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From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jul 1 10:33:45 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 01 Jul 2008 10:33:45 +0200
Subject: [WestG] [AUS] "Soest - Fotografieren gestern und heute", Soest,
ab 03.07.2008
Message-ID: 486A0809.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Kreis Soest"
Datum: 01.07.2008, 10:02


AUSSTELLUNG

"Soest - Fotografieren gestern und heute"
Fotoausstellung in der AHA dokumentiert erfolgreiche Projektarbeit

Das ESTA-Bildungswerk präsentiert seine Projektarbeit "Soest -
Fotografieren gestern und heute" im Eingangsbereich der Arbeit
Hellweg Aktiv (AHA) in Soest, Paradieser Weg 2. Reinhard Helle,
Geschäftsführer der AHA und Cornelia Nölle-Dewey,
Kompetenzzentrenleiterin der ESTA-Bildungswerk gGbmH werden die
Ausstellung am Donnerstag, den 03. Juli 2008 um 11 Uhr offiziell
eröffnen.

Die Ausstellung, die prägnante Soester Gebäude und Plätze von
damals mit heute vergleicht, ist ein Ergebnis des
Aktivierungsprogramms "JobFit". Es wurde vom ESTA - Bildungswerk
in Soest über 10 Wochen für Arbeitslosengeld II - Beziehende im
Kreis Soest durchgeführt und hatte neben der Aktivierung jedes
einzelnen die daraus resultierende Arbeitsaufnahme zum Ziel.

Neben einem allgemeinem Bewerbungstraining und individueller
Hilfestellung beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen standen
erlebnis- und arbeitspädagogische Projekte im Vordergrund von
"JobFit". Im Rahmen einer Analyse des eigenen Könnens wurden
verschiedene Berufsfelder, beispielsweise das Berufsbild des
Fotografen, dargestellt.

Vor diesem Hintergrund entstand das Fotoprojekt "Soest -
Fotografieren gestern und heute", welches eine fotografische
Gegenüberstellung von historischen und aktuellen Aufnahmen
Soester Straßen und Gebäuden zum Inhalt hat.

In dem Projekt entwickelten die Teilnehmenden ein Gemeinschafts-
und Zugehörigkeitsgefühl. "Für die Teilnehmer ist es wichtig,
ihre eigenen Ressourcen zu erkennen und ggf. für die berufliche
Zukunft zu nutzen", erläutert Projektleiterin Birgit Fister vom
ESTA-Bildungswerk die Hintergründe. Die Teilnehmer setzten sich
mit der kulturellen und geschichtlichen Entwicklung der Stadt
Soest auseinander, organisierten historische Fotografien,
hinterfragten die Standorte der alten Objekte, befragten ältere
Passanten und erstellten und bearbeiteten die Fotografien.

Herausgekommen sind 24 eindrucksvolle Bilder, die zu einer
Zeitreise durch das Soest von damals und heute einladen. "Die
Ausstellung ist wirklich sehenswert", zeigte sich Reinhard Helle
von dem Ergebnis des Projektes beeindruckt. "Durch die
motivierende und kreative Gruppenarbeit werden die
Persönlichkeitsentwicklung der Teilnehmenden positiv beeinflusst
und damit die Vermittlungschancen für den Wiedereinstieg in den
Arbeitsmarkt erhöht."


INFO

Arbeit Hellweg Aktiv
Standort Soest
(zuständig für die Bereiche Soest, Bad Sassendorf, Lippetal,
Welver und Möhnesee)
59494 Soest
Paradieser Weg 2
E-Mail: aha-soest at arge-sgb2.de
Tel. 0 29 21/106-500
Fax 0 29 21/106-106

Die Ausstellung in der AHA kann von Interessierten während der
Öffnungszeiten der AHA besucht werden (montags bis dienstags 8
bis 16 Uhr, donnerstags 8 bis 18 Uhr, mittwochs und freitags 8
bis 12:30 Uhr).





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jul 1 10:33:56 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 01 Jul 2008 10:33:56 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Historische Filmaufnahmen im Internet recherchieren.
LWL stellt Filmdatenbank Westfalen-Lippe online
Message-ID: 486A0814.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 01.07.2008, 09:18


AKTUELL

Historische Filmaufnahmen im Internet recherchieren
LWL stellt Filmdatenbank Westfalen-Lippe online

"Eine westfälische Familie bei einem Waldspaziergang, zwischen
1939 bis 1945, gibt's dazu bei Ihnen Filmmaterial?", lautete die
Anfrage einer Produktionsgesellschaft, die zum Thema
"Alltagsleben im Zweiten Weltkrieg" händeringend auf der Suche
nach alten Filmbildern war. Der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) konnte prompt helfen. "Wir sind in
derartigen Fällen der richtige Ansprechpartner, denn der LWL
sammelt seit über zehn Jahren vor allem Filmaufnahmen aus
Amateurhand, die einen regionalen Bezug haben", erläutert Dr.
Markus Köster Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen.

Dazu können Interessierte auf einige Tausend Filme und Filmteile
zurückgreifen, die größtenteils von kommunalen Einrichtungen,
Heimatvereinen und Privatpersonen stammen. Die
LWL-Medienexperten haben die Filme jetzt mit einem neuen
Datenbanksystem inhaltlich erfasst, so dass Interessenten über
600 Filme im Internet nach bestimmten Themen durchsuchen können.
"Diese Datenbank, die für eine ganze Region Filmbestände erfasst
und unter www.filmarchiv-westfalen.de öffentlich zugänglich
macht, ist landesweit einzigartig und gilt als Modellprojekt für
eine künftige Filmdatenbank Nordrhein-Westfalen", so Köster.

Die meisten Filme, die der LWL übernommen hat, verfügten über
keine Inhaltsangabe und wurden zunächst nur mit einem Titel und
einigen Schlagwortbegriffen in einer Inventarliste erfasst. Für
eine übliche Rechercheanfrage reichten diese Angaben oft nicht
aus. "In einem 20-minütigen Amateurfilm mit dem Titel
"Familienaufnahmen" können durchaus Bilder eines
Waldspazierganges zu finden sein. Das setzt aber voraus, dass
der Film von uns gesichtet und erschlossen worden ist. Denn die
schönsten Filmaufnahmen nützen leider nichts, wenn man nicht
weiß, dass man sie hat", so Köster.

In einem zweijährigen Projekt ist das LWL-Medienzentrum dieses
Dokumentationsdefizit angegangen. Seit Ende 2007 arbeiten die
Filmarchivare mit dem neuen Datenbanksystem. Über 600 Filme aus
dem Zeitraum 1924 bis 1982 sind inzwischen in der Datenbank
erfasst. "Teilweise verläuft die Erschließung szenengenau",
erklärt Dr. Ralf Springer, der den Aufbau der Filmdatenbank
geleitet hat. "Wir erschließen die Filme je nach historischer
Bedeutung und zu erwartender Nutzeranfrage unterschiedlich
detailliert, aber ein Waldspaziergang zum Beispiel wird als
Unterthema eines themenreichen Amateurfilms immer erwähnt und
somit auch zu finden sein. Natürlich sind Orts- und Zeitangaben
mit den Filmen verbunden, so dass wir Interessenten künftig viel
schneller und effektiver helfen können."

Die Entwicklung des LWL-Filmdatenbankprojektes wurde mit einem
Förderbetrag in Höhe von rund 40.000 EURO durch die
NRW-Staatskanzlei unterstützt. Sie verfolgt auch den weiteren
Auf- und Ausbau dieses Informationssystems mit großem Interesse,
gibt es doch bisher auf Landesebene keine vergleichbare
Möglichkeit, die Filmbestände der Regionen elektronisch zu
erschließen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Unter www.filmarchiv-westfalen.de können alle Interessierten
nach historischen Filmmaterialien recherchieren und überprüfen,
ob zu bestimmten Orten oder Themen altes Filmmaterial existiert.
"Momentan bieten wir für die externe Recherche eine
Volltextsuche an, die aber noch um kombinierte Suchmöglichkeiten
ergänzt wird", so Springer. "Zur Zeit sind die Filme nur
textlich beschrieben, aber bald wird man sie sich zumindest in
Ausschnitten auch anschauen können."

"Wir erhalten jedes Jahr Hunderte neuer Filme. Auf Wunsch sollen
die Filmgeber künftig über das Internet selbst bei der
Erschließung ihres Materials mithelfen können. Damit werden die
Beschreibungen noch genauer", blickt Köster in die Zukunft.


INFO

LWL-Medienzentrum für Westfalen
Fürstenbergstraße 14
48147 Münster
Tel.: 0251 / 591-3902
Fax: 0251 / 591-3982
E-Mail: medienzentrum at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jul 1 10:59:35 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 01 Jul 2008 10:59:35 +0200
Subject: [WestG] [AUS] LWL-Freilichtmuseum Detmold zeigt Frauenportraets
der 30er Jahre, Detmold, 11.07.-11.08.2008
Message-ID: 486A0E17.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 01.07.2008, 09:22


AUSSTELLUNG

Zurück nach Rietberg:
LWL-Freilichtmuseum Detmold zeigt Frauenporträts der 30er Jahre

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren fasziniert: Im
vergangenen Jahr zeigte das LWL-Freilichtmuseum Detmold in der
Ausstellung "Mach mich schön" 100 individuelle Frauenporträts
aus Rietberg (Kreis Gütersloh) in Westfalen, verewigt auf
schwarz-weißen Studiofotografien der 1930er Jahre. Nun kehren
die Damen in ihre Heimat zurück: Vom 11. Juli bis zum 11. August
präsentiert das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL) gemeinsam mit dem Heimatverein Rietberg und der Stadt
Rietberg eine Auswahl der Bilder im dortigen Alten Progymnasium
und im Heimathaus der Emsstadt.

Damit schließt sich ein Kreis, denn die Porträts sind alle im
ehemaligen Rietberger Fotoatelier Kuper entstanden. Die Frauen
auf den präsentierten Aufnahmen ließen sich in den 1930er Jahren
in einem Tageslichtatelier fotografieren. Damals belichteten die
Fotografen noch große Glasplatten. 2.200 Exemplare solcher
Glasnegative, wahre Schätze der westfälischen
Fotografiegeschichte, schlummerten in einer unscheinbaren,
verstaubten Holzkiste auf dem Dachboden des Fotoateliers Joseph
Kuper und Nachfolger in Rietberg. Entdeckt und vor dem
Verschwinden bewahrt wurden sie, als das Freilichtmuseum im Jahr
2000, vor Abbruch des Gesamthauses, das Atelier-Gebäude von 1891
übernahm. Die Stadt Rietberg überließ dann im Jahre 2002 den
Bestand an Glasplatten dem LWL-Museum, das demnächst das
Rietberger Atelier wieder aufbauen wird.

"Ich freue mich besonders, dass diese Ausstellung nun in
Rietberg zu sehen ist", so LWL-Museumsleiter Dr. Jan Carstensen.
"Schließlich haben uns die Rietberger Bürger maßgeblich bei der
Klärung der Identität der porträtierten Frauen geholfen." Das
Museum erhielt bei den Recherchen große Unterstützung von der
Stadt Rietberg und vom dortigen Heimatverein. Mit Hilfe des
Rietberger Stadtanzeigers begann eine der größten Suchaktionen
in der Geschichte der Stadt. Die Rietberger erkannten ihre
Großmutter, Mutter, Tante oder sich selbst auf den Fotos und
meldeten sich mit zahlreichen Hinweisen. Die Telefone von
Manfred Beine, Leiter des Rietberger Stadtarchivs, und Dr.
Mi-chael Orlob, Vorsitzender des Heimatvereins, standen nicht
mehr still. "Die Fotos wurden für Wochen zum Stadtgespräch. Auf
diese Weise konnten 72 der 100 Porträts identifiziert werden",
berichtet Beine. Noch während der Detmolder Ausstellung im
vorigen Jahre konnten weitere drei Identitäten aufgeklärt werden,
und die Veranstalter hoffen auf weitere Ergebnisse, wenn die
die Ausstellung jetzt in Rietberg gezeigt wird.

Für Rietbergs Bürgermeister André Kuper stellt das gemeinsame
Projekt einen Höhepunkt der bewährten Zusammenarbeit seiner
Stadt mit dem LWL-Freilichtmuseum dar: "Die Ausstellung bietet
unseren Rietberger Bürgern, aber auch allen interessierten
Besuchern der Landesgartenschau, ein spannendes Stück
westfälischer Fotogeschichte. Die Fotos geben uns, gerade weil
die Abgebildeten größtenteils identifiziert sind, einen
ungeheuer intensiven und authentischen Einblick in die örtlichen
Lebensverhältnisse der 1930er Jahre. Sie zeigen uns, wer hier in
Rietberg vor 70 Jahren auf welche Weise gelebt hat."

Hintergrund Den Lebensläufen der in jungen Jahren fotografierten
Frauen gingen Museumsleiter Carstensen und die wissenschaftliche
Volontärin des Museums, Tanja Zobeley, nach. Sie besuchten und
befragten einige der 27 heute noch lebenden Frauen, deren Bilder
in der Ausstellung zu sehen sind. Tanja Zobeley beschreibt ihre
Begegnungen mit den alten Damen aus Rietberg so: "Es war
unglaublich: Ich kannte die Personen ja zunächst nur von dem
Porträt aus jungen Jahren und dann stand ich derselben Frau
beinahe 70 Jahre später gegenüber. Auch nach bewegenden Jahren
sind die unverwechselbaren Züge und die individuelle Schönheit
geblieben."

Um Fragen nach Schönheit - einmal abseits vom heutigen
Modelrummel - , Fragen nach dem Anlass des Fotoatelierbesuches
und nach der Geschichte der Stadt Rietberg im 20. Jahrhundert
kreisen auch die bewusst sparsam eingesetzten Ausstellungstexte.
Carstensen: "Die Fotos sprechen eine deutliche Sprache. Bei
intensiver Betrachtung liest man zum einen den unausgesprochenen
Wunsch 'Mach mich schön!' von den Gesichtern ab, zum anderen
verraten die Körperhaltung, Kleidung und Frisur viel über die
Person und ihre Zeit."

Der Ausstellung der Bilder in Rietberg ging eine sorgfältige
Auswahl der schönsten Frauenporträts voraus: Sie zeigen Frauen
aus Rietberg und Umgebung aus verschiedenen sozialen Schichten
in unterschiedlichen Lebensphasen - als Mädchen mit Zöpfen, als
junge oder ältere Frauen oder auch als Mütter. Das gezeigte
Spektrum fotografischen Könnens ist groß, denn in der
betreffenden Entstehungszeit waren mehrere Fotografinnen und
Fotografen im Rietberger Atelier tätig.


INFO

"Mach mich schön. Frauenporträts der 1930er Jahre aus dem
Fotoatelier in Rietberg/Westfalen"
11. Juli bis 11. August 2008, täglich von 10 bis 18 Uhr, Eintritt frei
Ratssaal des Alten Progymnasiums
Heimathaus Rietberg

Ausstellungskatalog
"Mach mich schön. Frauenporträts der 1930er Jahre. Fotografien
des Ateliers Joseph Kuper und Nachfolger in Rietberg aus der
Sammlung des LWL-Freilichtmuseums Detmold".
Klartext Verlag, Essen, 2007 (ISBN 978-3-89861-766-6),
erhältlich in der Ausstellung und im Buch-handel (? 19,90)





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jul 1 11:13:27 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 01 Jul 2008 11:13:27 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Siedlungsarchaeologie der Wikingerzeit
in Haithabu und Wiskiauten, Bochum, 03.07.2008
Message-ID: 486A1157.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Eva Koch"
Datum: 30.06.2008, 13:47


AKTUELL

Neues aus der Wikingerzeit

Das Deutsche Bergbau-Museum und die Ruhr-Universität Bochum
arbeiten weltweit bei archäologischen Ausgrabungen und richten
vom 3. - 4. Juli 2008 einen internationalen Workshop aus:

"Water and Caves in Ancient Iranian Religion:
Aspects of Archaeology, Cultural History and Religion".


Für die breite Öffentlichkeit ist in diesen Rahmen ein
öffentlicher Vortrag am Donnerstag, 3. Juli 2008 um 18.00 Uhr in
den Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum eingebunden.

Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim, Direktor des Landesmuseums
Schleswig-Holstein in Schloss Gottorf "Alte Plätze, neue
Forschungen - Siedlungsarchäologie der Wikingerzeit in Haithabu
und Wiskiauten."

Der Vortrag ist Handelsplätzen der Wikingerzeit an der Ostsee
gewidmet. Der dänische Handelplatz Haithabu wurde ab dem 8. Jh.
zu einem der bedeutendsten Handelplätze im Norden.

Umfangreiche Ausgrabungen belegen seine Bedeutung als
Warenumschlagplatz sowie politisches und wirtschaftliches
Zentrum, das im Laufe seiner Geschichte zum Zankapfel zwischen
den dänischen Königen und dem Deutschen Reich geworden ist.
Neben Haithabu haben sich an der Ostsee weitere wichtige
Umschlagplätze entwickelt.

