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From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Oct 12 13:17:54 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 12 Oct 2005 13:17:54 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Quellen zum Bruechtewesen im Staatsarchiv Muenster,
Muenster, 20.10.2005
Message-ID: s34d0d0e.045@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Thomas Reich",
Datum: 05.10.2005, 09:20


AKTUELL

Vortrag über Quellen zum Brüchtenwesen im Staatsarchiv Münster

Landesarchiv NRW - Staatsarchiv Münster

"... als wäre er mit einem Mädchen im Busch gewesen"

Brüchtenregister: Genealogie im Staatsarchiv
Vortrag und Führung von Dr. Thomas Reich

Wenn eine Person etwas verbrochen (verbroken) hat, wurden Strafzahlungen
in Geld oder Naturalien fällig. Untere Gerichte verhängten solche Brüchtenstrafen
für geringfügige Übertretungen obrigkeitlicher Normen. Mit dieser Quellengattung
werden Alltagsstreitigkeiten und soziale Verhältnisse erst richtig "handgreiflich".
Nicht zuletzt sind Brüchtenregister durch ihre Angaben zu Familienverhältnissen und
ihre zahlreiche Überlieferung eine wichtige genealogische Quelle.


INFO

Zeit und Ort:
20. Oktober 2005
20.00 Uhr

Staatsarchiv Münster
Bohlweg 2
48147 Münster


Dr. Thomas Reich
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen
Staatsarchiv Münster
Postfach 10 01 04
48050 Münster

Besucheranschrift:
Bohlweg 2
48147 Münster

Tel.: 0251-39004430
Email: thomas.reich at lav.nrw.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Oct 12 13:09:37 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 12 Oct 2005 13:09:37 +0200
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus
Westfalen-Lippe 02.09.-26.09.2005
Message-ID: s34d0b1a.026@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Manfred Hartmann"
Datum: 01.09.2005, 13:35


SERVICE: WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe 02.09.-26.09 .2005

In Kooperation mit dem Westfälischen Museumsamt des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" einen
weiteren Service an: eine Zusammenfassung von Museums- und Archiv-
Nachrichten des Westdeutschen Rundfunks, die regelmäßig von Manfred
Hartmann erstellt wird. [MW]


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 24.09.2005

Museumsnacht in Dortmund (12:30)
Zur 5. Dortmunder Museumsnacht werden rund 30.000 Besucher erwartet. Rund 60 Museen, Galerien und andere Kultur-Einrichtungen bieten ab Samstag Nachmittag mehr als 500 Veranstaltungen. Der WDR zeigt im Kino Schauburg Reportagen aus den 50er und 60er Jahren. Die Lokalzeit im WDR-Fernsehen kommt live ab 19 Uhr 30 aus der Schauburg.

Nachrichten aus OWL vom 24.09.2005

MARTa kommt an (07:36)
Mehr als 91.000 Besucher haben bislang das Herforder Kunstmuseum MARTa besucht. Diese Zahlen gab die Geschäftsführung des Museums im Herforder Stadtrat bekannt. Seit Eröffnung im Mai habe das Museum allein durch Eintrittsgelder 280.000 Euro Umsatz gemacht, mehr als viermal soviel wie erwartet. Auch das MARTa-Forum sei als Veranstaltungsort bis Jahresende bereits nahezu ausgebucht, so MARTa-Geschäftsführer Hans-Jörg Gast.

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 23.09.2005

Hattingen: Ausstellung zum Brieftaubensport (11:50)
Über dem Westfälischen Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen sind heute rund 600 Brieftauben aufgestiegen. Damit wurde eine Ausstellung über die Geschichte des Taubensports im Revier eröffnet. Unter dem Motto "Das Glück fliegt in der Luft" zeigt die Hattinger Schau bis Weihnachten historische Fotos, Filme und zahlreiche Leihgaben aus Taubenzüchter-Vereinen.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 23.09.2005

Herne: Alte Fundstücke ausgestellt (08:03)
Donnerstagabend ist in Herne im Archäologischen Museum die Sonderausstellung "Von Anfang an" feierlich eröffnet worden. Die Ausstellung zeigt die schönsten und wichtigsten archäologischen Funde , die in den vergangenen fünf Jahren in NRW ausgegraben wurden. Die Herner Schau mit 35.000 Exponaten läuft bis zum Februar kommenden Jahres. Von heute an ist sie für jedermann zugänglich. An der Feierstunde gestern Abend nahmen 600 Gäste teil.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 23.09.2005

Rat gegen freie Grundschulwahl (07:41)
Der Dortmunder Rat hat sich gegen die freie Wahl der Grundschule ausgesprochen. Die Rot-Grüne Mehrheit wendet sich damit gegen die von der Landesregierung geplante Abschaffung der Schulbezirksgrenzen. Grundschüler sollten weiter in der Nähe ihrer Wohnung zur Schule gehen.
Der Rat beschloss auch, einen Architektenwettbewerb für das ehemalige Kellereihochhaus der Union-Brauerei durchzuführen. Mittelfristig soll der Bestand des Ostwall-Museums dorthin verlagert werden.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 22.09.2005

Hagener Museum ehrt Kölner Künstler (15:33)
Das Hagener Karl-Ernst-Osthaus-Museum hat seinen diesjährigen Preis an den Kölner Künstler Carsten Gliese vergeben. Dessen Entwurf eines Bildteppichs für die Ausstellungshalle in Hagen wurde aus 166 eingereichten Bewerbungen ausgewählt. Der Entwurf soll mit Hilfe des Preisgeldes in Höhe von 25.000 Euro realisiert werden. Der Preis wird seit 2001 alle zwei Jahre international ausgeschrieben.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 22.09.2005

Bochum: Sammlerpaar gewährt Einblicke (12:45)
Das Kölner Sammlerpaar Edith und Steffen Missmahl gewährt ab Samstag im Museum Bochum Einblick in seine in über 30 Jahren gewachsene Sammlung von Künstlerbüchern. Für die Schau *(Un)limited", die bis zum 6. November zu sehen ist, traf Steffen Missmahl eine persönliche Auswahl von Werken. Das teilte das Museum heute mit. Die Sammlung wurde in den 1970er Jahren begonnen und umfasst heute mehr als 800 Werke. Dabei liegt der Schwerpunkt weniger bei den so genannten schönen Büchern, die sich oft auf künstlerische Illustrationen zu literarischen Texten begrenzen. Vielmehr konzentriere sich die Sammlung auf das Künstlerbuch als eigenständiges Medium und autonomes Werk der Künstler.
Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 22.09.2005

Rat bespricht Brauerei Umbau (07:16)
In Dortmund berät der Rat heute unter anderem über den Umbau eines Teils der ehemaligen Union-Brauerei zum Kunstmuseum.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 20.09.2005

Herne: Sonderausstellung im Archäologiemuseum (15:55)
Das Herner Archäologiemuseum zeigt ab Freitag in einer Sonderausstellung die wichtigsten Fundstücke der vergangenen fünf Jahre aus Nordrhein-Westfalen. Die Bodendenkmalpfleger des Landes präsentieren solche Ausstellungen seit 15 Jahren, jeweils im Fünf-Jahres-Rhythmus.
320 Millionen Jahre Zeitgeschichte, dargestellt auf 1.000 Quadratmetern. Das Spektrum reicht von Dinosaurierknochen aus dem Sauerland bis hin zu Gewehren, die im zweiten Weltkrieg benutzt worden sind. Spektakulär auch die 34.000 Münzen, die Zahlungsmittel in einem Kriegsgefangenenlager des ersten Weltkriegs waren und die erst kürzlich bei Sanierungsarbeiten in einem Haus in Gladbeck entdeckt wurden. Die rostigen Münzen haben weder eine Prägung noch einen Materialwert. Die Ausstellungsbesucher gehen durch einen dunklen Gang nur mit einer Taschenlampe ausgerüstet in die Ausstellung. Dieser Gang soll sowohl eine Zeitreise in die Vergangenheit symbolisieren, als auch die Finsternis, in der die Fundstücke lagern, bis Archäologen sie ans Tageslicht bringen.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 17.09.2005

Zeche Zollern zeigt "Aufbau West" (13:15)
Ab Sonntag wird im Westfälischen Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund die Ausstellung "Aufbau West" gezeigt. Sie dokumentiert auf vielfältige Weise, wie Flüchtlinge aus dem Osten nach dem 2. Weltkrieg im Ruhrgebiet am Wiederaufbau beteiligt waren. "Aufbau West" belegt auch die Integration von 2,5 Millionen Heimatvertriebenen, die als Bergleute, Maurer Glaser und Weber hier Arbeit und Heimat fanden.
Nachrichten aus dem Münsterland vom 16.09.2005

Nachrichten aus dem Münsterland vom 07.09.2005

Vier Museen ehren Fritz Winter (14:59)
Mit einer großen Gemeinschaftsausstellung ehren vier Museen in Selm, Hamm und Ahlen ab kommenden Sonntag den Künstler Fritz Winter. Der in Ahlen aufgewachsene Winter wäre am 22. September einhundert Jahre alt geworden. Er gilt als einer der der bedeutendsten westfälischen Künstler des 20. Jahrhunderts. Gezeigt werden mehr als 300 Exponate.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 16.09.2005

Textilmuseum wird erweitert (10:19)
Für den Ausbau des Textilmuseums in Bocholt hat die Bezirksregierung jetzt eine gute halbe Million Euro bewilligt. Das Museum soll mit dem Kauf der ehemaligen Spinnerei und Weberei Herding erweitert werden. Die rund 100 Jahre alten Gebäude sind nahezu unverändert geblieben.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 14.09.2005

Neues Internetportal (17:49)
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat heute im Jüdischen Museum in Dorsten ein neues Internetportal zur jüdischen Kulturgeschichte in Westfalen vorgestellt. Es dokumentiert Biographien und die Geschichte jüdischer Einrichtungen. Das Projekt wendet sich vor allem an Schulen.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 14.09.2005

Betrugsprozess vor Gericht (06:24)
Das Landgericht Münster beschäftigt sich ab Ende September mit möglichen kriminellen Millionen-Geschäften mit Werbewänden. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen zwei Geschäftsführer von Medienagenturen erhoben, die die Wände an das Rock-und Popmuseum Gronau geliefert hatten. Die beiden Angeklagten sollen minderwertige Wände verkauft haben und müssen sich wegen Betrugs sowie Urkundenfälschung verantworten.
Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 13.09.2005


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 13.09.2005

Aufbau West im Industriemuseum (17:38)
Ab Sonntag ist in der Dortmunder Zeche Zollern der 'Aufbau West' zu sehen. Die Ausstellung dokumentiert auf vielfältige Weise, wie nach dem 2. Weltkrieg Flüchtlinge aus dem Osten am Wiederaufbau im Ruhrgebiet beteiligt waren. In Nordrhein-Westfalen hatten 2,5 Millionen Heimatvertriebene als Bergleute oder Handwerker Arbeit und eine neue Heimat gefunden.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 13.09.2005

Großer Wettbewerb um U-Umbau (17:22)
Der Umbau des Dortmunder U zu einem Museum soll in einem öffentlichen Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden. Neben 10 eingeladenen Büros sollen durch Losverfahren etwa 10 weitere Architekten am Wettbewerb teilnehmen können. Das teilte Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer heute im Verwaltungs-Vorstand mit. Bis Ende des Jahres könnten die bisher mit 34 Millionen Euro geschätzten Umbaukosten genauer beziffert werden.
Nachrichten aus Südwestfalen vom 10.09.2005


Nachrichten aus Südwestfalen vom 10.09.2005

Kunst aus Militärschrott (08:12)
Das Iserlohner Stadtmuseum zeigt ab morgen die Ausstellung "Apokalypse - Kunst aus Militärschrott". Bis zum 9. Oktober sind Installationen und Objekte von Wolfgang Brecklinghaus zu sehen, die er aus Militärschrott und Utensilien beider Weltkriege hergestellt hat. Gezeigt werden unter anderem eine Torte aus MG-Magazinen oder ein Blumenstrauß aus Waffenschrott.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 10.09.2005

Architekturwettbewerb für Dortmunder "U" (06:53)
Für das Gelände der ehemaligen Dortmunder Union-Brauerei soll es einen Architektenwettbewerb geben. Das fordern die Ratsfraktionen von SPD und Grünen sowie der Bund deutscher Architekten. Die Stadtverwaltung plant dort ein Museum, SPD und Grüne haben sich damit verbindlich auf den U-Turm-Ausbau festgelegt und gegen die Sanierung des Museums am Ostwall entschieden. Die CDU hingegen möchte das Museum am Ostwall erhalten und stimmt einem U-Turm-Ausbau nur zu, wenn es einen privaten Investor gibt.
Nachrichten aus OWL vom 09.09.2005


Nachrichten aus OWL vom 09.09.2005

Design von van Severen im MARTa (07:40)
Das Museum MARTa in Herford präsentiert Werke des flämischen Designers Marten van Severen. Die Ausstellung wird am Freitagabend eröffnet und zeigt Möbel, Zeichnungen und Texte. Van Severens Kreationen werden von Markenfirmen wie Vitra und Alessi hergestellt. Der international anerkannte Designer ist im Februar im Alter von 48 Jahren gestorben. Die Werkschau ist in Herford bis 9. Oktober zu sehen.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 09.09.200

Neuer Finanzierungsplan für U-Turm (05:48)
Der Dortmunder Oberbürgermeister Langemeyer plant offenbar die Finanzierung des *U"-Turm-Umbaus ohne Landesmittel. Den Fraktionen von SPD und Grünen hat er bereits seine neuen Ideen zur Finanzierung des neuen Museums vorgestellt. So soll unter anderem ein Jugendfestival eingespart werden. Außerdem ist im Gespräch, dass das Ostwall Museum für den U-Turm schließen muss. Im November sind die Pläne Thema im Rat. Die ursprüngliche Finanzzusage durch das Land ist nach dem Regierungswechsel in Düsseldorf fraglich.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 06.09.2005

Picasso-Museum feiert Geburtstag (14:46)
Das Publikums-Interesse am Graphikmuseum Pablo Picasso in Münster hat bislang alle Erwartungen übertroffen. Das sagte heute Museumsleiter Markus Müller zum fünften Geburtstag des Hauses. Bislang kamen mehr als 350.000 Besucher zu den insgesamt 24 Ausstellungen. Das Museum hat den weltweit größten Bestand an Picasso-Grafiken.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 05.09.2005

Privates Rock-Museum in Siegen? (08:17)
Das Siegener Sammler-Ehepaar Wolfgang und Maria Thomas überlegt, ein privates Rockmuseum einzurichten. Test für das geplante Museum war eine privat finanzierte Rolling-Stones-Ausstellung in Siegen, die gestern nach zehn Wochen zu Ende ging: 1160 Besucher informierten sich über die gut 40-jährige Geschichte der Rockband, viele reisten von auswärts an. Ende September soll die Entscheidung fallen.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 03.09.2005

Kunstmäzen Leifeld gestorben (11:53)
Der Ahlener Unternehmer und Kunstmäzen Theodor F. Leifeld ist tot. Er starb am Donnerstag nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 83 Jahren im Ahlener Krankenhaus. Leifeld machte sich vor allem mit der Gründung des renommierten Kunst-Museums-Ahlen weit über seine Heimatstadt hinaus einen Namen.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 02.09.2005

Sonderausstellung Fritz Winter (08:38)
Das Museum für Gegenwartskunst zeigt eine Sonderausstellung zum 100. Geburtstag des Rubenspreisträgers Fritz Winter. Vom 22. September an sind neben Bildern aus der Sammlung Lambrecht-Schadeberg Leihgaben der Münchener Fritz-Winter-Stiftung sowie aus dem Fritz-Winter-Haus in Ahlen zu sehen. Winter gehörte zu den prägenden bundesdeutschen Malern der Nachkriegszeit. Das Siegener Museum zeigt Arbeiten aus allen Schaffensphasen von den 1920er bis 70er Jahren. Fritz Winter starb 1976, ein Jahr später verlieh ihm die Stadt Siegen posthum den Rubenspreis. Die Ausstellung ist bis zum bis 8. Januar 2006 zu sehen.


INFO

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Westfälisches Museumsamt
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Schwelingstr. 5
48133 Münster
Tel.: 0251-591-3296
Fax: 0251-591-3335
e-mail: manfred.hartmann at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Oct 12 13:02:46 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 12 Oct 2005 13:02:46 +0200
Subject: [WestG] [AUS] "Kaffee - ernten - roesten - mahlen",
Stadtmuseum Muenster, 18.10.-11.12.2005
Message-ID: s34d0987.013@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Wibke Becker",
Datum: 07.10.2005, 09:43


AUSSTELLUNG

Vom 18.10.2005 bis zum 11.12.2005 zeigt das Stadtmuseum Münster
die Ausstellung "Kaffee - ernten - rösten - mahlen", eine
Wanderausstellung des Westfälischen Museumsamtes.

Anbei finden Sie den Pressetext zur Ausstellung:

Westfalen ist - auch - ein Kaffeeland. Das allseits beliebte Getränk wird
dort nicht nur ausgiebig genossen, in der Region wurde und wird alles
hergestellt, was für den belebenden Genuss nötig ist. Einen umfassenden
Einblick in die "Kaffeegeschichte" Westfalens gibt die Wanderausstellung
"Kaffee ernten - rösten - mahlen". Die Ausstellung des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe und des Museums der Stadt Lünen ist ab 18. Oktober im
Stadtmuseum Münster zu sehen. Das Stadtmuseum ergänzt die Präsentation
mit Inszenierungen und Exponaten rund um das Thema "Kaffeegenuss in
Münster".

Schnell eroberte der belebende Trank im 18. Jahrhundert die deutschen Tassen.
Innerhalb von wenigen Jahrzehnten wurde das exotische Heissgetränk, das bis
etwa 1715 nur einer kleinen Oberschicht vorbehalten war, auch zum gängigen
Getränk breiter Bevölkerungs-schichten.

Die Ausstellung zeigt eine Fülle von Exponaten, die den Weg des Kaffees vom
Anbau bis zum fertigen Heissgetränk nachvollziehen. Kunstvoll verzierte
Kaffeebrenner und Kugelröster mit Aussenbeheizung aus der Zeit um 1900,
stilvolle Mokkamühlen aus den 1950er Jahren und elektrische Kaffeemühlen aus
Kunststoff - all diese Objekte verdeutlichen die Veränderungen in der Kaffeekultur
und verweisen auf die Vielfalt der regionalen Produktion.

Auch ein Nachbau des Melitta-Urfilters, mit dem die Hausfrau Melitta Benz 1908
die Kaffeezubereitung revolutionierte und den Grundstein für die Mindener
Melitta-Werke legte, ist in der Ausstellung zu sehen. Beispiele für Kaffeewerbung
aus verschiedenen Jahrzehnten informieren über einen besonders bunten Aspekt
der Kaffeekultur und ge-ben Aufschluss über den Wandel von Stil und Geschmack.

Das Stadtmuseum Münster ergänzt die Wanderausstellung mit einem Beitrag zu
den münsterschen Kaffeeröstereien Vollmer und VOX und einer Inszenierung zum
Thema Cafés, Kaffeebars und Kaffeehäuser in Münster und Umgebung. Außerdem
können sich die Besucher der Ausstellung im Stadtmuseum dank der Unterstützung
der seit 1997 in Altenberge ansässigen Privatrösterei Vollmer Kaffee GmbH & Co. gegen
geringes Entgelt mit Kaffeespezialitäten bedienen. Während der Dauer der Ausstellung
bietet der Museumsshop die röstfrischen Kaffees zum Verkauf an.


INFO

Die Ausstellung "Kaffee ernten - rösten mahlen" ist bis zum 11. De-zember 2005 im
Stadtmuseum Münster zu sehen. Der Begleitband ist für 12 Euro im Museumsshop erhältlich.

Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
D-48143 Münster
Telefon: +49 (0)2 51/4 92-45 03
Telefax: +49 (0)2 51/4 92-77 26
Web: www.stadt-muenster.de/museum
E-Mail: museum at stadt-muenster.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Oct 12 12:50:03 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 12 Oct 2005 12:50:03 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Mittwochstreffen der Westfaelischen Gesellschaft
fuer Genealogie und Familienforschung
Message-ID: s34d069e.090@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "WGGF-Geschäftsführung",
Datum: 07.10.2005, 12:20


AKTUELL

Termine der Mittwochstreffen der Westfälischen Gesellschaft für
Genealogie und Familienforschung bis zum März 2006.

Weitere Termine und Veranstaltungen werden unter
www.westfalengen.de bekannt gegeben.

Mittwochstreffen
Zu unseren Mittwochstreffen, die jeweils im Westfälischen Archivamt,
Jahnstraße 26, Münster, um 16.30 Uhr stattfinden, wird hiermit herzlich
eingeladen. Gäste sind herzlich willkommen.

Die nächsten Termine:

Mittwoch, 12. Oktober 2005
Prof. Paul Derks: "Die Ortsnamen des Münsterlandes - Ein kritischer
Überblick"

Mittwoch, 09. November 2005
Dr. Leopold Schütte: "Verwandtenehen - Inzucht oder Reinrassigkeit?"

Mittwoch, 14. Dezember 2005
Ausspracheabend in adventlichem Rahmen

Mittwoch, 11. Januar 2006
Hildegard Upmeier: "Forschungsmöglichkeiten bei den Mormonen"

Mittwoch, 08. Februar 2006
Dr. Peter Kracht: "Krupp in Essen - Die Geschichte einer Stahldynastie"
(Diavortrag)

Mittwoch, 08. März 2006
Gabriele Sürig: "Erstellung einer ermländischen Kirchspielchronik"
Durch die Flucht und Vertreibung wurde das Kulturgut der Ostpreußen
größtenteils unwiederbringlich zerstört. Die Vertriebenen haben sich in
ganz Deutschland, auch im Münsterland, integriert. Viele westfälische
Forscher stoßen irgendwann einmal auf ostpreußische Vorfahren,
sicherlich auch, da es zwischen den Münsterländern und Ermländern
(Ermland =kath. Teil Ostpreußens) unterschiedliche Beziehungen gab. Will
man ostpreußische Familienzweige untersuchen, fehlen oft die Anschlüsse
zu den häufig noch existierenden Kirchenbüchern, die Zeit von 1880 bis
1945. Um Daten und Geschichten aus dieser dokumentenlosen Zeit zu
erhalten, ist der Familienforscher auf Zeitzeugen,
Bevölkerungsrekonstruktionen und ungewöhnliche Quellen angewiesen. Am
Beispiel des Entstehens einer Kirchspielchronik werden Wege des
Forschens aufgezeigt.


INFO

Volker Wilmsen
Siebenbürgenweg 28
48151 Münster
Tel.: 0251/7619504
Fax: 01212/511208903
E-Mail: vw25176 at web.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Oct 12 12:32:16 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 12 Oct 2005 12:32:16 +0200
Subject: [WestG] [KONF] Kirchengeschichte in der Zehntscheune,
Herzebrock-Clarholz, 21./22.10.2005
Message-ID: s34d0256.022@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Benjamin Hagemann",
Datum: 26.09.2005, 18:37


TAGUNG

Volkshochschule Reckenberg-Ems in Zusammenarbeit mit dem
Freundeskreis ropstei Clarholz

Kirchengeschichte in der Zehntscheune XIII

Erneute Blüte: Klöster und Stifte an der Oberen Ems in der ersten
Hälfte des 18. Jahrhunderts

Tagung am 21./22. Oktober 2005 in 33437 Herzebrock-Clarholz,
Ortsteil Clarholz, Zehntscheune

Die diesjährige Veranstaltung "Kirchengeschichte in der Zehntscheune" geht von
einem Jubiläum aus: Vor 300 Jahren, im Jahr 1705, begann die Errichtung des
neuen Propsteigebäudes der Clarholzer Prämonstratenser. Der Clarholzer Konvent
stand wirtschaftlich gut da, und auch das klösterlich-spirituelle Leben hatte
im Zuge der religiösen Erneuerung im Gefolge des Konzils von Trient an Kraft
gewonnen. So konnte ein aufwändiges Gebäude, ganz im repräsentativen Stil der
Zeit errichtet werden. Einen ähnlichen Aufschwung wie die Clarholzer
Prämonstratenser erlebten auch die anderen Klöster und Stifte der Region. An
der Oberen Ems, das heißt im Amt Reckenberg des Fürstbistums Osnabrück, in der
kleinen Grafschaft Rietberg und im Südosten des Fürstbistums Münster, wurden
Kirchen erweitert, repräsentative Gebäude neu errichtet und das
religiös-spirituelle Leben intensiviert.

Deshalb soll das Kolloquium anhand von fünf geistlichen Einrichtungen diese
neue Blütezeit der Klöster und Stifte beleuchten und dabei immer wieder auch
Clarholz in den Blick nehmen: Das freiweltliche adlige Damenstift Freckenhorst
wird im Hinblick auf Verfassung und soziale Funktion vorgestellt. Es geht um die
Frage, wie ausgeprägt das religiöse Leben in diesem Versorgungsinstitut adliger
Damen war. Bei den Franziskanern in Rietberg und Wiedenbrück wird nicht nur der
Verfassung und dem klösterlichen Leben der Patres nachgegangen, sondern auch
die Seelsorge im Dienst der tridentinischen Reform betrachtet. Die Niederlassung
der Jesuiten auf Haus Geist bei Oelde diente dem Studium und dem sog.
Erprobungsjahr im Rahmen jesuitischer Ausbildung; daneben hatten die dort
lebenden Jesuiten Seelsorge in der Umgebung zu betreiben.

Eine andere Form geistlicher Gemeinschaft war das Kollegiatstift St. Stephanus
und Sebastianus in Beckum, wo die Kanoniker die mit dem Stift verbundene Pfarrei
seelsorglich zu betreuen hatten. Auch die familiären Verflechtungen der Kleriker mit
der Beckumer Bürgerschaft werden thematisiert. Das gut ausgestattete
Zisterzienserkloster Marienfeld zählte um 1800 28 Mönche. 1711 begann der Bau
der vierflügeligen Klosteranlage unter Abt Oesterhoff. Auch hier stehen die
Frage nach den wirtschaftlich-sozialen Verhältnissen und dem spirituellen
Leben im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Das Kolloquium beginnt am Freitagabend mit einem Vortrag des bekannten
Kunsthistorikers Dr. Roland Pieper, Autor des Werkes "Klöster in Westfalen".
Sein Lichtbildervortrag wird Kunst und Kultur der Klöster und Stifte im
Zeitalter des Barock beleuchten.


INFO

Programm:

Freitag, 21. Oktober, 20.00 Uhr: Dr. Roland Pieper, Münster: Klöster und
Stifte in Westfalen im Zeitalter des Barock

Samstag, 22. Oktober, 10.00 -12.30 Uhr:

Manfred Beine, Rietberg/Marienfeld: Das Zisterzienserkloster Marienfeld

Prof. Dr. Alwin Hanschmidt, Vechta: Die Franziskaner in Rietberg und
Wiedenbrück im 18. Jahrhundert

Wilhelm M. Schneider, Wadersloh-Diestedde: Die Jesuiten auf Haus Geist

Mittagspause

14.00-16.00 Uhr:

Oberstudiendirektor i.R. Klaus Gruhn, Warendorf-Freckenhorst: Das
freiweltliche Damenstift Freckenhorst

Dr. Jörg Wunschhofer, Beckum: Das Kanonikerstift St. Stephanus und Sebastianus
in Beckum

Leitung der Tagung: Prof. Dr. Werner Freitag, Münster

Tagungsgebühr 21,00 € (VHS Reckenberg-Ems). Eine Abend-/Tageskasse ist
eingerichtet.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Oct 13 12:05:12 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 13 Oct 2005 12:05:12 +0200
Subject: [WestG] [KONF] 2. Niederlaendisch-Deutsche Symposium
Adelsgeschichte, Arnheim, 18.11.2005
Message-ID: s34e4d8a.014@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Gerd Dethlefs",
Datum: 12.10.2005, 15:08


TAGUNG

Das Gelders Archief Arnhem veranstaltet das:

Tweede Nederlands-Duits symposium adelsgeschiedenis
2. Niederländisch-Deutsche Symposium Adelsgeschichte

Adel en cultuur in het Nederlands-Duitse grensgebied
Adel und Kultur im niederländisch-deutschen Grenzraum
(1500-1800)


Freitag, den 18 November 2005
Statenzaal
Huis der Provincie, Markt 11, Arnhem


Organisation: Stichting Werkgroep Adelsgeschiedenis en Gelders Archief


Die geschichtliche Bedeutung des Adels ist im niederländisch-deutschen
Grenzraum ist gross. In Politik und Verwaltung, im gesellschaftlichen und
im kulturellen Leben spielte der Adel eine prägende Rolle. Diese
grenzüberschreitende Adelsgeschichte ist das Thema einer Reihe von
drei Tagungen 2004-2006.

Das erste Symposium zu "Adel und Staat in der Frühen Neuzeit" fand
am 19. November 2004 in Wesel statt. Die dritte Tagung wird 2006 in
Münster abgehalten und das 19. und 20. Jahrhundert thematisieren.
Ziel der Reihe ist es, die Adelsgeschichte als grenzüberschreitendes
Phänomen und gemeinsames Erbe ins Licht zu stellen, und die Forschung
beiderseits der Grenze durch Kontakte zu fördern.

Dieses zweite Symposium in Arnheim ist der Rolle des Adels als Kulturträger
(Auftraggeber, Produzent und Konsument von Kulturäusserungen) und als
Kulturvermittler über die jetzige Landesgrenze hinweg gewidmet. Nicht nur
die allenthalben sichtbaren materiellen Zeugnisse der Adelskultur wie
Schlösser und Museumsobjekte, sondern auch immaterielle Aspekte werden
angesprochen.

Die Symposien werden durchgeführt und unterstützt von
ANKAR, Arbeitskreis Niederrheinischer Komunalarchivare für Regionalgeschichte (Wesel/Düsseldorf);
NAAN, Niederrhein-Akademie/Academie Nederrijn (Duisburg);
Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte (Münster);
Westfälisches Institut für Regionalgeschichte (Münster);
Westfälisches Archivamt (Münster)



Programm

Tagungsbüro geöffnet ab 9.30 Uhr

10.00 Opening/Eröffnung
De heer H.A.J. Aalderink, Lid Gedeputeerde Staten van Gelderland
10.15 Drs. B. Olde Meierink (Utrecht)
Adellijk bouwen "dies- und jenseits"
11.00 Dr. J.C. Bierens de Haan (Arnhem)
Adellijke wooncultuur in de 18e eeuw
12.00 Dr. H. Düselder (Osnabrück)
Alltag im Adelshaus. Von den Menschen und den Dingen im adeligen Haushalt

13.00 lunch

14.00 Dr. W. Löhr (Mönchengladbach)
Erziehung und Bildung
15.00 Prof. Dr. H. Tervooren (Duisburg)
Literatur als Medium adeliger Repräsentation und Geselligkeit
16.00 Prof. Dr. V. Manuth (Nijmegen)
Zwischen Tradition und Aufklärung. Der Adel im deutsch-niederländischen
Grenzgebiet als Auftraggeber von Porträts
17.00 Slotdiscussie/Schlussdiskussion

17.30 Borrel/Umtrunk
Informele gedachtenwisseling en contact
Informeller Gedankenaustausch und Kontakt

20.00 Öffentlicher Vortrag Volksuniversiteit Arnhem
(in De Coehoorn, Coehoornstraat 17, Arnhem)
Dr. H.M.J. Tromp (Den Haag)
Hele Heren en Halve Hollanders. De Van Spaens, een adellijk geslacht uit het
grensgebied tussen Gelre, Kleef en Pruissen (1600-1860)
Aanmelden/Anmeldung: T (0031)3521600


INFO

Anmeldung:
Gelders Archief
t.a.v. mw. M. Scheepers
Markt 1
6811 CG Arnhem
e-mail: m.scheepers at geldersarchief.nl
Tagungsgebühr (inkl. Lunch): 20 €

Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster
Abt. Landesgeschichte, Dr. Gerd Dethlefs
Domplatz 10
48155 Münster
Tel. 0251-5907-256






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Oct 13 12:19:38 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 13 Oct 2005 12:19:38 +0200
Subject: [WestG] [AUS] "Wiedergutmachung als Auftrag" Villa ten Hompel,
Muenster, Eroeffnung am 30.10.2005
Message-ID: s34e50f4.076@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Stefan Querl",
Datum: 19.09.2005, 22:04


AUSSTELLUNG

Ministerpräsident unterstützt Geschichtsort Villa ten Hompel
Gute Nachrichten aus der Staatskanzlei NRW: Dr. Jürgen Rüttgers
übernimmt die Schirmherrschaft für die neue Dauerausstellung
"Wiedergutmachung als Auftrag"

Erfreuliche Nachricht für Münster aus der Düsseldorfer Staatskanzlei:
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers hat
das Engagement des Geschichtsortes Villa ten Hompel zur Erforschung
der Nachkriegszeit ausdrücklich gewürdigt und persönlich die
Schirmherrschaft für die neue Ausstellung "Wiedergutmachung als Auftrag"
übernommen. Eröffnet wird die Multimedia-Präsentation am Sonntag,
30. Oktober, um 15 Uhr mit einem offiziellen Festakt im Stadtweinhaus; den
Fachvortrag wird der auch international angesehene Zeithistoriker und
"Oral History"-Nestor Prof. Dr. Lutz Niethammer halten. Regierungschef
Rüttgers kann einen Besuch in der Villa ten Hompel zwar wegen wichtiger
Außentermine wohl erst zu einem späteren Zeitpunkt zusagen, versah das
Großprojekt der Stadt aber bewusst mit geschichtspolitisch hoher Priorität.
Aus seinem Kabinett wird der Minister für Generationen, Familie, Frauen und
Integration, Armin Laschet, an der Feierstunde teilnehmen. NRW und der
Bund fördern die von Wissenschaft und interessierter Fachöffentlichkeit mit
Spannung erwartete neue Dauerausstellung mit erheblichen Finanzmitteln.

Aus erster Hand, von Prof. Dr. Alfons Kenkmann und Christoph Spieker,
ließ sich jetzt die städtische Kulturdezernentin Dr. Andrea Hanke über den
aktuellen Stand der Forschungen und Ausstellungsvorbereitung informieren.
Sie dankte der Landesregierung für den Rückhalt und lobte auch die Leistungen
des pädagogisch-wissenschaftlichen Teams vor Ort, das innerhalb der
Stadtverwaltung im Einsatz ist. So arbeiten die Historiker, Designer und
Techniker mit Hochdruck an der Ausgestaltung von kontrastreichen Räumen,
Objektvitrinen, Displays, Text- und Bildfahnen, die ein bislang wenig geläufiges
Kapitel zur Geschichte der Villa ten Hompel ins Blickfeld rücken.

In der einstigen Fabrikantenresidenz, die während des Krieges zum Sitz von
NS-Schreibtischtätern aus den Reihen der Ordnungspolizei wurde, waren
von 1954 bis 1968 Mitarbeiter des Dezernates für Wiedergutmachung tätig.
Die Dienststelle der Bezirksregierung kümmerte sich um ehemals Verfolgte und
um Überlebende, die unter dem braunen Regime gelitten und Angehörige
durch nationalsozialistischen Terror oder Lagerhaft verloren hatten. Die Zahl
der Entschädigungsanträge summiert sich allein regional auf über 12000.
Wobei die Ausstellung über Stadt und Münsterland hinaus nach den Menschen
vor und hinter den Schreibtischen, internationalen sowie ethischen Dimensionen,
nach Rückerstattung geraubten Eigentums und nach Entschädigungsbilanzen fragt.

