historischer Perspektive" wurden die fünf
geschichtswissenschaftlichen Projektstudien zur Gebiets- und
Funktionalreformen in verschiedenen westdeutschen Bundesländern
präsentiert.

SABINE MECKING (Düsseldorf/Münster) nahm unter der Fragestellung "Neues
Bürgerbewusstsein im Bürgerstaat?" das Verhältnis von staatlicher
Planung und bürgerschaftlichem Eigensinn am Beispiel der Gebietsreform
in Nordrhein-Westfalen in den Blick. Anhand räumlich und zeitlich
unterschiedlich im Neuordnungsprozess zu verortender Stadtregionen
(Bielefeld, Bochum-Wattenscheid und Köln-Leverkusen-Opladen) legte sie
den seit den 1960er-Jahren festzustellenden neuen Aushandlungsprozess
zwischen Staat und Bürger dar. Es wurde deutlich, wie unbequem das neue
Bürgerengagement aus Sicht der institutionalisierten
Entscheidungsgremien und der Bürokratie sein konnte.
Insbesondere in städtisch geprägten Regionen seien Bürger und
Bürgerinnen immer weniger bereit gewesen, den Neuordnungsvorgaben und
Entscheidungen der Behörden sowie den verfassten Entscheidungsgremien
unkritisch zu folgen. So initiierte die landesweite Protestinitiative
"Aktion Bürgerwille" schließlich das erste Volksbegehren in
Nordrhein-Westfalen gegen die Gebietsreform. War das Volksbegehren auch
erfolglos und konnten zahlreiche Bürgerinitiativen und Aktionsbündnisse
ihre Forderungen nicht durchsetzen, so blieb das Handeln - wie Mecking
ausführte - dennoch nicht wirkungslos. Nicht nur das kommunalpolitische
Kompetenzbewusstsein der Bevölkerung habe zugenommen, sondern auch die
Bereitschaft zum gemeinsamen politischen Handeln zur Durchsetzung
bürgerschaftlicher Interessen.

Im folgenden Vortrag von JAN NIKOLAS DICKE (Münster) wurde das Thema
"Politik, Verwaltung, Bürger: Kommunale Akteure zwischen Gemeinsinn und
Eigeninteressen, dargestellt anhand der Gebietsreform im neuen Kreis
Borken" behandelt. Ins Zentrum seiner Forschung stellte Dicke die Frage,
inwiefern Politik und Verwaltung das Ziel verfolgten, die Interessen der
Bürger zu vertreten und inwiefern sich die Bürger selbst aktiv in die
Neugliederungsauseinandersetzungen einmischten. Laut Referent war die
Initiative zur Neugliederung im ländlich strukturierten neuen Kreis
Borken zu Beginn stark von der Verwaltung ausgegangen, die vor dem
Hintergrund der Wahrung eigener Interessen (z.B. eigene Karriere)
schnell handeln wollte, um sich die Entscheidungen nicht von der Politik
aus der Hand nehmen zu lassen.
In der zweiten Neugliederungsphase, in der dann auch die
Kommunalpolitik eine größere Aktivität entfaltete, hätten dann sowohl
die Politik als auch die Verwaltung die Öffentlichkeit als Instrument im
Streit um die Neugliederung entdeckt. Beide Seiten seien anfangs
grundsätzlich bestrebt gewesen, die Bürger aus der
Entscheidungsfindung rauszuhalten und sie nur dann zu beteiligen, wenn
es politisch sinnvoll erschien. Dicke hielt resümierend fest, dass bei
den damaligen Borkener Bürgerinitiativen nicht von Initiativen der
Bürger gesprochen werden könne. Zu ihrer Bildung sei es
ausschließlich auf Initiative von Politik oder Verwaltung zum Zweck
der Instrumentalisierung gekommen. Dennoch verdeutliche dieser Umstand
die Bedeutungszunahme artikulierten Bürgerwillens, so Dicke.

AXEL BERNSTEIN (Flensburg/Kiel) untersuchte exemplarisch anhand der
Kreise Nordfriesland und Segeberg die "Kreisgebietsreform in
Schleswig-Holstein unter besonderer Berücksichtigung partizipatorischer
Ansätze". Mit der Auswahl der genannten Kreise stellte Bernstein einer
strukturschwachen Region in Randlage einen ehemals ländlichen Kreis
gegenüber, der mit der Kreisgebietsreform zum Hamburger Umlandkreis
wurde. Der Referent skizzierte die Umsetzung der
schleswig-holsteinischen Kreisgebietsreform der 1960er und 1970er-Jahre
und wies auf die wesentliche Fortentwicklung im Verfahrensgang hin. In
verwaltungs- und partizipationsgeschichtlicher Hinsicht sprach er von
einer Katalysatorfunktion. Bürgerlich strukturierte Initiativen hätten
sich in Schleswig-Holstein nur punktuell und nicht kreisübergreifend
zusammen gefunden. Außerdem lösten sie sich zumeist schnell wieder auf.
Obwohl die Landesadministration eigentlich nicht als Schrittmacher einer
institutionalisierten Partizipation bezeichnet werden könne, habe sie
durch die Einberufung von Anhörungsterminen im Reformverlauf die
Partizipationsmöglichkeiten der Eliten dennoch verstärkt.

