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From mw at jmr-weidner.de Tue Nov 1 12:50:38 2005
From: mw at jmr-weidner.de (Dr. Marcus Weidner)
Date: Tue, 01 Nov 2005 12:50:38 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Ennepetaler Forschungen, Oktober 2005, Heft 11
Message-ID: 4367568E.6080508@jmr-weidner.de>

Von: "Hans Hermann Pöpsel"
Datum: 31.10.2005, 13:44


SERVICE: TOC

Ennepetaler Forschungen
Heft 11
Oktober 2005
Hg: Arbeitskreis Ennepetaler Stadtgeschichte e. V.


S. 5-12
Ingrid Windmöller
Die Gastwirtschaft Kartenberg/Schlasse am Rüssfeld - klein aber fein

S. 13-22
Heinz Pflüger
Der Wuppermannshof und die Ziegelei

S. 23-32
Prof. Dr. Heinrich Schoppmeyer
Historische Schlaglichter auf das Land zwischen Ennepe und Ruhr

S. 33-40
Hans Hermann Pöpsel
Kommunal- und Reichstagswahlen 1933 im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis

S. 41-46
Hans Hermann Pöpsel: Ein Gruß von August Bebel





From mw at jmr-weidner.de Tue Nov 1 12:55:03 2005
From: mw at jmr-weidner.de (Dr. Marcus Weidner)
Date: Tue, 01 Nov 2005 12:55:03 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Freilichtmuseum Detmold: Stefan Baumeier verabschiedet
Message-ID: 43675797.8020109@jmr-weidner.de>

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 31.10.2005, 14:50


AKTUELL

Stefan Baumeier, Direktor des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold,
geht nach 35 Jahren in den Ruhestand

Der 31. Oktober hat für das Westfälische Freilichtmuseum Detmold gleich
dreifach eine besondere Bedeutung: An diesem Tag endet nicht nur die
Saison im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), es geht
auch eine Ära zu Ende: LWL-Direktor Wolfgang Schäfer verabschiedet nach
35 Jahren Museumsleiter Prof. Dr. Stefan Baumeier in den Ruhestand, der
an diesem Tag 65 Jahre alt wird.

"Prof. Baumeier hat das kulturelle Leben in Westfalen entscheidend
mitgeprägt - seine großen Verdienste auf den Gebieten der
Sachvolkskunde, der Hausforschung und der Museumskunde haben ihn zu
einem angesehenen Fachmann weit über Deutschlands Grenzen hinaus
gemacht", lobte Schäfer den scheidenden Museumsdirektor beim Festakt in
der neuen Museumsgaststätte "Im weißen Ross".

Grundlage für den Erfolg als Museumsleiter war das Studium der Deutschen
und Vergleichenden Volkskunde mit den Nebenfächern Kunstgeschichte,
Archäologie und Historische Hilfswissenschaften an den Universitäten
Münster und Wien. Die Hausforschung wurde schnell zum Schwerpunkt seiner
Studien und führte Baumeier schließlich zu der Promotion über "Das
Bürgerhaus in Warendorf".

Unmittelbar daran anschließend begann seine berufliche Laufbahn als
wissenschaftlicher Referent unter Prof. Dr. Josef Schepers, dem
Gründungsdirektor des Westfälischen Freilichtmuseums in Detmold, dessen
Nachfolger Baumeier im Oktober 1976 wurde. "In den vergangenen drei
Jahrzehnten hat Baumeier die Entwicklung des Museums vorangetrieben, und
mit dieser auch beispielgebend die Entwicklung der Freilichtmuseen über
Deutschlands Grenzen hinaus", so Schäfer.

"Unter seinen Leistungen sind besonders die Forschungsarbeiten auf den
Gebieten der Hausforschung und Sachkulturforschung hervorzuheben: Von
besonderer Wirkung war die Einführung wissenschaftlicher Untersuchungs-
und Dokumentationsstandards in das Detmolder Freilichtmuseum, die für
viele andere Freilichtmuseen und für die Hausforschung allgemein zum
Maßstab wurden. Ebenso vorbildlich ist auch die strenge
Wissenschaftlichkeit, mit der das Museum seine Ausstellungsstücke
präsentiert, die im europäischen Kontext bekannt und nahezu
sprichwörtlich geworden ist", betonte Schäfer.

Baumeier führte im Detmolder Freilichtmuseum des LWL schon früh neue
Untersuchungsmethoden in die Hausforschung ein. Dazu gehören die
Dendrochronologie (Methode zur Altersbestimmung von Holz), die
Archivforschung, die Mittelalterarchäologie und restauratorische
Untersuchungen sowie breit angelegte Grundlagenforschungen. Seit 1977
sind unter seiner Leitung mehr als 50 verschiedene Forschungsprojekte
durchgeführt worden.

Die Forschungsergebnisse hat Baumeier beim Aufbau des Freilichtmuseums
direkt angewendet. Seit 1976 sind über 80 historische Gebäude in Detmold
wieder aufgebaut worden. Auf seine Fahnen kann sich der scheidende
Museumsdirektor auch dabei die Einführung neuer Methoden schreiben:
Wurden früher die historischen Gebäude völlig zerlegt, nutzt das Museum
inzwischen die Ganzteiltranslozierung, bei dem die Gebäude in große
Einzelteile "geschnitten" werden, um sie möglichst unversehrt mit allen
Lebensspuren ins Museum holen zu können.

Nicht nur bei den Gebäuden wurde das Museum erweitert: Der feste
Mitarbeiterstamm wuchs in den vergangenen Jahrzehnten von 17 auf 50
Museumskollegen. "Mit der Erweiterung des Westfälischen Freilichtmuseums
zum Landesmuseum für Volkskunde 1974/1975, das seitdem auch die
nichtbäuerlichen Schichten berücksichtigt, entwickelte es sich zum
bedeutendsten Institut der historischen Sachkulturforschung in
Westfalen", so Schäfer.

In Baumeiers Zeit fällt auch der rasante Fortschritt im Aufbau der
Sammlung zur Sachüberlieferung Westfalens, die mittlerweile als die
größte und bedeutendste in Norddeutschland gilt. Seit 1979 vermittelt
das LWL-Museum seine Forschungsergebnisse in mehreren Schriftenreihen,
seit 1983 auch durch jährliche Sonderausstellungen. Seine historischen
Gebäude präsentiert das Museum inzwischen auch unter neuen Aspekten: zum
Beispiel das "Haus zum Anfassen", das zum Ausprobieren einlädt oder das
künstlerisch gestaltete "Haus der Gefühle".

Die wissenschaftliche Vermittlung an den universitären Nachwuchs erfüllt
Stefan Baumeier seit 1984 durch einen Lehrauftrag für Haus- und
Wohnforschung an der Universität Münster. 1998 ist er hier zum
Honorarprofessor ernannt worden. Die Anerkennung, die Stefan Baumeier in
Fachkreisen genießt, findet auch in zahlreichen Ämtern ihren Ausdruck.
1973 bis 1979 war er Geschäftsführer des Arbeitskreises für
Hausforschung. Er ist Mitglied mehrerer Museumsbeiräte. Seit 1990 ist er
Mitglied im Fachbeirat des Instituts für den Wissenschaftlichen Film
(IWF) in Göttingen. Von 1990 bis 1995 war er Vorstandsmitglied des
Verbandes Europäischer Freilichtmuseen. Baumeiers Erfahrung auf dem
Gebiet der Sachvolkskunde ließ ihn schon früh Gutacher des
Oberlandesgerichtes in Hamm werden (bis 1984) und machte ihn 1987 zum
Juror der Westdeutschen Kunstmesse für Möbel in Köln.

"Schon als Jugendlicher hat mich die Region interessiert, ich hatte das
Glück, mit dem starken Rückhalt des Landschaftsverbandes mein Hobby im
Beruf als Museumsleiter umsetzen zu können. Daher setze ich meine
Forschungsarbeiten mit dem Dienstende natürlich nicht aus", kommentierte
Stefan Baumeier seine Verabschiedung, "als begeisterter
Kulturwissenschaftler gibt es immer ausreichend Fragen, denen man
systematisch nachgehen und zu denen man auch publizieren kann, wie zum
Beispiel die Möbelforschung."
Nachfolger Baumeiers ist der 49jährige bisherige stellvertretende
Museumsleiter Dr. Jan Carstensen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 2 15:51:00 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 02 Nov 2005 15:51:00 +0100
Subject: [WestG] [POS] Universitaet Bielefeld,
Graduiertenkolleg vergibt Stipendien, Bielefeld, 01.04.2006
Message-ID: s368e077.002@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Universität Bielefeld"
Datum: 31.10.2005, 10:00


STIPENDIEN

Universität Bielefeld
Fakultät für Geschichtswissenschaft,
Philosophie und Theologie

Graduiertenkolleg

Archiv, Macht, Wissen- Organisieren, Kontrollieren, Zerstören
von Wissensbeständen von der Antike bis zur Gegenwart

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft neu geförderte
Graduiertenkolleg richtet sich an qualifizierte Promovendinnen und
Promovenden, deren Studienab-schluss zur Promotion berechtigt
oder die nach der Promotion ein Forschungsvorha-ben bearbeiten
und in der Betreuung der Graduierten mitwirken möchten. Die
Betreuung der Dissertationen und Forschungsvorhaben erfolgt
durch Hochschullehre-rinnen und Hochschullehrer der Fakultät
für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie,
Kollegiatinnen und Kollegiaten müssen ihren Wohnsitz in Bielefeld
nehmen und am Studienprogramm des Graduiertenkollegs teilnehmen.
Bewerberinnen und Bewerber um Doktoranden und
Postdoktorandenstipendien sollen in der Regel nicht älter als 28
bis 35 Jahre sein.

Das Graduiertenkolleg Archiv, Macht, Wissen untersucht
epochenübergreifend und im Kulturvergleich die Rolle von Archiven
und fördert im Rahmen seines Themenfel-des Promotionen zu allen
Epochen der Geschichte. Der Förderungszeitraum beträgt bei
Pomotionen zwei Jahre (mit der Möglichkeit einer Verlängerung),
bei Postdokto-randen ein Jahr. Die Stipendien richten sich nach den
Bewilligungsgrundsätzen der Deutschen Forschungsgemeinschaft
(zur Zeit 1.000,00 Euro für Doktoranden; 1.416,00 Euro für
Postdoktoranden) und werden durch einen pauschalierten
Sachkostenzuschuss ergänzt. Familien- und
Kinderbetreuungszuschläge werden nach den Richtlinien der
DFG gezahlt.

Das Graduiertenkolleg vergibt ab 1. April 2006

5 Doktorandenstipendien
1 Postdoktorandenstipendium

Bewerbungen um Aufnahme in das Kolleg müssen ein Lebenslauf, eine
Übersicht zum Studienverlauf, Kopien der Zeugnisse und eine Beschreibung
des geplanten Dissertations- bzw. Forschungsvorhabens im Umfang von
10 bis 15 Manuskriptseiten enthalten. Die Bewerbungen sind bis zum
1. Dezember 2005 zu richten an den

Leiter des
Graduiertenkollegs
Herrn Prof. Dr. Christian Büschges
Universität Bielefeld
Fakultät für Geschichtswissenschaft
Philosophie und Theologie
Postfach 100131
33501 Bielefeld






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 2 15:23:22 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 02 Nov 2005 15:23:22 +0100
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Film_=FCber_Bischof_von_Galen_je?=
=?iso-8859-1?q?tzt_auf_DVD?=
Message-ID: s368da09.095@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Markus Köster",
Datum: 31.10.2005, 13:10


AKTUELL

Film über Bischof von Galen jetzt auf DVD

Sechs Wochen nach seiner Premiere ist der vieldiskutierte Film des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) über Clemens August
Graf von Galen jetzt auch als DVD erhältlich. Das Porträt zeichne auf
der Basis zahlreicher, zum Teil bislang unveröffentlichter historischer
Filmaufnahmen ein respektvolles, aber differenziertes Bild der
Persönlichkeit des Bischofs, erläutert Dr. Markus Köster, Leiter des
Westfälischen Landesmedienzentrums des LWL. Gegenüber der ersten
Fassung sei die Produktion vom Autor Markus Schröder leicht
überarbeitet worden, insbesondere durch den Austausch eines falsch
datierten Zitats. An seinen kritischen Aussagen über die Haltung Galens
zu Demokratie und Krieg halte der Film aber unverändert fest. Galen
war von 1933 bis zu seinem Tod 1946 Bischof von Münster.

Bei seiner Vorstellung im Rahmen des Filmfestivals Münster am
23. Oktober fand die überarbeitete Fassung gleichwohl ungeteilte
Zustimmung. Der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Wilhelm Damberg zeigte
sich von dem Film "sehr beeindruckt". Es gelinge ihm in hervorragender
Weise, in die Lebenswelt des Bischofs und seine Zeit einzuführen.
Domkapitular Martin Hülskamp unterstrich, die sehenswerte Produktion
des Landesmedienzentrums habe einen wichtigen Anstoß zur Neubewertung
der Person Clemens August Graf von Galen gegeben. Und selbst
Museumsdirektor a.D. Hans Galen, bislang einer der schärfsten Kritiker
des Films, erklärte, dass dieser sich durch die Überarbeitung "entschieden
verbessert" habe. Der Schriftsteller Burkhard Spinnen, Moderator des
Filmgesprächs, konstatierte angesichts der überraschenden Einigkeit auf
dem Podium, offenbar habe der Film mit seinen kritischen Aussagen im
katholischen Münster einen Schock ausgelöst, den man erst habe
verarbeiten müssen.

Die DVD mit dem Titel "Nicht Lob noch Furcht. Clemens August Graf von
Galen" kann ab sofort zum Preis von 14,90 Euro zuzüglich Versandkosten
beim Westfälischen Landesmedienzentrum (48133 Münster,
medienzentrum at lwl.org) erworben werden.


INFO

Dr. Markus Köster
Westfälisches Landesmedienzentrum
Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Fürstenbergstr. 14, 48133 Münster
Tel.: 0251/591-3901
Fax: 0251/591-3982
www.westfaelisches-landesmedienzentrum.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 2 15:32:50 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 02 Nov 2005 15:32:50 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Zeitschrift FORUM Industriedenkmalpflege
und Geschichtskultur 2/05
Message-ID: s368dc3e.036@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "gk-mail (Abeck)",
Datum: 02.11.2005, 11:15
Übernahme aus der Mailingliste "Geschichtskultur-ruhr"


AKTUELL

Zeitschrift FORUM Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur 2/05
Themenschwerpunkt: "Urbaner Raum - Öffentlicher Raum im Ruhrgebiet"

In historischen Zeitschriften wird entweder über das "Bild als Quelle"
gehandelt oder mit dem Bild als ergänzendes, den Text illustrierendes
Medium gearbeitet. Das vorliegende Heft "Forum Industriedenkmalpflege und
Geschichtskultur" zum Themenfeld "Urbaner Raum - öffentlicher Raum im
Ruhrgebiet" arbeitet erstmals mit einem Foto--Einleger, um neben
historiographischen Beiträgen auch eine ästhetische, fotografische
Position in den Diskurs einzubeziehen. Peter Liedtkes Fotoserie zur
"Zwischenstadt" Herne versteht sich als engagierte Autorenfotografie und
ist dem Aufbau eines regionalen Bildgedächtnisses verpflichtet, das neben
den traditionellen Orten der Präsentation und Sammlung - wie etwa der
fotografischen Sammlung des Ruhrlandmuseums - im Internet unter
www.pixelprojekt--ruhrgebiet.de eine virtuelle Galerie zum Ruhrgebiet und
seinem regionalen Wandel aufbaut. Liedtke weist mit seinen Bildern auf die
dem urbanen Raum eigene, vielfach im Ruhrgebiet auffindbare
"Unerträglichkeit unseres gebauten Umfeldes" hin, um Gestaltung
herauszufordern und damit einzufordern.

Urbanisierung als Prozess, der mit dem Wegfall seiner ehemals dynamischen
Grundlagen Kohle und Stahl im Ruhrgebiet eine neue Qualität der
Auseinandersetzung einfordert - wie es unter anderem die von Klaus
Tenfelde mit angestoßene Ruhrstadtdiskussion und der hier abgedruckte
Artikel Christoph Zöpels zeigen -, ist der Bezugspunkt der Aufsätze im
Schwerpunkt des Heftes. Mit einer Ausnahme: Michael Zimmermanns Beitrag
"Öffentlichkeit als geschlossener Raum. Zigeuner im Ruhrgebiet 1900 bis
1945" geht einem wesentlichen Charakteristikum des urbanen Raumes -
Toleranz gegenüber anderen Lebensentwürfen und -formen - in seiner
Negation nach, die von der Separierung über die Ausgrenzung bis hin zur
Vernichtung der Zigeuner im Nationalsozialismus reicht. Vorgänge sind damit
verbunden, die sich auch im öffentlichen städtischen Raum vollzogen.
Hinzuweisen ist auf den Beitrag zum 125-jährigen Jubiläum des historischen
Vereins für Stadt und Stift Essen, dessen Entstehen von Klaus Wisotzky mit
den Umbruchserfahrungen in der Hochindustrialisierungsphase des späten 19.
Jahrhunderts in Zusammenhang gebracht wird, als "Heimat" verloren zu
gehen drohte. Den Versuch, nach 1945 eine neue "Heimat" zu schaffen,
beschreibt hingegen in all ihren Widersprüchlichkeiten die Ausstellung des
Westfälischen Industriemuseums "Aufbau West. Neubeginn zwischen Vertreibung
und Wirtschaftswunder", die in Dortmund auf der Zeche Zollern derzeit zu
sehen ist.

Eindrucksvoll verweist erneut das Kalendarium zu den Ausstellungen und
Veranstaltungen auf die lebendige und kritische Geschichtsszene im Revier,
die in den Herbst- und Wintermonaten vielfache Begegnungen, Gespräche,
Schauerlebnisse und Diskussionen eröffnet.
Man sieht sich in "Ruhr ".