Dr. Marc von Miquel, die Doktorandinnen Julia Volmer-Naumann und Susanne
Muhle, ein Projektteam des Fachbereichs Design um Professor Norbert
Nowotsch (Fachhochschule Münster) sowie weitere Experten und
Ausstellungsentwickler konnten mit Unterstützung etlicher Hinweis- und
Leihgeber aufschlussreiche historische Spuren sichtbar machen, kaum
bekannte Quellen aus Archiven und Privatbesitz ins Projekt einbeziehen
und vor allem auch viele Zeitzeugen interviewen.

Als einer der ersten, der Zeitzeugen mit einem Verfolgungsschicksal auch
wissenschaftlich wirklich ernst nahm, gilt Prof. Dr. Lutz Niethammer,
zuletzt Lehrstuhlinhaber an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Für
den Grundstein einer deutschen *Oral History", für seinen Einsatz
innerhalb der Erinnerungskultur des Ruhrgebiets sowie für die Aufarbeitung
diktatorischen Unrechts ist Niethammer u.a. 2002 als erster Würdenträger
mit dem renommierten Bochumer Historikerpreis geehrt worden. Das
Anliegen der Ausstellung, sehr unterschiedliche Opferbiographien und
damit die Nachkriegsperiode auch alltags- und erfahrungsgeschichtlich
zu analysieren, sei ein zentrales, lobte er in Vorgesprächen die Initiative
am Geschichtsort. www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel


INFO

Geschichtsort Villa ten Hompel
Stadt Münster
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
D-48145 Münster
Telefon 0251/492-7107
Telefax 0251/492-7918
querls at stadt-muenster.de

Das Portal der Villa ten Hompel im Netz:
www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Oct 13 12:37:35 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 13 Oct 2005 12:37:35 +0200
Subject: [WestG] [AUS] The Rolling Stones: Beat-Ekstase in Muenster,
Stadtmuseum Muenster, 01.10.2005-05.02.2006
Message-ID: s34e5527.051@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Wibke Becker",
Datum: 28.09.2005, 16:36


AUSSTELLUNG

Vom 1.10.2005 bis zum 5.2.2006 zeigt das Stadtmuseum Münster
eine Ausstellung über den ersten Auftritt der Rolling Stones in
Deutschland 1965, der in Münster stattfand. Anbei finden Sie den
Pressetext zur Ausstellung.


The Rolling Stones: Beat-Ekstase in Münster

Ab 1. Oktober 2005 zeigt das Stadtmuseum Münster eine Ausstellung
über das erste Deutschland-Konzert der Rolling Stones in Münster, das
am 11. September 1965 stattfand. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen
bislang unveröffentlichte Fotos des münsterischen Pressefotografen Willi
Hänscheid, der den Auftritt der britischen Band in über siebzig Aufnahmen
festgehalten hat.

Neben den über 70 Fotos präsentiert die Ausstellung damalige Beiträge der
Wochenschau und Berichte des Jugendmagazins "Bravo", das die Fans schon
vor der Tour mächtig anheizte. Auch akustisch lässt das Stadtmuseum den
Stones-Auftritt wieder aufleben: An einer Audiostation können die
Besucherinnen und Besucher alle Stücke des Auftritts in Münster hören.

Die Auftritte der Rolling Stones in Deutschland erregten damals bundesweite
Aufmerksamkeit. "Die Stein-Lawine rollt!" - so kündigte die BRAVO 1965 die
erste Deutschland-Tournee der Briten an. Das Auftaktkonzert fand
überraschenderweise nicht in Berlin, Hamburg oder München statt - sondern
in Münster, bislang nicht als Mekka des Beat bekannt. Das Konzert geriet
zur Sensation. Der Ansturm auf die Karten war so groß, dass die Rolling
Stones zweimal hintereinander spielten. Auf dem Schwarzmarkt wurden
horrende Preise für die Tickets verlangt.

Unverständnis für die neue Jugendkultur schwang in manchem Kommentar
mit: "Wie ist es möglich, dass fünf lächerlich unmännlich gekleidete und
behaarte Wesen Tausende junger Menschen zu frenetischem Hüftwippen
und Kopfnicken bringen", hieß es in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Längere Haare, gelockerte Krawatten und fünf vermeintlich harte Jungs
auf der Bühne: Beat-Ekstase bedrohte die öffentliche Ordnung. Die
Sicherheitskräfte waren alarmiert; Ausschreitungen wurden befürchtet,
doch in Münster blieb alles ruhig. Anders das Szenario wenige Tage
später in Berlin: Dort ging die Waldbühne in Flammen auf.

Willi Hänscheid bewegte sich bei den Münster-Konzerten in einer heute
nicht mehr vorstellbaren Nähe zu den Musikern auf der Bühne. Die Fotos
halten nicht nur die Rolling Stones in eindrucksvollen Bildern fest, sondern
geben auch die Atmosphäre der Konzerte wieder. Die Fans hielt es nicht
mehr auf den Stühlen, und die Presse titelte später: "Zehntausend in
Beat-Ekstase".

Aber auch die skeptische Haltung der angereisten Polizeipräsidenten und
die Nervosität der Ordnungshüter hat Hänscheid dokumentiert. Das
Medienecho war ähnlich überragend wie auf der aktuellen Tournee der
Rolling Stones. Dieselben harten Jungs sind heute fast im Rentenalter
und Ikonen ihrer Zunft.

"Diese Ausstellung zeigt nicht nur neue Entdeckungen aus unserem reichen
Fotoarchiv, sondern zeugt auch von sehr viel Herzblut eines Fans", freut
sich die Leiterin des Stadtmuseums, Dr. Barbara Rommé, über das große
Engagement ihres Stellvertreters bei der Konzeption der Ausstellung.
"The Rolling Stones in Münster" zeigt das Stadtmuseum vom 1. Oktober
bis 5. Februar 2006. Der Begleitband zur Ausstellung mit rund 80 bisher
unveröffentlichten Aufnahmen ist für 16,80 Euro im Museumsshop erhältlich.


INFO

Fotos: Rolling-Stones-Konzert 1965
Mick Jagger
Keith Richards
Bill Wyman
Weibliche Fans
Beat-Ekstase in Münster
Fotos: Veröffentlichung honorarfrei.
Texte und Fotos (jpg, 300 dpi) im Internet abrufbar:
www.muenster.de/stadt/presse

Dr. Wibke Becker
Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
48143 Münster
Telefon: +49(0)251/492-4514
Telefax: +49(0)251/492-7726
eMail: BeckerW at stadt-muenster.de
Web: http://www.muenster.de/stadt/museum






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Oct 13 12:49:47 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 13 Oct 2005 12:49:47 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Freitagskolloquium des Instituts fuer
vergleichende Staedtegeschichte, Wintersemster 2005/2006
Message-ID: s34e57fe.080@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Institut fuer vergleichende Staedtegeschichte",
Datum: 13.10.2005, 09:57


AKTUELL

Zu den Veranstaltungen des Freitags-Kolloquiums zu Problemen
vergleichender Staedtegeschichte im Wintersemester 2005/2006
laden wir Sie herzlich ein.
Die Vortraege finden wie immer um 17.00 Uhr c. t. in den Raeumen des
Instituts statt.

Wilfried Ehbrecht Peter Johanek Angelika Lampen


21.10.2005
Michael Ruprecht M.A., Halle/S.:
Staedtische Obrigkeit und das Brauwesen in Halle im 15. und 16.
Jahrhundert (427)

25.11.2005
Dr. Nicolas Ruegge, Osnabrueck:
Juristen als Buergermeister - Schluesselfiguren der fruehneuzeitlichen
Stadtgeschichte? Beobachtungen und Fragen anhand westfaelischer Beispiele
(428)

09.12.2005
Katrin Minner M.A., Halle/S.:
Was bleibt von der Stadt der Buerger? Stadtbilder in den Stadtjubilaeen
der Region Sachsen-Anhalt zwischen Kaiserreich und "Drittem Reich" (429)

13.01.2006
Dr. Thomas Nitz, Erfurt:
Die Steine sprechen - Bauten als Quelle (430)

27.01.2006
Prof. Dr. Thomas Schilp / Dr. Matthias Ohm, Dortmund:
Zur Konzeption der stadthistorischen Ausstellung: "Ferne Welten - freie
Stadt. Dortmund im Mittelalter" (431)


INFO

Institut fuer vergleichende Staedtegeschichte
an der Universitaet Muenster
* IStG * gGmbH
Koenigsstr. 46, 48143 Muenster
Tel. 0251 / 83-275-12
Fax 0251 / 83-275-35
Geoeffnet montags bis freitags 9:00-16:30 Uhr






From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Oct 17 12:06:00 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 17 Oct 2005 12:06:00 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Programm zur Woche des Buches, Altena,
24.10.-31.10.2005
Message-ID: s35393cf.087@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Todrowski Christiane",
Datum: 13.10.2005, 15:00


AKTUELL

Woche des Buches

Eine Veranstaltung der Landeskundlichen Bibliothek und
des Kreisarchivs des Märkischen Kreises

vom 24. bis 31. Oktober 2005
im Kreishaus I in Altena
(Bismarckstraße 15)

Schirmherr: Landrat Aloys Steppuhn


Montag, 24. Oktober

18.30 Uhr
Eröffnung der "Woche des Buches" durch Landrat Aloys Steppuhn

18.40 Uhr
"Landeskundliche Literatur und westfälisch-märkische Identität"
Überlegungen von Dr. Christiane Todrowski, Leiterin des
Kreisarchivs und der Landeskundlichen Bibliothek

19.00 Uhr
Eröffnung der Ausstellung "Landeskundliche Literatur" -
Bücher-Präsentation der Landeskundlichen Bibliothek

19.30 Uhr
"Klemens Schulte-Vierkötter, der Sauerländer und das Buch".
Kabarett mit Bodo Schulte und Stefan Neuhaus, Menden
(Puppen-Schulte & Co.)



Dienstag, 25. Oktober

11.00 - 16.00 Uhr

"Der Buchmacher"
Wie entsteht ein Buch? Wie werden Bücher gepflegt?
Buchbinder Jürgen Blasberg, Hagen, demonstriert, gibt Tipps
und stellt kunstvoll marmorierte Papiere her

16.30 - 18.00 Uhr

"Die Landeskundliche Bibliothek - größte Spezialbibliothek zur
heimischen Geschichte"
Diplom-Bibliothekarin Karin Müller lädt zum Blick hinter die
Kulissen ein

Diese Führung wird von der VHS Lennetal mitveranstaltet.

19.30 Uhr

"Ein Hof im Sauerland - das Alltagsleben unserer Vorfahren"
Ingrid Rumi, Halver, erzählt aus ihrem Buch "Mit Haferbrei und
eisernem Willen"

"Zauberhafte Harfenklänge"
Cora Büsch, Kierspe, liefert den musikalischen Rahmen dazu



Mittwoch, 26. Oktober 2005

13.00 - 16.00 Uhr

"Vom Mittelalter zur Neuzeit im Märkischen Kreis"
Schülerinnen und Schüler des Bergstadt-Gymnasiums Lüdenscheid
und ihr Lehrer Matthias Wagner begeben sich auf Spurensuche
in der Landeskundlichen Bibliothek



Donnerstag, 27. Oktober 2005

TAG DER FAMILIENFORSCHUNG

11.00 - 12.00 Uhr
"Wege der Familienforschung"
aufgezeigt von Dr. Leopold Schütte, Münster

12.00 - 13.00 Uhr
"Wie bekomme ich ein eigenes Familienwappen?"
Olaf Diembeck, Altena, berichtet aus der Praxis


13.00 - 14.00 Uhr
Mittagspause


14.00 - 15.00 Uhr
"Hypothekenbücher als Quelle für die Genealogie"
Heinrich Fernholz, Mülheim a.d. Ruhr, informiert
über dieses wichtige Namen-Reservoir

15.00 - 16.00 Uhr
"Kirchenbuchverkartung im oberen Volmetal"
Karl-Heinz Bartsch, Meinerzhagen, gibt gezielt
Auskunft über Vorfahren in Halver, Kierspe, Kierspe-
Rönsahl, Meinerzhagen und Meinerzhagen-Valbert

16.00 - 17.00 Uhr
"Familienforschung und Computer"
Dr. Günter Junkers, Leverkusen, beschreibt, wie
Genealogen Computerprogramme und Internet
problemlos eingesetzt werden können

Anschließend: Diskussion und Erfahrungsaustausch


18.00 Uhr

"Sauerländer Grusel-Sagen"
Wolfgang Hänisch, Hemer, liest aus seinem neuen Buch und
gibt Erläuterungen dazu

Der Verein "Gräfliche Allianz Arnsberg-Mark" schlüpft in die
Gewänder alter westfälischer Adelsfamilien und veranschaulicht
ihre Geschichte



Freitag, 28. Oktober 2005

Die Vorschulkinder des Kindergartens St. Katharina
und des Kindergartens Knerling Altena und die Kinder
der Klasse 3A der Grundschule Altena-Dahle kommen

8.30 - 14.00 Uhr
"Tiere aus der heimischen Region"
Axel Dohmen von der Waldschule im Märkischen Kreis,
Iserlohn, stellt sie Kindern vor

9.30 Uhr
"Kleine Vorlesestunde"
Landrat Aloys Steppuhn erzählt Geschichten über die
Tiere im Sauerland

"Die Leselatte"
hilft Erzieherinnen und LehrerInnen bei der Leseförderung
und gibt jungen Leseratten Tipps zum Schmökern


15.00 - 17.30 Uhr

"SCHREIBWÜRMER schreiben Geschichten"
Die jungen Schriftstellerinnen und Schriftsteller werden dabei
von der Autorin Claudia Lüno, Neuenrade, unterstützt



Montag, 31. Oktober 2005

19.30 Uhr

"Ein Jahr nach dem Brand"
Dr. Michael Knoche, Direktor der Herzogin Anna Amalia-
Bibliothek, Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen,
informiert über den Stand der Dinge zwölf Monate nach der
Feuerkatastrophe

Dieser Vortrag wird von den Freunden der Burg Altena e.V.
mitveranstaltet



Kulinarisches

Das "Burg-on-tour"-Team um Markus Bürger bietet westfälische
Spezialitäten an


ZEUS

Junge Reporterinnen und Reporter von ZEUS, dem Projekt
"Zeitung und Schule" der Westfälischen Rundschau, werden
über die "Woche des Buches" berichten


Eintritt

zu den Veranstaltungen wird nicht erhoben, um eine Spende
für eine soziale Einrichtung wird gebeten


Wir danken den Sponsoren

· Buchhandlung Katerlöh, Altena
· Buchhandlung Potthoff, Iserlohn
· Firma Fritz Finkernagel, Altena
· Förderverein Deutsches Drahtmuseum e.V.
· Privatbrauerei Iserlohn GmbH

vor allem

· Mark E AG, Hagen
· Stiftung Westfalen-Initiative, Münster


INFO

Veranstalter
Märkischer Kreis
Der Landrat
Kulturamt
Kreisarchiv und Landeskundliche Bibliothek
Bismarckstr. 15
58762 Altena

Telefon: (02352) 966-7055
E-Mail: archivundbibliothek at maerkischer-kreis.de
Internet: www.maerkischer-kreis.de

Programmgestaltung: Dipl.-Bibl. Karin Müller und Dr. Christiane Todrowski

Änderungen vorbehalten


Märkischer Kreis
Kulturamt
Kreisarchiv und Landeskundliche Bibliothek
Bismarckstraße 15, 58762 Altena
Telefon: (02352) 966-7055
Telefax: (02352) 966-7166
Email: ctodrowski at maerkischer-kreis.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Oct 17 12:16:09 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 17 Oct 2005 12:16:09 +0200
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus
Westfalen-Lippe 26.09.-14.10.2005
Message-ID: s3539628.039@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Manfred Hartmann",
Datum: 17.10.2005, 08:00


SERVICE: WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe 26.09.-14.10 .2005

In Kooperation mit dem Westfälischen Museumsamt des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" einen
weiteren Service an: eine Zusammenfassung von Museums- und Archiv-
Nachrichten des Westdeutschen Rundfunks, die regelmäßig von Manfred
Hartmann erstellt wird. [MW]


WDR-
Nachrichten aus Südwestfalen vom 14.10.2005

Umbau Siegerlandmuseum abgeschlossen (14:40)
Der Umbau des Siegerlandmuseums ist abgeschlossen. Ende 2002 hatte die Renovierung mit der Neueindeckung des Daches begonnen. Seither sind unter anderem die Gotische Halle und das Museumscafé umgebaut worden. Neu in dem Museum im Siegener Oberen Schloss sind die Abteilungen mit Mineralien sowie mit historischen Stich- und Feuerwaffen. Die Renovierung hat rund 800.000 Euro gekostet.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 14.10.2005

Jazz-Ausstellung für New Orleans (10:40)
Mit einer Sonderausstellung will das Rock und Popmuseum in Gronau Geld für die Hurrikan-Opfer in New Orleans sammeln. Ab Sonntag werden Ölbilder und Fotografien zur Geschichte des Jazz und Blues gezeigt. Zu der Gronauer Hilfsaktion *HELP New Orleans" gehören auch ein Konzertabend und eine Verkaufsausstellung mit Werken eines Malers aus New Orleans.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 13.10.2005

Ausstellung im Lackmuseum (17:46)
Kostbare Dosen, Schreibmöbel und weitere Utensilien aus dem 18. und 19. Jahrhundert zeigt das Lackmuseum Münster ab Sonntag. Die Ausstellung präsentiert 200 Gegenstände aus der damals bedeutendsten deutschen Lack-Manufaktur von Johann Heinrich Stobwasser. Die Werkschau ist bis zum 15. Januar zu sehen.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 13.10.2005

Bochum: "Das Schiff von Uluburun"-Sonderausstellung im Bergbaumuseum (12:22)
Das Deutsche Bergbaumuseum Bochum zeigt vom 16. Oktober bis zum 16. Juli nächsten Jahres die Ausstellung "Das Schiff von Uluburun". Im Zentrum der Ausstellung steht die 13 Meter lange, 5 Meter breite originalgetreue Nachbildung des Handelsfrachters, der vor über 3000 Jahren vor der türkischen Küste sank. Die sensationellen Funde seiner umfangreichen Frachtgüter belegen, dass globale Handelsbeziehungen schon vor über 3000 Jahren Gang und Gäbe waren.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 11.10.2005

Funde im alten Kloster (07:25)
Bei Arbeiten am Kloster Wedinghausen in Arnsberg sind überraschend alte Särge und Stilette gefunden worden. Fachleute müssen nun untersuchen, aus welcher Zeit die Funde stammen. Das Kloster Wedinghausen war von 1100 bis 1300 bewohnt. Nach Stichproben hatte das Museum für Archäologie in Münster ursprünglich nicht mit derartigen Funden gerechnet.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 06.10.2005

Hilfsaktion für Hurrikan-Opfer (17:59)
Das Gronauer Rock- und Popmuseum unterstützt die Opfer der zwei Hurrikans in der Region um New Orleans. Ab dem 16. Oktober ist eine Sonderausstellung zur Geschichte des Jazz und Blues zu sehen. Besucher werden um Spenden gebeten. Außerdem gibt es in Gronau einen Konzertabend und eine Verkaufsausstellung mit Werken eines Malers aus New Orleans.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 04.10.2005

Neuer Leiter für Industriemuseum (16:00)
Der 42-jährige Dirk Zache wird neuer Leiter des Westfälischen Industriemuseums in Dortmund. Damit tritt er die Nachfolge des in den Ruhestand getretenen Gründungsdirektors Helmut Bönnighausen an. Zache wird Chef von insgesamt acht Museums-Standorten in ganz NRW. Sitz der Zentrale ist die Zeche Zollern in Dortmund-Bövinghausen. Zuvor hat Dirk Zache fast zehn Jahre das Industriemuseum in Peenemünde geleitet, wo er aus der einstigen NS-Raketenschmiede einen Lern-, Gedenk- und Veranstaltungsort gemacht hat.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 30.09.2005

Erinnerungen an die "Stones" (11:20)
Im Stadtmuseum Münster ist am Freitag eine Ausstellung über die Rolling-Stones eröffnet worden. Die Bilder des früheren Pressefotografen Willi Hänscheid dokumentieren zwei Konzerte, die die Stones zum Auftakt ihrer ersten Deutschland-Tournee im September 1965 in der Halle Münsterland gegeben hatten. Die Ausstellung endet im Februar, die Organisatoren erwarten mehrere tausend Besucher aus ganz Deutschland.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 29.09.2005

Giulio Paolini im Landesmuseum Münster (16:08)
Kunst aus Italien zeigt das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster. Am Samstag eröffnet das Haus eine große Ausstellung über den italienischen Künstler Giulio Paolini. Präsentiert werden rund 30, zum Teil großformatige Installationen aus den Jahren 1965 bis 2005. Die Werkschau Paolinis ist bis zum 8. Januar zu sehen.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 26.09.2005

Videowände beschäftigen Gericht (11:42)
Vor dem Landgericht Münster müssen sich von heute an zwei Männer verantworten, die das Rock- und Popmuseum in Gronau um rund 640.000 Euro betrogen haben sollen. Den beiden Kaufleuten aus Norddeutschland wird zur Last gelegt, dem Museum nicht neue, sondern gebrauchte Großbild-Leinwände verkauft zu haben. Zudem geht die Anklage davon aus, dass die Männer nicht die Eigentümer der Videowände waren.


INFO

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Westfälisches Museumsamt
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Schwelingstr. 5
48133 Münster
Tel.: 0251-591-3296
Fax: 0251-591-3335
e-mail: manfred.hartmann at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon Oct 17 13:09:40 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon, 17 Oct 2005 13:09:40 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Fotoausstellung "Ignaz Boeckenhoff-Menschen vom
Lande", Muenster, 28.10.2005-15.01.2005
Message-ID: s353a298.024@lwlapp.itz.lwl.org

Von "Wibke Becker",
Datum: 17.10.2005, 12:44


AUSSTELLUNG

Vom 28. Oktober 2005 bis zum 15. Januar 2006 zeigt das Stadtmuseum
Müntser die Fotoausstellung "Ignaz Böckenhoff - Menschen vom Lande",
eine Wanderausstellung des Westfälischen Museumsamtes.

Ignaz Böckenhoff (1911-1994) war ein großartiger Fotograf. Über 50
Jahre lang hat er als Amateurfotograf die Menschen seines Heimatdorfes
Raesfeld im Westmünsterland liebevoll und einfühlsam porträtiert. Seine
Bilder führen zurück in die ländliche Lebenswelt in der ersten Hälfte des
20. Jahrhunderts und sind ein faszinierendes Dokument der historischen
und sozialen Veränderungen dieser Zeit. Die 40 schönsten Aufnahmen
aus dem über 80.000 Negative umfassenden Nachlass präsentiert das
Westfälische Landesmedienzentrum und das Westfälische Museumsamt
jetzt in der Wanderausstellung *Ignaz Böckenhoff * Menschen vom Lande".

Ab dem 28. Oktober 2005 sind die eindrucksvollen Schwarzweißfotografien
im Stadtmuseum Münster zu sehen. Münster ist die letzte Station der
Wanderausstellung; dies ist daher die letzte Gelegenheit, den Fotoschatz
Böckenhoffs zu bewundern.

Böckenhoff, 1911 als Sohn eines Bauern geboren, war fotografisch gesehen
ein Autodidakt. Seine erste Kamera kaufte der 15-jährige im Jahr 1926,
einer Zeit, in der die Beschäftigung mit ländlichen und bäuerlichen Themen
im Zuge der populären Heimatfotografie einen ersten Aufschwung erlebte.
"Seine Bilder spiegeln mehr als jede andere Quelle das Leben auf dem Land
und seine traditionelle Gesellschaftsordnung vor und nach dem Zweiten
Weltkrieg wider", betont Dr. Volker Jakob, der Kurator der Ausstellung.

Ignaz Böckenhoff fand seine Sujets auf den Höfen der großen wie der
kleinen Bauern, in den Werkstätten der Handwerker und den Läden der
Gewerbetreibenden. Er fotografierte die Alten ebenso wie die Jungen, die
einfachen Leute und Außenseiter ebenso wie die Honoratioren, den Pastor
und den Fabrikanten. Er widmete sich alltäglichen und außergewöhnlichen
Themen; Familienfeiern fanden in gleichem Maße sein Interesse wie
Dorf- und Schützenfeste oder kirchliche und politische Manifestationen im
öffentlichen Raum.

Die zweite Hälfte der 1930er und die 1940er Jahre waren für ihn in
fotografischer Sicht besonders fruchtbar. Er dokumentierte mit seinen
Kameras die schleichenden politischen Veränderungen, die zunehmende
Ideologisierung und Militarisierung des dörflichen Lebens und den Aufbau
der nationalsozialistischen Gliederungen im Ort. Aus dieser Zeit stammen
seine stärksten und überzeugendsten Aufnahmen.

Böckenhoff verstand es, den sozialen und historischen Kontext der Menschen
in seinen Bildern einzufangen. Er besaß ein sicheres ästhetisches Gespür für
den richtigen, unwiederbringlichen Augenblick einer Aufnahme. Weil die
Fotografierten den "Dorfchronisten" kannten, verstellten sie sich nicht und
ließen ihn nah an sich herankommen. Die Bilder überraschen immer wieder
durch ihre Natürlichkeit und Ungezwungenheit und sind ein intimes,
persönliches Zeugnis einer vergangenen Welt.

Vom 28. Oktober 2005 bis zum 15. Januar 2006 ist die Ausstellung "Ignaz
Böckenhoff Menschen vom Lande" im Stadtmuseum Münster zu sehen.
Der gleichnamige Begeleitband zur Ausstellung mit über 200 Duotone-Abbildungen
(19,90 Euro) und eine Edition mit fünf Fotografien (150,00 Euro) sind im
Museumsshop erhältlich.


INFO

Dr. Wibke Becker
Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
48143 Münster
Telefon: +49(0)251/492-4514
Telefax: +49(0)251/492-7726
eMail: BeckerW at stadt-muenster.de
Web: http://www.muenster.de/stadt/museum






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Oct 18 09:35:41 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 18 Oct 2005 09:35:41 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Personalien Universitaet Muenster
Message-ID: s354c1fb.039@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Universität Münster"
Datum: 12.10.2005, 09:11


AKTUELL

Personalien
Namen und Nachrichten von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
[in Auswahl, M.W.]


Dr. Frank Becker, Privatdozent am Fachbereich Geschichte/Philosophie
der Universität Münster, erhielt die Bezeichnung
"außerplanmäßiger Professor" verliehen.

Prof. Dr. Rainer Frey vom Institut für Politikwissenschaft der
Universität Münster ist in den Ruhestand getreten.

Prof. Dr. Wolfgang Jacobmeyer vom Institut für Didaktik der
Geschichte der Universität Münster ist in den Ruhestand getreten.

Dr. Eduard Mühle vom Herder-Institut Marburg wurde zum Professor
für das Fach "Geschichte Osteuropas und Ostmitteleuropas" am
Fachbereich Geschichte/Philosophie der Universität Münster
ernannt.

Prof. Dr. Martin Josef Schermaier vom Institut für Rechtsgeschichte,
Abteilung Römisches Recht, der Rechtswissenschaftlichen Fakultät
der Universität Münster wurde zum Professor an der Universität
Bonn ernannt.







From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Oct 18 09:47:17 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 18 Oct 2005 09:47:17 +0200
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Lesung=3A_Beier=2C_Der_kommt_doc?=
=?iso-8859-1?q?h_aus_den_Zechenh=E4usern!=2C_Bochum=2C_20=2E10=2E2005?=
Message-ID: s354c4c2.095@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "gk-mail (Abeck)"
Datum: 17.10.2005, 10:12
Übernahme von der Mailingliste "geschichtskultur-ruhr"


AKTUELL

Lesung: "Der kommt doch aus den Zechenhäusern!"
Zeche Hannover, Bochum
Donnerstag, 20. Oktober 2005, 19 Uhr

Schlachtfest, Badetag und Große Wäsche - vom einfachen Leben in den
Zechensiedlungen der letzten 100 Jahre berichtet Ernst Beier am Donnerstag
um 19 Uhr im Westfälischen Industriemuseum Zeche Hannover des
Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

Ernst Beier, ehemaliger Professor an der Fachhochschule Bochum, stammt
ursprünglich selbst aus einer Bergarbeiterkolonie, der Zechensiedlung
Vogelhof in Kamen. Am Beispiel seines Elternhauses, das die Familie seit
1888 bewohnte, beschreibt Beier die großen und kleinen Ereignisse rund um
die Zechenhäuser, deren Bewohner bis in die 1930er Jahre hinein ohne Strom
und fließend Wasser auskommen mussten. Dabei verknüpft der 78-Jährige
anschaulich Quellen aus den 1880er bis 1980er Jahren mit
Familiengeschichten und den eigenen Erinnerungen aus der Kindheit und
Jugendzeit. So entsteht ein lebendiges Bild vom Leben in einfachen
Verhältnissen.

Vor der Lesung besteht ab 18 Uhr Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung
"Von Stratenhoff bis Arslan. Die Bergarbeiterhäuser am Rübenkamp und ihre
Bewohner 1895-1995."

Der Eintritt ins Museum an der Günnigfelder Straße 251 in Bochum-Hordel ist
frei.


ORT

Westfälisches Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
Bochum-Hordel






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Oct 18 09:57:25 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 18 Oct 2005 09:57:25 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Schoenemann als Vorsitzender der Konferenz
f. Geschichtsdidaktik bestaetigt
Message-ID: s354c716.059@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Universität Münster"
Datum: 17.10.2005, 12:11


AKTUELL

Didaktik der Geschichte
Prof. Dr. Bernd Schönemann (Münster) wieder gewählt

Prof. Dr. Bernd Schönemann von der Universität Münster ist für
weitere zwei Jahre zum Vorsitzenden der "Konferenz für
Geschichtsdidaktik" (KGD) gewählt worden. Auf einer Tagung über
"Europa in historisch-didaktischen Perspektiven" in Meißen erhielt
er ein einstimmiges Votum der Mitgliederversammlung des Verbandes der
deutschen Geschichtsdidaktikerinnen und Geschichtsdidaktiker. Prof.
Schönemann ist seit dem Wintersemester 2004/2005 am Institut für
Didaktik der Geschichte der Universität Münster tätig. Der
Inhaber des Lehrstuhls für Didaktik der Geschichte unter besonderer
Berücksichtigung der Geschichtskultur, der zuvor Professuren an den
Universitäten Leipzig und Dortmund inne hatte, leitet die "Konferenz
für Geschichtsdidaktik" bereits seit 1999.


INFO

Link: Institut für Didaktik der Geschichte
http://www.uni-muenster.de/Geschichte/hist-dida/Schoenemann/schoenemann.shtml






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Oct 18 10:06:15 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 18 Oct 2005 10:06:15 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Hensle, Als das Radiohoeren gefaehrlich wurde,
Gelsenkirchen, 26.10.2005
Message-ID: s354c93a.001@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "gk-mail (Abeck)"
Datum: 17.10.2005, 10:15
Übernahme von der Mailingliste "geschichtskultur-ruhr"


Als das Radiohören gefährlich wurde.
Die Verfolgung von "Rundfunkverbrechen" durch NS-Justiz und Gestapo während
des Zweiten Weltkriegs
Vortrag von Dr. Michael Hensle, Herten, mit anschließender Diskussion
Mittwoch, 26. Oktober 2005, 19.30 Uhr

Mit Kriegsbeginn im September 1939 wurde das Hören ausländischer Sender
generell verboten und als "Rundfunkverbrechen" gebrandmarkt. Für
Zuwiderhandlungen wurden drakonische Strafen angedroht: Zuchthausstrafe als
Regelstrafe, bei Weiterverbreitung abgehörter Nachrichten sogar die
Todesstrafe. Zuständig für die Verfolgung waren die NS-Sondergerichte und
die Geheime Staatspolizei (Gestapo). Viele der illegalen Hörer- auch
"Schwarzhörer" genannt - gerieten erst aufgrund von Denunziationen in die
Fänge der Gestapo. Der Vortrag versucht die historisch-juristischen Fragen
zu klären, die sich für die Hörer von "Feindsendern" im Zweiten Weltkrieg
trotz Hörverbot stellten.


INFO / ORT

Dokumentationsstätte
"Gelsenkirchen im Nationalsozialismus"
Cranger Straße 323
45891 Gelsenkirchen
Telefon: (0049)-(0)209-1698552
Telefax: (0049)-(0)209-1698553
E-Mail: doku-ge at institut-fuer-stadtgeschichte.de
URL: http://www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/index_startseite_de.html






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Oct 18 10:21:59 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 18 Oct 2005 10:21:59 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Erzaehlcafe: The Rolling Stones, Muenster, Stadtmuseum,
21.10.2005
Message-ID: s354ccd1.001@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Stadtmuseum Münster"
Datum: 17.10.2005, 10:26


AKTUELL

Erzählcafé: The Rolling Stones

Vor 40 Jahren gaben die Rolling Stones ihr erstes Konzert im deutschsprachigen Raum in Münster. Das Stadtmuseum erinnert mit einer Fotoausstellung an diesen denkwürdigen 11. September 1965. Am Freitag, 21. Oktober, 15 Uhr, führt Dr. Axel Schollmeier durch die Ausstellung und lädt anschließend zu einem Erzählcafé rund um das Konzert. Eine Jukebox spielt alte Stones-Titel, der damalige Wochenschaubericht zum Stones-Auftritt wird gezeigt und Konzertbesucher erzählen. Der Kostenbeitrag zur Veranstaltung des Stadtmuseums und der VHS beträgt 6 Euro.


INFO

Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
48143 Münster
Telefon: +49 (0)2 51/4 92-45 03
Telefax: +49 (0)2 51/4 92-77 26
URL: www.stadt-muenster.de/museum
E-Mail: museum at stadt-muenster.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Oct 19 09:12:10 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 19 Oct 2005 09:12:10 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Programm Verein f. Geschichte u.
Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn e.V.
Message-ID: s3560dff.055@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Rolf-Dietrich Müller"
Datum: 22.09.2005, 09:03


AKTUELL

Programm des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn e.V.
Wintersemester 2005/2006



Vorträge

Die Vorträge finden statt in der Kaiserpfalz Paderborn, Ikenberg, oder in der Theologischen Fakultät Paderborn, Kamp 6, Hörsaal 2 bzw. Hörsaal 3, jeweils um 20.00 Uhr.

Dienstag, 25. Oktober 2005, Hörsaal 3
Dr. phil. Günter Tiggesbäumker, Brakel-Bökendorf
Ein Westfale in Russland. August Freiherr von Haxthausen (1792-1861)
(s. auch unter Hinweise: Ausstellungseröffnung am 18. Oktober 2005)

Dienstag, 22. November 2005, Hörsaal 2
Prof. Dr. phil. Ludger Körntgen, Tübingen
Misstrauen in der Konsensgesellschaft. Heinrich IV. und die Sachsen
(in Zusammenarbeit mit dem Hist. Institut der Universität Paderborn)

Dienstag, 13. Dezember 2005, Hörsaal 2
Dr. phil. Andrea Bulla, Marianne Moser M.A., Dr. phil. Sven Spiong, Paderborn
Ausgrabungen der Stadtarchäologie Paderborn in den Jahren 2004 und 2005 (mit Lichtbildern)

Dienstag, 24. Januar 2006, Kaiserpfalz
Prof. Dr. phil. Johannes Laudage, Düsseldorf
Am Vorabend des Ganges nach Canossa: Heinrich IV. als Stratege
(in Zusammenarbeit mit der Ausstellungsgesellschaft Paderborn m.b.H.)

