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From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Dec 3 11:43:43 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 03 Dec 2007 11:43:43 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde,
Bd. 76/2007
Message-ID: 4753EBEF.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Bettina Joergens"
Datum: 30.11.2007, 11:26

SERVICE: TOC

Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde
Bd. 76, 2007
Selbstverlag des Naturwissenschaftlichen und Historischen
Vereins für das Land Lippe e.V. Detmold 2007
ISSN 0342-0876
im Buchhandel erhältlich, 25 Euro.

Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=66

Der aktuelle Jahresband entstand in der Kooperation mit der
Museumsinitiative OWL e.V.. Das Motto der Museumsinitiative in
2007/2008 lautet "Mobilität" - so auch das Schwerpunktthema der
neuen Lippischen Mitteilungen.

"Mobilität" ist ein Phänomen, das sich für eine ostwestfälische
Perspektiverweiterung geradezu anbietet. Mit Beiträgen aus ganz
Ostwestfalen-Lippe und mit Themen wie Migration, Reise, Straßen,
Exil und "Pflanzenwanderung" aus verschiedenen Disziplinen
überschreiten die Lippischen Mitteilungen gleich mehrere
Grenzen.

Mesolithische Architekturbefunde, mittelalterliches Straßenkreuz,
Lipper in den Niederlanden und in Amerika, Franz Boas, ein
Anthropologe unterwegs, die Geschichte eines Diplomatensohnes,
Walther Victor, ein Verleger im Exil, eine Firma, die umzieht,
Bewegung für Kranke, Alte und Behinderte oder Aliens im
Vorgarten sind nur Stichworte aus dem Inhalt. Die Autorinnen und
Autoren untersuchen Migration und Mobilität als Phänomene in
verschiedenen Epochen der Regionalgeschichte und in der
Landeskunde i.S. geographischer, soziale oder kultureller
Veränderung und laden damit in die Ausstellungen zum Thema
"unterwegs" ein (s. Liste der Ausstellungen in diesem Band).

In weiteren historischen Beiträgen widmet sich Dirk Strohmann
dem barocken Stuck im Haus Neustadt 4 in Detmold. Jutta
Prieur-Pohl bearbeitet zusammen mit Studierenden der Universität
Paderborn Briefe der Fürstin Pauline an die Haarkünstlerin
Christiane Brand. Diese Briefe bieten einen seltenen Blick in
das private Leben der Fürstin und belegen Paulines Sinn für
aufwändig angefertigte Schmuckstücke.

Das Herbarium im Lippischen Landesmuseum von Barbara Lesemann
(Horstmann und Lienenbecker), frühgeschichtliche
Rothirsch-Geweihäxte und Geweihabfallprodukte aus den Lippe- und
Weserkiesen (Diedrich) und das Naturschutzgebiet der
Graureiherkolonie Erder (Hilker, Lienenbecker) werden im
naturwissenschaftlichen Teil untersucht und vorgestellt.

Inhaltsverzeichnis
Editorial

Mobilität:
Eine Region in Bewegung

Mobilität:
Eine Region in Bewegung
von Hans-Walter Schmuhl

Mesolithische Architekturbefunde aus Westlippe?
von Karl Banghard

Balhorn: Straßenkreuz des Mittelalters - eine Welt in Bewegung
von Georg Eggenstein
Karrieren lippischer Ziegler: Das Beispiel Delfzijl 1855
von Piet Lourens und Jan Lucassen

Lipper in der Neuen Welt
von Walter Kamphoefner

Zwischen den Welten. Aspekte von Identität und Mobilität im
Werdegang von Franz Boas (1858-1942)
von Uschi Bender-Wittmann

Kindheit und Jugend des Diplomaten und Orientalisten
Friedrich Rosen (1856-1935)
von Hanns-Peter Fink
Walther Victor. Ein Publizist im Exil
von Carsten Seichter

Franz Schneider - eine Firma zieht um
von Dirk Brassel

Die Entdeckung der Beweglichkeit - Alter, Krankheit und
Behinderung in der Geschichte
von Kerstin Stockhecke, Bärbel Thau, Martin Wedeking
und Rolf Westheider

Neobiota - Aliens im Vorgarten
von Thomas Steinlein

Weitere historische Beiträge:

Barocker Stuck im Haus Neustadt 4 in Detmold
von Dirk Strohmann
Eine Landschaft aus meinen Haaren. Fürstin Pauline zur Lippe
und die Haar-Künstlerin Christiane Brand
von Jutta Prieur

Haar-Kunst in Briefen
von Cornelia Böving, Jana Dörner, Ramona John, Julian Kanning,
Karoline Mischer und Jutta Prieur

Naturwissenschaftliche Beiträge:

Das Herbarium im Lippischen Landesmuseum, Teil III:
Das Herbarium von Barbara Lesemann
von Dietrich Horstmann und Heinz Lienenbecker

Frühgeschichtliche Rothirsch-Geweihäxte und Geweihabfallprodukte
aus den Lippe- und Weserkiesen von NW Deutschland
von Cajus Diedrich

Naturschutzgebiete in Lippe: NSG Graureiherkolonie Erder
von Hansjürgen Hilker und Heinz Lienenbecker

Diskussionsforum:

Beurteilungen römischer Funde auf dem Winnfeld im
Teutoburger Wald
von Wolfgang Lippek

Buchbesprechungen:
Baumeier, Stefan und Heinrich Stiewe (Hg.), Die vergessenen
Nachbarn. Juden auf dem Lande im östlichen Westfalen. 2006.
(G. Wilbertz)

Dann, Thomas, Die großherzoglichen Prunkappartements im
Schweriner Schloss. Ein Beitrag zur Raumkunst des Historismus
in Deutschland. 2007.
(A. Sander-Berke)

Dorn, Ralf, Die Kirche des ehemaligen Damenstifts St. Marien
und Pusinna in Herford. Architektur unter den Edelherren zur
Lippe. 2006.
(A. Fischer)

Haberland, Detlef (Hg.), Engelbert Kaempfer (1651-1716).
Ein Gelehrtenleben zwischen Tradition und Innovation.
2004.
(H. W. Blanke)

Hallenkamp-Lumpe, Julia, Studien zur Ofenkeramik des 12.
bis 17. Jahrhunderts anhand von Bodenfunden aus
Westfalen-Lippe. 2006.
(U. Halle)

Joergens, Bettina und Christian Reinicke (Hg.), Archive,
Familienforschung und Geschichtswissenschaft. Annäherungen
und Aufgaben. 2006.
(C. Hoffmann)

Klocke-Daffa, Sabine (Hg.), Tabu. Verdrängte Probleme und
erlittene Wirklichkeit. Themen der lippischen Sozialgeschichte.
2006.
(K. Minner)

Lange, Andreas und Jürgen Scheffler (Hg.), Auf den Spuren
der Familie Gumpel. Biografische Zeugnisse als Quellen zur j
üdischen Geschichte im 20. Jahrhundert. 2006
(B. Joergens)

Linde, Roland, Meier zu Barkhausen. Eine Geschichte der Höfe
Niederbarkhausen und Hohenbarkhausen in Lippe". 2006.
(C. Meier)

Meier, Burkhard, Fritz Müller-Temde (1889-1964).
Ein lippischer Erfinder und Unternehmer. 2006.
(A. Fischer)

Müller-Dombois, Richard, Leitfaden der Musikgeschichte -
von der Antike bis zur Gegenwart - in 52 Vorlesungen. 2005.
(K. Hochreither)

Müller-Dombois, Richard, Puccini im Kontext. Weltpanorama
seiner Lebenszeit 1858-1924. Ein synchro-synoptisches
Lese- und Nachschlagebuch. 2007.
(A. Maler)

Niebuhr, Hermann und Andreas Ruppert (Bearb.), Krieg -
Revolution - Republik. Detmold 1914 - 1933. Dokumentation
eines stadtgeschichtlichen Projekts. 2007.
(H. u. K. Pohlmann)

Niedermeier, Ursula, Lippisches Judenrecht und der Schutz
der Juden in den Zivilprozessen der lippischen Obergerichte
im 19. Jahrhundert. 2006.
(C. Doerfert)

Oberkrome, Willi, "Deutsche Heimat". Nationale Konzeption
und regionale Praxis von Naturschutz, Landschaftsgestaltung
und Kulturpolitik in Westfalen-Lippe und
Thüringen (1900-1960). 2004.
(J. Scheffler)

Prieur-Pohl, Jutta (Hg.), wie Engel Gottes. 700 Jahre St. Marien
Lemgo. 2006.
(G. Gleba)

Stiewe, Heinrich (Red.), Auf den Spuren der Bauleute. Historische
Bau- und Ausstattungsgewerke in Nordwestdeutschland. 2005.
(R. Gahde)

Vereinsnachrichten

Vereinschronik
von Robert Gahde

Verzeichnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und
Historischen Vereins für das Land Lippe e.V.

Lippische Geschichtsquellen

INFO

Kontakt:
Dr. Bettina Joergens
Naturwissenschaftlicher und Historischer Verein für das Land Lippe e.V.
Willi-Hofmann-Str. 2
32756 Detmold
Tel.: 05231/766-112
Fax: 05231/766-114
E-Mail: bettina.joergens at lav.nrw.de
URL: www.nhv-lippe.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Dec 3 11:58:35 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 03 Dec 2007 11:58:35 +0100
Subject: [WestG] [AKT] LWL-Volkskundlerin zur Weihnachtsbaeckerei
Message-ID: 4753EF6B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 30.11.2007, 12:23

AKTUELL

Wenn Hase und Nikolaus sich treffen
LWL-Volkskundlerin zur Weihnachtsbäckerei

Nicht verkaufte Schokoladen-Nikoläuse werden zu Osterhasen umgeschmolzen:
Hartnäckig hält sich dieses Gerücht, obwohl Hersteller alljährlich auf die
Unwirtschaftlichkeit einer solchen "Wiedergeburt" hinweisen. Aber zwischen
Nikolaus und Hase gibt es tatsächlich eine Verbindung: "Hasen waren ein
übliches Figurengebäck der Adventszeit, bevor sich der Stutenkerl allgemein
durchsetzte", erläutert Sonja Böder von der Volkskundlichen Kommission für
Westfalen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).

