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From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Jan 6 15:33:09 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Jan 6 15:58:35 2004
Subject: [WestG] [LIT] RUB-Historiker untersuchen Wirtschaftselite
Message-ID: sffad541.092@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Josef König" , Pressestelle Uni Bochum
Datum: 06.01.2004, 14:52


LITERATUR

Handverlesen und exklusiv
Karriereverläufe deutscher Unternehmer
RUB-Historiker untersuchen Wirtschaftselite

"Klein, aber fein" und vor allen Dingen undurchlässig war der Kreis
derjenigen, die im letzten Jahrhundert zur deutschen Wirtschaftselite
zählten. Die Familiendynastien orientierten sich ebenso wie die
Wirtschaftsbarone und Warenhausbesitzer an bürgerlichen Wertvorstellungen,
so der Tenor der Beiträge im jüngst erschienenen Sammelband "Die deutsche
Wirtschaftselite im 20. Jahrhundert. Kontinuitäten und Wandel". Die
Aufsatzsammlung fasst die Ergebnisse einer Tagung zusammen, die das
Institut für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum im Herbst 2001
in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis für kritische Unternehmens- und
Industriegeschichte e.V. und der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte
organisiert hat. Herausgegeben wurde der Sammelband von den beiden Bochumer
Historikern Dr. Stefan Unger und Prof. Dr. Dieter Ziegler in Zusammenarbeit
mit Prof. Dr. Volker Berghahn, der an der Columbia University New York
lehrt.

Gleich zu gleich gesellt sich gern

"Wer es bis in die Chefetagen schaffen will, sollte von seiner
Persönlichkeitsstruktur her denjenigen ähneln, die bereits in solchen
Positionen sitzen", so Michael Hartmann (Darmstadt) in seinem Beitrag über
die deutsche Wirtschaftselite nach 1945. Während er die soziale Herkunft
als zentralen Rekrutierungsfaktor hervorhebt, betont Hervé Joly (Lyon) in
seiner Untersuchung deutscher Unternehmensfamilien die familiären Bande.
Christiane Eifert (Berlin) macht in ihrem Beitrag
geschlechtergeschichtliche Aspekte stark. Sie zeigt am Beispiel der
Unternehmerinnen, dass Frauen in Familienbetrieben die größten
Aufstiegschancen hatten. Rückten sie durch Erbschaften in
Führungspositionen auf, mussten sie sich häufig ihren Aufgaben stellen,
ohne formal dazu qualifiziert zu sein.

Kontinuität der Wirtschaftselite

Einzelfallanalysen, wie Dieter Zieglers Untersuchung des Bankwesens und
Lutz Budraß (beide Bochum) Analyse der deutschen Luftfahrtindustrie
unterstützen die These von der Kontinuität der Wirtschaftselite. Einzig die
Untersuchungen der Vorstände der IG-Farben-Nachfolgeunternehmen sowie der
Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof legen den Schluss nahe, dass die
soziale Herkunft kaum Einfluss auf die Rekrutierungsmuster der
Spitzenmanager besaß, sondern allein Ausbildung und Qualifikation
ausschlaggebend waren.

Festhalten am bürgerlichen Wertehimmel

Die These von der allmählichen Erosion bürgerlicher Werte im 20.
Jahrhundert wiederlegen Jörg Lesczenski (Bochum) und Birgit Wörner
(Frankfurt) mit ihrer vergleichenden Analyse von Moritz von Metzler und
August Thyssen. Sie untersuchen deren Vorstellung von Familie und
Kindererziehung und ihren Ethos. Auch die Tübinger Historikerin Cornelia
Rauh-Kühne kommt in ihrem Beitrag über Hans-Constantin Paulsen, dem
Generaldirektor des Aluminiumwalzwerks Singen und langjährigen Präsidenten
der Bundesvereinigung deutscher Arbeitergeberverbände, zu dem Ergebnis,
dass deutsche Bürgerlichkeit nach dem Zweiten Weltkrieg keineswegs
ausgelöscht war, sondern zum "Sozialgepäck" der Wirtschaftselite zählte.


INFO

Die deutsche Wirtschaftselite im 20. Jahrhundert, hg. von Volker R.
Berghahn, Stefan Unger und Dieter Ziegler, Essen 2003, Klartext, 461
Seiten, Preis 39 Euro, ISBN 3-89861-256-2

Weitere Informationen

Prof. Dr. Dieter Ziegler, Fakultät für Geschichtswissenschaft der
Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, GA 4/62, Tel: 0234/ 32-24660,
E-Mail: Dieter-Ziegler@web.de



Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Jan 7 08:16:15 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed Jan 7 08:33:37 2004
Subject: [WestG]
[DID] Projekt: Geschichte des Gymnasialunterrichts (MS, SO, ST)
Message-ID: sffbc058.096@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "upm - Mediendienst der Universitaet Muenster",
Datum: 06.01.2004, 09:30



DIDAKTIK / PROJEKT

Geschichte des Gymnasialunterrichts
Untersucht werden Schulen in Münster, Soest und Steinfurt

Die Anfänge und Grundlagen der modernen Pädagogik im 17.
Jahrhundert werden am Institut für Schulpädagogik und Allgemeine
Didaktik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster im
Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
finanzierten Forschungsprojekts untersucht. Zu diesem Zweck werden
drei westfälische Gymnasien genauer betrachtet, darunter das
Münsteraner Gymnasium Paulinum. Die Lehr- und Lerngeschichte dieser
Schule ist, was den fraglichen Untersuchungszeitraum betrifft, noch
kaum erforscht.

Neben dem katholischen Gymnasiums Paulinum wird die Lehr- und
Lerngestalt des lutherischen Archigymnasiums in Soest und des
calvinistischen Arnoldinums in Steinfurt konfessionell vergleichend
untersucht. Die bislang in der Forschung zumeist vertretene
Auffassung, die humanistische Bildungsvorstellung mit ihrer
Wertschätzung des Rhetorischen und der praktisch-politischen
Lebensführung habe sich in dem ganzen Untersuchungszeitraum
durchgehalten, wird von den Projektleitern Prof. Dr. Stephanie
Hellekamps (Universität Münster) und Privatdozent Dr. Hans-Ulrich
Musolff (Universität Bielefeld) bestritten. Den Anstoß dazu gab
die neuere These von der Wiederkehr der Metaphysik.

Demgemäss soll in dem Projekt erwiesen werden, dass die
theoretischen Lehr- und Lerninhalte wiederkehren: Logik, Physik,
Metaphysik. Es wird gefragt, inwiefern diesen Inhalten eine
allgemeinbildende Bedeutung zukommt. Konfessionsspezifische und
konfessionsübergreifende Gewichtungen werden bestimmt. Um sich der
Schülerperspektive und dem wirklichen Lernen anzunähern, soll
insbesondere die Quellengattung der gedruckten "Theses" systematisch
erschlossen werden. Die öffentliche Disputation solcher Thesen durch
"Respondenten" (ein oder mehrere Schüler) unter dem Vorsitz eines
"Praeses" (zumeist der Lehrer der entsprechenden Klasse) stellte einen
wichtigen Bestandteil des Unterrichts dar. Die Forscher
berücksichtigen bei ihrer Interpretation auch die nachgewiesenen
einschlägigen Buchbestände der jeweiligen Schulbibliotheken. In
sozialgeschichtlicher Perspektive werden auch Biographien der an den
Disputationen beteiligten Schüler und Lehrer der drei Gymnasien
rekonstruiert.


INFO

Institut für Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik
(http://egora.uni-muenster.de/ew/ew_personen/hellekamps.shtml)






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Jan 7 08:21:33 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed Jan 7 08:33:49 2004
Subject: [WestG] [AUS] Dortmund: "Varusschlacht - eine Legende wird
ausgegraben", ab 31.01.2004
Message-ID: sffbc190.001@lwlapp.itz.lwl.org

Übernahme aus der Mailingliste "Geschichtskultur-Ruhr"
Von: "geschichtskultur-ruhr - Mailingliste",
Datum: 06.01.2004, 10:10


AUSSTELLUNG

"Varusschlacht - eine Legende wird ausgegraben"
31. Januar bis 2. Mai 2004, Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund


Im Jahr 9 n. Chr. erlitten die Römischen Okkupationstruppen unter Varus
eine vernichtende Niederlage gegen die Germanen.

Über 500 Jahre lang wurde versucht, den Ort dieser "Schlacht am Teutoburger
Wald" zu lokalisieren. Erst 1989 ergaben die Ausgrabungen am Nordrand des
Wiehengebirges zwischen dem Kalkrieser Berg und dem Großen Moor die
archäologischen Beweise für eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen
Römern und Germanen in spätaugustäischer Zeit. Zuvor hatte ein britischer
Hobbyarchäologe außer einem Münzschatz drei römische Schleuderbleie
präsentiert.

Die Erforschung dieses Schlachtfeldes, die bisherigen Ausgrabungsergebnisse
und Funde sind Gegenstand dieser Ausstellung, deren Träger die
gemeinnützige Gesellschaft mbH "Varusschlacht im Osnabrücker Land - Museum
und Park Kalkriese" ist.

Auf 30 Schautafeln werden die Themen - die jahrhundertealte Geschichte der
Suche nach dem Ort der Schlacht, die besondere geologische Situation des
Schlachtortes, die antiken Überlieferungen zur Schlacht, die Beteiligten
Varus und Arminius, die Waffen und Ausrüstung der Soldaten sowie die
Ergebnisse von Prospektion und Grabungen - veranschaulicht.

Fast 100 archäologische Fundstücke als Originale oder in Nachbildung -
Münzen, Waffen und Gerätschaften, aber auch Gebrauchsgegenstände des
militärischen Alltags - werden in 10 Vitrinen präsentiert. Zu den
Highlights der Ausstellung gehören neben der berühmten eisernen Maske eines
Gesichtshelms auch die vielen vergoldeten und versilberten
Ausrüstungsteile, die vollständig erhaltene Brustplatte eines
Schienenpanzers, die silbernen Schwertscheidenbeschläge und die großen
Münzschätze.

Die Ausstellung ist das Ergebnis geglückten Wissenschaftssponsorings. Die
Erdgas-Verkaufs-Gesellschaft Münster, die seit 1997 die Ausgrabungen in
Kalkriese fördert, gab die Anregung für diese Ausstellung, die vor Dortmund
bereits in 12 anderen Städten zu sehen war. Zur Ausstellung wird eine
kleine Publikation angeboten.



INFO

Karl Heinrich Deutmann
Telefon (0231) 50-2 55 18

Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Hansastraße 3, 44137 Dortmund
http://www.museendortmund.de/mkk/index.htm






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Jan 7 08:36:37 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed Jan 7 08:42:48 2004
Subject: [WestG] [AKT] Bosinski: Neue Forschungen zum Neandertaler, Hagen,
15.01.2004
Message-ID: sffbc553.033@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Historisches Centrum Hagen",
Datum: 06.01.2044, 12:59


AKTUELL: VORTRAG

Prof. Dr. Gerhard Bosinski, Universität Köln
Neue Forschungen zum Neandertaler
15. Januar 2004, 19.00 Uhr

1856 wurden im Neandertal bei Mettmann in einer Höhle bei Steinbrucharbeiten
die Reste eines Skeletts gefunden. Der Fund fiel in eine Zeit, in der
Wissenschaft und Öffentlichkeit über die Abstammung des Menschen noch nichts
wußten: Charles Darwin veröffentlichte erst 1859 sein grundlegendes Werk
über die Abstammung der Arten. Es dauerte noch Jahre, bis die Knochenfunde
aus dem Neandertal einer prähistorischen Menschenform zugeordnet werden
konnten - dem Neandertaler.

Seit dem 19. Jahrhundert fanden sich in vielen Regionen der Erde zahlreiche
Knochen und Spuren des Neandertalers in Form von Steinwerkzeugen. Der
Neandertaler bevölkerte während des Eiszeitalters immerhin 170.000 Jahre die
Erde. Auch in Westfalen und in der näheren Umgebung von Hagen wurden
Hinweise auf Jagdlager der Neandertaler entdeckt, zum Beispiel in der Balver
Höhle und auf den Flußterrassen von Ruhr und Lenne.

In den letzten Jahrzehnten wurde über kaum eine andere Urmenschenform so
intensiv geforscht wie über den Neandertaler. Auch die Gentechnik wurde
bemüht. Vermehrt erhält man auch Einblick in die geistige Welt und das
Sozialverhalten dieser eiszeitlichen Menschen, die vor etwa 40.000 Jahren
ausstarben.

Der Vortrag beleuchtet die Forschungsgeschichte und stellt den Neandertaler
aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet vor.

Prof. Dr. phil. Gerhard Bosinski, Archäologe, Studium der Vor- und
Frühgeschichte an den Universitäten Berlin, Mainz und Köln. 1963 Promotion
an der Universität Köln mit der Dissertation "Die mittelpaläolithischen
Funde im westlichen Mitteleuropa". 1972 Habilitation in der
Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln mit dem
Thema "Studien zur Steinbearbeitung im Mittelpaläolithikum". Seit 1980
Professor der Ur- und Frühgeschichte an der Universität Köln. Lehraufträge
an den Universitäten Berlin, Bordeaux, Göttingen und Saarbrücken. 1981
Gründung der Forschungsstelle Altsteinzeit der Universität Köln im Jagdhaus
Monrepos, Neuwied. 1985-2003 Leiter des Forschungsbereichs Altsteinzeit des
Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz, im Schloß Monrepos, Neuwied.
Forschungsvorhaben: Gravierungen von Gönnersdorf und deren Parallelen in der
eiszeitlichen Kunst; Ausgrabungen des mittelpaläolithischen Fundplatzes
Il'skaja II bei Krasnodar im Kaukasusvorland (zusammen mit V. E.
Scelinskij).


INFO

Ort: Historisches Centrum Hagen
Eilper Strasse 71 - 75
58091 Hagen
http://www.historisches-centrum.de/

Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltungsreihe "Hagener Vorträge und Diskussionen" wird getragen
vom Verein Pro Stadtgeschichte Hagen e.V. und unterstützt vom Technischen
Service der Stadt Hagen.
http://www.historisches-centrum.de/prost/







From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Jan 7 08:42:31 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed Jan 7 08:47:17 2004
Subject: [WestG] [AUS] Heimatverein Rheda zeigt Ausstellung "Rund um die
Waffel", ab 10.01.2004
Message-ID: sffbc685.053@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Martin Wedeking", , Heimatverein Rheda
Datum: 06.01.2004, 22:29


AUSSTELLUNG

Von Neujahrskuchen, Hörnchen und Hippen
Heimatverein Rheda zeigt Ausstellung "Rund um die Waffel"

Wer kennt es nicht, dieses meist aus fünf kleinen Herzen bestehende Gebäck?
Waffeln lassen sich schnell mal zwischendurch backen und schmecken
eigentlich immer - der Technik sei Dank! Wer aber nur noch die heutigen
elektrischen Waffelautomaten kennt, dem kommen die ältesten Waffeleisen fast
wie Folterinstrumente aus fremden Zeiten vor. Dabei ist es noch gar nicht so
lange her, daß man seine Waffeln über dem Herdfeuer backen mußte. Eine
heiße, beschwerliche Angelegenheit - kein Wunder, daß es Waffeln meist nur
zu besonderen Anlässen gab. Der Jahreswechsel war so ein wichtiger Termin:
Oft versammelte sich an den Tagen zwischen Silvester und Dreikönige die
ganze Familie um den Herd, um gemeinsam Neujahrskuchen zu backen und zu
verzehren. Ein anderer Name war "Eiserkuchen", benannt nach der Art, sie
zwischen zwei heißen Eisenplatten zu backen. "Hörnchen" oder "Röllchen"
wurden es, wenn man das dünne Gebäck unmittelbar nach dem Backen aufrollte -
bevor es fest und knusprig wurde. Weiche Waffeln zu backen war nicht so
einfach, der Teig gelang nicht immer - erst im 19. Jahrhundert gab es
zuverlässige Hefe, später dann Backpulver zu kaufen.

