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From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 2 12:48:14 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Sep 2 12:49:45 2004
Subject: [WestG] [AUS] Toedliche Gefahr im Ein-Mann-Bunker, WIM Dortmund,
20.06.-12.09.2004
Message-ID: s13716b0.033@lwlapp.itz.lwl.org

Von "LWL-Pressestelle",
Datum: 31.08.2004, 14:59


AUSSTELLUNG

Tödliche Gefahr im Ein-Mann-Bunker
WIM-Ausstellung zeigt zum Jubiläum "Schätze der Arbeit"

Mit einer großen Ausstellung feiert der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in diesem Jahr
das 25-jährige Bestehen des Westfälischen
Industriemuseums (WIM). Mehr als 250.000 Objekte hat
das Museum in dieser Zeit zusammengetragen - ein
Gedächtnis der Region: Die Objekte liefern einmalige
Einblicke in die Arbeits- und Alltagsgeschichte der
Industrialisierung. Das Spektrum reicht vom Abortkübel
bis zur Dampflok, von der Glasmacherpfeife bis zum
Henkelmann. Nur ein Bruchteil der Stücke ist
normalerweise in den Dauerausstellungen an den acht
Standorten des Museums in Bocholt (Kreis Borken),
Bochum, Dortmund, Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis), Lage
(Kreis Lippe), Petershagen (Kreis Minden-Lübbecke),
Waltrop (Kreis Recklinghausen) und Witten (Ennepe-Ruhr-
Kreis) für die Öffentlichkeit zugänglich. Zum Jubiläum
packt das WIM sein Lager aus und zeigt noch bis zum 12.
September in der Zentrale auf der Zeche Zollern II/IV
in Dortmund rund 500 "Schätze der Arbeit". In einer
Serie stellt der LWL die originellsten, ältesten und
bedeutsamsten Exponate der Ausstellung vor.


Schutz für einen Mann - die "Luftschutz-Splitterschutz-
Zelle" von Dywidag

Entlang der Bahnlinien, bewachsen mit Gras und oft halb
verschüttet, stehen die Ein-Mann-Bunker. Die Reisenden
in den Zügen sehen sie kaum, die Zugführer wohl auch
nicht. Es gibt nicht mehr viele, doch noch immer sind
sie da: Unscheinbare Zeugnisse des Zweiten Weltkrieges.
Sie gaukelten Si-cherheit vor, weitab von den echten,
großen, unterirdischen Bunkern in den Städten. Die
"Ein-Mann-Splitterschutz-Zelle" der Firma DYWIDAG steht
nicht nur im Museum. Viele von ihnen sind noch in
freier Natur zu besichtigen - wenn man sie findet.

Die 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts: Der Zweite
Weltkrieg neigt sich dem Ende. Die Luft-Angriffe der
Alliierten bedrohen die deutschen Städte und damit die
Menschen, die in ihnen wohnen. Im Rahmen eines
Sofortprogramms werden Städte mit über 100.000
Bewohnern mit Bunkern ausgestattet. Doch wo sollten
sich die Arbeiter schützen, die häufig unterwegs waren?
Zum Beispiel Lokführer oder Rangierer? Oder Wachen, die
ihren Posten nicht verlassen durften? Für sie
entwickelte unter anderem die Firma Dyckerhoff und
Widmann ("DYWIDAG") in Cossebaude die Ein-Mann-
Splitterschutzzelle. Sie war aus Beton, transportabel,
hatte einen abnehmbaren Deckel, Sehschlitze, mehrere
Zentimeter dicke Betonwände mit Armierung - und sie war
der zynische Versuch, Menschen in Sicherheit zu wiegen.
Denn sie schützte vor umher fliegenden Splittern und
Trümmern, aber nicht vor Bomben, nicht vor Gas. Dafür
war sie rund und bot durch ihre Sehschlitze eine
Rundumsicht, den freien Blick ins Verderben. Trotz der
sie umgebenden Betonhülle schwebten die Menschen im
Innern immer in Lebensgefahr. Je nach Größe fanden ein
bis vier Menschen in ihr Platz. Die Zellen bestanden
aus Beton, Stahl oder Mauerwerk. Häufig waren sie
transportabel.

Wann immer die Sirenen vor Luftangriffen warnten,
liefen die Menschen in die ihnen zugewiesenen Bunker,
zumeist Kellergewölbe und Stollen. Anja Kuhn,
Referentin im Westfälischen Industriemuseum
Henrichshütte Hattingen: "Insbesondere in den stark
bombardierten Regionen mit Rüstungsindustrie war es
wichtig, ausreichend Luftschutzräume zur Verfügung zu
stellen, weil sonst die Arbeiter und ihre Familien in
weniger gefährdete Gebiete abwanderten."

Weitab von Städten oder dort, wo sich Arbeiter nicht
schnell genug in große Bunker flüchten konnten, kamen
die Ein-Mann-Bunker zum Einsatz. Sie standen an
Rangiergleisen, auf Werksgeländen und überall dort, wo
der Schutz durch echte Bunker zu weit war. An den
Überland-Bahnlinien wurden die Bunker natürlich nur von
den Lokführern gefunden, die ihre Standorte kannten.
Die Reisenden hatten keine Chance, den vermeintlich
sicheren Raum zu finden.

Eine der Zellen steht in der Ausstellung "Schätze der
Arbeit". Sie diente von 1940 bis 1945 den Menschen am
Bahnhof Welver im Kreis Soest als provisorischer
Schutz. Der kleine Bunker ist zweieinhalb mal
eineinhalb Meter groß und wiegt 3,5 Tonnen. Allgemein
waren die Ein-Mann-Bunker der Firma DYWIDAG billiger in
der Anschaffung und einfacher in der Ausstattung. Die
Konkurrenzprodukte der Firma Westermann waren offenbar
besser verarbeitet und boten mehr Schutz. Doch Schutz -
der war relativ im Zweiten Weltkrieg. Kriminologen von
heute würden wohl eher sagen: "Die Bunker erhöhten das
subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen." Doch
objektiv minderte der Bunker die tödliche Gefahr kaum.


INFO

Schätze der Arbeit
25 Jahre Westfälisches Industriemuseum
20. Juni bis 12. September 2004
Zeche Zollern II/IV
Grubenweg 5,
Dortmund-Bövinghausen
Geöffnet dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr

Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
http://www.zeche-zollern.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 2 13:10:14 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Sep 2 13:11:06 2004
Subject: [WestG] [AKT] 4. Dortmunder DEW-Museumsnacht, 25.09.2004
Message-ID: s1371bc8.075@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "gk-mail (Abeck)"
Datum: 02.09.2004, 09:07
Übernahme aus der Mailing-Liste "geschichtskultur-ruhr"


AKTUELL

4. Dortmunder DEW-Museumsnacht
Samstag, 25. September 2004

50 kulturelle Institutionen werden für eine kurzweilige
lange Nacht sorgen, die bereits nachmittags um 16.00 Uhr
mit einem Programm für die ganze Familie beginnt. Die
Häuser in der Innenstadt laden bis 2.00 Uhr in der Früh zu
dem Kulturfest ein, in den Stadtbezirken laufen die
Angebote bis Mitternacht. Mehr noch als in den Vorjahren
lohnt es, sich mit den Bus-Shuttles auf eine Tour durch
Dortmund zu begeben, da zusätzliche Stationen angefahren
werden.


INFO

Tickets kosten für Erwachsene 11 Euro, ermäßigt 8,50 Euro;
Kinder von sechs bis 14 Jahren zahlen 2,50 Euro; jüngere
Kinder haben freien Eintritt.

Programm und weitere Informationen:
http://www.dortmunderdewmuseumsnacht.de

geschichtskultur-ruhr - Mailingliste
Hrsg: Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher
Redaktion: Susanne Abeck, Franz-Josef Jelich
Email: geschichtskultur@hclist.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Sep 3 09:17:58 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Sep 3 09:26:56 2004
Subject: [WestG] [AKT] Letztes Ferienwochenende im Westfaelischen
Freilichtmuseum Detmold
Message-ID: s13836d5.051@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 02.09.2004, 09:16


AKTUELL

Letztes Ferienwochenende mit viel Programm im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold

Detmold (lwl). Für das letzte Sommerferien-Wochenende hat das Team am Westfälischen Freilichtmuseum
Detmold sich etwas Besonderes ausgedacht: Das Programm im Museum des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) bietet für jeden etwas, bevor es wieder auf die Schulbank geht.

Im Paderborner Dorf ist am Samstag, 04. und Sonntag, 05.09, erstmals "Holzbildhauerei" in Aktion zu
erleben. Von 9 bis 17 Uhr kann man zusehen, wie Inschriften und Ornamente, wie sie zum Beispiel die
Giebel im LWL-Freilichtmuseum schmücken, im Holz entstehen.
Gleich ab 10 Uhr am Sonntagmorgen geht es dann los mit der letzten Gartenführung der Sommersaison:
Von den Gemüsen des Gräftengartens bis zum Garten des Valepagenhofes werden Interessenten für nur 1,- Euro
fachkundig begleitet. Treffpunkt ist der Eingangspavillon. Ganz in der Nähe - am Westmünsterländer Hof - startet
ab ca. 11 Uhr - die Vorbereitungen können eventuell ein wenig länger dauern - mit sonorem Klang der Otto-Benzol-
Motor aus dem Jahre 1910, ein echtes Schätzchen für Fans der Technikgeschichte.

Ebenfalls an beiden Wochenendtagen starten ab 14 Uhr noch einmal die Führungen "Blauer Flachs und helles
Leinen", die zum Ausklang der Aktionstage "Die Flachswoche" rund um Flachsbearbeitung und Leinenherstellung
angeboten werden. Die Flachsgeräte im Einsatz und verschiedene Mitmachmöglichkeiten für Kinder werden im
Haus Rau, mitten im Paderborner Dorf angeboten.

Ebenfalls zum letzten Mal in der Freilichtsaison wird am Sonntagnachmittag ab 16 Uhr die Möglichkeit für
Museumsgäste bestehen, an einer Andacht in der Kapellenschule Werthenbach teilzunehmen.

INFO

Weitere Informationen können Interessierte im Internet auch unter www.freilichtmuseum-detmold.de erfahren.

Weitere Informationen: Info-Büro, Tel.: 05231/706-104






From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Sep 3 09:29:56 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Sep 3 09:31:37 2004
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag, C. Schoppmann: Frauenliebe 1938-1945,
Dortmund 12.09.2004
Message-ID: s13839ab.067@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "gk-mail (Abeck)"
Datum: 03.09.2004, 08:39
Übernahme aus der Mailing-Liste "geschichtskultur-ruhr"


AKTUELL

So, 12. September 2004
Beginn: 11.00 Uhr
Dr. Claudia Schoppmann: "Verbotene Verhältnisse". Frauenliebe 1938 - 1945
Veranstaltungsort: Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

Anders als in Deutschland wurde in Österreich auch lesbische Liebe
strafrechtlich verfolgt. Seit 1852 bedrohte § 1291 gleichgeschlechtliche
"Unzucht" mit schwerem Kerker von einem bis fünf Jahren. Dies galt auch,
nachdem die Nationalsozialisten Österreich im März 1938 annektiert hatten,
obwohl in Deutschland entsprechende Handlungen unter Frauen straffrei waren
und nicht unter § 175 des Strafgesetzbuches fielen, der männliche
Homosexualität kriminalisierte.

Nach 1938 nahm die Zahl der in Wien verurteilten Männer um 40% zu, und die
der Frauen verdoppelte sich. Die Vermutung liegt nahe, daß die Zunahme der
Verurteilungen mit der NS-Diktatur zu tun hatte und sich nicht nur auf Wien
beschränkte, sondern landesweit zu beobachten war.

Anhand zahlreicher Strafakten und Gerichtsprotokolle berichtet die
Historikerin Claudia Schoppmann von mehreren Einzelschicksalen und läßt
Frauen zu Wort kommen, und macht ein bis heute verdrängtes Kapitel der
Homosexuellenverfolgung sichtbar.

Claudia Schoppmann: Verbotene Verhältnisse. Frauenliebe 1938 - 1945,
Querverlag, Berlin 1999, ISBN 3-89656-038-7

Eine Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Dortmund in
Kooperation mit:
der Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten, Bezirk
Westliches Westfalen und Unterbezirk Dortmund, der Auslandsgesellschaft NRW
e.V., dem Frauenbüro der Stadt Dortmund, dem Verein Gegen Vergessen - Für
Demokratie e.V./Regionalgruppe Rhein/Ruhr, Nes Ammim Deutschland e.V. und
dem Schwul-Lesbischen Arbeitskreis Dortmund e.V. (SLADO).


INFO

Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Steinstr. 50
44147 Dortmund
Telefon: (0049)-(0)231-50-25002
http://www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/index_startseite_de.html





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Sep 3 09:36:07 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Sep 3 09:54:28 2004
Subject: [WestG] [AUS] "Emslandschaften", Rheine, ab 12.09.2004
Message-ID: s1383b1b.010@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Lothar Kurz",
Datum: 02.09.2004, 18:50


AUSSTELLUNG

"Emslandschaften"

Falkenhof-Museum Rheine

Im neuen Wechselausstellungsbereich und im neuen Grafikkabinett des
Falkenhofs wird ab dem 12. September die Ausstellung "Emslandschaften" gezeigt.

Anlässlich der "REGIONALE 2004 links und rechts der Ems" wird die
künstlerische Darstellung der durch die Ems geprägten Landschaft in der
Zeit von 1880 bis 1945 thematisiert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den
Werken von Bernhard Pankok und Otto Modersohn. Ausgewählte Gemälde ehemals
in der Region ansässiger Künstler veranschaulichen darüber hinaus die
Bandbreite der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Ems und ihren
Nebenflüssen.

Dieses Gemeibschaftsprojekt des Falkenhof-Museums und des Westfälischen
Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Münster stellt den
REGIONALE-Raum links und rechts der Ems einmal aus einem ganz anderen
Blickwinkel vor.

Die um 1900 entstandenen Landschaftsbilder, die dem Betrachter die
bäuerliche Kulturlandschaft des Münsterlandes mit ihren stillen Plätzen am
Emsufer erschließen, laden zu einem Vergleich mit den heutigen
Verhältnissen ein.


Ausstellung: 12.09.2004 bis 21.11.2004
Öffnungszeiten: Di - So 10 - 18 Uhr

INFO
Falkenhof-Museum
Tiefe Straße 22
48143 Rheine
Tel.: 05971/9206-0
eMail: falkenhof@rheine.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Sep 3 09:58:15 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Sep 3 10:00:11 2004
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe
Message-ID: s138404f.074@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Manfred Hartmann",
Datum: 03.09.2004, 09:36


AKTUELL

SERVICE: WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe

In Kooperation mit dem Westfälischen Museumsamt des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" einen
weiteren Service an: eine Zusammenfassung von Museums- und Archiv-
Nachrichten des Westdeutschen Rundfunks, die regelmäßig von Manfred
Hartmann erstellt wird. [MW]

Quelle:
http://www.wdr.de/nachrichten/


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 03.09.2004

Hagener Stadtspitze in Düsseldorf (07:33)
Ursprünglich sollte es in der Düsseldorfer Staatskanzlei um Hagens Anteil an der Finanzierung des geplanten Emil-Schumacher-Museums gehen. Die Emil-Schumacher-Stiftung hat ihre Teilnahme am Gespräch definitiv abgesagt. Inzwischen prüfe man andere Angebote, darunter aus Dortmund, so ein Stiftungssprecher.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 02.09.2004

Museum für Dortmund oder Essen (15:50)
Die Emil-Schumacher-Stiftung prüft nach eigenen Angaben auch Angebote privater Investoren für ein Museum in Dortmund oder Essen. Das sagte ein Stiftungssprecher dem WDR. Nach der definitiven Absage der Stiftung an die Stadt Hagen hatte auch die Stadt Dortmund ihr Angebot für einen Museumsstandort erneuert.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 02.09.2004

Kein neues Museum für Hagen (10:36)
Hagen hat offenbar die Chance auf ein neues Museum verspielt. Die Emil-Schumacher-Stiftung zog ihr Angebot zurück, die Werksammlung des 1999 verstorbenen Künstlers der Stadt auf Dauer zur Verfügung zu stellen. Die Sammlung hat einen Wert von rund 50 Millionen Euro. Bis zuletzt blieb die Finanzierung des Museumsbaus offen, obwohl die Landesregierung ihre Unterstützung zugesagt hatte.


Nachrichten aus OWL vom 31.08.2004

Benteler lädt Zwangsarbeiter ein (17:07)
Der Benteler-Konzern will nun doch ehemalige Zwangsarbeiter in seinem Bielefelder Werk begrüßen. Eine Firmensprecherin korrigierte eine frühere Absage an die Stadt Bielefeld. In der kommenden Woche reisen 24 ehemalige Zwangsarbeiter zu ihren einstigen Arbeitsstätten. Nach Unterlagen des Stadtarchivs waren bis Ende des zweiten Weltkrieges 635 Zwangsarbeiter in der kriegswichtigen Produktion bei Benteler in Bielefeld arbeitsverpflichtet. (Das Unternehmen unterhielt allein sieben Gemeinschafts-Wohnlager im Stadtgebiet.)


Nachrichten aus OWL vom 31.08.2004

Archivare fürchten Papierfrass (17:04)
In Paderborn ist heute ein Projekt zum Erhalt von historischen Dokumenten gestartet worden. Das Stadt- und Kreisarchiv haben zusammen mit dem Altertumsverein Paderborn eine Spezialfirma aus Leipzig beauftragt, in einem ersten Schritt 2,7 Tonnen alte Akten vor dem Zerfall zu bewahren. Die betroffenen Dokumente werden in einem speziellen chemischen Bad aufgearbeitet und wieder für mehrere hundert Jahre haltbar gemacht. Die Aufbereitungskosten für die erste Lieferung liegen bei rund 66.000 Euro. Um sämtliche Dokumente aufzuarbeiten, benötigen die Paderborner Archive rund 15 Jahre.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 28.08.2004

Unna bildet bald zentral (08:06)
Unna bietet bald Bildung und Kultur unter einem Dach. Auf dem Gelände der ehemaligen Lindenbrauerei werden vier bisher getrennte Einrichtungen in Zukunft gemeinsam untergebracht. Vom 17. September an sind die Volkshochschule, das Stadtarchiv, die Bibliothek und das Kulturamt im neuen Zentrum für Information und Kultur, kurz ZIB, zu finden.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 27.08.2004

Kuschke unterstützt Höhlenmuseum (07:13)
Der Chef der Staatskanzlei, Wolfram Kuschke, will die Erweiterungspläne für das Iserlohner Höhlenmuseum unterstützen. Dies sagte er bei seinem gestrigen Besuch in der Dechenhöhle. Geplant ist ein erlebnis-orientiertes Museum, das vor allem Kindern und Jugendlichen die Erdgeschichte bis zur Eiszeit und die Höhlenforschung näher bringt. Die Kosten von rund 300.000 Euro müssen nach Einschätzung Kuschkes aus verschiedenen Fördertöpfen des Landes bestritten werden. Bereits gestern gab es eine erste Zusage der Westfalenstiftung, die sich finanziell beteiligen will.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 26.08.2004

Interesse am Mittelalter (18:14)
Das Westfälische Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster hat die Ausstellung "Wege des Mittelalters" vorgestellt. Ab dem 17. Oktober sind 250 Exponate zu sehen, darunter neben hochkaratätigen Kunstwerken auch Gegenstände des täglichen Gebrauchs.
Das Interesse an der Epoche des Mittelalters sei groß, diesen Wissensdurst wolle man durch die Ausstellung stillen, hieß es.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 24.08.2004

Offene Museen im September (16:53)
Rund 50 Kultur-Einrichtungen beteiligen sich an der 4. Dortmunder Museumsnacht Ende September. Neben den Museen und Industrie-Denkmälern öffnet erstmals der *Dortmunder Kunsthafen" in einer ehemaligen Lagerhalle. Ausgeweitet wurden die sogenannten *Taschenlampen-Führungen" für Kinder und Jugendliche. Insgesamt erwarten die Veranstalter bis zu 50.000 Besucher.

Nachrichten aus OWL vom 24.08.2004

MARTa in der Kritik (12:53)
Die Herforder SPD wirft der Stadt wegen des geplatzten Eröffnungstermins des Museums MARTa Missmanagement vor. SPD-Bürgermeisterkandidat Bruno Wollbrink fordert, einen kompetenten kaufmännischen Geschäftsführer für MARTa einzusetzen. Das Museum wird wegen verzögerter Bauarbeiten anstatt im November jetzt voraussichtlich erst im Frühjahr kommenden Jahres eröffnet. Wegen des verschobenen Eröffnungstermins ist die Stadt unsicher, ob das MARTa-Budget von 24,4 Mio. Euro ausreichen wird.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 24.08.2004

Museum soll zu Museum (10:36)
Das in Hagen geplante Schumacher-Museum soll neben dem Osthaus- Museum entstehen. Dafür haben sich CDU, Grüne und FDP im Haupt- und Finanzausschuss des Rates in einer Sondersitzung ausgesprochen. Der Vorschlag für den alternative Standort auf dem Elbers-Industriegelände wird nicht weiter verfolgt. Am 3. September will Hagens Oberbürgermeister Wilfried Horn zusammen mit den Fraktionsvorsitzenden des Rates der Landesregierung Vorschläge zur Finanzierung des Projektes vorlegen.

Nachrichten aus OWL vom 24.08.2004

MARTa-Eröffnung geplatzt (06:50)
Die Eröffnung des Herforder Museums MARTa wird verschoben. Der Eröffnungstermin am ersten Novemberwochenende ist geplatzt. Die Bauarbeiten gestalteten sich komplizierter als geplant, erklärte Herfords Bürgermeister Thomas Gabriel. MARTa wird jetzt voraussichtlich erst im Frühjahr kommenden Jahres eröffnet.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 23.08.2004

Keine Chance für Kunsträuber (17:11)
Die münsterländischen Museen setzen auf moderne Technik und geschultes Sicherheitspersonal, um Kunsträuber abzuschrecken. Bei einem ähnlich dreisten Diebstahl wie gestern im Eduard Munch-Museum in Oslo habe man jedoch keine Chance, so Daniel Müller-Hofstede vom Westfälischen Landesmuseum in Münster. In den vergangenen Jahren habe es aber keine nennenswerten Zwischenfälle im Münsterland mit Kunstdieben gegeben.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 23.08.2004

Sondersitzung zum Schumachermuseum (10:11)
Eine Sondersitzung des Hagener Rates soll heute über die Zukunft des geplanten Emil-Schumacher Museums entscheiden. Dabei geht es um die Entscheidung, ob das Museum neu gebaut oder in einem bereits bestehenden Gebäude eingerichtet wird. Der seit 2003 beschlossene Museums-Neubau scheiterte trotz zugesicherter Landesmittel bisher daran, dass die Stadt ihren Eigenanteil nicht aufbringen konnte.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 21.08.2004

Rock- und Popmuseum zufrieden (07:37)
Einen Monat nach der Eröffnung ist das Rock- und Popmuseum in Gronau mit der Resonanz zufrieden. Pro Tag kämen etwa 150 bis 200 Besucher, sagte eine Sprecherin. Pro Jahr hofft das Museum auf mindestens 40.000 Gäste. Inzwischen hat es seinen Bestand erweitert: So wurde die Musik- und Info-Datenbank, auf die die Besucher zurückgreifen können, deutlich erweitert.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 19.08.2004

Bestandsdatenbank für Museen (11:19)
Das Museumsamt des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe baut für die Museen der Region eine Bestandsdatenbank auf. Darin werden alle Ausstellungsstücke systematisch erfasst und dokumentiert. In diesem Jahr stellt der Verband 62.000 Euro dafür bereit.


INFO

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Westfälisches Museumsamt
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Schwelingstr. 5
48133 Münster
Tel.: 0251-591-3296
Fax: 0251-591-3335
e-mail: manfred.hartmann@lwl.org





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Sep 3 14:53:53 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Sep 3 15:03:23 2004
Subject: [WestG] [AKT] Zum Brand in der Anna-Amalia-Bibliothek, Weimar
Message-ID: s138877a.000@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Uni Münster", <
Datum: 03.09.2004, 13:11


AKTUELL

"Bibliothek der deutschen Identität"
Prof. Dr. Lea Ritter-Santini über den Brand in der
Anna-Amalia-Bibliothek

"Es ist tragisch, dass der Brand gerade jetzt ausgebrochen ist", sagt
Prof. Dr. Lea Ritter-Santini über den gestrigen Brand in der
weimerschen Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek. Die emeritierte
Hochschullehrerin am Institut für Komparatistik der Universität
Münster katalogisiert seit Jahren mit Unterstützung des Istituto
Italiano per gli Studi Filosofici in Neapel die italienischen
Bestände der weltberühmten Bibliothek. "Die dringend notwendigen
Restaurierungsarbeiten waren bisher so gut vorangeschritten. Was das
Feuer nun für Schäden angerichtet hat, kann noch keiner sagen."

"Die Bedeutung der Bibliothek kann man gar nicht hoch genug
einschätzen. Sie ist die Bibliothek der deutschen Identität", so
Ritter-Santini, die noch in der vergangenen Woche in Weimar gearbeitet
hat. Goethe leitete 35 Jahre die Sammlung der Herzogin Anna Amalia,
die mit rund die mit 900.000 Büchern zu den berühmtesten und
wichtigsten Bibliotheken und zum Weltkulturerbe gehört. Die
größte "Faust"-Sammlung ist hier zu finden, eine der größten
Sammlungen von Shakespeare-Originalausgaben, Erstausgaben von Thomas
Mann. Der Brand hat vor allem die umfangreiche Bibelsammlung im
weltberühmten Rokoko-Saal getroffen. "Das kostbarste Stück, die
Biblia Pauperum, ist wohl gerettet", so Ritter-Santini. "Aber wir
müssen abwarten, was verbrannt ist". Großen Schaden, so
befürchtet sie, haben auch Wasser und Löschschaum angerichtet.

Die Sammlung umfasst nicht nur Bücher, sondern auch kostbare
Gemälde, Büsten und andere Zeugnisse des literarischen Schaffens.
Ritter-Santini hofft, dass zumindest die kleineren, beweglichen
Gegenstände in der oberen Galerie gerettet werden konnten. Sorgen
macht sie sich auch um die Büros, die im oberen Teil des Gebäudes
liegen: "Ich kann noch gar nicht absehen, was von meiner
wissenschaftlichen Arbeit betroffen ist". Ritter-Santini katalogisiert
und erforscht die umfangreichen italienischen Bestände der
Bibliothek, die ein Beleg sind für die engen Beziehungen zwischen
den beiden Ländern und den Einfluss der italienischen Kultur auf die
Weimarer Klassik.