Die aus leicht gesüßtem Hefeteig gebackenen Hasen hatten etwa die Größe einer
Männerhand und waren mit Rosinen verziert, wie Gewährsleute des
Volkskundearchivs aus Kreuztal-Krombach und Littfeld im Kreis Siegen berichten.
Der Begriff "Hase" umfasste aber auch andere Figuren, wie Hühner, Männer,
Pferde und Reiter. Da die Herstellung der frei geformten Gebäcke nicht einfach
war, wurden sie zumeist beim Bäcker gekauft. Für ein Hähnchen bezahlte man
Anfang des letzten Jahrhunderts in Mettingen im Kreis Steinfurt zweieinhalb
Pfennig und für ein Pferdchen fünf Pfennig. Im Märkischen Sauerland waren bis
zu einem halben Meter große Reiterfiguren beliebt, wie für Kierspe belegt ist.
Hingegen bevorzugte man in Recklinghausen-Suderwick Enten, ein in Schneckenform
gedrehtes Hefegebäck mit einem Kopf, der eine Korinthe als Auge hatte.

Korinthen und Rosinen waren für die Kinder sehr wichtig, da sie das tier- oder
menschenähnliche Aussehen der Figuren verstärkten. Außerdem waren sie teuer und
daher ein seltenes Vergnügen.

Nicht weniger beliebt war die Tonpfeife, die der Stutenkerl häufig im Mund hat:
"Die Pfeife wurde zum Seifenblasen benutzt, und größere Jungen rauchten darin
wohl auch Pfefferminztee", erinnert sich ein Berichterstatter aus Coesfeld.

Der Stutenkerl - auch Klaoskerl, Klogges, Klosmann oder Büxenwülfe genannt -
konnte bis zu 50 Zentimeter groß sein und wurde in mehreren Tagen gegessen. Der
Rest war dann oft ziemlich trocken, eben "So dröge as Sünteklaos' Äß".

"Spekulatius gibt es zu Weihnachten und Nikolaus. Ein Gabenteller ohne
Spekulatius ist nicht vollwertig", betont eine Gewährsperson aus Holtwick
(Kreis Coesfeld). Auch in den alten Spekulatiusformen haben Hasen, Enten,
Pferde und Hähnchen ihren festen Platz, denn für das Mürbeteiggebäck wurden
besonders Tiergestalten bevorzugt, wie in einem Bericht aus Atteln im Kreis
Paderborn zu lesen ist. Wurden die Spekulatien zu Hause gebacken, kamen meist
metallene Ausstecher zum Einsatz, während der Bäcker hölzerne Model benutzte.
"Spekulatius war das Hauptgebäck der Adventszeit, allerdings wurde die
Bezeichnung erst im Laufe des 20. Jahrhunderts üblich", erklärt Böder. So heißt
es im Siegeland "Konfekt", im Märkischen "Tedelittken" und in der Grafschaft
Bentheim "Sünte-Klaos-Gut". Vermutlich hat sich der Spekulatius ebenso wie der
Stutenkerl von den Niederlanden aus in Westfalen verbreitet.

Im Mindener Raum, wo der Spekulatius früher kaum bekannt war, gab es als
besonderes Weihnachtsgebäck die "Weißen Bilder". Der Teig wurde ausgerollt und
mit eisernen Formen ausgestochen, deren Motive denen der Spekulatien ähneln.
Das Gebäck wurde dann bei geringer Hitze gebacken, damit es weiß blieb
Anschließend wurden die Konturen der Figuren mit roter Farbe nachgezogen. "Der
optische Genuss soll den geschmacklichen weit übertroffen haben", zitiert Böder
die Quellen.

Hintergrund:
Dem Kulinarischen unserer Tage widmet sich das aktuelle Forschungsprojekt "Wie
westfälisch isst Westfalen?" der Volkskundlichen Kommission des LWL. Wer an der
Umfrage teilnehmen möchte, kann den Fragebogen im Internet
(www.volkskunde-westfalen.de) ausfüllen oder ihn telefonisch anfordern
(0251/8324406). Zu gewinnen gibt es auch etwas: Gutscheine der Aktion
"Regionale Speisekarte: So schmeckt das Münsterland!" über ein Essen für zwei
Personen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Dec 3 12:00:01 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 03 Dec 2007 12:00:01 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2007/44
Message-ID: 4753EFC1.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 03.12.2007, 09:05

LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2007-44 für den Zeitraum vom
18.11.2007 bis zum 24.11.2007 mit insgesamt 29 Titeln ist unter
der folgenden Internetadresse abrufbar:
http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&fach=wes

Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.

Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/

Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib

Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62

INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Dec 3 16:33:57 2007
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 03 Dec 2007 16:33:57 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Die Burg Limberg, 2007
Message-ID: 47542FF5.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Botzet, Dr. Rolf (Gem. Rödinghausen)""
Datum: 26.11.2007, 10:42

LITERATUR

Verein zur Erhaltung der Burgruine Limberg e. V.
Die Burg Limberg, Mittelpunkt einer Region, Beiträge zur Geschichte und Gegenwart
Preußisch Oldendorf 2007
ISBN 978-3-00-022386-0

Der Verein zur Erhaltung der Burgruine Limberg in der Stadt Preußisch Oldendorf stellte am 16.9.2007 zum 25-jährigen Bestehens des Vereins eine Publikation über die Geschichte der Burg und des Amtes Limberg vor.

Hauptaufgabe des städtischen Vereins war die bauliche Sicherung der Burgruine Limberg. Dies ist weitgehend gelungen. Es ist aber auch Aufgabe des Vereins, Öffentlichkeitsarbeit für das Bewusstsein zur weiteren Erhaltung der historischen Burganlage und dessen Geschichte zu schaffen. In diesem Rahmen bot sich die Erstellung der vorliegenden Publikation im Rahmen der 25-Jahrfeier an.

Ein Buch ausschließlich über die Burg und das Amt Limberg gab es bisher nicht. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, auf möglichst breiter Grundlage die Geschichte der Burg bis in die Gegenwart zu bearbeiten. Das Ergebnis wird mit dem Buch vorgestellt. Es trägt den Titel: Die Burg Limberg, Mittelpunkt einer Region, Beiträge zur Geschichte und Gegenwart

Das Buch hat damit insgesamt 456 Seiten mit vielen Karten und Abbildungen. Es ist von besonderer Wichtigkeit für die Städte Preußisch Oldendorf und Bünde sowie für die Gemeinde Rödinghausen, die zum Amt und damit zur Burg Limberg bis 1807 gehörten. Aber auch die Gerichtsgeschichte ist für die Gemeinden Bad Essen und Stemwede, hier das Gogericht Wehdem, von Interesse, da sie früher teilweise zum Gogericht "Up der Angelbeke" gehörten.

Die Druckauflage beträgt 1200 Stück. Behandelt werden die Entstehung der Burg Limberg, die Baugeschichte der Burg und der mittelalterlichen Burg "Schwedenschanze" am Limberg, die Landwehren um den Limberg und vor allem die politische Geschichte von 1319 bis 1807. Gesonderte Darstellungen gibt es über die Burgmannschaft der Burg Limberg, die Pfarrkirchen und die Entwicklung der Landeshoheit der Grafen von Ravensberg im Amt Limberg, dass bis 1807 bestand. Viele Spuren dieser Entwicklung sind noch heute vorhanden, oft aber als solche nicht mehr erkennbar. Dies gilt besonders für den Zuschnitt der Städte Bünde und Preußisch Oldendorf und der Gemeinde Rödinghausen, die in der Grenzziehung wesentlich auf den von der Burg Limberg ausgehenden Territorialisierungsprozess zurückzuführen sind. Gleiches gilt für die Abgrenzung der Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen besonders in der Gemeinde Bad Essen im Raum Dahlinghausen.

Aus heutiger Sicht grenzübergreifend musste auch die Gerichtsgeschichte rund um den Limberg dargestellt werden, denn der Gerichtsplatz des Gogerichts "Up der Angelbeke" lag in der heutigen Gemeinde Bad Essen auf Gut Senfdamm in der Nähe der Burg Wittlage im heutigen Niedersachsen. Der Bischof von Osnabrück hatte bis 1664 die Gerichtshoheit am Limberg, wenn auch eingeschränkt. Insofern ist die Geschichte des Limbergs auch für die heutige niedersächsische Gemeinde Bad Essen von Bedeutung, in der Gerichtsgeschichte und in der territorialen Abgrenzung vor allem im Raum Dahlinghausen und Büscherheide.

Auch die neuere Geschichte der Burganlage im 19. und 20. Jahrhundert wird behandelt, besonders der Erwerb der Burganlage durch die Familie von Oheimb zu Holzhausen und Hudenbeck und auch der Forst und das Naturschutzgebiet Limberg. Der Beitrag über den allmählichen Zerfall der Burgruine leitet dann über in die Geschichte des Vereins zur Erhaltung der Burgruine Limberg ab 1982 bis 2007.

Schließlich ist auch die Gastronomie "Forsthaus Limberg", der älteren Generation noch von der Familie Carls seit 1935 bekannt, und das neue Forsthaus Limberg unter der Familie Deeke Gegenstand von Beiträgen, denn mindestens seit 1740 bis in die Gegenwart ist die Geschichte der Burgruine und von dem Forstschreiberhaus, so die frühere Bezeichnung des Forsthauses, miteinander verknüpft.

Alle Autoren haben sich bemüht, die vorhandenen Quellen weitgehend zu erschließen. Es können gegenüber dem bisherigen Kenntnisstand viele neue Erkenntnisse gebracht werden.