Marita Pfeiffer und Franz-Josef Jelich

Inhalt

MAGAZIN
Nachrichten aus der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur
5
Nachrichten aus dem Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher 8
Menschen im Ruhrgebiet 10
Aufgelesenes 12

SCHWERPUNKT Urbaner Raum - Öffentlicher Raum im Ruhrgebiet
Christoph Zöpel Urbanisierung der Agglomeration Ruhr 14
Stefan Hochstadt Die Stadt als Wohnung
Welche Zukunft hat die Stadt angesichts wuchernder Privatheit? 20
Christian Strauß Strukturwandel der Städte
Die Bevölkerungsentwicklung stellt die stadtverantwortlichen
Akteure im Ruhrgebiet vor neue Herausforderungen 26
Adelheid von Saldern Arbeiterwohnen im Urbanisierungsprozess des
Ruhrgebiets 31
Jürgen Mittag Eingemeindungen im Ruhrgebiet: Katalysatoren der
Großstadtwerdung. Aus Landgemeinden werden Großstädte 37
Michael Zimmermann Öffentlichkeit als geschlossener Raum.
Zigeuner im Ruhrgebiet 1900 bis 1945 43
Ralf Piorr Am Anfang war die Platzwahl.
Fußball-Stadien im Ruhrgebiet 49
Peter Liedtke Die Zwischenstadt - Ein Foto--Supplement als Beileger

BEITRÄGE
Klaus Wisotzky 125 Jahre Historischer Verein für Stadt und Stift Essen 53
Anke Kuhrmann Eine Neue Heimat für den Bergmann
Die M.S.A.-Siedlung in Dortmund 56
Marc von Lüpke-Schwarz "Ein ausgesprochener Zigeunertyp."
Die Verfolgung der Duisburger Sinti und Roma 1939 -1944 61
Bernhard Sicherl Die Herrschaften von Asseln.
Ein frühmittelalterliches Gräberfeld in Dortmund -Asseln 64
Detlef Hopp und Bianca Khil Nicht aus einem Guss 66
Jan Motte "La Regione della Ruhr. Migrantengeschichten aus dem Bergbau"
Das Landeszentrum für Zuwanderung erweitert sein Internetangebot
zur Einwanderungsgeschichte NRW 68
Margrid F. Gantenberg Friedlicher Nachbar in Bochum
Persönliches Engagement bewahrt steinernen Zeitzeugen 69
Gregor Sailer / Simone Szydlak "An drei Tagen im Dezember"
Wie Gregor Sailer die Kokerei Hansa ins Bild setzte 71
Jochen Stemplewski emscher:zukunft. Wandel einer Stadtlandschaft im Fokus
der Fotografie 72
Klaus Wisotzky "Frauen in Essen". Der Geschichtswettbewerb des
Historischen Vereins Essen 74
Jürgen Mittag Zwischen moderner deutscher Sozialgeschichte
und europäischer Zivilgesellschaft. Jürgen Kocka ist Träger des zweiten
Bochumer Historikerpreises 76
Brigitte Schneider Historischer Frauenstadtrundgang mit der
internationalen Theatergruppe Frauenpuzzle - ein Projektbericht 78
Hans H. Hanke Bochum wird beschriftet 79
Margrid F. Gantenberg "Geschichte erhalten und weitergeben"
Bergmannstisch Bochum -Süd erweitert Bergbauwanderweg 80
Margrid F. Gantenberg Denkmal für "Kumpel auf vier Beinen".
In Bochum -Oberdahlhausen gedenkt man der Grubenpferdgeschichte 81
Ulli Langenbrinck Über den neuen »assoverlag « 82


MUSEEN UND AUSSTELLUNGEN

WIM/Zeche Zollern II/IV: Aufbau West. Neubeginn zwischen Vertreibung und
Wirtschaftswunder (83) - RIM Oberhausen: ABGEFAHREN! Vom Straßenbau im
Rheinland (83) - PhoenixHalle: "Vom Verschwinden. Weltverluste und
Weltfluchten" (84) - WIM/Zeche Hannover: Von Stratenhoff bis Arslan. Die
Bergarbeiterhäuser am Rübenkamp und ihre Bewohner 1895 -1995 (85) - RIM
Oberhausen: Der "Pott" in Farbe. Naive Kunst von Hans Geserick (85) -
WIM/Textilmuseum Bocholt: Cotton mills for the continent. Sidney Stott und
der englische Spinnereibau in Münsterland und Twente (86) -
Oberschlesisches Landesmuseum/Ratingen: Dioramen aus Schlesien und Böhmen.
3D -Schaubilder des 19. Jahrhunderts (86) - WIM/Henrichshütte Hattingen:
Das Glück fliegt in der Luft. Ausstellung zur Geschichte des
Brieftaubensports in Westfalen (86) - Kultur- und Stadthistorisches Museum
Duisburg: Duisburg und seine Stadtteile: 1000 Stücke aus der
Stadtgeschichte (87) - Westf. Museum für Archäologie/Herne: "Von Anfang
n - Archäologie in Nordrhein -Westfalen (88)-Rathaus/Essen:
Stadtarchäologie in Essen (88) - Vestisches Museum Recklinghausen: 100
Jahre Strom für Recklinghausen (89) - Deutsches Bergbau-Museum Bochum: Das
Schiff von Uluburun - Welthandel vor 3000 Jahren (89)

AUS DER GESCHICHTSARBEIT
Bahnhof Langendreer: Blicke aus dem Ruhrgebiet. Festival für Video und Film
(91) - JH-Tagungsstätte Köln-Deutz: Erinnerung in der
Einwanderungsgesellschaft (91) - Deutsches Bergbaus-Museum Bochum: Vom
Entwurf zum Depositum. Über den wissenschaftlichen Umgang mit dem
zeichnerischen Nachlass der Industrie (92) - Filmtheater
Eulenspiegel/Essen: Industriefilm Ruhr '05. Boom an der Ruhr -
Filmdokumente der 50er Jahre (93) - Fritz-Hüser-Institut, Dortmund:
Symposion: "Arbeit - Kultur - Identität". Zur Transformation von
Arbeitslandschaften in der Literatur (94)

REZENSIONEN, NNOTATIONEN
Christoph Zöpel: Weltstadt Ruhr (95) - Kai Rawe:". wir werden sie schon zur
Arbeit bringen!" Ausländerbeschäftigung und Zwangsarbeit im
Ruhrkohlenbergbau während des Ersten Weltkriegs" (96) - Eckhard Schinkel
(Hg.): Totaler Arbeitseinsatz für die Kriegswirtschaft - Zwangsarbeit in
der deutschen Binnenschifffahrt 1940 - 1945 (97) - Heinz-Joachim Barsickow:
Politische Lager und Reichstagswahlen im Raum Herne vor dem Ersten
Weltkrieg (97) - Stefan Goch (Hg.): Strukturwandel und Strukturpolitik in
Nordrhein-Westfalen (98) - Achim Nöllenheidt, Birgit Stegner: Revier im
Griff 2005/06. Reiseführer Ruhrgebiet (99) - Uta Hassler, Hartwig Schmidt
(Hg.): Häuser aus Beton. Vom Stampfbeton zum Großtafelbau (100) - Marina
Achenbach: Fasia geliebte Rebellin (101)- Stefan Goch, Norbert Silberbach:
"Zwischen Blau und Weiß liegt Grau". Die Rolle des FC Schalke 04 in der
Zeit des Nationalsozialismus (101) -Dietrich Schulze-Marmeling: Der Ruhm,
der Traum und das Geld. Die Geschichte von Borussia Dortmund (102) -
Förderverein Kloster Bredelar e.V.: Kloster Bredelar / Theodorshütte. Vom
barocken Kloster zur Eisenhütte. Vergangenheit und Zukunft (103) - Heinz
Weirauch: Von Bauern und Köttern, Pächtern und Aufsitzern. Höfe und Kotten
in Saarn (103) - Astrid Erll: Kollektives Gedächtnis und
Erinnerungskulturen (104) - Delia Bösch: Ruhrgebiet. Entdeckungsreise
Industriekultur (104) - Dagmar Kift (Hg.): Aufbau West. Neubeginn zwischen
Vertreibung und Wirtschaftswunder (106) - Ralf Stremmel: Kammern der
gewerblichen Wirtschaft im "Dritten Reich". Allgemeine Entwicklung und das
Fallbeispiel Westfalen-Lippe (106) - Wolfgang Berke: Familienführer
Ruhrgebiet (106) - Michael Braun, Annette Kritzler, Thomas Langemeyer, Sven
Send: Planen Sehen Versehen - Innovative Strategien zum Tagestourismus in
Schule und Freizeit (106) - Klaus Tenfelde: Krupp bleibt doch Krupp. Ein
Jahrhundertfest - Das Jubiläum der Firma Friedr. Krupp AG in Essen 1912
(107) - Stefan Przigoda: Bergbaufilme. Inventar zur Überlieferung in
Archiven, Museen und anderen Dokumentationsstellen in der Bundesrepublik
Deutschland (107) - Stiftung Industriedenkmalpflege: Bildband zur Kokerei
Hansa (107) - RVR (Hg.): Erzbahn - Emscherbruch (108) - Hubert Schneider
(Hg.): "Es lebe das Leben .". Die Freimarks aus Bochum - eine
deutsch-jüdische Familie (108) - Paul Münch (Hg.): Jubiläum, Jubiläum . Zur
Geschichte öffentlicher und privater Erinnerung (109) - Ralf Stremmel: 100
Jahre Historisches Archiv Krupp. Entwicklungen, Aufgabe, Bestände (109) -
Westf. Landesmedienzentrum (Hg.): "Von einem, der mitgemacht hat - Neues
Zeitzeugenporträt" (109) - Westf. Landesmedienzentrum (Hg.): Kriegsende und
Neuanfang in Westfalen (110) - Jürgen Mittag, Ingrid Wölk (Hg.): Bochum und
das Ruhrgebiet: Großstadtbildung im 20. Jahrhundert (110) - Ruhrlandmuseum
(Hg.): Blagen. Kinderjahre im Revier (111) - Mechthild Black-Veldtrup,
Michael Farrenkopf, Wilfried Reininghaus (Hrsg.): Die Überlieferung der
preußischen Bergverwaltung (111) - Hartmut John, Ira Mazzoni (Hg.):
Industrie- und Technikmuseen im Wandel (111) - Landschaftsverband Rheinland
(Hg.): Rheinisches Industriemuseum: ABGEFAHREN! Vom Straßenbau im Rheinland
(111) - Arbeitskreis Ruhrgebiet - Oberschlesien (Hg.): Ruhrgebiet -
Oberschlesien: Stadt Region . Strukturwandel (112) - Albert Lange: Das
Wohnhaus im Ruhrkohlenbezirk vor dem Aufstieg der Großindustrie (Reprint)
(112)

ZEITSCHRIFTENRUNDSCHAU 112
VERANSTALTUNGSKALENDER 114
ADRESSENVERZEICHNIS 120
AUTORINNEN UND AUTOREN 124


Herausgeber: Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, Forum
Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.
Redaktion: Franz- Josef Jelich (verantw.) und Dr. Marita Pfeiffer
(verantw.), Susanne Abeck und Walter Gantenberg; Mitarbeit: Berthold
Bartel.
Anschrift: Redaktion Forum Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur,
Emscherallee 11, 44369 Dortmund
Telefon 0231-931122-90, Telefax: 0231-931122-10

Dsa Heft ist für 6 Euro zu beziehen über:
redaktion at geschichtskultur-ruhr.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 3 12:44:41 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 03 Nov 2005 12:44:41 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Pyramide als Mumienrutschbahn, Muenster,
07.11.2005
Message-ID: s36a0641.033@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Muenster",
Datum: 03.11.2005, 09:12


AKTUELL

Pyramide als Mumienrutschbahn
Ägyptologe Prof. Dr. Erhart Graefe über das Bild der Archäologen

Die Pyramide als Mumienrutschbahn, dieses einprägsame Bild hat sich
Prof. Dr. Erhart Graefe vom Institut für Ägyptologie und
Koptologie der Universität Münster für einen Vortrag als Titel
einfallen lassen, den er am Montag, 7. November 2005, um 20.15 Uhr im
Hörsaal H2 des Hörsaalgebäudes am münsterschen Hindenburgplatz
10-12 halten wird. Wissenschaftlich korrekt formuliert geht es in dem
Vortrag um das Bild des Archäologen in der Karikatur und damit der
öffentlichen Meinung.


INFO

Link: Institut für Ägyptologie und Koptologie
(http://www.uni-muenster.de/Philologie/Iaek/)






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 3 13:00:39 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 03 Nov 2005 13:00:39 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Kundgebung zum Gedenken an die Pogrome
des 9./10.11.1938, Gelsenkirchen, 09.11.2005
Message-ID: s36a0a12.033@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Stefan Goch",
Datum: 03.11.2005, 07:56
Übernahme aus der Mailingliste "Geschichtskultur-ruhr"


AKTUELL

Prof. Dr. Hans Mommsen spricht am 9. November in Gelsenkirchen

Seit 1964 erinnert man in Gelsenkirchen alljährlich an die Ereignisse
der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, die von den
Nationalsozialisten zynisch "Reichskristallnacht" genannt wurde.
In diesem Jahr ruft die "Demokratische Initiative gegen Diskriminierung
und Gewalt, für Menschenrechte und Demokratie - Gelsenkirchen"
alle Bürgerinnen und Bürger Gelsenkirchens auf, jeder Form von
Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt entgegenzutreten.

"Wachsamkeit, Nachbarschaftshilfe, Mut, Zivilcourage und Engagement
im Alltag finden unsere Unterstützung", heißt es in dem Aufruf. Mit
der Teilnahme an Demonstration und Kundgebung soll Stellung gegen
Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und Hass bezogen werden. So soll in
Gelsenkirchen deutlich werden: Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und
Hass in Gelsenkirchen - Mit uns nicht!

Die Demonstration und Kundgebung zum Gedenken an die Pogrome in
der so genannten Reichskristallnacht beginnt am Mittwoch,
9. November 2005, 18.30 Uhr, auf dem Heinrich-König-Platz.
Anschließend führt ein Schweigezug durch die Gelsenkirchener
Innenstadt zum ehemaligen Güterbahnhof, Wickingstraße/
Wilhelm-Busch-Straße.

Um 19.15 Uhr wird Oberbürgermeister: Frank Baranowski die Teilnehmer
begrüßen.

Anschließend wird Prof. Dr. Hans Mommsen, einer der profiliertesten
Historiker der Bundesrepublik Deutschland an die Ereignisse erinnern.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 organisierten die
Nationalsozialisten ein Pogrom gegen die noch in Deutschland lebenden
jüdischen Menschen, das zynisch "Reichskristallnacht" genannt wurde.
Menschen wurden misshandelt und getötet. Bei diesem Pogrom wurden
in ganz Deutschland die Synagogen in Brand gesteckt und noch bestehende
Geschäfte jüdischer Bürgerinnen und Bürger zerstört. Auch in
Gelsenkirchen wurden die Synagogen in Gelsenkirchen und Buer in Brand
gesetzt. Der jüdische Teil des alten Friedhofs an der Mühlenstraße in Buer
wurde zerstört. Zahlreiche Geschäfte an den Einkaufsstraßen der Stadt
wurden für jeden sichtbar verwüstet, Menschen wurden gequält, ihr Hab
und Gut vernichtet, viele wurden inhaftiert.

Diese Verbrechen der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, die sich
zum 67. Male jähren, waren ein neuer Höhepunkt des von breiten
Bevölkerungskreisen getragenen Antisemitismus und des staatlich
legitimierten Terrors gegen die jüdische Bevölkerungsgruppe - nach
Boykotten, tagtäglicher Diskriminierung, Nürnberger Rassegesetzen,
fortschreitender Ausplünderung durch so genannte Arisierungen und
anderem.

Die rassistische Politik endete mit der Ermordung von etwa 6 Millionen
Jüdinnen und Juden in Europa. Auch der überwiegende Teil der in
Gelsenkirchen oft sehr lange ansässigen jüdischen Bürgerinnen und
Bürger konnte sich nicht vor den Nationalsozialisten und ihren zahlreichen
Helfern retten. Mehr als die Hälfte der 1933 in Gelsenkirchen lebenden
jüdischen Männer, Frauen und Kinder wurden während des "Dritten
Reiches" ermordet. Diskriminierung, Entrechtung und Misshandlung
sowie schließlich die Deportationen aus Gelsenkirchen fanden in aller
Öffentlichkeit und für zahlreiche Gelsenkirchener sichtbar statt. Etliche
profitierten von der Verfolgung und Ermordung der Juden in Deutschland.
An diesen Verbrechen waren viele Menschen beteiligt, noch mehr wussten
oder ahnten zumindest, was geschah.

Auch die Deportationen jüdischer Menschen aus Gelsenkirchen fanden in
aller Öffentlichkeit statt. Nach den heute vorliegenden Informationen
wurden 617 Personen aus der Stadt Gelsenkirchen "nach Osten evakuiert",
wie man zynisch formulierte. Am 27. Januar 1942 wurden 355
Gelsenkirchener Juden vom Gelsenkirchener Güterbahnhof in das Ghetto
Riga deportiert, nachdem sie zuvor unter Aller Augen auf dem
Wildenbruchplatz zusammengetrieben worden waren. Weitere größere
Deportationen folgten am 31. März 1942 nach Warschau und am
27. Juli 1942 nach Theresienstadt. Es folgten noch kleinere Transporte
bis zur Deportation der letzten in Gelsenkirchen verbliebenen so genannten
Mischehepartner und Mischlinge in ein Arbeitslager bei Kassel am
19. September 1944. Die weitaus meisten Deportierten wurden ermordet.

Mit dem Besuch des alten Güterbahnhofs - dem letzten Ort, den die meisten
der deportierten jüdischen Männer, Frauen und Kinder von ihrer Heimatstadt
Gelsenkirchen sahen - will die Demokratische Initiative in diesem Jahr an die
Verfolgung und Ermordung der Juden erinnern.

Hans Mommsen, Jg. 1930, em. Prof. für Neuere Geschichte an der
Ruhr-Universität in Bochum, veröffentlichte zahlreiche Bücher und Aufsätze
zur Geschichte der Arbeiterbewegung, des deutschen Widerstandes, der
Weimarer Republik und des Nationalsozialismus u.v.m. Er prägte nicht nur
die Theoriebildung in der deutschen Zeitgeschichtsforschung, sondern greift
immer wieder in aktuelle politische und zeithistorische Debatten der Gegenwart
ein.


INFO

Dr. Stefan Goch
Institut für Stadtgeschichte
Wissenschaftspark
Munscheidstraße 14
D-45886 Gelsenkirchen
Tel. +49-(0)209-169-8555
Fax +49-(0)209-169-8553
mail: stefan.goch at gelsenkirchen.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 3 14:26:41 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 03 Nov 2005 14:26:41 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag ueber die Biggetalsperre und die Umsiedlung
des Dorfes Sondern, Olpe, 10.11.2005
Message-ID: s36a1e36.029@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Josef Wermert",
Datum: 02.11.2005, 17:02


AKTUELL

Einladung zur Vortragsveranstaltung

Vor genau 40 Jahren - am 4. November 1965 - war der feierliche
Beginn des Einstaus der Biggetalsperre. Die Arbeiten an der seit
1937 projektierten Talsperre hatten 1956 begonnen. Diese größte
Talsperre Westfalens mit ihrem umfangreichen Touristikangebot
prägt heute das Landschaftsbild und das südliche Sauerland
insgesamt, und der Name Biggesee ist mittlerweile untrennbar vor
allem mit der Stadt Olpe verbunden. Der Bau der Talsperre
bedeutete aber gleichsam auch Verlust von Heimat für 2500
Menschen, deren Familien hier zum Teil seit Jahrhunderten ansässig
gewesen waren, und der jahrhundertealten, gewerblich geprägten
Kulturlandschaft des Biggetals zwischen Olpe und Attendorn. Das
Stadtarchiv Olpe und der Heimatverein für Olpe und Umgebung e.V.
erinnern hieran mit einer Vortragsveranstaltung.

Es referiert die Volkskundlerin und Museumsberaterin beim Hessischen
Museumsverband e.V. in Darmstadt, Frau Heike Heinzel, zum Thema:
"Heimat im Biggetal - Erinnerungen an den Bau der Biggetalsperre und
die Umsiedlung des Dorfes Sondern"

Zu dieser Veranstaltung am Donnerstag, dem 10. November 2005, um
19.30 Uhr in der Begegnungsstätte Altes Lyzeum in Olpe,
Franziskanerstraße 8, sind alle Interessenten herzlich eingeladen.


INFO

Stadtarchiv Olpe
Tel.: 02761/831293
E-mail: J_Wermert at Olpe.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Nov 3 14:16:50 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu, 03 Nov 2005 14:16:50 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Dortmunder Stadtpatron Reinoldus, Dortmund, 08.11.2005
Message-ID: s36a1bdf.004@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Uni Dortmund Medieninfo"
Datum: 03.11.2005, 13:48


AKTUELL

Der Stadtpatron Reinoldus, Ritter und Heiliger: Vortrag mit Musik in
Reinoldi

Die öffentliche Vorlesungsreihe "Bild und Klang in der
mittelalterlichen Stadt", die am 25. Oktober mit einem Vortrag über
Kunst und Musik startete, stieß bei der Dortmunder Bevölkerung auf
große Resonanz. Nun folgt der zweite Vortrag am kommenden Dienstag
(8.11.). An diesem Abend erweisen die Referenten dem Stadt- und
Kirchenpatron Reinoldus die Ehre.


Vortrag:
Der Stadtpatron Reinoldus, Ritter und Heiliger

Birgit Franke, Michael Stegemann, Barbara Welzel

8.11.2005, 19.30 - 21.00 Uhr

Stadtkirche St. Reinoldi

Erzählt wird die Legende Reinoldus`, die Geschichte seiner Reliquien
und seiner Verehrung. Vor allem aber soll sein monumentales Bildnis in
der Reinoldikirche vor der Folie kunsthistorischer und historischer
Forschung zum Sprechen gebracht werden. Die Musikbeispiele stellen den
Dortmunder Patron in den europäischen Kontext. Zahlreiche
Kompositionen wurden Heiligen gewidmet, Verehrung und Legenden mit
reichen Klängen inszeniert. Gerade die Musikvorführungen im
eindrucksvollen Raum der Reinoldikirche eröffnen heute den Sinnen
einen Weg ins Mittelalter.


Die öffentliche Vorlesungsreihe "Bild und Klang in der
mittelalterlichen Stadt" wird veranstaltet von der Universität
Dortmund in Zusammenarbeit mit der Conrad-von-Soest-Gesellschaft sowie
der Stadtkirche St. Reinoldi.


