E-Mailing-Liste > Monatsarchiv 2005 - 04


 
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From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Apr 1 09:16:02 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Apr 1 09:16:47 2005
Subject: [WestG] [AKT] DVD ueber deutsche Besatzungszeit in den Niederlanden
Message-ID: s24d1169.024@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Uni Münster",
Datum: 31.03.05, 12:12


AKTUELL

Schrecken im Alltag
DVD über deutsche Besatzungszeit in den Niederlanden

Alltag und Schrecken erlebten die Bürger der kleinen
niederländischen Grenzstadt Aalten, Provinz Gelderland, während
der deutschen Besatzungszeit in den Jahren 1940 bis 1945. Das
alltägliche Leben bestand sowohl aus Verfolgung und Angst als auch
aus sportlichen Ereignissen sowie Kinobesuchen. Dies ruft eine
zweisprachige DVD in Erinnerung, die Dr. Volker Jakob und Dr. Gerhard
Schiller am Mittwoch, 6. April 2005, um 20 Uhr im "Haus der
Niederlande", Alter Steinweg 6/7, im Rahmen des Begleitprogramms zur
multimedialen Ausstellung "Anne Frank - ein Mädchen aus Deutschland"
präsentieren. Sie umfasst neben einem 30minütigen Film, der
Interviews von Besetzten und Besatzern zeigt, auch 100 Film-, Bild-
und Textquellen sowie vertonte Cartoonbilder, die interaktiv
Schülern, Lehrern und allen Interessierten den geschichtlichen
Hintergrund im Zweiten Weltkrieg näher bringen sollen.


INFO

Weitere Informationen sind unter www.hausderniederlande.de
erhältlich.

Link: Zentrum für Niederlande-Studien/Haus der Niederlande
(http://www.hausderniederlande.de/)






From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Apr 1 09:22:19 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Apr 1 09:23:05 2005
Subject: [WestG] [TOC] Der Maerker, 2004, Heft 4
Message-ID: s24d12e4.043@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Marcus Weidner",
Datum: 01.04.2005, 09:20


SERVICE: TOC

Der Märker
2004
53. Jg.
Heft 4, Okt.-Dez.
ISSN 0024-9661


S. 153-163
Simon, Dietmar
Mobilmachung und Meinungskampf
Lüdenscheid und der Beginn des Ersten Weltkrieges

S. 164-166
Kohl, Rolf Dieter
Eine unbekannte Säge- und Ölmühle im ehemals kurkölnischen Balve

S. 167-176
Gorissen, Stefan
Gewerbe und Zahlungsverkehr in der Grafschaft Mark gegen Ende des 18. Jahrhunderts
Johann Caspar Rumpe und das Projekt einer Bankgründung in Hagen

S. 177-181
Vogt, Wilfried G.
Die ehemalige Kirchturmuhr in Dahl an der Volme aus dem Jahre 1730
Ein Werk des Rosmarter Uhrmachers Johann Diederich von der Krone

S. 182-190
Kleinere Mitteilungen / Buchbesprechungen





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Apr 1 09:27:19 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Apr 1 09:27:44 2005
Subject: [WestG] [TOC] Der Schluessel (Hemer), Heft 1, 2005
Message-ID: s24d1402.053@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Marcus Weidner",
Datum: 01.04.2005, 09:20


SERVICE: TOC

Der Schlüssel
Blätter der Heimat für die Stadt Hemer
2005
50. Jg.
Heft 1, März

[in Auswahl]

S. 1-14
Appelhans, Silke
Die Entwicklung der Metallindustrie in Sundwig und erste Versuche zur Lösung der sozialen Frage von der zweiten Hälfte des 19. Jhd. bis zum Ende des Ersten Weltkrieges

S. 15-20
Mieders, Georg
Biotoptypen auf dem Standortübungsplatz Hemer-Deilinghofen

S. 20-30
Kramme, Paul
Auszüge aus dem Jahresband 1930 des Märkischen Landboten

[...]





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Apr 1 10:10:09 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Apr 1 10:11:00 2005
Subject: [WestG] [AKT] Veranstaltungen im Wasserschloss Werdringen,
Museum fuer Ur- und Fruehgeschichte
Message-ID: s24d1e10.052@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Historisches Centrum [Info]"
Datum: 01.04.2005, 10:02


AKTUELL

Veranstaltungen im Wasserschloss Werdringen, Museum für Ur- und Frühgeschichte


Sehr geehrte Damen und Herren,

das Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen bietet Ihnen
auch im April wieder einige interessante und spannende Veranstaltungen und
Führungen. Beachten Sie auch das museumspädgogische Programm unter
http://www.museum-werdringen.de/programm.php

1) Sonntag, 3. April 2005, ab 15.00 Uhr
Führung "450 Millionen Jahre Geschichte"

Im Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen kann die ganze
Familie viel erleben. Eine spannende Führung bietet einen Überblick von der
Erdgeschichte bis zur Archäologie der Region.

Los geht es mit über 450 Millionen Jahre alten Lebewesen aus dem Meer, über
die Entstehung der Steinkohle geht es weiter zu den einmaligen
Insektenfossilien aus Hagen-Vorhalle. In der nächsten Ecke wartet schon ein
gefräßiger Dinosaurier, aber keine Angst, das gute Tier ist ein
Pflanzenfresser.

Ein Schwerpunkt der Führung ist die Steinzeit. Anschauliche Inszenierungen
zeigen wie die Menschen in der Steinzeit gelebt haben. Die Nachbildungen
längst ausgestorbener Tiere wie das riesige Mammut oder das zottelige
Wollnashorn ziehen Kinder und Erwachsene gleichermaßen in ihren Bann. An den
Arbeitsstationen können Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden und
verschiedene steinzeitliche Werkzeuge ausprobiert.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Überreste steinzeitlicher Menschen,
die in einer Höhle in Hagen gefunden wurden. Erste Untersuchungen der
Knochen haben ein Alter von etwa 10 700 Jahren ergeben. Einige der
gefundenen Knochen sind im Museum zu sehen.

In den Metallzeiten führte die Herstellung und Verwendung von Bronze und
Eisen zu neuen Waffen und Werkzeugen, besondere Exponate sind die drei
Bronzeschwerter, die am Kaisberg gefunden wurden. Den Abschluss der Führung
bildet das Mittelalter, viele Archäologische Funde der Raffenburg geben hier
Auskunft über das Ende der Burg.

Die etwa einstündige Führung kostet für Erwachsene 3,- Euro und für Kinder
1,50 Euro zuzüglich des Museumseintritts.

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2) Samstag/Sonntag, 9./10. April 2005
Workshop Pfeil und Bogen

Pfeil und Bogen wurden schon vor etwa 10.000 Jahren zum Ende der
Altsteinzeit von den Menschen für die Jagd benutzt. Mit den Basteleien
heutiger Kinder hatte diese Waffe jedoch nicht viel gemein. Vielmehr steckte
schon damals eine ausgefeilte Technik dahinter, die Pfeil und Bogen zu einer
äußerst effektiven Waffe machten. Auch heute noch erfreut sich das
Bogenschießen als Sport großer Beliebtheit.

In einem zweitägigen Workshop am 9. und 10. April im Museum für Ur-
und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen kann man alles über die Kunst
des Bogenbaus erfahren. Unter fachkundiger Anleitung des Archäologens Dr.
Johann Tinnes kann jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer einen Bogen und
zwei Pfeile nach steinzeitlichem Vorbild anfertigen.

Teilnehmen können Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren. Die
Teilnahmegebühr beläuft sich inklusive aller Materialkosten auf 195 Euro.

Die maximale Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt. Daher ist es
sinnvoll, sich frühzeitig für den Workshop anzumelden.

Anmeldung
02331 207 2713 o. 207 2740

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3) Sonntag, 10. April 2005, 14 Uhr
Spurensuche am Kaisberg - Geschichte auf Schritt und Tritt

Die auch für Familien mit Kindern gut geeignete Spurensuche durch die
historische Landschaft des von Mythen umwobenen Kaisbergs wird von der
Herdecker Ökologin Christina Kramer ( www.bodendenkmal-herdecke.de )
geleitet.

Bei der Wanderung werden verschiedene Bodendenkmale, wie z.B. alte
Steinbrüche und Bergbauspuren, entlang alter Pfade und auch etwas abseits
der Wege erkundet und erläutert. So erhält man einen überaus interessanten
Einblick in die Naturgeschichte und Geologie dieses Gebiets. Nach dieser
Spurensuche wird man den Wald und die Umgebung des Wasserschlosses mit ganz
anderen Augen sehen.

Robustes Schuhwerk und gegebenenfalls wetterfeste Kleidung sind für die
Spurensuche am Kaisberg erforderlich. Verpflegung ist ratsam und selbst
mitzubringen.
Die etwa 1½- bis 2-stündige Wanderung beginnt und endet im Museum für Ur-
und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen und kostet für Erwachsene 3,-
Euro und für Kinder 1,50 Euro. Das Entgelt ist an der Museumskasse zu
zahlen.

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4) Sonntag, 17. April 2005, ab 14.00 Uhr
Führung "Vom Einzeller bis zum Saurier"

Am Sonntag, 17. April 2005, sollten alle, die sich für Fossilien und die
Erdgeschichte interessieren, ins Museum für Ur- und Frühgeschichte
Wasserschloss Werdringen in Hagen kommen. Um 14.30 Uhr beginnt eine überaus
interessante und spannende Führung für Groß und Klein.

Der Geowissenschaftler Andreas Diener wird durch die einzigartige Welt des
urgeschichtlichen Lebens und der Steinzeit führen. Herr Diener hat
massgeblich bei der Einrichtung der erdgeschichtlichen Abteilung mitgewirkt
und kennt sich in der Erdgeschichte der Region bestens aus. Die Führung
beginnt mit über 450 Millionen Jahre alten Fossilien und erläutert an Hand
vieler Fossilien die Entwicklung des Lebens im Wasser, zu Lande und in der
Luft.

Der Fachmann kann interessantes zu den einmaligen Insektenfossilien aus
Hagen-Vorhalle und dem Leben der Dinosaurier im Sau(ri)erland erzählen. Von
den Sauriern bis zum Mammut in der Steinzeit war es ein langer Weg, im
Museum ist es nur ein kleiner Schritt. Über diese längst ausgestorbenen
Tiere und über die Steinzeit erfahren Kinder und Erwachsene bei der Führung
auch viel spannendes.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Überreste steinzeitlicher Menschen,
die in einer Höhle in Hagen gefunden wurden. Erste Untersuchungen der
Knochen haben ein Alter von etwa 10 700 Jahren ergeben. Einige der
gefundenen Schädelteile sind im Museum zu sehen.

Im Anschluss an die Führung steht Herr Diener bereit, um mitgebrachte
Fossilien zu bestimmen. Wer schon immer einmal wissen wollte, welche
"erdgeschichtlichen Schätze" er gefunden hat, kann einige Fossilien
mitbringen und sie durch Herrn Diener begutachten lassen. Die etwa
einstündige Führung kostet für Erwachsene 3,- Euro und für Kinder 1,50 Euro
zuzüglich des Museumseintritts.

Andreas Diener zeigt auch den Kiefer eines heute noch lebenden Hais und dem
Zahn eines vor 1,8 Millionen Jahren ausgestorbenen Riesen-Hai. Riesen-Haie
wurden über 18 m lang und 20 Tonnen schwer.

Service-Telefon
0 23 31 207 27 13 o. 207 27 40


INFO

Wasserschloss Werdringen
Museum für Ur- und Frühgeschichte
Werdringen 1
58089 Hagen
URL: http://www.museum-werdringen.de




From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Apr 1 13:35:58 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Apr 1 14:07:45 2005
Subject: [WestG] [AKT] Denkmalfoerderprogramm 2005 des Landes
Nordrhein-Westfalen
Message-ID: s24d4e51.004@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Pressestelle",
Datum: 01.04.2005, 12:45


AKTUELL

Denkmalförderprogramm 2005 des Landes Nordrhein-Westfalen

Gut zehn Millionen Euro stellt das Land NRW in diesem Jahr Privatleuten, Gemeinden und Gemeindeverbänden, Kirchen, Religionsgemeinschaften, Denkmalpflegeorganisationen und gemeinnützigen Trägern zur Verfügung, um ihre Baudenkmäler zu pflegen. *Ich bin sehr froh, dass wir diese Summe trotz knapper Kassen für die Denkmalpflege reservieren können. Davon profitieren 184 größere Bauprojekte, außerdem unterstützen wir wie in den Vorjahren kleinere Maßnahmen privater Eigentümer", sagte Minister Dr. Michael Vesper.

Für private Denkmalschutzmaßnahmen mit einem Volumen bis 10.000 Euro steht eine Mio. Euro bereit, die pauschal an die Kommunen vergeben und von diesen mit Eigenmitteln in gleicher Höhe ergänztt werden.

73 größere Einzelmaßnahmen unterstützt das Land mit 1,9 Mio. Euro. Dazu zählen u.a.:
- Instandsetzung des Daches des Herrenhauses in der Gutsanlage Mönchshof, Barntrup (Förderung insgesamt 58.000 Euro)
- Gesamtinstandsetzung des Pförtnerhauses Tor 1 der ehem. Friedrich-Alfred-Hütte, Duisburg (50.000 €)
- Restaurierung des Sterndeuterturms der Vorburg auf Schloss Raesfeld (40.000 €)
- Fassadeninstandsetzung der alten Schule Morsbach in Remscheid (31.000 €)
- Instandsetzung der Fassade und Reparatur des Daches des Herrenhauses und der Vorburg von Burg Adendorf, Wachtberg (zusammen 139.000 €)
- konstruktive Sicherung von historischen Straßenbahnwagen, Wuppertal (30.000 €)

Für Denkmalschutzmaßnahmen der Gemeinden stehen knapp fünf Mio. Euro bereit. Gefördert werden 72 Projekte, darunter 15 öffentliche Bauten wie Schulen und Rathäuser und acht denkmalgeschützte jüdische Friedhöfe, für die insgesamt 237.760 € eingeplant sind. Größere Maßnahmen sind z.B.:
- Instandsetzung des Schieferdachs der Grufthalle Campo Santo, Aachen (98.000 €)
- Gesamtinstandsetzung der Brücke auf der Illberg, Gevelsberg (128.000 €)
- Renovierung der Fenster des Jung-Stiling-Gymnasiums in Hilchenbach (257.000 €)
- Instandsetzung von Fassaden und Dach des Klosters Steinfeld, Kall (279.000 €)
- Sanierung der Scharounschule in Marl (132.000 €)
- Instandsetzung der Einfriedungsmauern am jüdischen Friedhof Lipperoder Straße, Lippstadt (44.000 €)

Schließlich fördert das Land 39 Einzelmaßnahmen der Kirchen mit insgesamt 2,4 Mio. Euro. Bedeutende Förderobjekte sind die Dome zu Aachen (Landesförderung 255.000 Euro) und Köln (767.000 Euro) sowie die Wiesenkirche in Soest (393.000 Euro).

In Nordrhein-Westfalen stehen rd. 76.000 Baudenkmäler, rund 5.200 Bodendenkmäler und rund 700 bewegliche Denkmäler (Bücher, Münzen, Fahrzeuge...) unter Denkmalschutz. *Denkmalpflege trägt dazu bei, die historisch gebaute Umwelt unseres Landes zu bewahren. Das macht die Städte und Regionen attraktiv für Touristen und Investoren. Nicht zuletzt schafft der Erhalt von Bau- und Bodendenkmälern qualifizierte Arbeitsplätze im mittelständischen Handwerk", so Vesper. Neben der direkten Förderung schaffen die Erleichterungen vor allem bei der Einkommenssteuer einen Anreiz, privates Kapital für die Pflege der Denkmäler einzusetzen. Sie gleichen die zusätzlichen Lasten des Erhalts aus, die die Denkmalschutzgesetze den Eigentümern von Kulturgütern im Interesse der Allgemeinheit auferlegen.









From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 4 09:42:24 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Apr 4 10:07:51 2005
Subject: [WestG] [AUS] Buch zur Ausstellung "805 - Liudger wird Bischof"
Message-ID: s2510c21.017@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Manuela Werner"
Datum: 01.04.2005, 14:56


AUSSTELLUNG

Liudger wird Bischof
Stadtmuseum Münster legt Handbuch zur frühen Bistums- und Stadtgeschichte vor

Zur Ausstellung "805: Liudger wird Bischof - Spuren eines Heiligen zwischen York, Rom und Münster" - seit dem 12. März im Stadtmuseum Münster zu sehen -, ist im Museumsshop ein reich bebildertes Begleitbuch erhältlich. Finanziert durch das Land Nordrhein-Westfalen und das Bistum Münster sowie mit finanzieller Unterstützung der Kunststiftung NRW legt das Stadtmuseum Münster in Kooperation mit dem Westfälischen Museum für Archäologie einen Band vor, der sicher in Zukunft ein Handbuch zur Frühgeschichte des Christentums im nordwestdeutschen Raum wird.

Neueste Forschungsergebnisse zur Frühgeschichte des Christentums in Westfalen
Interdisziplinär angelegt, beleuchten darin namhafte Historiker, Archäologen, Sprachwissenschaftler und Kunsthistoriker in 24 Beiträgen alle Facetten des Themas. Ergänzt werden die Beiträge durch Exkurse, die der Vertiefung von Einzelaspekten dienen, sowie durch 45 ausführliche Beiträge zu einzelnen, wichtigen Exponaten. Darunter sind wertvolle Leihgaben, die aus internationalen Sammlungen für die Ausstellung zur Verfügung gestellt werden, aber auch archäologische Funde, die in diesem Band erstmals publiziert werden.

Hervorzuheben sind darüber hinaus mehrere Karten, insbesondere zur Frühgeschichte der Stadt Münster, die erstmals in diesem Band veröffentlicht werden. So basiert etwa eine Karte von Münster, in die die mutmaßlichen Standorte der Kirchen um das Jahr 800 eingetragen sind, auf den neuesten Erkenntnissen aus dem "Domburg-Projekt" - dem Forschungsprojekt zur Aufarbeitung älterer Grabungen im Bereich der münsterischen Domburg. Auch die Zusammenfassung der naturräumlichen Voraussetzungen für die Anlage einer Siedlung sowie der Überblick über die vorausgegangenen Siedlungsspuren etwa aus der Steinzeit, werden an dieser Stelle zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Neueste Forschungen zur Frühgeschichte der Stadt Münster legt darüber hinaus Dr. Aurelia Dickers, Städtische Denkmalbehörde, in einem Zwischenbericht zur jüngsten Grabung im Bereich der Kirche St. Marien-Überwasser vor.


Kulturwandel in Westfalen
"Vom pagus Saxoniae zur parochia Mimigernaford" - unter diesem Titel beschäftigen sich mehrere Autorinnen und Autoren mit dem Kulturwandel im Westfalen des 7. bis 10. Jahrhunderts. Ausgelöst durch die Christianisierung im 8. und 9. Jahrhundert veränderten sich alle Lebensbereiche der Menschen - Glauben, Lebens- und Wirtschaftsweise, Sozial- und Machtgefüge - allmählich, aber grundlegend.

Der Leiter der Außenstelle Münster, Dr. Christoph Grünewald, Amt für Bodendenkmalpflege, gibt beispielsweise einen Überblick über Siedlungen und Bestattungsplätze des Münsterlandes zur Zeit Liudgers. So sind zwar im Siedlungsbereich infolge der Christianisierung zunächst nur wenige Veränderungen festzustellen; die Bestattungssitten aber zeigen den Kulturwandel recht deutlich an. So werden z.B. im 9. Jahrhundert den christlichen Toten kaum noch Beigaben mit ins Grab gegeben, dafür findet man zunehmend Symbole des christlichen Glaubens etwa in Form von Kreuz- oder Taubenfibeln.
Professor Dr. Heinrich Tiefenbach, Universität Regensburg, zeigt den Wandel auf einem anderen Gebiet auf: der Sprache. Das Altsächsische war eine gesprochene Sprache und kannte ursprünglich keine Schriftlichkeit. Erst mit der Christianisierung und den ersten Klostergründungen kamen Mönche in das altsächsische Sprachgebiet, die die Kunst des Schreibens in den klösterlichen Schreibstuben (Skriptorien) betrieben. Geschrieben wurde zunächst fast immer in lateinischer Sprache. Bei der Wiedergabe der Namen von Personen und Siedlungen war jedoch die volkssprachige Form unabdingbar. Der Beitrag bespricht die wesentlichen Überlieferungen des Altsächsischen, insbesondere für die Westfalen wichtige Quellen.


Liudger in neuem Licht - vielfältige Aspekte seines Wirkens werden beleuchtet
"Liudgerus peregrinus - Spuren eines Heiligen zwischen York, Rom und Münster" - im zweiten Teil des Bandes widmen sich sechs Beiträge dem Missionar, Bischof und späteren Heiligen Liudger. Ausführlich zeichnet etwa der bekannte Kirchenhistoriker Professor Dr. Arnold Angenendt den Lebensweg Liudgers nach. Der Leser erhält einen intensiven Einblick in die Quellen, insbesondere die Lebensbeschreibungen Liudgers, und die von Liudger selbst verfasste Vita seines Lehrers Gregor von Utrecht. Denn nur aus diesen Quellen lassen sich so ungewöhnlich viele Details aus dem Leben des Heiligen mit seinen vielfältigen Reisen in ganz Europa erschließen. Themen sind daneben etwa die Praxis der Mission, die Rolle des Klosters Werden und die Verehrung des Heiligen. Das zentrale Thema der Ausstellung, die Bischofsweihe Liudgers, beleuchtet eingehend Dr. Nikolaus Gussone. Schließlich werden unter Berücksichtigung neuer Forschungen aus dem angelsächsischen Raum auch ganz neue Erkenntnisse zur Beziehung Liudgers nach England von Dr. Jan Gerchow, Ruhrlandmuseum Essen, zur Diskussion gestellt.


Die Stadtgeschichte auf den Kopf gestellt - Mimigernaford im Licht der neuen Forschungen
Im dritten Teil des Begleitbuchs findet die frühe Geschichte des Bischofssitzes, der Stadt Münster, besondere Beachtung: "Die Entstehung der Stadt: Mimigernaford - Monasterium". In sieben Beiträgen kommen hier die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des sogenannten Domburg-Projekts zu Wort, die seit 1999 mit der systematischen Aufarbeitung älterer Grabungen im Bereich der münsterischen Domburg betraut waren. Das Projekt hat Erkenntnisse erbracht, die zu einer grundlegend neuen Rekonstruktion der Anfänge der Stadt Münster führen. Der Band gibt einen aktuellen Überblick über den derzeitigen Wissensstand zur Entstehung der Kloster- und Kirchengebäude, der profanen Bebauung sowie den Bestattungen im Bereich des Domplatzes, noch bevor im Laufe des Jahres die umfangreichen Publikationen dieses Forschungsvorhabens erscheinen.

Dr. Martin Kroker, Wissenschaftler im Museum in der Kaiserpfalz, Paderborn, beleuchtet etwa die Frage der profanen Bebauung der Domburg. Insbesondere zeigt er auf, dass frühere Überlegungen zu einer sächsischen Siedlung des 7./8. Jahrhunderts auf dem Domhügel nicht bestätigt werden können. Die zahlreichen Grubenhäuser, die im Bereich des Domplatzes gefunden wurden, gehören erst in das 9. und v.a. das 10. Jahrhundert. Nach den Ergebnissen neuer Datierungsmethoden dürfte darüber hinaus auch die gesamte Befestigung der Domburg erst um 900 errichtet worden sein.
Diese Ergebnisse werden gestützt durch einen Beitrag von Dr. Bernd Thier, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Stadtmuseum Münster, der eingehend das Fundspektrum im Bereich der Domburg beleuchtet. Er zeichnet damit zum einen ein Bild vom Leben in Mimigernaford in der Zeit vom 9. bis zum 12. Jahrhundert. Zum anderen leistet er durch die exakte zeitliche Einordnung der 40000 bis 50000 Einzelfunde - vor allem Keramikfragmente und Tierknochen - einen grundlegenden Beitrag zur Datierung. Als ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Keramik erschließt er darüber hinaus aus dem Vorhandensein besonderer Keramikarten die Bedeutung des Ortes Mimigernaford/Münster als Bischofssitz. Der Beitrag beantwortet somit die spannende Frage, ob man die nur etwa 14 bis 17 Jahre dauernde Anwesenheit Liudgers in Mimigernaford (zwischen 792/795 und 809) mit archäologischen Mitteln erfassen kann.


INFO

"805: Liudger wird Bischof - Spuren eines Heiligen zwischen York, Rom und Münster", Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Stadtmuseum Münster, hg. v. Gabriele Isenberg u. Barbara Rommé, Mainz (Verlag Philipp von Zabern) 2005.
302 Seiten, 227 Farb- u. 49 Schwarzweißabbildungen, inkl. DVD "Münster - Von den Anfängen bis zum Jahr 1200"
25,00 € im Museumsshop, Tel.: 0251/492-4502

Öffnungszeiten Stadtmuseum Münster und Museumsshop:
dienstags bis freitags 10 bis 18 Uhr, samstags, sonn- und feiertags 11 bis 18 Uhr, montags geschlossen, Sonderöffnungszeiten an Feiertagen

Weitere Informationen unter www.liudger-wird-bischof.de



Inhalt

Sponsoren

Danksagung

Geleitwort des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen Peer Steinbrück

Geleitwort des Bischofs von Münster Dr. Reinhard Lettmann

Geleitwort des Landesdirektors des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe Wolfgang Schäfer

Geleitwort des Oberbürgermeisters der Stadt Münster Dr. Berthold Tillmann

Vorwort

Gabriele Isenberg
Liudger - Leitfigur der Ausstellung


Vom pagus Saxoniae zur parochia Mimigernaford - Der Raum Westfalen vom 7. bis 10. Jahrhundert

Angelika Lampen
Fränkische Expansion und sächsischer Widerstand - Westfalen im 8. und 9. Jahrhundert

Christoph Grünewald
Die Siedlungsgeschichte des Münsterlandes vom 7. bis 10. Jahrhundert aus archäologischer Sicht
- Selbstversorger auf dem Lande (Christoph Grünewald)
- Haus und Hausrat zur Zeit Liudgers (Angelika Speckmann)

Hans-Werner Peine
Befestigte Höfe und Wallburgen im Münsterland - Königtum und Adel im 9. bis 11. Jahrhundert

Otfried Ellger
Kirche und Christentum in archäologischen Funden und Befunden

Stephan Winkler
Die Zerstörung der Irminsul und der Feldzug der christlichen Franken gegen die heidnischen Sachsen im Jahr 772
- Figürliche Gefäße der Sachsen (Bernd Thier)

Heinrich Tiefenbach
Altsächsische Volkssprache im Wirkungskreis Liudgers

Gisela Muschiol
Parochia Mimigernaford - Vom Bistum Mimigernaford im 9. Jahrhundert zum Bistum Münster im 11. Jahrhundert


Liudgerus peregrinus - Spuren eines Heiligen zwischen York, Rom und Münster

Arnold Angenendt
Liudger. Lehrer - Missionar - Klostergründer - Bischof - Heiliger

Lutz E. von Padberg
Liudger als Missionspraktiker
- Die Heiligenfibeln in der Karolingerzeit (Mechthild Schulze-Dörrlamm)

Nikolaus Gussone
Die Bischofsweihe Liudgers am 30. März 805 in KÖln

Eckhard Freise
Liudger und das Kloster Werden - Gründervater, Gründerjahre und Gründungstradition

Jan Gerchow
Liudger und die angelsächsische Kirche

Victor H. Elbern
Liudger - Verehrter Heiliger


Die Entstehung der Stadt: Mimigernaford - Monasterium

Markus Bertling
Geologie und Geomorphologie von Münster und dem Münsterland

Jürgen Pape und Bernhard Sicherl
Die vorgeschichtliche Besiedlung auf dem Domhügel

Bernd Thier
Mimigernaford zur Zeit Liudgers (792/795 bis 809)

Alexandra Pesch
Das Hügelkloster über der Aafurt - Liudgers monasterium
- Der erste Bischofspalast am Dom (Claudia Holze-Thier)

Manfred Schneider
Die Kirchen auf dem Domhügel - Ergebnisse der archäologischen Ausgrabungen
- Findlinge in Kirchenfundamenten (Claudia Holze-Thier)
- Bauornamente älterer Gebäude im Dombereich (Claudia Holze-Thier und Manuela Werner)

Claudia Holze-Thier
Die Gräber des frühen und hohen Mittelalters auf dem Domherrenfriedhof zu Münster

Aurelia Dickers und Alfred Pohlmann
Aus der Frühgeschichte Überwasser - Aktuelles aus den Grabungen im Liebfrauenstift

Martin Kroker
Die Siedlung Mimigernaford und die "Domburg" im 9. und 10. Jahrhundert

Bernd Thier
Mimigernaford - Monasterium - Münster. 400 Jahre Siedlungsentwicklung vom Dorf zur Stadt

Bernd Thier
Spuren des Alltagslebens in Mimigernaford - Archäologische Funde zur frühen Stadtgeschichte Münsters aus dem 9. bis 12. Jahrhundert

Peter Ilisch
Denare aus Mimigernaford - Die Anfänge der Münzprägung in Münster
- Die bischöfliche Münze am Roggenmarkt (Aurelia Dickers)


Literatur

Eigentümer- und Bildnachweis

Leihgeber


DVD: Münster "Von den Anfängen bis zum Jahr 1200"





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 4 09:46:32 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Apr 4 10:07:51 2005
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe
Message-ID: s2510d05.034@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Manfred Hartmann"
Datum: 01.04.2005, 15:30


AKTUELL

SERVICE: WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe

In Kooperation mit dem Westfälischen Museumsamt des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" einen
weiteren Service an: eine Zusammenfassung von Museums- und Archiv-
Nachrichten des Westdeutschen Rundfunks, die regelmäßig von Manfred
Hartmann erstellt wird. [MW]


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 01.04.2005

Bochum: 75 Jahre Bergbaumuseum (09:58)
Das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum kann heute auf ein 75jähriges Bestehen zurückblicken. Am 1. April 1930 wurde der Vertrag für das weltweit größte Museum seiner Art unterzeichnet. Angefangen als reines Anschauungsmuseum, wandelte sich die Einrichtung 1977 in ein Forschungsmuseum mit den Schwerpunkten Geschichte und Technik des Montanwesens. Mit 74 fest angestellten Mitarbeitern zählt es zu den größten kulturellen Einrichtungen des Bergbaus. Am 24. April gibt es einen Festakt im Bochumer Schauspielhaus.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 01.04.2005

Emscher-Lippe: Vesper radelt (07:43)
Der nordrhein-westfälische Städtebauminister Michael Vesper macht heute eine Radtour entlang der Emscher. Dabei will er sich von den Fortschritten des ökologischen Fluss-Umbaus überzeugen. Außerdem besucht Vesper das Strom-Museum in Recklinghausen


Nachrichten aus Südwestfalen vom 30.03.2005

Wien: Werk von Arnsberger Künstler (07:21)
Das jüdische Museum in Wien stellt ein großformatiges Foto des Arnsberger Künstlers Manfred Haupthoff aus. Das Bild zeigt einen Schwarm Kraniche, die aus der Dunkelheit ins helle Licht fliegen. Das Motiv soll daran erinnern, dass die Nationalsozialisten vor 70 Jahren jüdische Musiker mit Berufsverbot belegten.


Nachrichten aus OWL vom 24.03.2005

Dalheim öffnet die Pforten (15:55)
Das Kloster Dalheim im Kreis Paderborn eröffnet seine Museumssaison mit einem Fest am Ostermontag. Das zentrale Ausstellungsthema ist in diesem Jahr das Kloster als Baustelle. Der neue Rundgang führt über bisher nicht zugängliche Dachböden bis in den Kreuzhof, der zu einer mittelalterlichten Bauhütte umgestaltet wurde.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 23.03.2005

Früher westfälischer Buchdruck (11:59)
Das Museum für Westfälische Literatur in Oelde präsentiert wertvolle Zeugnisse des frühen westfälischen Buchdrucks. Gezeigt werden u.a. die "Halberstädter Bibel" aus dem Jahr 1522 und Sebastian Brandts lateinische Gedichtsammlung "Varia Carmina" aus dem Jahr 1498. Sie ist mit wertvollen Renaissance-Holzschnitten illustriert. Es handelt sich um Leihgaben aus der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek in Paderborn. Sie sind noch bis September in Oelde zu sehen.


Nachrichten aus OWL vom 22.03.2005

Museum setzt auf Aktionen (16:08)
Das Freilichtmuseum in Detmold will sich wieder als Ausflugsziel und Veranstaltungsort profilieren. Im vergangenen Jahr kamen rund 160.000 Gäste in das Museum, deutlich weniger als im Vergleich zu den Vorjahren. Die Museumsleitung führt den Rückgang auf das allgemeine Sparverhalten in Deutschland zurück. Mit noch mehr Mitmach-Aktionen und Sonderausstellungen hofft das Freilichtmuseum auf wieder steigende Touristenzahlen


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 22.03.2005

Freilichtmuseum öffnet wieder (06:41)
Am Karfreitag öffnet in Hagen wieder das Westfälische Freilichtmuseum. In der neuen Saison sind Sonderausstellungen unter anderem zur Geschichte des Backens und zur Goldschmiedekunst geplant und es wird eine historische Barbierstube eingerichtet. Pünktlich zum Saisonauftakt nimmt auch die Museumsbrauerei ihren Betrieb wieder auf.