Das Buch ist zu einem Preis von 22,80 Euro bei
a) beim Limbergverein (Geschäftsstelle) in der Stadtverwaltung bei Herrn Streich
b) bei der Stadt Preußisch Oldendorf im Bürgerbüro
c) bei der Stadt Preußisch Oldendorf im Haus des Gastes in Holzhausen
d) bei der Fa. Kölle-Druck in Preußisch Oldendorf
e) und auch auf dem Limberg im Forsthaus Limberg bei der Familie Deeke
f) in der Buchhandlung Bücherstube Lübbecke
erhältlich. Mit dem Kauf des Buches wird der Limbergverein finanziell in die Lage versetzt, die weiteren Erhaltungsmaßnahmen und Projekte auf dem Limberg zu finanzieren.

INFO
Verein zur Erhaltung der Burgruine Limberg e. V.
Die Burg Limberg, Mittelpunkt einer Region, Beiträge zur Geschichte und Gegenwart
Preußisch Oldendorf 2007
ISBN 978-3-00-022386-0





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Dec 4 13:14:42 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 04 Dec 2007 13:14:42 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Europaweite Bilder? , 06.12.2007, Muenster
Message-ID: 475552C2.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster"
Datum: 03.12.2007, 12:06

AKTUELL

Europaweite Bilder?
Augsburger Historikerin hält Vortrag in
historisch-didaktischem Kolloquium

Welche Bilder Europäer besonders verbinden, zeigt die
Historikerin Prof. Dr. Susanne Popp von der Universität Augsburg
am Donnerstag, 6. Dezember 2007. Sie spricht ab 18.15 Uhr in
Raum 309 des Instituts für Didaktik der Geschichte an der
Universität Münster, Domplatz 23a, zum Thema "Europaweit
gemeinsame Bilder?". Ihr Vortrag findet im Rahmen des
historisch-didaktischen Kolloquiums "Visualität und Geschichte"
statt, das das Institut für Didaktik der Geschichte
organisiert.

INFO

Link: Institut für Didaktik der Geschichte
URL: http://www.uni-muenster.de/Geschichte/hist-dida/





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Dec 4 13:25:41 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 04 Dec 2007 13:25:41 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Jahrbuch des Kreises Unna 2008
Message-ID: 47555555.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Josef Börste"
Datum: 30.11.2007, 09:36

SERVIVE: TOC

Jahrbuch des Kreises Unna 2008
Hrsg. Kreis Unna - Der Landrat
Bd. 29
ISBN 978-3-9810-961-3-2

Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=170

S. 7f.
Vorwort, Gesundheit im Kreis Unna

S. 9-15
Hegeler, Hartmut
Fatzwerke des Teufels. Köchin zu Kamen als Hexe verbrannt

S. 16-19
Delkus, Horst
Dr. Carl Wegeles Rezepte für einen gesunden Magen
Ein Kapitel Königsborner Kurgeschichte

S. 20-22
Loos, Götz Heinrich
Heilpflanzen vor der eigenen Haustür
Gewächse mit Pathos und Geschichte

S. 23-28
Kaiser, Udo:
Impfnarben - ein Stück Geschichte auf der Haut.
Pockenopfer im Amt Bork

S. 29-37
Jungnitz, Bernhard
Vom Wilhelm-Augusta-Victoria-Hospital zur Klinik am Park
100 Jahre Krankenhaus Lünen-Brambauer

S. 38-42
Fertig-Möller, Heidelore:
Erholungswochen für kranke Kinder aus dem Revier
Das Kurbad und Vincenzstift Werne

S. 43-50
Perrefort, Maria
'Prächtiger weißer Sprudel' rettet Bad Königsborn.
Die Sole wurde von Werries nach Unna gepumpt

S. 51-53
Janecke, Susanne
Zwischen Zeche und Kamener Kreuz - Strukturwandel im Krankenhaus
Von der Hellmig-Stiftung zur modernen Klinik

S. 54-59
Börste, Barbara:
'Dem Bergmann gilt unser Bemühen'
Gesundheitsfürsorge auf der Schachtanlage Königsborn III/IV

S. 60-64
Höchst, Patricia
Gesundheitsstandort Kreis Unna - Markt mit Zukunft
Das Beispiel Bergkamen

S. 65-67
Kistner, Hans-Jürgen
'Oh wackrer Apotheker, dein Trank wirkt schnell'
Aus der Geschichte der Apotheken in Kamen

S. 68-76
Büttner, Peter:
Von Anfang an der Nächstenliebe verpflichtet
150 Jahre Evangelisches Krankenhaus Unna

S. 77-80
Herberhold, Dietmar
Das Krankenhaus der Zukunft.
Der Patient soll ganzheitlich behandelt werden

S. 81f.
Averhage, Wilfried:
Kunst und Kultur im Katharinen-Hospital
Unnaer Krankenhaus ist Mitglied im WHO-Netz

S. 83-85
Peuckmann, Heinrich
Kultusminister und bedeutender Reformer
Abschied von Jürgen Girgensohn

S. 86f.
Kröger, Bernd
Wolfgang Lünig - Engagiert und streitbar für 'sein' Stockum
Ortsheimatpfleger hinterlässt umfangreiches Privatarchiv

S. 88f.
Stephan, Volker:
Der Baumeister des Unnaer Kunstvereins
40 Jahre Ausstellungen - auch dank Willi Fless (1930-2007)

S. 90f.
Weckelmann, Horst
Gerhard Thümmler gestaltet Kohle.
Werke des Unnaers sind im Bochumer Bergbau-Museum zu sehen

S. 92-94
Schmitz, Reinhard
Leuchtende Erinnerungen an Rudolf Nowakowski
Künstler hinterließ seine Handschrift auf Schwerter Fassaden

S. 85-89
Delkus, Horst
Geboren in Unna vor 100 Jahren. Hermann Schomberg -
Ein Bühnengigant der Nachkriegszeit

S. 99f.
Peuckmann, Lukas
Künstlerischer Sprung in den Mikrokosmos.
Die Bergkamener Fotografin und Lehrerin Claudia Fährenkemper

S. 101-115
Goehrke, Klaus
Von Peuckmann, Hensel und vielen anderen
Kamen - ein literarischer Ort - Teil zwei

S. 116-124
Hiß, Martin
Verfallene Steinbrüche geben Einblick in die Kreidezeit
Felsklippen am Lünerner Bach

S. 125-134
Wolter, Klaus-Peter
150 Jahre Sparkasse in Kamen.
Ein Schritt auf dem Weg zum modernen Wirtschaftsstandort

S. 135-137
Teimann, Egbert
Wo einst der Siede-Inspektor sein Domizil hatte
Denkmal in Königsborn vor dem Verfall bewahrt

S. 138-144
Litzinger, Martin
Von der preußischen Feuerordnung zur freiwilligen Feuerwehr
100 Jahre 'Ehrenpflicht'

S. 145-150
Spichal, Ulrike
Wege der Jakobspilger durch den Kreis Unna
Kunst und Kultur entlang historischer Trassen

S. 151-159
Balzer, Wolfgang
Wenn Kirchen nicht mehr gebraucht werden
Abriss oder Umnutzung

S. 160-164
Börste, Josef / Kaiser, Udo:
'Casas dominicatas ..., scilicet in Seliheim et ...in Stocheim'
Selm und Stockum - 1150 Jahre Ersterwähnung

S. 165-172
Börste, Josef
Das Testament des Fräuleins - 'aus Liebe zur Jugend'
Die Anfänge der Stockumer Schulgeschichte im 18. Jahrhundert

S. 173-180
Chronik

S. 181-185
Vorschau. Veranstaltungen in den Städten und Gemeinden

S. 186f.
Verzeichnis der Autoren

INFO

Kontakt:
Josef Börste
Kreisarchiv Unna
Friedrich-Ebert-Str. 32
59425 Unna
Tel.: 02303/271541
E-Mail: josef.boerste at kreis-unna.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Dec 5 12:57:20 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 05 Dec 2007 12:57:20 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Niebur, Josef: Buch der Erinnerung,
Juden in Bocholt von 1938 - 1945"
Message-ID: 4756A030.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Bocholt - Virtuelles Rathaus NRW 2006"
03.12.2007, 16:30

LITERATUR

"Der Erinnerung ein Gesicht geben"
Josef Niebur legt "Buch der Erinnerung, Juden in Bocholt von
1938 - 1945" vor
Übergabe am 10. Dezember 2007

Beim Gedenken an die Verbrechen der Pogromnacht 1938 werden sie
genannt: die Namen der aus Bocholt deportierten 34 Juden. Doch
kaum jemand verbindet 62 Jahre nach der Befreiung Bocholts von
der NS-Diktatur noch etwas mit ihnen.

Um dies zu ändern, legt Josef Niebur für den VHS-Arbeitskreis
Synagogenlandschaften jetzt das "Buch der Erinnerung. Juden in
Bocholt 1938 ? 1945" in zunächst einem Exemplar vor.

Im "Buch der Erinnerung. Juden in Bocholt 1938 ? 1945" sind
Leben, Leidensweg und - wo bekannt ? der Tag der Ermordung der
jüdischen Bocholter festgehalten.

Die Gedenkseiten, 35 sind jetzt fertig, sind gleich aufgebaut.
Sie enthalten ein Foto des Ermordeten. Da nur sehr wenige Fotos
überliefert sind, wurden historische Zeitungsausschnitte zu den
Einzelnen, wo auch die nicht vorhanden sind, Fotos der Häuser
eingefügt, in denen sie vor der 1939 erfolgten Einweisung in ein
Judenhaus wohnten. Für die Gedenkseiten sind alle derzeit
bekannten Informationen aus der Einwohnermeldekartei, den
Zeitungen "Bocholter Volksblatt" und "Grenzwarte" und
Zeitzeugeninterviews ausgewertet worden. Die Daten der Ermordung
wurden dem Gedenkbuch des Bundesarchiv Koblenz und des
Internationalen Suchdienstes in Arolsen sowie dem
niederländischen Werk "Gedenk" entnommen. Oft steht auch dort
nur "unbekannt".

