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From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 6 10:21:25 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 06 Apr 2010 10:21:25 +0200
Subject: [WestG] Ueber 500 neue Fenster fuer das Schloss Ahaus
Message-ID: 4BBB0B25.94E3.00E5.0@lwl.org

Pressemitteilung von Montag, 5. April 2010
Von: "Kreis Borken "
Datum: 05.04.2010, 09:03


AKTUELL

Über 500 neue Fenster für das Schloss Ahaus
Kreis investiert 400.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II

400.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II steckt der Kreis Borken jetzt
in den Austausch der Fenster am Schloss Ahaus. Die alten Exemplare
stammen noch aus den 1950er Jahren, als das Schloss nach der Zerstörung
im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde. ?Die Fenster haben sich
zwar gut gehalten, entsprechen aber nicht mehr den aktuellen
energetischen Standards", erklärt der Leitende Kreisbaudirektor Hubert
Grothues. ?Die Sanierung wird die Energiekosten senken und ist damit
gleichzeitig auch ein Beitrag zum Klimaschutz."

Sämtliche alte Fenster werden jetzt durch moderne, hochwärmegedämmte
Fenster ersetzt, die wie ihre Vorgänger aus Holz gefertigt sind. Die
ersten Exemplare hat die Firma Terhalle Fenster und Fassaden GmbH & Co.
KG aus Ahaus-Ottenstein bereits eingesetzt. Der Unterschied zu den
Vorgängern ist kaum zu sehen, er wird aber zu spüren sein. ?Dieser
Winter hat noch einmal deutlich gezeigt, dass es an vielen Stellen zieht
und teilweise sogar hereinregnet", berichtet Stefan Weiß von der
Technischen Akademie Ahaus (TAA), die das Schloss für ihren Unterricht
nutzt. Mieter der Räume ist die Berufsbildungsstätte Westmünsterland.
Deren stellvertretender Geschäftsführer, Hermann Wansing, hofft, dass
mit der Sanierung die Heizkosten deutlich sinken. Kreis und Fensterbauer
werden sich während der Arbeiten eng mit der TAA abstimmen, um den
Unterricht möglichst wenig zu beeinträchtigen.

535 Fenster, von denen viele im Viererverbund eingebaut sind, werden
bis Ende Juni ausgetauscht. Die gesamte Fensterfläche beträgt 580
Quadratmeter. Die Erneuerung ist mit der Denkmalpflege abgestimmt.
?Optik und Charme des Gebäudes werden erhalten bleiben", betont
Benedikt Völker vom Betrieb für Straßen, Gebäudewirtschaft und
Grünflächen des Kreises. Die Erneuerung der Fenster reiht sich in
eine ganze Kette von Maßnahmen zum Erhalt des Schlosses ein. So wurden
in den vergangenen Jahren bereits einige Räume saniert und der
Schlossplatz neu gepflastert.

Zum Thema: Schloss Ahaus
Die Geschichte des Schlosses Ahaus reicht bis ins 17. Jahrhundert
zurück. Um 1690 wurde es auf Initiative des münsterischen
Fürstbischofs Friedrich Christian von Plettenberg und nach den Plänen
von Ambrosius von Oelde an der Stelle der alten Burg als barockes
Jagdschloss errichtet. Mehrere Umbauten, darunter auch einige von Johann
Conrad Schlaun, veränderten das Gesicht des Schlosses. Seit 1803 wieder
in weltlichem Besitz, wurde es bis zum Zweiten Weltkrieg als Tabakfabrik
genutzt. Im März 1945 wurde es bei einem Bombenangriff nahezu völlig
zerstört. Nach dem Krieg erwarb es der Kreis Ahaus und übernahm den
Wiederaufbau. Der Kreis Borken hat es heute an die Berufsbildungsstätte
Westmünsterland (BBS) vermietet, die dort die Technische Akademie Ahaus
untergebracht hat.







From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 6 13:57:57 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 06 Apr 2010 13:57:57 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Fremd- und Eigenbilder in Europa, Paderborn,
ab 10.04.2010
Message-ID: 4BBB3DE5.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Boerste, Dr., 41, Stadt Paderborn"
Datum: 06.04.2010, 13:42


AUSSTELLUNG

"Pictures in our head"
Fremd- und Eigenbilder in Europa

des Museums Europäischer Kulturen - Staatliche Museen zu Berlin im
Rahmen des Föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
im Historischen Museum im Marstall Paderborn -Schloß Neuhaus
10.04. - 11.07.2010


Was ist ein Stereotyp, welche Funktion und welche Auswirkung hat es?
Ist das Stereotyp eine vereinfachte und klischeegeprägte Bezeichnung des
"Anderen", die ein aggressives und diskriminierendes Verhalten auslösen
kann?

Stereotype bezeichnen Personengruppen, denen bestimmte Eigenschaften
und Verhaltensweisen mit hohem Wiedererkennungswert zugeschrieben
werden. Es sind Konstruktionen, die eine wichtige Rolle in der Frage der
Identität spielen. Sie bieten die Möglichkeit, sich in einer komplexen
Welt zu orientieren. Es sind Bilder in unseren Köpfen - "Pictures in our
head".
Diese Ausstellung beschäftigt sich nicht mit der Frage nach Wahrheit
oder Lüge. Sie stellt die Stereotype als nötige Vermittler der Existenz
der Anderen und von sich selbst dar. Sie möchte nicht mit Stereotypen
brechen, sondern durch konkrete Beispiele ihre visuelle Sprache und die
Geschichte ihrer Verbreitung erfahrbar machen.
Die Darstellung von Stereotypen in der Reklame, auf Bilderbogen, als
Reiseandenken, auf politischen Plakaten und als Karikaturen bringen die
Anderen und uns selbst in unser Alltagsleben. So wird die Schweiz zum
Heidiland, der Deutsche zum Biertrinker und der Norweger zum
Trachtenträger. Trotz der Unterschiede nutzen sie eine gemeinsame
Sprache und unterliegen ähnlichen historischen Prozessen.

Die Ausstellung stellt sich für den Besucher wie eine "visuelle
Maschine", in der die kontextualisierten Objekte mit inszenierten
Stereotypen der Künstlerin Mareike Hölter verknüpft werden. Verschiedene
visuelle Erfahrungen bieten dem Besucher die Möglichkeit, die
Stereotypen zu erkennen und in einen Dialog darüber einzutreten. Zur
Ausstellung erscheint eine gleichnamige zweisprachige Publikation
(Deutsch-Englisch). Sie kann an der Museumskasse erworben oder bei den
Staatlichen Museen zu Berlin bestellt werden. Preis ca. 9.90 ?.


Begleitprogramm:

Das Jugendtheaterprojekt des Kulturamts entwickelt im fünften Jahr eine
bissige Satire zu der Ausstellung ?Pictures in our head? Fremd- und
Eigenbilder in Europa, im Historischen Museum im Marstall.
Eine große Anzahl stereotyper Menschenbilder und Vorstellungen vom
Anderen sind ins Museum gebannt. Tagsüber stehen die Klischeefiguren
geduldig auf Sockeln, liegen in Vitrinen aus oder werden in Schneekugeln
durchgeschüttelt: die Deutschen, die Russen, die Italiener, die
Schweizer, die Türken..... Jeder auf seinem Platz. Sie sind leicht
zuzuordnen, denn ihre typischen Erkennungsmerkmale helfen sie zu
unterscheiden. Mal geben sie sich volkstümlich im Folklorelook, mal als
Karikatur, mal als hehres Fabelwesen.
Nachts aber verselbständigen sie sich; da werden aus naiven
Vorstellungen groteske Erscheinungen, proben die Stereotypen ihren
individuellen Aufstand. Wehe, wenn sie losgelassen.. Eine bissig -
skurrile Theateraufführung, die sich mit Gleichmacherei, mit Klischees
und Vorurteilen u.a. im multikulturellen Kontext kritisch
auseinandersetzt.
Inszenierung: Ann-Britta Dohle. Aufführungstermine im Juni: 10., 11.,
18., 19. Juni um jeweils 19.30 Uhr. Eintritt: 3 Euro. Anmeldung für
Schulklassen unter: 05251/881052.

Zum Internationalen Museumstag 16. Mai gibt es eine öffentliche
kostenlose Probe im Museum von 11.30 Uhr - 14 Uhr.
Anschließend öffentlicher Theaterworkshop von 14 Uhr - 15. 30 Uhr .
Thema: Klischeebilder

Museumspädagogische Führungen für Schulklassen:

dienstags 9 - 18 Uhr
mittwochs 9 - 13 Uhr
freitags 9 - 18 Uhr
Anmeldungen unter Tel.: 05251 / 88 - 10 52

Historischen Museum im Marstall
Im Schloßpark 9
33104 Paderborn-Schloß Neuhaus

Tel.: 05251 / 88 - 10 52
www.paderborn.de/historischesmuseum
www.smb.museum/mek

täglich, außer montags, 10 -18 Uhr, Eintritt frei

Gruppen werden gebeten, ihren Besuch
vorab telefonisch anzukündigen.





From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Apr 8 10:43:41 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 08 Apr 2010 10:43:41 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Bautechnik des Klosters Gravenhorst, 11.04.2010
Message-ID: 4BBDB35D.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Kreis Steinfurt"
Datum: 08.04.2010, 10:26


AKTUELL

Bautechnik des Klosters Gravenhorst ist am kommenden Sonntag Thema
Führung und Diavortrag über den Aufbau eines gotischen
Kreuzrippengewölbes

Um das Gemäuer des Klosters Gravenhorst geht es am kommenden Sonntag,
11. April, 15 Uhr, bei einer rund 90-minütigen Führung. Fachkundig
werden die baugeschichtlichen und denkmaltechnischen Aspekte beleuchtet.
Ein Diavortrag zum Gewölbebau rundet die Veranstaltung mit dem Titel
?Bautechnik und Bauformen des Mittelalters am Beispiel Kloster
Gravenhorst" ab.

Die Führung thematisiert die besonders gelungene Instandsetzung der
Klosteranlage im Zusammenspiel mit moderner Nutzung und Architektur.
Kirche und Remter bilden einen Schwerpunkt hinsichtlich der gotischen
Architekturkonstruktionen. Im Diavortrag wird der Aufbau eines gotischen
Kreuzrippengewölbes erklärt.

Da die Teilnehmerzahl auf 25 Personen beschränkt ist, ist eine
Anmeldung beim DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst notwendig, Telefon
05459/9146-0.







From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Apr 8 10:45:44 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 08 Apr 2010 10:45:44 +0200
Subject: [WestG] [AKT] 62. Tag der Westfaelischen Geschichte, Bielefeld,
16./17.04.2010
Message-ID: 4BBDB3D8.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Schedensack, Christine" christine.schedensack at lwl.org
Datum: 08.04.2010, 10:40


AKTUELL

62. Tag der Westfälischen Geschichte
16./17. April 2010 in Bielefeld

Veranstalter:
Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens e. V. in Verbindung
mit der Historischen Kommission für Westfalen und dem Landschaftsverband
Westfalen-Lippe sowie dem Historischen Verein für Grafschaft Ravensberg
e. V.


Freitag, 16. April 2010
Ort: Neustädter Marienkirche, Papenmarkt 10a, 33602 Bielefeld


18.00 Uhr: Eröffnung und Begrüßung
Dr. Hermann-Josef Schmalor
Vereinsdirektor der Abteilung Paderborn

Grußworte
Horst Grube
Bürgermeister der Stadt Bielelfed

Landesrätin Dr. Barbara Rüschoff-Thale
Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe

18.30 Uhr: Einführung
Prof. Dr. Wilfried Reininghaus
1. Vorsitzender der Historischen Kommission für Westfalen

Vortrag
Prof. Dr. Heinrich Rüthing, Bielefeld
"Gobelinus Person - Westfalen in einer mittelalterlichen Weltchronik"

20.00 Uhr: Empfang für die Tagungsteilnehmer
(im Gemeindehaus der Neustädter Marienkirche)



Samstag, 17. April 2010
Ort: Gemeindehaus der Neustädter Marienkirche, Papenmarkt 10a, 33602
Bielefeld

09.30 Uhr: Begrüßung und Einführung
Dr. Mechthild Black-Veldtrup
Vereinsdirektorin der Abteilung Münster

09.45 Uhr: Prof. Dr. Matthias Benad
Universität Bielefeld / Kirchliche Hochschule
"Bielefelds Entwicklung zur 'Hauptstadt der Diakonie'"

10.15 Uhr: Kerstin Stockhecke
Leiterin des Hauptarchivs der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel
"Bewegt und bewegend. Die Filmarbeit in Bethel von den zwanziger bis in
die fünfziger Jahre (mit Filmsequenzen)"

11.15 Uhr: Kaffeepause

11.45 Uhr: apl. Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl
Universität Bielefeld
"Diakonie und Medikalisierung. Die Betheler Anstalten und die
Bielefelder Krankenhauslandschaft im 19. und 20. Jahrhundert"

12.15 Uhr: Bärbel Thau
Evangelisches Johanneswerk e. V. Bielefeld
"'Feierabend im Altersheim' - Pastor Karl Pawlowski (1898-1964) als
'Motor' der Bielefelder Altenhilfe"

13.30 Uhr: Mittagsimbiss (nur nach Voranmeldung)

14.30 Uhr: Exkursionen (nur nach Voranmeldung)
1. Rundgang durch Bethel: Die Betheler Mutterhäuser und die Entwicklung
zum Sozialstaat (Leitung: Prof. Dr. Matthias Benad)

oder:

2. Rundgang durch Bethel: Christliche Kolonie und Medikalisierung
(Leitung: apl. Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl)

Die Rundgänge beginnen am Gemeindehaus und dauern jeweils ca. 1,5
Stunden.

Tagungsorte:
Der Vortrag am Freitag findet statt in der Neustädter Marienkirche, der
anschl. Empfang im zugehörigen Gemeindehaus. Die Vorträge am Samstag
finden statt im Gemeindehaus der Neustädter Marienkirche. Die Adresse
lautet: Papenmarkt 10a, 33602 Bielefeld.

Verbindliche Anmeldung:
Geschäftsstelle des Vereins für Geschichte und Altertumskunde
Westfalens, Abt. Münster, e. V. Fürstenbergstr. 15, 48133 Münster.

Melden Sie sich bitte auch dann an, wenn Sie nur an den Vorträgen
teilnehmen wollen.

Wichtige Hinweise zur Anmeldung:
Die Teilnahme an den Vorträgen ist kostenfrei. Der Preis für den
Mittagsimbiss inkl. 1 Getränke (Wasser, Saft) am Samstag beträgt 10,00 ?
pro Person. Die Kosten für eine der Führungen beträgt 3,50 ? pro Person.


Ihre Anmeldung wird berücksichtigt und ist verbindlich, sobald Sie die
anfallenden Kosten auf das Konto 95 054 334 bei der Sparkasse
Münsterland Ost (BLZ 400 501 50) überwiesen haben. Ohne vorherige
Bezahlung können wir Sie leider nicht für die Teilnahme an Mittagessen
und/oder Exkursion berücksichtigen. Falls Sie Ihre Teilnahme absagen
müssen, tun Sie dies bitte rechtzeitig vorher in der Geschäftsstelle
des Vereins.

Parkmöglichkeiten:
An der Kirche bzw. am Gemeindehaus gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Öffentliche Parkplätze befinden sich in der Nähe. Detaillierte
Angaben zu Parkplätzen finden Sie im Internet unter
www.bielefeld.de/de/ti/an_und_abreise/parken/

Die Neustädter Marienkirche bzw. das Gemeindehaus sind zu Fuß in ca. 20
Minuten vom Hauptbahnhof Bielefeld aus zu erreichen.

Weitere Informationen zur Anreise finden Sie unter
www.bielefeld.de/de/ti/an_und_abreise/uebersichtsplaene/



INFO

Hünenburg 13
48147 Münster
Tel.: 0251-5915972
Fax: 0251-5916820
URL: www.altertumsverein-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Apr 12 08:36:05 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 12 Apr 2010 08:36:05 +0200
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Filmnacht: Helden des Reviers - Auftakt der
Reihe "Rendezvous am Hochofen", Hattingen, 17.04.2010
Message-ID: 4BC2DB75.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Anke Höppener"
Datum: 09.04.2010, 09:18


AKTUELL

WDR-Filmnacht: Helden des Reviers - Auftakt der Reihe
"Rendezvous am Hochofen" im LWL-Industriemuseum Henrichshütte

Eine filmische Zeitreise durch das Revier der 1950er Jahre bis
heute, Musik und Gespräche mit Zeitzeugen - das erwartet die
Besucher der Reihe "Rendezvous am Hochofen". Der WDR hat
Ausschnitte aus rund 120 Filmen im Archiv aufgestöbert und die
gehobenen Schätze für insgesamt drei Abende puren
Ruhrgebietsvergnügen neu zusammengestellt. Zur
Auftaktveranstaltung "Helden des Reviers" lädt der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Kooperation mit der
WDR-Lokalzeit Dortmund am Samstag, 17. April, um 20 Uhr in sein
Industriemuseum Henrichshütte ein.

Von der Leinwand grüßen Ruhrgebiets-Ikonen wie Adolf Tegtmeier,
Tana Schanzara und Hape Kerkeling, Musiker von Extrabreit bis
Grönemeyer, aber auch die Menschen, die sich in Arbeitskämpfen,
Friedensdemos und Studentenprotesten für die Region und darüber
hinaus stark gemacht haben. Zwischendurch gibt es Musik und
Gespräche mit Zeitzeugen: Der mehrfach ausgezeichnete
Schriftsteller Josef Reding berichtet vom Wandel des Reviers.

Im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen verlebte er in der
Nachkriegszeit viele Jahre in den USA, Afrika und Asien, was
ihm für sein literarisches und journalistisches Schaffen einen
distanzierten Blick auf die Region ermöglichte. Liedermacher
Frank Baier erzählt über den erfolgreichen Kampf um die
Rheinpreußen-Siedlung in Duisburg in den 1970er Jahren.

Der Widerstand der Bewohner gegen den Abriss ihrer Häuser nimmt
einen hohen Stellenwert im Werk des "Ruhrpott-Barden" ein, der
mittlerweile selbst in der Siedlung wohnt. Mit seinen Liedern
engagiert sich Baier insbesondere im Kampf um Erhalt der
Arbeitsplätze in der Region.

In der Reihe "Rendezvous am Hochofen" geht es am Freitag, 4.
Juni, um 20 Uhr mit der WDR-Filmnacht "Helden des Sports"
weiter, am Freitag, 17. September, um 20 Uhr kommen die "Helden
der Arbeit" zu Wort. Die Reihe gehört zum Begleitprogramm der
Ausstellung "Helden. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen",
die der LWL vom 12. März bis 31. Oktober im LWL-Industriemuseum
zeigt.

Der Eintritt ist frei.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen
Tel.: 02324 9247-140
E-Mail: henrichshuette at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Apr 12 08:39:08 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 12 Apr 2010 08:39:08 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Spinnereigespraeche im LWL-Textilmuseum, 14.04.2010,
Bocholt
Message-ID: 4BC2DC2C.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Vera Lengersdorf"
Datum: 08.04.2010, 10:35


AKTUELL

Spinnereigespräche im LWL-Textilmuseum Bocholt
Mercerisier-Maschine und Vorstellung des Baufortschrittes

Zu den nächsten Spinnereigesprächen am Mittwoch, 14. April, von
16 bis 18 Uhr lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
in die Spinnerei Herding, Industriestraße 5 in Bocholt ein. Auf
dem Programm stehen der Fortschritt in der Depoträumung sowie
in der Baumaßnahme im Spinnereigebäude. Durch die Räumarbeiten
konnten nun erstmals alle Teile einer Mercerisier-Anlage, die
als letzte ihrer Gattung von Baumwollveredelungsanlagen vor
fast 20 Jahren in der Färberei Sitterthal in St. Gallen
demontiert wurde, nun im Depot zusammengetragen werden. Diese
Anlage soll in Bild und in Objekten vorgestellt und ihre
mögliche Verwendung im Museum diskutiert werden.

Auch auf der eigentlichen Museumsbaustelle geht es in großen
Schritten voran. Aus gebührender Entfernung wird im zweiten
Teil der Baufortschritt vorgestellt. Einen guten Eindruck von
der Lage des zukünftigen Treppenhauses ist bereits jetzt
möglich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Treffpunkt ist um 16 Uhr am Fabriktor, Industriestraße 5 vor
dem Spinnereigebäude.


INFO

LWL-Industriemuseum
Textilmuseum in Bocholt
Uhlandstraße 50
46397 Bocholt
Tel.: 02871 21611-0
E-Mail: textilmuseum at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Apr 12 08:44:05 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 12 Apr 2010 08:44:05 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Lehnemann,
Wingolf (Hrsg.): Georg Spormecker. Cronica Lunensis civitatis
Markanae
Message-ID: 4BC2DD55.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 08.04.2010, 09:31


LITERATUR

"Cronica Lunensis civitatis Markanae"
LWL gibt Chronik von Lünen und Westfalen heraus

In der Zeit von 1536 bis 1560 führte der Geistliche Georg
Spormecker die "Lünener Chronik. Unter dem Titel "Georg
Spormecker. Cronica Lunensis civitatis Markanae. Aufzeichnungen
eines westfälischen Geistlichen aus dem 16. Jahrhundert" gibt
die Historische Kommission für Westfalen beim
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Chronik jetzt in
einer neuen Edition heraus, die auf Grundlage des Manuskriptes
Spormeckers, heute in Privatbesitz, entstanden ist, aber auch
die Fortsetzungen anderer Autoren enthält.

Die von Georg Spormecker 1536 begonnene und bis 1560
fortgeführte Lünener Chronik ist der Forschung seit langem
bekannt und wurde erstmals 1760 einer breiteren Öffentlichkeit
zugänglich gemacht. Entgegen ihrem Titel 'Chronik der
märkischen Stadt Lünen' enthält sie keineswegs nur Nachrichten
aus der südwestfälischen Stadt und ihrer Umgebung, sondern auch
eine große Zahl von Informationen aus ganz Westfalen und
darüber hinaus, die nicht an anderer Stelle überliefert sind.

Für die Zeit bis 1457 wählte Spormecker die Darstellung als
Chronik, während er für die folgende Zeit jahrweise über die
Ereignisse berichtete. Der große Wert der Chronik liegt in der
Darstellung der Zeit zwischen 1457 und 1560, wobei die
Nachrichten aus den Jahren zwischen 1544 und 1560 besonders
zahlreich und detailliert sind.

Die Interessen aber auch der Kenntnisstand des abseits der
Zentren lebenden Chronisten sind in der Auswahl der von ihm
aufgezeichneten Ereignisse ablesbar; so fehlen z.B. Angaben zur
Reformation, die in den 1550er Jahren auch in Lünen Einzug
gehalten hat. Eine beigegebene Tabelle zeigt, welche Dinge er
für die einzelnen Jahre über Lünen, Westfalen, das Rheinland
und das damalige Deutsche Reich wusste oder für mitteilenswert
hielt.

Hintergrund
Der in Lünen geborene Georg Spormecker war nach seinem Studium
in Köln als Geistlicher zunächst in Dortmund, ab 1529 in Lünen
und später in Herbern tätig; er starb 1562. Seine in
lateinischer und niederdeutscher Sprache verfasste Chronik
wurde später von verschiedenen Autoren bis 1621 fortgeführt,
abgeschrieben und schließlich 1760 für den Druck redaktionell
bearbeitet.

Grundlage der neuen Edition, ist das eigenhändige Manuskript
Spormeckers, das sich in Privatbesitz befindet. Alle späteren,
nicht im Spormeckerschen Manuskript stehenden Nachrichten sind
als Anmerkungen bzw. als Fortsetzungen ebenfalls aufgenommen.
Die Edition unterscheidet sich damit grundlegend von den bisher
gedruckten Versionen. Den Lebensspuren Spormeckers geht der
Beitrag von Peter Löffler nach. Die Veröffentlichung wird
ergänzt durch umfangreiche Erläuterungen, Nachweise, ein
Register, Abbildungen und Karten.

"Die kommentierte, kritische Edition der Spormeckerschen
Chronik richtet sich sowohl an Fachleute als auch an historisch
Interessierte, die durch die beigegebene Übersetzung sowohl des
lateinischen als auch des niederdeutschen Textes sowie durch
umfangreiche Erläuterungen einen leichten Zugang zu dem Text
erhalten, der auch Lokalforschern viele Informationen bietet",
so Dr. Anna-Therese Grabkowsky, Geschäftsführerin der
Historischen Kommission für Westfalen beim LWL.


INFO

Georg Spormecker. Cronica Lunensis civitatis Markanae.
Aufzeichnungen eines westfälischen Geistlichen aus dem
16. Jahrhundert.
Hrsg. u. übers. v. Wingolf Lehnemann.
Mit einem Beitrag v. Peter Löffler.
Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte 2010. 364 S., 4 Abb.,
4 Karten
Veröffentlichungen der Historischen Kommission für
Westfalen XLIV: Quellen und Forschungen zur Kirchen-
und Religionsgeschichte, 8,
ISBN: 978-3-89534-748-1; 39,00 Euro





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Apr 12 08:56:00 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 12 Apr 2010 08:56:00 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2010/13
Message-ID: 4BC2E020.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 06.04.2010, 09:06


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2010-13 für den Zeitraum vom 20.03.2010 bis
zum 26.03.2010 mit insgesamt 15 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:
http://www.ulb.uni-muenster.de/cgi/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2010-13&fach=wes





Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/

Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html
http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib




Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Apr 12 09:13:50 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 12 Apr 2010 09:13:50 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Oeffentliche Praesentation des 'Zentrums
fuer Textedition und Kommentierung' (ZETEK), Muenster, 15.04.2010
Message-ID: 4BC2E44E.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Philipp Stenzig"
Datum: 01.04.2010, 16:17


AKTUELL

Öffentliche Präsentation des
'Zentrums für Textedition und Kommentierung' (ZETEK)
am 15.04.2010 im historischen Rathaus der Stadt Münster
Vortragsabend zu Origenes und Swift
'Ketzer und Klassiker - Klassiker und Ketzer'

Die Arbeit am 'Text', an der Sicherung von Textgestalt und
Textverständnis, gehört zur den zentralen Aufgaben der
geisteswissenschaftlichen Grundlagenforschung, die an der
Westfälischen Wilhelms-Universität eine besondere Tradition
hat. Sie umfasst in einem breiten zeitlichen und inhaltlichen
Bogen die Edition und Kommentierung von Texten, die aus
vergangenen Jahrhunderten und Jahrtausenden überliefert wurden
- davon zeugen weltweit bekannte Großprojekte, wie etwa das
'Novum Testamentum Graece', das anhand der ältesten
Handschriften den Text des Neuen Testamentes herausgibt, die
'Leibniz-Forschungsstelle Münster' die für die Ausgabe der
umfangreichen Korrespondenz des Universalgelehrten
verantwortlich ist, oder die 'Inscriptiones Graecae' mit ihrer
monumentalen Sammlung altgriechischer Inschriften.

Insgesamt 41 Editionsvorhaben sind im 'Zentrum für Textedition
und Kommentierung' zusammengeschlossen, das sich um
wissenschaftlichen Austausch und die Darstellung der Projekte
kümmert, die - neben der Universität - auch am Staatsarchiv und
anderen Münsterschen Einrichtungen beheimatet sind.

Um einer weiteren, auch außeruniversitären Öffentlichkeit einen
Einblick in die vielschichtige und interessante Arbeit der
Forscher zu ermöglichen, lädt das 'Zentrum für Textedition und
Kommentierung' zu einem unterhaltsamen Vortragsabend in die
Rüstkammer im historischen Rathaus der Stadt Münster ein. Am
Donnerstag, 15.04.2010 werden dort der Dekan der
Katholisch-Theologischen Fakultät, der Kirchenhistoriker Prof.
Dr. Dr. Alfons Fürst, und der Leiter des Ehrenpreis Centre for
Swift Studies, der Anglist Prof. Dr. Hermann Josef Real, aus
der Arbeit ihrer Editionsprojekte berichten.

Prof. Fürst widmet sich einem griechischsprachigen Theologen
des 3. Jahrhunderts, Origenes, dessen Werke später Anlass
erbitterter Streitigkeiten über zentrale dogmatische Fragen
wurden - das zweite Konzil von Konstantinopel (553) beschied
schließlich, der umstrittene Gelehrte habe sich mit seiner
Vorstellung einer 'Allerlösung', die selbst den Teufel und
seine Dämonen umfassen sollte, zu weit von der Lehre der Kirche
entfernt.

