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From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jun 1 11:18:46 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 01 Jun 2007 11:18:46 +0200
Subject: [WestG] [AKT] "Wie westfaelisch isst Westfalen?" -
LWL-Volkskundler erforschen Essgewohnheiten
Message-ID: 46600096020000D6000332B4@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 31.05.2007, 11:55


AKTUELL

"Wie westfälisch isst Westfalen?" - LWL-Volkskundler erforschen
per Fragebogen Essgewohnheiten

In Westfalen hängt der Himmel bekanntlich nicht voller Geigen,
im "Westfälischen Himmel" wimmelt es vielmehr von Schinken und
Würsten. Kräftig und einfach ist die westfälische Küche, wenn
man dem gängigen (Vor-)Urteil glauben will. Doch sieht man sich
in Westfalens Städten um, reihen sich italienische
Pizza-Restaurants an griechische Tavernen und Asia-Lokale an
Dönerbuden. Andererseits gewinnt die regionale Küche und mit ihr
Lebensmittel aus der Region an Bedeutung, weil viele Menschen
sich gesund- und umweltbewusst ernähren wollen. Also: Wie
westfälisch isst Westfalen denn nun zu Beginn des 21.
Jahrhunderts? Antworten auf diese Fragen sucht die beim
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) beheimatete
Volkskundliche Kommission für Westfalen in einem
Dokumentationsprojekt.

Die LWL-Volkskundler haben einen Fragebogen entworfen, den man
auch im Internet (www.volkskunde-westfalen.de) beantworten kann
und suchen Menschen, die zu weiterführenden Interviews zu ihren
Essgewohnheiten bereit sind. "Die Tourismusbranche hat das Bild
der kräftigen und einfachen westfälischen Kost mit Schinken und
Schwarzbrot geprägt. Natürlich sind die Entwicklungen und Trends
der letzten 60 Jahre auch an Westfalen nicht spurlos
vorübergegangen, völlig selbstverständlich stehen heute Pasta,
Feta und Soja-Sauce in westfälischen Küchenschränken", so
Projektleiterin Sonja Böder. Auf der anderen Seite trügen
Interessenverbände aus Landwirtschaft und Gastronomie dazu bei,
dass Lebensmittel aus der Region an Bedeutung gewännen. Der
regionalen Küche werde eine identitätsstiftende Funktion
zugeschrieben, über die Nahrung solle eine Verbindung zwischen
den Menschen und ihrer Umgebung hergestellt werden, fügt
Christiane Cantauw, Geschäftsführerin der Volkskundlichen
Kommission, hinzu.

"Was und wie die Menschen im heutigen Westfalen nun wirklich
essen und welche Rolle die 'westfälische Kost' bei ihrer
Ernährung spielt, wollen wir mit diesem Projekt erforschen", so
die beiden Volkskundlerinnen beim LWL. Cantauw und Böder betonen,
dass Interessierte den Fragenbogen im Internet ganz einfach
ohne lästigen Papierkram ausfüllen können. Für weiterführende
Interviews suchen sie nicht nur Konsumenten, sondern auch
Erzeuger wie zum Beispiel Landwirte und Kornbrenner und
Vermittler wie Gastromome und Interessenverbände.

"Mit den Ergebnissen dieses Dokumentationsprojektes wollen wir
Antworten auf die Fragen finden 'Wie westfälisch isst
Westfalen?' Das ist für uns besonders reizvoll, da wir in
unserem Archiv zahlreiche persönliche Berichte vom Anfang des
20. Jahrhunderts rund um das Essen und Trinken gesammelt haben.
Auch im Rahmen des Projektes 'Mein 18. November' haben viele
Menschen in Westfalen etwas zu diesem Thema geschrieben. Wir
wollen unsere Dokumentation des Alltags in Westfalen ergänzen
und so auch zukünftigen Forschern Material zur Ermährung am
Beginn des 21. Jahrhunderts zur Verfügung stellen", erklärt
Prof. Dr. Ruth-E. Mohrmann, Vorsitzende der Volkskundlichen
Kommission. In den hundert Jahre alten Berichten spielen typisch
westfälische Nahrungsmittel wie Dicke Bohnen mit Speck übrigens
noch eine große Rolle.


INFO

Volkskundliche Kommission für Westfalen
Scharnhorststraße 100
48151 Münster
Tel.: 0251 83 24404
Fax: 0251 83 28393
E-Mail: voko at lwl.org
URL: www.volkskunde-westfalen.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jun 1 11:11:53 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 01 Jun 2007 11:11:53 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Veranstaltungen zur Ausstellung "Essen und Trinken
zur Hansezeit", 03./06./10.06.2007, Vreden
Message-ID: 465FFEF9020000D6000332A8@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Kreis Borken"
Datum: 01.06.2007, 09:36


AKTUELL

Drei Veranstaltungen befassen sich jetzt im kreiseigenen
Hamaland- Museum in Vreden mit der dortigen Sonderausstellung
"Eyn guot Speyß - Essen und Trinken zur Hansezeit":

Öffentliche Führungen am 3. Juni 2007
Vorführung des Films "Babettes Fest" am 6. Juni 2007
Musikalisch unterlegter Vortrag "Ohrenvergnügendes und
gemüthergötzendes Tafel-Confect" am 10 Juni 2007


Um die zur Zeit laufende Sonderausstellung *Eyn guot Speyß -
Essen und Trinken zur Hansezeit" rankt sich in den kommenden
Tagen ein besonderes Veranstaltungsprogramm im kreiseigenen
Hamaland-Museum in Vreden, Butenwall 4:

Am Sonntag, 3. Juni, werden um 14 Uhr und um 16 Uhr öffentliche
Führungen durch die Sonderausstellung angeboten. Gleichzeitig
findet an diesem Tag in Vreden der "Hansemarkt" statt, der auch
aus der Ausstellungsidee geboren wurde und vom Stadtmarketing
Vreden GmbH ausgerichtet wird. Von 13 Uhr bis 18 Uhr haben in
Vreden auch die Geschäfte geöffnet.

Am Mittwoch, 6. Juni, besteht um 19.30 Uhr die Möglichkeit, sich
im Museum einen cineastischen Leckerbissen anzusehen. "Babettes
Fest", nach einem Roman von Tanja Blixen unter der Regie von
Gabriel Axel verfilmt, gewann 1987 den Oscar als bester
fremdsprachiger Film. In der Hauptrolle besticht Stephane Audran
als Köchin Babette, die sowohl karge Breispeisen als auch ein
opulentes Festmahl anzurichten weiß.

Am Sonntag, 10 Juni, wird im Hamaland-Museum um 11 Uhr ein
etwas anderes Gericht serviert: "Ohrenvergnügendes und
gemüthergötzendes Tafel-Confect" lautet der Titel eines
Vortrages, in dem der Musikwissenschaftler Bernd Sikora aus
Vreden über Essen und Trinken in der Musik berichten wird. Essen
und Musik dazu werden seit der Antike erwähnt - kulinarische
Genüsse und Ohrenschmaus gehören offenbar zusammen.

Von höfischer Tafelmusik, bürgerlicher Konzertdarbietung zum
Kaffee bis hin zu Liedern über und bei Speis’ und Trank reicht
die uralte Verbindung von Koch- und Tonkunst. Beide sind sie
wichtige Kulturträger, und in wechselseitiger Betrachtung können
sich neue Perspektiven auftun: also einerseits das Thema der
Ausstellung aus musikalischer Sicht betrachtet, andererseits ein
kulinarischer Blick auf die Musik. Unterhaltsam und mit
köstlichen und geschmackvollen Musikbeispielen gewürzt geht es
im Vortrag von Bernd Sikora um tönende Kunst aus der Hansezeit
bis zur Klassik. Zu sehen ist die Ausstellung "Eyn guot Speyß -
Essen und Trinken zur Hansezeit" im Hamaland- Museum noch bis
zum 5. August. Geöffnet ist das Museum dienstags bis sonntags
von 10 Uhr bis 17 Uhr.


INFO

Hamaland-Museum
Butenwall 4
48691 Vreden
Te.: 0 25 64 / 39 18 0
Fax: 0 25 64 / 39 18 29
E-Mail: hamaland-museum at kreis-borken.de
URL: www.hamaland-museum.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jun 1 11:38:53 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 01 Jun 2007 11:38:53 +0200
Subject: [WestG] [AUS] LWL-Industriemuseum zeigt Ausstellung in
historischer Spinnerei, 19.08.-07.10.2007, Bocholt
Message-ID: 4660054D020000D6000332DE@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 31.05.2007, 15:38


AUSSTELLUNG

100 weiße Hemden für 100 Jahre Herding
LWL-Industriemuseum zeigt erstmals Ausstellung in historischer
Spinnerei

30 Jahre nach der Stilllegung öffnet der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) im Sommer erstmals die Tore der ehemaligen
Spinnerei Herding für Besucher. Zum 100. Geburtstag des Gebäudes
zeigt das LWL-Textilmuseum in Bocholt dort die Ausstellung "100
Jahre Herding - Kunst.Visionen.Geschichte" (19.8.-07.10.2007)
und stellt das eindrucksvolle Baudenkmal in seiner neuen
Funktion als Ort der Kultur vor.

Sieben renommierte Künstlerinnen werden textile Installationen
in den historischen Spinnsälen zeigen. Eine von ihnen ist
Christa Maria Kirch. Die Bocholterin plant ein "soziales
Kunstwerk" und spielt dabei mit dem Straßennamen "Hemdener Weg",
wo früher vor allem Textilarbeiter wohnten. Kirch, die vor
kurzem selbst in den Hemdener Weg zog, bittet ihre männlichen
Nachbarn um Leihgabe oder Spende weißer, klassischer Hemden.
"Gleich einem Festzug werden die gebügelten und gefalteten
Hemden im großen Spinnsaal als Straßenzug arrangiert. Die
Objekte, die vielfach aus Familien mit enger historischer
Verbindung zur örtlichen Textilindustrie stammen,
versinnbildlichen so die 100-jährige Geschichte des
Spinnereigebäudes", erklärte Christa Maria Kirch
bei der Vorstellung Ihres Projektes in Bocholt.

Die Ausstellung von Textilkunst und Textilgeschichte bietet
einen Vorgeschmack auf das große Potential des historischen
Komplexes "Herding", der neben Ausstellungsflächen in Zukunft
auch Räume für Veranstaltungen und Ateliers für kreative
Textiler bieten wird. "Unsere Vision ist es, in einem
gewachsenen Gebäudeensemble ein Museum zu integrieren, das
gestalterisch, didaktisch und denkmalpflegerisch nationalem wie
internationalem Standard genügt", erläutert Dirk Zache, Direktor
des LWL-Industriemuseums, zu dessen Verbund das Textilmuseum in
Bocholt gehört.

Wichtiger Bestandteil des Konzeptes ist die Schauproduktion. So
sollen in der Spinnerei Herding künftig wieder Fasern gesponnen,
gewebt und gefärbt werden. Die in den letzten 25 Jahren zusammen
getragene Sammlung bildet dafür die Grundlage. Sie gilt als
einzigartig auf dem europäischen Festland. Im Depot des
LWL-Industriemuseums befinden sich allein 300 Großmaschinen aus
allen Bereichen der Textilherstellung. Museumsleiter Dr.
Hermann-Josef Stenkamp: "Ob es sich um ein kostbares
Damastgewebe aus feinem 'Bielefelder Leinen', Möbelplüsch,
T-Shirts, Reißverschlüsse, Borten oder Etiketten handelt, vieles
könnte in Bocholt wieder im Schaubetrieb produziert in den
historischen Qualitäten verkauft werden."

Nach den Vorstellungen der Museumsmacher soll der authentische
Ort darüber hinaus Arbeits- und Präsentationsraum für Kreative
aus dem Bereich Kunst, Kunstgewerbe und Design werden - "eine
Baumwollspinnerei, in der auch die verschiedenen Fäden der
Kultur gesponnen werden und damit ein Netz weit über die Stadt
Bocholt hinaus entstehen lassen", schwebt Museumsdirektor Zache
vor.

Außerdem lernen Ausstellungsbesucher die Geschichte der
Spinnerei Herding und des Fabrikgebäudes kennen, dessen
Grundstein im Jahr 1907 gelegt wurde. Firmenchef Max Herding
baute damit seine 1870 gegründete Handweberei an der
Industriestraße zu einem zweistufigen Textilbetrieb mit großer
Weberei und eigener Spinnerei aus. Mit über 500 Beschäftigten
gehörte Herding in den 1950er Jahren zu den größten
Textilfabriken Bocholts. Vor drei Jahren konnte der LWL den
viergeschossigen Backsteinbau nach langen Bemühungen für die
Erweiterung seines bestehenden Textilmuseums in Bocholt kaufen.

Hemden-Leihgaben aus dem Hemdener Weg nimmt das LWL-Textilmuseum
bis zum 24. Juni (Di - So 10-18 Uhr) entgegen. Auf Wunsch werden
sie auch abgeholt.

Christa Maria Kirch - Biographisches

Ihr Studium der bildenden Kunst schloss Christa Maria Kirch mit
dem Diplom der Bildhauerei ab. Vor allem Konzeptkunst,
Installationen und die Entwicklung und Organisation von
interdisziplinären Projekten beschäftigt die vor kurzem nach
Bocholt gezogene Künstlerin. Mit Beiträgen ist sie seit 1998 bei
zahlreichen Ausstellungen in den Niederlanden und im Münsterland
vertreten. Sie ist Mitglied im KünstlerinnenForum Münsterland
und der niederländischen Künstlergruppe M Plus. Die Gründung des
Ahauser Kunstvereins "ArtHAUS e.V." geht auf ihre Initiative
zurück.


INFO

100 Jahre Herding - Kunst.Visionen.Geschichte
19.8.-7.10.2007

LWL-Industriemuseum
Textilmuseum in Bocholt
Ehemalige Spinnerei Herding
Industriestraße 6
46395 Bocholt

geöffnet Do bis So, 10-18 Uhr sowie nach Vereinbarung





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jun 1 11:45:17 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 01 Jun 2007 11:45:17 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Residenzbildung als Faktor beschleunigter
sozialer Mobilitaet im 16. Jhdt., 08.06.2007, Muenster
Message-ID: 466006CD020000D6000332EA@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Institut für vergleichende Städtegeschichte" uni-muenster.de>
Datum: 30.05.2007, 15:54


AKTUELL

Im Rahmen des Freitags-Kolloquiums im Sommersemester 2007
spricht Dr. Matthias Meinhardt, Halle/S. über:

Residenzkarrieren? Residenzbildung als Faktor beschleunigter
sozialer Mobilität im 16. Jahrhundert

Der Vortrag findet am 8. Juni um 17.00 Uhr c. t. im
Sitzungszimmer des Instituts für vergleichende Städtegeschichte,
Königsstraße 46, statt.


INFO

Institut für vergleichende Städtegeschichte - IStG - gGmbH
Königsstr. 46
48143 Münster
Tel.: +49/(0) 251 - 83 275 12
Fax: +49/(0) 251 - 83 275 35
E-Mail: istg at uni-muenster.de
URL: www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte








From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jun 1 11:54:47 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 01 Jun 2007 11:54:47 +0200
Subject: [WestG] [AUS] LWL-Freilichtmuseum Hagen zeigt neue
Dauerausstellung zur Textilveredlung, ab dem 03.06.2007
Message-ID: 46600907020000D6000332F6@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 31.05.2007, 15:56


AUSSTELLUNG

LWL-Freilichtmuseum Hagen zeigt neue Dauerausstellung zur
Geschichte der Textilveredlung

Das Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) eröffnet am Sonntag, 3. Juni 2007, die
neue Dauerausstellung in der Blaufärberei. Unter dem Titel "Papp,
Model, Indigo * Die Welt der schönen Stoffe" thematisiert das
LWL-Freilichtmuseum in drei kleinen Abteilungen die Geschichte
der Textilveredlung in den letzten 250 Jahren.

Obwohl Stoffe erst durch die mechanische und chemische
Behandlung der Textilveredlung tragbar und schön werden, ist
über diesen Bereich der Textilindustrie wenig bekannt, im
Gegensatz beispielsweise zu der eigentlichen Textilherstellung,
dem Spinnen und Weben. Die neue Dauerausstellung in der
historischen Blaufärberei des LWL-Freilichtmuseums Hagen widmet
sich den wahrscheinlich bekanntesten Veredlungstechniken, dem
Färben und Drucken sowie, als eine besondere Mischform dieser
beiden Verfahren, dem Blaudruck.

In der Museumswerkstatt werden auch heute noch in traditioneller
Weise Blaudrucke hergestellt. Um die Vorführungen einzurahmen,
erfahren die Besucher bei ihrem Rundgang durch das
Blaufärberhaus in der ersten Abteilung alles über das Handwerk
des Blaudrucks und seine charakteristischen Eigenschaften. Die
zweite Abteilung beschäftigt sich mit dem Stoffdruck. Hier sehen
die Besucher u. a. eine Stoffdruckmaschine aus dem Jahr 1891 als
Beispiel für eine frühe Form der Mechanisierung in dieser
Branche.

In der dritten und letzten Abteilung steht die Färberei im
Mittelpunkt, von ihren Anfängen als zünftiges Handwerk bis hin
zu den großen industriellen Textilveredlungsfabriken. Der
geografische Schwerpunkt der Ausstellung liegt dabei auf der
ehemaligen preußischen Provinz Minden-Ravensberg, dem Kern des
heutigen Ostwestfalens. Einen Eindruck von den Gebräuchen und
Sitten der Zünfte vermitteln eine Zunftlade der Fürstlich
Lippischen Privilegierten Schwarz- und Schönfärber von 1801
sowie ein silberner Willkomm-Pokal der Bielefelder Schön- und
Schwarzfärberzunft von 1828. Die Brücke in das 20. Jahrhundert
schlägt ein Musterbuch von vor 1939 mit Indigo-Blaudrucken des
Mindener Textilveredlers H. W. Küster.

Am Eröffnungstag bietet das LWL-Freilichtmuseum während des
ganzen Tages in der Blaufärberei den Workshop "Muster, Model und
Motive" für Kinder und Erwachsene an, dazu Vorführungen in der
Blaudruckwerkstatt sowie Führungen durch die Ausstellung. Bei
dem Workshop "Muster, Model und Motive" drucken Erwachsene und
Kinder direkt auf Stoff oder Papier mit Textilfarben. Dazu sind
mitgebrachte eigene Textilien, wie T-Shirts oder Tischdecken,
herzlich willkommen.


INFO

LWL-Freilichtmuseum Hagen
Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik
Mäckingerbach
58091 Hagen
Tel.: 02331 7807-0 Auskunft / Vermittlung
Fax: 02331 7807-120
E-Mail: freilichtmuseum-hagen at lwl.org

Öffnungszeiten:
01. April 2007 bis 31. Oktober 2007
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen
von 9 bis 18 Uhr, Einlass bis 17 Uhr
Häuserbesichtigung bis 17.30 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jun 4 10:07:06 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 04 Jun 2007 10:07:06 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Luxus und Dekadenz: Traumhaus fuer Lukullus und
Perlen fuer Fische, 16.08.-25.11.2007, Haltern
Message-ID: 4663E44A020000D600033505@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 04.06.2007, 08:56


AUSSTELLUNG

"Luxus und Dekadenz" Traumhaus für Lukullus und Perlen für
Fische

In welchem Luxus die anspruchsvollen Römer vor 2000 Jahren
schwelgten und wie sie ihren Reichtum in Szene setzten, zeigt
erstmals in Deutschland die neue Ausstellung "Luxus und
Dekadenz" mit 170 Exponaten, darunter zahlreiche Wandmalereien,
Goldschmuck und Marmorskulpturen. Der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) präsentiert die Schau über das römische
Leben am Golf von Neapel vom 16. August bis 25. November im
LWL-Römermuseum in Haltern am See. Die Ausstellung geht
anschließend nach Bremen, Nijmegen (Niederlande) und München.

Mildes Klima, atemberaubende Ausblicke, fruchtbares Ackerland
und Sonne satt - am Fuße des Vesuv ließ es sich gut leben. Das
wusste vor 2000 Jahren die römische Oberschicht zu schätzen und
ließ sich am Golf von Neapel in prunkvollen Stadthäusern und
Villen nieder, ein pompöser Luxus, der auch seinerzeit Kritiker
auf den Plan rief. Eine kleine Reihe zu den Themen der
Ausstellung gibt einen ersten Ausblick:

Traumhäuser am Meer für Lukullus und Co.

Stattliche Villa mit Meerblick - auch heute noch gilt eine
Immobilie mit solchen Eigenschaften als enorm reizvoll. Beim
Abendessen das Panorama genießen und den Sonnenuntergang
bewundern - derlei Aussichten begeisterten auch die antiken
Villenbesitzer am Golf von Neapel.

Entsprechend entwickelte sich die Region seit dem 2. Jahrhundert
vor Christus zu einem der beliebtesten Anziehungspunkte
vermögender Römer. Hier ließen sich reiche Kaufleute,
Geistesgrößen, Politiker und Kaiser nieder, um sich der Muße -
dem "otium" - hinzugeben.

Nero und Cicero etwa oder der für seine Genusslust bekannt
gewordene Feldherr Lucius Licinius Lucullus residierten
unmittelbar an der Küste, und für einen grandiosen Ausblick auf
das "mare nostrum" erschien ihnen kein Eingriff in die Natur zu
gewaltig: Berge abzutragen oder Baugrund für Villen im Meer
aufzuschütten, war am Golf von Neapel keine Seltenheit. Treffend
spöttelte der Dichter Horaz damals: "Den Fischen wird das Meer
durch riesige Uferbauten zu eng."

Perlen für die Fische

Schick war es damals auch, riesige Meerwasserbecken, "piscinae",
anzulegen, damit zu jeder Jahreszeit frischer Meeresfisch
kredenzt werden konnte. Die Becken wurden ins Meer hinein gebaut
oder durch Kanäle damit verbunden. Die Kosten für Bau und
Unterhalt machten die Fischzucht zwar unrentabel, doch die von
Cicero verspotteten Fischteichbesitzer frönten unbeirrt ihrem
exklusiven Hobby. Von dem antiken Redner Hortensius ist sogar
überliefert, dass er beim Tod einer seiner Muränen geweint haben
soll. Die Tierliebe seiner Gattin Antonia soll der Überlieferung
nach noch größer gewesen sein: Die Dame soll aus Zuneigung ihrem
Lieblingsfisch Perlenohrringe angelegt haben.

Heute sind viele der antiken Prachtbauten längst im Meer
versunken. Für die Ausstellung im LWL-Römermuseum tauchen sie
aber noch einmal auf: Umriss und Gestalt eines auf dem
Meeresboden liegenden Tricliniums etwa, eines luxuriösen
Speiseraums, werden die Besucher als 3D-Animation sehen. Wie die
mit Ohrringen geschmückte Muräne ausgesehen haben mag, enthüllt
die Ausstellung ebenfalls.


INFO

LWL-Römermuseum, Haltern
Weseler Straße 100
45721 Haltern am See
Tel.: 02364 9376-0
E-Mail: roemermuseum at lwl.org
URL: www.roemermuseum-haltern.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jun 4 10:15:37 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 04 Jun 2007 10:15:37 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Kaiserpfalz-Museum in Paderborn oeffnet wieder,
ab 04.06.2007, Paderborn
Message-ID: 4663E649020000D600033509@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 01.06.2007, 12:32


AUSSTELLUNG

Der Kaiser kehrt zurück Kaiserpfalz-Museum in Paderborn öffnet wieder

Nach dem Rückbau der Canossa-Ausstellung öffnet der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Montagnachmittag
(4.6.) das Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn wieder für die
Dauerausstellung. Die Ausstellung zur Pfalz Karls des Großen und
zum frühmittelalterlichen Westfalen wurde für insgesamt 110.000
Euro umgebaut und um eine neue Abteilung erweitert, die sich mit
dem reisenden König in einem Reich ohne Hauptstadt beschäftigt.

Einige Elemente der Canossa-Ausstellung konnten in die neue
Dauerausstellung übernommen werden. Im Museumsfoyer werden dem
Besucher nun aktuelle Grabungen der Paderborner Stadtarchäologie
präsentiert. In regelmäßigen Abständen werden hier in Zukunft
neue Funde und Erkenntnisse ausgestellt.

Im bisherigen Vorraum des Museums ("Kleine Aula") ist ab Montag
die Bedeutung der Pfalzen für den reisenden König, der mit einem
westfälischen Pferd unterwegs war, das Thema. Die Umritte durch
das Reichsgebiet waren ein wichtiges Instrument der
mittelalterlichen Herrschaft. Persönliche Kontakte waren
entscheidend und machten die Reisediplomatie in einem Reich ohne
Hauptstadt zu einem Muss für den Herrscher, der von der Westwand
der "Aula Regia", der großen Königshalle der Pfalz, auf die
Besucher herabblickt.

In der benachbarten Ikenbergkapelle zeigt eine didaktische
Präsentation sakrale Elemente des Königtums. Reichsschwert,
Reichskreuz, Reichsapfel, die Heilige Lanze, Zepter und der
Mantel des Heiligen Martin hat ein Münchener Kunstschmied
kunstvoll nachgebildet.

Im Zwischengeschoss des Museums werden weiterhin die
Pfalzgrabungen mit ihren Ergebnissen zur Pfalz Karls des Großen
im späten 8. und frühen 9. Jahrhundert gezeigt. "Die
Sachsenkriege Karls des Großen und die Christianisierung der
Region sind eng mit dem Pfalzort Paderborn verbunden und werden
am Ort des Geschehens - sozusagen am Tatort - im Museum gezeigt",
erläu-terte LWL-Chefarchäologin Dr. Gabriele Isenberg.

"Als Teil der LWL-Archäologie für Westfalen hat das Museum
weiterhin die Aufgabe, Westfalens Geschichte im Frühmittelalter
zu präsentieren", so Dr. Martin Kroker, kommissarischer Leiter
des Museums in der Kaiserpfalz. Darum würden im Untergeschoss
zum Beispiel frühmittelalterliche Gräberfelder mit den
Bestattungssitten und Ritualen der Bewohner Westfalens zwischen
dem 4. und 8. Jahrhundert gezeigt.

Ein anderer neugestalteter Schwerpunkt ist den Funden und
Ergebnissen zur Geschichte der Siedlung an den Paderquellen bis
zum Entstehen der mittelalterlichen Stadt Paderborn Ende des 12.
Jahrhunderts gewidmet. Kroker: "Eine beispielhafte Verknüpfung
des Museums mit der Stadtarchäologie, zu deren Finanzierung die
Stadt Paderborn einen wesentlichen Beitrag leistet." Die
Abteilung zu Meinwerk, Paderborns berühmtesten Bischof, ist um
ein großformatiges Modell der Stadt Paderborn im 11. Jahrhundert
erweitert worden.

Gestaltet hat die neue Dauerausstellung das Augsburger Büro
Christian Thöner und Partner, das nach Canossa nun ein zweites
Mal im Museum in der Kaiserpfalz gearbeitet hat.

Mit der neugestalteten Schausammlung werden auch die
museumspädagogischen Angebote deutlich erweitert. Mit einem
neuen, im Juni erscheinenden Prospekt, der auch an die Schulen
im Raum Paderborn verschickt wird, informiert das Museum die
Besucher.


INFO

Museum in der Kaiserpfalz
Am Ikenberg 2
33098 Paderborn
Tel.: 05251 1051-10
Fax: 05251 1051-25
E-Mail: kaiserpfalz at lwl.org
URL: www.kaiserpfalz-paderborn.de

Das Museum ist ausnahmsweise am Montag (4.06.07) im Anschluss an
die Eröffnungsfeier mit LWL-Kulturdezernent Prof. Karl Teppe und
Dompropst Dr. Wilhelm Hentze ab 14 Uhr für alle Besucher
geöffnet.

Von 14 bis 17 Uhr gibt es zu jeder vollen Stunde eine kostenlose
Führung durch die neue Dauerausstellung. Zu entrichten ist nur
der Eintrittspreis ins Museum.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jun 4 10:24:40 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 04 Jun 2007 10:24:40 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Kunstwerk der Skulptur-Biennale in Isselburg zu sehen
Message-ID: 4663E868020000D60003350D@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Kreis Borken"
Datum: 29.05.2007, 16:23


AKTUELL

"Wanderkapelle" von 2005 trifft auf Stadtturm aus dem
15. Jahrhundert
Kunstwerk der Skulptur-Biennale in Isselburg zu sehen

Der Stadtturm in Isselburg hat "Besuch" bekommen: Seit kurzem
steht dem ziegelroten Wehrgebäude aus dem 15. Jahrhundert die
silbrig glänzende "Wanderkapelle" aus dem Jahr 2005 gegenüber,
die der Künstler Rolf Wicker für die Skulptur-Biennale im Kreis
Borken entworfen hat. Das in seiner Form aufs Wesentliche
reduzierte Kunstwerk aus Stahl und Aluminium tritt auf dem
Wohnmobilparkplatz am Isselufer in vielfältiger Weise in
Kontrast zum gegenüberliegenden Wehrturm, der im 15. Jahrhundert
vom Klever Herzog als Teil der Stadtbefestigung erbaut worden
war.

Die "Wanderkapelle", die in Name und Form auf die im Münsterland
weit verbreiteten religiösen Kleindenkmale verweist, wurde vom
Künstler bewusst als mobile Skulptur geschaffen, damit sie an
unterschiedlichen Orten und in verschiedensten thematischen
Zusammenhängen aufgestellt werden kann. Interessierte können das
Kunstwerk beim Kreis Borken ausleihen.

Zur Geschichte des Isselburger Wehrturms:
Ursprünglich eine unbewohnte Bruchlandschaft, war Isselburg noch
1392 nur eine Teilsiedlung des Amtes Millingen. 1441, zu der
Zeit, als Gutenberg die ersten Bücher druckte, erhielt der Ort
die Stadtrechte. Eine Mauer mit vier Türmen und drei Toren
umschloss ein Gemeinwesen von 73 Häusern auf elf Morgen Land.

Der mächtige, 15 Meter hohe und mit bis zu 1,75 Metern starken
Mauern versehene Eckturm der klevischen Stadtbefestigung liegt
im Süd-Osten der Stadt Isselburg. In wehrtechnischer Hinsicht
war er damals mit seinen Schlüsselscharten, die den Einsatz von
frühen Feuerwaffen ermöglichten, auf dem modernsten Stand. Dort,
wo heute die gebrochene Eingangstür in den Turm führt, stieß im
Mittelalter die Stadtmauer an. Der alte, noch erhaltene
Hocheingang war ursprünglich nur über den Wehrgang der
Stadtmauer zu erreichen. Das hohe Erdgeschoss hatte bis auf eine
Schießscharte keine Öffnungen. In diesem Raum wurden vermutlich
Waffen, Munition und Proviant gelagert.

Für mittelalterliche Verhältnisse komfortabel ausgestattet war
dagegen das Turmgeschoss, das eine guterhaltene Wohn- und
Wachstube enthielt. In diesem Raum finden sich zwei
Fensternischen mit Sitzbänken, zwei Schießnischen, ein Wandkamin
und ein Austritt zu einem ehemaligen Aborterker. Die
Wächterstube war auf dauerhafte Bewohnbarkeit ausgelegt. Neben
den Schießnischen der Schlüsselscharten waren auch die
Fensteröffnungen mit quer eingelegten Prellhölzern versehen, um
bei Gefahr als zusätzliche Schießscharten zu dienen. Ähnlich wie
heute dürfte der Turm einst ein steiles Kegeldach besessen
haben.

Eine erste Instandsetzung erfuhr der Turm am Ende des 19.
Jahrhunderts, als ihm ein Zinnenkranz im Stil der damals
populären Neugotik aufgesetzt wurde. Im Zuge einer zweiten
Sanierung wurde der Turm zwischen 1965 und 1968 von seiner
burgenromantischen Zugabe befreit. Damals wurden die
Schießscharten originalgetreu erneuert und der Turm mit seinem
heutigen Kegeldach versehen. Eine historisch möglichst
authentische Inszenierung in der Turmstube erschließt
Besucherinnen und Besuchern durch Repliken von Möbeln, Waffen
und Geschirr die Lebenswelt des mittelalterlichen Türmers. Heute
dienen das Untergeschoss und das ausgebaute Kegeldach
wechselnden Ausstellungen.

Angesichts der innen wie außen reichlich erhaltenen
Originalsubstanz hat sich der Heimatkreises Isselburg e. V. mit
seinem Vorsitzenden Paul Biermann das Ziel gesetzt, den Turm als
wichtiges Geschichtszeugnis zu erschließen und somit der
Nachwelt zu erhalten. Um eine qualitativ hochwertige, sensible
und wissenschaftlich seriöse Sanierung zu bewerkstelligen, bezog
der Heimatverein frühzeitig Archäologen, Bauforscher und
Historiker in die Arbeit mit ein. Zum Gelingen des Projekts
trugen darüber hinaus die tatkräftigen Eigenleistung von
Vereinsmitgliedern sowie die finanzielle Unterstützung durch
Privatspender, die Stadt Isselburg, den Kreis Borken und die
NRW-Stiftung bei. 2006 erhielt der Heimatkreis Isselburg e.V.
für die Restaurierung des Stadtturms und der Errichtung der
historischen Schausammlung den "Felix-Sümmermann-Preis für
Denkmalpflege".


INFO

Weitere Informationen gibt es bei der Kulturabteilung des
Kreises unter der Telefonnummer 02861 / 82 13 50
URL: www.skulptur-biennale-2005.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jun 4 10:38:57 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 04 Jun 2007 10:38:57 +0200
Subject: [WestG] [AUS] "Gluecksbringer" im Stadtmuseum Guetersloh,
03.06-29.07.2007, Guetersloh
Message-ID: 4663EBC1020000D600033519@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Martin Wedeking"
Datum: 02.06.2007, 23:04


AUSSTELLUNG

Ausstellung "Glücksbringer" im Stadtmuseum Gütersloh
vom 3. Juni bis zum 29. Juli 2007

Ausstellungsanlass: Vor 125 Jahren, oder genauer am 26. Juli
1882 genehmigte die königliche Regierung zu Minden die Statuten
zur Gründung einer freien Innung der Schornsteinfeger im Bereich
des Regierungsbezirks Minden. Am 18. August 1882 wurde dann eine
erste konstituierende Innungsversammlung abgehalten und ein
Vorstand mit A. Brandt aus Bielefeld als Obermeister gewählt.
Dieses ist das Gründungsdatum und der Beginn einer interessanten
Geschichte der Schornsteinfegerinnung für den heutigen
Regierungsbezirk Detmold. In diesem Jahr jährt sich das
Innungsjubiläum zum 125. Mal und wird von den Innungsmitgliedern
mit einer Reihe von Veranstaltungen gefeiert. Neben einem
Festball für unsere Mitglieder gehen wir auch mit einer eigenen
Museumsschau an die Öffentlichkeit.

Rundgang durch die Ausstellung: Mit der Ausstellung
"Glücksbringer" im Stadtmuseum Gütersloh wollen wir unser
Handwerk im Wandel der Zeit präsentieren. Dabei blicken wir
zurück auf die Anfänge des Berufes mit seinen ursprünglichen
Kehrarbeiten, zeigen alte Werkzeuge und Ausrüstungsgegenstände,
Bilder, Fotos, Urkunden und Schriftstücke. Unsere Innung stellt
sich mit Innungslade, Traditionsfahne und Zunftgeschirr vor.
Erste Lehrbriefe, Befähigungsnachweise und Zeugnisse tragen den
Stempel mit den zwei Schultereisen und die Jahreszahl 1882. Die
Gestaltung von Meisterbriefen dokumentiert den jeweiligen
Zeitgeschmack und viele Zeichnungen und Drucke berichten vom
Schornsteinfegeralltag. Natürlich kommt auch das Glückssymbol
Schornsteinfeger vor: Es gibt Grußkarten zum Jahreswechsel,
sowie Schornsteinfegerfiguren- und Abbildungen in zig Varianten
zu bestaunen.

Der Schornsteinfeger als Umweltschützer: Den Einstieg in die
messtechnische Feuerstättenüberwachung dokumentieren wir mit den
ersten Mess- und Prüfgeräten: Zeiger- und Flüssigkeitszugmesser,
Handrußpumpen und Wirkungsgradschieber weichen nach und nach den
elektronischen Messverfahren. Auch den heutigen
Tätigkeitsfeldern der Schornsteinfeger wird ein großer Anteil
gewidmet. Aktuelle Grafiken verdeutlichen dabei die Ergebnisse
der Immissionsschutz- und Sicherheitsüberprüfungen.
Eindrucksvolle Fotos beweisen zudem die Notwendigkeit ständiger
Beratung und Kontrolle.

Moderner Energieexperte: Der Ausstellungsrundgang endet mit den
aktuellsten Angeboten der Glücksbringer. Etliche
Dienstleistungen rund um die Energieberatung, wie Gebäude- und
Solar-Check, Blower-Door-Prüfungen, Thermographie und die
Erstellung der Energieausweise werden gezeigt. Eine spannende
Geschichte, nicht nur für Glücksbringer.


INFO

Kontakt:
Dr. Rolf Westheider
Stadtmuseum Gütersloh
Kökerstraße 7-11a
33330 Gütersloh
Tel.: 05241/26685
Fax: 05241/29072
E-Mail: info at stadtmuseum-guetersloh.de
URL: www.stadtmuseum-guetersloh.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jun 4 11:00:33 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 04 Jun 2007 11:00:33 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Geschichtsblaetter des Kreises Coesfeld, 2006
Message-ID: 4663F0D1020000D60003351D@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 04.06.2007, 11:01


SERVICE: TOC

Geschichtsblätter des Kreises Coesfeld
Unser Kreis - Geschichte und Geschehen 2006
31. Jahrgang
2006
ISSN: 0723-2098


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=48



Seiten in Auswahl [AS]


S. 5-28
Ilisch, Peter
Beiträge zur Kirchengeschichte von Bösensell und Appelhülsen

S. 29-62
Nagel, Norbert
Zwei Inventare der St. Jakobi-Kirche in Coesfeld aus dem 15. und
16. Jahrhundert
Mit einem Nachtrag zum 'Handschriftencensus Westfalen'

S. 63-71
Pago, Ludwig
Aus der Geschichte der Burgkapelle in Rechede bei Olfen

S. 73-84
Schlutius, Hildegard
Gold und Silber, Samt und Seide
Die vornehme Kleidung eines hohen Adeligen in der Barockzeit

S. 85-89
Dickhoff, Erwin
Die Erhebung des Thurn und Taxissehen Reichspostmeisters
Hermann Ignatz Ham(m) in den erblichen Adelsstand

S. 91-103
Pago, Ludwig
Turbulenzen im preußisch-deutschen Kulturkampf

S. 105-136
Krüger, Gerd
Antisemitische Übergriffe 1923 - Schändung des jüdischen
Friedhofs 1928:
Überlegungen zu zwei vergessenen Ereignissen der jüngeren
Lüdinghauser Stadtgeschichte

S. 137-180
Hagenbruch, Karlheinz
Der Lebensabend jugoslawischer Generäle auf Schloss Varlar,
1948-1970

S. 181-190
Damberg, Norbert
Das "C", der Ochse und rot-gold -
Formen öffentlicher Repräsentation in Coesfeld zwischen
1930 und 1984

S. 191-194
Boer, Hans-Peter
Funde zur Geschichte der Glockengießer in Münster und ihre
Verbindungen nach Saarburg und Koblenz /
Familien Stocky und Mabilot

S. 195-200
Eichler, Joachim
Kreuzwegreliefs in Havixbeck

S. 201-217
Stephan, Elisabeth
Chronik des Kreises Coesfeld 2005/2006





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jun 5 11:29:43 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 05 Jun 2007 11:29:43 +0200
Subject: [WestG] [KONF] Kolonialherrschaft und Schriftkultur, 20.-22.06.2007,
Bielefeld
Message-ID: 46654927020000D600033687@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Uni Bielefeld"
Datum: 04.06.2007, 15:39


TAGUNG

Kolonialherrschaft und Schriftkultur
ZiF-Tagung zu Sprach- und Kulturkontakt in kolonialen
Diskurstraditionen Amerikas

Vom 20. bis 22. Juni 2007 findet im Zentrum für
interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld
unter der Leitung der Romanisten Barbara Job, Sebastian Thies
und Rosa Yañes Rosales (alle Universität Bielefeld) die 5.
Konferenz der Bielefelder InterAmerikanischen Studien statt.

Die Tagung beschäftigt sich mit den Zusammenhängen von
Kolonialherrschaft und Schriftkultur in den britischen,
spanischen, französischen und portugiesischen Kolonien in
Amerika. Ausgehend von einem erweiterten Textbegriff, der neben
Chroniken und Historiographien, Verlautbarungen der
Kolonialverwaltung, Texten aus dem Umfeld der Mission,
Grammatiken, Berichten von Naturforschern sowie überlieferten
Zeugnissen schriftlicher Alltagskommunikation insbesondere auch
den Einfluss graphischer Gestaltungsformen einschließt, soll das
Thema von einer Bandbreite an Fachdisziplinen erschlossen werden,
zu denen die Linguistik, die Literatur-, Bild- und
Kulturwissenschaft sowie die Sozial-, Kultur-, Politik- und
Religionsgeschichte und die Anthropologie zählen.


INFO

Kontakt:
Referat für Öffentlichkeitsarbeit der Universität Bielefeld
Pressesprecher Ingo Lohuis
Universitätsstraße 25
33615 Bielefeld
Tel.: (05 21)1 06-41 45/46
Fax: (05 21) 1 06-29 64
E-Mail: pressestelle at uni-bielefeld.de
URL: www.uni-bielefeld.de/presse





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jun 5 11:36:10 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 05 Jun 2007 11:36:10 +0200
Subject: [WestG] [KONF] Tagungsbericht: Vom Nutzen der Staedteatlanten,
26./27.02.2007, Muenster
Message-ID: 46654AAA020000D600033694@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Institut für vergleichende Städtegeschichte" uni-muenster.de>
Datum: 04.06.2007, 14:18


TAGUNGSBERICHT

Vom Nutzen der Städteatlanten.
Vier Jahrzehnte Atlasarbeiten in Europa

37. Frühjahrskolloquium
des Instituts für vergleichende Städtegeschichte IStG gGmbH
in Münster in Verbindung mit der
Atlas-Group der Commission Internationale pour lHistoire des
Villes, 26.-27. Februar 2007


Die Stadt ist als Forschungsobjekt in verschiedenen
wissenschaftlichen Disziplinen, der Geschichtswissenschaft
ebenso wie der Historischen Geographie und der Soziologie, aber
auch in der Kunst- und Literaturgeschichte, seit langem
etabliert. Das 1970 gegründete Institut für vergleichende
Städtegeschichte (IStG) in Münster ist eine der wenigen
Forschungseinrichtungen, in denen die vergleichende
Städteforschung mit multidisziplinärem Ansatz
institutionalisiert ist. Im Rahmen seiner alljährlichen,
international besetzten Frühjahrstagung hat das IStG in diesem
Jahr unter dem Titel Vom Nutzen der Städteatlanten. Vier
Jahrzehnte Atlasarbeiten in Europa eingeladen, eine Bilanz der
Arbeiten am Europäischen Städteatlas zu ziehen, an dem es von
Beginn an mit zwei Projekten, dem Deutschen Städteatlas /
Deutschen Historischen Städteatlas und dem Westfälischen
Städteatlas, beteiligt ist und die seit jeher einen Schwerpunkt
seiner Grundlagenforschung bilden.