Das Gedenkbuch enthält neben Geleitworten von Sharon Fehr, dem
Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Münster, und von Bocholts
Bürgermeister Peter Nebelo eine kleine Zeitgeschichte zu
"Entrechtung und Ermordung der Bocholter Juden" sowie ein
Verzeichnis aller bislang bekannten Juden, die in Bocholt
geboren wurden, hier lebten oder von hier deportiert und
ermordet wurden. Hier sind derzeit 124 Namen verzeichnet, bei
elf weiteren Namen recherchiert Niebur derzeit noch, ob die
Wohnortangabe "Bocholt" zutrifft.

Der älteste der Ermordeten ist Salomon Goedhart, Jahrgang 1860,
der schon 1911 nach Aalten verzog. Von dort noch 83 jährig
deportiert, wurde er am 14. Mai 1943 im Vernichtungslager
Sobibor ermordet. Das jüngste Opfer ist Leo Landau, 1938 in
Bocholt geboren. Er wurde am 10. Dezember 1941 in das Ghetto
nach Riga deportiert und dort umgebracht.

Trotz über 20 jähriger Forschungstätigkeit ist Niebur nicht
sicher, ob er bereits alle ermordeten Juden, die einmal in
Bocholt wohnten, in seinem Verzeichnis aufgeführt hat. So werden
jetzt im Buch die Gedenkblätter der 34 direkt aus Bocholt
deportierten Juden und von Amalia Marcus sein, die aus Angst am
9. Dezember 1941 Selbstmord beging. Das Erinnerungsbuch wird
nach Angaben des Arbeitskreises 2008 ergänzt werden. Bei der
Zusammenstellung der Dateien und Fotos sowie dem Layout des
Buches halfen ihm Vanessa Freitag und Bruno Wansing vom
Fachbereich Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung.

Der Tag der ersten Deportation aus Bocholt, der 10. Dezember
1941, jährt sich am Montag zum 66. Male. An diesem Tag wird
deshalb das "Buch der Erinnerung Bocholter Juden 1938 ? 1945" an
Bürgermeister Peter Nebelo übergeben. Stellvertretend für den
VHS-Arbeitskreis "Synagogenlandschaften" wird es von Benno
Simoni überreicht. Simoni stammt aus Berlin und ist dort
stellvertretender Vorsitzender der Synagogengemeinde Berlin -
Sukkat Schalom -. Er ist der Großneffe der am 24. Januar 1942
von Bocholt nach Riga deportierten und dort ermordeten Regina
Seif. Nebelo wird dieses Buch weiterreichen an Werner Koop, dem
Regionaldirektor der Vereinigten IKK. In der dortigen
Schalterhalle im Haus des Handwerks, Europaplatz 17, wird das
"Buch der Erinnerung" ab Dienstag, 11. Dezember 2007, für jeden
zur Ansicht ausliegen. Auf dem Grundstück stand bis 1942 die
Synagoge der israelitischen Gemeinde Bocholt.

INFO

Die Stunde der Erinnerung zur Übergabe des Erinnerungsbuches
beginnt am Montag, 10. Dezember 2007 um 16 Uhr im Ratssaal des
neuen Rathauses am Berliner Platz.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Dec 5 13:01:17 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 05 Dec 2007 13:01:17 +0100
Subject: [WestG] [AUS] "Adern aus Stahl", 03.12.2007-31.01.2008,
Rheda-Wiedenbrueck
Message-ID: 4756A11D.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Norbert Ellermann"
Datum: 03.12.2007, 00:30

AUSSTELLUNG

"Adern aus Stahl - Einblicke in die Geschichte der
Privatgleisanschlüsse der Eisenbahn in Rheda und Wiedenbrück"

Eine Sonderausstellung der beiden Heimatvereine Rheda und
Wiedenbrück-Reckenberg zur Eisenbahn- und Wirtschaftsgeschichte
im Rahmen des gemeinsamen Aktionsjahres "Mobilität: Mensch -
Natur - Technik" der Museen in Ostwestfalen-Lippe
(www.mobilitaet-owl.de).

Vor 160 Jahren, im Jahre 1847, fuhr der erste Zug von Köln nach
Minden durch Rheda. Vor 120 Jahren, im Jahr 1887, wurde Rheda
mit Eröffnung der Bahnstrecke Münster - Lippstadt Knotenbahnhof
und es hielten auch in Wiedenbrück erstmals Züge. Lange Zeit war
der Bahnanschluss ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Rheda und
Wiedenbrück. Dieses waren die beiden Anlässe, sich näher mit der
Geschichte der Eisenbahn und der privaten Gleisanschlüsse in
Rheda und Wiedenbrück zu erforschen.

Kurator Norbert Ellermann erstellte dazu im Auftrag der beiden
Heimatvereine Rheda e.V. und Wiedenbrück-Reckenberg e.V. eine
Sonderausstellung, die den Titel trägt: "Adern aus Stahl -
Einblicke in die Geschichte der Privatgleisanschlüsse der
Eisenbahn in Rheda und Wiedenbrück". Hierbei geht es besonders
um diejenigen Firmen in Rheda und Wiedenbrück, die einmal einen
eigenen Gleisanschluss hatten und auf ihm Güter an - und
abtransportierten. Großformatige Schautafeln mit Fotos,
Dokumenten, Plänen und Zeitzeugenberichten ermöglichen einen
Blick in die Vergangenheit, als die Eisenbahn noch das
Transportmittel Nr. 1 auf dem Güterverkehrssektor war.

Der erste Teil der Sonderausstellung mit dem Schwerpunkt Rheda
wird am Montag, den 3. Dezember um 18.00 Uhr in der
Geschäftsstelle Rheda der Volksbank Gütersloh eG, eröffnet und
dort bis Ende Januar 2008 zu sehen sein. Ab Anfang Februar 2008
wird der zweite Teil der Sonderausstellung, der sich
schwerpunktmäßig mit den Privatgleisanschließern in Wiedenbrück
beschäftigt, in den Räumlichkeiten des Standortes Wiedenbrück
der Stadtbibliothek Rheda-Wiedenbrück gezeigt. Die
Sonderausstellung in Rheda kann während der regulären
Öffnungszeiten der Geschäftsstelle Rheda der Volksbank Gütersloh
eG, Andreasstraße 6, von Montag bis Freitag von 8.30-12.30 Uhr
und von 14.30-16.30 Uhr, dazu Donnerstags auch bis 18.00 Uhr
besichtigt werden.

INFO

Veranstaltungsdaten:
Ausstellung "Adern aus Stahl - Einblicke in die Geschichte der
Privatgleisanschlüsse der Eisenbahn in Rheda und Wiedenbrück"
Datum: 03.12.2007-ca. 31.01.2008
Volksbank Rheda
Andreasstraße 6
33330 Rheda-Wiedenbrück
Tel.: 05242/417-134
Fax: 05242/417-200
E-Mail: rheda at volksbank-guetersloh.de

Kontakt:
Norbert Ellermann
Heimatverein Rheda e.V.
Am Domhof 1
33378 Rheda-Wiedenbrück
Tel.: 0177/6734437
Fax: 03221/2357849
E-Mail: info at heimatverein-rheda.de oder ellermann.hv-rheda at arcor.de
URL: www.heimatverein-rheda.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Dec 5 13:05:51 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 05 Dec 2007 13:05:51 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Ennepetaler Forschungen, Heft 15/2007
Message-ID: 4756A22F.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Hans Hermann Pöpsel"
Datum: 01.12.2007, 08:37

SERVICE: TOC

Veröffentlichungen des Arbeitskreis Ennepetaler Forschungen e. V.
Heft 15
November 2007
ISSN: 1614-8517

Inhalt:

S. 5-18
Giesick, Karl-Heinz
Ennepetal und die Familie Schläper

S. 19-22
Schulte, Helmut
Eine alte Standuhr aus Rüggeberg

S. 23-36
Rumpler, Irene
Fabrikneubau in der Wilhelmstraße vor 125 Jahren -
die Schraubenfabrik von Ferdinand Bilstein fun.

S. 37-45
Pflüger, Heinz
Die Gegend um den Hilgen-, Helgen- oder Heiligen Platz

INFO

Kontakt:
Hans Hermann Pöpsel
E-Mail: hhpoepsel at gmx.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Dec 6 11:16:29 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 06 Dec 2007 11:16:29 +0100
Subject: [WestG] [POS] Museum in der Kaiserpfalz,
wissenschaftliche/r Volontaer/in, Paderborn
Message-ID: 4757DA0D.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Roß" Datum: 04.12.2007, 08:42

STELLENAUSSCHREIBUNG

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ist im Museum in
der Kaiserpfalz in Paderborn ab Februar 2008 eine Stelle als

wissenschaftliche Volontärin/
wissenschaftlicher Volontär

neu zu besetzen. Das Volontariat ist auf zwei Jahre befristet.

Das Museum in der Kaiserpfalz gehört zur LWL-Archäologie für
Westfalen. Zu seinen Aufgaben zählen die Darstellung der
Pfalzgeschichte Paderborns und die Durchführung von
Sonderausstellungen sowie die Wahrnehmung der Bodendenkmalpflege
in der Innenstadt von Paderborn.

Im Vordergrund des Volontariats wird die Planung und Umsetzung
einer kulturhistorischen Ausstellung mit dem Titel "Für Königtum
und Himmelreich, Bischof Meinwerk von Paderborn 1009-2009",
stehen.