JOHANNES KOENIG (Limburg) behandelte in seinem Vortrag die Frage:
"Stadt Lahn - Musterbeispiel oder Sonderfall der kommunalen
Gebietsreform in Hessen?". Detailliert und anschaulich legte der
Referent die Entwicklung des Lahnstadt-Projektes dar. Vor dem
Hintergrund der damaligen fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Presse und
Lahnstadt-Gegnern stellte er dabei die Berichterstattung der lokalen und
überregionalen Tageszeitungen in den Mittelpunkt seiner Betrachtung.
Gegen das Neuordnungsziel, aus Wetzlar und Gießen ein großstädtisches
Oberzentrum in Mittelhessen zu bilden, habe sich Wetzlar vor allem mit
Argumenten bezüglich der Namensgebung, der Missachtung der historischen
Bedeutung Wetzlars, des Identitätsverlusts und des Verlusts einer
bürgernahen Verwaltung gewehrt. Als weiteres Argument habe das
generell schwierige Verhältnis zwischen beiden Städten, das als
traditionsreiche Konkurrenz beschrieben wurde, gedient. Obwohl die
Proteste aus Wetzlar von den Zeitgenossen stärker als die aus Gießen
dargestellt und wahrgenommen wurden, habe auch Gießen den
Zusammenschluss abgelehnt. Koenig sprach der Namensdiskussion eine
zentrale Bedeutung für den Prozess der Bildung und noch stärker für die
spätere Auflösung der Stadt Lahn zu. Der Gegenstand der Namensgebung
habe sich ausgezeichnet publikums- und medienwirksam instrumentalisieren
und emotionalisieren lassen.
Für Koenig war die Diskussion um die Lahnstadt repräsentativ für die
Verwaltungsreform in Hessen. Das Lahn-Projekt sei ein Musterbeispiel für
die Planungseuphorie jener Jahre gewesen. Gleichzeitig spiegele der
Widerstand gegen den Zusammenschluss die auch anderenorts in Hessen
festzustellenden, auf historisch gewachsenen Abneigungen basierenden
Einwände gegen die Reform wider. In der anschließenden Diskussion
unterstrich Johannes Rosenplänter (Kiel), wie unsensibel die Planer der
Lahnstadt mit den Identitätsempfindungen der Bürger umgegangen seien,
wenn sie mit Namensvorschlägen wie "Lahn 2" für Wetzlar operierten.

CHRISTINA STEINBICKER (Bonn) betrachtete in ihrer vergleichenden
Untersuchung "Modernisierungsprozesse in der Debatte um die
Kreisentwicklung in der rheinland-pfälzischen Gebietsreform" den
landwirtschaftlich strukturierten Kreis Bitburg-Prüm und den industriell
geprägten Kreis Ludwigshafen. Sie hob die räumliche, wirtschaftliche,
religiöse und politische Zweiteilung des Landes Rheinland-Pfalz als ein
wesentliches Charakteristikum hervor. Entgegen der bisherigen Forschung
zur rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform setzte die Referentin ihren
Schwerpunkt auf die Untersuchung der gesellschaftspolitischen Prozesse
hinter der Neugliederungsdebatte und fragte nach Motiven, Reaktionen,
neuen Aktionsformen, Argumenten und Strategien der verschiedenen Akteure
des Neuordnungsprozesses.
Ein zentraler Punkt in der Untersuchung war die Frage nach dem
Stellenwert regionaler Identitäten in den Diskussionen um die
Kreisneugliederung. In der öffentlichen Diskussion seien gezielt
identitätsstiftende Argumente genutzt worden, um die Bevölkerung zur
Teilnahme zu mobilisieren. Steinbickers Ausgangsthese, große
Unterschiede im Umgang mit der Reform zwischen dem ländlichen und dem
industriell geprägten Raum feststellen zu können, bestätigte sich durch
ihre Untersuchung letztlich nicht. Sie führte dies auf die
gesamtgesellschaftlichen Veränderungen jener Zeit zurück, die -
wenngleich auch in sehr unterschiedlicher Intensität - überall spürbar
waren.

Die öffentliche Abendveranstaltung begann mit Grußworten des
Präsidenten der Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft HANS TIETMEYER
(Königstein) und des Präsidenten des Schleswig-Holsteinischen
Landtags MARTIN KAYENBURG (Kiel). Anschließend sprach MAXIMILIAN
WALLERATH (Bonn) zu "Aufgaben - Raum - Struktur. Steuerung des Wandels
durch kommunale Gebiets- und Funktionalreformen". Wallerath hatte als
Mitglied des Landesverfassungsgerichts des Landes Mecklenburg-Vorpommern
im Rahmen der Rechtsprechung 2007 erheblichen Einfluss auf die dortige
Gebietsreform genommen.
Mit seinem Vortrag leistete er aus juristischem Blickwinkel einen
Brückenschlag zwischen historischer und verwaltungswissenschaftlicher
Betrachtung des Tagungsthemas. Er unterstrich die Notwendigkeit einer
polyperspektivischen Auseinandersetzung mit Gebiets- und
Funktionalreformen. Damit eine Reform überhaupt erfolgreich sein könne,
bedürfe sie eines eingehenden kontextgebundenen Abwägungsvorgangs und
einer angemessenen Erfassung der Umsetzungsbedingungen.