Prof. Real spricht über den irischen Schriftsteller Jonathan
Swift (1667-1745), der weithin als Verfasser von 'Gullivers
Reisen' bekannt ist. Welchen Zusammenhang es zudem zwischen dem
'Klassiker und Ketzer' Origenes und dem 'Ketzer und Klassiker'
Swift zu entdecken gibt, erfährt der interessierte Besucher auf
dem Vortragsabend. Darüber hinaus erwartet ihn ein
musikalisches Rahmenprogramm in Gestalt der 'Gulliver-Suite'
für zwei Violinen von Georg Philipp Telemann (1681-1767) und
eine Posterpräsentation mit Plakaten zu den Editionsprojekten
des 'ZETEK'. Herzliche Einladung an alle Interessierten!


INFO

Öffentlicher Abendvortrag
Donnerstag, 15. April 2010, 19.00 Uhr (s.t.)
Rüstkammer des Rathauses der Stadt Münster
Prinzipalmarkt 8-9
(Stadtweinhaus-Flügel, Zugang im Durchgang links
neben der Gaststätte)

Veranstaltungsdaten:
Vortragsabend "Ketzer und Klassiker - Klassiker und Ketzer
Datum: 15.04.2010
Zentrum für Textedition und Kommentierung (WWU)
c/o Mittellateinisches Seminar
Salzstraße 53
48143 Münster
Tel.: 0251/41469-17
Fax: 0251/41469-19
E-Mail: stenzig at uni-muenster.de
URL:
http://www.uni-muenster.de/Geschichte/hist-sem/MA-G/L3/forschen/ZETEK.html


Kontakt:
Philipp Stenzig
Seminar für Lateinische Philologie des Mittelalters und der Neuzeit
Salzstraße 53
48143 Münster
Tel.: 0174/2087818
Fax: 0251/41469-19
E-Mail: stenzig at uni-muenster.de
URL: http://www.uni-muenster.de/Mittellatein/stenzig.htm





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Apr 13 10:29:14 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 13 Apr 2010 10:29:14 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Landschaft Lesen Lernen: Ein Netzwerk
fuer Kulturlandschaftsfuehrer und
Kulturlandschaftsfuehrerinnen in Suedwestfalen
Message-ID: 4BC4477A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Susanne Thomas"
Datum: 12.04.2010, 12:25


AKTUELL

Landschaft Lesen Lernen
Ein Netzwerk für Kulturlandschaftsführer und
Kulturlandschaftsführerinnen in Südwestfalen

Am Donnerstag, dem 4. März 2010, startete im Großen
Sitzungssaal des Kreishauses Olpe das "Netzwerk
Kulturlandschaftsführer Südwestfalen" - ein Kooperationsprojekt,
dass vom Kreisheimatbund Olpe e. V., dem Heimatbund Märkischer
Kreis e. V. sowie der Kulturregion Südwestfalen entwickelt
wurde und das im Jahr 2010 vom Ministerpräsidenten des Landes
NRW gefördert wird. Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter
unterschiedlicher Heimatvereine, Museumsträger und Behörden aus
den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein sowie dem Märkischen
Kreis kamen zusammen, dazu zahlreiche Personen, die schon heute
in freiberuflicher Tätigkeit durch Kirchen und Museen, durch
Städte und Landschaften führen.

Die Kulturlandschaft der Kulturregion Südwestfalen ist ein ganz
entscheidender Faktor für die Identifikation der Menschen mit
ihrer Region. Wie Menschen zu unterschiedlichen Zeiten unter
den vorgegebenen natürlichen und gesellschaftlichen Bedingungen
ihre Landschaft genutzt und gestaltet haben, ist in
Südwestfalen noch an vielen Stellen ablesbar. Die eigene
"Landschaft lesen lernen", in dem man Einheimischen und
Zugezogenen, Geschäfts- und Feriengästen seine Heimat zeigt und
erklärt, macht vielen Menschen Freude und kann auch
wirtschaftlich für die gesamte touristische Infrastruktur
interessant sein.

Zwei Ziele verfolgen daher die Heimatbünde Olpe und Märkischer
Kreis als Initiatoren des Projektes: Zum einen sollen Personen,
die bereits Führungen anbieten oder dies vorhaben, sich besser
kennenlernen, Erfahrungen austauschen und sich miteinander
vernetzen. Dies soll auch die Vermarktung der angebotenen
Führungen verbessern.

Zum anderen sollen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen angeboten
werden für diejenigen, die an einem Einstieg in diese Tätigkeit
interessiert sind oder die ihre Führungen noch verbessern
möchten. Die Aus- und Weiterbildung zur
Kulturlandschaftsführerin bzw. zum Kulturlandschaftsführer in
Südwestfalen soll die Arbeit der Akteure in der Region deutlich
aufwerten und alle Teilnehmenden qualifizieren, die ihre
Tätigkeit ehrenamtlich oder erwerbsmäßig ausführen wollen. Das
Qualifizierungsseminar 2010 findet an zwei aufbauenden
Wochenenden vom 02. bis 04. Juli und vom 03. bis 05. September
statt. Weitere Informationen zu den Inhalten des Seminars
finden Sie im Internet unter:
www.kulturlandschaftsfuehrer.kulturserver-nrw.de.

Kontakt:
Netzwerk Kulturlandschaftsführer/innen Südwestfalen
Sabine Risse (Projektleitung)
Tel.: 02374/973924
E-Mail: risse at geosearch.de


INFO

Veranstaltungsdaten:
Landschaft Lesen Lernen
Datum: 02. bis 04. Juli und vom 03. bis 05. September
Kreisheimatverbände Kreis Olpe, Märkischer Kreis,
Kulturregion Südwestfalen
c/o Bismarckstr. 15
58762 Altena
Tel.: 02352-9667066
Fax: 02352-9667166
E-Mail: servicebuero at kulturregion-swf.de
URL: www.kulturlandschaftsfuehrer.kulturserver-nrw.de.

Kontakt:
Susanne Thomas
Kulturregion Südwestfalen
c/o Bismarckstr. 15
58762 Altena
Tel.: 02352-9667066
Fax: 02352-9667166
E-Mail: servicebuero at kulturregion-swf.de
URL: www.kulturregion-swf.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Apr 13 10:33:06 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 13 Apr 2010 10:33:06 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Was sagt das Gnadenbitten in
der spaetmittelalterlich-fruehneuzeitlichen Stadt ueber
die Verfasstheit der Kommune?, Muenster, 23.04.2010
Message-ID: 4BC44862.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Dorothea Brahm"
Datum: 13.04.2010, 10:14


AKTUELL

Im Rahmen des Freitags-Kolloquiums im Sommersemester 2010

spricht

Prof. Dr. Franz-Josef Arlinghaus, Bielefeld

über

Was sagt das Gnadenbitten in der
spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Stadt über die
Verfasstheit der Kommune? Einige Anmerkungen

am 23. April, 15.00 Uhr c.t.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Vortrag
Datum: 23. April 2010
Institut für vergleichende Städtegeschichte
Königsstr. 46
48143 Münster
Tel.: 0251/83 275 12
Fax: 0251/83 275 35
URL: www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte

Kontakt:
Königsstr. 46
48143 Münster
Tel.: 0251/83 275 12
Fax: 0251 / 83 275 35
URL: www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Apr 13 10:37:59 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 13 Apr 2010 10:37:59 +0200
Subject: [WestG] [POS] LWL-Freilichtmuseum Detmold,
Mitarbeiter/in fuer Oeffentlichkeitsarbeit
Message-ID: 4BC44987.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 13.04.2010, 09:10


STELLENAUSSCHREIBUNG

Im LWL-Freilichtmuseum Detmold - Westfälisches Landesmuseum für
Volkskunde - ist zum nächstmöglichen Termin die Stelle
einer/eines

Mitarbeiterin/Mitarbeiters
für Öffentlichkeitsarbeit

zu besetzen. Es handelt sich um eine unbefristete
Vollzeitstelle, die direkt der Museumsleitung zugeordnet ist.

Aufgabengebiete:
- Öffentlichkeits- und Pressearbeit, einschließlich der
Entwicklung von Medienstrategien
- Betreuung der internen und externen Kommunikation, dazu
gehören Printmedien, Websites und Werbeprodukte
- konzeptionelle Mitarbeit und Betreuung bei Events und anderen
fachwissenschaftlichen Projekten, z.B. Ausstellungen und
volkskundliche Filmdokumentationen
- redaktionelle Tätigkeit beim Museumsjahrbuch und anderen
Publikationen

Wir erwarten:
- ausgezeichnete Kenntnisse, insbesondere in den Bereichen
- Öffentlichkeits- und Pressearbeit
- Kontaktpflege zur Wirtschaft, zu Verwaltungen und zur
Wissenschaft
- fundierte Kenntnisse der Europäischen Ethnologie/Volkskunde
oder vergleichbarer Fächer einschließlich wissenschaftlicher
Forschung und Publikationen
- Erfahrungen in der Arbeit an einem größeren Museum sind
erwünscht
- Kontaktfreudigkeit, Teamfähigkeit sowie Flexibilität
- sehr gute, sichere und schnelle schriftliche und mündliche
Ausdrucksfähigkeit
- serviceorientiertes Handeln und Denken
- sehr gute mündliche und schriftliche Englischkenntnisse

Wir bieten:
- die Mitarbeit in einem hochmotivierten Team mit bis zu 120
Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern in einem der größten und
bedeutendsten Freilichtmuseen in Europa
- eine Vergütung nach Entgeltgruppe 11 TVöD

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Die Stelle ist grundsätzlich auch für Teilzeitkräfte geeignet.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
23/10 bis zum 20.04.2010 an den

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Apr 13 10:41:01 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 13 Apr 2010 10:41:01 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2010/14
Message-ID: 4BC44A3D.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 12.04.2010, 16:47


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2010-14 für den Zeitraum vom 27.03..2010 bis

zum 09.04.2010 mit insgesamt 28 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:
http://www.ulb.uni-muenster.de/cgi/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2010-14&fach=wes




Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/

Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html
http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib



Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Apr 13 10:44:38 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 13 Apr 2010 10:44:38 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Zwanzig Jahre danach: Eine neue juedische
Gemeinschaft?, Dorsten, 15.04.2010
Message-ID: 4BC44B16.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 12.04.2010, 14:04
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Zwanzig Jahre danach: Eine neue jüdische Gemeinschaft? Die
Folgen der Einwanderung russischsprachiger Juden nach
Deutschland

In einer weiteren Begleitveranstaltung zur Ausstellung
"Angekommen?!" geht das Jüdische Museum Westfalen den Folgen
der Einwanderung russischsprachiger Juden nach Deutschland
nach. Diese hat seit Beginn der 1990er Jahre zu großen
Veränderungen in der hiesigen jüdischen Gemeinschaft geführt,
die sich auch und gerade in den jüdischen Gemeinden
niederschlagen. Im zweiten Jahrzehnt der Einwanderung ist die
anfängliche Euphorie einer wechselseitigen Ernüchterung
gewichen.

Während mancherorts Distanz und Resignation zwischen
"Alteingesessenen" und "neu Zugewanderten" überwiegen, lassen
sich bisweilen auch neue Formen des Miteinanders beobachten.
Karen Körber versucht auf der Grundlage einer vergleichenden
Gemeindeforschung sowohl zentrale Konflikte und Probleme dieses
Wandels zu benennen als auch Chancen und Perspektiven jüdischen
Lebens in Deutschland aufzuzeigen. Sie fragt nach den
verschiedenen Erwartungshaltungen und diskutiert die
Identitätsmuster aus, die den spannungsreichen
Aushandlungsprozessen innerhalb der jüdischen Minderheit in
Deutschland derzeit zugrunde liegen.

Die Referentin des Abends, Dr. Karen Körber, ist Soziologin und
wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Europäische
Ethnologie/Kulturwissenschaft an der Philipps-Universität
Marburg. Sie beschäftigt sich mit Fragen von Migration,
Transnationalismus und Identität sowie mit der Einwanderung
russischsprachiger Juden nach Deutschland. Veröffentlichungen
u.a.: Juden, Russen, Emigranten. Identitätskonflikte jüdischer
Einwanderer in einer ostdeutschen Stadt. Frankfurt/New York
2005; Puschkin oder Thora? Der Wandel der jüdischen Gemeinden
in Deutschland, in: Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte
37, 2009.


INFO

Wann:
Donnerstag, 15. April 2010, 19.30 Uhr

Wo:
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Str. 1
46256 Dorsten-Zentrum
Eintritt: 5 Euro
Postfach 100 622
URL: www.jmw-dorsten.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Apr 15 10:27:12 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 15 Apr 2010 10:27:12 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Nofretete im Hellweg-Museum, Unna, 18.04.-16.05.2010
Message-ID: 4BC6EA00.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Kreisstadt Unna"
Datum: 13.04.2010, 13:50


AUSSTELLUNG

Nofretete im Hellweg-Museum
Replik der weltberühmten Büste der ägyptischen Königin ist vom
18. April bis 16. Mai in Unna zu sehen

Seit Oktober 2009 ist die 1912 bei Ausgrabungen entdeckte,
weltberühmte Büste der ägyptischen Königin Nofretete aus dem
14. Jahrhundert v. Chr. im wieder eröffneten Neuen Museum in
Berlin der große Publikumsmagnet. Auch in der Ausstellung "Das
große Spiel. Archäologie und Politik", die zurzeit im Ruhr
Museum in Essen zu sehen ist, trifft man auf die Schönheit vom
Nil. Hier wird die Kopie präsentiert, die 1914 für Kaiser
Wilhelm II. angefertigt wurde. Aber auch das Hellweg-Museum
beherbergt eine bemerkenswerte Replik der Königinnenbüste.

Der aktuelle Medienrummel um Nofretete war für die Leiterinnen
des Hellweg-Museums Unna Anlass, die im Museumsdepot
aufbewahrte Kopie genauer in Augenschein zu nehmen. Die
Recherchen führten zu einem überraschenden Ergebnis: Es handelt
sich nicht um eine der zahllosen anonymen Nachbildungen,
sondern um eine sehr frühe, qualitätvolle Replik, die
vermutlich in den 1920er-, spätestens in den 1930er-Jahren
entstanden ist.

Ausgangspunkt für die Nachforschungen war die Signatur
"Gebrüder Micheli, Berlin" am Sockel der farbig bemalten
Gipsbüste. Die 1824 in Berlin gegründete Gipsgießerei der aus
Italien eingewanderten Familie Micheli entwickelte sich im 19.
Jahrhundert zur führenden Firma im Bereich der Herstellung von
Büsten. Bis zum Ende der 1930er-Jahre ist die Werkstatt in
Berlin nachweisbar. Teile der Bestände - Nachbildungen von
berühmten antiken und zeitgenössischen Plastiken ebenso wie
Porträtbüsten von Goethe, Bismarck und vielen anderen
Persönlichkeiten - sind nach der Aufgabe der Firma von der
Gipsformerei der Staatlichen Museen Berlin übernommen worden.
Eine Replik der Nofretete aus der Werkstatt Micheli befindet
sich dort jedoch nicht, so die Auskunft des Leiters der
Gipsformerei Bertold Just.

Da vom Original nie ein Abguss hergestellt worden ist, beruhen
sowohl die Repliken der Staatlichen Museen wie die von Micheli
hergestellte(n) Nachbildung(en) auf freien Nachformungen durch
einen Bildhauer. Erst seitdem die Büste im Jahr 2007 mit einem
Streiflichtscanner abgetastet wurde, kann die Gipsformerei eine
fast hundertprozentig exakte Replik anfertigen.

Anders als die für Kaiser Wilhelm II. gefertigte Replik, bei
der das linke Auge ebenso wie andere Fehlstellen ergänzt wurden,
lehnt sich die "Unnaer Nofretete" eng an das Original an. Nach
Einschätzung von Bertold Just sind Abweichungen bei Form und
Bemalung festzustellen; der hohe kulturhistorische Wert stehe
jedoch außer Frage.

Wie das Stück nach Unna gelangte, ist nicht bekannt. Die Büste
befindet sich seit vielen Jahrzehnten im Bestand des
Hellweg-Museums. Der Zeitpunkt des Eingangs ist nicht mehr
rekonstruierbar; inventarisiert wurde die Replik erst im Jahr
1980 im Zuge der damaligen Neukonzeption. In der
Jubiläumsausstellung zum 75-jährigen Bestehen des Museums im
Jahr 2003 wurde die Büste in der Abteilung "Kurioses" gezeigt.

Nun können sich Besucher noch einmal selber ein Bild machen:
Vom 18. April bis zum Internationalen Museumstag am 16. Mai
2010 ist die "Unnaer Nofretete" im Hellweg-Museum zu sehen. An
diesem Tag findet auch ein Malwettbewerb statt, in dessen
Mittelpunkt die ägyptische Königin steht.


INFO

Hellweg-Museum
Burgstr. 8
59423 Unna
Tel.: 02303/256445
Fax: 02303/256569





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Apr 15 10:42:46 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 15 Apr 2010 10:42:46 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Aus dem "Deutschen Gedaechtnis", Luedenscheid,
21.04.2010
Message-ID: 4BC6EDA6.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "igb"
Datum: 14.04.2010, 10:43


AKTUELL

Im Rahmen unserer Vortragsreihe "Lüdenscheider Gespräche"
möchten wir Sie am 21. April 2010 zu einem Vortrag mit Prof.
Arthur Schlegelmilch einladen:


Aus dem "Deutschen Gedächtnis"
Referent: Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch

Insgesamt sind im Archiv des Instituts für Geschichte und
Biographie derzeit etwa 2.700 Interviews verzeichnet, hinzu
kommen Briefe, Fotos, Tagebücher, Biographien und
Autobiographien - teilweise als zusätzliche Dokumente zu
einzelnen Interviews, in großer Zahl aber auch als
eigenständige Sammlung.

Der Institutsleiter präsentiert ausgewählte Beispiele aus dem
Archivbestand und zeigt, auf welche Weise und mit welcher
Intensität sich Zeitgeschichte in den Lebensschicksalen
einzelner Menschen und in ihrer Erinnerung widerspiegelt. Dabei
wird deutlich, dass die an Brüchen und Wandlungen reiche
deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts nicht nur viel
Erinnerungsstoff bietet, sondern den Betroffenen stets auch die
Bereitschaft zu Verarbeitung und Selbstkritik, manchmal aber
auch zur Verdrängung abverlangt.


INFO

Zeit:
Mittwoch, 21. April 2010, 17 Uhr

Ort :
Institut für Geschichte und Biographie
Liebigstraße 11
58511 Lüdenscheid
Tel.: 02351-24580
Fax: 02351-39973

Die Veranstaltung findet in den Räumen des Studienzentrums statt.
Der Eintritt ist frei.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Apr 15 10:45:22 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 15 Apr 2010 10:45:22 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Ein umGARNendes Wochenende im
Hagener LWL-Freilichtmuseum, Hagen, 17./18.04.2010
Message-ID: 4BC6EE42.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 13.04.2010, 12:32


AKTUELL

Ein umGARNendes Wochenende im Hagener LWL-Freilichtmuseum
8. Kreativwochenende rund um Nadel und Faden

Nadel und Faden stehen am Wochenende, 17. und 18. April, im
Mittelpunkt der Kreativveranstaltung umGARNen im
LWL-Freilichtmuseum Hagen. Bereits zum achten Mal organisiert
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) diese
Veranstaltung, bei der Fans der textilen Handwerke schauen und
staunen können, Neues entdecken werden und Gelegenheit zum
Fachsimpeln finden.

An beiden Tagen von 11 bis 17 Uhr stellen die "Gasthandwerker"
in den kleinen historischen Fachwerkhäusern verschiedene
traditionelle Handwerkstechniken vor, die alle in irgendeiner
Form mit Nadel und Faden zu tun haben. Ob es sich um Weben,
Spinnen, Filzen, Nähen, Sticken, Stricken oder Perlen aufziehen
handelt, immer sind es traditionelle Handwerke. All das waren
früher eigenständige Handwerke, die dazu dienten, den
Lebensunterhalt zu erwerben. Heute haben sich die
unterschiedlichen Techniken oft zum Zeitvertreib und Hobby
entwickelt.

Das Thema Wolle können die Besucher vom Schaf bis zum fertigen
Garn verfolgen: Begonnen wird direkt am Wollproduzenten, dem
Schaf mit seinen Lämmern. Im LWL-Museum erleben die Besucher
den gesamten Prozess vom Scheren, Waschen und Kardieren, über
das Spinnen bis hin zum Färben der Garne. So können die
Besucher den Weg bis zum fertigen Wollknäuel gut verfolgen.
Dazu hat das LWL-Freilichtmuseum eine Spinnstube eingerichtet,
in der die Spinnerinnen ihre Arbeit zeigen und zum Mitmachen
einladen.

Ist der Faden erst gesponnen, ist die Nutzung fast unbegrenzt.
Die Besucher können sich ansehen, was daraus alles entstehen
kann: Dekoratives für das Heim, Spielzeug, Kindertrachten,
faire Ökomode, Handtaschen oder sogar Schmuck.

Damit es nicht nur beim Schauen bleibt, stehen einige
Mitmachaktionen für kleine und große Hand-arbeiter auf dem
Programm wie Garn spinnen, Teddies basteln und so einiges mehr.
Jeder kann Hand anlegen, um alles im wahrsten Sinne des Wortes
zu begreifen. Natürlich sind an diesem Wochenende auch viele
der anderen historischen Werkstätten des Frei-lichtmuseums
geöffnet, so dass einem umGARNenden Ausflug für die ganze
Familie nichts im Wege steht.


INFO

Interessierte können das Programm im Internet nachlesen:
http://www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Apr 15 10:51:16 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 15 Apr 2010 10:51:16 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL-Industriemuseum nimmt Maschinenziegelei in
Betrieb, Lage, 17./18.04.2010
Message-ID: 4BC6EFA4.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 13.04.2010, 14:30


AKTUELL

Ziegel im Sekundentakt
LWL-Industriemuseum nimmt Maschinenziegelei in Betrieb

Ziegel am laufenden Band produziert der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) wieder am Samstag und Sonntag, 17. und
18. April, in Lage. In der rund 80 Jahre alten
Maschinenziegelei des LWL-Industriemuseums werden zwischen 10
und 17 Uhr Rohlinge nach historischer Manier produziert.

Besucher können dieses Schauspiel hautnah miterleben: Sie
schauen den Museumsmitarbeitern über die Schulter, wie sie den
Dieselmotor mit Druckluft "anschießen" und die mit Ton
befüllten Loren mittels Seilwinde den Schrägaufzug zur
Maschinenziegelei hochziehen (10-11 Uhr und 14-15 Uhr). Jeweils
anschließend (11-12.30 Uhr und 15-16.30 Uhr) beginnen die Räder
des tonnenschweren Kollergangs unter ohrenbetäubendem Lärm den
Lehm zu mahlen. Im nächsten Schritt formt die Presse einen
kontinuierlichen Strang aus Ton, von dem im Sekundentakt die
Ziegelrohlinge abgeschnitten werden.

"Insgesamt werden wir an den zwei Tagen rund 10.000 Ziegel
herstellen. Sie werden zunächst getrocknet und später dann im
Ringofen und in unseren vielen Feldbrandöfen gebrannt",
berichtet Museumsleiter Willi Kulke. "Wir verkaufen die Ziegel
anschließend an Museen und Privatleute für die Restaurierung
historischer Gebäude."


INFO

Anschrift:
LWL-Industriemuseum - Ziegeleimuseum Lage
Sprikernheide 77
32791 Lage





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Apr 15 10:53:54 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 15 Apr 2010 10:53:54 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Jenseits vom Maerchenwald: Lesung zu neuen Helden
im LWL-Textilmuseum in Bocholt, 18.04.2010
Message-ID: 4BC6F042.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 14.04.2010, 17:47


AKTUELL

Jenseits vom Märchenwald
Lesung zu neuen Helden im LWL-Textilmuseum in Bocholt

Gehören Helden in die Welt der Sagen und Mythen oder sind auch
Märchen Heldendichtungen? Wie sehen Heldengeschichten heute
aus? Auf all diese Fragen gibt es Antworten bei der Lesung am
Sonntag, 18. April, um 16 Uhr im LWL-Textilmuseum in Bocholt.
Im Rahmen der neuen Sonderausstellung "Stroh zu Gold - Spindel,
Schiffchen, Märchenhelden" haben sich Klaudia Kroesen und Jutta
Haselhoff von der Bocholter Buchhandlung Böckenhoff und Honsel
auf die Suche begeben und neue Märchen und moderne Helden aus
der Literatur aufgespürt.

Jeder hat so seine Vorstellungen von Helden und Heldinnen. Sie
müssen jung und schön, tapfer und wagmutig oder tugendhaft und
edel sein. Kurzum, sie verkörpern all das, womit
Normalsterbliche so ihre liebe Last haben. Helden begehen eben
Heldentaten und erleben Abenteuer - sie wachsen über sich
hinaus, retten, erlösen, befreien und bringen Dinge zustande,
die sonst keinem gelingen.

Doch was hat sich an den Heldengeschichten im Laufe der
Jahrhunderte verändert? Der tapfere Siegfried aus dem
Nibelungenlied besitzt ebenso einen Tarnumhang wie Harry Potter
und Aladin aus 1001 Nacht saust genau wie Knister´s
Teppichpiloten auf einem fliegenden Teppich an jeden beliebigen
Ort.

Die Lesung bietet die einmalige Gelegenheit in die
Heldenschatzkiste zu greifen, neue mit alten Helden zu
vergleichen und zu sehen, wie sich Heldenfiguren mit der Zeit
verändern.


INFO

Lesung: Jenseits vom Märchenwald

Sonntag, 18. April 2010 um 16 Uhr

LWL-Industriemuseum
Textilmuseum in Bocholt
Uhlandstraße 50
46397 Bocholt
Tel.: 02871 21611-0
E-Mail: textilmuseum at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Apr 15 10:48:43 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 15 Apr 2010 10:48:43 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Die LWL-Ausstellung "Zimmer frei..." zeigt neue Wege
der Literaturpraesentation, Muenster, 14.-20.04.2010
Message-ID: 4BC6EF0B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 14.04.2010, 13:01


AUSSTELLUNG

Szenische Räume statt Flachware:
Die LWL-Ausstellung "Zimmer frei..." zeigt neue Wege der
Literaturpräsentation

Wie kann man Literatur anregend, erlebnisreich und spannend
ausstellen? Das ist gar nicht so einfach, denn Literatur ist
nun einmal nicht fürs Museum bestimmt. Wie also könnte dann
beispielsweise die Burg Hülshoff, das Geburtshaus der Dichterin
Annette von Droste-Hülshoff, zum Literaturort werden, der
internationales Publikum anzieht?

Die Literaturkommission für Westfalen beim Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) hat sich in Zusammenarbeit mit dem
Master-Studiengang "Bühnenbild_Szenischer Raum" der TU Berlin
mit dieser Frage auseinandergesetzt und Modelle von szenischen
Raumbildern entworfen. Der LWL präsentiert die zehn Modelle in
der Ausstellung "Zimmer frei... 10 Modelle für ein
Droste-Museum" in der Zeit vom 14. bis 20. April in der
Bürgerhalle des LWL-Landeshauses am Freiherr-vom-Stein-Platz in
Münster.

"Literatur lässt sich nur schwer in einer Vitrine darstellen.
Aber sie lässt sich übertragen und gestalten in szenischen
Raumbildern, die wiederum Betrachter und Besucher inspirieren
und hineinholen in eine sinnlich erfahrbar und begehbar
gemachte Literatur", so die LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara
Rüschoff-Thale. Das zeige die innovative Präsentation, die
entwickelt wurde für die Weltautorin aus dem Münsterland, so
Rüschoff-Thale weiter.

Die zehn Modelle und Entwürfe zeigen Ausstellungspavillons, die
unter verschiedenen thematischen Gesichtspunkten das Leben und
das Schreiben der Droste fokussieren. Ergänzt werden die von
fünf Studentinnen entworfenen und eigens gebauten Modelle durch
je ein großformatiges Projektbuch, das die Museumsideen in Bild
und Text vorstellt. "Hier werden neue Ausstellungshorizonte
aufgerissen. Die früher klassische Präsentationskiste des
Museums, die Vitrine, kommt nur noch ganz begrenzt und gezielt
zum Einsatz", so Prof. Dr. Walter Gödden, Geschäftsführer der
LWL-Literaturkommission.

Hintergrund der Ausstellung ist eine Zukunftsvision für die
Neunutzung der Burg Hülshoff, dem Geburtshaus der Dichterin in
Havixbeck direkt vor den Toren Münsters. Hier könnte ein
kultureller Ort, ein Literaturort entstehen, der Strahlkraft
weit über das Land hinaus entfaltet. "Dass im Zentrum die
literarische Ikone der Region stehen muss, ist nicht nur aus
der Sicht der Lokalpatrioten eine Selbstverständlichkeit", so
Dr. Jochen Grywatsch von der LWL-Literaturkommission.