So entstand auch im ehemaligen Ostpreußen, auf Kaliningrader
Gebiet, ein solches Handels- und Wirtschaftszentrum, über dessen
Bedeutung bisher knapp 500 Grabhügel Aufschluss gaben.

Seit 2005 erforscht nun ein deutsch-russisches
Gemeinschaftsprojekt den Handelplatz Wiskiauten. Der Vortrag
bietet einen Überblick zur Geschichte des Ostseeraumes sowie zu
den neuen Forschungsergebnissen dieser beiden herausragenden
Fundplätze.

Der Eintritt ist frei.


INFO

Fachlicher Ansprechpartner:
Prof. Dr. Thomas Stöllner
Institut für Archäologische Wissenschaften
Ur- und Frühgeschichte
Geschäftsführender Leiter
Universitätsstr. 150
44780 Bochum
Tel.: +49 234 3222546
E-Mail: thomas.stoellner at ruhr-uni-bochum.de


zugleich:
Deutsches Bergbau-Museum Bochum
Forschungsstelle Archäologie und Materialwissenschaften
Leiter Forschungsbereich Montanarchäologie
Herner Str. 45
44787 Bochum
Tel.: 49 234 9684022
E-Mail: thomas.stoellner at bergbaumuseum.de

Deutsches Bergbau-Museum
Am Bergbaumuseum 28
44791 Bochum
http://www.bergbaumuseum.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jul 2 15:06:04 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 02 Jul 2008 15:06:04 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Nichts Vergleichbares in Norddeutschland:
Fortschritte bei der Praeparation an fossilem Schwimmsaurier
Message-ID: 486B995B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 02.07.2008, 12:37


AKTUELL

Fortschritte bei der Präparation an fossilem Schwimmsaurier
"Nichts Vergleichbares in Norddeutschland"

Seit Februar präparieren Fachleute des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) das versteinerte Skelett eines seltenen,
185 Millionen Jahre alten Schwimmsauriers. Nach Einschätzung der
Experten ist in Norddeutschland zuvor noch kein so gut
erhaltenes Plesiosaurierskelett aus dieser Zeit gefunden worden.

Im Sommer vergangenen Jahres hatten die Paläontologen in einer
Tongrube im Kreis Höxter das über vier Meter große Meeresreptil
geborgen und nach Münster in die Präparationswerkstatt des
LWL-Museums für Naturkunde gebracht. Vor Ort in Münster hat sich
am Mittwoch (2.7.) LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch über den
Fortschritt der Arbeiten in der Präparationswerkstatt
informiert.

Der Fund wird im LWL-Museum für Naturkunde für eine
Landesausstellung im Römisch-Germanischen Museum in Köln 2010
und im LWL-Museum für Archäologie in Herne hergerichtet. In den
Kreis Höxter geht ein originalgetreuer Abguss des präparierten
Fundes sowie eine Ausstellung mit Darstellungen zur
Fundgeschichte, Präparation des Fossils und zum damaligen
Lebensraum. Plesiosaurier waren Meeresreptilien mit zwei
paddelähnlichen Flossenpaaren und einem langen Hals. Die Flossen
saßen an einem relativ starren Körper, dessen Rückgrat deutlich
gewölbt war und durch verstärkte Rippen zusätzlich Halt erhielt.

Schwierige Bergung

Das LWL-Grabungsteam legte im Sommer 2007 in einer Tongrube in
Nieheim-Sommersell (Kreis Höxter) Rippen, Knochen der hinteren
und vorderen Extremitäten, wie etwa Schulterblatt und
Fingerknochen, sowie Wirbel frei. Die Wirbelsäule wurde
vollständig geborgen. Dabei stellte sich heraus, dass das Tier
über vier Meter lang gewesen sein muss. Der Saurier lag auf dem
Rücken und wurde in dieser Haltung freigelegt. Mitte Juni 2007
waren die Fossilienforscher im LWL-Museum für Naturkunde von
einem ehrenamtlichen Mitarbeiter informiert worden.

Nach der Ortsbesichtigung durch einen LWL-Paläontologen begann
eine Rettungsgrabung. Aus Furcht vor Raubgräbern wurde zunächst
die Öffentlichkeit nicht informiert, das Grabungsteam blieb Tag
und Nacht an der Grabungsstelle. Die Grabung verlief unter
schwierigen Bedingungen, denn das Team musste gegen den Regen
und das steigende Grundwasser ankämpfen.

Die Knochen wurden nicht einzeln geborgen, dazu fehlte die Zeit.
Darum wurde der Fund durch so genannte Blockbergungen gesichert:
Tonsteine mit den fossilen Knochen werden mit Harz eingestrichen
und anschließend mit viel umgebenden Gestein in großen Blöcken,
stabilisiert durch untergelagerte Eisenstäbe, aus der Erde
befreit. Insgesamt bargen die Paläontologen zehn Blöcke mit
Knochen und Sediment.

Aus zehn Blöcken wird ein Exponat

Nach seiner Bergung kam der Schwimmsaurier ins LWL-Museum für
Naturkunde nach Münster. Die ersten Präparationsarbeiten
begannen Ende Februar 2008. Manfred Schlösser, Präparator im
LWL-Museum für Naturkunde, entfernte zunächst Stück für Stück
das Gestein mit einem Druckluftstichel, bis Teile der Knochen
sichtbar wurden. In einem zweiten Schritt hat Schlösser einen
anderen Block nicht nur oberflächlich anpräpariert, sondern
einzelne erhaltene versteinerte Knochen weitgehend freigelegt.
Jedes Knochenstück kann der Präparator nur in Schritten von je
einem halben Quadratzentimeter mit Skalpell, Pinsel und
Fräsmaschine frei präparieren. Dann muss er sofort einen
Spezialkleber auftragen. Erst danach kann er den nächsten halben
Quadratzentimeter in Angriff nehmen.

Museumsleiter Dr. Alfred Hendricks: "Bereits jetzt ist erkennbar,
dass die Wirbelsäule einschließlich der Fortsätze zum Teil gut
erhalten ist. Die übrigen acht Blöcke werden in der nächsten
Zeit nach Absprache mit Prof. Sander ebenfalls komplett
freigelegt." Erst danach lasse sich sagen, wie viele Teile des
Skeletts tatsächlich erhalten geblieben seien. Prof. Dr. Martin
Sander von der Universität Bonn, ein anerkannter Saurierfachmann,
wird auf Empfehlung der internationalen Vereinigung
"Paläontologische Gesellschaft" nach der Präparation das Fossil
wissenschaftlich erforschen.

Die Präparation wird zirka ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen,
weil die Knochen in einem sehr schwierigen Erhaltungszustand
sind. Hendricks: "Die Knochensubstanz ist teilweise so weich,
dass sie schon vom kleinsten Luftzug weggeblasen werden kann.
Das Gestein zwischen den Knochen ist dagegen manchmal äußerst
hart und mit dem Spezialstichel kaum zu durchdringen."

Hohe wissenschaftliche Bedeutung

Der Fund hat nach Angaben von Hendricks hohe wissenschaftliche
Bedeutung für Nordrhein-Westfalen, denn in der Vergangenheit
wurden aus der Jura-Zeit in NRW lediglich vereinzelte
Skelettelemente von Schwimmsauriern gefunden. Beim Fund aus dem
Kreis Höxter dagegen handele es sich um eine vier Meter lange,
zusammenhängende Wirbelsäule eines Schwimmsauriers. Außerdem
seien einige Extremitäten fossil erhalten. Daher hat das
LWL-Museums für Naturkunde bei der Stadt Nieheim als Untere
Denkmalbehörde beantragt, das Fossil in die Liste der
beweglichen Bodendenkmäler einzutragen. Fossile Schwimmsaurier
der Jura-Zeit sind aus Süddeutschland bekannt, so wurden
beispielsweise in Holzmaden (Baden-Württemberg) zahlreiche Funde
gemacht.

Mögliche Gefahr für den Saurier

Gefahr könnte dem Fund durch das Mineral Pyrit (Fe S2) drohen,
das die fossilen Knochen des Schwimmsauriers durchzieht. Das
Mineral hat die unangenehme Eigenschaft, dass einige
Modifikationen des Minerals an der Luft zerfallen und mit dem in
der Luft enthaltenen Wasser reagieren. Dabei bildet sich
Schwefelsäure, die benachbarten Körner des Sedimentes angreift
und zersetzt. Fossilien, die diese Form des Pyrits enthalten,
können innerhalb weniger Jahre zu Pulver zerfallen. Auf einigen
Knochenoberflächen des Schwimmsauriers hat der LWL-Fachmann
bereits Zerfallspuren gefunden, konnte die Zersetzungsprodukte
und das Pyrit aber entfernen.

"Wo im Fall des fossilen Schwimmsauriers diese Form von Pyrit
vorliegt, können wir nur durch permanente wissenschaftliche
Beobachtung feststellen", so Hendricks. Dann müssen die
Wissenschaftler Gegenmaßnahmen ergreifen, zum Beispiel das Pyrit
an der Oberfläche entfernen oder die Knochen mit einer
chemischen Substanz tränken, die die Schwefelsäure
neutralisiert. Außerdem müssen die Knochen sehr trocken gelagert
und regelmäßig auf Zerfallspuren untersucht werden.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jul 2 15:05:54 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 02 Jul 2008 15:05:54 +0200
Subject: [WestG] [POS] LWL-Archivamt fuer Westfalen,
Restaurierungstechniker/in bzw. Restaurierungsassistent/in, Muenster
Message-ID: 486B9952.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 01.07.2008, 12:43


STELLENAUSSCHREIBUNG

Im LWL-Archivamt für Westfalen ist zum nächstmöglichen
Zeitpunkt eine bis zum 31.03.2009 befristete Stelle als

Restaurierungstechniker/in bzw.
Restaurierungsassistent/in

in Teilzeit (14 Stunden pro Woche) zu besetzen.

Aufgabengebiet:
- Mitwirkung bei der Restaurierung und Konservierung von
Archivgut

Wir erwarten:
- abgeschlossene Ausbildung zum/zur Restaurierungstechniker/in
bzw. Buchbinder/in oder vergleichbare mehrjährige
Berufserfahrung
- Befähigung zu genauem und gewissenhaften Arbeiten,
Konzentrationsfähigkeit, gute feinmotorische Fähigkeiten
- verantwortungsvoller Umgang mit dem zu bearbeitenden Archivgut
- Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit
- gesundheitliche Belastbarkeit (Allergiefreiheit von Hausstaub,
Milben und Schimmelpilz)

Wir bieten:
- abwechslungsreiche Tätigkeit in einem kleinen Team
- eine Vergütung nach Entgeltgruppe 5 TVöD

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Für Auskünfte steht Ihnen Frau Tiemann (Tel. 0251/591-5778) zur
Verfügung.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
31/08 bis zum 28.07.2008 an den

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster
www.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 3 11:22:05 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 03 Jul 2008 11:22:05 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Spichal, Ulrike / Gerbaulet,
Horst: Wege der Jakobspilger in Westfalen. Zweite Auflage
Message-ID: 486CB65D.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 03.07.2008, 10:40


LITERATUR

Jakobspilgerweg durch Westfalen erfolgreich
Wanderführer in zweiter Auflage

In Westfalen findet der erste durchgehende Jakobspilgerweg von
Osnabrück über Münster und Dortmund nach Wuppertal große
Resonanz. Schrittmesser des Erfolgs: Die erste Auflage des
Wanderführers - 3.000 Exemplare - ist drei Monate nach Eröffnung
des Pilgerweges nach historischem Vorbild ausverkauft, die
zweite Auflage kommt Mitte Juli heraus ("Wege der Jakobspilger
in Westfalen. In 12 Etappen von Osnabrück über Münster und
Dortmund nach Wuppertal-Beyenburg" von Ulrike Spichal und Horst
Gerbaulet, 240 Seiten, 12,95 Euro, Bachem-Verlag, ISBN
978-3-7616-2210-0).

Zweiter Weg in Westfalen
Jetzt bereitet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) den
zweiten Weg von Höxter über Brakel, über Bad Driburg, Paderborn,
Geseke, Soest, Werl, Unna und Dortmund bis nach Bochum vor.
Projektleiterin Ulrike Spichal wandert die Wege jeweils
persönlich ab. "Der erste Weg der Jakobspilger ist das Ergebnis
siebenjähriger Forschung unserer Altertumskommission für
Westfalen", so Dr. Wolfgang Kirsch, Direktor des LWL, der das
bisher 300.000 Euro teure Projekt finanziert. Der LWL werde die
Erforschung und Auszeichnung der weiteren Jakobswege in
Westfalen mit weiteren 300.000 Euro unterstützen.

Weitere Strecken
Die Strecke aus dem Kreis Höxter nach Bochum soll
voraussichtlich Ende 2009 oder Anfang 2010 eröffnet werden, dann
stehen Strecken von Minden über Bielefeld nach Lippstadt (2011)
und von Warendorf über Münster und Coesfeld an den Niederrhein
(2013) an.

Wegeforschung
Das Projekt rekonstruiert die mittelalterlichen Wege und die
Spuren der Jakobspilger in Westfalen möglichst genau, wie
Spichal erläutert: "Es gab für die Pilger in Westfalen und
anderswo keine eigenen Wege, im Gegenteil: Sie suchten aus Angst
vor Überfällen stark frequentierte, bekannte Trassen.

Die Pilgerfahrt zum Grab des Apostels Jakobus des Älteren im
über 2.000 Kilometer entfernten nordspanischen Santiago de
Compostela hat eine Tradition, die bis ins Mittelalter
zurückgeht. Man versprach sich die Heilung von Körper und Seele
als Lohn für den Besuch der Kultstätte.

Aus ganz Europa kamen Pilger, Männer und Frauen aus allen
Schichten, nach Spanien, zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Schiff.
Als Beleg und Erkennungszeichen diente die Jakobsmuschel, die
jeder Pilger in Santiago erstehen konnte und deutlich sichtbar
an der Kleidung oder Umhängetasche trug.

Seit einigen Jahren erlebt die Pilgerfahrt eine Renaissance,
nicht erst, seit TV-Stars wie Hape Kerkeling sich auf den Weg
machten: 2007 zählte man in Santiago 114.000 registrierte Pilger,
davon jeder Achte aus Deutschland. Bereits 1987 hatte der
Europarat dazu aufgerufen, die Jakobspilgerwege in Europa zu
erforschen. 1993 erklärte die UNESCO den Weg zum Weltkulturerbe.

Pilger aus Westfalen
Über Jakobspilger, die aus Westfalen stammen, sei nur wenig
bekannt, so die Forscherin. Bekanntester westfälischer Pilger
ist Bischof Anno aus Minden, der sich 1174/75 auf den Weg nach
Santiago de Compostela machte, das damals als Pilgerort
gleichrangig neben Rom und Jerusalem stand.

Im Mittelalter war die Verurteilung eines Verbrechers zu einer
Pilgerreise eine anerkannte Strafmaßnahme. "Bettler, Räuber und
Steuerhinterzieher im Pilgergewand haben zusammen mit den
Strafpilgern die Pilgerfahrt im Laufe der Zeit in Verruf
gebracht. Jakobsbrüder wurden vielerorts mit Gesindel
gleichgestellt", erläutert Spichal. Für mittellose Menschen war
jedoch eine Pilgerreise oft die einzige Möglichkeit, die Heimat
zu verlassen. Wohlhabende konnten das Pilgern auch delegieren
und einen Berufspilger mieten.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 3 11:47:07 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 03 Jul 2008 11:47:07 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter Soest, Folge 385, Maerz 2008
Message-ID: 486CBC3B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 03.07.2008, 11:45


SERVICE: TOC

Heimatblätter Soest
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage zum Soester Anzeiger
Folge 385
März 2008


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=169





[keine Seitenangaben]


Platte, Hartmut
Schindel und Ziegelpfannen statt Strohbedachung
Im 19. Jahrhundert sorgte die preußische Regierung
auch in Werl für besseren Brandschutz

Kunz, Ulrich
Der "große" Korse war von nur kleiner Statur
Ein wenig Geschichte mit einer Anekdote um
Napoleon Bonaparte

Köpke, Gerd
Sprechgesang aus der Baumspitze
Die Singdrossel fühlt sich in unseren Gärten heimisch

Thomas, Heinrich
Osterräder als "flammender Protest" gegen Arbeitslosigkeit
Eine Demonstration von Kalkofenarbeitern war vor
110 Jahren der Beginn des Dolberger Osterbrauchs

Thomas, Heinrich
Als die Glocken einst nach Rom flogen...
Westfälische Bräuche der Karwoche und des Osterfestes -
früher und heute

Luhmann, Heinrich
Die Sonne hat drei Sprüng´ gemacht

Deisting, Heinrich Josef
Berühmte Werl-Besucher (37).
Karl Freiherr vom und zum Stein





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jul 4 11:29:30 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 04 Jul 2008 11:29:30 +0200
Subject: [WestG] [KONF] Kolloquium zum 65. Geburtstag von Prof. Dr.
Gerd Althoff, Muenster, 10.-12.07.2008
Message-ID: 486E099A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster"
Datum: 04.07.2008, 10:02


KOLLOQUIUM

Spielregeln und Gewohnheiten
Kolloquium zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Gerd Althoff

Über "Spielregeln, Konventionen und Gewohnheiten im Mittelalter"
diskutieren vom 10. bis 12. Juli 2008 Wissenschaftler aus dem
In- und Ausland an der Universität Münster. Anlass des
Kolloquiums im münsterschen Liudgerhaus an der Überwasserkirche
ist der 65. Geburtstag des münsterschen Mittelalterforschers
Prof. Dr. Gerd Althoff.

