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From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 1 09:54:23 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Jul 1 10:19:36 2004
Subject: [WestG] [TOC] Siegerland, Nr. 1/2004
Message-ID: s0e3df5c.060@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 01.07.2004, 09:55


SERVICE: TOC

Siegerland-
Blätter des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins e.V.
Band 81 / Heft 1 2004
ISSN: 1435-7364


S. 3-6
Krämer, Erhard
Ferndorf - ein Wallfahrtsort
Attendorner Bürger in Ferndorf bestattet

S. 7-14
Isenberg, Erwin
Computistik oder der streitbare Umgang mit der Zeit
Harmonisierung der Kalendersysteme im Siegerland

S. 15-35
Heck, Hans-Georg
Johann VIII. von Nassau-Siegen (1583-1638)
Spanischer General und kaiserlicher Feldherr

S. 36-50
Rumpler, Ursula
Siegerländer Stahlproduzenten und ihre Beziehungen zum Bergischen Land
Eine historisch-genealogische Recherche 1629-1716

S. 51-62
Pfeifer, Klaus
Briefe mit Trost und Rat verfasst
Briefwechsel Jung-Stillings mit einem schwedischen Freund

S. 63-68
Waffenschmidt, Dieter
Siegener Wiesenbaulehre vor 150 Jahren
Manuskript des Wiesenbauschülers Johannes Schreiber

S. 69-73
Bingener, Andreas
Vorstands- und Vereinsarbeit 2003/2004
Arbeitskreis Geschichte mit interessantem Programm

S. 74-78
Rezensionen





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 1 10:04:27 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Jul 1 10:20:02 2004
Subject: [WestG] [AUS] Zwischen Stall und Staffelei, Detmold,
4. und 18.07.2004
Message-ID: s0e3e1bb.093@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 29.06.04 13:47


AUSSTELLUNG

Mut zur eigenen Farbe: Führung durch die Ausstellung *Zwischen Stall und Staffelei" im
Freilichtmuseum Detmold

Einer Renovierungsmaßnahme der frühen sechziger Jahre verdankt
das Westfälische Freilichtmuseum Detmold eine Ausstellung: Hätte
die Bäuerin Elisabeth Füller-Teilhof (1920-1998) beim Wiedereinrichten
1964 nicht entdeckt, dass an ihrer Wohnzimmerwand ein Bild fehlt,
wären ihre Begabung und ihr Gestaltungswille für die Nachwelt wohl
nicht erhalten geblieben. So sind aber im Museum des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) heute fast dreißig Objekte präsentiert, die die
eigenwillige, malerische Handschrift der Künstlerin tragen. Das LWL-Museum
zeigt die farbintensiven Gemälde mit der zum Spektrum des Naiven
gehörenden Bildsprache in der "Ehemaligen Fasanerie", einem schlicht
gehaltenen Raum, der die Motive und ihre Farbigkeit gut zur Geltung bringt.

Neben der Individualität, die in den Bildern deutlich erkennbar ist, sind es
besonders deren Inhalte, die dem LWL-Freilichtmuseum als eine passende
Ergänzung erschienen. Als gute Beobachterin ihrer Umgebung und
gleichzeitig selbstbewusste Landwirtin schildert Füller-Teilhof viele Aspekte
ihres Lebens und liefert Darstellungen aus dem Alltag wie das Gänserupfen
oder die Ernte auf dem Kartoffelacker. Gleichzeitig besaß die Künstlerin den
Mut, ihre eigenen - als Mitvierzigerin - vergangenen Hoffnungen auf Kinder
oder ihre Träume von der Zukunft ins Bild zu bringen.

Nachhaltig prägend für das Auge des Betrachters bleibt dabei ihre Farbwahl:
Leuchtend rot wie der Hintergrund, vor dem eine Delbrücker Tracht gezeigt ist
oder warm tiefbraun wie das Fell eines wiehernden Pferdes. Diese und andere
"Sehhilfen" vermittelt die Projektleiterin Jasmin Niggemann bei zwei öffentlichen
Führungen durch die Sonderausstellung "Zwischen Stall und Staffelei. Die Bäuerin
und Malerin Elisabeth Füller-Teilhof (1920 - 1998): Am Sonntag, 4. Juli, und am 18.
Juli begleitet sie Interessierte ab 14 Uhr fachkundig durch die Ausstellung im
LWL-Freilichtmuseum Detmold. Es entstehen für Interessierte über den Museumseintritt
hinaus keine Kosten.


INFO

Westfälisches Freilichtmuseum Detmold
Landesmuseum für Volkskunde
Krummes Haus
32760 Detmold
Tel.: 05231/706-0
wfm-detmold@lwl.org

Öffnungszeiten:
April bis Oktober, Di - So 9 - 18 Uhr (Einlass bis 17 Uhr)

Erwachsene: 5,-€ , ermäßigt: 3 €, Kinder
bis 6 Jahre frei, ab 6 Jahre 2 €.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 1 10:17:39 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Jul 1 10:20:17 2004
Subject: [WestG] [AKT] Veranstaltungen im Roemermuseum, Haltern, 2.
Jahreshaelfte
Message-ID: s0e3e4d6.028@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 30.06.04, 12:19


AKTUELL

Asterix, Olympia, Germanen und Römer

Veranstaltungen im Westfälischen Römermuseum Haltern in der zweiten Jahreshälfte

Im Sommer verbringt Comic-Held Asterix wieder seine Ferien im
Westfälischen Römermuseum Haltern. Römertage, Workshops,
Familiensonntage und Ferienprogramme runden das Angebot im
Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) für
die zweite Jahreshälfte ab. In diesem Sommer vom 3. Juli bis zum
5. September lädt Asterix auf großen Schautafeln die Besucher
der Ausstellung zu einem Ausflug in die Welt der Römer und nach
Olympia ein. Dazu passend gibt es an den Sonntagen während der
Sommerferien (22.7. bis 4.9.) Rundgänge für Familien und Filme.

Richtig sportlich wird's für Acht- bis Zwölfjährige in den Sommerferien,
wenn sie unter dem Motto 'Dabei sein ist alles' an den viertägigen
Olympischen Spielen vom 10. bis 13. August im LWL-Römermuseum
teilnehmen. Am 18. und 19. September finden in diesem Jahr wieder
die Römertage statt. Römer und Germanen schlagen ihre Zelte auf dem
Gelände vor dem LWL-Museum auf und zeigen, wie man vor 2000
Jahren hier lebte und kämpfte. In diesem Jahr erstmals dabei ist ein
römisches Theater mit der Aufführung einer antiken Komödie am Samstag
(18.9.) um 19 Uhr.

Verschiedene Mitmach-Aktionen laden zu römischen Spielen, zum
Münzen prägen, zur Anprobe von römischer Kleidung und Rüstung ein.
Zu den besonderen Angeboten für Familien gehören zwei Veranstaltungen
im Oktober und November: Am 31. Oktober liest Marianne Gorissen aus
dem so genannten Gastmahl bei Trimalchio, einer antiken Satire. Trimalchio,
ebenso steinreich wie exzentrisch, veranstaltet ein Gastmahl für seine
von Genuss-Sucht und Geltungsbedürfnis geprägten Freunde. In der
Lesung aus dem Buch 'Der Adler der neunten Legion' , ebenfalls am
31.10. , machen sich Kinder ab 8 Jahren gemeinsam mit Gudrun Neuhaus
auf den Weg, um die verschwundene Legion von Marcus Vater samt
Feldzeichen zu suchen.

Am 21. November führen die Museumspädagoginnen römisches
Handwerk vor. Am 21. November führen die Museumspädagoginnen
römisches Handwerk vor. Sie zeigen, wie die Römer Öllampen, Garn,
Glasperlen und Silberschmuck herstellten. Kinder können selbst Perlen
aus Fimo-Knetmasse anfertigen. Eine feste Einrichtung sind die
Workshops im Westfälischen Römermuseum Haltern geworden. Auf
dem Programm stehen Bogenbau (17.-18.7., und 9.-10.10.), römischer
Schmuck (4.-5.12. und 11.-12.12.) und römische Küche (6.11.).

Das Jahr beschließt die Ferienaktion 'Die Weihnachtsgeschichte einmal
anders...' für Acht- bis Zwölf-jährige. Dieses Programm findet vom 27.
bis 30. Dezember und 4. bis 7. Januar 2005 statt. Zeichen Kosten und
Anmeldung zu den Kursen: Eine Anmeldung ist nur für die Workshops
und die Ferienprogramme erforderlich. Anmeldung unter 02364 9376-0
während der Öffnungszeiten des Museums. Die Kosten beinhalten den
Museumseintritt und das Material, sofern nicht anders angegeben.


INFO

Workshop 'Den Bogen rauskriegen': 17.-18. Juli, ganztägig, 160 Euro

Sommerferienprogramm 'Dabei sein ist alles?' 10.-13. August, 10-12.30 Uhr und
14-16.30 Uhr, für 8- bis 12-Jährige, 15 Euro für alle vier Tage

Workshop 'Den Bogen rauskriegen': 9.-10. Oktober, ganztägig, 160 Euro

Workshop 'Römische Küche': 6. November, 11-16 Uhr, 45 Euro

Workshop 'Römischer Silberschmuck': 4.-5. Dezember, 11-16 Uhr, 80 Euro zuzüglich Material

Workshop 'Römischer Glasperlenschmuck': 11.-12. Dezember, 11-16 Uhr, 85 Euro

Weihnachtsferienaktion 'Die Weihnachtsgeschichte einmal anders...':
27.-30.12.2004 und 4.-7.1.2005, jeweils 10.30- 12.30 Uhr, für 8- bis 12-Jährige, 3,50 Euro

Westfälisches Römermuseum Haltern
Weseler Str. 100
45721 Haltern am See
Tel. 023649376-0
www.roemermuseum-haltern.de

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9 bis 17 Uhr,
Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr

Eintrittspreise: Erwachsene 3 Euro, Kinder 1,50 Euro,
Familien 7 Euro, Ermäßigungsberechtigte 1,80 Euro.




From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Jul 1 12:07:48 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu Jul 1 12:25:40 2004
Subject: [WestG]
[AKT] Universitaet Bielefeld, Veranstaltungen zur Geschichte im Juli
Message-ID: s0e3fead.081@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Marlies Läge-Knuth" ,
Datum: 01.07.2004, 11:42


AKTUELL

Universität Bielefeld - Termine Juli 2004
www.uni-bielefeld.de


[Ausgewählte Veranstaltungen zur Geschichte an der Universität Bielefeld. Alle Angaben ohne Gewähr. MW]


bis 31.3. 2005,
Flure und Lichthof S 4
Ausstellung "Die Ordnung der Arbeit." - Industriefotografien von Ruth Hallensleben 1938 - 1965.
Eine Veranstaltung der Abteilung Geschichtswissenschaft in Kooperation mit dem Fotoarchiv Ruhrlandmuseum Essen.
Kontakt: Prof. Dr. Bernhard Jussen, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie, Tel.: 0521/106-3260


28.4. bis 30.7.2004
S 3 - Flur
Ausstellung: Bilder der Ordnung, Bilder des Protests. Fotografien aus dem Ruhrgebiet
Aus dem Fotoarchiv des Ruhrlandmuseums Essen wurden rund vierzig Fotos zum Thema "Bilder der Ordnung - Bilder des Protests" ausgewählt, die ihren chronologischen Schwerpunkt in den sechziger Jahren haben.
Kontakt: Reinhard Laube, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie, Tel. 0521/106-3205,
E-Mail: rlaube@geschichte. uni-bielefeld.de



Do, 1.7.2004

16.30 Uhr bis 19.00 Uhr
Ortsangabe bei Anmeldung
Workshop "Studien- und Lernkompetenzen": Informationsportale für die Literaturrecherche - ein Angebot der Uni-Bibliothek.
Projekt "Berufsorientierung & Schlüsselkompetenzen"
Kontakt: Dörte Husmann, E-Mail: schluesselkompetenzen@uni-bielefeld.de,
www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Studium/Schluesselkompetenzen


18.15 Uhr bis 20.30 Uhr
S 2 - 121
Dr. Philippe Depreux, Göttingen
Die politischen Eliten und der Zugang zum Herrscher im Frühmittelalter (8.-10. Jahrhundert).
Kolloquium zu aktuellen Forschungsproblemen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit
Kontakt: I. Küster, Büro Prof. Dr. Neithard Bulst, Tel.: 0521/106-3249,
Fax.: 0521/106-2966, E-Mail: buero_bulst@geschichte.uni-bielefeld.de



Fr, 2.7.2004

16.00 Uhr
R 2 - 149
Michaela Kipp, Bielefeld
Hygiene und Gewalt im Vernichtungskrieg 1941-1944.
Kolloquium zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Kontakt: Jutta Wiegmann, Tel.: 0521/106-3221,
E-Mail: jwiegmann@uni-bielefeld.de



Sa, 3.7.2004

10.00 Uhr
Konzerthaus
am Gendarmenmarkt, Berlin
Verleihung der Helmholtz-Medaille an den Bielefelder Historiker Hans-Ulrich Wehler durch die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften


Mo, 5.7.2004

18.00 Uhr
R 2 - 149
Dr. Markus Joch, Berlin
Engagement auf deutsch. Alfred Anderschs "Neubeginn".
Kolloquium zur Zeitgeschichte
Kontakt: Henning Marmulla, E-Mail: henning.marmulla@web.de

18.15 Uhr
Hörsaal 12
Uwe Bautz, Theater Bielefeld
Vermittlung des Alten in unsere Zeit.
Forum Offene Wissenschaft
Kontakt: Valerie Eickelbaum, Tel.: 0521/106-4686, Fax.: 0521/106-6034,
E-Mail: forum@uni-bielefeld.de, http://www.uni-bielefeld.de/forum/


Di, 6.7.2004

16.00 Uhr bis 18.00 Uhr
S 4 - 104
Sigfrido Ramirez Perez, Brüssel
Die Rolle der EWG bei der Entwicklung von europäischen multinationalen Unternehmen: Die Automobilindustrie 1957-73.
Werkstatt "Wirtschafts- und Umweltgeschichte"
Kontakt: Sekr. Prof. Abelshauser, Frau Schwigon, Tel.: 0521/106-6970,
E-Mail: cschwigo@geschichte.uni-bielefeld.de



Do, 8.7.2004

18.15 Uhr bis 20.30 Uhr
S 2 - 121
Stefan Thaele, Bielefeld
Herrschertod und Herrscherwechsel: kommunikative Strategien und medialer Wandel in der Grafschaft Lippe des 18. Jahrhunderts.
Kolloquium zu aktuellen Forschungsproblemen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit
Kontakt: I. Küster, Büro Prof. Dr. Neithard Bulst, Tel.: 0521/106-3249,
Fax.: 0521/106-2966, E-Mail: buero_bulst@geschichte.uni-bielefeld.de


Fr, 9.7.2004

16.00 Uhr
R 2 - 149
Angelika Epple, Hamburg
Eine Mikrogeschichte der Globalisierung. Stollwercks Schokolade und die Automatie (1872-1932).
Kolloquium zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (gemeinsam mit dem Kolloquium zur Wirtschafts- und Technikgeschichte).
Kontakt: Jutta Wiegmann, Tel.: 0521/106-3221,
E-Mail: jwiegmann@uni-bielefeld.de


Sa, 10.7.2004

10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
R 2 - 149
Workshop: Die 1968er Bewegung - Ein Papiertiger? Neue Autobiographien, Biographien und Sachbücher .
Kolloquium zur Zeitgeschichte
Kontakt: Henning Marmulla, E-Mail: henning.marmulla@web.de


Do, 15.7.2004

18.00 Uhr
ZiF, Wellen-
berg 1,
Plenarsaal
Verleihung der Ehrensenatorenwürde an Prof. Dr. Hans-Ulrich Wehler.
Laudatio und Übergabe der Ehrensenatorenurkunde durch den Rektor der Universität Bielefeld, Prof. Dr. Dieter Timmermann, Dankesworte des neu ernannten Ehrensenators Prof. Dr. Hans-Ulrich Wehler, Festvortag von Professor Charles S. Maier, Harvard: Eine Geschichte für Deutschland? Moderne und traditionelle Momente der Geschichtswissenschaft seit den 60er Jahren. - Musikalische Umrahmung. -

18.15 Uhr bis 20.30 Uhr
S 2 - 121
David Marshall, Johns Hopkins University, Baltimore /Bielefeld
Kritik und Krise in Vincenzo Cuoco's Saggio Storico sulla Rivoluzione Napoletana di 1799.
Kolloquium zu aktuellen Forschungsproblemen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit
Kontakt: I. Küster, Büro Prof. Dr. Neithard Bulst, Tel.: 0521/106-3249,
Fax.: 0521/106-2966, E-Mail: buero_bulst@geschichte.uni-bielefeld.de


Fr, 16.7.2004

16.00 Uhr
R 2 - 149
Alexandra Przyrembel, Göttingen
Emotionen in der Geschichte - Probleme und Perspektiven.
Kolloquium zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Kontakt: Jutta Wiegmann, Tel.: 0521/106-3221,
E-Mail: jwiegmann@uni-bielefeld.de


Mo, 19.7.2004

18.00 Uhr
R 2 - 149
Prof. Dr. Lorenz Schulz, Frankfurt a.M.
"Transformational Justice" - Systemkriminalität und die Folgen im 20. Jahrhundert.
Kolloquium zur Zeitgeschichte
Kontakt: Henning Marmulla, E-Mail: henning.marmulla@web.de


Di, 20.7.2004

16.00 Uhr bis 18.00 Uhr
S 4 - 104
Christopher Kopper, Bielefeld
Überlegungen zu einer Geschichte des Massentourismus.
Werkstatt "Wirtschafts- und Umweltgeschichte"
Kontakt: Sekr. Prof. Abelshauser, Frau Schwigon, Tel.: 0521/106-6970,
E-Mail: cschwigo@geschichte.uni-bielefeld.de


Fr, 23.7.2004

16.00 Uhr
R 2 - 149
Karin Zachmann, München
Die Küche als Einfallstor der Moderne in ihre Gegenwelten. Akteure, Agenden und Ambivalenzen in der Verwissenschaftlichung und Technisierung der Hausarbeit.
Kolloquium zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Kontakt: Jutta Wiegmann, Tel.: 0521/106-3221,
E-Mail: jwiegmann@uni-bielefeld.de



Di, 27.7.2004
16.00 Uhr bis 18.00 Uhr
S 4 - 104
Prof. Dr. Joachim Radkau, Bielefeld
Max Weber. Ein gescheiterter Nationalökonom.
Werkstatt "Wirtschafts- und Umweltgeschichte"
Kontakt: Sekr. Prof. Abelshauser, Frau Schwigon, Tel.: 0521/106-6970,
E-Mail: cschwigo@geschichte.uni-bielefeld.de



Do, 29.7.2004

18.15 Uhr bis 20.30 Uhr
S 2 - 121
Dr. Ute Lotz-Heumann, Berlin
"... daß an Orten wie diesem auf Hofetikette nicht so strenge gehalten werde": Kurbäder im Reich des 18. Jahrhunderts als Begegnungsstätten für Adel und Bürgertum.
Kolloquium zu aktuellen Forschungsproblemen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit
Kontakt: I. Küster, Büro Prof. Dr. Neithard Bulst, Tel.: 0521/106-3249,
Fax.: 0521/106-2966, E-Mail: buero_bulst@geschichte.uni-bielefeld.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 1 14:14:52 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri Jul 2 15:51:25 2004
Subject: [WestG] [AKT] Historische Medizin, Muenster, 06.07.2004
Message-ID: s0e41c76.079@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster",
Datum: 01.07.04 11:52


AKTUELL

Historische Medizin

Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin erinnert an
Karl Eduard Rothschuh

An den Gründer des damaligen Instituts für Theorie und Geschichte
der Medizin, Prof. Dr. Karl Eduard Rothschuh, erinnert das heutige
Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin am 6. Juli
2004 mit einer speziellen Vorlesung. "Was heißt und zu welchem Ende
studiert man historische Medizin? Karl Eduard Rothschuh und die
historische Medizin" lautet das Thema der Veranstaltung, die um 17.15
Uhr im Hörsaal der Medizinischen Fakultät an der Domagkstraße 3
beginnt. Referent ist der mittlerweile emeritierte Hochschullehrer
Prof. Dr. Richard Toellner, der 1973 die Nachfolge Rothschuhs als
Institutdirektor übernommen hatte.

1959 hatte Prof. Rothschuh das Institut in Münster gegründet und
war auch sein erster Direktor und Lehrstuhlinhaber. Rothschuh
verdankte das Institut auch seine damals im Namen ausgewiesene
doppelte wissenschaftliche Orientierung auf die Theorie und Geschichte
der Medizin hin, die auch von seinem Schüler und Nachfolger Richard
Toellner beibehalten wurde. Toellner gelang es, das Institut zu einem
der größten seiner Art in Deutschland auszubauen. Neben dem
Schwerpunkt "Theorie der Medizin", der immer noch einzigartig in
Deutschland ist, und der Geschichte der Medizin hat sich als dritter
Schwerpunkt des Instituts die medizinische Ethik etabliert. Mit der im
vergangenen Jahr erfolgten Berufung der heutigen Institutsdirektorin,
der Medizinethikerin Prof. Dr. Bettina Schöne-Seifert, wurde das
Institut entsprechend umbenannt beziehungsweise um den Begriff der
Ethik erweitert.


INFO

Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin
Waldeyerstraße 27
48149 Münster
Tel. 0251/83-55291
Fax: 0251/83-55339
http://www.klinikum.uni-muenster.de/institute/itgm/





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 1 14:19:41 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri Jul 2 15:51:37 2004
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Studie_=FCber_die_Selbstgleichs?=
=?iso-8859-1?q?chaltung_der_DFG_im_NS-Staat?=
Message-ID: s0e41d8b.087@lwlapp.itz.lwl.org

Von "Josef König"
Datum: 01.07.04 11:27


AKTUELL

Nur 'politisch Würdige' ...
Keine Stipendien für jüdische Wissenschaftler
Studie über die Selbstgleichschaltung der DFG im NS-Staat

In einem Akt des vorauseilenden Gehorsams schaltete sich die Deutsche
Forschungsgesellschaft (DFG) offenbar schon kurz nach der Machtübernahme
der Nationalsozialisten 1933 selbst gleich und überprüfte
Stipendienbewerber nach politischen und rassischen Kriterien. In seinem
kürzlich erschienenen Buch "'Nur politisch Würdige' - Die
DFG-Forschungsförderung im Dritten Reich 1933-1937" geht PD Dr. Dr. Lothar
Mertens von der Fakultät für Sozialwissenschaften der RUB den bislang
unbeantworteten Fragen auf den Grund, wie die Forschungsförderung der DFG
nach 1933 ablief, wer und welche Themen gefördert wurden und welche
Kriterien bei der Stipendiatenauswahl eine Rolle spielten. Viele aus
heutiger Perspektive oft skurrile Auszüge aus den Bewerbergutachten runden
das Buch ab und liefern Beispiele für die freiwillige Instrumentierung der
DFG für den NS-Staat.

Politische Zuverlässigkeit und 'rassische' Herkunft

Jahrelang hat der Bochumer Zeithistoriker PD Dr. Dr. Lothar Mertens Archive
durchforstet und fast 7.000 Förderakten der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) aus den Jahren 1933 bis 1937 ausgewertet. Nun
hat er Bilanz gezogen: Schon in den ersten Jahren der NS-Herrschaft hatte
sich die DFG aus eigenem Antrieb selbst gleichgeschaltet. 1933/34 richtete
sie eine Personalstelle ein, die alle Stipendienbewerber bei Partei wie
auch Gestapo auf ihre politische Zuverlässigkeit und 'rassische' Herkunft
überprüfte. Selbst ihr Privatleben wurde akribisch durchleuchtet. Auch
stellte Mertens fest, dass sich die DFG aus freien Stücken in die
NS-Kriegsplanungen einbeziehen ließ und dies sogar selbst angeboten hatte.
Kein Wunder also, dass die Gesellschaft schon 1934/35 vermehrt
kriegsrelevante Rüstungsforschungen und Untersuchungen finanziell
unterstützte, die die Autarkiebestrebungen des NS-Staates vorantreiben
sollten.

Bereitwillige Instrumentierung

So prägten vor allem politisch-völkische Aspekte die Stipendienvergabe der
DFG im Dritten Reich. Schon im Frühjahr 1933, als sich die Ideologie des
braunen Staates noch nicht in allgemeinen Vorschriften und Gesetzen
eingenistet hatte, verweigerte die Gesellschaft jüdischen Wissenschaftlern
die Unterstützung. Treue NSDAP-Mitglieder dagegen, die so genannten 'alten
Kämpfer', durften sich über längere und meist höher dotierte Stipendien als
unpolitische Wissenschaftler freuen. Die Beurteilung über einen der
Bewerber spricht Bände: "Außerdem möchte ich erwähnen, dass über die Person
seines Vaters das Gerücht im Umlauf ist, er sei jüdischer Abstammung" -
wenn also nicht "dringende Gründe für eine Bewilligung vorliegen", sei ein
Stipendium abzulehnen. So hat sich DFG bereitwillig für die zweifelhaften
Ziele der Nationalsozialisten instrumentieren lassen. Das ausgeprägte
vorauseilende Gehorsam der Organisation - vor allem während der Amtszeit
des Nobelpreisträgers Johannes Stark (1934-36), einem glühenden Verehrer
der 'arischen Physik' und entschiedene Gegner Einsteins und Heisenbergs -
kam der NS-Führung entgegen.

"Vergeudung des Volksvermögens"

So bietet Mertens' Untersuchung dem Leser einen Einblick in die bisher
unbekannte Förderpraxis der DFG im Dritten Reich. Er geht darauf ein, wie
das wissenschaftliche Schaffen durch bevorzugte bzw. als 'unwichtig'
abgestempelte Forschungsbereiche gesteuert wurde und wie das Personalamt
die Funktion eines scharfen Wachhundes übernahm. In zahlreichen Zitaten und
Textauszügen lässt er Verantwortliche und Betroffene selbst zu Wort kommen
und beschwört so den Geist einer Zeit herauf, in der eine allgegenwärtige
Ideologie das gesellschaftliche Leben untergrub. So lehnte die DFG etwa
Stipendienbewerber ab, weil sie als "politisch wenig aktiv, Typ des
indifferenten Wissenschaftlers, jedoch kein Gegner" beurteilt wurden;
scheinbar unberechtigte Studien galten als "Vergeudung des Volksvermögens";
und denkende Frauen wurden mit dem Satz abgespeist: "Lieber zehn Pfund an
Wissen weniger und zehn Kalorien an Charakter mehr!". Nicht zuletzt diese
plastischen Details machen das Buch zu einer spannenden zeitgeschichtlichen
Lektüre, die es zu lesen lohnt - auch und vielleicht gerade als
Nicht-Historiker.

Titelaufnahme:
Lothar Mertens (Hg.): "Nur politisch Würdige". Die DFG-Forschungsförderung
im Dritten Reich 1933-1937. 414 Seiten, 64,80 Euro, Akademie Verlag,
München 2004, ISBN: 3-05-003877-2


INFO

Lothar Mertens
Fakultät für Sozialwissenschaften der RUB
44780 Bochum,
Tel. 0170/4153703
E-Mail: Lothar.Mertens@rub.de

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
Pressestelle
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136




From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jul 2 14:56:08 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri Jul 2 15:51:48 2004
Subject: [WestG] [AKT] Tag fuer Denkmalpflege, Muenster, 2./3. 07.2004
Message-ID: s0e57fa1.033@lwlapp.itz.lwl.org

Von "LWL-Pressestelle",
Datum: 02.07.04 13:51


AKTUELL

170 Experten beschäftigen sich beim "1. Westfälischen Tag für
Denkmalpflege" mit dem Weiterbauen am Denkmal

Ein Baudenkmal kann man auf Dauer nur erhalten, wenn es genutzt
wird. Doch was tun, wenn der Platz für die geplante Nutzung nicht
reicht? Dann darf sich ein Anbau oder ein Treppenhaus an die
historische Bausubstanz anfügen. Aber wie soll die Erweiterung eines
historischen Baudenkmals aussehen? Mit dieser Frage, die in der
Denkmalpflege fast täglich auftaucht, beschäftigten sich auf Einladung
des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) 170 Denkmalpfleger,
Architekten, Denkmaleigentümer, Mitarbeiter von öffentlichen
Verwaltungen und kirchlichen Institutionen beim "1. Westfälischen Tag
für Denkmalpflege" am Freitag und Samstag (2./3. Juli) in Münster
unter dem Titel "Weiterbauen am Denkmal - Historische und aktuelle
Beispiele von Erweiterungs- und Zusatzbauten an Baudenkmälern".

