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From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Aug 20 08:55:03 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 20 Aug 2007 08:55:03 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Neue spektakulaere Funde rund um die
Hagener Blaetterhoehle
Message-ID: 46C956E7020000D600036E6F@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Historisches Centrum Hagen"
Datum: 17.08.2007, 15:33


AKTUELL

Neue spektakuläre Funde rund um die Hagener Blätterhöhle:
Eingestürztes Felsdach und ein weiterer Eingang entdeckt

Was bisher nur als besonderes Highlight erhofft wurde, ist seit
wenigen Tagen nun Gewissheit: Die Blätterhöhle in Hagen, die
Fundstätte der ältesten Überreste moderner Menschen in Westfalen
und im Ruhrgebiet, war deutlich größer, als bisher angenommen.
Der Archäologe Dr. Jörg Orschiedt vom Historischen Centrum Hagen
legte vor wenigen Tagen, gleich zu Beginn seiner neuen Grabungen
auf dem Vorplatz der Blätterhöhle, einen außergewöhnlichen
Befund frei. Vor dem, wie sich nun herausgestellt hat,
wesentlich größeren Eingangsportal der Höhle traf er auf einen
mehr als 4 Meter langen Felsblock. Schnell stellte sich heraus,
dass es sich um den Rest eines mächtigen Felsdaches handelt. Es
überdeckte vor über 10.000 Jahren während der Altsteinzeit und
Mittelsteinzeit den früheren Eingang zur Höhle. Unter diesem
gewaltigen Felsblock wurden Fundschichten mit Siedlungsspuren
aus der Steinzeit bestens konserviert.

Allerdings ist das nicht der einzige bedeutende Befund, die Dr.
Orschiedt bei den neuen Ausgrabungen freilegen konnte. Jetzt
wurde nämlich auch die Oberkante des früheren Höhlenportals
entdeckt und bis auf eine Länge von über 4 Metern verfolgt - das
Ende ist noch nicht abzusehen. Damit zeichnet es sich ab: Die
Ausgräber der Blätterhöhle befinden sich offenbar unter der
Decke eines in der Steinzeit noch wesentlich umfangreicheren
Höhlensystems. Dass sich größere Höhlen zunächst als kleine
Felsgänge und Spalten zeigen können, ist lange bekannt. Auch die
bekannte Balver Höhle im sauerländischen Hönnetal und die
berühmte Vogelherdhöhle bei Blaubeuren auf der Schwäbischen Alb
besaßen noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine im Vergleich
zur heutigen Größe winzige Öffnung. Doch erstmalig in
Deutschland kann anhand der "ungestörten" Blätterhöhle die
Besiedlungsgeschichte und der Einsturz einer von Menschen
während der Steinzeit benutzten Höhle wissenschaftlich
untersucht und dokumentiert werden.

Die spannenden Grabungsbefunde werfen viele neue Fragen auf.
Irgendwann im Verlauf der Mittelsteinzeit, das lässt sich anhand
von Steingeräten unter den Felstrümmern zeitlich relativ genau
einordnen, ist das überhängende Dach der Höhle eingestürzt.
Waren es der Klimawandel im Verlauf der Nacheiszeit oder aber
ein größeres Erdbeben, wie es auch aus dem Mittelalter und der
Frühen Neuzeit in der Region bekannt ist? Auf diese Fragen gibt
es noch keine Antwort. Aber auch das imposante Felsentor
"Hünenpforte" in der Nachbarschaft der Blätterhöhle ist
ebenfalls der Rest einer eingestürzten größeren Portalhöhle. Ob
sie möglicherweise zur gleichen Zeit zusammen mit der
Blätterhöhle einstürzte, könnten weitere Untersuchungen klären.

Eines ist jedoch schon sicher: Die Auswirkungen des Einsturzes
des Felsdaches der Blätterhöhle waren wohl dramatisch, wie noch
heute die Spuren deutlich zeigen. Der tonnenschwere Hauptteil
des überhängenden Daches löste sich von der Felswand und fiel
direkt auf den Vorplatz der Höhle. Nach dem Einsturz hat sich
das abgebrochene Felsdach wie ein riesiger Korken vor den
früheren Höhleneingang geschoben und den Innenraum regelrecht
verplombt. Das Ereignisses hinterließ ein einmaliges
"Bodenarchiv", das sicher auch für den ausgezeichneten
Erhaltungszustand der steinzeitlichen Knochen und Fundschichten
mit verantwortlich sein dürfte.

Auf dem Vorplatz der Blätterhöhle befindet sich unter dem
eingestürzten Felsdach nach Messungen der Universität Köln mit
dem Bodenradar ein bis zu 10 Meter hohen Schutt- und
Sedimentkegel. Er türmte sich im Verlauf von Tausenden Jahren
vor dem Eingang der Höhle auf. Die Steinzeitmenschen lebten dort
auf den Resten der früheren Siedlungsspuren, die sich als
Schichten im Sediment ablagerten. Im vergangenen Jahr legte
Orschiedt unter dem damals noch nicht als Rest eines Felsdaches
erkannten Felsen die Spuren einer Feuerstelle aus der
Mittelsteinzeit frei.

In der Fundschicht entdeckte er neben Steinwerkzeugen und
Waffenprojektilen einen ungewöhnlichen Fund: Das Schädelteil
eines Menschen. Noch immer ist es ein Rätsel, warum sich dieser
menschliche Skelettrest auf dem Vorplatz und nicht, wie zu
erwarten wäre, im Innenraum der Höhle befunden hat. Als die
jungsteinzeitlichen Menschen über 5.500 Jahre nach den
mittelsteinzeitlichen Siedlungsspuren die Blätterhöhle als
Bestattungsort nutzten, besaß die bis zum Dach verschüttete
Höhle wahrscheinlich bereits weitgehend ihr heutiges Aussehen
mit engen Gängen und Kammern.

Für die Archäologen und Naturwissenschaftler ist die
Fundsituation in der Blätterhöhle einzigartig, denn im
mitteleuropäischen Raum haben sich nur sehr wenige Höhle
erhalten, die auf diese Weise völlig unberührt von den Grabungen
früherer Forscher und Raubgräber geblieben sind. Umfangreiche
Ausgrabungen und das Abfahren der Höhlenfüllungen als Dünger
sowie auch die Sprengungen für Steinbrüche und den Straßenbau
hatten bereits im 19. und 20. Jahrhundert viele
Höhlenfundstätten restlos zerstört. Im südwestfälischen
Sauerland und auf der Schwäbischen Alb, die höhlenreichsten
Regionen in Deutschland, wurden zu dieser Zeit zahlreiche
bedeutende Höhlen ausgeräumt. Noch 1875 entdeckte der Bonner
Anatom Hermann Schaaffhausen beispielsweise in der benachbarten
Martinshöhle im Lennetal bei Iserlohn-Letmathe zahllose
Steinwerkzeuge und andere Funde: Nur wenige Jahre danach
verschwand diese Höhle in einem Steinbruch.

Deshalb ist es verständlich, dass die Archäologen in Deutschland
und Europa mit besonderem Interesse auf die Höhle in Hagen
blicken. Denn hier besteht die Chance, zum ersten Mal eine in
ihrem ursprünglichen Zustand überlieferte Höhle nach modernen
wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen. Die bisherigen
Ergebnisse und Funde, die Dr. Jörg Orschiedt und sein
Grabungsteam seit Mai 2007 in und vor der Höhle wieder freilegen,
lassen Stück für Stück die Siedlungsgeschichte der Blätterhöhle
und der südwestfälischen Region nachvollziehbar werden.

Bereits zu Beginn ihrer neuen Grabungskampagne entdeckten die
Archäologen im Innenraum der Höhle ein weiteres Teil des
"ältesten Westfalen" sowie drei große Wildschweinschädel, die
dem in der Höhle abgelegten Toten vermutlich als Beigaben
mitgegeben worden waren. Obwohl die Untersuchung noch nicht
abgeschlossen ist, lässt sich schon jetzt sagen, dass es sich um
einen einzigartigen Befund im gesamten mitteleuropäischen Raum
handelt. Aber auch das übrige Fundmaterial, das im Sommer 2007
wieder zu Tage kam, verspricht weitere bedeutende Entdeckungen
in der Blätterhöhle. Einige Steinwerkzeuge deuten nämlich an,
dass sie aus der späten Altsteinzeit stammen - vermutlich über
1.000 Jahre vor der Mittelsteinzeit und den Skelettresten des
"ältesten Westfalen".

In mühevoller Kleinarbeit werden an der Blätterhöhle die
Zeugnisse des Einsturzes und die Fundschichten von den
Wissenschaftlern freigelegt und sorgfältig untersucht. Dass das
Felsmassiv des *Weißenstein“ und die Umgebung der Höhle eine
alte Fundlandschaft darstellt, belegt ein Aufsatz des vor 200
Jahren verstorbene Elseyer Stiftsprediger Johann Friedrich
Möller. Bereits 1801 beschrieb er eine Anzahl von Knochen, die
dort einige Jahre zuvor bei Straßenarbeiten aufgefunden wurden.
Möller regte daraufhin die Untersuchung dieser Funde durch
Georges Cuvier an, dem französischen Naturforscher und Begründer
der Paläontologie. Nicht ohne Grund und wahrscheinlich auch mit
Recht vermutete er, dass es sich um die Knochen eines
Höhlenbären handelte - eine riesige Bärenart, die während der
Eiszeit lebte. Aber auch einige Beilklingen aus Stein und Bronze,
die heute im Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss
Werdringen der Stadt Hagen zu sehen sind, wurden im frühen 19.
Jahrhundert in der Umgebung der Blätterhöhle entdeckt. Teilweise
in Sichtweite der Blätterhöhle befinden sich mehrere
Oberflächenfundplätze, die seit der mittleren Altsteinzeit vor
über 60.000 Jahren immer wieder von Menschen aufgesucht wurden.

Um diese wichtige Fundstätten und besonders die Blätterhöhle vor
Raubgräbern und Hobby-Sammlern zu schützen, haben die Stadt
Hagen und die Dienststellen der Polizei verschiedene Maßnahmen
ergriffen. Vor allem werden illegale Grabungen und auch das
Absammeln von Fundstellen ohne Genehmigung, durch die wichtige
Informationen über das Leben und die Umwelt der prähistorischen
Menschen für die Forschung und Allgemeinheit zerstört werden,
sofort zur Anzeige gebracht und strafrechtlich verfolgt.


INFO

Historisches Centrum Hagen
Stadtmuseum / Stadtarchiv
Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen
Eilper Strasse 71-75
D-58091 Hagen
+49 (0)2331 207 2740
+49 (0)2331 207 2447
www.historisches-centrum.de
www.museum-werdringen.de

Informationen online:
http://historisches-centrum.de/index.php?id=121





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Aug 20 09:38:35 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 20 Aug 2007 09:38:35 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Stadtarchiv Bielefeld laesst vom Zerfall bedrohte
Akten konservieren
Message-ID: 46C9611B020000D600036E94@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Stadt Bielefeld"
Datum: 16.08.07 15:09


AKTUELL

Der Vergangenheit eine Zukunft geben
Stadtarchiv Bielefeld lässt vom Zerfall bedrohte Akten
konservieren

"Man muss die Zukunft im Sinne haben und die Vergangenheit in
den Akten" - dieses Zitat wird dem berühmten französischen
Staatsmann Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord (1754-1838)
zugeschrieben: Jetzt gilt es allerdings, den Akten der
Vergangenheit eine Zukunft zu geben. Denn gerade in dem Zeitraum
als Talleyrand starb, begann die folgenreiche industrielle
Fertigung von Papier, das wegen der Entwicklung von Säuren heute
vom Zerfall bedroht ist - auch im Stadtarchiv Bielefeld. Und es
geht nicht nur um wenige Akten, sondern um Massen einmaligen
städtischen Kulturgutes: Nach vorsichtigen Schätzungen des
Archivleiters Dr. Jochen Rath dürften in den Archivmagazinen an
der Rohrteichstraße mehr als 15 Millionen Blatt betroffen sein.

Insgesamt 140 Archivkartons mit 126.000 Blättern des
Archivbestandes "Hauptamt" mit Unikaten zur Bielefelder
Stadtgeschichte schickten Amtsleiter Harald Pilzer und
Archivleiter Dr. Rath am 16. August 2007 auf die Reise nach
Brauweiler (Rhein-Erft-Kreis), wo die Archivalien in einem
aufwändigen Verfahren entsäuert werden. Der Bestand Hauptamt
umfasst 542 Akten aus dem 19. Jahrhundert, der Kaiserzeit und
Weimarer Republik, des Nationalsozialismus und der
Nachkriegszeit, darunter zentrale Bielefelder Dokumente zu den
Themen Kriegswirtschaft, Luftkrieg, Entnazifizierung und
Verwaltungsorganisation. In Brauweiler wird im Rahmen einer
public private partnership mit der in Fragen der
Archivalienerhaltung und -restaurierung erfahrenen Neschen AG
das teilweise bereits brüchige Papier entsäuert und verfestigt.
Die Bearbeitung wird etwa vier Monate dauern.

Von etwa 1840 bis 1980 in industriellen Verfahren hergestelltes
Papier ist vom sogenannten endogenen Papierzerfall bedroht: Die
Dokumente und Akten zerfallen allein aufgrund der Anteile an
saurer Leimung. Bei der Papierproduktion mit Zellulose von Holz
werden nämlich Substanzen wie Alaun und Lignin beigefügt, die
später Säuren bilden. Diese zerstören die Molekülstruktur des
Papiers, das vergilbt und spröde wird. Der Zerfall kann durch
ein aufwändiges Einzelblatt-Verfahren, das inzwischen technisch
ausgereift ist, gestoppt werden, um unersetzbares städtisches
Kulturgut vor der Vernichtung zu bewahren.

Die inzwischen vielseits beschworene Digitalisierung stellt
keine langfristige Alternative dar, denn während das Papier
weiter vor sich hin altert und zerfällt, durchleben auch die
Bilddaten einen Alterungsprozess, und wer kann garantieren,
welche Dateiformate in 50 Jahren noch am PC zu öffnen sind? In
nordrhein-westfälischen Archiven gelten etwa 60.000 laufende
Meter Akten als vom Papierzerfall bedroht, das entspricht über
500 Millionen Blatt mit einzigartigen Informationen zur
Landesgeschichte.

Ein von 2007 bis 2010 mit Landeszuschüssen gefördertes und in
Westfalen vom LWL-Archivamt in Münster koordiniertes
Substanzerhaltungs- und Massenentsäuerungsprojekt wurde im
Stadtarchiv Ende 2006 durch die Auswahl geeigneter Bestände
aufgenommen, die mit vertretbarem Aufwand vorbereitet werden
können und die für die wissenschaftliche Auswertung von
besonderer Bedeutung sind: Zunächst soll der Bestand "Hauptamt"
(ca. 15,5 laufende Meter Umfang) bearbeitet werden, 2008 folgen
die Akten des Amtes für Wiedergutmachung (13,6), später die des
Vertriebenenamts (11,5) und des Erbgesundheitsgerichts (1,5)
sowie der kleine NSDAP-Bestand (1). Für den ebenfalls zu
entsäuernden Bestand Protokolle (Rat, Magistrat und Ausschüsse
ab 1850), der vollständig gebunden ist, wird die technische
Weiterentwicklung des Entsäuerungsverfahrens für Buchblöcke
abgewartet, die eine Auflösung der Buchbindungen überflüssig
macht.

Im Dezember 2006 wurden die notwendigen Vorarbeiten für die
maschinelle Massenentsäuerung aufgenommen. Drei Mitarbeiter des
Stadtarchivs und eine externe Hilfskraft bereiten akribisch die
Akten vor, indem diese unter anderem in Einzelblätter aufgelöst,
Metallklammern entfernt, die Blätter geglättet und grob
gesäubert, aufgeklebte Zeitungsartikel, Telegrammstreifen
fixiert und Fotos, überformatige Plakate und geklammerte
Faltblätter entnommen und den jeweiligen Sonderbeständen im
Archiv zugeführt werden.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Aug 20 09:39:48 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 20 Aug 2007 09:39:48 +0200
Subject: [WestG] [KONF] Westfalen als Gegenstand landes-
und regionalgeschichtlicher Forschung, 13./14.09.2007, Soest
Message-ID: 46C96164020000D600036E9F@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Martin Dröge"
Datum: 15.08.2007, 09:28


TAGUNG

Räume, Grenzen, Identitäten.
Westfalen als Gegenstand landes- und regionalgeschichtlicher
Forschung

eine Tagung des LWL-Instituts für westfälische
Regionalgeschichte, der Historischen Kommission für Westfalen
und der Abteilung für Westfälische Landesgeschichte der
Universität Münster

Die Aktualität der Themen "regionale Identität" und
"Identitätsräume" wird einerseits als Gegenbewegung zur
Globalisierung, Europäisierung und erhöhten gesellschaftlichen
Mobilität, also als Rückbesinnung auf überschaubare, vertraute
Lebensverhältnisse gesehen. Andererseits gilt in einem Europa
der Regionen die "regionale Identität" als Profilierungs- und
Legitimationsmerkmal. Fast zeitgleich zeigen sich die Geistes-,
Sozial- und Kulturwissenschaften nach jahrzehntelanger
Raumvergessenheit zunehmend raumbewusster.

Mit dem Schwerpunktthema "Kommunikation und Raum" des
45. Deutschen Historikertages in Kiel (2004) hat auch die
Geschichtswissenschaft die Relevanz raumbezogener
Fragestellungen für die historische Forschung unterstrichen. Man
spricht auch von einem "spatial turn", in dem Räume und Grenzen
eine zentrale Rolle spielen. Ein "turn" steht nicht nur für die
Entdeckung neuer Gegenstandsbereiche, sondern auch für einen
substantiellen Erkenntnisgewinn durch die Anwendung neuer
Erkenntnismittel, neuer analytischer Instrumente und Konzepte.

Was aber bedeutet das konkret für die landes- und
regionalgeschichtliche Forschung im Allgemeinen, die sich schon
per definitionem mit Raumfragen, begrenzten Räumen und Regionen
befasst, und für die spezifische Forschung zum Raum/zur Region
Westfalen im Besonderen, die selbst in einer eigenen
Forschungstradition steht? Werden Räume stets kulturell
konstruiert und durch soziale Aktion produziert? Sagen
Raumvorstellungen nur etwas über die Perspektive und die
Fähigkeit von Raumkonstrukteuren oder auch etwas über die
tatsächlichen Einflüsse von Räumen und deren Eigenschaften aus?
Wie prägen bestimmte Raumfaktoren die unterschiedlichen
Raumkonstruktionen? Das sind nur einige der Fragen, die wir uns
stellen wollen.