Der Heimatverein Rheda hat zum Auftakt des Themenjahres "Mahlzeit! - Kultur
des Essens und Genießens", das die ostwestfälisch-lippischen Museen in
diesem Jahr veranstalten, eine kleine Ausstellung "rund um die Waffel"
zusammengestellt. Zu sehen ist sie zwischen dem 10. Januar und 29. Februar
in den Räumen des Rhedaer Leinewebermuseums an der Kleinen Straße 11. Die
beiden Ausstellungsmacher Martin Wedeking und Norbert Ellermann haben einen
kleinen Querschnitt aus der vielfältigen Kulturgeschichte der Waffel
erarbeitet und neben Bildern sind natürlich auch zahlreiche Waffeleisen aus
den letzten zwei Jahrhunderten zu sehen. Die Zangenwaffeleisen für knusprige
und für weiche Waffeln, Waffeleisenaufsätze für den Kochherd, Waffelpfannen
und elektrische Waffeleisen stammen aus den Sammlungen des Leinewebermuseums
Rheda und des Stadtmuseums Gütersloh sowie von privaten Leihgebern.
Besonderer Dank gilt Johannes und Monika Blomberg, in deren Museumsräumen
diese Ausstellung präsentiert werden kann.


INFO

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Samstag, dem 10. Januar 2004 um
15.00 Uhr im Leinewebermuseum, Kleine Straße 11, 33378 Rheda-Wiedenbrück,
statt. Die Termine weiterer Veranstaltungen werden noch bekanntgegeben.
Informationen über Ausstellungen und Veranstaltungen des Themenjahres
"Mahlzeit!" finden sich im demnächst erscheinenden Programmheft oder im
Internet unter www.mahlzeit-owl.de. Die Ausstellung selbst ist vom 10.01.
bis zum 29.02.2004 in Rheda zu sehen.

Heimatverein Rheda e.V.
Am Domhof 1, 33378 Rheda-Wiedenbrück
Tel.: 0 52 42/4 86 76
E-mail: heimatverein-rheda@gmx.de | http://rheda.gmxhome.de

Öffnungszeiten der Bibliothek und des Büros:
Dienstags 14.30-16.00 Uhr und nach Vereinbarung






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Jan 7 09:32:12 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed Jan 7 09:34:51 2004
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAUS=5D_Rheinisch-Westf=E4lische_Kloste?=
=?iso-8859-1?q?rbibliotheken_vor_der_Saekularisation=2C_Werne=2C_ab_18=2E?=
=?iso-8859-1?q?01=2E2004?=
Message-ID: sffbd22b.041@lwlapp.itz.lwl.org

Übernahme aus der Mailingliste "Geschichtskultur-Ruhr"
Von: "geschichtskultur-ruhr - Mailingliste",
Datum: 07.01.2004, 09:26


AUSSTELLUNG

"Frömmigkeit und Wissen. Rheinisch-Westfälische Klosterbibliotheken vor der
Säkularisation"

Karl-Pollender-Stadtmuseum, Werne
18. Januar bis 29. Februar 2004

Die Ausstellung "Frömmigkeit und Wissen. Rheinisch-Westfälische
Klosterbibliotheken vor der Säkularisation" will exemplarisch Bestände von
erhalten gebliebenen Kapuzinerbibliotheken vorstellen und damit
Bildungsinteresse und Bildungshorizont der Beteiligten, Denken und
Spiritualität der Kapuziner vermitteln und den Betrachter "sehen lernen".

Die Erschließung und Katalogisierung der älteren, wertvollen und
schützenswerten Literaturbestände der Kapuzinerbibliotheken der
Rheinisch-Westfälischen Kapuzinerprovinz, welche durch die Abteilung
"Historische Bestände in Westfalen" an der Universitäts- und
Landesbibliothek Münster durchgeführt wird, hat in der letzten Zeit enorme
Fortschritte gemacht. Diese Fortschritte sollen nicht nur den "Experten" in
Forschung und Wissenschaft zugute kommen. Ziel einer wissenschaftlichen
Erschließung, an der Fachleute aus Hochschulen und Forschungsinstituten
u.a. in Münster, Essen und Rom beteiligt waren, ist es auch, der
Öffentlichkeit besonders typische, schöne oder seltene Buchexponate als
kulturelles Erbe zu vermitteln. Außerdem soll die Charakteristik von in
Jahrhunderten gewachsenen Beständen dargestellt und die geistige Welt von
klösterlicher Gelehrsamkeit exemplarisch vermittelt werden.

Der durch die Klosteraufhebung nach 1800 verstreute beachtliche
Bücherbesitz der Kapuziner konnte teilweise über die neuen Klöster gerettet
werden und zeigt für den aufblühenden Katholizismus nach dem Trienter
Konzil (1545-1563) die reichhaltige Wissens- und Bildungskultur am Beispiel
eines strengen Bettelordens. Gerade in der franziskanischen Ordenstradition
gab es ein großes Spannungsverhältnis zwischen dem Armutsideal des hl.
Franziskus (1182-1226) und der Notwendigkeit des wissenschaftlichen
Studiums im Dienste von Seelsorge und Predigt. So sind von den bei der
Säkularisation geschätzten mehr als 12.000 Bänden der Kapuzinerklöster etwa
5000 in den Münsteraner Bibliotheken zusammengetragen und erhalten worden.

Der den örtlichen Ausstellungsbedingungen anzupassende Kernbestand umfasst
im Katalog 46 Bände aus allen Teilgebieten der Theologie, der Kultur- und
Ordensgeschichte vornehmlich des 17. und 18. Jahrhunderts, die fachkundig
beschrieben werden und mit reichem Abbildungsmaterial ausgestattet sind.
Diese Bibliotheksschätze vornehmlich des Landesteils Westfalen spiegeln die
Schatzkammer einer Weltorientierung für Seele und Geist des Menschen -
damals wie heute, eine Gratwanderung zwischen Askese und Frömmigkeit
einerseits sowie Wissenschaftsbetrieb und "Seelsorgemanagement"
andererseits.


INFO

Katalog:
Frömmigkeit [et] Wissen : Rheinisch-Westfälische
Kapuzinerbibliotheken vor der Säkularisation, Reinhard Feldmann, Reimund
Haas, Eckehard Krahl, (Hg.). - Münster : Univ.- und Landesbibliothek, 2003
ISBN 3-931174-08-5 152 Seiten, 88 Abb., Fadenheftung, fester Einband, Euro
14,80 zzgl. Versandkosten.

Karl-Pollender-Stadtmuseum
Kirchhof 13
59368 Werne
Tel. 02389-71537
Fax: 02389-71537
E-Mail: museum-werne@t-online.de

geöffnet:
18.1. - 29.2. 2004, Di-Fr 10.00-12.00 und 14.00-17.00, So 10.00-13.00
Eröffnung: So. 18. Januar.2004, 11.00 Uhr Vortrag: Prof. P. Dr. Eckehard
Krahl OFMCap, Münster






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Jan 7 09:37:44 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed Jan 7 09:40:30 2004
Subject: [WestG] [KONF] 7. Bochumer Forum zur Geschichte des sozialen
Protestantismus in D., 06./07.01.2004
Message-ID: sffbd381.052@lwlapp.itz.lwl.org

Übernahme aus der Mailingliste "Geschichtskultur-Ruhr"
Von: "geschichtskultur-ruhr - Mailingliste",
Datum: 07.01.2004, 09:26


TAGUNG

Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre
hans ehrenberg gesellschaft e.V. bochum

7. Bochumer Forum zur Geschichte des sozialen Protestantismus in
Deutschland

Sozialer Protestantismus.
Annäherungen an eine neuzeitliche Gestalt des Protestantismus
am 6./7. Februar 2004 im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets
Clemensstr. 17-19
44789 Bochum

Seit knapp zwei Jahrzehnten hat es sich in der kirchlichen
Zeitgeschichtsforschung eingebürgert, die Formel "Sozialer Protestantismus"
als generalisierende Kennzeichnung für eine Vielzahl von Initiativen zu
verwenden, mit denen sich zunächst protestantische Verbände und Zirkel -
später auch die Amtskirchen durch den Aufbau spezieller Arbeitsfelder - auf
die im Kontext der Industrialisierung und Demokratisierung erforderlich
gewordenen Neuorientierungen der sozialen Gestaltung eingestellt haben.
"Sozialer Protestantismus" kann somit als die Umschreibung einer
neuzeitlichen Form des protestantischen Christentums verstanden werden, die
in konstruktiver Aufnahme der biblischen Barmherzigkeits- und
Gerechtigkeitstraditionen neue Formen kirchlicher Präsenz unter den
Bedingungen industrialisierter Gesellschaften hervorgebracht hat.
In diesem Kontext entwickelte sich ein inhaltsreicher und komplizierter
Diskurs zwischen den Praktikern der sozialen Bewegungen und den Trägern der
ideengeschichtlichen Konzeptionen. Dabei prägten gerade theologische
Überlegungen um die Bedeutung der Liebe als "Lebensmacht" (Uhlhorn) Inhalt
und Ausrichtung des Sozialen Protestantismus weit über das Kaiserreich
hinaus.

Um die Tragfähigkeit der Formel "Sozialer Protestantismus" und eine
historisch-kritische Einordnung zu erarbeiten, ist eine Bestimmung des
Verhältnisses dieser Initiativen zu anderen sozialen Bewegungen seit der
Mitte des 19. Jahrhunderts unerlässlich.

Der "soziale Protestantismus" entsteht in engem Kontext zu Initiativen
bürgerlicher Sozialreformer, welche sich in der Regel als überzeugte
Protestanten verstanden und die theoretischen Grundlagen des deutschen
Sozial-staats-modells entwickelt haben.

Als weitere soziale Bewegungen dieser Zeit, die auf die Formierung des
"sozialen Protestantismus" eingewirkt haben, sind die entstehende
Frauenbewegung und auch verschiedene antisemitische Strömungen zu beachten.
Es soll geklärt werden, inwieweit sich jeweils Themen und Anliegen dieser
Bewegungen in der Programmatik und in den Sozialformen des "sozialen
Protestantismus" niedergeschlagen haben.

Das mit dem Begriff "sozialer Protestantismus" umschriebene Ausmaß an
Ausdifferenzierungen von Handlungsformen und begleitender
wissen-schaftlicher Reflexion ist in Deutschland vergleichsweise stark
ausgeprägt. Daher ist in einer europäischen Vergleichsperspektive nach den
Besonderheiten der Situation in Deutschland und nach den Impulsen aus
Deutschland für den europäischen Einigungsprozess zu fragen.

Vor dem Hintergrund dieser Einordnungen und Vergleichsperspektiven sollen
abschließend in einem Diskussionsforum die innovatorischen Potenziale wie
auch die historischen Belastungen des sozialen Protestantismus diskutieren
werden.

Traugott Jähnichen und Norbert Friedrich



Tagungsprogramm

Freitag, 6. Februar 2004

16.00 Begrüßung/Einleitung

16.15 Simone Dannenfeld
"Sozialer Protestantismus" und die "Macht der Liebe"

17.30 Kaffeepause

17.45 Dietmar Petzina
"Sozialer Protestantismus" und bürgerliche Sozialreform -
Das Beispiel Victor A. Huber

19.00 Abendessen

19.45 Günter Brakelmann
"Sozialer Protestantismus" und Antisemitismus -
Das Beispiel Adolf Stoecker


Samstag, 7. Februar 2004

9.15 Ellen Ueberschär
Der "Soziale Protestantismus" und die "Frauenfrage"

10.30 Kaffeepause

10.45 Martin Greschat
"Sozialer Protestantismus" in Europa und in Deutschland -
Die Begleitung des westeuropäischen Einigungsprozesses durch Protestanten

12.00 Jochen-Christoph Kaiser (Moderation)
"Sozialer Protestantismus" als Innovation des neuzeitlichen Christentums -
Eine Generaldebatte

Die Tagung endet mit einem Mittagessen gegen 13.15 Uhr


INFO

So erreichen Sie das
Haus der Geschichte des Ruhrgebiets
Clemensstr. 17-19
44780 Bochum

Deutsche Bahn: ab Bochum Hauptbahnhof Straßenbahn 308 bzw. 318 Richtung
Hattingen bzw. Bo.-Dahlhausen bis Haltepunkt Engelbert-Brunnen oder
Schauspielhaus.

Zu Fuß in ca. 7 Min. über Ferdinandstr. und Hermannshöhe bis zum Haus der
Geschichte des Ruhrgebiets.

PKW: Autobahn A 43 bis Autobahnkreuz Bochum/Witten. Von dort die
Universitätsstr. Richtung Bochum-Innenstadt. Über Oskar-Hoffmann-Str. und
Königsalle gelangen Sie zum Haus der Geschichte des Ruhrgebiets.

Kontakt:
Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre
Prof. Dr. Traugott Jähnichen
Evangelisch-Theologische Fakultät . Ruhr-Universität Bochum
44780 Bochum
fon 0234 32 24805 . fax 0234 32 14106
traugott.jaehnichen@ruhr-uni-bochum.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Jan 8 08:34:34 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu Jan 8 08:40:47 2004
Subject: [WestG] [TOC] Die Warte, Nr. 120, Weihnachten 2003
Message-ID: sffd1620.048@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Marcus Weidner",
Datum: 08.01.2004, 8:23


SERVICE: TOC

Die Warte
Heimatzeitschrift für die Kreise Paderborn und Höxter
Weihnachten 2003
Nr. 120
ISSN 0939-8686


S. 2f.
Annette Fischer
Reinigungs- und Restaurierungsarbeiten an den Gewölbemalereien in der Dringenberger Pfarrkirche

S. 4-9
Fred Kaspar
Gut Ringelsbruch in Paderborn-Elsen

S. 10-15
Hermann-Josef Sander
600 Jahre Marienwallfahrt in Dalhausen

S. 16
Bernd Cassau
Ein Ambo für die Busdorfkirche - Ein Werkstattbericht

S. 17f.
Klaus Zacharias
Ein international renommierter Hexenforscher: Dr. Rainer Decker aus Paderborn

S. 23-27
Christa Mertens
Treffen mit ehemaligen Paderborner Zwangsarbeitern in Donezk im Mai 2003

S. 28f.
Helmut Lippert
Kurze Eiszeit am Wasserfall bei Hardehausen

S. 30f.
Dirk Brassel
Ein Kreis schließt sich -
Kar-Josef-Dierkes-Retrospektive in Brakel

S. 32-35
Andreas Neuwöhner
Eisen- und Glashütten im frühneuzeitlichen Hochstift Paderborn

S. 36f.
Hermann Multhaupt
30 Mark Rente für die Eltern eines gefallenen Soldaten
Vor 50 Jahren kam nach längerer Zeit wieder ein größerer Transport von Kriegsheimkehrern ins Paderborner Land

S. 38-40
Detlev Grothmann
"Deutschland muss vollständig neu eingerichtet werden"
Der politische Neubeginn in Salzkotten 1945-1948








From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Jan 8 17:51:19 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu Jan 8 17:54:56 2004
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2003/21
Message-ID: sffd98ad.047@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Hans Mühl", Redaktion
Nordrhein-Westfälische Bibliographie
der Universitäts- und Landesbibliothek Münster
Datum: 08.01.2004, 17:52


SERVICE: LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB
Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" an dieser
Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service auf die jeweils aktuelle
Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB Münster an. In ihr werden Titel
(inklusive ULB-Signatur für die Bestellung über den OPAC) zum Thema
"Westfalen" verzeichnet. Sie sind von der Bibliothek käuflich oder
aufgrund ihrer Veröffentlichung im Landesteil Westfalen
(Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster) als Pflichtexemplare
erworben worden.