Der von der Commission Internationale pour l Histoire des Villes
(CIHV) koordinierte Europäische Städteatlas wurde 1965 unter
maßgeblicher Initiative des Gründers und ersten Direktors des
IStG, Heinz Stoob, ins Leben gerufen. Ziel der Atlasarbeit ist
es, der Forschung europaweit historisches Kartenmaterial zur
Verfügung zu stellen, das, mit gleichen Maßstäben und nach
gleichen Richtlinien ediert, geeignet ist, als einheitliche
Quellengrundlage für vergleichende Studien besonders der
Siedlungsentwicklung zu dienen. Wichtigster Kern des
Kartenkanons der Städteatlanten ist der Grundrissplan (1:2500),
der als eine Neuzeichnung der ersten exakten und
parzellengenauen Vermessung, in der Regel aus den 1820er bis
1860er Jahren, in jedem Teilprojekt zur Verfügung gestellt wird.
Es handelt sich beim Europäischen Städteatlas damit um ein
Großprojekt, dessen konkrete Arbeit in Teilprojekten auf
nationaler oder regionaler Ebene geleistet wird. Die Vernetzung
der Bearbeiter und Herausgeber der verschiedenen Projekte und
die Diskussion der oft unterschiedlichen Ansätze, Methoden und
Probleme ist daher eines der Kernanliegen des IStG. Schon im
Vorfeld der Tagung waren deshalb in der Bibliothek des Instituts
die bisher erschienenen Atlasmappen, die hier von Beginn an
gesammelt werden und in wohl einzigartiger Vollständigkeit
vorliegen, für die Tagungsteilnehmer zur Information und
Benutzung ausgelegt. Neben der Sitzung des Beirates und des
Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte traf sich am
Rande der Tagung auch die Atlas-Sektion der CIHV zum Gespräch.

Nach einer kurzen Einführung des wissenschaftlichen Vorstands
des Städteinstituts, Peter Johanek, war der erste Tag in erster
Linie allgemeinen Beiträgen zum Thema gewidmet, während am
zweiten Tag einzelne Teilprojekte detailliert vorgestellt und
spezifische methodische Probleme diskutiert wurden. Anngret
Simms unterzog zunächst die Rezeption der Städteatlanten in den
verwandten Disziplinen einer kritischen Würdigung. Diese sei
trotz des sogenannten spatial turn in den Kulturwissenschaften,
der aktuellen Hinwendung zu Fragen des Raums, bisher nur in
geringem Maße erfolgt. Besonders gälte dies für die Archäologie.
Den Grund dafür suchte sie vor allem in der eigenen Disziplin,
die in der Frühzeit eine ihrer methodischen Prämissen allzu
unkritisch als Axiom akzeptiert habe: gemeint war die von Erich
Keyser und Heinz Stoob nachdrücklich vertretene These, dass der
in den Städteatlanten edierte Katasterplan des 19. Jahrhunderts
alle Phasen der Siedlungsentwicklung und auch die ursprünglichen
Siedlungskerne zeige. Die planmäßige Anlage von Städten, die im
Grundrissplan so oft feststellbar sei, täusche indes darüber
hinweg, dass die Entwicklung auch solcher Städte mit scheinbar
eindeutigem Grundrissbild oft kompliziert und mehrphasig
verlaufen sei. Der Grundrissplan gebe also lediglich den
Endpunkt einer Entwicklung wieder, wie z.B. die Ergebnisse der
archäologischen Forschung für Lübeck zeigten. Die Vorstellung
der älteren Forschung, dass ein Modellplan, der in Westeuropa
entwickelt wurde, bei der Anlage von Städten in andere
Landschaften, vor allem in Osteuropa und Irland, schematisch
übertragen worden sei, bedürfe einer Revision. Anhand der
Beispiele Oppole und Wroc?aw führte Simms eindrücklich vor, wie
unterschiedlich die Interpretationen des Wachstums dieser Städte
mit und ohne die Einbeziehung archäologischer Ergebnisse
ausfalle und plädierte nachdrücklich dafür, diese Art von
Quellen ebenso wenig unberücksichtigt zu lassen wie die
differenzierte Modellbildung der Archäologen.

Anschließend gab Howard Clarke einen konzisen Überblick über die
Methodik der Atlasarbeit nach den maßgeblich von Heinz Stoob
erarbeiteten Vorgaben der CIHV, die den Standard und gemeinsamen
Nenner der unterschiedlichen europäischen Städteatlasprojekte
darstellten. Dazu gehörten die Neuzeichnung der Karten der
ältesten exakten und parzellengenauen Vermessung der Stadt
(1:2500), meist in Vierfarbdruck, eine moderne Stadtkarte
(1:5000), eine interpretierende Karte, die die
Entwicklungsphasen der Stadt darstellt (1:2500 oder 1:5000),
Umlandkarten (1:25000), aber auch thematische Beikarten (z.B.
zur Sozialtopographie) und die Reproduktion von weiterem
Material (Altkarten, Luftbilder usw.). Dabei gemahnte er
ausdrücklich an die Komplexität der mentalen Prozesse, die mit
der Ver- und Entschlüsselung von Informationen in
kartographischer Form einhergingen, und die er mit dem
komplementären Begriffspaar construction und deconstruction
charakterisierte. Auch grundlegende Hindernisse der Atlasarbeit,
wie Probleme bei der Darstellung besonders großer Städte, den
großen Arbeitsaufwand, die Quellenüberlieferung und schließlich
die oft niedrigen Verkaufszahlen wurden angesprochen.

Im Rahmen des öffentlichen Abendvortrags skizzierte Ferdinand
Opll das Gesamtprojekt des Europäischen Städteatlas. Ausgehend
von der wachsenden Bedeutung der Stadt für das heutige Leben und
der Geschichte der Darstellung urbaner Räume in Bild und Karte
beschrieb er die wesentlichen Entwicklungsschritte des
Europäischen Städteatlas seit den Anfängen des Niedersächsischen
Städteatlas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und die
daran beteiligten Institutionen. Gewürdigt wurde dabei die auf
gemeinsamen Grundlagen aufbauende methodische und inhaltliche
Vielfalt der mithin in 17 Ländern arbeitenden Teilprojekte,
deren Publikationsvolumen die von Hektor Ammann ursprünglich
avisierten vierhundert Stadtmappen mittlerweile bereits
überschritten habe. Der Ausblick galt der Nutzung neuer
elektronischer Medien für die Publikation der Atlasarbeit und
dem künftigen Beitrag Ungarns für das Gesamtprojekt.

Am folgenden Tag gab Marc Hennessy einen Einblick in jene
Forschungsfelder, die die Städteatlanten für die Historische
Geographie eröffnen. Dabei ging es dezidiert nicht um die
Interpretation der kartographischen Quellen des 19. Jahrhunderts
im Hinblick auf die Morphogenese des Stadtgrundrisses von den
Anfängen seiner Entwicklung. Vielmehr stellte er die Frage, was
die Karten über die Zeit ihrer Entstehung, das 19. Jahrhundert,
aussagen können. Vor dem Hintergrund der Theorien P. Bourdieus,
M.R.G. Conzens und M. Foucaults zeigte Hennessy den im 19.
Jahrhundert zunehmenden staatlichen Einfluss, der sich auch auf
die Gestaltung der irischen Städte auswirkte und stellte
vergleichend Beispiele des Kontinents (Wroc?aw/Breslau,
Kaldenkirchen) gegenüber. Anhand einzelner Beispiele wie der
Kleinstadt Trim im ostirischen County Meath zeigte Hennessy die
verschiedenen Formen staatlicher Einflussnahme (ökonomisch,
kulturell, symbolisch, sicherheitstechnisch) auf die Entwicklung
der Städte und veranschaulichte die Auswirkungen des
zentralstaatlichen, von der Hauptstadt ausgehenden Engagements
mit dem Bau von Postgebäuden, öffentlichen Schulen, Gefängnissen,
Militäreinrichtungen, Wirtschaftsgebäuden usw. Am Beispiel
anderer irischer Städte (z.B. Downpatrick, County Down,
Nordirland) stellte er dar, wie ganze Stadtteile durch diese
staatliche Bautätigkeit neu geschaffen wurden und, dominiert von
den neuen Institutionen, sich nicht organisch mit der
bestehenden Stadt verbanden, sondern, additiv und separat,
Zusätze und Erweiterungen zu den bestehenden Strukturen
bildeten. In der anschließenden Diskussion wurde der Wert der
Städteatlanten als Quellenbasis für weiterführende Forschungen
dieser Art übereinstimmend sehr hoch veranschlagt. Erörtert
wurde auch, dass die vergleichbare Entwicklung auf dem Kontinent
bereits frühzeitiger als in Irland eingesetzt habe.

Das Referat von Derek Keene stellte mit dem British Atlas of
Historical Towns jenes Teilprojekt vor, mit dem die lange Reihe
von Atlas-Publikationen der CIHV im Jahr 1969 eröffnet worden
war. Erschienen sei bisher eine Auswahl an Städten
unterschiedlicher Typen (Burgstadt, Kathedralstadt, regionales
Zentrum), darunter auch die beiden Metropolen Glasgow und
London. Besonders der Fall London zeige die Probleme der
britischen Konzeption, zumal die Main Map (1:2500), die älteste
edierte Grundrisskarte, über acht einzelne Seiten des gebundenen
Werkes verteilt ist, was die Benutzung deutlich erschwere. Der
dem Atlas beigefügte Gazetteer, der die Informationen der Karte
aufschlüsseln soll, sei hier ebenfalls sehr umfangreich.
Allgemein sei die Quellenlage in Großbritannien, die auf dem
Ordnance Survey im späten 19. Jahrhundert beruht, nicht
einheitlich. Gelegentlich fehlten z.B. die Begrenzungen der
Besitzeinheiten, da die Karten nicht aus fiskalischen Gründen
angefertigt wurden. Die britischen Herausgeber planten, in den
folgenden Blättern in Bearbeitung sei derzeit Winchester den
Beikarten und Reproduktionen mehr Raum zu geben.

Aus seinen Erfahrungen in der Arbeit am Historischen Atlas der
polnischen Städte berichtete Roman Czaja über editorische
Probleme bei der Erstellung der Grundrisskarte (1:2500).
Zunächst erinnerte er an die unterschiedlichen Auffassungen in
der Frage, ob die Neuzeichnung der Grundrisskarte als kritische
Edition (E. Ennen) oder als Rekonstruktion (British Atlas of
Historic Towns) anzusehen sei und verortete die eigene Arbeit
eher im Bereich der Rekonstruktion. Die Quellenlage sei, bedingt
durch die historischen Teilungen des polnischen Staatsgebiets,
sehr uneinheitlich. Während im Norden und Westen die
Überlieferung der preußischen Katasterämter (ca. 1861-65) gut
sei, bereite aufgrund von zum Teil kriegsbedingten Zerstörungen
vor allem Ostpreußen erhebliche Schwierigkeiten. Das
Quellenmaterial befinde sich, wie Recherchen seit den 1990er
Jahren gezeigt hätten, zudem in ganz unterschiedlichen
Institutionen: in den Staatsarchiven, aber auch den kommunalen
Stellen oder in Museen. Für die polnischen Grundrisskarten, die
ohne Nummerierungssystem und Nachträge, aber unter Addierung von
Höhenlinien neugezeichnet werden, würden bisweilen auch
vorhandene vorkatasterzeitliche Karten verwendet, wie
beispielsweise die Flurkarten (1:500 bzw. 1:1000) für die Stadt
Elbla;g/Elbing. Während der Erhaltungszustand der Katasterkarte
in Malbork/Marienburg so schlecht sei, dass sie hier lediglich
als Grundlage für die Entwicklungsphasenkarte verwendet werden
konnte, sei die betreffende Karte für Schwetz in der Mitte des
19. Jahrhunderts ganz abhanden gekommen, so dass man sich mit
späteren Karten habe behelfen müssen.

Wie weit zurück reichen die Informationen, die der Katasterplan
liefert? Dieser Frage ging Katalin Szende in ihrem Vortrag nach.
Sie konnte deutlich machen, dass die in der Regierungszeit
Josephs II. (König von Ungarn 1780-90) begonnenen und im 19.
Jahrhundert fortgeführten Kartierungen in Österreich-Ungarn zwar
eine gute Ausgangslage für die Forschung bildeten, die Karten
aber nur in begrenztem Umfang vorhergehende Zeiträume
erschließbar machten. Anhand der Beispiele Sopron (Oedenburg),
Györ (Raab) und Buda ging sie speziell auf die Wichtigkeit der
archäologischen Forschung für die historische
Grundrissinterpretation ein. Die Grabungen der Archäologen,
besonders die Erforschung der Keller in der Stadt, hätten z.B.
gezeigt, dass oftmals die Hausgrundrisse des 18. und 19.
Jahrhunderts nicht mit den mittelalterlichen übereinstimmten.
Aber auch die Überbauung von Marktplätzen, die Niederlegung oder
Umwandlung von Teilen der Stadtbefestigung und andere
Veränderungen, wie die Verbreiterung oder Neuanlage von Straßen,
hätten häufig das Stadtbild zu stark verändert, als dass die
Grundrisspläne alleine sichere Rückschlüsse ermöglichen würden.
Sogar große und markante Teile der Bebauung, wie wichtige
Straßenverläufe oder Tore, seien erst durch die archäologischen
Untersuchungen bestimmbar geworden. Die anschließende, sehr
vielseitige Diskussion des Vortrags bestätigte die Ergebnisse
Szendes und erweiterte durch Fragen z.B. nach dem
Straßennamensystem, nach Art und Umfang der Einbeziehung von
Ergebnissen der historischen Bauforschung und der damit
verbundenen Problematik der zweidimensionalen Darstellungsweise
der Atlanten das Spektrum.

Mirela Slukan Altics Vortrag resümierte die bisherigen Wege der
kroatischen Atlasforschung und ihren aktuellen
Entwicklungsstand. Sie zeigte die Gestaltung und den Aufbau der
einzelnen Atlanten und machte auf die Vielzahl von Problemen
politischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Natur
aufmerksam, vor welche die historische Atlasarbeit in Kroatien
gestellt ist. Die gebundenen kroatischen Städteatlanten
bestünden zunächst aus einem äußerst umfangreichen Textteil mit
Bibliographie, in den thematische Beikarten zur physikalischen,
historischen oder ökonomischen Entwicklung und verschiedene
Verbreitungskarten, vor allem aber alte Fotografien, Postkarten
und Kartenreproduktionen eingearbeitet seien. Ziel sei hier
nicht nur die historische Analyse, sondern auch die
Bestandsaufnahme der in der Balkanregion besonders gefährdeten
historischen Bausubstanz im Sinne einer Denkmaltopographie.
Besonderes Augenmerk sei bei den Arbeiten auf interdisziplinäre
Forschung gelegt worden, vor allem auf die Einbeziehung der
Archäologie und die historische Bauforschung. Dem Textteil folge
dann der Kartenteil, in dem die kartographischen Quellen als
Farbreproduktionen, z.T. mit vergrößerten Detailaufnahmen,
wiedergegeben werden. Beigefügt seien hier Bildunterschriften in
Englisch, um auch der ausländischen Forschung die Benutzung zu
ermöglichen. Seit dem dritten Band sei zusätzlich die älteste
parzellengenaue Vermessung des Stadtgrundrisses nach den
Vorgaben der CIHV als loses Kartenblatt mit englischen
Straßennamen enthalten. Der zweite Teil des Vortrags zeigte
verschiedene Probleme der kroatischen Atlasarbeiten auf,
besonders die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und des
Balkankriegs in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Nicht
nur historische Bausubstanz, sondern auch historische Quellen
seien in großem Umfang vernichtet worden. Weitere gewichtige
Probleme seien die fehlenden oder nur sehr schlecht
dokumentierten archäologischen Ausgrabungen und die weite
Zerstreuung des schriftlichen Quellenmaterials, das oft in
verschiedenen Archiven anderer Länder zu finden sei.

Marjatta Hietala stellte die finnischen Atlasarbeiten, die als
Teil des 1973 ins Leben gerufenen Skandinavischen Städteatlas
erscheinen, in ihren forschungsgeschichtlichen Kontext und
erläuterte die wichtigsten Charakteristika dieses Projekts. Die
Arbeiten an dem Skandinavischen Städteatlas, der alle nordischen
Länder umfassen soll, seien mit dem Ziel begonnen worden,
Atlanten zu einer festen Anzahl von Städten aus jedem Land zu
publizieren. Die Umsetzung sei inzwischen unterschiedlich weit
gediehen, wobei lediglich Norwegen noch keinen Städteatlas
vorzuweisen habe. Im Weiteren stellte Hietala, hauptsächlich
anhand der drei bislang erschienenen finnischen Städte Turku,
Borgå und Kokkola und der aktuellen Bearbeitung von Helsinki,
die Charakteristika des skandinavischen Städtewesens und die
Besonderheiten der Bearbeitung dar. So seien die Städte fast
durchweg königliche Gründungen, relativ klein und fast
ausschließlich aus Holz errichtet. Nur wenige Beispiele reichten
mit ihrer Geschichte bis ins Mittelalter zurück, zudem sei jede
Stadt mindestens einmal durch Brand zerstört worden daher die
Entscheidung, auch Informationen über die Feuerverordnungen in
den Städten mit aufzunehmen. Von Beginn an habe, neben der
Bereitstellung der kanonischen Karten, besonderes Gewicht auf
der Arbeit an thematischen Karten zur Sozialtopographie und zur
Baugestalt der Häuser sowie auf Reproduktionen alter Fotografien
von Einzelobjekten gelegen.

Das Verhältnis zwischen der topographisch arbeitenden
Städteforschung und der archäologischen Stadtkernforschung wurde
in einem Doppelvortrag aus beiden Perspektiven dargestellt. Der
Historiker Peter Johanek bemerkte zunächst, dass der Höhepunkt
interdisziplinären Arbeitens allgemein und zwischen Archäologie
und Geschichtswissenschaft im Besonderen in den 1960er Jahren
gelegen habe, seither jedoch eine Stagnation eingetreten sei.
Johanek bezog zunächst die Position, dass der Grundrissplan
einer Stadt durchaus historisch interpretierbar sei und sein
Gesamtbild bzw. einzelne seiner Elemente bestimmten
Entwicklungsphasen zuzuordnen seien. Die Editionsarbeit der
Städteatlanten bilde dafür die Basis. Anhand der Beispiele
Warburg, Ulm, Rottweil und Paderborn hob er indes auch hervor,
dass die archäologische Forschung Interpretationen, die
lediglich auf dem Stadtgrundriss beruhen, habe revidieren
können. Es müsse daher in jedem Einzelfall geprüft werden,
inwiefern das Grundrissbild zuverlässige Aussagen ermögliche. Am
Beispiel der Marktplätze von Prag, C(eské Bude(jovice/Budweis
und Soest zeigte er sodann, dass die Interpretation von
Stadtgrundrissen aller verfügbarer Quellen bedürfe: So gäbe
lediglich eine Urkunde Karls IV. Auskunft darüber, dass der
Markt von Budweis im 14. Jahrhundert, da sich hier Marktbuden
verfestigt hatten, kein unbebauter Platz mehr gewesen sei,
während die archäologische Forschung zeigen konnte, dass der
Marktplatz von Soest seine heutige große Gestalt erst im 19.
Jahrhundert erhalten habe. Abschließend hob Johanek die
Vorreiterrolle des Westfälischen Städteatlas hervor, dessen
Blatt Höxter/Corvey von Historikern und Archäologen gemeinsam
erstellt worden sei. Die Archäologin Barbara Scholkmann betonte
in ihrem anschließenden Referat, dass die beiden Disziplinen die
gemeinsame Fragestellung nach der topographischen Entwicklung
von Städten aus unterschiedlichen Blickwinkeln bearbeiteten:
Während die Stadtarchäologie die Städte jeweils individuell
betrachte, gehe die Städteforschung vergleichend vor.
Grundsätzlich beurteilte sie die Städteatlanten positiv, schloss
sich dabei aber dem Urteil Johaneks an, dass genau überprüft
werden müsse, welche Elemente des Grundrissplans jeweils wie alt
seien. Ausführlich führte sie vor, in welcher Weise die neueren
archäologischen Grabungsergebnisse in Städten wie Braunschweig,
Freiburg/Breisgau, Lübeck und Tübingen die bisherigen
Interpretationen modifizieren konnten, die rein auf historischen
Quellen und Karten basierten. Für ihre Arbeit sei, über die
Benutzung von Städteatlanten hinaus, der Zugriff auf die
Originale der kartographischen Quellen unerlässlich.

Den Abschluss der Tagung bildete das Plädoyer Wilfried Ehbrechts,
verstärkte Anstrengungen zur Erstellung von Verbreitungskarten
zu unternehmen. Diese zentrale Aufgabe auch im Rahmen der
Städteatlanten zu verfolgen, sei zugunsten von
Einzelinterpretationen vernachlässigt worden. Dabei liege gerade
hier die Möglichkeit, Einzelergebnisse im Vergleich abzusichern,
miteinander in Beziehung zu setzen sowie, über die
Interpretation der Verbreitung, neue Fragestellungen zu finden.
Anhand der Leere der friesischen Küstenregion in älteren
Verbreitungskarten zur Stadtentstehung legte er anschließend dar,
wie typologische Vorentscheidungen das Kartenbild beeinflussen,
und schlug vor, in dieser Gegend nach einem bisher nicht
erfassten Stadttyp, der landesgemeindlichen Stadt, zu suchen.
Anhand der Arbeiten Heinz Stoobs, Carl Haases und Hektor Ammanns
erörterte Ehbrecht dann das methodische Problem der
Periodisierung von Stadtentstehungsschichten, wobei er sich
zugunsten der überregionalen Vergleichbarkeit für absolute
Zahlen im Jahrhundert- oder Halbjahrhundertrhythmus aussprach.
Bei den Darstellungsräumen und Maßstäben dagegen müssten aus
pragmatischen Gründen kleinräumige Lösungen akzeptiert werden.
Besonders ging er auf die im Institut für vergleichende
Städtegeschichte erarbeitete Kartenserie zur Stadtentstehung
ein. Als vielversprechende Möglichkeit, die den Karten zugrunde
liegenden Quellen und Belege zugänglich zu machen, wurden die
Vorteile elektronischer Datenbanken angesprochen, nicht ohne den
Hinweis, dass eine reine Internetpublikation mit ständig
aktualisierter Datenbank Gefahr laufe, die Vorläufigkeit der
Ergebnisse zu perpetuieren. Inhaltlich sei ein breites Spektrum
an Möglichkeiten auszuschöpfen (auch thematische Karten zu
Stadterweiterungen, Terminologie, Rechtssymbolen, Bürgerkämpfen
usw.). Defizite gäbe es vor allem noch in der Darstellung der
Stadt des 19. und 20. Jahrhunderts.

In der Schlussdiskussion wurde die Bedeutung der Städteatlanten
als eine städtegeschichtliche und städtebauliche Forschungs- und
Wissensgrundlage hervorgehoben und die quantitativen und
qualitativen Fortschritte der Arbeiten am Europäischen
Städteatlas betont. Noch einmal wurden der für die Atlasarbeit
grundlegende Dialog der unterschiedlichen Fachdisziplinen und
die damit einhergehenden Schwierigkeiten thematisiert. Auch die
Herausforderungen und Möglichkeiten, welche die neuen digitalen
Medien für die Arbeit an den Städteatlanten und ihre Publikation
bergen, wurden erörtert. Resümierend wurde festgehalten, dass
die in den Städteatlanten nach wissenschaftlichen Maßstäben
edierten historischen Karten in Zukunft neben morphogenetischen
Fragestellungen noch stärker auch als Quellen für die
Stadtgestalt des 19. Jahrhunderts heranzuziehen seien.


INFO

Institut für vergleichende Städtegeschichte - IStG - gGmbH
Königsstr. 46
48143 Münster
Tel.: +49/(0) 251 - 83 275 12
Fax: +49/(0) 251 - 83 275 35
E-Mail: istg at uni-muenster.de
URL: www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jun 5 11:43:23 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 05 Jun 2007 11:43:23 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Historisches Filmdokument macht den Schueleralltag
der 1930er Jahre lebendig
Message-ID: 46654C5B020000D6000336A8@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 05.06.2007, 10:36


AKTUELL

"Schule unterm Hakenkreuz"
Historisches Filmdokument macht den Schüleralltag der
1930er Jahre lebendig

Auf dem Stundenplan standen Deutsch und Rechnen neben
Rassenkunde und nationalpolitischer Erziehung; die Mädchen
lernten kochen, die Jungen schießen. Ein wiederentdecktes
Filmdokument aus dem sauerländischen Plettenberg eröffnet einen
Blick in den Schulalltag vor 70 Jahren und die Veränderungen,
denen Schule und Unterricht unter den ideologischen Vorgaben des
"Dritten Reiches" ausgesetzt waren. Der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) hat in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv
und dem Heimatkreis Plettenberg sowie dem Westfälischen
Schulmuseum Dortmund dieses Filmdokument jetzt als DVD für die
Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bei seiner Arbeit wurde das
LWL-Medienzentrum für Westfalen von der LWL-Kulturstiftung
unterstützt.

"Während über die Aktivitäten von HJ und BDM aus Westfalen eine
ganze Reihe von zeitgenössischen Filmdokumenten existieren, sind
Aufnahmen, die den Schulalltag der NS-Zeit dokumentieren, so gut
wie unbekannt", erläutert Dr. Markus Köster, Leiter des
LWL-Medienzentrums für Westfalen, den Wert der Filmbilder aus
der Martin-Luther-Schule Plettenberg.

Gedreht wurden sie von dem Fotografen und Amateurfilmer Ludwig
Müller (1900 -1972), dessen Tochter seit 1934 die Plettenberger
Volksschule besuchte. "Über mehrere Jahre hinweg", so
Stadtarchivarin Martina Wittkopp-Beine, "begleitete Müller, die
Schulzeit seiner Tochter mit der Kamera." Die Filme wurden
anschließend von ihm geschnitten und - weil sie stumm waren -
mit Texttafeln versehen.

Müllers Aufnahmen eröffnen einen unmittelbaren, anschaulichen
Einblick in den Schulalltag der 1930er Jahre. Dieser Alltag war
in hohem Maße von Maximen geprägt, die schon seit Kaisers Zeiten
galten: die Erziehung zu "Ruhe und Ordnung", zu
Pflichtbewusstsein und Disziplin, zu Sparsamkeit,
Lebenstüchtigkeit, Heimat- und Vaterlandsliebe. Zugleich
enthüllen die laufenden Bilder aber auch, in welchem Ausmaß
Schule und Unterricht in jener Zeit ideologisch beeinflusst und
deformiert wurden.

Eine Reihe von Zwischentiteln benennt explizit die
nationalsozialistischen Erziehungsvorgaben: die zentrale Rolle
der "Leibesertüchtigung" ebenso wie die der "Erb- und
Rassenlehre", die "wehrtechnischen Ziele" des Modellbaus und
auch die Einschwörung der Mädchen auf ihre Rolle als "deutsche
Hausfrau" und Mutter. Nicht zuletzt rücken Müllers Aufnahmen in
verschiedenen Sequenzen die Vorbereitung der jungen Generation
auf den Krieg ins Bild: Scheinbar harmlose Aktivitäten wie das
Sammeln von Kastanien "im Dienste des Vierjahresplanes" stehen
neben Schießausbildung und Luftschutzübungen. Und auch
ideologisch werden die Schüler durch die Behandlung von Themen
wie "Deutschtum im Ausland" und "Das Versailler Diktat" auf
Hitlers Kriegspläne eingestimmt.

"Für den Geschichtsunterricht bietet dieses außergewöhnliche
Filmdokument vielfältige Anknüpfungspunkte für eine lebendige
Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus", betont
Köster. "Das gilt um so mehr, als der Film über sein Thema eine
Brücke zur Lebenswelt junger Menschen schlägt und sie mit den
alltäglichen Schulerfahrungen damals Gleichaltriger vertraut
macht."

Unterstützt durch ein studentisches Projektteam um Claudia
Robbers, Thomas Groß, Sven Keinert und Jan Telgkamp hat das
LWL-Medienzentrum den ursprünglich rund 75 Minuten langen
Stummfilm für die DVD-Produktion gekürzt, unter thematischen
Gesichtspunkten geordnet und mit einem Kommentar versehen. Ein
umfangreiches Begleitheft zur DVD ergänzt den Film sowohl um
Hintergrundinformationen zum lokalen Entstehungskontext der
Aufnahmen als auch zur nationalsozialistischen Schulpolitik
insgesamt.

Am Donnerstag, 14. Juni, um 19 Uhr wird der Film im Rathaus zu
Plettenberg erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Unter dem Titel "Schule unterm Hakenkreuz" kann die DVD danach
zum Preis von 14, 90 Euro zuzüglich Versandkosten beim
LWL-Medienzentrum für Westfalen (medienzentrum at lwl.org) oder
direkt im Stadtarchiv Plettenberg erworben werden.


INFO

Schule unterm Hakenkreuz
Zeitgenössische Filmaufnahmen aus der Martin-Luther-Schule
Plettenberg
DVD, Film ca. 30 Minuten, schwarz/weiß, mit Begleitheft
14,90 EUR (zzgl. 2,60 EUR Versandkosten) bzw. 45,00 EUR
(mit dem Recht zum nichtgewerblichen Verleih und zur öffentlichen
Vorführung)

Bezug:
LWL-Medienzentrum für Westfalen
Fürstenbergstr. 14
48133 Münster
Fax: 0251 591-3982
E-Mail: medienzentrum at lwl.org

und
Stadtarchiv Plettenberg
Bahnhofstr. 103
Plettenberg





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jun 5 11:51:54 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 05 Jun 2007 11:51:54 +0200
Subject: [WestG] [AUS] "Ich integriere mich von fruehmorgens bis
spaetabends", 10.06.-05.08.2007, Petershagen
Message-ID: 46654E5A020000D6000336C1@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 05.06.2007, 11:43


AUSSTELLUNG

"Ich integriere mich von frühmorgens bis spätabends..."
Ausstellung "vom Wegmüssen und Ankommen" in der Glashütte
Gernheim

Menschen, die zwischen 1946 und heute in Westfalen angekommen
sind und einen neuen Anfang machen mussten, sind die
Hauptpersonen einer Ausstellung, die der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 10. Juni, um 16 Uhr in seinem
Industriemuseum Glashütte Gernheim in Petershagen (Kreis
Minden-Lübbecke) eröffnet.

Entwickelt hat sich die Ausstellung aus einer Kooperation des
Diakonischen Werks im Kirchenkreis Lübbecke e.V. mit dem Projekt
IdEAL des Deutschen Roten Kreuzes im Altkreis Lübbecke. Im
Mittelpunkt stand dabei die Begegnung von jugendlichen und
erwachsenen Zuwanderern, die in Interviews von ihrer Herkunft,
ihrer Ankunft und ihren Bemühungen um Neuorientierung
berichteten.

Jenseits des Begriffs von 'Menschen mit Migrationshintergrund',
der in der gesellschaftlichen Debatte vor allem im Zusammenhang
mit Problemen auftaucht, möchten die Ausstellungsmacherinnen -
die Bielefelder Fotografin Hermine Oberück und die Mindener
Kulturmanagerin Gertraud Strohm-Katzer - vor allem auf
Erfahrungen, Stärke, Mut und Energie der portraitierten Menschen
verweisen: Arbeitsmigranten, russlanddeutsche Zuwanderer und
Flüchtlinge sowie Heimatvertriebene kommen mit ihren ganz
persönlichen Aussagen und Einschätzungen zu Wort.

Eingebunden in das Themenjahr 'Mobilität' der Museumsintiative
in OWL machen die Fotoporträts und Texte nach Espelkamp und der
Glashütte Gernheim in den nächsten Monaten in der Altstädter
Nicolai-Kirche in Bielefeld, im LWL-Industrieumseum Ziegelei
Lage und im Stadtmuseum Gütersloh Station. Bei ihrer Wanderung
möchte die Ausstellung jeweils neue Porträts und Texte aufnehmen
und neue Aspekte des vielschichtigen Gesamtphänomens Zuwanderung
sichtbar machen. Dieses offen angelegte Ausstellungskonzept soll
verdeutlichen, dass auch der lokale Hintergrund eine Rolle dabei
spielt, ob und in welcher Form ein neuer Anfang gelingt.

"Nicht zuletzt bedeutet das für die Besucher der Ausstellung,
über den lokalen Bezug eine unmittelbare Verbindung herstellen
zu können", erläutert LWL-Museumsleiter Michael Funk. So sind in
der Glashütte Gernheim auch Porträts von Menschen aus der Region
Petershagen und Minden vertreten. Den musikalischen Rahmen der
Ausstellungseröffnung gestaltet die polnisch-deutsche Sängerin,
Autorin und Komponistin Maria Stocka.


INFO

"Ich integriere mich von frühmorgens bis spätabends"
Vom Wegmüssen und Ankommen
10. Juni bis 5. August 2007
LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim
Gernheim 12
32469 Petershagen
Geöffnet Di - So 10 - 18 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jun 6 10:54:50 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 06 Jun 2007 10:54:50 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Claudia Brack/Johannes Burkardt/Wolfgang
Guenther/Jens Murken (Hg.): Kirchenarchiv mit Zukunft
Message-ID: 4666927A020000D60003381B@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Murken, Jens"
Datum: 04.06.2007, 23:20


LITERATUR

Kirchenarchiv mit Zukunft. Festschrift für Bernd Hey zum 65.
Geburtstag

Der langjährige Leiter des Landeskirchlichen Archivs der
Evangelischen Kirche von Westfalen mit Sitz in Bielefeld,
Professor Dr. Bernd Hey, ist nach Vollendung seines 65.
Geburtstags Anfang Mai, zum 31.5.2007 in den Ruhestand getreten.
Von Mitarbeitern, Kollegen und Schülern wurde ihm zum Abschied
eine Festschrift mit dem Titel "Kirchenarchiv mit Zukunft"
dargebracht.

Über dreißig Beiträge zeichnen darin das breite
wissenschaftliche Interesse des Jubilars nach:
Regionalgeschichtliche Studien behandeln die westfälische
Geschichte vom 17. bis zum 20. Jahrhundert, kirchenarchivische
Abhandlungen erörtern die Bedeutung der Archive für das
kollektive Gedächtnis der Gesellschaft sowie der Archivbildner,
Berichte über praktische Anwendungsgebiete belegen ganz im Sinne
Heys die Bandbreite der Tätigkeiten und Wirkmöglichkeiten eines
"Kirchenarchivs mit Zukunft".

Inhalt:

S. 9
Präses Buß, Alfred
Grußwort

S. 11
Vorwort

S. 15
Reininghaus, Wilfried
Grenzen. Ein Problem der Landesgeschichte

S. 29
Vogelsang, Reinhard
Die Privilegien der Stadt und "des landes Nottdurft"
Bielefeld 1647-1666

S. 47
Althöfer, Ulrich
MBCH FECIT - Der Bielefelder Bildschnitzer Bernd Christoph
Hattenkerl und der Oerlinghauser Orgelprospekt von 1688

S. 59
Von Bülow, Vicco
"Nachricht vom Zustande der Evangelisch-Reformierten Kirche
von Schwerte". Verhandlungen über das Patronat im Jahr 1715

S. 69
Sunderbrink, Bärbel
Neue Wege gegen die Armut. Verordnete Modernität und
kirchliche Beharrungskraft im Königreich Westphalen

S. 81
Westheider, Rolf
Versmolder Grenzfälle. Religiosität und soziales Leben in
katholischer Nachbarschaft

S. 95
Günther, Wolfgang
Renitenz in Spenge. Über den kirchenbehördlichen Umgang
mit Abtrünnigen

S. 107
Möller, Eckhard
"Das größte Opfer *, das Missionare tragen und
bringen müssen". Das Gütersloher Missionarskinderheim Johanneum

S. 131
Stockhecke, Kerstin
September 1940: Die "Euthanasie" und die jüdischen Patienten
in den v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel

S. 143
Kampmann, Jürgen
"Die DC sucht das Ganze, die BK das Ihre".
Kirchenpolitische Gräben und Grabenkämpfe im Zweiten Weltkrieg
im Spiegel der Gelsenkirchener Bekenntniskreissynoden der Jahre
1941 und 1942

S.167
Burkardt, Johannes
Die 250-Jahrfeier der Church of the Brethren in Schwarzenau 1958
Ein ökumenisches Großereignis der Nachkriegszeit

S. 181
Will-Armstrong, Johanna
"Neue Aufgaben der Seelsorge" - Das Proponendum der
Evangelischen Kirche von Westfalen von 1958

S. 191
Werbeck, Wolfgang
Opel- und Ruhruniversität-Ansiedlung in Bochum und ihre Folgen
für die evangelische Ortsgemeinde

S. 203
Heinrich, Thomas
Vom beschränkten Sammeln - oder: Warum allgemeine Rücklagen
in verfasster Kirche unstatthaft sind

S. 213
Black-Veldtrup, Mechthild
Kirchenarchiv und Staatsarchiv

S. 217
Fleck, Beate Sophie
Evangelische Taufeinträge in einer katholischen Pfarrei im
Münsterland. Das Beispiel Olfen

S. 225
Otte, Hans
Feiern eines problematischen Anfangs? Das Beispiel des
Kirchenbuchamts Hannover

S. 245
Friedrich, Norbert
Gedächtnisorte der Mutterhausdiakonie - die Archive und
historischen Sammlungen in den Mutterhäusern und
ihre Bedeutung

S. 253
Stiewe, Martin
Vom Nutzen und Nachteil kirchlicher Archive für die Verkündigung
der Kirche

S. 261
Brack, Claudia
Die landeskirchliche Archivpflege in den Kirchengemeinden und
Kirchenkreisen

S. 269
Stüber, Gabriele
Strategien und Handlungsmuster einer pädagogischen Öffnung
kirchlicher Archive

S. 279
Wischhöfer, Bettina
Lernort Archiv - Lebendige Erinnerungskultur für die Zukunft?

S. 287
Thau, Bärbel
Das Johannesstift in Bielefeld als historischer Lernort

S. 297
Benad, Matthias
"Kommet her zu Mir Alle *". Eine kurze Führung
durch das religiöse Programm der Betheler Zionskirche

S. 315
Gläser, Brigitte und Hermannsen, Hans-Rudolf
* retten, was zu retten ist!

S. 317
Rickling, Matthias
Fünf Punkt Zwei - das Gersteinprojekt. Ein Archivbestand macht
Karriere

S. 333
Köster, Markus
Vom Nutzen des Spielfilms für die Geschichte

S. 345
Radkau, Joachim
Dreimal Siebenbürgen mit Bernd Hey. Auf den Spuren des
Exodus der Siebenbürgendeutschen

S. 369
Melzer, Johann
Bestimmungen und Vorschriften zur Benutzung des Ungarischen
Landesarchivs in Budapest Ende des 19. Jahrhunderts

S. 375
Stemann, Detlef und Wittland, Manfred
"Man muss die Probleme anpacken!" - Der Archivar als Handwerker.
Erfahrungen aus Magazinersicht

S. 379
Murken, Jens
"Ich weiß nicht, ob ich ein typischer Archivleiter bin".
Ein Interview mit Bernd Hey im Jahre 2003

S. 400
Ahnentafel Bernd Hey

S. 403
Bibliographie Bernd Hey

S. 413
Autorinnen und Autoren


INFO

Claudia Brack / Johannes Burkardt / Wolfgang Günther / Jens
Murken (Hg.): Kirchenarchiv mit Zukunft. Festschrift für Bernd
Hey zum 65. Geburtstag = Schriften des Landeskirchlichen Archivs
der Evangelischen Kirche von Westfalen 10
Verlag für Regionalgeschichte, Gütersloh, 2007.
ISBN 978-3-89534-700-9
Gebunden. 25 x 17 cm. 416 Seiten. 47 Abbildungen sowie 3
Zeichnungen von Volker Reiche, 29,00 €

Dr. Jens Murken
Landeskirchliches Archiv der EKvW
Altstädter Kirchplatz 5
33602 Bielefeld
Tel.: 0521/594158
Mail: jens.murken at lka.ekvw.de
URL: http://www.archiv-ekvw.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jun 5 14:06:34 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 05 Jun 2007 14:06:34 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Geschichte im Westen, Jahrgang 21/2006
Message-ID: 46656DEA020000D6000336F6@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 05.06.2007, 11:55


SERVICE: TOC

Geschichte im Westen
Zeitschrift für Landes- und Zeitgeschichte
Jahrgang 21
2006
ISSN: 0930-3286


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=40


Inhalt in Auswahl (AS)



S. 7-26
Lissner, Cordula
"An diesem Tag waren wir sehr glücklich."
Das Kriegsende 1945 im Exil

S. 27-42
Düwell, Kurt
Operation Marriage
Die Vereinigung von Rheinland und Westfalen 1946

S. 43-62
Henkel, Peter und Kühn, Andreas
"Befreiung vom preußischen Joch":
Die Rheinische Volkspartei 1945-1954

S. 63-79
Pilger, Andreas
Die Entdeckung der politischen Planung in Nordrhein-Westfalen
Entwicklung und Erprobung neuer Sichtweisen und Steuerungs-
konzepte durch die nordrhein-westfälische Landesregierung in
den 1960er Jahren

S. 81-124
Hitze, Guido
Medienpolitik à la NRW in den 1980er Jahren
Politische Reform zwischen Anpassungsdruck, Gestaltungswillen
und Machtkalkül

S. 125-153
Czapski, Holger
"Mut zur Verantwortung. Vom Generalstabsoffizier zum General-
direktor"
Wesentliche Ähnlichkeiten strategischer Führung in Armee und
Wirtschaft am Beispiel des Unternehmers
Dr. Egon Overbeck (1918-1996)

S. 155-171
Nonn, Christoph
Was ist und zu welchem Zweck betreibt man Landeszeitgeschichte?
Zu Problemen und Perspektiven einer Landesgeschichte der Moderne

S. 173-181
Schrader, Ulrike
Die "Stolpersteine" oder Von der Leichtigkeit des Gedenkens
Einige kritische Anmerkungen

S. 183-201
Lange, Erhard H. M.
Helene Weber (1881-1962)
Ein Frauenleben für die Politik





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jun 5 14:47:38 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 05 Jun 2007 14:47:38 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, 1/2007
Message-ID: 4665778A020000D600033712@lwlgwia.itz.lwl.org

on: "Alexander Schmidt",
Datum: 06.06.2007, 11:21


SERVICE: TOC

Südsauerland
Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe
1/2007
Folge 226

Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=88




Inhalt in Auswahl [AS]

S. 5-10
Haberhauer-Kuschel, Birgit C.
Bündnis für regionale Baukultur
Herbsttagung der Fachstelle Baufpflege in Attendorn

S. 11-32
Wolf, Manfred
Wenden und das Stift auf dem Berge sowie die Abtei zu Herford -
St. Severin zu Wenden

S. 33-46
Hermanns, Manfred
Sozial- und Wirtschaftsethiker Wilhelm Weber
Ein Lebensbild

S. 47-49
Rüenhauver, Rita
Dr. med. Gertrud Becker
Biographie einer außergewöhnlichen Ärztin

S. 50-53
Tröster, Peter
Heimatarbeit im Kreis Olpe
Ortsarchiv Oberhundem e.V. - Heimandkundlicher Verein für das
Kirchenspiel

S. 97-100
Tröps, Dieter
Neuerscheinungen des Jahres 2006
mit Nachträgen aus früheren Jahren





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jun 6 10:30:43 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 06 Jun 2007 10:30:43 +0200
Subject: [WestG] [AUS] "vom Wegmuessen und Ankommen" in der
Glashuette Gernheim, 10.06.-05.08.2007
Message-ID: 46668CD3020000D600033806@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 05.06.2007, 12:40


AUSTELLUNG

"Ich integriere mich von frühmorgens bis spätabends .."
Ausstellung "vom Wegmüssen und Ankommen" in der Glashütte
Gernheim

Menschen, die zwischen 1946 und heute in Westfalen angekommen
sind und einen neuen Anfang machen mussten, sind die
Hauptpersonen einer Ausstellung, die der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 10. Juni, um 16 Uhr in seinem
Industriemuseum Glashütte Gernheim in Petershagen eröffnet.