INFO

Weitere Hinweise zur Bibliothek und zum Brand:
Website der Bibliothek: http://www.weimar-klassik.de/de/haab
Presseschau zum Brand: http://log.netbib.de/archives/2004/09/03/brand-in-der-herzogin-anna-amalia-bibliothek-in-weimar/
[MW]






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Sep 6 09:36:00 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Sep 6 09:41:22 2004
Subject: [WestG] [AKT] Aufbau eines Netzwerks "Kulturarbeit mit Kindern und
Jugendlichen"
Message-ID: s13c2f93.037@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Servicebuero",
Datum: 06.09.2004, 09:29


AKTUELL

Aufbau eines Netzwerks "Kulturarbeit mit Kindern und Jugendlichen"

Kulturarbeit mit Kindern braucht eine besonders starke Lobby: Netzwerk
Kulturarbeit mit Kinder und Jugendlichen - Einladung an alle Interessierten
zum ersten Treffen

Kulturelle Bildung ist nicht nur wichtig für die Entwicklung von Kreativität
und manueller Geschicklichkeit, sondern trägt wesentlich zur Entwicklung
von sozialen Kompetenzen, von flexiblen und verknüpften Denkweisen
und zu einem gesunden Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl bei.
Daher braucht insbesondere die Kulturarbeit mit Kindern und Jugendlichen
eine starke und flächendeckende Lobby.

Das Servicebüro der Kulturregion Südwestfalen mit dem Sitz beim Kulturamt
des Märkischen Kreises möchte unter dem Motto "KulturKids SWF"
(Arbeitstitel) ein Netzwerk für Kinder- und Jugendkulturarbeit in
Südwestfalen initiieren. Angesprochen sind hierbei alle festen und
freien Mitarbeiter von Jugendzentren, Jugendkulturbüros, Museen,
Musik- und Kunstschulen sowie andere Institutionen der Kulturellen
Bildung, kunst- und kulturtragende Vereine, pädagogische Einrichtungen -
kurzum: alle, die Kulturarbeit mit Kindern leisten.

Im Vordergrund des Netzwerkes soll zunächst ein informativer Austausch
und das Kennenlernen verschiedener Möglichkeiten der Kinderkulturarbeit
stehen. Gemeinsame Aktionen oder Werbemaßnahmen könnten ebenfalls
hieraus entstehen.

Die Treffen sollen "vor Ort", d. h. im Wechsel an einer beteiligten Institution
stattfinden und unter einem Leitgedanken stehen, der durch ein kleines
Rahmenprogramm (z. B. (Vor-)Führungen, Vorträge, Aktionen) aufgegriffen
wird. Organisatorische Details sowie weitere Ideen und Vorschläge können
bei der ersten Zusammenkunft besprochen werden.

Das erste Treffen findet am 25.10.04 um 15.00 h unter dem Motto "Selve,
Maybach & Kevin - Museumspädagogik in regionalen Sonderausstellungen" im
Geschichtsmuseum der Stadt Lüdenscheid, Sauerfelder Str. 14 -20 in 58511
Lüdenscheid statt. Treffpunkt: Foyer des Geschichtsmuseums, dann Gang
durch die Sonderausstellung "Selve, Maybach, Busch - Automobile und
Motorenbau im Süden Westfalens" und Vorstellung der Kinderaktionen des
Geschichtsmuseums. Anschließend gemeinsames Kennenlernen und
Organisatorisches.


INFO

Anmeldung per Telefon, Fax oder e-mail beim:
Kulturregion Südwestfalen - Servicebüro
c/o Kulturamt des Märkischen Kreises
Bismarckstr. 15
58762 Altena
e-mail: servicebuero@kulturregion-swf.de

Sprechzeiten:
Di. 9.00 - 17.00 Uhr beim Kulturamt unter:
Tel: (0 23 52) 9 66 - 70 66; Fax: (0 23 52) 9 66 - 71 66
Mo. + Mi. 8.30 - 12.00 Uhr in Plettenberg unter:
Tel: (0 23 91) 93 96 60; Fax: (0 23 91) 93 96 61
www.kulturregion-swf.de

Die Einladung mit Programm und die Anmeldung finden Sie als Download im Internet unter: www.kulturregion-swf.de > Link "Presse & Downloads".

Interessenten, die an dem ersten Treffen nicht teilnehmen können, werden um Rückmeldung zwecks Aufnahme in den Verteiler gebeten.






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Sep 7 11:35:24 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Sep 7 11:44:28 2004
Subject: [WestG] [POS] Wiss. Referent/in, Landesmuseum fuer Kunst und
Kulturgeschichte MS, Abt. Mittelalter
Message-ID: s13d9d0e.066@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Matthias Roß",
Datum: 07.09.2004, 11:03



POSITION

Wiss. Referent/in Landschaftsverband Westfalen-Lippe

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist im Westfälischen
Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster zum 01.12.2004 die
Stelle einer/eines

wissenschaftliche Referentin/
wissenschaftlichen Referenten
für die Abteilung Mittelalter

zu besetzen.

Aufgabengebiete:
- Konzeption, Betreuung, Vermittlung und Ausbau der umfangreichen Sammlung
mittelalterlicher Kunst
- Konzeption und Realisation von Ausstellungen
- Publikationen

Wir erwarten:
- ein mit der Promotion abgeschlossenes Studium der Kunstgeschichte
- fundierte Kenntnisse europäischer Kunst des Mittelalters, insbesondere
Nordwesteuropas
- Erfahrungen in der Organisation großer Ausstellungen sowie in der Betreuung
und Vermittlung einer Sammlung
- eine fachlich qualifizierte, kreative und kontaktfreudige Persönlichkeit mit
der Bereitschaft zur fachübergreifenden Kooperation mit den Referentinnen und
Referenten der anderen thematischen Bereiche des Museums, u.a. bei Ausstellungen
- überdurchschnittliches Engagement
- gute Fremdsprachenkenntnisse in Englisch und in einer romanischen Sprache

Wir bieten:
- eine interessante und verantwortungsvolle Tätigkeit im führenden kunst- und
kulturgeschichtlichen Museum Westfalens
- eine Vergütung nach Verg.-Gruppe II/I b BAT-LWL

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen werden gemäß
Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher Eignung, Befähigung und
fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines
Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind ebenfalls
ausdrücklich erwünscht.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer 16/04 innerhalb
von drei Wochen nach Erscheinen dieser Anzeige an den

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Personalabteilung

48133 Münster

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
- Personalabteilung -

Matthias Roß
Tel.: 0251 591-5301
Fax: 0251 591-282







From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Sep 7 11:37:30 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Sep 7 11:44:29 2004
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Namen_und_Nachrichten_von_der_U?=
=?iso-8859-1?q?niversit=E4t_M=FCnster?=
Message-ID: s13d9d88.072@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Universität Münster",
Datum: 07.09.2004, 09:11


AKTUELL

Personalien - Namen und Nachrichten von der Universität Münster
(in Auswahl)

Dr. Loek Geeraedts, Akademischer Oberrat am Zentrum für
Niederlande-Studien der Universität Münster, wurde zum
Akademischen Direktor ernannt.

Prof. Dr. Erhart Graefe vom Institut für Ägyptologie und
Koptologie der Universität Münster hielt auf einen internationalen
Ägyptologenkongress in Grenoble/Frankreich einen Vortrag über
Ausgrabungen in der königlichen Cachette in Deir el-Bahri.

Ulrich Grosser, Lehrbeauftragter am Institut für Musikwissenschaft
und Musikpädagogik der Universität Münster, wurde in Glatz/Polen
für seine Verdienste um die Kulturförderung und die
deutsch-polnischen Beziehungen mit der Medaille "Auge der Kultur"
ausgezeichnet.

Prof. Dr. Wolfgang Hübner vom Institut für Klassische Philologie
der Universität Münster trat Ende Juli in den Ruhestand.

Dr. Barbara Kuhn, Oberassistentin an der Italienischen Abteilung des
Romanischen Seminars der Universität Münster, wurde zur
Professorin an der Universität Konstanz ernannt.

Prof. Dr. Dieter Metzler vom Institut für Didaktik der Geschichte
der Universität Münster trat Ende Juli in den Ruhestand.

Prof. Dr. Erich Zenger vom Seminar für Zeit- und Religionsgeschichte
des Alten Testaments an der Katholisch-Theologischen Fakultät der
Universität Münster wurde Ende Juli emeritiert.





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Sep 7 11:39:54 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Sep 7 11:44:30 2004
Subject: [WestG] [KONF] Tagung: Bild und Wahrnehmung der Stadt, Muenster,
22.09.-24.09.2004
Message-ID: s13d9e1f.079@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Universität Münster",
Datum: 07.09.2004, 09:11



TAGUNG

Bild und Wahrnehmung der Stadt
Tagung des Instituts für vergleichende Städtegeschichte
Münster, 22.09.-24.09.2004

Bilder und Vorstellungen einer Stadt sind so alt wie die Städte
selbst. Das "imago urbis" berücksichtigt nicht nur den Bereich der
materiellen Abbildungen wie Architektur oder Skulptur sondern auch die
imaginären Bilder, die sich Bewohner und Gäste von einer Stadt
machten. Die 35. Jahrestagung des Instituts für vergleichende
Städtegeschichte (IStG) an der Universität Münster vom 22. bis
24. September 2004 im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte greift mit dem Thema "Bild und Wahrnehmung der Stadt
einen Aspekt der Stadtgeschichte auf, der in den vergangenen Jahren
zunehmend in das Blickfeld der historischen Städteforschung getreten
ist.

Die Tagung wird untersuchen, wie solche Bilder entstanden, wie sie
bewusst geschaffen werden konnten und welchen Wandlungsprozessen sie
unterlagen. Geographisch wird ein Bogen von Westen nach Osten
geschlagen, von Spanien über Frankreich und Italien, die
Niederlande, Deutschland, Polen und Russland. Zeitlich spannt sich der
Bogen vom Mittelalter bis in das 18. und 19. Jahrhundert und die
Moderne.

Die Referenten behandeln das Tagungsthema sowohl anhand einzelner
Autoren und Werke als auch für unterschiedliche Regionen und
Städte. Regionaler Schwerpunkt sind die nördlichen und südlichen
Niederlande. Aber auch einzelne Metropolen stehen im Fokus. So wird
für das Mittelalter die Bildpolitik Veronas ebenso untersucht wie
das "Image" der deutschen Großstädte. Die Außenwahrnehmung der
Städte Moskau und St. Petersburg in der Neuzeit werden vor allem
anhand von Reiseberichten analysiert. Ergänzt wird das Programm von
Beiträgen, die konkrete Bildschöpfungen in Kunst und Literatur
untersuchen.

Interessierten Bürgern macht das Institut für vergleichende
Städtegeschichte mit seinem traditionellen öffentlichen
Abendvortrag ein Angebot: Am Mittwoch, 22. September 2004, spricht
Prof. Dr. Peter Johanek, wissenschaftlicher Leiter des Instituts, um
20.15 Uhr im Vortragssaal des Westfälischen Landesmuseum am Domplatz
über "Das Bild der Stadt - Annäherungen an ein Forschungsproblem".

Die diesjährige Tagung wird erstmalig zusammen mit der
Jahresversammlung der Internationalen Kommission für
Stadtgeschichte, einer Abteilung des Internationalen
Historikerverbandes, veranstaltet. Begleitend zur Tagung finden daher
die Gremiensitzungen der Kommission, die Versammlung des Vorstandes
und die Mitgliederversammlung statt. Die Referate und Diskussionen der
Tagung werden wieder in einem Band der Reihe Städtegeschichte
veröffentlicht.


INFO

Weitere Informationen sind unter
http://www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte zu finden.





Link: Institut für vergleichende Städtegeschichte
(http://www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte/)








From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Sep 7 11:52:43 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Sep 7 12:00:55 2004
Subject: [WestG] [AKT] Tag des offenen Denkmals, 12.09.2004
Message-ID: s13da29e.048@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 07.09.2004, 11:39


AKTUELL

LWL beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals

Zum zwölften Mal findet am 12. September der Tag des
offenen Denkmals statt. Unter dem Schwerpunktthema
"Wasser" öffnen sich die Pforten von Denkmälern und
bieten Neugierigen zahlreiche Attraktionen und
Führungen. Auch Fachleute und Einrichtungen des LWL
beteiligen sich am Tag rund um die Denkmäler.
Bereits am Samstag (11. September) findet die
Eröffnungsveranstaltung des Museums Junkerhaus in
Lemgo (Kreis Lippe) mit der Festrednerin Dr. Barbara
Seifen vom LWL statt. Dr. Seifen wird sich den
denkmalpflegerischen Aspekten bei der Konservierung
des Junkerhauses widmen. Die Veranstaltung findet um
11 Uhr in der Hamelner Str. 36 statt. (www.lemgo.de)
Dr. David Gropp, ebenfalls vom Westfälischen Amt für
Denkmalpflege, wird am Sonntag um 11 und um 14 Uhr
im Alten Rathaus in Lüdenscheid (Märkischer Kreis)
einen Vortrag zu dem Thema "Vom Plumpsklo zur
modernen Stadtentwässerung" halten.

In der Soester Wiesenkirche bietet Dr. Oliver Karnau
zwischen 12 und 15 Uhr zwei Führungen zur historischen
Farbverglasung an.

Einen Höhepunkt bietet dieses Jahr die Zeche Zollern
II/IV in Dortmund. Hier wird am 12. September zusätzlich
im Rahmen des 25. Jubiläums des Westfälischen
Industriemuseums auch eine Vielzahl von
Mitmachaktionen und Vorführungen, wie z.B. Weben,
Schaugießerei und Glasgravur, stattfinden. Begegnungen
mit Zeitzeugen aus dem Bergbau und Fahrten mit der
Diesellok "Benno Orenstein" versprechen bei freiem
Eintritt Unterhaltung für die ganze Familie. Die
"Unbekannte Unterwelt der Zeche Zollern" können die
Besucher in stündlichen Führungen erkunden. Hierbei
werden Teile der Anlagen besichtigt,
die normalerweise nicht öffentlich zugänglich
sind.(www.zeche-zollern.de)

Auch die anderen Standorte des LWL-Industriemuseums
haben sich einiges zum Thema Denkmäler einfallen
lassen, so bietet die Zeche Hannover in Bochum ihren
Besuchern während der Öffnungszeiten von 11 bis 18 Uhr
kostenlose Siedlungsführungen durch die benachbarten
Bergwerkskolonien (www.zeche-hannover.de) und die
Henrichshütte in Hattingen lädt bei freiem Eintritt zu
Sonntagsspaziergängen ein. Auf dem Gelände der Zeche
Nachtigall in Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis) erwartet die
Gäste Live-Musik mit den "Jazz Dads" und der Betrieb
einer Feldbahn. Der Eintritt ist frei. In Bocholt (Kreis
Borken) bietet das Westfälische Textilmuseum
besondere textilgeschichtliche Ausstellungen und
Führungen zu ausgewählten Denkmälern
(www.textilmuseum-bocholt.de).

Nicht nur für Waltroper findet um 11 Uhr die offizielle
Eröffnung des Denkmaltages im Alten Schiffshebewerk
Henrichenburg (Kreis Recklinghausen) statt. Das bunte
Programm sieht unter anderem kostenlose Führungen
(11.00,12.30,14.00,15.30 und 16.30 Uhr),
Schiffsrundfahrten (stündlich zwischen 12.30 und 16.30
Uhr; Erwachsene 6 Euro; Kinder 4 Euro) und eine Ausstellung
auf dem Schleppkahn "Ostara" vor. Zwischen 14 und 18
Uhr können sich Interessierte aufs Rad schwingen und
zwischen dem Startpunkt "Schiffshebwerk" und dem Ziel
"Zeche Waltrop" verschiedene Waltroper Denkmäler
besuchen. (www.schiffshebewerk-henrichenburg.de)

Durch das Anfang des Jahres neu eröffnete Museum
"ARCHÄO WELLE" in Bielefeldführt um 14 Uhr der
Bielefelder LWL-Archäologe Dr. Daniel Bérenger. Zu
bestaunen gibt es den Grabungsschnitt einer
abgeschlossenen Zeitspanne von der Stadtgründung im
Jahre 1214 bis zur Zerstörung im 2.Weltkrieg 1944. Der
Eintritt zum Museum und die Führung sind frei.
(www.archaeowelle.de)

In Neuenkirchen (Kreis Steinfurt) freut sich Dr. Gerard
Jentgens vom LWL um 11 Uhr auf Neugierige, die unter
seiner Anleitung die bäuerlichen Siedlungen der Wüstung
Offlum erkunden. Die Anlagen stammen aus dem
Hochmittelalter und beherbergen auch eine
Eisenverhüttung. Kinder können an diesem Tag einmal
selbst Archäologen sein und z.B. beim "Funde
schlämmen" das ein oder andere Artefakt ans Tageslicht
bringen. Die gesamte Anlage ist zwischen 11 und 13 Uhr
geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Das Teilstück einer römischen Straße und ein römisches
Gräberfeld können bei der Grabung "Im Grünen Winkel"
in Haltern am See (Kreis Recklinghausen) zwischen 11
und 16 Uhr besucht werden. Der Leiter der
Provinzialrömischen Archäologie des LWL, Dr. Johann-
Sebastian Kühlborn, führt jeweils um 11 und um 14 Uhr
durch die Grabung. Der Besuch der Grabung und die
Teilnahme an der Führung sind kostenlos.

Das Museum in der Kaiserpfalz (Paderborn) öffnet ab
10 Uhr seine Pforten. Um 11.30 Uhr leiten dann Judith
Stahl und Dr. Sven Spiong eine 90-minütige Führung
durch die Kaiserpfalz und die Grabung Busdorfstift, den
Wohnanlagen der Stiftsherren, die aus dem 12.
Jahrhundert stammen. Der Eintritt für das Museum beträgt
für Erwachsene 2,50 Euro und für Kinder 1,50 Euro. Die Führung
ist kostenlos. (www.kaiserpfalz-paderborn.de)

Bei den Ausgrabungen im Bereich des großen
Barockgartens wurden die Reste der aufwendigen
Wasserversorgung des Dalheimer Klosters (Kreis
Paderborn) entdeckt. Neben dem Mühlkanal wurden auch
die beiden wohl von einer Druckleitung gespeisten
Brunnenanlagen des Gartens freigelegt. Diese
Ausgrabungen können Interessierte um 11.30, 13.00 und
14.30 Uhr unter der fachkundigen Leitung von Dr.
Matthias Preißler und Prof. Dr. Matthias Wemhoff
besuchen. Treffpunkt ist das Foyer (Ehrenhof). Die
Teilnahme ist im Eintrittspreis (Erwachsene 2,10 Euro; Kinder
1,10Euro) enthalten. Des weiteren laufen öffentliche
Führungen durch das Kloster und die Sonderausstellung
"Aus Klosterküche und Klosterkeller" um 14 und 15.30
Uhr. (www.kloster-dalheim.de)

Das Westfälische Freilichtmuseum Detmold (Kreis
Lippe) nimmt den Tag des offenen Denkmals zum Anlass,
das seit 2001 im Museum des LWL wiedererrichtete,
historische Mausoleum aus dem Garten der Detmolder
Hof-Apotheke der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ab 17.30
Uhr findet eine Führung mit Bauhistoriker Dr. Heinrich
Stiewe statt. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.
Für den Besuch des Museums zahlen Erwachsene 5 Euro
und Kinder 2 Euro. (www.freilichtmuseum-detmold.de)





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Sep 7 15:55:40 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Sep 7 15:56:24 2004
Subject: [WestG] [POS] Positionen im Kulturbereich des LWL
Message-ID: s13dda08.056@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Matthias Roß",
Datum: 07.09.2004, 15:42


POSITIONEN

1.
Beim Westfalischen Museum für Archäologie - Amt für Bodendenkmalpflege -, Außenstelle im Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn ist kurzfristig die Stelle einer/eines

Archäologin/Archäologen

zu besetzen.

Die Besetzung der Stelle ist auf drei Jahre befristet.

Schwerpunkt des Museums ist die Darstellung und Vermittlung der Bedeutung des Pfalzortes Paderborn für die Geschichte Westfalens und darüber hinaus Europas. Die Sammlung besteht aus archäologischen Funden aus Paderborn und seiner Umgebung.

Zu den Aufgaben des Museums gehört die Wahrnehmung der Bodendenkmalpflege im Stadtgebiet von Paderborn.

In Folge der Karolinger-Ausstellung 1999 wird für das Jahr 2006 die Ausstellung "Canossa - Erschütterung der Welt. Geschichte, Kunst und Kultur am Aufgang der Romanik" vorbereitet.

Aufgabengebiete:


- Mitarbeit an der Konzeption und Umsetzung der Ausstellung "Canossa"

- Vorbereitung und Umsetzung der Neueinrichtung der Schausammlung nach der Ausstellung 2006

- Betreuung der laufenden musealen Aktivitäten

- Koordination von Bodendenkmalpflege und Museum


Wir erwarten:

- ein mit Promotion abgeschlossenes Studium der Mittelalterarchäologie in Kombination mit Geschichte des Mittelalters

- Grabungserfahrung

- Kenntnis in der Auswertung von Altgrabungen

- Erfahrungen im musealen Bereich

- Kenntnisse in Westfälischer Geschichte und Archäologie, insbesondere des Hochmittelalters, sind erwünscht


Wir bieten:

- ein interessantes und verantwortungsvolles Aufgabengebiet bei einem der großen öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber in Westfalen-Lippe

- eine Vergütung nach Verg.Gr. II / Ib BAT-LWL



Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Die Stelle ist grundsätzlich auch für Teilzeitkräfte geeignet.


INFO

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer 13/04 bis zum 10.09.2004 an den

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Personalabteilung
48133 Münster


Landschaftsverband Westfalen-Lippe
- Personalabteilung -

Matthias Roß
Tel.: 0251 591-5301
Fax: 0251 591-282




2.
Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold - Landesmuseum für Volkskunde zum 15. Dezember 2004 eine Stelle als

wissenschaftliche Volontärin/
wissenschaftlicher Volontär

zu besetzen. Das Volontariat ist auf zwei Jahre befristet.

Das Westfälische Freilichtmuseum ist als Landesmuseum für Volkskunde für die Erforschung, Sammlung und Präsentation der Kulturgeschichte und Volkskunde Westfalens zuständig.

Aufgabengebiet:


- Erforschung und Präsentation von Themen aus der Bau- und/oder Sachkultur Westfalens


Wir erwarten:

- ein abgeschlossenes Hochschulstudium mit Promotion im Fach Volkskunde/Europäische Ethnologie oder in einem

- verwandten kulturgeschichtlichen Fach mit Nebenfach Volkskunde oder der Baugeschichte/Hausforschung

- Bereitschaft und Interesse, sich mit historischer Sachkultur eingehend zu beschäftigen


Wir bieten:

- die Möglichkeiten, sich mit den Aufgaben eines großen Museums vertraut zu machen und verantwortlich an Projekten mitzuwirken

- eine monatliche Pauschalvergütung, deren Höhe abhängig ist vom Familienstand der Volontärin/des Volontärs



Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Prof. Dr. Stefan Baumeier, Tel.: 05231 706-0, zur Verfügung.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennnummer 12/04 bis zum 15.10.2004 an das

Westf. Freilichtmuseum Detmold
Landesmuseum für Volkskunde
Krummes Haus
32760 Detmold






From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Sep 9 09:22:12 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu Sep 9 09:23:05 2004
Subject: [WestG]
[LIT] Reprint Niekammers "Landwirtschaftliches Adressbuch",
Provinz Westfalen, 1931
Message-ID: s14020d9.061@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Gisbert Strotdrees"
Datum: 09.09.2004, 8:50


LITERATUR

Vielgesuchtes "Gueteradressbuch" fuer Westfalen von 1931 wird nachgedruckt

"Stiftung Westfaelische Landschaft" gibt Reprint heraus / Subskription
bis zum 31. Oktober

Unter Familienforschern, Ortschronisten und Regionalhistorikern
Westfalens ist es ein oft benutztes Werk: "Niekammer's
Landwirtschaftliches Adressbuch der Domaenen, Rittergueter, Gueter und Hoefe
in der Provinz Westfalen" lautet der Originaltitel des rund 550 Seiten
umfassenden Werkes aus dem Jahr 1931, das als eines der verlaesslichsten
Nachschlagewerke zur Entwicklung der Bauernhoefe in Westfalen gilt.

In Bibliotheken ist das wertvolle Nachschlagewerk allerdings nur schwer
zu finden. Auf dem Antiquariatsmarkt wird der *Niekammer" fuer Westfalen
nur aeusserst selten angeboten - und wenn, dann ist er nur zu horrenden
Preisen von mindestens 200 Euro zu erwerben. Die "Stiftung Westfaelische
Landschaft" in Muenster hat nun beschlossen, einen Nachdruck des
umfangreichen und fuer die geschichtliche Forschung Westfalens so
unentbehrlichen Werkes zu foerdern und herauszugeben.

Der "Niekammer", wie er unter Kennern nur knapp heisst, wurde 1931 in
Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer in Muenster veroeffentlicht.
Das Buch verzeichnet saemtliche landwirtschaftlichen Betriebe "ab etwa 20
ha Groesse", wie es im Vorwort damals hiess; tatsaechlich sind auch etliche
kleinere Betriebe genannt. Insgesamt 27.000 Hoefe sind erfasst - mit dem
Namen des damaligen Eigentuemers und/oder des Paechters bzw. Verwalters.
Genannt sind ferner fuer jeden einzelnen Hof der steuerliche Einheitswert
in Reichsmark, die Groesse in Hektar, der Viehbestand (Anzahl der Pferde,
Schweine, Schafe und des Rindviehs) sowie technische Besonderheiten wie
etwa Telefonanschluss, Besitz eines Traktors, Mitglied im Zuchtverbaenden
oder auch Angaben zu Ziegeleien, Kornbrennereien und anderen
"industriellen Anlagen" der Hoefe. Die Hektargroesse ist pro Betrieb
aufgeschluesselt in Ackerland, Gaerten, Wiesen und Weiden, Wald, Wasser
und "Unland". Geordnet sind die Hoefe nach Bauerschaften, Doerfern bzw.
Gemeinden und Kreisen.

Mit diesen Angaben stellt der "Niekammer" ein wichtiges Nachschlagewerk
und eine der zentralen Datenquellen zur laendlichen Sozial-, Wirtschafts-
und Siedlungsgeschichte im 20. Jahrhundert dar, entstanden im
Umbruchjahr 1931 kurz vor Beginn der Nazi-Zeit und dem Vordringen
moderner Landtechnik bzw. dem einsetzenden Strukturwandel.

Die "Stiftung Westfaelische Landschaft" hat den Landwirtschaftsverlag
Muenster-Hiltrup beauftragt, den Nachdruck vorzubereiten. Das Buch soll
Anfang November vorliegen. Ein rund 75-seitiger Anhang wird die Angaben
zu den Hoefen in Lippe-Detmold enthalten, die dem 1921 erschienen
Vergleichswerk der "Niekammer's Adressbuecher" entnommen sind.

Das Buch ist um eine editorische Einleitung des Historikers Gisbert
Strotdrees ergaenzt, die die Hintergruende des "Niekammer" ausleuchtet:
Verlagsgeschichte, Erhebung der Daten etc. Der Nachdruck wird - mit dem
Anhang der Gueter in Lippe - insgesamt ca. 640 Seiten umfassen und mit
einem festem Einband ausgestattet. Es kann dank der Foerderung
durch die "Stiftung Westfaelische Landschaft" fuer 34,95 Euro angeboten
werden.