Die Neuerwerbungsliste 2003/21 für den Zeitraum vom 06.12.2003 bis zum
27.12.2003 mit insgesamt 52 Titeln ist unter der URL

http://cgi08.uni-muenster.de:8408/exec/ULB/neuerwerb.php?action=fachimfokus&fach=wes

abrufbar.

Die Titel können online über den OPAC der ULB bestellt werden unter:




http://superfix.uni-muenster.de/cgi-webOPAC/bridgeMain.pl?maskID=001&tagNO=&functionID=1&Language=De&SignalPort=3048&
ServerLogin=wopaculb&ServerDatabase=maindb&Z3950=off&
Z3950User=gast&BaseUrl=wopac.shtml

Hinweise zum Sammelgebiet "Westfalen" finden Sie unter:

http://www.uni-muenster.de/ULB/sammlungen/westfalica/


INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB)
- Redaktion Nordrhein-Westf. Bibliographie -
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24074

E-Mail: muhl@uni-muenster.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Jan 8 17:54:30 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu Jan 8 17:55:12 2004
Subject: [WestG] [AKT] Newsletter: Technische Kulturdenkmaeler
Message-ID: sffd9967.050@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Technische Kulturdenkmäler"
Datum: 08.01.2003, 9:28



AKTUELL

Aktueller Newsletter, Technische Kulturdenkmäler (8. Januar 2004)


Liebe Technikdenkmalfreunde,

mit dem ersten Newsletter im neuen Jahr wollen wir Sie auf eine aktuelle Ausschreibung aufmerksam machen.

Einen guten Start für 2004

wünscht Ihnen Ihre

Technikdenkmalredaktion


Erlebte Industriegeschichte - Theatergruppen für den 18.6.2004 in Solingen gesucht!

Bewerbung nur noch bis zum 30.01.04

Im Sommer 2004, vom 18. auf den 19. Juni, werden in Solingen Orte inszeniert, Menschen in Bewegung versetzt und Unternehmen geöffnet. Motto der Veranstaltung ist "24 Stunden live", mit dem Ziel, möglichst während der gesamten Zeit - von Freitag 15 Uhr bis Samstag 15 Uhr - verteilt über die gesamte Stadt die unterschiedlichsten Aktionen anzubieten.

Das Bergische Städtedreieck ist Ort der Regionale 2006. Zwei Jahre vor der Endpräsentation soll die Veranstaltung 24 Std. live auch dazu dienen, den Menschen die Projekte der Regionale nahe zu bringen. Dies bietet sich insbesondere deshalb an, weil die Projekte nunmehr von der Entwicklungs- in die Realisierungsphase übergegangen sind.

Ein Projekt der Regionale 2006 ist "Erlebnis Industriekultur". Ein Thema ist dabei die Entwicklung industriehistorischer Routen. Eine solche Route existiert bereits rund um den Solinger Hauptbahnhof. Im Rahmen von 24 Stunden live ist geplant, einzelne Standorte dieser Route zu inszenieren, die dann im Rahmen einer geführten Tour besucht werden. Es ist vorgesehen, mehrere solcher Führungen im Verlauf des Abends/der Nacht durchzuführen.

Für diese Inszenierung sucht die Stadt Solingen entsprechende Theatergruppen. Konkret wird ein Angebot für folgenden Leistungsumfang erbeten:

- Konzeption einer geführten Tour, in deren Verlauf 5 Standorte aufgesucht werden.

- Entwicklung von je einer aufzuführenden Szene/Sketch/Dialog für jeden Standort.

Folgende Standorte und Themenfelder sind angedacht:
- Hauptbahnhof Solingen - Reise, Handlungsreisende, Export in ferne Länder

- Gründer- und Technologiezentrum - Ankunft einer Lieferfrau im historischen Handleskontor

- Delta Werk (heute Sitz unterschiedlichster Firmen, frühe ein Werksgebäude) - dort stattgefundener Streik

- Hallenbad Birkerstraße - die vor genau 100 Jahren stattgefundene Eröffnung

- Firmengebäude ehemals Kieserling - Arbeitsalltag der dort ehemals Beschäftigten

Die Szenen sollten nicht länger als 10 Minuten sein. Die Texte müssen auf der Basis von Grundlagenmaterial - welches die Stadt Solingen bzw. das Rheinische Industriemuseum zur Verfügung stellt - selbst entwickelt werden.
Die Inszenierung sollte mit möglichst geringem technischen und personellen Aufwand realisierbar sein. Nach bisherigen Vorstellung werden für alle Standorte zusammen ca. 10 Schauspieler/Schauspielerinnen sowie einige Statisten benötigt.

Auskunft:
Sabine Jansen, Stadt Solingen, Geschäftsstelle Regionale 2006, Tel. 02 12 / 2 90 21 71, e-mail: s.jansen@ solingen.de

Grundsätzliche Infos:
www.solingen.de/regionale
www.regionale2006.de
www.sg24h.de


Aktuell: Aktuelles (Kulturdenkmäler)

6. Januar 2004, Erlebte Industriegeschichte - Theatergruppen für den 18.6.2004 in Solingen gesucht

Bewerbungen bis zum 30.01.2004
http://www.industriedenkmale.de/index.asp?db=3&bereich=14&id=203



Förderverein Märkische Straße Technischer Kulturdenkmäler e.V.
c/o Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen
Geschäftsstelle: Iserlohn
Gartenstraße 15-19
58636 Iserlohn
Telefon: 0 23 71/80 92-13
mailto:willmann@hagen.ihk.de
http://www.industriedenkmale.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Jan 9 14:01:22 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Jan 9 14:23:32 2004
Subject: [WestG] [TOC] Osnabruecker Mitteilungen, Bd. 108, 2003
Message-ID: sffeb44f.031@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Birgit Kehne", birgit.kehne@staatsarchiv-os.niedersachsen.de
Datum: 09.01.2004,


Osnabrücker Mitteilungen 108 (2003)
Mitteilungen des Vereins für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück
(Historischer Verein)



I n h a l t

I.
Christian HOFFMANN: Markt, Münze und Zoll zu Wiedenbrück: Die Urkunde König Ottos I. für den Osnabrücker Bischof Drogo vom 7. Juni 952
11

II.
Volker SCIOR: Identitäten und Perspektiven. Die Vita Bennos von Osnabrück als Ausdruck der Vorstellungen eines Iburger Mönchs
33

III.
Thomas VOGTHERR: Die Suche nach den Osnabrücker Kaiser- und Königsurkunden des Hochmittelalters um die Mitte des 19. Jahrhunderts
57

IV.
Helmut LAHRKAMP: Zum Werk des italienischen Malers Andrea Alovisii
(1687)
69

V.
Ronald G. ASCH: Von "Brummbärten", "Ketzermachern" und "Tellerleckern" oder Konflikt und Konsens in Zeiten des Niedergangs. Die Stadt Osnabrück zwischen Westfälischem Frieden und Siebenjährigem Krieg
97

VI.
Martin SIEMSEN: Die Ankumer "Wannenfabrik". Zur Gewerbepolitik des Fürstbistums Osnabrück unter dem Einfluss Justus Mösers
121

VII.
Monika FIEGERT: "... eine vollständige Übersicht von den Angelegenheiten der Kirche und Gemeinde ..." Über die Schwierigkeiten einer Aufklärung "von oben" in Osnabrücker Kirchspielen um 1800
161


KLEINE BEITRÄGE


VIII.
Volker ISSMER: Zum Bombenräumen nach Osnabrück. KZ-Häftlinge aus dem Lengericher Tunnel in unserer Stadt
179

IX.
Susanne TAUSS: Der Rittersaal der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz Iburg
189

X.
Osnabrücker Bibliographie zur historischen Landeskunde (Berichtszeit: Juli 2002 - Juni 2003) (Tilde Schröder)
193

XI.
Besprechungen (Karsten Igel)


Die Mitteilungen des Vereins für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück erscheinen in der Regel jährlich.
Die Zusendung von Aufsatzmanuskripten erbitten wir an die Schriftleitung in:
49074 Osnabrück, Schloßstraße 29, Telefon (0541) 33162-14 (Staatsarchiv).
Anmeldungen zur Mitgliedschaft im Verein, die zum freien Bezug der Zeitschrift berechtigt, werden an die gleiche Anschrift erbeten.
Der Mitgliedsbeitrag beträgt zur Zeit 25,00 Euro, für Jugendliche in der Ausbildung 12,50 Euro.
Schriftleitung: Dr. Birgit Kehne
www.verein-fuer-geschichte-und-landeskunde-von-osnabrueck.de





From rita.boerste at lwl.org Mon Jan 12 08:49:57 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Mon Jan 12 08:58:17 2004
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Neue Forschungen zum Neandertaler,
Hagen, 15.01.04
Message-ID: s0025fd8.022@lwlapp.itz.lwl.org

Von: info@historisches-centrum.de
Datum: 12.01.2004, 08:26

AKTUELL

Vortrag im Historischen Centrum Hagen:
Neue Forschungen zum Neandertaler
Prof. Dr. Gerhard Bosinski, Universität Köln
15. Januar 2004, 19.00 Uhr

1856 wurden im Neandertal bei Mettmann in einer Höhle bei
Steinbrucharbeiten die Reste eines Skeletts gefunden. Der Fund fiel in eine
Zeit, in der Wissenschaft und Öffentlichkeit über die Abstammung des
Menschen noch nichts wußten: Charles Darwin veröffentlichte erst 1859 sein
grundlegendes Werk über die Abstammung der Arten. Es dauerte noch Jahre, bis
die Knochenfunde aus dem Neandertal einer prähistorischen Menschenform
zugeordnet werden konnten - dem Neandertaler.

Seit dem 19. Jahrhundert fanden sich in vielen Regionen der Erde
zahlreiche Knochen und Spuren des Neandertalers in Form von Steinwerkzeugen.
Der Neandertaler bevölkerte während des Eiszeitalters immerhin 170.000 Jahre
die Erde. Auch in Westfalen und in der näheren Umgebung von Hagen wurden
Hinweise auf Jagdlager der Neandertaler entdeckt, zum Beispiel in der Balver
Höhle und auf den Flußterrassen von Ruhr und Lenne.

In den letzten Jahrzehnten wurde über kaum eine andere Urmenschenform
so intensiv geforscht wie über den Neandertaler. Auch die Gentechnik wurde
bemüht. Vermehrt erhält man auch Einblick in die geistige Welt und das
Sozialverhalten dieser eiszeitlichen Menschen, die vor etwa 40.000 Jahren
ausstarben.

Der Vortrag beleuchtet die Forschungsgeschichte und stellt den
Neandertaler aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet vor.

Die Veranstaltungsreihe "Hagener Vorträge und Diskussionen" wird
getragen vom Verein Pro Stadtgeschichte Hagen e.V. und unterstützt vom
Technischen Service der Stadt Hagen.

Prof. Dr. phil. Gerhard Bosinski, Archäologe, Studium der Vor- und
Frühgeschichte an den Universitäten Berlin, Mainz und Köln. 1963 Promotion
an der Universität Köln mit der Dissertation "Die mittelpaläolithischen
Funde im westlichen Mitteleuropa". 1972 Habilitation an der
Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln mit dem
Thema "Studien zur Steinbearbeitung im Mittelpaläolithikum". Seit 1980
Professor der Ur- und Frühgeschichte an der Universität Köln. Lehraufträge
an den Universitäten Berlin, Bordeaux, Göttingen und Saarbrücken. 1981
Gründung der Forschungsstelle Altsteinzeit der Universität Köln im Jagdhaus
Monrepos, Neuwied. 1985-2003 Leiter des Forschungsbereichs Altsteinzeit des
Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz, im Schloß Monrepos, Neuwied.
Forschungsvorhaben: Gravierungen von Gönnersdorf und deren Parallelen in der
eiszeitlichen Kunst; Ausgrabungen des mittelpaläolithischen Fundplatzes
Il'skaja II bei Krasnodar im Kaukasusvorland (zusammen mit V. E.
Scelinskij).


INFO

Veranstaltungsort:
Historisches Centrum Hagen
Eilper Strasse 71 - 75
58091 Hagen
0 23 31 / 207 27 40
http://www.historisches-centrum.de
E-Mail: info@historisches-centrum.de





From rita.boerste at lwl.org Mon Jan 12 11:47:02 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Mon Jan 12 11:52:34 2004
Subject: [WestG] [LIT] Hoegl/Bohrisch: Fritz Henssler (1886-1953)
Message-ID: s002894d.026@lwlapp.itz.lwl.org

Übernahme aus der "geschichtskultur-ruhr - Mailingliste"
Von: "gk-mail (Abeck)"
Datum: 12.01.2004, 10:15

LITERATUR

Günther Högl und Hans-Wilhelm Bohrisch (Hg.): "Die Person ganz weit hinter
der Sache" - Fritz Henßler (1886-1953). Sozialdemokrat, Reichstagsabgeordneter
und Dortmunder Oberbürgermeister,
Veröffentlichungen des Stadtarchivs Dortmund 13, Kartext Verlag,
Essen 2003, 318 S., 19,90 Euro, ISBN 3-88474-472-0

Fritz Henßler wurde am 12. April 1886 in Altensteig, einem kleinen
Städtchen im württembergischen Schwarzwald, geboren. Nach dem Besuch der
evangelischen Volksschule in Altensteig erlernte er das Handwerk eines
Buchdruckers und Schriftsetzers. Schon früh interessierte er sich für die
sozialdemokratische Bewegung, die während der Jahre 1878 - 1890 durch
Bismarcks Sozialistengesetz verboten war, später vom bürgerlichen
Mittelstand als "Vaterlandslose Gesellen" verpönt war. Henßler war aber der
Überzeugung, "die kämpfen für das Recht des Arbeiters". Fritz Henßler hat
sehr viel gelesen, was für Buchdrucker und Schriftsetzer nicht ungewöhnlich
war. Bisherigen Forschungsergebnissen zufolge, ist es kein Zufall, daß
insbesondere Buchdrucker und Schriftsetzer in der Gründerphase der
Arbeiterbewegung führende Positionen einnahmen und auch später in der
ersten Hälfte unseres Jahrhunderts zur Elite der sozialdemokratischen
Führungsschicht gezählt haben. Viele ehemalige Schriftsetzer kamen über
ihren ursprünglichen Beruf als Redakteure zu SPD-Organen und stiegen von
dort als Funktionsträger der Partei in übergeordnete parlamentarische
Gremien auf. Somit ist Henßlers Lebenslauf in mancher Hinsicht beispielhaft
für den Lebensweg eines Sozialdemokraten, der in der ersten Hälfte des 20.
Jahrhunderts aus eigener Kraft in führende Positionen aufgestiegen ist.