Aufgabengebiete:
- konzeptionelle Mitarbeit
- Objektrecherche
- Abwicklung von Transport und Versicherung
- Beteiligung an Gestaltung und Ausstellungsaufbau
- Mitarbeit an museumspädagogischen Programmen

Wir erwarten:
- ein abgeschlossenes Hochschulstudium der
Mittelalterarchäologie/ Ur- und Frühgeschichte und/oder der
Mittelalterlichen Geschichte oder eines vergleichbaren Fachs
(Promotion bevorzugt)
- Museumserfahrung
- Eigeninitiative und Flexibilität

Wir bieten:
- die Mitarbeit in einem qualifiziertem Team
- Beteiligung an der Umsetzung einer kulturhistorischen
Ausstellung
- in Anlehnung an die Regelung für Beamtenanwärter/innen des
höheren Dienstes wird eine monatliche Pauschalvergütung von
zurzeit 1.052,06 ? brutto gezahlt; ggf. zusätzlich
Familienzuschlag

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Männer und Frauen sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Bei Rückfragen steht Ihnen Herr Dr. Martin Kroker, Tel.
05251/1051-10, zur Verfügung.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
42/07 bis zum 31.12.2007 an den

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Personalabteilung
48133 Münster
www.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Dec 6 11:24:49 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 06 Dec 2007 11:24:49 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Familientag im Heimatmuseum Lippstadt, 09.12.2007,
Lippstadt
Message-ID: 4757DC01.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Lippstadt"
Datum: 04.12.2007, 17:42

AKTUELL

Familientag im Heimatmuseum
Großkrippe von Schloss Schwarzenraben im Mittelpunkt

Im städtischen Heimatmuseum Lippstadt ist am zweiten
Adventsonntag, 9. Dezember, wieder Familientag. Von 10.00 bis
16.00 Uhr können Erwachsene und Kinder bei freiem Eintritt die
Museumssammlung, die Spielzeugsammlung und insbesondere die im
Foyer aufgestellte Großkrippe aus dem Schloss Schwarzenraben
besichtigen. Eine vorweihnachtliche Attraktion ist zweifellos
die Großkrippe, die 1998 von Freiherr Franz-Anton von Ketteler
dem Museum gestiftet wurde.

Es handelt sich um eine der ältesten in Westfalen erhaltenen
Krippen aus dem 18. Jahrhundert, von der Einzelteile ihren
Ursprung offenbar in Neapel haben. Sie wurde wiederholt
restauriert und hat auch das Krippenverbot von Kaiser Josef II.
Ende des 18. Jahrhunderts überstanden. Wie sie im Urzustand
ausgesehen hat, ist nicht bekannt. Erst 1938 wurde sie auf dem
Schloss Harkotten wieder entdeckt und instand gesetzt. Die bis
zu 54 cm hohen 13 Figuren der Krippe sind: Jesuskind, Maria,
Joseph, Hoher Priester, Münsterländer Kiepenkerl, emsländischer
Kaufmann, eine emsländische Frau, zwei weiße und ein schwarzer
König sowie zwei weiße und ein schwarzer Diener.

Im Schloss Schwarzenraben ist die Krippe früher alljährlich
zwischen Heiligabend und Maria Lichtmess in der Kapelle
aufgebaut worden, und zwar in einer dafür extra ausgehängten Tür
rechts neben dem Altar. Im Rahmen des Familientages besteht für
alle Interessierten Gelegenheit, sich die Großkrippe vorstellen
und erläutern zu lassen.

Zudem bietet der Familientag die Möglichkeit, bei einem
geführten Rundgang das Museum besser kennen zu lernen, in der
historischen Küche bei Kaffee, Tee und Kuchen eine ganz
besondere Adventsatmosphäre zu genießen oder sich von 11 - 12
Uhr und am Nachmittag von 13 - 14 Uhr bei Märchenerzählungen für
Jung und Alt in den Bann ziehen zu lassen.

INFO

Städtisches Heimatmuseum Lippstadt
Rathausstraße 13
59555 Lippstadt
Tel.: 02941 / 720891

Außerhalb des Familientages gelten für das städtische
Heimatmuseum Lippstadt im Dezember die folgenden Öffnungszeiten:
Montag: geschlossen Dienstag bis einschl. Samstag: 10 - 12 Uhr
und 15 - 18 Uhr Sonntag: 10 - 12 Uhr Vom 24. - 26. Dezember
sowie an Sylvester und Neujahr ist das Museum geschlossen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Dec 6 11:39:09 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 06 Dec 2007 11:39:09 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Dimitris Tsatsos: "Erinnerungen an Erlebnisse
und Begegnungen", 12.12.2007, Luedenscheid
Message-ID: 4757DF5D.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Arthur Schlegelmilch"
Datum: 05.12.2007, 18:47

AKTUELL

"Lüdenscheider Gespräche"
Prof. Dr. jur. Dr. h.c. Dimitris Tsatsos
"Erinnerungen an Erlebnisse und Begegnungen"

Für Mittwoch, den 12. Dezember 2007, 17.00 Uhr, lädt das
Institut für Geschichte und Biographie zum letzten Lüdenscheider
Gespräch in diesem Jahr ein. Zu Gast ist Dimitris Tsatsos,
dessen persönliche Lebenserfahrungen den Verlauf der
griechischen, deutschen und europäischen Geschichte des
zwanzigsten Jahrhunderts eindrucksvoll widerspiegeln.

Geboren am 5. Mai 1933 in Athen wurde Dimitris Tsatsos durch die
griechische Militärjunta inhaftiert; von 1974 bis 1977 war er im
ersten Nachdiktatur-Parlament Generalreferent aller
Oppositionsparteien für die demokratische Verfassungsreform. In
der Regierung Karamanlis wurde Tsatsos Vizekultusminister, den
Ministerpräsidenten Papandreou beriet er in Verfassungsfragen.
Tsatsos war von 1994 bis 2004 Abgeordneter des Europäischen
Parlamentes sowie Mitglied und Berichterstatter des europäischen
Verfassungskonvents.

Dimitris Tsatsos hatte seit 1969 mehrere rechtwissenschaftliche
Lehrstühle an griechischen und deutschen Universitäten inne.
1980 wurde er Inhaber des Lehrstuhls für Verfassungsrecht an der
Pantios-Universität in Athen und zugleich ordentlicher Professor
an der FernUniversität Hagen. Als emeritierter Ordinarius
engagiert er sich u.a. im Institut für Europäische
Verfassungswissenschaften der FernUniversität Hagen. Prof.
Tsatsos ist als glänzender und humorvoller Erzähler bekannt;
sein Vortrag verspricht interessante Einblicke und gute
Unterhaltung.

INFO

Zeit:
Mittwoch, den 12. Dezember 2007, 17.00 Uhr

Ort:
Haus der FernUniversität
Liebigstraße 11
58511 Lüdenscheid

Moderation:
Prof. Dr. Peter Brandt
Der Eintritt ist frei.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Dec 6 11:43:39 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 06 Dec 2007 11:43:39 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Westfalen,
Sachsen und das Reich im Zeitalter des Investiturstreits unter
Heinrich IV., 11.12.2007, Muenster
Message-ID: 4757E06B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christine Schedensack"
Datum: 06.12.2007, 09:58

AKTUELL

Vortrag
Dienstag, 11.12.2007, 20.00 (s.t.)
Prof. Dr. Paul Leidinger (Münster/Warendorf)
Westfalen, Sachsen und das Reich im Zeitalter des
Investiturstreits unter Heinrich IV. (1056-1106)
und Heinrich V. (1106-1125)

Im Rahmen der Vorträge des Vereins für Geschichte und
Altertumskunde Westfalens spricht am kommenden Dienstag (11.
Dezember) Prof. Dr. Paul Leidinger (Münster/Warendorf) über das
Thema: "Westfalen, Sachsen und das Reich im Zeitalter des
Investiturstreits unter Heinrich IV. (1056-1106) und Heinrich V.
(1106-1125)". Die Zeit der beiden letzten salischen Herrscher
war eine Epoche des Umbruchs, der sowohl das Verhältnis von
Kirche und Reich wie das zwischen König und Fürsten betraf.

Er war mit bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen gerade in
Sachsen verbunden und bewirkte grundlegende Veränderungen in den
landschaftlichen Gliederungen des Reichs, in deren Folge sich
Westfalen, das bis dahin westliche Drittel des Herzogtums
Sachsen, aufgrund einer zumeist königstreuen Einstellung seiner
adligen Führungsschicht politisch von dem östlichen Sachsen
abtrennte, das zum Kern der Fürstenopposition gegen das salische
Königtum und Hort der päpstlichen Partei und der Gegenkönige
wurde.

Der Vortrag wird diesen Prozess an wesentlichen Ereignissen seit
1070 bis 1124, die auch den Bau von Burgen zur Sicherung des
Landes nach sich zogen, verdeutlichen. Bedeutsam wurde dabei
anlässlich eines Reichsheerzugs Heinrichs IV. gegen Sachsen 1075
die Verleihung des Vorstreitrechtes zwischen Rhein und Weser an
die mit dem salischen Haus verwandten Grafen von Werl-Arnsberg,
mit dem Königsgeleit und Heeresaufgebot im genannten Raum
verbunden war. Damit besaßen die Grafen von Werl-Arnsberg ein
gleichsam herzogliches Recht, das zum Ansatzpunkt regionaler
Herrschaft werden konnte, die in Konkurrenz zum sächsischen
Herzogtum trat.

Eine Folge dieser Politik war die Ausbreitung des
Westfalenbegriffs vom westlichen und mittleren Hellweg über den
engrischen Raum Sachsens bis zur Weser im Osten. Zeitlich
parallel dazu und mit den weltlichen Auseinandersetzungen teils
verbunden, entwickelte sich der Kampf der
königlich-westfälischen und sächsisch-gregorianischen Parteien
um den Einfluss auf die westfälischen Bistümer, die - wie die
Grafen von Werl-Arnsberg - im Wesentlichen eine Stütze der
königlichen Seite blieben oder sich weitgehend auf ihre
geistliche Stellung zurückzogen.

Der Eintritt ist frei.

