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From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Dec 2 11:57:50 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 02 Dec 2005 11:57:50 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Delphine Prade: Das Reismann-Gymnasium im Dritten
Reich
Message-ID: s39036df.080@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Barbara Stenger"
Datum: 30.11.2005, 11:04


LITERATUR

Delphine Prade: Das Reismann-Gymnasium im Dritten Reich.
Nationalsozialistische Erziehungspolitik an einer Paderborner
Oberschule.
(PBG 14) 2005. 214 S., mit vielen Abb. u. Photos, br., EUR 19,80,


Wie sah der Schulalltag zur Zeit des Nationalsozialismus aus?
Darüber gibt es bisher noch nicht viele Untersuchungen.

Die nun vorliegende Studie stellt exemplarisch dar, wie die
nationalsozialistischen Vorstellungen über Funktion und Struktur
des Erziehungswesens an der Paderborner Oberschule für
Jungen (Reismann-Gymnasium) Eingang gefunden haben. Es
ging der französischen Autorin um die möglichst genaue Darstellung
des Nebeneinanders der theoretischen Unterrichtskonzeption und
der Unterrichtswirklichkeit, was sie mit Hilfe umfangreicher
Archivarbeit und der Befragung von Zeitzeugen zu klären sucht.

In einem knapp gehaltenen Abriß skizziert die Verfasserin zunächst
die historische Entwicklung des Paderborner Schulwesens und der
Reismannschule, die bis 1937 weiterhin als neunstufige Oberrealschule,
seitdem bis zum Kriegsende als achtstufige "Städtische Oberrealschule
für Jungen" bestand. Sodann sind die Anfänge der nationalsozialistischen
Herrschaft über die Stadt, d.h. die sogenannte Machtergreifung und
die "Gleichschaltung" des Schulwesens, vor dem Hintergrund der
politischen, ökonomischen und sozialen Situation der Kommune seit dem
Beginn der Weimarer Republik dargestellt. Im weiteren behandelt Frau
Prade die Themen "Säuberung" an der Oberrealschule unter den
Lehrern und den Schülern, Vermittlung der NS-Ideologie im NS-Schulsystem,
Jugendleben zur Zeit des Nationalsozialismus, Krieg und Auflösung des
"normalen" Schullebens.

Als Quellenmaterial standen der Autorin insbesondere die Akten des
früheren Münsterschen Provinzialschulkollegiums im Staatsarchiv
Münster, Kopien der Jahresberichte der damaligen Schulleiter an die
Schulbehörde und die Originalabiturarbeiten, die von der Schule dem
Paderborner Stadtarchiv übergeben worden sind, sowie Zeitungsartikel
zur Verfügung. Eine ergiebige, aber wissenschaftlich sorgfältig
abzuwägende mündliche Quelle war eine gründliche Zeitzeugenbefragung
ehemaliger Schüler. Diese Zeitzeugenbefragung war von Mitgliedern
eines Geschichtskursus des Reismann-Gymnasiums unter Leitung von
Dr. Friedhelm Golücke 1997 durchgeführt worden.

Die deutschsprachige Untersuchung wurde als Staatsarbeit an der
Université Paul Valéry in Montpellier angenommen.

Die Veröffentlichung wurde betreut von dem Historiker Klaus Hohmann
und herausgegeben von dem Verein für Geschichte an der Universität
Paderborn VfG.

Sie ist in der VfG-Schriftenreihe "Paderborner Beiträge zur Geschichte"
PBG erschienen und ab sofort zum Preis von EUR 19,80 im Buchhandel
erhältlich.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Dec 2 12:05:11 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 02 Dec 2005 12:05:11 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Die DDR und ihre gesamtdeutschen Autobahnen,
Luedenscheid, 07.12.2005
Message-ID: s3903881.030@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "igb"
Datum: 30.11.05, 12:32


AKTUELL

Lüdenscheider Gespräche
Die DDR und ihre gesamtdeutschen Autobahnen
Filmausschnitte und Diskussion mit Axel Doßmann

Am Mittwoch, den 7. Dezember ist der Historiker Axel Doßmann zu Gast im
Institut für Geschichte und Biographie. Sein Thema sind die Autobahnen der DDR.

Für viele Westdeutsche zählte das Erlebnis der Transitautobahnen in der DDR
zu den wenigen, aber prägenden Berührungen mit dem anderen deutschen Staat:
War die unheimliche Passage durch die "Zone" nach Westberlin, das rigide
Tempolimit und die (Verkehrs-)Überwachung durch Volkspolizei und Staatssicherheit
tatsächlich eine "Schule der Diktatur" (so der Schriftsteller F. C. Delius)? Und aus
der anderen Perspektive: Wie sind Ostdeutsche mit diesen "Fließbändern des
Westens" umgegangen? Was erzählen Flüchtlinge, Volkspolizisten und Stasi-Offiziere
heute? Wie sehen die Kontinuitäten zu den "Reichsautobahnen" des Dritten Reiches aus?

Axel Doßmann arbeitet für Wissenschaft, Hörfunk und Film und ist Autor des Buches
"Begrenzte Mobilität. Eine Kulturgeschichte der Autobahnen in der DDR" (2003) und
Co-Autor des Dokumentarfilms "Autobahn Ost" (2004, Regie: Gerd Kroske). Zum
"Lüdenscheider Gespräch" zeigt Axel Doßmann Ausschnitte aus seinem Film und stellt
unterschiedliche Perspektiven aus Bild-, Ton- und Textdokumenten gegeneinander und
zur Diskussion.


INFO

Zeit: Mittwoch, den 7. Dezember 2005
17.00 Uhr

Ort: Institut für Geschichte und Biographie
Liebigstr. 11
58511 Lüdenscheid






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Dec 2 12:14:25 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 02 Dec 2005 12:14:25 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Barbara in der Ausstellung "Aufbau West" auf Zollern,
Dortmund, 18.09.2005-26.03.2006
Message-ID: s3903aad.001@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 02.12.05, 10:32


AUSSTELLUNG

Die Heilige mit der Grubenlampe
Barbara in der Ausstellung "Aufbau West" auf Zollern

Traditionell in langem Gewand, einen Kelch in der Hand haltend und
aufgestützt auf einen Turm, so erscheint die Heilige Barbara rund
um ihren Gedenktag am 4. Dezember in vielen klassischen Darstellungen.
In der Ausstellung "Aufbau West. Neubeginn zwischen Vertreibung und
Wirtschaftwunder", die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
derzeit auf der Zeche Zollern II/IV zeigt, lernen Besucher die Barbara
als Schutzheilige der Bergleute kennen: mit einer Grubenlampe statt
des Kelches in der Hand. Barbarastatuen und -reliefs gehören zu den
insgesamt 300 Objekten der Sonderausstellung im Westfälischen
Industriemuseum in Dortmund.

Die Heilige Barbara wurde nach dem Übertritt zum Christentum durch
ihren heidnischen Vater verfolgt, in einem Turm gefangen gesetzt und
starb schließlich den Märtyrertod, so berichten es die Legenden. Vor
diesem Hintergrund wird sie traditionell mit den Attributen Turm und
oftmals auch einem Kelch abgebildet, der als Zeichen für die letzte
Wegzehrung vor dem plötzlichen Tod dient.

Im Ruhrbergbau breitete sich die Barbaraverehrung erst nach dem
Zweiten Weltkrieg in größerem Umfang aus. Flüchtlinge und Aussiedler
aus Oberschlesien, wo die Barbaraverehrung besonders populär war,
brachten sie zunächst nach Bochum mit. Über die Landschaftsmann
verbreitete sich der Brauch der Barbarafeiern - nicht zuletzt mit Hilfe
des damaligen Direktors des Bergbaumuseums, Dr. Henrich Winkelmann -
im ganzen Revier. Seit der Mitte der 1950er Jahre verwandelte sich die
Barbara hier von einer katholischen Heiligen zur ökumenischen
Schutzpatronin des Bergbaus. Passenderweise ändert sich dabei auch
ein Attribut: Der Kelch wurde durch eine Grubenlampe ersetzt.

"Der Modernisierung der Heiligen Barbara im Bergbau folgte dann
bald die weitere Verweltlichung: Die neue Rolle der Barbara wurde
vor allem im Arbeitsschutz deutlich, der mit der Schutzfunktion der
Heiligen aber nur noch spielte", erklärt Dr. Dagmar Kift, Expertin für
Bergbau aus dem Ausstellungsteam. So wurde das Unfallverhütungsplakat
"Barbsi" Anfang 1970 in allen RAG Betriebsstätten aufgehängt und zeigt
einen angeseilten Bergmann sowie eine Frau namens "Barbsi" mit
Schutzhelm. Der Plakattext lautet: "Auf diesen Engel ist Verlaß: Anseilen!"
Schutz bot in diesem Fall also nicht mehr die Heilige, sondern das
Einhalten der Unfallverhütungsvorschriften.

Der traditionelle Gedenktag der Heiligen Barbara, Sonntag, 4. Dezember,
bietet sich vor diesem Hintergrund gut für einen Besuch der Zeche
Zollern II/IV an. In der Ausstellung "Aufbau West" wird die Entwicklung
der Heiligen Barbara zur Schutzpatronin des Bergbaus anhand von
verschiedenen Statuen und Reliefs anschaulich. Ausgesuchte
Werbeprospekte und Plakate verdeutlichen außerdem ihre neue Rolle
im Arbeitsschutz des Bergbaus.


INFO

Aufbau West - Neubeginn zwischen Vertreibung und Wirtschaftswunder
18.09.2005 bis 26.03.2006
Zeche Zollern II/IV, Grubenweg 5
Dortmund-Bövinghausen
Geöffnet dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr
Offene Führung für Einzelbesucher (nur Museumseintritt): sonn- und feiertags 15 Uhr






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Dec 5 08:49:54 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 05 Dec 2005 08:49:54 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2005/27
Message-ID: s393ff4d.008@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Hans Mühl"
Datum: 28.11.2005, 11:19


Neuerwerbungsliste Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB
Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" an dieser
Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service auf die jeweils aktuelle
Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB Münster an. Sie informiert über
neue Titel zu Westfalen, die die ULB gekauft oder als gesetzliche
Pflichtexemplare aus den westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg,
Detmold und Münster erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2005/27 für den Zeitraum vom 12.11.2005 bis
zum 18.11.2005 mit insgesamt 26 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:

http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&fach=wes

Die Titel können online über den Katalog der ULB (OPAC) bestellt werden:

http://superfix.uni-muenster.de/cgi-webOPAC/bridgeMain.pl?
maskID=001&tagNO=&functionID=1&Language=De&SignalPort=3048&
ServerLogin=wopaculb&ServerDatabase=maindb&Z3950=off&
Z3950User=gast&BaseUrl=..%2Fcgi-bin%2Fopac.pl&NichtNeu=J


Hinweise zum Sammelgebiet "Westfalen" der ULB Münster finden Sie unter:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/


Weitere Literatur über Westfalen finden Sie in der umfangreichsten
deutschen Regionalbibliographie, der Nordrhein-Westfälischen
Bibliographie (NWBib):

Allgemeine Information zur NWBib:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html


Suche in der NWBib:

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib



Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":

http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Redaktion Nordrhein-Westfälischen Bibliographie -
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24074
E-Mail: muhl at uni-muenster.de
Website Nordrhein-Westfälische Bibliographie:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html










From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Dec 5 09:14:27 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 05 Dec 2005 09:14:27 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag,
Bulla/Moser/Spiong: Ausgrabungen Stadtarchaeologie Paderborn,
PB 13.12.2005
Message-ID: s39404ff.089@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Müller R.-D., 47, Stadt Paderborn"
Datum: 30.11.2005, 16:24


AKTUELL

Öffentliche Vortragsveranstaltung des Altertumsvereins Paderborn
Dienstag, 13. Dezember 2005, 20.00 Uhr, Theologische Fakultät Paderborn, Kamp 6, Hörsaal 2

Dr. Andrea Bulla, Marianne Moser, M.A., Dr. Sven Spiong, M.A.:
Ausgrabungen der Stadtarchäologie Paderborn in den Jahren 2004 und 2005

24 Ausgrabungen unternahm die Stadtarchäologie innerhalb der letzten 12 Jahre in der Paderborner Innenstadt. Sie geben Einblicke in die Frühzeit von Paderborn von den ersten Siedlern vor über 2000 Jahren bis fast in die Gegenwart. Ihr Wert ist besonders für die Zeit hoch zu bewerten, für die noch keine oder nur spärliche Schriftquellen überliefert sind. Hierzu zählt auch ein Seuchenfriedhof aus dem Dreißigjährigen Krieg. Eilig im Garten angelegte Massengräber geben uns ein grausiges Bild von den damaligen Verhältnissen. Mit Hilfe der Ausgrabungsergebnisse umreißen die Archäologen ein Bild von der Vor- und Frühgeschichte der Stadt Paderborn. Für das Jahrhundert vor Christi Geburt und die Frühphase der Stadt vom späten 10. Jh. bis zur Stadtbefestigung im 12. Jh. lieferten die Ausgrabungen nördlich der Busdorfkirche und Am Stadelhof neue Ergebnisse. Eine Überraschung stellt ein großes Steingebäude aus der Zeit um 1100 im Innenhof des Land- und Amtsgerichtes dar.

Zudem zeigen die Archäologen Bilder von freigelegten Bodendenkmalen, die teilweise nur kurzzeitig sichtbar waren und dann den Baggern weichen mussten oder wieder zugeschüttet wurden. Hierzu zählen Arrestzellen im originalen Zustand aus dem 17. Jh., ein Teilstück der mittelalterlichen Domimmunitätsmauer und die imposanten Ausmaße eines Kalksteinbruches aus dem 11. Jahrhundert.
Als Schwerpunkt des Vortrages zeigen die örtlichen Leiterinnen der Grabung zwischen Kötterhagen und Grube ihre ersten Ergebnisse: über 5 Meter dicke Schichtenabfolgen in denen sich mehr als 800 Jahren Geschichte verbirgt, die Wände des Steinbruches, die ersten Gebäudereste aus dem 12. Jh. und mächtige mittelalterliche Steinwerke. Zudem sind viele Kleinfunde dieser Großgrabung frisch aus der Restaurierungswerkstatt gekommen. Silbermünzen, der Siegelstempel des Bürgermeisters Bodo Brinkmann und Reste eines Kachelofens mit Bildnissen bedeutender Reformatoren sind nur einige der interessanten Funde dieser Ausgrabung.


INFO

Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens,
Abt. Paderborn e.V.
Pontanusstr. 55 (Stadtarchiv)
33095 Paderborn
Tel.: 05251/881595
Fax: 05251/882047
E-Mail: stadtarchiv at paderborn.de
URL: http://www.altertumsverein-paderborn.de







From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Dec 5 09:28:31 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 05 Dec 2005 09:28:31 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag,
Welzel/Stegemann: Dortmund und die alten Niederlande, DO 06.12.2005
Message-ID: s3940843.073@lwlapp.itz.lwl.org

Von:" Uni Dortmund Medieninfo"
Datum: 01.12.2005, 13:06


AKTUELL

"Bild und Klang" im mittelalterlichen Dortmund und den Niederlanden

In der Vorlesungsreihe "Bild und Klang" entführen Prof. Dr. Barbara
Welzel vom Institut für Kunst und Prof. Dr. Michael Stegemann vom
Institut für Musik die Besucher der Reinoldikirche regelmäßig ins
mittelalterliche Dortmund. Dabei werden kunsthistorische Vorträge mit
mittelalterlicher Musik untermalt. In der Veranstaltung am 6. Dezember
rückt die freie Reichs- und Hansestadt Dortmund in ihrer europäischen
Vernetzung in den Blick.

Besonders ausgeprägt waren die Verbindungen zu den alten Niederlanden,
dem bedeutendsten kulturellen Zentrum des nordalpinen Europas in
Spätmittelalter und Früher Neuzeit. Thematisiert wird einerseits der
Kunsttransfer in seinen allgemeinen Koordinaten, andererseits werden
die aus den Niederlanden importierten Kunstwerke der Reinoldikirche
vorgestellt. Was versprach man sich in der Stadt Dortmund von diesen
Importen? Welche Repräsentationsbedürfnisse erfüllte man sich mit
ihnen?

Dazu gehört natürlich vor allem die Musik der "Niederländer" - die so
genannte franco-flämische Schule des 15. und 16.Jahrhunderts.
Komponisten wie Guillaume Dufay, Jakob Obrecht, Josquin Des Près,
Adrian Willaert oder Heinrich Isaak bestimmten damals in ganz Europa
den musikalischen Stil - ein Kunsttransfer, der dem der Handelswege in
nichts nachstand.

Interessierte sind herzlich eingeladen zum Vortrag
Bild und Klang in der mittelalterlichen Stadt:
"Dortmund und die alten Niederlande"
am Dienstag, dem 6. Dezember 2005
um 19.30 Uhr
in der Reinoldikirche

Kontakt:
Prof. Dr. Michael Stegemann
Ruf: (0231) 755 - 2957







From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Dec 6 17:20:38 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 06 Dec 2005 17:20:38 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Dieter Pfau (Hg.), Kriegsende 1945 in Siegen,
Bielefeld 2005
Message-ID: s395d22c.028@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Dieter Pfau"
Datum: 06.12.2005, 15:21



LITERATUR

Bibliografische Angaben zum Buch:
Dieter Pfau (Hg.), Kriegsende 1945 in Siegen. Dokumentation der
Ausstellung 2005,
Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2005. ISBN 3-89534-632-2
Das Buch ist zum Preis von 19,- EUR über den Buchhandel erhältlich.


Die Ausstellung "Kriegsende 1945 in Siegen" ist vom 1. April bis 8. Mai
2005 von nahezu 10.000 Gästen besucht worden. Das Buch "Kriegsende 1945
in Siegen. Dokumentation der Ausstellung 2005" präsentiert die damalige
Ausstellung nahezu in ihrem gesamten Umfang und in ihrer Vielfalt und
Differenziertheit. Es wurden über 800 Exponate gezeigt, von denen mehr
als 300 von privaten Leihgebern stammten.

In einem umfangreichen farbigen Dokumentationsteil wird die Ausstellung,
so wie der Besucher sie erlebt hat - mit den zahlreichen
Ausstellungstafeln, den Sonder- und Medieninstallationen sowie vielen
gegenständlichen Ausstellungsexponaten -, visuell dargestellt. Um diesen
Eindruck atmosphärisch zu verstärken, ist die Präsentation durch
Fotografien aus der Ausstellung ergänzt worden. Der Leser erhält damit
die Gelegenheit, erneut einen "Gang durch die Ausstellung" zu machen. In
dem sich anschließenden, aus drei thematischen Abschnitten bestehenden
Dokumentationsteil werden die einzelnen Ausstellungsbereiche in einer
zusammenfassenden Interpretation, die Bezug auf eine Vielzahl von
abgebildeten Ausstellungsexponaten nimmt, dargestellt.

Der erste Abschnitt "Aspekte nationalsozialistischer Herrschaft in der Kriegszeit"
befasst sich mit den Themen Mobilisierung für den "totalen Krieg",
Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene sowie Deportationen der jüdischen
Bürger. Im zweiten Abschnitt werden unter dem Titel "Krieg an der
,Heimatfront'" der Alltag im Bombenkrieg, Verbrechen in der Endphase des
Krieges sowie die letzten Kämpfe um die Stadt Siegen thematisiert. Der
dritte Abschnitt befasst sich mit der "frühen Nachkriegszeit" und
beleuchtet die Themen alliierte Besatzung, Entnazifizierung und
demokratischer Neuanfang, Aufnahme der Vertriebenen und Flüchtlinge
sowie Alltag in der Nachkriegszeit. Auch der Vortrag "Der innere
Zusammenbruch des Dritten Reiches", den Prof. Dr. Hans Mommsen am 17.
Dezember vergangenen Jahres im Gläsersaal der Siegerlandhalle gehalten
hat, wird in der Ausstellungsdokumentation abgedruckt. In einem weiteren
Beitrag beschäftigt sich PD Dr. Barbara Stambolis mit dem Thema
"Kriegskindheiten: Erfahrung, Trauma und Erinnerung." Der Anhang enthält
ein Gesamtverzeichnis der in der Ausstellung gezeigten Exponate.

Die Ausstellung ist von der Professur für
Neuere und Neueste Geschichte der Universität Siegen durchgeführt worden
- Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Ausstellung erfolgten
durch ein Projektseminar im Rahmen des universitären Lehrbetriebs.


INFO

Dieter Pfau
Universität Siegen
Neuere und Neueste Geschichte
Tel. 0271/7402369
E-Mail: pfau at geschichte.uni-siegen.de
URL: http://www.fb1.uni-siegen.de/history/ng/pfau.htm







From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Dec 7 10:47:51 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 07 Dec 2005 10:47:51 +0100
Subject: [WestG] [KONF] Tagungsbericht: Ruhrgebiet in Rheinland und
Westfalen, DO 13.-15.10.2005
Message-ID: s396bde8.073@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Marcus Weidner"
Datum: 07.12.2005, 10:34


TAGUNGSBERICHT

"Das Ruhrgebiet in Rheinland und Westfalen während des
19. und 20. Jahrhunderts.
Selbstverständnis und Fremdwahrnehmung im Raumverbund"

Vom 13.-15. Oktober 2005 fand im Neuen Rathaus in Dortmund eine Tagung
statt, die vom "Westfälischen Institut für Regionalgeschichte" in
Münster und dem "Institut für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität
Bochum" organisiert und von der "Fritz Thyssen Stiftung" finanziert
wurde.

Der Tagungsbericht von Cordula Obergassel wird aufgrund seines Umfangs
nicht direkt über die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" gepostet,
sondern ist auf der Website des Westfälischen Instituts für Regionalgeschichte
abrufbar.

Sie finden das Tagungsprogramm, den Tagungsbericht (oben rechts)
sowie Fotos (oben rechts) unter der URL:

http://www.lwl.org/LWL/Kultur/WIR/1130144593/








From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Dec 7 14:31:17 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 07 Dec 2005 14:31:17 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Detmold: Fuehrungen zum "Museumsadvent"
Message-ID: s396f245.028@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Apel, Gefion"
Datum: 07.12.2005, 10:50


AKTUELL

Führungen zum "Museumsadvent"

Für ein weiteres Veranstaltungsangebot beim "Museumsadvent" am kommenden Wochenende hat sich das Westfälische Freilichtmuseum Detmold entschieden: Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zeigt dann nicht nur eine Sonderausstellung unter dem Titel "Engel-Vielfalt" und weihnachtlich dekorierte, historische Stuben, sondern es bietet auch Führungen zum Museumsadvent an, an denen jeder Museumsgast teilnehmen kann.

Die Führungen werden im Landesmuseum für Volkskunde an allen drei Veranstaltungstagen vom Freitag, 09. bis Sonntag, 11. Dezember angeboten, und zwar jeweils zur vollen Stunde. (Fr: jeweils 16, 17,18, 19 Uhr, Sa: 13 bis 18 Uhr, So: 13 bis 17 Uhr). Sie dauern circa 45 Minuten, Treffpunkt ist die zukünftige Museumsgaststätte "Im Weißen Ross", ein kleiner Kostenbeitrag von 1,-€ wird bei jeder der Führungen erhoben.

Neben den stündlichen Führungen gibt es drei begleitete Rundgänge ausschließlich durch die Sonderausstellung (9.12. ab 14.45 Uhr, 10.12. ab 11.30 Uhr und 11.12. ab 14 Uhr): Denn auf dem Museumsadvent macht die Ausstellung "Engel-Vielfalt" ihrem Namen alle Ehre. Schutzengel, Putti, Liebesengel, Weihnachtsengel, aber auch Todesengel sind dort zu finden, man erfährt etwas von der ältesten christlichen und beflügelten Engeldarstellung, über die Erfindung von Rauschgoldengeln und ihren Legenden und vieles mehr. Es begegnen einem auch Engel-Impressionen, wie sie sich die Künstler und Bewohner des Heilpädagogischen Therapie- und Förderzentrum St. Laurentius in Warburg vorstellen. Hier werden behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene betreut. Zusammen mit Künstlern der Gruppe 13 aus Herzebrock-Clarholz haben die Bewohner des Zentrums ihre Phantasie eingesetzt. Andere wiederum haben sich während einer Kreativtherapie mit der Thematik "Engel" künstlerisch auseinandergesetzt, so sind massive, tragfähige Himmelswesen aus uralten Eichenbalken geschnitzt worden. Mit dem bulgarischen Künstler und Bildhauer Wladimir Zlatkov, sieben Schülern der Laurentius-Schule und vielen Talenten aus der Kerneinrichtung des HPZ St. Laurentius wurden die Balken in Engel-Skulpturen verwandelt. Das LWL-Museum zeigt eine sehenswerte Auswahl der Bilder und Skulpturen innerhalb der Sonderausstellung "Engel-Vielfalt" im Paderborner Dorf.