"Die Geschichte von Denkmälern und von Denkmalbereichen endet
nicht mit der so genannten Unterschutzstellung. Wenn Veränderungen
notwendig sind, erhält das Denkmal mit den Erweiterungen weitere
Geschichtsspuren", erklärt Prof. Dr. Eberhard Grunsky, Leiter des
Westfälischen Amtes für Denkmalpflege beim LWL. Ein Grund für
Veränderungen kann sein, dass ein Denkmal anders genutzt werden
soll. Oft reicht aber einfach der Platz nicht mehr aus, weil die Familie
gewachsen ist, die in einem Baudenkmal wohnt oder ein Unternehmen,
das in einem Denkmal arbeitet, expandieren möchte. "Manchmal kommen
bauordnungsrechtliche Vorgaben wie die Schaffung eines zweiten
Rettungsweges hinzu oder der Wunsch nach einem behindertengerechten
Zugang, der den Anbau von Aufzugstürmen notwendig machen kann.

Bis in die jüngere Vergangenheit haben Gemeinden ihre Kirchen erweitert
oder um Sakristeien ergänzt, weil sich die Gemeindegröße verändert
hatte oder die Gemeinde die Kirche umgestaltet hat, um sie auf andere
Art und Weise nutzen zu können", so Grunsky. Gelegentlich sei der
Anbau an ein Denkmal sogar ausdrücklich einem Eingriff in die kostbare
historische Struktur des Baudenkmals vorzuziehen, weil ansonsten
Originalsubstanz unwiederbringlich verloren gehen würde, so der
LWL-Chefdenkmalpfleger weiter. "Dann stellt sich die Frage, ob man
den Anbau möglichst unauffällig an das historische Gebäude anpassen
oder bewusst in zeitgenössischer Formensprache absetzen sollte.

Diese Entscheidung kann man nur im konkreten Einzelfall beantworten.
Dabei muss man die Denkmaleigenschaft und die geplante Nutzung
des Einzelfalls betrachten", lehnt Grunsky eine pauschale Antwort
auf eine der kniffeligsten Fragen in der Denkmalpflege ab. In acht
Kurzvorträgen haben nicht nur LWL-Denkmalpfleger sondern auch
Architekten, Hochschullehrer, kommunale Denkmalpfleger und Nutzer
von Denkmälern beim "1. Westfälischen Tag für Denkmalpflege" ihre
Sicht des Themas dargestellt. Bei drei Exkursionen in Münsters
Innenstadt, ins Münsterland (Ascheberg, Davensberg und Lüdinghausen)
und ins Ruhrgebiet (Recklinghausen, Bochum, Gelsenkirchen) haben
sich die Tagungsteilnehmer konkrete Beispiele für das Weiterbauen
am Denkmal angeschaut.

Dabei haben die 170 Tagungsteilnehmer anhand von gelungenen
und weniger gelungenen Fallbeispielen Grundsätze herausgearbeitet,
die Denkmaleigentümern und Architekten sowie der interessierten
Fachöffentlichkeit für die Zukunft als Anregung und Leitlinie dienen
können. Diese Grundsätze sehen zum Beispiel vor, dass bei Veränderungen
die Denkmalerhaltung Vorrang hat vor dem Wunsch, das Überlieferte
zu verschönern. Im Mittelpunkt steht dabei immer, die Baudenkmäler
in ihrer alten Substanz zu erhalten. "Nur diese Substanz macht sie zu
glaubhaften Geschichtszeugnissen. Verjüngungskuren oder Stilkorrekturen
sind kein angemessener Umgang mit Geschichtszeugnissen", betont
Grunsky.

Wenn Veränderungen oder Erweiterungen zwingend notwendig sind,
damit das Denkmal überleben kann, muss auch der neue Teil ein
glaubwürdiges Zeugnis für seine Entstehungszeit sein. "Auch wenn
- etwa im Rahmen eines Fassadenprogrammes " "Sünden der Vergangenheit'
durch "Rückbau' wieder "geheilt' werden, wird neu gestaltet. Ob
man sich dazu alter Formen bedienen soll und eventuell verlorene
Teile nachbildet, muss man in jedem Einzelfall sehr gründlich bedenken.
Im Zweifelsfall - und das dürfte der Normalfall sein - sollte man darauf
verzichten", rät Grunsky zur Zurückhaltung. Die Frage nach der
gestalterischen Qualität von Neuem in oder an Denkmälern oder von
Neubauten in Denkmalbereichen zu beantworten, sei keine Aufgabe
von Denkmalpflegern.

Sie hätten allein danach zu urteilen, welche Auswirkungen das Neue
auf das Alte habe, ob es Denkmalsubstanz zerstöre oder gefährde, oder
ob das Erscheinungsbild beeinträchtigt werde, so der LWL-Chefdenkmalpfleger
weiter. Hintergrund: Der "Westfälische Tag für Denkmalpflege", den der LWL
in diesem Jahr erstmals organisiert hat, wendet sich an Denkmaleigentümer,
Denkmalpfleger, Architekten, Ehrenamtliche, Mitarbeiter von öffentlichen
Verwaltungen und kirchliche Institutionen sowie die interessierte Öffentlichkeit.
Er soll künftig alle zwei Jahre stattfinden und den Teilnehmern Informationen
und Diskussionsmöglichkeiten zu einem fest umrissenen Arbeitsfeld der
Denkmalpflege bieten




From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jul 2 16:47:50 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri Jul 2 16:51:10 2004
Subject: [WestG] [AKT] Lieder aus der Geusenzeit, Muenster, 07.07.2004
Message-ID: s0e591d4.068@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster",
Datum: 02.07.04 14:43


AKTUELL

Lieder aus der "Geusenzeit"
Kammerkonzert mit der Gruppe RANS im Haus der Niederlande

Aus Anlass des Feiertages der Flämischen Gemeinschaft organisiert
das "Haus der Niederlande" am 7. Juli 2004 in Münster ein
Kammerkonzert mit dem flämischen Ensemble "RANS".

Geboten wird ein Programm mit Liedern aus der "Geusenzeit", in denen
die Beziehungen zwischen den "Niederen Landen" untereinander und zum
spanischen Herrscher und der Inquisition behandelt werden. Die Lieder
beschreiben Schlachten und historische Ereignisse, sind zuweilen
moralisierend, können aber auch sarkastisch sein. Die Gruppe "RANS"
aus Flandern besteht aus Paul Rans, Philippe Malfeyt, Piet Stryckers,
Paul Van Loey und An Van Laethem.


INFO

Das Konzert beginnt am Mittwoch, 7. Juli 2004 um 20 Uhr
Bibliothek des Hauses der Niederlande (Krameramtshaus)
Alter Steinweg 6/7

Der Eintritt beträgt fünf Euro, ermäßigt drei Euro.

Link: Haus der Niederlande
(http://www.hausderniederlande.de/)






From Alexander.Schmidt at lwl.org Fri Jul 2 17:22:48 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Fri Jul 2 17:24:50 2004
Subject: [WestG] [AKT] Service: WDR-Museums- und Archivnachrichten aus
Westfalen-Lippe
Message-ID: s0e599fd.091@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Manfred Hartmann",
Datum: 02.07.2004, 17:15


SERVICE: WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe

In Kooperation mit dem Westfälischen Museumsamt des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" einen
weiteren Service an: eine Zusammenfassung von Museums- und Archiv-
Nachrichten des Westdeutschen Rundfunks, die regelmäßig von Manfred
Hartmann erstellt wird. [MW]

Quelle:
http://www.wdr.de/nachrichten/


Nachrichten aus dem Münsterland vom 29.06.2004

Bußmann kritisiert Umbaupläne (17:56)
Der Direktor des Landesmuseums in Münster, Klaus Bußmann, geht morgen im Alter von 63 Jahren in den Ruhestand. Bußmann leitete das Museum fast 20 Jahre. Große Erfolge feierte das Museum unter seiner Führung unter anderem mit August-Macke-Ausstellungen. An seinem letzten Tag im Amt kritisierte Bußmann die Umbaupläne zum Landesmuseum: Das Konzept sei unpraktisch und über die Köpfe der Betroffenen hinweg beschlossen worden.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 28.06.2004

Graben nach alten Schmelzöfen (07:28)
Das deutsche Bergbaumuseum lässt in Siegen nach alten Schmelzöfen graben. Ab heute wollen Mitarbeiter des Bochumer Museums vier Wochen lang einen alten Verhüttungsplatz in Oberschelden untersuchen. Dort standen keltische Laténeöfen und später mittelalterliche Abstichöfen. Die Forscher erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Verfahren, mit denen früher Eisen verhüttet worden ist.

Nachrichten aus OWL vom 26.06.2004

Ausstellung eröffnet (17:44)
Das Attentat auf Hitler vom 20. Juli 44 und der bewaffnete Widerstand gegen das NS-Regime werden ab Sonntag im Mindener Preußen Museum thematisiert.
Unter dem Motto *Aufstand des Gewis-sens" sind mehr als 50 Bild- und Texttafeln zu sehen. Die Wanderaus-stellung wurde vom militärgeschicht-lichen Forschungsamt der Bundeswehr erstellt. Sie wird anlässlich des 60. Jahrestags des Attentats auf Hitler gezeigt und ist bis Ende Juli im Preußenmuseum zu sehen.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 26.06.2004

Hattingen: Eröffnungsfeier für Gebläsehalle (11:30)
Nach fünfjähriger Bauzeit werden am Samstag und Sonntag die Eröffnung der Gebläsehalle des Hattinger Industriemuseums Henrichshütte gefeiert. Die ehemalige Kraftzentrale der Hütte wurde für 9,6 Millionen Euro restauriert und umgebaut. Künftig soll die Halle, die 2.000 Besuchern Platz bietet, als Veranstaltungs- und Ausstellungshalle genutzt werden. Zur Eröffnungsfeier wird auch NRW-Städtebauminister Michael Vesper erwartet.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 25.06.2004

Museum zeigt Kirchner-Werke (15:07)
Das Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte zeigt von Sonntag an Werke des Künstlers Ernst Ludwig Kirchner. In der Ausstellung mit dem Titel *Von Dresden nach Davos" sind bis zum 5. September Zeichnungen, Aquarelle und Fotografien von Kirchner zu sehen. Der Maler, Grafiker und Bildhauer starb 1938 im Alter von 58 Jahren und gilt als ein Hauptvertreter des Expressionismus.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 25.06.2004

Ehemaliger Kaufhof soll umgebaut werden (16:03)
Die Stadt Siegen will mithilfe von Landesmitteln den ehemaligen Kaufhof umbauen. Der Wert des leerstehenden Kaufhauses in der Siegener Oberstadt ist in den vergangenen Jahren von sechs auf zwei Millionen Euro gesunken. Der Umbau kostet rund drei Millionen Euro. Die Stadt rechnet fest mit einem 80-prozentigen Zuschuss vom Land. In das alte Kaufhaus sollen die Stadtbibliothek, die Volkshochschule und das Stadtarchiv einziehen.




Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 22.06.2004

Hattingen: Renovierte Gebläsehalle der Henrichshütte fertig (14:46)
Die ehemalige Gebläsehalle der Henrichshütte in Hattingen ist fertig renoviert. Nach fünfjähriger Bauzeit eröffnet das Westfälische Industriemuseum Henrichshütte am Wochenende den ehemaligen Industriebau als Veranstaltungszentrum. Das Gebäude wurde für 9,6 Millionen Euro umgebaut und bietet nun Platz für 2.000 Besucher sowie einen Gastronomiebereich.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 22.06.2004

Museum mit Luftschutzstollen (10:21)
Zum Stadtmuseum Iserlohn gehört jetzt auch ein ehemaliger Luftschutzstollen.
Er beginnt direkt neben dem Stadtmuseum und führt 250 Meter weit bis unter die Innenstadt. 2.000 Menschen haben hier bei den Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg Schutz gefunden. Unter welchen Bedingungen sie dort gelebt haben, sollen Schulklassen und andere Gruppen bei Führungen erfahren. Am kommenden Sonntag können die Lüdenscheider zum ersten Mal reinschauen.


______________________________
Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Westfälisches Museumsamt
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Schwelingstr. 5
48145 Münster
Tel.: 0251-591-3296
Fax: 0251-591-3335
e-mail: manfred.hartmann@lwl.org




From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Jul 5 08:17:27 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Jul 5 11:24:44 2004
Subject: [WestG] [TOC] Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins 74, 2002
Message-ID: s0e90eab.055@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Lübben, Vinzenz (Stadt Minden, Archiv)"
Datum: 05.07.2004, 08:15


TOC
Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins
Bd. 74, 2002



S. 9-22
Die Wehrmacht im nationalsozialistischen Vernichtungskrieg
Von Hans-Ulrich Thamer

S. 23-50
Nationale Eintracht, konfessionelle Zwietracht?
Sedantage in Minden und Münster im Deutschen Kaiserreich
Von Frank Becker

S. 51-112
Die Delegation des Freiherrn Wilhelm von der Recke durch den Westfälischen Schutz- und Wohlfahrtsverein nach Berlin im Sommer 1848
(Anhang: Edition des Tagebuchs des Freiherrn Wilhelm von der Recke)
Von Hanna Wilde

S. 113-124
9. März 1933: SA im Amtshaus Hausberge
Die Absetzung des Amtsbürgermeisters Rudolf Günther
Von Ulrich Hussong

S. 125-134
Chorgebet und Minnesang
Der Kanoniker und Dichter Everhard von Cersne aus Minden
Von Roland Köhne

S. 135-148
Vertraut und vertraulich.
Die Geheimsprache der Buttjer in der Alt- und Fischerstadt Mindens
Von Klaus Siewert

S. 149-166
Kaiser Karl IV. in Minden (1377)
Aus dem Reisetagebuch eines mittelalterlichen Herrschers
Von Monika M. Schulte

S. 167-189
Von Adel, Einwohnerschaft und Kirche getragen.
Die Kirchspielschule in Preußisch Oldendorf ab 1584
Von Dieter Besserer

S. 191-198
Besprechungen


INFO


Der Band ist für 10,00 EUR erhältlich im Buchhandel oder gegen Rechnung bei der Geschäftsstelle des Mindener
Geschichtsvereins, Tonhallenstr. 7, 32423 Minden, Fon 0571 / 97220-0, Fax 0571 / 97220-11, Mail: w.muxfeldt@minden.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Jul 6 11:44:50 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Jul 6 11:46:46 2004
Subject: [WestG] [AKT] Neue Dinosaurierfunde im Sauerland
Message-ID: s0ea90bb.085@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 06.07.2004, 11:39


AKTUELL

Neue Dinosaurierfunde im Sauerland

Hagen (lwl). Wissenschaftler des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben im
nördlichen Sauerland 130 Millionen Jahre alte Knochenfragmente und Zähne von Dinosauriern
gefunden. Nach den Erkenntnissen der Forscher müssen dort mindestens sechs verschiedene
Gattungen, darunter pflanzenfressende Saurier (Iguanodonten) und Raubsaurier,
Krokodile, Flugsaurier und Schildkröten gleichzeitig gelebt haben. "Bisher haben wir in
Deutschland einen solchen Friedhof von verschiedenen Sauriern nebeneinander noch nicht
entdeckt", so der LWL-Paläontologe Dr. Klaus-Peter Lanser am Dienstag (6.7.) bei der
Vorstellung der Funde in Hagen.

Durch einen Kieferknochen konnten die Ausgräber zum ersten
Mal in Deutschland auch ein hasenähnliches Säugetier der Unterkreidezeit nachweisen. Die
nur wenige Zentimeter großen versteinerten Zähne, Wirbel und Knochenteile haben die
Mitarbeiter des LWL-Museums für Naturkunde seit zwei Jahren in einem Schacht mit 35 Metern
Durchmesser frei gelegt. "Dieser mindestens fünf Meter tiefe, damals mit Wasser gefüllte
Schacht muss in der küstennahen Seenlandschaft eine natürliche Falle für die Tiere gewesen
sein. Wahrscheinlich kamen nicht nur die Dinosaurier, sondern auch die übrigen Tiere an die
Tränke", erläutert Lanser. "Hier deutet sich die Nahrungskette an: die Raptoren und
Krokodile fraßen die Iguanodonten, Landschildkröten und hasenähnlichen Tiere."

Die gefundenen messerartigen Zähne und ein Krallenbein der Raubsaurier lassen nach Angaben der
Forscher auf Verwandte der Deinonychus oder Velociraptoren schließen, die als etwa zwei
Meter große, zweibeinige Raptoren in Rudeln Jagd auf ihre Beutetiere machten. Größeren
Raubsauriern konnte bisher ein einzelner Zehenknochen zugeordnet werden, dem Flugsaurier
ein Schwanzwirbel. Die pflanzenfressenden Saurier, auf die Zähne, Zehenknochen und
Hufbeine aus der Grabung hinweisen, wurden bis zu drei Meter hoch und zwölf Meter lang. Von den
Krokodilen blieben Panzerplatten und Teile eines Schädels erhalten, von den
Landschildkröten zahlreiche Reste. Die inzwischen ausgestorbenen "Hasen des
Erdmittelalters" müssen von ähnlicher Gestalt und Größe wie heutige Hasen gewesen sein.
Diese Pflanzenfresser waren damals wie die Dinosaurier weltweit verbreitet. Bereits im
Jahr 2000 hatte ein Privatmann einen Knochenfund an der heutigen Grabungsstelle dem
LWL-Museum gemeldet.

Die Ausgrabungen werden fortgesetzt. Nach der Präparation soll eine
Auswahl der mehreren hundert Funde im Westfälischen Museum für Naturkunde in Münster zu
sehen sein.





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Jul 6 11:48:59 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Jul 6 11:49:57 2004
Subject: [WestG] [AUS] Zinngiesserhandwerk in Muenster, Stadtmuseum
Message-ID: s0ea91be.094@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "FischI@stadt-muenster.de", Ingrid Fisch, Stadtmuseum Münster
Datum: 05.07.2004, 1529


PRÄSENTATION

Für Tafel und Altar - Zinngießerhandwerk in Münster
Neue Präsentation im Stadtmuseum Münster

Teller, Humpen, Kannen, aber auch Leuchter und Kelche - das Formenspektrum der als Serienprodukte in Gussformen hergestellten Zinnobjekte war reichhaltig und wandelte sich im Laufe der Jahrhunderte. Das Stadtmuseum Münster zeigt vom 3. Juli bis zum 15. August in der Jubiläumsreihe "Focus Stadtgeschichte" eine Auswahl von typischen Produkten aus der Zeit vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Unter dem Titel "Für Tafel und Altar - Zinngießerhandwerk in Münster" werden Objekte aus eigenem Bestand sowie Leihgaben aus anderen Museen und aus Privatbesitz zu sehen sein.

Zur Ausstattung von Kirchen wurden Kelche, Leuchter, Wasser- und Weinkännchen aus Zinn gefertigt, für Zünfte oder Bruderschaften aufwändige, oft mit gravierten Inschriften und Dekoren versehene "Willkommen" Humpen oder Schinkenschüsseln. Im Haushalt sowohl des Adels als auch der Bürgerschaft waren die preiswerten Zinngefäße im Vergleich zu Objekten aus Silber in großer Zahl vertreten.

Die Zunft der Kannengießer, wie die Zinngießer in Münster genannt wurden, gehört mit zu den ältesten Gilden der Stadt. Die Erwähnung eines Conrad Kanneghetere im Jahre 1348 ist bisher der älteste Nachweis für dieses Handwerk in Münster. Wann jedoch eine eigene Zunft eingerichtet wurde, ist unbekannt. Sein Ende fand das Handwerk als die Zinngießerei der Familie Albinger ihren Betrieb in Münster im Zweiten Weltkrieg schloss.

Unterschieden sich die Formen der Zinngegenstände in der Regel von jenen aus Keramik, Glas, Messing, Bronze oder Silber sonst sehr deutlich, wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts versucht, kostbare Silbergefäße zu imitieren. In der Präsentation findet sich beispielsweise eine Dreikranenkanne von Meister Friedrich Christian Fillerfang aus Münster, die um 1780 entstand. Diese Kaffeekanne mit drei Kränen bot den besonderen Komfort, dass sich jeder bei Tisch bequem von seinem Platz aus einschenken konnte.

Anfang des 19. Jahrhunderts erlebte das Zinngießerhandwerk im Biedermeier noch einmal eine Blütezeit, Mitte des 19. Jahrhunderts verdrängten jedoch das immer preiswerter gewordene und praktischere Steingut und Porzellan das Zinn bei Tisch. Ein Wasserkessel von Meister Gerhard Henrich Albinger - um 1850 entstanden - steht beispielhaft für diese Phase des Zinngießerhandwerks in Münster.


INFO

Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
48143 Münster
Tel.: 0251/492-4503
eMail: museum@stadt-muenster.de
URL: www.stadt-muenster.de/museum

Ingrid Fisch
Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
D-48143 Münster
Telefon: +49 (0)251/492-4513
Fax: +49 (0)251/492-7726
eMail: FischI@stadt-muenster.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Jul 6 14:19:12 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Jul 6 14:20:18 2004
Subject: [WestG] [AKT] Neuer Leiter des Westfaelischen Landesmuseums Muenster
Message-ID: s0eab4f1.084@lwlapp.itz.lwl.org

Von: ""LWL-Pressestelle"
Datum: 06.07.2004

AKTUELL

Dr. Hermann Arnhold soll Leiter des Westfälischen Landesmuseums für Kunst und
Kulturgeschichte werden

Dr. Hermann Arnhold soll der neue Leiter des Westfälischen Landesmuseums für
Kunst und Kulturgeschichte werden. Das hat der Personalausschuss des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Dienstag (06.07.) in Münster beschlossen.
Der LWL-Landschaftsausschuss, der am15. Juli tagt, muss dieser Empfehlung noch zustimmen.
Arnhold soll die Nachfolge von Prof. Klaus Bußmann, der am 30. Juni in den Ruhestand gegangen
ist, am 1. August antreten. Der 42-jährige Kunsthistoriker kennt das LWL-Museum bestens,
ist er doch hier zur Zeit als Leiter der Mittelaltersammlung und als Kurator der
Forschungsstelle "Westfälischer Friede" tätig. Als Projektleiter war er 1998 maßgeblich
am Erfolg der Ausstellung zum "Westfälischen Frieden" beteiligt und ist als Kurator
bedeutender Ausstellungen im Westfälischen Landesmuseum hervorgetreten. Der gebürtige
Rheinenser (Kreis Steinfurt) hat in Freiburg (Breisgau) und an der Pariser Sorbonne
Kunstgeschichte, Romanistik und Katholische Theologie studiert.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jul 7 09:42:07 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Jul 7 10:41:50 2004
Subject: [WestG] [TOC] Wittgenstein - Blaetter des Wittgensteiner
Heimatvereins e.V., Heft 2, Juni 2004
Message-ID: s0ebc590.043@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 07.07.04, 09:45


SERVICE: TOC

Wittgenstein -
Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e.V.
92. Jahrgang
Juni 2004
Band 68, Heft 2


S. 46-51
Bauer, Eberhard
Denkmal des Monats September 2004:
Königstraße 62 in Laasphe - ein Haus mit vielen Rätseln

S. 52-66
Klammer, Jost
Der außerordentlich gelehrte Magister Nikolaus Zell
Dokumente seines Schaffens und Lebens

S. 67-81
Weber, Fritz / Dörr, Fritz Walter
Die Roths auf der Laaspherhütte und ihre Häuser
Fortsetzung und Schluss

S. 81-86
Lückel, Ulf
Behördlich genehmigtes Fahrradfahren in Wittgenstein 1913 oder:
"Ein Wittgensteiner Gruß an die Tour de France"

S. 87-88
Wied, Werner
Rektor i.R. Gerhard Hippenstiel
Ein Nachruf

S. 89
Buchbesprechungen





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jul 7 10:13:36 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Jul 7 10:42:03 2004
Subject: [WestG] [TOC] Gladbeck - unsere Stadt, Nr. 2/2004
Message-ID: s0ebcce3.076@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 07.07.2004, 10:10



SERVICE: TOC

Gladbeck - unsere Stadt
Zeitschrift für Information, Werbung, Kultur- und Heimatpflege
Hrsg.: Verkehrsverein Gladbeck e.V.
32. Jahrgang
Nr. 2/2004


S. 3-17
Fiebig, Erna-Johanna
Der Bildhauer Gottfried Kappen-
seine Kunst und die Werke seiner Vorfahren

S. 18-19
Korn, Michael
Mauern-
Lebensräume aus Menschenhand für Pflanzen und die Tiere

S. 20-23
Marré, Heiner
Kirchliches Leben in Gladbeck
50 Jahre St. Johannes-Gemeinde

S. 26-28
anon.
Bürgermeister Eckhard Schwerhoff
- 10 Jahre erfolgreiche Arbeit -

S. 29
anon.
Neues Buch zur Stadtgeschichte erscheint

S. 30-31
Enxing, Heinz
"Bombensichere Häuser" in Gladbeck

S. 32-36
Schneider, Wolfgang
Das Urkataster Gladbecks

S. 37
Aus der plattdeutschen Schatztruhe

S. 38-39
Samen, Manfred
Zur Geschichte eines frühen Schulgebäudes

S. 40
anon.
Kurz belichtet

S. 41-42
Leitzen, K.-H.
Aus der alten Heimat
Frühling ist s geworden

S. 43-44
Enxing, Heinz
Wer war eigentlich...?
Carl Sonnenschein

S. 45
anon.
War der Rathausturm zuerst ohne Uhr

S. 46
Enxing, Heinz
Ehemalige Bauernhöfe wurden erkannt

S. 47-49
Wilhelm Hötten
Papa, erzähl mal vonne Arbeit:
Kesselmeister Ernst





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jul 7 10:30:18 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Jul 7 10:42:14 2004
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_50_Jahre_Seminar_f=FCr_Volkskun?=
=?iso-8859-1?q?de=2C_Muenster=2C_09=2E/10=2E07=2E2004?=
Message-ID: s0ebd0d7.034@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster",
Datum: 06.07.04, 12:10


AKTUELL

50 Jahre Seminar für Volkskunde
Am Freitag offenes Haus an der Scharnhorststraße 100


Das Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie der
Universität Münster wird 50 Jahre alt. Seit 1954 beschäftigt
sich die wissenschaftliche Einrichtung mit dem Zusammenleben der
Menschen vornehmlich in europäischen Gemeinschaften. Gefeiert wird
das Jubiläum am 9. und 10. Juli 2004: Beim "Offenen Haus" am Freitag
von 16 bis 18.30 Uhr können die Räume des Seminars an der
Scharnhorststraße 100 besucht und besichtigt werden.

Am Abend startet ein Sommerfest mit vielen Überraschungen im
Bootshaus am Aasee. Gelegenheit zum Rückblick auf die Geschichte
des Seminars im letzten halben Jahrhundert und zum Ausblick auf
die künftige Entwicklung bietet ein Jubiläumsempfang am Samstag
von 11 bis 13 Uhr in den Räumen des Coppenrath-Verlages am Hafenweg.


INFO

Seminar für Volkskunde/
Europäische Ethnologie
Scharnhorststr. 100
48151 Münster

Tel.: 0251/83-24400
Fax: 0251/83-28316
Link: (http://www.uni-muenster.de/GeschichtePhilosophie/Volkskunde/)





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jul 7 10:40:41 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Jul 7 10:42:23 2004
Subject: [WestG] [AUS] Tuerkische Einwanderer in Bochum, Dortmund,
20.06.-12.09.2004
Message-ID: s0ebd34c.057@lwlapp.itz.lwl.org

Von "LWL-Pressestelle",
Datum: 06.07.04, 12:49


AUSSTELLUNG

Zwischen Hoffnung und Einsamkeit: Türkische Einwanderer in Bochum

LWL zeigt zum Jubiläum seines Industriemuseums 'Schätze der Arbeit'

Mit einer großen Ausstellung feiert der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) in diesem Jahr das 25-jährige Bestehen
des Westfälischen Industriemuseums (WIM). Mehr als 250.000
Objekte hat das Museum in dieser Zeit zusammengetragen - ein
Gedächtnis der Region: Die Objekte liefern einmalige Einblicke in
die Arbeits- und Alltagsgeschichte der Industrialisierung. Das
Spektrum reicht vom Abortkübel bis zur Dampflok, von der
Glasmacherpfeife bis zum Henkelmann. Nur ein Bruchteil der
Stücke ist normalerweise in den Dauerausstellungen an den acht
Standorten des Museums für die Öffentlichkeit zugänglich.

