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From Alexander.Schmidt at lwl.org Mon May 3 10:06:50 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Mon May 3 09:10:45 2004
Subject: [WestG] [AKT] Museum, Cartoon und DVD zeigen Jugendlichen den Zweiten Weltkrieg
Message-ID: s0960bc9.085@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 30.04.04, 15:58


AKTUELL

Museum, Cartoon und DVD zeigen Jugendlichen den Zweiten Weltkrieg

Aus Anlass des Endes des Zweiten Weltkrieges, der in Europa
am 8. Mai vor 59 Jahren zu Ende ging, will der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) die Erinnerung an die grausame Wirklichkeit
des Krieges in der Vorstellungswelt von Jugendlichen lebendig halten.
Dazu werden die niederländische Anne Frank Stiftung, das im Aufbau
befindliche Museum *Markt 12" im niederländischen Aalten (in der Nähe
von Bocholt im Kreis Borken), die Euregio und der LWL in einem deutsch-
niederländischen Kooperationsprojekt unter anderem einen Cartoon
und eine zweisprachigen DVD herausgeben.

Vor allem für die grenzüberschreitende Jugendarbeit im künftigen
Aaltener Museum produziert das LWL-Landesmedienzentrum zur Zeit
eine zweisprachige DVD, die an den Krieg in allen Facetten erinnert. Zu
den Schwerpunkten dieses *Untertauchermuseums", gehört es, das
Schicksal von den bis zu 2500 Menschen zu zeigen, die sich oft jahrelang
vor den Nazis in dem 13.000 Einwohner zählenden Ort versteckten. *Hier
entsteht ein Lern- und Begegnungsort für niederländische und deutsche
Jugendliche, wie es ihn bisher noch nicht gibt. Sie sollen hier etwas lernen,
was ihnen kein Geschichtsbuch vermitteln kann: Was der Krieg, der vor
beinahe 60 Jahren zuende ging, für den Einzelnen bedeutete.

Das Konzept hat uns überzeugt, deshalb erarbeitet unser Landesmedienzentrum
gemeinsam mit Lehrern aus beiden Ländern Materialien zu den Themen Krieg
und Zwangsarbeit", so LWL-Kulturdezernent Prof. Dr. Karl Teppe. Die
interaktive und zweisprachige DVD, die unter anderem dabei entsteht, will
Facetten an die Wirklichkeit des Krieges erinnern. *Wenn das Museum im
November 2004 eröffnet wird, wird dieses neue Lernmedium auf beiden Seiten
der Grenze vorliegen", verspricht Dr. Volker Jakob, LWL-Referatsleiter des
Westfälischen Bild-, Film- und Tonarchivs. Zu dem Kooperationsprojekt gehört
auch der Cartoon *Die Entdeckung", den die Projektpartner am Donnerstag
(29.04.) in Münster vorgestellt haben.

Auf 60 Seiten erzählt *Die Entdeckung" in einer für Jugendliche leicht zugänglichen
Bildsprache die fiktive Geschichte einer niederländischen Familie während der
Besatzungsjahre des Zweiten Weltkrieges: Eigentlich eine ganz normale Familie.
Vater, Mutter und drei Kinder. Seit den Maitagen 1940 sind die Niederlande besetzt,
und die Lebensbedingungen verändern sich dramatisch. Der Vater, Polizist von
Beruf, passt sich mehr oder weniger den neuen deutschen Herren an und macht,
was ihm befohlen wird. Die Mutter hat mit der Organisation des täglichen Lebens
genug zu tun. Zudem gibt es immer wieder Streit zwischen den Geschwistern, vor
allem zwischen den beiden älteren Söhnen, Theo und Wim. Während Theo alles
Deutsche bewundert, schließt sich Wim dem Widerstand an.

Theo meldet sich zur niederländischen Waffen-SS und fällt später im Osten. Wim
beteiligt sich aktiv am Kampf gegen die Besatzer und muss eines Tages
*untertauchen". Und dann sind da noch Helena und ihre aus Deutschland
stammende jüdische Freundin Esther. Die Erzählung beruht auf einer Idee der
Anne-Frank-Haus-Mitarbeiter Menno Metselaar und Ruud van der Rol, der
Cartoonist Eric Heuvel hat sie gezeichnet als einen *Comic", bei dem es nichts
zu lachen, aber viel zu lernen gibt.

*Die Idee zur deutschen Übersetzung hatte die Schülergruppe von Niederländisch-
Lehrer Helmut Hümbs an der Hauptschule Isselburg im Kreis Borken, die Euregio
hat das Projekt finanziert", erklärte der Borkener Landrat und stellvertretende
Vorsitzende des Euregio-Vorstandes Gerd Wiesmann, wie *Die Entdeckung" den
Sprung über die Grenze schaffte.


INFO

Eric Heuvel: Die Entdeckung
Cartoon
60 Seiten
ISBN 90-72972-89-9
4,95 Euro zzgl. Versandkosten (ein Paket mit 20 Heften kostet
65 Euro)

Bezug: Anne Frank Zentrum
Rosenthaler Str. 39
10178 Berlin
Tel. 030-30872988





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue May 4 09:10:29 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue May 4 08:14:47 2004
Subject: [WestG] [AUS] Rheine und Telgte: Ausstellung "Im Zeichen der
Schoepfung"
Message-ID: s0975018.067@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Lothar Kurz",
Datum: 03.05.2004, 19:19


AUSSTELLUNG

"Im Zeichen der Schöpfung oder der Weg ins Paradies"

"Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten..." Jeder
kennt die Geschichte von Adam und Eva, von den Früchten am Baum der
Erkenntnis, von der Vertreibung aus dem Garten Eden und von der Hoffnung
auf das himmlische Paradies. Doch wer weiß, wie es aussieht?

Antworten gibt die Ausstellung "Im Zeichen der Schöpfung" im Museum Kloster
Bentlage (Rheine) und im Museum Heimathaus Münsterland (Telgte), die die
reichen Facetten der christlichen Gartenkultur zwischen Sinnbild und realer
Gestaltung zeigt.

Mit Kunstwerken und Volkskunst aus Italien, Frankreich, den Niederlanden,
Süddeutschland und Westfalen zeigt die Ausstellung im Museum Kloster
Bentlage die Vielfalt religiöser Garten- und Pflanzenmotive. Im Mittelpunkt
stehen dabei kunstvolle Klosterarbeiten sowie Grafiken aus dem 16. bis 19.
Jahrhundert.

Die Ausstellung im Museum Heimathaus Münsterland zeigt anhand von
Gartenplänen, Kräuterbüchern, Skulpturen, Gemälden und Archivalien, wie
sich Gärten an Kirchen und Klostern in den vergangenen Jahrhunderten
verändert haben. Die historischen Objekte werden in außergewöhnlichen
Inszenierungen präsentiert, die ein sinnliches Garten-Erlebnis vermitteln.


INFOS

Museum Kloster Bentlage
Bentlager Weg 120
48432 Rheine
Tel. 05971/920610

Museum Heimathaus Münsterland und Krippenmuseum
Herrenstraße 1-2
48291 Telgte
Tel. 02504/93120

Ausstellungsorte:

Museum Kloster Bentlage
Bentlager Weg 120
48432 Rheine
Tel. 05971/920610
falkenhof@rheine.de
www.rheine.de
Ausstellungsdauer: 16.05.04 - 31.10.04
Öffnungszeiten: Di bis So 10 - 18 Uhr
Eintritt: 1,50 € / ermässigt 1,-- €
Führungen nach Absprache (Tel. 05971/920610)
Preis pro Gruppe 30,-- € inkl. Eintritt
Ausstellungseröffnung in Rheine: 16.5.04, 11 Uhr

Museum Heimathaus Münsterland und Krippenmuseum
Herrenstraße 1-2
48291 Telgte
Tel. 02504/93120
museum@telgte.de
www.museum-telgte.de
Ausstellungsdauer: 16.05.04 - 26.09.04
Öffnungszeiten: Si bis So 11 - 18 Uhr
Eintritt: Erwachsene 2,50 €, Gruppen ab 10 Pers. 2,-- €, Kinder und
Jugendliche bis 18 Jahre 0,50 €
Führungen nach Absprache (Tel. 02504/93120)
Preis pro Gruppe 30,-- €
Ausstellungseröffnung in Telgte: 16.05.04, 15 Uhr

Zur Ausstellung erscheint ein reichlich illustrierter Katalog.
"Im Zeichen der Schöpfung" ist ein Projekt der REGIONALE 2004 "links und
rechts der Ems".





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue May 4 16:50:13 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue May 4 15:53:38 2004
Subject: [WestG] [KONF] Mindener Museumsrunde: Wozu noch Museen?,
MI 16.05.2004
Message-ID: s097bbc1.055@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Peter Kock",
Datum: 04.05.2004, 15:42


TAGUNG

Mindener Museumsrunde

"Kulturelle Tradition als lebendiges Erbe"
Internationaler Museumstag am 16. Mai 2004

Gemeinsame Vortragsveranstaltung
der Mindener Museumsrunde mit Prof. Dr. Dr. Markus Walz, Leipzig:
"Wozu noch Museen?" im Preußen-Museum NRW

Minden. Am 16. Mai, dem Internationalen Museumstag, beweisen die Museen
in und um Minden wieder einmal wie lebendig sie die kulturelle Tradition
gestalten. Mit einem vielfältigen Programm an Sonderausstellungen,
Darbietungen, Kinderprogrammen, Führungen und Vorträgen laden die Museen
der Mindener Museumsrunde ein. Ein Faltblatt, das bei den Museen
ausliegt, sowie die Internet-Seite www.museumstag.de informiert über
alle Angebote und Uhrzeiten. Der Museumstag wird so beispielsweise beim
Mindener Museum ganz im Zeichen regionaler Trachten stehen. Passend zur
Sonderausstellung "Schmuckes Land - Landes Schmuck" präsentieren sich
heimische Trachtengruppen. Im Westfälischen Industriemuseum-Glashütte
Gernheim wird neben der Sonderausstellung "Faszination Glas" mit
Tendenzen finnischer Glaskunst und der attraktiven Schauproduktion von
Vorratsgefäßen Sven Mahlow von der Firma Zamek in Düsseldorf über die
Formen des Konservierens heutzutage sprechen. Das Preußen-Museum NRW
lädt Kinder von 7 bis 12 Jahren ein, den Museumsalltag kennen zu lernen.
Unter dem Motto "Museum im Koffer" entdecken Kinder Geschichte und
Geschichten im Museum. Außerdem werden in zwei Führungen die
Dauerausstellung und die derzeitige Sonderausstellung "Friedrich Ebert"
erläutert. Aber auch die weiteren, in der Museumsrunde
zusammenarbeitenden Einrichtungen wie das Museum für Bergbau- und
Erdgeschichte in Kleinenbremen, die Mindener Domschatzkammer, das
Informationszentrum am Wasserstraßenkreuz und die Mindener
Museumseisenbahn laden zu zusätzlichen Führungen, erweiterten
Öffnungszeiten oder zur Besichtigung von Dauer- und Sonderausstellungen
wie die Schau "Bergmannskuh und Schweinekasse" in Kleinenbremen ein.
(Fast) alle Museumseinrichtungen bieten ihr Angebot an diesem besonderen
Tag bei freiem Eintritt an.

Neu: Zentraler Vortrag der Museumsrunde

Die Mindener Museumsrunde wird am Internationalen Museumstag um 11:30
Uhr im Preußen-Museum neben den zahlreichen Einzelaktivitäten der Museen
mit einer zentralen Vortragsveranstaltung einen besonderen gemeinsamen
kulturpolitischen Akzent setzen. Angesichts der äußerst bedrohlichen
Situation auch der Museen in Minden stellt Prof.Dr.Dr. Markus Walz unter
dem provozierenden Titel "Wozu noch Museen?" die Frage nach Nutzen und
Preis der Museen für die Gesellschaft. Markus Walz vom Fachbereich Buch
und Museum der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig
ist ein ausgewiesener Fachmann innerhalb der deutschen
Museumswissenschaften und als ehemaliger Referent für die
ostwestfälisch-lippischen Museen am Museumsamt des Landschaftsverbands
Westfalen-Lippe ein hervorragender Kenner der regionalen Museumsszene.
Mit Markus Walz bietet die Museumsrunde einen mit Sicherheit scharf
geschliffenen und anregenden Vortrag zur aktuellen Situation, der genug
Stoff für eine anschließende Diskussion beinhalten wird.


INFO

Die Mindener Museumsrunde:
Mindener Museum - Domschatzkammer - Mindener Museumseisenbahn e.V. -
Informationszentrum Wasserstraßenkreuz - Preußen-Museum NRW -
Westfälisches Industriemuseum - Glashütte Gernheim - Museum für Bergbau-
und Erdgeschichte

Ansprechpartner: Mindener Museumsrunde, c/o Peter Kock, Preußen-Museum
NRW, Tel. 0571/ 83728-17, e-mail: peter-kock@preussenmuseum.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed May 5 09:19:41 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed May 5 08:25:41 2004
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB 2004/07
Message-ID: s098a3b5.031@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Hans Mühl", Redaktion
Nordrhein-Westfälische Bibliographie der Universitäts- und Landesbibliothek Münster
Datum: 05.05.2004, 8:05


SERVICE: LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB
Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" an
dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service auf die jeweils
aktuelle Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB Münster an. In ihr werden Titel
(inklusive ULB-Signatur für die Bestellung über den OPAC) zum Thema
"Westfalen" verzeichnet. Sie sind von der Bibliothek käuflich oder
aufgrund ihrer Veröffentlichung im Landesteil Westfalen
(Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster) als Pflichtexemplare
erworben worden.

Die Neuerwerbungsliste 2004/07 für den Zeitraum vom 10.04.2004 bis zum
23.04.2004 mit insgesamt 85 Titeln ist unter der URL


http://cgi08.uni-muenster.de:8408/exec/ULB/neuerwerb.php?action=fachimfokus&fach=wes

abrufbar.

Die Titel können online über den OPAC der ULB bestellt werden unter:

http://superfix.uni-muenster.de/cgi-webOPAC/bridgeMain.pl?maskID=001&tagNO=&functionID=1&Language=De&SignalPort=3048&
ServerLogin=wopaculb&ServerDatabase=maindb&Z3950=off&
Z3950User=gast&BaseUrl=wopac.shtml

Hinweise zum Sammelgebiet "Westfalen" finden Sie unter:
http://www.uni-muenster.de/ULB/sammlungen/westfalica/


INFO

Hans Mühl
Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Redaktion Nordrhein-Westf. Bibliographie -
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24074

E-Mail: muhl@uni-muenster.de

Website Nordrhein-Westfälische Bibliographie:
http://www.uni-muenster.de/ULB/nwbib/





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed May 5 09:49:16 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed May 5 08:51:07 2004
Subject: [WestG] [TOC] Heimatblaetter, Soester Anzeiger, 2004, Nr. 292
Message-ID: s098aaa7.019@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 05.05.2004, 08:50


SERVICE: TOC

Heimatblätter -
Geschichte, Kultur und Brauchtum im Kreis Soest und in Westfalen
Beilage: Soester Anzeiger
2004
Mai
Nr. 292
o. Seitenangaben


Hunecke, Markus
"Nun bauen wir eine Kirche!"
Der Kirchenneubau in Hovestadt (Teil 1)

Köhn, Gerhard
Soest hatte dem Kurfürsten nur wenig zu bieten
Der preußische Landesherr war im Jahre 1647 erneut zu Besuch in der Bördestadt

Krift, Willi
Wenn im Mai überall die Birken ergrünen...
Viele Bräuche in Westfalen sind mit dem Frühlingsmonat verbunden

Deisting, Heinrich Josef
Hochkonjunktur für Werler Goldschmiede
Kaspar von Fürstenbergs Beziehungen zu Werl

Brand, Mechthild
Hanna Schuster erlitt Wunden, die nie vernarbten
Zum Gedenken an die in Haifa verstorbene jüdische Hammer Mitbürgerin aus der Wilhelmstraße

Strotdrees, Gisbert
"... und eine Pfanne für den Knecht"
In alten Akten geblättert: Das älteste Dokument des Hofes Wilms bei Welver-Nateln stammt aus dem Jahr 1615





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed May 5 15:27:52 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed May 5 14:29:39 2004
Subject: [WestG] [AKt] Vortragsreihe ueber ethnologische Themen, Muenster,
10.05.2004
Message-ID: s098fa01.016@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster",
Datum: 05.05.04, 12:08


AKTUELL

Möbel und regionale Kultur
Vortragsveranstaltung des Seminars für Volkskunde

Auch im Sommersemester wendet sich das Seminar für
Volkskunde/Europäische Ethnologie der Universität Münster in
Verbindung mit der Volkskundlichen Kommission für Westfalen wieder
mit einer Vortragsreihe über ethnologische Themen an die
interessierte Öffentlichkeit. Eröffnet wird die Reihe am 10. Mai
2004 mit einem Beitrag von Prof. Dr. Helmut Ottenjann (Cloppenburg)
über das Thema "Das Möbel als Indikator regionaler Kultur". Die
Veranstaltung beginnt am Montag um 14.15 Uhr im Vortragsraum des
Seminars an der Scharnhorststraße 100 (viertes Obergeschoss). In den
weiteren Veranstaltungen am 27. Mai, 17. Juni und 13. Juli geht es
unter anderem um die Zeit im Kulturvergleich, um ostafrikanische
Geisterheilung und den Volkskundler Rudolf Kriss (1903-1973).


INFO

Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie
Scharnhorststr. 100
48151 Münster
Tel.: 0251/83-24400
Fax: 0251/83-28316
Volkskunde.Institut@uni-muenster.de
Link: (http://www.uni-muenster.de/GeschichtePhilosophie/Volkskunde/)









From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 6 10:33:40 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu May 6 09:35:16 2004
Subject: [WestG] [AKT] Ringvorlesung "Menschen-Artefakte-Alte Kulturen",
Muenster, 13.05.2004
Message-ID: s09a068b.002@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster",
Datum: 06.05.04, 09:08


AKTUELL

Der Vergangenheit auf der Spur
Zusammenarbeit von Natur- und Geschichtswissenschaftlern

Die Zusammenarbeit von Archäologen, Kultur- und
Naturwissenschaftlern wird heute immer notwendiger, wenn es
beispielsweise darum geht, das Alter von historischen Funden oder ihre
Zusammensetzung, Technik und Herkunft zu bestimmen. Begriffe wie
Isotopen, Spurenelemente und Pollenanalyse sind längst in das
Vokabular der (Prä-)historiker eingegangen. Angeregt vom Seminar
für Ur- und Frühgeschichte der Westfälischen
Wilhelms-Universität haben sich in Münster Bio- und
Geowissenschaftler, Chemiker, Physiker, Mediziner, Archäologen,
Historiker und Ethnologen deshalb zum Arbeitskreis "Archäometrie"
zusammengeschlossen.

Sie stellen ihre relevanten Forschungsgebiete im Sommersemester 2004
in der Ringvorlesung "Menschen - Artefakte - Alte Kulturen" vor. Den
Auftakt macht am 13. Mai der Rechtsmediziner Prof. Dr. Bernd
Brinkmann. Er spricht am Donnerstag ab 18.15 Uhr im Hörsaal
Hüffergarten an der Robert-Koch-Straße 28 über die zwei
verwandten Wissenschaftsdisziplinen Forensische Molekulargenetik und
Paläogenetik.

Prähistorische Kulturräume mit ihren Siedlungsmustern, ihrer
Ökologie und den Menschen als eingreifenden Faktor zu verstehen, ist
das Ziel der heutigen Siedlungs-, Umwelt- und
Landschaftsarchäologie. Die Anwendung und Entwicklung von
naturwissenschaftlichen Methoden zur Lösung kulturhistorischer
Fragestellungen bilden den Forschungsbereich der Archäometrie. Am
Seminar für Ur- und Frühegeschichte der Universität Münster
besteht schon seit 1990 mit verschiedenen Projekten zur
Archäometallurgie ein archäometrischer Arbeitsschwerpunkt. Dazu
kommen in jüngster Zeit geophysikalische Untersuchungen
verschiedener Grabungsprojekte.