INFO

Westfälisches Freilichtmuseum
Detmold
Landesmuseum für Volkskunde
Krummes Haus
32760 Detmold
Tel. 05231/7060
E-Mail: wfm-detmold at lwl.org
URL: http://www.freilichtmuseum-detmold.de









From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Dec 7 14:39:22 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 07 Dec 2005 14:39:22 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2005/28
Message-ID: s396f426.069@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Hans Mühl"
Datum: 07.12.2005, 14:38


Neuerwerbungsliste Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB
Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" an dieser
Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service auf die jeweils aktuelle
Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB Münster an. Sie informiert über
neue Titel zu Westfalen, die die ULB gekauft oder als gesetzliche
Pflichtexemplare aus den westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg,
Detmold und Münster erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2005/28 für den Zeitraum vom 19.11.2005 bis zum
25.11.2005 mit insgesamt 41 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:

http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&fach=wes

Die Titel können online über den Katalog der ULB (OPAC) bestellt werden:

http://superfix.uni-muenster.de/cgi-webOPAC/bridgeMain.pl?
maskID=001&tagNO=&functionID=1&Language=De&SignalPort=3048&
ServerLogin=wopaculb&ServerDatabase=maindb&Z3950=off&
Z3950User=gast&BaseUrl=..%2Fcgi-bin%2Fopac.pl&NichtNeu=J


Hinweise zum Sammelgebiet "Westfalen" der ULB Münster finden Sie unter:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/


Weitere Literatur über Westfalen finden Sie in der umfangreichsten
deutschen Regionalbibliographie, der Nordrhein-Westfälischen
Bibliographie (NWBib):

Allgemeine Information zur NWBib:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html


Suche in der NWBib:

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib



Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":

http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Redaktion Nordrhein-Westfälischen Bibliographie -
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24074
E-Mail: muhl at uni-muenster.de
Website Nordrhein-Westfälische Bibliographie:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html









From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Dec 7 16:15:28 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 07 Dec 2005 16:15:28 +0100
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BTOC=5D_90=2E_Jahresbericht_des_Historis?=
=?iso-8859-1?q?chen_Vereins_f=FCr_die_Gra_fschaft_Ravensberg?=
Message-ID: s3970abc.035@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Ruhnke, Ingrid"
Datum: 07.12.2005, 15:24


SERVICE: TOC

90. Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg
Jahrgang 2005
ISSN 0342-0159

Bibliotheksnachweis über ("ZDB"):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=61



S. 7 - 16
Karl Beckmann:
Fragen zur frühen Geschichte Bielefelds


S. 17 - 38
Ulrich Haase:
Kellerkinder und gemischtes Gymnasium - Chorschüler einer Provinzstadt -


S. 39 - 112
Martin Klein:
Veränderungen eines lokalen katholischen Milieus: Bielefeld 1860 - 1965


S. 113 - 138
Johannes Großewinkelmann:
Gewerbeförderung durch Bildung: Die Entwicklung des gewerblich-technischen Schulwesens in Bielefeld vor dem Ersten Weltkrieg


S. 139 - 176
Birgit Schepers:
"Das Fluidum des Weiblichen" und die "Waffenschmieden".
Die Mobilisierung Bielefelder Frauen für die Kriegsarbeit im Zweiten Weltkrieg.


S. 177 - 216
Gertrud Angermann und Heinrich Rüthing:
Der Stein von Olderdissen. Ein Zeugnis bäuerlicher Kultur Ravensberg aus dem Jahr 1544


S. 217 - 290
Andreas Kamm:
Barocke Kirchleuchter in den Kirchen Bielefelds und seiner Umgebung (ca. 1600 - 1770)


S. 291 - 314
Oliver Glißmann:
Der spätgotische Schnitzaltar in Preußisch Oldendorf


S. 315 - 316
Vereinsbericht für das Jahr 2003


S. 317 - 319
Vereinsbericht für das Jahr 2004






From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Dec 8 09:04:38 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 08 Dec 2005 09:04:38 +0100
Subject: [WestG] [JOBS] 2 Stellenanzeigen im Kulturbereich des LWL
Message-ID: s397f747.049@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 08.12.2005, 09:00


JOBS

1. Das Westfälische Freilichtmuseum Hagen - Landesmuseum für Handwerk und Technik - ist eines der sieben Landesmuseen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und versteht sich als kultureller besucherorientierter Dienstleistungsbetrieb zur Sammlung, Forschung und Vermittlung der technisch-handwerklichen Kultur Westfalens.

Beim Westfälischen Freilichtmuseum Hagen ist zum nächstmöglichen Termin folgende Position zu besetzen:

Stellvertretende Museumsleitung
(Wiss. Referentin / Referent)

Aufgabengebiete:
- Leitung des wissenschaftlichen Dienstes des Museums
- Konzeption und Durchführung wichtiger Marketingaktivitäten
- Evaluation von Museumsangeboten als Beitrag zur Qualitätssicherung
- ständige Vertretung der Museumsleitung
- Betreuung der Bibliothek und der "bibliophilen Sammlungen"
- Ausstellungen, Forschungen und wissenschaftliche Veröffentlichungen zu museumsrelevanten Themen; Organisation und Durchführung von Sonderveranstaltungen, Mitarbeit bei der Fortbildung des Besucher/innen-Begleitdienstes

Wir erwarten:
- ein möglichst mit Promotion abgeschlossenes Hochschulstudium im Fach Geschichte (vorzugsweise mit Schwerpunkt Technik-, Wirtschafts- oder Sozialgeschichte)
- Berufspraxis im Museumsbereich in leitender Funktion erwünscht
- fundierte und nachweisbare Kenntnisse im Bereich des modernen Museumsmanagements
- Erfahrungen in den Arbeitsgebieten "Ausstellungen/Publikationen", "Museumspädagogik" und "Inventarisation/Dokumentation"
- Kommunikations- und Teamfähigkeit
- ausgeprägte organisatorische Fähigkeiten
- Fähigkeit zu selbstständiger Arbeit, Kreativität, Innovationsfähigkeit, Flexibilität und hohe Motivation

Wir bieten:
- eine den Aufgaben entsprechende Vergütung/Besoldung nach Entgeltgruppe 15 (§ 17 TVÜ-VKA) bzw. Bes.Gr. A 15 BBesG

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Die Stelle ist grundsätzlich auch für Teilzeitkräfte geeignet.

Für telefonische Rückfragen steht Museumsleiter Dr. Uwe Beckmann (Tel.: 02331-7807-115) zur Verfügung.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer 34/05 bis zum 29.12.2005 an den

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
www.lwl.org
- Personalabteilung -
48133 Münster





2. Beim Westfälischen Freilichtmuseum Hagen - Landesmuseum für Handwerk und Technik - ist zum nächstmöglichen Termin eine Stelle als

wissenschaftliche Volontärin /
wissenschaftlicher Volontär

neu zu besetzen. Das Volontariat ist auf zwei Jahre befristet.

Das Westfälische Freilichtmuseum Hagen ist eines der sieben Landesmuseen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Es versteht sich als kultureller, besucherorientierter Dienstleistungsbetrieb zur Sammlung, Forschung und Vermittlung der technisch-handwerklichen Kultur Westfalens.

Aufgabengebiete:
- Konzeption und Realisierung von Ausstellungen und Veranstaltungen
- Publikationen
- Museumspädagogik und Besucherbetreuung
- Durchführung museumsbezogener Forschungsarbeiten
- Inventarisierung
- Dokumentation

Wir erwarten:
- ein abgeschlossenes Hochschulstudium im Fach Geschichte mit Schwerpunkt Technik-, Wirtschafts- oder Sozialgeschichte bzw. Neuere Geschichte (Promotion erwünscht)
- Planungs- und Organisationsfähigkeit
- Fähigkeit zur Team- und Projektarbeit sowie Kooperationsbereitschaft
- Eigeninitiative, Flexibilität
- Motivation und Kommunikationsfähigkeit

Wir bieten:
- die Möglichkeit zur Mitarbeit in allen Arbeitsbereichen des
Museums und zur eigenständigen Durchführung von Projekten sowie die entsprechende Betreuung
- in Anlehnung an die Regelungen für Rechtsreferendar/e/innen wird
eine monatliche Pauschalvergütung von zzt. 1.052,00 € brutto gezahlt,
ggflls. zusätzlich Familienzuschlag

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer 36/05 bis zum 29.12.2005 an den

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
www.lwl.org
- Personalabteilung -
48133 Münster






From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Dec 8 13:45:28 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 08 Dec 2005 13:45:28 +0100
Subject: [WestG] [PORT] Schreibwerkstatt Uni Muenster: Die Kirche und
der Kirchhof im Dorf
Message-ID: s3983904.049@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Werner Freitag",
Datum: 08.12.2005, 13:35


INTERNET-PORTAL "WESTFÄLISCHE GESCHICHTE"

Website mit den Ergebnissen der Schreibwerkstatt
"Die Kirche und der Kirchhof im Dorf -
Berichte aus Westfalen im konfessionellen Zeitalter"
Website: http://www.kirche-und-kirchhof.de

Im Internet-Portal "Westfälische Geschichte" kann seit einigen Tagen eine Präsentation besichtigt werden (http://www.kirche-und-kirchhof.de), welche zwei für das vergangene ländliche Westfalen typische Phänomene beschreibt: Dorfkirchen und Dorfkirchhöfe. Beide laden noch heute zur Besichtigung und zum Verweilen ein, doch von den einstmals vielfältigen Nutzungen von Kirche und Kirchhof sind "nur" noch Gottesdienst und Totengedenken übrig geblieben. Auch das Aussehen hat sich verändert. Das Kircheninnere des 17. Jahrhunderts war durch eine Ansammlung ramponierter Altäre und Bilder, verstreuter Bänke und durch Schmutz und Dreck gekennzeichnet - kunstvolle Altäre und Kanzeln gelangten ebenso wie Helle und strahlende Sauberkeit erst im Gefolge der Etablierung der Konfessionskirchen nach dem Dreißigjährigen Krieg ins Dorf. Und auch der Kirchhof veränderte sich. Vor 1648 war er Ort der Lebenden und der Toten: Versammlungsplatz, Ort des Wirtshauses, Wohnort der Dorfarmen, Weide für Kühe und Schweine und eben auch Ort der Totenruhe im Grab und im Beinhaus. Auch hier beseitigten Kirchenobrigkeiten und die Pfarrer vor Ort vermeintliche Missstände, um einen sauberen und ordentlichen Platz für die Beerdigungen und die Totenruhe herzustellen.

Geschichtsstudenten der Universität Münster haben die Hintergründe und die Geschehnisse, die zum veränderten Aussehen und zum Funktionswandel von Dorfkirchen und Dorfkirchhöfen führten, in einem Seminar unter Leitung von Prof. Dr. Werner Freitag erforscht und im Rahmen einer Schreibwerkstatt beschrieben. In Kooperation mit dem Internet-Portal "Westfälische Geschichte" des Westfälischen Instituts für Regionalgeschichte (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) und der Stiftung Westfalen-Initiative wurden die Ergebnisse online umgesetzt. Das Internet-Portal (http://www.westfaelische-geschichte.de) stellt seit Ende 2004 vielfältige Inhalte zur Westfälischen Geschichte zur Verfügung und bietet im Rahmen von Kooperation an, Projektarbeiten oder Forschungsergebnisse zu integrieren, wodurch diese besser zugänglich gemacht werden. Dr. Marcus Weidner vom Internet-Portal und Benjamin Hagemann, studentische Hilfskraft der Abteilung Landesgeschichte, konzipierten eine Internet-Präsentation und bereiteten Texte und Bilder auf. Auf der Website "Kirche und Kirchhof im Dorf" kann sich der Nutzer nun prägnante Texte, zeitgenössische Quellen und aufschlussreiche Bilder aus verschiedenen Territorien des alten Westfalens, etwa aus den Bistümern Münster und Paderborn oder dem Tecklenburger Land, vor Augen führen.

Die Texte sind als Berichte verfasst, das heißt fachwissenschaftlich versiert, aber im Stile von Nachrichten und Hintergrundberichten aufbereitet. Gisbert Strotdrees, Redakteur des Landwirtschaftlichen Wochenblattes und in Westfalen bekannt als Autor mehrerer historischer Darstellungen ("Es gab nicht nur die Droste"), vermittelte in der Schreibwerkstatt den Studierenden das journalistische Handwerkszeug. Parallel zur Schreibwerkstatt fand ein wissenschaftliches Kolloquium zu "Dorfkirchhöfen" statt. Zwei Doktoranden erforschen derzeit umfassend die "Dorfkirchhöfe in Westfalen im Zeitalter der Konfessionsbildung" (Jan Brademann, Sonderforschungsbereich 496 "Symbolische Kommunikation"; Philipp Dotschev, Graduiertenkolleg "Gesellschaftliche Symbolik des Mittelalters").

Zu erwähnen ist noch, dass die Schreibwerkstatt auch als Pilotveranstaltung für die neuen Studiengängen B.A./M.A verstanden werden kann. Die neuen Studiengänge fordern von den Universitäten die Vermittlung von "fachnahen Schlüsselqualifikationen". Darunter werden nicht nur Praktika verstanden, sondern auch die Vermittlung/Präsentation von fachwissenschaftlichen Erkenntnissen in der Öffentlichkeit, sei es im Museum, sei es in Printmedien und eben auch im Internet.


INFO

Website: http://www.kirche-und-kirchhof.de


Ansprechpartner Schreibwerkstatt

Prof. Dr. Werner Freitag
Westfälische und vergleichende Landesgeschichte
Westfälische Wilhelms-Universität


Ansprechpartner Internet-Portal

Dr. Marcus Weidner
Westfälisches Institut für Regionalgeschichte
Warendorfer Str. 14
48145 Münster
0251/5915691
marcus.weidner at lwl.org






From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Dec 8 16:18:27 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 08 Dec 2005 16:18:27 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Cohen,
Dokumente einer juedischen Textilunternehmerfamilie in Bocholt,
Bocholt, ab 11.12.2005
Message-ID: s3985ce3.000@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 08.12.2005, 13:36


AUSSTELLUNG

Cosman David Cohen
Dokumente einer jüdischen Textilunternehmerfamilie in Bocholt

Wie in keiner anderen Stadt Westfalens stiegen jüdische Unternehmer ab
Mitte des 19. Jahrhunderts in Bocholt in die Textilproduktion ein. In
Baumwollspinnereien und -webereien produzierten sie klassische Bocholter
Artikel wie Nessel, Biber und Baumwolldecken. Ihre Betriebe zählten zu
den erfolgreichsten Unternehmen der Stadt. Eine Ausstellung im
Textilmuseum Bocholt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)
erinnert jetzt an eine der bedeutendsten jüdischen Familien der Stadt.
*Cosman David Cohen - Dokumente einer jüdischen Textilunternehmerfamilie
in Bocholt", so der Titel der Schau, wird Sonntag (11.12.) um 11.15 Uhr
im Rahmen der Adventsmatinee des Fördervereins eröffnet und läuft bis 5.
Februar 2006 im Westfälischen Industriemuseum.

Die Materialschau mit zahlreichen historischen Fotos, Bauzeichnungen
und anderen Dokumenten greift das Schicksal der Cohens auf. "Sie ist die
einzige jüdische Unternehmerfamilie, über die eine größere Anzahl
Dokumente und Fotos erhalten blieb", erklärt Museumsleiter Dr.
Hermann-Josef Stenkamp. Denn nach Deportation und Holocaust sowie der
Zerstörung vieler Fabrikgebäude und der prächtigen Privatvillen erinnert
heute fast nichts mehr an diesen wichtigen Teil der Stadt- und
Industriegeschichte.

Zu verdanken ist die Präsentation den privaten Kontakten und dem
Engagement von Eduard Westerhoff. Der ehemalige Bocholter Unternehmer
forscht und publiziert seit vielen Jahren zur Textilgeschichte Bocholts.
Er nahm Kontakt zu den Erben der Familie, Anneliese Chiarizia und Edith
Magnus, in Rom und Amsterdam auf. Fotos und Dokumente, die die beiden
Frauen dem Bocholter überließen, werden als Sammlung "Eduard Westerhoff"
im Stadtarchiv bewahrt und jetzt erstmals im Zusammenhang präsentiert.

Als erstes Mitglied der weit verzweigten Familie Cohen lässt sich der
in Kleve 1753 geborene Cosman David nachweisen, der Anfang des 19.
Jahrhunderts in Bocholt als "Verleger" arbeitete: Er ließ bei Handwebern
in Lohn weben, färbte die Ware in einer eigenen Färberei und vertrieb
diese zum größten Teil in die Niederlande. Im Mai 1816 ließ er an 134
Handwebstühlen arbeiten und war damit der zweitgrößte Fabrikant am
Platze. Nach seinem Tod 1823 übernahmen drei Söhne das elterliche
Unternehmen, konnten es jedoch nicht halten.

Weitaus erfolgreicher agierte später Cosmann Cohen als Vertreter der
dritten Generation. Er gründete 1862 eine mechanische Weberei in
Bocholt, die rasch expandierte: Im Jahre 1880 wurde die Zahl der
Webstühle von 100 auf 160 erhöht. Mit 180 Beschäftigten stieg die
*Cosman Cohen & Comp." zum viertgrößten Betrieb in Bocholt auf, 1895 war
das Unternehmen größter Steuerzahler der Stadt. Den größten Teil seines
Vermögens erwirtschaftete er jedoch durch Beteiligung an auswärtigen
Firmengründungen. Sohn Emil Cohen und Schwiegersohn Iwan Magnus
übernahmen Anfang 1897 den Betrieb - kurz danach starb der Vater.
Später stieg auch der jüngste Sohn Max Cohen in die Firma ein.

1897 brannte die Fabrik an der Kaiser-Wilhelm-Straße vollständig
nieder, dem wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens schadete das
Unglück aber nicht. Im Neubau an der Industriestraße 7 ratterten
Anfang der 1920er Jahre rund 600 Webstühle. 1929 entschlossen sich die
Inhaber zur Stilllegung. Neun Jahre später wurde die Weberei an die
benachbarte Firma "H. Beckmann Söhne" verkauft und ist heute im Besitz
der "IBENA Textilwerke".

Die Ausstellung in Bocholt geht auch auf das weitreichende
gesellschaftliche Engagement der Cohens ein. Über Generationen
engagierten sich Familienmitglieder in der jüdischen Gemeinde. Cosman
Cohen wirkte daneben an der Gründung eines katholischen
Arbeiterinnen-Hospizes mit, er vertrat als Mitglied der Handelskammer
die wirtschaftlichen Interessen der Bocholter Unternehmer und trat immer
wieder als Spender für verschiedene wohltätige Zwecke auf. Sein Sohn
Emil war viele Jahre Stadtverordneter.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 emigrierten
viele Familienmitglieder der Cohens. Ihre Spuren finden sich in den
Niederlanden, in Kolumbien, den USA und Italien. Andere wurden in
Konzentrationslager verschleppt. Alle direkten Nachkommen aus der
Unternehmerdynastie "Cosmann Cohen & Comp." sollen nach Aussagen der
Familie die NS-Verfolgung jedoch überlebt haben.


INFO

Westfälisches Industriemuseum
Textilmuseum Bocholt
Uhlandstraße 50
46397 Bocholt
Telefon: 02871 21611-0
Telefax: 02871 21611-33
E-Mail: textilmuseum at lwl.org






From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Dec 9 10:59:15 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 09 Dec 2005 10:59:15 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag, Bayer: Physik im Dienste der Archaeologie,
Dortmund 17.12.2005
Message-ID: s399638d.030@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Uni Dortmund Medieninfo"
Datum: 09.12.2005, 10:55


AKTUELL

Zwischen Brötchen und Borussia:
Physik im Dienste der Archäologie

Am Samstag, den 17. Dezember, spielt Borussia Dortmund gegen den FC
Bayern München. Die Zeit vor dem Anstoß möchten die Dortmunder
Physiker wieder mit einem populärwissenschaftlichen Vortrag verkürzen.
In der Reihe "Zwischen Brötchen und Borussia" erklärt Prof. Manfred
Bayer ab 10.30 Uhr im Hörsaalgebäude 2 auf dem Campus Nord die
Einsatzmöglichkeiten von moderner Physik in der Archäologie. Er zeigt
dabei, wie heute nach Münzen und alten Festungsanlagen gesucht wird.

Die Arbeit der Archäologen ist in der heutigen Zeit ohne die
Naturwissenschaften nicht mehr denkbar. Gerade die Physik stellt jede
Menge wichtige Hilfsmittel für Grabungen zur Verfügung: Mit Hilfe von
Metalldetektoren konnte unter anderem der genaue Ort der Varusschlacht
nördlich von Osnabrück ausgemacht werden. Das Denkmal für die
Schlacht steht allerdings fälschlicherweise im Teutoburger Wald und
müsste eigentlich abgerissen werden. An einem Origial-Metalldetektor
erklärt Manfred Bayer dessen Funktionsweise und zeigt, wie einfach es
ist, sich damit auf Schatzsuche zu begeben.

Auch die Lasertechnik kommt bei modernen archäologischen
Untersuchungen zum Einsatz: Mit Hilfe von Scannern ist es möglich, die
Oberflächenstrukturen von Gebäuderesten und Landschaftsteilen zu
erfassen. So sind Forscher schon auf manche alte, unscheinbare
Festungsanlage gestoßen.

Ebenfalls erläutert wird die genaue Altersfeststellung gefundener
Gegenstände mit Hilfe der Datierungsmethode "radioaktiver Zerfall".


INFO

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen:
"Auf Schliemanns Spuren: Moderne Physik im Dienste der Archäologie"
am Samstag, dem 17. Dezember 2005 um 10.30 Uhr
Hörsaalgebäude II, Campus Nord


Kontakt

Prof. Manfred Bayer
Ruf: (0231) 755 3532







From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Dec 9 12:47:50 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 09 Dec 2005 12:47:50 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Siegerland, Nr. 2/2005
Message-ID: s3997d07.060@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 09.12.2005, 12:40


SERVICE: TOC

Siegerland-
Blätter des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins e.V.
Band 82 / Heft 2/2005
ISSN: 1435-7364

Bibliotheksnachweis über ("ZDB"):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=101

Seiten in Auswahl (AS)


S. 85-104
Friedhoff, Jens
Burgen im südlichen Siegerland
Handreichungen zu einem Inventar der mittelalterlichen Wehr- und
Wohnbauten im südlichen Teil des Kreises Siegen-Wittgenstein

S. 105-120
Bingener, Andreas
Der mittelalterliche Bergbau im Siegerland
Zur Montangeschichte im südwestfälischen Raum vom 13.-16. Jahrhundert

S. 121-129
Dresler-Brumme, Charlotte
Frühe Verehrer der Poesie in Siegen
Die ersten Subskribenten für Goethes Werke -
Die Gedichtbüchlein des H.A. Dresler 1785 und ein "Literarischer Salon"

S. 130-144
Fowler, Ian D.
Die Gebrüder Jung und die Aktiengesellschaft für Uhrenfabrikation
in Deuz, Kreis Siegen

S. 145-158
Trippe, Henning / Wunderlich, Hartmut
Der Omnibusbetrieb der Freien Grunder Eisenbahn
Ein Beitrag zur Verkehrsgeschichte im südlichen Siegerland

S. 159-162
Moisel, Gerhard
Siegerländer Familienkunde
Jahresbericht 2004/2005 der Familienkundlichen
Arbeitsgemeinschaft

S. 163-165
Bartscherer, Cornelia
Jugendarbeit im Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein
Rückblick auf das Jahr 2005

S. 168-178
Rezensionen






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Dec 9 12:49:25 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 09 Dec 2005 12:49:25 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Hohenlimburger Heimatblaetter, Heft 12/2005
Message-ID: s3997d76.068@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 09.12.2005, 12:50


SERVICE: TOC

Hohenlimburger Heimatblätter
für den Raum Hagen und Iserlohn
66. Jahrgang
Dezember 2005
Heft 12/2005

Bibliotheksnachweis über ("ZDB"):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=89

Seiten in Auswahl (AS)


S. 405-432
Felka, Widbert
Schloß Hohenlimburg und seine Perspektiven

S. 433-437
anon.
Zum 100jährigen Jubläum der Hohenlimburger Kalkwerke GmbH

S. 438-440
Diekmann, Frank J.
Leben und Arbeiten des Heimatkundlers Karl Voss

S. 441f.
Vogtland, Edith
Ein Tisch mit Familienanschluß







From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Dec 9 13:05:46 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 09 Dec 2005 13:05:46 +0100
Subject: [WestG] [AKT] "Mein 18. November": Volkskundler erhielten bisher
3.500 Zuschriften
Message-ID: s3998149.019@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum 09.12.2005, 11:55


AKTUELL

"Mein 18. November": Volkskundler erhielten bisher 3.500 Zuschriften

Die Aktion "Mein 18. November" in dessen Rahmen die Volkskundler des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und der Universität Münster
die Menschen in Westfalen gebeten haben, an diesem einen Tag Tagebuch
zu führen läuft zwar noch bis Samstag, 17. Dezember. Dennoch haben die
Volkskundler schon eine erste Bilanz gezogen: "Die über 3.500 Zuschriften
sind im Durchschnitt jeweils fast drei Seiten lang. Das heißt wir haben fast
10.000 Seiten Alltagskultur zugeschickt bekommen. Wir sind sehr zufrieden
mit der Resonanz", erklärt Prof. Dr. Ruth-E. Mohrmann, die Initiatorin
des Projekts.