Auf dem Programm der Tagung steht auch ein öffentlicher
Abendvortrag: Am Donnerstag, 10. Juli 2008, um 19.30 Uhr spricht
im Hörsaal F2 des Fürstenberghauses am münsterschen Domplatz
20-22 Prof. Dr. Bernd Schneidmüller von der Universität
Heidelberg über das Thema "Kaiser sein im spätmittelalterlichen
Europa. Spielregeln zwischen Weltherrschaft und
Gewöhnlichkeit".


INFO

Sonderforschungsbereich 496
URL: http://www.uni-muenster.de/SFB496/





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jul 4 11:30:15 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 04 Jul 2008 11:30:15 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortragsreihe ueber "Visualitaet und Geschichte",
Muenster, Sommersemster 2008
Message-ID: 486E09C7.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster"
Datum: 04.07.2008, 10:02


AKTUELL

Lernen von Denkmälern
Vortragsreihe über "Visualität und Geschichte"

Mit dem Verhältnis von Visualität und Geschichte beschäftigt
sich im Sommersemester eine Vortragsreihe am Institut für
Didaktik der Geschichte der Universität Münster. Am Donnerstag,
10. Juli 2008, sprich Dr. Holger Thünemann um 18.15 Uhr im Raum
309 des Instituts am Domplatz 23a über das Thema "Visualität als
Chance? Denkmäler und historisches Lernen". Eine Woche später
geht es um die Vorstellungen Jugendlicher vom Holocaust.


INFO

Institut für Didaktik der Geschichte
URL: http://www.uni-muenster.de/Geschichte/hist-dida/





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jul 4 11:34:21 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 04 Jul 2008 11:34:21 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Hans Galen wird 75: Museumsgruender ohne Gebaeude,
ohne Sammlung, ohne Etat
Message-ID: 486E0ABD.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Münster"
Datum: 04.07.2008, 10:05


AKTUELL

Liebenswerter Schnorrer macht Traum vom Stadtmuseum wahr
Museumsgründer ohne Gebäude, ohne Sammlung, ohne Etat /
Hans Galen wird 75

"Kulturhistorischer Schnäppchenjäger", "leidenschaftlicher
Historiker", "erfolgreicher Museumsmacher" - das waren die
Beschreibungen, mit denen Hans Galen 1998 als Direktor des
Stadtmuseums Münster in den Ruhestand verabschiedet wurde. Auch
zehn Jahre später ist Hans Galen keineswegs vergessen, sein Name
wird immer mit dem Stadtmuseum Münster verbunden sein.

Am 9. Juli vollendet Hans Galen sein 75. Lebensjahr. Seine
berufliche Karriere begann er als Lehrer für Geschichte und
Englisch am Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium in Münster. Noch
heute geraten viele seiner ehemaligen Schüler ins Schwärmen,
wenn sie vom Geschichtsunterricht bei Hans Galen berichten. Er
gründete Arbeitsgemeinschaften für Geschichte und veranstaltete
erste vielbeachtete Ausstellungen mit ihnen.

Seine Idee war auch die sehr erfolgreiche und von anderen
Städten kopierte Reihe "Geschichte original - am Beispiel der
Stadt Münster", die bis heute gerne im Geschichtsunterricht an
den städtischen Schulen eingesetzt wird.

Als die Stadt Münster 1979 die Einrichtung eines städtischen
Museums ins Auge fasste, wählte der Rat Hans Galen zum
Städtischen Obermuseumsrat und damit zum Gründungsbeauftragten
des Stadtmuseums.

Mit dem Anspruch "Der Gang durch die münstersche Geschichte soll
ein optisches Fest werden" (Galen), trat er sein Amt als
Museumsgründer an, zunächst allerdings ohne Gebäude, ohne
Sammlung und ohne Etat. Mit unermüdlichem Einsatz gestaltete er
die erfolgreiche Entstehungsgeschichte des Stadtmuseums. Was
niemand für möglich hielt, bewerkstelligte er in wenigen Jahren.
Das Stadtmuseum Münster gehörte mit seinen Ausstellungen und
Publikationen bald zu den wichtigen stadthistorischen Adressen
der Bundesrepublik.

Seinem Spürsinn auf dem internationalen Auktionsmarkt und seinen
guten Kontakten verdankt das Museum den schnellen und
qualitätvollen Ausbau seiner Sammlung. Nur zehn Jahre nach der
Gründung konnte der große Neubau des Stadtmuseums an der
Salzstraße bezogen werden. Die von Hans Galen konzipierte
Leitlinie eines chronologischen Rundgangs durch die münstersche
Geschichte anhand von Stadtmodellen hat sich bis heute bewährt
und das Stadtmuseum zu einem der bestbesuchten stadthistorischen
Museen Deutschlands werden lassen.

Der "liebenswerte Schnorrer" - so einst der Vorsitzende des
Fördervereins Stadtmuseum Münster e.V. - habe es stets
verstanden, die richtige Architektur, die richtigen Menschen und
die nötigen Finanzen erfolgreich zu akquirieren.

Hans Galen ist sicherlich ein Mensch, bei dem der Beruf stets
auch Berufung war - ob als Lehrer oder als Museumsleiter. Von
der eigenen Arbeit fasziniert zu sein ist nicht so selten,
ungleich seltener ist aber die Fähigkeit, diese Leidenschaft
auch an andere weitergeben zu können, eine Gabe, die Hans Galen
nie verloren ging.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jul 4 11:38:29 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 04 Jul 2008 11:38:29 +0200
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus
Westfalen-Lippe 16.5.2008-02.07.2008
Message-ID: 486E0BB5.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Manfred Hartmann"
Datum: 03.07.2008, 16:06


AKTUELL

SERVICE: WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe

In Kooperation mit dem LWL-Museumsamt für Westfalen
des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe bietet die E-Mailing-Liste
"Westfälische Geschichte" einen weiteren Service an: eine
Zusammenfassung von Museums- und Archiv-Nachrichten des
Westdeutschen Rundfunks, die regelmäßig von Manfred Hartmann
erstellt wird. [MW]

Quelle: http://www.wdr.de/nachrichten/



Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 02.07.2008

Stadt Schwerte will sparen (17:11 Uhr) Landrat Michael Makiolla
hat das Haushaltssicherungskonzept der Stadt Schwerte genehmigt:
Es sieht unter anderem die Schließung des Ruhrtalmuseums, den
Verzicht auf den Bürgerbus und höhere Elternbeiträge für
Kindergärten vor. Die Zahl der Ratssittze wurde bereits
reduziert. Außerdem hat der Rat die Anhebung der Gewerbesteuer
beschlossen. Das Haushaltssicherungskonzept sieht insgesamt 50
Sparmaßnahmen vor. In den kommenden fünf Jahren will die Stadt
so rund 33 Millionen Euro einsparen. [Nach oben]

Nachrichten aus Südwestfalen vom 02.07.2008

Ferienprojekt für Kinder am Siegener Museum für Gegenwartskunst
(15:36 Uhr) Vor dem Siegener Museum für Gegenwartskunst hat ein
Ferienprojekt von Künstlern für Jugendliche begonnen. In vier
Baucontainern können Jugendliche nachmittags zusammen mit den
Künstlern Skulpturen aus Metall zusammenschweißen. Abends
verwandeln sich die vier Werkstatt-Container in ein Musik-Café.
Das Projekt haben die Jugendkunstschule Siegen und der
Fachbereich Architektur der Universität gemeinsam entwickelt

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 30.06.2008

Bottrop: Chancen für Museum Quadrat (08:35 Uhr) Die
Landesregierung will eine Erweiterung des Bottroper
Museumskomplexes Quadrat gemeinsam mit der Stadt prüfen. Dies
teilte Kultur-Staatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff bei
der Feier zum 25-jährigen Jubiläum des Museums gestern mit. In
dem Kulturinstitut werden vor allem die Werke des Künstlers
Josef Albers gezeigt, der in Bottrop aufwuchs und ein
Wegbereiter der künstlerischen Moderne war.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 28.06.2008

Rad-Ausstellung in Vreden (12:50 Uhr) Das Hamaland-Museum in
Vreden zeigt ab diesem Sonntag eine Sonderausstellung zur
Kulturgeschichte des Fahrrads. Zu sehen sind 60 Räder, darunter
Sondermodelle wie Klappräder für Fallschirmspringer oder seltene
Designer-Fahrräder aus aller Welt. Die Ausstellung ist bis zum
14. September zu sehen.

Nachrichten aus OWL vom 28.06.2008

Corveyer Musikwochen gehen zu Ende (12:35 Uhr) In Schloss Corvey
in Höxter gehen am Sonntag die 54. Musikwochen zu Ende. Zum
Abschluss erklingen die Brandenburgischen Konzerte von Johann
Sebastian Bach. Mit diesem Festkonzert feiert das Museum
Höxter-Corvey auch sein 60-jähriges Bestehen. Die Musikwochen
standen in diesem Jahr unter dem Motto "von der Schöpfung der
Welt bis zum Turmbau zu Babel".

Nachrichten aus OWL vom 28.06.2008

Rechtsextreme Germanendarsteller (10:15 Uhr) In Paderborn
diskutieren Historiker über rechtsextreme Symbole bei
Germanendarstellungen. Anlass ist ein Vorfall im April. Damals
war ein Historien-Darsteller der Gruppe Ulfhednar in Paderborn
aufgetreten und hatte den verbotenen tätowierten Leitspruch der
SS gezeigt. Experten werfen der Gruppe vor, entgegen
historischer Fakten Hakenkreuze und Runen zu verwenden. Das
dürften Museen nicht dulden.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 27.06.2008

Lebendiges Museum in Velen (08:24 Uhr) Mit einem Festakt hat die
Gemeinde Velen gestern Abend ihr sogenanntes ?Lebendiges Museum?
eröffnet. Das Ensemble von fünf jahrhundertealten Gebäuden steht
ab dem Wochenende auch dem Publikum offen. Dazu gehört eine
wassergetriebene Sägemühle aus dem Jahr 1890 und eine Schmiede
aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die Restaurierungskosten von
760.000 Euro haben sich die Gemeinde Velen, das Land und die EU
geteilt. [Nach oben]

Nachrichten aus dem Münsterland vom 26.06.2008

Förderpreis für Bettina Marx (14:42 Uhr) Der Westfälische
Kunstverein in Münster hat die Künstlerin Bettina Marx mit einem
Förderpreis ausgezeichnet. Die 27-jährige bekommt die mit 5.200
Euro dotierte Auszeichnung für ihre Wandmalereien. Ab morgen
zeigt der Verein im Landesmuseum in Münster 40 Gemälde von Marx
und anderen Künstlern.

Nachrichten aus OWL vom 26.06.2008

Heiraten im Freilichtmuseum (12:52 Uhr) Das Freilichtmuseum in
Detmold wird immer beliebter für Hochzeiten. Seit dem
vergangenen Jahr existiert auf dem Museumsgelände eine
Nebenstelle des Standesamts in Detmold. Für dieses Jahr sind
dort 17 Trauungen geplant. Damit sind fast alle Termine
ausgebucht. Für ihren ?schönsten Tag im Leben? schätzen
Brautpaare das Museum mit historischen Gebäuden und Gärten ganz
besonders, hieß es.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 25.06.2008

LWL-Bibliothek wird umgebaut (16:44 Uhr) Die Bibliothek im
LWL-Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte in Münster wird
im kommenden Jahr umgebaut. Dafür bleibt die Einrichtung von
kommenden Dienstag an bis voraussichtlich 2012 für Besucher
geschlossen. Der Umbau dient vor allem der Vergrößerung der
Bibliothek. Zur Zeit stehen dort mehr als 125.000 Bücher.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 24.06.2008

Siegen-Wittgenstein beteiligt sich an "Ehrenamtskarte" (06:13
Uhr) Der Kreis Siegen-Wittgenstein wird voraussichtlich als
erster in NRW ehrenamtlich tätige Menschen mit
Vergünstigungskarten belohnen. Er beteiligt sich damit an einem
landesweiten Pilotprojekt, das noch in diesem Jahr starten soll.
Mit der Karte bekommen Ehrenamtliche landesweit Vergünstigungen,
zum Beispiel in Museen oder Schwimmbädern. Voraussetzung ist
eine gemeinnützige, unbezahlte Tätigkeit von mindestens fünf
Stunden in der Woche seit mindestens drei Jahren.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 23.06.2008

Bilanz Extraschicht (05:47 Uhr) Rund 160.000 Menschen haben die
diesjährige "Extraschicht" im Ruhrgebiet besucht. Unter dem
Motto "Mittsommernacht der Industriekultur" wurden stillgelegte
Zechen, Produktionshallen und Museen in der Nacht zum Sonntag zu
Schauplätzen von Musik, Kabarett und Theater. Die Besucher
hatten die Wahl zwischen 120 Veranstaltungen. Als einer der vier
Hauptspielorte lockte die Zeche Waltrop viele Besucher an.

Nachrichten aus OWL vom 20.06.2008

Hochstifttage eröffnet (18:35 Uhr) In Paderborn haben die
Hochstifttage begonnen. Die Veranstalter rechnen bis Sonntag mit
rund 70000 Besuchern. Kultur- und Gastronomieeinrichtungen aus
den Kreisen Paderborn und Höxter wollen auf den Hochstifttagen
um neue Besucher werben. An dem Programm beteiligen sich unter
anderem Künstler, Chöre und Tanzgruppen. Am Samstag haben
außerdem zahlreiche Museen und Galerien in Paderborn bis spät in
die Nacht geöffnet.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 19.06.2008

Kunsthistorikerin macht Karriere (16:44 Uhr) Die ehemalige
Leiterin des westfälischen Kunstvereins in Münster, Susanne
Gaensheimer, soll neue Direktorin des renommierten Frankfurter
Museums für Moderne Kunst werden. Die 41-jährige stand zwei
Jahre lang an der Spitze des Kunstvereins in Münster.
Gaensheimer ist derzeit als Kunsthistorikerin in München tätig.

Nachrichten aus OWL vom 19.06.2008

Schwimmsaurier soll nach Münster (11:58 Uhr) Der Kreistag von
Höxter entscheidet heute über die Zukunft eines Saurierskeletts.
Das Skelett soll künftig im Naturkundemuseum in Münster
ausgestellt werden. Der Kreis Höxter erhält eine Kopie, die er
zusammen mit anderen Fundstücken in einer Dauerausstellung
präsentiert. Der Beschluss könnte einen monatelangen Streit mit
dem Landschaftsverband beenden.

Ruhrgebiet: Unternehmen zeigen Kunst (14:06 Uhr) Im
Kulturhauptstadtjahr 2010 werden Unternehmen aus dem Ruhrgebiet
erstmals ihre gesammelten Kunstschätze der Öffentlichkeit
präsentieren. Die Ausstellung wird vom Verein "pro ruhrgebiet"
und dem Museum Bochum vorbereitet. Jetzt werden Unternehmen aus
der Region gesucht, die ihre Kunstsammlungen zur Verfügung
stellen. Mit der Ausstellung "Ruhr.2010 - Kunst aus
Ruhrunternehmen" soll gezeigt werden, dass Kunst ein zentraler
Bestandteil der Unternehmenskultur in der Metropole Ruhr ist.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 14.06.2008

Metzkes in Soest (11:49 Uhr) Der Kunstverein Kreis Soest zeigt
ab Sonntag im Morgner-Haus Arbeiten des Malers Harald Metzkes.
Die Werke des 79-jährigen Ostdeutschen hängen in vielen großen
deutschen Museen. Metzkes verbindet in seinen figürlichen
Darstellungen Szenen des alltäglichen Lebens mit biblischen und
literarischen Stoffen. Bis zum 27. Juli sind in Soest auch
Terrakotta-Plastiken seines Sohnes Robert zu sehen und
Textilkunst seiner Frau Eldrid. [Nach oben]

Nachrichten aus OWL vom 13.06.2008

Blick durchs Schlüsselloch in Herford (08:28 Uhr) In Herford
beginnt ein zweitägiges Symposium zum Thema minimalinvasive
Chirurgie. Etwa 150 Ärzte aus ganz Deutschland kommen am
Klinikum Herford sowie im Museum MARTa zu Vorträgen und
Seminaren zur Schlüssellochchirurgie zusammen. Vermittelt wird
der neueste Wissenstand bei chirurgischen Eingriffen.