Weitere Beiträge der Ringvorlesung, die jeweils um 18.15 Uhr im
Hörsaal Robert-Koch-Straße 28 stattfindet, kommen aus den
Bereichen der historischen Archäometallurgie, der mineralogische
Materialanalyse, der Archäobotanik, der Geo-Informationssysteme und
aus der geophysikalischen Prospektion. Ein zweiter Teil ist für das
kommende Wintersemester geplant.


INFO

Donnerstag, 13. Mai 2004 ab 18.15 Uhr
Prof. Dr. Bernd Brinkmann
Hörsaal Hüffergarten
Robert-Koch-Straße 28

Westfälische Wilhelms-Universität
Seminar für Ur- und Frühgeschichte
Robert-Koch-Str. 29
48149 Münster
Telefon: (02 51) 83 - 3 28 00
Fax: (02 51) 83 - 3 28 05
E-Mail: ufg@uni-muenster.de

Pogramm Ringvorlesung
(http://www.uni-muenster.de/GeschichtePhilosophie/UrFruehGeschichte/akthtm)





From Marcus.Weidner at lwl.org Thu May 6 14:56:15 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu May 6 13:59:11 2004
Subject: [WestG] [JOB] Universitaet Oldenburg: Masterstudiengang "Museum und
Ausstellung"
Message-ID: s09a441d.022@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Kurt Dröge",
Datum: 06.05.2004, 12:24


[JOB] Oldenburg: Masterstudiengang

Für das WS 2004/05 ist erneut eine Bewerbung möglich und erwünscht für den

Masterstudiengang
"Museum und Ausstellung"
(4 Semester zu 20 SWS; Abschluß: Master of Arts).
Carl von Ossietzky Universität, Oldenburg

Getragen wird der bereits akkreditierte Studiengang von den Fakultäten III und IV der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, vor allem vom Kulturwissenschaftlichen Institut: Kunst - Textil - Medien und dem Institut für Geschichte. Er soll Graduierten aller Fächer mit Museumsbezug offen stehen und ihnen die Möglichkeit bieten, sich in Theorie und Praxis weiter zu bilden und dadurch ihre Chancen für eine Beschäftigung in Museen und in benachbarten Berufsfeldern wie der Denkmalpflege zu erhöhen. Der Studienbeginn liegt jeweils im Wintersemester. Zulassungsvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium (LA Gymnasien, Magister, Master, Bachelor oder vergleichbar) sowie eine befürwortende Stellungnahme des hiesigen Auswahlausschusses. Aufgenommen werden können sechs Studierende pro Jahr.

Kennzeichen des Studiengangs sind die interdisziplinäre Ausrichtung und die spezielle Kombination von Theorie und Praxis. Verpflichtend sind Veranstaltungen über:

- Museologie, Museumsgeschichte bzw. Museumsarchitektur
- Museumsverwaltung inkl. Sponsoring, Finanzhoheit, administrativer Aufbau
- Historische Sachkulturforschung/Realienkunde
- Historische Hilfswissenschaften (Epigraphik, Numismatik, Heraldik oder Paläographie)
- Ausstellungspraxis
- Museumspädagogik bzw. Museumsdidaktik
- Medien im Museum
- Aktuelle Geschichts-, Kunst-, Medien-, Mode- bzw. Kulturtheorien
einschließlich Theorien aus den Frauen- und Geschlechterstudien
- Grundbegriffe der Geschichte, Kunstgeschichte, Volkskunde, Landeskunde, Archäologie
- Fachwissenschaftliche Themen mit Bezug auf Ausstellungen bzw. Museen

Der Praxisbezug wird vor allem durch die Zusammenarbeit mit Museen unterschiedlicher Ausrichtung gewährleistet. Zur Ausbildung gehören neben den Pflichtlehrveranstaltungen die Teilnahme an Exkursionen, eine Tutorentätigkeit sowie ein dreimonatiges Praktikum im Bereich von Museum oder Denkmalpflege. Zum Programm gehört ferner ein Kurs an der polnischen Partneruniversität Thorn, deren Restaurierungswerkstätten einen hervorragenden Ruf in Europa genießen.

Bewerbungen für das WS 2004/05 bitte bis 15. Juli 2004 an:
Immatrikulationsamt der Carl von Ossietzky Universität,
26111 Oldenburg, Tel.: 0441/798-2519.


INFO

Weitere Informationen und Kontaktadressen:
Dr. Kurt Dröge, BKGE (Universität Oldenburg), Johann-Justus-Weg 147a, 26127 Oldenburg, Tel. 0441/96195-18,
E-Mail: kdroege@uni-oldenburg.de
Prof. Dr. Detlef Hoffmann, Kulturwissenschaftliches Institut: Kunst - Textil - Medien, Universität, 26111 Oldenburg,
Tel.: 0441/798-2318,
E-Mail: detlef.hoffmann@uni-oldenburg.de
Prof. Dr. Rudolf Holbach, Institut für Geschichte, Fakultät 4, Universität, 26111 Oldenburg,
Tel.: 0441/798-2960, Fax: 0441/798-3021, Sekr.: 0441/798-4507,
E-Mail: rudolf.holbach@uni-oldenburg.de





From rita.boerste at lwl.org Fri May 7 12:31:58 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Fri May 7 11:58:33 2004
Subject: [WestG] [AKT] LWL zeigt 1000-jaehriges Markus-Relief als Kunstwerk
des Monats
Message-ID: s09b73cc.071@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 07.05.2004, 07:46


AKTUELL

LWL zeigt 1000-jähriges Markus-Relief als Kunstwerk des Monats

Münster (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zeigt in seinem
Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte im Mai das rund 1000 Jahre alte
Elfenbeinrelief "Der schreibende Evangelist Markus" als Kunstwerk des Monats. Das Relief
zeigt den weit nach vorn gebeugt auf einem Schemel sitzenden Evangelisten, der mit einem
Federkiel in einem Buch schreibt. Zu seinen Füßen versinnbildlicht ein befestigter
Mauerring mit Türmen das irdische Jerusalem. Dem steht oberhalb eines Wolkenbandes, das das
himmlische Reich vom irdischen abgrenzt, ein Tor mit einem turmartigen Aufbau diagonal
gegenüber, das den Eingang zum himmlischen Jerusalem darstellt. Ebenfalls über dem
trennenden Wolkenband erscheint als erläuterndes Attribut des Evangelisten der
geflügelte Löwe, der den konzentriert Schreibenden inspiriert.

Der Löwe entstammt der Offenbarung des Johannes, der am Thron Gottes vier geflügelte Lebewesen -
neben dem Löwen einen Stier, einen Adler und einen Menschen - beschreibt. Um 200 nach Christus
wurden diese Lebewesen erstmals als die Evangelisten gedeutet, der Kirchenlehrer Hieronymus (um 347 bis
420) und Papst Gregor der Große (540 bis 604) ordneten den einzelnen Evangelisten eines der
Wesen zu, um deren besondere Eigenschaften hervorzuheben. Dabei steht der Löwe für die
Auferstehung Christi und für die Wachsamkeit. Die Ursprünge der Elfenbeintafel sind nicht
genau geklärt. Aufgrund vergleichender Forschung geht LWL-Experte Hermann Arnhold davon
aus, dass sie um das Jahr 1000 in Lothringen oder im Gebiet des Mittelrheins entstanden ist.
Der Überlieferung nach stammt das Relief aus der alten münsterschen Dombibliothek, aus der
es beim Brand von 1527 gerettet worden sein soll. Fest steht, dass der Westfälische
Kunstverein es 1879 aus der Sammlung Franckenberg in Münster gekauft und es später dem
LWL-Landesmuseum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt hat. Das LWL-Museum hat zum
Kunstwerk des Monats ein Faltblatt herausgegeben, das für einen Euro im Museum zu erhalten
ist.





From rita.boerste at lwl.org Fri May 7 12:54:21 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Fri May 7 11:59:03 2004
Subject: [WestG] [AKT] LWL kuert Lemgoer Hexenbuergermeisterhaus zum Denkmal
des Monats
Message-ID: s09b78f7.057@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 07.05.2004, 07:57


AKTUELL

LWL kürt Lemgoer Hexenbürgermeisterhaus zum Denkmal des Monats

Lemgo (lwl). Das Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo (Kreis Lippe),1568/1571 erbaut, gilt als
ein Meisterwerk bürgerlicher Renaissance-Architektur. Schon in der Mitte des 19.
Jahrhunderts wurde es aus Sicht der damals noch jungen Denkmalpflege als überregional
bedeutend eingestuft. Als dann im Jahr 1911 der damalige Besitzer die reichgestaltete
Giebelfassade entfernen und durch einen zeitgemäßen Neubau ersetzten wollte, rief das
einen Sturm der Entrüstung in der kunst- und baugeschichtlichen Fachwelt hervor. Die Stadt
Lemgo reagierte und kaufte das Gebäude, um darin ein Heimatmuseum einzurichten, damit wurde
das Haus eines der ersten ostwestfälischen Stadtmuseen. Seit 1999 ist das Museum
Hexenbürgermeisterhaus geschlossen, weil es dringend restauriert werden musste. Die
jetzt abgeschlossenen Arbeiten sind besonders gut gelungen, deshalb hat der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) das Hexenbürgermeisterhaus kurz vor seiner
Eröffnung als Denkmal des Monats Mai ausgezeichnet. "Die Sanierung des Hauses entspricht im
besten Sinn dem denkmalpflegerischen Ziel, die Vielschichtigkeit der Bausubstanz dieses
häufig umgebauten Hauses zu erhalten. So zeigt eine neue, zurückhaltende Dreifarbigkeit im
Inneren, wo sich im Gebäude ältere und jüngere Teile befinden, was authentisch ist und welche
Ergänzungen in jüngerer Zeit dazugekommen sind", lobt LWL-Denkmalpflegerin Dr. Barbara
Seifen.

Der Name des Hauses mit dem auffallenden Werksteingiebel, der 1571 vom Baumeister
Hermann Wulff errichtet wurde, erinnert an einen seiner ehemaligen Besitzer im 17.
Jahrhundert, den Juristen und Bürgermeister Hermann Cothmann. Er wurde als unerbittlicher
"Hexenjäger" bekannt. Im 16. und 17. Jahrhundert war das repräsentative Bürgerhaus reich
gestaltet und ausgestattet. Später erfolgten schlichte Umbauten entsprechend den sich
ändernden Besitz- und Wirtschaftsverhältnissen. Im 19. Jahrhundert diente es längst nicht
mehr als reiches Bürgerhaus: Zu dieser Zeit bewohnten es Handwerker, die hier auch eine
Werkstatt und einen Laden eingerichtet hatten. In den 1930er Jahren wurde das Haus bei einer
ersten großen Sanierung für die Museumsnutzung verändert, das ehemalige Bürgerhaus der
Renaissance sollte rekonstruiert werden. Wegen bau- und nutzungstechnischer Mängel
musste das als Museum genutzten Gebäude 1999 dringend instand gesetzt werden. Planung und
Umsetzung wurden erschwert durch hohen Anforderungen an eine besucherfreundliche
Erschließung, an das Raumklima und an den Brandschutz, die das Haus als öffentliches Museum
nun erfüllen sollte.

"Alle Planungen liefen beim Leiter des städti-schen Bauamtes, Helmut
Strüßmann, zusammen. Mit großer Umsicht und mit der nötigen Flexibilität, auf neue
Erkenntnisse der Bauforschung einzugehen, hat er das gute Gelingen der Sanierung
ermöglicht. Der städtische Denkmalpfleger Ralf Niemeyer hat alle Details der Sanierung im
Sinne der Denkmalpflege sehr gut begleitet," hebt Barbara Seifen hervor. "Das gesamte
Projekt hat inhaltlich sehr viel gewonnen, weil der Museumsleiter Jürgen Scheffler den
Bauhistoriker Dr. Holger Reimers daran beteiligt hat, die museumsgerechte Präsentation
der Ge-schichte des Hexenbürgermeisterhauses zu erarbeiten. Ihnen ist es gelungen, mit der
Bausubstanz sehr schonend umzugehen und das Haus so zu gestalten, dass es den Besuchern
unaufdringlich einen großen Teil seiner Geschichte vermitteln kann", betont Seifen. Wenn
das Hexenbürgerhaus Mitte Mai als - zunächst noch leeres Museum - wiedereröffnet wird,
werden die Besucher viel Neues und Verwandeltes entdecken können. "Manches wird ungewohnt
sein, das Gebäude regt an, Fragen zu stellen zu neuen und alten Umbauten", so Barbara Seifen.
Dieses sanierte Denkmal ist deshalb ganz sicher eine Reise nach Lemgo wert.





From rita.boerste at lwl.org Fri May 7 13:14:59 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Fri May 7 12:18:56 2004
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Radkau,
Nutzen u. Nachteile der Geschichte fuer
d. Umweltpolitik, Muenster, 13.05.04
Message-ID: s09b7dd7.032@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Bettina Hiller",
Datum: 07.05.2004, 11:51


AKTUELL: VORTRAG

Vom Nutzen und Nachteil der Geschichte
für die Umweltpolitik

Prof. Dr. Joachim Radkau
Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie
der Universität Bielefeld

Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe "Aspekte der Umweltforschung - Geschichte(n)
der Umweltforschung: von der Antike bis zur Gegenwart" des Zentrums für Umweltforschung
der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

am 13.05.2004 von 18:15 Uhr bis 19.45 Uhr
im Institut für Botanik und Botanischer Garten, Schlossgarten 3 (Hörsaal)


Abstract

Die Umweltbewegung besitzt in Deutschland - im Unterschied zu der in den USA - kein
sehr ausgeprägtes Geschichtsbewusstsein. Man gewinnt vielmehr den Eindruck, dass sie
von den Historikern nicht viel Gutes erwartet: Aufklärung über reaktionäre, wenn nicht
gar nazistische Ursprünge des heutigen Umweltbewusstseins sowie darüber, dass die
vermeintlich "modernen" Umweltprobleme in Wirklichkeit gar nicht neu seien und aus
historischer Sicht keinerlei Aussicht darauf bestünde, dass die Menschen jemals von ihrem
kurzsichtigen Egoismus ablassen würden. Wenn einst Nietzsche in seiner Schrift Vom
Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben (1873) die Gefahr beschwor, dass ein
Übermaß an historischer Erinnerung jene Naivität zerstöre, die der Mensch zum frischen
Handeln brauche, so könnte man dieses Bedenken auch auf die Umweltgeschichte
und die Umweltpolitik übertragen. Mann muss zugeben: mit einem gewissen Recht.
Zwar wird sich auch der Historiker, um nicht als Spielverderber zu gelten, zuweilen an
intellektuellen Planspielen beteiligen, wie man Global Change durch entsprechende
Entwicklungshilfe im ökologische Sinne umsteuert; aber es fällt ihm schwer, daran zu
glauben. Die historische Erfahrung scheint zu zeigen, dass die Geschichte insgesamt
planlos und sinnlos verläuft. Aber gerade indem man zeigt, dass das menschliche
Steuerungsvermögen enge Grenzen hat, gewinnt man präzisere Anhaltspunkte dafür,
wo sich wirklich etwas tun lässt. Daher behält Nietzsche am Ende vielleicht doch nicht
ganz recht.


Angaben zur Person des Referenten

Prof. Dr. Joachim Radkau
Seit 1980 Professor für Neuere Geschichte an der Universität Bielefeld, Fakultät für
Geschichtswissenschaft und Philosophie, Studium an den Universitäten Münster,
Bielefeld und Hamburg; 1970 Promotion in Hamburg mit einer Dissertation über die
deutsche USA-Emigration nach 1933, Habilitationsschrift zu "Aufstieg und Krise der
deutschen Atomwirtschaft".
Thematische Schwerpunkte seiner Arbeit sind: Technik und Umweltgeschichte,
Medizin- und Mentalitätsgeschichte sowie Didaktik der Geschichte.
Zu nennen sind Forschungen zur Waldgeschichte des 18. und frühen 19. Jahrhunderts
und deren Zusammenhänge mit der Wirtschafts- und Kulturgeschichte sowie breit angelegte
Arbeiten zur Technikgeschichte. Im Jahr 2000 folgte eine Weltgeschichte der Umwelt,
aktuell schließt sich eine Beschäftigung mit der Geschichte des Naturschutzes in Verbindung
mit dem Museum und Forum zur Naturschutzgeschichte auf der Drachenburg am Drachenfels
an.


INFO

Zentrum für Umweltforschung
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Mendelstr. 11, D-48149 Münster
Tel: ++49 (0)251 - 83 384 69, ++49 (0)251 - 83 384 70
Fax: ++49 (0)251 - 83 384 67
Email: hillerb@uni-muenster.de
Homepage: http://www.zufo.uni-muenster.de





From rita.boerste at lwl.org Mon May 10 15:46:21 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Mon May 10 14:51:25 2004
Subject: [WestG] [AKT] Fuehrung: H. Koehler, "Wie echt ist echt?",
Freilichtmuseum Hagen, 14.05.04
Message-ID: s09f95c2.053@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Uta Wenning-Kuschel",
Datum: 10.05.2004, 12:41


AKTUELL

Wissenschaftlerführung für interessierte Besucher im Westfälischen Freilichtmuseum Hagen

Hagen (lwl). In dieser Saison finden erstmals, etwa einmal monatlich, Führungen von
Museumswissenschaftlern für Besucher im Westfälischen Freilichtmuseum Hagen des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) statt. Damit möglichst viele Interessierte
daran teilnehmen können, wurde der Zeitpunkt auf Freitagnachmittag, 14. Mai, um 15 Uhr gelegt.

Das Thema der ersten Führung lautet:
"Wie echt ist echt?" Zur Inszenierung künstlicher Welten im Freilichtmuseum.
Jedes Museum konstruiert Interpretationen über die vergangene Wirklichkeit - am
Deutlichsten in einem Freilichtmuseum. Originale Objekte - wie Häuser, Werkstätten,
Einrichtungen - werden hier an einem neuen, künstlichen Ort zusammengetragen und
gezeigt - oft sogar rekonstruiert. Alles erscheint den Besuchern "ganz echt", doch in
Wirklichkeit ist alles eine Inszenierung, von den Bauwerken bis zur Landschaft. Am
Beispiel der Museumsobjekte und der Landschaftsarchitektur im LWL- Freilichtmuseum
Hagen wird über die Probleme und Möglichkeiten einer musealen Inszenierung gesprochen.

Es führt Sie: Dr. Hubert Köhler. Der Treffpunkt ist an der Eingangskasse.


INFO

Uta Wenning-Kuschel
Westfälisches Freilichtmuseum Hagen
Mäckingerbach
58091 Hagen
Tel.: 02331-7807-113
Fax: 02331-7807-120







From rita.boerste at lwl.org Tue May 11 12:34:11 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Tue May 11 11:52:37 2004
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: G. Hirschfeld, Der 1. Weltkrieg in der
Geschichtsschreibung, Hagen, 19.05.04
Message-ID: s0a0ba3a.063@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Historisches Centrum [Info]",
Datum: 11.05.2004, 09:43


AKTUELL

Vortragsveranstaltung

19. Mai 2004, 19.00 Uhr
Der Erste Weltkrieg in der deutschen und internationalen
Geschichtsschreibung
Prof. Dr. Gerhard Hirschfeld, Bibliothek für Zeitgeschichte, Stuttgart

Historisches Centrum Hagen
http://www.historisches-centrum.de/veranstaltungen/

Der Erste Weltkrieg begann vor 90 Jahren als eine militärische
Auseinandersetzung unter europäischen Großmächten und endete als ein
weltumspannender Konflikt, der menschliche und materielle Ressourcen in bis
dahin unvorstellbarem Umfang mobilisierte.