KONTAKT

Prof. Barbara Welzel, Ruf: 7 55 - 29 55









From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 3 15:04:05 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 03 Nov 2005 15:04:05 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Die Warte, Nr. 127, Herbst 2005
Message-ID: s36a26fe.097@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 03.11.2005, 15:10


SERVICE: TOC

Die Warte
Heimatzeitschrift für die Kreise Paderborn und Höxter
Herbst 2005
Nr. 127
ISSN 0939-8686

Seiten in Auswahl (AS)


S. 2-4
Fischer, Annette
Die Waldglashütte in Erpentrup
Glasmacherei - Ein regionaltypisches Handwerk mit langer Tradition

S. 5-10
Klenke, Dietmar
Das "schwarze Paderborn"
Geschichte eines zählebigen Klischeebildes

S. 11-13
Schmude, Henner
Die Garnison in Borgentreich

S. 14f.
Koch, Rudolf
Die letzten Kriegstage in Altenbeken

S. 17
Weber, Hildegard
Die Sabbatleuchte in der Synagoge in Paderbron
Ein Beispiel des Vertrauens zwischen Juden und Christen

S. 18
Weber, Franz-Josef
Trauer um General a.D. Franz-Joseph Schulze

S. 21f.
Rezensionen

S. 23-27
Deppe, Günter
25 Jahre kommunale Denkmalpflege im heimischen Raum
Beispiele aus der Alltagskultur

S. 28f.
Büttner, Sonja / Kemper, Jürgen
"Schüler erinnern - gegen das Vergessen"
Ein Projekt des Liebfrauengymnasius Büren und des
Kreismuseums Wewelsburg

S. 30-34
Lutz-Efinger, Karin / Kienzle, Paula
"Komm, Schwester, tritt ans Licht"
Die Ordensfrau Schwester Philomena (1837-1917)

S. 35f.
Börste, Norbert
"Auf Augenhöhe. Deutsche aus Russland zwischen Hoffnung
und Vorurteil"
Anmerkungen zu einem Ausstellungsprojekt in Paderborn

S. 37-39
Kohle, Maria
"Dienst- und Freundwilliger Matthaeus Pontanus Buchdrucker"
Die Anfänge des Buchdrucks in Paderborn

S. 40
Die Kommunalarchive im Hochstift bitten um Ihre Mithilfe






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Nov 4 12:26:30 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 04 Nov 2005 12:26:30 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag ueber die astronomische Uhr im Dom zu
Muenster, Muenster, 08.11.2005
Message-ID: s36b5389.058@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Muenster",
Datum: 04.11.2005, 09:12


AKTUELL

Kalender des Teufels
Vortrag über die astronomische Uhr im Dom zu Münster

Gott hat die Zeit geschaffen, der Teufel den Kalender! Unter dieses
Motto hat Studiendirektor Wolfgang Hack einen Vortrag über die
astronomische Uhr im Dom zu Münster gestellt, den er am 8. November
2005 im Rahmen eines Kolloquiums über Geschichte und Didaktik der
Mathematik an der Westfälischen Wilhelms-Universität hält. Die
Veranstaltung beginnt am Dienstag um 17.15 Uhr im Hörsaal M4 des
Fachbereichs Mathematik und Informatik der Universität an der
Einsteinstraße 64.


INFO

Link: Fachbereich Mathematik und Informatik
(http://wwwmath1.uni-muenster.de/)






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Nov 4 12:21:23 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 04 Nov 2005 12:21:23 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Verein fuer Geschichte und Landeskunde von
Osnabrueck gruendet Arbeitskreis Stadtgeschichte
Message-ID: s36b5251.031@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Birgit Kehne",
Datum: 03.11.2005, 15:33


AKTUELL

Arbeitskreis Stadtgeschichte beim Verein für Geschichte und Landeskunde von
Osnabrück gegründet

Unter dem Dach des Vereins für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück hat
sich ein Arbeitskreis gebildet, der als Plattform für den wissenschaftlichen
Austausch zwischen den verschiedenen mit Stadt- und Regionalgeschichte
befassten Institutionen und den Forschenden dienen will. Ziel ist es, der
Erforschung Osnabrücks und der anderen Städte im ehemaligen Hochstift eine
langfristige Perspektive zu geben.

Der Arbeitskreis möchte mit regelmäßigen Treffen Gelegenheit zur
gegenseitigen Information über Forschungsvorhaben, Interessen und aktuelle
Fragen bieten. Geplant ist ebenfalls ein wissenschaftliches Kolloquium, in
dem laufende Forschungsarbeiten vorgestellt und diskutiert werden sollen.
Ein erstes Treffen des Arbeitskreises hat am 5. Oktober 2005 im
Niedersächsischen Landesarchiv - Staatsarchiv Osnabrück stattgefunden. Die
zahlreichen Teilnehmer aus den Kulturinstitutionen der Stadt, des
Landkreises, des Bistums, aus dem Landschaftsverband, der Universität und
dem Staatsarchiv begrüßten ausdrücklich die Initiative des Historischen
Vereins. Das nächste Treffen ist für das Frühjahr 2006 geplant.
In der Zwischenzeit soll ein monatlicher "Stammtisch" und ein
E-Mail-Verteiler die Kommunikation ermöglichen.

Koordinatoren des Arbeitskreises sind die Beiratsmitglieder Dr. Karsten Igel
und Dr. Nicolas Rügge. Interessenten können sich an den Verein für
Geschichte und Landeskunde, Schloßstr. 29, 49074 Osnabrück, Tel.
0541/33162-14, E-Mail: HistVer.Osnabrueck at nla.niedersachsen.de
oder direkt an
Karsten.Igel at web.de und
Nicolas.Ruegge at nla.niedersachsen.de
wenden.


INFO

Dr. Birgit Kehne
Vorsitzende des Vereins für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück e.V.
c/o Staatsarchiv, Schloßstr. 29, 49074 Osnabrück
0541/3316211
Birgit.Kehne at nla.niedersachsen.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 7 11:08:41 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 07 Nov 2005 11:08:41 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Auf der Suche nach bewegten Bildern eines
sich veraendernden Ruhrgebiets, Essen, 11.11.2005
Message-ID: s36f35d7.000@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "gk-mail (Abeck)"
Datum: 07.11.2005, 09:56
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "Geschichtskultur Ruhr"


AKTUELL

Freitag, 11. November 2005, 20 Uhr

Der Kinematograph als Zeitmaschine
Auf der Suche nach bewegten Bildern
eines sich verändernden Ruhrgebiets.

Einige Filmbeispiele samt notwendiger Erläuterung
als Angebot zum Dialog von Paul Hofmann (Kinemathek im Ruhrgebiet)

Die Bedeutung der Archivarbeit von Paul Hofmann - liegt sie in dem Versuch
einer Rettung der Erinnerung an eine Region vor ihrem Verschwinden?
Rücklaufend, sagte Hofmann einmal sinngemäß, hole ich die Geschichte nie
ein. Aber eben deshalb ist dieses Filmmaterial, das Spuren der Geschichte,
Bilder und Töne der Region (wie vermittelt und verzerrt auch immer)
bewahrt, so wichtig. Mit diesem Material zu arbeiten, es produktiv zu
machen, im Rückgriff darauf etwas zu komprimieren, darum geht und ging es
Paul Hofmann auch in seiner filmischen Arbeit.

Während Robert Hartmann und Michael Lentz in dem von Paul Hofmann
vorgestellten Film "Der Rauch verbindet die Städte" (1979) altes
Filmmaterial und selbst gedrehte Sequenzen kombinieren und rückblickend
engagiert kommentieren, arbeitet Hofmann selbst ausschließlich mit
vorgegebenem Material - und zwar sowohl auf der Bild- wie auf der Tonebene.
So kann mit der an diesem Abend von ihm ermöglichten Gegenüberstellung der
einen wie der anderen Arbeitsweise die je spezifische Form der filmischen
Transformation von Wirklichkeit erfahrbar werden.

Seine Filmcollage "Eine Landschaft wie keine zweite" aus dem Jahre 2005
(der erste Teil seiner Ruhrgebiets-Trilogie) zeigt eine Region, die in
dieser Form nicht mehr existiert.

Sie ruft, so könnte man vielleicht sagen, nicht zuletzt auch deren konträre
Aspekte ins Bewußtsein zurück - darunter auch Formen eines für die
Industrieregion typischen Arbeiterwohnens, Formen eines produktiv-humanen
Zusammenlebens, "das Lebensgefühl einer Welt", ihre Kooperations- und
Kommunikationsformen, Formen der (nicht nur) nachbarschaftlichen
Solidarität, deren Wert für das Gemeinwesen aus dem Bewußtsein der Heutigen
immer mehr verdrängt wird, wenn es uns nicht gelingt, auf neue Art daran
anzuknüpfen.

Sonntag, den 13. November um 20 Uhr gibt es die Gelegenheit, im
Atelierhaus -Alte Schule- die von Paul Hofmann im Jahre 2005 für den WDR
produzierte Film-Trilogie "Als der Ruhrpott noch schwarz-weiß war" zu
sehen und zu diskutieren:
Teil 1: Eine Landschaft wie keine zweite
Teil 2: Das lange Elend mit der Kohle
Teil 3: Eine Heimat mit Ecken und Kanten
Die drei Teile dieser Filmcollage haben jeweils eine Länge von 44 Minuten.


ORT

Doris Schöttler-Boll / Atelierhaus - Alte Schule
Äbtissinsteig 6, 45276 Essen-Steele
Tel.+Fax 0201/ 515592







From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Nov 8 08:07:18 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 08 Nov 2005 08:07:18 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Das Alte Reich in Buechern und Bildern, Muenster, ULB
Message-ID: s3705cd0.089@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Uni Münster"
Datum: 07.11.2005, 15:11


AUSSTELLUNG

Das Alte Reich in Büchern und Bildern
Ausstellung in der Universitäts- und Landesbibliothek

Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation beziehungsweise das Alte
Reich, welches bis zu seinem Untergang 1806 das kulturprägende
Zentrum (Mittel-) Europas war, ist Gegenstand der Ausstellung
"BilderReich. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation in
Büchern und Bildern", die noch bis zum 3. Dezember in der
Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Münster zu sehen ist.

Die Ausstellung wurde im Rahmen einer Lehrveranstaltung am
Historischen Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität sowie
in einem anschließenden Arbeitskreis von neun Studierenden mittlerer
und höherer Semester unter der Leitung von Dr. Nikolaus Gussone
vorbereitet. Die Studierenden zeigen durch vielfältige und zum Teil
neu erschlossene Exponate den schriftlichen und bildlichen
Niederschlag des Alten Reiches. Einzelne Teilthemen sind die
Darstellung des Heiligen Römischen Reiches im Kartenbild, das Alte
Reich im Spiegel der Reichspublizistik, Hofkunst und Grafik bei den
Bildnissen Kaiser Karls V., frühneuzeitliche Krönungen und ihre
Darstellung in Flugschriften und umfangreicheren Diarien, die
Reichsinsignien in Bild und Text sowie der Bedeutung des Kaisersaals
im Frankfurter Römer als Nationaldenkmal.


INFO

Geöffnet ist die Ausstellung montags bis freitags von 14 bis 19 Uhr
und samstags von 11 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei. Öffentliche
Führungen finden jeweils dienstags (15.11.; 22.11; 29.11) um 16.30
Uhr statt. Führungen von Gruppen ab fünf Personen und für
Schulklassen sind auf Anfrage ebenfalls möglich. Zur Ausstellung
erscheint ein Katalog mit einführenden Texten sowie der Beschreibung
und Abbildung aller Objekte. Er ist an der Ausstellungsaufsicht für
drei Euro erhältlich. Zusätzlich hält die Historikerin Dorothee
Linnemann einen Vortrag mit dem Titel "Der Immerwährende Reichstag
zwischen Bild und Recht" am Montag, 21. November, um 20 Uhr im
Fürstenberghaus, Raum 209. Der Eintritt ist frei.

Krummer Timpen 3-5
D-48143 Münster

URL: http://www.ulb.uni-muenster.de/forum/nachrichten/20051027_bilderreich.html






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 8 12:32:46 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 08 Nov 2005 12:32:46 +0100
Subject: [WestG] [AKT] "Museumadvent" des Detmolder Freilichtmuseums ab
jetzt online
Message-ID: s3709afe.006@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Gefion Apel"
Datum: 07.11.2005, 13:30


AKTUELL

"Museumadvent" des Detmolder Freilichtmuseums ab jetzt online

Zum Saisonende des Westfälischen Freilichtmuseum Detmold ist
sie fertig geworden: Die Internetseite für den ersten Museumsadvent
im Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).
Für das dritte Adventswochenende geplant, weckte die neue
Veranstaltung schon im Jahresprogramm die Neugier zahlreicher
Museumsbesucher, die bisher immer ein wenig vertröstet werden
mussten - aber die Neugier kann befriedigt werden: Neben einem
kleinen Infoflyer zur Veranstaltung hat das LWL-Freilichtmuseum auch
die Internetseite in dieser Woche vorgelegt. Unter
www.advent-im-freilichtmuseum.de gibt es mehr dazu, was sich das
Landesmuseum für Volkskunde in diesem Winter alles vorgenommen
hat: Nicht nur dass man endlich mal im Dezember das Paderborner
Dorf mit Abendbeleuchtung besuchen kann, neben einer kleinen
Ausstellung wird ein umfangreiches musikalisches Programm und
viele Mitmachaktionen geboten. Nähere Informationen außerdem
beim Westfälischen Freilichtmuseum Detmold, Krummes Haus,
32760 Detmold Tel.: 05231/706-0.


INFO

Gefion Apel M.A.
Westfälisches Freilichtmuseum Detmold
Landesmuseum für Volkskunde
Krummes Haus, 32760 Detmold
Tel.: 05231/706-140 Fax: 05231/706-106
wfm-detmold at lwl.org
www.freilichtmuseum-detmold.de

Sonderausstellung "Inside -Schultenhöfe des Münsterlandes"
im FREILICHTMUSEUM DETMOLD






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 9 13:36:08 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 09 Nov 2005 13:36:08 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Industriemuseum Zeche Zollern laedt zum "Markt
fuer schoene Dinge", 12./13.11.2005, Dortmund
Message-ID: s371fb55.051@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 09.11.2005, 11:55


AKTUELL

Kunsthandwerk in der Maschinenhalle
Industriemuseum Zeche Zollern lädt zum "Markt für schöne Dinge" ein

Wo Industriekultur und Jugendstil unter einem Dach stecken, zieht
am kommenden Wochenende modernes Kunsthandwerk ein: Das
Westfälische Industriemuseum Zeche Zollern II/IV lädt Samstag
(12.11.) und Sonntag (13.11.) zum Kunsthandwerker-Markt in die
Maschinenhalle ein. Mehr als 20 Aussteller bieten ihre Waren an.
Das Spektrum reicht von Kerzen über Schmuck und textile
Wandbehänge, Steinskulpturen und Kleinmöbel bis hin zu Objekten
aus Metall. Letztere können Besucher auf Zollern sogar "entstehen"
sehen: Schmiedemeister Paul Nagel aus Dortmund zeigt auf dem
Zechenvorplatz seine Arbeit mit Feuer und Eisen.

Dr. Ulrike Gilhaus knüpft mit dem neuen Angebot unter dem Motto
"KunstHandWerk - Markt für schöne Dinge" an andere Veranstaltungen
im Dortmunder Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL) an. "Unsere Familienflohmärkte, der Gartenkungelmarkt und
die Modelleisenbahn-Börsen haben guten Zuspruch. Von mehreren
Seiten ist der Wunsch an uns herangetragen worden, in ähnlichem
Rahmen auch einmal Kunsthandwerk zu präsentieren."

Für die Museumsleiterin hat die Verkaufsausstellung in der 100 Jahre
alten Halle sogar noch einen historischen Aspekt. Denn der Prototyp
der Maschinenhalle von Zeche Zollern II/IV war 1902 für die
Gutehoffnungshütte als Ausstellungspavillon auf der Düsseldorfer
Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung gebaut worden.


INFO

KunstHandWerk - Markt für schöne Dinge
Samstag und Sonntag, 12. und 13. November 2005, jeweils 11 bis 18 Uhr
Westfälisches Industriemuseum Zeche Zollern II/IV,
Grubenweg 5
44388 Dortmund-Bövinghausen
Sondereintritt: 1 Euro.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 9 13:47:03 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 09 Nov 2005 13:47:03 +0100
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_LWL_drehte_Film_ueber_die_Textil?=
=?iso-8859-1?q?industrie_im_Muensterland=2C_Museumsmitarbeiter_schl=FCpft?=
=?iso-8859-1?q?en_in_historische_Rollen?=
Message-ID: s371fdfa.081@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 08.11.2005, 10:12


AKTUELL

LWL drehte Film über die Textilindustrie im Münsterland
Museumsmitarbeiter schlüpften in historische Rollen

Wie sah die Arbeit in einer Textilfabrik vor 100 Jahren aus und wie
haben die Arbeiterfamilien damals im Münsterland gelebt? Mitarbeiter
und Freunde des Textilmuseums Bocholt schlüpften für ein Filmprojekt
jetzt in die Rollen von Textilarbeitern und deren Familien: Vor laufender
Kamera mimten die Laien Szenen in der Fabrik und zu Hause. Sie
bedienten bei ohrenbetäubendem Lärm die Webstühle, ernteten
Gemüse im Garten und buken Buchweizenpfannkuchen an der historischen
Kochmaschine im Arbeiterhaus. "Ein Projekt, das sehr zeitaufwändig war,
aber allen auch viel Spaß gemacht hat", zieht Dr. Hermann Josef
Stenkamp, Leiter des Westfälischen Industriemuseums in Bocholt, Bilanz.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zeichnet in dem neuen
Dokumentarfilm die Geschichte der Textilindustrie im Westmünsterland nach,
wo das Rattern der Webstühle und das Surren der Spinnmaschinen über
mehrere Generationen hinweg den Leben- und Arbeitsrhythmus vieler
Familien bestimmte. Das Westfälische Landesmedienzentrum des LWL hat
einen großen Teil des Films im LWL-Textilmuseum Bocholt gedreht. Dort
wird "Im Takt der Maschinen" am Donnerstag, 1. Dezember, um 18 Uhr
auch zum ersten Mal öffentlich gezeigt.

Die halbstündige Dokumentation macht sowohl die Technik, als auch
sozialgeschichtliche Aspekte der Textilindustrie anschaulich. Anhand der
lauffähigen Originalwebstühle und Textilmaschinen im Westfälischen
Industriemuseum sehen Zuschauer zunächst, wie über Jahrzehnte im
Münsterland Baumwollstoffe hergestellt wurden. Gleichzeitig erklärt der
Film, was die Industrialisierung für den Alltag von Fabrikanten, Arbeitern
und deren Familien bedeutete. "Auch mit dem Thema wenig Vertraute
finden so einen verständlichen Zugang zu Leben und Arbeit der Menschen,
die in der Textilindustrie ihr Brot verdienten und heute noch verdienen",
erläutert Gerhard Schiller, beim Landesmedienzentrum verantwortlich für
das Projekt.

Zeitlich spannt der Film einen Bogen bis in die Gegenwart, in der sich die
heimische Textilindustrie im weltweiten Wettbewerb behaupten muss.
Das Filmteam besuchte die 1990 in Hamminkeln-Dingden gegründete
Textilfabrik "Setex" mit ihrem hochmodernen Maschinenpark und führte
Gespräch mit dem Geschäftsführer und einem Textilarbeiter über Technik,
Arbeitsalltag und Zukunftsperspektiven der Branche.

Im Westfälischen Industriemuseum in Bocholt läuft "Im Takt der Maschinen"
künftig als Einführung in die Geschichte und technische Entwicklung der
münsterländischen Textilindustrie. Der Film ist aber in erster Linie für den
Einsatz in Schulen und Bildungseinrichtungen konzipiert. Sie können die
DVD ab Dezember beim Westfälischen Landesmedienzentrum
(medienzentrum at lwl.org) zum Preis von 14,90 Euro zuzüglich 2,60 Euro
Versandkosten (ohne die Lizenz zur öffentlichen Vorführung und zum
Verleih) bzw. 45 Euro (mit der Lizenz zur nichtgewerblichen öffentlichen
Vorführung und zum nichtgewerblichen Verleih) erwerben.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 9 14:09:53 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 09 Nov 2005 14:09:53 +0100
Subject: [WestG] [KONF] Holocaust-Literatur im Deutschunterricht,
11.-13.11.2005, Muenster
Message-ID: s372033d.084@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Muenster"
Datum: 08.11.2005, 16:11


TAGUNG

Holocaust-Literatur im Deutschunterricht
Tagung des Germanistischen Instituts der Uni Münster

Der immer häufiger von Schülern zu vernehmende Überdruss an der
schulischen Beschäftigung mit dem Holocaust sollte alle, die an
einer lebendigen Erinnerungskultur interessiert sind, alarmieren.
Deshalb veranstaltet die Abteilung Didaktik der deutschen Sprache und
Literatur des Germanistischen Instituts der Universität Münster
vom 11. bis 13. November 2005 die Tagung "Holocaustliteratur und
Deutschunterricht" in der münsterschen Villa ten Hompel.