Programm

Donnerstag, den 13. September 2007

ab 9.00 Uhr
Anmeldung im Tagungsbüro

09.30 Uhr
Begrüßung und Einführung
Grußwort der Stadt Soest im Burghofmuseum


Sektion I

Tendenzen und Probleme der Forschung

Moderation: Prof. Dr. Eva Labouvie (Magdeburg)

10.00 Uhr
Prof. Dr. Bernd Walter (Münster)
Geschichtsforschung und -schreibung aus regionaler Perspektive.
Bilanz und neue Herausforderungen

11.00 Uhr
Prof. Dr. Gerd Schwerhoff (Dresden)
Historische Raumpflege. Der "spatial turn" und die Praxis der
Geschichtswissenschaften



Sektion II

Die Wahrnehmung Westfalens als Raum und das Raumbewusstsein

Moderation: Prof. Dr. Ursula Braasch-Schwersmann (Marburg)

12.00 Uhr
Dr. Gunnar Teske (Münster)
Westfalen im Verständnis westfälischer Eliten

13.00 Uhr
Mittagspause, Mittagsimbiss

14.00 Uhr
Prof. Dr. Werner Freitag (Münster)
Fromme Traditionen, konfessionelle Abgrenzung und kirchliche
Strukturen: Religiosität als Faktor westfälischer Identität
(16.-18. Jahrhundert)?

15.00 Uhr
Prof. Dr. Wilfried Reininghaus (Düsseldorf)
Die räumlichen Dimensionen der Wirtschaft zwischen Rhein und
Weser (1700-1918)

16.00 Uhr
Kaffeepause

16.30 Uhr
Dr. Nicolas Rügge (Osnabrück)
Herrschaft, Verwaltung und Recht als Faktoren der Raumbildung
in Westfalen

17.30 Uhr
Prof. Dr. Jürgen Macha (Münster)
Sprachbewusstsein in Westfalen


Öffentlicher Abendvortrag
im Blauen Saal des Rathauses Soest

19.00 Uhr
PD Dr. Karl Ditt (Münster)
Raum als Gegenstand der Kulturpolitik. Westfalen im 19. und
20. Jahrhundert

anschließend Gespräche und Getränke



Freitag, den 14. September 2007

Sektion III

Westfalens Teilräume, Grenzräume,
Westfalen aus der Sicht der Nachbarn

Moderation: Prof. Dr. Jörg Engelbrecht (Essen)

09.00 Uhr
Prof. Dr. Hans H. Blotevogel (Dortmund)
'Geographische Grundlagen' oder 'räumliche Konstrukte'?
Westfälische Räume und Grenzen aus geographischer Sicht

10.00 Uhr
Kaffeepause

10.30 Uhr
Dr. Stefan Gorißen (Bielefeld)
Zwischen Rheinland und Westfalen.
Regionale Identitäten im südlichen Westfalen im 18. und
frühen 19. Jahrhundert

11.30 Uhr
Prof. Dr. Alwin Hanschmidt (Vechta)
Die nordwestfälischen Stiftsgebiete Münster und Osnabrück.
Politische Grenzen und mentale Orientierungen

12.30 Uhr
Mittagspause

14.00 Uhr
Prof. Dr. Guillaume van Gemert (Nijmegen)
Westfalen aus der Sicht der Niederlande

15.00 Uhr
Prof. Dr. Dietmar von Reeken (Oldenburg)
Regionalismen im Konflikt. Auseinandersetzungen zwischen
"Niedersachsen" und "Westfalen" in der ersten Hälfte
des 20. Jahrhunderts

16.00 Uhr
Schlusswort


INFO

Tagungsort:
Burghofmuseum
Burghofstraße 22a
59494 Soest

Der öffentliche Abendvortrag findet im Blauen Saal
des Rathauses Soest, Rathausstraße, statt.

Anmeldungen: werden bis zum 6. September 2007
an das LWL- Institut für westfälische Regionalgeschichte
erbeten.

Hotel: Ein Hotelzimmer buchen Sie bitte über die Tourist
Information Soest, Teichsmühlengasse 3, 59494 Soest.
Tel.: 02921/663500-50
Fax: 02921/663500-99
E-Mail: touristinfo at soest.de
URL: www.soest.de
Öffnungszeiten von 09.30-16.30 Uhr

Kontakt:
LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte
Karlstr. 33, 48147 Münster
Tel.: (0251) 591-5684
Fax: (0251) 591-3282
E-Mail: wir at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Aug 20 09:45:42 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 20 Aug 2007 09:45:42 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL macht aus Diaserien eine CD-Rom ueber die
Geschichte der Wewelsburg
Message-ID: 46C962C6020000D600036EB4@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 09.08.2007, 11:40


AKTUELL

Neue Forschungsergebnisse und neue Medien:
LWL macht aus Diaserien eine CD-Rom über die Geschichte
der Wewelsburg

Die Wewelsburg bei Büren (Kreis Paderborn) ist für die
Geschichte Westfalens während der nationalsozialistischen
Herrschaft von zentraler Bedeutung: Die alte Zweitresidenz der
Paderborner Fürstbischöfe war von Heinrich Himmler persönlich
zur "Gralsburg" des SS-Ordens bestimmt worden. Ursprünglich als
"Reichsführerschule" für nationalsozialistische Forschungszwecke
gedacht, wurde die Wewelsburg seit 1936 zu einem Kultzentrum und
zur Repräsentationsstätte der SS-Gruppenführer umgebaut. Wären
die immer wahnwitzigeren Pläne umgesetzt worden, wäre das Dorf
Wewelsburg gänzlich verschwunden. An diese Geschichte erinnert
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) jetzt mit einer
CD-ROM, die Fotos, Texte und erstmals Originaldokumente enthält
sowie mit einer zweisprachigen DVD, die bereits im vergangenen
Jahr den vergriffenen Video-Film abgelöst hat.

Im Frühjahr 1939 errichteten die Nazis ein Konzentrationslager
in Wewelsburg. Das Lager "Niederhagen" sollte die für den
umfangreichen Umbau notwendigen Arbeitskräfte zur Verfügung
stellen. "Jeder Dritte der rund 3.900 KZ-Häftlinge, die unter
unmenschlichsten Bedingungen die Burg um- und ausbauen mussten,
starben während der Lagerhaft. Das Projekt gelangte nie zum
Abschluss und fand sein Ende, als wenige Tage vor dem
Zusammenbruch des Dritten Reiches die SS ihre Burg selber
gesprengt hat", so Kirsten John-Stucke vom Kreismuseum
Weselsburg.

1949 - 1979 erfolgte der Wiederaufbau. Heute befindet sich in
der Wewelsburg eine Jugendherberge und seit 1996 das
"Historische Museum des Hochstiftes Paderborn". Die 1982 im
ehemaligen SS-Wachgebäude eröffnete Dokumentation "Wewelsburg
1933 - 1945, Kult und Terrorstätte der SS" erinnert an die Opfer
des Konzentrationslagers Niederhagen. Derzeit wird an einer
Neukonzeption der zeitgeschichtlichen Ausstellung gearbeitet,
die neuere Forschungsergebnisse zu Grunde legt und die
voraussichtlich im Jahr 2009 in erweiterten und neu gestalteten
Räumen des ehemaligen Wachgebäudes eröffnet wird.

Das Kreismuseum Wewelsburg regte 1988 den LWL an, zwei Diaserien
mit je zwölf Motiven zu den Themen "Das Konzentrationslager" und
"Kultstätte des SS-Ordens" herauszugeben. Im Jahr 2000 erschien
eine englische Übersetzung der beiden Diaserien, zusammengefasst
in einem Textheft und mit den 24 Diapositiven. Die Medien
entwickelten sich zu "Dauerbrennern" und so besorgte im Jahr
2002 der LWL die vierte, auf den aktuellen Forschungsstand
gebrachte Auflage der Diaserien.

Obwohl Dias aufgrund der Entwicklung neuer Medien einen totalen
Einbruch in der Akzeptanz bei den Mediennutzern erfahren haben,
ist die Nachfrage nach Fotos und Textinformationen weiterhin
sehr hoch. Aus diesem Grunde bringt nun das LWL-Medienzentrum
für Westfalen in Zusammenarbeit mit dem Kreismuseum Wewelsburg
die 24 Themen der Diaserien auf einer CD-ROM heraus. "Die CD ist
zweisprachig und nutzt den Vorteil, nicht an eine bestimmte
Bildzahl gebunden zu sein. So sind Bildmontagen der Diaserien in
Einzelbilder aufgelöst, zum Teil durch aktuelle Aufnahmen
ergänzt. Daneben sind Dokumente, wo es sinnvoll erschien,
erstmals im Original wiedergegeben und nicht nur in
Transskription und Übersetzung", nennt Dr. Hermann-Josef Höper
vom LWL-Medienzentrum Vorteile des neuen Mediums.

In den vierundzwanzig Themen - jeweils mit einer
unterschiedlichen Anzahl von historischen und aktuellen Fotos
sowie Dokumenten versehen - zeigen die Autoren und die Autorin
den Größenwahn des SS-Denkens auf. "Es gelingt ihnen, die
unmenschliche Wirklichkeit des Lageralltags zu rekonstruieren
und die Brutalität sichtbar zu machen, der die Häftlinge
ausgesetzt waren", so Höper.

Auf der CD-ROM befinden sich sämtliche Texte und Bilder der
Diaserie sowie einige Dokumente. Dabei können die Nutzer
zwischen der deutschen und der englischen Fassung wechseln,
Bilder aufrufen, die gerade beschrieben werden oder zwischen den
Transskriptionen und der Abbildung der Originaldokumente
pendeln. Die gedruckte Information gibt es wie bei den Diaserien
als deutsches Textheft mit einer englischen Übersetzung.

Hintergrund: 1996 produzierte der LWL den Videofilm "Wewelsburg.
Kult- und Terrorstätte der SS". Die Erfahrungen des ehemaligen
politischen Häftlings Otto Preuss stehen im Mittelpunkt des
Films. "Auf sehr eindrucksvolle Weise schildert Preuss seine
Erlebnisse im Lager und während der Bauarbeiten im Dorf. Bis zu
seinem Tode im Jahr 2003 suchte Otto Preuss immer wieder das
Gespräch mit Jugendlichen und unterstützte die Arbeit des
Kreismuseums", berichtet Höper.

Aufgrund der großen Nachfrage produzierte der LWL im Jahr 2000
eine VHS-Videokassette des Filmes mit englischer Kommentierung.
Im vergangenen Jahr entschlossen sich dann das Kreismuseum
Wewelsburg und der LWL beide Filmversionen unverändert auf einer
DVD mit deutscher und englischer Sprachspur herauszubringen. "Da
der Film, in dem Otto Preuss seine Erlebnisse und seine Sicht
des Lagerlebens schildert, als Ganzes ein zeitgeschichtliches
Dokument darstellt, bedurfte er keiner Veränderungen", erklärt
Höper. Diese DVD ist im Frühsommer 2006 erschienen.


INFO

LWL-Medienzentrum für Westfalen
Fürstenbergstraße 14
48147 Münster
Tel.: 0251 / 591-3902
Fax: 0251 / 591-3982
E-Mail: medienzentrum at lwl.org

Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg
Tel: 02955 / 7622-0
Fax: 02955 / 7622-22
E-Mail: kreismuseum.wewelsburg at t-online.de
E-Mail: FB45 at kreis-paderborn.de



Die Wewelsburg 1933-1945
CD-ROM mit deutschem Textheft (2007)
9,90 € zuzüglich 2,60 € Versandkostenanteil
CD-Rom mit englischem Textheft (2007)
9,90 € zuzüglich 2,60 € Versandkostenanteil

Wewelsburg
Kult- und Terrorstätte der SS
Cult and Terror Centre of the SS (2006)
Film von 30 min auf DVD mit deutschem und englischem
Kommentar
14,90 € zuzüglich 2,60 Versandkostenanteil
45 € mit öffentlichem Vorführrecht für Bildungseinrichtungen
und Schulen.
Bezug: LWL-Medienzentrum für Westfalen
(medienzentrum at lwl.org, Fax: 0251/591-3982)
oder im Museumsshop des Kreismuseums Wewelsburg





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 21 08:30:56 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 21 Aug 2007 08:30:56 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Westfalczycy - von Polenzechen und Pendelmigrantinnen,
18.08.-28.10.2007, Bochum
Message-ID: 46CAA2C0020000D600036F05@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 16.08.2007, 14:39


AUSSTELLUNG

Westfalczycy - von Polenzechen und Pendelmigrantinnen
LWL-Industriemuseum erzählt Geschichte der "Ruhrpolen"
bis heute weiter

Vor 100 Jahren kam die ersten Polen ins Revier, um hier die
Kohle aus dem Berg zu holen, heute pflegen "Pendelmigrantinnen"
aus dem Nachbarland unsere alten Menschen. Einen Bogen von den
Anfängen der polnischen Migration bis zur gegenwärtigen
polnischen Kultur an der Ruhr gibt eine Ausstellung, die der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vom 18. August bis 28.
Oktober 2007 in seinem Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum
zeigt. Der Schwerpunkt liegt auf der Zeit nach dem Zweiten
Weltkrieg - von den Zwangsarbeitern und Displaced Persons über
die Solidarnosc-Flüchtlinge und Spätaussiedler der
1980er Jahre bis zur Nachfolgegeneration, die heute ihre Zukunft
im zusammenwachsenden Europa sucht.

Mehr als 120 Objekte haben die Ausstellungsmacher
zusammengetragen, Erinnerungen von Zeitzeugen aufgenommen und
Interviews mit deutschen und polnischen Jugendlichen geführt.
Hör- und Videostationen dokumentieren die Ergebnisse der
Gespräche.

"Nach der Italiener-Ausstellung vor zwei Jahren nehmen wir im
LWL-Industriemuseum erneut das für das Revier so wichtige wie
aktuelle Thema Migration in den Blick", betonte Museumsdirektor
Dirk Zache heute (16.8.) bei der Vorstellung der Ausstellung in
Bochum. Gleichzeitig sei "Westfalczycy" ein Meilenstein im
Rahmen des aktuellen deutsch-polnischen Themenschwerpunkts des
LWL-Industriemuseums mit Ausstellungen in seinen acht Standorten
(s. Anhang).

Arbeiten und Beten

Zwischen der Gründung des Deutschen Reichs und dem Ersten
Weltkrieg kam mehr als eine halbe Million Menschen aus Posen,
Schlesien und Masuren in das rheinisch-westfälische
Industriegebiet, um hier in kurzer Zeit Geld für ein besseres
Leben in der Heimat zu verdienen. Sie arbeiteten vor allem im
Bergbau. In den sogenannten "Polenzechen" im Raum Gelsenkirchen,
Herne, Recklinghausen, Essen und Wattenscheid stellten sie mehr
als die Hälfte der Belegschaft.

Der katholische Glaube spielte im Alltag der Polen eine zentrale
Rolle. Fahnen von polnischen Gebetsbruderschaften und religiösen
Vereinen geben in der Ausstellung einen Eindruck davon. Im
Umfeld der in Bochum ansässigen polnischen Seelsorger entstanden
um die Jahrhundertwende die bedeutendsten polnischen
Organisationen. Bochum entwickelte sich zum organisatorischen
und kulturellen Zentrum der Polen im Revier.

"In der nationalistischen Grundstimmung der ansässigen
Bevölkerung bildeten sich bald Vorurteile gegen die Polen aus,
die oft als laut, auf den eigenen Vorteil bedacht und wenig
ordnungsliebend dargestellt wurden, wie Spottpostkarten und
Spottgedichte in unserer Ausstellung zeigen", so Museumsleiter
Dietmar Osses. In der Zeit des Nationalsozialismus gerieten die
Polen immer mehr unter Druck, bis mit dem deutschen Überfall auf
Polen selbst polnische Funktionäre im Ruhrgebiet verhaftet und
in Konzentrationslager gebracht wurden. Dokumente und Briefe des
Bergmanns Walenty Lukowiak aus dem KZ Sachsenhausen zeichnen den
Weg vom Funktionär zum Verfolgten nach.

Zwangsarbeiter und "DP's"

Während des Zweiten Weltkriegs wurden 1,7 Millionen Polen als
Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene nach Deutschland gebracht.
Rund 40.000 von ihnen mussten in den Bergwerken des Reviers
arbeiten. Nach Kriegsende konnten die meisten Polen nicht in
ihre Heimat zurückkehren. Sie wurden als Displaced Persons (DPs)
in Lagern untergebracht. Die Ausstellung berichtet eindringlich
mit Zeitzeugenberichten und Erinnerungsstücken über die Zeit des
DP-Lagers in Halten 1945 -1947 sowie die 1951 errichtete
DP-Siedlung in Dortmund-Eving, in der bis heute eine aktive
polnische Gemeinschaft lebt.

Solidarnosc-Flüchtlinge und Spätaussiedler

Das harte Vorgehen der polnischen Regierung gegen Kritiker und
Oppositionelle im Umkreis der Solidarnosc-Bewegung brachte Ende
der 1970er bis Anfang der 1980er Jahre rund 250.000 Polen als
Flüchtlinge nach Deutschland. Viele von ihnen ließen sich im
Ruhrgebiet nieder. Die Fluchtausrüstung des studentischen
Oppositionellen Marek Wolski-Poliwski und Erinnerungsstücke des
Solidarnosc-Funktionärs Josef Matuszyk aus dem
Internierungslager Zabrze sowie lebensgeschichtliche
Erinnerungen zeichnen davon in der Ausstellung ein
beeindruckendes Bild.

Mit der Ausreisewelle der späten 1980er Jahren kam gut eine
Million polnischer Zuwanderer nach Deutschland, rund 200.000 von
ihnen zogen ins Ruhrgebiet. Mit acht Lebensgeschichten zeichnet
die Ausstellung den Weg in den Westen nach und zeigt das
Spektrum der Lebensentwürfe vom Arzt über einen Spediteur, Koch,
Künstler, Lehrer bis hin zum Betreiber eines Internet-Radios.

Polen im Ruhrgebiet heute

Den Abschluss der Ausstellung bildet ein Blick in die Gegenwart
und Zukunft der Polen im Ruhrgebiet. Vier Videostationen eines
Jugendprojekts des LWL-Industriemuseums mit dem
Jugendförderkreis Dortmund und dem Städtischen Jugend- und
Medienhaus Bochum-Langendreer geben einen Einblick in den
deutsch-polnischen Alltag der Nachfolgegeneration der
Spätaussiedler. Hier zeigen die Jugendlichen ihr
Selbstverständnis, berichten von Vorurteilen und äußern ihre
Wünsche für die Zukunft im zusammenwachsenden Europa.

"Dank der zahlreichen Zeitzeugenberichte und persönlichen
Erinnerungsstücke können wir besonders eindringlich die jüngere
Geschichte der polnischen Zuwanderer im Ruhrgebiet zeigen",
freuen sich Museumsleiter Dietmar Osses und seine
wissenschaftliche Mitarbeiterin Ludwika Gulka-Höll. "In der
Ausstellung kommen die Menschen selbst zu Wort - und liefern
nicht nur spannenden Einblicke in die Geschichte, sondern machen
auch die gegenseitigen Vorstellungen und Vorurteile deutlich.
Unser Museum will damit auch einen Beitrag zum besseren
Verständnis im immer noch wechselhaften deutsch-polnischen
Verhältnis leisten", hofft Osses. Museumsdirektor Zache freut
sich deshalb auch besonders, dass Generalkonsul Andrzej
Kaczorowski zur Ausstellungseröffnung am Freitag (17.08.) um 17
Uhr kommen
wird.


INFO

Westfalczycy - Ruhrpolen
Zuwanderer aus Polen im Ruhrgebiet 1871 bis heute
18.8. bis 28.10. 2007
LWL-Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum-Hordel
Öffnungszeiten: Do 14-20 Uhr, Fr und Sa 14-18 Uhr, So 11-18 Uhr
Gruppenführungen jederzeit nach Anmeldung.