Die Historiker waren sich des epochalen Einschnitts dieser "Urkatastrophe"
des 20. Jahrhunderts stets bewusst - entsprechend umfangreich und
vielgestaltig sind ihre Annäherungen an den Großen Krieg ausgefallen. Seit
einigen Jahren erlebt die Geschichtsschreibung zum Ersten Weltkrieg eine
erneute Konjunktur, zugleich hat sich national wie international ein
Paradigmenwechsel hin zu einer Kulturgeschichte des Krieges vollzogen.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die Weltkriegshistoriographie seit den
1920er Jahren und stellt die neuen Wege zur Erforschung des Ersten
Weltkriegs (Alltags-, Mentalitäts- und Erfahrungsgeschichte) vor.

Prof. Dr. phil. Gerhard Hirschfeld, Historiker, ist Direktor der Bibliothek
für Zeitgeschichte und lehrt am Historischen Institut der Universität
Stuttgart. Er ist Herausgeber (gemeinsam mit Gerd Krumeich und Irina Renz)
der viel beachteten Enzyklopädie Erster Weltkrieg (Paderborn u.a.: Verlag
Schöningh und Zürich: NZZ-Verlag 2003) und gilt international als einer der
führenden Historiker im Bereich des Ersten Weltkriegs.

Der Eintritt ist kostenfrei.

Die Veranstaltungsreihe "Hagener Vorträge und Diskussionen" wird getragen
vom Verein Pro Stadtgeschichte Hagen e.V. und unterstützt vom Technischen
Service der Stadt Hagen.
http://www.historisches-centrum.de/prost/


INFO

Historisches Centrum Hagen
Eilper Strasse 71 - 75
58091 Hagen
fon: 0 23 31 207 27 40
fax: 0 23 31 207 24 47
http://www.historisches-centrum.de





From rita.boerste at lwl.org Tue May 11 18:29:07 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Tue May 11 17:31:38 2004
Subject: [WestG] [AKT] LWL-Museen beteiligen sich am internationalen
Museumstag, 16.05.2004
Message-ID: s0a10d70.022@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 11.05.2004, 16:04


AKTUELL

LWL-Museen beteiligen sich am internationalen Museumstag

Mit vielen Angeboten von einer Kupferstich-Ausstellung über eine
römische Lesung bis hin zu einem Spaziergang durch die westfälische Baugeschichte
beteiligt sich der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) kommenden Sonntag (16.05.)
am internationalen Museumstag. Das Westfälische Römermuseum Haltern entführt seine
Besucher bei Lesungen in längst vergangene Zeiten: Für Erwachsene liest Marianne Gorissen
um 11 und 15 Uhr aus dem so genannten Gastmahl bei Trimalchio. Diese Passage aus dem Roman
"Satyricon" des römischen Autors Petronius spielt im sonnigen Süden Italiens: Trimalchio,
ein Freigelassener, ist durch Glück, Berechnung und Talent zu großem Reichtum gekommen.
Ebenso exentrisch wie steinreich, veranstaltet er ein Gastmahl für seine Freunde.

Trimalchio wie seine Freunde zeichnen sich durch peinliche Bildungslücken, Genuss-Sucht
und ein gewaltiges Geltungsbedürfnis aus. In den hohen Norden, nach Britannien geht es
dagegen in dem Buch von Rosemary Sutcliff "Der Adler der neunten Legion". Gemeinsam mit
Gudrun Neuhaus machen sich Kinder ab achten Jahren in dieser Lesung um 11 und 15 Uhr auf den Weg,
um die verschwundene Legion von Marcus Vater zu suchen. Sie war in Britannien stationiert.
Kein einziger Legionär ist von dort zurückgekehrt und auch das Feldzeichen, den Adler der
neunten Legion, hat niemand wiedergesehen. Marcus möchte herausbekommen, was geschehen
ist. Im Café stehen am Internationalen Museumstag römische Gerichte auf der Speisekarte.

Das Westfälische Freilichtmuseum Hagen zeigt am internationalen Museumstag erstmals
seine neue Dauerausstellung "Werkstätten des 18. Jahrhunderts - Aspekte zu Denis Diderot
und seiner "Encyclopédie'". Im Haus Vorster präsentiert das LWL-Museum eine Auswahl von
Kupferdrucken, die vorindustrielle Werkstätten zeigen. Die Drucke stammen aus einem der
bedeutendsten Nachschlagewerke des 18. Jahrhunderts, der "Encyclopédie" des
französichen Schriftstellers und Philosophen Denis Diderot. Um 14 Uhr startet an der
Nagelschmiede eine Führung zum Thema Sprichworte und Redensarten, um 16 Uhr läuft im
Zinkwalzwerk der Film "Da braut sich was zusammen - Bier in Westfalen". Außerdem können die
Besucher bei allen museumspädagogischen Programmen des Museums mitmachen.

Das Westfälische Freilichtmuseum Detmold lädt um 11 und 14 Uhr (Treffpunkt am Museumseingang)
zu einem "Spaziergang durch die westfälische Bau- und Kulturgeschichte" ein. Außerdem
bietet das Museum das offene Mitmachprogramm "Kletterhilfen selbst geflochten" an. Bei
diesem Workshop, der um 10 Uhr beginnt, entstehen Kletterhilfen oder Stützen, die auch ohne
Pflanzen ein Blickfang sind. Kosten für den Workshop zwölf Euro (ohne Eintritt und
Materialkosten). Das Westfälische Museum für Archäologie in Herne reist mit seinen jungen
Besuchern bei einer Autorenlesung "Bertram und der Bärenmann" mit der Kinder- und
Jugendbuchautorin Alessandra Schmelzer in das 16. Jahrhundert: Die Eltern des
zwölfjährigen Bertram sterben bei einem Hausbrand. Zusammen mit seinen beiden
Geschwistern flieht er nach Münster zu Verwandten. Dort lernt er den erfolgreichen Kaufmann
Justus kennen. Justus bietet ihm an, als Gehilfe in seinem Kontor zu arbeiten. Obwohl er
eigentlich Schuster werden soll, ergreift er seine Chance. Nur sein großer Bruder ist
dagegen und lässt keine Gelegenheit aus, ihn anzugreifen. Und schließlich ist da noch der
fiese Kaufmann Johann. Während der einstündigen Lesung unternehmen die Teilnehmer einen
Ausflug in die Dauerausstellung des Museums, um zu sehen, wie die Menschen früher in der Stadt
tatsächlich gelebt haben. Anschließend basteln sie gemeinsam mit der Autorin Siegelringe.

Das Paderborner Museum in der Kaiserpfalz hat seine Sonderausstellung "Museen im Koffer"
bis zum internationalen Museumstag verlängert. Sie besteht aus ungewöhnlichen
Kunstobjeten: zwölf Koffer, jeder gefüllt mit Informationen über ein Museum der Region wie
dem art kite museum Detmold oder dem Deutschen Märchen- und Wesersagenmuseum Bad
Oeynhausen. Der Inhalt der Koffer birgt manches Überraschende. Paderborner Studierende
des Fachbereiches Kunst haben diese Koffer gefüllt. Außerdem bietet das LWL-Museum um 15 Uhr
für Erwachsene eine Führung durch die Kaiserpfalz des 11. Jahrhunderts an. Zur gleichen Zeit
warten am Märchentisch Frau Holle, Rapunzel und andere beliebte Märchenfiguren auf die
Vier- bis Zehnjährigen.

In seinem Kloster Dalheim in Lichtenau (Kreis Paderborn) bietet der
LWL um 14 und um 15.30 Uhr öffentliche Führungen für Erwachsene. Kinder von acht bis 14 Jahren
starten um 14 Uhr als Novizen zu einer Führung, bei der sie die Klosteranlage der
Augustiner-Chorherren auf den Spuren der ersten Mönche erkunden. Dabei erfahren sie, warum
die Mönche freiwillig ein entbehrungsreiches, streng geregeltes Leben wählten und wie ihr
Tagesablauf aussah.

Auch die acht Standorte des Westfälischen Industriemuseums
beteiligen sich am internationalen Museumstag: In der Dortmunder Zeche Zollern ist die
Sonderausstellung "Die Öfen des Prometheus" mit Fotos zur Ästhetik der Industriekultur von
Peter Michael Hasse zu sehen. Außerdem gibt es um 11.30 Uhr und 12 Uhr kostenlose Führungen.
Die Zeche Nachtigall in Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis) zeigt die Sonderausstellung:
"Bergbau-Landschaft Ruhrgebiet. Bilder von Hermann Bertelt." Um 15 Uhr startet eine
kostenlose Führung, außerdem bietet das Museum regelmäßig Stollenführungen an. Auf der
Zeche Hannover Bochum beginnt um 17 Uhr das Frühjahrskonzert der Dieter Wendt-Chöre mit 100
Sängerinnen und Sängern in der Maschinenhalle. Der Eintritt zu dem Abend, der unter dem Motto
"Es tönen die Lieder" steht, kostet sieben Euro. Fünf Chöre aus Bochum laden ein zu einer
musikalischen Reise durch Raum und Zeit. Der Bogen spannt sich von klassischen Weisen über
bekannte Volkslieder bis hin zu amerikanischen Gospels. Außerdem zeigt das Museum die
Sonderausstellung: "Projekt XE". Ansichten vom Ruhrgebiet entlang des Emscher
Wanderwegs. Fotografien von Dirk Lohmann. Um 12 und um 15 Uhr gibt es Führungen. Das Alte
Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop (Kreis Recklinghausen) zeigt die
Sonderausstellung: Kanal-Landschaft Ruhrgebiet. Bilder von Hermann Bertelt auf dem
Ausstellungschiff "Ostara". Außerdem gibt es regelmäßig Schiffstouren mit der
"Henrichenburg" und um 11 Uhr eine öffentliche Führung. Ebenfalls eine Führung bietet die
Henrichshütte Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis) um 11.30 Uhr an. Unter dem Titel "Was Sie sonst
nie zu sehen bekommen" lädt das Textilmuseum Bocholt (Kreis Borken) um 15 zu einer
Themenführung für Erwachsene ein: Dabei geht es um das "Schären einer Webkette und Anknoten
der Fäden mit einer Knotmaschine". Für die Kinder gibt es die Aktion "Wie kommen die Fäden in
den Webstuhl?" Dabei ziehen die Teilnehmer selbst Fäden durch die Litzen und weben.
Kostenbeitrag hierfür: zwei Euro. Die Glashütte Gernheim in Petershagen (Kreis
Minden-Lübbecke) zeigt neben der Sonderausstellung mit Tendenzen finnischer Glaskunst
die Schauproduktion von Vorratsgefäßen. Um 15 Uhr erklärt Sven Mahlow von der Düsseldorfer
Firma Zamek moderne Formen des Konservierens. Außerdem gibt es um 11 Uhr eine öffentliche
Führung. Der Eintritt in die Glashütte Gernheim ist am internationalen Museumstag frei. In
der Ziegelei Lage (Kreis Lippe) ist in der Zeit von 11 bis17 Uhr der mechanische Spaten in
Aktion: In nur 15 Minuten fördert der Eimerkettenbagger eine Tonne Lehm. Auch in der Ziegelei
Lage gibt es um 11 Uhr eine Führung.

Gleich zwei Führungen bietet das Westfälische Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte in Münster an: Um 15 Uhr ist die Sonderausstellung
"cremers haufen" das Ziel, um 16 Uhr beschäftigt sich die Themenführung
mit der "Entdeckung des Individuums. Kunst und Gesellschaft im späten Mittelalter und der
frühen Neuzeit".

Das Westfälische Museum für Naturkunde in Münster zeigt die Ausstellungen
"Alles im Fluss? Die Ems - Lebensader für Mensch und Natur", "Dinosaurier - Eine Zeitreise ins
Erdmittelalter", "Westfalen im Wandel - Von der Mammutsteppe zur Agrarlandschaft" und
"Unterwegs - Nomaden früher und heute".





From rita.boerste at lwl.org Wed May 12 12:14:54 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Wed May 12 11:19:34 2004
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: H. Duchhardt, Stein und der Westfaelische
Friede, Muenster, 16.05.04
Message-ID: s0a2073d.089@lwlapp.itz.lwl.org

Von:
Datum: 12.05.2004, 11:09


AKTUELL: VORTRAG

Stein und der Westfälische Friede
Veranstaltung am 16. Mai im historischen Rathaus von Münster

An die Verkündung und Beschwörung des Westfälischen Friedens,
des "Friedens von Münster", am 15. Mai 1648 erinnert eine gemeinsame
Veranstaltung von Universität und Stadt Münster am 16. Mai um
11.30 Uhr im Rathaus. Der Historiker Prof. Dr. Heinz Duchhardt (Mainz)
spricht über "Der Freiherr vom Stein und der Westfälische Friede".
Der Eintritt ist frei.

Prof. Duchhardt, der vor seinem Wechsel nach Mainz am Historischen
Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität gelehrt und
geforscht hat, geht in seinem Vortrag weniger auf die geschichtliche
Bedeutung des "Friedens von Münster" auf die Neuordnung Europas ein.
Ihm geht es diesmal um das Gewicht, das der Freiherr vom Stein, einer
der großen preußischen Reformer des 19. Jahrhunderts, dem
epochalen Ereignis in Münster beimaß. Der Referent ist Autor
zahlreicher Bücher und Aufsätze. Auch als Mitorganisator wichtiger
Tagungen und Ausstellungen im "Friedens-Jubiläumsjahr" 1998 ist er
für das Thema besonders ausgewiesen.

Stadt und Universität Münster erinnern regelmäßig Mitte Mai
mit einer gemeinsamen Vortragsveranstaltung im Rathaus an den
Abschluss des spanisch-niederländischen Friedens vom 15. Mai 1648,
mit dem die Niederlande ihre staatliche Souveränität erhielten.
Ausgerichtet wird die Veranstaltung vom Stadtarchiv und dem Zentrum
für Niederlande-Studien.






From rita.boerste at lwl.org Wed May 12 17:27:34 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Wed May 12 16:37:37 2004
Subject: [WestG] [AKT] Staedtebauminister Vesper aeussert sich zum Westf.
Museum fuer Klosterkultur in Dalheim
Message-ID: s0a25087.053@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle MSWKS NRW",
Datum: 12.05.04, 14:50


AKTUELL

Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport
des Landes Nordrhein-Westfalen

Städtebauminister Vesper: Westfälisches Museum für Klosterkultur in Kloster Dalheim ist ein wichtiges Signal für die Region

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) errichtet in dem ehemaligen
Augustiner-Chorherren-Stift Kloster Dalheim, einer der eindruckvollsten mittelalterlich-
frühneuzeitlichen Klosteranlagen in Westfalen, ein Museum für Klosterkultur. Die Gesamtkosten
werden mit ca. 30 Mio Euro veranschlagt. Nach intensiven Gesprächen steht jetzt fest:
Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt den LWL finanziell bei diesem ehrgeizigen,
in Europa einzigartigen Projekt mit rund 6,2 Mio Euro.

Städtebauminister Dr. Michael Vesper: "Mit der Förderung trägt das Land nicht nur dazu
bei, dieses bedeutende Bau- und Bodendenkmals dauerhaft zu sichern; es leistet damit
auch einen wichtigen Beitrag zur regionalen Struktur- und Wirtschaftsförderung in
Ostwestfalen-Lippe. Denn die Kulturwirtschaft gewinnt zunehmend an Bedeutung."
Der LWL ist sicher, dass das Projekt erfolgreich sein wird. LWL-Direktor Wolfgang Schäfer:
"Schon heute locken Veranstaltungen wie der Dalheimer Sommer oder der Klostermarkt jährlich
Tausende von Besuchern nach Dalheim. Ein Museum der Klosterkultur an diesem Ort und in
dieser Landschaft wird zu einem neuen kulturellen Zentrum und Publikumsmagneten."

Für die vorbereitenden Planungen stellt das Land in 2004 einen Betrag von 560.000 Euro
zur Verfügung. Den ersten Bauabschnitt, der die bauliche Herrichtung des West- und des
sog. Gästeflügels der Klosteranlage zum Ziel hat (Kosten: 8,0 Mio. Euro), soll dann im
Rahmen der Stadterneuerungsprogramme 2005-2008 mit ca. 5,6 Mio. Euro gefördert werden.
Außerdem soll noch in 2004 mit der Rekonstruktion des barocken Komturgartens im Süden
des Klostergebäudes begonnen werden. Dort waren die Archäologen des Westfälischen
Museums für Archäologie/Amt für Bodendenkmalpflege des LWL im vergangenen Jahr bei
systematischen Ausgrabungen auf die Reste der zugehörigen Brunnenanlagen gestoßen
und hatten zugleich eine Fülle von Gestaltungsdetails herausfinden können.

In Vorbereitung der anstehenden Wiederherstellungsmaßnahmen findet am 13./14. Mai 2004
in Kloster Dalheim ein wissenschaftliches Kolloquium statt, bei dem etwa 30 Experten aus dem
In- und Ausland über historische Klostergärten und Wasserbaueinrichtungen diskutieren.






From rita.boerste at lwl.org Wed May 12 18:09:30 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Wed May 12 17:14:34 2004
Subject: [WestG] [AKT] 50 Jahre Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut
(14.5.1954)
Message-ID: s0a25a58.010@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Reinhard Feldmann",, ULB Münster
Datum: 12.05.2004, 16:47


AKTUELL

Ein besonders wichtiges und gleichzeitig erfreuliches Ereignis jährt sich in diesen Tagen
zum fünfzigsten Male: Am 14.5.1954 trat die Haager Konvention zum Schutz von
Kulturgut in Kraft. Noch unter dem Eindruck der Verluste des Zweiten Weltkrieges
versammelten sich Vertreter von 56 Nationen in Den Haag, um über Maßnahmen zu
beraten, wie im Falle von Kriegen und bewaffneten Konflikten das kulturelle Erbe in
Museen, Archiven und Bibliotheken geschützt werden kann. Damit greift das humanitäre
Völkerrecht auch für das Kulturgut. Mittlerweile sind über 100 Staaten der Konvention
beigetreten.

Den Text der Konvention finden Sie hier:
http://www.unesco.org/culture/laws/hague/html_eng/page1.shtml#Preamble

Informationen und Fotos zum Kooperationsprojekt
"Subduktive Maßnahmen ZBO - SdM 052004. 1500 Jahre Sonderschutz für 50 Kunstwerke"
im Rahmen des Jubiläums 50 Jahre Haager Konvention finden Sie hier:
http://www.verschluckung.de/

In Deutschland übernimmt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
(bis 30.4.2004: Zentrale für Zivilschutz) federführend alle Aufgaben, die sich mit
Krisenmanagement, Notfallvorsorge, Katastrophenmedizin und Katastrophenschutz
beziehen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe koordiniert
auch die Aktivitäten der Bundesländer und der weiteren Beteiligten.