Zum Jubiläum packt das Westfälische Industriemuseum sein
Lager aus und zeigt ab dem 20. Juni in der Zentrale auf der
Zeche Zollern II/IV in Dortmund rund 500 *Schätze der Arbeit".
In einer Serie stellt der LWL die originellsten, ältesten und
bedeutsamsten Exponate der Ausstellung vor. Die Türkische
Gebetskette Tesbih und die Fotoserie *Türkisches Leben im
Ruhrgebiet" Es sieht aus, als hätten sich die beiden Familien
ein Stück Heimat geschaffen, eine kleine Idylle mitten in der
Fremde: In der Küche von Leyla Can liegt ein Gebetsteppich,
auf den sich die Frau demütig kniet, im Garten pflanzt Emine
Sevim das Gemüse an, das sie von zu Hause, aus der Türkei,
kennt.

Doch die Fotos der Bochumer Fotografin Brigitte Krämer
zeigen auch die Schattenseiten: Im Treppenhaus kommt die
Tapete von der Wand, und der alte Kohleofen in der Küche
zeugt für die ärmlichen Verhältnisse, in denen die türkischen
Einwanderer leben. Die Fotografin bildet nicht nur ab. Sie hält
in ihren Werken die Atmosphäre fest, die in den kleinen
Siedlungshäusern Am Rübenkamp in Bochum-Hordel herrschte.
Dort lebten bis vor drei Jahren türkische Arbeiter mit ihren
Familien, obwohl die Koloniehäuser längst abbruchreif waren.

"Brigitte Krämer hat das Vertrauen der Bewohner gewonnen.
Nur so konnten Fotografien entstehen, die einen ganz persönlichen
Blick auf den Alltag der Menschen zulassen", erklärt Dietmar Osses,
Leiter des Westfälischen Industriemuseums Zeche Hannover in
Bochum. Und die von der Hoffnung der Gastarbeiter auf ein besseres
Leben und gleichzeitig von der Einsamkeit in Deutschland erzählen.
Seit 1984 beschäftigt sich die Bochumer Fotografin mit Ausländern
im Ruhrgebiet. Die ausgestellte Fotoserie ist eine Auswahl aus 120
Fotografien aus der Sammlung des LWL-Industriemuseums.

Sie alle haben das Leben der Türken im Ruhrgebiet zum Thema.
Nicht ihre Arbeitsplätze, nicht ihr Auftreten in der Öffentlichkeit,
sondern ihr Leben in den Wohnungen und Gärten. Als die ehemaligen
Bergarbeiterhäuser 2001 abgerissen wurden, hat man dort eine
türkische Gebetskette gefunden. Sie hing an einem Nagel über dem
Türrahmen der Küche. Ob die Bewohner sie vergessen haben, als
sie ausgezogen sind, oder ob sie die Kette absichtlich zurückgelassen
haben, weiß niemand. Auf jeden Fall gehörte die Gebetskette
jahrelang zum festen Inventar. Im islamischen Glauben wird diese
Kette dazu benutzt, kurze Gebete meditativ zu wiederholen und damit
Allah zu preisen.

Die Holzkette besteht aus 33 Perlen (drei Perlen bilden zusätzlich
den Abschluss der Kette), meistens wird eine Formel wie "Lob sei Gott"
33 Mal wiederholt. Das Gebet kann mithilfe der Kette sowohl in der
Gruppe als auch still für sich geübt werden. Die ständigen
Wiederholungen sollen die Konzentration auf das Gebet verstärken.
In der Ausstellung "Schätze der Arbeit" dokumentiert die Gebetskette
das Leben der "Gastarbeiter" in der Fremde und das Bemühen,
einzelne Dinge ihres Kulturkreises und ihren Glauben mit nach
Deutschland zu bringen, um so wenigstens den Hauch von Heimat
zu spüren. Die türkischen Arbeiter bildeten seit Anfang der 70er Jahre
die größte Gruppe der "Gastarbeiter".

Nach dem Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der
Türkei 1961 bis zum Anwerbestopp 1973 wanderten etwa
860.000 Türken ein. Während die meisten Zuwanderer aus
anderen Ländern dem Christentum angehörten, bildeten die
Türken eine Ausnahme, was mit erheblichen Schwierigkeiten für
sie verbunden war. Sie fanden kaum Gelegenheit, ihre Religion
auszuüben. Gleichzeitig stießen der islamische Glauben und die
anderen Normen und Gebräuche oft auf Misstrauen und sogar
Ablehnung in der deutschen Bevölkerung. Das führte oft zur
Ausgrenzung und damit zur Vereinsamung der ausländischen
Familien.

Dennoch blieben auch in konjunkturell schlechten Zeiten viele
türkische Einwanderer in Deutschland. Während in den 80er
Jahren bis zu 90 Prozent der ausländischen Arbeiter wieder in
ihre Heimat zurückkehrten, waren es bei den Türken nur knapp
60 Prozent. Ein Grund: Die schlechte wirtschaftliche und politische
Lage in der Türkei hatte sich nicht wesentlich gebessert. Zudem
waren die meisten türkischen Arbeiter erst seit kurzer Zeit in
Deutschland und hatten ihr Sparziel, sich in der Heimat eine
eigene Existenz aufbauen zu können, noch nicht erreicht.


INFO

Schätze der Arbeit 25 Jahre Westfälisches Industriemuseum

20. Juni bis 12. September 2004

Zeche Zollern II/IV
Grubenweg 5
Dortmund-Bövinghausen
Geöffnet dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr
Eintrittspreise: Erwachsene: 3,50 €,
ermäßigt: 2,10 €, Familienkarte: 8 €
www.industriemuseum.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 8 08:27:44 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Jul 8 08:29:22 2004
Subject: [WestG] [AKT] Prof. Dr. Matthias Wemhoff Museumsleiter im Kloster
Dahlheim
Message-ID: s0ed0598.080@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 07.07.2004, 12:05


AKTUELL

Prof. Dr. Matthias Wemhoff soll erster Museumsleiter im Kloster Dalheim werden

Prof. Dr. Matthias Wemhoff soll Museumsleiter des Klosters Dalheim
werden, das der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zum
Westfälischen Museum für Klosterkultur ausbaut. Dieser Empfehlung,
die der LWL-Personalausschuss am Dienstag (06.07.) in Münster
ausgesprochen hat, muss der LWL-Landschaftsausschuss am 15. Juli
noch zustimmen. Der 40-jährige Archäologe, der 1999 maßgeblich
an der mit über 300.000 Besuchern sehr erfolgreichen Paderborner
Karolingerausstellung beteiligt war, hat schon im Herbst 2000 die
"Betreuung der fachlichen Aktivitäten" in Dalheim übernommen.

Nachdem die LWL-Landschaftsversammlung im November letzten
Jahres den Grundsatzbeschluss gefasst hat, in Dalheim das
Westfälische Museum für Klosterkultur zu errichten, ist das Projekt
so weit fortgeschritten, dass es eine Leitung vor Ort erfordert.
Wemhoff, der in Bamberg, Freiburg und Münster Archäologie,
Mittlere Geschichte und katholische Theologie studiert hat,
wird bis auf weiteres auch das LWL-Museum in der Paderborner
Kaiserpfalz leiten.


INFO

Kloster Dalheim
Westfälisches Museum für Klosterkultur
Landesmuseum
Am Kloster 9
33165 Lichtenau
Telefon: (05292) 9319-0
Telefax: (05292) 9319-19
(Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr)
E-Mail: kloster-dalheim@lwl.org





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Jul 12 08:31:28 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Jul 12 08:37:54 2004
Subject: [WestG] [AKT] 160 Jahre Holzschliff zur Papierherstellung
Message-ID: s0f24c79.023@lwlapp.itz.lwl.org

Von: Pressestelle der WWU Münster,
Datum: 09.07.2004, 12:42


AKTUELL

160 Jahre Holzschliff zur Papierherstellung
Historische Schleifapparate an der Universität Münster erstellt

Am Institut für Technik und ihre Didaktik der Universität
Münster wurden im Sommersemester im Rahmen eines Projekts nach
historischen Angaben zwei Schleifapparate zur Erzeugung von
Holzschliff, einem Rohstoff der Papierherstellung, erstellt.

Die Apparate erlauben es, Angaben des Erfinders des Holzschliffes,
Friedrich Gottlob Keller (1816 - 1895), zu überprüfen, ebenso wie
die Darstellung von Papierhistorikern zu dieser Erfindung. Erste
Untersuchungsergebnisse im Institut bestätigen weitgehend Kellers
Angaben zur Leistungsfähigkeit seiner Erfindung und der
Brauchbarkeit von Holzschliff zur Herstellung von Papier. Gleichzeitig
deckten sie aber Mängel in einigen papierhistorischen Darstellungen
auf. So widerlegen sie die Behauptung, dass ein oft dargestellter,
ursprünglich in Mainz aufbewahrter Apparat das Original von Kellers
erstem Holzschleifer sei.

Weitere experimentelle Untersuchungen werden im Museum in Hagen
durchgeführt. Dort stehen die Apparate, die auch unter
museumspädagogischen Aspekten erstellt wurden, anschließend den
Museumsbesuchern zur eigenen Betätigung und Sammlung von Erfahrungen
zur Verfügung.

Unter der Leitung von Dr. Karl Pichol lagen die Ausführung und
Erprobung in den Händen von Werkmeister Paul Zurstraßen und
Studierenden des Fachs Technik. Das Projekt war eine Zusammenarbeit
mit dem Westfälischen Freilichtmuseum Hagen und dem dort für die
museumspädagogische Arbeit Verantwortlichen, Dr. Hubert Köhler,
und wurde von dem Tapeten- und Wandbekleidungshersteller Erfurt in
Wuppertal finanziert.







From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Jul 12 09:17:33 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Jul 12 09:21:22 2004
Subject: [WestG] [WWW] Neue Version von Kulturatlas Westfalen online
Message-ID: s0f25733.079@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 09.07.2004, 11:44


WWW

Kulturatlas Online: Größte Datensammlung zur westfälischen Kultur erschließt sich über
Karten jetzt schneller

Paderborn/Westfalen (lwl). Der Kulturatlas-Westfalen, der bereits bei seinem Start vor
zwei Jahren die größte Datensammlung zur westfälischen Kultur war, ist mittlerweile von
5.600 auf fast 8000 Einträge gewachsen. Trotzdem können Internet-Nutzer sich jetzt noch
schneller in der kulturellen Vielfalt der westfälischen Städte und Gemeinden
zurechtfinden. Denn am Freitag (09.07.) haben der Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL) und die Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial-Versicherungen unter der
Internetadresse www.kulturatlas-westfalen.de eine neue Version des Kulturatlasses
Westfalen online geschaltet.

Das besondere daran: Die Internet-Nutzer können jetzt
schnell auf verschiedenen Karten durch die Kulturlandschaft Westfalen navigieren. "Als
Eingangstor zum kulturellen Leben in Westfalen-Lippe bietet der Kulturatlas mit seinen
neuen interaktiven Karten hervorragende Möglichkeiten, die kulturellen Angebote
Westfalens als Gesamtregion oder in seinen Teilregionen virtuell sichtbar zu machen", so
LWL-Kulturdezernent Prof. Dr. Karl Teppe. Wie schon bei der Buchform des Kulturatlasses und
der ersten Internetversion haben die Kulturstiftung der Westfälischen
Provinzial-Versicherungen und der LWL an einem Strang gezogen. "Westfalen definiert sich
kulturell nicht nur über die Kulturstadt Münster, sondern über ein Netz von Kulturstätten in
der Region. An allen diesen Orten ist die Westfälische Provinzial als Versicherer aber auch
als Kulturförderer über ihre Kulturstiftung präsent. Daher lag es nahe, dieses Netz von
Ahaus über Paderborn bis Witten - wir nennen es das Westfälische Netzwerk Kultur - sichtbar zu
machen, zunächst in Buchform, dann im Internet, dort ab heute auch mit interaktiven Karten",
so Helmut Rudolph von der Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial-Versicherungen.

Neu am Kulturatlas sind aber nicht nur die Karten mit ihren 1600 Symbolen, über die man
detaillierte Informationen zu verschiedensten Kultureinrichtungen wie Museen, Theater
und Galerien, aber auch zu Heimatvereinen, Festen, Hochschulen und Medien erhält. Neu sind
auch die Sehenswürdigkeiten. "Zum Start der neuen Version haben wir bereits rund 400 Burgen
und Schlösser, Kirchen und Klöster, Gärten und Parks, kultur-historische und
Naturdenkmäler, historische Ortskerne und Stadtbefestigungen eingegeben. Dieses
Angebot werden wir weiter ausbauen", nennt Stefan Althaus, der den Kulturatlas bei der
Geographischen Kommission des LWL betreut, eine weitere Neuerung. "Wer beispielsweise auf
einer Geschäftsreise eine Pause zwischen zwei Terminen überbrücken will, oder den
Verwandtenbesuch mit einem Kulturausflug kombinieren möchte, kann über die Karte schnell
einen Überblick über die Angebote seiner Zielregion bekommen", so Althaus weiter. Mit dem
Kulturatlas kann man sich aber auch seine ganz persönliche Themenroute zusammen stellen. -
Wer sich für die Industriekultur interessiert, gibt einfach unter "Gezielte Suche' das
Stichwort "Industrie" ein. Der Kulturatlas zeigt die Museen oder andere Institutionen an,
die sich mit der Industriekultur beschäftigen. Mit einem Klick kann man sich das jeweilige
Museum in der Karte anzeigen lassen und so seine eigene Kulturtour zusammenstellen oder sich
mit einem angebundenen Routenplaner den schnellsten Weg von der eigenen Haustür bis zum
Museumsparkplatz anzeigen lassen.

"Hier können rund um die Uhr, die aktuellsten
Informationen abgerufen werden. Das ist möglich, weil Kulturanbieter über
Online-Formulare ständig neue Daten eingeben oder alte aktualisieren können", betonen
Teppe und Rudolph den Service-Charakter des Angebotes. Das kulturelle Leben in
Westfalen-Lippe sei sehr vielfältig und ständig in Bewegung. Damit Kulturinteressierte da
den Überblick behalten könnten, habe der LWL als Kulturdienstleister für die Region
gemeinsam mit der Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherungen das neue
Angebot geschaffen. "Der Kulturatlas ist eine riesige Info-Börse, auf der engagierte
Bürger in den Gemeinden ihre kulturelle Arbeit ebenso darstellen können wie große
Kultureinrichtungen", so Teppe weiter.

In einer künftigen weiteren Ausbaustufe sollen interaktive Themenrouten zu Literatur, Architektur,
Kunst sowie zu herausragenden Sehenswürdigkeiten und auch Freizeittouren für Radfahrer den
Kulturatlas ergänzen. "Der LWL kann hier aus seinem Kulturnetz schöpfen, beispielsweise aus den Bereichen
Archäologie, Denkmalpflege oder Industriekultur", schaut Teppe in die Zukunft.

Der Kulturatlas in Zahlen:
-Zur Zeit fast 8000 Einträge aus allen 231 Städten und Gemeinden
Westfalens, die sich auf 2000 Orte und Ortsteile beziehen.
- genannte Einrichtungen u. a.: fast 600 Museen, über 800 Feste und Märkte, über 1.000 Veranstaltungsstätten,
über 1.500 Heimatvereine und Heimatpfleger
- Kontakt: über 2.500 E-Mail-Adressen, über 2.200 Links

Die Daten sind in folgende Kategorien aufgeteilt: Museen Bildende Kunst Darstellende Kunst
Veranstaltungsstätten, Spielorte Veranstaltungen, Feste, Märkte Kulturveranstalter
Brauchtum Bildung Literatur Kunstvereine u. Stiftungen Musik Medien Sehenswürdigkeiten











From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Jul 12 12:16:22 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Jul 12 12:28:18 2004
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Vortrag_Winter/Blindow=3A_Geoph?=
=?iso-8859-1?q?ysik_und_Arch=E4ologie=2C_MS_15=2E07=2E2004?=
Message-ID: s0f28138.074@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle WWU Münster",
Datum: 12.07.2004, 12:11



AKTUELL

Geophysik und Archäologie
Mit Naturwissenschaften der Vergangenheit auf der Spur


Ohne Hilfe der modernen Naturwissenschaften kommen
Altertumswissenschaftler heute nicht mehr erfolgreich der
Vergangenheit auf die Spur. Über ein gemeinsames Projekt von
Archäologen und Geophysikern in Kommagene in der Südost-Türkei
berichten Prof. Dr. Engelbert Winter vom Seminar für Alte Geschichte
und Dr. Norbert Blindow vom Institut für Geophysik der Universität
Münster am 15. Juli 2004 in Münster. Die Vortragsveranstaltung
beginnt am Donnerstag um 18.15 Uhr im Hörsaal der Geowissenschaften
an der Robert-Koch-Straße 28 (Hüffergarten). Sie beendet eine
Ringvorlesung zum Thema "Menschen - Artefakte - Alte Kulturen" im
Sommersemester 2004.






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Jul 12 12:21:33 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Jul 12 12:28:27 2004
Subject: [WestG] [AKT] W. Beck und B.-W. Linnemeier erhalten Foerderpreis des
Mindener Geschichtsvereins
Message-ID: s0f2825c.094@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Lübben, Vinzenz (Stadt Minden, Archiv)"
Datum: 12.07.2004, 11:31


[AKT] Förderpreis des Mindener Geschichtsvereins an Wolfhart Beck und Bernd-Wilhelm Linnemeier

Der mit 2.500 EUR dotierte Förderpreis des Mindener Geschichtsvereins wird zu gleichen Teilen an
Dr. Wolfhart Beck für seine Arbeit über "Westfälische Protestanten auf dem Weg in die Moderne.
Die evangelischen Gemeinden des Kirchenkreises Lübbecke zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik"
und an Dr. Bernd-Wilhelm Linnemeier für seine Arbeit über "Jüdisches Leben im Alten Reich. Stadt und
Fürstentum Minden in der Frühen Neuzeit" vergeben.

Der zum zweiten Mal vergebene Förderpreis des Mindener Geschichtsvereins zeichnet herausragende
wissenschaftliche Forschungen zur Geschichte aller Epochen auf dem Gebiet des ehemaligen
Fürstentums Minden bzw. des heutigen Kreises Minden-Lübbecke aus. Zur Teilnahme am Wettbewerb
waren alle Interessierten aufgefordert, die sich beruflich oder in ihrer Freizeit mit der wissenschaftlichen
Erforschung der Geschichte unserer Region in allen ihren Facetten - beispielsweise Sozial- und Wirtschaftsgeschichte,
Religionsgeschichte, Literatur-, Sprach- und Kunstgeschichte, Orts- und Personengeschichte - beschäftigen.

Die Verleihung des Förderpreises erfolgt im September in festlichem Rahmen. Im Oktober werden sich
die Preisträger dann mit ihren Forschungen der Öffentlichkeit vorstellen.





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Jul 12 12:23:37 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Jul 12 12:28:35 2004
Subject: [WestG] [TOC] Ravensberger Blaetter, H. 1, 2004
Message-ID: s0f282e2.099@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Ruhnke, Ingrid"
Datum: 12.07.2004, 11:38


SERVICE: TOC

Ravensberger Blätter
Organ des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg e. V.
Erstes Heft 2004


100 Jahre Stadttheater Bielefeld

S. 1 - 13
Gerhard Renda
Stilcollage und Sternenhimmel.
Die Entstehung des Bielefelder Stadttheaters vor hundert Jahren

S. 14 - 28
Bernd J. Wagner
Opferfreudigkeit und Kunstsinn.
Die Theaterfrage im Spiegel ihrer Finanzierbarkeit (1884 - 1918)

S. 29 - 35
Ulrich Schmidt
"Höheren Kunstansprüchen entsprechend".
Die Theaterdirektoren Berstl und Cahnbley

S. 36 - 40
Eva Reichmann
Bielefeld - Provinz oder Welttheater?

S. 41 - 46
Ulrich Schmidt
Das Bielefelder Opernwunder

S. 47 - 49
Heiner Bruns
Das rechnet sich! Plädoyer eines langjährigen Intendanten

S. 50 - 61
Buchbesprechungen






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Jul 12 12:26:54 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Jul 12 12:28:47 2004
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BTOC=5D_89=2E_Jahresbericht_des_Histori?=
=?iso-8859-1?q?schen_Vereins_f=FCr_die_Grafschaft_Ravensberg?=
Message-ID: s0f283aa.015@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Ruhnke, Ingrid"
Datum: 12.07.2004, 11:07


SERVICE: TOC

Johannes Altenberend (Hg.): Ein Haus für die Geschichte. Festschrift für
Reinhard Vogelsang
89. Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg,
Bielefeld 2004
ISBN 3-89534-529-6. Gebunden, 23x15 cm. 520 S. 63 SW-Abb. 6 Farbabb. 29,00 €



S. 9 - 10
Jürgen Kocka:
Geleitwort

S. 11 - 14
Johannes Altenberend:
Ein Haus für die Geschichte * Das Haus ist für jeden offen.

S. 15 - 24
Daniel Bérenger:
Zur Vorgeschichte des heutigen Siedlungsbildes von Steinhagen

S. 25 - 42
Brigitte Brand:
Vom blauen Saal zum Backsteinkeller. Zur Entwicklung städtischer Bauformen
in Bielefeld

S. 43 - 48
Dieter Lammers:
Mittelalterliche und neuzeitliche Spielzeugfunde von der Welle in Bielefeld

S. 49 - 52
Harald Grundmann, Brigitte Brand:
Das Bielefelder Sonnenuhrfragment * ein rätselhafter Fund bei den
archäologischen Grabungen an der Welle (2000*2002)

S. 53 - 76
Harald Wixforth:
Die Gogerichtsbarkeit und die Darstellung von Problemen des bäuerlichen
Lebens in Gogerichtsurteilen

S. 77 - 94
Heinrich Rüthing:
Der Levitenstuhl von St. Jodokus in Bielefeld

S. 95 - 111
Uwe Standera:
Die ravensbergischen Pfarrerfamilien Varenholz

S. 113 - 135
Helmut Hüffmann:
Der dänische Überfall auf die Stadt Lübbecke im Jahre 1627 und die
Grappendorfschen Forderungen

S. 137 - 154
Roland Köhne:
Ein Gebet- und Liederbüchlein der Herforder Äbtissin Hedwig Sophie Auguste
(1705*1764) in der Bibliothek des Ratsgymnasiums Bielefeld

S. 155 - 167
Bernd Hey:
Schnapsbrennen in Steinhagen - Mäßigkeitspropaganda in Brockhagen

S. 169 - 188
Gertrud Angermann:
An ihrem Äußeren sollt Ihr sie erkennen! Silhouetten einer
Lippstadt-Bielefelder Kaufmannsfamilie von 1791 und einer Müllerfamilie des
Kirchspiels Dornberg von 1805

S. 189 - 210
Bärbel Sunderbrink:
Zwischen Tradition und bürgerlicher Rationalität. Friedhofsverlegungen im
19. Jahrhundert in Minden-Ravensberg

S. 211 - 240
Johannes Altenberend:
Die Säkularisation des Bielefelder Franziskanerklosters St. Jodokus. Von der
Kloster- zur städtischen Pfarrgemeinde

S. 241 - 269
Frank Konersmann:
Kooperation und Konfrontation zwischen protestantischem Unternehmer und
katholischer Kirche in Ostwestfalen während des 19. Jahrhunderts

S. 271 - 288
Alfred Menzel:
Johann Heinrich Scherr * Bielefelder Pfarrer und ravensbergischer
Superintendent

S. 289 - 316
Martin Tabaczek:
Ein unchristlicher Streit um das Christliche Gesangbuch

S. 317 - 340
Monika Minninger:
Ostwestfälische Vormärz-Flüchtlinge und Forty-Eighters in Nordamerika

S. 341 -360
Bernd J. Wagner:
Armut und Krankheit. Ein Beitrag zur Finanzierung der Krankenhauspflege in
Preußen

S. 361 - 381
Jürgen Büschenfeld:
Stadt und Umwelt im Industrialisierungsprozeß - Ein Beitrag zur Bielefelder
Umweltgeschichte

S. 383 - 400
Karl Ditt:
Der "Minden-Ravensberger" - Zum Wandel eines Sozialstereotyps im 19. und 20.
Jahrhundert

S. 401 - 412
Gerhard Renda:
Bauen für Bielefeld * der Stadtbaurat Friedrich Schultz

S. 413 - 430
Norbert Sahrhage:
Zur politischen Kultur in der Stadt Herford in den Anfangsjahren der
Weimarer Republik

S. 431- 448
Harald Propach:
Theodor von Sicard (1885*1968). Pfarrer an der Altstädter Nicolaikirche in
Bielefeld

S. 449 - 466
Hans-Jörg Kühne:
Augenzeugenberichte: Der Großangriff auf Bielefeld am 30. September 1944

S. 467 - 478
Rolf Westheider:
Zwei Kriege, ein Denkmal. Die Bielefelder Sondererinnerung des
Kriegsgefangenenschicksals

S. 479 - 487
Karl Beckmann:
Die Demontage der Firma Arntzen-Leichtbau KG in Brackwede nach dem Zweiten
Weltkrieg

S. 489 - 514
Wolfgang Emer, Uwe Horst:
Die Region im Geschichtsunterricht. Zur Theorie und Praxis eines
didaktischen Konzepts

S. 515 - 518
Schriftenverzeichnis von Reinhard Vogelsang

S. 519 - 520
Mitarbeiterverzeichnis






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Jul 12 13:19:04 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Jul 12 13:19:58 2004
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe
Message-ID: s0f28fe5.015@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Manfred Hartmann"
Datum: 12.07.2004, 11:23


AKTUELL

SERVICE: WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe

In Kooperation mit dem Westfälischen Museumsamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" einen weiteren Service an: eine Zusammenfassung von Museums- und Archiv-
Nachrichten des Westdeutschen Rundfunks, die regelmäßig von Manfred
Hartmann erstellt wird. [MW]

Quelle:
http://www.wdr.de/nachrichten/




Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 10.07.2004

Marl: Medienkunst-Preise werden verliehen (13:09)
Im Marler Skulpturenmuseum Glaskasten werden am Sonntag Vormittag die Medienkunst-Preise an Video- und Medienkünstler verliehen. Den Video-Kunstpreis erhalten die Bielefelder Christoph Girardet und Matthias Müller. Die Video-Installations-Preise gehen an Claudius Wachtmeister aus Duisburg, Tim Coe aus Berlin und die Münchenerin Stefanie Unruh.
Gleichzeitig werden auch die Deutschen Klangkunst-Preise verliehen. Sie gehen an Katja Kölle aus Viersen, José Antonio Orts aus Berlin und den Kölner Hubert Steins. Der von WDR 3 vergebene Preis für eine radiophone Klangkunstsendung geht an den Dortmunder Thomas Köner.




Nachrichten aus Südwestfalen vom 10.07.2004

Saurierfunde im Hönnetal (12:27)
Forscher des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe wollen noch mindestens fünf Jahre in einem Steinbruch im Hönnetal bei Balve nach Überresten von Dinosauriern suchen. Sie hoffen, dort neue Saurierarten zu entdecken und auch große Knochen der Urtiere. Bislang haben sie fast 500 Fundstücke geborgen. Sie werden im Naturkundemuseum in Münster gereinigt, präpariert und untersucht.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 10.07.2004

Museum Abtei Liesborn feiert (09:46)
Nach einjähriger Bauzeit ist am Samstag Vormittag die Erweiterung des Museums Abtei Liesborn in Wadersloh offiziell eröffnet worden. Die Ausstellungsfläche wurde für 1,8 Millionen Euro um rund 1000 Quadratmeter ergänzt. Das Museum verfügt über eine der größten Kruzifixsammlungen Europas. Neben der Einweihung des Anbaus präsen-tierten im Museum zum diesjährigen Handwerkstag unter anderem Buchbinder und Hufschmiede alte Fertigungstechniken.




Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 09.07.2004

Nationalgalerie plant Filiale in Dortmund (07:36)
Die Berliner Nationalgalerie plant eine Filiale in Dortmund. In einem ersten Schritt werden 2005 in der Kunsthalle am Museum für Kunst und Kulturgeschichte Gemälde und Skulpturen der Berliner Alten Nationalgalerie gezeigt. Später sollen Werke des 19. und 20. Jahrhunderts im ehemaligen Brauereigebäude dem Dortmunder U ausgestellt werden.