Kulturbetriebe ziehen Bilanz (15:37 Uhr)

Die Kulturbetriebe der Stadt Dortmund legen ein ausgeglichenes
Betriebsergebnis vor. Knapp 30 Millionen Euro Zuschüsse zahlte
die Stadt Dortmund für Museen, Bibliotheken, Musik- und
Volkshochschule. Zehn Millionen nahmen die Kulturbetriebe selbst
ein. In Zukunft wollen Museen und Bildungseinrichtungen mehr
zahlende Besucher anlocken und ihr Angebot für Kinder und
Jugendliche erweitern. Außerdem bereiten sich die Kulturbetriebe
schon auf das Kulturhaupstadt-Jahr 2010 vor.

Nachrichten aus OWL vom 09.06.2008

Finnische Glaskunst in Petershagen (08:35 Uhr) Meisterwerke der
finnischen Glaskunst zeigt das LWL-Industriemuseum in
Petershagen-Gernheim. Die Ausstellung mit Arbeiten von 60
Künstler aus Finnland ist am Sonntag eröffnet worden. Die
Glashütte Gernheim ist der einzige Ort in Deutschland, in dem
die Wanderausstellung zu sehen ist. Bis zum 8. September werden
dort Gläser, Schalen, Figuren und Lampen gezeigt.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 06.06.2008

Sparvorschläge stehen im Internet (16:55 Uhr) Die Bürger in
Schwerte können jetzt die städtischen Sparvorschläge im Internet
einsehen, kommentieren und darüber abstimmen. Die Vorschläge
wurden von einem unabhängigen Gutachter erarbeitet. Unter
anderem könnten die Elternbeiträge für die Kindergärten erhöht
und das Ruhrtalmuseum geschlossen werden. Bis 2013 muss die
Stadt rund 17 Millionen Euro einsparen, das Haushaltsdefizit
liegt derzeit bei 38 Millionen Euro. In der Sitzung am 18. Juni
entscheiden dann der Rat über die 50 Sparvorschläge.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 06.06.2008

Museum feiert Jubiläum (14:01 Uhr) Das Dortmunder Museum für
Kunst und Kulturgeschichte wurde vor 125 Jahren gegründet. Zur
Jubiläumsfeier am Sonntag spielen Musiker und Schauspieler
Szenen und Melodien aus dem 19. Jahrhundert. Der Schauspieler
Claus Dieter Clausnitzer liest Anekdoten über den ersten
Museumsdirektor, Albert Baum, der die Sammlungen gründete. Der
Eintritt ist am Sonntag frei.

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 05.06.2008

Hattingen: LWL will Gebläsehalle sanieren (14:35 Uhr) Der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) will den historischen
Teil der Gebläsehalle in seinem Industriemuseum Henrichshütte in
Hattingen sanieren, um hier die zentrale Dauerausstellung ?Weg
des Stahls' einzurichten. Das hat der LWL-Kulturausschuss
beschlossen. Voraussetzung ist allerdings, dass das Land
Nordrhein-Westfalen die 2,9 Millionen Euro teure Sanierung mit
90 Prozent bezuschusst.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 04.06.2008

Grabung am Landesmuseum (17:01 Uhr) Vor dem Landesmuseum in
Münster graben Archäologen nach historischen Funden, die
möglicherweise bis ins 12. Jahrhundert zurückgehen. Der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe möchte die
Siedlungsgeschichte für die Nachwelt dokumentieren. Auf dem
Grabungsfeld wird im kommenden Jahr der Neubau des Landesmuseums
entstehen.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 31.05.2008

Geiger Ausstellung (13:08 Uhr) Das Siegener Museum für
Gegenwartskunst zeigt ab Sonntag eine Ausstellung mit Werken des
Münchner Künstlers Rupprecht Geiger. Der 100-Jährige ist immer
noch künstlerisch aktiv. 1992 erhielt Geiger den Rubenspreis der
Stadt Siegen. Die Ausstellung ?Rot ist schön? ist bis zum 28.
September in Siegen zu sehen.

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 27.05.2008

Bochum: EU finanziert Tourismusprojekte (06:34 Uhr) In Bochum
soll eine Inline-Skaterbahn rund um den Kemnader See gebaut
werden. Die bundesweit einzige Bahn nur für Skater entstehe
zusammen mit zahlreichen weiteren Tourismusprojekten, die die
Natur schonten, so die Landesregierung. Das Geld dafür stelle
die EU bereit. Mit insgesamt 48 Millionen Euro fördere sie auch
das Bochumer Bergbaumuseum, das mit einem Seilfahrtsimulator die
Einfahrt in einen Förderschacht erlebbar machen will.

Ein weiteres Projekte ist der Ausbau der "Fußball-Route NRW" bis
nach Duisburg.

Nachrichten aus OWL vom 26.05.2008

Neuer MARTa-Chef vorgestellt (18:46 Uhr) Der neue Leiter des
Museums MARTa, Roland Nachtigäller, hat erstmals seine neue
Aufgabe öffentlich kommentiert. Am 1. November wird er sein
neues Amt in Herford antreten. Zunächst wird er zwei Monate mit
dem scheidenden Direktor Jan Hoet zusammen arbeiten, bevor er
das Ruder alleine übernimmt. Für 2009 sind noch keine
Ausstellungen vorbereitet. Derzeit leitet Nachtigäller noch die
Städtische Galerie im niedersächsischen Nordhorn. Nachrichten
aus dem Münsterland vom 23.05.2008

Punk in der DDR (17:16 Uhr) Das Rock´n´Popmuseum in Gronau
präsentiert seit Freitag die Multimedia-Ausstellung "Punk in der
DDR". Sie ist zum ersten Mal im Westen Deutschlands zu sehen und
läuft bis Ende Juli. Zu sehen sind u. a. teils illegal
entstandene Bild- und Tondokumente sowie Malereien. Die
DDR-Punks gerieten wegen ihrer Kritik am Regime häufig ins
Visier der Stasi. So auch der Schauspieler und Ex-Tatort-Star
Bernd Michael Lade, der die Ausstellung heute Abend mit seiner
Band "Ret Marut" eröffnet.

Radionachrichten vom 18.05.2008

Internationaler Museumstag in NRW (13:07 Uhr) In
Nordrhein-Westfalen beteiligen sich 165 Museen am heutigen
internationalen Museumstag.

Zum Teil gibt es freien Eintritt, zum Teil Sonderführungen und
Veranstaltungen zum Mitmachen. So können die Besucher
beispielsweise im Dürener Leopold-Hosch-Museum lernen, wie
Papier geschöpft wird. Im Lippischen Landesmuseum in Detmold
können sie sich porträtieren oder in historischen Kleidern
fotografieren lassen.

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 17.05.2008

Hattingen: Geschichte des Eisens in der Henrichshütte (10:32 Uhr)
Die Henrichshütte in Hattingen geht mit ihrer neuen Ausstellung
"Altes Eisen. Vom Rennfeuer zum Hochofen" auf Spurensuche. Die
Ausstellung wurde von den Universitäten Kiel und Münster
entwickelt. Von Sonntag an bis zum 24. August wird die
Geschichte des Eisens erzählt. Die Schau schlägt den Bogen von
der Prähistorie über die antike Sagenwelt bis zum Beginn der
Industrialisierung. Die Henrichshütte ist eines von acht
Industriemuseen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 17.05.2008

Rhein/Ruhr: Internationaler Museumstag am Sonntag (10:31 Uhr)
Zum 18. Internationalen Museumstag laden Sonntag auch zahlreiche
Einrichtungen an Rhein und Ruhr ein. Unter anderem beteiligen
sich das Textilmuseum in Krefeld, das Lehmbruck Museum in
Duisburg, der Archäologische Park Xanten, die Domschatzkammer
Essen und das deutsche Bergbaumuseum in Bochum. Der Eintritt in
die Museen ist kostenlos. Außerdem gibt es viele
Mit-Mach-Aktionen sowie Führungen für die Besucher. Bundesweit
nehmen rund 1600 Museen teil.

Nachrichten aus OWL vom 16.05.2008

Historische Funde in DT (18:48 Uhr) Archäologen haben bei den
Bauarbeiten auf dem Detmolder Marktplatz die Gebeine von 400
Toten aus dem Mittelalter entdeckt. Fundort ist ein ehemaliger
Friedhof. Die ältesten Gebeine stammen aus dem 13. Jahrhundert.
Als ungewöhnlich bezeichnet es das Lippische Landesmuseum, dass
einige der Toten mit Beigaben wie Bronzeschmuck und Münzen ins
Grab gelegt wurden. Dies sei bei christlichen Bestattungen sonst
nicht üblich. Außerdem fanden die Archäologen Feuersteine und
Messer aus der Steinzeit. Auf dem Detmolder Marktplatz sind
weitere Grabungen geplant.


INFO

LWL-Museumsamt für Westfalen
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Schwelingstr. 5
48133 Münster
Tel.: 0251-591-3296
Fax: 0251-591-3335
E-Mail: manfred.hartmann at lwl.org
Internet: www.service-fuer-museen.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jul 4 11:41:20 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 04 Jul 2008 11:41:20 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Zeitreise durch die Zechengeschichte, Bochum,
05./06.07.2008
Message-ID: 486E0C60.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 03.07.2008, 15:41


AKTUELL

Zeitreise durch die Zechengeschichte
200 Jahre Wohnen und Arbeiten in Bochum

Natur statt Kohle, Museum statt Großzeche, Blumenbeete statt
Nutzgärten mit Obst und Gemüse - in den letzten 150 Jahren hat
sich vieles geändert, aber die Vergangenheit hat spannende
Spuren hinterlassen. Um diesen Spuren nachzuspüren lädt der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Wochenende zu zwei
besonderen Führungen in sein Industriemuseum Zeche Hannover nach
Bochum ein.

Am Sonntag, den 6.7.2008, freut sich das Museum auf Großmütter
und Enkel, Väter und Söhne, Tanten und Nichten. Im Rahmen der
Ausstellung "Alt und Jung auf Zeitreise" lädt der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) um 15 Uhr zu einer
Zeitreise in die Vergangenheit über das Gelände des
LWL-Industriemuseums Zeche Hannover ein. Alt und Jung spüren der
Vergangenheit nach und Mitmachaktionen regen zum Gespräch über
die Geschichte und Erfahrungen aus dem eigenen Leben an. Sie
erkunden die Veränderungen der Landschaft und die Relikte der
vergangenen Zeit mit allen Sinnen.

Auf Zeitreise sind Spürnasen gefragt. Im Umfeld der Zeche
Hannover gibt es noch viel zu sehen, riechen und hören, das an
die Vergangenheit erinnert. Die Teilnehmer erkunden die Halden
im Umfeld der Zeche, den Malakowturm und die Arbeiterhäuser aus
den 1890er Jahren. Alt und Jung erzählen einander davon, was die
Zechen für das Ruhrgebiet und den Arbeitsalltag der Menschen
bedeutet haben. Am Ende der Zeitreise kehrt die Gruppe ins Jahr
2008 zurück, um zu erforschen, wie sich das Gelände rund um die
Zeche Hannover seit der Zechenschließung entwickelt hat.

Am Samstag, den 5.7.2008, um 15 Uhr, gibt das
LWL-Industriemuseum Zeche Hannover einen spannenden Einblick in
die Geschichte der Bergarbeitersiedlungen und den Alltag ihrer
Bewohner von der Jahrhundertwende bis zu den 1950er Jahren.
Wohnen direkt am Arbeitsplatz, das war zur Zeit des Bergbaus im
Revier ein hohes Ideal. Bequem für den Bergmann, der nach der
Arbeit zu Fuß nach Hause gehen konnte - und gut für das Bergwerk,
das auch nach Feierabend die Belegschaft nicht aus den Augen
verlor.

Startpunkt des historischen Rundgangs ist die Zeche Hannover mit
der Kleinkolonie Am Rübenkamp. Weiter führt der Rundgang über
die Eickeler Kolonie mit ihrer symmetrischen Reihung entlang der
Straße und die Siedlung Dahlhauser Heide, die Alfred Krupp in
den Jahren 1907-1915 als Arbeiterdorf mit westfälischen
Bauernhäusern errichten ließ. Den Abschluss der Zeitreise durch
die Geschichte der Bergarbeitersiedlungen bildet ein Abstecher
zu den "Montagehäusern System Schneider", die als Systemhäuser
ab 1948 errichtet wurden, um die drängende Wohnungsnot in der
Nachkriegszeit zu lindern.


INFO

Erlebnis-Tour: Alt und Jung auf Zeitreise
So, 6.7.2008, 15 Uhr
Treffpunkt: Zechenvorplatz
Kosten: Teilnahme ist kostenlos

Geschichtstour: Wohnen auf der Seilscheibe
Sa, 5.7.2008, 15 Uhr
Treffpunkt: Zechenvorplatz
Kosten: 2,50 EUR pro Person

LWL- Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Tel.: 0234 6100 874
URL: www.lwl-industriemuseum.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jul 4 11:59:39 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 04 Jul 2008 11:59:39 +0200
Subject: [WestG] [KONF] Tag der Westfaelischen Kirchengeschichte,
Bad Berleburg, 01./02.08.2008
Message-ID: 486E10AB.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Johannes Burkardt"
Datum: 04.07.2008, 11:38


TAGUNG

Verein für Westfälische Kirchengeschichte
Tag der Westfälischen Kirchengeschichte
1./2. August 2008 in Bad Berleburg


Programm

Freitag, 1. August 2008

14.30 h
Stehkaffee

15.00 h
Eröffnung der Tagung; Grußworte

15.30 h
Ulf Lückel, Marburg:
Anfänge des radikalen Pietismus in Wittgenstein

16.15 h Diskussion

16.45 h
Prof. Dr. Christian Peters, Münster:
Der Berleburger Kaplan Dietrich Otto Schmitz
(1670-1718). Radikaler Pietist und Anhänger Johann Georg Gichtels

17.30 h
Diskussion

18.00 h
Pause zum Abendessen

20.00 h
Prof. Dr. Hans-Jürgen Schrader, Genf:
Zores in Zion. Zwietracht und Missgunst in Berleburgs
toleranz-programmatischem Philadelphia


Samstag, 2. August 2008

08.30 h
Morgenandacht (Pfarrer Dr. Helmut Hollenstein, Schulreferat des
Kirchenkreises Wittgenstein)

09.00 h
Mitgliederversammlung:

Tagesordnung:
- Bericht des Vorstandes
- Kassenbericht
- Bericht der Kassenprüfer
- Entlastung des Vorstandes
- Wahlen
- Mitgliedsbeitrag
- Jahrestagung 2009
- Verschiedenes

10.00 h
Prof. Dr. Gerhard Menk, Marburg:
Neues über Johannes Althusius und sein Verhältnis
zu Wittgenstein

10.45 h
Diskussion

11.00 h
Dr. Johannes Burkardt, Münster:
Aspekte der Wittgensteiner Kirchengeschichte
im 19. und 20. Jahrhundert

11.45 h
Diskussion

12.00 h
Pause zum Mittagessen

14.00 h
Gelegenheit zu Exkursionen
(Schloss Berleburg oder Schwarzenau mit
Alexander-Mack-Museum)

ca. 16.00 h
Ende


INFO

Tagungsort:
Christushaus
Im Herrengarten 9
57419 Bad Berleburg

Verein für Westfälische Kirchengeschichte e.V.
Altstädter Kirchplatz 5
33602 Bielefeld
Tel.: 0521/594-314/164
Fax: 0521/594-267
E-Mail: info at vwkg.de
URL: www.vwkg.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jul 7 11:12:41 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 07 Jul 2008 11:12:41 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Historiker Prof. Dr. Gerd Althoff wird 65 Jahre alt
Message-ID: 4871FA2A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster"
Datum: 07.07.2008, 09:02


AKTUELL

Herrschaft im Mittelalter
Historiker Prof. Dr. Gerd Althoff wird 65 Jahre alt

Wer heute noch vom Mittelalter als einer Epoche ungezügelter
Brutalität spricht, erntet unter den Spezialisten nur noch ein
mildes Lächeln. Dafür gesorgt hat nicht zuletzt der münstersche
Historiker Prof. Dr. Gerd Althoff, der am 9. Juli 2008 sein 65.
Lebensjahr vollendet. In vielen Arbeiten hat er gezeigt, dass
das vermeintlich finstere Zeitalter feste Regeln entwickelt hat,
die Gewalt zu begrenzen, zu kanalisieren oder zumindest zu
reglementieren.

Gerd Althoffs wissenschaftlicher Werdegang ist eng mit der
Universität Münster verknüpft. Er studierte Geschichte und
Germanistik in Münster und Heidelberg. Nach der Promotion an der
Universität Münster über das Necrolog des Klosters Borghorst
(1974) folgte er seinem Lehrer Karl Schmid als Assistent nach
Freiburg, wo er sich 1981 mit einer Arbeit über das
Totengedenken der Adels- und Königsfamilien im 10. Jahrhundert
habilitierte. 1986 führte ihn sein Weg als Professor für
Mittelalterliche Geschichte zunächst nach Münster. Nach
Lehrstühlen an den Universitäten Gießen und Bonn kehrte Prof.
Althoff 1997 als Ordinarius wieder an die WWU zurück.
Gastprofessuren in Berkeley/Kalifornien (1995/96) und Paris
(1998) bezeugen und förderten seine internationale Ausstrahlung.