Dienstag, 21. Februar 2006, Hörsaal 2
Prof. Dr. phil. Werner Freitag, Münster
Salzstädte in Westfalen, Niedersachsen und in Mitteldeutschland vom 13. bis zum 18. Jahrhundert

Dienstag, 28. März 2006, Kaiserpfalz
Prof. Dr. phil Stefan Weinfurter, Heidelberg
Der Bischof zwischen Gut und Böse
(in Zusammenarbeit mit der Ausstellungsgesellschaft Paderborn m.b.H.)
Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis


Der Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis für Arbeiten junger Historiker zur Landesgeschichte Ost- und Südwestfalens wird auf Beschluss des Preisgerichtes von 9. September 2005 verliehen an

Frau Mareike Menne M.A.

für ihre Dissertation

Herrschaftsstil und Glaubenspraxis. Die bischöflichen Visitationen im Fürstbistum Paderborn in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts

Das Preisgeld in Höhe von 2.500 EUR stiftet die Volksbank Paderborn-Höxter e.G.

Preisverleihung:

Sonntag, 6. November 2005, 11.00 Uhr
Büren, Aula des Mauritiusgymnasiums (ehem. Jesuitenkolleg)

Begrenzte Teilnehmerzahl

Anmeldungen schriftlich an den Verein, Pontanusstr. 55 (Stadtarchiv), 33095 Paderborn, bis Samstag, den 30. Oktober 2005


Ausstellungen, Besuche, Exkursionen

Sonntag, 2. Oktober 2005
Ausstellungseröffnung "Engelbert Seibertz (1813-1905). Leben und Werk des bedeutenden westfälischen Porträt- und Historienmalers"
Sonderausstellung des Sauerlandmuseums des Hochsauerlandkreises und des Sauerländer Heimatbundes
14.30 Uhr Kranzniederlegung am Grab von Engelbert Seibertz auf dem Arnsberger Eichholzfriedhof durch den Landrat des Hochsauerlandkreises und die Bürgermeister der Städte Arnsberg und Brilon
15.00 Uhr Einführungsveranstaltung in der Festhalle der Arnsberger Bürgerschützengesellschaft, Promenade. Danach Eröffnung der Ausstellung im Sauerlandmuseum Arnsberg, Alter Markt 24-26 (5 Min. Fußweg).
Die Begleitpublikation zur Ausstellung erscheint als Band 53 der Reihe "Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte", bibliographische Angaben s. u. unter Veröffentlichungen.
Ein Faltblatt mit näheren Informationen zur Ausstellung ist Ihnen bereits mit dem Frühjahrsrundbrief zugegangen. Eine Fahrt zum Besuch der Ausstellung bietet der Verein am 20. November an (s. u.).

Samstag, 8. Oktober 2005, 15.00 Uhr
Grabungsbesuch: Kötterhagen (Volksbank) und Land- und Amtsgericht
Führung: Dr. Andrea Bulla, Birgit Lißner M. A., Marianne Moser M. A., Dr. phil. Sven Spiong
Treffpunkt: Kötterhagen-Gelände (Eingang Grube) ;Teilnahme kostenlos
Zu den Grabungen: Zu sehen sind Teile des im späten 11. Jahrhundert verfüllten Kalksteinbruchs und der nachfolgenden Wohnhäuser in dem nur halb verfüllten Steinbruch. Noch in bis zu 6 Meter Tiefe sind Hausgrundrisse erhalten. Anschließend folgt ein Besuch der Ausgrabung im Innenhof des Land- und Amtsgerichtes. Hier sind die Reste alter Haftzellen und die mittelalterlichen Siedlungsspuren des Sternberger Hofes zusehen.

Samstag, 22. Oktober 2005
Tagesfahrt ins Rietbergische
Leitung: Prof. Dr. phil. Heinrich Rüthing
8.00 Uhr Abfahrt Paderborn, Liboriberg, Ecke Liboristraße
8.05 Uhr Abfahrt Paderborn, Hauptbahnhof, Busbahnhof
Im Laufe des Tages gemeinsames Mittagessen in Rietberg und gemeinsames Kaffeetrinken in Schloß Holte
18.00 Uhr (ca.) Rückkehr nach Paderborn

Zur Fahrt: Die Grafschaft Rietberg gehörte zu den kleinsten Territorien im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Westfalen. Diese Tatsache eröffnet die Möglichkeit, auf dieser Exkursion ein möglichst umfassendes Bild einer Herrschaft im alten Deutschen Reich zu erarbeiten, angefangen von den natürlichen Gegebenheiten des Landes über die Wirtschaftsgeschichte bis hin zu den auf den ersten Blick nicht immer leicht erkennbaren, aber eindrucksvollen Zeugnissen des kulturellen und religiösen Lebens. Zentrale Orte sind u. a. Rietberg selbst, Neuenkirchen, Verl und das Schloss Holte. In einigen Themenbereichen sollen auch wichtige Ereignisse und Strukturen des 19. und 20. Jahrhunderts angesprochen werden.

Teilnahmegebühr für Fahrt, Führungen und Mahlzeiten: 38,00 EUR
Anmeldungen bis Samstag, 15. Oktober 2005
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 35!



Sonntag, 20. November 2005
Ausstellungsbesuch: "Engelbert Seibertz (1813-1905). Leben und Werk des bedeutenden westfälischen Porträt- und Historienmalers"
Arnsberg, Sauerland-Museum, Alter Markt 24-26
13.30 Uhr Abfahrt Paderborn, Liboriberg, Ecke Liboristraße
13.35 Uhr Abfahrt Paderborn, Hauptbahnhof, Busbahnhof
15.00 Uhr Arnsberg, Sauerland-Museum, Führung durch die Ausstellung: Museumsleiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein
16.00 Uhr gemeinsames Kaffeetrinken im Museumscafé
17.00 Uhr Rückfahrt nach Paderborn
18.30 Uhr (ca.) Ankunft in Paderborn

Teilnahmegebühr für Fahrt, Eintritt und Führung: 20,00 EUR. Verzehrkosten sind im Museumscafé zu begleichen.
Anmeldungen bis Samstag, 12. November 2005

Samstag, 11. Februar 2006
Museumsfahrt: Besuch des Christian Daniel Rauch-Museums, Bad Arolsen, Schloßstr. 30
14.00 Uhr Abfahrt Paderborn, Liboriberg, Ecke Liboristraße
14.05 Uhr Abfahrt Paderborn, Hauptbahnhof, Busbahnhof
15.00 Uhr Bad Arolsen, Christian Daniel Rauch-Museum, Führung
16.00 Uhr gemeinsames Kaffeetrinken im Restaurant Domanium, Schloßstr. 25
17.00 Uhr Rückfahrt nach Paderborn
18.00 Uhr (ca.) Ankunft in Paderborn

Zum Museum: Der in Arolsen geborene Bildhauer Christian Daniel Rauch (1777-1857) gilt als ein Hauptmeister des deutschen Klassizismus. Zu seinen auch heute noch im allgemeinen Bewusstsein präsenten Werken gehören das Denkmal Friedrichs des Großen Unter den Linden in Berlin und der Sarkophag der Königin Luise von Preußen in Charlottenburg. Der künstlerische Nachlass Rauchs befindet sich in der Nationalgalerie Berlin, die eine der bedeutendsten Sammlungen zur Kunst des 19. Jahrhunderts bildet. Daraus wurde für das Christian Daniel Rauch-Museum eine reiche Auswahl zusammengestellt, die in dem um 1750 errichteten barocken Marstall gegenüber dem Schloss in Arolsen präsentiert wird. Das Rauch-Museum ist eine Kooperation zwischen dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, veranstaltet vom Museum Bad Arolsen in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Museen zu Berlin, Nationalgalerie.

Teilnahmegebühr für Fahrt und Führung: 20,00 EUR. Verzehrkosten sind im Restaurant zu begleichen.
Anmeldungen bis Samstag, 4. Februar 2006
Die Teilnehmerzahl ist auf 30 begrenzt!


Anmeldungen zu den Fahrten

Anmeldungen schriftlich beim Verein, Pontanusstr. 55 (Stadtarchiv), 33095 Paderborn, gegen Abbuchung (nur Vereinsmitglieder) oder bei der Bonifatius-Buchhandlung, Liboristr. 1-3, 33098 Paderborn, gegen Barzahlung.


Weitere Termine

Mitgliederversammlung in Lügde
Samstag, 22. April 2005

58. Tag der Westfälischen Geschichte
Freitag/Samstag, 28./29. April 2006
Dortmund

Sommerstudienfahrt nach Thüringen
Freitag - Sonntag, 4.-6. August 2006


Veröffentlichungen

Westfälische Zeitschrift: Der Band 154 (2004) wurde im Mai an die Mitglieder ausgeliefert, Band 155 (2005) erscheint Ende des Jahres.

Zeitschrift "Westfalen": Entgegen der Ankündigung im Frühjahrsrundbrief 2005 konnten den Mitgliedern im Mai leider nur die Westfälische Zeitschrift 154 (2004) und die Zeitschrift "Westfalen" 79 (2001) zugestellt werden, da "Westfalen" Bd. 80 (2002) nicht, wie zugesagt, im April vorlag. Er wurde erst Anfang August an den Verein ausgeliefert. Der Versand an die Mitglieder wird aus Kostengründen aber erst gegen Ende dieses Jahres zusammen mit der WZ 155 erfolgen. Ein separater Versand des Westfalen-Bandes würde zusätzliche Portokosten in Höhe von etwa 3.000 EUR (!) verursachen. Wer nicht so lange warten möchte, kann sich den Band, der 384 Seiten umfasst und das Soester Antependium und die frühe mittelalterliche Tafelmalerei behandelt, beim Vereinsgeschäftsführer abholen. Zum Erscheinungstermin der Bände 81 (2003) ff liegen der Vereinsabteilung Paderborn derzeit leider keine Erkenntnisse vor.

In der Reihe "Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte" erscheinen im Herbst/Winter:

Bd. 52: Wilhelm Grabe und Markus Moors (Hg.): Neue Herren - neue Zeiten? Quellen zur Übergangszeit 1802 bis 1816 im Paderborner und Corveyer Land. ISBN 3-89710-317-6, ca. 600 S; ca. 45,00 EUR; für Vereinsmitglieder ca. 33,75 EUR

Bd. 53: Andrea Teuscher: Engelbert Seibertz, 1813-1905. Leben und Werk eines westfälischen Porträt und Historienmalers. Mit einem Verzeichnis aller Gemälde. ISBN 3-89710-308-7, ca. 390 S., ca. 25,80 EUR; für Vereinsmitglieder ca. 19,35 EUR


Hinweise

Am 18. September wurde auf der Wewelsburg das mit Spannung erwartete Buch "Die Chronik Bruder Göbels aus Böddeken (1502-1543)" unseres Vorstandsmitgliedes Prof. Dr. Heinrich Rüthing vorgestellt. Der überwiegende Teil dieser Originalaufzeichnungen von Göbels Hand befindet sich heute im Archiv unseres Vereins. Daher räumt der Verlag den Vereinsmitgliedern beim Kauf des Buches einen Rabatt von 25 Prozent ein. Ich verweise dazu auf das diesem Rundbrief beiliegende Informationsblatt des Verlages.

18. Oktober 2005, 19.00 Uhr, Volksbank Paderborn-Höxter, Schildern 2-6, Paderborn
Ausstellungseröffnung: "Ein Westfale in Russland. August Freiherr von Haxthausen (1792-1866)". Ausstellung der Volksbank Paderborn-Höxter in Zusammenarbeit mit dem Museum Bökerhof (18. Oktober - 7. November 2005) im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Blickpunkt Russland" der Stadt Paderborn

Im Rahmen des wissenschaftlichen Symposions "Roger von Helmarshausen" findet am Donnerstag, dem 17. November 2005, um 20.00 Uhr in der Kaiserpfalz ein öffentlicher Vortrag statt. Das Thema und der Referent werden zu gegebener Zeit in der Tagespresse bekannt gegeben.


Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Dr. Hermann-Josef Schmalor
Vereinsdirektor



INFO

Vereinsanschrift:
Pontanusstr. 55 (Stadtarchiv), 33095 Paderborn
www.altertumsverein-paderborn.de
Tel.: 05251/881595, Fax: 05251/882047
E-Mail: stadtarchiv at paderborn.de; r.mueller at paderborn.de

Vorstand:
Vereinsdirektor:
Dr. theol. Hermann-Josef Schmalor, Stellv. Bibliotheksdirektor
Erzbischöfliche Akademische Bibliothek, Leostr. 21, 33098 Paderborn
Tel.: 05251/290480, Fax: 05251/282575,
E-Mail: EABPADER at aol.com






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Oct 19 10:00:21 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 19 Oct 2005 10:00:21 +0200
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BPOS=5D_Praktikumspl=E4tze_gesucht?=
Message-ID: s3561959.000@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Rainer Pöppinghege",
Datum: 22.09.2005, 12:13


PRAKTIKUM

Praktikumsplätze gesucht

Zum Ausbau seiner Praktikumsbörse sucht das Historische Institut der Universität Paderborn interessierte Institutionen (Archive, Museen, Bildungsträger, Unternehmen) aus der Region zur Vermittlung mehrwöchiger Praktika. Die Studierenden des Fachs Geschichte (Bachelor oder Lehramt) verfügen über Recherche- und Fremdsprachenkompetenzen sowie über fundierte mündliche und schriftliche Präsentationsfähigkeiten, was einen Einsatz z.B. im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Archiv bzw. -dokumentation oder Vertrieb sinnvoll erscheinen lässt. Je nach Fächerkombination kommen auch andere Tätigkeitsfelder in Frage.


INFO

Priv.-Doz. Dr. Rainer Pöppinghege
Historisches Institut der Universität Paderborn
Rainer.Poeppinghege at upb.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Oct 19 10:08:10 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed, 19 Oct 2005 10:08:10 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Tagebuch Westfalens - Schreibaufruf zu "Mein
18. November"
Message-ID: s3561b12.029@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 13.10.2005, 12:04


AKTUELL

Das Tagebuch Westfalens - Schreibaufruf von Volkskundlern zu "Mein 18. November"

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Universität Münster haben am Donnerstag (13.10.) ein für den deutschen Sprachraum einzigartiges Projekt gestartet: Die Forscher rufen alle 8,5 Millionen Menschen in und aus Westfalen auf, am 18. November 2005 Tagebuch zu führen und das Resultat einzuschicken. So wollen die Volkskundler ein möglichst umfangreiches Bild des Alltags zu Beginn des 21. Jahrhunderts zeichnen.

Das Projekt "Mein 18. November" bildet nach Angaben der Wissenschaftler den Auftakt für eine verstärkte Beschäftigung der Volkskundlichen Kommission für Westfalen mit der gegenwärtigen Alltagskultur. Mittlerweile gebe es in der Dokumentation des heutigen Alltagslebens große Lücken. "Was wir heute nicht festhalten, ist morgen vergessen. Wir haben zwar die Ergebnisse einer groß angelegten Umfrage zum Leben vor dem Zweiten Weltkrieg, wenn wir aber nach dem Alltagsleben der Gegenwart gefragt werden, müssen wir nicht selten passen", sagte Prof. Dr. Ruth-E. Mohrmann, Vorsitzende der Volkskundlichen Kommission und Direktorin des Seminars für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Universität Münster am Donnerstag vor Journalisten in Münster.

Das soll jetzt durch den Schreibaufruf anders werden. "Die Idee ist so einfach wie bestechend", so Mohrmann. "Alle Menschen, die in Westfalen und Lippe leben oder sich mit der Region verbunden fühlen, sollen an einem bestimmten, ganz normalen Wochentag, nämlich am 18. November, Tagebuch führen und berichten, wie sie diesen Freitag verbracht haben."

Die Idee entstand nach Vorbildern in den Niederlanden und in Skandinavien. Mohrmann ist sich sicher, dass die bisher bundesweit einmalige Aktion wie in den anderen Ländern ein Selbstläufer wird. In Dänemark hätten beispielsweise 55.000 Menschen auf einen ähnlichen Aufruf reagiert.

Das Mitmachen sei sehr einfach. Mohrmann: "Jeder Teilnehmer schreibt einen möglichst ausführlichen Bericht über seinen Tagesauflauf, seine Gedanken, Gefühle und Erlebnisse am 18. November. Jeder wählt das aus, was er selbst für wichtig hält. Wer es besonders gut meint, fügt ein paar Fotos von diesem Tag bei und schickt alles per Post oder E-Mail an die Volkskundliche Kommission."

Anders als in vielen Umfragen solle auf diese Weise jeder Westfale zu den Lebensbereichen befragt werden, in denen er selbst Experte ist. "Das, worauf die Menschen von selbst zu sprechen kommen, sind die Themen, die sie wirklich beschäftigen", sagte Projektmitarbeiter Dr. Lutz Volmer. "Keiner muss fürchten, dass etwas zu banal ist, um aufgeschrieben und festgehalten zu werden. Wichtig ist nur, dass jeder selbst und über sein Leben schreibt", präzisierte Volmer die Teilnahmebedingungen.

Dabei wollen die Volkskundler nicht nur den Tagesablauf in allen Details kennen lernen, sondern auch herausfinden, wie die Menschen sich während des Tages gefühlt haben. "Zum Beispiel interessiert uns nicht nur, was die Westfalen und Lipper an diesem Tag im Fernsehen gesehen haben, sondern auch, was sie über das Programm denken, ob sie allein vor dem Fernseher sitzen und ob sie sich über das Programm unterhalten", so Volmer.

Dass nicht jeder solche sehr persönlichen Angaben anderen, unbekannten Menschen mitteilen möchte, wissen die Volkskundler. Daher werden auch anonyme Briefe oder Mails entgegen genommen. Um die Berichte einordnen zu können, sollten aber Rahmendaten wie Geburts- und Wohnort, Beruf, Alter und Geschlecht vermerkt sein.


INFO

Tel.: 0251 83-24404
URL: www.mein18november.de

Die Berichte sollen ab dem 18. November an folgende Adresse geschickt werden:
"Mein 18. November"
Scharnhorststraße 100
48151 Münster.
Einsendungen per E-Mail gehen an: briefe at mein18november.de.







From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Oct 19 12:28:55 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 19 Oct 2005 12:28:55 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Hagen - eine Stadt mit Geschichte,
Eroeffnung der Dauerausstellung, Hagen, 23.10.2005
Message-ID: s3563c23.078@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Historisches Centrum [Info]",
Datum: 18.10.2005, 07:31


AUSSTELLUNG

Eröffnung der Dauerausstellung des Stadtmuseums im Historischen
Centrum Hagen:

Hagen - Eine Stadt mit Geschichte


Programm

Begrüssung:
Peter Demnitz
Oberbürgermeister der Stadt Hagen

Grussworte:
Prof. Dr. Karl Teppe
Kulturdezernent des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe

Einführung:
Beate Hobein
Leiterin des Historischen Centrums Hagen

Festvortrag:
Vom Flecken zur Stadt - Hagen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts
Prof. Dr. Ludolf Kuchenbuch

Musikalische Umrahmung:
Hans Lüdemann - Piano
Ludolf Kuchenbuch - Saxophon


INFO

Hagen - Eine Stadt mit Geschichte:
Sonntag, 23. Oktober 2005
15.00 Uhr

Historisches Centrum Hagen
Stadtmuseum / Stadtarchiv
Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen
Eilper Strasse 71-75
D-58091 Hagen
+49 (0)2331 207 2740
+49 (0)2331 207 2447
www.historisches-centrum.de
www.museum-werdringen.de







From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Oct 19 11:18:08 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 19 Oct 2005 11:18:08 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Reisen und Verkehr im Wandel der Jahrhunderte,
Themenabend im Stadtarchiv Coerde, 24.10.2005
Message-ID: s3562b88.000@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Stadt Muenster",
Datum: 19.10.2005, 10:22


AKTUELL

Als Kaufmann Wessel ins ferne England reiste
Themenabend im Stadtarchiv am 24. Oktober ueber Reisen und
Verkehr im Wandel der Jahrhunderte

Um "Reisen und Verkehr" geht es am Montag, 24. Oktober, um
18 Uhr beim Themenabend des Stadtarchivs, An den Speichern 8,
in Coerde. Die stellvertretende Leiterin Anja Gussek-Revermann
berichtet anhand historischer Fotos, Karten und Schriftzeugnisse
aus den Magazinen des Archivs.

Zum Beispiel handelt der Abend von Wisselus Smalenburgh, genannt
Wessel, der am 9. September 1340 weit entfernt von seiner
Heimatstadt Muenster im kleinen Boston in England starb. Dort liegt er
auch begraben. Er war ein Kaufmann der Hansezeit, den eine
Geschaeftsreise ins ferne England gefuehrt hatte.

Mit der Entstehung der Hanse, einer Interessengemeinschaft von
Kaufleuten, hatten sich die Reisen der muensterschen Kaufleute und
Haendler erheblich verlaengert. Grosse Handelsreisen gehoerten zum Leben
der Kaufleute. Es zog es sie weit in den Ostseeraum, etwa in das
nordrussische Nowgorod, nach Riga, ins gotlaendische Visby oder nach
Bergen in Norwegen. Der Fernhandelsverkehr verlief vor allem ueber
Wasserwege.

Anja Gussek-Revermann stellt aber auch andere Verkehrswege
und -mittel im Wandel der Jahrhunderte vor. Dazu gehoeren die alten
Fernstrassen, die aus allen Himmelsrichtungen sternfoermig auf Muenster
zuliefen. Bei Regen verschlammten die Wege schnell, die Raeder der
Kutschen versanken im tiefen Morast.

Eisen- und Strassenbahn und die modernen Kraftfahrzeuge veraenderten
den Verkehr sehr stark. Die erste Eisenbahn nahm die muenstersche
Bevoelkerung mit grosser Begeisterung auf, bei den neuen Kraftfahrzeugen
taten sich einige Innenstadtbewohner schwerer. Sie sahen ihre Sicherheit
durch die mit 20 km/h rasant durch die engen Altstadtstrassen fahrenden
Autos gefaehrdet*


INFO

Verkehrsmittel
http://www.presse-service.de/medienarchiv.cfm?medien_id=50134

Bildtext:
"Moderne" Verkehrsmittel vor dem 1930 umgebauten Bahnhof.
Foto: Veroeffentlichung honorarfrei.

Kontaktdaten:
Herausgeberin: Stadt Muenster
Presse- und Informationsamt
48127 Muenster
Telefon: 0251 / 492 1300 - 02
Fax 0251 / 492 7712
Internet: http://www.muenster.de/stadt/medien







From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Oct 19 11:06:14 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 19 Oct 2005 11:06:14 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Neue Praesentation des Stadtarchivs: Stadtchronik
im Internet, Muenster im Zweiten Weltkrieg
Message-ID: s35628b7.048@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Stadt Muenster",
Datum: 14.10.2005, 10:19


AKTUELL

Stadtchronik im Internet: Münster im Zweiten Weltkrieg
Neue Präsentation des Stadtarchivs / Authentische Quelle /
www.muenster.de/stadt/kriegschronik


Mit über 500 Fotos dokumentiert eine neue Online-Präsentation
des Stadtarchivs den Kriegsalltag in Münster. Unter der Adresse
www.muenster.de/stadt/kriegschronik hat das Stadtarchiv in
Zusammenarbeit mit der Online-Redaktion des Presse- und
Informationsamtes ein Kapitel der Stadtgeschichte Münsters
aufgeschlagen, zu dem nur wenig Quellen- und Bildmaterial
bekannt ist. Texte und Bilder entstammen überwiegend der
im Stadtarchiv aufbewahrten Kriegschronik.

Die 52 Mappen und mehr als 8500 Bilder umfassende Kriegschronik
verfassten ab August 1939 der damalige Stadtarchivar Eduard
Schulte und von 1940 bis 1944 Franz Wiemers. Aus diesem reichen
Fundus wurden annähernd 500 Chroniknotizen mit den
entsprechenden Bildern ausgewählt. Für die Darstellung des Jahres
1945 mussten andere Quellen herangezogen werden.

Umfangreiches Material aus einer Quelle

Der umfangreichen Kriegschronik ist es zu verdanken, dass heute
ein Eindruck des von Not und Sorgen geprägten Alltags der
münsterschen Bevölkerung während des Zweiten Weltkrieges
überliefert ist. Einige Facetten des Kriegsalltages hat das Stadtarchiv
zusammengestellt, um zu dokumentieren, wie der Alltag der Menschen
immer stärker durch den Krieg bestimmt wurde.

Mit den Stichworten Soldaten, Paraden und Siegesfeiern, Luftschutz,
Bomben, NSDAP-Veranstaltungen, Propaganda, Jugend, Arbeit,
Versorgung, Evakuierung sowie Freizeit und Kultur setzt die
Internet-Präsentation Schlaglichter auf das Leben in der Stadt.

Kriegsalltag

So werden die spärlicher werdenden Auslagen in den Schaufenstern
verschiedener Geschäfte, nur anfänglich noch stattfindende Siegesfeiern,
verschiedene Aktionen nationalsozialistischer Verbände, das nächtliche
Ausharren der Menschen in den Bunkern, die zunehmenden Bombenalarme,
die zerstörerischen Auswirkungen der Bombenangriffe, die Evakuierungen
von Personen und Möbeln in das Umland oder auch das Schlangestehen auf
dem Markt oder vor Geschäften gezeigt.

Die Kriegschronik ist eine Quelle von hoher Authentizität, da die hand- und
maschinenschriftlichen Eintragungen und Aufzeichnungen zeitlich sehr nahe
am Geschehen verfasst wurden. Dabei muss stets die politische und
ideologische Prägung sowohl der Chronik als auch des Chronisten Wiemers
bei der Bewertung beachtet werden. Die Mehrheit der Bilder und Texte
wurde aus diesem Grunde kritisch kommentiert.


INFO

Abbildungen: Beispielseiten der Internetpräsentation.

Kriegschronik im Internet
http://www.presse-service.de/medienarchiv.cfm?medien_id=50057

Kriegschronik im Internet
http://www.presse-service.de/medienarchiv.cfm?medien_id=50058

Veröffentlichung honorarfrei.

Kontaktdaten:
Herausgeberin: Stadt Münster
Presse- und Informationsamt, 48127 Münster
Telefon: 0251 / 492 1300 - 02, Fax 0251 / 492 7712
Internet: http://www.muenster.de/stadt/medien






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Oct 19 10:28:40 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed, 19 Oct 2005 10:28:40 +0200
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BPOS=5D_Westfaelisches_Landesmedienzentr?=
=?iso-8859-1?q?um=2C_wissenschaftliche=28r=29_Volont=E4r=28in=29=2C_Muens?=
=?iso-8859-1?q?ter?=
Message-ID: s3561fe5.051@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Matthias Roß",
Datum: 18.10.2005, 10:06


STELLENAUSSCHREIBUNG

Im Westfälischen Landesmedienzentrum, einer Kultureinrichtung
des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, ist zum 01.02.2006
eine Stelle als

wissenschaftliche Volontärin/
wissenschaftlicher Volontär
im Filmarchiv

zu besetzen. Das Volontariat ist auf zwei Jahre befristet.

Auftrag des Filmarchivs des Landesmedienzentrums ist die Sammlung,
Archivierung, Erschließung und Aufbereitung historischer Filmdokumente
aus Westfalen-Lippe. Hauptaufgabe des Volontariats wird die Entwicklung
und Erprobung einer Filmdatenbank sein, die in enger Kooperation mit
Kommunalarchiven und anderen Einrichtungen eine arbeitsteilige Erfassung
und Erschließung der Filmüberlieferung der Region Münsterland ermöglicht
und gleichzeitig als Grundlage für eine NRW-weite Filmdatenbank dienen soll.

Wir erwarten:
ein abgeschlossenes Studium der Geschichts- und/oder Archivwissenschaft
Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich der Archivdokumentation und -erschließung
fundierte Kenntnisse im Bereich der elektronischen Datenverarbeitung,
speziell im Hinblick auf Datenbanksysteme
Erfahrungen im Umgang mit historischen Filmen
die Fähigkeit zur raschen Einarbeitung in ein neues Aufgabenfeld und zu
konzentriertem, kreativen und eigenverantwortlichem Arbeiten
Interesse an der Beschäftigung mit der (Film)Geschichte der Region Westfalen

Wir bieten:
eine anspruchsvolle, kreative Aufgabe mit eigenverantwortlichen
Gestaltungsmöglichkeiten im Bereich der öffentlichen Kulturarbeit
die Möglichkeit, praktische Berufserfahrungen im Archiv- und
Medienbereich zu erwerben und zu vertiefen
eine monatliche Pauschalvergütung in Höhe von 1.052,- EUR
brutto; die Höhe ist abhängig vom Familienstand der Volontärin/ des Volontärs


Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen werden
gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher Eignung, Befähigung
und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person
eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind ebenfalls
ausdrücklich erwünscht.

Bei Rückfragen steht Ihnen Frau Landwehr, Tel.: 0251 591-3966, zur Verfügung.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer 33/05 bis zum
28.10.2005 an den

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
www.lwl.org
- Personalabteilung -

48133 Münster






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Oct 20 10:00:51 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 20 Oct 2005 10:00:51 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Dinosaurier in Westfalen, Hagen, 27.10.2005
Message-ID: s3576ae1.050@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Historisches Centrum Hagen",
Datum: 18.10.2005, 07:36


AKTUELL

Vortrag: Dinosaurier in Westfalen

Dr. Klaus-Peter Lanser
Westfälisches Museum für Naturkunde, Münster

27. Oktober 2005, 19.00 Uhr
Historisches Centrum Hagen

Das Sauerland als Saurierland - seit einigen Jahren beflügelt dieser
Vergleich die Forschung und interessierte Öffentlichkeit gleichermaßen.
Bei Brilon (Hochsauerlandkreis) und in Balve (Märkischer Kreis) wurden
in Ablagerungen der unteren Kreidezeit vor rund 130 Millionen Jahre
zahlreiche Skelettreste von Sauriern und andere Fossilien gefunden.

Die fossilen Funde blieben in Spalten und Höhlen des mitteldevonischen
Massenkalks erhalten. Von Paläontologen des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe werden die Knochen, Zähne und anderen Überreste
sorgfältig ausgegraben und dokumentiert.

Die Höhlen- und Karstlandschaft des Massenkalks im nördlichen Sauerland
zwischen Hagen und Balve avancierte mittlerweile zu einer
Saurierfundstelle von mindestens europäischen Rang.

Aber auch im westfälischen Wiehengebirge wurden die Paläontologen
fündig. Dort entdeckten sie in rund 150 Millionen Jahre alten
Ablagerungen der mittleren Jura-Zeit die Schädel- und Skelettreste von
einem riesigen Raubsaurier. Aber auch bei Gronau fanden sich Reste von
Sauriern, die aus der Kreidezeit stammen. Darüber hinaus wurden in
kreidezeitlichen Ablagerungen auch Skelett-Teile von Meeressauriern
entdeckt.

Der Vortrag gibt einen Überblick über den Forschungsstand und eine
Einordnung der bisherigen Funde in den Gesamtzusammenhang.

Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltungsreihe "Hagener Vorträge und Diskussionen" wird
getragen vom Förderverein Pro Stadtgeschichte Hagen e.V. und unterstützt
vom Technischen Service der Stadt Hagen.


INFO

Historisches Centrum Hagen
Stadtmuseum / Stadtarchiv
Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen
Eilper Strasse 71-75
D-58091 Hagen
+49 (0)2331 207 2740
+49 (0)2331 207 2447
www.historisches-centrum.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Oct 20 10:38:30 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 20 Oct 2005 10:38:30 +0200
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Gemeinsames_Leistungszentrum_f?=
=?iso-8859-1?q?=FCr_Feldarchaeologie_in_Bochum_und_Dortmund_geplant=3A_Ar?=
=?iso-8859-1?q?cheoInf?=
Message-ID: s35773c7.002@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Josef König",
Datum: 18.10.2005, 14:34


AKTUELL

Mehr Durchblick und Vernetzung mit "ArcheoInf"
Ziel: Gemeinsames Leistungszentrum für Feldarchäologie
Bochum und Dortmund planen übergreifendes Informationssystem

In Bochum und Dortmund soll ein Leistungszentrum für Feldarchäologie -
"ArcheoInf" - entstehen: Mit ihrem gemeinsamen Antrag konnten sich die
Ruhr-Universität Bochum, die Universität Dortmund, die FH Bochum sowie
die Universitätsbibliotheken Bochum und Dortmund erfolgreich beim
ersten Durchgang des Wettbewerbs "Leistungszentren für
Forschungsinformation" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG,
Bibliotheksreferat) durchsetzen. Vier aus über 20 eingereichten
Projektvorschlägen fördert die DFG in der ersten Runde. Ziel ist nun,
ein überzeugendes Konzept zu erarbeiten - damit hat eine Arbeitsgruppe
der Projektpartner heute unter Federführung des Instituts für
Archäologische Wissenschaften der RUB (Prof. Dr. Johannes Bergemann)
begonnen. Die DFG wird aus diesen Konzepten maximal zwei
"Hauptprojekte" auswählen und für fünf Jahre fördern.

Foto im Internet

Ein Foto zu dieser Presseinformation finden Sie im Internet unter
http://www.pm.rub.de/pm2005/msg00316.htm

Insellösungen überwinden

Frühzeitig haben Archäologen ihre Feldforschungen digital verwaltet.
Das Problem sind heute die nicht kompatiblen Informationssysteme, die
zum Beispiel die projektübergreifende Daten- und Ergebnisrecherche und
die langfristige Bereitstellung der Daten erschweren. Hier setzt das
Bochum-Dortmunder Projekt an: Exemplarisch wollen die Partner die
Software-Insellösungen überwinden, um die nachhaltige Publikation
solcher Feldforschungsdaten für die Wissenschaft und die interessierte
Öffentlichkeit zu ermöglichen. Ein Mediatorenkonzept und die
Entwicklung einer fachspezifischen Systematik und Ordnung gewährleisten
dabei die Autonomie der beteiligten Feldforschungsprojekte und ihrer
Datensammlungen. Zugleich sollen die grundlegenden archäologischen
Kategorien des Fundkontextes und des Raumes über eine graphische
Benutzungsoberfläche (GIS) dargestellt werden. Das Konzept vernetzt
somit zugleich Geographie, Ökologie, Geomorphologie, Klima, Flora und
Fauna historischer Räume mit den archäologischen Daten.

Ziel: ein semantisches Netz

Ziel ist, dass daraus ein semantisches Netz ("semantic Web") entsteht,
das für alle Archäologen zugänglich ist. Es soll aktuelle
Forschungsergebnisse mit existierendem Wissen verknüpfen, zum Beispiel
mit Daten aus anderen Projekten oder aus Sekundärpublikationen, die mit
einem laufenden Feldforschungsprojekt inhaltlich zusammenhängen. "Das
Ergebnis wird ein Werkzeug sein, das archäologische Feldprojekte von
ihrer Konzeption über die Durchführung und wissenschaftliche Auswertung
bis zur Veröffentlichung begleiten kann", sagt Prof. Dr. Johannes
Bergemann. Als "integrales Medium" solle ArcheoInf helfen, Medienbrüche
zu vermeiden. "Nachgelagerte, oftmals sehr hohe Kosten für die
Digitalisierung analoger Daten entfallen dann", so Bergemann.

Die Projektpartner

Die Projektpartner sind: das Institut für Archäologische Wissenschaften
der RUB (Prof. Dr. Johannes Bergemann), der Lehrstuhl für
Softwaretechnologie der Universität Dortmund (Prof. Dr. Ernst-Erich
Doberkat), der Fachbereich für Vermessungswesen und Geoinformatik der
FH Bochum (Prof. Dr. Alfred Mischke, Prof. Dr.-Ing. Franz-Josef
Lohmar), die Universitätsbibliothek Bochum (Dr. Erdmute Lapp) und die
Universitätsbibliothek Dortmund (Marlene Nagelsmeier-Linke).