Gerade für den Literaturunterricht in den Schulen müssen neue Wege
gefunden werden, um der dramatisch nachlassenden literarischen Bildung
über Antisemitismus, Nationalsozialismus und dem Holocaust heute zu
begegnen, so Organisator Dr. Jens Birkmeyer. In Zeiten instabiler
kultureller Identitäten und schwindender historischer Bildung sei es
angeraten, die Bedeutung von ästhetischer Erziehung, literarischer
Bildung und Sinnorientierung für die Erinnerungsbereitschaft junger
Menschen nicht zu unterschätzen. "Vom Gelingen literarischer Bildung
hängt es in nicht unerheblichem Ausmaß ab, ob junge Menschen am
kollektiven Gedächtnis teilnehmen können", so Birkmeyer.

Die Tagung hat das Ziel, Experten aus Schule, Wissenschaft und
Pädagogik zu einem Wissens- und Erfahrungsaustausch
zusammenzuführen. Angesprochen sind Lehrer, Fachwissenschaftler,
Studierende und die interessierte Öffentlichkeit.


INFO

Anmeldungen sind unter tenhomp at stadt-muenster.de möglich.

Link: Tagungsprogramm
(http://deuserv.uni-muenster.de/default.htm#051111_tagung)

Veranstaltungsort:

Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
Telefon: 0251 492-71 01
Telefax: 0251 492-79 18
E-Mail:
tenhomp at stadt-muenster.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Nov 11 10:43:12 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 11 Nov 2005 10:43:12 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2005/24
Message-ID: s37475d0.083@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Hans Mühl"
Datum: 11.11.2005, 10:41


Neuerwerbungsliste Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB
Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" an
dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service auf die jeweils
aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB Münster an. Sie
informiert über neue Titel zu Westfalen, die die ULB gekauft oder als
gesetzliche Pflichtexemplare aus den westfälischen Regierungsbezirken
Arnsberg, Detmold und Münster erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2005/24 für den Zeitraum vom 15.10.2005 bis
zum 21.10.2005 mit insgesamt 32 Titeln ist unter der folgenden Internetadresse abrufbar:

http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&fach=wes


Die Titel können online über den Katalog der ULB (OPAC) bestellt werden:

http://superfix.uni-muenster.de/cgi-webOPAC/bridgeMain.pl?
maskID=001&tagNO=&functionID=1&Language=De&
SignalPort=3048&ServerLogin=wopaculb&
ServerDatabase=maindb&Z3950=off&Z3950User=gast&BaseUrl=..%2Fcgi-bin%2Fopac.pl&NichtNeu=J


Hinweise zum Sammelgebiet "Westfalen" der ULB Münster finden Sie unter:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/



Weitere Literatur über Westfalen finden Sie in der umfangreichsten
deutschen Regionalbibliographie, der Nordrhein-Westfälischen
Bibliographie (NWBib):

Allgemeine Information zur NWBib:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html



Suche in der NWBib:

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib



Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im Internet-Portal "Westfälische Geschichte":

http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62


INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Redaktion Nordrhein-Westfälischen Bibliographie -
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24074
E-Mail: muhl at uni-muenster.de
Website Nordrhein-Westfälische Bibliographie:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Nov 11 10:26:28 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 11 Nov 2005 10:26:28 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Gladbeck - unsere Stadt, Nr. 3/2005
Message-ID: s37471f9.016@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt"
Datum: 11.11.2005, 10:15


SERVICE: TOC

Gladbeck - unsere Stadt
Zeitschrift für Information, Werbung, Kultur- und Heimatpflege
Hrsg.: Verkehrsverein Gladbeck e.V.
33. Jahrgang
Nr. 3/2005


Seiten in Auswahl (AS)

S. 3-12
Fiebig, Erna-Johanna
Wilhelm Zimolong - ein Künstler mit internationalem Ruf

S. 16-18
Stemmler, Alfred
Säkularisiert und transloziert:
Der Leuchterhofer Altar im Museum Wittringen

S. 22f.
Schliemann, Josef
Wer war eigentlich...?
Gertrud Luckner

S. 26-37
Dreessen, Müzeyyen
Integration wird gelingen, wenn sich eine Kultur der
Anerkennung durchsetzt

S. 38f.
anon.
Sparkasse Gladbeck wurde 100

S. 40-42
Meiners, Hugo
Erinnerung an die Toten der Kriege
Volkstrauertag in Gladbeck

S. 44
anon.
Johann Heinrich Riesener






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Nov 11 10:40:46 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 11 Nov 2005 10:40:46 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Misstrauen in der Konsumgesellschaft,
Heinrich IV. und die Sachsen, Paderborn, 22.11.2005
Message-ID: s3747535.064@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "R.-D. Müller"
Datum: 10.11.2005, 08:35


AKTUELL

Öffentliche Vortragsveranstaltung des Altertumsvereins
Paderborn in Zusammenarbeit mit dem Historischen Institut
der Universität Paderborn

Prof. Dr. phil. Ludger Körntgen, Tübingen: Mißtrauen in der
Konsensgesellschaft. Heinrich IV. und die Sachsen.

Die erbitterten Kämpfe zwischen dem deutschen König Heinrich IV. (1056-1106)
und seinen sächsischen Gegnern haben die Geschichtswissenschaft immer
wieder beschäftigt. Die aktuelle Forschung nimmt vor allem den Verlauf und
die Formen des Konflikts in den Blick. In dieser Perspektive ist es
möglich, den sächsischen Konfliktschauplatz mit anderen Schauplätzen der
konfliktreichen Epoche zu vergleichen. Dabei wird immer deutlicher, daß in
den langen und erbitterten Kämpfen des dritten salischen Königs vor allem
der grundlegende Konsens verlorengegangen ist, der die Königsherrschaft der
Ottonen und Salier seit dem 10. Jahrhundert trug. Diese These soll am
Beispiel der sächsischen Konflikte konkretisiert und überprüft werden.


INFO

Dienstag, 22. November 2005
Theologische Fakultät Paderborn
Kamp 6
Hörsaal 2
20.00 Uhr






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Nov 11 13:20:31 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 11 Nov 2005 13:20:31 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Archivpflege in Westfalen-Lippe, Heft 63, Oktober 2005
Message-ID: s3749abc.019@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt", alexander.schmidt at lwl.org
Datum: 11.11.2005, 12:45


SERVICE: TOC

Archivpflege in Westfalen-Lippe
Heft 63
Oktober 2005
ISSN 0171-4058


S. 2
Teske, Gunnar
Bericht vom 57. Westfälischen Archivtag in Bad Lippspringe

S. 3-8
Brebeck, Wulff E.
Wewelsburg 1933-1945. Anmerkungen zur Vermittlung von
Zeitgeschichte

S. 8-14
Bockhorst, Wolfgang
Die Situation der westfälisch-lippischen Kommunalarchive.
Ergebniss einer Umfrage

S. 15-21
Looz-Corswarem, Clemens von
Gewinnung personeller Ressourcen für ein Stadtarchiv -
Zusatzkräfte und ehrenamtliche Mitarbeiter

S. 21-24
Greitemeier, Ferdinand
Schaffung von Arbeitsgelegenheiten auf der Basis von Ein-Euro-Jobs

S. 24-28
Zimmermann, Rüdiger
Zeitgeschichte auf einen Blick.
Zur Digitalisierung sozialdemokratischer Pressedienste in der Bibliothek
der Friedrich-Ebert-Stiftung

S. 28-33
Wohlgemuth, Anette
Erschließung, Digitalisierung und Internetpräsentation von Fotos -
Das Beispiel Westfälischer Kunstverein

S. 33-39
Polley, Rainer
Rechtsfragen bei der Präsentation und Benutzung digitaler Publikationen
im archivischen Kontext

S. 39-41
Sagemerten, Wolfgang
Der neue Aktenplan des Nordrhein-Westfälischen Städte- und Gemeindebundes

S. 41-45
Klander, Peter
Kommunaler Aktenplan der KGSt

S. 45f.
Rintelen, Bibiana
Sponsoring-Grundsätze und Auswahlkriterien am Beispiel der Westfälischen
Provinzial Versicherung AG

S. 46-51
Wiech, Martina
Neue Ansätze der Zusammenarbeit von Landesarchiv und Kommunalarchiven
auf dem Gebiet der Überlieferungsbildung

S. 51-53
Jakob, Volker
Filme im Archiv - Ein kooperatives Sicherungskonzept des Westfälischen
Archivamtes und des Westfälischen Landesmedienzentrums

S. 53-55
Niklowitz, Fredy
Heute das Gestern für Morgen bewahren
50 Jahre Stadtarchiv Lünen

S. 55-57
Worm, Peter
Archivische Aufgaben der Kommunen im digitalen Zeitalter

S. 57f.
Tiemann, Katharina
Neues Kommunales Finanzmanagement (NKF)

S. 59-71
Kurzberichte

S. 72-78
Bücher

S. 79
Infos

S. 80
Fortbildungen







From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 14 16:05:37 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 14 Nov 2005 16:05:37 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Groesstes mittelalterliches Haus in
Ostwestfalen entdeckt
Message-ID: s378b5e0.019@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 14.11.2005, 15:00


AKTUELL

Größtes mittelalterliches Haus in Ostwestfalen entdeckt

In Petershagen-Lahde (Kreis Minden-Lübbecke) haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) das bislang größte mittelalterliche Haus in Ostwestfalen entdeckt. Vom 8. bis zum 13. Jahrhundert haben Menschen hier gelebt und gearbeitet. Dagegen stammt die erste schriftliche Erwähnung Lahdes erst aus dem Jahr 1168. Die Notgrabung war nötig geworden, weil auf dem Gelände Häuser gebaut werden.

Mit rund 22 Meter Länge und neun Meter Breite ist das rund 800 Jahre alte Haupthaus des mittelalterli-chen Gehöftes in Petershagen-Lahde das bislang größte in Ostwestfalen. Zu dem Hallenhaus, so genannt, weil es keine Innengliederung hatte, gesellen sich rund 20 Gruben, vier Grubenhäuser und ein Brunnen. Das Einzigartige an dem Brunnen: Er ist in eine Grube eingetieft, stand nach Meinung der Ausgräber vom Westfälischen Museum für Archäologie also wohl in einem Grubenhaus.

Kurioser Fund ist ein 15 Zentimeter langer und 1,1 Kilogramm schwerer Backenzahn eines Mammuts. "Mammuts sind in unserer Region mit dem Ende der Eiszeit, also schon vor über 12.000 Jahren ausgestorben. Offensichtlich war dieser Zahn den Menschen aufgefallen und sie haben ihn, vielleicht sogar über viele Generationen hinweg, aufgehoben", überlegt Dr. Werner Best, Archäologe des Westfälischen Museums für Archäologie beim LWL. Genaueres erhoffen sich die Experten von weiteren Untersuchungen.

In den Grubenhäusern haben die Archäologen neben den üblichen Funden - vor allem Kochgeschirr - Werkzeuge für die Lederverarbeitung und Tuchherstellung geborgen, zum Beispiel Webgewichte und Messer.

Die Stelle wurde den archäologischen Ergebnissen zufolge vom 8. bis ins 13. Jahrhundert besiedelt. Und lässt damit auf einen älteren Ursprung von Lahde schließen, als man anhand der schriftlichen Überlieferung meinen könnte. Die erste Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1168: Damals schenkte Heinrich der Löwe die Gemarkung "Curia Lothe" an das Bistum Minden. "Es ist durchaus denkbar, dass auch das Gehöft, das wir ausgraben haben, dazugezählt hat. Hier hatten die Menschen zu der Zeit, als die Urkunde ausgestellt wurde, schon seit mehreren hundert Jahren gelebt; verließen den Ort aber kaum drei Generationen später", erklärt Archäologe Best und schlägt den Bogen zur Zukunft: "Die zukünftigen Bewohner hier siedeln sich damit nachgewiesenermaßen am Ursprung von Lahde an".

Das Baugebiet "Auf dem Ufer" am Südrand von Lahde wurde von der Stadt Petershagen vor fünf Jahren projektiert und von der Erschließungsgesellschaft der Sparkasse Minden-Lübbecke entwickelt und erschlossen.

Nachdem das 12.000 Quadratmeter große Baugebiet nun mit Straßen, Kanälen und Versor-gungsleitungen erschlossen ist und auch die archäologischen Untersuchungen zum Jahresende vorläufig beendet werden, können die ersten Grundstückseigentümer mit dem Bau ihrer Häuser beginnen. "Wir sind froh, nun fünf Monate nach Rechtskraft des Bebauungsplanes soweit mit der Erschließung zu sein, dass mit den einzelnen Bauvorhaben begonnen werden konnte," so Dietrich von der Recke, Geschäftsführer der S-ImmoGrund. "Besonders freut uns aber, dass es nun endlich gelungen ist, diese für die städtebauliche Entwicklung von Lahde so wichtige Fläche einer Bebauung zuzuführen."

Die archäologischen Untersuchungen wurden gefördert vom NRW-Ministerium für Bauen und Verkehr, dem LWL, der S-ImmoGrund und der Beschäftigungsgesellschaft proArbeit Minden. Über die Initiative für Arbeit und Schule (IFAS) organisiert, gibt es seit Beginn der Notgrabung vor drei Monaten zwischen fünf und zehn Arbeitsgelegenheiten. Die Hartz IV-Empfänger werden dabei als Ausgräber angelernt.

Die Fundstelle wird als so bedeutend eingeschätzt, dass die LWL-Archäologen neue Mittel beim Land NRW zur Fortsetzung der Grabung im kommenden Jahr beantragen.








From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 14 16:12:53 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 14 Nov 2005 16:12:53 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Projekt 'Tiefenbohrung'
Message-ID: s378b798.040@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Balthasar Haussmann",
Datum: 09.11.2005, 10:56


AKTUELL

Projekt "Tiefenbohrung" des NRW KULTURsekretariats

"Tiefenbohrung" ist das erste historisch ausgerichtete Projekt des NRW KULTURsekretariats. Es ist erwachsen aus der Einsicht, dass am Ende der für NRW so entscheidenden industriellen Epoche eine Rückbesinnung auf unsere älteren historischen Wurzeln möglich und nötig ist: möglich, weil die Hochöfen nicht mehr den Blick auf die Zeit vor der industriellen Revolution versperren; nötig, weil die Bestimmung des gegenwärtigen Standorts erst vor einem erweiterten historischen Horizont geleistet werden kann.

"Tiefenbohrung" fördert Vorhaben von Mitgliedsstädten des NRW KULTURsekretariats zur Kunst- und Kulturgeschichte Nordrhein-Westfalens vor 1800, insbesondere Ausstellungen und ausstellungsbegleitende Aktivitäten (Tagungen und Tagungsbände, Führungen, Kataloge und andere Publikationen etc.). Bevorzugt werden solche Projekte gefördert, an denen sich mehrere Mitgliedsstädte beteiligen, wobei den Themenschwerpunkten (s.u.) ein besonderes Gewicht zukommt. Dabei arbeitet "Tiefenbohrung" auf eine enge Kooperation von Museen, Archiven, Hochschulinstitutionen und Geschichtsvereinen hin.

Die Förderung besteht:

- in der Vernetzung und Koordinierung von Projekten,
- in materieller Unterstützung durch die Mittel des NRW KULTURsekretariats,
- in der Öffentlichkeitsarbeit des NRW KULTURsekretariats,
- in der Vergabe eines Preises für Publikationen zur nordrhein-westfälischen Kulturgeschichte, die wissenschaftlichen Ansprüchen genügen und zugleich ein breiteres Publikum ansprechen. Der Preis soll Ziel und Idee des Projekts unterstreichen: die vielgestaltige kulturelle Identität des Landes NRW historisch zu verankern und ein tragfähiges Fundament für aktuelle und zukunftsweisende Problemstellungen zu legen.

Um ein hohes Maß an Synergien freizusetzen, werden Themenschwerpunkte gebildet, die in besonderem Maß den Aktualitätsanspruch von "Tiefenbohrung" erfüllen. Der erste dieser Schwerpunkte trägt den Titel "Arbeitswelten in der Vormoderne". Bisher wollen sich Museen aus acht Städten des Landes an dem Projekt beteiligen: Bielefeld (Historisches Museum), Dortmund (Museum für Kunst und Kulturgeschichte), Duisburg (Kultur- und Stadthistorisches Museum), Gelsenkirchen (Museum Schloss Horst), Krefeld (Museum Burg Linn), Mönchengladbach (Städtisches Museum Schloss Rheydt), Münster (Stadtmuseum), Neuss (Stadtarchiv). Die Gleichzeitigkeit der Ausstellungen erlaubt eine konzertierte Öffentlichkeitsarbeit.

Ein Beirat wird sich Ende November 2006 konstituieren. Ihm gehören an: Herr Jun.-Prof. Achim Landwehr (Düsseldorf), Frau Prof. Ruth-E. Mohrmann (Münster), Herr Prof. Wilfried Reininghaus (Düsseldorf), Herr Dr. Dieter Scheler (Bochum), Frau Prof. Barbara Welzel (Dortmund).


INFO

Weitere Informationen erhalten Sie bei

Dr. Balthasar Haussmann
Projektkoordination "Tiefenbohrung"
haussmann at nrw-kultur.de
069/66.36.84.81
0178/312.49.04







From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 14 16:18:05 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 14 Nov 2005 16:18:05 +0100
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BLIT=5D_Industriemuseum_stellt_neuen_F?=
=?iso-8859-1?q?=FChrer_zur_Zeche_Nachtigall_vor?=
Message-ID: s378b8de.067@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 10.11.2005, 13:13


LITERATUR

Blättern durch 300 Jahre Geschichte
Industriemuseum stellt neuen Führer zur Zeche Nachtigall vor

Außen ist er schwarz wie Kohle, innen prall gefüllt mit Informationen und mehr als 400 zum großen Teil farbigen Abbildungen: der neue Museumsführer des Westfälischen Industriemuseums Zeche Nachtigall. Am Donnerstag (10.11.) wurde das 256 Seite starke Buch im Wittener Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) vorgestellt.

"Zeche Nachtigall" - so der Titel - gibt in kompakter Form einen Überblick über die wechselvolle Geschichte des ehemaligen Bergwerks und die Folgenutzung des Geländes von der ersten Erwähnung im Jahr 1714 bis zur Museumseröffnung im Mai 2003. Weitere Kapitel widmen sich den einzelnen Ausstellungsbereichen: dem Besucherbergwerk Zeche Nachtigall, einer Zeitreise ins Ruhrtal, der Kohlenschifffahrt auf der Ruhr, der Ziegelei Dünkelberg, den Kleinzechen der Nachkriegszeit und der Bewahrung des bergbaulichen Erbes in der Ausstellung "An der Wiege des Ruhrbergbaus". "Allen gemeinsam ist der sozialgeschichtliche Ansatz: Im Zentrum stehen die Menschen, die hier arbeiteten: Bergleute, Schiffer, Fuhrleute, Ziegler, Unternehmer und Industriepioniere", erklärt Ingrid Telsemeyer, wissenschaftliche Referentin des Industriemuseums und Herausgeberin des Buches.


Geschichte der Zeche Nachtigall

Die Geschichte der Zeche Nachtigall ist überliefert seit 1714: Zwei Bauern aus Herbede erwarben in diesem Jahr das Recht aus einer "Kohlenbank im Hettberger Holtz' Kohle abzubauen. 1743 kaufte der Adelige Freiherr Friedrich Christian von Elverfeldt das kleine Steinkohlenbergwerk "Nachtigall am Hettberg". Je fünf bis zehn Bergleute bauten dort tage- oder wochenweise im Stollenbetrieb die Kohlen ab.

1832 ging die Zeche Nachtigall in die Tiefe. Ingrid Telsemeyer: "Die Familie von Elverfeldt schloss sich in jenem Jahr mit einigen Nachbarzechen zusammen, um die hohen Investitionskosten für die notwendigen Dampfmaschinen und die Maschinengebäude aufzubringen." "Neptun" und *Hercules" hießen die beiden ersten Tiefbauschächte; letzterer ist heute wieder freigelegt und wie eine archäologische Grabung im Ringofen der später auf dem Gelände ansässigen Ziegelei zu sehen.

Nachtigall expandierte in den folgenden Jahren gewaltig und gehörte 1855 zu den größten und leistungsfähigsten Bergwerken des Ruhrgebiets. 460 Bergleute holten in Bommern das schwarze Gold aus einer Tiefe von bis zu 450 Metern. Große Ruhrschiffe transportierten die Kohlen - bis zu 100.000 Tonnen pro Jahr - zum Rhein. Der Anschluss an die Bergisch-Märkische Eisenbahn 1849 war ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung. Noch heute seien in der unmittelbaren Umgebung die Spuren dieser spannenden Verkehrsgeschichte rund um die Nachtigall zu entdecken, so die Wissenschaftlerin.

In dem Maße, wie der Bergbau im Ruhrgebiet nach Norden wanderte, ging es mit den Zechen südlich der Ruhr wirtschaftlich bergab. 1892 stellte Nachtigall den Förderbetrieb wegen mangelnder Rentabilität ein. Zu groß war die Konkurrenz mit den neueren Zechen in der Emscher- und Hellwegzone.