Rund 70 Prozent kamen übrigens ganz althergebracht per Post, die
übrigen Zuschriften gingen als E-Mail oder Fax ein. "Zur Zeit archivieren wir
die Zuschriften", sagt Dr. Lutz Volmer, Projektmitarbeiter bei der
Volkskundlichen Kommission des LWL. "Wir haben uns natürlich erst einen
Teil der Einsendungen näher ansehen können: Diese Analyse der ersten
Briefe zeigt, dass die Einsendungen aus allen Teilen Westfalens und Lippes
kommen". Frauen haben sich stärker beteiligt als Männer, die nur mit gut
40 Prozent vertreten sind. In ähnlicher Weise gibt es auch bei den
verschiedenen Altersgruppen unterschiedliche Gewichtungen: Während nur
relativ wenig Menschen mittleren Alters geschrieben haben, sind häufiger
Briefe von Seniorinnen und Schülerinnen eingegangen.

Ihren Alltag beschrieben haben auch prominente Unterstützer, die ihre
Beteiligung im Vorfeld zugesagt hatten, zum Beispiel der Journalist Manfred
Erdenberger. Darüber hinaus gibt es auch Zuschriften von vielen
Bürgermeistern, Pastoren, Professoren, hochrangigen Vertretern des LWL
und sogar aus alteingessenen Adelsfamilien.

"Wir sind überrascht, wie sorgfältig die Teilnehmer ihre Berichte formuliert
haben", sagt Dr. Volmer. Fast alle Beiträge enthalten am Anfang die
Sozialdaten, nach denen die Volkskundler in Ihrem Aufruf gefragt haben.
"Die Inhalte der einzelnen Briefe sind sehr unterschiedlich und vielschichtig,
es gibt auf den ersten Blick kein Thema das besonders herausragt", sagt Volmer.

Die meisten Einsendungen sind chronologisch aufgebaut und beginnen
folglich mit dem morgendlichen Weckerklingeln. So schrieb eine zwölfjährige
Schülerin: "6.15 Uhr: Mein Vater kommt ins Zimmer gestürmt und weckt mich
aus meinem Traum, in dem ich gerade als erster Mensch den Mars besteige",
ein etwas älterer Schüler beklagt: "Zu lange geschlafen und kam mal wieder
nicht aus dem Bett".

"Bei Studenten fällt der nur wenig durchgeplante Alltag auf, der - entgegen
aller Klischees vom sorglosen Studentenleben - doch oft mit dem Lesen von
Büchern gefüllt ist. Jüngere Menschen thematisieren recht häufig
Freundschaften und auch schon mal Beziehungsprobleme. Die Berichte der
älteren Menschen handeln nicht selten von der Vergangenheit, aber auch
von Krankheiten oder Schlafstörungen", hat Volmer beim ersten Durchschauen
der Einsendungen herausgefunden.

Ein Buch mit 60 bis 100 Berichten, das die ganz unterschiedlichen Aspekte des
Materials widerspiegeln soll, wird in einem Jahr erscheinen, nämlich am
18. November 2006. Einige Zuschriften präsentieren die Volkskundler bereits
jetzt auf der Internetseite des Projektes unter www.mein18november.de.


INFO

Im Rahmen der Aktion "Mein 18. November" werden Berichte darüber gesammelt,
wie die Westfalen und Westfälinnen "ihren" 18. November 2005 verbracht haben.
Abgeschickt werden können Berichte noch bis zum 17. Dezember. Je ausführlicher
die Teilnehmer schreiben, umso ergiebiger ist das Projekt. Alle Berichte werden
im Archiv der Volkskundlichen Kommission für die Zukunft archiviert. Jeder Brief
sollte Geschlecht, Geburtsjahr, Geburtsort, Familienstand, Wohnort und Beruf
enthalten. Die Zuschriften gehen an: "Mein 18. November", Scharnhorststraße 100,
48151 Münster, per Fax an 0251 83-28393 oder per E-Mail an
briefe at mein18november.de. Weitere Informationen und einige der bereits
angekommenen Berichte finden sich auf der Internetseite des Projektes unter
www.mein18november.de.





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Dec 12 08:51:39 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 12 Dec 2005 08:51:39 +0100
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus
Westfalen-Lippe 18.11.2005 - 10.12.2005
Message-ID: s39d3a30.081@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Manfred Hartmann"
Datum: 12.12.2005, 08:45


AKTUELL

WDR-Nachrichten aus Südwestfalen vom 10.12.2005

Neues Gemälde für Siegener Museum (13:10)
Das Museum für Gegenwartskunst in Siegen hat eine neues, wertvolles Gemälde bekommen. Barbara Lambrecht Schadeberg übergab dem Museum ein Bild des britischen Malers Francis Bacon. Es ist eines seiner großen Papstporträts von 1957. Schadeberg hatte es im November gekauft. Es ist das fünfte Bild Bacons, dass die Mäzenin für die öffentlich gezeigte Sammlung von Rubenspreisträgern gekauft hat.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 07.12.2005

Landesmuseum unzufrieden (17:52)
Der Direktor des Landesmuseums in Münster, Hermann Arnhold, ist unzufrieden mit den diesjährigen Besucherzahlen. Nach vorläufigen Schätzungen zählt das Museum in diesem Jahr rund 60.000 Besucher, das sind etwa genau so viele wie im Vorjahr. Im kommenden Jahr sollen unter anderem verlängerte Öffnungszeiten am Donnerstag für mehr Attraktivität sorgen.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 07.12.2005

Recklinghausen: Strom-Ausstellung im Vestischen Museum (08:55)
Im Recklinghäuser Vestischen Museum/Haus der Geschichte ist ab heute die Ausstellung "100 Jahre Strom für Recklinghausen" zu sehen. Die Schau dokumentiert die Geschichte der Energieversorgung in der Region. Zahlreiche Experimentierstationen sollen die Besucher zum Mitmachen animieren.




Nachrichten aus OWL vom 07.12.2005

Märchenmuseum bleibt erhalten (07:36)
Das Märchenmuseum in Bad Oeynhausen soll an seinem bisherigen Standort in der Innenstadt erhalten bleiben. Einen entsprechenden Beschluss fasste gestern der Kulturausschuss der Stadt mit deutlicher Mehrheit. Eine Sammlung seltener Bücher und Märchenbilder ist so gesichert. Um Geld zu sparen hatte der Rat noch vor wenigen Monaten die Zusammenlegung des Märchenmuseums mit dem Oeynhauser Museumshof beschlossen. Jetzt soll sich ein Förderverein an der Finanzierung des Märchenmuseums beteiligen.




Nachrichten aus Südwestfalen vom 06.12.2005

Bacon-Gemälde für Museum (16:01)
Das Museum für Gegenwartskunst in Siegen hat eine neues Gemälde bekommen. Barbara Lambrecht Schadeberg übergab dem Museum ein Bild des britischen Malers Francis Bacon. Es ist eines seiner großen Papstporträts von 1957. Schadeberg hatte es im November gekauft. Es ist das fünfte Bild Bacons, dass die Mäzenin für die öffentlich gezeigte Sammlung von Rubenspreisträgern gekauft hat.




Nachrichten aus Südwestfalen vom 06.12.2005

Projekte zur Fußball-WM (08:57)
Sechs Projekte in Südwestfalen gehören zu den gestern in Berlin vorgestellten Gewinnern der Initiative "Deutschland - Land der Ideen". Bei der Aktion zur Fußball-WM im kommenden Jahr wird sich täglich ein Sieger des Wettbewerbs mit einer Veranstaltung der Öffentlichkeit vorstellen. Außerdem ist ein "Land der Ideen"- Reiseführer entstanden. In Südwestfalen wird am 3. Januar die Burg Altena vorgestellt. Knapp drei Wochen später folgt die Firma HJS in Menden, die Dieselfilter entwickelt und produziert. Zu den weiteren Gewinnern gehören das Deutsche Drahtmuseum in Altena, die Luisenhütte in Balve, das Museum für Gegenwartskunst in Siegen und die Stadt Iserlohn.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 05.12.2005

Loveletters in Lüdenscheid (08:59)
In Lüdenscheid wurde gestern Nachmittag die Ausstellung "Loveletters vom Lennestrand - Liebe im Sauerland" eröffnet. Für das Projekt der Lüdenscheider Museen haben zahlreiche Sauerländer ganz persönliche Erinnerungsstücke zur Verfügung gestellt. Die Ausstellung zeigt, wie sich die Liebes- und Lebensbeziehungen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart entwickelt haben.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 05.12.2005

Islam-Archiv: Appell an Entführer (08:19)
Auch das Zentralinstitut Islam-Archiv Deutschland mit Sitz in Soest appelliert an die Entführer der deutschen Archäologin Susanne Osthoff, ihr Opfer *unverzüglich freizulassen". Der Seniordirektor Salim Abdullah schreibt in einem öffentlichen Brief: *Falls Sie Muslime sind, müssen Sie wissen, dass Geiselnahme strikt verboten ist." Die Tat sei unmenschlich. Das Kuratorium, der Vorstand und Mitglieder des Zentralinstitutes Islam-Archiv haben den offenen Brief gemeinsam aufgesetzt. *Kehren Sie um," heißt es darin wörtlich: *Lassen Sie Susanne Osthoff und ihren Begleiter wieder frei."


Nachrichten aus OWL vom 30.11.2005

Stiftung für Märchenmuseum (11:56)
Eine Bürgerstiftung soll das Märchenmuseum in Bad Oeynhausen finanziell sichern. Der Förderkreis des Museums sucht nun Unterstützer, die das notwendige Stiftungskapital von etwa 500.000 Euro aufbringen. Die Stadt Bad Oeynhausen hat die Zuwendungen für das Märchenmuseum um über 100.000 Euro ab 2006 gekürzt.

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 30.11.2005

Herdecke: Stadt befürwortet Abriss auf dem Kraftwerksgelände (09:09)
Der Bauausschuss der Stadt Herdecke hat Dienstag Abend einen Antrag des Hagener Energieversorgers Mark E befürwortet. Das Unternehmen, das zur Zeit am Harkortsee für rund 220 Millionen Euro ein neues Kraftwerk errichtet, will im Zuge der Baumaßnahmen zwei denkmalgeschützte Kesselhäuser abreißen. Mit dem Abriss der Kesselhäuser will das Unternehmen Platz für eine optionale Erweiterung des Kraftwerkes in der Zukunft gewinnen. Die Stadt will den Denkmalschutz für die Gebäude nun aufheben, wenn auch das Westfälische Amt für Denkmalpflege seine Zustimmung erteilt. Außerdem wird der Energieversorger verpflichtet, die Werksgeschichte in einem kleinen Museum zu dokumentieren.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 29.11.2005

Hagener Freilichtmuseum gut besucht (10:25)
Das Freilichtmuseum in Hagen ist mit den Besucherzahlen für die abgelaufene Saison zufrieden. Insgesamt kamen knapp 140.000 Gäste. Das sind 2.000 mehr als im Vorjahr. Einen weiteren Anstieg der Zahlen erwartet das Museum vom Weihnachtsmarkt, der seit dem Wochenende Kunst- und Handwerk präsentiert.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 29.11.2005

Balve will neues Museum einrichten (07:43)
Die Stadt Balve will ein Museum für Vor- und Frühgeschichte einrichten. Es soll im alten Eisenhammer neben der historischen Luisenhütte entstehen. Diese historische Hochofenanlage wird derzeit zu einem Industriemuseum umgebaut. In dem neuen Museum könnten auch Fossilienfunde aus dem Raum Balve gezeigt werden. Erste Gespräche von Kreis und Stadt mit der Bezirksregierung hatten ergeben, dass das Land fast drei Viertel der Kosten von 50.000 Euro übernehmen würde.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 24.11.2005

Neues Hagener Museum findet anklang (07:20)
Das Hagener Wasserschloß Werdringen hat sich als neues Museum bewährt. Im ersten Jahr kamen rund 30.000 Besucher in das Museum für Ur- und Frühgeschichte. Dort werden unter dem Motto "450 Millionen Jahre Geschichte" Funde präsentiert, die von den ältesten Fossilien bis zu mittelalterlichen Ausgrabungen reichen. Zu den wichtigsten Ausstellungsstücken zählen die rund 10.000 Jahre alten Gebeine des sogenannten Ur-Hageners.



Nachrichten aus Südwestfalen vom 18.11.2005

Tagebuch-Texte für Archiv gesucht (07:29)
Der Märkische Kreis sowie die Kreise Soest und Siegen-Wittgenstein unterstützen die Aktion "Mein 18. November" des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Die Volkskundliche Kommission des LWL will Tagebuchaufzeichnungen von Amtsträgern und ganz normalen Menschen für ein "Archiv der Zukunft" sammeln. Der Siegener Bürgermeister hat die Bürger ermuntert, ihre Aufzeichnungen zur Verfügung zu stellen. Er selbst will mit einem Bericht über den Arbeitsalltag eines Verwaltungschefs mitmachen. Bis zum 10. Dezember nimmt der Landschaftsverband Briefe, Faxe und E-Mails entgegen.


INFO

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Westfälisches Museumsamt
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Schwelingstr. 5
48133 Münster
Tel.: 0251-591-3296
Fax: 0251-591-3335
e-mail: manfred.hartmann at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Dec 12 12:52:38 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 12 Dec 2005 12:52:38 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Jahrbuch fuer Westfaelische Kirchengeschichte, 2005,
Bd. 100
Message-ID: s39d72ac.013@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 12.12.2005, 12:00


SERVICE: TOC

Jahrbuch fuer Westfaelische Kirchengeschichte
2005
Bd. 100
ISSN 0341-9886


S. 17-28
Hey, Bernd
Landesgeschichte und Kirchengeschichte-
Bestandsaufnahme und Perspektive

S. 29-56
Biermann, Andreas
Hermann Hamelmann und die Reformation in Bielefeld
Eine Untersuchung von Hamelmanns Briefen und Schriften

S. 57-121
Peters, Amandus
Aus Hamelmanns Historia Ecclesiastica renati Evangelii:
De Ecclesia in oppido Bileveldia comitatus Ravensburgici

S. 123-142
Scharmann, Ulrich-Jürgen
Collatio ex iure devoluto
Ein Benefizialstreit um die Kamener Marien-Vikarie und
seine Weiterungen

S. 143-172
Peters, Christian
Zur Vorgeschichte Volkenings
Die Frommen Minden-Ravensbergs auf dem Weg
ins 19. Jahrhundert

S. 173-225
Peters, Christian
Erweckung auch im Osnabrücker Land
Aus den Briefen des Hoyeler Pfarrers Anton Gottfried
Hambach (1736-1819) an den Zentralausschuss der
Deutschen Christentumsgesellschaft in Basel

S. 227-283
Achelpöhler, Fritz
Pietismus, antijüdische Ressentiments und städtische
Selbstverwaltung
Der Streit um die Wahl des jüdischen Arztes Dr. Bernhard
Steinheim in den Vorstand der Bielefelder städtischen
Töchterschule in den Jahren 1870-1873

S. 285-304
Böhm, Beate
Der lange Ankauf des Quellenhofs in Bethel von 1879-1904

S. 305-329
Neumann, Reinhard
Die Teilnahme der Minden-Ravensberger Posaunenchöre
bei der Denkmaleinweihung an der Porta Westfalica

S. 331-368
Murken, Jens
Ruhrbergbau und Gemeindegründung um 1900.
Das Beispiel der Evangelischen Kirchengemeinde Preußen

S. 369-396
Althöfer, Ulrich
"Wie gewachsen"
Die Kolonie Radbod, die evangelische Kreuzkirche und
deren "Vater", der Architekt Karl Siebold

S. 397-418
Haase, Bartolt
"Komm und sieh!" - Der Bethelfilm 1922-1941
Vorbemerkungen zum Verhältnis von Kirche und Film
zu Beginn des 20. Jahrhunderts

S. 419-459
Müller, Andreas
Das evangelische Sonntagsblatt für Minden und das
Wesergebiet im "Dritten Reich"
Zu Zensurmaßnahmen, Beschlagnahmungen und
Zwangseinstellung einer regionalen westfälischen
Kirchenzeitung

S. 461-485
Dahlkötter, Eva-Maria
Die Verhaftung von Pfarrer Paul Dahlkötter, Lippstadt
(9.-15. August 1939, Steinwache in Dortmund)
Das Tagebuch von Frau Hanna Dahlkötter

S. 487-523
Kampmann, Jürgen
Hölle und Himmel in Dachau
Der erste Bericht des Mennighüffer Pfarrers Ernst Wilm
über seine Gefangenschaft im Konzentrationslager
vor seiner Gemeinde

S. 525-585
Rödding, Gerhard
Pacta servanda oder rebus sic stantibus
Anmerkungen zur kirchlichen Schulpolitik anhand des
Schulstreites in Iserlohn und Lüdenscheid in den Jahren
zwischen 1950 und 1958

S. 587-596
Moes, Johann-Friedrich / Holze, Erhard
Unterricht und Unterkunft für Schüler aus der SBZ/DDR
in Münster
Notizen zu einem Kapitel deutscher Zeit-, Schul- und
Kirchengeschichte

S. 597-611
Berichte

S. 613-665
Buchbesprechungen






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Dec 12 13:08:40 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 12 Dec 2005 13:08:40 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Heimatland Lippe, November 2005
Message-ID: s39d7671.062@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 12.12.2005, 13:15


SERVICE: TOC

Heimatland Lippe
Zeitschrift des Lippischen Heimatbundes und des Landesverbandes Lippe
98. Jahrgang Nr. 11
November 2005
ISSN 0017-9787


Inhalt in Auswahl [AS]

S. 168-170
Hof, Mark vom
Alleen-Land Nordrhein-Westfalen?

S. 171-173
Finke, Lothar
Freiraumschutz - ein Thema auch für Ostwestfalen-Lippe?

S. 173f.
Gerking, Willy
"Singvogelschutz im Amte Schwalenberg"

S. 179
Stich, Walter
Rezensionen

S. 181
Hoffmanns Stärkefabriken in Bad Salzuflen
Neuer Band der Lippischen Studien erschienen

S. 182-185
Hellfaier, Detlev
"... in Lippe, in Detmold, im Land ohne Licht!"
Der Großbrand der Lippischen Landesbibliothek am 22. November 1921






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Dec 12 15:17:41 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 12 Dec 2005 15:17:41 +0100
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAUS=5D_100_Jahre_Strom_f=FCr_Recklingha?=
=?iso-8859-1?q?usen=2C_Recklinghausen=2C_10=2E12=2E2005-12=2E03=2E2005?=
Message-ID: s39d94a8.018@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "gk-mail (Abeck)"
Datum: 12.12.2005, 14:46
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AUSSTELLUNG

100 Jahre Strom für Recklinghausen
Ausstellung im Vestischen Museum Recklinghausen,

Mit der Installation einer elektrischen Beleuchtung für zwei repräsentative
Verwaltungsgebäude begann am 28. September 1905 in Recklinghausen das
Zeitalter der öffentlichen Stromversorgung. Bis Ende des Jahres waren 69
Kunden an das "Netz" angeschlossen, brannten 1.241 Glühlampen. Was vor 100
Jahren so bescheiden begann, ist heute ein Anlass zu feiern. Mit
zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten ruft die RWE
Westfalen-Weser-Ems AG, zu deren Versorgungsgebiet Recklinghausen gehört,
dieses Jubiläum in Erinnerung. Einen tiefen Einblick in die Geschichte der
Elektrifizierung der Stadt bietet dabei eine vom Umspannwerk
Recklinghausen - Museum Strom und Leben erarbeitete historische
Ausstellung, die vom 10. Dezember an für drei Monate im Vestischen Museum
zu sehen ist. Wie im Umspannwerk Recklinghausen selbst, so sollen auch in
der Ausstellung "100 Jahre Strom für Recklinghausen" weniger die
technischen Aspekte der städtischen Stromversorgung dargestellt werden.
Gezeigt wird vielmehr der Wandel im Alltagsleben der Menschen, der durch
die zunehmende Nutzung der Elektrizität seit der Jahrhundertwende
eingetreten ist. Im Mittelpunkt werden jene stehen, die den Strom
erzeugten, für seine Verteilung sorgten und ihn schließlich verbrauchten.

Elektrizität stand zunächst nur wenigen zur Verfügung. In Recklinghausen
waren es die Zechenkraftwerke, die einzelne Haushalte oder Gewerbebetriebe
in ihrer Umgebung mit überschüssigem Strom versorgten. Auch die
elektrischen Straßenbahnen gaben Strom an Privatkunden ab. Um die neue
Energie allen Bürgern zugänglich zu machen, wurde 1905 die
Hibernia-Bergwerksgesellschaft von der Stadt mit dem Aufbau eines
Verteilungsnetzes und der Lieferung von Strom beauftragt. Wenige Jahre
später schloss die Stadt einen Stromlieferungsvertrag mit dem
Electrizitätswerk Westfalen, welches das Leitungsnetz übernahm und weiter
ausbaute. Die Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen (VEW), die 1925 aus
dem Zusammenschluss des Electrizitätswerks Westfalen und anderer regionaler
Energieversorger hervorgegangen war, übernahm 1928 die Stromversorgung
Recklinghausens direkt. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten wurde das
Stromnetz immer enger geknüpft und dadurch eine Versorgungsdichte erreicht,
die jedem Bürger die umfassende Nutzung von Elektrizität erlaubte. Bis
dahin war es ein weiter Weg.


INFO

Vestisches Museum Recklinghausen
Hohenzollernstraße 12
45659 Recklinghausen
Tel.: 02361/501946
Fax: 02361/501932;
www.recklinghausen.de/KulturBildungSport/Kultur/MuseenGalerien/VestischesMuseum.htm



---------------------------------------------------------------------------------------------------------
[Redaktioneller Hinweis]
Zum Thema -
im Internet-Portal "Westfälische Geschichte", u.a.


Materialien für den Schulunterricht:

Rainer Bolle
"Als das Licht kam..." Die Elektrifizierung in Westfalen 1890-1955
Westfalen im Bild, Reihe: Energiewirtschaft, Heft 2
Münster 1997
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=lit&ID=313











From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Dec 12 16:17:48 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 12 Dec 2005 16:17:48 +0100
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BLIT=5D_Nachdruck_der_sog=2E_Colson-Kart?=
=?iso-8859-1?q?e_vom_Amt_Meppen_/_F=FCrstbistum_Muenster?=
Message-ID: s39da2b8.026@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Birgit Kehne"
Datum: 12.12.2005, 16:00


LITERATUR

Nachdruck der sog. Colson-Karte vom Amt Meppen / Fürstbistum Münster

Der Verein für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück e.V. hat gemeinsam
mit der GLL (Katasteramt) Meppen und dem NLA - Staatsarchiv Osnabrück den
Nachdruck der sog.Colson-Karte vom Amt Meppen herausgegeben.