INFO

Interessenten, die den Nachdruck bis Samstag, 30. Oktober 2004,
verbindlich bestellen, erhalten das Buch zum Subskriptionspreis von
29,95 Euro. Bestellungen und Auskuenfte beim Wochenblatt-Leserservice im
Landwirtschaftsverlag, 48084 Muenster, Tel. (02501) 801301, Fax (02501)





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 9 09:58:21 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Sep 9 11:00:23 2004
Subject: [WestG] [TOC] Hohenlimburger Heimatblaetter, Heft 9/2004
Message-ID: s1402957.072@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 09.09.2004, 10:15


SERVICE: TOC

Hohenlimburger Heimatblätter
für den Raum Hagen und Iserlohn
65. Jahrgang
September 2004
Heft 9/2004


S. 289-298
Weiß, Ulrich
Karl Burkhardt -
Pfarrer in Hohenlimburg 1937-1971, Teil 3

S. 299f
Kramer, Jürgen
Hohenlimburger Stadtchronik 2004, Teil 1

S. 311-317
Knaup, Wilhelm / Wingendorf, Christian
Postgeschichte im Hagener Raum, Teil 3

S. 318-321
Gietenbruch, Hannsjörg
Was eine Postkarte aus dem Jahre 1923 erzählen kann

S. 322f
Schulz, Hans-Dieter
Hohenlimburg vor 100 Jahren (1. Halbjahr 1904) -
nach Mitteilungen aus dem Altenaer Kreisblatt





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 9 10:10:43 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Sep 9 11:00:29 2004
Subject: [WestG] [TOC] Duelmener Heimatblaetter, Heft 1/2004
Message-ID: s1402c2b.008@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 09.09.2004, 10:20


SERVICE: TOC

Dülmener Heimatblätter
51. Jahrgang
Heft 1/2004



S. 2-21
Autermann, Guido
Die Marienkapelle Visbeck -
Baugeschichte und Baubeschreibung

S. 22-36
Bickhove-Swiderski, Ortwin
Nationalsozialisten erschießen Wilhelm Ricker -
Mitglied des Reichsbanners in Dülmen

S. 37-40
David, Hanne
Torfstich der Hausdülmener Einwohner im Lavesumer Venn

S. 41-43
Peters, Günter W.
De Namen von usse Vüegel in Plattdüütsk

S. 44f
Hillermann, Ludger
Baar half Dülmen

S. 46f
Werp, Wolfgang
Neuerscheinungen





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 9 10:21:46 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Sep 9 11:00:35 2004
Subject: [WestG] [TOC] Der Maerker, 2004, 53. Jg., Heft 2
Message-ID: s1402ec5.042@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 09.09.2004, 10:30


SERVICE: TOC

Der Märker
Landeskundliche Zeitschrift für den Bereich der ehem. Grafschaft Mark und den Märkischen Kreis
53. Jahrgang
April-Juni 2004
Heft 2


S. 53-61
Friedhoff, Jens
Deutschordensritter, kurkölnischer Rat und Droste
Anmerkungen zur Biographie des Hermann von
Hatzfeld-Werther-Schönstein (1527-1600)

S. 62-72
Luda, Manfred
Die Vermarktung südwestfälischen Eisens, die Handelsmetropole
Köln und die hansische Familie von Meinertzhagen (2. Teil und Schluß)

S. 73-75
Kohl, Rolf Dieter
"... außerhalb dass die Spanischen Kirschen die Frau Verpfächterinne
sich alleine vorbehält..."
Zur Geschichte des ehemaligen Kelleramtsgutes Helbecke in
Nachrodt-Wiblingwerde

S. 76-83
Reinsch, Christina
Weniger ist mehr!
Zur Neupräsentation des Stadtmuseums Werdohl

S. 84-88
Kleinere Mitteilungen
Buchbesprechungen





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 9 10:34:48 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Sep 9 11:00:46 2004
Subject: [WestG] [TOC] Heimatland Lippe, August 2004
Message-ID: s14031d2.078@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 09.09.2004, 10:40


SERVICE: TOC

Heimatland Lippe
Zeitschrift des Lippischen Heimatbundes und des Landesverbandes Lippe
97. Jahrgang Nr. 7
August 2004
ISSN 0017-9787


Inhalt in Auswahl [AS]

S. 166f
Meier, Burkhard
Ein Museum mit Schleuse
Das Junkerhaus in Lemgo wird am 11. September eröffnet

S. 168f
Otto, Walter
"Hier ist nichts zu suchen außer etwa einigen Mühlsäcken"
150 Jahre Windmühle Bavenhausen

S. 170f
Meier, Burkhard
125 Jahre neugotische Kilianskirche in Schötmar
und 175 Jahre klassizistische Kirche in Cappel
Leseprobe aus "Lippische Kirchen"

S. 172f
Prieur, Jutta
Der Pfarrherr von Silixen
Ein Predigerleben im späten Biedermeier

S. 174
Höltke, Werner
Auguste Bracht -
die erste Frau im lippischen Landtag

S. 176-178
Rezensionen

S. 179
Schloss Brake leuchtet

S. 180f
Springhorn, Rainer
Neue Südamerika-Sammlungen für das Lippische Landesmuseum Detmold

S. 181
Krüger, Lina
Deo schöne Emaillepott

S. 182-184
Meier, Burkhard
Dr. Armin Prinz zur Lippe wird 80!
Aus lippischen Schlössern und Gutshäusern (III)

S. 186f
"Wie läuft s"
Schwerpunktthema Wasser beim Tag des offenen Denkmals

S. 188f
Das wurde aber Zeit...
Verein "Die Falkenburg" will die Wiege des Lipperlandes retten





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 9 10:41:41 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Sep 9 11:01:08 2004
Subject: [WestG] [KONF] Raeume und Grenzen, Muenster, 04.-06.11.2004
Message-ID: s140336f.087@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster",
Datum: 09.09.2004, 09:10


TAGUNG

Räume und Grenzen
Centrum für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraumes

Das vor einem Jahr in Münster gegründete "Centrum für Geschichte
und Kultur des östlichen Mittelmeerraumes" an der Westfälischen
Wilhelms-Universität tritt im Wintersemester mit einer Tagung über
Räume und Grenzen in antiken Kulturen und einer Ringvorlesung über
antike Zeitvorstellungen an die Öffentlichkeit.

Das Centrum verbindet die zahlreichen Fächer der Universität
Münster, die sich in Forschung und Lehre mit dem östlichen
Mittelmeerraum sowie den angrenzenden Gebieten beschäftigen. Die
Kulturen, die an dieser Brücke zwischen Orient und Okzident
entstanden sind, prägen bis heute die Geschichte nicht nur dieser
Region sondern ganz Europas. Untersucht wird der Zeitraum vom Beginn
der ersten Stadtkulturen im vierten Jahrtausend v.Chr. bis zur
osmanischen Expansion. Die wissenschaftliche Arbeit konzentriert sich
auf historische, religiöse, kulturelle, gesellschaftliche und
wirtschaftliche Themen.

Vom 4. bis 6. November 2004 präsentiert sich das Centrum erstmals
mit einer Jahrestagung in der Öffentlichkeit. Unter dem Titel
"Räume und Grenzen. Topologische Konzepte in den antiken Kulturen
des östlichen Mittelmeerraumes" wird an drei Tagen die Ambivalenz
von Grenzen und die hierdurch bestimmten Räume Gegenstand der
Diskussion sein. In 14 Vorträgen werden die Konstruktion und
Wahrnehmung von Räumen und Grenzen, aber auch deren Wirksamkeit und
die Möglichkeiten ihrer Überwindung näher betrachtet.

Nach dem Erfolg, den die Ringvorlesung "Gewalt - Religion - Krieg.
Realität und Rechtfertigung in vormodernen Kulturen" im letzten
Wintersemester fand, bietet das Centrum auch in diesem Jahr wieder
eine öffentliche Vortragsreihe im Wintersemester an. In zehn
Beiträgen geht es ab dem 8. November um Aspekte antiker
Zeitvorstellungen. Die Veranstaltungen der Reihe "Zeit, heilige Zeit,
Ewigkeit im antiken Mittelmeerraum" finden jeweils montags von 18 bis
20 Uhr im Vortragssaal des Landesmuseums am Domplatz statt.


INFO

Centrum GKM
Universitätsstr. 13-17
48143 Münster
Tel. 0251/ 83-22572
Fax. 0251/ 83-25209
url:(http://www.uni-muenster.de/CentrumGKM

Öffnungszeiten:
Mo-Do 10:00-13:00





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 9 11:29:00 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Sep 9 11:30:34 2004
Subject: [WestG] [KONF] Nationalsozialistische Sondergerichtsbarkeit,
Recklinghausen, 26./27.11.2004
Message-ID: s1403e84.096@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "gk-mail (Abeck)"
Datum: 08.09.2004 11:11
Übernahme aus der Mailing-Liste "geschichtskultur-ruhr"


SYMPOSIUM

Die Dokumentations- und Forschungsstelle "Justiz und
Nationalsozialismus" an der Justizakademie des Landes
NRW in Recklinghausen veranstaltet vom 26.11.2004
18:00 Uhr bis 27.11.2004 18:00 Uhr in der Justizakademie
ein wissenschaftliches Symposium "Nationalsozialistische
Sondergerichtsbarkeit"


Freitag, 26. November 2004

bis 17:45 Anreise

18:00 Abendessen

19:00 Begrüßung
Dr. Holger Schlüter, Recklinghausen

19:15 Entwicklungsgeschichte der strafrechtlichen
Sondergerichtsbarkeit zwischen 1918 und 1945
Dr. Hans-Eckhard Niermann, Warendorf

19:45 Strafrecht zum Schutz des NS-Regimes - Politisches
(Vorkriegs-)Strafrecht vor den Sondergerichten
Dr. Bernward Dörner, Berlin

20:15-21:00 Diskussion


Samstag, 27. November 2004

9:00 Strafrecht zum Schutz der "Inneren Front" - Politisches
(Kriegssonder-) Strafrecht vor den Sondergerichten
Dr. Michael P. Hensle, Berlin
Diskussion

9:50 Kriegswirtschaftsstraftaten vor den Sondergerichten
Dr. Hans-Ulrich Ludewig, Braunschweig
Diskussion

Pause

11:00 Allgemeines, 'unpolitisches' Strafrecht als
Kriegsstrafrecht vor den Sondergerichten
Dr. Maik Wogersien, Bocholt
Diskussion

12:00 Mittagessen

13:00 'Rassenschandeverfahren' vor den Sondergerichten
Dr. Alexandra Przyrembel (angefragt)
Diskussion

13:45 "Eine scharfe Waffe zum Schutz des Aufbaues" -
Sondergerichte in den annektierten und besetzten Gebieten Osteuropas
Dr. Gerd Weckbecker, Brandenburg
Diskussion

Pause

15:00 Zwischen automatischem Arrest und Wiedereinstellung - Der
personalpolitische Umgang mit NS-Sonderrichtern nach 1945
Dr. Klaus Detlev Godau-Schüttke, Itzehoe

15:30 "Richter vor Gericht" - Strafverfahren gegen
NS-Sonderrichter nach
1945
Dr. Helmut Kramer, Wolffenbüttel
Diskussion

16:30 Der Platz der NS-Sondergerichte in der deutschen
Strafrechtsgeschichte - Statement und Zusammenfassung
Prof. Dr. Dr. Ingo Müller, Bremen

Abschlussdiskussion

18:00 Abreise


INFO

Anmeldeschluss: 07.10.2004

Von den Teilnehmern wird ein Kostenbeitrag erhoben:
50 Euro incl. Übernachtung und Verpflegung
41 Euro ohne Übernachtung.

Anmeldeformulare mit näheren Informationen können
unter dokumentationsstelle@jak.nrw.de angefordert
werden.

Information:
Dr. Holger Schlüter
Justizakademie NRW
Dokumentations u. Forschungsstelle
August-Schmidt-Ring 20
45665 Recklinghausen
(02361) 481-202 /-106
(02361) 481-141
dokumentationsstelle@jak.nrw.de
http://www.justiz.nrw.de/JM/justizpolitik/zeitgeschichte/index.h





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Sep 10 08:13:21 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Sep 10 08:18:37 2004
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Prof=2E_Dr=2E_Thomas_Pek=E1ry_w?=
=?iso-8859-1?q?ird_75_Jahre_alt?=
Message-ID: s1416229.009@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Uni Münster",
Datum: 09.09.2004, 13:11


AKTUELL

Prof. Dr. Thomas Pekáry wird 75 Jahre alt

Prof. Dr. Thomas Pekáry, ehemaliger Lehrstuhlinhaber für Alte
Geschichte an der Universität Münster, vollendet am 13. September
2004 sein 75. Lebensjahr. Thomas Pekáry wurde in Budapest geboren
und studierte an der Universität seiner Heimatstadt von 1947 bis
1952 die Fächer Alte Geschichte, Archäologie und Numismatik, wobei
sein Schwerpunkt bei der Provinzialgeschichte und
Provinzialarchäologie lag. In den folgenden Jahren war er an zwei
Budapester Museen tätig und emigrierte dann 1956 nach dem
Ungarn-Aufstand in die Schweiz. 1959 wurde er an der Universität
Bern mit einer Arbeit über römische Währungs- und
Finanzgeschichte promoviert.

Von 1961 bis 1964 war Pekáry Assistent
an der Universität. Er beteiligte sich an deutschen Ausgrabungen in
der Türkei (Milet) und veröffentlichte Inschriften aus Milet aus
hellenistischer und römischer Zeit. 1965 habilitierte sich der
Althistoriker mit einer Arbeit zum Thema "Untersuchungen zu den
römischen Reichsstraßen" an der Universität Kiel, wo er
anschließend als Dozent wirkte und 1970 zum Professor ernannt wurde.
1971 erhielt er den Ruf auf einen Lehrstuhl für Alte Geschichte an
der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, wo er bis zu
seiner Emeritierung 1994 lehrte und forschte.

Einen ausgeprägten Schwerpunkt der Forschungen von Prof. Pekáry
bildet die antike Wirtschaftsgeschichte. Die wissenschaftliche Beschäftigung
mit diesem Themenfeld hat ihren Niederschlag in zahlreichen
Veröffentlichungen gefunden, zu denen auch eine bereits in
mehrfachen Neuauflagen und auch ins Italienische übersetzte
Einführung in "Die Wirtschaft der griechisch-römischen Antike"
zählt. Darüber hinaus hat sich Prof. Pekáry sehr eingehend mit
kulturgeschichtlichen Problemen der römischen Kaiserzeit auseinander
gesetzt. Hier galt sein besonderes Interesse den sozialgeschichtlichen
Aspekten der bildenden Kunst. Die Ergebnisse jahrzehntelanger
Forschungen haben Eingang gefunden in eine Monographie über das
römische Kaiserbildnis in Staat, Kult und Gesellschaft sowie in eine
weitere Monographie zur Ablehnung der bildenden Künste an der
Antike.


INFO


Link: Seminar für Alte Geschichte
(http://orakelix.uni-muenster.de/)







From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Sep 10 09:57:24 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Sep 10 10:11:03 2004
Subject: [WestG] [AKT] Detmold: Einweihung des Mausoleums aus dem Garten der
Hof-Apotheke im Westf. Freilichtmuseum
Message-ID: s1417a94.037@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 10.09.2004, 09:51


AKTUELL

Einweihung des Mausoleums aus dem Garten der Hof-Apotheke im Westfälischen
Freilichtmuseum Detmold

Was lange währt ....zahlt sich durch gute Ergebnisse aus: Das langjährige und
beharrliche gemeinsame Engagement des Detmolder Vereins "Freunde der
Residenz" und des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold hat sich gelohnt: In
dieser Woche feierten die beiden Partner die Fertigstellung des historischen
Mausoleums aus dem Garten der Detmolder Hof-Apotheke im Museum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Am Donnerstagabend (09.09.)
trafen sich die Unterstützer aus den Reihen der "Freunde der Residenz e.V." und
das LWL-Museumsteam mit Museumsdirektor Prof. Dr. Stefan Baumeier und
Projektleiter Dr. Heinrich Stiewe, um die Freigabe des fertigen Mausoleums
für die Besucher zu feiern. Der nun abgeschlossene Wiederaufbau des Mausoleums war
2001 begonnen worden und ist einer Privatinitiative Detmolder Bürger zu
verdanken: Der Verein "Freunde der Residenz e.V." in Detmold hat erhebliche
Finanzmittel überwiegend von privaten Spendern zusammengebracht, ohne die der
Mausoleumsbau im Freilichtmuseum Detmold nicht zu verwirklichen gewesen
wäre. "Dieses spätbarocke Mausoleum ist ein ganz seltenes Denkmal der
Begräbniskultur", erläuterte Projektleiter Dr. Heinrich Stiewe, "es besitzt
seinen ganz eigenen, ästhetisch-morbiden Reiz."

Abgesehen davon rankt sich um das Gebäude eine recht romantische Geschichte,
die Dr. Wolfgang Scharlemann, der heutige Inhaber der "Hof-Apotheke" am
Einweihungsabend beitrug: Erbaut wurde es von Oberst Ernst Johann von
Schröderß, der seit 1763 mit der Familie des Hofapothekers Jakob Henrich Keiser
befreundet war und sich nach dem Tod des Apothekers um die Hinterbliebenen
kümmerte. Mit der Witwe Florentine Marianne Keiser verband ihn eine so enge
Freundschaft, dass diese auch über den Tod hinaus dokumentiert werden sollte.

1790 unterstützte Schröderß die Familie bei Ankauf und Umbau des heutigen
Gebäudes der Hof-Apotheke in der Langen Straße 55 in Detmold. 1782 ließ der
Oberst das aufwendige Mausoleum im "Apothekergarten" am Weinberg (dem
heutigen Schützenberg) vor den Toren der Stadt errichten. Damit schuf er ein
eindrucksvolles Denkmal, das die unter den Zeitgenossen sicherlich Aufsehen
erregende Beziehung zwischen dem Offizier und der Apothekerwitwe verewigen
sollte.

Anlässlich der Einweihung dankte Museumsleiter Prof. Dr. Stefan Baumeier allen
Aktiven: "Dieses Mausoleum ist ein kulturgeschichtlich bedeutender Grabbau und
ein sehr frühes und seltenes Zeugnis privater Bestattungskultur außerhalb eines
kirchlichen Friedhofes. Wir sind sehr stolz und dankbar, es hier den
Museumsgästen zeigen zu dürfen." In seiner Rede äußerte Helmut Merwitz als
Vorsitzender der "Freund der Residenz e.V." , Detmold stolz: "Es ist uns gelungen,
mehr als 70.000 Euro Spenden für das Mausoleum zu sammeln - ein
beachtlicher Erfolg."

Das spätbarocke Bauwerk, das mit qualitätsvollen Steinmetzarbeiten, Reliefs und
Inschriften gestaltet ist, musste 1965 dem Bau eines Parkplatzes weichen. Am Tag
des Offenen Denkmals" am Sonntag, 12. September, können Museumsbesucher ab
17.30 Uhr das historische Mausoleum aus dem Garten der Detmolder Hof-
Apotheke im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold mit einer Führung mit Dr.
Heinrich Stiewe erstmals besichtigen.


INFO

Westfälisches Freilichtmuseum Detmold
Landesmuseum für Volkskunde
Krummes Haus
32760 Detmold
www.freilichtmuseum-detmold.de
Öffnungszeiten: di - so von 9 bis 18 Uhr, Einlass bis 17 Uhr.






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Sep 13 13:17:51 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Sep 13 13:30:29 2004
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: "100 Jahre Nordseewerke in Emden",
Henrichenburg, 21.09.2004
Message-ID: s1459e1b.039@lwlapp.itz.lwl.org

Von: Geschichtskultur Ruhr,
Datum: 13.09.2004, 12:14
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "Geschichtskultur Ruhr"


AKTUELL

"100 Jahre Nordseewerke in Emden" - Diavortrag im Industriemuseum Altes
Schiffshebewerk Henrichenburg
21. September 2004, 19.30 Uhr

Mit der Gründung der Nordseewerke Emder Werft & Dock AG im Jahre 1903
begann der industriell betriebene Eisen-, Stahl- und Dampfschiffbau. Seit
Mitte des 19. Jahrhunderts wurden mit dem Ausbau des Emder Seehafens sowie
des Straßen-, Schienen-, und Kanalnetzes Voraussetzungen für die
Industrialisierung in der nordwestlichen Region Deutschlands(Ostfriesland)
geschaffen. Mit der Fertigstellung des Dortmund-Ems-Kanals, der Vollendung
der Hafenerweiterung in Emden und der Vertiefung der Ems war eine
verkehrstechnische Anbindung an das östliche rheinisch-westfälische
Industriegebiet gegeben. Somit konnte sich Emden als Seehafen für Kohle-,
Erz- und Getreideexporte etablieren.

Nach Überwindung von Anfangsschwierigkeiten konnte der Werft- und
Dockbetrieb im Emder Hafen weiter ausgebaut werden. Die Große Seeschleuse
und der Neue Binnenhafen (1913) schufen Voraussetzungen für den neuen
Großschiffbau. Die Boomphase nach dem Ersten Weltkrieg, in dem die Werft im
Kriegsschiffbau tätig war, brachte den Nordseewerken viele Aufträge.
Es referiert der Industriearchäologe Dr. Dirk J. Peters, Wissenschaftler
beim Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven, über die 100-jährige
Geschichte der Nordseewerke Emden (1903-2003). Der Referent geht auch auf
die Krisenjahre des deutschen Schiffbaus (1926 bis 1936), auf die
Entwicklung während der Nazizeit, auf die schwierige Zeit seit Beginn des
Zweiten Weltkrieges (Kriegsproduktion; U-Boote; Produktion mit
Kriegsgefangenen und Fremdarbeitern) sowie auf die unmittelbare
Nachkriegszeit ein (Schiffbauverbot).

In den 50er und 60er Jahren wurden die Nordseewerke als Tochterfirma des
Rheinstahl-Konzerns zu einem der führenden Schiffbaugroßbetrieben in der
Bundesrepublik mit einer vielseitigen Produktionspalette. In den 70er und
80er Jahren musste die Emder Werft, die inzwischen zu Thyssen gehörte, sich
dem rücksichtslosen Konkurrenzkampf aus Japan und Südkorea stellen.
Heute beschäftigen sich die etwa 1400 Mitarbeiter der Nordseewerke, die zur
Unternehmensgruppe Thyssen/Krupp Technologies gehören, mit Neubau und
Reparatur von Containerschiffen, Saugbaggern, Gas- und Chemikalientankern
sowie Eisbrechen. Daneben spielt der Marineschiffbau (U-Boote, Fregatten,
Korvetten und Forschungsfahrzeuge) eine wichtige Rolle. Die leistungsfähige
und innovative Werft in Emden ist für die nächsten Jahre gut ausgelastet
und kann trotz der geplanten Zusammenlegung des Militärschiffbaus mit Blohm
+ Voss in Hamburg und den Kieler Howaldtswerken optimistisch in die Zukunft
blicken.

Wer bei dieser spannenden Reise in die Geschichte des Schiffbaus dabei sein
möchte, ist herzlich willkommen. Der Eintritt ins LWL- Industriemuseum ist
frei.


INFO

Altes Schiffshebewerk Henrichenburg
Am Hebewerk 2
45731 Waltrop





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Sep 13 13:21:58 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Sep 13 13:30:30 2004
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag, Dethlefs: Kammerherrenschluessel des 18./19.
Jhs., MS 14.09.2004
Message-ID: s1459f14.051@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Gerd Dethlefs",
Datum: 13.09.2004, 13:18


AKTUELL

Am Dienstag, den 14. September um
17.30 wird Dr. Gerd Dethlefs im Westfälischen
Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Münster vor den Münzfreunden Münster einen
Vortrag halten über "Kammerherrenschlüssel
des 18./19. Jahrhunderts im Landesmuseum Münster".

Gäste sind herzlich willkommen.

Kammerherrenschlüssel sind die Abzeichen für die "Kämmerer"
oder "Kammerherren", ausnahmslos adelige Herren, die bei
ihrer Anwesenheit bei Hofe Dienstpflichten im Zeremoniell -
etwa an der Tafel - wahrzunehmen hatten und zugleich mit
dieser Würde die Erlaubnis besaßen, jederzeit direkten
Zugang zum Landesfürsten zu haben. In Westfalen haben
allerdings nur der König von Preußen und der Kurfürst von
Köln Kammerherren ernannt; an den kleineren Höfen war
dies nicht üblich. Entsprechend sind in der Sammlung des
Landesmuseums kurkölnische und preußische Kammerherrenschlüssel
vorhanden - und als Neuerwerbung der Erbkammerherrenschlüssel
der Grafen von Galen, der hier erstmals vorgestellt wird.


INFO

Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Domplatz 10
48143 Münster





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Sep 13 13:29:07 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Sep 13 13:30:31 2004
Subject: [WestG] [AKT] Winterprogramm Verein f. Geschichte u. Altertumskunde
Westfalen, Abt. Paderborn
Message-ID: s145a0c5.065@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "R. Müller", , Stadtarchiv Paderborn
Datum: 13.09.2004, 13:28


AKTUELL

Programm des Vereins für Geschichte und
Altertumskunde Westfalens, Abteilung
Paderborn e.V.


Vorträge

Die Vorträge finden statt in der Theologischen Fakul-
tät Paderborn, Kamp 6, Hörsaal 2, jeweils um 20.00
Uhr.

Dienstag, 28. September 2004
Monsignore Dr. theol. Michael Freiherr von Fürsten-
berg, Rom
Fürstbischof Ferdinands von Fürstenberg Weiterleben
in der Familie
(in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt
Paderborn)

Dienstag, 12. Oktober 2004
Dr. phil. Detlef Grothmann, Paderborn
Johannes Gronowski (1874-1958). Arbeiterführer,
Oberpräsident und Mitbegründer der CDU

Dienstag, 26. Oktober 2004
Studiendirektor a.D. Klaus Hohmann, Paderborn
Dr.-Ing. Herbert Werner Keller, Paderborner Stadtbau-
rat in der Symbiose von moderner Stadtplanung und
Ideologie 1936-1939. Kellers Planungen von 1939 als
Grundlage des Paderborner Wiederaufbaus nach 1945
(mit Lichtbildern)

Dienstag, 9. November 2004
Privatdozent Dr. Jörg Ernesti, Paderborn
Aus der Werkstatt des Historikers: Neue Erkenntnisse
zu Ferdinand von Fürstenberg

Dienstag, 23. November 2004
Studienrätin Dr. theol. Maria Kohle, Dortmund
Das Paderborner Gesangbuch 1609. Eine Rarität in
Westfalen und im Hochstift Paderborn


Dienstag, 7. Dezember 2004
Universitätsprofessor Dr. phil. Hagen Keller, Münster
Meinwerk von Paderborn und Heimrad von Hasungen.
Spätottonische Kirchenmänner und Frömmigkeitsfor-
men in Darstellungen aus der Zeit Heinrichs IV. und
Friedrich Barbarossas
(in Zusammenarbeit mit dem Historischen Institut der
Universität Paderborn)

Dienstag, 11. Januar 2005
Christa Mertens M.A., Paderborn
Zwangsarbeiterinnen in Paderborn zur Zeit des Zwei-
ten Weltkrieges

Dienstag, 15. Februar 2005
Dr. phil. Matthias Lentz, Bad Fallingbostel
Konflikt, Ehre, Ordnung. Schmähbriefe und Schand-
bilder des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit
(mit Lichtbildern)

Dienstag, 8. März 2005
Ltde. Staatsarchivdirektorin Dr. Jutta Prieur-Pohl,
Detmold
Sauhirten, Mittelknechte und Küchenmägde. Das
Gesinde des Klosters Böddeken 1803


Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis

Der Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis für Arbeiten
junger Historiker zur Landesgeschichte Ost- und
Südwestfalens wird auf Beschluss des Preisgerichtes
von 10. September 2004 verliehen an

Herrn Privatdozent Dr. Jörg Ernesti, Paderborn,

für seine theologische Habilitationsschrift

Ferdinand von Fürstenberg (1626-1683). Geistiges
Profil eines barocken Fürstbischofs.