Nachrichten aus OWL vom 21.03.2005

Kunstdrachen werden abtransportiert (08:35)
In Detmold beginnt der Abtransport der Kunstdrachen aus dem ehemaligen Art-Kite-Musem. Die Exponate werden künftig in einer Ausstellungshalle auf Sizilien zu sehen sein. Dort kommen sie erneut in die Obhut des früheren Detmolder Museumsdirektors Paul Eubel. Er hatte das Amt wegen angeblich geschönter Besucherzahlen aufgeben müssen. Eubel ist Chef des Goethe-Instituts in Palermo.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 21.03.2005

Emil Schumacher-Ausstellung in Hagen (06:49)
In Hagener Karl-Ernst-Osthaus-Museum wurde am Wochenende eine Emil Schumacher-Ausstellung eröffnet. Sie zeigt rund 100 Arbeiten des heimischen Malers. Schumacher gilt als einer der Mitbegründer der Abstrakten Kunst in Deutschland. Die Ausstellung ist noch bis Ende Mai zu sehen. Später sollen die Werke im geplanten Schumacher-Museum in Hagen ein Zuhause finden.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 19.03.2005

Ausstellung über Grubenpferde (08:32)
"Kumpel auf vier Beinen" heißt eine neue Ausstellung des Westfälischen Industriemuseums in Dortmund. Auf der Zeche Zollern wird ab Sonntag die über 100-jährige Geschichte des Grubenpferds im Ruhrgebiet nacherzählt. Sie endete vor 49 Jahren mit der letzten Schicht des Wallachs Tobias auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen. Anfang des 20. Jahrhunderts waren im Bezirk Dortmund mehr als 8000 Pferde unter Tage als Schlepper unterwegs.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 19.03.2005

Ü-Wagen steht in Lünen (08:13)
Die Sendung Hallo-Ü-Wagen wird am Samstag live aus Lünen gesendet. Von 11 bis 13 Uhr dreht sich diesmal alles um das Thema Puppen. Interviewpartner ist unter anderem Wingolf Lehnemann vom Lüner Museum, zu dem auch eine Puppen- und Spielzeugabteilung gehört. Der Ü-Wagen steht auf dem Rathausplatz.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 18.03.2005

Schumacher-Museum in der Kritik (16:18)
Das Emil-Schumacher-Museum in Hagen bleibt umstritten. Jetzt will die Initiative *Bürger für Hagen" Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen den Museums-Neubau sammeln. In den nächsten vier Wochen sollen 6000 Unterschriften zusammenkommen. Udo Stöcker, Sprecher der Initiative, ist wegen der Folgekosten des Museumsbetriebs um die Stadt-Finanzen besorgt.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 18.03.2005

Erweiterung des Landesmuseums (14:58)
Das Landesmuseum Münster soll auf eine Nutzfläche von 11.000 Quadratmeter erweitert werden. Das ist das Ergebnis eines Architekten-Wettbewerbs, den ein Berliner Büro gewonnen hat. Die Kosten für den Umbau und teilweisen Neubau werden mit 40,5 Millionen Euro veranschlagt und sollen mindestens zur Hälfte aus Landesmitteln gedeckt werden. Der Umbau soll Ende 2006 beginnen und 2012 abgeschlossen werden.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 17.03.2005

Südsauerland-Museum wird saniert (09:16)
Das Südsauerland-Museum in Attendorn wird ab 2006 saniert. Die Kosten werden bei rund 3 Millionen Euro liegen. Der Rat Attendorns beschloss, das Museum in einem Zug zu sanieren und in dieser Zeit zu schließen. Ursprünglich sollte die Maßnahme bereits 2005 beginnen und schrittweise bei geöffnetem Museum erfolgen. Das hätte allerdings nach Meinung von Experten deutlich länger gedauert.

Radionachrichten vom 12.03.2005

NRW-Stiftung investiert 1,8 Millionen Euro in Kultur-Projekte (09:53)
Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung investiert in diesem Frühjahr 1,8 Millionen Euro in Kultur- und Naturschutz-Projekte im Land.

Allein 500.000 Euro gehen an das Neanderthal-Museum in Mettmann. Gefördert werden auch die Restaurierung eines Kreuzganges im Kloster Corvey, der Ausbau eines Höhlenkunde-Museums in Iserlohn und die Restaurierung von zwei Mühlen im Kreis Viersen. Insgesamt werden 15 Projekte unterstützt. Das Geld stammt aus den Erträgen der Rubbellos-Lotterie.

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 12.03.2005

Marl: Skulpturenmuseum zeigt Ullman (09:25)
Im Marler Skulpturenmuseum werden seit diesem Wochenende Werke der Künstler Micha Ullman und Daniel Sigloch präsentiert. Zu sehen sind unter anderem ein selbst gestaltetes Video von 1975 mit Erdschüttungen.
Ullman wurde 1939 in Tel Aviv geboren und fiel in den 70er Jahren besonders durch seine Erdarbeiten und Erdschüttungen auf, die ihn in der Kunstwelt schnell bekannt machten. Sigloch, 1970 in Stuttgart geboren, ist ein ehemaliger Schüler Ullmans.



INFO

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Westfälisches Museumsamt
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Schwelingstr. 5
48133 Münster
Tel.: 0251-591-3296
Fax: 0251-591-3335
e-mail: manfred.hartmann@lwl.org




From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 4 10:13:24 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Apr 4 10:15:15 2005
Subject: [WestG] [AKT] Institut fuer vergleichende Staedtegeschichte,
Muenster: Freitagskolloquium
Message-ID: s251135e.081@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Institut für vergleichende Städtegeschichte",
Datum: 04.04.2005, 09:17


AKTUELL

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu den Veranstaltungen des Freitags-Kolloquiums im Sommersemester 2005
laden wir Sie herzlich ein. Die Vorträge beginnen wie immer um 17.00 Uhr
c. t.

Mit freundlichen Grüßen

Wilfried Ehbrecht Peter Johanek Angelika Lampen



22.4.2005
Prof. Dr. Brigide Schwarz, Berlin:
Die sog. Schicht der Gildemeister in Braunschweig 1292-1299

13.5.2005
Antje Diener-Staeckling M.A., Münster:
Der Himmel über dem Rat - Zur Ausstattung von Ratsstuben im Spätmittelalter

3.6.2005
Wolfgang Krauth, Tübingen:
Siegel, Stadtgeschichte und symbolische Kommunikation. Exemplarische
Studien zu Stadtsiegeln Westfalens bis 1275. Ein Arbeitsbericht

17.6.2005
Dr. Andreas Ludwig, Berlin:
Das private Glück als Städtebildner. Kontinuitäten und Diskontinuitäten
in der Stadtentwickung Eisenhüttenstadts

8.7.2005
Dr. Aurelia Dickers, Münster:
Aktuelles aus der Stadtarchäologie Münsters


INFO

Institut für vergleichende Städtegeschichte
Königsstr. 46
48143 Münster
Tel. 0251 / 83-275-12
Fax 0251 / 83-275-35
URL: http://www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte/





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 5 09:07:50 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Apr 5 09:16:08 2005
Subject: [WestG] [AUS] Oelde: Halberstaedter Bibel / Westfaelischer Buchdruck
Message-ID: s252557e.027@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Dirk Bogdanski",
Datum: 04.04.2005, 11:05


AUSSTELLUNG

Halberstädter Bibel im Literaturmuseum

Museum für Westfälische Literatur zeigt wertvolle Zeugnisse des frühen
westfälischen Buchdrucks aus der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek in
Paderborn.

Mit der *Halberstädter Bibel", Sebastian Brants *Varia Carmina" und einem
niederdeutschen Plenarium präsentiert das Museum für Westfälische Literatur
neue Leihgaben aus der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek in
Paderborn. Die Bücher sind wichtige Zeugen des frühen westfälischen
Buchdrucks, die mit ihren Holzschnitten den Übergang von der Gotik zur
Renaissance eindrucksvoll illustrieren. Die kostbaren Bücher sind bis zum
September im Haus Nottbeck zu sehen.

Die *Halberstädter Bibel" von 1522 ist der letzte vorreformatorische,
niederdeutsche Bibeldruck. Damit steht sie in der Reihe mundsprachlicher
Bibelübersetzungen, die auf das Bedürfnis zurückzuführen sind, im
niederdeutschen Sprachraum allgemein verständliche religiöse Werke
vorzuhalten. Mit ihren 119 Holzschnitten erfüllt die Halberstädter Bibel das
Ideal einer Bilderbibel, in der Text und Bild gleichberechtigt nebeneinander
stehen. Der größte Teil dieser Bilder wurde mit den Holzstöcken der *Kölner
Bibel" (um 1478) gedruckt, die zum Vorbild der gesamten Frühgeschichte der
deutschen Bibelillustrationen bis zur Reformation wurde. Neben diesen
gotisch geprägten Holzschnitten gibt es aber auch sechs, von dem bekannten
Illustrator Conrad Drake entworfene Darstellungen, die bereits den
Renaissance-Stil zeigen.

Dieser Übergang von der Gotik zur Renaissance in der Buchillustration wird
dem Museumsbesucher besonders deutlich im Vergleich der Bibel mit den
Renaissance-Holzschnitten in der *Varia Carmina" (1498), der ersten
lateinischen Gedichtsammlung von Sebastian Brant. Das Werk stammt aus der
Baseler Druckwerkstatt von Johann Bergmann zu Olpe, der zu den bedeutendsten
westfälischen Buchdruckern seiner Zeit zählte. Der Sauerländer Humanist und
Drucker Johann Bergmann hatte sich bereits durch die Herausgabe von Brants
Moralsatire *Das Narrenschiff", dem ersten deutschen *Bestseller" der
Literaturgeschichte, einen Namen gemacht. So zeugt es nicht nur von großem
Selbstbewusstsein, sondern auch von gegenseitiger Wertschätzung, dass sich
der Drucker mit seinem Wappen *Nihil sine causa" (*Nichts ohne Grund") in
den *Varia Carmina" unmittelbar neben dem Porträt Sebastian Brants
verewigte.

*Dat Boek des hyllghen Ewangelii, Profecien unde Epistelen", ein 1513 in
Basel gedrucktes, in Niederdeutsch verfasstes Plenarium, belegt die
Bedeutung Basels als ein Zentrum der Buchdruckkunst um 1500. Dort wurden
viele niederdeutsche Schriften für den westfälischen Raum gedruckt. Die
spätmittelalterlichen Plenarien enthalten deutsche Übersetzungen aus den
Evangelien, Episteln und dem Missale. Sie erfuhren aufgrund des Buchdrucks
eine sehr weite Verbreitung. Allein die niederdeutschen Fassungen erlebten
15 Druckauflagen bis 1523. Sie sind damit wichtige Zeugen der
vorlutherischen Bibelverdeutschung und zeigen exemplarisch die Kenntnisse
und Verwendungen der Heiligen Schrift in jener Zeit. Zu den
Evangelientexten, den so genannten Perikopen, treten bald predigtartige
Glossen, Exempel, katechistische Lehrstücke und Betrachtungen. Daher geben
die Plenarien einen vorzüglichen Querschnitt fast aller Tendenzen der
Erbauungsliteratur und mithin des kirchlich-religiösen Lebens des
Spätmittelalters.


INFO

Kulturgut Haus Nottbeck
Museum für Westfälische Literatur
Landrat-Predeick-Allee 1
59302 Oelde-Stromberg

Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag: 14.00 - 18.00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11.00 - 18.00 Uhr

Kultur-Café
Öffnungszeiten:
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 14.00 - 18.00 Uhr
Und nach Vereinbarung

Weitere Informationen unter Tel.: 0 25 29 / 94 55 90 und
www.kulturgut-nottbeck.de.








From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 5 09:18:08 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Apr 5 09:32:19 2005
Subject: [WestG] [AKT] Auslobung des Otto-Weerth-Preises
Message-ID: s25257dd.064@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Wolfgang Bender",
Datum: 05.04.2005, 08:57


AKTUELL

Auslobung des Otto-Weerth-Preises
des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe e.V. (NHV)


Der Naturwissenschaftliche und Historische Verein für das Land Lippe e.V. vergibt zum Gedenken an seinen langjährigen Vorsitzenden den Otto-Weerth-Preis.

Durch den Preis sollen der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert, die naturwissenschaftliche Forschung sowie die Forschung zur Ur- und Frühgeschichte, Geschichte, Landeskunde, Volkskunde und Kunstgeschichte des ehemaligen Landes Lippe angeregt sowie die Beziehungen zwischen der Region und den Hochschulen in Ostwestfalen-Lippe verstärkt werden.

Der Preis in Höhe von mindestens 2.000 Euro für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten zu den genannten Bereichen wird alle zwei Jahre an Nachwuchswissenschaftlerinnen oder -wissenschaftler verliehen, deren Arbeiten noch nicht an anderer Stelle veröffentlicht oder mit Preisen ausgezeichnet sind.

Der Preis kann geteilt werden. Eine Rechtspflicht zur Verleihung besteht nicht. Eigenbewerbungen sind zulässig.

Die Auswahl und Bewertung der Arbeiten geschieht durch eine mindestens fünfköpfige Jury, bestehend aus dem Vereinsvorsitzenden, seinen Stellvertretern sowie weiteren Mitgliedern.

Der Rechtsweg bei der Auswahl und Bewertung der Arbeiten sowie bei der Verteilung des Preises ist ausgeschlossen.

Die mit dem Otto-Weerth-Preis ausgezeichneten Personen werden zum Thema ihrer Arbeit vor dem NHV einen Vortrag halten. Sie können Ergebnisse ihrer Arbeit in den Publikationsorganen des Vereins veröffentlichen.

Bei den ersten drei Verleihungen waren 1. Preisträgerinnen bzw. Preisträger:
Frau Annette Hennigs, Detmold, mit ihrer Doktorarbeit: "Gesellschaft und Mobilität. Eine Sozialgeschichte der Straßen am Fallbeispiel Lippe 1680-1820.", sowie
Frau Cornelia Halm, Münster, mit ihrer Doktorarbeit: "Conventus sororum de ordine predicatorum in Lemego.... Untersuchungen zum Dominikanerinnenkloster St. Marien in Lemgo."

Herr Roland Siekmann, Bielefeld mit seiner Doktorarbeit: "Eigenartige Senne. Zur Kultur-geschichte der Wahrnehmung einer peripheren Landschaft."

Der Otto-Weerth-Preis wird hiermit zum 15.7.2005 zum vierten Male - nach den Jahren 2000, 2002 und 2004 - ausgelobt. Das Preisgeld beträgt für das Jahr 2006 3.000 Euro.


INFO

Die Arbeiten - versehen mit einem kurzen Lebenslauf - sind bis zum 15.7.2005 an die nachfolgende Adresse zu senden:

Naturwissenschaftlicher und Historischer Verein für das Land Lippe e.V.
Willi-Hofmann-Str. 2
32756 Detmold

Ansprechpartner ist der Schriftführer des Vereins, Herr Dr. Wolfgang Bender, im Staatsarchiv Detmold, Tel. 05231/766-204.





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 5 09:20:17 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Apr 5 09:32:29 2005
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag, W. Wette: Antisemitismus in der deutschen
Wehrmacht, Paderborn, 13.04.2005
Message-ID: s2525867.080@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Barbara Stenger"
Datum: 04.04.2005, 20:17


AKTUELL

"Antisemitismus in der deutschen Wehrmacht"
Vortrag von Wolfram Wette
Zeit: am 13. April 2005, 19 Uhr
Ort: Räume der AWO, Leostr. 45, 33098 Paderborn
Eintritt: frei

Der Verein für Geschichte an der Universität Paderborn VfG freut sich, gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Paderborn zu diesem Vortrag einladen zu dürfen.

gez. Dr. Margit Naarmann, 1. Vors. VfG


Zum Vortrag:

Gab es in der deutschen Wehrmacht einen besonders ausgeprägten Antisemitismus, der die Beteiligung von Soldaten an den Judenmorden erklären kann? Weshalb konnten die Täter des Holocaust offensichtlich mit der aktiven Zustimmung oder zumindest mit dem klammheimlichen Wegschauen der Mitläufer rechnen, zu denen auch Soldaten der Wehrmacht gehörten? Richtig ist der Hinweis auf die Obrigkeit, in diesem Falle auf die militärischen Oberkommandos, die mit ihren zentralen Befehlen die Schleusen zu den Mordtaten öffneten und damit sicher stellten, dass die Judenmorde als Staatsverbrechen organisiert und durchgeführt werden konnten.

Aber die Ursachen dieses Verhaltens liegen tiefer. Es gab auch im deutschen Militär eine Tradition des Antisemitismus, die zumindest bis in die Zeit des deutschen Kaiserreiches zurückreicht. Sie ist bislang wenig thematisiert worden. In mehreren deutschen Publikationen wird das - an sich ehrenwerte - Ziel verfolgt, antisemitische Parolen früherer Jahrzehnte über die angebliche Drückebergerei von Juden im Ersten Weltkrieg zu widerlegen. Sie bestätigen, dass die Deutschen jüdischen Glaubens nicht minder patriotisch waren als die Deutschen anderer Konfessionen. Eine in den 70er Jahren im Auftrage des Bundesministeriums der Verteidigung erarbeitete Wanderausstellung "Deutsche jüdische Soldaten 1914-1945", die seitdem durch die Republik wandert, verfolgte das "staatspolitische Anliegen", so der damalige Bundestagspräsident Richard Stücklen, die deutschen jüdischen Soldaten zu rehabilitieren.

Man reibt sich die Augen - und erkennt, dass bei dieser Perspektive eine viel wichtigere Frage ungestellt bleibt und ausgeblendet wird: Die Frage nach dem Ausmaß und der Rolle des Antisemitismus im deutschen Militär vor Hitler und natürlich auch während der NS-Zeit. Der Tradition des Antisemitismus im deutschen Militär nachzugehen, ist der Gegenstand des Vortrages von Wolfram Wette, vormals (1971-1995) Historiker im Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, jetzt Professor für Neueste Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. In seinem Buch "Die Wehrmacht. Feindbilder, Vernichtungskrieg, Legenden", das soeben im Fischer-Taschenbuch-Verlag erschienen ist, wird dieser Problemkreis ausführlich untersucht.





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 5 09:22:42 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Apr 5 09:32:38 2005
Subject: [WestG]
[AKT] Vortrag, D. Simon: Das Ende des Zweiten Weltkrieges in
Luedenscheid, Luedenscheid, 13.04.2005
Message-ID: s25258ec.022@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "igb" , Institut für Geschichte und Biographie der Fernuniversität Hagen
Datum: 04.04.2005, 17:36


AKTUELL

In Zusammenarbeit zwischen dem Geschichts- und Heimatverein Lüdenscheid e.V. und dem Institut für Geschichte und Biographie der Fernuniversität Hagen findet am

13. April 2005, 17 Uhr,

eine Veranstaltung zum Thema

13. April 1945 - Das Ende des Zweiten Weltkrieges in Lüdenscheid

statt.

Der Referent Dietmar Simon, promovierter Historiker und Gymnasiallehrer, zeichnet in seinem Vortrag die Ereignisse nach, die am 13. April 1945 schließlich zur Übergabe Lüdenscheids an die Amerikaner führten. In Bildern, Erlebnisberichten und Texten beschreibt Simon mit der Lage der Stadt bei Kriegsende die Ausgangssituation für die Nachkriegszeit und gewährt 60 Jahre danach Einblick in die Erinnerungen der Menschen.

Dietmar Simon promovierte 1994 mit einer Untersuchung über die Geschichte der Arbeiterbewegung in Lüdenscheid im 19. und 20. Jahrhundert. Im vergangenen Jahr legte er die Biographie "Deckname Dobler" über den Kommunisten Werner Kowalski vor. Zu seinen Veröffentlichungen gehören darüber hinaus zahlreiche Buch- und Zeitschriftenbeiträge zur lokalen und regionalen Geschichte. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Geschichts- und Heimatvereins Lüdenscheid e.V.

Im Gespräch mit Alexander von Plato, dem Leiter des Instituts, besteht Gelegenheit, Erinnerungen und Ansichten zu diesem historischen Datum zu diskutieren.


INFO

Ort: Institut für Geschichte und Biographie, Liebigstr. 11, Lüdenscheid

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

Institut für Geschichte und Biographie
Liebigstr. 11
58511 Lüdenscheid
Tel. 02351-24580
URL: www.INST_GESCHUBIOG@fernuni-hagen.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 5 09:27:30 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Apr 5 09:32:48 2005
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Filmreihe_=22Vom_Ende_zum_Anfan?=
=?iso-8859-1?q?g_-1945_im_Film=22=2C_M=FCnster=2C_Cinema_?=
Message-ID: s2525a0c.038@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 04.04.2005, 14:26


AKTUELL

"Vom Ende zum Anfang -1945 im Film": LWL und "Linse" zeigen Filmreihe im Cinema

Unter dem Titel "Vom Ende zum Anfang - 1945 im Film" blicken der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und das Cinema in Münster mit einer Filmreihe aus cineastischer Sicht auf das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa, das sich im Frühjahr 2005 zum 60. Mal jährt. Denn das Jahr 1945 hat als Epochenjahr deutscher und europäischer Geschichte auch im Filmschaffen vielfältigen Niederschlag gefunden. Im Rahmenprogramm der Fotoausstellung "1945 im Blick der Fotografie", die der LWL vom 22. Mai bis 11. September in seinem Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte zeigt, organisiert das Westfälische Landesmedienzentrum des LWL gemeinsam mit der "Linse" (Verein für Förderung kommunaler Filmarbeit) eine Filmreihe, die das Jahr 1945 in den Fokus rückt. Vom 7. April bis zum 28. Juli laufen im Cinema jeweils donnerstags um 18 Uhr Filme aus dem oder zum Jahr 1945 gezeigt. Fachkundige Referenten führen jeweils in den Film ein und laden nach dem Film zur Diskussionen ein.

Das Jahr 1945 zerfällt grob betrachtet in drei unterschiedliche Zeitabschnitte, denen die Auswahl und Zuordnung der Filme folgt: Zunächst die Phase des letzten Kampfes. Exemplarisch stehen dafür die Filme "Kolberg", "Die Brücke" und "Ich war 19".

Die zweite Phase des Jahres 1945 lässt sich mit dem Schlagwort der "Stunde Null" umschreiben: Dem Film "Stunde Null" von Edgar Reitz gelingt es, die Atmosphäre und Probleme dieser Zeit plastisch zu vergegenwärtigen. Historisches Filmmaterial aus amerikanischen und britischen Archiven vom Einmarsch in Westfalen sowie deutsche Amateurfilme aus der Region laufen im Cinema unter dem Titel "Trümmer und Träume" als Collage. Resnais' "Nacht und Nebel" führt vor Augen, was die Deutschen während der NS-Zeit nicht wahrgenommen haben und nicht wahrhaben wollten: den Holocaust an den europäischen Juden. Das Besondere an dem Film: Er ist in einer westdeutschen und ostdeutschen Version zu sehen.

Die dritte Phase des Jahres 1945 bildete die langsame Rückkehr des Alltags und der Aufbau erster zarter demokratischer Strukturen. Die Spielfilme "Deutschland im Jahre Null" und "Berliner Ballade" erzählen die Geschichten der Menschen aus dieser Zeit.


INFO

Cinema
Warendorfer Str. 45-47
48145 Münster
Tel. 30.300
URL: www.cinema-muenster.de


Folgende Filme werden gezeigt:
Do 7. April, 18:00 Uhr : Deutschland im Jahre Null
GERMANIA, ANNO ZERO · I/D 1947/48 · Regie: Roberto Rossellini
Mit einer Einführung durch den Filmhistoriker Dr. Hans Gerhold

Do 21. April, 18:00 Uhr: Kolberg
D 1943-45 Regie: Veit Harlan
Mit einleitendem Referat von Filmhistoriker Dr. Gerd Albrecht und anschließender Diskussion.

Do 5. Mai, 18:00 Uhr Berliner Ballade
D 1948 Regie: Robert A. Stemmle
Mit einer Einführung durch den Filmhistoriker Dr. Hans Gerhold

Do 2. Juni, 18:00 Uhr: Die Brücke
D 1959 - Regie: Bernhard Wicki
Mit einer Einführung durch Robert Gücker (Landesmedienzentrum)

Do 9. Juni, 18:00 Uhr: Stunde Null
D 1976/77 Regie: Edgar Reitz
Mit einer Einführung durch den Filmhistoriker Hans Gerhold

Do 23. Juni, 18:00 Uhr: Nacht und Nebel (ost- und westdeutsche Version)
NUIT ET BROUILLARD Frankreich 1955 Regie: Alain Resnais
Mit einer Einführung durch den Filmhistoriker Jörg Frieß

Do 7. Juli, 18:00 Uhr : Ich war 19
DDR 1968 Regie: Konrad Wolf
Mit einer Einführung durch den Drehbuchautor des Films: Wolfgang Kohlhaase

Do 28. Juli, 18:00 Uhr: Trümmer und Träume - Westfalen 1945.
Amateurfilme aus Westfalen 1945

Mit einer Einführung durch Robert Gücker, Volker Pade und Dr. Markus Köster (Landesmedienzentrum)











From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 5 09:31:55 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Apr 5 09:32:59 2005
Subject: [WestG]
[KONF] Tagung: Peter Hille und Else Lasker-Schueler, Oelde,
08./09.04.2005
Message-ID: s2525b2c.055@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Dirk Bogdanski",
Datum: 04.04.2005, 11:05


TAGUNG

"Prophet und Prinzessin" - Peter Hille und Else Lasker-Schüler

In Vorträgen, Workshops, Gesprächen und zwei Abendveranstaltungen geht das
Museum für Westfälische Literatur am 8. und 9. April 2005 im Rahmen einer
zweitägigen Tagung der ebenso faszinierenden wie irritierenden
Künstlerfreundschaft zwischen Peter Hille und Else Lasker-Schüler nach.

Sie waren eines der eigentümlichsten Paare der deutschen
Literaturgeschichte: Der "Literaturzigeuner", "Weltpilgrim", "Prophet" und
"Apostel" Peter Hille (1854-1904) und die exaltierte Else Lasker-Schüler
(1869-1945), für viele die bedeutendste deutsche Lyrikerin überhaupt. In der
Tagung am 8. und. 9. April auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in
Oelde-Stromberg wird neben wissenschaftlichen Vorträgen zur heutigen
Peter-Hille-Forschung und zur Beziehung zwischen Hille und Else
Lasker-Schüler auch dem literarischen Text selbst Aufmerksamkeit geschenkt.
Damit soll nicht nur ein wissenschaftliches, sondern auch ein allgemein
kulturinteressiertes Publikum angesprochen werden. Initiatoren des
zweitägigen Workshops sind die Literaturkommission für Westfalen und die
Peter-Hille-Forschungsstelle der Universität Paderborn, die im Herbst
vergangenen Jahres eingerichtet wurde.

In der alten Reichshauptstadt Berlin waren sie Stadtgespräch - Hille mit
Rauschebart und Bettlerkleidung, sie ausstaffiert wie eine orientalische
Prinzessin. Gemeinsam versuchten Hille und Lasker-Schüler, die Fesseln der
bürgerlichen Lebensweise abzustreifen und ihre literarisch-künstlerische
Existenz radikal auszuleben. Peter Hille war Else Lasker-Schülers erster
Mentor. Sie vergötterte ihn wie einen Guru und verklärte ihn in ihrem
"Peter-Hille-Buch" (1906). Ein Werk, das auch ihre literarische
Selbstfindung dokumentiert, denn unter dem Einfluss Hilles fand die
ursprünglich malende Künstlerin zum Schreiben, das immer radikalere Züge
annahm. Neben mehreren Gedichtbänden und Romanen veröffentlichte sie auch
Theaterstücke. Seit 1903 war Lasker-Schüler in zweiter Ehe mit Herwarth
Walden verheiratet, dem Herausgeber der legendären Künstlerzeitschrift "Der
Sturm". Zu ihrem Freundeskreis zählte neben Gottfried Benn auch Franz Marc.
Kristallisationspunkte solcher Beziehungen innerhalb der Künstlerszene waren
die Berliner Kaffeehäuser wie das "Café des Westens". Hier vertiefte sich
auch Else Lasker-Schülers Bekanntschaft zu dem ewig mittellosen Peter Hille,
der als Inkarnation der Berliner Boheme um 1900 gilt. Nach Wanderungen durch
Europa und den erfolglosen Versuchen, eine selbständige literarische
Existenz als Redakteur und Autor aufzubauen, lebte er seit 1895 in Berlin.
Hier schloss er sich der Künstlerkommune "Die neue Gemeinschaft" an und
unterhielt seit 1903 in dem Künstlerlokal "Dalbelli" ein eigenes
literarisches Kabarett, in dem unter anderen Lasker-Schüler auftrat.

Hille war ein Verfechter des Geniegedankens. Er sah sich selbst als Messias,
der seinen Mitmenschen reine Wahrheit einschenkte. In seinen Briefen
präsentierte er sich wie ein Abenteurer: kühnste Pläne beflügelten ihn.
Daneben stehen, ausgelöst durch jahrzehntelange Erfolglosigkeit, Phasen
tiefster Depression. Das Charakteristische seines Oeuvres ist nicht im
Vollendeten, sondern im Entwurf, in der Momentaufnahme zu finden. Seine
bevorzugte Gattung war die aus dem Moment geborene Kleinform des Aphorismus.
Seine größtenteils unausgeführten Manuskripte führte der Dichter in
Seesäcken mit sich herum. Der Hauptteil seines Werks ging verloren oder ist
nur durch Zufall überliefert. Als Unikum wurde Hille selbst Gegenstand von
Dichtung, von Gerhard Hauptmann bis Wolf Biermann. Erich Mühsam, der Hille
wie kaum ein anderer verehrte, urteilte über ihn: "Über Peter Hille etwas zu
sagen, ist sehr schwer... Peter Hille ist Peter Hille. ...Er dichtet den
Himmel auf die Erde. Was für ein weises Kind muss dieser Dichter sein!"

Mit thematischen Schwerpunkten wie "Die Boheme", "Textwerkstatt" und
"Literaturbühne" eröffnet die Tagung verschiedene Möglichkeiten und
Perspektiven, sich dem Propheten Hille und seiner Prinzessin Else
Lasker-Schüler zu nähern. So werden u.a. Vorträge gehalten zum literarischen
Leben in Berlin um 1900, zu Hilles Prosagedichten und zur Rezeption seines
Werkes heute. Auch die literarische und persönliche Beziehung der beiden
rückt ins Blickfeld, etwa in Vorträgen zu Else Lasker-Schülers
"Peter-Hille-Buch" oder in Walter Göddens Textcollage "Tagebuch einer
Künstlerfreundschaft", die von der Studiobühne der Universität Paderborn
aufgeführt wird. Die Abendveranstaltung am 8. April (Beginn19.30 Uhr) "Ich
muss Euch alles sagen, liebet mich dafür" wirft in unterschiedlichen Texten,
vorgetragen von den Schauspielern Nina West, David Nathan und Erwin
Schastok, facettenreiche Schlaglichter auf Lasker-Schülers Freundschaften im
Berliner "Café Größenwahn". Am 9. April um 19.30 Uhr heißt es dann zum
Abschluss "Und heute geh'n wir ins... Cabaret zum Peter Hille". Das
Chansontheater "fortepiano" bietet eine heitere Revue mit Texten und
Chansons aus den Sternstunden des deutschen Kabaretts.

Bereichert wird die Tagung durch ein Rahmenprogramm mit einer Ausstellung
von Theresia Schüllner, die sich künstlerisch mit Autographen von Else
Lasker-Schüler und Peter Hille auseinandersetzt, und einer
Video-Installation von Heinrich Schürmann, die Texte, Fotos und Gemälde
Lasker-Schülers zur Anschauung bringt. Zudem werden Original-Handschriften
und Erstausgaben Peters Hilles gezeigt und Texte des "Literaturzigeuners" an
drei Hörinseln im Park des Museums zu Gehör gebracht.

Die Tagung wird am Freitag, 8. April um 15 Uhr auf dem Kulturgut Haus
Nottbeck - Museum für Westfälische Literatur in Oelde-Stromberg eröffnet. Am
Samstag, 9. April, beginnt das Programm um 9.30 Uhr. Die Teilnahmegebühr
beträgt für zwei Tage 25,- EUR (inklusive Verpflegung). Die Eintrittspreise
für die Abendveranstaltungen betragen jeweils 10,- EUR, ermäßigt 8,- EUR.
Informationen und Anmeldung im Museum für Westfälische Literatur.