INFO

Prof. Dr. Johannes Bergemann
Institut für Archäologische Wissenschaften der RUB
Fakultät für Geschichtswissenschaft
Tel. 0234/32-23893
E-Mail: johannes.bergemann at rub.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Oct 20 11:16:19 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 20 Oct 2005 11:16:19 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Ein Westfale in Russland. August Freiherr
von Haxthausen, Paderborn, 25.10.2005
Message-ID: s3577c8b.027@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Rolf-Dietrich Müller"
Datum: 19.10.2005, 13:10


AKTUELL

Öffentliche Vortragsveranstaltung des Altertumsvereins Paderborn:
Ein Westfale in Russland. August Freiherr von Haxthausen (1792-1866)
Vortrag von Dr. Günter Tiggesbäumker, Brakel-Bökendorf

Dienstag, 25. Oktober 2005, 20.00 Uhr
Theologische Fakultät Paderborn, Kamp 6, Hörsaal 3

August von Haxthausen wurde am 3. Februar 1792 im Bökerhof geboren;
neben seinem Bruder Werner (1780-1842) gehörte er zu den herausragenden
Persönlichkeiten der "großen Generation" der Familie. Mit ihren fünfzehn
Geschwistern waren sie Träger des "Bökendorfer Freundeskreises", zu dem
die Brüder Grimm, Heinrich Straube, August von Arnswald, Hoffmann von
Fallersleben und ihre Nichte Annette von Droste-Hülshoff gehörten. Die Familie
von Haxthausen war eine der "vier edlen Säulen" bzw. "vier edlen Meyer" des
Hochstifts Paderborn, die "Quattuor Nobiles Columnae". Ferner hatte sie das
Erbhofmeisteramt inne und besaß eine Domherrenstelle am fürstbischöflichen Hof.

In jungen Jahren literarisch ambitioniert, wandte sich August von Haxthausen
später agrar-wissenschaftlichen Fragestellungen zu. Er lernte die bäuerlichen
Verhältnisse und Rechte seiner Heimat aus eigener Anschauung kennen und
sammelte Material zur Lokalgeschichte, über die verschiedenen Rechtsinstitute
und deren geographische Verteilung. Hierdurch schuf er sich die Grundlage für
seine agrarwissenschaftlichen Arbeiten über die preußischen Provinzen und über
Rußland. Zar Nikolaus I. lud August von Haxthausen zu Untersuchungen der
bäuerlichen Verhältnisse nach Rußland ein, um Vorschläge zur Lösung der
Bauernfrage zu erhalten. Daneben erhoffte er sich durch "den konservativen
Preußen aus Westfalen", das durch das Buch des Marquis de Custine aus dem
Jahre 1839 geschädigte Ansehen Russlands in Europa wieder aufzubessern.

Anfang März 1843 reiste Haxthausen von Bökendorf nach St. Petersburg, wurde
dort dem Zaren vorgestellt und in die russische Gesellschaft eingeführt.
Empfehlungsschreiben sollten ihm die Unterstützung auf der Reise sichern. Der
Weg führte ihn weiter nach Moskau, dann bis zum Ural und die Wolga abwärts
durch Weißrußland bis zur Krim. Von hier aus machte er einen zweimonatigen
Abstecher in den Kaukasus. Die Rückreise führte durch die Ukraine nach Moskau,
von wo aus August von Haxthausen 1844 nach Bökendorf zurückkehrte.
Haxthausen veröffentlichte zwei mehrbändige Werke, die "Studien über Rußland."
(1847-1852) und "Transkaukasia" (1856). Durch seine Veröffentlichungen war
er ein in ganz Europa bekannter Mann geworden und galt seitdem als
Rußlandexperte schlechthin. Auslöser für die Einladung Haxthausens durch den
Zaren war ein Artikel zum kaiserlichen Ukas vom 2. April 1842 in der "Augsburger
Allgemeinen Zeitung". In diesem Artikel hatte Haxthausen die Ansätze zu einer
Lösung in der Frage der Leibeigenschaft in Rußland durch Nikolaus I. begrüßt und
bezeichnete später in seinen "Studien" die Bauernemanzipation als die große Frage
des Tages.

Auch Zar Alexander II. erklärte seinen Willen, die Leibeigenschaft aufzuheben.
Haxthausen nutzte die günstige Stimmung aus und veröffentlichte zwei Artikel
über die Bauernbefreiung im "Russkij Vestnik". Unterdessen hatte die Großfürstin
Elena Pawlowna ähnliche Pläne, die sie für die Zukunft absichern wollte. So suchte
sie Rückhalt beim anerkannten Agrarfachmann August von Haxthausen. 1857
entwarf dieser verschiedene Papiere "über die Aufhebung der Leibeigenschafts-
Verhältnisse in Folge gestatteter freiwilliger Verträge". Diese fanden bei der
Großfürstin großen Anklang und sie nutzte ihren Einfluß bim Zaren, die Gesetzgebung
mit der maßgeblichen Unterstützung von August von Haxthausen voranzutreiben.
Das große Lebenswerk, die russische Bauernbefreiung von 1861, ging schließlich
in Erfüllung. Dazu erschien 1866 sein letztes Werk: "Die ländliche Verfassung Russlands
in der Gesetzgebung von 1861".

August von Haxthausen starb in der Sylvesternacht des Jahres 1866 an den Folgen
eines Schlaganfalls, als er sich in Hannover zu einem Besuch bei seiner Schwester
Anna von Arnswald aufhielt; sein letzte Ruhestätte fand er in der Familiengrablege
Bellersen, ganz in der Nähe seines Geburtsortes Bökendorf.


INFO

Zeit und Ort:
Dienstag, 25. Oktober 2005
20.00 Uhr
Theologische Fakultät Paderborn
Kamp 6
Hörsaal 3

Vereinsanschrift:
Pontanusstr. 55 (Stadtarchiv), 33095 Paderborn
www.altertumsverein-paderborn.de
Tel.: 05251/881595, Fax: 05251/882047
E-Mail: stadtarchiv at paderborn.de; r.mueller at paderborn.de

Vorstand:
Vereinsdirektor:
Dr. theol. Hermann-Josef Schmalor, Stellv. Bibliotheksdirektor
Erzbischöfliche Akademische Bibliothek, Leostr. 21, 33098 Paderborn
Tel.: 05251/290480, Fax: 05251/282575,
E-Mail: EABPADER at aol.com





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Oct 20 11:49:56 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 20 Oct 2005 11:49:56 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Der Schluessel, Stadt Hemer, Heft 3 - September 2005
Message-ID: s3578472.010@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 20.10.2005, 11:50


SERVICE: TOC

Der Schlüssel. Blätter der Heimat für die Stadt Hemer
Heft 3 - September 2005
50. Jg.
Hg: Bürger- und Heimatverein

Seiten in Auswahl (AS)


S. 121-126
Gropengießer, Martin
Friedrich-Leopold-Woeste-Gymnasium erstrahlt in neuem Glanz

S. 127-140
Appelhans, Silke
Die Entwicklung der Metallindustrie in Sundwig und erste Versuche
zur Lösung der sozialen Frage von der zweiten Hälfte des 19. Jhd.
bis zum Ende des Ersten Weltkrieges (2)

S. 141-144
Hoffmann, Werner
Zur Chronographie der Bonifatiusgemeinde Sundwig

S. 145-156
Kramme, Paul
Auszüge aus dem Jahresband 1930 des Märkischen Landboten (2)

S. 156-172
Gymnich, Karin von
Kleine Heimatchronik
2. Vierteljahr 2005






From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Oct 21 11:44:52 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 21 Oct 2005 11:44:52 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Die bitteren Jahre - Fotos 1940 bis 1950,
Stadtmuseum Muenster, ab 25.10.2005
Message-ID: s358d4cf.058@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Stadt Münster",
Datum: 21.10.2005, 11:43


AUSSTELLUNG

Die bitteren Jahre - Fotos 1940 bis 1950
Ausstellung im Stadtmuseum / 60 Jahre Kriegsende / Zahlreiche unbekannte Fotografien / "Stunde Null" keine Zäsur

Nach dem großem Erfolg der Ausstellung "Die fetten Jahre. Münster 1957 bis 1968" präsentiert das Stadtmuseum Münster jetzt "Die bitteren Jahre. Krieg, Hunger, Hoffnung - Münster in Fotos 1940 bis 1950". Anlässlich des Kriegsendes vor sechzig Jahren zeigt die Fotoausstellung über 200 zumeist unbekannte zeitgenössische Aufnahmen. Die Fotografien dokumentieren die dramatischen Veränderungen in dieser von Krieg, Hunger, aber auch von Hoffnung geprägten Zeit und werfen ein Schlaglicht auf die zehn bittersten Jahre der jüngeren Geschichte Münsters.

In neun Rubriken haben die Mitarbeiter des Stadtmuseums Dr. Michael Schäbitz und Dr. Axel Schollmeier die Aufnahmen gegliedert. Im Mittelpunkt steht das alltägliche Leben zwischen trügerischer Normalität, Bombenalarm, Zerstörung und Schlangestehen. Nach der Eroberung Münsters durch britische und amerikanische Truppen bestimmen Mangel, Trümmerräumung und Wiederaufbau das Dasein der Menschen in der unmittelbaren Nachkriegszeit.


Tausende Fotografien gesichtet

Der Ausstellung gingen intensive Recherchen voraus. Mehrere Tausend Fotografien aus vielen Archiven und privaten Alben wurden gesichtet. Erstmals werden zahlreiche bisher unbekannte oder unbeachtete Aufnahmen gezeigt. Die verwendeten Fotos stammen aus den Beständen des Stadtarchivs Münster, des Stadtmuseums Münster, des Imperial War Museums, London, verschiedenen kirchlichen Archiven und von zahlreichen Privatpersonen.

Die Fotografien beleuchten den Alltag während des Krieges und der ersten Nachkriegsjahre. Sie zeigen die Zerstörung der Stadt und ihren Neuaufbau ebenso wie das politische Leben oder die Feiertagskultur. Auf den Siegestaumel der ersten Kriegsjahre folgte bald die Ernüchterung durch den Bombenkrieg, der Münsters Innenstadt fast völlig zerstörte.


Die "Stunde Null" - Bruch oder Kontinuität?

In vielen Auseinandersetzungen mit dem Zweiten Weltkrieg und seinen Folgen wird der Bruch betont, den das Kriegsende 1945 für Deutschland bedeutete. Die "Stunde Null" ist geradezu sprichwörtlich geworden. Entsprechend wird entweder die Zeit vor oder die Zeit nach dem Ende des NS-Regimes thematisiert, selten aber das Jahrzehnt vom Kriegsbeginn bis zur Gründung der beiden deutschen Staaten betrachtet.

"Die Ausstellung 'Die bitteren Jahre' überwindet den eingrenzenden Blickwinkel. Vor allem für den Alltag der Menschen lässt sich anhand der ausgewählten Fotos anschaulich der fließende Übergang zwischen Kriegszeit und unmittelbarer Nachkriegszeit verdeutlichen", hebt die Leiterin des Stadtmuseums, Dr. Barbara Rommé, hervor. Die existenzbedrohenden Umstände des Jahres 1945 ließen nur wenigen Menschen Zeit und Gelegenheit für ein Innehalten und einen bewussten Neuanfang.

Während die Aufnahmen des Alltags auf beeindruckende Weise zeigen, wie die Notzeit des Krieges in das Elend der Nachkriegszeit übergeht, stehen die Rubriken "Feste in ihren Zeiten" und "Von der Diktatur zur Demokratie" für die Zäsur, die das Kriegsende bedeutete. Den propagandaüberfrachteten Feiern des NS-Regimes werden die betont friedlichen Feierlichkeiten der Nachkriegszeit gegenübergestellt. Noch schärfer ist der Kontrast zwischen den politischen Massenveranstaltungen der NSDAP auf der einen und dem behutsamen Aufbau demokratischer und rechtsstaatlicher Strukturen unter britischer Aufsicht auf der anderen Seite.


Beispiel Prinzipalmarkt

Der Untergang Münsters im Bombenkrieg und der Wiederaufbau der Stadt nach 1945 wird etwa am Beispiel des Prinzipalmarktes dargestellt. Hier zeigt sich das enorme Aufbauwerk der Münsteraner - alteingesessene und neu zugezogene, darunter Tausende Flüchtlinge und Vertriebene.

Unter der Überschrift "Aus dem neuen Münster" zeigt das Stadtmuseum Aufnahmen von Beispielen des Wiederaufbaus aus den Jahren zwischen 1948 und 1950, mit denen sich die Stadt von ihrer besten Seite präsentierte und wieder auswärtige Besucher anlocken wollte. 1950 ist der Wiederaufbau zwar noch längst nicht abgeschlossen, aber an wichtigen Punkten der Stadt bereits deutlich sichtbar.


INFO

Die Ausstellung "Die bitteren Jahre. Krieg, Hunger, Hoffnung - Münster in Fotos 1940 bis 1950" zeigt das Stadtmuseum Münster vom 25. Oktober bis 23. April 2006. Zur Ausstellung ist der Bildband "Die bitteren Jahre" zum Preis von 16,80 Euro erschienen.

Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
48143 Münster
Telefon: +49 (0)2 51/4 92-45 03
Telefax: +49 (0)2 51/4 92-77 26
Web: www.stadt-muenster.de/museum
E-Mail: museum at stadt-muenster.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Oct 21 11:50:50 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 21 Oct 2005 11:50:50 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Westfalenspiegel 5/2005
Message-ID: s358d621.083@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Ulrike Schulze Schwienhorst"
Datum: 13.10.2005, 11:33


SERVICE: TOC

Westfalenspiegel 5/2005
ISSN 0508-5942


FREIZEIT / TRENDS

Filmfestivals:
Heiß begehrte "Lüdia"
Premieren, Preise, Promis in Lünen und Münster
S. 6

Much:
Lyrik wandern
Mit Leifert-Gedichten durchs Bergische Land
S. 7

Halden-Tour:
Wenn der Berg ruft
Wandern im Revier: Aussichtspunkte und Landmarken
S. 8

Kurz und kompakt:
Herbst in Westfalen


Serie zur Alltagskultur:
Bräuche zum St. Martins-Fest
S. 11

Tipps und Termine:
Kulturkalender
S. 62

KUNST / MUSIK / THEATER

Fritz Winter:
Vom Werden und Vergehen
Vier Ausstellungen zum 100. Geburtstag
S. 30

Engelbert Seibertz:
"So werde in Gottes Namen Maler"
Über einen zu Unrecht vergessenen Künstler
S. 32

Skulptur-Biennale:
Verborgene Geschichte
Kreis Borken lädt zur Entdeckungsreise
S. 36

Konzerthaus Dortmund:
Auf gutem Weg
Benedikt Stampa optimistisch
S. 38

Ruhrtriennale:
Fußballoratorium im Kulturprogramm der WM 2006:
Es trommelt, pfeift und trillert
S. 39


LITERATUR

Wiglaf Droste:
"Ich will die Wirklichkeit zuspitzen"
Autor erhält den Droste-Preis
S. 41

"Tünseliges
Ostwestfalen"
Über Hacho und Dölmer
S. 43

Peter Rühmkorf:
Coming back
Retrospektive auf Haus Nottbeck
S. 44

Buchrezensionen
S. 46


ZUR DISKUSSION

Neue Strategien:
Sparkassen in Bewegung
Gerlach will nicht nur zuschauen
S. 48


REGION

*Aufbau West' in Dortmund:
Wie der Osten beim Wunder half
Ausstellung im Westf. Industriemuseum Zechen Zollern
S. 50

"Derrick" wirbt für Flüchtlingsstadt
Espelkamp im Aufbau
S. 52

SERIE: Marken aus Westfalen:
Kaffeegenuss durch Löschpapier
Filter von Melitta Bentz
S. 53

Archäologie:
Einhorn-Hai und Raubsaurier
Funde der Region
S. 54

Kardinal von Galen:
Der unbeugsame Bischof
"Löwe von Münster" wird selig gesprochen
S. 56

Blindenhörbücherei:
Ein Stück Lebensqualität
Seit 50 Jahren in Münster
S.. 58

SERIE: Westfalens Extreme
Versteckter
Höhepunkt
Langenberg im Sauerland
S. 59


LEUTE

Ruth Weiss:
Wandernde zwischen Welten
Ruhepunkt Lüdinghausen
S. 64

Kenny Stewart:
Umtriebiger Drummer
Wahlheimat Westfalen
S. 65


THEMA: Fotografie in Westfalen

Lichtbilder auf Papier:
"Gestatten, Hundt. Photograph"
Eine Geschichte von den Anfängen der fotografie
S. 14
Siehe: http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=per&ID=2658

Bilder, Bilder...
Westfalen in der Fotografie des 20. Jahrhunderts
eine Auswahl
S. 16

Zeitreise:
"Kontexte der Fotografie"
Ausstellung im Museum für Gegenwartskunst Siegen
S. 19

Sammlung Schäfer:
Verlorene Paradiese
Landesmedienzentrum wertet 2000 Nachlass aus
S. 20

Wenn der Zahn der Zeit nagt...
Das Bildarchiv des Landesmedienzentrums
S. 21

Pan Walther:
Die Kunst, mit Licht zu zeichnen
S. 22

Fotografin Katharina Bosse:
"Die Flügel ausbreiten"
S. 23

Bernd und Hilla Becher:
Suche nach Wahrheit
S. 24

Martin Rosswog:
"Inside - Schultenhöfe"
S. 26

Pixelprojekt_Ruhrgebiet:
Gesichter des Reviers
S. 26

Anja Niedringhaus:
Mehr als tausend Worte
Reportagefotografin gewinnt Pulitzerpreis
S. 28







From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Oct 21 12:07:48 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 21 Oct 2005 12:07:48 +0200
Subject: [WestG] TOC] Zeitschriftenschau aus der Heimatpflege in Westfalen,
2005, Heft 5, Teil 1
Message-ID: s358da2c.087@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Ute Kortmann",
Datum: 12.10.2005, 13:56


SERVICE: TOC

Seit ihrem Bestehen postet die E-Mailing-Liste Inhaltsverzeichnisse von
Westfaelischen Zeitschriften. Um diesen Service auszubauen, moechten wir
in Form einer Kooperation mit dem Westfaelischen Heimatbund zukuenftig auch
Inhaltsverzeichnisse von Zeitschriften posten, die vom Heimatbund regelmaessig
ausgewertet werden. Bevor Sie die Inhaltsverzeichnisse moeglichst kurz nach
Erscheinen in der gewohnten (Einzel-)Form erhalten koennen, moechten wir an
dieser Stelle zunaechst - in provisorischer Form - die entsprechende Rubrik
aus der vom Heimatbund herausgegebenen Zeitschrift "Heimatpflege in
Westfalen" posten. Etwaige Doppelungen bitten wir zu entschuldigen. [MW]


Zeitschriftenschau "Heimatpflege in Westfalen", Heft 5/2005, Teil 1

I. Westfalen

1. Gesamtwestfalen

Industrie-Kultur. Denkmalpflege, Landschaft, Sozial-, Umwelt- und Technikgeschichte. Hrsg.: Rheinisches Industriemuseum / Landschaftsverband Rheinland und Westfälisches Industriemuseum / Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Red.: Sven Bardua, Wellingsbütteler Landstraße 202 F, 22337 Hamburg, E-Mail: industriekultur at klartext-verlag.de
3/2005. S. Bardua: Keine Chance für die Denkmalpflege? Zementfabriken und Betonsilos als Problemfälle. J. Kahl: "Die Qualität unserer Waren ist vorzüglich ..." Dyckerhoff-Zement aus dem Stammwerk Mainz-Amöneburg. E. Bergstein/A. Böcker: Fördergerüste und Fördertürme aus Beton: Haltbar - aber teuer und für Umbauten ungeeignet. A. Kierdorf: Wahrzeichen, Exoten und Sorgenkinder: Historische Betonbrücken in Deutschland. J. Raoult: Ein alter Erzbunker als neuer Mittelpunkt. Züblin baute den Eisenbeton-Bau für die Mine Val de Fer in Lothringen. B. Kuntzsch: Getreidesilo mit Aussicht: der technisch einzigartige Henninger-Turm. M. Krause: Organisches Bauen mit Beton. Das Goetheanum im schweizerischen Dornach. H.-P. Bärtschi: Schlank und haltbar. Frühe Einführung von Zement und Eisenbeton in der Schweiz. St. W. Krieg: Nach dem "sich gut bewährenden System Hennebique". Die ältesten Industriebauten aus Stahlbeton in Leipzig. S. Bardua: Alte Kirchen und Kanalrohre aus Beton. Österreichischer Betonbau-Pionier aus Weissenbach/Triesting: Adolf Baron Pittel. W. Schleser: Letztes Walzwerk stillgelegt. Das Ende der Stahlindustrie in Longwy. E. Bergstein: Übrig blieb nur ein Hüttenwerk an der Küste. Ein Überblick über die Stahlindustrie in Frankreichs Norden. K. Pegels: Von der Skizze zum Detailplan. Industriearchitektur im zeichnerischen Nachlass der Architekten Schupp und Kremmer. * Die Schwelle zur Industriellen Revolution. Der Museumsverbund Ironbridge Gorge im Tal des Severn. D. J. Peters: Schiffe aus Beton: "Paul Kossel" und andere. E. Bergstein: Leuchtend weiße Berge. Seit etwa 2000 Jahren wird der berühmte Marmor in der Region Carrara gewonnen. Chr. Spänhoff: Aktuelle Ausstellung: Aufbau West. Neubeginn zwischen Vertreibung und Wirtschaftswunder. E. Schinkel: Von Stilllegung bedroht. Die Schiffshebewerke Henrichenburg und Rothensee. S. Bardua: Die einzigartige Industrie-Landschaft an der Finow in Eberswalde bröckelt. M. Berndt: Windkanal im Hinterhof. In Bremen wird das Fluglabor des Luftfahrtpioniers Henrich Focke erhalten. D. Stemmerich: Bilder voll tiefer Skepsis. Der Rüdersdorf Zyklus von Klaus Ritterbusch. O. Dommer: Poesie in Beton und Holz. Zu den Plastiken von Erich Bödeker.

Jahrbuch für Westfälische Kirchengeschichte. Bd. 100 (2005). Hrsg. von Bernd Hey. Verein für Westfälische Kirchengeschichte, Geschäftsstelle, Altstädter Kirchplatz 5, 33602 Bielefeld.
B. Hey: Landesgeschichte und Kirchengeschichte - Bestandsaufnahme und Perspektiven (17). A. Biermann: Hermann Hamelmann und die Reformation in Bielefeld. Eine Untersuchung von Hamelmanns Briefen und Schriften (29). A. Peters: Aus Hamelmanns Historia Ecclesiastica renati Evangelii: De Ecclesia in oppido Bileveldia comitatus Ravensburgici (57). U.-J. Scharmann: Collatio ex iure devoluto. Ein Benefizialstreit um die Kamener Marien-Vikarie und seine Weiterungen (123). Chr. Peters: Zur Vorgeschichte Volkenings. Die Frommen Minden-Ravensbergs auf dem Weg ins 19. Jahrhundert (143). Chr. Peters: Erweckung auch im Osnabrücker Land. Aus den Briefen des Hoyeler Pfarrers Anton Gottfried Hambach (1736-1819) an den Zentralausschuss der Deutschen Christentumsgesellschaft in Basel (173). F. Achelpöhler: Pietismus, antijüdische Ressentiments und städtische Selbstverwaltung. Der Streit um die Wahl des jüdischen Arztes Dr. Bernhard Steinheim in den Vorstand der Bielefelder städtischen Töchterschule in den Jahren 1870-1873 (227). B. Böhm: Der lange Ankauf des Quellenhofs in Bethel von 1879 bis 1904 (285). R. Neumann: Die Teilnahme der Minden-Ravensberger Posaunenchöre bei der Denkmaleinweihung an der Porta Westfalica (305). J. Murken: Ruhrbergbau und Gemeindegründung um 1900. Das Beispiel der Evangelischen Kirchengemeinde Preußen (331). U. Althöfer: "Wie gewachsen". Die Kolonie Radbod, die evangelische Kreuzkirche und deren "Vater", der Architekt Karl Siebold (369). B. Haase: "Komm und sieh!" - Der Bethelfilm 1922-1941. Vorbemerkungen zum Verhältnis von Kirche und Film zu Beginn des 20. Jahrhunderts (397). A. Müller: Das Evangelische Sonntagsblatt für Minden und das Wesergebiet im "Dritten Reich". Zu Zensurmaßnahmen, Beschlagnahmung und Zwangseinstellung einer regionalen westfälischen Kirchenzeitung (419). E.-M. Dahlkötter: Die Verhaftung von Pfarrer Paul Dahlkötter, Lippstadt (9.-15. August 1939, Steinwache in Dortmund). Das Tagebuch von Frau Hanna Dahlkötter (461). J. Kampmann: Hölle und Himmel in Dachau. Der erste Bericht des Mennighüffer Pfarrers Ernst Wilm über seine Gefangenschaft im Konzentrationslager vor seiner Gemeinde (487). G. Rödding: Pacta servanda oder rebus sic stantibus. Anmerkungen zur kirchlichen Schulpolitik anhand des Schulstreites in Iserlohn und Lüdenscheid in den Jahren zwischen 1950 und 1958 (525). J.-F. Moes/E. Holz: Unterricht und Unterkunft für Schüler aus der SBZ/DDR in Münster. Notizen zu einem Kapitel deutscher Zeit-, Schul- und Kirchengeschichte (587). W. Gröne/B. Hey: Tag der Westfälischen Kirchengeschichte am 24. September 2004 in Bielefeld und am 25./26. September 2004 in Münster (597). B. Hey: Akademische Gedenkfeier für Prof. D. Dr. Robert Stupperich. Grußwort des Vereinsvorsitzenden (601). B. Verstege: Epochenjahre deutscher Geschichte im Spiegel rheinischer und westfälischer Kreissynodalprotokolle: 1818/19 - 1932/33 - 1945/45. 2. Studientagung des Instituts für kirchliche Zeitgeschichte des Ev. Kirchenkreises Recklinghausen am 4. Dezember 2004 im Haus des Kirchenkreises (607). * Buchbesprechungen (613).

Die NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege. Hrsg.: Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Roßstraße 133, 40476 Düsseldorf, Tel.: 0211/45485-0, Internet: www.nrw-stiftung.de, www.nrw-entdecken.de, E-Mail: info at nrw-stiftung.de
2/2005. G. Matzke-Hajek: Das Denkmal mit dem Ohr zum All. Das Radioteleskop auf dem Stockert wird im nächsten Jahr 50. G. Matzke-Hajek: Unkenrufe aus der Tongrube. Amphibienparadies Oberauel im Bergischen Land. M. Kaijo: Lustwandeln im Park des Grafen Alexander. Tiergarten Schloss Raesfeld. G. Matzke-Hajek: Sommeridyll im Sauerland. Erfolgreicher Wiesenschutz im Nuhnetal. R. Lüer: Nach der Schule in die Kuhle. Viel Ehrenamt für die Fleuthkuhlen. S. Hense-Ferch: Wir bauen unsere eigene Werkstatt. Flakkaserne in Lippstadt.

Westfalen. Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde, Mitteilungen des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, des Westfälischen Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, des Westfälischen Amtes für Denkmalpflege und des Westfälischen Museums für Archäologie. 80. Bd. (2002). Münster: Aschendorff Verlag, 2005.
J. Poeschke: Das Soester Antependium: Fakten, Fragen, Hypothesen (11). L. Monner: Das Soester Antependium - Technologie und Zustand (37). H. Portsteffen: Die Bildtafel-Rahmen-Konstruktion der Soester Tafel - Innovation oder Tradition? (71). H. Arnhold: Das Soester Antependium aus kunsthistorischer Sicht (83). R. Prochno: Zur Deutungsgeschichte der Soester Tafel und zu ihrem künstlerischen Umfeld (97). L. Monner: Das Soester Kreuzigungsretabel - Technologie und Zustand (113). C. Ringer: Das Soester Gnadenstuhlretabel - technologische Betrachtungen (145). U. Söding: Das Retabel mit dem Gnadenstuhl aus Soest in der Berliner Gemäldegalerie (155). St. Weppelmann: Die Madonnentafel aus der Sammlung Carrand im Bargello (207). Kl. Krüger: Hoc est enim corpus meum. Bild und Liturgie im gemalten Altaraufsatz des 13. Jahrhunderts (221). D. Hess: Das Retabel von Wetter und die Wechselwirkungen zwischen Tafel- und Glasmalerei in Hessen und am Mittelrhein um 1250 (245). C. Ringer: Der "Rosenheimer Altaraufsatz" - ein nordalpines Tafelbild des 13. Jahrhunderts (259). B. Schleicher: Das Kruzifix von Petrognano. Untersuchungen zu Konstruktion und Fassung anlässlich der Restaurierung 1999/2001 (271). M. Luchterhandt: Von der Ikone zum Retabel. Offizienliturgie und Tafelbildgebrauch im Dugento: Die Kreuzoffizien (283). Chr. Bläuer Böhm: Die Bilderdecke in Zillis, Graubünden. Untersuchungsergebnisse, geplante Konservierungsmaßnahmen und langfristige Pflege (339). M. L. Sauerberg/S. Brucklow: Das Westminster-Retabel (353). Chr. Thieme: Das Tafelbild von Trogir (373).

Westfalenspiegel. Ardey-Verlag, An den Speichern 6, 48157 Münster, Tel.: 0251/413220.
4/2005. U. van Jüchems: Hippomaxx. Ein "Haus des Pferdes". Einzigartiges Museum in Münster. D. Johnen: 75 Jahre Deutsches Bergbau-Museum Bochum. Erinnerungen ans schwarze Gold. J. Nunes Matias: Das Fest des Lichtes. Prozession an Mariä Himmelfahrt hat in Warendorf große Tradition. H. Gärtner: O schöner, grüner Wald. Einsamkeit und Ruhe symbolisierte er für die Romantiker, heute verspricht er vor allem Erholung und Naturerlebnis. Doch der Wald bedeutete schon immer sehr viel mehr. Eine neue Dauerausstellung im Westfälischen Freilichtmuseum Hagen erinnert jetzt an die Geschichte und die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Waldes. M. Zehren: ... da haust ein Räuberpack. Nicht immer gingen Bürger zum Spazieren in den Wald. Früher galten Wälder als Heimat für Hexen, wilde Tiere und böse Räuber. B. Weides: Wanderlust und Kunstgenuss. 23 Kilometer zwischen Bad Berleburg und Schmallenberg: Der WaldSkulpturenWeg, der das Hochsauerland mit Wittgenstein verbindet, garantiert spektakuläre Aussichten, tiefe Einblicke und neue Kunsterfahrungen. K. Riha: Hans Wald. * H. Gärtner: Carsten Breder. Der Förster im Altenau-Tal. U. Drebs: "Mein Freund, der Baum". Natur erleben im Wildpark Vosswinkel bei Arnsberg. M.-St. Andres: Unterschätzte Boombranche. Die Forst- und Holzbranche zählt zu den größten Wirtschaftszweigen in NRW, so das Ergebnis einer Studie von Andreas Schulte. Ein Interview mit dem Forstexperten. R. Doblies: Holzhandwerkermuseum Hiddenhausen. Wo gehobelt wird... Heinrich Möhlmann lässt alte Zeiten wieder aufleben. J. P. Wallmann: Treppauf, treppab zur Professorenkunst. Kunstakademie Münster im Dialog mit der Museumssammlung. W. Morrisse: Erwin Eisch "Die Transparenz hat mich nie interessiert". Gernheim präsentiert renommierten Glaskünstler. M. Vaupel: Das Beste aus den Ateliers Alter Meister. 120 Werke aus den Beständen der Alten Nationalgalerie Berlin sind umgezogen. Drei Jahre lang werden sie jetzt in der NRW-Dependance in Dortmund präsentiert. Kl. Sluka: Deutsch-chinesisches Kunstprojekt "Blind Date" im Münsterland. Eine Idee, zwei Kulturen, drei Orte. Kl. Sluka: Westfalica Picta. Zeitreise durchs Ruhrgebiet. Ortsansichten vor 1900 laden zum Blättern, Schauen, Lesen. J. Grywatsch: Autorensuche per Mausklick. Zwei neue Datenbanken geben Auskunft über die westfälische Literaturlandschaft. W. Gödden: Jürgen Noltensmeier. Markenzeichen: Maskerade. A. Rossmann: NRW ohne Kulturministerium. Kleine Lösung, kompetent besetzt. Die neue Landesregierung bringt die Kultur in der Staatskanzlei unter: Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff ist ihr starker Fürsprecher. F. Polke: Verwaltungsreform. Anders - aber wie? Neue Regierung will Dreiteilung von NRW. Kl. Sluka: Aufgesattelt. Westfalen-Initiative lädt zur zweiten Radtour. V. Jakob: 60 Jahre Kriegsende: Kurt Gerstein. Ein Leben voller Widersprüche. Th. Pottebaum: Westfälische Provinzial und Provinzial Nord. "Fusionsaktivitäten im grünen Bereich". Deutschlands zweitgrößter öffentlicher Versicherer entsteht. M. Schäfer: Reformation in Lippe. Ein Gottesdienst mit Folgen. Lutherisches Lemgo erstritt sich Sonderregelung. A. von Braunschweig: Über sieben Brücken musst du gehen. Der Standort des Tapetenherstellers Erfurt reicht von Westfalen bis ins Rheinland. S. Winter: 75 Jahre Wesel-Datteln-Kanal. 60 Kilometer Geschichte. LWL und Schifffahrtsamt gratulieren mit schwimmender Ausstellung zum Jubiläum. M. Zehren: Stadt der Rekorde. Tief im Westen: Isselburg und Wasserburg Anholt.

2. Hellweg

Der Dorfbote. Mitteilungen des Heimatvereins Norddinker, Vöckinghausen und Frielinghausen, Viereggenkamp 6, 59071 Hamm-Frielinghausen.
17/2005. J. Ulmke: Jahresbericht 2004. I. Krämer: Beim Drei-Eichen-Fest kamen Jung und Alt auf ihre Kosten. H. Thomas: Gottesliebe und Menschenliebe stehen an oberster Stelle. M. Roesenhövel: In den Lippeschlössern auf den Spuren der Vergangenheit. H. Westermann: Prähistorische Fernstraße führte durch Norddinker. * Heimatverein zog Bilanz. J. Ulmke: In der Kirchengemeinde Dinker Arme nach Kräften unterstützt. H. Koch: Strahlender Sonnenschein bei Schiffsreise über sieben Seen. A. Beeck: Der Hof Wilms in Nateln.

Geseker Heimatblätter. Zeitungsverlag Der Patriot - Beilage zur "Geseker Zeitung". Hrsg. vom Verein für Heimatkunde Geseke e. V., Red.: Evelyn Richter, Stadtarchiv, Ostmauer 2, 59590 Geseke.
470/2005. H. J. Rade: Die Geseker Vorfahren und Verwandten der Porzellanherstellerfamilie Rosenthal. E. Richter: Geseke im Jahr 1945 und in den ersten Nachkriegsjahren aus der Sicht eines zeitgenössischen amtlichen Berichts (3. Fortsetzung).
471/2005. E. Richter: Geseke im Jahr 1945 und in den ersten Nachkriegsjahren aus der Sicht eines zeitgenössischen amtlichen Berichts (4. Fortsetzung).

