E-Mailing-Liste > Monatsarchiv 2010 - 03


 
Anzahl der verschickten E-Mails: 66 (213 KB)
 
 
From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Mar 1 09:14:19 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 01 Mar 2010 09:14:19 +0100
Subject: [WestG] [AUS] "Aufruhr 1225!: Von Rittern, Burgen und Intrigen,
Herne, 27.02.-28.11.2010
Message-ID: 4B8B856B.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 25.02.2010, 12:03


AUSSTELLUNG

Von Rittern, Burgen und Intrigen
Ausstellung "Aufruhr 1225!" im LWL-Museum für Archäologie in
Herne

"Aufruhr 1225!" heißt die größte Mittelalterausstellung, die es
bisher im Ruhrgebiet gegeben hat: Vom 27. Februar bis 28.
November ist die Schau des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL), ein Projekt von RUHR.2010, im LWL-Museum für Archäologie
in Herne zu sehen.

Das Jahr 1225 war ein historischer Wendepunkt für die Region.
Während eines Überfalls kommt der Kölner Erzbischof Engelbert,
einer der mächtigsten Männer des Reiches, gewaltsam ums Leben.
Das Ereignis, das damals die ganze Ruhrregion veränderte, ist
Ausgangspunkt der 1,7 Millionen Euro teuren Ausstellung über
Ritter, Burgen und Intrigen.

"Die Kölner Dominanz war nach dem Tod des Bischofs
vorübergehend gebrochen. Lokalgrößen gelangten nun zu mehr
Macht, was einen regelrechten Bauboom auslöste", sagte
LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch bei der Vorstellung am
Donnerstag (25.2.) in Herne. Zahlreiche Burgen seien in dieser
Zeit entstanden. Mit jeder Festung habe ein Adeliger seinen
Machtanspruch untermauert.

Die Ausstellung gibt eine Übersicht der mehr als 400 Burgen,
die es zwischen Emscher und Ruhr gegeben hat. "Das heutige
Ruhrgebiet weist eine der höchsten Burgendichten Europas auf",
so Kirsch. Doch auch das Entstehen mehrerer benachbarter
Zentren, das die Ruhrregion bis heute prägt, sei letztlich auf
die Ermordung des Erzbischofs zurückzuführen.

Leben im Mittelalter
Auf einer Ausstellungsfläche von 1.500 Quadratmetern inszeniert
das LWL-Museum für Archäologie eine Spurensuche nach den
Überresten dieser Zeit in der heute vollkommen verwandelten
Landschaft an Ruhr, Emscher, Lippe und Rhein. Etwa 1.000
Ausstellungsstücke wie Waffen, Rüstungen, goldene Reliquiare
oder Kochgeschirr sowie Nachbildungen zum Anfassen und
Ausprobieren zeigen, wie die Menschen im 13. Jahrhundert lebten.

Die verschiedenen Lebensbereiche des Mittelalters werden in
bühnenartigen Themenräumen in Szene gesetzt. Vom Familienleben
und Ständewesen, der Rechtsprechung und Gesetzgebung, der
Bedeutung von Kirchen und Klöstern, vom Reisen, dem Rittertum
und dem Burgbau spannt sich der Bogen bis zu einer der letzten
großen Ritterschlachten im Jahr 1288. Dabei präsentiert
"Aufruhr 1225!" auch unbekannte und kuriose Seiten dieser
Epoche. Die Schau erklärt beispielsweise, was die
blutbefleckten Kleider des ermordeten Erzbischofs auf der
Hochzeitstafel des Königs verloren haben, oder warum die Hände
eines Gehenkten als Talisman galten.

Blutiges Ereignis
Zunächst stehen die Hintergründe der Ereignisse im Mittelpunkt,
die zur Ermordung des Kölner Erzbischofs führten. Die
handelnden Personen werden samt ihrer Familien und ihren
"Markenzeichen", den Wappen, vorgestellt. Den Erzbischof zeigt
zum Beispiel eine vergoldete Büste aus dem Domschatz Essen. Die
Kopie eines Freskos aus dem Schloss Burg in Altena illustriert
den Überfall auf Engelbert.

Silberschatz
Mit einem fast 500 Kilogramm schweren Silberschatz
veranschaulicht das LWL-Museum das Kopfgeld, das für die
Ergreifung des Beschuldigten, Graf Friedrich von Isenberg,
ausgelobt wurde. Gegen ihn verhängte der König in Nürnberg die
Reichsacht. Ein Jahr nach der Tat wurde er gefasst und grausam
hingerichtet. In diesem Zusammenhang wird den Besuchern
erläutert, wie die Rechtsprechung im hohen Mittelalter
funktionierte.

Kirchenbann
Für seine Tat belegte die Kirche Friedrich von Isenberg mit
einem Bann. Auch seine Brüder, die Bischöfe von Münster und
Osnabrück, wurden abgesetzt, woraufhin sich die drei
Geschwister auf die Reise zum Papst nach Rom begaben. Die
Ausstellung beschäftigt sich an dieser Stelle mit dem Aufbau
der Kirche und ihrem Einfluss auf die Politik in der Region.
Zudem geht es um das Reisen im Mittelalter und den Blick der
Zeitgenossen auf ihre Welt. In einer Darstellung des Weltbildes,
der Ebstorfer Weltkarte, wird auch die Ruhrregion erstmals
erfasst.

Klostergründungen
Um für Verstorbene einen Ort des Andenkens zu schaffen, wurden
vielfach Klöster gegründet. Nach dem Tod Engelberts entstand in
Gevelsberg ein Kloster zu seinem Gedenken. Eine lebensgroße
Holzstatue seiner Person, die dort stand, hat in den kommenden
Monaten in Herne ihren Platz.

Eine andere Vorgeschichte hat das Kloster Cappenberg. Deren
Begründer waren am Dombrand in Münster beteiligt und gaben
später aus Reue ihren gesamten Besitz der Kirche. So wurde der
Familiensitz zum Kloster, das unter anderem den kostbaren
Barbarossa-Kopf - das einzige heute bekannte Bildnis eines
deutschen Kaisers mit individuellen Zügen - beherbergte.

Die Ritter
Ritter waren geübte Krieger und fromm erzogene Edelmänner. Die
Ausstellung schaut auf die Figur des Ritters und seinen
Werdegang. Aufstieg und Niedergang der Ritterschaft werden
dabei ebenso betrachtet wie das Geschehen auf dem Schlachtfeld.
Ein seltener Helm aus der Hofjagd- und Rüstkammer des
Kunsthistorischen Museums in Wien verdeutlicht die zunehmenden
Probleme der Ritter zu Felde. Von Lang- und Schusswaffen
bedroht, verschanzten sie sich von Kopf bis Fuß in Eisen.

Motte in der Nachbarschaft
Viele der Burgenbauten im Mittelalter waren nicht aus Stein,
sondern große Holzwohntürme auf einem Erdhügel, sogenannte
"Motten". Keine dieser Turmhügelburgen ist heute noch erhalten,
so dass kaum jemand die am meisten verbreitete Burgenform des
13. Jahrhunderts kennt. Ein Höhepunkt der Ausstellung wird eine
solche nachgebaute Turmhügelburg sein, die ab März für ein Jahr
vor dem LWL-Museum in Herne stehen wird - über 20 Meter hoch
und so eingerichtet, als wären die Bewohner gerade erst
gegangen.

Leben auf der Burg
Wie es sich auf einer Burg lebte, erfahren die Besucher im
"Weißen Saal" der Ausstellung. Dort können sie die einzelnen
Funktionsbereiche von verschiedenen Handwerksstätten bis zur
Lagerhaltung und die Beziehungsgeflechte am Hof kennenlernen.
Den Aufbau einer Burg vermittelt ein Modell der Hattinger
Isenburg im Maßstab von 1:50. Das sechs Meter lange und zwei
Meter breite Modell ist ein Vorschlag der Ausstellungsmacher,
denn die Burg selbst wurde nur wenige Jahre nach ihrer
Fertigstellung zerstört.

Burgenland Ruhrregion
Was ist aus den zahlreichen Burgen bis heute geworden? Nur
wenige sind erhalten geblieben. Einige wurden wieder aufgebaut,
einige (beispielsweise als Fabrikgebäude) umfunktioniert,
andere wurden abgerissen oder sind verfallen. Die Ausstellung
zeigt, wie sich die Adelssitze nach dem Ende der Burgenbauten
entwickelt haben. Dabei stehen der Siegeszug der Industrie im
Ruhrgebiet und dessen Folgen im Vordergrund. Ergänzend stellen
sich elf museal erschlossene Burgen - allesamt Partner von
"Aufruhr 1225!" - vor.


INFO

Events, Workshops, Führungen und Mittelaltermärkte sowie ein
Außenprogramm in elf Burgen und Schlössern der Region begleiten
die Ausstellung.

Der Katalog (Verlag Zabern, 600 Seiten, reich bebildert,
gebunden, mit Schutzumschlag) kostet im Museum: 24,90 Euro, im
Buchhandel: 39,90 Euro (ISBN 978-3-8053-4108-0)

Kurzführer (5,95 Euro) und Entdeckerheft für Kinder (8,50 Euro)
erscheinen Mitte März.

Der Burgenführer "Burgen Aufruhr!" (Klartext Verlag, 450 Seiten,
farbig bebildert, broschiert) zu über 100 Burgen, Schlössern
und Herrensitzen in der Ruhrregion kostet 19,95 Euro (ISBN
978-3-8375-0234-3).

27. Februar bis 28. November 2010
"AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen"

LWL-Museum für Archäologie
Europlatz 1
44623 Herne
Di, Mi, Fr 9-17 Uhr, Do 9-19 Uhr
Sa, So und feiertags 11-18 Uhr
Eintritt: Zwischen 2 und 6 Euro,
Familienkarte 12 Euro, Gruppenrabatte
Ticket Telefon 0180 - 500 1812
(aus dem Festnetz 14 Cent/Minute, Mobilfunk abweichend)
URL: http://www.aufruhr1225.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Mar 1 09:56:59 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 01 Mar 2010 09:56:59 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Internetportal "Frauen.ruhr.Geschichte" geht online
Message-ID: 4B8B8F6B.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Vera Lengersdorf"
Datum: 26.02.2010, 16:02


AKTUELL

Internetportal "Frauen.ruhr.Geschichte" geht online -
Projekt von LWL, Forum Geschichtskultur und Kulturhauptadt
Ruhr.2010

Einen Tag vor dem Internationalen Frauentag wird am
Sonntag, 7. März 2010, um 11 Uhr das Internetportal
"Frauen.ruhr.Geschichte" -
http://www.frauenruhrgeschichte.de und
http://www.frauenruhrgeschichte.lwl.org -

im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern freigeschaltet.

Das Portal - ein Kooperationsprojekt des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL), des Forum Geschichtskultur an Ruhr und
Emscher e. V. und der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 -
stellt die Geschichte von Herkunft und Zukunft der Region etwas
anders dar, nämlich aus weiblicher Perspektive. In allen 53
Städten und Gemeinden des Ruhrgebiets wurde das vorhandene
Geschichtswissen um Frauen zusammen getragen, um mit spannenden,
rührenden und amüsant zu lesenden Frauen-Biografien die
Geschichte der "Metropole im Werden" zu erzählen.

Dies geschieht über vier Zugänge: "Frauen | Region" stellt
Frauenbiografien mit Bezug zu Orten und gesellschaftlichen
Entwicklungen vor. In Ergänzung dazu fasst "Geschichte |
Metropole" das historische Wissen über Frauen und die
Organisation des Geschlechterverhältnisses im Ruhrgebiet
zusammen. Der Zugang "Ruhr | Stadt" zeigt frauen- und
geschlechterbezogene Angebote und Projekte von Alpen bis Xanten
auf und der vierte Schwerpunkt des Internetportals "Aktuell |
Vor Ort" informiert in Zusammenarbeit mit den
Gleichstellungsstellen der einzelnen Städte und Gemeinden über
aktuelle Angebote und Termine, empfiehlt Touren und beschreibt
Anfahrtswege.

Bei der festlichen Freischaltung am Sonntag, 7. März, wird
LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale die Gäste im
LWL-Industriemuseum willkommen heißen. Die Präsidentin des
Landtages Nordrhein-Westfalen, Regina van Dinther, spricht
Grußworte, ebenso die künstlerische Direktorin Ruhr.2010, Asli
Sevindim. Projektleiterin Dr. Uta C. Schmidt stellt das
Internetportal anschließend vor. Für die musikalische
Unterhaltung sorgt das Blechbläserensemble der RAG-DSK
(Deutsche Steinkohle AG).

Unterstützt wird das Projekt Frauen.ruhr.Geschichte vom Land
NRW, dem Ministerium für Familie, Frauen, Generationen und
Integration, und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR).
Projektpartner sind das Ruhr Museum, das Kulturhaus NeuAsseln
sowie die Gleichstellungsstelle Essen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Mar 2 10:24:49 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 02 Mar 2010 10:24:49 +0100
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Die_Aktualit=C3=A4t_des_Mittelalters?=
=?utf-8?q?=3A_Neu_an_der_Universitaet_Muenster=3A_Der_Germanist_Prof=2E_B?=
=?utf-8?q?runo_Quast?=
Message-ID: 4B8CE771.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Pressestelle der WWU Münster"
Datum: 01.03.2010, 09:01


AKTUELL

Die Aktualität des Mittelalters
Neu an der Universität Münster: Der Germanist Prof. Bruno Quast

Prof. Dr. Bruno Quast ist seit dem Wintersemester neuer
Professor für Deutsche Philologie an der Westfälischen
Wilhelms-Universität. Sein Schwerpunkt ist die Literatur des
Mittelalters. In der Forschung beschäftigt er sich vor allem
mit der Romanliteratur des 12., 13. und 14. Jahrhunderts, also
unter anderem mit den Werken von Hartmann von Aue, Wolfram von
Eschenbach und Gottfried von Straßburg. Sein Projekt "Die
Religion des höfischen Romans" ist Teil des Exzellenz-Clusters
"Religion und Politik".

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Literarisierung
ritueller Texte. Rituale waren im allgemeinen Leben der
Vormoderne viel stärker präsent, als das heute der Fall ist.
Eidesformeln, Formeln in liturgischen Texten oder
Beschwörungsformeln etwa zur Teufelsaustreibung wurden von der
Literatur des Mittelalters spielerisch aufgegriffen. So wollte
die literarische Gattung der Narrenbeschwörungen um 1500 den
Menschen ihre "Narrheiten" austreiben, also ihr ungebührliches
Verhalten ausmerzen, beispielsweise eine zu übermäßige Neugier.

Bruno Quast untersucht darüber hinaus Fragestellungen der
Historischen Anthropologie. Er geht im Spiegel der Literatur
den sich verändernden Ausdrucksgestalten von Emotionen nach,
beobachtet, wie sich der Umgang mit Liebe und Sexualität, mit
Tod und Sterben im Laufe der Zeit verändert.

Ein weiteres Arbeitsfeld stellt die historische Erzähltheorie
dar. Dabei geht es um den Aufbau der Texte, um die Figur des
Erzählers, um die Gestaltung von Raum und Zeit in literarischen
Texten. Sein narratologisches Interesse schließt eine Analyse
des Mittelalters im modernen Film, vom hollywoodesken
"Excalibur" bis zum französischen Autorenkino eines Bertrand
Tavernier ("La Passion Béatrice"), Robert Bresson ("Lancelot du
Lac") oder des jüngst verstorbenen Eric Rohmer ("Perceval"),
mit ein.

In der Lehre deckt Bruno Quast das gesamte Mittelalter ab und
setzt auf einen besonders forschungsnahen Unterricht. Auch
Interdisziplinarität ist ihm sehr wichtig. "Alte Texte werden
einfach zu sehr unterschätzt. Man kann sie genau so gut nach
modernen Fragestellungen interpretieren wie zeitgenössische
Texte." Das fördere spannende Ergebnisse zutage, etwa wenn es
um Geschlechterrollen und Raumstrukturen gehe.

Bruno Quast nahm den Ruf aus Münster gerne an, da die
Mediävistik hier auf eine große Tradition zurückblicken könne.
In den 1980er Jahren war Bruno Quast das letzte Mal in Münster,
damals noch als Student. "Gerade die Germanistik hat sich
strukturell verbessert durch die Zusammenziehung der lange
getrennten Abteilungen im Stein-Haus am Hindenburgplatz."

In seiner Freizeit hört Quast am liebsten Barockmusik und Jazz.
Der Filmliebhaber schätzt die Filme eines Woody Allen,
Christian Petzold oder Michael Haneke. Auch die Literatur der
amerikanischen Pulitzerpreisträgerin Jhumpa Lahiri, des
Nobelpreisträgers J.M. Coetzee sowie die Ruhrgebiets- und
Berliner Romane von Ralf Rothmann haben es ihm angetan.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Mar 2 11:04:01 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 02 Mar 2010 11:04:01 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Neu im Netz: "Deutsche Biographie" mit
innovativem Auftritt
Message-ID: 4B8CF0A1.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Ellen Latzin"
Datum: 01.03.2010, 16:32


AKTUELL

Neu im Netz: "Deutsche Biographie" mit innovativem Auftritt
URL: www.deutsche-biographie.de


Unter "Deutsche Biographie" (www.deutsche-biographie.de) stehen
ab sofort 46.300 historisch-biographische Artikel mit
Informationen zu rund 90.000 Personen zur Volltextrecherche,
zum Kopieren oder Ausdrucken zur Verfügung. Es handelt sich um
die namentlich gezeichneten und von Experten verfassten Artikel
aus der "Allgemeinen Deutschen Biographie" (ADB) und von Band 1
bis 22 der "Neuen Deutschen Biographie" (NDB) (A - Schinkel).

Durch Volltextrecherche und kombinierte Suche sind vielfältige
Abfragen möglich, z.B. nach allen Personen, die in München (291)
oder Hamburg (319) geboren wurden. Aber auch Spezielles lässt
sich recherchieren: der Begriff "Jazz" kommt z.B. in zehn
Artikeln vor, "Metzger" findet man 19 mal und gibt der Nutzer
"Komponist" ein, wird die Treffermenge von 500 überschritten.

Das Angebot wird dadurch noch gesteigert, dass rund 75.000
Namen mit der PND (Personennamendatei der Deutschen
Nationalbibliothek), einem festen Normdaten-identifikator,
versehen wurde. In einem ersten Schritt gelangt man damit zu
den Katalogen der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB), des
Bayerischen Verbundkatalogs und der Deutschen
Nationalbibliothek (DNB). Auch dazu ein Beispiel: Ein Klick
führt zu den 2.348 Publikationen, die die DNB von Werken Martin
Luthers nachweist und zu den 797 Veröffentlichungen über den
Reformator, angefangen mit der jüngsten Neuerscheinung aus dem
Jahr 2010. Die Artikel verfügen damit über eine dynamische
bibliographische Komponente.

Die "Deutsche Biographie" wurde in den Jahren 2008 und 2009 von
der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der
Wissenschaften und der Bayerischen Staatsbibliothek realisiert
und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
Das kostenfreie digitale Angebot ist das Ergebnis einer
Übereinkunft mit dem Berliner Verlag Duncker & Humblot, der
jetzt gleichzeitig den Band 24 der NDB (Eduard Schwarz - Maria
Stader) präsentieren konnte, für den 500 Autorinnen und Autoren
aus acht Ländern 740 Artikel verfasst haben. Bis zum Abschluss
des Alphabets stehen noch vier Bände aus. Durch die innovative
digitale Entwicklung ist die Historische Kommission in der Lage,
anschließend ihre historisch-biographische Forschungsarbeit im
Internet fortzusetzen.

Die "Deutsche Biographie" ist ab sofort für ADB und NDB Teil
des Anfang Juli 2009 eröffneten "Biographie-Portals"
(www.biographie-portal.eu), das gemeinsam mit der BSB, dem
"Österreichischen Biographischen Lexikon" (ÖBL) und dem
"Historischen Lexikon der Schweiz" (HLS) entwickelt wurde und
valide Angaben zu 120.000 Personen bietet.

Die Erweiterung dieser europäischen Kooperation war das Thema
der internationalen Konferenz "Vom Nachschlagwerk zum
Informationssystem", die Historische Kommission und Bayerischer
Staatsbibliothek vom 25. bis 27. Februar 2010 in München
veranstalteten (Programm:
http://www.historischekommission-muenchen.de/index.php?seite=aktuell)


INFO

Soeben erschienen:
Neue Deutsche Biographie. Band 24: Schwarz - Stader. Mit ADB &
NDB-Gesamtregister auf CD-ROM - Vierte Ausgabe. (Für die
Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der
Wissenschaften hrsg. von Hans Günter Hockerts.) XXIV, 796 S.
2010 (NDB-LW 24) ISBN 978-3-428-11205-0 Lw. Euro 138,-





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Mar 2 11:06:08 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 02 Mar 2010 11:06:08 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2010/09
Message-ID: 4B8CF120.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 23.02.2010, 08:49


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2010-09 für den Zeitraum vom 20.02.2010 bis

zum 26.02.2010 mit insgesamt 39 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:
http://www.ulb.uni-muenster.de/cgi/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2010-09&fach=wes





Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/

Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html
http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib




Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Mar 2 11:10:39 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 02 Mar 2010 11:10:39 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Bilanz: 26 Tonnen Archivgut aus Koeln eingefroren
und getrocknet: Nothilfe des LWL
Message-ID: 4B8CF22F.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 01.03.2010, 13:32


AKTUELL

Bilanz: 26 Tonnen Archivgut aus Köln eingefroren und getrocknet
Nothilfe des LWL

Insgesamt 26 Tonnen Archivgut aus dem Kölner Stadtarchiv hat
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Münster seit
dem Einsturz im März 2009 vor dem Verfall gerettet. 109
Gitterboxen mit feuchten Akten, Handschriften und anderen
Dokumente wurden in ein Kühlhaus im Münsterland gebracht, von
dort Stück für Stück ins LWL-Archivamt nach Münster
transportiert, wo die Restauratoren des LWL die Archivalien in
Gefriertrocknungsschränken schonend getrocknet haben. Bis Mitte
März sei die Nothilfemaßnahme abgeschlossen, zog
LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale am Montag
(1.3.) in Münster Bilanz.

Im LWL-Archivamt in Münster steht die Gefriertrocknungsanlage,
die seit einem Jahr für Köln im Einsatz ist. "Nasse oder
feuchte Akten werden am besten in Stretchfolie gepackt und wie
Gemüse eingefroren, um sie vor Schimmel zu schützen",
erläuterte Dr. Marcus Stumpf, Leiter des LWL-Archivamtes.

In der Gefriertrocknungsanlage des LWL, die Ähnlichkeit mit
einem normalen Gefrierschrank hat, werden die Akten dann einem
Vakuum ausgesetzt. Das Eis wird dadurch sofort gasförmig und
kann abgesaugt werden.

Schwere Schäden
In Köln seien bis zum Spätsommer 2009 rund 85 Prozent des
Archivguts geborgen worden, so Stumpf. Nach einer groben
Reinigung im Erstversorgungszentrum in Köln-Lind wurde das
Material auf 19 Asylarchive im Bundesgebiet verteilt , zum LWL
nach Münster kamen zirka 500 "laufende Meter" an Akten. Stumpf:
"Bei aller Erleichterung über die große Menge der geborgenen
Archivalien muss man sich klar machen, dass nur rund 20 Prozent
des Archivguts leicht geschädigt sind, bis zu 50 Prozent
dagegen schwere und mittlere Schäden und über 30 Prozent
schwerste Schäden erlitten haben."

Die Fachleute werden in Münster die getrockneten Kölner
Archivalien noch reinigen. Dies ist nötig, weil in praktisch
alle Archivalien beim Einsturz stark alkalischer Betonstaub
eingedrungen ist, der weitere Schäden nach sich ziehen könnte.

Inzwischen habe in Köln die virtuelle Zusammenführung der
Bestände begonnen: Teams schwärmen in die Asylarchive aus, um
dort Karton für Karton die Archivalien zu identifizieren, sie
den Beständen zuzuordnen und nach ihren Schäden zu
klassifizieren. Die Erfassung soll in drei Jahren abgeschlossen
sein.

Lehren aus Köln
Zu den wichtigsten "Lehren aus Köln" gehöre eine vernünftige
Schadensprävention, sagte Rüschoff-Thale: "Gebäudebezogenes
Risikomanagement ist der beste und preiswerteste Schutz.
Anforderungen an sachgerechte Archivgebäude dürfen nicht dem
Rotstift zum Opfer fallen." Wenn es doch zu einem Schadensfall
komme, müssten sich Archive gegenseitig in "regionalen
Notfallverbünden" helfen. "Und das müssen sie vorher planen und
üben", erläuterte LWL-Experte Stumpf.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Mar 2 11:13:44 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 02 Mar 2010 11:13:44 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Film ab - wir lernen!: Lehrer lernen in
Gelsenkirchen von und mit Filmprofis, 13.03.2010
Message-ID: 4B8CF2E8.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 02.03.2010, 10:09


AKTUELL

Film ab - wir lernen!
Lehrer lernen in Gelsenkirchen von und mit Filmprofis

Zu einer landesweiten Lehrerfortbildung zum Einsatz von Film im
Unterricht lädt Film+Schule NRW, eine gemeinsame Initiative des
NRW-Schulministeriums und des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL), für den 13. März 2010 in den
Wissenschaftspark Gelsenkirchen ein.

"Wir wollen Lehrern aus ganz Nordrhein-Westfalen zeigen, wie
sich im Unterricht Wissen über Filme vermitteln lässt",
erläutert Tagungsorganisatorin Marlies Baak-Witjes von
Film+Schule NRW. Unterstützt wird sie dabei von Filmemachern
wie dem Autor Heinrich Hadding, der unter anderem das Drehbuch
für den Erfolgsfilm "Die Päpstin" verfasst hat. "Der Austausch
mit Filmschaffenden, der das Wissen um die Entstehung von
Filmen aus erster Hand vertiefen soll, ist ein besonderes
Angebot dieser Fachtagung", so Baak-Witjes.

Hintergrund:
"Im Leben junger Menschen sind bewegte Bilder ständig präsent:
Im Internet, auf dem Handy, im Fernsehen, im Kino. Daher wird
es immer wichtiger, Bilder zu hinterfragen, Bilder einzuordnen
und ihre Herstellung zu verstehen", meint auch Dr. Markus
Köster, Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen. Filme
seien aber nicht nur Zerstreuung, Ablenkung oder sogar Gefahr
für Schule und Unterricht. Sie seien auch Kunstform,
kulturelles Bildungsgut und ein Kommunikationsmedium ersten
Ranges.

"Wie kaum ein anderes Medium sind sie zudem in der Lage, auch
komplexe Inhalte ansprechend und nachdrücklich zu vermitteln.
Und schließlich bergen Filme im Zeitalter einfach bedienbarer
digitaler Kameras und Schnittprogramme enorme kreative
Potenziale. Sie lassen sich auch im Unterricht nicht mehr nur
rezeptiv nutzen, sondern genau so gut aktiv,
handlungsorientiert, produktiv - in jeder Hinsicht des Wortes.
Deshalb sehen die Lehrpläne die Beschäftigung mit Filmen vor
und Schulen greifen zunehmend das Thema Filmbildung auf",
erläutert Köster.

Die Lehrerfachtagung in Gelsenkirchen vermittelt Methoden der
Filmarbeit. Sie zeigt u.a. wie Lehrer mit neuen Medien wie dem
Handyfilm arbeiten können und widmet sich neben Spielfilmen
auch dem Dokumentar- und Kurzfilm.


INFO

Die Teilnahmegebühr für die Veranstaltung beträgt 15 Euro (7,50
Euro für Referendare). Dafür gibt es u.a. einen USB-Stick mit
umfangreichen Materialien für die Unterrichtspraxis.
Anmeldungen sind noch möglich unter
http://www.filmundschule.nrw.de. Dort gibt es auch detaillierte
Programminformationen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Mar 2 11:27:36 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 02 Mar 2010 11:27:36 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Ansturm auf "Aufruhr"
Message-ID: 4B8CF628.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 01.03.2010, 12:25


AKTUELL

Ansturm auf "Aufruhr"

Die Ausstellung "Aufruhr 1225!" hat gleich zu Beginn einen
Besucheransturm erlebt: Am ersten Wochenende kamen mehr als
5.000 Besucher ins LWL-Museum für Archäologie nach Herne, um
die neue Mittelalterausstellung zu sehen. "Wir mussten wegen
des Andrangs unsere Sonderausstellung zeitweilig schließen", so
Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock am Montag (1.3.). Über 250
Führungen seien bereits fest gebucht. Mühlenbrock rät wegen des
Ansturms zur telefonischen Ticketreservierung (0180 - 500 1812).

"Aufruhr 1225" ist die größte Mittelalterausstellung, die es
bisher im Ruhrgebiet gegeben hat: Bis zum 28. November werden
in der Schau des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL),
ein Projekt von RUHR.2010, rund 80.000 Besucher erwartet.

Auf einer Ausstellungsfläche von 1.500 Quadratmetern inszeniert
das LWL-Museum für Archäologie eine Spurensuche nach den
Überresten dieser Zeit in der heute vollkommen verwandelten
Landschaft an Ruhr, Emscher, Lippe und Rhein. Etwa 1.000
Ausstellungsstücke wie Waffen, Rüstungen, goldene Reliquiare
oder Kochgeschirr sowie Nachbildungen zum Anfassen und
Ausprobieren zeigen, wie die Menschen im 13. Jahrhundert lebten.

Die Ausstellung gibt eine Übersicht der mehr als 400 Burgen,
die es zwischen Emscher und Ruhr gegeben hat. Das heutige
Ruhrgebiet weist eine der höchsten Burgendichten Europas auf.
Auch das Entstehen mehrerer benachbarter Zentren, das die
Ruhrregion bis heute prägt, ist nach der Überzeugung der
Ausstellungsmacher letztlich auf die Ermordung des Kölner
Erzbischofs Engelbert im Jahr 1225 zurückzuführen.