Althoffs wissenschaftliches Erkenntnisinteresse galt vor allem
der Frage, wie Herrschaft vor der Entstehung des modernen
Staates funktionierte. Das zeigten schon die frühen Arbeiten,
die sich mit der Ottonen- und Salierzeit befassten und ihn zum
ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet werden ließen. So hat
er mit seinen Darstellungen "Die Ottonen. Königsherrschaft ohne
Staat" (2000) und dem gemeinsam mit Hagen Keller verfassten
Ottonen-Band im "Handbuch der deutschen Geschichte" (2008) die
zentralen Studien- und Lehrbücher geschrieben. Auch seine
Biographien über Otto III. (1996) und den Salier Heinrich IV.
(2006) gelten mittlerweile als Standardwerke.

Die Frage nach den Funktionsweisen mittelalterlicher Herrschaft
stand auch bei seinen Forschungen zu den politischen
Gruppenbindungen im Mittelalter Pate, aus denen insbesondere das
auch ins Englische übersetzte Buch über "Verwandte, Freunde und
Getreue" (1989) hervorgegangen ist. In den folgenden Jahren
setzte sich der Historiker dann vor allem mit der
Konfliktführung und -beilegung im Mittelalter auseinander und
versammelte 1997 unter dem programmatischen Titel "Spielregeln
der Politik im Mittelalter. Kommunikation in Frieden und Fehde"
einige Studien in einem viel beachteten Buch. Ein neues
Forschungsgebiet hat Althoff der deutschen Mittelalterforschung
erschlossen, indem er zuletzt in vielen Studien die Bedeutung
symbolischer Handlungen und die Wirkung von Ritualen im
Mittelalter untersucht hat. Sein Buch "Die Macht der Rituale"
(2003) hat der Erkenntnis, in welch hohem Maße symbolische
Kommunikationsformen die mittelalterliche Herrschaft prägten, zu
entscheidendem Durchbruch verholfen. Schon zuvor waren seine
konzeptionellen Überlegungen auf diesem Gebiete in den 2000
bewilligten münsterschen Sonderforschungsbereich "Symbolische
Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme vom Mittelalter
bis zur Französischen Revolution" eingeflossen, als dessen
Mitinitiator und langjähriger Sprecher er sich verdient gemacht
hat. Seit dem vergangenen Jahr ist Althoff überdies Sprecher des
neu eingerichteten Exzellenzclusters "Religion und Politik in
den Kulturen der Vormoderne und Moderne", wo er selbst unter
anderem das neue Gewaltverständnis der Kirchenreformer des 11.
Jahrhunderts untersucht.

Dass Althoff seine neuen Sichtweisen nicht nur der engen
Fachwelt, sondern auch einem breiteren Publikum zu vermitteln
versteht, zeigen seine vielen gut besuchten öffentlichen
Vorträge. Die Fähigkeit, Themen gleichermaßen anspruchsvoll wie
ansprechend zu präsentieren, sichert ihm nicht zuletzt in der
universitären Lehre einen ungewöhnlich großen Zulauf. Seine
Vorlesungen gelten als Magnet, der über die Studierenden hinaus
viele interessierte Gasthörer anzieht. Sie alle können nun davon
profitieren, dass Prof. Althoff die WWU nach seinem 65.
Geburtstag nicht verlassen wird, sondern dem Historischen
Seminar als Hochschullehrer und dem Exzellenz-Cluster als
Sprecher weiterhin erhalten bleibt.

Aus Anlass des 65. Geburtstages von Prof. Dr. Gerd Althoff
findet in Münster vom 10. bis 12. Juli 2008 ein internationales
Kolloquium statt, auf dem sich Forscher unter dem Titel
"Spielregeln-Gewohnheiten-Konventionen" über die zentralen
Leitbegriffe der Arbeiten Althoffs austauschen. Unter dem Titel
"Kaiser sein im spätmittelalterlichen Europa. Spielregeln
zwischen Weltherrschaft und Gewöhnlichkeit" hält am Donnerstag,
10. Juli 2008, um 19.30 der Heidelberger Mediävist Bernd
Schneidmüller im Hörsaal F2 des Fürstenberghauses am
münsterschen Domplatz einen öffentlichen Abendvortrag.


INFO

Historisches Seminar
Abteilung Mittelalterliche Geschichte
URL: http://www.uni-muenster.de/Geschichte/hist-sem/MA-G/L2/





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jul 7 11:16:58 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 07 Jul 2008 11:16:58 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Fuer den Erhalt der Paul-Wulf-Skulptur
Message-ID: 4871FB2B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Münster"
Datum: 07.07.2008, 10:32


AKTUELL

Für den Erhalt der Paul-Wulf-Skulptur
Interessengemeinschaft hofft auf Engagement der Öffentlichkeit /
Ikone für Zivilcourage

Die überlebensgroße Statue des im Nationalsozialismus
misshandelten Paul Wulf entwickelte sich während der "skulptur
projekte münster 07" zu einem Publikumsmagneten. Der
NS-Verfolgte hatte zeitlebens versucht, über die NS-Diktatur und
ihre Folgen die Öffentlichkeit aufzuklären. Über die Erinnerung
an den Antifaschisten Paul Wulf hinaus wurde die Großfigur zu
einer Ikone für Zivilcourage. Mit einem Spendenaufruf soll jetzt
der dauerhafte Erhalt der Skulptur "Münsters Geschichte von
unten" erreicht werden. Die Arbeit von Silke Wagner erinnert an
Leben und Wirken Paul Wulfs.

"Es wäre phantastisch, wenn die Paul-Wulf-Skulptur durch die
breite Unterstützung der Öffentlichkeit erhalten bleibt",
erklärt der Direktor des LWL-Landesmuseums für Kunst und
Kulturgeschichte, Dr. Hermann Arnhold. Mit gutem Beispiel voran
geht "Tatort"-Kommissar Axel Prahl: Der Schauspieler stellte 500
Euro für den Verbleib des Kunstwerkes zur Verfügung.

Nach ersten Schätzungen belaufen sich die Kosten inklusive
Künstlerhonorar, Renovierung und regelmäßiger Plakatierung des
als "Litfass-Säule" konzipierten Objektes auf rund 50 000 Euro.
Um diese Summe aufzubringen, hofft die "Interessengemeinschaft
zur Erhaltung der Paul-Wulf-Skulptur von Silke Wagner" - sie ist
mit Vertretern der Stadt Münster, des LWL-Landesmuseums für
Kunst und Kulturgeschichte und des Freundeskreises Paul Wulf
besetzt - auf das Engagement der Bürgerinnen und Bürger.

Für eingehende Spenden hat der Förderverein Villa ten Hompel bei
der Sparkasse Münsterland Ost ein Konto (Konto 33134, BLZ 400
501 50) eingerichtet (Stichwort "Paul Wulf").

Die Skulptur soll zunächst für eine Dauer von drei bis fünf
Jahren in Münsters Innenstadt am Servatiiplatz aufgestellt
werden. Anschließend wird sie an der Villa ten Hompel ihren
endgültigen Standort finden. In der Sammlung des Geschichtsortes
wird auch der Nachlass Paul Wulfs aufbewahrt.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jul 7 11:37:25 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 07 Jul 2008 11:37:25 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Gladbeck, unsere Stadt, Nr. 3 / 2007
Message-ID: 4871FFF5.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 07.07.2008, 11:30


SERVICE: TOC

Gladbeck, unsere Stadt
Zeitschrift für Information, Werbung, Kultur- und Heimatpflege
35. Jahrgang (2007)
Nr. 3



Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=84


S. 3-8
jow
Nach 84 Jahren gehen im Finanzamt die Lichter aus

S. 9-12
Zbocna, Elisabeth
Luisenhof, Seniorenzentrum mit hohem Anspruch

S. 13f.
Enxing, Heinz
Die Bahn hat der Verlegung zugestimmt
Grünes Licht für den Bahnhof Ost

S. 15-18
Korn, Michael
Der Wittringer Wald im Wandel der Zeiten

S. 19f.
Enxing, Heinz
Wer war eigentlich...?
Albert Schweitzer

S. 21-23
Hengstermann, Gerd
Brieftauben, Rennpferde am Himmel

S. 26-29
Thiesing, Norbert
Johannes Brus, ein Künstler aus Gladbeck

S. 30f.
Samen, Manfred
Gestern war der Fritz noch krank.
Heut lacht er wieder, Gott sei Dank

S. 32f.
Superintendent Detlef Mucks-Bücker -
verantwortungsvolles Amt bei "Kirchens"

S. 34-36
Die kath. Großpfarrei St. Lamberti,
eine inhaltliche Notwendigkeit

S. 37f.
Enxing, Heinz
Der "Bosslerweg" erinnert an einen Kotten

S. 39f.
Leitzen, K.-Heinz (nacherzählt)
Das Krapfenbacken

S. 41f.
Hannemann, Bernd
Cortina - Vom Eispalast zum Eiscafé

S. 43
Täpper, Theo
Aus der plattdeutschen Schatztruhe

S. 44-47
Michalowsky, Ralf
Kommunales Kino Gladbeck erfolgreich

S. 48
Hannemann, Bernd
Der letzte Mohikaner vom Oberhof





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jul 8 10:18:52 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 08 Jul 2008 10:18:52 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Kenner der Keilschrift: Prof. Dr. Joachim Krecher
wird 75 Jahre alt
Message-ID: 48733F0B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster"
Datum: 08.07.2008, 09:02


AKTUELL

Kenner der Keilschrift
Prof. Dr. Joachim Krecher wird 75 Jahre alt

Prof. Dr. Joachim Krecher, ehemaliger Hochschullehrer am
Institut für Altorientalische Philologie und Vorderasiatische
Altertumskunde der Universität Münster, wird am 10. Juli 2008 75
Jahre alt.

Joachim Krecher hat an den Universitäten Göttingen und
Heidelberg Evangelische Theologie, Altorientalische Philologie,
Ägyptologie und Semitistik studiert. 1963 wurde er in Heidelberg
mit einer preisgekrönten und auch heute noch grundlegenden
Arbeit über "Sumerische Kultlyrik" promoviert. 1970 habilitierte
er sich an der Universität Münster für das Fach
"Altorientalische Philologie. 1971 wurde er zum Dozenten, 1974
zum Wissenschaftlichen Rat und Professor ernannt.

Die international anerkannten und zum Teil bahnbrechenden
Forschungen von Prof. Krecher betrafen vor allem den Bereich der
sumerischen Textüberlieferung, wobei er sich besonders um das
Verständnis der Grammatik des Sumerischen, der ältesten
Keilschriftsprache des antiken Mesopotamien, bemüht hat. In den
80er Jahren war er maßgeblich an der Erschließung der kurz zuvor
entdeckten semitischen Keilschrifttexte aus Ebla (Syrien)
beteiligt. Seine Forschungen zu den sumerischen Verwaltungs- und
Rechtstexten und ihre Terminologie haben in Münster ihre
Nachfolge im Rahmen des hiesigen Forschungsschwerpunkts zur
Wirtschafts-, Rechts- und Sozialgeschichte des alten
Vorderasiens gefunden.


INFO

Institut für Altorientalische Philologie und Vorderasiatische
Altertumskunde
URL: http://www.uni-muenster.de/Altoriental/altori.html





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jul 8 10:22:06 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 08 Jul 2008 10:22:06 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Capelle,
Torsten: Widukinds heidnische Vorfahren. Das Werden der Sachsen im
Ueberblick
Message-ID: 48733FCE.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 07.07.2008, 14:01


LITERATUR

Widukind und die Sachsen
Ein archäologischer Blick auf die Frühzeit Westfalens

Die Altertumskommission des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe
hat ein neues Buch über "Widukinds heidnische Vorfahren"
herausgegeben. Der Autor Prof. Dr. Torsten Capelle, Vorsitzender
der Altertumskommission, verspricht einen "Überblick über das
Werden der Sachsen". Im Gegensatz zu früheren Veröffentlichungen
werfe das Buch einen archäologischen Blick auf die Altsachsen
und ihren Anführer Widukind (8. Jh.). "Einen so kompakten
Überblick über die Geschichte der Sachsen gab es bisher noch
nicht", so Capelle. Zudem sei das Buch für eine "größere
Öffentlichkeit" und nicht nur für Wissenschaftler gedacht,
spiegele aber auch den aktuellen Stand der Forschung wieder.

Über das Volk der Sachsen weiß man heute weitaus mehr als über
ihren zeitweiligen Anführer Widukind. Über ihre Geschichte
nähert sich Capelle dem Widukind an. Er resümiert: "Ohne Zweifel
waren die Sachsen eine der wirklich großen germanischen Gruppen
des frühen Mittelalters. Man zog herum und dahin, wo gerade
etwas los war." Capelle verfolgt die Geschichte des
Sachsenvolkes zwar anhand von schriftlichen Angaben, aber in
erster Linie mit Hilfe der Bodenfunde von Archäologen.
Zahlreiche Abbildungen illustrieren die Entwicklung und
Lebensweise des Volkes.

Über den Herzog der Altsachsen, Widukind, gibt es nur wenige
aussagekräftige Quellen. Woher Widukind stammt bleibt unklar.
Als sicher kann allerdings gelten, dass er Sachse war. Capelle:
"Er war offenbar ein wichtiger Mann für sein Volk und das
heutige Westfalen." Capelle bezeichnet ihn als "berühmt im
wahrsten Wortsinn". 777, als Karl der Große einen Reichstag in
Paderborn abhält, wird er das erste Mal erwähnt. Die Abwesenheit
Widukinds ist ausdrücklich verzeichnet, woraus der Autor
schließt, dass Widukind "schon damals eine überragende
Persönlichkeit gewesen sein muss". Für 778 und 782 wird in den
Reichsannalen über zwei Aufstände der Sachsen unter der
Anführung Widukinds berichtet. Nach seiner Taufe im Jahre 785 in
Attigny taucht Widukind unter, die Quellen versiegen.


INFO

Torsten Capelle: Widukinds heidnische Vorfahren. Das Werden der
Sachsen im Überblick. Verlag für Regionalgeschichte Bielefeld
2008. 80 Seiten, 40 Abbildungen. 12,40 Euro





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jul 8 10:28:58 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 08 Jul 2008 10:28:58 +0200
Subject: [WestG] [TOC-E] Rosenland, 7/2008
Message-ID: 4873416A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Jürgen Hartmann"
Datum: 08.07.2008, 09:57


SERVICE: TOC-E

Rosenland. Zeitschrift für lippische Geschichte.
Ausgabe 7 / 2008
des kostenfreien e-papers ist soeben erschienen.
Das neue "Rosenland" kann unter www.rosenland-lippe.de
heruntergeladen werden.



Beiträge

S. 2-7
Wilke, Axel F.
Otto Thelemann und seine Berufung zum Fürstlich Lippischen
Konsistorialrat 1863/65

S. 8-23
Ruppert, Andreas
Das Polenbild in der Kriegschronik des Fritz Geise

S. 24-36
Dann, Thomas
Ein letztes Raumkunstwerk vor der Revolution:
Der Bibliothekssaal im Detmolder Schloss

S. 37-40
Ruppert, Andreas
Diskussion
"Otto Künne spaltet die Stadt" -
Zu einer Bad Salzufler Kontroverse


Rezensionen

S. 41f.
Ruppert, Andreas
Stefan Wiesekopsieker: "Ich wollte, ich könnte jedem deutschen
Soldaten die Hand drücken!!"
Das Kriegstagebuch des Schötmaraner Pfarrers Wilhelm Butterweck
(1914-1918)

S. 42f.
Hartmann, Jürgen
Franz Meyer (Hg.): Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte


Aus der Redaktion

S. 44
Literaturhinweis

S. 45
Nachruf: Zur Erinnerung an Ingeborg Kittel


INFO

Kontakt:
Hartmann, Jürgen
E-Mail: rosenland-lippe at web.de
URL: www.rosenland-lippe.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jul 8 11:50:31 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 08 Jul 2008 11:50:31 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Wertvolle Funde aus Graeberfeld in Ense im Museum in
der Kaiserpfalz, Paderborn, bis Ende 2008
Message-ID: 48735486.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 08.07.2008, 11:31


AUSSTELLUNG

Wertvolle Funde aus Gräberfeld in Ense im Museum in der
Kaiserpfalz

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) präsentiert in
seinem Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn Schmuck, Gefäße
und Gebrauchsgegenstände aus dem Gräberfeld in Ense-Bremen
(Kreis Soest). Die Funde kamen bei den Ausgrabungen 2006 zutage.
Sie weisen das Gräberfeld als eines der reichsten aus dem
Frühmittelalter am Hellweg aus und zeigen, in welcher Pracht die
damalige Elite bestattet wurde.