Heimatblätter Hamm. Geschichte, Kultur und Brauchtum in Hamm und in Westfalen. Beilage zum Westfälischen Anzeiger, Gutenbergstraße 1, 59065 Hamm.
13/2005. I. von Scheven: Christian Hunzingers Haus in Hamm an der Widumstraße. Der Neubürger des Jahres 1792 stammte aus der Schweiz und wurde nach seiner Soldatenzeit Stadtmaurermeister. U. Kunz: "Der die Heimat liebt wie du..." Erinnerungen an den westfälischen Priester und Dichter Augustin Wibbelt aus Vorhelm/Kreis Warendorf. G. Beaugrand: "Zeitfenster des Wissens" im Arnsberger Kloster Wedinghausen. Der Dachstuhl des einstigen Westflügels wurde zum historischen Archiv umgestaltet. G. Strotdrees: Vom Vierständer-Fachwerkhaus zum Backsteinbau. Der Hof Schulze Balhorn in Enniger besteht seit mehr als tausend Jahren. * Woher kommt das Wort "Verballhornen"?
14/2005. H. Thomas: Die Mettwürste waren im "Plumpsklo" versteckt. Marker Depot vor sechzig Jahren geplündert - Eine heitere Geschichte aus schwerer Zeit. G. Beaugrand: "Was nicht ewig ist, das ist nichts!" Sonderausstellung im Museum Heimathaus Münsterland Telgte erinnert an Kardinal von Galen. W. Hinke: "Wir versanken immer wieder in einer Schmutzmasse". Das Reisen in der "Postkutschenzeit" war früher mehr eine Tortur als ein Vergnügen. * Schule anno dazumal in Werne. Das Stadtmuseum der Lippestadt zeigt den Schulalltag als Ort zwischen Geschichte und Zukunft. G. Köpke: Ist unser Kiebitz noch zu retten? Warum heutzutage Wiesen keine Wiesen mehr sind.
15/2005. H. Thomas: Auf einmal ging die Turmuhr von St. Josef wieder. Drei Jugendliche reparierten nach dem Krieg die Uhr der zerstörten Kirche im Hammer Westen - Turm vor 50 Jahren abgebrochen. S. Borgschulze: Als noch Aaken in Niederwerries gebaut wurden. Seit dem Jahr 1830 wurde die Lippe von kleinen Schiffen als Transportweg für Güter und Passagiere genutzt. W. Hinke: Von der Siegesgöttin zum Friedenssymbol. Die abenteuerliche Rückführung der "Quadriga" im Jahr 1814 von Paris über Hamm nach Berlin. I. von Scheven: Ein weiblicher Meister sorgte in der Hammer Bäckerei Stollmann für neuen Schwung. Schon im Jahr 1919 erwarb Luise Stollmann die damals in diesem Beruf für Frauen seltene Urkunde des Meisterbriefs.
16/2005. I. von Scheven: Abschied vom "Eisernen Wilhelm". Der letzte bahneigene Wasserspeicher in Hamm wurde vor dreißig Jahren abgebrochen. W. Ribhegge: Sind alle Westfalen wirklich im Tod gleich? Zum neuen Band der "Westfälischen Lebensbilder". G. Köpke: Ausjubiliert? Zum Schicksal eines Ackervogels. Die Feldlerche verliert ihre natürlichen Lebensbedingungen. R. Kreienfeld: Paul Zimmer druckte den "Roten Sender" in Bochum-Hövel. Der schwere Weg des Radbod-Kumpels und KPD-Mitglieds in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.

Lippstädter Heimatblätter. Beilage zum "Patriot" und zur Geseker Zeitung. Hrsg. vom Zeitungsverlag Der Patriot, Hansastraße 2, 59557 Lippstadt.
12/2005. M. Beine: Das Rietberger Rathaus feiert Geburtstag. Vor 200 Jahren entstand eines der schönsten Rathäuser von Westfalen. J. Schmidt: Alte Hausinschriften in Rebbeke. G. Steinhoff: Kriegsende in Overhagen und Eickelborn. J. Herglotz: Die letzten Tage am Fliegerhorst Lippstadt.
13/2005. W. Mues: Ein Freibad wird 75 Jahre alt. Erwittes Schloßbad von früher bis heute.
14/2005. W. Kröger: "Ich war der erste neu ernannte Schupo nach dem Krieg." Vor 60 Jahren begann Friedrich Schmitz seinen Dienst bei der Polizei. M. Morkramer: 150 Jahre Lippstädter Schulprogramme.
15/2005. M. Willeke: Die Anfänge des Dorfes Eickhoff. H. J. Krämer: Verlorene Jugendzeit - Erinnerung und Mahnung. J. Hillebrand: Die Lake und der Pastors Kolk.

Heimatblätter Soest. Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen. Beilage zum Soester Anzeiger, Schloitweg 19 - 21, 59494 Soest.
321/2005. Chr. F. Göbel: Kunst im Dienst des Glaubens und der Verkündigung. Der Kunstmaler Christian Göbel (1904-1964) setzte die Tradition der christlichen Kunst fort (Schluss). R. Pieper: Historische Klöster im Kreis Soest: Das Augustiner-Kanonissenstift Lippstadt. G. Beaugrand: "Was nicht ewig ist, das ist nichts!" Sonderausstellung im Museum Heimathaus Münsterland Telgte erinnert an Kardinal von Galen. W. Hinke: "Wir versanken immer wieder in einer Schmutzmasse". Das Reisen in der "Postkutschenzeit" war früher mehr eine Tortur als ein Vergnügen. H. Platte: Die Familie von Boeselager auf Schloss Höllinghofen. Aus der Geschichte einer alten westfälischen Adelsfamilie im nordwestdeutschen Raum (Schluss). P. Gabriel: Wilhelmine Henters Lieblingsfach war die Gartenarbeit. Wie ein junges Mädchen 1919 die Haushaltungsschule der Westf. Frauenhilfe in Soest erlebte (2).
322/2005. U. Grun: Letzte Windmühle "Spitze Warte" vor dem großen Mühlensterben. Noch nach dem Jahr 1856 entstand die Mühle bei Hemmern. S. Borgschulze: Als noch Aaken in Niederwerries gebaut wurden. Seit dem Jahr 1830 wurde die Lippe von kleinen Schiffen als Transportweg für Güter und Passagiere genutzt. W. Hinke: Von der Siegesgöttin zum Friedenssymbol. Die abenteuerliche Rückführung der "Quadriga" im Jahr 1814 von Paris über Hamm nach Berlin. P. Gabriel: Wilhelmine Henters Lieblingsfach war die Gartenarbeit. Wie ein junges Mädchen 1919 die Haushaltungsschule der Westfälischen Frauenhilfe in Soest erlebte (Schluss). H. J. Deisting: Die Familie von Boeselager auf Schloss Höllinghofen. Aus der Geschichte einer alten westfälischen Adelsfamilie im nordwestdeutschen Raum.
323/2005. G. Köhn: 15.000 Söldner anno 1447 im Sturm auf Soest. Die Soester Fehde führte zur Trennung der Stadt von der Herrschaft des Erzbischofs von Köln. R. Pieper: Historische Klöster im Kreis Soest: Das Schwesternhaus St. Annen-Rosengarten. W. Ribhegge: Sind alle Westfalen wirklich im Tod gleich? Zum neuen Band der "Westfälischen Lebensbilder". G. Köpke: Ausjubiliert? Zum Schicksal eines Ackervogels. Die Feldlerche verliert ihre natürlichen Lebensbedingungen. K. Hofbauer: Selbst Heinrich Heine nächtigte bei Overwegs. Die Familie Overweg aus Sprockhövel: Gastwirte, Juristen, Kaufleute und Politiker.

3. Kurkölnisches Sauerland

Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe. Kreisheimatbund Olpe e.V., Geschäftsstelle: Kreisarchiv Olpe, Danziger Straße 2, 57462 Olpe, Tel.: 02761/81-542.
2/2005. W. Scherer: Zur nationalsozialistischen Struktur des Kreises Olpe (Teil 7). Tätigkeit von Sondergliederungen der NSDAP während der Kriegsjahre 1940-1943. F. Schroeder: Blut, Schicksal und Untergang. Anmerkungen zu Josefa Berens-Totenohl "Einer Sippe Gesicht". D. u. W. Setz: Briefe an den "verlorenen Sohn". Dokumente aus der Zeit des Kriegsendes in Olpe 1944/45. W. Scherer: Die Besetzung des Kreises Olpe durch amerikanische Truppen im April 1945. Ein Überblick zum Kriegsende vor 60 Jahren. H. Hupertz: Die letzten Kriegstage in Hützemert 1945. A. Becker: Die letzten Kriegstage in Brachthausen. H.-W. Voß: Heimatchronik vom 1. Januar 2005 bis 31. März 2005.

4. Märkisches Sauerland

Ennepetaler Heimatbrief. Heimatbund Ennepetal, c/o Cosimo Palomba, Bismarckstraße 21, 58256 Ennepetal.
2004. A. Velten-Franke: Von Verwaltung und Parlament. A. Velten-Franke: Das sanierte Hallenbad. G. Schröder: Die Geschichte des Sportplatzes am Büttenberg. W. Bettin: Rüggeberger Jahreskaleidoskop 2004. J. Schmidt: Milspe und Königsfeld. H. Höfinghoff: Voerder Jahresrückblick 2004. M. Michalko: Splitter aus Voerde. P. Janecke: Altenvoerde 2004. H. Köhler: Kulturgemeinde. P. G. Minor: Musikschule. H. Hirschberg: 100 Jahre evangelische Friedhofskapelle in Ennepetal-Voerde (2. Teil). W. Balke: Die Burger Sänger. W. Bettin: Jahresaktivitäten 2004 der Heimatvereins Rüggeberg e.V. W. Bettin: 50 Jahre Heimatverein Rüggeberg.

Heimatblätter Menden. Geschichte, Kultur und Brauchtum im Märkischen Kreis und in Westfalen. Beilage zur "Mendener Zeitung", Kolpingstraße 33-35, 58706 Menden.
[146]/2005. K Hofbauer: Glaubensbote St. Kilian verehrt in Letmathe und Werdohl. Seit vielen Jahrhunderten enge Verbindung mit dem Würzburger Apostel der Franken. St. Senssen: Die Welt hängt am Draht. Ein Querschnitt durch das Deutsche Drahtmuseum Altena (3). U. Kunz: "Der die Heimat liebt wie du..." Erinnerungen an den westfälischen Priester und Dichter Augustin Wibbelt aus Vorhelm/Kreis Warendorf. G. Beaugrand: "Zeitfenster des Wissens" im Arnsberger Kloster Wedinghausen. Der Dachstuhl des einstigen Westflügels wurde zum historischen Archiv umgestaltet. H. Platte: Die Familie von Boeselager auf Schloss Höllinghofen. Aus der Geschichte einer alten westfälischen Adelsfamilie im nordwestdeutschen Raum (2. Folge). R. Klostermann: Die "Capri-Fischer" waren einst der Hit beim Tanz. Der Gasthof "Zur Talsperre" im Volmetal galt in den Nachkriegsjahren als ein beliebter Treffpunkt.
147/2005. H. Delkus: Optische Signale vom Turm schneller als reitende Boten. Der Danzturm in Iserlohn diente der Nachrichtenübermittlung. St. Sensen: Die Welt hängt am Draht. Ein Querschnitt durch das Deutsche Drahtmuseum Altena (4). G. Beaugrand: "Was nicht ewig ist, das ist nichts!" Sonderausstellung im Museum Heimathaus Münsterland Telgte erinnert an Kardinal von Galen. W. Hinke: "Wir versanken immer wieder in einer Schmutzmasse". Das Reisen in der "Postkutschenzeit" war früher mehr eine Tortur als ein Vergnügen. M. Padberg: Zwerge in der Balver Höhle. Der Erzbergbau im Sauerland zeigt viele farbige Facetten. R. Klostermann: Die "Capri-Fischer" waren einst der Hit beim Tanz. Der Gasthof "Zur Talsperre" im Volmetal galt nach 1945 als ein beliebter Treffpunkt (Schluss).
148/2005. H. D. Schulz: Graf Engelbert III. von der Mark vor 600 Jahren auf Raubzug. Harte Kämpfe gegen Dortmund und Köln im 14. Jahrhundert. C. Grohmann: "Geschichte muss den Kindern Spass machen". Peter Riecke aus Neuenrade entwickelte neue Ideen zur Förderung der Heimatkunde. S. Borgschulz: Als noch Aaken in Niederwerries gebaut wurden. Seit dem Jahr 1830 wurde die Lippe von kleinen Schiffen als Transportweg für Güter und Passagiere genutzt. W. Hinke: Von der Siegesgöttin zum Friedenssymbol. Die abenteuerliche Rückführung der "Quadriga" im Jahr 1814 von Paris über Hamm nach Berlin. H. Platte: Die Familie von Boeselager auf Schloss Höllinghofen. Aus der Geschichte einer alten westfälischen Adelsfamilie im nordwestdeutschen Raum (3. Folge). St. Sensen: Die Welt hängt am Draht. Ein Querschnitt durch das Deutsche Drahtmuseum Altena.
149/2005. H. D. Schulz: Die Brenscheider Mühle mehr als 500 Jahre alt. Erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1593. St. Sensen: Die Welt hängt am Draht. Ein Querschnitt durch das Deutsche Drahtmuseum Altena (5). W. Ribhegge: Sind alle Westfalen wirklich im Tod gleich? Zum neuen Band der "Westfälischen Lebensbilder". G. Köpke: Ausjubiliert? Zum Schicksal eines Ackervogels. Die Feldlerche verliert ihre natürlichen Lebensbedingungen. H. Platte: Die Familie von Boeselager auf Schloss Höllinghofen. Aus der Geschichte einer alten westfälischen Adelsfamilie im nordwestdeutschen Raum (4. Folge). M. Padberg: Zwerge in der Balver Höhle und im Felsenmeer. Der Erzbergbau im Sauerland zeigt viele farbige Facetten (Schluss).

Hohenlimburger Heimatblätter für den Raum Hagen und Iserlohn. Beiträge zur Landeskunde. Hrsg.: Verein für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg e.V., Martin-Luther-King-Straße 19, 58638 Iserlohn, Tel.: 02371/41573.
8/2005. F. J. Diekmann: Prof. Otto Intze und die märkische Jubach-Talsperre. Kl.-P. Lanser: Dinosaurier, Reptilien und andere. Ein Grab aus der Unterkreidezeit in einer Karstspalte im Sauerland. O. Krägeloh: Kinnermûle. * Der "Feldzug" der Altenaer gegen Grafschaft Hohenlimburg. E. Hüning: Jahreshauptversammlung 2005 des Vereins für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg e.V. H.-D. Schulz: Das Paddelboot auf dem Rhein.
9/2005. * Emil Schumacher - Zu seinen Werken im Karl-Ernst-Osthaus-Museum. Redetext des Museumsdirektors Dr. Michael Fehr zur Eröffnung der Ausstellung am 20.03.05 im Karl-Ernst-Osthaus-Museum. O. Krägeloh: Wilddaif met Holtharke. H.-D. Schulz: Der Dalberg in Evingsen. W. Bleicher: Rupes Bleiche in Iserlohn. R. Stirnberg: Neue Erkenntnisse über die Wasserburg Haus Hennen (Ein Vorbericht). W. Bleicher: Schöne, polierte Beile der Jungsteinzeit. J. Kramer: Hohenlimburger Stadtchronik 2005, Teil 1.

Der Schlüssel. Blätter der Heimat für die Stadt Hemer. Hrsg.: Bürger- und Heimatverein. Schriftleitung: G. Mieders, Am Königsberg 19, 58675 Hemer, Tel.: 02372/2349.
2/2005. O. Dickhäuser: Das Hönnetal. Zur geologischen und anthropogenen Struktur des mittleren Talabschnittes und seiner Umgebung. H. Schmidt U: Bachschwinden durch Höhlungen. G. Mieders: Flora, Fauna und Naturschutz im mittleren Hönnetal. * NSG Hönnetal. Festsetzung als Naturschutzgebiet nach dem Landschaftsplan Nr. 2. H.-J. Geismann: Burg Klusenstein. J. Koch U: Klusenstein. G. Gudelius U: Die Sagen vom Klusenstein. * Die "Eisenhütte auf dem Spring in Grevenborn ohnweit Riemke". L. Schücking U: Das Hönnethal. F. Lecke U: 1817: Felsenmeer und Hönnetal. "Siebente Wanderung im Vaterland" (Auszug). K. Pollmann: Dai Twiärk un dat Hiertendiäinken aut Volkringsen. S. Spielfeld-Raupach: Kleine Heimatchronik 1. Vierteljahr 2005.

Voerder Heimatblättchen. Mitteilungen des Voerder Heimatvereins. Heimatverein Voerde, Postfach 1322, 58242 Ennepetal, E-Mail: vorstand at heimatverein-voerde.de, Internet: www.heimatverein-voerde.de
3/2005. H. Busse: As vie noch inne Schaule Wilhelmstroote gongen. G. Fischer: Schnuw I und II. F. Himmen: Schulunterricht in der Zeit des Kriegsendes. F. K. Rüggeberg: Beim Lehrer Gärtner. E. A. Nölle: Füße auf dem Sitz. A. Mintenbeck: Schwimmen am "Schützenhof". W. Hallenberger: Erinnerungen an die Schulzeit - trotz der Wirren des Weltkrieges. E. A. Nölle: Schlagball spielen. F. Himmen: Erinnerungen. G. Bioly: Aufnahmeprüfung für die Rektoratschule (Beispiele aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts). O. Griese: Vokabeln lernen - damals vor etwa 80 Jahren. I. Schmidinger: Schaule inne Fabrik. E. A. Nölle: Schülermützen von Kappen-Kühn. G. Bioly: Friedrich Karl Rüggeberg - Ehrennachtwächter 2005.

Der Reidemeister. Geschichtsblätter für Lüdenscheid Stadt und Land. Hrsg.: Geschichts- und Heimatverein Lüdenscheid e.V., Alte Rathausstraße 1, 58505 Lüdenscheid, Tel.: 02351/17-1645, E-Mail: geschichts-und-heimatverein at luedenscheid.de
163/2005. R. Assmann: Die Burg in Lüdenscheid. Gleichzeitig eine Bilanz der Forschungen zum ältesten Stadtrecht und Stadtumfang 1268 (1).








From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Oct 21 12:08:41 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 21 Oct 2005 12:08:41 +0200
Subject: [WestG] [TOC] Zeitschriftenschau aus der Heimatpflege in Westfalen,
2005, Heft 5, Teil 2
Message-ID: s358da5d.093@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Ute Kortmann",
Datum: 12.10.2005, 13:56


SERVICE: TOC

Seit ihrem Bestehen postet die E-Mailing-Liste Inhaltsverzeichnisse von
Westfaelischen Zeitschriften. Um diesen Service auszubauen, moechten wir
in Form einer Kooperation mit dem Westfaelischen Heimatbund zukuenftig auch
Inhaltsverzeichnisse von Zeitschriften posten, die vom Heimatbund regelmaessig
ausgewertet werden. Bevor Sie die Inhaltsverzeichnisse moeglichst kurz nach
Erscheinen in der gewohnten (Einzel-)Form erhalten koennen, moechten wir an
dieser Stelle zunaechst - in provisorischer Form - die entsprechende Rubrik
aus der vom Heimatbund herausgegebenen Zeitschrift "Heimatpflege in
Westfalen" posten. Etwaige Doppelungen bitten wir zu entschuldigen. [MW]


Zeitschriftenschau "Heimatpflege in Westfalen", Heft 5/2005, Teil 2


6. Münsterland

Unser Bocholt. Zeitschrift für Kultur und Heimatpflege. Hrsg.: Verein für Heimatpflege Bocholt e. V., Stadtarchiv Bocholt, Münsterstraße 76, 46397 Bocholt, Tel.: 02871/953-349.
2/2005. Chr. Heiduk: Die lateinischen Inschriften am Historischen Rathaus zu Bocholt. U. Wörffel: Johann von Bostel (1779 - 1839). Ein Bocholter Jurist in der Zeit des historischen Wandels zu Beginn des 19. Jahrhunderts. K. H. Janzen: Schul-/Lehrer-Geschichten aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Aufsätze über das tägliche Schulleben in und um Bocholt aus einem Circularbuch, 4. Teil. W. Tembrink: Ein Denkmal für den Kaiser. Das Standbild Wilhelms I. auf dem Marktplatz zu Bocholt. W. Tembrink: 100 Jahre Empfangsstation in Bocholt. Zur Eröffnung des Bahnhofsgebäudes am 1. Oktober 1904. * Columbus - Bericht und Bildnis. Anmerkungen zu einer Fenneker-Ausstellung im Stadtmuseum. W. Tembrink: Chronik des Bocholter Raumes. 1. Oktober - 31. Dezember 2004.

Heimatbrief Kreis Borken. Hrsg.: Der Heimatpfleger des Kreises Borken. Red.: Christian Termathe, Alstätter Brook 20, 48683 Ahaus-Alstätte, Tel. 02567/1035, E-Mail: c.termathe at web.de
182/2005. * "Skulptur-Biennale" im Blickpunkt des Kreisheimattages. * Besetzung - Befreiung und danach. * Aus der Geschichte lernen" - Ausstellung des "Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge" in Borken und Ahaus.

Dülmener Heimatblätter. Hrsg.: Heimatverein Dülmen, Erik Potthoff, Haselbrink 13, 48249 Dülmen. Internet: http://www.heimatverein-duelmen.de, E-Mail: info at heimatverein-duelmen.de
1/2005. O. Kruck: 1945 - Dülmen vor 60 Jahren. H. R. Schlieker: Tagebucheinträge vom Kriegsende 1945. R. Wewering: Fanfarenzug 1978 Buldern e.V. Kurzchronik zum 25-jährigen Jubiläum. P. Gödde: De Weddlaup. D. Rabich: Der Heimatverein im WWW 2004. R. Oldenburg: Die Beziehungen des Dichters Max von Spiessen zu Dülmen. L. Hillermann: Wer die Zukunft will, muss die Vergangenheit kennen - Überlegungen zum Abschied. W. Werp: Neuerscheinungen.

Auf Roter Erde. Heimatblätter für Münster und das Münsterland. Beilage der Westfälischen Nachrichten, Soester Str. 13, 48155 Münster.
8/2005. M. Stratmann: Münster und seine pittoresken Winkel. Der Grafiker Paul Stratmann und sein Werk.

7. Paderborner und Corveyer Land

Wo die Lippe springt. Informationsreihe des Heimatvereins Bad Lippspringe e.V., Mittelgraben 15, 33175 Bad Lippspringe.
49/2005. * Heilquell-Zapfstelle in Bad Lippspringe bleibt - Nachts darf kein Wasser mehr gezapft werden. P. Silberberg: Ehemalige Zwangsarbeiterin besucht Bad Lippspringe: "An das Gute erinnert man sich immer besser". Kl. Karenfeld: Alevtina Schepotko besucht das Heimatmusem: Eine Begegnung mit der Vergangenheit. W. Göbel: Hermann Hallenberger und seine Tischfabrik. H. Müseler: Lerchensporn, Bärlauch, Blitz und Bier. * Neuer Gedenkstein für Dr. Philipp Anton Pieper enthüllt. Er hat der Quelle den Namen gegeben. Kl. Karenfeld: Vor 100 Jahren starb Johann Fischer - der "Mechanikus". Der Mann mit dem "zweiten Gesicht". * Vor 100 Jahren: Kaiser Wilhelm II. zu Besuch in der Senne. J. Hanewinkel: Historische Traktoren in Bad Lippspringe.

Heimatblätter. Historisches und Aktuelles aus Ossendorf und Westfalen. Hrsg.: Heimatverein Ossendorf, Erwin Dübbert, Oststraße 27, 34414 Warburg, Tel.: 05642/7575, E-Mail: e.duebbert at t-online.de
2/2005. * Das Kriegsende vor 60 Jahren (1945). Originalauszüge aus der Ossendorfer Dorfchronik. * Seit 575 Jahren steht der Heinturm. B. Michels: Einige besondere Wettereignisse 1959 - 1983. * Die Geschichte der Posthalterei in Ossendorf. Älteste Post im Diemeltal. * Vor 40 Jahren - die Hochwasserkatastrophe 1965.

Die Residenz. Nachrichten aus Schloß Neuhaus. Sprachrohr des Heimatvereins. Heimatverein Schloß Neuhaus e.V., Bielefelder Str. 3, 33104 Paderborn.
113/2005. H.-G. Hunstig: Pfarrer in Schloß Neuhaus seit 1900. E. von Kanne/M. Pavlicic/W. Honselmann: Die Kolonate der Neuhäuser Kirchspielsbauerschaft Altensenne - Teil 3 - Der Güsenhof.

Die Warte. Heimatzeitschrift für die Kreise Paderborn und Höxter. Red.: Wilhelm Grabe, Kreisarchiv Paderborn, Lindenstraße 12, 33142 Büren, Tel.: 02951/970226, E-Mail: GrabeW at kreis-paderborn.de
126/2005. D. Siebeck: Die Dritte von rechts: Die Tänzerin und Schauspielerin Maria Litto (1919 - 1996). H. Multhaupt: Spiegelbild der Grundelemente des Lebens. Der "Lebensgarten" in Amelunxen ist voll symbolischer Kraft und Tiefe. J. Prieur: Sauhirten, Mittelknechte und Küchenmägde. Das Gesinde des Klosters Böddeken. N. Börste: Tonpfeifen aus dem Neuhäuser Schlossgraben - Markenpriaterie im 18. und 19. Jahrhundert. J. Waldhoff: Der Bildhauer Will Hanebal - seine Arbeiten in Paderborn. J. Niemer: Das ehemalige Jesuitenkolleg Büren - eine Barockanlage des Baumeisters Gottfried Laurenz Pictorius. B. Hoischen: Klingendes Museum: Die Orgelstadt Borgentreich widmet sich einem uralten Kunsthandwerk. E. Naumann: Im Frühjahr 1945 begann mein neues Leben. Wie für mich der Krieg zu Ende ging und ich glücklich nach Hause kam. D. Wildeman: Entscheidung für die Erhaltung der Klosterruine Dalheim. Ein Konservator erinnert sich.

8. Ruhrgebiet

Heimat Dortmund. Stadtgeschichte in Bildern und Berichten. Hrsg.: Historischer Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e.V. unter Mitwirkung des Stadtarchivs, Red.: Achim Nöllenheidt. Klartext Verlag, Heßlerstraße 37, 45329 Essen, Tel. 0201/86206-51.
2/2005. Kl.-J. Grün: Freimaurerei und Bürgertum. Zur Entwicklung der Freimaurerei im 19. Jahrhundert. H. Kloevekorn: Loge und Tempel. Die Loge und ihre Faszination. A. Pohlmann: "Die Decke soll himmelblau mit weißen Sternen verziert werden". Die Logengründung 1855. W. Timm: Isaak Hufschmidt (1811-1884). Ein bedeutender Schulmann. H. Delkus: Eine Apotheke, ein Schutzpatron und ein Freimaurer in Dortmund-Dorstfeld. Julius Othmer (1840-1906). A. Pohlmann: Die Vorkriegslogen "Freistuhl" und "Einigkeit am Hellweg" in Dortmund. H. Delkus: Freimaurer in der Region. Die Loge "Zum Born der Wahrheit" in Unna (1914-1934). A. Pohlmann: Das Ende der Freimaurerei in Dortmund 1935. W. Schleef/A. Pohlmann: "Löffel bitten wir vorsichtshalber mitzubringen". Die Wiedergründung der "Alten Linde" nach dem Krieg. H. Delkus: Fritz Riwotzki (1910-1978) - Widerstandskämpfer, Polizeipräsident und Freimaurer. H. Delkus: "Jetzt sind sie völlig übergeschnappt!" Die "Alte Linde" baut einen Bunker zum Logenhaus um. I. Krumnacker: Zur Geschichte der Johannisloge "Reinoldus zur Pflichttreue" in Dortmund. A. Schneider: Der Spagat zwischen Tradition und (Post-)Moderne. Die Freimaurerloge Zur alten Linde heute. * Lexikon freimaurerischer Begriffe.

Heimatbote. Vereinszeitschrift des Heimatvereins Kurl/Husen e.V., Geschäftsstelle D. Schaper, Husener Straße 122, 44319 Dortmund, Tel.: 0231/283341.
1/2005. * Eugen Michael neuer Vorsitzender. * Körnebach. Die Geschichte eines kleinen Flusses in Bildern. * Bergmännisches. Bergordnung 1766 - Teil 1. * Pumpernickel. Ein Brot aus Westfalen. * Der Körnebach in Bildern. Von 1909 bis heute - Teil 1. * Nach langer Zeit... Das Ende der Glück-Auf-Schranke.

Hörder Gebirgsbote. Berichte, Mitteilungen und Notizen der Abteilung Hörde e.V., Red.: Trudi Sudwischer und Karl-Heinz Retzloff, Feuervogelweg 7 c, 44269 Dortmund, Tel.: 0231/483324
3/2005. * Aus der Siedlungsgeschichte zwischen Emscher und Ardey: Mein Heimatdorf Bergofen (Fortsetzung).

9. Siegerland-Wittgenstein

Unser Heimatland. Siegener Zeitung.
16.07.2005. * Der weibliche Blick. Frauen in den LWL-Museen. B. Brandemann: Zum Kriegsende evakuiert in Bühl. Siegener Malerin Carmen Klein von der Landschaft beeindruckt.
23.07.2005. * Kriegsende und Neuanfang in Westfalen. LWL hat CD-ROM für die Bildungsarbeit herausgegeben. * Bergfried braucht Hilfe. Verein zur Erhaltung der Ginsburg zog Bilanz. * Inventar für Bergbaufilme. Umfassendes Nachschlagewerk erschienen. * Aufatmen und auf Zeitreise gehen. Blühende Sommergärten nach alten Vorbildern.
30.07.2005. * Bau des Tunnels war nicht geplant. Imposantes Bauwerk zum Denkmal des Monats bestimmt. * Hufedonner im Freilichtmuseum. "PferdeStark 2005" mit großem Programm. * "Mein 18. November 2005". Volkskundler planen Schreibaufruf in Westfalen. * Praxis im Naturschutz. Ökologisches Jahr heiß begehrt.
06.08.2005. H. G. Koch: "Nichts wie Sorgen und Leid". Tipps aus dem Arbeitsbuch des Steigers Theodor Stahl. Brutaler Raubüberfall. * Denkmalforum Südwestfalen. Virtueller Weg zum kulturellen Erbe.
13.08.2005. * Barbiere, Bärte, Blutegel. Friseurgeschichte im Freilichtmuseum Hagen. * Zehnte gehörte dem Landesherrn. Zehn Garben brauchte man für den Siegerländer Kornritter. * Aufbau West zu sehen. Neubeginn zwischen Vertreibung und Wirtschaftswunder.
20.08.2005. H. Stötzel: Alle Kirchwege führen nach Netphen. Von Hilchenbach zur Martinikirche. E. Isenberg: Zeitgeber mit Geschichte. Keppeler Kirchenuhr und Stundenglocke.
27.08.2005. * 660 Hufe können nicht irren. Auf zur "PferdeStark" im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold. * Erlebnis Auswanderung. Migrantenschicksale als Touristen-Magnet.
03.09.2005. * "Krieg und Frieden" zum Denkmaltag. Ginsburg und Oberes Schloss im Blickpunkt. Hoftheater spielt auf. * Blick hinauf zum Oberen Schloss. Stammburg der Nassauer als Denkmal des Monats.
10.09.2005. * Bewusstes Erleben und Erfahren. Wilnsdorf und Burbach öffnen viele Denkmaltüren. * Holzräder und Blechkarossen. Sonderausstellung auf Schloss Homburg und im Achsenmuseum. * "Denk mal" an die Altstadt. Aktionswochenende im Siegener Altstadtquartier.

Heimatspiegel von Holzhausen. Hrsg.: Heimatverein Holzhausen, Harri Hermann, Berliner Straße 27, 57299 Burbach-Holzhausen, E-Mail: heimatspiegel at web.de
162/2005. H. Strohmann: Senioren-Runde. * Backesclub Holzhausen. L. Schröder: Der Ortsvorsteher berichtet.


11. Lippe

Beiträge zur Lügder Geschichte. Verlag u. Redaktion: Manfred Willeke, Archiv für Heimat- und Familienkunde, Holland 21 (Oberes Tor), 32676 Lügde, Tel.: 05281/979604.
4/2005. M. Willeke: 23. Juli 2005, 750. Jahrestag der ersten Erwähnung Lüdges als opidi=Stadt und Festtag des hl. Liborius, Patron des Erzbistums Paderborn; eine festliche Betrachtung.

Heimatland Lippe. Zeitschrift des Lippischen Heimatbundes und des Landesverbandes Lippe. Hrsg.: Lippischer Heimatbund, Felix-Fechenbach-Straße 5, 32756 Detmold, Tel.: 05231/6279-11, E-Mail: info at lippischer-heimatbund.de, Internet: www.lippischer-heimatbund.de
7/2005. R. Linde: Von Lehnsherren und Schutzheiligen - Talle im Mittelalter. N. Rügge: Die Höfe in Röntorf und Osterhagen. H. Stiewe: Kirche, Dorf und Rittergut. Historische Gebäude in Talle und Umgebung. M. Lenniger: Die Entwicklung Talles in der Neuzeit. H. Pohl: 50 Jahre Heimat- und Verkehrsverein Talle. A. Gassner: Wo der romantische Kirchturm zum aussichtsstarken Wichtel grüßt. Der Heimat- und Verkehrsverein Talle feiert seinen "50." In einem attraktiven Umfeld. R. Springhorn: Beispiele fossiler Floren im Wald- und Forstmuseum Kalletal-Heidelbeck. M. Rickling: "reformieren - streiten - bekennen". Wie die Landeskirche ihre Geschichte auffrischt. St. Lux-Althoff: Die Neue Sachlichkeit als Spiegel der Gesellschaft - Werke aus dem Sprengel Museum Hannover. Ausstellung in der Städtischen Galerie/Museum in Schwalenberg.
8/2005. D. von Reden: Denkmalpflegerische Maßnahmen am Schloss Wendlinghausen. E. Treude: Archäologen auf der Falkenburg. B. Meier: Varenholz und Sonneborn - zwei besondere Dorfkirchen. Leseprobe aus "Lippische Kirchen". V. Stenger: Die Barockorgel der Marktkirche Lage braucht unsere Hilfe. Eine Aktion unter Mitwirkung des LHB-Ortsvereins Lage. * Das Akkordeon-Orchester des Heimatvereins Leopoldshöhe. D. Depping: Wandervorschlag "Blomenstein - ein Höhenzug in der Mitte von Lippe". H. Rottschäfer: Biwwer Weuke suin Osse. V. Scheef: Simon VI. zur Lippe und der "Tanz der Salome". Ein Exponat der Ausstellung "reformieren - streiten - bekennen" im Lippischen Landesmuseum Detmold.
9-10/2005. St. Wiesekopsieker: Leberecht Hoffmann, der Lippische Thronfolgestreit und seine Folgen. St. Wiesekopsieker: Ludwig Hölzermann - Soldat, Militärhistoriker und Numismatiker. Ein Porträt zu seinem 175. Geburtstag. * Elbrinxer Marktscheune möchte in Bezirksliga aufsteigen. Heimat- und Verkehrsverein Elbrinxen e.V. stellt Spielzeit 2005/2006 vor. H. Wiethoff: Heimatbund-Wanderfreunde Detmold - 20 Jahre jung! V. Scheef: Die Madonna von Wilbasen. Ein Exponat der Ausstellung "reformieren - streiten - bekennen" im Lippischen Landesmuseum. J. G. Güntzel: Benjamin Bilse (1816-1902) - vom "Stadtmusicus" zum gefeiertern Dirigenten. Eine Ausstellung in der Lippischen Landesbibliothek.