Die Ausstellungen

Der neue Museumsführer widmet sich aber nicht nur der eigentlichen Bergwerksgeschichte, sondern bietet - wie die Austellungen - Einblicke in 300 Jahre Geschichte des Ruhrtals bei Witten. Besucher können im Buch eine "Zeitreise ins Ruhrtal" unternehmen und erfahren dabei auch, woher der Name Nachtigall kommt. Im Kapitel über Kohlenschifffahrt auf der Ruhr zeigt eine ganze Bilderleiste, wie der Ruhrnachen Ludwig Henz, der auf Nachtigall vor Anker liegt, in Mülheim gebaut wurde.

Schließlich geht es um die Nachfolgenutzung des Nachtigallgeländes: Noch im Jahr der Zechenschließung 1892 erwarb der Bauunternehmer Wilhelm Dünkelberg das heutige Museums-Gelände. In der heute noch geländebeherrschenden Doppel-Ringofenanlage wurden jährlich bis zu elf Millionen Ziegel gebrannt. Der Alltag in diesem Ziegeleibetrieb und der arbeitsintensive Herstellungsprozess werden anschaulich beschrieben. Spannend und mit vielen Zitaten von Zeitzeugen gespickt stellt der neue Museumsführer unter der Überschrift "Zeche Eimerweise" die Kleinzechen der Nachkriegszeit vor, die - besonders zahlreich im Ruhrtal bei Witten - Restkohlen für den privaten und gewerblichen Bedarf abbauten.


Vom Schrottplatz zum Museum

Eindrucksvolle Fotos belegen den Verfall des Nachtigallgeländes zum Schrottplatz. Gezeigt wird auch, wie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) aus den Ruinen der historischen Gebäude das heutige Industriemuseum aufgebaut hat: das Spektrum reicht hier von der Restaurierung über den Einbau der historischen Dampfmaschine bis zum Ausbau des Nachtigallstollens als Besucherbergwerk.


INFO

Zeche Nachtigall. Museumsführer.
256 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen.
Klartextverlag Essen, 2005
ISBN 3-89861-179-5
Buchhandelspreis: 14,90 Euro





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Nov 15 08:09:28 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 15 Nov 2005 08:09:28 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Flurnamenbuch fuer Hoexter
Message-ID: s37997d5.058@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressemitteilung der Stadt Höxter"
Datum: 15.11.2005, 08:00


AKTUELL

Flurnamenbuch für Höxter
Marleen Willemsen stellt ihre Untersuchungen zur Verfügung

Dem Stadtarchivar Michael Koch und Dieter Siebeck vom Heimat- und Verkehrsverein Höxter ist es gelungen, den seit über zehn Jahren abgerissenen Kontakt zu Marleen Willemsen in Antwerpen, Belgien, wieder aufzunehmen. Marleen Willemsen hatte 1984 von ihrem damaligen Doktorvater, dem belgischen Sprachwissenschaftler Prof. Pierre Hessmann, das Thema "Die Flurnamen der Stadt Höxter" erhalten. Das Untersuchungsgebiet umfasst das gesamte Stadtgebiet nach der Gebietreform von 1970, schließt also auch die zwölf umliegenden Dorfgemeinden mit ein. Nach einer langjährigen Sammelarbeit in den zuständigen Archiven und Behörden, Wanderungen im Gelände, Gesprächen mit Ortskundigen sowie einer weit gediehenen Auswertung sah sich Marleen Willemsen 1993 gezwungen, die Arbeiten an ihrer Dissertation einzustellen. Um so erfreulicher ist es, dass jetzt ein Treffen in Höxter zu einem ersten Gespräch stattfinden konnte. Bei dem Zusammentreffen wurde vereinbart, dass die Flurnamenbearbeitung demnächst in das Stadtarchiv überführt wird und somit einer breiten Öffentlichkeit, insbesondere den Heimatforschern zur Verfügung gestellt werden kann. Weiterhin soll die Bearbeitung die Grundlage zu einer Veröffentlichung des Flurnamenschatzes der Gemarkung der Stadt Höxter bilden. Marleen Willemsen will, wie sie mehrfach unterstrichen hat, auf keinen Fall, dass ihre umfangreiche wissenschaftliche Arbeit verloren geht.


INFO

Stadthaus am Petritor
Westerbachstr. 45
37671 Höxter
Tel. 05271-963123
E-Mail: m.koch at hoexter.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Nov 15 08:17:13 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 15 Nov 2005 08:17:13 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter Kreis Soest, November 2005, Nr. 328
Message-ID: s37999a5.097@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Marcus Weidner",
Datum: 15.11.2005, 08:05


SERVICE: TOC

Heimatblätter -
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage: Soester Anzeiger
2005
November
Nr. 328
o. Seitenangaben


Risse, Erich
Mit Stolz getragen auf des Schützenkönigs Brust
Geschichten um die Höinger Königskette


Anon.
"Bäume leuchtend, Bäume glänzend, überall das Süße spendend..."
Die Geschichte des Weihnachtsbaums wird in einer Ausstellung des "Heimathauses
Münsterland" in Telgte dokumentiert


Multhaupt, Hermann
"Baustelle Kloster Dalheim" als Besuchermagnet
Die ehemalige Abtei der Augustiner-Chorherren wird zum neuen Westfälischen
Museum für Klosterkultur


Ketteler, Karl-Joseph Freiherr von
Der Sühneprinz und ein chinesischer Orden
Merkwürdige Folgen des Mordes an dem kaiserlich deutschen Gesandten
in China, Freiherrn Clemens August von Ketteler, im Jahr 1900


Becker, Ulrich
Kostbarer Münzbecher, aus Silber geschmiedet
Exponate im Städtischen Heimatmuseum von Lippstadt











From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Nov 15 08:23:40 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 15 Nov 2005 08:23:40 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Altes Eisen, 128 Portraets ehemaliger Bergleute,
Bochum
Message-ID: s3799b1b.030@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 14.11.2005, 15:28


AUSSTELLUNG

Lebendige Erinnerung im Industriemuseum Zeche Hannover
Enkel entdecken Großvater auf Porträtwand der Bergarbeiter

"Altes Eisen" heißt die Installation des Bochumer Künstlers Marcus Kiel, die 128 Porträts von ehemaligen Bergleuten in der Maschinenhalle des Westfälischen Industriemuseums Zeche Hannover zeigt. Dank des Engagements der Familie Vollmar aus Bochum bekommt heute ein weiteres bisher unbekanntes Gesicht seinen Namen und seine Geschichte.

Der Medizinstudent Patrick Rusch hatte bei einem Besuch der Zeche Hannover ein Bild seines Großvaters Wilhelm Rusch auf der Porträtwand entdeckt. Gemeinsam mit dem Museum hat die Familie nun die Lebensgeschichte des Hordeler Bergmanns erforscht. Heute erhielt das Porträt im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (lwl) sein Namensschild.

Wilhelm Rusch, Jahrgang 1913, entstammt einer alten Bergmannsfamilie. Als Sohn eines Elektromeisters im Zechenbetrieb folgte er dem Vorbild seines Vaters und nahm 1933 eine Anstellung als Elektriker auf der Zeche Hannibal an. Nach seiner Ausbildung zum Elektrosteiger konnte Wilhelm Rusch ab 1947 die Gesamtleitung des Kraftwerks der Zechen Hannover und Hannibal übernehmen. Bis zur Stilllegung der Zeche Hannover 1973 war Wilhelm Rusch als Elektroobersteiger für die gesamten elektrischen Anlagen der Zechen und Kokerei Hannover - Hannibal verantwortlich. Als Kirchenvorstand der katholischen Herz-Jesu Gemeinde wie auch als aktives Mitglied in der Gesellschaft Harmonie prägte Wilhelm Rusch das gesellschaftliche Leben in Hordel, das bis Mitte der 1970er Jahre eng mit der Zeche Hannover verbunden war.

"Die Zeche war sein Leben", erinnert sich Wolfgang Rusch an seinen Vater, der besonders stolz auf die Einrichtung der vollautomatischen Skip-Förderanlage der Zeche Hannover war. Entsprechend hart traf den Elektroobersteiger die Stilllegung "seiner" Zeche und der weitgehende Abriss der Anlagen.

Für die Enkelgeneration bedeutet die Zeche Hannover heute immer noch ein Stück Heimat: "Mein Großvater hat mir immer von der Zeche erzählt und alles gezeigt", erinnert sich Enkelin Silke Rusch. Sie freut sich mit der gesamten Familie, das ihr Großvater in der Porträtwand der Zeche Hannover einen Ehrenplatz erhalten hat.


INFO

Westfälisches Industriemuseum
Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum

Postanschrift:
Westfälisches Industriemuseum
Büro Zeche Hannover
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Telefon: 0231 6961-233
Telefax: 0231 6961-238
E-Mail: zeche-hannover at lwl.org






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Nov 16 08:07:37 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 16 Nov 2005 08:07:37 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Eroeffnung des Josef-Winckler-Hauses im
Salinenpark Rheine, 27.11.2005
Message-ID: s37ae8ec.030@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Lothar Kurz"
Datum: 15.11.2005, 14:23


AKTUELL

Ein Haus voller Geschichten - Eröffnung des Josef-Winckler-Hauses im
Salinenpark Rheine
Salzsiedehaus im Salinenpark
48432 Rheine
Sonntag, 27.11.2005, 11.00 Uhr

Der im Zuge der Regionale 2004 neugestaltete Salinenpark in Rheine weist
als Kernstück das in den 1740er Jahren errichtete Salzsiedehaus der "Saline
Gottesgabe" auf.

Im östlichen Teil des Gebäudes wurden bereits in dieser Zeit Wohnräume für
den Salineninspektor eingerichtet. In den 1820er Jahren erfuhr das Wohnhaus
eine großzügige Erweiterung. Am 7.Juli 1881 wurde hier der Schriftsteller
Josef Winckler als Sohn des damaligen Salineninspektors geboren.

Obwohl Winckler nur wenige Jahre in Rheine gelebt hat, pflegte er eine enge
Verbindung zu seiner Heimatstadt. Er hinterließ der Stadt Möbel,
Familienporträts und einen Teil seiner Bibliothek, damit mit diesen
Gegenständen dauerhaft an sein Schaffen erinnert wird. Die Stadt Rheine hat
nun ein Museum im Geburtshaus von Josef Winckler eingerichtet, das am
Sonntag, 27.11.2005, um 11.00 Uhr der Öffentlichkeit übergeben werden soll.

Es ist ein Haus voller Geschichten geworden. Die Besucher können in
Kindheitserinnerungen der Jahrhundertwende eintauchen, den Rhythmus früher
Industriedichtung in sich aufnehmen, die Leuchtkraft expressiver Malerei
entdecken oder die Atmosphäre eines "Dichterzimmers" auf sich wirken lassen.


INFO

Falkenhof-Museum
Tiefe Straße 22
48431 Rheine
Tel. 05971/92060







From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 16 11:21:38 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 16 Nov 2005 11:21:38 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Bocholt und die Hanse, Bocholt, 24.11.2005
Message-ID: s37b164a.051@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Stadt Muenster",
Datum: 16.11.2005, 11:04


AKTUELL

Bocholt und die Hanse
Vortrag von Dr. Johannes Ludwig Schipmann

Auf Einladung des Gesprächskreises wird Dr. Johannes Ludwig Schipmann
von der Universität Osnabrück über die mittelalterliche Hanse referieren.
Das Wort "Hanse" ist nicht nur Historikern ein Begriff. Die Hansekogge, die
Handestädte Lübeck, Hamburg und Bremen und der 1401 in Hamburg
hingerichtete Seeräuber Klaus Störtebecker sind einem weit größeren
Publikum bekannt. Dass die Hanse ein politisches System mit verschiedenen
Institutionen war, ist weniger bekannt, auch, dass neben den Seestädten
eine viel größere Anzahl von Binnenstädten dem Bündnis angehörte. Der
Referent wird einen Einblick in die unterschiedlichen "Kommunikationsräume"
der Hanse geben und das Funktionieren der Hanse erklären.

Schipmann wird in seinem Vortrag auch die westfälische Region und
insbesondere die Zugehörigkeit Bocholts zur Hanse thematisieren und die
regionalgeschichtlichen Zusammenhänge im Mittelalter und in der Neuzeit
beleuchten.


INFO

Der Vortrag findet statt am Donnerstag, 24. November 2005 um 19.30 im
Rathaus Bocholt am Berliner Platz. Der Eintritt ist frei.

Kontaktdaten:
Stadt Bocholt
Karsten Tersteegen
Berliner Platz 1
D-46395 Bocholt
Tel.: (0 28 71) 953-327
Fax.: (0 28 71) 953-189
E-Mail: kterstee at mail.bocholt.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 17 15:29:14 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 17 Nov 2005 15:29:14 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Das Misstrauensvotum und seine Geschichte,
23.11.2005, Luedenscheid
Message-ID: s37ca1d7.066@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "igb"
Datum: 16.11.2005, 11:50


AKTUELL

Lüdenscheider Gespräche
Das Misstrauensvotum und seine Geschichte
Vortrag und Diskussion mit Ernst Gottfried Mahrenholz

Am Mittwoch, den 23. November ist der Verfassungsrechtler Prof. Dr. Ernst
Gottfried Mahrenholz, Minister a.D. zu Gast im Institut für Geschichte und
Biographie. Der ehemalige Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts in
Karlsruhe war vielfach an der Diskussion um die von Kanzler Gerhard Schröder
gestellte Vertrauensfrage beteiligt. Als Verfassungsrichter hat Mahrenholz
1983 am Urteil zum Misstrauensantrag gegen Helmut Schmidt mitgewirkt. Im
Hinblick auf die aktuelle Situation dieses Jahres hat er den Parteien
Respektlosigkeit vor dem Amt des Bundespräsidenten vorgeworfen und in
der Diskussion um Alternativen für ein Selbstauflösungsrecht des Bundestages
plädiert. Auch zu den neuen politischen Entwicklungen nach dem Misstrauensvotum
wird Mahrenholz im "Lüdenscheider Gespräch" Stellung nehmen. Im Anschluss
an den Vortrag ist wie immer Gelegenheit zur Diskussion gegeben.


INFO


Zeit: Mittwoch, den 23. November 2005
17.00 Uhr

Ort: Institut für Geschichte und Biographie
Liebigstr. 11
58511 Lüdenscheid






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Nov 17 15:32:59 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 17 Nov 2005 15:32:59 +0100
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus
Westfalen-Lippe 17.10.-16.11.2005
Message-ID: s37ca2b5.080@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Manfred Hartmann"
Datum: 17.11.2005, 11:46


SERVICE: WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe 17.10.-16.11.2005

In Kooperation mit dem Westfälischen Museumsamt des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" einen
weiteren Service an: eine Zusammenfassung von Museums- und Archiv-
Nachrichten des Westdeutschen Rundfunks, die regelmäßig von Manfred
Hartmann erstellt wird. [MW]


Nachrichten aus OWL vom 14.11.2005

Arvato aus Gütersloh wächst weiter (16:17)
Mehr als 2.500 Menschen haben sich für den Erhalt der beiden städtischen Museen in Bad Oeynhausen ausgesprochen. Die Unterschriftenliste wurde heute dem Bürgermeister übergeben. Nach einem Sparbeschluss des Stadtrates soll das Märchenmuseum mit dem Museumshof zusammengelegt werden. Die Kritiker befürchten einen starken Besucherrückgang. Experten sehen die wertvollen Exponate in Gefahr. Viele Bilder und Bücher könnten auf dem Museumshof nicht ausreichend vor Nässe und Kälte geschützt werden.


Nachrichten aus OWL vom 14.11.2005

Märchenmuseum soll bleiben (12:10)
In Bad Oeynhausen haben Bürger gegen die geplante Zusammenlegung der städtischen Museen protestiert. Der Förderkreis übergab dem Bürgermeister über 2.500 Unterschriften gegen die Auslagerung des Märchenmuseums. Das Museum soll zum Museumshof am Stadtrand verlegt werden. Dadurch sollen die Betriebskosten um etwa 17.000 Euro jährlich verringert werden. Kritiker befürchten einen dramatischen Besucherrückgang.



Radionachrichten vom 13.11.2005

Landesweit größte Krippenaustellung in Telgte (17:50)
Im nordrhein-westfälischen Telgte hat eine große Ausstellung mit Weihnachtskrippen begonnen.

Im Museum "Heimathaus Münsterland" sind bis Ende Januar rund 150 Krippen zu sehen, die von Künstlern oder Laien gestaltet wurden.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 10.11.2005

Attendorn will mehr investieren (08:42)
Die Stadt Attendorn will im kommenden Jahr rund 14,5 Millionen Euro investieren. Das sind 5,5 Prozent mehr als in diesem Jahr. Das Südsauerland-Museum soll saniert werden, außerdem steckt die Stadt Geld in die Schulen und in Baumaßnahmen in der Innenstadt. Kredite will Attendorn nicht aufnehmen, sondern seine Schulden abbauen. Die Stadt rechnet mit steigenden Einnahmen aus der Gewerbesteuer.
Die Schulden sollen 2006 nur noch 12 Millionen Euro betragen. Mit 512 Euro liegt die Pro-Kopf-Verschuldung in Attendorn weit unter dem Landesdurchschnitt.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 09.11.2005

Gedenken an Reichs-Pogromnacht (14:59)
In Iserlohn wird heute Abend der Reichs-Pogromnacht vor 67 Jahren gedacht. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr am Mahnstein für die zerstörte Synagoge in der Mendener Straße. Das Gebrüder-Busch Theater in Hilchenbach-Dahlbruch zeigt heute Abend *Der Jazzpianist", ein Stück über den Faschismus. In Siegen erinnert die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit morgen um 16 Uhr mit einer Gedenkstunde an die niedergebrannte Siegener Synagoge, dort ist heute das *aktive Museum Südwestfalen".



Nachrichten aus OWL vom 05.11.2005

Mathematik als Erlebnis (11:06)
Mathematik zum Anfassen bietet eine Ausstellung in Lemgo. Die *mathematica" wird am Sonntag im Weserrenaissancemuseum eröffnet. Sie richtet sich an Schüler aller Altergruppen. An 28 Mitmachstationen können mathematische Experimente und Grundsätze erlebt und nachvollzogen werden. Die Wanderausstellung des Mathematikmuseums in Gießen hat bereits über eine halbe Million Besucher in Deutschland und europäischen Nachbarländern begeistert.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 03.11.2005

Erzgruben besser erforschen (07:37)
In einer WDR-Gesprächsrunde zum Siegerländer Bergbau forderten Fachleute gestern Abend im Siegener Lyz, die stillgelegten Erzgruben besser zu erforschen. Der Dekan für den Fachbereich Geowissenschaften an der Siegener Universität, Professor Hermann, schlug vor, Geologen und Historiker sollten sich dafür zusammenschließen. Dr. Thomas Stöllner vom Bergbaumuseum Bochum sagte, es werde Jahre dauern, alle vorhandenen Unterlagen zusammenzutragen und auszuwerten. Doch nur so könnten Gefahrenquellen durch Bergschäden rechtzeitig erkannt werden. Das WDR-Studio Siegen hatte unter dem Motto *Leben auf Löchern" zu der Gesprächsrunde eingeladen. Rund 150 Zuhörer beteiligten sich rege an der Diskussion.


Nachrichten aus OWL vom 31.10.2005

Baumeier geht in Ruhestand (13:27)
Der Direktor des Westfälischen Freilichtmuseums in Detmold, Stefan Baumeier, geht am Montag in den Ruhestand. Baumeier hat das Museum für bäuerliche Kulturdenkmale 35 Jahre geleitet. Die Saison im Westfälischen Freilichtmuseum endete am Sonntag. In diesem Jahr kamen rund 180.000 Besucher.



Nachrichten aus Aachen und der Euregio vom 29.10.2005

Leopold-Hoesch-Museum feiert 100jähriges (12:34)
Das Leopodl-Hoesch-Museum in Düren feiert an diesem Wochenende 100. Geburtstag. Das Kunsthaus ist 1905 von der Industriellenfamilie Schoeller gestiftet worden. Es ist heute rund um den Globus bekannt durch die internationale Schau der Papierkunst, die PaperArt. Zurzeit läuft die 9. Papierbiennale mit Künstlern aus Asien, USA und Europa. Zu den Schwerpunkten des Hoesch Museums gehören außerdem bedeutende Sammlungen der klassischen Moderne.