Die Ausstellung deutet an, was in den Gebäuden und im Park der
Burg Hülshoff das Publikum anlocken könnte. "Entstanden sind
neue szenographische Kompositionen, die sich durch ein
harmonisches Zusammenspiel von Form und Inhalt und der
Gestaltungselemente Raum, Graphik, Licht und Medien
auszeichnen. Inhalte werden spannend umgesetzt, es entstehen
atmosphärische Raumbilder, die einer Dramaturgie folgen und die
Besucher entlang eines roten Fadens in eine Geschichte führen.
Eine anregende Schau, die zeigt, was möglich wäre und in welche
Richtung Ausstellungsplanungen heute gehen", erklärt Charlotte
Tamschick, Dozentin der TU Berlin.


INFO

Der LWL präsentiert die zehn Modelle in der Ausstellung "Zimmer
frei... 10 Modelle für ein Droste-Museum" in der Zeit vom 14.
bis 20. April in der Bürgerhalle des LWL-Landeshauses am
Freiherr-vom-Stein-Platz in Münster.

Kooperationspartner:
Master-Studiengang "Bühnenbild_Szenischer Raum" der Technischen
Uni-versität Berlin; Leitende Dozentin: Charlotte Tamschick,
Studierende: Franziska Fuchs, Caecilia Gernand, Janna Schaar,
Katharina Karaoglani, Dorothea Ronneburg.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Apr 15 10:31:05 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 15 Apr 2010 10:31:05 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neue Publikationen zur Gewerkschafts-
und Ruhrgebietsgeschichte
Message-ID: 4BC6EAE9.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 12.04.2010, 14:04
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


LITERATUR

Bewegungsforschung
Neue Publikationen
Schriften zur Gewerkschafts- und Ruhrgebietsgeschichte

Im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets wurden in den
vergangenen Wochen neue Publikationen im Bereich
Ruhrgebietsgeschichte herausgebracht. Es handelt sich dabei um
Forschungsarbeiten und publizierte Vorträge, in denen sich die
Aktivitäten des Instituts für soziale Bewegungen (ISB) sowie
der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets (SBR) widerspiegeln.
Sowohl das Institut als auch die Stiftung sind Herausgeber
einer je eigenständigen Schriftenreihe.

Im Zentrum der Publikationen stehen aktuelle Forschungen zu
sozialen Bewegungen und zur Sozialgeschichte aus deutscher und
internationaler Sicht. Sie werden ergänzt durch grundlegende
Arbeiten aus geschichts- und sozialwissenschaftlichen
Perspektiven.

Presseexemplare zur Rezension können gerne beim Essener
Klartext- Verlag angefordert werden! ( butt at klartext-verlag.de )

Mitteilungsblatt des Instituts für soziale Bewegungen Das
"Mitteilungsblatt des Instituts für soziale Bewegungen"
versammelt eigenständige Forschungsbeiträge zu sozialen
Bewegungen und zur Sozialgeschichte. Die Beiträge vermitteln
wichtige Kenntnisse über die Vielfalt wirtschaftlicher,
sozialer und politischer Strukturen aus historischer und
sozialwissenschaftlicher Perspektive. Sie erläutern den
Forschungsstand in international vergleichender Weise. Das
aktuelle Heft 42/2009 behandelt das Thema: Deutsche
Gewerkschaften und europäische Integration im 20. Jahrhundert
(335 Seiten).

Schriftenreihe A des Instituts für soziale Bewegungen Die
Schriftenreihe A vom ISB widmet sich sozialgeschichtlichen
Themen des 19. und 20. Jahrhunderts sowie Aspekten der
Entwicklung sozialer Bewegungen. Ende 2009 erschien der Band 42
von Karl Christian Führer über den Gewerkschafter Carl Legien
(1861-1920; 368 Seiten).

Schriftenreihe der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets In der
Schriftenreihe der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets werden
Vorträge publiziert, die im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets
gehalten wurden, dazu auch Forschungsaufsätze und Essays zur
Ruhrgebietsgeschichte. Zuletzt sind erschienen: Sebastian
Conrad: Globale Arbeitsmärkte und die 'Gelbe Gefahr'. 'Kulis',
Migration und die Politik der Differenz (Heft 30/2010 ) Dirk
van Laak: Land der Städte. Städtestadt. Literatur über das
Phänomen Ruhrgebiet 1911-1961 (Heft 29/2009)


INFO

Thea A.Struchtemeier, Dipl.Soz.Wiss.
Institut für soziale Bewegungen
Zentralinstitut der Ruhr-Universität im
Haus der Geschichte des Ruhrgebiets
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Clemensstraße 17-19
D-44789 Bochum
Tel.: +49/234/32-28768
URL: http://www.rub.de/isb/





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Apr 15 10:35:34 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 15 Apr 2010 10:35:34 +0200
Subject: [WestG] [AKT] "Kriegsgefangen! Bilder aus dem Lager Hemer" -
LWL erinnert mit neuer DVD an ein lange verdraengtes
Kapitel deutscher Geschichte
Message-ID: 4BC6EBF6.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 12.04.2010, 15:00


AKTUELL

"Kriegsgefangen! Bilder aus dem Lager Hemer" -
LWL erinnert mit neuer DVD an ein lange verdrängtes Kapitel
deutscher Geschichte

Um an das in der deutschen Geschichtserinnerung lange
verdrängte Kapitel der Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter im
"Dritten Reich" zu erinnern, hat der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) in Zusammenarbeit mit dem Verein für
Hemeraner Zeitgeschichte jetzt die DVD "Kriegsgefangen! Bilder
aus dem Lager Hemer" herausgebracht. Am 14. April sind es genau
65 Jahre her, dass amerikanische Truppen das
Kriegsgefangenenlager Stalag VI A im sauerländischen Hemer
befreiten.

Weit über 200.000 Kriegsgefangene waren von September 1939 bis
April 1945 dem Lager Hemer unterstellt, das damit zu den
größten Lagern im Deutschen Reich zählte. Unter unmenschlichen
Bedingungen wurden Menschen aus verschiedenen Nationen dort
gefangen gehalten - Hunger, Krankheit und Erschöpfung kosteten
viele Gefangene das Leben. Besonders schlimm war das Los der
Sowjetsoldaten, die ab Oktober 1941 im Stalag VI A inhaftiert
waren und unter brutaler Willkür zu leiden hatten.

Anlass für die DVD-Edition ist die Eröffnung der neuen
Informations- und Gedenkstätte Stalag VI A, die seit Ende März
im Stadtarchiv Hemer auf dem Gelände der Landesgartenschau zu
sehen ist. Am Montag, 12. April, wurde die DVD in Hemer
erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Hauptelement der DVD
sind Filmaufnahmen des Wachsoldaten Hugo Filbrich, der
1940/1941 im Lager Hemer stationiert war. Filbrichs Bilder, die
bereits 1995 auf VHS veröffentlicht worden waren, zeigen den
zeitgenössischen Blick eines deutschen Soldaten auf die
Zustände im Lager. Sie dokumentieren aber nicht die ganze
Wirklichkeit des Lebens und Leidens der Kriegsgefangenen,
sondern nur die vergleichsweise harmlose Lagersituation der
Jahre 1940/41.

In der DVD-Edition wird der 40-minütige Hauptfilm mit den
Aufnahmen Hugo Filmbrichs um zwei kurze Filme aus neu
entdecktem Filmmaterial ergänzt. Der erste Zusatzfilm zeigt
Auf-nahmen des Militärarztes Dr. Alfred Bauer, die ebenfalls um
1940/41 in Hemer entstanden sind und damit eine ähnliche
Lagersituation wie Filbrichs Filme präsentieren. Diese deutsche
Perspektive wird erweitert durch amerikanisches Filmmaterial,
das Kameraleute der US-Army unmittelbar nach der Befreiung der
Lager im April 1945 drehten.

"Darauf zu sehen sind bedrückende Bilder aus vermeintlichen
'concentration camps', bei denen es sich allerdings
nachweislich um Kriegsgefangenenlager des damaligen Wehrkreises
VI handelte: das Zweiglager Wesuwe im Emsland, das Stalag 326
in Stukenbrock-Senne sowie das Stalag VI F in Münster. Damit
liefert insbesondere dieser Kurzfilm eine wichtige neue Sicht
auf die Kriegsgefangenenlager des 'Dritten Reiches'. Die mit
einem umfangreichen Begleitheft versehene Edition vermittelt
anschaulich und eindrücklich, was zwischen 1939 und 1945
überall in Deutschland Realität war: die Internierung,
Ausbeutung und Misshandlung von Millionen Menschen", erklärt
Dr. Markus Köster, Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen.


INFO

Kriegsgefangen! Bilder aus dem Lager Hemer
Spielzeit ca. 52 Minuten (Hauptfilm und zwei Zusatzfilme),
Schwarz-Weiß und Farbe,
DVD, Preis 14,90 Euro.

Bezug:
LWL-Medienzentrum für Westfalen
Fürstenbergstr. 14
48147 Münster
Fax: 0251/ 591-3982
E-Mail: medienzentrum at lwl.org
URL: http://www.westfalen-medien.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Apr 15 11:00:47 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 15 Apr 2010 11:00:47 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Freitags-Kolloquium zu Problemen
vergleichender Staedtegeschichte: Programm Sommersemester 2010
Message-ID: 4BC6F1DF.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Dorothea Brahm" Datum: 15.04.2010, 09:20


AKTUELL

Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte
Datum: Sommersemester 2010

Programm

23.04.2010
Prof. Dr. Franz-Josef ARLINGHAUS, Bielefeld
Was sagt das Gnadenbitten in der spätmittelalterlich-
frühneuzeitlichen Stadt über die Verfasstheit der Kommune?
Einige Anmerkungen

07.05.2010
Dr. Elisabeth GRUBER, Wien
Öffentliches Bauen in der Kleinstadt: Baubetrieb, Organisation
und Abrechnung im oberösterreichischen Freistadt im 14.
und 15. Jahrhundert

21.05.2010
Jun.-Prof. Dr. André KRISCHER, Münster
Von der Alten Stadt zur Großstadt: London im 17. Jahrhundert

11.06.2010
Dr. Christian HOFFMANN, Hannover
Verfassung und Verwaltung der Städte des Niederstifts Münster
im späten Mittelalter und in der Frühen Neuzeit

09.07.2010
PD Dr. Christine HANNEMANN, Berlin
Wie die Vielfalt erforschen? Methodische Probleme vergleichender
Fallstudien am Beispiel ostdeutscher Kleinstädte

16.07.2010
Dr. Iris FLEßENKÄMPER, Münster
Ehekonflikte zwischen Verbrechen und Sünde: Zum Verhältnis von
weltlicher und geistlicher Strafgewalt in reformierten Städten
Nordwestdeutschlands im 17. Jahrhundert


INFO

Veranstaltungsdaten:
Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte
Datum: Sommersemester 2010

Kontakt:
Dr. Angelika Lampen
Institut für vergleichende Städtegeschichte
Königsstr. 46
48143 Münster
Tel.: 0251/ 83 275 12
Fax: 0251 / 83 275 35
URL: www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Apr 15 11:03:16 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 15 Apr 2010 11:03:16 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Jugend-Geschichtspreis des Juedischen Museums
Westfalen
Message-ID: 4BC6F274.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 15.04.2010, 08:31
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Zweite Runde:
Jugend-Geschichtspreis des Jüdischen Museums Westfalen

Das Jüdische Museum Westfalen möchte nach den guten Erfahrungen
des letzten Jahres auch in diesem Jahr wieder einen
Schülerwettbewerb durchführen für Erstlingsarbeiten junger
Forscher (Jahresarbeiten / Facharbeiten von Schülern etc.).
Dazu sind die Schülerinnen und Schüler der verschiedenen
Schultypen aus Westfalen, aber auch dem Rheinland, aufgerufen,
ihre Facharbeiten, Wettbewerbsbeiträge, Projekte u.ä., die
einen thematischen Bezug zur deutsch-jüdischen bzw. lokalen
jüdischen Geschichte und Gegenwart haben, sich aber auch mit
Themen aus der Zeit des Nationalsozialismus befassen können,
beim Jüdischen Museum Westfalen einzureichen.

Eine Jury, bestehend aus Geschichtslehrern, Historikern und
Vorstandsmitgliedern des Vereins für jüdische Geschichte und
Religion (Träger des Jüdischen Museums Westfalen) wird die
Arbeiten eingehend prüfen und dem Vorstand die drei besten
Arbeiten zur Prämierung vorschlagen. Die Preise bestehen in
Büchern zur jüdischen Geschichte und Kultur. Es besteht auch
die Möglichkeit der Vergabe von Sonderpreisen für
Gemeinschaftsarbeiten. Daneben erhalten die Preisträger eine
zweijährige Schnuppermitgliedschaft im Museumsverein.

Da sicherlich auch in diesem Jahr, vor allem im Rahmen der in
der Jahrgangsstufe 12 zu erstellenden Facharbeiten,
interessante Beiträge zu den genannten Themenfeldern verfasst
werden, würden wir uns freuen, wenn gelungene Arbeiten bei uns
eingereicht werden. Die eingereichten Arbeiten sollten bitte
mit einem kurzen Anschreiben versehen werden, das den Verfasser
der Arbeit mit Namen, Adresse, Emailadresse und Schulanschrift
sowie Alter und Jahrgangsstufe nennt.

Die Jury wird die Ergebnisse des Wettbewerbs im Herbst in einer
"kleinen" Feierstunde im Museum vorstellen und die Preise
überreichen. - Einsendeschluss ist der 31. Juli 2010.


INFO

Kontakt:
Jüdisches Museum Westfalen
Thomas Ridder M.A.
Julius-Ambrunn-Straße 1, 46282 Dorsten
Tel: 02362-951431
E-Mail: ridder at jmw-dorsten.de
URL: www.jmw-dorsten.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 19 11:53:08 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 19 Apr 2010 11:53:08 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Vreden: Lippenstift und Puderdose, bis 30.05.2010
Message-ID: 4BCC4424.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Kreis Borken"
Datum: 19.04.2010, 08:26


AUSSTELLUNG

Zeitraum der Sonderausstellung ?Lippenstift & Puderdose ...und was die
Dame sonst noch braucht" wird aufgrund des großen Interesses verlängert
Präsentation ist nun bis zum 30. Mai 2010 im kreiseigenen
Hamaland-Museum in Vreden zu sehen

Bis zum 30. Mai 2010 ist nun die Sonderausstellung ?Lippenstift &
Puderdose ...und was die Dame sonst noch braucht" im kreiseigenen
Hamaland-Museum in Vreden zu sehen. Das teilt jetzt Dr. Annette Menke,
Leiterin des Museums, mit. Aufgrund des großen Publikumsinteresses habe
man sich zu dieser Verlängerung des Ausstellungszeitraums entschlossen.
Vor allem gebe es viele ? größere und kleinere ? Gruppen, die eine
Führung wünschen. Unter der Telefonnummer 02564/ 39180 sind
Terminabsprachen möglich.
Bei den im Hamaland-Museum gezeigten Exponaten der Sonderausstellung
handelt es sich um die facettenreiche Privatsammlung von Ingrid Kösters
aus Gescher. Zu sehen ist damit ein beachtlicher Querschnitt aus diesem
nicht nur für die Damenwelt interessanten Themengebiet.


INFO

Das Hamaland-Museum in 48691 Vreden, Butenwall 4, hat dienstags bis
sonntags in der Zeit von 10 bis 17 Uhr geöffnet.


Eintrittspreise & Führungen:

Erwachsene
2,00 ?

Schüler/Ermäßigte
1,00 ?

Familienkarte
4,00 ?

Gruppen ab 10 Personen pro Person
1,50 ?

Gruppenführung (bis max. 25 Personen)
20,00 ?

Führung für Schulklassen
10,00 ?

Schulklassen
Freier Eintritt






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 19 12:15:17 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 19 Apr 2010 12:15:17 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Fotos von Glashuettenarbeitern im
LWL-Industriemuseum Glashuette Gernheim
Message-ID: 4BCC4955.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Vera Lengersdorf"
Datum: 15.04.2010, 11:25


AUSSTELLUNG

"Es ist ein unendliches Kreuz, Glas zu machen"
Fotos von Glashüttenarbeitern im LWL-Industriemuseum Glashütte
Gernheim

Es ist ein unendliches Kreuz, Glas zu machen."
Dieser Satz, der auch in einigen Varianten überliefert ist, wird
Glasmachern des Mittelalters zugeschrieben. Nun dient er als Leitmotiv
einer Ausstellung mit Fotos von Glashüttenarbeitern, die der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem LWL-Industriemuseum
Glashütte Gernheim zeigt. Am Sonntag, 18. April, um 15 Uhr wird Dr.
Katrin Holthaus, Kuratorin der Ausstellung, einen Vortrag über
Glashüttenarbeiter in der Fotografie halten. Der Vortrag ist
kostenlos, Besucher zahlen nur den Museumseintritt.

Die Fotos, die in der Glashütte Gernheim unter dem Titel: "Es ist ein
unendliches Kreuz, Glas zu machen - Glashüttenarbeiter in der
Fotografie: Helden?" gezeigt werden, zeigt Fotos des 20. und 21.
Jahrhunderts: Die Aufnahmen der unterschiedlichsten Fotografen zeugen
einerseits von der großen Bewunderung für das Können der Glasmacher.
Andererseits zeigen sie die Härte der industriellen Glasproduktion.

Exemplarische Stationen der Glasherstellung hielt etwa Albert
Renger-Patzsch seit den 1920er Jahren fast dokumentarisch fest. Wie
Szenen eines Stummfilms erschienen die Aufnahmen von Paul Wollf aus
zahlreichen Industriebetrieben. Beeindruckt von den handwerklichen
Fähigkeiten zeigt Heinrich Heidersberger Arbeitsabläufe der 1950er
Jahre bei Schott. Diese Bewunderung für den Glasmacher als Künstler
drückt sich noch in einigen Fotos der Gegenwart aus, so in Aufnahmen
der maestri von Murano.

Parallel zu dieser Ausstellung zeigt das Fotoforum Minden ebenfalls
eine Ausstellung mit eigenen Fotos zum Thema 'Helden'. Sie zeigen
unter
anderem die 'Helden der Arbeit'. Dabei haben die Fotografen
ungewöhnliche oder normalerweise verborgene Arbeitsstätten in den
Blick genommen.

Es ist ein unendliches Kreuz, Glas zu machen.
Glashüttenarbeiter in der Fotografie: Helden?
LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim, Petershagen
21.3.-117.2010
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 19 12:17:58 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 19 Apr 2010 12:17:58 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Bocholt=2C_Fahrradtour_vom_Westend_bi?=
=?utf-8?q?s_zur_Bahnhofstra=C3=9Fe=2C_21=2E04=2E2010?=
Message-ID: 4BCC49F6.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Vera Lengersdorf"
Datum: 15.04.2010, 17:06


AKTUELLES

Wie Bocholt zur Industriestadt wurde
Fahrradtour mit dem LWL-Textilmuseum vom Westend bis zur Bahnhofstraße

Zu einer Radtour auf den Spuren der Industriegeschichte
lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Mittwoch, 21.
April, nach Bocholt ein. Dr. Hermann Josef Stenkamp, Leiter des
LWL-Textilmuseums in Bocholt, empfängt die Teilnehmer um 15 Uhr am
historischen Rathaus.

Das starke Wachstum der Textilindustrie zwischen 1852 und 1914 hat das
Gesicht Bocholts völlig verändert. Tausende von Arbeitsplätzen
entstanden, neue Fabriken, neue Wohnviertel wurden angelegt. Wie diese
Entwicklung ablief und an welchen architektonischen Zeugnissen sich
die
einzelnen Wachstumsphasen ablesen lassen, zeigt diese von Dr. Hermann
Josef Stenkamp geführte Rundfahrt.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden zahlreiche Industriebetriebe
und Wohnviertel für Arbeiter und Fabrikanten in Bocholt. Wo stand die
erste Fabrik? Welche Verbindungen bestehen zwischen Flender, Siemens
und
ehemaligen Textilbetrieben? Welche Fabriken wurden durch Brand oder
Einsturzkatastrophen zerstört? Diese Fragen will der LWL-Museumsleiter
auf der zweistündigen Tour vom Westend bis zur Bahnhofstraße jeweils
an
den historischen Orten erläutern.

Das LWL-Textilmuseum bittet um vorherige Anmeldung unter Tel. 02871
21611-0. Die Kosten betragen 3 Euro pro Person.








From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 19 12:20:02 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 19 Apr 2010 12:20:02 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Schulprojekte zur "Helden"-Ausstellung
Message-ID: 4BCC4A72.94E3.00E5.0@lwl.org

16.04.2010

Helden-Werkstatt öffnet ihre Tore im LWL-Industriemuseum in Hattingen
Ausstellung stellt Arbeiten von 1.600 Schülern aus 30 Revierstädten
vor

Hattingen (lwl). Sie haben ihre Helden in Stein gemeißelt oder aus
Pappmaschee geformt, sie haben Throne für ihre Idole aus Film und
Sport
erschaffen, in Archiven nach Heldentaten geforscht, Leinwände bemalt,
Interviews geführt, Helden-Geschichten geschrieben und inszeniert,
programmiert und gedichtet: Rund 1.600 Schüler aus 30 Städten des
Reviers - von Bönen bis Xanten - haben sich im Rahmen der
"Helden-Werkstatt" des LWL-Industriemuseums gemeinsam mit ihren
Lehrern
fächerübergreifend mit Fragen rund um das Thema Helden beschäftigt.
Mehr
als 250 kreative Arbeiten sind auf diese Weise in den letzten beiden
Jahren entstanden.
Von: "Vera Lengersdorf"
Datum: 16.04.2010, 13:24


AUSSTELLUNG

Die Ergebnisse aus dem begleitenden Schulprojekt zur
Kulturhauptstadt-Ausstellung "Helden. Von der Sehnsucht nach dem
Besonderen" präsentiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
jetzt in seinem Industriemuseum Henrichshütte Hattingen. Die
Helden-Werkstatt läuft parallel zur "großen" Helden-Ausstellung bis
31.
Oktober 2010 in Hattingen und lädt vor allem Kinder und Jugendliche
dazu
ein, sich selbst einen Eindruck von der Vielfalt der Heldenbilder zu
machen oder in die Rolle von Helden zu schlüpfen. Wer will, kann
versuchen, die Welt anzuheben, sein Heldenwissen zu erproben oder den
Superman in sich zu suchen.

"Das LWL-Industriemuseum hat im Rahmen der Helden-Werkstatt mit 38
Schulen zusammengear-beitet. Das ist in dieser Größenordnung ein
bislang
einmaliges Projekt in der deutschen Museumslandschaft", sagte
LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale am Freitag (16.4.)
bei
der Eröffnung der Mitmachausstellung im historischen Teil der
Gebläsehalle. Sie dankte den 150 beteiligten Lehrern für ihr
Engagement und ihre Kooperationsbereitschaft, allen Schülern sowie
insbesondere dem Land Nordrhein-Westfalen, das die Helden-Werkstatt
maßgeblich finanziert hat.

"Für die Helden-Werkstatt waren die Schulpartner besonders wichtig",
so
die Kulturdezernentin weiter. Mit Hilfe der Lehrer sei es möglich
gewesen, einerseits Fächer- und schulformübergreifend Kinder und
Jugendliche allen Alters einzubeziehen, auf der anderen Seite bei der
Umsetzung der Projekte in Klassenverbänden, Schul-AGs und Kursen aber
jeweils alters- und leistungsgerecht vorzugehen.

Um das Thema Helden gemeinsam mit Lehrerinnen und Schülern zu
erarbeiten, ist das Pädagogen-Team des LWL-Industriemuseums stark auf
die Bedürfnisse der Partnerschulen eingegangen. "Es gab viele
Gespräche
und regelmäßige Treffen mit Schulleitern und Lehrern. Wir haben
Schulprogramme gesichtet, Unterrichtsmodule für eine ganze
Fächerpalette
entworfen und dabei sehr viel über Schule und Schulalltag gelernt", so
Projektleiterin Anja Hoffmann vom LWL-Industriemuseum. Umgekehrt
profitierten die Schulen von den Möglichkeiten des Museums als
"außerschulischer Lernort". So meißelten auf der Zeche Nachtigall in
Witten Schüler ihre Vorbilder in Stein, auf der Henrichshütte
Hattingen
gossen sie sie in Metall.

Für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen hat das Team des
LWL-Industriemuseums eine umfangreiche Palette an Führungen und
Workshops zum Thema konzipiert. "Wir setzen auch dabei stark aufs
Mitmachen und Entdecken", so Anja Hoffmann. Das Spektrum der Angebote
reicht vom Rollen- und Verkleidungsspiel unter dem Motto "Pippi,
Wickie
und Co." über Bastelangebote und "Social Painting" bis hin zu
speziellen
Programmen für Schulklassen mit blinden und sehbehinderten Schülern
(Überblick s. u. und im Netz unter www.helden-werkstatt.lwl.org). Zum
Begleitprogramm gehören außerdem ein Theaterfestival am 15. Juni, bei
dem vier Schulen ihre selbst erarbeiteten Stücke vorstellen, sowie das
Ferienprogramm "Helden-Reise" (17.-19.8.).

Führungen und museumspädagogische Programme in der Helden-Werkstatt

Teilnehmerzahl max. 20 I Dauer: 1,5 Stunden I Kosten: 40 Euro plus
Eintritt

Mind. 2 Begleitpersonen (Eintritt frei) I Unterrichtsmaterialien zum
Thema können unter www.helden-werkstatt.lwl.org heruntergeladen oder
telefonisch angefordert werden.

Infos und Buchung unter Tel 02324 9247-142, Fax 02324 9257-143,
E-Mail:
helden at lwl.org



Pippi, Wickie und Co.
Rollen- und Verkleidungsspiel
Alter: 7-10 Jahre

Einsam oder gemeinsam!
Sind Helden teamfähig?
Alter: 11-14 Jahre

Wie erkennt man einen Helden?
Für Schulklassen mit blinden und sehbehinderten Kindern

Bin ich ein Held?
Rollenspiel mit Kostümen
Für Schulklassen und Gruppen mit sonderpädagogischem Förderbedarf
Alter: 9-12 Jahre, mind. 3 Begleitpersonen (Eintritt frei)

HELDEN-Taten
Bastelwerkstatt für Kinder
Wir bieten Führungen durch die Ausstellung für Kinder von 6-10 und
11-14 Jahren mit wechselnden Werkstätten. Dauer: 3 Stunden I
Teilnehmer
max. 25 I Kosten: 2 Euro Eintritt
plus 5 Euro Materialkosten


Werkstatt-Themen

Guck Mal! Denk Mal! Mach Mal!
Helden werfen sich in Pose. Immer zeigen sie sich von ihrer
"Schokoladenseite." Die Kinder probieren vor den Ausstellungsobjekten
verschiedene Posen ein. Anschließend werden Helden-Denkmäler in Ton
geformt.

Helden können sich verwandeln
Die Kinder erkunden unterschiedliche Helden und schlüpfen selbst in
Helden-Kostüme. Zusammen mit ihren Lieblingsobjekten posieren sie dann
für ein Foto, das sie mit nach Hause nehmen können.

Helden der Lüfte
Die Kinder bauen Fluggeräte für und mit ihren Helden und bringen sie
auf dem Museumsgelände zum Fliegen.

Helden - alle aus einem Guss?
Helden tragen Orden und gewinnen Medaillen. Der Workshop lässt
Jugendliche unter Anleitung ein Modell für ihre Medaille entwerfen. In
der Schaugießerei des Fördervereins Industriemuseum Henrichshütte e.V.
können sie ihr Modell in Sand einformen und in Aluminium abgießen.

Social Painting " Helden der Welt "
Kunstaktion von Klaus Schröer bis 25.9.2010
(offene Termine am 18.4., 23.5., 20.6., 8.8., 5.9., 3.10., jeweils
10-16 Uhr
Jeder malt seinen Helden. Die Zeichnungen werden nach einem
statistischen Verfahren zu einem einzigen Bild verschmolzen. Das Bild
findet dann - unter Angabe der einzelnen Künstlerinnen und Künstler -
einen Platz in der Helden-Werkstatt.

HELDEN-Werkstatt
Kinder- und Jugendausstellung
16.4.-31.10.2010
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33, 45527 Hattingen
Geöffnet Di-So 10-18 Uhr, Fr 10-21.30 Uhr
Eintritt: Erwachsene 2,40 ?, Kinder, Jugendliche und Schüler (6-17 J.)
1,50 ?, Familienkarte 5,80 ?


HELDEN. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen
12. März bis 31. Oktober 2010
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33 I 45527 Hattingen
Geöffnet:: Di - So 10 - 18 Uhr, Fr 10 - 21.30 Uhr
Eintritt (inkl. Museum und HELDEN-Werkstatt): Erwachsene 6 ?, Kinder,
Jugendliche und Schüler (6-17 J.) 4 ?, Familienkarte 13 ?