Am zweiten Konferenztag führte HANS-GÜNTER HENNEKE (Berlin) inhaltlich
in die Sektion "Kommunale Gebietsreformen in aktueller Perspektive" ein.
BERND KREGEL (Magdeburg) zeichnete mit seinem Vortrag "Was lange währt,
wird endlich ...? Struktur- und Funktionalreformen in Sachsen-Anhalt" in
chronologischer Abfolge von 1990 bis zur Gegenwart die Veränderungen in
der kommunalen Gebiets- und Verwaltungsstruktur Sachsen-Anhalts nach.
Wesentliches Motiv der Reformen sei die demographische Entwicklung
gewesen. Zum Zweck der Effizienz- und Leistungssteigerung seien in den
verschiedenen Wahlperioden schrittweise Maßstabsvergrößerungen
vorgenommen worden. Ziel sei es gewesen, flächendeckend
Einheitsgemeinden zu bilden, für die eine Mindesteinwohnerzahl
vorgegeben wurde.
Mit Blick auf die Reformphase(n) formulierte Kregel Erkenntnisse, die
aus den Erfahrungen mit der Gebiets- und Funktionalreform in
Sachsen-Anhalt gewonnen werden könnten. Zusammenfassend betonte er,
kommunale Gebietsreformen bedürften einer gründlichen Vorbereitung mit
klarer Zielsetzung und müssten von einer breiten politischen Mehrheit
getragen werden. Eine Umsetzung der Reform über einen länger als zwei
Wahlperioden dauernden Zeitraum sei zu vermeiden. Außerdem müssen bei
der Planung und Umsetzung die sachliche Zusammengehörigkeit von Gebiets-
und Funktionalreform sowie ihre Einflüsse auf andere politische und
funktionale Bereiche berücksichtigt werden.

Im folgenden Vortrag referierte HUBERT MEYER (Hannover) zum Titel
"Gebiets- und Verwaltungsreform in Mecklenburg-Vorpommern - Zum
Scheitern verurteilt?". Vor dem Hintergrund des Urteils des Greifswalder
Landesverfassungsgerichtes vom 26. Juli 2007 hinterfragte er, ob die
Reform zu ihrem Schicksal "verurteilt" worden sei. Indem es die
Überschaubarkeit der Gebietsstrukturen und den Stellenwert des
ehrenamtlichen Mandats hervorhob, habe das Landesverfassungsgericht den
Stellenwert der kommunalen Selbstverwaltung gestärkt. Als Argument für
die Funktionsfähigkeit der alten Verwaltungsstrukturen des Landes hob
der Referent den strukturell ausgeglichenen Landeshaushalt des Jahres
2007 hervor, der unter alten Strukturen erreicht worden war. Als Antwort
auf seine Eingangsfrage stellte Meyer fest, dass die Gebiets- und
Verwaltungsreform in Mecklenburg-Vorpommern nicht zum Scheitern
verurteilt sei. Vielmehr könne sie auf Basis des Gerichtsurteils einen
wertvollen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Landes leisten.

In der anschließenden Diskussion äußerte Jürgen Reulecke Kritik an dem
mangelnden Vergangenheitsbewusstsein der aktuellen Reformplaner. So
würden die Menschen bei einer leistungs- und effizienzgesteuerten
Planung zu häufig nicht hinreichend bedacht und ihre traditionelle
Verbundenheit mit einer Gemeinde oder einem Kreis schlicht
ausgeblendet.

UTZ SCHLIESKY (Kiel) widmete sich in seinem Vortrag der "Strategie der
Verwaltungsmodernisierung in Schleswig-Holstein". Er sprach von einem
Paradigmenwechsel in der Verwaltungswissenschaft. Verwaltung werde heute
nicht mehr aus der Sicht des Staates, sondern aus Sicht des Bürgers
organisiert. Er erläuterte einige europäische und bundesdeutsche
Rahmenbedingungen für eine Verwaltungsmodernisierung und stellte
strategische Ansätze zur Qualitätssteigerung und Modernisierung der
Verwaltung vor. Als zentrale Aspekte dieses Strategieplans bezeichnete
Schliesky das Ziel der Schaffung einer professionellen, wirtschaftlichen
und bürgerorientierten Verwaltung, in der dem kommunalen Ehrenamt wieder
mehr Gestaltungsspielraum eingeräumt werden solle. Des Weiteren müsse
eine "Entbürokratisierung" angestrebt werden und Vorschriften und Regeln
einer Überprüfung unterzogen werden, um zukünftige Bearbeitungsverfahren
zu beschleunigen. Zur Erleichterung, Modernisierung und landes- wie
europaweiten Vernetzung der Verwaltung sei der Einsatz von
E-Government-Technologien unerlässlich. Immer wieder betonte Schliesky
die Bedeutung der EU-Dienstleistungsrichtlinie und stellte heraus, dass
Schleswig-Holstein bei deren Umsetzung eine Vorreiterrolle spiele.

Der anschließend kurzfristig eingeschobene Vortrag von FRANK LUBOWITZ
(Aabenraa/DK) zur Gebiets- und Funktionalreform in Dänemark bot dann
einen Blick über die deutsche Grenze hinaus. Insbesondere in
Schleswig-Holstein war die Neuordnung des nördlichen Nachbarn aufmerksam
beobachtet worden, wie die aktuelle Reformdiskussion gezeigt hatte.

In seinem Schlusswort stellte KARL TEPPE (Münster) heraus, dass die
Erkenntnisinteressen der Historiker sich deutlich von denen der
aktuellen Akteure aus dem Verbands- und Verwaltungssektor unterschieden.
Die Historiker hätten sich in ihrem Forschungsinteresse stärker mit den
Auswirkungen der Reformen auf die betroffene Bevölkerung befasst. Die
Verwaltungsjuristen thematisierten dagegen primär die Möglichkeiten und
Grenzen von Verwaltungsreformen. Dennoch sei der Dialog zwischen den
beiden Disziplinen zu suchen, um ergänzende Erkenntnisse aus der
Sichtweise des jeweils anderen gewinnen zu können.