Wie damals noch üblich, begab sich Henßler nach Abschluß seiner Lehre auf
Wanderschaft. Im Jahre 1908 verschlug es ihn nach Münster, wo er zunächst
als Schriftsetzer, bald schon als ehrenamtlicher Funktionär der SPD tätig
war. Im Oktober 1910 kam er nach Dortmund.

1905 wurde er Mitglied der SPD und engagierte sich immer wieder für die
Rechte der Arbeiter. Seine politische Arbeit brachte es mit sich, daß er
1918 Stadtverordneter und von 1925 - 1933 Stadtverordnetenvorsteher in
Dortmund wurde. Außerdem übernahm er 1929 - 1933 für das Westliche
Westfalen den Parteivorsitz der SPD. Hauptberuflich war er seit 1911
Redakteur der Dortmunder Arbeiterzeitung. Das Engagement und die
Profilierung Fritz Henßlers in der sozialdemokratischen Bewegung zeigt sich
in der großen Bedeutung, die er schon lange vor dem 2. Weltkrieg im
öffentlichen Leben und in seiner Partei errungen hat. So wurde er im Jahre
1930 zum Mitglied des Reichstages gewählt und übte dieses Mandat bis zur
Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahre 1933 aus.

Schon von Beginn an wurde Fritz Henßler von den nationalsozialistischen
Machthabern verfolgt. Die Verfolgung fand ihren ersten Höhepunkt mit dem
SPD-Verbot vom 22. Juni 1933, in dessen Verlauf Fritz Henßler mit sieben
anderen Führungspersönlichkeiten der SPD in "Schutzhaft" genommen wurde.
Henßler wurde insgesamt zweimal verhaftet und im Polizeigefängnis
Steinwache, das während der NS-Zeit den traurigen Ruf der berüchtigtsten
Gestapo-Folterstelle erhielt, verhört. Danach änderte Henßler seine
Auffassung, daß sich der Widerstand der Sozialdemokraten "nur in den
Köpfen" abzuspielen habe. Fritz Henßler stellte Kontakt zu den
verschiedensten Widerstandskreisen her. Anlaufstelle hierfür war die von
seiner Frau Ella betriebene Leihbücherei in Dortmund Hombruch, in der
Deutsch-Luxemburger-Straße. Obwohl er als Kontaktmann und Führungsperson
der Dortmunder SPD galt und er ständig von den Nazis überwacht wurde, war
Fritz Henßler drei Jahre lang eine der Hauptpersonen des Widerstandes gegen
die Nationalsozialisten in Dortmund.

Am 25. April 1936 wurde Henßler in seiner Wohnung von der Gestapo
verhaftet.

Nach 12monatiger Untersuchungshaft in der Steinwache und im Dortmunder
Gerichtsgefängnis Lübecker Hof wurde er vom Oberlandesgericht in Hamm wegen
Verstoßes gegen das "Gesetz gegen die Neubildung von Parteien" zu einem
Jahr Gefängnis verurteilt.

Obwohl er die Strafe durch die erlittene Untersuchungshaft verbüßt hatte,
wurde er nicht entlassen, sondern sofort nach der Verhandlung durch die
Gestapo wieder in die Steinwache eingewiesen. Am 7. Juli 1937 lieferte man
ihn von dort aus in das Konzentrationslager Sachsenhausen ein, wo er
schließlich acht Jahre der Willkür seiner Peiniger ausgesetzt war. Es ist
überliefert, daß Fritz Henßler sich trotz eines elfstündigen harten
Arbeitstages im KZ auch an politischen Diskussionen beteiligte, welche die
illegale Lagerleitung, bestehend aus Sozialdemokraten, Kommunisten und
ehemaligen Zentrumsleuten, organisiert hatten. Als die Niederlage der
Nationalsozialisten immer offenkundiger wurde und sowjetische Truppen immer
näher an das Konzentrationslager Sachsenhausen rückten, sollten die
Häftlinge des Lagers im April 1945 auf einen sogenannten Evakuierungsmarsch
geschickt werden. Dies bedeutete einen Todesmarsch wie er auch vom KZ
Auschwitz und anderen Lagern her bekannt war: Hier sollten die Häftlinge
körperlich geschwächt und leichter ermordet werden können.

Am 20. April 1945 mußte sich Fritz Henßler auf den Todesmarsch Richtung
Mecklenburg begeben. Als er auf diesem Marsch mehrfach entkräftet
zusammenbrach, wurde er durch die Hilfe von Mithäftlingen immer wieder vor
dem Schicksal verschont, das vor ihm zahlreiche ehemalige Reichstags- und
Landtagsabgeortnete, aber auch Dortmunder Stadtverordnete zu erleiden
hatten. Nur mit Glück entging er dem Genickschuß der SS-Wachmannschaft, die
auf dem Todesmarsch insgesamt 6000 entkräftete Häftlinge ermordete.

In unmittelbarer Nähe der Stadt Schwerin konnte Fritz Henßler entkommen.
Versteckt in einer Gartenlaube erlebte er am 2. Mai 1945 den Tag der
Befreiung vom Faschismus durch amerikanische Einheiten. Es dauerte einige
Wochen, bis es Fritz Henßler gelang, sich während der Nachkriegszeit nach
Dortmund durchzuschlagen. Im Juni 1945 erreichte er völlig entkräftet
Dortmund.

Ungebrochen von den langen Jahren seiner Haft nahm Fritz Henßler die
politische Arbeit sofort wieder auf. Die Führungsrolle, die er bereits in
den Jahren vor 1933 innegehabt hatte, fiel ihm unangefochten auch jetzt
wieder zu. Seine unerschrockene und ungebrochene Haltung während der
vergangenen 12 Jahre vergrößerte noch sein Ansehen. Auf allen Versammlungen
wurde er stürmisch begrüßt und es lag auf der Hand, daß er wieder
Vorsitzender wurde, als am 20. August ein provisorischer Vorstand des
SPD-Bezirks Westliches Westfalen gewählt wurde. Von 1946 an wurde er
Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen und des Zonenbeirates.
Gleichfalls von 1946 an war er Oberbürgermeister der Stadt Dortmund. Dem
Deutschen Bundestag gehörte er seit dem 20. August 1949 an.

Außerdem war er Mitherausgeber der Westfälischen Rundschau, erster
stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der
Dortmund-Hörder-Hüttenunion AG, Aufsichtsratsmitglied der
Konsumgenossenschaft und der Westfalenhalle AG Dortmund. In der
sozialdemokratischen Fraktion des Landtages von Nordrhein-Westfalen hatte
er den Vorsitz inne. Dem Bundesvorstand der SPD gehörte er als Mitglied an.

Durch sein unermüdliches Mitwirken beim Aufbau eines demokratischen
Gemeinwesens hat Fritz Henßler Zeichen gesetzt. Als Oberbürgermeister hatte
er die Weichen für den Wiederaufbau der Stadt Dortmund gestellt. Die
dauernden Wohnungsprobleme versuchte er ebenso zu beseitigen, wie mit
seinem erbitternden Kampf eine drohende Demontage der Hüttenwerke zu
verhindern.

In der Neuordnung des Schulwesens sah er den wichtigsten Ansatzpunkt für
eine Erziehung im demokratischen Geist. Hierzu gehörte in erster Linie nach
seinem Verständnis eine Aufklärung über die Ursache und Folgen totalitärer
Machtentfaltung. Er war auch der Initiator des später nach ihm benannten
Hauses der Jugend.
Als er am 4. Dezember 1953 an Spätfolgen der KZ-Haft verstarb, hatte er
über lange Jahre hinweg das Schicksal der Stadt Dortmund mitgestaltet.

Angaben zur Biografie aus: http://www.fhh.de/archiv/fritz.htm





From rita.boerste at lwl.org Mon Jan 12 15:56:43 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Mon Jan 12 16:06:38 2004
Subject: [WestG] [KONF] Gewalt gegen Heiligtuemer, Muenster,
15.-17.1.04
Message-ID: s002c3c1.086@lwlapp.itz.lwl.org

Von:
Datum: 12.01.2003, 15:11

KONFERENZ

"Gewalt gegen Heiligtümer"
Centrum für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraumes
15. bis 17. Januar 2004 in Münster

Mit dem Prozess der Christianisierung entstand im Römischen Reich
eine neue Art der Auseinandersetzung: die religiös motivierte
Gewaltanwendung gegen Orte, Objekte oder Personen. Die radikalste Form
dieser Konflikte war das Vorgehen gegen die Heiligtümer des Gegners
- gegen Tempel, Synagogen oder Kirchengebäude. Der Angriff auf
Kultorte forderte das Eingreifen aller Institutionen des Reiches, vom
Kaiser bis zu den städtischen Eliten.

Die Perspektive des Imperiums und seiner Institutionen auf das
Phänomen der religiösen Gewalt untersucht eine internationale
Tagung, die vom 15. bis 17. Januar 2004 in Münster stattfindet.
Veranstalter ist ein von Prof. Dr. Johannes Hahn (Alte Geschichte) und
Prof. Dr. Stephen Emmel (Koptologie) gemeinsam bei der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) beantragtes Projekt "Kampf um
Kultstätten. Sakraler Ort und religiöser Konflikt in der
Spätantike", das mit Beginn des neuen Jahres im Münsteraner
"Centrum für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraumes"
an der Westfälischen Wilhelms-Universität verankert ist.

Eröffnet wird das Kolloquium am Donnerstag, 15. Januar 2004, durch
Prof. Dr. Bryan Ward-Perkins (Oxford). Sein Vortrag zum Thema
"Violence against Temples: An Archaeological Problem" beginnt um 18
Uhr im Fürstenberghaus im Hörsaal F5 und wendet sich an eine
breite Öffentlichkeit. Die Tagung selbst beginnt am 16. Januar um
9.15 Uhr im Alexander-von-Humboldt-Haus an der Hüfferstraße.

INFO

Nähere Informationen, das Tagungsprogramm und die entsprechenden
Anmeldeformulare sind im Seminar für Alte Geschichte (Domplatz
20-22, Tel. 0251 / 83-24360) erhältlich.








From rita.boerste at lwl.org Mon Jan 12 16:02:50 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Mon Jan 12 16:11:24 2004
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag ueber Kriegstraumata in den Niederlanden
faellt aus
Message-ID: s002c535.048@lwlapp.itz.lwl.org

Von:
Datum: 12.01.2003, 15:11

AKTUELL

Vortrag über Niederlande fällt aus
Absage im Zentrum für Niederlande-Studien der Universität

Der für Dienstag, 13. Januar 2004, vorgesehene Vortrag von Frau Dr.
Jolande Withuis (Amsterdam) über "Kriegstraumata in den Niederlanden
seit 1945" im münsterschen "Haus der Niederlande" muss wegen einer
plötzlichen Erkrankung der Referentin ausfallen. Ein neuer Termin
wird rechtzeitig bekannt gegeben.

INFO

Haus der Niederlande
http://www.hausderniederlande.de/







From rita.boerste at lwl.org Tue Jan 13 11:06:45 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Tue Jan 13 11:54:45 2004
Subject: [WestG] [TOC] Duelmener Heimatblaetter, Heft 2, 2003
Message-ID: s003d14e.049@lwlapp.itz.lwl.org

Von: Rita Börste, , Westf. Institut für Regionalgeschichte
Datum: 13.01.2003, 11:05

SERVICE: TOC

Dülmener Heimatblätter
Heft 2, 2003
Jg. 50
Hg.: Heimatverein Dülmen e.V.
ISSN 1615-8687

S. 50-67
Werp, Wolfgang
Das neue Stadtquartier BENDIX in Dülmen

S. 68-83
Kramer, Brigitte
Elisabeth Küper (1901-1991) - Ein bewegtes Leben

S. 84-86
Peters, Günther W.
De Tied bie't Kammiß

S. 87-90
Maas, Hermann
Das Hungertuch in der Pfarrkirche St. Pankratius in Buldern

S. 91-92
Furkert, Marlene
Die Entstehung des neuen Bulderner Hungertuchs

S. 93-95
Gödde, Paul
"Slaot de Eier in de Pann"

S. 96-99
Hillermann, Ludger
Vereinsleben in den Jahren 2002/2003

S. 100-103
Werp, Wolfgang
Neuerscheinungen






From rita.boerste at lwl.org Tue Jan 13 11:09:20 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Tue Jan 13 11:55:19 2004
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2004/01
Message-ID: s003d1ee.061@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Hans Mühl",
Redaktion Nordrhein-Westfälische Bibliographie
der Universitäts- und Landesbibliothek Münster
Datum: 13.01.2004, 9:00

SERVICE: LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB
Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte"
an dieser Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service auf die jeweils
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an. In ihr werden Titel (inklusive ULB-Signatur für die Bestellung über
den OPAC) zum Thema "Westfalen" verzeichnet. Sie sind von der Bibliothek
käuflich oder aufgrund ihrer Veröffentlichung im Landesteil Westfalen
(Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster) als Pflichtexemplare
erworben worden.

Die Neuerwerbungsliste 2004/21 für den Zeitraum vom 28.12.2003 bis zum
02.01.2004 mit insgesamt 50 Titeln ist unter der URL

http://cgi08.uni-muenster.de:8408/exec/ULB/neuerwerb.php?action=fachimfokus&fach=wes

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ServerLogin=wopaculb&ServerDatabase=maindb&Z3950=off&
Z3950User=gast&BaseUrl=wopac.shtml

Hinweise zum Sammelgebiet "Westfalen" finden Sie unter:

http://www.uni-muenster.de/ULB/sammlungen/westfalica/


INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB)
- Redaktion Nordrhein-Westf. Bibliographie -
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24074
E-Mail: muhl@uni-muenster.de





From rita.boerste at lwl.org Tue Jan 13 11:18:05 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Tue Jan 13 11:56:02 2004
Subject: [WestG] [AKT] Newsletter Technische Kulturdenkmaeler (Mark),
13.01.2004
Message-ID: s003d40e.002@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Technische Kulturdenkmäler"
Datum: 13.01.2004, 08:58

AKTUELL

Aktueller Newsletter, Technische Kulturdenkmäler (13. Januar 2004)
Weitergeleitet: Route der Industriekultur - Newsletter 07.01.04:

Neuauflage der Themenroute "Industriekultur an Volme und Ennepe
und Arbeitersiedlungen" erschienen:

Zu den Wurzeln der Industrialisierung des Ruhrgebiets führt die erste Themenroute
mit Standorten in der Stadt Hagen und im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis.
"Industriekultur an Volme und Ennepe", das sind heute nicht mehr die spektakulären
Standorte der Schwerindustrie, sondern eher kleinere, deshalb nicht weniger
interessante Objekte, häufig eingebettet in eine attraktive Mittelgebirgslandschaft.