Nachrichten aus OWL vom 29.10.2005

Neue MARTa Ausstellungen (08:36)
Das Herforder Museum MARTa zeigt ab Samstag vier neue Ausstellungen. Darunter ein begehbares Bild des Berliner Künstlers Anton Henning. Das *Oktogon für Herford" verbindet Möbel, Malerei und Skulptur in einem Gesamtkunstwerk. Zum ersten Mal ist auch die Sammlung MARTa zu sehen. Präsentiert werden darüber hinaus Bilder der Sammlung Karl Kerber und Architekturfotografien aus dem Nachlass des Werbefotografen Robert Wolf.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 25.10.2005

Geschäftsführer weist Vorwürfe zurück (14:08)
Der Geschäftsführer des Rock- und Popmuseums Gronau, Bomheuer, ist Behauptungen entgegengetreten er habe von Schwierigkeiten beim Ankauf von Videowänden bereits im Vorfeld gewusst. Vor dem Landgericht Münster sagte er weiter, dass er auch keinerlei manipulierte Papiere gebilligt oder gar verlangt habe. Angeklagt sind zwei Hamburger Kaufleute, die dem Museum Videowände geliefert haben sollen, die sie selbst nur gemietet hatten. Dafür hatte die Stadt Gronau 638.000 Euro angezahlt.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 25.10.2005

Zuschuss für Wendener Hütte (07:25)
Der Kreis Olpe unterstützt den Ausbau der Wendener Hütte zu einem Technikmuseum mit 160.000 Euro. Die Gemeinde Wenden soll die gleiche Summe beisteuern. Damit wäre die Finanzierung gesichert. Die Wendener Hütte ist eine der ältesten noch erhaltenen historischen Eisenhütten in Deutschland. Sie gilt als eines der wichtigsten bergbau-historischen Denkmäler in Europa.



Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 22.10.2005

Hoesch-Museum in Dortmund (11:56)
Das neue Hoesch-Museum wird Sonntagmittag im ehemaligen Portier-Häuschen der Dortmunder Westfalenhütte eröffnet. In dem komplett renovierten Gebäude sind auf 800 Quadratmetern Fotos, Filme, technische Darstellungen und Hunderte von Original-Gegenständen zu sehen. Sie dokumentieren die Firmengeschichte von Hoesch und die Auswirkungen der Stahlindustrie für die Region. Ehemalige Stahlkocher haben das Museum mit gestaltet und bieten an vier Tagen pro Woche Führungen an.


INFO

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Westfälisches Museumsamt
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Schwelingstr. 5
48133 Münster
Tel.: 0251-591-3296
Fax: 0251-591-3335





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Nov 18 12:20:18 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 18 Nov 2005 12:20:18 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Zehn Jahre Adventsmarkt im Textilmuseum Bocholt,
22.11.-27.11.2005, Bocholt
Message-ID: s37dc723.006@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 17.11.2005, 09:36


AKTUELL

Kaufen, schauen, basteln, Märchen hören ...
Zehn Jahre Adventsmarkt im Textilmuseum Bocholt

Wenn sich der Duft von Tannengrün mit dem Geruch von Maschinenöl
mischt, dann ist in Bocholt wieder Adventsmarktzeit. Zum zehnten Mal
bauen 50 Hobbykünstler nächste Woche im Textilmuseum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ihre Stände auf: Von
Dienstag, 22.11., bis Sonntag, 27.11., finden Besucher im Arbeiterhaus,
im Websaal, im Maschinenhaus und auf dem Museumsvorplatz wieder alles,
was zu Advent und Weihnachten passt. Und weil mit dem 10. Markt ein
kleines Jubiläum gefeiert wird, schenkt das Westfälische Industriemuseum
seinen Besucher täglich eine Stunde: Statt wie üblich bis 18 Uhr können,
können Gäste bis 19 Uhr an den Ständen schauen und kaufen. Der Eintritt
ist wie immer frei.

Die Besucher können sich auf die bunt gemischte Palette von Angeboten
und Vorführungen freuen: Weihnachtskugeln - Glasbläserei - Puppenkleider -
Kreatives aus Holz und Ton - Marionetten - Seidenmalerei - Blaudruck -
Teddybären - Krippenfiguren - Gestecke - Tiffany und Bleiverglasung -
Porzellanpuppen - Keramik - Aquarelle und Ölbilder - Intarsien - Patchwork
- Süßwasserperlenschmuck - Stoffmobiles - Weidenkörbe - Kinderkleidung
und Stoffe - Weißstickerei - Stoffpuppen - Trolle - Klöppelarbeiten -
Handgesponnenes - handgeschöpfte Papiere - antiquarische Bücher und
Grafiken. Außerdem warten Leckeres vom Bäcker, vom Imker und vom
Metzger. Das Textilmuseum verkauft Glühwein, Kinderpunsch und Saft.

Besondere Aktivitäten für Erwachsene und Kinder ergänzen das Angebot:
So bietet das Museum von Dienstag (25.11.) bis einschließlich Samstag
(26.11.) jeweils von 15 bis 17 Uhr Basteln für Kinder an. Museumsbesucher
ab vier Jahren können unter der Anleitung ein Weihnachtsgeschenk basteln
(Kosten pro Teil 3 €; Anmeldung erforderlich). Die Märchenstunde für die
kleinsten Besucher findet an denselben Tagen jeweils von 17 bis 18 Uhr in
der gemütlichen Wohnküche des Arbeiterhauses statt. Erwachsene sind
ebenfalls zur Märchenstunde eingeladen, und zwar am Freitag (25.11.)
von 18.30 bis 19.30 Uhr.

Einführungskurse im Blaudruck für Erwachsene stehen Mittwoch (23.11.)
und Donnerstag (24.11.) jeweils von 18.30 bis 20.30 Uhr auf dem
Programm (Kosten: 10 € zzgl. Materialkosten, Anmeldung erforderlich).
Und natürlich darf auch der Nikolaus nicht fehlen. Er kommt am ersten
Adventssonntag (27.11.) um 15 Uhr ins Industriemuseum und verteilt
Überraschungstütchen an die kleinen Besucher.

Aussteller und Firmen aus dem Förderkreis des Westfälischen
Textilmuseums e.V. haben wieder üppige Tombola bestückt. Lose können
während der Laufzeit des Adventsmarktes gekauft werden. Der Erlös
geht an die Kinderonkologie in Münster. Wer Glück hat, kann auch ohne
Los gewinnen: Anlässlich des Jubiläums spendiert das Westfälische
Industriemuseum jedem 100. Besucher ein kleines Präsent. Zum
gemütlichen Adventsschmaus lädt an allen Tagen das Museumsrestaurant
"Schiffchen" ein.


INFO

Westfälisches Industriemuseum
Textilmuseum Bocholt
Uhlandstraße 50
46397 Bocholt
Telefon: 02871 21611-0
Telefax: 02871 21611-33
E-Mail: textilmuseum at lwl.org






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Nov 18 12:33:28 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 18 Nov 2005 12:33:28 +0100
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Juedisches_Kulturerbe_gut_erfors?=
=?iso-8859-1?q?cht=3A_Land_und_LWL_schlie=DFen_Dokumentationsprojekt_ab?=
Message-ID: s37dca33.079@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 16.11.2005, 14:56


AKTUELL

Jüdisches Kulturerbe gut erforscht:
Land und LWL schließen Dokumentationsprojekt ab

Nordrhein-Westfalen hat bei der Erforschung des jüdischen Kulturerbes
deutschlandweit eine Vorreiterrolle übernommen: Der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) hat im Auftrag des NRW-Ministeriums für Bauen und
Verkehr den fünften Band der Dokumentation "Jüdisches Kulturerbe in
Nordrhein-Westfalen" herausgegeben. "Nur in Nordrhein-Westfalen weiß man
jetzt so detailliert über das jüdische Kulturerbe in Stadt und Land Bescheid",
sagte Bau- und Verkehrsminister Oliver Wittke heute (16.11.) in Siegen bei
der Vorstellung des Abschlussbandes über den Regierungsbezirk Arnsberg.
"Ich würde es natürlich begrüßen, wenn weitere Bundesländer dieses Projekt
als Pilotprojekt betrachten und dem Beispiel folgen würden", erwiderte der
Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel.

Auf 770 Seiten stellt Autorin Dr. Elfi Pracht-Jörns den einstigen Reichtum der
jüdischen Kultur vor. Neben 66 Synagogen und 102 Friedhöfen hat sie
tausende Wohn- und Geschäftshäuser, Schulgebäude, Sozialeinrichtungen
und Ritualgegenstände aufgelistet, die heute nur zu einem kleinen Teil erhalten
sind. Das eine Million Euro teure Gesamtprojekt begann bereits 1993. Das
fünfbändige Werk umfasst 3.300 Seiten und beschreibt unter anderem 337
Synagogen und 474 jüdische Friedhöfe.

"Die Juden haben als Deutsche unter Deutschen immer wieder Staat und
Gesellschaft in vielen Bereichen mitgeprägt und bereichert. Von ihnen sind
zahllose politische, wirtschaftliche, soziale, wissenschaftliche und kulturelle
Impulse ausgegangen. Ihr kulturelles Erbe ist zugleich auch ein unverzichtbares
Stück deutscher Kultur", stellte Wittke fest.

"Der größte Teil der materiellen Zeugnisse jüdischer Kultur wurde zur Zeit der
nationalsozialistischen Herrschaft als Auftakt zum Völkermord vernichtet.
Nur Weniges hat die Barbarei der NS-Zeit, die Kriegseinwirkungen und auch
die Achtlosigkeit der Wiederaufbauzeit überstanden. Auch diese traurige Bilanz
und die Begleitumstände des Untergangs dokumentiert das Buch", sagte
Prof. Dr. Eberhard Grunsky, Chefdenkmalpfleger des LWL und Herausgeber
der drei westfälischen Bände.

Spiegel unterstrich die Schwierigkeit, heute ein umfassendes Bild des jüdischen
Kulturerbes zu zeichnen: "Die Archive der jüdischen Gemeinden wurden zum
großen Teil beschlagnahmt und vernichtet. Trotz dieser erschwerten Arbeit
ist es beeindruckend gelungen, eine flächendeckende und vor allem detaillierte
Dokumentation vorzulegen, auch wenn sich manche Lücken bedauerlicherweise
nur schwer schließen lassen." Die Dokumentation ende nicht 1945, sondern
schildere eindruckvoll, dass sich die Tradition der Zweckentfremdung von
jüdischen Kulturgütern auch noch nach dem Krieg fortgesetzt habe. So
erfahre man beispielsweise, dass die Synagoge im Arnsberger Ortsteil Neheim
zu einem Lager für russische Zwangsarbeiter umfunktioniert und nach 1959
als Lagerraum genutzt worden und so weiter verkommen sei.

Die Wichtigste der weit verstreuten Quellen war für Pracht-Jörns das 1905 ins
Leben gerufene "Gesamtarchiv der deutschen Juden", das sich heute im Archiv
der Stiftung "Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum" befindet. "Die
überlieferten Dokumente über Synagogenbauten und Begräbnisplätze bereichern
unsere Kenntnisse über die jüdische Sachkultur außerordentlich, bieten sie doch
eine seltene und intensive Binnenansicht jüdischen Gemeindelebens", ordnet die
Autorin die Bedeutung der zusammengetragenen Akten ein. Sie fanden sich unter
anderem in Bochum, Dortmund, Hagen, Hohenlimburg (Hagen), Hamm,
Niedermarsberg (Hochsauerlandkreis) und Soest. Unterstützung erhielt
Pracht-Jörns bei ihrer Arbeit von den Denkmalpflegern des LWL, die auch die
meisten der verwendeten Fotos zur Verfügung gestellt haben.

Als älteste jüdische Gemeinde in Westfalen gilt Dortmund, wo bereits um 1200 Juden
gelebt haben. Die Gemeinde verfügte über eine Synagoge, einen Begräbnisplatz
und über eine Mikwe (Ritualbad). Weitere mittelalterliche Gemeinden gab es in
Bochum, Hamm, Iserlohn (Märkischer Kreis), Kamen (Kreis Unna), Lippstadt, Rüthen
(beide Kreis Soest), Siegen, Soest und Unna. Monumente aus dieser Zeit haben sich
aber kaum erhalten. So gilt der Friedhof in Rüthen, der 1625 erstmals erwähnt
wurde, als der älteste jüdische Friedhof in Westfalen. Den Friedhof in Obermarsberg
(Hochsauerlandkreis) hebt Grunsky hervor, weil er sich durch eine große
Formenvielfalt seiner Grabsteine auszeichnet. Das Buch führt die Leser auch in die
Synagoge von Neheim-Hüsten (Hochsauerlandkreis), die wegen ihrer reichen
Ausmalung als schönste Kleinstadtsynagoge gilt, oder zum Fachwerkbethaus in
Padberg (Hochsauerlandkreis) das noch in den 1990er Jahren fast Opfer einer
Brandstiftung geworden wäre.

Beträume in Privathäusern, die für kleinere Gemeinden die einzige Möglichkeit war,
Gottesdienste zu feiern, sind kaum erhalten. Deshalb schreiben die Denkmalpfleger
dem Haus, das früher der Metzgerfamilie Meyer in Kreuztal-Littfeld (Kreis
Siegen-Wittgenstein) gehörte, besondere Bedeutung zu. Denn hier ist im
Obergeschoss der Raum erhalten, in dem die kleine jüdische Gemeinschaft Gottesdienst
feierte.

Pracht-Jörns berichtet nicht nur von Zerstörung und Verlust: In den letzten zehn
bis 15 Jahren habe es viele Bemühungen zum Erhalt von Synagogen gegeben, die
häufig von Einzelnen oder kleinen Gruppen engagierter Freunde der Denkmäler
angestoßen worden seien. Dabei habe es sich durchgesetzt, die Spuren der
Verwüstung in der Pogromnacht im November 1938 oder späterer Vernachlässigung
nicht restlos zu tilgen, sondern das Fragmentarische der Synagogen als Zeugnis der
Judenverfolgung und späterer Gleichgültigkeit zu bewahren.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Nov 18 12:39:25 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 18 Nov 2005 12:39:25 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Immerwaehrender Reichstag,
Vortrag zur Ausstellung "BilderReich", Muenster, 21.11.2005
Message-ID: s37dcba0.097@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Muenster"
Datum: 18.11.2005, 00:11


AKTUELL

Immerwährender Reichstag
Vortrag zur laufenden Ausstellung "BilderReich"

Im Rahmen der zur Zeit in der Universitäts- und Landesbibliothek
Münster gezeigten Ausstellung "BilderReich. Das Heilige römische
Reich Deutscher Nation in Büchern und Bildern" hält die
münstersche Historikerin Dorothee Linnemann am 21. November 2005
einen Vortrag mit dem Titel "Der Immerwährende Reichstag zwischen
Bild und Recht". Der Vortrag beleuchtet eine der zentralen
Institutionen des Heiligen Römischen Reiches, den Immerwährenden
Reichstag zu Regensburg (1663/4-1806). Es soll der Frage nachgegangen
werden, ob und in welcher Form sich mit der Permanenz des Reichstags
ab 1663 ein Wandel sowohl in der zeremoniellen Inszenierung des Reichs
als Rechtsgemeinschaft auf den Reichstagen vor Ort als auch durch
dessen Wahrnehmung in Bildpublizistik und Reichsrecht ergeben hat. Der
öffentliche Vortrag beginnt am Montag um 20 Uhr im Fürstenberghaus
am Domplatz 20-22, Raum 209. Der Eintritt ist frei.


INFO

Link: Ausstellung "BilderReich" in der ULB
(http://www.ulb.uni-muenster.de/forum/nachrichten/20051027_bilderreich.
html)






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Nov 18 12:52:40 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 18 Nov 2005 12:52:40 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Rheine - gestern heute morgen, 2005, Heft 2
Message-ID: s37dcea9.038@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Thomas Giessmann",
Datum: 31.03.04, 13:45


SERVICE: TOC

Rheine - gestern heute morgen, Zeitschrift für den Raum Rheine
Ausgabe 55
Heft 2/2005
ISSN 1617-4852


S. 5
Greiwe, Franz
Ein Wort vorweg

S. 6-33
Gießmann, Thomas / Schulte, Heinz
Kinematographentheater, Lichtspielhäuser und Kinos in Rheine.
Überblick über die Kinogeschichte Rheine von 1903 bis 1996

S. 34-48
Greiwe, Franz
Die Kronenhof-Lichtspiele in Mesum

S. 49-53
Winter, Ingmar
Die "Emslandhalle" als Kulturmittelpunkt in Rheine, oder:
Wie das Metropol 1935 einen Gegenentwurf abwehrte

S. 54f.
Greiwe, Franz
Ein ungewöhnliches Museum: Metropoli - Kino für kleine Leute

S. 56-75
Meyer, Ellen
Die Macht der Filme im Wandel der Zeit. Ein Streifzug durch
eine hundertjährige Filmgeschichte mit Blick auf das Rheiner Kino

S. 76-80
Meier, Ludger
Filmdienst - Filmkritik nach dem Zweiten Weltkrieg

S. 81-83
Möller, Walter
Die Rheiner Kinoabende 1986 - 2002

S. 84
Schulte, Heinz
Schmalfilmclub Rheine

S. 86-89
Günnigmann, Klaus
Film- und Videoamateure Rheine

S. 90-92
Fühner, Herbert
"Film ab" seit fast 30 Jahren. Rückschau der Amateurfilmer
vom Club "film76"

S. 93-95
Hedderich, Klaus
Weißes Gold - Wiedersehen mit einem verloren geglaubten
Film

S. 96-97
Gießmann, Thomas
Der Arbeitkreis "Historische Filmdokumente über Rheine"

Buchvorstellungen
Hartmut Klein, Franz Greiwe, Ingmar Winter






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 21 08:27:17 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 21 Nov 2005 08:27:17 +0100
Subject: [WestG] [TOC] industrie-kultur, Heft 33, 4/2005
Message-ID: s38184fb.087@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Sven Bardua"
Datum: 18.11.2005, 23:16


SERVICE: TOC

industrie-kultur. Denkmalpflege, Landschaft, Sozial-, Umwelt- und
Technikgeschichte
11. Jahrgang
33. Heft
4/2005
ISSN 0949-3751


Schwerpunktthema "Fördern und Heben"

- Vorab bemerkt / Editorial 1
- Das Hebezeug-Museum von J. D. Neuhaus in Witten-Heven, von Markus Krause 2

- Vorerst gescheitert: ein Tretradkran zum Anfassen, von Martin Becker 3
- Höher, schneller, leichter: Turmkrane als Wegbereiter des modernen Schiff-
und Hochbaus, von Marcus Weiss 4
- Schiffshebewerke in China - Teil III: Informationen, Entdeckungen,
Projekte, von Eckhard Schinkel 7

- Personenaufzüge als Verkehrsmittel: Der Aufzug im sächsischen Bad Schandau
ist 100 Jahre alt, von Norbert Kuschinski 9
- Gewaltige Maschinen für große Aufzüge: Fördermaschinen im Steinkohle-
Bergbau, von Thomas Janssen 12
- Mehr Tempo für den Umschlag: die Ruhrorter "Trichterwagen", von Manfred E.
Knapp 14
- Innerbetrieblicher Transport in der Tuchfabrik Müller, von Markus Krause 15
- Monströse Maschinen versetzen Berge: Bagger und Förderbrücken im Braunkohle-
Tagebau, von Sven Bardua, Fotos von Christian Bedeschinski 16
- Lasten schweben lassen: Schrittmacher für Seilbahnen: Adolf Bleichert & Co.
in Leipzig-Gohlis, von Ulrich Krüger 18
- Einst ein alltägliches Transportmittel: Zur Geschichte der Material- und
Luftseilbahnen in der Schweiz, von Hans-Peter Bärtschi 20
- Die letzten Material-Seilbahnen, von Harald Finster, 21

- "Erbe des Herkules" auf der Akropolis: eine uralte Hebemaschine, von
Wilhelm Ruckdeschel, 22
- Denkmale des Steinkohle-Bergbaus in den französischen Alpen, von Edgar
Bergstein, 23
- Das Braunkohle-Bergwerk Robertshall in Hamburg-Hausbruch, von Michael Grube
25
- Erlebniswelt Eisen und Stahl: Weltkulturerbe Völklinger Hütte, von Frieder
Bluhm 27
- Juwel einer Industriestadt: das "Jewellery Quarter" in Birmingham, von
Frieder Bluhm 28
- Graues Gold aus den Bergen: das Welsh Slate Museum in Llanberis , von
Frieder Bluhm 29
- Bier als Exportschlager: das "Heineken Experience" in Amsterdam , von
Frieder Bluhm 30
- Gewerbepark und alte Technik in der Rohrbacher Spinnerei
(Niederösterreich), von Edgar Bergstein, 31
- Die Brikettfabrik in Mumsdorf (Thüringen) wird abgebrochen, von Sven
Bardua, Fotos von Christian Bedeschinski, 32
- SELBST VORGESTELLT: Stiftung und Forum zur Industriedenkmalpflege nach der
IBA, Interview von Michael Braun, 34
- Der Rangierbahnhof Wustermark bei Berlin bietet seltene Relikte, von Sven
Bardua, 36
- Das WIM restauriert einen Baukran der Wirtschaftswunderzeit, von Norbert
Tempel, 38
- Kure - eine kleine Industriestadt für die japanische Marine, von Norbert
Tempel, 40
- RIM-Ausstellung "Abgefahren! Vom Straßenbau im Rheinland", von Klaus Pirke,
42

- DAS HISTORISCHE FOTO: Die Kohle-Seilbahn der Zeche Pauline in Essen-Werden
45
- KÜNSTLERPORTRÄT: Naive Malerei von Hans Geserick im RIM Oberhausen, von
Thomas Schleper 46
- DIE HISTORISCHE ANZEIGE: Diesel-Löffelbagger von O&K Beihefter








From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 21 11:46:43 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 21 Nov 2005 11:46:43 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag, Roodenburg: Brain or brawn?, Muenster,
24.11.2005
Message-ID: s381b3d6.042@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Uni Münster"
Datum: 21.11.2005, 11:11


AKTUELL

Universitäten in der frühen Neuzeit
Öffentlicher Abendvortrag von Prof. Roodenburg (Amsterdam)

Mit frühneuzeitlichen Universitätskulturen beschäftigt sich eine
internationale Konferenz in Münster vom 24. bis 26. November 2005.
Am Rande der Tagung, die vom Sonderforschungsbereich 496 "Symbolische
Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme vom Spätmittelalter
bis zur französischen Revolution" an der Universität Münster
ausgerichtet wird, richtet sich ein Abendvortrag auch an die
interessierte Öffentlichkeit. Der Amsterdamer Volkskundler Prof. Dr.
Herman Roodenburg spricht am Donnerstag, 24. November 2005, um 19.30
Uhr im Hörsaal S1 der Katholisch-Theologischen Fakultät an der
Johannisstraße 8-10 über das Thema "Brain or brawn? What were
early modern universities meant for?".