Das Preisgeld in Höhe von 2.500 EUR stiftet die
Volksbank Paderborn-Höxter e.G.

Preisverleihung:
Sonntag, 14. November 2004, 17.00 Uhr
Paderborn-Schloß Neuhaus, Audienzsaal des Resi-
denzschlosses
Begrenzte Teilnehmerzahl
Anmeldungen schriftlich an den Verein, Pontanusstr.
55 (Stadtarchiv), 33095 Paderborn, bis zum 5. No-
vember 2004


Besichtigungen, Besuche, Exkursionen

Samstag, 2.Oktober 2004, 16.00 Uhr
Ausstellung: Ferdinand von Fürstenberg 1626-1683.
Ein westfälischer Fürstbischof mit europäischem
Horizont
Historisches Museum im Marstall von Paderborn-
Schloß Neuhaus
Führung: Dr. phil. Norbert Börste
Eintritt und Führung kostenlos

Sonntag, 3. Oktober 2004, 16.00 Uhr
Ausstellung: Fürstenberger Barock. Kunststiftungen
unter Ferdinand von Fürstenberg
Diözesanmuseum Paderborn
Führung: Museumsdirektor Prof. Dr. phil. Christoph
Stiegemann
Eintritt und Führung 2,00 EUR

Samstag, 16. Oktober
Exkursion in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der
Stadt Paderborn: Schloss Herdringen und Kloster
Oelinghausen,
Leitung: Dr. phil. Norbert Börste
10.00 Uhr Abfahrt Paderborn, Liboriberg, Ecke Libo-
ristraße
11.00 Uhr Besichtigung Schloss Herdringen, Führung:
Wennemar Freiherr von Fürstenberg
12.30 Uhr gemeinsames Mittagessen in der Gaststätte
"Schmidt's Hof", Herdringen
13.30 Uhr Abfahrt nach Oelinghausen
14.00 Uhr Besichtigung Kloster Oelinghausen, Füh-
rung: Realschulrektor a.D. Werner Saure, Vorsitzen-
der des Freundeskreises Oelinghausen e.V.
15.30 Uhr gemeinsames Kaffeetrinken in der Gaststät-
te "Haus Danne", Oelinghausen
16.30 Uhr Rückfahrt nach Paderborn
18.00 Uhr (ca.) Ankunft in Paderborn

Zu den Zielen der Exkursion:
Schloss Herdringen: Wasserschloss, seit 1618 Stamm-
sitz der Freiherren von Fürstenberg (mit Unterbre-
chung 1758-1842) Ursprungsbau Fachwerkgräftenhof,
frühes 16. Jh., 1853 abgebrochen. Unterburg, Dreiflü-
gelanlage um 1680-1723,Entwurf vermutlich Ambro-
sius von Oelde, von ihm wohl auch Lusthaus 1686.
Durch Franz Egon von Fürstenberg (1818-1902) der
bedeutendste neugotische Schlossbau Westfalens,
Architekt der Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich
Zwirner, ein Schinkel-Schüler, 1844-1852 Vierflügel-
anlage im Stil der englischen Castle Gothic. Türme
1947 bzw. 1963 geändert. Innenausstattung neugotisch
und neuklassizistisch, Holzarbeiten von Bernhard
Rincklage (1838-1920) aus Münster, englischer Land-
schaftsgarten von Jakob Greiß, anschließend Land-
schaftspark.

Kloster Oelinghausen: 1174 als Prämonstratenserin-
nenkloster gegründet. 1585-1621 Äbtissin Ottilia von
Fürstenberg, Schwester des Paderborner Fürstbischofs
Dietrich von Fürstenberg, später auch Äbtissin in
Neuenheerse, Umwandlung des Klosters in ein welt-
lich-adliges Stift, 1641 durch Prämonstratenser von
Wedinghausen wieder Kloster, neu besetzt mit Prä-
monstratenserinnen aus Rumbeck, 1804 Aufhebung.
Seit 1992 Schwestern der Gemeinschaft der hl. Maria
Magdalena Postel (Mutterhaus Heiligenstadt, später
Bestwig).

Kirche St. Peter um 1350 errichtet, Teile eines romani-
schen Vorgängerbaus einbezogen. Saalbau mit Chor,
zwei Seitenkapellen, Nonnenempore 16. Jh. Wertvolle
Ausstattung: "Kölsche" Madonna, Kruzifix Mitte 12.
Jh., zwei Doppelmadonnen um 1500, 1712/1716
Hochaltar von Wilhelm Splithoven (Volkeringhausen),
Kreuzaltar 1622 Gerhard Gröninger, Marienaltar mit
Johannes-Figur spätes 15. Jh., Johannesaltar auf Non-
nenempore mit Figuren des späten 15. Jh. Orgel: 1390
erwähnt, 1492 zwei Orgeln, 1586 zerstört, 1599 neue
Orgel mit Material der Vorgängerbauten durch Martin
de Mare, 1713/17 Erneuerung und Erweiterung durch
Bernhard Klausing (Herford), Restaurierung 1960 und
1963 durch Franz Breil (Dorsten) und 2001/2002
durch Orgelbau Kuhn AG (Männedorf, Schweiz).
Abteigebäude und Propstei: Ottilia von Fürstenberg.
Klostergut: ab 1828 Besitz der Familie von Fürsten-
berg-Herdringen, Gebäude 1880/1900.

Teilnahmegebühr für Fahrt und Führungen: 22,50
EUR. Die Verzehrkosten sind in den Gaststätten zu
begleichen.

Anmeldungen schriftlich beim Verein, Pontanusstr. 55
(Stadtarchiv), 33095 Paderborn, gegen Abbuchung
(nur für Vereinsmitglieder) oder bei der Bonifatius-
Buchhandlung, Liboristr. 1-3, 33098 Paderborn, gegen
Barzahlung.
Anmeldeschluss: Samstag, 9. Oktober 2004

Samstag, 23. Oktober 2004, 15.00 Uhr
Grabungsbesuch: Archäologische Grabung auf dem
Gelände des künftigen Kolpingforums Paderborn (Am
Busdorf 7-9)
Die im Juli begonnene und noch bis in den Dezember
laufende Grabung im Areal des 1036 gegründeten und
1810 aufgelösten Busdorfstiftes hat bereits zahlreiche
Spuren des einstigen Kanonikerstiftes freigelegt und
lässt neue Erkenntnisse über das Leben der Stiftskano-
niker wie auch zur Geschichte der Siedlung Aspedera
erwarten.
Führung: Stadtarchäologe Dr. phil. Sven Spiong,
Paderborn
Treffpunkt: Vor dem Portal der Busdorfkirche; Teil-
nahme kostenlos

Sonntag, 7. November 2004, 14.00 Uhr
Ausstellung über das Römerlager Anreppen
Delbrück, Stadtverwaltung, Marktstr. 6
Führung: Dr. phil. Daniel Bérenger, Westfälisches
Museum für Archäologie - Amt für Bodendenkmal-
pflege, Außenstelle Bielefeld
Zur Ausstellung:
Das römische Legionslager Anreppen wurde vom
Feldherrn Tiberius im Herbst des Jahres 4 n. Chr.
angelegt und bestand nur kurze Zeit, wahrscheinlich
bis zur Varusschlacht im Jahre 9. Seit 1988 führt das
Westfälische Museum für Archäologie (Dr. Sebastian
Kühlborn) in Zusammenarbeit mit dem Stadtverband
für Heimatpflege und internationale Beziehungen
Delbrück e.V. auf dem 1968 durch den Archäologen
Anton Doms wieder entdeckten Lagerareal intensive
Ausgrabungen durch. Die Ausstellung in den Räumen
der Stadtverwaltung Delbrück vermittelt erstmalig in
der Region die bis heute gewonnenen Erkenntnisse
über bauliche Strukturen, materielle Hinterlassenschaft
und Nutzung eines Lagers, das in der römischen Geo-
strategie eine hervorragende Rolle spielte.
Anreise der Teilnehmer in eigener Regie, Eintritt und
Führung kostenlos

Samstag, 20. November, 16.00 Uhr
Ausstellungsbesuch: Paul Michels 1882-1970. Stadt-
baurat und Heimatforscher
Ausstellung des Stadtarchivs, des Altertumsvereins
und des Museums für Stadtgeschichte
Museum für Stadtgeschichte, Adam-und-Eva-Haus,
Hathumarstr. 7, Paderborn
Führung: Stadtarchivar Rolf-Dietrich Müller
Eintritt und Führung kostenlos


Weitere Termine

Mitgliederversammlung in Korbach
Samstag, 2. April 2005

57. Tag der Westfälischen Geschichte
Freitag/Samstag, 8./9. April 2005
Münster

Sommervortrag
Dienstag, 24. Mai 2005
in Zusammenarbeit mit dem Historischen Institut der
Universität Paderborn
Prof. Dr. phil. Werner Rösener, Gießen
Inszenierung oder Jagdleidenschaft? Könige des
Hochmittelalters als Jäger im sächsischen Raum

Sommerstudienfahrt in die Niederlande
11.-14. August 2005

Auf den Spuren der ersten deutschen Könige
Eine Entdeckungsreise ins 10. Jahrhundert vom Wie-
hengebirge bis zum Harz
29.9.-2.10.2005


Veröffentlichungen

Westfälische Zeitschrift: Der Band 154, 2004, er-
scheint Ende des Jahres.

Zeitschrift "Westfalen": Die Bände 79, 2001, und 80,
2002, sollen nach Angaben der für die Redaktion
zuständigen Vereinsabteilung Münster bis zum Jahres-
ende 2004 erscheinen. Über die Erscheinungstermine
der Bände 81 ff liegen der Abteilung Paderborn derzeit
keine Erkenntnisse vor.

In der Reihe "Studien und Quellen zur westfälischen
Geschichte" sind seit Jahresbeginn erschienen:

Band 48, Andreas Neuwöhner: Den Kampf um die
Freiheit verloren? Verwaltung und Finanzen der Stadt
Paderborn im Spannungsfeld von städtischer Autono-
mie und "frühmodernem" Staat. ISBN 3-89710-264-1;
311 Seiten; geb.; 34,80 EUR; für Vereinsmitglieder
26,10 EUR

Band 49, Arnold Schwede: Das Münzwesen im Hoch-
stift Paderborn 1566-1803. [zugl: Veröffentlichungen
der Historischen Kommission für Westfalen XI: Ar-
beiten zur Geld- und Münzgeschichte Westfalens, Bd.
2] ISBN 3-89710-270-6; 691 Seiten; geb.; 66,00,-
EUR; für Vereinsmitglieder 49,50 EUR

Band 51, Jörg Ernesti: Ferdinand von Fürstenberg
(1626-1683). Geistiges Profil eines barocken Fürstbi-
schofs. ISBN 3-89710-282-X; 442 Seiten; geb.; 29,80
EUR; für Vereinsmitglieder 22,35 EUR

Herbst/Winter 2004 erscheint:

Band 50/1, Maria Kohle: Das Paderborner Gesang-
buch 1609. Das älteste erhaltene katholische Gesang-
buch Westfalens und sein gottesdienstlicher Gebrauch
im Dienst der Katholischen Reform. ISBN 3-89710-
271-4; ca. 388 Seiten; geb.; ca. 39,80 EUR; für Ver-
einsmitglieder ca. 29,85 EUR

Band 50/2, Das Paderborner Gesangbuch 1609. Re-
print mit Kommentar von Maria Kohle. ISBN 3-
89710-298-6; ca. 470 Seiten; ca. 29.80 EUR; für
Vereinsmitglieder ca. 22,35 EUR


Hinweise

Im Rahmen des Ausstellungsverbundes Ferdinand von
Fürstenberg finden nicht nur die Ausstellungen im
Historischen Museum im Marstall von Schloß Neu-
haus und im Diözesanmuseum Paderborn statt, son-
dern auch eine größere Anzahl Begleitveranstaltungen.

In Vorbereitung der für 2006 in Paderborn geplanten
Canossa-Ausstellung findet im Rahmen eines wissen-
schaftlichen Symposiums ein öffentlicher Vortrag
statt:

Mittwoch, 29. September 2004, 20.00 Uhr, Aula der
Kaiserpfalz Paderborn
Prof. Dr. phil. Bernd Schneidmüller, Heidelberg
Canossa und der harte Tod der Helden

Das Museum in der Kaiserpfalz zeigt in der Zeit vom
2. Dezember 2004 bis zum 27. Januar 2005 die Wan-
derausstellung "Die Goldmünzen Karls des Großen",
eine Gemeinschaftspräsentation des Landes Rhein-
land-Pfalz, des Historischen Museums der Pfalz,
Speyer, der Deutschen Bundesbank und der Stadt
Ingelheim. Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 2.
Dezember 2004, 20.00 Uhr.


Paderborn, den 13. September 2004

Dr. Hermann-Josef Schmalor
Vereinsdirektor


INFO

Pontanusstr. 55 (Stadtarchiv), 33095 Paderborn
www.altertumsverein-paderborn.de
Tel.: 05251/881595
Fax: 05251/882047
E-Mail: stadtarchiv@paderborn.de; r.mueller@paderborn.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Sep 14 12:02:42 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Sep 14 12:04:37 2004
Subject: [WestG] [KONF] DFG-Workshop: "Die Geschichtswissenschaften und die
Archive", MS 05.10.2004
Message-ID: s146de0a.051@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Mechthild Black-Veldtrup"
Datum: 14.09.2004, 11:20


DFG-Workshop

"Die Geschichtswissenschaften und die Archive.
Perspektiven der Kooperation"
5. Oktober 2004
Westfälisches Landesmuseum, Münster

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat 2002 eine Arbeitsgruppe
"Informationsmanagement der Archive" eingesetzt, um Perspektiven für
zukünftige Arbeitsfelder und Strategien zu eröffnen. Dabei wurden
Schnittstellen der Archive zu Nachbardisziplinen, zu Bibliotheken und Museen,
vor allem zu ihren wichtigsten "Kunden", der Geschichtswissenschaft, untersucht.
Das zu Beginn dieses Jahres veröffentlichte Papier der Arbeitsgruppe
[Der Archivar 57 (2004), S. 28-36] stellt fest, dass in der Kommunikation
zwischen Archiven und historischen Wissenschaften Defizite bestehen.
Die fortschreitende Spezialisierung begünstigte eine Entfremdung zweier
Disziplinen, die aufeinander angewiesen sind. Zum Abbau von Sprachbarrieren
ist es notwendig, Gespräche zu führen zwischen Vertretern der historischen
Forschungen und der Archive, in denen Angebot und Nachfrage der jeweils
anderen Seite bis hin zu Fragen von universitärer und postuniversitärer Aus-
und Fortbildung oder Sicherung der künftigen Quellenbestände diskutiert
werden.

Der DFG-Workshop in Münster will den notwendigen Dialog eröffnen und
beleben. Er richtet sich sowohl an Archivarinnen und Archivare als auch
Historikerinnen und Historiker. Beabsichtigt ist, möglichst viele Chancen
und Projekte für die weitere Zusammenarbeit aufzeigen zu können.



Programm

9.00 Uhr
Grußwort der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
Einführung:
Prof. Dr. Wilfried Reininghaus, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen
Die deutschen Archive in der Informationsgesellschaft - Standortbestimmung
und Perspektiven. Das Strategiepapier der DFG

9.30 Uhr
Sektion I
Die Entstehung historischer Überlieferung - aus Sicht der
Geschichtswissenschaften und der Archive
Leitung: Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger, Universität Münster
Referenten:
Prof. Dr. Rainer Hudemann (Universität Saarbrücken)
Prof. Dr. Willibald Steinmetz (Universität Bielefeld)
Dr. Robert Kretzschmar (Hauptstaatsarchiv Stuttgart)
Dr. Karl-Peter Weber (Rheinisches Archiv- und Museumsamt Pulheim)

12.15 Uhr bis 13.30 Uhr Mittagspause

13.30 Uhr
Sektion II
Informationsvermittlung für die Geschichtswissenschaften aus Archiven
- Angebot und Nachfrage
Leitung: Dr. Mechthild Black-Veldtrup, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen
Staatsarchiv Münster
Referentinnen und Referenten:
Prof. Dr. Hartmut Weber (Bundesarchiv)
Dr. Frank M. Bischoff (Archivschule Marburg)
Prof. Dr. Ute Daniel (Technische Universität Braunschweig)
Prof. Dr. Gudrun Gersmann (Universität Köln)
Ende: 17.00 Uhr


INFO

Anmeldung bis zum 1. 10. 2004 beim
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Staatsarchiv
Münster
Bohlweg 2, 48147 Münster
Tel.: 0251 4885-0
Fax: 0251 4885-100

Tagungsraum:
Der Workshop findet im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte,
Domplatz 10, 48143 Münster statt.






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Sep 14 13:42:58 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Sep 14 13:44:14 2004
Subject: [WestG] [LIT] Jansen: Briefe zur Revolution 1848/49
Message-ID: s146f56a.034@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Josef König"
Datum: 14.09.2004, 13:13


LITERATUR

Heimlich unterwegs zum Nationalstaat
Deutschland nach der Revolution 1848/49
RUB-Historiker veröffentlicht über 400 Briefe


Die gängige Überzeugung, dass die Gründung des Deutschen Reichs das
alleinige Verdienst Bismarcks war, entlarvt Prof. Dr. Christian Jansen als
Mythos: Er sammelte über 400 teils bisher übersehene oder nicht
systematisch ausgewertete Briefe von Liberalen und Demokraten aus den zwölf
Jahren nach der gescheiterten Revolution von 1848/49, die den Nationalstaat
zum Ziel gehabt hatte. An der Korrespondenz wird deutlich, wie stark die
bürgerliche Linke an der Modernisierung Deutschlands beteiligt war. Ohne
die Revolution hätte es keine Reichsgründung gegeben, so das Fazit seines
Buches "Nach der Revolution 1848/49: Verfolgung, Realpolitik,
Nationsbildung", das jetzt im Droste-Verlag erschienen ist.

Mythos vom Reichsgründer dekonstruiert

Nachdem die Revolution von 1848/49 niedergeschlagen worden war und sich die
Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche, die aus dem in viele
Staaten zersplitterten Deutschland eine Nation machen wollte, nach kurzer
Zeit wieder aufgelöst hatte, scheint die Idee des Nationalstaats und der
politischen Partizipation der Bürger weitgehend auf Eis gelegen zu haben.
Erst dem Preußen Otto von Bismarck gelang die Vereinigung der deutschen
Staaten nach seinen Kriegen gegen Dänemark, Österreich und Frankreich. Doch
die Reichsgründung kam nicht von ungefähr: Die Akteure der Revolution waren
auch nach ihrem Scheitern weiter aktiv. Ob im Deutschen Bund geblieben oder
ins Exil getrieben, beteiligten sie sich weiterhin am politischen
Geschehen, entwickelten Szenarien und Strategien, die Ziele der Revolution
doch noch zu verwirklichen.

Schriftliche Debatte umging die Zensur

Da sie ihre Debatten nicht öffentlich austragen konnten, tauschte man sich
vornehmlich in Briefen aus, häufig auch in Andeutungen, um der Zensur zu
entgehen. Nachzulesen ist das in den über 400 Briefen, die Prof. Jansen aus
den Nachlässen der "48er" zusammengestellt hat. Nicht nur politische
Inhalte hat er berücksichtigt, sondern auch private Äußerungen, die oft ein
Licht auf die Weltsicht und das Selbstverständnis der Autoren werfen. Die
Dokumente werden durch die Edition größtenteils erstmals zugänglich und
wurden vom heutigen Forschungsstand aus kommentiert.

Prominente Briefschreiber

Vertreten sind in diesem Band mit teilweise zahlreichen Briefen die
Historiker und Politiker Gervinus, Baumgarten, Duncker oder Biedermann, die
emigrierten Demokraten Moritz Hartmann, Carl Mayer, Carl Vogt, Gottfried
Kinkel oder Julius Fröbel, wichtige liberale Politiker des Kaiserreichs wie
der "rote Becker", Schulze-Delitzsch, Löwe-Calbe, Bamberger, v. Miquel,
Schriftsteller und Gelehrte wie Gustav Freytag, Theodor Mommsen, Arnold
Ruge, die wichtigsten Männer des Deutschen Nationalvereins, Sozialisten wie
Lassalle und - last, but not least - bedeutende Frauen wie Fanny Lewald
oder Philippine Levysohn.


INFO

Jansen, Christian: Nach der Revolution 1848/49: Verfolgung, Realpolitik,
Nationsbildung. Politische Briefe deutscher Liberaler und Demokraten
1849-1861. Droste Verlag Düsseldorf, 2004.

Prof. Dr. Christian Jansen, Fakultät für Geschichtswissenschaft der
Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, GA 4/149, Tel. 0234/32-25026, Fax:
0234/32-14414, E-Mail: christian.jansen-2@rub.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Sep 14 14:33:44 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Sep 14 14:36:06 2004
Subject: [WestG] [LIT] Silke Butke/Astrid Kleine: Geburtshilfe und
Saeuglingsfuersorge
Message-ID: s1470160.085@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Thomas Küster",
Datum: 14.09.2004, 14:33


LITERATUR

"Der Kampf für den gesunden Nachwuchs"

Neues Buch des LWL untersucht die Anfänge medizinischer Geburtshilfe und
Säuglingsfürsorge in Bochum, Dortmund und Münster


Von der "Rohheit der Hebammen", von Kurpfuscherei und den Gefahren der
Empfängnisverhütung war die Rede, wenn um 1900 die alarmierend hohe
Säuglings- und Wöchnerinnensterblichkeit im Deutschen Reich beklagt und
auf Abhilfe gesonnen wurde. Mit starken Worten setzten sich Ärzte und
Sozialpolitikerinnen dafür ein, den Geburtenrückgang und die
Säuglingssterblichkeit zu vermindern. Die Gründe, warum das einst
als schicksalhaft hingenommene Phänomen der Säuglingssterblichkeit
nun als Problem eingestuft wurde, waren vielfältiger Natur: Neben der
allgemeinen Weiterentwicklung der Medizin und Hygiene sowie den Bestrebungen
von Kommunen und Vereinen, die Gesundheit der Stadtbevölkerung zu verbessern,
war es auch die Furcht, dass Deutschlands Stärke mit dem mangelnden Nachwuchs
schrumpfen könnte.

Eng verwoben mit den Maßnahmen der Säuglingsfürsorge waren die im letzten
Drittel des 19. Jahrhunderts einsetzenden Versuche, das Hebammenwesen
zu reformieren. Um den neuen Anforderungen der verbesserten Geburtshilfe
zu genügen, sollten die Ausbildung optimiert, das Fachwissen der Geburtshelferinnen
vergrößert und gebildete junge Frauen für den Beruf interessiert werden.
Verschiedene Probleme, wie etwa die unzureichende Entlohnung der Frauen
sowie die Reglementierung durch die Behörden, beeinträchtigten allerdings
die Arbeit der Hebammen, die ihrerseits begannen, ihre Rechte zu vertreten.
Silke Butke und Astrid Kleine skizzieren in einem neuen Buch, das soeben in der
Reihe "Forum Regionalgeschichte" des LWL-Instituts für Regionalgeschichte im
Ardey-Verlag (Münster) erschienen ist, nicht nur die allgemeine Entwicklung und
Ausweitung der Gesundheitsfürsorge an der Wende zum 20. Jahrhundert; sie
berücksichtigen auch die demographische Entwicklung, den Ausbau der medizinischen
Infrastruktur und die bevölkerungspolitischen Debatten jener Zeit. Am Beispiel des
Landkreises Bochum beleuchten die Autorinnen die Entwicklung des Hebammenwesens
und den Wandel der Geburtshilfe unter dem Einfluss des medizinischen Fortschritts. Für
Münster und Dortmund können sie außerdem zeigen, mit welchen zusätzlichen
Anforderungen die - sich noch in ihren Anfängen befindende - Säuglingsfürsorge
während des Ersten Weltkrieges konfrontiert wurde.

Die beiden Autorinnen machen auch deutlich, dass aus dem damaligen individuell-
medizinischen innerhalb von hundert Jahren ein allgemein-demographisches Problem
geworden ist, mit dem sich heute ganz andere Erwartungen verknüpfen als zur Zeit
des Kaiserreichs. Insgesamt ziehen sie für die im ausgehenden 19. Jahrhundert
begonnene Reform des Hebammenwesens und der Säuglingsfürsorge in Westfalen
eine positive Bilanz: Die Sterblichkeit unter den Neugeborenen verringerte sich zwischen
1900 und 1920 von 25 auf 10 Prozent.


INFO

Silke Butke/Astrid Kleine:
Der Kampf für den gesunden Nachwuchs. Geburtshilfe und Säuglingsfürsorge im
Deutschen Kaiserreich (= Forum Regionalgeschichte 11)
224 S., brosch., € 12,90
Ardey-Verlag, Münster 2004
ISBN 3-87023-210-2







From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Sep 14 16:05:56 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Sep 14 16:10:29 2004
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BKONF=5D_Generationengerechtigkeit=3F_N?=
=?iso-8859-1?q?ormen_und_Praxis_im_Erb-_und_Eheg=FCterrecht=2C_BI_23=2E-2?=
=?iso-8859-1?q?5=2E09=2E2004?=
Message-ID: s14716eb.097@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Brigitte Honerlage" , Pressestelle Universität Bielefeld
Datum: 14.09.2004, 16:02


TAGUNG

Historischer Blick auf ein aktuelles Thema am Bielefelder Zentrum für
interdisziplinäre Forschung

"Generationengerechtigkeit? Normen und Praxis im Erb- und
Ehegüterrecht 1500-1850"

Das brandaktuelle Thema "Generationengerechtigkeit" aus historischer
Sicht ist Gegenstand einer Tagung unter Leitung von Stefan Brakensiek
(Bielefeld), Michael Stolleis (Frankfurt am Main) und Heide Wunder (Kassel),
die vom 23. bis 25 September am Bielefelder Zentrum für interdisziplinäre
Forschung (ZiF) stattfindet. Zu Normen und Praxis im Erb- und Ehegüterrecht
zwischen 1500 und 1850 äußern sich dabei Experten unterschiedlichster
Fachrichtungen.