"Wir sind glücklich, Objekte von einer dermaßen hohen Qualität
nun in unserer Dauerausstellung vorzuführen", freut sich
Museumsleiter Dr. Martin Kroker. "Sie ergänzen wunderbar unsere
frühmittelalterliche Sammlung und unterstreichen die damalige
Bedeutung der Region. Unsere Restauratoren haben eine
hervorragende Arbeit geleistet, so dass sich ab heute ein
breites Publikum an den Funden erfreuen kann", so Kroker weiter.
Das Museum in der Kaiserpfalz zeigt bis zum Jahresende die
Beigaben aus zwei Frauengräbern, nämlich zwei vergoldete
Gewandspangen, drei Gewandspangen mit Granateinlagen, drei
Messer, zwei Glasperlenketten, zwei Scheren, zwei Keramikgefäße
sowie ein vollständig erhaltenes Trinkglas.

"Wir freuen uns, in einer Region leben zu dürfen, die sich
zukunftsfähig aufgestellt und die den Menschen schon in ur- und
frühgeschichtlichen Zeiten Lebensraum gegeben hat. Sie hat über
Jahrtausende lebenswerte Bedingungen für die Menschen bereit
gehalten," erklärt der Enser Bürgermeister Johannes Weber stolz
darüber, dass die Geschichte der Gräber und der Enser
Ortschaften nun auch in Paderborn begreifbar werden.

In der kleinen Stadt, in der die Möhne in die Ruhr mündet,
legten die Fachleute der LWL-Archäologie für Westfalen zwischen
2004 und 2006 einen mehr als 10.000 Quadratmeter großen
Bestattungsplatz frei. Auf diesem hatten die Menschen fast 2000
Jahre lang ihre Verstorbenen bestattet: von der späten
Bronzezeit vor etwa 3000 Jahren bis zur Christianisierung
Westfalens unter Karl dem Großen um 800. Das Archäologenteam um
den Grabungsleiter Stephan Deiters entdeckte 35 aufwendig
gestaltete und reich ausgestattete Gräber, die den Wohlstand der
Menschen in der fruchtbaren Hellwegregion vom 6. bis 8.
Jahrhundert bezeugen.

Wegen des Termindrucks auf der Ausgrabung hatten die Archäologen
einige vielversprechende, fragile Funde eingegipst und als
Ganzes geborgen. Anschließend haben die Restauratoren der
LWL-Archäologie für Westfalen diese sogenannten Blockbergungen
im Labor fachgerecht freigelegt und konserviert. Bereits die
Röntgenaufnahmen zeigten ihnen, dass es vor allem die Blöcke aus
einem Frauengrab im Wortsinn "in sich" hatten: Sie enthielten
die vergoldeten Gewandspangen und ein Messer mit
Bergkristallanhänger. Eine reich bebilderte Broschüre zum
Gräberfeld in Ense-Bremen ist im Museum in der Kaiserpfalz für 2,
50 Euro erhältlich.


INFO

Museum in der Kaiserpfalz
Am Ikenberg 2
33098 Paderborn
Tel.: 05251 1051-10
URL: www.kaiserpfalz-paderborn.de

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 Uhr bis 18 Uhr,
jeden ersten Mittwoch im Monat 10 Uhr bis 20 Uhr

Eintrittspreise: Erwachsene 2,50 Euro,
Schüler, Studierende und andere Ermäßigungsberechtigte 1,50 Euro,
Kombikarte mit dem Diözesanmuseum 4 Euro.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jul 9 12:31:41 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 09 Jul 2008 12:31:41 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Souvenirtuecher - Erinnerung auf Seide, Bocholt,
24.08.-16.11.2008
Message-ID: 4874AFAD.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 09.07.2008, 09:01


AUSSTELLUNG

Souvenirtücher - Erinnerung auf Seide
Neue Sonderausstellung im Textilmuseum in Bocholt

Das Souvenir als Erinnerung an ferne Länder und Zeiten des
Müßiggangs erweckt Begeisterung und Melancholie zugleich. Als
Beweißstück der schönsten Wochen des Jahres transportiert es im
Kleinformat die Welt nach Hause. Es ruft exotische Farbenpracht,
fremde Düfte, Stimmungen oder gemeinsame Erlebnisse wach und
demonstriert die Weltläufigkeit seines Besitzers.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zeigt in seinem
LWL-Textilmuseum in Bocholt vom 24. August bis 16. November 2008
die neue Sonderausstellung "Souvenirtücher - Erinnerung auf
Seide".

Erinnerung auf Seide - der Titel verheißt einen Hauch von Luxus,
der vor allem für die Vorfahren der Souvenirtücher zutreffend
ist. Bis ins 18. Jahrhundert hinein war Textildruck nur auf
besonders feinen und glatten Stoffen möglich. Daher produzierte
man Gedenk- und Erinnerungsmotive im Taschentuchformat fast
ausschließlich auf Seide. Erst mit Verbesserung der Druck- und
Färbetechnik konnten auch gröbere Stoffe und damit Baumwolle
bedruckt werden. Preiswerte Kunstfasern erlaubten schließlich
farbenfrohe und kostengünstige Produkte, deren Absatz in den
1950er bis 70er Jahren boomte.

Wie Fenster in die Vergangenheit zeugen Souvenirtücher von
einstigen Modetrends und touristischen Attraktionen. Die
abgedruckten Bilder geben Einblick in Klischees und
Wunschvorstellungen von Urlaubsorten im Wandel der Jahrzehnte.
Man erfährt, welche besonderen Anlässe eine textile Prägung wert
schienen. Die Fülle der Themen reicht von Kriegserinnerungen,
Wallfahrten, Pionier- und Militärdiensttagen über
Europameisterschaften, Olympia und Weltausstellung bis hin zu
Reisezielen in Nah und Fern. Ein vorläufiger Ausklang des
Tücherbooms verhallt in der Welt der Musikstars und Filmhelden,
die anfangs noch auf Tüchern und heute meist auf T-Shirts und
Taschen zu finden sind.

Die Ausstellung zeigt einen Ausschnitt der privaten Sammlung von
Andreas Seim, der mehr als 300 Exemplare aus verschiedenen
Jahrzehnten zusammen trug. Heute begegnet man Souvenirtüchern
auf Flohmärkten oder gut verstaut in den Schränken der älteren
Generation. Dennoch scheinen sie nicht vergessen. Die
Ausstellung will die auf Textil gebannten Erinnerungen ins
Gedächtnis rufen.


INFO

Souvenirtücher - Erinnerung auf Seide
Sonderausstellung vom 24. August bis 16. November 2008
LWL-Textilmuseum in Bocholt
Uhlandstraße 50
46397 Bocholt





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jul 9 12:40:21 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 09 Jul 2008 12:40:21 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Wirkmaschine laeuft Sonntag im Ziegeleimuseum, Lage,
13.07.2008
Message-ID: 4874B1B5.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Vera Lengersdorf"
Datum: 08.07.2008, 15:54


AKTUELL

Wie im Märchen: "Hänsel" als Startkapital für den Westen
Wirkmaschine läuft Sonntag im Ziegeleimuseum

Mit einem leichten Surren drehen sich die bunten Garnrollen am
hölzernen Aufsatz, werden die Fäden und Kordeln Meter um Meter
über längliche Führungsschienen direkt ins Innere der
gusseisernen Maschine geleitet und hier zu farbigen Borten
verarbeitet. Auch wenn die Wirkmaschine den fantasievollen Namen
"Hänsel" trägt, hat sie keine Ähnlichkeiten mit einer
Märchenfigur. Sie ist vielmehr eines von vielen Objekten, die
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) derzeit in der
Sonderausstellung "Aufbau West. Neubeginn zwischen Vertreibung
und Wirtschaftswunder" in seinem Ziegeleimuseum in Lage zeigt.
Am kommenden Sonntag (13.7.) können Ausstellungsbesucher sehen,
wie "Hänsel" funktioniert.

Mitarbeiter der Werkstätten des Industriemuseums machten das gut
80 Jahre alte Relikt für die Ausstellung wieder flott. In den
1920er Jahren hatte Emil Paul Dietzsch das Gerät erstmalig in
seiner Posamentenfabrik in Geyer/Erzgebirge eingesetzt. Der
Familienbetrieb stellte hier Borten, Schnüren und Quasten für
den Besatz von Kleidung und Textilien her. Nach der Enteignung
durch die DDR-Regierung floh das Unternehmen 1950 nach
Wuppertal-Barmen, um im Westen seine Produktion fortzusetzen.
Mit im Gepäck war das Startkapital für den Neubeginn: Dietzsch
gelang es, seine beiden Kettenwirkmaschinen "Hänsel" und
"Gretel" aus der DDR zu schleusen und in Wuppertal wieder
aufzustellen.

Mit ihrem Angebot an Borten und Bordüren ergänzte die Firma
Dietzsch in den 1950er Jahren schnell das vorhandene Wuppertaler
Produktionsspektrum an Bändern und Schmucktextilien: "Nach 1945
wäre die Versorgung der Bevölkerung allein durch die heimische
Textilindustrie auch nicht möglich gewesen, weil in
derTextilbranche schon immer eine weitgehende regionale
Arbeitsteilung zwischen Ost und West herrschte", erklärt Dr.
Arnold Lassotta, Textilfachmann im Ausstellungsteam.

Die neuen Unternehmen aus dem Osten trafen im Westen auf eine so
hohe Nachfrage, dass sich die Firma Dietzsch im Laufe der
folgenden Jahre wesentlich vergrößerte. In all den Jahren konnte
sich der Familienbetrieb aber von einem besonderen
Erinnerungsstück nicht trennen, auch wenn der technische
Fortschritt längst bessere Maschinen hervorgebracht hat:
"Hänsel" stand bis zur Betriebsschließung 1997 im Besucherraum
der Firma und erinnerte an die mühevollen Anfänge im Westen.
Dabei blieb die erste Wirkmaschine der Wuppertaler Produktion
immer unangefochten die "Nummer Eins" und ist es scheinbar noch
heute, wie ein kleines Schild am oberen Holzgerüst mit der
Aufschrift "1" bezeugt.

Nach der Schließung der Firma Dietzsch gab Betriebsleiter
Herbert Frickhöfer die geschichtsträchtige Maschine 1998 in die
Obhut des LWL-Industriemuseums. Für die Präsentation in der
Ausstellung Aufbau West wurde "Hänsel" dann restauriert und neu
eingerichtet.


INFO

Schauvorführung "Wirkmaschine in Betrieb"
Sonntag, 13.7.2008, 11-17 Uhr

Aufbau West - Neubeginn zwischen Vertreibung und
Wirtschaftswunder
bis 21.09.2008
LWL-Industriemuseum
Ziegeleimuseum in Lage
Sprikernheide 77 I 32791 Lage
Geöffnet Di - So 10 - 18 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jul 9 12:35:57 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 09 Jul 2008 12:35:57 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Mit dem Fahrrad am Kanal entlang: Radtour von
Waltrop nach Haltern, 27.07.2008
Message-ID: 4874B0AD.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Volontär Industriemuseum"
Datum: 08.07.2008, 12:00


AKTUELL

Mit dem Fahrrad am Kanal entlang
Radtour von Waltrop nach Haltern

Entlang am Wesel-Datteln-Kanal bis zur Schleuse Flaesheim führt
eine Radtour, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
am Sonntag, 27. Juli, von 11 bis 18 Uhr anbietet. Gestartet wird
am Eingang des LWL-Industriemuseums Schiffshebewerk
Henrichenburg.

Die 36 km lange Strecke zeigt ein interessantes Stück Kanal- und
Industriegeschichte des Reviers. Die von Museumsleiter Herbert
Niewerth entworfene Radtour führt vom Schiffshebewerk am
Dortmund-Ems-Kanal entlang bis zum "Dattelner Meer". Dort zweigt
der Wesel-Datteln-Kanal ab, sodass eine Verbindung zum Rhein
entsteht. Die Radgruppe passiert die Schleusen von Datteln und
Ahsen, um nach etwa 11 km die Schleuse Flaesheim zu erreichen.
Dort legen die Teilnehmer eine Picknickpause ein (Picknick bitte
selbst mitbringen). Unterwegs gibt es Informationen zur
Geschichte der beiden Kanäle.

Als Schlusspunkt der Tour besichtigen die Teilnehmer um 17 Uhr
die Ausstellung ?Wasser.Feuer.Holz mit Arbeiten des renommierten
Künstlers Karl-Manfred Rennertz im Schiffshebewerk
Henrichenburg. Der Holzbildhauer hat seine Skulpturen zu den
Themen "Wasser" und "Schiffe" mit der Kettensäge hergestellt. Sie
sind im Hafengebäude am Oberwasser zu sehen.


INFO

Kosten für die Tour inkl. Eintritt und Führung durch die Ausstellung:
8? pro Person.
Telefonische Anmeldung erforderlich: 02363 9707-0.
Die Radtour kann nur bei einer Teilnehmerzahl von 10 Personen
stattfinden.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 10 11:05:31 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 10 Jul 2008 11:05:31 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Form und Funktion - Das Gefaengnis in
Muenster (1842-1853), Muenster, 11.07.2008
Message-ID: 4875ECFA.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Institut für Vergleichende Städtegeschichte" uni-muenster.de>
Datum: 09.07.2008, 13:09


AKTUELL

Im Rahmen des Freitags-Kolloquium zu Problemen
vergleichender Städtegeschichte im Sommersemester 2008

spricht am 11. Juli, 16.00 Uhr c. t.

Angelika Oelgeklaus M.A., Münster
über
Form und Funktion - Das Gefängnis in Münster (1842-1853) von
Carl Ferdinand Busse im städtebaulichen und
architekturhistorischen Vergleich


INFO

Institut für vergleichende Städtegeschichte - IStG - gGmbH
Königsstr. 46
48143 Münster
Tel.: 0251 / 83-275-12
Fax: 0251 / 83-275-35
URL: http://www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte/





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 10 11:14:30 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 10 Jul 2008 11:14:30 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter Soest, Folge 386, April 2008
Message-ID: 4875EF16.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 10.07.2008, 11:45


SERVICE: TOC

Heimatblätter Soest
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage zum Soester Anzeiger
Folge 386
April 2008


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=169





[keine Seitenangaben]


Braukmann, Horst
Ostönnen: Ein Grenzdorf in der Soester Börde
Schon vor dem Jahr 1000 wurde der Ort in Urkunden genannt

Hinke, Wilhelm
Wenn im Beverbach wieder Biber nagen

Gernert, Wolfgang
Für Oberwerries plante Schlaun Marstall und Hundezwinger
Der geniale Baumeister (1695-1773) schuf überall in Westfalen
Kirchen und Klöster, Schlösser und Adelssitze

Platte, Hartmut
Werler Wilddiebe auf Pirsch mit Flinten und Jagdhunden
Anno 1827 ertappten Gendarme bei Streifzügen durch die
Fluren junge Jagdfrevler auf frischer Tat

Keinemann, Heinz
Das war unser Kutschwagen





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jul 11 10:44:28 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 11 Jul 2008 10:44:28 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Ein Menschenschaedel an der Seseke
Message-ID: 4877398C.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 10.07.2008, 15:46


AKTUELL

Ein Menschenschädel an der Seseke

Dank ehrenamtlicher Unterstützung konnten Archäologen des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bei
Renaturierungsmaßnahmen der Seseke bei Kamen (Kreis Unna) einen
menschlichen Schädel dokumentieren und bergen. Wann und warum
der Schädel in den Boden gelangte, werden die Spezialisten der
LWL-Archäologie für Westfalen nun zu klären haben.

Bei der Besichtigung von Erdarbeiten im Rahmen der Renaturierung
der Seseke waren André Maiwald aus Kamen, einem ehrenamtlichen
Mitarbeiter der LWL-Archäologie für Westfalen, Bruchstücke eines
Schädels aufgefallen. Vorbildlich beließ er den Fund an Ort und
Stelle und benachrichtigte die Außenstelle Olpe der
LWL-Archäologie für Westfalen. Außenstellenleiter Dr. Michael
Baales und seine Mitarbeiterin Eva Cichy untersuchten die
Fundstelle am nächsten Tag und dokumentierten weitere Reste des
Schädels.

Der Schädel stammt nach der ersten vorläufigen Untersuchung
offenbar von einem jüngeren Mann. Neben dem Schädel kam ein
gebogenes Holzstück zutage. Über dessen Funktion sind sich die
LWL-Archäologen noch unsicher, "möglicherweise sind hieran aber
Bearbeitungsspuren zu erkennen", erklärt LWL-Archäologin Eva
Cichy. "Leider konnten wir keine weiteren Funde freilegen, die
uns über die Datierung der Fundstelle Aufschluss geben, sodass
das Alter des Schädels mit einer sogenannten
Radiokarbondatierung geklärt werden muss."