Schlänger Bote. Zeitschrift für die Gemeinde Schlangen und die Stadt Bad Lippspringe. Druck und Verlag: Heinr. Fleege, Ortsmitte 17, 33189 Schlangen, Tel.: 05252/974301.
290/2005. * Renoviert und neu gestaltet: Die Evangelische Kirche Bad Lippspringe. * Ausrufer Fritz Recksiek: "Nui lustert moll teo!"
291/2005. H. Wiemann: Aus der Mähdrescher-Geschichte: Claas testet in Haustenbeck. * Gründung einer Arbeitsgemeinschaft vor 20 Jahren in Schlangen: Höhlenforschung in Ostwestfalen/Lippe. D. Tornede: Schützenswerte Natur vor Ort: Sandmagerrasen in Oesterholz. H. Wiemann: 1918: Das Rote Kreuz kommt nach Schlangen.

II Überregionale Jahrbücher und Zeitschriften

Der Anschnitt. Zeitschrift für Kunst und Kultur im Bergbau. Hrsg.: Vereinigung der Freunde von Kunst und Kultur im Bergbau e.V., Deutsches Bergbau-Museum, Am Bergbaumuseum 28, 44791 Bochum, Tel.: 0234/58770.
1/2005. H.-J. Schmidt: Das ehemalige Kaliwerk der Gewerkschaft Thüringen in Heygendorf. G. Schmidt: Die Saline Arnshall. Der Außenseiter unter den Thüringischen Salinen. H. Weitensfelder: Am Staat vorbei. Illegaler Quecksilberhandel in Idria im 18. Jahrhundert.
2-3/2005. V. Wollmann: Der Quecksilberbergbau in Siebenbürgen bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Z. Piatek: Der Steinkohlenbergbau im Neuroder Land von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1914. T. Kösling: Werksfürsorge und Arbeiterdisziplinierung. Die Sozialeinrichtungen der Grube Doktor Geier vor dem Ersten Weltkrieg. E.-M. Pasche: "Au contraire" - Industrie- und Naturlandschaften. Ein Kunstprojekt von Erwin Große.

Der Holznagel. Mitteilungsblatt der Interessengemeinschaft Bauernhaus e. V., Postfach 12 44, 28859 Lilienthal.
4/2005. P. Dorn: Nachlese zum "Tag des offenen Umgebindehauses". D. Maschmeyer: Von der Vikarie zur Arbeitsagentur. Bedeutendes Baudenkmal in Ostercappeln in letzter Minute gerettet. M. u. W. Pauli: Wie dämmt man oder frau ein Fachwerkhaus?

III Naturkunde und Naturschutz

Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde. Schriftleitung: Dr. Bernd Tenbergen, Westfälisches Museum für Naturkunde, Sentruper Straße 285, 48161 Münster, E-Mail: bernd.tenbergen at lwl.org
2/2005. M. Speier: Biogeowissenschaftliche Studien zur Entstehung und Entwicklung der Moore im Quellgebiet der Eder (Südwestfälisches Bergland).

Aktuelles aus NRW. Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V., Ripshorster Straße 306, 46117 Oberhausen, Tel. 0208/8831881, E-Mail: info at sdw-nrw.de, Internet: www.sdw-nrw.de
4/2005. * "Wald und Mensch" im Freilichtmuseum Hagen. Umfangreiche Ausstellungen zur Waldgeschichte sind fertig gestellt. * Nachhaltige Waldbewirtschaftung in Münster. Neues Studienprojekt der Westfälischen Wilhelms-Universität.

Natur und Heimat. Floristische, faunistische und ökologische Berichte. Schriftleitung: Dr. Bernd Tenbergen, Westfälisches Museum für Naturkunde, Sentruper Straße 285, 48161 Münster.
3/2005. S. Sczepanski: Die Heuschreckenfauna des NSG "Holzplatz" bei Bönen (Kreis Unna) unter besonderer Berücksichtigung der Gestreiften Zartschrecke (Leptophyes albovittata KOLL.) und der Gemeinen Sichelschrecke (Phaneroptera falcata PODA) (Insecta: Saltatoria). Th. Fartmann/A. Müller/A. Schroeder: Der Wiederfund des Deutschen Filzkrautes (Filago vulgaris LAM. s.str.) in der Westfälischen Bucht. R. Feldmann: Meligethes czwalinai (Rtt., 1871) (Col., Nitidulidae) in Mondviolen-Schluchtwäldern des südwestfälischen Berglands. D. Büscher: Über Vorkommen des Knotigen Klettenkerbels, Torilis nodosa (L.) GAERTN., insbesondere in Dortmund.
4/2005. S. Buchholz/M. Kreuels: Die Spinnen (Arachnida: Araneae) im Naturschutzgebiet "Heiliges Meer" - eine vorläufige Artenliste. K. Hannig/H. Terlutter/J. Lückmann: Die Laufkäferfauna (Col., Carabidae) ausgewählter Kalkmagerrasen des oberen Diemeltales. H. Lienenbecker: Zur Verbreitung und Vergesellschaftung der Bleichen Vogelmiere (Stellaria pallida (DUM.) PIR.) in Ostwestfalen. D. Flößner: Erstfund von Tretocephala ambigua (LILLJEBORG 1901) im Großen Heiligen Meer bei Hopsten (Cladocera: Chydoridae). H. O. Rehage/H. Terlutter: Harmonia axyridis (PALLAS, 1773) neu für Westfalen (Coleoptera, Coccinellidae).

Natur und Landschaft. Zeitschrift für Naturschutz und Landschaftspflege. Hrsg.: Bundesamt für Naturschutz, Konstantinstraße 110, 53179 Bonn, Tel.: 0228/8491-0.
8/2005. U. Doyle u.a.: Noch fünf Jahre bis 2010 - eine Biodiversitätsstrategie für Deutschland. J. Küchler-Krischun/R. Piechocki: Der Entwurf der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt. Von konkreten Visionen zu politischen Aktionsfeldern. P. Finck/U. Riecken/K. Ullrich: Europäische Dimension des Biotopverbunds in Deutschland. T. Asykulov/M. Schmidt: Naturschutzkonzepte im Transformationsprozess. Das Biosphärenreservat Ysyk-Köl in Kirgistan. R. Piechocki: In "Natur und Landschaft" zurückgeblättert... 32. - Vor 70 Jahren: Das Reichsnaturschutzgesetz.
9-10/2005. B. Dreher: Die neuen Vergütungsregelungen für Strom aus Biomasse im EEG. U.R. Fritsche/K. Wiegmann: Potenziale und Szenarien für die zukünftige Biomassenutzung. G. A. Reinhardt/S. O. Gärtner: Biokraftstoffe made in Germany: Wo liegen die Grenzen? M. Rode: Energetische Nutzung von Biomasse und der Naturschutz. U. Miller/M. Walser: Regionalstrom - regionaler Mehrwert durch Umwelt- und Naturschutz. R. Mette: Energetische Verwertung von Landschaftspflegeholz am Beispiel der schleswig-holsteinischen Knicklandschaft. W. Wichtmann/A. Schäfer: Energiegewinnung von ertragsschwachen Ackerstandorten und Niedermooren. Standortgerechte Bewirtschaftung zur Offenhaltung der Landschaft in Nordostdeutschland. H. Oechsner: Möglichkeiten zur energetischen Verwertung von Landschaftspflegeheu. A. Werner u.a.: Energiepflanzen - Erzeugung nach "Guter fachlicher Praxis der Landwirtschaft". R. Graß/K. Scheffer: Alternative Anbaumethoden: Das Zweikulturnutzungssystem. H. Grünewald u.a.: Alley-Cropping als alternative Folgenutzung von Kippenstandorten. K. Hillebrecht u.a.: Nachnutzung von Deponien für den Anbau von Energiepflanzen. Bewertung von Anforderungen und Synergien aus der Deponienachsorge und dem Naturschutz. G. Winkel/K.-R. Volz: Forstwirtschaft und Naturschutz in Deutschland. Eine forstpolitische Analyse und Bewertung. R. Piechocki: In "Natur und Landschaft" zurückgeblättert... 33. - Vor 25 Jahren: BSP und Umweltzerstörung. R. Piechocki: In Natur und Landschaft zurückgeblättert... 34. - Vor 25 Jahren: Natur in der Stadt.

Unser Wald. Zeitschrift der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Hrsg.: Bundesverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V., Meckenheimer Allee 79, 53115 Bonn. Tel.: 0228/9459830, E-Mail: unser-wald at sdw.de, Internet: www.sdw.de
4/2005. A. Klemencsics: Wie Ungarn seine Wälder pflegt und schützt. R. Migende: Deutsch-Ungarische Zusammenarbeit seit 1990. * Wo fliegt der prächtige Admiral?

IV Nachbargebiete

Heimatland. Zeitschrift für Heimatkunde, Naturschutz, Kulturpflege. Hrsg.: Heimatbund Niedersachsen e.V., Georgswall 5, 30159 Hannover, Tel.: 0511/323490, Fax: 0511/3632932, E-Mail: info at heimatbund-niedersachsen.de
4/2005. H. G. Aschoff: Georg V. und das Ende des Königreiches Hannover. Festvortrag bei der HBN-Jahreshauptversammlung am 21. Mai 2005 in Pattensen. Th. Schwark: Hannover erhält sein Mittelalter wieder. Zur Wiedereinrichtung der "frühen Abteilungen" im Historischen Museum. M. Baars: Von der Totenkrone zu den Totenkronenkonsolen. Zur Ausstellung in der Kapelle zu Lübbrechtsen anläßlich der 1150-Jahr-Feier. H.-S. Strelow: Vom Borkehäuschen zum Müllinger Tivoli - ein kurzer Gang durch die Geschichte einer Traditionsgaststätte.






From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Oct 21 12:14:46 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 21 Oct 2005 12:14:46 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Filmabend "Re-Education" an der Uni Paderborn,
07.11.2005
Message-ID: s358dbca.031@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Andreas Becker"
Datum: 20.10.2005, 16:52


AKTUELL

Liebe Freunde der lokalen Geschichte,

die studentische Initiative "Programmkino Lichtblick e.V."
(www.lichtblick-kino.de) möchte auf eine ganz besondere Veranstaltung
hinweisen:

"Britische Umerziehungsfilme der Nachkriegszeit auf Paderborner Leinwand
zurück"

Ein Filmabend mit britischen Re-education (Umerziehungs- bzw.
Umorientierungs-) Filmen aus der Nachkriegszeit findet am Montag, den 7.
November um 18 Uhr im Kinoraum der Universität statt.
Re-educate Germany by Film! - fordern die Alliierten 1942. Alle waren sich
einig: Deutschland muss zurückgeführt werden zu den Ursprüngen seiner
Kultur-, seiner Ethik- uns humanistischen Erziehungstradition. Die
Umerziehung und die Werbung für demokratische Ideen waren die Ziele der
Besatzer.

Film schien das richtige Instrument der propagierten Veränderung zu sein.
Die deutsche Bevölkerung sollte nach jahrelanger NS-Herrschaft ihre
historische Verantwortung anerkennen, den Wiederaufbau anpacken und sich an
demokratischen Werten orientieren. Und die alliierte filmische Vorstellung,
die den Deutschen die Werte von Demokratie wieder beibringen sollte, ist
auch heute noch hochinteressant und verleitet auch dann und wann zu einem
anachronistischem Schmunzeln.

Wenn ein ausgesuchtes Programm an kurzen Dokumentarfilmen auf die
Paderborner Leinwand Einzug erhält, bietet sich die einmalige Gelegenheit,
die in der Nachkriegszeit in deutschen Kinos gezeigten britischen und z.T.
propagandistischen Kurzfilme zu sehen. Sie sind ein Stück Zeitgeschichte,
die als Vorfilme und Wochenschau *Welt im Film" in Deutschland ein Millionen
Publikum fanden und die Tonprojektoren in deutsche Schulen brachten.

Durch den Filmabend führt Heiner Roß, Leiter der Kinemathek Hamburg e.V. und
Spezialist auf dem Gebiet der Re-education Filme. Er hat speziell für
Paderborn, ehemalige britische Besatzungszone, ein Kurzfilmprogramm der
britischen Bildungsarbeit zusammengestellt und wird sich in einer
anschließenden Diskussion den Fragen des Publikums stellen. Den Filmabend
organisiert der Programmkino Lichtblick e.V.

Mit herzlichen Grüßen aus Paderborn,
Andreas Becker
Vorsitzender Programmkino Lichtblick e.V.


ORT

WICHTIG: Wer sich in der Uni nicht auskennt und trotzdem gern kommen möchte,
kann sich um 17:45 Uhr am Haupteingang abholen lassen.

Universität Paderborn
Warburger Str. 100
33098 Paderborn

Telefon (Zentrale): (05251) 60-0
Fax: (05251) 60-2519
Internet: http://www.uni-paderborn.de










From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Oct 21 12:19:20 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 21 Oct 2005 12:19:20 +0200
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Programm_Verein_f=2E_Geschichte_?=
=?iso-8859-1?q?u=2E_Landeskunde_Osnabr=FCck_e=2EV=2E=2C_Winter_2005/6?=
Message-ID: s358dce8.054@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Birgit Kehne"
Datum: 19.10.2005, 12:40


AKTUELL

Verein für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück e.V.
Programm für das Winterhalbjahr 2005/2006
Die Vorträge finden statt im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek
Osnabrück jeweils um 19.30 Uhr.

20. Oktober 2005
Klaus Kertscher
Carl Friedrich Gauß - Genie der Wissenschaft und Praxis
Carl Friedrich Gauß (1777 - 1855) ist weltweit einer der bedeutendsten
Wissenschaftler und Praktiker auf den Gebieten der Mathematik, Physik,
Astronomie und Geodäsie, der Vermessung der Erde im Großen und im Kleinen.
Seine Geburtsstadt Braunschweig und seine Schaffensstadt Göttingen feiern in
diesem Jahr - Gauß' 150. Todestag - seine Erfindungen und Erkenntnisse durch
Vorträge und Ausstellungen. Auch die Region Osnabrück hat ihm einiges zu
verdanken - u. a. die Gaußsche Landesvermessung und das daraus entstandene
Landkartenwerk.
Der Leiter der GLL Osnabrück (Behörde für Geoinformation, Landentwicklung
und Liegenschaften) wird Gauß' Leistungen in Wort und Bild präsentieren und
darüber hinaus die Zuhörer in ein beeindruckendes Experiment einbinden mit
dem Ziel, die Gauß'sche Normalverteilung zu belegen.

17. November 2005
Rolf Spilker
"Darum ausgezogen die Holzschuhe des Schlendrians und angetan die Stiefel
der Gewerbsthätigkeit!". Wie die Eisenbahn Stadt und Menschen veränderte.
Die Eisenbahn erleichterte dem Menschen im 19. Jahrhundert nicht nur das
Reisen und den Warentransport, mit der Eisenbahn kam auch die "Neue Zeit".
Mehr Tempo - Pünktlichkeit - war nun gefragt, zudem veränderte sich das Bild
der alten" Stadt ganz erheblich. Haben die Osnabrücker die "Holzschuhe des
Schlendrians" ausgezogen? Was bewirkte die Eröffnung der Bahn im Hinblick
auf die weitere Entwicklung der Stadt? Diesen Fragen gehen wir in dem
Vortrag nach.
Referenten: Susanne Häring, Rolf Spilker, Museum Industriekultur Osnabrück

08. Dezember 2005
Christine van den Heuvel
Sophie von der Pfalz und Sophie Charlotte
Zu den bedeutendsten Frauen des Welfenhauses zählen die erste hannoversche
Kurfürstin Sophie und ihre Tochter Sophie Charlotte, Gemahlin des ersten
preußischen Königs Friedrich I. Sie repräsentieren sowohl in Hannover wie in
Berlin eine Epoche kultureller Blüte und weltoffener Intellektualität, die
fern jeglicher Form von Provinzialismus auf das Zeitalter der Aufklärung
vorausweisen. Das Leben beider Frauen ist eng mit der Geschichte des
Hochstifts Osnabrück verknüpft, das gleichsam das Sprungbrett für die
weitere Karriere ihrer Familie darstellte. Der Vortrag skizziert die
Lebenswege Sophies und ihrer Tochter mit besonderem Augenmerk auf ihre
Osnabrücker Zeit.

18. Januar 2006
Michael Hirschfeld
Bischofswahlen in Osnabrück zwischen Kulturkampf und Erstem Weltkrieg
Dass sich Staat und katholische Kirche im 19. Jahrhundert vor dem
Hintergrund der Auseinandersetzung um die Deutungshoheit in der Gesellschaft
zunehmend aggressiv gegenüberstanden und dass diese Konfrontation ihren
Höhepunkt im Kulturkampf fand, ist allgemein bekannt. Kaum untersucht ist
dagegen bisher das Staat-Kirche-Verhältnis nach Beendigung des Kulturkampfs.
Wich der Konflikt wirklich - wie in der Geschichtswissenschaft allgemein
angenommen - der Kooperation oder fand er eine Fortsetzung bis zum Ersten
Weltkrieg? Vor dieser Folie soll mit den Bischofswahlen ein zentraler Faktor
der Auseinandersetzung zwischen weltlicher und geistlicher Macht in den
Blick genommen werden. Konkret geht es darum, inwieweit in Osnabrück die
preußischen Regierungsbehörden weiterhin versuchten, durch Bestellung eines
staatlichen Wahlkommissars und Streichung ihnen nicht genehmer Kandidaten in
das Bischofswahlrecht des Domkapitels einzugreifen. Damit werden erstmals
die Umstände der Bischofswahlen 1898/99 und 1914 offengelegt, aus denen
Hubert Voß bzw. Wilhelm Berning als Bischöfe hervorgingen. Zugleich leistet
dieses spannende Kapitel Personalgeschichte einen Beitrag zur bisher wenig
aufgearbeiteten neueren Geschichte des Bistums Osnabrück.

16. Februar 2006
Manfred Balzer
Westfälische Bischöfe des 11. Jahrhunderts als Bauherren und Architekten.
Der gezielte Ausbau von Bischofssitzen im späten 10. und 11. Jahrhundert vor
allem durch die Gründung von Klöstern und Stiften ist seit Längerem
Gegenstand der Forschung. Wie unterschiedlich dabei Intensität, Beginn und
zeitliche Erstreckung sowie Zielsetzungen bereits in einer Region wie
(Alt-)Westfalen waren, wird im Vergleich von Minden, Münster, Paderborn und
Osnabrück überaus deutlich werden. Bei der Analyse der Ursachen für die
Unterschiede treten Persönlichkeit und wirtschaftliche Potenz der
Ortsbischöfe ebenso zutage wie ihre Königsnähe und örtliche Voraussetzungen.

16. März 2006
Karsten Igel
Die Heilige Katharina, das Rad, die Bürger und der Bischof.
Noch heute - wie seit fast einem halben Jahrtausend - dominiert die
gewaltige Turmspitze der Katharinenkirche das Osnabrücker Stadtbild. Die
Anfänge dieser Kirche liegen allerdings weit mehr als bei allen übrigen der
Stadt weitgehend im Dunkeln. Die archäologischen Untersuchungen konnten als
erste Kirche einen Zentralbau aus den Jahren um 1200 belegen, der erst
später zur Pfarrkirche erhoben und erweitert wurde. Die Bauform und die
Heilige Katharina als Patronin verweisen auf das Heilige Land, wo wenige
Jahre zuvor der Osnabrücker Bischof Arnold auf dem dritten Kreuzzug
gestorben war und an dem auch Osnabrücker in seinem Gefolge teilgenommen
hatten. Angesichts dieser ersten Kirche stellt sich aber auch die Frage nach
dem Osnabrücker Stadtsiegel neu: Das Rad, bislang gedeutet als Symbol des
Himmelwagens, ist das Attribut eben jener Heiligen, der die Kirche geweiht
ist, zugleich lässt sich zeigen, dass gerade die führenden Familien der
Stadt im Umfeld von St. Katharinen wohnten und deren Bau förderten. Und es
erscheint denkbar, dass nicht die Stadt ihr Siegel von ihrem Bischof
übernahm, sondern das städtische Emblem seinen Eingang in das bischöfliche
Siegel fand. Vieles spricht jedenfalls dafür, dass diese in der Osnabrücker
Forschung bislang noch zu wenig beachtete Kirche samt ihrer Patronin eine
besondere Bedeutung für die Osnabrücker Bürger, vor allem für die führenden
Familien, besaß.



Justus-Möser-Gesellschaft

Samstag, 15. Oktober 2005
Tagesfahrt in das ehemalige Amt Reckenberg und nach Soest
Nach einer Führung durch die Fachwerkstadt Wiedenbrück erfolgt ein Gang
durch die mittelalterliche Hansestadt
Abfahrt: Osnabrück, Neuer Graben 40, 8.30 Uhr, Rückkehr gegen 19.00 Uhr
Kosten für Fahrt, Führungen und Eintrittsgelder: 25, - Euro
Anmeldung: 0160 91 65 83 12

Donnerstag, 27. Oktober 2005, 20.00, Uhr, Schloß, Aula der Universität
Lesung mit Hanns-Josef Ortheil (Stuttgart): "Die geheimen Stunden der Nacht"
Eintritt für Mitglieder: 8,- Euro

Freitag, 2. Dezember 2005, 20.00 Uhr, Schloß, Aula der Universität
Lesung mit Robert Gernhardt (Frankfurt am Main): "In Zungen reden.
Stimmenimitationen von Gott bis Jandl"
Eintritt für Mitglieder: 8,- Euro

Sonntag, 11. Dezember 2005, 11.00 Uhr, Rathaus der Stadt Osnabrück,
Friedenssaal
Festvortrag zum Geburtstag von Justus Möser
Prof. Dr. Thomas Vogtherr (Osnabrück)
Justus Möser und die moderne Geschichtswissenschaft. Von der Antiquiertheit
eines Modernen

Samstag, 14. Januar 2006, 16.00 Uhr, Möserdenkmal
Dr. Dr. Karl H.L. Welker: Rundgang durch Osnabrück auf den Spuren Mösers







From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Oct 21 12:22:02 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 21 Oct 2005 12:22:02 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Programm Luedenscheider Gespraeche, Winter 2005/6
Message-ID: s358dd87.068@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "igb"
Datum: 14.09.2005, 11:02



AKTUELL

Lüdenscheider Gespräche

Herbst und Winter 2005/2006
Mittwoch, den 28. September 2005, 17 Uhr

"2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß." Die Gegenwart der Vergangenheit in einer deutschen Familie. Film und Diskussion

Referenten: Malte Ludin (Regisseur) und Iva Svarzová (Produzentin). Hanns Ludin war hoher SA-Führer, von 1941 bis 1945 Gesandter des Deutschen Reiches in der Slowakei und einer der Hauptverantwortlichen für die Deportation der slowakischen Juden in die KZs und Vernichtungslager. Im Jahre 1947 wurde er in Bratislava als Kriegsverbrecher verurteilt und hingerichtet. Sein Sohn, Malte Ludin, geboren 1942 in Bratislava, ging auf Spurensuche nach diesem Vater in Archive und führte Gespräche in der Familie. Zum ersten Mal in einem deutschen Dokumentarfilm redet eine ganze Familie über die Vergangenheit eines Familienmitgliedes, das als Kriegsverbrecher verurteilt wurde. Der Film handelt also auch von den Schwierigkeiten der innerfamiliären Kommunikation zwischen drei Generationen während der langen Nachkriegszeit über den Nationalsozialismus. Ludins Film hat viele Ehrungen erfahren.


Mittwoch, den 2. November 2005, 17 Uhr

50 Jahre Anwerbevertrag - Italienische Einwanderer in Deutschland seit 1955. Vortrag mit Diskussion

Referentin: Yvonne Rieker, promovierte Historikerin, die seit Jahren zu diesem Thema arbeitet und jüngst ein Buch dazu veröffentlichte "'Ein Stück Heimat findet man ja immer.' Die italienische Einwanderung in die Bundesrepublik" (Klartext Verlag, Essen 2003). Ihr Vortrag handelt von der Geschichte und den Lebensgeschichten italienischer Einwanderer in den letzten 50 Jahren, von ihrer Bedeutung für die Gesellschaft der Bundesrepublik, von dem Italienerbild der Deutschen und dem Deutschenbild der italienischen Einwanderer, von ihren Lebensbedingungen und von dem politisch-gesellschaftlichen Kontext seit den 50er Jahren.


Mittwoch, den 23. November 2005, 17 Uhr

Das Misstrauensvotum und seine Geschichte. Vortrag mit Diskussion

Referent: Gottfried Mahrenholz, Bundesverfassungsrichter a. D., Minister a. D. und Hochschulprofessor. Sein Vortrag wird das juristisch-politische Verfassungsproblem des selbst gestellten Misstrauensantrags eines Bundeskanzlers an den Bundestag behandeln. Mahrenholz wird die Positionen der Verfassungsrichter im Jahre 1983, als sich das oberste deutsche Gericht mit dem Misstrauensantrag gegen Helmut Schmidt befasste, und im Jahre 2005, als der Antrag Bundeskanzler Schröders vor dem Bundesverfassungsgericht geprüft werden musste, vorstellen. Darüber hinaus geht es um Alternativen zu diesem Verfahren mit einem Rückblick auf die Verfassung der Weimarer Republik. Schließlich gibt Mahrenholz eine Einschätzung der Problematik, die durch den Tod einer NPD-Kandidatin in Dresden für die "Gleichheit der Wahlen" entstanden war.


Mittwoch, den 7. Dezember 2005, 17 Uhr

Die DDR und ihre gesamtdeutschen Autobahnen. Filmausschnitte und Diskussion

Referent: Axel Doßmann, promovierter Historiker, arbeitet für Wissenschaft, Hörfunk und Film, ist Autor des Buches "Begrenzte Mobilität. Eine Kulturgeschichte der Autobahnen in der DDR" (2003) und Co-Autor des Dokumentarfilms "Autobahn Ost" (2004, Regie: Gerd Kroske) Für viele Westdeutsche zählt das Erlebnis der Transitautobahnen in der DDR zu den wenigen, aber prägenden Berührungen mit dem anderen deutschen Staat: War die unheimliche Passage durch die "Zone" nach Westberlin, das rigide Tempolimit und die (Verkehrs-) Überwachung durch Volkspolizei und Staatssicherheit tatsächlich eine "Schule der Diktatur" (so der Schriftsteller F. C. Delius). Und aus der anderen Perspektive: Wie sind Ostdeutsche mit diesen "Fließbändern des Westens" umgegangen? Was erzählen Flüchtlinge, Volkspoli-zisten und Stasi-Offiziere heute? Gibt es Kontinuitäten zu den Autobahnen des Dritten Reiches? Axel Doßmann stellt diverse Perspektiven aus Bild-, Ton- und Textdokumenten gegeneinander.



Mittwoch, den 18. Januar 2006, 17 Uhr

Die letzte Schlacht. Film mit anschließender Diskussion

Referent: Ulrich Lenze, Regisseur und Produzent, produzierte dieses "Dokudrama" mit dem Regisseur Hans-Christoph Blumenberg für das Zweite Deutsche Fernsehen: Es handelt von der Schlacht um Berlin während der letzten Kriegstage und zeigt die komplexe militärische und gesellschaftliche Situation am Ende des "Dritten Reiches". In diesem Film kommen mehr als 40 deutsche und alliierte, besonders russische Augenzeugen zu Wort, und es wird bisher unbekanntes sowjetisches Archiv-Material veröffentlicht. Dieser Film knüpft an die Debatten hier im Institut für Geschichte und Biographie über den Film "Der Untergang" an, allerdings in anderer Perspektive und Form.



Mittwoch, den 15. Februar 2006, 17 Uhr

Auschwitz und die Folgen. Polen und Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg. Vortrag mit Diskussion

Referent: W*adis*aw Bartoszewski, Publizist, Historiker und Politiker. Bartoszewski wurde 1922 geboren, schloss sich 1940 dem polnischen Widerstand an, wurde 1940 nach Auschwitz verschleppt, 1941 schwer krank entlassen und nahm 1944 am Warschauer Aufstand teil. Nach 1945 wurde er als Journalist verhaftet und nach sechs Jahren entlassen. 1955 wurde er rehabilitiert und durfte als Historiker arbeiten. Er wurde weltweit bekannt als streitbarer Demokrat und als einer der tragenden Unterstützer der polnischen Opposition, besonders der Solidar-no**. 1982 wurde er erneut verhaftet. Von 1990 bis 1995 war er Botschafter Polens in Wien, von Juni 2000 bis September 2002 Außenmi-nister. Er hatte unter anderem Gastprofessuren in München, Eichstätt und Augsburg. Er wird - auf Deutsch - den weiten Bogen spannen von Auschwitz bis zum heutigen deutsch-polnisch-jüdischen Verhältnis.



Mittwoch, den 15. März 2006, 17 Uhr

Die Himmelsscheibe von Nebra. Vortrag mit Diskussion

Referent: Harald Meller, promovierter Landesarchäologe und Direktor des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt. Er berichtet über die seit 2002 weltweit bekannt gewordene Himmelsscheibe von Nebra. Als einer der Hauptakteure kann er aus erster Hand von der spektakulären Sicherstellung des Schatzfundes erzählen. Die Himmelsscheibe war zunächst von Raubgräbern entdeckt und illegal auf dem Schwarzmarkt angeboten worden. Bei einem krimireifen Polizeieinsatz in der Schweiz gelang es, den Fund für die Allgemeinheit zu retten. Die Himmelsscheibe von Nebra ist der derzeit wohl best untersuchte archäologische Fund in Deutschland. Die Bronzescheibe aus der Zeit um 1600 v. Chr. gilt als Schlüsselfund für die europäische Vorgeschichte, die Astronomiegeschichte und frühe Religionsgeschichte. Sie ist der älteste Beleg für die erstaunlichen astronomischen Kenntnisse der Menschen in der frühen Bronzezeit.


ORT

Alle Veranstaltungen finden statt im:

Institut für Geschichte und Biographie der Fernuniversität Hagen
Liebigstr. 11
58511 Lüdenscheid
Tel. 02351-24580
URL: www.fernuni-hagen.de/INST_GESCHUBIOG







From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Oct 21 14:27:01 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri, 21 Oct 2005 14:27:01 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Die Biedermeier-Tapeten von Corvey,
Universitaetsbibliothek Paderborn, ab 02.11.2005
Message-ID: s358fac2.077@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Dietmar Haubfleisch"
Datum: 21.10.2005, 14:15


AUSSTELLUNG

Die Biedermeier-Tapeten von Corvey
Fotografien von Jutta Ströter-Bender in der Universitätsbibliothek Paderborn

Die noch erhaltenen Biedermeier-Tapeten in der Fürstlichen Bibliothek und im übrigen Schloss Corvey bei Höxter (aus den Jahren 1825 bis 1833) bieten weltweit eine der seltenen Gelegenheiten, die außergewöhnliche Tapeten-Kunst dieser Epoche noch unrestauriert und in ihrer beeindruckenden Farbigkeit, Materialität und ihrem Motivreichtum zu entdecken.

Eine Ausstellung im Foyer der Universitätsbibliothek Paderborn vom 2. November bis zum 2. Dezember 2005 widmet sich in einem Kooperationsprojekt diesem Thema: In den vergangenen drei Jahren fotografierte die Paderborner Kunstprofessorin Jutta Ströter-Bender (Institut Kunst, Musik, Textil) in einer künstlerischen "Tapetenforschung" zu verschiedenen Tageszeiten und Lichtverhältnissen Motive auf den alten Wänden, ging den Spuren des Verfalls und der intensiven Wirkung der einzelnen Wandflächen nach. Der Leiter der Universitätsbibliothek, Dr. Dietmar Haubfleisch, und die Fachreferentin für Kunst, Edeltrud Büchler, begleiteten das Projekt.


Zusatzinformationen:

Die Geschichte der Tapeten wird der des Design und der Kulturgeschichte zugeordnet. Lange Zeit galt es als unwissenschaftlich, sich mit der Entwicklung der Tapeten, ihren Produktionsbedingungen, ihren Mustern und dem Einrichtungsgeschmack verschiedenster Bevölkerungsschichten auseinanderzusetzen. Aber seit etwa siebzig Jahren hat sich international eine "Tapetenforschung" entwickelt. Die Gestaltung von Räumen und ihre Möbel werden als "Texte" interpretiert, die gelesen werden können; die Tapeten und ihre Designs gelten als "Muster", die nicht nur "einfach" hergestellt werden, sondern auf die Menschen ihrer Umgebung intensiv einwirken und den jeweiligen Geist ihrer Zeit, die Moden und Vorstellungen in besonderer Weise wiedergeben können.

Die Tapeten an den hohen Wänden des Corveyer Schlossmuseums und in der berühmten Bibliothek sind für die Tapetenforschung wegen ihres Designs und ihrer Raumwirkungen von hohem Interesse. In der Einrichtungsmode des frühen 19. Jahrhunderts galt es als vornehm, den Wänden eines jeden Raumes gemäß der Bestimmung eine andere Farbe zu geben. Dies geschah durchaus im Sinne einer Farbpsychologie, auch wenn dies damals noch nicht so genannt wurde. So zeigt sich die Hintergrundgestaltung des einzigen außerhalb der Bibliothek in Corvey erhaltenen originalen Raumes, dem "Blauen Salon", in einem repräsentativen, eleganten Weiß-Blau.

Französischen Manufakturen war es Ende des 18. Jahrhunderts gelungen, mit ungewöhnlichen Produktionstechniken außergewöhnliche Nachahmungs- und Illusionseffekte für Tapeten zu entwickeln, die international sehr schnell erfolgreich wurden. Höchstes Ziel dieser Tapetenkunst war es, in raffinierten Nachahmungseffekten folgende Designs zu entwickeln: Landschaftspanoramen, Imitationen von kostbaren Brokat-, Damast- und Seidenstoffen, die drapiert und gerafft wurden, üppige Blumenarrangements und komplizierte Dekorationen, mit Ornamenten verziert, von Gestalten der Antike bevölkert. Es gab sogar Imitationen beliebter Holzmaserungen wie von Mahagoni, Rosen- und Wurzelholz. Diese Tapeten, die sehr schnell als Ausdruck von Geschmackskultur und Reichtum galten und in zahlreichen Schlössern und Luxuswohnungen die Wände bedeckten, waren sehr kostspielig. Ärmere Schichten konnten sich nur einfachere Drucke oder Schablonendekorationen an den Wänden leisten.

Nach 1830 kamen andere Designs in Mode. Die Schlossräume von Corvey sind in Europa eine der seltenen Möglichkeiten, diese außergewöhnlichen Luxustapeten noch im Originalzustand bewundern zu können. Die authentische Raumwirkung der blau-weißen Tapete, welche die Draperie eines gestreiften Seidenstoffes imitiert und mit Bordüren antiker Motive abschließt, ist beeindruckend. Diese Tapete gilt als eine der schönsten ihrer Epoche. Sie sollte auch im Kontext der Damenmode jener Zeit beachtet werden.


ORT

Die Ausstellung, die am Mittwoch, den 2. November, um 16.00 Uhr eröffnet wird, ist bis zum 2. Dezember während der Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek (Montag bis Freitag von 7.30 bis 24.00 Uhr, Samstag von 9.00 bis 18.00 Uhr und Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr) zu sehen.