Zur Ausstellung ist ein wissenschaftlicher Begleitband mit
Katalogteil erschienen: Dagmar Kift, Dietmar Osses (Hg.): Polen
- Ruhr. Zuwanderungen zwischen 1871 und heute
(= LWL-Industriemuseum Quellen und Studien Band 14), 164 S.,
zahlreiche, meist farbige Abbildungen. Klartext Verlag Essen,
ISBN 3-89861-851-X. Das Buch kostet 14,90 EUR und ist in den
Museumsshops des LWL-Industriemuseums sowie über den
Buchhandel erhältlich.

Zur Ausstellung erwartet die Besucher ein umfangreiches
Begleitprogramm:

Fr, 17.8., 19 - 21Uhr
Eröffnung der Ausstellung "Westfalczycy - Ruhrpolen.
Zur Einwanderung aus Polen ins Ruhrgebiet 1870 bis heute"

Do, 23.8., 19:30 - 21 Uhr
"Kathedralen und Karikaturen". Polnisch-deutsche Geschichte
im Spiegel von Baudenkmalen und Bildquellen. Lichtbildvortrag
von Thomas Parent, Dortmund

Do, 30.8., 19:30 - 21 Uhr
"Polnisch bleiben". Die polnische Minderheit im Ruhrgebiet
zwischen 1918 und 1945. Vortrag von Valentina Stefanski,
Bochum

Do, 6.9., 19:30 - 21 Uhr
"Der blinde Fleck". Über das Fehlen der Polen in der lokalen
Geschichtsschreibung im Ruhrgebiet. Vortrag von Wulf Schade,
Bochum

Do, 20.8., 19:30 - 21 Uhr
"Neue Heimat im Revier?" "Displaced Persons" und "heimatlose
Ausländer" aus Polen in Haltern und Dortmund. Vortrag von
Dietmar Osses, Bochum

Do, 4.10., 19:30 - 21 Uhr
"Polski Rewir". Ein polnischer Abend im LWL-Industriemuseum
mit dem Chor "Polonia" aus Dortmund und Spezialitäten aus
dem polnischen Restaurant "Gdanska" in Oberhausen

Do., 11.10., 19:30 - 21 Uhr
"Verräter oder Helden?" Zeitzeugenbericht des ausgewanderten
Solidarnosc-Aktivisten Josef Matuszczyk

Do, 18.10., 19:30 - 21 Uhr
"Polnisch oder deutsch?" Spätaussiedler aus Polen im Ruhrgebiet
seit den 1980er Jahren. Vortrag von Veronika Grabe, Essen

Do, 25.10., 19:30 - 21 Uhr
"Wie polnisch ist das Ruhrgebiet?" Impressionen deutsch-polnischer
Jugendlicher im Ruhrgebiet heute.

So, 28.10., 11-15 Uhr
Finissage der Ausstellung

Weitere Ausstellung zum Thema Deutschland -
Polen im LWL-Industriemuseum

Silesia Viva - Bergmännische Laienkunst aus Oberschlesien.
Gastausstellung des Stadtgeschichtlichen Museums Zabrze
(Hindenburg) in der GALERIEINDUSTRIEARBEIT,
Alte Werkstatt. LWL-Industriemuseum, Zeche Zollern,
20.5.-26.8.2007

Des Königs Kontrolleur. Die Reise des Oberbergrats Friedrich
Wilhelm von Reden von Oberschlesien ins Ruhrtal.
LWL-Industriemuseum, Zeche Nachtigall, 2.12.2007-30.3.2008





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 21 08:52:23 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 21 Aug 2007 08:52:23 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Tag des offenen Denkmals: Orte der Einkehr und
des Gebetes, 08./09.09.2007
Message-ID: 46CAA7C7020000D600036F19@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Kreis Borken"
Datum: 10.08.2007, 09:15


AKTUELL

"Tag des offenen Denkmals" am 8. und 9. September -
Schwerpunktthema in diesem Jahr: "Orte der Einkehr und des
Gebetes"
Kreis Borken will Übersicht über die örtlichen Angebote
erstellen und bittet daher um entsprechende Rückmeldungen

Am 8. und 9. September findet der diesjährige "Tag des offenen
Denkmals" statt. Darauf weist jetzt die Kulturabteilung des
Kreises Borken hin. Das Schwerpunktthema lautet dann: "Die Orte
der Einkehr und des Gebetes". Im Blickpunkt stehen folglich vor
allem Gottesdiensträume und Orte geistlicher Einkehr - Kirchen,
Klöster, Kapellen und Friedhöfe, zudem Kleindenkmale wie
Bildstöcke, Wegekreuze, Kalvarienberge oder Kreuzwegstationen.

Auch im Kreis Borken werden vielerorts vor allem von den
Heimatvereinen Besichtigungen und Führungen auch in solchen
Gebäuden angeboten, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind -
schließlich ist es Ziel des Tags des offenen Denkmals", die
Bevölkerung für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu
sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege
zu wecken. Damit die regionale 'Geschichte zum Anfassen'
möglichst umfassend präsentiert werden kann", bittet der Kreis
Borken jetzt in Kooperation mit der Kreisheimatpflege alle
Ausrichter um Meldung ihrer örtlichen Aktivitäten bis zum 17.
August 2007 unter der Telefonnummer 02861/821350 oder der
E-Mailadresse a.boeing at kreis-borken.de. Anhand dieser Daten
möchte die Kreisverwaltung dann eine kreisweite Übersicht über
alle vorgesehenen Aktionen zum Denkmaltag publizieren.


INFO

Weitere Informationen zum "Tag des offenen Denkmals" gibt
es im Internet unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Aug 21 09:06:07 2007
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 21 Aug 2007 09:06:07 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Spielfilm im "Dritten Reich" - Eine "Traumfabrik"
unter dem Hakenkreuz, 29.08.07
Message-ID: 46CAAAFF.84E3.00E5.0@lwl.org>

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 20.08.2007, 11:07


AKTUELL

Spielfilm im "Dritten Reich" - Eine "Traumfabrik" unter dem Hakenkreuz
Vortrag von Corinna Krombach, Gelsenkirchen, mit anschließender Diskussion

Mittwoch, 29. August 2007, 19.30 Uhr

Spiel- wie Dokumentarfilme Hitlerdeutschlands erleben heute eine zweifelhafte Rehabilitierung. Leni Riefenstahls Olympiafilm wird zum Ausgangsmaterial eines Videoclips der Gruppe Rammstein, Veit Harlens "harmlose" Filme werden in einer Sonderreihe eines Pay-TV Senders präsentiert. Dass sich hinter vermeintlich unverdächtigen Melodramen oder Historienfilmen Ideale und Vorstellungen des Nationalsozialismus verbargen, bleibt dabei häufig unterschlagen.
Wie gestaltete sich die Filmproduktion im Kontext der totalen Kontrolle des "Ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda"? Auf welche Genres konzentrierte sich die propagandistische Intention des NS-Films?
Die Repression, die auf die einzelnen Filmschaffenden verübt wurde, lässt oft nur vage Rückschlüsse auf die persönliche Einstellung der Künstler ihrem Regime gegenüber zu. Filmproduktion im "Dritten Reich" kann daher eher vor dem Hintergrund der staatlichen Kontrolle gesehen werden, etwa durch Vorzensur der Drehbücher und in Einzelfällen als Überzeugungstat einzelner Fanatiker.
Eine "Clusterbildung" durch Beherrschung und Gleichschaltung der populären Medien- und Kultureinrichtungen ist auch im Europa des 21. Jahrhunderts kein Tabu wie es zum Beispiel das "Imperium" Berlusconis beweist.

Veranstaltungsort:
Dokumentationsstätte "Gelsenkirchen im Nationalsozialismus"
Cranger Straße 323, 45891 Gelsenkirchen
http://www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/index_startseite_de.html


Übernahme aus der E-Mailing-Liste geschichtskultur-ruhr






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 21 09:11:07 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 21 Aug 2007 09:11:07 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Quellen zu Auswanderern aus Westfalen, 06.09.2007,
Muenster
Message-ID: 46CAAC2B020000D600036F27@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Annette Hennigs"
Datum: 20.08.2007, 16:16


AKTUELL

Landesarchiv NRW Staatsarchiv Münster
in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Lengerich

Genealogie im Staatsarchiv:
Quellen zu Auswanderern aus Westfalen

Vortrag und Führung von
Dr. Annette Hennigs, Landesarchiv NRW Staatsarchiv Münster
Wolfgang Berghoff M.A., Stadtarchiv Lengerich


Vor allem im 19. Jahrhundert suchten viele Westfalen ein
besseres Auskommen in anderen Ländern, v.a. Nordamerika. Ihre
Nachkommen suchen heute die Wurzeln ihrer Vorfahren in der alten
Heimat, während gleichzeitig die Nachfahren der in Westfalen
verbliebenen Angehörigen nach dem Verbleib ihrer Verwandten
suchen. Die Quellen liegen sehr verstreut, deswegen sollen die
Forschungmöglichkeiten sowohl im staatlichen als auch im
kommunalen Bereich dargestellt werden.


Zeit
6. September 2007, 19 Uhr

Ort:
Landesarchiv NRW Staatsarchiv Münster
Bohlweg 2
48147 Münster


INFO

Veranstaltungsdaten:
Genealogie im Staatsarchiv:
Quellen zu Auswanderern aus Westfalen,
Vortrag und Führung
Datum: 06.09.2007
Landesarchiv NRW Staatsarchiv Münster
Bohlweg 2
48147 Münster
Tel.: 0251 / 4885-134
Fax: 0251 / 4885-100
E-Mail: annette.hennigs at lav.nrw.de
URL: www.archive,nrw.de

Kontakt:
Dr. Annette Hennigs
Landesarchiv NRW Staatsarchiv Münster
Bohlweg 2
48147 Münster
Tel.: 0251 / 4885-134
Fax: 0251 / 4885-100
E-Mail: annette.hennigs at lav.nrw.de
URL: www.archive.nrw.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Aug 21 09:32:12 2007
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 21 Aug 2007 09:32:12 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Dortmund: Homosexuellenverfolgung in der NS-Zeit,
ab 06.09.2007
Message-ID: 46CAB11C.84E3.00E5.0@lwl.org>

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 21.08.2007, 08:49


AUSSTELLUNG

6. September bis 23. September 2007

Ausstellung: "Ausgrenzung aus der Volksgemeinschaft - Homosexuellenverfolgung in der NS-Zeit"
in der Volkshochschule Dortmund

Mit einer Ausstellung und einem facettenreichen Begleitprogramm erinnert die Dortmunder VHS ab 6. September an die Verfolgung von Schwulen in der Zeit des Nationalsozialismus. Die von der Projektgruppe Rosa Winkel des Kulturrings in Berlin e.V. erstellte Ausstellung ist zuvor bereits im Deutschen Bundestag präsentiert worden. Sie bietet einen Überblick über die NS-Politik gegenüber Homosexuellen und die Strukturen des Verfolgungsapparats. Mit zahlreichen Biografien beschreibt sie den Alltag Homosexueller in Deutschland 1933-1945. Ergänzend stellt der Arbeitskreis Schwul-lesbische Geschichte Dortmund die Schicksale einiger schwuler Männer aus Dortmund und Umgebung dar.

"Anhand der Verfolgung der Homosexuellen will die Ausstellung eine Facette des NS-Unrechtsregimes vergegenwärtigen und so auch ein Merkzeichen für die Gegenwart sein", begründen die Veranstalter, warum sie die aus über 40 Tafeln bestehende Ausstellung in Dortmund präsentieren wollen. "Denn Ausgrenzung, Verfolgung und schließlich Vernichtung waren die Instrumente zur Durchsetzung der Nazi-Ideologie. Dabei bediente man sich geschickt jeweils schon vorhandener und stets abrufbarer Vorurteile und Klischees". Auf Anregung der regionalen Arbeitsgruppe des Vereins "Gegen Vergessen - Für Demokratie" haben sich VHS, Stadtarchiv und der Arbeitskreis Schwul-lesbische Geschichte Dortmunds zusammengetan und ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt.

Die Ausstellung und das Begleitprogramm sind ein Gemeinschaftsprojekt der Volkshochschule und des Stadtarchivs Dortmund in Kooperation mit dem Arbeitskreis Schwul-lesbische Geschichte und Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.
Die Ausstellung wurde von der Projektgruppe Rosa Winkel des Kulturrings in Berlin e.V. konzipiert.


Eröffnung im Forum der VHS

Mittwoch, 5.9.2007, 19 Uhr
Begrüßung
Heinz Bünger, Kommissarischer Direktor der VHS Dortmund
Dr. Günter Högl, Leiter des Stadtarchivs

Einführung in die Ausstellung
Hans Glasner, Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.

Verfolgt, verschwiegen, vergessen
Schwule Männer aus Dortmund und Umgebung
Dr. Frank Ahland/Stefan Nies, Arbeitskreis Schwul-lesbische Geschichte Dortmund
Es singt der schwul-lesbische Chor Sang&Klang:Los, Dortmund


Begleitprogramm (alle Veranstaltungen in der VHS Dortmund)
Dienstag, 11.9.2007, 19 Uhr
Paragraph 175
Dokumentarfilm von Jeffrey Friedman, Rob Epstein
Deutschland/USA 1999, 81 min
In Zusammenarbeit mit dem deutschen Historiker Klaus Müller lassen die Regisseure Rob Epstein und Jeffrey Friedman Zeitzeugen zu Wort kommen. Fünf schwule Männer und eine lesbische Frau - alle über 90 Jahre alt - berichten von Ausgrenzung und Verfolgung, von KZ-Haft und Tod.

Dienstag, 18.9.2007, 19 Uhr
Flucht ins Leben
Lesung aus Werken von Klaus Mann
Lesung: Hartmut Stanke
Einführung: Hans G. Glasner und Dr. Stefan Mühlhofer, Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V."
Klaus Mann, geb. 1906 als zweites Kind von Thomas Mann, stand schon früh im Rampenlicht - mit Romanen, Theaterstücken und einer ersten Biographie, bis 1932 in schneller Folge veröffentlicht. Doch hinter dem Bohemien, charmant, beliebt und redegewandt, verbarg sich ein melancholischer und unsteter Charakter. Seine Vorliebe für Grenzerfahrungen und seine Homosexualität machten ihn zum Außenseiter. Er emigrierte 1933 und wurde als Feind desFaschismus zu einem Repräsentaten des "Anderen Deutschland".

Donnerstag, 20.9.2007, 19 Uhr
(Homo-)Sexualität in den 1950er Jahren
Der Film "Anders als du und ich" (1957)
Kurzvortrag und Film
Dr. Frank Ahland/Stefan Nies
Nach 1945, insbesondere in den 1950er Jahren, werden viele schwule Männer auf Grund des § 175 verurteilt, oft von den gleichen Richtern wie noch in der NS-Zeit. Diskriminiert und kriminalisiert durch heute absurd anmutende Straftatbestände wie den Kuppeleiparagrafen wird auch Sexualität zwischen nicht verheirateten Männern und Frauen und von Jugendlichen.
Diese repressive Atmosphäre und die Kontinuitäten aus der NS-Zeit spiegeln sich in dem Film "Anders als du und ich" wider, der 1957 produziert worden ist. Regisseur ist ausgerechnet Veit Harlan, der im Dritten Reich unter anderem den antisemitischen Hetz- und Propagandafilm "Jud Süß" gedreht hat.


INFO

Kontakt:
Arbeitskreis Schwul-lesbische Geschichte
im Schwul-lesbischen Arbeitskreis Dortmund e.V. (Slado)
c/o KCR, Braunschweiger Str. 22, 44145 Dortmund,
Tel. 0231-58969702, e-mail: geschichte at slado.de
www.verfolgt-verschwiegen-vergessen.de

Ort:
Forum der Volkshochschule
Hansastr. 2-4 | 44137 Dortmund
Tel. 0231 / 50 24 727
vhs at dortmund.de
Öffnungszeiten:
Mo - Do 10 bis 17 Uhr, Fr 10-12 Uhr
Auf Anfrage (Gruppen) können mit der VHS auch andere Termine vereinbart werden.


Übernahme aus der E-Mailing-Liste geschichtskultur-ruhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Aug 22 09:17:44 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 22 Aug 2007 09:17:44 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Wickmann-Werke sind Thema beim Archivforum, 27.08.2007,
Witten
Message-ID: 46CBFF38020000D600036FC4@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Universitätsstadt Witten"
Datum: 21.08.2007, 11:00


AKTUELL

Stadtgeschichte: Wickmann-Werke sind Thema beim Archivforum
Veranstaltung am 27. August - Eintritt ist frei

"Gute 75 Jahre lang waren die Wickmann-Werke in Annen ansässig.
Sowohl ihre Ansiedlung in der ehemaligen Krupp’schen Fabrik, als
auch die Schließung des Werkes im Jahr 2006 markieren tief
greifende wirtschaftliche Strukturänderungen, von denen auch
Witten betroffen wurde." Mit der Situation des Unternehmens
während der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt sich am
kommenden Montag (27.8.) ab 19 Uhr das 13. Wittener Archivforum.

Dr. Martina Kliner-Fruck, Historikerin und Leiterin des
Stadtarchivs Witten, lädt zu diesem kostenfreien Vortrags- und
Diskussionsabend alle interessierten Wittenerinnen und Wittener
herzlich ins IG-Metall-Gewerkschaftshaus an der
Hans-Böckler-Straße 12 ein. Referent des Archivforums ist der
Informatiker und Historiker Ralph Klein, der zurzeit zur
Geschichte der NS-Zwangsarbeit in Witten forscht. Das
Archivforum wird darum auch keine abschließende Darstellung
geben können, sondern den Einblick in laufende Forschungen
öffnen.

Vom Familienbetrieb zum globalen Multi

Die Wickmann-Werke haben sich im Verlauf ihrer
Unternehmensgeschichte vom kleinen, handwerklich organisierten
Familienbetrieb, der elektrische Sicherungen für die
fortschreitende Elektrifizierung der Haushalte herstellte, zu
einem multinational operierenden Konzern und Marktführer der
Branche entwickelt.

Im Nationalsozialismus nutzten die Gebrüder Josef, Karl und
Richard Wickmann die "Gunst der Stunde" und disziplinierten ihre
Belegschaft mit einer Mischung aus Terror und Sozialleistungen.
Die Wickmann-Werke waren außerdem äußerst erfolgreich in der
Konkurrenz um die knappen Arbeitskräfte. Auch dank Hunderter
Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter arbeitete das Werk in
diesen Jahren profitabler denn je und verschaffte sich dadurch
eine so gute Ausgangsposition für noch mehr Wachstum in der
Nachkriegszeit.

Dr. Martina Kliner-Fruck: "Auf die Besucherinnen und Besucher
warten am 27. August nicht nur interessante Sachinformationen
zum Thema, sondern darüber hinaus auch noch eine Gruppe
ehemaliger Zwangsarbeiter aus Wittens Partnerstadt Tczew. Männer
und Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs zwar nicht für
die Wickmann-Werke, sondern für andere Unternehmen in
Deutschland Zwangsarbeit leisten mussten. Die anschließende
Diskussion lässt daher viel Spannung erwarten."