Museum für Westfälische Literatur - Kulturgut Haus Nottbeck
Landrat-Predeick-Allee 1
59302 Oelde-Stromberg

Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag: 14.00 - 18.00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11.00 - 18.00 Uhr

Kultur-Café
Öffnungszeiten:
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 14.00 - 18.00 Uhr
Und nach Vereinbarung







From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Apr 6 11:29:46 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Apr 6 11:52:31 2005
Subject: [WestG] [TOC] Sauerland, Nr. 1/2005
Message-ID: s253c82b.087@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 06.04.2005, 09:50


SERVICE: TOC

Sauerland-
Zeitschrift des Sauerländer Heimatbundes
Heft 1 / März 2005
ISSN: 0177-8110

Seiten in Auswahl (AS)


S. 4-10
Avenarius, Hermann
Carl Schmitt: Leben und Werk

S. 11-13
Cordes, Werner F.
Osterfeuer und "Arma Christi"
Zur Symbolik der Attendorner Osterkreuze

S. 14-17
Körner, Günter / Polzer, Mario
Die Gescichte der Negerglocke

S. 21f.
Bönemann, Theo
Die Luisenhütte in Balve-Wocklum

S. 23
Lettermann, Heinz
Kapelle "Zur Hl. Familie" lädt zum stillen Gebet

S. 24f.
Richter, Erika
150 Jahre Schloßherren in Canstein

S. 26f.
Bönemann, Theo
Briefkästen

S. 32f.
Schulte-Hobein, Jürgen
Engelbert Seibertz-
ein Künstlerleben miit schweren Schicksalsschlägen

S. 37
Reininghaus, Wilfried
Professor Dr. Albert K. Hömberg

S. 40
Meldungen

S. 41-47
Schrifttum





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Apr 6 11:01:40 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Apr 6 11:53:46 2005
Subject: [WestG] [TOC] Die Warte, Nr. 125, Ostern 2005
Message-ID: s253c1a6.066@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 06.04.2005, 10:45


SERVICE: TOC

Die Warte
Heimatzeitschrift für die Kreise Paderborn und Höxter
Ostern 2005
Nr. 125
ISSN 0939-8686

Seiten in Auswahl (AS)


S. 2-4
Rüthing, Heinrich
Die Inschrift an der mittelalterlichen Pforte des Klosters Böddeken

S. 5-7
Brassel, Dirk / Eller-Studzinsky
1175 Jahre Brakel - 775 Jahre Stadt Brakel

S. 8f.
Holländisches Museum sucht Erinnerungsberichte
von Zeitzeugen und Fotos vom Flugzeugabsturz
in der Egge bei Altenbeken im Jahr 1945

S. 10-15
Müller, Rolf-Dietrich
Stadtbaurat und Heimatforscher:
Paul Michels (1882-1970)

S. 16-18
Köhne, Josef
Das erlebte nicht vergessen
60 Jahre nach "jenen Tagen" regen sich in
Holzhausen die Erinnerungen

S. 22f.
Meyer, Barbara
Verfemt
Eine spätmittelalterliche Chronik beschädigt
den Ruf Paderborns

S. 28-31
Möhring, Peter
Kirche und Zwangsarbeit in den Kreisen
Paderborn und Höxter

S. 32f.
Multhaupt, Hermann
Erfolgreiche Schriftstellerin Ostwestfalens starb
vor 100 Jahren: Ferdinande von Brackel (1835-1905)

S. 34-36
Leifeld, Johannes
Dörenhagen: Außen- und Innenansichten eines Dorfes

S. 37-40
Ellermann, Norbert
Als auf Schloss Hamborn die Hakenkreuzflagge wehte

Beilage
Gaidt, Andreas (Bearb.)
die warte
Inhaltsverzeichnis zum Jahrgang 2004
Hefte 121-124





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Apr 6 11:22:30 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Apr 6 11:54:26 2005
Subject: [WestG] [KONF] Der Kirchhof im Dorf. Ort und Raum symbolischer
Kommunikation, 04.03.2005
Message-ID: s253c68f.050@lwlapp.itz.lwl.org

Von "Antje Diener-Staeckling",
Datum: 06.04.2005 10:18


TAGUNGSBERICHT

Tagung: Der Kirchhof im Dorf. Ort und Raum symbolischer Kommunikation.
(15.-18. Jahrhundert)
4. März 2005
Veranstalter: Professor Werner Freitag, Historisches Seminar, Abteilung
Landesgeschichte
Senatsaal des Schlosses der WWU Münster

Friedhof, Weise, Warenlager- Tagung "Der Kirchhof im Dorf" zeigt die
Polyfunktionalität des Kirchhofes

Der "Kirchhof im Dorf" stand im Mittelpunkt einer interdiziplinären
Arbeitstagung, die am 4. März 2005 im Senatsaal des Schlosses veranstaltet
wurde. Professor Werner Freitag hatte zu einer Arbeitstagung geladen. Im
Rahmen der Tagung wurde das Thema seines neuen Forschungsprojektes
vorstellt. Freitag präsentierte damit seinen Projektantrag für den SFB 496
Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme an der WWU
Münster. Bereits während der Begrüßung hielt Werner Freitag die wichtigsten
Punkte des Projektes fest: Inhalt des Projektes, soll es sein zu
untersuchen, welche Funktionen der dörfliche Kirchhof in der frühen Neuzeit
hatte. Dabei ist es besonders interessant zu sehen, wo sakrale und profane
Elemente aufeinandertrafen. Deshalb erscheint es besonders wichtig zu
beachten, wo Rituale und Zeichen besondere Räume auf dem Kirchhof schufen
und wie diese nach außen und innen Grenzen setzten.

Besonders erweist sich dabei die Polyfunktionalität des Kirchhofs in Spätmittelalter
und Früher Neuzeit als interessant. Friedhof, Weide, Warenlager, Versammlungsort
und Handelsplatz, alles das konnte ein Kirchhof sein. Vielfältig wie die Nutzung
eines Kirchhofs waren auch die Vorträge der zur Tagung geladenen
Wissenschaftler: Neben historischen Vorträgen, wurde der Kirchhof auch aus
volkundlicher, siedlungsgeschichtlicher und sprachgeschichtlicher
Perspektive betrachtet. Es zeigte sich: Kirchhöfe waren viel mehr als reine
Begräbnisstätten: Sie waren wichtiger sozialer Mittelpunkt innerhalb der
dörflichen Gesellschaft. Sie waren ebenso Bindeglied zwischem sakralen und
profanen Leben, wie wichtiger Kommunikationsplatz für die Dorfgemeinde. Die
Tagung Der Kirchhof im Dorf zeigte auch: Vieles über diesen so alltäglichen
und doch gemeinisvollen Ort Kirchhof ist bis jetzt noch nicht bekannt. Hier
will das von Professor Werner Freitag geplante Projekt mit seinem
Forschungsvorhaben ansetzen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Apr 6 11:32:30 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Apr 6 11:55:22 2005
Subject: [WestG] [KONF] Vom "Ruhrkessel" zur Gruendung des Landes NRW,
Bochum, 13.04.2005
Message-ID: s253c8d1.094@lwlapp.itz.lwl.org

Von "Josef König",
Datum: 06.04.2005 10:16


SYMPOSION

Befreites Land
Vom "Ruhrkessel" zur Gründung des Landes NRW
RUB-Symposion über das Kriegsende vor 60 Jahren

Vor 60 Jahren schlossen die Alliierten den "Ruhrkessel" bei Lippstadt:
Zwischen dem 9. und 14. April 1945 besetzten sie die großen Städte des
Ruhrgebiets. Unter dem Titel "Befreites Land" laden die Stiftung Bibliothek
des Ruhrgebiets und die Landeszentrale für politische Bildung am 13. April
2005 zu einem Symposion ein, das sich mit dem Kriegsende und der Gründung
des Landes Nordrhein-Westfalen befasst (ab 14 Uhr, Haus der Geschichte des
Ruhrgebiets, Clemensstr. 17-19, 44789 Bochum). Die Öffentlichkeit und die
Medien sind herzlich willkommen.

Zustände, Zwänge, Hoffnungen

Die meisten größeren Städte im Westen des Deutschen Reichs lagen in
Trümmern. Die Bevölkerungszahlen der Ruhrgebietsstädte hatten sich auf
weniger als die Hälfte des Vorkriegsstandes verringert. Das Symposion
"Befreites Land" ruft die Zustände, Zwänge und Hoffnungen jener Wochen in
Erinnerung: Was sollte mit dem deutschen Westen künftig geschehen? Viele
verfielen in Mutlosigkeit, andere regten sich sofort und begannen den
Wiederaufbau. Prof. Dr. Klaus Tenfelde, Leiter des Instituts für soziale
Bewegungen der RUB, eröffnet die Tagung. Anschließend beleuchten vier
namhafte Wissenschaftler den Weg der Region aus dem "Ruhrkessel" zum
Herzstück Nordrhein-Westfalens und würdigen die Entstehung des Landes NRW
in nur vier Monaten nach der Kapitulation.

INFO

Dr. Jürgen Mittag
Geschäftsführer der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets
Tel. 0234/32-26920
E-Mail: juergen.mittag@rub.de

Prof. Dr. Klaus Tenfelde
Leiter des Instituts für soziale Bewegungen der RUB (ISB)
Tel. 0234/32-24687
E-Mail: klaus.tenfelde@rub.de
Internet: http://www.rub.de/isb






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Apr 6 11:38:46 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Apr 6 11:55:26 2005
Subject: [WestG] [AKT] Besichtigungsfahrt: Entlang des Kanals zum
Schiffshebewerk Henrichenburg, 16.04.2005
Message-ID: s253ca56.029@lwlapp.itz.lwl.org

Von "gk-mail (Abeck)",
Datum: 05.04.2005 11:42
Übernahme aus der Mailing-Liste Geschichtskultur-Ruhr


AKTUELL

Samstag, 16. April 2005
Entlang des Kanals zum Schiffshebewerk Henrichenburg
Besichtigungsfahrt des Heimatbundes Gelsenkirchen

Im vergangenen Jahr führte eine Besichtigungsfahrt des Heimatbundes
entlang des Rhein-Herne-Kanals zu verschiedenen Häfen und Schleusen in
westlicher Richtung bis zum Duisburger Hafen. In diesem Jahr wird der
Heimatbund in östlicher Richtung von Gelsenkirchen aus entlang des
Rhein-Herne-Kanals Häfen und Schleusen mit dem Bus anfahren. Neben dem
Hafen Grimberg werden die Schleusen Wanne-Eickel und Datteln und
schließlich das Schiffshebewerk in Henrichenburg das Ziel sein. Die Fahrt
findet unter Leitung des Heimatbund-Vorsitzenden Jürgen Dzudzek statt.


INFO

Treffpunkt ist um 14.30 Uhr der Parkplatz hinter dem Musiktheater. Die
Rückkehr wird gegen 18 Uhr sein. Die Teilnehmergebühr beträgt 8,-- Euro.
Überweisungen auf das Konto des Heimatbundes: Sparkasse GE, Konto
101.093.993, BLZ 420 500 01 oder Volksbank GE, Konto 502.004.300, BLZ 420
600 01.

Anmeldungen sind ab sofort möglich bei Henni Abeler, Tel. 0209-81 11 12.
Die Teil-hmerzahl ist auf 30 begrenzt. Die Zusagen erfolgen in der
Reihenfolge der Anmeldungen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Apr 6 11:44:14 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Apr 6 11:55:30 2005
Subject: [WestG] [POS] LWL, Museumsleiter, Hagen und Detmold
Message-ID: s253cb94.046@lwlapp.itz.lwl.org

Von "Mathias Roß", mathias.roß at lwl.org
Datum: 05.04.2005 10:16


STELLENAUSSCHREIBUNG

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist Träger von 7 Landesmuseen in
Westfalen.

Beim Westfälischen Freilichtmuseum Hagen - Landesmuseum für Handwerk und Technik
- ist zum 01.07.2005,

beim Westfälischen Freilichtmuseum Detmold - Landesmuseum für Volkskunde - zum
01.11.2005

jeweils die Stelle

der Museumsleiterin / des Museumsleiters

zu besetzen.

Beide Museen zählen zu den bedeutendsten Freilichtmuseen Europas. Sie
verzeichnen jährlich zwischen 160.000 und 180.000 Besucherinnen und Besucher.
Das Museum in Detmold verfügt über rd. 45, das Museum in Hagen über rd. 30 fest
angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Daneben beschäftigen beide Museen
in der Saison von April bis Oktober regelmäßig 50 bis 70 Saisonkräfte.

Das Westfälische Freilichtmuseum Hagen
befasst sich als Landesmuseum für Handwerk und Technik mit dem Erbe und der
Geschichte dieses Wirtschaftszweiges und seiner Produktionsformen in Westfalen.
Es soll systematische Sammlungen zu Handwerk und Gewerbe anlegen, dieses
kulturelle Erbe sichern und bewahren und Objekte im Rahmen eines technik-
geschichtlichen Freilichtmuseums präsentieren. Mit dem Blick auf die
verschiedenen Wirtschaftsregionen Westfalens und die für sie typischen
Handwerks- und Gewerbebetriebe wird die Arbeitswelt mit ihren sozial-,
wirtschafts- und regionalgeschichtlichen Bezügen erforscht und den
Museumsbesuchern anschaulich nahegebracht.

Das Westfälische Freilichtmuseum Detmold
zeigt in mehr als 100 vollständig eingerichteten historischen Gebäuden den
Wandel der Kultur- und Alltagsgeschichte Westfalens vom Mittelalter bis zur
Gegenwart. Auf etwa 100 ha Kulturlandschaft werden ländliche und dörfliche sowie
kleinstädtische Lebensverhältnisse in ihren jeweiligen regionaltypischen
Charakteristika mit Hilfe modernster didaktischer Methoden präsentiert. Ein
besonderes Augenmerk gilt dem historischen Wandel des ländlichen Raumes sowie
der Erhaltung verschiedener Tier- und Pflanzenarten unter historischen und
landschaftsökologischen Aspekten.


Für die Museumsleitungen werden Persönlichkeiten gesucht, die die Museen
inhaltlich und organisatorisch entsprechend den Anforderungen an einen
zeitgemäßen Museumsbetrieb mit Erlebnischarakter führen und fortentwickeln.

Die Bewerberinnen / Bewerber verfügen über fundierte Fachkenntnisse, ein mit der
Promotion abgeschlossenes Studium, vorzugsweise mit kultur- oder sozial-
geschichtlicher Ausrichtung, sowie über eingehende Berufspraxis im Museums-
bereich in leitender Funktion.

Wir erwarten die Fähigkeit zu strukturiertem und konzeptionellem Denken,
kommunikative Begabung, Personalführungskompetenz, sowie Entscheidungsfreude und
Durchsetzungsvermögen bei hoher Integrationsfähigkeit.


Die Stellen werden zunächst befristet für 6 Jahre auf der Grundlage eines
Angestelltenverhältnisses besetzt.

Bei einer Fortsetzung des Beschäftigungsverhältnis nach Ablauf des Befristungs-
zeitraumes wird das Beschäftigungsverhältnis unbefristet fortgesetzt. Die
Dotierung der Stellen ist an die Besoldungsgruppe A 16 angelehnt und entspricht
ihrer herausgehobenen Bedeutung und Verantwortung.


Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. Frauen werden gemäß
Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher
Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers
liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind ebenfalls
ausdrücklich erwünscht.

Für telefonische Auskünfte steht der Kulturdezernent, Landesrat Prof. Dr. Teppe,
zur Verfügung (Tel.: 0251 591-233).

Bitte verwenden Sie im Fall einer Bewerbung auf die Stelle beim Westf.
Freilichtmuseum Detmold die Kennnummer 15/05, im Fall einer Bewerbung auf die
Stelle beim Westf. Freilichtmuseum Hagen die Kennnummer 16/05. Doppelbewerbungen
sind möglich. Die Bewerbungsfrist für beide Stellen läuft mit dem 28.04.2005
aus.

Publikationen bitte nur nach Aufforderung einsenden!

Ihre Bewerbung/en richten Sie bitte an den


Landschaftsverband Westfalen-Lippe
www.lwl.org

- Personalabteilung -

48133 Münster




From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Apr 6 12:22:38 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Apr 6 12:24:37 2005
Subject: [WestG] [KONF] besiegt - befreit - besetzt, Veranstaltungsreihe zum
60. Jahrestag des Kriegsendes
Message-ID: s253d4a1.093@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Quaschny, Rico",
Datum: 05.04.2005 10:09


VERANSTALTUNGSREIHE

"besiegt * befreit * besetzt"
Veranstaltungsreihe des Stadtarchivs Bad Oeynhausen zum 60. Jahrestag =
des=20
Kriegsendes

Eine Veranstaltungsreihe des Stadtarchivs Bad Oeynhausen in Kooperation =
mit:=20
Volkshochschule Bad Oeynhausen, Begegnungszentrum Druckerei, Frauen-
Geschichtswerkstatt Bad Oeynhausen, Arbeitskreis f*r Heimatpflege der =
Stadt Bad=20
Oeynhausen, Stadtb*cherei Bad Oeynhausen, Vereinsring Rehme, Vereinsring=20=

Babbenhausen-Oberbecksen, Immanuel-Kant-Gymnasium (Bad Oeynhausen) und =
Mindener=20
Geschichtsverein

"Der Untergang"
Film *ber die letzten Tage Hitlers und seiner Gefolgsleute
Berlin, April 1945. Ein Volk wartet auf seinen Untergang. In den Stra*en =
der=20
Hauptstadt tobt der H*userkampf. Hitler hat sich mit seinen Gener*len =
und=20
engsten Vertrauten im "F*hrerbunker" der Reichskanzlei verschanzt, =
w*hrend=20
drau*en die Lage eskaliert. - Der eindringliche Film rekonstruiert das =
Geschehen=20
um Hitler in der Zeit vom 20. April bis zum 2. Mai 1945. Kaum ein anderer =
Film=20
zu einem historischen Thema stie* auf so widerspr*chliche Reaktionen wie =
"Der=20
Untergang" im vergangenen Jahr.
Regie: Oliver Hirschbiegel; Drehbuch: Bernd Eichinger; Darsteller: Bruno =
Ganz,=20
Alexandra Maria Lara, Corinna Harfouch, Ulrich Matthes, Juliane K*hler, =
Heino=20
Ferch u.a.
Eintritt: 4,- =80
Donnerstag, 14. April 2005, 20 Uhr
Begegnungszentrum Druckerei, Kaiserstr. 14

"Frei ... nun gilts, das Kommende zu *berstehen."
Lesung aus Tageb*chern und anderen Quellen zu den letzten Kriegstagen und =
zur=20
Besatzungszeit in Bad Oeynhausen
Der im Fr*hjahr 1945 aus Schlesien nach Bad Oeynhausen gefl*chtete =
Studienrat=20
Dr. Helmut Wocke (1890-1966) vermerkte am 3. April 1945 in seinem =
Tagebuch:=20
"Frei nun vom Nationalsozialismus * der w*re besiegt ... nun gilts, das =
Kommende=20
zu *berstehen." Die sehr pers*nliche Sicht von Wocke auf die letzten =
Kriegstage=20
und die beginnende Besatzungszeit wird an diesem Abend durch andere=20
zeitgen*ssische Aufzeichnungen und Quellen erg*nzt.=20
Dadurch entsteht das facettenreiche Bild einer Zeit zwischen Befreiung =
und=20
Niederlage, Besetzung und Neubeginn.
Vortragende:Sch*lerinnen und Sch*ler des Immanuel-Kant-Gymnasiums
Eintritt frei
Dienstag, 19. April 2005, 19.30 Uhr
Begegnungszentrum Druckerei, Kaiserstr. 14

"Als der Krieg zu Ende war ..."
Zeitzeugen aus Bad Oeynhausen erinnern sich
60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges geh*ren die noch lebenden=20=

Zeitzeugen zur *lteren Generation. Krieg, Kriegsende und Besatzungszeit =
haben=20
ihr Leben ma*geblich gepr*gt. Noch k*nnen sie ihr Wissen mitteilen und =
dar*ber=20
berichten, wie sie ganz pers*nlich das Ende des Krieges und den Beginn =
der=20
Besatzungszeit in Bad Oeynhausen erlebt haben. In der Veranstaltung =
werden=20
Zeitzeugen und Zeitzeuginnen berichten, Fragen beantworten und mit dem =
Publikum=20
diskutieren.
Moderation: Ursula Behrendt / Rico Quaschny / Sch*lerinnen und Sch*ler =
des=20
Immanuel-Kant-Gymnasiums
Eintritt frei
Dienstag, 26. April 2005, 19.30 Uhr
Begegnungszentrum Druckerei, Kaiserstr. 14

Ende und Neuanfang
Der 8. Mai 1945 in der deutschen Geschichte
Ausgehend von pers*nlichen Erinnerungen an die Situation in Bad Oeynhausen =
gegen=20
Ende des Krieges werden im ersten Teil des Vortrags Fragen zur Bilanz =
des=20
Zweiten Weltkrieges und zur Hinterlassenschaft der nationalsozialistischen=
=20
Herrschaft in Deutschland und Europa behandelt. Im zweiten Teil wird es um =
die=20
Chancen des Neuanfangs in Tr*mmern gehen, die sich aus der milit*rischen=20=

Niederlage und dem Ende des "Dritten Reiches" f*r die Deutschen=20
ergaben. Probleme der *ffentlichen Auseinandersetzung mit dem Erbe des=20
Nationalsozialismus in den beiden deutschen Staaten und im wiedervereinigte=
n=20
Deutschland werden im Mittelpunkt des abschlie*enden Vortragsteils stehen.
Referent: Prof. Dr. Reinhard R*rup, Berlin
Eintritt frei
Dienstag, 3. Mai 2005, 19.30 Uhr
Begegnungszentrum Druckerei, Kaiserstr. 14





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 11 10:42:23 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Apr 11 10:44:26 2005
Subject: [WestG] [AKT] LWL-Foerderpreis fuer westfaelische Landeskunde
Message-ID: s25a54a4.004@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 08.04.2005, 13:02


AKTUELL

LWL vergibt den Förderpreis für westfälische Landeskunde an Gudrun Mitschke-Bucholz und Roland Linde

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vergibt seinen Förderpreis für westfälisches Landesforschung in diesem Jahr an Gudrun Mitschke-Bucholz aus Detmold (Kreis Lippe) und an Roland Linde aus Münster. Die beiden Preisträger teilen sich ein Preisgeld in Höhe von 3.100 Euro. Das hat der LWL-Kulturausschuss am Freitag (08.04) in Oelde (Kreis Warendorf) beschlossen.

*Die beiden Preisträger haben mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten im außeruniversitären Bereich wichtige Beiträge zur Kulturpflege in Westfalen-Lippe geliefert. Da sie mit der Frühneuzeit und dem 20. Jahrhundert unterschiedliche Epochen behandeln, ergänzen sie sich ideal", urteilt der Rat für Westfälische Landeskunde, der Mitschke-Bucholz und Linde für das Arbeitsstipendium vorgeschlagen hat.

Mitschke-Bucholz beschäftigt die sich vor allem mit der Geschichte von Menschen, die vom Nationalsozialismus verfolgt wurden. Dabei kombiniert sie Methoden der *Oral History" (von Zeitzeugen erzählte Geschichte) mit ausführlicher Archiv- und Quellenarbeit. So kommt sie im Bereich der Mikrohistorie, die sich mit der Geschichte vor Ort beschäftigt, *zu Ergebnissen, die die Geschichte des 20. Jahrhunderts mit all ihren Schattenseiten auch für ein breites Publikum erfahrbar macht", lobt der Rat für Westfälische Landeskunde.

Zu ihren wichtigsten Veröffentlichungen gehören das *Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold" (2001), der stadtgeschichtliche Führer zu Orten jüdischer Geschichte in Detmold sowie das Buch *Die letzten Augenzeugen hören" (1998), in dem sie Interviews mit überlebenden Juden publizierte. Mitschke-Bucholz wurde 1962 in Blomberg (Kreis Lippe) geboren. Nach dem Abitur in Detmold studierte sie Germanistik und Musikwissenschaften in Marburg. Durch Projektarbeiten im Staatsarchiv Detmold kam sie zur Geschichte.

Linde beschäftigt sich mit dem frühneuzeitlichen
Alltagsleben, sein Spezialthema sind Gasthöfe und
Kaffeehäuser dieser Zeit, die er als Knotenpunkte des
Alltagsleben entdeckt hat. *Er hat Einiges zur Stadtgeschichte von Paderborn und Horn beigetragen und er hat die Geschichte zahlreicher Dörfer und Höfe verfasst. Aus seinen ortsgeschichtlichen Arbeiten erwuchsen wichtige Aufsätze zur bäuerlichen Sozialgeschichte zwischen Mittelalter und Moderne, insbesondere zu Themen wie Erbfolge, Individualität und Grundherrschaft", hebt der Rat für Westfälische Landeskunde hervor. Linde wurde 1968 in Detmold geboren, hier machte er auch sein Abitur. Danach studierte er Geschichte und Germanistik in Paderborn. Heute lebt er als freiberuflicher Historiker und Publizist in Münster. Ehrenamtlich arbeitet er an der Fachstelle Geschichte beim Lippischen Heimatbund, im Wissenschaftlichen Beirat des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe und im Heimatverein Horn.

Der Förderpreis, den der LWL jährlich vergibt, (bisher Arbeitsstipendium genannt) ist für Personen gedacht, die nicht an einer Universität tätig sind und in ihrer Freizeit Landesforschung betreiben oder die ehrenamtliche Forschung besonders fördern. Es soll diejenigen unterstützen, die meist ohne den ideellen und finanziellen Rückhalt einer großen Universität wesentliche Arbeitsergebnisse erbringen.







From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 11 14:25:25 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Apr 11 14:25:54 2005
Subject: [WestG] [DID] Landschaftsverbaende und Land planen gemeinsame
Beratungsagentur
Message-ID: s25a88f4.031@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 11.04.2005, 14:19


DIDAKTIK

Besserer Unterricht mit Medien
Landschaftsverbände und Land planen gemeinsame Beratungsagentur

Medien machen den Unterricht aktuell und anschaulich, außerdem ermöglichen sie neue Chancen für kooperative Lernformen. Damit das Lernen mit Medien zum Alltag in den nordrhein-westfälischen Schulen wird, wollen das Land und die beiden Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) künftig enger zusammen arbeiten. Dabei sollen das Medienzentrum Rheinland und das Westfälische Landesmedienzentrum des LWL im Auftrag des NRW-Schulministeriums die Rolle der "Medienberatung NRW" übernehmen.

Der LWL-Kulturausschuss hat am Freitag (08.04.05) in Oelde (Kreis Warendorf) diesem Konzept zugestimmt. Wenn die LWL-Landschaftsversammlung (22.04) und die entsprechenden Gremien des LVR und des Landes ebenfalls zustimmen, geht die "Medienberatung NRW" am 1. Januar 2006 für zunächst sechs Jahre an den Start. Die Kosten der "Medienberatung NRW" wird zu rund 85 Prozent das Land tragen, die übrigen 15 Prozent, zusammen rund 100.000 Euro, werden sich die beiden Landschaftsverbände teilen. Zudem wird die Zahl der für diese Aufgabe an das Westfälische Landesmedienzentrum abgeordneten Lehrkräfte von zwei auf vier erhöht.

Seit 1999 sind in allen 54 Kreisen und kreisfreien Städten des Landes sogenannte e-teams aktiv, die aus Lehrerinnen und Mitarbeitern der Schulverwaltungen bestehen. Sie beraten die Lehrerinnen und Lehrer der rund 6800 Schulen sowie der 400 Schulträger in NRW rund um das Lernen mit Medien. Zum Beispiel vermitteln sie Fortbildungsangebote, begleiten Schulen bei der Entwicklung praxisorientierter Medienkonzepte und beraten die Schulträger bei der Ausstattung ihrer Schulen mit Medien. Die beiden Medienzentren der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe nehmen dabei schon
bisher koordinierende Funktionen wahr.

Um die Arbeit dieser 54 e-teams in NRW noch wirksamer zu unterstützen, werden das Medienzentrum Rheinland und das Westfälische Landesmedienzentrum künftig die Rolle einer "Medienberatung NRW" übernehmen. Die neue Agentur mit Sitz in Düsseldorf und Münster soll die rund rund 500
e-team-Mitglieder mit Fachtagungen, Einzelberatungen und On- und Offline-Informationsangebote für ihre Beratungsaufgaben qualifizieren. Daneben soll die Agentur Medienangebote für die Ganztagsschule entwickeln und die Studienseminare dabei unterstützen, die Arbeit mit Medien in Lehrerausbildung zu integrieren.

"Die Vereinbarung mit dem NRW-Schulministerium und dem Landschaftsverband Rheinland bietet die Chance, das mediengestützte Lernen in den Schulen Nordrhein-Westfalens nachhaltig zu unterstützen. Zugleich bedeutet sie eine erhebliche Stärkung der Rolle Westfalens", so LWL-Kulturdezernent Prof. Dr. Karl Teppe. "Der LWL erhält Mitverantwortung für alle Aufgaben der Medienberatung NRW und wird künftig auch nach außen hin als gleichberechtigter Partner auftreten."







From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Apr 12 11:05:45 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue Apr 12 11:08:09 2005
Subject: [WestG] [TOC] Heimat Dortmund, 03/2004
Message-ID: s25baba9.019@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 12.04.2005, 11:00


SERVICE: TOC

Heimat Dortmund-Stadtgeschichte in Bildern und Berichten
Zeitschrift des Historischen Vereins für Dortmund und die
Grafschaft Mark e.V.
3/2004
ISSN: 0932-9757



S. 3-5
Bohrmann, Hans
Medienstadt Dortmund
Krisen sind Herausforderungen

S. 6-11
Szydlak, Simone
Geschichtspflege und Lokalpatriotismus
Zeitungen in Dortmunds "Vororten"

S. 12-17
Ellerbrock, Karl-Peter
"Vom Proletarier zum gleichberechtigten
Wirtschaftsbürger"
Kleine Geschichte der Hoesch-Werkszeitschriften

S. 18-20
Döring, Peter / Horstmann, Theo
"Unsere VEW"
Zur Geschichte und Funktion der Mitarbeiterzeitschriften
bei den Vereinigten Elektrizitätswerken Westfalen

S. 21
Pinetzki, Katrin
InDOpendent
Die Campus-Nachrichten

S. 22-26
Hieber, Hanne
Zwischen "Frauenzeitung" und "igitte"
Publikationen der Dortmunder
Frauenbewegung zwischen 1976 und 1991

S. 27
Stricker, Jürgen
Von Kochrezepten zu Fußball-Fakten
Die Vereins-Zeitschrift hat beim BVB eine junge
Tradition

S. 28f.
Ravenstein, Marianne
Probelauf in Dortmund
Das Kabelpilotprojekt Dortmund als Wegbereiter
für das duale Rundfunksystem

S. 30-32
Pätzold, Ulrich
Nischen nutzen-
eine Stärke der Dortmunder Rundfunkgeschichte

S. 33
Schröder, Roland
donews - Journalistische Ausbildungsinnovation
in Dortmund

S. 34f.
Eurich, Claus
Das Dortmunder Modell
Die gelungene Integration von Theorie und Praxis
am Institut für Journalistik der Universität

S. 36f.
Kopper, Gerd G.
Erich-Brost-Institut für Journalismus in Europa

S. 38-40
Toepser-Ziegert, Gabriele
Einmalig - das Institut für Zeitungsforschung der
Stadt Dortmund

S. 41f.
Pankratz, Manfred
Zugang zu Dortmunder Zeitungen

S. 43f.
Bohrmann, Hans (Bearb.)
Literaturauswahl Medien in Dortmund





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 12 17:58:40 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Apr 12 18:00:35 2005
Subject: [WestG] [PORT] Neue Inhalte im Internet-Portal "Westfaelische
Geschichte"
Message-ID: s25c0c6f.029@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Marcus Weidner",
Datum: 12.04.2005, 17:53


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Quellen / Quellensammlung:

1. Landes-Verordnungen der Grafschaft Lippe, Bd. 1
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2. Scotti: Gesetze und Verordnungen des Fürstbistums Münster, Bde. 1-2 (Bd. 3 in Vorbereitung)
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=pro&ID=16

3. Sabine Mecking: Verfolgung und Verwaltung. Die wirtschaftliche
Ausplünderung der Juden und die westfälischen Finanzbehörden
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=157

4. Schlüter: Provinzialrecht der Grafschaft Tecklenburg und der Obergrafschaft Lingen
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=lit&ID=362

5. Schlüter: Provinzialrecht der ehemaligen kurkölnischen Grafschaft Recklinghausen [Vest Recklinghausen]
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=lit&ID=860

6. Im Aufbau: Schlüter: Provinzialrecht des Fürstentums Münster / Steinfurt, Anholt, Gemen
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=lit&ID=859



Texte > Themen:

1. Karl Ditt: Kulturelle Entwicklungen in Westfalen 1900-1960
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=170

2. Sabine Heise: Frauen-Arbeiten - Zwischen Beruf und Berufung
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=405



Texte > Klassiker:
1. Wilhelm Müller-Wille: Westfalen - Landschaftliche Ordnung und Bindung eines Landes, 1952
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=lit&ID=79

2. Hermann Aubin: Die geschichtliche Entwicklung, 1931
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=lit&ID=4439

3. In Vorbereitung: Gert Engel, Politische Geschichte Westfalens, 1969

4. In Vorbereitung: "Das malerische und romantische Westfalen"








From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Apr 13 09:41:08 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Apr 13 11:42:52 2005
Subject: [WestG] [AKT] Archaeologische Funde - Der aelteste Westfale ist ein
Ur-Hagener
Message-ID: s25ce953.050@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Historisches Centrum Hagen",
Datum: 05.04.2005 21:37


AKTUELL

Der "älteste Westfale" ist ein "Ur-Hagener"
Neue Datierung bestätigt die große Bedeutung der Höhlenfunde in Hagen

Die im Frühjahr des vergangenen Jahres vom Arbeitskreis Kluterthöhle e.V.
unter Stephan Voigt aus einer engen und tief in ein Felsmassiv führenden
Höhle bei Hagen geborgenen menschlichen Überreste zählen Deutschland weit zu
den wichtigsten archäologischen Funden der letzten Jahrzehnte.

Diese Einschätzung zeichnet sich nach den bisher bekannten
Forschungsergebnissen mehr und mehr ab. Denn vor wenigen Tagen wurden die
neuesten Ergebnisse der im Februar vom Historischen Centrum Hagen in Auftrag
gegebenen neuen Altersbestimmung bekannt.

Bereits im Sommer 2004 hatte Prof. Dr. Pieter M. Grootes vom renommierten
Leibniz-Labor für Altersbestimmung und Isotopenforschung der Universität
Kiel eine Probe eines in der Höhle entdeckten Schädel auf das Alter von
10.700 Jahren datiert. Der Schädel gehörte zum Skelett eines Menschen, der
um 8.700 v.Chr. in einem älteren Abschnitt der frühen Mittelsteinzeit gelebt
hat.

Für Westfalen und das Ruhrgebiet handelt es sich um die bisher ältesten
Überreste des modernen Menschen. Darüber hinaus besitzen die Menschenreste
aus der Höhle als "Ur-Hagener" einen hohen Stellenwert für die historische
Identität der Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Region.

Aufwändige Untersuchung der Knochen

An einem Schädel wird eine Probe für die 14C-Datierung entnommen. Die
Datierung ergab: Dieser Schädel stammt von einem Menschen, der in der
Jungsteinzeit vor über 5.500 Jahren gelebt hat.
Im Februar 2005 gab das Historische Centrum Hagen weitere
naturwissenschaftliche Untersuchungen an den Menschenknochen in Auftrag.

Der Archäologe und Paläoanthropologe Dr. Jörg Orschiedt von der Universität
Hamburg entnahm aus den menschlichen Überresten für eine C14-Datierung
geeignete Proben.