Nachrichten aus dem Münsterland vom 09.07.2004

Lindenberg-Platz in Gronau (07:19)
Nach dem Rockmusiker Udo Lindenberg wird künftig ein Platz in seiner Heimatstadt Gronau benannt, und zwar der vor dem Rock- und Popmuseum. Lindenberg sei maßgeblich an der Idee zu dem Museum beteiligt gewesen, hieß es zur Begründung


Nachrichten aus dem Münsterland vom 08.07.2004

"Kulturforum"-Finanzierung unklar (06:42)
Die Finanzierung des so genannten *Kulturforums" in Münster bleibt umstritten. CDU und SPD rechnen weiterhin damit, dass sich das Land auch nach der Änderung der Museumsbau-Pläne an den Kosten beteiligt. Nach Ansicht der Grünen fehlt dazu jedoch die Rechtsgrundlage, weil nicht ein neues Museum entstehen soll, sondern nur noch eine Ausstellungshalle gebaut und das Landesmuseum erweitert werden soll.




Nachrichten aus dem Münsterland vom 07.07.2004

Münsteraner wird Museumsleiter (17:57)
Ein Wissenschaftler aus Münster soll Leiter des größten Museums für Klostergeschichte in Europa werden. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe will Matthias Wemhoff die Leitung des neuen Klostermuseums Dalheim im Kreis Paderborn übertragen. Der 40-jährige Archäologe war bereits maßgeblich am Erfolg der Paderborner Karolingerausstellung vor fünf Jahren beteiligt.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 07.07.2004

Umstrittene Museumsberufung (11:46)
Kritik an der Neubesetzung der Direktorenstelle am Landesmuseum in Münster hat der Vorsitzende des Westdeutschen Künstlerbundes, Ekkehard Neumann geübt. Sollte mit der Berufung von Hermann Arnhold als Museumsdirektor ein Richtungswechsel verbunden sein, hätte dies beispielsweise für die Skulpturenausstellung 2007 fatale Folgen.




Nachrichten aus dem Münsterland vom 06.07.2004

Dinosaurierfunde bald in Münster (17:00)
Forscher haben in Balve im nördlichen Sauerland einen Dinosaurierfriedhof entdeckt, das teilte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe in Münster mit. Die Überreste von Raub und Flugsauriern, Krokodilen und Schildkröten sind bis zu 130 Mio Jahre alt. Nach der Präparation soll eine Auswahl der 500 Funde im Westfälischen Museum für Naturkunde in Münster zu sehen sein.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 06.07.2004

Neuer Direktor im Landesmuseum (16:49)
Neuer Direktor des Westfälischen Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Münster soll Herrmann Arnhold werden. Dafür hat sich am Montag der Personalausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe ausgesprochen. Der 42-Jährige Kunsthistoriker ist derzeit Leiter der Mittelaltersammlung im Landesmuseum. Arnhold tritt damit die Nachfolge von Klaus Bußmann am 1. August an.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 05.07.2004

Mehr Museumsbesucher in Haltern (08:26)
Einen Anstieg der Besucherzahlen meldet das Römermuseum in Haltern. Knapp 19.000 Menschen kamen in der ersten Jahreshälfte in das Museum. Das waren rund 8 % mehr als im Vorjahreszeitraum.

Fußball-Zug fährt wieder (12:34)
Genau 50 Jahre nach dem "Wunder von Bern" fährt er wieder: der Zug, der die deutschen Fußball-Weltmeister 1954 aus der Schweiz zurück gebracht hatte. Mit an Bord: BVB-Veteran Aki Schmidt und andere Fußball-Größen, sowie Schauspieler des gleichnamigen Films. Die legendäre Bahn startet heute und morgen jeweils um 10 Uhr am Dortmunder Bahnhof Westfalenhallen. Zwei Stunden später erwartet die 380 Passagiere ein buntes Show-Programm im Bochumer Eisenbahnmuseum.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 29.06.2004

Bußmann kritisiert Umbaupläne (17:56)
Der Direktor des Landesmuseums in Münster, Klaus Bußmann, geht morgen im Alter von 63 Jahren in den Ruhestand. Bußmann leitete das Museum fast 20 Jahre. Große Erfolge feierte das Museum unter seiner Führung unter anderem mit August-Macke-Ausstellungen. An seinem letzten Tag im Amt kritisierte Bußmann die Umbaupläne zum Landesmuseum: Das Konzept sei unpraktisch und über die Köpfe der Betroffenen hinweg beschlossen worden.



INFO

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Westfälisches Museumsamt
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Schwelingstr. 5
48133 Münster
Tel.: 0251-591-3296
Fax: 0251-591-3335
e-mail: manfred.hartmann@lwl.org




From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Jul 12 16:56:31 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Jul 12 17:00:48 2004
Subject: [WestG] [AKT] Feier zur Einrichtung des Landesarchivs NRW auf
Schloss Augustusburg
Message-ID: s0f2c2d5.053@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle MSWKS NRW"
Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport
des Landes Nordrhein-Westfalen
Datum: 12.07.2004, 17:00


AKTUELL

Feier zur Einrichtung des Landesarchivs NRW auf Schloss Augustusburg

Die vier nordrhein-westfälischen Staatsarchive sind mit einer verbesserten Struktur und einem neuen Technischen Zentrum in Münster für die Zukunft gerüstet. Seit Anfang des Jahres besteht das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Düsseldorf als zentrale Einrichtung. Die bisherigen Staats- und Personenstandsarchive an den Standorten Düsseldorf, Brühl, Detmold und Münster arbeiten jetzt als Abteilungen des von Prof. Wilfried Reininghaus geleiteten Landesarchivs. NRW-Kulturminister Michael Vesper begrüßte heute auf einer Feier in Schloss Augustusburg in Brühl bei Köln vor rund 180 Gästen aus Verwaltung, Politik und Archiven in ganz Deutschland die Neuerungen:*Unsere Archive bilden die Landesgeschichte im Großen wie im Kleinen ab. Ihre Modernisierung ist unverzichtbar, denn Archivalien sind unverzichtbar für das Langzeitgedächtnis und die Selbstvergewisserung der Gesellschaft."

Als Eckpunkte für die Arbeit der Landesarchive nannte deren Leiter, Prof. Reininghaus, vor allem die Suche nach Kriterien zur Auswahl der wichtigsten Fakten, eine bessere Erfassung von digitalen Unterlagen, eine kundenorientierte Erschließung der Bestände über das Internet und die aktive Öffentlichkeitsarbeit. Alle NRW-Archive im Landesarchiv zählen rund 6.400 Nutzer pro Jahr (19.000 Benutzertage). Der Online-Verbund "archive.nrw.de" wurde in 2003 bereits von zwei Millionen Interessenten genutzt. Er soll in diesem Jahr weiter ausgebaut werden.

Mit der Modernisierung der Archive folgte das Land den Empfehlungen von Unternehmensberatern: Sie hatten - gegen jeden Zeittrend - festgestellt, dass die NRW-Archive über deutlich zu wenig Personal- und Sachmittel verfügen. Beim Erschließen und Erhalt der Bestände (rund 162 Regal-Kilometer mit Dokumenten vom 7. bis zum 21. Jahrhundert) gibt es dramatische Rückstände. Auch die Arbeit zwischen den einzelnen Standorten soll besser koordiniert werden.






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Jul 13 08:11:17 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Jul 13 08:18:42 2004
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter, Soester Anzeiger, Juli 2004
Message-ID: s0f3993a.046@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Marcus Weidner",
Datum: 13.07.2004, 08:04


SERVICE: TOC

Heimatblätter -
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage: Soester Anzeiger
2004
Juli
Nr. 296
o. Seitenangaben


Köhn, Gerhard
Durchreise des Königs ohne "rauschendes Festgepränge"
Doch acht Ehrenbögen wurden für Friedrich Wilhelm III. im September 1825 in Soest aufgestellt

Haarmann, Franz
Mit großer Majorität gewählt
Das stand im Central-Volksblatt für den RB Arnsberg
[betr. Wahl Hüttemanns zum Direktor des Werler Gymnasiums 1914]

Multhaupt, Hermann
"Ich bin ein Sohn der roten Erde..."
Zum 150. Geburtstag und 100. Todestag des westfälischen Dichters Peter Hille

Beaugrand, Günter
Gartenkultur im Zeichen der Schöpfung
Vom Klostergarten bis zur Friedhofsgestaltung - Interessante Doppelausstellung im Heimathaus Münsterland und Kloster Bentlage

Platte, Hartmut
Die ältesten Funde stammen aus dem 8. Jahrhundert
Aufschlussreiche Ausgrabungen am "Petrigemeindehaus" Soest

Deisting, Heinrich Josef
Wie kam der nackte Mann in historische Proezssakten?
Vom bildhaft gewordenen Ärger eines Werler Schreibers aus dem 16. Jahrhundert (Schluss)





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Jul 13 08:15:54 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Jul 13 08:18:57 2004
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag Gabriel: Die Kirchen und die Umweltfrage, MS
15.07.2004
Message-ID: s0f39a50.057@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Bettina Hiller"
Datum: 12.07.2004, 15:04


AKTUELL

Die Kirchen und die Umweltfrage: Nachhaltigkeit als sozialethisches Prinzip

Vortrag von Prof. Dr. Dr. Karl Gabriel
Institut für Christliche Sozialwissenschaften, Katholisch-Theologische
Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe "Aspekte der Umweltforschung *
Geschichte(n) der Umweltforschung: von der Antike bis zur Gegenwart"
des Zentrums für Umweltforschung der Westfälischen Wilhelms-Universität
Münster

am 15. Juli 2004 von 18.15 Uhr bis 19.45 Uhr
im Institut für Botanik und Botanischer Garten, Schlossgarten 3 (Hörsaal)


Abstract

Erst seit etwa 30 Jahren hat - über Einzelinitiativen hinaus - das kirchliche
Engagement in Umweltfragen deutlich zugenommen. Heute gibt es zahlreiche
Akteure und Praxisfelder kirchlichen Umweltengagements angefangen von den
Gemeinden vor Ort bis zur Ebene der Weltkirche. Als ethisch-politischer
Leitbegriff kirchlichen Handelns hat sich der Begriff "nachhaltige Entwicklung"
durchgesetzt. Die Verbindung zu Fragen weltweiter Gerechtigkeit und zur
Armutsbekämpfung ist den kirchlichen Akteuren dabei besonders wichtig.
Angesichts der Globalisierung der Märkte und der Umweltbelastungen kommt
aus der Sicht Christlicher Sozialethik das Nachhaltigkeitsprinzip nicht
ohne die Forderung nach einer weltweiten Solidarität aus. Dabei können
Lösungen nicht von oben, sondern nur "von unten", unter Einbezug
zivilgesellschaftlicher Kräfte und unter Gewährung regionaler Eigenständigkeit
gefunden werden. Die Vorlesung wird in die historische Entwicklung, Praxis
und Theorie des kirchlichen Umweltengagements einführen.


Angaben zur Person des Referenten Prof. Dr. Dr. Karl Gabriel

Studium in Königstein/Ts., München, Tübingen, Frankfurt und Bielefeld
Diplom in Katholischer Theologie 1969 in Tübingen
Diplom in Soziologie 1973 in Bielefeld
Promotion in Soziologie 1977 in Bielefeld
Habilitation in Theologie 1992 in Würzburg
1974-1980 Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bielefeld
1979 Lehrstuhlvertretung an der Universität/Gesamthochschule Kassel
1980-1998 Professor für Soziologie, Pastoralsoziologie und Caritaswissenschaft
an der Katholischen Fachhochschule Norddeutschland Osnabrück/Vechta
Seit 1998 Professor für Christliche Sozialwissenschaften an der Katholisch-
Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Direktor
des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften.
Forschungsschwerpunkte: Sozialkatholizismus; christlich-soziale Bewegung,
Solidarität in der modernen Gesellschaft, ethische Fragen der Globalisierung.


INFO

Dr. Bettina Hiller
Geschäftsführerin - Bereich Medizin/Naturwissenschaften
Zentrum für Umweltforschung
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Mendelstr. 11, D-48149 Münster
Tel: ++49 (0)251 - 83 384 69, ++49 (0)251 - 83 384 70
Fax: ++49 (0)251 - 83 384 67
Email: hillerb@uni-muenster.de
Homepage: http://www.zufo.uni-muenster.de







From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Jul 13 08:17:59 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Jul 13 08:19:11 2004
Subject: [WestG] [AKT] Prof. Dr. Hugo Brandenburg wird 75 Jahre alt
Message-ID: s0f39acc.062@lwlapp.itz.lwl.org

Von: Pressestelle der Universität Münster,
Datum: 12.07.2004, 14:10


AKTUELL

Frühchristliche Archäologie
Prof. Dr. Hugo Brandenburg wird 75 Jahre alt

Prof. Dr. Hugo Brandenburg, ehemaliger Hochschullehrer für
Spätantike und Frühchristliche Archäologie an der
Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, vollendet am 13.
Juli sein 75. Lebensjahr. Der Archäologe, der nach seiner
Hochschultätigkeit in Münster wieder in seine Wahlheimat Rom
zurückgekehrt ist, hat sich vor allem durch sein kurz vor dem
Abschluss stehendes Großforschungprojekt "Archäologische
Bauaufnahme der frühchristlichen Kirche S. Stefano Rotondo in Rom"
internationalen Ruhm erworben.

Nach dem Abitur in Leipzig hat der in Berlin geborene Forscher in Bonn
Klassische Philologie und Archäologie studiert und wurde im Jahr
1962 mit seinen "Studien zur Mitra - Beiträge zur Waffen- und
Tracht-Geschichte" promoviert. Danach war er zunächst am
Dölger-Institut in Bonn tätig, bevor er 1965 als Referent für
Frühchristliche Archäologie an das Deutsche Archäologische
Institut nach Rom wechselte. Dort blieb er auch nach seiner 1972 an
der Universität Köln erlangten Habilitation mit einer Arbeit
über die spätantike Sarkophagplastik. Erst zum Wintersemester
1982/83 folgte er dem Ruf auf die Professur für "Klassische
Archäologie mit besonderer Berücksichtigung der Spätantike" am
Archäologischen Seminar der Universität Münster, wo er kure Zeit
später das Studienfach "Frühchristliche Archäologie"
begründete.

Im Mittelpunkt der Arbeiten Hugo Brandenburgs stehen die Denkmäler
und Zeugnisse der Jahrhunderte des Übergangs von der Antike zum
Mittelalter. Dabei sind drei Forschungsschwerpunkte hervorzuheben, die
alle auf seine Tätigkeit in Rom zurückgehen: Die spätantike
Sarkophagplastik, die Topographie der Katakomben und der
frühchristliche Kirchenbau. Durch den Rückblick auf die Antike und
den Ausblick bis in die Neuzeit veranschaulicht der Jubilar in
eindringlicher Weise die Wirksamkeit und Bedeutung des antiken
mediterranen Erbes bis in unsere Zeit. Der unmittelbaren Begegnung mit
den archäologischen Zeugnissen maß er auch in der Lehre größte
Bedeutung bei, wovon auch seine zahlreichen Exkursionen in nahezu alle
Teile der Mittelmeerwelt Zeugnis geben.

Die wissenschaftlichen Aktivitäten Prof. Brandenburgs sind im
Ruhestand nicht weniger geworden. Ein neues Großprojekt zur
Erforschung der Architektur und Bauplastik der römischen Basilika
"S. Paul vor den Mauern" wurde im Jahr 2000 begonnen, und sein 1979
erschienenes und schon bald vergriffenes Taschenbuch über "Roms
frühchristliche Basiliken" wird in Kürze in überarbeiteter und
erweiterter Form mehrsprachig neu aufgelegt.

Dem Archäologischen Seminar und Museum der Universität Münster
ist er weiterhin verbunden mit der Durchführung von
Forschungskolloquien und der Bereitstellung von wertvollen
Architekturmodellen, die die Ergebnisse seiner Bauforschungen
dokumentieren.


INFO

Archäologisches Seminar und Museum: http://www.uni-muenster.de/GeschichtePhilosophie/Archaeologie








From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jul 14 11:20:55 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Jul 14 13:43:34 2004
Subject: [WestG] [AUS] Estland zu Gast im Freilichtmuseum: Estnische Liebe,
Detmold, 20.07.2004
Message-ID: s0f5172d.032@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 14.07.04, 10:53


AUSSTELLUNG

Estland zu Gast im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold:

Sonderaustellung ESTNISCHE LIEBE ab 20. Juli eröffnet

Das Westfälische Freilichtmuseum Detmold hat im Jahr des EU - Eintritts
zahlreicher neuer Länder eines von ihnen zu Gast: Das Estnische
Freilichtmuseum Tallinn präsentiert seine Ausstellung 'Estnische
Liebe' im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) .
Die Ausstellung soll zeigen, was die Esten ausmacht und ihnen am
Herzen liegt. Obwohl diese Ausstellung viele estnische ländliche
Alltags- und Hochzeitsgegenstände aus dem 19. Jahrhundert präsentiert,
zeigt sie nicht nur die Lebensweise oder Volkskunst dieser Epoche.

Vielmehr will sie der Frage nachspüren, was es hieß und heißt, Este
zu sein. Dabei werden alte Gegenstände, Fotos und Töne, aber auch
Farben und Gerüche zu Symbolen und haben damit eine weit tiefere
Bedeutung. So entsteht eine Art Lebensschau des Alltagslebens
früherer Zeiten. Für Esten war es nicht üblich, über Gefühle zu
sprechen: Das eher praktisch gesinnte Bauernvolk schätzte Taten
mehr als Worte. Vor dem Hintergrund eines gleichförmigen bäuerlichen
Alltagslebens tritt die Hochzeit als das wichtigste und feierlichste
Erlebnis im Leben eines Menschen besonders augenfällig in den
Vordergrund. Ihre Besonderheit wird durch reich geschmückte
farbenfrohe Gegenstände betont, die Jugend, schöne Hoffnungen
für die Zukunft und Liebe zum Ausdruck bringen.

Aber Liebe meint bei weitem nicht nur ein Gefühl zwischen Mann und
Frau, das zu einer Heirat führt. Liebe ist ebenso die mütterliche
Zärtlichkeit und Fürsorge und der Wunsch der Väter, ihre Söhne als
ihre Nachfolger zu sehen. Liebe ist auch der gemeinsame Versuch,
den Kindern eine bessere Ausbildung, ein besseres Leben zu bieten.
Für estnische Bauern bedeutete die Arbeit - von jeher ihr
Lebensmittelpunkt - vor allem Ackerbau. Das gesamte 19. Jahrhundert
war von ihrem Streben geprägt, Abhängigkeitsverhältnisse abzustreifen
und selbst Besitzer der Äcker, Wälder und Wiesen zu werden.

'Ihre Liebe zum Boden, der in harter Arbeit immer wieder bebaut wurde,
war sehr tief, obwohl - oder gerade weil - sie dieser Liebe oft Gesundheit,
Jugend und Schönheit geopfert haben', so Museumsdirektorin Mereike
Lang aus Tallinn. Liebe in Estland - das ist auch ein Heim, das mit eigenen
Händen aufgebaut wurde: Ob es sich um ein schornsteinloses
rauchgeschwärztes Haus handelt, das die Jahrhunderte überdauert hat,
oder um ein sauberes und gepflegtes Wohnhaus aus dem 19. oder
20. Jahrhundert. 'Trotz aller Schicksalsschläge haben die Esten durch
Jahrtausende ihre Identität bewahrt, unter anderem indem sie sorgsam
auf ihre eigene Sprache und Kultur geachtet haben.

Nichts anderes als Liebe mit ihren tausenden unsichtbaren Fäden hat
die Esten an dieses kleine steinerne Land an der Ostsee gefesselt. Die
Ausstellung möchte mit ihren Bildern, Symbolen und Szenen alle Besucher
anregen, die Seele der Esten zu entdecken', so Lang. LWL-Museumsleiter
Prof. Dr. Stefan Baumeier freut sich über den Kulturaustausch: 'Die
Ausstellung des Estnischen Freilichtmuseums will als Gesamtschau die
Besucher ermutigen, das Wesen und das Selbstverständnis der Esten zu
ntdecken und bietet uns in Westfalen erstmals die Möglichkeit dazu'.

Die 'Estnische Liebe' ist im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold vom
20. Juli bis zum 31. Oktober 2004 zu sehen. Im Austausch ist im Estnischen
Freilichtmuseum Tallinn gleichzeitig eine Ausstellung aus Detmold zu sehen:
'Häuser und Höfe aus Westfalen'.


INFO

Estnische Liebe
Sonderausstellung aus dem Estnischen Freilichtmuseum Tallinn

Westfälisches Freilichtmuseum Detmold
Landesmuseum für Volkskunde
Krummes Haus
32760 Detmold

Telefon: 0 52 31 / 706 - 0
Fax: 0 52 31 / 706 - 106
Besucherinfos (Ansage): 0 52 31 / 706 - 105
wfm-detmold@lwl.org
www.freilichtmuseum-detmold.de

Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 9 bis 18 Uhr (Einlass bis 17 Uhr)
Eintritt: Erwachsene: 5,00 Euro
Kinder/Jugendliche: 2 Euro,
Familientageskarte 11 Euro




From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jul 14 13:31:40 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Jul 14 13:43:47 2004
Subject: [WestG] [AUS] Theresia Schuellner,
Schriftbilder und Objekte zu Peter Hille, Muenster, 29.07.2004
Message-ID: s0f535ce.067@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Dirk Bogdanski",
Datum: 13.07.04, 18:44


AUSSTELLUNG


"Theresia Schüllner - Schriftbilder und Objekte zu Peter Hille".

Zum 150. Geburtstag und 100. Todestag von Peter Hille zeigt das
Westfälische Literaturmuseum - Haus Nottbeck die Ausstellung
"Theresia Schüllner - Schriftbilder und Objekte zu Peter Hille".
Eröffnet wird die Schau am Donnerstag, 29. Juli, um 19.30 Uhr mit
dem Peter-Hille-Programm "Der letzte Vagant der deutschen
Literatur" von und mit dem beliebten Schauspieler Christian Quadflieg.


"Er dichtete den Himmel auf die Erde": Peter Hille - Der letzte Vagant
der deutschen Literatur

Jubiläumsausstellung zum 150. Geburtstag und 100. Todestag des
Dichters Peter Hille im Museum für Westfälische Literatur - Haus Nottbeck
mit Werken der Künstlerin Theresia Schüllner. Peter-Hille-Programm von
und mit Christian Quadflieg zur Eröffnung am 29. Juli.

"Ich bin ein Geistfaktor, mit dem man zu rechnen haben wird", prophezeite
der aus Ostwestfalen stammende Lyriker und Essayist Peter Hille. Wie
kaum ein anderer hat der "Literaturzigeuner" und Berliner Großstadtbohemien
sich schon zu Lebzeiten zu einem Mythos stilisiert. Heute zählt Hille zu den
bedeutendsten Autoren der klassischen Moderne um 1900. Im Hille-Jubiläumsjahr,
zum 150. Geburts- und 100. Todestag des Dichters, zeigt das Westfälische
Literaturmuseum - Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg eine Ausstellung der
Künstlerin Theresia Schüllner, die sich in ihren Bildern und Objekten mit den
handschriftlichen Zeugnissen Peter Hilles auseinandersetzt.

Mit einer Vielzahl künstlerischer Verfahren arbeitet die Düsseldorferin die
Signifikanz der autographische Vorlagen heraus, so dass die hinter dem
inhaltlichen Aussagewert verborgene "Sprache des Persönlichen" zur Anschauung
kommt. Zur Ausstellungseröffnung am 29. Juli wird der aus Film und Fernsehen
bekannte Schauspieler Christian Quadflieg ("Der Landarzt", "Vater wider Willen")
sein persönliches Peter-Hille-Programm "Der letzte Vagant der deutschen Literatur"
vorstellen.

Wer war dieser Dichter, der enthusiastische Anhänger ebenso wie gehässige
Widersacher fand, der offensichtlich polarisierte, aber niemanden kalt ließ? Dieser
Frage gehen die Künstlerin Theresia Schüllner und der Schauspieler Christian
Quadflieg auf ganz unterschiedliche Weise auf den Grund. Während Schüllner in
der sehr persönlichen Zeichenwelt der Handschrift das charakteristische "Selbst"
des Lyrikers aufzuspüren sucht, nähert sich Quadflieg in seinem Programm "Der letzte
Vagant der deutschen Literatur" dem Dichter Hille über dessen skurrile Prosa und
poetische Texte, die er in seiner Lesung mit Aphorismen und Hinweisen auf wichtige
biografische Stationen des "Erzpoeten" (Julius Hart) bereichert.

Peter Hille, der sich als Lyriker, Erzähler, Aphoristiker und Essayist einen Namen
gemacht hat, wurde am 11. September 1854 im westfälischen Dörfchen Erwitzen
bei Driburg geboren. Nach gescheiterter Schullaufbahn und Tätigkeit als Hilfsbeamter
bei Gericht begann er seine Arbeit als Verlagskorrektor, Redakteur und Verleger. Hille
durchwanderte halb Europa und galt zeitweise als verschollen, bis er überraschend in
London, Rom, Zürich oder Münster wieder auftauchte. Sein von Natursehnsucht und
Impressionismus geprägtes Werk sowie seine alternative Lebensweise ließen ihn zur
Kultfigur der literarischen Bohème aufsteigen. Und aufgrund seines radikal ausgelebten
Individualismus ist er auch heute von beträchtlicher Aktualität. Nicht das Vollendete,
sondern literarische Spontaneität und der fragmentarische Entwurf charakterisieren
sein Werk. Hilles bilderreiche Traktate sind beherrscht von impulsiver Gefühlstiefe.
"Er dichtet den Himmel auf die Erde", urteilte Erich Mühsam über den literarischen
Sonderling. Hille starb am 7. Mai 1904 in Berlin auf dem Höhepunkt seiner literarischen
Laufbahn.


Biografien

Theresia Schüllner
Theresia Schüllner arbeitete nach ihrem Studium an der Hochschule für Bildende
Künste, der Kunstakademie Düsseldorf und einem Anglistikstudium an der Universität
Köln zunächst als Lehrerin. Seit 1975 ist die Künstlerin freiberuflich tätig. Ihr
künstlerisches Arbeitsgebiet ist die druckgrafische Malerei, die schriftbildnerische
Visualisierung und "Verräumlichung" literarischer Texte auf der Basis ausgewählter
Autographe. Die Künstlerin wirkte an zahlreichen Ausstellungsprojekten im In- und
Ausland mit, so auch an der Wanderausstellung des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe zum 200. Geburtstag der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff.

Christian Quadflieg
Der in Schweden geborene und in Hamburg aufgewachsene Schauspieler Christian
Quadflieg hat sich auf der Bühne und vor der Kamera in klassischen und modernen
Rollen bis hin zum Musical einen hervorragenden Namen gemacht. Nach dem Besuch
der Westfälischen Schauspielschule in Bochum war er zwischen 1969 und 1973 im
festen Engagement. Seit 1974 ist Quadflieg freischaffend tätig und hat sich in
zahlreichen Filmen und beliebten Fernsehserien wie z.B. "Der Landarzt" - hier
auch als Regisseur - die Gunst der Zuschauer erworben. Der jüngste Erfolg war
seine Rolle als Dirigent in der ARD-Serie "Vater wider Willen". Auf der Bühne ist er
mit Dichterlesungen in ganz Deutschland präsent.


INFO

Kulturgut Haus Nottbeck
Museum für Westfälische Literatur
Landrat-Predeick-Allee 1
59302 Oelde-Stromberg

Tel.: 02529-949457
Fax: 02529-949458
email: bogdanski@kulturgut-nottbeck.de
www.kulturgut-nottbeck.de

Zur Ausstellung erscheint ein zweibändiges, von Walter Gödden zusammengestelltes
Peter-Hille-Lesebuch in der Reihe des Westfälischen Literaturmuseums (Nyland,
13,00 Euro) sowie das Hörspiel von Walter Gödden *Peter Hille - ein großer Lump
schreitet durch die Himmel" (Nyland, 14,60 Euro).

Die Ausstellung *Schriftbilder und Objekte zu Peter Hille" von Theresia Schüllner
zeigt das Museum für Westfälische Literatur vom 29. Juli bis zum 10. Oktober auf
dem Kulturgut Haus Nottbeck, Landrat-Predeick-Allee 1, 59302 Oelde-Stromberg.
Eröffnet wird die Schau am Donnerstag, 29. Juli, 19.30 Uhr mit dem Peter-Hille-
Programm *Der letzte Vagant der deutschen Literatur" von Christian Quadflieg.

Eintritt: 15,- Euro.

Kartenvorbestellung unter Tel.: 02529-949457
Infos unter www.kulturgut-nottbeck.de.




From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jul 14 13:31:53 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Jul 14 13:44:00 2004
Subject: [WestG] [TOC] Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, 2004, Folge 215,
Heft 1
Message-ID: s0f535ce.068@lwlapp.itz.lwl.org

Von "Josef Wermert",
Datum: 13.07.04, 10:23


SERVICE: TOC

Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe
Herausgegeben vom Kreisheimatbund Olpe e.V.