Mit seiner Vortragsreihe "Archivforum" will das Stadtarchiv
Witten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern,
Heimatforschern sowie Schülerinnen und Schülern Gelegenheit
geben, ihre Forschungsergebnisse zur Wittener Stadtgeschichte
der Öffentlichkeit vorzustellen. Im Anschluss an die jeweilige
Präsentation der Referenten bietet sich die Möglichkeit zur
öffentlichen Diskussion und Aussprache. Die Archivforen finden
an wechselnden Orten in Witten statt.


INFO

IG Metall-Gewerkschaftshaus
Hans-Böckler-Str. 12
58452 Witten






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Aug 22 09:22:20 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 22 Aug 2007 09:22:20 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Alte Eisenbahnbruecke bleibt erhalten
Message-ID: 46CC004C020000D600036FD0@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "NRW-Stiftung"
Datum: 21.08.2007, 15:06


AKTUELL

Alte Eisenbahnbrücke bleibt erhalten
NRW-Stiftung gibt kräftigen Zuschuss für die Sanierung der
Heitmicke-Brücke

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung wird dem Trägerverein
Heitmicke-Brücke in Kirchhundem e.V. einen Zuschuss in Höhe von
100.000 Euro für die Sanierung der Brücke zur Verfügung stellen.
Das beschloss jetzt der Vorstand der NRW-Stiftung auf seiner
jüngsten Sitzung in Düsseldorf. Außerdem hat die NRW-Stiftung
weitere Fördergelder in Aussicht gestellt, wenn der Verein
zusätzliche Spenden für die Sanierung der alten Eisenbahnbrücke
einwerben kann.

Die 1914 eröffnete Heitmicke-Brücke verband einst auf einer
Nebenstrecke Althundem mit Birkelbach. Diese Nebenstrecke hatte
nur eine verhältnismäßig kurze Lebensdauer, da bereits am Ende
des 2. Weltkrieges einige Brücken der Linie gesprengt wurden und
die so genannte Heitmicke-Brücke als letzte noch vorhandene
Brücke dieser Strecke übrig blieb. Der dreibogige Viadukt aus
dunkelrotem, heimischen Porphyr mit seinen vier Kanzeln ist nach
Ansicht der Denkmalpfleger ein beeindruckendes Zeugnis für die
regionale Verkehrs- und Wirtschaftsgeschichte.

Der Denkmalwert und das Engagement der Mitglieder des
Trägervereins hätten den Vorstand der NRW-Stiftung überzeugt,
heißt es in einer Presse-Mitteilung der
Nordrhein-Westfalen-Stiftung, die zudem weitere Fördermittel in
Aussicht gestellt hat: Für jeden weiteren Euro, den der Verein
für die Sanierung der Brücke an Spenden und Zuschüssen einwerben
kann, gibt die NRW-Stiftung einen zusätzlichen Euro bis maximal
8.000 Euro hinzu. Die Sanierung der Heitmicke-Brücke gehört zu
den rund 1.600 Maßnahmen, mit denen die
Nordrhein-Westfalen-Stiftung landesweit die ehrenamtliche Arbeit
für den Naturschutz und die Heimat- und Kulturpflege
unterstützt. Das Geld für ihre Aufgaben erhält die NRW-Stiftung
hauptsächlich aus Zweckerträgen der Rubbellos-Lotterie, außerdem
aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Aug 22 09:25:43 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 22 Aug 2007 09:25:43 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2007/29
Message-ID: 46CC0117020000D600036FD3@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 21.08.2007, 14:24


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2007-29 für den Zeitraum vom
21.07.2007 bis zum 10.08.2007 mit insgesamt 41 Titeln ist unter
der folgenden Internetadresse abrufbar:
http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&fach=wes



Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/


Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/


http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/


Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib




Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62


INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Aug 23 08:35:16 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 23 Aug 2007 08:35:16 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Bundespraesident besucht Bibelmuseum in Muenster
Message-ID: 46CD46C4020000D60003703B@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster"
Datum: 22.08.2007, 10:18


AKTUELL


Köhler ist Vorsitzender des Kuratoriums der
Hermann-Kunst-Stiftung

Bundespräsident Horst Köhler besucht im Rahmen seines
Aufenthalts in Münster am 29. August auch das Bibelmuseum der
Universität Münster. Das von Prof. Kurt Aland begründete und am
8. März 1979 im Beisein des damaligen Bundespräsidenten Walter
Scheel eröffnete Museum gehört zum Institut für
neutestamentliche Textforschung an der Universität. Dieses
Institut wird maßgeblich von der Stiftung unterstützt, deren
Kuratoriumsvorsitzender der Bundespräsident ist. Die Stiftung
zur Förderung der neutestamentlichen Textforschung wurde 1964
begründet und 1977 nach ihrem Gründer Bischof D. Dr. Hermann
Kunst D.D. (1907-1999) in Hermann-Kunst-Stiftung zur Förderung
der neutestamentlichen Textforschung umbenannt. Auf Anregung von
Roman Herzog und aufgrund der weltweiten Bedeutung des Instituts
für neutestamentliche Textforschung hat sich Horst Köhler
entschieden, ebenfalls als amtierender Bundespräsident das Amt
des Kuratoriumsvorsitzenden der Stiftung zu übernehmen.
Vorstandsvorsitzender ist der stellvertretende Ratsvorsitzende
der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der thüringische
Landesbischof Christoph Kähler, Geschäftsführer der Stiftung ist
Prof. Holger Strutwolf, Direktor des Instituts für
neutestamentliche Textforschung.

Der Bundespräsident schließt den Besuch im Bibelmuseum an den
Besuch der Ausstellung "skulptur projekte münster 07", deren
Schirmherr Horst Köhler ist, und dem Empfang im Friedenssaal des
historischen Rathauses an.

Von dem Institut für neutestamentliche Textforschung an der
Universität Münster werden die wissenschaftlichen Ausgaben des
griechischen Neuen Testaments herausgegeben, die in Forschung
und Lehre benutzt werden. Weltweit bekannt geworden ist das
Institut mit der Herausgabe des Novum Testamentum Graece. Das
1898 zum ersten Mal und nunmehr in 27. Auflage erschienene Werk
ist eine Rekonstruktion der griechischen Texte des Neuen
Testaments - ein Buch, das jeder Theologiestudierende kennt und
das in nahezu jedem Pfarramt auf der Welt steht. Hauptaufgabe
des Instituts ist die Große Ausgabe des griechischen Neuen
Testaments, die Editio Critica Maior. Sie basiert erstmalig auf
dem gesamten Material der erhaltenen rund 5.700 griechischen
Handschriften, den alten Übersetzungen und den
neutestamentlichen Zitaten in der antiken christlichen
Literatur. Mit der Herausgabe hat das Institut 1997 begonnen.
Bis zum Jahr 2030 soll die Große Ausgabe komplett vorliegen.


INFO

Bibelmuseum
Pferdegasse 1
48143 Münster
Tel.: (0251) 83-22580
Fax: (0251) 83-22582
URL: http://www.uni-muenster.de/Bibelmuseum/index.html






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Aug 23 08:43:22 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 23 Aug 2007 08:43:22 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Fiegert, Monika / Ziessow,
Karl-Heinz: Evangelische Gemeinden im Osnabruecker Land
Message-ID: 46CD48AA020000D600037047@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Birgit Kehne"
Datum: 21.08.2007, 14:24


LITERATUR

Monika Fiegert, Karl-Heinz Ziessow: "* die ganze Schöpfung
auszuspähen*" Evangelische Gemeinden im Osnabrücker Land
aus der Sicht ihrer Seelsorger am Beginn einer neuen Zeit
(1801 - 1808)
Osnabrücker Geschichtsquellen und Forschungen Bd. 49,
hg. vom Verein für Geschichte und Landeskunde von
Osnabrück e.V.,
Selbstverlag des Vereins, Osnabrück 2007, 22,- €

Der neueste Band der Reihe "Osnabrücker Geschichtsquellen und
Forschungen" enthält Berichte, die evangelische Pfarrer aus dem
Osnabrücker Land zu Beginn des 19. Jahrhunderts an das
Evangelische Konsistorium in Osnabrück zu richten hatten. Sie
sollten jährlich Auskunft erteilen über alle historischen
Ereignisse und sonstige wichtige Begebenheiten in ihrer Pfarre:
über den Zustand von Kirche und Schule, den Unterricht, die
wirtschaftlichen Verhältnisse, Religiosität, Moral und Sitten.
Die Pfarrer haben hierbei unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt,
durch alle Berichte hindurch ziehen sich aber die wechselvollen
Ereignisse der ersten Jahre des 19. Jahrhunderts, einer
Umbruchszeit in vieler Hinsicht. Was sich in der kleinen Welt
einer Landgemeinde abspielte, stand durchaus in Beziehung zu den
großen Umwälzungen der Zeit. Auch die evangelischen Pfarrer
spürten die Auswirkungen der Säkularisation; eine neue Situation
entstand vor allem für die gemischtkonfessionellen Gemeinden des
Osnabrücker Landes. Die Säkularisation, d.h. die Umwandlung
geistlicher Besitzungen in weltliche und die Aufhebung der
Klöster bei Übergang ihrer Güter in den Besitz des Landesherrn,
betraf Osnabrück in besonderem Maße.

Das Fürstbistum Osnabrück wurde Ende 1802 vom Kurfürstentum
Hannover übernommen. Der französische Expansionsdrang beließ es
aber nicht dabei. Im folgenden Jahrzehnt gehörte Osnabrück mal
zu Preußen, dann wieder zu Hannover, dann zum französischen
Generalgouvernement, zum kurzlebigen Königreich Westfalen und
zum Kaiserreich Frankreich. Nach der Niederlage Napoleons 1813
kam Osnabrück schließlich wieder an das Kurfürstentum Hannover.

Diese Wechsel in der Zugehörigkeit des Fürstentums waren mit
ständig neuen Truppeneinquartierungen verbunden, worüber in
allen Berichten geklagt wird. So schreibt Pastor Kramann aus
Iburg zum Jahr 1805 über die wetterbedingte Missernte und fährt
fort: "Diese physischen Ursachen der Noth vermehrten in unserm
unglüklichen Vaterlande noch andere des Kriegs. Wir blieben noch
durch die ganze erste Hälfte dieses Jahres und weiter unter der
französischen Occupation. Die unvermeidlichen Erlegungen
mancherlei Steuern und Naturallieferungen und eine kostbare
Bequartierung der Feinde schlug unsern Gemeinheiten Wunden, an
welchen die Nachkommen noch werden das Blut zu stillen haben."
Pastor Metzener aus Engter kommentiert die politische
Veränderung 1807: "Noch vor dem Schluße des Jahrs gieng die
große Umwandlung der hiesigen Landesverfassung vor, die die
Herzen aller Einwohner mit den größesten Erwartungen erfüllet.
Unser Fürstenthum wurde mit dem Königreiche Westphalen
vereiniget. Sr. Majestät des Königes von Westphalen, Hieronymus
Napoleon, übernahmen die Regierung und wollten noch vor Ende des
Jahrs die Huldigung annehmen. Diese wurde aber bis zum ersten
Januar 1808 ausgesezt. Mit dem ersten Tage dieses Jahres hebt
also eine ganz neue Epoche in der Geschichte unsers Vaterlandes
an."

In Anbetracht der wechselvollen Zeiten, die auch für die
evangelische Seite im Osnabrücker Fürstentum Ungewissheiten mit
sich brachten, lag es für das Konsistorium nahe, über die
Pfarrer ein Bild von den Zuständen in den Gemeinden zu erhalten.
Auf den Leser dieser Berichte kommt eine Fülle von Informationen
zu, deren unterschiedliche Ausrichtungen wiederum die
Interessenlage und Mentalität der einzelnen Verfasser deutlich
werden lassen. Für die einen steht der Zustand von Kirche und
Schule im Vordergrund, andere charakterisieren jede Familie in
der Pfarrei, manche philosophieren über das Weltgeschehen und
die Religion. Moral und christliches Leben in der Gemeinde wird
aber immer thematisiert. Damit ist es nach Meinung der Pfarrer
häufig nicht gut bestellt. Pastor Block aus Bramsche moniert:
"Die so genannten Abendspinnereien am Sonnabend und heiligen
Abenden haben seit einigen Jahren sehr überhand genommen. Hier
spinnt eine ganze Gesellschaft weiblichen Geschlechts für einen
Bekannten bis tief in die Nacht hinein, und gehet denn
gewöhnlich, weil Branntwein in diesem Kreise, den junge
Bauernburschen zu besuchen pflegen, gereicht wird, oft lärmend
auseinander.

Auch die Tanzereien an Sonntagen haben sich seit mehreren Jahren
vermehret, und da blos junge Persohnen, vorzüglich Dienstbothen,
sich dann ohne die mindeste Aufsicht versammlen: so kann
durchaus nichts als Unheil daraus entstehen."

Pastor Möllmann in Börstel hingegen ist zufrieden mit seiner
Gemeinde: "Wenngleich auch hier die Leidenschaften ihr Spiel
treiben, so sind die Bauern doch auch sehr arbeitsam und frugal.
Es wird hier manches Stück Woll-Laken gemacht; es wird mancher
Schweißtropfen in Holland und hier von unsern Leuten vergossen.
Man lebt in Börstel sehr mäßig. Man kennt hier des Sonntags
keine Kirchgänger welche die Wirtshäuser benutzen um alle
Eindrücke des Gotteshauses wieder zu vertilgen."

Aus diesen Zustandsbeschreibungen und den moralisierenden,
theologischen, philosophischen oder ökonomischen Betrachtungen,
die die Pfarrer daran knüpfen, sind vielfältige Informationen
heraus zu filtern. Genau dieses ist mit der Edition der Quelle
beabsichtigt. Die Bearbeiter, Monika Fiegert, im Fachbereich
Erziehungs- und Kulturwissenschaften an der Universität
Osnabrück tätig, und Karl-Heinz Ziessow, Kustos am Museumsdorf
Cloppenburg, bieten mit ihren einführenden Beiträgen Wege zur
Auswertung der Texte an. Darüber hinaus ist es aber auch ihre
Intention, mit dem leichten Zugang in gedruckter Form eine
Einbindung der Quelle in die historische Bildungsarbeit in
Schule und Universität zu ermöglichen. Anschaulicher als durch
diese Zeitzeugenberichte ist die Umbruchszeit um 1800 nicht zu
erfassen.


INFO

Kontakt:
Renate Janßen
Verein für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück e.V.
Schloßstr. 29
49074 Osnabrück
Tel.: 0541/3316214
E-Mail: HistVer.Osnabrueck at nla.niedersachsen.de
URL: www.verein-fuer-geschichte-und-landeskunde-von-osnabrueck.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Aug 23 08:58:59 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 23 Aug 2007 08:58:59 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter Soest, Folge 369, Juli 2007
Message-ID: 46CD4C53020000D600037053@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 23.08.2007, 09:00


SERVICE: TOC

Heimatblätter Soest
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage zum Soester Anzeiger
Folge 369
Juli 2007


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=169



Seiten in Auswahl [AS]


Haarmann, Franz
Faltbootrennen und Fischerstechen gabs bei der Eröffnungsgala
Vor 75 Jahren entstand das Wickeder Strandbad an der Ruhr -
Bei der Möhnekatastrophe im Mai 1943 zerstört

Anon.
Tragende Säule des Kulturlebens
Seit 1981: Heimatfreunde Bad Westernkotten

Beaugrand, Günter
Uhren im Flug der Zeit
Seit fünf Generationen widmet sich die Familie Flüthe in Telgte
der komplizierten Kunst der Uhrmacherei

Kunz, Ulrich
Sie schufen ein Abbild des Himmels
Die Kirche St. Heribert in Hallenberg:
Ein Kulturerbe von hohem Rang im Sauerland

Deisting, Heinrich Josef
Berühmte Werl-Besucher (30)
Weihbischof Hermann genannt Belonensis

Anon.
Gotisches Triumphkreuz weist auf die Mitte des Glaubens
Kunstwerke in der katholischen Pfarrkirche St. Nicolai in
Lippstadt






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Aug 24 09:00:29 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 24 Aug 2007 09:00:29 +0200
Subject: [WestG] [AKT] 170 Ordensleute aus 38 Kloestern treffen sich
in Westfalen, 25./26.08.2007, Lichtenau-Dalheim
Message-ID: 46CE9E2D020000D6000370B0@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 23.08.2007, 14:13


AKTUELL

Deutschlands größter Klostermarkt
170 Ordensleute aus 38 Klöstern treffen sich in Westfalen

Zum größten Klostermarkt Deutschlands lädt das LWL-Landesmuseum
für Klosterkultur am Samstag und Sonntag (25. und 26. August)
nach Lichtenau-Dalheim (Kreis Paderborn) ein. "Mehr als 170
Ordensleute aus 38 europäischen Klöstern kommen in diesem Jahr
zum sechsten Dalheimer Klostermarkt und breiten rund um den
Teich ihr vielfältiges Warenangebot aus", sagte Dr. Wolfgang
Kirsch, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL),
am Donnerstag (23.8.) in Lichtenau-Dalheim. Die angebotenen
Produkte stammten hauptsächlich aus klösterlicher Herstellung,
seien zum Teil noch handgearbeitet, immer aber mit großem
Sachverstand und in außerordentlicher Qualität angefertigt.

Zum Klostermarkt an beiden Tagen zwischen 10 und 18 Uhr gehören
kostenlose Führungen durch das Museum und die Klostergärten rund
um die Uhr , das Konzert "Von Bach zu den Beatles" am Samstag
und eine "Barockwerkstatt" für Kinder. Der LWL erwarte auch in
diesem Jahr wieder mehr als 15.000 Besucher, so Kirsch. "Wir
haben damit eine sehr erfolgreiche Tradition begründet."

Europas größte Klostergärtnerei und ein Ochse am Spieß
Das Angebot umfasst Weine, Klosterkäse und Klosterbrot,
Marmeladen und vollfruchtige Säfte, Wurstwaren und Räucherfisch,
selbstgebrautes Bier und ebenso gebrannte Schnäpse, vielfältige
Tee- und Gewürzmischungen, Kosmetika und Schmuck, Kerzen,
Weihrauch, Spielzeuge, Garten- und Geschenkartikel.

Museumsleiter Prof Dr. Matthias Wemhof: "Gern suchen die
Ordensleute bei dieser Gelegenheit den Kontakt zu den
zahlreichen Marktbesuchern. Ein Gespräch über Gott und die Welt
ist dabei nicht ausgeschlossen." "Alten Bekannte" aus
Deutschland und Tschechien, Klosterbewohner aus Österreich und
Israel treffen sich wieder.

Neu hinzu kommen in diesem Jahr Europas größte Klostergärtnerei
aus Gars am Inn, das berühmte Augustiner Chorherrenstift St.
Florian, die Benediktinerabtei Admont, und das Stift Schlierbach,
de-ren Ordensleute alle aus Österreich anreisen. Die Abtei
Schweiklberg aus Vilshofen an der Donau ist nach einem Jahr
Pause wieder in Dalheim mit Produkten rund um das Thema Honig
vertreten, und die Klosterbetriebe Plankstetten, mit ihren nach
Demeter-Richtlinien hergestellten Warenangebot von Bier, Brot
und Wurst regelmäßig beim Dalheimer Klostermarkt zu Gast, rollen
in diesem Jahr auch mit einer mobilen Ochsenbraterei an.