In Kiel wurden die Proben in einem aufwändigen Verfahren im Leibniz-Labor
analysiert. Die dort angewandte C14- oder Radiokarbon-Methode basiert auf
dem Zerfall des radioaktiven Kohlenstoff-Isotops der Masse 14 (C14). Mit
dieser Methode können organische Stoffe, wie z.B. Holz, Knochen und Geweih,
derzeit bis zu einem Alter von 50.000 Jahren datiert werden.

Im Fall der Knochen aus der Hagener Höhle sind sich die Wissenschaftler aus
allen Fachrichtungen einig: Es handelt sich um ungewöhnlich gut erhaltene
Teile von menschlichen Skeletten. Deshalb ermöglichen sie nicht nur wichtige
Aussagen über die früheren Menschen, sondern auch eine zuverlässige
Datierung mit einer nur geringen Toleranz von (plus/minus) weniger als 50
Jahren. Dieser Zeitraum fällt bei dem hohen Alter der menschlichen Überreste
nicht ins Gewicht.

Nutzung der Höhle in der Steinzeit

Die neuesten Ergebnise der C14-Untersuchung beweisen das hohe Alter des im
vergangenen Jahr datierten Schädels durch eine weitere Probe aus einer
menschlichen Rippe, die ebenfalls aus der frühen Mittelsteinzeit vor rund
10.700 Jahren stammt. Schädel und Rippe gehören wahrscheinlich zu den
Skeletten von zwei verschiedenen Individuen. Insofern birgt die mittlerweile
gut gesicherte und ständig überwachte Hagener Höhle sicherlich noch einige
Überraschungen.

Aus Deutschland sind menschliche Überreste aus diesem Zeitraum, wie sie
jetzt in der Massenkalkhöhle bei Hagen entdeckt wurden, so gut wie nicht
bekannt. Doch auch Europa weit zählen entsprechende Funde aus dem so
genannten älteren Frühmesolithikum zu den Seltenheiten.

In der Mittelsteinzeit, die nach dem Ende der letzten Eiszeit gegen 9.500
v.Chr. begann, lebten auf dem Gebiet Deutschlands wahrscheinlich deutlich
weniger als 10.000 Menschen. Die damalige Bevölkerung einer Landfläche von
über 367.000 Quadratkilometern entsprach in etwa einer heutigen Kleinstadt.
Die Erforschung der Hagener Funde eröffnet der Wissenschaft neue
Perspektiven für die Untersuchung von menschlichen Gemeinschaften dieser
Zeit. Ob sie zum Beispiel bereits in eigenen Territorien lebten und seßhaft
waren, ist nur eine der vielen Fragen, die sich möglicherweise durch die
Hagener Funde klären lassen.

Doch die C14-Untersuchung in Kiel lieferte ein weiteres, überraschendes und
ebenfalls überregional bedeutendes Ergebnis.

Gleich zwei Knochenproben, von einem zweiten Schädel sowie aus einem
Wadenbein (Fibula), stammen nach der Analyse der Jungsteinzeit vor über
5.500 Jahren. Diese Knochen sind damit über 5.000 Jahre jünger als die
anderen bisher in der Höhle entdeckten Skelettreste aus der frühen
Mittelsteinzeit. Das Zeitfenster der in der Jungsteinzeit in Hagen lebenden
Menschen war von den Menschen der frühen Mittelsteinzeit ähnlich weit
entfernt, wie wir heute von der Jungsteinzeit.

Die neuen Untersuchungsergebnisse beweisen, dass die enge und tiefe Höhle
zumindest um 3.600 v. Chr. nochmals von Menschen genutzt wurde. Aus dieser
Phase der Steinzeit, die etwa zeitgleich mit der so genannten Michelsberger
Kultur (4.400-3.500 v.Chr.) ist, liegen in der Umgebung der Höhle zahlreiche
typische, jedoch bisher nicht genau zu datierende archäologische Funde vor.
Auch hier kann auf weitere, die Forschung beflügelnde Erkenntnisse gehofft
werden.

Arbeitsgruppe erforscht Leben, Tod und Umwelt der Steinzeitmenschen

Eine Arbeitsgruppe von renommierten Wissenschaftlern verschiedener Institute
und aus mehreren Fachrichtungen erforscht seit Februar die vielen
interessanten Fragen, die sich aus den menschlichen Überresten und den
weiteren Funden in der Höhle ergeben.

Die Höhle bietet eine sehr ungewöhnliche Fundsituation. So soll vor allem
geklärt werden, wie und aus welchen Gründen die Skelettreste zu
verschiedenen Zeiten in die Höhle gelangten.

Das federführend koordinierende Historische Centrum Hagen kooperiert dabei
eng mit den Wissenschaftlern des bekannten Neanderthal-Museums in Mettmann,
das die fachwissenschaftliche Betreuung des Projekts übernommen hat.

Die wissenschaftliche Untersuchung der Knochen sowie die Dokumentation der
archäologischen und naturwissenschaftlichen Befunde in der Höhle liefern
schon jetzt wichtige Erkenntnisse. Doch die Forscher wollen noch mehr. So
sollen Hinweise auf das Klima sowie auf die Tier- und Pflanzenwelt im Umfeld
der Höhle zur Zeit der Mittel- und Jungsteinzeit gewonnen werden. Aber auch
die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen den vielen Steinzeitfundstellen
in der Umgebung und den menschlichen Überresten in der Höhle gibt, bedarf
einer wissenschaftlichen Klärung.

Wichtige Fragen sind auch die Ernährung der Menschen, ihre Krankheiten und
die Ursachen ihres Todes. Vielleicht gelingt es auch, unter den zeitgleichen
Skelettresten die Beziehung zu einem Familienverbund oder zu einer sozialen
Gruppe zu ermitteln. Andere Untersuchungen werden mit modernsten
technologischen Verfahren versuchen, anhand der erhaltenen Skelett-Teile und
Schädel das Aussehen zumindest einiger dieser Menschen zu rekonstruieren.
Die Erforschung dieser Fragen umfasst sowohl die Höhle als auch deren Inhalt
sowie ihre nähere Umgebung und wird einige Zeit dauern.

In dem erst im November 2004 eröffneten Museum für Ur- und Frühgeschichte
Wasserschloss Werdringen werden zur Zeit bereits einige der entdeckten
menschlichen Überreste gezeigt. Die Erforschung von Höhle und
Fundzusammenhang soll in naher Zukunft im Museum für die Öffentlichkeit
umfassend und Schritt für Schritt dokumentiert werden. Die Öffentlichkeit
soll so die Möglichkeit erhalten, die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den
steinzeitlichen Menschen zeitnah wahrnehmen und an der spannenden
Erforschung teilhaben zu können.


INFO

Aktuelle Informationen:
http://www.museum-werdringen.de/hoehle.php

Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen
Werdringen 1
58089 Hagen
0 23 31 207 2740
http://ww.museum-werdringen.de




From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Apr 13 09:48:41 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Apr 13 11:42:59 2005
Subject: [WestG] [KONF] Frauen - Kloster - Kunst, Neue Forschungen zur
Kulturgeschichte des Mittelalters
Message-ID: s25ceb10.081@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Susan Marti",
Datum: 12.04.2005 11:15


TAGUNG

Internationale wissenschaftliche Tagung

Frauen - Kloster - Kunst
Neue Forschungen zur Kulturgeschichte des Mittelalters

13. bis 16. Mai 2005

Tagungsort:
Katholische Akademie des Bistums Essen, "Die Wolfsburg", Mülheim/Ruhr


Organisation
Prof. Dr. Carola Jäggi, Universität Erlangen
Prof. Dr. Hedwig Röckelein, Universität Göttingen
Dr. Jan Gerchow, Ruhrlandmuseum Essen

Die Tagung findet statt im Rahmen der Ausstellung
"Krone und Schleier. Kunst aus mittelalterlichen Frauenklöstern"
(Ruhrlandmuseum Essen und Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn):

http://www.ruhrlandmuseum..de/aktuell/sonder/detail.jsp?cid=1339
www.krone-und-schleier.de

Die Tagung wird gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.


Programm


Donnerstag, 12. Mai 2005
Anreise


Freitag, 13. Mai 2005
Das Frühstück kann jeweils zwischen 7.45 und 9.00 Uhr in der »Wolfsburg« eingenommen werden (siehe Anmeldeformular).

9.00 Uhr
Plenumsvorträge: "Krone und Schleier"
Moderation: Dr. Jan Gerchow, Ruhrlandmuseum Essen

Einführung in die Tagung durch
Prof. Dr. Carola Jäggi, Lehrstuhl für Christliche Archäologie und Kunstgeschichte, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen &
Prof. Dr. Hedwig Röckelein, Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte, Georg-August-Universität Göttingen:

1) PD Dr. Eva Schlotheuber, Institut für Mittelalterliche Geschichte, Ludwigs-Maximilians-Universität, München:
"Klostereintritt und Übergangsriten. Bedeutung der Jungfräulichkeit für das Selbstverständnis"

10.00-10.30 Uhr
Kaffeepause

10.30 Uhr
2) Dr. Nikolaus Gussone, Münster:
"Die Jungfrauenweihe in ottonischer Zeit"

3) Prof. Dr. Heinrich Rüthing, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld (Mittelalterliche Geschichte und Westfälische Landesgeschichte):
"Nonnenkrönungen in niedersächsischen Frauenklöstern"

12.00-13.00 Uhr
Mittagessen

13.00 Uhr
Plenumsvorträge zum Workshop "Bildung", Teil I
Moderation: PD Dr. Eva Schlotheuber

1) Dr. Katrinette Bodarwé, Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte, Georg-August-Universität Göttingen:
"Schadet Grammatik der Frauenfrömmigkeit?"

2) Dr. Eva Cescutti, Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften, Wien: "Wie man aus einer Hure eine Klosterfrau macht: konkurrierende weibliche Lebensmodelle in Hrotsvits 'Pafnutius'"

14.30-15.00 Uhr
Kaffeepause

15.00 Uhr
Bus-Transfer nach Essen

15.45 Uhr
Parallele Führungen durch den Essener Domschatz (Leitung: Frau Dr. Falk) und die Ausstellung im Ruhrlandmuseum Essen

17.00 Uhr
Bus-Transfer zwischen Ruhrlandmuseum und Domschatz

18.30 Uhr
Bus-Transfer vom Domschatz zum Ruhrlandmuseum

19.00 Uhr
Empfang im Ruhrlandmuseum

20.00 Uhr
Ruhrlandmuseum Essen: Öffentlicher Abendvortrag von Dr. Renate Kroos, München:
"Frau und Kunstgeschichte. Frauen und Kunst"

Anschließend Bus-Transfer nach Mülheim zur "Wolfsburg"


Samstag, 14. Mai 2005

9.00 Uhr
Plenumsvorträge zum Workshop "Bildung", Teil II
Moderation: Dr. Katrinette Bodarwé

3) Prof. Dr. Nigel F. Palmer, St Edmund's Hall, University of Oxford:
"Daughters of Salem. The Literary Culture of Cistercian Nuns in South-West Germany"

10.00-10.30 Uhr
Kaffeepause

10.30 Uhr
Plenumsvorträge zu den Workshops "Doppelklöster" und "Patrone"
Moderation: Prof. Dr. Jeffrey Hamburger, Department History of Art and Architecture Cambridge, Harvard University / Prof. Dr. Robert Suckale, Institut für Geschichte und Kunstgeschichte, TU Berlin

1) Prof. Dr. Michèle Gaillard, Université de Metz / Prof. Dr. Anne-Marie Helvétius, Université Paris VIII (Vincennes - St-Denis):
"Production de textes et réforme d'un monastère double: l'exemple de Remiremont du VIIe au IXe siècle"

2) PD Dr. Martina Backes, Université de Fribourg (Schweiz) / Dr. Barbara Fleith, Département de langue et littérature allemandes, Université de Genève:
"Zur Funktion von Heiligenviten in Text und Bild am Beispiel des Odiliakultes in südwestdeutschen Frauenklöstern"

12.00-13.30 Uhr
Mittagessen

13.30 Uhr
Plenumsvorträge zum Workshop "Kloster und Welt"
Moderation: Prof. Dr. Jeffrey Hamburger und Prof. Dr. Robert Suckale

1) Dr. Letha Böhringer, Historisches Archiv der Stadt Köln:
"Beginale Lebensformen im urbanen Kontext: Kölner Beginen und die Stiftsdamen von St. Ursula"

2) Prof. Dr. Katharina Krause, Kunstgeschichtliches Institut, Philipps-Universität Marburg:
"Stationäre Romfahrt und Repräsentation der Stifterin. Die Basilikenbilder im Augsburger Katharinenkloster"

15.00-15.30 Uhr
Kaffeepause

16.00-17.30 Uhr
Fahrt mit dem Bus nach Bonn. Möglichkeit zur Selbstverpflegung in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

17.30-21.00 Uhr
Besuch der Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

21.00 Uhr
Empfang der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Anschließend Bus-Transfer von Bonn nach Mülheim.


Sonntag, 15. Mai 2005 (Pfingstsonntag)

bis 10.00 Uhr
Gelegenheit zur Teilnahme am Gottesdienst

10.00 Uhr
Plenumsvorträge zu den Workshops "Reform" und "Raum"
Moderation: Prof. Dr. Carola Jäggi und Prof. Dr. Hedwig Röckelein

1) Dr. des. Claudia Mohn, Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Stuttgart:
"Beichte und Kommunion in Frauenklöstern. Liturgische und bauliche Besonderheiten am Beispiel fränkischer Frauenzisterzen"

10.45-11.00 Uhr
Kaffeepause

11.00-12.30 Uhr

2) Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, Lehrstuhl für Germanische Philologie, Ältere Deutsche Literatur und Sprache, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.:
"'Anfechtungen der Klosterleute'. Ethnologie eines zisterziensischen Reformklosters"

3) apl. Prof. Dr. Gudrun Gleba, Institut für Geschichte, Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg:
"Reform und Kunst in westfälischen Frauenklöstern im 15. Jahrhundert"

12.30-14.00 Uhr
Mittagessen

14.00 Uhr
Achtung: Die Workshops 1, 2, 3 und 4 finden gleichzeitig statt!

Workshop 1 "Bildung"
Moderation: Dr. Katrinette Bodarwé

1) Marlis Stähli M.A., Zentralbibliothek Zürich:
"Das Zürcher Fraumünster und der Archidiakon von Metz. Text- und Bücherbeschaffung im Mittelalter"

2) Dr. Adam S. Cohen, University of Toronto:
"Die romanischen gravierten Bronzeschalen: eine Neubewertung (The Romanesque Engraved Bronze Bowls: a Reappraisal)"

3) Dr. Morgan Powell, Franklin College Switzerland, Lugano (derzeit: Fellow, Erasmus Institute, University of Notre Dame (IN), U.S.A.):
"Magister et discipula: Vision and Gnosis ca. 1140"


14.00 Uhr
Workshop 2 "Kloster und Welt"
Moderation: Dr. Petra Marx, Westfälisches Landesmuseum Münster

1) Björn Statnik M. A., Technische Universität Berlin:
"Die Wandmalereien in der Vorhalle der ehemaligen Marien-Pfarrkirche des Klosters Niedernburg"

2) Kristin Böse M.A., Kunsthistorisches Institut, Universität Köln:
"Weltbezug und Weltabkehr als Paradigma der Bildausstattung von Oblatinnen- und Terziarinnengemeinschaften des späten Mittelalters und der Frührenaissance"

3) Tanja Kohwagner-Nikolai M.A., München:
"Tristan und Christus - Themen und Funktionen niederdeutscher Bildteppiche des Mittelalters"

15.30-16.00 Uhr
Kaffeepause

16.00 Uhr
4) Sarah Romeyke M.A., Humboldt Universität, Berlin:
"'Du most noch striden alse eyn degen' (WL 19,5). Der 'Tristan' im Frauenkloster"

5) Susanne Ruf M.A., Dresden:
"Memoria und Mäzenatentum im 15. Jahrhundert - Die Stiftungen der Familie Hardenrath an St. Maria im Kapitol zu Köln"


14.00 Uhr
Workshop 3 "Kunstproduktion"
Moderation: Prof. Dr. Jeffrey Hamburger

1) Barbara Schmidt-Eggert M.A., Berlin:
"Textile Strategien der Grenzüberschreitung - der Gösser Ornat der Äbtissin Kunegunde II."

2) Dr. Christine Sauer, Stadtbibliothek Nürnberg:
"Buchmalerei aus dem und Buchmalerei für das Katharinenkloster Nürnberg"

3) Dr. Ulrike Bodemann-Kornhaas, Kommission für Deutsche Literatur des Mittelalters der Bayrischen Akademie der Wissenschaften, München:
"Von Schwestern für Schwestern. Illustrierte Handschriften aus dem Umkreis der Freiburger Klarissin Sibilla von Bondorf"

15.30-16.00 Uhr
Kaffeepause

16.00 Uhr
4) Dr. Mateusz Kapustka, Instytut Historii Sztuki, Uniwersytet Wroclaw:
"Das Entfalten der Lektüre von imitatio. Bildtafel und Buch in der Frömmigkeit der Nonnen des mittelalterlichen Klarenstifts in Breslau"

5) Dr. Regina Scherping, Landesamt für Bodendenkmalpflege Schloss Wiligrad, Lübstorf:
"Der 'Nonnenstaub' aus dem Klarissenkloster zu Ribnitz, Mecklenburg-Vorpommern. Vom Tun und Treiben auf der Nonnenempore"

14.00 Uhr
Workshop 4 "Patrone"
Moderation: Prof. Dr. Hedwig Röckelein

1) Gabriele Unger M.A., Technische Universität Berlin:
"Die romanische Ausmalung der Krypta von St. Servatius in Quedlinburg"

2) Dr. Ralph Andraschek-Holzer, Niederösterreichische Landesbibliothek St. Pölten:
"Geschichtsdichtung im Frauenkloster: Die Nonnen von St. Bernhard und ihre Gründungslegende"

15.30-16.00 Uhr
Kaffeepause

16.00 Uhr
3) Dr. Kristina Hegner, Staatliches Museum Schwerin:
"Reliquien und Reliquiare im Zisterzienserinnenkloster zum Heiligen Kreuz in Rostock"

4) lic. phil. Marius Winzeler, Kulturhistorisches Museum Görlitz:
"Thesaurus Mariaestellensis - ein Heiltum, sein Stifter und ihre Bedeutung für die Schwesterngemeinschaft"

18.00 Uhr
Abendessen

20.00 Uhr
Prof. Dr. Hildegard Elisabeth Keller, Universität Zürich, Deutsches Seminar:
Lesung von mittelhochdeutschen Texten aus der Ausstellung "Krone und Schleier"



Montag, 16. Mai 2005 (Pfingstmontag)

9.30 Uhr
Achtung: Die Workshops 5, 6 und 7 finden gleichzeitig statt!

Workshop 5 "Doppelklöster"
Moderation: Dr. Susan Marti, Ruhrlandmuseum Essen

1) Dr. Edeltraud Klueting, Institut für Geschichte, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck:
"Die 'Petersfrauen' und das Kloster St. Peter zu Salzburg. Formen der Kohabitation (unter besonderer Berücksichtigung der Zusammenarbeit in der Handschriftenproduktion)"

2) Dr. Elsanne Gilomen-Schenkel, Helvetia Sacra, Staatsarchiv Basel:
"Der Codex Guta-Sintram"

10.30-11.00 Uhr
Kaffeepause

11.00 Uhr
3) Dr. Stefanie Seeberg, Aachen:
"Die Illustrationen in den Predigthandschriften Cod. 58 und Cod. 62 aus dem Admonter Nonnenkonvent"

4) Dr. Alison Beach, Departement of Religion, College of William and Mary, Williamsburg (VA), U.S.A.:
"Networking Nuns: Creating Community



From the Inside Out"


9.30 Uhr
Workshop 6 "Raum"
Moderation: Prof. Dr. Carola Jäggi

1) Gordon Blennemann M.A., Universität Mainz/ Ecole nationale des Chartes, Paris:
"Raumkonzept und liturgische Nutzung: eine Spurensuche zur Frühgeschichte der älteren Frauenkonvente in Metz (7./8.-11. Jh.)

2) Margit Mersch M.A., Universität Göttingen:
"Zweierlei Zisterzienserinnenarchitektur - zum Zusammenhang von Gründungskonstellation, Ordensinkorporation und Architektur der Zisterzienserinnenklöster des 13. Jahrhunderts"

10.30-11.00 Uhr
Kaffeepause

11.00 Uhr
3) Olaf Siart M.A., Technische Universität Berlin:
"Kreuzgänge als Orte für Liturgie, Fürbitte und adlige Selbstdarstellung im Spiegel ihrer künstlerischen Ausstattung"

4) Dr. Kathryn M. Rudy, Fellow Nederlandse Organisatie voor Wetenschappelijk Onderzoek, Universiteit Utrecht:
"Nun at the Tomb: A Passion Play Built for One"

9.30 Uhr
Workshop 7 "Reformen des 15. Jahrhunderts"
Moderation: Prof. Nigel Palmer

1) Dr. June L. Mecham, Department of History, University of Kansas, USA:
"Katharina von Hoya's St. Anne Chapel: the creation of sacred space and the performance of piety"

2) Dr. Hans-Walter Stork, Handschriftenabteilung der Staats- und Universitätsbibliothek, Hamburg:
"Gebetbuchhandschriften aus den 'Heideklöstern' Lüneburg, Medingen und Ebstorf"

10.30-11.00 Uhr
Kaffeepause

11.00 Uhr

3) Dr. Petra Marx, Westfälisches Landesmuseum Münster:
"Das 'Wichmannsberger Antependium' aus dem Zisterzienserinnenkloster Medingen - Technik, Deutung und Funktion eines textilen Bildwerks im Kontext der Klosterreform"

4) Dr. Anne Winston-Allen, Department of Foreign Languages and Literatures, Southern Illinois University Carbondale (IL), U.S.A.:
"'Es (ist) nit wol zu gelobind, daz ain frowenbild so wol kann arbaiten': Women's Accounts of Artistic Production and Exchange in Convents of the Observant Reform"


12.00-12.30 Uhr
Schlussworte und Verabschiedung

12.30-14.00 Uhr
Mittagessen

14.00 Uhr
Ende der Tagung, Abreise


INFO

Die Tagung wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Friedrich Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Ihr Weg zur Wolfsburg

. . . mit Bus und Bahn:
Die günstigste Bahnstation ist Duisburg-Hauptbahnhof. Dort benutzen Sie die nördlichen Treppenabgänge. Von der Unterführung besteht ein Zugang zur unterirdischen Haltestelle der Straßenbahnlinie 901 in Richtung Mülheim (Haltestelle Monning). Der Fußweg bis zur "Wolfsburg" dauert 10-15 Minuten.

. . . mit dem PKW:
Autobahn-Abfahrt Duisburg-Kaiserberg. An der Ausfahrt links in Richtung Duisburger Universität fahren. Nach einer Unterführung links dem Hinweis Mülheim folgen. Rechts auf der Mülheimer Straße in Richtung Mülheim fahren. 100 m nach dem Ortseingangsschild Mülheim rechts in die Prinzenhöhe einbiegen. Dem Wegweiser bergauf zur Akademie folgen. Parkmöglichkeiten sind auf dem Grundstück vorhanden.

. . . mit dem Taxi:
Hotelgäste (IBIS) können sich absprechen und gemeinsam mit Taxis vom Duisburger Hauptbahnhof aus anreisen.


Telefon:
0208 / 99919-0
FAX:
0208 / 99919-110
Postadresse:
Die Wolfsburg
Falkenweg 6, D-45478 Mülheim/Ruhr
e-Mail:
wolfsburg@bistum-essen.de

Unterkunft:
Die Unterkünfte in der "Wolfsburg" sind für ReferentInnen und ModeratorInnen reserviert. Wir bitten um Ihr Verständnis!
Für alle übrigen Teilnehmer wurden Zimmerkontingente in folgenden Hotels reserviert (Stichwort: "Frauenklöster"):

Für Bahnreisende:
Hotel IBIS
Das Hotel befindet sich im Duisburger Hauptbahnhof.
Mercatorstrasse 15, 47051 Duisburg, Tel.+49-203/300050, Fax +49-203/340088
(EZ/DZ EUR 49,- pro Person und Nacht, ohne Frühstück)
Für Autofahrer:

Hotel ETAP
(EZ/DZ EUR 44,- pro Person und Nacht, ohne Frühstück)
Falkstr. 61 47058 Duisburg, Stadtteil: Duisburg-Duissern, Tel.: +49-203-30199-20
Anfahrtskizze unter www.etap-hotel.de. Das Hotel liegt ca. 1 km nördlich des Hauptbahnhofs.
Die Zimmerpreise sind ohne Frühstück berechnet: Alle Teilnehmer können das Frühstück und das Abendessen gemeinsam mit allen Tagungsteilnehmern in der Akademie einnehmen (siehe Anmeldeformular).

Anmeldeformular (bitte abtrennen und absenden):

An die Katholische Akademie »Die Wolfsburg«
Falkenweg 6
D-45478 Mülheim/Ruhr

Fax: (+49)-(0)208/99919-110


Für ReferentInnen und ModeratorInnen gilt die bereits erfolgte Anmeldung! Eine erneute Anmeldung ist nicht erforderlich!

Anmeldung
Hiermit melde ich mich zur Tagung Frauen - Kloster - Kunst. Neue Forschungen zur Kulturgeschichte des Mittelalters (13. bis 16. Mai 2005) in der Katholischen Akademie "Die Wolfsburg" an.
Tagungsnummer 3012

Vor- und Nachname: _____________________
______________________________________
mit Begleitperson (Name): _________________
Anschrift (bitte vollständig):______________
______________________________________
Telefonnummer: _______________________
e-mail:_________________________________

Der Tagungsbeitrag beträgt EUR 133, ermäßigt (Studenten mit Studentenausweis) EUR 108. Dieser Tagungspreis beinhaltet alle Mahlzeiten und eine Tagungspauschale der Wolfsburg (EUR 83: keine Ermäßigung möglich!).
Wollen Sie am gemeinsamen Frühstück nicht teilnehmen, reduziert sich der Gesamtbeitrag auf: EUR 116,50 bzw. erm. EUR 91,50.
Die Exkursionen am 13. und 14.5. sind im Tagungsbeitrag enthalten.
Eine Buchung einzelner Tage oder Veranstaltungen ist nicht möglich.

__Anmeldung mit Frühstück __mit Ermäßigung (Studenten)

__Anmeldung ohne Frühstück __ mit Ermäßigung (Studenten)

Die Gebühren werden am Tag Ihrer Anreise erhoben. Falls Sie Ihre Teilnahme vor dem 2. Mai nicht stornieren, werden die vollen Kosten in Rechnung gestellt.


(Datum und Unterschrift)




From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Apr 13 10:50:54 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Apr 13 11:43:08 2005
Subject: [WestG] [POS] Westfaelisches Museum fuer Archaeologie,
Mitarbeiter im Besucherservice, Herne, ab 01.09.2005
Message-ID: s25cf9a2.099@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Matthias Roß",
Datum: 13.04.2005 07:10


STELLENAUSSCHREIBUNG

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist im Westfälischen Museum
für Archäologie, Landesmuseum und Amt für Bodendenkmalpflege in
Herne, ab 1. September 2005 eine Stelle als

Mitarbeiterin / Mitarbeiter
im Besucherservice

zu besetzen. Es handelt sich um eine Teilzeitstelle mit einer wöchent-
lichen Arbeitszeit von 19,25 Stunden.

Aufgabengebiete:
Besucherempfang
Besucherinformation und Besucherbefragung
Annahme und Koordination von Führungen und Programmen
Verkauf von Eintrittskarten und Museumsartikeln
Abrechnung der Museumskasse
Aufbau einer EDV-gestützten Besucherdatenbank
Betreuung und Bedienung des Museumskinos
Überwachung der Alarm gesicherten Objekte
Vertretung der Verwaltungsassistentin, insbesondere Verwaltung
der Bareinnahmen und -ausgaben

Wir erwarten:
eine abgeschlossene Ausbildung / möglichst in der Verwaltung oder im

kaufmännischen Bereich
PC Kenntnisse
die Bereitschaft zur kooperativen Mitarbeit in einem Museumsteam
Freundlichkeit, sicheres Auftreten verbunden mit Kontaktfreudigkeit im

Umgang mit unseren Kundinnen und Kunden
Arbeitsbereitschaft an Wochenenden und Feiertagen

Wir bieten:
eine interessante und verantwortungsvolle Tätigkeit im führenden
Archäologiemuseum Westfalens
Mitarbeit in einem innovativen Museumsteam
eine Vergütung nach Verg.-Gr. VIII BAT-LWL

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen werden gemäß
Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher Eignung,
Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der
Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind ebenfalls
ausdrücklich erwünscht.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer 17/05
bis zum 03.05.2005 an den

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
www.lwl.org
- Personalabteilung -

48133 Münster





From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Apr 14 09:51:41 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu Apr 14 09:54:24 2005
Subject: [WestG] [TOC] Ravensberger Blaetter, 2005, Heft 1
Message-ID: s25e3d3f.068@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Ruhnke, Ingrid"
Datum: 13.04.2005, 13:17


SERVICE: TOC


Ravensberger Blätter
Organ des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg e. V.
Erstes Heft 2005
Das Kriegsende vor 60 Jahren



I. Beiträge:

S. 1 - 27
Martin Tabaczek
Das Kriegsende ist "nur noch eine Station unter vielen auf unserm Leidenswege".
Quellen zum Ende des Zweiten Weltkrieges in und um Bielefeld


S. 28 - 39
Richard Sautmann
Kriegsende und Kriegsgedenken in Borgholzhausen


S. 40 - 60
Hans-Jörg Kühne
Augenzeugenberichte: Flüchtlinge und Vertriebene in Ostwestfalen-Lippe


S. 61 - 74
II. Buchbesprechungen und Buchanzeigen


S. 75 - 76
III. Namen, Notizen, Termine





From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Apr 14 09:53:39 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu Apr 14 09:54:31 2005
Subject: [WestG] [AKt] S. Happ neue Leiterin Universitaetsarchiv Muenster
Message-ID: s25e3dc2.072@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Uni Münster",
Datum: 13.04.2005, 15:11


AKTUELL

Gedächtnis der Universität
Universitätsarchiv Münster unter neuer Leitung

Das Universitätsarchiv Münster hat eine neue Leitung: Dr. Sabine
Happ wurde Nachfolgerin von Prof. Dr. Wilhelm Kohl, der die
Einrichtung seit 1978 geleitet hat.

Aufgabe des Universitätsarchivs ist es, die bei den Einrichtungen
der Universität entstandenen Akten und sonstigen archivwürdigen
Unterlagen zu verwahren und diese für die Benutzung - insbesondere
für die hochschul- und wissenschaftsgeschichtliche Forschung -
zugänglich zu machen. Zu den Beständen des Archivs gehören Akten
der zentralen Verwaltung und der zentralen
Universitätseinrichtungen, der Fakultäten und Fachbereiche, der
Institute und Seminare, der Studentenschaft sowie der Pädagogischen
Hochschule Westfalen-Lippe. Ergänzend sammelt das Archiv
Druckschriften, Plakate, Bild- und Tondokumente sowie
Professorennachlässe und unterhält eine Bibliothek zur
Universitätsgeschichte.

1996 hat das Universitätsarchiv Münster Räume im Gebäude
Leonardo-Campus 21 bezogen, nachdem es zuvor seit 1966 in der
Steinfurter Straße 107 untergebracht waren. Der neue und der alte
Standort gehören zu den Gebäuden der ehemaligen von-Einem-Kaserne
(Reiterkaserne). In den jetzigen Räumen werden den Benutzern durch
einen eigenen Raum gute Arbeitsbedingungen geboten. Das gleiche gilt
für die Mitarbeiter, die moderne Büros vorfinden. Der Umfang der
Bestände beläuft sich auf ca. 4.300 laufende Regalmeter. Derzeit
ist in den Magazinräumen noch eine Platzreserve von etwa 700
laufenden Metern, die durch eine geplante Erweiterung in diesem Jahr
um weitere 2.000 Meter erhöht werden soll. Das Universitätsarchiv
verfügt neben der Leitung über drei Stellen, die sich auf einen
Mitarbeiter im gehobenen Dienst sowie zwei Mitarbeiter im mittleren
Dienst verteilen.

Universitätsarchivarin ist seit dem Jahresanfang Dr. Sabine Happ in
Nachfolge von Prof. Dr. Wilhelm Kohl, dem früheren Leiter des
Staatsarchivs Münster. Damit hat das Archiv erstmals eine
hauptamtliche Leitung erhalten. Happ, Jahrgang 1965, war nach dem
Abitur zunächst im gehobenen Dienst der Stadtverwaltung Bonn
tätig, ehe sie Geschichte und Germanistik an der Universität Bonn
studierte. Nach der Magisterprüfung 1995 arbeitete sie kurze Zeit im
Archiv der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt Augustin. Danach war sie
vier Jahre wissenschaftliche Hilfskraft im Universitätsarchiv Bonn,
anschließend vier Jahre Mitarbeiterin bei verschiedenen Projekten im
Universitätsarchiv Heidelberg. Zuletzt war sie als wissenschaftliche
Mitarbeiterin bei einem Gemeinschaftsprojekt der
Universitätsbibliothek Stuttgart, der Landesarchivverwaltung
Baden-Württemberg und dem Max-Planck-Institut für physikalische
Messtechnik Freiburg zur Langzeitarchivierung von Kulturgut tätig.

Zusätzlich zu den eigentlichen Kernaufgaben der Archivierung sieht
es die neue Leiterin als ein Ziel ihrer Arbeit an, das
Universitätsarchiv innerhalb der Universität und in der
Öffentlichkeit bekannter zu machen und Interesse an der Geschichte
der Universität Münster zu wecken. Aus diesem Grund plant das
Universitätsarchiv zusammen mit Studierenden der
Geschichtswissenschaften eine Ausstellung zum Wiederaufbau der
Universität nach 1945, die vom 3. bis 17. November 2005 im Foyer des
Schlosses gezeigt werden soll.