Die informative Website des Bundesamtes, vor allem der Aspekt des Kulturgüterschutzes,
dem eine wichtige Aufgabe zukommt, ist hier zu finden:
http://www.bva.bund.de/zivilschutz/kulturgutschutz/index.html
http://www.zivilschutz-online.de/

Wesentliche Aufgaben sind:
- die Sicherungsverfilmung (Mikroverfilmung) von national wertvollem Archiv- und
Bibliotheksgut
- die fotogrammetrische Erfassung des nach der Haager Konvention gekennzeichneten
unbeweglichen Kulturguts
- die Erarbeitung von Richtlinien und Konzepten zum Bau von Bergungsräumen für
bewegliches Kulturgut
- die fachkompetente Begleitung beim Bau von Bergungsräumen bei Museen und
anderen Kulturstätten
- die Erarbeitung von Konzepten für weitere Maßnahmen zum Schutz von Kulturgut i
n Abstimmung mit den obersten Fachressorts und über das Auswärtige Amt der
internationalen Vertretung bei der UNESCO

Für die Unterrichtung der Bevölkerung, die Abstimmung der unterschiedlichen
Maßnahmen, aber auch zum Bereitstellen von Hilfsgütern und Vorbeugemaßnahmen
unterhält das Bundesamt ein eigenes Informationssystem:
http://www.denis.bund.de/

Auch im Forum Bestandserhaltung sind der Vorsorge auf einen Notfall und den
Hinweisen auf Notfallhilfen wichtige Seiten gewidmet:
http://www.uni-muenster.de/Forum-Bestandserhaltung/notfall/index.shtml

Auch war die Notfallplanung bereits zweimal als *Thema im Fokus" Gegenstand
ausführlicher Hinweise, so beim Thema im Fokus März 2004: Notfallvorsorge im
Blick der Öffentlichkeit. Ein Beitrag von Karin Slenczka
http://www.uni-muenster.de/Forum-Bestandserhaltung/forum/2004-03.shtml

Des weiteren beim Thema im Fokus Juni 2003: Notfallplanung - ein weites Feld
http://www.uni-muenster.de/Forum-Bestandserhaltung/forum/2003-06.shtml

Außerdem berichtete Herr Dr. Frühauf, Sächsischer Landsbeauftragter für
Bestandserhaltung, über die Erfahrungen und Schlussfolgerungen aus der großen
Flut in Tschechien und Sachsen im August 2002:
http://www.uni-muenster.de/Forum-Bestandserhaltung/forum/2002-10.shtml

Die mustergültigen Hinweise aus der Landesstelle für Bestandserhaltung stehen
im Netz bereit:
http://www.tu-dresden.de/slub/besterh/notfallvorsorge.htm


Ein friedliches Jubiläumsjahr wünscht
das Team Forum Bestandserhaltung:
Reinhard Feldmann und Erika Zillmann


INFO

Universitäts-und Landesbibliothek Münster
-Forum Bestandserhaltung-
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
E-mail: office@forum-bestandserhaltung.de
URL: http://www.forum-bestandserhaltung.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 13 09:53:33 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu May 13 08:54:55 2004
Subject: [WestG] [TOC] Geschichte im Westen, 2. Halbjahr 2003
Message-ID: s0a337aa.040@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt",
Datum: 13.05.2004, 08:55


SERVICE: TOC

Geschichte im Westen
Zeitschrift für Landes- und Zeitgeschichte
2003
18. Jg.
Heft 2
2. Halbjahr
ISSN 0930-3286


S. 136-154
Hopf, Simon
Alltag "zwischen Mark und Gulden"
Der Selfkant unter niederländischer Auftragsverwaltung 1949 bis 1963

S. 155-179
Schuster, Walter
Zur Entnazifizierung in Österreich:
der Vergleich mit (West-) Deutschland und das Beispiel Linzer Stadtverwaltung

S. 180-204
Schröder, Stefan
"Displaced Persons" im Rheinland
das Nachkriegsschicksal befreiter Zwangsarbeiter in regionaler Perspektive

S. 205-225
Weißer, Ansgar
Die Entstehung der Landschaftsverbandsordnung und die Auseinandersetzung zwischen
Staat und Selbstverwaltung um den inneren Aufbau Nordrhein-Westfalens

S. 226-239
Cornelißen, Christoph
"Uns fehlen Könige und ihr Schmuck":
Zum Scheitern der Pläne für eine historische Landesausstellung in Nordrhein-Westfalen (1977-1982)

S. 240-253
Lange, Erhard H. M.
Johannes Brockmann (1888-1975)
Traditionsbewahrer der Zentrumspartei

S. 254-256
Rezensionen





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 13 10:08:11 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu May 13 09:08:55 2004
Subject: [WestG] [AKT] 5. Geschichtswettbewerb EILE UND WEILE laeuft nur noch
bis zum 29.05.2004
Message-ID: s0a33b06.092@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur",
Datum: 12.05.2004, 11:37


AKTUELL

Langsam pressiert s: 5. Geschichtswettbewerb EILE UND WEILE läuft nur noch
zwei Wochen

Nur noch bis zum 29. Mai haben Geschichtsinteressierte und -begeisterte die
Möglichkeit, sich an dem Wettbewerb EILE UND WEILE zu beteiligen. Die
Veranstalter, das Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher und der
Kommunalverband Ruhrgebiet, rufen diejenigen zur Teilnahme auf, die sich
mit den Gleich- und Ungleichzeitigkeiten der politischen, ökonomischen,
ökologischen, sozialen, technischen und kulturellen Veränderungen im
Ruhrgebiet beschäftigt haben bzw. dies tun.

Das Thema EILE UND WEILE ist mit Absicht in produktiver Unschärfe
gehalten, damit sich möglichst viele Arbeiten in diesem Rahmen wiederfinden
können, und niemand sich als Person oder mit seiner Arbeit ausgegrenzt
fühlt. Beteiligen können sich alle, die sich für die Geschichte des
Ruhrgebiets interessieren, die sich hauptberuflich oder
neben-/ehrenamtlich, täglich, sporadisch oder erstmalig mit historischen
Abläufen und Ereignissen beschäftigen. Die Beiträge müssen nicht extra für
den Wettbewerb erstellt werden, dürfen aber nicht älter als vier Jahre
sein. Eingereicht werden können Publikationen, Fotoserien, Filme/Videos,
Drehbücher, CD-ROMs, Theaterstücke, Aufsätze und anderes als Einzel-,
Gruppen- oder Klassenbeiträge.

Es wird ein Sonderpreis für Beiträge über interkulturelle Beziehungen und
Zu- und Einwanderung ins Ruhrgebiet vergeben. Die unter allen Beiträgen
herausragenden Arbeiten werden mit einer Summe von 30.000 Euro durch eine
interdisziplinär zusammengesetzte Jury (Prof. Dr. Klaus Tenfelde, Dr. Ernst
Schmidt, Dr. Sigrid Schneider, Uwe Knüpfer u.a.) ausgezeichnet.
Der Geschichtswettbewerb wird durch das Ministerium für Städtebau und
Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW gefördert und von der Stiftung
Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur unterstützt. Weitere
Informationen zum Geschichtswettbewerb EILE UND WEILE sind im Internet
unter "www.eileundweile.de" abrufbar.


INFO

Organisationsbüro:
Susanne Abeck
Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.
Emscherallee 11, 44369 Dortmund
fon 0231/931122-90
fax 0231/931122-10
email info@eileundweile.de
URL: www.eileundweile.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 13 14:09:56 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu May 13 13:11:25 2004
Subject: [WestG] [Akt] Themenwoche im Westf. Industriemuseum: Ziegel.
13.05.2004
Message-ID: s0a373a8.063@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Vera Lengersdorf", vera.lengersdorf at lwl.org
Datum: 13.05.2004, 12:46


AKTUELL

13.05.04
Ziegel - Baustein der Industrialisierung
Themenwoche im Westfälischen Industriemuseum

Die Dampfmaschine spielt als Motor der Industrialisierung eine
prominente Rolle. Eher unscheinbar kommt dagegen ihr Grundbaustein
daher: der Ziegel. Dabei wäre die stürmische Entwicklung ohne die
massenweise produzierten Backsteine undenkbar gewesen. Der
Bedarf in den Boom-Jahren um 1900 war enorm: für den Bau einer
Spinnerei etwa wurden bis zu 3 Millionen Ziegel benötigt.

Zu seinem 25-jährigen Bestehen widmet das Westfälische
Industriemuseum (WIM) dem Ziegel eine eigene Themenwoche.
In Lage (Kreis Lippe), Bochum, Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis), Bocholt
(Kreis Borken) und Dortmund bietet das Museum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) von Mittwoch (19.5.)
bis Sonntag (23.5.) Veranstaltungen unter dem Stichwort 'Stein' an.
Das Spektrum reicht von der Ziegelproduktion in Lage bis zu Vorträgen
und Themenführungen.

Ziegelei Lage
In der kommenden Woche starten die Techniker im Westfälischen
Industriemuseum Ziegelei Lage (Kreis Lippe) den 240 PS starken Dieselmotor
der Maschinenziegelei. Dann pulsiert wieder das Herz der historischen Anlage
aus den 1920er Jahren. 30.000 Ziegel wurden hier einst täglich produziert.

Während der Schauproduktion am Mittwoch und Donnerstag (19./20.5.)
sowie am Samstag und Sonntag (22./23.5.) drehen sich lautstark die
Steinräder des tonnenschweren Kollergangs, in dem der Lehm aufbereitet
und in die Strangpresse gedrückt wird. Unten heraus kommt ein rechteckiger
Strang, von dem die Ziegelrohlinge abgeschnitten werden. Die Besucher können
an den vier Tagen verfolgen, wie der Lehm in Loren über die steile Rampe zum
Kollergang hinauftransportiert wird (täglich zwischen 10.30 und 11 Uhr).
Kollergang und Strangpresse arbeiten jeweils von 11 bis 12.30 Uhr und von
15 bis 16.30 Uhr und produzieren bis zu 10.000 Ziegel an einem Tag.

Zum Abschluss bietet das Museumsfest am Sonntag (23.5.) zusätzlich zur
Schauproduktion von 10 bis 18 Uhr ein vielfältiges Programm: Museumsrallye,
Feldbahnfahrten, Musik, Kindertheater, Clowns, Tanz und kulinarische Angebote
warten auf die Besucher:

Textilmuseum Bocholt
'Fabrikschloss und Arbeiterhaus' heißt ein Vortrag im Textilmuseum Bocholt.
Am Mittwoch (19.5.) berichtet Dr. Andreas Oehlke über den Baumboom in der
münsterländischen Textilindustrie. In den Gründerjahren - zwischen 1879 und
1914 - erlebte die Baumwollindustrie ihre Blütezeit, schossen Betriebe im wahren
Sinne des Wortes aus dem Boden. Vor allem die bis zu vier Geschosse hohen
Spinnereigebäude überragten die ansonsten eher bescheidene Wohnbebauung
der Klein- und Mittelstädte. Arbeiter in der Bocholter Ziegelei Valeé (1928)

Den Grundstoff für die stürmische bauliche Entwicklung lieferte der millionenfach
produzierte Backstein. Für den Bau der Walshagen-Spinnerei in Rheine (Kreis
Steinfurt) etwa - einem Gigant von 108 x 68 Metern - lieferten fünf Ziegeleien
den täglichen Bedarf von rund 5.000 Steinen. Die industrielle Dimension des
Ziegels und architektonische Aspekte zeichnet der Kunsthistoriker aus Rheine in
seinem einstündigen Vortrag (Beginn 18 Uhr) anhand zahlreicher Beispiele aus
der Region nach. Der Eintritt ist frei.

Zeche Nachtigall, Witten
Einmal nicht die Zeche, sondern die Ziegelei steht im Mittelpunkt von
Themenführungen am Himmelfahrtstag (Do, 20.5.) auf dem Nachtigall-Gelände in
Witten. Historikerin Christina Clasen, die die Ausstellung zur ehemaligen Ziegelei
Dünkelberg konzipiert hat, nimmt die Besucher um 12, 14 und 16 Uhr mit ins
Gewölbe des historischen Ringofens. Noch im Jahr der Zechenschließung 1892
erwarb der Bauunternehmer Wilhelm Dünkelberg das heutige Museums-Gelände.
An Stelle der Zechenbauten um Schacht Hercules entstand zwischen 1897 und
1899 die heute noch geländebeherrschende Doppel-Ringofenanlage, in der jährlich
bis in die 1960er Jahre hinein bis zu elf Millionen Ziegel gebrannt wurden.
Ausgangsmaterial für die Ziegel war Schieferton, der im Ruhrtal unterhalb der
Kohleflöze lagert. Bei der Führung geht es von der Gewinnung und Verarbeitung
des Schiefertons bis zum Brennen im Ringofen und anschließenden Verladen an der
Rampe der Ruhrtalbahn. Außerdem lernen die Teilnehmer den Ziegler-Alltag bis in
die 1960er Jahre kennen. Die Führungen sind kostenlos; gezahlt werden muss nur
der reguläre Museumseintritt.

Zeche Hannover, Bochum
Das Ruhrgebiet als Ziegel-Landschaft stellt Dr. Thomas Parent vom Westfälischen
Industriemuseum in einem Diavortrag am Freitag (21.5.) um 20 Uhr auf der Zeche
Hannover in Bochum vor. Zechen und Fabriken, Kolonien und Kirchen, Schulgebäude
und Rathäuser sind im Ruhrrevier in der Regel aus Ziegelsteinen gemauert. Sie
wurden zum Teil in zecheneigenen Ziegeleien aus dem Ton gebrannt, den man beim
Abteufen der Schächte als Abfallprodukt gewann. Häufig unterstützten
Bergwerksgesellschaften den Bau von Schulen und Kirchen im Revier, indem sie den
Gemeinden solche Ziegelsteine stifteten. Im Vergleich zu Naturstein gilt der Ziegel
zwar als minderwertig. Dass man mit Ziegelsteinen aber auch hochkarätige Architektur
gestalteten kann, zeigt der Referent anhand zahlreicher - bekannter und unbekannter
- Beispiele aus dem Revier und interpretiert die Bauten dabei im Zusammenhang der
Industriegeschichte.

Zeche Zollern, Dortmund
Ziegelmauern und Ziegeldächer auf Zollern stehen in
Mittelpunkt einer Themenführung mit zwei Wissenschaftlern des LWL-Industriemuseums
am Sonntag (23.5.) um 14.30 Uhr.

Dr. Andreas Immenkamp erläutert zu Beginn die Herstellung von Ziegelsteinen mit
Hilfe eines kurzen Diavortrags. Dr. Thomas Parent präsentiert in einem weiteren
Kurzvortrag das Ruhrgebiet als Ziegel-Landschaft. Im Anschluss folgt ein gemeinsamer
Rundgang über das Zechengelände. Die Ziegelbauten von Zollern II/IV werden dabei
unter die Lupe genommen. Die Bautechnik der Stahlfachwerk-Architektur bei der
Maschinenhalle ist Thema, aber auch der Anspruch, mit Ziegelsteinen kunstvolle
Fassaden zu gestalten. Die Teilnahme ist frei; gezahlt werden muss nur der reguläre
Museumseintritt.


INFO

Westfälisches Industriemuseum
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Tel.: 0231 6961-0
Fax: 0231 6961-114
E-Mail: industriemuseum@lwl.org

Ziegelei Lage
Sprikernheide 77
32791 Lage
Telefon: 05232 9490-0
Telefax: 05232 9490-38
E-Mail: ziegelei-lage@lwl.org
Geöffnet: Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr

Textilmuseum Bocholt
Uhlandstraße 50
46397 Bocholt
Telefon: 02871 21611-0
Telefax: 02871 21611-33
E-Mail: textilmuseum@lwl.org
Geöffnet: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr.
Museumspädagogische Programme können bereits ab 9 Uhr gebucht werden.

Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten-Bommern
Telefon: 02302 936640
Telefax: 02302 93664-22
E-Mail: Zeche-Nachtigall@lwl.org

Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Telefon: 0231 6961-233
Telefax: 0231 6961-238
E-Mail: zeche-hannover@lwl.org
Geöffnet von Mai bis Oktober
samstags 14 bis 18 Uhr und
sonntags 11 bis 18 Uhr.
Gruppenführungen auf Anfrage

Zeche Zollern II/IV
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Telefon: 0231 6961-111
Telefax: 0231 6961-114
E-Mail: Zeche-Zollern@lwl.org
Geöffnet: Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr




From Marcus.Weidner at lwl.org Fri May 14 09:39:46 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri May 14 08:42:53 2004
Subject: [WestG] [AUS] Geschichte und Instandsetzung des
Hexenbuergermeisterhauses in Lemgo
Message-ID: s0a485f4.076@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Jürgen Scheffer",
Datum: 13.05.2004, 18:00


AUSSTELLUNG

"BUET AN DISE STEDE AO 1571"
Geschichte und Instandsetzung des Hexenbürgermeisterhauses in Lemgo

Eine Ausstellung zur Baugeschichte und Denkmalpflege

Das Hexenbürgermeisterhaus wurde in den Jahren 1562 bis 1571 erbaut. Das repräsentative
Bürgerhaus mit seiner aufwändig gestalteten Fassade gehörte zu den imposantesten Bauten,
die im 16. Jahrhundert in Lemgo errichtet wurden. Es ist ein herausragendes Architekturdenkmal
und ein bedeutendes Beispiel der Renaissance im Weserraum.

Im Mai 2004 öffnet das Museum wieder seine Türen. In der Zeit von November 1999 bis April
2004 hat eine umfangreiche denkmalverträgliche Instandsetzungsmaßnahme stattgefunden.

Zur Wiedereröffnung zeigt das Museum eine Ausstellung zur Bauforschung und Denkmalpflege.
Die Geschichte des Hexenbürgermeisterhauses als Bürgerhaus, Baudenkmal und Museum steht
dabei im Mittelpunkt. Besucher und Besucherinnen sind eingeladen zu einer Entdeckungsreise
durch das mehr als 430 Jahre alte Baudenkmal, in dem künftig viele bislang unentdeckt gebliebene
Spuren der Geschichte wahrnehmbar sind. Die Ausstellung ist aber nicht nur ein Blick in die
Vergangenheit eines bedeutenden Bürgerhauses, sondern sie dokumentiert auch den Umgang
mit dem Baudenkmal in der Gegenwart. Die Instandsetzung des Hexenbürgermeisterhauses ist ein
Beispiel für die Verbindung von Denkmalpflege und moderner Baukultur.

Die Ausstellungseröffnung im Hexenbürgermeisterhaus ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem
neuen Stadtmuseum in Lemgo. Im Laufe des Jahres wird das Nachbarhaus des
Hexenbürgermeisterhauses saniert, das den neuen Eingangsbereich des Museums aufnehmen
wird. Am Anschluss daran wird die neue Dauerausstellung im Hexenbürgermeisterhaus eröffnet.


INFO

Sonderausstellung vom 16. Mai - 31. Dezember 2004

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10-17 Uhr, Montag geschlossen
Eintritt: 2.-/ 1.- EUR

Museum Hexenbürgermeisterhaus, Breite Str. 19, 32657 Lemgo
(Zugang erfolgt von der Heustraße aus)
Tel. 05261- 213- 276/ - 463; Fax 05261-213346,
e-mail: hexenbuergermeisterhaus@t-online.de





From rita.boerste at lwl.org Fri May 14 15:18:06 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Fri May 14 14:46:16 2004
Subject: [WestG] [AKT] LWL-Kulturpolitiker fuer modifiziertes Kulturforum in
Muenster
Message-ID: s0a4d52e.084@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 14.05.2004, 14:12


AKTUELL

LWL-Kulturpolitiker für modifiziertes Kulturforum in Münster

Der Kulturausschuss im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat am
Freitag (14.5.) in Münster einstimmig einem Vorschlag zugestimmt, der den nötigen Umbau des
Westfälischen Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte mit den Plänen für das
"Kulturforum Westfalen", eine neue Musikhalle und eine neue Kunsthalle in Münster,
verknüpft. Den endgültigen Beschluss muss der Landschaftsausschuss am 4. Juni fassen. Nach
dem Vorschlag soll das LWL-Landesmuseum am Domplatz in Münster für 41,8 Millionen Euro
saniert und um fast 5.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche erweitert werden, während sich
das angedachte neue Haus für Gegenwartskunst (auf dem Hindenburgplatz) auf die Funktion
einer Kunsthalle konzentriert. Der Grundsatzbeschluss sieht vor, dass das Land NRW den
Vorschlag mit der Förderung, die es bisher für das Kulturforum vorgesehen hat, unterstützt
und die Stadt die Musikhalle errichtet. Der LWL ist Träger des Westfälischen Landesmuseums,
das zugleich die geplante Kunsthalle betreiben würde.