INFO

Der Vortrag findet statt im Vortragssaal des
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster
Domplatz 10
48143 Münster

Kontakt:
Christine Schedensack
Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster
Fürstenbergstraße 15
48147 Münster
Tel.: 0251-591 5972
Fax: 0251-591 6820
E-Mail: christine.schedensack at lwl.org
URL: www.altertumsverein-muenster.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Dec 6 12:14:32 2007
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 06 Dec 2007 12:14:32 +0100
Subject: [WestG] [KONF] Tagungsbericht BKK-Fortbildungsseminar, Magdeburg,
12.-14.11.2007
Message-ID: 4757E7A8.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Susanne Heil",
Datum: 06.12.2007, 09:03

TAGUNGSBERICHT

Tagungsbericht zum BKK-Fortbildungsseminar in Magdeburg
von Hans-Jürgen Höötmann

Das 16. Fortbildungsseminar 2007 der Bundeskonferenz der Kommunalarchive beim Deutschen Städtetag (BKK) fand vom 12. bis 14. November 2007 in Magedeburg in Räumlichkeiten der dortigen Stadtsparkasse statt. Das vom BKK-Unterausschuss für Aus- und Fortbildung konzipierte Thema lautete Neue Anforderungen an die archivische Vorfeldarbeit - analoge und elektronische Unterlagen aus amtlichen und nichtamtlichen Registraturen. Allein die Teilnehmerzahl von über 100 Personen, die aus allen Teilen der Bundesrepublik angereist waren, darf als Beleg dafür gewertet werden, dass die Organisatoren mit der Wahl des Themas und des Tagungsortes das richtige Gespür hatten.

Die Begrüßung der Teilnehmenden erfolgte durch Horst Eckert, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Magdeburg, der einen Bogen von der Gründung der Sparkasse im Jahre 1823 bis zur aktuellen Digitalisierung von Bankunterlagen schlug und sich damit mitten im Thema bewegte.

Die Eröffnung der Tagung nahm Dr. Ernst Otto Bräunche (Vorsitzender der BKK) zum Anlass, sich bei dem im nächsten Jahr aus dem Amt scheidenden Prof. Dr. Reimann herzlich für dessen langjährige engagierte und erfolgreiche Arbeit in der BKK und als Vorsitzender des BKK-Unterausschusses Aus- und Fortbildung zu bedanken. Ein Grußwort der Stadt Magdeburg überbrachte deren Beigeordneter für Kultur, Schule und Sport, Dr. Rüdiger Koch. Darin betonte er insbesondere auch den hohen Stellenwert, den das Tagungsthema gerade im Bereich der Dokumentenmanagement-Systeme und deren Folgewirkungen gegenwärtig für die Verwaltungen hat.

Den fachlichen Einstieg in die Fortbildungstagung übernahm Dr. Jochen Rath vom Stadtarchiv Bielefeld, dessen Einführungsvortrag mit dem Titel Records Management: Neues Berufsbild oder Berufsfeld - und für wen? überschrieben war. Bisherige Defizite in der vorarchivischen Registraturpflege wurden dabei ebenso behandelt wie die Frage nach der zukünftigen Ausrichtung des Berufsbildes hinsichtlich der Anforderungen an die Archive auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie. Rath plädierte eindringlich dafür, das Arbeitsfeld Records Management verstärkt als archivische Kernaufgabe wahrzunehmen und entsprechende Arbeitsschwerpunkte zu setzen.

Die erste Arbeitssitzung widmete sich der archivischen Vorfeldarbeit im amtlichen Bereich wurde von Dr. Karten Uhde (Archivschule Marburg) moderiert. Petra Rauschenbach vom Bundesarchiv in Berlin stellte darin Normen und Standards im Bereich Records Management vor. ISO-Norm 15489, DOMEA, SAGA, MoReq1/Moreq2, DOD 5015.2, ISAD(G) und ISAAR waren die anfänglich kryptisch anmutenden Bezugsgrößen, deren Relevanz im Laufe des Beitags aber schnell ersichtlich wurde. Diesen grundlegenden Ausführungen folgten zwei Praxisbeispiele. Die bereits im Eröffnungsvortrag skizzierten Unzulänglichkeiten bei der Schriftgutverwaltung haben in der Stadtverwaltung Hannover dazu geführt, aktuell eine Projektstelle beim Stadtarchiv einzurichten, die mit einer Verwaltungskraft besetzt ist und sich mit der Verbesserung des Status quo befasst. Unter dem Titel Aktenpläne, Aktenverzeichnisse, Fristenüberwachung - Projekte des Stadtarchivs Hannover zur Revitalisierung und Weiterentwicklung der (konventionellen) Schriftgutverwaltung gewährte Dirk Resch einen Einblick in den bisherigen Projektverlauf.

Über längere Erfahrungen mit den Unwägbarkeiten der Schriftgutverwaltung verfügte die Leiterin des Archivverbundes Bautzen, Grit Richter-Laugwitz. Aus ihrem Beitrag Der lange Weg zur Akzeptanz: Vom Verwaltungsarchiv zur Zentralregistratur - ein Erfahrungsbericht aus 15jähriger Tätigkeit wurde ersichtlich, dass sich langfristige Planung, Beharrlichkeit und Engagement letzten Endes auszahlen und zu einer positiven Ausgestaltung des Arbeitsfeldes Records Management führen können. Den abschließenden Vortrag der ersten Arbeitssitzung hielt Dr. Michael Scholz von der Landesfachstelle für Archive und öffentliche Bibliotheken im Brandenburgischen Landeshauptarchiv Potsdam über Archive und die ?Flucht ins Privatrecht? - kommunale Unternehmensformen und archivische Zuständigkeit. Er beschrieb die möglichen Rechtsformen kommunaler Betriebe vom Regiebetrieb bis zur Aktiengesellschaft und erläuterte, für welche dieser Betriebe eine Anbietungspflicht an das Kommunalarchiv besteht.

Von der analogen zur elektronischen Akte - Archivischer Umgang mit einem Medienbruch war die zweite Arbeitssitzung am 13. November überschrieben, deren Moderation in den Händen von Dr. Robert Zink vom Stadtdarchiv Bamberg lag. Einen umfassenden und allgemeinen Überblick zu dem Themenfeld der elektronischen Archivierung bot Dr. Andrea Wettmann vom Staatsarchiv Dresden in ihrem Beitrag über Langzeitspeicherung und elektronische Archivierung - Anforderungen und Lösungsansätze. Ihre klar strukturierten Ausführungen verdeutlichten den Tagungsteilnehmern, dass es keine elektronische Archivierung von der Stange, keine Komplettlösungen gibt. In der Konsequenz muss sich jedes Archiv mit der jeweiligen Situation vor Ort auseinandersetzen und zu eigenständigen Lösungen kommen. Obwohl hierbei nicht nur in Einzelfällen durchaus eine Hemmschwelle seitens der Archive zu beobachten ist, wäre eine daraus resultierende Abwartetaktik der größte Fehler, da ein solches Verhalten zu massiven Überlieferungsverlusten führen wird. Wie bereits Rauschenbach am Vortag betonte auch Wettmann die große Bedeutung von Standards wie DOMEA, Moreq2 etc. und verdeutlichte, dass elektronische Archivierung ohne Standardisierung nicht möglich ist. Der generalisierende Beitrag war flankiert von zwei Werkstattberichten, die aufzeigten, wie Archive strategisch und operativ den Umstieg von der konventionellen Papierwelt auf die elektronische Datenwelt bewältigen können. Dr. Maren Ballerstedt, Stadtarchiv Magdeburg, skizzierte unter dem Vortragstitel Projekt Lanzeitarchivierung in der Landeshauptstadt Magedeburg - ein Werkstattbericht die Situation im Stadtarchiv Magdeburg, das sich seit relativ kurzer Zeit mit der Thematik auseinandersetzt und derzeit mit Erfolg die in der Stadtverwaltung beteiligten Dienststellen aber darüber hinaus auch den politischen Raum für das Thema sensiblisiert. Zudem verwies Ballerstedt auf die Bdeutung des interkommunalarchivischen Informationsaustausches.

Einige Schritte weiter ist bereits das Stadtarchiv Stuttgart, dessen Vertreterin Dr. Katharina Ernst im Beitrag über Erste Schritte auf dem Weg zur Langzeitarchivierung - ein Werkstattbericht auf die große Vielfalt bereits existierender Fachverfahren und Datenbanken in der Verwaltung einging und auf die Gefährdung digitaler Daten sowie bereits erfolgte Datenverluste hinwies. Ernst schilderte die technische Umsetzung von Datenübernahmen aus den Verwaltungen in das Archiv und die damit verbundenen Schwierigkeiten und verdeutlichte dabei auch die Sinnhaftigkeit der Einbindung externer Berater. Neben diesen drei Beiträgen, die sich mit der Archivierung elektronischer Daten auseinandersetzten, gewährte Dr. Harald Stockert vom Stadtarchiv Mannheim in seinem Referat über Vorgänge aus Bits und Bytes: Arbeiten mit einem Dokumentenmanagement-System in der Praxis einen ebenfalls praxisbezogenen und detaillierten Einblick in die Umstellung von einer klassischen Aktenführung und -verwaltung auf ein Dokumentenmanagement-System am Beispiel der Aktenregistratur des Stadtarchivs Mannheim als kommunaler Dienststelle. Stockert ging dabei auf die Grundzüge eines Vorgangsbearbeitungssystems, auf Vorgangsprotokollierung und Revisionssicherheit, auf Recherchierbarkeit sowie den internen Datenschutz ein. Bestätigt wurde nochmals die Einsicht, dass eine Schriftgutverwaltung bereits im konventionellen Rahmen funktionieren muss, weil ansonsten eine reibungslose Einführung von Dokumentenmanagement-Systemen nicht möglich ist. Stockert wies in diesem Kontext auch auf das Empfehlungspapier der BKK zur Einführung von Dokumentenmanagement- bzw. Vorgangsbearbeitungssystemen hin, dass auf der Homepage der BKK abrufbar ist (www.bundeskonferenz-kommunalarchive.de).

Am Nachmittag bestand Gelegenheit zur Besichtigung der Außenstelle Magdeburg der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Deren Leiter Jörg Stoye stellte Arbeit und Quellen der Einrichtung vor, die Schriftgut und Karteikarten der ehemaligen Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Magdeburg und deren achtzehn Kreisdienststellen verwahrt. Der Tag klang abschließend mit einem gemeinsamen Abendessen im Rathauskeller aus.