Infos:
http://www.helden-ausstellung.lwl.org
http://www.helden-werkstatt.lwl.org
Tel. 02324 9247-142 I E-Mail: helden at lwl.org





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 19 12:22:16 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 19 Apr 2010 12:22:16 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Helden im Zeichen von Schlaegel und Eisen,
Dortmund ab 18.04.2010
Message-ID: 4BCC4AF8.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 15.04.2010, 13:47

AUSSTELLUNG

15.4.2010
Helden im Zeichen von Schlägel und Eisen
Ausstellung zum Denkmalkult im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

"Die Kompagnie erfüllt hiermit die traurige Pflicht,
Ihnen die traurige Mitteilung zu machen, dass Ihr Ehemann, der
Wehrmann
Theodor Wischermann in treuer Pflichterfüllung am 5.3.1916 im Kampfe
vor
Verdun den Heldentod gestorben ist."

Diese Mitteilung machte Anna Wischermann aus Bottrop mit einem Schlag
zur Kriegerwitwe. Sie musste sehen, wie sie sich und ihre zwei kleinen
Kinder durchbrachte. Ganz ähnlich war das Schicksal der
Hinterbliebenen
von Grubenunglücken. Auf den Feiern, die den Grubenkatastrophen
folgten,
sprachen die Redner immer öfter vom "heldenhaften Einsatz auf dem Feld
der Arbeit". In der neuen Sonderausstellung "Helden im Zeichen von
Schlägel und Eisen" zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL) vom 18. April bis 22. August 2010 in seinem Industriemuseum
Zeche
Zollern, wie im Revier den Opfern von Grubenunglücken und Kriegstoten
des Bergbaus gedacht wurde.

Die Schau macht anhand von Fotos, Texten und Objekten ein Stück
Denkmalkultur und politische Geschichte des Reviers zwischen dem
späten
Kaiserreich und den frühen Jahren der Bundesrepublik anschaulich.
Prominentestes Objekt ist ein Denkmal für die 46 tödlich verunglückten
Bergleute der Zeche Zollern, das aus Dortmund-Marten in die alte
Zechenwerkstatt nach Bövinghausen transportiert wurde. Mitte Juni wird
eines der ganz wenigen noch erhaltenen Denkmale für die gefallenen
Bergleute der Zeche Ickern aus Castrop-Rauxel hinzukommen. Bis dahin
dient ein Großfoto als "Platzhalter".

Dokumentiert sind in der Ausstellung die insgesamt 114 größeren
Grubenunglücke mit zehn und mehr Opfern, die zusammen 4.014 Tode
forderten. Hinzu kamen Hunderte kleinerer Unglücke. "Die Familien
standen nach dem Schicksalsschlag durch Schlagwetterexplosionen und
Grubenbrände vor dem Nichts. Zwischen Reden und Ritualen und der
Lebenswirklichkeit der Hinterbliebenen klaffte eine große Lücke",
erklärte LWL-Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus am Donnerstag (15.4.)
bei der Vorstellung der Ausstellung in Dortmund.


Hintergrund

Im späten 19. Jahrhundert entstanden erste öffentliche und private
Denkmale für die Opfer der Arbeit im Bergbau. Aber anders als die
Kriegerdenkmale standen sie abgerückt auf stillen Friedhöfen. Ulrike
Gilhaus: "Die ständige öffentliche Erinnerung an den hohen Blutzoll
des
Berg-baus war unerwünscht." In Parlamenten und Zeitungen lieferten
sich
die politischen Lager heftige und zum Teil polemisch geführte
Debatten.
Das "Antreibe- und Ausbeutersystem" des Bergbaus, das für die Unglücke
verantwortlich gemacht wurde, stand am Pranger. Der Bergbau brauchte
Symbole der Beschwichtigung und Heroisierung seiner Opfer. Die
abstrakte
Formensprache der anfänglich schlichten Obelisken wich deshalb noch
vor
dem Ersten Weltkrieg zunehmend drama-tischen Monumenten, um
schließlich
Platz zu machen für naturalistische Denkmale expliziter
"Helden-Bergarbeiter". Zunehmend beschworen sie die
Schicksalhaftigkeit
der Unglücke und die "Majestät des Todes". Sie belegen eine wachsende
Abwehrhaltung gegen die stetige gesellschaftliche Anklage.

Die neuen Rituale des Bergbaus lehnten sich an die parallel geführten
"unabwendbaren" Kriege an. Dem Kriegstod wurde nationale
Sinnhaftigkeit
zugeschrieben. Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelten
Bergbaukonzerne
und Politik Deutungsmuster und Bewältigungsstrategien für die neue
Dimension der Grubenunglücke. Wie die Toten "auf dem Feld der Ehre"
wurden auch die Toten auf dem Feld der Arbeit immer mehr zu "Helden im
Zeichen von Schlägel und Eisen".

Die Dortmunder Präsentation ist ein Begleitprojekt zur
Kulturhaupthauptstadt-Ausstellung "Helden. Von der Sehnsucht nach dem
Besonderen", die der LWL bis 31. Oktober in seinem Hattinger
Industriemuseum zeigt.


INFO

Helden im Zeichen von Schlägel und Eisen
Denkmale für verunglückte und gefallene Bergleute im Ruhrgebiet
18. April bis 22. August 2010; Eröffnung: So, 18.4.2010, 11 Uhr
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Grubenweg 5, 44388 Dortmund
Geöffnet Di - So 10 - 18 Uhr





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 19 12:42:55 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 19 Apr 2010 12:42:55 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Neues Programmheft "Komm mit nach damals",
Stadtmuseum Lippstadt
Message-ID: 4BCC4FCF.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Stadt Lippstadt"
Datum: 19.04.2010, 12:41


AKTUELL

Stadtmuseum Lippstadt: Neues Programmheft "Komm mit nach damals" ist
da

Ab sofort liegen die druckfrischen Broschüren mit dem neuen
museumspädagogischen Programm ?Komm mit nach damals 2010/11? im
Stadtmuseum und weiteren städtischen Ausgabestellen bereit. Bereits im
dritten Jahr erfreuen sich die Angebote einer großen Nachfrage bei
Kindern und Eltern. In Kooperation mit städtischen und auswärtigen
Veranstaltern bietet das Stadtmuseum auch in diesem Jahr wieder ein
abwechslungsreiches Angebot, wobei es dieses Mal Vielfältiges zum Thema
Hexen zu hören und zu sehen gibt. In den Herbstferien wird wieder eine
Woche ?Geschichte mit Pfiff? gemeinsam mit dem Jugend- und
Familienbüro und dem Stadtarchiv angeboten. Natürlich sind auch die
beliebten Kindergeburtstage mit der Naturpädagogin Manuela Becker wieder
im Programm. Auch der Klassiker, das Museumssuchspiel, wird im
Jubiläumsjahr zum Thema ?Licht - Wasser - Leben in unserer
825-jährigen Stadt? weiterhin angeboten. Weitere Informationen
finden Sie unter www.lippstadt.de/stadtmuseum.





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 19 15:05:12 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 19 Apr 2010 15:05:12 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Privatsammler Walter Remy uebergibt der WWU rund
650 altsprachliche Bibeln
Message-ID: 4BCC7128.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Pressestelle der WWU Münster"
Datum: 19.04.2010, 15:02


AKTUELL

"Ein großartiges Ereignis"
"Ein Juwel für Münster": Privatsammler Walter Remy übergibt der WWU
rund 650 altsprachliche Bibeln

Für die Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) Münster sei es "ein
großartiges Ereignis", betonte WWU-Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles.
Andere Gäste und Redner sprachen von einer "epochalen Sammlung"
beziehungsweise "von einem bedeutenden Tag" für das Bibelmuseum" der
WWU. Das Lob und die Freude haben ihren guten Grund: Heute (19. April)
hat die Universität Münster die europaweit größte Bibel-Sammlung aus
Privatbesitz erhalten. Der aus Betzdorf/Sieg stammende Jurist Walter
Remy hat über viele Jahre hinweg hunderte Bibeln zusammengetragen - den
altsprachlichen Teile davon, exakt 652 Werke, hat er jetzt der
Universität überlassen. Sie werden im Institut für Neutestamentliche
Textforschung (INTF) wissenschaftlich erschlossen und zum Teil im
angeschlossenen Bibelmuseum der Öffentlichkeit präsentiert.

Bislang lag der Schwerpunkt des Instituts auf der Rekonstruktion des
Urtextes des griechischen Neuen Testaments. "Die Sammlung Remy ist ein
Juwel für Münster und für uns eine wundervolle Ergänzung, denn mit ihrer
Hilfe können wir nun erforschen, wie der Bibeltext in der Neuzeit
editiert wurde. Für uns ist die Übergabe ein historisches Ereignis",
erklärte Prof. Dr. Holger Strutwolf, Direktor des INTF und des
Bibelmuseums. Rund 500 Bibeln von der Antike bis zur Neuzeit zeichnen
dort bislang die Geschichte der Bibel und damit auch die Geschichte des
Buches insgesamt nach. Der Bestand wird durch die neuen Bände also mehr
als verdoppelt.

Walter Remy zeigte sich von der Resonanz seiner mehr als
sechzigjährigen Arbeit beeindruckt. ?Ich bin überwältigt und hätte
niemals mit so einem Echo gerechnet", sagte der 75-Jährige während des
Festakts. Als besondere Überraschung übergab er Ursula Nelles zusätzlich
eine Luther-Bibel aus dem Jahr 1534 mit Zeichnungen des
Renaissance-Malers Lucas Kranach. ?Die habe ich bei einer Freundin auf
dem Dachboden gefunden", erzählte er. Ursula Nelles und Holger Strutwolf
freuten sich sichtlich über das Geschenk, das nun ebenfalls in den
Bibelbestand aufgenommen wird.

Der Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Thomas Sternberg, der neben dem
ehemaligen Regierungspräsidenten Jörg Twenhöven und dem ehemaligen
Stadtdirektor von Recklinghausen, Peter Borggraefe, als Vermittler
wesentlichen Anteil daran hatte, die Sammlung nach Münster zu holen,
betonte, dass nicht nur die Evangelisch-Theologische Fakultät, zu der
INTF und Museum gehören, von der Überlassung der Bibeln profitiert. "Für
beide Theologien ist die Sammlung außerordentlich wichtig. Es sind
Stücke von außerordentlicher Seltenheit darunter, Münster darf sich
über die europaweit bedeutendste private Bibelsammlung freuen." Der
Hauptteil der Bibeln ist in Latein geschrieben, das heißt, es sind
überwiegend katholische Bibeln. Auch für den WWU-Exzellenzcluster
"Religion und Politik" werden die Bände "bedeutsame
Forschungsgegenstände" sein, unterstrich Cluster-Sprecher Prof. Dr.
Gerd Althoff.

Die Sammlung Remy wurde mit erheblicher finanzieller Unterstützung der
Kulturstiftung der Länder, der Kunststiftung des Landes
Nordrhein-Westfalen, der Staatskanzlei NRW und des Exzellenzclusters
erworben. Dr. Michael Reitemeyer von der Staatskanzlei verwies auf das
Schwerpunktprogramm "Substanzerhalt" der Landesregierung: "Wir wollen
Fragen beantworten wie: Was ist das entscheidende an unserer kulturellen
Substanz? Woher kommen wir? Was sind unsere geistigen Wurzeln?" Dafür
sei die Sammlung bestens geeignet.

Walter Remy stammt aus einem Elternhaus, das auf eine 350-jährige
hugenottische Tradition zurückblickt. Schon in seiner Kindheit wurde die
Bibel zu einem zentralen Bezugspunkt des täglichen Lebens. Sowohl
während seines Studiums als auch während seiner Tätigkeit als Anwalt
verlor der heute 75-Jährige nie das Interesse an alten Büchern und
Bibeln. Er besuchte zahlreiche nationale und internationale
Buch-Auktionen und -messen sowie Antiquariate. Seit der Schließung
seiner Anwaltspraxis im Jahr 2000 widmet er sich seinem eigenen
Antiquariat, das er unter dem Namen "Remigius" in Betzdorf führt.


INFO

Links:
http://www.uni-muenster.de/NTTextforschung/
Institut für Neutestamentliche Textforschung





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 19 15:45:16 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 19 Apr 2010 15:45:16 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Martin Vomberg,
Das Rechenbuch des Hermann Vasbach (1534-1624), 2010
Message-ID: 4BCC7A8C.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Vormberg, Martin" m_vormberg at kirchhundem.de
Datum: 19.04.2010, 15:40


LITERATUR

Das Rechenbuch des Hermann Vasbach (* 1534 + 1624).
Ein Kassen- und Familienbuch aus der Zeit der Wende zum 17.
Jahrhundert.
Bearbeitet von Martin Vormberg.

Gut Vasbach ist ein seit dem 15. Jahrhundert nachweisbares Mühlengut
zwischen den Orten Kirchhundem und Herrntrop im Kreis Olpe. Die Besitzer
betrieben außer der Mühle zeitweise auch eine Stahlschmiede. Über
Generationen waren sie auch Richter oder Gerichtsschreiber am
kurfürstlichen Gericht in Bilstein. Der Hoferbe Hermann Vasbach legte
1581 ein Kassen- und Familienbuch an, in das er Nachrichten zur
Familiengeschichte und wirtschaftliche Betätigungen verzeichnete.
Interessant sind dabei insbesondere die Aufzeichnungen zur von ihm in
den Jahren von 1581 bis 1583 betriebenen Stahlschmiede sowie der Mühle.
Das von ihm selbst als Rechenbuch bezeichnete Stück beinhaltet
Aufzeichnungen zu Personal der Vas-bach und macht auch überregionale
wirtschaftliche Kontakte (Siegen, Hilchenbach, Köln, Schmallenberg,
Attendorn usw.) deutlich. Es enthält genealogische Aufzeichnungen, die
weit vor dem Beginn der Kirchhundemer Kirchenbücher liegen und insofern
für alle Nachkommen der Vasbachs von Bedeutung sind. Da auch Taufpaten
angegeben werden, wird deutlich, in welchen gesellschaftlichen Kreisen
die Familie Vasbach verkehrte. Als Taufpaten von Kindern Hermann
Vasbachs erscheinen u.a. der spätere Paderborner Fürstbischof Dietrich
von Fürstenberg und der spätere Landdrost des Herzogtums Westfalen
Kaspar von Fürstenberg. Eine Taufpatin war Dorothea Becker, Ehefrau des
Bilsteiner Richters Franz von der Hardt, die etwa zeitgleich als Hexe
angeklagt war und einen Folterprozess über sich ergehen lassen musste.
Da Hermann Vasbach oft auch Anlässe verzeichnete, aus denen er Zahlungen
an sein Personal tätigte, ergeben sich zahlreiche Hinweise auf Märkte,
Kirmessen, Schießspiele, Fastnachtsfeiern u.ä., wodurch ein
interessanter Einblick in das gesellschaftliche Leben der Zeit um 1600
gegeben wird. Fortgeführt wurde das Buch von seinem Sohn Eberhard
Vasbach (* 1570 + 1629) und dem Enkel Johannes Vasbach (* 1604 + 1653).
Bei dem Rechenbuch handelt es sich um eine bedeutsame Quelle zur
Wirtschafts-, Sozial- und Familiengeschichte des südwestfälischen
Raumes.

Das Gemeindearchiv Kirchhundem veröffentlicht in Kürze eine
Transliteration des Rechenbuches, versehen mit einer zwölfseitigen
Einleitung sowie einem Personen- und Ortsnamenindex. Das 71 Seiten
umfassende Werk im Format DIN A 4 kann zum Preis von 10 ? zzgl.
Versandkosten vorbestellt werden beim Gemeindearchiv Kirchhundem,
Hundemstr. 35, 57399 Kirchhundem, Tel.: 02723 40929, Fax: 02723 9250129,
E-Mail: m_vormberg at kirchhundem.de.


INFO

Gemeindearchiv Kirchhundem
Hundemstr. 35
57399 Kirchhundem
Tel.: 02723 40929
Fax: 02723 9250129
URL: www.kirchhundem.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 20 09:30:17 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 20 Apr 2010 09:30:17 +0200
Subject: [WestG] [AUS] "Bochum - das fremde und das eigene", Bochum,
ab 25.04.2010
Message-ID: 4BCD7429.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "forum at geschichtskultur-ruhr.de"
Datum: 20.04.2010, 09:21
Übernahme aus der Liste geschichtskultur ruhr


AUSSTELLUNG

Ausstellungseröffnung
?Bochum - das fremde und das eigene?
Sonntag, 25. April 2010, 11.30 Uhr


Urbanisierung und Industrialisierung bilden einen der Schwerpunkte der
Ausstellung ?Bochum - das fremde und das eigene?, einem Projekt der
Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010, das am Sonntag, 25. April, um 11.30
Uhr im
Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte eröffnet wird. Die
große
Ausstellung widmet sich dem Wechselspiel von ?fremd? und ?eigen?
und geht der
Frage nach, wie Fremdes zu Eigenem wird und sich Vertrautes entfremdet.
Sie
thematisiert das ?Fremdsein? in einem historischen Längsschnitt und
spannt dabei
einen weiten Bogen von der vorgeschichtlichen Zeit bis in die Gegenwart
hinein.
Dabei geht es auch um Bochumer in der Fremde, wie zum Beispiel um die
schillernde Persönlichkeit des Heinrich Ostermann, der von Bochum aus
in die
Welt ging und am Hof der russischen Zaren Karriere machte, oder um
Daheimgebliebene wie Carl Arnold Kortum, der vom heimischen
Schreibtisch aus in
die Ferne blickte.

Die Ausstellung ist Teil des dezentralen Kooperationsprojektes
?Fremd(e) im
Revier!??, für das sich erstmalig Archive aus neun Ruhrgebietsstädten
mit
zahlreichen Mitveranstaltern zusammen geschlossen haben. In diesem in
den
kommenden Monaten in Bottrop, Wesel, Marl, Essen, Gelsenkirchen,
Recklinghausen,
Dinslaken und Mülheim a.d Ruhr zu besichtigenden Ausstellungsprojekt
werden die
vielfältigen Aspekte der nicht immer freiwilligen Zuwanderung in diese
Region
und des ?Fremdseins? vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart
dargestellt. Unter
Zuhilfenahme eigener Archiv- und Museumsschätze und wertvoller
Leihgaben werden
Einblicke in die Motive für und das Ausmaß von Zu- und Abwanderung in
industrieller und vorindustrieller Zeit gewährt. Die Frage wird
aufgegriffen,
was das ?Fremde? anders machte und bei Einheimischen zu einem Gefühl
von
Befremdet-Sein und der Suche nach dem Eigenen führte. Welche
Mechanismen machen
aus einem sozialen und kulturellen Neben- und zum Teil Gegeneinander
ein
Miteinander? Und inwiefern ist das Bild vom ?Schmelztiegel
Ruhrgebiet? Mythos
oder Realität?

Am 25. April erfolgt mit der Bochumer Ausstellung, die eine
Ankerfunktion für
das Gesamtprojekt hat, der Auftakt für dieses, mit unterschiedlichen
thematischen und zeitlichen Schwerpunktsetzungen ausgestatte
Unterfangen. Am 31.
März 2011 wird es ebendort zu seinem Abschluss gebracht.

Bei der festlichen Eröffnung am Sonntag, dem 25. April, heißt Dr.
Ottilie
Scholz, Oberbürgermeisterin der Stadt Bochum, die Gäste im Stadtarchiv
-
Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte willkommen. Die Künstlerische
Direktorin
RUHR.2010, Asl? Sevin, spricht Grußworte, ebenso der
Kooperationspartner und
Leiter des Hauses der Essener Geschichte, Dr. Klaus Wisotzky, sowie
Prof. Dr.
Ulrich Borsdorf, Direktor des Ruhr Museums Essen. Dr. Ingrid Wölk,
Leiterin des
Stadtarchivs - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, wird in die
Ausstellung
einführen. Für die musikalische Unterhaltung sorgt die
Orientmusikschule Bochum.

Unterstützt wird die Ausstellung ?Bochum - das fremde und das eigene?
und das
Projekt ?Fremd(e) im Revier!?? von der Bogestra, der Hochschule
Bochum, der
LWL-Kulturstiftung NRW, der Egon-Bremer Stiftung Bottrop und von
RUHR.2010.


INFO

www.ruhr2010.de/fremde-im-revier

Um Anmeldung bis zum 20. April wird gebeten: stadtarchiv at bochum.de
[mailto:stadtarchiv at bochum.de]

Veranstaltungsort:
Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Wittener Straße 47, 44789 Bochum





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 20 09:32:27 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 20 Apr 2010 09:32:27 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Seifen,
Fremde Impulse veraenderten das Gesicht des Ruhrgebiets,
Bochum, 22.04.2010
Message-ID: 4BCD74AB.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "forum at geschichtskultur-ruhr.de"
Datum: 20.04.2010, 09:21
Übernahme aus der Liste geschichtskultur ruhr



Fremde Impulse veränderten das Gesicht des Ruhrgebiets
Vortrag folgt Spuren von Zuwanderung und internationalem Austausch in
der
Baukultur
Donnerstag, 22. April 2010, 20.00 Uhr

Dauernder Wandel ist ein besonderes Merkmal des Ruhrgebietes, das durch
viele
äußere Einflüsse geprägt ist. Unter dem Titel "Fremde Impulse -
Baudenkmale im
Ruhrgebiet" zeigen die Landschaftsverbände Westfalen-Lippe (LWL) und
Rheinland
(LVR) in Zusammenarbeit mit der Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010
eine
Wanderausstellung, deren erste Station das LWL-Industriemuseum Zeche
Hannover in
Bochum ist. Die Schau verdeutlicht, wie fremde Impulse das Gesicht der
Region
verändert haben. Am Donnerstag, 22. April, um 20 Uhr folgt
Denkmalpflegerin Dr.
Barbara Seifen vom LWL in ihrem Vortrag auf der Zeche Hannover in
Bochum den
Spuren von Zuwanderung und internationalem Austausch in der Baukultur
des
Ruhrgebiets. Der Eintritt ist frei.

Die früheren Zustände und Entwicklungen der Kulturlandschaft im
Ruhrgebiet sind
in großer zeitlicher Tiefe seit dem Mittelalter durch Baudenkmale
überliefert.
Exemplarisch können daran die Wechselwirkungen zwischen dem heutigen
Ruhrgebiet
und anderen Regionen in Europa dargestellt, Spuren und Zeugnisse von
Migration,
von Austausch und Kommunikation aufgezeigt werden. Besonders im 19. und
20.
Jahrhundert prägten Wechselbeziehungen das Gebiet und sind seit dieser
Zeit
sogar als ein herausgehobenes Merkmal zu verstehen. Ziel des Projektes
?Fremde
Impulse? ist es, mit Hilfe der Baudenkmale und der ihnen eigenen
Geschichte an
der einen oder anderen Stelle die Überlagerungen und Umbrüche im
Ruhrgebiet
transparent zu machen und das städtebauliche und historische
?Durcheinander?
dieser Stadtlandschaft an manchen Punkten zu erklären. Auch die
Wirkungen aus
dem Ruhrgebiet in die Welt und die Verflechtungen mit seinem Umland
werden
angesprochen.


INFO

Mehr Informationen unter www.fremde-impulse.lwl.org

Veranstaltungsort:
LWL-Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251, 44793 Bochum
Tel. 0234 6100-874
www.lwl-industriemuseum.de










From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 20 10:33:01 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 20 Apr 2010 10:33:01 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortraege zur Kirchengeschichte und
religioesen Volkskunde Westfalens, Muenster
Message-ID: 4BCD82DD.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Werner Freitag" landesgeschichte at uni-muenster.de
Datum: 15.04.2010, 15:20


AKTUELL

Abteilung für westfälische Landesgeschichte
(Historisches Seminar der WWU)
Institut für religiöse Volkskunde
Bistumsarchiv Münster


PROGRAMM SOMMERSEMESTER 2010

Vorträge zur Kirchengeschichte und religiösen Volkskunde Westfalens

Dienstag, 27. April 2010, 18 Uhr c.t.
Lucia Althoff-Bless (Dortmund/Münster):
Bedeutungswandel und Nutzungskontinuitäten Dortmunder
Vorortkirchhöfe zur Zeit der Industrialisierung

Dienstag, 18. Mai 2010, 18 Uhr c.t.
Johannes Hoffmann (Münster):
Die Meppener Jesuitenresidenz. Ein Zentrum katholischer
Reformbestrebungen in Nordwestdeutschland
im 17. Jahrhundert

Dienstag, 08. Juni 2010, 18 Uhr c.t.
Dörthe Gruttmann M.A. (Münster):
"Wir stehen vor einem gewaltigen Aufbruch"
Städtische Entwicklung und religiöser Wandel in Billerbeck nach 1945

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Vorträge finden im
Bistumsarchiv
Münster (Marienfelder Saal), Georgskommende 19, statt.


INFO

Kontakt:
Prof. Dr. Werner Freitag
Historisches Seminar
Abteilung für westfälische Landesgeschichte
Domplatz 20-22
48143 Münster

Tel: 0251 83-24345
E-Mail: landesgeschichte at uni-muenster.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 20 09:37:51 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 20 Apr 2010 09:37:51 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Maerchentag im LWL-Textilmuseum, Bocholt, 13.05.2010
Message-ID: 4BCD75EF.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 19.04.2010, 13:45


AKTUELL

Märchentag im LWL-Textilmuseum an
Himmelfahrt
Abenteuer mit Prinz Roderich und dem Drachen Feuerfrey

Ganz im Zeichen von Märchenhelden steht das
traditionelle Familienfest, das der Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL) in seinem Textilmuseum Bocholt feiert. Es findet nicht wie in
den
Vorjahren am 1. Mai statt, sondern wurde anlässlich des
Aa-Radwandertages auf Himmelfahrt, Donnerstag, 13. Mai, gelegt. Der
LWL
lädt von 10 bis 18 Uhr zu Spaß und Unterhaltung für Groß und Klein in
sein Bocholter Industriemuseum ein.

Das Team des LWL-Industriemuseums hat das Festprogramm ganz auf die
aktuelle Sonderausstellung ?Stroh zu Gold - Spindel, Schiffchen,
Märchenhelden? abgestellt. Im ?verrückten? Puppentheater können
die Besucher zwei besonders wagemutige Figuren live bei ihren
Heldentaten erleben: Prinz Roderich von Rabensteyn und der Drache
Feuerfrey erzählen Episoden aus ihrem nicht ganz normalen Leben. Im
märchenhaft gestalteten Theaterpavillon mit überdachten Sitzplätzen
werden sie die Besucher in die Welt der Abenteuer entführen. Mit ihren
wahnwitzigen Streichen nehmen Roderich und Feuerfrey die Zuschauer in
ihren Bann - machen sie zu Mitverschwörern und Mitspielern.

Nach dem Theaterstück haben Kinder die Möglichkeit, in einem Workshop
den persönlichen Lieblingshelden als Handpuppe zu gestalten. Christof
Zielony vom Theater 1001 steht dabei mit Rat und Tat zur Seite und
zeigt
hinterher, wie man die Puppe zum Leben erweckt. So nehmen die
Sprösslinge nicht nur die Erinnerung an ein schönes Theaterstück mit
nach Hause, sondern auch viele kreative Ideen und eine eigene
Handpuppe.

Wem das noch nicht genug Handwerk ist, der kann in der neuen
Ausstellung bekannten und unbekannten Märchenfiguren auf ihrer Suche
nach dem Glück nachspüren und selbst Hand anlegen. Geschicklichkeit
ist
gefragt an der Handspindel, dem Handspinnrad, der Haspel und dem
Handwebstuhl. Der Eintritt zum Familienfest ist wie immer kostenlos.

Am Samstag, 1. Mai, dem Termin der letzten Jahre für das Familienfest,
erwarten die Besucher Sonderführungen durch das Museum, das
Arbeiterhaus, den Garten und die Ausstellung sowie ein Weberfrühstück
aus dem Museumsrestaurant Schiffchen.


Programm des Märchentag am 13. Mai 2010

10.30 Uhr Webereiführung
11.00 Uhr Abenteuer mit Prinz Roderich und dem Drachen Feuerfrey,
Puppentheater
12.00 Uhr Arbeiterhausführung
13.00 Uhr Der böse König Rotzerych, Das verrückte Puppentheater
13.30 Uhr Miniworkshop ?Wir basteln Handpuppen? mit Christof
Zielony,
Theater 1001
14.00 Uhr Webereiführung
15.00 Uhr Prinz Roderich als Pirat, Das verrückte Puppentheater
16.00 Uhr Arbeiterhausführung
17.00 Uhr Abenteuer mit Prinz Roderich und dem Drachen Feuerfrey,
Puppentheater

Ganztägig:
Clownerie, Jonglage, Zauberei und Artistik mit Clown Tiftof und seinem
Percussionisten, Märchenrallye, Mal-, Verkleidungs- und
Bastelaktionen,
Hüpfburg, Maschinenvorführung, Führung durch die Sonderausstellung
?Stroh zu Gold - Spindel, Schiffchen, Märchenhelden?,
Weberfrühstück und Gastronomie durch das Museumsrestaurant
Schiffchen.