"Aus dem zweipoligen Kulturforum würde ein westfälisches Kulturdreieck mit Musikhalle,
Ausstellungshalle für Gegenwartskunst und neu ausgebautem Westfälischen Landesmuseum", sagte
LWL-Kulturdezernent Prof. Dr. Karl Teppe am Freitag. Wegen des neuen Raumangebotes im
Westfälischen Landesmuseum könne das Raumprogramm in der geplanten Kunsthalle bei den
Ausstellungs-, Magazin-, Lager- und Werkstattflächen reduziert werden. Teppe weiter:

"Die Hauptfunktion der Kunsthalle, nämlich der Ort für wechselnde Ausstellungen
zeitgenössischer Kunst der internationalen Avantgarde zu sein, tritt damit umso stärker
hervor. Wir halten diesen Vorschlag für eine sehr attraktive Lösung, weil sie die
verschiedenen Interessen miteinander verknüpft. Insbesondere städtebaulich bliebe die
Grundidee des Kulturforums erhalten." Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des LWL hat in
einem Planungsgutachten den Baukomplex des Westfälischen Landesmuseums für Kunst und
Kulturgeschichte in Münsters Innenstadt neu konzipiert. Die Ausstellungsfläche
insgesamt steigt nach den Plänen von rund 5.700 auf 10.600 Quadratmeter. An die Stelle des
ehemaligen LWL-Archäologiemuseums (an der Rothenburg) soll ein dreigeschossiger Neubau
treten, der zukünftige rechte Flügel des Westfälischen Landesmuseums. Erster
Bauabschnitt bis Ende 2007 würde der Neubau an der Rothenburg. Der neue Mitteltrakt des
Westfälischen Landesmuseums (an der Pferdegasse) könnte bis 2012 stehen.





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed May 19 08:22:55 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed May 19 13:37:30 2004
Subject: [WestG] [Q] Anfrage: Ein verlorener Heimatfilm der "Roten Erde"
Message-ID: s0ab1978.066@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Markus Köster",
Datum: 18.05.2004, 21:48


ANFRAGE

Gesucht wird der Film "Durch das schöne Westfalen" (1928/29), Teil: "Münsterland"

Alte, flimmernde Schwarz-Weiß-Filme aus der Frühzeit des Kintopps haben oftmals ihre eigene Geschichte.
Das gilt auch für den großangelegten Heimatfilm "Durch das schöne Westfalen", den der in Berlin ansässige
Kameramann und Produzent Hubert Schonger in den späten Jahren der Weimarer Republik realisierte.
Auftraggeber waren offenbar der Westfälische Verkehrsverband und der damalige Provinzialverband
Westfalen, der Vorgänger des heutigen Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Wie den zeitgenössischen
Zensurkarten zu entnehmen ist, bestand dieser 35-mm Stummfilm aus insgesamt 5 Teilen, die die folgenden
Titel trugen:

1. Das Münsterland
2. Um Ruhr und Lippe
3. Sauerland, Siegerland und Wittgensteinerland
4. Das Sauerland und die Soester Börde
5. Teutoburger Wald und Weserbergland

Leider ist nicht bekannt, wie viele Kopien von dieser für Westfalen grundlegenden ersten filmischen Gesamtdarstellung
seinerzeit in Umlauf gebracht worden sind. Inzwischen ist es dem Westfälischen Landesmedienzentrum in Münster
gelungen, vier der ursprünglich fünf Teile nachzuweisen. Nur das Schicksal des das Münsterland thematisierenden
ersten Filmes ist - noch - unbekannt. Wer diesen Film "Das Münsterland" aus dem Jahre 1928/29 kennt oder besitzt,
den möchten wir hiermit sehr herzlich um Meldung bitten, da das Westfälische Landesmedienzentrum z.Zt. eine
rekonstruierte und kommentierte bzw. nachvertonte Neufassung des gesamten Filmdokumentes auf DVD plant.

Für weiterführende Hinweise bedankt sich

Dr. Volker Jakob
Westfälisches Landesmedienzentrum
48133 Münster
Tel.: 0251-591-4718
Email: volker.jakob@lwl.org





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed May 19 08:23:38 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed May 19 13:37:44 2004
Subject: [WestG] [AUS] Erfahrungswelten unter Tage, Bochum
Message-ID: s0ab1998.070@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff", 17.5.2004
Datum: 18.05.2004, 11:40


AUSSTELLUNG

Erfahrungswelten unter Tage
Architekturstudenten zeigen beeindruckende Entwürfe

Ein Bergwerk mit allen Sinnen Hunderte Meter unter der Erde erfahren - das ist ein lang
gehegter Wunsch vieler Besucher und Bewohner des Ruhrgebiets. Beeindruckende Entwürfe für solch
eine Erlebnis- und Erfahrungswelt an historischer Stätte zeigt jetzt die Fachhochschule Dortmund im
Westfälischen Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum.

Am Dienstag, 18. Mai, um 18.30 Uhr eröffnet die Ausstellung "Am Tage - unter Tage" mit 24 studentischen
Entwürfen für ein Museum mit unterirdischer Erfahrungswelt. Unter der Leitung des Architekten
Prof. Michael Jockers und der Denkmalpflegerin Gabriele Podschadli haben die Studierenden des
Fachbereichs Architektur an der Fachhochschule Dortmund Pläne und Modelle für ein Erlebnismuseum
ersonnen. Dabei standen die Verbindung von Industriedenkmal über Tage und neuer Erlebniswelt unter
Tage im Vordergrund.

"Das Industriemuseum Zeche Hannover hat das Projekt gern unterstützt", verrät Museumsleiter Dietmar
Osses vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). "Natürlich sind das keine konkreten Modelle f
ür den Ausbau unseres Museums. Aber bis zur Entscheidung über den Weiterbau im Jahr 2007 können
manche der Ideen interessante Denkanstösse für unser Museum über Tage geben."

Die Projekte der Studierenden sind bis zum 6. Juni 2004 in der Maschinenhalle des Westfälischen
Industriemuseum Zeche Hannover zu sehen.


INFO
Westfälischen Industriemuseum Zeche Hannover
Bochum
Öffnungszeiten: Samstags 14 - 18 Uhr, sonntags 11 - 18 Uhr. Für Gruppen jederzeit nach Anmeldung
unter der Rufnummer 0231/ 69 61 -233.
Der Eintritt ist frei.





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed May 19 09:12:06 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed May 19 13:38:00 2004
Subject: [WestG] [KONF] Tagung, Kampf um Repraesentation, Muenster, 24.-25.
Juni 2004
Message-ID: s0ab24e8.028@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Uni Münster",
Datum: 19.05.04, 00:07


TAGUNG

Kampf um Repräsentation
Internationale Tagung über die Französische Revolution

Es gibt kaum einen Aspekt modernen politischen Handelns, der nicht
bereits in den bewegten Jahren nach Ausbruch der Französischen
Revolution wiederzufinden ist. Kein Wunder also, dass dieses Ereignis
seit nunmehr zweihundert Jahren das besondere Interesse und die
Faszination von Historikern hervorruft, und das nicht nur in
Frankreich. Mit welchen Symbolen kann eine Gesellschaft
zusammengehalten werden, die sich in tief verfeindete politische Lager
aufspaltet? Diesem bis heute relevanten Problem geht jetzt eine
internationale Tagung nach, die der Sonderforschungsbereich
"Symbolische Kommunikation" der Universität Münster am 24. und 25.
Juni in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut in Paris
veranstaltet.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer erforscht das
Projekt "Macht und Ritual im Zeitalter der Französischen Revolution"
seit nunmehr vier Jahren die Funktionen und Erscheinungsformen
symbolischer Kommunikation in dieser Übergangszeit von der
Vormoderne zur Moderne. Der "Kampf um Repräsentation", so der Titel
der Tagung, ist ein herausragendes Feld symbolischer Kommunikation,
denn im Ringen um eine überzeugende Darstellung ihrer politischen
Ziele benötigten die verschiedenen Parteien vor allem starke
Symbole. Das Militär und die Familie waren dabei zwei zentrale
Themen, die im Lauf der Jahre immer wichtiger für die politische und
symbolische Auseinandersetzung wurden. Sie fanden ihren Widerhall
ebenso sehr in Gemälden und Karikaturen wie in Festen,
Begräbnissen und Banketten, die allesamt darum stritten, die Herzen
und Köpfe der Menschen zu erreichen.

Ein besonderes Augenmerk werden die Experten aus Frankreich, den USA
und Deutschland auf die späteren Phasen der revolutionären Epoche
von 1794 bis 1830 legen. Der erste große Donner der Revolution wurde
in dieser Zeit zwar etwas schwächer, der Kampf um die Einheit der
Gesellschaft hatte jedoch gerade erst begonnen.


INFO

Sonderforschungsbereich 496
Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme vom
Mittelalter bis zur französischen Revolution
Salzstr. 41
48143 Münster
Tel. (0251) 83-2 79 14/3
Fax: (0251) 83-2 79 11
e-mail: sfb496.sekretariat@uni- muenster.de

Link: Sonderforschungsbereich "Symbolische Kommunikation"
(http://www.uni-muenster.de/SFB496/)





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed May 19 12:44:07 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed May 19 13:38:18 2004
Subject: [WestG] [AKT] RUB-Forscher untersuchen "spaete Konfessionalisierung"
der Deutschen
Message-ID: s0ab56ad.035@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Josef König", josef.koenig at presse.ruhr-uni-bochum.de
Datum: 19.05.05, 11:20


AKTUELL

Den Konflikt ins rechte Licht rücken
Konfessionspolitik in Deutschland zwischen 1800 und 1970
RUB-Forscher untersuchen "späte Konfessionalisierung" der Deutschen

Mit Luther begannen die Konflikte der Konfessionen in Deutschland und zogen
sich über zwei Jahrhunderte als Epoche der "Religionskriege" hin - meint
man. Dass dem nicht so ist, ergründen Forscher der Ruhr-Universität Bochum
nun in ihrem Projekt "Konfessionspolitik in Deutschland 1800 - 1970", das
am 1. Juni 2004 startet und zwei Jahre lang von der Fritz-Thyssen-Stiftung
finanziert wird. "Die Rede vom "konfessionellen Zeitalter Deutschlands" in
ihrer üblichen Anwendung auf das 16. und 17. Jahrhundert ist ein
"Anachronismus", sagt Projektleiter Prof. Dr. Lucian Hölscher, Lehrstuhl für
Neuere Geschichte und Theorie der Geschichte (Fakultät für
Geschichtswissenschaft der RUB). Die Thyssen-Stiftung fördert das
Forschungsprojekt mit insgesamt 37.000 Euro.

Konflikte im Wandel der Zeit

Geht es um Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten, so
ist die Epoche der Religionskriege im 16. und 17. Jahrhundert bestens
erforscht. Die Bochumer Historiker um Prof. Hölscher wollen hingegen
zeigen, dass die eigentliche Konfessionalisierung in Deutschland erst
später - im 19. und 20. Jahrhundert - auftrat. Die spezifischen Züge und
Verlaufsformen dieser Zeit herauszuarbeiten, ist Ziel des Projekts. "Der
Begriff "Konfession" bezeichnet das kirchen- und religionspolitische
Konfliktfeld", so Hölscher. "Im 19. und 20. Jahrhundert weist es keine
klaren Grundstrukturen auf, sondern ist einen starken Wandel unterworfen.
Die Umrisse dieses Wandels zeichnen wir nun nach."

Die Sprache gibt den Ausschlag

Ansatzpunkt der Forscher ist eine Analyse der "Sprachpragmatik" vergangener
Konfliktlagen und Entscheidungssituationen: Welcher Sprache bedienten sich
die Akteure, um ihre religiös geprägten Konflikte auszutragen? Beispielhaft
- aber sehr detailliert - untersuchen die RUB-Wissenschaftler sieben
verschiedene Konfliktfelder aus dem Zeitraum 1800 bis 1970: etwa die
Verfassungsdiskussionen in den deutschen Einzelstaaten um die rechtliche
Stellung der Kirchen (1800 - 1820), die Debatten um die
(Volks-)Schulpolitik, kirchliche Schulaufsicht und den Religionsunterricht
(1820 - 1970), "wegweisende parlamentarische Debatten im Reichstag und im
preußischen Abgeordnetenhaus" (1860 - 1900), die Debatte um die
Kirchenaustrittsbewegung und die Feuerbestattung (1900 - 1914) oder die
nationalsozialistische Kirchen- und Schulpolitik (1925 - 1940).

Die Konfession: ein Begriff aus dem 19. Jahrhundert

"Schon die Bezeichnung der Phase 1525 - 1648 als 'erstes konfessionelles
Zeitalter' erscheint unter begriffsgeschichtlicher Perspektive als ein
politisch motivierter Anachronismus: Denn er überträgt einen Begriff, der
erst im 19. Jahrhundert seine politisch-soziale Prägung und Aussagekraft
gewann, auf ein religionspolitisch völlig anders strukturiertes
Jahrhundert", sagt Lucian Hölscher. Die Lutherische, Reformierte und
Päpstliche (römisch-katholische) Religion unterschieden sich in der frühen
Neuzeit nicht als "Konfessionen" - als formal gleichberechtigte Varianten -
voneinander, sondern teils als "alte" und "neue", teils als "wahre" und
"falsche" Form der einen christlichen Religion. Die Bochumer Forscher
wollen hingegen zeigen, dass der Begriff eines "konfessionellen Zeitalters"
nur auf den politischen Nationalstaat zutrifft, wie er erst zu Beginn des
19. Jahrhunderts entstand.


INFO

Prof. Dr. Lucian Hölscher
Lehrstuhl für Neuere Geschichte und Theorie der Geschichte
Fakultät für Geschichtswissenschaft der RUB, GA 6/51
Tel. 0234/32-28691
E-Mail: lucian.hoelscher@rub.de





From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed May 19 12:34:44 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed May 19 13:38:34 2004
Subject: [WestG] [AKT] Presse-Rundgang durch die Geblaesehalle,
Industriemuseum Hattingen, 25.05.2004
Message-ID: s0ab5474.020@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff", christiane.spaenhoff at lwl.org
Datum: 19.05.04, 12:08


AKTUELL

Einladung zum Pressetermine!

"Hoch die Tassen!" - Gastronomie in der Gebläsehalle nimmt Formen an

Hektische Betriebsamkeit in und um die Gebläsehalle des Westfälischen
Industriemuseums Henrichshütte: Noch genau ein Monat, dann geht
der neue Veranstaltungsort des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL) ans Netz.

"Ein wichtiger Schritt in Richtung Eröffnung war sicher die Auswahl des
Gastronomen, mit dem wir hier künftig zusammenarbeiten werden", meint
Museumsleiter Robert Laube. "Gemeinsam mit dem Bochumer Unternehmen
'Eßkapade' haben wir ein überzeugendes Konzept entwickelt." Das bestätigt
Heike Vorderwülbecke, als Projektleiterin der Gastronomie künftig
verantwortlich für Speis und Trank rund um Hochofen 3: "In der Gebläsehalle
entsteht ein einzigartiger Raum für unser gastronomisches Angebot. Allein
dieser Bereich lohnt den Besuch - aus ästhetischen und kulinarischen Gründen."

Davon können Sie sich am Dienstag, 25.Mai, um 10 Uhr selbst überzeugen.
Beim Presse-Rundgang stellen wir Ihnen das gastronomische Konzept vor -
und verraten Ihnen auch, wie Hattingens "neue Adresse" künftig heißen und
auftreten wird. Treffpunkt ist der DERZEITIGE Museumseingang.


INFO

Westfälisches Industriemuseum
Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 25
45527 Hattingen
Telefon: 02324 9247-0
Telefax: 02324 9247-12
E-Mail: henrichshuette@lwl.org
Geöffnet: Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr; Fr - 21.30 Uhr

Presse-Rundgang durch die Gebläsehalle
25.Mai 2004, 10 Uhr
Westfälisches Industriemuseum in Hattingen
Heike Vorderwülbecke, Robert Laube
Info-Telefon: 02324 / 9247-40 (Foyer)
02324 / 9247-0 (Verwaltung)








From Alexander.Schmidt at lwl.org Wed May 19 09:22:35 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Wed May 19 13:38:47 2004
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Aktionstag_im_Westfaelischen_Mu?=
=?iso-8859-1?q?seum_f=FCr_Naturkunde=3A_Museumsfischer=2C_Muenster=2C_23?=
=?iso-8859-1?q?=2E05=2E2004?=
Message-ID: s0ab2763.081@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 18.05.04, 15:43


AKTUELL

Museumsfischer im Einbaum

Aktionstag im Westfälischen Museum für Naturkunde

Am Sonntag (23.5.) wird "Deutschlands einziger Museumsfischer"
Jörg Nadler im Westfälischen Museum für Naturkunde in Münster
sein Handwerk vorführen. Mit seinem Aktionstag setzt das Museum
des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) das umfangreiche
Rahmenprogramm zur neuen Ems-Ausstellung "Alles im Fluss?" fort.
In historischer Tracht führt Nadler ab elf Uhr vor, wie die Fischerei
in der Eisenzeit ausgesehen hat. Der Museumsfischer hat sich durch
seine besonderen Handwerksvorführungen in zahlreichen Museen
im In- und Ausland den besonderen Titel erworben.

Der Berufsfischer und seine Begleiter zeigen unter anderem, wie Netze,
Reusen, Fischspeere und Angelhaken in der Eisenzeit ausgesehen haben.
Der Besucher kann selbst ausprobieren, wie zum Beispiel Angelhaken
aus Horn oder Knochen in der Eisenzeit hergestellt wurden. Außerdem
bereitet Nadler Fisch nach alten Methoden und Rezepten zu. Den zubereiteten
Fisch dürfen die Besucher des Aktionstages anschließend probieren.
Außerdem bringt Jörg Nadler noch einen echten, selbstgebauten Einbaum mit.

Experimentierfreudige Besucher können bei der Mit-Mach-Aktion des Staatlichen
Umweltamtes Münster unter der Leitung von Dr. Hannes Schimmer winzige und
unscheinbare Flussbewohner ganz groß und live erleben. Stark vergrößernde
Lupen ermöglichen den Blick in die faszinierende Welt der Kleinstlebewesen.
Schimmer gibt Auskunft über den aktuellen Zustand der Ems und die neue
Europäische Wasserrahmenrichtlinie, die in den kommenden Jahren eine
große Rolle bei der Renaturierung der Fließgewässer spielen wird.

Unter dem Motto: "Wasser - Leben unter und über dem Wasserspiegel" führt
die Ausstellungsmacherin Sabine Aschemeier um 13 Uhr durch die einzelnen
Ausstellungselemente. Die Führung startet bei der begehbaren Emspünte
im Eingangsbereich.


INFO

Westfälisches Museum für Naturkunde und Planetarium
Sentruper Straße 285
48161 Münster
Tel: 0251/591-05, Pl.: 591-6000
Fax: 0251/591-6098
www.lwl.org/...
naturkundemuseum@lwl.org

Öffnungszeiten: Di bis So 9:00 bis 18:00 Uhr

Alle Aktionen sind an diesem Tag kostenfrei, es muss lediglich der normale
Museumseintritt ( 3,50 € Erwachsene / 2,00 € Minderjährige)
entrichtet werden.

Aktuelle Termine können unter Tel. 0251-591-05 abgerufen werden.