Bis zur Säkularisation 1803 gehörte das Amt Meppen zum Fürstbistum Münster.
Verwaltet wurde es von einem adligen Landdrosten und einem Amtsrentmeister,
die einmal jährlich mit den Amtsständen, den Besitzern der landtagsfähigen
Güter, in sog. Konventionen zusammentrafen. Auf der Konvention vom 18. Juni
1773 wurde die Vermessung des Amtes beschlossen und der Auftrag am 21. Juni
an den Ingenieur und Artillerie-Leutnant in Münsterschen Diensten Philip
Ernst Colson vergeben.

Auf der Karte sollten laut Auftrag folgende Details zu erkennen sein: Die
Lage der Städte und Dörfer, der Lauf der Flüsse, besonders der Ems und der
Hase, und großen Bäche, die Größe der Heiden, Moräste und Sandwehen, die
Kirchdörfer und Bauerschaften, die einzeln liegenden Häuser, die Mühlen,
Landstraßen und Wege, die Hauptbrücken, Waldungen sowie die Grenzen des
Amts, der Kirchspiele und Gerichte. Colson nahm seine Tätigkeit am 22. Juni
1773 auf und lieferte die Karte in drei Exemplaren am 12. April 1778 ab.

Die Original-Größe des Blattes ist 147 cm x 165,5 cm, des Kartenspiegels
136,2 cm x 154,7 cm. Die Umrechnung in den heutigen Maßstab ergibt ungefähr
1:46.000. Es sind allerdings unterschiedlich große Abweichungen bei der
Maßstäblichkeit der Entfernungen festzustellen, die wohl u.a. auf die nur
auf Schätzungen beruhende Darstellung der Moorgebiete zurückzuführen sein
dürften. Auf der Karte ist zudem vermerkt, dass die Größe der Äcker, Wiesen
und Weiden *oculariter", also nach Augenschein angegeben wurde, und auch die
eingezeichneten Grenzen nicht als wirkliche Grenzen, sondern als
Abteilungslinien zu betrachten sind.

Bei den Städten, Siedlungen und Höfen ist der Ortsgrundriss wiedergegeben,
die großen Flüsse Ems und Hase sind mit blauer Farbe gezeichnet, die Wege in
schwarz. Sandgebiete und Heide sind mit unterschiedlichen Punkt- und
Strichreihen, Moore mit Schraffierungen gekennzeichnet, der Baumbestand ist
mit runden und spitzen Zeichen unterschieden. Kirchspiels-, Gerichts- und
Außengrenzen sind mit verschiedenen Farben und Linien eingetragen.

Die Karte aus dem im Staatsarchiv Osnabrück aufbewahrten Bestand der
Herzoglich Arenbergischen Verwaltung wurde für den Nachdruck verkleinert und
liegt hiermit in einer Größe vor, die dem Betrachter eine Gesamtschau auf
das Amt Meppen vor 230 Jahren ermöglicht.

Herausgeber des Nachdrucks ist der Verein für Geschichte und Landeskunde von
Osnabrück e.V. in Zusammenarbeit mit der GLL Meppen und dem Staatsarchiv
Osnabrück. Für die Genehmigung zum Nachdruck ist der Arenberg-Meppen GmbH
als Eigentümerin zu danken.


INFO

Das farbige Kartenblatt im Format von 70 x 80 cm, gedruckt von der LGN
Hannover, ist zum Preis von 10 € zu erwerben beim Verein für Geschichte und
Landeskunde von Osnabrück, Schloßstr. 29, 49074 Osnabrück, und bei der GLL
Meppen, Obergerichtsstr. 18, 49716 Meppen.

Dr. Birgit Kehne
Vorsitzende des Vereins für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück e.V.
c/o Staatsarchiv
Schloßstr. 29
49074 Osnabrück
0541/3316211
E-Mail: Birgit.Kehne at nla.niedersachsen.de







From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Dec 13 09:15:25 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 13 Dec 2005 09:15:25 +0100
Subject: [WestG] [POS] Leiter/in des Instituts
Stadtarchiv/Landesgeschichtliche Bibliothek
Message-ID: s39e9157.047@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Schachtsiek, Jörg"
Datum: 13.12.2005, 08:38


JOB

Die Stadt Bielefeld sucht zum 01.05.2006 für das Amt Stadtbibliothek, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek den/die

Leiter/Leiterin des Instituts Stadtarchiv
und Landesgeschichtliche Bibliothek

Beim Stadtarchiv handelt es sich um ein modernes Großstadtarchiv mit Urkunden und Akten seit dem 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart und vielen Sonderbeständen zur Politik-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte Bielefelds vor allem aus der Neuzeit und neuesten Zeit. Die Sammlungen umfassen in großem Umfang Fotos, Plakate, Karten, Zeitungen und Nachlässe. Mit dem Stadtarchiv ist die Landesgeschichtliche Bibliothek eng verbunden. Sie bildet mit rund 95.000 Bänden eine Forschungsbibliothek mit dem Schwerpunkt Ge-schichte und Landeskunde Westfalens sowie des angrenzenden nordwestdeutschen Raumes. Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek werden als ein gemeinsames Institut im Amt Stadtbibliothek, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek geführt. Das Institut versteht sich als Dienstleistungs-, Forschungs- und Bildungsstätte, die der Wissenschaft und der Regional- und Heimatforschung dient. Es arbeitet eng mit den Schulen und insbesondere der Universität Bielefeld zusammen. Die Bestände sind digital erschlossen und recherchierbar. Das Institut wirkt durch Veröffentlichungen, Ausstellun-gen, Führungen und archivpädagogische Aktivitäten in die Öffentlichkeit. Die Leitungstätig-keit umfasst auch die stellvertretende Amtsleitung, die Vertretung des Instituts in Gremien und in der Öffentlichkeit, Kooperationen mit anderen Institutionen und Partnern sowie stadt- und regionalgeschichtliche Forschung und Publikation.

Wir suchen für diese anspruchsvolle Leitungsstelle eine Persönlichkeit mit der Qualifikation für den höheren Archivdienst (Marburger Examen oder gleichwertiger Abschluss) und mehrjähriger Berufserfahrung. Neben Kontaktfreude erwarten wir Sozial- und Führungs-kompetenz, die Bereitschaft zur kooperativen Zusammenarbeit sowie einschlägige DV-Erfahrungen und -Kenntnisse. Darüber hinaus sollten Erfahrungen in stadt- und regional-historischer Forschung und Publikation vorhanden sein.

Die Stelle ist nach BesGr. A 14 BBesG / VGr. I b 1 a BAT (vorläufige Zuordnung zur Entgeltgruppe 14 TVöD) bewertet worden. Für weitere Informationen steht Ihnen der Leiter des Amtes Herr Pilzer M.A. unter Tel. 0521/51-2443 zur Verfügung.

Ihre aussagefähige Bewerbung mit den üblichen Unterlagen senden Sie bitte bis zum 31.01.2006 unter Angabe der Kennziffer 110.212/ 613 an die Stadt Bielefeld - Amt für Personal, Organisation und Zentrale Leistungen - 33597 Bielefeld








From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Dec 13 09:23:40 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 13 Dec 2005 09:23:40 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Quaschny: Bad Oeynhausen zwischen Krieg und Frieden,
Bielefeld 2005
Message-ID: s39e9331.042@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Quaschny, Rico [Stadt Bad Oeynhausen]"
Datum: 13.12.2005, 09:20


LITERATUR

Rico Quaschny (Hrsg.)
Bad Oeynhausen zwischen Krieg und Frieden
Kriegsende und Besatzungszeit in Zeitzeugnissen und Erinnerungen
Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2005. (Geschichte im unteren Werretal; 1)
ISBN 3-89534-621-7
Das Buch ist zum Preis von 19,- EUR über den Buchhandel erhältlich.

Nachdem das Stadtarchiv Bad Oeynhausen bereits im Frühjahr 2005 in einer Veranstaltungsreihe an das Kriegsende vor 60 Jahren erinnerte, erschien nun das Buch "Bad Oeynhausen zwischen Krieg und Frieden". Der 400 Seiten umfassende Band geht jedoch über das Kriegsende hinaus und thematisiert auch die Besatzungszeit in der Kurstadt, die von 1945 bis 1954 Hauptquartier der Britischen Rheinarmee war. Während dieser Zeit war ein Großteil der Innenstadt beschlagnahmt, die Einwohner wurden evakuiert und der Kurbetrieb musste eingestellt werden. Wie der Untertitel des Buches - "Kriegsende und Besatzungszeit in Zeitzeugnissen und Erinnerungen" - deutlich macht, lebt der Band vor allem von Selbstzeugnissen, zeitgenössischen Quellentexten und Erinnerungen von Zeitzeugen, die jeweils mit kurzen Erläuterungen eingeleitet werden.

Der Inhalt des mit 100 Abbildungen versehenen Buches gliedert sich in drei Hauptteile. Der erste Teil bietet einen Einstieg in die Thematik. Der am 3. Mai 2005 in Bad Oeynhausen gehaltene Vortrag des bekannten Historikers Prof. Dr. Reinhard Rürup stellt eine Verbindung von einleitenden persönlichen Erinnerungen an das Kriegsende in Bad Oeynhausen und einer allgemeinen Bewertung des 8. Mai 1945 in der deutschen Geschichte dar. (Rürup wuchs in Bad Oeynhausen auf.) Ein sich anschließender Beitrag von Dr. Karl Großmann gibt einen knappen Überblick über die letzten Kriegstage in Bad Oeynhausen.

Den zweiten Teil bilden Zeitzeugnisse, die als private Aufzeichnungen und Notizen bzw. journalistische Texte entstanden sind. Erstmals veröffentlicht werden Tagebücher und Texte von Rudolf Eickmeyer, Dr. Kurt Venker, Anna Iburg und Hermann Witte, die auf sehr persönliche Art Einblicke in das Kriegsende und die unmittelbare Nachkriegszeit geben. Ein Aktenvermerk des Postamtsleiters Paul Kallenbach schildert die Räumung des Postamtes. Das Geschehen in den einzelnen Gemeinden des Amtes Rehme, die seit der kommunalen Neugliederung Teil der Stadt Bad Oeynhausen sind, dokumentiert die Edition von Chronikaufzeichnungen aus den Gemeinden und Schulen zum Jahr 1945. Journalistische Texte von Stephen Spender, Ernst Heinicke, Josef Müller-Marein und Dr. Hans Otto Schmid erschienen bereits zwischen 1945 und 1954 und werden nun erneut veröffentlicht.

Der dritte Teil versammelt - abgesehen von den Erinnerungen an Weihnachten 1945 des Bestsellerautors Rudolf Pörtner - bisher unveröffentlichte Erlebnisberichte von Zeitzeugen. So macht Ferdinand Matuszeks Lebensgeschichte - er kam als 16-Jähriger zur Zwangsarbeit nach Bad Oeynhausen - deutlich, dass es schon 1945 Menschen in Bad Oeynhausen gab, die das Kriegsende als Befreiung erlebten. Erstmals veröffentlicht werden neben den Weihnachtserinnerungen auch die pointierten Nachkriegserinnerungen von Rudolf Pörtner, der in Bad Oeynhausen geboren wurde und hier die ersten Nachkriegsmonate verbrachte. Ein weiterer Beitrag schildert das Schicksal zweier Bad Oeynhausen Soldaten, die das Kriegsende 1945 in einem Lazarett in Thüringen erlebten und sich erst nach 60 Jahren wiedersahen. Im Anschluss folgenden die ins Deutsche übersetzten Erinnerungen des britischen Soldaten Alex Cross, der von 1946 bis 1949 in Bad Oeynhausen stationiert war. Dieser Text bietet zum ersten Mal Einblicke in die Lebenswelt innerhalb des Sperrbezirks in der besetzten Stadt. Ein Anhang mit einer Zeittafel, dem Räumungsbefehl von 1945 und einer Karte des gesperrten Stadtgebietes schließt den Band ab.

Der Band wurde vom Arbeitskreis für Heimatpflege der Stadt Bad Oeynhausen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Bad Oeynhausen herausgegeben. Er eröffnet zugleich die neue Veröffentlichungsreihe "Geschichte im unteren Werretal", die der Arbeitskreis für Heimatpflege und der Heimatverein Löhne e.V. in Kooperation mit dem Stadtarchiv Löhne und dem Stadtarchiv Bad Oeynhausen begründet hat und fortsetzen wird.


INFO

Rico Quaschny
Stadtarchiv Bad Oeynhausen
Von-Moeller-Straße 9
32543 Bad Oeynhausen
Tel.: 05731/141505
E-Mail: r.quaschny at badoeynhausen.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Dec 13 10:35:43 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 13 Dec 2005 10:35:43 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Westfaelische Forschungen, 2005, Bd. 55
Message-ID: s39ea422.076@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Thomas Küster"
Datum: 13.12.2005, 10:05


SERVICE: TOC


Westfälische Forschungen
Band 55
2005
ISBN 3-402-09235-2


Themenschwerpunkt (hg. von Stefan Gorißen):
Ehrenamt und Mäzenatentum. Grundlagen der Zivilgesellschaft im historischen Wandel

Angesichts der fundamentalen Finanzkrise des Wohlfahrtsstaats westlicher Prägung fanden in den letzten Jahren Konzepte einer "civil society" nicht nur bei Soziologen, Politologen und Historikern zunehmend Aufmerksamkeit, sondern auch bei führenden Politikern der Bundesrepublik. Im Zentrum solcher Konzepte stehen freiwillig, ohne Entgelterwartung erbrachte bürgerschaftliche Leistungen, die den Staat von Teilen seiner Fürsorgepflicht entlasten. Was heute oft auch als "Freiwilligenarbeit", "Selbsthilfe" oder "Bürgerarbeit" bezeichnet wird, hat seine historischen Wurzeln als "Ehrenamt" in der sich herausbildenden bürgerlichen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. Der von Stefan Gorißen betreute Band versucht, verschiedene Felder eines solchen ehrenamtlichen Engagements in ihrer konkreten historischen Praxis auszuleuchten: den wichtigen Bereich der Förderung von Kunst und Wissenschaft durch Mäzene, aber auch die umfangreiche freiwillige Arbeit im breiten kulturellen Bereich des Vereinswesens; das bürgerschaftliche Engagement im Bereich der politischen Selbstverwaltung, das ebenso wie die Freiwilligenarbeit auf sozial-karitativem Feld auf lange historische Traditionen zurückblicken kann; schließlich die bis heute unverzichtbaren ehrenamtlichen Betätigungen im Bereich der Justiz in Gestalt ehrenamtlicher Richter und Schöffen.

Ein weiterer, von Ralf Blank verantworteter Themenschwerpunkt der Westfälischen Forschungen behandelt das Kriegsende 1945 in Westfalen. Wilfried Reininghaus und Werner Freitag würdigen das Lebenswerk des Landeshistorikers Albert K. Hömberg und ordnen es in den forschungsgeschichtlichen Kontext ein. Bernhard Sicken untersucht das - vergebliche - Bemühen der ostwestfälischen Stadt Herford, in der politisch unruhigen Situation des Vormärz und gegen die Interessen der Nachbarstadt Bielefeld eine Vergrößerung der eigenen Garnison zu erreichen.



Inhalt


Stefan Gorißen:
Ehrenamt und Mäzenatentum: Eine Einführung

Nicolas Rügge:
Ehrenämter im frühneuzeitlichen Stadtrat? Überlegungen am Beispiel Herfords im 18. Jahrhundert

Hans-Walter Schmuhl:
"Mystiker" oder "falsche Propheten"? Zur religiösen Orientierung Nürnberger Honoratiorenpolitiker im 19. Jahrhundert

Winfried Herbers:
Selbstverwaltung zwischen Ehrenamt und Beruf -
Der Umgang der Kölner CDU mit der neuen Ordnung der Gemeinden nach 1946

Volker Friedrich Drecktrah:
Das Amt des Geschworenen. Studien zur Funktion und Bedeutung der Laienrichter in der Elbe-Weser-Region im 19. Jahrhundert

Jörg Requate:
Kontrolleure oder Vermittler? Zur Geschichte der ehrenamtlichen Richter im 20. Jahrhundert

Barbara Hausmanns:
Auf der ewigen Suche nach Ruhm und Schönheit - Fürstliches Mäzenatentum im 18. Jahrhundert: das Beispiel Clemens August, Kurfürst von Köln, Fürstbischof von Münster, Paderborn, Osnabrück und Lüttich

Birgit Biedermann:
Der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen im 19. Jahrhundert

Stephen Pielhoff:
Kulturvermittler zwischen Avantgardismus und Konservatismus: zur ästhetischen Codierung der *Moderne' bei Karl Ernst Osthaus und Fritz Thomée

Frank Hatje:
Zwischen Republik und Karitas: karitative Ehrenamtlichkeit im Hamburg des 18. und 20. Jahrhunderts

Susanne Kill:
Freiwilligkeit und Assoziation. Zur Entfaltung des bürgerlichen Vereinslebens in Münster in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Bettina Hitzer:
Glaube, Gemeinsinn und lokale Macht. Bürgerschaftliches Engagement protestantischer Frauen und Männer im Berlin des 19. Jahrhunderts

Marcel Boldorf:
Zwischen Nothilfe und Professionalisierung. Ehrenamtliche soziale Arbeit in beiden Teilen Deutschlands nach 1945

Gabriele Lingelbach:
Die Geschichte des Ehrenamtes im bundesrepublikanischen Sammlungswesen: Über die Grenzen staatlich durchgesetzter Freiwilligenarbeit



Das Kriegsende 1945 in Westfalen

Ralf Blank:
Kriegsendphase und "Heimatfront" in Westfalen

Armin Nolzen:
Die westfälische NSDAP im "Dritten Reich"

Gerhard E. Sollbach:
Das Kriegsende 1945 an der mittleren Ruhr und im Großraum Dortmund

Dieter Pfau:
Kriegsende 1945 in Siegen - Bilanz einer Ausstellung

Albert K. Hömberg zum 100. Geburtstag

Wilfried Reininghaus:
Albert K. Hömberg (1905-1963). Ein westfälischer Landeshistoriker und Gegner des NS-Staates

Werner Freitag:
Landesgeschichte im Umbruch: Das Beispiel Albert K. Hömberg


Stadt und Militär in Westfalen

Bernhard Sicken:
Truppendislokation im Vormärz zwischen kommunalem Wettbewerb und politischem Druck - am Beispiel von Bielefeld und Herford



Jahresberichte 2004

Karl Ditt, Bernd Walter:
Westfälisches Institut für Regionalgeschichte

Anna-Th. Grabkowsky:
Historische Kommission für Westfalen

Volker Pingel (*), Torsten Capelle:
Altertumskommission für Westfalen

Christiane Cantauw:
Volkskundliche Kommission für Westfalen

Klaus Temlitz:
Geographische Kommission für Westfalen

Hans Taubken:
Kommission für Mundart- und Namenforschung Westfalens

Walter Gödden:
Literaturkommission für Westfalen



Unveröffentlichte Arbeiten

Riccardo Bavaj:
Staatsexamens- und Magisterarbeiten zur Geschichte Westfalens


Zeitschriftenschau

Klaus Schultze:
Ausgewählte Beiträge zur geschichtlichen Landeskunde Westfalens in Periodika des Jahres 2004


Buchbesprechungen



INFO

2005, X und 870 S., fester Einband,
€ 69,60 (erm. Abonnementpreis 52,50)
Aschendorff Verlag, Münster
ISBN 3-402-09235-2
(Bezug über den Buchhandel)







From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Dec 13 11:41:10 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 13 Dec 2005 11:41:10 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Atombunker Denkmal des Monats Dezember 2005
Message-ID: s39eb35f.072@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 13.12.2005, 11:12


AKTUELL

LWL kürt ausgedienten Atombunker zum Denkmal des Monats

Während die USA ihre Atombunker und andere Anlagen aus der Zeit des "Kalten Krieges" als Denkmäler erhalten wollen, drohen diese Zeitzeugen aus Stahl und Beton in Deutschland verloren zu gehen. Einer der am besten erhaltenen Atombunker Nordrhein-Westfalens steht in Nordkirchen (Kreis Coesfeld). Sein privater Besitzer will ihn nicht nur erhalten, sondern als Museum öffentlich zugänglich machen. Deshalb hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) den Bunker jetzt zum Denkmal des Monats Dezember gekürt.

Insgesamt entstanden zwischen 1962 und 1966 aus Angst vor einem atomaren "Erstschlag" in Deutschland 34 Grundnetz-, Schalt- und Vermittlungsstellen (GSV), darunter sechs in Nordrhein-Westfalen. Diese teuren und technisch sehr gut ausgestatteten Anlagen gehörten zum militärischen Telefonnetz. Sie sollten im Falle eines Atomkrieges die Kommunikation sicherstellen.

"Jede dieser Anlagen besteht in der Hauptsache aus einem großen unterirdischen Bunker, dessen Betonwände und Decken entsprechend der befürchteten Atom-Explosionen drei bis vier Meter dick sind und der mit Luftfiltern, eigener Wasserversorgung, Stromgenerator, Küche, Schlafgelegenheit für die Mannschaft und den nötigen fernsprechtechnischen Apparaten samt Verschlüsselungsgeräten ausgestattet war. Selbst nach schwersten Erschütterungen und bei extremer Schieflage des Gebäudes sollte das System noch funktionieren", so LWL-Denkmalpfleger Dr. Joseph Lammers. Ob aber auch die außerhalb des Bunkers in 80 Zentimeter Tiefe verlegten Telefonkabel und der in Nordkirchen nicht mehr erhaltene Funkmast einen Atomschlag überstanden hätten, sei eher zweifelhaft, so der LWL-Denkmalexperte weiter.

Zu der Anlage gehörten auch oberirdische Bauten, wie das Mannschaftsgebäude, in dem die diensthabenden Soldaten wie in einer Kaserne untergebracht waren. "Diese Gebäude waren aus naheliegenden Gründen betont unauffällig, die Bunker selbst waren durch Bewuchs getarnt", so Lammers.

Alle sechs nordrhein-westfälische Anlagen sind mittlerweile privatisiert oder anderweitig genutzt Stellvertretend für ganz Nordrhein-Westfalen hat das LWL-Denkmalamt den Bunker in Nordkirchen als Denkmal eingestuft, "weil er nicht nur am besten erhalten, sondern auch am vollständigsten ausgestattet ist", begründet Lammers. Besonders freut sich der Denkmalpfleger darüber, dass die lange Zeit strittige Nutzung jetzt gesichert ist und die gesamte Anlage so erhalten bleibt: Der neue Eigentümer beabsichtigt, das Mannschaftsgebäude als Wohnung und Atelier zu nutzen. Den Bunker will er als Museum zugänglich machen. Dazu will er fehlendes Inventar aus den Beständen anderer Bunker vervollständigen. "So wird eines Tages dieses zunächst so fremd erscheinende, im Innern höchst beeindruckende Bauwerk der Öffentlichkeit als ein Dokument der militärisch-politischen Geschichte der Bundesrepublik präsentiert werden", freut sich Lammers.








From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Dec 13 14:28:57 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 13 Dec 2005 14:28:57 +0100
Subject: [WestG] [AKT] DFG verlaengert Foerderung von
fuenf Sonderforschungsbereichen
Message-ID: s39edac5.091@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Uni Münster"
Datum: 13.12.2005, 12:11


AKTUELL

Qualitätsbeweis für Forschung in Münster
DFG verlängert Förderung von fünf Sonderforschungsbereichen

Fünf Sonderforschungsbereiche der Westfälischen
Wilhelms-Universität Münster werden von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) für weitere drei oder vier Jahre mit
insgesamt 22,7 Millionen Euro gefördert. Der Rektor der
Universität, Prof. Dr. Jürgen Schmidt, wertete es am Dienstag, 13.
Dezember 2005, "als großen Erfolg und Anerkennung der in Münster
geleisteten Forschungsarbeit", dass damit alle münsterschen
Sonderforschungsbereiche, deren bewilligte Förderperiode zum
Jahresende 2005 ausläuft, weiter von der DFG unterstützt werden.

Die DFG bewilligte zum 1. Januar 2006 für bundesweit insgesamt 35
Sonderforschungsbereiche eine weitere Förderperiode, darunter allein
fünf an der Universität Münster. Es handelt sich um die
Sonderforschungsbereiche SFB 293 "Mechanismen der Entzündung" (3,4
Millionen Euro für drei Jahre), SFB 424 "Molekulare Orientierung"
(4,1 Millionen Euro für drei Jahre), SFB 458 "Ionenbewegungen" (5,7
Millionen Euro für vier Jahre), SFB 492 "Extrazelluläre Matrix"
(4,1 Millionen Euro für drei Jahre) und SFB 496 "Symbolische
Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme" (5,5 Millionen Euro
für drei Jahre).