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 21 11:48:33 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 21 Nov 2005 11:48:33 +0100
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2005/26
Message-ID: s381b430.075@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Hans Mühl"
Datum: 21.11.2005, 11:09


Neuerwerbungsliste Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB
Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" an
dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service auf die jeweils
aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB Münster an. Sie
informiert über neue Titel zu Westfalen, die die ULB gekauft oder als
gesetzliche Pflichtexemplare aus den westfälischen Regierungsbezirken
Arnsberg, Detmold und Münster erhalten hat.

Die Neuerwerbungsliste Nr. 2005/26 für den Zeitraum vom 29.10.2005
bis zum 11.11.2005 mit insgesamt 55 Titeln ist unter der folgenden Internetadresse abrufbar:

http://cgi.uni-muenster.de/exec/ULB/neuerwerb.php?action=recherche&fach=wes


Die Titel können online über den Katalog der ULB (OPAC) bestellt werden:

http://superfix.uni-muenster.de/cgi-webOPAC/bridgeMain.pl?
maskID=001&tagNO=&functionID=1&Language=De&
SignalPort=3048&ServerLogin=wopaculb&ServerDatabase=maindb&
Z3950=off&Z3950User=gast&BaseUrl=..%2Fcgi-bin%2Fopac.pl&NichtNeu=J


Hinweise zum Sammelgebiet "Westfalen" der ULB Münster finden Sie unter:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/



Weitere Literatur über Westfalen finden Sie in der umfangreichsten
deutschen Regionalbibliographie, der Nordrhein-Westfälischen
Bibliographie (NWBib):

Allgemeine Information zur NWBib:

http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html



Suche in der NWBib:

http://okeanos-www.hbz-nrw.de/F?func=file&file_name=find-a&local_base=nwbib



Darüber hinaus finden Sie Literatur über Westfalen auch im Internet-Portal "Westfälische Geschichte":

http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=62


INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Redaktion Nordrhein-Westfälischen Bibliographie -
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24074
E-Mail: muhl at uni-muenster.de
Website Nordrhein-Westfälische Bibliographie:
http://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/westfalica/nrw-bib.html






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Nov 22 08:33:02 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 22 Nov 2005 08:33:02 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Portraet des Freiherrn vom Stein als Kunstwerk
des Monats
Message-ID: s382d7c8.058@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 22.11.2005, 08:05


AKTUELL

LWL zeigt im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Porträt des Freiherrn vom Stein als Kunstwerk des Monats

Dem Weggang des Freiherrn vom Stein, damals preußischer Oberkammerpräsident der rheinisch-westfälischen Provinzen, Ende November 1804 aus Münster nach Berlin, wo er sein Amt als neuer preußischer Finanzminister antrat, widmet das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte sein Kunstwerk des Monats November. Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zeigt ein Porträt des Freiherrn, das der münstersche Maler Johann Christoph Rincklake kurz vor dessen Wechsel nach Berlin geschaffen hat.

Stein war seit 1802 Oberkammerpräsident der preußischen Westprovinzen mit Sitz in Münster und machte sich in Berlin als Schöpfer des ersten preußischen Papiergeldes und später als leitender Minister und Initiator der preußischen Reformen ab 1807 einen Namen.

Das Gemälde hat vor einigen Jahren die NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege für den Freundeskreis des LWL-Landesmuseum erworben. "Es ist das einzige Gemälde des Freiherrn vom Stein in öffentlichem Besitz. Möglicherweise ist es das Bildnis, das im Sitzungssaal der Kriegs- und Domänenkammer im Regierungsgebäude am Domplatz in Münster nach Steins Weggang Ende November 1804 aufgehängt wurde", vermutet Dr. Gerd Dethlefs, Experte für Landesgeschichte im LWL-Museum.


INFO

Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Domplatz 10
48143 Münster
Tel. 0251/590701
URL: http://www.lwl.org/LWL/Kultur/Landesmuseum/start_html/
E-Mail: landesmuseum at lwl.org






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Nov 22 08:38:43 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 22 Nov 2005 08:38:43 +0100
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Gesellschaft_fuer_historische_La?=
=?iso-8859-1?q?ndeskunde_des_westlichen_M=FCnsterlandes_e=2EV=2E_gegruend?=
=?iso-8859-1?q?et?=
Message-ID: s382d933.001@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Thomas Ridder"
Datum: 21.11.2005, 12:28


AKTUELL

Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes e.V.

Die Gesellschaft wurde am 24. Oktober 2005 in Vreden gegründet. An der
Gründung waren zwar überwiegend "Profis" auf den Teilgebieten der
historischen Landesforschung beteiligt, doch möchte die Gesellschaft
jeden, der sich für Fragen der historischen Landeskunde des westlichen
Münsterlandes interessiert und dem die Bewahrung unseres kulturellen
Erbes am Herzen liegt, für die Mitgliedschaft gewinnen.


Unsere Aufgaben

Aufgabe der Gesellschaft ist die Förderung der Forschung und die
Verbreitung ihrer Ergebnisse auf allen Gebieten der historischen
Landeskunde des westlichen Münsterlandes. Dazu gehören u.a. die
Disziplinen Geologie, Archäologie, Geschichte, Genealogie,
Kunstgeschichte, Geographie, Volkskunde, Sprach- und Kulturgeschichte.

Die Gesellschaft möchte insbesondere die Arbeit des Landeskundlichen
Instituts Westmünsterland in Vreden, aber auch andere Institutionen
(z.B. die Heimatvereine) fördern, soweit sie sich mit Themen der
historischen Landeskunde befassen.

Wir möchten durch unsere Arbeit vor allem junge Menschen einen Zugang
zum kulturellen Erbe unserer Region verschaffen.


Unsere Aktivitäten

Die Aktivitäten der Gesellschaft sollen nach Möglichkeit in
Zusammenarbeit mit anderen Trägern erfolgen. Es geht dabei um Vorträge,
Kolloquien, Exkursionen, um Veröffentlichungen, um Seminare sowie um die
Förderung von "Nachwuchsforschern" in Zusammenarbeit mit Schulen.

Die Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen
Münsterlandes e.V. ist ein gemeinnütziger Verein. Beiträge und Spenden
sind steuerlich abzugsfähig.

Dem Vorstand gehören an: Prof. Dr. Ludger Kremer als Vorsitzender,
Ingeborg Höting und Wilfried Semmelmann als stellvertretende
Vorsitzende, Dr. Timothy Sodmann als Geschäftsführer und Hans-Peter
Dickel, Thomas Ridder und Hendrik Schulze Ameling.


Mitgliedschaft

Eingeladen zur Mitgliedschaft ist jeder, der aktiv oder passiv an der
historischen Landeskunde interessiert ist.

Wenn Sie sich für eine Mitgliedschaft interessieren, wenden Sie sich
bitte an die Geschäftsstelle der Gesellschaft im Landeskundlichen
Institut Westmünsterland:

Gasthausstraße 15
48691 Vreden
Tel.: 025645-391820
Fax: 02564-391829,
Email: westmuensterland-institut at t-online.de







From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Nov 22 09:33:00 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 22 Nov 2005 09:33:00 +0100
Subject: [WestG] [KONF] Buchzensur durch roemische Inquisition
und Indexkongregation, Muenster, 29.11.-1.12.2005
Message-ID: s382e5f0.060@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Uni Münster",
Datum: 22.11.2005, 09:11


SYMPOSION

Bücher vor dem Tribunal der römischen Glaubenswächter
Symposion über "Buchzensur durch römische Inquisition und
Indexkongregation" an der Universität Münster, 29.11.-1.12.2005

Brennende Scheiterhaufen, zu Tode gequälte Folteropfer,
psychopathische Glaubenswächter mit irrem Blick - das verbindet man
landläufig mit dem Begriff "Inquisition". Dass eine der
Hauptaufgaben der 1542 gegründeten "Heiligen Römischen und
Universalen Inquisition" und der 1571 errichteten "Indexkongregation"
die Totalkontrolle des Buchmarktes war, ist hingegen nicht im
öffentlichen Bewusstsein. Kaum ein Werk, dass die römischen
Zensoren nicht untersuchten.

Erst seit 1998 ist es überhaupt möglich, die Akten zur römischen
Buchzensur, die im Archiv der Kongregation für die Glaubenslehre im
Vatikan aufbewahrt werden, zu benutzen. In dem von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Langzeitprojekt "Römische
Inquisition und Indexkongregation" wird dieses einmalige Archiv
neuzeitlicher Wissenskultur an der Universität Münster erforscht.
Das Projekt von Prof. Dr. Hubert Wolf und seinen Mitarbeitern hat sich
zum Ziel gesetzt, die gesamte römische Buchzensur von 1542 bis 1966,
dem Ende des "Index der verbotenen Bücher", zu untersuchen.

In dieser Grundlagenforschung geht es zunächst um eine Edition aller
"Bandi", der Urteilsplakate von Indexkongregation und Inquisition, die
alle Titel und Ausgaben der Werke, die in Rom verboten wurden,
präzise identifiziert. Zum zweiten wird ein vollständiges Inventar
der für die Buchzensur relevanten Akten erarbeitet. Dieses
"Systematische Repertorium" bietet einen Überblick über alle
Sitzungen der beiden Zensurkongregationen und ihrer Teilnehmer, über
alle verhandelten Bücher, über alle Gutachten und Zensuren und
letztlich über alle römischen Entscheidungen in Sachen Buchzensur.
Drittens werden die Mitarbeiter von Inquisition und Indexkongregation,
namentlich die Gutacher, und ihre konkrete Tätigkeit als Zensoren
erstmals in der "Prosopographie", einer bio-bibliographischen
Datenbank, erschlossen. Die Forschungen zum 19. Jahrhundert sind
abgeschlossen, die Ergebnisse soeben in sieben Bänden im Verlag
Ferdinand Schöningh (Paderborn) erschienen.

Im Rahmen eines Symposions vom 29. November bis 1. Dezember 2005 in
Münster präsentieren Prof. Dr. Hubert Wolf und sein Team ihre
Forschungen, die von internationalen Experten diskutiert werden. Beim
öffentlichen Festakt am 29. November im Schloss zu Münster haben
sich unter anderem angesagt Kardinal Tarcisio Bertone, Erzbischof von
Genua und Mitglied der Kongregation für die Glaubenslehre, Prof. Dr.
Ernst-Ludwig Winnacker, Präsident der DFG, und Prof. Dr. Andreas
Pinkwart, Minister für Innovation, Forschung und Technologie des
Landes Nordrhein-Westfalen.

Der Leibniz- und Communicator-Preisträger Prof. Wolf hält den
Festvortrag zum Thema "Bücher vor dem Tribunal der römischen
Glaubenswächter: Vom 'Knigge' über 'Onkel Toms Hütte' zu Hitlers
'Mein Kampf'". Anhand von drei ausgewählten Fällen beantwortet der
Kirchenhistoriker die Frage, was die Kardinäle der Inquisition alles
gelesen haben, warum sie welches Buch verboten und vor allem, warum
auch zahlreiche Werke unbeanstandet blieben und freigesprochen wurden.
Dadurch werden dem geheimsten aller Archive seine wichtigen
Geheimnisse entrissen.


INFO

Link: Seminar für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte
http://egora.uni-muenster.de/fb2/mnkg/sp_auto_35594.shtml






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Nov 22 12:03:03 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 22 Nov 2005 12:03:03 +0100
Subject: [WestG] [AKT] 2. Bochumer Historikerpreis geht an Prof. Juergen
Kocka
Message-ID: s3830904.011@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Josef König"
Datum: 22.11.2005, 11:40


AKTUELL

2. Bochumer Historikerpreis geht an Prof. Jürgen Kocka
Herausragende Leistung in Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Preisverleihung mit NRW-Innovationsminister Prof. Pinkwart

Für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Wirtschafts- und
Sozialgeschichte erhält der Berliner Historiker Prof. Dr. Dr. h.c.
mult. Jürgen Kocka den diesjährigen Bochumer Historikerpreis. Der Preis
ist mit 25.000 Euro dotiert und wird von der Ruhr-Universität Bochum,
der Stadt Bochum, der Stiftung der Sparkasse Bochum und der Stiftung
Bibliothek des Ruhrgebiets vergeben. Die Preisverleihung findet am
Freitag, 25.11.2005, 18.30 Uhr anlässlich des Stiftungsfestes der
Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets im Haus der Geschichte des
Ruhrgebiets statt (Clemensstraße 17 - 19, 44789 Bochum). Zur
Preisverleihung kommt auch der Schirmherr des Preises,
NRW-Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart. Er spricht über
"Stärkung von Wissenschaft und Forschung durch private Initiative".

[...]


Programmfolge am Abend

Nach der Begrüßung durch Dr.-Ing. h.c. Wilhelm Bergemann (Vorsitzender
des Kuratoriums der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets) spricht
Innovationsminister Prof. Pinkwart über "Stärkung von Wissenschaft und
Forschung durch private Initiative". Daran schließt sich an die
Laudatio von Prof. Dr. Werner Plumpe (Universität Frankfurt/Main,
früher RUB) sowie die Preisverleihung. Dem folgt eine Dankesrede von
Prof. Kocka über "Sozialgeschichte im Zeitalter der Globalisierung"
sowie die Eröffnung einer Ausstellung "Am Kanal" mit Werken von
Brigitte Kraemer. Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet vom Trio
des Musischen Zentrums der RUB.


Führender Kopf einer neuen Generation

Kocka gehört seit den 1970er Jahren zu den führenden Persönlichkeiten
einer jüngeren Historiker-Generation, die das Gefüge der deutschen
akademischen Geschichtswissenschaft und ihrer Außenwirkung nachhaltig
veränderte. 1941 geboren, wurde er 1968 an der Freien Universität
Berlin bei Gerhard A. Ritter mit einer grundlegenden Untersuchung über
Unternehmensverwaltung und Angestelltenschaft bei Siemens promoviert.
Bis heute gilt dieses Werk als eine Pionierstudie auf dem Gebiet der
Unternehmensgeschichte. Als wissenschaftlicher Assistent an der
Universität Münster habilitierte sich Kocka 1972 mit einer
vergleichenden Untersuchung zur "Politischen Sozialgeschichte" der
Angestellten in den USA und übernahm 1973 die Professur für Allgemeine
Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Sozialgeschichte an
der eben gegründeten Universität Bielefeld.


Bielefelder Schule

Noch 1972 war eine methodisch hochreflektierte Untersuchung über die
deutsche "Klassengesellschaft" im Ersten Weltkrieg erschienen; es
folgten nunmehr in rascher Folge Aufsätze und Bücher, in denen das in
Deutschland neue Feld der Sozialgeschichte theoretisch und methodisch
ausgebreitet wurde. Das machte Kocka, in langjähriger Zusammenarbeit
mit Hans-Ulrich Wehler, für zwei Jahrzehnte zum führenden Kopf der so
genannten "Bielefelder Schule", die als geschichtswissenschaftliche
Erneuerung rasch internationales Aufsehen erregte. In Bielefeld leitete
Kocka zeitweilig das Zentrum für interdisziplinäre Forschung, regte
zahlreiche Untersuchungen von Schülern zur Sozialgeschichte des 19. und
20. Jahrhunderts an und formte maßgeblich den berühmt gewordenen
Bielefelder Sonderforschungsbereich über die "Sozialgeschichte des
neuzeitlichen Bürgertums".


Neuordnung der hauptstädtischen Geschichtswissenschaft

Er widmete sich zugleich der Geschichte der Arbeiter während der
Industrialisierung und veröffentlichte hierzu bisher zwei einschlägige
Bände. Die Forschung verdankt ihm außerdem eine Geschichte der
deutschen Unternehmer, ein lange die Proseminare beherrschendes Buch
zur Grundlegung der modernen Sozialgeschichtsschreibung und zahlreiche
Sammelbände über Arbeiter und Bürger, die europäische Zivilgesellschaft
und die deutsch-deutsche Vereinigungskrise. 1998 trat er eine neu
geschaffene Professur zur Geschichte der industriellen Welt an der
Freien Universität Berlin an. Er wirkte hier maßgeblich in der
Neuordnung der hauptstädtischen Geschichtswissenschaft mit, schuf etwa
das Zentrum für vergleichende Geschichte Europas und wurde im Jahre
2000 Präsident des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung in Berlin
(WZB), einer der größten sozialwissenschaftlichen
Forschungseinrichtungen Europas. Sein internationales Renommee wird
durch drei Ehrendoktorhüte, zahlreiche Mitgliedschaften in Akademien
und durch die Präsidentschaft des internationalen Historikerverbandes
unterstrichen.


"Public Historian"

Kocka ist ein "public historian" im besten Sinne. Er hat sich, wägend
und ordnend, zu Problemen der Vergangenheitsbewältigung und der
Geschichtspolitik, zur Problematik des deutschen Nationalstaates und
jüngst vermehrt zum Wandel der Erwerbsarbeit auch in der Gegenwart
geäußert. Er begreift Geschichtswissenschaft als ein wesentliches
Moment gesellschaftlicher Selbstaufklärung, und das bezeichnet seine
Herangehensweise an die Besonderheiten deutscher Geschichte, deren
Interpretation er durch einsichtsvolle Kommentare zur Debatte um den
deutschen "Sonderweg" über Jahrzehnte zu bereichern wusste.


Weitere Informationen

Dr. Jürgen Mittag, Institut für Soziale Bewegungen der Ruhr-Universität
Bochum, Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets, Clemensstraße 17-19, 44789
Bochum, Tel. 0234/32-26920, Fax: 0234/32-14249, E-Mail:
juergen.mittag at rub.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Nov 25 14:27:33 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 25 Nov 2005 14:27:33 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Kriegskinder gesucht
Message-ID: s3871f64.058@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Universität Münster"
Datum: 25.11.2005, 14:03


AKTUELL

Kriegskinder gesucht
Studie der Universität Münster untersucht zeitgeschichtliche
Erfahrungen


Der Lehrstuhl für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, das
Historische Seminar sowie das Institut für Soziologie der
Universität Münster haben im laufenden Wintersemester eine Studie
unter dem Titel "Zeitgeschichtliche Erfahrungen und ihre Auswirkungen
auf die gesellschaftliche Teilhabe alter Menschen" gestartet. Ziel
dieser Studie ist es, das Erleben der so genannten
Kriegskindergeneration, ihre Erfahrungen mit dem Zweiten Weltkrieg und
in der Nachkriegszeit zu dokumentieren. Die beteiligten Forscher
interessieren sich dabei vor allem für das geistige und
körperliche Wohlbefinden der damaligen Kriegskinder sowie für die
Gestaltung ihrer Lebenspraxis nach dem Kriege bis heute.