In allen Gesellschaften besteht die Notwendigkeit, den Transfer von materiellen
Gütern von einer Person auf andere zu gewährleisten. Diese Frage gewinnt
vor allem während der großen lebensgeschichtlichen Passagen zwingende
Bedeutung - Eintritt in das Erwachsenenleben und damit möglicherweise
verbundene ökonomische Unabhängigkeit, Eheschließung, Versorgung im
Falle von alters- oder krankheitsbedingter Erwerbslosigkeit, schließlich der
Tod. Diese Einschnitte sind zumeist verbunden mit dem Transfer von
Vermögensbestandteilen zwischen den Generationen und zwischen den
Geschlechtern. Wie diese Transfers im Einzelnen vonstatten gehen, ist
abhängig von kulturell und historisch höchst variablen Vorstellungen
über angemessene Beziehungen zwischen Jung und Alt sowie zwischen
Mann und Frau. Die Rekonstruktion von Vermögenstransfers und ihrer
Rechtfertigung lässt insbesondere Rückschlüsse zu über die variierenden
Vorstellungen von Billigkeit und Gerechtigkeit sowie über deren Geltung.
Der Zusammenhang zwischen rechtlichen und ethischen Normen und der
intergenerationellen Transferpraxis in den drei Jahrhunderten vor
Beginn der Moderne wird auf dieser Tagung von Historikern und
Rechtshistorikern, Volkskundlern und Ethnologen, Soziologen und
Philosophen in den Blick genommen.

Im Begriff "Generationengerechtigkeit" sind zudem Probleme angelegt,
die sich nicht allein durch die Analyse des positiven Rechts und der
sozialen Praxis der Beteiligten klären lassen. Sowohl bei der
Formulierung von rechtlichen Normen als auch bei Auseinandersetzungen
um ihren praktischen Gebrauch bezogen sich die Zeitgenossen der
frühen Neuzeit auf ethische Prinzipien, die sie der Bibel, den antiken
Philosophien und den aktuellen Ethiken entnahmen. Höchste Bedeutung
kam dabei dem biblischen Gebot der Elternliebe zu, das sich in erster
Linie nicht an Kinder wandte, sondern an Erwachsene, die ihren Eltern
mit Respekt begegnen und gehorchen sollten. Deshalb gehören zu den
Experten auf der ZiF-Tagung auch Kenner der Theologie- und Philosophiegeschichte.


INFO

Weitere Informationen sowie das Tagungsprogramm erhalten Sie unter:
www.uni-bielefeld.de/ZIF/AG/2004/09-23-Brakensiek.html.
Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an die Veranstaltungsleitung:
PD Dr. Stefan Brakensiek, Telefon: 0521/106 3263
E-Mail: stefan.brakensiek@uni-bielefeld.de.

Tagungsbüro des ZiF: Telefon 0521/106 2768.







From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Sep 14 16:29:36 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Sep 14 16:30:29 2004
Subject: [WestG] [AKT] 45. Deutscher Historikertag: live im Internet
Message-ID: s1471c87.065@lwlapp.itz.lwl.org

Von: Organisationsbüro 45. Historikertag
Datum: 14.09.2004


AKTUELL

45. Deutscher Historikertag: live im Internet


Knapp ein Viertel aller Sektionen und Vorträge des 45. Deutschen Historikertags
wird im Internet unter www.historikertag2004kiel.de als Livestream übertragen.
Kurze Zeit später stehen die Sendungen auch zum Download zur Verfügung.
Das Historische Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel richtet vom
14. bis 17.9.2004 den Deutschen Historikertag aus und wagt mit Hilfe des
Rechenzentrums der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel dieses technisch
außerordentlich anspruchsvolle Experiment, um die Geschichtswissenschaft
voranzubringen. Unter Anwendung des Tagungsmottos "Kommunikation und
Raum" wird der virtuelle Raum Internet für diese Tagung zur Vermittllung genutzt.

Das Angebot richtet sich beispielsweise an Wissenschaftler und Lehrer, die
nicht zum Historikertag reisen können. Ihnen wird ebenso wie allen historisch
Interessierten weltweit die Möglichkeit eröffnet, sich live oder zeitversetzt über
den aktuellen Forschungsstand in wesentlichen Bereichen der deutschen und
internationalen Geschichtswissenschaft zu informieren. Von besonderem Interesse
sind auch Vorträge, die renommierte Fachkollegen speziell für Schüler halten.
Diese Vorträge möchten das pädagogische Angebot der Schulen ergänzen und
den Schülern insbesondere der Oberstufe einen Einblick in die Geschichtswissenschaft
vermitteln. Die Mehrzahl der Vorträge wird auf Deutsch gehalten, einige wenige
Referate werden in englischer Sprache sein. Die Übertragungen sind daher auch
für Schulen im Ausland, für Sprachschulen und Kulturzentren von Interesse.

Schließlich produziert das Organisationsbüro 45. Deutscher Historikertag täglich
ein fünfzehnminütiges Journal über die wichtigsten Ergebnisse, Ereignisse,
Personen und Geschichten des 45. Deutschen Historikertags, das täglich vom
14. bis 17.9.2004 um 18.30 Uhr MEZ online gestellt wird.

Die Sendungen des 45. Deutschen Historikertags werden in zwei Bandbreiten für
ISDN sowie für DSL und LAN zur Verfügung gestellt. Nutzer von Computern mit
dem Betriebssystem Windows benötigen lediglich den Windows Media Player mit
dem Media Codec 9, Nutzer von Computern mit dem Betriebssystem MAC
benötigen die aktuelle Version 9 des Media Players für den MAC.


INFO

Weitere Informationen ebenso wie den Sendeplan finden Sie unter
www.historikertag2004kiel.de

Organisationsbüro 45. Historikertag
Historisches Seminar der Universität Kiel
Leibnizstrasse 8
24118 Kiel
Tel.: (0)431-880-2280
Fax: (0)431-880-1524
E-Mail: Organisaton@historikertag2004kiel.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 15 11:42:46 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Sep 15 11:54:31 2004
Subject: [WestG] [AKT] Erster Tag des 45. Deutschen Historikertags
Message-ID: s1482abe.076@lwlapp.itz.lwl.org

Von "Annemarie Galsterer",
Datum: 15.09.2004, 08:45


AKTUELL

Erster Tag des 45. Deutschen Historikertags:

"Raum" in der Geschichte

Der erste Tag des 45. Deutschen Historikertags an
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel dient
ganz wesentlich der Erforschung des Raums in der
Geschichtswissenschaft. Räume prägen und gliedern
Wirtschafts- und Handelsverbindungen ebenso wie
politische, soziale und kulturelle Kontakte.
Historiker sehen sie als geschichtlich wandelbare
Konstruktion an.

Unter den 24 Sektionen des heutigen Tages erwarten
die Veranstalter von 9 bis 13 Uhr besonders großen
Zulauf bei den Diskussionen über "Grenzen und Räume
der Wiedergutmachung. Die Entschädigung für NS-
Verfolgte in West- und Osteuropa". Die
Entschädigungsansprüche ausländischer NS-Verfolgter
waren seit dem Londoner Schuldenabkommen (1953)
blockiert, doch in vielen Ländern ebenso wie in der
Bundesrepublik Deutschland wurde jahrzehntelang um
diese Frage gerungen. Die zentrale Bedeutung lässt
sich an den jüngsten deutsch-polnischen
Irritationen ablesen. Die von Prof. Dr. Hans Günter
Hockerts (München) zusammengeführten Referenten
werden versuchen, aus ihrer Sicht den Stand der
Wissenschaft zu schildern.

Die Vorträge dieser Sektion werden live im Internet
unter www.historikertag2004kiel.de übertragen und
stehen anschließend zum Download zur Verfügung.Das
Lebensalter weist Menschen verschiedener
Altersgruppen oder Generationen unterschiedlichen
Raum für soziale Handlungen zu: Jugendcafés,
Altenheime, die Berufswelt, die Universität usw.
Dies sind jeweils konkrete Orte, an denen
menschliche Interaktionen auf eine durch den
jeweiligen sozialen wie auch physikalischen Raum
geprägte Weise stattfinden. Räumliche Strukturen
sind somit nicht nur Ausdruck sozialer
Differenzierung. Vielmehr werden soziale
Beziehungen ganz wesentlich durch Raumstrukturen
geprägt.

Unter Vorsitz von Prof. Dr. Jürgen Reulecke
(Siegen) werden sich vier Vorträge aktuellen
Ergebnissen der geschichtswissenschaftlichen
Jugendforschung zur Diskussion stellen, die neuere
Einsichten in Nutzung und Konstruktion sozialer
Räume und deren Kommunikationsstruktur durch
Jugendliche ermöglichen. Im Zentrum stehen die
Kultur, die Motivation, die öffentliche Darstellung
und die Deutung jugendlicher Straftäter im 20.
Jahrhundert. Dabei werden die Bundesrepublik, die
DDR und die USA miteinander verglichen, um die
wechselseitigen Einflüsse ebenso wie die
Differenzen dieser in der Öffentlichkeit stark
beachteten Strömungen herauszuarbeiten.

Die Vorträge dieser Sektion werden live im Internet
unter www.historikertag2004kiel.de übertragen und
stehen anschließend zum Download zur
Verfügung.Permanente öffentliche Warnungen und fast
tägliche Meldungen über neue Anschläge haben den
Eindruck eines "grenzenlosen Terrors" aufkommen
lassen: grenzenlos im räumlichen Sinne, grenzenlos
im Sinne der Täter, die einer terroristischen
"Internationale" anzugehören scheinen, grenzenlos
aber auch im Sinne des Gewaltpotenzials der Taten.
All dies wird in einer Podiumsdiskussion von 13.15
bis 14.45 Uhr thematisiert. Einige der Leitfragen
der Runde unter Leitung von Prof. Dr. Christoph
Cornelißen lauten: Gibt es tatsächlich eine
"Internationale" des Terrorismus oder ist jeder
Fall in seiner spezifischen Eigenlogik zu
betrachten? Wie sind die neueren Entwicklungen
historisch zu erklären? Ist das Aufkommen des
"grenzenlosen Terrorismus" mit einem allmählichen
Niedergang des staatlichen Gewaltmonopols
verbunden? Welche Antworten finden die Staaten "des
Westens" bislang im Umgang mit dem Terrorismus?


INFO

Organisationsbüro 45. Historikertag
Historisches Seminar der Universität Kiel
Leibnizstrasse 8 Tel.: (0)431-880-4038
24118 Kiel Fax: (0)431-880-1161
Pressebüro: Tel.: (0)431-880-3636
email: organisation@historikertag2004kiel.de








From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 15 11:53:33 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Sep 15 11:54:50 2004
Subject: [WestG]
[AKT] Vortrag ueber William Thomas Mulvany, Castrop-Rauxel,
21.09.2004
Message-ID: s1482d4f.035@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "gk-mail (Abeck)",
Datum: 15.09.2004, 10:00
Übernahme aus der Mailing-Liste "geschichtskultur-ruhr"


AKTUELL

Vortrag von Dr. Olaf Schmidt-Rutsch über William Thomas
Mulvanyim Rahmen der stadt- und regionalgeschichtlichen
Vortragsreihe der VHSCastrop-Rauxel am 21.09.2004

"Die Leute wissen nicht, was sie hier haben..."William
Thomas Mulvany - ein irischer Unternehmer im Ruhrgebiet

Im Jahr 1860 entstand in Castrop die Zeche Eblana. Das
Kapital für diesesBerg-werk, das unter dem Namen Erin
für knapp 120 Jahre ein wichtigerFaktor der Castroper
Stadtgeschichte werden sollte, stammte von irischen
Investoren, die bereits bei der Gründung der Zechen
Hibernia in Gelsenkirchen und Shamrock in Herne
Erfahrungen im Ruhrbergbau sammeln konnten. Verbunden
wurden diese bemerkenswerten Gründungen mit einem Namen:
William Thomas Mulvany.Mulvany wurde 1806 in Dublin
geboren. Als er 1855 ins Ruhrgebiet kam, um die Leitung
der Zeche Hibernia zu übernehmen, konnte er bereits auf
eine beachtliche Karriere im britisch-irischen
Staatsdienst zurückschauen. An der Emscher gelang ihm
nicht nur der erfolgreiche Transfer britischer
Bergbautechnologie; er spielte bald eine wesentliche
Rolle bei der Ausformung wirtschaftlich-industrieller
Interessen-verbände.

Als Gründungs- und Vorstandsmitglied des Vereins für
bergbauliche Inter-essen im Oberbergamtsbezirk Dortmund
und Präsident des Vereins zur Wahrung der gemeinsamen
wirtschaftlichen Interessen in Rheinland und Westfalen
wurde er zu einer Persönlichkeit, deren Meinung in der
wirtschaftlichen Diskussion gefragt war. So nahm er bis
zu seinem Tod 1885 eine Position ein, die kein anderer
Ausländer zu dieser Zeit erreicht hatte. Wer war dieser
Mann, der noch heute zu den bekanntesten "Gründern" des
Ruhr-bergbaus gehört? Wie konnte der aus einem von Armut
und Not gezeichneten Land stammende Ingenieur im
Ruhrgebiet eine zweite Karriere machen? Welchen Neuer-
ungen und Ideen verdankte er seinen Aufstieg? Diesen und
anderen Fragen geht Dr. Olaf Schmidt-Rutsch,
wissenschaftlicher Referent am Westfälischen
Industriemuseum und Verfasser einer Biografie über
Mulvany, in seinem Vortrag im Rahmen der stadt- und
regionalgeschichtlichen Vortragsreihe der VHS Castrop-
Rauxel am 21. September 2004 auf den Grund.


INFO

Eine Anmeldung im VHS-Office,
Tel.: 02305 / 106-2638/39/49, wird erbeten.

Referent: Dr. Olaf Schmidt-Rutsch
Termin: Di., den 21.09.2004, 19:00 - 20:30 Uhr
Ort: Bürgerhaus Castrop
Leonhardstraße 4
Erdgeschoss
Eintritt: 5,00 EUR
Abendkasse








From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 15 11:30:24 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Sep 15 11:55:06 2004
Subject: [WestG] [AKT] Tagungsbericht: Adelige als Unternehmer im
buergerlichen Zeitalter
Message-ID: s14827ec.040@lwlapp.itz.lwl.org

Von "Susanne Heil", susanne.heil at lwl.org
Datum: 15.09.2004, 10:15


AKTUELL

Tagungsbericht: "Adelige als Unternehmer im
bürgerlichen Zeitalter"

Die Vereinigten Westfälischen Adelsarchive e.V.
hatten zum nunmehr vierten Mal zu einem
wissenschaftlichen Kolloquium eingeladen, das
diesmal vom 28. bis 30. Juli 2004 im Gräflichen
Parkhotel in Bad Driburg stattfand. Das Thema
"Adelige als Unternehmer im bürgerlichen Zeitalter"
ging auf die Initiative von Prof. Dr. Manfred Rasch
(KruppThyssen Konzernarchiv, Duisburg), Prof. Dr.
Toni Pierenkemper (Seminar für Wirtschafts- und
Sozialgeschichte der Universität Köln) und Prof. Dr.
Norbert Reimann (Westfälisches Archivamt, Münster)
zurück, die auch die wissenschaftliche Leitung
innehatten.

Die Tagung wurde von der Fritz Thyssen
Stiftung für Wissenschaftsförderung und dem
Landschaftsverband Westfalen-Lippe unterstützt.
Ziel der Veranstaltung war die Evaluierung
unternehmerischen Handelns diesseits und jenseits der
angestammten adeligen Betätigungsfelder in Land- und
Forstwirtschaft - ein Themenkomplex, der bislang so
gut wie kaum von der Forschung behandelt wurde. In
insgesamt vierzehn Vorträgen wurden die Spezifika
adeligen Unternehmertums von der
Frühindustrialisierung seit dem Ende des 18.
Jahrhunderts bis in unsere Zeit herausgearbeitet. Die
Fallbeispiele einzelner adeliger Unternehmer bzw.
Unternehmergruppen machten deutlich, dass es sowohl
Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede innerhalb des
Adels sowie zum Bürgertum gab.

Adelige Unternehmer waren weniger operativ tätig, zeigten
nicht so viel Risikobereitschaft und "Instinkt" bei
Investitionen. Konnten sie in der Frühindustrialisierung im
Ancien Régime zum Teil aufgrund ihrer angestammten
Rechte noch reüssieren (Bergbau- und Montanindustrie,
Papierfabrikation, Chemiebetriebe), verloren sie mit
zunehmender Professionalisierung von Unternehmerstrukturen
und des Kreditwesens ab 1850 mehr und mehr an Gewicht.
Wie immer bei wissenschaftlichen Veranstaltungen der
Vereinigten Westfälische Adelsarchive e.V. erwies es
sich auch hier als Vorteil, dass es eine Tagung über
und mit dem Adel war. Zahlreiche Teilnehmende aus
adeligen Familien bereicherten die lebhaften
Diskussionen um wertvolle Beiträge.
Der Tagungsband wird voraussichtlich im Frühjahr
2005 erscheinen.


INFO

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Westfälisches Archivamt
Jahnstr. 26
48147 Münster
Tel. 0251 591-5779
Fax 0251 591-269
E-Mail: susanne.heil@lwl.org
www.westfaelisches-archivamt.de

Kontakt:
Dr. Simone Epking
Tel.: 0251/591-6611
simone.epking@lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 15 12:14:43 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Sep 15 12:19:06 2004
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Immer wieder sonntags...?, Recklinghausen,
19.09.2004
Message-ID: s1483254.029@lwlapp.itz.lwl.org

Von "Juliane Kerzel",
Datum: 15.09.2004, 09:42


AKTUELL

Vortrag: Immer wieder sonntags...?

Seit über 100 Jahren ist der Sonntag arbeitsrechtlich
besonders geschützt. Das gilt trotz zahlreicher
Erneuerungsversuche bs heute. In der persönlichen
Gestaltung des Sonntags hat sich allerdings etliches
verändert: Viele Menschen kennen aus ihrer Kindheit noch
den samstäglichen Badetag, Sonntagskleidung,
Sonntagsspaziergang und das Sonntagsessen. Zahlreiche
dieser Sonntagsrituale sind derzeit kaum noch
verbreitet. Diese Themen und die Frage nach der
Bedeutung des Sonntags für einen Großteil der Menschen
werden Inhalt des Vortrages sein. Dr. Juliane Kerzel
berichtet auf Grundlage ihrer Dissertation für den
Verein für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen über den
Wandel des Sonntags in Westfalen.


INFO

Termin: Sonntag, 19. September 2004
Zeit: 15.00 Uhr
Ort: Vestisches Museum/Haus der Geschichte
Hohenzollernstraße 12
45659 Recklinghausen
Eintritt frei
Informationen unter 02361-501902

Dr. Juliane Kerzel
Maybachstraße 58a
45659 Recklinghausen
Tel.: 02361-900 927
Fax: 02361-960 084





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 15 12:07:11 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri Sep 17 09:58:46 2004
Subject: [WestG] [KONF] Dr. Karl-Peter Ellerbrock im Vorstand des
International Council on Archives
Message-ID: s1483080.002@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Karl-Peter Ellerbrock",
Datum 14.09.2004, 11:55


TAGUNGSBERICHT

Dr. Karl-Peter Ellerbrock im Vorstand des International
Council on Archives

Das Westfälische Wirtschaftsarchiv in Dortmund (WWA)
zählt international zu den führenden Einrichtungen
seiner Art. So wurde Dr. Karl-Peter Ellerbrock, Direktor
des Westfälischen Wirtschaftsarchivs in Dortmund, auf
dem Internationalen Archivtag in Wien für weitere vier
Jahre in den Vorstand des International Council on
Archives, Section Business Archives, gewählt und in den
neu gebildeten fünfköpfigen engeren Vorstand berufen. In
diesem Gremium vertritt Ellerbrock die rund 350
deutschen Fachkollegen.

Der vom 23. bis zum 28. August 2004 dauernde Kongress
mit über 2.000 Teilnehmern aus aller Welt stand unter
dem Leitthema "Archives, Memory and Knowledge". In der
Sektion "Archives and Society" hielt Ellerbrock einen
Vortrag zur Geschichte und gegenwärtigen Situation der
deutschen Wirtschaftsarchive, wobei er den Schwerpunkt
auf die Herausforderungen von Strukturwandel und
Globalisierung legte. Zu den Folgen eines globalen
Kapitalismus zähle vor allem der reine Kostenwettbewerb,
der Fragen der Kultur und Gesellschaft immer stärker in
den Hintergrund dränge. Zu den zu schützenden
Kulturgütern gehörten natürlich auch die Archive der
Wirtschaft, deren Situation sich durch die
fortschreitende Bildung international operierender
Großkonzerne dramatisch verändert hat. Eine deutsche
Fassung des Vortrags wird demnächst in der Zeitschrift
"Archiv und Wirtschaft" erscheinen.

Das WWA in Dortmund hat sich dabei in den letzten zehn
Jahren in besonderer Weise verdient gemacht. Der Aufbau
des Dortmunder Brauereiarchivs, ein Projekt, das seit
nunmehr über fünf Jahren vom Verband der Dortmunder
Bierbrauer engagiert unterstützt wird, oder die
Übernahmen der Archive von Orenstein & Koppel (Dortmund,
Berlin) und Carl Daniel Peddinghaus (Ennepetal) nach dem
Einstieg amerikanischer und indischer Investoren sind
nur drei Beispiele von vielen.


INFO

Dr. Karl-Peter Ellerbrock
Direktor der Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv
Märkische Straße 120
44141 Dortmund
Tel. 0231/5417-296/7
Fax 0231/5417-7296
k.ellerbrock@dortmund.ihk.de
www.archive.nrw.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 15 12:28:20 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri Sep 17 09:59:06 2004
Subject: [WestG] [AKT] Vortraege des Mindener Geschichtsvereins Herbst
/Winter 2004/05
Message-ID: s148357e.091@lwlapp.itz.lwl.org

Von "Vinzenz Lübben (Stadt Minden, Archiv)",
Datum: 15.09.2004, 12:10


AKTUELL

Vorträge des Mindener Geschichtsvereins Herbst /Winter 2004/05


Dienstag,12. Oktober 2004, 19.30 Uhr

Dr. Wolfhart Beck, Münster
- Träger des Förderpreises -

Zwischen Kreuz und Hakenkreuz
Die Gemeinden des Kirchenkreises Lübbecke 1933-1945

Altes Amtsgericht, Gerichtsstr. 5, Lübbecke

Der lokalgeschichtliche Zugriff auf Kirchengemeinden in
der Zeit des Nationalsozialismus erlaubt eine
differenzierte Betrachtung. So wird deutlich, dass
Pfarrer und Gemeinden die nationalsozialistische
Machtergreifung einerseits freudig begrüßten, sich aber
ebenso energisch gegen die Gleichschaltungsversuche der
NSDAP und der Deutschen Christen wehrten: Der Altkreis
Lübbecke war zugleich Hochburg der NSDAP und der
Bekennenden Kirche. Konflikte der Gemeinden mit dem
nationalsozialistischen Staat und grundsätzliche
Zustimmung und Duldung der Diktatur bildeten ein
Spannungsfeld, das den Alltag der Gemeinden bis zum Ende
des Krieges und der NS-Herrschaft prägte. Diese
Geschichte wird in den Prozess der Säkularisierung, also
den Bedeutungsverlust von Religion und Kirche, der oft
beschrieben wurde, eingeordnet: Die vom Kaiserreich bis
in die 1960er Jahre zu beobachtenden Entwicklungen
offenbaren jedoch weniger eine "Entkirchlichung" als
vielmehr Verschiebungen hinsichtlich der Stellung und
Bedeutung von Kirche in der Gesellschaft.


Dienstag, 2. November 2004, 19.30 Uhr

Dr. Bernd-Wilhelm Linnemeier, Münster
- Träger des Förderpreises -

Von Juwelenhändlern und Kälberjungen
Beobachtungen zur Binnenstruktur jüdischer Gemeinden und
Gemeinschaften in Stadt und Land Minden in der Frühen
Neuzeit

Mindener Museum, Ritterstraße, Minden

Lange Zeit wurden jüdische Gemeinden und Gemeinschaften
der Frühneuzeit in weiten Teilen Nordwestdeutschlands
als kaum gegliederte Gebilde am Rande oder gar außerhalb
der christlich geprägten Mehrheitsgesellschaft
wahrgenommen. Sie verfügten jedoch über eine
differenzierte und vielfach spannungsgeladene
Binnenstruktur, die mit Blick auf jüdisches Alltagsleben
jener Zeit durchaus verhaltensbestimmend wirken konnte.
Der Vortrag wird sich mit diesem Sachverhalt anhand
jüngst erschlossener Quellen und unter besonderer
Berücksichtigung der Region Minden (Stadt und Land)
auseinandersetzen.


Dienstag, 23. November 2004, 19.30 Uhr

PD Dr. Thomas Großbölting, Münster

Im Reich des Fortschritts
Technischer und sozialer Wandel in den Industrie- und
Gewerbeausstellungen des 19. Jahrhunderts

Robert-Nussbaum-Haus, Brüderstr. 16, Minden

Vor 100 bis 150 Jahren fand ein starker Wandel der
Lebensverhältnisse statt. Wie ging die Gesellschaft des
19. Jahrhunderts mit den ökonomischen und sozialen
Umbrüchen um? Wie popularisierte man die Neuerungen, so
dass sie breiten Teilen der Bevölkerung bekannt wurden?
Wie verständigte man sich über Zielvisionen und die
Richtung des Fortschritts? Leitmedium dieser
Diskussionen waren Industrie- und Gewerbeausstellungen:
In fast jeder deutschen Stadt - auch in Minden - fanden
zwischen 1850 und Erstem Weltkrieg Expositionen statt,
auf denen neue Techniken und Konsumprodukte gezeigt
wurden. Aufwändige Bauten und Vergnügungsareale machten
diese Veranstaltungen, deren größte von mehreren
Millionen Menschen besucht wurden, vergleichbar mit
heutigen Industriemessen und Freizeitparks. Reich
bebildert soll den Inszenierungen und den Wirkungen der
Ausstellungen nachgegangen werden, um so die kulturelle
Seite der Industrialisierung zu beleuchten - und
vielleicht auch Anstoß zu geben, über den heutigen
Umgang mit Innovation und Wandel nachzudenken.


Dienstag, 18. Januar 2005, 19.30 Uhr

PD Dr. Andreas Müller, Pfr. z.A., Minden

Die "Deutschen Christen" in Minden zur Zeit des
"Kirchenkampfes"

Petrikirche, Ritterstr., Minden

Die "Deutschen Christen" bildeten in den Jahren 1933-
1945 eine kleine, aber sehr aktive Gruppe in Minden.
Führende Mindener Persönlichkeiten dieses
gleichgeschalteten Flügels des evangelischen
Christentums werden vorgestellt. Ferner werden einzelne
Aktionen und Konfliktpunkte, die von den "Deutschen
Christen" verantwortet wurden, beispielhaft
nachgezeichnet. Sozial-, kultur- und
theologiegeschichtliche Analysen sollen dazu beitragen,
die Motive und Absichten der Mindener Gruppierung zu
verstehen.


Dienstag, 15. Februar 2005, 19.30 Uhr

Dr. Ira Spieker, Göttingen

Ein Dorf und sein Laden
Das Beispiel Atteln bei Paderborn

Heimathaus Rehme (mit Dorfladen-Museum, das geöffnet
sein wird)
Auf dem Köppen 24, Bad Oeynhausen

Dorfläden spielten bis weit ins 20. Jahrhundert hinein
eine zentrale Rolle in der ländlichen Gesellschaft. Sie
waren Einkaufsstätte, Kreditinstitut,
Dienstleistungsunternehmen und Kommunikationszentrum des
Ortes.Das Westfälische Freilichtmuseum Detmold konnte
einen Dorfladen aus Atteln bei Paderborn übernehmen.
Einrichtung, original verpackte Waren und ein großer
Teil der Geschäftsüberlieferung sind erhalten.
Anschreibebücher zeigen das reichhaltige Warenangebot
eines Ladens um 1900 und widerlegen den Mythos der
ländlichen Selbstversorgung. Abzulesen ist, welchen
kleinen Luxus sich ein Tagelöhnerhaushalt bisweilen
leistete, und wofür die wohlhabende Bauernfamilie ihr
Geld ausgab. Auch gegenseitige Verpflichtungen durch
Verschuldung, Dienstleistungen und Arbeitsverhältnisse
werden deutlich: Wurde ein Einkauf bezahlt, abgearbeitet
oder gaben die Kunden gar ein Schwein in Rechnung?