Die Kieler Tagung hat einen breiten Einblick in die Forschung zu
Gebiets- und Funktionalreformen in Vergangenheit und Gegenwart
ermöglicht. Die in den Diskussionen angemerkte fehlende Betrachtung
von kommunalen Neuordnungen in Süddeutschland und ein möglicher
Vergleich mit west- oder norddeutschen Reformen kann eine weiterführende
Forschungsperspektive für die Zukunft sein. Ein grenzübergreifender
Blick auf ähnliche Reformen in europäischen Nachbarländern konnte bei
dieser Tagung mit dem Beitrag zu Dänemark nur am Rande erfolgen, böte
aber weitere interessante Ansätze für die Forschung.

Die Tagungsbeiträge werden in der wissenschaftlichen Publikationsreihe
des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte "Forschungen zur
Regionalgeschichte" unter der Herausgeberschaft von Sabine Mecking und
Janbernd Oebbecke voraussichtlich 2009 veröffentlicht.



Konferenzübersicht:

10. Juli 2008

Begrüßung: Bernd Walter (Münster)

Sektion I: Politische Planung und neuer Bürgersinn in den 1960er und
1970er Jahren
Einführung und Moderation: Jürgen Reulecke (Gießen)

Michael Ruck (Flensburg)
Gesellschaft gestalten. Politische Planung in den 1960er und 1970er
Jahren

Habbo Knoch (Celle/Göttingen)
Demokratie machen. Bürgerschaftliches Engagement in den 1960er und
1970er Jahren


Sektion II: Kommunale Gebiets- und Funktionalreformen in historischer
Perspektive
Moderation: Michael Ruck (Flensburg)

Sabine Mecking (Düsseldorf/Münster)
Neues Bürgerbewusstsein im Bürgerstaat? Staatliche Planung und
bürgerschaftlicher Eigensinn am Beispiel Nordrhein-Westfalens

Jan Nikolas Dicke (Münster)
Politik, Verwaltung, Bürger: Kommunale Akteure zwischen Gemeinsinn und
Eigeninteresse, dargestellt anhand der Gebietsreform im neuen Kreis
Borken

Axel Bernstein (Flensburg/Kiel)
Kreisgebietsreform in Schleswig-Holstein unter besonderer
Berücksichtigung der Weiterentwicklung partizipatorischer Ansätze

Johannes Koenig (Limburg)
Stadt Lahn - Musterbeispiel oder Sonderfall der kommunalen
Gebietsreform in Hessen?

Christina Steinbicker (Bonn)
Modernisierungsprozesse in der Debatte um die Kreisentwicklung in der
rheinland-pfälzischen Gebietsreform. Die Beispiele Bitburg-Prüm und
Ludwigshafen



Öffentlicher Abendvortrag
Begrüßung: Hans Tietmeyer (Königstein)
Grußwort: Martin Kayenburg (Kiel)

Maximilian Wallerath (Bonn)
Aufgaben - Raum - Struktur. Steuerung des Wandels durch kommunale
Gebiets- und Funktionalreformen


11. Juli 2008

Sektion III: Kommunale Gebiets- und Funktionalreformen in aktueller
Perspektive
Einführung und Moderation: Hans-Günter Henneke (Berlin)

Bernd Kregel (Magdeburg)
Was lange währt, wird endlich ...? Struktur und Funktionalreformen in
Sachsen- Anhalt

Hubert Meyer (Hannover)
Gebiets- und Verwaltungsreform in Mecklenburg-Vorpommern - Zum
Scheitern verurteilt?

Utz Schliesky (Kiel)
Strategie der Verwaltungsmodernisierung in Schleswig-Holstein

Frank Lubowitz (Aabenraa/DK)
Gebiets- und Funktionalreform in Dänemark und die Auswirkungen auf die
deutsche Volksgruppe in Dänemark

Schlusswort: Karl Teppe (Münster)








From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Aug 28 11:22:01 2008
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 28 Aug 2008 11:22:01 +0200
Subject: [WestG] [PORT] Werner Freitag: Geschichte Westfalens 1450-1555
Message-ID: 48B68A59.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Marcus Weidner"
Datum: 28.08.2008, 11:13


NEU IM PORTAL

Einführung in die Geschichte Westfalens 1450-1555 von Werner Freitag

Ungewöhnlich ist der gewählte Zeitabschnitt, der im Überblicksartikel
von Werner Freitag, Professor für Westfälische Landesgeschichte an der
Westfälischen Wilhelms-Universität Münster behandelt wird: Statt
Mittelalter und Neuzeit voneinander zu scheiden, indem die Reformation
als Zäsur gesetzt wird, werden für Westfalen die Strukturen und
Entwicklungen "langer Dauer" behandelt. Das Nachdenken, was Westfalen
ist, beschäftigte die Zeitgenossen vor und nach 1500; die Prozesse der
Territorialisierung setzten sich auch in der ersten Hälfte des 16.
Jahrhundert fort, und auch das Zusammenleben und Wirtschaften in der
Stadt unterschied sich wenig vom Spätmittelalter - die "Frühmoderne" ließ
noch auf sich warten. Und selbst für die Frömmigkeit vor, um und nach
1500 lässt sich viel Gemeinsames herausstellen. Ob die Frühe Neuzeit
dann doch um 1500 oder um 1525 - dem Jahr der ersten reformatorischen
Ereignisse - für Westfalen anzusetzen ist, erfahren Sie im heute
freigeschalteten Beitrag, der eine wichtige Lücke bei den
"Zeitabschnitten" im Internet-Portal "Westfälische Geschichte"
schließt.