INFO

Universitätsarchiv Münster
Leonardo-Campus 21
48149 Münster
Tel. 0251/83-32099 (Geschäftszimmer)
Fax: 0251/83-31777

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 9-13 Uhr, nachmittags nach Vereinbarung
Homepage: www.uni-muenster.de/archiv






From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Apr 14 15:00:25 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu Apr 14 15:05:06 2005
Subject: [WestG] [AKT] Prof. Dr. Dr. h.c. Torsten Capelle neuer Vorsitzender
der Altertumskommission fuer Westfalen
Message-ID: s25e85b0.001@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 14.04.2005, 14:33


AKTUELL

Prof. Dr. Dr. h.c. Torsten Capelle ist neuer Vorsitzender der Altertumskommission für Westfalen

Soest/Westfalen (lwl). Die Altertumskommission für Westfalen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat einen neuen Vorstand: Die Mitglieder wählten bei der Jahreshauptversammlung am 8. und 9. April in Soest Prof. Dr. Dr. h.c. Torsten Capelle aus Altenberge (Kreis Steinfurt) zum neuen Vorsitzenden. In seinem Amt bestätigt wurde der stellvertretende Vorsitzende Dr. Walter Melzer (Soest). Neuer Beisitzer ist Dr. Wolfgang Ebel-Zepezauer (Herne). Zum Vorstand gehören außerdem die Direktorin des Westfälischen Museums für Archäologie, Dr. Gabriele Isenberg (Münster) sowie LWL-Kulturdezernent Prof. Dr. Karl Teppe (Münster).

Prof. Capelle ist Nachfolger seines kürzlich verstorbenen Kollegen Prof. Dr. Volker Pingel (Bochum). Bis Ende Februar 2005 war Capelle ordentlicher Professor am Seminar für Ur- und Frühgeschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Vor kurzem wurde er für seine Forschertätigkeit zum Ritter 1. Klasse des Königlich Schwedischen Nordsternordens und zum Ehrendoktor der Universität zu Lund ernannt. "Durch seine Lehrveranstaltungen und die Betreuung von Abschlussarbeiten hat er sich immer als engagierter Förderer der nordeuropäischen und speziell auch der westfälischen Archäologie erwiesen", hieß es bei der Jahreshauptversammlung. Ein besonders mit Westfalen verbundener Arbeitsschwerpunkt Capelles liegt auf dem Gebiet der Sachsenforschung. Noch immer eng verbunden mit dem Münsteraner Institut wird er nun seine Kräfte verstärkt der Altertumskommission widmen: "Ich habe mich nach der Aufgabe des Vorsitzenden nicht gedrängt, aber jetzt wo ich gewählt bin, werde ich sie gerne und vehement ausführen", so Capelle nach seiner Wahl.

Der neue Beisitzer Dr. Wolfgang Ebel-Zepezauer vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Ruhr-Universität Bochum beschäftigt sich besonders mit der provinzialrömischen Archäologie. "Speziell als Projektleiter der Ausgrabungen 'Kreskenhof' im Römerlager Dorsten-Holsterhausen (Kreis Recklinghausen) hat er sich Verdienste um die westfälische Landesforschung erworben", so seine Kommissionskollegen. Neu in die Kommission eingeführt wurde auch LWL-Kulturexperte Reinhard Klotz, der in Nachfolge für den in den Ruhestand getretenen Wilm Brepohl beim LWL die Betreuung der Westfälischen Kommissionen für Landeskunde und damit auch der Altertumskommission übernimmt.


INFOLINK Internet-Portal "Westfälische Geschichte"

Schwerpunkt Archäologie (im Aufbau):
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php?tab=web&ID=347





From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Apr 14 15:04:54 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu Apr 14 15:05:15 2005
Subject: [WestG] [AUS] LWL-Wanderausstellung: Leben und Werk des
Expressionisten Wilhelm Morgner
Message-ID: s25e86b1.022@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 14.04.2005, 13:11


AUSSTELLUNG

LWL-Wanderausstellung "Ich und die anderen" zeigt Leben und Werk des Expressionisten Wilhelm Morgner

Der Schaffensdrang von Wilhelm Morgner war gewaltig. In dem knappen Jahrzehnt bis zu seinem Tod im Ersten Weltkrieg schuf er über 2000 grafische Arbeiten. Einen Namen hat er sich aber vor allem damit gemacht, dass er als einer der ersten Künstler abstrakt gemalt hat. Unter dem Titel "Ich und die anderen" geben der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und das Soester Wilhelm-Morgner-Haus in einer Wanderausstellung einen Einblick in das Leben und Wirken des expressionistischen Künstlers. Rund 100 Zeichnungen, Aquarelle, Druckgrafiken, zum Teil erstmals in einer Ausstellung gezeigt, stellen das Werk des Soesters vor. Briefzitate, Fotos und Gegenstände aus Morgners Besitz rücken den Menschen Wilhelm Morgner in den Mittelpunkt.

Der 1891 in Soest geborene Morgner war der Prototyp eines Expressionisten, der sich gegen alles Bürgerliche wandte und sich selbst zum genialen Überbringer einer neuen Kunst stilisierte. "Ich will das direkte Gegenteil von dem, was sie von mir glauben", mit solchen Aussagen provozierte er seine Umgebung gerne. Seine Heimatstadt Soest war für ihn ein "Spießbürgernest": "Ich komme mir manchmal, wenn ich mir die Spießbürger ansehe, vor wie ein Löwe unter einer Meute Hunde. Ich meine immer, ich gehörte nicht zu den Menschen. Ich kann sie nicht achten, sie sind zu veractungswürdig", schrieb er beispielsweise im November 1911 an Georg Tappert, bei dem er in Worpswede lernte.

Obwohl er wusste, dass die Soester seine Bilder für "ganz verrücktes Zeug" hielten und in ihm den "schlimmsten und verrücktesten Kerl" mit "rohen anarchistischen Anschauungen" sahen, blieb er in der westfälischen Stadt. Nur zu kurzen Studienaufenhalten in Worpswede und Berlin hat er sie verlassen. Weit entfernt von den großen Kunstzentren hat er sein Können und die abstrakte Malerei entwickelt.

"Die anderen" verliert er trotzdem nicht aus dem Blick: 1912 - in diesem Jahr ist seine Entwicklung bei der abstrakten Malerei angekommen - hat er Kontakt mit Künstlern die sich im "Sonderbund" und dem "Blauen Reiter" zusammengeschlossen haben. Er beteiligt sich an Ausstellungen, mehrere seiner grafischen Arbeiten werden in den beiden wichtigsten expressionistischen Kunstzeitschriften "Der Sturm" und "Die Aktion" veröffentlicht. Damit wird er erstmals einer überregionalen Öffentlichkeit bekannt. Will Frieg, Morgners erster Biograf, schrieb beispielsweise: "Morgners Kunst ist visionär. Er fand den Zusammenhang zwischen äußerer und innerer Erscheinung und schritt von der Erscheinung zum Erscheinenden". "Gemeinsam mit Künstlern wie Kandinsky, Marc, Macke und Klee träumt er von einem neuen Leben, das von Kunst und freiem Ausdruck durchtränkt ist. Doch die Realität holt die junge Avantgarde schnell ein: Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges macht den kollektiven Traum zur Utopie", so LWL-Ausstellungsmacherin Katrin Winter.

Nach seinem Tod geriet Morgner jedoch bald in Vergessenheit, die Nationalsozialisten werteten ihn als "entartet" ab. Es dauerte bis in die 1960er-Jahre, eher man sich auf ihn besann und wieder begann seine Werke auszustellen. Dabei standen allerdings meist die Gemälde im Mittelpunkt. Die LWL-Ausstellung "Ich und die anderen" geht einen anderen Weg und stellt die grafischen Arbeiten in den Mittelpunkt. Etwa 100 Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken aus dem Besitz des Wilhelm-Morgner-Hauses der Stadt Soest verdeutlichen, wie sich Morgner in der Zeit von 1908 bis zu seinem frühen Tod 1917 vom Realismus über den Spätimpressionismus zum Expressionismus entwickelt hat. Zur Ausstellung gehört aber auch das Ölgemälde der "Soester Spießbürger" von 1907. Hier zeigt ein dicker rotgesichtiger Mann, der mit Bierhumpen und dicker Zigarre im Mund auf einem Bierfass sitzt, was Morgner von den "Klatschbasen" und "Spießbürgern" seiner Heimatstadt gehalten hat. Den Zeitgeist des Expressionismus machen Audiostationen erlebbar, an denen die Besucher Morgners Briefe hören können.

Einen Einblick in das Leben des Künstlers geben auch weitere Exponate, wie zum Beispiel eine Seite aus Morgners Schulheft mit einer Lehrerkarikatur, für die er sich von den "Paukern barbarische Hiebe" eingefangen hat. Zu den Ausstellungsstücken aus Morgners Besitz zählen auch ein Fernglas, Briefe an seine Mutter sowie Mitbringsel aus dem Krieg wie Keramik aus Serbien, ein Brustbeutel oder ein Orden "Für den Kriegshilfsdienst", den er 1916/17 als Zeichner des Gräberkommandos in Serbien bekommen hat.

Zur Ausstellung ist ein gleichnamiger, 216-seitiger Katalog mit zahlreichen Abbildungen erschienen. Er beleuchtet nicht nur Morgners künstlerische Entwicklung, sondern belebt mit einem ausführlichen Beitrag zum Weltbild Morgners und zeitgenössischen Zitaten den Zeitgeist des Expressionismus. Der Katalog kostet 12,00 Euro und ist an der Museumskasse oder beim Westfälischen Museumsamt unter Tel. 0251 591-4692, E-Mail: wma.info@lwl.org zu bestellen. Zur Ausstellung hat das LWL-Museumsamt zwei museumspädagogische Programme erarbeitet: "Wilhelm Morgner: Der Lebensweg eines un-bequemen Künstlers am Anfang der Moderne" richtet sich an die Sekundarstufe I und II, das Programm "Mit Stift und Feder: Eine Einführung in die Welt der Zeichnung mit praktischen Übrungen" an Schüler ab Klasse 4.


INFO

Ich und die anderen.
Wilhelm Morgner - Zeichnungen des Expressionismus
Eine Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes und des Wilhelm-Morgner-Hauses
Wilhelm-Morgner-Haus, Thomästraße 1, Soest
17. Apri bis 12. Juni 2005
Geöffnet: dienstags bis samstags 10 bis 12 Uhr, 15 bis 17 Uhr,
sonntags 10.30 bis 12.30 Uhr


Weitere Ausstellungsstationen:

Kolvenburg Billerbeck
19. Juni bis 14. August 2005

Stadtmuseum Beckum
21. August bis 16. Oktober 2005

Medizin- und Apothekenhistorisches
23. Oktober bis 4. Dezember 2005
Museum Rhede

Museum der Stadt Bad Berleburg
7. Dezember 2005 bis 29. Januar 2006

Mindener Museum für Geschichte,
4. Februar bis 26. März 2006
Landes- und Volkskunde







From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 18 09:19:24 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Apr 18 09:20:39 2005
Subject: [WestG] [AUS] Detmold: Fotoausstellung, verschwundene baeuerliche
Lebenswelten, 19.04.-24.07.2005
Message-ID: s2637bb2.020@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 15.04.2005, 15:25


AUSSTELLUNG

Verschwundene bäuerliche Lebenswelten
Ausstellung mit Fotos von Josef Scheipers im LWL-Freilichtmuseum Detmold

Die traditionelle bäuerliche Kulturlandschaft Westfalens hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg stark verändert: Unzählige Bauernhöfe fielen dem Strukturwandel zum Opfer, die verbliebenen Betriebe stehen unter einem andauernden Modernisierungsdruck. Viele in Jahrhunderten entstandene Gebäude und Hofanlagen wurden und werden abgebrochen oder umgebaut. Unter dem Titel "Häuser und Höfe aus Westfalen" zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ab Dienstag (19.04.) in seinem Westfälischen Freilichtmuseum Detmold eine Auswahl von Fotos aus dem Nachlass des Gründungsdirektors Josef Scheipers, die Höfe aus allen Teilen Westfalens in ihrem ursprünglichen Zustand zeigen. "Die Bilder haben nicht nur einen dokumentarischen sondern auch einen großen ästhetischen Wert", so Ausstellungsmacher Dr. Heinrich Stiewe.

Der westfälische Volkskundler und Hausforscher Josef Schepers (1908-1989) begann schon während seiner Studienzeit in den 1930er Jahren, alte Bauernhöfe zu erforschen und fotografisch zu dokumentieren. Aus diesen Forschungen entstand sein Werk "Haus und Hof westfälischer Bauern" (1. Auflage Münster 1960). Zugleich bildeten sie die Grundlage für Konzeption und Aufbau des LWL-Freilichtmuseums Detmold, dessen erster Direktor Schepers von 1960 bis 1976 war.

Die Aufnahmen zeigen Hofanlagen und ländliche Gebäude aus Westfalen im Zustand der 1930er bis 1950er Jahre. Zu dieser Zeit fand Josef Schepers noch Bauernhöfe mit strohgedeckten Fachwerk-bauten im Schatten großer Hofeichen, auf denen die Zeit scheinbar stehen geblieben war. Tatsächlich war die Modernisierung auf dem Lande aber schon vor dem Zweiten Weltkrieg weit vorangeschritten, was Schepers mit Sorge betrachtete. Umso mehr bemühte er sich, die letzten noch weitgehend unberührten Hofanlagen zeichnerisch und fotografisch festzuhalten.

Die Ausstellung zeigt Beispiele ländlicher Gebäude und Siedlungsformen aus den verschiedenen Kulturlandschaften Westfalens: "Neben den schlichten Fachwerkbauten des Münsterlandes, deren Fachwerke schon früh mit Backsteinen ausgemauert wurden und die mit Hohlpfannen gedeckt waren, beeindrucken die monumentalen Meierhäuser etwa des Ravensberger Landes mit dichtem Gitterfachwerk und reich verzierten Einfahrtstoren. Die ältesten Bauernhäuser, die Schepers im Osnabrücker Land oder der früheren Grafschaft Lippefand, stammen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Während im Norden und Westen Westfalens Streusiedlung und Einzelhöfe verbreitet sind, entstanden am Hellweg und an der Weser große Haufendörfer", so Stiewe.

Neben Gesamt- und Detailansichten der Gebäude geben seltene Innenaufnahmen Einblick in Dielen und Ställe, Küchen und Stuben. Auch das landschaftliche Umfeld der Gehöfte mit Gärten und Weiden, Hecken und Teichen hat Schepers fotografisch dokumentiert. Den großen Hofanlagen mit ihren zahlreichen Nebengebäuden stehen die bescheidenen Kotten der "kleinen Leute" auf dem Lande gegenüber. Auf vielen Fotos sind die Bewohner der Häuser zu sehen: Bauern und Landarbeiter, Männer, Frauen und Kinder. Josef Schepers hatte die Absicht, zumindest "in letzter Stunde noch ein papiernes Bild des alten Bauernhofes, ein Bild unserer Herkunft, zu retten" - heute ermöglichen seine Fotografien seltene Einblicke in längst verschwundene bäuerliche Lebenswelten.


INFO

"Häuser und Höfe aus Westfalen"
Sonderausstellung mit Fotos aus dem Nachlass von Josef Scheipers
Westfälisches Freilichtmuseum Detmold, ehemalige Fasanerie
19. April bis 24. Juli 2005
Geöffnet: täglich außer montags, 11 - 17 Uhr (Einlass bis 17 Uhr)
Westfälisches Freilichtmuseum Detmold - Landesmuseum für Volkskunde -
Krummes Haus, 32760 Detmold, Tel. (05231) 706-0; Fax 706-106
www.freilichtmuseum-detmold.de; E-Mail: wfm-detmold@lwl.org








From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 18 09:33:03 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Apr 18 09:38:29 2005
Subject: [WestG] [AUS] Wanderausstellung,
Textilgeschichte: Industriearchitekt
Philip Sidney Stott, ab 10.04.2005
Message-ID: s2637eda.076@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Kehne, Birgit",
Datum: 14.04.2005, 12:25


AUSSTELLUNG

Cotton Mills for the Continent
Sidney Stott und der englische Spinnereibau in Münsterland und Twente

Die Ausstellung zu Leben und Werk des bedeutenden Industriearchitekten
Philip Sidney Stott (1858-1937) wird vom 10. April bis 15. Mai 2005 zuerst
im neuen Textilmuseum in Rheine, Humboldtplatz 4, Dienstag - Samstag 15.00 -
18.00 Uhr, sonn- und feiertags 11.00 - 18.00 Uhr, anschließend vom 26. Juni
bis 6. November im Westfälischen Industriemuseum Bocholt zu sehen sein und
geht dann 2006 nach Enschede und Gent.

Diese als länderübergreifendes Projekt vom Kulturforum Rheine (Andreas
Oehlke), dem Textilmuseum in Bocholt (Arnold Lassotta) und dem Museum
Jannink in Enschede (Siebe Rossel, Ronald Stenvert / Utrecht)) gemeinsam
konzipierte und geplante Ausstellung macht erstmals mit dem Werk dieses
herausragenden englischen Industriearchitekten bekannt. Stott war in den
Jahren 1886 - 1912 so etwas wie der "Hausarchitekt" der Textilunternehmer in
der Region Westmünsterland-Twente, wo er allein 17 Spinnereihochbauten
errichtete - so in Bocholt, Borghorst, Enschede, Hengelo und Oldenzaal. In
Rheine aber realisierte Stott allein sechs Spinnereihochbauten und prägte
somit ganz wesentlich das Erscheinungsbild der Textilstadt.

Im Zentrum stehen Stott's Bauten in der
westmünsterländisch-ostniederländischen Textilregion und damit die
Einführung des modernen englischen Spinnereihochbaus. Weitere Themen: Die
Einführung der Maschinenspinnerei im Raum Westmünsterland/ Twente,
Brandkatastrophen und Brandpräventivmaßnahmen, die Entwicklung moderner
Spinnereihochbauten in England, Stott's Konkurrenten in der Region sowie der
Einzug der Moderne im Spinnereibau.

Mit dieser Ausstellung wird erstmals die Entwicklung und die Einführung des
modernen Spinnereihochbau thematisiert, wie er für die Region
Westmünsterland/ Twente in vielen Standorten der Textilindustrie typisch und
ortsbildprägend wurde. Zudem wird eine erste Bestandsaufnahme dieser überaus
beeindruckenden Industriebauten auf dem Kontinent geboten.
An dem Ausstellungsprojekt sind Fach-Wissenschaftler aus fünf europäischen
Ländern beteiligt. Zur Ausstellung erscheint ein dreisprachiger Katalog, der
die wissenschaftlichen Ergebnisse dieser ersten deutsch-niederländischen
Bestandsaufnahme festhält und die wichtigsten Spinnereihochbauten in der
Region Westmünsterland-Twente dokumentiert. Eine Veröffentlichung ist in der
vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe herausgegebenen Schriftenreihe des
Westfälischen Industriemuseums vorgesehen.

Die Stott-Ausstellung wird neben den Standorten der beteiligten Partner auch
im benachbarten Nordhorn, Stadtmuseum Povelturm; im Museum voor Industriële
Archeolgie en Textiel in Gent sowie im TextilMuseet in Boras/ Schweden zu
sehen sein - bis auf Nordhorn alles alte Textilstandorte, an den denen Stott
seine Spinnereihochbauten errichtete.
Andreas Oehlke






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 18 09:35:22 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Apr 18 09:38:45 2005
Subject: [WestG] [AUS] Rheda-Wiedenbrueck: Bienenzucht und Honigwirtschaft,
16.04.2005-16.05.2005
Message-ID: s2637f7d.086@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Martin Wedeking",
Datum: 17.04.2005, 12:33


AUSSTELLUNG

Von Bienen und Menschen
Eine Ausstellung über Bienenzucht und Honigwirtschaft im Leineweber-
und Trachtenmuseum Rheda, 16. April bis 16. Mai 2005

Wer kennt sie nicht, diese kleine, freche und vorwitzige Biene aus der
Zeichentrickserie, von Karel Gott besungen und zahllosen Kindern
geliebt? Maja heißt sie natürlich, und dieses pummelige Bienenkind macht
derzeit in Rheda Werbung für die neue Sonderausstellung des
Leinewebermuseums. Seit nunmehr 29 Jahren fliegt sie mit ihrem besten
Freund Willi durch das Kinderprogramm, dabei ist sie aber bereits
wesentlich älter. Waldemar Bonsels veröffentlichte seinen
naturmythischen Bienenroman über die Abenteuer der Biene Maja bereits
1912, dessen Erfolg bis heute anhält.

Natürlich darf bei einer Ausstellung über Bienen und Menschen die Biene
Maja nicht fehlen, den größten Teil machen jedoch andere Aspekte aus:
Die Honigbiene ist schließlich das einzige Insekt, das der Mensch sich
im Laufe der Zeit als Haustier nutzbar gemacht hat. Der Grund dafür
liegt nah, ist gelb und klebrig: Honig. Um an den Honig heranzukommen
mußten die Menschen lange Zeit zu den Bienennestern auf Bäume klettern,
bevor sich in Mitteleuropa eine Bienenzucht entwickelte. Teils schufen
diese Beutner, Zeidler oder Imker genannten Bienenzüchter künstliche
Bruthöhlen in Bäumen, oder sie stellten solche in der Nähe ihrer Häuser
auf. In unserer Gegend entwickelte sich der geflochtene Bienenkorb zum
Synonym für Bienenzucht. Bei ihm kam man besser an die einzelnen Waben
heran als in den "Beuten" genannten Baumhöhlen der Wälder.

Jedoch war es nicht nur der Honig, den man als einziges bekanntes
Süßungsmittel schätzte, sondern auch das Bienenwachs, wegen dem die
Bienenzucht betrieben wurde. Aus dem begehrten Wachs der Bienen wurden
Kerzen angefertigt, die zur Ehre Gottes in den Kirchen brannten. Unter
den an die Kirche zu leistenden Abgaben fanden sich früher auch immer
wieder Wachsabgaben.

Obwohl die ursprünglich wilden und stechlustigen Bienen durch die
Auslese der Zucht weniger aggressiv, dafür aber um so produktiver
wurden, sind sie auch heute noch nicht handzahm. Da sie ihren Stock und
ihren Honig vor Eindringlingen verteidigen muß der Imker vorsichtig
vorgehen, um die Waben zu entnehmen. Dazu gehören die spezielle
Schutzkleidung mit Hut und Schleier, die Imkerpfeife oder ein Rauchgerät
und verschiedene andere Geräte. All das, was auf dem Weg von der Blüte
zum fertigen Glas Honig benötigt wird, ist in der Ausstellung zu sehen.
Ergänzt wird dieses durch historische Fotos von der Bienenzucht.

Die kleine Sonderausstellung "Von Bienen und Menschen" wurde vom
Heimatverein Rheda e.V. erstellt und ist vom 16. April bis zum 16. Mai
im Leinewebermuseum, Kleine Straße 11, in Rheda zu sehen. Die
Ausstellungsmacher Norbert Ellermann und Martin Wedeking führen an jedem
Sonntag um 15 Uhr durch die Ausstellung. Wer auch noch historische Fotos
oder alte Dinge rund um Bienen und Honig hat, kann sich gerne bei ihnen
unter der Emailadresse museum-rheda@arcor.de melden.


INFO

Leineweber- und Trachtenmuseum Rheda
Kleine Straße 11
33378 Rheda-Wiedenbrück
Tel. 05242/47335

Öffnungszeiten:
Di.-Fr. 10-12 Uhr, 14-18 Uhr
Sa.-So. 10-18 Uhr





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 18 09:37:52 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Apr 18 09:39:05 2005
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe
Message-ID: s2637ffa.008@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Manfred Hartmann",
Datum: 15.04.2005, 15.04


AKTUELL

SERVICE: WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe

In Kooperation mit dem Westfälischen Museumsamt des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" einen
weiteren Service an: eine Zusammenfassung von Museums- und Archiv-
Nachrichten des Westdeutschen Rundfunks, die regelmäßig von Manfred
Hartmann erstellt wird. [MW]


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 09.04.2005

Recklinghausen: Museum erinnert an Kriegsende (09:36)
Das Vestische Museum in Recklinghausen eröffnet am Sonntag eine Ausstellung anlässlich des 60. Jahrestages des Kriegsendes. Zu sehen sind bisher noch nicht veröffentlichte Fotos und Schriftdokumente, die Recklinghäuser Soldaten im II. Weltkrieg an den Fronten in Polen, Belgien und Frankreich angefertigt haben. Unter anderem wird der Besatzungsalltag gezeigt, aber auch schockierende Aufnahmen vom Völker- und Massenmord in den besetzten Gebieten der Sowjetunion. Auch Probleme der so genannten Heimatfront, an der Frauen als Wehrmachtshilfskräfte eingesetzt worden waren, sowie die Kriegsgefangenschaft werden dokumentiert.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 08.04.2005

320.000 Euro für Museen und Denkmäler (16:08)
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat im vergangenen Jahr den Bau und die Instandhaltung von Museen und Denkmälern in der Region mit 320.000 Euro gefördert. Die Fördersumme sei im Vergleich zu den Vorjahren stabil geblieben, hieß es im Kulturausschuss des Landschaftsverbandes in Oelde. Insgesamt wurden rund 100 Projekte bezuschusst, unter anderem die Windmühle in Nordkirchen und das Falkenmuseum in Rheine.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 08.04.2005

Preis für Rockmuseum (07:53)
Das Rock und Pop-Museum in Gronau ist für seine gelungene Inszenierung der Ausstellungsstücke mit dem Sinus Award ausgezeichnet worden. Mit dem Preis belohnte die Jury den außergewöhnlichen Einsatz von Licht, Ton und Multimedia in der Ausstellung. Der Sinus Award wird im Rahmen einer Fachmesse in Frankfurt verliehen.

Nachrichten aus OWL vom 08.04.2005

Zeitzeugen gesucht (06:43)
Das Kreismuseum Wewelsburg bei Paderborn sucht Zeitzeugen. Gesucht werden Menschen, die zwischen 1943 und 45 im Umsiedlungslager Wewelsburg gewohnt haben oder im Wehrertüchtigungslager ausgebildet wurden. Die Berichte sollen die Ausstellung über die Rolle der Wewelsburg als Terrorstätte im Dritten Reich ergänzen.

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 07.04.2005

Recklinghausen: Lösung für Saalbau (08:55)
Für den seit fünf Jahren geschlossenen Saalbau in Recklinghausen zeichnet sich eine Lösung ab. Nach Angaben von Bürgermeister Wolfgang Pantförder will die Sparkasse Vest für einen ersten Bauabschnitt zehn Millionen Euro zur Verfügung stellen. Damit soll die Gründungsstätte der Ruhrfestspiele wieder funktionstüchtig gemacht werden. Ursprünglich wollte die regierende CDU das Haus zu einem Zentralmuseum umbauen.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 07.04.2005

Beatles-Gitarre für Rockmuseum (08:42)
Das Rockmuseum Gronau kann sich über mehrere neue Ausstellungsstücke von den Beatles freuen. Zu den Dauerleihgaben gehört auch eine Gitarre des 2001 gestorbenen Beatles George Harrison. Die Exponate stammen von dem ehemaligen Tontechniker der Band und werden am 3. Mai übergeben.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 05.04.2005

Filmreihe über das Kriegsende (08:16)
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und das münstersche Programmkino Cinema
zeigen ab 7. April eine Filmreihe zum Thema Kriegsende 1945. Gezeigt werden Hollywoodfilme, aber auch Amateuraufnahmen aus der Region. Vorträge sollen die Aufführungen begleiten. Ab Mai soll dann eine Foto-Ausstellung im Landesmuseum folgen.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 02.04.2005

Liudger-Ausstellung gut besucht (11:58)
Die am 12. März eröffnete Liudger-Ausstellung im Stadtmuseum Münster stößt offenbar auf große Resonanz. Bislang sind nach Angaben des Museums schon 3.000 Besucher gezählt worden. Darunter seien auch Gäste aus den Niederlanden, England und den USA gewesen. Die Ausstellung gibt mit rund 800 Exponaten aus Kirchen und Klöstern Einblicke in die Christianisierung Westfalens. Sie ist noch bis zum 11. September zu sehen.


INFO

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Westfälisches Museumsamt
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Schwelingstr. 5
48133 Münster
Tel.: 0251-591-3296
Fax: 0251-591-3335
e-mail: manfred.hartmann@lwl.org




From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 19 09:11:11 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Apr 19 09:19:09 2005
Subject: [WestG] [AKT] Gelsenkirchen, Priamus: Ruinenkinder, 27.04.2005
Message-ID: s264cb4c.068@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "gk-mail (Abeck)",
Datum: 18.04.2005


AKTUELL

Mittwoch, 27. April 2005, 19.30 Uhr
Vortrag: "Ruinenkinder"
Dr. Jürgen Priamus, Gelsenkirchen, mit anschließender Diskussion

Mitte April 1945 war der Zweite Weltkrieg für das Ruhrgebiet endgültig
beendet. Allerdings hatte dieser Krieg nicht nur ein Meer an Trümmern und
Schutt hinterlassen. Auch die Menschen, nicht zuletzt die Kinder und
Jugendlichen, die man zumeist evakuiert hatte und die die letzte
Kriegsphase in der "Kinderlandverschickung" verbracht hatten, waren oft
innerlich zerbrochen. Der Vortrag will vor diesem Hintergrund den
innerlichen und äußerlichen Überlebenskampf der jungen Generation im
Ruhrgebiet in der unmittelbaren Nachkriegszeit nachzeichnen und
analysieren.


INFO

Veranstaltungsort:
Dokumentationsstätte "Gelsenkirchen im
Nationalsozialismus"
Cranger Straße 323
45891 Gelsenkirchen
http://www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/index_startseite_de.html

Übernahme aus der Liste "Geschichtskultur Ruhr"





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 19 09:14:49 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Apr 19 09:19:18 2005
Subject: [WestG] [AUS] Oelde, Haus Nottbeck: Verlag J.C.C. Bruns in Minden,
21.04.-19.06.2005
Message-ID: s264cc0d.077@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Dirk Bogdanksi",
Datum: 18.04.2005, 13:53


AUSSTELLUNG

Weltliteratur aus Minden

Ausstellung zum Mindener J.C.C. Bruns' Verlag im Museum für Westfälische
Literatur - Kulturgut Haus Nottbeck. Ausstellungseröffnung mit den
"Kulturtechnikern" und ihrem elektronischen Lesekonzert "Der Fall des Hauses
Ascher" nach Edgar Allan Poe.

Die "reine Kunst" war für den Verleger Max Bruns so etwas wie die Maxime
seines Schaffens und Wirkens. Sogar um den Preis des Ruins wollte er bei der
Publikation von Weltliteratur im Verlag J.C.C. Bruns' nichts anderes gelten
lassen als seinen hohen künstlerischen Anspruch. Vor allem auch in Bezug auf
die äußere Gestaltung der Bücher. In aufwändiger künstlerischer
Buchausstattung gab der Verleger Max Bruns unter anderem die ersten
deutschsprachigen Übersetzungen von Edgar Allan Poe, Gustave Flaubert und
Charles Baudelaire heraus. Die Ausstellung "J.C.C. Bruns' Verlag
(1881-1929). Weltliteratur in deutscher Übersetzung aus Minden" ist vom 21.
April bis 19. Juni 2005 im Museum für Westfälische Literatur in
Oelde-Stromberg zu sehen. Eröffnet wird die Ausstellung am 21. April um
19.30 Uhr mit dem Duo "Die Kulturtechniker" und ihrer
musikalisch-literarischen Neuinszenierung der Novelle "Der Fall des Hauses
Ascher" nach Edgar Allan Poe.

Der J.C.C. Bruns' Verlag zählt zu den bedeutenden und einflussreichen
Verlagshäusern der Jahrhundertwende. 1834 von Johann Christian Conrad Bruns
in Minden gegründet, druckte das kleine Unternehmen zunächst Postformulare,
Amtsblätter und ab 1856 auch das Minden-Lübbecker Kreisblatt, den Vorläufer
des heutigen Mindener Tageblatts. Im Jahr 1881 wurde das Unternehmen durch
die Verlagsabteilung "J.C.C. Bruns' Verlag" erweitert. 1929 musste der
Verlag im Zuge der Weltwirtschaftskrise jedoch veräußert werden, um das
Gesamtunternehmen nicht zu gefährden. In der Zwischenzeit wurde der Verlag
unter der Führung von Max Bruns, einem Enkel des Firmengründers, zu einem
Vermittler fremdsprachiger Weltliteratur der Jahrhundertwende in
Deutschland. Max Bruns hatte die Leitung des Unternehmens im Jahr 1909
übernommen und damit begonnen, Werke der Weltliteratur in die deutsche
Sprache zu übertragen. Von nun an gehörte es zum Standardprogramm des
Verlages aus Ostwestfalen, große und international bekannte Dichter zu
übersetzen und zu publizieren, darunter Oskar Wilde, Fjodor M. Dostojewski,
H.G. Wells oder Rachilde. Zu den veröffentlichten deutschsprachigen Autoren
zählten unter anderem Maximilian Dauthendey, Paul Scheerbart und Johannes
Schlaf.

Doch der Unternehmer Max Bruns (1876-1945) hatte auch noch eine andere
Seite: Zeit seines Lebens fühlte er sich eher als Literat und Übersetzer
denn als Druckereibesitzer und Verlagskaufmann. Während seiner Ausbildung
zum Buchdrucker war bereits ein eigenes literarisches Werk im J.C.C. Bruns'
Verlag gedruckt worden. In die deutsche Literaturgeschichte hat er sich
jedoch nicht als bedeutender Lyriker eingeschrieben, sondern als
renommierter Verleger. Nicht zuletzt die künstlerisch ambitionierte und
hochwertige Ausstattung der Bände, für die Bruns die bedeutendsten
Buchkünstler der Zeit beschäftigte, machten den Literaturverlag weit über
die Grenzen Westfalens hinaus bekannt.