Die dritte Arbeitssitzung am 14. November hatte die archivische Vorfeldarbeit im nichtamtlichen Bereich zum Thema. Moderiert wurde sie von Prof. Dr. Norbert Reimann (LWL-Archivamt für Westfalen in Münster). Der archivische Umgang mit Personalvertretungen als Überlieferungsbildner von Hans-Jürgen Höötmann, ebenfalls LWL-Archivamt für Westfalen, lautete der erste Beitrag, der sich mit einem Sonderfall archivischer Überlieferungsbildung im nichtamtlichen Bereich auseinandersetzte. Schwerpunkte bildeten dabei der Rechtsstatus der Personalräte, die Archivwürdigkeit der Überlieferung und die Besonderheiten bei der Überlieferungsbildung. In den Folgebeiträgen wurden anschließend umfassendere Themenbereiche behandelt. Überlegungen zur Überlieferungsbildung im Bereich privater Nachlässe von Dr. Antje Bauer (Stadtarchiv Erfurt), Überlieferung von Wirtschaftsbetrieben in den ostdeutschen Bundesländern am Beispiel des Stadtarchivs Kamenz von Thomas Binder (Stadtarchiv Kamenz) und Archivische Vorfeldarbeit bei Vereinen und Verbänden in Dresden von Thomas Kübler (Stadtarchiv Dresden) lauteten die Titel der drei Referate. Allen war die Grundaussage gemein, dass archivische Einflussnahme auf die Registraturbildner im nichtamtlichen Bereich schwieriger zu realisieren ist als im amtlichen Umfeld und die klassischen Hilfsmittel des Records Management nur bedingt einsetzbar sind. Insbesondere Kübler wies auf die Bedeutung personeller Kontinuität bei der Betreuung der Vereine und Verbände hin. Einhellig wurde in der Arbeitssitzung auch die Meinung vertreten, dass die Außendarstellung des Archivs, die öffentliche Wahrnehmung archivischer Kompetenz ein entscheidendes Kriterium für die Bereitschaft nichtamtlicher Registraturbildner zur Deponierung von Archivgut im Archiv ist und dessen Akzeptanz maßgeblich prägt.

Die Beiträge des Fortbildungsseminars werden im nächsten Jahr gemeinsam mit den Beiträgen des vorangegangenen Fuldaer Fortbildungsseminars in der Reihe Texte und Untersuchungen zur Archivpflege des LWL-Archivamtes für Westfalen veröffentlicht.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Dec 7 11:30:29 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 07 Dec 2007 11:30:29 +0100
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BPORT=5D_Weihnachts-_und_Neujahrsw=C3=BCnsche?=
Message-ID: 47592ED5.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Marcus Weidner"
Datum: 07.12.2007, 12:00

PORTAL: Weihnachts- und Neujahrswünsche

Liebe Abonnentinnen und Abonnenten der E-Mailing-Liste
"Westfälische Geschichte",

wir wünschen Ihnen Frohe Weihnachten und ein Glückliches Neues
Jahr 2008!

In der Zeit vom 10.12.2007-11.01.2008 befindet sich Ihre
E-Mailing-Liste in den Weihnachtsferien. Alle Beiträge, die uns
in dieser Zeit erreichen, werden erst nach dem 11.01.2008
verschickt. Terminlich gebundene Beiträge senden Sie bitte nur
ein, wenn das Datum nach dem 11.01.2008 liegt.

Wir hoffen, dass Sie in den letzten Monaten die E-Mails, die wir
an Sie verschickt haben, mit Gewinn gelesen und genutzt haben.
Für Ihr Interesse, Ihre Beiträge und Ihre Rückmeldungen möchten
wir uns sehr herzlich bei Ihnen bedanken.

Ihre Moderatoren
Dr. Marcus Weidner
Alexander Schmidt





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Dec 7 11:36:47 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 07 Dec 2007 11:36:47 +0100
Subject: [WestG] [KONF] Wintertagung des Vereins der Muenzfreunde
fuer Westfalen und Nachbargebiete e.V., 09.12.2007, Muenster
Message-ID: 4759304F.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Gerd Dethlefs"
Datum: 06.12.2007, 14:27

TAGUNG

Am Sonntag, den 9. Dezember, 10-13 Uhr, veranstaltet der Verein
der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete e.V. im
Vortragssaal des LWL-Landesmuseums am Domplatz in Münster seine
Wintertagung. Drei Vorträge stehen auf dem Programm:

10.00
Dr. Claudia Klages (Rheinisches Landesmuseum Bonn)
Der rheinische Nachbar: Das Münzkabinett am Landesmuseum Bonn.
Sammlungen - Funde - Forschungen

11.15
Arnold Schwede (Paderborn)
Das Münzwesen des Stifts Corvey 1541 - 1794
ein neues Korpuswerk zur westfälischen Numismatik

12.00
Dr. Gerd Dethlefs
(LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster)
Geprägte Karikaturen - Spottmedaillen auf Krieg und Frieden

Der Eintritt ist frei - Gäste sind herzlich willkommen!

INFO

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
(Westfälisches Landesmuseum), Münster
Abt. Landesgeschichte, Dr. Gerd Dethlefs
Domplatz 10
48155 Münster
Tel.: 0251-5907-256
Fax: 0251-5907-210





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Dec 7 11:42:57 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 07 Dec 2007 11:42:57 +0100
Subject: [WestG] [AUS] LWL-Museen zeigen 29 Ausstellungen
Message-ID: 475931C1.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 05.12.2007, 13:49

AUSTELLUNGEN

LWL-Museen zeigen 29 Ausstellungen:
Von Künstlerreisen über Katzen und Grubenpferde bis zur
eiskalten Leidenschaft

Die 17 Museen des Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
planen für das kommende Jahr 29 neue Sonderausstellungen:

Das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster
feiert mit einer Präsentation ausgewählter Bilder und Objekte ab
dem 9. Februar (bis 19. Oktober) das 100-jährige Jubiläum des
Museumsgebäudes am Domplatz. Auf unterhaltsame Weise will das
Museum seine Geschichte einem breiten Publikum erzählen. Im
Mittelpunkt stehen dabei die eigenen Sammlungen, bisherige
Ausstellungen, Höhepunkte wie die Europaratsausstellung "1648"
aber auch Tiefpunkte wie die Aktion "Entartete Kunst" im Jahr
1937.

Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist die große Ausstellung "Orte
der Sehnsucht. Künstler unterwegs". Die Ausstellung stellt die
Reise und das Erlebnis der Ferne als künstlerische Erfahrung
dar. Dabei nehmen bekannte Künstler vom Mittelalter bis zur
Neuzeit wie Dürer, Rubens, Poussin, Turner, Klee, Macke und
Beuys die Besucher mit auf die Reise.

Im März steht eine weitere Feier an: Zur Fertigstellung des
letzten Bandes (Gemälde) des Werkverzeichnisses von August Macke
zeigt das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte bis
zum 15. Juni neben Gemälden von August Macke aus dem eigenen
Bestand auch Aquarelle, Zeichnungen, Skizzenbücher, das
Fotoalbum der Tunisreise und verschiedene Briefe.

In der Zeit vom 24. Oktober bis zum 11. Januar 2008 zeigt das
LWL-Museum die Ausstellung "Joachim Sandrart und der
Westfälische Friede". Im Mittelpunkt steht dabei Sandrarts Bild
"Allegorie des Westf. Friedens" von 1648. Zum Vergleich zieht
die Ausstellung Friedensallegorien von Zeitgenossen heran, die
vor allem aus dem Bereich Grafik stammen. "The Architecture of
Stephen Willats" heißt eine Ausstellung aus dem Bereich der
Gegenwartskunst, in der sich der 1943 in London geborene Willats
mit Zeichnungen, Archivmaterial, Tondokumenten und Publikationen
mit der Geschichte mehrerer Bewohner einer Berliner
Hochhaussiedlung beschäftigt. (9. März bis 1. Juni)

"Die Kunst des Sterbens" ist das Thema einer Sonderausstellung
im Kloster Dalheim (Lichtenau, Kreis Paderborn). Ausgehend von
einem großflächigen Gemälde stellt das LWL-Landesmuseum für
Klosterkultur in der Zeit vom 22. Juni bis zum April 2009 mit
zahlreichen Exponaten vor, was in der Barockzeit als "rechtes
Sterben" galt. Die Ausstellung endet mit einem Ausblick auf die
heutigen Hospizbewegungen, die vielfach von Klöstern getragen
werden.

Mit der großen Ausstellung "Alles für die Katz' - Natur und
Kulturgeschichte der Katzen" setzt das LWL-Museum für Naturkunde
in Münster seine Ausstellungsserie zur Natur- und
Kulturgeschich-te von Tiergruppen fort. Die Ausstellung stellt
auf 700 Quadratmetern die 37 Arten umfassende wilde
Verwandtschaft der Hauskatze vor und erklärt, was Katzen mit
Erdmännchen und Kaffee verbindet. Auch ein Skelett der längst
ausgestorbenen Säbelzahnkatzen begegnet den Besuchern.

Außerdem zeigt das Museum noch die bis zum 30. Juni verlängerte
Ausstellung "Pflanzenwelten".

Schuhe stehen im Mittelpunkt einer Sonderausstellung, die das
LWL-Museum für Archäologie in Herne vom 6. Dezember 2008 bis zum
29. Juni 2009 zeigt: Nicht nur in Regalen zeigt die Ausstellung
Schuhe aus der Vorgeschichte, der Geschichte, aus Film und
Fernsehen und Schuhe aktueller Persönlichkeiten. Dabei erzählen
die Träger die Geschichte ihrer Schuhe.

Das Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn zeigt von September
bis November die Ausstellung "Der reisende König". Das
Mittelalter war geprägt von einem mobilen Königtum: Weder das
karolingische Frankenreich noch das römisch-deutsche Reich der
Ottonen, Salier und Staufer hatte eine feste Haupt- und
Residenzstadt. In der Welt des Lehnwesens war es für den König
von entscheidender Bedeutung, sich mit lokalen Amtsträgern in
allen Teilen des Reichen zu treffen, die Gefolgschaft des Adels
einzufordern und Versammlung abzuhalten. Wichtige Zentren waren
dabei die Pfalzen. Im Jahr 776 ließ Karl der Große im
Zusammenhang mit den Sachsenkriegen in Paderborn eine erste
Burganlage errichten.