Industriekultur an Volme und Ennepe, das ist Frühindustrie und früher Bergbau
gleichermaßen, aber auch Eisenbahngeschichte, Kraftwerkstechnik und die
großartigen künstlerischen Leistungen des "Hagener Impulses".

"Arbeitersiedlungen", die zweite der jetzt neu erschienenen und überarbeiteten
Themenroute, beschreibt das, was im Ruhrgebiets seit jeher eine starke
Anziehungskraft ausübt. Eine Tour auf der Siedlungsroute durchs Revier ist nicht
nur eine Reise in die Vergangenheit dieser Industrieregion, sondern führt den
Besucher auch in ihre ganz lebendige Gegenwart.

Beide Themenrouten können Sie über unseren Shop zum Preis von 3,50 Euro bestellen:
www.route-industriekultur.de/shop/catalog/index.php

Aktuell: Aktuelles (Kulturdenkmäler)

13. Januar 2004, Themenroute "Industriekultur an Volme und Ennepe und
Arbeitersiedlungen" - Neuauflage erschienen
http://www.industriedenkmale.de/index.asp?db=3&bereich=14&id=205


INFO

Förderverein Märkische Straße Technischer Kulturdenkmäler e.V.
c/o Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen
Geschäftsstelle: Iserlohn
Gartenstraße 15-19
58636 Iserlohn
Telefon: 0 23 71/80 92-13
mailto:willmann@hagen.ihk.de
http://www.industriedenkmale.de






From rita.boerste at lwl.org Tue Jan 13 11:35:51 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Tue Jan 13 11:57:06 2004
Subject: [WestG] [TOC] Guetersloher Beitraege zur Heimat- und Landeskunde,
Dez. 2003
Message-ID: s003d82d.044@lwlapp.itz.lwl.org

Von: Rita Börste, , Westf. Institut für Regionalgeschichte
Datum: 13.01.2003, 11:30

SERVICE: TOC

Gütersloher Beiträge zur Heimat- und Landeskunde
Nr. 76/77
Dezember 2003
Hg.: Heimatverein Gütersloh e.V.


S. 1971-1972
Westheider, Rolf
Stadtmuseum Gütersloh - Rückblick und Ausblick

S. 1973-1978
Vorwig, Carsten
Zur Notwendigkeit eines umfangreichen Sachgutmagazins im Stadtmuseum

S. 1979-1986
Sassen, Andreas
Historische Turmuhren in Gütersloh und Umgebung

S. 1987-1988
Bermpohl-Nägel, Sigrid
Anonyme Gräber - eine Alternative?

S. 1989-1994
Ellermann, Norbert
Museumspädagogik im Stadtmuseum Gütersloh - "Geschichte zum Mitmachen"

S. 1995-2010
Crusius, Reinhard
Eine Nachkriegs-Kindheit in der Friedensstraße
Notizen zu einem historisch einzigartigen sozialen Biotop

S. 2011-2014
Hatscher, Bernd
Alt? - Keineswegs! - 100 Jahre Stadtbibliothek Gütersloh

S. 2015-2030
Musch, Hans-Dieter
Es geschah in Gütersloh - Chronik





From rita.boerste at lwl.org Tue Jan 13 11:45:09 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Tue Jan 13 11:58:13 2004
Subject: [WestG] [AUS] Bodendenkmaeler in NRW, Dortmund, 31.01.-02.05.2004
Message-ID: s003da56.062@lwlapp.itz.lwl.org

Übernahme aus der "geschichtskultur-ruhr - Mailingliste"
Von: "gk-mail (Abeck)"
Datum: 13.01.2004, 10:51


AUSSTELLUNG

Foto-Ausstellung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund
vom 31. Januar bis 2. Mai 2004

Zeitmarken/ Landmarken
Axel Thünker sieht Bodendenkmäler in Nordrhein-Westfalen

Seit mehr als zwanzig Jahren fotografiert Axel Thünker Bodendenkmäler in
Nordrhein-Westfalen: Verstreut in den Kulturlandschaften
Nordrhein-Westfalens liegen Tausende paläontologischer und archäologischer
Bodendenkmäler - Fundstätten der Erdgeschichte, vorgeschichtliche
Steingräber und Befestigungen, römische Steinbrüche und Tempelbezirke,
mittelalterliche Burg-, Kirchen- und Klosterruinen, frühneuzeitliche
Werkplätze, Industrieanlagen und künstliche Wasserstraßen.

Axel Thünker zeigt diese "Zeugen der Vergangenheit" in ihrer
landschaftlichen Einbindung und dem ihnen eigenen Reiz. Sie sind für ihn
prägende Landmarken der historischen Kulturlandschaft. Sein
unkonventioneller Blick, seine Liebe zum Detail, das faszinierende Spiel
mit Farbe, Licht und Schatten verleihen den Photographien eine eigene
Ästhetik und Intensität - bislang einzigartig in der Dokumentation
archäologischer Denkmäler in ihrer Landschaft.

Gemeinsam mit dem Archäologen und Bodendenkmalpfleger Heinz Günter Horn war
er über ein Jahrzehnt lang auf Spurensuche in Nordrhein-Westfalen, um lange
bekannte, aber verborgene Bodendenkmäler in ihrer Landschaft für diese
Ausstellung zu entdecken und zu zeigen. In dem die Ausstellung begleitenden
Fotoband werden die Denkmäler auch textlich vorgestellt.

Die Präsentation umfasst 51 Farbfotos und über 180 zum ersten Mal gezeigte
Schwarzweiß-Fotografien.


INFO

Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Hansastraße 3
44137 Dortmund
Tel. (0231) 50 25 502
Fax: (0231) 50 25 511






From rita.boerste at lwl.org Tue Jan 13 11:52:49 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Tue Jan 13 11:59:11 2004
Subject: [WestG] [AUS] Juedisches Museum Westfalen (Dorsten) mit neuer
Dauerausstellung
Message-ID: s003dc28.079@lwlapp.itz.lwl.org

Übernahme aus der "geschichtskultur-ruhr - Mailingliste"
Von: "gk-mail (Abeck)"
Datum: 13.01.2004, 11:11

AUSSTELLUNG

WAZ vom 12.01.04

Mit der neuen Dauerausstellung sind auch die alten Friedhofs-Fotos
abgehängt. 14 Lebenswege westfälischer Juden zeigt das Jüdische Museum
Westfalen in Dorsten und wird damit - zwölf Jahre nach der Eröffnung des
Lehrhauses durch Johannes Rau - dem Anspruch seines Namens gerecht.

Die Ausstellung aus großformatigen Porträts zu kurzgefassten Texten und
Exponaten vom mittelalterlichen Münzschatz bis zur 70er Jahre-Jeans aus
Marler Fabrikation erzählt rund 700 Jahre jüdischer Regionalgeschichte in
14 Biografien. Die früheste Station gilt dem Bankier Leo von Münster, der
außer einem Münzschatz am Münsteraner Prinzipalmarkt und 22
Geschäftsbriefen keine Lebensspuren hinterließ. Für die aktuellste Station
half Rolf Abrahamsohn aus Marl selbst bei der Auswahl der Exponate für
seinen "Lebensweg".

Der langjährige Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Recklinghausens steht
für den Neuanfang nach dem Holocaust. Der Kaufmannssohn überlebte mit
knapper Not als Jugendlicher "neun Monate Arbeitslager und dreieinhalb
Jahre KZ". In den 90er Jahren begrüßte er bewegt "die jüdischen Leute aus
Russland": ein zweiter Neuanfang nach dem Nachkriegs-Wiederaufbau seiner
Gemeinde.

Schwester Johanna Eichmann, die Museumsleiterin und Oberin des Dorstener
Ursulinenklosters, betonte in ihrer Eröffnungsrede vor über hundert
geladenen Gästen den Rückhalt der jüdischen Gemeinden Westfalens für das
von Christen geführte Lehrhaus, das seit zwölf Jahren neben Dauer- und
Wechsel-Ausstellungen ein hochkarätiges Programm aus Vorträgen, Lesungen,
Musik und Film fährt.

Ganz vollständig ist die Ausstellung in einigen Wochen. Dann sind im Neubau
in der Dorstener Innenstadt auch 45-minütige Audio-Guides erhältlich.
Bilder und Exponate ergänzen dann O-Töne der SPD-Politikerin Jeanette
Wolff, des Regisseurs Imo Moszkowicz oder des Zeitzeugen Rolf Abrahamsohn.


INFO

Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1 in Dorsten
Tel: 02362/45279

geöffnet di - fr. von 10 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr;
sa. und so. von 14 bis 17 Uhr.







From rita.boerste at lwl.org Wed Jan 14 11:46:07 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Wed Jan 14 11:49:57 2004
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag von B. Stratmann zur Familienforschung,
Recklinghausen, 28.1.04
Message-ID: s0052c07.046@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Bodo Stratmann"
Datum: 13.01.2004, 12:40

AKTUELL

Vortrag zur Familienforschung

Am Mittwoch, 28. Januar 2004, 17.00 Uhr, hält Bodo Stratmann, Vorsitzender der
"Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde", in Recklinghausen einen Vortrag
zum Thema: "Akten von Grundherren zur Ermittlung von Vorfahren und deren
Lebensverhälnissen".


INFO

Veranstalter:
Westdeutsche Gesellschaft für Familenkunde e.V.
http://wgff.genealogy.net

Veranstaltungsort:
Residenz am Festspielhaus
Josef-Wulf-Straße 28
45657 Recklinghausen






From rita.boerste at lwl.org Wed Jan 14 11:23:09 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Wed Jan 14 11:50:37 2004
Subject: [WestG] [TOC] Hohenlimburger Heimatblaetter, Heft 1/2004
Message-ID: s00526a8.090@lwlapp.itz.lwl.org

Von: Rita Börste, , Westf. Institut für Regionalgeschichte
Datum: 14.01.2003, 11:20

SERVICE: TOC

Hohenlimburger Heimatblätter für den Raum Hagen und Iserlohn
Monatsschrift des Vereins für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg e.V.
Heft 1/ 2004
Jg. 65


Aus dem Inhalt:

S. 1-11
Felka, Widberg
Zur Verleihung der Städteordnung an die Titularstadt Hohenlimburg und zur
Bildung des Amtes Letmathe-Oestrich im Jahre 1903, Teil 2

S. 23-26
Lingen, Helmut
Hohenlimburg 1913 - Unsere Stadt vor 90 Jahren
Teil 3: Über einige andere Geschäfte in Hohenlimburg im Jahr 1913

S. 26-28
Bleicher, Wilhelm
Zur Literatur in unserer Heimat - Buchbesprechungen

S. 29-36
Lingen, Helmut
...und es ward Licht!
Zur Entwicklung der Beleuchtung - auch im heimischen Raum





From rita.boerste at lwl.org Wed Jan 14 11:52:17 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Wed Jan 14 11:56:19 2004
Subject: [WestG] [TOC] Verein fuer Geschichte und Heimatpflege Wickede
(Ruhr), Dez. 2003
Message-ID: s0052d81.063@lwlapp.itz.lwl.org

Von: Rita Börste, , Westf. Institut für Regionalgeschichte
Datum: 14.01.2004, 11:35

SERVICE: TOC

Verein für Geschichte und Heimatpflege Wickede (Ruhr) e.V.
Informationen für Heimatfreunde
Dezember 2003
Heft 33


S. 2-6
Kampmann, Josef
Aus der Arbeit des Heimatvereins

S. 7-8
Biele, Friedrich
Das erste Jahr der Wandergruppe

S. 9
Wanderplan 2004 der Wandergruppe

S. 10-18
Haarmann, Franz
Ihre Wiege stand in Wickede: Heinrich und Franz Wilhelm Kampschulte

S. 19-34
Henke, Alfons / Haarmann, Franz
Bahnübergänge der Gemeinde Wickede (Ruhr)

S. 35-37
Kampmann, Josef
Geschichte des Hofes Schäfer in Wiehagen

S. 38-45
Henke, Alfons
Vor 40 Jahren: Eishockey-Club Wickede-Ruhr

S. 46-49
Henke, Alfons
Plattdeutsche Ecke

S. 51-53
Henke, Alfons
Rückblick

S. 54
Mitgliederentwicklung des Heimatvereins

S. 55
Einladung zur Jahreshauptversammlung





From rita.boerste at lwl.org Wed Jan 14 14:15:12 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Wed Jan 14 14:23:23 2004
Subject: [WestG] [AKT] Zwischenveranstaltung des Geschichtswettbewerbs "Eile
und Weile", Duisburg, 30.01.04
Message-ID: s0054f10.008@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Forum Geschichtskultur"
Datum: 14.01.2004, 13:53


AKTUELL

Einladung zur Zwischenveranstaltung
des 5. Geschichtswettbewerbs "Eile und Weile"
am 30. Januar 2004, ab 16.00 Uhr
im Duisburger Innenhafen

Die aktuelle "Kopftuch-Debatte" wirft erneut die Frage nach den Formen des
multikulturellen Zusammenlebens in Deutschland auf. Dies betrifft das
Ruhrgebiet in besonderem Maße, sind doch von den 5,4 Millionen hier
lebenden Menschen rund 11 Prozent ausländischer Herkunft. Und weil
Migration und Interkulturalität zwar aktuell diskutiert werden, jedoch
historisch längst nicht hinreichend aufgearbeitet sind, möchte der
Geschichtswettbewerb EIE UND WEILE mit der Vergabe eines Sonderpreises für
Arbeiten zu diesen Themen ausdrücklich zu einer diesbezüglichen
Auseinandersetzung anregen.

Vor diesem Hintergrund laden die Veranstalter des Wettbewerbs, das Forum
Geschichtskultur und der Kommunalverband Ruhrgebiet, zu einer Veranstaltung
am 30. Januar 2004 ein, die sich mit dem Verhältnis zwischen der
sogenannten deutschen Mehrheitsgesellschaft und der größten Migrantengruppe
im Ruhrgebiet, den Türken und Türkinnen, in Vergangenheit und Gegenwart
beschäftigen wird.


PROGRAMM

16.00 Uhr Führung durch den Duisburger Innenhafen

Internationales Zentrum der Volkshochschule (IZ):
16.45 Uhr Instrumentalisten des Klassik-Orient-Ensembles, Duisburg
Besetzung: Ud, Kanun, Darbuka, Geige, Klarinette; Moderation: Wolfgang Esch
(IZ)

17.15 Uhr "Zuwanderungsgesellschaft Ruhrgebiet. Wie können / wollen /
sollen wir zusammen leben?"
Gespräch mit
Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning (Universität Duisburg-Essen)
Dr. Michael Fertig (Rheinisch-Westfälisches Institut für
Wirtschaftsforschung e.V.)
Asli Sevindim (WDR, Funkhaus Europa)
Ahmet Sezer (DOMiT - Dokumentationszentrum und Museum über die Migration
aus der Türkei e.V.)
Moderation: PD Dr. Stefan Goch und Dr. Susanne Peters-Schildgen (Forum
Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.)