An der Universität Münster arbeiten drei weitere
Sonderforschungsbereiche zu den Themenfeldern Geometrische Strukturen,
Molekulare Zelldynamik und Molekulare Bildgebung, deren
Förderperiode noch andauert und die in den kommenden Jahren auch auf
eine Verlängerung der Förderung durch die DFG hoffen.

In den 270 Sonderforschungsbereichen in Deutschland, die von der DFG
finanziell unterstützt werden, wird Grundlagenforschung auf
höchstem Niveau betrieben. Sie sind längerfristig angelegte
Einrichtungen einer Hochschule, in denen Wissenschaftler
fachübergreifend an aufwändigen Forschungsvorhaben zusammen
arbeiten. Zu den Aufgaben gehört dabei auch die Förderung des
wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Zahl der Sonderforschungsbereiche
gilt neben der Einwerbung von Drittmitteln als wichtiges
Qualitätskriterium im Bereich Forschung. Mit gegenwärtig acht von
der DFG geförderten Sonderforschungsbereichen gehört die
Universität Münster zur Spitzengruppe der deutschen Hochschulen.







From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Dec 14 13:24:42 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 14 Dec 2005 13:24:42 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Werl, gestern - heute - morgen, 22. Jahrgang 2005
Message-ID: s3a01d94.039@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 14.12.2005, 12:30


SERVICE: TOC

Werl, gestern - heute - morgen
Ein Jahrbuch der Stadt Werl und des Neuen Heimat- und
Geschichtsvereins Werl e.V.
22. Jahrgang 2005

Bibliotheksnachweis über ("ZDB"):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=69

Seiten in Auswahl (AS)


S. 7-36
Kohn, Werner
Das schriftstellerische Wirken des Malers Heinrich Franz
Gaudenz von Rustige (1810-1900)

S. 37-40
Buschulte, Dieter
Das Jahndenkmal im Kurpark

S. 41-46
Rüschenschmiedt, Lothar
Rosenkranz und Kaffeewasser
Persönliche Erinnerungen an die Werler Wallfahrt

S. 47f.
Drewke, Lothar
Gedenkstätte für Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Werl

S. 49-60
Geilich, Barbara
Die Gemeinschaft der Masken
Afrikanische Masken der Sammlung Hermann Auf der Heide im
Museum Forum der Völker, Werl

S. 61-64
Rensmann, Ralf
Monika Levening
In der Königsklasse der Puppendesigner die Queen

S. 65-80
Braß, Paul
Budberg - ein Dorf im Wandel der Zeiten

S. 81-98
Halekotte, Wilhelm
Werler Vorort mit Pfarrkirche, bedeutendem Wirtschaftszweig
und Platz des Königshofes entdeckt (?)

S. 99-104
Krause, Günter
150 Jahre Verbindung zur weiten Welt
1855 fuhr die erste Eisenbahn in Werl

S. 105-112
Peter, Claus / Rausch, Manfred
Neue Glocken für die Paulus-Kirche

S. 113f.
Gebhardt, Tobias
"Salzkörner" sorgen für die richtige Würze in der
Werler "Geschichtssuppe"

S. 115-118
Olthoff, Gabriele
Museumspädagogik im Städtischen Museum

S. 119-122
Deisting, H.J.
Alte Gerichtsakten erzählen...

S. 123-127
Deisting, H.J.
"... oder annoch mehrere heilige Oerther in
Teutsch- und Welschland zu besuchen"
Pilger, Bettler, Abgebrannte und fahrendes Volk auf dem Hellweg

S. 128-134
Bretthauer, Matthias
Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie
Eine Chance auch für die Gewässer in Werl?

S. 135-140
Ehrungen der Stadt Werl

S. 141-144
Koepsel, Klaus / Doert, Josef
Das neue Heimathaus "Zum Backofen"

S. 145-150
Hachmann, Erwin
Der Neue Heimat- und Geschichtsverein im Jahre 2004/2005






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Dec 14 14:04:50 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 14 Dec 2005 14:04:50 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Castrop-Rauxel: Kultur und Heimat, 56. Jahrgang 2005
Message-ID: s3a02787.022@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 14.12.2005, 14:00


SERVICE: TOC

Castrop-Rauxel
Kultur und Heimat
56. Jahrgang 2005
ISSN 0930-1305


Bibliotheksnachweis über ("ZDB"):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=81


Seiten in Auswahl (AS)


S. 4-11
Kurrath, Winfried
Geschichten aus Castrop
Als der Krieg zu Ende ging

S. 12-25
Lehmann, Klaus
Sichtbare Stadtgeschichte

S. 26-51
Scholz, Dietmar
Die Geschehnisse in der Pogromnacht in Castrop-Rauxel
"Brand der Synagogen Herne und Castrop-Rauxel /
bis 6.00 Uhr morgens auf den Beinen..."

S. 52-70
Schön, Gerd
Auf den Bergbau beogene Straßennamen in Castrop-Rauxel
Herkunfts-, Personen- und Sacherläuterungen

S. 71-77
Schön, Gerd
Auf die Chemieindustrie bezogene Straßennamen in Castrop-Rauxel

S. 78-88
Echterhoff, Theo / Uelner, Karl-Heinz
Die Altstadt Castrop um 1930/35
Einzelhandel und Gaststätten, Handwerksbetriebe und Cafes,
die Pogrom-Nacht, Menschen und Begebenheiten -
kleiner Ausblick auf heute

S. 89-97
Scholz, Dietmar
Castrop-Rauxel -
eine "schrumpfende" Stadt

S. 98-104
Kruse, Nils
Die Identität unserer Stadt

S. 105-117
Kopshoff, Friedhelm
Grundherrschaften im Raume Castrop

S. 118-121
Baumeister, Werner
Bladenhorster Skizzen
Kleine Geschichten, erlebt im Bladenhorst der 30er Jahre

S. 122-147
Heinzmann, Guido
Das mittelalterliche Castrop-Rauxel

S. 148-162
Selisky, Heiner
Daten und Ereignisse aus Castrop-Rauxel von November 2004
bis September 2005





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Dec 14 14:47:04 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 14 Dec 2005 14:47:04 +0100
Subject: [WestG] Muensters Archive bilden Arbeitsgemeinschaft,
Vernetzung erleichtert Nutzern die Forschung
Message-ID: s3a03070.020@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Stadt Münster" info at presse-service.de
Datum: 14.12.2005, 12:06


AKTUELL

Münsters Archive bilden Arbeitsgemeinschaft
Vernetzung erleichtert Nutzern die Forschung /
Häuser präsentieren sich erstmals in gemeinsamer Publikation

Zu den teilweise schon Jahrhunderte alten Einrichtungen in der Stadt
Münster gehören die Archive. Diese Archive der Stadt gehören
unterschiedlichen Institutionen wie Universität, Landschaftsverband
Westfalen-Lippe oder dem Bistum an. Anders als bei Büchern in
Bibliotheken handelt es sich bei Archivgut um Unikate, also um
Dokumente,
die nur ein einziges Mal an einem bestimmten Ort vorhanden sind. Das
macht es für Interessierte nicht immer leicht, am richtigen Ort die
Spur
in die Vergangenheit aufzunehmen.

Denn Archive sind auch als öffentliche Bildungseinrichtungen und
Informationszentren für viele historische Fragen allen
stadtgeschichtlich
Interessierten zugänglich. Neben der gesetzlichen Verpflichtung zur
Aufbewahrung wichtiger Dokumente haben sie auch die Aufgabe, die in
den Archiven aufbewahrten Informationen einer interessierten
Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Entsprechend "vernetzt"
arbeiten jetzt Münsters fünf große Archive: das Stadtarchiv, das
Landesarchiv NRW Staatsarchiv Münster, das Bistumsarchiv, das
Westfälische Archivamt und das Universitätsarchiv. Auch fünf weitere
kleine Archive und Dokumentationsstellen sind beteiligt.

Wo finden sich die gesuchten Informationen?

Wo gibt es verlässliche Informationen über das mittelalterliche
Münster,
über die Entstehungsgeschichte der Universität oder über den Bau einer

bestimmten Kirche? Wo werden alte Zeitungen und Fotos aufbewahrt? Wo
finden sich Unterlagen zur Geschichte des Bistums Münster, der
ehemaligen
Territorien Westfalens und der staatlichen Stellen in den
Regierungsbezirken
Arnsberg und Münster? Wie gelingt der Zugang zu Adelsarchiven der
Region?

Auf Fragen wie diese finden sich in den einzelnen Archiven Antworten.
Wo die Spezialisten bestimmter Fachbereiche zu finden sind, haben die
Archive jetzt in einem Faltblatt mit dem Titel "Archivführer Münster"
zusammengefasst. Dort sind auch die Bestände der einzelnen Häuser
aufgeführt, so dass der Geschichtsforschende gezielt "sein" Archiv
aufsuchen
kann. Das alte Siegel der Stadt Münster und eine CD-Rom auf der
Titelseite
machen deutlich, wie weit der zeitliche Bogen in Münsters Archiven
geschlagen
wird.

Überblick über die Archivlandschaft

So finden die Interessierten auf einen Blick Anschrift, Telefonnummern
und
E-Mail-Adresse sowie Öffnungszeiten der Archive. Besonders wichtig sind

die unterschiedlichen Zuständigkeiten der Häuser. Jedes der genannten
Archive ist für die Aufbewahrung ausgewählter Schrift- und
Tondokumente
bestimmter Bereiche zuständig. Wo sich Unterlagen befinden, ist mit
Hilfe
des Faltblattes nun einfach zu ermitteln.

Das Faltblatt richtet sich an alle, die sich für die Geschichte der
Stadt und der
Region interessieren. Nicht nur für Wissenschaftler ist dieser Führer
eine
wertvolle Hilfe. Auch historisch Interessierten ermöglicht das
Faltblatt einen
raschen Überblick über die Archivlandschaft, ihre Zuständigkeiten und
Aufgaben.





From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Dec 15 08:50:45 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 15 Dec 2005 08:50:45 +0100
Subject: [WestG] [POS] Westfaelisches Freilichtmuseum Detmold,
Stellvertretende Museumsleitung
Message-ID: s3a12ece.088@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Matthias Roß"
Datum: 15.12.2005, 08:50


STELLENANZEIGE

Das Westfälische Freilichtmuseum Detmold - Landesmuseum für Volkskunde - zeigt in mehr als 100 vollständig eingerichteten historischen Gebäuden den Wandel der Kultur- und Alltagsgeschichte Westfalens vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Auf etwa 100 ha Kulturlandschaft werden ländliche und dörfliche sowie kleinstädtische Lebensverhältnisse in ihren jeweiligen regional-typischen Charakteristika mit Hilfe moderner didaktischer Methoden präsentiert.

Beim Westfälischen Freilichtmuseum Detmold ist zum nächstmöglichen Termin folgende Position zu besetzen:

Stellvertretende Museumsleitung
(Wiss. Referentin / Referent)

Aufgabengebiete:
- konzeptionelle Mitwirkung bei der inhaltlichen und organisatorischen Fortentwicklung des Museums als kultureller und besucherorientierter Dienstleistungsbetrieb
- zukunftsorientierte Ausrichtung der Museumsdidaktik und -pädagogik
- Erarbeitung neuer Wege zur Steigerung der Erlebnisqualität des Museums
- ständige Vertretung der Museumsleitung
- Forschungen und wiss. Veröffentlichungen zu museumsrelevanten Themen
- Konzepte zur fachlichen Weiterentwicklung des Saisondienstes mit ca. 70 Beschäftigten

Wir erwarten:
- ein möglichst mit Promotion abgeschlossenes Hochschulstudium in einem kulturhistorischen Fach (wie Volkskunde oder vergleichbare Fächer)
- mehrjährige praktische Museumserfahrung, möglichst in einem großen Freilichtmuseum
- umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern, Verwaltung und Öffentlichkeit
- Erfahrungen mit fächerübergreifenden Kooperationen
- ausgeprägte organisatorische Fähigkeiten
- überdurchschnittliches Engagement, Kreativität und Teamgeist ebenso wie Konfliktfähigkeit

Wir bieten:
- eine den Aufgaben entsprechende Vergütung/Besoldung nach Entgeltgruppe 15 (§ 17 TVÜ-VKA) bzw. Bes.Gr. A 15 BBesG

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Die Stelle ist grundsätzlich auch für Teilzeitkräfte geeignet.

Für telefonische Rückfragen steht Museumsleiter Dr. Jan Carstensen (Tel.: 05231-706-101) zur Verfügung.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer 37/05 bis zum 05.01.2006 an den

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
www.lwl.org
- Personalabteilung -
48133 Münster






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Dec 15 12:07:56 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 15 Dec 2005 12:07:56 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Heimatkalender des Kreises Soest 2006
Message-ID: s3a15cb5.055@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 15.12.2005, 12:10


SERVICE: TOC

Heimatkalender des Kreises Soest 2006
hrsg. vom Kreis Soest
ISBN 3-928295-41-1


Bibliotheksnachweis über ("ZDB"):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=70


Seiten in Auswahl (AS)


S. 6-29
Kalendarium

S. 31-37
Fischer, Ferdinand G. B.
Zwischen Wasser, Wind und Wolken:
Mühlen im Kreis Soest

S. 38-42
Haarmann, Franz
Die Wickeder Gewittermühle
Schaurige Geschichten ranken sich um den einsamen Ort

S. 43-45
Sträter, Anne
Die Spreu vom Weizen trennen...
Vom Müller zum Verfahrenstechniker für Müllerei

S. 46f.
Kracht, Peter
Es ging eine Mühle auf Reisen...
"Sändkers Mühle" in Lippetal-Heintrop war bis 1976 in Betrieb

S. 48-52
Felder, Thomas
Neues Leben in alten Mühlen
Beispiele in Bad Sassendorf, Soest und Schmerlecke

S. 53-59
Jansen, Burkhard
Mühlen im Kreis: Die wenigsten mahlen noch, ich malte sie fast alle
Zeugen der Vergangenheit mit Farben und Tusche festgehalten

S. 60-62
Laumeier, Jörg
Die Holzwindmühle auf dem Bröckerberg am Rande Herzfelds
Eine nur fast vergessene Geschichte einstiger Windkraft

S. 63-66
Krämer, Hermann J.
Von Rüthens einstiger Mühlenpracht

S. 68
Dietscheidt, Arnold
Erinnerungen an Arnold Geck

S. 69f.
Frye, Thomas
25 Jahre Jürgen Wahn Stiftung

S. 71f.
Kracht, Peter
Vom Henker, Bürgermeister und vom Grafen Bernhard

S. 73f.
Jolk, Michael
Erinnerungen an "Werler Köpfe"
Gertrud Preker (*1799), Tochter des Josef v. Mellin?

S. 75f.
Mahlstedt, Jürgen
Im Eisatz für die Meteorologie

S. 77f.
Teimann, Thorsten
Ein Friseur für heiße Köpfe

S. 80f.
Platte, Hartmut
Kostspieliger Empfang für den "Gnädigsten Herrn"
Im August des Jahres 1724 war Kurfürst Clemens August
von Bayern zu Besuch in Werl

S. 82f.
Moers, Martin
Religiöse Zeichen am Wege in der Gemeinde Möhnesee

S. 84-87
Fröhlich, Helmut
"... daß diesen Leuten ihre Häuser dahin zu setzen aus
Gnade zugelassen worden"
Die Gründung des Dorfes Sichtigvor vor 350 Jahren

S. 88-90
Löer, Ulrich
Die Kommunionbank der Nicolaikirche in Lippstadt:
Bedeutendes Kunstwerk aus der Barockzeit

S. 91-93
Rüden, Wilfried von
Vor 150 Jahren für 250 Taler nach Hemmerde verkauft
Das Schicksal des Werler Hochaltars und des Altars der Bäcker

S. 97f.
Hegeler, Hartmut
Anton Praetorius - ein Kämpfer gegen die Hexenprozesse
Streitbarer Pfarrer wurde 1560 in Lippstadt geboren

S. 99f.
Platte, Hartmut
EDV im Kuhstall
Der Brünis-Hof in Möhnesee wurde fachkundlich restauriert

S. 101-104
Schubert-Hartmann, Inga
"Kunst bleibt schön, selbst wenn sie viel Arbeit macht"
Der Kunstverein Kreis Soest e.V. blickt auf sein 25-jähriges
Bestehen zurück

S. 106-109
Wahlergebnisse

S. 110-119
Gedenken an die Toten
Nachrufe

S. 120-123
Neue Heimatliteratur

S. 124-128
Rückblick auf das Jahr
Vom 01. Juli 2004 bis zum 30. Juni 2005






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Dec 15 13:45:18 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 15 Dec 2005 13:45:18 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Jahrbuch Hochsauerlandkreis 2006
Message-ID: s3a17379.037@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 15.12.2005, 13:45


SERVICE: TOC

Jahrbuch Hochsauerlandkreis
Berichte, Erzählungen, Aufsätze
2006
ISBN 3-86133-403-8


Bibliotheksnachweis über ("ZDB"):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=96

Seiten in Auswahl (AS)


S. 7-11
Baulmann, Klaus
300 Jahre Kloster Brunnen

S. 12-21
Fischer, Ferdinand G. B.
Notkommunion 1945

S. 22-26
Meier, Wolfgang
Käthe Reine -
Scherenschnitte als Profession

S. 27-44
Glade, Georg
Kriegsgefangene und "Fremdarbeiter" in Hallenberg 1940 bis 1945

S. 45-52
Wiethoff, Dieter
550 Jahre Kreuzbruderschaft Meschede

S. 53-56
Müller, Clemens
Der Markt und die Hanse

S. 57-67
Immer rechts ab!
Mit dem Motorrad auf Entdeckungsfahrt im Hochsauerland

S. 68-72
Saure, Werner
Neheimer Ratssaal nach jüdischen Mitbürgern bennannt

S. 73-91
Michels, Bärbel
100 Jahre Bahnanschluss Winterberg

S. 92-102
Richter, Erika
1756 bis 1763
Chronisten berichten von den Drangsalen der Menschen im
Herzogtum Westfalen während des Siebenjährigen Krieges

S. 103-108
Nathusius, Jochen von
Ein böhmischer Heiliger im katholischen Westfalen

S. 109-115
Wurm, Dieter
Engelbert Seibertz (1813-1905)

S. 116-122
Pollmann, Josef-Georg
Ziegelverkaufsorganisationen im Sauerland

S. 123-131
Trippe, Anton
"Kundt undt zu wissen seye hirmit..."
Ein Sauerländer Ehevertrag von 1734

S. 137-146
Himmelreich, Hannelore
"Das Übel betraf nun auch unser Haus"
Von der "Pockennoth", dem Blatter-Beltzen und der
Schutzpockenimpfung

S. 147-154
Kuhne, Wilhelm
Gevelinghausen und der "Mythus des 20. Jahrhunderts"
Ein Beitrag zur Seligsprechung des Kardinals von Galen (1878-1946)

S. 155f.
Keller, Karl-Heinz
Kreisschützenbund Arnsberg feierte am Gründungsort den "75."

S. 157-159
Föckeler, Norbert
Rückblick aus dem Kreisarchiv
Zahlen, Daten, Fakten






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Dec 15 15:17:29 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 15 Dec 2005 15:17:29 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Goldschatz fuer Unna: NRW-Stiftung
rettet mittelalterliche Muenzen fuer das Hellweg-Museum
Message-ID: s3a18929.012@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Stadt Münster" info at presse-service.de
Datum: 15.12.2005, 14:20


AKTUELL

Goldschatz für Unna
NRW-Stiftung rettet wertvolle mittelalterliche Münzen für das
Hellweg-Museum

Für das Hellweg-Museum in Unna war es wie ein vorzeitiges
Weihnachtsgeschenk: Die NRW-Stiftung kaufte gestern
(14.12.2005) gemeinsam mit den Freunden und Förderern
des Museums 157 Münzen des "Goldschatzes von Unna"
aus Privatbesitz und stellt diese wertvollen goldenen Schilde
und Gulden dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung.
Dort kann der spektakuläre Münzfund, von dem ein kleinerer
Teil mit insgesamt 74 Münzen seit einigen Jahren im Besitz des
Museums ist, demnächst nahezu vollständig gezeigt werden.

Gemeinsam stellten der Präsident der NRW-Stiftung,
Franz-Josef- Kniola, Unnas Bürgermeister Werner Kolter und
der stellvertretende Vorsitzende des Museumsvereins, Hartmut
Stelte, jetzt im Hellweg-Museum den Münzfund vor. Für den
Kauf der 157 Münzen des Goldschatzes, die sich noch in
Privatbesitz befanden, brachten die Nordrhein-Westfalen-Stiftung
und der Museumsverein zusammen 50.000 Euro auf, wobei die
NRW-Stiftung mit 95 Prozent den Löwenanteil der Summe
übernahm. Die als "Goldschatz von Unna" bekannt gewordenen
Münzen wurden 1952 bei Ausschachtungsarbeiten auf einem
Privatgebiet in der Stadt Unna gefunden. Sie stammen aus der
Zeit um 1375 und gehörten sehr wahrscheinlich einem
wohlhabenden Hansekaufmann aus Unna. Nach Auskunft des
Dortmunder Münzexperten Werner Brinkmann, der sich seit
vielen Jahren mit den Unnaer Goldmünzen beschäftigt, seien
lediglich 15 Münzen kurz nach dem Fund an heute unbekannte
Interessenten verkauft worden. Mit den vorhandenen 231
Münzen gilt der Unnaer Goldschatz als das größte bis heute
als Fund bekannte Vermögen mittelalterlicher Goldmünzen
nördlich des Mains. Für die Zeit der Hanse gebe es in Westfalen
nichts Vergleichbares.

Bürgermeister Werner Kolter und Stiftungspräsident Franz-Josef
Kniola hoben die herausragende Bedeutung des Goldschatzes für
die westfälische Münz-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte hervor.
Die Einführung der Goldmünzen revolutionierte den
Zahlungsverkehr des Mittelalters, der lange Zeit mit Silbermünzen
bestritten wurde. Die Goldmünzen erleichterten den
Zahlungsverkehr, indem sie das Abzählen großer Mengen von
Silbermünzen verkürzte und eine überregionale Verbreitung und
Akzeptanz beanspruchen konnten. Als besondere Attraktion
werden die Münzen deshalb auch in der für 2006 geplanten
Mittelalter-Ausstellung "Ferne Welten - freie Stadt" im
Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte gezeigt.

Der Ankauf der Münzen gehört zu den rund 1.500 Maßnahmen,
mit denen die NRW-Stiftung seit 1986 Vereine und Verbände bei
ihrer Arbeit für den Naturschutz und die Heimat- und Kulturpflege
unterstützt. In Unna half sie beispielsweise bei der Restaurierung
des Phillip-Nicolai-Hauses und beim Kauf eines Naturschutzgebietes
in Mühlhausen. Das Geld für ihre Aufgaben erhält die Stiftung
hauptsächlich aus Zweckerträgen der so genannten
Rubbellos-Lotterie, außerdem aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen
ihres Fördervereins.