75. Jahrgang der "Olper Heimatblätter"
Folge 215 (2004)
Heft 1


Umschlag:
Klein, Antonius
Geotope - Kalkfelsen am oberen Elberskamp.

S. 103-118
Höffer, Otto
Funde und Hinweise aus dem Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen.
(Teil 3).

S. 119-132
Haberhauer-Kuschel, Birgit C
Ursulinen in Attendorn - Bene omnia fecit!

S. 133-144
Klein, Arnold M.
"Elspe- und Veischedethal dem allgemeinen Verkehre und der Eisenbahn erschließen".
Ein Manuskript des Olper Kreiskommunalbaumeisters Robert Rinscheid um 1900.

S. 145-148
Kalitzki, Jürgen
"Elektrischer Kraftwagenbetrieb mit Oberleitung für das Veischedetal GmbH in Bilstein".
Vor 100 Jahren Jungfernfahrt im Veischedetal.

S. 149-157
Stahl, Albert
Mien Schaulewiag noh me Gymnasium.
In Dräuzer Platt.

S. 158-161
Becker, Günther
Dr. Wingolf Scherer zum 80. Geburtstag.

S. 162-166
Krause, Jochen
Prof. Dr. Hubert Mohr 90 Jahre alt.
Seine Wiege stand in Altenhundem, aufgewachsen in Drolshagen, lebt in Potsdam.

S. 167-168
Voß, Hans-Werner
Historische Kommission für Westfalen beruft Josef Wermert.
Olper Stadtarchivar ist neues korrespondierendes Mitglied.

S. 169-178
Voß, Hans-Werner
Heimatchronik vom 1. Januar 2004 bis 31. März 2004.


S. 179-190
Buchbesprechungen

Jubiläumsausschuß des Heimat- und Verkehrsvereins zum 725jährigen Jubiläum des Dorfes Kickenbach (Hrsg.): 725 Jahre Dorf Kickenbach Eine Chronik. Lennestadt-Kickenbach 2003. 400 S., geb. Zahlreiche Abb. 20,- EURO.
(Susanne Falk)

Chronik des Dorfes Rehringhausen. Hrsg. und verfaßt von der Arbeitsgemeinschaft "Dorfchronik", bestehend aus Philipp Hammeke, Josef Kubiak, Martina Ohm u.a. Rehringhausen 2003. 344 S., zahlr. Abb. 24,50 EURO.
(Günther Becker)

Höffer, Otto: Vom Metallknopf zum Automodul. Eine Dokumentation zur Geschichte der Metallwarenfabrik Mathias Kutsch und ihre Entwicklung zum Standort Attendorn im Unternehmen Kirchhoff Automotive - 1828-2003. Hrsg.: Kirchhoff Kutsch GmbH. Attendorn 2003. 280 S., zahlr. Fotos. ISBN 3-00-011836-5. 25,- EURO.
(Günther Becker)

Tigges Paul und Karl Föster: Katholische Jugend in den Händen der Gestapo. Widerstand im westfälischen Raum gegen das totalitäre NS-System. Olsberg: Verlag Berufsbildungswerk Josefsheim Bigge, Josefs-Druckerei 2003. ISBN 3-925680-31-4. 479 S., geb. 25,- EURO beim Verlag, 30,- EURO im Buchhandel.
(Hubertus Halbfas)

Pflanzen und Tiere im Märkischen Kreis, im Sauerland und in Westfalen. Neue Literaturliste der Landeskundlichen Bibliothek in Altena
(Karin Müller)

Thiele, Wolfgang und Herbert Knorr: Der Himmel ist unter uns. Bottrop: Verlag Henselowsky Boschmann 2003. 600 S.; 62 Abb. 41 SW-Fotos. Geb. Schutzumschlag. ISBN 3-922750-48-6. 24,80 EURO.
(Reinhard Hübner)

Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Fische unserer Bäche und Flüsse. Aktuelle Verbreitung, Entwicklungstendenzen, Schutzkonzepte für Fischlebensräume in Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf 2001. A4-Format; 200 S., Abb., br. Gratisbezug: Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Referat Öffentlichkeitsarbeit, Schwannstraße 3, 40476 Düsseldorf / Fax: 0211-4566-621 / E-mail: infoservice@ munlv.nrw.de
(Reinhard Hübner)

Grunow, Dieter (Hrsg.): Verwaltung in Nordrhein-Westfalen. Münster: Aschendorff Verlag 2003. (=Schriften zur politischen Landeskunde Nordrhein-Westfalens 15). 335 S., Abb., br. Sonderausgabe für die Landeszentrale für politische Bildung Düsseldorf - dort Gratisbezug möglich: Landeszentrale für politische Bildung NRW, Referat Printmedien, 40190 Düsseldorf / Fax: 0211/8618-4619 / E-mail: lesen@politische-bildung. nrw.de (Das LpB-Publikationsan-gebot ist kostenlos, die Paket-Zusendung erfolgt jedoch unfrei!).
(Reinhard Hübner)

Paul, Johann: Debatten über Nationalsozialismus und Rechtsextremismus im Landtag Nordrhein-Westfalen von 1946 bis 2000. Düsseldorf 2003. (=Schriften des Landtags NRW 14). 347 S., Abb., geb. Bezug: Landtag NRW, Referat Öffentlichkeitsarbeit, Postfach 101143, 40002 Düsseldorf / Fax: 0211/8843022 / E-mail: email@ landtag.nrw.de
(Reinhard Hübner)

Ruge, Gerd und Jörg Schäfer (Hrsg.): Lebensbilder - Landesbilder. Geschichten aus und über Nordrhein-Westfalen. Münster: Aschendorff Verlag 2003. 236 S., Abb., Pb. Sonderausgabe für die Landeszentrale für politische Bildung Düsseldorf - dort Gratisbezug möglich: Landeszentrale für politische Bildung NRW, Referat Printmedien, 40190 Düsseldorf / Fax: 0211/8618-4619 / E-mail: lesen@politische-bildung.nrw.de (Das LpB-Publikationsangebot ist kostenlos, die Paket-Zusendung erfolgt jedoch unfrei!).
(Reinhard Hübner)

Arbeitskreis NS-Gedenkstätten NRW e.V. (Hrsg.): Forschen - Lernen - Gedenken. Bildungsangebote für Jugendliche und Erwachsene in den Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus in Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf 2002. 168 S., Abb., br. Bezug: Landeszentrale für politische Bildung NRW, Referat Printmedien, 40190 Düsseldorf / Fax: 0211/8618-4619 / E-mail: lesen@politische-bildung. nrw.de (Das LpB-Publikations-angebot ist kostenlos, die Paket-Zusendung erfolgt jedoch unfrei!).
(Reinhard Hübner)






From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jul 14 13:41:24 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Jul 14 13:44:16 2004
Subject: [WestG]
[AKT] Kolloquium: Recht und Gewalt in der Vormoderne, Bochum,
16.-17.07.2004
Message-ID: s0f53822.079@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Josef König",
Datum: 14.07.04 12:18


AKTUELL

Tod, Bestattung, Schändung
Recht und Gewalt in der Vormoderne
Fachübergreifendes Kolloquium in der RUB

Wie unsere Vor-Vorfahren mit den Toten umgegangen sind, sezieren Historiker
Spannungsfeld von Sanctum, Recht und Gewalt in der Vormoderne" (16. und 17.
Nichtbestattung" (17.7., ab 9 Uhr) in der Antike und im Mittelalter.
Veranstalter ist die Arbeitsgemeinschaft "Recht - Religion - Gewalt in
vormodernen Gesellschaften" der Ruhr-Universität Bochum.

Begräbnis und Schändung

Los geht es mit dem "Hausfriedensbruch im Totenreich - Gewalt gegen Gräber
in der Antike". Am ersten Tag spannen die Referentinnen und Referenten den
Bogen von der Antike über "Grabraub und -frevel im frühen Mittelalter" und
"Menschenopfer in keltischen Heiligtümern" bis zur "Leichenberaubung und
Körperzerteilung" im Früh- und Hochmittelalter.

Hinrichtung und Nichtbestattung

"In ungeweihter Erde": Was passierte eigentlich, wenn im Mittelalter das
Begräbnis verweigert wurde? Um die "Nichtbestattung" und um
Hinrichtungsformen dreht sich der zweite Tag des Kolloquiums. Den Auftakt
macht "Der abgeschnittene Kopf - ein griechisch-hellenistischer
Tyrannentopos?" Weitere Themen sind "Todesstrafen und phantastische Strafen
und Unbestattete - zum Phänomen der Wiedergänger in der Antike".


INFO

Interdisziplinäres Kolloquium
Ruhr-Universität Bochum
16.-17. Juli 2004
GA 5/29 (Dekanatssitzungssaal der Fakultät für Geschichtswissenschaft)

TOD - BESTATTUNG - SCHÄNDUNG
IM SPANNUNGSFELD VON SACRUM,
RECHT UND GEWALT IN DER VORMODERNE

Das ausführliche Programm des Kolloquiums steht im Internet unter
http://www.rub.de/althist/KolloquiumTBS.html

Prof. Dr. Christine Reinle, Lehrstuhl für die Geschichte des Späteren
Mittelalters, Fakultät für Geschichtswissenschaft der RUB, GA 4/39, Tel.
0234/32-22535, christine.reinle@rub.de

Dr. Dirk Jäckel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Lehrstuhls für die
Geschichte des Späteren Mittelalters, GA 4/31, Tel. 0234/32-22650,
jaeckel.dirk@freenet.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 15 08:34:54 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Jul 15 08:36:32 2004
Subject: [WestG] [LIT] Kneppe, Wehranlage, Grenze und Holzlieferant:
Staedtische Landwehren
Message-ID: s0f641ca.031@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 14.07.04, 12:56


LITERATUR

Wehranlage, Grenze und Holzlieferant: LWL-Buch über städtische
Landwehren im östlichen Münsterland

In Westfalen sind viele Teilstücke alter Landwehren erhalten
geblieben, sie werden aber selten erkannt. Um zu verhindern,
dass diese bedeutenden Bodendenkmäler zerstört werden,
erfassen die Bodendenkmalpfleger des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) seit 1980 diese Anlagen systematisch und
erforschen ihre Funktion und Bedeutung. Die Ergebnisse dieser
Arbeit hat Dr. Cornelia Kneppe, die maßgeblich an der
Inventarisierung beteiligt war, in dem Buch 'Die Stadtwehren des
östlichen Münsterlandes' vorgelegt, das die LWL-Altertumskommssion
für Westfalen am Mittwoch (14.07.) in Telgte präsentiert hat.

'Landwehren sind mit undurchdringlichem Gebüsch bestandene
Wall-Grabensysteme, die in Westfalen seit dem frühen 14. Jahrhundert
um Städte, Kirchspiele und Ämter angelegt wurden. Durchlass
gewährten alleine die so genannten Schlagbäume, die mit heutigen
Schranken zu vergleichen sind. Landwehren dienten vor allem dem
Schutz des Umlandes vor räuberischen Übergriffen, bekamen jedoch
schnell die zusätzliche Funktion von Rechts- und Besitzgrenzen.
Diese sind oft noch in den heutigen Kreis- und Gemeindegrenzen
wieder zu erkennen', erklärt Kneppe.

Außerdem waren die Landwehren wichtige Holzlieferanten:
'Das Gebüsch musste regelmäßig zurückgeschnitten werden, um
als Wehranlage zu funktionieren. Denn hätte man es wild wachsen
lassen, wäre es zu hoch geworden und es hätten sich Schlupfwinkel
gebildet. Das anfallende Holz benutzte die Stadt häufig für
Ausbesserungen von Wegen', so die LWL-Archäologin weiter.
Kneppe geht in ihrer Arbeit interdisziplinär vor, indem sie anhand
verschiedener archäologischer und historischer Puzzlestücke eine
Rekonstruktion des ursprünglichen Verlaufs von Landwehren wagt.
Dabei beschäftigt sie sich beispielhaft mit den Landwehren der Städte
Ahlen, Beckum, Telgte und Warendorf (alle Kreis Warendorf).

Mit vielen Bildern und ausführlichem Kartenmaterial zeichnet das Buch
den Verlauf der Landwehren nach. Dabei beschäftigt sich Kneppe auch
mit einer westfälischen Eigenart, die offenbar einzigartig ist: 'Im Laufe
der Zeit bezogen die Städte weiteres Land mit in ihr Gebiet ein, das sie
gekauft oder geerbt hatten. Diese Neuerwerbungen sollten natürlich
ebenso geschützt sein wie der Rest der so genannten Stadtfeldmark.
Zudem sollte deutlich ersichtlich sein, dass dieses Land zur Stadt gehört,
also wurde die Anlage um das entsprechende Stück zurückversetzt.
Dementsprechend lassen sich zumindest um Ahlen und Beckum jeweils
zwei mehr oder weniger vollständige Landwehrringe erkennen', so Kneppe.

Für das ungeübte Auge sind Landwehren heute am häufigsten anhand
von Straßen- und Flurnamen wie beispielsweise der 'Stadthagen' in
Warendorf - eine hier gebräuchliche Bezeichnung für eine städtische
Landwehr - oder 'An der Landwehr' südlich von Beckum zu erkennen.
'Von dem hier gelegenen Wanderparkplatz aus lohnt sich ein Ausflug
entlang der erhaltenen Landwehrreste bis zur Soestwarte. Dieser
steinerne Wehrturm hat früher den Durchgang der Straße nach Soest
durch die Stadtlandwehr bewacht und bietet dem heutigen Besucher
eine einladende Gastronomie', hat Kneppe einen Tipp für diejenigen,
die die Landwehrreste erkunden möchten.


INFO

Cornelia Kneppe: Die Stadtlandwehren des östlichen Münsterlandes.
Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen XIV.
Münster 2004, 164 Seiten, 116 Abbildungen (weitgehend farbig),
6 Kartenbeilagen ISBN 3-402-05039-0, 38 €





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 15 10:18:29 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Jul 15 10:21:50 2004
Subject: [WestG]
[AKT] Antrittsvorlesung: Attische Fluchtaefelchen, Muenster,
19.07.2004
Message-ID: s0f65a17.060@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster",
Datum: 15.07.04 09:10


AKTUELL

Attische Fluchtäfelchen
Antrittsvorlesung von Hochschuldozent Dr. Klaus Freitag

Über "Soziale Konflikte im Spiegel der attischen Fluchtäfelchen"
berichtet Hochschuldozent Dr. Klaus Freitag vom Seminar für Alte
Geschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität am 19. Juli 2004
in seiner Antrittsvorlesung.


INFO

Der Vortrag des Historikers beginnt am Montag um 11.15 Uhr in
der Studiobühne der Universität Münster am Domplatz 23.

Link: Seminar für Alte Geschichte
(http://orakelix.uni-muenster.de/)





From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Jul 15 15:27:12 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu Jul 15 15:28:32 2004
Subject: [WestG] [AKT] Arnhold neuer Leiter des Westf. Landesmuseums fuer
Kunst u. Kulturgeschichte, Muenster
Message-ID: s0f6a26d.028@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 15.07.2004, 14:52


AKTUELL

Dr. Hermann Arnhold ist neuer Leiter des Westfälischen Landesmuseums für Kunst und
Kulturgeschichte

Dr. Hermann Arnhold ist der neue Leiter des Westfälischen Landesmuseums für
Kunst und Kulturgeschichte in Münster. Das hat der Landschaftsausschuss des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Träger des Museums, am Donnerstag (15.07.)
in Münster einstimmig beschlossen. Arnhold tritt am 1. August die Nachfolge von Prof. Dr.
Klaus Bußmann an, der am 30. Juni in den Ruhestand gegangen war. Bisher ist Arnhold Leiter der
Mittelaltersammlung und Kurator der Forschungsstelle 'Westfälischer Friede' im
Westfälischen Landesmuseum. Als Projektleiter war er 1998 maßgeblich am Erfolg der
Ausstellung zum 'Westfälischen Frieden' beteiligt und ist als Kurator mehrerer
Ausstellungen im LWL-Museum hervorgetreten. Der 42-jährige Kunsthistoriker, gebürtig
aus Rheine (Kreis Steinfurt), hat in Freiburg/Breisgau und an der Pariser Sorbonne
Kunstgeschichte, Romanistik und Katholische Theologie studiert.

Arnhold habe die Abgeordneten mit seinem Konzept überzeugt, berichtete LWL-Kulturdezernent Prof. Dr. Karl
Teppe aus der entscheidenden Sitzung am Donnerstag. 'Unser Westfälisches Landesmuseum ist
ein Mehrspartenhaus mit mittelalterlicher Kunst ebenso wie der Kunst des 16. und 17.
Jahrhunderts, klassischer Moderne oder Gegenwartskunst. Dr. Arnhold wird diese
Bandbreite des Museums deutlich machen.' Als erfolgreicher Projektleiter und als Kurator
habe er zudem in der Führung von Mitarbeitern die Erfahrung, die für die Leitung eines solchen
Hauses mit rund 70 Beschäftigten nötig sei. Arnhold skizzierte seine Vorstellungen
angesichts des geplanten Museumsumbaus und des Neubaus einer Kunsthalle in Münster
('Kulturforum Westfalen'): 'Erneuerung nach außen bedeutet bei aller Kontinuität auch
Erneuerung nach innen. Wir haben eine so breite und vielschichtige Sammlung, die noch zu sehr
im Verborgenen schimmert.'

Er setze zum Beispiel verstärkt auch auf thematische
Ausstellungen etwa zur Porträtkunst oder zur Stilleben-Malerei. Außerdem plane er
Ausstellungen zur aktuellen Kunst Osteuropas (Polen, Tschechien und Ungarn) und zum Thema
der kulturellen Identitäten in der zeitgenössischen Moderne. Der neue Museumsleiter
kündigte an, dass die beiden freien Referenten-Stellen für Gegenwartskunst und für
mittelalterliche Kunst so schnell wie möglich wieder besetzt würden. Das Museum müsse sich
auch weiter öffnen. 'Die jetzige Eingangshalle ist nicht sehr einladend. Ich will, dass
neben dem klassischen Museumsbetrieb wieder Musikfeste, dass Themenabende, Konzerte und
Lesungen das Haus zu einem lebendigen Museum machen', sagte Arnhold.

Die jüngere Generation solle sich wieder stärker für das Westfälische Landesmuseum interessieren. Als ein erster
Schritt seien die 'Junge Freunde des Museums' gegründet worden, die ein besonderes Programm
entwickeln. Museumspädagogik und gruppenfreundliche Angebote würden verstärkt.
Arnhold: 'In anderen deutschen Städten machen Sportvereine ihren Ausflug ins Kunstmuseum,
warum soll das in Westfalen nicht möglich sein?' Schon jetzt käme fast jeder zweite Besucher
in einer Gruppe ins Westfälische Landesmuseum. Der designierte neue Chef des Museum
bekräftigte, dass LWL und Museum an der Skulptur-Ausstellung 2007 festhielten. 'Ich werde
in Kürze gemeinsam mit Kasper König einen weiteren renommierten Kurator für das Team der
Skulptur.Projekte engagieren', so Arnhold. Die Arbeit an den Projekten der nächsten Jahre
werde insgesamt von Teamarbeit geprägt sein. Kurzbiographie Arnhold Dr. Hermann Arnhold
(Jahrgang 1962) studierte von 1983 bis 1992 Kunstgeschichte, Romanistik und Theologie in
Freiburg im Breisgau und an der Sorbonne in Paris. Er wurde 1993 mit dem Thema 'Die Skulptur in
Troyes und in der südlichen Champagne zwischen 1480 und 1530' in Freiburg/Br. promoviert.

Nach dem wissenschaftlichen Volontariat am Westfälischen Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte in Münster (1993-1995) kuratierte er als erstes eigenes Projekt
1994/1995 die Ausstellung 'Lebendiges Licht * Pierre Soulages. Malerei und die Fenster von
Conques', ein monographisches Projekt zu einem Künstler der zeitgenössischen Moderne
Frankreichs, das in enger Zusammenarbeit mit Pierre Soulages entstand. Von 1995 bis 1999
arbeitete er als Projektleiter der Europaratsausstellung '1648 * Krieg und Frieden in
Europa'. Neben der Leitung des wissenschaftlichen Ausstellungssekretariates, das die
Ausstellungsteile in Münster und Osnabrück vorbereitete, gelang es ihm, führende
europäische Museen und Spezialisten für die Ausstellung zu gewinnen. Am Collège de France in
Paris war er 1996 für acht Monate wissenschaftlicher Assistent des Kunsthistorikers
Jacques Thuillier und arbeitete in dieser Zeit an Themen der Ausstellung. Von 1994 bis 1997
lehrte er als Dozent für Kunstgeschichte am Fachbereich Architektur der Fachhochschule
Münster.

Mit mehreren internationalen kunsthistorischen Kolloquien * 1994 'Im Lichte
Rembrandts', 1998 'Westfälischer Friede. Die Kunst zwischen Krieg und Frieden' in Paris und
Münster/Osnabrück, schließlich Ende 2002 über das Soester Antependium - beteiligte er sich
an der wissenschaftlichen Diskussion zu aktuellen Ausstellungsthemen sowie zu Aspekten
der Sammlung des Westfälischen Landesmuseums. Seit Oktober 1999 arbeitet er als Kurator für
die Kunst des Mittelalters im LWL-Museum und ist zugleich verantwortlich für die
Forschungsstelle 'Westfälischer Friede'. 2001 gelang ihm mit der Unterstützung mehrerer
öffentlicher und privater Geldgeber die Erwerbung eines wiederentdeckten Tafelbildes des
niederrheinischen Malers Derick Baegert, von dem das Westfälische Landesmuseum mehrere
Werke besitzt. 2002 war er führend beteiligt an der Ausstellung 'Sammlerlust. Europäische
Kunst aus fünf Jahrhunderten', die erstmals eine der wichtigsten Sammlungen aus
westfälischem Privatbesitz zeigte. Zuletzt bereitete er die beiden Ausstellungen 'Wege
des Mittelalters', eine kulturhistorische Einführung ins Mittelalter (Eröffnung im
Oktober 2004) und 'Die Brabender. Skulptur am Übergang vom Spätmittelalter zur
Renaissance' (geplant für März 2005), eine monographische Ausstellung zu einem
bedeutenden Münsteraner Künstler, vor.






From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Jul 16 10:50:14 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Jul 16 10:58:13 2004
Subject: [WestG] [AKT] Dortmunder Schnitzaltar Kunstwerk des Monats
Message-ID: s0f7b2fb.095@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 16.07.2004, 10:04


AKTUELL

Das "Goldene Wunder von Dortmund":
LWL kürt seltenen Schnitzaltar zum Denkmal des Monats

633 vergoldete Figuren, die in 30 Szenen angeordnet sind, zieren die innere
"Sonntagsseite" des brabantischen Altares in der Dortmunder Petrikirche. Sie haben dem
5,65 Meter hohen und 7,49 Meter breiten zweifach aufklappbaren Altar den Beinamen das
"Goldene Wunder von Dortmund" eingebracht. Obwohl die Antwerpener Produktionsstätten für
Schnitzaltäre schon im 16. Jahrhundert eine Art Massenherstellung betrieben und Kirchen
von Spanien bis Nordeuropa belieferten, sind weltweit nur knapp 200 dieser Altäre erhalten.
Weil der Dortmunder nicht nur zu den größten, sondern auch zu den Altären gehört, bei denen die
meiste Originalbemalung und Vergoldung erhalten ist, hat ihn der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) jetzt zum Denkmal des Monats gekürt.

Der Altar ist um 1521 in Antwerpen
hergestellt worden. Antwerpen war einer der erfolgreichsten Produktionsstätten für
Schnitzaltäre. Sie bestehen aus einem Schrein mit Gefachen und klappbaren Flügeln, die
außen bemalt sind. "Die Altäre wurden nach Maß und Gestaltungswunsch in einer Art *Just in
Time' -Logistik produziert: Verschiedene Werkstätten haben die Schreiner-, Schmiede-,
Schnitz- und Malerarbeiten angefertigt. Figuren und Architektur sind wieder von anderen
vergoldet und bemalt, Gemälde der Flügel von verschiedenen Künstlern gemalt worden",
erklärt LWL-Denkmalpfleger John Farnsworth die aufwändige Produktion. Das Besondere
daran: Die Antwerpener hatten schon eine ausgeprägte Qualitätskontrolle: "Die
Schnitzfiguren bekamen nach Abnahme durch die Handwerkszünfte ein Qualitätssiegel, einen
Stempel in der Form einer Hand. Erst wenn das Gesamtwerk fertig war, bekamen die Altäre ein
letztes Qualitätssiegel in Form von zwei Händen und drei Türmen", erklärt Farnsworth.

Das "Goldene Wunder von Dortmund" wandelt sein Äußeres dreimal, wenn die Klappflügel geöffnet
werden: Auf den Flügeln sind in 43 Bilden biblische Geschichten zu sehen. Erst wenn die
Doppelflügel ganz geöffnet sind, präsentiert der Schrein in seinem Inneren die
Sonntagsseite, die früher tatsächlich nur an Sonntagen gezeigt wurde. Hier erzählen die 633
bemalten und vergoldeten Figuren in 30 Szenen die Leidensgeschichte Jesu. "Diese Bilder-
und Reliefgeschichten waren für die Gläubigen wichtig, denn die meisten von ihnen konnten
nicht lesen", so Farnsworth. Die Franziskaner haben den Altar für ihre Dortmunder
Klosterkirche bestellt. Dafür haben sie die damals ungeheure Summe von 900 brabantischen
Goldgulden bezahlt - das entsprach dem Wert von drei bis vier Handelsschiffen. Als das
Kloster im Zuge der Säkularisation aufgehoben wurde, kaufte die Petrigemeinde den Altar und
brachte ihn kurz vor dem Abbruch der Klosterkirche 1809 in ihre Kirche, deren Altar bei einem
Blitzeinschlag zerstört worden war. In der Petrikirche blieb der Altar, bis er während des
Zweiten Weltkriegs ausgelagert wurde. 1954 kam er wieder nach Dortmund in eine Notkirche
zurück, da der Wiederaufbau der Petrikirche noch nicht vollendet war. Von Anfang der 60er
Jahre an wurde der Altar restauriert. Er wurde 1985 gleichzeitig mit dem Aufsetzen des neuen
Turmhelms auf die Petrikirche fertiggestellt. Die Gemeinde der Petrikirche steht nun
wieder vor einer Mammutaufgabe: Der Zahn der Zeit hat wieder soweit an der Bemalung und
Vergoldung von 1521 genagt, dass das "Goldene Wunder" dringend konserviert werden muss. Die
Kosten dafür werden voraussichtlich 200.000 Euro betragen.






From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Jul 16 10:53:16 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Jul 16 10:58:27 2004
Subject: [WestG] [AKT] Fuehrung im Freilichtmuseum Hagen, heute
Message-ID: s0f7b3b8.042@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Uta Wenning-Kuschel"
Datum: 15.07.2004, 11:22


SEHR AKTUELL

"Winkelhaken und Bleiläuse"
Museumswissenschaftler führt am Freitag durch das Freilichtmuseum Hagen

Das nächste Thema der Museumswissenschaftlerführung am Freitag, 16. Juli beschäftigt sich
mit dem Druckereigewerbe. Dr. Hubert Köhler, wissenschaftlicher Referent am Hagener
LWL-Freilichtmuseum, erläutert den besonders interessierten Besuchern, die letzten "Geheimnisse" des Buchdrucks.

Hierbei geht es in erster Linie um wenig bekannte Werkzeuge und deren Fachbegriffe. Denn wer weiß
schon was "Winkelhaken" oder "Bleiläuse" in der Druckerei bedeuten. Der Rundgang durch die historische
Museumsdruckerei bietet die Möglichkeit, die typischen Werkzeuge auch mal selber in die Hand zu nehmen.
Zum Abschluss der Führung können alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf historischen Druckerpressen drucken.
Die Führung dauert von 15.00-16.00 Uhr, der Treffpunkt ist in der Museumsdruckerei im "Haus Vorster".


INFO

Uta Wenning-Kuschel
Westfälisches Freilichtmuseum Hagen
Mäckingerbach
58091 Hagen
Tel.: 02331-7807-113
Fax: 02331-7807-120






From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Jul 16 10:57:37 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Jul 16 10:58:39 2004
Subject: [WestG] [AKT] Philosoph untersuchte die Bedeutung des 17.
Jahrhunderts fuer die Moderne
Message-ID: s0f7b4b2.051@lwlapp.itz.lwl.org

Von: Pressestelle Universität Münster
Datum: 15.07.2004, 15:00


AKTUELL

Im Schatten der Aufklärung
Philosoph untersuchte die Bedeutung des 17. Jahrhunderts für die
Moderne


Wie ein gewaltiger Lichtstrahl breitete sich die Aufklärung über
Europa aus. Noch heute verbinden wir Schlagworte wie "Vernunft" und
"Naturrecht" intuitiv mit dem 18. Jahrhundert. Im Schatten dieser
wirkungsmächtigen Epoche steht das 17. Jahrhundert. In seinem Buch
"Das Weltbild des 17. Jahrhunderts. Philosophisches Denken zwischen
Reformation und Aufklärung" lenkt Prof. Dr. Martin Schneider von der
Universität Münster den Augenschein auf diese nur wenig im
allgemeinen Bewusstsein verankerte Epoche des Übergangs.