Entwickelt hat sich die Ausstellung aus einer Kooperation des
Diakonischen Werks im Kirchenkreis Lübbecke e.V. mit dem Projekt
IdEAL des Deutschen Roten Kreuzes im Altkreis Lübbecke. Im
Mittelpunkt stand dabei die Begegnung von jugendlichen und
erwachsenen Zuwanderern, die in Interviews von ihrer Herkunft,
ihrer Ankunft und ihren Bemühungen um Neuorientierung
berichteten.

Jenseits des Begriffs von "Menschen mit Migrationshintergrund",
der in der gesellschaftlichen Debatte vor allem im Zusammenhang
mit Problemen auftaucht, möchten die Ausstellungsmacherinnen -
die Bielefelder Fotografin Hermine Oberück und die Mindener
Kulturmanagerin Gertraud Strohm-Katzer - vor allem auf
Erfahrungen, Stärke, Mut und Energie der portraitierten Menschen
verweisen: Arbeitsmigranten, russlanddeutsche Zuwanderer und
Flüchtlinge sowie Heimatvertriebene kommen mit ihren ganz
persönlichen Aussagen und Einschätzungen zu Wort.

Eingebunden in das Themenjahr "Mobilität" der Museumsintiative
in OWL machen die Fotoporträts und Texte nach Espelkamp und der
Glashütte Gernheim in den nächsten Monaten in der Altstädter
Nicolai-Kirche in Bielefeld, im LWL-Industrieumseum Ziegelei
Lage und im Stadtmuseum Gütersloh Station. Bei ihrer Wanderung
möchte die Ausstellung jeweils neue Porträts und Texte aufnehmen
und neue Aspekte des vielschichtigen Gesamtphänomens Zuwanderung
sichtbar machen. Dieses offen angelegte Ausstellungskonzept soll
verdeutlichen, dass auch der lokale Hintergrund eine Rolle dabei
spielt, ob und in welcher Form ein neuer Anfang gelingt.

"Nicht zuletzt bedeutet das für die Besucher der Ausstellung,
über den lokalen Bezug eine unmittelbare Verbindung herstellen
zu können", erläutert Museumsleiter Michael Funk. So sind in der
Glashütte Gernheim auch Porträts von Menschen aus der Region
Petershagen und Minden vertreten. Den musikalischen Rahmen der
Ausstellungseröffnung gestaltet die polnisch-deutsche Sängerin,
Autorin und Komponistin Maria Stocka.


INFO

LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim
Gernheim 12
32469 Petershagen
Geöffnet Di - So 10 - 18 Uhr
Tel: 05707 9311-0
E-Mail: glashuette-gernheim at lwl.org
URL: www.glashuette-gernheim.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jun 11 10:24:55 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 11 Jun 2007 10:24:55 +0200
Subject: [WestG] [DID] Projekttag fuer Schulklassen: Auf den Spuren
von Taeterorten, 14.06.2007, Muenster
Message-ID: 466D22F7020000D600033B5B@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Stadt Muenster"
Datum: 08.06.2007, 10:46


DIDAKTIK

Projekttag für Schulklassen: Auf den Spuren von Täterorten

Einen Tag lang auf den Spuren von Münsters Stadtgeschichte mit
Führungen, Gesprächen und Ausstellungsrundgängen. Eigens an
Schulen richtet sich am Donnerstag, 14. Juni, ein gemeinsames
Angebot von Stadtmuseum und Villa ten Hompel. Es lädt vor allem
siebte und achte Klassen zu einem Projekttag rund um den Zwinger
an der Promenade ein.

Anlass ist die aktuelle Museumsausstellung über die die bewegte
Zwinger-Geschichte. Der Wehrturm war Teil der Stadtbefestigung,
später Rossmühle, Pulverlager, Gefängnis und Künstleratelier.
Und er war Ort von Unrecht und Gewalt. Vor allem die Jahre
1944/45, als die Gestapo den abgelegenen Innenhof für Folter und
Hinrichtungen missbrauchte, stehen bei diesem Projekttag im
Mittelpunkt.

An authentischen Täterorten lassen sich die Themen Zwangsarbeit
und NS-Diktatur besonders nachhaltig vermitteln. Zur Erinnerung
an die Opfer des Regimes werden Einzelschicksale ehemaliger
Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter vorgestellt. Führungen
und Gespräche vor Ort laden die Schülerinnen und Schüler zu
einer intensiven Spurensuche ein.

Zum Programm: Der Projekttag beginnt um 10 Uhr im Stadtmuseum
Münster mit einer Führung durch die Ausstellung "Der Zwinger in
Münster - Bollwerk, Kunstwerk, Mahnmal". Ein Rundgang durch das
mittelalterliche Bollwerk schließt sich an. Nächste Station ist
der Geschichtsort Villa ten Hompel am Kaiser-Wilhelm-Ring. Bei
einer Führung lernen die Schüler die ehemalige Schaltzentrale
der Ordnungspolizei im NS-Regime kennen. Mit einer
Abschlussdiskussion klingt der Tag der Spurensuche um 15.30 Uhr
aus.


INFO

Das Stadtmuseum nimmt unter Telefon 4 92-45 03 Anmeldungen für
diesen Projekttag entgegen. Weitere Terminvereinbarungen sind
nach Absprache möglich. Der Unkostenbeitrag beträgt 5 Euro pro
Teilnehmer.

Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
D-48143 Münster
Tel.: +49 (0)2 51/4 92-45 03
Fax: +49 (0)2 51/4 92-77 26
URL: www.stadt-muenster.de/museum
E-Mail: museum at stadt-muenster.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jun 11 10:30:56 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 11 Jun 2007 10:30:56 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Anfaenge staedtischer Schriftlichkeit
in Mitteleuropa, 15.06.2007, Muenster
Message-ID: 466D2460020000D600033B77@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Institut für vergleichende Städtegeschichte"
Datum: 06.06.2007, 14:54


AKTUELL

Im Rahmen des Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender
Städtegeschichte spricht am 15. Juni, um 17.00 Uhr c.t.

Dr. Tobias Herrmann, Marburg, über Beobachtungen zu den Anfängen
städtischer Schriftlichkeit in Mitteleuropa 1200 - 1400.
Der Vortrag findet im Sitzungszimmer des Instituts für vergleichende
Städtegeschichte (Königsstraße 46, 48143 Münster) statt.


INFO

Institut für vergleichende Städtegeschichte - IStG - gGmbH
Königsstr. 46
D-48143 Münster
Tel.: +49/(0) 251 - 83 275 12
Fax: +49/(0) 251 - 83 275 35
URL: istg at uni-muenster.de
E-Mail: www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jun 11 10:58:54 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 11 Jun 2007 10:58:54 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Das Glueck fliegt in der Luft, 10.06.-23.09.2007, Lage
Message-ID: 466D2AEE020000D600033B9F@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 06.06.2007, 12:30


AUSSTELLUNG

Das Glück fliegt in der Luft
Ausstellung zur Geschichte des Brieftaubensports
im LWL-Ziegeleimuseum

Zu fast jedem Zechenhaus gehörte früher ein
Taubenschlag. Heute sind die Rennpferde des kleinen Mannes aus
den Siedlungen vielerorts verschwunden. Im Ziegeleimuseum in
Lage hat der Brieftaubensport für drei Monate jetzt eine Heimat
gefunden: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
präsentiert unter dem Motto "Das Glück fliegt in der Luft" vom
10. Juni bis 23. September 2007 eine kleine Kulturgeschichte des
Brieftaubensports in Westfalen. Zum Begleitprogramm gehören u.a.
ein Wettflug, Treffen mit Züchtern, eine Versteigerung und
Vorträge, z.B. über "Doping im Taubensport".

"Laien kommen bei uns genauso auf ihre Kosten wie alte Hasen des
Taubensports", kündigt LWL-Museumsleiter Willi Kulke an. Die
Schau zeigt historische Fotos, Filme und zahlreiche Leihgaben
aus Vereinen. Interviews mit Züchtern vermitteln lebendige
Einblicke in den aktuellen Taubensport: In Westfalen hegen und
pflegen heute noch 25.000 Züchter rund drei Millionen Tiere.
Kenner lockt die Ausstellung unter anderem mit einer
hochkarätigen Sammlung von Konstatieruhren. Willi Kulke: "Diese
Stücke verdanken wir dem Uhrenindustriemuseum
Villingen-Schwenningen, mit dem wir eng zusammengearbeitet
haben". Die komplexen Messgeräte waren jahrzehntelang die einzig
gültige Instanz der Zeitermittlung bei Wettflügen. Heute erfolgt
die Auswertung mit Hilfe von Computern und Satellitennavigation.

Das Spektrum der Themen reicht aber vor allem in die Zeit zurück,
als Tauben die Rolle von Botschaftern, Nachrichtenübermittlern
oder sogar Spionen spielten. Wer weiß heute noch, dass die
Nachrichtenagentur "Reuters" einst mit einem
Brieftauben-Depeschendienst begann? Außerdem erfährt der
Besucher, wie der einmalige Orientierungssinn der Vögel
funktioniert oder warum Liebe und Leidenschaft eine wichtige
Rolle für die geflügelten Heimkehrer spielen.

Eine besondere Attraktion ist der "Stammtisch" als Mittelpunkt
des Züchteruniversums: Dort findet der Besucher historische
Fotos, Siegertafeln und Trophäen der Bochumer
Reisevereinigungen. Er erinnert daran, dass das Vereinslokal
stets eine besondere Bedeutung hatte: Die Züchter fieberten dort
den Ergebnissen der Wettflüge entgegen, fachsimpelten über
Zuchtgeheimnisse und Trainingsmethoden. "Brieftaubensport war
und ist eben immer noch eine gesellige Angelegenheit", so der
Museumsleiter.

Bereits seit den 1880er Jahren ist Westfalen ein Zentrum des
Brieftaubensports in Deutschland. Seinen Höhepunkt erlebte der
Volkssport in den 1960er Jahren mit mehr als 100.000 aktiven
Züchtern in Deutschland. Den rasanten Aufschwung hat der
Brieftaubensport vor allem zwei Faktoren zu verdanken: In den
Arbeiterkolonien boten Gärten und Dachböden ideale
Voraussetzungen für Taubenschläge. Auf der anderen Seiten hatte
so mancher junge Industriearbeiter die Hoffnung, bei den
Wettflügen das schnell Glück zu machen. Denn die Preisgelder
konnten bei erfolgreichen Züchtern durchaus den hart verdienten
Wochenlohn übersteigen.

Mit Unterstützung der Brieftauben-Reisevereinigung Lage/Lippe
ist es dem LWL-Museum gelungen für die Zeit der Ausstellung auch
einen Brieftaubenschlag auf dem Geländes des Museums zu haben.
Die Tauben werden dort brüten, ihre Jungen aufziehen und im
August/September auch zu Wettflügen starten. In der Ausstellung
können die Besucher auch die Schätze der
Brieftauben-Reisevereinigung Lage/Lippe bestaunen: Ein
Vereinsschrank des Militärbrieftauben-Liebhabervereins
Kriegspost Lemgo, die Pokalvitrine des Reisetaubenzüchtervereins
"Zur alten Hansestadt Lemgo" und den Wanderpreis des Vereins
"Lippische Rose" aus Lage von 1948.

Begleitend zur Ausstellung erwartet die Besucher ein
umfangreiches Programm:

10. Juni 11 Uhr Ausstellungseröffnung

10. Juni 15 Uhr Die Tauben kommen Einsetzen der Jungtauben in
den Taubenschlag auf dem Gelände des Museums. Die Tauben werden
in den nächsten 3 Monaten auf dem Gelände des Museums leben und
im Herbst auch an Wettflügen teilnehmen.

17. Juni 15 Uhr Die Tauben schlüpfen Die Brieftaubenpaare haben
18 Tage ihre Eier bebrütet. Die ersten Jungen sind bereits
geschlüpft. Mitglieder der Brieftaubenreisevereinigung
Lage/Lippe berichten über die Aufzucht der Tauben.

15. Juli 14 Uhr Brieftauben: Von Gesundheit und verbotenen
Mitteln Der Leiter der einzigen deutschen Taubenklinik, Dr.
Ludger Kamphausen, berichtet über die Gesunderhaltung und
Reisevorbereitung von Brieftauben. Dirk Zoland,
Dopingbeauftragter des Verbandes Deutscher Brieftaubenzüchter,
referiert über die Methoden des Nachweises von Dopingmitteln.

15 Juli 16 Uhr Auszug der Jungtauben Die im Museum geschlüpften
Brieftauben werden jetzt von den Mitgliedern der
Brieftaubenreisevereinigung Lage/Lippe von ihren Eltern zu den
anderen Jungtauben gesetzt. Jetzt sind sie Selbstversorger und
lernen das Fliegen.

22. Juli 10 - 17 Uhr Der Kabinenexpress macht Station Der
Kabinenexpress der Brieftaubenreisevereinigung Lage/Lippe ist
auf dem Gelände des Museums zu Gast. Die Mitglieder des Vereins
erklären den Aufbau und die Funktion und die Besucher können
sehen, wie die Tauben in den Wagen eingesetzt werden bevor sie
auf ihre große Reise gehen.

28. Juli 2007 14 - 17 Uhr Fliegende Holztauben Zusammen mit
Museumspädagoginnen Charlotte Gauss und Silke Schäfer basteln
die Kinder im Alter von 6 - 11 Jahren Brieftauben aus Sperrholz,
malen sie an und lassen sie anschließend in der Luft schweben.
Anmeldung erforderlich! Teilnahmegebühr inkl. Material 5,- Euro.

29. Juli 2007 15 Uhr Der erste Flug Die im Museum gebrüteten
Tauben können jetzt fliegen und starten zu ihren ersten Flügen
rund um das Museum. Mitglieder der Brieftaubenreisevereinigung
Lage/Lippe berichten über die Aufzucht und das weitere Leben der
Tiere.

12. August 2007 14 Uhr Von Flugrouten und großen Siegen Der
Brieftaubenexperte Eckhard Rüter berichtet über das
Orientierungsvermögen der Brieftauben auf ihrem Heimweg und die
Wahl ihrer Flugwege. Alfons Klaas, Gewinner beim "Million Dollar
Pigeon Race" im südafrikanischen Sun City und Hartwig Sieweke,
Sieger des "World Ace Chalenge Las Vegas" berichten über die
Teilnahme an internationalen Wettbewerben.

2. September 2007 14 - 16 Uhr Brieftaubenwettflug für Kinder Die
Kinder können die Brieftauben im Taubenschlag des Museums
begutachten und anschließend auf eine dieser Tauben setzen. Die
Tauben werden dann um 16.30 Uhr in 10 Kilometer Entfernung
freigelassen. Gegen 16.45 Uhr erwarten wir die Tauben wieder im
Museum. Wer auf die richtige Taube gesetzt hat, gewinnt einen
Preis.

15. September 2007 14 - 17 Uhr Fliegende Holztauben Zusammen mit
Museumspädagoginnen Charlotte Gauss und Silke Schäfer basteln
die Kinder im Alter von 6 - 11 Jahren Brieftauben aus Sperrholz,
malen sie an und lassen sie anschließend in der Luft schweben.
Anmeldung erforderlich! Teilnahmegebühr inkl. Material 5,- Euro.

16. September 2007 13 - 16 Uhr Der Brieftaubenpreisflug des
Industriemuseums Die Jungtauben, die seit dem 10. Juni auf dem
Gelände des Museums leben, starten zu ihrem ersten Wettflug und
werden heute Nachmittag in ihrem Schlag zurückerwartet.
Mitglieder der Brieftaubenreisevereinigung Lage/Lippe erläutern
bei der Ankunft der Tauben den Ablauf der Preisflüge und ihre
Auswertung.


INFO

LWL-Industriemuseum
Ziegeleimuseum in Lage
Sprikernheide 77
32791 Lage
Tel.: 05232 9490-0
E-Mail: ziegelei-lage at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jun 11 11:00:10 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 11 Jun 2007 11:00:10 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Hatte Oma eigentlich Respekt vor ihrer
Mutter? 10.06.-30.06.2007, Muenster
Message-ID: 466D2B3B020000D600033BA2@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Stadt Muenster"
Datum: 06.06.2007, 13:02


AUSSTELLUNG

Hatte Oma eigentlich Respekt vor ihrer Mutter? Jung und Alt in
der Geschichte: Stadtarchiv zeigt Wettbewerbsarbeiten aus 16
Schulen im Stadthaus

Hatte Oma eigentlich Respekt vor ihrer Mutter? Wie war das mit
dem heimlichen Rauchen am Lamberti-Brunnen? Waren die
Halbstarken früher wirklich so wild wie ihre provokanten
Klamotten? Wie spannend Themen der Vergangenheit sein können,
erlebten über 200 Schüler aus 13 Gymnasien, der Gesamtschule und
zwei Grundschulen Münsters. Sie beteiligten sich am Wettbewerb
"Jung und Alt in der Geschichte" um den Preis des
Bundespräsidenten. Die facettenreichen Einblicke zum Miteinander
und Gegeneinander der Generationen präsentiert das Stadtarchiv
in einer umfassenden Ausstellung im Foyer des Stadthauses.

Bundesweit gingen 1257 Beiträge bei der ausrichtenden
Körber-Stiftung (Hamburg) ein. Allein 103 kommen aus Münster.
"Damit machen unsere Nachwuchsforscher dem Ruf Münsters als
heimliche Hauptstadt des Wettbewerbs alle Ehre", freut sich
Schuldezernentin Dr. Andrea Hanke. Die Ausstellung zeigt in
Textauszügen und Abbildungen alle Arbeiten - unabhängig von
Preisen und Plätzen. "Wir wollen den beharrlichen Fleiß, das
Durchhaltevermögen und den hohen Anspruch aller Schülerarbeiten
würdigen", so Dr. Hanke.

Von September 2006 bis Februar 2007 gingen die Kinder und
Jugendlichen in und um Münster auf Spurensuche. Forschten zu
Themen in ihren eigenen Familien oder zu Ereignissen der
Stadtgeschichte. In Archiven, Bibliotheken, Behörden oder im
privaten Umfeld. Da hieß es Dokumente aufstöbern, Zeitungen
durchforsten, Bücher wälzen, Briefwechsel auswerten. Und vor
allem: Gespräche und Interviews führen. Kerstin Harden zum
Beispiel befragte für ihren Beitrag Oberbürgermeister Dr.
Tillmann sowie einige Politiker.

Stadtarchiv als hilfreiche Anlaufstelle

Hilfreiche Anlaufstelle war das Stadtarchiv, das den Wettbewerb
seit Jahren unterstützt. Dort gab es Tipps für Schüler (und
betreuende Lehrer) und nicht zuletzt mit den Archivschätzen
einen reichen Recherchefundus. "Aus der Stadtgeschichte fanden
die 68-er Jahre besonderes Interesse", berichtet Roswitha Link.
"Schülerarbeiten spiegeln die Proteste der Studenten vor dem
Schloss oder die Blockaden der Busse in Münster".

Immer wieder spiegeln die Arbeiten Gespräche zwischen Jung und
Alt, die es ohne den Wettbewerb nicht gegeben hätte. Die
Großeltern von Frederik Schroers griffen nach den Interviews zu
Stift und Papier. Sie schrieben lange Briefe an ihre Enkelkinder
mit vielen Details aus ihrem Leben, über die sie bisher nicht
gesprochen hatten. Über das Verhältnis zwischen Großvater und
Urgroßvater von Charlotte Post wurde in der Familie nur wenig
erzählt. Das reizte die junge Spurensucherin. Mit Hilfe von
Familienunterlagen und anderen Dokumenten erforschte sie diesen
Generationskonflikt. Sarah Tellers wiederum formulierte am Ende
ihrer Recherchen einen fiktiven Dialog mit ihrer
Ur-Ur-Großmutter. Er klingt so lebendig und echt, als hätte es
ihn tatsächlich gegeben

Feierstunde im Rathaus am 10. Juni

Roswitha Link: "Auch wenn die meisten der jungen Spurensucher am
Ende der sechs Monate gestresst und völlig erschöpft waren,
überwiegt jetzt der Stolz auf das fertig gestellte Werk.
Eigenständiges Forschen ist eben doch etwas anderes als der
normale Schulunterricht". Das muss gelobt und gefeiert werden:
Am 10. Juni um 17 Uhr empfängt die Stadt ihre Jungforscher im
Rathausfestsaal. Dabei wird auch die Ausstellung der 103
Beiträge aus Münster offiziell eröffnet.

Wie geht es im Wettbewerb weiter? Alle Arbeiten, die einen
Landespreis erhalten haben, gehen auf Bundesebene an den Start
und werden erneut begutachtet. Am 31. Oktober gibt
Bundespräsident Horst Köhler die Bundessieger bekannt. Auch hier
erwies sich Münster immer wieder als heimliche
Wettbewerbshauptstadt.


INFO

Ausstellung "Miteinander - Gegeneinander? Jung und Alt in
der Geschichte". Schülerarbeiten um den Wettbewerb des
Bundespräsidenten.
Foyer Stadthaus 1
Klemensstraße
bis 30. Juni
montags bis donnerstags 7.30 bis 18.30 Uhr
freitags bis 14 Uhr, samstags bis 12 Uhr.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jun 11 11:04:06 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 11 Jun 2007 11:04:06 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Ausstellung ueber deutsch-niederlaendische Klischees,
bis 07.07.2007, Muenster
Message-ID: 466D2C26020000D600033BB7@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Uni Münster"
Datum: 11.06.2007, 09:37


AUSSTELLUNG

Rasende Holzschuhe
Ausstellung über deutsch-niederländische Klischees

Gouda, Tulpen, Holzschuhe und süßer Vla: Denken Deutsche an
Holland, dann fallen ihnen diese Dinge wohl zuerst ein. Graubrot,
Kaffee und Kuchen assoziieren dagegen viele Niederländer mit
ihren östlichen Nachbarn. Was junge Kunststudenten der
Hochschulen aus dem Euregio-Grenzgebiet als jeweils "typisch
deutsch" oder "typisch niederländisch" empfinden, das zeigt noch
bis zum 7.Juli die sehr unterhaltsame Ausstellung "Du sollst Dir
ein Bildnis von deinem Nachbarn machen" im Haus der Niederlande
in Münster.

Alle Nachwuchskünstler erhielten zur Vorbereitung 100 Euro.
Davon sollten sie im jeweiligen Nachbarland einen Gegenstand
kaufen, den sie aus dem eigenen Land nicht gewohnt sind. Sie
verfremdeten die erworbenen Dinge künstlerisch, interpretierten
sie neu oder entwickelten sie weiter - auf sehr originelle Art
und Weise. So spielen Holzschuhe, eines der offensichtlichsten
niederländischen Klischees, in einer ganzen Reihe von Objekten
eine zentrale Rolle. Einmal laden sie stilecht mit Hanf-Tattoos
zu einer halsbrecherischen Fahrt auf Highspeed-Rollen ein, oder
sie stehen wie Gartenzwerge in einem Tulpenbeet. Letzteres wurde
ausschließlich aus Heineken-Bierdosen modelliert und verulkt
bierselig das Lied "Tulpen aus Amsterdam". Ein orangefarbener
Holzschuh präsentiert sich dagegen als museales Stillleben mit
schwarzhumoriger Akzentuierung: schön sauber in Scheiben
geschnitten und eingefroren in Kunststoffschichten.

Zu den herausragenden Kunstwerken zählt ein Paar antiker
hölzerner "Doorlopes", die sich mit phantastischen Flügeln aus
Gänsefedern in die Lüfte zu erheben scheinen. Diese
Schlittschuhe nennt man in Deutschland "Holländer". So wird
flugs daraus eine Anspielung auf den Fliegenden Holländer,
gleichsam Piratenmär und Richard Wagner-Oper. Den ewig
schwellende Fußballkonflikt zwischen beiden Ländern trägt Ivo
Bakker aus Enschede in einem steril wirkenden Aquarium aus. Die
Plastik-Köpfe von zwei Blumenbefeuchtern scheinen sich wie in
einem Italowestern um eine Blume zu duellieren. Mareike Basche
aus Rheine badet dagegen friedlich-sinnlich in einem Meer aus
niederländischen Milchbrötchen, und Gitti Dietze aus Haltern
entwirft ein poetisches Kinderzimmer-Memory.


INFO

Ausstellung "Kunst - Naob-Shop"
bis zum 7. Juli 2007

Haus der Niederlande
Alter Steinweg 6/7
48143 Münster
Tel.: 0251-83 285 13
Fax: 0251-83 285 45
URL: www.uni-muenster.de/HausDerNiederlande






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jun 12 11:10:46 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 12 Jun 2007 11:10:46 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Kunstwerk des Monats Juni: Stoffballen in
der Qualitaetskontrolle
Message-ID: 466E7F36020000D600033CD1@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 11.06.2007, 13:19


AKTUELL

Kunstwerk des Monats Juni: Stoffballen in der Qualitätskontrolle

Als Kunstwerk des Monats Juni präsentiert der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) im LWL-Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte in Münster ein Relikt aus der
Wirtschaftspolitik des 18. Jahrhunderts: einen Prägestempel für
ein Tuchsiegel des münsterischen Wandmacheramtes von 1764 .
Schon seit dem späten Mittelalter lag die Kontrolle von
handwerklichen Exportprodukten in den Händen der jeweiligen
Stadträte. Diese regelten zusammen mit den Zünften, in denen die
Handwerker bestimmter Branchen zusammengeschlossen waren welche
Mindeststandards zu erfüllen waren. Städtische Kommissionen
prüften diese und sortierten aus, was unzureichend war.
Besonders galt dies im Textilhandwerk, das in Westfalen von
jeher große Bedeutung hatte. Geprüft wurden Fadendichte,
Verarbeitung und Materialien sowie Länge und Breite der
Stoffballen.

Mit dem Prägestempel wurden Qualitätssiegel beprägt, die am Ende
von Stoffballen zusammen mit dem Prüfsiegel der Stadt angehängt
wurden. So konnte nicht nur in Münster jeder Kaufmann und auch
Käufer sehen, welcher Qualität sein Stoff entsprach und wo er
hergestellt worden war. Diese Prozedur fand mit der Auflösung
der Zünfte zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein Ende.

Dargestellt ist auf dem Siegel der münsterischen Wandmacher der
heilige Severus, spätantiker Bischof von Ravenna und der Legende
nach ursprünglich ein Weber.


INFO

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Domplatz 10
48143 Münster
Tel.: 0251/5907-01
Fax: 0251/5907-210
E-Mail: landesmuseum at lwl.org






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jun 12 11:33:19 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 12 Jun 2007 11:33:19 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Buchvorstellung: Eisenbahn in Bochum, 12.06.2007,
Dortmund-Boevinghausen
Message-ID: 466E847F020000D600033CFC@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 11.06.2007, 14:14
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Buchvorstellung: Eisenbahn in Bochum
Dienstag, 12. Juni 2007, 19.30 Uhr

Am Dienstag wird Rolf Swoboda im Magazin der Zeche Zollern in
Dortmund sein neues Buch "Eisenbahn in Bochum" vorstellen. Der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt um 19.30 Uhr
Interessierte dazu in sein Industriemuseum ein. Der Eintritt ist
frei.

Ein umfangreiches Kapitel ist der Werksbahn des "Bochumer
Vereins" gewidmet, die der Referent und Buchautor in seinem
Lichtbildervortrag ausführlicher vorstellen wird. Das 1842
gegründete Unternehmen entwickelte sich im Laufe von 100 Jahren
zu einem der größten Komplexe der Schwerindustrie im Ruhrgebiet
mit über 20.000 Mitarbeitern. Das Netz der Werksbahnen wuchs in
ebenso dynamischer Weise. Neben der Größe des Betriebes
fasziniert insbesondere die "Elektrisierung" der Werksbahn, die
in diesem Umfang einzigartig blieb. Der Bochumer Verein betrieb
außerdem die einzige Flachland-Zahnradbahn in der norddeutschen
Tiefebene, die bis 1930 Bestand hatte. Die Hafenbahn aus den
1920er Jahren zum Kanalhafen Grimberg mit ihren beeindruckenden
Brückenbauwerken bildet einen weiteren Höhepunkt in der
Werksbahngeschichte.

1994 wurde die Bedienung des Werkes von der Dortmunder Eisenbahn
(heute Veolia Cargo) übernommen. Heute sind von den vielen
Zechen- und Stahlstandorten des Bochumer Vereins nur noch zwei
Betriebsteile übrig geblieben, in denen die Eisenbahn nach wie
vor wichtiges Transportmittel ist.


INFO

Ort:
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern II/IV, Magazin
Grubenweg 5
Dortmund-Bövinghausen
URL: http://www.lwl.org/LWL/Kultur/wim/S/zollern






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jun 12 11:37:02 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 12 Jun 2007 11:37:02 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2007/21
Message-ID: 466E855E020000D600033CFF@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 08.06.2007, 17:15


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2007-21 für den Zeitraum vom
19.05.2007 bis zum 25.05.2007 mit insgesamt 30 Titeln ist unter
der folgenden Internetadresse abrufbar:
http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&fach=wes



Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/


Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/


http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/


Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib




Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62


INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061]
E-Mail: flachma at uni-muenster.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jun 12 11:41:51 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 12 Jun 2007 11:41:51 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Ueber den Schwund des Plattdeutschen
im Westmuensterland, 19.06.2007, Vreden
Message-ID: 466E867F020000D600033D0B@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Thomas Ridder"
Datum: 08.06.2007, 11:05


AKTUELL

"O Jung, nu praot men Platt met mi..."
Über den Schwund des Plattdeutschen im Westmünsterland
Vortrag und Buchvorstellung

Am 19. Juni 2007 findet um 19.30 Uhr im Borkener Kreishaus als
gemeinsame Veranstaltung des Landeskundlichen Instituts
Westmünsterland und der Gesellschaft für historische Landeskunde
des westlichen Münsterlandes e.V. ein Vortrag von Prof. Dr.
Ludger Kremer statt. Mit diesem Vortrag wird zugleich die
neueste Publikation der Landeskundlichen Instituts
vorgestellt.

Ludger Kremer und Veerle Van Caeneghem
Dialektschwund im Westmünsterland
Zum Verlauf des niederdeutsch-hochdeutschen Sprachwechsels
im 20. Jahrhundert
(Westmünsterland. Quellen und Studien, Band 17), Vreden:
Landeskundliches Institut Westmünsterland. ISBN 3-937432-15-9.

Mit dieser Darstellung des Sprachwechsels vom Plattdeutschen zum
Hochdeutschen als Alltagssprache am Beispiel des westlichen
Münsterlandes möchten die Autoren einen Beitrag zur jüngeren
niederdeutschen Sprachgeschichte liefern und damit nicht nur
Linguisten ansprechen, sondern einen möglichst großen Leserkreis
in der Region; sie haben sich deshalb um eine
allgemeinverständliche Darstellung bemüht.

Seit geraumer Zeit zeichnet sich in Norddeutschland ein starker
Schwund des Plattdeutschen ab, wenn auch mit gewissen regionalen
Unterschieden. Innerhalb des westfälischen Raumes beispielsweise
galt das Westmünsterland bisher als relativ konservativ, d.h.
als dialektfreundlich. Dennoch haben frühere Untersuchungen
bereits einen kontinuierlichen Rückgang in der Beherrschung und
im Gebrauch des Plattdeutschen von etwa 30% pro Generation
erkennen lassen. Diese Tendenz wird nunmehr durch die Ergebnisse
der hier ausgewerteten jüngsten Befragung im Jahre 2001 unter
den Eltern der Viertklässler an den Grundschulen des Kreises
Borken bestätigt: Die heutige Kindergeneration erlernt von ihren
Eltern kein Plattdeutsch mehr. Die Autoren berücksichtigen in
ihrer Studie die Variablen Alter, Beruf, Geschlecht und Herkunft
und deren Einfluss auf die Kenntnis des Plattdeutschen, auf
seine Verwendung und seine Wertschätzung. Als Hauptresultat
lässt sich festhalten, dass sich die Ablösung des Plattdeutschen
innerhalb der Familie mit großer Geschwindigkeit vollzogen hat.
Die jüngste Generation wächst kaum noch mit dem Plattdeutschen
auf; eine gewisse passive Kompetenz erwerben nur noch die Kinder,
deren Eltern bzw. Großeltern im Gespräch untereinander Platt
sprechen.

Die beiden Autoren der Studie beschränken sich aber nicht auf
eine soziolinguistische Analyse der letzten Befragung von 2001,
diese findet sich erst im 5. Kapitel des Buches. Ziel der Studie
ist vielmehr die Darstellung des Sprachwechsels im
Westmünsterland und seiner Ursachen im gesamten 20. Jahrhundert.
Dazu werden in den Kapiteln 2 bis 4 Einschätzungen durch
Zeitzeugen in der ersten Jahrhunderthälfte und die Ergebnisse
früherer Untersuchungen zum Verlust des Plattdeutschen
ausgewertet.

Im Alltagsleben des Westmünsterlandes konnte man vor 100 Jahren
noch davon ausgehen, dass das Hochdeutsche in alltäglichen,
familiären Gesprächssituationen fehl am Platze und nur bei
offiziellen und formellen Anlässen erwünscht war, und bis zum
Zweiten Weltkrieg blieb das so beim größten Teil der Bevölkerung;
der sprachliche Alltagsverkehr verlief auf Plattdeutsch. Heute
lassen die sprachlichen Verhältnisse im westlichen Westfalen
diese Feststellung längst nicht mehr zu: Zum einen beherrscht
nur noch ein kleiner, stets weiter abnehmender Teil der
Bevölkerung Plattdeutsch, und zum anderen geht sein Gebrauch
auch bei aktiven Sprechern beständig zurück - auch in
Alltagsgesprächen wird mehr und mehr Hochdeutsch verwendet. Und
da die Eltern der heutigen Viertklässler fast ausschließlich auf
Hochdeutsch mit ihren Kindern kommunizieren wollen bzw. können,
sieht es inzwischen düster für das Fortbestehen des
Plattdeutschen im 21. Jahrhundert aus.

In den beiden letzten Kapiteln befassen sich Kremer und Van
Caeneghem mit der Einordnung ihrer Ergebnisse in überregionale
Zusammenhänge, mit der Frage, ob es außer dem heimischen
Plattdeutschen auch andere sprachliche Möglichkeiten zum
Ausdruck regionaler Identität gibt, und wie es mit den
Zukunftsaussichten des Plattdeutschen aussieht: Kann es
überleben, und, wenn ja, auf welche Weise und in welcher Form,
und was müsste dazu geschehen?

Mit diesem Buch ist die Diskussion über den Stand des
Plattdeutschen als Alltagssprache in Westfalen und in ganz
Norddeutschland ein gutes Stück weiter gekommen, es wird gewiss
auch in den nächsten Jahren noch Stoff zur Auseinandersetzung
und Anregungen für vertiefende Studien liefern.


INFO

Veranstaltungsdaten:
"O Jung, nu praot men Platt met mi..."
Über den Schwund des Plattdeutschen im Westmünsterland
Vortrag und Buchvorstellung

Datum: 19.06.2007
Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes
p.A. Landeskundliches Institut Westmünsterland
Gasthausstraße 15
48691 Vreden
Tel.: 02564-391820
Fax: 02564-34495
E-Mail: westmuensterland-institut at kreis-borken.de
URL: www.ghl-westmuensterland.de

Kontakt:
Thomas Ridder M.A.
Tel.: 02362-951431
E-Mail: ridder at jmw-dorsten.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jun 13 10:15:54 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 13 Jun 2007 10:15:54 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: "Visual History", 14.06.2007, Muenster
Message-ID: 466FC3DA020000D600033DEB@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster"
Datum: 12.06.2007, 16:02


AKTUELL

Bilder schreiben Geschichte
Historisch-didaktisches Kolloquium zu "Visual History"

Der erste Trabi, der über die gefallene deutsch-deutsche Grenze
fuhr, oder das weinende Mädchen, das vor amerikanischen
Bombenangriffen in Vietnam floh: Bilder beeinflussen unsere
Wahrnehmung von historischen Ereignissen entscheidend. Seit
einiger Zeit beschäftigt der Bedeutungswandel von Bildern eine
ganze Fachwissenschaft. Historiker Prof. Dr. Gerhard Paul aus
Flensburg referiert am Donnerstag, 14. Juni 2007, über "Visual
History". Der Autor des gleichnamigen Studienbuches spricht ab
18.15 Uhr in Raum 309 des Instituts für Geschichte und ihre
Didaktik der WWU Münster (Domplatz 23a).


INFO

Institut für Didaktik der Geschichte
Domplatz 23 - 23a
48143 Münster
Tel.: 0251/83 - 29348
Fax: 0251/83 - 29366
URL: http://www.uni-muenster.de/Geschichte/hist-dida/






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jun 13 10:32:53 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 13 Jun 2007 10:32:53 +0200
Subject: [WestG] [KONF] Doktorandenkolloquium: Mittelalterliche Geschichte,
25.06.2007, Paderborn
Message-ID: 466FC7D5020000D600033E01@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Manuel Koch"
Datum: 12.06.2007, 11:43


KOLLOQUIUM

Interuniversitäres Doktorandenkolloquium -
Mittelalterliche Geschichte
Veranstalter: Prof. Dr. Jörg Jarnut (Universität Paderborn)
Datum: 25. Juni 2007
Ort: Universität Paderborn
Gebäude W, Raum W1.101, Pohlweg 98

In Kooperation mit Frau Prof. Dr. Ingrid Baumgärtner
(Universität Kassel) und Herrn PD Dr. Stephan Freund
(Universität Jena) findet an der Universität Paderborn ein
Kolloquium statt. Bei dieser Veranstaltung, die weiteren
Interessierten offen steht, werden Doktoranden der drei
genannten Universitäten ihre Dissertationsprojekte aus dem
Bereich der Mittelalterlichen Geschichte vorstellen und
diskutieren. Anmeldefrist ist der 20. Juni.


Programm:

11:00 - 11:50 Uhr
Manuel Koch (Paderborn)
Westgotische Identität im Entstehungsprozess des
spanischen Westgotenreiches

11:50 - 12:40 Uhr
Stephan Panzer (Jena)
Personelle und institutionelle Verflechtung unter der
Herrschaft Karls des Großen - Das Beispiel Alkuins von York

12:40 - 13:00 Uhr
Ariane Westphälinger (Paderborn)
"Reise nach Jerusalem..."
Reisen ins und innerhalb des Heiligen Landes

- Pause -

14:10 - 15:00 Uhr
Jens Schneider (Paderborn)
Zum Problem der regionalen Kohärenz in Lotharingien

15:00 - 15:50 Uhr
Christop Winterer (Kassel)
Der Zelebrant im Spiegel. Zu den früh- und hochmittelalterlichen
Messdarstellungen am Ort der Liturgie

- Pause -

16:20 - 17:10 Uhr
Pierre Fütterer (Jena)
Memleben und die Beziehungen der Piasten zum ostfränkisch-
deutschen Reich im 10. und frühen 11. Jahrhundert.
Untersuchungen zu Funktionsträgern und Wegen von
Nachrichtenaustausch und Kommunikation

17:10 - 18:00 Uhr
Philipp Billion (Kassel)
Graphische Zeichen spätmittelalterlicher Portolankarten


INFO

Kontakt:
Manuel Koch
Tel.: 05251/60-3215
E-Mail: kochm at mail.upb.de
Typ: Kolloquium
Land: Deutschland
Sprache: Deutsch
Klassifikation: Epochale Zuordnung: Mittelalterliche Geschichte






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jun 13 10:24:42 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 13 Jun 2007 10:24:42 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Bild und Klang im Zeitalter der Industrialisierung,
14.06.2007, Dortmund
Message-ID: 466FC5EA020000D600033DFD@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Uni Dortmund Medieninfo"
Datum: 12.06.2007, 14:17


AKTUELL

Bild und Klang im Zeitalter der Industrialisierung

In der Vorlesungsreihe "Bild und Klang" werden die Besucher in
diesem Semester regelmäßig ins Zeitalter der Industrialisierung
entführt. Am kommenden Donnerstag (14. Juni) wird ausnahmsweise
nicht die Reinoldikirche sondern die Marienkirche zum Hörsaal.
Ab 19 Uhr dreht sich dort alles um Musikkritik und Kunstkritik.

Im 19. Jahrhundert entstanden neue, bis heute gültige
Traditionen über Musik und Kunst zu sprechen. "Mittler" traten
plötzlich zwischen die Werke und ihr Publikum: die Kritiker. Sie
schrieben auf eine neue, um Aktualität bemühte Weise über die
Werke. Dabei nahmen sie Wertungen vor, um parteiisch für
bestimmte Richtungen, für und gegen einzelne Künstler zu
kämpfen.

Die Denkmalpflege ist ebenfalls eine Erfindung des 19.
Jahrhunderts. Überall - auch in Dortmund - galt es, die
überlieferten Bauten in die neue Lebenswelt von Moderne und
Industrialisierung zu überführen: durch Abriss und Gewinnung
freier Baugrundstücke, durch Umgestaltung oder als Geschichts-
und Kulturdenkmäler in behutsamer Bestandssicherung. Erst
allmählich werden die bis heute gültigen Grundsätze der
Denkmalpflege formuliert - im 19. Jahrhundert prallen zunächst
die unterschiedlichsten Konzepte aufeinander.


INFO

Interessierte sind herzlich eingeladen zu:
Bild und Klang im Zeitalter der Industrialisierung:
"Kunst für ein neues Publikum: Musikkritik und Kunstkritik"
mit Prof. Dr. Barbara Welzel, Prof. Dr. Michael Stegemann
und PD Dr. Nils Büttner
am Donnerstag, dem 14. Juni 2007, um 19.00 Uhr
in der St. Marienkirche in Dortmund

Kontakt:
Prof. Dr. Barbara Welzel
Ruf: (0231) 755 - 2955






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jun 13 10:45:04 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 13 Jun 2007 10:45:04 +0200
Subject: [WestG] [POS] LWL-Amt fuer Denkmalpflege,
wissenschaftliche/r Volontaer/in, Muenster
Message-ID: 466FCAB0020000D600033E05@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 12.06.2007, 10:25


STELLENAUSSCHREIBUNG

Beim LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen, einer Einrichtung
des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe ist zum nächstmöglichen
Zeitpunkt eine Stelle als

wissenschaftliche Volontärin / wissenschaftlicher Volontär

zu besetzen. Das Volontariat ist auf zwei Jahre befristet.

Das LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen ist ein unabhängiges
Fachamt und hat eine gesetzliche Mitwirkungspflicht bei allen
Aufgaben des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege als
gutachtende und beratende Institution.