In der Ausstellung werden diese kunstvoll gestalteten Bücher zu sehen sein,
die den J.C.C. Bruns' Verlag zu einem bedeutenden Vermittler nicht nur der
literarischen Moderne, sondern auch der Buchkunst gemacht haben. Darüber
hinaus gewähren Manuskripte, Briefe und historische Fotografien, die aus dem
umfangreichen Bruns-Nachlass ausgewählt wurden, Einblicke in das Werken und
Wirken des Verlages.

Die Ausstellungseröffnung am 21. April 2005 wird bereichert durch eine
Abendveranstaltung des Duos "Die Kulturtechniker". Ihr elektronischen
Lesekonzert orientiert sich an Edgar Allan Poes Novelle "Der Fall des Hauses
Ascher" aus dem Jahre 1839, die zu den ersten "Psycho-Thrillern" der
Weltliteratur zählt. Text und Musik werden in der Neuinterpretation der
beiden Künstler Martin M. Hahnemann (Schauspieler und Rezitator) und Ralf
Werner (Cellist und Live-Elektroniker) zu einer fesselnden Inszenierung des
phantastischen, schaurig-schönen Stückes. Karten für die Abendveranstaltung:
Die Glocke Ticket-Service: Tel.: 02522-73300. Vorverkauf: 6,- EUR (zzgl.
VVK-Gebühr), Abendkasse: 8,- EUR.

Zur Ausstellung erscheint in der von Dr. Walter Gödden herausgegebenen
Lesebuch-Reihe des Museums für Westfälische Literatur ein "Max Bruns
Lesebuch", das zum Preis von 6,50 EUR im Museum erhältlich ist.
Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Museums für Westfälische
Literatur, der J.C.C. Bruns' Betriebs-GmbH und dem Kommunalarchiv Minden.


INFO

Museum für Westfälische Literatur - Kulturgut Haus Nottbeck
Landrat-Predeick-Allee 1
59302 Oelde-Stromberg

Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag: 14.00 - 18.00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11.00 - 18.00 Uhr

Kultur-Café
Öffnungszeiten:
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 14.00 - 18.00 Uhr
Und nach Vereinbarung

Weitere Informationen unter Tel.: 0 25 29 / 94 55 90 und
www.kulturgut-nottbeck.de .






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 19 09:16:54 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Apr 19 09:19:27 2005
Subject: [WestG] [AKT] Muenster, Lettmann: Ringvorlesung Bistumsjubilaeum,
20.04.2005
Message-ID: s264ccaa.083@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Uni Münster",
Datum: 18.04.2005, 14:10


AKTUELL

Ringvorlesung zum Bistumsjubiläum
Bischof Dr. Reinhard Lettmann hält den Eröffnungsvortrag

Das Jubiläum "1200 Jahre Bistum Münster" ist an der
Westfälischen Wilhelms-Universität im Sommersemester Anlass für
eine gemeinsame Ringvorlesung der Evangelisch-Theologischen und der
Katholisch-Theologischen Fakultät. Eröffnet wird die öffentliche
Vortragsreihe am Mittwoch, 20. April 2005, um 19.30 Uhr im Hörsaal
"Audimax" an der Johannisstraße 12-20 vom Bischof von Münster, Dr.
Reinhard Lettmann. Der Ehrendoktor der Katholisch-Theologischen
Fakultät spricht über das Thema "Herausforderungen des kirchlichen
Lebens heute - in der Tradition des heiligen Liudger".

Fortgeführt wird die Reihe jeweils mittwochs zur gleichen Zeit am
gleichen Ort. Zu den Referenten gehört neben Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftlern beider Fakultäten auch Dr. Dieter Beese,
Superintendent der Evangelischen Kirchenkreises Münster, der am 1.
Juni über "Volkskirche in der Diaspora - evangelisches Leben in
Münster 1805 - 2005" sprechen wird.






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 19 09:19:02 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Apr 19 09:19:35 2005
Subject: [WestG] [AKT] Muenster, von Padberg: Liudger als Missionar,
26.04.2005
Message-ID: s264cd29.089@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Manuela Werner",
Datum: 18.04.2005, 18:04


AKTUELL

Liudger als Missionar
Vortrag im Stadtmuseum Münster

Prof. Dr. Lutz E. von Padberg, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Paderborn, spricht am Dienstag, 26. April 2005, um 20 Uhr im Stadtmuseum Münster zum Thema: "Liudger als Missionar". Der Vortrag bildet den Auftakt einer Vortragsreihe, die das Stadtmuseum im Rahmen des Begleitprogramms zu seiner Sonderausstellung "805: Liudger wird Bischof - Spuren eines Heiligen zwischen York, Rom und Münster" anbietet. Insgesamt neun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler - alle Autoren des Begleitbuchs zur Ausstellung - stellen ihre Forschungen der Öffentlichkeit vor.

Liudger, der erste münsterische Bischof, war vor seiner Bischofsweihe als Missionar tätig - ab 793/795 verstärkt im heutigen Münsterland. Das Ergebnis seiner Bemühungen (und einer Handvoll anderer vor ihm) ist eindeutig - das Christentum fasste Fuß im Münsterland. Doch wie ging die Mission eigentlich praktisch vor sich? Welche Probleme konnten dabei auftreten? Wie muss man sich das Aufeinandertreffen von Christentum und nicht-christlichen Glaubensvorstellungen zur Zeit Liudgers konkret vorstellen? Und wie ist Liudger selbst zum Missionar geworden? Wie hat er versucht, das Konzept der angelsächsischen Missionsschule auf dem Kontinent umzusetzen? Diesen Fragen widmet sich Professor Lutz E. von Padberg in seinem Vortrag. Von Padberg, der auf langjährige Forschungen zu Mission und Christianisierung im Früh- und Hochmittelalter zurückblicken kann, stellt u.a. Ergebnisse vor aus seinen Arbeiten zur Diskussion missionarischer Programme und zur Rekonstruktion der Missionspredigt im Frühmittelalter. Dabei wird versucht, eine bessere Vorstellung vom Aufeinanderprallen der verschiedenen Religionen und der Alltagsarbeit der Glaubensboten zu bekommen.

Prof. Dr. Lutz E. von Padberg studierte von 1969 bis 1974 in Münster Geschichte und Germanistik. 1980 promovierte er in Münster bei Karl Hauck mit der Arbeit "Heilige und Familie" über Lebensbeschreibungen (Viten) der Missionare Willibrord, Bonifatius und Liudger (2. überarb. u. erw. Aufl. 1997). Seine Habilitationsschrift "Mission und Christianisierung: Formen und Folgen bei Angelsachsen und Franken im 7. und 8. Jahrhundert" von 1993 entstand an der Universität Paderborn. Dort lehrt er Mittelalterliche Geschichte und ist sowohl am "Institut zur Interdisziplinären Erforschung des Mittelalters und seiner Nachwirkungen" als auch an dem Kolleg "Kloster und Welt im Mittelalter" beteiligt. Die Forschungsschwerpunkte des Historikers sind neben Mission und Christianisierung im Früh- und Hochmittelalter, die Kirchengeschichte seit der Völkerwanderungszeit sowie die Auseinandersetzung zwischen Polytheismus und Christentum in Nordwesteuropa. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen gehören das 1998 im Reclam-Verlag erschienene Buch "Die Christianisierung Europas im Mittelalter" sowie die 2003 im Beck-Verlag publizierte Biografie des Bonifatius.


INFO

Die weiteren Vortragstermine und -titel - jeweils dienstags um 20 Uhr im Stadtmuseum Münster - stehen im Faltblatt zur Ausstellung "805: Liudger wird Bischof" sowie im Halbjahresprogramm des Stadtmuseums, außerdem unter http://www.liudger-wird-bischof.de. Der Eintritt ist frei. Info: 0251/492-4503.

Manuela Werner M. A.
Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
D-48143 Münster
Telefon: +49(0)251/492-4514
Telefax: +49(0)251/492-7726
wernerm@stadt-muenster.de
http://www.stadt-muenster.de/museum

UNSERE SONDERAUSSTELLUNG
12. März bis 11. September 2005

805: Liudger wird Bischof - Spuren eines Heiligen
zwischen York, Rom und Münster

http://www.liudger-wird-bischof.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 19 10:37:26 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Apr 19 10:41:39 2005
Subject: [WestG]
[AKT] Recklinghausen, Vortrag: Mommsen: Kriegsende in Europa,
20.04.2005 / Korrekturhinweis
Message-ID: s264df8c.042@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "gk-mail (Abeck)",
Datum: 19.04.2005, 09:55


AKTUELL


Mittwoch, 20. April 2005, 16.30 - 18.00 Uhr

Vortrag: Das Kriegsende in Europa - Auflösung des NS-Systems und
Eingliederung des neuen Deutschland in den Westen
Referent: Prof. Dr. Hans Mommsen

Hans Mommsen, geboren 1930 in Marburg/ Lahn, wurde 1968 zum ordentlichen
Professor für Neuere Geschichte an die Universität Bochum berufen; 1996
emeritiert. Er ist Mitglied der British Academy und der Österreichischen
Akademie der Wissenschaften. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte
des 20. Jahrhunderts.
Der Vortrag von Hans Mommsen findet im Rahmen der Tagung "60 Jahre
Kriegsende und europäische Zukunft.Städte aus sechs Ländern im Gespräch"
statt.

Veranstalter:
Forschungsinstitut Arbeit, Bildung, Partizipation Institut für
internationale Kontakte und Integration; Die Brücke. Institut für
internationale Kontakte und Integration; Vestisches Museum / Haus der
Geschichte; Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.
Förderer:
Hans Böckler Stiftung; Gegen Vergessen. Für Demokratie e.V.


INFO

Die Teilnahme ist kostenlos.

Veranstaltungsort:
Vestisches Museum / Haus der Geschichte
Hohenzollernstr.12, 45659 Recklinghausen
Tel.02361 501946
Fax 02361 501932

Übernahme aus der Liste "Geschichtskultur Ruhr"

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KORREKTURHINWEIS

In die Ankündigung "Verschwundene bäuerliche Lebenswelten - Ausstellung mit
Fotos von Josef Scheipers im LWL-Freilichtmuseum Detmold" vom 18.09.2005
muss der Name des früheren Direktors korrekt heißen: "Josef Schepers".





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 19 14:12:19 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Apr 19 14:12:27 2005
Subject: [WestG] [AKT] Paderborn: Uni-Vortragsreihe "Geschichte der Stadt und
der Region"
Message-ID: s26511d4.040@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Gunnar Grüttner",
Datum: 19.04.2005, 13:54


AKTUELL

Neue Uni-Vortragsreihe "Geschichte der Stadt und der Region"

Im Sommersemester bietet die Universität Paderborn im Rahmen des Studiums
für Ältere eine neue Vortragsreihe zur Geschichte der Stadt Paderborn und
der Region an. In Zusammenarbeit mit dem Historischen Institut der
Universität und etablierten lokalen Institutionen wurde von Prof. Dr.
Dietmar Klenke und Prof. Dr. Helmut Heseker ein attraktives
Vorlesungsprogramm entwickelt. Die eindrucksvolle Geschichte weltlichen und
kirchlichen Lebens in Paderborn und in der Region wird in zehn Vorträgen von
der Vor- und Frühgeschichte, über das Mittelalter und Spätmittelalter bis in
die Neuzeit beleuchtet. Die Veranstaltungen finden immer mittwochs von 16.00
bis 17.00 Uhr im Hörsaal B 2 der Universität statt.

Den Auftakt macht Prof. Dr. Matthias Wemhoff, Leiter des Museums in der
Kaiserpfalz und promovierter Mittelalterarchäologe, am 20.4.2005 mit einem
Vortrag zum Thema "Vom Pfalzort zum Bischofssitz". Neben den Teilnehmenden
am Studium für Ältere sind interessierte Gäste aus Stadt und Region
ausdrücklich willkommen. Die weiteren Termine im Internet unter der
Uni-Homepage http://www.upb.de, dort der Link Studium für Ältere.

Die Vorträge: mittwochs, 16.00 bis 17.00 Uhr, Hörsaal B2:

20.4.: "Vom Pfalzort zum Bischofssitz", Prof. Dr. Matthias Wemhoff, Museum
in der Kaiserpfalz

27.4.: "Vor- und Frühgeschichte der Stadt Paderborn", Dr. Sven Spiong,
Stadtarchäologie Paderborn, Museum in der Kaiserpfalz

04.5.: "Von Imad bis Heinrich II. von Werl - Paderborner Bischöfe und ihre
Kunststiftungen im so genannten Zeitalter des Investiturstreits", Prof. Dr.
Christoph Stiegemann, Diözesanmuseum Paderborn

11.5.: "Bischof und Hochstift Paderborn im 14. Jahrhundert", Prof. Dr.
Heinrich Schoppmeyer, Bochum/Witten

18.5.: "Frischer Wind in den Klöstern des Paderborner Landes an der Wende
vom Spätmittelalter zur Neuzeit", Dr. Hermann-Josef Schmalor,
Erzbischöfliche Akademische Bibliothek

01.6.: "Jüdisches Leben im Hochstift Paderborn", Dr. Margit Naarmann, Verein
für Geschichte an der Universität Paderborn e.V.

08.6.: "60 Jahre Kriegsende - Arbeit mit Zeitzeugen", Priv.-Doz. Dr. Rainer
Pöppinghege, Historisches Institut, Universität Paderborn

15.6.: "Geschichte des Klischeebildes vom schwarzen Paderborn", Prof. Dr.
Dietmar Klenke, Historisches Institut, Universität Paderborn

22.6.: "Was ist Stadtgeschichte? Das Beispiel Paderborn in der Frühen
Neuzeit", Prof. Dr. Frank Göttmann, Historisches Institut, Universität
Paderborn

29.6.: "Heilige in Paderborn", Prof. Dr. Brigitte Englisch, Historisches
Institut, Universität Paderborn






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 19 14:16:23 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Apr 19 14:17:39 2005
Subject: [WestG] [AKT] Zeitzeugengespraech: Paderborner Jugend im
Nationalsozialismus
Message-ID: s26512d5.060@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Rainer Pöppinghege",
Datum: 19.04.2005, 13:20


AKTUELL

Zeitzeugengespräch: Paderborner Jugend im Nationalsozialismus

Hitlergruß, Gestapo, BdM und HJ sind Schlagworte, die man heute mit der Zeit des Nationalsozialismus verbindet. Wie sah die Situation von 1933-1945 in Paderborn aus? Wie war es diese Zeit als Schüler zu erleben? Antwort auf diese Fragen wollen Zeitzeugen geben, die die NS-Zeit als Jugendliche erlebten. PD Dr. Rainer Pöppinghege (Universität Paderborn) und Dr. Hilke Lenzing (VHS Paderborn) werden durch die Veranstaltung führen. Eine studentische Projektgruppe um PD Dr. Pöppinghege hat die Zeitzeugen ausgewählt, erste Gespräche geführt und den Abend vorbereitet.

Dabei sollen drei Themen als Diskussionsgrundlage dienen: Elternhaus, Schule und Jugendorganisationen. Am Ende des Zeitzeugengesprächs sind die Zuschauer aufgefordert Fragen zu stellen, von eigenen Erlebnissen zu berichten und zu diskutieren. Die Veranstaltung findet am 28. April von 19.00 - 21.00 Uhr in den Räumen der VHS am Rathausplatz 7, Paderborn, statt. Der Eintritt ist frei.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Apr 20 10:24:14 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Apr 20 10:59:40 2005
Subject: [WestG] [AKT] "studium generale" der RUB: Von neuen archaeologischen
Funden bis zum Zeitalter des Klonens
Message-ID: s2662ddd.096@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Josef König",
Datum: 19.04.2005, 12:36


AKTUELL

Von neuen Funden Bochumer Archäologen ...
... bis zum "Menschen im Zeitalter des Klonens"
studium generale mit attraktivem Angebot im Sommersemester

"Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen", sagt der Direktor im
Vorspiel zu Goethes "Faust" - ein passendes Motto für das studium generale
an der Ruhr-Universität Bochum. In diesem Sommersemester reicht das
Programm von der Antike bis zur Zukunft. Während Bochumer Archäologen im
"Hörsaal City" ihre neuen Funde erläutern, stehen aktuelle Probleme der
"Sozialreformen und sozialer Gerechtigkeit" bei Theologen,
Wirtschaftswissenschaftlern und Sozialwissenschaftlern auf dem Programm.
Philosophisch ist der Blick auch in die Zukunft gerichtet in der
Vorlesungsreihe "Der Mensch im Zeichen des therapeutischen Klonens". Die
Physiker wiederum haben nicht nur das Einsteinjahr zu würdigen mit der
Reihe "Einsteins Ideen - und was daraus geworden ist"; sie bieten auch
weitere "Physik für Nicht-Physiker".

Programm im Internet und als Broschüre

Die Broschüre des studium generale ist soeben erschienen, sie liegt auf dem
Campus der RUB und in der Stadt öffentlich aus. Das ausführliche Programm
steht auch im Internet unter http://www.rub.de/studium-generale

Von Milet bis Archäologie im Flug

Die Reihe "Hörsaal City" im Haus der Geschichte des Ruhrgebietes entwickelt
sich mehr und mehr zum festen Bestandteil des wissenschaftlich-kulturellen
Lebens in Bochum. In diesem Sommersemester geht es um "Neue Funde Bochumer
Archäologen". Die Antike ist die Geburtsstätte unserer westlichen Kultur.
Vielen ist gar nicht mehr bewusst, wie viele Begriffe, wie viel heute noch
aktuelles Wissen wir der Antike, dem Leben im Mittelmeerraum schulden. Dass
dieser Raum noch zahlreiche weitere Schätze birgt, die darauf warten
"gehoben" zu werden, das bezeugen die Grabungen Bochumer Archäologen. Sie
präsentieren in sechs Vorträgen Funde aus jüngsten Kampagnen und
vervollständigen unser Wissen über das Leben der alten Griechen, Römer,
Etrusker - von Milet und dem Panionion in Kleinasien bis zur großen Insel
Sizilien. Zugleich zeigen sie, dass sie manchmal in die Luft gehen müssen,
um in der Erde sinnvoll graben zu können.

Interdisziplinär und vielfältig

Die öffentlichen Vorlesungen spiegeln die fachliche Breite der RUB wider:
von den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften über die Medizin bis zu
den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Fast alle Veranstaltungen des
studium generale sind fachübergreifend ausgerichtet und nähern sich den
Themen aus verschiedenen Perspektiven.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Apr 20 10:32:31 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Apr 20 10:59:48 2005
Subject: [WestG] [KONF] Italienische Skulpturen: Tagung zu Ehren von Prof.
Dr. Joachim Poeschke
Message-ID: s2662fdc.026@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster",
Datum: 19.04.2005, 15:11


TAGUNG

Über italienische Skulpturen
Internationale Tagung zu Ehren von Prof. Dr. Joachim Poeschke

Anlässlich des 60. Geburtstages von Prof. Dr. Joachim Poeschke,
Direktor des Instituts für Kunstgeschichte der Westfälischen
Wilhelms-Universität, findet vom 22. bis 23. April im Erbdrostenhof
in Münster der internationale Kongress "Scultura" statt, bei dem
Wissenschaftler aus der ganzen Welt die Möglichkeit besitzen, sich
über die neuesten Forschungsergebnisse italienischer Skulpturen zu
informieren.

In dem von Schlaun erbauten städtischen Adelspalais werden zwei Tage
lang Vorträge gehalten, die von frühmittelalterlichen
Kreuzmonumenten über Michelangelos Werke bis hin zum Grabmal
Heinrichs VII. reichen. Darüber hinaus sollen am Freitag unter
anderem eine rätselhafte Inschrift am Hauptportal des Domes von
Ferrara und die Höllendarstellung des Nicola Pisano an der Pisaner
Baptisteriumskanzel sowie ein unbekanntes Michaelsrelief aus dem
römischen Quattrocento betrachtet werden. Am Samstag wird über die
Darstellung antiker und antikisierender Skulpturen auf venezianischen
Gemälden des frühen Cinquecento sowie über den häufig
dargestellten "Johannes in der Wüste" und die Papstgrabmäler in
St. Peter diskutiert.


INFO

Link: Insititut für Kunstgeschichte
(http://www.uni-muenster.de/Kunstgeschichte/Welcome.html)





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Apr 20 10:38:09 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Apr 20 10:59:59 2005
Subject: [WestG] [KONF] Historisches Kolloquium im "Haus der Niederlande"
Message-ID: s2663131.099@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster",
Datum: 19.04.2005, 15:11


KOLLOQUIUM

Deutsch-Niederländische Geschichte
Historisches Kolloquium im "Haus der Niederlande"

Im Mai 2005 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum
sechzigsten Mal. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Studien und
Bücher verfasst, die sich mit dem Leben und den Ereignissen in
Deutschland und den Niederlanden während des Kriegs beschäftigen.
Dabei wird zunehmend deutlich, dass verschiedene Darstellungen der
Geschichtsschreibung die Sichtweise der jeweiligen Generation
widerspiegeln. Um Forschungsperspektiven der Zeitgeschichte und die
wissenschaftliche Erforschung zu betrachten, findet deshalb am 21.
April von 15 bis 19 Uhr ein Kolloquium im Rahmen des Begleitprogramms
der Ausstellung "Anne Frank - ein Mädchen aus Deutschland" im Haus
der Niederlande, Alter Steinweg 6/7, statt.

Dabei werden von niederländischen und deutschen Historikern
Vorträge gehalten, die sich mit der Historiographie und dem Weg
zukünftiger wissenschaftlicher Bearbeitungen des Themas
beschäftigen. Unter anderem referieren hierzu Prof. Dr. Chris Lorenz
von der Freien Universität Amsterdam und Prof. Dr. Hans Ulrich
Thamer vom Historischen Seminar der Universität Münster. Der
Eintritt ist kostenlos.


INFO

Link: Haus der Niederlande
(http://www.hausderniederlande.de/)





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Apr 20 10:49:29 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Apr 20 11:00:13 2005
Subject: [WestG] [KONF] Konfrontation zwischen Geistlichen und
Nationalsozialisten von 1933-1939, Bocholt, 12.05.2005
Message-ID: s26633da.053@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Herrn Dr.Oppel",
Datum: 19.04.2005, 11:43


VORTRAG

Der von Stadtarchiv Bocholt und Volkshochschule
Bocholt-Rhede-Isselburg getragene "Gesprächskreis
Bocholter Stadtgeschichte" lädt zum Donnerstag,
12. Mai 2005, 18.30 Uhr in das Stadtarchiv Bocholt
Münsterstraße 76, 46397 Bocholt zu dem Vortrag
von Ursula Rüter unter dem Titel:

Aktionen und Reaktionen
Konfrontation zwischen kirchlichen Verbänden bzw.
Geistlichen und den Nationalsozialisten in Bocholt in
der Zeit von 1933 bis 1939

Vorgestellt werden konkrete Fälle anhand von Akten,
Briefen und anderen Quellen. 1935 löst der Gauparteitag
in Münster eine scharfe Auseinandersetzung zwischen
der katholischen Kirche und der NSDAP aus. Der Bischof
von Münster Clemens August Graf von Galen geht offen
zum Angriff gegen die Ideologie der Partei über, speziell
gegen den ,Mythos des 20. Jahrhunderts' von Alfred
Rosenberg. Die Diskussion über das Buch bringt Schüler
und Lehrer durch Denunzianten vor den Kadi. Diese Zeit
der Stadtgeschichte ist Teil der jetzt 1200-jährigen
Bistumsgeschichte.

Moderation:
Stadtarchivar Dr. Hans D. Oppel
Eintritt frei


INFO

Ursula Rüter
Aktionen und Reaktionen
Donnerstag, 12. Mai 2005
18.30 Uhr
Stadtarchiv Bocholt
Münsterstraße 76
46397 Bocholt





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Apr 20 10:59:17 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Apr 20 11:00:32 2005
Subject: [WestG]
[AKT] 4. internationales Dampf-Festival Ruhrgebiet, Bochum,
30.04.2005/01.05.2005
Message-ID: s266360a.098@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff",
Datum: 20.04.2005, 09:33


AKTUELL

Feurige Tage im LWL- Industriemuseum Zeche Hannover
Größtes Dampffestival Deutschlands lockt nach Bochum

Am Samstag, 30. April, und Sonntag, 1. Mai, präsentiert
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem
Westfälischen Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum
das 4. internationale Dampf-Festival Ruhrgebiet.

"Fahrende Dampfmaschinen" wie Dampfwalzen, Dampftraktoren,
Lokomobile, dampfgetriebene PKW und LKW aus Deutschland,
Österreich, den Niederlanden und Großbritannien lassen vor
dem mächtigen Malakowturm der Zeche Hannover das
Dampfzeitalter lebendig werden.

Mit 35 originalen historischen Maschinen und originalgetreuen
Nachbauten ist das Dampf-Festival Ruhrgebiet das größte seiner
Art in Deutschland. Die Besonderheit: sämtliche Maschinen stehen
unter Dampf und sind im Fahrbetrieb zu erleben. Daneben zeigen
Modellbauer aus dem Ruhrgebiet in einer eigenen Ausstellung
detailgetreue Kleinmodelle von Dampfmaschinen, Gas- und
Heißluftmotoren, die in aufwändiger Heimarbeit erstellt wurden.
In einer eigens angelegten Wasserlandschaft tummeln sich
Modelle von Raddampfern, Dampfbooten und Schleppern im
Dampfbetrieb.

Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Jazzmusik, Puppentheater,
Clownerie und Dampf-Workshops bietet Abwechslung für die ganze
Familie. Weitere Informationen unter www.zeche-hannover.de


INFO

Dampf-Festival Ruhrgebiet
Sa, 30. April und So, 1. Mai, 11 - 18 Uhr
Eintritt: 5,- EUR, ermäßigt 2,50 EUR

Hinweise für Redaktionen:
Donnerstag, 28. April, treffen die ersten Dampffahrzeuge zum
Dampf-Festival Ruhrgebiet ein. An diesem Tag laden wir Sie um
14 Uhr zum Foto- bzw. Filmtermin ins Westfälische Industriemuseum
Zeche Hannover, Günnigfelder Straße 251, in 44793 Bochum ein.

Bei Interesse an Reportagen im Vorfeld des Dampf-Festivals vermitteln
wir gern Kontakte zu einem Besitzer einer originalen historischen
Dampfwalze aus Waltrop oder Modellbauern aus Bochum und Recklinghausen.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Apr 21 16:49:14 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Apr 21 16:49:28 2005
Subject: [WestG] [POS] Westfaelisches Industriemuseum, Wissenschaftlicher
Volontaer/in, Bochum-Hordel
Message-ID: s267d991.038@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Mathias Roß", Datum: 20.04.2005, 12:09



STELLENAUSSCHREIBUNG

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe errichtet an acht Stand-
orten in Westfalen das Westfälische Industriemuseum. Aufgabe des Museums ist die
Erforschung und Darstellung der Industriekultur seit dem Beginn des 19.
Jahrhunderts. Die Zentrale befindet sich auf der ehemaligen Zeche Zollern II/IV
in Dortmund-Bövinghausen.

Zum 17.10.2005 ist für den Museumsstandort Zeche Hannover in Bochum-Hordel eine
Stelle als

wissenschaftliche Volontärin /
wissenschaftlicher Volontär

zu besetzen. Das Volontariat ist auf 2 Jahre befristet.

Aufgabengebiete:
Mitarbeit bei der Entwicklung einer Ausstellung zur Geschichte polnischer
Migranten und ihrer Familien im Ruhrgebiet
Mitarbeit an weiteren Ausstellungskonzeptionen

Wir erwarten:
ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Wirtschafts-,
Sozial- und Technikgeschichte oder Kulturwissenschaften/
Volkskunde

Gewünscht sind:
Erfahrungen in Oral-History-Projekten, Ausstellungs- und
Dokumentationsarbeit, Museumspraktika, Archivarbeit,
Fähigkeit zur Team- und Projektarbeit, ausgeprägte Eigen-
initiative
Interesse an museumsrelevanten Fragestellungen
PC-Kenntnisse (MS-Office, Internet)
Pkw-Führerschein
polnische Sprachkenntnisse sind von Vorteil

Wir bieten:
eine kompetente Betreuung
Gelegenheit zur eigenständigen Projektarbeit
eine monatliche Pauschalvergütung von zurzeit 1.052 € brutto; die Höhe ist
abhängig vom Familienstand der Volontärin/des Volontärs

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen werden gemäß
Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern
nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind ebenfalls
ausdrücklich erwünscht.

Für Fragen steht Ihnen Herr Osses (Tel.: 0231/6961-231,
E-Mail: dietmar.osses@lwl.org) zur Verfügung. Ihre Bewerbung richten Sie bitte
unter Angabe der Kennnummer 19/05 bis zum 10.06.2005 an den

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
- Personalabteilung -

48133 Münster
www.lwl.org








From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Apr 21 16:40:40 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Apr 21 16:49:32 2005
Subject: [WestG] [AUS] Die letzten Stunden von Herculaneum, Haltern am See,
ab 21.05.-14.08.2005
Message-ID: s267d7a5.023@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 21.04.2005, 13:50


AUSSTELLUNG

Erste Ausstellung über die letzten Stunden von Herculaneum
Neue Erkenntnisse:
Tödliche Vulkanwolke löste Katastrophe vor 2.000 Jahren aus

Die ersten Exponate sind gleichzeitig die schwersten: Am Donnerstag (21.4.) sind
rund zehn Tonnen kleiner Vulkansteinchen ("Lapilli") aus Herculaneum in Haltern
am See auf Lastwagen eingetroffen. Die fast 2.000 Jahre alten Steinchen bilden
ein Element der neuen Ausstellung "Die letzten Stunden von Herculaneum", die
erste, die ausschließlich der Nachbarstadt von Pompeji gewidmet ist. Ab dem 21.
Mai (bis 14.8.) präsentiert die Schau im Westfälischen Römermuseum Haltern
(Kreis Recklinghausen) neue Ausgrabungsfunde aus dem römischen Ort, der 79 nach
Christus komplett vom Vesuv verschüttet wurde. "Ungefähr 5000 Einwohner zählte
die kleine Küstenstadt am Golf von Neapel. Vor allem begüterte Römer und ihre
Sklaven lebten dort, aber auch Handwerker und Ladenbesitzer, die die Reichen mit
Waren versorgen", so Museumsleiter Dr. Rudolf Aßkamp.

Die Ausstellung im Westfälischen Römermuseum Haltern ist eine Kooperation des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), des Pergamonmuseums,
Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin, und des Focke-Museums, Bremer
Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, wo die Schau ab September bis
Dezember (Berlin) und von Januar 2006 bis April 2006 (Bremen) zu sehen sein
wird.

Den 16 Containern mit den grauen Steinchen folgen in den kommenden vier Wochen
rund xx Exponate: "Die letzten Stunden von Herculaneum" werden zum Beispiel
durch gut erhaltene Skelette aus den Bootshäusern am Strand wieder wach gerufen
sowie durch Holzmöbel und kostbarste Wandmalereien, Goldschmuck und
Bronzeskulpturen aus dem Archäologischen Nationalmuseum von Neapel.

Ein Höhepunkt der Schau werden zwei antike Papyrusrollen aus der berühmten Villa
dei Papiri sein, der weltweit einzig erhaltenen römischen Bibliothek. Sie
gehörte wahrscheinlich dem Schwiegervater Caesars. Damit die Architektin Barbara
Hähnel-Bökens die Ausstellung in Haltern gestalten kann, ist das Museum seit
Anfang April komplett geschlossen. Aßkamp: "Wir wollen eine Ahnung verschaffen,
was diese Katastrophe bedeutet hat und welche Kultur der Vulkanausbruch begraben
und letztlich für uns konserviert hat."

Tödliche Wolke aus dem Vulkan
Erst seit wenigen Jahren weiß man, wie sich die Tragödie in Herculaneum
abgespielt hat. 1982 stießen italienische Kanalarbeiter durch Zufall auf die
antiken Bootshäuser von Herculaneum. Dort hatten über 300 Menschen,
zusammengedrängt im Dunkeln, durch die glühendheiße Asche einer so genannten
pyroklastischen Wolke in Sekunden den Tod gefunden.

"Diese 400 Grad Celsius heiße Wolke, nicht Gesteinsbrocken oder Schlamm aus dem
Vesuvausbruch haben die Menschen damals umgebracht", erläuterte am Donnerstag in
Haltern Prof. Dr. Giovanni Orsi, Vulkanologe am Vesuv-Observatorium Neapel. "Die
dicht bevölkerte Bucht von Neapel mit dem Vesuv und dem benachbarten
Vulkangebiet der Phlegräischen Felder gehört zu den gefährlichsten
Vulkanregionen der Erde. Um der Geschichte des Berges auf die Spur zu kommen,
untersucht das Vesuv-Observatorium auch vergangene Ausbrüche. Dadurch war es
möglich, auch die Katastrophe des Jahres 79 n.Chr. minutiös zu rekonstruieren,
als die Wolke mit 500 Kilometern pro Stunde die Hänge des Vesuvs hinunter
raste", so Orsi weiter, dessen Institut (gegründet 1841) die weltweit älteste
vulkanologische Forschungsstation ist.

Dank neuer wissenschaftlicher Techniken waren die Forscher in der Lage, die
Skelette von Herculaneum zu "lesen", so Projekt-Initiator Prof. Dr. Dieter
Richter (Universität Bremen). Die Knochen lieferten italienischen und
amerikanischen Anthropologen präzise Informationen über Geschlecht, Aussehen,
Alter und Ernährung der Menschen, über ihre Krankheiten, ihren sozialen Stand
und die Art ihres Todes. Viele litten an Erkrankungen der Atemwege, an
Tuberkulose und Knochenbrüchen. An zahlreichen Skeletten lassen sich die Spuren
harter Arbeit ablesen. Und keiner der Menschen, die am Strand von Herculaneum
starben, war älter als 60 Jahre.