Dienstag, 8. März 2005, 19.30 Uhr

Stefanie Geißler M.A., Bielefeld

"Arbeits-Paare"
Unternehmenskultur in der Glashütte Gernheim im Netzwerk
von Arbeit und Familie

Fabrikantenhaus der Glashütte Gernheim, Petershagen-
Ovenstädt

Die Arbeit der Glashütte Gernheim als Standort
frühindustrieller Glasfabrikation war eingebunden in ein
dichtes Netzwerk ökonomischer und verwandtschaftlicher
Beziehungen der Gründerfamilie Schrader. Sowohl der
Firmengründer Fritz Schrader als auch sein Nachfolger
Wilhelm Schrader verfügten nicht nur über vielfältige
Erfahrungen im Bremer Überseehandel, sondern beide
konnten für den Betrieb der Glashütte Gernheim auch auf
das soziale Kapital verwandtschaftlicher und
freundschaftlicher Verbindungen ihrer Ehefrauen, die aus
alteingesessenen Bremer Kaufmannsfamilien stammten,
zurückgreifen. Die Arbeit der Unternehmerfrauen ist über
die Haushalts- und Reproduktionsarbeit hinaus
konstituierendes Element der Unternehmensführung: Sie
trug in entscheidendem Maß zu Aufbau, Pflege und Erhalt
der Netzwerke bei.


INFO

Mindener Geschichtsverein
Tonhallenstr. 7
32423 Minden
Fon 0571 / 97220-0
Fax 0571 / 97220-11
Mail kommunalarchiv@minden.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 17 09:11:41 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri Sep 17 09:59:28 2004
Subject: [WestG] [AUS] Alice Musiol, Stickstoff, Bocholt, 19.09.-21.11.2004
Message-ID: s14aaa66.038@lwlapp.itz.lwl.org

Von "Christiane Spänhoff",
Datum 16.09.2004, 10:46


AUSSTELLUNG

"Stickstoff" bricht Idylle im Arbeiterhaus
LWL-Textilmuseum zeigt Ausstellung mit Objekten von
Alice Musiol

Ein Teppich aus Salzstangen verwehrt Besuchern derzeit
den Eintritt in die "gute Stube" des Arbeiterhauses im
Textilmuseum Bocholt. Die Installation gehört zur neuen
Ausstellung "Stickstoff" mit Objekten von Alice Musiol.
Am kommenden
Sonntag (19.9.) eröffnet der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) den außergewöhnlichen Dialog
zwischen Geschichte und Kunst (bis 21.11.) in seinem
Bocholter Industriemuseum.

Mit ihren Objekten und Installationen durchbricht die in
Köln lebende Künstlerin das Bild von der guten alten
Zeit und setzt dem heimischem Idyll in den sechs Räumen
moderne Botschaften entgegen - und zwar vorwiegend mit
"Stickstoff": Die 33-jährige hat das bestehende
Interieur an einigen Stellen mit Stoffen ergänzt, die
durch Stickereien "beschrieben" und "bemalt" sind.

Handwerklich gliedern sich die Arbeiten in die Epoche
und das Milieu des Arbeiterhauses ein. Erst auf den
zweiten Blick wird deutlich, dass die Objekte aus einer
anderen Zeit stammen und irritierende Aussagen
enthalten. "ich habe vergessen, wie man träumt" hat
Alice Musiol als fiktives Zitat in eine Tischdecke
gestickt. An der Wand hängt ein Original-Ziertuch aus
der Zeit der Jahrhundertwende mit dem Spruch "Der Küche
Zier ist Reinlichkeit". So setzt sich die Künstlerin an
vielen Stellen mit Träumen und Sehnsüchten der
Hausbewohner auseinander.

Alice Musiol spielt mit dem Titel "Stickstoff"
gleichzeitig auf die erstickende Atmosphäre jener Zeit
an. Ihre Arbeiten stehen nach eigenem Selbstverständnis
für die Überwindung der seelischen und geistigen Enge
durch den Dialog mit der Kunst.

"Wir wagen uns mit dieser Ausstellung auf neues
Terrain", erklärt Museumsleiter Dr. Hermann Josef
Stenkamp. Der Dialog von Geschichte und Kunst solle
Besucher dazu anregen, sich mit den Alltagserfahrungen
und Gedanken der Menschen der damaligen und heutigen
Zeit auseinanderzusetzen.

Eigens für die Ausstellung hat Alice Musiol mit Bezug
auf ein Küchenziertuch mit der Aufschrift "Übe früh Dich
hauszuhalten" die Sonderedition eines Geschirrtuchs mit
der Einwebung "übe früh dich auszuhalten" entworfen. Das
LWL-Textilmuseum hat sie auf historischen Webstühlen in
einer limitierten Auflage von 100 Exemplaren produziert.
Besucher können das Tuch im Museum in gerahmter oder
ungerahmter Form kaufen.

Alice Musiol wurde 1971 in Polen geboren. Sie studierte
an der Academie Beeldende Kunsten in Maastricht, der
Nuova Accademia di Belle Arti in Mailand und schloss ihr
Studium 1999 als Meisterschülerin von Prof. A.R. Penck
an der Kunstakademie in Düsseldorf ab.

1998 erhielt sie den Kunstpreis der Stadt Bonn, 1999
nahm sie im Rahmen des Künstleraustauschs Nordspanien /
Nordrhein-Westfalen des Kultursekretariats NRW am
Projekt "Transfer" in Santiago de Compostella teil. Von
2001 auf 2002 erhielt sie ein Atelierstipendium der
Stadt Bonn, 2003 ein Projektstipendium der Kunststiftung
NRW für einen zweimonatigen Aufenthalt in Kanada. Alice
Musiol lebt in Köln. Derzeit arbeitet sie an einem
aufwändigen Foto- und Videoprojekt zum Thema Familie.


INFO

Alice Musiol. Stickstoff
19.9. (Eröffnung 11.15 Uhr) bis 21.11.2004
Westfälisches Industriemuseum
Textilmuseum Bocholt
Uhlandstraße 50.
geöffnet Dienstag-Sonntag 10-18 Uhr
Katalog: 6 €.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 17 09:24:59 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri Sep 17 09:59:45 2004
Subject: [WestG] [AKT] Prinzen-Portraet als Propaganda fuer unabhaengige
Niederlande, Muenster
Message-ID: s14aad74.078@lwlapp.itz.lwl.org

Von "LWL-Pressestelle",
Datum 16.09.2004, 11:55


AKTUELL

Prinzen-Porträt als Propaganda für unabhängige Niederlande

Um zu zeigen, dass politische Propaganda keinesfalls eine
moderne Erfindung ist, zeigt der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Westfälischen Landesmuseum
für Kunst und Kulturgeschichte in Münster die Radierung
"Dreiviertelporträt Wilhelm I. Prinz von Oranien in
Rüstung", die Hendrik Goltzius (1558 - 1617) 1581
geschaffen hat. Das Porträt ist von vier Emblemen umrahmt,
drei davon beziehen sich auf die alttestamentarische
Geschichte des Auszugs der Israeliten aus Ägypten.
"Wilhelm von Oranien soll als neuer Moses das
niederländische Volk aus der Umklammerung der spanischen
Krone befreien", erklärt LWL-Kunsthistoriker Dr. Michael
Henning.

Obwohl "der Schweigsame", wie Wilhelm auch genannt wurde,
aus der hessischen Provinz stammt, gilt nationaler Held
und "Vater des Vaterlandes". Denn mit seinem Aufstand
gegen die spanische Krone legte er den Grundstein für die
Unabhängigkeit der Niederlande. Bereits mit elf Jahren
geriet er in die Wirren der europäischen Politik, als er
von seinem Cousin René de Chalon das südfranzösische
Orange und einige Besitztümer in den Niederlanden erbte.
Dafür zahlt er allerdings einen hohen Preis: Der
protestantisch erzogene Wilhelm muss nicht nur auf sein
väterliches Erbe verzichten, er muss auch zum katholischen
Glauben übertreten.

Als glühender Verfechter eines strengen Katholizismus
lässt der spanische König Kalvinisten und Andersgläubige
auch in den Niederlanden verfolgen. Außerdem verlangt der
König immer mehr Steuern und beteiligt den
niederländischen Hochadel nicht an den
Regierungsgeschäften. All das führt zu starken Konflikten,
Wilhelm von Oranien wird schließlich zum Wortführer der
unzufriedenen Adeligen. Obwohl er Katholik ist, leuchtet
es ihm nicht ein, dass Fürsten über die Religion ihrer
Untertanen bestimmen können - in jener Zeit ein
revolutionärer Gedanke. Wilhelm versucht zunächst zu
vermitteln, als das scheitert, kämpft er ab 1568 mit einer
Guerillaarmee aus Freiwilligen gegen die Spanier.

Dabei durchstechen die Niederländer die Deiche, setzen
damit Teile des Landes unter Wasser und zwingen so die
spanische Armee zum Rückzug. Damit beginnt ein
jahrzehntelanger Kampf um die Unabhängigkeit der
Niederlande, der erst mit dem "Frieden von Münster" 1648
Erfolg hat. Doch das erlebt Wilhelm nicht mehr: Bereits
1581 belegt Phillipp II. ihn mit einem Bann, erklärt ihn
für vogelfrei und setzt eine hohe Belohnung auf seine
Ermordung aus. Am 10. Juli 1584 fällt er tatsächlich einem
Attentat zum Opfer: Balthasar Gérad ermordet ihn auf der
Treppe seines Prinzenhofes in Delft.

INFO

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster
Domplatz 10
48143 Münster
Tel. ++49/0251/5907-01
Fax ++49/0251/5907-210
Email: landesmuseum@lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 17 09:50:04 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri Sep 17 10:01:25 2004
Subject: [WestG] [AKT] Aelteste Scheune Westfalens ist Denkmal des Monats
Message-ID: s14ab350.081@lwlapp.itz.lwl.org

Von "LWL-Pressestelle",
Datum: 17.09.2004, 08:40


AKTUELL

Älteste Scheune Westfalens in Sprockhövel entdeckt - LWL
kürt Gebäude aus dem frühen 16. Jahrhundert zum Denkmal
des Monats

Schon lange war bekannt, dass die Gebäude auf dem Hof
"Großer Siepen" in Sprockhövel-Herzkamp (Ennepe-Ruhr-
Kreis) besonders alt sind. Eine genaue Untersuchung des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) überraschte die
Experten des LWL-Amtes für Denkmalpflege jetzt jedoch
sehr: Sie fanden heraus, das die Scheune des Hofes 1507
gebaut wurde. "Damit ist sie die älteste bekannte
Fachwerkscheune Westfalens", so LWL-Bauforscher Peter
Barthold. Deshalb hat der LWL die Scheune zum Denkmal des
Monats September gekürt.

Das genaue Alter der Scheune, die mit ihrer modernen
Bretterverkleidung unscheinbar wirkt, haben die LWL-
Denkmalpfleger mit einer dendrochronologischen
Untersuchung ermittelt. "Dafür haben wir den Hölzern der
Hofgebäude Bohrkerne entnommen und die Wachstumsringe
gemessen. Da ein Baum je nach Wetter von Jahr zu Jahr
unterschiedlich dicke Ringe bildet, können wir anhand von
Vergleichskurven das Fälldatum der Bäume bestimmen.
Meistens wurde das Holz im folgenden Jahr verbaut",
erklärt Barthold.

Sieben mächtige Ständerpaare - jeder Ständer ist etwa 40
Zentimeter stark - tragen die Dachbalken und das
abgewalmte Sparrendach. Die Außenwände waren von Beginn an
verbrettert, zwischenzeitlich schützten Holzschindeln
zusätzlich die Erntevorräte. "Auch andere Besonderheiten
der Konstruktion sind in der Region ansonsten erst an
ländlichen Fachwerkbauten des 17. Jahrhunderts zu
belegen", betont LWL-Denkmalpfleger Dr. Thomas Spohn.

Bei den Untersuchungen stellte sich heraus, dass die Bäume
zum Bau eines im Hofweiher stehenden Speichers sogar schon
1501 gefällt worden sind. Für den Haferkasten (kleines
Speichergebäude) haben die Untersuchungen eine Inschrift
bestätigt, die besagt, dass das Gebäude 1597 errichtet
worden ist. Das niedrige Wohnhaus der Altenteiler entstand
um 1695. "Scheune und Speicher sind außergewöhnliche
Zeugnisse einer erstaunlich Zimmermannskunst in der frühen
Neuzeit. Genauso viel Respekt verdienen aber auch die
vielen Generationen von Hofbesitzern, die die Hofanlage so
gut durch die Zeiten gebracht haben. Sehr schade ist nur,
dass das Haupthaus, das sicherlich auch aus der Zeit um
1500 stammte, 1913 abgebrannt ist", attestiert Spohn den
Hofgebäuden einen besonderen Denkmalwert.

Die erhaltenen Gebäude lassen erkennen, dass der Hof eines
der bedeutendsten Anwesen des Berglandes ist. Der Hof
liegt an einem einst wichtigen Verbindungsweg zwischen
Ruhr und Wupper. Wie alte Steuerlisten verraten, leisteten
seine Besitzer die höchsten Abgaben weit und breit. Sie
betrieben neben der Landwirtschaft auch Steinkohlenbergbau
und im 19. Jahrhundert eine Garnbleicherei.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 17 09:56:47 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri Sep 17 10:01:39 2004
Subject: [WestG] [AKT] Museumsfest im Industriemuseum, Witten, 19.09.2004
Message-ID: s14ab4ef.000@lwlapp.itz.lwl.org

Von "LWL-Pressestelle",
Datum: 16.09.2004, 14:18


AKTUELL

Museumsfest im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Aktionen für die ganze Familie rund um's Thema Wasser

Eine Treidel-Regatta, eine Reeperbahn und Geschichten von
der Ruhr mit Armin Maiwald - Aktionen rund um das Thema
"Die Wasser der Ruhr" erwarten die Gäste des Museumsfestes
im Westfälischen Industriemuseum Zeche Nachtigall. Am
Sonntag,19. September, lädt der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) von 10 bis 18 Uhr zu einem
vergnüglichen Programm für die ganze Familie in sein
Wittener Museum ein. Der Eintritt ist frei!

Den ganzen Tag über können Besucher bei der Treidel-
Regatta einen Ruhrnachen per Seilwinde über den
Museumsteich ziehen. Unter dem Ringofendach werden wie auf
einer Reeperbahn Taue geknotet und gesplissen. Am
Ruhrnachen "Ludwig Henz" findet ein Modell-Dampfschiff-
Treffen statt. An der "Kleinen Ruhr" auf dem
Wasserspielplatz (Foto) erfahren die Gäste, wie ein Fluss
funktioniert: Zu sehen sind dort Mühlen und Wehre,
Schleusen und sogar Flutwellen.

Clown ZIMBO unterhält die jüngsten Gäste mit Jonglage,
Luftballons und Riesen-Seifenblasen. Wasserspiele mit
dampfangetriebenen Knatterbooten, Luft- und Gummimotoren
und eine Riesen-Hüpfburg runden das Programm für die
Kleinsten ab.

Von 12 bis 14 Uhr können Mutige an Lösch-Übungen und Ziel-
Löschen der Jugendfeuerwehr Bommern mitmachen. Von 14 bis
17 Uhr spielt die Skiffle-Band "Ohrensausen". Von 11 bis
17 Uhr läuft die Sendereihe "Geschichten von der Ruhr" des
WDR aus dem Jahr 1984. Im Besucherbergwerk "Nachtigall-
Stollen" stoßen Besucher mit Helm und Grubenlampe zu einem
echten Steinkohleflöz vor (Foto). Technikfans kommen bei
Feldbahnfahrten mit der Rohöl-Lok "Mon-tania" und
Vorführungen der Fördermaschine, der Druckluft-
Kompressoren und Bergbaumaschinen auf ihre Kosten.

Mit einem Highlight endet das Fest: Der Filmemacher Armin
Maiwald, bekannt durch die Sendung mit der Maus, erzählt
"Geschichten von der Ruhr - 20 Jahre danach".

Für Kaffee und Kuchen sorgt der "Förderverein
Westfälisches Industriemuseum Zeche Nachtigall e. V." Die
Muttenthalbahn fährt die Museumsgäste ganztägig vom
Parkplatz Nachtigallstraße zum Fest.


INFO

Westfälisches Industriemuseum
Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten-Bommern
Telefon: 02302 936640
Telefax: 02302 93664-22
E-Mail: Zeche-Nachtigall@lwl.org





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 17 12:55:38 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri Sep 17 12:57:45 2004
Subject: [WestG] [AKT] Zwei muenstersche Professoren an Spitze des
Historikerverbandes
Message-ID: s14adee6.055@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster", muenster.de>
Datum: 17.09.2004, 12:18


AKTUELL

Zwei münstersche Professoren an Spitze des
Historikerverbandes
Prof. Dr. Peter Funke und Prof. Dr. Barbara Stollberg-
Rillinger gestern gewählt

Gleich zwei münstersche Hochschullehrer wurden gestern an
die Spitze der bedeutendsten deutschen
Historikervereinigung gewählt: Prof. Dr. Peter Funke,
Althistoriker an der Westfälischen Wilhelms-Universität
Münster, wurde neuer Vorsitzender des Verbandes der
Historikerinnen und Historiker Deutschlands. Zu seiner
Stellvertreterin wurde Prof. Dr. Barbara Stollberg-
Rillinger vom Historischen Seminar der WWU gewählt.

Prof. Funke wurde 1950 im westfälischen Rheine geboren und
studierte Geschichte und Germanistik an der Universität
Münster. 1978 wurde er an der Universität Köln mit einer
Arbeit über attische Geschichte promoviert, 1985
habilitierte er sich ebenfalls in Köln und wechselte dann
auf einen Lehrstuhl für Alte Geschichte an der
Universität-Gesamthochschule Siegen. Drei Jahre später
nahm er den Ruf an das Seminar für Alte Geschichte und dem
Institut für Epigraphik der Universität Münster an.
Außerdem leitet Funke die Forschungs- und Arbeitsstelle
Historische Landeskunde des antiken Griechenland.

Zu den Forschungsschwerpunkten von Prof. Funke gehören die
Geschichte des östlichen Mittelmeerraums sowie die Sozial-
und Verfassungsgeschichte der antiken griechischen
Staatenwelt. Prof. Funke ist Mitglied vieler bedeutender
historischer und wissenschaftspolitischer Organisationen:
ordentliches Mitglied des Deutschen Archäologischen
Instituts, Vertrauensdozent und Fachgutachter der
Deutschen Forschungsgemeinschaft, Mitglied der
Internationalen Akademie der pädagogischen Wissenschaften
und Mitglied des Vergabeausschusses des Deutschen
Akademischen Austauschdienstes.

Prof. Stollberg-Rillinger, geboren 1955, hat Geschichte,
Germanistik, Kunstgeschichte und Pädagogik in Köln
studiert und wurde 1985 dort promoviert. 1994 habilitierte
sie sich mit einer Arbeit zur politischen
Theoriegeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts. 1997 wurde
sie an das Historische Seminar der Universität Münster
berufen. Seit dem Jahr 2003 ist sie Sprecherin des
Sonderforschungsbereiches "Symbolische Kommunikation und
gesellschaftliche Wertesysteme vom Mittelalter bis zur
Französischen Revolution".

Prof. Stollberg-Rillinger ist Mitglied in der Deutschen
Gesellschaft zur Erforschung des 18. Jahrhunderts, in der
Vereinigung für Verfassungsgeschichte, im DFG-
Senatsausschuss für die Graduiertenkollegs und
Mitherausgeberin der "Zeitschrift für Historische
Forschung". Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen
politische Theorien des 17. und 18. Jahrhunderts,
Reichsverfassung und landständische Verfassungen, die
Kultur der ständischen Gesellschaft und symbolisches
Handeln in der frühen Neuzeit.






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 17 13:05:27 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri Sep 17 13:06:45 2004
Subject: [WestG] [KONF] Keramik auf Sonderwegen, Herne, 19.-25.09.2004
Message-ID: s14ae137.001@lwlapp.itz.lwl.org

Von "LWL-Pressestelle",
Datum: 17.09.2004, 10:


KONGRESS

Keramik auf Sonderwegen:
Internationaler Kongress im Westfälischen Museum für
Archäologie

Im Westfälischen Museum für Archäologie in Herne findet
vom 19. bis 25. September das 37. Internationale Hafnerei-
Symposion statt. Über 100 Keramikkenner aus sieben
Nationen diskutieren über außergewöhnliche Formen und
Funktionen in der Keramik in den letzten 1500 Jahren. Dazu
zeigt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL) bis zum 14. November die Studioausstellung "Keramik
auf Sonderwegen".

Eine Pfanne mit Augen und Nase am Griff, ein Kochtopf mit
zwei Standfüßen oder eine aus einem weit entfernten Land
stammende Kanne: Solche außergewöhnlichen Formen und Waren
finden Archäologen faszinierend, weil sie sich von dem
abheben, was sie üblicherweise zu Tage fördern. "Keramik
auf Sonderwegen" ist das Thema des 37. Internationalen
Hafnerei-Symposions (Hafner = Töpfer), zu dem sich der
Arbeitskreis für Keramikforschung auf Einladung des LWL in
seinem archäologischen Landesmuseum in Herne trifft.

Über 100 Archäologen, Volkskundler, Kunsthistoriker,
Numismatiker, Chemiker und andere Naturwissenschaftler
treffen sich mit Töpfermeistern und anderen Keramik-
Kennern. In rund 40 Vorträgen und Diskussionsforen wollen
sich Experten aus sieben Nationen, neben Deutschland und
den Beneluxländern noch Ungarn, Österreich und Italien,
über außergewöhnliche Formen und Funktionen von Keramik
austauschen. Die Themen reichen dabei von spätrömischen
Keramikmasken im Rhein-Mosel-Gebiet über Wärmeabgabe und
Holzverbrauch mittelalterlicher und neuzeitlicher
Kachelöfen bis hin zu keramischen Handgranaten sowie
Westerwälder Steinzeug in Afrika oder Werbeerzeugnissen
deutscher Porzellanhersteller nach dem Ersten Weltkrieg.
Exkursionen führen die Teilnehmer nach Düsseldorf ins
Hetjens-Museum, nach Haltern, wo die römischen Militärs
eine eigene Töpferei betrieben und nach Münster in das
Zentralmagazin des Westfälischen Museums für Archäologie.

Das Hafnerei-Symposion findet seit 1968 jährlich an
wechselnden Orten in Europa statt, nach 1993 in Soest zum
zweiten Mal in Westfalen. "Es ist das Treffen mit den
meisten Teilnehmern in der langjährigen Geschichte dieses
großen europäischen Arbeitskreises, der seit 1982 von dem
Chemiker Dr. Werner Endres aus Regensburg geleitet wird,"
erzählt Dr. Hans-Werner Peine, LWL-Mittelalter- und
Neuzeitarchäologe und langjähriges Mitglied im
Arbeitskreis. Er richtet - wie schon 1993 - das
diesjährige Treffen in Kooperation mit dem LWL-
Archäologiemuseum aus.

Anlässlich der Tagung zeigt das archäologische
Landesmuseum in Herne eine Studioausstellung zum
Themenkreises des Symposions. Im Foyer ist vom 19.
September bis zum 14. November eine Art "Schaumagazin" aus
großen Regalen aufgebaut. Darin wird ein großes Spektrum
außergewöhnlicher Keramik präsentiert:
spätmittelalterliche Wächterhörner aus Bocholt (Kreis
Borken), Höxter und westfälischen Burgen, Andachtsbildchen
aus Liesborn (Kreis Warendorf), Becher, Schälchen und ein
kleiner Krug, die zu Reliquienbehältern umfunktioniert
wurden. Auch einige heimische Produktionszentren stellt
die kleine Ausstellung vor. So zum Beispiel die Ziegelei
des Stiftes Cappel bei Lippstadt (Kreis Soest). Dort
wurden seit dem 16. Jahrhundert Dachziegel und Backsteine
zum Hausbau aber auch Topfdeckel, Kerzenstände und
Bratspießhalter hergestellt.

Die Exponate haben die Archäologen aus den Magazinen der
archäologischen Denkmalpflege, der Stadtarchäologien und
einigen westfälischen Museen zusammengetragen. "Damit
möchten wir einer interessierten Öffentlichkeit Einblicke
in das große und interessante Spektrum der
Keramikproduktion geben, die nicht nur westfälische Töpfer
und Ziegler seit dem frühen Mittelalter geschaffen haben,"
erklärt Museumsleiterin Dr. Barbara Rüschoff-Thale.


INFO

"Keramik auf Sonderwegen"
Studioausstellung
Eintritt: frei
19.9. bis 14.11.2004 im unterirdischen Museumsfoyer
Westfälisches Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel. 02323 94628-0
www.landesmuseum-herne.de.
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17
Uhr
Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Sep 17 13:15:33 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri Sep 17 13:16:36 2004
Subject: [WestG] [AKT] Roemer und Germanen treffen sich in Haltern,
18./19.09.2004
Message-ID: s14ae386.031@lwlapp.itz.lwl.org

Von "LWL-Pressestelle",
Datum: 17.09.2004, 09:45


AKTUELL

2000 Jahre nach der Varusschlacht:
Roemer und Germanen treffen sich in Haltern zu "Brot und
Spielen"

Vor fast 2000 Jahren haben Arminius und seine Mitstreiter
die Roemer in der Va-russchlacht aus Germanien vertrieben.
Jetzt kommen sie in friedlicher Absicht zurueck: Das
Westfaelische Roemermuseum Haltern veranstaltet am Samstag
und Sonntag (18. und 19.9.) auf dem Gelaende des
historischen Truppenlagers in Haltern die Roemertage und
laesst Geschichte lebendig werden.

Zu den fuenften "Roemertagen" hat das Museum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am kommenden
Wochenende zehn Roemer- und Germanengruppen eingeladen.
"Unter dem Motto ‚Brot und Spiele' zeigen die
verschiedenen Gruppen, wie man um Christi Geburt an der
Lippe lebte und kaempfte", erklaert Museumsleiter Dr. Rudolf
Aßkamp. Die Organisatoren erwarten mehrere tausend
Besucher.

Mit "Phormio" wird erstmals bei den Roemertagen ein antikes
Theaterstueck aufgefuehrt. Am Samstag um 19 Uhr heißt es
Buehne frei fuer Michael Seifert von der Roemergruppe "XXII.
Legio Primigenia" aus Bitburg. Ausgestattet mit
originalgetreu nachgebildeten Theatermasken entfaltet er
in mehreren Rollen ein Spiel um Liebe und Intrige - die
Zutaten einer klassischen roemischen Komoedie. Sie stammt
aus der Feder des Dichters Publius Terentius Afer, einer
der erfolgreichsten Buehnenautoren Roms aus dem 2.
Jahrhundert vor Christus.