Der Schädel lag in älteren Flussablagerungen der Seseke, knapp
jenseits der Betonrinne der kanalisierten Seseke. "Er könnte
durchaus in die vorrömische Eisenzeit um 500 v. Chr. gehören und
von einem Flussopfer stammen", wagt Cichy eine erste
Interpretation, "derartige Flussopferfunde kennen wir aus
verschiedenen ur- und frühgeschichtlichen Perioden." Für die
Archäologen sind solche Funde wichtig, erlauben sie doch
Einsichten in die Jenseitsvorstellungen der damaligen Menschen.

Erst vor vier Jahren hatten die LWL-Archäologen in der Nähe, bei
der Renaturierung des Körnebachs, einen vergleichbaren Fund
gemacht. Damals handelte es sich um einen Kinderschädel, dem ein
eisenzeitlicher Dolch beigegeben war. "Diese Funde zeigen
deutlich, wie wichtig die archäologische Begleitung der
Renaturierungsmaßnahmen an Gewässern ist. Dank der Mitarbeit
ehrenamtlicher Helfer und der guten Zusammenarbeit mit dem
Lippeverband konnten bereits mehrfach interessante
archäologische Funde bei derartigen Sanierungsmaßnahmen vor der
Zerstörung bewahrt werden", freute sich der Leiter der für den
Regierungsbezirk Arnsberg zuständige Außenstelle der
LWL-Archäologie für Westfalen, Dr. Michael Baales.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jul 11 10:47:01 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 11 Jul 2008 10:47:01 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Workshop der Kunstvermittlung verwandelt
das Museumsfoyer in ein Atelier
Message-ID: 48773A24.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 11.07.2008, 10:01


AKTUELL

"Malerei Total"
Workshop der Kunstvermittlung verwandelt das Museumsfoyer in
ein Atelier

Für alle Daheimgebliebenen bietet das Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL)
in den Sommerferien ein kreatives Ferienprogramm an. Die
Kunstvermittlung des Museums hat ein Angebot mit vier
verschiedenen Workshops für Kinder und Jugendliche von sechs bis
17 Jahren erarbeitet.

Unter dem Motto "Malerei total" greifen Kinder und Jugendliche
in dieser Woche zu Pinsel und Farbe. Der dreitägige Workshop
findet in Kooperation mit dem Westfälischen Kunstverein statt
und bezieht sich auf die aktuelle Förderpreisausstellung
"Malerei 2008". Inspiriert von den ausgestellten Gemälden der
jungen Künstler, lassen die Kinder und Jugendlichen ihrer
Vorstellung von Malerei freien Lauf und gestalten große
Leinwände. Das Foyer des Landesmuseums wird dabei zu einem
großen Atelier.

Bei den kommenden Veranstaltungen sind noch einige Plätze frei:
Vom 5. bis 7. August nehmen Skulptur-Projekte-Fans bei dem
Workshop "Himmelsgucker" die in der Stadt verbliebenen
Skulpturen unter die Lupe und entwerfen eigene plastische
Arbeiten. Alle Daheimgebliebenen, die in den Sommerferien das
Fernweh packt, sind bei den Tagesworkshops "Leinen Los" gut
aufgehoben. Ob Piratenschiff oder Handelsflotte, Sport- oder
Gummiboot - bei diesem Programm erobern die jungen Teilnehmer
die tosende See in den Gemälden des LWL-Landesmuseums.


INFO

Das Sommerferienprogramm ist an der Kasse oder im Besucherbüro
des LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte erhältlich.
Informationen unter www.lwl-landesmuseum-muenster.de.

Information und Anmeldung
Besucherbüro:
Dienstag bis Freitag 9 - 12, 15 - 17 Uhr
Tel.: +49(0)251 5907-201
Fax: +49(0)251 5907-104
besucherbuero at lwl.org

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster
Domplatz 10
48143 Münster
URL: www.lwl-landesmuseum-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jul 11 11:22:12 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 11 Jul 2008 11:22:12 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter Soest, Folge 387, April 2008
Message-ID: 48774264.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 11.07.2008, 11:45


SERVICE: TOC

Heimatblätter Soest
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage zum Soester Anzeiger
Folge 387
April 2008


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=169






[keine Seitenangaben]


Thomas, Heinrich
Wo die Wälder Wache hielten...
Vor dreißig Jahren starb der Heimatdichter Heinrich Luhmann

Platte, Hartmut
Haus Reck in Hamm-Lerche:
Zeuge alter Tradition

Beaugrand, Günter
Kloster und Damenstift Cappel eingezwängt zwischen Diözesen

Braukmann, Horst
Ostönnen: Ein Grenzdorf in der Soester Börde
Schon vor dem Jahr 1000 wurde der Ort in Urkunden genannt
1. Fortsetzung

Keinemann, Heinz
Ein alter Hof aus dem 18. Jahrhundert
Im Jahr 1967 wurde der Schriewer-Hof in Meckingsen abgebrochen





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jul 14 10:33:14 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 14 Jul 2008 10:33:14 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Eric Hobsbawm bekommt Bochumer Historikerpreis
Message-ID: 487B2B6A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Josef König"
Datum: 09.07.2008, 16:26


AKTUELL

Eric Hobsbawm bekommt Bochumer Historikerpreis
Würdigung des 91-jährigen unorthodoxen Marxisten
Preisverleihung für britischen Sozialhistoriker im November

Eric Hobsbawm ist der diesjährige Preisträger des Bochumer
Historikerpreises. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung
würdigt das außergewöhnliche Lebenswerk des 91-jährigen
britischen Sozialhistorikers. Diese Entscheidung gab heute die
Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets bekannt, die den Preis
gemeinsam mit der Stadt Bochum, der Ruhr-Universität Bochum und
der Stiftung der Sparkasse Bochum verleiht. Der diesjährige
Historikerpreis wird anlässlich des 10. Stiftungsfestes der
Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets am 28. November 2008 in
Bochum verliehen. Es ist das dritte Mal, das dieser Preis
verliehen wird. Zuvor sind bereits Lutz Niethammer (2002) und
Jürgen Kocka (2005) gewürdigt worden.

Pionier der empirischen historischen Forschung

"Eric Hobsbawm ist auch international gesehen einer der
bedeutendsten Historiker des 20. Jahrhunderts," begründete Prof.
Klaus Tenfelde, der Vorsitzende des Vorstands der Stiftung
Bibliothek des Ruhrgebiets die Wahl des Briten. Hobsbawm habe
der Geschichtswissenschaft von den 1950er Jahren bis ins 21.
Jahrhundert hinein wiederholt neue Impulse gegeben. So gehörte
Hobsbawm zu den Pionieren der empirischen historischen Forschung
auf dem Feld der Arbeitergeschichte. Früher als andere zeigte er
schon 1959 Perspektiven einer Sozialgeschichte als "Geschichte
von unten" auf.

Kosmopolitische Biografie

"Mit seinem Leben und Wirken hat er die Höhen und Tiefen des 20.
Jahrhunderts als Zeitzeuge direkt erlebt und in seinem
Schrifttum umfasst," heißt es in der Begründung der Stifter, die
auf Hobsbawms kosmopolitischen Hintergrund verweisen. 1917 im
ägyptischen Alexandria geboren, wuchs Hobsbawm mit jüdischen
Wurzeln in Wien und Berlin auf. 1933 emigrierte er nach England,
wo er in Cambridge das Studium der Geschichte aufnahm. An der
Universität, aber auch schon zuvor in Berlin, wurde er zum
überzeugten Kommunisten. Die Mitgliedschaft in der KP
Großbritanniens prägte fortan sein Werk, aber auch seine
Karriere und seine Rezeption. Erst heute, rund 18 Jahre nach dem
Zusammenbruch des Ostblocks, zeichnet sich eine vorurteilsfreie
Würdigung Hobsbawms auch in Deutschland ab.

Unorthodoxer Marxist und sozialkritischer Historiker

Der Bochumer Historikerpreis setzt hier ein Zeichen. "Eric
Hobsbawm ist einer jener unorthodoxen britischen Marxisten, die
die Gesellschafts-Geschichte revolutioniert haben", erklären die
Preisstifter und betonen zugleich, dass sich Hobsbawm nie habe
von der Parteilinie vereinnahmen lassen. Vielmehr sei nun die
Breite seines Blicks und die Reichweite seiner Deutungskraft
anzuerkennen. Beides bewies Hobsbawm vor allem mit seiner
vierteiligen Geschichte der bürgerlichen Moderne und ihren
letztlich gescheiterten ideologischen Herausforderungen. In "The
Age of Revolution" (1962) und "The Age of Capital" (1975)
beschrieb Hobsbawm den Sieg der bürgerlichen
Gesellschaftsordnung über die traditionellen Ancien Regimes.
"The Age of Empire" (1987) behandelte ihre Blüte und ihr
beginnendes Verblühen; "The Age of Extremes" (1994) versuchte
sich an einer Erklärung, warum die sozialistische
Systemalternative, der sich Hobsbawm lebenslang mit
unerschütterlicher Hoffnung verschrieben hatte, untergehen
musste.

Frühere Preisträger: Niethammer und Kocka

Nach Lutz Niethammer im Jahr 2002 und Jürgen Kocka 2005 reiht
sich mit Eric Hobsbawm nunmehr der dritte Historiker in die
Riege der Träger des Bochumer Historikerpreises ein. Mit dem
Preis werden alle drei Jahre herausragende Leistungen auf dem
Gebiet der Wirtschafts- und Sozialgeschichte gewürdigt, die
national wie international hohe Aufmerksamkeit gefunden
haben.


INFO

Dr. Jürgen Mittag
Geschäftsführer Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiet
Tel.: 0234/32-26-920
E-Mail: juergen.mittag at rub.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jul 14 10:35:56 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 14 Jul 2008 10:35:56 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Abschiedsvorlesung des Theologen Prof. Dr.
Rainer Albertz
Message-ID: 487B2C0D.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster"
Datum: 10.07.2008, 09:02


AKTUELL

Religionsgeschichte des Alten Orients
Abschiedsvorlesung des Theologen Prof. Dr. Rainer Albertz

Prof. Dr. Rainer Albertz vom Alttestamentlichen Seminar der
Evangelisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen
Wilhelms-Universität hält am Montag, 14. Juli 2008, um 10.15 Uhr
in der Aula des Schlosses zu Münster seine Abschiedsvorlesung
über "Die vergessene Heilsmittlerschaft des Mose". Albertz
gehört zu den herausragenden Forschern der Evangelischen
Theologie. Sein Fachgebiet ist das Alte Testament und die
Religionsgeschichte des Alten Orients. Er hat die
Forschungsinitiative zum Zusammenhang von Religion und Politik
im "Excellenzcluster" der WWU mit initiiert.

Geboren 1943 in Oberschlesien, aufgewachsen unter anderem in
Berlin als Sohn des bekannten SPD-Politikers und zeitweiligen
regierenden Bürgermeisters Heinrich Albertz war er nach seinem
Theologiestudium in Berlin und Heidelberg zunächst als
akademischer Lehrer in Heidelberg, später an der Universität
Siegen tätig. Die enge Verbindung von biblischen und
orientalistischen Studien prägte sein Wirken von Anfang an. Zu
den entscheidenden Entdeckungen seiner frühen Arbeiten gehört
die Einsicht, dass hinter und neben der priesterlichen und
schriftgelehrten Theologie der biblischen Texte eine große
Vielfalt an persönlichen Frömmigkeits- und Religionsformen
erkennbar wird, die mit dem Bild, das die offizielle Religion
von sich vermittelt, keineswegs immer übereinstimmt. In seinem
großen Hauptwerk, der "Religionsgeschichte Israels in
alttestamentlicher Zeit", zeichnete Albertz den
religionsinternen Pluralismus in den Epochen einer mehr als
1000jährigen Entwicklungsgeschichte nach. Damit erreichte er
einen internationalen Durchbruch und Neuansatz in der
Bibelexegese.

Bereits kurz nach seiner Berufung nach Münster im Jahr 1995
bemühte sich Prof. Albertz um die Vernetzung der
altertumswissenschaftlichen Fächer an der WWU. Es gelang ihm,
über 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem
Sonderforschungsbereich (SFB) über "Funktionen von Religion in
antiken Gesellschaften des Vorderen Orients" zu vereinen.
Darüber hinaus regte er eine Vielzahl von internationalen
Kooperationen und Tagungen von Wissenschaftlern aus Israel,
Europa und den USA an und ist Mitbegründer der European
Association of Biblical Studies. In Münster entstand seine
Untersuchung zur Exilszeit Israels, die 2001 mit dem
Forschungspreis der WWU ausgezeichnet wurde. Es folgten
zahlreiche Arbeiten zur Familienreligion und Veröffentlichungen
zu nahezu allen Gebieten der Bibelwissenschaft.

Aus dem Sonderforschungsbereich ging als feste Einrichtung das
"Centrum für die Kulturen des östlichen Mittelmeerraums" hervor.
Studierende der Theologien und Geisteswissenschaften haben hier
die in Europa einmalige Möglichkeit, unter fachkundiger
Anleitung von Spezialisten auf nahezu allen Gebieten der
Geschichte, Archäologie, Orientalistik, Klassische Philologie,
Ägyptologie, Islamkunde, Judaistik, Theologie und
Religionswissenschaft fächerübergreifend zu studieren und zu
forschen.

Dem Gegenwartsbezug, den seine historischen Arbeiten stets
aufweisen, ist es zu danken, dass nun auch die Bibelexegese in
dem Exzellenzcluster, das sich den Fragen des Verhältnisses von
Religion und Politik in der Moderne und den Hintergründen der
aktuellen Religionskonflikte widmet, ihren festen Platz
einnimmt. Hier wird sich Prof. Albertz in den nächsten Jahren
als Senior-Professor der Erforschung der Mechanismen von
religiöser Integration und Ausgrenzung widmen.


INFO

Homepage Prof. Albertz
URL: http://egora.uni-muenster.de/fb1/personen/albertz.shtml





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jul 14 10:38:32 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 14 Jul 2008 10:38:32 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Schatz fuer Archaeologisches Museum: Ueber
1500 Bronzemuenzen aus westfaelischem Privatbesitz
Message-ID: 487B2CA8.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster"
Datum: 10.07.2008, 13:56


AKTUELL

Schatz für Archäologisches Museum
Über 1500 Bronzemünzen aus westfälischem Privatbesitz

Aus westfälischem Privatbesitz hat die Münzsammlung des
Archäologischen Museums der Universität Münster eine einmalige
Schenkung erhalten: Nicht weniger als 1.551 Bronzemünzen aus der
Zeit von Alexander dem Großen bis Augustus (ca. 336-27 v. Chr.)
bereichern nun die Bestände, die teilweise im Archäologischen
Museum am Domplatz öffentlich ausgestellt sind.

Diese Stiftung, der großzügige Stifter möchte nicht genannt
werden, ist nicht nur aufgrund ihres finanziellen Wertes
bedeutsam, sondern nach Angaben der Museumsleiter Prof. Dr.
Dieter Salzmann und Dr. H.-Helge Nieswandt auch für Lehre und
Forschung wichtig. Die Stücke werden künftig bei münzkundlichen
Lehrveranstaltungen eingesetzt, die in Münster einen festen
Bestandteil des archäologischen Studiums bilden. Zahlreiche
Abschlussarbeiten im Bereich der antiken Numismatik sind auf
dieser Grundlage entstanden. Außerdem untersucht am Institut für
Klassische Archäologie der WWU eine Forschergruppe im Rahmen des
Exzellenzclusters "Religion und Politik in den Kulturen der
Vormoderne und der Moderne" die Verbindung von Religion und
Politik auf Münzen.


INFO

Archäologisches Museum der WWU Münster
URL: http://www.uni-muenster.de/Rektorat/museum/d2museam.htm





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jul 15 10:26:41 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 15 Jul 2008 10:26:41 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Rudnick,
Bernhard: Kneblinghausen. Heft 1 der Reihe "Roemerlager in
Westfalen"
Message-ID: 487C7B61.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 14.07.2008, 11:25


LITERATUR

Römerlager in Westfalen
LWL startet neue Reihe mit archäologischem Führer
zu Kneblinghausen

Vor zwei Jahrtausenden versuchten die Römer, die Herrschaft über
Westfalen zu erlangen. Die Altertumskommission des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) gibt zur 2000.
Wiederkehr der Varusschlacht (9 nach Chr.) eine neue Reihe über
"Römerlager in Westfalen" heraus. Den Auftakt macht ein
32-seitiger Führer zum Römerlager Kneblinghausen (Kreis Soest)

Etwa einen Kilometer südlich von Kneblinghausen lagerten einst
römische Soldaten. Bereits zu Beginn des vergangenen
Jahrhunderts wurden hier archäologische Ausgrabungen
durchgeführt. Es folgte eine lange Zeit, in der das Römerlager
sich selbst überlassen blieb. Dass heute nur noch Experten die
Wälle des Lagers erkennen können, liegt nicht nur am Zahn der
Zeit, sondern vor allem an den Zerstörungen des Orkans "Kyrill".
Sie gaben den Ausschlag für Neuvermessung sowie geophysikalische
und archäologische Untersuchungen.