Richter: "Herculaneum ist zu einem spannenden Lesebuch über Leben und Sterben in
einer römischen Kleinstadt geworden. Man kann sich den 24. August 79 gut
vorstellen - ein Sommertag am Golf von Neapel, Fischer ziehen ihre vollbeladenen
Boote an den Strand. Eine frische Brise weht vom Meer, während sich die
wohlhabenden Römer in den Gärten ihrer luxuriösen Sommervillen entspannen. Nie-
mand ahnt, dass in ein paar Stunden gegen ein Uhr nachts der Vesuv ausbrechen
und die ganze Stadt unter einer glühendheißen Lawine aus Asche, Schlamm und
Bimsstein begraben wird."

Die Wiederentdeckung Herculaneums
Herculaneums Entdeckung begann vor fast 300 Jahren: Als ein Bauer 1709 im Ort
Resina, dem heutigen Ercolano, einen Brunnen grub, stieß er auf Marmorblöcke
römischer Zeit. Davon hörte der österreichische Prinz von Elboeuf, der sich an
der Bucht von Neapel eine Villa errichten lassen wollte. Mit mühsam in den
vulkanischen Tuff gegrabenen Stollen ließ er nach weiteren Kunstwerken suchen.
Das erste Gebäude des vor über 1900 Jahren verschütteten Herculaneum war
gefunden: das Theater. Dies war der Beginn der Ausgrabungen von Herculaneum,
schon Jahrzehnte, bevor man Pompeji entdeckte.

Die Nachrichten über die wiedergefundene Stadt breiteten sich wie ein Lauffeuer
durch Europa aus. Neben Presseberichten spielten dabei Reisebeschreibungen,
gelehrte Abhandlungen und illustrierte Werke eine wichtige Rolle. Auf diese
Weise wurde die verschüttete Antike am Golf von Neapel zu einem neuen
touristischen Anziehungspunkt. Zahlreiche Besucher vor allem aus England,
Frankreich und den deutschen Ländern kamen, um Augenzeugen der unerhörten
Ereignisse zu werden.

Mit Fackeln bewaffnet stieg man durch die schmalen, schlüpfrigen Gänge in das
verzweigte Labyrinth des unterirdischen Theaters hinab und bestaunte die zutage
gekommenen Schätze im königlichen Schloss in Portici. Eine neue Form des
Tourismus war entstanden.

Mit den Funden aus Herculaneum und Pompeji brach sich ein neuer Stil in Europa
Bahn. Architekten, Maler, Dekorateure, Möbeltischler, Goldschmiede,
Porzellankünstler begeisterten sich für den Geschmack "der Alten".
Kunsthandwerker benutzten Abbildungen antiker Gebrauchsgegenstände als Vorlagen
für eigene Schöpfungen. Wandmalereien aus Herculaneum und Pompeji wurden zu
Vorbildern für Wanddekorationen in Schlössern und Bürgerhäusern. Die
Wiederentdeckung der antiken Städte am Golf von Neapel wurde die Geburtsstunde
des europäischen Klassizismus.

Die Villa dei Papiri
750 ebenfalls bei der Anlage eines Brunnens wurde die größte und luxuriöseste
Privatvilla der Römischen Welt entdeckt, die Villa dei Papiri.
Man grub sie bis 1764 durch ein System von Schächten und Stollen aus. Dabei ging
es den Ausgräbern vor allem darum, Kunstschätze aus der Villa ans Licht zu
holen.

Heute liegt die Villa dei Papiri 30 Meter unter dem Niveau der modernen Stadt.
Die mehrstöckige, über 250 Meter lange Villa mit Säulenhallen, Meeresterrassen
und Aussichtspavillon grenzte an einen Fluss, der sie vom Ort Herculaneum
trennte.

Erbauer war vermutlich der Schwiegervater von Julius Caesar, Lucius Calpurnius
Piso Cesonius, Kon-sul des Jahres 58 v.Chr. Seine Familie bewohnte die Anlage
wahrscheinlich noch beim Ausbruch des Vesvus. Sie müssen große Kunstliebhaber
gewesen sein: Neben qualitätsvollen Wandmalereien und Mosaiken kamen mehr als 70
Skulpturen aus Bronze und Marmor zu Tage. Sie schmückten den über 100 Meter
langen Garten und die ihn umgebenden Säulenhallen.

Bei den Ausgrabungen stieß der Schweizer Bergbau-Ingenieur Karl Weber auch auf
einen großen Raum voller Schränke, in denen mehr als 1700 schwärzliche Päckchen
lagen, die der Villa ihren Namen gaben: Rollen aus Papyrus. Die weltweit einzige
antike römische Bibliothek war gefunden. Die Forscher hofften auf noch
unbekannte Schriften großer antiker Autoren. Doch die schwierige Abrollung und
bis heute nicht abgeschlossene Entzifferung machten nur Werke weniger
bedeutenderer Autoren lesbar, vor allem Schriften des griechischen Philosophen
Philodemos von Gadara.


INFO

Ab 21. Mai:
Die letzten Stunden von Herculaneum
Westfälisches Römermuseum Haltern
Weseler Straße 100
45721 Haltern am See

www.herculaneum-ausstellung.de
www.roemermuseum-haltern.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Apr 21 14:19:53 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Apr 21 16:49:35 2005
Subject: [WestG] [AKT] Landwehren in Ahlen, Vortrag von Cornelia Kneppe,
Ahlen, 03.05.2005
Message-ID: s267b6a4.047@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Manfred Kehr",
Datum: 20.04.2005, 11:10


AKTUELL

Dr. Cornelia Kneppe: Mittelalterliche Landwehren und
Verkehrswege in Ahlen

Von der allgemeinen Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt
wird derzeit in Fachkreisen das Bild des mittelalterlichen Ahlen
diskutiert. Den entscheidenden Beitrag zu dieser aktuellen
Diskussion leistet Dr. Cornelia Kneppe in ihrer Publikation
"Die Stadtlandwehren des östlichen Münsterlandes"
(Altertumskommission für Westfalen, XIV. Münster 2004).
In der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift "Archäologie in Deutschland"
geht sie der Frage nach, inwieweit städtische Landwehren
zur Vergrößerung des von ihnen gesicherten Raumes führten.

So wurde die ehemalige Siedlung Meichelen jenseits der Werse
mit jeder Landwehrerweiterung mehr und mehr in das Stadtgebiet
einbezogen, bis sie spätestens um 1400 vollständig integriert war.
Ein weiterer von Dr. Kneppe untersuchter Aspekt ist der durch
die Landwehren hervorgerufene Bedeutungswandel der
Verkehrswege. So weist sie für Ahlen nach, "daß die westöstliche,
von einem Tor zum anderen führende Durchgangsstraße nicht
immer ihre den Stadtgrundriß dominierende Bedeutung besessen
haben kann." Ein spannender Vortrag über eine wenig belegte
Epoche der Ahlener Stadtgeschichte.

Dr. Cornelia Kneppe stellt ihre Forschungsarbeiten für das
südöstliche Münsterland in einem Volkshochschulvortrag am
3. Mai um 19:30 Uhr im Ratssaal des Alten Rathauses vor.


INFO

Dr. Cornelia Kneppe:
Mittelalterliche Landwehren und Verkehrswege in Ahlen
03.05.2005, 19:30 Uhr
Ratssaal des Alten Rathauses
Ahlen





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Apr 21 13:33:36 2005
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Apr 21 16:49:39 2005
Subject: [WestG] [LIT] Schinkel, Eckhard (Hg.): Totaler Einsatz fuer die
Kriegswirtschaft
Message-ID: s267abd1.089@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff",
Datum: 20.04.2005, 13:06


LITERATUR

Zwangsarbeit in der Binnenschifffahrt
Westfälisches Industriemuseum stellt neues Buch vor

Im Jahr 1943 war jeder vierte Arbeiter auf deutschen Schiffen
ein "Ausländer": 12.500 Zwangsarbeiter aus 15 Nationen gehörten
zum fahrenden Personal in der Binnenschifffahrt. Einer von ihnen
war der junge Bankangestellte Alfred Dusautier aus Armentières
(Frankreich). Seine Erinnerungen stehen im Mittelpunkt eines neuen
Buchs aus dem Westfälischen Industriemuseum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

Die erste fundierte Studie zu einem bislang unerforschten Kapitel
in der Verkehrsgeschichte wurde heute (20.4.) im Museum Altes
Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop vorstellt. Herausgeber
Dr. Eckhard Schinkel, wissenschaftlicher Referent im
LWL-Industriemuseum, hat die in ihrer Ausführlichkeit einzigartigen
Erinnerungen des heute 84-jährigen Franzosen durch weitere
Zeitzeugenberichte und historische Dokumente aus dem
Reichsverkehrministerium ergänzt. Seine Forschungsergebnisse
zum Thema Zwangsarbeit in der deutschen Binnenschifffahrt sind
in zwei Studien zusammengefasst.

"Die Veröffentlichung stößt bereits jetzt auf große Resonanz", freut
sich Schinkel. So würdigte Bundesverkehrsminister Dr. Manfred
Stolpe das Buch als "wertvolle Publikation". Dem Westfälischen
Industriemuseum komme das große Verdienst zu, einen bisher
weithin unbekannten Aspekt deutscher Geschichte anhand von
Zeitzeugenberichten wissenschaftlich aufgearbeitet und einer
breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu haben.

Ausländer standen während des Zweiten Weltkriegs in der
Arbeitshierarchie ganz unten, das galt grundsätzlich auch für die
Schiffsbesatzungen. In der kleinen Gemeinschaft an Bord war waren
das Klima aber oft besser. Eckhard Schinkel: "Die Chancen für eine
menschlichere Arbeit unter dem allgemeinen Diktat des Unrechts
waren in der Binnenschifffahrt größer als in der Montan- und
Schwerindustrie." Diese Erfahrungen machte auch Alfred Dusautier.
Er gehörte zu den 4014 Franzosen, die im Jahr 1943 im Rahmen
des S.T.O. (Service du Travail Obligatoire) nach Deutschland deportiert
wurden. Von März 1943 bis April 1945 leistete er Zwangsarbeit bei
der Kanal-Verkehrs-Aktien-Gesellschaft, die längste Zeit davon auf
dem Binnenschiff "Wettstein", das vor allem Kohle und Erze zwischen
dem Ruhrgebiet und Salzgitter transportierte.

1995 begann Dusautier seine Erinnerungen aufzuschreiben und knüpfte
erste Kontakte zum Westfälischen Industriemuseum. Seine mehr als
100 Seiten umfassenden Aufzeichnungen, die das Museum für die
Publikation übersetzen ließ, schildern erlebte und erlittene Wirklichkeit:
die Requirierung, den Bahntransport nach Dortmund und weiter nach
Blexen, die Ausbildung zum Matrosen - und natürlich immer wieder den
Arbeitsalltag. Schwerstarbeit war vor allem der Umschlag der Ladung
in den Häfen: Für das Öffnen und Schließen der Luken mussten zwei
Männer jeweils vier Tonnen Planken und Eisenträger zur Seite räumen:

"Für das Entladen, das in einem höllischen Tempo durch fahrbare
Brückenkräne erfolgte, hatten wir schon am frühen Morgen damit
begonnen, die vielen Planken aufzunehmen, mit denen die Laderäume
abgedeckt waren. Das Schiffsdeck wurde aufgeräumt, man rollte die
Festmachedrähte auf. Das war eine einfache, aber schmerzhafte Arbeit
für die Hände, wenn man über keine Schutzhandschuhe verfügte. Die
KVAG hatte sehr wenig Sorge für unsere persönliche Ausrüstung getragen.
Erst viel später, Anfang Juni 1943, konnte ich mir das erste Paar
gebrauchte Arbeitshandschuhe besorgen im Tausch gegen eine Dose
Ölsardinen, die sich in einem Paket von meiner Mutter befand."

Neben den Erinnerungen Dusautiers und weiterer Zeitzeugen enthält das
Buch auch die Geschichte von Jozef Wieczorkiewiecz aus Polen, der 1999
auf der Suche nach seiner Vergangenheit im Alten Schiffshebewerk nach
54 Jahren seine "Nixe" wiederfand. Auf dem Dampfbereisungsboot leistete
er während des Krieges zwei Jahre lang als Heizer Zwangsarbeit. Heute
liegt die "Nixe" als Museumsschiff in Waltrop vor Anker. Die Schilderungen
des Polen und seine Begegnung in Waltrop, die seinerzeit auch in einem
Videofilm festgehalten wurde, hat Museumsleiter Herbert Niewerth für
das Buch zusammengefasst.


INFO

Totaler Einsatz für die Kriegswirtschaft. Zwangsarbeit in der deutschen
Binnenschifffahrt 1940-1945. Erinnerungen - Dokumente - Studien. Hg.
v. Dr. Eckhard Schinkel, Westfälisches Industriemuseum, Quellen und Studien,
Band 11, Klartext-Verlag, Essen 2005, 12,90 Euro




From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 25 09:18:28 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Apr 25 09:25:51 2005
Subject: [WestG] [TOC] Hohenlimburger Heimatblaetter, Mai 2005
Message-ID: s26cb5f7.028@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Marcus Weidner",
Datum: 25.05, 2005, 09:10


SERVICE: TOC

Hohenlimburger Heimatblätter
66. Jg.
2005
Mai


S. 146-159, 169-173
Felka, Widberg
Wertvolle Kulisse zwischen Lennebrücke und Schloß -
Vor 50 Jahren entstand das Hohenlimburger Rathaus, Teil 1

S. 174f.
Hohenlimburger Stadtchronik 2004
Teil 2

S. 176f.
Bleicher, Wilhelm
Erinnerungen an die letzten Kriegstage in Hohenlimburg

S. 176-179
Rose, Franz
Die Schreckensnacht 17./18. Mai 1943
[betr. Bombardierung der Möhnetalsperrmauer]

S. 179f.
Auszüge aus Jörg Friedrich, Der Brand:
Von der Möhnekatastrophe 1943
[betr. Bombardierung der Möhnetalsperrmauer]

S. 181-183
Geismann, Hermann-Josef
Zur Restaurierung des Viehhauses auf der Burg Klusenstein





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 25 09:26:03 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Apr 25 09:26:03 2005
Subject: [WestG] [POS] Muenster, Naturkundemuseum: praeparationstechnische
Assistenten/-innen
Message-ID: s26cb7b3.065@lwlapp.itz.lwl.org

Von "Mathias Roß", mathias.roß at lwl.org
Datum: 21.04.2005 17:21


STELLENAUSSCHREIBUNG

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe sind im Westfälischen Museum für Naturkunde - Landesmuseum und Planetarium - in Münster zum 01.08.2005 zwei Volontärstellen für

präparationstechnische
Assistenten/Assistentinnen


der Fachrichtung Geowissenschaften und
der Fachrichtung Biologie

zu besetzen. Die Volontariate sind auf 2 Jahre befristet.

Aufgabengebiete:
- Mithilfe bei allen im Museum anfallenden Präparationsarbeiten
- selbständige Präparationsarbeiten

Wir erwarten:
- ein gutes Zeugnis der Höheren Berufsfachschule für präparationstechnische Assistenten/Assistentinnen
- Lernwilligkeit, Kooperationsbereitschaft, Eigeninitiative

Wir bieten:
- die Möglichkeit, alle in einem Naturkundemuseum anfallenden Präparationsarbeiten in der Praxis kennen zu lernen
- eine monatliche Pauschalvergütung

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer 21/05 bis zum 13.05.2005 an den

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
www.lwl.org
- Personalabteilung -
48133 Münster






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 25 09:29:38 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Apr 25 09:39:12 2005
Subject: [WestG] [POS] Muenster,
Landesmuseum fuer Kunst und Kulturgeschichte: Museumspaedagoge/-in
Message-ID: s26cb899.084@lwlapp.itz.lwl.org

Von "Mathias Roß", mathias.roß at lwl.org
Datum: 21.04.2005 17:21


STELLENAUSSCHREIBUNG

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster eine Stelle als

Museumspädagogin/
Museumspädagoge

zu besetzen.

Aufgabengebiete:
- Leitung der Abteilung Museumspädagogik
- Planung, Koordination, konzeptionelle Weiterentwicklung und Durchführung des museumspädagogischen Angebotes für alle Zielgruppen und Sammlungsbereiche sowie der Begleitprogramme für Ausstellungen


Wir erwarten:
- ein abgeschlossenes Studium der Kunst- oder Kulturpädagogik bzw. ein vergleichbares Studium mit Zusatzqualifikationen zur Kunst- bzw. Museumspädagogik oder gleichrangige, nachgewiesene berufspraktische Erfahrungen
- Berufserfahrung in der Museumspädagogik (Kenntnisse im Bereich Öffentlichkeitsarbeit wären vorteilhaft)
- Leitungskompetenz, Selbständigkeit und Eigeninitiative
- Organisationsgeschick, Kreativität
- Kommunikations-, Team-, Konflikt- und Motivationsfähigkeit
- Willen zur fachübergreifenden Kooperation
- EDV-Kenntnisse
- möglichst englische und französische Fremdsprachenkenntnisse

Wir bieten:
- eine vielseitige Tätigkeit in einem engagierten Museumsteam
- eine Bezahlung nach Vergütungsgruppe II/I b BAT-LWL


Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Die Stelle ist grundsätzlich auch für Teilzeitkräfte geeignet.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer 23/05 bis zum 19.05.2005 an den

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
www.lwl.org
- Personalabteilung -
48133 Münster







From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 25 09:31:44 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Apr 25 09:39:23 2005
Subject: [WestG] [AKT] Skelette der Steinzeitmenschen aus Hagen liefern
ueberraschende Befunde
Message-ID: s26cb916.095@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Historisches Centrum Hagen",
Datum: 21.05.2005, 21.04


AKTUELL

Skelette der Steinzeitmenschen aus Hagen liefern überraschende Befunde

Seit Februar dieses Jahres gehört Dr. Jörg Orschiedt von der Universität
Hamburg einem Team von namhaften Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland
an. Diese Forschergruppe untersucht die in Hagen entdeckten, überregional
bedeutenden Überreste von steinzeitlichen Menschen. Dr. Orschiedt analysiert
die zahlreichen Menschenknochen, die bisher aus der Höhle geborgen wurden
und koordiniert die weiteren Untersuchungen.

Am Freitag (22. April) stellt er im Museum für Ur- und Frühgeschichte
Wasserschloss Werdringen in Hagen die Ergebnisse seiner
osteo-archäologischen Untersuchungen der Skelettreste aus der Hagener Höhle
erstmalig vor. Zudem präsentierte er erste Skelett-Zusammensetzungen sowie
die zusammengesetzten Schädelteile der datierten Individuen

Dr. Jörg Orschiedt ist Archäologe am Archäologischen Institut der
Universität Hamburg. Sein Spezialgebiet sind Bestattungspraktiken und
Skelette von steinzeitlichen Menschen. Sie wurden in Gräbern, als Relikte
von Kulthandlungen und in religiösen Zusammenhängen entdeckt. Funde und
Befunde dieser Art waren bereits das Thema der Magister- und Doktorarbeiten
von Jörg Orschiedt.

Das Thema ließ ihn nicht mehr los: In seiner aktuellen Habilitation
beschäftigt er sich mit Bestattungen der Neandertaler und moderner Menschen
aus der mittleren und jüngeren Altsteinzeit. Weltweit zählt Orschiedt zu den
ausgewiesenen Spezialisten auf diesem Gebiet.

In seinem Forscherleben hat Orschiedt bereits viele bedeutende Funde aus
ganz Europa in seinen Händen gehalten. Im südpfälzischen Herxheim bei Landau
ist er gegenwärtig an der Untersuchung eines 7.000 Jahre alten
Bestattungsplatzes der Bandkeramischen Kultur beteiligt. Aus halb
Mitteleuropa hatten die Menschen ihre Verstorbenen zu diesem Ort gebracht.

In einem riesigen Grabensystem fanden sie ihre letzte Ruhe - die Knochen von
Hunderten von Menschen. Zum überwiegenden Teil wurden die Skelette
zerstückelt, manche Schädelteile dienten vermutlich als Trinkgefäße. Die
international Aufsehen erregenden, immer noch rätselhaften Funde aus
Herxheim geben Einblicke in die religiöse Vorstellungswelt und den Totenkult
während der frühen Jungsteinzeit.

Das bandkeramische Grabensystem bei Herxheim und die dunkle Felshöhle bei
Hagen - zwei Orte, die für Steinzeitmenschen vor Tausenden von Jahren eine
besondere Bedeutung besaßen.

Im nordrhein-westfälischen Hagen findet der Archäologe Jörg Orschiedt völlig
andere Fundsituationen und Zeitphasen als im rheinland-pfälzischen Herxheim
vor. In einem Seitental der Lenne liegen die Skelettreste im Sediment einer
engen, tief in das Felsmassiv führenden Höhle.

Dort wurden die Überreste von Menschen aus der frühen Mittelsteinzeit
entdeckt. Sie wurden vor rund 10.700 Jahren in der Höhle niedergelegt. Aber
auch Skelette aus der Jungsteinzeit vor rund 5.600 Jahren wurden im
Höhlenlehm geborgen.

Was mag die Menschen bewegt haben, im Abstand von 5.000 Jahren die Höhle zu
nutzen? Warum gerade diese Höhle und nicht andere, die leichter zugänglich
waren?


- Eine junge Frau aus der Jungsteinzeit

Die sorgfältige Untersuchung der bisher aus der Höhle geborgenen
Menschenknochen durch Dr. Jörg Orschiedt ergab wichtige und bemerkenswerte
Befunde. Er stellte fest, dass die Knochen von bislang sieben Personen
identifiziert werden können.

Diese Personen konnten anhand von einzelnen Skelettelementen bestimmt
werden. Es handelt sich dabei um vier Unterkiefer von erwachsenen Menschen,
einem Gesichtsteil mit zugehörigem Schädelrest einer jugendlichen Person,
einem Wadenbein eines Kindes zwischen 8 und 14 Jahren sowie einem
Unterschenkel eines Kindes zwischen drei und sechs Jahren.

Hervorzuheben ist nach Dr. Orschiedt auch der ausgezeichnete
Erhaltungszustand der Skelettreste. Unter dem Fundmaterial befindet sich
beispielsweise ein Zungenbein; der einzige und besonders zerbrechliche
Knochen, der nicht mit dem restlichen Skelett verbunden ist und deshalb nur
unter besonders günstigen Bedingungen erhalten bleibt.

Jörg Orschiedt konnte eine größere Anzahl von Knochen und einen Schädel dem
Skelett einer jungen Frau im Alter von etwa 17 bis 22 Jahren zuordnen. Es
handelt sich dabei um einen Schädelrest mit zugehörigem Gesichtsteil, Arm-
und Beinknochen, Schulter- und Beckenbereich sowie einzelne Fragmente der
Wirbelsäule und Händen und Füßen. Nach der Altersbestimmung im Leibniz-Labor
der Universität Kiel lebte sie in der Jungsteinzeit vor rund 5.600 Jahren.

Ein zweiter Schädel gehört zum Skelett eines Mannes im Alter von etwa 35
Jahren. Seine Überreste gelangten bereits in der frühen Mittelsteinzeit vor
rund 10.700 Jahren in die Höhle. Dieser Schädel konnte bislang nur zu einem
kleineren Teil ergänzt werden. Er besteht zur Zeit nur aus einem
Schädeldach. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass die fehlenden Reste noch in
der Höhle zu finden sind.

In mühevoller Kleinarbeit konnte Dr. Orschiedt mit Unterstützung von Flora
Gröning vom Neanderthal-Museum die beiden Schädel aus mehreren Einzelstücken
wieder zusammensetzen. Für die Zukunft ist geplant, den Steinzeitmenschen
aus Hagen mittels modernster Computertechnologie ihr früheres Gesicht
wiederzugeben.

Der Erhaltungszustand von Zähnen und Unterkiefer lässt darüber hinaus
Rückschlüsse auf Ernährung, Mangelerscheinungen und Lebensalter zu. Die
Untersuchung der Langknochen soll weitere Aufschlüsse zu diesem
Themenkomplex geben.

Einige Knochen - vor allem Wirbel - zeigen Spuren von chronischen
Krankheiten, unter denen einige der Menschen gelitten haben, und zu
Lebzeiten verheilte Verletzungen. Besonders beeindruckend ist ein vollkommen
zahnloser Unterkiefer. Dieser Mensch besaß nur noch eine Kauleiste ohne
Zähne und war zweifellos auf die Pflege seiner Angehörigen angewiesen.


- Rätsel der Steinzeit

Die Funde aus der Höhle im Felsmassiv bei Hagen erscheinen noch rätselhaft.
Was suchten die Jäger und Sammler der Mittelsteinzeit in der Höhle? War die
dunkle Höhle ein Bestattungsplatz? Oder aber der Schauplatz von rituellen
Opferungen? Welcher Kulturgruppe gehörten die Jungsteinzeitleute an?

Waren es Menschen der Michelsberger Kultur? Oder gehörten sie sogar einer
Bevölkerungsgruppe an, die in anderen Regionen große Megalithgräber
hinterließen? Diese und viele andere spannende Fragen sollen die weiteren,
bereits angelaufenen wissenschaftlichen Untersuchungen klären.

Die in Hagen entdeckten 10.700 Jahre alten Skelettreste aus der frühen
Mittelsteinzeit sind bisher die frühesten Nachweise von modernen Menschen in
Westfalen und im Ruhrgebiet. Aber auch in Deutschland und in Europa fehlen
vergleichbare Funde aus dieser Zeit. In Hagen bietet sich erstmalig die
Möglichkeit, menschliche Überreste aus dieser Zeit und ihre Fundumstände
genau zu untersuchen.

Aber auch die Überreste von Menschen aus der Jungsteinzeit vor rund 5.600
Jahren sind bedeutend. Mit ihrer Fundsituation vergleichbar sind bislang nur
Skelettreste aus der Jungfernhöhle bei Tiefenellern (bei Bamberg) in der
Schwäbischen Alb. Doch diese Funde wurden in den 1930er und 1950er Jahren
entdeckt; die näheren Fundumstände sind nicht dokumentiert.

In Hagen bietet sich die einmalige Chance, solche seltenen Funde mit
modernen Methoden zu bergen und zu untersuchen. Dadurch werden Rückschlüsse
auf den Alltag und die Lebensumstände der Menschen sowie auf den Hintergrund
der Niederlegung in der Höhle gewonnen.

Die weiteren Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeit werden laufend
dokumentiert und sollen im Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss
Werdringen in Hagen sukzessive in die Ausstellung integriert werden.


INFO

WWW-Homepage von Dr. Jörg Orschiedt
http://www.uni-hamburg.de/Wiss/FB/09/ArchaeoI/Vfg/orschied.htm


Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen
Werdringen 1
D-58089 Hagen
02331 207 2740
http://www.museum-werdringen.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 25 09:34:49 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Apr 25 09:39:33 2005
Subject: [WestG] [LIT] Westfaelische Lebensbilder, Band 17, 2005
Message-ID: s26cb9d9.010@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Tanja Woywod",
Datum: 22.04.2005, 11:44


LITERATUR

Westfälische Lebensbilder Band 17. Hrsg. v. Friedrich Gerhard Hohmann

In dem jetzt erschienenen Band werden Persönlichkeiten dargestellt, deren aktive Lebens-phase in die Zeit der NS-Diktatur fiel:
Johannes Gronowski leitete als Oberpräsident von 1922 bis 1933 die preußische Provinz Westfalen; ihm folgte in diesem Amt bis 1938 Ferdinand Freiherr v. Lüninck, dessen Nach-folger bis zum Kriegsende Alfred Meyer war. Karl Friedrich Kolbow war von 1933 bis 1945 als Landeshauptmann (= Direktor) des Provinzialverbands Westfalen Leiter der kommunalen Selbstverwaltung. Albert Hoffmann hatte von 1943 bis 1945 als Gauleiter und Reichsver-teidigungskommissar im Gau Westfalen-Süd ebenfalls großen politischen Einfluss. Lorenz Jaeger war von 1941 bis 1973 Erzbischof von Paderborn. Albert Vögler stand als bedeu-tender Stahlmanager den rechten Kreisen nahe, ohne selbst NSDAP-Mitglied zu werden. Heinrich Glasmeier arbeitete zunächst als Archivar der Westfälischen Adelsarchive, wurde 1933 zum Intendanten des Westdeutschen Rundfunks und 1937 zum Reichsintendanten und Generaldirektor der Reichsrundfunkgesellschaft ernannt. Carl Schmitt war entschiedener Kritiker des Parlamentarismus der Weimarer Republik, wurde führender Jurist des frühen NS-Staates und ist immer noch einer der prominentesten und umstrittensten Staatsrechtler. Walter Dirks arbeitete von 1935 bis 1943 als Feuilletonredakteur der "Frankfurter Zeitung", war 1946 Mitbegründer der *Frankfurter Hefte" und von 1956 bis 1967 Leiter der Hauptabteilung Kultur im Westdeutschen Rundfunk.

Johannes Gronowski (1871 - 1958) [Detlef Grothmann]
Albert Vögler (1877 - 1945) [Martin Rasch]
Ferdinand Frhr.v. Lüninck (1888 - 1944) [Peter Möhring]
Carl Schmitt (1888 - 1985) [Dirk van Laak]
Alfred Meyer (1891 - 1945?) [Heinz-Jürgen Priamus]
Heinrich Glasmeier (1892 - 1945) [Norbert Reimann]
Lorenz Jaeger (1892 - 1973) [Heinrich Schoppmeyer]
Karl Friedrich Kolbow (1899 - 1945) [Bernd Walter]
Walter Dirks (1901 - 1991) [Ulrich Bröckling]
Albert Hoffmann (1907 - 1972) [Ralf Blank]


INFO

Westfälische Lebensbilder Band 17. Hrsg. Friedrich Gerhard Hohmann.
Münster: Aschendorff 2005. 326 S., 10 Abb., gebunden
(Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen XVII A, 17)
ISBN: 3-402-06737-4; Preis 24,00 Euro
Bezug über den Buchhandel

Historische Kommission für Westfalen
Geschäftsführerin Dr. Anna-Therese Grabkowsky
48133 Münster
Tel. 0251 / 591 47 20
E-Mail: hiko@lwl.org
Website: http://www.historische-kommission-westfalen.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 25 09:39:25 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Apr 25 09:39:46 2005
Subject: [WestG] [POS] Muenster,
Museum fuer Naturkunde: Oeffentlichkeitsarbeit
Message-ID: s26cbad8.029@lwlapp.itz.lwl.org

Von "Mathias Roß",
Datum: 21.04.2005, 17:21


STELLENAUSSCHREIBUNG

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist im Westfälischen
Museum für Naturkunde - Landesmuseum und Planetarium - in Münster zum nächstmöglichen Termin eine Stelle im Bereich

Öffentlichkeitsarbeit

zu besetzen.

Aufgabengebiete:
- Konzeption, Organisation und Durchführung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
- Erarbeitung und Umsetzung von projektbezogenen Werbe- und Marketingkonzepten
- Durchführung und Auswertung von Erfolgskontrollen der durchgeführten Maßnahmen in der Öffentlichkeitsarbeit
- Internetpflege

Wir erwarten:
- Diplom in Biologie oder Geologie
- weiterführende Qualifikationen oder Kenntnisse im Bereich von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
- durch Praxis nachgewiesene Erfahrungen über die Aufgaben und Arbeitsweisen möglichst eines Naturkundemuseums (z.B. durch ein wiss. Volontariat)
- Kenntnis über Arbeitsweisen eines Planetariums wären von Vorteil
- Fähigkeit, komplexe Sachverhalte lebendig, präzise und verständlich darzustellen
- Fähigkeit zur selbständiger und konzeptioneller Arbeit
- Kommunikations- und Teamfähigkeit
- Kreativität, Innovationsfähigkeit, Flexibilität und Motivation

Wir bieten:
- eine anspruchsvolle Aufgabe in einem vielseitigen, interessanten und verantwortungsvollen Aufgabenbereich
- Fortbildungs- und Weiterqualifizierungsmöglichkeiten
- eine Vergütung nach Verg.-Gruppe IV a / III BAT-LWL

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen
werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher Eignung,
Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern
nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Die Stelle ist grundsätzlich auch für Teilzeitkräfte geeignet.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer 20/05 bis zum 19.05.2005 an den

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
www.lwl.org
- Personalabteilung -
48133 Münster






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 25 09:45:28 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Apr 25 09:47:35 2005
Subject: [WestG] [AKT] Akten der Bezirksregierung Muenster
Message-ID: s26cbc60.073@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle BR Münster",
Datum: 22.04.2005, 14:16


AKTUELL

100 pro Stunde - das Staatsarchiv durchforstet
die alten Akten der Bezirksregierung im Akkord

Vor dem Regierungs-Umzug: Dr. Annette Hennigs sichert wichtige Dokumente für die Nachwelt / Der Rest kommt in den Schredder

Münster. Die Treppe runter, durch zwei enge Flure, hinter einer schweren Eisentür stehen die Regale. Sie können über ein Handrad leicht hin- und hergerollt werden, doch ihr Inhalt wiegt schwer: In diesem Kellerraum lagert das Gedächtnis der Bezirksregierung Münster - und des Münsterlandes. Tausende von Akten sind dort archiviert; Dokumente über hoch brisante Skandale schlummern neben dem alltäglichen Behörden-Einerlei. Alle Akten müssen raus, denn die Bezirksregierung steht kurz vor dem Umzug in neue Gebäude. Viele der Dokumente können in den Müll. Doch: Damit die Behörde ihr Gedächtnis nicht verliert, verbringen Dr. Annette Hennigs und Helmut Schraven vom NRW-Staatsarchiv derzeit Stunden um Stunden in den dunklen Kellern und wälzen Akten. Sie nehmen mit ins Archiv, was wichtig ist für nachfolgende Generationen oder die Wissenschaft.

577 Ordner hat Marlies Gehrke aus dem Dezernat "Kommunalaufsicht" der Bezirksregierung an diesem Vormittag aufgelistet. "Das schaffen wir in fünf Stunden", ist Dr. Hennigs überzeugt und zieht ihren dicken blauen Stift aus der Tasche. Mit ihm schreibt sie ein "A" auf jede Akte, die sie archivieren will. In den Schredder kommen Akten mit einem "K", in der Archivarssprache das Kürzel für "kassiert". "Aber das versteht ja doch keiner. Wir sagen immer ,kann weg` dazu", erläutert die Historikerin.