18.30 Uhr "Bin ich auch da! Gewöhnliches und überraschendes zur Migration"
Kabarett-Szenen von und mit Rewal Rozvera

19:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Im Anschluss wird Niyat Öztürk, IG Metall Düsseldorf, in den Räumen des IZ
die Ausstellung "Migration hat viele Gesichter. 50 Jahre
Einwanderungsgeschichte(n)" mit Fotografien von Manfred Vollmer eröffnen.


INFO

Organisationsbüro des Geschichtswettbewerbs EILE UND WEILE:
c/o Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.
Susanne Abeck
Emscherallee 11, 44369 Dortmund
http://www.eileundweile.de

Die Teilnahme ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich bis zum 20. Januar 2004
telefonisch (0231 / 931122-90), per E-Mail (info@eileundweile.de) oder per
Fax an (0231 / 931122-10).

Veranstaltungsorte:
Treffpunkt für die Führung um 16 Uhr: Internationales Zentrum
Veranstaltungsort ab 16.45 Uhr:
Internationales Zentrum der Volkshochschule
Flachsmarkt (am Innenhafen), 47051 Duisburg

Anfahrt:
Eine Anfahrtsbeschreibung mit dem Auto erhalten Sie nach der Anmeldung.
ÖPNV: Ab Duisburg Hbf mit der U-Bahn Linie 901 Richtung Marxloh/Ruhrort bis
Haltestelle Rathaus Duisburg, von dort ca. 3 Minuten Fußweg.

Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit dem Internationalen Zentrum
der Volkshochschule Duisburg.






From rita.boerste at lwl.org Thu Jan 15 09:40:26 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Thu Jan 15 09:43:06 2004
Subject: [WestG]
[KONF] Workshop-Bericht: Kommunale Gebietsreform in der BRD,
Muenster, 05.12.03
Message-ID: s006602a.031@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Sabine Mecking", , Westfälisches Institut für Regionalgeschichte
Datum: 14.01.2004, 17:48

KONFERENZ

Workshop-Bericht

Kommunale Gebietsreform in der Bundesrepublik Deutschland
in den 1960er und 1970er Jahren

Am 5. Dezember 2003 fand im Westfälischen Institut für Regionalgeschichte (WIR)
des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Münster ein Workshop zum Thema
"Kommunale Gebietsreform in der Bundesrepublik Deutschland in den 1960er und
1970er Jahren" statt. Das von der Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft initiierte Projekt zur
Gebiets- und Funktionalreform wird in Kooperation mit dem Westfälischen Institut für
Regionalgeschichte, den Universitäten Münster und Siegen sowie dem Institut für
Schleswig-Holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte (Schleswig) bearbeitet.
Am Beispiel verschiedener Bundesländer werden Ausgangslage, Ziele der Reform,
ihre Umsetzung sowie Folgen von Eingemeindungen und Zusammenschlüssen von
Kreisen und Gemeinden betrachtet.

Karl Teppe legte in seiner Begrüßung die Genese und Ziele des Gesamtprojektes dar.
Der Forschungsverbund soll anhand von Fallbeispielen verwaltungs-, politik-, sozial-
und mentalitätsgeschichtliche Aspekte der Neugliederung in den Blick nehmen.
In vergleichender Perspektive werden neben den Veränderungen auf der administrativen
und politischen Ebene, dem Verhältnis von Staat und Selbstverwaltung auch die
Auswirkungen auf die Identität(en) der alten und neuen Gebietskörperschaften sowie der
dort lebenden Bürgerinnen und Bürger untersucht.

Anschließend führte Bernd Walter inhaltlich in das Thema ein. So war die kommunale
Neugliederung in der zweiten und dritten Dekade des Bestehens der Bundesrepublik
eines der zentralen, von großer Planungsbegeisterung getragenen, aber auch mit
Schwierigkeiten verbundenen und von Widerständen begleiteten Reformvorhaben.
Die Zahl der Gemeinden in (West-)Deutschland schrumpfte von 24.357 um 65% auf
8.518 Gemeinden. Gleichzeitig reduzierte sich bundesweit die Zahl der Kreise von 425 auf
235 und damit um 44,7%. Am weitesten gingen bei der Umsetzung der kommunalen
Neuordnung Nordrhein-Westfalen, Hessen und das Saarland. Aus den alten kleinen
Gemeinden wurden neue Einheitsgemeinden gebildet. In den übrigen Bundesländern
gab es neben der Einheitsgemeinde die Verwaltungsgemeinschaft (Baden-Württemberg
und Bayern), die Gesamtgemeinde (Niedersachsen) oder das Amt bestand grundsätzlich
fort (Schleswig-Holstein). Durch die Herstellung eines ausgewogenen Verhältnisses von
Fläche und Einwohnerzahl hoffte man seitens der Landespolitik und Ministerialbürokratie
neben der Hebung der Verwaltungskraft und der Stärkung der Selbstverwaltung auch
Anstöße für das Wirtschaftswachstum und den Ausbau der öffentlichen wie privaten
Daseinsvorsorge zu geben.

Im Folgenden stellten die einzelnen Projektteilnehmer und Projektteilnehmerinnen die
von ihnen bearbeiteten Einzelvorhaben vor.
Sabine Mecking untersucht in ihrem Projekt "Gebietsreform und Bürgerwille" am Beispiel
der Stadtregionen Bielefeld, Bochum-Wattenscheid und Leverkusen-Opladen
Wandlungsprozesse im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements, der demokratischen
Partizipationschancen und der politischen Kultur. Die politischen, sozialen und kulturellen
Veränderungen in der bundesrepublikanischen Gesellschaft der 1960er/70er Jahre spiegeln
sich - so ihre These - auch in den Durchsetzungsmöglichkeiten der Gebietsreform wider.
Während die etablierten Akteure aus Politik und Verwaltung in dieser Zeit noch stark von
einem an Institutionen orientierten, repräsentativ-demokratischen Staatsbild geprägt waren,
entwickelte sich in der mobilisierten Bürgerschaft zunehmend ein direkt- bzw.
basisdemokratisches Staatsverständnis. Die Durchsetzungsmöglichkeiten einer Planung
"von oben" scheinen dabei von räumlichen und zeitlichen Faktoren abhängig gewesen
zu sein. So lassen sich bei der Umsetzung der Neugliederung erhebliche Unterschiede
zwischen städtisch und ländlich strukturierten Regionen sowie zwischen frühen und späteren
Neuordnungsräumen ausmachen. Die Untersuchung geht der Frage nach, wo, wann und
wie Bürger und Bürgerinnen aus der "anspruchsvollen Gleichgültigkeit" (Jürgen Habermas)
gegenüber den sozialen und politischen Problemen der kommunalen Gebietsreform
ausbrachen. Dabei rücken weniger das Handeln einzelner Personen in den
Betrachtungsmittelpunkt als vielmehr die Aktivitäten politischer Institutionen, Vereine,
Bürgerinitiativen oder Aktionsgemeinschaften. Sowohl bei den Planern und Befürwortern
als auch bei den Bürgern und Gegnern der Neugliederungsmaßnahmen sollen "Lerneffekte"
erfasst und analysiert werden. Die Arbeit versteht sich als ein Beitrag zur Untersuchung
von Demokratieentwicklung und Reform von Staat und Gesellschaft.

Am Beispiel des Kreises Paderborn thematisiert Christian Kerper die Stadt-Umland-Problematik.
Ziele der Reform waren vor dem Hintergrund der allgemeinen Planungseuphorie der 1960er und
1970er Jahre die Erhöhung der Leistungs- und Planungsfähigkeit der Gemeinden und die
Verbesserung des Verhältnisses von Bürgern und Verwaltung. Beide Aspekte werden unter
besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses zwischen städtischem Kernbereich und
ländlichem Umland untersucht. Die räumliche Trennung von Bereichen wie Arbeit, Gewerbe,
Bildung oder Kultur einerseits sowie Wohnen und Erholung oder auch Ver- und Entsorgung
andererseits, hatte eine starke Verflechtung und damit verbunden intensive Pendlerbeziehungen
zwischen Stadt und Umland zur Folge. Die im Hinblick auf eine ausgewogene Entwicklung der
Region unternommenen Steuerungsversuche (z.B. hinsichtlich des Flächenmangels im
Kernbereich oder der Bereitstellung von Infrastruktur auch für das Umland samt Kostendeckung)
stellten sich aufgrund starker Interessengegensätze häufig nicht unproblematisch dar.
Die Analyse der Reform umfasst entsprechend ihrer Chronologie drei Teile: die Vorbereitung,
die Umsetzung und die Folge(runge)n. Die zentrale Frage ist dabei, ob gesellschaftliche
Entwicklungen tatsächlich planbar sind. Der Blick wird auf einen solitären Verdichtungsraum
gerichtet. Ideal hierfür ist der neue Kreis Paderborn, der aus den alten Kreisen Büren und
Paderborn entstand. Die Stadt Paderborn liegt weit entfernt von anderen Großstädten, so
dass ihr gesamtes Umfeld auf sie fixiert ist. Sie wurde erheblich vergrößert, blieb aber kreisangehörig.

Anhand des ländlich strukturierten, münsterländischen Kreises Borken spürt Jan Nikolas Dicke
dem Verhältnis von Politik, Verwaltung und Gesellschaft in den 1960er und 1970er Jahren
auf den Ebenen von Kreis, Amt und Kommune nach. Dabei lässt er sich bei seiner Studie
zum Kreis Borken von der These leiten, dass die jeweiligen Akteure mit durchaus
differierenden Interessen und unterschiedlichen Handlungsstrategien in die
Neugliederungsdebatte eintraten. Als treibender Motor der Auseinandersetzung tritt auf der
Ebene von Kreis und Kommune immer wieder die Verwaltungsspitze hervor.
Verwaltungschefs und Dezernenten waren die Neugliederungsfachleute vor Ort und
bestimmten die Art der Auseinandersetzung ganz wesentlich. Indem die
Neugliederungskommission die Argumentation auf landesplanerische Zielsetzungen
reduzierte, entzog sie Bürgern und Politikern vielfach die Diskurskompetenz. Auf Basis
kommunaler Gegenvorschläge (und nationaler wie internationaler Vergleiche) wird dabei
die These von der Alternativlosigkeit der Reform ebenso hinterfragt wie die Form und die
Wege der Realisierung durch das Land Nordrhein-Westfalen. Es scheint, dass der
Landesregierung die Umsetzung ihrer Neugliederungspläne nur deshalb so weitgehend und
gegen den Willen eines Großteils der Betroffenen gelang, weil die Gebietskörperschaften
aufgrund von Interessenkollisionen bzw. mangelndem Gewicht nicht koalitionsfähig waren.
Die ebenenspezifisch angelegte Untersuchung über Sozialstruktur, Handlungsweisen und
Selbstverständnis von Politik, Verwaltung und Gesellschaft soll Rückschlüsse auf das
Verhältnis der Akteure zueinander sowie auf mögliche Wandlungen dieses Verhältnisses
erlauben. Eine abschließende Bilanz schließlich soll die Folgen und Erfolge der
Neugliederung hinsichtlich lokaler bzw. regionaler Identität, Verwaltungseffektivität,
Gemeindefinanzen und Infrastruktur klären.

In seiner Fallstudie zu Schleswig-Holstein legt Axel Bernstein seinen Schwerpunkt auf die
vergleichende Betrachtung der Kreise Nordfriesland und Segeberg. Mit dem Kreis Nordfriesland
findet die besondere Situation einer strukturschwachen Region mit den damit verbundenen
politischen und planerischen Zielsetzungen Eingang in die Betrachtung. Der Kreis Nordfriesland
hat innerhalb Schleswig-Holsteins insoweit eine bemerkenswerte Entstehungsgeschichte, da er
als einziger aus drei ehemaligen Landkreisen gebildet wurde. Der Kreis Segeberg stellt hingegen
einen ehemals ländlichen Raum dar, der durch die Kreisgebietsreform zum direkten Randkreis
Hamburgs wurde. Hier stehen insbesondere die wirtschaftspolitischen und landesplanerischen
Gesichtspunkte im Vordergrund. Eine besondere Qualität gewinnt die Betrachtung des Kreises
Segeberg durch die Stadt-Umland-Problematik, die in diesem Fall nicht nur zwischen kommunalen
Gebietskörperschaften bestand. Die Landesgrenze zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein
schloss den Weg der Eingemeindung in das benachbarte Oberzentrum von vornherein aus.
Die Diskussion in Schleswig-Holstein fand vor dem Hintergrund des Bestrebens aller Beteiligten
statt, die Existenz Schleswig-Holsteins als Bundesland zu sichern. Die als "Planungseuphorie"
bezeichneten Strömungen der 1960er und 1970er Jahre in Verwaltung und Politik wurden in
Schleswig-Holstein - so die These - durch eine strukturkonservative Einstellung der Landes-
regierung und auch der Administration des Landes abgeschwächt. Die Beteiligung und der
Einfluss der Bürger, von Verbänden, Organisationen und Initiativen auf den Gang der
Reformen waren gering. Die Fallstudie Schleswig-Holstein nimmt darüber hinaus eine
Sonderstellung ein, da die Kreisgebietsreform, die politisch als Teil einer umfassenderen
Verwaltungsreform propagiert wurde, in einem Bundesland ohne staatliche Mittelinstanz
stattfand. Neben der Kreisgebietsreform im engeren Sinne verdienen auch die
politischen Leitbilder der beteiligten Akteure und deren Handlungsstrategien Beachtung.
Aus einer Gegenüberstellung der gesellschafts-, verwaltungs-, finanz- und struktur-
politischen Zielsetzungen und der tatsächlichen Situation nach Beendigung der
eigentlichen Reformphase leitet sich die Frage nach der Planbarkeit gesellschaftlicher
Entwicklungen, die Frage nach der Praxistauglichkeit des "Daseinsvorsorgestaates"
und die Frage nach der Zukunftsfähigkeit der kommunalen Selbstverwaltung ab.

Planer, Planungsziele und Planungsstrategien nimmt Johannes Koenig am Beispiel
des Landes Hessen in den Blick. Bei der Untersuchung der Planer lässt er sich u.a.
von der Frage leiten, ob die Verwaltungsreform mit einem Generationswechsel in
der Verwaltung einhergegangen ist. Oder anders formuliert: Hat eine neue Generation
von Verwaltungsbeamten, neue Vorstellungen und Werte betreffend der Verwaltung
entwickelt und dann versucht umzusetzen? Der These folgend, dass die
Verwaltungsreform die Manifestation eines Generationenkonflikts darstellen könnte,
werden die Beteiligten der Reform betrachtet. So stehen auf der einen Seite die
Vertreter der älteren Generation, die am Vertrauten festhalten und daher die kleinen
Strukturen der Gemeinden und Landkreise erhalten wollten. Auf der anderen Seite
gab es wiederum eine neue Generation, die, u.a. von Vorstellungen aus der
Raumordnungslehre beeinflusst, größere Planungsräume schaffen wollte und daher
für die Abschaffung kleiner Gemeinden und Landkreise eintrat. Die Zugehörigkeit
zu einer anderen Generation scheint somit Hand in Hand mit geänderten
Zielvorstellungen und Strategien zu gehen. Neben der Analyse dieser Planungspolitik
soll im Rahmen eines (gruppen-)biographischen Ansatzes geklärt werden, inwieweit
"neue" Planer sowohl in der Ministerialbürokratie als auch in den Behörden vor Ort
in den Gemeinden und Landkreisen das Gesicht der Verwaltungsreform prägten.
Im Rahmen der hessischen Untersuchung wird daher ein direkter Vergleich zwischen
einem Planungserfolg (in Form einer gelungenen Landkreisreform) und einem
Misserfolg (z.B. Lahn-Stadt) hinsichtlich der territorialen Neugliederungsmaßnahmen
vorgenommen.