"Das 17. Jahrhundert ist für unser heutiges Wissenschafts- und
Gesellschaftsverständnis prägend", betont Schneider. Die
entscheidenden Umschwünge des 18. Jahrhunderts seien im 17.
Jahrhundert vorbereitet worden - einem Jahrhundert, dem seit jeher
Schneiders Interesse gilt, ist er doch Editionsleiter der
philosophischen Reihen der Leibniz-Akademieausgabe der
Leibniz-Forschungsstelle der Universität Münster. "Leibniz ist
zugleich genialer Erneuerer und Bewahrer der Tradition", sagt
Schneider. In seinem Forschungsansatz widmet er sich aber weniger den
Personen, sondern gibt einen philosophiegeschichtlichen Überblick
über die Epoche. "Nicht wie üblich Autor für Autor abhandeln",
lautet sein Vorsatz. Er orientiert sich an leitenden Ideen und
Kontroversen, um so ein systematisches und ganzheitliches Bild der
Epoche zu zeigen. In der Auswahl der Autoren konzentriert er sich
insbesondere auf die großen Philosophen der Zeit, wie Leibniz und
Descartes, zeigt aber auch weniger bekannte Strömungen wie die
spanische Spätscholastik auf. Er versucht keine neuen Thesen zu
erarbeiten, sondern eine unmittelbare und für ein breites Publikum
ansprechende Überblicksdarstellung zu bieten.

Gängige Beschreibungen wie zum Beispiel "Absolutismus", "Barock",
"Merkantilismus" oder "Gegenreformation" treffen laut Schneider zwar
auf das 17. Jahrhundert zu, gelten aber nicht exklusiv für diese
Zeitspanne, die er - anders als viele seiner Kollegen - als
eigenständige Geistesepoche verstanden wissen möchte. So setzt er
die zeitlichen Grenzen mit dem Konzil von Trient - der Reaktion der
katholischen Kirche auf den Protestantismus - und dem Tod des
Sonnenkönigs Ludwig XIV, dem absoluten Monarchen schlechthin. Diese
Zeitspanne von 1563 bis 1715 erhebt keinen absoluten Anspruch auf
Richtigkeit, sie ist aber auch nicht willkürlich gesetzt, denn sie
umfasst den Übergang zwischen Reformation und Aufklärung. "Der
Übergangscharakter, die Mischung aus Altem und Neuem macht die
Epoche besonders interessant", sagt Schneider fasziniert. Gerade
dieses Wechselspiel von Tradition und Fortschritt mache den Charakter
der Epoche aus. "Nach den langwierigen Glaubenskämpfen im 16.
Jahrhundert fanden die Menschen in der Religion keine Ruhe mehr und
besannen sich auf ihren Verstand. Im Unterschied zur Aufklärung
spielte die Religion aber weiter eine große Rolle. Die Menschen
versuchten, auch sie rational zu begründen", sagt Schneider.

Darin sieht er auch eine wichtige Bedeutung des 17. Jahrhunderts für
die Moderne: "Unser Wissenschaftsverständnis geht auf das Denken
dieses Zeitalters zurück." Die quantitative Betrachtungsweise, die
heute noch weit größere Verbreitung und Bedeutung erfahren hat,
ist damals entstanden. Nach dem Vorbild von Mathematik und Mechanik
orientierten sich auch die Geisteswissenschaften an der methodischen
Vernunft. Eine Universalwissenschaft, ein Verbund aller
Wissenschaften, wurde angestrebt. Regelgeleitet versuchten die
Philosophen, alle Naturphänomene durch Quantität, Figur und
Bewegung zu erklären. Damit stießen sie allerdings auf Grenzen.
Phänomene wie Seele oder Geist ließen sich nicht mechanisch
begründen. So bildete der Glaube immer noch die Basis der
Diskussion. Die Natur erschien als mechanisch-geregelte, aber dabei
zweckvoll von Gott geleitete kosmische Ordnung.

"Wir müssen uns - von unserem heutigen Selbstverständnis aus
gesehen - dieser Kulturepoche besonders verpflichtet fühlen", sagt
Schneider. So könnte eine Auseinandersetzung mit den eigenen Wurzeln
auch helfen, die eigene Identität zu definieren. "Nur von der
Gegenwart ausgehend und den Modeerscheinungen nacheifernd ist das
nicht möglich", betont er.


INFO

Martin Schneider
"Das Weltbild des 17. Jahrhunderts"
Darmstadt Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2004
34,90 Euro

Leibniz-Forschungsstelle
http://www.uni-muenster.de/Leibniz








From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Jul 16 11:53:17 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Jul 16 11:54:59 2004
Subject: [WestG] [KONF] Sterndeutung in der Antike, MS 23.07.2004
Message-ID: s0f7c1b6.024@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Uni Münster",
Datum: 16.07.2004, 11:11


TAGUNG

Sterndeutung in der Antike
Tagung mit internationalen Fachleuten in Münster

Die Astrologie galt -anders als heute- im Mittelalter und der Antike
als Wissenschaft, als praktische Anwendung der Astronomie. Die
wissenschaftliche Erforschung der Sterndeutung in den antiken Kulturen
des Mittelmeerraums begann gegen Ende des 19. Jahrhundert und
entwickelte sich schnell zu einer Forschungsrichtung, die durch einen
hohen Grad interdisziplinärer Verflechtungen gekennzeichnet ist.

"Die Entwicklung der Astrologie im Altertum und Mittelalter", so
lautet das Thema einer Tagung, zu der das Institut für Klassische
Philologie der Universität Münster alle Interessierte am 23. Juli
2004 von 9 Uhr bis 16.30 Uhr in die Aula des Schlosses einlädt.
Internationale Fachleute und eine junge münstersche Forschergruppe
zeigen die Entwicklung der Sterndeutung von ihren babylonischen
Anfängen über die griechisch-römische Antike bis zu den Indern,
Persern und Arabern auf. Gefördert wird die Tagung durch die Franz
Thyssen Stiftung.

Im Anschluss an die Tagung hält Prof. Dr. Wolfgang Hübner vom
Institut für Klassische Philologie der Universität Münster um 17
Uhr im Fürstenberghaus am Domplatz seine Abschiedsvorlesung über
das Thema "Sirenen und trojanische Pferde. Mythologie in Wissenschaft
und Technik." Hübner gilt international als Experte auf dem Gebiet
der griechischen und römischen Astrologentexte und hat sich
darüber hinaus in der Klassischen und Neulateinischen Philologie
durch viel beachtete Publikationen einen Namen gemacht.


INFO

Klassische Philologie
http://www.uni-muenster.de/GeschichtePhilosophie/Klass.-Phil/Welcome.html









From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Jul 20 08:10:45 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Jul 20 08:17:48 2004
Subject: [WestG] [AUS] LWL-Klinik Muenster als Teil deutscher
Psychiatriegeschichte, MS 19.07.-27.08.2004
Message-ID: s0fcd397.071@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 19.07.2004, 11:57


AUSSTELLUNG

LWL-Klinik Münster als Teil deutscher Psychiatriegeschichte

Dass die Westfälische Klinik Münster des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) in ihrer langen Geschichte seit 1879 gleich zehn verschiedene
Bezeichnungen hatte, ist nur ein interessantes Detail aus der Ausstellung "Von der
Provinzial-Anstalt Marienthal zur WKP". Viele andere und durchaus bedeutsamere
Informationen sind einerseits zwar klinikspezifisch, repräsentieren aber auf der anderen
Seite auch ein langes Teilstück deutscher Psychiatriegeschichte. Das macht die
Aus-stellung, die vor einem Jahr bei der Feier zum 125-jährigen Bestehen der Westfälischen
Klinik Münster (WKM) zum ersten Mal präsentiert wurde, besonders interessant.

Bis zum 27. August wird sie jetzt im LWL-Landeshaus, Freiherr-vom-Stein-Platz 1, 48147 Münster
gezeigt. "Geschichte braucht 'kein Schnee von gestern' zu sein. Denn die Kenntnis der
Vergangenheit kann eine Hilfe sein, die Erfordernisse der Gegenwart besser zu meistern und
die Vorhaben der Zukunft sinnvoll zu planen" in diesem Sinn hat Heinz Tertünte, ein
ehemaliger Mitarbeiter der Westfälischen Klinik Münster (WKM), seit vielen Jahren Bilder
und Dokumente gesammelt und daraus zusammen mit der Kunsttherapeutin Margret Schüppler die
sehenswerte und informative Ausstellung konzipiert und realisiert. An der grafischen
Gestaltung hat WKM-Mitarbeiter Volker Hehn mitgewirkt. Historische Dokumente, Texte und
Fotos zeigen die Entwicklung der Klinik von einer 'Verwahranstalt' hin zu einem modernen
psychiatrischen Akutkrankenhaus.


INFO

Ort: LWL-Landeshaus, Lichthof
Freiherr-vom-Stein-Platz1
48147 Münster
19. Juli bis 27. August 2004
montags bis freitags 9 bis 17 Uhr

Ansprechpartnerin: Margret Schüppler,
Organisatorin der Ausstellung,
Kunsttherapeutin Tel. 0251 591-5083 E-Mail
m.schueppler@wkp-lwl.org







From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Jul 20 08:14:42 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Jul 20 08:18:03 2004
Subject: [WestG]
[AKT] Ferienprogramme im Westfaelischen Archaeologie-Museum, Herne
Message-ID: s0fcd476.000@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 19.07.2004, 11.05


AKTUELL

Ferienprogramme im Westfälischen Archäologie-Museum Herne

Die diesjährigen Ferienprogramme im Westfälischen Museum für Archäologie in Herne
stehen ganz im Zeichen der Prärieindianer und Eiszeitjäger. In der Zeit vom 27. bis 31. Juli
erleben Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren jeweils einen Tag in der Prärie. Das Steinzeitatelier
im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bietet für Kinder ab acht Jahren an
16 Terminen Programme zur Kunst, zur Jagd, zu Erfindungen und zur Kleidung der Eiszeit an.

Die Prärie, Steppenlandschaft in Nordamerika und Heimat vieler Indianerstämme ist der Schauplatz
des ersten Ferienprogramms. Das Leben der Indianer war bestimmt von den Bisons, den größten
Tieren dieser Region. Sie lieferten den Indianern Nahrung und nahezu alles, was sie für das
tägliche Leben brauchten. Die Teilnehmer tauchen in dem Programm 'Ein Tag in der Prärie' ein in
diese fremde Welt und erleben einen Tag im Leben der Prärieindianer. Neben Bogenschießen und
dem Herstellen von Federschmuck erkunden die Teilnehmer die Ausstellung und bauen gemeinsam
ein großes Tipi auf. Für diese Veranstaltung wird empfohlen, wetterfeste Kleidung und Essen für
die Mittagspause mitzubringen.

Im Steinzeitatelier haben Kinder im Alter ab acht Jahren die Möglichkeit, sich in der Eiszeitkunst zu
üben. Nach den originalen Vorbildern gravieren die jungen Teilnehmer steinzeitliche Tiere in
Schieferplatten und bemalen Steine mit magischen Mustern.

Das Programm 'Mit den Eiszeitjägern auf Pirsch' für Kinder ab neun Jahren beschäftigt sich mit
den Jagdwaffen der Menschen vor über 10 000 Jahren. So werden Speerschleudern und auch
Pfeil und Bogen ausprobiert.

In Begleitung eines Erwachsenen lernen Kinder ab acht Jahren unter dem Titel 'Meilensteine'
spielerisch einige nützliche steinzeitliche Erfindungen kennen. Eine davon bauen die Teilnehmer
auch nach.

In der 'Eiszeitlichen Knochen- und Nähwerkstatt' erfahren Kinder ab acht Jahren in Begleitung
eines Erwachsenen interessante Dinge über Kleidung und Nähtechniken der steinzeitlichen Vorfahren.
Nachdem die Teilnehmer in Teamarbeit selber eine originalgetreue Knochennadel hergestellt haben,
wird die Steinzeitnadel beim Nähen eines Hirschlederbeutels umgehend ausprobt.


Termine:

Ein Tag in der Prärie:
27. Juli, 10 Uhr bis 15 Uhr
28. Juli, 10 Uhr bis 15 Uhr
29. Juli, 10 Uhr bis 15 Uhr
30. Juli, 10 Uhr bis 15 Uhr

Eiszeitkunst:
4. August, 14 Uhr bis ca. 16.30 Uhr
11. August, 9.30 Uhr bis ca. 12 Uhr
25. August, 14 Uhr bis ca. 16.30 Uhr

Mit den Eiszeitjägern auf Pirsch:
28. Juli, 9.30 Uhr bis circa 12 Uhr
18. August, 14 Uhr bis circa 16.30 Uhr
1. September, 9.30 Uhr bis circa 12 Uhr

'Meilensteine':
4. August, 9.30 Uhr bis circa 12 Uhr
18. August, 9.30 Uhr bis circa 12 Uhr
1. September, 14 Uhr bis circa 16.30 Uhr

Eiszeitliche Knochen- und Nähwerkstatt:
28. Juli, 14 Uhr bis circa 16.30 Uhr
11. August, 14 Uhr bis circa 16.30 Uhr
25. August, 9.30 Uhr bis circa 12 Uhr

Kosten:

Ein Tag in der Prärie: 8 Euro pro Person inklusive Material und Museumseintritt
Eiszeitkunst: 10,60 Euro pro Person inklusive Material und Museumseintritt
Mit den Eiszeitjägern auf Pirsch: 10,60 Euro pro Person inklusive Material und Museumseintritt
'Meilensteine': 22,50 Euro pro Team (= 1 Kind und 1 Erwachsener) inklusive Material und Museumseintritt
Eiszeitliche Knochen- und Nähwerkstatt: 22,50 Euro pro Team (= 1 Kind und 1 Erwachsener) inklusive
Material und Museumseintritt


INFO

Westfälisches Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel. 02323 94628-0
www.museum-herne.de.

Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr,
Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr,
Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Jul 20 08:16:31 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Jul 20 08:19:09 2004
Subject: [WestG] [AKT] Gedenken an Prof. Robert Stupperich
Message-ID: s0fcd4f6.010@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Universität Münster",
Datum: 19.07.2004, 13:10


AKTUELL

Gedenken an Prof. Robert Stupperich
Forschungsschwerpunkt war die Geschichte der Reformation

Mit dem am 4. September 2003 verstorbenen Kirchenhistoriker Prof. Dr.
Dr. Robert Stupperich verlor die Universität Münster einen der
ersten Nachkriegsprofessoren und ihre Evangelisch-Theologische
Fakultät einen renommierten Kirchenhistoriker und bekannten Fachmann
für die Reformationsgeschichte. In einer Akademischen Gedenkfeier
erinnert die Fakultät am 23. Juli um 11.15 Uhr in der Evangelischen
Universitätskirche, Schlaunstraße 3, an Prof. Stupperich. Den
Gedenkvortrag hält Prof. Dr. Martin Brecht zum Thema "Landgraf
Philipp von Hessen (1504-1567) und die Reformatoren".
Universitätskantorin Ellen Beinert (Orgel) und Stefan Adam (Bariton)
sorgen für die musikalische Umrahmung.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jul 21 08:44:49 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Jul 21 08:45:49 2004
Subject: [WestG] [AUS] Revolutionierung der Stahlherstellung,
20.06-12.09.2004, Dortmund
Message-ID: s0fe2d19.088@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum 20.07.04, 15:09


AUSSTELLUNG

Englischer Edelmann revolutionierte die Stahlherstellung

Ausstellung zeigt zum Jubiläum 'Schätze der Arbeit'

Mit einer großen Ausstellung feiert der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) in diesem Jahr das 25-jährige Bestehen
des Westfälischen Industriemuseums. Mehr als 250.000
Objekte hat das Museum in dieser Zeit zusammengetragen -
ein Gedächtnis der Region: Die Objekte liefern einmalige Einblicke
in die Arbeits- und Alltagsgeschichte der Industrialisierung.
Das Spektrum reicht vom Abortkübel bis zur Dampflok, von
der Glasmacherpfeife bis zum Henkelmann. Nur ein Bruchteil
der Stücke ist normalerweise in den Dauerausstellungen an
den acht Standorten des Museums für die Öffentlichkeit zugänglich.

Zum Jubiläum packt das Westfälische Industriemuseum sein
Lager aus und zeigt ab dem 20. Juni in der Zentrale auf der
Zeche Zollern II/IV in Dortmund rund 500 'Schätze der Arbeit'.
In einer Serie stellt der LWL die originellsten, ältesten und
bedeutsamsten Exponate der Ausstellung vor. Die Bessemer-Birne
Die Arbeit am Hochofen war hart. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts,
als die Hochofentechnik auch in Deutschland Einzug hielt,
entstanden neue Berufe, die sowohl schwerste Handarbeit
erforderten, als auch viele Gefahren mit sich brachten.
Extreme Temperaturwechsel, starker Schmutz und Gestank
und die Angst vor Verbrennungen oder Quetschungen
bestimmten den Alltag der Arbeiter in der Eisenhütte.

Rund 70 Beschäftigte mit unterschiedlichen Tätigkeiten
teilten sich die Aufgaben an einem Hochofen, zum Beispiel
Schmelzer, Gießer, Pfannenwärter und Schlackenmänner.
Dazu gehörten auch die 'Puddler'. Ihre Aufgabe war es,
das flüssige Eisen im Ofen mit langen Stangen stundenlang
zu rühren. Auf diese Weise wurde das Roheisen 'gefrischt',
das heißt mit Sauerstoff angereichert. Durch die Oxidation
wurde es von allen Beimengungen gereinigt, und es entstand
Stahl, der sich problemlos weiterverarbeiten ließ. Die Puddler
wussten um ihre Bedeutung als unentbehrliche Kräfte im
Prozess der Stahlgewinnung. Sie galten als selbstbewusst
und ließen sich ihre schwere, gleichzeitig aber auch sehr
geschickte Arbeit gut bezahlen.

Oft wurden sie aus der Ferne angeworben. Denn nur wer
jahrelange Erfahrungen hatte, konnte das Eisen richtig rühren.
Und da die Puddler aus ihrer Kunst ein Geheimnis machten,
waren sie begehrte und teure Facharbeiter. Bis ein Engländer
sie mit seiner Erfindung überflüssig machte. Sir Henry Bessemer,
Bauingenieur, Erfinder und Sohn eines Schriftgießers, erfand
1856 auf der Suche nach einem Metall für Kanonengeschosse
einen Konverter - die Bessemer-Birne. Mit seinem Verfahren war
es möglich, den Sauerstoff mechanisch von unten in die
Roheisenmasse einzublasen. Damit revolutionierte der Brite die
gesamte Stahlherstellung.

In der Birne ließen sich drei Tonnen Stahl in nur 20 Minuten herstellen.
Vorher hatten die Puddler dafür 24 Stunden gebraucht. Die
Unternehmen nutzten nun die Gelegenheit, sich der selbstbewussten
und teuren Puddler zu entledigen. Auch wenn im Laufe der folgenden
Jahre das Bessemer-Verfahren immer weiter entwickelt und auch
verändert wurde, schuf der in den Ritterstand erhobene Engländer
die Voraussetzung zur Massenproduktion von Stahl. In der Ausstellung
'Schätze der Arbeit' ist die Bessemer-Birne 'aus industriehistorischer
Sicht ein echter Schatz', erklärt Simona Krause vom Westfälischen
Industriemuseum. 'Denn mit der Erfindung immer besserer Verfahren
der Stahlherstellung verschwanden die Bessemer-Birnen im Laufe des
20. Jahrhunderts nach und nach aus den Stahlwerken.'

Das Ausstellungsstück stammt aus einem dreiteiligen Ensemble, mit
dem ein Eisenwerk im sauerländischen Menden (Märkischer Kreis)
bis in die 1960er Jahre flüssigen Stahl produzierte. 'Vermutlich sind
diese drei Bessemer-Birnen die einzigen, die noch in Deutschland
erhalten sind', meint Simona Krause. Beeindruckend ist auch das
Gewicht des Ausstellungsstücks: Mit 18 Tonnen wiegt es soviel wie
ein voll besetzter Bus.


INFO

Schätze der Arbeit 25 Jahre Westfälisches Industriemuseum
20. Juni bis 12. September 2004

Zeche Zollern II/IV
Grubenweg 5
Dortmund-Bövinghausen
Telefon: 0231 6961-111
Telefax: 0231 6961-114
E-Mail: Zeche-Zollern@lwl.org
Url: www.industriemuseum.de

Geöffnet
dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr
Eintrittspreise: Erwachsene: 3,50 €, ermäßigt: 2,10€
Familienkarte: 8 €




From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed Jul 21 13:33:11 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed Jul 21 13:33:52 2004
Subject: [WestG] [TOC] Die Warte, Nr. 122, Sommer 2004
Message-ID: s0fe709f.096@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 21.07.2004, 13:00


SERVICE: TOC

Die Warte
Heimatzeitschrift für die Kreise Paderborn und Höxter
Sommer 2004
Nr. 122
ISSN 0939-8686


S. 2-5
Bialas, Rudolf / Dubbi, Franz-Josef
Der Desenberg in der bildenden Kunst

S. 6-9
Weber, Franz Josef
Der barocke Hochaltar in der Marktkirche zu Paderborn -
eine einmalige Rekonstruktion

S. 10-12
Fischer, Annette
Altes Rathaus Dringenberg

S. 13-15
Bartsch, Burkhard
Ein Musikfestival wird 50 -
Die Corveyer Musikwochen zwischen Tradition und Zukunft

S. 16-18
Heßelmann, Peter
Frömmigkeit und Wissen: Rheinisch-Westfälische Kapuzinerbibliotheken
vor der Säkularisation
Eine Wanderausstellung in Paderborn

S. 1-8 (Sonderzählung)
Gaidt, Andreas (Bearb.)
die warte - Inhaltsverzeichnis zum Jahrgang 2003 (Hefte 117-120)

S. 21f
Buchbesprechungen

S. 23-27
Gödden, Walter
Brechts linke Hand
Über den Versuch, sich der Schriftstellerin Elisabeth Hauptmann (1897-1973) zu nähern

S. 28f
Weber, Konrad
Der Attelner Spieker

S. 30f
Spiong, Sven
Paderborn während der Völkerwanderungszeit

S. 32-34
Köhne, Josef
Vor 75 Jahren erbaut:
Gefallenenehrenmal in Entrup

S. 35-38
Brehm, Oliver
Ein Bild für die Götter
Die Ausstellung "Antike Götter und Mythen. Ausgewählte Antiken
der Sammlung Nachtmann" im Historischen Museum im Marstall in
Paderborn-Schloss Neuhaus

S. 39f
Koch, Martin
Kloster Dahlheim wird Landesmuseum





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Jul 21 14:18:17 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed Jul 21 14:19:38 2004
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_180_Jahre_Verein_f=FCr_Geschich?=
=?iso-8859-1?q?te_und_Altertumskunde_Westfalens=2C_Abt=2E_Paderborn?=
Message-ID: s0fe7b33.025@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "H.-J. Schmalor",
Datum: 21.07.04, 13:33


AKTUELL

Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens,
Abt. Paderborn, vor 180 Jahren gegründet

Am 19. Juli 1824, also vor nunmehr genau 180 Jahren, fand jenes denkwürdige Treffen im Gartenhaus des Domherrn Ignaz Theodor Liborius Meyer in Paderborn (heute auf dem Gelände des Mutterhauses der Schwestern der Christlichen Liebe) statt, das zur Gründung des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens führen sollte, zunächst für Paderborn, ein Jahr später kam die Abteilung Münster hinzu. Bereits seit 1819 pflegten Theologen, Juristen, Verwaltungsbeamte, Kaufleute und Gymnasiallehrer mit ähnlich gelagerten geistigen und historischen Interessen Kontakte untereinander.

Domkapitular Meyer hatte nun diese historisch interessierten Persönlichkeiten aus ganz Westfalen eingeladen. So hatten sich aus Paderborn sechs Herren eingefunden, aus den adeligen Häusern der Umgebung sowie aus Höxter, Büren und Kirchhundem im Sauerland kamen sieben weitere, dazu noch zwei Herren aus Arolsen. Domkapitular Meyer eröffnete die Sitzung und erklärte, daß die Königliche Regierung zu Minden durch Reskript diese Versammlung zur Förderung geschichtlicher Studien approbiert und sich anerkennend darüber geäußert habe. Daraufhin hat sich, wie es im ersten Protokoll, das der Verein produzierte, heißt, "die Versammlung zu einem dauernden Geschichtsverein constituiert und ihre Sitzung eröffnet".

Damit begann ein nunmehr über 180 Jahre andauendes reges Vereinsleben, das zunächst darauf gerichtet war, wie es in den Statuten von 1826 heißt, ein *vaterländisches Museum einzurichten "welches auch aus Special-Abtheilungen bestehen kann. Was an Büchern, Handschriften, Kunstsachen, Antiquitäten dem Verein gewidmet ist, wird an die Directionen geschickt, welche ein Register und Protocoll hierüber führen. Im Allgemeinen ist die Absicht des Vereins: Ausfindung und Rettung der vaterländischen Geschichtsquellen und Alterthümer jeder Art und Gattung nach Kräften zu bewirken, geschichtliche Bildung, und dadurch Gemeingeist in der Umgebung der einzelnen Mitglieder zu wecken und den, theils hie und da erkalteten, theils auf Abwegen sich befindenden Sinn für vaterländische Geschichte wieder zu erregen oder auf die rechte Bahn zu leiten." Vor allem die Rettung der Geschichtsquellen war damals besonders nach der Aufhebung der Klöster und anderer kirchlicher Einrichtungen besonders geboten.

Im Vorwort der Übersetzung der "Monumenta Paderbornenesia" schreibt Franz Josef Micus über die verschwundenen Bücher und Manuskripte aus der Bibliothek Ferdinands von Fürstenberg: "Von all diesen Papieren habe ich, trotz sorgfältiger Nachforschungen, wenig oder nichts ausfindig machen können. Sie werden, wie so mancher andere literarische Schatz, irgendwo im Verborgenen modern!!!" In der Tat ist manches verloren gegangen, aber eben auch durch die sorgsame Aufmerksamkeit der Vereinsmitglieder dieser frühen Zeit für die historische Forschung gerettet worden. Diese Aktivitäten sind nachhaltig und bis heute sehr verdienstvoll. Ohne die Sammlungen des *Altertumsvereins" wäre die Kenntnis der westfälischen Geschichte wesentlich ärmer. Insgesamt handelt es sich um sechs Sammlungsschwerpunkte: Das Archiv und die Bibliothek; die Münzsammlung; die archäologische Sammlung; die historischen und kunstgeschichtlichen Sammlungen und die Waffensammlung.

Große Teile dieses historisch so wertvollen Materials ist heute der Öffentlichkeit zugänglich wie etwa über die Erzbischöfliche Akademische Bibliothek (Vereinsbibliothek und Archiv) oder das Museum für Stadtgeschichte im Adam-und-Eva-Haus (historische und kunstgeschichtliche Sammlungen, die Münzen und die Waffen). Zum 175jährigen Bestehen des Vereins vor fünf Jahren war eine repräsentative Auswahl aus den Sammlungsbeständen in einer Ausstellung in der Volksbank Paderborn-Höxter zu sehen. Umfassend sind diese Sammlungen in einem reichhaltigen Inventar beschrieben worden (Norbert Börste, Hrsg., Die Sammlungen des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn e.V. = Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte, Bd. 39. Paderborn: Bonifatius-Verlag 2000).

Im Laufe der Zeit kamen zu den Sammlungsaktivitäten auch noch ein umfangreiches Angebot an öffentlichen Vorträgen, Studienfahrten, Ausstellungsbesichtigungen und Museumsbesuche hinzu. Daneben gibt der Verein bis heute zahlreiche wissenschaftlich-historische Schriften heraus wie etwa die "Westfälische Zeitschrift" (bislang 153 Jahrgänge) oder die Reihe "Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte", in der bisher fast 50 Bände erschienen sind. Der renommierte, nach dem Vereingründer benannte Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis, der seit 1992 vergeben wird, soll junge Historiker fördern, die sich mit ost- und südwestfälischer Regionalgeschichte beschäftigen. Er trägt somit dazu bei, für qualifizierte Nachwuchswissenschaftler den Weg zu einem guten Berufseinstieg zu ebnen.