Die Liebe zum Roller, Tretauto und natürlich zum richtigen Auto
steht im Mittelpunkt der Ausstellung "In Fahrt - Liebe, Tod,
Geschwindigkeit", die das LWL-Freilichtmuseum Detmold (Kreis
Lippe) vom 6. April bis zum 31. Oktober zeigt. Neben der Lust an
der Mobilität, der Technik, der Freiheit und der Beschleunigung
geht es aber auch um Schattenseiten wie Unfälle, Verkehrstote
und die Umweltbelastung. Im Rahmen der Ausstellung werden
erstmals Ergebnisse einer Bildsammelaktion gezeigt. Die
Aufnahmen zeigen, wie sich Menschen mit ihrem Roller oder Auto
in Szene setzen. Außerdem zeigt die Ausstellung anhand von
landwirtschaftlichen Fahrzeugen, Kutschschlitten,
Feuerwehrfahrzeugen, Hundewagen und Leichenwagen, wie sich
Fahrzeuge und Geschwindigkeiten in den letzten 200 Jahren
entwickelt haben.

Mit den verschiedenen Beziehungen zwischen Mensch und Hund
beschäftigt sich in Detmold die Ausstellung "Mopsmobil. Wie der
Hund die Welt bewegt" (18. Mai bis 31. Oktober). Die Ausstellung
zeichnet die Entwicklung des Hundes vom Nutztier zum
Familienhund anhand von historischen Objekten und modernen
Hundeaccessoires nach.

Von der historischen Kinderarbeit in Deutschland schlägt die
Ausstellung "Kinderarbeit einst und jetzt" einen Bogen zur
aktuellen gewerblichen Arbeit von Kindern in der Welt. Die
Ausstellung, die das LWL-Freilichtmuseum Hagen in der Zeit vom
13. April bis zum 31. Oktober zeigt, wird durch Stationen in den
Werkstätten des Museums ergänzt, die sich mit der Kinderarbeit
in Westfalen während des 19. und frühen 20. Jahrhunderts
beschäftigt.

Das LWL-Industriemuseum zeigt an seinem Standort Zeche Zollern
in Dortmund in der Ausstellung "Mensch. Emscher!" Fotos
ausgewählter Preisträger des Fotoprojektes "emscher-zukunft",
das die Emschergenossenschaft 2005 initiiert hat. Zu sehen sind
in der Zeit vom 29. Juni bis zum 24. August nicht nur Bilder der
Emscher und ihrer Nebenbäche, sondern Fotos des gesamten
städtischen, landschaftlichen und sozialen Raumes entlang der
Gewässer.

Die lange Tradition italienischer Eishersteller im Ruhrgebiet,
die Geschichte der Eisdielen und der Anteil der Italiener an der
Wirtschaft und Kultur im Ruhrgebiet stehen im Mittelpunkt der
Ausstellung "Eiskalt - aber mit Leidenschaft. Italienische
Gelaterie im Ruhrgebiet". Die Ausstellung ist in der Zeit vom 1.
Juni bis zum 13. Juli in der Zeche Hannover in Bochum zu sehen.
In der Zeit vom 3. August bis 26. Oktober folgt die
Fotoausstellung "Zwischenstand. Industriedenkmäler im Übergang.
Fotografien von Berthold Socha. Die Ausstellung thematsiert die
Pionierleistung Westfalens für die Industriedenkmalpflege und
stellt die Denkmäler des LWL-Industriemuseums in den
Vordergrund.

Einblicke in die Frühphase des Ruhrbergbaus gibt das
LWL-Industriemuseum im Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop
(Kreis Recklinghausen) mit der Ausstellung "Des Königs
Kontrolleur - Freiherr von Reden" (1. September bis 31. März).
Von Reden bereiste 1783 im Auftrag des preußischen Königs
Friedrich II. die Ruhrregion, um im Vergleich zu seiner
schlesischen Wirkungsstätte Verbesserungsvorschläge für den
Bergbau und die Infrastruktur zu entwickeln.

In der Zeit vom 10. Mai bis zum 31. Juli zeigt das LWL-Museum in
Waltrop Arbeiten von Karl-Manfred Rennertz. Der Bildhauer, der
derzeit eine Professur in Detmold inne hat, wurde in den 1980er
Jahren durch seine grobgearbeiteten Holzskulpturen bekannt, bei
denen er als erste Künstler mit der Kettensäge arbeitete.

Die Ausstellung "50 Vasen - 50 Künstler" präsentiert in der
Glashütte Gernheim in Petershagen (Kreis Minden-Lübbecke) vom
17. Februar bis zum 18. Mai die Ergebnisse eines Projektes von
Mark Angnus. Er hat 50 Glaskünstlern identische Vasen zur
Verfügung gestellt und sie gebeten, die Vasen nach ihren eigenen
künstlerischen Vorstellungen umzugestalten.

Danach macht vom 1. Juni bis zum 7. September die finnische
Wanderausstellung "Finnish Glass Art 2000-2005" Station in
Gernheim. Die dritte Ausstellung des Jahres zeigt in der Zeit
vom 20. September bis 31. Dezember erstmals eine Reihe von
Glas-Kunstwerken der Gernheimer Glasgestalter, die seit zehn
Jahren Schauvorführen im LWL-Museum machen.

Die Ausstellung "Aufbau West" erzählt in der Zeit vom 15. Juni
bis 28. September im LWL-Ziegeleimuseum in Lage (Kreis Lippe)
mit 300 Objekten und 40 Lebensgeschichten, wie die zehn
Millionen Flüchtlinge und Vertriebene nach 1945 in die
westlichen Besatzungszonen kamen, welche Schwierigkeiten sie
beim Neuanfang hatten und welchen Beitrag sie zum
"Wirtschaftswunder" geleistet haben.

Die Ausstellung "Time is money" präsentiert einen Gang durch die
Welt der Arbeitszeitkontrolle. Er beginnt mit den Wächtern in
der Nacht, zeigt die Bedeutung der Fassaden und Turmuhren und
führt schließlich in die komplizierte Technik und Funktion der
Kontrollapparate (Oktober 2008 bis März 2009 in Lage).

Von Mai bis September zeigt das LWL-Museum die Ausstellung "Ich
integriere mich von frühmor-gens bis spätabends". Sie ist das
Ergebnis eines Projektes mit Jugendlichen und Erwachsenen in
Espelkamp, die über die Generationen hinweg eines verbindet:
Krieg, politischer Verfolgung und schwierige Lebensumstände
zwangen sie dazu, ihre Heimat zu verlassen.

Das LWL-Textilmuseum Bocholt (Kreis Borken) zeigt in der Zeit
Dezember 2008 bis Mai 2009 die Ausstellung "Etiketten - Auf den
Namen kommt es an." Ausgangspunkt für diese Präsentation der
Etikettenweberei sind die übernommenen Musterbestände der
ehemaligen "Kunstwererei Neiß" in Krefeld. In der Zeit vom 31.
August bis zum 16. November dreht sich alles um
"Souvenirtücher".

Die Ausstellung "Kumpel auf vier Beinen. Grubenpferde im
Ruhrbergbau" zeichnet das Arbeitsleben der westfälischen
Grubenpferde nach. Zucht und Aufzucht, Unterbringung, Pflege und
Verpflegung Arbeitsalltag, Krankheiten und die Beziehung zu den
Bergleuten stehen im Mittelpunkt der Schau, die die
Henrichshütte Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis) in der Zeit vom 24.
Februar bis 1. Juni zeigt.

Die Ausstellung "Leonardo da Vinci" zeigt in der Zeit ab dem 2.
November funktionstüchtige Modelle, die die Fachhochschule
Bielefeld nach Ideen von Leonardo gebaut hat. Die 5000-jährige
Geschichte der Eisenherstellung zeigt die Ausstellung "Zum alten
Eisen" (4. Mai bis 24. August in Hattingen) mit Texten, Modellen
und Exponaten.

Unter dem Titel "Eisen fließt - Erddynamo" setzt ein
Kunstprojekt im September die Entstehung der Erde in Analogie
zum modernen Hochofenprozess. Im zweiten Teil der
Mittmach-Ausstellung "Meine Hütte" lassen eingereichte Fotos,
Zeichnungen und Dokumente die Hütten-Tradition, den Arbeitskampf
für den Erhalt der Hütte und den Wandel zur "neuen" Hütte wieder
aufleben.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Dec 7 11:50:28 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 07 Dec 2007 11:50:28 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Krippenausstellung Telgte: "Zeichen des Friedens"
Message-ID: 47593383.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Museum Heimathaus Münsterland"
Datum: 06.12.2007, 12:34

AUSSTELLUNG

Krippenausstellung Telgte
"Zeichen des Friedens"

Auch am zweiten Adventswochenende bietet das Museum Heimathaus
Münsterland in Telgte wieder ein spannenden Programm für große
und kleine Besucher. Bereits am Freitag (7.12.) findet um 16 Uhr
eine öffentliche Führung durch die 67. Krippenausstellung statt.
Am Samstag bietet das Museum zwei Führungen um 15 Uhr an. Eine
Führung richtet sich an Erwachsene, eine an Kinder im Vor- und
Grundschulalter. Am Sonntag können die Besucher im Museum beim
Backen des berühmten Telgter Krippenbrotes zuschauen und
natürlich auch eine Kostprobe erhalten.

Die Krippenausstellung in Telgte ist mit ihrer langjährigen Tradition
einmalig in Deutschland. In diesem Jahr sind 166 Krippen zu
betrachten, die Künstler aus ganz Deutschland und dem
benachbarten Ausland zur Verfügung gestellt haben. Im Rahmen
der Ausstellung wird auch der Bischof Heinrich Tenhumberg Preis
für vorbildliches Krippenschaffen vergeben.

INFO

Museum Heimathaus Münsterland und Krippenmuseum
Herrenstraße 1-2
48291 Telgte
Tel.: 02504 / 93120
Fax: 02504 / 7919
E-Mail: museum at telgte.de
URL: www.museum-telgte.de