Werner Freitag
Westfalen 1450-1555
URL:
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=31

Zeitabschnitte der Westfälischen Geschichte
URL:
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=166





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Aug 28 11:57:32 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 28 Aug 2008 11:57:32 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Maedchenabitur in Dortmund 1900-1933, Dortmund,
07.09.2008 - 21.12.2008
Message-ID: 48B692AB.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 27.08.2008, 12:33
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AUSSTELLUNG

Ausstellung: "Du heiratest ja doch (nicht)!"
Mädchenabitur in Dortmund 1900-1933

Die Reform des höheren Mädchenschulwesens in Preußen und die
Öffnung der Universitäten für Frauen war ein Erfolg der Ersten
Frauenbewegung und bot vor allem Mädchen aus
bildungsbürgerlichen Kreisen die Möglichkeit zu höherer Bildung
und entsprechenden Berufen. Richtet man ausschließlich den Blick
auf Dortmund als Bergbau-Stahl-Arbeiterstadt, erscheint es
irgendwie unkorrekt, diese erste Abitur- und
Studentinnen-Generation zu betrachten.

Nimmt man allerdings einen Frauen- und geschlechterhistorischen
Blickwinkel ein, gilt es gerade diese erste Mädchen und
Frauengeneration ans Licht zu holen, hat sie doch mit dem Ende
des Kaiserreichs, dem Ersten Weltkrieg und der Weimarer Republik
die erste Phase höherer Mädchenbildung erlebt und gestaltet, die
mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten beendet war.
Außerdem gab es in der Arbeiterschicht eine sehr
bildungsinteressierte Fraktion, die ihre Töchter ebenfalls in
die höheren Mädchenschulen schickte - falls genügend
Finanzierungsmöglichkeiten vorhanden waren.

Die Ausstellung zeigt im Kern die erste Generation von
Abiturientinnen und Studentinnen aus Dortmund, deren Berufs- und
Lebensentwürfe, Karrieren, politische Haltungen. Dazu sollen
Einflüsse der Welt- und Schul-Politik betrachtet werden und der
krisenhafte Wandel des Geschlechterverhältnisses in der
Mädchenschulpädagogik und im Frauenstudium zwischen 1900 und
1933 in den Blick kommen. Eine Rückschau auf die Vorgeschichte
der Mädchenschulreform und eine Vorschau bis heute bilden den
Rahmen der Ausstellung.


Eröffnung:
Sonntag, 7. September 2008, 11.30 Uhr.
Mit einer Einführung in die Ausstellung durch Dr. Julia Paulus,
"Jahrhundert der Frauen. Erinnerungskultur in der Region"
und durch Dipl.-Päd. Hanne Hieber, "Oh, junge
Mädchenherrlichkeit".


INFO

Veranstaltungsort:
Westfälisches Schulmuseum
An der Wasserburg 1
44379 Dortmund
Tel.: 0231/613095
Fax: 0231/7261802
E-Mail: schulmuseum at stadtdo.de
URL: www.museendortmund.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Aug 29 09:00:50 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 29 Aug 2008 09:00:50 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Auf den Spuren der Roemer, Bonn, 29.08.-31.08.2008
Message-ID: 48B7BAC1.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 28.08.2008, 16:31


AKTUELL

Auf den Spuren der Römer
"Victoria" zu Gast in Bonn

Wo einst die Römer ruderten, macht jetzt "Victoria" Station: Das
römische Kriegsschiff des Ausstellungsprojektes "IMPERIUM
KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre Varusschlacht" wird an diesem
Wochenende in Bonn zu sehen sein. Vom 29.08.08 bis 31.08.08
liegt der originalgetreue Nachbau aus der Zeit um 100 n. Chr. am
Alten Zoll (Brassert-Ufer, Nähe Koblenzer Tor).

Das Ausstellungsprojekt "IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre
Varusschlacht" brachte die "Victoria" in Kooperation mit der
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
sowie dem Rheinischen Landesmuseum Bonn in die Stadt am Rhein.
Gemeinsam machen sie mit dem vier Tonnen schweren Gefährt ein
Stück römische Geschichte lebendig. Am Freitag können
Schulklassen das 16 Meter lange und fast drei Meter breite
Holzschiff besichtigen. Schiffsbauer und Alt-Historiker der
Universität Hamburg informieren über den Bau des wendigen
Flussfahrzeugs, das unter Ruder und Segel schnelle sechs Knoten
(etwa 11 km/h) erreicht. Das früher vermutlich als
Patrouillenboot eingesetzte Schiff ist zudem extrem wendig: In
weniger als 30 Sekunden lässt sich die "Victoria" auf Gegenkurs
bringen.

Am Freitag und Samstag jeweils um 19 und am Sonntag um 14 und 15
Uhr heißt es dann am Beuler Rheinufer in Nähe der Rheinaustraße
"Leinen los und ran an die Riemen". Mit Publikum an Bord wird
die "Victoria" ihre Runden auf dem Rhein drehen. Die
ursprünglich geplante und im Programmheft gedruckte Fahrtroute
am Brassert-Ufer musste aus Sicherheitsgründen geändert werden.