INFO

Aktuelle und ausführliche Informationen bietet auch die Website
(www.altertumsverein-paderborn.de), mit der sich der Verein
nicht nur seinen über 1.000 Mitgliedern, sondern einem breiten
interessierten Publikum präsentiert.







From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 22 09:23:41 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Jul 22 11:47:14 2004
Subject: [WestG] [TOC] Heimatland Lippe, Juli 2004
Message-ID: s0ff87b2.008@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 22.07.2004, 09:30


SERVICE: TOC

Heimatland Lippe
Zeitschridt des Lippischen Heimatbundes und des Landesverbandes Lippe
97. Jahrgang Nr. 7
Juli 2004
ISSN 0017-9787


Inhalt in Auswahl [AS]

S. 141-145
Gerking, Willy
75 Jahre Köterberghaus
Seine Geschichte im Spiegel der Gästebücher (Teil 2)

S. 147f
Treude, Elke
Archäologie im Kreis Lippe
Neues aus der Bodendenkmalpflege des Lippischen Landesmuseums Detmold

S. 150f
Meier, Burkhard
Barntrup: bodenständig und weltgewandt
Aus lippischen Schlössern und Gutshäusern (II)

S. 154f
Meier, Burkhard
"Fenster in die Vergangenheit"
Museum Hexenbürgermeisterhaus Lemgo mit Ausstellung zur Baugeschichte wiedereröffnet





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 22 09:34:24 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Jul 22 11:47:23 2004
Subject: [WestG] [TOC] Mitteilungen des Vereins fuer Geschichte an der
Universitaet Paderborn, Nr. 17,1 (2004)
Message-ID: s0ff8a2a.070@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Gunnar Grüttner",
Datum: 21.07.2004, 17:06


SERVICE: TOC

Mitteilungen des Vereins für Geschichte an der Universität Paderborn
Nr.17, 2004, Heft 1
ISSN 1437-6660


Inhaltsverzeichnis:

S. 4
Editorial

S. 5-82
Klenke, Dietmar
Die Paderborner "Harmonie-Gesellschaft" im 19. und frühen 20. Jahrhundert -
Lokale Elitenintegration im Spannungsfeld von liberalkonservativer
Konsensbildung und konfessionellen Absonderungstendenzen

S. 83-106
Weisbrod, Angela
Regional- und Raumbewusstsein in Westfalen. Das Beispiel Lügde im
westfälisch-niedersächsischen Grenzraum

S. 107-116
Müller, Alexandra
"Unwirkliche Wirklichkeit" - Die Entwicklung des Paderborner Kinos von
seinen Anfängen als technische Sensation bis zur Etablierung als
Massenmedium

S. 117-119
Weskamp, Claudia
Zentren herrschaftlicher Repräsentation im Hochmittelalter - Geschichte,
Architektur und Zeremoniell. 4. Symposium des Archäologisch-Historischen
Forums vom 8. bis 10. Oktober 2003 in Paderborn

S. 120-121
Menne, Mareike
"Die Antike in Westfalen - Tradition und Rezeption". Bericht über die
Regionalgeschichtstagung am 8. November 2003

S. 122-126
Mohr, Andreas
Emotion, Gewalt und Widerstand. Spannungsfelder zwischen geistlichem und
weltlichem Leben in Mittelalter und Früher Neuzeit. Kolloquium des
Paderborner MittelalterKollegs am 24./25. Oktober 2003

S. 127-128
Hecker, Anne-Marie
Das UNESCO-Projektbüro an der Universität Paderborn - Von der Konzeption bis
zur Realisierung

S. 129-131
Pavel, Heinrich
Wann wurde in Paderborn die erste "Zeitglocke" installiert?

S. 132-152
Rezensionen

S. 153-157
Vereinsnachrichten

S. 158
Autorenverzeichnis


INFO

Verein für Geschichte an der Universität Paderborn e.V.
Stettiner Straße 40-42
33106 Paderborn
URL: www.vfg-paderborn.de






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 22 11:34:03 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Jul 22 11:47:32 2004
Subject: [WestG] [AKT] Antrittsvorlesung: Kampf der Kulturen?, Muenster,
26.07.2004
Message-ID: s0ffa64c.067@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster",
Datum: 22.07.2004, 09:11


AKTUELL

Kampf der Kulturen?
Antrittsvorlesung von Privatdozent Dr. Armin Owzar

Dr. Armin Owzar, Privatdozent am Historischen Seminar der
Westfälischen Wilhelms-Universität, hält am 26. Juli 2004 seine
Antrittsvorlesung am Fachbereich Geschichte/Philosophie der
Universität. Der Historiker spricht am Montag um 11.15 Uhr in der
Studiobühne am Domplatz 23 über das Thema "Ein Kampf der Kulturen?
Katholiken und Protestanten im deutschen Kaiserreich".


INFO

Link: Historisches Seminar der Universität Münster
(http://www.uni-muenster.de/GeschichtePhilosophie/Geschichte/hist-sem/)





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 22 11:46:16 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Jul 22 11:47:49 2004
Subject: [WestG] [AKT] Historisches Jahr Ahlen 2005
Message-ID: s0ffa90e.009@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Manfred Kehr",
Datum: 22.07.2004, 09:21


AKTUELL

Historisches Jahr AHLEN 2005

Anlaß und historische Grundlagen

Anlaß

Auf der Grundlage von geschichtlichen Daten und Fakten beschloss
der Schul- und Kulturausschuß der Stadt Ahlen im Februar 2001, im
Jahre 2005 ein "Jahr der regionalen und örtlichen Geschichte" zu
begehen. Gemeinsam mit der Kirchengemeinde St. Bartholomäus,
der örtlichen Trägerin der Aktivitäten zum 1.200jährigen Jubiläum
des Bistums Münster, und dem Heimatförderkreis der Stadt Ahlen
entsteht zur Zeit ein Vortrags- und Veranstaltungsprogramm, das
ergänzt wird durch Großveranstaltungen wie den Westfalentag,
den Kreisheimattag oder den Westfälischen Hansetag.


Historische Grundlagen
Christliche Missionen vor Liudger

Vor 1.200 Jahren, am 30. März 805, markierte die Bischofsweihe
des friesischen Wandermissionars Liudger in Köln den Beginn des
Bistums Münster. Der Gründung waren mehrere Missionen zur
Christianisierung des Münsterlandes vorausgegangen, unter
denen die Liudgers seit 792/3 die letzte war. Sein Vorgänger
als Missionar im Ostmünsterland war seit etwa 778/80 der Abt
Bernradh oder Beornrad von Echternach, ein Angelsachse am
Hofe Karls des Grossen, der mit seiner Abtwürde seit 785/6 auch
die des Erzbischofs von Sens verband und 797 starb.

Seine Missionstätigkeit prägte vor allem das Ostmünsterland, den
Einflussbereich der Ekbertiner, des führenden Adelsgeschlechtes
in Westfalen, dessen Stammvater Ekbert von Karl dem Grossen
zum Grafen und zu seinem Vertreter zwischen Rhein und Weser
eingesetzt worden war. Er war vermählt mit der Fränkin Ida, einer
Verwandten Karls des Grossen, und hatte in Hovestadt an der
Lippe seinen Stammsitz. Auf dem gegenüberliegenden Ufer in
Herzfeld errichtete seine Gemahlin bereits um 790 eine Kirche,
die zu einem christlich-kulturellen Ausstrahlungszentrum für das
umliegende Land wurde.

Doch setzt die christliche Mission des Ostmünsterlandes unter dem
Schutz der Ekbertiner schon früher im Ostmünsterland ein. In
Beckum dürfte um 775 eine fränkische Militärsiedlung mit einer
Stephanus-Kirche gegründet worden sein, in Freckenhorst nicht
später durch eine kölnische Mission eine St. Petrus-Kirche, die
eine Eigenkirche der Ekbertiner war. Sie könnte ein heidnisches
Heiligtum des Draingaus abgelöst haben und war mit einem
weiträumigen frühen christlichen Friedhof verbunden. Um 854
wurde an der Kirche ein adliges Damenstift begründet.


Erste Spuren im Raum Ahlen

Im Zusammenhang mit der Tätigkeit des Missionsabtes Beornrad
dürften spätestens um 785 auch Missionskirchen in Warendorf,
Ahlen und Liesborn entstanden sein, nachdem im Spätsommer
784 beim Haus Heerfeld in der Pfarrei Liesborn an der Mündung
der Glenne in die Lippe das letzte Gefecht der heidnischen
Westfalen gegen die Franken stattgefunden hatte und sich ihr
Anführer Widukind 785 dem Frankenkönig Karl dem Grossen
unterwarf und die Taufe empfing. Als Anführer der Franken
hatte Karl seinen Sohn Karl bestimmt.

Die Toten des Gefechtes fanden ihre letzte Ruhestätte auf dem
gegenüberliegenden Glenneufer, wo über ihren Gräbern eine
Kapelle erbaut wurde, das heutige Cappel (Stadt Lippstadt).
Diese Nähe des karolingischen Hauses zum Ort Liesborn rückt
die Liesborner Klosterüberlieferung durchaus in den Bereich der
Wahrscheinlichkeit, dass das adlige Damenstift Liesborn, als
dessen Gründer die Adligen Bardo und Boso gelten, von Karl
dem Grossen und Papst Leo III. mitbegründet worden ist und in
zeitlichem Zusammenhang mit dem grossen Reichstag Karls des
Grossen 799 in Paderborn steht, zu dem er den Papst dort
empfing.

Auch der Stiftsgründung in Liesborn geht nach archäologischen
Untersuchungen die Gründung einer Missionskirche dort im
8. Jahrhundert mit einem weiten Pfarrsprengel voraus, der
bis Lipperode und Mastholte im Osten reichte und hier bis ins
16. Jahrhundert die Ostgrenze des Bistums Münster bezeichnete.


Ersterwähnung Ahlens

In diesen Zusammenhang sind auch die mittelalterlichen Anfänge
der Stadt Ahlen einzuordnen. Das älteste Zeugnis dafür ist die
Überlieferung des Namens Ahlen als "alan" in der Vita secunda
sancti Liudgeri", einer Lebensbeschreibung des ersten Münsteraner
Bischofs durch einen Werdener Mönch, die in der Mitte des
9. Jahrhunderts entstanden ist, also der Zeit noch relativ nahe
steht. Die Namensüberlieferung ist eingebunden in eine dort
berichtete "Blindenheilung in Ahlen" durch "Bischof" Liudger.

Wenn diese Nachricht zutrifft, ist sie zeitlich in die Bischofsjahre
Liudgers vom 30. März 805 bis zu seinem Tod am 26. März 809
in Billerbeck einzuordnen. Sie kann durchaus aber auch bereits
der vorbischöflichen Zeit Liudgers als Missionar des Münsterlandes
seit 792/93 angehören, da der Werdener Mönch aus seiner
späteren Sicht das Wirken Liudgers beschreiben will, ohne dabei
zwischen den Zeiten des Missionars und des Bischofs zu trennen.
Das Datum der wundersamen Heilung ist damit nicht exakt zu
ermitteln. Damit ist auch die Ersterwähnung Ahlens im Rahmen
der Blindenheilung Liudgers nur ungefähr auf den Zeitraum seiner
Tätigkeit als Missionar und Bischof für die Jahre 792/3-809 festzulegen.


Siedlungsspuren des 8. Jahrhunderts

Die berichtete Wunderheilung in Ahlen vollzog sich jedoch
keineswegs an einem damals unbesiedelten Ort, sonst würde
dieser keinen Namen tragen. Vielmehr bestand am Übergang
der Strasse von Dolberg über die Werse nach Norden bereits
eine Siedlung, die ihren Namen wahrscheinlich von der Flussaue
(Aa) herleitete und bereits seit spätestens 785 eine dem Heiligen
Bartholomäus geweihte Taufkirche auf einer Sanddüne oberhalb
der Werse trug.

Sie zeichnete sich durch einen grossen Pfarrsprengel aus, der
im Süden bis Dolberg, Heessen, Bockum und Hövel entlang der
Lippe reichte und in begrenzter Weise auch das nördliche, westliche
und östliche Umland umfasste. Das weist auf die Ursprünglichkeit
der Ahlener Kirche als Taufkirche hin, die mithin noch in die
vorliudgerische Zeit, die Zeit des Missionsabtes Beornrad (ca. 778-792),
fallen muss. Liudger fand also bei seinem Besuch in "alan" bereits
eine Kirchengemeinde vor. Die berichtete Wunderheilung hat sich
demnach keineswegs isoliert, sondern vor dem Umstand der
Pfarrgemeinde vollzogen, so dass sie auch öffentlichkeitswirksam
war. Darum ging sie auch in die Vita des Bischofs nach seinem Tode ein.


Fazit

Auch wenn damit keine exakte jahrmässige Datierung der berichteten
Wunderheilung vorliegt, so macht sie doch deutlich, dass Ahlen bereits
zu Liudgers Zeiten ein besiedelter Ort mit einer Pfarrgemeinde war.
Der Ort kann daher zurecht sein Bestehen mit dem herausragenden
Datum der Bischofsweihe Liudgers 805 und der damit gegebenen
Gründung des Bistums Münster verbinden unabhängig davon, in welches
der angrenzenden Jahre der Amtszeit Liudgers die von ihm berichtete
Wunderheilung fällt. Festzuhalten ist auch, dass mit der Überlieferung
des Namens "alna" * "Ahlen" in diesem Zusammenhang eine der frühesten
Ortsnamensbezeichnungen des Kreises Warendorf vorliegt.

Das 1.200jährige Ortsjubiläum 2005 in Ahlen gründet also auf einem
sicheren historischen Fundament. Es weist eine besondere Beziehung
des Ortes und der jungen Pfarrgemeinde zu dem damaligen Gründerbischof
des Bistums Münster, des Heiligen Liudger, auf, die sich auch unter dessen
Nachfolgern fortsetzte, denen Ahlen 1224 seine Stadtgründung verdankte
und bis zur Säkularisation 1803 als Landstand des Fürstbistums Münster
unterstand.

(Prof. Dr. Paul Leidinger)


INFO

Weiterführende Literatur:

Kemper, Heinrich: Ahlen seit dem 8. Jahrhundert n. Chr. ständig besiedelt; HKW 1981, S.72 ff.
ders.: Ahlens mittelalterliche Stadtentwicklung; HKW 1984, S.26 f.
ders./Pour, E.: Archäologische Untersuchungen im Ahlener Stadtkern; HKW 1987, S.65 ff.
Kohl, Wilhelm: Quellen zur Bevölkerungsgeschichte des Kreises Beckum; HKB 1964, S.56 ff.
ders.: Die Blindenheilung Bischof Liudgers; HKW 1982, S.21 f.
Leidinger, Paul: Das letzte Gefecht der heidnischen Westfalen 784 bei Liesborn,
in: Münsterland - Jahrbuch des Kreises Warendorf 54, 2005 (im Druck)
ders.: Die Entwicklung des mittelalterlichen Pfarrnetzes im Ostmünsterland vom 9.-13. Jahrhundert, ebenda (im Druck)
ders.: Zur Christianisierung des Ostmünsterlandes im 8. Jahrhundert und zur Entwicklung des mittelalterlichen Pfarrsystems. Ein Beitrag zum 1200-jährigen Bestehen des Bistums Münster 2005, in: Westfälische Zeitschrift Band 154, 2004, im Druck, erscheint Spätherbst 2004; vgl. die Zusammenfassungen des Beitrags auch im Jahrbuch des Kreises Warendorf 2005, erscheint im November 2004
Mayr, Alois: Ahlen in Westfalen, Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Ahlen, Bd. 2, Ahlen 1968
Rothert, Hermann: Westfälische Geschichte, 3 Bde., Osnabrück 1986
Schulte, Anton: Die Blindenheilung in Ahlen. Eine Miniatur aus dem elften Jahrhundert; HKB 1958, S.23 ff.
Schulte, Ludger: Von *alna" bis Ahlen: 750 Jahre; HKB 1974, S.27 ff.
Schulte, Dr. Wilhelm: Wie Ahlen entstand; Heimatbuch der Stadt Ahlen, SGV Heimatverein, 1929, S. 30-41

Manfred Kehr
Stadt Ahlen, Kulturabteilung
Tel.: 02382 - 59 472
FAX: 02382 - 59 558
kehrm@stadt.ahlen.de




From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Jul 26 08:13:41 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Jul 26 08:20:37 2004
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Hagener_Museum_gef=E4hrdet_?=
Message-ID: s104bd54.039@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Manfred Hartmann",
Datum: 23.07.2004, 10:11


AKTUELL
Hagener Museum gefährdet

Quelle: Soester Anzeiger (http://www.soester-anzeiger.de/lokales/soester_anzeiger/story.jsp?id=134387)

Hagener Museum gefährdet
Ministerrunde setzt der Stadt eine Frist
HAGEN · Vor sieben Jahren beschloss die Stadt Hagen, ein Museum für Emil Schumacher (1912-1999) zu bauen. Die Stadt sollte das Gebäude stellen, die Familie des bedeutendsten Hagener Malers wollte den Nachlass einbringen. Inzwischen ist Hagen so pleite, dass die Bezirksregierung als Aufsichtsbehörde den städtischen Anteil sperrte. Schumachers Sohn Ulrich hat ein Ultimatum gestellt: Wenn nicht binnen 14 Tagen ein Baubeschluss falle, werde die Familie einen anderen Standort für die Bilder suchen. Jetzt wurde zwischen Kulturminister Michael Vesper, Innenminister Fritz Behrens, Staatskanzlei-Chef Wolfram Kuschke und der Arnsberger Regierungspräsidentin Renate Drewke eine Atempause beschlossen: Alle Beteiligten setzen sich Ende August zusammen, um eine Lösung zu finden. Ulrich Schumacher setzte das Ultimatum aus.

Das Ministerium unterstrich, dass die Landesmittel in Höhe von 10,7 Millionen Euro weiterhin bereit stehen. Fließen können sie aber erst, wenn auch die Stadt Hagen klar stellt, wie ihr Anteil finanziert wird. Noch habe die Stadt "ihre Hausaufgaben nicht gemacht". In der Stadt sind die Meinungen polarisiert: Viele Bürger sind angesichts der Finanzmisere gegen das Museum. Andere befürchten einen zweiten Fall Folkwang, bei dem die Stadt wie einst bei der Sammlung Osthaus Kunst von Weltrang nicht halten könne. Nun wird vor Ort taktiert, werden andere Standorte als ein Anbau am Karl-Ernst-Osthaus-Museum ins Spiel gebracht. Die freilich hätten den Nachteil, dass das Zusammenspiel mit dem existierenden Museum litte und die Lage weniger günstig ist. · WA

[23.07.2004]


INFO

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Westfälisches Museumsamt
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Schwelingstr. 5
48133 Münster
Tel.: 0251-591-3296
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From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Jul 26 08:17:12 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Jul 26 08:20:38 2004
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe
Message-ID: s104be11.048@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Manfred Hartmann",
Datum: 23.07.2004, 10:23


AKTUELL

SERVICE: WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe

In Kooperation mit dem Westfälischen Museumsamt des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" einen
weiteren Service an: eine Zusammenfassung von Museums- und Archiv-
Nachrichten des Westdeutschen Rundfunks, die regelmäßig von Manfred
Hartmann erstellt wird. [MW]

Quelle:
http://www.wdr.de/nachrichten/

Nachrichten aus Südwestfalen vom 22.07.2004

Soest verabschiedet Zukunftskonzept (07:34)
Der Rat der Stadt Soest hat am Abend ein strategisches Zukunftskonzept verabschiedet, das mit der Bertelsmann-Stiftung erarbeitet wurde. Mit seinen Kunstschätzen will sich Soest stärker als Kulturstadt profilieren. Der Rat beschloss, im Museum Morgner-Haus eine private Galerie einziehen zu lassen. Der Einzelhandel in der Innenstadt soll durch ein Einkaufszentrum am Bahnhof gestärkt werden.

Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 22.07.2004

Entscheidung über Museum vertagt (06:57)
Die Entscheidung über den Bau eines Emil-Schumacher-Museums in Hagen ist noch einmal vertagt worden. Gestern Nachmittag berieten Kulturminister Michael Vesper, Innenminister Fritz Behrens, Staatskanzlei-Chef Wolfram Kuschke und Regierungspräsidentin Renate Drewke über den Bau des Museums für den berühmten Hagener Künstler. Ende August sollen nun in einem Gespräch zwischen Landesregierung, Stadtvertretern und der Familie Schumacher endgültig die noch offenen Fragen geklärt werden. Seit sieben Jahre wird das 20 Millionen Euro teure Museum in Hagen immer wieder geplant und verschoben.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 22.07.2004

Museum könnte teurer werden (06:49)
Der Finanzbedarf für das Rock und Popmuseum in Gronau ist möglicherweise deutlich höher als bisher angenommen. SPD und FDP im Gronauer Rat halten es für wahrscheinlich, dass die bisher veranschlagten 500.000 Euro pro Jahr für die laufenden Kosten nicht ausreichen. In neueren Berechnungen ist von 1,3 Millionen Euro jährlich die Rede.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 22.07.2004

Run auf Rock und Popmuseum (06:46)
Das Rock und Popmuseum in Gronau ist am Eröffnungstag auf großes Interesse gestoßen. Nach Angaben des Museums begaben sich am Mittoch 1.500 Besucher auf eine Zeitreise durch die Kulturgeschichte von Rock- und Popmusik. Bis zum Sonntag ist der Eintritt noch frei. Die Stadt Gronau hofft auf bis zu 60.000 Besucher jährlich.

Nachrichten aus dem Münsterland vom 21.07.2004

Rock- und Popmuseum eingeweiht (06:41)
In Gronau ist gestern Abend das Rock- und Popmuseum eröffnet worden. Insgesamt sind hier 130 Exponate und mehr als 400 Bild- und Tondokumente ausgestellt. Das Museum will auch Konzerte, Kongresse und Seminare veranstalten. An der Eröffnung nahmen auch Ministerpräsident Peer Steinbrück sowie der Rockmusiker Udo Lindenberg teil, der aus Gronau stammt.
Nachrichten aus dem Münsterland vom 20.07.2004

Ausstellungen zu Bistumsjubiläum (17:04)
Im kommenden Jahr gibt es anlässlich des 1200jährigen Bestehens des Bistums drei große Ausstellungen in Münster. In der Domkammer, im Westfälischen Landesmuseum und im Stadtmuseum werden zahlreiche historische Exponate zu sehen sein, zum Beispiel ein Reisealtar aus dem neunten Jahrhundert oder Skulpturen der Künstlerfamilie Brabender.

Nachrichten aus Südwestfalen vom 17.07.2004

Ehepaar Adams erhält Ehrenamtspreis (09:38)
Das Schmallenberger Ehepaar Luise und Reinhard Adams wird heute Vormittag in Schwerte mit dem Ehrenamtspreis des Fördervereins der NRW-Stiftung ausgezeichnet. Damit wird das Engagement des Ehepaares im Heimatverein Fleckenberg zur Erhaltung der Besteckfabrik Hesse gewürdigt. Das Gebäude mit seinen Originalmaschinen wurde zum technischen Museum umgebaut.

Nachrichten aus OWL vom 17.07.2004

Weniger Geld für MARTa (08:12)
Die Stadt Herford wird das neue Museum MARTa nur mit 1,5 Millionen Euro bezuschussen. Das hat jetzt der Stadtrat entschieden. Außerdem wird nur ein Teil der Sponsoringmittel des Stromkonzerns E.ON zur Finanzierung der Betriebskosten genutzt. E.ON hatte 7,5 Millionen Euro gespendet. Mit dem Geld sollen nun auch andere städtische Projekte finanziert werden.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 17.07.2004

Neue Nutzung für Kaufhof-Gebäude (13:23)
Im ehemaligen Siegener Kaufhof sollen die Volkshochschule, eine moderne Zentralbibliothek und das Stadtarchiv untergebracht werden. Dafür hat sich der Siegener Finanzausschuss einstimmig ausgesprochen. Für den Kauf und Umbau des denkmalgeschützten, 11.000 Quadratmeter großen Gebäudes in der Oberstadt sind rund 5 Millionen veranschlagt. Die Stadt hofft auf einen Landeszuschuss von 3,7 Millionen Euro. Um den Eigenanteil der Stadt zu finanzieren, werden drei Stadtteilbibliotheken geschlossen und die alten Volkshochschul-Gebäude verkauft.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 15.07.2004

Neuer Chef im Landesmuseum (17:21)
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat heute Hermann Arnhold einstimmig zum neuen Direktor des Landesmuseums in Münster gewählt. Der 42-Jährige leitete bislang die Mittelalter-Abteilung des Hauses. Arnhold tritt sein Amt am ersten August an; sein Vertrag hat eine Laufzeit von sechs Jahren


INFO

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Westfälisches Museumsamt
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Schwelingstr. 5
48133 Münster
Tel.: 0251-591-3296
Fax: 0251-591-3335
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From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Jul 26 08:19:59 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Jul 26 08:21:37 2004
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BLIT=5D_Neuerwerbungsliste_=22Westfalen?
==?iso-8859-1?q?=22_der_ULB_M=FCnster=2C_2004/11?=
Message-ID: s104bece.052@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Hans Mühl",
Redaktion Nordrhein-Westfälische Bibliographie
- Universitäts- und Landesbibliothek Münster -
Datum: 26.07.2004, 08:11


SERVICE: LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB
Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" an dieser
Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service auf die jeweils aktuelle
Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB Münster an. In ihr werden Titel
(inklusive ULB-Signatur für die Bestellung über den OPAC) zum Thema
"Westfalen" verzeichnet. Sie sind von der Bibliothek käuflich oder
aufgrund ihrer Veröffentlichung im Landesteil Westfalen
(Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster) als Pflichtexemplare
erworben worden.

Die Neuerwerbungsliste 2004/11 für den Zeitraum 19.06.2004 bis zum
16.07.2004 mit insgesamt 36 Titeln ist unter der URL

http://cgi08.uni-muenster.de:8408/exec/ULB/neuerwerb.php?action=fachimfokus&fach=wes

abrufbar.

Die Titel können online über den OPAC der ULB bestellt werden unter:
http://superfix.uni-muenster.de/cgi-webOPAC/bridgeMain.pl?
maskID=001&tagNO=&functionID=1&Language=De&
SignalPort=3048&ServerLogin=wopaculb&ServerDatabase=maindb&
Z3950=off&Z3950User=gast&BaseUrl=wopac.shtml

Hinweise zum Sammelgebiet "Westfalen" finden Sie unter:
http://www.uni-muenster.de/ULB/sammlungen/westfalica/


Sollten Sie weitere Literatur über Westfalen suchen - nutzen Sie die
Nordrhein-Westfälische Bibliographie >
http://www.uni-muenster.de/ULB/nwbib/,die umfangreichste
Regionalbibliographie Deutschlands!
Hier geht's zur Recherchemaske >> >
http://apollon.hbz-nrw.de:4505/ALEPH/-/start/NWBIB



INFO

Hans Mühl
Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Redaktion Nordrhein-Westf. Bibliographie -
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24074
E-Mail: muhl@uni-muenster.de
Website Nordrhein-Westfälische Bibliographie:
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From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Jul 26 08:31:12 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Jul 26 08:54:25 2004
Subject: [WestG] [PORT] **Sommer**ferien der E-Mailing-Liste "Westfaelische
Geschichte"
Message-ID: s104c160.094@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Marcus Weidner", , Internet-Portal "Westfälische Geschichte"
Datum: 26.07.2004, 08:28


PORTAL: IN EIGENER SACHE


Liebe Abonnentinnen und Abonnenten,

in der Zeit vom 30.07.2004 bis einschl. 17.08.2004 macht die E-Mailing-Liste
"Westfälische Geschichte" **Sommer**ferien. Alle Beiträge, die Sie in dieser
Zeit einreichen (E-Mail: westfaelische-geschichte at list.lwl.org), werden erst
nach dem 17.08.2003 verschickt. Terminlich gebundene Beiträge senden Sie bitte
nur ein, wenn das Datum nach dem 21.08.2004 liegt.

Wir hoffen, dass Sie in den letzten Monaten die zahlreichen E-Mails, die wir an
Sie verschickt haben, mit Gewinn gelesen und genutzt haben. An den steigenden
Abonnentenzahlen - inzwischen rund 720 Personen - können wir ablesen, dass
unsere Liste weiterhin auf ein breites Interesse stößt.

Für Ihr Interesse, Ihre Beiträge und Ihre Rückmeldungen möchten wir uns sehr herzlich
bei Ihnen bedanken. Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie SCHÖNE **SOMMER**FERIEN !