Barocke Blütezeit im Museum
Das umgebaute LWL-Landesmuseum für Klosterkultur Dalheim zeigt
in seinen neuen Schauräumen zwei Ausstellungen zur klösterlichen
Kulturgeschichte. 25.000 Besucher sahen seit der Wiedereröffnung
im Mai bereits die barocken Kostbarkeiten aus den Schatzkammern
westfälischer Kirchen und Klöster, die in der Sonderausstellung
"Barocke Blütezeit" präsentiert werden. Mit dem ersten Teil
seiner Dauerausstellung widmet sich das Museum der Zeit nach der
Säkularisation 1803 und zeigt, was nach diesem historischen
Einschnitt aus Klöstern wurde: Fabriken, Kasernen, Gefängnisse,
Irrenhäuser oder Gutshöfe.

Die Gartenanlagen des ehemaligen Augustiner Chorherrenstiftes
Dalheim laden während des Klostermarktes zum Innehalten und
Verweilen ein. Neben dem barocken Konventgarten kann der
Besucher in diesem Jahr auch den bisher nicht zugänglichen
Abtsgarten betreten.

Im Inneren des mittelalterlichen Klausurtraktes sind die
"hängenden Gärten Dalheims" zu entdecken: spätgotische und
barocke Pflanzenmotive der Gewölbemalereien in Kreuzgang und
Kirche sind mit einem beweglichen Spiegelsystem bequem "auf die
Erde" zu holen und zu betrachten. Gärten und Museum sind an
beiden Klostermarkttagen geöffnet.

Kostenlose Führungen
Wer den Geheimnissen barocker Klosterschätze auf die Spur kommen
möchte oder wissen will, wie eine historische
Getreidesortiermaschine funktioniert, kann an den kostenlosen
Führungen durch die Ausstellungen teilnehmen. Dort erwarten die
Besucher historische Persönlichkeiten der Dalheimer Geschichte.

Der "Duft der Ferne" lockt auf die Spuren früher Missionare und
Ordensleute, die exotische Pflanzen entdeckten und mit nach
Europa brachten, und die "Gemalten Himmel" auf den Gewölben von
Kreuzgang und Klosterkirche laden zur Betrachtung ein.

Barockwerkstatt und kreative Bibelstunde für junge Besucher
Für Kinder und Jugendliche hält der Klostermarkt ein spezielles
Programm bereit: in der Barockwerkstatt können Blattmasken aus
Gips gegossen, Gartenskulpturen aus Ton gefertigt und hölzerner
Zierrat versilbert werden. Vor den imposanten Scheunen können
die Besucher beim Grünholzdrechseln und bei der
Steinrestaurierung zuschauen. Die Schwestern der Kongregation
der Christlichen Liebe aus Paderborn bieten an beiden
Klostermarkttagen eine kreative Bibelstunde an.

Von Bach zu den Beatles
Zum traditionellen Klostermarktkonzert hat der Dalheimer Sommer
in diesem Jahr den mit vielen Preisen ausgezeichneten
Christophorus-Jugendkammerchor Versmold eingeladen. Das Konzert
gibt einen Eindruck des vielschichtigen Könnens der jungen
Sänger und Sängerinnen und schlägt einen weiten Bogen: Von Bach
bis zu den Beatles.

Service:
- Der Klostermarkt ist am 25. und 26. August 2007
von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
- Der Eintritt beträgt für Erwachsene 3 Euro.
Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt.
- Tickets für das Konzert "Von Bach zu den Beatles"
(25/20/15 Euro) können unter 05292-9319 224 bestellt oder an
der Abendkasse erworben werden.

Info-Hotline: 05292-9319-0

Programm 25. August

- Klostermarkt 10-18 Uhr am Klosterteich
- Kinderprogramm 11-17 Uhr auf der Wiese vor der Kirche
- Kreative Bibelstunde am Stand der Kongregation der Schwestern
der Christlichen Liebe am Teich
- Öffentliche Führungen durch Museum und Gärten 11-16 Uhr
- Festgottesdienst 17 Uhr im Konventgarten
- Konzert mit dem Jugendkammerchor Versmold 19 Uhr im Schafstall
- Essen und Trinken im Ehrenhof vor dem Museumseingang

Programm 26. August

- Klostermarkt 10-18 Uhr am Klosterteich
- Kinderprogramm 11-17 Uhr auf der Wiese vor der Kirche
- Kreative Bibelstunde am Stand der Kongregation der Schwestern
der Christlichen Liebe am Teich
- Öffentliche Führungen durch Museum und Gärten 10-17 Uhr
- Essen und Trinken im Ehrenhof vor dem Museumseingang


INFO

Stiftung Kloster Dalheim
LWL-Landesmuseum für Klosterkultur
Am Kloster 9
33165 Lichtenau
Telefon: 05292 . 9319-0
Telefax: 05292 . 9319-119
Schreibtelefon (für Gehörlose): 0251 . 591-4799
E-Mail: kloster-dalheim at lwl.org
URL: www.kloster-dalheim.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Aug 24 09:06:56 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 24 Aug 2007 09:06:56 +0200
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus
Westfalen-Lippe 22.06.-23.08.2007
Message-ID: 46CE9FB0020000D6000370CC@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Manfred Hartmann"
Datum: 23.08.2007, 10:35


AKTUELL

SERVICE: WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe

In Kooperation mit dem Westfälischen Museumsamt des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe bietet die E-Mailing-Liste
"Westfälische Geschichte" einen weiteren Service an: eine
Zusammenfassung von Museums- und Archiv-Nachrichten des
Westdeutschen Rundfunks, die regelmäßig von Manfred Hartmann
erstellt wird. [MW]

Quelle: http://www.wdr.de/nachrichten/


Nachrichten aus dem Münsterland vom 22.08.2007

Hohe Schäden in Oelde (16:15 Uhr)
Der Sachschaden, den das Hochwasser allein im Stadtgebiet Oelde
angerichtet hat, ist höher als zunächst angenommen. Nach aktuellen
Schätzungen liegt die Schadenshöhe bei mehreren Hunderttausend Euro.
Die Wassermassen haben Teile elektrischer Anlagen im Freibad und im
Kindermuseum zerstört. Das Bad muss die Saison frühzeitig beenden. Wann
das Museum wieder öffnen kann, ist nach Angaben der Stadt noch nicht
abzusehen.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 22.08.2007

Köhler besucht Bibelmuseum (11:45 Uhr)
Bundespräsident Horst Köhler wird bei seinem Besuch in Münster am
kommenden Mittwoch auch das Bibelmuseum der Universität besichtigen.
Hauptpunkt der Bundespräsidenten-Visite in Münster ist eine Führung
durch die Kunstaustellung 'skulptur-projekte'.


Nachrichten aus OWL vom 21.08.2007

Hangar soll Kulturfabrik werden (10:24 Uhr)
Aus dem aufgegebenen Art-Kite-Museum in Detmold soll eine Kulturfabrik
werden. Die Landesregierung hat das Konzept für den ehemaligen
Hubschrauber-Hangar positiv aufgenommen. Falls der Rat im September
zustimmen würde, bräuchte Detmold nicht fünf Mio. Euro an das Land
zurück zu zahlen, mit denen das Kunstdrachen-Museum bezuschusst
worden war.



Nachrichten aus Südwestfalen vom 21.08.2007

10.000 Besucher bei Polke-Ausstellung (08:16 Uhr)
Mehr als 10.000 Besucher haben bisher die Ausstellung von Sigmar Polke
im Siegener Museum für Gegenwartskunst gesehen. Man spüre deutlich die
hohe Verbundenheit der Siegerländer mit dem Rubenspreis, so
Museumsleiterin Eva Schmidt. Die Ausstellung des Rubenspreisträgers
Polke dauert noch bis zum 16. September.



Nachrichten aus dem Münsterland vom 20.08.2007

3.600 Besucher bei "Luxus und Dekadenz" (14:22 Uhr)
Nach dem ersten Wochenende haben die Macher der Ausstellung "Luxus und
Dekadenz" in Haltern eine positive Bilanz gezogen. Bereits in den
ersten Tagen seien über 3.600 Besucher gekommen, um sich die Exponate
über das römische Leben am Golf von Neapel anzuschauen. Die
Ausstellung ist noch bis Ende November im Römermuseum in Haltern zu
sehen.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 18.08.2007

Historische Drahtesel und weitere Veranstaltungstipps (12:19 Uhr)
Hoch-Räder und andere historische Drahtesel zeigt das Westfälische
Freilichtmuseum an diesem Wochenende in Hagen. Auf der so genannten
"Velo-ci-pediade" liefern sich die Hochrad-Fahrer ein Rennen, natürlich
in passender Kleidung aus dem 19ten Jahrhundert. Dazu gibt es
live-Musik und einen Fahrad-Teilemarkt. - Der "Klassik-Sommer Hamm 2007"
beginnt am Samstag mit Dvorák und Rachmaninow. Pianist Martin Stadtfeld
machte sich einen Namen mit eigenwilligen, umstrittenen
Interpretationen von Bach. Zusammen mit der Nordwestdeutsche
Philharmonie eröffnet er den Klassik-Sommer in der Alfred-Fisher Halle
in Hamm, am Samstag um 19 Uhr. - Einen eigenwilligen Geschmack hat
Dracula, Fürst der Vampire, den es aus Trans-Sylvanien nach London
zieht. Die Naturbühne Dortmund Hohensyburg inszeniert das Stück als
düstere Liebesgeschichte, nichts für Kinder - sondern erst ab 14
Jahren, am Samstag um 21 Uhr, weitere Vorstellungen an den kommenden
Wochenenden.

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 17.08.2007

Bochum: Geschichte polnischer Zuwanderer (11:16 Uhr)
Mit der Geschichte polnischer Zuwanderer im Ruhrgebiet beschäftigt sich
die Ausstellung "Westfalczycy", die der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) am Abend im Industriemuseum Zeche Hannover in
Bochum eröffnen wird. Die Schau schlägt den Bogen von der Zuwanderung
von Zechenarbeitern vor mehr als 100 Jahren bis zur gegenwärtigen
polnischen Kultur an der Ruhr. Mehr als 120 Objekte, Hör- und
Videostationen zeichnen unter anderem die Lebensgeschichten der
Zugewanderten nach. Die Ausstellung ist bis zum 28. Oktober zu sehen.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 17.08.2007

Vor 100 Jahren: Kirchenbrand in Olpe (14:49 Uhr)
Heute vor 100 Jahren ist in Olpe die damalige Pfarrkirche abgebrannt.
Sie ging in der Nacht zum 17. August 1907 in Flammen auf. Wie alte
Gerichtsakten aus dem Stadtarchiv Olpe belegen, handelte es sich damals
um Brandstiftung. Zu den mutmaßlichen Hintermännern gehörten unter
anderem ein Bauunternehmer, ein Architekt und ein Olper Pfarrer. Sie
ließen wahrscheinlich Feuer in der alten Pfarrkirche legen, weil sie
unter Denkmalschutz stand. Auf ihren Trümmern baute man später die
größere St. Martinuskirche, die bis heute das Stadtbild in Olpe
dominiert. Die Hintergründe des Verbrechens wurden nie vollständig
aufgeklärt



Nachrichten aus Südwestfalen vom 14.08.2007

Sauerland-Städte für Leader-Millionen (13:00 Uhr)
Bestwig, Eslohe, Meschede und Schmallenberg bewerben sich gemeinsam für
das *Leader-Programm“ in NRW. Gemeinsam wollen sie verschiedene
Projekte anstoßen - zum Beispiel den Bau von Radwegen oder den Verbund
von Museen. Sollten die vier Städte in das Programm aufgenommen werden,
könnten bis zu 1,6 Millionen Euro an Fördermitteln aus der EU fließen.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 13.08.2007

Rekord für Picasso-Museum (11:35 Uhr)
Das münsterische Picasso-Museum blickt auf die erfolgreichste
Sonderausstellung seiner siebenjährigen Geschichte zurück. Die
Picasso-Werkschau mit Leihgaben aus dem südfranzösischen Antibes, die
am Sonntagabend zu Ende ging, lockte 87.173 Kunstliebhaber an. Damit
kamen in den vergangenen vier Monaten mehr Besucher in das Museum als
sonst in einem ganzen Jahr. Die Ausstellung ist als nächstes in Kanada
zu sehen. Erst im kommenden Jahr kehren die 120 Werke nach der
Renovierung des Museums in Antibes an ihren Ursprungsort zurück.

Nachrichten aus OWL vom 11.08.2007

Osmanische Kunst in Schloß Brake (18:35 Uhr)
Das Weserrenaissance-Museum Schloß Brake in Lemgo präsentiert Kunst aus
dem Osmanischen Reich. Ab Sonntag werden unter anderem Keramiken und
Holzarbeiten aus mehreren Jahrhunderten gezeigt. Die Ausstellung ist
Teil eines Veranstaltungsprogramms, das kulturelle Zeugnisse von Orient
und Okzident vergleicht.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 11.08.2007

Info-Kampagne über Lungenkrebs in Dortmund (12:19 Uhr)
Die bundesweite Informationskampagne *Der zweite Atem - Leben mit
Lungenkrebs“ macht am Samstag Station in Dortmund. Im Museum für
Kunst und Kulturgeschichte stellen Ärzte neue Untersuchungs- und
Therapieverfahren vor. Betroffene und Angehörige schildern ihre
Erfahrungen im Umgang mit der Krankheit. Schirmherr und Moderator der
Veranstaltung ist der Sportjournalist Dieter Kürten. Lungenkrebs zählt
zu den häufigsten Tumorerkrankungen.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 11.08.2007

Wendener Hütte erweitert (11:55 Uhr)
Mit einem historischen Schmiede- und Handwerkermarkt wird am Sonntag
ein neues Museumsgebäude auf dem Gelände der Wendener Hütte eröffnet.
Eine Dauerausstellung zeigt dort künftig die Geschichte der Schmiede-
und Verhüttungskunst und informiert über die Entstehung des technischen
Kulturdenkmals. Bis Oktober ist zudem handgeschmiedete moderne
Metallkunst von Harald Buchrucker zu sehen, der in der Mitte des vorigen
Jahrhunderts zahlreiche Alltagsgegenstände in Kleinserien hergestellt
hat. Die Wendener Hütte ist die älteste noch erhaltenene
Holzkohle-Hochofenanlage im deutschsprachigen Raum.



Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 11.07.2007

Rat Hamm spricht OB Vertrauen aus (06:20 Uhr)
Der Rat der Stadt Hamm hat Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann
das Vertrauen ausgesprochen. Das ist das Ergebnis einer Sondersitzung.
Sie war einberufen worden, um das Verfahren zu prüfen, mit dem der
Stadtarchivar ausgewählt worden war. Dabei hatte sich der Fröndenberger
CDU-Politiker Dirk Sodenkamp gegen besser qualifizierte Bewerber
durchgesetzt. Die Oppsotion aus SPD und Grünen warf Hunsteger-Petermann
deshalb vor, nach Parteibuch entschieden zu haben.




Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 10.07.2007

Ratssitzung zum "Fall Sodenkamp" (16:27 Uhr)
Der Rat in Hamm befasst sich in einer Sondersitzung mit dem Fall Dirk
Sodenkamp. Die Opposition aus SPD und Grünen will klären, wie sich der
Fröndenberger CDU-Politiker bei der Bewerbung als Stadtarchivar in Hamm
gegen 60 besser qualifizierte Mitbewerber durchsetzen konnte. Als
Vorsitzender der Jungen Union Ruhrgebiet und als Chef der CDU-Fraktion
in Fröndenberg war Sodenkamp bereits zurückgetreten. Jetzt legte er auch
sein Ratsmandat nieder. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass er
sein Magisterzeugnis für die Bewerbung zum Stadtarchivar gefälscht
hatte. Jetzt muss sich Hamms Oberbürgermeister Thomas
Hunsteger-Petermann gegen die Vorwürfe wehren, dass das CDU-Parteibuch
bei der Auswahl Sodenkamps entscheidend gewesen sei. Vorab erklärte der
OB bereits, dass sich die Verwaltung für den besten Kandidaten
entschieden habe. Von der Fälschung habe niemand wissen können. SPD und
Grünen geht es um Grundsätzliches: Sie fordern, dass politische Gremien
künftig bei der Vergabe städtischer Ämter eingebunden werden.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 10.08.2007

Rekordansturm auf Picasso (10:44 Uhr)
Das Graphikmuseum Pablo Picasso in Münster feiert einen neuen
Besucherrekord. Zu der am Sonntag endenden Ausstellung mit rund 120
Werken aus dem Picasso-Museum im französischen Antibes kamen mehr als
80.000 Besucher. Als Grund für den Ansturm wird auch das schlechte
Sommerwetter genannt.


Nachrichten aus dem Bergischen Land vom 08.08.2007

Haus Martfeld wieder geöffnet (09:20 Uhr)
Das Museum Haus Martfeld in Schwelm wird heute (08.08.07) wieder für
die Öffentlichkeit geöffnet. Nach Mitteilung der Stadtverwaltung sind
die Renovierungsarbeiten abgeschlossen. In Haus Martfeld sind das
regionalgeschichtliche Museum und das Stadtarchiv untergebracht.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 08.08.2007

Spitzengespräch im Islamarchiv (13:30 Uhr)
In Soest beraten heute die Spitzen des Islamarchivs und der
Türkisch-Islamischen Union über die weitere Zusammenarbeit. Im
Vorfeld hatten sich die Organisationen gegenseitig beschuldigt, bei der
Zahl der Übertritte zum Islam mit falschen Zahlen zu arbeiten. Die
Türkisch-Islamische Union ist der Dachverband von rund 900
türkisch-islamischen Vereinen in Deutschland und wird nach Ansicht
von Islam-Wissenschaftlern teilweise von der türkischen Regierung
finanziert.

Nachrichten aus OWL vom 06.08.2007

Dalheimer Sommer eröffnet (08:34 Uhr)
Mit der Musikkomödie *Der Bürger als Edelmann“ wurde am Sonntagabend
der 11. Dalheimer Sommer eröffnet. Das Festival im Klostermuseum
Dalheim bei Lichtenau bietet bis Anfang September 15 Konzerte und
Theateraufführungen. Auf dem Programm stehen u.a. Werke von Georg
Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach.


Die Herrschaften von Asseln" startet (18:27 Uhr)
Im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte ist die Ausstellung
"Die Herrschaften von Asseln" gestartet. Gezeigt werden
Ausgrabungsfunde eines Gräberfeldes des 6. und 7. Jahrhundert am
Hellweg. Mit reichen Beigaben wurden dort der damalige Herr von Asseln
samt Frau sowie Verwandte und Gefolgsleute bestattet. Ihre beiden Gräber
wurden für die Schau rekonstruiert. Die Funde geben Aufschluss über die
Zeit vor der gewaltsamen Christianisierung. Die Ausstellung läuft bis
zum 28. Oktober.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 05.07.2007

Uni wartet ab (07:35 Uhr)
Die Universität Münster wartet im Fall Sodenkamp zunächst die
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ab. Der ehemalige Vorsitzende der
Jungen Union Ruhr, Dirk Sodenkamp, soll ein Magisterzeugnis der Uni
Münster gefälscht haben, um Leiter des Stadtarchivs Hamm zu werden



Radionachrichten vom 02.07.2007

CDU-Nachwuchspolitiker soll Magister-Zeugnis gefälscht haben (15:50
Uhr)
Der frühere Vorsitzende der Jungen Union im Ruhrgebiet soll sein
Magister-Zeugnis gefälscht haben.

Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt gegen Dirk Sodenkamp wegen
Anstellungsbetruges und Urkundenfälschung. Die Behörde stützt sich auf
ein Interview Sodenkamps mit dem "Westfälischen Anzeiger" aus Hamm.
Darin hatte er die Fälschung eingeräumt, mit der er Leiter des
Stadtarchivs Hamm werden wollte.

Sodenkamp ist in Frödenberg im Kreis Unna CDU-Vorsitzender und
Fraktionschef. Am Samstag war er von seinem Posten als
Bezirksvorsitzender Ruhr zurückgetreten.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 30.06.2007

Strafantrag gegen CDU-Politiker (13:13 Uhr)
Die Fröndenberger CDU will Montagabend über einen Nachfolger für ihren
Vorsitzenden Dirk Sodenkamp beraten. Sodenkamp will alle Ämter
niederlegen. Der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, der Ratsfraktion
und der jungen Union Ruhrgebiet hat zugegeben, seine Magisterurkunde in
Geschichte gefälscht zu haben. Der 31-jährige Sodenkamp war in Hamm als
Stadtarchivar berufen worden und hatte sich gegen rund 60 Bewerber
durchgesetzt. Die Stadt Hamm hat Strafantrag gestellt.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 03.08.2007

Weniger Beschwerden (11:33 Uhr)
Im Regierungsbezirk Münster hat es im vergangenen Jahr deutlich weniger
Streit um die Vergabe von öffentlichen Aufträgen gegeben als in den
Vorjahren. Nur in 19 Fällen mußte die Vergabekammer der
Bezirksregierung im vergangenen Jahr prüfen, ob Gemeinden oder Kreise
bei der Ausschreibung gegen Gesetze verstoßen haben. Für dieses Jahr
zeichnen sich allerdings wieder ein Anstieg ab: Bis Ende Mai sind
bereits 15 Beschwerden eingegangen. Dabei geht es unter anderem um die
Ausschreibung zur Sanierung des Landesmuseums in Münster.


Nachrichten aus OWL vom 02.08.2007

Werbung für NRW-Tag (10:35 Uhr)
In Paderborn läuft die Werbung für den ersten regionalen NRW-Tag an.
Rechtzeitig zum Liborifest ist eine 60-seitige Broschüre erschienen, die
das Programm für die Großveranstaltung Ende August zusammenfasst. U.a.
sind Konzerte von Sasha und der Nordwestdeutschen Philharmonie geplant,
ein Lange Nacht der Museen und eine EinsLive-Party. Zum NRW-Tag werden
am 25. und 26. August mehr als 300.000 Besucher in Paderborn erwartet.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 02.08.2007

Kunstsommer zog Zwischenbilanz (10:57 Uhr)
ig zuende. Ursprünglich sollte sie bis zum Wochenende zu sehen sein.
Grund sind Logistikprobleme des Spediteurs. Die Exponate müssen
rechtzeitig wieder nach Paris.



Nachrichten aus OWL vom 24.07.2007

Detmold: Zehntscheune wird renoviert (18:38 Uhr)
Das Lippische Landesmuseum in Detmold wird umgebaut und modernisiert.
Für die Sonderausstellung zum 2000ten Jubläum der Varuschlacht soll
eine alte Scheune zusätzliche Ausstellungsfläche bieten. Bis 2009
werden eine neue Klima- und Elektroanlage sowie ein Aufzug für
Behinderte eingebaut. Der Umbau der Scheune und eines weiteren Gebäudes
kostet insgesamt 2,8 Millionen Euro. Den Großteil der Kosten tragen der
Landesverband Lippe und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 24.07.2007

Ruhrgebiet: Förderung der Innenstädte (17:57 Uhr)
Die Stadt Essen bietet im Rahmen der landesweiten Offensive "Ab in die
Mitte" sogenannte "Lebens(T)räume". Die Ruhrmetropole ist eine von
insgesamt 24 Städten, die das Land dabei finanziell unterstützt, ihre
Innenstädte attraktiver zu gestalten. Die Volkshochschule, Museen, der
Einzelhandel und 35 Initiativen und Vereine gestalten die
"Lebens(T)räume" mit. Im Vordergrund steht dabei, Jung und Alt
zusammenzubringen, ob bei einem Überraschungsdinner oder bei
Diskussionsrunden über generationsübergreifendes Wohnen. Das Projekt "O
auf 100", das die Essener Stadtmarketing-Gesellschaft gemeinsam mit dem
Kulturbüro entwickelt hat, startet Anfang September. An dem landesweiten
Ideenwettbewerb "Ab in die Mitte" hatten insgesamt 63 Städte
teilgenommen. Auch Witten, Gelsenkirchen und Mülheim konnten die Jury
mit guten Konzepten überzeugen.



Nachrichten aus Südwestfalen vom 19.07.2007

Geld für Südsauerlandmuseum (13:04 Uhr)
Für den Umbau des Südsauerlandmuseums in Attendorn stellt der
Landschaftsverband 590.000 Euro bereit. LWL-Direktor Kirsch übergibt
heute den Bewilligungsbescheid an den Olper Landrat Beckehoff und
Attendorns Bürgermeister Stumpf. Von dem Geld soll das Museum
behindertengerecht ausgebaut werden. Landrat Beckehoff sagte, damit
werde das Museum wieder attraktiv für Besucher. Die Besucherzahlen waren
in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen.

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 19.07.2007

Ruhrgebiet: "Mapping the Region" (11:25 Uhr)
Fast 20 Museen in 14 Städten des Ruhrgebiets planen zum Jahr der
Kulturhauptstadt Europas 2010 mehrere gemeinsame Großprojekte. Im
Mittelpunkt sollen eine gemeinsame Präsentation der Kunst-Sammlungen
zwischen Duisburg und Unna sowie die dezentrale Ausstellung "Mapping the
Region" stehen. Dies meldet die Deutschen Presse-Agentur. Allein für das
"Mapping"-Projekt seien mehr als sieben Millionen Euro veranschlagt


Nachrichten aus OWL vom 14.07.2007

Besucherandrang im MARTa Herford (11:38 Uhr)
Die neue Ausstellung im Kunst- und Designmuseum MARTA in Herford
entwickelt sich zum Besuchermagnet: Seit Anfang Juni kamen bereits mehr
als 10.000 Besucher, um die Schau "MARTA schweigt" zu sehen, berichtete
ein Sprecher. Die Ausstellung zeigt Kunstwerke von Joseph Beuys, Richard
Long und anderen namhaften zeitgenössischen Künstlern. Sie läuft noch
bis zum 7. Oktober.

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 13.07.2007

Marl: 25 Jahre - 25 Werke im Glaskasten (09:56 Uhr)
Das Skulpturenmuseum Glaskasten in Marl feiert sein 25-jähriges
Bestehen mit der Sonderschau "25 Jahre - 25 Werke". Für jedes Jahr des
Bestehens wird ein in dem jeweiligen Jahr angeschafftes Kunstwerk
gezeigt. Es sind berühmte Namen, die in Marl gesammelt wurden. Yves
Klein, Henri Matisse, Alberto Giacometti, Gerd Uecker oder Isa Genzken,
die in diesem Jahr auf der Biennale in Venedig Deutschland vertritt. Mit
großer Sorgfalt wurden wichtige Anschaffungen aus dem Museumsdepot
wieder ausgepackt. Für Laien und Kunstkenner ist die am Sonntag
beginnende Sonderschau eine Entdeckungsreise. Eine feuerspeiende sich
drehende Skulptur ist ebenso dabei, wie die vom Publikum beliebte
himmelblaue Venus bleu von Yves Klein. Eigentlich platzt das Depot des
Museums aus allen Nähten. Der Erweiterungsanbau liegt als Plan in den
Schubladen, doch es fehlt das Geld.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 11.07.2007

Picasso-Museum auch montags geöffnet (11:56 Uhr)
Wegen des großen Besucherandrangs ist die Antibes-Ausstellung im
Picassomuseum Münster zur Zeit auch montags geöffnet. Bereits 55 000
Kunstinteressierte haben die Ausstellung aus dem südfranzösischen
Château Grimaldi seit der Eröffnung vor drei Monaten besucht. Trotz
der großen Nachfrage ist eine Verlängerung der Schau nicht möglich, die
Werke gehen direkt im Anschluss nach Kanada. Das Graphikmuseum Pablo
Picasso Münster wird nach Ende der Antibes-Schau renovieren und daher
für rund vier Wochen komplett geschlossen haben.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 10.07.2007

100.000 Besucher in Rock- und Popmuseum (06:27 Uhr)
Das Rock- und Popmuseum in Gronau hat seinen 100.000 Besucher begrüßt.
Das Museum, das vor drei Jahren von Rockröhre Udo Lindenberg gegründet
wurde, präsentiert Sound und Information über etliche Größen der Musik
im 20. Jahrhundert - darunter sind Marlene Dietrich und Jimi Hendrix.


Nachrichten aus OWL vom 07.07.2007

Bezirksregierung mahnt Kulturkonzept an (11:21 Uhr)
Die Bezirksregierung in Detmold will bis Ende des Jahres entscheiden,
ob die Stadt Detmold Zuschüsse für das ehemalige Art-Kite-Museum
zurückzahlen muss. Detmold sucht seit der Schließung des
Drachenmuseums vor zwei Jahren nach einer neuen Nutzung. Wenn die Stadt
keine zufriedenstellende Konzeption vorlegt, muss sie rund fünf
Millionen Euro an die Landeskasse zurück zahlen.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 06.07.2007

Eiszeit-Ausstellung bricht Besucherrekorde (14:36 Uhr)
Die Ausstellung *Tiere der Eiszeit“ im Sauerland-Museum in Arnsberg
hat sich zu einem Besuchermagneten entwickelt. Genau zwei Monate nach
der Eröffnung haben sie bereits 11.000 Menschen gesehen. Der Leiter des
Museums rechnet damit, dass es bis Ende Oktober noch einmal mehr als
doppelt so viele sein werden. Wegen des großen Erfolges plant das
Sauerland-Museum in zwei Jahren eine Ausstellung zu Dinosauriern.

Nachrichten aus OWL vom 30.06.2007

Käufer für Klinik-Gelände gesucht (11:23 Uhr)
Ein dreiviertel Jahr vor der Eröffnung des neuen Mindener Großklinikums
hat die Suche nach einem Investor für das alte Krankenhaus-Areal
begonnen. Die Mühlenkreiskliniken hoffen, einen Interessenten für das
gesamte Gelände des Klinikums 1 zu finden. Für den zweiten Mindener
Krankenhaus-Standort ist die Nutzung bereits geklärt. Dort sollen unter
anderem das Kommunalarchiv und eine Weiterbildungseinrichtung einziehen.




Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 29.06.2007

Dortmund erhält Schacharchiv (08:28 Uhr)
Dortmund erhält ein Schacharchiv. Es soll zum Stadtarchiv gehören.
Kernstück werden die Dortmunder Schachtage, die es seit 1973 gibt,
erklärte deren Veranstaltungsleiter Gerd Kolbe. Gesammelt werden
Dokumente, Fotografien, Zeichnungen, Bücher, Turnier-Bulletins und Filme
rund um den Schachsport in Dortmund. Vieles gäbe es bereits, sagte
Kolbe, der das Schacharchiv aufbauen wird.


Jawort am 7.7. (11:35 Uhr)
Die Standesbeamten in Münster haben einen arbeitsreichen Samstag vor
sich. Allein in Münster lassen sich am 7.7.07 30 Paare trauen, entweder
im Lotharinger Kloster oder im Freilichtmuseum Mühlenhof. Um sich einen
der begehrten Termine zu sichern, hatten die ersten Paare Anfang Januar
bereits frühmorgens beim Standesamt angestanden.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 29.06.2007

Multimediaguide erklärt Kunst (16:51 Uhr)
Ein Multimediaguide für die Skulptur-Projekte ist am Freitag in Münster
vorgestellt worden. Der Kleincomputer wird an einem Band um den Hals
getragen, die Bedienungsanleitung ist integriert. Dem Besucher bietet
der Guide vielfältige Hintergrundinformationen zu den einzelnen
Skulpturen. Interessierte können den Multimediaguide gegen eine Gebühr
von 7,50 Euro im goldenen Pavillon vor dem LWL-Landesmuseum ausleihen.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 29.06.2007

Nacht der 1.000 Lichter fällt aus (13:21 Uhr)
Die für den Abend geplante *Nacht der 1.000 Lichter“ in der Siegener
Oberstadt wird aufgrund des schlechten Wetters auf den 11. August
verschoben. Dann wird bei abgedunkelter Straßenbeleuchtung ein Band von
Kerzen und Fackeln die Oberstadt durchziehen. Die Geschäfte bleiben
heute aber trotzdem wie geplant bis 22 Uhr geöffnet. Außerdem gibt es im
Museum für Gegenwartskunst und im Siegerlandmuseum bis Mitternacht
Führungen.


Haltern: Museum schließt für sechs Wochen (12:50 Uhr)
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe schließt am Montag (02.07.) für
sechs Wochen sein Römermuseum in Haltern. In der Zeit soll die neue
Ausstellung mit dem Titel "Luxus und Dekadenz" vorbereitet werden, die
Mitte August startet. Sie wird sich mit dem römischen Leben am Golf von
Neapel vor 2000 Jahren beschäftigen. Wandmalereien, Goldschmuck und
Marmorskulpturen sollen zeigen, wie anspruchsvolle Römer ihren Reichtum
in Szene setzten.



Nachrichten aus Südwestfalen vom 27.06.2007

Archivrecherche auch im Internet möglich (09:15 Uhr)
Die Recherche in Archiven des Kreises Siegen-Wittgenstein ist jetzt
auch im Internet möglich. So können Privatleute vom heimischen Computer
aus verschiedene Dokumente, beispielsweise zur Geschichte des Altkreises
Wittgenstein, einsehen. Aus Siegen-Wittgenstein beteiligen sich fast
alle Kommunalarchive des Kirchenkreises an dem Projekt des Landesarchivs
NRW.
((www.archive.nrw.de))



Nachrichten aus dem Münsterland vom 27.06.2007

Versteinerte Schätze Westfalens (11:07 Uhr)
Die drei weltweit größten Ammoniten werden noch bis zum 21. Oktober im
münsterschen Naturkundemuseum zu sehen sein. Die Ausstellung
"Versteinerte Schätze Westfalens" ist jetzt wegen des großen Interesses
verlängert worden. Bislang haben 91.000 Besucher die Fossilienschau
gesehen.


Radionachrichten vom 24.06.2007

Sigmar Polke erhält Rubens-Preis der Stadt Siegen (20:44 Uhr)
Der Maler Sigmar Polke ist mit dem Rubens-Preis der Stadt Siegen
ausgezeichnet worden.

Alle fünf Jahre bekommt ein europäischer Maler oder Zeichner den Preis
für sein Lebenswerk. Der 1941 in Schlesien geborene Polke wird außerdem
bis Mitte September mit einer Ausstellung im Siegener Museum für
Gegenwartskunst gewürdigt. In seinen Werken hat er immer wieder Motive
der deutschen Kunst- und Kulturgeschichte zitiert, als Stilmittel
benutzt Polke häufig Rasterpunkte wie bei reproduzierten Fotos.

Der Rubens-Preis ist benannt nach dem Barockmaler Peter Paul Rubens,
der 1577 in Siegen geboren wurde.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 25.06.2007

Fotograf Bernd Becher gestorben (18:52 Uhr)
Der international bekannte Fotokünstler Bernd Becher ist tot.

Er starb im Alter von 75 Jahren in Rostock. Der aus Siegen stammende
Bernd Becher gehörte zu den herausragenden Industriefotografen der
Gegenwart.

Für den Beitrag, den er mit seiner Frau Hilla zur Kunstbiennale in
Venedig 1990 beisteuerte, wurde das Ehepaar mit dem Goldenen Löwen
ausgezeichnet.

Mit ihren Bildern schufen Bernd und Hilla Becher eine über Jahrzehnte
reichende Dokumentation der Entwicklung von Industriebauten in Europa
und den USA. An der Kunstakademie in Düsseldorf vermittelten sie ihren
Schülern einen sachlich-nüchtern-distanzierten Stil der
Industrie-Fotografie.

Sammlungen der Bilder des Ehepaars finden sich unter anderem in der
Tate Gallery in London und dem Museum of Modern Art in New York.
Vertreter der so genannten "Becher-Schule" gehören heute zu den weltweit
renommiertesten Fotokünstlern.


INFO

LWL-Museumsamt für Westfalen
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Schwelingstr. 5
48133 Münster
Tel.: 0251-591-3296
Fax: 0251-591-3335
E-Mail: manfred.hartmann at lwl.org
URL: www.service-fuer-museen.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Aug 24 09:12:20 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 24 Aug 2007 09:12:20 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Harald Buchrucker und seine Metallwerkstatt
(1931-1985), 12.08.-31.10.2007, Wenden
Message-ID: 46CEA0F4020000D6000370D0@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Manfred Hartmann"
Datum: 23.08.2007, 10:46


AUSSTELLUNG

Am Sonntag, 12. August 2007, wurde im neuen Museumsgebäude des
Museums und Technischen Kulturdenkmals Wendener Hütte die
Ausstellung

"Harald Buchrucker und seine Metallwerkstatt (1931-1985).
Metallkunst der Moderne - handgeschmiedet - aus der Sammlung
Wermert-Stascheit"

eröffnet. Sie zeigt bis zum 31. Oktober über 300 Exponate der
Werkstatt von Harald Buchrucker, die 1931 in Ludwigsburg in
Baden-Württemberg gegründet wurde und bis 1985 bestand. Die
Ausstellung konzentriert sich dabei auf die ersten 20 Jahre
dieser bekannten und erfolgreichen kunsthandwerklichen
Werkstätte.

Im Januar 1931 gründete der frühere Berufsoffizier Harald
Buchrucker (geb. Elberfeld 1897 - gest. Rüfenacht/Schweiz 1985) mit
Unterstützung seines Freundes, des Künstlers Wilhelm Blutbacher
(Stuttgarter Sezession), in Ludwigsburg eine "Werkstatt für
kunstgewerbliche Metallarbeit", die "Schwäbische Zinn- und
Silberschmiede" (seit 1954 "Harald Buchrucker"). Bereits zwei
Monate später war sie mit einer Musterkollektion auf der
Leipziger Messe vertreten - seit Herbst des Jahres 1931 auf den
renommierten Grassimessen. Binnen weniger Jahre gelang es der
Werkstatt mit ihren "handgeschmiedeten", d.h. in der
Silberschmiedetechnik hergestellten Produkten aus überwiegend
Zinn, sich einen festen Platz unter den künstlerisch
richtungsweisenden Manufakturen in Deutschland zu sichern.