From weidner at geschichte-und-museum.de Sat May 22 10:57:33 2004
From: weidner at geschichte-und-museum.de (Dr. Marcus Weidner)
Date: Sat May 22 10:59:23 2004
Subject: [WestG] [TOC] industrie-kultur 2/2004
Message-ID: 40AF15FD.8060802@geschichte-und-museum.de>

Von: "Andreas Geissler",
Datum: 21.10.2004, 10:21


SERVICE: TOC

industrie-kultur. Denkmalpflege, Landschaft, Sozial-, Umwelt- und
Technikgeschichte
2/2004
27. Heft
ISSN 0949-3751


Inhaltsverzeichnis:

S. 1
Vorab bemerkt/Editorial


S. 2-5
SCHWERPUNKTTHEMA Russland
Margarita Stieglitz:
Umnutzung historischer Industriekomplexe in St. Petersburg.
Ein Überblick zur aktuellen Situation


S. 6-7
SCHWERPUNKTTHEMA Russland
Sergej Doroshkow:
Aus Liebe zum Kuckuck -
Das Schmalspur-Eisenbahnmuseum bei Pereslawl.
Lebendige Industriekultur durch privates Engagement


S. 8-11
SCHWERPUNKTTHEMA Russland
Alexander Kierdorf:
Vom Hüttenreich der Demidoffs über den Mythos zum Nationalpark.
Russlands industriegeschichtliche Schatzkammer Ural

S. 12-13
SCHWERPUNKTTHEMA Russland
Bildimpressionen:
Industriekultur in Russland


S. 14-15
SCHWERPUNKTTHEMA Russland
Alexander Kierdorf:
Künstlerporträt: Wladimir Archipow


S. 16-17
SCHWERPUNKTTHEMA Russland
Alexander Kierdorf:
Ein industriekultureller Streifzug durch Moskauer Museen


S. 18-20
SCHWERPUNKTTHEMA Russland
Grigorij Tscherkassow:
Umprofilierung: Ehemalige Industriekomplexe in und um Moskau.
Möglichkeiten der städtebaulichen Verbesserung und Umnutzung


S. 21
SCHWERPUNKTTHEMA Russland
Arbeit in einem schwierigen Umfeld
Interview mit Dr. Margarita Sergejewna Stieglitz


S. 22-23
NEUE INDUSTRIEDENKMALE
Matthias Baxmann:
Neues Industriedenkmal in Brandenburg.
Patentpapierfabrik in Hohenofen, Landkreis Ostprignitz-Ruppin


S. 24-25
SELBST VORGESTELLT
Anne Roerkohl:
Technologietransfer - Protestantische Ethik - Massenelend
Museum für Frühindustrialisierung Wuppertal


S. 26-27
SCHWEDEN
Eva Kistemann:
Schwedens Industrie-Denkmal 2003
Kalkseilbahn Forsby - Köping


S. 28-32
SCHIFFS-HEBEWERKE
Eckhard Schinkel:
Schiffs-Hebewerke in China - Teil II: Aktueller Überblick


S. 33
DAS HISTORISCHE FOTO
Alexander Kierdorf:
Sergej Prokudin-Gorskij - Pionier der russischen Farbfotografie


S. 34-37
AUS DER ARBEIT VON RIM UND WIM
Thomas Parent:
Das darf doch nicht wahr sein!
Jubiläumsjahr 2004


S. 38
AUS DER ARBEIT VON RIM UND WIM
Gregor Isenbort:
Schneid' schon mal die Torte an!
RIM und WIM feiern Geburtstag


S. 39
AUS DER ARBEIT VON RIM UND WIM
Eckhard Schinkel:
Bergbau- und Kanal-Landschaft Ruhrgebiet
Zwei Ausstellungen mit Gemälden von Hermann Bertelt (Herne)


S. 40-46
INDUSTRIEKULTUR IN DEN REGIONEN


S. 47-48
LESEZEICHEN
Rezensionen


S. 49
TERMINE


als Beihefter
DIE HISTORISCHE ANZEIGE
Alexander Kierdorf:
Hinweg, Küchen-Sklaverei!





From weidner at geschichte-und-museum.de Sat May 22 11:02:53 2004
From: weidner at geschichte-und-museum.de (Dr. Marcus Weidner)
Date: Sat May 22 11:05:42 2004
Subject: [WestG] [AUS] Weisses Gold aus dem Fernen Osten, Muenster
Message-ID: 40AF173D.8010807@geschichte-und-museum.de>

Von: "Ingrid Fisch",
Datum: 21.05.2004, 13:07


AUSSTELLUNG

Das weiße Gold aus dem Fernen Osten
Stadtmuseum Münster

Das "weiße Gold" aus Asien kam einst auf langen und kostspieligen
Handelsrouten auf diesen Kontinent. Eine kleine Auswahl wertvoller
ostasiatischer Porzellane zeigt das Stadtmuseum Münster jetzt in seiner
Jubiläumsreihe "Focus Stadtgeschichte". Den fernöstlichen Kostbarkeiten
stellt das Museum Porzellankunst aus dem europäischen Kulturkreis
gegenüber - ein frühes Meißener Teeservice, das wiederum durch sein
Dekor mit chinesischen Motiven an die Sehnsucht nach dem Fremden anknüpft.

Porzellan hat Europa schon seit dem Mittelalter fasziniert. Bis das
Geheimnis der Rezeptur aber endlich gelüftet war, vergingen viele
Jahrhunderte. Es gelang erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Sachsen,
und damit endlich auch im Abendland, Porzellan zu produzieren.

Das Stadtmuseum Münster präsentiert am Checkpoint insgesamt 20
Porzellane aus dem ersten Drittel des 18. Jahrhunderts. Kleine
Deckelvasen, Teebehälter und eine Kürbisvase sind Beispiele für typische
schlichte, blau bemalte Exportwaren aus China. Sie wurden massenhaft für
den europäischen Markt produziert. Diese Leihgaben aus Privatbesitz
gelangten als Sammlerstücke ins Münsterland. Sie sind Zeugnis für die
Wertschätzung des importierten Porzellans. Die Objekte wurden über
Amsterdam nach Emden verschifft und dann die Ems heraufgetreidelt.
Vergleichbare Stücke finden sich auch in der Museumsschausammlung.

Ein frühes 14-teiliges Teeservice aus Meißen steht für das europäische
Handwerk. Datiert wird es zwischen 1713 und 1720. Diese farbig bemalten
Porzellane zeigen chinesische Genreszenen aus der europäischen
Sichtweise. Da zelebriert eine asiatische Familie ihre Teezeremonie mit
europäischer Tischkultur - Tisch und Stühlen. Form und Motive sind noch
eng an die chinesischen Vorbilder angelehnt. Doch die Malerei auf diesem
Teeservice ist bereits ein deutliches Zeugnis europäischer Malkultur.


INFO

Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
48143 Münster
Tel.: 0251/492-4503
eMail: museum@stadt-muenster.de
URL: www.stadt-muenster.de/museum



Ingrid Fisch
Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
D-48143 Münster
Telefon: +49 (0)251/492-4513
Fax: +49 (0)251/492-7726
eMail: FischI@stadt-muenster.de





From rita.boerste at lwl.org Mon May 24 13:43:07 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Mon May 24 13:45:44 2004
Subject: [WestG] [AUS] Textilmuseum Bocholt: Mensch u. Maschine,
26.05.-29.08.2004
Message-ID: s0b1fbf7.016@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff",
Datum: 24.05.2004, 13:11


AUSSTELLUNG

Mensch und Maschine
Ausstellung im LWL-Textilmuseum Bocholt

Wertvolle Fotodokumente aus einer Krefelder und zwei Bocholter Maschinenbaufirmen
zeigt das Textilmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in seiner
neuen Sonderausstellung. Unter dem Motto "Mensch und Maschine" sind in Bocholt vom
26. Mai bis 29. August über 60 historische Schwarz-Weiß-Fotografien zu sehen.

Der fotografische Schatz verdankt seine Erhaltung einem glücklichen Zufall:
Norbert Prusko konnte nach dem Konkurs der Krefelder Maschinenbaufirma Zangs AG
die Glasplattennegative des Werksarchivs aus dem Abfall retten. Er sicherte über
1000 Objekte aus der Zeit von 1880-1960, auf denen Betriebsereignisse, Feste,
Umbaumaßnahmen und vor allem die Produkte festgehalten sind.

Zur Erstellung dieser klassischen Werbefotos versah man die Textilmaschinen oder
Maschinenteile mit einem weißen Hintergrund, der vielfach von Betriebsangehörigen
festgehalten wurde. Die nicht benötigten Randbereiche beschnitt man später auf den
Fotoabzügen und korrigierte Belichtungsfehler durch Retuschen. In aufwändiger
Handarbeit legte Norbert Prusko diese Abdeckungen erneut frei und schuf damit
fantastische Einblicke in das betriebliche Umfeld und den Arbeitsalltag vor 100 Jahren.
Die Menschen hinter den Maschinen werden erneut sichtbar: Stolze Ingenieure,
handwerkliche Maschinenbauer und sauber gekämmte Lehrlinge.

"Diese historischen Aufnahmen zeigen neben den fotografischen Qualitäten auch die
frühen Textilmaschinen, die noch zahlreiche Holzbauteile besitzen", erläutert Museumsleiter
Dr. Hermann Stenkamp.

Ergänzung findet die Ausstellung durch Produktfotos aus den Bocholter Maschinenbaufirmen
A. Friedr. Flender und Pieron. Obwohl diese bereits alle zu Ende des 19. Jahrhunderts
gegründet worden sind, existiersten bis dato keinerlei Fotodokumente aus der Zeit vor dem
Zweiten Weltkrieg. Stenkamp: "Auch diese Tatsache unterstreicht, welcher Schatz in
Krefeld für die Zukunft gesichert werden konnte."


Firmensteckbriefe:

Zangs, Krefeld

Der aus Xanten stammende Hermann Schroers gründete 1875 eine Schreinerei, in der
Webstühle, Schaft- und Windemaschinen hergestellt wurden. Nach Anlage einer eigenen
Eisengießerei baute Schroers nun statt der hölzernen Handwebstühle mechanische
Webstühle und Jacquardmaschinen. 1899 arbeiteten in dem Betrieb 350 Beschäftigte.
Der Textilingenieur Carl Zangs trat 1892 in die Firma ein und heiratete 1899 Anna
Maria Schroers, die älteste Tochter des Fabrikbesitzers. Bei dem Höchststand von
1200 Arbeitern wurde 1911 die 50.000. Jacquardmaschine montiert.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Firma zwischen Fritz und Heinrich Schroers und
Carl Zangs aufgeteilt. Zangs übernahm den Bereich Textilmaschinen, der vor allem
Seidenwebstühle und ab den 1950er Jahren auch Mehrkopfstickautomaten sowie
Schiffchenstickmaschinen herstellte. Nach dem Konkurs 1984 wurde nur die
Kleinstickmaschinenproduktion weitergeführt.

A. Friedr. Flender, Bocholt
Den ersten großen Maschinenbaubetrieb in Bocholt gründeten 1895 der Kaufmann
Heinrich Hesselbein und der Ingenieur Alois Reygers. An der Sachsenstraße legten
sie eine Gießerei, Modellschreinerei und Wellendreherei an. In Konkurrenz hierzu baute
1898 der Ingenieur Dieckmann mit dem Webereibesitzer Franz Tangerding eine
Maschinenfabrik für eiserne Riemenscheiben und Transmissionsanlagen am Westend
auf. Durch den Kontakt mit Flender entstand eine enge wirtschaftliche Kooperation,
die 1910 in der Fusion mündete.

Die 1899 in Düsseldorf-Reisholz gegründete Firma Flender fertigte hölzerne
Riemenscheiben für sämtliche Antriebsbereiche. Nach der Fusion mit den beiden Bocholter
Eisengießereien und Maschinenfabriken im Jahr 1910 und 1916 produ-zierte sie auch
gusseiserne Riemenscheiben und ganze Transmissionsanlagen. In den 1920er Jahren
kamen elastische Kupplungen, Keilriemenantriebe und vor allem Getriebe hinzu, die das
Produktionsfeld Flenders bis heute bestimmen. Seit 1931 befindet sich auch die
Zentralverwaltung in Bocholt.

Pieron, Bocholt
Als ehemaliger Meister und Teilhaber der Isselburger Maschinenfabrik und Eisengießerei
gründete Ernst Pieron mit seinem Sohn F. E. Pieron 1899 am Westend eine kleine
Maschinenwerkstatt. Mit dem Eintritt des Bruders Otto im Jahr 1912 wurde der Betrieb
zur Münsterstraße (hinter dem heutigen Arbeitsgericht) verlagert. 1919 übernahm er die
Textilmaschinenfabrik Rudolph & Kühne in Berlin, wohin der Betrieb schließlich 1927
komplett verlegt wurde. Dort stellte man Walzenpressen, Spannrahmen und
Schermaschinen her.

Daneben gründete Pieron in Bocholt-Biemenhorst eine Handelsgesellschaft zum
Verkauf der Erzeugnisse. Dort wurden später auch Maschinen- und Spiralfedern
produziert. Nach völliger Zerstörung des Berliner Betriebes führte Pieron ab 1945
das Biemenhorster Zweigwerk fort, in dem bis in die 1960er Jahre vor allem
Jacquardmaschinen gefertigt wurden.


INFO

Mensch und Maschine
Fotodokumente aus den Maschinenbaufirmen
Hermann Schroers und Carl Zangs, Krefeld,
A.Friedr.Flender und Pieron, Bocholt
26. Mai (Eröffnung 18 Uhr) bis 29. August 2004
Textilmuseum Bocholt, Uhlandstraße 50
Geöffnet Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr

Diese Meldung mit den Fotos zum Download finden Sie im Internet unter www.lwl.org





From rita.boerste at lwl.org Mon May 24 16:07:13 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Mon May 24 16:12:50 2004
Subject: [WestG]
[KONF] Stifte und Kloester in Westfalen und Lippe, Herford,
30.-31.07.2004
Message-ID: s0b21dbb.030@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Anne-Therese Grabkowsky",
Datum: 24.0.2004, 15:45


KONFERENZ

Historische Kommission für Westfalen

"Stifte und Klöster in Westfalen und Lippe"

Am 30. und 31. Juli 2004 veranstaltet die Historische Kommission für Westfalen zum
fünften und letzten Mal die öffentliche Vortragsveranstaltung "Stifte und Klöster in
Westfalen und Lippe"; Vortragsort wird die Münsterkirche in Herford sein.

Der Vortragszyklus begann im Sommer 2000 im ehemaligen Stift Dalheim mit dem
Schwerpunktthema "Augustiner-Chorherren' und wurde 2001 in Corvey über das
"Wirken der Benediktiner im Weserraum' fortgesetzt; 2002 trafen sich die Teilnehmer
im ehemaligen Stift Cappenberg zu dem Thema "Der Prämonstratenserorden und die
Grafen von Cappenberg' und 2003 fand die Veranstaltung auf dem Boden des
ehemaligen Stifts Wedinghausen in Arnsberg statt und hatte als Leitthema "Westfalens
Klosterlandschaft und die Frauen'.

Die westfälische Klosterlandschaft ist nicht denkbar ohne die Bettelordensklöster,
die im abschließenden Vortragszyklus im Mittelpunkt stehen werden. Die historische
Entwicklung hat in Ostwestfalen-Lippe keine Bettelordensklöster überdauern lassen.
So tagt die Historische Kommission 2004 nicht in einem ehemaligen Bettelordenskloster,
sondern in der Kirche des ältesten Frauenstiftes Westfalens, der ehemaligen
Reichsabtei Herford.

Diesem Ort, der zunächst unter der Rechtshoheit der Herforder Äbtissin stand und der
weitere Klöster, darunter zwei Bettelordensklöster, beherbergte, trägt der einführende
Vortrag von Dr. Edeltraut Klueting Rechnung (Kanonissenstifte und Bettelordensklöster -
Formen des weiblichen Religiosentums). Dr. Jutta Prieur-Pohl wird sich mit den Anfängen
westfälischer Dominikanerklöster - Gründungslegenden als historische Quelle beschäftigen,
Prof. Dr. Wilfried Reininghaus mit dem Thema Klöster, Bergbau, Handwerk - Das Interesse
der Zisterzienser und Bettelorden am Gewerbe und Prof. Dr. Peter Johanek mit dem
Thema Wissenschaft und Bettelorden. Abschließend erläutert Dr. Roland Pieper die
Architektur der Bettelorden im östlichen Westfalen 1230 - 1800. Wie in den vergangenen
Jahren auch werden am Freitag Vormittag und am Sonnabend Nachmittag Besichtigungen
auf dem Programm stehen. Geplant ist die Besichtigung von Herford und Stockkämpen.


INFO

Interessenten sind herzlich eingeladen, werden aber gebeten, sich anzumelden:

Historische Kommission für Westfalen
Landschaftsverband Westfalen-Lippe
48133 Münster
Tel. 0251 / 591 47 20
Fax. 0251 / 591 58 71
e-mail: hiko@lwl.org
www.historische-kommission-westfalen.de

Sie erhalten dann eine Bestätigung und, sobald es vorliegt, das Programm.






From rita.boerste at lwl.org Tue May 25 11:16:44 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Tue May 25 11:46:45 2004
Subject: [WestG]
[AUS] Westf. Industriemuseum: Schaetze der Arbeit, Dortmund,
20.06.-12.09.04
Message-ID: s0b32b21.002@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 25.05.2004, 10:15


AUSSTELLUNG

Sanfte Teufel in der Stahlfabrik

LWL zeigt zum Jubiläum seines Industriemuseums "Schätze der Arbeit"

Mit einer großen Ausstellung feiert der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) in diesem Jahr das 25-jährige Bestehen des Westfälischen
Industriemuseums. Mehr als 250.000 Objekte hat das Museum in dieser Zeit zusammengetragen -
ein Gedächtnis der Region: Die Objekte liefern einmalige Einblicke in die Arbeits- und
Alltagsgeschichte der Industrialisierung. Das Spektrum reicht vom Abortkübel bis zur
Dampflok, von der Glasmacherpfeife bis zum Henkelmann. Nur ein Bruchteil der Stücke ist
normalerweise in den Dauerausstellungen an den acht Standorten des Museums in Bocholt
(Kreis Borken), Bochum, Dortmund, Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis), Lage (Kreis Lippe),
Petershagen (Kreis Minden-Lübbecke), Waltrop (Kreis Recklinghausen) und Witten
(Ennepe-Ruhr-Kreis) für die Öffentlichkeit zugänglich. Zum Jubiläum packt das WIM sein
Lager aus und zeigt ab dem 20. Juni in der Zentrale auf der Zeche Zollern II/IV in Dortmund rund
500 "Schätze der Arbeit".