Universitaetsbibliothek Paderborn
Warburger Strasse 100
33098 Paderborn
URL: www.ub.uni-paderborn.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Oct 24 13:44:49 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 24 Oct 2005 13:44:49 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Hagen - Neue Dauerausstellung im Historischen
Centrum Hagen
Message-ID: s35ce55f.087@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Historisches Centrum Hagen"
Datum: 21.10.2005, 19:00


AUSSTELLUNG

Hagen - eine Stadt mit Geschichte.
Neue Dauerausstellung im Historischen Centrum Hagen

Hagen - eine Stadt mit Geschichte. Unter diesem Motto steht die neue
Dauerausstellung im Historischen Centrum Hagen. Auf 350 Quadratmetern
wird die Hagener Vergangenheit interessant aufbereitet und eindrucksvoll
präsentiert.

Faustkeil, Kettenhemd, Dröppelminna, Dampfmaschine, Pickelhaube,
Fliegerbombe und Petticoatkleid aus den 50er Jahren sind nur einige
Beispiele aus dem reichen Fundus an Ausstellungsstücken. Die Entwicklung
des Ortes vom kleinen Flecken zur modernen Großstadt wird dokumentiert
durch zahlreiche Gemälde, Stiche und Fotografien. Eingebettet sind alle
Exponate in eine moderne Konzeption und ansprechende
Ausstellungsarchitektur.

Abgeholt werden die Besucherinnen und Besucher in der Gegenwart. Beim
Betreten der Ausstellung wird die Stadt in aufwändigen Video-Animationen
mit zeitgenössischem und historischem Filmmaterial präsentiert. Eine
Zeitmaschine, mit der die Besucherinnen und Besucher eine Reise in
Hagens Vergangenheit unternehmen können, findet sich gleich nebenan. Mit
dieser einzigartigen Aparatur kann man einen Videofilm so steuern, dass
die Hagener Vergangenheit förmlich an einem vorüber fliegt.
In sieben Bereichen geht es dann weiter durch die Ausstellung, von
versteinerten Vorzeitfunden bis zum Strukturwandel der 60er Jahre des
letzten Jahrhunderts.

Zwar geht es in der Ausstellung in erster Linie um die Stadtgeschichte,
doch auch der Zeit vor der Stadtgründung wird breiter Raum zugemessen.
Keimzelle des Kirchspiels und des Gerichts, das im 12. Jahrhundert aus
dem Dunkel der mittelalterlichen Grundherrschaft auftauchte, war die
Johanniskirche. Bereits vom 9. bis zum 12. Jahrhundert existierte in
Hagen-Delstern eine kleine Handwerkersiedlung. Grabungsfunde aus dieser
Zeit, wie z. B. Messerklingen und Reste von Gefäßen, werden in der
Ausstellung gezeigt.

Nachdem Hagen 1717 zum "akzisebaren Flecken" geworden war, wurden
schließlich am 3. September 1746 durch König Friedrich II. von Preußen
die Stadtrechte verliehen. Schmuckstück dieser Abteilung ist kostbares
Porzellan aus der Sammlung Laufenberg-Wittmann, darunter das
weltbekannte Service mit dem "Kostümierten Federvieh".

Eine wichtige Rolle in der Ausstellung nimmt der "Aufbruch in die
Moderne" um 1800 ein. Geprägt von den Umwälzungen der Französischen
Revolution und der Aufklärung entfaltete sich im Raum Hagen ein reiches
kulturelles Leben. Wirtschaft und Gesellschaft waren einem Wandel
unterzogen. Anhand von ausgewählten Exponaten werden verschiedene
Aspekte beleuchtet. Johann Friedrich Möller, dem bekannten Pfarrer von
Elsey, ist eine eigene Vitrine gewidmet.

Im 19. Jahrhundert begann der Aufstieg Hagens zur führenden Stadt des
märkischen Sauerlandes und südlich der Ruhr. Zwischen 1830 und 1867
wuchs die Bevölkerung der Stadt um über 500 Prozent. In der Ausstellung
ist die Entstehung und Ausprägung der Industrialisierung im Raum Hagen
nachvollziehbar. In einem groß angelegten Panorama wird durch
interessante Ausstellungsstücke an die Wurzeln der Industrialisierung
erinnert. Eine Dampfmaschine steht hier für die Modernisierung des
Produktionsprozesses. Auf eine Zeitreise vom Stadtkreis zur Großstadt
begeben sich die Ausstellungsbesucherinnen und -besucher bei der
Betrachtung eines überdimensionalen Fotoalbums.

Nach dem ersten Weltkrieg bedeutete die Geburt der 100.000 Einwohnerin
1928 Hagens Aufstieg zur Großstadt. Eine Medaille wurde diesem
bedeutenden Ereignis gewidmet. Der Hagener Graphiker Carl Grimm
begleitete die Weimarer Zeit bis zum Beginn des Nationalsozialismus.
Eine Auswahl seiner hintergründigen Grafiken bilden in der Ausstellung
ein Kaleidoskop der Jahre 1919 bis 1933.

Im Januar 1933 begann in Hagen die NS-Diktatur. Unmittelbar nach der
"Machtergreifung" wurde Adolf Hitler zum Ehrenbürger ernannt. Der ihm
persönlich überreichte "Ehrenbürgerbrief" steht wie kein anderes Exponat
in der Region und darüber hinaus für den Beginn der
nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Am Ende dieser
Ausstellungseinheit steht ein Luftschutzkeller mit originalen
Einrichtungsgegenständen. Zahlreiche Fotografien zeigen, wie groß das
Ausmaß der Zerstörung am Ende des Zweiten Weltkriegs war.

Nach 1945 erfolgte der Wiederaufbau der Stadt und des gesellschaftlichen
Lebens. Flucht und Vertreibung und die harte Arbeit der *Trümmerfrauen"
in der entbehrungsreichen Zeit der frühen Nachkriegsjahre prägten den
Alltag der Menschen. Hier zeigt die Ausstellung so genannte
Konversionsartikel, also Gegenstände mit militärischem Ursprung, die
umgearbeitet und zivil genutzt wurden, z. B. ein Küchensieb aus einem
Stahlhelm oder eine Milchkanne aus einer Granate. In den 1950er Jahren
waren viele Firmen in Hagen Motoren für das "Wirtschaftswunder". Ein
reich ausgestattetes Schaufenster zeigt 50er Jahre Design. In den 1960er
Jahren zeichnete sich ein Strukturwandel ab. Die "Stahlstadt"
entwickelte sich zum Zentrum für Schule und Weiterbildung. An der
Schwelle zum neuen Jahrtausend markiert das Projekt "Neue Mitte" weitere
Zukunftsperspektiven.

Am Ende der Ausstellung sind in dem kleinen aber feinen Kino historische
Filme über die Stadt zu sehen. Begleitet werden die Besucherinnen und
Besucher auf ihrer Reise durch die Hagener Geschichte durch ein modernes
Mediensystem. In jeder Ausstellungseinheit können damit interessant
aufbereitete Informationen zu den unterschiedlichsten Themen abgerufen
werden. Besonders eingängig sind dabei die kurzen, informativen, dabei
aber anschaulichen und verständlichen Videofilme.

Das Publikum entscheidet selbst, wie weit es sich informieren will und
kann interaktiv Filme und Informationen je nach Wunsch abrufen. Dem
Team des Historischen Centrums Hagen eröffnet das Mediensystem die
Möglichkeit, die Informationen an neue Erkenntnisse anzupassen oder um
weitere spannende Themen zu erweitern.

Die Baumassnahme Stadtmuseum Hagen wurde in einem komplizierten Modell
von Public Private Partnership vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe zu
30 Prozent, die Dauerausstellung zu 50 Prozent aller förderungsfähigen
Realisierungsschritte unterstützt. Ohne diese Förderung, für die die
Stadt Hagen dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe herzlich dankt, wären
Bau und Einrichtung des Stadtmuseums Hagen im Histoischen Centrum Hagen
nicht möglich gewesen. Begleitet wurde die Massnahme von Herrn Dr.
Günter Bernhardt vom Westfälischen Museumsamt Münster, für dessen
beratende Unterstützung die Stadt Hagen sich ebenfalls herzlich bedankt.
Kompetent gestaltet wurde die Dauerausstellung von der Firma bild-werk
Expo & Event GmbH, Dortmund, unter der Leitung von Herrn Michael Wienand.

[...]

Ab 25. 10.05 ist die Ausstellung dann täglich von dienstags bis sonntags
in der Zeit von 11.00 bis 18.00 Uhr zu sehen. Gruppen und Schulklassen
können die Ausstellung nach Voranmeldeung auch zu anderen Zeiten besuchen.


INFO

Historisches Centrum Hagen
Stadtmuseum / Stadtarchiv
Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen
Eilper Strasse 71-75
D-58091 Hagen
+49 (0)2331 207 2740
+49 (0)2331 207 2447
www.historisches-centrum.de
www.museum-werdringen.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Oct 24 13:47:35 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 24 Oct 2005 13:47:35 +0200
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Denkmal_des_Monats=3A_Kl=E4ranla?=
=?iso-8859-1?q?ge_Horn-Bad-Meinberg?=
Message-ID: s35ce619.097@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 24.10.2005, 12:20


AKTUELL

Denkmal des Monats: LWL zeichnet Teil der Kläranlage Horn-Bad-Meinberg aus

Er ist auf den ersten Blick unscheinbar, sein aufgeschichtetes Lavagestein wird nur von einer Abflussrinne aus Beton unterbrochen, die man erst bei genauem Hinschauen unter Moos und Gras entdeckt, mit seinen 1,80 Metern Höhe ist er nicht sonderlich groß und riecht ein wenig streng. Und doch hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) den Tropfkörper der Kläranlage in Horn-Bad Meinberg (Kreis Lippe) zum Denkmal des Monats gekürt. "Denn dieser Tropfkörper ist ein einzigartiger und wichtiger Bauzeuge. Er erzählt einen interessanten Teil der technischen Entwicklungsgeschichte", begründet LWL-Denkmalpfleger Christian Hoebel die Wahl.

In der Kläranlage ist auch noch das Standrohr mit seinen vier Verteilerarmen erhalten, über die das mechanisch vorgereinigte Abwasser auf den Tropfkörper verteilt wurde. Auf seinem Weg durch das aufgeschichtete löchrige Lavagestein kam der Sauerstoff in das Wasser, den die hier lebenden Mirkoorganismen benötigen, um die organischen Bestandteile des Abwassers abzubauen.

Anschließend durchlief das Wasser ein rechteckiges Absetzbecken aus Beton, das es über eine Überlaufkante verließ. Hier setzten sich die schlammartigen Bestandteile des geklärten Abwassers ab. Da saubere Wasser floss dann in einen Bach. Die Anlage ging im März 1958 in Betrieb, nur wenige Jahre später wurde sie - wie zu der Zeit üblich - durch eine so genannte Belebungsanlage ersetzt. Hierbei wird in einem großen Becken das Abwasser mit Sauerstoff versetzt, so dass die Mikroorganismen arbeiten können. Im Februar 2005 hat die Stadt Horn-Bad Meinberg die Anlage unter Denkmalschutz gestellt.

Das Tropfkörpersystem hat der Engländer J. Corbett bereits 1893 entwickelt und damit dafür gesorgt, dass Kläranlagen deutlich weniger Raum benötigen. Denn bis dahin fand die biologische Reinigung auf Rieselfeldern statt. Dabei wurde das mechanisch vorbehandelte Abwasser auf große Flächen verrieselt, damit es Sauerstoff aufnahm und die im Boden vorhandenen Mikroorganismen die organischen Bestandteile abbauen konnten. Mit dem neuen System brauchte beispielsweise das 1,2 Millionen Einwohner zählende Chicago um 1900 statt 480 Hektar Rieselfläche nur noch 32 Hektar für den Bau von Tropfkörperanlagen mit gleicher Leistung.







From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Oct 25 09:16:26 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue, 25 Oct 2005 09:16:26 +0200
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAUS=5D_Zeitzeugen=2C_Erinnerungsst=FCck?=
=?iso-8859-1?q?e_und_Fotos_gesucht_=28Bergbau=29?=
Message-ID: s35df811.018@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressemitteilung Kreis Borken"
Datum: 25.10.2005, 8:13


AUSSTELLUNG

Zeitzeugen, Erinnerungsstücke und Fotos gesucht
Hamaland-Museum des Kreises Borken plant Ausstellung zum Thema Bergbau

Wer heute eine Arbeitsstelle sucht, von dem wird Flexibilität, Teamfähigkeit und Mobilität gefordert. Was da heute propagiert wird, war für die Menschen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges selbstverständlich: Man ging dorthin, wo Arbeit war. So pendelten viele Männer aus dem Westmünsterland zum Arbeiten in die Zechen und die dazugehörigen Werkstätten im Ruhrgebiet. Das Hamaland-Museum des Kreises Borken in Vreden sucht nun für eine Sonderausstellung zum Thema Bergbau im kommenden Jahr Zeitzeugen sowie Erinnerungsstücke und Fotos.

Hauptanliegen des Museums ist die Frage, wie sich das Leben in der Heimat durch die lange Abwesenheit veränderte. Was wurde aus Freundschaften und alten Bindungen wie Nachbarschaft und Stammtisch? Was konnte man sich von dem relativ hohen Arbeitslohn alles leisten und wie reagierte das Umfeld auf diese Entwicklung, zum Beispiel auf die Anschaffung eines Fernsehgerätes oder gar eines Autos? Was übernahm man von den neuen Kollegen, die aus halb Europa ins Revier strömten? Gab es auch private Kontakte zu den Arbeitskräften, die aus Süd- und Osteuropa stammten? Hatte das Arbeitsumfeld Einfluss auf politisches oder gewerkschaftliches Engagement?

Die Antworten auf diese Fragen sowie Erzählungen aus dem Arbeitsalltag werden in die Ausstellung einfließen. Die geplante Präsentation soll dabei laut Dr. Annette Menke, Leiterin des Hamaland-Museums, eine andere Konzeption verfolgen als die des Deutschen Bergbaumuseums in Bochum: "Ziel des Projektes ist es", so Dr. Menke, "nicht nur die Arbeit unter Tage zu zeigen, sondern die sozialen Zusammenhänge darzustellen und aus dem Alltagsleben der Arbeiter zu berichten, die aus dem ländlichen Umfeld in diese für sie völlig fremde Arbeitskultur kamen." Von Interesse seien dazu auch Berichte von Vorgesetzten, die über den Aspekt der Integration der Pendler in die Gesamtbelegschaft erzählen könnten.

Wer bereit ist, etwas über diese und andere Themen zu erzählen und vielleicht noch Erinnerungsstücke und Fotos aus dieser Zeit besitzt, wird gebeten, sich mit Dr. Annette Menke im Hamaland-Museum Vreden, Kreismuseum Borken, in Verbindung zu setzen. Sie ist telefonisch unter der Nummer 02564 / 391 80, per Fax unter der Nummer 02564 / 39 18 29 sowie per E-Mail an hamaland-museum at t-online.de zu erreichen.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Oct 25 10:52:49 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 25 Oct 2005 10:52:49 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Heimatfilm-Nacht im Westfaelischen Industriemuseum,
Dortmund, 28.10.2005
Message-ID: s35e0e9b.042@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "gk-mail (Abeck)",
Datum: 25.10.2005, 09:12
Übernahme aus der Mailing-Liste "geschichtskultur-ruhr"


AKTUELL

Mit den "Mädels vom Immenhof" zurück in die 50er Jahre
Industriemuseum gräbt alte Schinken für Heimatfilm-Nacht aus

Fast jeder kennt sie: die fröhlichen Schwestern Dick und Dalli, die auf dem
Ponyhof der Großmutter mit vielen quirligen Vierbeinern allerhand Abenteuer
erleben. In den 1950er Jahren fesselte die insgesamt fünfteilige Filmreihe
"Die Mädels vom Immenhof" die - zumeist weiblichen - Zuschauer. Das
Westfälische Industriemuseum zeigt den ersten Film von 1955 am Freitag, 28.
Oktober, bei der Heimatfilm-Nacht auf der Zeche Zollern II/IV in Dortmund.
Außerdem flimmert "Grün ist die Heide" (1951), der erfolgreichste deutsche
Film der 1950er Jahre und Prototyp des deutschen Heimatfilmes, über die
Leinwand.

Auch diese Heimatfilm-Nacht ist Teil des Beiprogramms der Sonderausstellung
"Aufbau West. Neubeginn zwischen Vertreibung und Wirtschaftswunder", die
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) derzeit in seinem Dortmunder
Industriemuseum zeigt.

So ist es auch kein Zufall, dass beide Filme den Neubeginn und die
Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen thematisieren: Dick und Dalli
(gespielt von Heidi Brühl und Angelika Meissner-Voelker) sind nach der
Flucht auf dem Hof ihrer Großmutter in Schleswig-Holstein untergekommen und
bauen sich und ihrer Familie dort eine neue Zukunft auf.
"Grün ist die Heide" mit Sonja Ziemann und Rudolf Prack in den Hauptrollen
spielt im Flüchtlingsaufnahmeland Niedersachsen und geht dabei u.a. auf die
Schwierigkeiten ein, mit denen Flüchtlinge und Vertriebene im Westen zu
kämpfen hatten. In dem für das Genre typischen "Happy End" wachsen
Einheimische und Zuwanderer am Schluss zusammen.


INFO

Freitag, 28. Oktober 2005

Beginn der Heimatfilm-Nacht ist um 19 Uhr im:
Westfälischen Industriemuseum
Zeche Zollern II/IV
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Der Eintritt ist frei.
Weitere Infos unter: www.ausstellung-aufbau-west.de.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Oct 25 11:00:05 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue, 25 Oct 2005 11:00:05 +0200
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_LWL-Kulturdezernent_begrue=DFt_M?=
=?iso-8859-1?q?useumsdirektor_Dirk_Zache_in_Dortmund?=
Message-ID: s35e1049.082@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff",
Datum: 04.10.2005, 12:29


AKTUELL

LWL-Kulturdezernent begrüßt Museumsdirektor Dirk Zache in Dortmund

Geografisch wechselt er von der Ostsee zum Emscherstrand, kulinarisch
vom Fischbrötchen zur Currywurst, beruflich bleibt der Museumsmann
seinem Metier treu: Dirk Zache, langjähriger Leiter des Museums Peenemünde,
trat am 4.10. seine neue Stelle als Direktor des Westfälischen Industriemuseums
an. Prof. Dr. Karl Teppe, Kulturdezernent des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL), begrüßte den neuen Chef des Landesmuseums für
Industriekultur an seinem ersten Arbeitstag in Dortmund.

Der 42-Jährige übernimmt auf der Zeche Zollern II/IV den Posten von
Gründungsdirektor Helmut Bönnighausen, den der LWL im März in den Ruhestand
verabschiedet hatte. Zache ist damit Chef von rund 170 Mitarbeitern an insgesamt
acht Museumstandorten: neben der Dortmunder Zentrale sind das die Zeche
Hannover in Bochum, die Zeche Nachtigall in Witten, die Henrichshütte Hattingen,
das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop , das Textilmuseum Bocholt,
die Ziegelei Lage und die Glashütte Gernheim in Petershagen.

Dirk Zache wurde in Ulm geboren. Seine deutsche Mutter und sein litauischer Vater,
beide Philosophiestudenten in Jena, hatten 1953 die DDR verlassen. Nach dem
Abitur und einer Maurerlehre studierte er in Bamberg Kunstgeschichte, Denkmalpflege,
Kunstpädagogik und -didaktik. Neben dem Studium arbeitete Zache in den Bamberger
Museen und als Bildhauer mit eigenem Atelier sowie einer Galerie für junge Kunst.

1996 wurde der damals 32-Jährige Direktor des Historisch-Technischen
Informationszentrums (HTI) Peenemünde auf der Ostsee-Insel Usedom. Die unter
seiner Leitung durchgeführte sensible Sanierung des Kraftwerks auf dem Areal
der ehemaligen NS-Waffenschmiede gilt in der Industriedenkmalpflege als vorbildlich.
Das Museum mit inzwischen rund 300.000 Besucher jährlich ist von der Konzeption
her gleichzeitig Lern-, Gedenk- und Veranstaltungsort.

Dirk Zache ist verheiratet und hat eine Tochter. Die Direktorenstelle in Dortmund ist
zunächst auf sechs Jahre befristet.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Oct 27 16:02:21 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 27 Oct 2005 16:02:21 +0200
Subject: [WestG] [KONF] Workshop "Sinti und Roma im Rhein- / Ruhrgebiet",
Dortmund, 25.11.2005
Message-ID: s360fa16.006@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "gk-mail (Abeck)",
Datum: 26.10.2005, 22:52
Übernahme aus der Mailingliste "Geschichtskultur-ruhr"


WORKSHOP

Workshop "Sinti und Roma im Rhein- / Ruhrgebiet"

Das Forum Geschichtskultur veranstaltet mit Unterstützung des Stadtarchivs
Dortmund am Freitag, dem 25. November, einen Workshop zum Thema "Sinti und
Roma im Rhein-/Ruhrgebiet", mit dem zeitlichen Fokus auf die Zeit des
Nationalsozialismus.

Da lediglich für die Städte Duisburg und Köln größere Quellenbestände
überliefert sind, anhand derer sich die Diskriminierung, Verfolgung und
Vernichtung der Sinti und Roma in der Region genau untersuchen lassen, ist
dieser Themenbereich noch nicht hinreichend erforscht. In den meisten
Städten und Kreisen sind die relevanten Unterlagen entweder im Krieg
verloren gegangen oder in der Nachkriegszeit vorsätzlich makuliert worden.
Ein zweiter Grund für den lückenhaften Forschungsstand beruht sicherlich
auf der Tatsache, dass Sinti und Roma eine "vergessene" Opfergruppe bilden,
die bis heute von massiven Vorurteilen und Ausgrenzungen betroffen ist.

Gedacht ist die Veranstaltung als Austausch derer, die zu diesem
Themenkomplex gearbeitet haben bzw. dies noch tun. Erzielt werden soll ein
Eindruck - die Bezeichnung Überblick wäre unangemessen - des regionalen
Forschungsstandes. Es geht also weniger um die Information interessierter
Fachfremder - auch wenn diese zur Teilnahme herzlich eingeladen sind - als
vielmehr um die Darstellung des jeweiligen Quellenbestandes, der
eventuellen lokalen Besonderheiten und um eine Kurzdarstellung bereits
abgeschlossener Arbeiten.


ABLAUF

14 Uhr
Begrüßung und Vorstellungsrunde

I. Die Rolle der Kriminalpolizei
14.15 Uhr
Dr. Karola Fings: Die Zigeunerpersonalakten der Kripo Köln
14.45 Uhr
Marc Schwarz M.A.: Die Duisburger Kriminalpolizei und die "Bekämpfung der
Zigeunerplage" 1939-1944

Pause

II. Lokale Forschungen zu Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma
16.00
PD Dr. Stefan Goch: Gelsenkirchen
16.30 Uhr
Mechthild Brand: Hamm
17.00 Uhr
Dr. Martina Kliner-Fruck: Witten
17.30 Uhr
Lutz Berger und Klaus Kunold: Bochum und Wattenscheid

III. Bilanz und offene Fragen
18.00 Uhr
PD Dr. Michael Zimmermann: NS-Zigeunerpolitik und das Ruhrgebiet

Die Moderation liegt bei Susanne Abeck.


INFO

Freitag, 25. November 2005
14-19 Uhr

Veranstaltungsort ist die Steinwache Dortmund
Steinstr. 50
Dortmund.
Eine Anmeldung hat bitte bis zum 21. November zu erfolgen bei Susanne
Abeck, Tel. 0231/931122-90, forum at geschichtskultur-ruhr.de.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Oct 27 16:17:57 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 27 Oct 2005 16:17:57 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Vortragsreihe an der Uni Dortmund: Umgang
mit Menschenrechtsverbrechen in globaler Perspektive
Message-ID: s360fdcd.066@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christian Kleinschmidt",
Datum: 26.10.2005, 19:26


AKTUELL

Über Verbrechen reden?! Umgang mit Menschenrechtsverbrechen in globaler Perspektive
Vortragsreihe an der Universität Dortmund im WS 2005/2006
Fakultät Kulturwissenschaften
Historisches Institut/Neuere und Neueste Geschichte und Didaktik der Geschichte
PD Dr. Christian Kleinschmidt/Meik Zülsdorf-Kersting

Seit dem Stockholmer "International Forum on the Holocaust" im Jahre 2000 gilt
die Auseinandersetzung mit dem Holocaust als konstitutiv für die Europäische
Union. In zahlreichen Mitgliedsländern sind seitdem Holocaustgedenktage eingeführt
und bildungspolitische Bemühungen unternommen worden, um eine intensive
Beschäftigung mit dem Holocaust auf Dauer zu stellen. Die deutsche Erinnerungspolitik
der Nachkriegszeit spielt hier eine wichtige Rolle, ohne einem "Sondersündenstolz"
(Hermann Lübbe) das Wort zu reden. Manche Forscher sehen in der Holocausterinnerung
gar das Paradigma einer globalisierten Erinnerungskultur (Levy/Sznaider).

Was lässt sich über die Folgen des deutschen Umgangs mit dem Holocaust empirisch
gesichert sagen? Was denken zum Beispiel deutsche Jugendliche über das Thema
"Holocaust"? Wie wird in anderen Ländern mit Menschenrechtsverbrechen umgegangen?
Wie wird beispielsweise in europäischen Familien über Menschenrechtsverbrechen geredet?
Ist die vorbehaltlose Erforschung von Menschenrechstverbrechen zur Voraussetzung
für politische Partizipation geworden? Leben wir in einer Zeit, in der sich historische
Aufklärung über meist nationalistisch bedingte Geschichtsbilder und -mythen hinwegsetzt?

In Russland zeichnet sich eine Ausdifferenzierung der Interpretation des "Großen
vaterländischen Krieges" ab, der zur Zeit der Sowjetunion eine wesentliche ideologische
Legitimation des Regimes lieferte. Im heutigen Russland gibt es parallel verlaufende,
unterschiedliche Darstellungen von Seiten des Staates, in den Medien, von Intellektuellen
und Veteranenverbänden. In Ostasien ist nach einer Phase der vorsichtigen Annäherung
ein massiver Streit zwischen Japan, China und Korea über Entschädigungsfragen, über
die symbolische Politik des japanischen Ministerpräsidenten und dessen umstrittenen
Besuche des shintoistischen Yasukuni-Schreins sowie über die Darstellung japanischer
Kriegsgräuel in China und Korea in japanischen Schulbüchern entbrannt.

Schulbuchdarstellungen und Handreichungen für Lehrer an deutschen Schulen haben
jüngst auch wieder die Aufmerksamkeit auf die Völkermorde an den Hereros und den
Armeniern gelenkt, wobei es in letzterem Fall zu erheblichen diplomatischen Irritationen
im deutsch-türkischen Verhältnis kam. Dabei geht es in diesen Diskussionen kaum mehr
um die Vergangenheit selbst, sondern vornehmlich um aktuelle Probleme: um finanzielle
und symbolische Entschädigungsleistungen, um politische und wirtschaftliche Interessen
und Machtbeziehungen oder um Generationen- und Migrationskonflikte. Dementsprechend
soll in der Vortragsreihe, ausgehend von den historischen Zusammenhängen, vor allem auch
die aktuelle Rezeption der Konflikte thematisiert werden.


Di., 8.11.2005, 14.15-15.45 Uhr, Raum: 4.512
Prof. Dr. Hisashi Yano, Keio-Universität Tokio
Die Zwangsarbeiterdiskussion in Japan

Di., 29.11.2005, 14.15-15.45 Uhr, Raum: 4.512
PD Dr. Beate Fieseler, Ruhr-Universität Bochum
Der "große vaterländische Krieg", die Sowjetunion und Russland heute

Di., 6.12.2005, 10.15-11.45, Raum 4.512
Meik Zülsdorf-Kersting, Historisches Institut, Universität Dortmund
Die Täter im Gedächtnis - Jugendliche der vierten Generation und der Holocaust

Di., 13.12.2005, 14.15-15.45 Uhr, Raum: 4.512
Medardus Brehl, Institut für Diaspora- und Genozidforschung an der
Ruhr-Universität Bochum
Geschichte im Kolonialstil.
Zur Wirksamkeit kolonialdiskursiver Muster in Deutungen des Kolonialkriegs der Jahre
1904-1907 und des Völkermords an den Herero

Do., 12.1.2006, 16.15-17.45 Uhr, Raum: 1.112
Prof. Dr. Mihran Dabag, Institut für Diaspora- und Genozidforschung an der
Ruhr-Universität Bochum
Der Völkermord an den Armeniern -
Bestrittene Erfahrung und die Re-Konstruktion armenischer Identität

Di., 31.1.2006, 12.15-13.45, Raum: 4.512
Dr. Sabine Moller, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Menschenrechtsverbrechen und europäisches Generationengedächtnis





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Oct 27 16:34:40 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 27 Oct 2005 16:34:40 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Lesereihe zur Sonderausstellung "Aufbau West"
auf Zollern, Dortmund
Message-ID: s36101af.048@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff",
Datum: 27.10.2005, 10:44


AKTUELL

Tanja Dückers, Reinhard Jirgl, Petra Reski und Herbert Somplatzki:
Lesereihe zur Sonderausstellung "Aufbau West" auf Zollern

Flucht, Vertreibung und Heimatverlust sind Themen zahlreicher Romane,
die in den Jahrzehnten nach 1945 meist von Angehörigen der
Erlebnisgeneration verfasst wurden. Seit einigen Jahren melden sich
verstärkt auch Angehörige der nächsten Generationen zu Wort. Mit
Tanja Dückers, Reinhard Jirgl, Petra Reski und Herbert Somplatzki sind
im November vier renommierte Autorinnen und Autoren zu Gast im
Westfälischen Industriemuseum Zeche Zollern II/IV. Gemeinsames
Thema ihrer Werke: Das Aufwachsen im Westen und das Verhältnis
zur verlorenen Heimat der Eltern in Schlesien, Ostpreußen und Böhmen.

Die Lesereihe ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung "Aufbau
West. Neubeginn zwischen Vertreibung und Wirtschaftswunder", die der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) noch bis März in seinem
Dortmunder Museum zeigt.

Die Termine (Beginn jeweils 18 Uhr):

Mi, 02.11.: Tanja Dückers ("Himmelskörper")
Mi, 09.11.: Reinhard Jirgl ("Die Unvollendeten")
Mi, 16.11.: Petra Reski ("Meine Mutter und ich" und "Ein Land so weit")
Mi, 23.11.: Herbert Somplatzki ("Masurische Gnadenhochzeit" und
"Bis wir im Frieden sind")


Tanja Dückers: "Himmelskörper"

Wer ein Kind erwartet, will wissen, in welchem Nest dieses Kind landen
wird - so geht es zumindest der Meteorologin und Wolkenforscherin
Freia, Protagonistin im Roman "Himmelskörper" von Tanja Dückers. Dies
umso mehr, da die eigene Familie ein Geheimnis mit sich herumträgt, das
die Beteiligten jahrzehntelang bedrückt. Was genau geschah im Januar
1945? Wieso hat ein Parteiabzeichen die Großeltern davor bewahrt, mit
der "Wilhelm Gustloff" unterzugehen? Freias Mutter weiß es, kann sich
aber niemandem anvertrauen und zerbricht an der Last des
Familiengeheimnisses. Drei Generationen von Frauen stehen im Mittelpunkt
des Romans, dessen Geschichte in Danzig anfängt und in Gdyna einen
zumindest teilweisen Abschluss findet.

Tanja Dückers wurde 1968 in Berlin geboren und studierte Germanistik und
Nordamerikanistik. Für ihre Arbeiten erhielt sie mehrere Stipendien und Preise.


Reinhard Jirgl: "Die Unvollendeten"

"Noch nie ist die Nachkriegszeit so überzeugend geschildert worden wie in
diesem Roman", urteilte Iris Radisch 2003 in Die Zeit über Reinhard Jirgls Roman
"Die Unvollendeten". Jirgl erzählt hier unter anderem die Geschichte von vier
Frauen aus drei Generationen, die nach Kriegsende aus dem Sudetenland in
die sowjetisch besetzte Zone, die spätere DDR vertrieben werden. Obwohl
die Protagonistinnen ihren Heimatverlust nie wirklich überwinden, sei der Roman
"frei von Sentimentalität", er sei "eine von genauer Beobachtungsgabe und
erzählerischer Gewandtheit" getragene Nachkriegsgeschichte", so Kritiker in
Der Spiegel und Neue Züricher Zeitung. Der Roman spielt in der DDR spielt und
macht trotz aller systembedingten Unterschiede in Punkto Flüchtlingsintegration
auch viele Gemeinsamkeiten mit der Nachkriegsgeschichte im Westen deutlich.

Reinhard Jirgl wurde 1953 in Ostberlin geboren. Nach einer Ausbildung zum
Elektromechaniker studierte er an der Berliner Humboldt-Universität Elektrotechnik,
bevor er sich in den 1970er Jahren dem Schreiben zuwandte. Heute lebt er als
freier Schriftsteller in Berlin. Für seine Arbeiten hat er zahlreiche Preise gewonnen.


Petra Reski: "Meine Mutter und ich", "Ein Land so weit"

"Ein hinreißendes Buch" nannte die Zeitschrift Amica Petra Reskis Roman
"Meine Mutter und ich", eine liebevolle Hommage nicht nur an die Mutter,
sondern auch an das Ruhrgebiet, in dem die Autorin in einer Bergarbeitersiedlung
aufwuchs. Ihre Familie kam nach dem Krieg aus Schlesien und Ostpreußen ins
Revier und immer, wenn es auf Familienfeiern spanned wurde, fingen die
Erwachsenen an zu weinen und behaupteten, es sei nur wegen des Alkohols
gewesen. Als Kind fand sie es schrecklich, wenn dann auch noch das
Ostpreußenlied angestimmt wurde, aber nach dem Tod der Großeltern führt eine
Recherche-Reise die Autorin ins Heimatdorf ihrer Vorfahren, wo sich die Erzählungen
der Dorfbewohner mit der eigenen Familiengeschichte zu verbinden beginnen.
Von dieser Reise erzählt "Ein Land so weit".

Petra Reski wurde 1958 geboren und wuchs in Kamen auf. Nach dem Abitur besuchte
sie die Henri-Nannen-Schule in Hamburg und arbeitete anschließend als Redakteurin
für die Zeitschriften Stern und Cosmopolitan. Seit 1991 ist sie freie Autorin und lebt
heute in Venedig.


Herbert Somplatzki: "Masurische Gnadenhochzeit", "Bis wir im Frieden sind"

Der einzige Schriftsteller mit Knappenbrief - so bezeichnet sich Herbert Somplatzki
selbst gelegentlich. Er stammt aus einer masurischen Familie, deren Männer seit
Generationen im Winter ins Ruhrgebiet zogen, um im Bergbau zu arbeiten und im
Sommer wieder zurück nach Ostpreußen gingen, um ihre Höfe zu bewirtschaften.
Nach 1945 gab es dieses Zurück nicht mehr. Herbert Somplatzki, 1934 in Masuren
geboren, absolvierte nach dem Krieg eine Berglehre, arbeitete 11 Jahre im Bergbau,
wurde später Lehrer und lebt heute als freier Schriftsteller im Sauerland. Seit vielen
Jahren engagiert er sich in deutsch-polnischen Kulturprojekten, etwa "Spotkania"
Ende der 1990er in Essen, "Polen erlesen" 2000 oder, in den letzten Jahren, im
"Poetischen Herbst", einer Literaturbegegnung zwischen Schriftstellern aus dem
Sauerland einerseit, Ermland und Masuren andererseits.