LWL-Industriemuseum | Textilmuseum in Bocholt
Uhlandstraße 50, 46397 Bocholt
www.lwl-industriemuseum.de
Tel. 02871 21611-0







From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 20 09:40:42 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 20 Apr 2010 09:40:42 +0200
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus
Westfalen-Lippe, 23.03.-19.4.2010
Message-ID: 4BCD769A.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Manfred Hartmann"
Datum: 19.04.2010


AKTUELL

Nachrichten aus dem Münsterland vom 19.04.2010

Sammlung für Bibelmuseum (13:46 Uhr)
Das Bibelmuseum in Münster hat heute die europaweit bedeutendste
Bibel-Sammlung aus Privatbesitz erhalten. Die 650 vorwiegend
lateinischen und griechischen Bibeln stammen vor allem aus dem 15. bis
18. Jahrhundert. Das Bibelmuseum konnte die Sammlung unter anderem mit
Hilfe der Landesregierung und der Kulturstiftung der Länder erwerben.
Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 19.04.2010

Pläne für Literatur-Zentrum (12:08 Uhr)
Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat ihre Absicht
bekräftigt,
Münster zu einem Zentrum für Literatur zu machen. Das Land arbeite
bereits konkret an Plänen, hieß es aus der Staatskanzlei. Angedacht
seien unter anderem ein Museum für Literatur und eine Schule für
kreatives Schreiben.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 19.04.2010

Kiecol-Ausstellung im Siegener Museum für Gegenwartskunst (09:41 Uhr)
Das Museum für Gegenwartskunst Siegen zeigt bis zum 22. August die
Ausstellung ?Golden? mit Arbeiten des Bildhauers Hubert Kiecol.
Präsentiert werden Arbeiten aus Beton, Holz, Stahl und Glas. Außerdem
sind zahlreiche Zeichnungen und Drucke aus unterschiedlichen
Schaffensphasen ausgestellt.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 17.04.2010

Jubiläumstag beim Schulmuseum (12:23 Uhr)
Zum 100-jährige Bestehen des Westfälischen Schulmuseums in Dortmund
gibt es am Sonntag einen Museumstag. Seine schulhistorische Sammlung
ist
heute eine der größten ihrer Art in Deutschland. Sie umfaßt Tausende
von
Schulwandbildern, -büchern, Lehrmittel und Schulmöbel aus 500 Jahren.
Ursprünglich war das Museum eine Einrichtung zur Lehrerfortbildung.
Der
Eintritt am Jubiläumstag ist frei. Für Kinder gibt es eine
Schreibwerkstatt und Sonderführungen. Außerdem wirde eine
Sonderausstellung eröffnet.


Nachrichten aus OWL vom 17.04.2010

MARTa-Ausstellung hatte 15.000 Besucher (10:35 Uhr)
Die Werkschau des Künstlers Martin Walde im Herforder MARTa hat rund
15.000 Besucher angezogen. Damit habe die Schau die Erwartungen des
Museums erfüllt, berichtet Museums-Geschäftsführerin Helga Franzen.
Viele Schulklassen und Familien mit Kindern hätten sich interessiert
gezeigt. Bei den Installationen des österreichischen Künstlers konnten
die Besucher fast immer aktiv mitwirken. Am Sonntag endet die Schau
mit
einer abschließenden Führung.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 16.04.2010

Bochum: Museum Dahlhausen feiert 175 Jahre Eisenbahn (11:36 Uhr)
Das Eisenbahnmuseum Bochum Dahlhausen feiert 175 Jahre deutsche
Eisenbahn. Von heute bis Sonntag gibt es eine Fahrzeugschau mit
Eisenbahn-Schätzen aus ganz Deutschland. Sie steht auf der Drehscheibe
und schnauft mächtig vor sich hin, ein Kraftpaket in schwarz-rot. Von
Kennern schlicht die 58er genannt, präsentiert sich die 90 Jahre alte
Dampflokomotive in ihrer ganzen Pracht. Die Ulmer Eisenbahnfreunde
haben sie nach Bochum gefahren und gestern Abend schon einmal
vorgeheizt.
Die alten Damen brauchen einige Stunden, um auf Betriebstemperatur zu
kommen.
Direkt nebenan steht der legendäre Preußenzug der Museums-Eisenbahn
Minden,
und angedampft kam auch die 78 468 aus Lengerich. Hautnah können
Besucher
die Faszination bei Ausfahrten ab Dahlhausen erleben - eine kleine
Zeitreise unter
Dampf.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 13.04.2010

Bibelsammlung kommt nach Münster (13:12 Uhr)
Ein privater Sammler hat dem Bibelmuseum an der Universität Münster
fast 600 Schriften übergeben. Damit verfügt die Hochschule nach
eigenen
Angaben über die größte private Bibelsammlung Deutschlands. Zu der
Sammlung zählen u.a. auch 16 mehrsprachige Bibeln aus den Jahren 1530
bis 1750. Mit der Neuerwerbung will die Universität ihren Ruf als
eines
der bedeutendsten theologischen Forschungszentren in Europa festigen


Nachrichten aus dem Münsterland vom 12.04.2010

Landesmuseum prüft "Beutekunst" (11:36 Uhr)
Das Landesmuseum für Kunst in Münster überprüft 40 Bilder und Gemälde,
die der so genannten Beutekunst aus der Nazizeit zuzurechnen sein
sollen. Das Museum will mögliche Besitzansprüche jüdischer Erben
klären.
Die Arbeit zu Herkunft und Eigentumsverhältnissen wird vermutlich noch
Jahre dauern, meint
Museumsleiter Hermann Arnhold. Mitarbeiter des Museums versuchen, in
Archiven Informationen über die Besitzverhältnisse zu erlangen.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 10.04.2010

Internationale Radiobörse Bad Laasphe (13:21 Uhr)
Bad Laasphe erwartet am Sonntag hunderte Liebhaber alter Radios. Im
Haus des Gastes findet die 41. Internationale Radiobörse statt. Zu
sehen
und kaufen gibt es neben Röhrenradios auch Zubehör und Ersatzteile,
sowie Schallplatten und Grammophone. Anlass für die Börse ist das
20-jährige Jubiläum des Radiomuseums in Bad Laasphe.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 10.04.2010

Marl: Als Local Hero im Mittelpunkt (11:33 Uhr)
Die Stadt Marl steht von Sonntag an im Focus der Kulturhauptstadt
Europas. Als "Local Hero" will die Stadt im Kreis Recklinghausen
zeigen,
was sie kulturell zu bieten hat. Den Anfang macht am Sonntag die
?Nacht
der offenen Gotteshäuser?, in der Kirchen und Moscheen ihre Türen
für
Besucher öffnen. Einblicke in eine märchenhafte Region bietet die
Stadtbibliothek mit der Veranstaltung ?Sagenhaftes Ruhrgebiet?, und
wer immer schon mal wissen wollte, wie sich das Ruhrgebiet anhören
kann,
der dürfte bei ?electrical walks? hellhörig werden. Die Ausstellung
im
Skulpturenmuseum Glaskasten Marl präsentiert den Besuchern Klänge, die
im Alltag unhörbar sind, etwa die elektrischer Sicherheitssysteme oder
Transformatoren. Außerdem sollen Konzerte, Tanztheater und Lesungen
Lust
auf Kultur machen.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 07.04.2010

Jüdische Gemeide zieht nicht ins Ostwall-Museum (11:26 Uhr)
In Dortmund sind die Pläne für eine neue Synagoge im ehemaligen Museum
am Ostwall vom Tisch. Für die jüdische Kultusgemeinde wäre ein Umzug
zu
teuer und risikoreich, sagte deren Geschäftsführer dem WDR. Zudem
hätte
die Gemeinde die bisherigen Räume behalten müssen, denn das
Ostwall-Museum alleine wäre zu klein. Die jüdische Gemeinde hatte
ursprünglich schon vor drei Jahren Interesse bekundet. Die Stadt
hatte damals beschlossen, das Museum am Ostwall zu schliessen und die
Kunstbestände im neuen Kulturzentrum "Dortmunder U" unterzubringen.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 06.04.2010

Naturkundemuseum wird renoviert (17:04 Uhr)
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe lässt sein Naturkundemuseum in
Münster sanieren und bringt es energetisch auf den neuesten Stand.
Auch das Planetarium wird modernisiert. Für beide Einrichtungen gibt
der
LWL insgesamt vier Millionen Euro aus. Beide Häuser bleiben wegen der
Arbeiten vom 12. April bis zum 21. Mai geschlossen.


Nachrichten aus OWL vom 06.04.2010

Mindener Museum zieht um (07:38 Uhr)
In Minden haben die Sanierungsarbeiten im Stadtmuseum begonnen. Das
lange geplante Vorhaben dauert voraussichtlich bis Ende 2012 und wird
dreieinhalb Millionen Euro kosten. Der größte Teil der Mittel stammt
aus
dem Konjunkturpaket II. Zunächst müssen die rund 10.000
Ausstellungsstücke umziehen. Sie werden an verschiedenen Orten in der
Stadt zwischengelagert.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 31.03.2010

Ausstellung in Hagen zieht Bilanz (18:14 Uhr)
Die Stadt Hagen ist mit der Resonanz auf die Ausstellung über
Jugendliche im Nationalsozialismus zufrieden. Seit Eröffnung Mitte
letzten Jahres hätten mehr als 300 Schulklassen mit insgesamt 7.000
Schülern die Schau im Stadtmuseum gesehen, hieß es. Mit Bildern und
Augenzeugenberichten wollten die Initiatoren der Ausstellung Kindern
und
Jugendlichen das Leben ihrer Altergenossen in der NS-Zeit nahe bringen
und vor Rechtsextremismus warnen. Die Ausstellung ist jetzt zu Ende
gegangen.


Nachrichten aus OWL vom 31.03.2010

Erfolgreiche Willy-Lucas-Ausstellung (14:18 Uhr)
Die Willy-Lucas-Ausstellung war für die Städtischen Museen in
Paderborn
ein voller Erfolg. Seit Mitte November haben fast 25.000 Menschen die
Gemälde des Paderborner Malers und Impressionisten gesehen. Die
Ausstellung endet am Ostermontag.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 30.03.2010

Römermuseum öffnet wieder (13:10 Uhr)
Am Karfreitag öffnet das Römermuseum in Haltern wieder seine Tore.
Nach
der Dauerausstellung im Varus-Jahr präsentiert sich das Haus jetzt
frisch renoviert. An den Osternachmittagen bietet das Museum
Überraschungsführungen für Erwachsenen und Kinder ab 10 Jahren an.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 29.03.2010

Bochum: Museum zeigt Konkrete Kunst (07:46 Uhr)
Das Kunstmuseum Bochum zeigt seit dem Wochenende eine Ausstellung mit
Werken des kürzlich verstorbenen Bochumer Malers Kuno Gonschior. Der
74
Jahre alt gewordene Künstler gilt international als einer der
wichtigsten Vertreter der sogenannten Neuen Konkreten Kunst. Gonschior
war auch Professor an der Hochschule der Künste in Berlin. Seinen
Ruhestand verbrachte der in Wanne-Eickel geborene Maler in Bochum.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 26.03.2010

Haushalt Dülmen verabschiedet (07:38 Uhr)
In Dülmen müssen wegen der schlechten Finanzlage einige Bauprojekte
verschoben werden. So verzögern sich unter anderem der Umbau des
Bahnhofs und der Umzug des Stadtarchivs. Der verabschiedete Haushalt
weist einen Fehlbetrag von elf Millionen Euro aus. Zum Jahresende wird
Dülmen voraussichtlich rund 40 Millionen Euro Schulden haben. Sollte
sich die Finanzlage nicht bald deutlich verbessern, drohen den Bürgern
ab 2012 Steuererhöhungen.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 27.03.2010

Erster Rubenspreisträger der Stadt Siegen im Rampenlicht (12:24 Uhr)
Das Museum für Gegenwartskunst Siegen zeigt seit Samstag eine neue
Auswahl von Werken der elf Siegener Rubenspreisträger. Im Mittelpunkt
steht der Maler und Grafiker Hans Hartung. Acht Arbeiten vermitteln
einen Überblick über alle Schaffensphasen des Künstlers. Darunter sind
zwei Neuerwerbungen aus der Sammlung Lambrecht-Schadeberg. Hans
Hartung
erhielt 1957 den ersten Rubenspreis der Stadt. Der durch seine
expressiven Linien bekannt gewordene Maler starb 1989 in
Südfrankreich.
Hartung ist auch Künstler des Monats April im Ranking des Museums.


Nachrichten aus OWL vom 25.03.2010

Älteste Mumie Europas in Detmold (12:34 Uhr)
In Detmold befindet sich die älteste Mumie Europas. Zu diesem Ergebnis
sind Wissenschaftler gekommen, die Mumien unterschiedlichster Herkunft
in deutschen Museen untersucht haben. Der Leichnam eines mit zehn
Jahren
gestorbenen Mädchens im Lippischen Landesmuseum ist die älteste Mumie,
die in europäischen Museen ausgestellt wird. Sie stammt aus dem Norden
Chiles und ist rund 6.500 Jahre alt. Das Mannheimer German Mummy
Project
erforscht seit sechs Jahren weltweite Mumienfunde.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 25.03.2010

Ruthemeyer will sich für Kultur einsetzen (08:36 Uhr)
Der neu gewählte Präsident des Städte- und Gemeindebundes NRW,
Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer aus Soest, will sich unter anderem
für den Erhalt von Kultur einsetzen. Einrichtungen wie Theater,
Bibliotheken und Museen dürften auch in Zeiten knapper Kassen nicht
kaputt gespart werden. Sie seien für die Attraktivität von Städten und
Gemeinden unverzichtbar.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 23.03.2010

Freilichtmuseum erweitert Angebot (15:36 Uhr)
Das Hagener Freilichtmuseum erweitert im 50. Jubiläumsjahr sein
Angebot. Dazu gehört auch ein Experimentierfeld Wasser. Besucher jeden
Alters sollen dort vom Sommer an alles über die Energiequelle Wasser
erfahren können. Gleichzeitig wird zum Saisonauftakt am 1. April die
Brauerei erneuert. Außerdem sollen bis 2020 weitere
museumspädagogische
Werkstätten entstehen. Im Hagener Freilichtmuseum soll zudem
Besucherforschung betrieben werden, deren Ergebnisse anderen
LWL-Museen
zugute kommen sollen.





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 20 10:35:56 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 20 Apr 2010 10:35:56 +0200
Subject: [WestG] [WWW] Online-Edition der juedischen Friedhoefe in Ruethen
Message-ID: 4BCD838C.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Sommer, Friedhelm" stadtarchiv at ruethen.de
Datum: 15.04.2010, 17:18


WWW

Ein steinernes Archiv mit weltweitem Zugang: Die Online-Edition der
jüdischen Friedhöfe in Rüthen.

Als erste Kommune in NRW und damit auch im Bereich des kurkölnischen
Sauerlandes hat die Stadt Rüthen in Zusammenarbeit mit dem Salomon
Ludwig Steinheim Institut für deutsch-jüdische Geschichte in Duisburg
die wissenschaftliche Verzeichnung und Erschließung der Grabdenkmäler
auf den örtlichen jüdischen Friedhöfen (Rüthen: 80 Grabsteine,
Rüthen-Oestreiden: 4 Grabsteine) mit dem Ziel einer zunächst
digitalen Edition der Ergebnisse durchgeführt, diese unmittelbar nach
Fertigstellung der Forschungsarbeiten herausgegeben und veröffentlicht
(www.ruethen.de, siehe dort unter "Jüdische Friedhöfe").
Sie sind weltweit online gestellt u. somit für jeden Internetnutzer,
vornehmlich zum Zweck des Gedenkens, Forschens u. Lernens verfügbar
gemacht.
Nicht zuletzt stellt die digitale Edition auf diese Weise eine
hervorragende Quelle für die globale jüdische Genealogie dar.

Der jüdische Friedhof in Rüthen ist als solcher der älteste, in seinem
spätmittelalterlichen Urzustand original erhalten gebliebene
Begräbnisplatz in Westfalen. Am 08. Oktober 1625 wurde den
ortsansässigen Juden durch den Rat der Stadt Rüthen der
Befestigungsgraben direkt am Rande der nördlichen Stadtmauer, östlich
des bis heute an dieser Stelle ebenfalls noch vorhandenen
mittelalterlichen Hachtores als dauerhafter Bestattungsbereich für ihre
Verstorbenen überlassen und ihnen bestätigt, dass dort schon zu früheren
Zeiten jüdische Grabstätten angelegt worden waren. Dass es schon
Jahrhunderte vorher jüdisches Leben in der Stadt Rüthen gegeben hat,
weisen schriftliche Quellen z.B. aus dem Jahr 1447 u. sogar schon von
1279 aus.
Eine kontinuierliche jüdische Ansiedlung ist seit 1587 mit nahezu
lückenlosen Namensverzeichnissen für Rüthen belegbar. 1942 wurde die
jüdische Gemeinde durch die Nazis vernichtet.

Seit der offiziellen und nachhaltigen Zuweisung eines Begräbnisplatzes
durch die Stadtobrigkeit im Rüthener Pestjahr 1625, in dem die Seuche
zweifellos auch unter den ansässigen Juden die Todesrate erhöhte, wurden
dann nachfolgend über mehr als 3 Jahrhunderte viele Génerationen
jüdischer Bewohner u. Bürger der Stadt Rüthen, aber auch auswärtige
Juden dort beerdigt. Die letzte Bestattung auf dem immer im Besitz der
örtlichen jüdischen Gemeinde gestandenen, nunmehr im Eigentum ihres
Rechtsnachfolgers, des Landesverbandes der jüd. Gemeinden in Westfalen
u. Lippe befindlichen Begräbnisplatz wurde im Jahr 1958 vorgenommen, so
dass von insgesamt mehr als 200 Gräbern auf dem insgesamt 1.821 qm
großen Areal ausgegeangen werden kann.
Seitdem gilt dieser Friedhof nach jüdischem Kultus als geschlossen bzw.
verwaist.

Die besondere, bis heute hier original erhalten u. (be)sichtbar
gebliebene u. daher nicht nur für NRW äußerst selten gewordene
topografische Lage u. authentische Situation eines aus dem urbanen
Spätmittelalter überkommenen jüdischen Begräbnisplatzes mit seinen
typischen Erscheinungsformen und Anlagestrukturen sowie dem großen
konfessions-, sozial- u. kulturgeschichtlichen Gehalt seiner
sepulkralhistorischen Entwicklungsabschnitte und Gestaltungsvielfalt
machen den jüdischen Friedhof in Rüthen seit vielen Jahren zu einem
außergewöhnlichen Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung, dessen
vielfältige und gehaltvolle wissenschaftliche Verzeichnungs- und
Erschließungsergebnisse nunmehr in Form globaler
Präsentationsmöglichkeiten der interessierten Öffentlichkeit in
aller Welt zur Verfügung gestellt worden sind.

Die für dieses beim Rüthener Friedhof angewandte innovative
Editionsverfahren verantwortliche Mitarbeiterin des Duisburger
Steinheim-Instituts, Nathanja Hüttenmeister M.A., sieht den jüdischen
Begräbnisplatz vor allem als "komplexen wie lebendigen Ausdruck
jüdischen historischen Selbstbewusstseins und dessen Kontinuität über
Jahrhunderte. An dem 'semiotischen Ensemble', an der Zeichenwelt eines
Friedhofs, lässt sich weit mehr ablesen über die innere und äußere
Verfasstheit einer Gemeinde, und sei sie noch so klein wie es viele der
ländlichen Gemeinden in unserem Raum waren, als nur Daten u. Namen. So
individuell und wichtig diese Namen u. Lebensdaten sind, so sind sie
doch nur ein Element des über Jahrhunderte gewachsenen steinernen
Archivs, der 'corporate identity' einer Gemeinde, deren Mitglieder die
Kontinuität und die Brüche der eigenen Geschichte aufbewahren."

In der digitalen Edition ihrer wissenschaftlichen Analyse des Rüthener
Friedhofes hat Nathanja Hüttenmeister insbesondere die hebräischen
Inschriften übersetzt u. kommentiert sowie auf frühere wie auch spätere
Familienmitglieder, die auf demselben Friedhof begraben liegen,
verwiesen. Gerade die biografischen u. genealogischen Angaben können bei
diesem Dokumentationsmedium in Zukunft unproblematisch u. permanent
durch zusätzliche oder neue Erkenntnisse, Hinweise u. Informationen aus
der globalen Forschung immer wieder ergänzt u. erweitert, aber auch
korrigiert werden.

In der Ausgangsedition des Instituts ist natürlich eine kurze
Beschreibung jedes einzelnen Grabsteins, seiner spezifischen Gestaltung,
der Bedeutung seiner Ornamentik u. Symbolik sowie seines zeitigen
Zustandes, verdeutlicht durch Abbildungen, erhalten. Komplettiert werden
diese Einzelanalysen durch orientierende Angaben zu Lage u. Geschichte
des Friedhofes sowie durch erläuternde Verweise auf weitere jüdische
Begräbnisstätten bzw. ehem. jüdische Gemeinden u. Wohnplätze im Raum
Rüthen u. der näheren Umgebung. So wurde auch der kleine jüdische
Restfriedhof in Rüthen-Oestereiden in das Projektverfahren einbezogen.
Vom einstmals 745 qm großen Totenhof, auf dem seit dem frühen 18. Jh.
neben den Juden aus dem Ort selbst auch die jüd. Verstorbenen aus den
Dörfern Langenstraße, Heddinghausen u. Effeln des ehemaligen
Gogerichts Rüthen u. des späteren Amtes Altenrüthen bestattet wurden,
ist lediglich eine umzäunte Fläche von ca. 50 qm übrig geblieben, auf
der 4 Grabsteine an die ehemals wesentlich zahlreichere Belegung
erinnern. Die letzte Bestattung wurde hier 1910 vorgenommen.

Zu Ergebnis u. Zielsetzung ihrer wissenschaftlichen Forschungs- u.
digitalen Editionsarbeit schreibt Nathanja Hüttenmeister:
"Dank dieser Erfassung (...) ließ sich eine umfassende, weltweit
zugängliche Zweitüberlieferung schaffen. Sie ist wichtig, einmal als
Quelle für die jeweilige Lokalgeschichte und für die Disziplinen der
Geistes- und Kulturwissenschaften, zum anderen zur Bewahrung des
Gedächtnisses jener meist nicht mehr existenten Gemeinden. Es gilt den
kommenden Generationen diese Orte nach Möglichkeit sowohl physisch zu
erhalten wie auch in Text und Bild zugänglich zu machen und sie
auszudeuten, bevor der Verfall ihre Zeichenwelt immer weiter verringert,
wenn nicht auslöscht."

Mittels der digitalen Edition ihrer wissenschaftlichen Analyse des
jüdischen Begräbnisplatzes in Rüthen will Nathanja Hüttenmeister in
Zusammenarbeit mit der Stadt Rüthen also der einheimischen Bevölkerung
wie auch den weltweit interessierten Besuchern auf fachkundige und gut
verständliche Weise den virtuellen Zugang zu einem überregional
bedeutenden jüdischen Begräbnisplatz Westfalens zum Zwecke des
Gedenkens, des Forschens und Lernens jederzeit ermöglichen u. nachhaltig
erleichtern. Eine konventionelle Publikation in Buchform soll folgen.





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 20 11:08:40 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 20 Apr 2010 11:08:40 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag, Siemens: Horst Wessel, Bad Oeynhausen,
26.04.2010
Message-ID: 4BCD8B38.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Quaschny, Rico" r.quaschny at badoeynhausen.de
Datum: 20.04.2010, 10:47


AKTUELL

Horst Wessel - Tod und Verklärung eines Nationalsozialisten
Vortrag von Dr. Daniel Siemens
Datum: 26.04.2010, 19.00 Uhr

Am Abend des 14. Januar 1930 wurde in Berlin aus nächster Nähe auf den
jungen SA-Mann Horst Wessel geschossen, der wenige Wochen später starb.
Der spätere Propagadaminister Joseph Goebbels erkannte als Erster das
propagandistische Potenzial des Falles: "Ein neuer Märtyrer für das
Dritte Reich", notierte er am 23. Februar in sein Tagebuch. Damit hatte
die politische Instrumentalisierung dieses im Grunde gewöhnlichen
Kriminalfalles begonnen. Der gebürtige Bielefelder Horst Wessel wurde
von den Nationalsozialisten zum "Blutzeugen der Bewegung" erklärt und
das von ihm gedichtete "Horst-Wessel-Lied" zur offiziellen Parteihymne
erhoben.

Der Historiker Daniel Siemens schildert diese Geschichte in seinem
neuen Buch "Horst Wessel. Tod und Verklärung eines Nationalsozialisten"
(München: Siedler, 2009), geht aber noch darüber hinaus, indem er den
Spuren der Täter und Opfer bis weit in die deutsche Nachkriegsgeschichte
hinein nachspürt. An diesem Abend wird der Autor sein Buch vorstellen,
anschließend ist Raum für Fragen und Diskussion.

Eine Veranstaltung des Arbeitskreises für Heimatpflege der Stadt Bad
Oeynhausen e.V. in Kooperation mit: VHS, Stadtarchiv und
Begegnungszentrum Druckerei


INFO

Veranstaltungsdaten:
Horst Wessel - Tod und Verklärung eines Nationalsozialisten
Datum: 26.04.2010, 19.00 Uhr
Begegnungszentrum Druckerei / VHS
Kaiserstraße 14
32545 Bad Oeynhausen

Kontakt:
Rico Quaschny
Stadtarchiv
Von-Moeller-Str. 9
32545 Bad Oeynhausen
Tel.: 05731 / 14-3420
Fax: 05731 / 14-1922





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Apr 21 17:26:27 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 21 Apr 2010 17:26:27 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag, Sommer: Das KZ-Bordell, Dortmund, 22.04.2010
Message-ID: 4BCF3543.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "forum at geschichtskultur-ruhr.de"
Datum: 21.04.2010, 11:40
Übernahme aus der E-Mailing-Liste geschichtskultur ruhr


AKTUELL

Das KZ-Bordell
sexuelle Zwangsarbeit in nationalsozialistischen Konzentrationslagern
Donnerstag, 22. April 2010, 19.00 Uhr

Robert Sommer rückt in seiner Studie eine bislang unbekannte Facette
des
Nazi-Terrors in den Fokus der Aufmerksamkeit, die vergessen, verdrängt
oder
jahrzehntelang tabuisiert war. Auf Befehl Himmlers wurden ab 1942 in
den größten
Konzentrationslagern Bordelle für Häftlinge eingerichtet. Der
Bordellbesuch war
als Anreiz zur Steigerung der Arbeitsleistung der in das System der
Kriegswirtschaft eingebetteten Arbeitssklaven in den Lagern gedacht.
Diese
?Prämie? blieb allerdings ausschließlich ?arischen? Häftlingen
vorbehalten. Für
die Bordelle rekrutierte die SS weibliche Häftlinge aus Ravensbrück
und
Auschwitz-Birkenau, meist unter der Vorspiegelung falscher
Versprechungen oder
unter Zwang.


INFO

Robert Sommer, Dr. phil., (*1974) ist seit 2007 freier Mitarbeiter der
Mahn- und
Gedenkstätte Ravensbrück.

In Kooperation mit dem Verein Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.,
östliches
Ruhrgebiet.

Veranstaltungsort:
Mahn- und Gedenkstätte Steinwache in Dortmund
Steinstr. 50, 44147 Dortmund
Telefon: 0231-50-25002
Telefax: (0049)-(0)231-50-26011
www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/index_startseite_de.html








From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Apr 21 17:28:21 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 21 Apr 2010 17:28:21 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag,
Helbich: Bruderschaftliche Vereinigungen in Dortmund, Dortmund,
04.05.2010
Message-ID: 4BCF35B5.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Thomas Schilp"
Datum: 21.04.2010, 12:32



AKTUELL

Der Historischer Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e.V. lädt
ein zum Vortrag
Dienstag, 04. Mai 2010, 19:00 Uhr im
Stadtarchiv Dortmund, Märkische Str. 14,
44135 Dortmund, im Erdgeschoss
Eintritt frei

Glaube, Gedenken und Gemeinschaft. Bruderschaftliche Vereinigungen in
Dortmund im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit.
M.A. Christian Helbich, Münster

Bruderschaften spielten als Vereinigungen von Geistlichen und/oder
Laien in der städtischen Gesellschaft des Mittelalters und der Frühen
Neuzeit eine wichtige Rolle. Fürbitten der Bruderschaftsmitglieder und
Messen waren ein wesentlicher Bestandteil für die Memoria der
verstorbenen Angehörigen. Der Gemeinschaftsgedanke kam auch in
Bruderschaftsmählern, bei Begräbnissen oder bei städtischen Prozessionen
zum Ausdruck.