Für das zehn Hektar große Heerlager wählten die Römer den
Standort einer früheren germanischen Siedlung aus. Etwa 1.200
Soldaten konnten hier für kurze Zeit Unterkunft finden. Später
wurde die Anlage deutlich verkleinert und die vier Zugänge
nochmals verstärkt.

Die Funde stammen zumeist aus der älteren Siedlung. Nur wenige
Stücke weisen dagegen auf römische Soldaten hin. Die typische
Form des Lagers und der Tore sprechen jedoch für sich. "An einer
römischen Entstehung der Anlagen ist nicht mehr zu zweifeln",
stellt Dr. Bernhard Rudnick, Archäologe und Autor des Heftes,
fest. Alte Grabungen und neueste Untersuchungen werden in diesem
Führer zu einem anschaulichen Gesamtbild verbunden.


INFO

Bernhard Rudnick:
Kneblinghausen, Stadt Rüthen, Kreis Soest
Heft 1 der Reihe "Römerlager in Westfalen",
32 Seiten, 21 Abbildungen, ISSN 1866-640X

Bezug:
Altertumskommission für Westfalen
Rothenburg 30
48143 Münster,
Tel.: 0251/5907-270
E-Mail: altertumskommission at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jul 15 10:42:16 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 15 Jul 2008 10:42:16 +0200
Subject: [WestG] [POS] LWL-Industriemuseum - Ziegeleimuseum in Lage,
Mitarbeiter/in im Besucherservice, Lage
Message-ID: 487C7F08.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 15.07.2008 10:13


STELLENAUSSCHREIBUNG

Für das LWL-Industriemuseum - Ziegeleimuseum in Lage
suchen wir zum 01.09.2008 eine/einen

Mitarbeiterin/Mitarbeiter
im Besucherservice.

Es handelt sich um eine Teilzeitstelle mit durchschnittlich 19,5
Wochenstunden mit einer Arbeitszeit nach Dienstplan zu den
Öffnungszeiten dienstags bis sonntags und an Feiertagen zwischen
10.00 und 18.00 Uhr.

Aufgabengebiet:
- Verkauf von Eintrittskarten und Museumsartikeln,
Besucherempfang

Wir erwarten:
- Freude am Umgang mit Menschen auch bei größerem Andrang
- Berufserfahrung mit Kassentätigkeit wünschenswert
- Sensibilität und freundliche Durchsetzungsfähigkeit
- Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit

Wir bieten:
- eine vielseitige und persönlich anspruchsvolle Tätigkeit
- eine Vergütung nach Entgeltgruppe 3 TVöD

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
34/08 bis zum 09.08.2008 an das

LWL-Industriemuseum
Grubenweg 5
44388 Dortmund
www.lwl.org
www.industriemuseum.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jul 15 10:51:13 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 15 Jul 2008 10:51:13 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Erinnerung an den Ueberfall auf Stadt und Kloster
Corvey vor fast 750 Jahren
Message-ID: 487C8121.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Michael Koch"
Datum: 14.07.2008, 20:44


AKTUELL

Am 15. Juli Anno Domini 1265: Erinnerung an den Überfall auf
Stadt und Kloster Corvey vor fast 750 Jahren

Vor dem Hintergrund der jüngsten Bemühungen, die bedeutende
ehemalige Reichsabtei Corvey in den Rang eines Weltkulturerbes
auf der Liste der UNESCO zu heben, sollen regelmäßig Facetten
der früheren Geschichte Corveys und Höxters beleuchtet werden.
Am heutigen 15. Juli machen wir auf ein epochales Ereignis für
Kloster und Stadt Corvey aufmerksam. Westlich und südlich des
Klosterareals förderte die Reichsabtei gegen Ende dieser
Blütezeit die Stadt Corvey, die schließlich wie die benachbarte
corveysche Stadt Höxter eine kommunale Selbstverwaltung und eine
Weserbrücke aufweisen konnte.

Mit dieser Nachbarstadt unmittelbar vor den Stadttoren Höxters
zielten die Corveyer Äbte auf eine Schwächung der
wirtschaftlichen und politischen Kraft der mittelalterlichen
Bürgerschaft Höxters - denn diese hatte sich zunehmend zu einer
Bedrohung für ihren Herrschaftsanspruch und ihren Einfluss über
Stadt, Land und Leute entwickelt. Am 15. Juli 1265 schlugen
Drohgebärden in Gewalt um und die krisenhaft angespannte
Situation entlud sich in einem Kriegszug:

"Im Jahre des Herren 1265, zur Regierungszeit des Abtes Thimmo
wurden Kloster und Stadt Corvey völlig zerstört und ebenso die
Kirche des heiligen Petrus in der Stadt Corvey, wo der Leib des
Herren mit Füßen getreten und entweiht wurde. Außerdem wurden
dabei die Wirkungsstätten der Mönche zerstört. Dies geschah
durch Bischof Simon von Paderborn, namentlich ungenannte
Corveyer Ministerialen und die Bürger von Höxter. Sie raubten
sogar Kelche und Bücher aus dem Kloster, setzten Menschen dort
gefangen und nahmen den Mönchen ihre Kleidung aus dem Schlafsaal
weg."

So lautet in moderner Übersetzung die bald nach dem Überfall von
1265 verfasste Darstellung aus Sicht der Corveyer Mönche.
Darüber hinausgehende zeitnahe Darstellungen haben sich leider
nicht erhalten, die exakte Tagesangabe liefert hingegen eine
andere spätmittelalterliche Paderborner Handschrift.
Archäologische Ausgrabungen der vergangenen Jahrzehnte belegen
den innerhalb des besiedelten Corveyer Stadtareals auftretenden
Brand- und Zerstörungshorizont, der sich neuerdings auch südlich
der ehemaligen Klosterkirche und somit innerhalb des ummauerten
Klosterareals nachweisen lässt. Aufgrund dieser Erkenntnisse
erscheint die Annahme durchaus plausibel, dass die Stadt Corvey
und das Kloster an einem einzigen Tag in Flammen aufgingen,
entweiht und geplündert wurden.

Nur das Kloster konnte sich wieder erholen, die Stadt blieb
zerstört. Aus Mangel an konkreten Nachrichten verharren Aussagen
zu den Akteuren, den Profiteuren und den Opfern des Überfalls an
der Oberfläche. Langfristig setzten sich die Stadt Höxter mit
ihren Verwaltungs- und Militärfachleuten im Dienste der Abtei
Corvey (den oben erwähnten abtrünnigen Ministerialen) und ihrer
Bürgerschaft sowie in gewissem Maße auch der Bischof von
Paderborn durch.

Die Stadt Corvey wurde von ihren Bewohnern verlassen, so dass
etwa hundert Jahre später nur noch von einem Dorf Corvey die
Rede war. Vielfältig waren die auslösenden Faktoren für die
Krise von 1265, in der sich die damals gleichfalls
krisengeschüttelte Reichs- und Landesgeschichte widerspiegeln.
Aus heutiger Sicht muss man anerkennen, dass unter den
Bedingungen der mittelalterlichen Gesellschaft nur eine Stadt
auf solch engem Raum überleben konnte.

Wer Näheres wissen möchte, dem sei der 2003 erschienene erste
Band der Stadtgeschichte Höxter empfohlen. Alternativ können
sich Neugierige an das Stadtarchiv und die Stadtarchäologie in
Höxter wenden, die schriftliche und ergrabene Zeugnisse der
Vergangenheit aufbewahren, federführend bei der Gestaltung der
Stadt- und Regionalgeschichte mitwirken und somit Grundlagen für
unsere lokale Identität und unsere gemeinsame Zukunft schaffen.

Kontakt: Michael Koch, Stadtarchiv: Tel. 05271-9631500, Mail:
m.koch at hoexter.de, Andreas König, Stadtarchäologie: Tel.
05271-9635600, Mail: koenig at arch-hx, beide: Stadthaus am
Petritor, Westerbachstraße 45, 37671 Höxter.


INFO

Kontakt:
Michael Koch, M.A.
Stadtarchiv Höxter
Westerbachstraße 45
37671 Höxter
Tel.: 05271-9631500
E-Mail: m.koch at hoexter.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Jul 16 15:59:06 2008
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 16 Jul 2008 15:59:06 +0200
Subject: [WestG] [PORT] Ferien der E-Mailing-Liste vom 17.07.-10.08.2008
Message-ID: 487E1ACA.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Marcus Weidner"
Datum: 16.07.2008, 15:53


PORTAL: Ferien der E-Mailing-Liste

Liebe Abonnentinnen und Abonnenten der E-Mailing-Liste
"Westfälische Geschichte",

in der Zeit vom 17.07.-10.08.2008 befindet sich Ihre
E-Mailing-Liste in den Sommerferien. Alle Beiträge, die uns
in dieser Zeit erreichen, werden erst nach dem
10.08.2008 verschickt. Terminlich gebundene Beiträge
senden Sie bitte nur ein, wenn das Datum nach dem
13.08.2008 liegt.

Wir hoffen, dass Sie in den letzten Monaten die E-Mails, die
wir an Sie verschickt haben, mit Gewinn gelesen und genutzt
haben. Über Ihre Rückmeldungen und Anregungen zur
Weiterentwicklung der Liste, die inzwischen 1.120 Mitglieder
zählt, würden wir uns sehr freuen.

Für Ihr Interesse, Ihre Beiträge und Ihre Rückmeldungen
möchten wir uns sehr herzlich bei Ihnen bedanken. Wir
wünschen Ihnen und Ihren Angehörigen viele schöne
*Sommer*tage, die uns hoffentlich doch noch ausreichend vor
und nicht zum Ferienende erreichen werden!!!


Ihre
Moderatoren
Marcus Weidner
Alexander Schmidt





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jul 16 12:57:26 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 16 Jul 2008 12:57:26 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAUS=5D_Ausstellung_=22Aufbau_West=22_zeigt_a?=
=?utf-8?q?usgew=C3=A4hlte_=22Spuren_des_Neubeginns=22=2C_Lage=2C_bis_21?=
=?utf-8?q?=2E09=2E2008?=
Message-ID: 487DF036.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 16.07.2008, 09:31


AUSSTELLUNG

Eine Schlafstätte mit Geschichte
Ausstellung "Aufbau West" zeigt ausgewählte "Spuren des
Neubeginns"

Auch nach fast 60 Jahren scheint das hölzerne Gestell des
amerikanischen Feldbettes noch recht stabil und der Bezug aus
olive-farbenem Leinen kräftig. Das sollte auch so sein, denn das
Bettlager aus dem Jahr 1948 diente bei Käthe und Fritz Tempel
aus Münster viele Jahre als Schlafstätte für Besucher. Derzeit
müssen sich Gäste im Hause Tempel aber mit einer anderen
Bettstatt begnügen: Das Feldbett ist eines von zahlreichen
Objekten, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in
der Sonderausstellung "Aufbau West" über den Neubeginn zwischen
Vertreibung und Wirtschaftswunder im LWL-Ziegeleimuseum in Lage
(Kreis Lippe) präsentiert.

Im Mittelpunkt dieser Ausstellung stehen die Leistungen und
Erfahrungen der Flüchtlinge und Vertriebenen aus dem Osten und
der Sowjetischen Besatzungszone, die zwischen 1945 und 1961 mit
Arbeitskraft, Know-how und Unternehmergeist zum Wiederaufbau im
Westen beitrugen.

Mehrere Hundert Objekte und Fotos - darunter auch das Feldbett -
erinnern an den Neubeginn und dokumentieren über 30 Familien-
und Betriebsgeschichten.

Der Kauf des Feldbettes 1948 in Hamburg war Ergebnis einer
glücklichen Familienzusammenführung. Während des Krieges hatten
sich die Tempels aus den Augen verloren, weil Käthe Tempel mit
dem gemeinsamen Sohn im Februar 1945 aus dem ostpreußischen
Königsberg nach Dänemark floh, während ihr Mann noch als Soldat
im Einsatz war.

Zwar hatte die kleine Familie vorab die Wohnung eines Verwandten
in Hamburg als gemeinsamen Treffpunkt "nach dem Krieg"
ausgemacht. Hierher schaffte es zunächst aber nur Fritz Tempel,
nachdem er im Juni 1945 aus russischer Gefangenschaft entkommen
war. Versuchte Kontaktaufnahmen zwischen den Eheleuten über das
Rote Kreuz schlugen fehl. Erst 1947 erreichte die Verwandtschaft
in Hamburg ein Brief von Käthe Tempel und sogleich konnte Fritz
Tempel über die Lebensnachricht von seiner Frau benachrichtigt
werden.

Noch ein gutes Jahr lang mussten sich die Eheleute aber mit
einem Briefwechsel zufrieden geben, denn es bestand ein
Zuzugsverbot für Hamburg. Erst im April 1948 konnten Käthe
Tempel und Sohn Joachim das Internierungslager in Dänemark
verlassen und nach Hamburg reisen.

Durch die Familienzusammenführung wurde es eng im
Behelfsquartier von Fritz Tempel. Weil Platz und Möblierung
nicht ausreichten, investierte die junge Familie nach der
Währungsreform 1948 ihre ersten D-Mark in ein neues Bett. Für 9,
90 DM kaufte sie in Hamburg ein amerikanisches Feldbett, das in
den folgenden Jahren als zweites Bett genutzt wurde.

Auch nach dem Umzug nach Appelhülsen/Münster im Jahr 1953 verlor
das Feldbett für Käthe und Fritz Tempel nicht an Bedeutung.
Immer wieder wurde es als zusätzliches Besucherbett hervorgeholt
und damit gleichzeitig die Erinnerung an die glückliche
Familienzusammenführung in Hamburg aufgefrischt.

Besucher des LWL-Ziegeleimuseums können das Feldbett noch bis
September 2008 in der Sonderausstellung "Aufbau West" sehen.
Hier steht es mit weiteren Exponaten wie einem Etagenbett und
einem Ofen in der Nachbildung eine Notunterkunft.


INFO

Aufbau West -
Neubeginn zwischen Vertreibung und Wirtschaftswunder
bis 21.09.2008
LWL-Industriemuseum
Ziegeleimuseum in Lage
Sprikernheide 77 I
32791 Lage
Geöffnet Di - So 10 - 18 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jul 16 13:00:23 2008
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 16 Jul 2008 13:00:23 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Wie westfaelisch isst Westfalen? Volkskundler des
LWL beenden Frageaktion
Message-ID: 487DF0E7.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 16.07.2008, 10:46


AKTUELL

Wie westfälisch isst Westfalen?
Volkskundler des LWL beenden Frageaktion

Westfälisch ist, was der Westfale isst. Doch welche
kulinarischen Köstlichkeiten gelten als traditionell
westfälisch? Und wie oft landen diese Speisen heutzutage auf
heimischen Tellern? Diesen Fragen sind die Volkskundler beim
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) via Fragebogen auf den
Grund gegangen.

"1555 Menschen haben bei unserer Untersuchung mitgemacht", freut
sich Sonja Böder von der Volkskundlichen Kommission für
Westfalen über das große Interesse an dem Projekt. Rund ein Jahr
lang hatten die Forscher einen Fragebogen verschickt und im
Internet bereitgestellt. Ob und warum die Menschen in der Region
noch Dicke Bohnen mit Speck kochen oder fast nur noch Pasta
essen, wird nun bis nächstes Jahr wissenschaftlich ausgewertet.

Ein Ergebnis steht schon fest: Westfalen sind stolz auf ihre
Esstradition. Denn mit auswärtigem Besuch geht?s besonders
häufig in ein gutbürgerliches Restaurant. Und auch als
Mitbringsel halten viele die regionalen Köstlichkeiten für
äußerst geeignet.

Nach Abschluss der Umfrage hat die Volkskundliche Kommission
jetzt vier Gewinne unter allen Teilnehmern verlost. Passend zum
Thema stellte die Aktion "Regionale Speisekarte: So schmeckt das
Münsterland" Gutscheine zur Verfügung.

Je einen Verzehrgutschein im Wert von 40 Euro haben Ludger
Alpmann aus Lippstadt (Kreis Soest) und Lea Nattefort aus
Raesfeld (Kreis Borken) gewonnen. Die Gutscheine können bei
allen Gastronomen der Aktion "Regionale Speisekarte" eingelöst
werden. Auf schmackhafte Entdeckungsreisen mit je einem
kulinarischen Reiseführer können sich Johannes Klusmann aus
Enger (Kreis Herford) und Ralf Kuhnert aus Recklinghausen
freuen.

"Das Besondere an der 'Regionalen Speisekarte' ist, dass alle
teilnehmenden Gastronomiebetriebe Gerichte anbieten, für die
fast ausschließlich im Münsterland erzeugte Produkte verwendet
werden", betont Claudia Ryll vom Münster-Marketing, das die
Initiative unterstützt. 60 Gastronomen und 75 Produzenten aus
der gesamten Region haben sich bereits in dem Projekt
zusammengeschlossen.


INFO

Weitere Informationen finden Sie im Internet:
URL: http://www.volkskunde-westfalen.de