"Jahresabschlüsse", so heißt eine Akte. Wohl nicht spektakulär. "Verdacht der Vorteilsnahme" eine andere - da wird es schon interessanter. "Wahl des OStD MS" lautet ein anderer Titel. Was hat die Bezirksregierung wohl über die Wahl der münsterschen Oberstadtdirektoren dokumentiert? Die Öffentlichkeit kann es später im Lesesaal des Landesarchivs am Bohlweg nachlesen. Aber nur, wenn die Dokumente nicht dem Datenschutz unterliegen. "Wir nehmen das sehr genau", betont Dr. Hennigs, "geheime Daten bleiben geheim".

Sind die Akten im Landesarchiv angekommen, konservieren Fachleute ihren Inhalt für die Ewigkeit. Sie entfernen Plastik, Tesa-Streifen, Hefter, entsäuern das Papier, machen dem Papier-Fresser, dem Silberfisch, die Sache ungenießbar. In speziellen Kartons lagern schließlich die Akten und sind jederzeit wieder auffindbar. Die ersten Papiere der Bezirksregierung stammen aus dem Jahr 1816; insgesamt sind es wohl über 42.000. Dr. Hennigs: "Zurzeit erleben wir eine starke Nachfrage nach diesen Regierungs-Akten. Deswegen haben wir ein großes Interesse, noch mehr Akten von der Bezirksregierung zu bekommen. Besonders die Zeit des 'Dritten Reichess' wird intensiv erforscht." Und dabei nimmt sie ihren Stift, schreibt ein großes "A" auf einen Aktendeckel. Inhalt: "Staatsbesuche. Vorgänge von besonderer Bedeutung".


INFO

Bezirksregierung Münster
Domplatz 1-3
48143 Münster
Internet: www.bezirksregierung-muenster.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 25 09:47:43 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Apr 25 09:53:33 2005
Subject: [WestG]
[AKT] Muenster, Uni: Ringvorlesung zum Holocaust, 26.04.2005
Message-ID: s26cbcdf.083@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Uni Münster",
Datum: 22.04.2005, 16:11


AKTUELL

Antworten auf den Holocaust
Öffentliche Ringvorlesung der Universität Münster beginnt

In einer öffentlichen Ringvorlesung "Erinnern des Holocaust?" sucht
das Germanistische Institut der Universität Münster im
Sommersemester 2005, 60 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges,
Antworten. Eröffnet wird die Reihe am Dienstag, 26. April 2005, um
18.15 Uhr im Hörsaal S1 des Schlosses zu Münster mit einem Vortrag
von Prof. Dr. Harald Welzer (Witten/Herdecke) über das Thema
"Kollateralschäden der Aufklärung. Über den privaten Gebrauch
von Geschichte".


INFO

Link: Germanistisches Institut der Universität Münster
(http://www.uni-muenster.de/DeutschePhilologie1/index.shtml)







From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 25 09:53:46 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Apr 25 09:54:15 2005
Subject: [WestG] [PORT] E-Mailing-Liste
Message-ID: s26cbe4e.011@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Marcus Weidner", , Internet-Portal "Westfälische Geschichte"
Datum: 25.04.2005, 09:50


PORTAL: IN EIGENER SACHE


Liebe Abonnentinnen und Abonnenten,

in der Zeit vom 28.04. bis einschließlich 12.05.2005 können über die E-Mailing-Liste
"Westfälische Geschichte" keine E-Mails verschickt werden. Alle Beiträge, die Sie in dieser
Zeit einreichen (E-Mail: westfaelische-geschichte at list.lwl.org), werden erst
nach dem 12.05. verschickt.

Wir bitten Sie deshalb, uns ab dem 28.04. keine Veranstaltungsankündigungen für den genannten
Zeitraum zu senden.

Herzliche Grüße

Alexander Schmidt
Marcus Weidner






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Apr 25 10:27:58 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Apr 25 10:27:51 2005
Subject: [WestG] [TOC] FORUM Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur,
1/2005
Message-ID: s26cc63a.002@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "gk-mail (Abeck)"
Datum: 25.04.2005, 10:10
Übernahme aus der Liste Geschichtskultur Ruhr


TOC

FORUM Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur 1/2005

Editorial

Was wäre das Ruhrgebiet ohne seine Industriedenkmale? Sicher ist, dass es
auf keinen Fall eine Nominierung Essens zur Kulturhauptstadt 2010 gegeben
hätte, wie einer der Juroren -Adolf Muschg -von der Präsentation zu
berichten weiß:"Eine ganze Landschaft enthüllte sich in drei Stunden als
Bühne eines umfassenden Trauerspiels, dessen Besetzung - unscheinbar oder
spektakulär - den Untergang verweigerte. Wo immer wir hinkamen, waren
Häuser, Siedlungen, Industriedenkmäler mit dem Umlernen im größten Stil
beschäftigt, und die neue Sprache war nicht nur diejenige einer
spezialisierten ,Kultur ': Sie schlug Brücken über den ebenso monumentalen
wie unvermeidlichen Bruch mit der industriellen Vergangenheit. Was die Zeit
schon abgeschrieben hatte, war ihr, als urbanistische Avantgarde, plötzlich
wieder voraus. Das ehemalige Revier atmete nicht mehr Staub, sondern
Zukunft ".(Die ZEIT,17.3.2005, S. 49)

Wesentlichen Anteil für das Zustandekommen dieses neuen Ruhrgebietsbildes
hat eine Einrichtung, die wir mit diesem Heft ehren: die Stiftung
Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur. Seit nunmehr zehn Jahren geht
es der Stiftung um den baulichen Erhalt von Industriedenkmalen und um den
städtebaulichen Umgang mit den ihr anvertrauten montanindustriellen
Hinterlassenschaften, die ihre ehemalige Bedeutung für die Region kenntlich
und gleichzeitig zukunftsoffene Nutzungen möglich machen. Von den
Schwierigkeiten und Erfolgen dieser Arbeit, die das Bewahren und
Modernisieren von Industriearchitektur - nicht zuletzt konflikthaft, wie
die Diskussion um Zollverein jüngst zeigte - zusammendenkt, handelt der
Heftschwerpunkt der Frühjahrsausgabe des "Forum Industriedenkmalpflege und
Geschichtskultur ".

Besonders interessant ist an dieser Ausgabe sicherlich die Betrachtung
unseres Umgangs mit Industriekultur von außen, die von renommierten
europäischen Industriearchäologen nicht unkritisch eingebracht wird.
Doch das Ruhrgebiet hat weit mehr aufzuweisen als bloß Industriekultur. Das
Ruhrlandmuseum akzentuiert dies erneut eindrucksvoll mit der Ausstellung
"Krone und Schleier. Kunst aus mittelalterlichen Frauenklöstern ",die bis
ins frühe Mittelalter zurück reicht. Die Region erhält damit eine
historische Tiefendimension, die nicht unerheblich zum neuen kulturellen
Selbstbewusstsein im Revier beiträgt.

Anregen will das Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher, den
Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Projekt "Kulturhauptstadt 2010
"kreative Umgangsformen mit Geschichte beiseite zu stellen. Hierzu werden
Ideen- und Koordinierungstreffen angeboten, deren Termine Sie den
Forumsinformationen entnehmen können.

Die vielfältigen Veranstaltungs- und Ausstellungsangebote zeigen
eindrücklich, dass Geschichtsarbeit integraler Bestandteil von
Ruhrgebietskultur ist.

Man sieht sich - im Ruhrgebiet.
Marita Pfeiffer und Franz-Josef Jelich


INHALT
MAGAZIN
Nachrichten aus der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur 5
Nachrichten aus dem Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher 8
Menschen im Ruhrgebiet 10
Aufgelesenes 11

SCHWERPUNKT
Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur

Karl Ganser
Zehn Jahre Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur -
was war vorher und was kommt danach? 13

Ursula Mehrfeld
14 Standorte und mehr. Zur zehnjährigen Arbeit der Stiftung
Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur 16

Susanne Hauser
Denkmalpflege und industrielles Erbe. Von den Schwierigkeiten der
Begründung von Industriekultur im 20.Jahrhundert 20

Ludger Derenthal
Typologie und Dokumentation. Bernd und Hilla Bechers Fotografen der Zeche
Zollern 2 25

Indre Döpcke
Neue Nutzung alter Lasten? Zum Begriff "Industriekultur " und seinem
Gebrauch im Ruhrgebiet 29

Axel Föhl
Aufeinander geschaut - Die europäische Industriearchäologie 34

Patrick Viaene
Das industrielle Erbe Rheinland-Westfalens - Eine flämische Perspektive 38

Peter Nijhof
Das Ruhrgebiet - Ein aktuelles Coalbrookdale 40

Gerhard A.Stadtler
Das industrielle Erbe im Ruhrgebiet 42

Milos Mate
Emscher Park - Eine Sicht aus der Tschechischen Republik 44

Susanne Abeck
Zur Kohlenwäsche auf der Zeche Zollverein - Ein Interview mit Birgitta
Ringbeck 46

Rainer Klenner
ERIH - The European Route of Industrial Heritage..
Ein Projekt zur Verankerung der Industriekultur im Tourismusbereich 48

Matthias Dudde /Stefan Nies
Lebendige Industriedenkmalpflege vor Ort - Die Arbeit von Vereinen an den
Standorten der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur 54


BEITRÄGE
Martina Gelhar
Die "Route der Industriekultur " am südlichen Niederrhein 60
Kai Rawe
Leben hinter Stacheldraht - Arbeitseinsatz Kriegsgefangener im Ersten
Weltkrieg 61
Alfred Hintz
"Wohl feuchtete sich manches Mutterauge " - Augusterlebnis 1914 in Schwerte
64
RuhrTriennale 2005
Alvis Hermanis und Andrea Breth führen Regie 68
Gisela Rogge
"Stiften gehen " - Französische Kapelle: Gedenkstätte und Europäisches
Kulturzentrum 70
Kristina Pegels
Industriearchitektur von Fritz Schupp und Martin Kremmer 71
Margrid Gantenberg
Industriekultur in der Südtoskana 72
Rheinische Industriekultur e.V. 74
Susanne Abeck
Siedlung Eisenheim:"Der blaue Turm der vielen Bücher " 75
Detlef Hopp
Zeugen der industriellen Vergangenheit 76
Hans H. Hanke
Wohnprojekt Gerthe 76

AUS DER GESCHICHTSARBEIT
60 Jahre Kriegsende und europäische Zukunft 77
Claudia Wagner: "Wahrnehmung und Erkenntnis im Museum
Bausteine für ein RuhrMuseum im Weltkulturerbe Zollverein " 78
Paul Ciupke /Norbert Reichling: Werkstatt "Geschichtsarbeit und
historisch-politisches Lernen zum Nationalsozialismus " 81
Susanne Abeck /Susanne Peters-Schildgen: "Stadt - Region - Strukturwandel:
Ruhrgebiet - Oberschlesien " 82

MUSEEN UND AUSSTELLUNGEN
Ruhrlandmuseum Essen: Krone und Schleier (87) - Zollern II/IV: Kumpel auf
vier Beinen. Grubenpferde im Ruhrbergbau (87) - Oelchenshammer: Aufschlag
am Oelchenshammer (88) - Gustav-Lübcke-Museum:60 Jahre Kriegsende in Hamm
und in Kalisz (88 ) - Wanderausstellung: Fußballregion Ruhrgebiet (88) -
Wanderausstellung: Es grünt so grün im Revier (89) - Henrichshütte
Hattingen: Jederzeit Kaffeezeit - Porzellan, Mühlen und Maschinen (90) -
Westfälisches Römermuseum Haltern: Verschüttet vom Vesuv. Die letzten
Stunden von Herculaneum (90) - Altes Schiffshebewerk Henrichenburg: "75
Jahre Wesel-Datteln-Kanal (WDK)" auf dem Schleppkahn "Ostara "(91 ) -
Westfälisches Freilichtmuseum Hagen: Wald und Mensch in Geschichte und
Gegenwart (92) - Textilmuseum Bocholt: Sidney Stott und die Spinnereibauten
der deutsch-niederländischen Textilregion (92) - Rheinisches
Industriemuseum Schauplatz Oberhausen: Dritter Oberhausener Eisenmarkt
(92) - Zollern II/IV: Aufbau West. Neubeginn zwischen Vertreibung und
Wirtschaftswunder (93) - Rheinisches Industriemuseum: Geschmackssachen
(94) - RIM Peter Behrens-Bau: "Als erstes hat man mal einen Strich in die
Karte gemacht ."(94) - HOESCH-Museum: Das HOESCH-Museum lebt wieder auf
(95) - Sparkasse Bochum Linden: Von der Bauerschaft zur Industriegemeinde
(96)

REZENSIONEN,ANNOTATIONEN
Berke, Wolfgang; Vollmer, Manfred: Bilderbuch Ruhrgebiet. Faszination
Industriekultur (98) - Mettler-von Meibom, Barbara (Hg.): "Ich gehör hier
hin." Spielarten von Identifikation mit dem Ruhrgebiet (98) - Bücker, Vera:
Nikolaus Groß. Politischer Journalist und Katholik im Widerstand des Kölner
Kreises (99) - Hassler, Uta; Kohler, Nikolaus: Das Verschwinden der Bauten
des Industriezeitalters (100) - Jelich, Franz-Josef (Hrsg.):Wegweiser zu
industrie- und sozialgeschichtlichen Museen und Dauerausstellungen in
Nordrhein-Westfalen (100 ) - Frauen und Gleichstellungsbeauftragte der
Vereinigten Kirchenkreise Dortmund (Hg.): Muster-Gültig? Das Engagement von
Frauen in der Evangelischen Kirche in Dortmund und Lünen im 19.und
20.Jahrhundert (101) - Kaufhold, Barbara: Jüdisches Leben in Mülheim an der
Ruhr (102) - Kanther, Michael A.: Zwangsarbeit in Duisburg 1940 -1945
(103) - Schenk, Michael: Straßenbahnen im östlichen Ruhrgebiet (104) -
Sondermann, Dirk: Bochumer Sagenbuch (105) - Tenfelde, Klaus /Seidel,
Hans-Christoph (Hrsg.): Zwangsarbeit im Bergbau. Der Arbeitseinsatz im
Kohlenbergbau des Deutschen Reiches und der besetzten Gebiete im Ersten und
Zweiten Weltkrieg (Band 1 und 2) (105/106) - Landesarchiv
Nordrhein-Westfalen (Hg.): Landesarchiv Nordrhein-Westfalen.
Veröffentlichungen der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen
(106) - Arbeitskreis Ruhrgebiet -Oberschlesien (Hg.): Ruhrgebiet -
Oberschlesien. Dokumentation der Tagung auf Zollverein (106) - Schulte, Jan
Erik, hrsg. für den Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten in NRW e.V.:
Konzentrationslager im Rheinland und in Westfalen 1933 -1945 (107) - Goch,
Stefan: Städtische Gesellschaft und Polizei. Beiträge zur Sozialgeschichte
der Polizei in Gelsenkirchen (107) - Braun, Michael/Jäkel, Reinhard/Merl,
Christian/Schild, Thomas: Waltroper Straßen - ein Stück Stadtgeschichte
(107) - Schmidt, Ute C./Ortmann, Richard/Müller, Andreas/Bönschen,
Christian/Geschichtswerkstatt Dortmund e.V.: Jazz in Dortmund nach 1945
(108) - Regionalverband Ruhr (Hg.): Standorte 2003/2004. Jahrbuch
Ruhrgebiet (108) - Benjamin Ziemann (Hg.): Mitteilungsblatt des Instituts
für soziale Bewegungen 32/2004:´Peace Movements in Western Europe, Japan
and the USA since 1945 (108) - Regionalverband Ruhr, Fachbereich
Regionalinformation (Hg.): Atlas der Industriekultur, Ruhrgebiet (108) -
Goch, Stefan; Silberbach, Norbert: Zwischen Blau und Weiß liegt Grau. Der
FC Schalke 04 im Nationalsozialismus (109) - Gawrilowa, Lydia: Ein kleines
Flämmchen -Wie eine Zwangsarbeiterin überlebte (109) - Wagner, Johannes
Volker (Hg.): Das Stadtarchiv. Schatzkammer -Forschungsstätte -
Erlebnisort. Beispiel Stadtarchiv Bochum (109) - Hopp, Detlef
(Hg.):Angeschnitten. Eine Zeitreise durch 200.000 Jahre Stadtgeschichte.
Berichte aus der Arbeit der Stadtarchäologie 2000 bis 2004 (110) -
Krug-Richter, Barbara /Reinke, Herbert (Hg.):Von rechten und unrechten
Taten. Zur Kriminalitätsgeschichte Westfalens von der Frühen Neuzeit bis
zum 20.Jahrhundert (110 )- Borsdorf, Ulrich/Grütter, Heinrich
Theodor/Rüsen, Jörn (Hg.): Die Aneignung der Vergangenheit. Musealisierung
und Geschichte (110)

ZEITSCHRIFTENRUNDSCHAU 111
VERANSTALTUNGSKALENDER 113
ADRESSENVERZEICHNIS 124
AUTORINNEN UND AUTOREN 127


Der Bezug des Heftes ist gegen Einsendung von 6,- Euro über die
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INFO

geschichtskultur-ruhr - Mailingliste
Hrsg: Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher
Redaktion: Susanne Abeck, Franz-Josef Jelich
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Internet: www.geschichtskultur-ruhr.de




From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 26 09:06:45 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Apr 26 09:06:48 2005
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag, Angenendt: Liudger als Missionar, Abt und
Bischof, Muenster, 27.04.2005
Message-ID: s26e04b7.008@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Uni Münster",
Datum: 25.04.2005, 11:10


AKTUELL

Liudger als Missionar, Abt und Bischof
Vortrag von Prof. Dr. Arnold Angenendt zum Bistumsjubiläum

Mit einem Beitrag des Kirchenhistorikers Prof. Dr. Arnold Angenendt
über das Thema "Liudger: Missionar - Abt - Bischof. Im frühen
Mittelalter" geht eine gemeinsame Ringvorlesung der beiden
Theologischen Fakultäten der Westfälischen Wilhelms-Universität
zum Jubiläum "1200 Jahre Bistum Münster" weiter. Prof. Angenendt
spricht am Mittwoch, 27. April 2005, um 19.30 Uhr im Hörsaal Audimax
an der Johannisstraße 12-20.


INFO

Link: Programm der Ringvorlesung
http://egora.uni-muenster.de/fb2/dekanat/Plakat_-_Ringvorlesung_Bistumsjubil%E4um_2005_(2).pdf






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 26 09:47:34 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Apr 26 09:48:51 2005
Subject: [WestG] [AKT] Bochum: Dampffestival
Message-ID: s26e0e43.061@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "gk-mail (Abeck)",
Datum: 26.04.2005, 09:41
Übernahme aus der Liste Geschichtskultur Ruhr


AKTUELL

Größtes Dampffestival Deutschlands lockt zur Zeche Hannover nach Bochum
30. April / 1. Mai 2005

Am Samstag und Sonntag präsentiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe
in seinem Industriemuseum Zeche Hannover das 4. internationale
Dampf-Festival Ruhrgebiet.

"Fahrende Dampfmaschinen" wie Dampfwalzen, Dampftraktoren,
Lokomobile, dampfgetriebene PKW und LKW aus Deutschland,
Österreich, den Niederlanden und Großbritannien lassen vor dem
mächtigen Malakowturm der Zeche Hannover das Dampfzeitalter
lebendig werden.

Mit 35 originalen historischen Maschinen und originalgetreuen
Nachbauten ist das Dampf-Festival Ruhrgebiet das größte seiner
Art in Deutschland. Die Besonderheit: sämtliche Maschinen stehen
unter Dampf und sind im Fahrbetrieb zu erleben. Daneben zeigen
Modellbauer aus dem Ruhrgebiet in einer eigenen Ausstellung
detailgetreue Kleinmodelle von Dampfmaschinen, Gas- und
Heißluftmotoren, die in aufwändiger Heimarbeit erstellt wurden.
In einer eigens angelegten Wasserlandschaft tummeln sich Modelle
von Raddampfern, Dampfbooten und Schleppern im Dampfbetrieb.
Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Jazzmusik, Puppentheater,
Clownerie und Dampf-Workshops bietet Abwechslung für die ganze
Familie.


INFO

Weitere Informationen unter www.zeche-hannover.de

Dampf-Festival Ruhrgebiet
Sa, 30. April und So, 1. Mai, 11 - 18 Uhr
Eintritt: 5,- EUR, ermäßigt 2,50 EUR

Ort:
Westfälisches Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 26 13:42:25 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed Apr 27 13:39:21 2005
Subject: [WestG] [AUS] Das Dortmunder Brauerei-Museum entsteht neu
Message-ID: s26e4560.092@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "gk-mail (Abeck)",
Datum: 26.04.2005, 13:39
Übernahme aus der Liste Geschichtskultur Ruhr


AUSSTELLUNG

Das Dortmunder Brauerei-Museum entsteht neu

An der Steigerstraße hat die Stadt Dortmund an historischer Stätte einen
authentischen und attraktiven neuen Standort für das Dortmunder
Brauerei-Museum gefunden. Im früheren Maschinenhaus der Hansa-Brauerei, der
angrenzenden Produktionshalle und dem angeschlossenen Alten Sudhaus ist ab
Herbst 2005 auf rund 800 qm eine neu konzipierte Dauerausstellung zu sehen.
Neben der westfälischen Biertradition vom Mittelalter bis zur Gegenwart,
über industrie- und stadtgeschichtliche Aspekte, hin zu
Produktionsprozessen und Technik industriellen Brauens gibt es für die
Besucher auch zahlreiche Exponate aus den 1950er und 60er Jahren zu
entdecken, als der Dortmunder Biertyp zum weltweiten
Exportschlager geworden war und Dortmund als Bierstadt No. 1 galt.
Unterstützung für die Realisierung des Projektes erhält die Stadt von der
Dortmunder Actien-Brauerei, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der
Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv und der Stiftergesellschaft des
Brauerei-Museums.

Über einen langen Zeitraum hat das Bier das Image und das Selbstverständnis
Dortmunds beeinflusst und die Produktionsstätten der Großbrauereien haben
das Stadtbild geprägt. Ausdruck des hohen lokalen Stellenwerts des
Bierbrauens war das 1981 eröffnete Brauerei-Museum Dortmund auf dem
damaligen Kronen-Gelände an der Märkischen Straße. Die Sammlung ging auf
die private Initiative der Inhaberfamilie Brand zurück. Ende der 1990er
Jahre wurde das Museum städtisch, die Exponate wurden als Schenkung der
Stadt Dortmund übereignet. Viele Ausstellungsstücke finden nun in einem
veränderten Kontext ihren Platz im neuen Brauerei-Museum. War das alte in
der Hauptsache als Lehrmuseum der Bierbrauerei angelegt, geht das neue
einen entscheidenden Schritt weiter: Es präsentiert neben der Darstellung
traditionellen Brauhandwerks und der industriellen Brauerei der
Vergangenheit eine moderne Kulturgeschichte des Bieres. Sie umfasst den
Konsum in seinen vielfältigen Erscheinungsformen zwischen Fest- und
Alltagskultur, die Werbung, die das Lebensgefühl und das Selbstbild der
Gesellschaft widerspiegelt, Verkauf, Vertrieb und Marketing. Nahtlos
anknüpfen möchte das neue Haus jedoch an den Publikumserfolg des alten, das
in den mehr als zehn Jahren seines Bestehens mehrere Hunderttausend
Besucher zählte.

Parallel schreiten die Umbauarbeiten im neuen Hoesch-Museum, im ehemaligen
Portierhaus auf der Westfalenhütte, voran. Die Eröffnung für die beiden
neuen industrie- und stadtgeschichtlichen Häuser ist im Herbst 2005
geplant.

*************************************
geschichtskultur-ruhr - Mailingliste
Hrsg: Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher
Redaktion: Susanne Abeck, Franz-Josef Jelich
Email: geschichtskultur@hclist.de
Internet: www.geschichtskultur-ruhr.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Apr 26 14:06:28 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed Apr 27 13:39:22 2005
Subject: [WestG] [AKT] Tag der offenen Tuer im Textilmuseum Bocholt,
01.05.2005
Message-ID: s26e4b00.016@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 26.04.2005, 14:02


AKTUELL

Tag der offenen Tür im Textilmuseum Bocholt:
Fahrende Ungetüme lassen Dampfzeitalter lebendig werden

Das Dampfzeitalter lässt das Textilmuseum Bocholt zum Museumsfest am Sonntag (01.05) wieder aufleben: Neben der großen Dampfmaschine von 1917, die im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die historischen Webstühle antreibt, rollen zwei Straßendampfmaschinen schmauchend über das Gelände und erinnern an die Zeit, als die Luft noch erfüllt war vom Rauch und Lärm dieser dampfbetriebenen Ungetüme.

Die Dampffahrzeuge, die der LWL in seinem Industriemuseum präsentiert, sind echte Raritäten: Bei der Straßendampfwalze Jumbo aus dem Jahr 1925 - mit ihrem Gewicht von 8,5 Tonnen ein wahrer Koloss - handelt es sich um die erste komplett in den Niederlanden hergestellte Straßenwalze.

Ebenfalls eine Attraktion ist Feflo, ein voll fahrtüchtiges Dampftraktorenmodell mit Personenanhänger im Maßstab 1:2, mit dem am Sonntag auch Kinder fahren können. Sein großes Vorbild stammt aus dem Jahr 1904, ist ebenfalls noch funktionstüchtig und befindet sich heute in Irland. Es wurde zu Beginn des 20. Jahrhundert als Transportmittel sowie zur Kraftgewinnung genutzt. Das kleinere Modell wiegt immerhin noch 1.500 Kilo. Sein Erbauer, der Brite Roy Strickland, werkelte rund 4.000 Stunden an der exakten Replik, die 1987 zum 100. Patentjubiläum des *großen Bruders" fertiggestellt wurde.

Neben diesen Relikten aus dem Dampfzeitalter erwartet die großen und kleinen Museumsgäste am Tag der offenen Tür zwischen 10 und 18 Uhr ein buntes Programm: darunter kostenlose Führungen durchs Museum, Webvorführungen und Livemusik. Museumsleiter Dr. Hermann Josef Stenkamp informiert interessierte Besucher zudem über den Stand der geplanten Museumserweiterung in der ehemaligen Spinnerei Herding.

In die Welt der Märchen von 1001 Nacht werden kleine Museumsgäste ab vier Jahren vom Figurentheater Sack un' Pack entführt. Um 15 Uhr zeigt das Theater die Geschichte von *Rashid - dem Perlenzähler des Padischah". Dabei tauchen die Kinder in die Welt des Orients ein, mit allem was dazugehört: farbenprächtige Figuren, prachtvolle Paläste, Bauchtanz, fliegende Teppiche und morgenländische Weisheit.


INFO

Das komplette Festprogramm im Internet unter www.textilmuseum-bocholt.de.

Tag der offenen Tür - Museumsfest
Sonntag, 1. Mai 2005, 10-18 Uhr
Textilmuseum Bocholt, Uhlandstr. 50, 46397 Bocholt
Eintritt frei!






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Apr 27 13:44:15 2005
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed Apr 27 13:45:12 2005
Subject: [WestG] [AUS] Wanderausstellung: Wandel durch Kanal - 75 Jahre
Wesel-Datteln-Kanal
Message-ID: s26f9752.037@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 27.04.2005, 12:03


AUSSTELLUNG

Schwimmende Wanderausstellung auf der "Ostara":
Wandel durch Kanal - 75 Jahre Wesel-Datteln-Kanal

Mit der schwimmenden Wanderausstellung *Wandel durch Kanal - 75 Jahre Wesel-Datteln-Kanal" geht der historische Schleppkahn "Ostara" zum ersten Mal auf eine mehrmonatige Reise über den Wesel-Datteln-Kanal (WDK). Das 80 Jahre alte Schiff gehört zur Sammlung des Westfälischen Industriemuseums des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

Der WDK feiert in diesem Jahr sein 75jähriges Bestehen. Als einer der verkehrsreichsten Kanäle Deutschlands ist er Teil der West-Ost-Wasserstraße vom Rhein zur Oder. Er bindet das östliche Ruhrgebiet an den Rhein an, hat für die Region große wirtschaftliche Bedeutung und bietet zugleich einen hohen Freizeitwert.

Im Rahmen eines historischen Schleppzuges wird "Ostara" vom Dampfschlepper "Cerberus" (historisches Polizei- und Feuerlöschboot aus dem Jahre 1930) mit der Ausstellung im Laderaum am 30. Mai seine Reise vom Schiffshebewerk starten, um am 2. Juni die Ausstellung in Dorsten zu eröffnen.

Mit einer Festveranstaltung um 11 Uhr würdigt die Wasser- und Schifffahrtsdirektion West die Bedeutung des Wesel-Datteln-Kanals. Im Anschluss erfolgt die Ausstellungseröffnung auf der "Ostara". Um 15 Uhr wird die Ausstellung für die Öffentlichkeit freigegeben.

Ausstellungsveranstalter sind das Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich (WSA) und das Westfälische Industriemuseum Altes Schiffshebewerk Henrichenburg in Kooperation mit dem Lippeverband und dem Wasserverband Westdeutscher Kanäle sowie den Kommunen und Häfen am Kanal.


Stationen der Ausstellung sind:
2.6.05, 13 Uhr
Ausstellungseröffnung durch Ernst Corinth, Leiter des WSA Duisburg-Meiderich, und Herbert Niewerth, Museumsleiter Altes Schiffshebewerk Henrichenburg

2.- 8.6.05
Dorsten, Kanaluferpromenade

11.6.05
Außenbezirk Dorsten des Wasser- und Schifffahrtsamtes Duisburg-Meiderich, Hafen Dorsten, Buererstraße - Tag der offenen Tür

17.-21.6.05
Voerde/Friedrichsfeld - Liegestelle Friedrichsfeld, Ulrichstraße

26.6.05
Marl - DSK-Hafen der Zeche Auguste-Victoria, Flurstraße

1.-4.7.05
Hünxe/Schermbeck - Schleuse Hünxe Unterwasser

8.-10.7.05
Haltern - Schleuse Flaesheim Unterwasser

15.7.-15.8.05
Oberwasser Westfälisches Industriemuseum Altes Schiffshebewerk Henrichenburg

18.-28.8.05
Datteln - neuer Liegehafen an der Hafenbrücke

02.-30.9.05
Oberwasser Westfälisches Industriemuseum Altes Schiffshebewerk Henrichenburg

Die 60 km lange künstliche Wasserstraße - WDK - ist heute ein unverzichtbares Bindeglied für den überregionalen Verkehr im Wasserstraßennetz und für die Industrie ein bedeutender Standortfaktor. Der WDK hat im vergangenen Dreivierteljahrhundert anliegende Städte und Gemeinden, Häfen und Industrie gewandelt und beeinflusst. Er gewährt auch heute und in Zukunft der Binnenschifffahrt sichere Fahrt und gibt den Menschen Raum zur Freizeitnut-zung.

In einer Ausstellung mit Exponaten, Texten, Karten und Grafiken wird die facettenreiche 75jährige Geschichte des WDK und seiner Schifffahrt beleuchtet. Auch die Vorläuferin der Kanalschifffahrt, die Lippeschifffahrt, wird in ihren wichtigsten Aspekten dargestellt.

Der historische rote Faden zieht sich vom vor- und frühgeschichtlichen Einbaum hin bis zum römischen Schiff auf der Lippe, von der Dampfschleppschifffahrt bis zum modernen Fracht-schiff- und Containerverkehr heute.

Wie wurde der Kanal geplant, welche Hindernisse standen dem Kanalbau entgegen? Wie und unter welchen Umständen ist der Kanal von 1915 - 1930 entstanden? Welche Rolle spielten die Arbeitskräfte beim Bau des WDK? Wie gestaltete sich das Leben der Menschen am und auf dem Kanal? Unter welchen Lebensbedingungen arbeiten die Binnenschiffer?

Welch immense Bedeutung hatte und hat der WDK für den Massengüterverkehr und für die Region in Vergangenheit und Gegenwart? Wie war die Situation im Zweiten Weltkrieg und zur Zeit des Wiederaufbaus (1945 - 1960)? Wie wurde der Kanal zu Zeiten des Wirtschaftsbooms der 60er und 70er Jahre ausgebaut? Welche städtebaulichen Veränderungen hat der Kanal für die Region gebracht? Welche Möglichkeiten der Erholung, der künstlerischen Gestaltung und touristischer Freizeitaktivitäten bietet der Kanal heute?

Auf all diese Fragen versucht die Ausstellung im Laderaum des historischen Schleppkahns "Ostara" anschaulich Auskunft zu geben. Bereichert wird die Ausstellung mit Bildern, die der Künstler Karl-Friedrich Gerloff vom WDK gemalt hat.

Die "Ostara", Baujahr 1926, ist ein Schiff vom Typ *Dortmund-Ems-Kanal", dessen Breite und Länge genau auf das Trogmaß des Schiffshebewerks abgestimmt ist. Seit 1987 ist das Schiff im Besitz des Westfälisches Industriemuseums; die Restaurierung ist so gut wie abge-schlossen.

Die Organisatoren der Ausstellung, Museumsleiter Herbert Niewerth; Ernst Corinth, Leiter des WSA Duisburg-Meiderich; Museumsleiterin Rosemarie Schloßer (Hermann-Grochtmann-Museum Datteln); Hans Rommeswinkel, Abteilungsleiter Planungs- und Um-weltamt Stadt Dorsten sowie Dr. Jürgen Ruppert (Lippeverband) und die beteiligten Kommunen Voerde, Hünxe, Schermbeck, Dorsten, Marl, Haltern am See und Datteln sowie der Chemiepark Marl und die Zeche Auguste Victoria in Marl wünschen sich viele interessierte Besucher an den Kanal-Liegestellen.