In einer Serie stellt der LWL die originellsten, ältesten und bedeutsamsten Exponate
der Ausstellung vor. Das Ölgemälde "Die Krupp'schen Teufel" von
Heinrich Kley Das Bild ist erschreckend: Riesenhafte Wesen haben eine Fabrikhalle besetzt
und sich die Arbeiter scheinbar untertan gemacht. Rauch wabert durch das Dunkel. Und mitten
in dieser dämonischen Szene brennt das Höllenfeuer. Ist es wirklich das Höllenfeuer? Was hat
es auf sich mit den "Krupp'schen Teufeln", wie der Maler Heinrich Kley (1863 bis 1945) sein
Bild genannt hat? Und warum hat die Firma Krupp ein so finsteres Werk in Auftrag gegeben?
Fragen, die der Besucher der WIM-Ausstellung "Schätze der Arbeit" selbst beantworten kann,
wenn er sich in das Bild vertieft. So schrecklich, wie es auf den ersten Blick scheint, ist die
Fabrikszene gar nicht, eher amüsant. Heinrich Kley hält die Stimmung eines wirtschaftlich
erstarkenden Landes fest. Es ist das Jahr 1911. Die Industrie hat Deutschland zu einer der
führenden Nationen in der Welt gemacht. Die Menschen sind stolz auf Technik und Fortschritt,
es herrscht der feste Glauben, die Natur und alles, was noch vor 50 Jahren unberechenbar
schien, beherrschen zu können. Vor diesem Hintergrund ist Kleys Gemälde zu sehen:

In der Fabrikhalle ruht die Arbeit an den Maschinen, statt dessen halten riesige Teufel und Satyrn
ein Trinkgelage ab. "Kleys Teufel und Satyrn sind allegorische Gestalten, die das
Riesenhafte und Monströse der Schwerindustrie verkörpern", erklärt Olge Dommer,
wissenschaftliche Mitarbeiterin des WIM. "Das Bild ist jedoch nicht als Industriekritik
gemeint, im Gegenteil. Die Arbeiter versorgen die ,Krupp'schen Teufel' mit flüssigem Stahl
und halten sie so im Zaum * ein Symbol dafür, dass die Arbeiter und das Unternehmen die
gewaltigen Kräfte der Stahlproduktion unter Kontrolle haben." Der Mensch wirkt
verschwindend klein angesichts der Riesen. Doch sein Fleiß und sein Know-How machen es
möglich, das Positive aus den Energien zu bündeln, das Monumentale zu beherrschen. Ein
aufmunterndes Bild, das sich in das neue Selbstbewusstsein der Zeit einfügt und eine
Unternehmerideologie widerspiegelt: Das Unkalkulierbare, das Explosive - dargestellt
durch die Teufel - verliert seinen Schrecken, wenn es mit Hilfe neuer Produktionsformen
kontrolliert werden kann. Heinrich Kley war nach seinem Studium an den Kunstakademien in
Karlsruhe und München zunächst als Landschaftsmaler, Genremaler und Historienmaler
tätig, bevor er sich ab der Jahrhundertwende verstärkt der Industriemalerei zuwandte.

In den "Krupp'schen Teufeln" werden seine vielfältigen Interessen sichtbar, zum Beispiel in
der impressionistischen Atmosphäre mit den starken Licht-Schatten-Spielen oder in den
verwischten Konturen. Doch beherrscht wird das Bild von dem bizarren Gelage. Hier deutet
sich schon sein nächstes Arbeitsfeld an: die satirische Zeichnung. Bis die Zeitschrift 1944
eingestellt wurde, veröffentlichte Kley illustrative Arbeiten in der satirischen
Wochenschrift "Simplicissimus". Die "Krupp'schen Teufel" sind ein Beispiel dafür, wie
Kunst den Geist der Zeit widerspiegeln kann. In der Jubiläumsausstellung "Schätze der
Arbeit" nimmt das großformatige Gemälde von Heinrich Kley aufgrund seiner allegorischen
Bildsprache eine Sonderstellung ein.


INFO

Schätze der Arbeit
25 Jahre Westfälisches Industriemuseum
20. Juni bis 12. September 2004
(Eröffnung 20. Juni, 11 Uhr)
Zeche Zollern II/IV
Grubenweg 5
Dortmund-Bövinghausen
Geöffnet dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr





From rita.boerste at lwl.org Tue May 25 15:15:20 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Tue May 25 15:54:19 2004
Subject: [WestG] [AKT] WDR-Museums- und Archivnachrichten aus
Westfalen-Lippe, 10.05.-18.05.2004
Message-ID: s0b3630f.018@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Manfred Hartmann",
Datum: 25.05.04, 11:49


SERVICE: WDR-Museums- und Archivnachrichten aus Westfalen-Lippe

In Kooperation mit dem Westfälischen Museumsamt des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" einen
weiteren Service an: eine Zusammenfassung von Museums- und Archiv-
Nachrichten des Westdeutschen Rundfunks, die regelmäßig von Manfred
Hartmann erstellt wird. [MW]


WDR-Museumsnachrichten aus Westfalen-Lippe
vom 10.05-18.05.2004
Quelle:
http://www.wdr.de/nachrichten/


Nachrichten aus dem Münsterland vom 18.05.2004

Festhalten an "Kulturforum" (17:41)
Münsters Oberbürgermeister Bertolf Tillmann von der CDU will auf das so genannte Kulturforum nicht verzichten. Die Entscheidung des Landschaftsverbandes für eine Ausstellungshalle auf dem Hindenburgplatz anstatt eines eigenständigen Museums für Gegenwartskunst, sei positiv, so Tillmann. Dadurch werde aus Wünschbarem Machbares.


Nachrichten aus dem Ruhrgebiet vom 17.05.2004

Herne: Indianerausstellung ab Juni (17:41)
Im Westfälischen Archäologiemuseum in Herne sind am Nachmittag die Pläne für eine Ausstellung über Eiszeitjäger und Indianer vorgestellt worden. Die Sonderschau soll einen Einblick in das Leben von europäischen Jägern und nordamerikanischen Indianern während der Eiszeit geben. Auf über 800 qm Fläche wird neben zahlreichen Ausstellungsstücken auch ein ganzes Indianerdorf zu sehen sein. Kinder können bei speziellen Führungen die Zeichensprache der Indianer erlernen. Die Ausstellung beginnt am 17. Juni.


Nachrichten aus Südwestfalen vom 17.05.2004

Experiment in Lüdenscheid gelungen (08:45)
Am Schmiedemuseum Bremecker Hammer in Lüdenscheid ist ein Experiment zur Geschichte der Eisenerzeugung gelungen. Dort wurden mit einem Rennofen rund zwei Kilogramm Eisen gewonnen - auf eine Weise, wie es die Kelten vor rund 2.500 Jahren getan haben. Am Freitag hatten 30 Helfer Menschen aus Lehm den Ofen gebaut, gestern wurde mit Holzkohle angefeuert, nach zwei Stunden wurde dann vor rund 200 Zuschauern der Ofen angestochen.


Nachrichten aus OWL vom 15.05.2004

Internationaler Museumstag (18:41)
Zum Internationalen Museumstag am 16. Mai gibt es in Ostwestfalen-Lippe zahlreiche Sonderveranstaltungen. Im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold gibt es einen Sparziergang durch die westfälische Bau- und Kulturgeschichte. Auf den Spuren der ersten Mönche begibt sich das Kloster Dahlheim in Lichtenau. Und in der Glashütte Gernheim in Petershagen werden moderne Formen des Konservierens präsentiert. *Kulturelle Tradition als lebendiges Erbe", so lautet das Motto des diesjährigen Museumstages. Über 6000 Museen sind morgen bundesweit geöffnet. Der Eintritt ist frei.


Nachrichten aus OWL vom 15.05.2004

Römer und Germanen in Oerlinghausen (12:41)
Freilichtmuseum in Oerlinghausen. 60 internationale Darsteller spielen dort am Samstag und Sonntag das Leben zur Zeit der Varus-Schlacht nach. Dazu gibt es antike Küche und Kinderspiele, Modenschauen, Schlachten und Kämpfe. Beginn war heute um 12.00 Uhr, morgen beginnt die Veranstaltung um 10.00 Uhr.


Nachrichten aus OWL vom 15.05.2004

Internationaler Museumstag (12:41)
Zum Internationalen Museumstag am Sonntag gibt es in Ostwestfalen-Lippe zahlreiche Sonderveranstaltungen. Im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold gibt es einen Sparziergang durch die westfälische Bau- und Kulturgeschichte. Auf den Spuren der ersten Mönche begibt sich das Kloster Dahlheim in Lichtenau. Und in der Glashütte Gernheim in Petershagen werden moderne Formen des Konservierens präsentiert.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 15.05.2004

Internationaler Museumstag (11:43)
Mit Sonderveranstaltungen beteiligen sich auch die Museen im Münsterland am morgigen Internationalen Museumstag. Während erwachsene Besucher vielerorts spezielle Themenführungen erwarten, gibt es für Kinder vor allem Museum zum Anfassen. So können sie im Textilmuseum Bocholt selbst weben und im Stadtmuseum Beckum Papier herstellen. Das Heimathaus in Telgte und im Kloster Bentlage in Rheine eröffnen am Museumstag eine gemeinsame Ausstellung zur christlichen Gartenkultur.


Nachrichten aus OWL vom 15.05.2004

Erste Ausstellung in MARTa (09:25)
Das Herforder Museum MARTa eröffnet am Samstag seine erste Ausstellung. Gezeigt werden 34 Designobjekte zum Thema Wohnen. Den Künstlern stand als maximale Fläche nur ein Quadratmeter zur Verfügung. Die Ausstellung unter dem Motto *1 Quadratmeter gleich maximal* endet am 27. Juni.


Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 15.05.2004

Museen öffnen ihre Türen (08:52)
Der Sonntag ist Internationaler Museumstag. Auch das Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte bietet acht Führungen an und eine Bastelaktion. Die Deutsche Arbeitsschutz-Ausstellung in Dortmund öffnet ihr Archiv, das sonst nicht zu besichtigen ist. Zu sehen ist etwa der Goldhelm, den Königin Elizabeth bei einer Werksbesichtigung in Rheinhausen trug. Das Hagener Freilichtmuseum zeigt zum ersten Mal seine neue Abteilung zu den Werkstätten der französischen Enzyklopädisten.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 15.05.2004

Eintritt für Sonderausstellungen (07:42)
Für die diesjährigen Sonderausstellungen im Landesmuseum in Münster und im Archäologie-Museum in Herne müssen Besucher Eintritt zahlen. Das teilte jetzt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Träger der Museen mit. So kostet die in Münster geplante Mittelalter-Ausstellung für Erwachsene fünf Euro und die Indianer-Schau in Herne 3,50 Euro.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 15.05.2004

Internationaler Hansetag in Münster (07:37)
In Münster sind heute Teile des Prinzipalmarkts für den Verkehr gesperrt. Grund sind die Veranstaltungen zum Tag der internationalen Hanse. Die Kaufleute der Stadt laden an einer Tafel im Freien zum Hansemahl ein. An der Hansegeschichte Interessierte können sich heute kostenlos durch die Stadt führen lassen. Auch eine Ausstellung im Stadtmuseum informiert über die Hanse.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 14.05.2004

Grünes Licht für Museumsausbau (17:05)
Der Kulturausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe hat grünes Licht für den 40 Millionen Euro teuren Um- und Ausbau des Landesmuseums in Münster gegeben. Offen ist dagegen, ob für weitere 20 Millionen Euro eine neue Ausstellungshalle gebaut wird. Dafür müsse das Land ausreichende Zuschüsse zahlen und die Stadt Münster in der Lage sein, ihre Musikhalle zu finanzieren. Ausstellungs- und Musikhalle bilden das so genannte Kulturforum Westfalen vor dem Schloss.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 12.05.2004

Lackkunst-Ausstellung in Münster (12:04)
Das Museum für Lackkunst in Münster zeigt ab dem Wochenende experimentelle Lackarbeiten aus den 30ger und 40ger Jahren. Die Ausstellung trägt den Titel *Modulation und Patina" und präsentiert Bilder von den drei bedeutenden abstrakten
Künstlern Willi Baumeister, Oskar Schlemmer und Franz Krause.


Nachrichten aus dem Münsterland vom 10.05.2004

Auszeichnung für Museum (09:37)
Die NS-Erinnerungsstätte "Villa ten Hompel" in Münster ist vom Europäischen Museumsforum ausgezeichnet worden. In Athen erhielt sie eine Urkunde für das Projekt "Tatort: Schreibtisch", das die Geschichte von Polizei- und Verwaltungshandeln im 20. Jahrhundert behandelt.


INFO

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Westfälisches Museumsamt
Dokumentation/Bibliothek
Manfred Hartmann
Schwelingstr. 5
48145 Münster
Tel.: 0251-591-3296
Fax: 0251-591-3335
e-mail: manfred.hartmann@lwl.org




From rita.boerste at lwl.org Tue May 25 15:49:41 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Tue May 25 15:54:57 2004
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag von Stefan Schroeder: "Die Zwangsarbeiter nach
der Befreiung" online verfuegbar
Message-ID: s0b36b25.031@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Stefan Schröder",
Datum: 25.05.2004, 15:02


AKTUELL

Sehr zufrieden mit der Resonanz auf die in der letzten Woche beendete Ausstellung
"Zwangsarbeit in Münster und Umgebung 1939 bis 1945" ist das Stadtarchiv Greven.
"Allein den Eröffnungsabend und die drei Vortragsveranstaltungen haben über 200
Interessierte besucht und Schulklassen waren regelmäßig im Rathaus zu Gast",
freuen sich die Organisatoren Angelika Haves und Stefan Schröder:
"Wir schätzen, dass insgesamt mehr als Tausend Personen die von der Stadt Münster
bereit gestellte Ausstellung gesehen haben."

Als Service ist der Vortrag von Schröder über die Zwangsarbeiter nach der Befreiung
1945 und die DP-Lager in Greven und Reckenfeld nun auf den Internetseiten zur
Geschichte Grevens als pdf-Datei unter
www.greven.net/service/stenogramm/bindata/Vortrag_Schroeder.pdf
abrufbar. Demnächst wird auch die Studie über Zwangsarbeit in Greven von Christoph
Leclaire erscheinen.


INFO

Stadt Greven
Fachdienst Allgemeiner Service/Stadtarchiv
Rathausstr. 6
48268 Greven
Tel.: 02571/920-358, -458
Fax: 02571/920-320
archiv@stadt-greven.de
www.greven.net







From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 27 08:40:00 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu May 27 11:57:34 2004
Subject: [WestG] [TOC] Hohenlimburger Heimatblaetter, Heft 6/2004
Message-ID: s0b5a969.006@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt", , Internet-Portal "Westfälische Geschichte"
Datum: 27.05.2004, 08:40


SERVICE: TOC

Hohenlimburger Heimatblätter
für den Raum Hagen und Iserlohn
65. Jahrgang
Junil 2004
Heft 6/2004


S. 181-186
Törnig, Winfried
"Tambourn und Flötisten" -
40 Jahre Spielmannszug "Stadt Hohenlimburg e.V."

S. 187-204
Kirschbaum, Bernd
Gerhard Kleinsorgen:
Das 10. Buch der "Westfälischen Kirchengeschichte" in einer neuaufgefundenen Handschrift

S. 205-209
Lingen, Helmut
Alte Darstellungen von Limburg/Weser und Limburg/Lenne

S. 210-216
Hüning, Erdmute
Heimatpost








From Alexander.Schmidt at lwl.org Thu May 27 08:25:54 2004
From: Alexander.Schmidt at lwl.org (Alexander Schmidt)
Date: Thu May 27 11:59:27 2004
Subject: [WestG] [TOC] Der Reidemeister, Nr. 159, 2004
Message-ID: s0b5a628.076@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Alexander Schmidt", alexander.schmidt at lwl.org, Internet-Portal "Westfälische Geschichte"
Datum: 27.05.2004, 08:30


SERVICE: TOC

Der Reidemeister. Geschichtsblätter für Lüdenscheid Stadt und Land.
Hrsg.: Lüdenscheider Geschichtsverein
Nr. 159, 24. Mai 2004

Inhaltsverzeichnis:

S. 1265-1272
George, Uta
Von Westfalen zur Tötung nach Hadamar









From rita.boerste at lwl.org Thu May 27 11:55:20 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Thu May 27 12:00:43 2004
Subject: [WestG] [AKT] Tagung: Konflikte im Mittelalter, Bochum,
02.-05.06.2004
Message-ID: s0b5d732.038@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Josef König",
Datum: 27.05.2004, 11:33


AKTUELL

Konflikte im Mittelalter
Rechtsverständnis und Handlungsstrategien
RUB-Tagung: Zwischen schriftlicher und mündlicher Rechtstradition

Dass im Mittelalter Konflikte nicht automatisch mit dem Schwert gelöst
wurden, zeigt die international besetzte Tagung "Rechtsverständnis und
Handlungsstrategien im mittelalterlichen Konfliktaustrag" in der RUB (2.
bis 5. Juni 2004, GA 03/142). Etwa 100 Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler beleuchten und diskutieren die vielfältigen Mittel und
Wege, Konflikte zu vermeiden oder auszutragen - zwischen Fehde und
Gewaltverzicht, zwischen schriftlicher und mündlicher Rechtstradition. Die
Medien sind herzlich willkommen.

Programm im Internet

Das ausführliche Programm der Tagung steht im Internet unter
http://www.rub.de/mittelalter1/tagungsprogramm.htm

Das Who's who der mittelalterlichen Konfliktforschung

Die wissenschaftliche Leitung der Tagung liegt in den Händen von Prof. Dr.
Christine Reinle (Späteres Mittelalter) sowie HD Dr. Michael Oberweis, PD
Dr. Stefan Esders und Dr. Dieter Scheler. Die Tagung steht in Zusammenhang
mit der Emeritierung der Bochumer Historikerin Prof. Dr. Hanna Vollrath
(Früheres Mittelalter), deren Forschungsschwerpunkte aufgegriffen werden.
Prof. Vollrath wird die Ergebnisse der Vorträge und Diskussionen in einem
abschließenden Überblick zusammenfassen (5.6., 10.45 Uhr). Als Referenten
konnten die Organisatoren das internationale "Who's who" der
mittelalterlichen Konfliktforschung gewinnen: unter anderem von der
University of Oxford (Prof. Patrick Wormald), der Universität Birmingham
(Prof. Chris Wickham), der University of California, Los Angeles (Prof.
Patrick Geary) und des California Institute of Technology, Pasadena (Prof.
Warren Brown).

Fünf thematische Schwerpunkte

Inhaltlich erstreckt sich das Vortragsprogramm über fünf Schwerpunkte:
Konfliktmanagement und -wahrnehmung (3.6., 9-12.15 Uhr); Recht, Verfahren
und soziale Lebenswelt (3.6., 14-18.30 Uhr); Strategien der Schriftlichkeit
(4.6., 9-12 Uhr); Politische Dimensionen mittelalterlichen Konfliktaustrags
(4.6., 14-17.15 Uhr) sowie Konfliktvermeidung und Gewaltverzicht (5.6., ab
9 Uhr). Zeitlich spannen die Referentinnen und Referenten einen weiten
Bogen: Von der Rechts- und Gerichtspraxis im 8. Jahrhundert bis zur
Konfliktbewältigung im spätmittelalterlichen Fürstenhaus. Die Tagung
beginnt am 2.6. um 18 Uhr mit einem Empfang der Teilnehmer im Holiday Inn
in Bochum.


INFO

Prof. Dr. Christine Reinle,
Lehrstuhl für die Geschichte des Späteren Mittelalters
Fakultät für Geschichtswissenschaft der RUB
GA 4/39, Tel. 0234/32-22535
E-Mail: christine.reinle@ruhr-uni-bochum.de

Dr. Dirk Jäckel
Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Lehrstuhls für die Geschichte des Späteren Mittelalters
GA 4/31, Tel. 0234/32-22650
E-Mail: jaeckel.dirk@freenet.de

Iris Kwiatkowski, M.A.
GA 4/31, Tel. 0234/32-22650
E-Mail: iris.kwiatkowski@ruhr-uni-bochum.de








From rita.boerste at lwl.org Thu May 27 12:03:15 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Thu May 27 12:05:28 2004
Subject: [WestG] [AKT] Veranstaltungsreihe: Der 20. Juli 1944, Bochum,
06/2004
Message-ID: s0b5d90f.059@lwlapp.itz.lwl.org

Übernahme aus der "geschichtskultur-ruhr - Mailingliste"
Von: "gk-mail (Abeck)",
Datum: 27.05.2004, 11:26


AKTUELL

Der 20. Juli 1944 und das Erbe des deutschen Widerstandes

Gemeinsame Veranstaltungsreihe der Evangelischen Stadtakademie Bochum mit
der Evangelischen Akademikerschaft Westfalen

Vor 60 Jahren, am 20. Juli 1944, versuchte eine Gruppe von Offizieren,
Hitler und sein Regime zu beseitigen. Das Attentat schlug fehl, die
Beteiligten - Initiatoren und Sympathisanten - wurden hingerichtet. Wer
waren die Menschen, die in den Widerstand gegen den Nationalsozialismus
gingen? Von welchen Überzeugungen und Motiven wurden sie geleitet? Welche
Ziele haben sie verfolgt? Was bedeutet ihr Erbe heute?
Die Veranstaltungsreihe nimmt diese Fragen auf. In den Einzelvorträgen
entfalten führende Vertreter der Widerstandsforschung in biographischen und
politischen Skizzen die Bandbreite des deutschen Widerstands, der sich von
nationalkonservativen Positionen über die Arbeiterbewegung und den
Widerstand von Christen bis zum militärischen Widerstand erstreckt.
Eröffnet und abgeschlossen wird der Zyklus durch zwei Politiker aus
verschiedenen Generationen, Hans Koschnick und Norbert Lammert, die über
die Bedeutung des Widerstands für ihr politisches Handeln Auskunft geben.
Ein Gottesdienst und eine Literarische Matinee ergänzen das Projekt, das
mit einem Einführungsseminar beginnt und von einer Ausstellung begleitet
wird.