Herzliche **SOMMNER**grüße

Alexander Schmidt
Marcus Weidner





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Jul 26 08:59:21 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Jul 26 09:03:46 2004
Subject: [WestG] [AKT] Ferienprogramm fuer Kinder, Zeche Zollern
Message-ID: s104c80a.073@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 22.07.2004, 13:33


AKTUELL

Ferienspaß mit den Schätzen der Arbeit
Vielseitiges Programm und jede Menge Preise locken nach Zollern

Dortmund (lwl). Warum ist ein Schuh ein Schatz? Woher kommt der Einmann-Bunker und wer suchte dort Schutz? Was haben Wäscheklammern und eine türkische Gebetskette im Museum zu suchen? Antworten finden Besucher des Westfälischen Industriemuseums Zeche Zollern II/IV in Dortmund bei einer Schatzsuche in der aktuellen Sonderausstellung. In den Ferien lockt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit besonderen Angeboten und schönen Preisen in die Jubiläumsschau *Schätze der Arbeit". Das Spektrum reicht von Themenführungen über ein Sommerferien-Quiz bis zu Mitmachaktionen und Vorführungen (Programm s.u.).

Am Donnerstag (22.7.) testeten Jungen und Mädchen eine Forschungsreise, die Museums-Mitarbeiterin Simona Krause für Kindergruppen konzipiert hat. Die Idee: Acht- bis Zwölfjährige lernen spielerisch Sammlungsstücke eines Industriemuseums kennen, erforschen ihren eigenen Schatz und erstellen kleine Forschungsberichte. Dazu gehört auch etwas kreatives Geschick, denn das ausgewählte Objekt wird mit Farbe auf Papier gebracht oder mit Knetmasse nachgebildet. Die Kunstwerke kommen anschließend in einer eigenen kleinen Ausstellung zur Geltung. Das Angebot ist für Feriengruppen oder Kindergeburtstage gedacht, dauert rund 1,5 Stunden und kostet 35 € (mit Anmeldung).

Mit 50 Cent * plus Museumseintritt - ist dabei, wer allein oder mit seinen Eltern in der Ausstellung auf Schatzsuche gehen will. Ausgerüstet mit einer Karte und mit Hilfe der Comicfiguren des Westfälischen Industriemuseums müssen acht Aufgaben gelöst werden. Wer den Code knackt, darf sich einen Preis aus dem Tresor holen.

Mit etwas Glück können auch Erwachsene Preise ergattern, wenn sie eine Frage zur Flaschenblasmaschine in der Ausstellung richtig beantworten. Beim Sommerferien-Quiz locken als Gewinne u.a. eine Schiffsfahrt, ein Besuch in der Schaugießerei der Henrichshütte, mundgeblasene Gläser oder die Teilnahme an einem Keramik-Workshop.

Die Ferien-Angebote im Einzelnen:

Angebote für Einzelbesucher (täglich außer montags 10-18 Uhr, bis 12. September)

Für Erwachsene: Sommerferien-Gewinnspiel in der Ausstellung, Kosten: Museumseintritt
Für Kinder: Schatzsuche, Kosten: 50 Cent plus Museumseintritt

Angebote für Gruppen (nach Vereinbarung)

Führungen für Erwachsene, max. 20 Personen. Dauer: ca. 1,5 Stunden.
Kosten: 35 € plus Museumseintritt

Kinderführung *Forschungsreise", Alter 8 - 12 Jahre, mind. 8, max. 30 Kinder).
Dauer: ca. 1,5 Stunden; Kosten: 35 € plus Museumseintritt

Infos und Anmeldung von Führungen im Zollern-Sekretariat unter Tel. 0231 6961-211

Zusätzliche Termine:

Sa, 24. Juli, 14-18 Uhr Offenes Ferienprogramm: *Wir bauen eine Stadt
So, 25. Juli, 12-18 Uhr aus Lehm". Ein Angebot vom Westfälischen Industriemuseum Ziegelei Lage

So, 25. Juli, 15 Uhr Themenführung *Ziegel & Glas" durch die Ausstellung und die Zeche Zollern II/IV, mit Dr. Thomas Parent

Mi, 28. Juli, 11*16 Uhr Offenes Ferienprogramm: *Kreatives Bedrucken von Stoff". Ein Angebot des Textilmuseums Bocholt für Kinder von 6 bis 12 Jahren, mit Elfriede Heitkamp. Kosten 2 € für Material plus Eintritt

So, 1. August, 15 Uhr Themenführung *Das bisschen Haushalt", mit Olge Dommer

Mi, 4. August, 11*16 Uhr Offenes Ferienprogramm: *Kreatives Bedrucken von Stoff". Ein Angebot des Textilmuseums Bocholt für Kinder von 6 bis 12 Jahren, mit Angela Huster. Kosten 2 € für Material plus Eintritt

Sa u. So, 7. u. 8. August, Vorführung der Schiffsdampfmaschine von 1884 in
15 *18 Uhr der Ausstellung, mit Willem Leeraar

So, 15. August, 15 Uhr Themenführung *Stahl" durch die Ausstellung und die Zeche Zollern II/IV, mit Anja Kuhn und Dr. Thomas Parent

So, 29. August, 14*18 Uhr Vorführung: Die Schaugießerei des Fördervereins
Industriemuseum Henrichshütte demonstriert das
Gießen von Zinn und Blei in Formen

Fr, 3. September, 19.30 Uhr Filmabend: Historische Filme der Branchen Bergbau, Eisenhüttenwesen, Binnenschifffahrt, mit thematischer Einführung durch Anja Kuhn, Herbert Niewerth und Dietmar Osses

Sa, 4. September, *Rot, Grün, Blau * wie bunte Stoffe entstehen",
11*17 Uhr Webstuhlvorführung und Farbexperimente in der Ausstellung, mit Arno Sendner und Manfred Tangerding vom Textilmuseum Bocholt

So, 12. September Jubiläumsfest: 25 Jahre Westfälisches Industriemuseum. Ganztägig Aktionen zum Mitmachen, Vorführungen, Begegnungen mit Zeitzeugen aus dem Bergbau, Musik, Kindertheater, Führerstands-Fahrten auf der Dampflok *Anna", mit stündlichen Führungen und einer *Geierabend-Sondershow". Zugleich Tag des Offenen Denkmals mit dem Thema *Eine Etage tiefer * Bodendenkmäler". Dazu Führungen zu Aschegang, Fuchs und Übungsstollen mit Helm und Kopflampe.



INFO

Westfälisches Industriemuseum
Zeche Zollern II/IV
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Telefon: 0231 6961-111
Telefax: 0231 6961-114
E-Mail: Zeche-Zollern@lwl.org






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Jul 26 09:03:07 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Jul 26 09:03:59 2004
Subject: [WestG] [AKT] Westfaelischer Preis fuer Denkmalpflege an von
Fuerstenberg
Message-ID: s104c8e8.083@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 22.07.2004, 13:51


AKTUELL

Schlossherr Dietger Freiherr von Fürstenberg erhält Westfälischen Preis für Denkmalpflege

Dietger Freiherr von Fürstenberg erhält den mit 5000 Euro dotierten Westfälischen Preis für
Denkmalpflege 2004. Mit dem von der Sparkasse Soest gestifteten Preis, der alle zwei Jahre
verliehen wird, würdigt die Jury, 'die innovative Leistung des Eigentümers von Schloss
Körtlinghausen bei Rüthen-Kallenhardt (Kreis Soest) bei der Suche nach einer neuen
Nutzung seines Hauses und den finanziellen Kraftakt, den die Familie zum Erhalt des
Schlosses geleistet hat'.

'Wir hatten in diesem Jahr eine schwierige Wahl. In der engsten Auswahl haben wir mit
dem Schloss Körtlinghausen, einer kleinen Fußgängerbrücke im Park von Haus Laer bei
Meschede im Hochsauerlandkreis und einem Fabrikgebäude in Ochtrup im Kreis Steinfurt
drei Objekte besichtigt, die sehr unterschiedlich, als denkmalpflegerische Leistungen
aber hervorragende Objekte sind. An Schloss Körtlinghausen soll nicht nur das
Restaurierungsergebnis ausgezeichnet werden. Besonders beeindruckt waren wir
davon, dass der Eigentümer Familienbesitz verkauft hat, um den Erlös für die
Zukunftssicherung des Schlosses einzusetzen', so Prof. Dr. Eberhard Grunsky,
Chef-Denkmalpfleger beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), der ebenso
der Jury angehörte wie unter anderem LWL-Direktor Wolfgang Schäfer, Herbert
Köhler, Vorstand der Sparkasse Soest, Regierungspräsidentin Renate Drewke,
Prof. Dr. Uta Hassler von der Universität Dortmund, Dr. Brigitta Ringbeck und
Prof. Dr. Heinz Günter Horn vom NRW-Kulturministerium sowie Albert Simons von
Bockum-Dolffs, Eigentümer von Haus Sassenberg im Kreis Soest und Sprecher der Jury.

Das idyllisch gelegene kleine Schloss Körtlinghausen ließ der kürkölnische
Oberjägermeister Franz Otto Freiherr von Weichs in der Zeit von 1714 bis
1764 nach Plänen des Architekten Justus Wehmer bauen. Nach dem Zweiten
Weltkrieg war das architektonische Kleinod zunächst an den Caritas-Verband
und von 1956 bis 1994 als Schulungsstätte an den Bundesverband für den
Selbstschutz vermietet. Nach Ende dieses Mietverhältnisses musste die
Bausubstanz dringend grundlegend saniert werden. Freiherr von Fürstenberg,
hat sich mit seiner Familie dazu entschlossen, dieses aufwändige Vorhaben in
Angriff zu nehmen. Auf der Basis eines Gutachtens über Nutzungsmöglichkeiten
hat er das Herrenhaus in den Jahren 2000 bis 2003 zu einem Veranstaltungsort
für anspruchsvolle Firmen- und Familienfeste und für Tagungen hergerichtet.
'Dazu hat er alte Bausubstanz repariert und vieles stilgerecht erneuert.
Außerdem hat er mit einigen Umbauten für die neue Funktion den
Nutzungskomfort des Schlosses so gehoben, dass es jetzt vor allem innen in
neuem Glanz erstrahlt', erklärt Grunsky.

Hintergrund:

Der Westfälische Preis für Denkmalpflege wurde von der Sparkasse Soest
gestiftet und wird seit 1994 alle zwei Jahre verliehen. Die Auszeichnung ist
in erster Linie für Denkmaleigentümer bestimmt, die ihre Denkmäler in
beispielhafter Weise erhalten, nutzen und pflegen. Über die Anerkennung
des speziellen Falls hinaus soll damit auch deutlich gemacht werden, dass die
Erhaltung und Pflege des reichen kulturellen Erbes vor allem den vielen, meist
privaten Eigentümern zu verdanken ist, die mit großem Engagement auch für
die Allgemeinheit einige Lasten und Mühen auf sich nehmen. Die diesjährige
Preisverleihung findet am 14. September im Soester Rathaus statt.








From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 29 10:24:58 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Jul 29 11:17:05 2004
Subject: [WestG] [TOC] Hohenlimburger Heimatblaetter, Heft 8/2004
Message-ID: s108d081.065@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 29.07.2004, 10:30


SERVICE: TOC

Hohenlimburger Heimatblätter
für den Raum Hagen und Iserlohn
65. Jahrgang
August 2004
Heft 8/2004


S. 253-260
Bleicher, Wilhelm
Uns aber wärmt die Erinnerung-
Hans Grünwald zum Jahresgedenken

S. 260-261
Dossmann, Ernst
Buchbesprechungen

S. 262-263
Winner, Otto
Hommage an Nölken Jupp

S. 263-264
Schulz, Hans-Dieter
Der Löttringsen

S. 275-282
Schneider, Reinhold
Alte Mauern in neuem Gewand-
Haus Letmathe und seine lange Baugeschichte

S. 282-288
Gerstein, Klaus
Bilder der Beamtenfamilie Gerstein im Schloßmuseum von Hohenlimburg





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 29 10:48:06 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Jul 29 11:17:23 2004
Subject: [WestG] [TOC] Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, 2/2004
Message-ID: s108d5fc.014@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 29.07.2004, 10:45


SERVICE: TOC

Heimatstimmen
aus dem Kreis Olpe
Heft 2/2004
Folge 215


S. 103-118
Höffer, Otto (Bearb.)
Funde und Hinweise aus dem Archiv des Freiherrn
von Fürstenberg-Herdringen (Teil 3)

S. 119-132
Haberhauer-Kuschel, Birgit C.
Ursulinen in Attendorn-
Bene omnia fecit!

S. 133-144
Klein, Arnold M.
"Elspe- und Veischedethal dem allgemeinen Verkehre
und der Eisenbahn erschließen"
Ein Manuskript des Olper Kreiskommunalbaumeisters
Robert Rinscheid um 1900

S. 145-148
Kalitzki, Jürgen
"Elektrischer Kraftwagenbetrieb mit Oberleitung
für das Veischedetal GmbH in Bilstein"
Vor 100 Jahren Jungfernfahrt im Veischedetal

S. 149-157
Stahl, Albert
Mien Schaulewiag noh me Gymnasium
In Dräuzer Platt

S. 158-161
Becker, Günther
Dr. Wingolf Scherer zum 80. Geburtstag

S. 162-166
Krause, Jochen
Prof. Dr. Hubert Mohr 90 Jahre alt
Seine Wiege stand in Altenhundem,
aufgewachsen in Drolshagen, lebt in Potsdam

S. 167-168
Voß, Hans-Werner
Historische Kommision für Westfalen beruft Josef Wermert
Olper Stadtarchivar ist neues korrespondierendes Mitglied

S. 169-178
Voß, Hans-Werner
Heimatchronik-
vom 1. Januar 2004 bis 31. März 2004

S. 179-190
Buchbesprechungen






From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 29 10:59:14 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Jul 29 11:17:38 2004
Subject: [WestG] [Akt] Sonderveranstaltung: Barockes Cappenberg, 15.08.2004
Message-ID: s108d88b.040@lwlapp.itz.lwl.org

Von "Gerd Dethlefs",
Datum: 28.07.04, 20:57


AKTUELL

Am 15. August wird das Westfälische Landesmuseum für Kunst
und Kulturgeschichte Münster in seiner Dependance auf Schloß
Cappenberg eine Sonderveranstaltung anbieten:

"Barockes Cappenberg"

Das heutige Cappenberg trägt ein barockes Gesicht: die
Schlossanlage, ihre Ausstattung und der Tierpark. Selbst
in der Kirche zeugen Altäre, Grabsteine und die Orgel von
einer Spätblüte. Die Restaurierung der Orgel soll ein Anlaß
sein, den barocken Spuren nachzugehen.

Die frisch restaurierten Stuckdecken des Westflügels, im
Steinarchiv und im Bereich des früheren Festsaales, werden
nun erstmals in Führungen zugänglich gemacht - in fünf
Führungen im Stundentakt zwischen 11.15 Uhr und 15.15 Uhr.

Die Führungen erschließen auch den Alltag der Prämonstratenser,
von den Jagdvergnügen, dem Kegelspiel und dem Weinkonsum
bis zur Seelsorge und den Schulreformen. Bücher der barocken
Stiftsbibliothek werden die Ausstellung "Der Freiherr vom Stein
und Cappenberg" bereichern.

Im Rahmen der Lesung werden geistliche und literarische Texte
aus der früheren Stiftsbibliothek rezitiert und kommentiert - Texte
über Cappenberg ebenso wie Liebeslyrik und Gebetstexte.

Zwischen 12.30 Uhr und 15 Uhr wird eine "Potage" als barocker
Mittagsimbiß angeboten, außerdem Kaffee und Kuchen.


INFO

Sonderveranstaltung "Barockes Cappenberg"

Sonntag
15. August 2004
Mariae Himmelfahrt
10-17 Uhr

Programm

10.00 Uhr Hochamt in der Stiftskirche
11.15 Uhr Führung "Barockes Cappenberg"
Dr. Gerd Dethlefs / Petra Mecklenbrauck M.A.
12.15 Uhr Führung "Barockes Cappenberg"
13.15 Uhr Führung "Barockes Cappenberg"
14.15 Uhr Führung "Barockes Cappenberg"
15-16 Uhr Lesung "Barocke Texte rund um Cappenberg" im Stein-Saal
Dr. Gerd Dethlefs / P. Altfried Kutsch OPraem.
15.30 Uhr Führung "Barockes Cappenberg"
17.00 Uhr Orgelkonzert in der Stiftskirche

Der Eintritt (für alle Veranstaltungen incl. Führung, Lesung und
Wildpark) beträgt 5 Euro. Eine neue Publikation über die Orgel und
über Cappenberger Barockkultur wird für 12,50 € angeboten.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 29 11:06:36 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Jul 29 11:17:52 2004
Subject: [WestG] [AKT] LWL-Museumstour mit Fotowettbewerb und Museums-Pass
fuer Kinder
Message-ID: s108da58.057@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 29.07.04, 08:50


AKTUELL

LWL-Museumstour mit Fotowettbewerb und Museums-Pass
für Kinder führt auf 48 Seiten zu westfälischen Kulturschätzen

Rechtzeitig zu den Sommerferien hat der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) die siebte Auflage seiner 'LWL-Museumstour'
herausgebracht. Die farbenfrohe Broschüre enthält jede Menge
Tipps für Ausflüge in die westfälische Kultur: Auf 48 Seiten stellt sie
nicht nur jedes der 17 LWL-Museen vor, sie gibt zudem einen Überblick
über die wichtigsten Termine von Aktionen und Ausstellungen in den
LWL-Kultureinrichtungen bis zum nächsten Sommer. Dazu gibt's
attraktive Preise zu gewinnen. Im Extrateil enthält die 'LWL-Museumstour'
Stundenpläne für Kinder und einen herausnehmbaren Museums-Pass,
in dem eifrige Besucher Stempel aus allen 17 LWL-Museen sammeln können.

Unter allen 'Museumsprofis', die bis Ende 2005 ihre Stempelsammlung
komplett haben, verlost der LWL eine Ballonfahrt für vier Personen.
Außerdem bekommen diese Museumsprofis ein LWL-T-Shirt. Wer mindestens
neun Stempel gesammelt hat, gewinnt nicht nur viel Museumserfahrung
sondern auch noch eine LWL-Museums-Tasse. Außerdem gibt es noch den
Fotowettbewerb 'Mein Westfalen' für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Wer die kreativsten Foto-Antworten auf die Fragen 'Was bedeutet für mich
Westfalen? Was mag ich besonders an dieser Region? Was ist für mich 'typisch
westfälisch'? gibt, wird mit Preisen wie einer Digitalkamera, einem Scanner
oder einem Drucker belohnt.

Daneben gibt die Museumstour Tipps, wie man sich mit Hilfe verschiedener
Internet-Angebote des LWL mit einem schnellen Klick umfassend über die
Geschichte und vielfältige Kulturlandschaft Westfalens informieren kann.
Weil anschauliches Lernen besonders viel Spaß macht und weil man im
Museum vieles im wahrsten Sinne des Wortes begreifen kann, kommt man
am besten gleich mit der ganzen Klasse ins Museum. Für Schulklassen haben
die LWL-Museumspädagogen besondere Angebote ausgearbeitet. Eine
Sonderseite der LWL-Museumstour zeigt, wie verschiedene Programme
die Museen zu fliegenden Klassenzimmern machen, die die jungen Forscher
spielerisch in eine andere Zeit entführen.

'Neben den Museumspädagogen sorgen viele weitere Mitarbeiter vor und
hinter den Kulissen dafür, dass der Museumsbesuch zu einem Erlebnis wird.
Mit einer kleinen Reihe stellen wir sie und ihre sehr unterschiedlichen
Aufgaben unter dem Titel *Berufe im Museum' vor', so LWL-Kulturdezernent
Prof. Dr. Karl Teppe. Für jedes Museum gibt es neben allgemeinen
Informationen, der Terminübersicht und einer Anfahrtsskizze einen
ausführlichen Serviceteil. 'Hier erfahren Sie zum Beispiel, wann regelmäßig
Führungen stattfinden, wo Sie sich im Museum stärken können, welche
Erlebnisse die Kinder im Museum erwarten, welche historischen Gebäude
Rollstuhlfahrer erreichen können und welche weiteren speziellen Angebote
das Museum macht.

Damit ist die Museumstour ein hervorragendes 'Navigationssystem' zur Kultur
Westfalens für die ganze Familie', erklärt Teppe.


INFO

Die LWL-Museumstour ist kostenlos erhältlich unter Telefon 0251
591-5599 oder per E-Mail (kultur@lwl.org). Ab dem 1. August ist
die LWL-Museumstour auch im Internet unter der Adresse
www.lwl-museumstour.de abrufbar.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 29 11:16:37 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Jul 29 11:18:05 2004
Subject: [WestG] [AKT] Umfassende Geschichte ueber Gruendung und Aufbau der
RUB
Message-ID: s108dc9b.083@lwlapp.itz.lwl.org

Von "Josef König"
Datum 29.07.04, 10:18


AKTUELL

Vom "Städtekampf" bis zur "Gummistiefelgeneration"
Über die euphorischen Jahre zwischen Hochschulreform und Intrigen
Erste umfassende Geschichte über Gründung und Aufbau der RUB


Als am 30. Juni 1965 die Ruhr-Universität Bochum mit einem feierlichen
Festakt im Bochumer Schauspielhaus eröffnet wurde, war nicht nur eine
politische Intrige zwischen den Städten Bochum und Dortmund vorläufig zu
Ende gegangen; auch enorme Summen waren schon geflossen, um den Bau dieser
ersten Universität im Ruhrgebiet zu sichern. Nach nunmehr fast 40 Jahren
ist jetzt die erste umfassende Gründungsgeschichte unter dem Titel
"Euphorische Jahre - Gründung und Aufbau der Ruhr-Universität Bochum" im
Essener Klartext-Verlag erschienen. Darin schildert der Bochumer Historiker
Dr. Hans Stallmann in gut lesbarem Stil den Aufbau der ersten und größten
Hochschulansiedlung der Bundesrepublik vor dem Hintergrund nationaler und
regionaler Entwicklungen.

Im Archiv geforscht und Interviews geführt

Die ersten Jahre der RUB waren von Euphorie und Aufbruchstimmung geprägt.
Geld spielte keine Rolle. Die RUB sollte die überlaufenen Hochschulen in
NRW (Köln, Aachen und Münster) entlasten und Bildungsreserven im Ruhrgebiet
mobilisieren. Ihre Ansiedlung im damals noch grauen, von Kohle und Stahl
geprägten Industrierevier kam geradezu einer Kulturrevolution gleich. Wie
es zur Entscheidung für Bochum kam, welche Aufgaben der RUB zugedacht waren
und welche sie dann tatsächlich angenommen hat, darüber berichtet nun Dr.
Stallmann. Zwei Jahre lang hat er dafür das mittlerweile sehr umfangreiche
Archiv der RUB durchforstet und zudem zahlreiche Interviews mit ehemaligen
Professoren und Politikern wie Kurt Biedenkopf und Paul Mikat geführt.

Konkurrierende Revierstädte

Insbesondere die harten Auseinandersetzungen, die sich die konkurrierenden
Revierstädte Bochum und Dortmund um den Standort lieferten, zeichnet der
Autor äußerst spannend nach. Dabei entzaubert er so manchen bis heute
bestehenden Mythos um den "Städtekampf". So weist er u.a. nach, dass die
Entscheidung für Bochum keineswegs in erster Linie auf Ruhrbischof
Hengsbach oder die Tatsache zurückzuführen ist, dass Dortmund zu "rot" für
die damalige Alleinregierung der CDU in Nordrhein-Westfalen war.
Stattdessen glaubte der damalige Kultusminister Schütz sich die
Hochschulgründung nur mit einer Ansiedlung in Bochum an die eigene Fahne
heften zu können. Stallmann beleuchtet auch die entscheidende Rolle, die
der damalige NRW-Innenministers Hermann-Josef Dufhues gespielt hat,
immerhin ein Bochumer Bürger. Dadurch ist es ihm gelungen, eine sehr
anschauliche, durch manche Anekdote angereicherte Gründungsgeschichte zu
verfassen, die dem Leser viel Neues über die Entwicklung der Universität
und des Ruhrgebiets bietet. Man erfährt ebenso Wissenswertes über die
architektonische Gestaltung und den äußerst rasant vorangetriebenen Aufbau
wie über die inhaltliche Konzeption und die Auswirkungen der
Hochschulansiedlung für die Region.

Euphorie beim Aufbau

Vor allem gelingt es Hans Stallmann, dem Leser die heute kaum noch
nachvollziehbare Euphorie beim Aufbau vor Augen zu führen. Mit enormen
Summen trieb die Regierung von Ministerpräsident Meyers die rasante
Verwirklichung dieses Prestigeprojekts voran, wovon man sich auch nicht
durch erhebliche Bergschäden auf dem Gelände in Querenburg abbringen ließ.
Auch als man direkt zu Baubeginn förmlich in ein Loch fiel, weil der über
hundert Meter lange Flöz Sonnenschein direkt unter dem Baugelände lag,
ließen sich die Verantwortlichen nicht lange irritieren und verschoben das
gesamte Bauwerk kurzerhand um 60 Meter nach Süden. Viele Probleme löste man
damals so unbürokratisch, so dass bereits 18 Monate nach Baubeginn der
Lehrbetrieb beginnen konnte. Bereits 1970 waren an der Ruhr-Universität
mehr als 10.000 Studenten eingeschrieben, womit die Hochschule über genauso
viele Kommilitonen verfügte, wie alle anderen 13 Universitätsgründungen in
der Bundesrepublik zusammen. Da viele aus dem Ruhrgebiet und insbesondere
aus Arbeiterhaushalten kamen, trug die Ruhr-Universität schon früh ganz
erheblich zum Strukturwandel des Ruhrgebiets bei.

Titelaufnahme und Rezensionsexemplare

Hans Stallmann, "Euphorische Jahre. Gründung und Aufbau der
Ruhr-Universität Bochum", Klartext Verlag, Essen 2004, ISBN 3-89861-318-6.
Rezensionsexemplare sind beim Verlag direkt zu bestellen: Klartext Verlag
Essen, Heßlerstraße 17, 45329 Essen, 0201/86206-31, Fax: 0201/86206-22,
http://www.klartext-verlag.de


INFO

Dr. Hans Stallmann, Tel. 0211/6214-420, E-Mail: hans_stallmann@yahoo.de

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
Pressestelle
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136







From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu Jul 29 12:27:40 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu Jul 29 12:28:17 2004
Subject: [WestG] [POS] Praktikumplatz beim Internet-Portal "Westfaelische
Geschichte"
Message-ID: s108ed4d.059@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Marcus Weidner",
Datum: 29.07.2004, 12:30


Praktikumplatz beim Internet-Portal "Westfälische Geschichte"

Am Westfälischen Institut für Regionalgeschichte in Münster wird ein
Internet-Portal zur Westfälischen Geschichte aufgebaut. Das Portal
ist nicht nur als ein strukturierter Wegweiser zum Auffinden von
Inhalten im Internet konzipiert, sondern soll mit seinen Diensten
und Dokumenten selbst ein Ziel der Recherche sein. Im Rahmen
des Portals sollen Internet-Ressourcen (z. B. Linkkatalog) strukturiert
und bewertet, digitale Quellen und Informationen (z. B. Texte, Karten,
Biographien, Chronologien usw.) online zur Verfügung
gestellt. Darüber hinaus sollen in einem speziellen Bereich Bedürfnisse
aus Schule und Ausbildung aufgegriffen werden. Service-Angebote
wie die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" sind weitere
Bestandteile des Portals.

Im Rahmen dieses Projekts ist ab dem 18. August 2004 ein unbezahlter
Praktikumplatz zu besetzen. Zeiteinteilung und Dauer nach Absprache.

Voraussetzungen:
- Hauptfach Mittlere oder Neuere/Neueste Geschichte
- Hauptstudium

Aufgaben, u. a.:
- Recherche und Erarbeitung relevanter Inhalte
- Datenerfassung (Datenbank, Textverarbeitung)
- Konzeptionelle und inhaltliche Mitarbeit

Bei Interesse melden Sie sich bitte bis zum 15. August 2004
mit einem schriftlichen Lebenslauf bei:

Dr. Marcus Weidner
Westfälisches Institut für Regionalgeschichte
Warendorfer Str. 14
48145 Münster
Tel. 0251/591-5691
E-Mail: marcus.weidner at lwl.org


Bitte geben Sie diese E-Mail ggf. auch an Interessierte in Ihrem Umkreis weiter.
Danke!


INFO

URL
www.westfaelische-geschichte.de