INFO

27. Februar bis 28. November 2010
"AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen"

LWL-Museum für Archäologie
Europlatz 1
44623 Herne
Di, Mi, Fr 9-17 Uhr, Do 9-19 Uhr
Sa, So und feiertags 11-18 Uhr
Eintritt: Zwischen 2 und 6 Euro,
Familienkarte 12 Euro, Gruppenrabatte
Ticket Telefon 0180 - 500 1812
(aus dem Festnetz 14 Cent/Minute, Mobilfunk abweichend)
URL: http://www.aufruhr1225.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Mar 3 09:12:01 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 03 Mar 2010 09:12:01 +0100
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAUS=5D_=22Verlacht=2C_verboten_und_gefeiert?=
=?utf-8?q?=22_-_Geschichte_des_deutschen_Frauenfu=C3=9Fballs=2C_Bielefeld?=
=?utf-8?q?=2C_05=2E-30=2E03=2E2010?=
Message-ID: 4B8E27E1.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Stadt Bielefeld"
Datum: 01.03.2010, 18:08


AUSSTELLUNG

"Verlacht, verboten und gefeiert" -
Geschichte des deutschen Frauenfußballs
Ausstellungseröffnung am 4. März

In der Zeit vom 5. bis zum 30. März findet die Ausstellung
"Verlacht, verboten und gefeiert", eine Ausstellung zur
Geschichte des Frauenfußballs, im Historischen Saal der
Volkshochschule Bielefeld statt. Täglich wird die Ausstellung
von 10.00 bis 18.00 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet
sein.

Die Ausstellungseröffnung, zu der alle Interessierten herzlich
eingeladen sind, ist am Donnerstag, 4. März, um 18.00 Uhr.
Moderiert von Björn Sassenroth wird es an diesem Abend eine
"Historische Sportschau" geben, in der die Autoren Jürgen
Nendza und Eduard Hoffmann die Frauenfußballgeschichte
visualisieren. Es folgt eine Talkrunde mit einer Pionierin des
Bielefelder Fußballs und aktiven Fußballerinnen wie
WM-Botschafterin für Bielefeld, Kerstin Stegemann. Der Eintritt
zur Ausstellung und auch zur Eröffnung ist frei.

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen
Ländern wurde der Frauenfußball viele Jahrzehnte ignoriert und
belächelt. Der DFB verbot 1955 seinen Vereinen,
Frauenabteilungen zu gründen oder ihnen Sportstätten zur
Verfügung zu stellen. Das Frauenfußballverbot wurde erst 1970
wieder aufgehoben. Erst in den vergangenen Jahren hat sich die
Einstellung zum Frauenfußball verändert, nachdem sich auch die
deutsche Frauennationalmannschaft international erfolgreich
präsentierte. 2003 wurde sie in den USA erstmals Weltmeister,
2007 verteidigte sie in China den Weltmeistertitel.

Die von Eduard Hoffmann und Jürgen Nendza konzipierte
Ausstellung bietet den Besucherinnen und Besuchern neben der
Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland auch einen
besonderen Bielefeld-Bezug. So werden Erlebnisberichte, Pokale
und Fotos von den ersten Turnieren und von den Anfängen des
Frauenfußballs in Bielefeld dort ihren Platz finden.

"Verlacht, verboten und gefeiert" ist eine Ausstellung der
Volkshochschule Aachen in Kooperation mit der Bundeszentrale
für politische Bildung. Sie wird präsentiert im Rahmen der
Veranstaltungen rund um die FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft
2010.

In der Zeit vom 13. Juli bis zum 1. August ist die Stadt
Bielefeld erstmals Gastgeber und Austragungsort einer FIFA
U-20-Frauen-Weltmeisterschaft. Neben der Ausstellung wird es
rund um die Weltmeisterschaft ein vielfältiges Rahmenprogramm
mit vielen verschiedenen Kunst-, Kultur- und
Sportveranstaltungen, speziell auch für Frauen und Mädchen,
geben.


INFO

Weitere Informationen zur Weltmeisterschaft und zum
Rahmenprogramm sind zu finden unter
www.bielefeld.de/frauenu20wm.


Volkshochschule Bielefeld
Ravensberger Park 1
33607 Bielefeld
Tel.: (05 21) 51 - 0
Fax: (05 21) 51 - 34 31
E-Mail: volkshochschule at bielefeld.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Mar 3 09:45:50 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 03 Mar 2010 09:45:50 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Alles rund um die Flasche, Petershagen, 07.03.2010
Message-ID: 4B8E2FCE.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 02.03.2010, 13:33


AKTUELL

Alles rund um die Flasche - Vortrag, Führung und Schauproduktion
im LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim

Es ist für den Alltag gemacht und daher meist schlicht, dafür
aber ungeheuer vielfältig an Formen und Farben: sogenanntes
Behälterglas. Am Sonntag, 7. März, gibt die Kuratorin der
Ausstellung "Böhmisches und mährisches Behälterglas - einst und
jetzt", Dr. Jitka Ln?ni?ková, in der Glashütte Gernheim einen
Überblick über seine Produktion und Verwendung. Der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt um 11 Uhr zu dem
Vortrag in sein Industriemuseum nach Petershagen ein. Im
Anschluss führt Dr. Ln?ni?ková durch die Ausstellung und
eröffnet überraschende Einblicke in Entstehung und Gebrauch der
Objekte.

"Glasbehälter gehören zu den selbstverständlichsten Dingen in
unserem Leben, man verschwendet eigentlich keinen Gedanken
daran", so die Kuratorin. Bei näherer Betrachtung entdecke man
aber eine unendliche Vielfalt an Formen und Verwendungszwecken,
zum Beispiel als Bier- oder Weinflaschen, Fläschchen und Dosen
für Kosmetik oder Medikamente oder Einmachgläser. Fast in jedem
Land gibt es dazu ganz spezifische Formen, Dekore,
Herstellungstechniken oder Farben. "Daher bietet das
europäische Behälterglas ein überaus reiches Bild an
Gestaltungsvielfalt", so die Kuratorin.

Anlässlich des Vortrags werden die Glasmacher im Turm der
Glashütte Gernheim vorführen, wie Flaschen im Mundblasverfahren
hergestellt werden. Die Flaschen werden entweder frei geformt
oder - wie zur Zeit der Flaschenproduktion der Glashütte
Gernheim - in eine Klappform geblasen. Um den Hals zu formen,
benutzen die Glasmacher an diesem Tag eine historische
Flaschenhalszange.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Glashütte Gernheim
Gernheim 12
32469 Petershagen
Tel.: 05707 9311 - 0
E-Mail: glashuette-gernheim at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 4 10:17:09 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 04 Mar 2010 10:17:09 +0100
Subject: [WestG] [AKT] "Tag der Archive", Muenster, 06.03.2010
Message-ID: 4B8F88A5.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Mechthild Black-Veldtrup"

Datum: 03.03.2010, 10:57


AKTUELL

"Tag der Archive" in Münster -
Münsters Archive präsentieren sich im Landesarchiv
NRW Abteilung Westfalen.
Samstag, 6. März 2010, 11 - 18 Uhr:

Fünf große Archive gibt es am Verwaltungs- und
Wissenschaftsstandort Münster. Alle zwei Jahre nehmen das
Bistumsarchiv, das Landesarchiv NRW mit seinen beiden
Standorten Abteilung Westfalen und Technisches Zentrum, das
LWL-Archivamt für Westfalen, das Stadtarchiv und das
Universitätsarchiv gern die Gelegenheit wahr, sich zum "Tag der
Archive" mit einem vielfältigen Programm der Öffentlichkeit zu
präsentieren. Der Tag der Archive, der vom Verband deutscher
Archivarinnen und Archivare e.V., dem größten archivarischen
Fachverband in Europa, veranstaltet wird, findet an diesem
Wochenende unter dem Motto "Dem Verborgenen auf der Spur"
bundesweit statt.

Die fünf Archive folgen einem bewährten Konzept, sich zusammen
an einem Ort vorzustellen, diesmal in der Abteilung Westfalen
des Landesarchivs NRW am Bohlweg 2, dem früheren Staatsarchiv
Münster. Interessierte können von den anwesenden Fachleuten
praktische Informationen zu den einzelnen Archiven und den dort
verwahrten Quellen bekommen, beispielsweise: Welche Archive
kommen für Familienforschung in Frage? Wie erfahre ich etwas
über den Hof meiner Urgroßeltern? Würde ein Archiv die alten
Akten meines Sportvereins übernehmen? Liegt meine Personalakte
schon im Archiv? Und darf die jeder einsehen?

Münsters Archivexperten stehen für alle Fragen als
Ansprechpartner zur Verfügung. Darüber hinaus geben Mitglieder
der Westfälischen Gesellschaft für Genealogie und
Familienforschung Tipps rund um das Thema Familienforschung,
und Mitarbeiter des Instituts für vergleichende
Städtegeschichte informieren über den neu entdeckten
Münsterplan von 1609.

Allen Besucherinnen und Besuchern wird von 11.30 Uhr bis 17.30
Uhr stündlich eine Hausführung angeboten, bei der ein Blick
hinter die Kulissen des Archivgebäudes am Bohlweg geworfen wird,
aber auch die hier gelagerten Archivalien aus dem
eingestürzten Kölner Stadtarchiv gezeigt werden. Fachleute des
Technischen Zentrums stehen ferner für Fragen zu Möglichkeiten
und Grenzen der Restaurierung von Archivgut zur Verfügung. Es
ist außerdem möglich, die eigenen handwerklichen Fähigkeiten
auszuprobieren: In der Restaurierungswerkstatt können Besucher
unter fachkundiger Anleitung selber Papier mit Wasserzeichen
schöpfen und sich auf die Spur nach dem Verborgenen, den
Wasserzeichen auf historischen Papieren machen.

Hierzu sind selbstverständlich auch Kinder herzlich eingeladen.
Auf sie wartet darüber hinaus ein interessantes Programm: eine
Kinderführung um 14.00 Uhr unter dem Titel "Dem verlorenen
Siegel auf der Spur", ein Archivspiel für Grundschulkinder und
Wappen-Malen für die Kleineren.

Darüber hinaus werden Kurzvorträge angeboten. Dr. Wolfgang
Bockhorst spricht um 13 Uhr über "Familienforschung für
Einsteiger". Um 14 und um 15 Uhr wird der neu aufgefundene
Münsterplan aus dem Jahre 1609 von zwei Seiten beleuchtet.
Matthias Frankenstein spricht über die Restaurierung des Plans,
Dr. Hannes Lambacher über seine Entstehung und seine
rätselhafte Reise bis nach Bad Homburg. Um 16 Uhr berichten
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Geschichtswettbewerbs des
Bundespräsidenten über ihre Erfahrungen bei der Archivarbeit,
bevor Dr. Thomas Reich unter dem Titel "Menschen geben Zeugnis
über sich selbst" über Ego-Dokumente in den Beständen des
Landesarchivs NRW Abteilung Westfalen spricht.


INFO

Veranstaltungsdaten:
"Tag der Archive" in Münster
Datum: 6. März 2010, 11 - 18 Uhr
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen
Bohlweg 2
48147 Münster
Tel.: 0251-48850
Fax: 0251-4885100
E-Mail: westfalen at lav.nrw.de
URL:
http://www.archive.nrw.de/LandesarchivNRW/abteilungWestfalen/index.html





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 4 10:22:02 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 04 Mar 2010 10:22:02 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Auf dem Huegel fest bewehrt, Herne,
05.03.2010
Message-ID: 4B8F89CA.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 04.03.2010, 09:01


AKTUELL

Auf dem Hügel fest bewehrt
Öffentlicher Vortrag im LWL-Museum für Archäologie anlässlich
der Rekonstruktion einer Turmhügelburg auf dem Museumsgelände

In Herne entsteht anlässlich der Erlebnisausstellung "AufRuhr
1225 - Ritter, Burgen und Intrigen" derzeit die erste
Turmhügelburg des 21. Jahrhunderts. Dr. Stefan Leenen,
wissenschaftlicher Projektleiter der Ausstellung, erläutert am
Freitag, den 5.3. 2010 ab 19.30 Uhr für alle Interessierten die
Entstehungsgeschichte der "Herner" Motte. Die Veranstaltung
findet im Vortragssaal des LWL-Museums für Archäologie in Herne
statt und ist kostenfrei.

Viele eindrucksvolle Burgenbauten haben einmal klein
angefangen: als Holzturm-Burg auf einem künstlichen Hügel.
Keine dieser Turmhügelburgen - auch "Motte" genannt - hat die
Zeiten überdauert. Eine solche Turmhügelburg in Originalgröße
entsteht momentan mitten im Zentrum der Stadt Herne - 25 Meter
hoch und original hergerichtet, als wären die echten Bewohner
gerade erst gegangen.

Um diesen Nachbau realisieren zu können, mussten im Vorfeld
zunächst einmal zahlreiche Fragen von Archäologen, Bauforschern
und Historikern geklärt werden. Dr. Stefan Leenen,
wissenschaftlicher Projektleiter im LWL-Museum für Archäologie,
gibt spannende Einblicke in die Entstehung, Verbreitung und
Nutzung der Motten im 13. Jahrhundert als auch die
Entstehungsgeschichte der "Herner" Motte, die ab März 2010 für
die Ausstellungsbesucher zugänglich sein wird.


INFO

Termin: Fr., 05. März 2010
Titel: Auf dem Hügel fest bewehrt
Ort: Vortragsaal des LWL- Museums für Archäologie, Herne
Referent: Dr. Stefan Leenen





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 4 10:25:40 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 04 Mar 2010 10:25:40 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Endspurt fuer Fuehrungen und Museumspaedagogik
"Vom Faustkeil zum Mikrochip - Evolution des Menschen",
Muenster, bis 11.04.2010
Message-ID: 4B8F8AA4.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 03.03.2010, 14:44


AKTUELL

Endspurt für Führungen und Museumspädagogik in der
Evolutionsausstellung
Gruppen sind gerne gesehen im LWL-Museum für Naturkunde

Ein Museumsbesuch, der Spaß macht - dafür stehen die
Museumspädagogen des LWL-Museums für Naturkunde in Münster in
den Startlöchern. Im letzten Jahr zeigte sich, dass die
Sonderausstellung "Vom Faustkeil zum Mikrochip - Evolution des
Menschen" ein wahrer Publikumsliebling im Museum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) geworden war. Mit
über 100 museumspädagogischen Buchungen allein in dieser
Ausstellung, war der Terminkalender im Jahr 2009 gut gefüllt,
und der Trend setzt sich zu Jahresanfang 2010 fort.

Die Sonderausstellung über die Entwicklung des Menschen
schließt am 11. April ihre Pforten. Das LWL-Museum für
Naturkunde weist darauf hin, dass alle interessierten
Erwachsenengruppen, Kindergärten, Grundschulen sowie allen
Schulformen der Sekundarstufe sich zügig anmelden sollten, wenn
sie noch eine der begehrten sechs museumspädagogischen Angebote
wahrnehmen wollen.

"Auf die Spuren unserer Vorfahren" geht es für Vorschulkinder
und Erstklässler in dem einstündigem Programm. Als Wegweiser
dienen den Kindern "eigenhändig ausgegrabene" fossile Knochen,
Steinwerkzeuge und Jagdgeräte unserer menschlichen Vorfahren.
Die Entdeckungstour führt auf viele Millionen Jahre alte
Fußspuren und zu lebensnahen Rekonstruktionen von Lucy, ersten
Europäern und Eiszeitjägern. Auf spielerische Art wird ihr
Aussehen und ihre Lebensweise erforscht und nachgeahmt.

"Sprechender Affe und geschickter Mensch" richtet sich an
Klassen 2 bis 4. Das etwa 1,5 Stunden lange Programm zeigt, das
wir nicht die einzige Menschenart sind, die je die Erde
bewohnte! Spielerisch lernen die Kinder einige der berühmtesten
menschlichen Vorfahren kennen. Sie probieren die Vorteile des
aufrechten Gangs aus, hören Geschichten über bedeutende
Fossilfunde und legen die abgeformten Knochen eines 1,6
Millionen Jahre alten Skelettes zusammen.

"Wie wir wurden, was wir sind - und die Geschichte geht weiter"
ist das Angebot für die Klassen 5 bis 7. Im Mittelpunkt des
rund 1,5-stündigen Angebots stehen folgende Fragen: "Woher
kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir?". Mit Hilfe von
aktuellen Fossilfunden und durch Vergleiche mit unseren
nächsten Verwandten gehen die Teilnehmer den Spuren unserer
frühen Vorfahren nach.

"Abstieg zum Aufstieg - Erfolgsmodell Mensch!?" ist für die
Klassen 8 bis 10 geeignet. In rund 1,5 Stunden begeben sich die
jungen Teilnehmer in die Zeit der ersten Menschen. Vor etwa 7
Millionen Jahren führte eine Klimaveränderung zum Rückgang des
Regenwaldes in Afrika. Unsere Vorfahren verließen ihren
ursprünglichen Lebensraum und eroberten, aufrecht gehend, die
Savannen. Bis heute hat sich viel verändert. Werkzeuggebrauch,
Sprache und Moralempfinden sind drei Fähigkeiten des Menschen.

"Was ist ein Mensch?" fragen sich die Lerngruppen der Jahrgänge
11 bis 13 in dem zweistündigen museumspädagogischen Programm.
Der Mensch ist Produkt einer langen biologischen und
kulturellen Entwicklung. Dank einiger spektakulärer Fossilfunde
lässt sich die biologische Entwicklung - allerdings nur
lückenhaft - nachvollziehen. Die Schüler untersuchen u.a.
wichtige Funde zur Menschheitsgeschichte.

"Der Mensch im Experimentierkasten der Evolution" steht im
Mittelpunkt der Erwachsenenführung. Genetiker, Psychologen,
Anthropologen und Archäologen sind nur einige Forscher, die
sich mit dem "Experiment" Mensch beschäftigen. Während der etwa
einstündigen Führung durch die Ausstellung werden ausgewählte
Forschungsergebnisse und neue Erkenntnisse unter die Lupe
genommen.


INFO

Anmeldungen:
LWL-Museum für Naturkunde
Sentruper Str. 285
Dienstag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr unter
Tel.: 0251 591-6050.

Kostenloses Infomaterial kann unter Telefon 0251 591-6050 oder
per E-Mail: naturkundemuseum at lwl.org angefordert werden.
Kosten der Angebote: 26 bis 52 Euro zuzüglich Museumseintritt.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 4 12:27:14 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 04 Mar 2010 12:27:14 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Die raetselhaften Bilderwelten von Christoph
Worringer, Muenster, 07.03.-30.05.2010
Message-ID: 4B8FA722.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 04.03.2010, 12:01


AUSSTELLUNG

Die rätselhaften Bilderwelten von Christoph Worringer
LWL-Landesmuseum zeigt erste Ausstellung zum Werk des Künstlers

Mit der Ausstellung "Christoph Worringer" (7.3. bis 30.5.2010)
präsentiert das LWL-Landesmuseum für Kunst- und
Kulturgeschichte in Münster die erste umfassende Werkschau des
33-jährigen Künstlers, der als einer der profiliertesten
Vertreter der neuen deutschen figurativen Malerei gilt.

Die gezeigten 60 Arbeiten sind in technischer Perfektion
ausgeführt und durchaus figurativ - doch von realistischer
Malerei zu sprechen, wäre falsch. Die dargestellten Figuren auf
den Gemälden von Christoph Worringer ordnen sich in eng
eingegrenzten, tiefenlosen Räumen an. Dabei wirken sie erstarrt,
wie eingefroren in ihren Bewegungen. Dargestellt ist fast
immer derselbe junge Mann - ein Abbild des Künstlers selbst.
Schnell offenbart sich beim Betrachten der großformatigen
Gemälde, dass der Künstler Christoph Worringer in seiner erst
kurzen Karriere zu einem ausgeprägten Stil gelangt ist, der
seine Bilder unverkennbar macht.

"Neben der außergewöhnlichen Qualität seiner Werke, die uns zur
Präsentation dieser Ausstellung bewogen hat, freut es uns
natürlich auch immer, einen Künstler mit Regionalbezug im
LWL-Landesmuseum zu zeigen", so Dr. Barbara Rüschoff-Thale,
Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL).

Christoph Worringer stammt aus Krefeld, studierte von 2001 bis
2006 an der Kunstakademie Münster und lebt heute in Düsseldorf.
In einigen seiner Gemälde können die Betrachter seine Nähe zu
Münster entdecken. Beispielsweise das Bild "Eisenbahn" zeigt
ein Kinderflugzeug, das auf einem Spielplatz an Münsters
Promenade steht. Auch ein Werk aus dem Besitz des LWL wird in
Christoph Worringers Arbeit zitiert. Die Lukasmadonna von
Derick Baegert, die sich in der Dauerausstellung "Aufgemischt"
befindet, gibt Christoph Worringer als kleines Bild im Bild in
seinem Werk "Was nicht ist wirklich" wieder.

"Neben der hohen malerischen Qualität seiner Arbeiten haben
mich bei aller ihm eigenen Zurückhaltung in unseren Begegnungen
die Klarheit seiner Gedanken und der hohe Grad seiner
künstlerischen Reflexion beeindruckt, die sich in seinen
Gemälden ausdrücken", sagt Muse-umsdirektor und
Ausstellungskurator Dr. Hermann Arnhold über den Künstler.
Christoph Worringers Gemälde zeigten eine scheinbar
"realistische" und zugleich rätselhafte Bilderwelt, die seine
eigene und sehr persönliche Ikonografie aus dem reichen
Bildfundus der Kunst, Kultur- und Zeitgeschichte, Religion,
Mythologie und Literatur widerspiegeln. Für den Betrachter wird
diese Symbolik jedoch nie ganz zu entschlüsseln sein, auch wenn
er einzelne Anspielungen auf die Kunstgeschichte erkennt.

Die Ausstellung im historischen Altbau des LWL-Landesmuseums
ist in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler entstanden. Dabei
hat dieser sowohl die ausgestellten Werke ausgewählt, als auch
ihre Einteilung in zwölf Ausstellungskapitel und ihre Anordnung
in den Ausstellungsräumen bestimmt. Die Präsentation, die sich
über das gesamte zweite Obergeschoss erstreckt, umfasst 60 zum
Teil sehr großformatige Gemälde, Farbstiftzeichnungen sowie
Bleistift- und Ölskizzen.

Ausstellungseröffnung: 6. März 2009, 18.00 Uhr

Katalog
Zur Ausstellung erscheint der Katalog "Christoph Worringer" im
Hatje Cantz Verlag.

Künstlergespräch
Am 10. März um 20 Uhr findet ein Künstlergespräch zwischen
Prof. Dr. Raimund Stecker (Direktor des Lehmbruck Museums,
Duisburg) und Christoph Worringer im LWL-Landesmuseum statt.

Biographie
Christoph Worringer stammt aus Krefeld und lebt heute in
Düsseldorf. Der 33-jährige Künstler studierte von 2001 bis 2006
an der Kunstakademie Münster. 2003 erhielt er ein Stipendium
des Cusanuswerkes und 2004 das Märkische Stipendium. In den
vergangenen Jahren war Christoph Worringer in verschiedenen
Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland vertreten,
unter anderem in der Lucas Schoormanns Gallery in New York, der
Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst in Münster und dem
MARTA Herford. Die vom LWL-Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte in Münster präsentierte Ausstellung ist die
erste umfassende Werkschau zum ?uvre von Christoph Worringer.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Mar 8 09:01:12 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 08 Mar 2010 09:01:12 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Vor 50 Jahren: Fotos und Schlagzeilen eines Jahres,
Muenster, 05.03.-09.05.2010
Message-ID: 4B94BCD8.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Stadt Münster"
Datum: 04.03.2010, 12:04


AUSSTELLUNG

Vor 50 Jahren: Fotos und Schlagzeilen eines Jahres
Stadtmuseum Münster nimmt das "Münster 1960" in den Blick

Münster 1960: Die Stadt besiegelt ihre Partnerschaft mit dem
französischen Orléans. In Rom sprintet Radsportler Gieseler zum
olympischen Silber. Der Wiederaufbau des Bahnhofes ist fast
geschafft, das kühn in den Himmel ragende zwölfstöckige
Stadthaus 1 strebt seinem Bezug entgegen, und in einem der
modernsten Verwaltungsgebäude Münsters nimmt Lotto-Toto seine
Arbeit auf. Aber auch das: Noch immer gehören 500 Kriegsruinen
zur Stadtkulisse. Über 5000 Familien stehen auf
Dringlichkeitslisten für Wohnraum, 640 leben in
Elendsquartieren.

Fotos und Schlagzeilen eines Jahres blättert das Stadtmuseum
Münster in seiner jüngsten Sonderausstellung auf. "Münster
1960" heißt die Schau mit rund 80 Schwarz-Weiß Aufnahmen. Sie
zeigen das Stadtbild, blenden auf Alltag und Freizeit, rücken
markante Ereignisse in den Fokus. "Eine sorgfältige Auswahl aus
mehreren tausend historischen Negativen und Abzügen macht diese
spannende Zeitreise in das Münster 50 Jahre zurück möglich",
erläutert Museumsdirektorin Dr. Barbara Rommé. "Alle Aufnahmen
stammen von dem münsterschen Pressefotografen Willi Hänscheid,
dessen umfangreiches Archiv das Museum 1998 erworben hat".
Konzipiert haben die Ausstellung Dr. Axel Schollmeier und
Karina Hansen M.A. vom Stadtmuseum.

Der Jahrgang 1960 kommt während des Kalten Krieges zur Welt.
Die Kolonialreiche der europäischen Großmächte zerfallen. In
vielen Staaten keimt eine Ära der Hoffnung: Der demokratische
Senator John F. Kennedy wird mit 43 Jahren jüngster Präsident
der USA. In einer chronologischen Übersicht stellt das
Stadtmuseum wichtige Vorgänge des Weltgeschehens Ereignissen in
Münster gegenüber. "Ein gleichermaßen informativer wie
kurzweiliger Rundgang für alle, die an der Geschichte ihres
Lebens- oder Wohnortes interessiert sind", meint Dr. Andrea
Hanke, Münsters Beigeordnete für Kultur.

"Münsters Bahnhof ist schön"

Auch ein halbes Jahrhundert später wird sich so mancher
Münsteraner an markante Ereignisse erinnern. An den Abschluss
der Sanierung des Friedenssaals zum Beispiel, der den
Wiederaufbau des Rathauses krönt. An die Grundsteinlegung der
Synagoge für die 130 Mitglieder der Jüdischen Kultusgemeinde in
Münster im Mai unter großer Anteilnahme der Bevölkerung.

Nach acht Jahren Bauzeit und 18 Millionen DM Investition
präsentiert sich der kriegszerstörte Bahnhof in neuem Glanz.
"Münsters Bahnhof ist schön", titelt am 3. September eine
Tageszeitung. Ein Lob, das im Jahr 2010 als Spott und Ironie
gewertet werden dürfte.

Mit Haus Hochherz wird 15 Jahre nach dem Krieg eine der
markantesten Baulücken am südlichen Prinzipalmarkt geschlossen.
In Sachen Mode und Stoffe entwickelt sich das neue Kaufhaus
Althoff an der Salzstraße zum Magneten der weiblichen
Kundschaft. Autofahrer im Osten Münsters freuen sich
unterdessen über schnellere Verkehrswege: nach jahrelangen
Bauarbeiten wird die Umgehungsstraße zwischen Hammer und
Warendorfer Straße frei gegeben.


INFO

Fotoband zur Ausstellung

Zur Ausstellung ist ein Begleitband erschienen. Die Autoren Dr.
Axel Schollmeier und Karina Hansen zeichnen in dem informativen
Lesebuch in Wort und Bild das Münster des Jahres 1960 nach. Der
Band gibt auch Aufschluss darüber, warum im Hochsommer vor 50
Jahren eine Herde von zwölf Elefanten über die Promenade
spazierte?

Info: "Münster 1960". Ausstellung im Stadtmuseum Münster,
Salzstraße 28; 5. März bis 9. Mai, Öffnungszeiten: dienstags
bis freitags 10 bis 18 Uhr, samstags/sonntags 11 bis 18 Uhr,
Eintritt frei. Katalog zur Ausstellung, Aschendorff Verlag,
Münster (9,80 Euro).


Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
48143 Münster
Tel.: 02 51/4 92-45 03
Fax: 02 51/4 92-77 26
E-Mail: museum at stadt-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Mar 8 09:04:02 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 08 Mar 2010 09:04:02 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Der Paderborner Zeichenlehrer Franz Joseph
Brand (1790-1869), Paderborn, 09.03.2010
Message-ID: 4B94BD82.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Marianne Witt-Stuhr"

Datum: 04.03.2010, 12:54


AKTUELL

Der Paderborner Zeichenlehrer Franz Joseph Brand (1790-1869).

Künstler, Autodidakt und Historiker - am 12. März vor 220
Jahren wurde der Paderborner Zeichenlehrer Franz-Joseph Brand
(1790-1869) in Paderborn geboren.

Dr. Hermann-Josef Schmalor, Direktor des Altertumsvereins
Paderborn, gibt in der Vortragsreihe des Altertumsvereins
Paderborn am 9. März 2010 um 19.30 Uhr an der Theologischen
Fakultät Paderborn (Kamp 6, Hörsaal 2) interessante Einblicke
in das Leben und das Werk des Paderborner Künstlers und stellt
seinen umfangreichen Nachlass vor.

Franz Joseph Brand war das vierte Kind einer Paderborner
Familie. Er besuchte das Gymnasium und studierte von 1807 bis
1809 Philosophie in der Paderstadt. Seit 1812 unterrichtete er
an der Paderborner Trivialschule. Sein kärgliches Gehalt
bestand aus dem Schulgeld der rund 60 Schüler, was damals kaum
genug zum Überleben war.

1822 schrieb er deshalb an den preußischen König: "Ich ließ
mich um so eher überreden, nach dem 1812 erfolgten Tode des in
tiefster Armut auf dem Strohlager verstorbenen Lehrers die
Schule zu übernehmen, da diesem kurz vor seinem Absterben
vielseitige Versprechen einer Verbessrung seiner Lage gemacht
waren und diese bei mir erneuert wurden." Erst 1826 erhielt der
Lehrer aus der neu gegründeten Schulkasse jedoch eine feste
Besoldung.