Auch an Land dreht sich am Wochenende alles um die Römer - die
historische Römergruppe Cohors XXVI Vol. C.R. zeigt am Samstag
und Sonntag Ausrüstung und Alltagsleben römischer Truppen.
Besucher jeden Alters können am Alten Zoll ihre Fähigkeiten im
Bogenschießen testen. Natürlich können sie auch speisen wie die
Römer: Im Biergarten Alter Zoll gibt es Wildschwein und
Ochsenfleisch vom Holzkohlengrill, verschiedene römische
Antipasti, alkoholfreie Feigencocktails und vieles mehr. Neben
umfangreichen Informationen zu Bau und Einsatz der "Victoria"
erfahren die Besucher am Brassert-Ufer Wissenswertes rund um das
Ausstellungsprojekt "IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre
Varusschlacht", im Rahmen dessen das Schiff gebaut wurde. Die
groß angelegte Ausstellungskooperation rückt die Varusschlacht
des Jahres 9 n. Chr., auch bekannt als "Schlacht im Teutoburger
Wald", wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Von Mai bis
Oktober 2009 werden hochkarätige Ausstellungen an den drei
Originalschauplätzen Haltern am See (IMPERIUM), Kalkriese
(KONFLIKT) und Detmold (MYTHOS) mit Exponaten von Weltgeltung
unterschiedliche Facetten des historischen Geschehens
beleuchten. Getragen wird das Ausstellungsprojekt durch eine
überregionale Kooperation zwischen dem Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL), der Varusschlacht im Osnabrücker Land
GmbH - Museum und Park Kalkriese - sowie dem Landesverband Lippe
und dem Kreis Lippe.

Weitere Informationen zur "Victoria" und Fotos zum Download gibt
es im Internet unter http://www.imperium-konflikt-mythos.de.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Aug 29 09:11:03 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 29 Aug 2008 09:11:03 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Besichtigung in LWL-Textilmuseum und bei der
Firma Siemens, Bocholt, 05.09.2008
Message-ID: 48B7BD25.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 28.08.2008, 14:12


AKTUELL

Telefone folgen Textilien
Besichtigung in LWL-Textilmuseum und bei der Firma Siemens in
Bocholt

Viele moderne Industriebetriebe der Region haben textile Wurzeln
- auch dort, wo man es überhaupt nicht vermuten würde. So
produziert der Siemens-Konzern seit 1941 Telefone in den
ehemaligen Werkshallen der Rudolf Karstadt AG. Der
Kaufhauskonzern produzierte in den 1920er Jahren Stoffe für
Bettwäsche, Handtücher und Tischdecken in Bocholt und war einer
der größten Arbeitgeber. Dem Thema der Folge-Industrien widmet
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Freitag,
5.9.2008, ab 10.30 Uhr eine Führung in seinem Textilmuseum und
eine anschließende Betriebsbesichtigung bei der Firma Siemens in
Bocholt.

Um 10.30 Uhr startet der Tag mit einer Führung von Dr. Hermann
Josef Stenkamp, Leiter des LWL-Industriemuseums in Bocholt, zum
Thema "Was wurde aus den Textilbetrieben?". Dabei interessiert
sowohl die weitere Nutzung der Gebäude wie auch eine
technologische Weiterentwicklung aus dem Textilsektor in andere
Produktionsbereiche.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause wird Matthias Kockmann von
der Firma Siemens den Betrieb vorstellen. Der Rundgang durch die
Produktionsbereiche wird u. a. einen Einblick in die aktuelle
Produktion - die Fertigung von schnurlosen Telefonen - zeigen.
Die Besichtigung der weiteren Abteilungen führt auch in die
historischen Gebäude aus den 1920er Jahren, die von der
Warenhauskette der Rudolf Karstadt AG errichtet worden sind.


INFO

Die Kosten für Museumseintritt und Museumsführung betragen 5
Euro pro Person

Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine
Anmeldung erforderlich unter Tel.: 02871/21611-0

Treffpunkt:
Freitag, 5. September, um 10:30 Uhr im Foyer des Museums

LWL-Textilmuseum in Bocholt
Uhlandstraße 50
46397 Bocholt
Tel.: 02871/2161133





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Aug 29 09:29:31 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 29 Aug 2008 09:29:31 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Sehnsuchtsort Prinzipalmarkt, Muenster,
28.09.-11.01.2009
Message-ID: 48B7C17B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 28.08.2008, 12:54


AKTUELL

Sehnsuchtsort Prinzipalmarkt
LWL-Landesmuseum, Kaufleute und Münster Marketing stimmen
auf Jubiläumsausstellung ein

Bevor am 28. September die Jubiläumsausstellung des
LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte "Orte der
Sehnsucht" ihre Pforten öffnet und Besucher mit 250
Meisterwerken auf eine Weltreise zu den Traumzielen der großen
Künstler mitnimmt, präsentiert sich der Prinzipalmarkt als "Ort
der Sehnsucht" - in Szene gesetzt von den Kaufleuten des
Prinzipalmarktes, dem LWL-Landesmuseum und Münster Marketing.

Die Kaufleute vom Prinzipalmarkt gestalten ihre Schaufenster mit
Koffern sowie Ausstel-lungsplakaten und zeigen exklusiv große
Bildmotive der Ausstellung. Besucher können beim
Schaufensterbummel somit eine kleine "Preview" der "Orte der
Sehnsucht" erleben. Tragetaschen mit den farbenfrohen "I love
?"-Motiven der Jubiläumsschau, eine eigene "I
love?"-Postkartenserie für den Prinzipalmarkt und ein
Preisausschreiben begleiten die Schaufensterausstellung.