INFO

Hellweg - Museum
Burgstr. 8
59423 Unna

Öffnungszeiten
die - frei
10.00 - 12.30 Uhr
15.00 - 17.00 Uhr
samstags 11.00 - 13.00 Uhr
sonntags 11.00 - 13.00 Uhr
15.00 - 17.00 Uhr

Leiter
Herr Fölster
Tel. 02303 / 103-388 und 256445

Telefon Ansprechpartner/in
02303 / 103-388 und 256445
Fax
02303 / 256569

e-Mail-Adresse
kulturbereich at stadt-unna.de






From muhl at uni-muenster.de Thu Dec 15 15:53:33 2005
From: muhl at uni-muenster.de (muehl)
Date: Thu, 15 Dec 2005 15:53:33 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB
Muenster 2005/29
Message-ID: 43A1836D.6050707@uni-muenster.de>

Von: "Hans Mühl"
Datum: 15.12.2005, 15:52


Neuerwerbungsliste Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB
Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" an dieser
Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service auf die jeweils aktuelle
Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB Münster an. Sie informiert über
neue Titel zu Westfalen, die die ULB gekauft oder als gesetzliche
Pflichtexemplare aus den westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg,
Detmold und Münster erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2005/29 für den Zeitraum 26.11.2005 bis zum 02.12.2005 mit insgesamt 108 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:

http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&fach=wes

Die Titel können online über den Katalog der ULB (OPAC) bestellt werden:

http://superfix.uni-muenster.de/cgi-webOPAC/bridgeMain.pl?
maskID=001&tagNO=&functionID=1&Language=De&SignalPort=3048&
ServerLogin=wopaculb&ServerDatabase=maindb&Z3950=off&
Z3950User=gast&BaseUrl=..%2Fcgi-bin%2Fopac.pl&NichtNeu=J


Hinweise zum Sammelgebiet "Westfalen" der ULB Münster finden Sie unter:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/


Weitere Literatur über Westfalen finden Sie in der umfangreichsten
deutschen Regionalbibliographie, der Nordrhein-Westfälischen
Bibliographie (NWBib):

Allgemeine Information zur NWBib:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html


Suche in der NWBib:

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib



Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":

http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Redaktion Nordrhein-Westfälischen Bibliographie -
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24074
E-Mail: muhl at uni-muenster.de
Website Nordrhein-Westfälische Bibliographie:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html












From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Dec 16 08:38:40 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 16 Dec 2005 08:38:40 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Stambolis (Hg.),
Frauen in Paderborn. Weibliche Handlungsraeume und Erinnerungsorte
Message-ID: s3a27edc.078@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Barbara Stenger"
Datum: 15.12.2005, 17:13



LIT

Mit einem neuen Buch über Frauengeschichte in Paderborn im 19. und 20.
Jahrhundert - "Frauen in Paderborn. Weibliche Handlungsräume und
Erinnerungsorte", Sammelband, 494 S., hg. von PD Dr. Barbara Stambolis,
SH-Verlag Köln, ISBN 3-89498-154-7, 39,80 Euro -, herausgegeben von dem
Verein für Geschichte an der Universität Paderborn in seiner Reihe
"Paderborner Historische Forschungen PHF", wurde eine Lücke in der
Paderborner Stadtgeschichte gefüllt.

Trotz der boomenden Hochkonjunktur öffentlichen Gedenkens mit
zahlreichen Erinnerungsanlässen, Dokumentationen und Ausstellungen
finden Handlungsräume von Frauen in der "Flut von chronologisch
abzuarbeitenden Gedenktagen und -feiern" bis heute vergleichsweise
geringe Beachtung. Frauengeschichte ist nach wie vor weitgehend
"unsichtbare Geschichte". Frauen gehen nach wie vor weniger selbstbewußt
mit "eigenen" Traditionen um. Frauen könnten sich vielfach "historisch
an nichts orientieren, was ihre persönlichen Erfahrungen in eine
Kontinuität mit der Vergangenheit bringen würde", heißt es immer
wieder.

Ein Beispiel aus der Paderborner Geschichte des 19. und 20.
Jahrhunderts: die Gründung von Frauenvereinen im 19. Jahrhundert
erscheint nach wie vor so gut wie gar nicht erinnerungswürdig, obwohl
die Tätigkeit zahlloser Frauen in weiblichen Vereinen, deren
Nachfolgeorganisationen teilweise heute noch bestehen, das Bild
korrigieren könnte, die Geschichte einer Stadt sei in erster Linie von
Männern geprägt. Im Paderborner Dombauverein etwa, dessen Gründung
1859 erfolgte, waren auch Frauen tätig, besonders indem sie Geld für die
Restaurierung der Kathedrale sammelten. Der Ertrag habe ausgereicht, die
"Kosten des ersten neuen Giebels nach der Chorseite zu bestreiten",
heißt es in einer männlichen Lobrede. Der Redner schlug sogar vor,
"daß wir den genannten Giebel betrachten und bezeichnen mögen als den F
r a u e n g i e b e l!" Einen Frauengiebel am Paderborner Dom hat es
allerdings nie gegeben.

Für regionale Frauengeschichtsarbeit scheint es somit wichtig zu sein,
zunächst einmal über bekannte, lokal bedeutende Frauen hinaus
Frauengeschichte sichtbar zu machen. Es geht auch darum,
Handlungsbeschränkungen und erst sehr späte Aufbrüche, Verzögerungen
und Verhinderungen aufzuzeigen und zu berücksichtigen, dass lokale
Frauengeschichte stark beeinflußt ist durch regionale,
kulturell-geschichtlich begründete Identitäten.

Bürgerinnen haben das Leben in der Stadt in den letzten rund
zweihundert Jahren entscheidend mitgestaltet und sollten daher aus dem
Schatten ins Licht der Geschichte und Erinnerung geholt werden.

Aus all' diesen Überlegungen entstand ein Projekt, dessen Ergebnisse
zusammenfließen in dem von 17 Autoren und Autorinnen geschriebenen
Sammelband mit dem Titel: "Frauen in Paderborn. Weibliche Handlungsräume
und Erinnerungsorte".

Der Band knüpft an all die oben genannten Desiderate an. Vor allem
sollen weibliche Handlungsräume und Erinnerungsorte in einem Umfang
sichtbar werden, wie dies bisher nicht der Fall war. Zu hoffen ist, dass
sich gedankliche Verbindungen zwischen verschiedenen Beiträgen
herstellen lassen und dass die Leser und Leserinnen die Texte als
Diskussionszusammenhang lesen können. Es finden sich dort
Gedächtnisorte, weibliche Lebensformen im Kloster, Handlungsräume in
Vereinen, in beruflichen Bereichen, in der Politik, im Alltagsleben,
gegenwartsbezogene und geschichtliche Aspekte.


Nachstehend aus dem Inhaltsverzeichnis die Namen der Autoren und
Autorinnen und Titel der Aufsätze:


Julia Paulus
Frauen- und Geschlechtergeschichte als Regionalgeschichte


Rolf-Dietrich Müller
Spuren: Gedächtnisorte für Frauen in Paderborn


Hartmut Steinecke
"Meine Beziehungen zu Paderborn sind kompliziert". Das
Jenny-Aloni-Archiv
als Gedächtnisort einer Schriftstellerin


Georg Pahlke
Die Heliand-Burg Paderborn. Drei Jahrzehnte Jugendbewegung katholischer
Mädchen


Gisela Fleckenstein
Frauenbildung in Paderborn - die Augustiner Chorfrauen


Margit Naarmann
Frauenbewegt und religiös gebunden. Der Deutsch-Evangelische und
Katholische Frauenbund


Margit Naarmann
Wenn du nicht die Leiden der anderen als deine eigenen mitempfindest
[.]"
Der katholische Fürsorgeverein für Frauen Mädchen und Kinder


Margit Naarmann
CARITAS - Helfen und Trösten


Gabriele Kranstedt
IN VIA. Katholische Mädchensozialarbeit in der Diözese Paderborn.
Zur Geschichte, zu den führenden Frauen und ihrer Pionierarbeit


Barbara Stambolis und Silvia Lüke
"Wir glauben.der Bevölkerung einen erheblichen Dienst zu erweisen."
Weibliches Ehrenamt im Vaterländischen Frauenverein in den Jahren 1875
- 1925


Barbara Stambolis
Frauen in Schützenvereinen des Paderborner Raumes: `"Vivat rex. es lebe
die Königin!"



Udo Stroop
Lehrerinnenausbildung. Unter besonderer Berücksichtigung des
Königlichen katholischen Lehrerinnenseminars zu Paderborn (1832 -
1926)


Michael Drewniok
Handwerkerfrauen und die Paderborner Handwerksorganisation


Dagmar Koopmann
"Malerische Illusion und tastbare Realität" - Künstlerinnen in
Paderborn


Judith Lütkewitte
Politische Frauen in Paderborn. Das Beispiel Käthe Sander-Wietfelds


Monika Blazy
Politik als weibliches Handlungsfeld. Repräsentanz von Frauen in der
Nachkriegszeit
in kommunalpolitischen Mandaten und öffentlichen Ämtern in Paderborn
und
näherer Umgebung.


Christa Mertens
Zwangsarbeiterinnen in Paderborn 1939 - 1945


Antje Telgenbüscher
Eine Stadt ohne Trümmerfrauen?


Andrea Deppe
(K)eine Stadt für Frauen? Die Entwicklung der Stadtplanung und die
Rolle der Frau


INFO

Frauen in Paderborn
Weibliche Handlungsräume und Erinnerungsorte
(SH-Verlag) ISBN 3-89498-154-7
Gebunden
496 Seiten, 101 schwarz-weiß Abb.
39,80 Euro






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Dec 16 09:48:32 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 16 Dec 2005 09:48:32 +0100
Subject: [WestG] [AKT] LWL bringt altes Wickeder Ortsportraet als DVD heraus,
Premiere am 19. Dezember im Buergerhaus
Message-ID: s3a28d7b.098@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 16.12.2005, 09:02


AKTUELL

LWL bringt altes Wickeder Ortsporträt als DVD heraus Öffentliche
Premiere am 19. Dezember im Bürgerhaus

Der Heimatverein war in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre der
Initiator
für das Heimatporträt "Wickede - Arbeit und Freizeit an der Ruhr", das

1938 uraufgeführt wurde, jetzt laden der Wickeder Verein für Geschichte

und Heimatpflege gemeinsam mit der Gemeinde Wickede (Kreis Soest) und
dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) erneut zur öffentlichen
Premiere: Das Westfälische Landesmedienzentrum des LWL hat den
historischen Film neu bearbeitet und aus dem ursprünglich einstündigem

Stummfilm eine 30-minütige vertonte DVD gemacht. Am Montag,
19. Dezember, um 19 Uhr ist die neue Version des Ortsporträts aus dem
Jahr 1938 im Bürgerhaus Wickede an der Kirchstraße 4 erstmals zu
sehen.

"Die Entstehungsgeschichte des Filmes lässt sich heute nicht mehr in
allen
Einzelheiten rekonstruieren. Die Tatsache, dass der Nationalsozialismus

nur indirekt vorkommt, wenn Kinder und Jugendliche in Reih und Glied
erscheinen, macht deutlich, dass die Partei nur wenig Einfluss auf das

Filmprojekt hatte", so Dr. Volker Jakob vom LWL-Landesmedienzentrum,
der den Film bearbeitet hat. Die thematischen Schwerpunkte des Filmes
nennt eine Schrifttafel zu Beginn: "Unser Heimatort Wickede - in seiner

Schönheit und Sauberkeit, in seiner wirtschaftlichen Eigenart, in
seinem
frohen Leben und Treiben und in seiner volksgemeinschaftlichen
Geschlossenheit."

Zunächst stellt der Film die Gemeinde Wickede vor. Er rückt dabei die
markanten Gebäude und Sehenswürdigkeiten des Ortes und seiner
Nachbargemeinden ebenso in den Blick wie die bedeutendsten
Wirtschaftsunternehmen. "Aufnahmen präsentieren die verschiedenen
eisenverarbeitenden Industriebetriebe mit ihren Arbeitsabläufen und
Fertigungsmethoden. Außerdem vermittelt der Film Einsichten in die
Alltagswelt der Landwirtschaft, die damals neben der Industrie noch
große Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Wickede hatte", nennt
Jakob die wichtigsten Inhalte. Das Ortsporträt widmet aber auch den
Freizeitaktivitäten der Wickeder viel Zeit: Sie sind nicht nur bei den
in
jedem Jahr mit großem Aufwand gefeierten Schützenfesten zu sehen,
sondern auch bei damals sehr modernen sportlichen Aktivitäten: als
Schwimmer, Leichtathleten, Fußballer und Boxer.

Den Originalfilm haben Heinrich Lehn (1902 - 1976), Franz Schäfer
und Felix Tiemann produziert. Dabei war der Hobby-Schmalfilmer Lehn,
der hauptberuflich als technischer Angestellter bei den Stadtwerken
Hamm tätig war, für die Dreharbeiten verantwortlich. Bereits als
18-Jähriger hatte er sich intensiv mit der Fotografie beschäftigt, zu
Beginn der 1930er Jahre begann er auch zu filmen. Das Wickeder
Ortsporträt hat er in der Zeit von 1935 bis 1938 mit einer 16mm-Kamera

gedreht.


INFO

Wickede - Arbeit und Freizeit an der Ruhr
Ein Ortsporträt aus dem Jahr 1938
DVD, ca. 30 Minuten, schwarz-weiß
Preis: 14,90 Euro, zzgl. 2,60 Euro Versandkosten
Bezug bitte schriftlich: Westfälisches Landesmedienzentrum,
48133 Münster, medienzentrum at lwl.org, (Tel. 0251 591-3902)





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Dec 16 12:05:49 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 16 Dec 2005 12:05:49 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Budde, Holz und Historismus, Detmold 2005
Message-ID: s3a2adb6.039@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Joergens, Bettina"
Datum: 16.12.2005, 11:15


LITERATUR

Holz und Historismus. Der Zimmermeister Wilhelm Schmidt und seine Bauten in Detmold
Bildband von Frank Budde

Die Detmolderinnen und Detmolder schätzen ihre schöne Stadt am Teutoburger Wald nicht zuletzt wegen der gut erhaltenen Altstadt und den repräsentativen Villenvierteln. Schon im späten 19. Jahrhundert zog es Pensionäre und wohlhabende Bürger in die lippische Residenz. Sie ließen sich imposante Villen im Stil des Historismus bauen.

Der Zimmermeister Wilhelm Schmidt (1849-1926) entwarf und baute für diesen ausgesuchten Geschmack und prägte damit große Teile des Detmolder Stadtbilds, insbesondere den südlichen Stadtkern. Seine Schaffenszeit ist eng mit dem Bauboom in Detmold zwischen 1870 und 1914 und dem Historismus verbunden.

Frank Budde legt nun einen Bildband über das Werk und Wirken von Wilhelm Schmidt vor. Zu seinen Bauten zählen unter anderem Häuser in der Gartenstraße und in der Palaisstraße sowie zahlreiche An- und Umbauten in der Benekestraße, übrigens nach seinem Mentor und Schwiegervater Christian Simon Beneke benannt (1825-1895). Auch am Bau des Neuen Kruges und des Detmolder Sommertheaters war Schmidt maßgeblich beteiligt. Er beschränkte sich nicht auf den Bau von Häusern, sondern zeichnet auch für den Innenausbau, die Treppengestaltung, Stuckdecken oder Vertäfelungen zahlreicher repräsentativer Wohn- und Geschäftsgebäude verantwortlich. Die Gebäude werden ausführlich anhand von Plänen und historischen sowie aktuellen Fotos vorgestellt. Außerdem wird auch auf Schmidts Auftraggeber und die Bewohner der von ihm errichteten Villen eingegangen, was Einblicke in die "bessere Gesellschaft" Detmolds rund um das Jahr 1900 erlaubt.

Diese neue Veröffentlichung des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe e.V., der das Buch herausgibt und die Publikation finanziell unterstützt, richtet sich nicht ausschließlich an Experten der Baugeschichte. Sie dient allen stadthistorisch Interessierten als anschauliche Lektüre zum Schmökern und Entdecken ebenso wie als "Stadtführer" zum Thema "Historismus".

Frank Budde liefert am Ende seines Buches einen Überblick über die Bauten von Wilhelm Schmidt und schlägt einen Stadtgrundgang vor.


INFO

Frank Budde
Holz und Historismus
Der Zimmermeister Wilhelm Schmidt und seine Bauten in Detmold
hg. vom Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe e.V.
Redaktion Dr. Bettina Joergens
Selbstverlag des NHV
Detmold 2005
Sonderveröffentlichung des NHV Nr. 76.
ISBN 3-024481-15-6, Preis 19,50 EUR (15 EUR für Mitglieder des NHV).


Rezensionsexemplare erhalten Sie unter u.gen. Adresse:

Dr. Bettina Joergens
Landesarchiv NRW
Staats- und Personenstandsarchiv Detmold
Willi-Hofmann-Straße 2
32756 Detmold
Tel.: 05231/766-112
Fax: 05231/766-114
Zentrale: 05231/766-0
bettina.joergens at lav.nrw.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Dec 16 12:10:09 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 16 Dec 2005 12:10:09 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Lippische Mitteilungen, 2005, Bd. 74
Message-ID: s3a2aead.065@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Joergens, Bettina"
Datum: 16.12.2005, 11:15


SERVICE: TOC

Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde 2005, Bd. 74

400 Jahre reformiertes Bekenntnis in Lippe sind Grund genug Forschungen und Fragen zur Religions- und Kirchengeschichte in den Mittelpunkt der diesjährigen Lippischen Mitteilungen zu stellen. Die Perspektive ist hierbei einerseits kirchenhistorisch wie die von Bartolt Haase und Hans-Peter Wehlt, und religionsgeschichtlich, wie die von Hanns-Peter Fink und Matthias Freudenberg, sowie andererseits sozialhistorisch, wie die von Nicolas Rügge, Detlev Hellfaier und z. T. auch von Julia Freifrau Hiller von Gaertringen.

In diesem Jahr rücken die Autorinnen und Autoren die historischen Quellen in den Vordergrund: Fink, Freudenberg und Haase edieren die Disputationsthesen der Jahre 1604-1610 über die kirchlichen Reformen; Hellfaier publiziert wirtschaftshistorische Quellen des Detmolder Augustinerkanonessen-Klosters Marienanger und wertet diese aus; Ragna Boden ediert einen Brief Peters des Großen an Graf Adolf zur Lippe aus dem Jahre 1717 und diskutiert die Frage: War der Zar in Lippe?

Diese quellennahe historische Forschung steht ganz in der Tradition der Lippischen Mitteilungen, die im letzten Jahr 100 Jahre alt geworden sind. Hermann Niebuhr lädt in seinem Beitrag zu einem Rückblick ein.

Quellennah ist auch der archäologische Aufsatz von Michael Zelle. Er verfolgt die Spuren der Legionen des Augustus' und diskutiert kritisch virulente Thesen zur römischen Präsenz in Lippe während der augusteisch-frühtiberischen Zeit.

Der zweite, naturwissenschaftliche und völkerkundliche, Teil der Lippischen Mitteilungen ist eine Referenz an die hiesigen Museen: Dietrich Horstmann und Heinz Lienenbecker stellen das Herbarium im Lippischen Landesmuseum vor; Jochen Lepper und Jutta Weber untersuchen das Bausteinmaterial des Mausoleums aus dem ehemaligen Apothekergarten in Detmold (jetzt Westf. Freilichtmuseum Detmold), und Rainer Springhorn stellt zwei Sammlungen des Landesmuseums vor: Artefakte und Fossilien der Pleistozän-Sammlung und die Lateinamerikasammlung. Aus letzterer stammt das außergewöhnliche Titelbild.

In den Rezensionen werden 17 Bücher zur lippischen und westfälischen Geschichte, überwiegend zu religionshistorischen Fragen, kritisch besprochen und vorgestellt.

Rezensionsexemplare erhalten Sie beim NHV, Willi-Hofmann-Str. 2, 32756 Detmold, 05231/766-213, oder im Staats- und Personenstandsarchiv Detmold.


Die Redaktion der Lippischen Mitteilungen und der Sonderveröffentlichungen
des Historischen und Naturwissenschaftlichen Vereins für das Land Lippe e.V.
Dr. Bettina Joergens




Lippische Mitteilungen 74 (2005)


Inhalt


Editorial

Beiträge zur Lippischen Kirchen- und Religionsgeschichte

Der Übergang Lippes zum reformierten Bekenntnis: Ein kirchenhistorischer Zugang zur Herausbildung der zweikonfessionellen Struktur der lippischen Kirche zu Beginn des 17. Jahrhunderts
von Bartolt Haase

Disputationsthesen der Jahre 1604-1610 über die kirchlichen Reformen in der Grafschaft Lippe
übersetzt von Hanns-Peter Fink, herausgegeben und eingeleitet von Matthias Freudenberg
und Bartolt Haase

Des Pastors Garten im Osterfeuer.
Widerstände gegen die reformierte Konfessionalisierung in Lippe am Beispiel des Fleckens Alverdissen
von Nicolas Rügge

"Gebunden aber in schwartz Leder". Zum lippischen Bibeldruck des 18. Jahrhunderts
von Julia Freifrau Hiller von Gaertringen

Kommenden, Schulden, Ausverkauf. Wirtschaftsgeschichtliche Quellen des Detmolder Augustinerkanonessen-Klosters Marienanger aus dem 16. Jahrhundert
von Detlev Hellfaier

1200 Jahre kirchliches Leben in Schieder
von Hans-Peter Wehlt


Weitere Historische Beiträge

Der Verkauf der Herrschaft Vianen durch Lippe 1725 (mit einem Exkurs: Herkunft und Deutung der niederländischen Bestandteile im lippischen Wappen)
von Otfried Krafft

Der Zar in Lippe? En Brief Peters des Großen an den Grafen Friedrich Adolf zur Lippe aus dem Jahr 1717: Edition und Kommentar
von Ragna Boden

Ein Jahrhundert Lippische Mitteilungen
von Hermann Niebuhr

Augustus' Legionen in Lippe. Untersuchungen zur römischen Präsenz in Lippe während der augusteisch-frühtiberischen Zeit
von Michael Zelle


Naturwissenschaftliche und völkerkundliche Beiträge

Das Herbarium im Lippischen Landesmuseum, Teil I: Die Herbarien von August Paul und August Wiemann
von Dietrich Horstmann und Heinz Lienenbecker

Materialkundliche Charakterisierung und Provenienzanalyse des Bausandstein-Materials vom Mausoleum aus dem ehemaligen Apothekergarten in Detmold
von Jochen Lepper und Jutta Weber

Neandertaler & Co: Artefakte und Fossilien der Pleistozän-Sammlung des Lippischen Landesmuseums Detmold
von Rainer Springhorn

Die Lateinamerika-Sammlungen des Lippische Landesmuseums Detmold: Sammler und Forscher, Material und Provenienz
von Rainer Springhorn


Buchbesprechungen

Altena, Thorsten, "Ein Häuflein Christen mitten in der Heidenwelt des dunklen Erdteils". Zum Selbst- und Fremdverständnis protestantischer Missionare im kolonialen Afrika 1884-1918. 2003. (J. Scheffler)

Bott, Jutta M., "Da kommen wir her, da haben wir mitgemacht..." Lebenswirklichkeiten und Sterben in der Lippischen Heil- und Pflegeanstalt Lindenhaus während der Zeit des Nationalsozialismus. 2001. (A. Ruppert)

Fasse, Marianne, Rund um Flachs und Leinen. Sprichwörter und Redensarten, Volksglaube und Brauchtum. Gedichte, Lieder und Märchen aus der Spinnstube. 2003. (R. Fritsch)

Goertz, Hans-Jürgen, Deutschland 1500-1648. Eine zertrennte Welt. 2004. (J. Lotterer)

Halle, Uta, Das Judenwerk. Zur Geschichte der Lippischen Thonwarenfabrik in Dörentrup. 2005. (M. Minninger)

Halm, Cornelia, Klosterleben im Mittelalter. Die Dominikanerinnen in Lemgo. Von der Klostergründung bis zur Reformation. 2004. (J. Prieur)

Joergens, Bettina, Männlichkeiten. Deutsche Jungenschaft, CVJM und Naturfreundejugend in Minden, 1945-1955. 2005. (U. Bender-Wittmann)

Koppenborg, Ingo, Hexen in Detmold. Verfolgung in der lippischen Residenzstadt 1599-1669. 2003. (W. Bender)

Lenniger, Margit (Hg.), Talle. Das Kirchdorf und seine Nachbarn Niederntalle, Röntorf und Osterhagen. Beiträge zur Orts- und Höfegeschichte. 2005. (U. Standera)

Lentz, Matthias, Konflikt, Ehre, Ordnung. Untersuchungen zu den Schmähbriefen und Schandbildern des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit (ca. 1350 bis 1600). Mit einem illustrierten Katalog der Überlieferung. 2004. (W. Bender)

Meier, Burkhard, "Unserer lieben Tante Prinzeß". Aus der Geschichte evangelischer Kindergärten in Lemgo. 2005. (C. Brand)

Prieur, Jutta, Mühsal und Arbeit. Das lange Leben des lippischen Pfarrherrn Adam Zeiß zu Silixen. 2004. (R. Fritsch)

Prieur, Jutta (Hg.), Frauenzimmer, Regentin, Reformerin. Fürstin Pauline zur Lippe 1802-1820. Begleitband zur Ausstellung des NW Staatsarchivs Detmold 27.10.2002-2.2.2003. 2002. (R. Fritsch)

Reimers, Holger/Scheffler, Jürgen (Hrsg.), Das Hexenbürgermeisterhaus Lemgo. Bürgerhaus-Baudenkmal-Museum. 2005. (G. Snell)

Siekmann, Roland, Eigenartige Senne. Zur Kulturgeschichte der Wahrnehmung einer peripheren Landschaft. 2004. (G. Hard)

Speckner, Rolf und Stamm, Christian, Das Geheimnis der Externsteine. Bilder einer Mysterienstätte. 2002. (H. Stiewe)

Stiller, Eike unter Mitarbeit von Helmut Heinze, Lothar Skorning, Rolf Schwegmann und Andi Wolff, Willy Langenberg. Arbeitersportler im Widerstand in Lippe. 2000. (J. Hartmann)


Vereinschronik

Verzeichnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe e. V.