Neben der Schulleitung verdiente er sich zusätzlich etwas Geld
mit Zeichenunterricht am Gymnasium und an der neugegründeten
Sonntagsschule für Handwerker. Seit 1828 engagierte sich
Franz-Joseph Brand auch als Schriftführer und später als
Bibliothekar für den gerade erst gegründeten Altertumsverein
Paderborn. Auch das älteste Mitgliederverzeichnis des
Altertumsvereins aus dem Jahre 1830 stammt aus seiner Hand.

Von 1835 bis 1846 arbeitete Brand als erster weltlicher Lehrer
im bis dahin ausschließlich mit Klerikern besetzten Lehrkörper
des Theodorianums. Als Ordinarius unterrichtete er dort
Religion, Deutsch, Latein, Mathematik und Zeichnen. Vor allem
mit letzterem Fach beschäftigte sich Brand auch in seiner
Freizeit. Mit offenen Augen ging der talentierte Künstler viele
Jahre durch seine Heimatstadt und bereiste das Hochstift
Paderborn.

Seine vielfältigen Eindrücke und Beobachtungen hat er in
Zeichnungen, Aquarellen und Skizzen hinterlassen, die zum
größten Teil heute noch im Archiv des Paderborner
Altertumsvereins liegen - darunter auch Detailzeichnungen der
Paderborner Stadtviertel und Straßenzüge aus dem Jahr 1831.
Seine "Zeichnungen nach der Natur in Paderborn und den
umliegenden Orten" in zwei Bänden sind bis heute sein
bekanntestes Werk. Als Mitglied des Diözesan-Kunstvereins
interessierte er sich besonders für die mittelalterliche
Architektur und Sakralkunst. 1827 erschien das Buch "Der Dom zu
Paderborn in historischer und artistischer Hinsicht
dargestellt".

Neben diesem Domführer brachte er 1846 auch den ersten
Reiseführer für die Stadt Paderborn zu Papier: Er führte durch
Kirchen und Kapellen, Klöster und Schulen, Buchhandlungen und
Druckereien aber auch Gasthöfe und Vereine - und ist damit im
Grunde nicht anders aufgebaut als moderne Stadtführer auch.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Der Paderborner Zeichenlehrer Franz Joseph Brand (1790-1869).
Vortrag beim Altertumsverein Paderborn
Datum: 9.März 2010
Theologische Fakultät Paderborn
Kamp 6
33098 Paderborn

Kontakt:
Dr. Hermann-Josef Schmalor
Altertumsverein Paderborn
Leostr. 21
33098 Padeborn
E-Mail: direktor at altertumsverein-paderborn.org
URL: http://www.altertumsverein-paderborn.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Mar 8 09:06:35 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 08 Mar 2010 09:06:35 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Dethlefs, Gerd / Kloosterhuis,
Juergen (Bearb.): Justus Gruners Schriften in den Umbruchsjahren
1801 - 1803
Message-ID: 4B94BE1B.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 05.03.2010, 10:27


LITERATUR

"Auf kritischer Wallfahrt zwischen Rhein und Weser"
LWL gibt Westfalen-Beschreibung von Justus Grüner aus dem Jahr
1801 heraus

Zum Auftakt des 19. Jahrhunderts veränderte sich die politische
Landkarte Deutschlands in der Folge der Französischen
Revolution grundlegend: Durch das Gesetz vom 27. April 1803
wurden im Zuge der Säkularisation die geistlichen
Landesherrschaften und die Ordensniederlassungen zugunsten
weltlicher Fürsten aufgehoben. Westfalen war unter anderem mit
den Fürstbistümern Münster, Osnabrück und Paderborn, dem
Herzogtum Westfalen und dem Vest Recklinghausen sowie mehr als
200 Klöstern ganz besonders betroffen.

Mit Ausnahme Osnabrücks fiel der weit überwiegende Teil dieser
geistlichen Territorien und Einrichtungen an das Königreich
Preußen. Der 1777 in Osnabrück geborene Jurist und Publizist
Justus Gruner hat die Situation in Westfalen vor diesem Umbruch
in einer Denkschrift und einem Roman festgehalten, die die
Historische Kommission des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL) jetzt unter dem Titel "Auf kritischer Wallfahrt zwischen
Rhein und Weser" herausgegeben hat.

Dem Gesetz von 1803, dem sogenannten
Reichsdeputationshauptschluss, waren lange Verhandlungen voraus
gegangen, und die weltlichen "Gewinner" der Säkularisation
waren auf die Übernahme neuer Territorien vorbereitet. Aber
auch die interessierte Öffentlichkeit verfolgte die sich
überstürzenden Ereignisse - die Revolution und die Abschaffung
der Monarchie in Frankreich, die Verbreitung der
Freiheitsideale, die kriegerischen Auseinandersetzungen - und
bezog Stellung. Besondere Beachtung fanden die Schriften Justus
Gruners.

Im Jahr 1800 reiste er vier Monate durch Westfalen und fasste
1801 seine Eindrücke in einer Denkschrift mit dem Titel 'Skizze
des jetzigen Zustandes des geistlichen Westphalens' zusammen.
Während dieser Reise knüpfte er viele Kontakte, auch zu
preußischen Offizieren, die mit ihren Truppen in
Nordwestdeutschland stationiert waren, und ihm gelang 1801 der
Eintritt in den preußischen Staatsdienst. Die Denkschrift von
1801 sandte er 1802 nicht nach Berlin, wohl aber ein Buch und
weitere Vorschläge zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit.

Hintergrund

Daneben verfasste er einen Roman, der an ein breiteres Publikum
gerichtet war; die Widmung des Buches der preußischen Königin
Luise zeigt, dass er auch an Frauen als Leserinnen dachte. Der
vom Geist der Aufklärung geprägte Roman verfolgte das Ziel,
Unterhaltung und Wissensvermittlung zu kombinieren. Er erschien
1802 unter dem heute befremdlichen Titel "Meine Wallfahrt zur
Ruhe und Hoffnung oder Schilderung des sittlichen und
bürgerlichen Westphalens am Ende des 18. Jahrhunderts" und fand
eine breite Resonanz. Seine pointierte Kritik der bereisten
geistlichen Staaten, seine negative Bewertung von Klöstern aber
auch einiger weltlicher Kleinstterritorien wie der Grafschaft
Rietberg, deren Landesherr in Wien lebte und die Grafschaft
finanziell schwer belastete, stieß neben Zustimmung auch auf
Ablehnung.

Auch in der Landesgeschichtsforschung werden seine Schriften
unterschiedlich bewertet, wie die lebhafte Diskussion bei der
Ausstellung "Zerbrochen sind die Fesseln des Schlendrians" im
LWL-Landesmuseum in Münster anlässlich der 200. Wiederkehr des
Reichsdeputationshauptschlusses 2003 zeigte. Die nunmehr
vorliegende Edition ermöglicht eine grundlegende Beschäftigung
mit Gruners Beobachtungen und seinen daraus gezogenen Schlüssen.

Sowohl der Roman als auch die bisher nicht veröffentlichte
Denkschrift Gruners, die eng zusammen gehören, wurden von der
Historischen Kommission für Westfalen und dem Geheimen
Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz gemeinsam herausgegeben.
Beide Schriften werden in der Edition ausführlich kommentiert,
durch zeitgenössische Kritiken und eine Karte ergänzt und durch
einen Namenindex erschlossen. Die Publikation bietet eine
facettenreiche Beschreibung der Verfassung, Verwaltung und
Rechtsprechung, Kultur-, Sozial- und Wirtschaftspolitik des
Gebietes zwischen Rhein und Weser um 1800 und richtet sich auch
an einen breiten interessierten Leserkreis.


INFO

Auf kritischer Wallfahrt zwischen Rhein und Weser.
Justus Gruners Schriften in den Umbruchsjahren 1801 - 1803.
Bearb. von Gerd Dethlefs und Jürgen Kloosterhuis.
Köln: Böhlau 2009. XLVI, 664 S. 49,40 Euro
(Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz, Band
65)
(Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen XIX:
Westfälische Briefwechsel und Denkwürdigkeiten, Band 11)





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Mar 8 09:08:54 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 08 Mar 2010 09:08:54 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Neue Foerderungen der NRW-Stiftung
Message-ID: 4B94BEA6.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "NRW-Stiftung"
Datum: 05.03.2010, 14:45


AKTUELL

NEUE FOERDERUNGEN DER NRW-STIFTUNG

Düsseldorf, 05.03.2010. Der Vorstand der
Nordrhein-Westfalen-Stiftung hat auf seiner aktuellen Sitzung
über die ersten Förderungen dieses Jahres entschieden. Einige
Natur-, Kultur- und Heimatvereine in NRW erhalten dieser Tage
gute Nachrichten aus Düsseldorf.

Pressemitteilungen zu einigen Förderzusagen finden Sie unter
den nachfolgenden Links oder unter "Presse" auf unserer
Internetseite www.nrw-stiftung.de.


Düsseldorf: NRW-Stiftung möchte Naturerbeflächen vom Bund übernehmen
http://www.nrw-stiftung.de/news.php?nid=59

Xanten, Kreis Wesel: Die Nibelungenausstellung - ein neuer (H)Ort der
Stadt
http://www.nrw-stiftung.de/presse/aktuelles-pi.php?piid=435

Balve, Märkischer Kreis: Vom Lagerfeuer zum Gasanschluss in der Balver
Höhle
http://www.nrw-stiftung.de/presse/aktuelles-pi.php?piid=434

Warendorf: Restaurieren statt renovieren im klassizistischen
Bürgerhaus
http://www.nrw-stiftung.de/presse/aktuelles-pi.php?piid=433

Coesfeld: Vom klassischen Heimatmuseum zum modernen Erinnerungsort
http://www.nrw-stiftung.de/presse/aktuelles-pi.php?piid=431

Frechen, Rhein-Erft-Kreis: Ein Werkelraum für das Keramion
http://www.nrw-stiftung.de/presse/aktuelles-pi.php?piid=432

Netphen, Kreis Siegen-Wittgenstein: Haus Pithan wächst bis unters Dach
http://www.nrw-stiftung.de/presse/aktuelles-pi.php?piid=430

Alfter, Rhein-Sieg-Kreis: Dauerausstellung zur Geschichte des Ortes
http://www.nrw-stiftung.de/presse/aktuelles-pi.php?piid=429

Lübbecke, Kreis Minden-Lübbecke: Flächen im Naturschutzgebiet
http://www.nrw-stiftung.de/presse/aktuelles-pi.php?piid=436





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Mar 9 10:13:10 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 09 Mar 2010 10:13:10 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Eine Unternehmerin des 18. Jahrhunderts:
Louisa Catharina Maercker, Witten, 11.03.2010
Message-ID: 4B961F36.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 04.03.2010, 14:31


AKTUELL

Salon "Frauenbilder" im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Eine Unternehmerin des 18. Jahrhunderts: Louisa Catharina
Märcker

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt zum nächsten
"Salon Frauenbilder" am Donnerstag, 11. März, um 18 Uhr in sein
Museum Zeche Nachtigall in Witten ein. Diesmal findet der Salon
anlässlich des "Wittener FrauenMärz" statt. Vorgestellt wird
Louisa Catharina Märcker (1718-1795), die nach dem Tod ihres
Mannes, dem Unternehmer Johann Caspar Harkort, 30 Jahre lang
erfolgreich das Familiengeschäft führte und damit den Bestand
des Unternehmens sicherte. Haus Harkorten entwickelte sich in
der Zeit der "Märckerin" zu einem gesellschaftlichen
Mittelpunkt in der Region, wo sich Kaufmannschaft, örtliche
Pfarrer und aufgeklärte preußische Verwaltungsbeamte trafen und
austauschten. Referentin des Salons ist Dr. Alexandra
Bloch-Pfister aus Münster, die eine Publikation über Louisa
Catharina Märcker veröffentlicht hat.

Louisa Catharina Märcker

Louisa Catharina Märcker (1718-1795) stammte aus einer
geachteten Beamtenfamilie und wurde am Hof der Fürstäbtissin in
Essen erzogen. Im Alter von 30 Jahren heiratete sie Johann
Caspar Harkort. Die Harkorts waren ein weit verzweigtes,
wohlhabendes Geschlecht aus Hagen, dessen wirtschaftliche Basis
und Erfolg auf dem Zusammenspiel von Landwirtschaft,
Metallverarbeitung und Handel beruhte. Nach nur dreizehn Jahren
Ehe starb Johann Caspar, und ließ neben fünf unmündigen Kindern
seine Frau und sein Unternehmen zurück.

Während der folgenden 30 Jahre führte die Witwe Harkort das
Unternehmen: Während dieser Zeit sicherte und mehrte sie mit
großem unternehmerischem Erfolg Besitz und Vermögen ihrer
Familie. Sie führte nicht nur die Firma unbeschädigt durch den
siebenjährigen Krieg, wozu ihre guten Beziehungen zur
Fürstäbtissin nicht unwesentlich beitrugen. Sie förderte auch
das Wachstum der Firma zwischen 1770 und 1790, baute den Export
aus und legte neue Hämmer an. Außerdem erweiterte sie die
Produktpalette. Wiederholt übernahm sie als gewählte
?Deputierte? die Rolle einer Sprecherin des regionalen,
märkischen Wirtschaftsbürgertums.

Die Märckerin verfügte über einen intuitiven Geschäfts- und
Unternehmer(innen)sinn und führte ihr Unternehmen mit Weitsicht
und großer Selbstverständlichkeit. Ermöglicht wurde ihre
Position dadurch, dass im 18.Jahrhundert die berufliche
Rollenzuschreibung in den führenden sozialen Schichten noch
nicht starr nach geschlechtsspezifischen Rollenvorstellungen
erfolgte. Diese begannen sich verstärkt im Zuge der
Industrialisierung im 19. Jahrhundert herauszubilden und
schränkten den Spielraum, der diesen Frauen vor 1800
zugestanden worden war, ein.

Für Getränke und Gebäck ist wie immer gesorgt. Musikalisch
umrahmt wird der Salon mit Hausmusik der Klassik und der
beginnenden Romantik, die von Hayden, Mozart und Beethoven für
ihre Schüler komponiert wurde. Wer kennt nicht das Klavierstück
"Für Elise"? Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist nicht
erforderlich. Der Eintritt ist frei.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten
Tel.: 02302 93664-0
E-Mail: zeche-nachtigall at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Mar 9 10:18:57 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 09 Mar 2010 10:18:57 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2010/10
Message-ID: 4B962091.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 23.02.2010, 08:49


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2010-10 für den Zeitraum vom 27.02.2010 bis

zum 05.03.2010 mit insgesamt 30 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:
http://www.ulb.uni-muenster.de/cgi/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2010-10&fach=wes






Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/

Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html
http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib




Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Mar 10 08:25:16 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 10 Mar 2010 08:25:16 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Ein Seliger im Originalton - Ansprache von
Bischof Clemens August Graf von Galen aus dem Jahr 1934 entdeckt
Message-ID: 4B97576C.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 09.03.2010, 12:01


AKTUELL

Ein Seliger im Originalton - Ansprache von Bischof Clemens
August Graf von Galen aus dem Jahr 1934 entdeckt
LWL-Medienzentrum sucht weitere Tondokumente

Ein jahrzehntelang verschollenes Tondokument einer Ansprache
des münsterischen Bischofs Clemens August Graf von Galen (1878
- 1946) aus dem Jahr 1934 hat der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) gemeinsam mit dem Bistum Münster, der
Galen-Forscherin Ingrid Lueb und Propst Hans-Bernd Serries aus
Billerbeck am Dienstag (9. März) der Öffentlichkeit präsentiert.

Über Jahrzehnte galt ein kurzer Ausschnitt seiner
Kardinalsansprache am 16. März 1946 auf dem Domplatz in Münster
als das einzige erhaltene Tonzeugnis des 2005 selig
gesprochenen Kardinals. Doch dann stieß die Historikerin Ingrid
Lueb im Kalender Franz von Galens, des Bruders von Clemens
August, unter dem 11. November 1960 auf eine bemerkenswerte
Notiz: "Dr. Portmann mit Kaplan Risse (Hl. Kreuz) hier, welch
Letzterer eine auf Tonband eingefangene Predigt von Clemens
August 1934 im Exerzitienhaus, Schillerstraße in Münster,
zweimal ablaufen ließ - herrlich. Wir sprachen zwei Stunden nur
vom Kardinal." Gab es doch noch ein zweites Tondokument mit der
Stimme von Galens? Luebs Fachkollegen reagierten skeptisch und
verwiesen auf die intensiven Recherchen im Vorfeld des
Seligsprechungsprozesses, die keinerlei Hinweise auf ein
solches Dokument erbracht hätten.

Doch Ingrid Lueb ließ nicht locker. 2008 fand sie im Nachlass
des langjährigen bischöflichen Kaplans und späteren
Galen-Biographen Heinrich Portmann eine zweite heiße Spur. Aus
einem Briefwechsel Portmanns mit dem Inhaber des Foto- und
Phonofachgeschäftes Schumacher in Oer-Erkenschwick von März
1960 ging hervor, dass der Geschäftsinhaber Portmann zwei
Schallplatten mit einer Ansprache Galens geschickt hatte.
Portmann ließ sie auf das damals moderne Medium Tonband
umspielen und schickte die Platten dann zurück. Nachforschungen
in Oer-Erkenschwick verliefen ernüchternd: Das Geschäft war
nach dem Tod des Inhabers bereits vor 20 Jahren vollständig
aufgelöst worden; es gab keine Spur mehr von den fraglichen
Schallplatten.

Neue Hoffnung keimte auf, als die Familie Heinrich Portmanns im
Nachlass ihres Onkels zwölf Tonbänder fand. Lueb brachte diese
ins LWL-Medienzentrum für Westfalen. Dort verlief eine erste
"Anhörung" der betagten Bänder zwar negativ, doch das
Medienzentrum erklärte sich bereit, die Dokumente in seinem
Tonarchiv zu archivieren und für Forschungszwecke zu
digitalisieren. "Das war eine glückliche Entscheidung. Denn auf
einer der auf diese Weise entstandenen Audio-CDs entdeckte
Propst Serries, ebenfalls ein passionierter Galen-Forscher, vor
einigen Wochen während einer Autofahrt schließlich das
außergewöhnliche Tonzeugnis", berichtet Markus Köster, Leiter
des LWL-Medienzentrums für Westfalen.

Hintergrund:
In der etwa achtminütigen geistlichen Ansprache ruft der
Bischof seine "lieben Diözesanen" zur eifrigen Teilnahme an
Exerzitien auf. Eine genaue Überprüfung der Tonsequenz lässt
vermuten, dass von Galen während der Aufnahme keine Zuhörer
hatte, sondern einen vorbereiteten Text allein für die
Aufzeichnung auf Schellack-Schallplatten abgelesen hat. Serries
dazu: "Das Exerzitienwesen war Bischof von Galen wie seinem
Vorgänger Bischof Johannes Poggenburg ein wichtiges Anliegen.

Um dieses zu popularisieren, scheint er auch auf das damals
moderne Medium Schallplatte gesetzt zu haben." Ob und wie die
Ansprache tatsächlich verbreitet worden ist, wissen die
Beteiligten aber noch nicht. Sie hoffen nun, dass sich
Zeitzeugen an die Ansprache erinnern oder sogar weitere
ähnliche Tondokumente auftauchen.

Alle Hinweise dazu werden dankbar aufgenommen, teilte der
Landschaftsverband mit: "Aber auch wer andere originale
Tonaufnahmen aus der Zeit vor 1950 besitzt, kann sich gern mit
uns in Verbindung setzen", betont Ralf Springer, Archivreferent
im Medienzentrum für Westfalen. Denn Audiodokumente aus jener
Zeit besitzen wie Filme fast immer hohen alltagsgeschichtlichen
Wert."


INFO

Kontakt:
ralf.springer at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Mar 10 08:37:17 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 10 Mar 2010 08:37:17 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter Soest, Folge 424, Oktober 2009
Message-ID: 4B975A3D.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 10.03.2010, 09:00


SERVICE: TOC

Heimatblätter Soest
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage zum Soester Anzeiger
Folge 424
Oktober 2009


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=169





ohne Seitenangaben, in Auswahl [AS]

Oel, Josef
Vom St. Gallus-Tag bis zum Martinsfest
Altes Brauchtum vor mehr als 50 Jahren im Kreis Soest

Maas-Steinhoff, Ilse
Vom Bördekorn zum Weizen aus der Neuen Welt
Aus der Geschichte der Plange-Mühle in Soest

Günther, Ralf J.
12.000 Jahre von der Eiszeit bis zum Mittelalter
Das Archäologische Freilichtmuseum in Oerlinghausen am
Teutoburger Wald führt die Besucher anschaulich durch die
Zeitgeschichte

Scheven, Ilsemarie von
Wie soll das westfälische Salz transportiert werden
Preußische Behörden standen 1799/1800 vor schwierigen
Entscheidungen in der Verkehrsplanung

Multhaupt, Hermann
Schon Goethe bewunderte die Kilianskirche in Lügde
Vor 1225 Jahren weilte Karl der Große an diesem
historischen Ort

Pfarrer Beyer
Das Bennighauser Kreuz
Ein Kunstwerk von hohem Rang in der ehemaligen
Klosterkirche

Verbrechen und deren Bestrafung im Soest
des 16. und 17. Jahrhunderts
Aus den Annalen des L.E. Rademacher





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 11 10:40:43 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 11 Mar 2010 10:40:43 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Westfalen entdecken!: LWL ruft Fotowettbewerb aus
Message-ID: 4B98C8AB.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 11.03.2010, 10:01


AKTUELL

Westfalen entdecken!
LWL ruft Fotowettbewerb aus

Was macht Westfalen-Lippe aus? Der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) ruft mit dem Fotowettbewerb seines
LWL-Medienzentrums für Westfalen ambitionierte Amateur- und
Berufsfotografen dazu auf, auf Entdeckungsreise durch "ihr
Westfalen" zu gehen und ihren persönlichen Blick auf Land und
Leute festzuhalten.

"Das Land zwischen Ruhr und Weser, Teutoburger Wald und
Rothaargebirge gehört zu den vielfältigsten Regionen
Deutschlands", erklärt LWL-Direktor Dr. Kirsch, der die
Schirmherrschaft des Fotowettbewerbs übernommen hat . "Wir
wünschen uns Fotos, die die Besonderheiten einzelner
Teilregionen ebenso wie das Typische ganz Westfalens einfangen.
Das können markante Sehenswürdigkeiten wie unsere wunderschönen
mittelalterlichen Kirchen und unsere spannenden
Industriedenkmäler sein, aber auch Außergewöhnliches, das
vielleicht erst auf den zweiten Blick typisch ist", erläutert
Kirsch.

"Es gibt sicherlich nicht das eine, allgemeingültige Bild von
Westfalen, deshalb suchen wir einzelne Aspekte, Mosaiksteinchen
die Westfalen oder das Lebensgefühl der Bewohner
versinnbildlichen", meint auch LWL-Kulturdezernentin Dr.
Barbara Rüschoff-Thale. "Viele Dinge, an denen man täglich
vorbeigeht ohne sie besonders zu beachten, sind Motive, die es
verdienen im Bild festgehalten zu werden.

Westfalen hat zum Beispiel unglaublich vielfältige
Naturlandschaften: von den Mooren des Münsterlandes über
Heidegebiete wie die Senne und die Flusstäler von Ruhr, Weser
und Ems bis zu den waldigen Berglandschaften Ost- und
Südwestfalens", schwärmt die Landesrätin. "Aber genauso
unverwechselbar wie die Natur sind auch die Städte und die
Menschen. Deshalb können auch Fotos vom Schützenfest,
multikulturellen Stadtteilfesten, vom Dorfpostboten oder von
industrieller Arbeit wiedergeben, was Westfalen ausmacht."

Der Vielfalt der Region entsprechend vergibt der LWL Preise in
sechs Kategorien: Dorf und Stadt, Alte und neue Architektur,
Natur und Landschaft, Alltag und Freizeit, Kultur und Brauchtum
sowie Menschen, Typen, Originale.

Eine fachkundige Jury wird alle Einsendungen begutachten und
die besten 20 Fotos auswählen. Den Teilnehmern winken Preise im
Gesamtwert von 3.000 Euro (1. Preis 500 Euro). Etwa 150 weitere
Bilder sollen in einen repräsentativen Bildband aufgenommen
werden, der Ende 2010 im Ardey-Verlag erscheinen wird.

Jeder Fotograf darf mit maximal fünf Bildern teilnehmen. Die
Fotos sollen als JPGs oder TIFFs in druckfähiger Qualität
eingereicht werden. Digital verfremdete Aufnahmen sind nicht
zugelassen. Alle Wettbewerbsfotos müssen online über das
Formular auf der Internetseite
http://www.westfalen-entdecken.lwl.org eingesendet werden. Dort
sind auch die genauen Teilnahmebedingungen zu finden.
Einsendeschluss ist der 31. Juli 2010.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 11 10:43:02 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 11 Mar 2010 10:43:02 +0100
Subject: [WestG] [AKT] "Ich bin in Sehnsucht eingehuellt": Abendlesungen
fuer Erwachsene im LWL-Planetarium, Muenster, 16.03.2010
Message-ID: 4B98C936.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 10.03.2010, 14:00


AKTUELL

"Ich bin in Sehnsucht eingehüllt"
Abendlesungen für Erwachsene im LWL-Planetarium

Am Dienstag (16. März) liest Beate Reker um 19.30 Uhr unter dem
Sternenhimmel des LWL-Planetariums in Münster aus dem Werk von
Selma Meerbaum-Eisinger.

Vor 30 Jahren kam ein Aufsehen erregendes Buch heraus: 57
Gedichte der damals unbekannten Selma Meerbaum-Eisinger, einer
entfernten Cousine Paul Celans, die bereits mit 15 Jahren ihre
ersten Gedichte schrieb und mit 18 Jahren im
Konzentrationslager Michailowska (Ukraine) starb. Heute gelten
ihre Gedichte über Leben, Liebe und Sehnsucht, gewidmet einem
Freund, der später auf der Flucht nach Palästina ums Leben kam,
als Weltliteratur.


INFO

Eintrittskarten zum Preis von 3,50 Euro sind beim LWL-Museum
für Naturkunde in Münster an der Sentruper Str. 285 (Telefon
0251-591 05, Di - So von 9 - 18 Uhr) und bei Münster
Information (Tel. 0251-492 2714) erhältlich.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 11 10:45:41 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 11 Mar 2010 10:45:41 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Das Darwin Kompott: Zusatztermine fuer
literarischen Rundgang durch die Evolutionsausstellung, Muenster
Message-ID: 4B98C9D5.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 10.03.2010, 12:06


AKTUELL

Das Darwin Kompott
Zusatztermine für literarischen Rundgang durch die
Evolutionsausstellung

Die literarischen Rundgänge durch die Sonderausstellung "Vom
Faustkeil zum Mikrochip - Evolution des Menschen" mit
Schauspielerin Beate Reker sind stark nachgefragt. Aus diesem
Grund bietet das LWL-Museum für Naturkunde in Münster das
Darwin-Kompott" nicht nur am 19. März (19 Uhr), sondern
zusätzlich am 20. März um 19.30 Uhr und am 10. April um 19 Uhr
an.

Die ungewöhnliche, abendliche Führung nimmt die Zuhörer mit auf
eine literarische Reise. An vier ausgewählten Stationen im
Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)
präsentiert Reker ihren Reisekollegen Wissenswertes, Kurioses,
Nachdenkliches und Lustiges rund um das Thema Evolution. Zum
Spaziergang gehören ebenso theatralische Elemente wie
unterhaltsame und interessante Informationen und Anekdoten.


INFO

Tickets sind ab sofort zum Preis von 10 Euro im Vorverkauf und
12 Euro an der Abendkasse erhältlich. Vorverkaufszeiten:
Montags bis samstags bei Münster Information (Telefon: 0251
492-2714) und dienstags bis sonntags im LWL-Museum für
Naturkunde (Münster, Sentruper Straße 285).





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 11 12:58:28 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 11 Mar 2010 12:58:28 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: "Schwerter zu Pflugscharen", Luedenscheid,
17.03.2010
Message-ID: 4B98E8F4.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "igb"
Datum: 10.03.2010, 12:01


AKTUELL

im Rahmen unserer Vortragsreihe "Lüdenscheider Gespräche"
möchten wir Sie
herzlich zu unserem nächsten Vortrag zum Thema:

"Schwerter zu Pflugscharen" mit Ruth Misselwitz einladen.

Ruth Misselwitz ist seit 28 Jahren Pfarrerin in der Kirche "Zu
den Vier Evangelisten" in Pankow. Sie gründete mit ihrem Mann
und einigen Freunden 1981 den "Pankower Friedenskreis", nahm an
der Ökumenischen Versammlung der Kirchen in der DDR "Für
Frieden Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung" von 1988/89
teil, moderierte zu Wendezeiten den Runden Tisch in Pankow und
ist Vorsitzende der "Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste".

Fast auf den Tag genau zwanzig Jahre nach den ersten und
letzten freien Volkskammerwahlen der DDR am 18. März 1990
berichtet Ruth Misselwitz aus eigenem Erleben über
Nonkonformismus, Resistenz und Opposition gegen das SED-Regime
und äußert sich zu den Zielen, Hoffnungen und Enttäuschungen
der Friedens-, Umwelt- und Demokratiebewegung im Vorfeld und
Verlauf des großen Umbruchs von 1989/90.

Wir würden uns freuen, Sie am 17. März bei uns begrüßen zu
dürfen. Der Eintritt ist frei.


INFO

Zeit:
17. März 2010, 17 Uhr.

Ort:
Institut für Geschichte und Biographie
Liebigstraße 11
58511 Lüdenscheid





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Mar 15 08:19:34 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 15 Mar 2010 08:19:34 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Neue "Bunte Liste Genealogie" der
Landeskundlichen Bibliothek
Message-ID: 4B9DED96.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Märkischer Kreis"
Datum: 11.03.2010, 18:15


AKTUELL

Neue "Bunte Liste Genealogie" der Landeskundlichen Bibliothek

Die Landeskundliche Bibliothek des Märkischen Kreises, größte
und traditionsreichste Spezialbibliothek für die ehemalige
Grafschaft Mark und Südwestfalen, pflegt das Thema
"Familienforschung" seit vielen Jahrzehnten. Ihren Leserinnen
und Lesern bietet sie eine Fülle genealogischer
Nachschlagewerke, wichtiger Zeitschriften und Chroniken
märkisch-westfälischer Familien zur Vor-Ort-Nutzung im Lesesaal
an und veranstaltet im Rahmen der bundesweiten Aktion
"Deutschland liest. Treffpunkt Bibliothek" den "Tag der
Familienforschung". Die "Bunte Liste Genealogie" begleitet
diese Aktivitäten und ist jetzt in erweiterter Neuauflage
erschienen.

Die Liste gibt Tipps für Familienforscher, angefangen von
Hinweisen auf Fachliteratur (Deutsches Geschlechterbuch,
Europäische Stammtafeln, Genealogisches Handbuch des Adels etc.)
über Kurzbeschreibungen von Institutionen (Archive,
Bibliotheken, genealogische Vereine und Gesellschaften regional
und überregional) bis hin zur Nennung von Internet-Adressen
(Quellen- und Literaturdatenbanken, Forscherkontakte,
Auswandererdatenbanken usw.).

Der Anhang "Haus und Hof im Sauerland" informiert über
gedruckte Grund- und Hypothekenbücher (Kierspe, Valbert),
abgabepflichtige Höfe (Grafschaft Mark, Herzogtum Westfalen),
Urkundenbücher des Mittelalters (Erzbistum Köln, Westfalen) und
die Geschichte von Häusern und Höfen (Balve, Neuenrade,
Meinerzhagen, Plettenberg u.a.).

"Die märkische Region zeichnet sich durch eine große Zahl
kompetenter Autorinnen und Autoren aus, deren
Forschungsergebnisse für Genealogen von enormem Interesse sind",
so Dipl.-Bibliothekarin Karin Müller von der Landeskundlichen
Bibliothek, die die "Bunte Liste" zusammengestellt hat.

Zu nennen sind unter anderem Karl-Heinz Bartsch, Reinhard
Distel, Charlotte Dresler-Brumme, Heinrich Fernholz, Hermann
Holtmeier, Hans Ludwig Knau, Siegfried Lill, Helmut Pahl, Horst
Werner Stein U, Rudolf Tillmann und Christian Voswinkel.


INFO

Die Liste mit ihren zweiundsechzig Buchtiteln und Adressen ist
über die Kreisverwaltung kostenlos erhältlich (Märkischer Kreis,
Fachdienst Kultur, Kreisarchiv und Landeskundliche Bibliothek,
Bismarckstr. 15, 58762 Altena, ( 02352 / 966-7053, E-Mail
k.mueller at maerkischer-kreis.de). Im Netz steht die "Bunte
Liste" unter www.maerkischer-kreis.de/kultur.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Mar 15 08:23:10 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 15 Mar 2010 08:23:10 +0100
Subject: [WestG] [AUS] "elektrisierend! Werbung fuer Strom 1890 bis 2010",
Recklinghausen, 14.03.-05.09.2010
Message-ID: 4B9DEE6E.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 11.03.2010, 07:58
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AUSSTELLUNG

"elektrisierend! Werbung für Strom 1890 bis 2010"
14. März bis 5. September 2010

Keine Farbe, keine Form, kein Geruch, kein Geschmack - wie
verkauft man eigentlich Strom? Dieser Frage geht die
Ausstellung "elektrisierend! Werbung für Strom 1890 bis 2010"
nach und erzählt die Geschichte, die hinter der Werbung steckt.
Sie zeigt wie Elektrizitätswirtschaft und Elektroindustrie die
Popularisierung der Elektrizität von Beginn an durch gezielte
Werbeaktivitäten förderten und wie dadurch aus einem Luxusgut
ein Massenprodukt wurde.

Über eine Vielfalt moderner Medien hat Stromwerbung
unterschiedliche Adressaten angesprochen. In Beratungsstellen,
durch Anzeigen, Plakate, Postkarten, Werbefilme usw. wurden
Kunden aus Landwirtschaft, Gewerbe und Haushalt gewonnen. Die
Werbebotschaften spiegeln kulturhistorische Trends, politische
Einflussnahmen, gesellschaftliche Wertvorstellungen sowie
alltagsgeschichtliche Entwicklungen wider.

Die Ausstellung bietet erstmalig einen systematischen Überblick
zur Geschichte der Elektrizitätswerbung in Deutschland und
spannt dabei den Bogen von der Werbung für Strom zur Werbung
für Energieeffizienz.


INFO

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband.

Weitere Informationen unter:
URL: www.umspannwerk-recklinghausen.de

Veranstaltungsort:
Umspannwerk Recklinghausen
Museum Strom und Leben
Uferstr. 2-4
45663 Recklinghausen





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Mar 15 08:26:19 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 15 Mar 2010 08:26:19 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Bereicherung fuer die
Theologie-Geschichtsschreibung: Prof. Dr. Eckhard Lessing
feiert seinen 75. Geburtstag
Message-ID: 4B9DEF2B.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Pressestelle der WWU Münster"
Datum: 12.03.2010, 10:01


AKTUELL

Bereicherung für die Theologie-Geschichtsschreibung

Prof. Dr. Eckhard Lessing feiert seinen 75. Geburtstag

Prof. Dr. Eckhard Lessing, ehemaliger Direktor des Seminars für
Systematische Theologie und des Instituts für Ökumenische
Theologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU),
feiert am 14. März seinen 75. Geburtstag. Fast ein
Vierteljahrhundert, bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2000,
hat er an der Evangelisch-Theologischen Fakultät gelehrt und
geforscht und dabei ihren Weg maßgeblich mitgeprägt.

Eckhard Lessing wurde 1935 in Chemnitz geboren. Nach dem Abitur
folgte 1953 das Studium der Theologie in Bethel, Tübingen und
Göttingen, wo er anschließend promovierte. Von 1963 bis 1976
war er als Assistent, Privatdozent, Professor und Dekan an der
Evangelisch-Theologischen Fakultät in Mainz tätig, bevor er
1976 an die WWU wechselte. Neben Untersuchungen vornehmlich zur
Lehre von der Kirche und den Zukunftsfragen der Ökumene galten
seine besonderen Neigungen der Erforschung der Geschichte der
Theologie im 19. und 20. Jahrhundert. Sein erstes Buch, eine
Arbeit über die Geschichtsphilosophie Ernst Troeltschs, drang
1976 in japanischer Übersetzung bis in den Fernen Osten vor.
Große Beachtung fand die 1992 publizierte Monographie "Zwischen
Bekenntnis und Volkskirche" mit der Darstellung der
theologischen Entwicklungen in der Evangelischen Kirche der
altpreußischen Union zwischen 1922 und 1953.

Auch nach seiner Emeritierung hat Eckhard Lessing seine
Forschungstätigkeit ohne Unterbrechung fortgeführt und eine
"Geschichte der deutschsprachigen evangelischen Theologie von
Albrecht Ritschl bis zur Gegenwart" veröffentlicht. Das große,
mehrbändige Werk beginnt mit der Darstellung der Theologie im
deutschen Kaiserreich zwischen 1870 und 1918 und reicht im
zuletzt erschienen Band bis zum Jahr 1965. Der Wissenschaftler
hat damit die erste theologiegeschichtliche Gesamtdarstellung
verfasst, die nicht nur dem eigenen Fach der systematischen
Theologie gilt, sondern den Blick für das Ganze schärft und
umfassend die Entwicklung aller theologischen Disziplinen
behandelt. Er hat die herkömmliche
Theologie-Geschichtsschreibung um eine bemerkenswerte neue
wissenschaftliche Perspektive bereichert.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Mar 15 08:29:55 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 15 Mar 2010 08:29:55 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Stillleben mit Fleischkorb: LWL praesentiert ein
Bild von Frans Snyders als Kunstwerk des Monats
Message-ID: 4B9DF003.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 12.03.2010, 11:00


AKTUELL

Stillleben mit Fleischkorb
LWL präsentiert ein Bild von Frans Snyders als Kunstwerk des
Monats

Als Kunstwerk des Monats März 2010 präsentiert das
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster das
Bild "Stillleben mit Fleischkorb" des flämischen Malers Frans
Snyders von 1640.

Auf dem Gemälde ist in verschwenderischer Pracht ein
Speisenangebot ausgebreitet. Im Vordergrund sticht ein großer
Hummer auf einer kostbaren chinesischen Porzellanplatte hervor.
Rechts daneben leitet ein Bündel Spargel zu einem elegant
ausgebreiteten Rehbock über. Den hinteren Bildteil beherrschen
zwei üppig gefüllte Körbe und in der Mitte liegt ein Pfau,
dessen lange Schwanzfedern in einer starken Diagonale quer über
den Tisch zu einem Pagen weisen. "Beim Betrachten des Werkes
gewinnt man sehr bald den Eindruck, dass der Künstler die
verschiedenen damaligen Festtagsspeisen, sowohl vor als auch
nach ihrer Zubereitung, sehr gut kannte", so Mark Niehoff vom
Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

In der Tat ist der 1579 in Antwerpen geborene Frans Snyders in
einem Umfeld aufgewachsen, in dem er tagtäglich mit Speisen
umgeben war. Seine Eltern führten ein beliebtes Gasthaus in der
Stadt und betrieben auch die daran anschließende "Groote
Bruyloftcamere", ein Saal, der nur für Hochzeitsbankette
genutzt wurde. Frans Snyders wurde zu Pieter Breughel d. J. in
die Lehre geschickt, kein ungewöhnlicher Schritt für den
Gastwirtssohn, dessen Mutter aus einer Malerfamilie stammte.
Auch zwei seiner Brüder wurden Künstler. In einem Gasthaus mit
üppigen Hochzeitsbanketten aufgewachsen zu sein, hat ihn
offenbar geprägt, wie das Kunstwerk des Monats belegt.

Die Publikation zum Kunstwerk des Monats kann an der
Museumskasse erworben werden.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Mar 15 08:34:29 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 15 Mar 2010 08:34:29 +0100
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Die_heilige_Gertrud_eroeffnet_am_17?=
=?utf-8?q?=2E_M=C3=A4rz_die_Gartensaison=3A_Zeitreise_in_die_Gartenkultur?=
=?utf-8?q?_des_fruehen_20=2E_Jahrhunderts?=
Message-ID: 4B9DF115.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 12.03.2010, 10:18


AKTUELL

Die heilige Gertrud eröffnet am 17. März die Gartensaison
Zeitreise in die Gartenkultur des frühen 20. Jahrhunderts

Nach dem nicht enden wollenden Schnee und Frost in den ersten
beiden Monaten des Jahres scharren Hobbygärtner schon länger
mit den Schaufeln und Harken: Mit dem 17. März, dem Tag der
Heiligen Gertrud, ist die Garten(arbeits)saison nun endlich
eröffnet - vorausgesetzt das Wetter lässt es zu: "Gertrud nützt
dem Gärtner fein, wenn sie sich zeigt mit Sonnenschein", sagt
der Volksmund. "Traditionell sollten die Beete bis Mitte März
gelockert bzw. umgegraben sein", erklärt Christiane Cantauw,
Volkskundlerin beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).

Mit der Nachfrage nach Bio-Produkten ist in den vergangenen
Jahren auch das Interesse an Bauerngärten neu entflammt.
"Entgegen landläufiger Meinung ist das, was man heute als
Bauerngarten bezeichnet - nämlich symmetrisch angelegte und von
einer Buchsbaumhecke gerahmte Beete - nur wenig älter als 100
Jahre: Bauerngärten vor 1900 entsprachen nicht dem heute
vermittelten Bild. Denn manchmal reichten landwirtschaftliche
Ackerflächen sogar bis dicht ans Haus heran, oft mit
eingestreutem Obstbäumen, oder es wurden Freiflächen für das
häusliche Vieh reserviert", so Cantauw.

Wie vielfältig Bauerngärten gestaltet sein konnten, für welchen
Zweck sie angelegt wurden und wie die Familien mit ihrem Garten
lebten und darin arbeiteten, zeigen die historischen Berichte,
die die Volkskundliche Kommission für Westfalen beim LWL
zusammengetragen hat. Insgesamt 45 persönliche Berichte aus
ganz Westfalen - überwiegend mit Bezug auf die erste Hälfte des
20. Jahrhunderts - zeugen von einer reichen Gartenkultur.
Während heute gut illustrierte Fachbücher dem interessierten
Gartenfreund Tipps zur Gartengestaltung geben, lag den
Westfalen die Anbautechnik zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch
"im Blut": "Der Anbau erfolgte nach einem Plan, den man im
Kopfe hatte", berichtet eine Dame aus Bottrop-Kirchhellen.
"Samen und Pflanzen wurden bis auf nachstehend genannte
Ausnahmen vom Händler bezogen. Selbst gezogen waren Melde,
Zwiebeln, Steckzwiebeln, Porree, Möhren, dicke Bohnen,
Stangenbohnen, Kürbis, Gurken. Dicke Bohnen mussten bereits im
Februar ausgelegt werden, denn dann bekamen sie keine Läuse.
Frühkartoffeln kamen Anfang März in die Erde; für das übrige
bestimmte die 'erste Gärtnerin', Gertrud, den Termin."

Im April wurden dann Erbsen und Petersilie gesät, im Mai Gurken
und Bohnen. "Man darf die Bohnen nicht zu tief in die Erde
legen", so eine Gewährsperson aus Geseke (Kreis Soest), "denn
es heißt: Bohnen wollen die Glocken läuten hören." Die hier
durchklingende christliche Prägung setzte sich in einigen
Bräuchen fort: "Nach der Gartenbestellung wurde mit der Harke
ein Kreuzzeichen gemacht, indem man die Harke kreuzweise in die
Gartenerde eindrückte", heißt es weiter. Der Buchsbaum, mit dem
die Beete häufig eingefasst waren, wurde Palmsonntag und in der
Osterzeit verwendet: "Der Buchsbaum wurde am Palmsonntag zur
Palmweihe und Prozession und auch zum Palmposkensingen der
Kinder gebraucht. Die geweihten Palmzweige wurden in der
Wohnung, im Stall und auch auf den Feldern aufgesteckt",
erinnert sich ein Mann aus Vreden (Kreis Borken).

Heute auf vielen Balkonen gezogen, waren Tomaten vor 70 bis 80
Jahren noch eine Besonderheit: "Ich weiß noch, als die ersten
Tomaten aufkamen. Ich war ein Kind und höre noch, wie eine
Nachbarin zu meiner Mutter sagte: Jetzt gibt es Kartoffeln, die
über der Erde wachsen. Man muss sie grün abpflücken und sie im
dunkeln legen, aber sie werden rot und brauchen nicht gekocht
werden", heißt es in einem Bericht. Auch Erdbeeren kamen erst
ab den 1930er Jahren auf. Das im Garten gezogene Obst und
Gemüse verwendeten unsere Vorfahren während der Frühlings- und
Sommerzeit meist frisch in der Küche. Erst etwa zur Zeit des 1.
Weltkrieges wurde das Einmachen bekannter, große
Gemeinschaftsgefrieranlagen gab es ab etwa 1950.


INFO

Berichte bald im Netz

Damit das Wissen um kulturelle Veränderungen und Zusammenhänge
nicht verloren geht, erschließt die Volkskundliche Kommission
für Westfalen derzeit diese Berichte sowie Dokumente zu vielen
anderen Themen in einem von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt digital.
Voraussichtlich ab Herbst 2010 werden sie Interessenten unter
der Adresse http://www.lwl.org/LWL/Kultur/VOKO kostenfrei
online zur Verfügung stehen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Mar 16 10:30:02 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 16 Mar 2010 10:30:02 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: "Der Kampf um die Varusschlacht geht weiter",
Luedinghausen, 25.03.2010
Message-ID: 4B9F5DAA.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Ursula Koenig-Heuer"
Datum: 16.03.2010, 09:24


AKTUELL

"Der Kampf um die Varusschlacht geht weiter"
Vortrag von Dr. Peter Kracht am 25.03.2010 um
19:30 Uhr auf Burg Vischering in Lüdinghausen

Die Schlacht ist geschlagen, der Bücherschrank voll - doch der
Kampf um die Varusschlacht ist noch lange nicht beendet! Die
drei großen Ausstellungen zum Thema "2000 Jahre Varusschlacht"
in Haltern, Detmold und Kalkriese sorgten 2009 deutschlandweit
für Furore. Mehr als 400.000 Besucher sahen die Ausstellungen,
die hochkarätige Exponate aus renommierten Museen der Welt
zeigten. Doch, eine Frage bleibt: Wo fand die Varusschlacht
denn statt?

In Kalkriese geht man weiterhin davon aus, hier das
Schlachtfeld des Jahres 9 nach Christus entdeckt zu haben.
Einige Altertumsforscher bringen das Schlachtfeld von Kalkriese
allerdings mit einem Gefecht des Jahres 15 n. Chr. in
Verbindung, als der römische General Caecina an den "Langen
Brücken" nur unter schweren Verlusten den Durchmarsch erzwang.
Dass in Kalkriese eine Schlacht stattgefunden hat, ist
unstrittig.

In Lippe strickt man weiter an der Theorie, dass die Schlacht
im früheren Fürstentum stattgefunden habe, nicht am
Hermannsdenkmal, sondern auf dem Winnfeld. Die Entdeckung eines
weiteren antiken Schlachtfeldes im niedersächsischen Kreis
Northeim (das allerdings ins 3. Jh. n. Chr. datiert wird) hat
die Diskussion um römische Präsenz in Germanien neu belebt. Und
mittlerweile ist auch ein knapp 600-Seiten-Epos erschienen, das
die Varusschlacht nach Halberstadt an den Harzrand verlegt. Es
bleibt spannend!

Der Eintrittspreis beträgt 3 Euro. Information unter Telefon:
02591/7990 11.


INFO

Münsterlandmuseum
Burg Vischering
Berenbrock 1
59348 Lüdinghausen
Tel.: + 49 (0)2591 7990-0
Fax: + 49 (0)2591 7990-29
E-Mail: kultur at kreis-coesfeld.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Mar 16 10:31:48 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 16 Mar 2010 10:31:48 +0100
Subject: [WestG] [AKT] LWL zeichnet Kreuzweg in Erwitte-Horn als Denkmal
des Monats aus
Message-ID: 4B9F5E14.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 15.03.2010, 14:59


AKTUELL

Instandsetzung ist dank vieler Spenden auf dem besten Weg
LWL zeichnet Kreuzweg in Erwitte-Horn als Denkmal des Monats aus

Laut Inschrift wurde der Kreuzweg auf dem Friedhof in
Erwitte-Horn 1866 allein durch Spenden aus der katholischen
Kirchengemeinde in Horn finanziert und errichtet. Wie schon
1923 bei einer ersten Instandsetzung ist der Kreuzweg knapp 150
Jahre später wieder auf Spenden angewiesen: Denn nach 80 Jahren
ist die nächste Restaurierung fällig. Da die ersten fünf der
insgesamt 14 Stationen des Kreuzweges vorbildlich restauriert
worden sind, zeichnet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL) jetzt den Kreuzweg als Denkmal des Monats März aus.

"Die figürlichen Bildreliefs der einzelnen Stationen bestehen
aus gebranntem Ton und sind von vorzüglicher künstlerischer
Qualität", erklärt LWL-Denkmalpfleger Dr. Dirk Strohmann die
Bedeutung des Kreuzweges. Nach intensiven Recherchen hat
Strohmann herausgefunden, dass die Reliefs aus der
Tonfigurenfabrik Heinrich Josef Scherf stammen, die bis 1892 in
Köln-Kalk produzierte. "Die Horner Kreuzwegreliefs sind eine
plastische Umsetzung des gemalten Kreuzwegs, den der seinerzeit
berühmte Österreicher Joseph von Führich in der Zeit von 1844
bis 1846 als Freskofolge in der Wiener St. Johannes
Nepomuk-Kirche geschaffen hat. Die Modelle für die Ausführung
in Terrakotta schuf der Kölner Bildhauer Johann Joseph Imhoff
der Jüngere. Die Stationsgehäuse aus Sandstein hat der Geseker
Steinmetz J. Hammer gearbeitet", berichtet Strohmann von seinen
Nachforschungen.

Der Kreuzweg wurde zunächst rund um den alten Friedhof
aufgestellt. Bei ihrer ersten Instandsetzung bekamen die Horner
Kreuzwegstationen 1923 ihren heutigen Standort auf dem
erweiterten Friedhofsgelände. Zu dieser Zeit erhielten die
Reliefs eine Farbfassung und die Nischen eine Schutzverglasung.

80 Jahre später brauchen die Kreuzwegstationen jetzt erneut
eine Restaurierung, die wieder durch Spendengelder ermöglicht
wird, ergänzt durch Zuwendungen des LWL-Amts für Denkmalpflege
in Westfalen. Bei der behutsamen Konservierung, die den
gealterten Zustand des Kreuzwegs respektiert, arbeiten ein in
der Region ansässiger Restaurator und ein einheimischer
Steinmetzbetrieb zusammen. Von 2004 bis 2009 wurden fünf
Stationen restauriert, 2010 und 2011 sollen die restlichen neun
folgen. "Für dieses Unterfangen werden noch weitere Spender
gesucht, die mithelfen wollen, ein in Westfalen einzigartiges
Denkmal religiöser Volksfrömmigkeit für die Zukunft zu
erhalten", so Strohmann.

Hintergrund
Jedem Besucher einer katholischen Kirche sind die fast immer an
den Seitenwänden angebrachten 14 Bilder oder Stationen des
Kreuzwegs bekannt. Von der Verurteilung durch Pilatus bis hin
zur Grablegung des Gekreuzigten zeigt die Folge oft in sehr
eindringlichen Bildern den Leidensweg Christi, der das Kreuz
hinauf zur Richtstätte auf den Berg Golgatha in Jerusalem trägt.

Dem gläubigen Christen dient der Kreuzweg beim Abschreiten für
sich allein oder bei Kreuzwegandachten der Vergegenwärtigung
des Leidens Christi im Gebet. Zu diesem Zweck wurden Kreuzwege
zu allen Zeiten auch im Freien errichtet. Oft hatten sie die
exakte Länge der Jerusalemer Wegstrecke und führten wie dort
eine Anhöhe hinauf. Immer wieder findet man an diesen Wegen in
mehr oder weniger großen Abständen steinerne Bildstöcke oder
Stationshäuschen mit hohem Sockel, einer tiefen Bildnische mit
dem figürlichen Kreuzwegrelief und einem Giebeldach mit Kreuz
darüber.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Mar 16 10:34:21 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 16 Mar 2010 10:34:21 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Zeugnisse der Hexenverfolgungen in der
Stadt Osnabrueck, Osnabrueck, 18.03.2010
Message-ID: 4B9F5EAD.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Birgit Kehne"
Datum: 15.03.2010, 11:42


AKTUELL

Vortragsabend des Vereins für Geschichte und Landeskunde
von Osnabrück, Zimeliensaal der Universitätsbibliothek,
Alte Münze
Donnerstag, 18. März 2010, 19.30

Nicolas Rügge, Staatsarchiv Osnabrück:
" ... wäre dem Teufel und seinem Anhang niemals treu oder
hold gewesen ..."
Zeugnisse der Hexenverfolgungen in der Stadt Osnabrück

In den Jahren 1561, 1583/92 sowie 1636/39 wurden in Osnabrück
etwa 280 Personen, fast ausschließlich Frauen, der Hexerei
angeklagt und hingerichtet. Beide Verfolgungswellen entsprechen
den reichsweiten zeitlichen Schwerpunkten; beide fielen in die
Verantwortung lutherischer Bürgermeister: Rudolf Hammacher ließ
121 Frauen innerhalb weniger Monate verbrennen; Dr. Wilhelm
Peltzer wurde schließlich vom schwedischen Landesherrn
gestürzt. Diese Tatsachen sind seit längerem allgemein bekannt.
Der Vortrag stellt neuere Forschungsfragen und -ergebnisse vor
und geht dabei besonders auf die Quellenüberlieferung ein.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Vortrag
Datum: 18.03.2010
Verein für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück
Schloßstr. 29
49074 Osnabrück
Tel.: 0541/3316214
E-Mail: histver.osnabrueck at nla.niedersachsen.de
URL: www.Verein-fuer-geschichte-und-landeskunde-von-osnabrueck.de

Kontakt:
Dr. Birgit Kehne
Verein für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück
Schloßstr. 29
49074 Osnabrück





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Mar 17 08:15:35 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 17 Mar 2010 08:15:35 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Fundgeschichten NRW, Koeln, 18.03.-14.11.2010
Message-ID: 4BA08FA7.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Pressestelle der WWU Münster"
Datum: 16.03.2010, 16:12


AUSSTELLUNG


Die älteste Siedlung
Wissenschaftler der WWU Münster beteiligt an NRW-Ausstellung

Die Spuren der Vergangenheit reichen in Nordrhein-Westfalen
Tausende von Jahren zurück - unter anderem in Nottuln-Uphoven.
Hier fanden Wissenschaftler der Abteilung für Ur- und
Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Münster unter
Leitung von Christian Groer den Nachweis für die bislang
älteste dauerhafte Besiedlung der norddeutschen Tiefebene. Mit
diesem Grabungsprojekt beteiligt sich die WWU Münster an der
Aussstellung "Fundgeschichten NRW", die am 18. März im
Römisch-Germanischen Museum in Köln startet.

Zu Beginn der Jungsteinzeit wandelten sich die Menschen von
umherziehenden Jägern und Sammlern zu sesshaften Ackerbauern
und Viehzüchtern. Während dieser Prozess in den fruchtbaren
Lössgebieten an Rhein und Hellweg ab der zweiten Hälfte des
sechsten Jahrtausends vor Christus begann, hielten die
Menschengruppen in der Tieflandzone der westfälischen Bucht
noch für viele Generationen an ihrem Jäger- und Sammlerdasein
fest. Lange Zeit stand für die Archäologie fest, dass erst mit
den Erbauern der Großsteingräber der Trichterbecherkultur um
die Mitte des vierten Jahrtausends vor Christus in diesem Raum
die Landwirtschaft Einzug hielt.

Ausgrabungen bei Nottuln-Uphoven, im Kreis Coesfeld an den
Südosthängen der münsterländischen Baumberge, erbrachten in den
1980er Jahren jedoch Funde deutlich älterer Bauernkulturen. Um
4000 vor Christus bauten Menschen der Michelsberger Kultur eine
Befestigung mit Graben, ein "Erdwerk", und importierten Silex
aus dem über 200 Kilometer entfernten Maasgebiet.

2007 und 2008 führten die Westfälische Wilhelms-Universität
Münster und die LWL-Archäologie für Westfalen mit Unterstützung
der Deutschen Forschungsgemeinschaft neue Ausgrabungen bei
Nottuln-Uphoven durch. Gefunden wurden Siedlungsspuren der so
genannten Rössener Kultur, die ab 4800 vor Christus in Süd- und
Mitteldeutschland verbreitet war. Die Tongefäße waren mit
Stichmustern und darin eingelegter weißer Kalkpaste verziert.
Dabei lehnten sich die prähistorischen Künstler aus
Nottuln-Uphoven an Trends von Rhein und Hellweg an, Räume zu
denen auch wirtschaftliche Verbindungen bestanden, wie der
Import von Mahlsteinen und das archäobotanische Spektrum der
angebauten Getreidesorten zeigen. Wahrscheinlich wanderten die
Bauern vom Hellweg sogar in die Baumberge ein und brachten ihre
Lebensgewohnheit mit.

Der Siedlungsplatz wurde noch vor der Mitte des vierten
Jahrtausends aufgegeben und erst um etwa 2800 vor Christus
erneut besiedelt. Er spielte in der westfälischen Bucht eine
wichtige Rolle für die Sesshaftwerdung der Menschen in der
nordwesteuropäischen Tiefebene. Möglicherweise trafen sich hier
Jäger und Bauern zum Warenaustausch, sodass über diesen
"Außenposten" auch die ackerbäuerliche Lebensart nach Norden
vermittelt wurde.


INFO

Die Ausstellung "Fundgeschichten NRW" präsentiert alle fünf
Jahre aktuelle archäologische Funde aus Nordrhein-Westfalen.
Sie ist vom 18. März bis zum 14. November 2010 im
Römisch-Germanischen Museum am Roncalli-Platz in Köln und ab
dem 16. April 2011 im Westfälischen Landesmuseum des LWL in
Herne zu sehen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Mar 17 08:22:01 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 17 Mar 2010 08:22:01 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Von Sachsenkindern und Germanengoettern, Steinfurt,
bis Ende Maerz 2010
Message-ID: 4BA09129.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Kreis Steinfurt"
Datum: 16.03.2010, 13:51


AUSSTELLUNG

Von Sachsenkindern und Germanengöttern - Ausstellung im Kreishaus
Schüler präsentieren Kulturprojekt zur westfälischen Geschichte

Wer versteht altdeutsche Westfalensprache? "Ek forsaco allum
diaboles uuercum and uuortum, Thunaer ende Uoden ende Saxnote
and allum them unholdum the hiras genotas sind - Ich schwöre
allen teuflischen Werken und Worten ab, Donar und Wodan und
Saxnot und allen Unholden, die ihre Genossen sind."

Immer wenn die Autorin Ulrike Karau aus ihrem Buch "Die Kinder
vom Sachsenhof" vorlas, passierte zweierlei: Die Kinder
lauschten gebannt - und das Interesse an Geschichte wuchs
rasant. Regionale Traditionen und Kultur waren plötzlich
spannend und wurden mit den Romankindern Swantje und Johannes
lebendig.

Um mehr zu erfahren, brachen deshalb die Schüler des Gymnasiums
Arnoldinum in Steinfurt und der Van-Galen-Grundschule in
Ochtrup zum Sachsenhof bei Greven auf. Sie lernten Heilkräuter
in Salben zu verarbeiten, mit Wolle im selbstgebauten Webrahmen
zu weben und forschten über die Christianisierung ihrer
Vorfahren. Viele Wochen beschäftigten sich die Kinder über
Exkursionen, Literaturrecherche, Bastelaktionen und in
verschiedenen Unterrichtseinheiten mit dem Thema.

Die Ergebnisse dieses Projektes, das über das
NRW-Landesprogramm "Kultur und Schule" gefördert wurde, sind
jetzt in einer Ausstellung zu sehen, die noch bis Ende März im
Kreishaus Steinfurt aufgebaut ist.

Hier bekommen Kinder und Erwachsene spannende Informationen
über die 1200 Jahre regionale Geschichte. Wer waren Wodan,
Donar und Saxnot? Was bedeuten die gekreuzten Pferdeköpfe an
den Giebeln westfälischer Höfe? Wieso ist Windows ein Wort
unserer Vorfahren? Wie kam es zum weien Pferd auf dem Wappen
Westfalens und wie lebten die Westfalen vor 1200 Jahren?


INFO

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Steinfurter
Kreishauses täglich zwischen 7 und 16 Uhr im Foyer,
Tecklenburger Straße 10, zu besichtigen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Mar 17 08:25:28 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 17 Mar 2010 08:25:28 +0100
Subject: [WestG] [AKT] 62. Westfaelischer Archivtag: Profilierung der
Archive in der staedtischen Kulturlandschaft
Message-ID: 4BA091F8.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 16.03.2010, 10:30


AKTUELL

62. Westfälischer Archivtag
Profilierung der Archive in der städtischen Kulturlandschaft

Archive haben nicht immer einen einfachen Stand in der
Kulturlandschaft, lautet die Situationsbeschreibung von Dr.
Marcus Stumpf, dem Leiter des LWL-Archivamtes, auf dem 62.
Westfälischen Archivtag. "In der öffentlichen Wahrnehmung und
selbst bei Politik und Verwaltung haben es Archive vor Ort
manchmal schwer, allein schon, weil ihre Arbeit in den meisten
Fällen nicht so publikumswirksam ist wie die der Museen und
Bibliotheken", sagte der Chefarchivar des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) am Dienstag (16.3.) in Kamen vor rund 200
Teilnehmern.

Prof. Dr. Oliver Scheytt, Geschäftsführer der Ruhr.2010 GmbH
und ehemaliger Kulturdezernent der Stadt Essen, appellierte
darum in seinem Eröffnungsvortrag an die Archive, durch
"Polit-Marketing" mehr Überzeugungsarbeit zu leisten.

LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale legte ein
Bekenntnis zur Archivarbeit ab: "Archive sind für unsere
Gesellschaft unverzichtbar. Sie sichern wichtige Quellen aus
der Vergangenheit für die Zukunft. Der breit angelegten
Vermittlungsarbeit vor allem auch an Schülerinnen und Schülern
kommt dabei eine wichtige Rolle zu."

Ein Beispiel, wie es Archiven gelingen kann, ihr Profil zu
schärfen, lieferte Kamens Bürgermeister Hermann Hupe: "Unser
Stadtarchiv und unser Museum bilden bereits seit Jahren
organisatorisch eine Einheit. Besonders der Vermittlungsarbeit
kommt diese Konstellation sehr zugute."

"Organisatorische Zusammenschlüsse von Archiven mit anderen
Kultureinrichtungen sind nicht immer nur als "Liebesheirat" zu
werten, sondern können auch den Charakter von 'Zwangsehen'
haben". Ihr Nutzen sei dann fraglich, warnte LWL-Archivar
Stumpf. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die kommunalen
Haushalte und insbesondere auf die Kulturetats machten sich
bemerkbar. Die Gründung von Kulturbetrieben, u.a. als Anstalt
des öffentlichen Rechts, verfolge auch das Ziel, die
städtischen Ausgaben für die Kultur kontinuierlich
zurückzufahren.

Das Thema Migration war der zweite Schwerpunkt der Tagung.
"Schon heute sind die Archive gefordert, sich des
tagesaktuellen Themas Migration anzunehmen, Konzepte zu
entwickeln, welche Quellen aus der Verwaltung, aber auch von
Vereinen und Privatpersonen auf Dauer gesichert werden sollen,
um auch noch Jahrhunderte später Migrationsbewegungen zu Beginn
des 21. Jahrhundert in der städtischen Gesellschaft erforschen
zu können", so Hans-Jürgen Kistner, Stadtarchivar von Kamen.

Denn Quellen, die heute nicht durch die Archive gesichert
würden, stünden morgen der Forschung nicht zur Verfügung. Ein
gelungenes Beispiel der Sicherung von Quellen dokumentierte der
Werkstattbericht über die Zusammenarbeit von Kommunalarchiven
des Ruhrgebietes über ihr Ausstellungsprojekt "Fremd(e) im
Revier".





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Mar 17 08:29:05 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 17 Mar 2010 08:29:05 +0100
Subject: [WestG] [AUS] "Es ist ein unendliches Kreuz, Glas zu machen",
Petershagen, 21.03.-11.07.2010
Message-ID: 4BA092D1.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 16.03.2010, 10:51


AUSSTELLUNG

"Es ist ein unendliches Kreuz, Glas zu machen"
Fotos von Glashüttenarbeitern im LWL-Industriemuseum Glashütte
Gernheim

"Es ist ein unendliches Kreuz, Glas zu machen." Aus dem
Mittelalter stammt dieses Zitat über die Arbeit der Glasmacher.
Jetzt dient es als Leitmotiv einer Ausstellung mit Fotos von
Glashüttenarbeitern, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL) ab Sonntag, 21. März, in seinem Industriemuseum Glashütte
Gernheim zeigt. Zur Eröffnung der Ausstellung um 15 Uhr sind
Interessierte herzlich eingeladen.

Die Schau findet begleitend zur Kulturhauptstadt-Ausstellung
"Helden. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen" statt, die der
LWL in seinem Industriemuseum Henrichshütte Hattingen zeigt
(12.3.-31.10.2010). Auch an seinen sechs weiteren Standorten
präsentiert das LWL-Industriemuseum Begleitausstellungen zum
Thema "Helden".

"Es ist ein unendliches Kreuz, Glas zu machen -
Glashüttenarbeiter in der Fotografie: Helden?" zeigt Fotos des
20. und 21. Jahrhunderts: Die Aufnahmen der unterschiedlichsten
Fotografen zeugen einerseits von der großen Bewunderung für das
Können der Glasmacher. Andererseits zeugen sie von der Härte
der industriellen Glasproduktion.

Exemplarische Stationen der Glasherstellung hielt Albert
Renger-Patzsch seit den 1920er Jahren fast dokumentarisch fest.
Wie Szenen eines Stummfilms erschienen die Aufnahmen von Paul
Wollf aus zahlreichen Industriebetrieben. Beeindruckt von den
handwerklichen Fähigkeiten, zeigt Heinrich Heidersberger
Arbeitsabläufe der 1950er Jahre bei Schott. Diese Bewunderung
für den Glasmacher als Künstler drückt sich noch in Fotografien
der Gegenwart aus, so in Aufnahmen der "maestri von Murano".

Parallel zu dieser Ausstellung präsentiert das Fotoforum Minden
ebenfalls eine Ausstellung mit eigenen Fotos zum Thema
'Helden'. Sie zeigen unter anderem die 'Helden der Arbeit'.
Dabei haben die Fotos ungewöhnliche oder normalerweise
verborgene Arbeitsstätten in den Blick genommen.


INFO

Es ist ein unendliches Kreuz, Glas zu machen
Glashüttenarbeiter in der Fotografie: Helden?

LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim
Gernheim 12
32469 Petershagen
21.3.-11.7.2010
Geöffnet Di - So 10 - 18 Uhr

Zur Ausstellung erschient ein Katalog.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Mar 17 08:35:08 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 17 Mar 2010 08:35:08 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Genealogie - ein Einstieg, Bocholt,
15.04.2010
Message-ID: 4BA0943C.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Hans D. Oppel"
Datum: 15.03.2010, 11:43


AKTUELL

Der von Stadtarchiv Bocholt und Volkshochschule
Bocholt-Rhede-Isselburg getragene Gesprächskreis Bocholter
Stadtgeschichte lädt ein zu dem Vortrag von Hans-Hermann
Büdding unter dem Titel:

GENEALOGIE - ein Einstieg -

Die eigenen Eltern kennt man, auch die Großeltern sind in der
Regel noch bekannt, doch über die weiteren Vorfahren, die Ahnen,
weiß man nichts mehr. Wer sind sie gewesen? Wie heißen sie?
Wie haben sie ausgesehen? Welchen Beruf haben sie ausgeübt? Um
dies zu erfor-schen und festzuhalten, bedient man sich der
Genealogie bzw. Ahnen-forschung oder Familienforschung.

Der Referent stellt die Familienforschung als sein Hobby vor.
Er gibt ei-nen Einblick über seinen "genealogischen Werdegang",
erläutert genea-logische Begriffe und stellt genealogische
Quellen an Beispielen aus sei-ner Sammlung vor. Besprochen
werden weiter das Speichern der ge-sammelten Daten in einer
Kartei oder Datei, genealogische Darstel-lungsformen und die
Veröffentlichung der Forschungsergebnisse z. B. im Internet
oder in Buchform.

Moderation:
Stadtarchivar Dr. Hans-D. Oppel


INFO

Zeit:
Donnerstag, 15. April 2010, 18.30 Uhr

Ort:
Stadtarchiv Bocholt
Münsterstraße 76
46397 Bocholt


Dr. Hans D. Oppel
Stadtarchiv Bocholt
Münsterstraße 76
46397 Bocholz
TZel. 02871-24110-10


EINTRITT FREI !





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Mar 17 09:48:40 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 17 Mar 2010 09:48:40 +0100
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BLIT=5D_Heckl=2C_Jens=3A_Fremdes_Geld_in_Preu?=
=?utf-8?q?=C3=9Fens_Kassen=2E_Sparverhalten_und_Geldumlauf_in_der_Provinz?=
=?utf-8?q?_Westfalen_bis_1878?=
Message-ID: 4BA0A578.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Thomas Küster"
Datum: 17.03.2010, 09:10


LITERATUR

Jens Heckl
Fremdes Geld in Preußens Kassen.
Sparverhalten und Geldumlauf in der Provinz Westfalen bis 1878

"Fremdes Geld in Preußens Kassen" steht stellvertretend für
eine Problematik, mit der alle deutschen Staaten bis zur
Reichsgründung konfrontiert waren. Wie gingen Privatleute und
öffentliche Kassen mit ausländischen Münz- und Papiergeldsorten
um, die nicht dem landeseigenen Währungssystem entsprachen,
aber als gesetzliche Zahlungsmittel zugelassen waren?

Welche Geldsorten waren überhaupt vorherrschend und welche
blieben im Zahlungsverkehr Randerscheinungen? Welche
gesetzlichen Währungsbestimmungen gab es und welche "monetäre
Orientierung" suchte die Bevölkerung in einer Zeit höchster
Dynamik im gesamten Geldwesen? Wie veränderten sich das
Sparverhalten und der Gebrauch von Zahlungsmitteln durch das
Aufkommen von Sparkassen im Laufe des 19. Jahrhunderts?

Diese für die regionale Wirtschaftsgeschichte zentralen Fragen
können nun durch die Auswertung der Revisionsunterlagen
westfälischer Sparkassen erstmals umfassend beantwortet werden.
Darüber hinaus wird die geldgeschichtliche Entwicklung jener
nichtdeutschen Staaten beleuchtet, die den Geldumlauf in der
Provinz Westfalen im 19. Jahrhundert besonders beeinflusst
haben: der Niederlande und Frankreichs.

Der Autor:
Jens Heckl studierte Geschichte, Historische
Hilfswissenschaften und Politikwissenschaften an der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und promovierte dort
1997 zum Thema "Das Geldwesen Anhalts unter Berücksichtigung
der Staatsschulen 1690 bis 1875". Anschließend Ausbildung für
den höheren Archivdienst. 1999 bis 2001 Mitarbeiter am Projekt
der Volkswagen-Stiftung "Die preußische Berg-, Hütten- und
Salinenverwaltung 1763-1865". Seit 2001 Archivar am
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen.


INFO

Buchinformation:
Der Band ist in der Reihe "Forum Regionalgeschichte" (Bd. 15)
des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte im
Ardey-Verlag (Münster) erschienen.

Münster 2010 (ISBN 978-3-87023-109-5), 128 S., brosch., ? 12,90
(Bezug über den Buchhandel)


Dr. Thomas Küster
LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte
Karlstraße 33
D-48147 Münster
Tel.: 0251-591 5703
Fax: 0251-591 3282
E-Mail: thomas.kuester at lwl.org
URL: www.lwl-regionalgeschichte.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 18 10:28:54 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 18 Mar 2010 10:28:54 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Junge Wissenschaft: Aufarbeitung in Greven - Die
Falken in Auschwitz, Muenster, 24.03.2010
Message-ID: 4BA20066.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Christoph Spieker"
Datum: 17.03.2010, 19:19


AKTUELL

Wie wird in der Bundesrepublik mit der nationalsozialistischen
Vergangenheit umgegangen? Dieser Frage gehen Klaus Brenken und
Christoph Michel im Zuge der neuen Vortragsreihe "Junge
Wissenschaft" am Mittwoch, den 24. März um 19 Uhr in der Villa
ten Hompel (Kaiser-Wilhelm-Ring 28) nach.

Basierend auf ihren universitären Abschlussarbeiten tragen die
Referenten zwei Ereignisse zusammen, die exemplarisch für die
Auseinandersetzung mit dem "Dritten Reich" stehen:

Christoph Michel beschreibt die Gedenkstättenfahrten der
"Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken" in das
ehemalige Konzentrationslager Auschwitz, mit denen sie in den
Jahren 1959 und 1960 Pionierarbeit leisteten. Vor dem
Hintergrund der ersten von bundesdeutscher Seite angestrengten
Strafprozesse gegen ehemalige NS-Täter und wieder aufkeimenden
Rechtsextremismus versuchten die Falken, politische Zeichen zu
setzen.

Ein Beispiel für die Auseinandersetzung auf lokaler Ebene
präsentiert Klaus Brenken. Die Mitte der 1980er Jahre
ausgetragene Debatte um die Deutung der nationalsozialistischen
Vergangenheit in der Stadt Greven an der Ems sorgte nicht nur
für eine kontrovers geführte "Leserbriefschlacht", sondern auch
für überregionales Aufsehen. Im Anschluss an die Vorträge laden
die Absolventen der Universität Münster zur Diskussion ein.

Der Eintritt ist frei.


INFO

Christoph Spieker (Leiter)
Geschichtsort "Villa ten Hompel"
48145 Münster
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
Tel.: 0049 251 492 7112
E-Mail: spiekerc at stadt-muenster.de
URL: http://www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 18 10:32:51 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 18 Mar 2010 10:32:51 +0100
Subject: [WestG] [AKT] "Lippenstift u. Puderdose ...und was die Dame sonst
noch braucht", Vreden, 28.03.-25.04.2010
Message-ID: 4BA20153.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Kreis Borken"
Datum: 18.03.2010, 07:04


AUSSTELLUNG

Neue Sonderausstellung im kreiseigenen Hamaland-Museum in
Vreden mit dem Titel "Lippenstift & Puderdose ...und was die
Dame sonst noch braucht" Eröffnung am Sonntag, 28. März 2010

"Lippenstift & Puderdose ...und was die Dame sonst noch
braucht" - so lautet der Titel der neuen Sonderausstellung, die
vom 28. März bis 25. April 2010 im kreiseigenen Hamaland-Museum
in Vreden zu sehen ist. Am Sonntag, 28. März 2010, wird diese
Ausstellung um 11 Uhr eröffnet. Interessierte Bürgerinnen und
Bürger sind zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Wie Dr. Annette Menke, Leiterin des Museums, mitteilt, habe
Ingrid Kösters ihre facettenreichen Privatsammlung für diese
Ausstellung zur Verfügung gestellt. Die Gescheranerin wird
anlässlich der Eröffnung auch selbst zur Geschichte und
Entwicklung ihrer Sammlung sprechen. Dekorative Kosmetik sei
seit Jahrtausenden belegt, erläutert vorab Dr. Menke. Das
berühmteste Beispiel für eine perfekt geschminkte Dame ist das
Bildnis der Nofretete.

Römer und Griechen benutzten duftende Öle und Salben, Zinnober
zur Betonung der Lippen und weiße Schminke. Dr. Menke: "Das
Bedürfnis, zu jeder Zeit sein Äußeres überprüfen und das
Make-up korrigieren zu können, führte zur Entwicklung von
raffinierten Verpackungen für all diese Utensilien." Ob im
Beutel getragen oder an Ketten befestigt, die Damenwelt wusste
sich offenkundig stets zu helfen. Puderdose, Lippenstift,
Parfümzerstäuber, Rouge, Kamm und Spiegel sind auch heute in
fast jeder Damenhandtasche zu finden, meistens als Einzelstücke,
die lange gesucht werden müssen.

Doch es gab und gibt auch Objekte mit verblüffenden technischen
Details und durchdachte Kombinationen mit hohem ästhetischem
Reiz. Die Sammlung Ingrid Kösters aus Gescher zeigt nun einen
beachtlichen Querschnitt aus diesem nicht nur für die Damenwelt
interessanten Themengebiet.


INFO

Das Hamaland-Museum in 48691 Vreden, Butenwall 4, hat dienstags
bis sonntags in der Zeit von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Eintrittspreise & Führungen:

Erwachsene 2,00 ?
Schüler/Ermäßigte 1,00 ?
Familienkarte 4,00 ?

Gruppen ab 10 Personen pro Person 1,50 ?
Gruppenführung (bis max. 25 Personen) 20,00 ?
Führung für Schulklassen 10,00 ?
Schulklassen





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 18 10:35:47 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 18 Mar 2010 10:35:47 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: "Schuetzenvereine im westlichen
Muensterland waehrend des Nationalsozialismus", Vreden, 23.03.2010
Message-ID: 4BA20203.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Thomas Ridder"
Datum: 17.03.2010, 10:00


AKTUELL

In seinem Vortrag "Schützenvereine im westlichen Münsterland
während des Nationalsozialismus" gibt der Refernt Hendrik
Schulze-Ameling anhand ausgewählter Vereine einen Einblick in
seinen derzeitigen Forschungstand zur Thematik "Schützenvereine
und Nationalsozialismus". Mit Schwerpunkt auf das westliche
Münsterland werden die unterschiedlichen Etappen des
Gleichschaltungsprozesses dieser traditionalen, eher
unpolitischen Vereinsform nach der "Machtergreifung" am 30.
Januar 1933 durch die Nationalsozialisten dargestellt.

Dabei wird der Redner einerseits hinterfragen, inwiefern die
Nationalsozialisten die Schützenvereine und Schützenfeste für
ihre Zwecke und Ziele der Paramilitarisierung zu vereinnahmen
suchten, andererseits ist dagegen aus Sicht der Vereine zu
fragen, welchen Beitrag die Schützen zur Festigung der
"Volksgemeinschaft" und zur Wehrhaftmachung des deutschen
Volkes leisteten.

In diesem Zusammenhang werden die Strategien der
nationalsozialistischen Machthaber zur formalen und
institutionellen Gleichschaltung des durch seinen kulturellen
Eigensinn geprägten Schützenvereinswesens näher beleuchtet.
Aber auch die (letztendlich erfolglosen) Versuche einiger
Schützenvereine, ihre Autonomie zu bewahren und die
Zwangseingliederung in den gleichgeschalteten Deutschen
Schützenverband zu vermeiden, sind Thema des Vortrages. Den
Schlusspunkt bildet der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, der
den Schützenfesten und -vereinen als Ausdrucksform kultureller
Eigenständigkeit der ländlichen Gesellschaft ein vorläufiges
Ende bereitete.

Der Vortrag findet am 23.3.2010 in Stadtlohn im Haus Hakenfort
statt; Beginn ist um 19:30 Uhr nach der Mitgliederversammlung
der Gesellschaft. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen,
der Eintritt ist frei.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Schützenvereine im westlichen Münsterland während des
Nationalsozialismus
Datum: 23. März 2010
Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen
Münsterlandes e.V.
p.A. Landeskundliches Institut Westmünsterland
Gasthausstr. 15
48691 Vreden
E-Mail: info at ghl-westmuensterland.de
URL: www.ghl-westmuensterland.de

Kontakt:
Thomas Ridder M.A.
Tel.: 02362-951431 / 02861-903022
E-Mail: thomas.ridder at imail.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 18 12:22:51 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 18 Mar 2010 12:22:51 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2010/11
Message-ID: 4BA21B1B.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 15.03.2010, 17:48


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2010-11 für den Zeitraum vom 06.03.12.2010
bis zum 12.03.2010 mit insgesamt 37 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:
http://www.ulb.uni-muenster.de/cgi/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2010-11&fach=wes






Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/

Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html
http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib




Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 18 12:25:36 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 18 Mar 2010 12:25:36 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Historischer Sonntagsspaziergang durch den
Schleusenpark und Besichtigung der Ausstellung "Mach Leggo",
Waltrop, 28.03.2010
Message-ID: 4BA21BC0.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 16.03.2010, 10:45


AKTUELL

Historischer Sonntagsspaziergang durch den Schleusenpark und
Besichtigung der Ausstellung "Mach Leggo"

Zu einem historischen Spaziergang durch den Schleusenpark
Waltrop und anschließender Besichtigung der Ausstellung "Mach
Leggo" lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in
sein Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg ein. Am
Sonntag, 28. März, von 14 bis 16 Uhr können interessierte
Besucher zusammen mit dem Museumspädagogen Tim Kukla einen
historischen Spaziergang durch den Schleusenpark Waltrop
unternehmen.

Der außergewöhnliche Park präsentiert Bauwerke der
Technikgeschichte, die in den Parkanlagen des Schleusenparks in
unmittelbarer Nähe zueinander angelegt sind. Dazu gehören das
Alte Schiffshebewerk Henrichenburg - heute LWL-Industriemuseum
- aus dem Jahr 1899 und die Schachtschleuse aus dem Jahr 1914,
an deren Brückenkopf der in Stein gemeißelte Kopf des
Wasserbaupioniers und Ingenieurs Rudolph Haack zu sehen ist.
Die neue Schleuse aus dem Jahr 1989 und das "Neue
Schiffshebewerk" aus dem Jahr 1962, um dessen funktionsfähigen
Erhalt der 2006 gegründete Förderverein für das Neue
Schiffshebewerk weiterhin kämpft, gehören ebenso dazu.

Das Nebeneinander von Geschichte und Gegenwart der
Kanalschifffahrt und der Abstiegsbauwerke ist eingebettet in
ein landschaftlich reizvolles Umfeld. Die Besucher sind
eingeladen zu einem historischen Spaziergang durch ein
Jahrhundert Schleusen- und Hebewerksgeschichte. Der Spaziergang
endet mit einem Besuch der Ausstellung "Mach Leggo"-
Erinnerungen an die Schleppschifffahrt in Bild und Text von
Fritz W. Achilles. Die informativen, sachlich treffenden
Gemälde, ergänzt von den schriftlichen Erläuterungen und
Erinnerungen des Malers , bieten neue, unverbrauchte Einblicke
in die Lebens- und Arbeitsformen der Binnenschifffahrt.

Fritz W. Achilles verbrachte seine Kindheit und Jugend auf
einem Binnenschiff und arbeitete 11 Jahre auf See- und
Binnenschiffen. Als Autodidakt fertigte er zahlreiche Grafiken,
Aquarelle, Ölgemälde und Zeichnungen an, die er als
umfangreiche Sammlung dem LWL-Industriemuseum überlassen hat.

Der zweistündige Spaziergang mit anschließender Besichtigung
kostet 5 Euro pro Person (Eintritt und Führung inbegriffen).
Eine telefonische Voranmeldung ist erforderlich: 02363 / 9707-0.


INFO

Ort:
LWL-Industriemuseum
Schiffshebewerk Henrichenburg
Am Hebewerk 2
45731 Waltrop





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 18 12:29:15 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 18 Mar 2010 12:29:15 +0100
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAUS=5D_Menschen_und_Arbeit=3A_LWL-Industriem?=
=?utf-8?q?useum_zeigt_analoge_Schwarz-Wei=C3=9F-Fotografie=2C_Lage=2C_16?=
=?utf-8?b?LjAzLi0wMS4wOC4yMDEw?=
Message-ID: 4BA21C9B.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Anke Höppener"
Datum: 18.03.2010, 08:52


AUSSTELLUNG

Menschen und Arbeit
LWL-Industriemuseum zeigt analoge Schwarz-Weiß-Fotografie

Wer fotografiert denn heute noch mit einer analogen Kamera? Es
dürfte eine Minderheit sein. Die Studenten der Detmolder Schule
für Architektur und Innenarchitektur haben sich in einem
Seminar intensiv mit dieser alten Technik beschäftigt. Ihre
Bilder präsentiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
vom 16. März. bis zum 1. August in seinem Ziegeleimuseum in
Lage.

"Diese schon vergessen geglaubte Kulturfertigkeit begann 1826
mit dem Heliografie-Verfahren von Joseph Nicéphore Nièpce",
erklärt Prof. Norbert Berghof. Er leitete das Seminar "Analoge
Schwarz-Weiß Fotografie", das sich in diesem Semester mit dem
Thema ?Menschen und Arbeit? beschäftigte. "In allen Bildern
steckt dieses Thema. Manchmal ist es nicht offensichtlich, da
muss man eben interpretieren", sagt eine Studentin. Das
Spektrum ist breit gefächert. So sieht man das Handwerkszeug
einer Friseurin, Gondeln in Venedig, ein Windrad aber auch
einen leeren Gang.

Insgesamt sind es 47 Fotos und keines davon ist nachträglich
bearbeitet worden. Sie alle geben Anlass, sich nicht nur mit
dem Titel auseinander zu setzen, sondern auch die
unterschiedlichen Motive, Perspektiven und Betrachtungsweisen
auf sich wirken zu lassen.

Die Ausstellung ist Teil einer seit mehreren Jahren währenden
Kooperation des LWL-Industriemuseums Ziegeleimuseum Lage mit
der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur in
der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in dessen Rahmen bereits zwei
weitere Ausstellungen entstanden sind.

Die Schau ist gleichzeitig Vorläufer der Sonderausstellung
"Wahre Helden", die ab 13. Juni im LWL-Ziegeleimuseum zu sehen
sein wird. Die mittlerweile emeritierten Professoren Jörg
Boström und Jürgen Heinemann waren bis in die 1990er Jahre in
verschiedenen Betrieben unterwegs, um wie die 17 Studierenden
heute die Arbeiter zu fotografieren.


INFO

LWL-Industriemuseum
Ziegeleimuseum Lage
Sprikernheide 77
32791 Lage
Tel.: 05232 9490-0
E-Mail: ziegelei-lage at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Mar 18 12:34:21 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 18 Mar 2010 12:34:21 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Frauenstadtrundgang, Bochum, 21.03.2010
Message-ID: 4BA21DCD.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 18.03.2010, 09:56
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Frauenstadtrundgang Bochum
Sonntag, 21. März 2010, 14.00 Uhr

Um 14 Uhr geht es auf dem Rathausvorplatz los, wo
Archivmitarbeiterin Linda Wotzlaw mit Ottilie Schoenewald und
Lore Agnes zwei auch international bekannte politisch aktive
Frauen aus dem letzten und vorletzten Jahrhundert vorstellt.

Der Rundgang setzt sich fort in nördlicher Richtung und stellt
jeweils an markanten Punkten der Stadt weitere bedeutende
Frauen aus der Stadtgeschichte vor, Künstlerinnen,
Unternehmerinnen, Pastorinnen, Sozialpolitikerinnen und Frauen
aus dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

Nach gut 2 Stunden endet der Rundgang am Landgericht, wo die
Teilnehmerinnen mehr über das Leben der in Bochum geborenen
Juristin Nora Platiel erfahren.

Kosten: 5,00 Euro (Teilnahme auch noch spontan möglich.)

Interessierte Männer haben am Sonntag, den 27. Juni 2010 die
Gelegenheit, Bochumer Frauenstadtgeschichte kennen zu lernen.
Und englischsprachige Frauen sind zur Premiere der ersten
Guided Women's Walking Tour of the City in englischer Sprache
am Sonntag, den 16. Mai eingeladen.


INFO

Rita Kronauer
ausZeiten e.V.
Bildung, Information, Forschung und Kommunikation für Frauen
Herner Str. 266
44809 Bochum
Tel.: 0234-50 32 82
E-Mail: info at auszeiten-frauenarchiv.de
URL: http://www.auszeiten-frauenarchiv.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Mar 22 08:10:54 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 22 Mar 2010 08:10:54 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Ersteigert: Alte Handschriftensammlung kommt
ins Stadtmuseum Lippstadt
Message-ID: 4BA7260E.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Stadt Lippstadt"
Datum: 18.03.2010, 14:04


AKTUELL

Ersteigert: Alte Handschriftensammlung kommt ins Stadtmuseum
Lippstädter Stadtmuseum erhält alte Handschriftensammlung des
früheren Bürgermeisters Johann Anton Arnold Möller

Das Stadtmuseum Lippstadt konnte Dank einer
großzügigen Spende der Volksbank Lippstadt und mit
Unterstützung des Fördervereins des Museums nun eine alte
Handschriftensammlung von Johann Anton Arnold Möller (1732 ?
1806) erwerben. Der frühere Bürgermeister Lippstadts ist vor
allem durch seine 1788 veröffentlichte Chronik "Alte
Nachrichten von Lippstadt" bekannt geworden, die 1973 im
Faksimiledruck (Verlag: Laumanns, Lippstadt) wieder aufgelegt
wurde.

Johann Anton Arnold Möller bekleidete lange Jahre das
Bürgermeisteramt in Lippstadt, bevor er 1792 als
"Kommissionsrath" und Bürgermeister nach Hamm wechselte. Das
Stadtmuseum verfügt bereits über mehrere Schriften Möllers, die
neben historischen Abhandlungen auch Beiträge zur Kameralistik
zum Inhalt haben. Ein Porträt Möllers ist im Vier-Jahres-Zeiten
Saal des Stadtmuseums ausgestellt.

Die nun auf einer Auktion ersteigerte "Sammlung verschiedener
Schriften so bey mussigen Abend Stunden aufgesetzt" entstand
1753/54 in Frankfurt, wo Möller als junger Kaufmann seinen
letzten Schliff erhielt. Sie enthält zahlreiche kalligraphische
Beispiele zum Verzieren von geschäftlichen Schriftstücken und
Dokumenten, Sinnsprüche, Personen- und Ortsnamen. Kunstvoll
geschwungene Initialen, Tiere und Fabelwesen, teils auch mit
farbiger Tinte gezeichnet, dokumentieren Möllers Lust an
barocker Schriftkultur.

Museumsleiter Dr. Herbert Pötter freut sich sehr, dass das
seltene Buch nun im Besitz des Stadtmuseums ist: "Im
Jubiläumsjahr der Stadt stellt diese Neuwerbung eine besondere
Bereichung der lokalhistorischen Sammlung des Stadtmuseums dar.
Die Öffentlichkeit wird es ab Herbst dieses Jahres in der
Ausstellung "825 Jahre Lippstadt - Höhepunkte der
Stadtgeschichte" erleben können.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Mar 22 08:14:34 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 22 Mar 2010 08:14:34 +0100
Subject: [WestG] [KONF] "Landschschaft und Geschichte", Detmold,
15.-17.04.2010
Message-ID: 4BA726EA.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Christian Reinicke"
Datum: 19.03.2010, 09:33


TAGUNG

In diesem Jahr blickt der Naturwissenschaftliche und
Historische Verein für das Land Lippe auf 175 Jahre seines
erfolgreichen Bestehens zurück. Er gehört zu den ältesten
Vereinen dieser Art in Deutschland. Zum Jubiläum wird eine
Tagung mit Exkursion vom 15. 4. - 17. 4. 2010 in Detmold
stattfinden, die das Hauptanliegen des Vereins "Landschaft und
Geschichte" als Thema gewählt hat.

Dem schließt sich im Juni 2010 eine mehrtägige Exkursion nach
Dessau-Wörlitz an. Alle Veranstaltungen bieten ausreichend
Gelegenheit zum Rückblick, aber auch der Ausblick in die
zukünftige Vereinsgeschichte soll dabei nicht zu kurz kommen,
denn der Verein soll sich auch weiterhin erfolgreich für
Geschichte und Natur Lippes einsetzen können.

Ich lade Sie sehr herzlich zu den Veranstaltungen ein und würde
mich über Ihr Kommen sehr freuen. Bitte melden Sie sich für die
Tagung im April an.


15. 4. 2010 Sommertheater Detmold
(Beginn: 19.30 Uhr)

Dr. Christian Reinicke, Vorsitzender,
Landesarchiv NRW Abt. Ostwestfalen-Lippe

Begrüßung

Grußworte

Prof. Dr. Hansjörg Küster, Leibniz Universität Hannover
Festvortrag: Landschaftsgeschichte als
Forschungsthema

Musikalische Umrahmung: Hochschule für Musik Detmold

Anschließend Empfang im Foyer des Sommertheaters


16. 4. 2010 Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abt.
Ostwestfalen-Lippe

9.30 Dr. Christian Reinicke
Begrüßung

9.45 Dr. Birgit Meineke, Münster
Lippische Ortsnamen als Zeugnisse mittelalterlicher
Landschafts- und Siedlungsgeschichte

10.30 Brigitte Bremer, Bezirksregierung Detmold
Natur- und Landschaftsschutz in Lippe - heutige
Arbeitsfelder und Schwerpunkte

11.15 Pause

11.30 Dr. Dr. Ralf Faber, Landesverband Lippe, Lemgo
Veränderungen im Landschaftsbild
Lippes im Spiegel der Forstgeschichte

12.15 Mittagspause

13.30 Dr. Wolfgang Bender, Landesarchiv NRW
Lippe um 1900 - Mensch, Natur und Umwelt im Spiegel
der Physikatsberichte des Dr. Ulrich Volkhausen


14.15 Lydia Bünger, Umweltbildungsstätte
Rolfscher Hof, Detmold,
NRW-Stiftung Natur Heimat Kultur
Streuobstwiesen in Lippe

15.00 Pause

15.15 Dr. Roland Siekmann, Bielefeld
Die Veränderung der Wahrnehmung von
Landschaft am Beispiel der Senne


16.00 PD Dr. Willi Oberkrome, Universität Freiburg
Ideologische Aufladung von Landschaft in der Heimatbewegung

16.45 Schlussdiskussion

17. April 2010: Exkursion


INFO

Veranstaltungsdaten:
Jubiläumstagung "Landschschaft und Geschichte"
Datum: 15.-17. April 2010
Naturwissenschaftlicher und Historischer Verein für das
Land Lippe e.V.
Willi-Hofmann-Straße 2
32756 Detmold
Tel.: 05231/766-0
Fax: 05231/766-114
URL: www.nhv-lippe.de

Kontakt:
Dr. Christian Reinicke
Landesarchiv NRW Abt. OWL
Willi-Hofmann-str. 2
32756 Detmold
Tel.: 05231/766-105
Fax: 05231/766-114
URL: www.archive.nrw.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Mar 22 08:16:42 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 22 Mar 2010 08:16:42 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Stroh zu Gold - Spindel, Schiffchen, Maerchenhelden,
Bocholt, 21.03.-31.10.2010
Message-ID: 4BA7276A.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 18.03.2010, 14:51


AUSSTELLUNG

Stroh zu Gold - Spindel, Schiffchen, Märchenhelden
Neue Ausstellung im LWL-Textilmuseum Bocholt

Stroh zu Gold - im Märchen vom Rumpelstilzchen ist diese
wundersame Verwandlung wahr geworden. Den Mythos magischer
Geschichten und Figuren aus textilen Märchen greift eine neue
Ausstellung auf, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL) von Sonntag, 21. März, bis zum 31. Oktober 2010 in seinem
Textilmuseum in Bocholt zeigt. Mit mehr als 250 Objekten aus
dem 18. und 19. Jahrhundert setzt die Schau unter dem Titel
"Stroh zu Gold" in Szene,was sich hinter den Märchen und ihren
?magischen Textilien' verbirgt und wer die Helden und Heldinnen
der Geschichten sind.

Das "rumpelnde Stil'chen" - war das vielleicht eine
lombardische Zwirnmühle für golden schimmerndes Brokatgarn? So
lautet zumindest die Meinung des Historikers Prof. Franz
Irsigler. Im hohen Mittelalter war die aus Italien stammende
Mühle im süddeutschen Raum verbreitet und die Produktion des
Garns ein wohl gehütetes Geheimnis - ganz wie der Name des
mysteriösen Männchens im Märchen. "Diese Episode zeigt, wie
Märchen und ihre Protagonisten historisch gedeutet werden
können", erläuterte LWL-Museumsleiter Dr. Hermann Josef
Stenkamp am Donnerstag (18.3.) bei der Vorstellung der
Ausstellung in Bocholt.

Arbeitsgeräte wie Spinnrad, Spindel, Webstuhl, Schneidertisch
und Zwirnmühle geben einen Eindruck von den textilen Arbeiten,
die in den Geschichten beschrieben werden. Bücher des 19.
Jahrhunderts zeigen Holzstiche aus der Märchenwelt der Brüder
Grimm und des Wilhelm Hauff. Ausgestellt werden außerdem 60
Jahre alte Theaterkulissen, kleinteilig in kolorierte Pappe
geschnitten, sowie Märchenbilder im Jugendstil aus
"Stollwerck?s königlichen Schokoladentafeln" von 1906. Einen
Hauch von der zauberhaften Atmosphäre orientalischer Märchen
aus 1001 Nacht vermitteln Zeremonialgegenstände der Turkmenen
wie Kronen, Hochzeitspantoffeln, ein Dolch mit Damastklinge
sowie ein kunstvoll gearbeiteter Jurteneingang.

"Und natürlich gibt es in der Ausstellung auch viel zu hören",
verspricht Stenkamp. Ganz neu eingespielt wurden bekannte
Märchenerzählungen in ihren Urfassungen. "Manches wird den
Besucher ganz neu im Ohr klingen. Ursprünglich wurden Märchen
mündlich überliefert und unterlagen einem steten Wandel. Sie
waren regional geprägt und die Erzähler dichteten nach Belieben
Neues hinzu. Erst mit ihrer Veröffentlichung wurden die Märchen
unverändert bis in die Gegenwart hin übergetragen", erläutert
Nadine Schober, wissenschaftliche Volontärin des Museums.

An Mitmachstationen können die Besucher ihre "Heldenkräfte"
oder ihre Geschicklichkeit an Spinnrad und Haspel ausprobieren.
Zur Belohnung stehen märchenhafte Gewänder bereit, mit deren
Hilfe die Besucher in die Märchenwelt weiter eintauchen können.

Die Schau findet begleitend zur Kulturhauptstadt-Ausstellung
"Helden. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen" statt, die der
LWL in seinem Industriemuseum Henrichshütte Hattingen zeigt
(12.3.-31.10.2010). Auch an seinen sechs weiteren Standorten
präsentiert das LWL-Industriemuseum Begleitausstellungen zum
Thema "Helden".


INFO

Stroh zu Gold - Spindel, Schiffchen, Märchenhelden
21.3. - 31.10.2010
LWL-Industriemuseum I Textilmuseum Bocholt
Uhlandstraße 50
Geöffnet Di - So 10-18 Uhr





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Mar 22 10:15:27 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 22 Mar 2010 10:15:27 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Fuehrung Schleusenpark Waltrop, 28.03.2010
Message-ID: 4BA7433F.94E3.00E5.0@lwl.org>

Von: ""forum at geschichtskultur-ruhr.de"
Datum: 22.03.2010, 09:20
Übernahme aus der E-Mailing-Liste forum geschichtskultur


Historischer Sonntagsspaziergang durch den Schleusenpark und
Besichtigung der Ausstellung "Mach Leggo"
Sonntag, 28. März 2010, 14.00 bis 16.00 Uhr

Zu einem historischen Spaziergang durch den Schleusenpark Waltrop und
anschließender Besichtigung der Ausstellung "Mach Leggo" lädt der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in sein Industriemuseum
Schiffshebewerk
Henrichenburg ein. Am Sonntag, 28. März, können interessierte Besucher
zusammen
mit dem Museumspädagogen Tim Kukla einen historischen Spaziergang durch
den
Schleusenpark Waltrop unternehmen.

Der außergewöhnliche Park präsentiert Bauwerke der Technikgeschichte,
die in den
Parkanlagen des Schleusenparks in unmittelbarer Nähe zueinander
angelegt sind.
Dazu gehören das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg - heute
LWL-Industriemuseum -
aus dem Jahr 1899 und die Schachtschleuse aus dem Jahr 1914, an deren
Brückenkopf
der in Stein gemeißelte Kopf des Wasserbaupioniers und Ingenieurs
Rudolph Haack zu
sehen ist. Die neue Schleuse aus dem Jahr 1989 und das "Neue
Schiffshebewerk"
aus dem Jahr 1962, um dessen funktionsfähigen Erhalt der 2006
gegründete
Förderverein für das Neue Schiffshebewerk weiterhin
kämpft, gehören ebenso dazu.

Das Nebeneinander von Geschichte und Gegenwart der Kanalschifffahrt und
der
Abstiegsbauwerke ist eingebettet in ein landschaftlich reizvolles
Umfeld. Die
Besucher sind eingeladen zu einem historischen Spaziergang durch ein
Jahrhundert
Schleusen- und Hebewerksgeschichte. Der Spaziergang endet mit einem
Besuch der
Ausstellung "Mach Leggo"- Erinnerungen an die Schleppschifffahrt in
Bild und
Text von Fritz W. Achilles. Die informativen, sachlich treffenden
Gemälde,
ergänzt von den schriftlichen Erläuterungen und Erinnerungen des Malers
, bieten
neue, unverbrauchte Einblicke in die Lebens- und Arbeitsformen der
Binnenschifffahrt.

Fritz W. Achilles verbrachte seine Kindheit und Jugend auf einem
Binnenschiff
und arbeitete 11 Jahre auf See- und Binnenschiffen. Als Autodidakt
fertigte er
zahlreiche Grafiken, Aquarelle, Ölgemälde und Zeichnungen an, die er
als
umfangreiche Sammlung dem LWL-Industriemuseum überlassen hat.

Der zweistündige Spaziergang mit anschließender Besichtigung kostet 5
Euro pro
Person (Eintritt und Führung inbegriffen). Eine telefonische
Voranmeldung ist
erforderlich: 02363 / 9707-0.

Anschrift:
LWL-Industriemuseum
Schiffshebewerk Henrichenburg
Am Hebewerk 2, 45731 Waltrop





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Mar 22 10:18:29 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 22 Mar 2010 10:18:29 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Filmvorfuehrung, Zwangsarbeiterinnen und ihre Kinder,
27.03.2010
Message-ID: 4BA743F5.94E3.00E5.0@lwl.org>

Von: "Laue, Christoph (Kreis Herford)"
Datum: 22.03.2010, 09:29


AKTUELL

"Unerwünscht und vergessen"
Zwangsarbeiterinnen und ihre Kinder
im Zweiten Weltkrieg, Film

Filmvorführung
Sa., 27. März, 16.00 Uhr
Gedenkstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

1.273 Kinder kamen im Zweiten Weltkrieg im Entbindungslager Holthausen
für Zwangsarbeiterinnen zur Welt. Nicht einmal die Hälfte dieser
Neugeborenen überlebte. Die Historikern Anne Roerkohl erzählt die
Geschichte von Zwangsarbeiterinnen und ihren Kindern in ihrem Film
"Unerwünscht und Vergessen".

Vor dem Film wird Helga Kohne eine kurze Einführung in die Thematik
geben.



Diese Veranstaltung gehört zum Begleitprogramm zur Ausstellung
Zwangsarbeit im Raum Herford. Noch bis zum 17. Juli 2010 wird der
Gedenkstätte Zellentrakt im Herforder Rathaus die aktuelle Ausstellung
"Zwangsarbeit im Raum Herford" zu sehen sein. Sie ist zu den normalen
Öffnungszeiten (Samstags 14 - 16 Uhr) und für Gruppen und
Schulklassen nach Vereinbarung zu sehen.

Bereits vor 20 Jahren erarbeitete die Geschichtswerkstatt "Arbeit und
Leben DGB/VHS Herford" als eine der ersten in der Bundesrepublik - eine
Ausstellung zum Thema Zwangsarbeit im Raum Herford, die in den Jahren
darauf durch den ganzen Kreis Herford wanderte. Seinerzeit war es das
Anliegen, diese lange verdrängte Geschichte vor Ort ans Licht zu bringen
und den betroffenen Menschen ein Gesicht zu geben.

Wenige Jahre später, 1994 waren frühere Zwangsarbeiterinnen aus der
Ukraine zu Gast in Herford. Die 2000 gegründete (Bundes-)Stiftung für
die Entschädigung von Zwangsarbeiterinnen und -arbeitern des NS-Regimes
"Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" hat 2007 ihre Arbeit
abgeschlossen.

Das Thema Zwangsarbeit ist damit aber keineswegs "erledigt". Beleuchtet
es doch u.a. zwei zentrale Aspekte nationalsozialistischer Ideologie:
- die Eroberung von Lebensraum in Osteuropa sowie
- den Aufbau einer nach ?rassischen` Kriterien gegliederten
Gesellschaftsordnung.

Über zehn Millionen Verschleppte und Kriegsgefangene schufteten für die
deutsche (Kriegs-)Wirtschaft und in der Landwirtschaft. Alte, Junge,
Männer, Frauen, oft 12- bis 15jährige Kinder transportierten die
Deutschen aus ihrer Heimat ab, weg von der Strasse, vom Feld, dem
Zuhause ins Ungewisse. Tausende starben an Hunger oder Krankheit oder
wurden ermordet.

Auch im Kreis Herford waren zwischen 1939 und 1945 tausende
Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter sowie Kriegsgefangene verschiedener
Nationalitäten zwangsverpflichtet. In überschaubarer räumlicher Nähe
dokumentierte sich für jeden sichtbar ein Stück nationalsozialistischer
Herrschaft und Rasseideologie.

Für viele war es eine Reise ohne Rückkehr. Der Umgang mit den Fremden
war im Kreis Herford, weder in den Betrieben, in der Landwirtschaft noch
in der Verwaltung besser oder anders als sonst im Deutschen Reich.
Menschenfreundliches, mutiges oder gar christliches Verhalten gab es,
war aber absolute Seltenheit.

Einzelschicksale zeigen einen Leidensweg, der von der Verschleppung zur
Arbeit, dem Weg in Konzentrations- oder Arbeitserziehungslager bis hin
zum Tod oder der Ermordung reichte.

Die Gedenkstätte Zellentrakt ist ein authentischer Ort zu diesem Thema.
In das ehemalige Herforder Polizeigefängnis lieferte die Polizei
Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter, wenn sie Widerstand übten oder
flüchteten ein und vernahmen sie. Vor hier ging es für Viele in
andere Lager. Einige hinterließen Spuren.

Die Ausstellung bewahrt das Erinnern, präsentiert neue Ergebnisse und
Quellen zur örtlichen Zwangsarbeit und ist ein Beitrag zur Aussöhnung
mit den Opfern. Vor allem jungen Menschen soll deutlich werden, dass es
für die Geschichte des Nationalsozialismus niemals einen Schlussstrich
geben darf.

Für Schüler und Lehrer gibt es zum Besuch der Ausstellung ein
Arbeitsblatt, das im Zellentrakt oder über www.zellentrakt.de erhältlich
ist.


Veranstalter der Ausstellung sind Arbeit und Leben DGB/VHS Herford,
Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken und Gedenkstätte
Zellentrakt/Stadtarchiv Herford. Die Ausstellung, das pädagogische
Material und die Begleitveranstaltungen wurden von Helga Kohne,
Christoph Laue, Michael Oldemeier und Schülerinnen und Schülern des
Ravensberger Gymnasiums erarbeitet, die Gestaltung der Ausstellung
stammt von Elke Brunegraf und Christoph Laue.





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Mar 23 12:23:23 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 23 Mar 2010 12:23:23 +0100
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus
Westfalen-Lippe, 22.02.2010 - 18.03.2010
Message-ID: 4BA8B2BB.94E3.00E5.0@lwl.org>

Von: "Manfred Hartmann"
Datum: 19.03.2010, 12:22


AKTUELL

WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe22.02.2010 -
18.03.2010

Nachrichten aus dem Münsterland vom 18.03.2010

Ausstellung gut besucht (11:38 Uhr)
Mehr als 80.000 Besucher haben innerhalb von neun Monaten in Münster
die Ausstellung «Vom Faustkeil zum Mikrochip» gesehen. Für die
Evolution
des Menschen interessierten sich besonders viele Schulklassen,
erklärte
der Direktor des Museums für Naturkunde, Alfred Hendricks. Die Schau
mit
rund 1.800 Objekten ist noch bis zum 11. April zu sehen.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 16.03.2010

Münsterland auf der Bildungsmesse (12:06 Uhr)
Auf der Bildungsmesse "didacta" präsentieren sich auch 20 Aussteller
aus dem Münsterland. So zeigen zum Beispiel Schulbuchverlage, wie man
Computer, Internet und Handy im Unterricht nutzen kann. Der
Tiefkühlkost-Hersteller Apetito aus Rheine informiert über gesunde
Ernährung in Schulkantinen. Das Rock- und Pop Museum Gronau stellt
sein
Bildungskonzept zur Kulturvermittlung vor. Zur "didacta" in Köln
werden
bis Samstag rund 90.000 Besucher erwartet.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 15.03.2010

Recklinghausen: Local Hero mit vielen Veranstaltungen (10:08 Uhr)
In dieser Woche ist Recklinghausen "Local Hero". Jede Woche während
des
Kulturhauptstadtjahres richtet sich die Aufmerksamkeit auf eine der 52
Kommunen. Mehr als 50 Veranstaltungen, Konzerte, Lesungen und
Ausstellungen sind bis zum kommenden Sonnabend geplant. Allein acht
Ausstellungen sind die ganze Woche über zu sehen vom Ikonenmuseum über
die Expressionisten im Kunstbunker bis zur Designausstellung "Marke
Eigenbau". Gleich am Abend geht es los mit Poetry-Slam und dem
angesagten Slamer Sebastian 23. Einer der Höhepunkte der Local Hero
Woche in Recklinghausen ist das erste kirchliche Filmfestival. Ein
neues
Festival, das in Europa bisher wohl einzigartig ist. Ein weiteres
Highlight sind der Kunstkubus und die sogenannte Neue Kolonie. Damit
bevölkert die freie Künstlerszene einen Tag lang das
Ruhrfestspielhaus. Spektakulärer Abschluss wird am Stadthafen
Recklinghausen die Eröffnung des Rhein Herne Kanals als Kulturkanal.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 13.03.2010

Dirigent Busch vor 120 Jahren geboren (11:02 Uhr)
Der weltbekannte Musiker Fritz Busch wurde heute vor 120 Jahren in
Siegen geboren. Er gilt als einer der besten deutschen Dirigenten des
vorigen Jahrhunderts. Ein Festkonzert im Siegener Apollo-Theater
erinnert heute Abend an den Musiker. In Hilchenbach entstand nach dem
Tod von Fritz Busch im Jahr 1951 das weltgrößte Archiv über den
Musiker.
Die Fritz-Busch-Gesellschaft holt immer wieder weltberühmte Musiker
ins
Siegerland.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 11.03.2010

Hattingen: Helden in der Henrichshütte (16:58 Uhr)
Mit einem Festakt wird am Abend die Heldenausstellung in Hattingen
eröffnet. Ort des Kulturhauptstadtprojektes ist das Industriemuseum
Henrichshütte. Bis Ende Oktober zeigt die Ausstellung rund 850
Exponate
von Personen und Figuren, die in Vergangenheit und Gegenwart
besonderes
geleistet haben und als Helden tituliert werden. Die in Hattingen
ausgestellten Helden sind prominent oder unbekannt und stammen aus
verschiedenen Zeiten und Kulturen. So gibt es eine mehr als 3 Meter
hohe
Herkules-Statue oder die Jacke von Götz George als Kommissar
Schimanski.
Zu sehen ist auch der Helm eines Feuerwehrmanns, der bei den
Anschlägen
vom 11. September in New York ums Leben kam. Die Ausstellungsmacher
wollen zeigen, wie Helden entstehen, sich aber auch kritisch mit dem
Phänomen Heldentum auseinandersetzen. Nach der Gala am Abend ist die
Ausstellung von morgen früh an für Besucher geöffnet.


Nachrichten aus OWL vom 08.03.2010

4.000 Bürger gegen Pylone (19:54 Uhr)
In Herford ging am Montag die Unterschriftensammlung gegen die
Aufstellung zweier Kunstwerke zu Ende. 4000 Bürger beteiligten sich an
dem Bürgerbegehren - mehr als notwendig waren. Das Museum MARTa will
zwei riesige Kegel in der Innenstadt aufstellen, dort, wo früher ein
Stadttor war. Der Rat hatte dem Plan zugestimmt. Das Bürgerbegehren
zwingt ihn nun dazu, erneut über die Pylone abzustimmen



Radionachrichten vom 06.03.2010

Archive in Nordrhein-Westfalen für Besucher geöffnet (14:26 Uhr)
In etwa 30 Städten in Nordrhein-Westfalen sind heute und morgen
Archive
für Besucher geöffnet.

Unter anderem gibt es kostenlose Führungen, Vorträge und
Ausstellungen.
Schwerpunkte sind die Städte Düsseldorf, Köln und Münster, wo sich
jeweils mehrere Archive gemeinsam präsentieren. Zugänglich sind jedoch
auch größere Einrichtungen in Aachen, Bielefeld und Bonn.

Nordrhein-Westfalen beteiligt sich damit am bundesweiten Tag der
Archive - dessen Motto ist in diesem Jahr "Dem Verborgenen auf der
Spur".


Nachrichten aus Südwestfalen vom 06.03.2010

Tag des Archivs (12:54 Uhr)
Vier Behördenarchive in Südwestfalen nehmen am Wochenende am
bundesweiten Tag des Archivs teil. In Lippstadt werden Filme über
lokale
Ereignisse aus den sechziger und siebziger Jahren gezeigt. Im Soester
Stadtarchiv werden am Samstag bisher unveröffentlichte Karten gezeigt,
im Kreisarchiv wird am Sonntag die Ausstellung über das Archivgebäude
Villa Plange eröffnet. Ebenfalls am Sonntag hat das Freudenberger
Stadtarchiv geöffnet, in dem derzeit auch Akten aus dem eingestürzten
Kölner Stadtarchiv aufbewahrt werden.



Nachrichten aus Südwestfalen vom 05.03.2010

Gläubige besuchen Schwarzenau (10:09 Uhr)
30 Mitglieder der Kirche der Brüder besuchen heute den Ort Schwarzenau
bei Bad Berleburg. Vor 300 Jahren war dort der Ursprung der
Freikirche.
Die Glaubensflüchtlinge wanderten später nach Amerika aus. Heute hat
die
Kirche der Brüder über eine halbe Million Gläubige. Die Besucher sind
auf der Durchreise und wollen unter anderem nach Jordanien. Für einen
Gottesdienst und einen Besuch im Museum ihres Glaubensgründers
Alexander
Mack machen sie Station im Schwarzenau


Nachrichten aus dem Münsterland vom 04.03.2010

Ausstellung "Münster 1960" (16:54 Uhr)
Im münsterischen Stadtmuseum ist heute eine neue Fotoausstellung
eröffnet worden. Sie trägt den Titel "Münster 1960" und zeigt rund 80
Fotografien. Die Motive stammen aus Politik und Gesellschaft, zeigen
aber auch den Alltag vor 50 Jahren. Für die Bilderschau wurden rund
4000
Negative des Jahres 1960 gesichtet. Die Ausstellung ist bis zum 9. Mai
zu sehen .


Nachrichten aus dem Münsterland vom 03.03.2010

Miró im Picasso-Museum (16:07 Uhr)
Das Graphikmuseum Pablo Picasso in Münster eröffnet am Freitag eine
Ausstellung über den Künstler Joan Miró. Sie zeigt 110 Gemälde,
Grafiken, Zeichnungen und Keramikarbeiten. Die Ausstellung ist
gleichzeitig der Auftakt zum zehnjährigen Jubiläum des weiterhin
einzigen Picasso-Museums in Deutschland. Zu sehen ist sie bis zum 6.
Juni.


Nachrichten aus OWL vom 01.03.2010

Kunsthallen-Ausstellung erfolgreich (11:37 Uhr)
Die Impressionismus-Ausstellung der Bielefelder Kunsthalle haben knapp
65000 Gäste besucht. Damit gehören die Werke des Deutschen
Impressionismus zu den erfolgreichsten seit Bestehen der Kunsthalle.
Nur
Nolde und Picasso waren noch stärker gefragt. Ab Ende März widmet sich
das Museum dann den 80er Jahren und den "Neuen Wilden", darunter der
Graffiti-Künstler Keith Haring


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 27.02.2010

Herne: Mittelalter im Archäologie-Museum (10:23 Uhr)
Im Archäologiemuseum in Herne ist von nun an die Sonderausstellung
"AufRuhr 1225" zu sehen. Anhand von mehr als 1.000 Ausstellungsstücken
wird das Leben auf mittelalterlichen Burgen dargestellt. Die Schau ist
bis Ende November zu sehen. Im Jahr 1225 wird einer der mächtigsten
Männer des Reiches, Erzbischof Engelbert, bei Gevelsberg ermordet. In
der Folge bekämpfen sich die lokalen Machthaber an der Ruhr und es
entstehen mehr als 460 Burganlagen. Als Kopfgeld wird ein Silberschatz
von 500 Kilogramm für den Rädelsführer des Verbrechens ausgesetzt. Um
das zu veranschaulichen hat das Museum die gleiche Menge an
Silberbarren
bei einem Frankfurter Unternehmen geliehen. Unter strengen
Sicherheitsvorkehrungen ist das Edelmetall nach Herne gebracht worden.
Mittelalterliche Waffen, Rüstungen, Schriften und Alltagsgegenstände
komplettieren die Ausstellung.



Nachrichten aus Südwestfalen vom 27.02.2010

"Blaues Haus" wird renoviert (09:52 Uhr)
Das historische "Blaue Haus" in Arnsberg wird für rund 1,2 Millionen
Euro renoviert. Dort sollen die Verwaltung des Sauerlandmuseums und
das
kreiseigene Medienzentrum einziehen. Dadurch erhalte das
Sauerlandmuseum
mehr Platz und locke mehr Besucher in die Arnsberger Altstadt, so die
Kreisverwaltung. Derzeit steht das denkmalgeschützte "Blaue Haus"
leer.
Für die Renovierungsarbeiten kann der Kreis mit 700.000 Euro vom Land
rechnen. Weitere Fördergelder sind nicht ausgeschlossen.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 24.02.2010

Schatzkunst-Ausstellung in Münster (16:13 Uhr)
In Münster soll es im Jahr 2012 eine Ausstellung über die
mittelalterliche Schatzkunst in Westfalen geben. Das Projekt mit dem
Titel "Goldene Pracht" wird vom LWL-Landesmuseum für Kunst, dem Bistum
und der Uni Münster geplant. Zu sehen sein werden dann Arbeiten wie
Kelche oder Kruzifixe vor allem aus Gold und Silber.



Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 24.02.2010

Herne: Burg nicht rechtzeitig fertig (06:23 Uhr)
Der Nachbau einer mittelalterlichen Holzburg auf dem Gelände des
Herner
Archäologiemuseums wird nicht rechtzeitig zur Eröffnung der
Ausstellung
"AufRuhr 1225" am Wochenende fertig. Wegen des andauernden Frosts
mussten die Arbeiten im Januar abgebrochen werden. Mit der
Fertigstellung der Burg wird nun erst Mitte bis Ende März gerechnet.



Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 22.02.2010

Bochum: Älteste Rösterei schließt (08:55 Uhr)
Die älteste Kaffeerösterei Bochums schließt Ende März. Das hat die
Geschäftsführung der Rösterei Steffen bekannt gegeben. Als Grund wurde
fehlender Nachwuchs angegeben. Steffen hat seit 1831
Kaffeespezialitäten
angeboten. Die Röst-Maschinen sollen in einem Hamburger Museum
unterkommen.




LWL-Museumsamt für Westfalen
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Salzstr. 38
Erbdrostenhof
48133 Münster
Tel.: 0251-591-3296
Fax: 0251-591-3335
e-mail: manfred.hartmann at lwl.org
Internet: http://www.lwl-museumsamt.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Mar 23 15:18:12 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 23 Mar 2010 15:18:12 +0100
Subject: [WestG] [AKT] III. Sommerakademie,
Kartengebrauch in Mittelalter und Neuzeit,
Muenster 30.08.-03.09.2010
Message-ID: 4BA8DBB4.94E3.00E5.0@lwl.org>

Von: "Institut für Vergleichende Städtegeschichte"

Datum: 23.03.2010, 11:28


AKTUELL

Politisches Kartieren
Kartengebrauch in Mittelalter und Neuzeit

III. Interdisziplinäre Sommerakademie
Westfälische Wilhelms-Universität Münster / Institut für vergleichende
Stadtgeschichte
30. August bis 3. September 2010
Ute Schneider, Martina Stercken i. V. mit Werner Freitag
- für Studierende -

Im Zentrum der dritten Sommerakademie steht die politische Bedeutung
von Karten, die mit neuen interdisziplinären Zugängen zur Kartographie
immer mehr ins Blickfeld der Forschung gelangt. Dabei gilt das Interesse
den unterschiedlichen Formen des Gebrauchs kartographischer
Darstellungen bei der Inszenierung und Fixierung politischer Ansprüche
in Mittelalter und Neuzeit wie auch den methodischen Voraussetzungen für
ihre Erschließung als Instrument von Herrschaft und Politik.

An ausgewählten Beispielen sollen Karten als komplexer, auf
Bildlichkeit, Text- und Bildelementen beruhender Wissensspeicher
thematisiert und epochenübergreifend in Zusammenarbeit von Historikern,
Archivaren, Geographen, Kartographen, Kunst- und
Literaturwissenschaftlern analysiert werden. Um Materialität und
Überlieferungszusammenhänge kartographischer Darstellungen in die
Überlegungen einbeziehen zu können, wird dabei nicht nur an
Reproduktionen gearbeitet. Vielmehr sollen Bedingungen des Kartierens in
Auseinandersetzung mit historischer Überlieferung und mit aktuellen
Herstellungsprozessen ausgelotet werden.

Die Veranstaltung der Universität Münster (Prof. Dr. Werner Freitag,
Historisches Seminar) und des Instituts für vergleichende
Städtegeschichte findet in Kooperation mit der Universität Essen
(Prof. Dr. Ute Schneider, Historisches Seminar), der Universität Zürich
(Prof. Dr. Martina Stercken, Nationaler Forschungsschwerpunkt
Medienwandel-Medienwechsel-Medienwissen. Historische
Perspektiven/Historisches Seminar) und dem Staatsarchiv Münster statt.

Ort: Institut für vergleichende Städtegeschichte, Königsstr. 46
Maximale Teilnehmerzahl: 25 Personen

Anmeldung bitte bei:
Liane Buttler
Sekretariat Prof. Dr. Werner Freitag
Abteilung für westfälische Landesgeschichte, Historisches Seminar
Westfälische Wilhelms-Universität
Domplatz 20-22
48143 Münster
Tel.: 0251-8324345
Fax: 0251-8328354
e-mail: landesgeschichte at uni-muenster.de



Programm

30.8.2010
14.00 Begrüßung
Prof. Dr. Werner Freitag (Münster)

14.15 Einführung in die Fragestellung
Prof. Dr. Ute Schneider (Essen)
Prof. Dr. Martina Stercken (Zürich)

14.30 Kriterien politischen Kartierens I: gemeinsame Textlektüre (z. B.
Harley, Black)
15.30 Kaffeepause

16.00 Kriterien politischen Kartierens II: Geographical Thought
Dr. Ute Wardenga (Berlin)

19.00 Gemeinsames Abendessen



31.8.2010
9.00 Kurzvortrag: Politische Kartographie im Mittelalter

Diskussion an einem Beispiel
Prof. Dr. Martina Stercken

10.30 Kaffeepause

11.00 Kurzvortrag: Theatrum Orbis: Länder konzipieren
Diskussion an einem Beispiel
Prof. Dr. Ute Schneider

12.30 Mittagessen (frei)

14.00 Kurzvortrag: Nationalstaatliche Karten
Diskussion an einem Beispiel
Prof. Dr. Peter Haslinger (Giessen)

15.30 Kaffeepause

16.00 Kartenmachen: Besuch der Kartographie des IStG

18.00 Abendvortrag:
Zur semantischen Tiefenerschließung mittelalterlicher Kartographie:
Das Beispiel des Behaim-Globus von 1492
Prof. Dr. Günther Goerz (Erlangen)

19.00 Apéro Riche



1.9.2010
9.00 - 12.30 Exkursion in ein Adelsarchiv in der Münsteraner Umgebung,
inkl. der Besichtigung von Landmarken unterwegs (Prof. Dr. Werner
Freitag)

14.00 - 18.00 Gruppenarbeit an ausgewählten Materialien des
Staatsarchivs Münster, unter Leitung von Dr. Uta Kleine (Hagen) und
Christian Lotz (Stuttgart)

20.00 Gemeinsames Abendessen



2.9.2010
9.00 Auswertung der Archivarbeit (Vorstellung der Kartenbeispiele,
Probleme der Interpretation, Wie politisch kann Kartieren sein?), unter
Leitung von Dr. Uta Kleine (Hagen) und Christian Lotz (Stuttgart)

12.30 Mittagessen

14.00 Fallbeispiel: Münsterplan von 1609
Dr. Mechthild Siekmann (Münster)

15.30 Kaffeepause

16.00 Johannes Gigas? Pauluskarte
Prof. Dr. Peter Johanek (Münster)

17.00 Schlussdiskussion



Dorothea Brahm, Sekretariat
Tel: 0251-83-27512
Fax: 0251-83-27535
Institut für vergleichende Städtegeschichte - IStG - gGmbH
Königsstr. 46, D-48143 Münster

Aktuelle Publikation: Tatort Domplatz. Der Münster-Plan von 1609 und
seine Geschichte(n). Bielefeld 2009.
Frühjahrstagung 15.-16. März 2010: Metropolenkultur im Transfer. Orte -
Inszenierungen - Netzwerke. 1880-1930.

Rechtsform: Gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Sitz der Gesellschaft: Münster, Amtsgericht Münster HRB 9698
Geschäftsführer: Prof. Dr. Werner Freitag, Landesrat Matthias Löb
Vorsitzende des Aufsichtsrates: Prof. Dr. Ursula Nelles

Über das Internet versandte E-Mails können unter fremdem Namen erstellt
oder inhaltlich verändert werden. Aus diesem Grund sind unsere als
E-Mail verschickten Nachrichten grundsätzlich keine rechtsverbindlichen
Erklärungen. Der Inhalt dieser E-Mail samt Anlagen ist vertraulich und
u. U. rechtlich geschützt. Der Inhalt ist ausschließlich an einen
bestimmten Empfänger gerichtet. Eine Weitergabe, die Erstellung von
Kopien oder der sonstige Gebrauch durch Nichtadressaten ist nicht
erlaubt.






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Mar 24 11:23:48 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 24 Mar 2010 11:23:48 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Prof. Dr. Wolf-Dieter Hauschild starb im Alter von
68 Jahren
Message-ID: 4BA9F644.94E3.00E5.0@lwl.org>

Von: "Pressestelle der WWU Münster"
Datum: 23.03.2010, 16:21


AKTUELL

Abschied von einem engagierten Kirchenhistoriker
Prof. Dr. Wolf-Dieter Hauschild starb im Alter von 68 Jahren

Abschied von einem universalen Kirchenhistoriker: Prof. Dr. Wolf-Dieter
Hauschild ist am 17. März 2010 im Alter von 68 Jahren gestorben.
Wolf-Dieter Hauschild, der bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2006 als
Professor für Kirchengeschichte an der Evangelisch-Theologischen
Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster tätig war,
war nicht nur ein weltweit anerkannter Forscher sowie ein engagierter
Lehrer und Prediger. Er galt auch als nobler und verlässlicher Kollege,
der sich große und bleibende Verdienste um seine Fakultät, seine
Universität und um die Erforschung der Kirchen- und Theologiegeschichte
erworben hat.

Wolf-Dieter Hauschild kam am 7. August 1941 in Lübeck zur Welt. Mit der
Studie "Die Pneumatomachen. Eine Untersuchung zur Dogmengeschichte des
vierten Jahrhunderts" wurde er 1967 promoviert. Seitdem bildete die
altkirchliche Dogmengeschichte für den international erfolgreichen
Gelehrten einen wesentlichen Schwerpunkt seiner Forschungsarbeit. 1971
habilitierte er sich in München mit der Untersuchung "Gottes Geist und
der Mensch. Studien zur frühchristlichen Pneumatologie". Von 1974 bis
1977 wirkte Hauschild als Oberkirchenrat in der Kirchenkanzlei der
Evangelischen Kirche in Deutschland in Hannover, danach als Professor
für Kirchengeschichte in München (1977 bis 1982), Osnabrück (1982 bis
1984) und Münster (1984 bis 2006). Neben der Patristik, für die er in
Münster als Leiter der Forschungsstelle Gregor von Nyssa sowie der
Patristischen Arbeitsstelle der Nordrhein-Westfälischen Akademie der
Wissenschaften wesentliche Institutionen etablieren konnte, zählten die
Reformationsgeschichte, insbesondere die Edition und Erforschung des
Werks von Johannes Bugenhagen (1485 bis 1558), sowie die kirchliche
Zeitgeschichte zu Wolf-Dieter Hauschilds Forschungsschwerpunkten.

Die Verbundenheit, die er zeitlebens zu seiner Geburtsstadt bewahrt
hat, fand in der von ihm 1981 vorgelegten "Kirchengeschichte Lübecks"
ihren eindrucksvollen Niederschlag. Wolf-Dieter Hauschild war unter
anderem Vorsitzender der Historischen Kommission des Deutschen
Nationalkommitees des Lutherischen Weltbundes, Mitherausgeber der
Zeitschrift "Saeculum", Mitglied der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft
für kirchliche Zeitgeschichte und Mitglied der
Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften. Ungeachtet der
zahlreichen wissenschaftlichen und kirchlichen Verpflichtungen, die
Hauschild übernommen hatte, glückte ihm in den späten Jahren seiner
Lehr- und Forschungstätigkeit ein besonderer Erfolg: Sein
konkurrenzloses "Lehrbuch der Kirchen- und Dogmengeschichte" hat das
altehrwürdige "Kompendium der Kirchengeschichte" Karl Heussis endgültig
antiquiert.

In der distinguierten Liebenswürdigkeit des Kirchenhistorikers
Wolf-Dieter Hauschild verbanden sich auf glückliche Weise
lübisch-hanseatischer Geist und die Liberalität eines weltläufigen
Luthertums. 1998 gab er den gewichtigen Sammelband "Profile des
Luthertums. Biographien zum 20. Jahrhundert" heraus. Der überragend
gelehrte akademische Lehrer wurde von Freunden, Kollegen und Schülern
als ein Meister seines Fachs verehrt.





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Mar 24 11:25:50 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 24 Mar 2010 11:25:50 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Hendrik Nicolaas Werkman (1882-1945), Borken,
05.03.2010-10.05.2010
Message-ID: 4BA9F6BE.94E3.00E5.0@lwl.org>

Von: "Fasse, Norbert" norbert.fasse. at borken.de
Datum: 23.03.2010, 16:46



AUSSTELLUNG

Hendrik Nicolaas Werkman (1882-1945)
TYPO-GRAFIKER DER AVANTGARDE

Stadtmuseum Borken | 05.03.10 - 10.05.10
Marktpassage 6 - 46325 Borken


Öffnungszeiten
Di.-Sa. 15.00-18.00 Uhr
So. 10:30-17:30 Uhr
27. März (Betriebsausflug) und
Karfreitag - Ostermontag geschlossen
1. Mai 15.00-18.00 Uhr geöffnet


Er ließ sich inspirieren von El Lissitzky und dem russischen
Konstruktivismus, von Theo van Doesburg, Ernst-Ludwig Kirchner, Paul
Gauguin, Marc Chagall, Kurt Schwitters und Michel Seuphor. Schon seit
1919 gehörte er der Künstlergruppe "De Ploeg" (Der Pflug) in der
nördlichen Provinzhautpstadt Groningen an, die sich in den 1920er
Jahren neben Amsterdam zu einem veritablen Zentrum der künstlerischen
Avantgarde entwickelte.

Von zurückhaltendem Charakter, war Hendrik Nicolaas Werkman (1882-1945)
überwiegend ein Individualist, der zunächst mit dem Material
experimentierte, das seine Profession als gewerblicher Drucker
bereithielt: das Letternmaterial des Setzkastens. Dies tat er mit
avantgardistischem Impetus und mit nachhaltiger Wirkung.

Angekündigt mit dem Flugblatt "Groningen - Berlijn - Moskou - Parijs
1923", schuf er mit "The Next Call" eine eigene kleine Zeitschrift, die
sich in ihrer innovativen Kraft als nahezu provokativ erwies, zumal
seine selbstverfassten Texte zwischen Ernst und Ironie, Expressionismus
und Dada, Politischem und Mystischem changierten . Die freie
grafisch-typografische Gestaltung, parallel auch im großen Format
entfaltet, fand weit über die Niederlande hinaus zeitgenössische
Beachtung. So war Werkman 1930 mit mehreren typografischen Blättern in
der ersten internationalen Ausstellung abstrakter Kunst der Gruppe
"Cercle et Carré" in Paris vertreten - neben Arp, Baumeister, Kandinsky,
Le Corbusier, Legér, Mondrian und anderen führenden Künstlern der
Avantgarde.

Seit 1929 suchte Werkman seine drucktechnischen Möglichkeiten durch den
direkten Einsatz der Druckerwalze, bald ergänzt und abgelöst durch eine
Schablonen- und Stempeltechnik, auszuweiten. "Hot Prints" nannte er die
Resultate in Anlehnung an den Hot Jazz. Diese Techniken dominierten auch
die eindrucksvollen Arbeiten, die er nach Beginn der deutschen
Besatzungsherrschaft im Mai 1940 schuf. Schon im November schloss er
sich einem Zirkel geistig-kulturellen Widerstands gegen die deutsche
Fremdherrschaft an. Unter dem gemeinsamen Label "De Blauwe Schuit" (Das
Blaue Boot, benannt nach dem Narrenschiff von Hieronymus Bosch)
erschienen im Laufe der Besatzungszeit insgesamt 40 Editionen mit
älteren und zeitgenössischen Texten, die zum geistigen Widerstand
aufriefen, dem von den Deutschen forcierten Antisemitismus
entgegentraten und der Hoffnungslosigkeit Zeichen der Hoffnung
entgegensetzten. Ihre Auflagen variierten zwischen 15 und 120
Exemplaren.

Mit dem "Türkenkalender" (historisches Vorbild: der von Johannes
Gutenberg 1445 gedruckte "Türkenkalender", gerichtet gegen die
"Türkengefahr" im 15. Jahrhundert) und den "Chassidischen Legenden"
(nach Martin Bubers "Legende des Baalschem" von 1908) schuf er grafische
Serien, die zum Eindrucksvollsten zählen, das sein vielgestaltiges Werk
zu bieten hat.
Im März 1945 wurde Werkman vom deutschen Sicherheitsdienst verhaftet,
am 10. April, wenige Tage vor der Befreiung Groningens durch kanadische
Truppen, von einem deutschen Erschießungskommando ermordet.

Gefördert von Willem Sandberg, dem renommierten Direktor des Stedelijk
Museums Amsterdam, und von HAP Grieshaber, der vom Werkmanschen Werk
äußerst beeindruckt war, wurde es seit Ende der 1950er Jahre auch
in Westdeutschland rezipiert und mit mehreren großen Ausstellungen
gewürdigt.
Seither zählt er auch hierzulande zu den Pionieren der modernen
künstlerischen Typografie.


BEGLEITVERANSTALTUNGEN

So., 28.03.2010, 11:30 Uhr Vortrag:
Drs. Ron Manheim (Kunsthistoriker, Kleve)
Expressionisten in Groningen
Werkman und die Künstlergruppe "De Ploeg"

Teilnahmegebühr inkl. Eintritt: 5,00 ?, erm. 3,00 ?
Kinder u. Jugendliche frei



So., 11.04.2010 11:30 Uhr ; Vortrag:

Wolfgang Glöckner (Köln)
Hommage à Werkman
Leben, Werk und Wirkung auf HAP Grieshaber und seine Schüler

Teilnahmegebühr inkl. Eintritt: 5,00 ?, erm. 3,00 ?
Kinder u. Jugendliche frei


Öffentliche Führungen

So., 14.03.2010 17:00 Uhr
So., 14.04.2010 15:30 Uhr
So., 28.04.2010 15:30 Uhr

Teilnahmegebühr inkl. Eintritt: 5,00 ?, ermäßig 3,00 ?
Kinder und Jugendliche frei



INFO

Veranstaltungsdaten:
Ausstellung Hendrik Nicolaas Werkman
Datum: 05.03.-10.05.2010
Stadtmuseum Borken
Marktpassage 6
46325 Borken
Tel.: 02861 / 939-217 u. -242 (Museumsaufsicht)
Fax: 02861 / 939 62 217
E-Mail: stadtmuseum at borken.de
URL: www.stadtmuseum.borken.de

Kontakt:
Dr. Norbert Fasse
Stadtmuseum Borken - Rathausbüro
Im Piepershagen 17
46325 Borken
Tel.: 02861 / 939-217
Fax: 02861 / 939 62 217
E-Mail: norbert.fasse at borken.de
URL: www.stadtmuseum.borken.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Mar 26 10:49:34 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 26 Mar 2010 10:49:34 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag, Hattingen: "Helden-Werk": Helden der Antike,
26.03.2010
Message-ID: 4BAC913E.84E3.00E5.0@lwl.org>

Von: "Vera Lengersdorf"
Datum: 25.03.2010, 16:53

AKTUELL

25.3.2010

"Helden-Werk": Helden der Antike
Bildvortrag im LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen

Am Freitag, 26. März, um 19.30 Uhr startet im
LWL-Industriemuseum Henrichshütte unter dem Titel "Helden-Werk" eine
neue Vortragsreihe.

Die Sonderausstellung "Helden. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen"
spürt den Heldenbildern, ihrem Entstehen und Wirken nach. In der
Gebläsehalle ist in den letzten Monaten eine Ausstellung entstanden,
die den Bogen von der Antike bis in unsere Tage spannt. Doch was
geschieht im Vorfeld und im Hintergrund einer solchen Großausstellung?
Auf diese und andere Fragen geht die Veranstaltungsreihe "Helden-Werk"
ein, in der die Ausstellungsmacher der einzelnen Ausstellungsbereiche
über ihre Arbeit berichten.

Den Anfang macht am Freitag Lars Petersen, der als Kurator für den
Bereich Antike unter anderem dafür sorgte, dass speziell für die
Helden-Ausstellung ein über drei Meter hoher Abguss des "Herkules
Farnese" hergestellt wurde. Wie kaum ein anderer Held der Antike
vereinigt Herkules alle Aspekte des klassischen Heldenbildes. Er
kämpft
gegen wilde Tiere und meistert scheinbar unlösbare Aufgaben. So
verwundert es nicht, dass er zum Vorbild für nachfolgende
Helden-Generationen wurde. Darüber hinaus stellt Lars Petersen weitere
antike Helden und die Exponate seines Bereichs vor - und nicht zuletzt
erzählt er, wie der gigantische Herkules entstand und seinen Weg nach
Hattingen fand.

Der Vortrag im LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen ist
kostenlos.


INFO

Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum,
christiane.spaenhoff at lwl.org,
Tel. 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251
591-235, presse at lwl.org

HELDEN - Von der Sehnsucht nach dem Besonderen. Eine Ausstellung in
der
Henrichshütte Hattingen vom 12.3.-31.10.2010 in Zusammenarbeit mit der
Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Mar 29 08:35:51 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 29 Mar 2010 08:35:51 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Planet Westfalen - Westfaelische Geschichten aus
aller Welt: Die Saison 2010 im LWL-Freilichtmuseum Detmold
Message-ID: 4BB06667.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 26.03.2010, 13:01


AKTUELL

Planet Westfalen - Westfälische Geschichten aus aller Welt
Die Saison 2010 im LWL-Freilichtmuseum Detmold

Am 1. April ist es soweit: Das LWL-Freilichtmuseum Detmold
öffnet seine Tore zur diesjährigen Saison. Bis Ende Oktober
feiert das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)
unter dem Motto "Planet Westfalen 2010" sein 50-jähriges
Gründungsjubiläum. Neben einer Sonderausstellung und Stationen
im weitläufigen Gelände des LWL-Museums erwartet die Besucher
ein Rückblick auf die erfolgreiche Schau "ZimmerWelten" und das
Theaterprojekt "Bühnenreif!" in Kooperation mit dem
Landestheater Detmold.

Planet heißt übersetzt "Der Wanderer". Zum Menschsein gehört
seit jeher die Bewegung, das Umherziehen, das Fortgehen, das
Reisen. Was veranlasst Menschen dazu, ihr Zuhause zu verlassen?
Wohin zieht es sie? Was nehmen sie mit auf dem Weg zu neuen
Ufern? Wie prägen sie ihre neuen Lebensräume? Mit diesen Fragen
beschäftigt sich die Sonderausstellung "Planet Westfalen 2010"
ab dem 1. April.

"Westfalen war schon immer eine Region mit vielen Ein- und
Auswanderungsbewegungen. Heute leben hier Menschen
verschiedenster kultureller Herkunft. Deshalb beschäftigt sich
unser LWL-Freilichtmuseum eine Saison lang mit den Geschichten
der Menschen, die aus anderen Ländern nach Westfalen kamen oder
die aus Westfalen in die Fremde auswanderten", erläutert
LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch den Hintergrund des
Saisonthemas.

Originalobjekte von Amerika-Auswanderern, lippischen
Wanderzieglern oder Flüchtlingen erzählen von Einzelschicksalen
und kulturellen Veränderungen. Jeden Themenkomplex stellt ein
"Protagonist" vor, der seine individuelle Geschichte
anschaulich macht. So berichtet der Sänger Heinz Rudolf Kunze
in seinem Lied "Vertriebener" von seinen Erfahrungen als Kind
im Flüchtlingslager Espelkamp, und der Amerika-Auswanderer
Johann Herbergs lässt die Ausstellungsbesucher an seinen
Gedanken teilhaben. Die Ausstellungseinheit zum Thema
Amerika-Auswanderung ist eine Leihgabe des LVR-Freilichtmuseums
Kommern: "In unserem 'Schwestermuseum? ist im Gegenzug ein
Ausstellungskomplex zum Thema 'Russlanddeutsche' aus dem
LWL-Freilichtmuseum Detmold zu sehen", erklärt Museumsleiter
Dr. Jan Carstensen.

Der Außenbereich widmet sich vor allem westfälischer Bau- und
Kulturgeschichte. Welchen Weg ging das Tulpenmotiv, bis es im
17. Jahrhundert in Westfalen ankam? Warum bauten Handwerker im
18. Jahrhundert Fenster nach holländischem Vorbild? Und wie
kommt die Kartoffel aus Südamerika nach Westfalen?

Neben baukulturellen Einflüssen geht es im Außengelände aber
auch um Pflanzen und Tiere, die im Laufe der Jahrhunderte
gewandert sind. Schließlich kommt die Kartoffel ursprünglich
aus Südamerika, und wer weiß schon, dass die Senner Pferde
züchterischen Einfluss auf viele andere deutsche und
europäische Zuchten genommen haben?

Verbindendes Element der Saison ist ein eigens entwickeltes
Ausstellungsdesign in der Leitfarbe Grün. Im Außenbereich
findet der Besucher Stelen mit Gucklöchern, die den Blick
fokussieren und mit Bänken ausgestattet zum Verweilen einladen.
Direkt am Objekt erläutert eine Fahne dessen Herkunft. Und in
den Gebäuden geben Anhänger Auskunft über die Geschichte des
jeweiligen Alltagsgegenstandes. So bieten sich auch für
Stammbesucher, die das Museum und seine Gebäude bereits kennen,
neue Perspektiven.

ZimmerWelten Zehn Jahre nach der aufsehenerregenden Schau
"ZimmerWelten" zeigt das LWL-Freilichtmuseum Detmold, was aus
den Kindern und Jugendlichen, die damals ihre Zimmer mit
vollständigem Inhalt stifteten, geworden ist. Dr. Jan
Carstensen: "Die Übernahme komplett eingerichteter Jugendzimmer
in den Sammlungsbestand des Museums gilt noch immer als
wegweisend für das Sammeln von Gegenwartskultur." Grund genug,
die Protagonisten von damals noch einmal zu besuchen und in
Interviews und Fotos festzuhalten, wie und wo sie heute - genau
zehn Jahre danach - als junge Erwachsene wohnen und ihr eigenes
Leben führen. Einblicke in ihre aktuellen "ZimmerWelten" werden
in der Saison 2010 im Eingangsbereich des Museums präsentiert.

"Bühnenreif!" Begleitet werden die Ausstellungen im Innen- und
Außenbereich von einem umfangreichen Rah-menprogramm, das vom
"Tag der Jäger" am 16. Mai und mehreren Terminen für die "Radio
Lippe Lounge" mit Brunch und Live-Sendung aus dem Museum über
das WDR-Sommerfest am 27. Juni und anschließendem Konzert von
Heinz Rudolf Kunze mit Purple Schulz bis hin zum Senner
Pferde-Wochenende am 18. und 19. September vielfältige
Veranstaltungen bietet.

An den Wochenenden zwischen dem 22. Mai und 12. September
wartet außerdem ein neues Angebot auf die Besucher.
Projektleiterin Gefion Apel: "In Kooperation mit dem
Landestheater Detmold haben wir 'Bühnenreif! Theater im Museum?
entwickelt. Einige der historischen Gebäude des Museums blicken
auf 'bewegte? Geschichten zurück, die nicht nur erzählenswert,
sondern wortwörtlich 'bühnenreif? sind: An vier Spielorten im
Museumsgelände setzt ein Team aus professionellen
Schau-spielern die teils humorvollen, teils ernsten Geschichten
aus dem Leben früherer Bewohner auf Grundlage historischer
Quellen in Szene. Dabei verzichten sie weitgehend auf Kostüme
und Requisiten."

Das Projekt "Planet Westfalen 2010" wird unterstützt von der
Stadt Detmold, Stadtverkehr Detmold GmbH, Radio Lippe, der
Lippischen Landeszeitung und der Brauerei Strate.


INFO

LWL-Freilichtmuseum Detmold
Westfälisches Landesmuseum für Volkskunde
Krummes Haus
32760 Detmold
URL: http://www.planetwestfalen.lwl.org

Öffnungszeiten:
1. April bis 31. Oktober
Di - So und an allen Feiertagen: 9 bis 18 Uhr; im Juli und
August: donnerstags bis 21 Uhr geöffnet

Sonderausstellung und Stationen "Planet Westfalen 2010" vom 18.
April bis 31. Oktober.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Mar 29 08:53:03 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 29 Mar 2010 08:53:03 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Fremde Impulse - Baudenkmale im
Ruhrgebiet: Ausstellungseroeffnung und Projektauftakt
im LWL-Industriemuseum
Message-ID: 4BB06A6F.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Anke Höppener"
Datum: 26.03.2010, 14:59


AKTUELL

Fremde Impulse - Baudenkmale im Ruhrgebiet
Ausstellungseröffnung und Projektauftakt im LWL-Industriemuseum

Dauernder Wandel ist ein besonderes Merkmal des Ruhrgebietes,
das durch viele äußere Einflüsse geprägt ist. Unter dem Titel
"Fremde Impulse - Baudenkmale im Ruhrgebiet" haben die
Landschaftsverbände Westfalen-Lippe (LWL) und Rheinland (LVR)
jetzt eine Wanderausstellung zusammengestellt, die zeigt, wie
fremde Impulse das Gesicht der Region verändert haben. In der
Ausstellung, die LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch, LVR-Direktor
Harry Voigtsberger und Prof. Dr. Oliver Scheytt von der
Ruhr.2010 am Freitag (26.03) im LWL-Industriemuseum Zeche
Hannover in Bochum eröffnet haben, machen die Denkmalpfleger
und Industriemuseen von LWL und LVR deutlich, wie sich die
Folgen der Migration auch in den vielen Baudenkmälern des
Ruhrgebietes ablesen lassen. Die Ausstellung ist Teil eines
gleichnamigen Projektes zu dem auch ein Internetportal, eine
Kartenbox und eine Tagung gehören.

"Es gibt hier im Ruhrgebiet viele bauliche und kulturelle
Schätze, die sich im Laufe der Jahrhunderte nicht zuletzt durch
Austausch mit anderen Regionen und durch den Zuzug von Menschen
und Wanderungsbewegungen aus allen Gebieten Europas ergeben
haben. Es sind immer wieder zahlreiche Impulse von außen in
diese Region gekommen. Es waren hier zunächst fremd wirkende
Ideen, Technologien, Kapital, Menschen,
Gestaltungsvorstellungen und Bauweisen. Sie machen heute den
Reiz aus und verleihen dem Ruhrgebiet eine ganz besondere
Dichte und ein spannendes Nebeneinander von Gegensätzen", so
Kirsch. Dieses Projekt zeige auch, wie wichtig die
Denkmalpflege sei, weil sie Geschichte vermittle und belege, so
der LWL-Direktor weiter.

Insgesamt macht die Ausstellung an neun Orten Station, die
jeweils einen eigenen Bezug zu den fremden Impulsen haben.
Startpunkt der Wanderausstellung ist das LWL-Industriemuseum
Zeche Hannover im Bochum. Als Westfälisches Landesmuseum für
Industriekultur hat das Museum die Geschichte von Zuwanderung
und Migration ins Zentrum seiner Arbeit gestellt. Im Rahmen der
Ausstellung gibt das Museum kurze Einblicke in die Geschichte
der Zuwanderung ins Ruhrgebiet.

Die weiteren Standorte der Ausstellung sind Schloss Cappenberg
in Selm, das LVR-Landeshaus in Köln, das LWL-Landeshaus in
Münster, der Kulturbunker in Duisburg-Bruckhausen, das Rathaus
Castrop-Rauxel, Schloss Horst in Gelsenkirchen, Haus Witten in
Witten und das LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg in
Oberhausen.

Kartenbox Fremde Impulse - Baudenkmale im Ruhrgebiet Pünktlich
zur Ausstellungseröffnung ist die Kartenbox "Fremde Impulse -
Baudenkmale im Ruhrgebiet" erschienen. "Die praktische Box für
unterwegs enthält 80 Objektkarten mit Adressen, zahlreichen
Abbildungen und Kurzinformationen zu ausgewählten Baudenkmalen
mit Landkarte und Begleitheft. Sie eignet sich gut für eine
eigene Entdeckungstour zu den fremden Impulsen im gesamten
Ruhrgebiet", so Projektleiterin Dr. Barbara Seifen. Unter
www.fremde-impulse.definden Interessierte weitere Informationen
rund um das Projekt. Dazu gehören über 150 Denkmale und
zahlreiche Impulse angefangen bei den Römern über den
Merkantilismus, die Franzosen und Preußen bis hin zu
Zwangsarbeitern während des Zweiten Weltkrieges und den
Migrationen der letzten Jahrzehnte.

Begleitband Fremde Impulse - Baudenkmale im Ruhrgebiet
Weiterführende Aufsätze zu Themen der regionalen Denkmalpflege,
zum Austausch des Ruhrgebietes mit seinem Umland und der Welt.
Aktuelle und historische Bilder ergänzen die textlichen
Informationen. Der Band erscheint zum 4. Westfälischen Tag für
Denkmalpflege, der am 10. und 11. Juni auf Schloss Cappenberg
stattfindet.

Hintergrund
Fremde Impulse haben das heutige Ruhrgebiet immer wieder neu
bereichert, aber auch umgekehrt haben von hier aus Impulse
ihren Weg in die "Fremde" genommen. In dieser Region sind auch
vor der Entwicklung der Schwerindustrie schon tief greifende
und den jeweiligen Zeitgenossen meist bedrohlich erscheinende
Umbrüche erfolgt. "Solche Wechselwirkungen sind an vielen der
rund 10.000 Baudenkmalen der Region ablesbar. Doch wer ist
schon in der Lage, sie ohne 'Übersetzer zu lesen? Anhand
ausgewählter Denkmale zeigt das Projekt die seit Jahrhunderten
bestehenden Bezüge und Einflüsse zwischen dem Ruhrgebiet,
seinen benachbarten Regionen und der Welt auf. Migration und
Austausch, Wandel und Umbrüche waren gerade im heutigen
Ruhrgebiet schon immer wesentliche Teile der Geschichte, sie
sind notwendig, gehören dazu - und bieten viele Chancen für
Neues", so Seifen.


INFO

Begleitprogramm:
Donnerstag, 22.April, 20 Uhr
Vortrag: Fremde Impulse. Baudenkmale im Ruhrgebiet.
Denkmalpflegerin Dr. Barbara Seifen berichtet über Spuren von
Zuwanderung und internationalem Austausch in der Baukultur des
Ruhrgebiets

Donnerstag, 6.Mai, 20 Uhr:
Werkstattgespräch: Denkmalpflege im Ruhrgebiet.
Landeskonservator Dr. Markus Harzenetter diskutiert über praktische
Denkmalpflege und Denkmalnutzung im Alltag.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Mar 30 10:38:04 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 30 Mar 2010 10:38:04 +0200
Subject: [WestG] [TOC] industrie-kultur, 1/2010
Message-ID: 4BB1D48C.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Sven Bardua"
Datum: 12.03.2010, 15:18


SERVICE: TOC

industrie-kultur. Denkmalpflege, Landschaft, Sozial-, Umwelt-
und Technikgeschichte
Zeitschrift des Landschaftsverbandes Rheinland /
LVR-Industriemuseum und des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe / LWL-Industriemuseum
Herausgeber: Walter Hauser, Milena Karabaic, Christian
Kleinschmidt, Markus Krause, Eckhard Schinkel, Norbert Tempel,
Dirk Zache
Chef vom Dienst: Sven Bardua

16. Jahrgang
50. Heft
1/2010
ISSN 0949-3751

Register für sämtliche Jahrgänge auf: www.industrie-kultur.de


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=43



S. 1
Karabaic, Milena
Schinkel, Eckhard
Tempel, Norbert
Editorial: Vorab bemerkt


SCHWERPUNKTTHEMA: Das Schicksal der Bahnhöfe

S. 2f.
Renz, Kerstin
Wiedergelesen: Heinz Dürr und die Utopie des modernen Bahnhofs

S. 4f.
Schmidt, Dietrich W.
Vielfach verändert, unverwechselbar geblieben:
der Stuttgarter Hauptbahnhof

S. 6f.
Hirschfell, Marc
Chronik einer Denkmalschändung:
Teilabriss von Stuttgart Hbf. geplant

S. 8f.
Hascher, Michael
Vom Verschwinden der klassischen Güterbahnhöfe
in Baden-Württemberg

S. 10f.
Rödel, Volker
Tempel, Norbert
Aufwendige Grunderneuerung der Gleishallen im Frankfurter
Hauptbahnhof

S. 12f.
Brauckmann, Stefan
Stationen in der russischen Provinz: Eisenbahnkultur bei Woronesh

S. 14f.
Kierdorf, Alexander
"Es gibt keine Pyrenäen mehr" -
der Palastbahnhof im spanischen Canfranc

S. 16-18
Bärtschi, Hans-Peter
Das Schicksal der Landbahnhöfe im "Eisenbahn-Musterland" Schweiz

S. 19
Haag, Ulrich
Schönheitskur für den Prager Hauptbahnhof

S. 20f.
Tempel, Norbert
Alte Wasserstationen für den Betrieb von Dampflokomotiven

S. 22
Feitenhansl, Roland
Vom "Tor zur Welt" zum Schnittpunkt im Regionalverkehr:
Heilbronn Hbf.


BERGBAUGESCHICHTE

S. 23-26
Bedeschinski, Christian
Vom ökologischen Notstandsgebiet zur Landschaftsbaustelle:
Sanierung der Braunkohlenreviere in der Lausitz und im
Großraum Leipzig


ERIH - EUROPÄISCHE STÄTTEN DER INDUSTRIEKULTUR

S. 27-30
Bluhm, Frieder
Die erste Industrienation der Welt -
die Regionale Route Süd-Wales


INDUSTRIEGESCHICHTE

S. 31
Schleser, Werner
Zentrales Gichtgas-Kraftwerk Richemont in Lothringen stillgelegt



KÜNSTLERPORTRÄT

S. 32f.
Janssen, Thomas
Von der Mythologie der Eisenzeit inspiriert:
der saarländische Maler Gaetano Gross


AUS DER ARBEIT DES LVR-INDUSTRIEMUSEUMS

S. 34f.
Syré, Christiane
Herrenhaus Cromford saniert - Schauplatz Ratingen erweitert


AUS DER ARBEIT DES LWL-INDUSTRIEMUSEUMS

S. 36f.
Spänhoff, Christiane
Ausstellung "Helden" - von der Sehnsucht nach dem Besonderen


KULTURTECHNIK

S. 38f.
Puffahrt, Otto
Buhnen in der Elbe -
etwa 150 Jahre alt und noch immer in Funktion


KULTURLANDSCHAFT

S. 40f.
Tusch, Roland
Drei Blicke auf die Semmeringbahn in Österreich


DAS HISTORISCHE FOTO

S. 42f.
Wietschorke, Jens
Architektur für die Berliner S-Bahn von Richard Brademann


EINWURF

S. 45
Schinkel, Eckhard
Stillstand im Besucherzentrum des Schiffshebewerkes Niederfinow


RUBRIKEN

S. 44-54
Industriekultur in den Regionen

S. 48f.
Touren & Tagungen

S. 55f.
Lesezeichen

S. 57
Termine


DIE HISTORISCHE ANZEIGE

Beihefter
Oehlke, Andreas
Kupplungen von F. Tacke aus Rheine


INFO

Kontakt:
Sven Bardua
Chef vom Dienst "industrie-kultur"
Wellingsbütteler Landstraße 202 F
22337 Hamburg
Tel.: 040 / 430 16 76
E-Mail: industriekultur at klartext-verlag.de
URL: www.industrie-kultur.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Mar 30 10:43:26 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 30 Mar 2010 10:43:26 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Flemnitz, Gaby: "Verschleppt, entrechtet,
ausgebeutet". Zwangsarbeit und Kriegsgefangenschaft im Kreis
Warendorf im Zweiten Weltkrieg
Message-ID: 4BB1D5CE.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Manfred Kehr"
Datum: 29.03.2010, 10:59


LITERATUR

Buch - Neuerscheinung

Gaby Flemnitz:
"Verschleppt, entrechtet, ausgebeutet"
Zwangsarbeit und Kriegsgefangenschaft im Kreis Warendorf im
Zweiten Weltkrieg


Das Buch klärt in umfassender und detaillierter Weise über das
Schicksal von Zwangsarbeit und Kriegsgefangenschaft im Zweiten
Weltkrieg im Kreis Warendorf und darüber hinaus im
Ostmünsterland auf. Es setzt den über 20.000 hier zwangsweise
tätigen und ausgebeuteten Ausländern, von denen etwa eintausend
auf Friedhöfen im Kreis ruhen, ein würdiges Denkmal und mahnt
die Achtung und Würde des Menschen und des Grundgesetzes der
Bundesrepublik Deutschland an, das in Art. 12 Abs. 3
Zwangsarbeit ohne gerichtliche Anordnung verbietet.

Die Autorin hat sich seit 1996 mit der Thematik beschäftigt.
Sie hat zahlreiches Archivmaterial und eine seit 1989 wachsende
Literatur zum Thema erforscht. Zusätzlich hat sie Betroffene
u.a. auch in Weißrussland und Beteiligte befragt, um vor allem
die Lebensverhältnisse von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen
im Kreis zu erfassen, die hier in etwa 320 Lagern und
zahlreichen Privatquartieren untergebracht waren. Ihre Arbeit
ist 2006 von der Universität Münster als Dissertation mit sehr
gut angenommen worden. Das Buch ist eine Pilotstudie, die auch
anderen Kreisen als Modell dienen kann.

Der Kreisgeschichtsverein Beckum-Warendorf e.V. als Herausgeber
des Werkes und der Kreisheimatverein haben das Buch in der
Volkshochschule der Stadt Ahlen, d.h. in jener Stadt, in der
die meisten der Zwangsarbeiter eingesetzt waren, vorgestellt.
Viele Menschen haben durch Ihre Teilnahme an der
Buchvorstellung den Betroffenen die Ehre zurückgegeben, die
ihnen während ihres Zwangsaufenthaltes im Kreis im Zweiten
Weltkrieg versagt geblieben ist.

Bezug des Buches: Über den Buchhandel oder beim
Kreisgeschichtsverein Beckum- Warendorf e.V., Waldenburger
Straße 2 (Kreisarchiv), 48231 Warendorf, Tel. 02581 - 53 10 42.
Vorzugspreis für Mitglieder des Kreisgeschichtsvereins und
Kreisheimatvereins Beckum-Warendorf bei Bestellung an die o.a.
Adresse des Kreisgeschichtsvereins Beckum-Warendorf e.V.


INFO

Gaby Flemnitz:
"Verschleppt, entrechtet, ausgebeutet"
Zwangsarbeit und Kriegsgefangenschaft im Kreis Warendorf
im Zweiten Weltkrieg
Warendorf 2009
417 S., zahlr. Tabellen und Abbildungen
24.00 Euro

(Quellen und Forschungen zur Geschichte des Kreises Warendorf,
Band 44,
hg. vom Kreisgeschichtsverein Beckum-Warendorf e.V.)

Kreisgeschichtsverein Beckum-Warendorf e.V.
Vorsitzender: Prof. Dr. Paul Leidinger
Luise-Hensel-Str. 3
48231 Warendorf
Tel. 02581 -1301
E-Mail: paul at leidinger.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Mar 30 10:49:35 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 30 Mar 2010 10:49:35 +0200
Subject: [WestG] [AKT] 84 Jahre Wanne-Eickel, Herne, 01.04.2010
Message-ID: 4BB1D73F.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 29.03.2010, 09:37
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

84 Jahre Wanne-Eickel
Auf vielfältiger Weise wollen wir an die Stadtwerdung im
Jahre 1926 erinnern.
Donnerstag, 1. April 2010, 11.00 Uhr

Wanne-Eickel weckt Emotionen. Obwohl es gar nicht mehr
existiert. Aber gerade deshalb blicken wir Lokalpatrioten mit
großer Liebe auf unsere Heimatstadt, dessen Mondlicht fröhlich
über die Stadtgrenzen hinaus leuchtet.

Mit Musik, Film, Comedy und Unterhaltung, mit vielen beliebten
Künstlern, also ein "Best of" der Wanne-Eickeler Kulturszene,
für und mit Menschen, die hier zu Hause sind. Und natürlich
haben wir weitere Asse für Groß und Klein im Ärmel damit in
unserer Heimatstadt der Mond noch viele Jahre leuchtend
aufgeht. Lassen Sie sich überraschen.


INFO

Veranstaltungsort:
Pluto
Wilhelmstr.89a
44649 Herne
URL: www.wanne-eickel-historie.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Mar 30 10:54:09 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 30 Mar 2010 10:54:09 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Gruene Pfannkuchen,
Schinken und Korinthenstuten: LWL-Volkskundler beschaeftigen sich
mit Osterspeisen
Message-ID: 4BB1D851.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 29.03.2010, 15:03


AKTUELL

Grüne Pfannkuchen, Schinken und Korinthenstuten
LWL-Volkskundler beschäftigen sich mit Osterspeisen

Am Gründonnerstag kommt Grünes auf den Tisch" - diese Regel war
früher in ganz Westfalen bekannt. Wie in Rheine (Kreis
Steinfurt) oder im sauerländischen Volmarstein so aß man
vielerorts Kopfsalat, Spinat oder am liebsten die neu
ausgetrieben Sprossen des Grünkohls als sogenannten
"Sprossenkohl". Falls es noch zu kalt war und weder Grünkohl
noch Spinat zu haben waren, gab es die im vorangegangenen
Herbst eingemachten grünen Bohnen. "Nach Möglichkeit sollte es
am Gründonnerstag aber schon das frische, junge Grün sein,
welches man auf vielfache Art verarbeitete", weiß Christiane
Cantauw, Geschäftsführerin der Volkskundlichen Kommission für
Westfalen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).

Den Berichten aus dem Archiv für westfälische Volkskunde
zufolge wurden um die Mitte des 20. Jahrhunderts Kopfsalat,
Kresse, Löwenzahn, Spinat, junge Nesselblätter oder auch
Bärlauch gegessen. Auch sogenannte 'grüne Pfannkuchen', also
Pfannkuchen mit Schnittlauch waren als Gründonnerstagsspeise
sehr beliebt, wie aus Berichten aus Lüdenscheid (Märkischer
Kreis) und Versmold (Kreis Gütersloh) hervor geht.

"Warum man am Gründonnerstag meinte, unbedingt etwas Grünes
essen zu müssen, ist nicht überliefert. Mit der Bezeichnung
dieses Tages haben die Speisesitten jedenfalls nichts zu tun.
Sie geht nämlich auf das Wort 'greinen' zurück, was so viel wie
klagen oder weinen bedeutet. Vielleicht wirkt hier die
Vorstellung nach, dass den ersten frischen Kräutern des Jahres
besondere Kräfte zu eigen seien. Teilweise mag es auch einfach
das Bedürfnis gewesen sein, den durch die Fastgebote
reduzierten Speisezettel ein wenig aufzupeppen, was zu dieser
Sitte geführt hat", mutmaßt Cantauw.

Offenbar waren die grünen Speisen am Gründonnerstag auch weiter
verbreitet als die Karfreitagsstruwen, die bis heute nur im
Münsterland bekannt sind. Dieses in Öl ausgebackene,
pfannkuchenartige Hefegebäck, das heiß aus der Pfanne mit
Apfel- oder Pflaumenmus verzehrt wird, gilt im Münsterland als
die Karfreitagsspeise schlechthin. "Bis heute ist für viele
Münsterländer ein Karfreitag ohne Struwen undenkbar. Angebote
von Restaurants, denen zufolge man für einen festen Preis so
viele Struwen essen kann, wie man möchte, lohnen sich indes
meist nur für den Restaurantbetreiber. Ich habe jedenfalls im
Selbstversuch die Erfahrung gemacht, dass man nicht allzu viele
Struwen auf einmal essen kann", so Cantauw.

Am Ostersonntag endet die Fastenzeit. Das hieß, es musste
Fleisch auf den Tisch kommen, das man schließlich lange Zeit
entbehrt hatte. Wie in Ehringhausen (Kreis Soest), Wettringen
(Kreis Steinfurt) oder Ramsdorf (Kreis Borken) bedeutete dies,
dass ein Schinken angeschnitten wurde. Andernorts gab es
Schweinskopfsülze, Sauerbraten, Kalbsbraten oder auch deftige
Pfannkuchen mit viel Schinken und Speck. Zum Frühstück gab es
Stuten (Weißbrot), und zum Kaffee aß man feines Rosinen- oder
Korinthenbrot, teilweise auch den sogenannten Platenkuchen.
Dass die Vorräte in vielen Haushalten nach den Wintermonaten
schon sehr zu Neige gingen, verdeutlicht der Spruch:
'Weihnachten backt ein jeder, Ostern wer kann und Pfingsten nur
der reiche Mann'.

Selbstverständlich durften zu Ostern auch die Eier nicht
fehlen: Gebackene und gekochte Eier aßen die Menschen an den
Ostertagen in beliebiger Anzahl. "Da es sonst eher selten Eier
gab und diese auch meist abgezählt waren, war das natürlich
eine große Versuchung gerade für die Heranwachsenden und jungen
Erwachsenen. Da hat so mancher wohl mächtig zugelangt, und weil
dem ein oder anderen die hartgekochten Eier auf den Magen
schlugen oder zu anderweitigen Verdauungsproblemen führten,
muss es teilweise in den Gottesdiensten ganz schön unangenehm
gerochen haben", so LWL-Volkskundlerin Chrstiane Cantauw.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Mar 31 08:18:52 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 31 Mar 2010 08:18:52 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL-Roemermuseum ab Karfreitag wieder geoeffnet,
Haltern am See, ab 02.04.2010
Message-ID: 4BB3056C.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 30.03.2010, 09:49


AKTUELL

LWL-Römermuseum ab Karfreitag wieder geöffnet
Spielzeug-Armee des Varus bleibt in Haltern

Am Karfreitag (2.4.) öffnet der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) sein LWL-Römermuseum in Haltern am See
(Kreis Recklinghausen) wieder. Nach dem Ende des Varus-Jahres
präsentiert sich das Haus am Ort des historischen Römerlages
frisch renoviert und mit einem neuen Ausstellungsbereich. An
den beiden Osternachmittagen bietet das Museum eine
Überraschungsführung für Erwachsene und Kinder ab zehn Jahren
an.

In frischen Farben und auf dem neuesten wissenschaftlichen
Stand präsentiert sich das LWL-Römermuseum. So finden die
Besucher das Modell des Römerlagers Anreppen bei Delbrück
(Kreis Paderborn) mit seinen riesigen Speichergebäuden. Auch
einige Neufunde wie ein bronzene Schöpfkelle aus Haltern sind
in die Dauerausstellung eingefügt. So ein simpulum verwendeten
die Römer vor allem bei Opferzeremonien. Zwei Haarnadeln,
Glasperlen und ein Spinnrocken bezeugen, dass sich auch Frauen
und sogar Kinder im Lager aufgehalten haben. Offiziell war das
nur der Frau des Lagerkommandeurs gestattet.

Im Museumskino versetzt ein 3D-Film die Besucher in die Zeit
vor 2000 Jahren und bringt sie von Rom nach Germanien. Als
Dauerleihgabe bleiben die 15.000 Spielzeug-Römer nach dem Ende
der Imperium-Ausstellung im vergangenen Jahr weiter im
LWL-Römermuseum. Sie stellen die 17., 18. und 19. Legion dar,
die 9 n. Chr. im Teutoburger Wald untergingen. Über fast 200
Meter ziehen die Figuren durch die Ausstellung und vermitteln
ein eindrucksvolles Bild von dem etwa zwölf Kilometer langen
Heereszug des Varus.

In einem neuen Ausstellungsbereich können die Besucher den
wichtigsten Lebensstationen des Varus nachgehen, und hier wird
auch die Frage nach dem Ende des Römerlagers von Haltern
thematisiert. Nach der Varusschlacht, so überliefern es die
antiken Schriftsteller, eroberten die Germanen alle
rechtsrheinischen Miltärstützpunkte - mit Ausnahme eines Lagers
namens Aliso. Von Germanen angegriffen, hielten die wenigen
verbliebenen Truppen dort der Belagerung stand. Schließlich
gelang ihnen sogar der Durchbruch zum Rhein.

War Haltern Aliso? Vieles spricht dafür und wird im neuen
Ausstellungsbereich gezeigt: sogenannte Krähenfüße, die die
Verteidiger oft im Falle eines Angriffs als
Annäherungshindernisse ausstreuten, Schleuder- und
Wurfgeschosse sowie zusätzliche Absperrungen am Süd- und
Osttor. Und nicht zuletzt ist auch der Töpferofen vor dem Lager
mit den Skeletten von 24 Menschen und einem Hund darin ein
wichtiges Indiz dafür, dass das Lager nach der römischen
Niederlage in der Varusschlacht mit einer Rumpfbesatzung belegt
war. Moderne Untersuchungsmethoden konnten klären, dass es sich
bei den Toten um Germanen handelt, die die Römer offenbar nach
einem Kampf im Arbeitsraum des Töpferofens verscharrten. Keine
Germanengruppe hätte es in der Zeit vor der Varusschlacht
gewagt, die mit mehreren tausend römischen Berufssoldaten
besetzte Militäranlage in Haltern anzugreifen.

Am Ostersonntag um 14 Uhr und am Ostermontag um 15 Uhr bietet
das LWL-Römermuseum den Rundgang "Das Erdreich birgt manche
Überraschung" an. Wie bei einer archäologischen Ausgrabung ist
auch hier nicht vorherzusehen, welcher Fund der nächste sein
wird. Sondern die Teilnehmer und der Zufall bestimmen, welche
Exponate beim Rundgang besprochen werden und in welcher
Reihenfolge. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt.


INFO

Termine und Kosten: 4. 4., 14 Uhr und 5.4., 15 Uhr: "Das
Erdreich birgt manche Überraschung". Überraschungsführung für
Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren. Zu zahlen ist nur der
Museumseintritt: Erwachsene 3 Euro, Kinder 1,50 Euro, Familien
7 Euro, Ermäßigungsberechtigte 1,80 Euro. Eine Anmeldung ist
nicht erforderlich.

LWL-Römermuseum
Weseler Str. 100
45721 Haltern am See
Tel.: 02364 9376-0
URL: http://www.lwl-roemermuseum-haltern.de
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9 bis 17 Uhr,
Samstag, Sonntag, Feiertag 10 bis 18 Uhr.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Mar 31 08:25:31 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 31 Mar 2010 08:25:31 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Lehnemann,
Wingolf (Hrsg.): Georg Spormecker. Cronica Lunensis civitatis
Markanae.
Message-ID: 4BB306FB.84E1.00D6.0@lwl.org>

Von: "Jennifer Bunk"
Datum: 30.03.2010, 12:42


LITERATUR

Georg Spormecker. Cronica Lunensis civitatis Markanae.
Aufzeichnungen eines westfälischen Geistlichen aus dem 16.
Jahrhundert. Hrsg. u. übers. v. Wingolf Lehnemann. Mit einem
Beitrag v. Peter Löffler.

Die von Georg Spormecker 1536 begonnene und bis 1560
fortgeführte Lünener Chronik ist der Forschung seit langem
bekannt und wurde erstmals 1760 einer breiteren Öffentlichkeit
zugänglich gemacht. Entgegen ihrem Titel 'Chronik der
märkischen Stadt Lünen' enthält sie keineswegs nur Nachrichten
aus der südwestfälischen Stadt und ihrer Umgebung, sondern auch
eine große Zahl von Informationen aus ganz Westfalen und
darüber hinaus, die nicht an anderer Stelle überliefert sind.
Für die Zeit bis 1457 wählte Spormecker eine chronikalische
Darstellung, während er für die folgende Zeit jahrweise über
die Ereignisse berichtete.

Der große Wert der Chronik liegt in der Darstellung der Zeit
zwischen 1457 und 1560, wobei die Nachrichten aus den Jahren
zwischen 1544 und 1560 besonders zahlreich und detailliert
sind. Die Interessen aber auch der Kenntnisstand des abseits
der Zentren lebenden Chronisten sind in der Auswahl der von ihm
aufgezeichneten Ereignisse ablesbar; so fehlen z.B. gänzlich
Angaben zur Reformation und der neuen Lehre, die in den 1550er
Jahren auch in Lünen Einzug gehalten hat. Eine beigegebene
Tabelle zeigt, welche Dinge er für die einzelnen Jahre über
Lünen, Westfalen, das Rheinland und das damalige Deutsche Reich
wusste oder für mitteilenswert hielt.

Der in Lünen geborene Georg Spormecker war nach seinem Studium
in Köln als Geistlicher zunächst in Dortmund, ab 1529 in Lünen
und später in Herbern tätig; er starb 1562. Seine in
lateinischer und niederdeutscher Sprache verfasste Chronik
wurde später von verschiedenen Autoren bis 1621 fortgeführt,
abgeschrieben und schließlich 1760 für den Druck redaktionell
bearbeitet. Grundlage der nunmehr vorliegenden Edition, ist das
eigenhändige Manuskript Spormeckers, das sich in Privatbesitz
befindet. Alle späteren, nicht im Spormeckerschen Manuskript
stehenden Nachrichten sind als Anmerkungen bzw. als
Fortsetzungen ebenfalls aufgenommen. Die Edition unterscheidet
sich damit grundlegend von den bisher gedruckten Versionen. Den
Lebensspuren Spormeckers geht der Beitrag von Peter Löffler
nach. Die Veröffentlichung wird ergänzt durch umfangreiche
Erläuterungen, Nachweise und ein Register. Abbildungen und
Karten ergänzen die Ausgabe.

Die kommentierte, kritische Edition der Spormeckerschen Chronik
richtet sich sowohl an Fachleute als auch an historisch
Interessierte, die durch die beigegebene Übersetzung sowohl des
lateinischen als auch des niederdeutschen Textes sowie die
umfangreichen Erläuterungen einen leichten Zugang zu dem Text
erhalten, der auch Lokalforschern viele Informationen bietet.


INFO

Georg Spormecker. Cronica Lunensis civitatis Markanae.
Aufzeichnungen eines westfälischen Geistlichen aus dem 16.
Jahrhundert. Hrsg. u. übers. v. Wingolf Lehnemann. Mit einem
Beitrag v. Peter Löffler.

Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte 2010.
364 S., 4 Abb., 4 Karten
(Veröffentlichungen der Historischen Kommission für
Westfalen XLIV: Quellen und Forschungen zur Kirchen-
und Religionsgeschichte, 8).
ISBN: 978-3-89534-748-1; Ladenpreis: 39,00 Euro





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Mar 31 08:37:53 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 31 Mar 2010 08:37:53 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter Soest, Folge 426, November 2009
Message-ID: 4BB309E1.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 31.03.2010, 09:00


SERVICE: TOC

Heimatblätter Soest
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage zum Soester Anzeiger
Folge 426
November 2009


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=169





ohne Seitenangaben, in Auswahl [AS]

Rogge, Klaus
Bauunternehmer, Lokalhistoriker und begeisterter Münzensammler
Willi Pieper erwarb sich viele Verdienste für seine Heimatstadt

Verbrechen und deren Bestrafung im Soest
des 16. und 17. Jahrhunderts
Aus den Annalen des L.E. Rademacher (Stadtarchiv Soest)

Platte, Hartmut
Bauernarchiv im Kreisarchiv Unna
Umfangreiches Material steht für die Forschung zur Verfügung

Köpke, Gerd
Beinahe ganzjährig in Stimmung: die Ringeltaube

"Das Haus Oranien-Nassau bis zu den Königen der Niederlande"
Neue Schrift in der Reihe "Deutsche Fürstenhäuser"

Beaugrand, Günter
Heilige, Narren und Drachen im Chorgestühl von Cappenberg
Vor 500 Jahren wurde mit den Schnitzarbeiten in der 1149
eingeweihten Stiftskirche begonnen

Funke, Helmut
Als Soest in flammen aufging
Ein Rückblick auf den 5. Dezember 1944

Kleine, Joseph
Der Soester Künstler Fritz Viegener (1888-1976):
Kompromisslose Treue zu seiner Frau

Kuder, Manfred
Dr. Otto Boelitz gründete die CDU in Soest
Er engagierte sich auch für die "Westfalenpost"