Den militaerischen Schwerpunkt bildet wieder die "I.
Roemercohorte Opladen". Die 30 Maenner und Frauen um
Vereinschef Klaus Schwab haben es sich zur Aufgabe
gemacht, das beschwerliche Leben der Legionaere so
authentisch wie moeglich nachzustellen. Auf dem Gelaende vor
dem LWL-Museum schlagen sie ihre Zelte auf, darunter auch
ein Feldherrnzelt mit kompletter Ausstattung, zeigen
Exerzieruebungen, alltaegliches Lagerleben und roemisches
Handwerk. Im Kuechenzelt bieten sie Kostproben roemischer
Speisen und Getraenke in authentischem Ambiente und zeigen
zum Beispiel, wie vornehme Roemer auf der Kline, dem
Speisesofa, zu Tische lagen.

Medizin, Hygiene, Schreibstube und Truppenkasse sind neue
Schwerpunkte der Gruppe um Alexander Zimmermann aus dem
schwaebischen Pliezhausen. Die Darstellung der roemischen
Kultur wird abgerundet durch Goldschmiede,
Gemmenschneider, Frisoere, Mosaikhersteller, Schmiede und
Toepfereihandwerker.

Die Germanen sind vertreten durch "Ars Replica", den
Verein fuer lebendige Archaeologie aus Mainz. In einem
Zeltdorf zeigen die Mitglieder verschiedene Handwerke wie
Spinnen und Weben, Holz- und Lederbearbeitung. Außerdem
gibt es Vorfuehrungen im Bogenschießen.

Die Museumspaedagoginnen haben ein umfangreiches Mitmach-
Angebot zusammengestellt. Kinder koennen wie ihre
Altersgenossen im antiken Rom bei beliebten Nuessespielen
oder beim Wuerfeln mit Tali (Wuerfel aus Tierknochen) Punkte
sammeln, die Rundmuehle ausprobieren, einen
Spielsteinebeutel fertigen, Muenzen praegen, Buttons
herstellen oder ihre eigene Theatermaske gestalten. Große
wie kleine Besucher haben zudem die Moeglichkeit roemische
Kleidung anzuprobieren oder in eine Legionaersruestung zu
schluepfen um am eigenen Leib zu erfahren, wie schwer ein
Legionaer zu tragen hatte.

Fuer das leibliche Wohl der Besucher ist mit roemischer und
traditioneller Kueche gesorgt.


INFO

Samstag, 18. 9. 2004, 13 bis 19 Uhr; Roemisches Theater 19
bis 20.30 Uhr
Sonntag, 19. 9. 2004, 10 bis 18 Uhr.
Eintritt:
Erwachsene 4,- €
Familien 9,- €
Schueler/Studenten/Ermaeßigungsberechtigte 2,50 €

Westfaelisches Roemermuseum Haltern
Weseler Straße 100
45721 Haltern
Tel. 02364-93760
geoeffnet dienstags bis freitags 9.00 - 17.00
samstags und sonntags 10.00 - 18.00






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Sep 20 11:22:10 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Sep 20 11:29:27 2004
Subject: [WestG]
[AKT] Vortrag, A. Kierdorf: Industriekultur in Russland, DO,
22.09.2004
Message-ID: s14ebd73.096@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Norbert Tempel",
Datum: 20.09.2004, 11:09


AKTUELL

Industriekultur in Rußland
Diavortrag von Dr. Alexander Kierdorf
Westfälisches Industriemuseum
Zeche ZOLLERN II/IV, Dortmund-Bövinghausen
Mittwoch, 22.9.2004, 19.30 h

Der Referent hat fünf Jahre in Moskau gelebt und in dieser Zeit die wichtigsten Industriereviere Rußlands bereist und fotografisch dokumentiert. Das von ihm editorisch betreute Sonderheft "Rußland" der Zeitschrift Industrie-Kultur kann während des Vortrags erworben werden.
Nach einer kurzen systematischen Einführung in die Industriegeschichte Russlands wird er einzelne Industriereviere vorstellen:
- St. Petersburg (Werften, Fabriken, Ingenieurbau),
- Ural (Montanindustrie, Maschinenbau,"Montangeschichtlicher Nationalpark"),
- Sibirien (Transsibirische Eisenbahn, Baikalsee, Burjatien),
- Wolga-Region (Nishnij-Nowgorod, Saratow, Wolgograd, Wolga-Don-Kanal),
- Zentrales Textilgebiet (Iwanowo, Kostroma),
- Moskau (Infrastruktur, Eisenbahn, Fabriken, Museen).

Schwerpunkte werden die im 18. Jahrhundert entstandene Ural-Montanregion, die Baikal-Region und Moskau mit seinem "textilen" Umland sein. Neben der Historie wird der Referent auch auf aktuelle Entwicklungen in Wirtschaft, Denkmalpflege und Kulturverständnis hinweisen. Nach der Veranstaltung kann mit dem Referenten ausgiebig diskutiert werden.

Der Eintritt ist frei.


INFO

Dipl.-Ing. Norbert Tempel
norbert.tempel@lwl.org
Westfälisches Industriemuseum
Grubenweg 5
D-44388 Dortmund
Tel. 0231 / 6961-137
FAX 0231 / 6961-114





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Sep 20 11:28:59 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Sep 20 11:29:47 2004
Subject: [WestG] [AKT] Preisvergabe beim 5. Geschichtswettbewerb "Eile und
Weile"
Message-ID: s14ebf06.025@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "gk-mail (Abeck)",
Datum: 20.09.2004, 11:09
Übernahme aus der Liste "geschichtskultur-ruhr - Mailingliste"


AKTUELL

Preisvergabe beim 5. Geschichtswettbewerb "Eile und Weile": Jury zeichnet
49 Beiträge aus

Die Gewinner des Geschichtswettbewerbs "Eile und Weile", den das Forum
Geschichtskultur an Ruhr und Emscher in Kooperation mit dem Kommunalverband
Ruhrgebiet ausgeschrieben hatte, wurden am Samstag (18. September) bei
einer feierlichen Preisvergabe im Westfälischen Industriemuseum
Henrichshütte in Hattingen ausgezeichnet. Die Jury vergab 49 Preise in den
Kategorien Schüler, historisch Interessierte, sowie professionell
Arbeitende im Wissenschafts- bzw. Medienbereich. Die Gesamthöhe der
Preisgelder beträgt 26.000 Euro.

Für den herausragenden Beitrag mit dem schlichten Titel "Schuhe" vergab die
Jury den mit 600 Euro dotierten ersten Preis in der Kategorie "Schüler" an
das Gymnasium an der Siegerstraße in Wuppertal. Die vierköpfige
Projektgruppe hatte sich auf kreative Weise mit dem Thema "Zuwanderung" im
Ruhrgebiet auseinander gesetzt: Die Schüler hatten Gipsabdrücke von Schuhen
gefertigt und mit kurzen Zitaten versehen, die sehr persönlich Aufschluss
über die Herkunft ihrer Träger geben.

Den ersten Platz in der Kategorie "historisch Interessierte", dotiert mit
1.000 Euro Preisgeld, belegte Dr. Gerda Sökeland aus Dortmund, die in ihren
Wettbewerbsbeiträgen die Verwandlung des Stahlwerks Phoenix in
Dortmund-Hörde von 1840 bis 2004 und die Geschichte der Emscher
dokumentiert hat.

Mit dem ersten Preis in der Kategorie "professionell Arbeitende im
Medienbereich" und 1.000 Euro Preisgeld wird Brigitte Kraemer aus Herne
ausgezeichnet. Unter anderem hatte sie ihr Buch "Friedensengel"
eingereicht, in dem sie sich auf eindrucksvolle Weise mit der Arbeit des
Friedensdorfes Oberhausen beschäftigt hatte.

Keinen ersten, dafür jedoch sechs zweite Preise vergab die Jury in der
Kategorie "professionell Arbeitende im Wissenschaftsbereich". Über jeweils
750 Euro dürfen sich freuen: Dr. Guido Rißmann-Ottow (Essen), Dr. Michael
Farrenkopf (Bochum), das Team Dr. Christel Darmstadt, Ulrich Bücholdt und
Rüdiger Jordan (Bochum), Dr. Thomas Parent (Dortmund), die Stiftung
Zollverein (Essen) und die Gruppe Stadtarchiv- und Stadtmuseum Hattingen,
Westfälisches Industriemuseum und IG-Metall Jugend Gevelsberg-Hattingen.

Beim Geschichtswettbewerb waren Arbeiten gefragt, die sich mit der
Geschwindigkeit der politischen, ökonomischen, ökologischen, sozialen,
technischen und kulturellen Veränderung im Ruhrgebiet beschäftigen. 195
Beiträge wurden von 161 Einzelpersonen und Gruppen eingereicht. Von diesen
161 Teilnehmern und Teilnehmerinnen bzw. Gruppen wurden 46 Arbeiten mit
einem Preis ausgezeichnet: 13 Schülerarbeiten, 16 Beiträge von historisch
Interessierten, 11 von professionell Arbeitenden im Wissenschaftsbereich
und 4 von professionell Arbeitenden im Medienbereich. 3 Projekte erhielten
den Sonderpreis "Zu- und Einwanderung und interkulturelle Beziehungen" und
3 Arbeiten waren besonders erwähnenswert

Mehrmals traf sich die 25-köpfige Jury aus Wissenschaftlern,
Medienvertretern und Laienhistorikern zur gemeinsamen Beratung und Auswahl
der Preisträger. Beliebt bei vielen Teilnehmern des Wettbewerbs, der in
diesem Jahr zum fünften Mal ausgeschrieben wurde, waren Themen rund um
Familienforschung, Bergbau, Lokal- und Heimatgeschichte. Bücher und
Manuskripte gehörten genauso zum Beitragsmaterial wie Fotos, Filme,
Tondokumente und Spiele.


INFO

Eine pdf-Datei mit den Preisträgern und -trägerinnen finden Sie ab morgen
auf der Internetseite www.eileundweile.de
Rückfragen an Susanne Abeck, Tel. 0231 / 931122-90





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 22 12:41:14 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Sep 22 14:04:57 2004
Subject: [WestG] [AKT] Werkstattgespraech ueber Tafelkultur im Bild,
Paderborn, 26.09.2004
Message-ID: s15172fc.048@lwlapp.itz.lwl.org

Von "LWL-Pressestelle",
Datum: 22.09.2004, 08:40


AKTUELL

Werkstattgespräch über Tisch- und Tafelkultur im Bild

Am kommenden Sonntag (26.9.) um 17 Uhr findet im Museum in
der Kaiserpfalz in Paderborn ein Werkstattgespräch über
Tisch- und Tafelszenen in mittelalterlichen und
frühneuzeitlichen Darstellungen statt. Parallel dazu gibt
es im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL) für Kinder das Programm "Tischlein deck' dich".

Seit wann machen Maler, Bildhauer und andere Künstler den
gedeckten Tisch zum Thema ihrer Werke und warum? Welche
Funktion übernahm die Darstellung? Wie sah eine gedeckte
Tafel überhaupt aus? Was unterscheidet eine gedeckte Tafel
des Mittelalters von einer aus der frühen Neuzeit?

Der Kunstgeschichtler Reinhard Köpf geht an Bildbeispielen
diesen Fragen nach und spannt dabei den Bogen von
mittelalterlichen Darstellungen in Buch- und Wandmalereien
sowie aus dem Bereich der Skulptur bis hin zu
frühneuzeitlichen Bildzeugnissen in Form von Holzschnitten
und Tafelbildern. Ein Ausblick widmet sich abschließend
der klassischen Gattung der Stillebenmalerei.

Parallel zum Vortrag decken die Kinder - teils mit
originalem Geschirr - Tafeln vom Mittelalter bis zur
Gegenwart. Dabei erfahren sie Wissenswertes über
Ernährungs- und Tischsitten der jeweiligen Zeit.

Das Werkstattgespräch und das Kinderprogramm sind
kostenlos und finden statt im Rahmen der Sonderausstellung
"Gaumenschmaus und Augenfreude - Tisch- und Tafelkultur
durch zehn Jahrhunderte". Im nächsten Werkstattgespräch am
17. Oktober spricht Dr. Sveva Gai über Glasgefäße auf
adligen und bürgerlichen Tafeln.


INFO

Termin und Kosten:
26.9., 17 Uhr, kostenlos:
Werkstattgespräch: Reinhard Köpf, Gaumenschmaus und
Augenfreude - Die gedeckte Tafel in mittelalterlichen und
frühneuzeitlichen Darstellungen Kinderprogramm: "Tischlein
deck' dich"

Die nächsten Werkstattgespräche:
17.10., 17 Uhr: Sveva Gai, Glas - Augenfreude auf der
Tafel durch zehn Jahrhunderte
7.11., 17 Uhr: Herbert Westphal, Neue Erkenntnisse zu
Paderborner Messerfunden.

Museum in der Kaiserpfalz
Am Ikenberg 2
33098 Paderborn
Tel. 05251 10510
www.kaiserpfalz-paderborn.de

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 Uhr bis 18 Uhr
jeden ersten Mittwoch im Monat 10 Uhr bis 20 Uhr

Die Sonderausstellung "Gaumenschmaus und Augenfreude -
Tisch- und Tafelkultur durch zehn Jahrhunderte" läuft noch
bis zum 28.11.2004.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 22 12:55:49 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Sep 22 14:05:05 2004
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe
Message-ID: s151767a.065@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Manfred Hartmann",
Datum: 21.09.2004, 09:33


AKTUELL

SERVICE: WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe

In Kooperation mit dem Westfälischen Museumsamt des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" einen
weiteren Service an: eine Zusammenfassung von Museums- und Archiv-
Nachrichten des Westdeutschen Rundfunks, die regelmäßig von Manfred
Hartmann erstellt wird. [MW]

Quelle:
http://www.wdr.de/nachrichten/


Nachrichten aus OWL vom 18.09.2004

Wikinger Tage in Lippe (09:46)
Jubiläum im Archäologischen Freilicht-museum in Oerlinghausen: Zum 10. Mal finden dort an diesem Wochenende die Wikinger-Tage statt. Rund 100 Darsteller aus ganz Europa zeigen frühmittelalterliches Handwerk, präsentieren zeitgenössische Kleidung und stellen Kämpfe nach. Auch in diesem Jahr werden wieder rund 6.000 Besucher erwartet.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 18.09.2004

Witten: Museumsfest mit Flutwellen (09:39)
Beim diesjährigen Museumsfest des Westfälischen Industriemuseums Zeche Nachtigall in Witten dreht sich alles um das Thema Ruhrwasser. Bei freiem Eintritt bietet das Wittener Museum am Sonntag eine Treidel-Regatta und ein Modell-Dampfschiff-Treffen. Auf dem Wasserspielplatz erfahren kleine Gäste, wie ein Fluss, Mühlen, Wehre und Schleusen funktionieren. Die Veranstalter wollen sogar Flutwellen erzeugen.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 18.09.2004

Herne: Keramik im Westfälischen Museum für Archäologie (07:49)
Mit Keramik befasst sich am Sonntag ein internationaler Kongress im Westfälischen Museum für Archäologie in Herne. Mehr als 100 Experten aus sieben Nationen diskutieren in der nächsten Woche über außergewöhnliche Formen und Funktionen der Keramik in den letzten 1.500 Jahren. Ergänzt wird der Kongress durch eine Ausstellung *Keramik auf Sonderwegen", die bis Mitte November in Herne geöffnet ist.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 17.09.2004

Konzerte an ungewöhnlichen Orten (14:04)
Am Sonntag beginnt im Dortmunder Opernhaus die Reihe *mommenta - Konzerte in den Häusern der Stadt". Und zwar an ungewöhnlichen Orten: Unter anderem am Flughafen, in der U-Bahn und in einem Kleingärtner-Vereinsheim. Die Mommenta-Konzerte sollen auf den Strukturwandel in Dortmund aufmerksam machen und für die Einrichtung eines Musik-Museums werben.



Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 17.09.2004

Bochum: Feuerwehr übt im Bergbau-Museum (13:26)
Im und rund um das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum fand am Nachmittag eine Übung der Feuerwehr Bochum statt. Im unterirdischen Anschauungsbergwerk simulierte die Sicherheitsabteilung einen Brand auf Grund einer technischen Störung. Durch die Rauchentwicklung könnten die Besucher bedroht werden, die bei der Übung gerettet werden müssen.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 16.09.2004

Sassendorf kauft Bahnhofsgebäude (07:11)
Die Gemeinde Bad Sassendorf hat der Deutschen Bahn das Bahnhofsgebäude abgekauft. Der Kaufpreis für das rund 90 Jahre alte Gebäude beträgt 17.000 Euro. Wie der Bahnhof in Zukunft genutzt werden soll, ist noch offen. Das in einem Teil der Räume untergebrachte Puppenmuseum soll erhalten werden.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 13.09.2004

Hattingen: Zeitzeugin von Anne Frank liest aus ihrer Autobiografie (16:52)
Anne Franks Kindheitsfreundin, die 75-jährige Jaqueline van Maarsen, liest heute Abend im Hattinger Stadtmuseum aus ihrer Autobiographie. Darin schildert sie nicht nur ihre Kindheit und Kriegserlebnisse, sondern erinnert sich auch an ihre enge Freundschaft mit Anne Frank. Das jüdische Mädchen Anne Frank wurde durch ihr Tagebuch, das nach ihrer Ermordung durch die Nazis veröffentlicht wurde, weltbekannt.
Ihr Buch versteht van Maarsen als eine Botschaft gegen Rassismus.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 11.09.2004

Wetter: Museum für Henriette Davidis (13:18)
Deutschlands bekannteste Kochbuchautorin Henriette Davidis erhält Sonntag in ihrer Geburtsstadt Wetter ein eigenes Museum. Es zeigt unter anderem Erstausgaben ihrer zahlreichen Kochbücher und diverse Küchenutensilien aus der Zeit des Biedermeier. Alle Exponate wurden von einem pensionierten Pfarrer aus Wetter über 20 Jahre lang zusammengetragen. Die Stadt Wetter stellte nun ein Museumsgebäude zur Verfügung, um die Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 11.09.2004

Barlach-Ausstellung in Dortmund (07:58)
Das Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte zeigt ab Samstag Zeichnungen und Holzschnitte von Ernst Barlach. Bis zum 24. Oktober sind unter dem Titel "Unterwelt, Oberwelt und Überwelt" Arbeiten des Expressionisten zu sehen, mit denen er seine Dramen sowie Werke von Goethe und Schiller illustrierte. Parallel dazu wird im Dortmunder Schauspielhaus in der Reihe "Sternstunden des Expressionismus" Barlachs Drama "Der arme Vetter" aufgeführt. Barlach zählt zu den bedeutenden deutschen Expressionisten.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 11.09.2004

Neue Musik- und Theaterwerkstatt (07:57)
In Oelde ist die Erweiterung des Kulturgutes Haus Nottbeck offiziell eingeweiht worden. Für rund 5 Millionen Euro sind die Stallungen des alten Rittergutes in eine Musik- und Theaterwerkstatt umgebaut worden. Im Haupthaus war bereits vor einigen Jahren ein Literaturmuseum eingerichtet worden. Das Gut Nottbeck ist auch am Tag des offenen Denkmals am Sonntag zu besichtigen.



Nachrichten aus dem Münsterland vom 10.09.2004

Joseph Jackson besucht Münster (07:01)
Joseph Jackson, der Vater des Popstars Michael Jackson, hat gestern Abend das Picasso-Museum in Münster besucht. Das 78-jährige Familienoberhaupt des berühmten Jackson-Clans ließ sich von Museumsleiter Markus Müller die jüngsten Neuerwerbungen des Hauses zeigen; anschließend hörte er sich hier ein Klassikkonzert an, welches ihm seine Kinder geschenkt.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 09.09.2004

Troschke-Ausstellung in Ahlen (15:05)
Das Kunstmuseum in Ahlen eröffnet am Sonntag eine Ausstellung des Künstlers Wolfgang Troschke aus Münster. Gezeigt werden rund 80 abstrakte Grafiken, Zeichnungen und Gemälde. Troschke hat sich überregional als Vertreter der so genannten informellen Kunst einen Namen gemacht. Die Ausstellung ist bis zum 7. November zu sehen.


Nachrichten aus OWL vom 09.09.2004

Elsbach-Haus fertiggestellt (08:29)
In Herford ist eine frühere Wäschefabrik in ein Einkaufszentrum umgewandelt worden. Die Sanierung des historischen Elsbach-Hauses hat die Investoren elf Mio. Euro gekostet. Auf einer Fläche von 8.000 Quadratmetern befinden sich allein 13 Geschäfte. Künftig sollen bis zu 400 Menschen in dem Gebäude gegenüber dem Museum MARTa arbeiten.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 04.09.2004

Balver Luisenhütte wird renoviert (09:45)
Deutschlands ältester Holzkohlen-Hochofen, die Luisenhütte in Balve, wird ab der kommenden Woche umfassend saniert. 1,3 Millionen Euro investieren der Bund, das Land und der Förderverein um das einzigartige Denkmal in ein Industrie-Museum zu verwandeln. Ungewöhnlich an der Luisenhütte ist, dass die Einrichtung der Hochofenanlage vollständig erhalten blieb. Mit einer Baustellenparty wird der Ereignis morgen gefeiert.
Technik-Präsentationen und Talkrunden sorgen dabei für die Information, Planwagenfahrten und Malaktionen für den Spaß.


Nachrichten aus OWL vom 17.09.2004

Neues aus dem Hause Oetker (06:28)
Die Geschichte der Bielefelder Konzernfamilie Oetker ist aus Sicht von Buchautor Rüdiger Jungbluth eine Aufgabe für Historiker. Vor allem in der NS-Zeit seien noch große Lücken zu erforschen, sagte Jungbluth Donnerstag Abend in Bielefeld, wo er seine neue Oetker-Sammelbiografie vorstellte. Der Konzern könne erheblich dazu beitragen, wenn er für die Wissenschaft sein Archiv öffne.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 03.09.2004

Archivamt bietet Weimar Hilfe an (06:50)
Nach dem Brand in der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar hat das Westfälische Archivamt Münster Hilfe angeboten. Bei den Löscharbeiten sind viele wertvolle Bibeln durchnäßt worden und müssen jetzt mit einem Spezialverfahren getrocknet werden. Das Westfälische Archivamt hatte nach der Flutkatastrophe in Ostdeutschland vor zwei Jahren mehrere Tonnen Bücher und Akten in seiner Gefriertrocknungsanlage behandelt.


______________________________
Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Westfälisches Museumsamt
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Schwelingstr. 5
48133 Münster
Tel.: 0251-591-3296
Fax: 0251-591-3335
e-mail: manfred.hartmann@lwl.org




From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 22 13:00:02 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Sep 22 14:05:14 2004
Subject: [WestG] [LIT] Synagogen im Kreis Steinfurt
Message-ID: s1517774.073@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Lothar Kurz",
Datum: 21.09.2004, 17:25


LITERATUR

"Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung"
Eine Publikation über die Synagogen im Kreis Steinfurt als Beitrag zur
Aufklärungsarbeit gegen Gleichgültigkeit und Intoleranz

Unter der Projektleitung der Kreisarchivarin Ute Langkamp hat der
Historiker Willi Feld die Geschichte der elf auf dem Gebiet des Kreises
Steinfurt in seiner heutigen Ausdehnung früher bestehenden jüdischen
Synagogen aufgearbeitet und seine Ergebnisse jetzt in einer graphisch
ansprechenden Form veröffentlicht.

Zunächst widmet sich das Buch in elf Kapiteln allen früheren
Synagogengebäuden. Dabei spannt sich der Bogen der Darstellung jeweils von
der Skizzierung der historischen Entwicklung der örtlichen jüdischen
Gemeinde über Bau bzw. Erwerb des Synagogengebäudes, eine Baubeschreibung,
die Darstellung der Ereignisse der "Reichspogromnacht" bis hin zum
"Gedenken" nach 1945. Bei der Vorstellung weiterer Gemeindeeinrichtungen
werden schwerpunktmäßig die zugehörigen jüdischen Friedhöfe berücksichtigt.

Der zweite Hauptteil enthält in breiter örtlicher und zeitlicher Streuung
Quellen zur Geschichte der jüdischen Gemeinden im Kreis Steinfurt, wobei
sich vereinzelt Faksimile-Wiedergaben, überwiegend aber leichter lesbare
Transkriptionen (in gemäßigt modernisierter Schreibweise) finden.

Zum besseren Verständnis der Darstellung tragen auch eingestreute "Fragen
und Antworten zum Judentum" bei. Durchweg ist die Publikation auf ein
breites Leserpublikum ausgerichtet, ohne jedoch den Anspruch
wissenschaftlicher Zuverlässigkeit zu vernachlässigen.

Erfreulich ist, dass der Kreis Steinfurt allen weiterführenden Schulen
einen Klassensatz des Buches für die unterrichtliche Arbeit zur Verfügung
gestellt hat. Wünschenswert wäre es, wenn die Publikation auch über diesen
Rahmen hinaus eine weite Verbreitung fände, um - wie es Landrat Thomas
Kubendorff in seinem Geleitwort formuliert, dazu beizutragen, "Aufklärungs-
und Bildungsarbeit zu verstärken gegen Gleichgültigkeit und Intoleranz und
für Demokratie, Menschenfreundlichkeit und Frieden."


INFO

Willi Feld:
Synagogen im Kreis Steinfurt. Geschichte, Zerstörung, Gedenken.
Hrsg.: Kreis Steinfurt, Der Landrat, Haupt- und Personalamt, Kreisarchiv
149 S., 130 Abb., Schutzgebühr € 5
ISBN 3-926619-73-2

Buchbestellung:
Kreisarchiv Steinfurt
Tel.: 02551 / 692089
Fax: 02551 / 692400
ute.langkamp@kreis-steinfurt.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 22 13:06:57 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Sep 22 14:05:21 2004
Subject: [WestG] [KONF] Der Rittersaal der Iburg, 07.-09.10.2004, Bad Iburg
Message-ID: s1517906.084@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Birgit Kehne",
Datum: 21.09.2004, 11:58


TAGUNG

Der Rittersaal der Iburg
Zur fürstbischöflichen Residenz Franz Wilhelms von Wartenberg

Erst seit 1998 ist der ehemalige fürstbischöfliche Prunksaal der Iburg
wieder in einen Zustand versetzt, der ahnen lässt, wie er kurz nach seinem
ersten Entstehen ausgesehen haben mag: Unter dem zentralen perspektivischen
Deckenbild mit umlaufenden Herkules-Szenen ist eine Bischofsgalerie einem
Fries gleich in die Wand eingelassen. Die ursprüngliche Farbigkeit wurde -
in Analogie zu den Architekturen des Deckenbildes - rekonstruiert, und der
Parkettboden aus den 50er Jahren wurde schließlich durch einen schwarzweiß
geschachten Steinbelag ersetzt. Viele dieser Maßnahmen konnten direkt oder
indirekt aus den gut dokumentierten Bauakten der Entstehungszeit Mitte des
17. Jahrhunderts übernommen werden. Doch an vielen Stellen musste zugleich
maßvoll und doch konsequent rekonstruiert werden.