Für die Studie werden noch Gesprächsteilnehmer der Jahrgänge
1930 bis 1945 gesucht. Die Gespräche dauern etwa eineinhalb Stunden
und können - je nach Wunsch der Interessenten - entweder im
häuslichen Umfeld oder im Institut für Soziologie der
Universität Münster durchgeführt werden. Wer an einer Teilnahme
an diesem zeithistorisch interessanten Projekt interessiert ist und zu
einem der genannten Geburtsjahrgänge zählt, sollte sich montags
bis freitags in der Zeit von 8:30 Uhr bis 12 Uhr oder von 14 Uhr bis
16 Uhr unter der Telefonnummer 0251/83-29433 oder der Mail-Adresse
ifs.forschung at uni-muenster.de im Forschungssekretariat des Instituts
für Soziologie melden. Ein Gesprächstermin wird dann individuell
vereinbart.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 28 14:59:03 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 28 Nov 2005 14:59:03 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Westfalenspiegel, 2005, Nr. 6
Message-ID: s38b1b43.044@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Ulrike Schulze Schwienhorst"
Datum: 25.11.05, 09:46


SERVICE: TOC

Westfalenspiegel
Kultur, Geschichten, Land und Leute
54. Jahrgang
Nr. 06/2005
ISSN: 0508-5942



FREIZEIT I TRENDS
Kurz und kompakt:
Weihnachtszeit
in Westfalen
6

Oh, du fröhliche...
Wie der Christbaum nach Westfalen kam
Ausstellung im Museum Heimathaus in Telgte
8

Weihnachtsmärkte in Westfalen
9

Varietétheater neu in Münster:
Frisch, frech, furios
GOP sorgt für magische Momente
10


RUBRIKEN
Serie Alltagskultur:
St. Barbara-Tag am 4. Dezember
11
Tipps und Termine vom 1. Dezember bis 31. Januar:
Kulturkalender
62


KUNST I MUSIK I THEATER

Kirchner und die »Brücke«:
Auf der Suche nach dem »neuen Menschen«
Selbstbildnisse und Künstlerbildnisse in der
Kunsthalle Bielefeld
30

Westf. Museum für Kunst und Kulturgeschichte Münster:
Kunst im Augenblick
Giulio Paolini und Willi Baumeister
32

Miniaturgemälde:
Glänzend schön
Stobwasser-Werkschau im Museum für Lackkunst Münster
33

Kurz und kompakt:
Ausgestellt
34

Albert Schulze-Vellinghaus:
Der Blickdenker
Erinnerungen an einen Nonkonformisten
36

Einzigartiges Bibelmuseum in Münster:
Zurück zum Urtext
Kostbare Handschriften und Drucke
37

Steven Sloane:
Aufstieg in die Weltliga
Bochumer Symphoniker vielfach ausgezeichnet
38

Sebastian Heindrichs:
Erfolgreicher Krisenmanager
Intendant erringt Sieg auf Zeit für Landestheater Castrop-Rauxel
39


LITERATUR

Westfalenkalender:
Wenn das Glück um die Ecke kommt...
Peter Menne illustriert Texte von Erwin Grosche
42

Ulrich Straeter:
Schweine-Schwick
Eine Humoreske vom Lande
44

Bücher
46


ZUR DISKUSSION

Bürgerschaftliches Engagement:
Not macht erfinderisch
Gladbecker »Schwimmbadlösung« für Städtische Galerie
48


REGION

Wirtschaftsgeschichte:
Pulsschlag aus Stahl
Hoesch-Museum in Dortmund eröffnet
51

Ausgezeichnetes Programm:
Programmkino »Endstation« in Bochum:
Besonders wertvoll
52

Bürgerschaftliches Engagement
Cinema in Münster:
Rettung gelungen
53

Henny Porten:
Wie der Kintopp nach Westfalen kam...
Stummfilmstars drehten 1923 in Arnsberg
54

Wewelsburg:
Unruhepunkt gegen das Vergessen
Museumsleiter seit 25 Jahren: Wulff Eberhard Brebeck
56

Friedrich Arnold Brockhaus:
Vom Tuch zum Buch
Zum 200. Geburtstag eines legendären Lexikons
57

»Canossa«-Schau 2006 in Paderborn:
Leihgaben aus aller Welt
Vatikan schickt wertvolle Exponate
58

SERIE: Marken aus Westfalen:
Horror Haarausfall
Frisiermittel mit besonderer Wirkung
100 Jahre Alpecin in Bielefeld
59



LEUTE

Thomas Philipzen:
Kabarett mit »Pömpelophon«
Satirischer Kehraus zum Jahresende
64

Paula Kalenberg:
Leben ohne Starrummel
Von der Schulbank zum Film
65


THEMA: Suche nach Glück

Dem Glück auf der Spur:
...verweile doch, du bist so schön
14

Glücksbringer:
Schwein gehabt
Seit Jahrhunderten vertrauen Menschen auf Glücksbringer und Maskottchen
16

Sechs Kreuze zum Glück:
Ich wär' so gerne Millionär
50 Jahre modernes deutsches Zahlenlotto
18

Literaturwettbewerb der GWK mit WestLotto:
Was ist eigentlich Glück?
20

Sascha Reh: »Glück«
21

Das Glück dieser Erde...:
Herrin der Hengste
Leiterin des NRW-Landgestüts in Warendorf
22

Das Glück liegt in der Luft:
Höchstleistung im Flug
Ausstellung über Brieftaubensport
im Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
23

Bringen Scherben Glück?:
Kniffliger Traumjob als LWL-Experte für Scherben
24

Glücksgefühle:
Völlig losgelöst
Warum Läufer den Alltag abschütteln können
25

Glückssucher:
Auf nach Amerika!
Erfolgreiche Auswanderer aus Westfalen
26

Glück im Spiel?:
Wenn die Flucht zur Sucht wird
Interview mit dem Spielsucht-Experten Dr. Meinolf Beckmann
29






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Nov 28 15:31:01 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 28 Nov 2005 15:31:01 +0100
Subject: [WestG] [AKT] "Frauen im Licht und im Schatten von Geschichte
und Erinnerungskultur", Paderborn, 09.12.2005
Message-ID: s38b22d7.064@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Barbara Stambolis"
Datum: 24.11.2005, 17:45


AKTUELL

Vortrag: "Frauen im Licht und im Schatten von Geschichte und Erinnerungskultur"

aus Anlass der Vorstellung des von Barbara Stambolis herausgegebenen
Sammelbandes: "Frauen in Paderborn: Weibliche Handlungsräume und
Erinnerungsorte" (SH-Verlag, Köln 2005 (ISBN 3-89498-154-7)

Handlungsräume von Frauen finden bis heute vergleichsweise geringe
Beachtung. Trotz langjähriger wissenschaftlicher Frauenforschung bleiben
diese nach wie vor über weite Strecken "unsichtbar". An "Unsichtbares" kann
nicht erinnert werden. Erinnerung braucht daher "Verortungen", die auch in
einem Buch Ausdruck finden können.

Der von Frau PD Dr. Barbara Stambolis unter Mitwirkung von 17 AutorInnen
herausgegebene Sammelband "Frauen in Paderborn: Weibliche Handlungsräume
und Erinnerungsorte", der sich auf Paderborner Frauen in der neuzeitlichen
Geschichte bezieht, stellt einen solchen Erinnerungsort dar.

Er reiht sich ein in die Publikationen zur Paderborner Stadtgeschichte. Zur
Präsentation des Buches am Freitag, 9. Dezember 2005, 19.30 Uhr, im Museum
für Stadtgeschichte, Paderborn, Hathumarstraße 7, lädt der Verein für Geschichte
an der Universität Paderborn VfG ein. Nach den Grußworten der Stellvertreterin
des Bürgermeisters, Frau Elsbeth Menneken, schließt sich der Vortrag "Frauen im
Licht und im Schatten von Geschichte und Erinnerungskultur" von Frau Dr. Stambolis an.


INFO

Freitag, 9. Dezember 2005, 19.30 Uhr
Museum für Stadtgeschichte
Paderborn
Hathumarstraße 7






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 29 15:18:21 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 29 Nov 2005 15:18:21 +0100
Subject: [WestG] [TOC] Jahrbuch des Kreises Unna, Bd. 27
Message-ID: s38c7147.096@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Josef Börste"
Datum: 29.11.2005, 09:53


SERVICE: TOC

Jahrbuch des Kreises Unna
2006
Bd. 27
ISBN 3-924210-50- 0


Vorwort. Die Kraft des Wassers, S. 7 - 8

Zwischen Ruhr und Lippe * Leben und Arbeiten am Wasser

Schemin, Friedhelm / Steinbach, Michael:
Perspektive 1990: Als Emscher und Seseke noch Schmuddelkinder waren, S. 9 - 12

Steinbach, Michael:
Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Zukunft. Halbzeit beim Emscher-Umbau, S. 13 - 14

Stemplewski, Jochen / Streng, Hans:
Die Seseke ist wieder ein sauberer Fluss. Alle Kläranlagen sind in Betrieb, S. 15 - 19

Junghardt, Sylvia / Ruppert, Jürgen:
Eine Flusslandschaft verändert sich. Das Lippeauenprogramm im Kreis Unna, S. 20 - 23

Börste, Josef:
Von Schlachten, Klippen und anderen Hindernissen. Die historische Lippekarte (1707), S. 24 - 36

Holzbeck, Ludwig:
Refugien für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Kleingewässer im Kreis Unna, S. 37 - 39

Funke, Karl:
Lebensader des östlichen Ruhrgebietes. Der Datteln-Hamm-Kanal, S. 40 - 43

Werner, Jürgen / Gill, Randolf:
Der unsichtbare Teil des Wasserkreislaufs. Über 250 Grundwasser-Messstellen im Kreis, S. 44 - 49

Schiebold, Detlef:
Leben und Arbeiten am Wasser. 'Fluss Stadt Land' nutzt Potenziale der Wasserkante, S. 50 - 53

Kistner, Hans-Jürgen:
Rätsel um einen alten Spottnamen. Der 'Kömsche Bleier', S. 54 - 57

Patzkowsky, Wolfgang:
Als das Wasser noch durch Gotten floss. Wasserversorgung im alten Unna, S. 58 - 61

Kracht, Peter:
Immer frisch aus dem Hahn...Gelsenwasser versorgt seit 100 Jahren die Hellwegstadt, S. 62 - 63

Cornelissen, Josef:
Wasserfontänen schossen einst zwei Meter in die Höhe. Das Quellgebiet Mühlhausen/Uelzen, S. 64 - 71

Delkus, Horst:
Was bedeutet eigentlich Unna? Dechiffrierung eines Stadtnamens, S. 72 - 74

Klemp, Stefan:
Aus dem Wasser schöpft Fröndenberg Kraft. Die Ruhr als Energiequelle, S. 75 - 77

Stoltefuß, Karl-Heinz:
Haus Heeren - ein Schösschen, das im Wasser träumt. Adelssitz wird 400 Jahre alt, S. 78 - 81

Niklowitz, Fredy:
Kirchgänger fanden Tod in der Seseke. Unglück in der Silvesternacht 1833, S. 82 - 83

Niklowitz, Fredy:
'Lang lebe die Lün`sche Steuermannskunst'. Eine Bootstour mit Hindernissen, S. 84 - 86

Niklowitz, Fredy:
Ein stattlicher Stör für den Landesherrn. Ungewöhnlicher Fischfang in Lünen, S. 87 - 88

Rudolph, Jörg:
Das Wasser des Lebens. Die Fenster der St. Trinitatis-Kirche in Bork, S. 89 - 90

Höchst, Patricia:
Bergkamen - Stadt am Wasser. Eine Chance für die Zukunft, S. 91 - 94

Fertig-Möller, Heidelore:
Vom langen Kampf gegen das Hochwasser. Der Hornebach in Werne, S. 95 - 96

Kracht, Peter:
Kuren hat in Werne Tradition. Natur-Solebad ist ein Aushängeschild der Stadt, S. 97 - 98

Lichte, Jürgen:
Fotografieren heißt sehen lernen. Arbeiten aus dem VHS-Foto-Projekt 'Wasser', S. 99 - 111

Menschen im Kreis Unna
Beutner, Bärbel:
Hans Linke - Ostpreuße, Kamener, Europäer. Ein Nachruf, S. 112 - 114

Makiolla, Michael:
Ein großer Reformer und Wegbereiter der Demokratie. Zum 175. Todestag des Freiherrn vom Stein, S. 115 - 118

Hengstenberg, Thomas:
Visionärer Künstler und genialer Handwerker. Anerkennung für den Bönener Maler Detlef Pick, S. 119 - 124

Kracht, Peter:
Der Ball rollt - bis in den Kreis Unna. WM-Koordinator Gerd Kolbe hofft auf viele tausend Gäste, S. 125 - 126

Aus Umwelt und Natur
Herkenrath, Heinz:
Die Eulen des Kreises Unna. Ein sonderbarer Kauz, S. 127 - 130

Unserer Geschichte auf der Spur
Niklowitz, Fredy:
Heute das Gestern für Morgen bewahren. 50 Jahre Stadtarchiv Lünen, S. 131 - 137

Hintz, Alfred:
Das hölzerne Schwert von Schwerte. Gegen Not und Kriegsmüdigkeit, S. 138 - 144

Kreibich, Manfred J. / Rasch, Matthias:
Aus dem Leben des Ferdinand Zangerl. Der vergessene Baumeister, S. 145 - 148

Weckelmann, Horst:
'So ein Ehrenamt kann man nicht ausschlagen'. Über 50 Knappschaftsälteste im Kreis Unna, S. 149 - 150

Schmitz, Reinhard:
Nach 80 Jahren fahren die Busse in Schwerte anders. VKU löst die Märkische Verkehrsgesellschaft ab, S. 151 - 154

Dupke, Jürgen:
Von Hamsterfahrten und Schwarzhandel. Die Versorgungslage in Kamen nach 1945, S. 155 - 157

Delkus, Horst:
Die Unnaer Loge 'Zum Born der Wahrheit' (1914-1934). Auf den Spuren der Freimaurer, S. 158 - 166

Nathusius, Jochen von:
Spuren jüdischen Lebens im Raum Fröndenberg. Blick ins 19. Jahrhundert, S. 167 - 174

Litzinger, Martin:
100 Jahre Ausgrabungen im Römerlager Oberaden. 'op de Borg' - Rätsel um einen besonderen Ort, S. 175 - 178

Chronik, S. 179 - 194

Veranstaltungen in den Städten und Gemeinden. Vorschau, S. 195 - 197

Verzeichnis der Autoren, S. 198 - 201





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Nov 29 15:46:00 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 29 Nov 2005 15:46:00 +0100
Subject: [WestG] [AUS] Staatsarchiv Detmold zeigt Ausstellung zum
Thema Schutzhaft, Detmold, 25.01.-07.04.2006
Message-ID: s38c77d5.010@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Wolfgang Bender"
Datum: 29.11.2005, 08:53


AUSSTELLUNG

"Schutzhaft"

Unter diesem Titel präsentiert das Landesarchiv NRW Staats-
und Personenstandsarchiv Detmold in seinem Foyer in der Zeit
vom 25.1.-7.4. 2006 eine Ausstellung anlässlich des
Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar,
Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz). Die Präsentation
soll das Rechtsinstitut der "Schutzhaft", ihre Auswirkungen in
Lippe und ausgewählte Einzelschicksale illustrieren. Zahlreiche
Fotos, Karikaturen, Zeitungsausschnitte, Plakate sowie
dreidimensionale Exponate, auch auswärtiger Leihgeber,
dienen dabei zur Visualisierung des Problems für einen v.a.
jugendlichen Adressatenkreis.

Das Rechtsinstitut der "Schutzhaft", ursprünglich vor allem
zum Schutz der inhaftierten Person gedacht - lässt sich bis
zum Revolutionsjahr 1848 zurückverfolgen. In der Zeit des
Nationalsozialismus (1933-1945) war die *Schutzhaft" eines
der schlagkräftigsten Instrumente des Regimes zur Bekämpfung
seiner Gegner. Mit Hilfe der *Schutzhaft", deren formaljuristische
Grundlage die Reichstagsbrandverordnung vom 28. Februar
1933 bildete, schuf sich die Gestapo einen von jeder
rechtsstaatlichen Bindung gelösten Raum staatlicher Willkür.
Erste Opfer der "Schutzhaft" waren zunächst vor allem Funktionäre
der Arbeiterbewegung sowie Juden, die in Gefängnissen und so
genannten wilden Konzentrationslagern z.T. über Wochen und
Monate ohne richterlichen Beschluss festgesetzt und teilweise
auch misshandelt, ja getötet wurden. Zehntausende von Menschen
befanden sich im Sommer 1933 in "Schutzhaft". Im Laufe des
Jahres 1933 kamen "Schutzhäftlinge", die länger festgehalten
werden sollten und die der NS-Staat als besonders bedrohlich
empfand, in die neu errichteten Konzentrationslager wie Dachau.
In diesen Lagern, deren Existenz vielen Deutschen bekannt war,
drohte den "Schutzhäftlingen" nicht erst während des
2. Weltkrieges die Vernichtung durch Arbeit oder Mord.


INFO

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mo 8-18 Uhr, Di - Do 8-16 Uhr, Fr 8-13 Uhr

Ort:
Detmold
Willi Hofmann Str. 2







From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 30 14:02:39 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 30 Nov 2005 14:02:39 +0100
Subject: [WestG] [AKT] Das Erbe der Stifts- und Klosterbibliotheken
in Westfalen, Arnsberg, 30.11.2005
Message-ID: s38db112.000@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Stadtarchiv Arnsberg"
Datum: 30.11.2005, 09:39


AKTUELL

Arnsberg: Heute Vortrag von Dr. Hermann Josef Schmalor, Paderborn:
"Das Erbe der Stifts- und Klosterbibliotheken in Westfalen".

In der alten Bibliothek (1694) des ehem. Klosters Wedinghausen,
Klosterstraße 9 in 59821 Arnsberg (neben der Propsteikirche St. Laurentius)
hält heute um 19.00 Uhr Dr. Schmalor einen öffentlichen Vortrag.

Dr. Schmalor, gebürtig aus Sundern-Hagen und ehemaliger Abiturient des
Arnsberger Gymnasium Laurentianum, ist Direktor des Vereins für Geschichte
und Altertumskunde, Abt. Paderborn und stv. Leiter der Erzbischöflich
Akademischen Bibliothek in Paderborn. Alle Interessierten sind herzlich
dazu eingeladen und haben erstmalig Gelegenheit, noch vor der offiziellen
Eröffnung einen Blick in den renovierten Bibliothekssaal zu tun. Der
Vortrag bildet den Abschluss der ab 15.30 Uhr hier stattfindenden
Bibliothekarstagung. Eintritt: frei.
(Arnsberg, Stadt- und Landständearchiv)


INFO

Stadt Arnsberg
Stadt- und Landständearchiv
im Kloster Wedinghausen
Klosterstraße 11
59821 ARNSBERG

02932/ 201 1241
stadtarchiv at arnsberg.de
Öffnungszeiten:
Montag u. Mittwoch: 8-12.00 Uhr
Dienstag u. Donnerstag: 8-12.00; 13-16.00 Uhr
Voranmeldung erforderlich!






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Nov 30 14:17:47 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 30 Nov 2005 14:17:47 +0100
Subject: [WestG] [AKT] 3. Weihnachtsmarkt im Westfaelischen
Industriemuseum Ziegelei Lage, Lage, 3./4.12.2005
Message-ID: s38db49b.067@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 30.11.05, 11:10


AKTUELL

3. Weihnachtsmarkt im Westfälischen Industriemuseum
Ziegelei Lage

Am kommenden Wochenende, 3. und 4. Dezember 2005,
verwandeln festlich geschmückte Verkaufsstände das
Westfälische Industriemuseum Ziegelei Lage und einen großen
Weihnachtsmarkt. 28 Handwerker und Kunsthandwerker
präsentieren im Museumsneubau Schönes für den Gabentisch,
darunter Schmuck, Textilien, Keramik, Spielzeug sowie Kreatives
aus Papier, Holz und Filz. Museumsleiter Willi Kulke hofft wieder
auf viele Besucher bei der dritten Auflage der Veranstaltung.
Der Eintritt kostet für alle Gäste am Wochenende nur 1 €.

Besucher können an beiden Tagen zwischen 10 und 18 Uhr
außerdem die historischen Anlagen der Ziegelei und die
Ausstellungen im Museum des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) besichtigen. Das Museumscafé
"Tichlerstoben" ist ebenfalls adventlich dekoriert und sorgt
mit Kaffee, Kuchen und lippischen Spezialitäten für das leibliche
Wohl der Besucher.


INFO

Westfälisches Industriemuseum
Ziegelei Lage
Sprikernheide 77
32791 Lage
Telefon: 05232 9490-0
E-Mail: ziegelei-lage at lwl.org
Internet: www.ziegelei-lage.de
Geöffnet täglich außer montags 10 bis 18 Uhr