Lippische Geschichtsquellen


INFO

Dr. Bettina Joergens
Landesarchiv NRW
Staats- und Personenstandsarchiv Detmold
Willi-Hofmann-Straße 2
32756 Detmold
Tel.: 05231/766-112
Fax: 05231/766-114
Zentrale: 05231/766-0
bettina.joergens at lav.nrw.de
stadt at lav.nrw.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Dec 16 14:23:18 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 16 Dec 2005 14:23:18 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Ravensberger Blaetter, 2005, 2. Heft
Message-ID: s3a2cde2.061@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Ruhnke, Ingrid"
Datum: 16.12.2005, 13:21


SERVICE: TOC


Ravensberger Blätter
Organ des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg e. V.
Zweites Heft 2005
Vom Umgang mit Kulturdenkmälern

Bibliotheksnachweis über ("ZDB"):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=62



S. 1 - 15
Lutz Volmer:
Ländlicher Fachwerkbau des 18. und 19. Jahrhunderts in Bielefeld.
Vier Fallbeispiele


S. 16 - 27
Bärbel Sunderbrink:
Kriegsverherrlichung oder Mahnung zum Frieden?
Die Kriegerdenkmäler von Dornberg


S. 28 - 38
Reinhard Vogelsang:
Der Bildhauer Herbert Volwahsen, der Merkurbrunnen in Bielefeld
und der Umgang mit Denkmälern und Skulpturen im öffentlichen Raum


S. 39 - 41
Heinz-Dieter Zutz:
Gab es eine Einsiedlerklause an der Schlingenstraße in Quelle?
Ein Diskussionsbeitrag


S. 42 - 54
5 Buchbesprechungen


S. 55 - 56
Namen, Notizen, Termine







From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Dec 16 16:39:38 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 16 Dec 2005 16:39:38 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Rheinisch-westfaelische Zeitschrift fuer Volkskunde,
2005, Bd. 50
Message-ID: s3a2edea.064@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Peter Höher"
Datum: 16.12.2005, 16:28


SERVICE: TOC

Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde Band 50, 2005
Herausgeber: Gunther Hirschfelder, Ruth-E. Mohrmann
Schriftleitung: Dagmar Hänel, Peter Höher
Herausgegeben von der Volkskundlichen Kommission für Westfalen -
Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Abteilung für rheinische Volkskunde
des Instituts für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande der Universität Bonn

Die Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde erscheint ein Mal im Jahr und
kostet im Abonnement 15,00 € (für Studierende etc. 7,50 €)

Bibliotheksnachweis über ("ZDB"):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=zes&ID=35



INHALT


Heinrich L. Cox zum 70. Geburtstag (11)


AUFSÄTZE

Alexander BODEN, Peter GENATH:
Ethnografie und Internet. Communities als volkskundliches Forschungsfeld (13)

Bastian FLEERMANN:
"Bilder des Abschieds" - Zum kulturellen Umgang mit Mühlen in der Moderne (31)

Dietmar SAUERMANN:
Nachbarschaftshochzeit und Dorfhochzeit(49)

Eva-Maria AMESKAMP:
"Man wollte ja was Eigenes haben". Mobilität und Besitzstreben von Heuerleuten im Oldenburger Münsterland (75)

Gunther HIRSCHFELDER:
Mittsommer, Sonnenwende und Johannisfeuer im Rheinland zwischen Tradition und Inszenierung (101)

John HELSLOOT:
Das Schweigen durchbrechen. Der Triumphzug des Valentinstags in den Niederlanden - nach 50 Jahren (141)

Helmut FISCHER:
Der Erzähler als Rezipient von Volkserzählungen (169)

Maya ZUMDICK:
Der sagenhafte Störtebeker. Vom "Helden der Meere" zum "edlen Räuber" (181)


TAGUNGBERICHTE

Carsten VORWIG:
"Architecture and Landscape of the Pennsylvania Germans 1720-1920". Bericht über die 25. Jahrestagung des "Vernacular Architecture Forum" vom 12. bis 16. Mai 2004 in Harrisburg (PA) und über das Arbeitstreffen "Rhineland Emigrants and their Reception in America" vom 3. bis 6. Oktober 2004 im Rheinischen Freilichtmuseum Kommern - Landesmuseum für Volkskunde (209)

Christine SCHÖNEBECK:
"Geschlecht und Ökonomie". Bericht über die 10. Arbeitstagung der Kommission Frauen- und Geschlechterforschung der DGV am 26./27. November 2004 im Institut für Kulturanthropologie/ Europäische Ethnologie der Universität Göttingen (214)

Christine SCHÖNEBECK:
"Netzwerk Gesundheit und Kultur in der volkskundlichen Forschung". Bericht über das 8. Arbeitstreffen vom 16. bis 18. März 2005 in Würzburg (217)

Sabine REICHERT:
"Der Kirchhof im Dorf. Ort und Raum symbolischer Kommunikation (15.-18. Jh.)". Bericht über die Arbeitstagung am 4. März 2005 zur Vorbereitung eines Projektantrages für den SFB 496 "Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme" an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (221)


Rezensionen

Ingeborg WEBER-KELLERMANN, Andreas C. BIMMER, Siegfried BECKER: Einführung in die Volkskunde/Europäische Ethnologie. Eine Wissenschaftsgeschichte (Wolfgang Brückner) (225)

Ton DEKKER, Herman ROODENBURG, Gerard ROOIJAKKERS (Hgg.): Volkscultuur. Een inleiding in de Nederlandse etnologie [Volkskultur. Eine Einleitung in die niederländische Ethnologie]. (Sophie Elpers) (227)

Kaspar MAASE, Bernd Jürgen WARNEKEN (Hgg.): Unterwelten der Kultur. Themen und Theorien der volkskundlichen Kulturwissenschaft (Peter Genath) (229)

Wolfgang REINHARD: Probleme deutscher Geschichte 1495-1806. Reichsreform 1495-1555 und:
Maximilian LANZINNER: Konfessionelles Zeitalter 1555-1618 und:
Gerhard SCHORMANN: Dreißigjähriger Krieg 1618-1648 (Gunther Hirschfelder) (230)

Frühe Neuzeit. Festschrift für Ernst Hinrichs. Hg. von Karl-Heinz ZIESSOW, Christoph REINDERS-DÜSELDER, Heinrich SCHMIDT (Alexander Kästner) (233)

Sigrid JAHNS: Das Reichskammergericht und seine Richter. Verfassung und Sozialstruktur eines höchsten Gerichts im Alten Reich und:
Anette BAUMANN, Peter OESTMANN, Stephan WENDEHORST, Siegrid WESTPHAL (Hgg.): Reichspersonal. Funktionsträger für Kaiser und Reich (Peter Arnold Heuser) (235)

Dorothea NOLDE: Gattenmord. Macht und Gewalt in der frühneuzeitlichen Ehe (Barbara Krug-Richter) (243)

Walter BRUCHHAUSEN (Hg.): Hexerei und Krankheit. Historische und ethnologische Perspektiven (Peter Arnold Heuser) (245)

Florian STEGER, Kay Peter JANKRIFT (Hgg.): Gesundheit - Krankheit. Kulturtransfer medizinischen Wissens von der Spätantike bis in die Frühe Neuzeit (Anke Lipinsky) (247)

Alessandro STANZIANI: Histoire de la qualité alimentaire. XIXe - XXe siècle (Karin Becker) (249)

Bastian FLEERMANN: "Alles schreit nach Brot!" Ernährung in Ratingen 1700-1900 als Indikator für den kulturellen Wandlungsprozess (Ruth Kersting) (254)

Michael MAURER (Hg.): Das Fest. Beiträge zu seiner Theorie und Systematik (Lars Winterberg) (257)

Gerrit Jasper SCHENK: Zeremoniell und Politik. Herrschereinzüge im spätmittelalterlichen Reich (Hanns Peter Neuheuser) (260)

Olaf B. RADER: Grab und Herrschaft. Politischer Totenkult von Alexander dem Großen bis Lenin (Wolfgang Schmid) (262)

Arne KARSTEN, Philipp ZITZLSPERGER (Hgg.): Tod und Verklärung. Grabmalskulptur in der Frühen Neuzeit (Dagmar Hänel) (263)

Markwart HERZOG, Norbert FISCHER (Hgg.) Totenfürsorge. Berufsgruppen zwischen Tabu und Faszination (Christine Aka) (265)

Andrea K. THURNWALD (Hg.): Trauer und Hoffnung. Sterbebräuche, Totengedenken und Auferstehungsglauben in evangelischen Gemeinden (Christine Aka) (266)

Dagmar HÄNEL: Bestatter im 20. Jahrhundert. Zur kulturellen Bedeutung eines tabuisierten Berufs (Günter Bers) (266)

Friedemann SCHMOLL: Erinnerungen an die Natur. Geschichte des Naturschutzes im deutschen Kaiserreich (Peter Genath) (268)

Susanne UDE-KOELLER. Auf gebahnten Wegen. Zum Naturdiskurs am Beispiel des Harzklubs e.V. (Christiane Cantauw) (269)

Willi OBERKROME: "Deutsche Heimat". Nationale Konzeption und regionale Praxis von Naturschutz, Landschaftsgestaltung und Kulturpolitik in Westfalen-Lippe und Thüringen (1900-1960) (Sebastian Scharte) (271)

Sebastian SCHARTE: Westfalenbilder und Westfalenbewußtsein. Die Herausforderungen "Regionale Kulturpolitik" und "Verwaltungsreform" (Michael Simon) (273)

Michel GRUNEWALD, Uwe PUSCHNER in Zusammenarbeit mit Hans Manfred BOCK (Hgg.): Das konservative Intellektuellenmilieu in Deutschland, seine Presse und seine Netzwerke (1890-1960) / Le milieu intellectuel conservateur an Allemagne, sa presse et ses réseaux (1890-1960) und:
Hubert CANCIK, Uwe PUSCHNER (Hgg.): Antisemitismus, Paganismus, Völkische Religion und:
Alexandra GERSTNER: Rassenadel und Sozialaristokratie. Adelsvorstellungen in der völkischen Bewegung (1890-1914) (Bernd Wedemeyer-Kolwe) (274)

Walter TILLMANN: Ausgegrenzt - Anerkannt - Ausgelöscht: Geschichten, Berichte, Episoden und Anekdoten aus Leben und Untergang der jüdischen Minderheit in Oelde (Bernd-Wilhelm Linnemeier) (277)

Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen e.V. (Hg.): Alte Synagoge Petershagen. Menschen - Spuren - Wege (Bernd-Wilhelm Linnemeier) (280)

Monika GRÜBEL, Georg MÖLICH (Hgg.): Jüdisches Leben im Rheinland. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart (Bastian Fleermann) (283)

Heike DÜSELDER (Hg.): Adel auf dem Lande. Kultur und Herrschaft des Adels zwischen Weser und Ems, 16. bis 18. Jahrhundert (Thomas Spohn) (285)

Jan PETERS: Mit Pflug und Gänsekiel. Selbstzeugnisse schreibender Bauern. Eine Anthologie (Jutta Buchner-Fuhs) (289)

Martin PETERS, Sabine GIESKE: Spuren einer Bauerschaft. Die Suche nach Talge im Osnabrücker Nordland (Arnold Beuke) (291)

Hans HÖFINGHOFF, Timothy SODMANN (Hgg.): Van rechte unde wonte. Quellen zur Rechtsgeschichte des Westmünsterlandes (Peter Theißen) (293)

Johannes MEIER, Jochen OSSENBRINK (Hgg.): Leben unter dem Krummstab. Die Kirchspiele Clarholz, Lette und Beelen im 18. Jahrhundert (Heinrich Stiewe) (294)

Tobias DIETRICH: Konfession im Dorf. Westeuropäische Erfahrungen im 19. Jahrhundert (Wolfgang Brückner) (297)

Jutta PRIEUR: Mühsal und Arbeit. Das lange Leben des lippischen Pfarrherrn Adam Zeiß zu Silixen (Peter Höher) (300)

Manfred BECKER-HUBERTI: Der Weihnachtsmann lebt. Wie er wurde, was er ist (Reimund Haas) (302)

Manfred BECKER-HUBERTI: Die Heiligen Drei Könige. Geschichten, Legenden und Bräuche (Reimund Haas) (303)

Robert PLÖTZ, Peter RÜCKERT (Hgg.): Jakobuskult im Rheinland (Wolfgang Schmid) (305)

William WEBER: Music and the Middle Class. The Social Structure of Concert Life in London, Paris and Vienna, 1830-48 (Daniel Jütte) (306)

Horst LADEMACHER, Renate LOOS, Simon GROENVELD (Hgg.): Ablehnung - Duldung - Anerkennung. Toleranz in den Niederlanden und in Deutschland. Ein historischer und aktueller Vergleich (Sophie Elpers) (307)

Burkhart LAUTERBACH: Beatles, Sportclubs, Landschaftsparks. Britisch-deutscher Kulturtransfer (Silke Meyer) (309)

Hans Jürgen KOCH, Hermann GLASER: Ganz Ohr. Eine Kulturgeschichte des Radios in Deutschland (Tanja Portz) (311)

Isabelle KIRGUS: Die Rathauslaube in Köln (1569-1573). Architektur und Antikerezeption (Peter Arnold Heuser) (314)

Tobias SCHRÖRS: Der Lettner im Dom zu Münster. Geschichte und liturgische Funktion (Frank Sobiech) (317)

Klaus FRECKMANN, Burghart SCHMIDT (Hgg.): Häuser und ihre Geschichte im Hunsrück-Nahe-Raum (Christoph Dautermann) (318)

Herbert MAY, Andrea SCHILZ (Hgg.): Gasthäuser. Geschichte und Kultur (Thomas Spohn) (319)

Karl-Heinz ZIESSOW, Thomas KRÜGER (Hgg.): Die gute Stube (Thomas Spohn) (321)

Britta SPIES: Badetag und große Wäsche. Vom Umgang mit der Sauberkeit (Thomas Schürmann) (323)

Beate BERGER: Bikini. Eine Enthüllungsgeschichte (Claudia Selheim) (323)

Christian JANECKE (Hg.): Haar tragen. Eine kulturwissenschaftliche Annäherung (Heike Lützenkirchen) (325)

Gerd JANSSEN, Martin HORMANN, Carsten ROHDE: Der Schwarzstorch. Ciconia nigra (Rudolf Simek) (328)

Thomas WITTICH: Reisegefahren und Urlaubsängste. Die touristische Erfahrung von Bedrohung und Unsicherheit als Gegenstand narrativer Darstellungen (Christiane Cantauw) (329)

Thomas GIESSMANN, Rudolf MARCINIAK: "Fast sämtliche Kinder sind jetzt weg." Quellen und Zeitzeugenberichte zur Kinderlandverschickung aus Rheine 1941-1945 (Annika Sommersberg) (331)

Joachim WOSSIDLO, Ulrich ROTERS (Hgg.): Interview und Film. Volkskundliche und Ethnologische Ansätze zu Methodik und Analyse (Peter F. N. Hörz) (332)

Gegendarstellung zur Rezension von: Helmut SEEBACH (Hg.): Sagen in der Pfalz. Geister, Hexen, Teufel. Annweiler 1996, durch Leander Petzoldt, Innsbruck, in der Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde 48, 2003, S. 265f (Helmut Seebach) (335)

Museumsaktivitäten (337)

Anschriften der Autoren (373)






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Dec 19 08:21:36 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 19 Dec 2005 08:21:36 +0100
Subject: [WestG] [PORT] Ferien der E-Mailing-Liste "Westfaelische
Geschichte" (23.12.2005-03.01.2006)
Message-ID: s3a66daa.044@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Marcus Weidner"
Datum: 19.12.2005, 08:10


PORTAL: Ferien der E-Mailing-Liste


Liebe Abonnentinnen und Abonnenten der E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte",

in der Zeit vom 23.12.2005 bis einschl. 03.01.2006 befindet sich Ihre E-Mailing-Liste in
den Weihnachts- und Neujahrs-Ferien.

Wir hoffen, dass Sie in den letzten Monaten die E-Mails, die wir an Sie verschickt haben,
mit Gewinn gelesen und genutzt haben.

Für Ihr Interesse, Ihre Beiträge und Ihre Rückmeldungen möchten wir uns sehr herzlich bei Ihnen
bedanken.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie Frohe Weihnachten und ein Glückliches Jahr 2006!

Ihre
Moderatoren






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Dec 19 14:39:04 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 19 Dec 2005 14:39:04 +0100
Subject: [WestG] [LIT] C. Schmidt: Nationalsozialistische Kulturpolitik im
Gau Westfalen-Nord, 2005
Message-ID: s3a6c61f.048@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Thomas Küster",
Datum: 19.12.2005, 12:09


LITERATUR

Christoph Schmidt
Nationalsozialistische Kulturpolitik im Gau Westfalen-Nord -
Regionale Strukturen und lokale Milieus (1933-1945)
(Forschungen zur Regionalgeschichte 54)
524 Seiten, gebunden, Preis € 49,-
VERLAG FERDINAND SCHÖNINGH
ISBN 3-506-72983-7


Genese und traditionelle Gebundenheit, politische und konzeptionelle Entwicklung, aber auch soziale und ästhetische Folgen nationalsozialistischer Kulturpolitik auf lokaler Ebene sind der Gegenstand dieser Studie. Vor dem Hintergrund überregionaler und regionaler Machtstrukturen im NSDAP-Parteigau Westfalen-Nord bietet der Vergleich der kulturpolitischen Aktivitäten der Städte Gelsenkirchen, Münster und Detmold weitreichende Einblicke in das diffizile Verhältnis zwischen obrigkeitsstaatlicher Zwangsherrschaft und lokaler Selbstverwaltung im Dritten Reich. War das kulturelle Leben in den Kommunen zwischen 1933 und 1945 einerseits von einer neuartigen, brutalen Restriktion, von parteilicher Überorganisation und Instrumentalisierung geprägt, so finden sich auf der anderen Seite auch Elemente der Kontinuität, der Pflege milieugebundener Eigenheiten und der Fortentwicklung soziokultureller Strömungen, die ihren Endpunkt mit dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen Regimes 1945 noch keineswegs erreicht hatten.

Mit der Analyse der lokalen, regionalen und reichsweiten Einflüsse auf dieses kulturelle Spektrum vor Ort und der ideengeschichtlichen Einordnung der verschiedenen, oft genug konkurrierenden Ansätze kommunaler Politik im Dritten Reich beleuchtet diese Studie nicht allein die regionale NS-Kulturpolitik in Westfalen-Lippe aus verschiedenen Blickwinkeln. Durch ihren exemplarischen Charakter und ihre sozialhistorische Fundierung zeigt sie auch der überregional orientierten Forschung neue Perspektiven auf.

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich und kostet € 49,-.






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Dec 19 14:52:27 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 19 Dec 2005 14:52:27 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Ausstellungen des LWL im Jahr 2006
Message-ID: s3a6c936.033@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 19.12.2005, 11:15


AUSSTELLUNGEN

Was läuft 2006 in den LWL-Museen: Klima, Kirchner und Canossa

Das Westfälische Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster plant für das kommende Jahr neun Ausstellungen und eine stärkere Ausrichtung auf museumspädagogische Angebote und Kunstvermittlung. So wird das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ab Januar jeden Donnerstag bis 21 Uhr geöffnet sein. Zusätzliche Sonderführungen, Vorträge, Konzerte und Lesungen werden das reguläre Programm ergänzen.

Ab dem 19. Februar wird das Westfälische Landesmuseum den amerikanischen Künstler Phil Sims (geb. 1940, *Emotion of Color", bis 9. April) präsentieren. Eine Ausstellung über Ernst Ludwig Kirchner (1880 -1938) wird fast vollständig den über 300 Werke umfassenden Gesamtbestand des Berliner Kupferstichkabinetts an Aquarellen, Zeichnungen und Grafiken des Künstlers zeigen (*Erstes Sehen", 30. April bis 9. Juli). Als Künstler ein konservativer Revolutionär zwischen Jugendstil und Symbolismus will das Museum den Münsteraner Maler und Glasmaler, Grafiker und Buchkünstler Melchior Lechter (1865-1937) vorstellen. (*Melchior Lechters Gegen-Welten, Kunst um 1900 zwischen Münster, Indien und Berlin", 4. Februar bis 1. Mai).

Im Westfälischen Museum für Naturkunde in Münster feiert das Planetarium sein 25-jähriges Bestehen mit einer Jubiläumswoche im November. Lesungen, Sonderveranstaltungen und Eintrittspreise wie vor 25 Jahren (eine D-Mark) werden die Besucher unter die 9.000 künstlichen Sterne locken.

Im Frühjahr zeigt das Naturkundemuseum des Landschaftsverbandes *Fossilienschätze" aus ganz Westfalen und Lippe. Von den ältesten Insekten bis zum Dinoknochen präsentieren die Paläontologen die Grabungsergebnisse der vergangenen 25 Jahre.

Im Westfälischen Museum für Archäologie in Herne geht es ab Anfang Juni 2006 (bis Mai 2007) um *Leben in Extremen". Die Klimaausstellung wird mit 300 Exponaten auf 1.300 Quadratmetern die Auseinandersetzung des Menschen mit seiner Umwelt und dem Klima zeigen.

Die Ausstellungsstücke von zwei Millionen Jahre alten Steinwerkzeugen aus Afrika bis zur aktuellen UV-Schutzkleidung aus Australien spannen einen Bogen, der bis in die Zukunft der nächsten 75.000 Jahre reichen soll. Besonders die großen Naturkatastrophen als Wendepunkte der Klimageschichte bis in die ungewisse Zukunft bilden einen Schwerpunkt.

In so genannten Klimakapseln kann der Besucher die eigene Anpassungsfähigkeit an extremes Klima wie einen simulierten Staubsturm oder Überflutung testen. Spektakuläre Exponate wie das Mammutbaby *Dima" aus Russland verdeutlichen, wie sich Lebewesen immer wieder - zum Beispiel den langen Eiszeiten - angepasst haben.

Das LWL-Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn beteiligt sich an der Ausstellung *Canossa 1077 - Erschütterung der Welt" (21.07. bis 5.11.2006). Diese Epochen-Schau führt mit mehr als 700 Exponaten aus Architektur, Skulptur, Kunsthandwerk und Buchmalerei ins Herz des Mittelalters und stellt Bezüge zur heutigen Zeit her. Die Ausstellung, eine Kooperation der drei Partner Stadt Paderborn, Erzbistum Paderborn und LWL, wird Stücke aus mehr als 200 internationalen Museen, Bibliotheken und Archiven auf rund 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche im Erzbischöflichen Diözesanmuseum, in der Kaiserpfalz und in der Städtischen Galerie zusammenführen.

Zu den gezeigten Schätzen frühromanischer Kunst gehören das so genannte Adelheidkreuz, die wertvolle Reichsinsignie des Gegenkönigs Rudolf von Rheinfelden, und die Vita Mathildis, ein einzigartiges Zeitdokument mit farbenprächtigen Buchmalereien. Die bronzenen Lehnen des Kaiserthrons Heinrichs IV. aus Goslar oder der marmorne Papstthron aus S. Giovanni in Laterano in Rom sowie riesige Bibeln, die unter dem Eindruck der Kirchenreform entstanden sind, vermitteln das Panorama einer von Krisen erschütterten Epoche.

Das zukünftige Westfälische Klostermuseum Dalheim (Kreis Paderborn) beginnt seine Saison am 1. April mit einem Ausstellungsrundgang ("Schau' an der schönen Gärten Zier") und dann zu Ostern (17. April) mit einer festlicher Eröffnung. Anfang Juni wird dann ein Teil der ehemaligen barocken Gartenanlage der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, während am 26. und 27. August auf dem Dalheimer Klostermarkt wieder Ordensgemeinschaften aus ganz Deutschland und dem Ausland in der ehemaligen Klosteranlage zu Gast sind. Das Festival *Dalheimer Sommer" mit den Tagen Alter Musik und Theater im Kloster geht vom 30. Juli bis 2. September, und auch mit einem Konzert klingt die Museumssaion am 31.Oktober aus.