Hierzu trug vor allem die Entwurfstätigkeit des Malers
Blutbacher bei, aber auch die hochwertige Ausführung der
Arbeiten durch qualifizierte Mitarbeiter wie die
Werkstattmeister, die (Meister-)Schüler des berühmten Paul
Haustein an der Kunstgewerbeschule in Stuttgart gewesen waren.
Produziert wurde sachlich-funktionales Tafel- und Sakralgerät,
das sich an den modernen und schmucklosen Formen orientierte,
die der Werkbund in den 20er und 30er Jahren propagiert hatte -
formschönes Kunsthandwerk auf hohem Niveau. Die Werkstatt gewann
früh mehrere Preise, so u.a. einen "Grand Prix" und eine
"Ehrenurkunde" auf der Weltausstellung in Paris 1937 und eine
"Medaille" auf der Ersten Internationalen Handwerksausstellung
in Berlin 1938, und damit internationale künstlerische
Anerkennung.

Heute sind Arbeiten der Werkstatt in vielen privaten und
öffentlichen Designsammlungen zu finden. Die Kenntnis des
Gesamtsortiments der Werkstatt Buchrucker läßt mittlerweile eine
seriöse Beurteilung ihres zeitgenössischen künstlerischen
Stellenwerts zu, der auf Grundlage der Sichtung des
Werkstattarchivs als durchaus bedeutend eingeschätzt werden
kann.


INFO

LWL-Museumsamt für Westfalen
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Schwelingstr. 5
48133 Münster
Tel.: 0251-591-3296
Fax: 0251-591-3335
e-mail: manfred.hartmann at lwl.org
Internet: www.service-fuer-museen.de

Zur Ausstellung erscheint ein kleiner Katalog.
Bezug:
Museumsverein Wendener Hütte e.V.
Kreishaus
Westfälische Straße 75
57462 Olpe
Tel.: 02761/81401
E-Mail: m_loecken at kreis-olpe.de

Museum Wendener Hütte
Hochofenstraße 6
57482 Wenden

Geöffnet:
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 15.00 bis 18.00 Uhr
und nach Vereinbarung





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Aug 24 12:29:07 2007
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 24 Aug 2007 12:29:07 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag_ Geschichte der Wickmann-Werke, 27.08.2007
Message-ID: 46CECF13.84E3.00E5.0@lwl.org>

Von: "Universitätsstadt Witten"
Datum: 24.08.2007


AKTUELL

Archivforum: Geschichte der Wickmann-Werke wird erforscht
Eintritt zur Veranstaltung am Montag ist frei

Witten. Gut 75 Jahre lang war Wickmann in Annen ansässig, bis das Werk im Jahr 2006 geschlossen wurde. Mit der Situation des Unternehmens während der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt sich am kommenden Montag (27.8.) ab 19 Uhr das 13. Wittener Archivforum.

Dr. Martina Kliner-Fruck, Historikerin und Leiterin des Stadtarchivs Witten, lädt zu diesem kostenfreien Vortrags- und Diskussionsabend alle interessierten Wittenerinnen und Wittener herzlich ins IG-Metall-Gewerkschaftshaus an der Hans-Böckler-Straße 12 ein. Referent ist Ralph Klein, der zurzeit zur Geschichte der NS-Zwangsarbeit in Witten forscht. Darum wird es auch keine abschließende Darstellung geben, sondern den Einblick in laufende Forschungen öffnen.

Die Wickmann-Werke haben sich im Verlauf ihrer Unternehmensgeschichte vom kleinen, handwerklich organisierten Familienbetrieb, der elektrische Sicherungen für die fortschreitende Elektrifizierung der Haushalte herstellte, zu einem multinational operierenden Konzern und Marktführer der Branche entwickelt. Im Nationalsozialismus nutzten Inhaber die ?Gunst der Stunde? und disziplinierten ihre Belegschaft mit einer Mischung aus Terror und Sozialleistungen. Die Wickmann-.Werke waren außerdem äußerst erfolgreich in der Konkurrenz um die knappen Arbeitskräfte. Auch dank Hunderter Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter arbeitete das Werk in diesen Jahren profitabler denn je und verschaffte sich dadurch eine so gute Ausgangsposition für noch mehr Wachstum in der Nachkriegszeit.

Dr. Martina Kliner-Fruck: ?Auf die Besucherinnen und Besucher warten am 27. August außer interessanten Sachinformationen auch eine Gruppe ehemaliger Zwangsarbeiter aus Wittens Partnerstadt Tczew. Diese Männer und Frauen mussten während des Zweiten Weltkriegs zwar nicht für die Wickmann-Werke, aber für andere Unternehmen in Deutschland Zwangsarbeit leisten. Die anschließende Diskussion lässt daher viel Spannung erwarten.?
(jk - 24/08/07)


INFO

Stadt Witten - Postfach 22 80 - 58449 Witten - Referat für Öffenlichkeitsarbeit und Kommunikation - Pressestelle
Kontakt / Impressum - Email: presse at witten.de











From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Aug 27 08:18:58 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 27 Aug 2007 08:18:58 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Film: "Kanalkroepper", 28.08.2007, Waltrop
Message-ID: 46D288F2020000D6000371D1@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 24.08.07 12:37
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Film: "Kanalkröpper"
Dienstag, 28. August 2007, 19.30 Uhr

Wie war das Leben am Rhein-Herne-Kanal vor 70 Jahren? Was hat
sich gegenüber heute verändert? Über diese Fragen gibt ein
Filmabend Aufschluss, zu dem der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) am Dienstag in sein Industriemuseum
Schiffshebewerk Henrichenburg einlädt.

Der Rhein-Herne-Kanal wurde 1914 eröffnet und entwickelte sich
im Zuge der aufblühenden Montanindustrie schnell zu einem der
verkehrsreichsten Kanäle Deutschlands. Ebenso schnell entdeckten
die Anwohner seinen Freizeitwert. Ein unter Jugendlichen schon
seit Generationen beliebter (und von der Wasserschutzpolizei
geahndeter) Sport ist das Entern der vorbeifahrenden Lastkähne
und das Springen von den Brücken. "Kanalkröpper" nannten sich in
den 1930er und 40er Jahren die Jugendlichen, die so ihre
Freizeit verbrachten - und bewiesen damit Selbstironie. Denn
"Kröpper" ist die ruhrgebietstypische Bezeichnung für
minderwertige Tauben. Der Diplom-Pädagoge Dr. Michael Maas aus
Essen hat als Fahrradfahrer die Atmosphäre am Kanal kennen und
schätzen gelernt und mit seiner Videokamera die besondere
Atmosphäre und das vielfältige Treiben am Kanal an heißen
Sommertagen filmisch dokumentiert. Dabei interessierte ihn auch
der historische Vergleich. Ziel seines Filmes ist es, eine
lebendige und für das Ruhrgebiet typische Alltagskultur in ihrer
heutigen Ausprägung und in ihrer geschichtlichen Entwicklung zu
dokumentieren.

Der etwa 50-minütige Film wurde 2006 mit dem "Preis der
Geschichtskultur" von Forum Geschichtskultur und Stiftung
Industriedenkmalpflege im Rahmen des Videofestivals "Blicke aus
dem Ruhrgebiet" ausgezeichnet. Interessierte Besucher sind
herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.


INFO

Ort:
LWL-Industriemuseum
Schiffshebewerk Henrichenburg
Am Hebewerk 2
45731 Waltrop
URL: http://www.lwl.org/LWL/Kultur/wim/S/henrichenburg/






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Aug 27 09:41:48 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 27 Aug 2007 09:41:48 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter Soest, Folge 370, August 2007
Message-ID: 46D29C5C020000D6000371DD@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 27.08.2007, 09:45


SERVICE: TOC

Heimatblätter Soest
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage zum Soester Anzeiger
Folge 370
August 2007


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=169



Seiten in Auswahl [AS]


Braukmann, Horst
Als an der Möhne noch die Wassermühlen klapperten
Rückblick auf unersetzliche Energiequellen:
Mühlen in Körbecke und Völlinghausen (4. Folge)

Anon.
Plattdeutsches Gebet zum Erntedank

Anon.
Ein Altar für die Armen Seelen
Spätgotischer Flügelaltar in Lippstadt

Krafft, Hans-Werner
Selten auch im Tal der Lippe:
Schwarze Rehe
Sie haben schon seit Jahrhunderten Heimatrecht in Westfalen

Köpke, Gerd
Kyrill: Die Katastrophe, die Chance und der Baumpieper
Zukunftsweisende Konsequenzen des Orkans für die Erhaltung
gefährdeter Vogelarten

Bittner, Ingrid
Genähte Träume als Botschaften der Hoffnung
Die Paderborner Künstlerin Traute Multhaupt gestaltet Wandbilder mit
symbolhaften und christlichen Motiven

Haarmann, Franz
Seit 120 Jahren floss Ruhrwasser von Wimbern nach Hamm
Was da im Raume Wickede bei der Wasserversorgung alles im Wege lag -






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 28 10:13:54 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 28 Aug 2007 10:13:54 +0200
Subject: [WestG] [AKT] "Kaisertage" in Muenster, 30.10.2007, Muenster
Message-ID: 46D3F562020000D600037253@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Stadt Münster"
Datum: 27.08.2007, 11:55


AKTUELL

"Kaisertage" in Münster
Themenabend im Stadtarchiv /
Als 1200 Sänger für Wilhelm II. antraten

"Das ist ja ganz magnifique!" meinte Kaiser Wilhelm II. bei
seinem Besuch in Münster vor genau 100 Jahren. Die Serenade mit
1200 Sängern, die Ausschmückung und die Illumination der ganzen
Stadt begeisterten den Monarchen. Besucher des Themenabends im
Stadtarchiv können das am Donnerstag, 30. Oktober, an alten
Dokumenten nachvollziehen.

Schriftstücke und Fotos, die in den klimatisierten Magazinen des
Stadtarchivs aufbewahrt werden, spiegeln die Vorbereitungen für
den hohen Besuch, den bis ins Detail geplanten Ablauf und die
Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft und Gesellschaft
wider. Stadtarchivarin Irmgard Pelster wird darüber berichten
und den Besuchern die alten Originale zeigen. Die Referentin
wird die "Kaisertage" 1907 auch mit den Kaiser-Besuchen 1884 und
1889 vergleichen. Beginn: 18 Uhr im Stadtarchiv, An den
Speichern
8.


INFO

Stadtarchiv Münster
An den Speichern 8
48157 Münster
Tel.: 02 51/4 92-47 01
Fax: 02 51/4 92-77 27
E-Mail: archiv at stadt-muenster.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 28 10:25:11 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 28 Aug 2007 10:25:11 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Alte LKW,
Bagger und Raupen im Ziegeleimuseum im Einsatz, 01./02.09.2007, Lage
Message-ID: 46D3F807020000D60003726F@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 27.08.2007, 11:03


AKTUELL

Steinbrecher mahlt Ziegel zu Mehl
Alte LKW, Bagger und Raupen im Ziegeleimuseum im Einsatz

Alte Schätzchen mit viel PS geben sich am ersten
September-Wochenende (Sa, 1.9. / So, 2.9.) im Ziegeleimuseum in
Lage ein Stelldichein. Rund 25 historische Nutzfahrzeuge aus
allen Bereichen der Baustoffindustrie werden auf dem
Museumsgelände des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zu
sehen sein. Viele der Fahrzeuge können Besucher auch in Aktion
erleben. "Das Treffen wird zukünftig im zweijährigen Wechsel mit
dem großen Feldbahntreffen stattfinden", kündigt Museumsleiter
Willi Kulke an.

Neben dem MAN-LKW des Museums, der erstmals in Aktion gezeigt
werden kann, sind Straßenraupen, Straßenwalzen und ein
Löffelbagger der Marke "Weserhütte Pionier" auf dem Freigelände
im Einsatz. Der aus den 1950er Jahren stammende Bagger wurde den
Eisenbahnfreunden und dem LWL-Industriemuseum von einem
Bielefelder Bauunternehmer als Dauerleihgabe zur Verfügung
gestellt. Willi Kulke: "Ein Bagger dieser Bauart war in der
aktiven Zeit der Ziegelei Beermann in der Lehmgrube im Einsatz."

Die Fahrzeuge der Firmen Krupp, MAN, Mercedes Scania, Kaeble und
Büssing werden auf dem Gelände des Museums und im Hof der
Ziegelei stehen und an beiden Tagen immer wieder in Betrieb
genommen. Eine besondere Attraktion sind die Straßenraupe und
die Straßenwalze, die Schuttberge planieren und einebnen werden.
Erstmals ist auch ein historischer Steinbrecher in Lage in
Funktion zu sehen. Angetrieben über Riemen von einem
Lanz-Bulldog-Trecker werden damit alte Ziegelsteine und
Dachziegel zerkleinert und zu Ziegelmehl verarbeitet. Die
Fahrzeuge kommen aus ganz Nordrheinwestfalen nach Lage. Die
Besitzer reisen aus Arnsberg, Oberhausen, Münster, Versmold und
natürlich aus ganz Lippe an.

Auch die Eisenbahnfreunde Lippe e.V. drehen an beiden Tagen mit
allen Lokomotiven des Museums und der Vereinsmitglieder ihre
Runden auf dem Ziegeleigelände. Gefahren wird auf einem 600
mm-Gleis mit einer Länge von 1,5 km. Das Besondere: Die Bahnen
fahren am Wochenende nicht nur Besucher über das Gelände,
sondern transportieren in Loren auch Bauschutt, Ziegelmehl und
Steine.

Eine besondere Attraktion für Kinder bieten die
Mini-Truck-Freunde Lippe. Sie zeigen auf etwa 100 qm Fläche ihre
funktionstüchtigen Fahrzeuge wie LKW, PKW, Bagger, Züge und
Kettenfahrzeuge in Aktion. In wenigen Stunden entsteht mit den
Fahrzeugen eine große Landschaft aus Sand, Lehm und Steinen.

Das Museumscafe bietet neben Kaffee und Kuchen an beiden Tagen
auch die Möglichkeit, sich mit einem deftigen Eintopf zu
stärken.

Zu dieser Veranstaltung wird nur der normale Museumseintritt
erhoben: Erwachsene 2,90 €, Kinder 1,50 €. Die Fahrten mit der
Feldbahn kosten 50 Cent.


INFO

LWL-Industriemuseum
Ziegeleimuseum in Lage
Sprikernheide 77
32791 Lage
Te.l: 05232 9490-0
Fax: 05232 9490-38
E-Mail: ziegelei-lage at lwl.org






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Aug 28 10:29:03 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 28 Aug 2007 10:29:03 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2007/30
Message-ID: 46D3F8EF020000D600037272@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 28.08.2007, 08:44


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2007-30 für den Zeitraum vom
11.08.2007 bis zum 17.08.2007 mit insgesamt 8 Titeln ist unter
der folgenden Internetadresse abrufbar:
http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&fach=wes



Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/


Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/


http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/


Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib




Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62


INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Aug 29 09:37:30 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 29 Aug 2007 09:37:30 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL gibt zum "Tag des offenen Denkmals"
eine Denkmalzeitung heraus
Message-ID: 46D53E5A020000D6000372E7@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 28.08.2007, 14:34


AKTUELL

LWL gibt zum "Tag des offenen Denkmals" eine Denkmalzeitung
heraus
Informationsheft mit Denkmaladressen ist kostenlos erhältlich

Immer am zweiten Sonntag im September, dieses Jahr also am 9.
September 2007, öffnen bundesweit tausende historischer Bauten,
die sonst teilweise nur schwer oder gar nicht zugänglich sind,
am "Tag des offenen Denkmals" ihre Türen, um Architektur- und
Geschichtsinteressierte zu direkten Begegnungen einzuladen. Der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gibt aus diesem Anlass
erstmals eine "Denkmalzeitung" heraus.

Die Zeitung stellt in kurzen Artikeln mit Bildern einige
Denkmäler als Einblick in die Vielfalt des Themas vor. "Wir
beleuchten Probleme, die zur täglichen Arbeit in der
Denkmalpflege gehören", so LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch.

Als Service bietet die Zeitung die Adressen derjenigen Denkmäler,
die die Städte und Gemeinden in Westfalen zum "Tag des offenen
Denkmals" gemeldet haben. Die acht Seiten umfassende Zeitung ist
in einer Auflage von 100.000 Exemplaren erschienen, unter der
Adresse www.denkmalpflege-westfalen.de können Interessierte sie
auch im Internet herunterladen. Der LWL hat sie kostenlos an
alle Städte und Gemeinden in Westfalen verschickt.

"Wir haben die Städte und Gemeinden gebeten, sie an allgemein
zugänglichen Orten wie dem Rathaus, dem Gemeindehaus oder im
Fremdenverkehrsamt auszulegen. Hier können sich interessierte
die Zeitung kostenlos abholen, um ihre Touren am Tag des offenen
Denkmals besser planen zu können", so Kirsch.

Der LWL und das NRW-Bauministerium haben den Druck der Zeitung
finanziell unterstützt, die Texte haben die LWL-Denkmalpfleger
geschrieben.

Hintergrund:
Der "Tag des offenen Denkmals" findet bereits zum 15. Mal
bundesweit statt. Seit vier Jahren beteiligen sich alle 48
europäischen Länder an den "European Heritage Days". Das
Schwerpunktthema in diesem Jahr heißt "Orte der Einkehr und des
Gebets - Historische Sakralbauten". NRW-Bau-Minister Oliver
Wittke eröffnet den "Tag des offenen Denkmals" in Westfalen am
9. September um 11 Uhr in Bochum an der Dorfkirche Stiepel und
um 14 Uhr in der Abdinghofkirche Paderborn.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Aug 29 09:54:53 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 29 Aug 2007 09:54:53 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Heimatland Lippe, Juli 2007
Message-ID: 46D5426D020000D6000372F3@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 29.08.2007, 10:00


SERVICE: TOC

Heimatland Lippe
Zeitschrift des Lippischen Heimatbundes und des Landesverbandes Lippe
100. Jahrgang Nr. 7
Juli 2007
ISSN: 0017-9787


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=54



Inhalt in Auswahl [AS]


S. 176f.
Gerking, Willy
Verbrannt und beraubt
Vor 600 Jahren fiel Lippe der Eversteinschen Fehde zum Opfer

S. 178f.
Wiesekopsieker, Stefan
Eine vergessene Künstlerin
Zwischen Emanzipation und Realität: Julie Nacke

S. 182f.
Schröder, Friedrich-Wilhelm
Aus einem alten Forsthaus
Förster Karl Schulz amtierte viele Jahre in Lopshorn

S. 184f.
Wolf, Reinhard
60 Jahre Arbeitsgericht Detmold
Franz Lengwenat - erster Vorsitzender und ein tatkräftiger Mann

S. 186f.
Meier, Burkhard
Stapelage und Hillentrup
Leseprobe aus "Lippische Kirchen"

S. 190
Rottschäfer, Helmuth
Pastewwer Martin Ellermann
Sestig Johr in Stapel (Stapelage)

S. 192-194
Scheffler, Jürgen
Bürgerhaus, Museum und Baudenkmal
Neue Stadtgeschichtliche Dauerausstellung im
Hexenbürgermeisterhaus Lemgo

S. 196-198
Grabow, Astrid
"... eine Zeitbombe tickt!"
Papierzerfall droht auch Landesbibliothek

S. 199
Anon.
Verbrannt und zerfleddert
Aktionstag der Lippischen Landesbibliothek am 2. September

S. 200
Springhorn, Rainer
Engangement für die Kultur
Zum 85. Geburtstag von Hermann Gräfe

S. 204f.
Schmelter, Wolf-Dieter
Malen mit den Jahreszeiten
Khovar und Sohrai - Kunst der Adivasi-Frauen in Indien






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Aug 29 10:13:40 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 29 Aug 2007 10:13:40 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Ausstellungstermine der LWL aktuell 04/2007
Message-ID: 46D546D4020000D600037305@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Marc-Stefan Andres"
Datum: 27.08.2007, 12:47


AKTUELL

Ausstellungstermine der LWL aktuell 02/2007:

- Bergkamen: "Die Ferne im Blick", eine Wanderausstellung des
LWL-Museumsamtes, ab dem 7. Oktober im Stadtmuseum
Bergkamen, 02306 30602111

- Bocholt: "100 Jahre Herding - Textilkunst und Museumsvisionen",
ab 19. August im LWL-Industriemuseum Textilmuseum Bocholt,
02871 216110

- Bochum: "Ruhr-Polen. Polen und Deutsche im Ruhrgebiet von der
Kaiserzeit bis zur Gegenwart", bis 28. Oktober im
LWL-Industriemuseum Zeche Hannover, 0234 6100-874

- Dalheim: "Westfälische Klosterkultur im Barock", bis 31. Mai im
LWL-Landesmuseum für Klosterkultur, 05292 9319224

- Detmold: "Mach mich schön", Porträtfotografien, bis 31. Oktober
im LWL-Freilichtmuseum Detmold, 05231 706-113

- Hagen: Verlockungen. Die Kultur der Frisur, bis 31. Oktober im
LWL-Freilichtmuseum Hagen, 02331 78070

- Haltern: "Luxus & Dekadenz. Römisches Leben am Golf von
Neapel", bis 25. November im LWL-Römermuseum Haltern,
02364 9376-0

- Lüdinghausen: "Wetter", eine Wanderausstellung des
LWL-Museumsamtes, bis 16. September im Münsterlandmuseum
Burg Vischering, 02591 799012

- Lage: Im LWL-Industriemuseum Ziegelei Lage: "Das Glück fliegt
in der Luft * Zur Geschichte des Brieftaubensports in Westfalen",
bis 23. September. "Weißes Gold: Arbeiter-Fotos und
Festtagsporzellan", bis 23. September. Die Portraitgalerie und
der wandernde Turm zu Lage, bis 21. Oktober, 05232 9490-0

- Lemgo: Im Städtischen Museum Hexenbürgermeisterhaus:
"Wetter", eine Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes,
ab 23. September. *Die Ferne im Blick“, eine Wanderausstellung
des LWL-Museumsamtes, bis 30. September, 05261 213276

- Minden-Lübbecke: "Die Ferne im Blick", eine Wanderausstellung
des LWL-Museumsamtes, ab 4. August im Mindener Museum für
Geschichte, Landes- und Volkskunde, 0571 9724010

- Münster: skulptur projekte münster 07, bis 30. September im
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte und im
Stadtraum Münster, 0251 5907-01. "Festliche Reise um die Welt",
eine Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes, bis 21. Oktober
im Stadtmuseum, 0251 4924503

- Recklinghausen: "Schiff-ART", eine Ausstellung des
Künstlerbundes Castrop-Rauxel/Kreis Recklinghausen in Kooperation
mit dem Verband Bildender Künstler Niederbayern/Passau,
bis 30. September im LWL-Industriemuseum Altes Schiffshebewerk
Henrichenburg, 02363 9707-0

- Rhede: "Heut’ laden wir uns Gäste ein." Kulturgeschichte der
privaten Feiern nach 1945, eine Wanderausstellung des
LWL-Museumsamtes vom 9. September bis 4. November im
Museum Rhede, 02872 7923






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Aug 30 10:22:34 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 30 Aug 2007 10:22:34 +0200
Subject: [WestG] [WWW] http://www.migrationsroute.nrw.de/
Message-ID: 46D69A6B020000D600037368@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 29.08.2007, 13:59
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


WWW

NRW-Internetportal "Route der Migration" online

Es handelt sich um eine Internetpräsenz, die
Migrationsgeschichten an Orten in Nordrhein-Westfalen
nachzeichnen, lebendig werden lassen und ins Bewusstsein
zurückführen will. Alle Leserinnen und Leser sind dazu
eingeladen, Orte und Ereignisse vorzuschlagen, die zur
Migrationsgeschichte NRWs gehören.

Eine Gesellschaft muss ihre Geschichte immer wieder neu
entdecken. Das gilt auch für die Geschichte der Ein- und
Auswanderung. Genau das versucht die Route der Migration. Sie
zeichnet die Wege der Ein- und Auswanderer auf dem Gebiet des
heutigen Nordrhein-Westfalens nach und lädt ein zu einer
Entdeckungsreise in die bewegte Migrationsgeschichte zwischen
Rhein und Weser. An dieser Route kann und soll jeder
mitschreiben! Schlagen Sie Orte und Ereignisse vor, die zur
Migrationsgeschichte Nordrhein Westfalens gehören:
http://www.migrationsroute.nrw.de/


INFO

Ein Projekt des Integrationsbeauftragten der Landesregierung
Nordrhein-Westfalen Thomas Kufen in Kooperation mit DOMiT Aytac
Eryilmaz, Köln und lichtbild Dietrich Hackenberg, Dortmund.

Thomas Kufen
Horionplatz 1
40213 Düsseldorf
Tel.: 0211 86183336
URL: www.integrationsbeauftragter.nrw.de

DOMiT
Dokumentationszentrum und
Museum über die Migration in Deutschland e.V.
Bonner Straße 211
50986 Köln
Tel.: 0221 8002830
URL: www.domit.de

lichtbild
Dietrich Hackenberg
Leierweg 28
44137 Dortmund
Tel.: 0231 7282434
Mobil 0171 5483597
URL: www.lichtbild.org






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Aug 30 11:17:35 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 30 Aug 2007 11:17:35 +0200
Subject: [WestG] [PROJ] Unbekannte Quellen: Massenakten des 20. Jahrhunderts,
Staatsarchiv Muenster
Message-ID: 46D6A74F.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: " Jens Heckl"
Datum: 29.08.2007, 09:06


PROJEKT

Das Staatsarchiv Münster kann nunmehr die ersten Ergebnisse
eines vor anderthalb Jahren ins Leben gerufenen
quellenkundlichen Projekts vorweisen. Es handelt sich dabei um
die Internet-Publikation: "Unbekannte Quellen:
20. Jahrhunderts. Untersuchungen seriellen Schriftguts aus
normierten Verwaltungsverfahren", abrufbar unter
www.archive.nrw.de unter /Benutzung/Literaturhinweise. Die
quellenkundlichen Studien, die bislang Archivare aus dem
Staatsarchiv Münster vornahmen, bezwecken, Zeithistoriker an
moderne Massenakten heranzuführen und ihnen hilfreiche
Handhabungen zu liefern. Genaueres über das Projekt, das
fortgesetzt werden soll, findet sich in dessen Einleitung.


INFO

Unbekannte Quellen: "Massenakten" des 20. Jahrhunderts.
Untersuchungen seriellen Schriftguts aus normierten
Verwaltungsverfahren

URL: http://www.archive.nrw.de/LandesarchivNRW/StaatsarchivMuenster/Benutzung/Literaturhinweise/index.html











From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Aug 30 11:24:41 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 30 Aug 2007 11:24:41 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter Soest, Folge 371, August 2007
Message-ID: 46D6A8F9.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 30.08.2007, 11:30


SERVICE: TOC

Heimatblätter Soest
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage zum Soester Anzeiger
Folge 371
August 2007


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=169



Seiten in Auswahl [AS]


Haarmann, Franz
Jérôme Bonaparte: Mit 23 Jahren König von Westphalen

Timmermann, Irmgard
"Köhli" hilft auf dem Rübenacker
Ein Soester Original berichtet aus der Zeit vor fünfzig Jahren

Sperling, Maria
Jüdischer Friedhof

Brand, Mechtild
Zwangsarbeiterkinder - rücksichtslos nach Deutschland verschleppt

Platte, Hartmut
Haus Brüggen: Einst Rittersitz schon im 14. Jahrhundert






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Aug 31 10:40:37 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 31 Aug 2007 10:40:37 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Veranstaltungsprogramm fuer das zweite Halbjahr 2007,
Geschichtsort Villa ten Hompel
Message-ID: 46D7F025.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Carmen Krybus"
Datum: 31.08.2007, 08:42


AKTUELL

Veranstaltungsprogramm für das zweite Halbjahr 2007
Aktuelle Themen ergänzen hausinterne Forschung

Der Geschichtsort Villa ten Hompel lädt im zweiten Halbjahr 2007
alle historisch Interessierten aus Münster und Umgebung zu
seinem Veranstaltungsprogramm ein. Beginnend mit der Nacht der
Museen am 1. September 2007 bieten die verschiedenen Angebote
unterschiedliche Wege an etwas über die Geschichte zu erfahren.

In der Reihe der "Mittwochsgespräche" werden neueste
Forschungsergebnis der Zeitgeschichte präsentiert. Die Kölner
Historikerin Frau Dr. Cordula Lissner beginnt am 9. September
2007 um 20 Uhr mit dem Thema "Emigration und Rückkehr nach
1945". Eine weitere Historikerin, Dr. Claudia Moisel aus München
wird im November über die Französische Konfliktgeschichte nach
1945 sprechen. Höhepunkt der akademischen Reihe ist sicher der
Vortrag des internatonal renommierten Geschichtswissenschaftler
Dr. Raphael Gross vom Leo-Baeck-Institut in London und dem Fritz
Bauer-Institut in Frankfurt. Sein Thema am 5. Dezember ist eine
kritische Reflektion über den Begriff der "Treue im
Nationalsozialismus und darüber hinaus". Im Anschluss an die
Vorträge wird es in einem offenen Forum Gelegenheit zur
Nachfrage und Diskussion geben.

Zum Themenbereich des Erinnerns und Gedenkens werden zwei
Veranstaltungen angeboten: Im Rahmen des "Tag des Offenen
Denkmals" wird Peter Schilling vom Verein "Spuren finden" das
Projekt der Stolpersteine in Münster am 9. September 2007
vorstellen. Inzwischen sind über 100 dieser kleinen
Erinnerungsdenkmäler im Stadtgebiet von Münster nicht nur als
Denkmal vor Ort verlegt worden, sondern es wurde die
Lebensgeschichte der Verfolgten des Nationalsozialismus auch in
Form von Gedenkblättern im Geschichtsort Villa ten Hompel
hinterlegt. Am 13. Dezember wird es im Geschichtsort Villa ten
Hompel wieder zu einer Veranstaltung kommen, bei der neue
Gedenkblätter für frisch verlegte Stolpersteine verlesen werden.
Diese Veranstaltungen sind besonders interessant, weil sie nicht
nur das Gedenken an die historische Zeit der NS-Verfolgung
nachvollziehbar machen, sondern auch Einblick in die Motivation
der Person geben, die sich entschlossen haben, Pate oder Patin
einer Stolperstein-Aktion zu werden.

Als Kooperationsveranstaltung mit dem Evangelischen Forum
Münster e. V. wird am 12. September der Leiter des
LWL-Medienzentrums Dr. Markus Köster über die Forschungen zur
"Kindereuthanasie" berichten. Ebenfalls zum Begleitprogramm der
Ausstellung des Evangelischen Forums Münster e.V. über den
Pfarrer Paul Gerhard Braune, der gegen den Massenmord an
Patienten von Heil- und Pflegeanstalten protestierte, gehört der
Vortrag von Dr. Boris Böhm. Der Leiter der Gedenkstätte
Pirna-Sonnenstein spricht am 19. September 2007 über die
Konzeption und Arbeit seiner Einrichtung, die sich insbesondere
mit dem Themenfelder der "Euthanasieverbrechen" beschäftigt.

Jüngste Forschungserkenntnisse aus der Villa selbst werden
Veranstaltungen zum Bereich der Polizeigeschichte bieten. Ansgar
Burchard hat soeben eine Magisterarbeit über das aktuelle Thema
der "Auslandseinsätze der deutschen Polizei seit 1994"
fertiggestellt. Er wird seine Erkenntnisse am 10. Oktober
vorstellen. Eine Sonderführung von Thomas Köhler thematisiert am
21. Oktober die "NS-Weltanschauung als Religionsersatz der
Polizei im Zweiten Weltkrieg" in der Dauerausstellung. Polizist
und Historiker ist Rainer Stoye Er berichtet über "Die toten
Kinder von Menden und die Ermittlungen des Landeskriminalamtes".
Stoyes Vortrag wird durch das Evangelische Forum Münster e.V.
und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.
in Kooperation getragen. Im Dezember wird Bettina Blum ihre
didaktischen Materialien zur Geschichte der Frau in der Polizei
und der Verwaltung präsentieren.

Der aktuellen Relevanz des Problems "Rechtsextremismus" trägt
eine kleine Vortragsreihe Rechnung, die mit dem 21. November
beginnt. Prof. Dr. Karin Priester vom Institut für Soziologie in
Münster wird dem Publikum einen "Soziologischen Blick auf die
rechte Szene" eröffnen, während Artur Hertwig abschließend am
12. Dezember "Aktuelles über den Rechtsextremismus" aus der
Perspektive Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln berichten
wird.

Auch die seit 2003 regelmäßig stattfindenden "Tischgespräche"
mit dem Münsteraner Kabarettisten Andreas Breiing werden
fortgesetzt. Ab sofort können Karten für die folgenden Termine
vorbestellt werden: 26. September, 31. Oktober sowie 29.
November. Rechtzeitige Reservierung wird empfohlen (Eintritt 10
Euro, keine Abendkasse). Für den 9. November ist die Premiere
einer szenischen Führung geplant. Das Expeditionstheater wird
Brechtsche Szenen unter dem Titel "Kreidekreuz" in dem Gebäude
der Villa inszenieren. Weitere Aufführungen sind geplant.

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster
e. V. organisiert auch in diesem Jahr wieder das Gedenken an die
Deportationen aus Münster. Nach dem Treffen an der Gedenkstele
an der Warendorfer Straße wird eine Matinee im Geschichtsort
Villa ten Hompel veranstaltet. In diesem Jahr wird Prof. Dr.
Alfons Kenkmann mit seiner Kollegin Elisabeth Kohlhaas aus
Leipzig über ein Projekt berichten, dass Berichte von Kindern
über den Holocaust in Warschau 1946 bis 1948 dokumentiert. Diese
unmittelbar nach der Befreiung von den Überlebenden Zeitzeugen
einer historischen Kommission berichteten Erlebnisse zeugen von
großer Nähe zu diesem dramatischen Geschehen.


INFO

Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
Tel.: 0251 492-71 01
Fax: 0251 492-79 18
E-Mail: tenhomp at stadt-muenster.de

Eine Veranstaltungsübersicht ist im Geschichtsort Villa ten Hompel
am Kaiser-Wilhelm-Ring 29 (0251/491-7101) erhältlich oder unter
www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Aug 31 10:45:41 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 31 Aug 2007 10:45:41 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Kaspar, Fred (Red.): Graeflicher Park Bad Driburg
Message-ID: 46D7F155.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 31.08.2007, 10:23


LITERATUR

Eigentümer und LWL geben Buch über 225-jährige Geschichte
des Kurbades Bad Driburg heraus

Vor 225 Jahren hat der Unternehmer Caspar Heinrich von
Sierstorpff das gräfliche Bad Driburg begründet. Passend zu
diesem Jubiläum haben seine Nachfahren und heutigen Eigentümer
Gräfin Annabelle und Graf Marcus von Oeynhausen-Sierstorpff die
Anlage mit ihren rund 20 denkmalgeschützten Gebäuden einer
Verjüngung unterzogen und um Neubauten ergänzt. Dabei haben sie
sich stets eng von den Denkmalpflegern des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) beraten lassen. Beides haben die
LWL-Denkmalpfleger zum Anlass genommen, unter dem Titel
"Gräflicher Park Bad Driburg" ein rund 300 Seiten starkes
"Arbeitsheft" zur Geschichte und jüngsten Entwicklung der Anlage
zu erstellen. Dieses Buch gibt die gräfliche Familie zusätzlich
unter dem Titel "1792 - Tradition und Moderne - 2007" als
Festschrift heraus.

Das Buch betrachtet das einzige Kurbad in privater Hand aus
verschiedenen Perspektiven: Dabei geht es sowohl um die
wirtschaftliche Entwicklung wie auch um die Geschichte der
Anlage, ihre architektonischen Besonderheiten und ihre mögliche
bauliche Weiterentwicklung. Zahlreiche Beiträge dokumentieren
die Geschichte des Familienunternehmens, des zugehörigen Bades
und der Kliniken sowie die Entwicklung der einzelnen Gebäude und
ihrer Einrichtung. Außerdem beleuchten Architekten, Planer,
Hotelfachleute, die Bauherren und Denkmalpfleger die Wandlungen
der Anlage mit ihren denkmalgeschützten und zwölf neu
entstandenen Gebäuden.

"Es galt, das Erbe zu bewahren und es fit zu machen für die
nächste Generation", nennt Graf Marcus von
Oeynhausen-Sierstorpff den Grund für die umfangreichen
Baumaßnahmen. Dabei ging es einerseits darum, über 200 Jahre
alte Gebäude zu restaurieren und andererseits die Kuranlagen an
die veränderten Wünsche der Gäste anzupassen, um so dem Ensemble
trotz der allgemeinen Kur- und Bäderkrise eine Zukunft zu
ermöglichen. So wurden beispielsweise aus insgesamt 185 kleinen
Hotelzimmern 137 größere, ein modernes Spa wurde in die
denkmalwerten Gebäude eingefügt.


INFO

Gräflicher Park Bad Driburg
1782 - Tradition und Moderne - 2007
Arbeitsheft des LWL-Amtes für Denkmalpflege in Westfalen
hg. im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
Redaktion, Idee und Durchführung: Fred Kaspar
30 x 21 cm, 295 Seiten, 247 farbige und 102 s/w Abbildungen, Hardcover
ISBN 978-3-86568-302-1






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Aug 31 10:53:21 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 31 Aug 2007 10:53:21 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Hohenlimburger Heimatblaetter, 8/2007
Message-ID: 46D7F321.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 31.08.2007, 11:00


SERVICE: TOC

Hohenlimburger Heimatblätter
für den Raum Hagen und Iserlohn
68. Jahrgang
August 2007
Heft 8/2007


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=89




Inhalt in Auswahl [AS]

S. 253-261
Bleicher, Wilhelm
Die Akeldruft des "Rauchhauses" von Schloß Hohenlimburg

S. 261
Schulz, Hans-Dieter
Hohenlimburg vor 100 Jahren - Teil 2

S. 262-265
Bischoff, Ingrid / Vogt, Wilfried G.
Die Grabplatte des Dall von Call

S. 275-281
Bleicher, Wilhelm
Zur Erinnerung an Otto Krägeloh

S. 282-287
Bleicher, Wilhelm
Dem Künstler Gerhard Sättler zu Ehren