Für die Kaufleute vom Prinzipalmarkt ist die Kooperation mit dem
Landesmuseum ein klares Bekenntnis zur Kultur und ein ideales
Forum, um zwei der schönsten Seiten Münsters auf kreative Art
und Weise zusammenzubringen: Kunstgenuss und Einkaufserlebnis.

Die Aktion startet als Teil des Schauraums am Donnerstag, 4.
September und möchte Besucher und Bewohner auf die "Orte der
Sehnsucht" einstimmen.

Bereits seit der Internationalen Tourismus Börse in Berlin
rühren das LWL-Landesmuseum und Münster Marketing gemeinsam die
Werbetrommel für die große Jubiläumsausstellung - eine
Zusammenarbeit, die sich bereits im Rahmen der "skulptur
projekte 07" bewährt hat.

Nach dem großen Erfolg der internationalen Skulpturenschau
widmen sich die "Orte der Sehnsucht" dem Phänomen der
Künstlerreise und präsentieren die Reisen großer Künstler quer
durch die Epochen vom ausgehenden Mittelalter bis in die
Moderne. Die Ausstellung im Museum des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) ist thematisch in zehn Sehnsuchtsorte
unterteilt: Italien, Griechenland, Orient, Südamerika, Norden,
Südsee, Alpen, Asien, Nordamerika sowie die beiden Städte Paris
und New York. Neben einem umfassenden Führungs- und
Workshopangebot für Kinder und Erwachsene erwartet die Besucher
in der Ausstellung auch ein "Reisebüro" als zentraler Ort der
Kunstvermittlung.


INFO

Orte der Sehnsucht. Mit Künstlern auf Reisen
28.09.2008 - 11.01.2009
URL: www.orte-der-sehnsucht.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Aug 29 09:37:47 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 29 Aug 2008 09:37:47 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Eisenbahnwaggon_kehrt_ins_LWL-Ziegele?=
=?utf-8?q?imuseum_zur=C3=BCck=2C_Lage?=
Message-ID: 48B7C36B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 28.08.2008, 12:47


AKTUELL

Endstation einer Zeitreise
Eisenbahnwaggon kehrt ins LWL-Ziegeleimuseum zurück

Zwei Jahre war das Gleisstück verwaist, jetzt kehrte der 4.
Klasse-Waggon ins LWL-Ziegeleimuseum zurück. Der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ließ ihn am heutigen
Donnerstag (28.8.) vom Gut Herberhausen in Detmold, wo das 120
Jahre alte Exponat restauriert wurde, zurück an seinen Bahnsteig
im Industriemuseum in Lage transportieren.

Die Witterung hatte dem 1898 gebauten Waggon schwer zugesetzt.
Die Fenster waren nicht mehr richtig dicht, Wasser tropfte durch
das Dach und auch die Blechverkleidung rostete an einigen
Stellen. Zudem waren im Laufe der Geschichte verschiedenen
Umbauten und Veränderungen am Waggon durchgeführt worden. Zum
Beispiel hatte man in den 1980er Jahren eine Dampfheizung
eingebaut und die ursprüngliche Gasbeleuchtung durch Glühlampen
ersetzt. Nach der Restaurierung bei der "euwatec gGmbH" - Träger
von Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekten für arbeitslose
Jugendliche und langzeitarbeitslose Erwachsene in
Ostwestfalen-Lippe - präsentiert sich der Waggon jetzt wieder in
der Ausstattung von 1910.

Wie sich bei den Arbeiten herausstellte, war das Fahrzeug
ursprünglich in ein 4. Klasse- und ein 3. Klasse-Abteil
unterteilt. Um diesen Zustand wiederherzustellen, arbeiteten 15
Mitarbeiter zwei Jahre und vier Monate lang - dreimal die Woche
- an dem Waggon. Nun ist das Fahrgestell komplett entrostet,
grundiert und lackiert. Die Außenbleche des Wagenkastens sind
neu, genauso wie die Fenster aus Eichenholz. Das Dach wurde
gedeckt, die Oberlichter in ihren Ursprungszustand versetzt und
mit satinierten Scheiben versehen. Der komplette Wagenkasten ist
jetzt dicht und erstrahlt in neuen Farben: Die 3. Klasse kann
man schon von außen an ihrem Braunton erkennen, die 4. Klasse
glänzt in Grau.

Der Geschäftsführer der "euwatec", Gerd Schmidt-Wittenbrink,
freut sich über das gelungene Projekt: "Wir hatten damit die
Möglichkeit, erwerbslose Menschen in den Bereichen Metalltechnik
und Holzverarbeitung zu schulen. Sie konnten alte Fähigkeiten
auffrischen und sich für den Arbeitsmarkt fit machen."