Denn der Rittersaal wurde bereits gut zehn Jahre nach seiner barocken
Ausstattung zusammen mit der fürstbischöflichen Residenz aufgegeben und
hatte nur noch sporadisch repräsentative Funktionen, wenn er nicht sogar -
wie im 18. Jahrhundert - zeitweise völlig verschlossen blieb. Tragik und
Glücksfall aus denkmalpflegerischer Sicht zugleich: Der Raum blieb
weitestgehend unverändert, wurde aber v.a. seit dem 19. Jahrhundert z.T.
schädlichen Nutzungen unterzogen. So diente die Kredenz zeitweise als
Hühnerstall, und im Kamin wurden die großen Wäschen vorgenommen. Über den
ursprünglichen Funktionszusammenhang während der Regierungszeit von
Fürstbischof Franz Wilhelm von Wartenberg (gestorben 1661) ist jedoch nichts
überliefert. Ähnliches gilt für die kunst- und kulturhistorische Herleitung,
den kirchengeschichtlichen Kontext, das Hofleben und die Vorbilder des
Saales im Ganzen wie in seinen Teilen.

Die Tagung "Der Rittersaal der Iburg" widmet sich daher erstmals umfassend
diesem exquisiten Raumgefüge und seinem Bildprogramm. Fachleute aus der
ganzen Republik werden hierzu auf der Iburg zusammenkommen. Eingeladen sind
sowohl Experten als auch interessierte Laien.

Ergänzend zum Tagungsprogramm findet am 7. Oktober ein öffentlicher
Abendvortrag mit der Jenaer Historikerin und Frühneuzeit-Forscherin HD Dr.
Siegrid Westphal statt. Am zweiten Abend (08.10.04) folgt ein ungewöhnliches
Konzert mit dem Ensemble Bremer Ratsmusik: Erstmals werden Werke von Iburger
Hofkomponisten und "moderne" italienische Musik des 17. Jahrhunderts zu
Gehör kommen.


INFO

Der Rittersaal der Iburg
Zur fürstbischöflichen Residenz Franz Wilhelms von Wartenberg
7. bis 9. Oktober 2004
Schloss Iburg, Klostertrakt, ehem. Refektorium, 49196 Bad Iburg

Anmeldung beim Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V.,
Frau Dimmerling
T 0541-505320
dimmerling@lvosl.de

Hotelreservierung:
Tourist-Information Bad Iburg
T 05403-796780,
tourist-info@badiburg.de,
http://unterkunft.badiburg.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Sep 22 13:18:24 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Sep 22 14:05:28 2004
Subject: [WestG] [AKT] 2. Lipper Feldbahntreffen, Lage, 25./26.09.2004
Message-ID: s1517bc0.012@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff",
Datum: 21.09.2004, 12:10


AKTUELL

Einsteigen und Türen schließen!
Feldbahntreffen im Westfälischen Industriemuseum Ziegelei
Lage

Das Westfälische Industriemuseum Ziegelei Lage und die
Eisenbahnfreunde Lippe - Sektion Feldbahn - laden am
kommenden Wochenende (25./26.9.) zum "2. Lipper
Feldbahntreffen" ein.

Los geht es am Samstag (25.9.) um 10 Uhr, wenn die
Gastfahrzeuge anreisen und auf die Schienen im Museum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) gesetzt werden.
Museumsleiter Willi Kulke erwartet rund 15 verschiedene
Loks, Schienenkulis, Personenwagen, Güterwagen, Loren und
weitere Fahrzeuge der Marke "Eigenbau". Allen voran der
"Neubauwagen" der Eisenbahnfreunde Lippe (Foto), mit dem
zwölf Personen eine Schienenreise unternehmen können. Das
Besondere: Ein Großabteil mit schwenkbarer Tür und
Rampenauffahrt ermöglicht auch Rollstuhlfahrern einen
problemlosen Zugang. Der Fahrbetrieb für Besucher beginnt
an beiden Tagen um 11 Uhr.

Höhepunkt des Treffens ist am Samstag um 15 Uhr und am
Sonntag um 14 Uhr eine Fahrzeugparade. Die
Eisenbahnfreunde stellen dem Publikum dabei alle Bahnen
mit Informationen über Bauart, Herkunft und Besonderheiten
vor. Nach der Samstag-Parade unterhält der "Shanty-Chor
Vahlhausen" die Besucher. Am Sonntag ist neben den
Feldbahnen auch der Eimerkettenbagger des Museums im
Einsatz; er schaufelt Ton vom Lehmberg in die Loren.

Für das kulinarische Begleitprogramm sorgt der "Museums-
Wirt": An beiden Tagen wird im Lehm-Ofen nach alter
Tradition Brot gebacken!


INFO

Westfälisches Industriemuseum
Ziegelei Lage
Sprikernheide 77
32791 Lage

Telefon: 05232 9490-0
Telefax: 05232 9490-38
E-Mail: ziegelei-lage@lwl.org
Geöffnet: Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 23 09:44:32 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Sep 23 09:45:35 2004
Subject: [WestG] [AKT] Archaeologen beenden Ausgrabung in Dorpede
Message-ID: s1529b14.025@lwlapp.itz.lwl.org

Von "LWL-Pressestelle",
Datum: 21.09.2004, 08:40


AKTUELL

Wüstung mit Überraschung
Archäologen beenden Ausgrabung in Dorpede

In der mittelalterlichen Wüstung "Dorpede" bei Marsberg-
Westheim (Hochsauerlandkreis) haben Archäologen des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ihre
Ausgrabungen vom vergangenen Jahr fortgesetzt. "Die
wichtigste Entdeckung war die Kirche, denn zum ersten Mal
konnte in Westfalen die Kirche einer mittelalterlichen
Wüstung zusammen mit einem Teil der umgebenden Besiedlung
freigelegt werden", erklärt Stefan Eismann vom LWL-Amt für
Bodendenkmalpflege. Die Kirche wurde in der zweiten Hälfte
des 12. Jahrhunderts errichtet, die Wüstung selbst ist
aber wesentlich älter. Denn unter dem Kirchenfußboden
wurde Keramik geborgen, die aus dem 9. Jahrhundert stammt.

Das um 1400 aufgegebene Dorf Dorpede ist aus schriftlichen
Quellen bekannt und seine genaue Lage im Flurnamen
"Dörpeder Mark" bei Marsberg-Westheim erhalten. Die
Ausweisung eines Gewerbegebietes durch die Stadt Marsberg
auf dem denkmalgeschützten Areal zwang das LWL-Amt für
Bodendenkmalpflege zur Untersuchung der betroffenen
Fläche. Die 2003 begonnene Ausgrabung wurde 2004 in Form
einer sechsmonatigen Kampagne mit einem Team von drei bis
sechs Leuten fortgesetzt und geht in diesen Tagen zu Ende.

"Die Kirche ist eine typische Dorfkirche: ein kleiner
überwölbter Saal mit einem rechteckigen Chor", beschreibt
Stefan Eismann das Gebäude. Im unmittelbaren Umfeld der
Kirche befindet sich neben mehr als 30 Gräbern auch ein
gepflasterter Weg zur Kirche. Jenseits des Kirchhofs
liegen die Wohngebäude der Dorfbevölkerung, die zum Teil
aus der gleichen Zeit wie die Kirche stammen. Dunkle
Verfärbungen im Boden zeugen von den Pfosten der
Holzbauten. Aber die Grundmauern eines kleinen Speichers
weisen wie andere Fundamentreste darauf hin, dass die
Kirche nicht das einzige steinerne Gebäude im Ort war.

Besonders ein großes Gebäude westlich der Kirche hat es
den Archäologen angetan. Denn die schriftlichen Quellen
sagen aus, dass Dorpede seit dem Beginn des 15.
Jahrhunderts verlassen war. Um so größer war die
Überraschung, als aus dem Haus Keramik des späten 15.
Jahrhunderts zu Tage kam. "Möglicherweise hat das Kloster
Dalheim, dem Teile des Dorfes gehörten, eine Zeit lang
versucht, hier wieder ein Wirtschaftsbetrieb aufzuziehen",
versucht Stefan Eismann den Widerspruch aufzulösen. Neben
der Größe des Gebäudes deuten bauliche Details wie ein
massiver steinerner Anbau, verputzte Steine, ein
Abwasserkanal und der Fund eines Reitersporns daraufhin,
dass hier keine gewöhnlichen Bauern lebten.

Die örtliche Überlieferung spricht zwar von einem Ende des
Dorfes Dorpede in einer Brandkatastrophe, doch dürften
vielmehr Überschwemmungen die Aufgabe der Siedlung
eingeläutet haben. Denn große Teile der aufgedeckten
Siedlungsreste waren von Schwemmschichten bedeckt. Ob die
in der Nähe fließende Diemel oder zu ihr hinführende Bäche
für diese Umweltkatastrophe verantwortlich waren, können
die Archäologen zur Zeit noch nicht sagen.

Da im nächsten Jahr die Arbeiten an einer Zufahrtsstraße
zum neuen Gewerbegebiet und die Vorbereitungen für eine
Bachrenaturierung beginnen sollen, findet die von der
Stadt Marsberg finanzierte Notgrabung in diesen Tagen ihr
Ende. "Es sind nicht alle Fragen geklärt, aber dennoch
sind wir mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Schließlich
kam deutlich mehr ans Tageslicht, als wir erwartet
hatten.", fasst Stefan Eismann die Grabung zusammen.






From weidner at geschichte-und-museum.de Sun Sep 26 14:30:12 2004
From: weidner at geschichte-und-museum.de (Dr. Marcus Weidner)
Date: Sun Sep 26 14:33:20 2004
Subject: [WestG]
[AKT] Fernuni Hagen: Luedenscheider Gespraeche, WS 2004/2005
Message-ID: 4156B654.9080100@geschichte-und-museum.de>

Von: "igb"
Datum: 25.09.2004, 09:52


AKTUELL

Programm der Lüdenscheider Gespräche
Veranstaltungsreihe des Instituts für Geschichte und Biographie der
Fernuniversität Hagen
Herbst und Winter 2004/2005




Mittwoch, den 6. Oktober 2004, 17 Uhr

Die russische Demokratie und der Terrorismus

Alternative Nobelpreisträgerinnen referieren: Elena Zemkowa und Irina
Scherbakowa

Im September 2004 erhielt die "Gesellschaft Memorial" den alternativen
Nobelpreis. Die Gesellschaft war 1988 von Andrej Sacharow - der
Symbolfigur des sowjetischen Widerstandes - mit anderen Bürgerrechtlern
gegründet worden und widmet sich seitdem der aktiven
Menschenrechtsarbeit und der historischen Aufarbeitung der sowjetischen
Geschichte. Heute ist Elena Zemkowa die geschäftsführende Direktorin von
Memorial und die Historikerin Irina Scherbakowa die Projektleiterin vor
allem des Schülerwettbewerbs Russische Geschichte. Beide sind
Expertinnen für die Darstellung des Terrorismus in Russland, aber auch
für dessen politische Instrumentalisierung mit dem Ziel einer
Autokratisierung des russischen politischen Systems unter Putin.



Mittwoch, den 10. November 2004, 17 Uhr

Carola Stern und die deutschen Brüche

Man könnte sagen: Sie hat wenig ausgelassen. Vom Bund deutscher Mädel
des Dritten Reichs zur SED in der sowjetischen Besatzungszone, dann dort
Lehrerin an der Parteihochschule und Spionin für den amerikanischen
Geheimdienst. Im Westen verheiratet mit einem früheren Kommunisten;
Rahel-Varnhagen- und Ulbricht-Biographin, streitbare Journalistin - und
Autorin bemerkenswerter autobiographischer Bücher, in denen sie dem
Verhältnis von großer Politik und individuellem Leben in ihrer Zeit,
seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, nachgeht. Carola Stern ist
eine wahrnehmungsreiche und nachdenkliche Zeugin dieses langen
dreiviertel Jahrhunderts. Ein biographischer Film über sie -
"Doppelleben" - wurde jüngst ausgestrahlt.



Mittwoch, den 8. Dezember 2004, 17 Uhr

Film: "Er nannte sich Hohenstein" und Diskussion mit dem Regisseur
Hans-Dieter Grabe

Hans-Dieter Grabe ist einer der bedeutendsten Dokumentarfilmer der
Bundesrepublik. Wir stellen ihn mit der Verfilmung eines Tagebuchs vor.
Das klingt nicht besonders interessant, aber es ist ein geradezu
beängstigend spannender Film. Es geht um einen Bürgermeister, der 1940
bis 1942 in das besetzte Polen abgeordnet wurde und der - obwohl
Mitglied der NSDAP und Funktionär der deutschen Besatzungsmacht - nicht
zu den fanatischen Nazis gehörte. Aber er wurde in eine Rolle gedrängt,
die ihn zum Teil eines mörderischen Systems werden ließ. Dabei versuchte
er, ein fast redliches Tagebuch über diese Entwicklung zu führen. Grabe
verfilmte die Aufzeichnungen und lässt das Tagebuch ohne jede weitere
Kommentierung für sich selbst sprechen.



Mittwoch, den 19. Januar 2005, 17 Uhr

Über den Film "Der Untergang" (mit Ausschnitten): Alexander von Plato im
Gespräch

Der Film "Der Untergang" hat lange vor seiner Uraufführung Kommentare
und Talkshows beschäftigt, Hitler-Darsteller Bruno Ganz ist in aller
Munde, und die Diskussionen über Sinn und Unsinn einer Verfilmung der
letzten Tage Hitlers im Bunker reißen nicht ab. In diesem Gespräch mit
einem illustren Vertreter dieses Genres soll über die Glaubhaftigkeit
der Rekonstruktion, die Qualität des Filmes und über seine Wirkung
gesprochen werden.



Mittwoch, den 23. Februar 2005, 17 Uhr

Im Auge der Macht - die Bilder der Staatssicherheit der DDR

Vorführung des Fernsehfilms und Diskussion mit der Autorin Karin Hartewig

Man glaubt es kaum, was die Staatssicherheit alles aufgenommen - gefilmt
und fotografiert - hat. Karin Hartewig hat zusammen mit Holger Kulick
einen Film mit Originalmaterial gedreht, der die Bedrohung und den
Terror der Stasi zeigt, aber auch den absurden Unsinn dieser Art von
Verfolgung. Karin Hartewig ist Historikerin und Publizistin und wurde
vor allem mit ihrem preisgekrönten Buch über Juden in der SED bekannt.



Mittwoch, den 16. März 2005, 17 Uhr

Der Fall Furtwängler

Dankmar Reichert (Trifolium-Stiftung, Prag) im Gespräch mit dem
Regisseur Istvan Szabó (angefragt)

Der weltberühmte deutsche Dirigent Wilhelm Furtwängler wurde nach dem
Zweiten Weltkrieg von den Alliierten wegen seiner politischen Rolle im
"Dritten Reich" angeklagt. In seinem Film Der Fall Furtwängler macht der
ungarische Regisseur Istvan Szabó den Zuschauer zum intimen Zeugen
dieses Prozesses und stellt zugleich fest, dass ein wesentliches Element
in der Beurteilung Furtwänglers fehlte: die Musik. Das Grundproblem des
Verhaltens von Künstlern in einer Diktatur, die sie umwirbt, hatte Szabó
schon in seinem Film "Mephisto" über den Schauspieler Gustav Gründgens
dargestellt, der ihn zur internationalen Berühmtheit werden ließ. Im
Gespräch zwischen Reichert und Szabó soll die Instanz "Musik"
hinzugezogen werden: Es werden seltene Klangdokumente aus den 20er, 30er
und 40er Jahren oder historische Filmaufnahmen von Orchesterproben
Furtwänglers vorgestellt.


INFO

Alle Veranstaltungen finden statt im:
Institut für Geschichte und Biographie der Fernuniversität Hagen,
Liebigstr. 11, 58511 Lüdenscheid, Tel. 02351-24580
Homepage: www.fernuni-hagen.de/INST_GESCHUBIOG





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 28 12:27:33 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue Sep 28 13:16:51 2004
Subject: [WestG] [TOC] Sauerland, Nr. 3/2004
Message-ID: s15958d4.038@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 28.09.2004, 12:15


SERVICE: TOC

Sauerland-
Zeitschrift des Sauerländer Heimatbundes
Heft 3 / September 2004
ISSN: 0177-8110


S. 116f
Wevering, Hans
Gelungene Präsentation des "kurkölnischen
Sauerlandes" in Balve
Dieter Wurm wurde als 1. Vorsitzender im Amt
einstimmig bestätigt, wie auch Wilma Ohly als
Stellvertreterin

S. 118-120
Staatsminister Wolfram Kuschke auf der
Jahresmitgliederversamlung des Sauerländer
Heimatbundes e.V. für das kurkölnische Sauerland in
Balve am 28. August 2004 zum Thema:
Heimat und Tourismus in der Region - Symbiose oder
Widerspruch

S. 121f
Schmoranzer, Annemarie
Ein weiterer Meilenstein an der Heidenstraße

S. 123f
Cordes, Gisela
Schöne Sicht und Landesvermessung
Ehemalige Aussichtsanlagen zwischen
Altenhundem und Meggen

S. 125-127
Saure, Werner
Erzengel in der Hölle - Franz Stock hat das neue
Europa vorbereitet
Am 21. September 2004 jährt sich der hundertste
Geburtstag von Abbé Stock

S. 128-130
Ackermann, Friedhelm
Der Briloner Schnadezug

S. 131-133
Lanser, Peter
Dinosaurier, Reptilien und andere

S. 134f
Ackermann, Friedhelm
Kunst erleben
8. Internationaler Kunstsommer in Arnsberg

S. 136-139
Scheja, Gotthard
In Arnsberg bewegt sich was an der Ruhr

S. 140
Ackermann, Friedhelm
Friedenswallfahrt auf den Borberg/Brilon/Olsberg
am 22. August 2004

S. 141f
Richter, Erika
Marienverehrung im Sauerland

S. 143
Schmitt, Michael
"Männer auf Tiefwasserfahrt" - vom Ausreisser
zum Ministerpräsident:
Friedrich-Wilhelm Lübke zum 50. Todestag

S. 144
anon.
Heimat - was ist das?

S. 144f
Ackermann, Friedhelm
Aus der Geschichte lernen
Dorfgeschichte als Basis für nachhaltige Entwicklung
für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
in Medebach-Düdinghausen am 25.06.2004

S. 147-149
Bücher - Schrifttum

S. 150f
Leserbriefe

S. 152f
Personalien





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 28 12:51:20 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue Sep 28 13:16:57 2004
Subject: [WestG] [TOC] Der Schluessel, Stadt Hemer, Heft 3 - September 2004
Message-ID: s1595e58.016@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 28.09.2004, 12:45


SERVICE: TOC

Der Schlüssel. Blätter der Heimat für die Stadt Hemer
Heft 3 - September 2004
49. Jg.
Hg: Bürger- und Heimatverein


S. 81-107
Schauhoff, Jörg
Entstehung und Entwicklung des Eishockeysports im Sauerland
Der Eishockeyclub Sauerland Deilinghofen 1959 (ECD)
Die Jahre von 1958 bis 1970 im Eisstadion "Fort Prince of Wales"

S. 108-114
Störing, Heinz
Ausstellung
"70 Jahre Militärstandort Hemer 1934 bis 2004"
im Felsenmeer-Museum Hemer war ein großer Erfolg

S. 115-124
Kramme, Paul
Auszüge aus dem Jahresband 1929 des "Märkischen Landboten (2)"

S. 124-136
Spielfeld-Raupach, Sabine
Kleine Heimatchronik
2. Vierteljahr 2004





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 28 13:05:06 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue Sep 28 13:17:00 2004
Subject: [WestG] [TOC] Heimatland Lippe, Sept./Okt. 2004
Message-ID: s1596185.046@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 28.09.2004, 13:00


SERVICE: TOC

Heimatland Lippe
Zeitschridt des Lippischen Heimatbundes und des Landesverbandes Lippe
97. Jahrgang Nr. 9/10
Oktober / September 2004
ISSN 0017-9787


Inhalt in Auswahl [AS]

S. 198-201
Brakemeier, Friedrich
Grußwort des Vorsitzenden
Vorstellung des Geschäftsführenden Vorstandes

S. 205f
Rezensionen

S. 208f
Jendreck, Frank
Das "Klingende Museum" auf Burg Sternberg
Ausstellung der Musikinstrumente de Sammlung Peter Harlan

S. 210f
Gaertringen, Julia Freifrau Hiller von
Der Nachlass des Schriftstellers Hermann Griebel

S. 212f
Meier, Burkhard
Wendlinghausen: "Schloss & Gut" mit nationaler Bekanntheit
Aus lippischen Schlössern und Gutshäusern (IV)





From Alexander.Schmidt at lwl.org Tue Sep 28 13:13:55 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Tue Sep 28 13:17:25 2004
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Weitere_Radtour_auf_den_Spuren_?=
=?iso-8859-1?q?j=FCdischer_Textilunternehmer=2C_02=2E10=2E2004=2C_Bocholt?=
Message-ID: s15963b2.058@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff",
Datum: 28.09.2004, 11:12


AKTUELL

Weitere Radtour auf den Spuren jüdischer
Textilunternehmer in Bocholt

Wegen der großen Nachfrage wird Dr. Hermann Josef
Stenkamp, Leiter des Textilmuseums in Bocholt, am ,
Samstag, 2. Oktober, um 15 Uhr eine weitere Radtour
zu den ehemaligen jüdischen Textilbetrieben in Bocholt
anbieten.

Die Spuren der Familien Braunschweig, Cohen, Friede,
Liebreich, Loewenstein, Magnus, Ostberg, Stern,
Weinholt und Weyl wird er an den Originalstandorten
aufdecken und ihre Schicksale erläutern.


INFO

Die Fahrt mit dem eigenen Fahrrad beginnt um 15 Uhr auf
dem Parkplatz des Textilmuseums an der Uhlandstraße 50
und dauert bis ca. 17 Uhr. Das Industriemuseum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bittet um
vorherige Anmeldung unter 02871 21611-0. Die Kosten
betragen 2 € pro Person.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 30 12:51:29 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri Oct 1 10:10:25 2004
Subject: [WestG] [POS] Muenster: LWL, Referent allg. Kulturpflege
Message-ID: s15c0170.079@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Matthias Roß",
Datum: 23.09.2004, 14:14


SERVICE: STELLENAUSSCHREIBUNG

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist in der
Abteilung Kulturpflege zum
1. März 2005 eine Stelle als

Referentin / Referent
für die "allgemeine landschaftliche Kulturpflege"

zu besetzen.

Als Höherer Kommunalverband, dessen Mitglieder die Kreise
und kreisfreien Städte des nordrhein-westfälischen
Landesteils Westfalen-Lippe sind, ist der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe für die
"allgemeine landschaftliche Kulturpflege" verantwortlich.
Er trägt 7 Landesmuseen, z.T. mit Außenstellen, 6 Ämter
und Institute sowie 5 wissenschaftliche Kommissionen.

Aufgabengebiete:
- Förderungen in den Bereichen Theater, Musik, Bildende
Kunst, Literatur und Heimatpflege
- die Betreuung und Organisation der Vergabe der
Kulturpreise des Verbandes
- die Pflege der kulturellen Austauschbeziehungen,
insbesondere mit der Provinz Westflandern und
Gotlands Kommun
- die Anregung, Entwicklung und Steuerung von Kooperationen
für westfalenweite oder teilregionale
Veranstaltungen/Veranstaltungsreihen (vgl. "Westfälisches
Jahrzehnt")
- Vertretung des Verbandes in kulturfachlichen Gremien und
Beobachtung kulturpolitischer Entwicklungen
- kreative Erschließung und Besetzung neuer Arbeits- und
Themenfelder

Wir erwarten:
- herausragende kulturfachliche Qualifikation
- (abgeschlossenes Studium, vorzugsweise
Geschichte/Kunstgeschichte; möglichst mit
Promotion) sowie
- profunde Erfahrungen im Kulturmanagement und mit
administrativen Entscheidungsprozessen
- überdurchschnittliches Engagement, Begeisterungsfähigkeit
und innovative Kraft
- ausgeprägte Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit mit
Partnern in Kultur, Politik und Wissenschaft
- Überzeugende Strukturierungs- und Darstellungsfähigkeit
- Kenntnisse im Bereich der westfälischen Geschichte und
Kultur

Wir bieten:
-ein interessantes und verantwortungsvolles Aufgabengebiet
bei einem der großen öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber
in Westfalen-Lippe

-eine Stelle nach A 15 bzw. I a BAT-LWL


Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht;
Frauen werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei
gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung
bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines
Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer
sind ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Die Stelle ist grundsätzlich auch für Teilzeitkräfte
geeignet.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der
Kennnummer 14/04 innerhalb von zwei Wochen nach Erscheinen
dieser Anzeige an den

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
- Personalabteilung -

48133 Münster


INFO

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
- Personalabteilung -

Matthias Roß





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Sep 30 13:04:38 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri Oct 1 10:10:48 2004
Subject: [WestG] [POS] Muenster: LWL,West. Landesmuseum f. Kunst u.
Kulturgeschichte, wiss. Referent
Message-ID: s15c0476.097@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Matthias Roß",
Datum: 23.09.2004, 14:14


SERVICE: STELLENAUSSCHREIBUNG

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist im
Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
in Münster zum 01.12.2004 die Stelle einer/eines

wissenschaftlichen Referentin/
wissenschaftlichen Referenten
für die Abteilung Gegenwartskunst

zu besetzen.

Aufgabengebiete:
- Konzeption und Realisation von Ausstellungen, zunächst
vorrangig Mitarbeit an der Durchführung und Konzeption
der Skulptur
- Projekte 2007 (bis Mitte 2008)
- Konzeption, Betreuung, Vermittlung und Ausbau der
Sammlung der Gegenwartskunst (ab 1960)
- Mitarbeit an der Konzeption und Betreuung der geplanten
Kunsthalle für Gegenwartskunst als Abteilung des
Westfälischen Landesmuseums
- Publikationen

Wir erwarten:
- ein mit der Promotion abgeschlossenes Studium der
Kunstgeschichte
- fundierte Kenntnisse der Gegenwartskunst und -kultur,
Kontakte im internationalen Bereich der Kunst sowie
Erfahrungen in der Organisation großer Ausstellungen und
anderer Veranstaltungsformen sowie in der Betreuung und
Vermittlung einer Sammlung
- eine fachlich qualifizierte, kreative und
kontaktfreudige Persönlichkeit mit dem Willen zur
fachübergreifenden Kooperation
- überdurchschnittliches Engagement
- gute Fremdsprachenkenntnisse in Englisch und in einer
romanischen Sprache

Wir bieten:
- eine interessante und verantwortungsvolle Tätigkeit im
führenden kunst- und kulturgeschichtlichen Museum
Westfalen
- eine Vergütung nach Verg.-Gruppe II/I b BAT-LWL

Die Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht;
Frauen werden gemäß Landesgleichstellungsgesetz NRW bei
gleicher
Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt
berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines
Mitbewerbers liegende
Gründe überwiegen.

Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer
sind ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der
Kennnummer 15/04 bis zum 15.10.2004 an den


Landschaftsverband Westfalen-Lippe
- Personalabteilung -

48133 Münster


INFO

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
- Personalabteilung -

Matthias Roß
Tel.: 0251 591-5301