Wir erwarten: - ein mit Promotion abgeschlossenes
Hochschulstudium der Kunstgeschichte oder Volkskunde -
Eigeninitiative, Flexibilität, Kooperationsbereitschaft -
ausgeprägtes Interesse an der Erforschung von Denkmälern und an
den methodischen und praktischen Problemen ihrer Unterhaltung

Wir bieten: - die Möglichkeit, sich mit den Aufgaben des
Fachamtes für Denkmalpflege vertraut zu machen - in Anlehnung an
die Regelung für Rechtsreferendar/e/innen wird eine monatliche
Pauschalvergütung von zurzeit 894,25 € brutto gezahlt; ggf.
zusätzlich Familienzuschlag

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
18/07 bis zum 29.06.2007 an den

Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Personalabteilung 48133
Münster
www.lwl.org






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jun 13 10:46:03 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 13 Jun 2007 10:46:03 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Gleich vier Ausstellungen widmen sich Verpackungen,
17.06.-23.09.2007
References: <466E8DFF020000D600033D36@lwlgwia.itz.lwl.org
<466FCAEB020000D600033E08@lwlgwia.itz.lwl.org
Message-ID: 466FCAEB020000D600033E08@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Informationsdienst Ruhr"
Datum: 11.06.2007, 15:33


AUSSTELLUNG

Gleich vier Ausstellungen widmen sich Verpackungen

"Verpackend" ist die Sonderausstellung, die ab dem 17. Juni
gleich an vier Standorten zu sehen ist. Die Museen in Bergkamen,
Gladbeck, Herne und Ratingen zeigen bis zum 23. September
unterschiedliche Aspekte der Geschichte von Verpackungen.

Im Stadtmuseum Bergkamen werden historische Verpackungen aus
Tante-Emma-Läden präsentiert, während das Heimat- und
Naturkundemuseum Wanne-Eickel sich auf "Vergnügungsverpackungen"
von der Cranger Kirmes konzentriert. Das Museum Gladbeck zeigt
Keramik- und Glasverpackungen, und im Museum der Stadt Ratingen
geht es vor allem um Kunststofftüten und deren Werbeaufdrucke.

Am Eröffnungstag führt eine Busrundfahrt von Herne aus an alle
vier Orte.


INFO

Zeit:
Die Ausstellung läuft bis zum 23. September.

Ort:
Museum der Stadt Ratingen
Peter-Brüning-Platz 1
40878 Ratingen
Tel.: (2102) 550 - 4180 / 1
E-Mail: museum at ratingen.de
URL: www.museum-ratingen.de

Stadtmuseum Bergkamen
Jahnstraße 31
59192 Bergkamen
Tel.: 02306 / 3060210
Fax: 02306 / 30602117

Museum der Stadt Gladbeck
Burgstraße 64
45964 Gladbeck
Tel.: 02043/23029
Fax: 02043/99-1410
E-Mail: museum at stadt-gladbeck.de

Emschertal-Museum
Heimat- und Naturkunde-Museum
Wanne-Eickel
Unser-Fritz-Straße 108






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jun 13 10:50:36 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 13 Jun 2007 10:50:36 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Exkursion: Eisenverhuettung im Grenzgebiet, 16.06.2007,
Isselburg - Ulft
Message-ID: 466FCBFC020000D600033E0C@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Thomas Ridder"
Datum: 08.06.2007, 11:00


AKTUELL

Eisenverhüttung im Grenzgebiet Isselburg - Ulft
Exkursion der Gesellschaft für historische Landeskunde
des westlichen Münsterlandes am 16. Juni 2007

Die Stadt Isselburg im Kreis Borken und die niederländische
Stadt Ulft sind schon seit Urzeiten miteinander verbunden. In
beiden Ländern befinden sich Eisensteine, so genannter Ur, im
Boden. Dadurch entwickelte sich diesseits und jenseits der
Grenze schon vor Jahrhunderten eine Eisenindustrie. Um 1900 gab
es, immer direkt an der Issel gelegen, mehr als zehn
Eisenverarbeitungswerke. Die Verhüttung von Raseneisenstein, wie
die Eisensteine auch genannt werden, hat in dieser Region eine
bereits erheblich längere Tradition.

Die Geschichte dieser inzwischen nahezu vergangenen
Eisenindustrie an der Issel möchte die Gesellschaft für
historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes in einer
Halbtagsexkursion nachspüren. Die Anfahrt erfolgt mit dem
eigenen PKW. Der erste Treffpunkt zur Exkursion, die am Samstag,
dem 16. Juni stattfindet, ist um 14 Uhr in Bocholt-Liedern an
der "Eisenhütte", dem früheren Standort der St. Michaelis-Hütte
(gegenüber der Brücke über die Bocholter Aa, an der Straße "Zur
Eisenhütte").

Von dort geht es weiter nach Ulft in den Niederlanden. Gegen 15
Uhr beginnt dort auf dem Gelände der ehemaligen DRU-Hütte die
zweite Führung. Vorgestellt wird das Museum zur Verhüttung von
Eisensteinen und zur Eisenverarbeitung. Die ehemalige Hütte in
Ulft wird in den nächsten Jahren zu einem Eisenmuseum für die
gesamten Niederlande umgebaut. Dieses Projekt wird ebenfalls
vorgestellt.

Schließlich besteht noch die Möglichkeit, auf dem Gelände die
Exponate der aktuellen Ausstellung "Oer-Kracht" zu besichtigen.
Wie die Zeitung schon berichtete, findet in diesem Jahr die
Ausstellung des internationalen Verbandes der Gestaltenden
Eisenschmiede in Ulft und Isselburg statt. Metall- und
Zierschmiede aus ganz Europa haben rund 100 Kunstwerke
geschaffen. Ein Teil von ihnen wird in der früheren DRU-Halle
gezeigt.

Anmeldungen zu dieser Exkursion nimmt der Geschäftsführer der
Gesellschaft Dr. Timothy Sodmann entgegen (Telefon: 02564-391820
oder per Email: westmuensterland-institut at kreis-borken.de). Die
Teilnahme ist kostenlos.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Exkursion: Eisenverhüttung im Grenzgebiet Isselburg - Ulft (NL)

Datum: 16. Juni 2007
Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen
Münsterlandes
p.A. Landeskundliches Institut Westmünsterland
Gasthausstraße 15
48691 Vreden
Tel.: 02564-391820
Fax: 02564-34495
E-Mail: westmuensterland-institut at kreis-borken.de
URL: www.ghl-westmuensterland.de

Kontakt:
Thomas Ridder M.A.
Tel.: 02362-951431
E-Mail: ridder at jmw-dorsten.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jun 14 11:42:28 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 14 Jun 2007 11:42:28 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Sozialstrukturen und soziale Bewegungen, 14.06.2007,
Bochum
Message-ID: 467129A4020000D600033F11@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 13.06.2007, 10:04
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Donnerstag, 14. Juni 2007, 18-20 Uhr

Kolloquium "Sozialstrukturen und soziale Bewegungen" Vor 50
Jahren: Der Landesverratsprozess gegen Viktor Agartz und seine
innenpolitische Bedeutung Referent: Dr. Christoph Jünke (Bochum)

Viktor Agartz (geb. 15. November 1897 in Remscheid; gest. 9.
Dezember 1964 in Bensberg bei Köln) war ein sozialistischer
deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Gewerkschafter. Er
wurde 1957 wegen Hochverrats angeklagt und vor Gericht gestellt.
Dort verteidigte ihn Gustav Heinemann und er wurde vom
Bundesgerichtshof vom Vorwurf freigesprochen,
verfassungsfeindliche Beziehungen zur SED und zum FDGB in der
DDR unterhalten zu haben.

Der Bochumer Historiker und Vorsitzende der
Leo-Kofler-Gesellschaft Dr. Christoph Jünke wurde mit der Arbeit
"Sozialistisches Strandgut. Leo Kofler - Leben und Werk
(1907-1995)" im vergangenen Sommer an der RUB promoviert.


INFO

Ort: Haus der Geschichte des Ruhrgebiets
Clemensstraße 17-19
44789 Bochum
URL: www.ruhr-uni-bochum.de/isb/





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jun 14 11:42:47 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 14 Jun 2007 11:42:47 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL unterstuetzt Freilichtbuehnen mit 100.000 Euro
Message-ID: 467129B8020000D600033F14@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 13.06.2007, 15:34


AKTUELL

LWL-Kulturausschuss hat beschlossen LWL unterstützt
Freilichtbühnen mit 100.000 Euro

Mit 100.000 Euro unterstützt der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) in diesem Jahr acht westfälische
Freilichtbühnen und den Verband Deutscher Freilichtbühnen mit
Sitz in Hamm. Das hat der LWL-Kulturausschuss am Mittwoch
(13.06.) in Unna beschlossen. "Damit zeigen wir uns weiterhin
als verlässlicher Partner der Bühnen mit
Laientheaterspielbetrieb und fördern damit auch das
ehrenamtliche Engagement der Spielvereine", betonte
LWL-Kulturdezernent Prof. Dr. Karl Teppe.

Mit seinen 16 Freilichtbühnen habe Westfalen-Lippe im Vergleich
zu anderen Regionen Deutschlands eine ungewöhnliche Dichte von
Theatern in der freien Natur, so Teppe weiter. Im einzelnen
fördert der LWL in diesem Jahr folgende Maßnahmen:

Freilichtbühne Bellenberg (Kreis Lippe): 12.500 Euro
Neugestaltung der Bühnenfläche und Grundstückerwerb

Freilichtbühne Bökendorf (Kreis Höxter): 4.400 Euro technische
Bühnenausstattung

Freilichtbühne Coesfeld: 11.000 Euro Modernisierung und
Erweiterung der Geschäftsstelle

Freilichtbühne Freudenberg (Kreis Siegen-Wittgenstein): 11.000
Euro Abwasserkanal und Neuverlegung von Pflaster im gesamten
Bühnenbereich

Münsterländische Freilichtbühne Greven-Reckenfeld (Kreis
Steinfurt): 12.000 Euro Weiterführung des Bauprojektes
Kassenbereich (neue Geschäftsstelle mit integrierter Kasse und
neuer Zuschauertoilettenanlage m. Behindertentoilette)

Freilichtbühne Hallenberg (Hochsauerlandkreis): 15.000 Euro (3.
Rate von insgesamt 50.000 Euro) Neubau eines Kostüm- und
Schreinereigebäudes

Naturbühne Hohensyburg (Dortmund): 5.500 Euro Beschaffung von
mobilen Kulissenteilen, Erweiterung der Mikroportanlage,
Renovierungsarbeiten

Freilichtbühne Nettelstedt (Kreis Minden-Lübbecke): 6.600 Euro
Heizungsanlage im Kostüm-, Schmink- und Requisitenraum,
Erneuerung der Übertragungsanlage und Antennenverteiler

Freilichtbühne Kahle Wart (Hüllhorst, Kreis Minden-Lübbecke):
10.000 Euro Dachinstandsetzung mit Wärmedämmung des
"Heimathauses" (Probenräume) auf dem Grundstück der
Freilichtbühne

Verband Deutscher Freilichtbühnen (Hamm): 12.000 Euro
Geschäftsstelle






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jun 14 11:43:04 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 14 Jun 2007 11:43:04 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Fahrradtour mit Betriebsbesichtigung, 20.06.2007,
Bocholt
Message-ID: 467129C8020000D600033F17@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 13.06.2007, 15:54


AKTUELL

Miet- und Lohnwebereien LWL-Industriemuseum organisiert
Fahrradtour mit Betriebsbesichtigung

Auf die Spuren der kleinen Bocholter Textilbetriebe begeben sich
die Teilnehmer der Radtour, zu der der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) am kommenden Mittwoch, 20. Juni, um 13 Uhr
einlädt. Neben den zahlreichen mittelständischen Webereien
existierten immer auch eine Vielzahl von Kleinbetrieben, die als
Existenzgründer im Lohn für andere Betriebe arbeiteten. Vor
allem vor dem Ersten Weltkrieg und in den 1950er Jahren spielten
sie eine große Rolle.

Viele Betriebe vermieteten einzelne Flächen zum Teil mit
Webmaschinen an solche Existenzgründer. Auch gab es spezielle
Mietwebereien, die etwa vergleichbar mit heutigen Gründerzentren
Produktionsfläche und Antriebsenergie vermieteten.

Während dieser Halbtagestour ist auch eine Kaffeepause sowie die
Betriebsbesichtigung einer kleinen Weberei vorgesehen.


INFO

Die Teilnehmer treffen sich um 13 Uhr
Anmeldung unter Tel.
02871 21611-0.

LWL-Industriemuseum
Textilmuseum in Bocholt
Uhlandstraße 50
46397 Bocholt
Tel.: 02871 21611-0
Fax: 02871 21611-33
E-Mail: textilmuseum at lwl.orgLWL-Textilmuseum

Die Kosten betragen 6 €.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jun 14 11:48:17 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 14 Jun 2007 11:48:17 +0200
Subject: [WestG] [AUS] LWL zeigt 38 Geschichtszeugen in Paderborn,
ab 15.06.2007, Paderborn
Message-ID: 46712B01020000D600033F38@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 12.06.2007, 11:31


AUSSTELLUNG

LWL zeigt 38 Geschichtszeugen in Paderborn
Ausstellung im Hotel Aspethera

Sieben Monate haben die Archäologen des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) in Paderborn den Zeugnissen der
Vergangenheit nördlich der Busdorfkirche im Boden nachgespürt,
bevor auf dem Gelände das Hotel Aspethera und das Verbändehaus
der Stiftung Kolping-Forum gebaut wurden. Nun werden die
interessantesten Funde der Ausgrabung dauerhaft in den
Hotelfluren ausgestellt.

Es sind 38 Funde, die die LWL-Stadtarchäologen wieder zum
Sprechen gebracht haben und die nun von den Freuden und Leiden
des Alltags der Menschen in vergangenen Zeiten berichten: Ein
Bronzegriffel, mit dem hier vor etwa 800 Jahren Schüler ihre
ersten Schreibversuche machten, bezeugt den Bildungsauftrag und
die Schriftkundigkeit der Stiftsherren. Ein unscheinbarer Knauf
entpuppt sich als Teil eines Sonnenschirmes und spiegelt den
barocken Lebensstil. Eine Ofenkachel spricht von beheizten
Stuben, in denen kein Rauch von der Feuerstelle mehr die hier
wohnenden Menschen belästigte. Am Spielzeug, etwa den Murmeln,
erfreuten sich Kinder schon vor Jahrhunderten. Die Silbermünze
und das Bruchstück eines hauchfeinen Glases aus den
Glaswerkstätten bei Venedig stehen für den Wohlstand der
Stiftsherren.

Die Ausstellung "Achtunddreißig Zeugen" gibt konkrete Einblick
in die 2000-jährige Geschichte des Gebietes nördlich der
Busdorfkirche, denn aus dieser Zeitspanne stammen die Funde. Ab
Dienstag (15.6.) werden sie im Foyer und in den Fluren in elf
Vitrinen mit erklärenden Texten präsentiert.

Schon der Name des Hotels, Aspethera, ist geschichtsträchtig -
so hieß das Dorf, in dessen Bereich 1036 die Busdorfkirche
errichtet wurde und dessen Name sich in schriftlichen
Aufzeichnun-gen erhalten hat.

Auch wenn die LWL-Archäologen die Ausgrabung noch weiter
auswerten, können sich Stadtarchäologe Dr. Sven Spiong und
Regina Schafmeister, Vorsitzende der Kolping-Stiftung schon
freuen: "Wir präsentieren der Öffentlichkeit wieder ein kleines
Stück Geschichte der alten Kaiser- und Bischofsstadt Paderborn
und machen das Kolping-Forum nun auch zu einem Forum für die
Archäologie und Geschichte nördlich der Busdorfkirche".





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jun 15 11:18:23 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 15 Jun 2007 11:18:23 +0200
Subject: [WestG] [KONF] Workshop zu "Quellen der Judenraete im
besetzten Polen", 26.-28.06.2007, Bielefeld
Message-ID: 4672757F020000D600034077@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Uni Bielefeld"
Datum: 14.06.2007, 13:56


WORKSHOP

Bielefelder Historiker auf den Spuren der NS-Vernichtungspolitik
Workshop zu "Quellen der Judenräte im besetzten Polen" vom 26.
Bis 28 Juni im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ)

Seit langem beschäftigen sich die Bielefelder (Nachwuchs-)
Historiker Dr. Freia Anders, Katrin Stoll und Karsten Wilke mit
der NS-Vernichtungspolitik im 2. Weltkrieg. Dazu gehört nicht
zuletzt die Erforschung des so genannten Bielefelder
Bialystok-Prozesses, dessen herausragender Stellenwert erst
durch diese Arbeit nach und nach deutlich wird. Zwischen 1965
und 1967 verhandelte die Schwurgerichtskammer am Landgericht
Bielefeld gegen Mitarbeiter der Dienststelle des "Kommandeurs
der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes für den
Bezirk Bialystok" (KdS).

Die Angeklagten waren an der Deportation der jüdischen
Bevölkerung aus den nordostpolnischen Ghettos in Bialystok und
Umgebung in die Vernichtungslager beteiligt. Nur auf der
Grundlage historischer Dokumente gelang es dem Gericht damals,
den Angeklagten die Kenntnis von Ziel und Zweck der
Deportationen nachzuweisen und die Täter der Beihilfe zum Mord
schuldig zu sprechen. Dazu gehörten auch die Meldungen des
Bialystoker Judenrats. Sie geben Einblicke in die
Reaktionsweisen der jüdischen Ghettobevölkerung auf die deutsche
Verfolgungs- und Vernichtungspolitik und verdeutlichen eine
große Bandbreite menschlichen Verhaltens angesichts der
zunehmenden schrecklichen Gewissheit über den laufenden
Massenmord.


INFO

Kontakt:
Referat für Öffentlichkeitsarbeit der Universität Bielefeld
Pressesprecher Ingo Lohuis
Universitätsstraße 25
33615 Bielefeld,
Tel.: (05 21)1 06-41 45/46
Fax: (05 21) 1 06-29 64
E-Mail: pressestelle at uni-bielefeld.de
URL: www.uni-bielefeld.de/presse





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jun 15 11:25:18 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 15 Jun 2007 11:25:18 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Kein Krieg ist heilig, 21.06.2007, Hagen
Message-ID: 4672771E020000D600034093@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 15.06.2007, 08:16
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Vortrag: Kein Krieg ist heilig. Kreuzzug, Dschihad und andere
Religionskriege.
Referent: Dr. Heinz Gerd Weinand, Hagen
Donnerstag, 21. Juni 2007, 19.00 Uhr

"Kein Krieg ist heilig" - so lautete das Motto einer Ausstellung
über die Kreuzzüge, die 2004 im Mainzer Dommuseum zu sehen war.
In diesem Vortrag soll das Thema in einen etwas größeren
Zusammenhang gestellt werden. Christentum und Islam sind ja
nicht ohne den Judaismus zu denken: beide haben in ihm eine
gemeinsame Wurzel - sie haben mosaische bzw. abrahamitische
Ahnen.

Alle drei Religionen verstehen sich darüber hinaus als
Offenbarungsreligionen und stützen sich auf schriftliche
Grundlagen: Die hebräische Bibel, das neue Testament
(einschließlich des "Alten Testaments") und den Koran. Es sind
Buchreligionen.

Die für das Thema "Kein Krieg ist heilig" wohl folgenreichste
Gemeinsamkeit ist der Monotheismus, der Glaube an nur einen
Gott. Alle drei Religionen sollen auf ihr Verhältnis zu Krieg
und Gewalt befragt werden., Krieg und Gewalt in Theorie und
Praxis, in Ideologie und Realität, die ja, wie wir wissen, nicht
immer zusammengehen.

Zum Abschluss soll die gegenwärtig diskutierte Frage
angeschnitten werden, ob der Monotheismus, der bekanntlich keine
fremden Götter neben sich duldet, eine besondere Affinität
besitzt zu Streit, Gewalt und Krieg. Sind monotheistische
Religionen intolerant?

Dr. Heinz Gerd Weinand, geb. 1928, studierte Geschichte,
Literatur und Philosophie in Heidelberg und Bonn. Von 1958 bis
1992 war er an Gymnasien, als Fachseminarleiter am Staatlichen
Studienseminar in Hagen, im Prüfungsamt in Münster sowie als
Fachberater beim Regierungspräsidenten in Arnsberg tätig.
Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte in der Geschichte-, Theater-
und Literaturwissenschaft sowie in der Geschichtphilosophie.

Der Eintritt ist frei.


INFO

Ort:
Historisches Centrum Hagen
Stadtmuseum / Stadtarchiv
Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen
Eilper Strasse 71-75
58091 Hagen
Tel.: 02331 207 2740
Fax: 02331 207 2447
URL: www.historisches-centrum.de
URL: www.museum-werdringen.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jun 15 11:37:43 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 15 Jun 2007 11:37:43 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Ueber den Schwund des Plattdeutschen
im Westmuensterland, 19.06.2007, Borken
Message-ID: 46727A07020000D6000340A6@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Kreis Borken"
Datum: 14.06.2007, 11:51


AKTUELL

Vortrag von Prof. Dr. Ludger Kremer:
"O Jung, nu praot men Platt met mi ... -
Über den Schwund des Plattdeutschen im Westmünsterland"
Gemeinsame Veranstaltung des Landeskundlichen Instituts
Westmünsterland und der Gesellschaft für historische
Landeskunde des westlichen Münsterlandes e.V. am 19. Juni 2007
im Kreishaus Borken

"O Jung, nu praot men Platt met mi ... - Über den Schwund des
Plattdeutschen im Westmünsterland" - So lautet das Thema eines
Vortrages, den Professor Dr. Ludger Kremer am 19. Juni 2007 um
19.30 Uhr im Borkener Kreishaus halten wird. Ausgerichtet wird
diese öffentliche Veranstaltung vom Landeskundlichen Institut
Westmünsterland und von der Gesellschaft für historische
Landeskunde des westlichen Münsterlandes e.V. Der Vortrag fußt
auf der neuen Veröffentlichung des Instituts mit dem Titel
"Dialektschwund im Westmünsterland". Verfasst wurde der Band vom
Referenten des Abends und von Veerle Van Caeneghem.

Seit vielen Jahren schon zeichnet sich in Norddeutschland ein
starker Schwund des Plattdeutschen ab, wenn auch mit gewissen
regionalen Unterschieden. Innerhalb des westfälischen Raumes
beispielsweise galt das Westmünsterland bisher als relativ
relativ dialektfreundlich. Dennoch haben frühere Untersuchungen
bereits einen kontinuierlichen Rückgang in der Beherrschung und
im Gebrauch des Plattdeutschen von etwa 30 Prozent pro
Generation erkennen lassen. Diese Tendenz wird nunmehr durch
Befragungen unter den Eltern der Viertklässler an den
Grundschulen des Kreises Borken bestätigt. Berücksichtigt wurde
bei dieser Studie der Einfluss von Alter, Beruf, Geschlecht und
Herkunft auf die Kenntnis des Plattdeutschen, auf seine
Verwendung und seine Wertschätzung - Fazit: Die Ablösung des
Plattdeutschen vollzieht sich innerhalb der Familie mit großer
Geschwindigkeit. Die jüngste Generation wächst kaum noch mit dem
Plattdeutschen auf. Eine gewisse passive Kompetenz erwerben nur
noch die Kinder, deren Eltern bzw. Großeltern im Gespräch
untereinander Platt sprechen.

Diesen in der Mitte des 20. Jahrhundert einsetzenden
Sprachwechsel vom Platt- zum Hochdeutschen nimmt Professor Dr.
Kremer in seinem Vortrag im Kreishaus auf ausgesprochen
anschauliche Weise in den Blick. Dazu präsentiert er
Einschätzungen von Zeitzeugen und die Ergebnisse früherer
Untersuchungen. So war im Alltagsleben des Westmünsterlandes vor
100 Jahren das Hochdeutsche in der Regel in familiären
Gesprächssituationen fehl am Platze. Gesprochen wurde es nur bei
offiziellen und formellen Anlässen. Bis zum Zweiten Weltkrieg
blieb das so beim größten Teil der Bevölkerung; der sprachliche
Alltagsverkehr verlief auf Plattdeutsch. Heute lassen die
sprachlichen Verhältnisse im westlichen Westfalen diese
Feststellung längst nicht mehr zu: Zum einen beherrscht nur noch
ein kleiner, stets weiter abnehmender Teil der Bevölkerung
Plattdeutsch. Zum anderen geht sein Gebrauch selbst bei aktiven
Sprechern beständig zurück - auch in Alltagsgesprächen wird mehr
und mehr Hochdeutsch verwendet. Und da die Eltern der heutigen
Viertklässler fast ausschließlich auf Hochdeutsch mit ihren
Kindern sprechen wollen bzw. können, sieht es inzwischen düster
um das Fortbestehen des Plattdeutschen im 21. Jahrhundert aus.

Professor Kremer ordnet in seinem Vortrag diese Entwicklung in
überregionale Zusammenhänge ein. Zudem befasst er sich mit
folgenden Fragen: Gibt es außer dem heimischen Plattdeutschen
auch andere sprachliche Möglichkeiten zum Ausdruck regionaler
Identität? Wie sind die Zukunftsaussichten des Plattdeutschen?
Kann es überleben? Wenn ja, auf welche Weise und in welcher Form,
und was müsste dazu geschehen? Der Eintritt zu dieser
Veranstaltung ist frei.

Mit dem Buch "Dialektschwund im Westmünsterland - Zum
Verlauf des niederdeutsch-hochdeutschen Sprachwechsels im 20.
Jahrhundert" von Ludger Kremer und Veerle Van Caeneghem ist die
Diskussion über den Stand des Plattdeutschen als Alltagssprache
in Westfalen und in ganz Norddeutschland ein gutes Stück weiter
gekommen. Es wird auch in den nächsten Jahren noch Stoff zur
Auseinandersetzung und Anregungen für vertiefende Studien
liefern und ist sicherlich für einen großen Leserkreis in der
Region interessant. Erschienen ist es als Band 17 der Reihe
Westmünsterland, Quellen und Studien, Vreden, Landeskundliches
Institut Westmünsterland. ISBN 3-937432-15-9. Das Buch kostet 15
Euro. Es ist im Buchhandel, im Borkener Kreishaus, Burloer
Straße 93, sowie im kreiseigenen Hamaland-Museum in Vreden,
Butenwall 4, erhältlich.


INFO

Borkener Kreishaus
Burloer Straße 93
46325 Borken





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jun 15 11:43:15 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 15 Jun 2007 11:43:15 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Neue Dauerausstellung im LWL-Industriemuseum
Zeche Nachtigall, ab 17.06.2007, Witten-Bommern
Message-ID: 46727B53020000D6000340AA@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 14.06.2007, 12:46


AUSSTELLUNG

Der Weg in die Tiefe
Neue Dauerausstellung im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall

"Der Verstand schwindet einem und der Geldbeutel schreit weh!"
So brachte der Wittener Unternehmer Carl Ludwig Berger 1832 das
Risiko auf den Punkt, senkrechte Schächte zu graben, um an die
schwarzen Diamanten zu kommen. "Der Weg in die Tiefe" war schwer
- davon erzählt die gleichnamige Dauerausstellung, die der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 17. Juni,
auf der Zeche Nachtigall in Witten eröffnet. "Damit füllen wir
ein wichtiges Kapitel Bergbaugeschichte mit neuem Leben. Denn
der Schritt vom Stollen- zum Tiefbau markiert den eigentlichen
Übergang vom ländlichen Raum zum Industrierevier", erklärte
Museumsdirektor Dirk Zache heute bei der Vorstellung der
Ausstellung in Witten.

Rund um den freigelegten Schacht Hercules - einem der ersten
Tiefbauschächte des Reviers - hat das LWL-Industriemuseum
Hindernisse und Probleme aus der Pionierzeit des Tiefbaus in
Szene gesetzt. Bergleute brauchten Licht und Luft, um Ihrer
Arbeit in der Grube nachgehen zu können. Und nicht nur Kohle
wurde aus dem Schacht gefördert, auch Wasser musste fortlaufend
aus der Grube gepumpt werden. Diese und andere Themen werden an
einem ungewöhnlichen Ausstellungsort behandelt: Unter dem
Gewölbe des Ziegelringofens, mit dem der Schacht nach
Stilllegung der Zeche im Jahr 1892 überbaut wurde.

Mit der neuen Dauerausstellung kommt der Schacht als
wesentliches Relikt der Zechenzeit zu neuem Ruhm: 1839 als
zweiter Tiefbauschacht der Zeche Nachtigall abgeteuft, nach der
Stilllegung verfüllt und seit den 1990er Jahren im oberen
Bereich wieder freigelegt, fristete "Hercules" bislang ein eher
verborgenes Dasein. Früher stiegen die Bergleute hier noch auf
Leitern in die Grube herab, erst mit dem immer weiteren
Vordringen durften sie in die Förderkörbe einsteigen. "Insgesamt
37 Jahre dauerte es, bis der Schacht seine endgültige Tiefe von
450 Metern erreicht hatte", erläutert Dr. Olaf Schmidt-Rutsch
vom LWL-Industriemuseum, der die Ausstellung konzipiert hat.

Da die historischen Zechenanlagen beim Bau des Ringofens
abgerissen wurden, setzt das LWL-Industriemuseum bei der
Inszenierung auch auf digitale Technik. Es falle vielen
Besuchern schwer, den jetzigen Baubestand der Ziegelei mit der
historischen Zechenanlage in Verbindung zu setzen, so der
Ausstellungsmacher. Eine digitale Rekonstruktion des
Schachthauses veranschaulicht, wie Köhleförderung und
Wasserhaltung funktionierten. Letztere entpuppte sich als eins
der größten Probleme des frühen Tiefbaus überhaupt: Mehrfach
mussten im Laufe der Betriebszeit Sohlen aufgegeben werden, weil
sie vollgelaufen waren.

Durch eine "Dunkelzone" gelangen Besucher in die unbekannte
Untertagewelt. Modelle machen hier zum Beispiel deutlich, wie
das verzweigte System der Frischluftzufuhr funktionierte und wie
die "ideale Anlage" einer Zeche unter Tage aussah. Dem
vielbesungenen "Licht in der Nacht" ist ein eigener Bereich
gewidmet. Aber nicht nur Technik, auch sozialgeschichtliche
Aspekte setzt das Museum in Szene. Besucher treffen zum Beispiel
auf den Steiger Heinrich Peter Best, der sich zunächst als
Vermessungssteiger auszeichnete, später abgeschoben wurde, weil
er nicht genug Kohle förderte und mit 57 Jahren als zu alt für
seinen Beruf galt. "Am Beispiel einzelner Schicksale und
biografischer Skizzen machen wir damaligs typischen
Arbeitsbedingungen deutlich", erläutert der Historiker.

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 17. Juni, um 11 Uhr im
Rahmen des 3. Knappentages auf Zeche Nachtigall. Den ganzen Tag
über erwarten die Besucher Führungen durch die neue Ausstellung
und durch das Besucherbergwerk Nachtigallstollen, Vorführungen
der Dampffördermaschine, Schmieden am Kohlefeuer und der Einsatz
einer historischen Dampflokomobile und einer Straßendampfwalze.
Kinder können Schachthüte basteln und mit Clown Zimbo eine
"Knappenprüfung" bestehen. "Wir erwarten am Sonntag rund 200
Knappen - und hoffentlich viele hundert Besucher", so
Museumsleiter Michael Peters.


INFO

LWL-Industriemuseum
Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten-Bommern
Telefon: 02302 93664-0
Telefax: 02302 93664-22
E-Mail: Zeche-Nachtigall at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jun 15 11:53:28 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 15 Jun 2007 11:53:28 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Stadtgeschichtliche Ausstellung im
Museum Hexenbuergermeisterhaus Lemgo, ab 17.06.2007, Lemgo
Message-ID: 46727DB8020000D6000340CC@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Museum Hexenbürgermeisterhaus Lemgo"
Datum: 15.06.2007, 11:34


AUSSTELLUNG

"vielschichtig"-
Stadtgeschichte, Baugeschichte, Lebensgeschichten
Die neue Stadtgeschichtliche Ausstellung im Museum
Hexenbürgermeisterhaus Lemgo

Am Sonntag, den 17. Juni 2007, wird im Museum
Hexenbürgermeisterhaus Lemgo die neue stadtgeschichtliche
Dauerausstellung eröffnet. Das Hexenbürgermeisterhaus wurde
zwischen 1665 und 1571 von dem wohlhabenden Bauherrenpaar
Hermann Kruwel und Lisbeth Fürstenau errichtet. Mit seiner
aufwändig gestalteten Fassade gehört das Haus zu den
bedeutendsten Baudenkmälern städtischer Architektur im Stil der
Weserrenaissance. Nach der umfangreichen Instandsetzung, die
bereits im Jahr 2004 abgeschlossen wurde, sind beim Rundgang
viele Spuren der mehr als 400-jährigen Geschichte des Hauses und
seiner Bewohner und Bewohnerinnen zu entdecken.

Der Beiname "Hexenbürgermeisterhaus" erinnert an den Juristen
und Bürgermeister Hermann Cothmann (1629-1683), der sich den Ruf
eines unerbittlichen "Hexenjägers" erwarb. In seine Amtszeit
fiel die letzte Welle der Hexenprozesse in Lemgo mit besonders
vielen Opfern. Sein Vater, der Kaufmann Dietrich Cothmann, hatte
das Haus im Jahre 1625 erworben. Catharina Goehausen, die
Ehefrau von Dietrich und Mutter von Hermann Cothmann, wurde
selbst ein Opfer der Hexenprozesse. Sie wurde angeklagt und im
Jahre 1654 enthauptet. Erstmals wird der Geschichte der Familie
Cothmann im Hexenbürgermeisterhaus eine eigene
Ausstellungseinheit gewidmet.

Die Hexenverfolgung bildet ein Schwerpunktthema der Ausstellung.
Zu sehen sind Folterinstrumente aus dem Nachlass der Lemgoer
Scharfrichterfamilie Clauss/Clausen. Im Mittelpunkt aber stehen
Biografien einzelner Prozessopfer. Grundlage der Präsentation
sind die überlieferten Prozessakten im Stadtarchiv Lemgo.

In einer Ausstellungseinheit wird darüber hinaus die Rezeption
der Hexenprozesse in der Geschichtskultur des 20. Jahrhunderts
dargestellt. Zu den Exponaten gehören drei Trachtenpuppen
("Hexenbürgermeister", "Hexe" und "Henker"), die in den Jahren
1927/28 von der Lemgoer Schwesternschaft des Jungdeutschen
Ordens für eine Wanderausstellung hergestellt wurden. Es handelt
sich dabei um Leihgaben aus der Trachtenpuppen-Sammlung des
Historischen Museums Bielefeld.

Hanse, Reformation sowie die Reisen und das Werk des in Lemgo
geborenen Arztes und Naturforschers Engelbert Kaempfer
(1651-1716) gehören zu den weiteren Ausstellungsthemen. Zu sehen
sind Münzen, Meerschaumpfeifen, Zunftpokale sowie Drucke und
Bücher aus der Meyerschen Buchhandlung. Durch die Tätigkeit des
Verlages unter Christian Friedrich Helwing war in Lemgo ein
Verlagszentrum der Aufklärung in Westfalen entstanden.

Mit Objekten, Filmen und Zeitungen wird die Stadtgeschichte im
20. Jahrhundert dargestellt. Auch in dieser Ausstellungseinheit
werden Biografien präsentiert, wie die Lebenswege von Karla
Raveh und Kurt Gumpel, die in jüdischen Familien aufwuchsen und
Opfer der NS-Verfolgung waren. Karla Raveh, die in heute in
Tivon/Israel lebt, hat vor einigen Jahren in einem Film über ihr
Schicksal und über ihre Beziehung zu ihrer Heimatstadt Lemgo
berichtet. Der Film ist in der Ausstellung zu sehen.

Mit der neuen Dauerausstellung wird gleichzeitig das renovierte
Haus Weege, als Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert ebenfalls
ein Baudenkmal, eingeweiht. Dort, im unmittelbaren Nachbarhaus
des Hexenbürgermeisterhauses, ist das Foyer des Museums
untergebracht. Auch Hof und Garten sind künftig für die Besucher
zugänglich.

Mitten im historischen Stadtkern Lemgos ist damit ein neues
Geschichtsmuseum in zwei mit einander verbundenen Baudenkmälern
entstanden.


INFO

Museum Hexenbürgermeisterhaus Lemgo
Breite Straße 17-19
32657 Lemgo
Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag 10- 17 Uhr, montags geschlossen
Tel.: 05261-213276
E-mail: museen at lemgo.de

Kontakt:
Jürgen Scheffler
Museum Hexenbürgermeisterhaus
Breite Str. 17-19
32657 Lemgo
Tel.: 05261-213276
Fax: 05261-213364
E-Mail: museen at lemgo.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jun 15 11:56:12 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 15 Jun 2007 11:56:12 +0200
Subject: [WestG] [POS] Praktikumplatz beim Internet-Portal
"Westfaelische Geschichte"
Message-ID: 46727E5C020000D6000340D0@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Marcus Weidner",
Datum: 14.06.2007, 14:00


Praktikumplatz beim Internet-Portal "Westfälische Geschichte"

Am Westfälischen Institut für Regionalgeschichte ist im November
2004 das Internet-Portal zur "Westfälischen Geschichte"
(http://www.westfaelische-geschichte.de) gestartet. Das Portal
ist nicht nur als ein strukturierter Wegweiser zum Auffinden von
Inhalten im Internet konzipiert, sondern soll mit seinen Diensten
und Dokumenten selbst ein Ziel der Recherche sein.

Im Rahmen des Portals werden Internet-Ressourcen (z. B. Linkkatalog)
strukturiert und bewertet sowie digitale Quellen und Informationen
(z.B. Quellen, Karten, Biografien, Medien, Bibliografien,
Chronologien usw.) online zur Verfügung gestellt. In einem
speziellen Bereich werden zudem Materialien für Schule und
Ausbildung zur Verfügung gestellt. Service-Angebote wie die
E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" sind weitere Bestandteile
des Portals.


Im Rahmen dieses Projekts ist ab dem 20.08.2007 ein unbezahlter
Praktikumplatz zu besetzen. Zeiteinteilung und Dauer nach Absprache.

Voraussetzungen:
- Hauptfach Mittlere oder Neuere/Neueste Geschichte
- Hauptstudium

Aufgaben, u. a.:
- Recherche und Erarbeitung relevanter Inhalte
- Datenerfassung/Digitalisierung (Datenbank, Textverarbeitung)
- Betreuung der E-Mailing-Liste
- Konzeptionelle und inhaltliche Mitarbeit

Ort:
- Münster, Karlstraße 33


Bei Interesse melden Sie sich mit einem kurzen schriftlichen Lebenslauf
bei:

Dr. Marcus Weidner
LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte
Karlstraße 33
48147 Münster
Tel. 0251/591-5691
E-Mail: marcus.weidner at lwl.org

Bitte geben Sie diese E-Mail ggf. auch an Interessierte in Ihrem
Umkreis weiter.

Vielen Dank!





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jun 18 11:05:16 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 18 Jun 2007 11:05:16 +0200
Subject: [WestG] [AUS] "Ansichten und Einblicke" zum 50. "Geburtstag"
des Hertener Rathauses, Herten
Message-ID: 467666EC020000D6000342DF@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Stadt Herten"
Datum: 15.06.2007, 16:17


AUSSTELLUNG

Jubiläums-Ausstellung eröffnet
"Ansichten und Einblicke" zum 50. "Geburtstag" des
Hertener Rathauses

Interessante "Ansichten und Einblicke" aus fünf
Jahrzehnten Rathausgeschichte gibt es in der gleichnamigen
Fotoausstellung, die ab sofort im ersten und zweiten Stock des
Hertener Rathauses zu sehen ist. Bürgermeister Dr. Uli Paetzel,
der die Ausstellung heute gemeinsam mit dem Leiter des
Kulturbüros, Bernd Uppena, und Stadtarchivar Horst Spiegelberg
eröffnete, staunte über das bunte Spektrum anekdotenhafter
Bilder: "Neben den Außenaufnahmen finde ich persönlich die
Bilder ehemaliger Mitarbeiter besonders interessant, die ich zum
Teil noch kennengelernt habe. Diese Kollegen zwischen riesigen
Aktenbergen zu sehen, das ist für mich im heutigen
Computerzeitalter fast unvorstellbar!"

Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, zu den
üblichen Öffnungszeiten des Rathauses ebenfalls einen Blick auf
diese fast schon "historischen" Dokumente zu werfen - es lohnt
sich!


INFO

Pressestelle der Stadt Herten
45697 Herten
Tel.: (02366)303-357
Fax: (02366)303-523
URL: http://www.herten.de
E-Mail: pressestelle at herten.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jun 18 11:10:29 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 18 Jun 2007 11:10:29 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL veranstaltet den BilderBuchSommer 2007
Message-ID: 46766825020000D6000342FB@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 14.06.2007, 15:25


AKTUELL

"Dr. Brumm trifft Rubinella": LWL veranstaltet den
BilderBuchSommer 2007 mit einer Ausstellung, einem
Symposium und einem Kinderspektakel

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
veranstaltet in diesem Jahr erstmals einen BilderBuchSommer.
Dazu gehören die Ausstellung "Dr. Brumm trifft Rubinella", ein
Symposium für alle, die beruflich oder aus privatem Interesse
mit Kinderbuchillustrationen zu tun haben, sowie ein großes
Kinderspektakel. Alle Veranstaltungen finden in Kooperation mit
der Fachhochschule Münster und dem Museum für Westfälische
Literatur auf dem Kulturgut Haus Nottbeck (Kreis Warendorf)
statt.

Die LWL-Ausstellung "Dr. Brumm trifft Rubinella" zeigt Arbeiten
von Daniel Napp, dem Erfinder des Bilderbuchbären Dr. Brumm, und
von Daniela Bunge, die das Mädchen Rubinella erfand. Die
Ausstellung ist bis zum 26. August 2007 im Museum für
Westfälische Literatur - Haus Nottbeck zu sehen (Öffnungszeiten
Di-Fr 14 bis 18 Uhr, Sa, So, feiertags 11 bis 18 Uhr).

Beide Illustratoren sind auch als Kinderbuchautoren tätig. Sie
haben an der Fachhochschule Münster (FH) Illustration bei Prof.
Marcus Herrenberger studiert. Herrenberger hat hier etliche
Talente entdeckt und ausgebildet. "Damit wurde die FH Münster in
Deutschland neben der Hochschule für Angewandte Wissenschaften
in Hamburg die wichtigste Ausbildungsstätte für Illustration im
weiten Umfeld des Bilder- und Kinderbuches. Aus Westfalen kommen
viele aktuell erfolgreiche Kinderbuchillustratoren. Dieses
starke Potenzial möchte der LWL mit den Veranstaltungen des
BilderBuchSommer bekannt machen, stärken und unterstützen", so
LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch anlässlich der
Auftaktveranstaltung.

Die Ausstellung stellt zwei herausragende Talente aus der
"westfälischen Schule" von Herrenberger vor. Von der 1973 in
Zwiesel geborenen Daniela Bunge stammen Illustrationen zu
Kinderbüchern wie "Frisch und Frech" (Text von Geraldine
Elschner) oder "Der Stärkste von allen" (Text von Heinz Janisch).
Bei anderen Bilderbüchern ist sie für Bild und Text
verantwortlich. So etwa bei ihrer Diplomarbeit an der FH Münster,
"Schneetreiben", die Bunge bei einem renommierten Verlag
veröffentlichen konnte. Ihr aktuelles Buch heißt "Kirschenzeit
mit Rubinella". Einige von Bunges Büchern sind neben der
deutschen Originalausgabe auch in Englisch, Französisch,
Italienisch, Griechisch und Niederländisch erschienen.

Der in Münster lebende Daniel Napp, geboren 1974 in Nastätten im
Taunus, ist vor allem durch seine Figur "Dr. Brumm" bekannt
geworden. Aber auch mit Büchern wie "Pellepau", "Peeperkorns
Reise um die Welt " oder "Schnüffelnasen an Bord" zeigt er sein
Doppeltalent als Geschichtenerfinder und Illustrator zugleich.
Aus Napps neuestem Kinderbuch "Hinterher", das im Herbst 2007
erscheint, zeigt die Ausstellung Originale. Von den Büchern
Daniel Napps sind Ausgaben in Niederländisch, Dänisch,
Koreanisch und Japanisch erschienen und ebenfalls in der
Ausstellung zu sehen.

"Die Ausstellung soll einen Einblick in die Arbeitsweisen der
beiden Zeichner ermöglichen. Anhand der Exponate zeigen wir, wie
aus einer Idee über Storyboards, Entwurfsalternativen und Arbeit
an der Figurenentwicklung ein fertiges Bilderbuch entsteht",
erklärt Kirsch.

Das Symposium am Freitag (15. 06.) möchte in der Zeit von 10 bis
17 Uhr Menschen rund um das Thema Kinderbuch zusammen bringen.
Es lädt Kinderbuchillustratoren und die die es werden wollen,
sowie Autoren, Verleger, Lektoren, Buchhändler, Bibliothekare
und andere Interessierte zu einem praxisorientierten Austausch
ein.

Den Auftakt machen neben einer Einführung zur Westfälischen
Kinder- und Jugendliteratur gestern und heute (Dr. Walter Gödden,
Literaturkommission für Westfalen beim LWL) zwei Vorträge mit
historischem Fokus: Dr. Bennie Priddy (Leiter Museum Abtei
Liesborn) stellt den westfälischen Illustrator Theobald von Oer
vor, der auf Haus Nottbeck geboren wurde. Friederike Krippner
von der LWL-Literaturkommission spricht über die aus Verl in
Westfalen stammende Autorin Katherine Allfrey.

Danach wird der Schweizer Hans ten Doornkaat über das
"Nachdenken fürs Vorzeichnen - Ein Plädoyer für konzeptionelles
Denken beim Büchermachen" sprechen. ten Dornkaat gilt in der
Szene der Kinderbuchverlage und Kinderbuch-Illustration als eine
der herausragenden Persönlichkeiten, mit immenser Kenntnis der
Bilderbuch-Illustration im europäischen Raum. Am Nachmittag
stellen Bunge und Napp ihre Arbeit vor und berichten über ihren
Werdegang und ihre Arbeitsweise. Zum Abschluss findet eine
Podiumsdiskussion beider Illustratoren mit ten Doornkaat und
Herrenberger statt über Idylle und Wirklichkeit, das Berufsbild
rund um das Kinderbuch, über Chancen und Probleme junger
Illustratoren.

Der Samstag (16.06.) ist dem Publikum von Kinderbüchern gewidmet,
den Kindern. Für sie veranstaltet der BilderBuchSommer ein
Spektakel, mit Lesungen, mit Musik der Musikschule
Beckum-Warendorf, mit Bücherflohmarkt und Preisrätsel. Die
Musikschule Beckum-Warendorf gibt mit dem Chor unter Leitung von
Veronika te Reh den Auftakt.

Bunge wird aus ihrem neusten Buch "Kirschenzeit mit Rubinella"
lesen, Napp anhand von "Dr. Brumm versteht das nicht" zeigen,
wie ein Bilderbuch entsteht. Das Gitarren-Ensemble Enningerloh
der Musikschule Beckum-Warendorf zeigt sich "Vielsaitig - Musik
von der Renaissance bis Pop" und der Autor Thomas Krüger liest
für die größeren Kinder aus seinem Buch "Die Stadt der
fliegenden Teekannen".


INFO

Veranstaltungsort: Kulturgut Haus Nottbeck
Museum für Westfälische Literatur
Landrat-Predeick-Allee 1
59302 Oelde
Tel: 02529 / 94 55 90
URL: www.bilderbuchsommer.de

Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Kathrin
Höltge von der LWL-Kulturabteilung gern unter Tel. 0251 / 591
3856 oder mobil unter 0172 208 19 87 zur Verfügung





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jun 18 11:15:33 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 18 Jun 2007 11:15:33 +0200
Subject: [WestG] [POS] LWL-Amt fuer Denkmalpflege,
Leiter/in der Inventarisation, Muenster
Message-ID: 46766955020000D600034310@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 15.06.2007, 11:28


STELLENAUSSCHREIBUNG

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist Träger des LWL-Amtes
für Denkmalpflege in Westfalen mit Sitz in Münster. Zum
nächstmöglichen Termin ist dort die Stelle

der Leiterin/des Leiters der
Inventarisation

zu besetzen.

Das LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen nimmt gem. § 22
Denkmalschutzgesetz NRW die gesetzlichen Aufgaben der
Baudenkmalpflege in Westfalen-Lippe wahr und berät die Städte
und Gemeinden als Untere Denkmalbehörden sowie die Kreise und
die drei Bezirksregierungen als Obere Denkmalbehörden.

Aufgabengebiete:
- die fachliche und personelle Betreuung und Koordination der
Bereiche Inventarisation, Bauforschung, zentrale Dienste
- die konzeptionelle Weiterentwicklung dieser Forschungs- und
Dienstleistungsbereiche

Wir erwarten:
- ein mit Promotion abgeschlossenes Studium der Fachrichtung
Kunstgeschichte oder einer benachbarten Disziplin
- mehrjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Inventarisation
- Kenntnisse im Auf- und Ausbau datenbankgestützter
Denkmalfachinformationssysteme,
sowie allgemein gute EDV-Anwenderkenntnisse
- Verhandlungsgeschick, Kooperationsbereitschaft und
Integrationsvermögen
- Personalführungskompetenz, möglichst mit Leitungserfahrung
- hohe Einsatzbereitschaft

Wir bieten:
- eine den Aufgaben entsprechende Vergütung/Besoldung
nach Entgeltgruppe 15 TVöD bzw. Bes.Gr. A 15 BBesG

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind
ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Für telefonische Rückfragen steht Ihnen ab dem 02.07.2007 Herr
Dr. Harzenetter (0251 591-4035) zur Verfügung.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer
23/07 bis zum 20.07.2007 an den

Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
Personalabteilung
48133 Münster
www.lwl.org






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jun 18 11:22:32 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 18 Jun 2007 11:22:32 +0200
Subject: [WestG] [KONF] Historisches Lernen zwischen Universitaet und Praxis,
20.-22.09.2007, Muenster
Message-ID: 46766AF8020000D60003431C@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Rainer Pöppinghege"
Datum: 16.06.2007, 10:45


TAGUNG

Von Elfenbein- und anderen Türmen.
Historisches Lernen zwischen Universität und Praxis

Tagung vom 20.-22. September 2007
Villa ten Hompel, Münster

Konzept und Leitung:
Heike Mätzing (Vechta), Rainer Pöppinghege (Paderborn),
Michael Stolle (Karlsruhe), David Wirth (Duisburg-Essen)

Die Tagung befasst sich mit den spezifischen Formen
geschichtswissenschaftlicher Lehre. Sie richtet ihr Augenmerk
u.a. auf außeruniversitäre Lehr- und Lernorte sowie die Frage,
wie Kompetenzen im Geschichtsstudium gelehrt werden können.
Hierzu ist es notwendig, auch die aktuellen Auswirkungen des
Bologna-Prozesses auf die Konzeption von
geschichtswissenschaftlichen Studiengängen zu berücksichtigen.
Neben verschiedenen Vorträgen ist ein Workshop-Teil vorgesehen,
in dem die Teilnehmer eigene Erfahrungen austauschen
können.

Donnerstag, 20. September 2007
17:30 Uhr Führung durch die Dauerausstellung der Villa ten Hompel
18:45 Uhr Geschichte lehren nach Bologna
Prof. Dr. Raphaela Averkorn (Siegen)
20:00 Uhr
Gemeinsamen Abendessen

Freitag, 21. September 2007
9:00 Uhr
Begrüßung und Einführung
Block I: Methodische und hochschulfachdidaktische Probleme
9.30 Uhr
Kompetenzerwerb, Teil 1: Geschichte lehren und lernen im Studium
David Wirth, M.A. (Duisburg-Essen)
10.30 Uhr
Lob der Methode: Überlegungen zum universitären
Geschichtsunterricht
Dr. Norbert Furrer (Bern)
11.30 Uhr
Pause
11.45 Uhr
Projekte als Chance außeruniversitären Lernens
N.N.
12:45- 14:15 Uhr Mittagspause
14:15 Uhr
Block II: Außeruniversitäre Lehr- und Lernformen
Geschichtsdidaktik digital - ein Erfahrungsbericht zu historischem
Lehren und Lernen mit der Lehrplattform 'Lehrbox.de'
Leonard Schmieding (Leipzig)
Geschichte im Computerspiel. Die virtuelle Welt als Lernort?
PD Dr. Rainer Pöppinghege (Paderborn)
Geschichte im Rundfunk
Dr. Michael Stolle (Karlsruhe)
16.15 Uhr
Pause
16:30 Uhr - 19:00 Uhr
Kompetenzerwerb, Teil 2: "Kriegt man dafür eigentlich Punkte?"
Ein Workshop
David Wirth, M.A. (Duisburg-Essen)

Samstag, 22. September 2007

III. Block Geschichte studieren nach dem Bologna-Prozess
9:30 Uhr
Zusammenfassung der Ergebnisse vom Vortag
10:15 Uhr
Neue Studiengänge - neue Studienschwerpunkte.
Das Beispiel Public History.
Dr. Beatrice Schumacher (Basel/Luzern)
11:15 Uhr
Historisches Lernen im 21. Jahrhundert - mit Methoden
des 19. Jahrhunderts?
Oder: Zu welchem Ende studiert man heute Geschichte? -
Eine Diskussion
12:30 Uhr
Resümee der Tagung


INFO

Veranstaltungsdaten:
Von Elfenbein- und anderen Türmen.
Historisches Lernen zwischen Universität und Praxis
Datum: 20.-22. September 2007
Villa ten Hompel
Münster

Kontakt:
PD Dr. Rainer Pöppinghege
Historisches Institut der Universität Paderborn
E-Mail: rainer.poeppinghege at upb.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jun 18 11:38:07 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 18 Jun 2007 11:38:07 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Ausstellungseroeffnung skulptur projekte muenster 07
Message-ID: 46766E9F020000D60003432D@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 16.06.2007, 12:34


AUSSTELLUNG

Ausstellungseröffnung skulptur projekte münster 07

Nach fast dreijähriger Vorbereitungszeit eröffnen am Samstag,
den 16. Juni 2007, die vierten Skulptur Projekte in Münster. 36
eingeladene Künstler haben in der Stadt 34 Projekte realisiert.
Erstmals wurden auch die Medien Film und Video stärker mit
einbezogen, performative Arbeiten spielen eine wichtige Rolle
und das Internet als erweiterte öffentliche Plattform
transportiert künstlerische Ideen über den städtischen Kontext
hinaus. Das Kuratorenteam, Brigitte Franzen, Kasper König und
Carina Plath, nennt die Ausstellung "eine Langzeitstudie", die
zeigt, wie sich die künstlerische Auseinandersetzung mit
Öffentlichkeit und auch die Öffentlichkeit selbst verändert.
Zusammen mit der Kuratorin für Gegenwartskunst am
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Brigitte
Franzen, und der assoziierten Kuratorin Carina Plath, Direktorin
des Westfälischen Kunstvereins, leitet der 63-Jährige die
skulptur projekte münster 07.

Seit 1977 untersuchen die Skulptur Projekte Münster im Abstand
von zehn Jahren das ambivalente Verhältnis von Kunst und
Öffentlichkeit, indem Kunstproduktion unmittelbar vor Ort
geschieht: Sie setzt sich mit der städtischen Gemengelage
auseinander und bezieht den "Bürger" aktiv mit ein. Mit dieser
kritischen Fragestellung hat sich das Projekt seit 1977 in der
Liga der großen internationalen Ausstellungen fest verortet.
Unter den vielen Projekten, die sich inzwischen mit "Kunst im
öffentlichen Raum" beschäftigen, gilt Münster damit nicht nur
als Pionier, sondern als die einzige Plattform, auf der seit 30
Jahren konstant das Thema aufgegriffen und zeitgemäß bearbeitet
wird. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass städtischer Raum in
den letzten Jahren von öffentlicher und privater Hand zunehmend
vereinnahmt - oder aber bewusst vernachlässigt - wird, erscheint
die Einladung an 36 internationale Künstlerinnen und Künstler
umso dringlicher, um das Verhältnis von Kunst und Öffentlichkeit
neu zu hinterfragen. "Heute ist der öffentliche Außenraum der
Städte wie nie zuvor überdeterminiert und 'übergestaltet', von
einer Renaissance der Kunstinstitutionen und einem neuen
Zusammenklang von Gegenwartskunst und Museum ist die Rede. Das
allgegenwärtige 'Kauf-mich' und 'Schau-mich-an' der Innenstädte
hat dazu geführt, dass sich heutige Künstler oft 'undercover'
und mit kritischer Distanz der Situation und dem Anspruch von
Kunst im Außenraum nähern," erläutert Kuratorin Brigitte Franzen
die gegenwärtige Situation.

Ihren Ausgangspunkt fanden die Skulptur Projekte 1977 in einem
lokalen Konflikt um ein bevorzugtes Grundstück in der Stadt, der
ein vorläufiges Ende mit einem Geschenk an die Stadt und ihre
Bürger in Form einer zeitgenössischen Skulptur von George Rickey
fand. Diese allerdings löste auf der Basis der vorangegangenen
Ereignisse einen Sturm der Entrüstung aus. "Die Stimmung war
damals so aufgeheizt, dass die lokalen Zeitungen wirklich gegen
die Kunst Rabatz gemacht haben und Klaus Bußmann fühlte sich als
Kustos des Westfälischen Landesmuseums und couragierter
Aufklärer herausgefordert. Es war notwendig, Informationen über
die sehr komplexe und nicht unbedingt populäre Geschichte der
modernen Skulptur von Rodin bis in die Gegenwart zu geben. So
entstand die Ausstellung innerhalb des Museums. Daneben gab es
einen erweiterten Teil mit autonomen Skulpturen im
Schlossgarten. Klaus Bußmann ist also der Initiator und hat mich
dazu geholt. So ist der Projekte-Teil entstanden, und daraus
haben sich dann mit Bußmann zusammen die drei Ausstellungen und
jetzt mit uns Dreien die vierte Ausstellung entwickelt,"
resümiert Kasper König.

Münster ist nach der dreißigjährigen Geschichte von Skulptur
Projekte nicht mehr nur eine typische mittelgroße deutsche Stadt,
in der sich Lokales und Universelles beispielhaft verbinden.
Vielmehr birgt die Stadt inzwischen auch eine historische
Perspektive auf die Ausstellung. 39 Werke, die im städtischen
Raum einen dauerhaften Ort gefunden haben, sind Zeugen der
vergangenen Skulptur Projekte. Für die eingeladenen Künstler
stellt das eine ganz besondere Situation dar, auf die sie
reagieren. Die assoziierte Kuratorin Carina Plath meint: "Wir
können nicht so tun, als wäre Münster ein Ort ohne Skulptur
Projekte. Die Künstler, die in den 1960er und 1970er Jahren
geboren worden sind, kennen das Spezifikum von Münster, dass es
hier Skulptur Projekte gegeben hat, und sie beziehen sich zum
Teil auch klar auf vorherige Projekte. Die Stadt ist ohne Kunst
nicht mehr zu denken - und es gibt somit auch Arbeiten, die sich
stärker auf die Ausstellung beziehen als auf Münster als 'carte
blanche'."

Auch für skulptur projekte münster 07 waren die eingeladenen
Künstler wieder aufgefordert, sich mit der Stadt und ihren
Gegebenheiten auseinander zu setzen. Die intensive Durchdringung
des Ortes und seiner spezifischen Bedingungen ist der Grund für
die außergewöhnlich hohe Qualität und überraschende
Einzigartigkeit der hier entstehenden Arbeiten. Ausgehend vom
Domplatz verteilen sich die Projekte vor allem auf den Kern der
Stadt innerhalb des Promenadenrings. Einige Projekte werden
diesen Rahmen verlassen und an anderen Orten des Stadtgebietes
angesiedelt sein, zum Beispiel am Aasee und an den
naturwissenschaftlichen Instituten der Universität.

NRW-Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers schätzt die kritische
Diskussion um das Thema Öffentlichkeit: "Ich begrüße diesen von
Münster ausgehenden offenen Dialog sehr, handelt es sich doch um
Fragestellungen, die uns alle angehen - unabhängig davon, ob sie
im Medium der Kunst, der Architektur oder auch der Politik
verhandelt werden. Wir alle müssen bereit sein, kreativ zu
denken und mutig zu handeln." Das Land Nordrhein-Westfalen
engagiert sich schon seit 1977 zusammen mit dem
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und der Stadt Münster
für Skulptur Projekte. "Der LWL hat nicht nur die Aufgabe,
westfälische Kultur zu präsentieren, er will auch die Welt nach
Westfalen holen, und das tun wir mit der Ausstellung, die in
diesem Jahr quasi ihren 30. Geburtstag feiert. Die Region und
die Stadt - vertreten durch den LWL und die Stadt Münster -
präsentieren sich mit ihrer Unterstützung für dieses Projekt als
weltoffen und zeitgenössischen Ideen gegenüber aufgeschlossen",
beurteilt LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch das langjährige
Engagement des Landschaftverbandes für Skulptur Projekte. Auch
Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann versteht die Ausstellung
als große Bereicherung für die Stadt: "Die aktuelle Auflage von
skulptur projekte münster 07 wird, genau so wie die vergangenen,
ein Erlebnis auf höchstem künstlerischen Niveau sein, das den
Besuchern und Besucherinnen die Stadt als wertvollen Kunst- und
Kulturraum präsentiert. Münster wird sich als im Wortsinne
'kunstvolle' Stadt vielen tausend Besuchern aus aller Welt
präsentieren, die diese einmalige Ausstellung von Kunst im
öffentlichen Raum besuchen."

Zentraler Ausgangspunkt und Veranstalter des Projektes ist das
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster. "Die
Ausstellung hat 1977 ihren Ausgangspunkt im Westfälischen
Landesmuseum genommen und ist seitdem fest mit dem Haus
verbunden", erklärt der Direktor des Museums, Dr. Hermann
Arnhold. "Die Skulptur Projekte stehen für die internationale
Ausrichtung und Profilierung des Hauses in der Gegenwartskunst.
Das Thema 'Kunst, Öffentlichkeit und städtischer Raum' wird auch
in zehn Jahren noch aktuell und spannend sein."

Erstmals begleitet eine Archiv-Ausstellung im Lichthof des
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, kuratiert von
Brigitte Franzen, die Skulptur Projekte und beleuchtet ihre
Vergangenheit. Hier erwartet den Besucher eine umfangreiche
Dokumentation der wechselhaften Geschichte der Ausstellung.
Anhand von Original-Skizzen, Briefwechseln, Filmsequenzen und
Modellen aus dem inzwischen umfangreichen Archivbestand wird die
Entwicklung der Ausstellung nachgezeichnet. In einem
vielfältigen Begleitprogramm werden außerdem verschiedene
Perspektiven auf das Thema eröffnet. Filmvorführungen,
Diskussionsrunden, Vorträge und Künstlergespräche beleuchten
unterschiedliche Aspekte von Öffentlichkeit, Urbanität und
städtischem Raum. Ein breit gefächertes Vermittlungsprogramm
bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen viele Möglichkeiten,
sich aktiv in die Diskussion mit einzubringen und
Öffentlichkeit zu gestalten. Dazu gehören neben öffentlichen und
Gruppenführungen, vor allem auch die sommerakademie mit
Angeboten für Kinder und die velo lounge als Forum für junge
Erwachsene.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der neben einer
ausführlichen Darstellung aller künstlerischen Projekte auch
einen umfangreichen Theorieteil enthält. 134 Begriffe zum
Untersuchungsgegenstand werden von 74 renommierten Autoren
vorgestellt. Ergänzt wird der Katalog durch einen Kurzführer.
Außerdem liefert das Kinderbuch "Was ist ein skulptur projekte?
Fünf Touren für Kinder" spannende, lustige und unerwartete
Informationen zu allen Kunstwerken, die farbig illustriert sind.
Die erste Publikation zur Ausstellung, Vorspann, ist bereits im
März in Kooperation mit der Kunstakademie Münster erschienen und
enthält Gespräche mit beteiligten Künstlern sowie eine
Podiumsdiskussion mit den Kuratoren der Ausstellung.


INFO

Träger der Ausstellung sind der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) und die Stadt Münster. Förderer und
Hauptsponsoren sind das Land Nordrhein-Westfalen, die
Kulturstiftung des Bundes, die Kunststiftung NRW, die
Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung und die
Sparkasse Münsterland Ost.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jun 19 11:25:30 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 19 Jun 2007 11:25:30 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Bedeutendes im Stevertal, 20.-22.07.2007
Message-ID: 4677BD2A020000D6000343D6@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 19.06.2007, 09:12
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"



AKTUELL

Bedeutendes im Stevertal
(3-Tagestour per Rad)

Die Stever, Nebenfluss der Lippe, speist nicht nur den Halterner
Stausee, sondern füllt auch die Gräften alter Burgen wie die der
Vischerings in Lüdinghausen. Als weitere Schlösser stehen das
westfälische Versailles Nordkirchen, das romantisch-idyllische
Westerwinkel und das geschichtsträchtige Cappenberg, Alterssitz
des preußischen Reformers von und zum Stein, auf dem Programm.

Abwechselung bieten die kleine Bergbau-Stadt Werne mit
historischem Marktplatz und dem alten Rathaus (1512), ihren
Kuranlagen (!) mit Gradierwerk und dem Natur-Solebad. Ein Muss
für Rosenfreunde ist der Rosengarten von Seppenrade, der im Juli
in voller Pracht steht.



Termin: Fr-So 20.-22. Juli 2007

Rad-Kilometer: 150

Start/ Ziel: BF Haltern

Kosten: auf Anfrage

Leistungen: geführte Radtour, 2 ÜF im DZ DU/WC, Eintritte,
Führungen, akademische Tourenleitung

Veranstalter: ADFC Oberhausen/ Mülheim


INFO

Infos u. Anmeldung:
Dr. Dr. Vera Bücker, Dr. Norbert Marißen

Tel: 02043/39939 od. 0160/94959248, oder 0208/8252342
E-Mail: echtnahdran at email.de

URL: www.echtnahdran.de









From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jun 19 11:28:14 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 19 Jun 2007 11:28:14 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Mobilitaet von Mensch und Tier in Jungsteinzeit
und Eisenzeit, 21.06.2007, Muenster
Message-ID: 4677BDCE020000D6000343D9@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster"
Datum: 18.06.2007, 17:02


AKTUELL

Von Menschen und Rindviechern
Vortrag zur Mobilität von Mensch und Tier in Jungsteinzeit und
Eisenzeit

Die naturwissenschaftliche Methode "Strontiumisotopenanalyse"
klingt sperrig, hat jedoch in den letzten Jahren den Zugang zu
vielen Erkenntnissen erleichtert: Anhand von Zähnen können
Forscher mit ihr etwa die Mobilität von Mensch und Tier in der
Ur- und Frühgeschichte erforschen. Aktuelle Untersuchungen
zeigen, dass Männer und Frauen in Jungsteinzeit und Eisenzeit
bereits als Kinder unterschiedlich mobil waren und Rinder nur zu
bestimmten Jahreszeiten in südwestdeutschen Mittelgebirgen
grasten. Corinna Knipper von der Universität Tübingen hält am
Donnerstag, 21. Juni 2007, einen Vortrag zum Thema "Von Menschen
und Rindviechern: Strontiumisotopenanalysen als Hinweis auf
Mobilität in der Ur- und Frühgeschichte", zu der die Abteilung
für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie der WWU Münster
einlädt. Die Veranstaltung beginnt um 18.15 Uhr im Hörsaal der
Geowissenschaften (Robert-Koch-Str. 28, Erdgeschoss).


INFO

Link: Abteilung für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie
http://www.uni-muenster.de/UrFruehGeschichte/






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jun 19 11:30:27 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 19 Jun 2007 11:30:27 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Barbaren in Bild und Text, 21.06.2007,
Muenster
Message-ID: 4677BE53020000D6000343DC@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster"
Datum: 18.06.2007, 17:02


AKTUELL

Barbaren in Bild und Text
Weiterer Vortrag aus der Vorlesungsreihe zu Visualität und
Geschichte

Im Rahmen der Vorlesungsreihe "Visualität und Geschichte" des
Instituts für Didaktik der Geschichte an der WWU Münster spricht
am Donnerstag, 21. Juni 2007, Prof. Dr. Gerhard Schneider von
der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Sein Vortrag "Barbaren -
Bild- und Textpropaganda" beginnt um 18.15 Uhr im Raum 309 des
Instituts für Didaktik der Geschichte (Domplatz 23a).


INFO

Link: http://www.uni-muenster.de/Geschichte/hist-dida/
(Institut für Didaktik der Geschichte)






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jun 19 11:38:16 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 19 Jun 2007 11:38:16 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2007/22
Message-ID: 4677C028020000D60003440A@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Irmgard Niemann"
Datum: 19.06.07, 08:43


LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster (ULB Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische
Geschichte" an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service
auf die jeweils aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB
Münster an. Sie informiert über neue Titel zu Westfalen, die die
ULB gekauft oder als gesetzliche Pflichtexemplare aus den
westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster
erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2007-22 für den Zeitraum vom
02.06.2007 bis zum 08.06.2007 mit insgesamt 9 Titeln ist unter
der folgenden Internetadresse abrufbar:
http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&fach=wes



Hier finden Sie auch die Neuerwerbungslisten des zurückliegenden
Vierteljahres.


Die Titel stehen über den Katalog der ULB Münster (OPAC) zur
Verfügung:
http://www.ulb.uni-muenster.de/ULB/katalog/


Hinweise zum Fachreferat Westfalen und zum Sammelgebiet Westfalen
der ULB Münster finden Sie unter:
http://www.ulb.uni-muenster.de/fach-im-fokus/wes/


http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/


Umfassend wird Literatur über Westfalen in der
Nordrhein-Westfälischen Bibliographie (NWBib) nachgewiesen:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib




Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62


INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Fachreferat Westfalen -
- Nordrhein-Westfälische Bibliographie --
Dr. Holger Flachmann
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24061
E-Mail: flachma at uni-muenster.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jun 20 10:52:39 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 20 Jun 2007 10:52:39 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: The Decline of the Swedish Town of Loedoese,
29.06.2007, Muenster
Message-ID: 467906F7020000D600034527@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Institut für vergleichende Städtegeschichte"
Datum: 18.06.2007, 16:04


AKTUELL

Im Rahmen des Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender
Städtegeschichte spricht am 29. Juni, um 17.00 Uhr c.t.

Erika Harlitz, Göteborg, über The Town that was Discarded -
The Decline of the Swedish Town of Lödöse, 1350-1646
Der Vortrag findet im Sitzungszimmer des Instituts für
vergleichende Städtegeschichte (Königsstraße 46, 48143 Münster)
statt.


INFO

Institut für vergleichende Städtegeschichte - IStG - gGmbH
Königsstr. 46
48143 Münster
Tel.: +49/(0) 251 - 83 275 12
Fax: +49/(0) 251 - 83 275 35
E-Mail: istg at uni-muenster.de
URL: www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte







From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jun 20 11:04:24 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 20 Jun 2007 11:04:24 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Sonderausstellung zur Kulturgeschichte der
privaten Feiern nach 1945, 17.06.-02.09.2007, Guetersloh
Message-ID: 467909B8020000D600034544@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Martin Wedeking"
Datum: 14.06.2007, 15:06


AUSSTELLUNG

"Heut' laden wir uns Gäste ein" Sonderausstellung zur
Kulturgeschichte der privaten Feiern nach 1945.

Jetzt geht die Party richtig los: Hausbar, Käseigel und
Ordnungsverfügung -

Wen lade ich ein? Was biete ich zu essen und zu trinken an? Und
welche Musik passt am besten? Die Fragen, die sich ein Gastgeber
vor einer mehr oder weniger spontanen Party stellt, sind immer
wieder die gleichen. Doch die Antworten haben sich in den
letzten 60 Jahren sehr verändert. Das zeigt die
Wanderausstellung "Heut' laden wir uns Gäste ein", die der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in acht westfälischen
Museen präsentiert, anhand von 200 Exponaten von der
Einladungskarte über Ratgeberliteratur und Partygeschirr bis hin
zur Hausbar aus den 1950er Jahren.

Zweite Station der Ausstellung ist das Stadtmuseum Gütersloh
(17. Juni bis 2. September 2007). Über ein Jahr lang hat
LWL-Ausstellungsmacherin Anke Wielebski Suchaufrufe gestartet,
in Partykellern gestöbert, Bowle-Schalen begutachtet,
Einladungskarten studiert und Interviews geführt. Dabei haben
ihr viele Menschen in ganz Westfalen geholfen und ihr nicht nur
viele Ausstellungsstücke zur Verfügung gestellt, sondern ihr
auch Fotoalben gezeigt und viele Party-Geschichten erzählt.
Dabei hat Wielebski herausgefunden, was in welcher Form
zubereitet auf Partys gegessen und getrunken wurde, wie die
Westfalen gefeiert haben und dass sie gar nicht immer zum Lachen
in den (Party-) Keller gegangen sind. Ergebnis ihrer Arbeit ist
eine Ausstellung, die "einen intimen Blick durchs Schlüsselloch
auf ganz individuelle Lebengeschichten erlaubt und
schlaglichtartig die Geschichte des privaten Feierns in
Westfalen erhellt", so die Ausstellungsmacherin.

Die Ausstellung startet in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre
und endet in der Gegenwart. Nach einem kurzen Einblick in die
Lebensumstände der unmittelbaren Nachkriegszeit gilt für die
frühen 1950er Jahre: "Man benimmt sich wieder." Eine Fülle von
Ratgebern zeugt von dieser weit verbreiteten Einstellung. Dabei
weist beispielsweise 1954 ein Ratgeber der jugendlichen
Gastgeberin klar ihre Rolle zu: "...jeden einzelnen deiner Gäste
glücklich zu machen, und zwar den ganzen Menschen, nicht nur den
Magen mit der bewussten Torte, nicht nur das Herz mit vielen
guten Worten, nicht nur den Geist mit brillanter Unterhaltung,
sondern alles miteinander."

Während nur zwei Jahre später ein weiteres Buch rät, der Mutter
eine Kinokarte zu schenken, "als Dank für die Hilfe, aber
gleichzeitig auch als freundschaftlicher Stups, weil man alleine
feiern möchte", sagt ein peppig aufgemachtes Buch 1979
überraschender Weise, man könne von den Eltern nicht verlangen,
dass "sie ins Kino gehen, wenn die Party steigt. Sie sollen zwar
nicht die ganze Zeit mitfeiern, aber als gute Geister im
Hintergrund können sie dir helfen, mit unvorhergesehen
Situationen fertig zu werden". "Hier schlagen sich wohl
Erfahrungen mit aus dem Ruder gelaufenen Party der 1970 Jahre
nieder", vermutet Wielebski.

In den 1950er Jahren ging es nicht nur um das Benehmen, auch die
wirtschaftlichen Fortschritte wirkten sich auf die Feierkultur
aus: "In dieser Zeit kam eine schier unglaubliche Menge von
Gebrauchsgegenständen für Partys auf den Markt:
Salzstangenhalter, Serviettenhalter, Abbieteschalen, Gläsersets,
Cocktailspieße und das Ganze in sehr bunten Formen und Farben",
so Wielebski. Mit dem steigenden Wohlstand in den 1960er Jahren
rückte das Essen immer mehr in den Mittelpunkt der Party. Dabei
empfiehlt die zeittypische Kochbuchliteratur den Gastgebern vor
allem das kalte Büffet. "Das hat sich bis heute kaum verändert",
hat Wielebski festgestellt. "Es galt zu zeigen was man hat, dazu
bediente man sich auch gerne neuer Formen der Bewirtung mit
Fondue oder Raclette. In den 1970er Jahren gingen die Westfalen
dann zum Feiern in den Keller: Die kleine Hausbar im Wohnzimmer
genügte den Ansprüchen nicht mehr, bei vielen Neubauten der
1960er und 1970er Jahre wurde die Kellerbar gleich mitgeplant.

"Die Vorteile liegen auf der Hand: Lärm, Rauch und die
Feierreste werden aus dem unmittelbaren Wohnbereich verbannt",
erklärt Wielebski. Diese Entwicklung schlägt sich natürlich in
besonderen Einrichtungsgegenständen wie Erdnuss-Spendern und
besonderen Tapeten nieder."Ein bisschen Spaß muss sein!" oder
"Let's Party", tönte es in den 1980er Jahren durch die
Partykeller. Jetzt stand die Musik im Vordergrund. Je nach
Musikgeschmack animierten Stimmungslieder, Party-Sound oder
Feten-Hits zum Mitsingen und -tanzen. Die immer
leistungsstärkeren Musikanlagen sorgen dann allerdings auch für
die eine oder andere Störung ruheliebender Nachbarn. Das
thematisiert die Ausstellung in Form von Anzeigen und
Bußgeldbescheiden. Doch bevor die in der Ausstellung gezeigten
Anzeigen kommen, gilt es am "Tag danach" mit dem Kater fertig zu
werden. Dazu präsentiert die Ausstellung einige Tricks und
Mittelchen und räumt mit einigen Vorurteilen auf. Beispielweise
mit dem wirkungslosen "Stützbier", das besagt, dass man mit dem
Getränk weitermachen soll, mit dem man aufgehört hat.

Neben einer Fülle an Gebrauchsgeschirr und Partyutensilien zeigt
die LWL-Ausstellung Schallplatten, CDs, Kofferplattenspieler,
Einrichtungsgegenstände für die Kellerbar und Hilfsmittel für
die Zubereitung eines kalten Büffets. Zahlreiche Kochbücher,
Ratgeber für die richtige Gestaltung einer Feier und Privatfotos
von Feiern ergänzen die Sammlung.

Zur Ausstellung ist ein gleichnamiger Katalog erschienen, der
die Themen der Ausstellung vertieft. Er ist für 12,-- Euro an
der Museumskasse erhältlich oder kann unter wma.info at lwl.org
bestellt werden.

Spezielles Begleitprogramm Das LWL-Museumsamt für Westfalen in
Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Gütersloh bietet ein
museumspädagogisches Programm an: Jüngere Besucher können in der
Ausstellung ihren Kindergeburtstag feiern, für Erwachsene gibt
es ebenfalls spezielle Programme.

Veranstaltungsprogramm und weitere Termine "Heut’ laden wir uns
Gäste ein" Kulturgeschichte der privaten Feiern nach 1945. Eine
Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen vom 17.
Juni bis 2. September.

Ausstellungseröffnung ist am Sonntag, 17. Juni, 11.00 Uhr.

Eine Ausstellungseröffnung als musealer Frühschoppen mit
Hans-Jörg Kühne (Saxophon) und William A. Morris (Gitarre,
Gesang), darin um 11.30 Uhr die Eröffnung mit einer Einführung
durch die Kuratorin Anke Wielebski, LWL-Museumsamt Münster.
Eintritt frei!

- 50er-Jahre-Party!

Stadtmuseum, Heimatverein und Museumscafé Gütersloh laden ein zu
einer nostalgischen Party im zauberhaften Ambiente des
Museumshofes. Am 23. Juni um 19.30 Uhr gastiert das Duo "Zarter
Anschlag" im Stadtmuseum aus Anlass der Sonderausstellung "Heut'
laden wir uns Gäste ein". Peter Lorke und Ralf Zartmann sind
vielseitige Sänger und Musiker, denen mit ihren Stimmen, der
Gitarre, dem Cajón und dem Xylophon stets ein "zarter Anschlag"
auf die Herzen der Zuhörer gelingt. Immer reagiert das Publikum
mit großer Begeisterung auf die Darbietungen der jungen Musiker
aus Essen. Im Museumshof präsentieren sie ihr Programm "Mozart
goes to Graceland" - Klassik trifft auf Rock.

Eintritt zum 60er-Jahre-Preis von 5 Euro (Vorverkauf im
Stadtmuseum und Abendkasse).

Vorweg bietet Martin Wedeking um 15.00 Uhr eine öffentliche
Führung durch die Party-Ausstellung an.


INFO

Kontakt:
Dr. Rolf Westheider
Stadtmuseum Gütersloh
Kökerstraße 7-11a
33330 Gütersloh
Tel.: 05241/26685
Fax: 05241/29072
E-Mail: info at stadtmuseum-guetersloh.de
URL: www.stadtmuseum-guetersloh.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jun 20 11:08:40 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 20 Jun 2007 11:08:40 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Massenentsaeuerung von Akten im Stadtarchiv angelaufen
Message-ID: 46790AB8020000D600034554@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Stadt Greven"
Datum: 19.06.2007, 11:56


AKTUELL

Massenentsäuerung von Akten im Stadtarchiv angelaufen

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Papier immer billiger und
massenhaft hergestellt - leider auf Kosten der Qualität. Heute
ist die Haltbarkeit dieser Papiere durch ihren Säuregehalt
bedroht. Ein Problem, das im Stadtarchiv Greven - wie in vielen
anderen Archiven auch - nun in Angriff genommen wird. Aufgrund
einer Initiative des Landes NRW, das 70 Prozent der Kosten
übernimmt, können in den nächsten Jahren zahlreiche historische
Akten in einem speziellen Verfahren entsäuert werden.

Koordiniert wird die "Landesinitiative Substanzerhalt", an der
viele Kommunalarchive teilnehmen, durch die Archivämter des
Landschaftsverbandes Westalen-Lippe (LWL) und des Rheinlands.
Sie stellen das Fachpersonal für die Restaurierung.

"Die finanzielle Förderung des Landes setzt das Stadtarchiv auch
in Zeiten der Haushaltssicherung in die Lage, erste Schritte zur
Erhaltung der historischen Aktenbestände zu unternehmen", so Dr.
Stefan Schröder vom Stadtarchiv, der den Arbeitsablauf in Greven
umsetzt. Auch mit relativ bescheidenem finanziellen Aufwand sei
so ein dauerhafter Nutzen zu erreichen. Fest steht aber auch,
dass die kommunalen Archive im Land mehr Akten entsäuern lassen
möchten als Mittel des Landes zur Verfügung stehen. "Wir wollen
auch in den nächsten Jahren unser Stück vom Kuchen, auch wenn
wir zur Zeit nur kleine Bisse machen können", so Schröder. Denn
sonst bliebe in ein paar Jahrzehnten vom Kulturgut im
Stadtarchiv nur ein Haufen zerbröseltes Papier übrig.

Nach einer ersten Sichtung im November 2006 wurden 120
historische Akten des Stadtarchivs im Februar 2007 zur
Entsäuerung abgeholt und stehen nach Beendigung der Arbeiten nun
wieder zur Benutzung im Stadtarchiv zur Verfügung. Das
eigentliche Entsäuerungsverfahren selbst findet nach Vorarbeiten
im LWL-Archivamt für Westfalen (Münster) in Brauweiler bei Köln
statt. Im Verlauf des Arbeitsgangs werden unentgeltlich
zusätzliche Serviceleistungen erbracht, die den Benutzern des
Stadtarchivs nun direkt zu Gute kommen: "Die entsäuerten
Einzelblätter wurden zusätzlich stabilisiert, schließlich
handelt es sich in unserem Fall um besonders minderwertiges
Papier aus den 1930er- und 1940er-Jahren," freut sich das Team
des Stadtarchivs, und Archivarin Angelika Haves ergänzt:
"Außerdem wurden die Seiten maschinell paginiert, das bedeutet,
nicht nur die Einzelakte, sondern jede einzelne Seite ist nun
eindeutig gekennzeichnet. Ein Service, den die Benutzer zu
schätzen wissen."

Wieviele Akten in diesem Jahr und in den nächsten Jahren noch
vor dem Zerfall gerettet werden können, ist auch abhängig von
den Haushaltsberatungen des Rates. Das Stadtarchiv hofft dabei
auf positive Signale.


INFO

Stadtarchiv Greven
Rathausstr. 6
48268 Greven
Tel.: 02571/920-358 (-458)
Fax: 02571/920-320
E-Mail: archiv at stadt-greven.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jun 20 11:09:48 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 20 Jun 2007 11:09:48 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter Soest, Folge 366, Juni 2007
Message-ID: 46790AFC020000D600034557@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 20.06.2007, 10:45


SERVICE: TOC

Heimatblätter Soest
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage zum Soester Anzeiger
Folge 366
Juni 2007


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=169



Seiten in Auswahl [AS]



Haarmann, Franz
Begeistertes Spiel unter freiem Himmel
Die Wickeder Freilichtbühne wurde vor 75 Jahren eröffnet

Deisting, Heinrich Josef
Berühmte Werl-Besucher (27)
Weihbischof Dr. Johannes Pelcking

Brand, Mechtild
Polnische Priester als Seelsorger bei ihren befreiten
Landsleuten

F.K.
"Johannisfeuer": Ein verschollener Brauch

Hinke, Wilhelm
Steinkolosse und Großsteingräber
Aus der Eiszeit sind in Westfalen viele Relikte erhalten
geblieben






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jun 21 11:02:45 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 21 Jun 2007 11:02:45 +0200
Subject: [WestG] [AKT] LWL gibt Kultfilm "Alle Jahre wieder" als DVD neu
heraus
Message-ID: 467A5AD5020000D6000346B6@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 20.06.2007, 13:30


AKTUELL

Nicht nur zur Weihnachtszeit: LWL gibt Kultfilm "Alle Jahre
wieder" als DVD neu heraus

"Alle Jahre wieder", das ist nicht nur der Titel des Films, den
Regisseur Ulrich Schamoni 1966/67 in Münster gedreht hat, das
ist auch Programm: Alle Jahre wieder zeigt der Film-Club Münster
den Film in der Vorweihnachtszeit im Schlosstheater Münster vor
stets vollem Haus. "Damit Filmliebhaber den Kultfilm nicht nur
zur Weihnachtszeit sehen können, bringen wir ihn jetzt zu seinem
40. Geburtstag gemeinsam mit dem Stadtmuseum Münster als DVD neu
heraus. Bereits vor zehn Jahren haben wir eine Videoversion
produziert, die allerdings bald vergriffen war", sagte
LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch bei der Vorstellung der DVD am
Mittwoch (20.06.) in Münster.

Ebenso wie Ulrich Schamoni und sein Bruder Peter, der den Film
produziert hat, stammt auch Drehbuchautor Michael Lentz aus
Münster, beide kannten also das besondere Milieu der Domstadt
aus eigener Erfahrung. In nur wenigen Wochen drehten sie den
86-minütigen Film.

"Der Erfolg war groß: Der Film gewann auf der Berlinale 1967
einen Silbernen Bären und dazu die Herzen der Zuschauer bis auf
den heutigen Tag. Er ist ein sehenswertes Kapitel westfälischer
Filmgeschichte, das tausende Besucher der Skulptur Projekte
Münster 2007 in Ausschnitten erleben werden. Denn die Künstler
Eran Schärf und Eva Meyer haben Ausschnitte des Filmes für ihre
Videoinstallation im Hotel Mauritzhof verwendet", so Kirsch .

Die Geschichte des Filmes ist denkbar einfach: Der 40-jährige
Werbetexter Hannes Lücke besucht "alle Jahre wieder" zu
Weihnachten seine Frau und Kinder in Münster, von denen er
getrennt lebt. Aber dieses Mal bringt er erstmals seine Freundin
mit...

Den "zeitlosen Charme" des Filmes führt Dr. Volker Jakob vom
LWL-Medienzentrum für Westfalen auf die gelungene Besetzung
zurück: Die kühle Schwedin Ulla Jacobsson als Lore Lücke, der
gebürtige Münsteraner Hans Dieter Schwarze als Hannes Lücke und
die wunderbare Sabine Sinjen als Inge Deiters. "Zum anderen ist
es die Treffsicherheit der Dialoge, ihr Humor, ihre
Glaubwürdigkeit und ihre sichere Verortung in einem
bürgerlich-katholischen Mileu, das sich wenig später auch in der
Provinz fast geräuschlos verabschiedete. Das alles kommt in
einer zwischen Ernst und Komik, Wehmut und Ironie balancierenden
Handlungsführung daher, die den Film auch heute noch, 40 Jahre
nach seiner Entstehung, sehenswert macht", urteilt
LWL-Filmexperte Jakob.

Ein umfangreiches, bebildertes Begleitheft, das sich mit der
Entstehung und der Rezeption des Filmes beschäftigt und die
Biografien seiner wichtigsten Protagonisten vorstellt, ordnet
dieses sehenswerte Kapitel deutscher Filmgeschichte für heutige
Erstseher ein und erinnert alte Filmfreunde noch einmal an
längst vergangene Zeiten.


INFO

"Alle Jahre wieder"
Ein Film von Ulrich Schamoni
mit Ulla Jacobsson, Hans Dieter Schwarze, Sabine Sinjen
DVD-Edition des Originals aus dem Jahr 1967
herausgegeben im Auftrag des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe
86 Minuten, mit 30-seitigem, bebildertem Begleitheft,
19,90 Euro (Plus Versandkosten bei Bestellung)

Bezug:
LWL-Medienzentrum für Westfalen
Fürstenbergstraße 14
48147 Münster
Tel.: 0251 / 591-3902
Fax: 0251 / 591-3982
E-Mail: medienzentrum at lwl.org

oder im

Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
48143 Münster
Tel.: +49 (0)2 51/4 92-45 03
Fax: +49 (0)2 51/4 92-77 26
E-Mail: museum at stadt-muenster.de
URL: www.stadt-muenster.de/museum






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jun 21 11:12:33 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 21 Jun 2007 11:12:33 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Mythos und Hanse, bis zum 04.07.2007, Lemgo
Message-ID: 467A5D21020000D6000346C2@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Karl-Heinz Mense"
Datum: 15.06.2007, 19:45


AUSSTELLUNG

Mythos und Hanse
"Eine wunderschöne Ausstellung"

"Mythos und Hanse" ist der Titel einer Ausstellung, die vom
Ausrichter der Hansetage 2008, der Hansestadt Salzwedel, ins
Leben gerufen wurde. Und ganz in der Tradition der Hanse geht
diese Ausstellung auch auf eine Tour durch verschiedene
Hansestädte. Während in Salzwedel die Vorbereitungen auf die
nunmehr 28. Internationalen Hansetage im Juni 2008 bereits auf
vollen Touren laufen, können sich Kunstfreunde im Rahmen der
Ausstellung schon jetzt ganz in Ruhe mit dem Thema Hanse
beschäftigen. Am Freitagabend wurde die Ausstellung von 1.
Stellvertr. Bürgermeisterin Veronika Sauerländer in der Halle
des Lemgoer Rathauses eröffnet.

Veronika Sauerländer verwies auf die Bedeutung der Hanse früher
und heute und ging dabei auch auf Bernhard II, den Stadtgründer
von Lemgo und Lippstadt ein. Die Künstlerin Karin Flacke führte
anschließend in die Ausstellung ein und erläuterte die
verschiedenen Einzelobjekte in verständlicher Weise.

Der Name "Mythos und Hanse" wurde bewusst gewählt. Denn die
Hanse ist nicht nur in Vergangenheit und Gegenwart ein
"greifbares" Bündnis von über 100 Städten. Mit der Hanse
verbindet sich eben wegen ihrer Vergangenheit immer auch der
Hauch eines Mythos. Ein Mythos deshalb, weil gerade aus der
frühen Zeit der Hanse kaum schriftliche Zeugnisse überliefert
sind. Ein Mythos auch deshalb, weil es niemals, jedenfalls nicht
bis zum Jahre 2001, eine schriftliche Festlegung der Regeln für
die Mitgliedschaft in dem wohl berühmtesten Städtebund gegeben
hat.

Die Hanse zeichnet weiter aus, dass es ein "bescheidener"
Städtebund war, der keinen Wert auf Prunk und große Schlösser
legte, was auch in der Tatsache begründet sein dürfte, dass sich
die Hanse immer gegen die Herrschaft des Adels gewehrt hat. Die
großartigen architektonischen Hinterlassenschaften der Hanse
gründen allein auf wirtschaftlichen Interessen, die sich in
einem Satz beschreiben lassen: gemeinsames Handeln zum
gemeinsamen Nutzen. Die Ausstellung beruft sich mit ihren
Exponaten auf diese einfache Philosophie der Hanse. Sie ist
bewusst kompakt gehalten und umfasst 17 Objekte. Dabei handelt
es sich um elf Quilts, eine Technik der Textilkunst, die
besonders in Salzwedel gepflegt wird, zwei Acrylgemälde, eine
Holzarbeit und drei freistehende Werke. Die Künstlerinnen und
Künstler stammen überwiegend aus der Altmark.

Karin Flacke, eine Patchworkkünstlerin und Mitgestalterin der
Ausstellung, sagt bekennend: "Als das Thema Hanse in der Schule
behandelt wurde, hat es mich sträflich gelangweilt, umso mehr
hat es mich jetzt fasziniert und beschäftigt." Dass das Thema
Hanse "fasziniert und beschäftigt", zeigen auch die Werke von
Andreas Marquard und Annie Knoll, die sich ebenfalls auf ihre
Weise mit der Hanse beschäftigt haben. Auf jeden Fall bietet die
Ausstellung dem Betrachter eine neue, aber dennoch traditionelle
Sichtweise auf die Hanse, denn die Werke geben ganz
unterschiedliche Blickwinkel auf den traditionsreichsten und
vielschichtigsten Städtebund aller Zeiten frei.

Renate Bauer, Mitglied der Lemgoer Hansekommission, zeigte sich
sehr angetan von der Ausstellung und sprach die Hoffnung aus,
dass "diese Ausstellung den Hansegedanken weiter in unsere
Bevölkerung tragen wird.

Brigitte Spethmann-Heitlage, fasste es als Eröffnungsgast
treffend zusammen: "Eine wunderschöne Ausstellung".

Die Ausstellung ist bis zum 04.07.2007 zu den üblichen
Öffnungszeiten der Stadtverwaltung in der Halle des Lemgoer
Rathauses zu sehen.


INFO

Alte Hansestadt Lemgo
Leiter des Büros des Bürgermeisters / Pressesprecher
Rathaus
Am Markt 1
32657 Lemgo
Tel. 05261-213208
Fax. 05261-213490
E-Mail: k.-h.mense at lemgo.de
URL: www.lemgo.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jun 21 11:17:08 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 21 Jun 2007 11:17:08 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Stadtsiegel fuer besondere Verdienste: Hiroo Ozawa
und Frauen fuer Lemgo geehrt
Message-ID: 467A5E34020000D6000346C5@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Karl-Heinz Mense" 1
Datum: 19.06.2007, 11:33


AKTUELL

Stadtsiegel für besondere Verdienste
Hiroo Ozawa und Frauen für Lemgo geehrt

Im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Dauerausstellung des
Hexenbürgermeisterhauses sprach Bürgermeister Dr. Reiner
Austermann zwei besondere Ehrungen aus. Für ihre Verdienste um
die Alte Hansestadt Lemgo auf verschiedensten Gebieten, zuletzt
bei der Förderung der Restaurierung eines Bildes für das
Hexenbürgermeisterhaus, überreichte er Teda Wellmer ein
Stadtsiegel der Alten Hansestadt Lemgo für die "Frauen für
Lemgo". Er nutzte die Gelegenheit um das besondere Engagement
der aktiven Lemgoer Frauengruppe aufzuzeigen.

Ein weiteres Stadtsiegel überreichte er Hiroo Ozawa, dem
japanischen Biologen und Spender der im Museum
Hexenbürgermeisterhaus ausgestellten Riesenkrabben. Zur
Eröffnung der Dauerausstellung aus Japan extra angereist, hatte
er diesmal dem Museum nach Kaempfer benannte Zikaden als
Geschenk überreicht. Bürgermeister Dr. Austermann bei der
Überreichung: "Sie haben sich um Lemgo und um unser
Hexenbürgermeisterhaus mit diesen Geschenken sehr verdient
gemacht".

Die Überreichung eines weiteren Stadtsiegels kündigte der
Bürgermeister an. Erhalten wird es die Staff-Stiftung für ihr
großes Engagement für Lemgo. Allerdings wird der Bürgermeister
damit warten bis zur Genesung des derzeit erkrankten
Vorstandsmitgliedes Ulrich Faßhauer.


INFO

Alte Hansestadt Lemgo
Leiter des Büros des Bürgermeisters / Pressesprecher
Rathaus
Am Markt 1
32657 Lemgo
Tel.: 05261-213208
Fax: 05261-213490
E-Mail: k.-h.mense at lemgo.de
URL: www.lemgo.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jun 21 11:24:10 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 21 Jun 2007 11:24:10 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Pompejanische Wandmalereien als Spiegelbild des Luxus,
16.08.-25.11.2007, Haltern am See
Message-ID: 467A5FDA020000D6000346E8@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 15.06.2007, 11:05


AUSSTELLUNG

Pompejanische Wandmalereien als Spiegelbild des Luxus
Neue Ausstellung kommt im Sommer

In welchem Luxus die anspruchsvollen Römer vor 2000 Jahren
schwelgten und wie sie ihren Reichtum in Szene setzten, zeigt
erstmals in Deutschland die neue Ausstellung "Luxus und
Dekadenz" mit 170 Exponaten, darunter zahlreiche Wandmalereien,
Goldschmuck und Marmorskulpturen. Der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) präsentiert die Schau über das römische
Leben am Golf von Neapel vom 16. August bis 25. November im
LWL-Römermuseum in Haltern am See. Die Ausstellung geht
anschließend nach Bremen, Nijmegen (Niederlande), München und
nach Japan.

Mildes Klima, atemberaubende Ausblicke, fruchtbares Ackerland
und Sonne satt - am Fuße des Vesuv ließ es sich gut leben. Das
wusste vor 2000 Jahren die römische Oberschicht zu schätzen und
ließ sich am Golf von Neapel in prunkvollen Stadthäusern und
Villen nieder, ein pompöser Luxus, der auch seinerzeit Kritiker
auf den Plan rief. Eine kleine Reihe zu den Themen der
Ausstellung gibt einen ersten Ausblick:

Griechisch war in
"Iphigenie auf Tauris" - Goethes Bühnenstück von 1786 haben
Generationen von Schülern in langen Deutschstunden interpretiert
und mühsam in seine Einzelteile zerlegt. Was manchen
Deutschschüler vor Verzweiflung die Haare raufen lässt, hat den
Dichterfürsten Goethe in den Bann gezogen: die Geschichte von
Agamemnons Tochter Iphigenie, deren Schicksal zuvor dem antiken
Dichter Euripides den Stoff für seine Erzählung geliefert hat.
Nicht weniger fasziniert von dem mythischen Verwirrspiel waren
die wohlhabenden Römer, die sich vor 2000 Jahren am Golf von
Neapel niederließen, um der Muße und dem Genuss, aber auch der
Kunst zu frönen.

Sich in der griechischen Kultur auszukennen und dies auch zu
zeigen, stand bei den antiken Kunstliebhabern hoch im Kurs. So
wurden die großflächigen Wände der Prachtvillen oft mit
Wandmalereien verziert, die mythologische Themen behandelten und
damit das Wissen der Villenbesitzer über die griechische Kultur
demonstrieren sollten.

Mit prächtigem Anstrich Iphigenie auf Tauris oder Szenen aus dem
Leben des Herkules an die Wand zu malen, war vor 2000 Jahren
also durchaus in Mode. Nicht selten übernahmen die römischen
Künstler die Motive dabei aus Musterbüchern, aus denen sich die
betuchten Kunden ihre Bilder wie aus einem Katalog aussuchen
konnten. Es gab darunter auch profane Motive: Da sich die Räume
mit Wandmalereien auf relativ preiswerte Weise verschönern und
künstlich vergrößern ließen, fanden sich an vielen Wänden
farbenfrohe Szenerien, etwa von idyllischen Landschaften,
geselligem Leben oder Fantasiebauwerken.

Wie sich vor 2000 Jahren Wände mit Malereien verschönern ließen,
zeigt die Ausstellung im LWL-Römermuseum anhand eines Filmes
sowie mehr als 40 frisch restaurierten Fresken wie z.B. das
Fresko eines liegenden Flötenspielers, das im oberen Bereich mit
einem Stuckfries verziert ist. Einige der Fresken sind zum
ersten Mal überhaupt in Deutschland zu sehen.


INFO

LWL-Römermuseum
Weseler Straße 100
45721 Haltern am See
Tel.: 02364 9376-0
Fax: 02364 9376-30
E-Mail: roemermuseum at lwl.org
URL: www.roemermuseum-haltern.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jun 21 11:30:53 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 21 Jun 2007 11:30:53 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Wasserlandschaft noerdliches Ruhrgebiet, 17.08.2007
Message-ID: 467A616D020000D6000346F4@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 206.06.2007, 10:54
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Wasserlandschaft nördliches Ruhrgebiet.
Eine Entdeckungsreise zum Thema Strukturwandel
Freitag, 17. August 2007, 9-17 Uhr

"Was heute als Science-fiction beginnt, wird man morgen
vielleicht als Reportage zu Ende schreiben müssen"(Norman Mailer)

Noch ist es an vielen Stellen nur schwer vorstellbar, dass in
der Emscher wieder Fische schwimmen werden. Weil das Ruhrgebiet
jahrzehntelang vom Bergbau geprägt war, konnte man das Abwasser
nicht unterirdisch ableiten - die Gefahr von Bergsenkungen war
zu groß. Jetzt, wo der Bergbau fast verschwunden ist, wird sich
das ändern: Das Abwasser wird in den nächsten Jahren nach und
nach in ein Röhrensystem unter die Erde verbannt. Das bedeutet
Kanalbauarbeiten auf einer Strecke von über 400 Kilometern und
Kosten in Höhe von rund 4,4 Milliarden Euro.

Während unterirdisch gebuddelt wird, renaturieren Biologen die
überirdische Emscher und wollen daraus ein Naherholungsgebiet
machen. Hinter all dem steht die Emschergenossenschaft, die
auch Teil hat an dem Projekt Phoenix-See in Dortmund. Hier
gehört gleichfalls viel Phantasie dazu, sich auf dem Areal der
ehemals verbotenen Stadt, mitten im dicht besiedelten Ortsteil
Hörde, rund um die ehemalige Hermannshütte, einen 24 ha großen
See vorzustellen.

Im gesamten Emscherraum entstehen derzeit neue Wohn-, Freizeit-
und Arbeitsmöglichkeiten. So wird die Stadt Castrop-Rauxel
einen neuen Flächennutzungsplan aufstellen, in dem die Grundzüge
der Stadtentwicklung für die nächsten 15 Jahre festgeschrieben
sind. Die Grundlagen hierzu wurden gemeinsam mit den Bürgern und
Bürgerinnen in neun Planungsgesprächen festgelegt.

Und wussten Sie, dass das nördliche und östliche Ruhrgebiet über
das dichteste Wasserstraßennetz Europas verfügt? Gemeinsam mit
den Flüssen Emscher und Lippe bilden die Kanäle das Rückgrat
einer vom Wasser geprägten Region. Die Regionale Initiative
Fluss Stadt Land hat die Wasserstraßen denn auch zu ihrem
zentralen Thema gemacht. Mit dem Wasser will sich die Region im
Wettbewerb eines Europas der Regionen profilieren.

ABLAUF

09.00 Uhr
Emscherquellhof: Vortrag über den Umbau des Emschersystems (Dr.
Martina Oldengott) und Besichtigung des Emscherquellhofes

11.00 Uhr Weiterfahrt

11.30 Uhr
Vom Stahlwerk zum See. Eine Besichtigung des Areals des
zukünftigen Phoenix-Sees in Dortmund-Hörde unter
wasserwirtschaftlichen Aspekten.

12.30 Uhr Weiterfahrt, unterwegs: Mittagessen

14.00 Uhr
Nördlich der Emscher. Zukunftsprojekte in Castrop-Rauxel:
Werkstattbericht und Besichtigungen (Martin Oldengott, Stadt
Castrop-Rauxel)

16.00 Uhr
Gespräch mit Martin Oldengott und Jutta Pauels,
Geschäftsführerin der Kommunalen Initiative Fluss-Stadt-Land,
Kreis Unna, zum Thema "Strukturwandel im nördlichen Ruhrgebiet.
Bilanz und Ausblick"

17.00 Uhr
Ende der Veranstaltung

Beginn:
9 Uhr am Emscherquellhof, Holzwickede

Ende:
ca. 17 Uhr in Castrop-Rauxel


INFO

Beginn: 9 Uhr am Emscherquellhof, Holzwickede
Ende: ca. 17 Uhr in Castrop-Rauxel
Vorbereitungsteam: Susanne Abeck, Heinz H. Meyer

Veranstalter:
Bildungswerk der Humanistischen Union
Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher
Kulturinitiative Emscher-Lippe (K.I.E.L.)

Anmeldung:
Melden Sie sich bitte bis zum 1. August 2007 an:
Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.
Emscherallee 11
44369 Dortmund
Fax: 0231 / 931122-10
E-Mail: forum at geschichtskultur-ruhr.de

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Rückfragen:
0231 / 931122-90

Anfahrtsbeschreibung
Die Fahrt erfolgt mit dem eigenen Pkw. Sollten Sie eine
Mitfahrgelegenheit benötigen, rufen Sie bitte an. Wir versuchen,
Ihnen eine solche zu vermitteln. Die Anfahrtsbeschreibung zum
Emscherquellhof laden Sie sich bitte im Netz herunter:
www.eglv.de/veranstaltungen/emscherquellhof_ausstellung.html






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jun 22 11:47:47 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 22 Jun 2007 11:47:47 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Der Maerker, Heft 1-4
Message-ID: 467BB6E3020000D60003480F@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 21.06.2007, 12:35


SERVICE: TOC

Der Märker
Landeskundliche Zeitschrift für den Bereich der ehemaligen
Grafschaft Mark und dem Märkischen Kreis
56. Jahrgang
Januar - Dezember 2007
Heft 1-4
Sonderausgabe:
Nachkriegszeit im Märksichen Kreis und im Bereich der
ehemaligen Grafschaft Mark
ISBN: 3-926890-30-4


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=90


Seiten in Auswahl [AS]

S. 6-23
Petrasch, Friedrich
Einmarsch der Amerikaner und Neuanfang in der
Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde

S. 24-45
Aschöwer, Gabriele
"Mit ernster Sorge wurde auf die mangelhafte Ernährung
hingewiesen." Zur Versorungs und Gesundheitssituation in
den Landkreisen Altena und Iserlohn zwischen 1945 und 1948

S. 46-61
Simon, Dietmar
Koppelschlösser zu Tauchsiedern. Zum wirtschaflichen Leben in
Lüdenscheid 1945-1948

S. 62-85
Thomas, Eberhard
Das britische Internierungslager "No. 7 Civilian Internment Camp"
Hemer, 1945-1946

S. 86-101
Scholz, Dietmar
Eine Zeit fast ohne Zeitungen
Der politische Umbruach in Castrop-Rauxel im Spiegel der sich
wandelnden Presse - Ende März 1945 bis Anfang Mai 1946

S. 102-119
Zezulak-Hölzer, Ira
"Flucht und Vertreibung" -
Grundsätzliches und Lokales

S. 120-123
Bettge, Götz
"Stopsack ist ein ruhiger, vernünftiger Mann..."
Das Entnazifizierungsverfahren des Iserlohner Fabrikanten
Hermann Stopsack

S. 124-131
Klauke, Norbert
Politische Verhältnisse der Nachrkeigszeit und Wahlen
in Menden

S. 132-135
Bettge, Götz
Die Demontage der Iserlohner Metallwarenfabrik
H. D. Eichelberg

S. 136-149
Wittkopp-Beine, Martina
"Wir dürfen auf diese Leistung, die jeder Großstadt würdig
wäre, stolz sein!"
Das Plettenberger Stadttheater von 1946 bis 1949

S. 150-153
Bettge, Götz
"Die Brücke"
Ein Ort der Völkerverständigung und der politischen Bildung

S. 154-158
Todrowski, Christiane
Von der Schwierigkeit, an Information über erlebte Geschichte
zu kommen
Der Geschichtswettbewerb des Arbeitskreises "Schule und Heimat"
im Heimatbund Märkischer Kreis







From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Jun 22 09:04:01 2007
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 22 Jun 2007 09:04:01 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Herne: Westfalen und das Baltikum 1200-2000,
bis 26.08.2007
Message-ID: 467B9081020000E500021719@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "geschichtskultur-ruhr"
Datum: 22.06.07, 08:49
Übernahme aus der Mailingliste "geschichtskultur-ruhr"


Westfalen und das Baltikum 1200-2000
Ausstellung des Emschertalmuseums Herne und der Stiftung
Martin-Opitz-Bibliothek in der Städtischen Galerie im Schlosspark
Strünkede
bis zum 26. August 2007


Das Emschertal-Museum zeigt gemeinsam mit der Martin Opitz Bibliothek seit
dem 8. Juni 2007 die kulturhistorische Ausstellung "Westfalen und das
Baltikum" in der Städtischen Galerie im Schlosspark Strünkede in Herne.
Der Ort ist nicht zufällig. Drei Mitglieder der Familie von Strünkede aus
Herne saßen im 15. Jahrhundert als Ritter des Deutschen Ordens auf der
lettischen Marienburg. Die wechselseitige Geschichte zwischen Westfalen und
Livland beginnt aber bereits im frühen 13. Jahrhundert mit Bernhard II. zur
Lippe als Krieger und Gründer von Fellin (Estland) nach dem Vorbild von
Lippstadt. Später wurde er Abt des Zisterzienser Klosters Dünamünde und
Bischof von Semgallen. Die gotische Architektur im Baltikum hat viele
Impulse aus Westfalen erhalten. Kaufleute aus Dortmund, Soest, Münster und
vielen anderen westfälischen Städten bestimmten das Geschehen u. a. im
Riga und Reval, zumal zwölf Orte im Baltikum zur Hanse gehörten.

Ebenso wurde der livländische Zweig des deutschen Ritterordens stark von
Adligen aus Westfalen bestimmt. Der bedeutendste von ihnen war der aus dem
Sauerland stammende Wolter von Plettenberg, der von 1494 bis 1535 die
Geschicke Livlands von Wenden (Cesis) aus leitete.

Die lange Liste der Herzöge von Kurland aus der Familie von Ketteler
bestimmte im 16. bis 18. Jahrhundert die Entwicklung dieses eigenständigen
Staates. Einige der baltischen Literaten und Hochschullehrer der
Universität Dorpat stammten aus Westfalen, so der Rektor Gustav Ewers.
Ende des 19. Jahrhunderts hatten die Westfälische Drahtindustrie aus Hamm
bei Riga eine Fabrik. Und nicht zuletzt das lettische Gymnasium in Münster
nach dem Zweiten Weltkrieg und die vielen heutigen Städtepartnerschaften
verdeutlichen die wechselseitigen Beziehungen dieser beiden
Kulturlandschaften.

Die Ausstellung kann nur hinweisen und anregen. Zur Vertiefung hält die
Martin-Opitz-Bibliothek in reichem Umfang Literatur über die baltischen
Staaten und die Deutschbalten zur Lektüre bereit.


INFO

Städtische Galerie im Schloßpark Strünkede
Karl Brandt-Weg 2
44629 Herne
Tel. 02323 -16 26 59

*************************************
geschichtskultur-ruhr - Mailingliste
Hrsg: Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher
Redaktion: Susanne Abeck, Franz-Josef Jelich
Email: geschichtskultur at hclist.de
Internet: www.geschichtskultur-ruhr.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Jun 22 15:27:10 2007
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 22 Jun 2007 15:27:10 +0200
Subject: [WestG] [AKT] aktuell - Informationen aus Westfalen-Lippe, 3/2007
Message-ID: 467BEA4E020000E500021814@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Westfalen-Initiative"
Datum: 22.06.2007, 08:33


AKTUELL

aktuell - Informationen aus Westfalen-Lippe, 3/2007
[Newsletter der Westfalen-Iniative, Stiftung und Verein]


Verwaltungsstrukturreform: Diskussionsveranstaltungen in der Region

Unterstützung für die generellen Reformziele, aber Ablehnung der Dreiteilung des Landes in drei Verwaltungsbezirke. Das ist die nahezu einhellige Meinung der Teilnehmer an vier Diskussionsrunden zum Thema Verwaltungsstrukturreform in Nordrhein-Westfalen.
Arnsberg, Recklinghausen, Münster und Bielefeld waren Kulisse der Informations- und Diskussionsveranstaltungen der Westfalen-Initiative, die dazu beitragen sollten, die Probleme zu verdeutlichen und die Debatte zu versachlichen. Die Position der Landesregierung vertraten dabei der Parlamentarische Staatssekretär Manfred Palmen (in Recklinghausen und Münster) und Hartmut Beuß, Leiter der Steuerungsgruppe Verwaltungsmodernisierung im Innenministerium NRW (in Arnsberg und Bielefeld). Von ihren Argumenten ließen sich die Gegner der geplanten Dreiteilung, allen voran der frühere NRW-Innenminister Dr. Herbert Schnoor, jedoch nicht überzeugen. Professionell moderiert von leitenden Zeitungsredakteuren boten die Veranstaltungen auch Vertretern der Kammern sowie Abgeordneten eine Plattform, ihre Standpunkte darzulegen. Einigkeit herrschte darin, dass eine Teilung Nordrhein-Westfalens in die Verwaltungsbezirke Rheinland, Ruhrgebiet und Westfalen - wie derzeit vorgesehen - weitreichende Konsequenzen hätte: Die neu entstehenden Bezirke wären extrem ungleichgewichtig. Vor allem die westfälischen Ruhrgebietsstädte und die ländlich strukturierten Gebiete Westfalen-Lippes hätten erhebliche Nachteile hinzunehmen.
Grundsätzlich jedoch begrüßten die Diskussionsteilnehmer und unterstützen Stiftung und Verein Westfalen-Initiative die Bemühungen der Landesregierung, die Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zu modernisieren und für die Zukunft fit zu machen. Die vorrangigen Ziele sollen dabei Bürokratieabbau, Beschleunigung der Prozesse und Kostenersparnis sein.
Die Westfalen-Initiative ist überzeugt, dass dies auch ohne Radikalmaßnahmen auf der Mittelebene durch wirksame innere Reformen zu erreichen ist. Entsprechende Stellungnahmen und Resolutionen haben auch der Beirat des Vereins Westfalen-Initiative sowie der Westfälische Heimatbund verabschiedet.


Stiftungsverbund Westfalen-Lippe: Jahrestagung im August

Am 7. August findet im Kloster Bentlage in Rheine (Kreis Steinfurt) die zweite Jahrestagung des Stiftungsverbundes Westfalen-Lippe statt. In verschiedenen Workshops können sich die Tagungsteilnehmer über verschiedene Themen rund um Stiftungsarbeit informieren und Anregungen für die eigene Institution erhalten. Geplante Inhalte der Workshops: Stiftungsstrategiebildung, Fundraising und Zustiftungen sowie Evaluation als Instrument der Qualitätssicherung. Das Programm der Tagung wird durch eine Führung durch das Kloster Bentlage, das zu den wichtigsten Kultureinrichtungen im Münsterland gehört, und ein gemeinsames Abendessen abgerundet. Es gibt also reichlich Gelegenheit für gegenseitigen Informations- und Erfahrungsaustausch sowie dafür, Kooperationen zu vertiefen. Die Tagung richtet sich an Mitglieder des Verbundes sowie Vertreter interessierter Stiftungen. Eine Anmeldung ist erforderlich: Tel. (0251) 3 75 09 07 oder per E-Mail an info at stiftungsverbund-westfalen-lippe.de. Das genaue Programm der Jahrestagung des Stiftungsverbundes finden Sie in Kürze im Internet unter www.stiftungsverbund-westfalen-lippe.de.


Service: Stiftungsdatenbank auf neuestem Stand

Foundatio 3.0 ist die neueste Version unserer Stiftungsdatenbank und steht Ihnen an dieser Stelle ab sofort zur Verfügung. Mit mehr als 1.000 erfassten Stiftungen und über 40.000 Einzeleinträgen ist diese Datenbank das umfangreichste Verzeichnis westfälisch-lippischer Stiftungen.
Die Stiftungsdatenbank umfasst einen öffentlichen und einen internen Bereich. Im öffentlichen Bereich können von jedem Interessierten grundlegende Informationen zu regionalen Stiftungen abgerufen werden. Der interne Bereich für Teilnehmer des Stiftungsverbundes bietet die Möglichkeit, detaillierte, für ihre Arbeit häufig wichtige Informationen zu erhalten - etwa zu aktuellen Projekten anderer Stiftungen in einem vergleichbaren Tätigkeitsfeld oder auch zu Kooperations- und Fördermöglichkeiten. Voraussetzung für die Nutzung des internen Bereichs ist allerdings, auch die eigene Stiftung - Projekte, Veranstaltungen und Stiftungsvermögen - darzustellen.
Sie wünschen für Ihre Stiftung einen kostenlosen Zugang zum internen Bereich für Teilnehmer des Stiftungsverbundes? Dann melden Sie sich bitte im Büro des Stiftungsverbundes Westfalen-Lippe, Tel. (0251) 3 75 09 07, oder per Mail unter info at stiftungsverbund-westfalen-lippe.de.


Freiluftkunst: Skulptur Projekte Münster 2007 eröffnet

Kassel und Münster - diese Orte werden in einem Atemzug genannt, wenn es in diesen Wochen um zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum geht. Neben der "documenta 12" sind die Skulptur Projekte Münster Ziel vieler Kunstfreunde - nicht nur aus Westfalen. Seit 1977 lädt die internationale Großausstellung in Münster in zehnjährigem Rhythmus Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt ein, ihre Werke in der Stadt entstehen zu lassen.
Das Kuratorenteam, Dr. Brigitte Franzen, Prof. Kasper König und Dr. Carina Plath, hat die Ausstellung drei Jahre lang vorbereitet, am 16. Juni war die feierliche Eröffnung. Schirmherr der Skulptur Projekte Münster 2007 ist Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers.
Der Titel der Ausstellung ist Programm. Die Künstler loten aus, was zeitgenössische Skulptur heute sein kann, wie sie sich im öffentlichen Raum positionieren und ihn verändern kann. Nach 1977, 1987 und 1997 werden erneut die möglichen Wechselwirkungen von Kunst, Stadt und Öffentlichkeit untersucht. Die Skulpturen wurden hauptsächlich in Münster angefertigt und nach und nach aufgestellt: Die Stadt nimmt die Kunst auf und verändert ihr Erscheinungsbild.
Eine Archiv-Ausstellung im Lichthof des LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte begleitet die Skulptur Projekte. Den Besucher erwartet eine umfangreiche Dokumentation der wechselhaften Geschichte der Ausstellung. In einem Begleitprogramm werden außerdem verschiedene Perspektiven auf das Thema eröffnet. Filmvorführungen, Diskussionsrunden, Vorträge und Künstlergespräche beleuchten unterschiedliche Aspekte von Öffentlichkeit, Urbanität und städtischem Raum. Ein breit gefächertes Vermittlungsprogramm bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen viele Möglichkeiten, sich aktiv in die Diskussion mit einzubringen und Öffentlichkeit zu gestalten.
Zu den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern gehört übrigens auch die im vergangenen Jahr in die Westfälische Ehrengalerie der Stiftung Westfalen-Initiative aufgenommene Künstlerin Rosemarie Trockel. Ihre Arbeit befindet sich am Aasee. Dort wurden zwei Eibenblöcke gepflanzt. Die Form der eine Hecke bildenden Blöcke wie auch ihr Schnitt unterscheiden sich von konventioneller Heckenpflanzung: Alle vier Seiten der beiden Blöcke haben einen asymmetrischen Zuschnitt, die beiden oberen Abschlüsse laufen vom äußeren zum inneren Rand v-förmig zusammen.
Träger der Skulptur Projekte Münster 2007 sind der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), die Stadt Münster und das Land Nordrhein-Westfalen, Veranstalter ist das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Die Skulpturen sind noch bis zum 30. September zu sehen. Informationen über die Künstler, ihre Arbeiten und Termine rund um die Ausstellung finden Sie in Netz unter www.skulptur-projekte.de


Filmpremiere: "Schule unterm Hakenkreuz" - Zeitgenössische Aufnahmen aus Plettenberg

Am 14. Juni wurde im Rathaus der Stadt Plettenberg ein besonderer Film vorgestellt: "Schule unterm Hakenkreuz - Zeitgenössische Filmaufnahmen aus der Martin-Luther-Schule Plettenberg".
Über die Aktivitäten von HJ und BDM in Westfalen existieren einige zeitgenössische Filmdokumente, aber laufende Bilder, die den Schulalltag dokumentieren, sind so gut wie unbekannt. Deshalb bilden die Filmaufnahmen über die Schule im Sauerland ein auch überregional wichtiges Zeugnis. Gedreht hat sie der Plettenberger Fotograf und Amateurfilmer Ludwig Müller 1935 bis ca. 1940. Die Aufnahmen eröffnen einen Einblick in das Schulleben der 1930er Jahre. Zugleich enthüllen sie, in welchem Ausmaß Schule und Unterricht in jener Zeit ideologisch beeinflusst und deformiert wurden.
Das LWL-Medienzentrum für Westfalen macht dieses Filmdokument in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv und dem Heimatkreis Plettenberg sowie dem Westfälischen Schulmuseum Dortmund und mit Unterstützung der LWL-Kulturstiftung jetzt für die Öffentlichkeit zugänglich. Dazu wurde der ursprünglich rund 75 Minuten lange Stummfilm gekürzt, unter thematischen Gesichtspunkten neu geordnet und mit einem Kommentar versehen. Das Begleitheft ergänzt den Film um Hintergrundinformationen zum lokalen Entstehungskontext der Aufnahmen und zur nationalsozialistischen Schulpolitik insgesamt. Das Filmdokument bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für eine Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus. Nähere Informationen: www.westfalen-medien.de


Bestes fördern: GWK schreibt Förderpreise aus

Ihre begehrten Förderpreise für Kunst, Musik und Literatur vergibt die Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit (GWK) auch 2007 wieder. Die Ausschreibung der fünf mit insgesamt 25.000 Euro dotierten Förderpreise, je zwei für Bildende Kunst und Musik sowie einer für Literatur, läuft bereits und Bewerbungen können eingereicht werden. Ausgezeichnet werden junge Künstlerinnen und Künstler aus Westfalen-Lippe, die in ihrer Sparte überdurchschnittliche Leistungen erbracht haben und Herausragendes auch für die Zukunft erwarten lassen. Bewerberinnen und Bewerber müssen in Westfalen-Lippe geboren sein oder dort seit mindestens zwei Jahren leben oder ihren Hochschulabschluss in der Region erworben haben. Die Bewerbungsfrist für Bildende Kunst ist bereits abgelaufen, Bewerbungen für die Bereiche Musik und Literatur können noch bis zum 29. Juni eingereicht werden. Unter der Rufnummer (0251) 591 3214 kann der Flyer zur Ausschreibung angefordert werden, alle Informationen sind auch im Internet zu finden unter www.gwk-online.de.


Neuauflage: Kulturatlas Westfalen

Westfalen ist in jeder Hinsicht vielfältig und sehr verschieden. Ruhrgebiet, Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, Sauer- und Siegerland stehen für eigene Kulturlandschaften, die viel bieten: Historische Orte, Denkmale und andere Sehenswürdigkeiten, Feste und Veranstaltungen. Einen Überblick über diese Vielfalt bietet der Kulturatlas Westfalen, dessen Buchausgabe jetzt neu aufgelegt wurde. Im handlichen Format und mit einer klaren Gliederung umfasst der Atlas 3.200 Einträge. Außerdem enthalten: Geeignete Reiserouten und eine große Faltkarte von Westfalen.
Geographische Kommission für Westfalen des LWL mit Unterstützung der Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung (Hrsg.): Kulturatlas Westfalen. Museen - Veranstaltungen - Sehenswürdigkeiten - Darstellende Kunst - Bildende Kunst. Aschendorff Verlag. Münster 2007. ISBN 978-3-402-15565-3


Regionalinitiativen stellen vor

Bundeskonferenz: "Mediation in der Justiz" in Bielefeld

Die einvernehmliche Streitbeilegung durch Mediation ist in der Justiz immer mehr auf dem Vormarsch. Insbesondere in der Modellregion Ostwestfalen-Lippe (OWL) wurden dazu vorbildliche Projekte erfolgreich auf den Weg gebracht. Um Erfahrungen aus der Praxis auszutauschen und konkrete Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, trafen sich Vertreter aus Justiz, Anwaltschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft aus ganz Deutschland in Bielefeld. Anlass war die erste Bundeskonferenz "Mediation in der Justiz", zu der das Oberlandesgericht Hamm, die OstWestfalenLippe Marketing GmbH, die IHK Ostwestfalen und die Rechtsanwaltskammer Hamm eingeladen hatten. Fazit: Trotz kontroverser Meinungen und Klarstellungsbedarf in Detailfragen - Mediation revolutioniert die Streitkultur und wird sich immer weiter durchsetzen.
In Ostwestfalen-Lippe wurden in vielen Bereichen positive Erfahrungen mit der Mediation gesammelt. Im Rahmen des Projekts "Justizmodell in OWL" bieten die Gerichte in den Landgerichtsbezirken Paderborn und Detmold die richterliche Mediation als schnelle und kostengünstige Alternative zur Klage an. Ein konkretes Beispiel: Das Verwaltungsgericht Minden hat die Mediation eingeführt - und mit der Einigung zwischen dem Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld und den Anwohnern über die Erweiterung der Schüco-Arena bundesweit Aufmerksamkeit erregt.
Mediation ist im Verwaltungsrecht auch für komplexe Verfahren mit vielen Beteiligten geeignet. Langjährige, kostspielige Klageverfahren können so vermieden werden. Die Rechtsschutzversicherungen reagieren übrigens auf den Vormarsch und die Vorteile der Mediation. Viele übernehmen schon heute die Kosten für die Mediation bis zur Höhe eines erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens.
Die Bundeskonferenz "Mediation in der Justiz" wurde im Rahmen des Projekts "Justizmodells in OWL" organisiert. Ziel des Projekts, das das Justizministerium auf Grundlage des Bürokratieabbaugesetzes OWL 2004 gestartet hat, ist die Modernisierung der Justiz in Nordrhein-Westfalen. In den verschiedenen Landgerichtsbezirken in OWL werden neue Verfahren getestet, wie beispielsweise die richterliche Mediation, digitales Diktieren oder der elektronische Postverkehr. Was sich bewährt hat, soll landesweit eingesetzt werden.
Weitere Informationen unter www.justizmodell-owl.nrw.de.


Neuer Wind: Kulturbüro Münsterland unter neuer Leitung

Guido Froese hat nach zehn Jahren das Münsterland verlassen. Ihm ist es in der Vergangenheit gelungen, diejenigen zusammenzuführen, die bereits kulturelle Projekte im Münsterland betrieben haben. Froese ist nun Geschäftsführer des Nordkollegs Rendsburg, einer Akademie für kulturelle Bildung. Sein Nachfolger ist im Münsterland kein Unbekannter: Jan-Christoph Tonigs ist Schauspieler und Regisseur, freier Filmemacher und im Kultursektor fest verhaftet. Von 2000 bis Anfang 2003 organisierte er die deutsch-niederländischen Filmtage und war stellvertretender Leiter des Filmfestivals Münster im Jahr 2001. Viele Kulturfreunde werden ihn durch die Theatergruppe "Freuynde + Gaesdte", die Tonigs seit 2005 leitet, kennen. "Freuynde + Gaesdte" spielen Theaterstücke an ungewöhnlichen Orten, zum Beispiel in Gaststätten oder im Münsteraner Zwinger.
Weitere Informationen: Aktion Münsterland e. V., Jan-Christoph Tonigs, Leiter Kulturbüro, An den Speichern 6, 48157 Münster, Tel.: (0251) 6 09 32 - 0, Fax: (0251) 6 09 32 - 10, kultur at aktion-muensterland.de, www.aktion-muensterland.de.



Termine

22. Juli 2007
Sattel-Fest 2007: Freie Fahrt für Fahrräder zwischen Hamm und Soest. Infos zur Route und zu den geplanten Aktionen unter www.sattel-fest.de.

12. - 15. August 2007
3. Radtour "Westfalen erfahren" der Westfalen-Initiative

9. September 2007
"Tag des offenen Denkmals". Bundesweite Veranstaltungen und Führungen in denkmalgeschützten Bauten. Diesjähriges Motto "Orte der Einkehr und des Gebets - historische Sakralbauten"

24. - 30. September 2007
2. Westfälischer Orgelwettbewerb an den Orgeln der Erlöserkirche Münster, der Evangelischen Kirche Dortmund-Dorstfeld und der Lambertikirche Münster. Veranstaltet vom Verein Westfalen-Initiative.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jun 25 10:54:56 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 25 Jun 2007 10:54:56 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Themenabend des Stadtarchivs zur Kriegschronik 1939
bis 1945, 28.06.2007, Muenster
Message-ID: 467F9F00020000D600034B3A@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Stadt Münster"
Datum: 25.06.2007, 11:05


AKTUELL

Bomben auf Münster an einem warmen Sonntag im Herbst
Themenabend des Stadtarchivs zur Kriegschronik 1939 bis 1945

"Ein herrlicher Herbstsonntag war das heute. Die Sonne lockte
manchen Münsteraner zu einem Landausflug ins Freie. Viele ahnten
nicht, dass sie sich damit vor dem sicheren Tode retteten". So
beginnt ein Bericht über den ersten Bombenangriff bei
helllichtem Tag auf Münster am 10. Oktober 1943.

Die Kriegschronik von Franz Wiemers umfasst über 8000
Fotografien und beschreibt den Alltag in Münster im Zweiten
Weltkrieg. Beim Themenabend im Stadtarchiv am Donnerstag, 28.
Juni, 18 Uhr, stellt Anja Gussek-Revermann Tagesnotizen aus
dieser Chronik vor. Eindringlich lässt sich an dieser wohl
aussagefähigsten Quelle jener Jahre die entbehrungsreiche Zeit
ablesen.

Gegenübergestellt werden Bilder und Texte von 1939/40 und 1944.
In diesem Kontrast spiegelt Anja Gussek-Revermann zunehmende Not
und Zerstörung. Die Lücken auf dem Wochenmarkt werden immer
größer, Schlangen vor den Geschäften länger. Angst vor Bomben
treibt Einwohner aus der Stadt - Münster versinkt in Schutt und
Asche.

Zugleich möchte der Themenabend seine Gäste zum Forschen in der
Kriegschronik ermuntern. Ihnen werden Ablichtungen mit Auszügen
aus der Chronik für das Studium zur Verfügung gestellt.

Ein Betrachten der eindrucksvollen Fotos ist im Lesesaal des
Stadtarchivs jederzeit möglich. Alle Bilder sind in einer
Datenbank erfasst und können so leicht recherchiert werden. Auch
im Internet lassen sich Fotografien und Chroniknotizen bequem
von zu Hause aus einsehen: www.muenster.de/stadt/kriegschronik


INFO

Stadtarchiv Münster
An den Speichern 8
48157 Münster
Tel.: 02 51/4 92-47 01
Fax: 02 51/4 92-77 27
E-Mail: archiv at stadt-muenster.de

Der Eintritt zum Themenabend im Stadtarchiv ist frei.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jun 25 11:01:58 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 25 Jun 2007 11:01:58 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Neue Erkenntnisse zur Biographie
Derick Baegerts, 28.06.2007, Muenster
Message-ID: 467FA0A6020000D600034B4B@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Daniel Müller Hofstede"
Datum: 22.06.2007, 14:37


AKTUELL

Dia-Vortrag in der Reihe
"Neue Forschungen zur Alten Kunst"
Donnerstag, 28. Juni 2007, 20 Uhr

Dr. Martin Roelen (Stadtarchiv Wesel)
Ein Maler zwischen Niederrhein und Westfalen.
Neue Erkenntnisse zur Biographie Derick Baegerts

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster
Vortragssaal im 4. OG, Eintritt frei
Domplatz 10
48143 Münster


Das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
(Westfälisches Landesmuseum) in Münster verfügt mit rund 10
Tafeln des niederrheinischen Malers Derick Baegert (um 1440 -
nach 1509) über den größten Museumsbestand dieses herausragenden
nordwestdeutschen Künstlers des ausgehenden Mittelalters. Dazu
zählen Highlights der Sammlung wie das Gemälde "Lukas malt die
Madonna" (um 1470/90), das zudem als einziges die Signatur des
Meisters trägt. Derick und sein Sohn Jan Baegert stehen für eine
wichtige Strömung innerhalb der niederrheinisch-westfälischen
Tafelmalerei, die sich stark auf niederländische Vorbilder wie
Rogier van der Weyden und Robert Campin bezieht. In ihrer
Heimatstadt Wesel betrieben sie eine große und erfolgreiche
Werkstatt, die u.a. große Altarbilder bis nach Dortmund
lieferte.

Nachdem jüngst ein Kreuzigungsbild Derick Baegerts, das fast 100
Jahre im Depot des Museums geschlummert hatte, nach seiner
Restaurierung wieder der Öffentlichkeit präsentiert wurde, rückt
nun in einem Vortrag der Reihe "Neue Forschungen zur alten
Kunst" die Biographie des Malers in den Blickpunkt.

Der Leiter des Weseler Stadtarchivs, Dr. Martin Roelen, der sich
seit Jahren mit der Familie Derick Baegerts befasst, wird dessen
Lebensgeschichte und die seines Sohnes Jan anhand der erhaltenen
Weseler Quellen erläutern und rekonstruieren. Durch die Analysen
des Historikers und Archivars konnten neue Erkenntnisse zur
familiären Herkunft und zu den Wohn- und Vermögensverhältnissen
eines spätmittelalterlichen Malers und Werkstattleiters gewonnen
werden.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Langen Donnerstags statt,
so dass vor dem Vortrag die Möglichkeit zum Besuch der Sammlung
besteht.


INFO

Veranstaltungsdaten:
Dia-Vortrag
Datum: 28. Juni 2007, 20 Uhr
LWL-Landesmuseum, Münster
Domplatz 10
48143 Münster
Tel.: 0251 / 5907 01
Fax: 0251 / 5907-167
E-Mail: Landesmuseum at lwl.org
URL: www.landesmuseum-muenster.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jun 25 11:05:32 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 25 Jun 2007 11:05:32 +0200
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus
Westfalen-Lippe 18.05.-21.06.2007
Message-ID: 467FA17C020000D600034B57@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Manfred Hartmann"
Datum: 22.06.2007, 09:30


AKTUELL

SERVICE: WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe

In Kooperation mit dem Westfälischen Museumsamt des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe bietet die E-Mailing-Liste
"Westfälische Geschichte" einen weiteren Service an: eine
Zusammenfassung von Museums- und Archiv-Nachrichten des
Westdeutschen Rundfunks, die regelmäßig von Manfred Hartmann
erstellt wird. [MW]

Quelle: http://www.wdr.de/nachrichten/



Nachrichten aus OWL vom 21.06.2007

Widukind-Jahr erfolgreich (08:19 Uhr)
Die Veranstaltungen zum Widukind-Jahr in Enger sind beliebt. Im ersten Halbjahr kamen nach Angaben der Stadt fast 4000 Besucher zu Exkursionen, Theaterstücken und Lesungen. Weitere 4000 Gäste hätten das Widukind-Museum besucht. Bis zum Jahresende drehen sich zahlreiche weitere Programmpunkte um den Sachsenherzog, der vor 1200 Jahren starb.

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 20.06.2007

Bochum: Symphoniker mit Besucher-Rekord (05:47 Uhr)
Die Bochumer Symphoniker verzeichnen in der zu Ende gehenden Spielzeit 2006/2007 erneut einen Besucherrekord. Etwa 69.000 Musikliebhaber kamen zu den Konzerten unter der Leitung von Generalmusikdirektor Steven Sloane. 1.500 mehr als im Vorjahr. Die Auslastung ist mit knapp 80 Prozent sehr gut. Die Spielzeit endet am 4. Juli mit einem Konzert im Bochumer Kneipenviertel Bermuda-Dreieck. In der nächsten Spielzeit soll der Mahler Zyklus fortgesetzt werden und es wird neue Projekte geben, unter andrem in Zusammenarbeit mit dem Museum Bochum und dem Jungen Schauspiel.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 16.06.2007

Rhein/Ruhr: Ausstellungen zu Verpackungen (12:41 Uhr)
Vier Museen in Gladbeck, Herne, Ratingen und Bergkamen veranstalten Ausstellungen rund um das Thema "Verpackung". Jedes Museum beleuchtet dabei bis Ende September einen anderen Aspekt. Die Gemeinschaftsausstellung soll zeigen, wie vielseitig Verpackung sein kann: Eine Vorratsdose ist in erster Linie praktisch, eine Wundertüte hingegen geheimnisvoll. Die Exponate im Heimat- und Naturkunde-Museum in Wanne-Eickel symbolisieren verpacktes Vergnügen, wie zum Beispiel ein Flipperautomat, der die Kugel unter Glas verbirgt oder die gute alte Music-box. In Bergkamen erfahren die Besucher alles über historische Verpackungen in so genannten Tante Emma-Läden, Ratingen präsentiert Kunststoff-Tüten, und in Gladbeck gibt es Flaschen und Keramikgefäße zu sehen. Am morgigen Eröffnungstag bieten die Veranstalter die Museentour per Busrundfahrt im Viererpack.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 18.06.2007

Gelsenkirchen: Fotoarchiv für Stadtgeschichte (16:43 Uhr)
Die IHK Nord Westfalen hat ihr Kurt-Müller-Fotoarchiv an das Gelsenkirchener Institut für Stadtgeschichte übergeben. Die Sammlung umfasst 100.000 Negative und 1.000 Fotos von Kurt Müller. Der 1907 geborene Fotograf hielt von der Trümmerzeit bis in die 80er Jahre mehrere Jahrzehnte Gelsenkirchener Stadtgeschehen im Bild fest. Unter dem Material befinden sich Fotos von sämtlichen Premieren des Musiktheaters und alle Besuche der damaligen Politprominenz.
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Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 16.06.2007

Adrian Paci-Ausstellung in Dortmund (12:18 Uhr)
Sonntag beginnt im Dortmunder Ostwallmuseum eine Ausstellung des Albaners Adrian Paci. Es ist die erste Einzelausstellung des Künstlers in Deutschland. Der 1969 geborene Künstler wurde mit dem Video "Turn on" berühmt, das 2005 auf der Biennale in Venedig zu sehen war. In Dortmund zeigt die Ausstellung "Still moving" Gemälde, Videos und Installationen. Sie läuft bis Ende September.

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 15.06.2007

Hattingen: Dampfkraftwerk wird gesprengt (14:53 Uhr)
In Hattingen werden am Nachmittag Teile eines altes Dampfkraftwerks im Landschaftspark Henrichshütte gesprengt. Dazu werden hunderte Schaulustige erwartet. Das 2003 stillgelegte Werk hatte die Eisenhütte jahrzehntelang mit Energie versorgt. Auf dem Gelände will die Stadt Hattingen Platz für Gewerbeflächen schaffen. Teile des Werks werden im angrenzenden Westfälische Industriemuseum erhalten.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 14.06.2007

BilderBuchsommer in Oelde (13:22 Uhr)
Im Westfälischen Literaturmuseum "Haus Nottbeck" in Oelde-Stromberg beginnt heute das Projekt *BilderBuchsommer 2007“. Dazu wird am Abend eine Ausstellung eröffnet. Daneben gibt es ein Symposium zu Kinderbuchillustration in Westfalen. Am Samstag werden im Museumspark Informationen zur Entstehung eines Bilderbuches, verschiedene Lesungen und ein Kinderbuchflohmarkt geboten.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 14.06.2007

Bochum: Abschied von Küppers (09:47 Uhr)
Der Bochumer Kulturdezernent Hans Georg Küppers wird am Nachmittag vom Rat der Stadt offiziell verabschiedet. Am 1. Juli übernimmt der 51-jährige gebürtige Oberhausener das Amt des Kulturdezernenten in München. Hans Georg Küppers hat als Kulturpolitiker für Bochum und das Ruhrgebiet viel erreicht. Die Bochumer Symphoniker bekommen ein Konzerthaus, erfolgreich ist das Projekt *Jedem Kind ein Instrument“. Er holte Matthias Hartmann als Intendant ans Bochumer Schauspielhaus und eröffnete die Jahrhunderthalle als Festspielhaus der Ruhr Triennale.
Eine knappe Niederlage erlitt er als Bannerträger für Bochum als Kulturhauptstadt, da siegte Essen. Küppers ist beliebt und angesehen bei den Kulturschaffenden. Sie veranstalten für ihn am Abend unter dem Motto *Glück auf - Grüß Gott“ im Museum Bochum ein Abschiedsfest und wollen ihrem Dezernenten den ersten Oskar als Superdezernent überreichen.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 12.06.2007

Polke-Bilder kommen ins Museum (15:20 Uhr)
Im Museum für Gegenwartskunst in Siegen laufen die Vorbereitungen für die Ausstellung des Rubenspreisträgers Sigmar Polke auf Hochtouren. Knapp die Hälfte der mehr als 60 Exponate sind bereits eingetroffen. Am frühen Nachmittag wurden drei große Bilder von Polke durch einen Fensterschlitz ins Haus gehoben.
Beate Weides:
((Die Techniker des Museums hatten eigens ein über vier Meter hohes Gerüst aufgebaut. Der Fensterschlitz im ersten Obergeschoss des Neubautraktes bot genau einen Zentimeter Spielraum, um die drei Meter hohen und fünf Meter breiten Bilder hineinzuhieven. In den sperrigen Werken verwandte Sigmar Polke unterschiedliche Materialien wie Stoff und transparentes Polyestergewebe als Malgrund. Darauf projezierte er stark vergrößerte Fotografien, deren Pixelpunkte er ausmalte. Am Sonntag, dem 24. Juni, erhält Sigmar Polke als 11. Preisträger den Rubenspreis der Stadt Siegen, am gleichen tag wird die Preisträgerausstellung eröffnet.))


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 12.06.2007

DORTMUNDtourismus neu organisiert (15:32 Uhr)

Die DORTMUNDtourismus wird mit sofortiger Wirkung dem Wirtschaftsförderungsdezernenten unterstellt. Bisher gehörte sie zum Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Gleichzeitig soll die in Essen ansässige Ruhrgebietstouristik GmbH eine neue Organisation und bessere finanzielle Ausstattung erhalten. Besucherzentren in den großen Ruhrgebietsstädten sollen Touren auf der Route der Industriekultur ebenso anbieten wie Tickets zu den Museen, Sehenswürdigkeiten und Großveranstaltungen der Region.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 12.06.2007

Weltweit erstes Pilzmuseum feiert 20jähriges Bestehen (13:07 Uhr)
Das Pilzkundliche Museum in Bad Laasphe feiert sein 20 jähriges Bestehen. Es gilt weltweit als das Erste, das mit Hilfe einer speziellen Gefriertrocknung echte Fruchtkörper ausstellen kann. Gegründet wurde das Museum auf Initiative des Pilzexperten Heinrich Lücke. Mittlerweile zählen rund 800 Pilzsorten zu den Ausstellungsobjekten. Das sind rund ein Drittel aller Pilzarten in Nordrhein-Westfalen.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 09.06.2007

Sammlung Nekes soll in Siegen ausgestellt werden (13:45 Uhr)
Das Siegener Museum für Gegenwartskunst will nächstes Jahr Teile der Sammlung Werner Nekes nach Siegen holen. Der Mühlheimer Filmregisseur und Experimentalfilmer besitzt die weltweit größte Kollektion zur Geschichte der optischen Medien. Die Museumschefin Eva Schmidt plant, den historischen Apparaten zur Bildentstehung aktuelle Kunst gegenüberzustellen, die sich alter Verfahren wie Schattentheater, Laterna Magica oder Lochkamera bedient und durch besondere Lust an Illusion und Täuschung auszeichnet.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 09.06.2007

Picasso-Schau lockt tausende Besucher (11:06 Uhr)
Die aktuelle Ausstellung im Graphikmuseum Pablo Picasso in Münster bleibt ein Besuchermagnet. Um die 120 Kunstwerke aus dem Picasso-Museum in Antibes zu sehen, kamen seit Eröffnung der Schau im April rund 40.000 Menschen. Die Ausstellung endet am 12. August.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 08.06.2007

Besonderes Angebot für Senioren im Lüdenscheider Stadtarchiv (09:01 Uhr)
Das Lüdenscheider Stadtarchiv will nach niederländischem Modell mit Senioreneinrichtungen zusammen arbeiten. Geeignetes Material wie alte Fotos, Filme oder Tageszeitungen wird Seniorenbetreuern ausleihen oder im Archiv zugänglich machen. Archivleiter Tim Begler geht davon aus, dass besonders alte Fotos von Bauten, Straßen und städtischem Leben für die Arbeit mit Demenzkranken genutzt werden können.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 08.06.2007

Picasso trifft Rubens (16:15 Uhr)
Das Siegerlandmuseum in Siegen zeigt ab Sonntag rund 100 Graphiken von Pablo Picasso. Das Museum stellt den Leihgaben aus dem Graphikmuseum Picasso in Münster 20 thematisch passende Werke von Peter Paul Rubens gegenüber. Damit holt die Sparkasse Siegen bereits zum zweiten Mal Werke aus der Picasso-Graphiksammlung nach Siegen. Zur ersten Ausstellung dieser Art waren rund 10.000 Besucher gekommen.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 08.06.2007

Van-Gogh-Bild in Münster (10:58 Uhr)
Das Picasso-Museum in Münster hat ein Frühwerk Vincent van Goghs als Dauerleihgabe erhalten. Das 1881 entstandene Aquarell "Säende Bäuerin" stammt aus Privatbesitz. Über den Wert vereinbarten Eigentümerin und Museum Stillschweigen. Die Eigentümerin hat daran die Bedingung geknüpft, das das Picasso-Museum in den kommenden Jahren eine van-Gogh-Ausstellung organisiert.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 08.06.2007

Bilanz der Ausstellung "Tanzen, sehen" (07:21 Uhr)
Im Siegener Museum für Gegenwartskunst ging gestern die Ausstellung *Tanzen, sehen“ zu Ende. Sie zählte seit Februar rund 10.300 Besucher und damit fast 2000 mehr als die große Themenausstellung des Vorjahres: *Kunst und Spiel“. In *Tanzen, sehen“ ging es um den wechselseitigen Einfluss von Tanz und Bildender Kunst seit den 60er Jahren. Finanziert wurde die Ausstellung mit Mitteln der Kulturstiftung des Bundes (150.000 Euro). Ab 28. Juni ist sie im spanischen Sevilla zu sehen. Für nächstes Jahr hat auch das Kunsthaus Nürnberg Interesse an der Schau angemeldet.


Nachrichten aus OWL vom 05.06.2007

Ermittlungen gegen Varusschlacht-Museum (12:44 Uhr)
Ein Ermittlungsverfahren gegen das Varusschlacht-Museum in Kalkriese bei Osnabrück wird vermutlich eingestellt. Dem Museum war Subventionsbetrug vorgeworfen worden. Die Kalkriese GmbH soll die Bewertung von Funden zurückgehalten haben, die eindeutig belegen, dass die Varusschlacht nicht bei Osnabrück stattgefunden hat. Nach Angaben der Osnabrücker Sparkassen-Stiftung ist dies bei der Förderung aber bekannt gewesen. Seit Jahren schwelt ein Streit darüber, ob die Varusschlacht bei Osnabrück oder bei Detmold stattgefunden hat.

Nachrichten aus OWL vom 05.06.2007

Museum unter der Erde (12:43 Uhr)
Gutachter haben dem Kreis Gütersloh den Bau eines unterirdischen Böckstiegel-Museums vorgeschlagen. Die Kosten werden auf neun Millionen Euro geschätzt. Der Kreis hatte im Frühjahr nach dem Tod des letzten Böckstiegel-Nachfahren knapp 800 Werke des Malers sowie das Elternhaus in Werther geerbt. Ein Vertrag verpflichtet den Kreis dazu, eine Stiftung zu gründen und die Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.


Nachrichten aus OWL vom 05.06.2007

Bahnstrecke wird abgerissen (12:37 Uhr)
Das Eisenbahnbundesamt hat dem Abriss der Bahnstrecke zwischen Rheda-Wiedenbrück und Langenberg zugestimmt. Proteste seitens der Bezirksregierung, der Industrie- und Handelskammer und des Vereins Westfälische Localbahn wurden zurückgewiesen. Der Verein wollte auf der Strecke eine Museumsbahn einsetzen. Ein echtes Bedürfnis für einen Bahnverkehr auf dem Abschnitt sei nicht begründet worden, erklärte das Eisenbahnbundesamt.


Nachrichten aus OWL vom 04.06.2007

Neues im Kaiserpfalz-Museum (15:39 Uhr)
Das Museum in der Kaiserpfalz Paderborn ist wieder geöffnet. Die überarbeitete Dauerausstellung in der ehemaligen Residenz Karls des Großen zeigt dabei auch Neues: Ausgrabungsfunde wie Grabbeigaben und Geschirr geben einen Eindruck vom Leben im Mittelalter. Ein Modell von Dom und Kaiserpfalz stammt aus der Canossa-Ausstellung 2006.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 02.06.2007

Ruhrgebiet: Nacht der Industriekultur (13:11 Uhr)
Das Ruhrgebiet fährt heute eine Extraschicht. In der 7. Nacht der Industriekultur können die Besucher 120 Attraktionen an 40 Spielorten in 16 Städten erleben. Ob die Zeche Zollverein in Essen, das Bergbaumuseum in Bochum, der MüGa-Park in Mülheim oder der Hafen in Dortmund: die diesjährige Extraschicht verspricht einen Vorgeschmack auf das Jahr 2010, in dem sich das Ruhrgebiet als Kulturhauptstadt Europas präsentieren wird. Die Industriedenkmäler verwandeln sich bereits heute in pulsierende Kulturstätten: es gibt viel Live-Musik und Lesungen, Tanz, Theater und Akrobatik, spannende Führungen und Höhenfeuerwerke. Auch die Jüngsten kommen auf ihre Kosten, etwa auf der Zeche Knirps, die ihre Stollen öffnet. Am besten erobern die Besucher die Nacht der Industriekultur mit Bus und Bahn: alle Spielorte sind miteinander vernetzt.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 02.06.2007

50 Jahre Rubenspreis (09:31 Uhr)
Das Museum für Gegenwartskunst in Siegen feiert das 50-jährige Bestehen des Rubenspreises mit einer Jubiläumsausstellung. Von Sonntag an zeigt das Haus bis Januar nächsten Jahres die gesamte Sammlung Lambrecht-Schadeberg, die inzwischen über 100 Werke der Preisträger enthält.

Radionachrichten vom 02.06.2007

Heute Abend "ExtraSchicht" im Ruhrgebiet (06:42 Uhr)
Im Ruhrgebiet locken heute Abend wieder 18 Städte von Duisburg bis Unna Kulturinteressierte zur "ExtraSchicht".

Die Nacht der Industriekultur bietet Theater, Tanz, Kabarett, Musik, Lichtshows und Ausstellungen an 40 Spielorten. Sonderbusse befördern die Besucher bis zwei Uhr früh von einem Kulturevent zum anderen. Zu den Spielorten der "ExtraSchicht" gehören unter anderem der Dortmunder Hafen, die Hertener Zeche Ewald, der Chemiepark Marl und das Industriemuseum in Oberhausen.

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 02.06.2007

Bochum: Kunst aus Lateinamerika (06:29 Uhr)
Mehr als 150 Werke lateinamerikanischer Künstler sind von heute an im Museum Bochum zu sehen. Nach Angaben des Museums werden unter dem Titel "Puntos di Vista" (Aussichtspunkte) Installationen, Fotografien, Videos und Zeichnungen von 32 Künstlern aus elf Ländern präsentiert. Seit den 1990er Jahren nehme das Interesse der internationalen Szene an Kunstwerken aus Lateinamerika zu, teilte das Museum Bochum mit. Die Ausstellung ist bis zum 26. August zu sehen.
Nachrichten aus dem Münsterland vom 01.06.2007

Kunstmuseum-Ahlen-Ausstellung (11:25 Uhr)
Das Kunstmuseum in Ahlen zeigt ab Sonntag Arbeiten des deutschen Bildhauers Heinz-Günter Prager. Das Haus präsentiert 20 Skulpturen und rund 100 Grafiken und Zeichnungen aus den letzten zehn Jahren. Prager zählt zu den bekanntesten deutschen Bildhauern. Er stellte bereits bei der documenta in Kassel aus. Die Ausstellung ist bis zum 9. September geöffnet.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 01.06.2007

Ruhrgebiet: Nationaler GeoPark (11:04 Uhr)
Das Ruhrgebiet ist seit heute offiziell *Nationaler Geopark“. Im Rahmen einer Feierstunde im Westfälischen Industriemuseum Nachtigall in Witten wurde die offizielle Urkunde überreicht. Das Ruhrgebiet ist weltweit der einzige Geopark innerhalb eines städtischen Ballungsraumes. Die Alfred-Wegener Stiftung hatte die Metropole Ruhr bereits im vergangenen Jahr mit dem Prädikat *GeoPark“ ausgezeichnet. Vor allem wegen der natürlich vorkommenden Bodenschätze wie Steinkohle und Eisenerz, aber auch wegen der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung, verlieh die Stiftung das Prädikat. Der GeoPark soll kein weiteres Schutzgebiet sein, sondern die Geotope miteinander zu vernetzen. Geplant ist beispielsweise die *Georoute Ruhr“, ein Wanderweg von Schwerte bis Mülheim an der Ruhr.

Rhein/Ruhr: DFB-Museum in NRW (14:16 Uhr)
Das Museum zur deutschen Fußball-Geschichte wird in Nordrhein-Westfalen entstehen. Bundesweit hätten sich 14 Städte beworben, der Deutsche Fußball-Bund setze aber bei der Standortsuche auf Dortmund, Gelsenkirchen, Köln und Oberhausen, berichtet der Sport-Informations-Dienst. Die Entscheidung soll die DFB-Kulturstiftung treffen, die am Samstag gegründet wird. Dem Kuratorium gehört u. a. auch der ehemalige WDR-Intendant Fritz Pleitgen an. [Nach oben]


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 30.05.2007

Herne: Bilanz der Klima-Ausstellung (08:38 Uhr)
Heute endet im Westfälischen Museum für Archäologie die Ausstellung *Klima und Mensch. Leben in Extremen“. In einem Jahr kamen über 100.000 Besucher. Sie konnten dabei in einer inszenierten Landschaft die letzten sechs Millionen Jahre erleben: Von uralten Steingärten bis zur modernen UV-Schutzkleidung, vom versteinerten Laub bis zur Solarzelle und vom mumifizierten Mammut bis zum genmanipulierten Schwein. Zum Abschluss gibt es am Nachmittag einen Klima-Gipfel. Verkehrsminister Oliver Wittke beschreibt dabei die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs. Außerdem geht es um die moderne Stadtplanung vor dem Hintergrund des Klimawandels. Citymaut, höhere Häuser und größere Grüngürtel sind Ideen für moderne Architektur.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 29.05.2007

Fußballmuseum in Dortmund? (17:18 Uhr)
Die Stadt Dortmund ist offiziell noch im Rennen um das Fußballmuseum des Deutschen Fußballbundes. Das bestätigte Sportdezernent Jörg Stüdemann. Von vier Standortvorschlägen scheiden allerdings der Signal-Iduna-Park und Phoenix West aus. Diese Standorte sind dem DFB zu weit außerhalb. Die beiden anderen Standortalternativen werden jetzt von DFB-Vertretern besichtigt. Das Dortmunder "U" sei definitiv nicht dabei, sagte Stüdemann.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 26.05.2007

SauerlandRadring wird eröffnet (13:09 Uhr)
Im Rahmen der Dampftage im Maschinen- und Heimatmuseum Eslohe wurde am Samstag der 83 Kilometer lange SauerlandRadring eröffnet. Einer asphaltierten Bahntrasse folgend verbindet der Fahrradweg Finnentrop, Eslohe, Schmallenberg und Lennestadt. Vorbei an Denkmälern der südwestfälischen Industrie- und Handwerkskultur führt er auch durch einen 700 Meter langen, restaurierten Bergbautunnel. Der neue Radweg ist nach Angaben der Initiatoren auch für gemütliche Fahrten auf 3-Gang-Rädern geeignet. Wer in Finnentrop oder Lennestadt-Altenhundem in den SauerlandRadring einsteigt, kann täglich und stündlich mit der Bahn anreisen.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 25.05.2007

Kolbe übergibt private Sportsammlung (17:51 Uhr)
Der ehemalige Fußball-WM-Beauftragte in Dortmund, Gerd Kolbe, hat seine Privatsammlung zur Sportgeschichte ans Stadtarchiv übergeben. Sie soll mit über 35.000 Dokumenten die größte ihrer Art in Deutschland sein. Herzstück ist das BVB-Archiv. Die Stadt will die bisher weitgehend ungeordnete Sammlung jetzt zusammen mit Kolbe systematisieren. Zum 100. BVB-Geburtstag 2009 soll sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Kolbe hatte die Sammlerstücke in den vergangenen 30 Jahren zusammen getragen.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 25.05.2007

Gebäude in Attendorn geräumt (13:01 Uhr)
In Attendorn haben Polizei und Feuerwehr ein Haus neben dem Heimatmuseum am Marktplatz geräumt. In dem Drogeriemarkt im Erdgeschoss hatten sich 20 Platten der Deckenkonstruktion gelöst. Kunden und Beschäftigte wurden dabei aber nicht verletzt. Über dem Geschäft befinden sich mehrere Wohnungen, die zur Zeit von der Polizei evakuiert werden. Woher der Riss in der Decke des mehrstöckigen Hauses kommt, ist noch unklar.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 24.05.2007

Umweltministerkonferenz in Bad Sassendorf (08:23 Uhr)
Die Umweltministerkonferenz der Länder tagt heute und morgen in Bad Sassendorf. Schwerpunkt der Ministerrunde sind der Klimaschutz und erneuerbare Energien. Zur Konferenz eingeladen hat Landesumweltminister Uhlenberg. Am späten Nachmittag wird auch Bundesumweltminister Gabriel erwartet. Neben dem umfangreichen Tagungsprogramm sind Besuche im Naturschutzgebiet Woeste, im Zentrum für nachwachsende Rohstoffe Haus Düsse und im Burghofmuseum der Stadt Soest vorgesehen.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 24.05.2007

Fußball-Museum in NRW? (07:43 Uhr)
Für das geplante Fußball-Museum favorisiert der Deutsche Fußballbund die vier Bewerberstädte aus Nordrhein-Westfalen - darunter auch Dortmund. Das ist das Ergebnis einer ersten Bewertung der eingangenen 14 Bewerbungen durch das DFB-Präsidium. Ausschlaggebend für den Tendenzbeschluss sei vor allem die generelle Bedeutung des Bundeslandes NRW auf der Fußball-Landkarte. Es verfüge über ein großes Einzugsgebiet und eine Vielzahl von Traditionsvereinen mit einer ausgeprägten Fan-Szene.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 23.05.2007

Fachwerkhaus restauriert (17:24 Uhr)
In Steinfurt-Borghorst ist heute nach zwei Jahren die Restaurierung eines der ältesten Fachwerkhäuser der Region abgeschlossen worden.
Der Heimatverein Borghorst hat das 350 Jahre alte Haus zum größten Teil in Eigenregie wiederhergestellt.
Ab Juni wird das ehemalige Leineweberhaus als Museum genutzt.
Einen großen Teil der Kosten von rund 100.000 Euro
haben das Land NRW und die Deutsche Stiftung für Denkmalschutz übernommen.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 23.05.2007

Hafen macht ExtraSchicht (16:09 Uhr)

Der Dortmunder Hafen beteiligt sich erstmals mit einem großen Hafenfest an der Nacht der Industriekultur. Die sogenannte ExtraSchicht findet am 2. Juni in Dortmund, Duisburg, Essen, Mühlheim und Herten statt. 120 Veranstaltungen, darunter Konzerte, Theater, Ausstellungen und Filme stehen auf dem Programm. Erstmals sind auch das Dortmunder Brauerei- und das Hoesch-Museum dabei. Insgesamt gibt es 40 Veranstaltungsorte, die per Shuttle-Bus verbunden werden.


Nachrichten aus OWL vom 22.05.2007

Klostermuseum Dalheim wird eröffnet (06:17 Uhr)
Mit einem Festakt wird am Vormittag das neue Museum Kloster Dalheim in Lichtenau im Kreis Paderborn eröffnet. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift aus dem 15. Jahrhundert für rund 8 Millionen Euro umgebaut. Die Sonderausstellung zur Eröffnung zeigt die Kultur westfälischer Klöster in der Barockzeit. Mehr als 200 Exponate aus Kirchen, Museen und von privaten Leihgebern sind zu sehen.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 22.05.2007

Museumsdirektor gestorben (06:12 Uhr)
Der langjährige Direktor des Museums am Ostwall in Dortmund Dr. Ingo Bartsch ist tot. Nach Angaben der Stadt starb er im Alter von 63 Jahren. Der international anerkannte Experte für moderne und zeitgenössische Kunst leitete das Museum von 1988 bis 2003.


Nachrichten aus OWL vom 21.05.2007

Gütersloh erbt Vermögen (16:23 Uhr)
Der Geschäftsführer des Landkreistages NRW, Dr. Joachim Bauer, hat die Gütersloher Stadt-Stiftung als Erbe eingesetzt. Der Jurist will sein Vermögen in siebenstelliger Höhe einem Kultur-Fonds überlassen. Mit dem Geld sollen Ausstellungen und Konzerte sowie Museums- und Musikprojekte für Kinder gefördert werden. ((Der gebürtige Gütersloher lebt heute in Düsseldorf, fühlt sich seiner Heimatstadt aber immer noch sehr verbunden. ))

Nachrichten aus OWL vom 21.05.2007

Ausstellung "Computer.Medizin" beendet (11:34 Uhr)
Nach sieben Monaten Dauer ist im Paderborner Heinz-Nixdorf-Museumsforum gestern die Ausstellung "Computer.Medizin" zu Ende gegangen. Insgesamt haben rund 93 000 Besucher die Ausstellung gesehen. Das Museum äußerte sich damit sehr zufrieden, auch wenn das ursprüngliche Ziel von 100 000 Besuchern knapp verfehlt wurde.

Radionachrichten vom 20.05.2007

Museumstag: 146 Häuser in NRW beteiligt (16:08 Uhr)
Mit Sonderführungen, Museumsfesten und verlängerten Öffnungszeiten werben heute 1.700 Museen um mehr Publikum.

Allein in Nordrhein-Westfalen beteiligen sich 146 Einrichtungen am Internationalen Museumstag. Museen seien Orte, an denen unser kulturelles Erbe aufbewahrt wird, sagte eine Vertreterin des Deutschen Museumsbundes. Das müsse man ins Bewusstsein rücken. Durch den Sparzwang würden die Museen aber in ihren Kernaufgaben, nämlich dem Sammeln und Bewahren, immer mehr beschnitten.

Der Internationale Museumstag wurde vor 30 Jahren ins Leben gerufen - in Deutschland gibt es ihn seit 1999.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 19.05.2007

Internationaler Museumstag (11:22 Uhr)
Mit besonderen Veranstaltungen beteiligen sich viele Museen aus dem Münsterland an diesem Wochenende am Internationalen Museumstag. So lädt die Burg Vischering in Lüdinghausen ein zu einem Folk- und Jazz-Konzert. Weitere Sonderveranstaltungen bieten morgen die Kolvenburg in Billerbeck, das Textilmuseum Bocholt und das Rock- und Popmuseum in Gronau. Das Hamaland-Museum in Vreden und das Westfälische Römermuseum in Haltern locken mit freiem Eintritt.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 19.05.2007

Museumstag in der Region (12:07 Uhr)
Zum bundesweiten *Museumstag“ laden am Sonntag auch zahlreiche Museen in der Region ein. In Dortmund gewährt das Naturkundemuseum einen Blick hinter die Kulissen, das "Museum für Kunst und Kulturgeschichte" bietet Sonderführungen zur Dortmunder Stadtgeschichte an. Das Wasserschloss Werdringen in Hagen organisiert Ritterspiele, im Hammer Gustav-Lübcke-Museum Hamm kann man Reitsport-Artikel und Pferde-Bücher tauschen. In Unna laden das Hellweg-Museum und das Lichtkunst-Zentrum zu einer Familienrallye über die Türme der Stadt ein.


Nachrichten aus OWL vom 18.05.2007

Klostermuseum eröffnet (20:10 Uhr)
Das ehemalige Kloster Dahlheim wird Europas erstes Museum für Klosterkultur. Das Land NRW und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe haben rund achteinhalb Millionen Euro für den Umbau investiert. Besonders stolz sind die Betreiber auf 250 Exponate die aus allen OWL-Klöstern zusammengetragen wurden. In der Brauerei des ehemaligen Augustinerklosters im Kreis Paderborn wird nach über 200 Jahren erstmals wieder Bier hergestellt. Das Kloster Dahlheim war zuletzt ein Gutshof. Bis zum Jahr 2010 soll es weitesgehend saniert werden.


INFO

LWL-Museumsamt für Westfalen
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Schwelingstr. 5
48133 Münster
Tel.: 0251-591-3296
Fax: 0251-591-3335
E-mail: manfred.hartmann at lwl.org
Internet: www.service-fuer-museen.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Jun 25 11:19:11 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 25 Jun 2007 11:19:11 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Exkursion zu ausgewaehlten Polizeigebaeuden
im Ruhrgebiet, 07.09.2007, Ruhrgebiet
Message-ID: 467FA4AF020000D600034B6A@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 25.06.2007, 10:33
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Exkursion zu ausgewählten Polizeigebäuden im Ruhrgebiet
Freitag, 7. September 2007, 14 - 19 Uhr

Diese Exkursion schließt sich den in den Jahren zuvor
durchgeführten Besichtigungen zu historisch interessanten,
jedoch fernab der üblichen Touristenrouten liegenden Orte im
gesamten Ruhrgebiet an, zuletzt 2006 zu ausgewählten
Fußballplätzen im Ruhrgebiet. In diesem Jahr werden vier
Polizeigebäude besichtigt, die sich durch hohe städtebauliche
Qualitäten auszeichnen. Darüber hinaus waren sie zu ihrer
Bauzeit Ausdruck eines zunehmend professioneller agierenden
Polizeiapparates.

So ist das 1913 konzipierte und in den Folgejahren errichtete
Polizeipräsidium in Essen ein typisches Beispiel für die
preußische Verwaltungsarchitektur im frühen 20. Jahrhundert. In
seiner architektonischen Ausbildung orientiert es sich an
barocken und klassizistischen Vorbildern und verweist mit seiner
Monumentalität auf die wichtige städtebauliche Bedeutung des
Bauwerks, das früher Teil eines städtebaulichen Gesamtensembles
war.

Auch die Baugruppe des von 1926 bis 1927 errichteten
Polizeipräsidiums in Gelsenkirchen-Buer entstand an einem
repräsentativen Platz, an dem so genannten Forum, in
unmittelbarer Nähe von Rathaus und Finanzamt. Es ist ein
interessantes Zeugnis für eine sehr aktive
Stadtentwicklungsphase von Gelsenkirchen.

Das Polizeipräsidium Bochum wurde von 1927 bis 1929
vergleichsweise isoliert im Stadtraum gebaut und diente als
Zentrale der staatlichen Polizei für Bochum, Witten, Hattingen,
Wattenscheid, Wanne-Eickel, Herne und Castrop-Rauxel gebaut.

ABLAUF

14.00 - 14.30 Uhr
I. Vortrag: Polizei im Westen. 1920 bis 1970.
Referent: Daniel Schmidt (hat seine Dissertation über die Schutz
polizei im Ruhrgebiet in der Zwischenkriegszeit geschrieben)

14.30 - 15.00 Uhr
II. Das Essener Polizeipräsidium (Bauphase: 1914-1918,
1. Weltkrieg)
Gesprächspartner vor Ort: Michael Weber, Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit des Essener Polizeipräsidiums

15.15. - 15.45 Uhr
III. Die ehemalige Polizeischule in Essen an der Norbertstraße,
jetzt Außenstelle des Polizeipräsidiums
Gesprächspartner vor Ort: Werner Kleinpoppen,
Sohn des Architekten

16.15 - 17.00 Uhr
IV. Das Präsidium in Gelsenkirchen-Buer (1927)
Gesprächspartner vor Ort: Dr. Lutz Heidemann

17.30 - 18.15 Uhr
V. Das Polizeipräsidium in Bochum (1929)
Gesprächspartner vor Ort: Ulrich Bücholdt und Marianne
Zschoche (Architektin des ehem. Staatshochbauamtes Bochum)

Rückfahrt nach Essen

Beginn:
14 Uhr am Polizeipräsidium in Essen
Ende:
ca. 19 Uhr am Polizeipräsidium in Essen


INFO

Veranstalter:
Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.
Vorbereitungsteam:
Susanne Abeck, Ulrich Bücholdt, Prof. Dr. Stefan Goch

Anmeldung:
Melden Sie sich bitte bis zum 1. September 2007 an:
Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.
Emscherallee 11, 44369 Dortmund
Fax: 0231 / 931122-10
Email: forum at geschichtskultur-ruhr.de

Kostenbeitrag:
15 Euro, 10 Euro für Forum-Mitglieder
Bitte überweisen Sie die Teilnahmegebühr bis zum
1. September 2007 unter Angabe des Wortes "Polizei"
auf das Konto des Forums bei der Sparkasse Essen,
BLZ 36050105, Konto-Nr. 0008381410.

Rückfragen:
0231 / 931122-90

Die Anfahrtsbeschreibung zum Treffpunkt wird Ihnen
nach Ihrer Anmeldung zugeschickt.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die
Exkursion nur ab einer Gruppengröße von 15
Personen durchführen können.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jun 26 11:43:57 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 26 Jun 2007 11:43:57 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Heimatland Lippe, April 2007
Message-ID: 4680FBFD020000D600034C50@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 26.06.2007, 11:45


SERVICE: TOC

Heimatland Lippe
Zeitschrift des Lippischen Heimatbundes und des Landesverbandes Lippe
100. Jahrgang Nr. 4
April 2007
ISSN: 0017-9787


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=54



Inhalt in Auswahl [AS]


S. 104f.
Burmeier, Sandra
Kriegsende in Augustdorf
Erinnerungen an Frieda Burmeier, geb. Erfkamp

S. 106f.
Haun, Wilhelm
Alarm an jedem Tag
Ein Dokument aus der Zeit des Kriegsendes in Bad Salzuflen

S. 110f.
Brand, Christa
Fachwerkbau in Deutschland

S. 112f.
Tornede, Dirk
Tagestour um Schlangen
Wanderung zwischen Senne, Teutoburger Wald und Eggegebirge

S. 122
anon.
"Wintergroßstadtmorgen"
PHANTASUS-Erstausgabe in der Lippischen Landesbibliothek

S. 124f.
Springhorn, Rainer
240 Millionen Jahre
Fossilien-Sonderausstellung: Lernen im Museum Heidelbeck

S. 126f.
Banghard, Karl
Römer und Germanen
Saisoneröffnung im Freilichtmuseum Oerlinghausen

S. 130
Granados, Mayarí
Menschen - Masken - Bilder
Saisoneröffnung in Schwalenberg






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Jun 26 11:51:27 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 26 Jun 2007 11:51:27 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Hohenlimburger Heimatblaetter, 6/2007
Message-ID: 4680FDBF020000D600034C5C@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 26.06.2007, 11:50


SERVICE: TOC

Hohenlimburger Heimatblätter
für den Raum Hagen und Iserlohn
68. Jahrgang
Juni 2007
Heft 6/2007


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=89




Inhalt in Auswahl [AS]

S. 181-188
Bleicher, Wilhelm
Ein Beitrag zur Industriegeschichte am Langenkamp

S. 189-203
Bleicher, Wilhelm
Die ältesten Ansichten des Werkes in Neu-Oege

S. 205-208
Bleicher, Wilhelm
Kartenbilder Hohenlimburgs aus der Mitte des 19. Jahrhunderts

S. 209-211
Bleicher, Wilhelm
An der unteren Herrenstraße in alter Zeit

S. 212
Bleicher, Wilhelm
Die Schichterin - Eine Sage

S. 214
Trotier, Peter
Kleine Anmerkung zur "Skrophulose"

S. 215
Schulz, Hans-Dieter
Hohenlimburg vor 100 Jahren - Teil 1
(nach Berichten aus dem "Altenaer Kreisblatt")






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jun 27 10:57:26 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 27 Jun 2007 10:57:26 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Der Anschnitt, 1/2007
Message-ID: 46824296020000D600034D55@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 27.06.2007, 10:35


SERVICE: TOC

Der Anschnitt
Zeitschrift für Kunst und Kultur im Bergbau
1/2007
59. Jahrgang
ISSN: 0003-5238

Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB" = Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=232


Seiten in Auswahl [AS]

S. 2-12
Stöllner, Thomas / Reindel, Markus
Vorspanische Goldgewinnung im Bereich von Palpa-Nasca?
Bericht über eine einwöchige Prospektionskampagne an der Südküste
Perus

S. 13-21
Reininghaus, Wilfried
Kurfürstliche Bergbeamte contra Stadt Marsberg im Januar 1600.
Die Hintergründe eines bergrechtlichen Grundsatzstreits
im Herzogtum Westfalen

S. 22-28
Röbke, Gerhard
Die Verkokung brasilianischer Kohlen in Bienenkorböfen
zur Herstellung von Gießerkoks

S. 29-32
Fettweis, Günter B. L.
Zu Lagerstätten und Bergbau bei Leibniz

S. 32-33
Ficker, Friedberg
Gerhard Heilfurth und die Montanvolkskunde

S. 34-36
Moitra, Stefan
European Mining History, 19th and 20th Centuries:
Work in Progress - Tagung in Bochum







From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jun 27 11:04:25 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 27 Jun 2007 11:04:25 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Bild und Klang im Zeitalter der Industrialisierung,
28.06.2007, Dortmund
Message-ID: 46824439020000D600034D61@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Uni Dortmund Medieninfo"
Datum: 26.06.2007, 13:51


AKTUELL

Bild und Klang im Zeitalter der Industrialisierung
In der Vorlesungsreihe "Bild und Klang" werden die Besucher
in diesem Semester regelmäßig ins Zeitalter der Industrialisierung
entführt. Am kommenden Donnerstag (28. Juni) dreht sich in der
Reinoldikirche alles um "Halbwelten".

Immer wieder lässt die Vorlesung die Spannungen des 19.
Jahrhunderts indirekt und doch ganz unmittelbar erleben. Wie
fremd müssen die Halbwelten des Industriezeitalters und der
Großstädte in St. Reinoldi, der ehrwürdigen mittelalterlichen
Kirche wirken. Doch mögen gerade in diesem Kontrast die Brüche
der sich beschleunigenden Moderne erlebbar werden; die
Widersprüche, die die Zeitgenossen des 19. Jahrhunderts immer
wieder reflektieren. Die 10. Vorlesung verspricht daher
besondere Einblicke in die historischen und kulturellen
Umwälzungen der Industrialisierung.


INFO

Bild und Klang im Zeitalter der Industrialisierung: "Halbwelten"
mit Dr. Birgit Franke, Prof. Dr. Michael Stegemann und Prof. Dr.
Barbara Welzel am Donnerstag, dem 28. Juni 2007, um 19.00 Uhr in
der Stadtkirche St. Reinoldi






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jun 27 11:12:20 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 27 Jun 2007 11:12:20 +0200
Subject: [WestG] [AUS] "Versteinerte Schaetze Westfalens" bis zum
21.10.2007 verlaengert, Muenster
Message-ID: 46824614020000D600034D6D@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 27.06.2007, 09:19


AUSSTELLUNG

Ausstellung verlängert: LWL-Naturkundemuseum lockt weiter mit
Einhornhai und größten Ammoniten der Welt

Einhörner hat bisher noch niemand wissenschaftlich nachweisen
können, aber Einhornhaie gab es auf jeden Fall vor zirka 319
Millionen Jahren, und das sogar in Westfalen. Dies beweist ein
fossiler Fund von 1995 aus Hagen-Vorhalle, der zurzeit in der
Ausstellung "Versteinerte Schätze Westfalens" im Museum für
Naturkunde des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Münster
zu bewundern ist.

Rund 91.000 Besucher haben bisher die Fossilienschau gesehen.
Daher hat sich Museumsdirektor Dr. Alfred Hendricks entschlossen,
die Ausstellung über den 1. Juli hinaus bis zum 21. Oktober zu
verlängern. Ungebrochen ist das große Interesse der
Ausstellungsbesucher an den verschiedenen Relikten aus 450
Millionen Jahren Erdgeschichte.

Der Besucher kann auf über 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche
durch die evolutionären Epochen allen tierischen und
pflanzlichen Lebens wandeln. Detailgetreue Bilder,
rekonstruierte Tiere und themenspezifische Fotos und Beispielen
zeigen die verschiedenen Stadien der Versteinerung, die Bergung
und Präparation für das Museum.

Einer der Höhepunkte im Museum sind die drei weltweit größten
Ammoniten. Es handelt sich hierbei um eine mit dem Tintenfisch
verwandte Gruppe der Kopffüßer. Sie stammen noch aus der
Kreidezeit, waren rund 80 Millionen Jahre in der Erde des
südlichen Münsterlandes verborgen, bevor sie gegen Ende des 19.
Jahrhunderts wiederentdeckt wurden.

Neben den Riesenammoniten werden noch weitere versteinerte
Meeresbewohner ausgestellt: Muscheln, Fische oder fossile
Schwämme der Urzeit, die besonders durch ihre äußere Vielfalt
auf sich aufmerksam machen. Außerdem beinhaltet die Ausstellung
eine seltene Gesteinsplatte, auf der über 400 versteinerte
Seelilien zu sehen sind. Sie wurden vor ca. 167 Millionen Jahren
auf dem Meeresboden zusammengeschwemmt.

Unterschiedliche Dinosaurierfunde und das Reptilienskelett des
Protorosaurus, der wahrscheinlich ein Vorläufer der Dinosaurier
war, sind ebenfalls Teil der Ausstellung. Das Skelett gilt als
das weltweit Einzige, das nahezu komplett erhalten gefunden
wurde. Auch die weltberühmten Funde von Urgeradflüglern, einem
Fluginsekt der Vorzeit, die in Hagen-Vorhalle gemacht wurden,
sind in ihrer Vollständigkeit einzigartig. Zum Teil sind sogar
die Farbflecken auf den Flügeln erhalten.

Auch der frühzeitliche Mensch als Bestandteil der Natur ist zu
sehen: So werden beispielsweise Rentiergeweihe von vor über
45.000 Jahren ausgestellt, an denen Spuren der Abnutzung
beweisen, dass der Mensch sie als Transportmittel verwendete.


INFO

Ausstellung "Versteinerte Schätze Westfalens
Fossilien aus 450 Millionen Jahren Erdgeschichte"

LWL-Museum für Naturkunde
Sentruper Straße 285
48161 Münster,
Tel.: (02 51) 5 91 - 05
Fax: (02 51) 5 91 - 60 98
E-Mail: Naturkundemuseum at lwl.org

dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
Gruppen können nach Wunsch eine Führung buchen
unter Telefon 0251 591-6050. Das gleichnamige Begleitbuch zur
Ausstellung ist im Museumsshop erhältlich.






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Jun 27 16:30:30 2007
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 27 Jun 2007 16:30:30 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Archaeologisches Museum der WWU Muenster
wieder eroeffnet
Message-ID: 468290A6020000E5000244B8@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Uni Münster"
Datum: 26.06.2007, 17:03


AUSSTELLUNG

Schaufenster der Antike
Archäologisches Museum der WWU Münster wieder eröffnet

Das Archäologische Museum der Universität Münster ist in den
vergangenen Monaten vergrößert, umgestaltet und damit für die
Besucher noch attraktiver geworden. Nach längerer Schließung wurde
das Museum im Fürstenberghaus am münsterschen Domplatz am 26. Juni
2007, passend zur laufenden Skulpturenausstellung in Münster, mit
einer Feierstunde wieder eröffnet.

Mit der Berufung des ersten klassischen Archäologen an die
Universität Münster im Jahr 1883 wurde die Sammlung des
Archäologischen Museums in Münster begründet und erstmals 1906
der Öffentlichkeit präsentiert. Als Grundstock für die
Erwerbungen standen damals 15.000 Goldmark zur Verfügung, eine für
damalige Verhältnisse gewaltige Summe. Das aufblühende Museum fiel
dann mit seinen gesamten Beständen 1944 bei der Bombardierung
Münsters in Schutt und Asche.

Der Neuanfang begann Ende der 50er Jahre. Mit Unterstützung des
Förderkreises der WWU konnten 1964 als Grundstock große Teile der
Sammlung des Archäologen Otto Rubensohn erworben werden. Kurze Zeit
später folgte die Übernahme von Gipsabgüssen zahlreicher
Skulpturen aus dem Zeusheiligtum von Olympia im Folkwang-Museum Essen.
Der Zuwachs der Originalsammlung durch weitere Erwerbungen, Stiftungen
und Übernahmen erfuhr in den 80er Jahren ungeahnte Dimensionen, die
auch eine räumliche Erweiterung notwendig machte. Seit 1993 steht
dem Museum im Foyer des Fürstenberghauses mit dem "Lothar-Zelz-Saal"
ein neuer Ausstellungsraum zur Verfügung.

Wichtiges Anliegen des Museums ist seit der Gründung die Vermittlung
eines Einblicks in Gegenstand und Methoden der Klassischen
Archäologie für ein breiteres Publikum. Obwohl die Sammlung
bereits seit vierzig Jahren öffentlich zugänglich ist, waren die
Möglichkeiten für Museumsdirektor Prof. Dr. Dieter Salzmann und
Kustos Dr. Helge Nieswandt in den vergangenen Jahren durch
unzureichende Räumlichkeiten stark eingeschränkt. Auch mit
Unterstützung des Förderkreises der Universität ist es nun
gelungen, die im Rahmen der Grundsanierung des Fürstenberghauses in
Angriff genommene räumliche Erweiterung des Museums mit der
Ausstattung durch neue Vitrinen und eine in neuem Design entworfene
Präsentationstechnik zu vollenden.

Heute beherbergt das Archäologische Museum der WWU Münster die in
ganz Westfalen größte Originalsammlung von Artefakten und Münzen
der antiken Mittelmeerkulturen. Ergänzt wird sie von einer
Abgusssammlung griechischer und römischer Marmor-, Terrakotta- und
Bronzeskulpturen und einer in Deutschland einmaligen Serie von
Architekturmodellen antiker Stätten. Damit ist es nach dem Urteil
von Dr. Helge Nieswandt innerhalb der Antikenmuseen von
"unvergleichbarer Vielfalt und somit einzigartig". Für Rektorin
Prof. Dr. Ursula Nelles ist das Museum ein "reizvolles Schaufenster"
der Universität in der münsterschen Innenstadt, das der
Öffentlichkeit gemeinsam mit weiteren Universitätsmuseen in
unmittelbarer Nachbarschaft, wie dem Bibelmuseum oder dem künftigen
Geo-Museum an der Pferdegasse, auch einen Einblick in die exzellente
Forschung an der WWU Münster ermögliche.


INFO

Archäologisches Museum der WWU Münster
Im Fürstenberghaus
Domplatz 20-22
48143 Münster
http://www.uni-muenster.de/ArchaeologischesMuseum






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Jun 27 16:35:38 2007
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 27 Jun 2007 16:35:38 +0200
Subject: [WestG] [LIT] Neuer Band der "Fontes Christiani": Vita Constantini
Message-ID: 468291DA020000E5000244C4@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Ruhr-Universität Bochum"
Datum: 27.06.2007, 10:08


LITERATUR

Kirche und Staat historisch betrachtet
Kaiser Konstantin - mehr Staatsmann oder Christ?
Neuer Band der "Fontes Christiani": Vita Constantini

Die Konstantinische Wende gilt als Geburtsstunde des Christentums als
Staatsreligion. Doch ging ihr wirklich die Bekehrung Kaiser Konstantins
voraus? In seiner Vita Constantini zeichnet Bischof Eusebius von
Caesarea das Bild eines demütigen Dieners Gottes und trägt damit
entscheidend zur historischen Deutung Konstantins als erstem
christlichen Kaiser bei. Die rechtzeitig zur Eröffnung der Trierer
Ausstellung "Konstantin der Große" in der Reihe "Fontes Christiani"
(Herausgeber: Prof. Dr. Wilhelm Geerlings, Alte Kirchengeschichte)
erschienene Übersetzung von PD Dr. phil. Horst Schneider, eingeleitet
durch den Althistoriker Prof. Dr. Bruno Bleckmann (Düsseldorf), bietet
reichlich Diskussionsstoff zur Person Konstantins wie zum Verhältnis
von Kirche und Staat.

Rückblick in Zeiten der Säkularisierung

"Die Konstantinische Wende ist das einschneidende Ereignis der antiken
Religionsgeschichte. Der römische Staat verwandelte sich von einem
Verfolger zu einem Förderer des Christentums", so Bruno Bleckmann. Die
kaiserliche Förderung stabilisierte die christliche Kirche und war für
das Überleben der Kirche bis in die heutige Zeit ebenso wichtig wie
ihre inneren Glaubenskräfte. Erst in der Gegenwart stellt sich die
Frage, wie die christliche Kirche den Herausforderungen der
Säkularisierung ohne staatliche Hilfe begegnen wird. Hier gewinnt
Eusebs Lebensbeschreibung Kaisers Konstantins höchste Aktualität.

Glaube - äußerlich und innerlich

So unbestritten es ist, dass mit der Regierungszeit Konstantins ein
neues Kapitel in der antiken Religionsgeschichte aufgeschlagen wurde,
so unsicher ist die Motivation des Kaisers selbst. Wird er zu Recht als
der erste christliche Kaiser bezeichnet? Seine persönliche
Lebensführung kann kaum christlichen Vorstellungen genügen: So ließ er
seinen Stiefsohn Crispus und seine Frau Fausta umbringen und war auch
sonst nicht zimperlich im Umgang mit Feinden. Erst auf dem Sterbebett
ließ er sich taufen.

Der weit blickende Staatsmann

Konstantin bezeichnete sich selbst als Bischof für die äußeren Dinge
und wollte als dreizehnter Apostel in der Grabeskirche beigesetzt
werden. Seine Bemühungen um die kirchliche Einheit gegen die Donatisten
in Nordafrika und gegen den Arianismus durch das Konzil von Nizäa von
325 lassen ihn als einen weit blickenden Staatsmann erscheinen, dem die
Einheit des Reiches am Herzen lag. Ob er innerlich vom christlichen
Glauben ergriffen war, lässt sich nicht erkennen.

Lebensbeschreibung folgt Propagandapolitik

Eusebius ordnet den Kaiser ganz in die Linie der konstantinischen
Propagandapolitik ein. Unter seinem Vater Constantius Chlorus und unter
Konstantin herrschte ein christenfreundliches Klima der Toleranz,
während die anderen Herrscher des Reiches an der alten Politik
festhielten. Konstantin - so behauptet Eusebius - wurde durch eine
Vision in seine Rolle gerufen, siegte unter christlichen Feldzeichen
"im Namen Gottes" über seine Gegner Maxentius und Licinius. Endgültig
setzte er seine Religionspolitik als Herrscher des Gesamtreiches durch.
Eine umfangreiche Kirchenbautätigkeit signalisierte die Rolle des
Christentums gegenüber der heidnischen Religion.

Übersetzt, kommentiert und eingeleitet

Übersetzung und Kommentierung in den Anmerkungen erfolgten durch den
Byzantinisten PD Dr. phil. Horst Schneider, Mitarbeiter bei den "Fontes
Christiani", Ruhr-Universität Bochum. Die Einleitung übernahm der
Althistoriker Prof. Dr. Bruno Bleckmann (Heinrich Heine Universität,
Düsseldorf). Die neue Übersetzung ist sprachlich auf de Höhe der Zeit.
Sie steht dem griechischen Urtext gegenüber und ermöglicht dem
Liebhaber einen Blick nach links. Der Konstantinkenner Bleckmann fasst
souverän den gegenwärtigen Forschungsstand zusammen.


INFO

Über das Leben Konstantins, De Vita Constantini, Eusebius von Caesarea,
Brepols
Fontes Christiani, Bd 83
ISBN 978-2-503-52559-4


Weitere Informationen

Dr. Horst Schneider, "Fontes Christiani", Lehrstuhl für Alte
Kirchengeschichte, Patrologie und Christliche Archäologie, Tel.:
0234/32-24706, -24703, horst.schneider at ruhr-uni-bochum.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jun 28 11:16:37 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 28 Jun 2007 11:16:37 +0200
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_LWL-Roemermuseum_schlie=DFt_am_0?=
=?iso-8859-1?q?2=2E07=2E2007_wegen_Ausstellungsvorbereitungen?=
Message-ID: 46839895020000D600034EB0@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: LWL-Pressestelle"
Datum: 27.06.2007, 14:31


AKTUELL

LWL-Römermuseum schließt am 2. Juli Vorbereitungen für
die Ausstellung über das süße Gift Luxus

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) schließt am 2. Juli
(Montag) sein LWL-Römermuseum in Haltern am See für sechs Wochen,
um die kommende Ausstellung vorzubereiten. Vom 16. August bis
25. November präsentiert der LWL "Luxus und Dekadenz" über das
römische Leben am Golf von Neapel. In welchem Luxus die
anspruchsvollen Römer vor 2000 Jahren schwelgten und wie sie
ihren Reichtum in Szene setzten, zeigt erstmals in Deutschland
die neue Schau mit 170 Exponaten, darunter zahlreiche
Wandmalereien, Goldschmuck und Marmorskulpturen. Die Ausstellung
geht anschließend nach Bremen, Nijmegen (Niederlande), München
und nach Japan.

Mildes Klima, atemberaubende Ausblicke, fruchtbares Ackerland
und Sonne satt - am Fuße des Vesuv ließ es sich gut leben. Das
wusste vor 2000 Jahren die römische Oberschicht zu schätzen und
ließ sich am Golf von Neapel in prunkvollen Stadthäusern und
Villen nieder, ein pompöser Luxus, der auch seinerzeit Kritiker
auf den Plan rief. Eine kleine Reihe zu den Themen der
Ausstellung gibt einen ersten Ausblick:

Das süße Gift Luxus

Geld und Besitz waren im Imperium Romanum reichlich vorhanden -
aber ausschließlich einem sehr kleinen Teil der Bevölkerung
vorbehalten. Nur knapp ein Prozent der 50 bis 80 Millionen
Menschen, die vor 2000 Jahren im Römischen Reich lebten, teilte
das Vermögen unter sich auf.

Die Elite setzte sich aus Senatoren, Rittern und Gemeinderäten -
so genannten "decuriones" - zusammen. Man ließ es sich gut gehen
und genoss überschwänglich das "dolce vita" in mediterraner
Umgebung. Für die betuchten Römer war "luxuria" der Inbegriff
von Prunksucht und Schwelgerei - möglich durch Grundbesitz und
hohe Steuereinnahmen aus den Provinzen.

Eine Tugend war die "luxuria" indessen nicht. Die Dekadenz und
Zurschaustellung des Reichtums verletze die traditionellen
römischen Werte wie etwa Bescheidenheit oder Sinn für das
Gemeinwohl, monierten Kritiker damals. Denn der kleinen reichen
Oberschicht standen Millionen einfache freie Bürger und Sklaven
gegenüber.

Zur Unterschicht zählten auch die meisten Freigelassenen, also
Sklaven, die von ihren Besitzern die Freiheit erhalten hatten.
Sie hatte nicht selten um das tägliche Brot zu kämpfen. Am
untersten Ende der antiken Sozialskala rangierten die unzähligen
Sklaven auf Landgütern und in Bergwerken, die schwerste Arbeit
zu verrichten hatten. Sklaven in reichen Haushalten hingegen
hatten meist ein besseres Leben.

Ein Tisch für eine Million, der Lustsklave zu 100.000 Sesterzen

Die Ausstellung im LWL-Römermuseum demonstriert auch die
Kehrseite der antiken Luxus-Medaille. Welche Summen die
Oberschicht damals für Luxusgegenstände und Annehmlichkeiten
ausgab, ist durch Luxuskritiker wie Plinius den Älteren
überliefert. So zahlte der betuchte Konsument damals für ein
Pfund des Farbstoffes Purpur stolze 4.000 Sesterzen. Für einen
edlen Tisch aus Zitrusholz blätterten die Reichen mehr als eine
Million Sesterzen hin, für einen Lustsklaven bis zu 100.000
Sesterzen. Zum Vergleich: Ein freier Bürger der Unterschicht
verdiente als Tagelöhner nur vier Sesterzen pro Tag. Einer der
lautesten Luxuskritiker seiner Zeit übrigens, der antike Dichter
Seneca, gehörte selbst zu den oberen Zehntausend, denn er
brachte es als Großgrundbesitzer binnen weniger Jahre auf ein
Vermögen von 300 Millionen Sesterzen. Was Seneca zu dem
Kommentar seines Zeitgenossen Valerius Maximus sagte ("Luxus ist
ein süßes Gift, das man viel leichter anklagen als vermeiden
kann"), ist leider nicht überliefert.


INFO

LWL-Römermuseum
Weseler Straße 100
45721 Haltern am See
Tel.: 02364 9376-0
Fax: 02364 9376-30
E-Mail: roemermuseum at lwl.org
URL: www.roemermuseum-haltern.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jun 28 11:18:14 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 28 Jun 2007 11:18:14 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Historisches Filmmaterial aus privaten Archiven
in Guetersloh
Message-ID: 468398F6020000D600034EB3@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Stadt Gütersloh"
Datum: 27.06.2007, 15:47


AKTUELL

Historisches Filmmaterial aus privaten Archiven Gütersloh
"Super8" beim Gütersloher Sommer im Bambikino

"Gütersloh super 8!" - Unter diesem Motto hat die städtische
Öffentlichkeitsarbeit im Stadt-Jubiläumsjahr 2000 eine kleine
Filmreihe mit Schätzen aus Gütersloher Privat- und anderen
Archiven aufgelegt. Der "Pilotfilm" der Reihe ist seit damals
nicht mehr gezeigt, aber häufig nachgefragt worden. Deshalb gibt
es nun eine Neuauflage im Rahmen des Gütersloher Sommers: Am
Sonntag, 1. Juli, um 11 Uhr laden Verkehrsverein und das
Programmkino "Bambi" an der Bogenstraße zur kleinen Zeitreise
auf Zelluloid ein. Der Eintritt ist wie bei allen
Sommer-Veranstaltungen frei.

Aus mehr als 60 teilweise unbekannten Privatfilmen hat der
frühere Leiter des Presseamtes Hans-Dieter Musch eine Auswahl
getroffen, die bei vielen Gütersloherinnen und Güterslohern
Erinnerungen wecken dürfte. "Gemütlich durch die Stadt" führt
ein filmischer Bummel u.a. über den Alten Kirchplatz und durch
die Innenstadt in den frühen Sechzigern. "Unwiederbringlich
dahin" erzählt von bekannten Bauwerken, die in den vergangenen
dreißig Jahren der Spitzhacke zum Opfer fielen - darunter bisher
unbekanntes Material vom Abriss des Rathauses, des Handelshofs
oder Bäckerei Glasenapp.

"Besonders gewürdigt" wurden viele Ereignisse in der
Dalke-Stadt: der Bezug der Garnison Gütersloh in der Dreißiger
Jahren, das 100-jährige Bestehen des Evangelisch Stiftischen
Gymnasiums oder die Überschwemmung von 1961. Nicht nur in
Wiltmanns Festsaal wurde "fröhlich gefeiert" - so der Untertitel
dieses Filmteils -, sondern auch beim Michaelisumzug von 1975
oder der Einweihung der Stadtbibliothek 1984.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jun 28 11:21:59 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 28 Jun 2007 11:21:59 +0200
Subject: [WestG] [WWW] www.hamm.de/zeitzeugenboerse
Message-ID: 468399D7020000D600034EB7@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Stadt Hamm"
Datum: 27.06.2007, 18:05


WWW

Die Hammer Zeitzeugenbörse ist online
Alle Bürgerinnen und Bürger können ihre Geschichte erzählen

Auf den Internetseiten der Stadt Hamm haben alle Bürgerinnen und
Bürger die Möglichkeit, ihre persönlichen Erlebnisse,
Erinnerungen und Geschichten zur Stadt Hamm mit anderen zu
teilen: Die Hammer Zeitzeugenbörse wird am 28. Juni 2007 unter
www.hamm.de/zeitzeugenboerse online gestellt. Gestartet wird
diese Internet-Wissensdatenbank zu Hamm mit den Themen
"Einzelhandel", "Innenstadt", "Essen und Trinken", "Schule",
"Sport und Freizeit" sowie "Bergbau".

Über ein Eingabeformular können dort alle Interessierten ihre
Geschichte(n) erzählen und durch Fotos ergänzen. Das Projekt
wird im Rahmen des Wettbewerbs "Ab in die Mitte! Die
City-Offensive" vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Die
Stadt Hamm hat sich auch in diesem Jahr erfolgreich mit ihrem
Beitrag "Ring frei! Generationen im Grünen" am Wettbewerb
beteiligt, bei dem das Thema "Jung und Alt" im Fokus steht. Jung
und Alt können auch von der Zeitzeugenbörse profitieren: Die
jüngere Generation erhält Antworten auf die Fragen, wie es
früher in Hamm war und wie sich das Leben verändert hat. Für die
"Älteren" bietet sich die Möglichkeit, ihre Geschichte mit
Anderen zu teilen und sie können möglicherweise Kontakte knüpfen,
die sie ohne die Zeitzeugenbörse nicht erhalten hätten.

Für die Zukunft ist vorgesehen, das Thema "Zeitzeugenbörse" in
Absprache mit den Schulen in den Unterricht zu integrieren. So
könnten z.B. Projektwochen in Schulen genutzt werden, die
Geschichten von älteren Bürgerinnen und Bürgern, die keinen
Zugang zum Internet besitzen, über die Schülerinnen und Schüler
für alle Nutzer zu archivieren. Außerdem könnten alte Rezepte
und Speisen in den Hauswirtschaftsunterricht übernommen und
nachgekocht werden. Die Zeitzeugenbörse erhebt hierbei nicht den
Anspruch einer historisch genauen Wiedergabe der Ereignisse und
Geschehnisse in Hamm. Die persönliche Erinnerung der Zeitzeugen
ist als eine Ergänzung zur offiziellen Geschichtsschreibung
gedacht.


INFO

URL: www.hamm.de/zeitzeugenboerse






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jun 28 11:26:04 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 28 Jun 2007 11:26:04 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Familiensonntag mit Kalle dem Museumsmaulwurf,
01.07.2007, Herne
Message-ID: 46839ACC020000D600034ECC@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 28.06.2007, 09:06


AKTUELL

Ferien und nichts als Ärger Familiensonntag mit Kalle dem
Museumsmaulwurf

Am Sonntag (1. Juli) lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL) Kinder ab fünf Jahren zu einer illustrierten Lesung mit
Kalle dem Museumsmaulwurf ins LWL-Museum für Archäologie nach
Herne ein. Parallel zu der jeweils um 14 Uhr und 16 Uhr
stattfindenden Veranstaltung führt der Rundgang "gesucht.
gefunden. ausgegraben." durch die Dauerausstellung des Museums.

Am 1. Juli erfahren Kinder ab fünf Jahren um 14 Uhr und um 16
Uhr, wie sich Archäologen und Maulwürfe vertragen: Eigentlich
hat sich Kalle der Museumsmaulwurf nämlich auf Ferien
eingestellt. Doch der Tag beginnt ganz anders. Ein Hindernis
versperrt den Maulwurfsgang und lässt den einzigen Regenwurm
weit und breit entwischen. Kalle beschließt, seine Freunde, die
Archäologen, hinzuzuziehen. Im Handumdrehen befindet er sich
mitten in einer archäologischen Ausgrabung und damit ist es mit
dem gemütlichen Ferientag auch schon vorbei. Die Lesung wird mit
Bildern im Museumskino illustriert.

Zu gleichen Zeit folgen die erwachsenen Besucher in dem Rundgang
"gesucht. gefunden. ausgegraben." den Spuren der Menschen in
Westfalen, die sie im Laufe von über 250 000 Jahren hier
hinterlassen haben. Im Zeitraffer geht es durch die Geschichte,
durch die Zeit der Neandertaler, vorbei an monumentalen
Grabanlagen und Überresten römischer Militärlager. Zeugnisse der
frühchristlichen Glaubenswelt und mittelalterliche Lebensformen
sind weitere Stationen auf dem Weg bis in die jüngste
Vergangenheit, in der Bombenschutt die Schrecken des Krieges vor
Augen führt.


INFO

LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel.: 02323 94628-0
URL: www.museum-herne.de

Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr
Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr

Termin: 1. Juli, 14 Uhr und 16 Uhr - Kalle der Museumsmaulwurf:
Lesung im Museumskino für Kinder ab 5 Jahren - gesucht.
gefunden. ausgegraben.: Rundgang durch die Dauerausstellung für
Erwachsene

Kosten: Zu entrichten ist nur der Eintrittspreis: Erwachsene
3,50 Euro, 6- bis 17-Jährige 2 Euro, Familien 8 Euro. Eine
Anmeldung ist nicht erforderlich.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jun 29 11:25:21 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 29 Jun 2007 11:25:21 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Ferienprogramm im LWL-Archaeologiemuseum in Herne
Message-ID: 4684EC21020000D600034FFB@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 29.06.2007, 10:19


AKTUELL

Ritter, Mönch und Mammut
Ferienprogramm im LWL-Archäologiemuseum

Gleich mehrere Zeitreisen bietet der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) im Sommerferienprogramm in seinem
LWL-Museum für Archäologie in Herne an. Dabei haben die
Teilnehmer die Wahl, wie weit die Reise zurück gehen soll: Vom
10. bis 13. Juli können sie das Mittelalter erkunden und treffen
auf "Ritter, Bauer, Mönch und Kaufmann". Jeweils ab 10 Uhr
schlüpfen die jungen Teilnehmer ab zehn Jahren selbst in die
unterschiedlichen Rollen. Bis in die Eiszeit zurück geht es für
Kinder ab acht Jahren in dem Programm "Mammuts die
Eiszeitriesen" im Steinzeitatelier am 4. Juli ab 14 Uhr und am
1. August ab 10 Uhr. Eiszeitlich geht es auch in dem Programm
"Steinzeitschmuck" zu, das am 4. Juli von 10 bis 12.30 Uhr und
am 1. August von 14 bis 16.30 Uhr Kindern ab 8 Jahren Handwerk
und Mode der Mammutjäger vorstellt.

Westfalen vor mehr als 800 Jahren - diese Zeit steht vom 10. bis
13.Juli im Mittelpunkt des Ferienprogramms "Ritter, Bauer, Mönch
und Kaufmann". Noch heute finden sich viele Spuren aus dem
Mittelalter in der Region. Es sind vor allem Burgen, Kirchen und
Klöster, die die Zeit überdauerten. Aber auch im Boden erhielten
sich Dinge, mit denen die Menschen gearbeitet, gekämpft oder
sich geschmückt haben. Anhand dieser Spuren lernen die
Teilnehmer von 10 bis etwa 12.30 Uhr die unterschiedlichen
Lebensbereiche und -formen im mittelalterlichen Westfalen
kennen: die Mühsal der Arbeit auf dem Land, die Frömmigkeit und
Gelehrsamkeit in den Kirchen und Klöstern, das geschäftige
Treiben in den Städten, die herrschaftliche Inszenierung in den
Herrenhäusern und Burgen. In einem Rollenspiel finden sich die
jungen Teilnehmer ab zehn Jahren in die einzelnen Stände ein und
spielen in historischer Gewandung ihre Rechte und Pflichten
gegeneinander aus.

Am 4. Juli ab 14 Uhr und am 1. August ab 10 Uhr dreht sich alles
um das Thema Steinzeit. In dem zweieinhalbstündigen Programm
"Mammuts - Die Eiszeitriesen" erfahren die Teilnehmer ab acht
Jahren eine Menge über das bekannteste Eiszeittier, das Mammut.
Eine Diaserie zeigt, wie diese mächtigen Tiere aussahen, wann
und wo sie lebten und wovon sie sich ernährten. Die Kinder
lernen, mit welchen Mitteln Steinzeitmenschen Vorfahren diese
beeindruckende Beute jagen konnten. Gemeinsam überlegen sie,
warum die frühen Menschen Bilder vom Mammut malten oder in Stein
und Knochen einritzten oder es plastisch dargestellt haben. So
inspiriert wird jeder Teilnehmer selbst zum "Steinzeitkünstler"
und stellt eine Mammutfigur aus Ton her.

Schaut man sich heute in der Schmuckabteilung eines Kaufhauses
oder bei einem Juwelier um, so findet man viele Ketten, Ringe
oder Armreifen aus edlen Metallen wie Gold oder Silber. Gab es
das auch schon in der Steinzeit oder sah der Schmuck ganz anders
aus? Mit dieser Frage beschäftigt sich am 4. Juli ab 10 Uhr und
am 1. August ab 14 Uhr das Programm "Steinzeitschmuck". Aus
Muscheln, Meeresschnecken und Baumbaststreifen stellen die
Kinder ab acht Jahren selber eine Halskette her. Ein rundes
Steinamulett aus Schiefer, in das die Teilnehmer mit
Feuersteinwerkzeugen das notwendige Loch bohren und das sie mit
eingeritzten Motiven verzieren, vervollständigt die kleine
urgeschichtliche Schmuckkollektion. Übrigens: Schmuck war in der
Steinzeit nicht nur Frauensache, auch der steinzeitliche Jäger
schmückte sich auf diese Weise.

Für die Teilnahme an den Ferienprogrammen ist eine telefonische
Anmeldung unter der Rufnummer 02323 94628-0 während der
Öffnungszeiten des Museums erforderlich.

Termine und Kosten:

Ritter, Bauer, Mönch und Kaufmann: das Mittelalter
Teilnehmer: Kinder ab 10 Jahren
Dauer: circa 2,5 Stunden
Kosten: 5 Euro pro Person inklusive Materialkosten und
Museumseintritt
Termine: 10. Juli, 10 bis circa 12.30 Uhr
11. Juli, 10 bis circa 12.30 Uhr
12. Juli, 10 bis circa 12.30 Uhr
13. Juli, 10 bis circa 12.30 Uhr

Mammuts - Die Eiszeitriesen
Teilnehmer: Kinder ab 8 Jahren
Dauer: circa 2,5 Stunden
Kosten: 10,60 Euro pro Person inklusive Materialkosten
und Museumseintritt
Termine: 4. Juli, 14 bis circa 16.30 Uhr
1. August, 10 bis circa 12.30 Uhr

Steinzeitschmuck
Teilnehmer: Kinder ab 8 Jahren
Dauer: circa 2,5 Stunden
Kosten: 10,60 Euro pro Person inklusive Materialkosten
und Museumseintritt
Termine: 4. Juli, 10 bis circa 12.30 Uhr
1. August, 14 bis circa 16.30 Uhr


INFO

LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel.: 02323 94628-0
URL: www.museum-herne.de

Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr,
Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr,
Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jun 29 11:30:35 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 29 Jun 2007 11:30:35 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Denkmal des Monats Juni: Aelteste
Elektroloks Deutschlands fahren auf der Extertalbahn
Message-ID: 4684ED5B020000D600034FFE@lwlgwia.itz.lwl.org

"LWL-Pressestelle"
Datum: 28.06.2007, 15:09


AKTUELL

Älteste Elektroloks Deutschlands fahren immer noch auf
der Extertalbahn
LWL zeichnet Strecke als Denkmal des Monats Juni aus

Bei denkmalgeschützten Eisenbahnen denkt man an fauchende
Dampfloks, die durch eine wildromantische Landschaft schnaufen.
Ganz anders erscheint da die elektrisch betriebene Extertalbahn,
die 1929 den Betrieb auf der Strecke zwischen Barntrup (Kreis
Lippe) und Rinteln (Niedersachsen) aufgenommen hat. Weil die
Extertalbahn nicht untergegangen ist wie die vergleichbare
Herforder Kleinbahn und nicht modernisiert worden ist wie die
Zugspitzbahn sondern auf Teilen immer noch die historischen Loks
fahren, hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die
Strecke als Denkmal des Monats Juni ausgezeichnet.

"Die beiden 1927 gebauten Gütertriebwagen Lok 21 und Lok 22 sind
die ältesten erhaltenen Elektrolokomotiven in Deutschland, die
immer noch auf ihrer Stammstrecke fahren. Außerdem sind der
historische Schienenoberbau und die Fahrdrahtführung ebenso
original erhalten wie alle Brücken der Strecke", nennt
LWL-Denkmalpfleger Christian Hoebel Besonderheiten der
Extertalbahn, die der LWL in Zusammenarbeit mit der Gemeinde
Extertal jetzt als erste komplette Bahnstrecke Westfalens unter
Denkmalschutz gestellt hat.

Die Geschichte der Extertalbahn beginnt am 24. September 1924
mit der Gründung der "Extertalbahn Aktiengesellschaft" (EAG).
Ziel war es, die Stecken Löhne - Hameln, Rinteln - Stadthagen
und Lage - Hameln zu verbinden. Fünf Jahre später schlängelte
sich die 28 Kilometer lange Strecke durch die Talaue der Exter
entlang einer Landstraße. Das Ungewöhnliche für die Zeit: Auf
der Strecke bewegten sich kastenartige Loks, die nicht dampften,
sondern die nötige Energie in Form von Elektrizität aus einem
Fahrdraht bezogen.

"Da das damalige Elektrizitätswerk 'Wesertal GmbH' aus Hameln
Mitgesellschafter der EAG war, wurde die Strecke von Anfang an
mit einem Gleichstrom von 1.500 Volt elektrifiziert. Die
Vorteile liegen auf der Hand: Elektroloks sind einfacher zu
handhaben als Dampfloks, sie können schneller beschleunigen und
können auch größere Steigungen bewältigen. So konnte man beim
Bau im Extertal aufwändige Erdbewegungen vermeiden", erklärt
Hoebel. Der Gleichstrom hat allerdings im Vergleich zum
Drehstrom den Nachteil, dass er nicht ohne Leitungsverluste über
größere Entfernungen geführt werden kann. "Deshalb baute die EAG
ihren Betriebssitz auf halber Strecke in Extertal-Bösingfeld und
speiste hier den Gleichstrom ein", so Hoebel weiter.

Die EAG, die sich 1967 in "Verkehrsbetriebe Extertal" umbenannt
hat, war von Anfang an auf den Personen- und den Güterverkehr
ausgerichtet. Den regelmäßigen Personenverkehr hat sie 1969
eingestellt, der letzte Güterzug rollte 2001 über die lippische
Strecke. Große Sorge bereitete den Denkmalpflegern in den
vergangenen Jahren der Kupferklau, dem große Abschnitte des
Fahrdrahtes zum Opfer fielen und der fast zum Untergang des
Denkmals geführt hätte. Doch der Verein Landeseisenbahn Lippe
hat erhaltene Abschnitte aus dem nördlichen Teil abgebaut und
auf dem südlichen Teil wiederverwendet und die Strecke so
gerettet.

Während heute auf dem nördlichen Teil zwischen Bösingfeld und
der Landesgrenze Touristen auf handgetriebenen Draisinen fahren
können, will der Verein Landeseisenbahn Lippe demnächst zu
besonderen Anlässen die beiden historischen Loks auf die
Südstrecke zwischen Bösingfeld und Barntrup schicken. Den
nötigen Gleichstrom speisen nach wie vor zwei originale
Quecksilberdampf-Gleichrichter ein.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jun 29 11:38:35 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 29 Jun 2007 11:38:35 +0200
Subject: [WestG] [TOC] An Bigge, Lenne und Fretter, Juni 2007
Message-ID: 4684EF3B020000D600035013@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Mechthild Sieg"
Datum: 27.06.2007, 12:32


SERVICE: TOC

An Bigge, Lenne und Fretter
Heimatkundliche Beiträge aus der Gemeinde Finnentrop
Juni 2007
Nr. 26
ISSN 1862-8389


Bibliotheksnachweis über (Feld "ZDB"=Zeitschriftendatenbank):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=139




S.1-11
Funke, Ferdinand
Orkan "Kyrill" hinterließ Spur der Verwüstung
Viele Waldbesitzer stehen vor dem Nichts

S. 12-18
Geueke, Werner
"Kyrill" löste Katastrophenfall aus
Feuerwehrleute vollbrachten unglaubliche Kraftanstrengungen

S. 19-37
Schulte, Rainer
Der Schulten-Hof in Frielentrop (Teil 3)

S. 38-47
Hesener, Herbert
Im Kindergarten 1938-1942

S. 48-57
Schmidt, Heinrich / Schneider, Martin / Reker, Alois
Fichte im Sauerland
Verwehte Spuren: Fichtensaatkamp Serkenrode

S. 58f.
Splitt, Manfred
Geschichte einer Glocke

S. 60-70
Elsbergen, Heimo van
Bamenohl - Wiege der Brackenzucht?

S. 71-80
Junker, Gertrud
100 Jahre "Alte Apotheke" in Finnentrop

S. 81-87
anon.
Kalendarium aus der Gemeinde Finnentrop
1. November 2006 - 31. März 2007

S. 88
Mitteilungen






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jun 29 11:45:51 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 29 Jun 2007 11:45:51 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Bildvortrag zur Geschichte der Henrichshuette,
29.06.2007, Hattingen
Message-ID: 4684F0EF020000D60003501F@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 28.06.2007, 12:31


AKTUELL

Bildvortrag zur Geschichte der Henrichshütte zwischen Stahlkrise
und Strukturwandel im LWL-Industriemuseum

Eigentlich sollte die Haßlingerhauser Hüttenindustrie den
Vortragsabend im LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
füllen. Doch der Referent fällt kurzfristig aus. Der Bochumer
Dieter Ehrenhauser springt dafür ein. Am Freitag, 29. Juni, um
20 Uhr zeigt er in seinem Bildvortrag im Museum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die Entwicklung der
Henrichshütte zwischen 1977 und 2000.

1977 fing der damalige Mitarbeiter einer
Elektroinstallationsfirma als "Externer" auf der Henrichshütte
an. Jahrzehntelang wartete und reparierte er dort jede Art von
elektrischen Anlagen. Die Einblicke, die er dabei in fast jeden
Hüttenbetrieb erhielt, nutzte der begeisterte Hobbyfotograf, um
die Entwicklung der Henrichshütte fotografisch festzuhalten.
Auch im Ruhestand setzte er die Fotodokumentation der Hattinger
Hüttengeschichte fort: Motive wie die Werksbahn, rauchende
Schlote und sanierte Flächen zeigen die Henrichshütte zwischen
1977 und 2000.

Der Vortrag (Beginn 20 Uhr) ist kostenlos. Vorher bietet das
LWL-Industriemuseum eine Führung über das Hochofengelände an.
Besucher, die daran teilnehmen, zahlen 3,50 Euro (ermäßigt 2
Euro). Treffpunkt ist um 19 Uhr das Museumsfoyer.


INFO

LWL-Industriemuseum
Henrichshütte in Hattingen
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen
Tel.: 02324 9247-0
Fax: 02324 9247-112
E-Mail: birgit.schulz at lwl.org






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jun 29 11:49:30 2007
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 29 Jun 2007 11:49:30 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Was der Bauer nicht kennt, das kann er nicht anzetteln,
bis 07.10.2007, Ascheberg Herbern
Message-ID: 4684F1CA020000D60003502A@lwlgwia.itz.lwl.org

Von: "Liane Schmitz"
Datum: 28.06.2007, 17:54


AUSSTELLUNG

Rätselhafte Sprichwörter im Museum Heimathaus Herbern

Wenn man früher etwas anzetteln wollte, benötigte man Fäden und
den Kettbaum des Webstuhls viel eher als ein Stück Papier und
wenn man eine Eselsbrücke bauen wollte, verwandte man eher feste
Planken als sich reimende Worte. Wer heute für eine Reise gut
gerüstet ist, hat wohl kaum eine Ritterrüstung an und wenn etwas
in die Brüche gegangen ist, dann wird dieser Gegenstand
wahrscheinlich nicht im Moor verschwunden sein.

Jeder gebraucht wohl mehrmals am Tag Sprichwörter und
Redewendungen, ohne jedes Mal über den wörtlichen oder
ursprünglichen Sinn nachzudenken. Die diesjährige
Sonderausstellung im Museum Heimathaus Herbern (Ascheberg
Herbern, Altenhammstr.20) möchte solche Zusammenhänge mit Hilfe
von Puppen, aufgebauten Landschaften und Szenarien
dokumentieren. Dabei wird der Besucher in die Welt der Jäger und
der Ritter geführt oder an das Rechtsgebaren unserer Vorfahren
erinnert.

Ab sofort läuft eine Sommerferien-Rätselaktion für Kinder und
Erwachsene. Der Weg zur richtigen Lösung führt zur Ritterfigur,
zu der aufgebauten Burg, den Jägern, zum aufgebauten Bauernhof
und zum Kamin des Hauses. Für richtige Antworten gibt es eine
kleine Aufmerksamkeit und die Möglichkeit in die Endauslosung zu
kommen, bei der es Buchpreise zu gewinnen gibt.

Das Ferienrätsel läuft bis zum 6.8.2007. Die Ausstellung ist
noch bis zum 7.10.2007 samstags und sonntags (15.00-17.00) Uhr
sowie auf Voranmeldung (02599/1340) zu besichtigen. Mehr Infos:
www.heimatverein.herbern.de


INFO

Veranstaltungsdaten:
Was der Bauer nicht kennt, das kann er nicht anzetteln
Datum: bis 7.10.2007
Museum Heimathaus Herbern
Altenhammstr. 20
59387 Ascheberg Herbern
Tel.: 02599 1340
E-Mail: schmitz-ascheberg at t-online.de
URL: www.heimatverein.herbern.de

Kontakt:
Liane Schmitz
Heimatverein Herbern
Lappenkamp 7
59378 Ascheberg Herbern
Tel.: 02599 1824
E-Mail: schmitz-ascheberg at t.online.de