Ein 60-Tonnen-Mobilkran hatte den 12,5 Tonnen schweren Waggon am
Donnerstag auf einen Sattelschlepper gehoben, der am Vormittag
von Detmold nach Lage fuhr. Einige Restarbeiten müssen jetzt vor
Ort erledigt werden. Unter anderem fehlen außen noch die
Zierlinien und die Beschriftung. Auch der Innenraum muss noch
fertig gestellt werden. Die Türen werden bearbeitet und die
Bänke, die schon fertig sind, müssen eingebaut werden. Wenn
alles komplett ist, wird der Waggon wieder in die Ausstellung
über die Lippischen Wanderziegler integriert. Die kleinen
Museumsbesucher können dann auch wieder auf "Zeitreise ins
Zieglerleben" gehen. Für dieses museumspädagogische Programm
dient der Waggon als "Zeitschleuse", die die Kinder als Schüler
betreten und als Ziegler verlassen, um für ein paar Stunden ein
ganz anderes Leben zu leben. Anne Wieland vom LWL-Ziegeleimuseum
verspricht: "Ab dem Sommer 2009 starten wir unsere Programme im
sanierten Waggon." Aber zunächst beendete das 120 Jahre alte
Exponat am Donnerstag erst einmal seine eigene Zeitreise mit der
Endstation LWL-Ziegeleimuseum in Lage.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Ziegeleimuseum in Lage
Sprikernheide 77
32791 Lage
Tel.: 05232 9490-0
E-Mail: ziegelei-lage at lwl.org
URL: www.ziegelei-lage.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Aug 29 11:33:15 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 29 Aug 2008 11:33:15 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL-Archaeologen finden Reste der
fruehesten Salzherstellung in Westfalen und ein Kindergrab
Message-ID: 48B7DE7A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 29.08.2008, 10:22


AKTUELL

LWL-Archäologen finden Reste der frühesten Salzherstellung in
Westfalen und ein Kindergrab

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben
auf dem Kerkweg'schen Grundstück in Werl (Kreis Soest)
Tonobjekte der frühesten bekannten Salzherstellung in Westfalen
vor 2.500 Jahren gefunden. Außerdem legten sie Reste eines
Holzgrabes mit einem Kinderskelett frei, das wohl vor über
tausend Jahren hier bestattet worden war.

Was Außenstehenden als Abraum erscheint, ist tatsächlich
historischer Boden: Die LWL-Archäologin Dr. Eva Cichy und ihr
Team von der Außenstelle Olpe der LWL-Archäologie für Westfalen
entdeckten Hunderte sogenannter Briquetagen, Überreste der
Salzgewinnung vor 2.500 Jahren. Mit diesen tönernen Säulen und
Tiegel stellten die Menschen in der Eisenzeit aus Sole Salz her.
Briquetagen aus Werl sind bislang die ältesten Belege für
Salzherstellung in Westfalen. "Offenbar haben die Salzsieder
hier zunächst den vorkommenden hellen Ton abgebaut, in
Briquetagen geformt und damit Salz hergestellt. Anschließend
haben sie die nicht mehr verwendbaren Säulen und Tiegel in den
Tonentnahmegruben entsorgt" erklärt Dr. Cichy die Funde.

Die Archäologen entdeckten außerdem eine fast vollständig
erhaltene Kinderbestattung. "Auch Reste der Holzsarges waren
noch vorhanden, leider fehlen Beigaben", so Archäologin Eva
Cichy, "aufgrund der exakten West-Ost-Ausrichtung des Kindes mit
seinem Kopf im Westen dürfte die Bestattung jedoch in die
Frühphase des christlichen Werls gehören und über tausend Jahre
alt sein. Die isolierte Lage des Kindergrabes können die
Archäologen nicht mehr erklären, da sie die ursprüngliche
Fundsituation nicht mehr ausreichend rekonstruieren konnten.

Aufgrund seiner Lage im Stadtzentrum und der Nähe zu den alten
Salzquellen war auf dem Kerkweg'schen Grundstück, das derzeit
neu bebaut wird, mit Resten der ur- und frühgeschichtlichen
Vergangenheit Werls zu rechnen. Als die Archäologen auf der
Baustelle eintrafen, waren größere Teile des Grundstücks
allerdings schon unbeobachtet tiefer ausgebaggert worden.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Aug 29 11:40:30 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 29 Aug 2008 11:40:30 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Vortrag=3A_=22Absetzbare_Wirtschafter?=
=?utf-8?q?=3A_Die_Schulten_im_alten_Westfalen=22=2C_M=C3=BCnster=2C_04=2E?=
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Message-ID: 48B7E02D.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Dr. Black-Veldtrup, Mechthild" lav.nrw.de>
Datum: 28.08.2008, 13:27


AKTUELL

Landesarchiv NRW Staatsarchiv Münster

Vortrag von Dr. Leopold Schütte: "Absetzbare Wirtschafter: Die
Schulten im alten Westfalen"

Von den westfälischen Schultheißen oder Schulzen, insbesondere
von den im Münsterland plattdeutsch so bezeichneten Schulten
weiß man, dass sie auf großen, von alten Eichen umrauschten und
nicht selten von einer Gräfte umgebenen Höfen sitzen und oft
noch heute in ihren Bauerschaften eine wichtige Rolle spielen.
Ihre Höfe werden gerne als "Oberhöfe" bezeichnet, da sie stets
"Unterhöfe" unter sich hatten, von denen sie für hohe Herren
(Adel, Kloster) die denen zustehenden Abgaben oder Schulden
"heischten". Handelt es sich dabei um Wahrheit oder Legende? Dr.
Leopold Schütte, über 30 Jahre lang Archivar am Staatsarchiv
Münster, ist ein profunder Kenner der westfälischen
Landesgeschichte und Autor des jüngst erschienenen Lexikons
"Wörter und Sachen aus Westfalen 800 - 1800".

Donnerstag, 4. September 2008, 19 Uhr im Landesarchiv NRW
Staatsarchiv Münster


INFO

Landesarchiv NRW Staatsarchiv Münster
Bohlweg 2
48147 Münster
Tel.: 0251-48850
Fax: 0251-4885100
E-Mail: stams at lav.nrw.de
URL: www.archive.nrw.de