Die Besucher des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold (Kreis Lippe) erwartet mit dem Saisonbeginn am 1. April 2006 eine neue Gastronomie: Mitten im Paderborner Dorf bietet *Im Weißen Ross" im Ambiente zweier historischer Gebäude und mit einem modernen Küchentrakt ausgestattet nicht nur regionale Spitzenküche, sondern breiten Service für Familien und Gruppen und auch die Tasse Kaffee für den Spaziergänger.

*Ikarusmaschinen. Luftfahrt in Ostwestfalen-Lippe" heißt die größte Sonderausstellung des Jahres (Mai bis Anfang Oktober), die nicht nur die Technikgeschichte des Fliegens vor Augen führt, sondern auch Biographien und die Bedeutung, die Verkehrs-, Transport- und Militärflug in der Gesellschaft des frühen 20. Jahrhunderts beleuchtet. Außerdem zeigt das LWL-Museum unter dem Titel *Die Braut in Schwarz" ab Ende April, dass vor 100 Jahren ganz anders geheiratet wurde als heute. Unter dem Titel *Schlagfertig. Studentenverbindungen im Kaiserreich" (August bis Oktober) rückt das LWL-Museum die studentische Kultur in den Mittelpunkt.

Gleich zu Beginn der Saison gibt es im Westfälischen Freilichtmuseum Hagen eine Premiere: An den ersten beiden Aprilwochenenden findet erstmals ein *Ostermarkt" im LWL-Museum statt. In Zusammenarbeit mit den Handwerkskammern stellen ausgewählte Kunsthandwerker ihre modernen Arbeiten aus verschiedenen handwerklichen Bereichen vor. Dabei präsentieren Konditoreimeisterschüler österliche Kreationen, aber auch Keramik, Textilien, Schmuck- und Holzobjekte werden gezeigt. Den Jahresschwerpunkt bildet die Friseurausstellung "Blond, die Kultur der Frisur". In der Zeit von Mai bis Oktober begleitet das Museum diese Sonderausstellung mit verschiedenen Veranstaltungen. Außerdem sind 2006 wieder die Dülmener Wildpferde zu Gast im Museum und die Oper *Carmen" wird im August open-air aufgeführt.

Die Ruhrgebietsstandorte des Westfälischen Industriemuseums haben sich ganz auf die Fußball-Weltmeisterschaft eingestellt: In der Zeit vom 3. Juni bis 9. Juli zeigt der LWL in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußballbund und dem Fußball- und Leichtathletik Verband Westfalen in seinem Museum Zeche Zollern II/IV in Dortmund die Ausstellung *Fußballregion Ruhrgebiet", unter dem Titel *Fußball, Tennis, Pferderennen - Reviersport im Spiegel der Ansichtskarte" zeigt das LWL-Museum von Juni bis Anfang September eine weitere *sportliche" Ausstellung. Für WM-Gäste gibt es außerdem Führungen in Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Polnisch. Ab September sind im LWL-Museum unter dem Titel *Dachlandschaft Maschinenhalle" großformatige Raumobjekte aus Textilien der polnischen Künstlerin Gabriele Nasfeter zu sehen.

Nachdem in der Henrichshütte Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis) im April 2006 ebenfalls die Ausstellung *Fußballregion Ruhrgebiet" zu sehen ist, stehen von Mai bis Juli die Helden der Kreisliga im Mittelpunkt: Unter dem Titel *waz-bild: Lerche - oder die Poesie der Kreisliga" zeigen Bilder der Essener Fotojournalisten Sigrid Lerche-Lünemann und Willi Lünemann den Amateurfußball hautnah. Während der Weltmeisterschaft können Fußballfans ausgewählte Spiele bei freiem Eintritt auf einer Großbildleinwand sehen.

Explosives präsentiert die Zeche Nachtigall in Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis) im Herbst 2006: Die Ausstellung *Jede Menge Sprengstoff" erinnert an die Explosionskatastrophe in der Wittener Roburit-Fabrik bei der 41 Menschen ums Leben kamen und Teile des benachbarten Annen zerstört wurden. Im November öffnet das LWL-Museum die neue Dauerausstellung *Der Weg in die Tiefe", die den Übergang vom Stollen- zum Tiefbau am 1839 begonnen Schacht Hercules zeigt.

Dirk Lohmann hat für die Ausstellung *Sportrevier. Die anderen Helden", hochklassigen Sport abseits des Rampenlichts fotografiert. Seine Bilder zeigt die Zeche Hannover in Bochum von Mai bis Juli. Die Grubenpferde im Ruhrbergbau sind ab Ende August bis Ende Oktober Thema der LWL-Ausstellung *Kumpel auf vier Beinen".

ImTextilmuseum Bocholt (Kreis Borken) sind vom Sonntag, 3. September bis zum 29. Oktober Textilien und Schmuck der Turkmenen zu sehen. Eine Auswahl von Alltags- und Festkleidung, Einschlagtüchern, Satteltaschen, aber auch Musikinstrumenten, Peitschen sowie Würdezeichen, Kämmen und Kosmetiktäschchen werden gezeigt. Neben einigen Stücken aus dem 19. Jahrhundert stammen die meisten Objekte aus der Mitte des 20. Jahrhunderts.

In der Ziegelei Lage (Kreis Lippe) ist von Februar bis Mai *Jederzeit Kaffeezeit". Die Schau umreist mit 200 Exponaten wie Porzellan, Mühlen und Maschinen 300 Jahre Kultur- und Konsumgeschichte des Kaffees. Von Juni bis September wird die Zeit lebendig *Als in Lage Studenten waren". Die Ausstellung dokumentiert die Entwicklung von Forschung und Lehre am Technikum Lage und die Lebensbedingungen der Studenten, die Heizer, Maschinisten oder Ziegelmeister werden wollten.

Die Glashütte Gernheim in Petershagen (Kreis Minden-Lübbecke) zeigt von März bis Mai eine Retrospektive mit Werken der deutsch-schwedischen Glaskünstlerin Ann Wolff. Von Juni bis September ist auch in Gernheim *Jederzeit Kaffeezeit".

Das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop (Kreis Recklinghausen) präsentiert von Mai bis September auf dem historischen Schleppkahn *Ostara" die Fotoausstellung *Am Kanal" von Brigitte Kraemer.

Bis zu 10.000 Besucher erwartet das Westfälische Römermuseum Haltern (Kreis Recklinghausen) zu seinen *Römertagen" am 26. und 27. August. Römer und Germanen werden auf dem Gelände des ehemaligen Römerlagers vor dem Museum ihre Zelte aufschlagen.








From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Dec 20 09:02:34 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 20 Dec 2005 09:02:34 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Osnabruecker Mitteilungen, 2005, Bd. 110
Message-ID: s3a7c8bb.037@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Birgit Kehne"
Datum: 20.12.2005, 08:48



SERVICE: TOC


Osnabrücker Mitteilungen
2005
Band 110


Inhalt

I.
Wolfgang Schlüter: Franken oder Sachsen - Das Osnabrücker Land
zwischen Völkerwanderungs- und Karolingerzeit

II.
Wolfgang Seegrün: Zwei nachreformatorische Kirchenvisitationen im
Profil: Johannes Hartmann im Niederstift Münster seit 1613 und Albert
Lucenius im Hochstift Osnabrück 1624/25

III.
Volker Seresse: Der Versuch zur Rekatholisierung Osnabrücks
1628-1633 nach der Chronik des Rudolf von Bellinckhausen. Konversion und
konfessionelle Identität zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges

IV.
Helmut Stubbe da Luz: Pariser Straßenbaupolitik im
Oberemsdepartement, 1812. Der Osnabrücker Generalsekretär Heuberger und die
napoleonischen Gremien

V.
Hans-Werner Niemann: Leinenhandel und Leinenproduktion im
Osnabrücker Land. Die Bramscher Leinenhändlerfamilie Sanders

VI.
Michael Hirschfeld: Die Osnabrücker Bischofswahlen von Hubert Voß
(1898/99) und Wilhelm Berning (1914). Ein Konfliktpotential für das
Verhältnis von Staat und katholischer Kirche im Kaiserreich?

VII.
Rainer Drewes/Herbert Holstein: Bernard Wieman (1872 - 1940) -
Schriftsteller aus Osnabrück. Eine biografische Annäherung

VIII.
Raimond Reiter: Das Erbgesundheitsgericht Osnabrück und die
Sterilisationsverfahren nach dem "Gesetz zur Verhütung erbkranken
Nachwuchses" vom 14. Juli 1933


KLEINE BEITRÄGE

IX.
Brage Bei der Wieden: Buonaccorsos Adelsethik und ihre Vermittlung
durch Niklas von Wyle und Heinrich Winand

X.
Christian Hoffmann: Neue Nachrichten zur Geschichte des ersten
Osnabrücker Buchdruckers Martin Mann (1617-1635)

XI.
Karl H. L. Welker: Aufgaben der Möserforschung

XII.
Osnabrücker Bibliographie zur historischen Landeskunde
(Berichtszeit: Juli 2004 - Juni 2005) (Tilde Schröder)

XIII.
Besprechungen (Karsten Igel / Nicolas Rügge)

XIV.
Jahresbericht 2004/2005 (Birgit Kehne)

Bericht der Justus Möser-Gesellschaft (Karl H. L. Welker)


Der Band kann zum Preis von 30,- Euro (25,- Euro für Mitglieder) beim Verein
für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück oder im Buchhandel erworben
werden.

Dr. Birgit Kehne
Vorsitzende des Vereins für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück e.V.
c/o Staatsarchiv, Schloßstr. 29, 49074 Osnabrück
0541/3316211
Birgit.Kehne at nla.niedersachsen.de









From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Dec 20 10:40:45 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 20 Dec 2005 10:40:45 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Wilhelm Elling feiert 75. Geburtstag
Message-ID: s3a7dff7.003@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Landrat Borken"
Datum: 20.12.2005, 10:33


AKTUELL

Wilhelm Elling feiert 75. Geburtstag
Ehemaliger Leiter des Hamaland-Museums in Vreden bis heute in der Heimatforschung aktiv

Wilhelm Elling, langjähriger Leiter des Hamaland-Museums in Vreden, feiert am kommenden Donnerstag, 22. Dezember, seinen 75. Geburtstag. Im Jahre 1977 übernahm der gebürtige Ochtruper die hauptamtliche Leitung des Kreismuseums Borken. Zuvor hatte er neben seinem Beruf als Sonderschullehrer die Sammlung des Museums ehrenamtlich aufgebaut und betreut. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1994 griff Elling immer wieder neue Aspekte der Volkskunde und des Kunsthandwerks in seinen Ausstellungen auf und setzte damit Akzente in der Museumswelt des Münsterlandes.

Darüber hinaus bereicherte der Jubilar die historische und volkskundliche Forschung mit zahlreichen Veröffentlichungen - insbesondere zur Vredener, Wüllener und Ochtruper Ortsgeschichte sowie zur Keramik, als deren Fachmann er weit über das Münsterland hinaus bekannt ist. Gemeinsam mit Dr. Hermann Terhalle startete Wilhelm Elling 1973 die Reihe *Beiträge des Heimatvereins Vreden zur Landes- und Volkskunde". Er selbst zählt zu den wichtigsten Autoren der inzwischen auf über 80 Bände angewachsenen und damit für eine Stadt in der Größenordnung von Vreden einzigartigen Serie. Bis heute forscht Elling regelmäßig in Archiven nach Quellen für weitere Veröffentlichungen.

Über 30 Jahre leitete der ehrenamtliche Heimatforscher darüber hinaus den Heimatverein Vreden. Als Dank für seine großen Verdienste um den Verein - unter anderem seinen Einsatz für den Aufbau der Hofanlage am Heimatmuseum - ernannte ihn der Heimat- und Altertumsverein der Vredener Lande zum Ehrenvorsitzenden.

Weiter war Wilhelm Elling von 1975 bis 1984 als Kreisheimatpfleger tätig und machte sich in diesem Amt insbesondere um die Mundart- und Brauchtumspflege verdient. 1992 erhielt er für sein beispielgebendes Engagement den Verdienstorden der Bundesreplik Deutschland. Seinen 75 Geburtstag feiert der Jubilar im Kreise seiner Familie mit Ehefrau Gertrud, Kindern, Schwiegerkindern und zahlreichen Enkelkindern.







From muhl at uni-muenster.de Tue Dec 20 16:31:19 2005
From: muhl at uni-muenster.de (muehl)
Date: Tue, 20 Dec 2005 16:31:19 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB
Muenster 2005/30
Message-ID: 43A823C7.6010804@uni-muenster.de>

Von: "Hans Mühl"
Datum: 20.12.2005, 16:30


Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB
Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" an dieser
Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service auf die jeweils aktuelle
Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB Münster an. Sie informiert über
neue Titel zu Westfalen, die die ULB gekauft oder als gesetzliche
Pflichtexemplare aus den westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg,
Detmold und Münster erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2005/30 für den Zeitraum vom 03.12.2005 bis
zum 09.12.2005 mit insgesamt 215 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:

http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&fach=wes
Die Titel können online über den Katalog der ULB (OPAC) bestellt werden:

http://superfix.uni-muenster.de/cgi-webOPAC/bridgeMain.pl?
maskID=001&tagNO=&functionID=1&Language=De&SignalPort=3048&
ServerLogin=wopaculb&ServerDatabase=maindb&Z3950=off&
Z3950User=gast&BaseUrl=..%2Fcgi-bin%2Fopac.pl&NichtNeu=J


Hinweise zum Sammelgebiet "Westfalen" der ULB Münster finden Sie unter:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Weitere Literatur über Westfalen finden Sie in der umfangreichsten
deutschen Regionalbibliographie, der Nordrhein-Westfälischen
Bibliographie (NWBib):

Allgemeine Information zur NWBib:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

Suche in der NWBib:

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib


Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":

http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Redaktion Nordrhein-Westfälischen Bibliographie -
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24074
E-Mail: muhl at uni-muenster.de Website Nordrhein-Westfälische Bibliographie:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html







From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Dec 21 08:18:42 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 21 Dec 2005 08:18:42 +0100
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Kunstwerk_des_Monats=3A_Karikatu?=
=?iso-8859-1?q?r_auf_K=F6nig_J=E9r=F4me_von_Westphalen?=
Message-ID: s3a91002.090@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 21.12.2005, 08:02


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Karikatur auf König Jérôme von Westphalen als Kunstwerk des Monats

Eine Karikatur von George Moutard Woodward auf König Jérôme von Westphalen zeigt das Kunstwerk des Monats Dezember, das der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster präsentiert. Auf der kolorierten Radierung aus dem Jahre 1807 ist zu sehen wie der frisch gebackene König Jérôme, jüngster Bruder des Kaisers Napoleon, seine jüdischen Gäste mit westfälischem Schinken bewirtet. Da Juden jedoch kein Schweinefleisch essen dürfen, hat er diesen kurzerhand in *Westfälisches Wildbret" umbenannt.

Woodwards Karikatur trägt den Titel *King Jerry treating his Jewish Subjects with Westphalian Vension" (König Jerry bewirtet seine jüdischen Untertanen mit westfälischem Wildbret). Sie reiht sich ein in die Fülle englischer Tendenzbilder, die seit der Französischen Revolution Frankreich und insbesondere Napoleon ironisierten. Durch Sprechblasen, wie man sie auch in heutigen Comics findet, wird die Stoßrichtung der Karikatur deutlich. Zwar werden antijüdische Ressentiments benutzt, die Bildsatire richtet sich jedoch vor allem gegen Jérôme und damit auch gegen Napoleon.

Als das Blatt am 15.September 1807 von Thomas Tegg im britischen Cheapside publiziert wurde, hatte Jérôme den Thron allerdings noch gar nicht bestiegen. Auch war er zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Deutschland angekommen. Sein Hang zur aufwändigen Hofhaltung, die ihm später den Namen *König Lustick" einbrachte, konnte somit unmöglich nach England gedrungen sein. Darüber, wie auch über Jérômes Einstellung zur Judenemanzipation, konnte der Engländer Woodward nur mutmaßen.

Am 15. November 1807 manifestierte Jérôme die rechtliche Gleichstellung der Juden. Damit machte er sein Königreich Westphalen zu dem in Emanzipationsfragen modernsten Staat in Europa. Einen Monat später erhielt Westphalen als erster deutscher Staat eine moderne Verfassung und ein Parlament. Daran will das Kunstwerk des Monats Dezember knapp 200 Jahre später mit einem der interessantesten Blätter aus der Karikaturensammlung des Westfälischen Landesmuseums erinnern.

URL der Karikatur: http://www.lwl.org/pressemitteilungen/daten/bilder/20715.jpg


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[Redaktioneller Hinweis]
Zum Thema -
im Internet-Portal "Westfälische Geschichte", u.a.

Projekt "Bulletin des lois et décrets du Royaume de Westphalie / Bülletin der Gesetze und
Decrete des Königreichs Westphalen", Bd. 1 / 1807/1808
URL: http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=pro&ID=38


Kurzbiografie Jérôme I. (Gerd Dethlefs)
URL: http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=per&ID=565







From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Dec 21 09:23:28 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 21 Dec 2005 09:23:28 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Weihnachtliches Festmahl vor 100 Jahren
Message-ID: s3a91f1a.035@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 09:20


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Schweinebacke und Grünkohl: Das weihnachtliche Festmahl sah vor 100 Jahren in Westfalen noch ganz anders aus

Die Frage: *Was sollen wir Weihnachten kochen?" beantwortet in vielen Familien die Tradition: Fondue, Raclette, Weihnachtskarpfen und Weihnachtsgans gelten dabei als Klassiker auf der weihnachtlichen Festtafel. Doch das ist noch gar nicht lange so. *Bis ins 19. Jahrhundert hat man in katholischen Gegenden in der Adventszeit bis einschließlich Heilig Abend gefastet. Weihnachten gab es dann nicht selten schon zum Frühstück eine Schlachteplatte. Auch zu Mittag wurde richtig aufgefahren. Dabei standen allerdings Würste, Braten, Schweinebacke oder ein halber Kopf im Mittelpunkt. Dazu gab es Grünkohl und Kartoffeln und als Nachtisch Milchreis mit Zimt und Zucker", beschreibt Chrstiane Cantauw, Volkskundlerin beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), wie sich in den vergangen 100 Jahren die weihnachtlichen Essgewohnheiten verändert haben.

Um 1900 beschränkte sich das Weihnachtsfest noch auf den 25. und 26. Dezember, der 24. Dezember wurde noch nicht als Feiertag begangen sondern galt als reiner Werktag. Er wurde in erster Linie zur Vorbereitung auf das Fest genutzt. Ordnung und Sauberkeit in Haus und Hof, aber auch vorbereitende Arbeiten für das Festessen am 25. Dezember standen am Vorabend des Weihnachtsfestes auf der Tagesordnung.

In den frühen Morgenstunden (zwischen 3 und 6 Uhr morgens) besuchte man die Ucht, wie die Christmette in Westfalen vielfach bezeichnet wurde. Man ging ohne vorher gegessen zu haben in die Kirche und trug ein Licht bei sich. Nach dem Kirchenbesuch wurde erst einmal ausgiebig gefrühstückt. *Mettwurst, Schinken und weißes Brot gehörten zu einem solchen Frühstück auf jeden Fall dazu", so Cantauw. Nach dem Frühstück besuchte die Familie das Hochamt. Das weihnachtliche Festessen war für die Zeit nach dem Besuch des Hochamtes am 25. Dezember vorgesehen. *Dabei bemühten sich die Menschen sowohl auf dem Land wie auch in den Städten, zu Weihnachten sehr, üppige, mehrgängige Mahlzeiten auf den Tisch zu bringen", berichtet Cantauw.

Für die bäuerliche Bevölkerung war es kein Problem, das weihnachtliche Festessen zusammenzustellen. Die meisten Lebensmittel, die benötigt wurden, produzierte man selbst. Da in vielen Bauernfamilien kurz vor Weihnachten geschlachtet worden war, gab es zu Weihnachten häufig Rind- oder Schweinefleisch als Halben Kopf, Schweinebacke, Würste oder Braten. Vorab aß man häufig eine klare Suppe und hinterher Grießpudding oder den sogenannten *dicken Reis", also Milchreis mit Zimt und Zucker. Auch jahreszeitliches Gemüse wurde gern zu Weihnachten gegessen. Besonders beliebt war dabei der Grünkohl. Er wurde mit viel Mettwurst gekocht, aber nicht als Eintopf, sondern als Gemüse, bei dem die Kartoffeln separat zubereitet wurden. Die auch heute noch sehr beliebte Weihnachtsgans konnte man der eigenen Zucht entnehmen wie ein Gewährsmann der Volkskundlichen Kommission aus Bochum-Laer betont: *Es gab einen besonderen Braten - meist ein ausgesuchtes Stück vom selbstgeschlachteten Schwein. Manchmal auch ein Huhn oder eine Gans ebenfalls aus eigener Zucht". Geflügel wie Pute bürgerte sich wohl erst nach dem ersten Weltkrieg ein. Wildgerichte wie zum Beispiel *Hasenpfeffer" waren dahingegen eine Speise, deren Ursprünge eher im städtisch-bürgerlichen Umfeld zu suchen sind.

Von der Übernahme städtischer Nahrungsgewohnheiten auch auf dem Land zeugen folgende Menüzusammenstellungen aus dem Kreis Cloppenburg: *Bouillon, Rindfleischplatte mit Gurken und Meerrettigsauce, Grünkohl mit Salzkartoffeln und gekochtem Schinken, Gans oder gefüllte Schweinerippe mit Compott, Weihnachtstorte, Weine nach Belieben". *Hier scheint die herkömmliche Speisefolge lediglich um einige Neuerungen wie Torte und der Wein erweitert worden zu sein. Denn auf dem Land wurden bis in die 1950er Jahre hinein selbst zu Hochzeiten keine Torten gebacken", erklärt Cantauw. Weil meist viele Personen zum Haushalt gehörten, waren Korinthenstuten, Beschüte, Zwieback oder später auch die *Platenkuchen" genannten Blechkuchen passender. Wein zum Essen zu trinken war nur bei wohlhabenderen Familien in den Städten üblich. Alkohol trank man in Westfalen bis ins 20. Jahrhundert meist nur als Bier und vor allem als Schnaps.

Süßes wie Kuchen oder Gebäck gab es ohnehin nur ganz selten, denn backen galt als Luxus. Deshalb war der *süße" Schmuck des Weihnachtsbaumes, der aus Spekulatius und Zuckerkringeln bestand, eine besondere Attraktion für die Kinder.





From muhl at uni-muenster.de Thu Dec 22 10:08:13 2005
From: muhl at uni-muenster.de (muehl)
Date: Thu, 22 Dec 2005 10:08:13 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB
Muenster 2005/31
Message-ID: 43AA6CFD.1020804@uni-muenster.de>

Von: "Hans Mühl"
Datum: 22.12.2005, 10:04


Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB
Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" an dieser
Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service auf die jeweils aktuelle
Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB Münster an. Sie informiert über
neue Titel zu Westfalen, die die ULB gekauft oder als gesetzliche
Pflichtexemplare aus den westfälischen Regierungsbezirken Arnsberg,
Detmold und Münster erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2005/31 für den Zeitraum vom 10.12.2005 bis
zum 16.12.2005 mit insgesamt 50 Titeln ist unter der folgenden
Internetadresse abrufbar:

http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&fach=wes
Die Titel können online über den Katalog der ULB (OPAC) bestellt werden:

http://superfix.uni-muenster.de/cgi-webOPAC/bridgeMain.pl?
maskID=001&tagNO=&functionID=1&Language=De&SignalPort=3048&
ServerLogin=wopaculb&ServerDatabase=maindb&Z3950=off&
Z3950User=gast&BaseUrl=..%2Fcgi-bin%2Fopac.pl&NichtNeu=J


Hinweise zum Sammelgebiet "Westfalen" der ULB Münster finden Sie unter:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/

Weitere Literatur über Westfalen finden Sie in der umfangreichsten
deutschen Regionalbibliographie, der Nordrhein-Westfälischen
Bibliographie (NWBib):

Allgemeine Information zur NWBib:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

Suche in der NWBib:

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib


Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im
Internet-Portal "Westfälische Geschichte":

http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Redaktion Nordrhein-Westfälischen Bibliographie -
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24074
E-Mail: muhl at uni-muenster.de Website Nordrhein-Westfälische Bibliographie:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html

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