Freitag, 11. Juni 2004, 16.00 Uhr, bis Samstag, 12. Juni 2004, 13.00 Uhr
Einführungsseminar:
Widerstand in Deutschland 1933 bis 1945
Positionen und Personen

Den Auftakt der Bochumer Veranstaltungsreihe zum 60. Jahrestag des 20. Juli
1944 bildet ein Einführungsseminar, das einen Gesamtüberblick über die
Geschichte des deutschen Widerstandes geben wird. Der Leiter der
Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin, Johannes Tuchel, wird an Hand
von Dokumenten in die politisch und weltanschaulich verschiedenen Kreise
und Konzepte des Widerstands einführen. Günter Brakelmann und Traugott
Jähnichen werden einzelne Positionen und Personen charakterisieren. Nicht
nur die berühmten Persönlichkeiten des Widerstands - Stauffenberg, Moltke
oder die Geschwister Scholl - werden vorgestellt, sondern auch nahezu
unbekannt gebliebene Frauen und Männer, die in der Auflehnung gegen die
Diktatur ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben.
Referenten: Prof. Dr. Günter Brakelmann und Prof. Dr. Traugott Jähnichen,
Bochum; Dr. Johannes Tuchel, Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand,
Berlin
Leitung: Dr. Manfred Keller u. Dr. Rudolf Tschirbs, Bochum
Teilnahmegebühr: 15,- EURO (incl. Abendimbiss am Freitag und Mittagessen am
Samstag)
Schriftliche Anmeldung erbeten bis zum 4. Juni 2004 an die Evangelische
Stadtakademie Bochum, Klinikstraße 20; Fax 02 34 / 59 57 37,
office@stadtakademie.de


Samstag, 19. Juni 2004 17.00 Uhr
Bürgermeister a. D. Hans Koschnick, Bremen:
Was hat mir in meinem Selbstverständnis als Politiker der Nachkriegszeit
derWiderstand gegen das NS-System bedeutet?

Nach 1945 gab es nicht nur das bekannte gespaltene Gedenken an die
verschiedenen Widerstandsgruppen in West- und Ostdeutschland, sondern auch
in der Bundesrepublik erstreckte sich die beschworene Übereinstimmung nur
auf Teilgruppen des Widerstandes. Obgleich - Umfragen zufolge - Hitler
abgelehnt wurde, würdigte man deshalb keineswegs den Widerstand. So befand
sich der deutsche Widerstand - vielleicht mit Ausnahme der Weißen Rose um
die Geschwister Scholl - in einer Verteidigungsposition. Gleichwohl
verkörperten die Widerstandskämpfer, die ja mit ihrem Leben bezahlten, eine
wichtige Alternative zur "Nachfolgebereitschaft". Befehl und Gehorsam,
Terror und Furcht, aber auch die "Chance der unbestraften Unmenschlichkeit"
(G. Anders) hatten nicht alle Zeitgenossen gelähmt. Schon das allein schuf
ein Gegenbild, von dem her sich politische Alternativen denken ließen.
Hans Koschnick, Bürgermeister der Freien und Hansestadt Bremen von 1967 bis
1985; in den Jahren 1994 bis 1996 koordinierte er als EU-Administrator die
Neuordnung des zivilen und politischen Lebens in Mostar (Bosnien).


Dienstag, 22. Juni 2004 18.00 Uhr

Professor Dr. Hans Mommsen, Bochum:
Carl Goerdeler - Ludwig Beck

Carl Goerdeler war noch während der NS-Zeit Leipziger Oberbürgermeister und
bekleidete zweimal den Posten eines Reichssparkommissars. Es war zunächst
die ungedeckte Finanzpolitik des Regimes, die ihn in eine Oppositionsrolle
drängte, schließlich besonders der außenund militärpolitische Kurs Hitlers.
Zu seinem Kreis zählten mit Beck, Olbricht, von Witzleben und von Tresckow
führende Offiziere. Nach einem seit 1942 notwendig erscheinenden
Staatsstreich war Goerdeler als Regierungschef vorgesehen. Der Monarchist
Goerdeler gab gewiss wenig Impulse für eine künftige demokratische
Staatsordnung, während, auf der Basis eines christlichen Gemeinwesens, eine
ausgedehnte Selbstverwaltung im regionalen Bereich und ein Zusammenschluss
europäischer Völker vorgesehen waren. Nach dem gescheiterten Attentat vom
20. Juli 1944 fanden die Mitverschwörer den Tod; Goerdeler wurde erst am 2.
Februar 1945 hingerichtet.
Dr. Hans Mommsen ist em. Professor für Neuere Geschichte an der
Ruhr-Universität Bochum. Zahlreiche Gastprofessuren in USA und Israel.


Montag, 28. Juni 2004 18.00 Uhr
Professor Dr. Peter Steinbach, Karlsruhe:
Julius Leber - Wilhelm Leuschner

Die Sozialdemokraten Julius Leber, Journalist und Reichstagsabgeordneter
bis 1933, und Wilhelm Leuschner, sozialdemokratischer Innenminister in
Hessen (1928- 1933), gehörten zum engsten Verschwörerkreis. Leber arbeitete
mit der Militäropposition in der Bendlerstraße zusammen, während Leuschner,
aus den Freien Gewerkschaften kommend, engen Kontakt mit Goerdeler hielt
und damit ebenfalls zum Kreis der Staatsstreichbefürworter zählte.
Leuschner hielt auch enge Verbindungen zu dem christlichen Gewerkschafter
Jakob Kaiser, mit dem zusammen er hoffte, in einer Nachkriegsordnung die
Spaltung der Gewerkschaftsbewegung überwinden zu können. Von Goerdeler
hingegen ist bekannt, dass er an autoritären Modellen, etwa der
Beibehaltung der Deutschen Arbeitsfront, festhalten wollte. Leuschner und
Leber wurden noch im Juli 1944 verhaftet und im September bzw. Oktober 1944
zum Tode verurteilt.
Dr. Peter Steinbach ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der
Universität Karlsruhe.

Die Reihe wird im Juli fortgesetzt.


INFO

Veranstaltungsort:
Evangelische Stadtakademie Bochum, Klinikstr. 20
http://www.stadtakademie.de/homepage.htm





From rita.boerste at lwl.org Thu May 27 16:43:57 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Thu May 27 17:28:45 2004
Subject: [WestG] [TOC] Unser Bocholt, Heft 1/2004
Message-ID: s0b61ae6.048@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Dr.Hans D. Oppel",
Datum: 27.05.2004, 13:05


SERVICE:TOC

Unser Bocholt
Zeitschrift für Kultur und Heimatpflege
hg. vom Verein für Heimatpflege Bocholt e.V.
55. Jahrgang
Heft 1, 2004


I n h a l t :

25 Jahre Förderkreis Westfälisches Textilmuseum e.V.
15 Jahre Westfälisches Textilmuseum in Bocholt
"Textilmuseum gewünscht"

25 Jahre Förderkreis Westfälisches Textilmuseum
Dr. Hans D. O p p e l
S. 4

Die Entstehungsgeschichte des Textilmuseums in Bocholt
Helmut B ö n n i n g h a u s e n, Dortmund
S. 8

Maschinen, Muster, Kleider - Das Gedächtnis einer Industrie:
Die Textilsammlung des Westfälischen Industriemuseums
Dr. Arnold L a s s o t t a, Velen
S.10

15 Jahre lebendiges Museum
Dr. Hermann Josef S t e n k a m p, Hamminkeln
S. 16

Der Wiederaufbau der Firma Gebr. Westerhoff
nach dem Zweiten Weltkrieg
Eduard W e s t e r h o f f
S. 21

Wir hatten nach dem Krieg kein Kilo Garn mehr, kein Stück
Holz und keinen Nagel ... Erinnerungen an den Wieder-
aufbau der Bocholter Textilfirma Herding (1945-1955)
Klaus H e r d i n g
S. 28

Zu Lage, Wettbewerbssituation und Perspektiven der
deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie.
Vortrag in Bocholt im Jahre 2003
Josef A. B e c k m a n n
S. 31

Schul-/Lehrergeschichten aus der Mitte des 19. Jahr-
hunderts. Aufsätze über das tägliche Schulleben in
und um Bocholt aus einem Circularbuch. 3. T e i l
Karl Heinz J a n z e n
S. 36

Gräber in St. Georg
Ursula R ü t e r
S. 43

Geistliche und katholische Verbände
unter dem Druck der Nationalsozialisten
Ursula R ü t e r
S. 45

Blütenpflanzen im Stadtbereich Bocholt

Eine Bestandsaufnahme 2. T e i l
Fritz O s t w a l d
S. 51

Die Lehre von der Leere

Vergnügliche Musikantengeschichten. Der Kirchenraub
Wilhelm L a n g h e i n r i c h
S. 58

Prof. Schmölders und "Das Lied von der Glocke"
hg. v. Johann T e l a a r
S. 61


Für Sie gelesen....

Ludger S c h m e i n k, Wolfgang T e m b r i n k,
Dr. Fritz H o f m a n n, Dr. Heinz S c h n e p p e n
S. 72

Kettenhunde
Egon R e i c h e
S. 75

"Verdichtete Gedanken"
Katja P e r r i c c i
S. 76

Chronik des Bocholter Raumes
1. Januar bis 30. September 2003
Wolfgang T e m b r i n k
S. 76


Beilagenhinweis:
Diesem Heft liegt die 6. Folge der Bocholter Fahrradtouren von Man-
fred Nieuwenhuizen bei.


INFO

Weitere Ausgaben sind über die UNSER-BOCHOLT-Redaktion
im Stadtarchiv Bocholt, Münsterstraße 76, 46397 Bocholt,
zum Einzelverkaufspreis von 3.- Euro erhältlich.






From rita.boerste at lwl.org Thu May 27 16:52:08 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Thu May 27 17:29:37 2004
Subject: [WestG] [AKT] Blaufaerberei des Westf. Freilichtmuseums Hagen
oeffnet wieder, 06.06.2004
Message-ID: s0b61cbc.074@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Uta Wenning-Kuschel",
Datum: 27.05.2004, 13:20


AKTUELL

Im Westfälischen Freilichtmuseum Hagen wird wieder "Blau gemacht"

Nach über einem Jahr Renovierungspause in der Blaufärberei des Hagener
Freilichtmuseums öffnen sich am Sonntag, 6. Juni, wieder die Türen zu der bei
den Besuchern sehr geschätzten Werkstatt.

Das Haus, in dem die Blaufärberei untergebracht ist, stammt ursprünglich aus Hohenlimburg,
wo es im 18. Jahrhundert als Wohnhaus erbaut worden ist. Zuletzt als Gaststätte genutzt,
musste es in den 1970er Jahren einer Straßenerweiterung weichen und wurde ins
Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) transloziert.
Das Museum hat die Werkstatt "Blaufärberei" nach alten Vorbildern neu eingebaut.
Auch aus Hohenlimburg stammt die im hinteren Raum befindliche "Perrotine",
eine Maschine, die ähnlich wie der Handdruck funktioniert, nur mehr Stoff schneller färbt.

Der Name "Blaudruck" ist eigentlich falsch, denn dabei wird der Stoff nicht bedruckt
sondern gefärbt. Es erfordert einige aufwändige Arbeitsgänge, um aus weißem Leinenstoff
den traditionellen Blaudruck herzustellen. Beim so genannten "Reservedruckverfahren"
wird mit Holz- oder Metallmodeln der "Papp", eine farbabweisende Masse auf den
hellen, naturfarbenen Leinenstoff aufgetragen. Dann wird der Stoff in eine Indigo-Küpe
getaucht und durch eine chemische Reaktion mit Sauerstoff nach dem Herausziehen
blau gefärbt. Die mit "Papp" bedruckten Stellen werden reserviert (Reservedruck).
Je öfter der Stoff eingetaucht wird, desto dunkelblauer wird die Farbe.

Anschließend wird der gefärbte Stoff in einem leicht sauren Bad durchgespült. Dabei löst
sich der "Papp" aus den Fasern, die ausgesparten Stellen bleiben hell und stechen
als leuchtendes Muster aus dem blauen Tuch hervor.

Nach dem Klarspülen werden die Stoffbahnen getrocknet, gemangelt und zu Ballen gerollt.
Der traditionelle Blaudruck ist fertig und kann als attraktiver Gebrauchsstoff zum
Beispiel zu Wohntextilien wie Tischdecken oder Gardinen verarbeitet werden.
Im Shop des LWL-Freilichtmuseums ist der im Museum hergestellte Blaudruckstoff u.a.
als Ballenware erhältlich.


INFO

Uta Wenning-Kuschel
Westfälisches Freilichtmuseum Hagen
Mäckingerbach
58091 Hagen
Tel.: 02331-7807-113
Fax: 02331-7807-120







From rita.boerste at lwl.org Fri May 28 11:34:54 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Fri May 28 11:46:53 2004
Subject: [WestG] [AKT] Annette von Droste-Huelshoff im Stadtmuseum Muenster
Message-ID: s0b723f9.088@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Ingrid Fisch",
Datum: 28.05.2004, 09:40


AKTUELL

Neu in der Schausammlung des Stadtmuseums Münster: Annette von Droste-Hülshoff

Westfalens Dichterin Annette von Droste-Hülshoff erhält ab dem 29. Mai 2004 einen
prominenteren Platz in der Schausammlung des Stadtmuseums Münster. War ihr Werk
bislang in der Abteilung zum Biedermeier zu finden, empfängt nun eine Inszenierung den
Besucher beim Eintritt in das 19. Jahrhundert, direkt zu Beginn des Rundgangs durch
das zweite Obergeschoss.

Nicht nur die Örtlichkeit ist attraktiver gewählt, auch die Präsentation ist bereichert
worden. Waren die einzelnen Objekte wie Erstausgaben und die Büste der Dichterin in
Gips auch schon vorher zu finden, wird nun durch eine ansprechende Inszenierung der
Blick des Betrachters auf die Exponate gelenkt. Ein großer Ausdruck einer eigenhändigen
Zeichnung der Schriftstellerin von ihrem Wohn- und Arbeitszimmer im Haus Rüschhaus
- dem "Schneckenhäuschen", wie sie es nannte - dient als Hintergrundkulisse und
verhilft so zu mehr Atmosphäre. Das Original der Zeichnung ist um 1830 entstanden.

Darüber hinaus erschließt sich ihr Werk dank Einsatz der Technik nun besser.
Gerade das geschriebene Wort bedarf einer besonderen Präsentationsform. War es
zuvor nur möglich, einzelne Seiten aus ihren Erstausgaben zu zeigen, erklingen ihre
Texte nun dank einer Hörstation. Die Museumsbesucher haben die Möglichkeit, sich
zurückzulehnen und über Kopfhörer ganz in Ruhe Gedichten, Kompositionen und
Auszügen aus Briefen der Droste zu lauschen. Darunter finden sich auch das bekannte
Naturgedicht "Der Knabe im Moor" und ein Ausschnitt aus der Novelle "Die Judenbuche".

Platz nehmen können die Besucher auf der Gartenbank vor der Rückansicht des
Rüschhauses, sozusagen im Garten der Droste. Der Holzstich mit der Gartenansicht
entstand 1872 als Illustration zur 2. Auflage des von Levin Schücking und Ferdinand
Freiligrath herausgegebenen Buches "Das malerische und romantische Westphalen",
für das Annette von Droste-Hülshoff 1840/1841 mehrere Balladen verfasst hatte.


INFO

Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
48143 Münster
Tel.: 0251/492-4503
eMail: museum@stadt-muenster.de
URL: www.stadt-muenster.de/museum

Ingrid Fisch
Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
D-48143 Münster
Telefon: +49 (0)251/492-4513
Fax: +49 (0)251/492-7726
eMail: FischI@stadt-muenster.de





From rita.boerste at lwl.org Fri May 28 11:43:29 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Fri May 28 11:47:46 2004
Subject: [WestG] [AKT] Vortragsreihe: Der 20. Juli 1944, Villa ten Hompel,
Muenster, 23.06.-19.07.2004
Message-ID: s0b725ea.001@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Carmen Krybus",
Datum: 28.05.2004, 11:29


AKTUELL: VORTRAGSREIHE

"Der 20. Juli 1944: Aufstand des schlechten Gewissens"
Vortragsreihe im Geschichtsort Villa ten Hompel, Kaiser-Wilhelm-Ring 28, 48145 Münster
In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster und
der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e. V.


Mittwoch, 23. Juni 2004 - 20.00 Uhr
Lesung und Gespräch :
"Meines Vaters Land. Geschichte einer deutschen Familie"
mit Wibke Bruhns (Berlin)
in Zusammenarbeit mit dem Literaturverein Münster
(diese Veranstaltung findet statt im Westf. Landesmuseum, Domplatz 10 in Münster!!)


Montag, 05. Juli 2004 - 20.00 Uhr (Geschichtsort Villa ten Hompel)
Vortrag: "Die Entwürfe des Kreisauer Kreises für ein neues Deutschland"
Referent: Prof. Dr. Günter Brakelmann (Bochum)

Die Kreisauer haben im Gegensatz zu anderen Widerstandsgruppen bereits intensiv
die Gestalt eines zukünftigen Deutschlands diskutiert.
Der Bochumer Theologe Prof. Dr. G. Brakelmann hat sich intensiv mit diesen Entwürfen
beschäftigt und sie in mehreren Veröffentlichungen herausgegeben.


Donnerstag, 15. Juli 2004 - 20.00 Uhr (Geschichtsort Villa ten Hompel)
Vortrag: "Zum Umgang mit dem 20. Juli 1944 in der Bundesrepublik Deutschland"
Referent: Prof. Dr. Roland Reichwein (Münster)

Der 20. Juli ist in der Bundesrepublik in der Nachkriegszeit zu einem eher
offiziellen Gedenkdatum geworden, ohne dass das Erbe der Widerstandskämpfer
als Verpflichtung für Staat und Gesellschaft hinreichend aufgenommen wurde.
Prof. Dr. R. Reichwein wird als Sohn des bekannten Widerstandskämpfers
diesen Zusammenhängen nachgehen.


Montag, 19. Juli 2004 - 20.00 Uhr (Geschichtsort Villa ten Hompel)
Vortrag: "Widerstehen damals und heute. Zur ethischen Problematik des Widerstandsrechts"
Referent: Prof. Dr. Hans Richard Reuter (Münster)

Nicht Machtstreben trieb die Widerstandskämpfer, sondern ethische Erwägungen
waren ihre entscheidenden Beweggründe.
Der Sozialethiker und evangelische Theologe Prof. Dr. H. R. Reuter wird
ihr Handeln aus heutiger Sicht untersuchen.


Der Eintritt ist kostenlos. Rückfragen unter 0251/492-7101


INFO

Geschichtsort
Villa ten Hompel
Stadt Münster
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
Tel. 0251/492-7101
Fax 0251/492-7918
www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel