E-Mailing-Liste > Monatsarchiv 2010 - 02


 
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From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Feb 1 08:53:18 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 01 Feb 2010 08:53:18 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Museum: "Wappen machen Geschichte", Bielefeld,
07.02.2010
Message-ID: 4B66967E.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Bielefeld"
Datum: 28.01.2010, 10:32


AKTUELL

Museum: "Wappen machen Geschichte"

Am Sonntag, 7. Februar, heißt es im Historischen Museum von
11.30 bis 12.30 Uhr "Kenn ich dein Wappen, weiß ich wer du
bist". Dort sollen Kinder von drei bis fünf Jahren mit Spürsinn
verschiedene Wappen und Symbole im Historischen Museum finden
und ihre Geschichte erfahren. Anschließend gestalten sie ihr
eigenes Wappen. Die Teilnahmegebühr beträgt fünf Euro.

Anmeldung unter 0521 / 51-3635 oder 0521 / 51-6333.


INFO

Historisches Museum
Ravensberger Park 2
33607 Bielefeld
Tel.: 0521 5136-30
URL: www.historisches-museum-bielefeld.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Feb 1 08:55:10 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 01 Feb 2010 08:55:10 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2010/04
Message-ID: 4B6696EE.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 25.01.2010, 13:49


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2010-04 für den Zeitraum vom 16.01.2010 bis

zum 22.01.2010 mit insgesamt 31 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:
http://www.ulb.uni-muenster.de/cgi/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2010-04&fach=wes






Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/

Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html
http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib




Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Feb 1 08:59:09 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 01 Feb 2010 08:59:09 +0100
Subject: [WestG] [POS] LWL-Kulturabteilung,
Kulturwissenschaftler/in bzw.Kulturmanager/in, Muenster
Message-ID: 4B6697DD.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 26.01.2010, 10:48


STELLENAUSSCHREIBUNG

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Münster ist in
der LWL-Kulturabteilung zum 01.04.2010 die Stelle einer/eines

Kulturwissenschaftlerin/
Kulturwissenschaftlers bzw.
Kulturmanagerin/
Kulturmanagers

zu besetzen. Die Stelle ist auf die Dauer von drei Jahren
befristet.

Aufgabengebiete:
- Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen,
Projekten, Veröffentlichungen
- Erarbeitung eines wissenschaftlichen Konzepts zur Vernetzung
der Kulturakteure in Westfalen-Lippe
- Erarbeitung und Gestaltung von Marketing- und Werbekonzepten
- Zusammenarbeit mit Kultureinrichtungen, Kulturbüros etc.
- Budgetverantwortung für die Projekte
- Teilnahme an Gremiensitzungen
- Vorbereitung der Sitzungen der Lenkungsgruppe

Wir erwarten:
- ein abgeschlossenes Studium im Bereich Kulturwissenschaften,
Kulturmanagement, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit o.ä.
- praktische Erfahrungen in den oben genannten Bereichen
- freundlicher und serviceorientierter Umgang mit Kunden und
Kundinnen
- strategisches und konzeptionelles Denken
- Kreativität, Eigeninitiative und Teamfähigkeit
- sehr gute Computerkenntnisse, insbesondere auch im Umgang mit
PowerPoint und Grafik
- ergebnis- und sachorientierter Arbeitsstil
- Engagement, Zuverlässigkeit und organisatorisches Geschick
- Fremdsprachen: gute Englischkenntnisse
- PKW-Führerschein

Wir bieten:
- eine vielseitige und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem
engagierten Team
- eine Vergütung nach Entgeltgruppe 13 TVöD

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Bei Fragen steht Ihnen Frau Dr. Kathrin Höltge (Tel.: 0251
591-3856) zur Verfügung.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
03/10 bis zum 11.02.2010 an den
Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Feb 1 09:01:51 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 01 Feb 2010 09:01:51 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Dieter Gebhard neuer Vorsitzender
derLWL-Landschaftsversammlung
Message-ID: 4B66987F.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 28.01.2010, 12:39


AKTUELL

Dieter Gebhard neuer Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung

Der neue Vorsitzende der Landschaftsversammlung beim
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) heißt Dieter Gebhard.
Den 60jährigen Studiendirektor aus Gelsenkirchen wählten am
Donnerstag (28.1.) in Münster die Abgeordneten in der neuen
Landschaftsversammlung mit 54 von 95 gültigen Stimmen. Gebhard,
bisher langjähriger Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im
LWL, löst Maria Seifert (CDU) an der Spitze des so genannten
"Westfalenparlamentes" ab.

Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Michael Pavlicic (CDU)
aus dem Kreis Paderborn und die Grünen-Abgeordnete Gertrud
Welper (Kreis Borken) gewählt. In der neuen
Landschaftsversammlung, die das Wahlergebnis bei der
Kommunalwahl 2009 in Westfalen-Lippe widerspiegelt, sind fünf
Fraktionen mit insgesamt 101 Abgeordneten vertreten: die CDU
mit 41 Sitzen, die SPD mit 33 Mandaten, Bündnis90/Die Grünen
mit elf Sitzen sowie die FDP-Fraktion mit elf Mandaten (davon
zwei Freie Wähler) und Die Linke mit fünf Sitzen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Feb 1 09:04:00 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 01 Feb 2010 09:04:00 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Plano-Faksimile des aeltesten Plans der Stadt
Muensterim IStG erhaeltlich
Message-ID: 4B669900.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christine D. Schmidt"
Datum: 28.01.2010, 09:52

AKTUELL

Plano-Faksimile des ältesten Plans der Stadt Münster
im IStG erhältlich

Aufgrund der großen Nachfrage ist es nun möglich, den ältesten
Plan der Stadt Münster als plano-Faksimile in Originalgröße
(38x84cm) im Institut für vergleichende Städtegeschichte
Münster zu erhalten. Das im Dezember erschienene Buch "Tatort
Domplatz. Der Münster-Plan von 1609 und seine Geschichte(n),
hg. i. A. des Instituts für vergleichende Städtegeschichte von
Mechthild Siekmann" enthielt zwar bereits das Faksimile in
Originalgröße, jedoch aufgrund der Buchgröße lediglich in
gefalzter Form. Nun sind die Pläne gegen eine Spende im
Institut für vergleichende Städtegeschichte erhältlich und
können während der Öffnungszeiten, täglich zwischen 9 und 16
Uhr in der Königsstr. 46, 48143 Münster abgeholt werden.

Für Rückfragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung. Bitte
wenden Sie sich an das Sekretariat: 0251-83-27512,
istg at uni-muenster.de oder faxen Sie uns unter 0251-83-27535.


INFO

Kontakt:
Königsstr. 46
48143 Münster
Tel.: 0251-8327512
Fax: 0251-8327535
URL: www.uni-muenster.de/staedtegeschichte





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Feb 1 09:06:53 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 01 Feb 2010 09:06:53 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Holocaust-Gedenktag: 700 Maenner mussten in
AnnenZwangsarbeit leisten: Wittenerinnen und Wittener
gedachten derOpfer
Message-ID: 4B6699AD.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Universitätsstadt Witten"
Datum: 28.01.2010, 12:52


AKTUELL

Holocaust-Gedenktag: 700 Männer mussten in Annen Zwangsarbeit
leisten
Wittenerinnen und Wittener gedachten der Opfer

Trotz Schnee und glatter Straßen fanden am Mittwoch, 27. Januar,
wieder viele Wittenerinnen und Wittener den Weg zur
diesjährigen Gedenkveranstaltung an der Restfläche des
ehemaligen KZ-Außenlagers Buchenwald in Annen. Klaus Lohmann,
Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Witten, und
Bürgermeisterin Sonja Leidemann hielten kurze Ansprachen.

Vorher hatten sie zusammen mit Karlheinz Dressel vom
Freundeskreis der Israelfahrer einen Kranz niedergelegt, der
anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz vor
der Restfläche des ehemaligen Außenkommandos Buchenwald in
Witten-Annen an die über 700 Männer aus dem Konzentrationslager
Buchenwald - Russen, Weißrussen, Ukrainer, Polen, Franzosen,
Tschechen, Italiener und auch deutsche Häftlinge des
Nazi-Regimes - erinnern soll, die mitten in der Untergangsphase
des NS-Regimes von September 1944 bis April 1945 Zwangsarbeit
für die deutsche Kriegswirtschaft im Gussstahlwerk Annen
leisten mussten.

Mitte der 80er Jahre hat eine Schulklasse des
Albert-Martmöller-Gymnasiums diesen Teil unserer
Stadtgeschichte öffentlich gemacht. Darauf hin vergab die Stadt
Witten den Auftrag an die beiden Historiker Klaus Völkel und
Manfred Grieger, die Geschichte dieses Außenlagers von
Buchenwald aufzuarbeiten. Zudem entstand hier eine Gedenkstätte,
die vom Denkmalpfleger der Stadt Witten in Zusammenarbeit mit
Schülerinnen und Schülern gepflegt wird.

Das Außenlager Buchenwald in Witten-Annen war nur ein Teil des
ausgeklügelten nationalsozialistischen Lagersystems, in dem
Juden und Jüdinnen, politische Gegnerinnen und Gegner des
NS-Regimes, Sinti und Roma, Homosexuelle, so erklärte und
kriminalisierte Asoziale und so bezeichnete Fremdvölkische
direkt von der SS ermordet oder indirekt durch Ausbeutung ihrer
Arbeitskraft vernichtet wurden.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Feb 1 09:08:34 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 01 Feb 2010 09:08:34 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Neuer Internetauftritt: "Relaunch" der Webseite
desLWL-Landesmuseums
Message-ID: 4B669A12.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 29.01.2010, 10:32


AKTUELL

Neuer Internetauftritt
"Relaunch" der Webseite des LWL-Landesmuseums

Übersichtlicher, strukturierter und weiterhin sehr informativ
präsentiert sich das LWL-Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte in seinem neuen Internetauftritt. Pünktlich
zum großen Abschlusswochenende der Max-Ernst-Ausstellung in
Münster geht die neue Seite
http://www.lwl-landesmuseum-muenster.de des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Freitag (29.1.)
online.

Das angedeutete Baustellen-Flatterband als Teil des schlichten
Layouts verweist auf den umfangreichen Um- und Neubau des
Museums, zu dem es auch einen Extra-Menüpunkt in der
Hauptleiste gibt. Statt sich mit mühsamen Durchklicken
aufzuhalten, finden die Internetbenutzer auf der neuen Seite
alle Informationen zum Haus, zur Sammlung und den Ausstellungen
schnell und auf einen Blick.

"Ein Höhepunkt ist die neue Bildergalerie, in der die
wichtigsten Werke der Sammlung in Bild und Text vorgestellt
werden", so Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold. Besucher
können sich schon vor dem Kauf einer Eintrittskarte einen
Überblick davon verschaffen, was sie in dem LWL-Museum
erwartet. Auch werden dadurch Werke aus der rund 500.000
Objekte umfassenden Sammlung präsentiert, die aufgrund des
Umbaus derzeit nicht ausgestellt werden können.

In Zusammenhang mit einem derzeit laufenden
Digitalisierungsprojekt soll die Präsentation der Bilder im
Internet in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden, so
dass die Bilddatenbank bald umfangreiche Recherchemöglichkeiten
zur Kunst in Westfalen und weit darüber hinaus bietet.

Alle Infos zum Programm der Finissage und der Langen Nacht am
jetzigen Abschlusswochenende der Max-Ernst-Ausstellung sind
ebenfalls auf der neuen Internetseite zu finden.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Feb 1 09:11:21 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 01 Feb 2010 09:11:21 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: "Unsere armen Leute". Medieval
HungarianHospitals in Comparison, Muenster, 05.02.2010
Message-ID: 4B669AB9.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Institut für Vergleichende Städtegeschichte" uni-muenster.de>
Datum: 29.01.2010, 13:51


AKTUELL

Im Rahmen des Freitags-Kolloquiums im Wintersemester 2009/2010
spricht


Dr. Judit Majorossy, Budapest/Münster

über

"Unsere armen Leute". Medieval Hungarian Hospitals in Comparison

am 5. Februar, 16.00 Uhr c.t.


INFO

Institut für vergleichende Städtegeschichte - IStG - gGmbH
Königsstr. 46
48143 Münster
Tel.: 0251 - 83 275 12
Fax: 0251-83-27535







From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Feb 2 11:21:37 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 02 Feb 2010 11:21:37 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Barbarossa kommt nach Herne: LWL-Museum
fuerArchaeologie praesentiert kostbares Abbild
Message-ID: 4B680AC1.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 02.02.2010, 10:15


AKTUELL

Barbarossa kommt nach Herne
LWL-Museum für Archäologie präsentiert kostbares Abbild

In der neuen Ausstellung "Aufruhr 1225!" präsentiert das
LWL-Museum für Archäologie in Herne vom 27. Februar an Ritter,
Burgen und Intrigen. Zu den hochkarätigen Exponaten der Schau
des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zählt der
sogenannte Cappenberger Kopf. Das rund 30 Zentimeter hohe
Abbild Friedrich Barbarossas ist das älteste plastische Bildnis
eines deutschen Kaisers mit individuellem Charakter. Für die
vergoldete Bronzeplastik haben die Ausstellungsmacher einen
besonderen Platz geschaffen: Eine originalgetreue Kopie der
Grabplatte des Klostergründers Gottfried von Cappenberg. "Auf
der Platte hat Barbarossa womöglich schon vor 700 Jahren
gestanden", sagt Mittelalterforscher und Projektleiter Dr.
Stefan Leenen.

Graf Gottfried (um 1096 bis 1127) und die Mitglieder seiner
Familie gehörten zu den einflussreichsten Adeligen im Reich.
Gottfried und sein Bruder Otto standen im Jahr 1121 im Heer des
Herzogs von Sachsen, das für den Dombrand in Münster
verantwortlich war. Später bereuten die Geschwister die Tat und
ließen ihr weltliches Leben hinter sich. Sie gaben ihr Vermögen
der Kirche und wandelten ihre Stammburg in ein Kloster um - das
Kloster Cappenberg bei Selm (Kreis Unna).

Dort wurde der Barbarossa-Kopf über Jahrhunderte als Behältnis
für eine Reliquie des Evangelisten Johannes genutzt. Otto von
Cappenberg, von 1156 an Probst des Klosters, vermachte das als
Gefäß verwendete Herrscherbildnis seinen Ordensbrüdern.
Standort des Kopfes war fortan vermutlich ein kreuzförmiger
Sockel auf der Grabplatte seines Bruders. "Form und Größe des
Sockels in der rechten Hand des Klostergründers lassen darauf
schließen", erklärt Leenen.

Der Rotbart
Der Barbarossa-Kopf war ein Geschenk des Kaisers an seinen
Taufpaten Otto von Cappenberg. "Es handelt sich dabei um eine
idealisierte Darstellung von Friedrich Barbarossa, die mit der
Wirklichkeit wohl recht wenig übereinstimmt", so der
Archäologe. Ein Stirnreif spiele auf die Herrscher im antiken
Rom an, in deren Tradition sich der Kaiser sah. Friedrich (1155
bis 1190) selbst konzentrierte seine Politik auch stark auf
Italien. Dort nannte man ihn wegen der Farbe seines Bartes
"Barbarossa" ("Rotbart").

Das Kloster Cappenberg wurde im Jahr 1803 aufgelöst. Die
Grabplatte Gottfrieds in der noch bestehenden Stiftskirche ist
heute nur eingeschränkt zugänglich. Daher soll die erstellte
Kopie nach der Ausstellung an die Gemeinde gehen, damit sie
dort zusammen mit dem Barbarossa-Kopf dauerhaft präsentiert
werden kann.

Hintergrund:
Durch die Klosterstiftung Gottfrieds von Cappenberg wurde das
territoriale Gefüge der Region im 12. Jahrhundert entscheidend
verändert, denn die mögliche weltliche Vormachtstellung der
Grafen zu Cappenberg wurde damit hinfällig.

Das Kloster Cappenberg wurde nach der Auflösung wieder zu einem
Adelssitz. Es zählt heute zum Besitz der Grafen von Kanitz und
beherbergt unter anderem eine Kunstgalerie und eine Außenstelle
des LWL-Museums für Kunst und Kulturgeschichte. Die ehemalige
Stiftskirche ist heute die Pfarrkirche St. Johannes Evangelist
und steht unter der Leitung eines Prämonstratenser-Paters.

Die Ausstellung
1225 kommt der Kölner Erzbischof Engelbert, einer der
mächtigsten Männer des Reiches, während eines Überfalls bei
Gevelsberg im heutigen Ruhrgebiet gewaltsam ums Leben. Wie
dieser Mord die ganze Ruhrregion veränderte - das ist
Ausgangspunkt und Leitmotiv der größten Mittelalterausstellung,
die bisher im Ruhrgebiet gezeigt wurde: "Aufruhr 1225! Ritter,
Burgen und Intrigen", läuft vom 27. Februar bis 28. November
2010 im LWL-Museum für Archäologie in Herne.

Events, Workshops, Führungen und Mittelaltermärkte sowie ein
Außenprogramm in elf Burgen und Schlössern der Region begleiten
die Ausstellung.


INFO

27. Februar bis 28. November 2010
"AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen"

LWL-Museum für Archäologie
Europlatz 1, 44623 Herne
Di, Mi, Fr 9-17 Uhr, Do 9-19 Uhr
Sa, So und feiertags 11-18 Uhr
Eintritt: Zwischen 2 und 6 Euro,
Familienkarte 12 Euro, Gruppenrabatte

URL: http://www.aufruhr1225.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Feb 2 11:27:52 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 02 Feb 2010 11:27:52 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Homepage des Stadtarchivs Muenster "generalueberholt"
Message-ID: 4B680C38.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Münster"
Datum: 01.02.2010, 14:33


AKTUELL

Homepage des Stadtarchivs "generalüberholt"
Mehr Informationen und Recherchemöglichkeiten /
Online-Bestellungen aus Personenstandsregistern / Bundesweit
einmalig

Nach mehr als zwölf Jahren im weltweiten Netz hat das
Stadtarchiv seine Hompage "generalüberholt". In bewährter
Kooperation mit der Online-Redaktion der Stadt Münster ist der
Internetauftritt neu konzipiert und erweitert worden. Die neuen
barrierefreien Seiten im städtischen Rahmendesign behalten aber
die bekannte Adresse: www.muenster.de/stadt/archiv.

Das Archiv bietet jetzt noch mehr Informationen und
Recherchemöglichkeiten an. Am neuen Online-Schalter des
Stadtarchivs Münster können erstmals auch Kopien aus
archivierten Personenstandsregistern bestellt werden. Die
Bezahlung erfolgt bequem im Einzugsverfahren. "Dieser
innovative Service", so Dr. Hannes Lambacher, Leiter des
Stadtarchivs zur neuen Website, "ist einmalig unter den
Archiven Deutschlands und damit das Highlight unseres neuen
Internetauftritts."

Kopien bequem online bestellen

Eine am 1. Januar 2009 wirksam gewordene Reform des
Personenstandsrechts hat dazu geführt, dass das Standesamt dem
Stadtarchiv umfangreiche Personenstandsregister übergeben hat.
Zahlreiche Personenstandsregister der Stadt Münster sowie der
Gemeinden Albachten, Hiltrup, Nienberge, Roxel, St. Mauritz und
Wolbeck sind nun im Stadtarchiv verfügbar. Rechtsanwälte,
Gerichte, Notare, aber auch Privatpersonen, Familienforscher
oder Wissenschaftler benötigen Auszüge aus diesen Registern.
Verfügbar sind Geburtsregister (Zeitraum 1874 bis 1899),
Heiratsregister (1874 bis 1929) und Sterberegister (1874 bis
1979). Kopien aus diesen Registern lassen sich nun bequem von
zu Hause aus bestellen und per Post in Empfang nehmen.

Neben weiteren umfangreichen Informationen bietet der neue
Internetauftritt jetzt auch Online-Recherchemöglichkeiten in
den Archivbeständen. So können die Beständeübersicht, der
Bibliothekskatalog aber auch die so genannten Findbücher, denen
man inhaltliche Einzelheiten zu vielen im Stadtarchiv lagernden
Archivalien entnehmen kann, online "durchstöbert" werden.

Alle Themenabende auf einen Blick

Erkenntnisse zu herausragenden Ereignissen, Einrichtungen,
einem Stadtteil oder bestimmten Personen aus der
Stadtgeschichte Münsters bieten die stadtgeschichtlichen
Vorträge oder Führungen. Die Termine der beliebten und gut
besuchten Themenabende sind bereits für das gesamte Jahr 2010
auf der Homepage zu finden. Zu vielen stadtgeschichtlichen
Fragen werden online Antworten angeboten. Im Abschnitt
"Stadtgeschichte online" der neuen Homepage bieten sich dazu
mehrere anschauliche und leicht verständliche Präsentationen
des Stadtarchivs an.

Besondere Angebote für Schulen

Ein gesonderter Abschnitt richtet sich an Lehrkräfte,
Schülerinnen und Schüler. Das Stadtarchiv bietet spezielle
Angebote für diese Zielgruppe und stellt die eigens
entwickelten Unterrichtsmodule vor. Die Module beinhalten eine
Hausführung und anschließendes Arbeiten mit den Originalquellen
bestimmten Themenfeldern.

Steht etwa eine Unterrichtseinheit über das Thema "Jugend im
Nationalsozialismus" an, lernen die Schüler durch das
gemeinsame Lesen und Auswerten der "Chronik des Fähnleins
Florian Geyer" die "Pimpfe" als eine Einheit der Hitlerjugend
kennen. In weiteren Unterrichtsmodulen geht es um Hexenprozesse
in Münster, um den Westfälischen Frieden und die
"Machtergreifung" der Nationalsozialisten in Münster.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Feb 2 11:24:25 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 02 Feb 2010 11:24:25 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: "Plattdeutsch heute", Rheda-Wiedenbrueck,
05.02.2010
Message-ID: 4B680B69.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Martin Wedeking"
Datum: 01.02.2010, 23:18


AKTUELL

Schwerpunkt der Heimatarbeit im Kreis Gütersloh ist in diesem
Jahr das Thema Plattdeutsch. Daher lädt der Heimatverein Rheda
am Freitag, den 5. Februar 2010 um 19.30 Uhr zu einem Vortrag
in die Bürgerbegegnungsstätte Domhof ein.

Dr. Markus Denkler, Germanist und Geschäftsführer der
Kommission für Mundart- und Namensforschung Westfalens, spricht
zum Thema "Plattdeutsch heute". In welchen Gegenden Westfalens
wird heute noch niederdeutsch gesprochen? Welchen Einfluss hat
das Plattdeutsche auf unsere Alltagssprache? Diesen und anderen
Fragen wird der Referent in seinem Vortrag nachgehen, zu dem
alle Interessenten herzlich eingeladen sind. Der Eintritt ist
frei.

Der Domhof liegt in der Innenstadt des Stadtteils Rheda,
Parkplätze sind in unmittelbarer Nähe vorhanden.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Vortrag "Plattdeutsch heute"
Datum: 05.02.2010
Heimatverein Rheda e.V. (in Verbindung mit dem
Kreisheimatverein Gütersloh)
Am Domhof 1
33378 Rheda-Wiedenbrück
Tel.: 05242/48676 oder 0251/3904174
Fax: 05242/9860601
E-Mail: info at heimatverein-rheda.de
URL: www.heimatverein-rheda.de

Kontakt:
Martin Wedeking





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Feb 2 11:37:39 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 02 Feb 2010 11:37:39 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Schuetzenvereine im Nationalsozialismus,
Dorsten
Message-ID: 4B680E83.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 01.02.2010, 08:59
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Feiern und schießen für das Regime?
Schützenvereine im Nationalsozialismus
Referent: Henning Borggraefe M.A. (Bochum)

Henning Borggraefe ist seit Mai 2008 Promotionsstudent an der
Ruhr-Universität Bochum mit dem Projekt: "Historiker,
Opferverbände und die gesellschaftliche Auseinandersetzung um
Entschädigung für NS-Verfolgte
1980-2005."Forschungsschwerpunkte: Nationalismusforschung,
Geschichte des Nationalsozialismus, Geschichte von
Wiedergutmachung und Zwangsarbeiterentschädigung.


INFO

Veranstalter:
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten
Tel.: 0 23 62 / 4 527 9
Fax: 0 23 62 / 4 53 86
E-Mail: info at jmw-dorsten.de

Donnerstag 4. Februar 2010, 19.30 Uhr

Veranstaltungsort:
Altes Rathaus, Dorsten
Markt 1
46282 Dorsten
E-Mail: altesrathaus(at)vr-web.de
URL: www.altes-rathaus-dorsten.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Feb 2 11:41:05 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 02 Feb 2010 11:41:05 +0100
Subject: [WestG] [POS] LWL-Kulturabteilung, wissenschaftliche Volontaer/in,
Muenster
Message-ID: 4B680F51.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 26.01.2010, 11:14


STELLENAUSSCHREIBUNG

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Münster ist in
der LWL-Kulturabteilung zum nächstmöglichen Termin die Stelle als

wissenschaftliche Volontärin/
wissenschaftlicher Volontär

zu besetzen. Das Volontariat ist auf zwei Jahre befristet.

Aufgabengebiete:
- Mithilfe bei Planung und Organisation von Veranstaltungen,
Projekten, Veröffentlichungen
- Mithilfe bei der Erarbeitung und Gestaltung von Marketing-
und Werbekonzepten und sonstigen öffentlichkeitswirksamen
Maßnahmen

Wir erwarten:
- ein abgeschlossenes Studium im Bereich Kulturwissenschaften,
Kulturmanagement, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit o.ä.
- sehr gute Computerkenntnisse, insbesondere auch im Umgang mit
PowerPoint und Grafik
- ergebnis- und sachorientierter Arbeitsstil
- Engagement, Zuverlässigkeit und organisatorisches Geschick
- gute Englischkenntnisse
- PKW-Führerschein

Wir bieten:
- eine vielseitige und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem
engagierten Team
- in Anlehnung an die Regelung für Beamtenanwärter/innen des
höheren Dienstes wird eine monatliche Pauschalvergütung von
1.142,57 ? brutto gezahlt; ggf. zusätzlich Familienzuschlag

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Bei Fragen steht Ihnen Frau Dr. Kathrin Höltge (Tel.: 0251
591-3856) zur Verfügung.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
07/10 bis zum 10.02.2010 an den

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Feb 2 11:46:17 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 02 Feb 2010 11:46:17 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Bocholter Bahnhof im Winter 1940:
Stadtarchivpraesentiert Foto des Monats Februar
Message-ID: 4B681089.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Bocholt"
Datum: 28.01.2010, 09:04


AKTUELL

Bocholter Bahnhof im Winter 1940
Stadtarchiv präsentiert Foto des Monats Februar

Außergewöhnlich streng war vor siebzig Jahren der Winter
1939/1940. In Bocholt fiel vier Tage vor Silvester der erste
Schnee, nachdem schon fast den ganzen Monat lang die
Temperaturen bis weit unter dem Gefrierpunkt gelegen hatten.

Nach Neujahr verschärfte sich der Frost, immer wieder fiel
Neuschnee, der angesichts der grimmigen Kälte auch nicht
verschwand. Am 13. Februar zeigte das Quecksilber nachts minus
28 Grad Celsius. Bis zu 150 Soldaten eines in Bocholt
einquartierten Infanterie-Regimentes wurden bisweilen zur
Schneeräumung verpflichtet. Indessen fror die Aa zu. Bis zu 40
Zentimeter dick war die Eisschicht in den Gewässern, so dass
sich reichlich Gelegenheit zum Eissport bot. Es traten aber
auch Störungen bei der Gas- und Wasserversorgung sowie beim
Transport von Kohlen und Koks für Haushalte und Betriebe auf.
Die Volksschulen wurden für zwei Wochen geschlossen.

Das historische Foto des Monats entstand im Februar 1940 und
zeigt die damalige winterliche Situation vor dem
Bahnhofsgebäude an der Ecke Hindenburg- / Hohenstaufenstraße.
Zentimeterdicke Schneemassen be-decken den Boden, Übergänge
zwischen Bordsteinen und Straßen sind nicht zu erkennen. Die
Strenge der Witterung war vergleichbar mit derjenigen von
1928/29, nicht jedoch in Bezug auf die Schneemenge dieses
ersten Kriegswinters. Infolge der weißen Niederschläge waren
die Straßen - wie im Bild zu sehen - fast unpassierbar geworden.

Ein Winterdienst, wie er heute bekannt ist, kam nicht zum
Einsatz. Selbst die Stufen an den Ein- und Ausgängen des 1904
eröffneten Bahnhofsgebäudes waren nicht vom Schnee geräumt. Die
wenigen zugelassenen Kraftfahrzeuge waren kaum in der Lage, die
weiße Masse aufzuweichen. Wer konnte, ließ das Auto zu Hause.
Es fehlen ebenso die sonst neben der Litfaßsäule gegenüber dem
Bahnhof abgestellten Taxis. Erst Mitte März setzte in langsamen
Schritten Tauwetter ein, so dass die Stadt von einem folglich
drohenden Hochwasser verschont blieb, doch es blieb noch länger
kalt.

URL: http://www.presse-service.de/medienarchiv.cfm?medien_id=87198





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 3 08:15:17 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 03 Feb 2010 08:15:17 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: "Vernetzung und Kooperation in der
regionalenGeschichtsforschung", Herford, 04.02.2010
Message-ID: 4B693095.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christoph Laue"
Datum: 02.02.2010, 14:41


AKTUELL

Verein für Herforder Geschichte e.V.

Wir laden herzlich ein zum Vortrag
"Vernetzung und Kooperation in der regionalen Geschichtsforschung"

Universität Bielefeld, Archive, Museen und Geschichtsvereine
Mit Dr. Stefan Gorißen und Prof. Dr. Ulrich Meier (Universität
Bielefeld):

Dieser Vortrag steht wie der am 4. März folgende in
Zusammenhang mit den Bemühungen des Herforder Geschichtsvereins,
die ortsgeschichtliche Forschungs- und Publikationstätigkeit
zu fördern.

Ulrich Meier: "Gezeigt werden soll, welchen Raum die
Regionalgeschichte an der Universität Bielefeld zur Zeit
einnimmt. Absicht ist, diesen regionalen Forschungs- und
Studienschwerpunkt künftig auszubauen und attraktiver zu
gestalten. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit mit den Museen und
Archiven der Region angestrebt. Davon dürften auch diese
Institutionen profitieren: Haben sie doch durch auf diese Weise
die Chance, gezielt das Interesse universitärer Forschung an
ihren eigenen Archivalien und Beständen zu wecken.

Jubiläen und aktuell interessante Themen der örtlichen
Geschichtskultur ließen sich durch Veranstaltungen an der
Universität intensiver vorbereiten und besser in aktuelle
Forschungsdebatten einbinden. Zu diesem weiten Feld sollen in
Bezug auf Herford einige konkrete Vorschläge gemacht sowie
Mittel und Wege ihrer Förderung diskutiert werden".

Beide Referenten sind ausgewiesene Kenner der Orts- und
Regionlageschichte:

Prof. Dr. Ulrich Meier vertritt die Professur Mittelalter an
der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und
Theologie der Universität Bielefeld und ist Leiter des
Sonderforschungsbereiches "Das Politische als
Kommunikationsraum in der Geschichte".

Seine Forschungsschwerpunkte sind Italienische und deutsche
Stadtgeschichte, Geschichte der politischen Theorie in
Mittelalter und Früher Neuzeit, Historische Semantik des
Politischen, Politische Ikonographie und Regionalgeschichte
Ostwestfalens. Kontakt: ulrich.meier at uni-bielefeld.de , Tel.
0521/1063199.

Dr. Stefan Gorißen ist an der Fakultät für
Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der
Universität Bielefeld u.a. Studiendekan, wirkt im
Arbeitsbereich Geschichte der Frühen Neuzeit, ist für die
Koordination der EDV und als BA-Beauftragter tätig.

Seine Forschungsschwerpunkte sind Protoindustrialisierung in
rheinischen und westfälischen Regionen, Geschichte des
internationalen Geld- und Warenverkehrs im 18. und frühen 19.
Jahrhundert , Politische Ökonomie der Vormoderne , Haushalt und
Familie in vorindustrieller Zeit ,Regionalgeschichte des
Rheinlands und Westfalens und Formale Methoden in der
Geschichtswissenschaft; Geschichte und "neue Medien". Kontakt:
stefan.gorissen at uni-bielefeld.de, Tel. 0521/1063252.


Gleichzeitig weisen wir schon auf den kommenden Vortrag hin:
Donnerstag, 4. März, 19 Uhr, Daniel-Pöppelmann-Haus

Prof. Dr. Dr. Ulrich Knefelkamp (Universität Frankfurt/Oder) /
Prof. Dr. Werner Freitag (Universität Münster): "Eine neue
Stadtgeschichte für Herford -Anforderungen an eine moderne
Stadtgeschichtsschreibung - Eine Podiumsdiskussion"


INFO

Zeit:
Am Donnerstag, 4. Februar 2010
um 19 Uhr

Ort:
im Daniel-Pöppelmann-Haus
Deichtorwall 2
32052 Herford
Tel.: 05221/189-689
Fax: 05221/189708
E-Mail: info at herforder-kunstverein.de
URL: http://www.herforder-kunstverein.de

Eintritt frei


Christoph Laue
Kommunalarchiv Herford/Stadtarchiv Herford
Amtshausstr.2
D-32051 Herford
Tel.: +49 5221/132213
Fax: + 49 5221/132252
Mobil +49 170/4954457
E-Mail: c.laue at kreis-herford.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 3 08:21:46 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 03 Feb 2010 08:21:46 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Osnabruecker Mitteilungen 114 (2009)
Message-ID: 4B69321A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Birgit Kehne"
Datum: 01.02.2010, 12:46


SERVICE: TOC

Osnabrücker Mitteilungen 114 (2009)
Mitteilungen des Vereins für Geschichte und Landeskunde von
Osnabrück (Historischer Verein), Schloßstraße 29, 49074
Osnabrück, Tel.: 0541/33162-14, E-Mail: histver.osnabrueck at
nla.niedersachsen.de



I. Oldermann, Renate
Stift Börstel, eine oldenburgische Familienstiftung

II. Reichert, Sabine
Prozessionen als Merkmal konfessioneller Zugehörigkeit.
Die Osnabrücker Gegenreformation im Spiegel der Chronik
des Rudolf von Bellinckhausen

III. Ilisch, Peter
Die Tuchplomben aus dem Umfeld von Kalkriese

IV. Vogtherr, Thomas
Die Bibliothek des Johann Aegidius Klöntrup (1754-1830) nach
einem Verzeichnis des Jahres 1781

V. Klein, Wolfgang
Selbstbewusstsein und Solidarität.
Zum Bergarbeiterstreik 1898 in Osnabrück

VI. Orant, Esther
Das Stadttheater Osnabrück von 1909 und die Theaterarchitektur
Martin Dülfers

VII. Lensing, Helmut
Der reformierte Bekenntnispastor Friedrich Middendorff und der
"Kirchenkampf" in Schüttorf

VIII. Schaub, Hermann
Schenkung auf dem Totenbett?
Zur Datierung einer Iburger Schenkungsurkunde

IX. Mittelstädt, Fritz-Gerd
Innovation und Diffusion.
Die Kirche in Neuenkirchen (Stadt Melle) vor dem Hintergrund der
Entstehung eines neuen Ideals für den protestantischen
Sakralbau im 19. Jahrhundert

X. Seegrün, Wolfgang
Kaiser Friedrich II. (1194-1250). Feindbild und Wirklichkeit

XI. Osnabrücker Bibliographie zur historischen Landeskunde
(Berichtszeit: Juli 2008-Juni 2009) (Tilde Schröder)

XII. Besprechungen (Karsten Igel/Nicolas Rügge)


INFO

Kontakt:
Renate Janßen
Verein für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück e.V.
Schloßstr. 29
49074 Osnabrück
Tel.: 0541/3316214
E-Mail: histver.osnabrueck at nla.niedersachsen.de
URL: verein-fuer-geschichte-und-landeskunde-von-osnabrueck.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 3 08:25:09 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 03 Feb 2010 08:25:09 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Museumslandschaft HSK - Dr. Ulrike Schowe folgt
KathrinUeberholz
Message-ID: 4B6932E5.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Pressestelle Hochsauerlandkreis"
Datum: 02.02.2010, 15:15


AKTUELL

Museumslandschaft HSK - Dr. Ulrike Schowe folgt Kathrin
Ueberholz

Nach Ihrer fünfjährigen Tätigkeit als Projektleiterin der
Museumslandschaft HSK ist die Kunsthistorikerin Kathrin
Ueberholz ausgeschieden, um neue Aufgaben bei der Stadt
Arnsberg zu übernehmen. Ihre Nachfolgerin ist die Germanistin
Dr. Ulrike Schowe, die bereits seit sechs Jahren freiberuflich
für das Sauerland-Museum tätig ist. Sie wird alle begonnenen
Aufgaben fortführen und neue Ideen entwickeln. So soll in
Zukunft z.B. eine stärkere Kooperation mit Schulen stattfinden.
Umgesetzt werden soll auch das Projekt "Radio-Sauerland zu
Besuch in Museen und Heimatstuben des HSK", das von
Chefredakteur Paul Senske initiiert wird. Weiterhin ist eine
Publikation geplant, in der alle Landschaftsmitglieder
vertreten sind.

2005 rief der Hochsauerlandkreis das Projekt "Museumslandschaft
HSK" gemeinsam mit Kathrin Ueberholz als Leiterin ins Leben.
Waren im Gründungsjahr nur wenige museale Einrichtungen
vertreten, so gibt es inzwischen 51 Projektmitglieder. Hierzu
gehören Museen, Heimatstuben, Sammlungen, Ausstellungen und
Projekte.

Schon im Gründungsjahr hatte sich die Museumslandschaft hohe
Ziele gesetzt. Sie wollte möglichst alle ehrenamtlich und
hauptamtlich geführten Museen, Heimatstuben und Ausstellungen
miteinander vernetzen und gemeinsam vermarkten, um eine breite
Außenwirkung zu erzielen. Viele dieser Ziele hat Kathrin
Ueberholz umgesetzt. So entstand unter ihrer Leitung ein
gemeinsamer Flyer, ein eigener Internetauftritt unter
www.museumslandschaft-hsk.de, der "Sauerländer Kulturbeutel" -
eine Werbetüte -, und alle Mitglieder erhielten ein
Landschaftslogo. Bei regelmäßigen Zusammenkünften mit
Fachvorträgen bot sie den Mitgliedern Möglichkeiten zur
Kontaktaufnahme und zum Erfahrungsaustausch.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 3 08:38:09 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 03 Feb 2010 08:38:09 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Hannig, K./ Olthoff, M./ Wittjen, K. / Zimmermann,
T.(Hrsg.): Die Tiere,
Pflanzen und Pilze desTruppenuebungsplatzes Haltern-Borkenberge
Message-ID: 4B6935F1.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 02.02.2010, 12:02


LITERATUR

Militärische Nutzung und biologische Vielfalt
Erste Publikation zu Tieren, Pflanzen und Pilzen des
Truppenübungsplatzes Haltern-Borkenberge

Mehr als 2700 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, davon über 400
Arten auf den Roten Listen Nordrhein-Westfalens und
Deutschlands - das ist das Ergebnis einer bisher einmaligen
Untersuchung zur Biologischen Vielfalt auf dem aktiv genutzten
Truppenübungsplatz Borkenberge bei Haltern.

Das Mosaik aus Heiden, Sandtrockenrasen und Vorwaldstadien
bietet seltenen Tieren, Pilzen und Pflanzen einen idealen
Lebensraum. Hier können sie sich in aller Abgeschiedenheit und
Naturbe-lassenheit ausbreiten. Selten betritt ein Mensch den
Truppenübungsplatz des britischen Militärs.

Auf Initiative des Naturschutzzentrums Kreis Coesfeld e. V. und
insbesondere von Karsten Hannig öffnete der Truppenübungsplatz
Borkenberge (Kreise Coesfeld und Recklinghausen) ausnahmsweise
seine Schranken. In Kooperation mit der Bundesanstalt für
Immobilenaufgaben und dem britischen Militär sowie mit dem
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) konnten zum ersten Mal
in NRW 21 namhafte Wissenschaftler die Tier- und Pflanzenwelt
eines noch genutzten Truppenübungsplatzes untersuchen.

Sie machten bemerkenswerte Funde, die bundesweit Beachtung
finden. Im Rahmen der Abhandlungen, einer Schriftenreihe des
LWL-Museums für Naturkunde in Münster, ist jetzt darüber das
Buch "Die Tiere, Pflanzen und Pilze des Truppenübungsplatzes
Haltern-Borkenberge" entstanden. Der Truppenübungsplatz gehört
mit seinen Heiden, Sandtrockenrasen und Mooren zu den
wertvollsten Naturlandschaften Nordrhein-Westfalens. Bedingt
durch die seit 1873 andauernde Nutzung als Schieß- bzw.
militärischer Übungsplatz konnte sich hier ein großflächiger
Ausschnitt einer halboffenen Heide- und Moorlandschaft erhalten,
wie sie für die vorindustrielle Kulturlandschaft des
Münsterlandes einst charakteristisch war. In der etwa 1.800
Hektar großen hügeligen Sandlandschaft der Borkenberge finden
zahlreiche gefährdete Arten einen wichtigen Rückzugsraum.

Bisher lag keine umfassende Beschreibung der Biologischen
Vielfalt dieses Gebietes vor. Diesem Umstand wurde mit dem nun
vorliegenden Buch Rechnung getragen. Die 21 Autoren stammen aus
unterschiedlichen Disziplinen.

Was aber ist die Ursache dafür, dass zahlreiche hoch gefährdete
Arten und Lebensräume auf militärischen Übungsplätzen wie den
Borkenbergen vertreten, außerhalb dieser jedoch nahezu
verschwunden sind? Ein wesentlicher Grund ist - neben dem
Vorhandensein großflächiger, ungedüngter Lebensräume - die
militärische Nutzung. Sie schafft durch das Befahren mit
Kettenfahrzeugen ein Netz offener Sandwege und trägt durch
gezielte Pflegemaßnahmen sowie spontane Brände zur Offenhaltung
der Heideflächen bei.

Hiervon profitieren zahlreiche Arten früher Sukzessionsstadien
wie Heidelerche, Kreuzkröte, Zauneidechse, Rostbinde,
Heidelaufkäfer, Knorpelmiere, Hirschsprung oder Zierliche
Glanzleuchteralge. Diese Arten leben dort nicht trotz, sondern
auf Grund der militärischen Nutzung. Daneben bieten die von dem
militärischen Übungsbetrieb weitgehend unbeeinflussten Moore im
Randbereich der Borkenberge sehr selten gewordenen Spezialisten
wie Moorameise, Arktische Smaragdlibelle, Kreuzotter, Gageleule,
Krickente oder Moorlilie geeignete Lebensräume.

Im Rahmen des vorliegenden Buches wird in 22 Einzelbeiträgen
die herausragende Bedeutung der militärisch genutzten
Borkenberge für den Naturschutz hervorgehoben. Auf über 550
Seiten wird der ansonsten oftmals inflationär benutzte Begriff
Biodiversität (Biologische Vielfalt) "mit Leben gefüllt". So
konnten in den Borkenbergen beispielsweise etwa 30 Prozent
aller Spinnenarten, über 40 Prozent aller Amphibien-,
Säugetier-, Laufkäfer- und Ameisenarten, etwa 50 Prozent aller
Brutvogel- und Heuschreckenarten, mehr als 60 Prozent der
Libellenarten und über 70 Prozent aller Reptilienarten
Nordrhein-Westfalens und zahlreiche geschützte Biotoptypen
nachgewiesen werden (vgl. Hannig et al. 2009).

Die Borkenberge sind mittlerweile als FFH-
(Fauna-Flora-Habitat-) und EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesen und
liefern somit einen wichtigen Beitrag zum Europaweiten
Schutzgebietsnetz NATURA 2000. Die Arten- und
Lebensraumvielfalt belegt die große naturschutzfachliche
Bedeutung, die militärische Übungsplätze wie die Borkenberge
innerhalb einer ansonsten oftmals artenarmen "Normallandschaft"
besitzen.

An der Arbeit über die Borkenberge haben neben den vier
Herausgebern (Karsten Hannig, Matthias Olthoff, Kerstin Wittjen
& Thomas Zimmermann) folgende Personen mitgearbeitet: Christian
Büning, Peter Decker, Christian Feuring, Fredi Kasparek, Hajo
Kobialka, Dr. Patrick Leopold, Dr. Michael J. Raupach, Klaas
Reißmann, Dr. Armin Rose, Peter Schäfer, Dr. Carsten Schmidt,
Dr. Christian Schmidt, Prof. em. Dr. Eberhard Schmidt, Annette
Schulte, Klaus Siepe, Holger Sonnenburg und Dr. Heinrich
Terlutter.


INFO

Angaben zum Buch:

Hannig, K., Olthoff, M., Wittjen, K. & T. Zimmermann (Hrsg.)
(2009): Die Tiere, Pflanzen und Pilze des Truppenübungsplatzes
Haltern-Borkenberge. Abhandlungen aus dem LWL-Museum für
Naturkunde 71 (3). Münster. 556 S.

Bezugsmöglichkeit
LWL-Museum für Naturkunde:
Sentruper Str. 285
48161 Münster
Tel.: 0251 591-05
Preis: 24,80 Euro (gebunden),
19,80 Euro (Paperback-Ausgabe)

Vorschau:
Tagung "Truppenübungsplätzen und Biodiversität"
Am 1. März 2010 findet ab 9 Uhr eine ganztägige, öffentliche
Tagung zur "Biologischen Vielfalt und Naturschutz auf
militärischen Übungsplätzen" im LWL-Museum für Naturkunde in
Münster statt. Unter anderem werden die Autoren der Publikation
zum Truppenübungsplatz Haltern-Borkenberge anwesend sein und
mit zahlreichen Fotos über das Gebiet berichten. Der
Tagungsbeitrag beträgt 15 Euro. Anmeldung: Westfälischer
Naturwissenschaftlicher Verein, Sentruper Str. 285, 48161
Münster.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 3 08:41:38 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 03 Feb 2010 08:41:38 +0100
Subject: [WestG] [POS] LWL-Archivamt fuer Westfalen,
Dipl.-Restaurator/in (FH), Muenster
Message-ID: 4B6936C2.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 26.01.2010, 15:01


STELLENAUSSCHREIBUNG

Im LWL-Archivamt für Westfalen ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt
eine Stelle als

Dipl.-Restauratorin/
Dipl.-Restaurator (FH)

zu besetzen.

Aufgabengebiete:
- restauratorische und konservatorische Beratung der
Archivträger in Westfalen-Lippe (u.a. Erstellung von
Aufbewahrungskonzepten, Notfallprävention, Klimatisierung)
- Durchführung von Einzelrestaurierungen
- Auswahl und Weiterentwicklung von Verfahren und Techniken für
die Einzel- und Mengenrestaurierung
- Mitwirkung an der Erstellung von Gutachten
- fachliche Anleitung von Restaurierungspraktikantinnen und
?praktikanten

Wir erwarten:
- ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium im Fach
Papierrestaurierung oder vergleichbare fundierte, durch
Berufspraxis und Fortbildungen nachgewiesene Qualifikationen im
Bereich Papierrestaurierung
- gesundheitliche Belastbarkeit (Allergiefreiheit von Hausstaub,
Milben und Schimmelpilzen)
- gute EDV-Kenntnisse (MS-Office)
- Teamfähigkeit
- prozessorientiertes Denken, hohes Engagement und Flexibilität

Wir bieten:
- eine abwechslungsreiche Tätigkeit in einem kleinen Team bei
einem großen öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber in
Westfalen-Lippe
- eine Vergütung nach Entgeltgruppe 9 TVöD

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Die Stelle ist grundsätzlich auch für Teilzeitkräfte geeignet.

Für Auskünfte steht Ihnen Frau Geller (Tel. 0251/591-4009), zur
Verfügung.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
04/10 bis zum 13.02.2010 an den

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 4 11:31:42 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 04 Feb 2010 11:31:42 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Gilhaus, Ulrike / Paulus, Julia / Kugler-Muehlhofer,
Anne (Hrsg.): Wie wir wurden,
was wir nicht werden sollten.Frauen im Aufbruch zu Amt und Wuerden
Message-ID: 4B6AB01E.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Julia Paulus"
Datum: 03.02.2010, 14:54


LITERATUR

Gilhaus, Ulrike; Paulus, Julia; Kugler-Mühlhofer, Anne (Hrsg.):
Wie wir wurden, was wir nicht werden sollten. Frauen im
Aufbruch zu Amt und Würden, 182 S., zahlr., teils farb. Abb.,
Essen: Klartext Verlag 2009, ISBN 978-3-8375-0206-0, 14,95 Euro

Im Wintersemester 1908/09 konnten sich erstmals Frauen an
deutschen Hochschulen immatrikulieren und einen regulären
Hochschulabschluss erreichen. Zunächst entschieden sich nur
wenige für die akademische Laufbahn und eroberten nach ihrem
Abschluss Positionen in Verwaltung, Justiz, Lehre und Verbänden
oder ließen sich als Freiberuflerinnen nieder.

Im Januar 1919 beteiligten sich erstmals Frauen an der Wahl zum
Deutschen Reichstag, nachdem 1918 das aktive und passive
Wahlrecht gesetzlich verankert worden war. Frauen erhielten
somit Zugang zu den kommunalen und staatlichen Parlamenten und
einige Politikerinnen aus Westfalen zogen in das erste
Parlament der Weimarer Republik ein. Auch wenn im Dritten
Reicht das passive Wahlrecht aufgehoben wurde und hier 1945
erst mühsam ein Neuanfang gemacht werden musste, sind die
beiden Ereignisse von 1908/09 und 1918/19 bis heute die
wichtigste Zäsur für Selbstverständnis und Leitbilder von mehr
als drei Frauengenerationen. Sie bildeten die Grundlage
gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Chancengleichheit.
Beide wurden 1949 durch die rechtliche und politische
Gleichstellung von Frauen und Männern im Grundgesetz zu einem
Abschluss gebracht, wenngleich manche Benachteiligungen bis
heute bestehen.

Alle drei Jubiläen waren der Anlass, eine Rückschau auf den
langen Weg der Gleichstellung von Frauen und Männern zuhalten:
Dokumentiert werden in diesem Katalog eine hierzu im Dezember
2008 in Münster stattgefundene Tagung des LWL-Instituts für
westfälische Regionalgeschichte zum Thema "Politische
Partizipation von Frauen im 20. Jahrhundert", die nach den
Zugangswegen fragte, die Frauen besaßen und besitzen, um
gesellschaftspolitisch einflussreiche öffentlichen Positionen
einnehmen zu können sowie die Ausstellung "Wie wir wurden, was
wir nicht werden sollten" des LWL-Industriemuseums Zeche
Zollern, die am Beispiel von Westfalen-Lippe den hürdenreichen
Weg zu Amt und Würden nachzeichnet und an ausgewählten
Biografien Gelingen und Scheitern, Chancen und Preis der
neugewonnenen Möglichkeiten beschreibt. Mehrere Zeitzeuginnen
ziehen Bilanz und geben Einblick in ihre ganz persönliche
Pionierleistung.

Die Ausstellung wird in den folgenden Jahren noch an acht
weiteren Standorten zu sehen sein:
vom 7.2. bis 5.4.2010 im Museums Wilnsdorf
vom 11.4. bis 6.6.2010 im Museum Burg Vischering Lüdinghausen
vom 13.6. bis 1.8.2010 im Stadtmuseum Brakel
vom 8.8. bis 26.9.2010 im Museum Forum der Völker Werl
vom 3.10. bis 28.11.2010 im Gustav-Lübcke-Museum Hamm
vom 5.12.2010 bis 30.1.2011 im Bochumer Zentrum für
Stadtgeschichte
vom 6.2. bis 20.3.2011 in der Volkshochschule Gelsenkirchen
vom 25.3. bis 21.4.2011 im LWL-Landeshaus Münster





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 4 10:24:55 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 04 Feb 2010 10:24:55 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Weniger Besucher auf Burg Altena: Sanierungsarbeiten
undder Winter die Hauptgruende
Message-ID: 4B6AA077.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Märkischer Kreis"
Datum: 28.01.2010, 15:25


AKTUELL

Weniger Besucher auf Burg Altena
Sanierungsarbeiten und der Winter die Hauptgründe

Die Sanierungsarbeiten auf der Burg Altena forderten ihren
Preis. Im vergangenen Jahr gingen die Besucherzahlen gegenüber
dem Jahr zuvor von 61.438 um 7,8 Prozent auf 56.671 zurück.
"Gemessen an den ungünstigen Begleitumständen ist dieser
Rückgang aber als moderat zu bewerten", so Museumsleiter
Stephan Sensen. Der dritte Bauabschnitt der Burgsanierung
verwandelte die Wehranlage bis Ende Juli in eine Großbaustelle.
Auch das weitgehende Fehlen eines gastronomischen Angebots für
Museumsbesucher dürfte sich ausgewirkt haben, vermutet der
Museumsleiter. Witterungsbedingte Aspekte, ein langer Winter
2008/09 und der frühe Wintereinbruch 2009/10, spielten
ebenfalls eine Rolle.

Analog zum Besucherrückgang wurden auch die
museumspädagogischen Programme und Führungen der Museen Burg
Altena weniger nachgefragt. Es fanden 1.103 Führungen mit
14.845 Personen statt. Das sind 19,5 Prozent weniger als 2008.
Der Anteil der museumspädagogisch betreuten Besuche lag mit 26,
2 Prozent knapp unter dem Vorjahresniveau von 27,4 Prozent.
Nach wie vor zählen die museumspädagogischen Programme der
Museen des Märkischen Kreises zu den am intensivsten
nachgefragten Angeboten aller Museen in Westfalen.

Deutsches Drahtmuseum

Weil das Deutsche Drahtmuseum vor allem über die Kombikarte an
die Museen Burg Altena angebunden ist, wurden dort die Zahlen
gleichermaßen beeinträchtigt. Mit 12.030 Besuchen hatte es
1.154 (8,7 Prozent) weniger als noch ein Jahr zuvor. Der
Jahrestrend machte sich auch bei der Nachfrage der
museumspädagogischen Programme und Führungen des Deutschen
Drahtmuseums bemerkbar. Es fanden 113 Führungen mit 1.508
Personen statt. Das bedeutet einen Rückgang an Führungen um 22,
1 Prozent gegenüber 2008. Der Anteil der museumspädagogisch
betreuten Besuche sank auf 12,5 Prozent gegenüber 16,1 Prozent
im Vorjahr

Luisenhütte Balve-Wocklum

Auch die Zahlen der Luisenhütte Wocklum sanken im Jahr 2009.
5.821 Besucher wurden gezählt. Das sind 1.950 oder 25,1 Prozent
weniger als im Vorjahr. Dies lag vor allem an dem überraschend
schlecht besuchten zweiten Tag des Industriekultur-Festivals
"Luise heizt ein" sowie daran, dass die neuen
museumspädagogischen Angebote zunächst entwickelt werden
mussten, ehe sie ab der nächsten Saison kommuniziert werden.
Seit der Neueröffnung im Mai 2006 wurden 32.448 Besuche
gezählt. Gegenüber der Ausgangssituation von 2003, dem letzten
Jahr vor der Neukonzeption der Luisenhütte, lagen die
Besuchszahlen von 2009 um 224 Prozent höher. 2009 fanden 97
Führungen mit 1.733 Personen statt. Das waren 20,5 Prozent
Führungen weniger als 2008. Der Anteil der museumspädagogisch
betreuten Besuche stieg von 27,3 Prozent auf 29,8 Prozent.

Die Einnahmen der Museen aus Eintrittsgeldern und
Verkaufserlösen haben im Jahr 2009, korrespondierend zur
Verringerung der Besuchszahlen, abgenommen. Die Summe fiel um
28.358 Euro (Minus 11,5 Prozent) auf 195.788 Euro.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 4 11:24:35 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 04 Feb 2010 11:24:35 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Ausstellungsschwerpunkt "Westfalen
undNiederdeutschland", Bielefeld, noch bis 11.02.2010
Message-ID: 4B6AAE73.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Bielefeld"
Datum: 03.02.2010, 18:02


AUSSTELLUNG

Ausstellungsthema noch bis 11. Februar

Das Institut Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek
verlängert den aktuellen Ausstellungsschwerpunkt "Westfalen und
Niederdeutschland" aus dem "Theatrum Europaeum" bis Donnerstag,
11. Februar.

Das derzeitige Thema illustrieren unter anderem Pläne von
Münster, Höxter und Paderborn, Stiche von Gefechten des
Dreißigjährigen Krieges, Ansichten der großen Hansestädte sowie
Porträts von Herrschern und Hanseaten.


INFO

Die Ausstellung kann montags bis freitags von 8.00 bis 17.00
Uhr im Institut Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek,
Rohrteichstraße 19, 1. Obergeschoss, besucht werden.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 4 11:27:56 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 04 Feb 2010 11:27:56 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Leonardo da Vinci zum Anfassen:
LWL-Industriemuseumzeigt Modelle des Universalgenies, Lage,
07.02.-30.05.2010
Message-ID: 4B6AAF3C.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 03.02.2010, 15:18


AUSSTELLUNG

Leonardo da Vinci zum Anfassen
LWL-Industriemuseum in Lage zeigt Modelle des Universalgenies

War Leonardo da Vinci bloß ein Spinner oder hätten seine
unzähligen Erfindungen wirklich funktioniert? Der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt Besucher vom 7.
Februar bis 30. Mai 2010 in die Ausstellung "Leonardo da Vinci
- Erfinder und Ingenieur" in sein Ziegeleimuseum Lage ein,
damit sie sich selber ein Bild machen können.

Unglaublich viele Zeichnungen hat Leonardo da Vinci der
Menschheit hinterlassen. Er war ein Künstler und ein Tüftler.
Ihn faszinierten alle Themen. Und so forschte und
experimentierte er, zeichnete und entwarf die verschiedensten
Maschinen und Hilfsmittel. Die Studierenden des Faches
Produktentwicklung der Fachhochschule Bielefeld nahmen sich
dieser Zeichnungen an. Unter Prof. Dr. Horst Langer bauten sie
im Modell über 70 der Entwürfe nach. Das Besondere dabei ist,
dass die meisten dieser Modelle tatsächlich in Betrieb genommen
werden können.

"In dieser Ausstellung können die Besucher richtig viel
ausprobieren", freut sich LWL-Museumsleiter Willi Kulke.
Insgesamt 64 Modelle zeigt das LWL-Industriemuseum. Sie geben
Einblicke in zehn verschiedene Themenbereiche. Es geht um
Fahrzeuge und Musik, um Maschinen und Messgeräte. Die Besucher
können Brücken in Bewegung setzen, verschiedene Getriebe
ausprobieren und sehen, wie Leonardos Panzer bewegt werden
sollte - um nur einiges zu nennen.

Die Ausstellung begleitet ein buntes Programm für Kinder und
Erwachsene. Prof. Dr. Langer zeigt z.B. in einem Vortrag auf,
wo wir in unserem Alltag noch Ideen Leonardo da Vincis finden
können. Für Kinder gibt es Workshops zu den unterschiedlichsten
Themen. Sie reichen vom Drachenbau, über den Bau der perfekten
Stadt bis hin zu eigenen Musikinstrumenten. Genauere
Informationen zum Begleitprogramm unter
http://www.lwl-industriemuseum.de.


INFO

LWL-Industriemuseum
Ziegeleimuseum Lage
Sprikernheide 77
32791 Lage
Tel.: 05232 9490-0
E-Mail: ziegelei-lage at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 4 11:34:34 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 04 Feb 2010 11:34:34 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Fuehrung durch die Sonderausstellung "Zeit ist Geld"
imLWL-Textilmuseum, Bocholt, 07.02.2010
Message-ID: 4B6AB0CA.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 04.02.2010, 09:52


AKTUELL

Von Nachtwächtern und Refa-Männern
Führung durch die Sonderausstellung "Zeit ist Geld" im
LWL-Textilmuseum

Eine ungeheure Fülle von technischen Lösungen zur Erfassung und
Kontrolle von Arbeitszeit haben sich Menschen in den letzten
200 Jahren einfallen lassen. Durch einen Querschnitt dieser
Uhren führt LWL-Museumsleiter Dr. Hermann J. Stenkamp am
kommenden Sonntag, 7. Februar, im Rahmen der Sonderausstellung
"Zeit ist Geld" (bis 28.2.) im Textilmuseum in Bocholt. Dazu
lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) um 16 Uhr in
sein LWL-Industriemuseum ein.

Ins Rollen kam die Entwicklung durch die erste Nachtwächteruhr
der Firma Bürk. Sie sollte sicherstellen, dass der Nachtwächter
auch sämtliche Rundgänge erledigte. So konnten sich die Bürger
einer Stadt nachts in Sicherheit wiegen. Die Teilnehmer der
Führung sehen sich auch eine alte Arbeitsschau-Uhr näher an -
ein kleiner Holzkasten mit einem durchlaufenden Papierband, auf
dem die Taktung einzelner Arbeitsschritte markiert wurde. Der
sogenannte "Refa-Mann" - Refa steht für den 1924 gegründeten
"Reichsausschuss für Arbeitszeitermittlung" - benutzte eine
solche Uhr zur Kontrolle und als Grundlage für die Berechnung
von Arbeitsnormen.

Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos. Besucher zahlen
lediglich den normalen Museumseintritt (Erwachsene 2,40 Euro,
Kinder ab sechs Jahren 1,50 Euro, Familientageskarte 5,80 ?).


INFO

LWL-Industriemuseum
Textilmuseum in Bocholt
Uhlandstraße 50
46397 Bocholt
Tel.: 02871 21611-0
E-Mail: textilmuseum at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 4 11:20:53 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 04 Feb 2010 11:20:53 +0100
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_=22Mitmenschen_2010=22_LWL_plant_gro?=
=?utf-8?q?=C3=9Fe_Veranstaltung_im_LWL-Industriemuseum_in_Hattingen?=
Message-ID: 4B6AAD95.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 29.01.2010, 13:30


AKTUELL

"Mitmenschen 2010" LWL plant große Veranstaltung im
LWL-Industriemuseum in Hattingen

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) wird 2010
erstmals einen "LWL-Tag" in seinem Industriemuseum in Hattingen
ausrichten. Das hat LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch am
Donnerstag (28.1.) vor der Landschaftsversammlung in Münster
angekündigt.

Am 5. September präsentiert der LWL auf der Henrichshütte
Hattingen seine Aufgaben im Rahmen einer großen Veranstaltung
für Kinder und Erwachsene. Besonders herzlich eingeladen seien
auch Menschen mit Behinderung und deren Familien. Kirsch: "Sie
treffen auf Helden im Rahmen der laufenden Ausstellung auf der
Henrichshütte, können Musik, Zirkus- und Theaterdarbietungen
genießen oder selbst mitmachen."

Was hinter dem Motto "Mitmenschen 2010" steckt, erläutert
LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale: " Die
Besucher erfahren mehr über die Geheimnisse der Archäologen,
tauchen ein in die Welt von Kohle und Stahl, testen ihr
Stresslevel oder informieren sich über die vielfältigen
Angebote des LWL in der Behindertenhilfe, des
Psychiatrieverbundes, der Jugendhilfe oder des
Maßregelvollzugs." Die Veranstalter rechnen mit mehreren
tausend Besuchern.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 4 11:37:48 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 04 Feb 2010 11:37:48 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Sicherl, Bernhard: Die Bruchhauser Steine bei Olsberg,
Hochsauerlandkreis
Message-ID: 4B6AB18C.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 29.01.2010, 14:41


LITERATUR

Starke Mauern zwischen den Felsen?
LWL veröffentlicht archäologischen Führer zu den Wällen an den
Bruchhauser Steinen

Weithin sichtbar ragen die Felsen der Bruchhauser Steine aus
dem Wald hervor. Heutzutage stellen sie vor allem ein beliebtes
Ausflugsziel im Hochsauerlandkreis dar, das dazu einlädt, eine
seltene Tier- und Pflanzenvielfalt zu erleben. Doch wer etwas
genauer hinschaut, kann erkennen, dass die Natur nicht so
unberührt ist, wie es zunächst den Anschein hat. Zwischen den
Felsen lassen sich mehrere hundert Meter lange Erdwälle und
Gräben erkennen. Es sind die Überreste von alten
Befestigungsanlagen an den Bruchhauser Steinen.

Bei dem unverwechselbaren Anblick der Felsen verwundert es
wenig, dass sie bereits von mittelsteinzeitlichen Jägern und
Sammlern aufgesucht wurden. Die langen Wälle stammen dagegen
erst aus der Eisenzeit - aus dem 5./6. sowie dem 3. Jahrhundert
v. Chr. Im Mittelalter hielten sich dann zuletzt Menschen
dauerhaft zwischen den Felsen auf.

Der archäologische Burgenführer zu den Befestigungen an den
Bruchhauser Steinen ist eine gründlich überarbeitete
Neuauflage. Auf 40 Seiten stellt der Autor Dr. Bernhard Sicherl,
Experte für archäologische Burgenforschung, anschaulich und
detailliert die Forschungsergebnisse der letzten 25 Jahre vor.
So konnten neue archäologische Untersuchungen unter anderem den
Aufbau der Befestigungsanlagen klären, deren Rekonstruktion vom
ersten Spatenstich der Ausgrabung bis zur zeichnerischen
Darstellung schrittweise erläutert wird.


INFO

Bernhard Sicherl:
Die Bruchhauser Steine bei Olsberg, Hochsauerlandkreis.
Heft 3 der Reihe "Frühe Burgen in Westfalen"
(überarbeitete und ergänzte Auflage),
40 Seiten, 29 Abbildungen,
ISSN 0939-4745, 2 Euro zzgl. Porto und Verpackung)

Bezug:
Altertumskommission für Westfalen
An den Speichern 7
48157 Münster
Tel.: 0251/591-8990
E-Mail: altertumskommission at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 4 11:45:04 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 04 Feb 2010 11:45:04 +0100
Subject: [WestG] [AUS] "Zwangsarbeit im Raum Herford", Herford,
bis 17.07.2010
Message-ID: 4B6AB340.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christoph Laue"
Datum: 01.02.2010, 09:08


AUSSTELLUNG

"Zwangsarbeit im Raum Herford":

Noch bis zum 17. Juli 2010 wird der Gedenkstätte Zellentrakt im
Herforder Rathaus die aktuelle Ausstellung "Zwangsarbeit im
Raum Herford" zu sehen sein. Sie ist zu den normalen
Öffnungszeiten (Samstags 14 - 16 Uhr) und für Gruppen und
Schulklassen nach Vereinbarung zu sehen.

Bereits vor 20 Jahren erarbeitete die Geschichtswerkstatt
"Arbeit und Leben DGB/VHS Herford" als eine der ersten in der
Bundesrepublik - eine Ausstellung zum Thema Zwangsarbeit im
Raum Herford, die in den Jahren darauf durch den ganzen Kreis
Herford wanderte. Seinerzeit war es das Anliegen, diese lange
verdrängte Geschichte vor Ort ans Licht zu bringen und den
betroffenen Menschen ein Gesicht zu geben.

Wenige Jahre später, 1994 waren frühere Zwangsarbeiterinnen aus
der Ukraine zu Gast in Herford. Die 2000 gegründete (Bundes-)
Stiftung für die Entschädigung von Zwangsarbeiterinnen und
-arbeitern des NS-Regimes "Erinnerung, Verantwortung und
Zukunft" hat 2007 ihre Arbeit abgeschlossen.

Das Thema Zwangsarbeit ist damit aber keineswegs "erledigt".
Beleuchtet es doch u.a. zwei zentrale Aspekte
nationalsozialistischer Ideologie:
- die Eroberung von Lebensraum in Osteuropa sowie
- den Aufbau einer nach 'rassischen' Kriterien gegliederten
Gesellschaftsordnung.

Über zehn Millionen Verschleppte und Kriegsgefangene schufteten
für die deutsche (Kriegs-)Wirtschaft und in der Landwirtschaft.
Alte, Junge, Männer, Frauen, oft 12- bis 15jährige Kinder
transportierten die Deutschen aus ihrer Heimat ab, weg von der
Strasse, vom Feld, dem Zuhause ins Ungewisse. Tausende starben
an Hunger oder Krankheit oder wurden ermordet.

Auch im Kreis Herford waren zwischen 1939 und 1945 tausende
Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter sowie Kriegsgefangene
verschiedener Nationalitäten zwangsverpflichtet. In
überschaubarer räumlicher Nähe dokumentierte sich für jeden
sichtbar ein Stück nationalsozialistischer Herrschaft und
Rasseideologie.

Für viele war es eine Reise ohne Rückkehr. Der Umgang mit den
Fremden war im Kreis Herford, weder in den Betrieben, in der
Landwirtschaft noch in der Verwaltung besser oder anders als
sonst im Deutschen Reich. Menschenfreundliches, mutiges oder
gar christliches Verhalten gab es, war aber absolute Seltenheit.

Einzelschicksale zeigen einen Leidensweg, der von der
Verschleppung zur Arbeit, dem Weg in Konzentrations- oder
Arbeitserziehungslager bis hin zum Tod oder der Ermordung
reichte.

Die Gedenkstätte Zellentrakt ist ein authentischer Ort zu
diesem Thema. In das ehemalige Herforder Polizeigefängnis
lieferte die Polizei Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter, wenn
sie Widerstand übten oder flüchteten ein und vernahmen sie. Von
hier ging es für Viele in andere Lager. Einige hinterließen
Spuren.

Die Ausstellung bewahrt das Erinnern, präsentiert neue
Ergebnisse und Quellen zur örtlichen Zwangsarbeit und ist ein
Beitrag zur Aussöhnung mit den Opfern. Vor allem jungen
Menschen soll deutlich werden, dass es für die Geschichte des
Nationalsozialismus niemals einen Schlussstrich geben darf.

Für Schüler und Lehrer gibt es zum Besuch der Ausstellung ein
Arbeitsblatt, das im Zellentrakt oder über www.zellentrakt.de
erhältlich ist.

Veranstalter der Ausstellung sind Arbeit und Leben DGB/VHS
Herford, Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken und Gedenkstätte
Zellentrakt/Stadtarchiv Herford. Die Ausstellung, das
pädagogische Material und die Begleitveranstaltungen wurden von
Helga Kohne, Christoph Laue, Michael Oldemeier und Schülerinnen
und Schülern des Ravensberger Gymnasiums erarbeitet, die
Gestaltung der Ausstellung stammt von Elke Brunegraf und
Christoph Laue.

Begleitprogramm im Frühjahr 2010:

Sa., 27. März, 16.00 Uhr
Gedenkstätte Zellentrakt

"Unerwünscht und vergessen"
Zwangsarbeiterinnen und ihre Kinder
im Zweiten Weltkrieg, Film

1.273 Kinder kamen im Zweiten Weltkrieg im Entbindungslager
Holthausen für Zwangsarbeiterinnen zur Welt. Nicht einmal die
Hälfte dieser Neugeborenen überlebte. Die Historikern Anne
Roerkohl erzählt die Geschichte von Zwangsarbeiterinnen und
ihren Kindern in ihrem Film "Unerwünscht und Vergessen".

Sa., 15. Mai, 16.00 Uhr
Gedenkstätte Zellentrakt

"Das Heimweh des Walerjan Wróbel"
Film

Am 25. August 1942 wurde der Zwangsarbeiter Walerian Wróbel im
Alter von 17 Jahren in Hamburg durch das Fallbeil hingerichtet.
Die Geschichte Walerian Wróbels wurde 1990 von dem Regisseur
Rolf Schübel verfilmt. Der Film lief auch in deutschen Kinos.
Er gewann mit dem "Cinekid" einen internationalen
Jugendfilmpreis und wurde 1991 für den Deutschen Filmpreis
nominiert.


INFO

Kuratorium für eine Dokumentations- und Begegnungsstätte
in Herford zum Erinnern, Forschen und Gedenken
Gedenkstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford
Tel.: 05221-189257
E-Mail: info at zellentrakt.de
URL: www.zellentrakt.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 4 11:49:58 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 04 Feb 2010 11:49:58 +0100
Subject: [WestG] [POS] LWL-Freilichtmuseum Hagen, Diplom-Bibliothekar/in,
Hagen
Message-ID: 4B6AB466.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 01.02.2010, 12:05


STELLENAUSSCHREIBUNG

Das LWL-Freilichtmuseum Hagen, Westfälisches Landesmuseum für
Handwerk und Technik, versteht sich als kultureller
besucherorientierter Dienstleistungsbetrieb zur Sammlung,
Forschung und Vermittlung der Geschichte von Handwerk und
Technik in Westfalen-Lippe. Die Bibliothek des
LWL-Freilichtmuseums Hagen ist eine wissenschaftliche,
öffentlich zugängliche Spezialbibliothek mit ca. 13.000 Titeln
mit dem Schwerpunkt Handwerks- und Technikgeschichte. Sie
bildet einen integralen Bestandteil der wissenschaftlichen
Arbeit des Museums.

Beim LWL-Freilichtmuseum Hagen ist zum nächstmöglichen Termin
die Stelle einer/eines

Diplom-Bibliothekarin/
Diplom-Bibliothekars

zu besetzen. Es handelt sich um eine Teilzeitstelle
mit 19,5 Std./Wo.

Aufgabengebiete:
- Führung der Bibliothek als "One Person Librarian"
- Bestandsaufbau und Erwerbung, Bestandskontrolle
- Bestandserschließung (u.a. Aufarbeitung des Rara-Bestandes)
- Katalogisierung der Bestände mit der Software
"Bibliotheca 2000"
- Bestands- und Informationsvermittlung an Mitarbeiter/innen des
Museums und die interessierte Öffentlichkeit
- Bibliotheksmanagement

Wir erwarten:
- eine abgeschlossene Ausbildung als Diplom-Bibliothekar/in an
wissenschaftlichen Bibliotheken
- mehrjährige Berufserfahrung
- Interesse an den wissenschaftlichen Fragestellungen des
Museums
- Eigeninitiative und Freude an selbstständiger Arbeit
- Vertrautheit mit aktuellen Fragen der bibliothekarischen
Erschließung, Bereitschaft zur konzeptionellen
Weiterentwicklung des Bibliothekskatalogs
- Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Entwicklungen im
Informations- und Kommunikationsbereich
- Kooperationsbereitschaft mit den Mitarbeiter/innen des Musems
- Bereitschaft, die Weiterentwicklung einer Intranet-Homepage
der Bibliothek (HTML und CSS) als Service für die
wissenschaftliche Arbeit zu übernehmen
- Kenntnisse und nachgewiesene Schulung in der
Bibliothekssoftware Bibliotheca 2000 erwünscht

Wir bieten:
- ein interessantes und verantwortungsvolles Aufgabengebiet bei
einem großen öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber in
Westfalen-Lippe
- eine Vergütung nach Entgeltgruppe 9 TVöD

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Für telefonische Rückfragen steht Ihnen Frau Dr. Anke
Hufschmidt (02331 7807-111) zur Verfügung.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
08/10 bis zum 20.02.2010 an den

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster
www.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 4 11:51:53 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 04 Feb 2010 11:51:53 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2010/05
Message-ID: 4B6AB4D9.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 02.02.2010, 09:40


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2010-05 für den Zeitraum vom 23.01.2010 bis

zum 29.01.2010 mit insgesamt 22 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:
http://www.ulb.uni-muenster.de/cgi/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2010-05&fach=wes






Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/

Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html
http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib




Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Feb 8 09:47:14 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 08 Feb 2010 09:47:14 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Australierin mit Lippstaedter Wurzeln schenkt
demStadtmuseum ein Gemaelde der "Amalia Wilhelmine Epping"
Message-ID: 4B6FDDA2.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Lippstadt"
Datum: 05.02.2010, 12:35


AKTUELL

Stadtmuseum freut sich über neues Gemälde

Australierin mit Lippstädter Wurzeln schenkt dem Stadtmuseum
ein Gemälde der "Amalia Wilhelmine Epping"

Die Sammlung des Lippstädter Stadtmuseums ist um ein Exponat
reicher. Dr. Margaret Rose aus Cambridge hat der städtischen
Sammlung die Kopie eines Gemäldes der "Amalia Wilhelmine
Epping" von Friedrich Wilhelm Maul geschenkt. Damit möchte die
gebürtige Australierin ihre "Verbundenheit mit der Stadt ihrer
Vorfahren" zeigen. Sie hatte das Gemälde ihrer
Ur-ur-Urgrossmutter 2009 auf einer Auktion des Meerbuscher
Auktionshauses ersteigert. Durch Vermittlung von Dr. Eva-Maria
Dahlkötter, ebenfalls Ur-ur-Urenkelin der Gemalten, gelangte
das Gemälde nun nach Lippstadt.

Das Gemälde und seine Geschichte
Die Porträtierte ist Amalia Wilhelmine Henriette Elisabeth
Epping, geborene Thulemeyer (1769 - 1833). Sie war die Tochter
des Johannes Henrich Thulemeyer (1711 - 1787), Advokat in
Lippstadt und Syndikus des Stiftes Cappel. Sie heiratete 1793
den Lippstädter Kaufmann Johann Caspar Siegfried Epping (1761 -
1824). Aus der Ehe gingen zehn Kinder hervor, von denen acht
verheiratet waren.

Wer mochte das Original-Porträt geerbt haben? Es galt als
verschollen, bis es 1991 auf einer Auktion des Kunsthauses
Neumeister in München angeboten und von einem privaten Sammler
in Soest erworben wurde. Das Stadtmuseum ist nun im Besitz
einer Kopie dieses Ölgemäldes, die von einer Urenkelin der
Porträtierten, der Malerin Anna Piderit (1874 - 1956), erstellt
wurde.

Zum Maler des Originals: Friedrich Wilhelm Maul wurde als Sohn
des Küsters der Marienkirche 1780 in Lippstadt geboren und
starb 1852 auch hier. Er war Hofmaler am Waldeckischen Hof in
Arolsen. Das Museum Bad Arolsen widmete seinem Schaffen ein
Museumsheft mit Abbildungen von 120 Porträts.

In Lippstadt sind bis jetzt nur drei Porträts identifiziert
worden. Das sehr repräsentative Ölgemälde des Pfarrers Simon
August Schliepstein wurde 2008 der evangelischen
Kirchengemeinde von einem Nachfahren geschenkt. Es hat leider
noch keinen angemessenen Platz gefunden.

Erinnerung auf dem Lippstädter Friedhof
Ein weiteres Gedenken an Amalia Wilhelmine Elisabeth Henriette
Epping ist auf dem alten Teil des Lippstädter Friedhofs
erhalten: Eine gusseiserne Urne auf hohem Sandsteinsockel
erinnert an die zehnfache Mutter. Sie nennt die Daten der
Verstorbenen und den Spruch:

Es ruht die ewig treue Mutter hier.
Viel ist in dieses Grab verschlossen!
Ein Herz, einst mild und liebewarm,
ein unverdross?ner Mutterarm
Ein treues Auge - Schlaf? im dunklen Bette,
Und Friede sei um Deine Stätte

Das Grabmal ist im Besitz der Stadt Lippstadt und wurde
diesen Winter gerade restauriert.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Feb 8 09:47:30 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 08 Feb 2010 09:47:30 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Kultur-Newsletter der Universitaet Bielefeld
Message-ID: 4B6FDDB2.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Ästhetisches Zentrum der Universität Bielefeld"

Datum: 04.02.2010, 18:07


AKTUELL

Editorial - Kultur-Newsletter der Universität Bielefeld

Liebe Kulturfreundinnen und -freunde,

ab sofort ist das Ästhetische Zentrum mit einer Übersicht über
die kulturellen Veranstaltungen der Universität Bielefeld auch
im Kulturclub auf Facebook vertreten. Unser Profil finden Sie
hier.

Mit Jan Assmann, Herta Müller und Sigrid Löffler kommen im
Februar drei prominente Gäste nach Bielefeld. Am letzten
Vorlesungstag werden bei gewohnt guter Stimmung zum
UniVideoMagazin im Ringlokschuppen die neuen kultigen Kurzfilme
aus dem Seminar "Vorsicht Dreharbeiten" vorgeführt. Das
Hochschulorchester lädt zum Abschlusskonzert des
Wintersemesters ein. Im Ausstellungsraum der
Universitätsbibliothek wird in Kooperation mit der FH Bielefeld
die Ausstellung "Religion der Reinheit" eröffnet.

Wir möchten zudem nochmals an den Redaktionsschluss für die
Ausgabe April / Mai 2010 des gedruckten Uni-Kulturkalenders am
Freitag, dem 19. Februar 2010, hinweisen.

Einen schönen Semesterausklang wünschen Ihnen

Dr. Heike Piehler und Anne Dadischeck Ästhetisches Zentrum der
Universität Bielefeld

Kulturkalender Februar 2010

Alle Veranstaltungen auf einen Klick!

Der Heidelberger Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Dr. h.c. Jan
Assmann hält am Montag, dem 8. Februar, um 18 Uhr in Hörsaal 2
einen Gastvortrag zum Thema "Cultural memory and the dynamics
of change an fixation". Mit dem Vortrag wird das Annual Seminar
der Bielefelder Graduate School in History an Sociology (BGHS)
zum Thema "Dynamik und Wandel" eröffnet. Der Eintritt ist frei.

Am selben Tag gibt das Hochschulorchester zum Abschluss des
Wintersemesters um 20.15 Uhr ein Konzert im Audimax der
Univeristät Bielefeld. Unter der Leitung von Dr. Michael Hoyer
spielt das Orchester Beethovens zweite Sinfonie sowie das
Konzert für Posaunenquartett und Streicher von Koetsier.
Ergänzt wird das Programm durch eine Komposition für
Holzbläserensemle. Auch hierzu ist der Eintritt frei.

In der Reihe "Lektüren und Lektionen" liest am Dienstag, dem 9.
Februar, die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller aus ihrem
Roman "Atemschaukel". Darin erzählt die Autorin die Geschichte
eines jungen Mannes, der im Januar 1945 für fünf Jahre in ein
russisches Arbeitslager verschleppt wird. Die Lesung beginnt um
20 Uhr und findet im Oberstufenkolleg Bielefeld (Feld II)
statt. An der Abendkasse sind zwar noch Karten zum Preis von 5
Euro (ermäßigt 3 Euro), erhältlich, wegen der großen Nachfrage
werden diese jedoch sehr schnell vergriffen sein. Die Lesung
ist eine Kooperation von Prof. Dr. Friedmar Apel an der
Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft mit der
Fachkonferenz Deutsch am Oberstufenkolleg und dem Ästhetischen
Zentrum.

Wer bestimmt, was wir lesen? Das fragt die Literaturkritikerin
Sigrid Löffler am Dienstag, dem 16. Februar, in ihrem
Abendvortrag und beleuchtet, wie literarische Moden gemacht
werden und welche Rolle dabei die Literaturkritik spielt.
Beginn ist um 20 Uhr im ZIF - Zentrum für interdisziplinäre
Forschung (Plenarsaal). Der Eintritt ist frei. Der Vortrag wird
von Dr. Heribert Tommek und Prof. Dr. Achim Geisenhanslüke von
der Universität Regensburg sowie Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal
von der Universität Bielefeld veranstaltet, mit freundlicher
Unterstützung des Ästhetischen Zentrums.

Die Ausstellung Religion der Reinheit der Historiker Herbert
Rätz und Eva Tigmann wird am Mittwoch, dem 17. Februar, um
18.00 Uhr in der Universitätsbibliothek (Ebene C1) mit einem
Einführungsvortrag des Historikers eröffnet. Veranstalter ist
Prof. Dr. Heinz Gess vom Fachbereich Sozialwesen der FH
Bielefeld, wo die Ausstellung im Juni zu sehen war. Sie wurde
durch das Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel und die Arbeitskammer
des Saarlandes gefördert und in der Universität Bielefeld vom
Ästhetischen Zentrum unterstützt.

Redaktionsschluss für den Uni-Kulturkalender April / Mai 2010

Für die Monate April / Mai bereitet das Ästhetische Zentrum den
nächsten gedruckten Uni-Kulturkalender vor. Wer in dieser Zeit
eine kulturelle Veranstaltung in der Universität Bielefeld oder
in Kooperation mit der Universität Bielefeld durchführt, kann
diese noch bis Freitag, 19. Februar, beim Ästhetischen Zentrum
melden. Es kann sich um öffentliche Veranstaltungen aller
künstlerischen Sparten handeln: Musik, Literatur, Darstellende
Kunst, Film und Medien, Bildende Kunst, Baukultur oder Kultur
Interdisziplinär.

Ihre vollständigen Informationen, gern auch mit Bild, senden
Sie bitte an heike.piehler at uni-bielefeld.de.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Feb 8 09:47:40 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 08 Feb 2010 09:47:40 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Kinder gestalten Grenzsteine mit Ton, Bielefeld,
11.02.2010
Message-ID: 4B6FDDBC.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Bielefeld"
Datum: 04.02.2010, 15:50


AKTUELL

Kinder gestalten Grenzsteine mit Ton

Am Donnerstag, 11. Februar, bietet das Historische Museum
Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren die Veranstaltung
"Grenzen setzen" an. Von 15.30 bis 17.00 Uhr können nach dem
Vorbild historischer Grenzsteine eigene kleine Grenzsteine aus
Ton gestaltet werden. Das Teilnahmeentgelt beträgt fünf Euro.
Anmeldungen nimmt das Historische Museum unter 0521 / 51-3635
oder 0521 / 51-3630 entgegen.


INFO

Historisches Museum
Ravensberger Park 2
33607 Bielefeld
Tel.: 0521 5136-30
URL: www.historisches-museum-bielefeld.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Feb 9 11:53:43 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 09 Feb 2010 11:53:43 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Levin und Louise Schuecking - ein
prominentesSchriftstellerehepaar aus Westfalen:
LWL-Literaturkommissionlegte zwei neue Baende vor
Message-ID: 4B714CC7.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 09.02.2010, 11:19


LITERATUR

Levin und Louise Schücking - ein prominentes
Schriftstellerehepaar aus Westfalen
LWL-Literaturkommission legte zwei neue Bände vor

Beide lebten ein Leben für die Literatur: Er, Kritiker,
Journalist, Herausgeber und einer der meistgelesenen
Romanautoren des 19. Jahrhunderts - sie, eine
Salonschriftstellerin, die frühemanzipiertes Gedankengut
vertrat und trotz adliger Abstammung das gesellschaftliche
System anprangerte, in dem sie groß geworden war. Die
LWL-Literaturkommission hat Levin Schücking (1814 -1883) und
Louise von Gall-Schücking (1815 -1855) zwei Publikationen
gewidmet, die die literarhistorische Bedeutung des
Schriftstellerehepaares herausstellen.

Mit der Neuherausgabe von Levin Schückings "Lebenserinnerungen",
die erstmals 1886 erschienen ist, sowie mit der Übersetzung
der Louise-von-Gall-Biografie des amerikanischen Germanisten
Hugh Powell ergänzt die wissenschaftliche Kommission des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) einen ihrer
Schwerpunkte. Die Forschungen zur Familie Schücking schließen
auch Archivfunde ein.

Bereits seit 2004 verwahrt das Westfälische Literaturarchiv im
LWL-Archivamt für Westfalen den Nachlass Catharina
Busch-Schückings (1791-1831). Die Mutter Levin Schückings war
eine nahe Freundin und das frühe Dichteridol von Annette von
Droste-Hülshoff. Eine Gesamtausgabe ihrer Werke und Briefe
legte die Kommission bereits 2005 vor, dazu 2008 das
literarische "Selbstbildnis" eines Enkels von Levin Schücking,
des Anglisten und Schriftstellers Levin Ludwig Schücking
(1878-1964). Levin Schücking wird in heutigen
Literaturgeschichten meist nur noch im Zusammenhang mit Annette
von Droste-Hülshoff genannt. Er war mit der Autorin eng
befreundet und inspirierte sie zu zahlreichen ihrer besten
Texte. Sein umfangreiches eigenes literarisches Schaffen ist
dagegen kaum noch bekannt. Es umfasst unter anderem 40 Romane,
90 Erzählungen, mehrere Reisewerke sowie eine kaum
überschaubare Zahl publizistischer Arbeiten.

Die Zeitgenossen lobten sein spannungsreiches, humorvolles
Erzählen, der "Brockhaus" bezeichnete ihn 1883 als "Walter
Scott Westfalens". Seine "Lebenserinnerungen zeigen
exemplarisch, wie Schücking zu einem erfolgreichen Massenautor
aufstieg und geben aufschlussreiche Einblicke in den
Literaturmarkt seiner Zeit.

Den weltoffenen, kosmopolitischen Blick teilte seine Ehefrau
Louise, deren Werk ein starkes Interesse an Politik, Wirtschaft
und Technik bekundet. Sie scheute sich nicht, öffentlich für
Freiheit, Gerechtigkeit und starke Frauenrechte einzutreten.
Dank des Engagements der LWL-Literaturkommission liegt die
erste umfangreiche Biografie über ihre Person nun in deutscher
Sprache vor. Nach wechselvollen Lebensstationen bewohnten beide
das von Johann Conrad Schlaun erbaute schlichte Landschlösschen
Haus Schücking in Sassenberg bei Warendorf.


INFO

Levin Schücking. Lebenserinnerungen.
Reprint der Originalausgabe 1886.
Neu herausgegeben von Walter Gödden und Jochen Grywatsch.
Bielefeld: Aisthesis 2009.
ISBN 978-3-89528-760-2, 240 Seiten, kart., 24,80 EUR

Hugh Powell: Louise von Gall.
Ihre Welt und ihr Werk.
Aus dem Amerikanischen. Bielefeld: Aisthesis 2009.
ISBN 978-3-89528-762-6, 231 Seiten, kart., 24,80 EUR





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Feb 9 11:55:27 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 09 Feb 2010 11:55:27 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2010/06
Message-ID: 4B714D2F.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 08.02.2010, 13:36


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2010-06 für den Zeitraum vom 30.01.2010 bis

zum 05.02.2010 mit insgesamt 15 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:
http://www.ulb.uni-muenster.de/cgi/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2010-06&fach=wes






Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/

Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html
http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib






Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 10 08:05:06 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 10 Feb 2010 08:05:06 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Pfarrerwahlen in Lemgo in der Fruehen
Neuzeit, Lemgo, 11.02.2010
Message-ID: 4B7268B2.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Jürgen Scheffler"
Datum: 09.02.2010, 14:38


AKTUELL

Vortrag in der Volkshochschule Lemgo,
Donnerstag, den 11. Februar 2010, 19.30 Uhr

Lena Krull, M.A,
"Vernünftige gelahrte Prediger"
Pfarrerwahlen in Lemgo in der Frühen Neuzeit

Um 1600 gelang es der Stadt Lemgo im Konflikt mit den
lippischen Grafen, die lutherische Konfession und die
kirchliche Eigenständigkeit zu bewahren. In der Folge
entwickelte sich ein bestimmter Ablauf für die Pfarrerwahl, in
dem Stadtrat, Konsistorium und Gemeinde zusammen über die
Geistlichen der Gemeinden St. Nicolai und St. Marien
bestimmten. Der Vortrag schildert Entstehung und Ablauf der
Pfarrerwahl ebenso wie die dort auftretenden Konflikte.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Vortrag
Datum: Donnerstag, den 11. Februar 2010, 19.30 Uhr

VHS Lemgo
Breite Str. 10
32657 Lemgo





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 10 08:13:24 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 10 Feb 2010 08:13:24 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Seltener Muenzfund aus Maerkischem Kreis wird
imLWL-Landesmuseum praesentiert, Muenster, 10.02.-02.05.2010
Message-ID: 4B726AA4.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 09.02.2010, 15:03


AUSSTELLUNG

Ein Schatz im Wert von 14 Schweinen
Seltener Münzfund aus Märkischem Kreis wird im
LWL-Landesmuseum präsentiert

Für drei Männer aus dem Märkischen Kreis ist der Traum, einen
echten Schatz zu finden, wahr geworden: Nahe der Stadt Halver
entdeckten sie im vergangenen Sommer 236 Münzen, die dort schon
seit mehreren Jahrhunderten im Waldboden vergraben lagen.
Entsprechend der gesetzlichen Vorschriften meldeten sie den
Schatz umgehend beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).

Was für eine Sensation ihr Fund war, wurde den Findern erst
bewusst, als sie die Münzen in der Numismatik-Abteilung des
LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Münster
präsentierten. "236 Silbermünzen samt eines kleinen
Tontöpfchens aus dem 11. Jahrhundert zu finden, ist ein großer
Glücksfall. Schatzfunde aus dieser Zeit sind extrem selten und
einen Fund vergleichbaren Ranges gab es zuletzt vor über 100
Jahren", erklärt LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara
Rüschoff-Thale. Der letzte vergleichbare Fund in Westfalen
wurde 1904 in Liesborn entdeckt, ist aber in alle Winde
zerstreut. Davor wiederum wurde 1816 ein ähnlicher Schatzfund
in Dreierwalde-Riesenbeck entdeckt, der ebenfalls zerstreut
wurde und dessen Inhalt nur vage bekannt ist.

"Aufgrund seiner großen wissenschaftlichen Bedeutung haben wir
uns entschlossen dem Schatz auch im Museumsneubau ab 2013 eine
gebührende Stellung einzuräumen. Schon jetzt zeigen wir den
Schatzfund in einer Studioausstellung, die vom 10. Februar bis
zum 2. Mai zu sehen ist", so Dr. Hermann Arnhold, Direktor des
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte.

Möglich wurde der Ankauf der Münzen mit Unterstützung von
Sponsoren und finanzieller Hilfe der LWL-Archäologie. Denn auch
für die Archäologen in Westfalen ist der Fund bedeutsam, da er
neue Erkenntnisse brachte: "Weil historische Münzen fast nie in
offenem Gelände gefunden werden, vermuten wir, dass an der
Fundstelle früher einmal eine Gehöftgruppe stand. Unsere
Kollegen der Außenstelle Olpe haben in der Nähe des Fundortes
auch Gruben und Terrassen gefunden. Ohne den Münzfund hätten
wir nicht gewusst, dass an dieser Stelle im frühen Mittelalter
Menschen wohnten", so Prof. Dr. Michael M. Rind, Chefarchäologe
des LWL.

Alle 236 gefundenen Münzstücke waren Pfennige. Ein kleiner Teil
war wie damals üblich quer durchgeschnitten, um so halbe
Pfennige zu erzeugen. Zwar tragen die Münzen keine Jahreszahlen,
aber zum Teil Namen von Regierenden. Dadurch sind sie zeitlich
einzuordnen. Die jüngsten Pfennige tragen Bild und Name des
Kölner Erzbischofs Hermann III., der dem Erzbistum von 1089 bis
1099 vorstand. Doch auch nach einer genauen Untersuchung der
Münzen und des Fundortes bleiben einige Fragen offen: Warum
wurden die Münzen hier vergraben und warum holte man sie nicht
wieder aus dem Versteck hervor? "Über solche Dinge kann man nur
spekulieren", erklärt der Numismatiker des LWL Dr. Peter
Ilisch. "Es muss jedoch bedacht werden, dass es damals noch
keine Banken gab, wo die Menschen ihr Geld sicher aufbewahren
konnten. Deshalb vergruben sie es oft unter dem eigenen Haus.
In den meisten Fällen wurden die Besitzer dann durch irgendein
Ereignis daran gehindert die Münzen wieder hervorzuholen",
erklärt er. Wirklich reich waren die damaligen Besitzer
allerdings nicht. Die 236 Münzen entsprachen in etwa dem Wert
von 14 Schweinen.


InFO

Die Ausstellung "Ein Münzschatzfund der Salierzeit aus dem
Märkischen Kreis" ist vom 10.2 - 2.5.2010 im LWL-Landesmuseum
für Kunst und Kulturgeschichte zu sehen.

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Domplatz 10
48143 Münster
Tel. +49 251 5907-01
Fax +49 251 5907-210
E-Mail: landesmuseum(at)lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 10 08:20:02 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 10 Feb 2010 08:20:02 +0100
Subject: [WestG] [AUS] ZooGeschichte[n]. Wilde Tiere fuer Europa, Muenster,
ab10.02.2010
Message-ID: 4B726C32.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: Dr. Bernhardt, Günter guenter.bernhardt at lwl.org
Datum: 09.02.2010, 12:16


AUSSTELLUNG

ZooGeschichte[n]. Wilde Tiere für Europa

Eine Ausstellung des Westfälischen Pferdemuseums und des
LWL-Museumsamtes für Westfalen in Kooperation mit dem
Allwetterzoo Münster

Die Ausstellung wird erstmals im Pferdemuseum Münster (Standort
Allwetterzoo Münster) am 10. Februar 2010 eröffnet. Ab August
2010 ist sie noch in acht weiteren westfälischen Museen zu
sehen.

Der Zoo ist als Ort der Unterhaltung, der Bildung und des
Vergnügens ein beliebtes Ziel der Freizeitgestaltung.
Tierkinder faszinieren die Medienwelt, die in Dokumentationen
beinahe täglich den Blick hinter die Kulissen deutscher Zoos
ermöglicht. Zoos sind wahre Publikumsmagneten. Sie haben weit
aus mehr Besucherzahlen vorzuweisen als Museen und Theater.
Nirgends kommt man den Elefanten, Löwen und Tigern, Giraffen,
Bären und Affen so nahe.

Von den ersten Zoogründungen bis zum heutigen Verständnis der
Tierhaltung in den Parks hat sich bei den Verantwortlichen
vieles geändert. Es geht nicht mehr darum, möglichst viele
unterschiedliche Tierarten zu zeigen, nicht mehr darum, sich
durch die Menge und Ausgefallenheit der Präsentation von Exoten
mit anderen Zoos zu messen. Die Gärten kooperieren, helfen sich
bei der Nachzucht und im Artenschutz, beschränken sich auf
sinnvolle Tierbestände, der Zoo versucht in vielen Fällen das
Überleben höchst bedrohter Tierarten zu garantieren. Er ist
sogar in der Lage, dem nicht nur an Exotik interessierten
Besucher aufzuzeigen, welche katastrophalen Folgen der
bedenkenlose Umgang des Menschen mit den Ressourcen der Natur
für die Tiere der Welt hat.

Die Geschichte der zoologischen Gärten ist facettenreich und
mehr als ausstellungswürdig. Mit dem LWL-Museumsamt und dem
Westfälischen Pferdemuseum im Allwetterzoo fanden sich zwei
ideale Partner, um dieses Ausstellungsprojekt arbeitsteilig
umzusetzen. Nach Ideen und Vorrecherchen im LWL-Museumsamt,
entstand unter Federführung des Westfälischen Pferdemuseums die
Ausstellung "Zoogeschichte[n]. Wilde Tiere für Europa." Das
zugehörige Begleitbuch wird vom LWL-Museumsamt herausgegeben.

Die Ausstellung zeichnet die wechselvolle Geschichte der Zoos
in Europa und Westfalen von den ersten zoologischen Gärten bis
hin zu heutigen Entwicklungen nach. Der Tiergarten Schönbrunn
in Wien (1752) war die älteste Menagerie, die sich zum Zoo
entwickelte, die Ménagerie du Jardin des Plantes in Paris
(1793/94) ist der älteste wissenschaftlich geführte zoologische
Garten, der Zoological Garden in London (1828) war der erste
Zoo, der auch diesen Namen trägt, in Berlin (1844) eröffnete
der erste deutsche Zoo.

1875 folgte der Westfälische Zoologische Garten zu Münster.
Diese Gründung ist eng mit dem Namen Hermann Landois verbunden.
Mit dem Umzug an die Sentruper Straße 1974 änderte sich der
Name in Allwetterzoo Münster, denn das neue Gelände hatte
überdachte Wege erhalten. In den Tiergärten in Bochum (1933)
und Rheine (1937) standen anders als in Münster nicht exotische
Tiere oder fremde Völker im Zentrum, sondern hier besann man
sich bei ihrer Gründung auf die heimische Fauna und Flora. Nach
dem Zweiten Weltkrieg wurden die Zoos in Gelsenkirchen (1949)
und Dortmund (1953) eröffnet.

Die weiteren Themenschwerpunkte der Ausstellung: Die frühen
Völkerschauen der Zoos - die Präsentation von Menschen
"exotischer" Herkunft erfreute sich in vielen Zoos
jahrzehntelang großer Beliebtheit; Fangmethoden und
Tiertransporte - mit Gründung der wissenschaftlich geführten
zoologischen Gärten waren exotische Tierimporte nicht mehr nur
Zufallsprodukt dank Handelsreisender oder diplomatischer
Geschenke; Arbeitsplatz Zoo: Blick hinter die Kulissen, der Zoo
als Wirtschaftsunternehmen; Zooarchitektur - vom Käfig zum
Naturschutzpark; der Zoo heute und der Zoo der Zukunft.

Auch die Randthemen wie Unfälle und Gewalt gegen Tiere im Zoo
sowie berühmte Zoobewohner (von "Jumbo" über "Antje" zu "Knut"
und "Ebun") werden aufgegriffen. Zum Schluss wird den Fragen
nachgegangen: Welche Ziele und Aufgaben haben Zoos heute? Wie
funktioniert ein Zoo heute? Und schließlich kommen die Themen
Zuchtprogramme und Artenschutz für das neue Selbstverständnis
der Zoos nicht zu kurz.

Begleitend zur Ausstellung "ZooGeschichte(n)" des Westfälischen
Pferdemuseums im Allwetterzoo Münster werden
museumspädagogische Programme für Schüler/innen angeboten.

Zur Ausstellung erscheint ein vom Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL-Museumsamt) herausgegebenes, 171 Seiten
umfassendes Begleitbuch mit rund 170 Abbildungen, zum großen
Teil in Farbe, das im Museum erworben werden kann. Die
Publikation kann auch über das LWL-Museumsamt für Westfalen,
Erbdrostenhof, Salzstraße 38, 48133 Münster oder per E-Mail
unter: museumsamt at lwl.org zum Preis von 13,00 ? plus 2,00 ?
Portogebühr bezogen werden.


INFO

Kontakt:
Dr. Günter Bernhardt
LWL-Museumsamt für Westfalen
Salzstr. 38 (Erbdrostenhof)
48133 Münster
E-Mail: guenter.bernhardt at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 10 08:26:35 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 10 Feb 2010 08:26:35 +0100
Subject: [WestG] [AKT] "Des Teufels Advokat. Der Staatsrechtler Carl
Schmitt(1888 -1985) im Zeitalter der Extreme", Luedenscheid,
17.02.2010
Message-ID: 4B726DBB.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Institut für Geschichte und Biographie Lüdenscheid" FernUni-Hagen.de>
Datum: 09.02.2010, 17:19


AKTUELL

Im Rahmen unserer Vortragsreihe "Lüdenscheider Gespräche"
möchten wir Sie für den 17. Februar um 17.00 Uhr zu einen
Vortrag mit Prof. Dr. Ewald Grothe einladen:

"Des Teufels Advokat. Der Staatsrechtler Carl Schmitt (1888
-1985) im Zeitalter der Extreme"

Referent: Prof. Dr. Ewald Grothe*

Carl Schmitt ist ohne Zweifel der meistdiskutierte und
meistumstrittene deutsche Jurist des 20. Jahrhunderts. Viele
seiner Positionen im Staats- und im Völkerrecht, in der
Verfassungsgeschichte und in der Rechtsphilosophie gelten bis
heute als bedeutend; einige werden zum Teil aktuell debattiert.
Zugleich aber zählt Schmitt als "Kronjurist" des "Dritten
Reiches" zum historischen Typus eines von der Macht Verführten,
er gilt als Personifizierung des Dämonischen. Im Vortrag werden
Grundlinien seines Denkens und Wirkens vorgestellt.

Ewald Grothe lehrt an der Bergischen Universität Wuppertal und
beschäftigt sich seit Jahren mit dem in Plettenberg geborenen
und dort nach 1945 lebenden Staatsrechtler. Derzeit arbeitet er
an der Herausgabe eines von Schmitts zahlreichen Briefwechseln
aus dem umfangreichen Nachlass.

Wir würden uns freuen, Sie an diesem Abend begrüßen zu dürfen.
Der Eintritt ist frei.


INFO

Zeit:
Mittwoch, den 17. Februar 2010, 17.00 Uhr

Ort:
Haus der FernUniversität
Liebigstraße 11
58511 Lüdenscheid


Institut für Geschichte und Biographie
"Deutsches Gedächtnis"
FernUniversität Hagen
Liebigstraße 11
58511 Lüdenscheid
Tel.: 02351-24580
Fax: 02351-39973
E-Mail: igb at fernuni-hagen.de
URL: www.fernuni-hagen.de/geschichteundbiographie





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 10 08:31:43 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 10 Feb 2010 08:31:43 +0100
Subject: [WestG] [AUS] LWL-Industriemuseum zeigt HELDEN-Ausstellung
zurKulturhauptstadt, Hattingen, 12.03.-31.10.2010
Message-ID: 4B726EEF.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 09.02.2010, 13:19


AUSSTELLUNG

Schild der Graf Stauffenberg-Kaserne kommt nach Hattingen
LWL-Industriemuseum zeigt HELDEN-Ausstellung zur
Kulturhauptstadt

Nach über 48 Jahren wurde jetzt das Originalschild der Graf
Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen demontiert, um es auf den
Weg nach Hattingen im Ruhrgebiet zu schicken. Ab 12. März ist
das Schild in der Ausstellung "HELDEN. Von der Sehnsucht nach
dem Besonderen" zu sehen, die der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) zur Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 in
seinem Industriemuseum Henrichshütte Hattingen präsentiert.

1961 wurde die Bundeswehr-Kaserne "Am Ziegelholz" in
Sigmaringen nach Claus Schenk Graf von Stauffenberg umbenannt,
der das Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 anführte.
"Helden stehen auch immer für die jeweiligen Werte und Ideale
einer Gesellschaft. Das zeigen wir in unserer Ausstellung. Die
Umbenennung der Kaserne in Sigmaringen ist ein gutes Beispiel
für den Wertewandel in der Bundesrepublik. Der im NS-Regime
verurteilte Attentäter wird jetzt als Held des Widerstandes
verehrt", erläutert Aiko Wulff, Kurator für den Bereich
Kriegshelden in der Ausstellung.

Die Ausstellung

Mit über 800 wertvollen Exponate aus ganz Deutschland, den
europäischen Nachbarländern und aus Übersee erzählt die Schau
spannende Geschichten von großen und kleinen Helden, von
Machern und Medien, mutigen Rittern, religiösen Vorbildern,
gefeierten Sportlern und engagierten Helfern. Das Spektrum
reicht von einer 2.000 Jahre alten Nuckelflasche bis zur
Silberbüchse Winnetous.

In Bronze glänzt der Fußballschuh vom Ruhrgebietshelden Helmut
Rahn. Vom heutigen Heldenkult zeugen ein Baumhaus von "Robin
Wood" und der Helm eines New Yorker Feuerwehrmannes, der beim
Anschlag auf das World Trade Center ums Leben kam. Die Helden
des Reviers haben in der Schau einen besonderen Platz: Typen
wie der Bergmann Adolf Tegtmeier oder Ruhrgebietsmutter Tana
Schanzara, aber auch verdiente Bürger des Ruhrgebiets als neue
Helden der Region im Wandel und schließlich die zugewanderten
Helden, die die vielen Einwanderer ins Revier mitgebracht haben.

Der Rundgang durch die 1.000 Quadratmeter große
Ausstellungshalle ist ein Erlebnis für alle Sinne. Dafür sorgen
eine spannende Gestaltung, ausdrucksstarke Inszenierungen,
bewegte Bilder und Hörstationen. Die innovative
Ausstellungsarchitektur eröffnet mit Durchblicken und
Sichtachsen an vielen Stellen überraschende Perspektiven und
ermöglicht damit immer wieder neue Entdeckungen. Am Ende der
Ausstellung können Besucher ihren "Helden des Tages" wählen,
auf einem Sockel als Held oder Heldin posieren und sich in der
Videoinstallation Standing Ovations bejubeln lassen.


INFO

HELDEN. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen
12. März - 31. Oktober 2010
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33 I
45527 Hattingen
Tel. 02324 9247-142
URL: www.helden-ausstellung.lwl.org
E-Mail: helden at lwl.org

Geöffnet: Di - So 10 - 18 Uhr, Fr 10 - 21.30 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 10 09:28:44 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 10 Feb 2010 09:28:44 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Suedelefanten und Flusspferde waren in
Westfalenzuhause: Neue Funde in Muenster vorgestellt
Message-ID: 4B727C4C.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 10.02.2010, 09:01


AKTUELL

Südelefanten und Flusspferde waren in Westfalen zuhause
Neue Funde in Münster vorgestellt

In einem Steinbruch im Bereich des Haarstrangs (Kreis Soest)
entdeckten Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL) im Sommer 2006 fossile Knochen, darunter über 200
Elefantenbackenzähne, 15 Eck- und Backenzähne von Flusspferden,
fünf Backenzähne von Rindern und vier Zähne eines Nashorns
sowie ein Zahn eines großen Hirsches. Es ist der bisher größte
Fund dieser Art in NRW. Ein Teil der 1,8 bis 2,2 Millionen
Jahre alten Fossilien ist jetzt im LWL-Museum für Naturkunde in
Münster zu sehen.

Am Haarstrang, dem 75 Kilometer langen Höhenzug, hatte sich an
der Oberfläche einer 20 Meter hohen Wand eine mit tonigen
Sanden verfüllte Rinne eingegraben. Hier lagen an der
Oberfläche die Knochenfragmente und Zahnbruchstücke von
Südelefanten (benannt nach ihren ersten Fundorten in Südeuropa)
und Flusspferden.

Ein Team des LWL entdeckte im Sommer 2007 bei Grabungen weitere
Fossilien. Knochen und Zähne, überwiegend von Elefanten, waren
ungewöhnlich dicht zusammen gelagert. Dr. Klaus Peter Lanser,
Paläontologe im LWL-Museum für Naturkunde erklärt die
Anhäufung: "Offensichtlich ist hier eine Herde von Elefanten
und auch einige Flusspferde bei einer plötzlichen Überflutung
in einem Bachlauf umgekommen. Die Tierkörper wurden durch das
reißende Wasser an einer verengten Stelle angetrieben. Bei
fortschreitender Verwesung werden sich die nachsackenden
Kadaver ineinander verschoben haben, bis der Bach im Laufe der
Zeit das Ganze mit seinen Sanden überdeckte."

"Wir haben fast ausschließlich Reste von erwachsenen Elefanten
gefunden. Vermutlich wurden die jüngeren Elefanten und die
meisten übrigen Tiere durch das strömende Wasser an anderer
Stelle abgelagert", so Lanser.

Die Knochen und Stoßzähne sind in einem schlechten Zustand. Sie
sind durchsetzt von zahlreichen Rissen und im frischen Zustand
von fast cremiger Konsistenz. Dagegen sind die Backenzähne,
insbesondere die Kronen der Elefantenzähne, erstaunlich gut
erhalten.

Die Auswertung des Paläontologen ergab, dass es sich bei den
Elefantenzähnen um Reste von Tieren handelt, die am Anfang der
Entwicklung dieser Tiergruppe in Europa gestanden haben.
Deutlich wird dies an verschiedenen Merkmalen, wie der geringen
Anzahl der Lamellen, aus denen der Elefantenzahn aufgebaut ist,
dem großen Abstand dieser Lamellen, den hohen Werten der
Schmelzstärken und Kronenbreiten.

Nach den wissenschaftlichen Ergebnissen wurde eine
Rekonstruktion des Lebensbildes von Janine Bertet
(Fachhochschule Münster, Fachbereich Design, unter Leitung von
Frau Prof. Cordula Hesselbarth) erstellt. Das Bild ist im
Hintergrund der Objekte zu sehen.


INFO

Die Südelefantenfunde sind dienstags bis sonntags von 9 bis 18
Uhr im LWL-Museum für Naturkunde an der Sentruper Straße 285 zu
besichtigen. Eintritt: Erwachsene 3,50 ?, Kinder 2,00 ?,
Familien 8,00 ?.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 11 10:33:53 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 11 Feb 2010 10:33:53 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Jahrhunderte alte Bilder unterm Roentgengeraet
Message-ID: 4B73DD11.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "UKMP Pressestelle"
Datum: 10.02.10 17:35


AKTUELL

Jahrhunderte alte Bilder unterm Röntgengerät
UKM-Radiologie unterstützt Stadtmuseum mit Röntgenaufnahmen
zweier Tafelbilder aus dem 15. Jahrhundert

Normalerweise ist Brigitte Heckmann, Leitende
Medizinisch-Technische Radiologie-Assistentin (MTRA) am
Institut für Klinische Radiologie am Universitätsklinikum
Münster (UKM), für das Röntgen von Patienten zuständig. Am
späten Donnerstagnachmittag lag jedoch etwas ganz anders unter
ihrem Röntgengerät: Zwei Tafelbilder des Stadtmuseums Münster
aus dem 15. Jahrhundert warteten darauf, durchleuchtet zu
werden.

Hintergrund dieser Aktion war die Diplomarbeit von Julia Rohde,
die sie derzeit in Kooperation mit dem Stadtmuseum Münster
erstellt: "Mit Hilfe der Röntgenbilder lässt sich zum Beispiel
feststellen, ob unter der sichtbaren Malerei noch weitere
Farbschichten liegen", erklärte die Studentin des Studiengangs
"Konservierung & Restaurierung" an der FH Erfurt. Gemeinsam mit
der Leitenden Restauratorin des Stadtmuseums Janneke
Bauermeister wartete sie gespannt auf die Ergebnisse der
Röntgenbilder.

Froh waren beide über den unkomplizierte Unterstützung der
UKM-Radiologie. "Das ist wirklich eine tolle Hilfe für unsere
Arbeit", sagte Janneke Bauermeister. Prof. Dr. Walter Heindel,
Direktor des Instituts für Klinische Radiologie, unterstützte
die Aktion gerne: "Wir freuen uns natürlich sehr, wenn Dank der
Röntgenaufnahmen neue Erkenntnisse über die Entstehung der
Bilder gewonnen werden können. Daher helfen wir hier gerne
weiter. Die Patientenversorgung wird durch diese Aktion aber
natürlich nicht beeinträchtigt", betonte Prof. Heindel.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 11 10:36:21 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 11 Feb 2010 10:36:21 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vom Anfang der Welt - Mythische Geschichten, Muenster,
16.02.2010
Message-ID: 4B73DDA5.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 10.02.2010, 10:03


AKTUELL

Vom Anfang der Welt - Mythische Geschichten
Abendlesungen für Erwachsene im Zeiss-Planetarium Münster

Was war am Anfang? Wie entstand die Zeit? Wie der Himmel und
die Erde? Am Dienstag (16. Februar) liest Manne Spitzer um
19.30 Uhr mythische Geschichten vom Anfang der Welt unter dem
Sternenhimmel im Planetarium des LWL-Museums für Naturkunde in
Münster.

In traditionellen Gesellschaften wurden Mythen nur von
ausgewählten Personen bewahrt und zu bestimmten Zeiten oder
besonderen Gelegenheiten weitergegeben. Mythen erzählen von
Urereignissen, erklären, wie Welten und Situationen entstehen,
zeigen Verhaltensweisen, die sich heilsam oder unheilvoll
auswirken.

An diesem Abend wird unter anderem von den ersten drei Asen und
dem Riesen Ymir aus der nordischen Mythologie die Rede sein,
von der Urschlange Eingana der Aborigines, dem Riesen Pangu,
aus einem chinesischen Ursprungsmythos und vom Raben
Tu-lu-kau-guk aus den mythischen Geschichten der Eskimos.


INFO

Eintrittskarten zum Preis von 3,50 Euro sind beim LWL-Museum
für Naturkunde an der Sentruper Str. 285 (Telefon 0251-591 05,
Dienstag bis Sonntag von 9 - 18 Uhr) und bei Münster
Information (Tel. 0251-492 2714) erhältlich.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 11 11:13:57 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 11 Feb 2010 11:13:57 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Lichtbildervortrag: An den Ufern der Lippe, Waltrop,
23.02.2010
Message-ID: 4B73E675.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 10.02.2010, 13:52


AKTUELL

An den Ufern der Lippe - nach Lünen bis zur Lippemündung bei
Wesel in den Rhein
Lichtbildervortrag im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk
Henrichenburg

Zu einem Reisebericht mit Blick in die Vergangenheit lädt der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Dienstag, 23.
Februar, um 19.30 Uhr in sein Industriemuseum Schiffshebewerk
Henrichenburg ein.

Dieser zweite Reisebericht zeigt wieder Schlösser, Burgen,
Kirchen, Klöster und Handelsstädte im Lippetal. Besonders
hervorzuheben ist das frisch renovierte Schloss Gartrop bei
Hünxe, das die "weiße Herrlichkeit" genannt wird. Die
Teilnehmer schauen auch in einige Kirchen hinein und sehen fast
vergessene Altäre berühmter Meister.

Von der ehemaligen Lippeschifffahrt, die viele Jahrhunderte den
Flussbewohnern Arbeit und Brot gab, wird ebenso berichtet wie
von früheren Lippeschiffen, Lippefähren sowie Lippeschleusen.
Anschaulich gemacht durch Bilder und Modelle entsteht ein
historisches Bild der Lippelandschaft. Landschaftsbilder von
Fluss und Tal des besonders schönen Mittellaufs und der Mündung
der Lippe in den Rhein runden den Vortrag ab.

"Nach dem Vortrag wird manch einer sagen, dass das Lippetal so
schön und interessant ist, hätte ich nicht gedacht", versichert
LWL-Museumsleiter Herbert Niewerth und lädt zu der kostenlosen
Veranstaltung in die Maschinenhalle des Hebewerkes ein.


INFO

Anschrift der LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum - Schiffshebewerk Henrichenburg -
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Am Hebewerk 2
45731 Waltrop





From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Feb 11 13:59:16 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 11 Feb 2010 13:59:16 +0100
Subject: [WestG] [KONF] Technik und Innovation in der
Weltwirtschaftskrise(1929-1933), Bochum 18.-19.02.2010
Message-ID: 4B740D34.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Josef König"
Datum: 11.02.2010, 13:56


TAGUNG
Krisenbewältigung ohne Abwrackprämie
Technische Innovation während der Weltwirtschaftskrise 1929-1933
Technikgeschichtliche Tagung des VDI an der Ruhr-Universität
Bochum 18.-19.02.2010

1929 lief es ohne Abwrackprämie. Doch auch der damaligen
Weltwirtschaftskrise versuchte man u.a. durch Ankurbelung der
Autoindustrie Herr zu werden. Welche weiteren Maßnahmen es gab, zeigt
am 18./19. Februar 2010 die Technikgeschichtliche Tagung des VDI an
der
Ruhr-Universität: "Forschung tut Not - Technik und Innovation in der
Weltwirtschaftskrise 1929-1933". Ein Dutzend Experten aus dem In- und
Ausland beleuchtet zwei Tage lang im Hörsaal HGA 30 die damaligen
Impulse aus Politik, Wirtschaft und Verbänden wie dem VDI. Und
natürlich diskutieren die Historiker über die Lehren der damaligen
Krise für die heutige. Organisiert wird die Tagung von Prof. Dr.
Helmut
Maier; er ist sowohl Leiter des RUB-Lehrstuhls für Technik- und
Umweltgeschichte als auch des Bereichs Technikgeschichte im VDI.

Programm im Internet

Das vollständige Programm der Tagung finden Sie im Internet unter
www.rub.de/tug/aktuelles.html

1929 als abschreckendes Szenario

In der Berichterstattung zur aktuellen Krise, die ab Herbst 2008
lawinenartig anstieg, bildet die Weltwirtschaftskrise Ende der
1920er-Jahre den meistgenannten historischen Bezugspunkt. Aus ihm wird
ein in erster Linie abschreckendes Szenario abgeleitet, waren doch
seinerzeit nicht nur Firmenzusammenbrüche und Massenarbeitslosigkeit
die Folge. Die Krise von 1929, die die politisch fragile erste
deutsche
Demokratie schwer erschütterte, gilt als eine der notwendigen
Voraussetzungen für das Ende der Weimarer Republik und die sog.
Machtergreifung der Nationalsozialisten von 1933. Daher gelte es nun,
die Fehler der historischen Vorläufer zu vermeiden und dadurch die
Stabilität des heutigen sozialen und politischen Gefüges zu erhalten.

VDI-Initiative vom Sommer 1930

Unter den vielfältigen Maßnahmen zur Krisenbewältigung der
Weltwirtschaftskrise ab 1929 sticht eine forschungspolitische
Initiative hervor, die der VDI im Sommer 1930 nach amerikanischem
Vorbild in Gang setzte. Durch die populärwissenschaftliche
Publikationsreihe "Forschung tut not" sollten Öffentlichkeit und
Politik dafür gewonnen werden, durch Steigerung der Forschungsausgaben
der Krise Herr zu werden. Dieser Kampagne stand allerdings eine breite
anti-technische Bewegung entgegen, die gerade in einer überzogenen
Techniknutzung eine der Ursachen der Krise erkannte.

Was können wir lernen?

Während der Bochumer Tagung soll die Technikgeschichte der
Weltwirtschaftskrise in ihren vielfältigen Dimensionen diskutiert
werden. Dazu zählen nicht nur die Forschungsinitiativen, mit deren
Hilfe die Attraktivität deutscher Produkte gesteigert werden sollte,
sondern auch die verbands- und standespolitischen Motive der
Initiatoren der Kampagnen. Bislang herrscht die Auffassung vor, dass
die Überwindung der Krise in erster Linie durch massive staatliche
Ausgabenprogramme gelang ("New Deal"), gepaart mit generellen
weltwirtschaftlichen Erholungstendenzen. Eine zentrale Frage wird
daher
sein, inwieweit technische Innovationen einen Beitrag zur Überwindung
der Krise geleistet haben, oder ob die Krisenprojekte, wenn überhaupt,
erst zur Mitte der 1930er-Jahre zum Tragen kamen. Letztlich schwebt
darüber Frage: Was können wir heute aus dieser Krise lernen?

Weitere Informationen

Prof. Dr. Helmut Maier, Lehrstuhl für Technik- und Umweltgeschichte
der
RUB, Tel. 0234/32-24673, E-Mail: Helmut.Maier at rub.de

Redaktion: Arne Dessaul







From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 11 10:45:13 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 11 Feb 2010 10:45:13 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Kunstwerk des Monats Februar: Zwei Buchumschlaege
werdenim LWL-Landesmuseum praesentiert
Message-ID: 4B73DFB9.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 11.02.2010, 09:14


AKTUELL

Kunstwerk des Monats
Zwei Buchumschläge werden im LWL-Landesmuseum präsentiert

Als Kunstwerk des Monats Februar präsentiert der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zwei Buchumschläge von
Georg Salter und Hans Baluschek für den Roman "Der Tunnel" von
Bernhard Kellermann im LWL-Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte in Münster .

In der aktuellen Diskussion um die Zukunft des gedruckten
Buches werden von Buchliebhabern zunehmend die ästhetischen
Qualitäten traditioneller Buchkunst angeführt. Dabei geraten
insbesondere die Spitzenleistungen der werbenden,
plakatähnlichen Buchumschläge aus den ersten Jahrzehnten nach
1900 in den Blick. So haben für den Zukunftsroman "Der Tunnel"
Hans Baluschek und fast zwanzig Jahre später Georg Salter
spektakuläre Bild-Einkleidungen gefunden.

Während der ältere Künstler für die Erstausgabe 1913 noch den
New Yorker Wolkenkratzer eines transatlantischen
Tunnelbau-Trusts als Blickfang auswählte, liefert Salters
jüngere Version aus den Schlussjahren der Weimarer Republik ein
scheinbar rasant wirkendes Plakatmotiv. "Fast wie in heutigen
Werbefilmen für den ICE oder den Eurostar-Tunnelexpress rast
bei Salters Zukunftsvision von 1931 ein Schienenmonster mit 300
Stundenkilometern unter dem Atlantik von New York nach Europa.
Blitzschnell hervorbrechend aus der Tunneltiefe des hinteren
Buchumschlags und über Rücken und Vorderseite näher kommend,
sollte der Expresszug gleichsam erst in den Händen des
neugierigen Bücherkäufers sein Ziel erreichen", so Dr. Jürgen
Krause, der die Publikation zum Kunstwerk des Monats
geschrieben hat.

Für den Fischer Verlag und seinen Starautor Kellermann machten
sich beide Umschlag-Visionen enorm bezahlt: In den ersten drei
Jahrzehnten seit dem Erscheinen 1913 wurden 373.000 Exemplare
verkauft, von denen bis heute nicht wenige in den
Verkaufslisten der Antiquare überlebt haben. Nur die
hochempfindlichen, dünnen Papierumschläge mussten fast alle das
Schicksal ihrer größeren, an Mauerwänden klebenden
Plakat-Verwandten teilen. Denn nachdem sie einmal betrachtet
und den Kaufentschluss des Kunden bestärkt hatten, landeten sie
eingerissen oder zerknittert fast ausnahmslos im Papierkorb.
Deshalb gehören heute gut erhaltene, originale Buchumschläge
aus dem frühen 20. Jahrhundert - ebenso wie die Plakate - zu
den rar gewordenen Zeitzeugen für die Sehnsüchte ihrer Epoche.

Die Publikation zum Kunstwerk des Monats kann an der
Museumskasse erworben werden.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 11 10:47:13 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 11 Feb 2010 10:47:13 +0100
Subject: [WestG] [AKT] SchulKinoWochen NRW 2010 mit neuem Teilnehmerrekord
Message-ID: 4B73E031.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 10.02.2010, 12:25


AKTUELL

"Nicht nur in der Schule, auch im Kino lernen wir"
SchulKinoWochen NRW 2010 mit neuem Teilnehmerrekord

Mehr als 73.000 Schülerinnen und Lehrer sind im Rahmen der
SchulKinoWochen NRW 2010 zur besten Unterrichtszeit ins Kino
gegangen und haben den Veranstaltern von "Vision Kino" und der
Initiative "Film + Schule NRW, die der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) und das NRW-Schulministerium gestartet
haben, einen neuen Teilnehmerrekord beschert.

In über 900 Vorstellungen zwischen dem 21. Januar und dem 10.
Februar haben Schulklassen aller Altersstufen und Schulformen
Filme aus dem Angebot von über 160 Titeln gesehen, die allesamt
Bezüge zu den Lehrplänen unterschiedlicher Fächer aufwiesen. 98
Kinos in 75 Städten haben an den SchulKinoWochen NRW 2010
teilgenommen und ein Programm aus aktuellen Kinohits, beliebten
Klassikern, Dokumentarfilmen und Animationen angeboten. Die
Jugendbuchverfilmungen "Lippels Traum" und "Vorstadtkrokodile"
erwiesen sich als die größten Zugpferde, für Grundschüler war
der Zeichentrickfilm "Kuddelmuddel bei Petterson & Findus" der
absolute Favorit. Die meisten Anmeldungen verzeichnete die
"Filmwelt Herne" mit über 2.700 Schülern, auch die Kinos in
Hamm und Krefeld wurden sehr stark frequentiert.

Die Filmvorführungen, die Gespräche zwischen Schülern und
eingeladenen Filmschaffenden nach sich zogen, gehörten zu den
Höhepunkten der SchulKinoWochen NRW. Christian Friedel, einer
der Hauptdarsteller aus dem zweifach Oscar-nominierten Film
"Das weiße Band", beeindruckte die Schüler im Märkischen Kino
in Bochum-Wattenscheid mit seiner unkomplizierten Art und gab
Einblicke in die Dreharbeiten des Welterfolgs. In Gummersbach
begeisterte die Bühnenplastikerin Sabine Avenhaus mit
Bildmaterial und Hintergrundinformationen zum Dreh der
"Vorstadtkrokodile" und verdeutlichte den Schülern, was es
bedeutet, einen Film herzustellen. Und im Verlauf eines
Gesprächs mit dem Schauspieler Ralf Richter im Leverkusener
Kinopolis wurden die Schüler des Wohn- und Betreuungsprojekts
"Annievation" sogar zu einem seiner nächsten Drehtage
eingeladen.

Auch das erstmals angebotene Kurzfilmprogramm "Entdecke das
Kino" für Kinder im Alter zwischen fünf und sieben Jahren, das
neben den gezeigten Filmen den Kinosaal spielerisch in die
Veranstaltung einband, war ein Erfolg.

Insgesamt zeigt die Resonanz, dass die SchulKinoWochen NRW in
ihrem vierten Jahr in vielen Schulen des Landes mittlerweile
fest in das Schulprogramm integriert sind. Projektleiterin
Marlies Baak-Witjes zieht ein entsprechend positives Fazit:
"Die Akzeptanz der SchulKinoWochen NRW verdeutlicht, dass
außerschulische Lernorte wie etwa das Kino neue didaktische
Perspektiven eröffnen und einen wichtigen Beitrag zum
Unterricht leisten können."

Auch wenn die Leinwand-Vorhänge der SchulKinoWochen NRW bis zur
Ausgabe 2011 jetzt erst einmal geschlossen bleiben - es ist
noch nicht alles vorbei. Bis zum 20. Februar haben Schüler der
5. bis 13. Klasse die Chance, Filmkritiken zu den von ihnen
besuchten Filmen zu verfassen und damit am gemeinsam mit
"Spinxx.de - Onlinemagazin für junge Medienkritik"
organisierten Wettbewerb teilzunehmen. Weitere Informationen
dazu unter http://www.filmundschule.nrw.de.

Hintergrund

Die SchulKinoWochen NRW werden veranstaltet von Vision Kino -
Netzwerk für Film und Medienkompetenz und von "Film + Schule
NRW", einer gemeinsamen Initiative des Ministeriums für Schule
und Weiterbildung NRW und des LWL-Medienzentrums für Westfalen.
Vision Kino ist eine Initiative des Beauftragten der
Bundesregierung für Kultur und Medien, der
Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek und der
"Kino macht Schule GbR" und steht unter der Schirmherrschaft
von Bundespräsident Horst Köhler. Unterstützt werden die
SchulKinoWochen NRW auch von der Staatskanzlei NRW, der
"filmothek der jugend nrw", der Bundeszentrale für politische
Bildung und "spinxx.de".


INFO

Kontakt:
Projektbüro Schulkinowochen NRW beim LWL-Medienzentrum
für Westfalen
Tel.: 0251 591-3055
E-Mail: presse.schulkinowochen at lwl.org
URL: http://www.filmundschule.nrw.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 11 11:07:02 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 11 Feb 2010 11:07:02 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Statt Prunksitzung und Kamelle gehoerten
frueherStaendchen, Wurst und Schinken zur Westfaelischen Fastnacht
Message-ID: 4B73E4D6.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 10.02.2010, 14:36


AKTUELL

Statt Prunksitzung und Kamelle gehörten früher Ständchen, Wurst
und Schinken zur Westfälischen Fastnacht

In einigen Bauernschaften des Münsterlandes sieht man sie in
den "feucht-fröhlichen Tagen" rund um Karneval, die jungen
Burschen, die zum Teil verkleidet durch die Nachbarschaft
ziehen, um "Wurst aufzuholen". Dieser Brauch, bei dem die
jungen Männer in jedem Haus als Ständchen ein Fastnachtslied
sangen oder ein Sprüchlein aufsagten und dabei im Gegenzug auf
die Freigiebigkeit der Hausbewohner hofften, war früher in
Westfalen weit verbreitet: Es wurden alle möglichen
Lebensmittel ausgeteilt. "Aber besonders hoch im Kurs standen
Würste und Stücke vom Schinken. Darauf spielten alle
Bittgesänge und -verse an, daher hat das 'Wurstaufholen' in
manchen Gebieten auch seinen Namen", erklärt Peter Höher,
Volkskundler beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).

Für die Fastnacht hatten die Hausfrauen meist schon beim
Schlachten ein paar Würste zur Seite gelegt, denn es war
Ehrensache, die jungen Leute nicht ohne Gaben von dannen ziehen
zu lassen. Aber auch der Schnaps floss reichlich. Die jungen
Leute verzehrten die leckeren Sachen gemeinsam, meist im
Wirtshaus. Manchmal wurden sogar die Spender dazugeladen, und
Alt und Jung machten sich gemeinsam über die Köstlichkeiten her,
denn jeder wusste: Bald bricht ja die entbehrungsreiche
Fastenzeit an. Viele Junggesellen ließen auch ihren Kameraden,
die gerade ihre Militärdienstzeit ableisten mussten, ein
Wurstpaket zukommen.

Bereits im 19. Jahrhundert gab es aber immer mehr Klagen: In
den meisten Regionen Westfalens waren es ja nicht nur die
jungen Männer, sondern auch die Schulkinder, die zu Fastnacht
an die Haustür klopften und ihre Verslein aufsagten. Ihr Termin
war meist die "Lüttke Fastnacht", der Donnerstag vor Fastnacht,
im rheinischen Karneval als "Wieberfastnacht" bekannt. In
manchen Orten hatten auch die Schmiede- oder
Stellmachergesellen nach altem Brauch das Recht, an diesen
Tagen ein Trinkgeld von den Kunden ihres Meisters einzufordern.
"Immer wieder waren auch Gruppen von Kindern und Jugendlichen
aus benachbarten Orten oder sogar aus anderen Regionen
unterwegs. Besonders zahlreich waren sie, wenn die Ernte
schlecht ausgefallen war oder eine Teuerung die Lebensmittel
fast unerschwinglich machte", berichtet Höher. Aus dem
Sauerland wird berichtet, dass in den 1840er Jahren sogar der
Küster und Lehrer sich auf diese Weise etwas Nahrung
erbettelten, denn ihre Gehälter waren ausgesprochen dürftig.

Hintergrund
Die Fastnacht war nicht der einzige Termin, an dem traditionell
das "Heischen" - so wird es in der Volkskunde genannt -
stattfand. Mit regionalen Unterschieden kamen auch zu
Silvester/Neujahr, Dreikönige, Petri Stuhlfeier (22.Februar),
Pfingsten, Michael (29. September), Martin (11. November) und
Johannes (27. Dezember) Grüppchen von jungen oder alten,
bekannten oder völlig unbekannten Menschen an die Haustür und
baten nach einer mehr oder weniger gelungen musikalischen,
gesanglichen oder gereimten Darbietung um Wurst, Eier oder
andere Lebensmittel. Im Siegerland gab es noch das sogenannte
Wurstsingen zwischen Weihnachten und Neujahr. "Da kann es wenig
verwundern, wenn viele Betroffene den alten Fastnachbrauch satt
hatten und als 'verkappte Bettelei' empfanden. Der Ruf nach
polizeiliche Kontrolle wurde immer lauter, und in vielen Orte
gab es bald einen entsprechenden Passus in der
Gemeinde-Polizeiordnung", so LWL-Volkskundler Höher.

"Aber dass der Heischebrauch zu Fastnacht seit dem Ende des 19.
Jahrhunderts allmählich zurückging, ist wohl weniger auf solche
Vorschriften zurückzuführen, sondern eher darauf, dass die
Erwachsenen den Spaß an solche Sammelaktionen verloren, die
alte Unbefangenheit war nicht mehr da, man fühlte sich selbst
ein wenig als Bettelnder - jedenfalls überall dort, wo nicht
mehr jeder jeden kannte und wo sich das enge, fast familiäre
Nachbarschaftsverhältnis aufgelöst hatte", erklärt Höher. In
den 1950er und 60er Jahre war das Heischen zu Fastnacht fest in
Kinderhand, doch inzwischen ist selbst bei den Jungen und
Mädchen dieser Termin ins Hintertreffen geraten: "Dreikönige
und Halloween haben ihm den Rang abgelaufen", so der
LWL-Volkskundler weiter.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 11 12:54:00 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 11 Feb 2010 12:54:00 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Fuehrung durch den Steinbruch Klosterbusch,
Bochum-Querenburg, 19.02.2010
Message-ID: 4B73FDE8.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 11.02.2010, 11:45
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Führung durch den Steinbruch Klosterbusch in Bochum-Querenburg
Freitag, 19. Februar 2010, 15.00 Uhr

Am Freitag, dem 19. März 2010, bietet die StadtBochum mit der
freundlichen Unterstützung des Vereins GeoPark Ruhrgebiet e.V.
eine Führung durchden sonst nicht für die Öffentlichkeit
zugänglichen Steinbruch Klosterbusch an.

Der Steinbruch ist dergrößte geologische Aufschluss in Bochum
und wurde wegen seiner geologischen Bedeutung als Naturdenkmal
unter Schutz gestellt. Im Rahmen der Führung werden die
erdgeschichtliche Entwicklung sowie die Bergbaugeschichte der
ehemaligen Zeche Klosterbusch erläutert.

Die Veranstaltung ist kostenlos, beginnt um 15 Uhr und dauert
circa 2 Stunden. Der Treffpunkt befindet sich vor dem
ehemaligen Zechengebäude an der Straße ?Im Lottental 42". Für
die Besucher, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen,
liegt die Haltestelle der Buslinie 339 ?Botanischer Garten? in
unmittelbarer Nähe zum Treffpunkt.


INFO

Nähere Informationen und Anmeldungen bitte telefonisch bei der
Stadt Bochum unter der Rufnummer: 0234 / 910-14 86 (Frau
Gabriele Wolf) und unteramt67 at bochum.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Feb 15 12:41:38 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 15 Feb 2010 12:41:38 +0100
Subject: [WestG] [KONF] 5. Kolloquium zur Osnabruecker Stadtgeschichte,
OS12.03.2010
Message-ID: 4B794102.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: Igel, Karsten karsten.igel at web.de
Datum: 14.02.2010, 19:32

KONFERENZ

5. Kolloquium zur Osnabrücker Stadtgeschichte

Die Stadt jenseits der Mauern

Osnabrück 12.03.2010, Rathaus, Ratssitzungssaal

Die Beziehungen zwischen Stadt und Umland gehören zu den bereits
klassischen Themen der Stadtgeschichte: Insbesondere wirtschaftlich und
demographisch war die Stadt in regionale Zusammenhänge eingebunden und
bildete vielfältige zentralörtliche Funktionen aus. Darüber hinaus war
aber die vormoderne städtische Topographie selbst gekennzeichnet von
einer Dualität: Der engere, ummauerte Bezirk war umgeben von einem mehr
oder weniger ausgedehnten Areal, das als vorgelagerter Verteidigungsraum
dienen konnte und ansonsten vorwiegend land- und forstwirtschaftlich
genutzt wurde.

Mit seinem fünften Forschungskolloquium möchte der 2005 gegründete
Osnabrücker Arbeitskreis für Stadtgeschichte ein Forum bieten, um
aktuelle Arbeiten und Vorhaben aus diesem Themenfeld vorzustellen und zu
diskutieren. Die Vorträge sind in diesem Jahr auf die Stadt Osnabrück
bezogen. Inhaltlich und methodisch spannt sich ihr Bogen von
grundsätzlichen Überlegungen zu den Grenzen der Stadt und zur
landwirtschaftlichen Bedeutung ihrer Feldmark über die vormoderne
Topographie, wie sie archäologisch und kartographisch fassbar ist, bis
zu neueren Funktionen der Außenbezirke für Geselligkeit und Militär im
19. Jahrhundert.

Anmeldungen bitte bis zum 28. Februar an:
karsten.igel at uni-muenster.de
oder
nicolas.ruegge at nla.niedersachsen.de



Programm:
14.00 Uhr bis 15.45 Uhr
Begrüßung, Einführung

Karsten Igel (Münster/Osnabrück)
Wo endet die Stadt? Über die Grenzen des städtischen Einfluss- und
Wirtschaftsraumes im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit

Frank Henrichvark (Osnabrück)
Stadt und Landwirtschaft - Die wirtschaftliche Bedeutung der Feldmark
für die Stadt

16.15 Uhr bis 17.45 Uhr
Bodo Zehm (Osnabrück)
Landwehren und Wegeverhältnisse im Raum Osnabrück

Klaus Meinert (Osnabrück)
Die Karte als Grundlage der Beweisführung. Grenzziehung in der "Wüste"
zwischen Landwehr und Stadtsilhouette

18.00 Uhr bis 19.30 Uhr
Thorsten Heese (Osnabrück)
Revolution vor den Toren der Stadt? Musenburg und Bierclub im Vormärz

Antje Naujock (Osnabrück)
Garnison und Kasernenbau in Osnabrück



INFO

Veranstaltungsdaten:
5. Kolloquium zur Osnabrücker Stadtgeschichte
Datum: 12. März 2010
Osnabrück, Rathaus

Kontakt:
Arbeitskreis für Stadtgeschichte
Verein für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück
Schloßstr. 29
49074 Osnabrück
URL: www.verein-fuer-geschichte-und-landeskunde-von-osnabrueck.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Feb 15 12:43:38 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 15 Feb 2010 12:43:38 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag, Seidel: 100 Jahre Jugendherbergen,
Altena17.02.2010
Message-ID: 4B79417A.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Märkischer Kreis"
Datum: 15.02.2010, 09:37


AKTUELL

Es begann in Altena - 100 Jahre Jugendherbergen

Ein Lehrer, der mit seiner Volksschulklasse von Altena nach Aachen
wandert und dabei von einem Gewitter überrascht wird, hat die Idee, ein
Netz von Unterkünften zu gründen. So begann vor hundert Jahre die
Geschichte der Jugendherbergen - zumindest hat es Richard Schirrmann,
der erwähnte Lehrer, selbst erzählt.

Was es mit der Gründung der Jugendherbergen jenseits dieser Geschichte
auf sich hat und wie es mit ihnen weiterging, darüber berichtet der
Siegener Historiker Heinrich Ulrich Seidel, den die ?Freunde der Burg
Altena? am Mittwoch, 17. Februar 2010, zu einem Vortrag eingeladen.
Zum Abschluss der Sonderausstellung ?Über Stock und Stein. Einhundert
Jahre Jugendherbergen? werden viele Bilder und Filme aus den
vergangenen hundert Jahren gezeigt und die Bedeutung Altenas für die
Geschichte der Jugendherbergen behandelt. Denn neben Richard Schirrmann
und dem Hilchenbacher Kaufmann Wilhelm Münker hatte auch der damalige
Landrat Fritz Thomée entscheidenden Anteil an der Gründung des
Jugendherbergswerkes.

Seidel beschäftigt sich mehr als zehn Jahren mit dem Thema, hat für die
Museen Burg Altena und das Deutsche Jugendherbergswerk die Geschichte
der Jugendherbergen aufgearbeitet und die Ergebnisse als Ausstellung
bzw. als Medientisch der Öffentlichkeit präsentiert. Er wird an diesem
Abend den Bogen von der Idee des Volksschullehrers aus Altena zum
heutigen weltweiten Jugendherbergswerk spannen und dabei die lokale
Perspektive nicht aus den Augen verlieren.


INFO

Der Vortrag findet statt am 17.02.2010 um 19.00 Uhr im Festsaal der
Burg Altena.
Der Eintritt ist frei, Gäste sind herzlich willkommen.

Informationen bei der Geschäftsstelle ?Freunde der Burg Altena?,
Bismarckstraße 15, 58762 Altena, Tel. 02352/966-7055, E-Mail:
freunde-der-burg at maerkischer-kreis.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Feb 16 10:15:40 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 16 Feb 2010 10:15:40 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter Soest, Folge 431, Februar 2010
Message-ID: 4B7A704C.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 16.02.2010, 10:12


SERVICE: TOC

Heimatblätter Soest
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage zum Soester Anzeiger
Folge 431
Februar 2010


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=169




ohne Seitenangaben, in Auswahl [MW]

Knoche, Heinrich
Völlige Jagdfreigabe führte zu den heutigen Jagdgesetzen
Kleiner Rückblick auf die heimatlichen Jagdrechte auf eigenem Grund und
Boden (2. Folge)

Krafft, Hans Werner
Karl der Große hielt schon Heerlager "an dem Ort, wo die Lippe
entspringt"
Pader und Lippe vereinigen sich in Bad Lippspringe

Scheven, Ilsemarie von
War es ein ganz normales Leben?
Annemarie Ohler und Norbert Ohler berichten über deutsche Geschichte
von 1939 bis 1949

Kleine, Joseph
Runder Po im Osterkamp
Fritz Viegeners Jux-Kachel ohne Klitterung

Beller, Herbert
Marie Haverkamp: Beliebte Pädagogin und Diakonisse
Das Soester "Heim für Mutter und Kind" trägt seit 2001 ihren Namen





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Feb 16 11:19:06 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 16 Feb 2010 11:19:06 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: "Gefahr im Verzug" Ausschreitungen in
Bocholt1848/49, Bocholt, 04.03.2010
Message-ID: 4B7A7F2A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Hans-D. Oppel"
Datum: 12.02.2010, 11:53


AKTUELL

Der vom Stadtarchiv Bocholt und der Volkshochschule
Bocholt-Rhede-Isselburg getragene

G E S P R Ä C H S K R E I S B O C H O L T E R
S T A D T G E S C H I C H T E

lädt zum Donnerstag, 4. März 2010, 18.30 Uhr
in das
STADTARCHIV BOCHOLT
Münsterstraße 76, 46397 Bocholt

ein zu dem Vortrag von

Ingrid Beiring, M.A.
aus Ramsdorf

unter dem Titel
"GEFAHR IM VERZUG!" Ausschreitungen in Bocholt 1848/49

Seit 1847/48 verschärften sich vor dem Hintergrund einer
gesamteuropäischen Wirtschaftskrise die sozialen und
politischen Spannungen derart, dass es in fast allen
europäischen Ländern zu Erhebungen gegen die bestehende Ordnung
kam.

In der preußischen Provinz Westfalen rechneten die Regierenden
nicht ernsthaft mit Ausschreitungen, vertrauten sie doch selbst
in dieser Krisensituation auf die passive Haltung der "frommen
und treuen Westfalen" gegenüber politischen Umwälzungen. Aber
auch hier kam es zu Massenversammlungen und Petitionen an die
Magistrate, schließlich sogar zu gewaltsamen Ausschreitungen.
Im Westmünsterland waren davon neben Dülmen besonders Bocholt
und Rhede betroffen.

Die preußische Verwaltung setzte bei der Bekämpfung der
Proteste neben dem Einsatz von Militär auf die Errichtung von
Bürgerwehren. Damit kam man zudem einer der klassischen
Märzforderungen nach, nämlich der nach Volksbewaffnung.

Schwerpunkte des Vortrages sind die Schilderung der Tumulte
sowie die Klärung der Fragen: Wer verbarg sich hinter den
"Tumultuanten" und welche Beweggründe trieben sie an. Außerdem
wird die Bocholter Bürgerwehr betrachtet: Wie war sie
organisiert und bewaffnet, und was konnte und wollte sie
angesichts der gewaltsamen Exzesse leisten?

Moderation:
Stadtarchivar Dr. Hans-D. Oppel


EINTRITT FREI !


INFO

STADTARCHIV BOCHOLT
Münsterstraße 76
46397 Bocholt





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Feb 16 11:22:54 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 16 Feb 2010 11:22:54 +0100
Subject: [WestG] =?utf-8?q?=5BAKT=5D_Vortrag=3A_Luise_-_Leben_und_Schicksa?=
=?utf-8?q?l_der_preu=C3=9Fischen_Madonna=2C_Lippstadt=2C_04=2E03=2E2010?=
Message-ID: 4B7A800E.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Lippstadt"
Datum: 15.02.2010, 13:50


AKTUELL

Luise - Leben und Schicksal der preußischen Madonna

Königin Luise erfuhr in ihrem Leben Glück und Unglück in
ungewöhnlichem Ausmaß: Als Kind und junges Mädchen wuchs sie
geborgen in einer lebendigen Großfamilie auf. Eine tiefe Liebe
verband sie mit ihrem Mann, dem späteren Preußenkönig Friedrich
Wilhelm III, sie war der elegante Mittelpunkt des Berliner
Hoflebens. Aber sie verlor Kinder und Vertraute durch deren
frühen Tod, sie war Zeugin von Preußens größter Niederlage,
wurde von Hof und Heimat vertrieben und starb schon mit 34
Jahren.

Der Heimatbund in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der
Stadt Lippstadt erinnert mit diesem Vortrag - zeitnah zu
Veranstaltungen rund um den internationalen Frauentag - an eine
Frau, die zweifellos privilegiert war, die jedoch auch in ihrer
Zeit auf Zwänge und Konventionen stieß, die sie einengten.


INFO

Donnerstag, 4. März 2010 um 19.00 Uhr

im
Stadtarchiv
Soeststraße 8
59555 Lippstadt

Referentin: Annette Schoop

Der Eintritt ist frei.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Feb 16 11:26:06 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 16 Feb 2010 11:26:06 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Anna Katharina Emmerick - Leben und
Nachwirkenim Kreis Coesfeld, Luedinghausen, 25.02.2010
Message-ID: 4B7A80CE.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Ursula Koenig-Heuer"
Datum: 16.02.2010, 09:11


AKTUELL

Anna Katharina Emmerick - Leben und Nachwirken im Kreis
Coesfeld.
Vortrag von Dr. Stefan Sudmann am 25.02.2010 um 19:30 Uhr in
Burg Vischering

Die 2004 selig gesprochene Nonne Anna Katharina Emmerick
(1774-1824) verbindet durch ihre Biographie die beiden größten
Städte des Kreises und wurde wohl nicht zuletzt deshalb von
Kirchenvertretern während der Kommunalen Neugliederung als
Schutzpatronin für den neuen Kreis Coesfeld vorgeschlagen.
Aufgewachsen in der Coesfelder Bauerschaft Flamschen trat sie
1802 gegen verschiedene Widerstände in das Dülmener
Agnetenkloster ein, das sie nach der Säkularisation 1812 wieder
verlassen musste. Durch ihre Stigmatisierung erregte sie weit
über die Region hinaus Aufsehen, unter anderem bei dem Dichter
Clemens Brentano, der mehrere Jahre in Dülmen lebte.

Auch nach ihrem Tod brach die Verehrung nicht ab. Die
Rezeptionsgeschichte nahm jedoch keinen kontinuierlichen
Verlauf, sondern ist von mehreren Wellen der öffentlichen
Wahrnehmung und "Vermarktung" geprägt. Unter dem Titel ?Das
Gelübde? wurde ihr Leben im Jahr 2007 von Dominik Graf im Kreis
Coesfeld verfilmt: Billerbeck wurde während der Dreharbeiten
zum viel beachteten Schauplatz.

Der Vortrag zeichnet deshalb nicht nur das Leben, sondern vor
allem auch das Nachleben der Anna Katharina Emmerick in Dülmen
und im Kreis Coesfeld nach. Dr. Stefan Sudmann, Historiker und
Dülmener Stadtarchivar, wird seinen Vortrag über diese große
Persönlichkeit des Kreises Coesfeld mit interessanten Fotos
begleiten. Informationen über die Veranstaltung, für die ein
Eintrittspreis von 3 Euro erhoben wird, erhalten Sie unter
Telefon Nr. 02591/799011.


INFO

Münsterlandmuseum
Burg Vischering
Berenbrock 1
59348 Lüdinghausen
Tel.: + 49 (0)2591 7990-0
Fax: + 49 (0)2591 7990-29
E-Mail: kultur at kreis-coesfeld.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Feb 16 11:29:04 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 16 Feb 2010 11:29:04 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Ehrung fuer westfaelischen Dialektforscher: Festakt
zum65. Geburtstag von Prof. Dr. Hermann Niebaum
Message-ID: 4B7A8180.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 12.02.2010, 12:02


AKTUELL

Ehrung für westfälischen Dialektforscher
Festakt zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Hermann Niebaum

Die Kommission für Mundart- und Namenforschung des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat am Freitag
(12.2.) in Münster ihr langjähriges Vorstandsmitglied Prof. Dr.
Hermann Niebaum zu dessen 65. Geburtstag geehrt.

Niebaum hat seine Professur für deutsche Sprachwissenschaft an
der niederländischen Universität Groningen beendet und kehrt
nun an seine alte Wirkungsstätte zurück: Bei der Kommission des
LWL in Münster will er den ersten Band des "Westfälischen
Wörterbuchs" fertigstellen. An dem Nachschlagewerk für
westfälische Dialekte arbeitete Niebaum bereits zu Beginn
seiner wissenschaftlichen Laufbahn. Für den ersten Band des
groß angelegten Dokumentationsvorhabens regionaler Sprache
erstellte der Dialektforscher zwischen 1972 bis 1984 zahlreiche
Artikel, beispielsweise über Arne ("Ente"), Bikbiere
("Heidelbeere") oder Blutskenklöpper ("derber Holzschuh").
Bisher sind neun Heftlieferungen erschienen. Nun sollen zwei
bis drei weitere Lieferungen folgen und den ersten Band
vollenden.

Die Wissenschaftler der Kommission für Mundart- und
Namenforschung arbeiten unterdessen weiter an einem weiteren
Band des "Westfälischen Wörterbuchs", der im nächsten Jahr
erscheinen soll.

Um seine wissenschaftliche Arbeit und seine langjährige
Tätigkeit im Vorstand der Kommission zu würdigen, bekam Niebaum
während einer Feier zu seinem 65. Geburtstag eine Festschrift
überreicht. Darin sind 21 Beiträge von Weggefährten aus
Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Belgien und Norwegen
enthalten, die Forschungsergebnisse aus den Bereichen
Dialektologie, Sprachgeschichte und Lexikografie präsentieren.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Feb 16 11:43:33 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 16 Feb 2010 11:43:33 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Die Familienchronik des Sweder Schele
zuWeleveld und Welbergen (1569-1639), Muenster, 23.02.2010
Message-ID: 4B7A84E5.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christine Schedensack"
Datum: 16.02.2010, 10:19


AKTUELL

Vortrag
Dr. Gunnar Teske (Münster)
Für Gott, Adel und Familie. Die Familienchronik des Sweder
Schele zu Weleveld und Welbergen (1569-1639)

Dienstag, 23. Februar 2010, 19.00 Uhr (s.t.)

Dr. Gunnar Teske, Archivar am LWL-Archivamt für Westfalen,
stellt die Familienchronik des Schweder Schele vor, eine für
die Geistes-, Kultur- und Landesgeschichte des Münsterlandes
und der heutigen Euregio einzigartige Quelle. Die Chronik wird
seit Jahren vom Staatsarchiv Osnabrück, dem Historisch Centrum
Overijssel und dem LWL-Archivamt für Westfalen gemeinsam
erschlossen.

Der Chronist Sweder Schele wurde 1569 auf Haus Weleveld bei
Borne nördlich Enschede in den Niederlanden geboren. Aufgrund
der Wirren des spanisch-niederländischen Krieges musste er
seine Heimat verlassen und verbrachte zehn Jahre in Rheine,
Minden und bei Osnabrück. Danach lebte er einige Jahrzehnte auf
Haus Weleveld, bevor er 1624 von seiner Schwester Haus
Welbergen bei Ochtrup übernahm. Im münsterländischen Ochtrup
lebte er bis zu einem Tod 1639.

Ab 1591 schrieb Schele eine umfangreiche Geschichte seiner
Familie von den legendären Anfängen bis in seine Gegenwart.
Parallel begann er Jahr für Jahr ihm wichtig erscheinende
Ereignisse festzuhalten. Im Laufe der Jahre nehmen diese
Aufzeichnungen immer umfangreichere Formen an und geben vor
allem für die Jahre auf Haus Welbergen tiefe Einblicke in sein
Leben, Denken und Fühlen.

Der Referent wird in seinem Lichtbildervortrag das Projekt
vorstellen und anhand der Leitthemen Religion, Adel und Familie
Eigenart und Quellenwert der Chronik aufzeigen.


INFO

Der Vortrag findet statt im:
Hörsaal KTHS I in der Katholisch-Theologischen Fakultät
der Universität
Johannisstraße 8-10
48143 Münster

Der Eintritt ist frei.

Kontakt:
Christine Schedensack
Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens,
Abt. Münster
Fürstenbergstraße 15
48147 Münster
Tel.: 0251-591 5972
Fax: 0251-591 6820
E-Mail: christine.schedensack at lwl.org
URL: www.altertumsverein-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 17 08:34:47 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 17 Feb 2010 08:34:47 +0100
Subject: [WestG] [AKT] "Strafweise Einaescherung des Hauses":
HistorischeSoester Rechtsquellen fuer neue
Mittelalter-Ausstellung inHerne eingetroffen
Message-ID: 4B7BAA27.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 11.02.2010, 13:49


AKTUELL

"Strafweise Einäscherung des Hauses"
Historische Soester Rechtsquellen für neue
Mittelalter-Ausstellung in Herne eingetroffen

Behutsam haben Forscher des LWL-Museums für Archäologie in
Herne jetzt eine Klimakiste geöffnet und zwei hochkarätige
Exponate für die neue Ausstellung "Aufruhr 1225!" ausgepackt:
die älteste Niederschrift des Stadtrechts in Soest, die "Alten
Kuhhaut", und das sogenannte "Nequambuch", eine
mittelalterliche Übersicht über Verbrechen und dafür drohende
Strafen. Das Stadtarchiv Soest leiht damit dem
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zwei seiner
wertvollsten Archivalien für die Herner Schau über Ritter,
Burgen und Intrigen.

Die "Alte Kuhhaut" entstand um das Jahr 1225 und verdankt ihren
Namen dem Material, auf dem sie geschrieben ist. "Auslöser für
die Niederschrift war vermutlich der Tod des Kölner Erzbischofs
Engelbert am 7. November 1225", sagt Projektleiter Dr. Stefan
Leenen. Soest sei damals wichtigste westfälische Stadt im
Kölner Machtbereich gewesen. "Nach dem gewaltsamen Tod des
Bischofs probten die Stadtbewohner den Aufstand und gaben sich
das neue Recht", so der Mittelalterforscher.

In 66 Zeilen führt die "Alte Kuhhaut" für die Soester
Stadtbewohner Rechtsbestimmungen auf. Die repräsentative
Urkunde enthält beispielsweise eine Gerichtsordnung, das Straf-,
das Zivil- und das Marktrecht. Leenen: "Nachdem sich der neue
Erzbischof mit der Stadt gütlich geeinigt hatte, scheint das
Recht auch anerkannt gewesen zu sein." Die ersten 52 Artikel
aus 1225/26 wurden später um elf weitere ergänzt. Etwa 1280
wurde die "Alte Kuhhaut" durch eine Neufassung ersetzt.

Das "Nequambuch" ist eine etwas jüngere Rechtsquelle Soests. Es
bezeichnet ein Acht- und Schwurbuch, das zahllose Schreiber
zwischen 1315 und 1421 mit 376 Einträgen füllten. Mehrheitlich
handelt es sich dabei um Nennungen von Gesetzesverbrechern.
"Von ähnlichen Amtsbüchern dieser Art in anderen Städten setzt
sich das Nequambuch vor allem durch seine Miniaturen ab, die
von hoher künstlerischer Qualität sind", erklärt Leenen. Die 13
Miniaturen illustrieren Eintragungen zu Themen wie "strafweise
Einäscherung des Hauses", "Ausweisung aus der Stadt",
"Gefangensetzung" oder "Schandstrafe des Wippens".

Ausstellung

1225 kommt der Kölner Erzbischof Engelbert, einer der
mächtigsten Männer des Reiches, während eines Überfalls bei
Gevelsberg im heutigen Ruhrgebiet gewaltsam ums Leben. Wie
dieser Mord die ganze Ruhrregion veränderte - das ist
Ausgangspunkt und Leitmotiv der größten Mittelalterausstellung,
die bisher im Ruhrgebiet gezeigt wurde: "Aufruhr 1225! Ritter,
Burgen und Intrigen", läuft vom 27. Februar bis 28. November
2010 im LWL-Museum für Archäologie in Herne. Ein Thema der
Schau ist die mittelalterliche Stadt im 13. Jahrhundert. Die
Ausstellung beleuchtet die Gründung und Entwicklung von Städten,
ihre Konflikte mit dem alten Landadel, Institutionen und
Bauwerke sowie Handel und Produktion, die in den Städten
florierten.


INFO

27. Februar bis 28. November 2010
"AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen"

LWL-Museum für Archäologie
Europlatz 1
44623 Herne
Di, Mi, Fr 9-17 Uhr, Do 9-19 Uhr
Sa, So und feiertags 11-18 Uhr
Eintritt: Zwischen 2 und 6 Euro, Familienkarte 12 Euro,
Gruppenrabatte
URL: http://www.aufruhr1225.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 17 08:38:36 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 17 Feb 2010 08:38:36 +0100
Subject: [WestG] [AKT] "Ein Archivschatz,
der gehoben werden will": AOK sicherthistorisches Schriftgut im
Soester Kreisarchiv
Message-ID: 4B7BAB0C.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Kreis Soest"
Datum: 16.02.2010, 10:02


AKTUELL

"Ein Archivschatz, der gehoben werden will"
AOK sichert historisches Schriftgut im Soester Kreisarchiv

Das Soester Kreisarchiv ist um einen bedeutenden Quellenfundus
für die lokale und regionale Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
reicher. In der Villa Plange wurde historisches Schriftgut der
ehemaligen AOK Lippstadt-Soest und ihrer Vorgängereinrichtungen,
darunter der AOK der Stadt Soest und der AOK der Stadt
Lippstadt sowie der AOK´s Anröchte und Geseke, eingelagert.

"Ein Archivschatz, der gehoben werden will", meint
Kreisarchivarin Beatrix Pusch. Die Voraussetzungen dafür sind
bestens. Denn Nicola Bruns vom LWL-Archivamt für Westfalen in
Münster hat umfangreiche Vorarbeit geleistet. Sie bewertete das
vorhandene Schriftgut vor Ort in den AOK-Geschäftsstellen und
bereitete es archivfachlich auf. "Alles ist professionell
verzeichnet, die Forschung wird von den erschlossenen
Aktenbeständen profitieren", ist ihr Kollege Hans-Jürgen
Höötmann sicher.

Dieser Aktenbestand, den Franz-Josef Dinkel von der
AOK-Regionaldirektion Hochsauerland, Lippstadt-Soest übergab,
umfasst den Zeitraum von 1884 bis 1995 und hat mit 238
Archiveinheiten einen Umfang von fünf laufenden Metern.

Besonders hat sich Nicola Bruns darüber gefreut, dass für den
Kreis Soest alle Unterlagen lückenlos vorhanden sind. Auch ein
besonderes Schmankerl ging nicht verloren: Das Protokollbuch
der Krankenkasse der "Tabacks- und Cigarrenarbeiter Lippstadt",
das den Zeitraum von 1887 bis 1913 abbildet.

Zur zentralen Überlieferung der Allgemeine Ortskrankenkassen
zählen insbesondere Protokollbücher der
Selbstverwaltungsgremien, zum Beispiel des Kassenvorstandes,
Unterlagen zu den Sozialwahlen, Satzungen, Haushaltspläne,
Rechnungsunterlagen und Geschäftsberichte.

"Diese Unterlagen geben Auskunft über die Organisation der
Krankenversicherung, die Ausgestaltung sozialer Sicherheit bei
der Leistungsentwicklung sowie die demokratische Mitbestimmung
der Versicherten und Arbeitsgeber und lassen so beispielsweise
Rückschlüsse auf die öffentlich-rechtliche Daseinsvorsorge im
Krankheitsfall zu", erläutert Kreisarchivarin Beatrix Pusch.
Weil die Archivierung des Schriftgutes ehemaliger Allgemeiner
Ortskrankenkassen in Westfalen-Lippe flächendeckend erfolgt sei,
böten die Quellen neben Informationen über das soziale
Geschehen in einer Region auch Material für vergleichende
Untersuchungen.

Die Allgemeinen Ortskrankenkassen in Westfalen-Lippe wurden
nach Inkrafttreten des Bismarckschen
Krankenversicherungsgesetzes 1884 auf der Ebene der Gemeinden
gegründet. Sie passten sich im Laufe der Zeit durch
Kassenzusammenlegungen in etwa dem Verwaltungszuschnitt der
heutigem Stadt- und Landkreise an. Die einzelnen Kassen waren
bis zu ihrer Fusion zur AOK Westfalen-Lippe im Jahr 1994
rechtlich selbstständig und besaßen im Bereich der gesetzlichen
Krankenversicherung auf lokaler und regionaler Ebene eine
starke Stellung. Beatrix Pusch: "Daher ist eine archivische
Sicherung der Überlieferung der ehemals selbständigen Kassen
und die damit verbundene Ermöglichung sozial- und
wirtschaftsgeschichtlicher Forschungen von hohem Wert."





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 17 08:48:36 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 17 Feb 2010 08:48:36 +0100
Subject: [WestG] [AKT] LWL zeichnet Glockenspiel im Rathaus von Hoexter
alsDenkmal des Monats aus
Message-ID: 4B7BAD64.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 16.02.2010, 11:23


AKTUELL

LWL zeichnet Glockenspiel im Rathaus von Höxter als
Denkmal des Monats aus
Mit 50 Jahren gehört das Carillon zu den ältesten seiner Art

Das 1959 im Historischen Rathaus von Höxter eingeweihte
Carillon ist das jüngste Denkmal der Stadt, gleichzeitig gehört
das gerade in die Denkmalliste eingetragene Instrument zu den
ältesten fest eingebauten Glockenspielen Deutschlands, weil die
Glocken der älteren Instrumente im Zweiten Weltkrieg zum großen
Teil eingeschmolzen wurden. Der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) hat den Denkmalneuling gleich zum Denkmal
des Monats Februar gekürt. "Das Carillon in Höxter ist unter
den mittlerweile wieder zahlreichen Großinstrumenten in
Westfalen-Lippe das einzige historische, das unter
Denkmalschutz steht. Mit seiner Spielautomatik und den
überlieferten Liedern ist es ein bedeutendes
musikwissenschaftliches Dokument", begründet
LWL-Denkmalpflegerin Anne Herden-Hubertus die Wahl.

Die Initiative zur Einrichtung des Carillon ging in Höxter 1955
von Oberjustizinspektor Josef Michels aus. Er wollte damit den
Dichter der deutschen Nationalhymne, August Heinrich Hoffmann
von Fallersleben, ehren. Von Fallersleben hatte im benachbarten
Corvey, dessen Benediktinerkloster nach der Säkularisation zum
Schloss umgestaltet worden war, von 1860 bis 1874 als
Bibliothekar gewirkt. Hier hat er auch seine letzte Ruhestätte
gefunden. Innerhalb von drei Jahren spendete die Höxteraner
Bevölkerung 34.000 Mark. Der Spieltisch des zweimanualigen
Instrumentes wurde von der Firma Eduard Korfhage aus Melle-Buer
(Kreis Osnabrück) gebaut. Die Glo-cken wurden von der
Glockengießerei der Gebrüder Rincker in Sinn (Lahn-Dill-Kreis)
gegossen. Die größte Glocke trägt die Initiale R sowie die
Jahreszahl 1958. Am 1. Mai 1959 wurde das Carillon eingeweiht.

Hintergrund
Mit Klaviertasten werden die elektromagnetisch betriebenen
Hämmer der 35 unterschiedlich großen Bronzeglocken gesteuert.
Die Glocken hängen in einem eisernen Stuhl in dem achteckigen
Glockenturm mit großen Schallöffnungen. Täglich fünfmal
erklingen je nach Jahreszeit verschiedene Lieder, darunter auch
das Deutschlandlied. Während gestanzte Walzen diese üblichen
Klänge automatisch erzeugen, wird das Carillon zu besonderen
Anlässen direkt vom Spieltisch aus zum Klingen gebracht.

Hintergrund: das Carillon
Seinen Ursprung hat das Carillon in Belgien, den Niederlanden
und Nordfrankreich. Das erste gestimmte Carillon wurde 1652 von
den aus Lothringen stammenden Brüdern Pieter und Francois
Hemony in Amsterdam gegossen und in Zutphen aufgebaut. Bis zum
Ende des 18. Jahrhunderts geriet die Glockenspielkunst in
Vergessenheit. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts kam das
Carillon, das aus mindestens 23 Bronzeglocken besteht und eine
Klangfülle von zwei Oktaven erreicht, von Belgien ausgehend
wieder in Mode.

Die Mehrzahl der historischen Glocken der Carillons wurden wie
die Kirchenglocken zu Rüstungszwecken eingeschmolzen. Nach dem
Zweiten Weltkrieg entstanden neue Carillons, teilweise an den
erhaltenen historischen Standorten, vornehmlich in Kirchtürmen
und Rathäusern. Das Carillon der Christianskirche in
Hamburg-Altona ist das älteste in Deutschland. Gegossen im
Jahre 1936 von der Glockengießerfamilie Schilling in Apolda
(Thüringen), wurden die Glocken 1943 ausgebaut und auf den
"Glockenfriedhof" auf der Veddel im Hamburger Hafen gebracht.
Sie wurden ver-schont und konnten wieder eingebaut werden.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 17 08:58:07 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 17 Feb 2010 08:58:07 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Literaturbericht: Westfalen im Archiv
fuerReformationsgeschichte
Message-ID: 4B7BAF9F.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Andreas Rutz"
Datum: 16.02.2010, 14:59


LITERATUR

Das "Archiv für Reformationsgeschichte" veröffentlicht in
seinem Literaturbericht regelmäßig Besprechungen und Anzeigen
zur westfälischen (Kirchen-)Geschichte der Reformationszeit und
des konfessionellen Zeitalters. Verantwortlich für den
Westfalenteil ist Dr. Andreas Rutz (Institut für
Geschichtswissenschaft der Universität Bonn, Abt. für
Rheinische Landesgeschichte). URL:
http://www.reformationsgeschichte.de

Im aktuellen Band werden folgende Titel besprochen (Archiv für
Reformationsgeschichte. Literaturbericht 38, 2009, S. 60-62,
103-105, 171-178, Nr. 120, 325f., 626-637):

Hermann von Kerssenbrock: Narrative of the Anabaptist Madness.
The Overthrow of Münster, the Famous Metropolis of Westphalia,
übers. u. hrsg. v. Christopher S. Mackay (Studies in the
History of Christian Traditions; 132), 2 Bde., Leiden/Boston:
Brill 2007. XIV u. 378 S.; 393 S.

Susanne Freund, Franz-Josef Jakobi, Peter Johanek (Hrsg.):
Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen
und Lippe: Die Ortschaften und Territorien im heutigen
Regierungsbezirk Münster (Veröffentlichungen der Historischen
Kommission für Westfalen; XLV: Quellen und Forschungen zur
jüdischen Geschichte in Westfalen; 2), Münster: Ardey-Verlag,
2008. 780 S., 1 Faltkarte.

Bernd Wilhelm-Linnemeier: Die Juden im
kleinstädtisch-ländlichen Wirtschaftsgefüge der
frühneuzeitlichen Region Westfalen, in: Rheinisch-westfälische
Zeitschrift für Volkskunde 52, 2007, 33-70.

Franz Bölsker, Joachim Kuropka (Hrsg.): Westfälisches aus acht
Jahrhunderten zwischen Siegen und Friesoythe - Meppen und
Reval. Festschrift für Alwin Hanschmidt zum 70. Geburtstag,
Münster: Aschendorff, 2007. 424 S.

Jens Murken: Die evangelischen Gemeinden in Westfalen. Ihre
Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart, Bd. 1: Ahaus bis
Hüsten (Schriften des Landeskirchlichen Archivs der
Evangelischen Kirche von Westfalen; 11), Bielefeld: Verlag für
Regionalgeschichte und Luther-Verlag 2008. 1047 S.

Ulrich Löer (Bearb.): Das adlige Kanonissenstift St. Cyriakus
zu Geseke (Germania Sacra N.F.; 50: Die Bistümer der
Kirchenprovinz Köln. Das Erzbistum Köln; 6), Berlin/New York:
Walter de Gruyter, 2007. XIII u. 508 S., 1 Faltkarte.

Heinrich Rüthing: Der Wittekindsberg bei Minden als "heilige
Stätte" 1000 bis 2000 (Religion in der Geschichte. Kirche,
Kultur und Gesellschaft; 15), Bielefeld: Verlag für
Regionalgeschichte, 2008. 144 S., 1 Faltkarte.

Wilhelm Kohl (Bearb.): Das Kollegiatstift St. Mauritz vor
Münster (Germania Sacra N.F.; 47: Die Bistümer der
Kirchenprovinz Köln. Das Bistum Münster; 9), Berlin/New York:
Walter de Gruyter, 2006 [2007]. XIV u. 576 S., 1 Faltkarte.

Rudolf Fidler, Meinolf Schultebraucks: Das
Zisterzienserinnenkloster St. Mariae zu Welver und seine Pfarr-
und Klosterkirche St. Bernhard, Paderborn: Bonifatius, 2007.
235 S.

Gudrun Gleba: Personengeschichtliche Verflechtungen.
Annäherungen an die (Frauen)Klosterlandschaft Westfalen um 1500,
in: Roman Czaja, Heinz-Dieter Heimann, Matthias Wemhoff (Hrsg.)
: Klosterlandschaften. Methodisch-exemplarische Annäherungen
(Mittelalter-Studien; 16), München 2008, 87-99.

Gregor Rohmann (Hrsg.): Bilderstreit und Bürgerstolz. Herforder
Kirchen im Zeitalter der Glaubenskämpfe (Herforder Forschungen;
20), Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte, 2006. 151 S.

Christian Hoffmann: Die Kanzleiordnung des Hochstifts
Hildesheim. Ein wiederentdeckter Druck des ersten Paderborner
Buchdruckers Matthäus Pontanus aus dem Jahr 1610, in:
Westfälische Zeitschrift 158, 2008, 227-234.

Erika Heitmeyer, Maria Kohle: "...dem guthertzigen Volck zu
seligmachendem Nutz". Frömmigkeitspraktische Zielsetzungen in
jesuitisch geprägten Gesangbüchern Nordwestdeutschlands im 17.
Jahrhundert, in: Westfälische Zeitschrift 158, 2008, 211-226.

Susanne Tauss (Hrsg.): Der Rittersaal der Iburg. Zur
fürstbischöflichen Residenz Franz Wilhelms von Wartenberg
(Kulturregion Osnabrück 26), Göttingen: Universitätsverlag
Osnabrück bei V&R unipress 2007, 399 S., 96 Farbtafeln.

Gerd Dethlefs: Die Ritterschaft des Fürstbistums Münster
1679-1802. Mitglieder und Landtagsteilnahmen, in: Westfälische
Zeitschrift 158, 2008, 19-91.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 17 09:11:08 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 17 Feb 2010 09:11:08 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Lebenswege juedischer Einwanderer", Dorsten,
21.02.-30.05.2010
Message-ID: 4B7BB2AC.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 16.02.2010, 09:18
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AUSSTELLUNG

Eröffnung der Ausstellung "Angekommen?!
Lebenswege jüdischer Einwanderer"

Sonntag, 21. Februar 2010, 11.00 Uhr

Größere jüdische Gemeinden, neue Synagogenbauten an manchen
Orten, Konflikte zwischen alten und neuen Mitgliedern - ab und
zu hört man von den Folgen der jüdischen Einwanderung. Aber
welche Menschen stehen hinter dieser Veränderung?

Am Beispiel des Ruhrgebiets erkunden wir individuelle
Erfahrungen: Woher kamen die jüdischen Einwanderer der letzten
20 Jahre? Warum reisten sie ausgerechnet nach Deutschland?
Welche Erfahrungen haben sie in der früheren Heimat und seit
ihrer Ankunft hier gemacht? Welche Rolle spielen die Gemeinden
für die Zuwanderer, welche Formen des Jüdischseins werden
gelebt, welche Perspektiven haben sie und ihre Kinder?

24 Männer und Frauen kommen hier zu Wort. Ihre
Lebensgeschichten stehen im Zentrum dieser Ausstellung, weil
sie die persönlichen und sehr unterschiedlichen Beweggründe und
Erfahrungen des "Ankommens" erkennbar machen. Zur Eröffnung
sprechen Armin Laschet, Integrationsminister des Landes NRW,
und Dr. Svetlana Jebrak, Kuratorin der Ausstellung.

Die Ausstellung ist bis zum 30. Mai 2010 in Dorsten zu sehen.

Ein Projekt der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 - unterstützt von
den Partnern: Gerda Henkel-Stiftung - Ministerium für
Generationen, Familie, Frauen und Integration HRW - Stadt
Dorsten - Ruhr 2010 GmbH - Landeszentrale für politische
Bildung NRW - Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat-
und Kulturpflege - Fa. T 5 GmbH & Co. KF, Jürgen Tempelmann -
Fa. Emscher Gesellschaft für Wassertechnik


INFO

Veranstaltungsort:
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Str. 1
Dorsten





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 18 10:22:25 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 18 Feb 2010 10:22:25 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Luftbildarchaeologie und die Erforschung
derBurgenlandschaft im Ruhrgebiet, Oer-Erkenschwick, 19.02.2010
Message-ID: 4B7D14E1.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Jochen Röttger"
Datum: 17.02.2010, 15:53


AKTUELL

Vortrag von Dr. Baoquan Song "Flug in die Vergangenheit -
Luftbildarchäologie und die Erforschung der Burgenlandschaft im
Ruhrgebiet"

Statt am Boden mit dem Spaten auszugraben, gehen Archäologen
gelegentlich in die Luft, um von dort neue Fundstellen zu
entdecken und zu erforschen. Die Vogelperspektive bietet
hierbei einzigartige Möglichkeiten, sowohl oberirdisch
vorhandene Baustrukturen in ihrer Gesamtheit zu beobachten und
auf einer anschaulichen Art und Weise fotografisch darzustellen,
als auch völlig in Vergessenheit geratene, nur unterirdisch
erhaltene Spuren aufzuspüren. Diese Spuren sind vom Boden aus
betrachtet unsichtbar und auch auf den ersten Blick aus der
Luft nur schwer erkennbar, meist nur als Schatten im Boden.
Vielfach lassen sich diese Spuren der Vergangenheit auch nur
indirekt mit Hilfe anderer Medien erkennen.

Seit den 1990er Jahren befliegt der Luftbildarchäologe Dr.
Baoquan Song vom Archäologischen Institut der Ruhr-Universität
Bochum regelmäßig unsere Region. Zahlreiche neue Fundstellen
wurden dabei bereits entdeckt. Für das Ausstellungsprojekt
"AufRuhr 1225!" des LWL-Museums für Archäologie in Herne
untersuchte Herr Song die Burgenlandschaft im Ruhrgebiet
systematisch aus der Luft und dokumentierte dabei mehr als 100
Anlagen. In seinem Vortrag stellt er anhand ausgewählter
Beispielbilder die Methoden und Arbeitsweisen der
Luftbildarchäologie vor und gibt Einblicke in die neuesten
Erkenntnisse seiner Forschung.

Eingeladen zu diesem Vortrag am Freitag, den 19. Februar 2010
um 19:30 Uhr sind alle interessierten Gäste, eine
Mitgliedschaft ist nicht erforderlich. Dank der Unterstützung
der Volksbank findet der Vortrag in den Räumen der Volksbank
Oer-Erkenschwick, Stimbergstraße 113 in Oer-Erkenschwick
(Seiteneingang in der Goethestraße) statt. Der Eintritt ist frei.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Vortrag von Dr. Baoquan Song
"Flug in die Vergangenheit -
Luftbildarchäologie und die Erforschung der Burgenlandschaft
im Ruhrgebiet"
Datum: Freitag, 19. Februar 2010, 19:30 Uhr
Volksbank Oer-Erkenschwick
Stimbergstraße 113 (Seiteneingang Goethestraße)
45739 Oer-Erkenschwick

Kontakt:
Jochen Röttger
Verein für Orts- und Heimatkunde e.V. Oer-Erkenschwick
Albertstraße 21
45739 Oer-Erkenschwick
Tel.: 02368 / 699533, tagsüber 0201 / 727-2488
E-Mail: jochen-roettger at t-online.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 18 10:38:01 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 18 Feb 2010 10:38:01 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag fuer Eisenbahnfreunde im LWL-Industriemuseum,
Hattingen, 19.02.2010
Message-ID: 4B7D1889.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 17.02.2010, 09:26


AKTUELL

Vortrag für Eisenbahnfreunde im LWL-Industriemuseum
Dampflokomotive Baureihe 10

Sie waren die letzten ihrer Art: Bis 1959 sind in Deutschland
noch Dampflokomotiven für die Deutsche Bahn gebaut worden. Über
die Entstehung der letzten Schnellzug-Dampflokomotive Baureihe
10 bei der Firma Krupp in Essen berichtet Jürgen Ebel bei einem
Vortrag, zu dem der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am
Freitag, 19. Februar, um 18 Uhr in sein Industriemuseum
Henrichshütte Hattingen einlädt.

Der Referent gibt in seinem Vortrag anhand der Baureihe 10, die
1957 fertiggestellt wurde und schon zehn Jahre später wieder
von den Schienen verschwunden war, einen Überblick über das
Neubaulok-Programm der DB und geht auf die vielen technischen
Besonderheiten dieses Lokomotivtyps ein.

Jürgen Ebel ist Autor des jüngst erschienenen Buches "Zugkraft
für das Wirtschaftswunder - Die Entstehung der letzten
Dampflokomotiven für die Deutsche Bundesbahn". So lautet auch
der Titel der aktuellen Fotoausstellung, die der LWL in
Hattingen zeigt (bis 11.4.). Die Ausstellung ist freitags bis
21.30 Uhr geöffnet und kann vor oder nach dem Besuch des
Vortrags kostenlos besichtigt werden.


INFO

Anschrift der LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum - Henrichshütte Hattingen
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Werksstr. 25
45527 Hattingen





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 18 10:19:25 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 18 Feb 2010 10:19:25 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Kaninchenkiste mit DDR-Geschichte: Ehemaliger
Brigadiststeuert kurioses Exponat zur HELDEN-Ausstellung bei
Message-ID: 4B7D142D.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 17.02.2010, 13:21


AKTUELL

Kaninchenkiste mit DDR-Geschichte
Ehemaliger Brigadist steuert kurioses Exponat zur
HELDEN-Ausstellung bei

Dass seine Kaninchenkiste einmal im Museum landen würde, das
hätte sich Josef Wiwczaryk aus Hoyerswerda nicht träumen
lassen. Und doch ist es so. Die tierische Transportbox, in der
er "zweimal im Jahr die Hasenfrau zum Hasenmann trägt", ist
eines von über 800 Exponaten der Ausstellung "HELDEN. Von der
Sehnsucht nach dem Besonderen", die der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) in Zusammenarbeit mit der
Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 ab dem 12. März in seinem
Industriemuseum Henrichshütte Hattingen zeigt.

Für den unbeteiligten Betrachter eines der kuriosesten Objekte
der Schau. In Wahrheit aber ein Stück mitten aus dem Leben des
ausgezeichneten DDR-Brigadiers Wiwczaryk. Jenes gelernten
Maurers, der durch seiner Hände Arbeit in den Nachkriegsjahren
für bezahlbaren Wohnraum sorgte. In der schnellen Form von
genormten Plattenbauten, die teils schon mit Fenster und
Gardinen als Fertigteile angeliefert wurden, die nur noch
aufgestellt und miteinander verschweißt wurden. Arbeit, die dem
fünffachen Vater und späteren Meister und Ingenieur den
Lebensunterhalt sicherte. Und damit verbundene Leistungsprämien,
die als zweite Lohntüte mehr als willkommen waren.

Jene Kaninchenkiste übrigens zimmerte der heute 83-Jährige aus
Überresten der "Messe der Meister von Morgen", für die er
verantwortlich war. Planerfüllungstafeln aus Presspappe, auf
denen im Inneren der Kiste vom Plansoll für neue Wohnungsbauten
und Kindergärten zu lesen ist, die außen eben jene Wohnblocks
im Bild zeigen.

Den Kaninchen wird es egal sein. Dem Ausstellungsbesucher aber
bringt diese Kiste den Menschen Wiwczaryk näher - einen Helden
der Arbeit. Wenngleich der Arbeiter- und Bauernstaat ihm diesen
Titel niemals offiziell verlieh, denn er war Parteigenossen
vorbehalten. In das SED-Korsett aber hat sich der überzeugte
Sozialist Wiwczaryk nicht zwingen lassen. "Da musste man eben
etwas mehr arbeiten, um eine Auszeichnung zu bekommen. Ich habe
mich von den hartgesottenen Parteigenossen nie einfangen
lassen", ist er sich treu geblieben. Vier Mal zeichnete die DDR
ihn für die Übererfüllung der Norm als "Aktivist des
5-Jahres-Plans" aus. "So nannten sie die Leute, die besondere
Leistungen erbracht hatten", sagt der Mann, dessen Brigade in
Hoyerswerda seinen Namen trug: Wiwczaryk. Dort legte er am 15.
Juni 1957 den Grundstein für den ersten industriellen
Plattenbau der DDR. Für die Neustadt, in der zehntausende
Beschäftigten des Lausitzer Braunkohle- und Gaskombinats
"Schwarze Pumpe" leben sollten.

Leistungsanreize wie finanzielle Prämien, ein schnelleres
Anrecht auf eine Wohnung oder ein neuer Trabant, waren die eine
Seite der Aktivisten-Medaille. Auf der anderen Seite "ging es
mir auch um die Ehre und die Anerkennung meiner Arbeit. Wir
haben viele Menschen glücklich gemacht", sagt Wiwczaryk
rückblickend. Fast 40 Jahre seines Lebens, die er nicht missen
möchte. Vor allem den Zusammenhalt unter den Kollegen im
"Kollektiv der sozialistischen Arbeit" nicht, die zusammen
arbeiteten und die Freizeit miteinander verbrachten. Das
schweißte zusammen. "Wir haben das Geld für die Prämien immer
zusammen getan und dann einen schönen Ausflug gemacht. Da denke
ich gerne dran."

Umso bitterer für Wiwczaryk , als nach der Wende die einstige
Musterstadt der DDR nach und nach wieder abgerissen wurde.
"Meine Lebensleistung wurde vernichtet", sagt er, wohl wissend,
dass viele Wohnungen leer standen und die Menschen Hoyerswerda
in Scharen verließen. "Es war schwer für mich zu sehen, dass
zerstört wurde, wofür wir gekämpft haben. Auf das wir stolz
waren", will er Trauer und Enttäuschung nicht verhehlen.

Brigadier Wiwczaryk steht in der Ausstellung für Menschen, die
in Zeiten des Umbruchs nach dem Krieg anpackten, wo es nötig
war. "Wir zeigen in diesem Teil der Ausstellung, wofür Menschen
arbeiten, um unter akzeptablen Bedingungen leben zu können",
erläutert Willi Kulke, Kurator für den Ausstellungsbereich
"Helden der Arbeit". "Letztlich strebten auch sie, wie die
Arbeiter im Westen, nach Wohlstand und persönlichem Glück.

Geblieben sind Orden, Auszeichnungen und Fahnen. Die Geschichte
der Helden der Arbeit ist eine Geschichte von einer zum
Scheitern verurteilten Utopie. Die sozialistischen Staaten des
Ostens glaubten, mit Ideologie, Leistungsanreizen und
Vergünstigungen mit dem Westen Schritt halten zu können. Sie
setzten auf Vernunft und den Wunsch der Menschen nach
kollektivem Glück. Ein System, das scheitern musste", resümiert
Kulke.

Die Ausstellung
Mit über 800 wertvollen Exponate aus ganz Deutschland, den
europäischen Nachbarländern und aus Übersee erzählt die Schau
Geschichten von großen und kleinen Helden, von Machern und
Medien, mutigen Rittern, religiösen Vorbildern, gefeierten
Sportlern und engagierten Helfern. Das Spektrum reicht von
einer 2.000 Jahre alten Nuckelflasche bis zur Silberbüchse
Winnetous. In Bronze glänzt der Fußballschuh vom
Ruhrgebietshelden Helmut Rahn. Vom heutigen Heldenkult zeugen
ein Baumhaus von "Robin Wood" und der Helm eines New Yorker
Feuerwehrmannes, der beim Anschlag auf das World Trade Center
ums Leben kam. Die Helden des Reviers haben in der Schau einen
besonderen Platz: Typen wie der Bergmann Adolf Tegtmeier oder
Ruhrgebietsmutter Tana Schanzara, aber auch verdiente Bürger
des Ruhrgebiets als neue Helden der Region im Wandel und
schließlich die zugewanderten Helden, die die vielen
Einwanderer ins Revier mitgebracht haben.

Der Rundgang durch die 1.000 Quadratmeter große
Ausstellungshalle ist ein Erlebnis für alle Sinne. Dafür sorgen
eine spannende Gestaltung, ausdrucksstarke Inszenierungen,
bewegte Bilder und Hörstationen. Die innovative
Ausstellungsarchitektur eröffnet mit Durchblicken und
Sichtachsen an vielen Stellen überraschende Perspektiven und
ermöglicht damit immer wieder neue Entdeckungen. Am Ende der
Ausstellung können Besucher ihren "Helden des Tages" wählen,
auf einem Sockel als Held oder Heldin posieren und sich in der
Videoinstallation Standing Ovations bejubeln lassen.


INFO

HELDEN. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen
12. März - 31. Oktober 2010
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen
Geöffnet: Di - So 10 - 18 Uhr, Fr 10 - 21.30 Uhr
URL: http://www.helden-ausstellung.de
Tel.: 02324 9247-142
E-Mail: helden at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 18 10:29:08 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 18 Feb 2010 10:29:08 +0100
Subject: [WestG] [Q] Schnappschuss gesucht! 50 Jahre LWL-Freilichtmuseum
inHagen - 50 Jahre in Fotos
Message-ID: 4B7D1674.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Uta Wenning-Kuschel"
Datum: 17.02.2010, 16:10


ANFRAGE

Schnappschuss gesucht!
50 Jahre LWL-Freilichtmuseum in Hagen - 50 Jahre in Fotos

Im Mai 1960 haben die Stadt Hagen und der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) als Träger den Bau eines Freilichtmuseums
für technische Kulturdenkmäler beschlossen. Für das Publikum
eröffnet wurde das Freilichtmuseum am 1. Mai 1973. Im
Jubiläumsjahr zeigt das LWL-Freilichtmuseum ab dem 27. Juni
Fotos aus allen Jahrzehnten in der Ausstellung "Mein
Freilichtmuseum".

Dazu benötigt das Freilichtmuseum die Hilfe seiner Besucher:
"Schicken Sie Ihre Aufnahmen aus den vergangenen Jahrzehnten.
Ob Familienaufnahmen, die Liebste vor dem Brauhaus, technische
oder architektonische Motive - das Hagener LWL-Freilichtmuseum
ist an Ihrer Sicht und Ihren Erinnerungen an frühe Besuche
interessiert. Wir wollen die Entwicklung des Freilichtmuseums
aus einer ganz privaten, individuellen Sichtweise präsentieren
und sind gespannt zu sehen, wie unsere Besucher das Museum in
den letzten Jahrzehnten erlebt haben", so Julia Wilksen, die
das Projekt im LWL-Freilichtmuseum Hagen betreut. "Und für die
Geschichten, die sich hinter den Fotos verbergen, interessieren
wir uns natürlich auch."

Genau 50 der eingesendeten Fotos zeigt das LWL-Freilichtmuseum
in der Gelbgießerei. Zehn davon werden großformatig an dem
jeweiligen Standort im Museumsgelände ausgestellt, an dem der
Fotograf seinerzeit das Foto aufgenommen hat. Auf diese Weise
werden dem Betrachter die Veränderungen, die das
Freilichtmuseum inzwischen vollzogen hat, deutlich vor Augen
geführt. Der ehemals private Blick des Fotografen stellt sich
einem Vergleich mit heutigen Ansichten: 50 Jahre - 50 Fotos -
50 Erinnerungen. Die Ausstellung "Mein Freilichtmuseum" ist bis
Ende Oktober im LWL-Freilichtmuseum Hagen zu sehen.


INFO

Wer Fotos aus den vergangenen 50 Museumsjahren
hat (digital oder als Abzug) kann sie direkt an das
LWL-Freilichtmuseum Hagen
Julia Wilksen
Mäckingerbach
58091 Hagen

schicken oder auch gerne per
E-Mail an: julia.wilksen at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Feb 22 08:26:19 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 22 Feb 2010 08:26:19 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Die Wiederauferstehung der Isenburg - Rekonstruktion
derHattinger Festung im LWL-Museum in Herne
Message-ID: 4B823FAB.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 19.02.2010, 12:00


AKTUELL

Strahlend weiß erhob sie sich auf dem Isenberg über dem
Ruhrtal. Die Hattinger Isenburg (Ennepe-Ruhr-Kreis) gehörte zu
den größten Burganlagen des Reiches im frühen 13. Jahrhundert.
Doch nur wenige Jahre nach ihrer Errichtung wurde sie wieder
zerstört. In der neuen Ausstellung "Aufruhr 1225!" zeigt das
LWL-Museum für Archäologie in Herne ab dem 27. Februar eine
realistische Rekonstruktion der Festung, die Arnold von Altena
für sich errichten ließ. Am Freitag (19.2.) traf das Modell im
Maßstab von 1:50 im Museum des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) ein.

"Die rekonstruierte Isenburg soll den Besuchern
veranschaulichen, wie eine mittelalterliche Burg aufgebaut war",
sagte Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock. Eine Modellbaufirma
schuf aus Holz und Gips den Nachbau, der sechs Meter lang und
zwei Meter breit ist. Da heute nur noch die Ruine der Isenburg
steht, ist das Modell ein Vorschlag der Forscher. "Wir haben
uns an den Überresten orientiert und schlossen anhand anderer
Bauten aus dieser Zeit auf den Originalzustand", erklärte
Mühlenbrock. Beispielsweise sei der Hauptturm der Anlage
vermutlich 40 bis 50 Meter hoch gewesen. Sein heute noch
nachweisbarer Grundriss sei so breit wie die Türme anderer
Festungen hoch.

Ausdruck enormer Wirtschaftskraft
Etwa 20 Jahre nach Baubeginn müsse die Isenburg um 1216/17
bezugsfähig gewesen sein, schätzt der Experte. Sie war die
Stammburg des Grafen Friedrich von Isenberg, dessen Vater
Arnold (der Auftraggeber des Baus) im Jahr 1209 starb.
"Angesichts ihrer enormen Größe war die benötigte Bauzeit sehr
kurz", so Mühlenbrock. Die riesige Burg sei ein Spiegel des
großen wirtschaftlichen Potenzials ihres Bauherrn gewesen. Beim
Bau wurden überwiegend Materialien aus der direkten Umgebung,
zum Beispiel Ruhrsandstein, verwendet. Zum Teil wurden Steine
aus Lothringen und der Eifel importiert. Während Steinmetze die
komplexen Hochbauarbeiten erledigten, übernahmen unfreie Bauern
Transport- und Erdarbeiten.

Nachdem Friedrich von Isenberg im Jahr 1225 für den Mord am
Kölner Erzbischof beschuldigt wurde, war die Isenburg dem
Untergang geweiht. Der Nachfolger des Bischofs ließ die Burg
belagern und zerstören. Vermutlich wurde sie kampflos
übergeben. Die knappe Lebensdauer der Festung ist für die
Archäologen von Vorteil. "Wegen der kurzen Bestandszeit können
wir die Funde genau datieren", so Mühlenbrock. Wenige
Burganlagen seien heute so gut erforscht wie die Isenburg. Rund
15.000 Fundstücke wurden dort zwischen 1969 und 1989
ausgegraben; viele davon sind in der Mittelalterschau zu sehen.

Burg ist nicht gleich Burg
Anders als die gewaltige Isenburg waren zahlreiche Burgen des
Mittelalters keine großen Steinbauten. Mühlenbrock: "Als Burgen
bezeichnet man alle festen Adelssitze, sahen sie auch nur aus
wie ein Bauernhof oder größere Steinhäuser." Die Burgen des
Mittelalters seien meist hölzerne Türme, sogenannte Motten,
gewesen, die auf einem Erdhügel gebaut wurden. Eine solche
Motte lässt das LWL-Museum in Herne für die neue Ausstellung
nah an historischen Vorbildern errichten. Die Besucher erleben
darin unter anderem, wie beengt es im Leben eines Adeligen
zugehen konnte.

Burgenland Ruhrgebiet
Das Ruhrgebiet ist eine der Regionen mit der höchsten
Burgendichte in Deutschland. Informationen über mehr als 400
Burgen haben Forscher um Stefan Leenen im Vorfeld der Schau
zusammen getragen. Doch nur von höchstens 50 Prozent sind
zumindest Ruinen erhalten. Von anderen zeugen beispielsweise
noch Erdwälle und Mauerreste, sie sind in alten Karten oder auf
Plänen verzeichnet oder auf Abbildungen verewigt.

Ausstellung
1225 kommt der Kölner Erzbischof Engelbert, einer der
mächtigsten Männer des Reiches, während eines Überfalls bei
Gevelsberg im heutigen Ruhrgebiet gewaltsam ums Leben. Wie
dieser Mord die ganze Ruhrregion veränderte - das ist
Ausgangspunkt und Leitmotiv der größten Mittelalterausstellung,
die bisher im Ruhrgebiet gezeigt wurde: "Aufruhr 1225! Ritter,
Burgen und Intrigen", läuft vom 27. Februar bis 28. November
2010 im LWL-Museum für Archäologie in Herne. Die Schau ist
Bestandteil des Programms der Kulturhauptstadt Europas
Ruhr.2010.

Events, Workshops, Führungen und Mittelaltermärkte sowie ein
Außenprogramm in elf Burgen und Schlössern der Region begleiten
die Ausstellung.


INFO

27. Februar bis 28. November 2010
"AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen"

LWL-Museum für Archäologie
Europlatz 1
44623 Herne
Di, Mi, Fr 9-17 Uhr, Do 9-19 Uhr
Sa, So und feiertags 11-18 Uhr
Eintritt: Zwischen 2 und 6 Euro, Familienkarte 12 Euro,
Gruppenrabatte
URL: http://www.aufruhr1225.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Feb 22 08:32:46 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 22 Feb 2010 08:32:46 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Stroh zu Gold - Spindel, Schiffchen, Maerchenhelden,
Bocholt, 31.03.-31.10.2010
Message-ID: 4B82412E.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 19.02.2010, 12:30


AUSSTELLUNG

Neue Sonderausstellung im LWL-Textilmuseum in Bocholt
Stroh zu Gold - Spindel, Schiffchen, Märchenhelden

Der Umgang mit Spindel, Naden und Faden gehört häufig zum Stoff,
aus dem Märchen sind. So auch in der Geschichte vom
Rumpelstilzchen, das der armen Müllerstochter beim Spinnen von
"Stroh zu Gold" zur Seite steht. Unter diesem Titel widmet sich
das LWL-Industriemuseum in Bocholt in seiner neuen
Sonderausstellung der Welt der textilen Märchen. Vom 21. März
bis 31. Oktober präsentiert der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Textilmuseum die bekannten
Geschichten in neuem Gewand.

Die Bocholter Schau läuft begleitend zur Sonderausstellung
"HELDEN. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen", die der LWL in
Zusammenarbeit mit der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 in
seinem Industriemuseum Henrichshütte Hattingen zeigt
(12.3.-31.0.2010).

Magische Spinnhelfer, wie das Rumpelstilzchen oder auch Frau
Holle, spinnen nicht den ganzen Schicksalsfaden, doch greifen
sie mit ihrer Zauberkraft für einen Moment in die Leben der
Mädchen ein und lenken es in gänzlich andere Bahnen. Viele
zauberhafte Märchengestalten besitzen einen weitreichenden
mythologischen Kern. "Diesen spannenden Ursprüngen der
geheimnisvollen Protagonisten spüren wir in der Ausstellung
nach. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen der
Geschichten und fragen nach den wahren Helden", erläuterte
Museumsleiter Dr. Hermann Josef Stenkamp am Freitag (19.2.2010)
bei der Vorstellung des Projektes in Bocholt.

Ursprünglich wurden Märchen mündlich überliefert und unterlagen
einem steten Wandel. In langen Winternächten saßen die Menschen
am Herdfeuer der Küchen oder in Spinnstuben zusammen und
tauschten Geschichten und Neuigkeiten aus. So waren Märchen
regional geprägt und die Erzähler dichteten nach Belieben Neues
hinzu. Doch mit ihrer Veröffentlichung wurden die Märchen
nahezu unverändert bis in die Gegenwart hin übertragen.

Hörstationen rufen den Besucher des LWL-Industriemuseums die
ursprünglichen Märchenversionen von Grimm, Andersen und Co. ins
Gedächtnis. Frühe Märchenbücher des 19. Jahrhunderts zeigen
eindrucksvolle Holzstiche aus der Märchenwelt der Brüder Grimm
und des Wilhelm Hauff. Handgemalte Szenen auf einem Wasserkrug
aus dem 18. Jahrhundert zeigen imposante Darstellungen von
Sagen- und Märchenhelden. Gezeigt werden außerdem 60 Jahre alte
Theaterkulissen, kleinteilig in kolorierte Pappe geschnitten,
sowie Märchenbilder im Jugendstil aus "Stollwerck?s königlichen
Schokoladentafeln" von 1906, darunter zahlreiche Leihgaben des
Deutschen Märchen- und Wesersagenmuseums in Bad Oeynhausen.

Einen Hauch von der zauberhaften Atmosphäre orientalischer
Märchen aus 1001 Nacht vermitteln Zeremonialgegenstände der
Turkmenen: reich geschmückte Kronen wie von Königspaaren,
Hochzeitspantoffeln, ein Dolch mit Damastklinge aus dem 18.
Jahrhundert, der zum kleinen Muck gepasst hätte, sowie ein
kunstvoll gearbeiteter Jurteneingang, hinter dem Aladins
Angebetete warten könnte. Stenkamp: "Durch sie wird die Welt
der Märchen in der Ausstellung lebendig, die Bilder in unseren
Köpfen werden mit Leben gefüllt und wir gehen verzaubert auf
die Reise in die Welt der Wunder."


INFO


LWL-Industriemuseum
Textilmuseum in Bocholt
Uhlandstraße 50
46397 Bocholt
Tel.: 02871 21611-0
E-Mail: textilmuseum at lwl.org

Stroh zu Gold
Spindel, Schiffchen, Märchenhelden
21.3. - 31.10.2010
Geöffnet Di - So 10-18 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Feb 22 08:37:35 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 22 Feb 2010 08:37:35 +0100
Subject: [WestG] [POS] LWL-Museum fuer Naturkunde,
Dermoplastiker/in -praeparationstechnische/r Assistent/in, Muenster
Message-ID: 4B82424F.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 19.02.2010, 10:13


STELLENAUSSCHREIBUNG

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ist im LWL-Museum
für Naturkunde - Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium -
in Münster zum nächstmöglichen Termin eine Stelle als

Dermoplastikerin/Dermoplastiker
präparationstechnische/r
Assistentin/Assistent

der Fachrichtung Biologie zu besetzen.

Das LWL-Museum für Naturkunde ist eines der sieben Landesmuseen
des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.

Aufgabengebiete:
- Präparation und Erstellung von Dermoplastiken
- Mitwirkung bei Ausstellungen
- Aufbau und Erhalt der Sammlungen

Wir erwarten:
- ein gutes Zeugnis der Höheren Berufsfachschule für
präparationstechnische Assistentinnen/Assistenten
- Volontariat in einem Naturkundemuseum
- mehrjährige Berufserfahrung, sowohl in einem Museum als
auch in der Privatwirtschaft
- Planungs- und Organisationsgeschick sowie
Kooperationsbereitschaft
- Teamfähigkeit, Motivation, Eigeninitiative

Wir bieten:
- die Möglichkeit, alle in einem Naturkundemuseum anfallenden
Präparationsarbeiten in der Praxis durchzuführen
- interessante und verantwortungsvolle Aufgaben bei einem der
größten öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber in Westfalen-Lippe
- vielfältige Möglichkeiten für berufliches Engagement
- Fortbildungs- und Weiterqualifizierungsmöglichkeiten
- eine Vergütung nach Entgeltgruppe 9 TVöD

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetzt NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Die Stelle ist grundsätzlich auch für Teilzeitkräfte geeignet.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
09/10 bis zum 15.03.2010 an den

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Feb 22 10:51:29 2010
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 22 Feb 2010 10:51:29 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag,
Kossert: "Ich war fremd..." Flucht undVertreibung, Ahaus,
24.02.2010
Message-ID: 4B8261B1.94E3.00E5.0@lwl.org

Von: Thomas Ridder M.A. ridder at jmw-dorsten.de
Datum: 19.02.2010, 15:06

AKTUELL

Von Beginn an hat sich die Gesellschaft für historische Landeskunde des
westlichen Münsterlandes die Aufgabe gestellt, lokale und regionale
landeskundliche Themen in einer eigenen Schriftenreihe zu
veröffentlichen. Am 24. Februar kann nun der erste Band der
Öffentlichkeit vorgestellt werden. Eine Arbeitsgruppe hat Menschen
aus dem Raum Heek nach ihren persönlichen Erinnerungen befragt -
Menschen, die nach 1945 aus ihrer angestammten Heimat vertrieben wurden
und im westlichen Münsterland eine neue Heimat fanden. Daneben berichten
aber auch so genannte Alteingesessene wie sie den Zuzug der Fremden
erlebten. Die Recherchen und Interviews machten Maria Elisabeth Möllers
sowie Erika und Hedwig Rosing.

Zur Buchpräsentation spricht Dr. Andreas Kossert, vom Deutschen
Historischen Institut in Warschau, der auch das Vorwort zum Buch
schrieb. Durch das gegenseitige Erzählen wächst Verständnis für den
Anderen, schreibt Kossert. Das ist auf lokaler Ebene nicht anders als
zwischen zwei Völkern. Empathie ist möglich, wenn man sich dem Gegenüber
öffnet. Dass auch in das westliche Münsterland viele Vertriebene kamen,
zeigt deutlich, wie sehr Deutschland und seine Nachkriegsgesellschaft
nach 1945 aus den Fugen geraten waren. Diese Zäsuren müssen wir
anerkennen und beschreiben. "Ich war fremd. . . Flucht und Vertreibung -
lebensgeschichtliche Erinnerungen von Zeitzeugen im Westmünsterland" ist
ein wichtiger Baustein für das Verständnis von Menschen, die seit mehr
als sechzig Jahren zusammenleben, deren Geschichte man aber häufig nicht
kannte. Integration ist jedoch erst dann abgeschlossen, wenn der
kulturelle Reichtum, den einst die fremden Vertriebenen mitbrachten,
auch als Bereicherung für die münsterländische Kultur begriffen wird.
Und die wunderbare Sammlung dieser Lebenserinnerungen zeigt, wie sehr
sich Deutschland verändert hat, wie viele kleine Facetten schlesischer,
ostpreußischer oder pommerscher Kultur sich in das Münsterland eingewebt
haben. Lebensgeschichtliche Erinnerungen zeigen, wie schwierig nicht nur
der Anfang war, sondern wie tiefgreifend sich dieses Land verändert hat.


Zum Vortrag und zur Buchvorstellung am 24. Februar 2010 im Fürstensaal
des Schlosses Ahaus lädt die Gesellschaft alle Interessierten herzlich
ein. Beginn ist um 19:30 Uhr.

"Ich war fremd..." Flucht und Vertreibung - lebensgeschichtliche
Erinnerungen von Zeitzeugen im Westmünsterland. Gesammelt und bearbeitet
von Maria Elisabeth Möllers unter Mitarbeit von Erika Rosing und Hedwig
Rosing. Achterland Verlagscompagnie, Vreden / Bredevoort 2009.
(Geschichte im Westmünsterland, Bd. 1) ISBN 3-93377-13-7
24, 00 ? - zu beziehen über den Buchhandel oder direkt beim Verlag.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Vortrag und Buchpräsentation
Datum: 24. Februar 2010
Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes
p/A Landeskundliches Institut Westmünsterland Gasthausstraße 15
48691 Vreden
E-Mail: info at ghl-westmuensterland.de
URL: www.ghl-westmuensterland.de

Kontakt:
Thomas Ridder
E-Mail: thomas.ridder at imail.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Feb 23 10:37:37 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 23 Feb 2010 10:37:37 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Wendezeiten der Herforder Geschichte, Herford,
24.04.-18.07.2010
Message-ID: 4B83AFF1.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Alexander Kröger"
Datum: 19.02.2010, 10:36


AUSSTELLUNG

Wendezeiten der Herforder Geschichte

Ausstellung vom 24. April bis 18. Juli 2010 im
Daniel-Pöppelmann-Haus / Begleitprogramm bietet Stadtführungen
und Museumspädagogik

Herford. Es ist die erste historische Ausstellung im
Daniel-Pöppelmann-Haus seit fünf Jahren und sie soll etwas ganz
Besonderes werden. Unter dem Titel "Wendezeiten in der
Herforder Geschichte" präsentiert das Städtische Museum vom 24.
April bis 18. Juli die Themen Herford wird lutherisch, Herford
von der Reichsstadt zur preußischen Landstadt sowie Herfords
Weg in die Moderne.

"Die Ausstellung beleuchtet die Zeiten, in denen Herfords
Entwicklung jeweils eine neue Richtung einschlägt. Zeiten in
denen sich die Stadt und das Leben ihrer Bewohner grundlegend
verändern", sagt Museumsleiterin Sonja Langkafel. Durch die
Reformation zieht in Herford ein neuer Glaube ein. Nur dreizehn
Jahre nachdem Martin Luther seine Thesen gegen die Katholische
Kirche veröffentlichte, folgt die Mehrheit der Herforder dem
neuen evangelischen Bekenntnis. Dennoch: Nicht alle in der
Stadt wenden sich der neuen Konfession zu. Die Äbtissin mit
ihrem Stiftskapitel und wenige Stadtbewohner halten am
Katholizismus fest. Das führt zu Kontroversen zum Beispiel mit
dem Stadtrat.

Alles andere als konfliktfrei ist auch die preußische Annexion
der ehemaligen Hansestadt. Zwar müssen 1647 Rat und
Bürgerschaft Friedrich Wilhelm von Brandenburg-Preußen huldigen,
doch die Beamten des Kurfürsten werden nicht mit offenen Armen
empfangen. Der Widerstand gegen die preußische Oberhoheit
bleibt jedoch vergeblich. Noch radikaler als in all den
Jahrhunderten zuvor wandelt sich Herford im 19. und 20.
Jahrhundert. Die Industrialisierung verändert nachhaltig die
städtische Sozialstruktur. Neue gesellschaftliche Gruppen wie
die Unternehmerschicht und die lohnabhängige Arbeiterschaft
prägen zunehmend das Bild der Stadt. Eine langsam, aber stetig
wachsende Bevölkerung zwingt die Stadt, ihre alten räumlichen
Grenzen zu sprengen.

Die Ausstellung wird beide Gebäudeteile des
Daniel-Pöppelmann-Hauses nutzen, die Villa Schönfeld und den
sogenannten Oesterlen-Anbau. Die Villa Schönfeld, Herfords
erste Unternehmervilla, wurde im Sommer 2009 von einem
Bauhistoriker und einem Restaurator gründlich unter die Lupe
genommen. Die Endergebnisse werden der Öffentlichkeit erstmals
während der Ausstellung im Lichthof der Villa vorgestellt.

Museumsleiterin Sonja Langkafel will die "Wendezeiten in der
Herforder Geschichte" spannend und besucherfreundlich
präsentieren. Zusätzlich erarbeitet sie ein Rahmenprogramm.
"Wir organisieren Führungen, wie zum Beispiel kombinierte
Ausstellungs- und Stadtführungen. Außerdem bieten wir eine
altersgemäße, spannende Museumspädagogik für Kleinkinder,
Grundschüler sowie Schüler der Mittel- und Oberstufe", erzählt
Sonja Langkafel.


INFO

Kontakt:
Sonja Langkafel
Städtisches Museum (Daniel-Pöppelmann-Haus)
Deichtorwall 2
32052 Herford
Tel.: (05221) 189-4434





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Feb 23 10:53:20 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 23 Feb 2010 10:53:20 +0100
Subject: [WestG] [AKT] 16. Reihe der Werkstatt Geschichte in Kierspe,
Kursprogramm im 1. Halbjahr 2010
Message-ID: 4B83B3A0.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Ulrich Finke"
Datum: 21.02.2010, 20:39


AKTUELL

Am 24.02.2010 beginnt die 16. Reihe der Werkstatt Geschichte
unter der Leitung von Hans-Ludwig Knau zusammen mit
verschiedenen Referenten in Kierspe mit dem Vortrag:

Kierspe und die südwestfälische Eisenstraße

Mit einem bebilderten Vortrag zum Thema "Kierspe und die
südwestfälische Eisenstrasse" beginnt die Werkstatt Geschichte
ihre Vortragsreihe im Kursprogramm der VHS Volmetal zum
1.Halbjahr 2010. Der Vortrag befasst sich mit dem Weg des
Siegerländer Roheisens und Rohstahls ins Bergische und
Märkische Land, wo dieser begehrte Rohstoff weiterverarbeitet
wurde. Kierspe liegt dabei am Wege und mitten im
Verarbeitungsgebiet. Behandelt werden zudem die
wirtschaftlichen Verflechtungen Südwestfalens vor der
Industrialisierung des Ruhrgebietes.

Unter den vielen Straßen in Südwestfalen erwähnt der königlich
preußische Krieges-, Steuer-, Bergrat und Fabrikenkommissar
Friedrich August Alexander Eversmann in seiner 1804 in Dortmund
erschienenen "Übersicht der Eisen- und Stahlerzeugung auf
Wasserwerken in den Ländern zwischen Lahn und Lippe" eine ganz
besonders. Sie "kommt aus dem Freyen-Grunde heraus durch das
Saynische Oberamt Freusburg, und führt durch das Hazfeldische
nach Drolshagen".

Nimmt man die "Siegensche Chaussee" zwischen Siegen und
Breckerfeld über Meinerzhagen und Kierspe hinzu, hat man die
Nabelschnur, an der das Bergische Land und die Grafschaft Mark
seit dem 17. Jahrhundert zur Versorgung mit Goes-und Stahleisen,
Rohstahl und Stabeisen aus dem Siegener
Spateisensteinbezirkhingen. Der Rohstoff aus dem Siegerland
machte die Gegend zwischen Hagen,Meinerzhagen/Kierspe,
Lüdenscheid, Wipperfürth, Remscheid, Solingen, Ratingen,
Langenberg und Herdecke reich. Der Vortrag geht dieser alten
Verkehrsverbindung nach, die als "Südwestfälische Eisenstraße"
im Rahmen der Regionale 2013 mit neuem Leben erfüllt werden
soll.

Das Projekt "Südwestfälische Eisenstraße" ist ein
Kooperationsprojekt des VereinsWasserEisenLand e.V., das sich
auf die Fahnen geschrieben hat, Südwestfalen als Region nach
vorne zu bringen, ähnlich wie es vor Jahren im Ruhrgebiet mit
der"Route der Industriekultur" gelungen ist. Wer hätte vor 30
Jahren erwartet, dass der "Kohlenpott" sich einmal als
Tourismusmagnet Nordrhein-Westfalens entwickeln würde?

Siegerland, Sauerland und Bergisches Land bildeten vor der
Industrialisierung Deutschlands und vor der Entstehung des
Ruhrgebietes als Industriebezirk der Schwerindustrie ein
einheitliches Industriegebiet, das seine qualitativhochwertigen
Produkte Weltweit vermarktete: Iserlohner Kratzendraht,
Sohlinger Klingen, Remscheider Werkzeuge und Märkischer Osemund
hatten als Qualitätsprodukte Alleinstellungsmerkmale und
sicherten damals ihren Erzeugerneinen relativ hohen
Lebensstandard.

Diese Produkte entstanden in einer Produktkette, die vom
Siegerland zum Sauerland und Bergischen Land führte. Im
Siegerland lagen die Bergwerke, Eisen- und Stahlhütten, im
Sauerland die Produzenten der Holzkohle und die
Weiterverarbeitung von Stahl und Eisen zu wertvollem Halbzeug,
welches im Raum Lüdenscheid-Iserlohn zu Draht und im
Solingen-Remscheider-Raum zu Stahlwaren und Klingen
weiterverarbeitet wurde.

DieseProduktionskette hatte sich aus einem wirtschaftlichen
Zwang entwickelt. Die Energiequelle Holz in Form von Holzkohle
war so knapp, daß keine Region alleine die Produktion hätte
bewältigen können. Nur unter dem Gesichtspunkt, dass die
benötigten Energien von Wasser und Holz überall dort, wo sie
vorhanden waren,nutzbar gemacht werden mussten, konnte sich
eine so bedeutende Produktionslandschaft unabhängig von
territorialer Zugehörigkeit entwickeln.

Kierspe lag nahezu in der Mitte dieses Gebietes. Es lag am Wege
und hatte zugleich Teil an der Produktion. Die Hammerwerke an
der Volme, Kerspe, Lingese und Wippergehörten zur Vielzahl der
Produzenten, die von Meinerzhagen über Wildenkuhlen und Kierspe
nach Breckerfeld führende Chaussee war das Rückgrat für ihre
wirtschaftliche Versorgung. DieEntwicklung dieser historisch
bedeutenden Eisenstrasse zu einer Kulturroute hat sich zu einem
Projekt mit vielen beteiligten Interessenten entlang der
historischen Route entwickelt, das im Rahmen der Regionale 2013
auch für Kierspe große Vorteile erwarten lässt:

Der Schleiper Hammer, die Rönsahler Brennerei, aber auch das
Bakelitemuseum liegen am Wege. Die Vernetzung dieser
bedeutenden Denkmäler einer vergangenen Industriekultur mit der
Eisenstraße heisst, sie in der Region und darüber hinaus
bekannt zu machen. Dies ist wiederum die Voraussetzung dafür,
dass Besucher kommen, die wiederum den Ort bekanntmachen und zu
seiner Attraktivität beitragen.

Kann sich Kierspe dem verschliessen oder soll es die Chance der
Lage an der Eisenstrasse nutzen? Kann es mit diesem Projekt das
Projekt "Oben an der Volme. Ein Fluss verbindet" sogar
erweitern? Zu diesen Fragen möchte die Werkstatt Geschichte mit
der Vortragsveranstaltung einen Diskussionsbeitrag leisten.

Mittwoch, 24. Februar 2010
19:00 Uhr
Gebührenfrei
Rathaus
Springer Weg 21
Kierspe


danach folgt am Donnerstag 25.3.
im ev.Gemeindehaus Rönsahl ab 19:00Uhr :

Die Cramers zur Ballenbrügge und der Aufstieg der Rönsahler
Pulverindustrie

Nach Meinung des früheren Rönsahler Ortschronisten und Kiersper
Ortsheimatpflegers Fritz Gogarten ist der Ursprung der Familie
Cramerzur Lingese im unteren Teil des Lingesetales, in
Ballenbrügge, zu suchen. Die dort beheimateten Cramers sind eng
mit der Entwicklung der Schwarzpulverherstellung an Lingese und
Wipper verbunden. Das früher zum Kirchspiel Rönsahl gehörige
Ballenbrügge ist dem Bau der Lingesetalsperre zum Opfer gefallen.


als nächstes folgt am Mittwoch 21.04.2010
in der Gaststätte Bisitz in Höckinghausen ab 19:00Uhr:

Die Höfe und Bewohner der Höhlener Bauerschaft im Kirchspiel
Kierspe - Teil 2

Die Veranstaltung nimmt noch einmal die Geschichte der Höfe und
ihrer Bewohner der Höhlener Bauerschaft auf. Die Teilnahme an
der ersten Veranstaltung im Oktober 2009 ist nicht
Voraussetzung für diesen Vortrag. Diesmal werden die Kenntnisse
über Lingese und Höckinghausen ergänzt. Zusätzlich werden
Wasserfuhr und Stöcken besprochen.


Das diesjährige Halbjahr endet mit dem Vortrag

Die Ufergüter in der Dorfbauerschaft Kierspe

Die Margarethenkirche ist das prägende Bauwerk des östlichen
Dorfanteils von Kierspe. Viele Rätsel gibt der westliche
Dorfanteil mit den Gütern "am Ufer", der am alten Weg in die
Schmidthauser Bauerschaft lag, auf. Es geht u.a. um das alte
Gut "in der Hoeve", das "Overgut", das dort gelegene Kirchengut,
aber auch das"Pulverhaus" und die "Eickener" oder "Dorfmühle".

am Mittwoch 19.05.2010 ab 19:00Uhr in der VHS Geschäftsstelle
in Kierspe.


Weiterhin möchten wir auf unser neues Buch "Windfuhr"
aufmerksam machen:

Sicherlich ist Ihnen bekannt, dass der Familienname Windfuhr
auf den Namen einer sehr alten und sehr kleinen bäuerlichen
Wohnsiedlung im damaligen Kirchspiel Kierspe zurückzuführen
ist. Diese Kleinsiedlung bestand im 17. Jahrhundert aus drei
Höfen. Ein vierter Hof war zu jener Zeit schon zerfallen.

Der Heimatverein Kierspe e. V. hat Ende vergangenen Jahres ein
Buch herausgebracht, das Sie, den Namen Windfuhr tragend,
gewiss interessieren wird. Es enthält die Geschichte und die
Entwicklung der Kleinsiedlung vom 17. bis ins 20. Jahrhundert.
Alle Häuser, die vor 1900 gebaut wurden, und ihre Bewohner
werden beschrieben.

Von allen Häusern, die im Jahre 2006 auf der Windfuhr standen,
enthält das Buch ein Foto, selbstverständlich auch von dem
vermutlich über 400 Jahre alten Bauernhaus, in dem die Familie
Windfuhr wohnte, die sich im 17. Jahrhundert den Familiennamen
Windfuhr zulegte.

Das Buch enthält außer dem informativen auch einen
unterhaltsamen Teil, in dem der 1924 auf der Windfuhr geborene
und aufgewachsene Mit-Autor aus seiner Kindheit und Jugend auf
der Windfuhr erzählt.

Ein Abschnitt befasst sich mit den Windfuhrer Hammerwerken und
der Eisengewinnung im heimischen Raum.

Eine Auflistung von Sippen und Personen auf der Windfuhr bis
zum Anfang des 20. Jahrhunderts vermittelt weitere
Informationen.

Das in sehr guter Qualität hergestellte Buch enthält 127
bedruckte Seiten und ist reich bebildert. Auf dem
Hardcoverumschlag befindet sich ein Foto von der Windfuhr aus
der Zeit um 1910.

Das Buch eignet sich auch hervorragend als Geschenk für
Angehörige, Freunde und Nachbarn zu Geburtstagen, hohen
Festtagen wie Weihnachten oder anderen hohen Feiertagen und
persönliche Jubiläen, z. B. Silberne Hochzeit. Es kostet 17,50
Euro (ggf. plus Versandkosten) und kann beim Heimatverein
Kierspe e. V. oder bei Reinhard Distel (Anschriften siehe unten)
bestellt werden. Abholen kann man das Buch an folgenden Stellen:

Buchhandlung Timpe, Friedrich-Ebert-Str. 363, 58566 Kierspe,

Heimatverein Kierspe e.V., Friedrich-Ebert-Str. 380, 58566
Kierspe -- nur Mittwochs 16 bis 18 Uhr,

Reinhard Distel, An der Währ 20, 58566 Kierspe, nach telef.
Absprache, Tel. 02359/1764.

Ebenso können Sie bei uns das Buch " Hagen-Dahl ist doch kein
Dorf". Es soll den Blick schärfen auf die tausendjährige
(Kultur-)Geschichte des heutigen Hagener Süden.


INFO

Ulrich Finke
E-Mail: ulrich1finke at aol.com
- Ortsheimatpfleger Kierspe
- Bakelitmuseum
- Schleiper Hammer
- Backhaus Rhader Mühle
- Brennerei Haase
- Reidemeisterhaus Voswinkel
- Wienhagener Aussichtsturm





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Feb 23 11:23:36 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 23 Feb 2010 11:23:36 +0100
Subject: [WestG] [AKT] "Eine neue Stadtgeschichte fuer Herford -
Anforderungenan eine moderne Stadtgeschichtsschreibung",
Herford, 04.03.2010
Message-ID: 4B83BAB8.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christoph Laue"
Datum: 22.02.2010, 12:08


AKTUELL

Verein für Herforder Geschichte e.V.
Wir laden herzlich ein zur Podiumsdiskussion

"Eine neue Stadtgeschichte für Herford - Anforderungen an eine
moderne Stadtgeschichtsschreibung"

Mit Prof. Dr. Dr. Ulrich Knefelkamp (Universität Frankfurt/Oder)
und Prof. Dr. Werner Freitag (Universität Münster)

Diese Diskussion steht wie der letzte Vortrag am 4. Februar in
Zusammenhang mit den Bemühungen des Herforder Geschichtsvereins,
die ortsgeschichtliche Forschungs- und Publikationstätigkeit
zu fördern. Es ist dem Verein gelungen, zwei ausgewiesene
Kenner der Orts- und Regionalgeschichte Herfords einzuladen,
die durch ihre wissenschaftliche Karriere und
Publikationstätigkeit als Experten und besondere Berater für
die in Herford geplante neue Stadtgeschichte gelten können.

Prof. Dr. Werner Freitag (Münster) wird aus zwei Blickwinkeln
Überlegungen für die Erstellung einer Stadtgeschichte
vorstellen: Als Inhaber der Professur für westfälische und
vergleichende Landesgeschichte wird er Konzepte,
Gliederungsprinzipien und Ausgestaltung einiger aktueller
Stadtgeschichten vorstellen. Beispiele werden u.a. Bielefeld,
Coesfeld, Gütersloh, Halle a.d. Saale, Münster, Osnabrück und
Soest sein.

Anschließend geht es um grundsätzliche Überlegungen, wie eine
Herforder Stadtgeschichte konzipiert werden kann. Es geht um
das Problem, wie Lesbarkeit und "Roter Faden" gesichert werden
können. Geschildert werden die Unzulänglichkeiten von
Stadtgeschichten, die als Aufsatzsammlung konzipiert worden
sind.

Im dritten Teil des Vortrages nimmt der Referent eine zweite
Blickrichtung ein: Als Geschäftsführer des Instituts für
Vergleichende Städtegeschichte Münster gGmbH wird er das
Institut vorstellen. Das Städteinstitut bietet als
wissenschaftlicher Dienstleister den Städten in Westfalen
"Paketlösungen" für die Erstellung von Stadtgeschichten an.

Prof. Dr. Dr. Ulrich Knefelkamp (Frankfurt/Oder) stellt fest,
dass im Zeitalter der Jubiläen viele Orte, Dörfer, Städte , ja
Stadtteile Ambitionen haben, ihre Geschichte erforschen und
darstellen zu lassen. Da stellt sich schnell die Frage, ob es
denn eine klassische wissenschaftliche Stadtgeschichte sein
soll, die tief schürft, aber nur von Fachleuten gelesen wird
oder eine populäre Fassung, die allerdings häufiger nicht von
Wissenschaftlern verfasst werden. Die Lösung könnte in der
Mitte liegen, also eine von Fachwissenschaftlern verfasste gut
illustrierte Stadtgeschichte , die von den Bürgern der Stadt
gelesen und verstanden werden kann. Dies erscheint aus mehreren
Gründen die zeitgemäße Form zu sein.

Nach den beiden Kurzvorträgen soll auf dem Podium und mit den
Anwesenden über die geplant Stadtgeschichte für Herford
diskutiert werden.

Kurzbiografie Prof. Dr. Werner Freitag

Geboren 1955, Ausbildung zum Textillaboranten, Studium der
Geschichtswissenschaft in Bielefeld und der
Wirtschaftswissenschaften in Hagen, 1985 Diplomprüfung in Hagen,
1986 Magisterprüfung in Bielefeld, 1986-1988 Stadthistoriker
in Spenge, 1989 Promotion in Bielefeld, dort (Ober)Assistent im
Bereich Frühe Neuzeit bis März 1997, Habilitation 1995,
Dezember 1996 Ruf auf die Professur für die Landesgeschichte
Sachsen-Anhalt am Institut für Geschichte der
Martin-Luther-Universität Halle, seit 1. April 2004 Professor
für Westfälische und Vergleichende Landesgeschichte in Münster
sowie Geschäftsführer des Instituts für vergleichende
Städtegeschichte. Mitherausgeber der Reihe "Studien zur
Landesgeschichte"; Mitglied der Historischen Kommission für
Sachsen-Anhalt, Mitglied der Historischen Kommission für
Westfalen und der Volkskundlichen Kommission für Westfalen.
Hauptantragssteller im Exzellenzcluster "Religion und Politik
in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne", darin Leiter
des Projekts "Segen für die Mächtigen: Legitimität und
Legitimation politischer Herrschaft in spätmittelalterlichen
und neuzeitlichen Stadtprozessionen" (B4).

Kurzbiografie Prof. Dr.phil. Dr.rer.nat. Ulrich Knefelkamp

Geboren 1951 in Herford - Studium der Geschichte,
Kunstgeschichte, Volkskunde, Völkerkunde Medizingeschichte und
Geographie an den Universitäten Würzburg und Freiburg. 1980
Promotion zum Dr. phil. in Geschichte, 1985 Promotion zum Dr.
rer. nat. in Völkerkunde. 1987 Habilitation für mittlere und
neuere Geschichte. 1980-88, 1989-1993 Assistent und
Oberassistent am Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters in
Bamberg. Seit 1988 Lehrstuhlvertreter an den Universitäten
Heidelberg, Oldenburg, Jena und Bamberg. 1984
DAAD-Forschungsstipendium an der Universität Leiden; 1988 in
Lissabon. Seit März 1994 Professor für mittelalterliche
Geschichte Mitteleuropas und regionale Kulturgeschichte an der
Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).

Forschungsschwerpunkte: Europa in der Welt, d.h.: Europäische
Identitäts- und Staatenbildung, Europäische Stadtkultur,
Europäische Expansion und Kulturkontakte, Europäische
Kartographie- und Medizingeschichte, Europäische Religion und
Gesellschaft, Europäische Anthropologie und Mentalität.

Mitglied u.a. in den Historischen Vereinen des Breisgaus, des
Erzbistums Bamberg u. der Stadt Nürnberg, Forschungsstiftung
für vergleichende Überseegeschichte, Mediävistenverband,
Deutsche Gesellschaft für Geschichte der Medizin,
Naturwissenschaft und Technik, Deutsche Gesellschaft für
Krankenhausgeschichte, Förderverein z. Erforschung der
Geschichte der Viadrina, Freunde und Förderer d.
Viadrina-Museums, Gesellschaft für Universitäts- und
Wissenschaftsgeschichte, Brandenburgische Historische Kommission.


INFO

Am Donnerstag, 4. März
Um 19 Uhr

Im
Daniel-Pöppelmann-Haus Herford
Deichtorwall 2

Eintritt frei

URL: www.geschichtsverein-herford.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Feb 23 11:25:33 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 23 Feb 2010 11:25:33 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2010/07
Message-ID: 4B83BB2D.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 23.02.2010, 08:48


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2010-07 für den Zeitraum vom 06.02.2010 bis

zum 12.02..2010 mit insgesamt 32 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:
http://www.ulb.uni-muenster.de/cgi/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2010-07&fach=wes






Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/

Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html
http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib





Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 24 08:30:23 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 24 Feb 2010 08:30:23 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: "Barocke Skulpturen im Sauerland", Attendorn,
25.02.2010
Message-ID: 4B84E39F.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Monika Löcken"
Datum: 23.02.2010, 13:38


AKTUELL

Im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung lädt der Förderverein
des Südsauerlandmuseums zu einem mit vielen Bilder unterlegten
Vortrag zu dem Thema: "Barocke Skulpturen im Sauerland" ein.
Der Referent Dr. Ulrich Schäfer, Kunsthistoriker aus Münster,
ist ein profunder Kenner der westfälischen Kunstgeschichte.
Zurzeit ist er damit beauftragt, das von Christoph Hoberg
erarbeitete Manuskript zum Schaffen der Attendorner
Bildschnitzerwerkstatt Sasse druckfertig zu
machen.Interessierte sind herzlich eingeladen.


INFO

Ort:
Südsauerlandmuseum Attendorn
02722-3711
Museum Wendener Hütte
02761-81401

Zeit:
Zeit: 25. Feb. 2010, 20:00 bis 21:00 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 24 08:35:39 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 24 Feb 2010 08:35:39 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Herkules in der "Helden"-Ausstellung: Statue,
Amphorenund eine 2.300 Jahre alte Nuckelflasche zeigen den
Superstarder Antike
Message-ID: 4B84E4DB.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 23.02.2010, 13:41


AKTUELL

Herkules in der "Helden"-Ausstellung
Statue, Amphoren und eine 2.300 Jahre alte Nuckelflasche zeigen
den Superstar der Antike

Herkules, der Superstar der Antike, ist in der Henrichshütte
eingetoffen. Im LWL-Industriemuseum wurde am Montag (22.02) ein
3,20 Meter hoher Gipsabguss des sagenumwobenen griechischen
Heros aufgestellt - Kraftakt für ein überragendes Exponat der
Ausstellung "Helden. Die Sehnsucht nach dem Besonderen", die
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Zusammenarbeit
mit der Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010 vom 12. März bis 31.
Oktober in seinem Hattinger Industriemuseum zeigt.

Die Kolossalfigur wurde eigens für die Schau in der
Gipsformerei der Königlichen Museen für Kunst und Geschichte
Brüssel gegossen. Ein aufwändiges, fünf Monate dauerndes
Verfahren und Zeugnis eines aussterbenden Handwerks, das nur
noch akademisch gefragt ist. Getreu einer Form, die im 19.
Jahrhundert genommen wurde und die weltweit nur noch einmal
existiert. Vorbild ist der "Herakles Farnese" - eine berühmte
römische Marmorkopie aus dem 2. Jh. n. Chr., die in den
Farnesischen Sammlungen im Nationalmuseum in Neapel steht. Das
griechische Original des Bildhauers Lysipp aus dem 4.
Jahrhundert v. Chr. ist nicht mehr erhalten.

Hintergrund
Als Sohn des Gottes Zeus und der sterblichen Alkmene wurden
Herkules - in der griechischen Mythologie Herakles genannt -
übermenschliche Kräfte nachgesagt, die er schon als Säugling
unter Beweis stellt. "Berühmt ist er für seine zwölf Taten, die
er im Auftrag des Königs Eurystheus erledigen musste. Er
besiegt wilde Bestien und löst scheinbar unlösbare Aufgaben.
Seine Abenteuer führen ihn an die Ränder der damalig bekannten
Welt und sogar in die Unterwelt", erläutert Lars Petersen,
Kurator des Ausstellungsbereiches "Antike".

Herkules Farnese - ein vor Kraft strotzender Held, der sich
nach getaner Arbeit ausruht. Er stützt sich mit der linken
Achsel auf die Keule, der Arm hängt entspannt herunter. Die
rechte Hand liegt auf dem Rücken und hält die drei goldenen
Äpfel der Hesperiden, die Früchte seiner letzten Tat. Er ist
nackt, so dass seine athletische, muskulöse Statur offenbar
wird. So zog diese Figur über Jahrhunderte hin Künstler wie
Medizinstudenten an, die an ihr die Anatomie und den Verlauf
der Muskeln studierten.

Körperbau, Gesichtszüge und Bart des überlebensgroßen Abgusses
stellen Herkules nicht als jugendlichen Helden vor, sondern als
erwachsenen Mann. Inbegriff der Tapferkeit, um den sich
zahllose Geschichten von Kämpfen und Abenteuern ranken.

In der Henrichshütte steht der Halbgott nicht mit dem Rücken
zur Wand. "Die Figur ist freigestellt, so dass Details wie die
Äpfel im Rücken sehr genau zu sehen sind", sagt Petersen. Auch
auf weiteren Exponaten ist der "Superstar der Antike" zu sehen,
darunter antike Amphoren, die Figur eines betrunkenen Herkules
sowie eine über 2.300 Jahre alte Nuckelflasche. Sie zeigt
Herakles als Säugling, der die beiden von Hera gesandten
Schlangen würgt.

Die Ausstellung
Mit über 800 wertvollen Exponate aus ganz Deutschland, den
europäischen Nachbarländern und aus Übersee erzählt die Schau
spannende Geschichten von großen und kleinen Helden, von
Machern und Medien, mutigen Rittern, religiösen Vorbildern,
gefeierten Sportlern und engagierten Helfern. Das Spektrum
reicht von einer über 2.300 Jahre alten Nuckelflasche bis zur
Silberbüchse Winnetous.

In Bronze glänzt der Fußballschuh vom Ruhrgebietshelden Helmut
Rahn. Vom heutigen Heldenkult zeugen ein Baumhaus von "Robin
Wood" und der Helm eines New Yorker Feuerwehrmannes, der beim
Anschlag auf das World Trade Center ums Leben kam. Die Helden
des Reviers haben in der Schau einen besonderen Platz: Typen
wie der Bergmann Adolf Tegtmeier oder Ruhrgebietsmutter Tana
Schanzara, aber auch verdiente Bürger des Ruhrgebiets als neue
Helden der Region im Wandel und schließlich die zugewanderten
Helden, die die vielen Einwanderer ins Revier mitgebracht haben.

Der Rundgang durch die 1.000 Quadratmeter große
Ausstellungshalle ist ein Erlebnis für alle Sinne. Dafür sorgen
eine spannende Gestaltung, ausdrucksstarke Inszenierungen,
bewegte Bilder und Hörstationen. Die innovative
Ausstellungsarchitektur eröffnet mit Durchblicken und
Sichtachsen an vielen Stellen überraschende Perspektiven und
ermöglicht damit immer wieder neue Entdeckungen. Am Ende der
Ausstellung können Besucher ihren "Helden des Tages" wählen,
auf einem Sockel als Held oder Heldin posieren und sich in der
Videoinstallation Standing Ovations bejubeln lassen.


INFO

HELDEN. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen
12. März - 31. Oktober 2010
LWL-Industriemuseum
Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen
Geöffnet: Di - So 10 - 18 Uhr, Fr 10 - 21.30 Uhr
URL: http://www.helden-ausstellung.lwl.org
Tel.: 02324 9247-142
E-Mail: helden at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 24 08:40:08 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 24 Feb 2010 08:40:08 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Meinwerk erfuellt Erwartungen,
Jubilaeumsausstellung zum1000-jaehrigen Jubilaeum des Amtsantritts
von Bischof Meinwerkendete am Sonntag
Message-ID: 4B84E5E8.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 23.02.2010, 15:09


AKTUELL

Meinwerk erfüllt Erwartungen
Jubiläumsausstellung zum 1000-jährigen Jubiläum des
Amtsantritts von Bischof Meinwerk endete am Sonntag

Über 25.000 Besucher sahen die Jubiläumsausstellung "Für
Königtum und Himmelreich - 1000 Jahre Bischof Meinwerk von
Paderborn", die am Sonntag (21.2.) zu Ende gegangen ist. "Damit
haben sich unsere Erwartungen im Großen und Ganzen er-füllt",
resümierten Professor Dr. Christoph Stiegemann, Direktor des
Erzbischöflichen Diözesanmuseums, und Dr. Martin Kroker, Leiter
des Museums in der Kaiserpfalz. Neben den Trägern des Projektes
- dem Erzbistum Paderborn und dem Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) - unterstützten zahlreiche Förderer und
Sponsoren das Projekt.

675 Gruppen haben in den vergangenen vier Monaten die
Ausstellung besucht. Besonders große Nachfrage bestand nach den
museumspädagogischen Angeboten, die von 145 Schulklassen aller
Jahrgangsstufen genutzt wurden.

Eine positive Bilanz über das Meinwerk-Jahr zog Generalvikar
Alfons Hardt im letzten Sonntagsgespräch am letzten Tag der
Ausstellung. Über 23 Konzerte, Performances, Lesungen und
Vorträge fanden im Rahmen der Ausstellung und des
Meinwerk-Jahres des Erzbistums statt. Besonderen Anklang fand
die zweimal aufgeführte Kunstperformance "A Brush with silence"
des belgischen Schriftkünstlers Brody Neuenschwander, der für
die Meinwerk-Ausstellung auch drei Inszenierungen im
Diözesanmuseum entwickelt hatte.

Auf großes Interesse stießen die Konzerte, die in von Bischof
Meinwerk begründeten Bauten wie der Abdinghofkirche oder der
Bartholomäuskapelle stattfanden. Domkapellmeister Thomas
Berning hatte den Konzertzyklus mit dem Titel "Musik in den
Räumen Meinwerks" kreiert. Abgeschlossen wurde diese Reihe am
vergangenen Freitag im voll besetzten Hohen Dom mit einem
Konzert der Schola Gregoriana am Hohen Dom und dem
Saxophonisten Uli Lettermann. Dabei standen gregorianische
Choralgesänge auf dem Programm, die eine Verbindung mit
Saxophonimprovisationen eingingen und so eine Brücke von der
Zeit des Mittelalters ins heute schlugen.

Auf 2000 Quadratmetern zeigte die Sonderausstellung im
Erzbischöflichen Diözesanmuseum und im Museum in der
Kaiserpfalz rund 250 Exponate: Handschriften, Urkunden und
liturgische Geräte, aber auch Schmuckstücke, Waffen und andere
archäologische Funde des 11. Jahrhunderts aus ganz Europa. Die
Jubiläumsausstellung zum Amtsantritt von Bischof Meinwerk vor
1000 Jahren machte eine Epoche lebendig, in der das
Zusammenspiel geistlicher und weltlicher Herrschaft ihren
Höhepunkt erreichte und die Bischöfe zusammen mit den Königen
das Reich regierten.

Das Museum in der Kaiserpfalz bleibt bis zum 5. April für den
Abbau der Sonderausstellung geschlossen. Ab 6. April ist dort
wieder die Dauerausstellung über die Geschichte der Kaiserpfalz
und die Ergebnisse der Stadtarchäologie Paderborn zu sehen. Das
Diözesanmuseum bleibt bis zum 26. März geschlossen und geht
dann mit einer neu gestalteten Dauerausstellung an den Start.
Neben den bereits bekannten Tragaltären und Thronenden Madonnen
werden Helden und Heilige mit ihren heute noch aktuellen
Lebensgeschichten im Mittelpunkt stehen.

Im Diözesanmuseum werden die Filme und Installationen zur
Schreibkunst bleiben, die Brody Neuenschwander für die
Meinwerk-Ausstellung gestaltet hat. Weitere neue Höhepunkte der
Dauerausstellung sind Schatzstücke aus dem Hildesheimer Dom und
Dommuseum, die auf Zeit in Paderborn zu Gast sind. So können
die Besucher etwa den kostbaren Goldschrein des heiligen
Epiphanius aus dem 12. Jahrhundert oder die Kasel des berühmten
Bischofs Bernhard von Hildesheim bestaunen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Feb 24 08:45:21 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 24 Feb 2010 08:45:21 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2010/08
Message-ID: 4B84E721.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 23.02.2010, 08:49


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2010-08 für den Zeitraum vom 13.02.2010 bis

zum 19.02.2010 mit insgesamt 32 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:
http://www.ulb.uni-muenster.de/cgi/neuerwerb.php?action=recherche&liste=2010-08&fach=wes






Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/

Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html
http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib






Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 25 10:35:23 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 25 Feb 2010 10:35:23 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Viel Stoff-Ausstellungsfuehrung im
LWL-IndustriemuseumZeche Zollern, Dortmund, 28.02.2010
Message-ID: 4B86526B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 23.02.2010, 12:49


AKTUELL

Viel Stoff -
Ausstellungsführung im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

"Viel Stoff" heißt die aktuelle Ausstellung, die der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) auf der Galerie
Industriearbeit der Zeche Zollern zeigt. Am Sonntag, 28.
Februar, um 15 Uhr, bietet Maike Lammers eine Führung durch die
faszinierende Welt der Stoffe an.

Mit der Ausstellung gibt das LWL-Industriemuseum erstmals
Einblick in seine große Sammlung textiler Muster und
Musterbücher. Gezeigt wird eine repräsentative Auswahl aus den
umfangreichen Beständen, die einen Eindruck von der Vielfalt
der Textilien zwischen Küchentüchern, farbenfrohen
Kleiderstoffen und raffinierten Schmucktextilien verschafft.

Die Führung ist kostenlos. Zu zahlen ist der reguläre Eintritt
(Erw. 3,50 ?).

Am Vormittag finden um 11.30 und 12.00 Uhr wie gewohnt die
Museumsführungen über die Tagesanlagen der Zeche Zollern statt.


INFO

Viel Stoff
Textile Muster und Musterbücher 1900-2000
29.11.2009 bis 5.5.2010
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Geöffnet Di - So 10 - 18 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 25 10:32:01 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 25 Feb 2010 10:32:01 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: "Menschheitsverbrechen in
historischerPerspektive, Muenster, 03.03.2010
Message-ID: 4B8651A1.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Helga Pape"
Datum: 25.02.2010, 10:02


AKTUELL

Prof. Dr. Dan Diner, Leipzig/Jerusalem, spricht zum Thema
"Menschheitsverbrechen in historischer Perspektive: Über
kontinentale und koloniale Wahrnehmungen" (Arbeitstitel)

Zum Mittwochsgespräch am 3. März 2010, 20.00 Uhr hat der
Geschichtsort Villa ten Hompel, Kaiser-Wilhelm-Ring 28, einen
besonderen Gast eingeladen. Prof. Dr. Dan Diner wird über
"Menschheitsverbrechen in historischer Perspektive" sprechen.
Er widmet sich dabei unterschiedlichen Perspektiven und
Erinnerungskontexten indem er sowohl kontinentale als auch
koloniale Perspektiven in den Blick nimmt.

Dan Diner ist Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische
Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig und Professor
für Europäische Zeitgeschichte an der Hebräischen Universität
Jerusalem. Dan Diner gilt als einer der international
renommiertesten Historiker zur Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Er befasst sich schwerpunktmäßig mit den historischen
Entwicklungslinien und Ausprägungen von Erinnerungskulturen,
nicht nur in Deutschland, sondern auch in europäischer und
globaler Perspektive.

Dan Diner hat zahlreiche Publikationen zum historischen
Gedächtnis an den Nationalsozialismus, zum Nahostkonflikt, aber
auch zu universalhistorischen Fragestellungen vorgelegt.

Darunter:
Gegenläufige Gedächtnisse. Über Geltung und Wirkung des
Holocaust, Göttingen 2007,

Versiegelte Zeit. Über den Stillstand in der islamischen Welt,
Berlin 2005;

Gedächtniszeiten. Über jüdische und andere Geschichten München,
2003;

Das Jahrhundert verstehen. Eine universalhistorische Deutung,
München 1999

Derzeit koordiniert Dan Diner das groß angelegte
Forschungsprojekt "Kommunikationsräume des Europäischen.
Jüdische Wissenskulturen jenseits des Nationalen", an dem neben
Prof. Dr. Norbert Frei (Universität Jena) und Dr. Raphael Gross
(Jüdisches Museum Frankfurt/Main) auch Prof. Dr. Alfons
Kenkmann, Gründungsdirektor der Villa ten Hompel und Professor
für Geschichtsdidaktik an der Universität Leipzig beteiligt
sind.

Der Eintritt ist kostenlos!


INFO

Geschichtsort
Villa ten Hompel
Stadt Münster
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
Tel.: 0251/492-7101
Fax: 0251/492-7918
E-Mail: PapeHelga at stadt-muenster.de
URL: www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel

Für Nachfragen stehen wir gerne jederzeit zur Verfügung:
Tel.: 0251/492-7101





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 25 11:10:04 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 25 Feb 2010 11:10:04 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Oeffentliche Praesentation: LWL gibt Tagebuecher
vonKarl Friedrich Kolbow heraus, Muenster, 03.03.2010
Message-ID: 4B865A8C.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Martin Dröge"
Datum: 25.02.2010, 10:21


AKTUELL

"Schreibtischtäter" und Nationalsozialist der ersten Stunde:
LWL gibt Tagebücher von Karl Friedrich Kolbow heraus

Karl Friedrich Kolbow (1899 - 1945) war von 1933 bis 1944 als
westfälischer Landeshauptmann Verwaltungschef des
Provinzialverbandes Westfalen, dem Vorgänger des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Der
Nationalsozialist der ersten Stunde, der bereits 1921 Mitglied
der NSDAP wurde, passte die Jugendhilfe, die Fürsorgeerziehung
und die Psychiatrie den rassenideologischen Grundsätzen der
Nazis an. Während des Zweiten Weltkrieges war er für die
Durchführung der "Euthanasie" verantwortlich. Der LWL gibt
jetzt die Tagebücher Kolbows heraus, die er seit seiner Jugend
geführt hat. Zur öffentlichen Präsentation der neuen
Quellenedition am Mittwoch, 3. März, um 18 Uhr im Plenarsaal
des LWL-Landeshauses am Freiherr-vom-Stein-Platz 1 sind alle
Interessierten eingeladen.

"Kolbows Aufzeichnungen offenbaren die Wahrnehmungsperspektive
eines 'Schreibtischtäters'. Mit der Edition steht eine Quelle
zur Verfügung, die durch das Insiderwissen des Beamten
Einblicke in das innere Gefüge des NS-Herrschaftssystem
erlaubt", so Martin Dröge vom LWL-Institut für westfälische
Regionalgeschichte, der die Tagebücher herausgegeben hat.

Bevor der Rezitator Markus von Hagen im Rahmen der Präsentation
ausgewählte Textpassagen liest, führen LWL-Kulturdezernentin
Dr. Barbara Rüschhoff-Thale, Prof. Dr. Bernd Walter, Leiter des
LWL-Institutes für westfälische Regionalgeschichte, und Dröge
in die Tagebücher und ihren historischen Kontext ein.
Abschließend kommentiert der Historiker Prof. Dr. Hans-Ulrich
Thamer von der Universität Münster die Tagebücher aus
wissenschaftlicher Perspektive.


Zur Vorstellung der Quellenedition "Die Tagebücher Karl
Friedrich Kolbows (1899-1945) - Nationalsozialist der ersten
Stunde und Landeshauptmann der Provinz Westfalen" laden wir
herzlich ein.

Termin:
Mittwoch, 3. März 2010, 18 Uhr

Ort:
Plenarsaal des Landeshauses in Münster,
Freiherr-vom-Stein-Platz 1


Dr. Barbara Rüschhoff-Thale
LWL-Kulturdezernentin
Begrüßung

Prof. Dr. Bernd Walter
LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte
Einführung

Martin Dröge, M.A.
Einführung in den historischen Kontext der Tagebücher und
einzelner Textauszüge

Markus von Hagen
Lesung ausgewählter Textpassagen

Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer
Historisches Seminar der Universität Münster
wissenschaftliche Kommentierung

Im Anschluss bietet sich ab etwa 19 Uhr bei einem Getränk
Gelegenheit zur Diskussion.


INFO

Martin Dröge (Hg.),
Die Tagebücher Karl Friedrich Kolbows (1899-1945)
Nationalsozialist der ersten Stunde und Landeshauptmann
der Provinz Westfalen.

Ein Tagebuch gibt Auskunft über das Innenleben seines
Verfassers, die Wahrnehmung seiner privaten Umwelt sowie über
die Auswirkung historischer Ereignisse auf sein Leben. Dabei
enthalten Tagebuchaufzeichnungen zugleich intersubjektiv
gültige Informationen und subjektive Bewertungen, die nicht
einfach voneinander zu trennen sind. Ist man sich jedoch der
methodischen Probleme bewusst und untersucht Tagebücher
quellenkritisch, dann versprechen sie einen nicht geringen
Erkenntnisgewinn für die historische Forschung.

Karl Friedrich Kolbow war von 1933 bis 1944 westfälischer
Landeshauptmann und hat seit seiner Jugend Tagebuch geführt.
Als Verwaltungschef des Provinzialverbandes Westfalen passte er
die Jugendhilfe, Fürsorgeerziehung und die Psychiatrie an
rassenideologische Grundsätze an; während des Zweiten
Weltkrieges fiel die Durchführung der"'Euthanasie" in Westfalen
in seine Verantwortung.

Kolbow hatte ein bewegtes Leben: Er war Wandervogel, Soldat im
Kaukasus, Verbindungsstudent, Bergbaupraktikant und
Freikorpskämpfer in Oberschlesien. Bereits 1921 trat Kolbow in
die NSDAP ein. 1945 starb er als einfacher Soldat in
französischer Kriegsgefangenschaft. Freunde und Anhänger
stilisierten ihn nach dem Krieg zum "anständigen Nazi", der
sich auch in seiner politischen Funktion von jugendbewegten
Idealen habe leiten lassen und sich für die Natur und den
Heimatgedanken in Westfalen engagiert habe.

Kolbows Tagebücher der Jahre 1913-23 und 1936-45 geben
Aufschluss über die Genese einer völkisch geprägten
Weltanschauung und die Persönlichkeitsentwicklung eines
nationalsozialistischen Beamten der mittleren Verwaltungsebene.
Seine Aufzeichnungen schildern die Erfahrungen und Ansichten
eines "Alten Kämpfers" und offenbaren die
Wahrnehmungsperspektive eines "Schreibtischtäters"; sie
spiegeln aber auch eine nach 1940 zunehmende Kritik am
NS-System wider. Mit der Edition steht eine Quelle zur
Verfügung, die durch das Insiderwissen des engagierten Beamten
Einblicke in das innere Gefüge des NS-Herrschaftssystems erlaubt.


Martin Dröge (Hg.),
Die Tagebücher Karl Friedrich Kolbows (1899-1945)
Nationalsozialist der ersten Stunde und Landeshauptmann
der Provinz Westfalen.
Verlag Ferdinand Schöningh,
Paderborn/München/Wien/Zürich 2009
geb., 776 Seiten, ? 64,- (ISBN 978-3-506-76851-3)
Bezug über den Buchhandel.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 25 10:22:20 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 25 Feb 2010 10:22:20 +0100
Subject: [WestG] [AKT] "Tag der Archive" bietet Zeitreise ins
LippstaedterStadtarchiv, Lippstadt, 07.03.2010
Message-ID: 4B864F5C.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Lippstadt"
Datum: 24.02.2010, 12:42


AKTUELL

"Tag der Archive" bietet Zeitreise ins Lippstädter Stadtarchiv

Im Rahmen des bundesweiten "Tag der Archive" lädt auch das
Stadtarchiv Lippstadt am 7. März interessierte Bürgerinnen und
Bürger in seine Räume ein. Unter dem deutschlandweiten Motto
"Dem Verborgenen auf der Spur" können die Lippstädterinnen und
Lippstädter zwischen 10.00 und 16.00 Uhr das Archiv erkunden.
Um 11.30 und 15.00 Uhr besteht die Möglichkeit, an einer
Führung durch das sonst für Außenstehende nicht zugängliche
Magazin des Archivs teil zu nehmen, um dort Verborgenes aus
vergangenen Zeiten zu entdecken.

Durch Filme des Fotografen und Filmemachers Walter Nies, die im
Lesesaal gezeigt werden, kann man sich in die Atmosphäre
früherer Jahre zurückversetzen lassen. So werden unter anderem
die "Lippstädtische Jahresschau 1974" und die Dokumentation des
Hochwassers im Jahre 1965 gezeigt.

Außerdem können sich die Besucher auch auf eine private
Vergangenheitsreise begeben: Die Mitarbeiterinnen helfen den
Besucherinnen und Besuchern gern beim Entziffern mitgebrachter
alter Briefe und anderer Dokumente, deren Inhalte durch die
Schreibweise der alten Deutschen Schrift ("Sütterlin") bisher
im Verborgenen geblieben sind.


INFO

Stadtarchiv
Soeststraße 8
59555 Lippstadt





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 25 10:40:08 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 25 Feb 2010 10:40:08 +0100
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus
Westfalen-Lippe31.12.2009 - 22.02.2010
Message-ID: 4B865388.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Manfred Hartmann"
Datum: 23.02.2010, 17:01


AKTUELL

SERVICE: WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe
In Kooperation mit dem LWL-Museumsamt für Westfalen
des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe bietet die E-Mailing-Liste
"Westfälische Geschichte" einen weiteren Service an: eine
Zusammenfassung von Museums- und Archiv-Nachrichten des
Westdeutschen Rundfunks, die regelmäßig von Manfred Hartmann
erstellt wird. [MW]

Quelle: http://www.wdr.de/nachrichten/




Nachrichten aus dem Münsterland vom 22.02.2010

Lebenswege jüdischer Einwanderer (06:29 Uhr) Im jüdischen
Museum in Dorsten wurde Sonntag eine Ausstellung eröffnet, die
die Lebenswege jüdischer Einwanderer zeigt. Vorgestellt werden
die Geschichten von 24 Menschen, die aus den Nachfolgestaaten
der früheren Sowjetunion nach Deutschland gekommen sind. Mit
dieser Foto-Ausstellung beteiligt sich das Jüdische Museum am
Programm der Ruhr 2010.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 20.02.2010

Picasso-Ausstellung endet (08:58 Uhr) Im Graphikmuseum Pablo
Picasso in Münster geht morgen nach fast vier Monaten die
Ausstellung ?Von Degas bis Picasso? zu Ende. Mehr als 20.000
Besucher haben die Ausstellung gesehen. Die Ausstellung zeigt
140 Werke von 40 verschiedenen Künstlern, darunter Gauguin,
Monet und van Gogh.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 26.01.2010

Weniger Besucher in Museen (15:03 Uhr) Im vergangenen Jahr
haben weniger Menschen die Museen des Märkischen Kreises
besucht als in den Jahren zuvor. Auf die Burg Altena kamen
knapp 57.000 Gäste - das ist ein Minus von rund neun Prozent.
Laut Museumsleitung sollen die Sanierungsarbeiten an der Burg
der Grund dafür sein. Auch die Besucherzahlen der anderen
Museen gingen deutlich zurück. Insgesamt sanken dadurch die
Einnahmen um mehr als 28.000 Euro auf rund 200.000 Euro.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 07.01.2010

Mehr Besucher in Museen (13:16 Uhr) Die Museen der Stadt
Lüdenscheid und das Museum für Gegenwartskunst Siegen
verzeichneten 2009 mehr Besucher als im vergangenen Jahr.
Publikumsmagnet in Lüdenscheid war die große
Preußen-Ausstellung aber auch die Kunstausstellungen waren gut
besucht. Insgesamt kamen 35.000 Interessierte in die beiden
Lüdenscheider Museen. Das Museum für Gegenwartskunst Siegen
zieht ebenso eine aufwärts strebende Bilanz. Hier besuchten
29.000 Interessierte die drei großen Themenausstellungen.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 06.01.2010

Kulturelle Höhepunkte erwartet (11:09 Uhr) Museen und
Kultur-Manager im Münsterland planen für das neue Jahr wieder
zahlreiche Veranstaltungen. Kulturelle Höhepunkte wird es 2010
vor allem in der bildenden Kunst geben. Das Graphikmuseum Pablo
Picasso in Münster wird unter anderem sein zehnjähriges
Jubiläum feiern: mit drei Sonderausstellungen über Joan Miro,
Pablo Picasso und Paul Klee. Das Museum "Abtei Liesborn" in
Wadersloh zeigt eine Gesamtausstellung des Westdeutschen
Künstlerbundes

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 20.02.2010

Dorsten: Lebenswege jüdischer Einwanderer (13:03 Uhr) Das
Jüdische Museum Westfalen in Dorsten zeigt von Sonntag an eine
Ausstellung über Lebenswege jüdischer Einwanderer. Mit
Beispielen werden vor allem Menschen portraitiert, die nach dem
Mauerfall 1989 ins Ruhrgebiet gekommen sind. Sie kamen nicht
nur aus der ehemaligen DDR sondern auch aus den
Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Und obwohl die jüdischen
Gemeinden in Nordrhein-Westfalen Ende der achtziger Jahre vor
dem Zerfall standen, lebten hier im Vergleich zu anderen
Bundesländern noch besonders viele jüdische Menschen. Durch die
Zuwanderungswelle wuchsen viele jüdische Gemeinden deutlich an.
Neue Synagogen wurden gebaut, unter anderem in Bochum und
Gelsenkirchen. Anhand von Fotos und Interviews werden die
Lebensgeschichten der Zuwanderer vorgestellt, woher sie kamen
und aus welchen Gründen. Die Ausstellung ist bis Ende Mai zu
sehen

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 19.02.2010

Herne: Isenburg als Modell (16:33 Uhr) In einer Woche beginnt
im Archäologiemuseum in Herne die Mittelalterausstellung
?Aufruhr 1225 - Burgen, Ritter und Intrigen". Bei der bislang
größten Mittelalterausstellung im Ruhrgebiet spielt die
Isenburg eine wichtige Rolle. Ein Modell im Maßstab 1:50 wurde
heute aufgebaut. Das, was heutzutage nur noch als Ruine hoch
über der Ruhr bei Hattingen zu bewundern ist, zeigt der Nachbau
aus Gips und Holz in voller Pracht. Strahlend weiß und
beeindruckend groß erhob sich die Burganlage im frühen 13.
Jahrhundert auf dem Isenberg. Mit einer über einen Kilometer
langen Burgmauer zählte sie zu den größten Burganlagen des
Reiches. Nachdem Graf Friedrich von Isenberg im Jahr 1225 der
Mord am damaligen Kölner Erzbischof Engelbert zur Last gelegt
wurde, wurde die Isenburg dem Erdboden gleich gemacht. Das
Verbrechen an dem Kölner Erzbischof und wie er die Ruhrregion
veränderte, ist das Leitmotiv der Ausstellung "AufRuhr 1225."

Nachrichten aus OWL vom 19.02.2010

Wissenschaftstage in Paderborn (06:15 Uhr) Paderborn will sich
verstärkt als Forschungs- und Bildungsstandort profilieren.
Stadt, Universität und das Heinz-Nixdorf-Museums-Forum
organisieren gemeinsam die ersten Paderborner
Wissenschaftstage. Anfang Juli wollen sie mit Mitmach-Aktionen
Forschungsprojekte aus Schulen und Hochschulen präsentieren.
Schwerpunkte der Wissenschaftstage sind die
naturwissenschaftlichen Fächer und die Informationstechnologie.

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 16.02.2010

Rhein/Ruhr: Barrierefreie Kulturangebote sehr gefragt (17:30
Uhr) Immer mehr Behinderte, Senioren und Familien mit
Kinderwagen wollen wissen, in welche Theater, Museen oder
Konzertsäle sie problemlos gelangen können. Diese Beobachtung
machen die Lions-Clubs in Westfalen, die zur Kulturhauptstadt
eine Internetseite zur Barrierefreiheit erstellt haben. Rund
350 Menschen nutzen täglich die Internetseite
"Ruhr2010-barrierefrei", um sich über das Programm der
Kulturhauptstadt zu informieren. Mitinitiator Dirk Janczewski
begüßt, dass sich aus seiner Sicht immer mehr Veranstalter,
Gaststätten und Hotels im Kulturhauptstadtjahr um einen
besseren Zugang bemühen. Nachbesserungsbedarf sieht Janczewski,
der selber im Rollstuhl sitzt, jedoch beim Öffentlichen
Nahverkehr. So müssten die Verkehrsunternehmen einen Fahrplan
veröffentlichen, der genau angibt, wann barrierefreie Fahrzeuge
verkehren.

Nachrichten aus OWL vom 16.02.2010

Publikumserfolg für Kunsthalle Bielefeld (15:53 Uhr) Die
Impressionismus-Ausstellung in der Kunsthalle Bielefeld
entwickelt sich zum Publikumserfolg: Zwei Wochen vor dem Ende
der Schau haben fast 50.000 Besucher die Werke der 35 deutschen
Maler gesehen. Damit übertrifft die Schau die Erwartungen des
Museums nach Angaben einer Sprecherin bei weitem. Die 180 Werke
sind noch bis zum 28. Februar zu sehen. An den letzten drei
Tagen verlängert das Museum die Öffnungszeiten, um allen
Interessierten den Zugang zu ermöglichen.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 11.02.2010

Ausstellung zur Zoo-Geschichte (11:54 Uhr) Das Pferdemuseum im
Allwetterzoo in Münster hat eine Wanderausstellung zur
Geschichte des europäischen Zoos eröffnet. Sie zeigt unter
anderem 140 historische Objekte und Kuriositäten, die zum Teil
noch nie öffentlich zu sehen waren. Darunter auch der original
Film-Oscar, den Bernhard Grzimek für seinen Film ?Serengeti
darf nicht sterben? bekam. Bis zum 25. Juli ist die Ausstellung
geöffnet, erwartet werden mehr als 80.000 Besucher.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 09.02.2010

Museum stellt Silberschatz aus (17:14 Uhr) Das Landesmuseum für
Kunst in Münster zeigt von heute Abend an einen seltenen
Schatz. Bis Anfang Mai werden mehr als 230 Silbermünzen aus dem
11. Jahrhundert präsentiert. Drei Hobby-Archäologen fanden sie
in der Nähe von Lüdenscheid. Der Wert der Münzen liegt im
fünfstelligen Euro-Bereich.

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 08.02.2010

Bottrop: Industrie-Fotografie im Museum (08:30 Uhr) Im
Josef-Albers-Museum wurde gestern die zentrale Ausstellung der
Stadt Bottrop zum Kulturhauptstadtjahr eröffnet. Die
Fotoausstellung zeigt großformatige Bergwerke und Hütten des
Ruhrgebiets. Die Bilder haben Bernd und Hilla Becher ab den
60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gemacht. Die
Industriefotografie wird Bildern von vergleichbaren Anlagen in
Frankreich, Belgien und den USA gegenüber gestellt.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 30.01.2010

Tenhumberg-Preis verliehen (18:52 Uhr) Im Telgter Krippenmuseum
sind am Samstag die besten Arbeiten der Krippenausstellung des
vergangenen Jahres ausgezeichnet worden. Weihbischof Friedrich
Ostermann übergab die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung an
sieben Teilnehmer der Ausstellung, drei von ihnen stammen aus
Telgte und Steinfurt. Mit dem Preis würdigt das Krippenmuseum
jedes Jahr das Engagement und die Kreativität der Teilnehmer.

Nachrichten aus OWL vom 29.01.2010

Neue Ausstellung im MARTa Herford (17:08 Uhr) Das Museum MARTa
in Herford eröffnet am Freitagabend eine Ausstellung mit Werken
des österreichischen Künstlers Martin Walde. Mit 70
Installationen, Fotografien und Papierarbeiten präsentiert das
MARTa nach eigenen Angaben die bislang umfassendste Ausstellung
des Künstlers in Deutschland. 1997 hatte Martin Walde an der
10. documenta in Kassel teilgenommen.

Radionachrichten vom 29.01.2010

Ehrenamtskarte kommt in NRW gut an (12:50 Uhr) Die Ende 2008
gestartete Rabattaktion für ehrenamtlich engagierte Bürger
kommt in Nordrhein-Westfalen gut an.

Familienminister Laschet sagte in Düsseldorf, bereits 6.000
Menschen hätten die "Ehrenamtskarte Nordrhein-Westfalen"
erhalten. Inhaber der Karte können in rund 1.000 am Projekt
teilnehmenden Einrichtungen Vergünstigungen in Anspruch nehmen.
Das können Museen, Bibliotheken, Theater, Kinos, Schwimmbäder,
Volkshochschulen und Parks genauso sein wie Einzelhändler,
Apotheken oder Hotels.

Eine "Ehrenamtskarte" kann erhalten, wer mindestens fünf
Stunden pro Woche oder 250 Stunden pro Jahr ehrenamtlich ohne
Vergütung oder pauschale Aufwandsentschädigung nachweislich
tätig ist

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 27.01.2010

Dortmunder Busbahnhof zieht um (06:43 Uhr) Der zentrale
Dortmunder Busbahnhof wird im kommenden Jahr verlegt. Grund ist,
dass auf der Fläche des Busbahnhofs das Deutsche Fußballmuseum
entstehen soll. Die Stadtverwaltung will die Reisebusse deshalb
künftig auf der Nordseite des Dortmunder Hauptbahnhofs halten
lassen, statt wie bisher auf der Südseite. Die Stadtplaner
hatten zuvor 33 weitere Standorte diskutiert. Den Busbahnhof in
Dortmund nutzen jährlich rund 700.000 Fahrgäste.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 26.01.2010

Großes Interesse an Weihnachtsmuseum (17:04 Uhr) Das Projekt
"Sauerland - Weihnachtsland" ist auf große Resonanz gestoßen.
Die Sauerlandinitiativ hatte die Idee für ein Weihnachtsmuseum
im Dezember vorgestellt. 27 Vorschläge für einen entsprechenden
Standort sind bereits eingegangen. In dem Museum soll die
umfangreiche Weihnachtssammlung einer Familie aus Olpe
ausgestellt werden. Die Sauerlandinitiativ prüft jetzt alle
Immobilienvorschläge und sucht nach Finanzierungsmöglichkeiten
für das Projekt.

Nachrichten aus OWL vom 26.01.2010

Diskussion um Weserrenaissance-Museum (12:46 Uhr) Das
Weserrenaissance-Museum im Schloss Brake in Lemgo soll erhalten
bleiben. Dafür plädiert der Landesverband Lippe. Weitere Träger
des Museums, die Stadt Lemgo und der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe, hatten angekündigt, die finanzielle
Unterstützung ab 2011 einzustellen. Über neue Finanzkonzepte
soll im nächsten Monat diskutiert werden.

Nachrichten aus OWL vom 26.01.2010

Finanzkrise trifft Kultur in OWL (08:43 Uhr) Die Finanzkrise
erreicht die Kultur. Das Museum MARTa in Herford muss mit
100.000 Euro weniger im Jahr auskommen. In Werther wird der Bau
eines Museums für den Maler Peter August Böckstiegel verschoben,
weil der Kreis Gütersloh vor dem Jahr 2014 keine Zuschüsse
zahlen kann. Auch andere Einrichtungen befürchten Einschnitte:
So etwa das Theater Bielefeld. Die Stadt Bielefeld steckt in
der Haushaltssicherung, und alle zugesagten Zuschüsse werden
noch einmal geprüft.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 26.01.2010

Zeitplan für Museumsneubau (06:17 Uhr) Im April will der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe mit dem Neubau des
Landesmuseums in Münster beginnen. Bis dahin werde das alte
Gebäude an der Pferdegasse abgerissen. Das neue rund 48
Millionen Euro teure Museum soll 2013 offiziell eröffnet werden.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 25.01.2010

Aktives Museum Siegen zeigt "Stolpersteine" (11:45 Uhr) Im
Aktiven Museum Südwestfalen in Siegen ist die Ausstellung
"Stolpersteine im Kreis Siegen-Wittgenstein" eröffnet worden.
Grund ist der 65. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz. Der
Kölner Künstler Gunter Demnig erinnert mit den Stolpersteinen
an jüdische Mitbürger, die deportiert und ermordet wurden.
Allein in Siegen-Wittgenstein hat er 140 Stolpersteine verlegt.
Im Frühjahr sollen weitere hinzukommen. Bis zum 7. März zeigt
die Ausstellung an Beispielen den Werdegang Einzelner anhand
von Fotos, die sie in ihrer Umgebung, bei der Arbeit oder in
ihren Familien zeigen. Veranstaltet wird die Ausstellung von
der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit
Siegerland.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 23.01.2010

Sparvorschläge für Lüdenscheid (11:27 Uhr) Ein Gutachterbüro
hat Sparvorschläge für die Stadt Lüdenscheid gemacht. So
empfiehlt es, die Grundsteuer zu erhöhen, ebenso die
Elternbeiträge für Kindergärten und für Schulessen. Außerdem
sollten die Museen einen weiteren Tag geschlossen bleiben und
der Zuschuss fürs Tierheim gekürzt werden. Dadurch könnte die
Stadt jährlich 4,5 Millionen Euro sparen. Der Kämmerer erwartet,
dass Lüdenscheid bis 2015 mehr als 200 Millionen Euro Schulden
haben wird.

Nachrichten aus OWL vom 21.01.2010

20.000 Euro für virtuelles Museum (18:39 Uhr) Mit rund 20.000
Euro soll das virtuelle Museum der Stadt Halle weiter
unterstützt werden. Der Kulturausschuss hat Mittwochabend
beschlossen, die ehrenamtliche Initiative weiterhin zu fördern.
Sie sammelt historische Alltagsgegenstände von Haller Bürgern
und stellt sie im Internet vor. Das Online-Museum zeigt
Weltgeschichte anhand von persönlichen Erinnerungen, Uhren,
Maschinen, Fotos oder auch Erzählungen der Bürger.

Nachrichten aus OWL vom 21.01.2010

FH Bielefeld berät in Herford (09:26 Uhr) Die Fachhochschule
Bielefeld hat ein Beratungsbüro im Museum MARTa in Herford
eröffnet. Es soll den Technologietransfer zwischen der
Fachhochschule, den heimischen Unternehmen und dem Kreis
Herford unterstützen. Außerdem informiert das Büro im
Museumsgebäude über die Studiengänge der FH. Auch die
Hochschule Ostwestfalen-Lippe ist bereits mit einem Büro in
Herford vertreten.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 14.01.2010

Münster lockt Ruhr.2010-Touristen (13:13 Uhr) Ein spezielles
Nahverkehrsticket soll Touristen der Kulturhauptstadt in diesem
Jahr auch nach Münster locken. Für 48 Euro können zwei Personen
vom Ruhrgebiet aus zwei Tage lang nach Münster fahren. Sie
erhalten freien Eintritt im Friedenssaal und Ermäßigungen für
das Picasso-Museum und die Städtischen Bühnen.

Nachrichten aus OWL vom 20.01.2010

Bielefeld will Steuern erhöhen (13:38 Uhr) Die Stadt Bielefeld
will rückwirkend zum 1. Januar Steuern und Gebühren erhöhen, um
das erwartete Defizit von 150 Millionen Euro zu senken.
Oberbürgermeister Pit Clausen sagte heute, er rechne mit
Mehreinnahmen von mindestens 6,5 Millionen Euro. Vor allem
Grundbesitzer sollen deutlich mehr Steuern zahlen. Auch die
Eintrittspreise des Stadttheaters und einiger Museen sollen
steigen.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 14.01.2010

Gedenkstätte in Lünen geschändet (17:39 Uhr) In Lünen haben
Unbekannte eine Gedenkstätte für die Opfer der Kriege
geschändet. Nach Angaben der Stadt sind von dem Mahnmal im
Rathaus elf Bronze-Buchstaben gestohlen worden. Der materielle
Wert sei zwar gering, der ideelle Schaden jedoch groß, sagte
Stadtarchivar Fredy Niklowitz. Seit der Einweihung am 17. Juni
1962 werden an dem Mahnmal regelmäßig Kränze niedergelegt und
Gedenkveranstaltungen ausgerichtet.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 13.01.2010

Neue Kuratorin (14:35 Uhr) Das Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte in Münster hat heute die neue Kuratorin für
Gegenwartskunst, Melanie Bono, vorgestellt. Die 32-jährige
wechselte von der Direktorenstelle des Kunstvereins Aachen nach
Münster. Sie soll künftig moderne Kunst stärker in den
Vordergrund stellen. Neben ihrer Kuratorenstelle ist sie
gleichzeitig neue stellvertretende Direktorin des Landesmuseums.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 13.01.2010

Kein Energie-Gutachten für Hagener Museum (11:35 Uhr) Die Stadt
Hagen wird entgegen ersten Ankündigungen doch kein unabhängiges
Energie-Gutachten für das neue Emil-Schumacher-Museum einholen.
Baudezernent Thomas Grothe erklärte auf WDR-Anfrage, zunächst
solle der tatsächliche Energieverbrauch über einen längeren
Zeitraum beobachtet werden. Vorher könnten die zuständigen
Baufirmen nicht zur Verantwortung gezogen werden. Vor einem
Monat war bekannt geworden, dass der Museumskomplex mit rund 1,
5 Millionen Euro doppelt soviel Energiekosten verschlingt als
geplant. Daraufhin hatte die Stadt Hagen ein externes Gutachten
angekündigt.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 12.01.2010

Fast 30.000 Besucher im Sauerland-Museum (11:57 Uhr) Das
Sauerland-Museum in Arnsberg hatte im vergangenen Jahr fast
30.000 Besucher. Das ist im Vergleich zum Jahr 2008 eine
Steigerung um mehr als ein Drittel. Der Hochsauerlandkreis als
Eigentümer führt das auf die Sonderausstellung "Eine Reise
durch die Urzeit" zurück. Sie beschäftigte sich mit der
Entwicklung des Lebens in der Region. Dabei wurden unter
anderem Dinosauerier-Modelle gezeigt und Dino-Funde aus Brilon.

Nachrichten aus OWL vom 12.01.2010

Vier Bürgerbegehren in OWL (06:39 Uhr) In fünf Gemeinden der
Region gehen Bürger gegen Ratsentscheidungen vor. Sie wollen
mit Bürgerbegehren erreichen, dass strittige Themen neu
entschieden werden müssen. So will eine Initiative in
Augustdorf eine Freizeitanlage durchsetzen. In Herford wird ein
Bürgerbegehren gegen umstrittene Kunstprojekte des Museums
MARTa vorbereitet. Auch in Herzebrock-Clarholz, Paderborn und
Schloß Holte-Stukenbrock werden Unterschriften gesammelt.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 07.01.2010

Rock'n'Pop-Museum kooperiert (16:41 Uhr) An jedem Donnerstag
und Samstag gibt es ab heute Live-Musik in den Zügen zwischen
Gronau und Enschede. Hintergrund ist die neue Zusammenarbeit
des Rock- und Popmuseums Gronau mit der Enscheder Konzerthalle
Atak. Beide Veranstaltungsorte sollen so in der Grenzregion
bekannter werden. So soll es künftig auch gemeinsame
Veranstaltungen geben, etwa ein Techno-Event in Enschede am 23.
Januar.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 07.01.2010

Mehr Besucher in Museen (13:16 Uhr) Die Museen der Stadt
Lüdenscheid und das Museum für Gegenwartskunst Siegen
verzeichneten 2009 mehr Besucher als im vergangenen Jahr.
Publikumsmagnet in Lüdenscheid war die große
Preußen-Ausstellung aber auch die Kunstausstellungen waren gut
besucht. Insgesamt kamen 35.000 Interessierte in die beiden
Lüdenscheider Museen. Das Museum für Gegenwartskunst Siegen
zieht ebenso eine aufwärts strebende Bilanz. Hier besuchten
29.000 Interessierte die drei großen Themenausstellungen.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 06.01.2010

Kreis Unna will Haus der Moderne (10:41 Uhr) Der Kreis Unna
hält am Plan für sein "Haus der Moderne" fest. Noch steht die
Zusage des Sammlers Frank Brabant, dem Kreis seine exquisite
Gemäldesammlung für das Kunstmuseumsprojekt zu überlassen. Im
Januar beginnt der Umbau von Haus Opherdicke. Dessen
Obergeschoss soll mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket umgebaut
werden. Im November soll dort die erste Schau mit Werken aus
der Brabant-Sammlung zu sehen sein. Das Haus der Moderne ist
offizielles Projekt der Kulturhauptstadt Ruhr.2010.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 05.01.2010

Weniger Besucher im Freilichtmuseum Hagen (15:38 Uhr) Im
vergangenen Jahr besuchten weniger Menschen das Hagener
Freilichtmuseum als zuvor. Wie der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe mitteilt, kamen im vergangenen Jahr rund
138.000 Besucher. Das sind 15.000 weniger als im Jahr davor.
Damit liege das Westfälische Museum für Handwerk und Technik im
Bundestrend. In den übrigen 16 Museen des LWL seien die
Besucherzahlen hingegen stabil geblieben, darunter auch im
Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 04.01.2010

Stabile Museumsbesucher-Zahlen (14:05 Uhr) Im vergangenen Jahr
haben über 1,25 Millionen Menschen die 17 Museen des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe besucht. Damit sind die
Besucherzahlen gegenüber 2008 fast stabil geblieben. Großen
Zulauf gab es im Römermuseum in Haltern. Dort schauten sich
165.000 Menschen die Sonderausstellung zur Varus-Schlacht an.
48.000 Gäste interessierten sich für das Landesmusem für Kunst-
und Kulturgeschichte in Münster, das zurzeit umgebaut wird. Das
Museum für Naturkunde in Münster konnte seine Besucherzahlen
zum dritten Mal in Folge steigern.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 02.01.2010

MK führte Ehrenamtskarte ein (12:49 Uhr) Alle Städte des
Märkischen Kreises haben zum Jahresbeginn die Ehrenamtskarte
eingeführt. Der Kreis hat insgesamt 4.500 Karten herausgegeben
und an die einzelnen Städte verteilt. Ehrenamtlich Tätige
können die Karte bei ihrer Stadtverwaltung beantragen. Sie ist
eine Belohnung für ehrenamtliche Dienste und ermöglicht
Vergünstigungen bei kreiseigenen und städtischen Einrichtungen
wie Museen, Schwimmbädern und Büchereien.

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 31.12.2009

Hattingen: Live-Schalte zur Henrichshütte (09:33 Uhr)
Voraussichtlich drei Millionen Menschen werden heute am
Bildschirm dabei sein, wenn das ZDF in der letzten Stunde des
Jahres live aus dem Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
berichtet. Die Sendung feiert damit den Beginn des
Kulturhauptstadtjahres Ruhr 2010. Im Industriemuseum gibt es
unter anderem Ausschnitte aus dem Bochumer Musical Starlight
Express zu sehen.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 31.12.2009

Städte suchen Geldquellen (09:17 Uhr)

Die Städte des östlichen Ruhrgebiets suchen nach
Einsparmöglichkeiten und neuen Geldquellen. So sollen zum
Beispiel in der Dortmunder Stadtverwaltung vorerst keine neuen
Mitarbeiter eingestellt werden. Zudem werden die
Eintrittspreise für Zoo, Museen und den Westfalenpark
angehoben. Landesweit klagten die Städte über einen
Schuldenberg von insgesamt 18 Milliarden Euro und steigende
Sozialausgaben. Damit sei die Lage in Nordrhein-Westfalen im
Vergleich zum übrigen Bundesgebiet besonders dramatisch.

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 31.12.2009

Bochum: Stadt startet zeitig ins Kulturhauptstadtjahr (08:09
Uhr) Gut eine Woche vor der offiziellen Eröffnung in Essen
startet die Stadt Bochum bereits heute ins Kulturhauptstadtjahr
2010. Im Rahmen eines Festakts im Kunstmuseum wird um
Mitternacht die Lichtinstallation "Skyline" eingeschaltet. Ein
Knopfdruck pünktlich um 24 Uhr und der blaue Lichtbogen soll
erstrahlen. Das Kunstwerk aus Neonröhren umspannt auf 60 Metern
Länge die Fassade des Kunstmuseums Bochum. Die Arbeit des
französischen Künstlers Francoise Morellet ist Teil einer
Ausstellung zum 50-jährigen Bestehen des Museums, das zufällig
in das Kulturhauptstadtjahr fällt. Auch wenn sich wegen
Geldmangels Projekte wie das neue Konzerthaus in Bochum vorerst
nicht realisieren lassen, feiert die Stadt das
Kulturhauptstadtjahr. Das allerdings wird erst am 09. Januar
mit einem großen Fest auf dem Gelände der Zeche Zollverein
offiziell eröffnet.


INFO

LWL-Museumsamt für Westfalen
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Salzstr. 38
Erbdrostenhof
48133 Münster
Tel.: 0251-591-3296
Fax: 0251-591-3335
E-mail: manfred.hartmann at lwl.org
URL: http://www.lwl-museumsamt.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 25 10:26:03 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 25 Feb 2010 10:26:03 +0100
Subject: [WestG] [AUS] "Macht des Wortes": Ausstellung ueber Benediktiner,
Dalheim, April-Oktober 2011
Message-ID: 4B86503B.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 24.02.2010, 13:48


AUSSTELLUNG

"Macht des Wortes"
Ausstellung über Benediktiner 2011 in Dalheim

Wie der Benediktinerorden als europäischer Kulturträger das
Bild des Kontinents bis heute beeinflusst, zeigt das
LWL-Landesmuseum für Klosterkultur in Dalheim (Kreis Paderborn)
von April bis Oktober 2011 in einer Sonderausstellung unter dem
Titel "Macht des Wortes. Benediktinisches Mönchtum im Spiegel
Europas" .

Grundlage der Ausstellung ist die einzige noch weitgehend
vollständig erhaltene Sammlung eines deutschen
Benediktinerklosters, ergänzt durch bedeutende Leihgaben aus
ganz Europa. Gemeinsam ermöglichen sie eine Gesamtschau der
benediktinischen Kulturgeschichte von ihren Anfängen über die
Blüte- und Krisenzeiten in Mittelalter und Barock bis hin zu
Säkularisation (um 1800) und Gegenwart, hieß es am Mittwoch
(24.2.) im Kulturausschuss des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) in Münster.

Ob Theologie und Geistesgeschichte, Wissenschaft, Technik,
Architektur, Malerei oder Skulptur: Für "Macht des Wortes"
erforschten 45 Wissenschaftler aus dem gesamten
deutschsprachigen Raum die europäische Geschichte, Kunst und
Kultur des Benediktinerordens. Auf dieser Basis wurde eine
Besucher orientierte Ausstellung zusammengestellt, die auf
anschauliche Weise zeigt, wie die Idee Europas ausgehend von
seinen Klöstern Gestalt annahm - ein in diesem Umfang bislang
einzigartiges Projekt, das die außergewöhnliche Bedeutung des
benediktinischen Erbes für die abendländische Kultur zum
Ausdruck bringt.

Bedeutende Handschriften werden präsentiert, Abteilungen zur
sakralen Kunst des Mittelalters und des Barocks zeigen Gold-
und Silberarbeiten von Weltrang. Werke großer Meister wie
Anthonius van Dyck oder Peter Paul Rubens, Exponate der
Numismatik und kunstvoll gearbeitete naturwissenschaftliche
Instrumente zeugen von der nahezu enzyklopädischen
Sammelleidenschaft der barocken Klöster. Aufwändige
multimediale Inszenierungen schlagen den Bogen in die Gegenwart.

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des
LWL-Landesmuseums für Klosterkultur und des Benediktinerstifts
St. Paul (Kärnten).


INFO

Stiftung Kloster Dalheim.
LWL-Landesmuseum für Klosterkultur
Am Kloster 9
33165 Lichtenau
Tel.: 05292 . 9319-0
Fax: 05292 . 9319-119
E-Mail: kloster-dalheim at lwl.org
URL: http://www.stiftung-kloster-dalheim.lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 25 10:42:22 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 25 Feb 2010 10:42:22 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Goldene Pracht: Ausstellung im LWL-Landesmuseum und
inder Domkammer zeigt im Jahre 2012 mittelalterlicheKostbarkeiten
Message-ID: 4B86540E.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 24.02.2010, 13:18


AUSSTELLUNG

Goldene Pracht
Ausstellung im LWL-Landesmuseum und in der Domkammer zeigt im
Jahre 2012 mittelalterliche Kostbarkeiten

Die Ausstellung "Goldene Pracht" über mittelalterliche
Schatzkunst in Westfalen, ein Kooperationsprojekt des
LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, des Bistums
Münster und des Exzellenzclusters "Religion und Politik" der
Westfälischen Wilhelms-Universität, widmet sich in Münster vom
26. Februar bis 28. Mai 2012 erstmals den vielfältigen (kunst-)
historischen, sozialen, funktionalen und technischen Facetten
dieser bislang wenig bekannten Kostbarkeiten. Im Glanz von Gold,
Silber und Edelsteinen soll ein bedeutendes Kapitel
westfälischer Kunst- und Kulturgeschichte zu neuem Leben
erweckt werden, hieß es am Mittwoch (23.2.) im Kulturausschuss
des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

Die europäische Kulturlandschaft Westfalen verfügt über einen
besonders reichen Schatz an mittelalterlichen
Goldschmiedearbeiten. In den erblühenden Bischofs- und
Hansestädten dieser Region entstanden seit dem 13. Jahrhundert
Werke von hohem künstlerischen Rang: prächtige
Reliquienschreine und Reliquiare, aufwendig gestaltete
liturgische Geräte wie Kelche und Monstranzen, Kruzifixe,
Buchdeckel, Mantelschließen, weltlicher Schmuck und Ratssilber.
Einzigartig ist die große Anzahl figürlicher Arbeiten,
insbesondere vergoldeter Silberstatuetten, die meist wertvolle
Reliquien aufnahmen.

Hintergrund
So faszinierend diese Goldschmiedearbeiten sind, so wenig sind
sie im Bewusstsein der Öffentlichkeit gegenwärtig. Ein
wesentlicher Aspekt der religiösen und politischen Geschichte
Westfalens ist bislang kaum erschlossen, obwohl die Stiftung,
Inszenierung und Symbolik von Reliquiaren und liturgischen
Gerätschaften im Mittelalter eine entscheidende Rolle bei der
Identitätsbildung von Städten und geistlichen Territorien
spielte.

Die Ausrichtung einer Ausstellung im Museum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und der Domkammer in
Münster zu diesem Thema soll einen Beitrag zum besseren
historischen Bewusstsein und zur kulturellen Identität in
Westfalen leisten. Das Projekt möchte den fast ausgelöschten
Spuren einer herausragenden Kunstgattung in ihren vielfältigen
Facetten nachgehen und ein bedeutendes Kapitel westfälischer
(Kunst-) Geschichte für ein breites Publikum lebendig machen.

Bislang widmete man sich Werken der mittelalterlichen
Goldschmiedekunst überwiegend aus kunstwissenschaftlicher
Perspektive mit dem Ergebnis, dass diese Gattung dem
Kunsthandwerk zugeordnet wurde und neben der Tafelmalerei oder
der Skulptur ein Schattendasein führte. Zumeist fehlte die
Einbindung der Goldschmiedearbeiten in ihren historischen
Kontext, so dass ein umfassendes Verständnis ihrer vielfältigen
politischen, sozialen und symbolischen Bedeutungsebenen
verhindert wurde. Das Potential eines Zugriffs verschiedener
wissenschaftlicher Disziplinen auf diese herausragenden
materiellen Zeugnisse der mittelalterlichen Kulturgeschichte
wurde bislang nicht annähernd ausgeschöpft.

Die Zusammenarbeit zwischen dem LWL, dem Bistum Münster und dem
Exzellenzcluster "Politik und Religion" der Westfälischen
Wilhelms-Universität Münster (WWU)bietet nun die Chance, auf
diesem Gebiet durch innovative methodische Ansätze zu neuen
Ergebnissen zu kommen. Die Kompetenzen der drei beteiligten
Institutionen und der hier versammelten Wissenschaftler
verschiedener Disziplinen (Historiker, Kunsthistoriker,
Museumsfachleute, Theologen, Liturgiewissenschaftler,
Restauratoren u.a.m.) werden in einer für die Forschung an
Museen und Universitäten vorbildlichen Art und Weise
miteinander verknüpft.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 25 10:45:54 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 25 Feb 2010 10:45:54 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Von Brandgassen ueber Annette von Droste-Huelshoff
biszum Schweinemarkt: Mit der LWL-Denkmalrallye erleben
KinderStadtgeschichte
Message-ID: 4B8654E2.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 24.02.2010, 13:00


AKTUELL

Von Brandgassen über Annette von Droste-Hülshoff bis
zum Schweinemarkt:
Mit der LWL-Denkmalrallye erleben Kinder Stadtgeschichte

Spielend können Kinder der Jahrgangsstufen vier bis sechs in
Warendorf ab sofort Wichtiges aus der Stadtgeschichte lernen.
Die Stadtrallye, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL) gemeinsam mit der Unteren Denkmalbehörde, der Marketing
GmbH der Stadt Warendorf und dem NRW-Bauministerium entwickelt
hat, macht das möglich. Zusammen mit der Comic-Figur "Willi
Spürnase", der in Warendorf verkleidet als Gestütswärter des
Landesgestüts daher kommt, gehen die Kinder auf
Entdeckungstour zu Baudenkmälern. Indem sie die kniffligen
Fragen beantworten, erleben sie die Stadtgeschichte hautnah.

Die Kommunen und der LWL liefern das Wissen, das Land NRW
finanziert das Geschichtsprojekt mit Pfiff: "Um Zukunft
gestalten zu können, muss man die Vergangenheit kennen. Wer als
Kind erfahren hat, auf welche spannende Art Häuser Geschichte
vermitteln und wie die Baukultur unser Heimatgefühl prägt,
wird als Erwachsener die Chancen nutzen, die Denkmalschutz und
Denkmalpflege bieten", so Staatssekretär Günther Kozlowski.

Die Rallye führt die Kinder quer durch Warendorfs Innenstadt.
Unterwegs fragt Willi Spürnase sie beispielsweise, wann das
Haus des Architekten G.L Pictorius gebaut wurde, der das
Schloss Nordkirchen entworfen hat. Oder er will wissen, wie
Metzger früher genannt wurden. "Was hat das Gebäude "In den
Lampen1" mit der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff zu tun?",
lautet eine weitere Frage. Außerdem sollen die Kinder den
Giebel des 500 Jahre alten Gebäudes "Zum Schwanen" nachzeichnen,
im Modell der Stadt Warendorf zeigen, wo das Rathaus steht und
die Länge der alten Marienkirche messen.

Weitere Fragen führen die Kinder zu den Brandgassen an der
Emsstraße, zur Öl- und Walkmühle an der Mühlenstraße, zum
Mühlengebäude an der Kurzen Kesselstraße, zum Clubhaus der
Gesellschaft Harmonie, zum ehemaligen Laurentianum und zum
Brunnen auf dem Schweinemarkt.

"Die Rallyes eignen sich übrigens nicht nur für den Sachkunde-
oder Geschichtsunterricht, sondern auch für andere Gruppen oder
für Kindergeburtstage", so LWL-Denkmalpflegerin Dr. Bettina
Heine-Hippler, die die Denkmalrallyes entwickelt hat.

Die Klasse 6 d des Laurentianums hat die Warendorfer
Denkmalrallye am Mittwoch (24. Februar) in einem Probelauf
getestet. Die Kinder waren begeistert und verwundert über die
vielen Zeugen aus der Vergangenheit in ihrem Ort. "Es ist
wichtig, dass sich die Schüler nicht nur im engsten Umfeld von
ihrer Wohnung und der Schule bewegen, sondern dass sie die
ganze Stadt mit ihrer Geschichte kennenlernen. Dazu bietet die
Denkmalrallye eine gute und kindgerechte Möglichkeit", sagten
der stellvertretende Bürgermeister Klaus Artmann und
Baudezernent Oliver Knaup.

"Viele Kinder laufen einfach an den Denkmälern vorbei, ohne sie
wahrzunehmen. Mit der Denkmalrallye wollen wir ihnen die
Möglichkeit geben, sich intensiv mit der eigenen
Stadtgeschichte auseinander zu setzen und sie so unmittelbar zu
erleben", erklärt Heine-Hippler Dr. Holger Mertens vom LWL-Amt
für Denkmalpflege in Westfalen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Feb 25 11:56:42 2010
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 25 Feb 2010 11:56:42 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Stadtarchiv praesentiert das "Historische Foto
desMonats" Maerz: Nach 100 Jahren und einem Monat: Aus
Flenderwird Siemens
Message-ID: 4B86657A.84E1.00D6.0@lwl.org

Von: "Stadt Bocholt"
Datum: 25.02.2010, 11:03


AKTUELL

Nach 100 Jahren und einem Monat: Aus Flender wird Siemens
Stadtarchiv präsentiert das "Historische Foto des Monats" März

Als am 29. März 1910 die Firma "A. Friedrich Flender & Co.
Düsseldorf-Reisholz" in das Handelsregister des Königlichen
Amtsgerichts zu Bocholt eingetragen wurde, ahnte noch niemand,
dass dieses Unternehmen der Metallbranche in den kommenden
Jahrzehnten mit weltweit rund 6.700 Beschäftigten zu einem der
größten Arbeitgeber der bislang von der Textilindustrie
dominierten Stadt Bocholt werden würde.

Vier Monate zuvor, am 8. Dezember 1909, war der Düsseldorfer
Kaufmann Friedrich Flender (1876-1939) erstmals nach Bocholt
gekommen und mit dem Fabrikanten Franz Tangerding (1873-1957)
zusammengetroffen. Dessen Firma, Maschinenfabrik und
Eisengießerei Dieckmann & Tangerding, fusionierte schließlich
1910 mit dem Düsseldorfer Unternehmen (Werk I), und Tangerding
trat als persönlich haftender Gesellschafter bei Flender ein.

Seine Fabrik am Westend wurde Werk II. 1916 übernahm Flender
die Maschinenfabrik und Eisengießerei Hesselbein & Reygers an
der damaligen Sachsenstraße, das nun als Werk III zum
Unternehmen gehörte. Während der Wirtschaftskrise vereinigte
Friedrich Flender 1931 alle drei Werke an der Sachsenstraße, so
dass Bocholt nunmehr Hauptfirmensitz für die Produktion und den
Vertrieb von Getrieben und Antriebselementen aller Art wurde.
Sieben Jahre darauf kaufte Flender das Verwaltungsgebäude der
früheren Weberei Karstadt an der Kaiser-Wilhelm-Straße und
nutzte es als Bürohaus, 1941 kamen die Fabrikanlagen der
einstigen Maschinenfabrik Pieron an der Münsterstraße hinzu.

Das Foto zeigt das nunmehr neue Flender-Verwaltungsgebäude für
die kaufmännischen Abteilungen an der früheren Sachsenstraße.
Es wurde zwischen 1958 und 1960 gebaut und galt seinerzeit als
größtes und modernstes Bürohaus weit und breit. 1970 erweiterte
man es um eine weitere, 40-prozentige Nutzungsfläche. Seine
repräsentative Wirkung beeindruckt bis heute. Es steht inmitten
eines rund 63.000 Quadratmeter großen Areals, das durch
mehrmaligen Grunderwerb nach dem Zweiten Weltkrieg seinen
heutigen Umfang erreichte.

Der bisherige Firmeninhaber Dr. Flender verstarb 1969. Ihm zu
Ehren benannte man drei Jahre darauf die Sachsenstraße in
Alfred-Flender-Straße um. 1986 wurde die Flender GmbH in eine
Aktiengesellschaft umgewandelt. Im Jahre 2005 kaufte die
Siemens AG den Getriebehersteller und integrierte ihn als
Geschäftsbereich in ihre Firma. Mit der juristischen
Überführung von Flender in das Unternehmen Siemens im April
2010 endet schließlich die Geschichte des selbstständigen
Antriebsherstellers - nach einhundert Jahren und einem Monat.


INFO

Flender Verwaltungsgebäude
URL http://www.presse-service.de/medienarchiv.cfm?medien_id=87820