Neben der Frage, welche Bruderschaften in Dortmund existierten und
welchen Kirchen und Klöstern diese angeschlossen waren, werden deren
Mitglieder vorgestellt. In Folge der Reformation und dem Übergang der
Stadt zum lutherischen Bekenntnis wird der Frage nachgegangen, inwieweit
sich der Charakter der Bruderschaften durch humanistisches und
lutherisches Gedankengut verändert hat und ob damit (um 1570) das Ende
der religiösen Vereinigungen in der Reichstadt Dortmund eingeleitet
worden ist.





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Apr 21 17:30:26 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 21 Apr 2010 17:30:26 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BKONF=5D_Fruehjahrstagung_des_Westfaelischen_?=
=?utf-8?q?Glasforum=2C_Gr=C3=BCnenplan=2C_30=2E04=2E2010?=
Message-ID: 4BCF3632.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Gerd Dethlefs"
Datum: 21.04.2010, 12:45


TAGUNG

Frühjahrstagung des Westfälischen Glasforum in Grünenplan
(Weserbergland) am 30. April 2010

Alle Interessenten sind herzlich eingeladen, an der Frühjahrstagung im
Erich-Mäder-Glasmuseum, Am Park 2 (Tourismuszentrum), 31073 Grünenplan,
teilzunehmen. Gastgeber ist Herr Prof. Dr. Bernd Kraemer.


Das Programm sieht wie folgt aus:

11 Uhr Besichtigung der Flaschen-Glashüttengrabung Holzen

Anfahrtsbeschreibung: von Höxter aus Richtung Holzminden, dort vorbei
nach Eschershausen und links abbiegen nach Scharfoldendorf, dort gleich
rechts nach Holzen, nach einer Linkskurve im Ort dann geradeaus,
zu-nächst nicht Rechtskurve nach Grünenplan, in die Glashüttenstrasse
und dort bis Glashüttengrabung. - Aus Richtung Hameln an Bodenwerder
vorbei Richtung Seesen/Eschershausen, davor in Scharfoldendorf links
abbiegen nach Holzen wie vor.

12.30 Uhr frugale Mahlzeit nach Glasmacherart (p. P. 16 ? incl.
Getränk) im Tagungsraum, Tourismuszentrum Grünenplan in der
Ortsmitte

14.00 Uhr Programm:

1. Berichte aus den Sektionen / aktuelle Forschungen
Protest gegen die Schließung der Museen in Bad Oeynhausen und Bad
Salzuflen
(vgl. http://www.museen-westfalen.de/roteliste.htm)

2. Hans Uwe Trauthan
"Friede Ernehrett - Unfriede Verzehrett". Der Wahlspruch Herzogs Johann
Casimir von Sachsen-Coburg auf einem 1680 datierten Becher

3. Dr. Gerd Dethlefs
Die Glassammlung auf Schloss Anholt - Exportglas für die Niederlande
aus dem Oberweserraum

4. Dr. Franz Ohlms
Der pseudofacettierte Schaft - eine Kreation der Altmünder Hütte

5. Prof. Dr. Bernd Kraemer
Grünenplan vor 340 Jahren. Zur Frühgeschichte der Glasproduktion und
der Spiegelglasmanufaktur
Zum Stand der Planungen für das ?Europäische Glasforum Grünenplan?

Das Projekt ?netzwerk glaskultur - glas für kunst und technik?

Vorbesichtigung der Schatzkammer

Ende gegen 18 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen! Bei Teilnahme am
Mittagessen bitte Anmeldung bis zum 25.04.2010 an Prof. Dr. Bernd
Kraemer, Erich-Mäder-Glasmuseum, Am Park 2 (Tourismuszentrum), 31073
Grünenplan, Tel. 05187/72 08, Fax 0 51 87 / 30 05 90, Email:
kraemer-gruenenplan[@]t-online.de (bitte die eckigen Klammern vor
Absendung entfernen !]


INFO

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
(Westfälisches Landesmuseum), Münster
Abt. Landesgeschichte, Dr. Gerd Dethlefs
Domplatz 10, 48155 Münster
Tel. 0251-5907-256
Fax 0251-5907-210





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Apr 21 17:32:26 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 21 Apr 2010 17:32:26 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Gestalten_und_drucken_zu_Zeiten_Karl_?=
=?utf-8?q?Leyhes=2C_Sprockh=C3=B6vel=2C_22=2E04=2E2010?=
Message-ID: 4BCF36AA.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Holtze-Diefenbruch, Karin"
Datum: 21.04.2010, 14:26


AKTUELL

Erzählcafé in der Leyhe-Ausstellung ?Kohle ? Eisen ? Brot?

Für Donnerstag, den 22. April laden Stadtarchiv und Kunst- und
Kulturinitiative Sprockhövel
wieder zum ?Erzählcafé? in die Leyhe-Ausstellung ein.

Thema: Gestalten und drucken zu Zeiten Karl Leyhes. Hierzu sind
insbesondere diejenigen
eingeladen, die in den Zeiten vor dem Computer gewerblich oder privat
in diesem Bereich tätig
waren oder sind dafür interessieren.

Das Erzählcafé findet im Ausstellungsraum der Sparkasse Sprockhövel,
Hauptstraße 68, um 16
Uhr statt.





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Apr 21 17:37:35 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 21 Apr 2010 17:37:35 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Laien forschen im Stadtarchiv Muenster,
Muenster 26.04.2010
Message-ID: 4BCF37DF.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Stadt Muenster"
Datum: 21.04.2010, 09:03


AKTUELL

Laien forschen im Stadtarchiv
Orientierungstag am 26. April mit vielen Tipps zum Suchen, Finden und
Arbeiten

Die einen wollen historische Spuren ihres Stadtviertels verfolgen.
Andere interessieren sich für die Geschichte ihrer Familie, ihrer
Schule, ihres Vereins. Praktische Unterstützung bei der Recherche bietet
das Stadtarchiv Münster interessierten Laien am Montag, 26. April.

"Suchen, Finden, Arbeiten" heißt der kostenfreie ganztägige
Orientierungskurs von 10 bis 16 Uhr. Gibt es Unterlagen zu den
Vorfahren? Komme ich mit dem Lesen alter Dokumente klar? Wie arbeite ich
mit Textquellen? Praxisnahes Anleiten zum Arbeiten mit Dokumenten steht
bei diesem Angebot für Einsteiger ganz oben. Dazu gibt es einen
Überblick über die Bestände. Tipps für den Umgang mit den
Datenbanken runden das Angebot ab.

Das Tagesseminar richtet sich an alle, die sich intensiver mit den
überlieferten Dokumenten der Stadt Münster beschäftigen wollen. Der
Teilnehmerkreis ist begrenzt. Daher bittet das Stadtarchiv um Anmeldung
(Telefon 4 92 47 03; E-Mail LinkRoswitha at stadt-muenster.de).






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Apr 21 17:39:17 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 21 Apr 2010 17:39:17 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Jebrak, Reichling: Lebenswege juedischer Einwanderer
Message-ID: 4BCF3845.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Norbert Reichling"
Datum: 20.04.2010, 17:47


LITERATUR

NEUERSCHEINUNG aus dem Jüdischen Museum Westfalen:

Svetlana Jebrak und Norbert Reichling (Hrsg.):
Angekommen?! Lebenswege jüdischer Einwanderer

Gewachsene jüdische Gemeinden, neue Synagogen, Spannungen zwischen
alten und neuen Mitgliedern - ab und zu hört man von Folgen der
jüdischen
Einwanderung. Aber welche Menschen stehen hinter dieser Veränderung?
Am Beispiel des Ruhrgebiets erkundet dieser Band individuelle
Lebensgeschichten: Woher kamen die jüdischen Einwanderer der letzten 20

Jahre? Warum reisten sie nach Deutschland? Welche Erfahrungen haben sie
in
der früheren Heimat und hier gemacht? Welche Rolle spielen die
jüdischen
Gemeinden für sie, welche Formen des Jüdischseins werden gelebt, welche

Perspektiven haben sie und ihre Kinder? 24 Frauen und Männer kommen
hier zu
Wort und machen die persönlichen und sehr unterschiedlichen Beweggründe
und
Erfahrungen des "Ankommens" erkennbar.

Damit werden aber nicht nur persönliche Wege sichtbar, sondern zugleich
auch
ein wichtiger Teil der Erfahrungen, die zukünftig jüdisches Leben in
Deutschland und die gemeinsame Erinnerungskultur dieser Region prägen
werden. Dieses Lesebuch begleitet die derzeit in Dorsten und demnächst
an
anderen Orten des Reviers gezeigte Wanderausstellung gleichen Titels,
das
Kulturhauptstadtprojekt des Jüdischen Museums.

Mit Fotoportraits von Dirk Vogel (Dortmund)


INFO

Erschienen im Verlag Hentrich & Hentrich (Berlin)
176 Seiten, Broschur, 23 Abbildungen, ISBN 978-3-941450-23-3, EUR
12,90
URL: www.jhmw-dorsten.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Apr 21 17:45:04 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 21 Apr 2010 17:45:04 +0200
Subject: [WestG] [KONF] AK Archivpaedagogik und Historische Bildungsarbeit,
Filme als historische Quelle, Potsdam, 03.-05.06.2010
Message-ID: 4BCF39A0.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: ""Roswitha Link"
Datum: 20.04.2010, 16:24

TAGUNG

Einladung
Bewegte Bilder - Filme als historische Quelle

Der Arbeitskreis Archivpädagogik und Historische Bildungsarbeit
im Verband deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA) e.V. lädt in
Kooperation
mit der Fachhochschule (FH) Potsdam, dem Brandenburgischen
Landeshauptarchiv (BLHA) und
der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv Potsdam-Babelsberg (DRA) ein zur


24. Archivpädagogenkonferenz
3.-5. Juni 2010
in Potsdam

Die Tagung richtet sich an alle, die in der Vermittlung historischer
Themen an Archiven, Museen, Bibliotheken tätig sind, an Lehrerinnen und
Lehrer sowie an alle, die sich für die Kooperation zwischen Historischen
Bildungseinrichtungen und Schulen interessieren, vor allem aber auch an
die Studierenden und Lehrenden der FH Potsdam.

Im Rahmen der Veranstaltung soll der historische Quellenwert von
archivischem Filmmaterial beleuchtet werden. Von zahlreichen Archiven
werden inzwischen audiovisuelle Quellen als komplette
Unterrichtseinheiten auf DVD für Schulen angeboten. Zum Teil sind
Filmmodule und didaktische Begleitmaterialien jedoch auch auf ein
breites Zielpublikum zugeschnitten. Für die Teilnehmenden der Tagung
sind insbesondere Aspekte der Historischen Bildungsarbeit und
Archivpädagogik sowie die Einblicknahme in die Arbeitsabläufe und
Überlieferungsbildung eines Medienarchivs interessant. Die Tagung
soll den interdisziplinären Austausch und die fachliche Diskussion zur
Vermittlung von multimedialen Konzepten fördern.

Organisation: Prof. Dr. Susanne Freund und Ulrike Weichelt / FH
Potsdam

Anmeldung bis zum 31. Mai 2010 an:
Ulrike Weichelt
FH Potsdam, Postfach 600608, 14406 Potsdam
Tel.: 0331 580 1062, Fax: 0331 580 1069, E-Mail: weichelt at fh-potsdam.de


Anmelde-Formular: http://www.blha.de/FilePool/Formular_Anmeldung.pdf

Unterkunft:
Es wird empfohlen, rechtzeitig individuell über folgenden Link zu
buchen:
www.deutsche-pensionen.de/pension-berlin/potsdam-verzeichnis.html

Tagungsbeitrag wird nicht erhoben.


Zum Programm

Vorprogramm am Donnerstag, 3. Juni 2010
16.15 Uhr
Begrüßung

Treffpunkt
Villa Schöningen an der Glienicker Brücke
Berliner Straße 86
14467 Potsdam
Anfahrt: www.villa-schoeningen.de

16.30 - 17.30 Uhr:
Besichtigung und Führung durch die historische Dauerausstellung:
"Spione, Mauer,
Kinderheim - an der Brücke zwischen den Welten". Im Mittelpunkt der
Ausstellung steht die
Geschichte der Glienicker Brücke und ihrer Rolle während der deutschen
Teilung. Die
multimediale Konzeption setzt neben Objekten und Dokumenten vor allem
auf
Computerbildschirme als zentrales Medium für die Vermittlung von
Filmen, Fotos und
Texten.

17.30 Uhr:
Spaziergang am Heiligen See über Schloss Cecilienhof zum Brauhaus in
der Meierei

18.30 Uhr
Gemeinsames Abendessen im Brauhaus - Meierei Potsdam
Anfahrt: www.meierei-potsdam.de



Freitag, 4. Juni 2010
Tagungsort:
FH Potsdam, Zentralgebäude
Pappelallee 8-9
14469 Potsdam
Anfahrt: www.fh-potsdam.de/lageplan.html
www.vbbonline.de, www.vip-potsdam.de

13 Uhr
Ankunft und Begrüßung
Prof. Dr.-Ing. Johannes Vielhaber, Rektor der FH Potsdam
Prof. Dr. H.-Christoph Hobohm, Dekan des FB Informationswissenschaften
der FH Potsdam
PD Dr. Klaus Neitmann, Direktor des Brandenburgischen
Landeshauptarchivs
Roswitha Link, Sprecherin des VdA-Arbeitskreises Archivpädagogik und
Historische Bildungsarbeit
Prof. Dr. Susanne Freund, Studiengang Archiv des FB
Informationswissenschaften der FH Potsdam


13.30-15 Uhr
Arbeitssitzung I
Moderation: Prof. Dr. Susanne Freund (FH Potsdam)

Unterrichtsfilm "Revisor" - ein Lehrvideo der DDR-Staatssicherheit für
ihre Mitarbeiter. Einsatzmöglichkeiten einer filmischen Stasi-Quelle in
der Bildungsarbeit
Dr. Axel Janowitz (BStU Berlin)

Historische Filme im zeitgenössischen Kultur-Kontext
Gabriele Konsor (Atelier Havelblick Strodehne)


15.30-17 Uhr
Arbeitssitzung II
Moderation: Kärstin Weirauch (BLHA)

Filmgeschichte für Anfänger
Archiv- und museumspädagogische Arbeit im Filmmuseum Potsdam
Beate Rabe (Filmmuseum Potsdam)

F-learning in der Schule. Ein Praxisbericht zur Geschichte im Film
Dr. Peter Schweinhardt (Filmgymnasium Potsdam-Babelsberg)

17-18 Uhr
Berichte der Teilnehmenden aus den Archiven
Moderation: Roswitha Link (Sprecherin des VdA-Arbeitskreises
Archivpädagogik und Historische Bildungsarbeit)

18.45-19.45 Uhr
Stadtführung mit Dr. Volker Punzel (Geschichtsmanufaktur Potsdam)
Treffpunkt: Alter Markt über Neuer Markt zum Holländischen Viertel

20 Uhr
Gemeinsames Abendessen im Holländischen Viertel "Zum Fliegenden
Holländer" (Benkertstr.5, 14467 Potsdam)
www.zum-fliegenden-hollaender.de


Sonnabend, 5. Juni 2010
Tagungsort:
Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv Potsdam-Babelsberg
Marlene-Dietrich-Allee 20
14482 Potsdam-Babelsberg
Anfahrt: http://www.dra.de/standorte/babelsberg/oeffentliche.html

9.30 Uhr
Mitgliederversammlung des VdA-Arbeitskreises Archivpädagogik und
Historische Bildungsarbeit
Fortsetzung Berichte der Teilnehmenden aus den Archiven
Leitung: Roswitha Link

11-13 Uhr
Begrüßung
Angelika Hörth (Leiterin der Abt. Information und Dokumentation der
Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv)


Arbeitssitzung III
Moderation: Prof. Dr. Susanne Freund

Die Magazinsendung "Prisma" des DDR-Fernsehens als Quelle der Alltags-
und Konsumgeschichte der DDR
Dr. Jörg-Uwe Fischer (DRA Potsdam-Babelsberg)

Wendezeiten 1989/90 - ein Onlineangebot mit Quellennachweisen zu
Hörfunk und Fernsehen der DDR
Alexandra Luther (DRA Potsdam-Babelsberg)

Führungen durch das Deutsche Rundfunkarchiv
Dr. Jörg Fischer, Angelika Hörth und Alexandra Luther

13-13.30 Uhr
Abschlussdiskussion
Moderation: Roswitha Link

13.30 Uhr
Tagungsende






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Apr 21 17:46:50 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 21 Apr 2010 17:46:50 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Schiffbauingenieur Rudolph Haack,
Schiffshebewerk Henrichenburg, ab 25.04.2010
Message-ID: 4BCF3A0A.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 20.04.2010, 12:32


AUSSTELLUNG

Industriepionier unter drei Kaisern
LWL-Industriemuseum zeigt Ausstellung über den Schiffbauingenieur
Rudolph Haack

Er hat bei den Planungen für das Schiffshebewerk Henrichenburg
mitgewirkt, er machte die Stettiner Maschinenbau-AG "Vulcan" zum größten
Schiffbau-Unternehmen in Deutschenland und schrieb als anerkannter
Fachmann Gutachten, unter anderem für Kaiser Wilhelm II. Der
Industriepionier Rudolph Haack (1833 - 1909) erhielt kurz nach seinem
Tod ein Denkmal an der Schachtschleuse Henrichenburg. Dennoch ist er
einer der "großen Unbekannten" der Industrie- und Technikgeschichte.
Jetzt steht Haack erstmals im Mittelpunkt einer Ausstellung. Der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eröffnet die Schau mit dem
Titel "Industriepionier unter drei Kaisern. Der Schiffbauingenieur
Rudolph Haack - Ein Held der Technik?" am Sonntag, 25. April, um 11 Uhr
in seinem Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg.

Bilder, Dokumente und Schiffsmodelle - viele davon bisher unbekannt -
werfen Schlaglichter auf das Arbeitsleben Haacks, auf die
Schifffahrtsgeschichte und die Industrie in der zweiten Hälfte des 19.
Jahrhunderts. Die Präsentation im Hafenmeistergebäude findet begleitend
zur Kulturhauptstadt-Ausstellung "Helden. Von der Sehnsucht nach dem
Besonderen" statt, die der LWL bis zum 31. Oktober in seinem
Industriemuseum Henrichshütte Hattingen zeigt.


Hintergrund

Rudolph Haack wurde am 17.Oktober 1833 in Wolgast/Pommern geboren. Er
starb 1909 und erhielt an der Schachtschleuse Henrichenburg in Waltrop
ein bemerkenswertes Denkmal. Dazwischen liegt eine außergewöhnliche
Karriere. Während einer Bildungsreise in England lernte Haack, Meister
für den Holzschiffbau, um 1850 den industriellen Eisenschiffbau im
großen Stil kennen. Großbritannien war zum Lehrer Europas geworden. In
Deutschland steckte der industrielle Schiffbau noch in den Anfängen.
Kapital wurde gebraucht, Fachleute waren gesucht.

1856 wurde in Grabow bei Stettin an der Oder die
Maschinenbau-Actiengesellschaft "Vulcan" gegründet. Am Aufbau ihres
Werft-Betriebs war der Schiffbaumeister Rudolph Haack von Anfang an
beteiligt. 15 Jahre später wurde unter seiner Leitung zum ersten Mal ein
großes Panzerschiff für die kaiserliche Marine auf einer Privatwerft
gebaut. Für den jungen Prinzen Wilhelm, den späteren Kaiser Wilhelm II.,
blieb der Stapellauf der "Preussen" am 22. November 1873 ein
unvergessliches Kindheitserlebnis. In mehreren Reden und in seinen
Erinnerungen kam Kaiser Wilhelm II. darauf zurück. Große Schiffe aus
Eisen brauchten nun nicht länger in England gekauft zu werden.

Rudolph Haack stieg zum Schiffbaudirektor der "Vulcan" auf. Weitere
bedeutende Schiffsbauten folgten. Darunter das Panzerschiff "Ting Yuen"
für die chinesische Marine. Auch andere Werften und die deutsche Eisen-
und Stahl-Industrie profitierten davon. England bekam Konkurrenz. Die
Befreiung von britischem Know-how war eingeleitet. Haack hat diesen
Umbruch vom Holzschiffbau zum Eisen- und Stahlschiffbau eingeleitet.
Schon zu Lebzeiten war er in Fachkreisen eine Legende.

1887, nach 30 Jahren, endete Haacks Arbeit für die Stettiner "Vulcan".
Eine zweite Karriere als unab-hängiger Ingenieur, als Gutachter und als
Forscher folgte. Haack hielt Vorträge zu aktuellen Fragen aus der
militärischen und der zivilen Schifffahrt. Für das preußische
Ministerium der öffentlichen Arbeiten begutachtete er Entwürfe für das
Schiffshebewerk Henrichenburg am geplanten Dortmund-Ems-Kanal, und er
untersuchte den Wasserwiderstand von Schiffen auf diesem Kanal. Er
erhielt den Titel Königlicher Baurat und wurde zum Mitglied der Akademie
des Bauwesens berufen. Die honorige Schiffbautechnische Gesellschaft,
deren Gründung er mit befördert hatte, verlieh ihm die
Ehrenmitgliedschaft.


Die Ausstellung

Erstmals versucht eine Ausstellung, Haacks Arbeitsleben an Hand von
Bildern und Dokumenten aus der zivilen Schifffahrt und aus der Marine
darzustellen. Was verbindet Haack mit China? Welche Rolle spielte er in
dem brisanten Streit, der bis in die höchsten Kreise der Marine führt?
Warum akzeptierte Kaiser Wilhelm II. ihn als unparteiischen Gutachter?
Auf den Grundlagen neuer Forschung und Quellen hat Dr. Eckhard Schinkel,
Wissenschaftlicher Referent beim LWL-Industriemuseum, eine Ausstellung
entworfen und ein Buch mit herausgegeben, das ein faszinierendes
Geschichtspanorama mit Schlaglichtern auf das Arbeitsleben Haacks, auf
die Schifffahrtsgeschichte und die Industrie in der 2. Hälfte des 19.
Jahrhunderts wirft.

Ist Rudolph Haack ein "Held der Technik"? Selbst seine Weggefährten und
Zeitgenossen hätten ihn wohl kaum mit so einem Schlagwort belegt.
Rudolph Haacks Arbeitsleben und seine einzigartige Karriere sind ein
Spiegel für wesentliche Entwicklungen der Industrialisierung und
Maritimisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Ausstellung und Begleitbuch sind Ergebnisse der Forschungs-Kooperation
des Deutschen Schif-fahrtsmuseums Bremerhaven, und des
LWL-Industriemuseums.

Am Sonntag, 25. April, um 11 Uhr wird die Ausstellung von Gertrud
Welper, stellvertretende Vor-sitzende der Landschaftsversammlung
Westfalen-Lippe, eröffnet. Dr. Eckhard Schinkel führt in die Ausstellung
ein. Der Saxophonist Claudius Reimann wird mit verschiedenen Saxophonen
den Rahmen für die Eröffnungsveranstaltung bilden.





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Apr 23 15:48:23 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 23 Apr 2010 15:48:23 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Wochenblatt stellt "Landeskultur" ins Netz
Message-ID: 4BD1C147.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Gisbert Strotdrees"
Datum: 20.04.2010, 08:33


AKTUELL

Wochenblatt stellt "Landeskultur" ins Netz

?Landeskultur? - so heißt die neue Rubrik, die das
Landwirtschaftliche Wochenblatt Westfalen-Lippe in dieser Woche in
seiner Online-Ausgabe startet. Hier finden Leser und "User" ab sofort

Beiträge zur Kultur und (Agrar-)Geschichte in Westfalen-Lippe:
Hinweise zu Ausflugszielen fürs Wochenende, zu Ausstellungen oder zu
anderen Kulturveranstaltungen in Westfalen, aber auch kurze
Erklärstücke, Lektüre-Tipps sowie Fotos zu (agrar-)historischen bzw.
kulturellen Themen. Die Leser können sich mit besonderen Fragen
direkt an den Redakteur Gisbert Strotdrees wenden, der die neue
Online-Rubrik verantwortet.

Strotdrees, 49 Jahre alt, ist Historiker und seit vielen Jahren als
Journalist und Autor sowie als Lehrbeauftragter für Fachjournalismus
an der Universität Münster, Historisches Seminar / Abt. für
westfälische Landesgeschichte (Prof. W. Freitag) tätig. In den
zurückliegenden Jahren hat er mehrere Buchtitel zur Landes- und
Kulturgeschichte veröffentlicht, unter anderem zur Landwirtschaft und

zur ländlichen Gesellschaft, zur Fotografie im 20. Jahrhundert, zu
Frauenbiographien sowie zur Geschichte der Migration von und nach
Westfalen.

Das Wort ?Landeskultur?, so heißt es im Editorial zur neuen Rubrik,

habe "früher einmal einen von Bauernhand gepflegten Zustand des
Landes" bezeichnet sowie alle kultivierenden Maßnahmen, mit denen der

Boden und seine Fruchtbarkeit verbessert, die Kulturlandschaft
erhalten und der Wasserhaushalt geregelt worden sei. "Diese enge
Bedeutung", so heißt es im Editorial zur neuen Rubrik, "haben wir für

die Online-Ausgabe des Wochenblattes erweitert: als eine Kultur des
Landes, die letztlich von Menschen ,gemacht', von Menschen gestaltet
und gepflegt wurde - und wird."


INFO

www.wochenblatt.com





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Apr 23 15:51:39 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 23 Apr 2010 15:51:39 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Blechen-Bild von den Erben erworben
Message-ID: 4BD1C20B.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 23.04.2010, 11:01


AKTUELL

Nach Rückgabe wieder im LWL-Landesmuseum
Blechen-Bild von den Erben erworben

Das Gemälde "Romantische Landschaft mit Ruine" (um 1825) von Carl
Eduard Blechen (1798-1840) zählt zu den Hauptwerken in der Sammlung des
LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Münster. Es ist Teil
eines Kunstbestandes, dessen Besitzer sich nach dem Zweiten Weltkrieg
nicht direkt ermitteln ließen und der in den Besitz des Bundes überging.
Das Bild kam Mitte der 1960er Jahre zusammen mit 40 weiteren Werken als
Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland in das Museum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

Das Gemälde stammt aus der ehemaligen Kunstsammlung Julius Freund in
Berlin. Dank der seit einigen Jahren verstärkt betriebenen
Provenienzforschung konnte die Bundesvermögensverwaltung das Gemälde
2009 an die Erben von Julius Freund, dessen Enkel und Urenkel,
zurückgeben. Nach der Kontaktaufnahme des Museums mit den Erben in
Kanada hat der LWL das Werk 2010 für die Sammlung des Museums angekauft.
Maßgebliche finanzielle Förderer dieser Erwerbung sind die
Kulturstiftung der Länder, die Kunststiftung NRW und die NRW Bank.

"Neben der finanziellen Unterstützung war insbesondere der sehr
sensible und offene Austausch der Museumsmitarbeiter mit der
Erbengemeinschaft entscheidend dafür, dass wir dieses herausragende
Gemälde weiterhin in unserem Museum präsentieren dürfen. Dafür bin
ich allen Beteiligten sehr dankbar", so LWL-Direktor Dr. Wolfgang
Kirsch.

Die Geschichte des Bildes zeigt beispielhaft, wie im
Nationalsozialismus ganze Kunstsammlungen aus Notsituationen der
Besitzer heraus verkauft werden mussten. So war die NS-verfolgte Familie
Freund gezwungen, während des Zweiten Weltkriegs das Gemälde aufgrund
von wirtschaftlichen Schwierigkeiten in der Schweiz zu veräußern. Bei
einer Versteigerung wurde es zusammen mit circa 30 anderen Kunstwerken
aus der Sammlung Freund vom Deutschen Reich für das geplante "Führer
Museum" in Linz erworben. Die "Beratende Kommission für die Rückgabe
NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter" unter Vorsitz von Prof.
Dr. Jutta Limbach sprach 2005 der Bundesrepublik Deutschland die erste
Empfehlung aus, das Gemälde an die Erben von Julius Freund
zurückzugeben.

Carl Blechens großformatige "Romantische Landschaft mit Ruine" ist ein
Meisterwerk aus den An-fangsjahren des in Cottbus geborenen Malers, das
vor seiner stilverändernden Italienreise entstand. Das Bild vereint die
Prinzipien romantischer Naturauffassung und Interpretation und verrät
Blechens künstlerische Inspiration durch die Kunst Caspar David
Friedrichs. Wie dieser schafft er hier durch symbolhaltige Bildelemente
und eine scharfe Kontrastierung dunkler und lichtdominierter Bildzonen
eine Vorstellung vom Weltverständnis der Romantik, in dem das Schaurige
wie das Erlösende und Hoffnungsvolle den Naturphänomenen eingeschrieben
ist.

Die "Romantische Landschaft mit Ruine" ist ein Schlüsselwerk der
romantischen Malerei des LWL-Landesmuseums. In der Sammlung des 19.
Jahrhunderts nimmt die deutsche Landschaftsmalerei hier eine besondere
Stellung ein, denn sie stellt die Entwicklung der Gattung von romantisch
geprägten Positionen über eine zunehmend realistische Erfassung der
Natur hin zu einem frühen Impressionismus vor. Seine künstlerische
Qualität macht das Gemälde zu einem für die deutsche Kunst bedeutenden
Werk.





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Apr 23 15:54:24 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 23 Apr 2010 15:54:24 +0200
Subject: [WestG] [AUS] "Wendezeiten Herforder Geschichte", Herford,
ab 24.04.2010
Message-ID: 4BD1C2B0.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Alexander Kröger" email at akpr.de
Datum: 23.04.2010, 14:26


AUSSTELLUNG

"Wendezeiten Herforder Geschichte"
Sonderausstellung vom 24. April bis 18. Juli im Daniel-Pöppelmann-Haus


In den vergangenen Wochen waren die Erwartungen hoch - und sie wurden
nicht enttäuscht. Nach langer Zeit werden endlich wieder wichtige
Ereignisse in der Herforder Geschichte von der Reformation bis zum
Ersten Weltkrieg spannend und besucherfreundlich in einer Ausstellung
gezeigt.

Unter dem Titel "Wendezeiten Herforder Geschichte" präsentiert das
Städtische Museum vom 24. April bis 18. Juli die Themen Herford wird
lutherisch, Herford von der Reichsstadt zur preußischen Landstadt und
Herfords Weg in die Moderne. Zu sehen sind etwa 200 Einzelstücke, davon
knapp 100 Originale. Viele Bilder und Objekte sind nicht nur
stadtgeschichtlich spannend, sondern auch kunstgeschichtlich interessant
oder von besonderer Qualität. Wie zum Beispiel ein hochwertiges
Ölgemälde, das die Kreuzigung Christi darstellt und bewegte Zeiten
in Herford erlebte. Bei der Präsentation der Exponate arbeitet das
Städtische Museum mit dem Herforder Kunstverein zusammen. Die
Kuratorinnen der Ausstellung sind Museumsleiterin Sonja Langkafel und
Historikerin Christina Pohl.

Das Begleitprogramm berücksichtigt unterschiedliche Besucherinteressen.
Zum Beispiel organisiert das Museum mehrere anregende Führungen,
darunter kombinierte Ausstellungs- und Stadtführungen. Außerdem hat das
Museum eine altersgemäße, spannende Museumspädagogik für
Kindergartenkinder, Grundschüler sowie Schüler der Mittel- und Oberstufe
im Programm.

Die Öffnungszeiten im Daniel-Pöppelmann-Haus, Deichtorwall 2 in
Herford, sind dienstags bis samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von
11 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 3,50 Euro und ermäßigt 1,50 Euro.
Kinder bis zehn Jahre und Schulklassen haben freien Eintritt. Weitere
Infos: (05221) 189-689.


INFO

Sonja Langkafel
Städtisches Museum Herford
Deichtorwall 2
32052 Herford
Tel.: 05221/189 - 4434





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 26 10:12:23 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 26 Apr 2010 10:12:23 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Themenabend im Stadtarchiv: Berg Fidel und
seine Nachbarschaft, Muenster, 29.04.2010
Message-ID: 4BD56707.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Stadt Muenster"
Datum: 26.04.2010, 09:03


AKTUELL

Von der Kaiserparade zum Fußball-Stadion
Themenabend im Stadtarchiv: Berg Fidel und seine Nachbarschaft

Am 3. November 1969 legt Oberbürgermeister Dr. Albrecht Beckel den
Grundstein für die neue Wohnsiedlung ?Berg Fidel?. Rund 32 Hektar
umfasst die weitläufige Fläche zwischen den Eisenbahnlinien nach Hamm
und Dortmund und dem Preußenstadion. Welche Entwicklung dieser Stadtteil
in 40 Jahren nahm, skizziert der Themenabend im Stadtarchiv am
Donnerstag, 29. April (18 Uhr).

Heute leben rund 6000 Menschen in Berg Fidel. Auch vor dem Bauprojekt
war das Gelände der ausgedehnten Gartenvorstadt Geist nicht unbewohnt.
Schon in den 1920er Jahren gab es größere Bauaktivitäten. So stellte die
Stadtverwaltung der Kriegerheimstätten Genossenschaft Grundstücke zur
Verfügung. Dort, wo Kaiser Wilhelm II noch 1907 eine prachtvolle Parade
abhielt, entstand 1926 das Fußballstadion.

Zwei Berg-Fidel-Kenner begleiten die Zuhörer durch den Themenabend.
Stadtplaner Fritz von Poblotzki und der ehemalige Grundschulrektor Dr.
Manfred Pollert beleuchten städtebauliche Etappen und soziale
Entwicklung. Und erinnern an weite Wege, die einst zurückgelegt wurden:
Anschluss durch öffentliche Verkehrsmittel gab es erst 1971. Bis dahin
mussten die Stadtteilbewohner bis zur Hammer Straße laufen.

Der Blick der Referenten geht über Berg Fidel hinaus. In den
1980er-Jahren sollte, so frühere Überlegungen, ein Autobahnanschluss in
der Vennheide zum geplanten Flughafen in Drensteinfurt führen. Pläne,
die sich längst zerschlagen haben. Stattdessen steht Berg Fidel heute
mit Fußball, Volleyball und Skateboard ganz im Zeichen des Sports.

Zum Vortrag präsentiert das Stadtarchiv historische Dokumente aus
seinem Bestand, die auch Laien benutzen dürfen, wenn sie zu ihrem
Stadtteil forschen möchten. Der Eintritt zum Themenabend (An den
Speichern 8) ist frei.





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 26 10:14:09 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 26 Apr 2010 10:14:09 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Damberg u. a. (Hg.), Mutter Kirche - Vater Staat,
Muenster 2010
Message-ID: 4BD56771.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Josef König"
Datum: 26.04.2010, 09:18


LITERATUR

Was wirklich in den Kinderheimen geschah
Buch fasst erste Ergebnisse zusammen
RUB-Forscher untersuchen Heimerziehung seit 1945

Erst nach Jahrzehnten haben Berichte ehemaliger Heimkinder die
Heimerziehung in Deutschland in den 1950er und 1960er Jahren in die
öffentliche Diskussion gebracht. Schwere Vorwürfe wurden erhoben,
entwürdigende Zustände angeprangert. Was wirklich in den Heimen
geschah, untersuchen Forscher der Ruhr-Universität in einem 2008
gestarteten Projekt. Ihre bisherigen Ergebnisse stellen sie im Band
"Mutter Kirche - Vater Staat. Geschichte, Praxis und Debatten der
konfessionellen Heimerziehung seit 1945" vor. Er ist Ergebnis einer
Tagung im Herbst 2009.


Grundlegende Orientierung zur aktuellen Debatte

Hunderttausende Kinder lebten in den 1950er und 60er Jahren in Heimen,
von sich viele in kirchlicher Trägerschaft befanden. Erst Jahrzehnte
später berichten sie von demütigenden Lebensbedingungen, Gewalt und
sexuellen Übergriffen, was die Frage nach der Rolle und der
Verantwortung der Kirchen aufwirft. Die Forscher - Historiker,
Theologen, Sozialpädagogen, Politologen und Soziologen -
rekonstruieren
dieses unbekannte Kapitel der Nachkriegsgeschichte. Sie schreiben die
Geschichte der Heimfürsorge von 1945 bis zu ihren Reformen in den
1970er Jahren und stellen die sozial- und religionspädagogischen
Erziehungskonzepte und die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Zeit
vor.
Zahlreiche Fallbeispiele von Institutionen beider Konfessionen, zur
religiösen Prägung und Alltagsorganisation, zu Formen der Bestrafung
wie Züchtigungen und "Besinnungsstübchen", aber auch zu Reformansätzen
illustrieren die Epoche. Erfahrungsberichte von und Interviews mit
ehemaligen Heimkindern schließen den Band ab. Das Buch bietet eine
grundlegende Orientierung zur aktuellen Debatte.


INFO

Wilhelm Damberg, Bernhard Frings, Traugott Jähnichen, Uwe Kaminsky
(Hg.): Mutter Kirche - Vater Staat. Geschichte, Praxis und Debatten
der
konfessionellen Heimerziehung seit 1945. Münster 2010, ISBN
978-3-402-12842-8

Weitere Informationen

Prof. Dr. Wilhelm Damberg, Katholisch-Theologische Fakultät der
Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Traugott Jähnichen,
Evangelisch-Theologische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, 44780
Bochum, Tel. 0234/32-28109, bzw. -28401, E-Mail:
wilhelm.damberg at rub.de, traugott.jaehnichen at rub.de

Redaktion: Meike Drießen





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 26 10:15:32 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 26 Apr 2010 10:15:32 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Mittelalterlicher_Markt_am_LWL-Museum?=
=?utf-8?q?_f=C3=BCr_Archaeologie=2C_Herne=2C_08=2E-09=2E05=2E2010?=
Message-ID: 4BD567C4.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 26.04.2010, 09:21


AKTUELL

Mittelalterlicher Markt am LWL-Museum für Archäologie

Am 8. und 9. Mai übernehmen für ein Wochenende Spielleute und Händler,
Gaukler und Ritter das LWL-Museum für Archäologie in Herne. Die
Mittelalter-Ausstellung "Aufruhr1225!" erlebt rund um die neu errichtete
Turmhügelburg einen weiteren Höhepunkt. Auf dem gesamten Außenge-lände
des Museums als auch in den Museumsräumen veranstaltet der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ein mittelalterliches
"Spectaculum".

An über 30 Marktständen, in Ritter-Heerlagern und bei einem
umfangreichen Bühnenprogramm zeigen Händler, Bauern und Ritter
mittelalterliches Alltags- und Lagerleben. Ritter üben sich im
Schwertkampf, die Besucher können sich in ritterlichen Fähigkeiten wie
Bogenschießen, Axt- und Messerwerfen erproben.

Handwerker zeigen ihre Kunst, Händler und Hökerer preisen ihre Waren
an. Ein Jahrmarkt mit einem mittelalterlichen Handkurbel-Riesenrad und
einem Mäuse-Roulette zeigt das Leben im Festgewand.

Der Markt findet am Samstag von 11 bis 22 Uhr und am Sonntag von 11 bis
20 Uhr statt. Der Eintritt beträgt 6,50 Euro für Erwachsene und 4,50
Euro für Kinder bzw. Ermäßigungsberechtigte, Kinder unter Schwertmaß
(zirka 1,20 Meter ) haben freien Eintritt. Der Eintritt enthält auch den
Eintritt ins Museum und die Sonderausstellung. Die regulären
Eintrittspreise und Rabatte gelten an diesem Wochenende nicht. Besucher
mit bereits gelösten Tickets aus dem Vorverkauf können ihre Tickets an
der Tageskasse aufwerten (Zahlung der Differenz von 0,50 Cents pro
Ticket).

Mehr Informationen unter www.aufruhr1225.lwl.org





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 27 09:51:08 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 27 Apr 2010 09:51:08 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL-Denkmalrallye in Rietberg
Message-ID: 4BD6B38C.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 26.04.13:54


AKTUELL

Von der Totenleuchte über Rietberger Münzen bis zum
Franziskanerkloster:
Mit der LWL-Denkmalrallye erleben Kinder Stadtgeschichte

Spielend können Kinder der Jahrgangsstufen vier bis sechs in Rietberg
ab sofort Wichtiges aus der Stadtgeschichte lernen. Die Stadtrallye, die
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gemeinsam mit der
Stadtverwaltung Rietberg entwickelt hat, macht das möglich. Zusammen mit
der Comic-Figur "Willi Spürnase", der in Rietberg verkleidet als Maler
Bartscher daher kommt, gehen die Kinder auf Entdeckungstour zu
Baudenkmälern. Indem sie die kniffligen Fragen beantworten, erleben
sie die Stadtgeschichte.

Die Kommunen und der LWL liefern das Wissen, das Land NRW finanziert
das Geschichtsprojekt mit Pfiff: "Um Zukunft gestalten zu können, muss
man die Vergangenheit kennen. Wer als Kind erfahren hat, auf welche
spannende Art Häuser Geschichte vermitteln und wie die Baukultur unser
Heimatgefühl prägt, wird als Erwachsener die Chancen nutzen, die
Denkmalschutz und Denkmalpflege bieten", so Staatssekretär Günther
Kozlowski.

Die Rallye führt die Kinder quer durch Rietbergs historischen
Stadtkern. Unterwegs fragt Willi Spürnase sie beispielsweise nach dem
Patron der Grafschaft Rietberg, was mit dem Fachwerkhaus an der
Sennstraße 33 passierte, wie hoch die Pfarrkirche über dem
Meeresspiegel liegt und wann die Eheleute Dutsche-Brake der
Kirchengemeinde die "Totenleuchte" geschenkt haben. In der Müntestraße
will er wissen, was früher auf den Rietberger Münzen zu sehen war und
wann das äl-teste Fachwerkhaus in Rietberg gebaut wurde. "Woraus
bestand die Stadtbefestigung von Riet-berg?", lautet eine weitere Frage.
Außerdem sollen die Kinder den Abstand zwischen der katholischen Kirche
St. Johannes Baptist und dem Rathaus messen, auf einem Foto fehlende
Teile des Barockportals am Franziskanerkloster ergänzen und drei
Baudenkmäler an der Emsstraße finden.

Weitere Fragen führen die Kinder in die Rathausstraße, zum Südtor, zum
ehemaligen Progymnasium, zur ehemaligen Mühle an der Mühlenstraße und
zum Friedhof auf der Emsinsel.

"Die Rallyes eignen sich übrigens nicht nur für den Sachkunde- oder
Geschichtsunterricht. Sondern auch für andere Gruppen oder für
Kindergeburtstage", so Dr. Markus Harzenetter, Leiter des LWL-Amtes für
Denkmalpflege in Westfalen.

Zwei Klassen der Städtischen Katholischen Grundschule aus
Rietberg-Neuenkirchen haben die Rietberger Denkmalrallye am Montag (26.
April) in einem Probelauf getestet. Die Kinder waren begeistert und
verwundert über die vielen Zeugen aus der Vergangenheit in ihrem Ort.
"Es ist wichtig, dass sich die Schüler nicht nur im engsten Umfeld von
ihrer Wohnung und der Schule bewegen, sondern dass sie die ganze Stadt
mit ihrer Geschichte kennenlernen. Dazu bietet die Denkmalrallye eine
gute und kindgerechte Möglichkeit", sagte Bürgermeister André Kuper.

"Viele Kinder laufen einfach an den Denkmälern vorbei, ohne sie
wahrzunehmen. Mit der Denkmalrallye wollen wir ihnen die Möglichkeit
geben, sich intensiv mit der eigenen Stadtgeschichte auseinander zu
setzen und sie so unmittelbar zu erleben", erklärte Harzenetter.





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 27 09:52:29 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 27 Apr 2010 09:52:29 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Neue Museumsraeume im Kloster Dalheim fertig
Message-ID: 4BD6B3DD.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 26.04.2010, 14:54


AUSSTELLUNG

Neue Museumsräume im Kloster Dalheim fertig
Eröffnungssaison steht bevor

Lichtenau-Dalheim (lwl). Der Umbau des westfälischen Kulturdenkmals
Kloster Dalheim (Kreis Paderborn) zum LWL-Landesmuseum für Klosterkultur
ist einen Schritt vorangekommen: Die Wiederherstellung des
mittelalterlichen Kreuzgangs sowie die Aufstockung und der Innenausbau
des Süd- und Ostflügels der Klosteranlage sind abgeschlossen. 2.000
Quadratmeter neue Ausstellungsfläche wurden geschaffen.

Bevor die Besucher hier ab 29. Oktober die neue Dauerausstellung
erleben können, steht dem Museum des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) eine ereignisreiche Eröffnungssaison bevor. Sie
startet am 29. Mai mit der Präsentation der neuen Flächen im
Klostergarten. Am 2. Juli öffnen die neuen Räume mit einer Ausstellung
unter dem Titel "Hereinspaziert! Making of Dalheim: Idee - Prozess -
Ergebnis".

Übergabe der neuen Räume
Die rund 550 Jahre alte Klosteranlage Dalheim befindet sich seit mehr
als 20 Jahren im Besitz des LWL, der sie seit 2005 zu einem modernen
Museum umgestaltet. 2007 wurde der erste Bauabschnitt eröffnet. "Jetzt
haben wir ein weiteres wichtiges Etappenziel auf dem Weg zum
Museumsbetrieb im Kloster Dalheim erreicht", freute sich
LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale am Montag (26.4.) über
die Übergabe der neuen Museumsräume durch den LWL-Baudezernenten
Matthias Löb. Rüschoff-Thale: "Diese Räume bieten eine ideale Basis für
die Museumsarbeit."

Vom Gewölbekeller bis unter das Dach des ehemaligen
Augustiner-Chorherrenstifts Dalheim wurden 3.000 Quadratmeter neue
Nutzfläche geschaffen, davon 2.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Die
mittelalterliche Klausur wurde umfassend restauriert, ein zerstörter
Kreuzgangflügel mit modernen Mitteln wiederhergerichtet, der östliche
und der südliche Gebäudeflügel wurden aufgestockt und spektakuläre Räume
geschaffen. "Dabei konnten wir Kosten- und Zeitplan voll einhalten",
berichtete Löb.

60 Prozent der elf Millionen Euro Baukosten wurden vom Land
Nordrhein-Westfalen übernommen. Das gesamte Kostenvolumen des zweiten
Bauabschnitts liegt bei 14 Millionen Euro inklusive Erstausstattung und
Wiederherstellung des Klostergartens.

Umbau
Für die Architektur zeichnet das Planungsbüro
Pfeiffer-Ellermann-Preckel aus Münster verantwortlich, das bereits den
ersten Bauabschnitt betreute. Seinen Ansatz erläuterte Jörg Preckel:
"Jedes Element, jeder Raum und jede Blickbeziehung wurde mit Respekt vor
ihrer Geschichte behandelt." Sämtliche neu hinzugefügten Elemente sind
klar als moderne Bauteile erkennbar, orientieren sich aber in ihrer
Materialität am historischen Bestand, dessen Patina bewahrt wird. In den
Obergeschossen von Süd- und Ostflügel zeigen sich völlig neue,
lichtdurchflutete Räume mit beeindruckenden Konstruktionen und
ungewöhnlichen Perspektiven.

Museum im Denkmal
"Hinter den Kulissen laufen die Arbeiten im Museum derweil mit
Hochdruck weiter", berichtete Dr. Julia Hallenkamp-Lumpe vom Museum.
Museumsteam und Gestalter arbeiten an der Präsentation der
Dauerausstellung: Texte werden erstellt, Baumaterialien ausgesucht,
Exponate restauriert. Dabei biete die Kombination aus historischer
Bausubstanz, neuen Ausstellungen, dem weitläufigen Klostergelände und
einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm ideale Voraussetzungen
für ein Museum, das für jeden Besucher, vom Wissenshungrigen bis zum
Erholungssuchenden, etwas zu bieten habe. Hallenkamp-Lumpe: "Kloster
Dalheim soll der perfekte Ort für eine kleine Auszeit werden!"

Eröffnungssaison
"Die Fortschritte auf diesem Weg werden wir nun Schritt für Schritt der
Öffentlichkeit zeigen", sagte Rüschoff-Thale, die die Höhepunkte der
Eröffnungssaison vorstellte.

Sie startet am 29. Mai unter dem Titel "Das Paradies hinter der Mauer"
mit der Eröffnung der neuen Flächen im Klostergarten. Der repräsentative
Garten des Klostervorstehers und der weitläufige Terrassengarten im
Süden der Klosteranlage werden nach barockem Vorbild
wiederhergestellt und zum Teil modern interpretiert.

Vom 2. Juli bis 5. September werden unter dem Titel "Hereinspaziert!
Making of Dalheim: Idee - Prozess - Ergebnis" die neuen Museumsräume für
die Besucher geöffnet. Eine Foto-Ausstellung zeigt, wie aus dem
Kulturdenkmal Kloster Dalheim in den vergangenen zwei Jahren ein Museum
wurde, das trotz modernster Standards seine eigene Geschichte bewahrt.
Der Museumseingang befindet sich ab 2. Juli in der Orangerie am Haupttor
des Geländes, das damit komplett eintrittspflichtig wird. Die fast
unversehrte, mehr als einen Kilometer lange Klostermauer bildet dann
wieder den Abschluss der Klosteranlage.

Unter dem Titel "Eingetreten! 1.700 Jahre Klosterkultur" zeigt das
LWL-Landesmuseum für Klosterkultur ab 29. Oktober seine neue
Dauerausstellung. Dabei bleibt das ehemalige Kloster Dalheim das
wichtigste Exponat. Ausgehend von den historischen Gegebenheiten werden
die Räume seiner mittelalterlichen Klausur mit modernen Mitteln und
Inszenierungen erlebbar gemacht und führen auf Entdeckungsreise in die
Welt eines mittelalterlichen Klosters.

Die Schau in den Obergeschossen des Süd- und Ostflügels stellt die
Entwicklung der religiösen Orden in den Vordergrund. Von den
Wüstenvätern über die ersten klösterlichen Gemeinschaften, die
Reformen des Mönchtums bis in die Gegenwart zeigt sie die Entwicklungen
einer Kultur, die stets durch ein regelhaftes Leben in Verzicht und
Stille gekennzeichnet ist, zu der aber immer auch mehr gehört als das
benediktinische "Ora et labora" (lateinisch "Bete und arbeite").

Im April 2011 soll die große Sonderausstellung "Macht des Wortes.
Benediktinisches Mönchtum im Spiegel Europas" folgen.


INFO

Termine im Überblick
29. Mai: "Das Paradies hinter der Mauer" - Eröffnung der neuen
Gartenflächen
2. Juli bis 5. September: "Hereinspaziert! Making of Dalheim. Idee -
Prozess - Ergebnis" - Eröffnung der neuen Museumsräume und einer
Foto-Ausstellung
29. Oktober: "Eingetreten! 1.700 Jahre Klosterkultur" - Eröffnung der
neuen Dauerausstellung

Besucherinformation
Das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur öffnet dienstags bis sonntags
von 10 -18 Uhr, montags außer an Feiertagen geschlossen. Ganzjährig,
außer 24., 25. und 31. Dezember geöffnet. Führungen durch die
Sonderausstellung, durch den Konventgarten und die Klosteranlage können
unter Telefon (0 52 92) 93 19-225 oder auf Anfrage per E-Mail unter
Tourist-Dalheim at lwl.org gebucht werden.

Eintrittspreise bis 31. Oktober:
Erwachsene 3,90 Euro (danach voraussichtlich 6,00 Euro), ermäßigt 2,50
Euro, Gruppen ab 16 Personen pro Person 3,10 Euro, Kinder 1,00 Euro.

Weitere Informationen:
http://www.stiftung-kloster-dalheim.lwl.org





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 27 09:54:03 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 27 Apr 2010 09:54:03 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Kunst in der Kriegsgefangenschaft, Guetersloh,
ab 24.04.2010
Message-ID: 4BD6B43B.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Stadt Guetersloh"
Datum: 26.04.2010, 14:58


AUSSTELLUNG

Kunst in der Kriegsgefangenschaft
Stadtmuseum eröffnet neue Ausstellung über 2. Weltkrieg

Am Samstag, 24. April, 11 Uhr wurde die neue Ausstellung des
französischen Künstlers Maurice Delavier im Stadtmuseum Gütersloh
eröffnet. Delavier saß in der Zeit von 1940 bis 1945 im Stalag VI in
Hemer ein, wo der Großteil seiner Zeichnungen entstand. Sie zeigen
beeindruckende Szenen des Lagerlebens der Kriegsgefangenen im zweiten
Weltkrieg. Herausragend sind die Portraits, der Insassen, die mit leerem
Blick an ihrem Betrachter vorbei sehen. ?Die Gefangenen sind von ihrer
Unfreiheit gezeichnet, es spricht aus ihren Gesichtern?, so
Museumsleiter Dr. Rolf Westheider, ? die Werke wirken wie eine Reportage
des Lagerlebens?. Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt der
Stadt Gütersloh mit der französischen Partnerstadt Châteauroux. Es waren
ehemalige Kriegsteilnehmer beider Länder, die vor über 30 Jahren die
Städtepartnerschaft begründeten.

Die Zeichnungen erreichten das Archiv in Châteauroux über eine
Stiftung. Zwei Schwestern, die den in Frankreich sehr bekannten Künstler
in Paris kennengelernt hatten, überließen die gut 100 Werke dem
heimischen Stadtarchiv, wo sie über Jahrzehnte für die Öffentlichkeit
unzugänglich gelagert waren. Ergänzt wird die Ausstellung durch
Aquarelle und Zeichnungen von Gaston Cherrier, einem französischem
Kriegsgefangenen, der in einem Lager nahe der polnischen Grenze
einsaß.

Bevor die Ausstellung ins Stadtmuseum zog, wurde sie in Güterslohs
französischer Partnerstadt Châteauroux gezeigt. Eine
Städtepartnerschaft, die mittlerweile seit 33 Jahren besteht, ins
Leben gerufen durch die beiden ehemaligen Kriegsgefangenen, Fritz
Jakobtorweihen und dem Franzosen Henri Pasquet, die eine tiefe
Freundschaft verband. Eine Delegation aus Châteauroux wird am Samstag
bei der Ausstellungseröffnung zugegen sein, unter anderem auch Marc
Pasquet, der Sohn des Begründers der Städtepartnerschaft. Nach der
Eröffnung steht für die französischen Gäste ein Besuch der
Landesgartenschau in Hemer auf dem Programm, auf dessen Gelände sich das
ehemalige Stalag VI befindet.

Die Ausstellung ist bis zum 20. Juni im Stadtmuseum zu sehen.





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Apr 28 10:30:15 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 28 Apr 2010 10:30:15 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag,
Neufeld: Langhaeuser als typische Hausbauten im Suedural,
Detmold 29.04.2010
Message-ID: 4BD80E37.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Gefion Apel"
Datum: 28.04.2010, 09:12


AKTUELL

Vortragsreihe zum Themenjahr "Planet Westfalen"
startet im LWL-Freilichtmuseum Detmold
Start der Vortragsreihe zu "Planet Westfalen" am 29. April, 19 Uhr

Der Titel "Planet Westfalen" ist inspiriert von der Ursprungsbedeutung
des Wortes "Planet", das Wort meint "der Unstete", oder auch "der
Wandernde". Im leichnamigen Themenjahr des LWL-Freilichtmuseums Detmold
spielen westfälische Geschichten aus aller Welt eine Rolle, und das
heißt, es geht um Menschen und Kulturtechniken, die Westfalen
verlassen haben oder die in Westfalen "zugereist" sind.

Sie wollen noch mehr dazu erfahren? Dann besuchen Sie doch einen der
zahlreichen Vortragsabende, die den ?Planet Westfalen? in der Saison
2010 begleiten. Wie englische Wellblechhütten den Flüchtlingen im
Nachkriegsdeutschland eine Zuflucht boten oder was ein westfälischer
Bandweber bei seiner Amerikareise 1764 über die eigene Familie erfuhr,
das wird Ihnen an mehreren Donnerstagen während der Saison jeweils um 19
Uhr im Terrassensaal des Krummen Hauses im Eingangsbereich präsentiert.

Den Start der Vortragsreihe gestaltet die Historikerin Dr. Katharina
Neufeld (Leiterin des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte) mit
einem Referat zum Thema "Langhäuser als typische Hausbauten im Südural".
Interessierte sind herzlich willkommen, die Teilnahme am Vortrag ist
kostenfrei.


INFO

LWL-Freilichtmuseum Detmold
Westfälisches Landesmuseum für Volkskunde
Krummes Haus
32760 Detmold
Tel.: 05231 - 706 -104










From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Apr 28 10:34:09 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 28 Apr 2010 10:34:09 +0200
Subject: [WestG] [KONF] "Regelung" und "Stoerung" im 20. Jahrhundert,
Oeffentliche fachuebergreifende Tagung in der RUB
Message-ID: 4BD80F21.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Josef König"
Datum: 28.04.2010, 10:04


TAGUNG

Selbstläufer - Leerläufer
"Regelung" und "Störung" im 20. Jahrhundert
Öffentliche fachübergreifende Tagung in der RUB
Bochum, 6.-8.5.2010


Was gut genug "geregelt" ist, das läuft doch wie von selbst - oder
etwa
nicht? Kaum ein Konzept hat die Modernisierung im 20. Jahrhundert so
sehr bestimmt wie die "Regelung", ganz gleich ob in Technik,
Wissenschaft oder Kultur. Den Regelungswahn und sein Pendant, die
"Störung", betrachten Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und
der Schweiz auf einer fachübergreifenden Tagung vom 6. bis 8. Mai an
der Ruhr-Universität (Tagungsräume in der Mensa, Bistroebene).
Gemeinsam veranstaltet vom Germanistischen Institut und vom Institut
für Medienwissenschaft der RUB, richtet sich die öffentliche Tagung
"Selbstläufer / Leerläufer" an alle Interessierten. Die Medien sind
herzlich willkommen.

Programm im Internet

Das ausführliche Programm steht im Internet unter
http://www.ruhr-uni-bochum.de/ifm/leerlauf.html

Alles lässt sich regeln

Die "Faszination" der Regelung erstreckte sich im vergangenen
Jahrhundert von der Ökologie und theoretischen Biologie über die
Kybernetik und Systemtheorie bis in zentrale Bereiche der Lebenswelt.
Soziale Verbände, wirtschaftliche Prozesse, technische Systeme,
individuelles Verhalten wurden ebenso als "Steuerungsphänomene"
beschrieben wie Kunst, Massenmedien und die Gesellschaft selbst. Was
in
der Wissenschaft seitdem unter Begriffe wie Selbstorganisation,
Autopoiesis, Eigendynamik oder Selbstreferenz fiel, geht theoretisch
wie faktisch immer weniger auf. An den Rändern vermeintlich
effizienter
Organisationen zeichnen sich Störungen, Grenzfälle, Krisen und
Prozesse
des Scheiterns ab.

Von schrägen Vögeln und Maschinen mit Freizeit

An diesem Punkt setzt die Tagung an. Exemplarisch vergleichen
Wissenschaftler Selbstläufer und Leerläufer - so gibt es
beispielsweise
Vorträge zu "Spekulationen über die Freizeit der Maschinen" ("Im
Leerlauf"), zu "Phantasien der Automatisierung um 1960" ("Freiheit
statt Freizeit"); es geht um "Regel und Zufall in der zeitgenössischen
Kunst" ("Immer über dasselbe stolpern"), um "entgleitende Regulation"
("Politische Ökologie im 20. Jahrhundert") und um "schräge Vögel"
("Das
Rauschen in der Ornithologie"). Nicht nur Germanisten und
Medienwissenschaftler, sondern auch Historiker, Psychologen,
Soziologen
und Ökonomen kommen zu Wort und zeigen auf, dass "Störung" nicht
unbedingt ein Defizit oder Versagen sein muss. "Auch Effizienz kann
zur
Störung werden", so der Bochumer Medienwissenschaftler Prof. Dr.
Stefan
Rieger.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Stefan Rieger, Institut für Medienwissenschaft der RUB, Tel.
0234/32-24764, E-Mail: stefan.rieger at rub.de
Prof. Dr. Manfred Schneider, Germanistisches Institut der RUB, Tel.
0234/32-22570, E-Mail: manfred.schneider at rub.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Apr 28 10:36:04 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 28 Apr 2010 10:36:04 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag,
Mietzner: Landwehren im westlichen Muensterland, Heiden, 04.05.2010
Message-ID: 4BD80F94.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: Thomas Ridder M.A. ridder at jmw-dorsten.de
Datum: 27.04.2010, 15:51

AKTUELL

Die Menschen in den Städten waren im Mittelalter durch starke Mauern
vor Angriffen meist gut geschützt. Anders sah es für die Bewohner in
Dörfern und auf den verstreut liegenden Höfen aus. Zu ihrem Schutz
errichtete man so genannte Landwehren. Die Gesellschaft für historische
Landeskunde des westlichen Münsterlandes e.V. möchte mit ihrem nächsten
Vortrag "Landesverteidigung im Mittelalter: Landwehren im
Westmünsterland" allen Interessierten dieses Thema näher bringen.
Referent ist Dr. Erhard Mietzner, er spricht am 4. Mai in Heiden im
Heimathaus, Beginn ist 19:30 Uhr.

Mit Landwehren werden aus einer Kombination von Wällen und Gräben
bestehende Grenzmarkierungs- bzw. Grenzsicherungssysteme bezeichnet,
deren Entstehung zumeist ins Hoch- und Spätmittelalter datiert wird. Sie
waren eine recht wirksame Maßnahme, die Bevölkerung eines Gebietes vor
Übergriffen von Feinden in Fehde- oder Kriegszeiten zu schützen.
Darüber hinaus behinderten sie Räuberbanden beim Eindringen in
fremdes Gebiet und erschwerten ihren Rückzug nach einem Beutezug. Nicht
zuletzt dienten sie dazu, einen Rechtsbezirk abzugrenzen.

Wenn auch im Gegensatz zur Bevölkerung auf dem Lande die
Stadtbevölkerung in befestigten Städten durch Stadtmauern geschützt
waren, so erhielten die umliegenden ackerbaulich genutzten Feldfluren
vieler Städte zu ihrem Schutz oft zusätzlich eine mehr oder weniger
ringförmige Stadtlandwehr bzw. einen Stadthagen.

In dem hauptsächlich als Überblick gedachten Vortrag: "Landwehren im
westlichen Münsterland" werden zunächst einige dieser Sicherungsanlagen
vorgestellt, danach wird der Einfluss von Landwehren auf die Bildung von
Familien- und Flurnamen zur Sprache kommen; im letzten Teil des
Vortrages werden Versuche dargestellt, mit Hilfe von Hof- und Flurnamen
sowie von historischen Karten ehemalige Landwehrverläufe zumindest
teilweise zu rekonstruieren.

Bei Interesse besteht die Möglichkeit Reste einer Landwehranlage, die
Kirchspielslandwehr beim Hof Küper an der Borkener Straße, im Anschluss
an den Vortrag zu besichtigen.

Veranstaltungsort: Heiden, Heimathaus, Am Sportzentrum 11, Beginn 19.30
Uhr


INFO

Veranstaltungsdaten:
Landesverteidigung im Mittelalter: Landwehren im Westmünsterland
Datum: 4. Mai 2010
Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes
e.V.
Geschäftsstelle: p/A Landeskundliches Institut Westmünsterland,
Gasthausstraße 15
48691 Vreden
E-Mail: info at ghl-westmuensterland.de

Kontakt:
Thomas Ridder M.A.
Tel.: 02362-951431
E-Mail: thomas.ridder at imail.de
URL: www.ghl-westmuensterland.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Apr 28 11:18:16 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 28 Apr 2010 11:18:16 +0200
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Vortrag=2C_Best/Ilisch=2C_Goldmuenzen?=
=?utf-8?q?fund_in_Hiddenhausen=2C_L=C3=B6hne=2C_29=2E04=2E2010?=
Message-ID: 4BD81978.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Peter Ilisch"
Datum: 28.04.2010, 11:12


AKTUELL

Goldmünzenfund in Hiddenhausen

2009 wurde in Hiddenhausen auf der Suche nach einem vermuteten
römischen Militärlager der Zeit des Varus überraschend neun römische
Goldmünzen gefunden. Diese stammen jedoch aus der Zeit des Kaisers
Constantins des Großen. Zwar ist römisches Kleingeld in Westfalen nicht
ganz selten gefunden worden, doch Goldmünzen sind eher eine Ausnahme.
Die bisher in Westfalen gefundenen römischen Goldmünzen stammen
überwiegend aus dem späten 4. oder dem 5. Jahrhundert. Die neun
Münzen stammen aber aus einem engen Zeitraum und sind bis auf eine
Ausnahme in Trier geprägt worden, das zu dieser Zeit einer der
Residenzstädte des Imperium Romanum war.

Es handelt sich auch um Goldmünzen, die kleiner sind als die sonst
gefundenen und über deren Zweckbestimmung nicht viel bekannt ist. Eine
Reihe von Fragen schließen sich an den Fund an. Stammen die Münzen
direkt aus der römischen Staatskasse? Wie sind sie nach Hiddenhausen
gelangt und welches Verhältnis hatten die damals in Westfalen lebenden
Franken zu den Römern?

Diese Fragen werden in einem Vortrag von Dr. Werner Best,
LWL-Archäologie für Westfalen, und Dr. Peter Ilisch, LWL-Landesmuseum
für Kunst und Kulturgeschichte, behandelt.


INFO

Veranstaltung der VHS Löhne, 29.4.2010 19.30-21.00 Uhr, Heimatmuseum,
Alter Postweg 300.







From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Apr 29 10:08:37 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 29 Apr 2010 10:08:37 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Fuehrungen auf Industriedenkmalen am 1.Mai-Wochenende
Message-ID: 4BD95AA5.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: ""forum at geschichtskultur-ruhr.de"
Datum: 29.04.2010, 07:27
Übernahme aus der E-Mailing-Liste forum geschichtskultur ruhr


AKTUELL

FÜHRUNGEN AM 1. MAI-WOCHENENDE

Samstag, 1. Mai 2010, 15.00 Uhr

Geschichtstour: Wohnen auf der Seilscheibe
Mai-Führung zu 200 Jahre Wohnen und Arbeiten rund um die Zeche
Hannover

Heute erinnern nur noch die ehemaligen Zechensiedlungen daran, wie die
Bergarbeiter im Ruhrgebiet einst lebten. Doch wie sah der Alltag in
den
industriellen Gemeinden um 1900 aus? Um dieser Frage nachzugehen, lädt
der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Samstag, 1. Mai, um 15 Uhr
zu einer
besonderen Führung in sein Industriemuseum Zeche Hannover nach Bochum
ein.

Zur Zeit des Bergbaus im Revier kam das Wohnen in der Nähe des
Arbeitsplatzes
sowohl dem Bergmann als auch dem Bergwerk zu Gute. Einerseits
ermöglichte es dem
Bergmann nach der Arbeit zu Fuß nach Hause zu gehen, andererseits
verlor das
Unternehmen seine Belegschaft auch
nach Feierabend nicht aus den Augen.
Der historische Rundgang der Zeche Hannover beginnt mit der
Kleinkolonie ?Am
Rübenkamp?. Der Weg führt weiter über die ?Eickeler Kolonie? mit
ihrer
symmetrischen Reihung entlang der Straße zur Siedlung ?Dahlhauser
Heide?, die
Alfred Krupp in den Jahren 1907-1915 als Arbeiterdorf mit
westfälischen
Bauernhäusern errichten ließ. Den Abschluss der Zeitreise durch die
Geschichte
der Bergarbeitersiedlungen bildet ein Abstecher zu den ?Montagehäusern
System
Schneider?, die 1948 errichtet wurden, um die drängende Wohnungsnot
in der
Nachkriegszeit zu lindern.

Kosten: 2,50 EUR pro Person


Treffpunkt:
Zechenvorplatz LWL- Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Info: Tel. 0234 6100 874
www.lwl-industriemuseum.de






Freitag, 30. April, Samstag, 1 Mai und Sonntag, 2. Mai 2010

Führungen Kokerei Hansa
Volles Programm auf der Kokerei Hansa

Ein vielfältiges Führungsangebot lockt am langen ersten Maiwochenende
Besucher
auf das beeindruckende Industriedenkmal in Dortmund-Huckarde, bei dem
für jeden
etwas dabei ist: Führungen über "Natur und Technik", Altkoker- und
Fotoführung
sowie für kleine Entdecker eine spannende Schatzsuche in der einst
"verbotenen
Stadt".

Wenn am Freitag Abend die Nacht hereinbricht und die ehemalige
Zentralkokerei
Hansa in blauem Licht erstrahlt, begeben sich Nachtschwärmer auf
Entdeckungstour. Ganz in Blau und von weitem schon sichtbar, führt eine
gläserne
Bandbrücke die Besucher in luftige Höhe. Oben angekommen werden sie mit
einem
grandiosen Blick über das nächtliche Dortmund mit seinen
charakteristischen
Landmarken belohnt.
Weiter geht's am Samstag bei Tageslicht: In den industriehistorischen
Führungen
lüften die Besucher das Geheimnis rund um die Koksproduktion und
erfahren, was
es mit der Schwarzen und Weißen Seite auf sich hat. Koksofenbatterie,
Kohlen-
und Sortenturm, Labor und die Kompressorenhalle sind wichtige Stationen
auf dem
Rundgang. Technische Details stehen ebenso auf dem Programm wie
Anekdoten aus
dem Arbeitsleben, von denen besonders der Altkoker bei der
11-Uhr-Führung am
Sonntag zu berichten weiß. Auch für die kleinen Gäste gibt es
Spannendes zu
erkunden. Der auf Hansa ansässige Kokskrümel Karlchen Koks schickt die
jungen
Entdecker auf Schatzsuche, wobei die Kokerei spielerisch erforscht
wird.
Natürlich darf die Fotoführung, die wie die Kinderführung am 1. Sonntag
statt
findet, nicht fehlen. Fotobegeisterte betrachten die Kokerei Hansa mit
ihren
Maschinen und Gebäuden sowie ihrem weit verzweigtem Rohrsystem durch
die Linse
ihrer Kamera und halten die schönsten Industriekultur-Motive im Bild
fest.

Die Termine am kommenden Wochenende:

Offene Führungen:
Samstag (1.05.) um 11 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr
Sonntag (2.05.) um 11 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr

Nachtlichtführung:
Freitag (30.04.) um 21 Uhr (bitte Taschenlampe mitbringen!)

Altkokerführung:
Sonntag (2.05.) um 11 Uhr

Kinderführung:
Sonntag (2.05.) um 14 Uhr

Fotoführung:
Sonntag (2.05.) um 15 Uhr

Der Kostenbeitrag für die Kokereiführungen beträgt 5 Euro pro Person.
Kinder
unter zwölf Jahren nehmen kostenlos teil (Ausnahme Kinderführung).
Audioguide: 3
Euro.

Treffpunkt:
Infopunkt der Kokerei Hansa
Emscherallee 11, Dortmund-Huckarde
Infos: Tel. 0231/ 93 11 22-33







From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Apr 29 10:20:46 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 29 Apr 2010 10:20:46 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Detmold,
LWL zeichnet ehemaliges Offizierswohnhaus als Denkmal des Monats aus
Message-ID: 4BD95D7E.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 28.04.2010, 14:35


AKTUELL

Eigentümer hat historisches Gebäude vorbildlich renoviert
LWL zeichnet ehemaliges Offizierswohnhaus als Denkmal des Monats aus

Mit viel Liebe zum Detail haben die neuen Eigentümer des ehemaligen
Offizierswohnhauses am Walter-Bröker-Ring 21 in Detmold restauriert.
Deshalb hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) jetzt das 1935
errichtete Gebäude als Denkmal des Monats April ausgezeichnet.

"Die hervorragende Zusammenarbeit von Besitzern, Architekten und
Denkmalpflegern führte zu einem vorbildlichen Ergebnis. Denn der
Eigentümer ging sehr sensibel mit der historischen Bausubstanz um",
lobt LWL-Denkmalpflegerin Saskia Schöfer.

Der Grundriss mit Wohn-, Ess- und Kochbereich im Erdbeschoss sowie mit
Schlafräumen und Bad im Obergeschoss blieb fast vollständig erhalten,
gleichzeitig bietet das Haus modernen Wohnstandard. Um das zu erreichen,
haben die Eigentümer die Küche in den ehemaligen Essbereich verlegt, die
alte Speisekammer abgerissen und den Keller vom Eingangsbereich
zugänglich gemacht. Außerdem erhielt das Haus im Keller und Dach eine
Innendämmung, die Heizung, die Elektro- und Sanitärinstallationen wurden
erneuert.

Die Fenster konnten zum großen Teil erhalten werden, neue Fenster und
Terrassentüren wurden nach alten Vorbildern gefertigt. Der
zwischenzeitlich verglaste Wintergarten wurde freigelegt und wird nun
wieder wie ursprünglich geplant als Freisitz mit darüberliegendem Balkon
genutzt. "Wie gewissenhaft der Eigentümer mit der historischen
Bausubstanz umgeht, zeigen zwei Beispiele: Das alte Holzparkett wurde
mit vorhandenen Reststücken ergänzt, die nicht mehr benötigte
Speisenkammertür wurde als Badezimmertür umgenutzt, um das einheitliche
Bild im Innenbereich zu bewahren", erklärt Schöfer.

Erhalten sind noch die übrigen Original-Innentüren und die verglaste,
großflächige Schiebetür im Wohnbereich. Sie wurde ebenso wie die
geschwungenen Handläufe der Treppe und die Holzverkleidungen des
Treppengeländers lediglich weiß gestrichen. Ebenso behutsam ging der
Eigentümer im Außenbereich mit der Bausubstanz um. Hier wurde der
vorhandene Putz nur an einigen Stellen ausgebessert und nach vorhandenen
Befunden pastellfarbig gestrichen.

"Das ehemalige Offiziershaus besticht heute wieder in seiner schlichten
Eleganz und bietet moderne Wohnverhältnisse in denkmalwerter Bausubstanz
dank des Verständnisses der Eigentümer und der hervorragenden
Zusammenarbeit aller Beteiligten", so Schöfer.

Hintergrund
Das Offziersgebäude am Walter-Bröker-Ring 21 ist eines von drei
Einfamilienhäusern, die den nordwestlichen, halbrunden Abschluss des
Kasinogartens in Detmold bilden. Detmold war als Standort einer
Luftwaffenkaserne bis Mitte 1995 die größte Garnisonsstadt im Kreis
Lippe.

Der ehemalige Fliegerhorst von 1935 wurde nach dem Zweiten Weltkrieg
bis 1995 vom britischen Militär genutzt. Seitdem werden die einzelnen
Gebäude privatisiert und neu genutzt.

Die Kaserne befindet sich in der ehemaligen Bauernschaft Hakedahl am
nördlichen Stadtrand, etwa 1,5 Kilometer von Detmolds historischem
Stadtkern entfernt. Das Gelände besteht aus einem Flugfeld sowie
Mannschafts- und Offiziersunterkünften, Verwaltungsgebäuden,
Flugzeughangars, Werkstätten und Sozialgebäuden. Die Anlage, die
komplett unter Denkmalschutz steht, wird durch eine Hauptachse
erschlossen und durch ein Straßensystem mit platzartigen Aufweitungen
gegliedert.





From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Apr 29 10:22:05 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 29 Apr 2010 10:22:05 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Projekt "Kultur in Westfalen" auf dem Weg
Message-ID: 4BD95DCD.84E3.00E5.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 28.04.2010, 12:19


AKTUELL

Projekt "Kultur in Westfalen" auf dem Weg
Lenkungsgruppe hat Arbeit aufgenommen

Was macht die Kultur in Westfalen aus? Ein Gesamtbild will jetzt eine
Lenkungsgruppe entwickeln, die am Mittwoch (28.04.) auf Initiative des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Altena (Märkischer Kreis)
ihre Arbeit aufgenommen hat. In einem Projekt "Kultur in Westfalen",
angelegt auf drei Jahre, soll die Kultur der Region besser profiliert
und dargestellt werden. Erster Schritt: Eine neue Broschüre fasst
zusammen, was Westfalen-Lippe an kultureller Vielfalt zu bieten habe.

"Im gemeinsamen Dialog mit der Landesregierung gibt es auch aus
westfälischer Sicht Fortschritte: Die im vergangenen Jahr
angekündigte Lenkungsgruppe hat mit der Arbeit bei ihrem ersten
Treffen auf der Burg Altena begonnen", so LWL-Direktor Dr. Wolfgang
Kirsch am Mittwoch.

"In Westfalen ist eine Aufbruchstimmung entstanden, die wir nur
begrüßen können." Dieses Fazit zog der nordrhein-westfälische
Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff. Grosse-Brockhoff
bekräftigte zugleich die Notwendigkeit, die Kulturregion Westfalen
deutlicher als bisher national und international zu positionieren.

Grosse-Brockhoff: "Das Land hat mehrfach seine Bereitschaft erklärt, zu
einer weiteren Verbesserung der Kulturarbeit in Westfalen mit dem LWL
zusammenzuarbeiten. Deshalb unterstützen wir das Projekt "Kultur in
Westfalen mit 120.000 Euro." Der Vorschlag eines neuen Literaturzentrums
mit Schreibwerkstatt in Münster, sei erst kürzlich in Düsseldorf
vorgestellt worden. Als weiteres bedeutendes Projekt, das die
Landesregierung mit 9 Millionen Euro in Westfalen fördere, nannte
Grosse-Brockhoff den Um-, Aus- und Neubau des Westfälischen
Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte" in Münster.


Lenkungsgruppe
Dem Gremium gehören an : der LWL-Direktor, Staatssekretär Heinrich
Grosse-Brockhoff, LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale, der
Oberbürgermeister der Stadt Herne, Horst Schiereck, der Landrat des
Kreises Coesfeld, Konrad Püning, der Landrat des Kreises Warendorf, Dr.
Olaf Gericke, der Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises, Dr. Arnim Brux, der
Landrat des Kreises Olpe, Frank Beckehoff, der Oberbürgermeister der
Stadt Münster und als Vertreter von Stiftung und Verein
Westfalen-Initiative Prof. Dr. Klaus Anderbrügge und Raimund Pingel,
sowie der Vorsitzende des LWL-Kulturausschusses Dieter Gebhard und sein
Stellvertreter Karl Dittmar.


Projekt "Kultur in Westfalen"
"Die Westfalen sind nicht abgetaucht. Sie haben das Projekt 'Kultur in
Westfalen' auf die Beine gestellt", erklärte die LWL-Kulturdezernentin.
Im Rahmen dieses Projekts solle, begleitet durch die Lenkungsgruppe, in
den nächsten drei Jahren eine Strategie entwickelt werden, wie man
Kultur in Westfalen besser profilieren und nach außen darstellen könne.
Das Vorhaben werde von der LWL-Kulturstiftung Westfalen, dem LWL, der
Stiftung Westfalen-Initiative und dem Land NRW getragen.

Für das Projekt arbeiteten bereits zwei Mitarbeiterinnen, so
Rüschoff-Thale weiter. Die Aufgabe werde es sein, in den nächsten
drei Jahren der Kultur in Westfalen-Lippe zu größerer Bekanntheit zu
verhelfen und ihr Image national und international zu schärfen.

Dazu gehöre auch die Organisation einer westfälischen Kulturkonferenz,
die für den Herbst 2010 geplant sei. Sie werde die Akteure im
Handlungsfeld "Literatur" zusammenbringen und soll in Workshops und dem
abschließenden Plenum neue Ansätze für die Region diskutieren. Die
Themen der in regelmäßigen Abständen folgenden weiteren Konferenzen
würden noch festgelegt.


Neue Broschüre
In einem ersten Schritt haben die Projektmitarbeiterinnen in einer
Broschüre zusammengefasst, was Westfalen-Lippe kulturell zu bieten hat.
"Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Neben Theater und Musik, neben
Literatur und zahlreichen Festivals und Veranstaltungen zeigt diese neue
Veröf-fentlichung die kulturelle Vielfalt des Landesteils.
Charakterisiert durch die Wege, die das Flächenland in vielfältiger
Weise durchziehen, finden sich in allen Teilregionen kulturelle
Angebote, die überzeugen. Dazu kommt die landschaftliche Schönheit mit
Gärten, Klöstern und Parks, aber auch die Industriekultur, um nur
einige weitere Beispiele zu nennen", so Prof. Dr. Klaus Anderbrügge bei
der Vorstellung der Broschüre in Altena.

Die Broschüre "Was dem Westfalen seine Kultur..." kann kostenlos beim
LWL bezogen werden: Telefon: 0251 591 3861 oder unter
laura.verweyen at lwl.org






From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Apr 30 10:00:35 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 30 Apr 2010 10:00:35 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortraege,
Zeitreisen durch das Muenster der letzten 60 Jahre, ab 05.05.2010
Message-ID: 4BDAAA43.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Stadt Muenster"
Datum: 30.04.2010, 09:53


AKTUELL

Zeitreisen durch das Münster der letzten 60 Jahre
Vorträge beim Mittwochstreff im Stadtmuseum / Auftakt mit den
?Wunderjahren?

Zeitreisen durch das Münster der letzten 60 Jahre. Spannend erzählt,
anschaulich ins Bild gesetzt. In seinem neuen Mittwochstreff lädt das
Stadtmuseum zu informativen und vergnüglichen Ausflügen durch die
Stadtgeschichte ein. Auftakt ist am Mittwoch, 5. Mai (16 Uhr). Dann
geht es um den Zeitraum zwischen 1950 und 1958 - Jahre, in denen es
steil nach oben geht.

Das Stadtmuseum hat in einer mehrteiligen Fotoschau seit 2004 Münsters
jüngere Geschichte in den Blick genommen. Mit überragendem Echo.
Zehntausende von Besuchern strömten in diese Sonderausstellungen. ?Sie
sind nun Ausgangspunkt für die Lichtbilderreisen durch Münsters jüngere
Vergangenheit?, kündigt Dr. Axel Schollmeier, stellvertretender
Museumsleiter, an.

Stilechter könnte das Ambiente dafür nicht ausfallen: Das Café Müller
ist eine original erhaltene Ladeneinrichtung der 1950er-Jahre. An
sechs Terminen wird der Kunsthistoriker und profunde Münster-Kenner Dr.
Alfred Pohlmann dort kurzweilig und wissensreich einzelne Stadtkapitel
aufschlagen.

Zum Start nimmt er die ?Wunderjahre? in den Blick. Erinnerungen
werden wach: Ruinen und Trümmer machen neuen Wohnhäusern Platz.
Geschäfte kehren an den Prinzipalmarkt zurück. Das Theater wird
gebaut, und Stars wie Marika Rökk sorgen für leichte Unterhaltung. ?Die
Zuhörer sind herzlich eingeladen, in Erinnerungen zu kramen in diesen
Jahren zwischen Wiederaufbau und Wirtschaftswunder?, so Axel
Schollmeier. Auch am 19. Mai wird sich der Mittwochstreff mit den
Wunderjahren befassen.

Die weiteren Termine: 2. Juni/16. Juni: ?Die fetten Jahre. 1957 bis
1968?; 30. Juni/14. Juli: ?Die wilden Jahre. 1968 bis 1977?. Die
Teilnahmegebühr liegt bei 3 / 2 Euro, die Dauerkarte für alle
Veranstaltungen kostet 12 Euro. Der Mittwochstreff beginnt immer um 16
Uhr, Treffpunkt ist im Museumsfoyer.





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Apr 30 10:04:47 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 30 Apr 2010 10:04:47 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Herne,
Neuartige elektronische Fuehrer bei Aufruhr-Ausstellung
Message-ID: 4BDAAB3F.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 29.04.2010, 13:01


AUSSTELLUNG

Neuartige elektronische Führer bei Aufruhr-Ausstellung
"Moderne Geräte mit Mittelalter gefüttert"

Seit Donnerstag (29.4.) gibt es elektronische Multimedia-Führer für die
Mittelalter-Ausstellung "Aufruhr 1225" im LWL-Museum für Archäologie in
Herne. Das Besondere an den I-Pods: Es gibt nicht nur Erklärungen zum
Hören, sondern die Bildschirme der kleinen Geräte zeigen auch Bilder
und eigens erstellte Filme.

"Wir haben 50 moderne I-Pod touch-Geräte mit Mittelalter gefüttert", so
Dr. Wolfgang Kirsch, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL), Träger des Museums. Das Ergebnis sei eine "hochmoderne
Museumsführung mit echtem Mehrwert", denn die Informationen in den
Geräten gingen weit über das hinaus, was die Ausstellung allein leisten
könne.

Mit einer Stunde Gesamtlaufzeit, über 70 Bildern und zwölf Filmen
bietet der Multimedia-Guide einen ganz neuen Zugang zu den
Ausstellungsstücken. Er enthält Grundinformationen, kunsthistorisches
oder historisches Fachwissen - vor allem aber einen Blick hinter die
Kulissen. "Möglich geworden ist dieses ehrgeizige Projekt nur durch die
großzügige Unterstützung des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe",
bedankte sich Kirsch beim Präsidenten des Sparkassenver-bandes Dr. Rolf
Gerlach.

Auch kuriose Anekdoten rund um die Ausstellungsstücke bieten die
handlichen Führer: Wie kommt beispielsweise die hölzerne Hand des
Erzbischofes in ein Bonbonglas, oder was macht eine menschliche Hand im
mittelalterlichen Kugeltopf?

Vor der Bedienung des High-Tech-Gerätes braucht sich niemand zu
fürchten: Es funktioniert wie andere Guide-Systeme in Museen über die
Eingabe von Ziffern, die sich an den entsprechenden Ausstellungsvitrinen
finden. Wer sich lieber von den Exponaten an sich leiten lässt, der kann
die Informationen auch via Bildauswahl ansteuern. Die Multimedia-Guides
gibt es für eine Leihgebühr von vier Euro an der Museumskasse.


INFO

Bis 28. November 2010
"AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen"

LWL-Museum für Archäologie
Europlatz 1, 44623 Herne
Di, Mi, Fr 9-17 Uhr, Do 9-19 Uhr
Sa, So und feiertags 11-18 Uhr
Eintritt: Zwischen 2 und 6 Euro, Familienkarte 12 Euro, Gruppenrabatte

Ticket Telefon 0180 - 500 1812 (aus dem Festnetz 14 Cent/Minute,
Mobilfunk abweichend)

http://www.aufruhr1225.lwl.org