"Bis wir im Frieden sind" erzählt die Geschichte eines durch Flucht und Vertreibung
geprägten kleinen Jungen aus Masuren, der mit seiner Familie Unterschlupf bei
Verwandten im Ruhrgebiet findet. "Masurische Gnadenhochzeit" lässt am Beispiel der
Familiengeschichte und ausgehend vom 70. Hochzeitstag der Eltern, der sog.
Gnadenhochzeit, vor allem die vor dem Krieg liegenden Begegnungen zwischen Ost
und West wieder aufleben sowie eine Kultur, die mit dem Tod der Eltern ein Ende
finden wird.


INFO

Westfälisches Industriemuseum
Zeche Zollern II/IV
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Telefon: 0231 6961-111
Telefax: 0231 6961-114
E-Mail: Zeche-Zollern at lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Oct 27 16:43:15 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 27 Oct 2005 16:43:15 +0200
Subject: [WestG] [KONF] 60 Jahre Kriegsende. Westfaelische Beitraege
und Perspektiven, Paderborn, 05.11.2005
Message-ID: s36103c3.073@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Gunnar Grüttner",
Datum: 26.10.2005, 10:20


TAGUNG

Tagung: Fragen der Regionalgeschichte: 60 Jahre
Kriegsende. Westfälische Beiträge und Perspektiven.

Die Regionalgeschichtstagung des Historischen
Institutes findet unter Federführung von Prof. Dr.
Frank Göttmann jährlich an der Universität Paderborn
am ersten Samstag im November statt. Sie richtet sich
insbesondere an die Vertreter regionaler historischer
Institutionen wie Archive, Bibliotheken und Museen
sowie an Ortsheimatpfleger, Denkmalpfleger,
Geschichtsvereine und Laienhistoriker als die
wichtigsten Träger der regional- und
heimatgeschichtlichen Forschungen, Veranstaltungen,
Publikationsreihen und Traditionspflege.

wann: Samstag, den 5. November 2005, von 9.00 Uhr bis
16.00 Uhr
wo: Auditorium maximum der Universität Paderborn

Geplantes Programm:

9.00 Uhr - 12.30 Uhr

- Priv.-Doz. Dr. Barbara Stambolis, Universität
Paderborn / Universität Siegen
Einführung in das Thema

- Dr. Joseph Mertens / Dr. Rolf Mertens, Paderborn
Spaziergang durch das zerstörte Paderborn
(Amateurfilm)

- Dr. Markus Köster, Westfälisches Landesmedienzentrum
Münster
Zwischen Krieg und Frieden. Westfalen 1945 im Blick
der Fotografie

- Dieter Pfau M.A., Universität Siegen
Kriegsende 1945 in Siegen - Bilanz eines
Ausstellungsprojektes

- Priv.-Doz. Dr. Barbara Stambolis, Universität
Paderborn / Universität Siegen
Kriegskinderfotos aus Westfalen

MITTAGSPAUSE

13.30 Uhr - 16.00 Uhr
- Dr. Claudia Becker, Stadtarchiv Lippstadt
Zwangsarbeiterinnen in Lippstadt. Eine schwierige
Spurensuche

- Dr. Antje Telgenbüscher, Paderborn
Trümmerfrauen in Paderborn

- Gunnar Grüttner M.A., Universität Paderborn
Das St. Hedwigswerk. Die Integration von katholischen
Vertriebenen im Erzbistum Paderborn


INFO:

Bitte Rückmeldung per Tel.: 05251 / 60-2446 (Frau
Gerke), Fax: 05251 / 60-3709 oder Email:
goettmann at upb.de

URL:
http://www-fakkw.upb.de/institute/geschichte/






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Oct 27 16:52:55 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 27 Oct 2005 16:52:55 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Luedenscheider Gespraeche: Italienische Einwanderer
in Deutschland, Luedenscheid, 02.11.2005
Message-ID: s36105fb.001@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "igb",
Datum: 26.10.2005, 10:28


AKTUELL

"Lüdenscheider Gespräche"
50 Jahre Anwerbevertrag - Italienische Einwanderer in Deutschland seit 1955
Vortrag und Diskussion mit Yvonne Rieker

Vor 50 Jahren unterzeichneten die deutsche und die italienische Regierung
eine Vereinbarung über die Anwerbung und Vermittlung von italienischen
Arbeitskräften. Zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges begann
die Bundesregierung damit eine aktive Anwerbepolitik, um ausländische
Arbeitnehmer nach Deutschland zu holen. Die Italiener waren die erste und
bis 1970 auch die größte Migrantengruppe. Sie prägten über Jahrzehnte das
Bild vom "Gastarbeiter".

Yvonne Rieker, promovierte Historikerin aus Essen, hat jüngst ein Buch zu
diesem Thema veröffentlicht: "'Ein Stück Heimat findet man ja immer.' Die
italienische Einwanderung in die Bundesrepublik" (Klartext Verlag, Essen 2003).
Am kommenden Mittwoch, den 2. November, ist sie Gast der "Lüdenscheider
Gespräche" im Institut für Geschichte und Biographie. Ihr Vortrag handelt von
der Geschichte und den Lebensgeschichten italienischer Einwanderer in den
letzten 50 Jahren, von ihrer Bedeutung für die Gesellschaft der Bundesrepublik,
von dem Italienerbild der Deutschen und dem Deutschenbild der italienischen
Einwanderer, von ihren Lebensbedingungen und von dem politisch-gesellschaftlichen
Kontext seit den 50er Jahren.


INFO

Zeit:
Mittwoch, den 2. November 2005
17.00 Uhr

Ort:
Institut für Geschichte und Biographie
Liebigstr. 11
58511 Lüdenscheid






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Oct 27 17:04:36 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 27 Oct 2005 17:04:36 +0200
Subject: [WestG] [TOC-E] Rosenland, Ausgabe 2/2005
Message-ID: s36108ab.027@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Hartmann, Jürgen",
Datum: 26.10.2005, 19:10


SERVICE: ONLINE-TOC

Rosenland
2/2005


e-paper-Projekt "Rosenland" auf Erfolgskurs.
Zweite Ausgabe der neuen Zeitschrift für lippische Geschichte soeben
erschienen.

"Wir sind von der Resonanz auf die erste Ausgabe überwältigt", freuen sich
Dr. Andreas Ruppert und Jürgen Hartmann, die Herausgeber der kostenlos im
Internet erhältlichen Zeitschrift für lippische Geschichte mit dem Titel
"Rosenland". Im Juni des Jahres war die Nummer 1 ins Netz gestellt worden.
Bis Mitte Oktober hatten bereits mehr als 1.100 Interessierte das 32-seitige
Blatt mit regionalgeschichtlichen Beiträgen herunter geladen.

"Die Reaktionen der Leser - darunter sogar welche aus Großbritannien,
Belgien und den Niederlanden - waren ausnahmslos positiv", berichten die
beiden Historiker. Von vielen Wissenschaftlern werde das bundesweit relativ
einmalige Projekt mit großem Interesse verfolgt. "Wir entwickeln des Konzept
natürlich weiter", so Ruppert und Hartmann. "Für die nächsten Ausgaben sind
beispielsweise auch Interviews und Streitgespräche zu
regionalgeschichtlichen Themen vorgesehen. Die Forschung in Lippe kann davon
nur profitieren."

Themen der zweiten Ausgabe, diesmal mit 46 Seiten, sind:
Andreas Ruppert: Kriegerdenkmäler in Detmold (S. 2-18)
Götz J. Pfeiffer: Orpheus in der Unterwelt bei Karl Junker (1850-1912). Der
Künstler und seine Werke zwischen Fatum und Fama (S. 19-37)
Jürgen Hartmann: Die Erinnerung an Felix Fechenbach in deutschen
Exilzeitungen 1933-1945 (S: 38-45).

Wie Ausgabe 1 ist sie im Internet unter www.rosenland-lippe.de
zum Download verfügbar.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Oct 27 17:15:15 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 27 Oct 2005 17:15:15 +0200
Subject: [WestG] [AUS] "Aufbau West" im LWL-Industriemuseum Zeche
Zollern II/IV, Dortmund, 18.09.2005-26.03.2006
Message-ID: s3610b3c.035@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Evelyn Zerbe",
Datum: 13.09.2005, 14:27


AUSSTELLUNG

"Aufbau West" im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern II/IV
Ausstellung markiert Weg von der Vertreibung zum Wirtschaftswunder

Über zehn Millionen Flüchtlinge und Vertriebene kamen nach 1945 in die
westlichen Besatzungszonen. Von vielen Einheimischen zunächst als Last
empfunden, trieben sie bald den wirtschaftlichen Wiederaufbau mit voran.
"Die Menschen aus dem Osten haben maßgeblich zum hiesigen
Wirtschaftswunder beigetragen", erklärte Prof. Karl Teppe, Kulturdezernent
des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), am 13.09.2005 bei der
Vorstellung der Ausstellung "Aufbau West" im Westfälischen Industriemuseum
Zeche Zollern II/IV. Die Schau in Dortmund vom 18.09.2005 bis 26.03.2006
zeigt, wie die Menschen aus Ost und West den schwierigen Neuanfang
bewältigten, die Produktion in Fabriken und Bergwerken wieder in Gang setzen
und in Betrieben und Siedlungen zueinander fanden.

Schwerpunkt der Ausstellung ist die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen,
wo Ende der 1950er Jahre fast jeder fünfte Einwohner aus dem Osten kam.
"Der Beitrag von Flüchtlingen und Vertriebenen am Wiederaufbau ist bislang
kaum beachtet worden. Die Ausstellung schließt damit eine wichtige Lücke in
der Aufarbeitung der Geschichte unseres Landes", so Teppe. Darüber hinaus
gebe "Aufbau West" Denkanstöße für die heutige Debatte um Migration und
Integration.

300 Objekte sowie zahlreiche historische Fotos, Film- und Tondokumente
begleiten die Besucher auf der Zeitreise von 1945 bis in die 1960er Jahre. Das
Spektrum reicht vom Streichholzbriefchen bis zum Drahtwebstuhl, vom
Glasknopf bis zum Altarbild, vom historischen Radiobeitrag bis zum Straßenschild.
Unter den Exponaten sind auch viele persönliche Erinnerungsstücke, denn die
Ausstellung lenkt den Blick immer wieder auf einzelne Schicksale. In biografischen
Stationen wurden insgesamt 40 Lebensgeschichten wurden in Szene gesetzt.
"Wir haben zahlreiche Flüchtlinge und Vertriebene zu ihren Erfahrungen befragt,
zur Flucht, zur Ankunft im Westen, den Jahren des Wiederaufbaus, ihrem
Arbeitsleben und dem heutigen Verhältnis zur alten Heimat", so Projektleiterin
Dr. Dagmar Kift vom Westfälischen Industriemuseum.

Den Rahmen für diese Lebensgeschichten bildet die wirtschaftliche Entwicklung in
sechs Branchen. An den Beispielen Montanindustrie, Bauwirtschaft, Textil- und
Bekleidungsindustrie, Glasherstellung und Maschinenbau macht die Ausstellung
die Ausmaße und Folgen des Ost-West-Transfers deutlich. So wurde etwa ein
Großteil der 800.000 Bergleute, die bis 1954 an Ruhr und Emscher neu eingestellt
wurden, gezielt aus den Flüchtlings-Aufnahmeländern angeworben. Viele warfen
jedoch angesichts der schweren Arbeit schnell wieder das Handtuch. Dagmar Kift:
"Um die Beschäftigten dauerhaft zu halten, modernisierte der Ruhrbergbau in den
1950er Jahren seine betriebliche Sozialpolitik und entwickelte eine neue Kulturpolitik."

Am Beispiel zweier Siedlungsprojekte in Dortmund und Nordwalde (Kreis Steinfurt)
zeigt "Aufbau West" die Integrationspolitik in Nordrhein-Westfalen: In den neuen
Siedlungen wurden Einheimische und Zugewanderte bewusst gemeinsam untergebracht.

Mit Know-how und Fachkräften aus dem ostdeutschen Raum, wo traditionell die
Kristall- und Spezialglasindustrie heimisch war, erhielt die westdeutsche Glasindustrie
nach dem Krieg eine neue Struktur. In Rheinbach bei Bonn fand die nordböhmische
Glasveredelungsindustrie ein neues Zuhause, Jenaer Glas kam jetzt aus Mainz. In der
Textilindustrie erweiterten Flüchtlinge und Vertriebene nach dem Krieg die heimische
Produktpalette, indem sie etwa Gardinen und Damenstrümpfe herstellten - Dinge, die
vorher ausschließlich aus dem Osten kamen. Als neuen Standort für die
Bekleidungsindustrie stellt die Ausstellung die Ruhrgebietsstadt Gelsenkirchen vor. Mit
über 50 Firmen - viele davon angeworben aus Breslau, Stettin und Lodz - und rund
7.000 meist weiblichen Beschäftigten wurde die neue Branche Mitte der 50er Jahre
zum fünften Standbein der Gelsenkirchener Industrie.

Vor dem Zweiten Weltkrieg vor allem in Mitteldeutschland zu Hause, profitierte auch
der Maschinenbau nach 1945 in erheblichem Maße vom "Osttransfer": Zahlreiche
Firmen und Fachkräfte siedelten um und bauten sich dort eine Existenz auf, wo alte
Fabrikhallen standen oder Platz für neue war. Die Kehrseite der Entwicklung markiert
Dagmar Kift so: "Der Wiederaufbau des Maschinenbaus unter erheblicher Beteiligung
ehemals ostdeutscher Firmen stärkte die Wirtschaft Westdeutschlands, verhinderte
nach 1990 aber genau wie in der Textilindustrie ein Wiederanknüpfen an die alte
regionale Arbeitsteilung."

Heute erinnern vielfältige Spuren an die Zeit des "Aufbau West". Wer einen Audi fährt,
Kaiser-Backformen in den Ofen schiebt und sich mit Odol den Mund spült, benutzt
Produkte von Firmen, die ursprünglich im Osten angesiedelt waren und nach 1945 in
den Westen übersiedelten. Neben solchen Konsumgütern weisen Siedlungen,
Straßenschilder und Denkmäler sowie Städtepartnerschaften auf die Zuwanderung hin.
Schirmherrin Dr. Christina Weiss, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und
Medien, fasst die Leistung von "Aufbau West" im Grußwort zum Katalog so zusammen:
"Die Ausstellung holt Erinnerungen aus der Binnenwelt regionaler und lokaler Heimatstuben
heraus und verknüpft sie mit der Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik."

Zur Ausstellung gibt es zahlreiche Begleitveranstaltungen - von Vorträgen über Lesungen
bis zum Heimatfilmabend. Für Schulklassen wurden eigene museumspädagogische
Programme entwickelt. Interessenten können dazu eigene Faltblätter anfordern
(0231 6961-0). Für Einzelbesucher hat das Ausstellungsteam ein eigenes Quiz entwickelt.
Alle Informationen auch im Internet unter www.ausstellung-aufbau-west.de.


INFO

Aufbau West. Neubeginn zwischen Vertreibung und Wirtschaftswunder
18.9.2005 bis 26.3.2006

Westfälisches Industriemuseum Zeche Zollern II/IV
Grubenweg 5
44388 Dortmund

Geöffnet Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
Besucherservice: Tel. 0231 6961-0
Eintritt: Erwachsene 5 €, ermäßigt 3 €, Kinder 2 €
Katalog, 287 Seiten, Klartext Verlag Essen, 19,90 €





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Oct 27 17:25:53 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu, 27 Oct 2005 17:25:53 +0200
Subject: [WestG] [AKT] Industriemuseum praesentiert Geschichte der
Italiener "online"
Message-ID: s3610dab.045@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff",
Datum: 06.10.2005, 14:34


AKTUELL

Arrivato - angekommen!
Industriemuseum präsentiert Geschichte der Italiener "online"

"In Deutschland ist es kalt, das war eins der wenigen Dinge, die ich über
mein Reiseziel wusste", erinnert sich Giuseppino Fileccia, der als Gastarbeiter
1957 aus Sardinien nach Deutschland kam und in der Oberhausener Zeche
Concordia als Bergmann arbeitete. Seine Lebensgeschichte steht mit den
Erinnerungen von sechs weiteren italienischen Zuwanderern im Zentrum des
neuen Internetportals www.angekommen.com/italiener, das im Westfälischen
Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum am 06.10.2005 offiziell freigeschaltet
worden ist.

Mit dem Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und Italien vom 23. Dezember
1955 begann die planmäßige Anwerbung von Gastarbeitern für die Bundesrepublik,
die bis zum Anwerbestopp 1973 über fünf Millionen Menschen aus Südeuropa nach
Deutschland brachte. Zum 50-jährigen Jubiläum präsentieren das Westfälische
Industriemuseum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) in Kooperation
mit dem Landeszentrum für Zuwanderung NRW und der Agentur Lichtbild ein
umfassendes Internetportal zur Geschichte der italienischen Migration nach Deutschland
vom Kaiserreich bis in die 1970er Jahre.

Lebensgeschichtliche Berichte, historische Bild- und Textquellen sowie zahlreiche
Hintergrundinformationen eröffnen eine Entdeckungsreise in die facettenreiche
Geschichte der Italiener im Ruhrgebiet am Beispiel des Bergbaus von der Kaiserzeit
bis zur Bundesrepublik.

"Mit der Eröffnung des Projektes ist es möglich, von jedem Büro, Schreibtisch oder
Klassenraum aus ein plastisches und aussagekräftiges Bild über die Geschichte der
italienischen Einwanderung nach Deutschland, speziell ins Ruhrgebiet, zu erlangen",
freut sich der Projektinitiator Jan Motte vom Landeszentrum für Zuwanderung NRW.
Bei der Vorstellung des Projektes vor der Presse nannte Museumsleiter Dietmar Osses
drei zentrale Funktionen des Portals und der Veranstaltung: Rückblick, Anerkennung
und Dialog. "Dieser gleichberechtigte Dialog zwischen den einzelnen Gruppen unserer
Gesellschaft ist sicherlich auch ein wichtiger Baustein für die Zukunft: für die Gestaltung
eines Zusammenlebens in einer Gesellschaft, in der Migration und Einwanderung nicht
nur schon lange Realität sind, sondern in wenigen Jahrzehnten auch die Erfahrungswelt
der Bevölkerungsmehrheit sein werden", so Osses.

Das Internetportal ist das zweite Projekt des LWL-Industriemuseums zur italienischen
Migration: Im Sommer 2003 zeigte die Zeche Hannover in Bochum die Ausstellung
"Neapel - Bochum -Rimini. Arbeiten in Deutschland. Urlaub in Italien" zur italienischen
Zuwanderung und deutschen Italiensehnsucht im Ruhrgebiet. Seit Herbst 2004 tourt die
gleichnamige Wanderausstellung durch verschiedene Städte Italiens. Der Museumsleiter:
"Mit dem Internetportal wollen wir zeigen, dass sich das Museum Zeche Hannover dauerhaft
und nachhaltig der Zuwanderung ins Ruhrgebiet widmet".

Ins Ruhrgebiet kamen die Italiener im Zuge der Industrialisierung. Hier waren sie ab Mitte
des 19. Jahrhunderts als Experten für Gesteinsarbeiten im Bergbau, Eisenbahn- und
Kanalbau gefragt. Nach den Arbeitskräften aus den Ostprovinzen und Polen stellten die
Italiener im deutschen Kaiserreich zur Jahrhundertwende die zweitgrößte Gruppe
ausländischer Arbeiter.

Ein erstes offizielles Abkommen über die Anwerbung von italienischen Arbeitern für
Deutschland schlossen die beiden Staaten bereits 1937, als die beiden damals
faschistischen Regierungen die Achse Berlin - Rom bildeten. Hunderttausende Italiener
kamen nach Deutschland und wurden als "Gäste-Arbeiter" begrüßt. Viele von arbeiteten
in Bergwerken und Rüstungsbetrieben des Ruhrgebiets. Nach dem Sturz Mussolinis im
September 1943 wurden aus den Verbündeten Feinde. Die Italiener in Deutschland
wurden nun zu Militärinternierten, die Zwangsarbeit leisten mussten. Nach Kriegsende
und Befreiung kehrten die meisten von ihnen in die Heimat zurück.

Wideraufbau und Wirtschaftswunder brachten der jungen Bundesrepublik Anfang der
1950er Jahre einen gewaltigen Bedarf an Arbeitskräften, der auch von den rund
12 Millionen deutschen Flüchtlingen und Vertriebenen nicht mehr gedeckt werden konnte.
Gleichzeitig führten die strukturellen Krisen im Süden Italiens mit hoher Arbeitslosigkeit
und Binnenwanderung in die Industrieregionen Norditaliens zu großen Spannungen im Land.
Am 23. Dezember 1955 schlossen die Bundesrepublik Deutschland und Italien ein
Abkommen über die Anwerbung von Arbeitskräften für Deutschland. Zunächst waren
Facharbeiter und Arbeitskräfte für die Landwirtschaft gefragt, aber schon 1957 wurden
vor allem Arbeiter für Industrie und Bergbau vermittelt.

Der Anwerbevertrag garantierte den italienischen Arbeitern eine angemessene
Unterkunft und Tariflöhne. Während der Bergbau die italienischen Arbeiter teilweise
in Bergarbeitersiedlungen unterbringen konnte, musste die Mehrzahl der Italiener in
primitiven Barackenlagern leben. Anfangs wurden nur auf ein Jahr befristete
Arbeitsgenehmigungen ausgegeben. Seit Mitte der 1960er Jahre stellten die Arbeitsämter
aber auch unbefristete Erlaubnisscheine aus, die für das gesamte Bundesgebiet gültig
waren. So ließen sich viele Italiener längerfristig nieder und ließen ihre Familien nachkommen.

Bis 1973, dem Jahr des Anwerbestopps, kamen zwei Millionen Menschen aus Italien nach
Deutschland, bis heute folgten weitere zwei Millionen. Knapp 87% der italienischen
Migranten kehrten wieder nach Italien zurück. Heute leben 550.000 Italiener in
Deutschland, davon knapp 35.000 im Ruhrgebiet.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Oct 28 09:15:49 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri, 28 Oct 2005 09:15:49 +0200
Subject: [WestG] [AUS] Tafel Freuden und Lebensart, Borken, 29.10.2005
Message-ID: s361ec5e.084@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Stadt Münster",
Datum: 27.10.2005, 17:54


AUSSTELLUNG

Tafel Freuden und Lebensart

Borken. Ab 29. Oktober ist im Museum Burg Ramsdorf die Ausstellung
"Tafel Freuden und Lebensart" zu bewundern.

Passend zu diesem Thema bietet die VHS Borken eine Reihe von Veranstaltungen
an, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Den Auftakt bildet der Vortrag der
Kunsthistorikerin Bärbel Messing "Genuss und Lebenslust - Tod und Vergänglichkeit
- 400 Jahre Stilllebenmalerei", am Mittwoch, den 2.11.. So erzählen z.B. die
Stillleben des 15. und 16 Jahrhundert von den angenehmen Dingen des Lebens,
sie vermitteln das Bild eines Zeitalters, das vom Luxus der kostbaren und schönen
Dinge, von Weitläufigkeit und kulinarischen Höhepunkten geprägt zu sein schien.

Der Tiefe und vor allem ernste Sinn und die Bedeutung dieser Bilder verweisen indes
in eine religiös-moralische Richtung. Doch dies wandelt sich in den folgenden
Jahrhunderten drastisch. Der Vortrag verfolgt den Weg dieser interessanten und
spannenden Entwicklung über 400 Jahre.

Der Vortrag findet am 2.11. um 19.30 Uhr im Burgsaal des Museums Burg Ramsdorf
statt, Eintritt: 5,00 €. Infos unter02861/939235.


INFO

Kontaktdaten:
Stadt Borken-Pressestelle
Bernd Kemper
Im Piepershagen 17
46325 Borken
Telefon (02861) 939-303
Telefax (02861) 939-253
E-Mail: bernd.kemper at borken.de
Internet: http://www.borken.de/






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Oct 31 09:21:33 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 31 Oct 2005 09:21:33 +0100
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAUS=5D_Wiedereroeffnung_der_Uni_M=FCnst?=
=?iso-8859-1?q?er_nach_1945=2C_Schloss_MS=2C_03=2E-17=2E11=2E2005?=
Message-ID: s365e233.080@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Sabine Happ"
Datum: 28.10.2005, 21:19


AUSSTELLUNG

Vom 3. bis 17. November 2005 zeigt das Universitätsarchiv
Münster die Ausstellung

"Die Wiedereröffnung der Universität Münster nach dem Zweiten
Weltkrieg"

im Foyer des Schlosses, Hindenburgplatz.

Die Ausstellung wird am 2. November 2005 um 19.00 Uhr im Foyer
des Schlosses eröffnet, wozu alle Interessierten herzlich eingeladen
sind.

Die Ausstellung, die zusammen mit Studierenden der
Geschichtswissenschaft erarbeitet wurde, befasst sich insbesondere
mit der britischen Besatzungspolitik, der Entnazifizierung, dem Alltag
und den Lebensbedingungen der Studierenden, dem politischen Leben
an der Universität und der baulichen Entwicklung unmittelbar nach
dem Krieg. Ein Sonderteil, der von Dr. Jörg Niemer konzipiert wurde,
behandelt den Wiederaufbau des Schlosses. Neben Dokumenten aus
der Zeit sind u.a. bisher unveröffentlichte Aufnahmen von
studentischen Bautrupps, von den ersten ausländischen
Studiengästen und den britischen Universitätsoffizieren zu sehen.


INFO

Kostenlose Führungen durch die Ausstellung finden von montags bis
freitags jeweils um 18.00 Uhr statt. Am 5. und 6.11. werden
zusätzliche Führungen jeweils um 11.00 und um 16.00 Uhr angeboten.

Nähere Informationen bei:
Dr. Sabine Happ
Universitätsarchiv
Leonardo-Campus 21
48149 Münster
Tel. 0251/8331788







From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Oct 31 10:32:47 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 31 Oct 2005 10:32:47 +0100
Subject: [WestG] [AUS] "Wiedergutmachung als Auftrag" - Neue Ausstellung
Villa ten Hompel, Muenster
Message-ID: s365f35b.026@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressemitteilung Stadt Münster"
Datum: 28.10.2005, 11:11


AUSSTELLUNG

"Wiedergutmachung als Auftrag" - Neue Ausstellung in der Villa ten Hompel
Weiterer Baustein / Erste Dauerausstellung bundesweit zum Thema Entschädigung / Innovative Präsentation

"Wiedergutmachung als Auftrag" ist die neue Dauerausstellung im Geschichtsort Villa ten Hompel überschrieben. Mit einem Festakt am 30. Oktober wird die Ausstellung im Beisein des nordrhein-westfälischen Ministers für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Armin Laschet, und Bürgermeisterin Karin Reismann eröffnet. Zahlreiche Zeitzeugen werden in der Villa ten Hompel erwartet. Ab 1. November ist die erste Präsentation zum Thema Wiedergutmachung in Deutschland für Besucher geöffnet.

Nach der Dauerausstellung "Im Auftrag. Polizei, Verwaltung und Verantwortung" zeigt die Villa ten Hompel mit ihrer zweiten Dauerausstellung erstmals in der Bundesrepublik Deutschland die Geschichte der Entschädigung nationalsozialistischen Unrechts aus nationaler wie internationaler Perspektive. Auf neuestem Forschungsstand sind die historischen Ereignisse rekonstruiert worden, die Inhalte werden innovativ präsentiert und multimedial inszeniert. Die Stadt Münster, das Land NRW und der Bund haben die Ausstellung finanziert.


Neue Form der Präsentation

Ideengeber und Projektleiter sind Christoph Spieker und Prof. Dr. Alfons Kenkmann am Geschichtsort Villa ten Hompel. In einer zweijährigen Vorbereitungsphase erabeiteten die Historiker Julia Volmer-Naumann und Dr. Marc von Miquel unter Mitarbeit von Susanne Muhle die Konzeption der Ausstellung. Die Gestaltung übernahm Prof. Norbert Nowotsch von der Fachhochschule für Design in Münster mit seinem Team.

Eigens für die Ausstellung ist eine technisch neue Form der interaktiven Präsentation entwickelt worden. In einem multimedialen "Antragsweg" werden anhand zweier Beispiele, des jüdischen Viehhändlers Albert Hertz und der Witwe des gestorbenen KZ-Häftlings Otto Cortain, die einzelnen Stationen vorgestellt, die jeder Antrag auf Entschädigung im Rahmen eines standardisierten bürokratischen Verfahrens durchlief.

"Mit der neuen Dauerausstellung 'Wiedergutmachung als Auftrag' ist das zentrale Thema der Villa ten Hompel 'Verwaltung und demokratische Verantwortung' um einen wichtigen Baustein erweitert worden", erläutert Prof. Dr. Alfons Kenkmann. Die Geschichte von Tätern und Mitläufern in der NS-Zeit wird nun ergänzt um die Geschichte NS-Verfolgter und der Verwaltung nach 1945. Der regionalgeschichtliche Ansatz der Ausstellung ermöglicht, neue Erkenntnisse und eindrucksvolle Verfolgtenbiografien aus der Stadt Münster und Westfalen vorzustellen.


Dezernat für Wiedergutmachung

Von 1954 bis 1968 beherbergte die Villa ten Hompel am Kaiser-Wilhelm-Ring das Dezernat für Wiedergutmachung der Bezirksregierung Münster, das über die Entschädigungsanträge von ehemals nationalsozialistisch Verfolgten entschied. Damit wurde die Villa ten Hompel wieder zu einer Behörde - jetzt zuständig für die Verfolgten. In der Zeit des "Dritten Reiches" nutzte die Polizeiverwaltung das Gebäude. Deren Mitarbeiter waren an der Verfolgung von Juden, Sinti und Roma sowie politisch und religiös Verfolgten beteiligt.

"Die neue Dauerausstellung 'Wiedergutmachung als Auftrag' greift diese Geschichte auf. Sie fragt nach den Antragstellern und bürokratischen Entscheidern, nach Verwaltungsvorgängen und Entschädigungsergebnissen", erläutert der Leiter des Geschichtsortes Christoph Spieker. Weitere Themen der Ausstellung sind die Rückerstattung von geraubtem Eigentum, internationale Entschädigungsabkommen, vor allem mit Israel, und offene Fragen der deutschen "Wiedergutmachungspolitik".

Im Vordergrund stehen die Erfahrungen der verschiedenen Gruppen von NS-Verfolgten mit der deutschen Gesellschaft nach dem Ende der Diktatur. Neben Formen der politischen Unterstützung waren diese Erfahrungen häufig auch geprägt von Schuldabwehr, Verleugnung des Unrechts und Kritik an den Kosten der Entschädigung. "Diese wichtige Thematik in eine ansprechende gestalterische Form zu bringen", so der Designer Prof. Norbert Nowotsch, "war eine spannende Aufgabe, die wir gelöst haben mit einer variantenreichen und vor allem subtilen Inszenierung im Zusammenspiel alter und neuer Medien."


INFO

Zur Ausstellung erscheint ein aktuelles Faltblatt mit Informationen zu den Dauerausstellungen und zur Villa ten Hompel. Der Geschichtsort ist mittwochs von 18 bis 22 Uhr, donnerstags und freitags von 12 bis 16 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
Telefon: 0251 492-71 01
Telefax: 0251 492-79 18
E-Mail: tenhomp at stadt-muenster.de
URL: http://www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel/


---------------------------------------------------------------------------------------------------------
[Redaktioneller Hinweis]
Zum Thema -
im Internet-Portal "Westfälische Geschichte":

Sabine Mecking:
"Verfolgung und Verwaltung -
Die wirtschaftliche Ausplünderung der Juden und die westfälischen Finanzbehörden"
Quellenpublikation für den Unterricht, in Kooperation mit der Villa ten Hompel und der
Oberfinanzdirektion Münster
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=157






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Oct 31 12:07:41 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon, 31 Oct 2005 12:07:41 +0100
Subject: [WestG] [AKt] Foerderpreis fuer westfaelische Landeskunde
an Mitschke-Buchholz und Linde
Message-ID: s3660929.013@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 31.10.2005, 11:34


AKTUELL

LWL hat Förderpreis für westfälische Landeskunde an Gudrun Mitschke-Buchholz und Roland Linde verliehen

Gudrun Mitschke-Buchholz und Roland Linde teilen sich in diesem Jahr den mit 3.100 Euro dotierten Förderpreis des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Die Germanistin und der Historiker erhielten den Preis am Sonntag (30.10.05) im Westfälischen Industriemuseum Ziegelei Lage (Kreis Lippe) aus der Hand von LWL-Kulturdezernent Prof. Dr. Karl Teppe. Der Kulturausschuss des LWL hatte in seiner Sitzung am 8. April einstimmig beschlossen, diesen Preis an Mitschke-Buchholz und Linde zu vergeben.

Der Förderpreis ist für Persönlichkeiten gedacht, die ohne an einer Universität tätig zu sein, ihre Arbeitskraft dafür nutzen, Landesforschung zu betreiben. "Beide freiberuflich tätigen Preisträger arbeiten überwiegend im Bereich der so genannten Mikrohistorie, die sich mit der Geschichte vor Ort beschäftigt, und liefern damit wichtige Grundsteine für das Erkennen größerer Zusammenhänge, untersuchen aber zeitlich unterschiedliche Bereiche - die Frühe Neuzeit und das 20. Jahrhundert - und ergänzen einander so in Idealerweise" urteilt der Rat für westfälische Landeskunde.

Gudrun Mitschke-Buchholz wurde 1962 in Brüntrup bei Blomberg (Kreis Lippe) geboren. Sie hat nicht Geschichte sondern Germanistik und Musikwissenschaft studiert und kam u.a. über Tätigkei-ten in der Lippischen Landesbibliothek und im Staatsarchiv Detmold zur Geschichte. Ihr Interesse richtet sich in erster Linie auf die Schicksale der vom Nationalsozialismus verfolgten Menschen. "Bei ihrer Arbeit verbindet sie auf innovative Weise Methoden der "Oral History" (von Zeitzeugen erzählte Geschichte) mit gründlichen Quellenstudien und kann auf diese Art auch einem breiteren Publikum Eindrücke in die damalige Lebenssituation der Betroffenen vermitteln", sagte Teppe.

Roland Linde wurde 1968 in Detmold geboren und lebt heute in Münster. Er studierte Geschichte und Germanistik und beschäftigt sich seit Beginn seiner wissenschaftlichen Arbeiten mit Fragen der ländlichen Gesellschaft in der Vormoderne, speziell in der Frühen Neuzeit. Er ist einer der Initiatoren der über Westfalen hinaus bekannt gewordenen *Arbeitsgemeinschaft Dorfgeschichte'. Teppe: "Durch die Aufarbeitung zahlreicher Dorf- und Hofgeschichten ist es ihm gelungen, die Kenntnisse über Kontinuitäten, Erbfolge und Grundherrschaften im ländlichen Raum Lippes zu vertiefen und wichtige Beiträge zur bäuerlichen Sozialgeschichte zu liefern."

In seiner Würdigung betont Prof. Dr. Wilfried Reininghaus, Vorsitzender der Historischen Kommission für Westfalen beim LWL, "dass beide Preisträger mit ihren Arbeiten wichtige Erkenntnisse liefern. Gudrun Mitschke-Buchholz gelingt es, durch die Verknüpfung von Zeitzeugenbefragung mit dem Quellenstudium die Geschichte der Juden in Detmold während der Zeit des Nationalsozialismus zu rekonstruieren. Durch die Arbeiten von Roland Linde werden dörfliche und städtische Sozialstrukturen in Lippe und im Paderborner Land vor der Industrialisierung greifbar."