In der Diskussion wurden Fragen der inhaltlichen Vernetzung der Einzelprojekte
angesprochen. Die leitenden Fragestellungen und ihre Umsetzbarkeit in Hinblick auf
die Quellenlage wurden thematisiert und die Ansätze, Methoden und Hypothesen
verglichen. Die Projektpräsentationen hatten gezeigt, dass die einzelnen
Bearbeiterinnen und Bearbeiter sehr unterschiedliche Zugänge zur Thematik gewählt
haben. Hierfür sind quellen-, problem- und interessenorientierte Gründe anzuführen.
So liegen dem Gesamtprojekt sehr heterogene Untersuchungsregionen zugrunde,
die es ermöglichen bzw. erfordern, individuelle Untersuchungsperspektiven
einzunehmen und damit ein schematisches Gleichsetzen ausschließen. Während in
Schleswig-Holstein lediglich knapp zwanzig Prozent der Gemeinden ihre Selbständigkeit
verloren, ereilte in Nordrhein-Westfalen über achtzig Prozent dieses Schicksal.
Neben den politischen und strukturellen Besonderheiten in den einzelnen
Bundesländern stellte sich für den Reformgrad als wesentlich heraus,
auf welcher Ebene die Reformbefürworter und -gegner aufeinander trafen.
In Schleswig-Holstein beispielsweise saßen sich die Konfliktparteien im Landtag in
Form von Regierung und Opposition gegenüber, so dass weiträumige Neuordnungen
bereits im Vorfeld blockiert wurden. In Nordrhein-Westfalen wurden großzügige
Neugliederungen in einer Art Allparteienkoalition im Landesparlament verabschiedet.
Die Auseinandersetzungen traten verstärkt auf kommunaler Ebene auf. Die drei Studien
zu Nordrhein-Westfalen haben darüber hinaus zu erkennen gegeben, dass selbst innerhalb
eines Bundeslandes kaum von einer einheitlichen Eingemeindungspraxis gesprochen
kann, sondern zwischen städtischen und ländlichen Regionen unterschieden
werden muss. Gleichzeitig spiegelte sich in den einzelnen Untersuchungsansätzen das
individuelle Erkenntnisinteresse der Projektbearbeiter wider, da sie bei der Analyse des
Verhältnisses von Politik, Verwaltung und Gesellschaft den Schwerpunkt
unterschiedlich setzten.
Trotz der deutlich gewordenen regionalen Unterschiede bei der Planung,
Umsetzung und Rezeption der Neuordnung bestand jedoch Einigkeit darüber,
dass eine Reihe von Aspekten auszumachen sind, welche die vergleichende
Perspektive des Gesamtprojekts bestätigen: Mit Blick auf die zumindest zu Beginn
der Reformphase vorherrschende Planungseuphorie kann vergleichend nach den
Resultaten bzw. nach möglichen Enttäuschungen gefragt werden. Inwieweit sind
die Gebietsreformen gemessen an ihren Zielen als Erfolg oder Misserfolg zu werten.
Hierbei können Begriffe wie "Effizienz" und "Legitimität" zur Orientierung dienen.
Als weitere Klammer des Gesamtprojekts erscheint die Frage nach "Lerneffekten"
sowohl bei Befürwortern als auch Gegnern der Reform im Laufe der Neugliederung
hilfreich. Es wurde u.a. auf das juristische Gutachterwesen hingewiesen. Dieses
kam zwar, je nach Rechtslage, nicht in allen Bundesländern in gleicher Weise
zum Tragen, spielte aber eine erhebliche Rolle. Im Zuge der Reformen kam es
dabei zu einer Angleichung der Verfahren und es wurden Gutachten als "Maßkonfektion"
produziert. So bildet u.a. die Analyse dieses Gutachterwesens, der Beteiligten und
der allgemeinen Reaktionsmuster einen weiteren gemeinsamen Eckpunkt der
verschiedenen Studien. Zum Schluss wurde über die Berücksichtigung von
verwaltungs- und sozialgeschichtlichen Fragestellungen hinaus für eine
kulturgeschichtliche Erweiterung der Forschungsvorhaben plädiert, die z.B.
Deutungsmuster und mediale Vermittlungsformen stärker in den Blick nimmt,
die für den Reformprozess konstitutiv waren.

Sabine Mecking





From rita.boerste at lwl.org Thu Jan 15 09:07:28 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Thu Jan 15 09:44:40 2004
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Industrielle Entwicklung im noerdlichen
Ruhrgebiet, Dortmund, 20.01.04
Message-ID: s0065871.056@lwlapp.itz.lwl.org

Übernahme aus der "geschichtskultur-ruhr - Mailingliste"
Von: "gk-mail (Abeck)"
Datum: 14.01.2004, 21:11

AKTUELL

Zeche Zollern lädt ein:
Erster bergbaugeschichtlicher Vortrag im neuen Jahr

Einen weiten Bogen spannt Klaus Philipp in seinem Vortrag "Industrielle
Entwicklung im nördlichen Ruhrgebiet", der am 20. Januar, um 19.30 Uhr im
Westfälischen Industriemuseum Zeche Zollern II/IV stattfindet.

Im Zentrum des Diavortrags steht die Industrie- und Bergbaugeschichte des
Kreises Recklinghausen, die anhand von (industrie-)archäologischen Relikten
und Funden erzählt wird. Dabei setzt der Vortrag im Museum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bei den frühen Verhüttungsspuren
aus der römischen Kaiserzeit ein und reicht bis ins 20. Jahrhundert. Neu
dürfte dabei für viele sein, dass der Kreis Recklinghausen nicht nur über
reiche Steinkohlevorkommen verfügte, sondern dort auch Bodenschätze wie
Torf, Braunkohle oder Raseneisenerz gewonnen wurden. Von wirtschaftlicher
Bedeutung waren insbesondere die Sand- und Quarzvorkommen bei Haltern, die
für die Glasindustrie eine wichtige Rolle spielten. Beschleunigt wurde die
industrielle Entwicklung der Region nördlich von Emscher und Lippe seit dem
Ausgang des 19. Jahrhunderts vor allem durch den Kanalbau.
Klaus Philipp ist Denkmalpfleger beim Kreis Recklinghausen und ein
versierter Kenner des Bergbaus im Ruhrgebiet und in Sachsen.


INFO

Westfälisches Industriemuseum
Zeche Zollern II/IV
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Telefon: 0231 6961-111
Telefax: 0231 6961-114
E-Mail: Zeche-Zollern@lwl.org

Der Vortrag findet im "Pferdestall" des LWL-Industriemuseums statt und ist
kostenfrei.








From rita.boerste at lwl.org Thu Jan 15 14:23:33 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Thu Jan 15 15:25:32 2004
Subject: [WestG] [AKT] Jubilaeumsprogramm "25 Jahre Stadtmuseum Muenster"
Message-ID: s006a276.044@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Ingrid Fisch"
Datum: 15.01.2004, 09:23

AKTUELL

Stadtmuseum Münster startet vielseitig ins Geburtstagsjahr
Faltblatt informiert über aktuelles Programm

Tickende Kostbarkeiten aus der Barockzeit, schmucke Postkartenansichten
aus den Stadtteilen Münsters, Fotoporträts von prominenten Deutschen und
Spannendes zu einem Maler am fürstbischöflichen Hof. Gleich zum Auftakt
des Geburtstags "25 Jahre Stadtmuseum Münster" gibt es ein vielseitiges
Jubiläumsprogramm, bei dem sich auch Türen öffnen, die sonst verschlossen bleiben.

Allein von Januar bis März präsentiert das Museum zehn kleine und große
Ausstellungen. Eigens zum Jubiläum wurde eine Zeitung produziert. Darüber hinaus ist
soeben druckfrisch ein Faltblatt mit aktuellen Veranstaltungstipps erschienen,
das fortan im Vierteljahresrhythmus aufgelegt wird.

Postkarten aus Münsters Stadtteilen
Einer der ersten Höhepunkte im Geburtstagsreigen ist der Blick in die Stadtteile.
Vororte stehen manchmal im Schatten der Innenstadt. Im Museum an der Salzstraße rücken
sie auf historischen Postkartenansichten ins Rampenlicht. Es sind die unverwechselbaren
Gesichter der Stadtteile, die sich auf den Ansichtskarten von ihrer Sonntagsseite zeigen.

In der Reihe "Focus Stadtgeschichte" wird ab dem 17. Januar der Hofmaler Wolfgang
Heimbach unter die Lupe genommen. Der vielseitige Künstler wirkte am Hof des stets
kriegerisch aufgelegten Christoph Bernhard von Galen, der aber auch als Förderer der
Künste wirkte. Ende Februar geht das Stadtmuseum "Mit der Zeit ..." Standuhren und
die früheste Stützuhr aus Münster wetteifern in barocker Pracht um die Gunst des
Publikums.

Kindergeburtstag im Museum
Für Kinder wurde ein abwechslungsreiches Programm ausgearbeitet. So können Mädchen
und Jungen zwischen vier und 14 im Museum ihren eigenen Geburtstag feiern. Und haben
dabei die Auswahl aus verschiedenen Themen. "Klasse im Museum" lädt alle Schulklassen
zu Mitmach-Veranstaltungen ein. Ein spezielles Ferienangebot für Kinder und Jugendliche
rundet den Bereich der Museumspädagogik ab.

Spannend für kleine wie große Besucher ist der Blick hinter die Kulissen. In dieser Reihe
vermittelt das Stadtmuseum der Öffentlichkeit ein Bild von der täglichen Arbeit der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So veranschaulicht eine Sonderausstellung die
Kernaufgaben des Stadtmuseums - Sammeln, Forschen, Bewahren und Vermitteln.
Wer sich intensiver vertiefen möchte: Viele Führungen durch die Schausammlung
wie durch die Sonderpräsentationen laden zur Auseinandersetzung mit Münsters
Geschichte ein.


INFO

Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
48143 Münster
Tel.: 0251/492-4503
eMail: museum@stadt-muenster.de
URL: www.stadt-muenster.de/museum






From rita.boerste at lwl.org Thu Jan 15 15:22:13 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Thu Jan 15 15:28:25 2004
Subject: [WestG] [AKT] Offene Fuehrungen durch Waffelausstellung in Rheda
Message-ID: s006b033.031@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Martin Wedeking"
Datum: 15.01.2004, 11:29


AKTUELL

Offene Führungen durch Waffelausstellung in Rheda
Neues Angebot an Sonntagen

Derzeit sind Waffeln in aller Munde, jedenfalls in Rheda. Noch bis zum 29. Februar
ist die Ausstellung "Rund um die Waffel" im Leinewebermuseum zu sehen. Am Sonntag,
dem 18. Januar bietet der Heimatverein Rheda für alle Interessierten um 15 Uhr eine
offene Führung durch die Ausstellung an. Die Ausstellungsmacher Martin Wedeking
und Norbert Ellermann stehen dann zur Verfügung, um die Ausstellungsstücke zu
erläutern oder aber weitere Anregungen entgegenzunehmen. Eine Anmeldung ist
nicht erforderlich. Bis zum Ende der Ausstellung werden diese Führungen jeweils an
den Sonntagen angeboten. Ferner besteht die Möglichkeit, auf der historischen
Deele des Leinewebermuseums Kaffe, Kuchen und natürlich auch frische Waffeln
zu genießen.


INFO

Leineweber- und Trachtenmuseum Rheda
Kleine Straße 11
33378 Rheda-Wiedenbrück
Tel. 05242/47335
eMail: heimatverein-rheda@gmx.de
Internet: http://rheda.gmxhome.de
www.mahlzeit-owl.de

Heimatverein Rheda e.V.
Am Domhof 1
33378 Rheda-Wiedenbrück
Tel.: 0 52 42/4 86 76
E-mail: heimatverein-rheda@gmx.de
http://rheda.gmxhome.de





From rita.boerste at lwl.org Thu Jan 15 15:37:02 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Thu Jan 15 15:41:02 2004
Subject: [WestG] [KONF] Kirche in der Kriegszeit 1939-1945, Bielefeld,
04.-06.03.04
Message-ID: s006b3ba.089@lwlapp.itz.lwl.org

Von: murken@web.de
Datum: 15.01.2004, 11:18


KONFERENZ

Tagungsankündigung:
Kirche in der Kriegszeit 1939 - 1945
Tagung der Kommission für kirchliche Zeitgeschichte in Westfalen
Bielefeld, 04.-06.03.2004


PROGRAMM

Donnerstag, 4. März 2004

14.00 Uhr
Stehkaffee

14.30 Uhr
Eröffnung der Tagung, Grußworte

Einführungsreferate

14.45 Uhr
Die evangelische Kirche und der Zweite Weltkrieg
Privatdozent Dr. Hans-Walter Schmuhl, Bielefeld

15.30 Uhr
Diskussion

16.00 Uhr
Katholische Kirche im Krieg. Das Bistum Münster
Prof. Dr. Wilhelm Damberg, Bochum

16.45 Uhr
Diskussion

17.15 Uhr
Die westfälische Bekennende Kirche im Krieg
Privatdozent Dr. Jürgen Kampmann, Münster

18.00 Uhr
Diskussion

18.30 Uhr
Pause

19.30 Uhr
Empfang der Ev. Kirche von Westfalen


Freitag, 5. März 2004

8.30 Uhr Andacht

Diakonie

9.00 Uhr
Diakonische Hilfe für Familien im Krieg
Bärbel Thau M.A., Bielefeld

9.30 Uhr
Diskussion

9.45 Uhr
Lazarettwesen in Bethel
Kerstin Stockhecke M.A., Bielefeld-Bethel

10.15 Uhr
Diskussion

10.30 Uhr
Kaffeepause

Kirchliche Vereine und Verbände

11.00 Uhr
CVJM und kirchliche Jugendarbeit im Krieg
Wolfgang Günther, Bielefeld

11.30 Uhr
Diskussion

11.45 Uhr
Diasporaarbeit im Zweiten Weltkrieg - das Beispiel des Gustav-Adolf-Vereins
Dr. Norbert Friedrich, Kaiserswerth

12.15 Uhr
Diskussion

12.30 Uhr
Pause zum Mittagessen

Pfarrer

14.30 Uhr
Gerhard Spellmeyer - ein westfälischer Pfarrer an der Ostfront
Prof. Dr. Bernd Hey, Bielefeld

15.00 Uhr
Diskussion

Gemeinden

15.15 Uhr
Zwangsarbeit im Dienst der westfälischen Kirche
Dr. Jens Murken, Bielefeld

15.45 Uhr
Diskussion

16.00 Uhr
Kaffeepause

16.30 Uhr
Landgemeinden im Krieg: Der Kirchenkreis Lübbecke
Dr. Wolfhart Beck, Köln

17.00 Uhr
Diskussion

17.15 Uhr
Stadtgemeinden im Krieg: Der Kirchenkreis Recklinghausen
Helmut Geck, Recklinghausen

17.45 Uhr
Diskussion

18.00 Uhr
Pause zum gemeinsamen Abendessen

Abendvortrag

20.00 Uhr
Der theologische Verlag C. Bertelsmann in den Jahren 1939 - 1945
Dr. Beate von Miquel, Bochum

20.45 Uhr
Diskussion


Samstag, 6. März 2004

8.30 Uhr
Andacht

Verkündigung und Seelsorge

9.00 Uhr
Kriegspredigten
Dr. Martin Stiewe, Bielefeld

9.30 Uhr
Diskussion

9.45 Uhr
Feldpostbriefe am Beispiel des Kirchenkreises Wittgenstein
Dr. Johannes Burkardt, Bad Berleburg

10.15 Uhr
Diskussion

10.30 Uhr
Kaffeepause

Frauen

11.00 Uhr
Überleben an der Heimatfront. Die weibliche Seite der Kirche
Dr. Ellen Ueberschär, Berlin

11.30 Uhr
Diskussion

11.45 Uhr
Schlussdebatte
Moderation: Prof. Dr. Bernd Hey, Bielefeld

12.30 Uhr
Ende der Tagung


INFO

Landeskirchliches Archiv
Tel. (0521) 594-164 oder 158
Fax (0521) 594-267
E-Mail: archiv@lka.ekvw.de

Tagungsort:
Landeskirchenamt Bielefeld
Altstädter Kirchplatz 5
33602 Bielefeld

Anmeldung:
Bitte melden Sie Ihre Teilnahme an der Tagung spätestens bis zum
30. Januar 2004 an. Sie erhalten von uns eine Anmeldebestätigung.

Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben, ein Unkostenbeitrag für ein
gemeinsames Abendessen am 5.3. wird während der Tagung eingesammelt.

Anreise mit der Bahn:
Der Fußweg vom Hauptbahnhof zum Landeskirchenamt beträgt ca.
15 Minuten: durch die Bahnhofstraße über den Jahnplatz, nach rechts in
die Niedernstraße, die erste Straße links in die Renteistrasse, nach 15 m liegt
auf der rechten Seite das Landeskirchenamt. Ab Hauptbahnhof verkehrt
auch die Stadtbahn/U-Bahn; Sie fahren bis Haltestelle Rathaus (2 Stationen).

Anreise mit dem Auto:
Über die Autobahn A2 kommend benutzen Sie die Ausfahrt BI-Sennestadt,
Richtung Brackwede auf dem Südring, nach IKEA Richtung City auf dem
Ostwestfalendamm, dort bis Abfahrt Stapenhorststraße/Altstadt.






From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Jan 15 18:35:07 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu Jan 15 18:37:47 2004
Subject: [WestG] [AKT] NRW modernisiert seine Archiv-Landschaft
Message-ID: s006dd77.010@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "MSWKS-Newsservice" , Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport
Datum: 15.01.2004


AKTUELL

NRW modernisiert seine Archiv-Landschaft
Minister Vesper: "Technisches Zentrum und verbesserte Struktur
rüsten Archive für die Zukunft."

Presseinformation des Ministeriums

Die vier nordrhein-westfälischen Staatsarchive werden mit einer
verbesserten Struktur und einem neuen Technischen Zentrum
in Münster für die Zukunft gerüstet. Zum 1. Januar 2004 wurde
das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Düsseldorf als
zentrale Einrichtung gegründet. Die bisherigen Staats- und
Personenstandsarchive an den Standorten Düsseldorf, Brühl,
Detmold und Münster bilden künftig Abteilungen des von Prof.
Wilfried Reininghaus geleiteten Landesarchivs.

In der historischen Speicherstadt Münster-Coerde entsteht das zentrale
Technische Zentrum mit modernen Methoden und Geräten der
Restaurierungstechnik. Rund 2,2 Mio. EUR investiert das Land in 2004/05
in das für einen Zeitraum von zunächst 15 Jahren angemietete Zentrum.
"Archive sind keine staubigen Aktenkammern, sondern das Langzeitgedächtnis
einer Gesellschaft. Die Modernisierung ist dringend nötig, um den Zerfall
unersetzlicher Dokumente der Landesgeschichte zu verhindern", erklärte
NRW-Kulturminister Michael Vesper heute in Düsseldorf. Auch personell
will er das Landesarchiv stärken.

Mit der Modernisierung der Archive folgt das Land den Empfehlungen von
Unternehmensberatern: Sie hatten - gegen jeden Zeittrend - festgestellt, dass die
NRW-Archive über deutlich zu wenig Personal- und Sachmittel verfügen. Beim
Erschließen und Erhalt der Bestände (rund 162 Regal-Kilometer mit
Dokumenten vom 7. bis zum 21. Jahrhundert) gibt es dramatische
Rückstände. Auch die Arbeit zwischen den einzelnen Standorten
soll besser koordiniert werden. "In Münster-Coerde wird auch die
Informationstechnik angesiedelt sein, eine große Herausforderung
für die Archive. Elektronische Unterlagen sind noch gefährdeter
als konventionelles Schriftgut, weil die Software schnell veraltet",
o Vesper. Im IT-Bereich sei NRW gut aufgestellt und wolle diese
Stärke weiter ausbauen.

Wie wichtig die Arbeit der Landesarchive ist, belegte Vesper am
Beispiel der in den vergangenen zwei Jahren durchgeführten
Recherchen zur Entschädigung von Zwangsarbeitern aus der
NS-Zeit. Knapp 30 Prozent aller Anfragen aus Osteuropa konnten
die beiden Koordinierungsstellen in Düsseldorf und Münster positiv
beantworten (Bundesgebiet: 7,8%). In absoluten Zahlen hat NRW
bis Ende 2003 rund 18.000 Anfragen von bundesweit ca. 350.000
bearbeitet. "In die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus
werden unsere Archive auch weiterhin einen großen Teil ihrer Kraft
stecken, denn viele Akten zur Entschädigung oder zu den NS-Prozessen
müssen erst noch erschlossen werden", betonte der Minister.

Alle NRW-Archive im Landesarchiv zählen rund 6.400 Nutzer pro Jahr
19.000 Benutzertage). Der Online-Verbund "archive.nrw.de" wurde in
2003 bereits von zwei Millionen Interessenten genutzt. Er soll in diesem
Jahr weiter ausgebaut werden.







From rita.boerste at lwl.org Fri Jan 16 12:31:50 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Fri Jan 16 14:15:39 2004
Subject: [WestG] [AKT] Info-Veranstaltung zum Hoesch-Museum, Dortmund,
03.02.04
Message-ID: s007d9d0.017@lwlapp.itz.lwl.org

Übernahme aus der "geschichtskultur-ruhr - Mailingliste"
Von: "gk-mail (Abeck)"
Datum: 15.01.2004, 23:40


AKTUELL

Wiedereröffnung des Hoesch-Museums
Informationsveranstaltung zum Thema Hoesch-Museum
am 3. Februar 2004 um 15 Uhr im INFO-Center
der ThyssenKrupp Stahl AG, Springorumstraße, 44145 Dortmund

Nach den gesellschaftsrechtlichen Veränderungen der Hoesch AG mit Krupp und
ThyssenKrupp, ist bekanntlich die Erzeugung von Eisen und Stahl in Dortmund
erloschen. Damit ist die 160-jährige Geschichte der Stahlproduktion in
unserer Stadt zu Ende gegangen. Nach der weitgehenden Demontage
der Anlagen sind viele Zeugnisse der "Stahlzeit" nicht mehr vorhanden.

Der im Dezember 2003 gegründete Förderverein "Freunde des
Hoesch-Museums e.V." will dafür sorgen, dass die für die Entwicklung der Stadt
Dortmund so bedeutende Stahlindustrie nicht der Vergessenheit anheimfällt.
Ein Freundeskreis, bestehend aus den unten genannten und weiteren 20
Personen, hat sich zusammengeschlossen, um mit Hilfe der ThyssenKrupp AG,
der Stadt Dortmund und unter Federführung des Museums für Kunst und
Kulturgeschichte die Erinnerung an die Stahlzeit zu erhalten. Bis vor einigen
Jahren hat Hoesch in Dortmund 50 000 Arbeitern und Angestellten Arbeit
gegeben. Hoesch und seine Vorgängergesellschaften, seine Vorstände, seine
leitenden Mitarbeiter wie seine Arbeitnehmer haben über viele Jahrzehnte
wesentlich zur heutigen Substanz der Stadt beigetragen. Dementsprechend
wollen die Stadt Dortmund, die ThyssenKrupp AG sowie ehemalige und die
aktiven Mitarbeiter, unterstützt durch das Westfälische Wirtschaftsarchiv,
in einer Gemeinschaftsaktion die Wiedereröffnung des Hoesch-Museums an der
Eberhardstraße betreiben. Die ehemaligen Mitarbeiter von Hoesch
sind aufgrund ihrer beruflichen Kenntnisse besonders berufen, sowohl
beim Aufbau des Museums als auch bei Führungen von Besuchern ihren
Sachverstand einzubringen.

Dabei soll der Blick nicht nur nostalgisch nach hinten gerichtet
sein. Wir meinen vielmehr, dass wir die immer wieder vorgekommenen
strukturellen Änderungen in der Dortmunder Stahlindustrie von 1841 an, als
Hermann Diedrich Piepenstock in Hörde mit der Stahlproduktion begann, als
industriell notwendige Veränderungsprozesse verstehen müssen.
Insofern soll das zu eröffnende Hoesch-Museum zusammen mit dem in unmittelbarer
Nachbarschaft bestehenden Hoesch-Archiv einen Beitrag für die
Hinwendung zu einem neuen Dortmund leisten: Nicht mehr der Dreiklang von Kohle,
Stahl und Bier kann die Zukunft der Bürger in unserer Stadt bestimmen,
sondern nur die Ausrichtung auf zukunftsträchtige Fertigungen und Berufe, wie
sie das dortmund-project aktiv betreibt.

Im neuen Hoesch-Museum soll sich also neben der Vergangenheit
auch die wirtschaftliche Zukunft der Stadt spiegeln können. Vergangenheit
und Zukunft gehören zusammen, wie es in den Worten unseres
Oberbürgermeisters zum Ausdruck kommt: "Das neue Dortmund ist stolz auf das alte
Dortmund."

Für die Realisierung des Projektes "Hoesch-Museum" benötigen wir
die Unterstützung vieler Bürger der Stadt Dortmund, insbesondere -
wie dargelegt - der ehemaligen Mitarbeiter von Hoesch, aber auch der
jetzt im Konzernverbund ThyssenKrupp arbeitenden aktiven Belegschaft. Wir
tragen Ihnen an, Ihre Ideen zur Ausgestaltung des Museums beizusteuern,
wir hoffen aber auch, dass Ihr Interesse an der Darstellung der
Stahlgeschichte soweit geht, Mitglied des Fördervereins "Freunde
des Hoesch-Museums e.V." zu werden.

Wir laden Sie zu einer Informationsveranstaltung zum Thema
Hoesch-Museum am 3. Februar 2004 um 15 Uhr in das INFO-Center
der ThyssenKrupp Stahl AG, Springorumstraße, 44145 Dortmund
sehr herzlich ein.

Folgender Programmablauf ist vorgesehen:

Begrüßung:
Dr. Alfred Heese, ehemaliger Arbeitsdirektor der Hoesch AG

Grußwort:
Dr. Gerhard Langemeyer, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund

Grußwort:
Dr. Karl-Ulrich Köhler, Vorsitzender des Vorstands der
ThyssenKrupp Stahl
AG

Vortrag:
"Eisen- und Stahlindustrie in Dortmund gestern - heute - morgen!"
Prof. Dr. Klaus Tenfelde, Ruhr-Universität Bochum, Institut für
soziale
Bewegungen

Bitte machen Sie uns die Freude Ihrer Teilnahme an dieser ersten
größeren Veranstaltung der Freunde des Hoesch-Museums. Wenn Sie nicht
teilnehmen können, aber die Ziele des Fördervereins unterstützen wollen,
bitten wir Sie, dem Verein beizutreten.


INFO

Förderverein "Freunde des Hoesch-Museums e.V."
c/o Dr. Karl-Peter Ellerbrock
Märkische Str. 120
44141 Dortmund
Fax (0231) 54177296






From rita.boerste at lwl.org Fri Jan 16 14:05:00 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Fri Jan 16 14:16:33 2004
Subject: [WestG] [AKT] LWL kuert Marsberger Kirche zum Denkmal des Monats
Message-ID: s007efa2.000@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 16.01.2004, 10:08


AKTUELL

Trotz fehlender Nutzung ist Gotteshaus mit fast 1000-jähriger Geschichte hervorragend
gepflegt - LWL kürt Marsberger Kirche zum Denkmal des Monats

Schon seit 90 Jahren steht die Alte Kirche St. Petrus in Marsberg-Padberg
(Hochsauerlandkreis) leer, obwohl die katholische Gemeinde ihr altes Gotteshaus kaum noch
nutzt, sorgen die Marsberger dafür, dass es nicht verfällt. Aufgrund dieses besonderen
Engagements hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Alte Kirche St. Petrus
jetzt zum Denkmal des Monats Januar gekürt. "Es ist erstaunlich, dass die kleine Padberger
Kirchengemeinde, die seit 1912 eine neuere größere Kirche nutzt, die alte Kirche pflegt und
sie jetzt sogar mit kommunaler, kirchlicher und staatlicher Unterstützung vorzüglich
restauriert hat. Auch der LWL hat die notwendigen Maßnahmen finanziell unterstützt.
Damit besitzt die Gemeinde ein mittelalterliches Kleinod von unglaublicher Authentizität, das
die fast 1000-jährige Kirchengeschichte des kleinen Dorfes bezeugt", sagt
LWL-Denkmalpflegerin Dr. Roswitha Kaiser. Die kleine, trutzig im Steilhang liegende
Kirche, die man durch ein Rundbogenportal mit schwerer hölzerner Tür an der Hangseite
betritt, ist nahezu quadratisch. Sie ist in zwei Schiffe und zwei Joche mit tragendem
Mittelpfeiler untergliedert. Die vier Deckenfelder sind mit Kreuzgratgewölben
überdeckt. Die weißverputzte Kirche hat ein schiefergedecktes Satteldach, ein kleiner
aufsitzender Dachreiter beherbergt die Glocken und die Turmuhr aus der ersten Hälfte des 18.
Jahrhunderts, die schon lange keinen Dienst mehr tut. Unscheinbarer ist ein besonderer
Schatz der Kirche: Mit einem spätmittelalterlichen Holzfenster aus der Mitte des 13.
Jahrhunderts beherbergt sie das älteste eingebaute Holzfenster Westfalens. Die frisch
restaurierte Innenausmalung der Kirche stammt ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert. Es gibt
keine Urkunden, die verraten, wann genau die Kirche gebaut wurde. Hartnäckig hält sich die
Überlieferung, die Kirche sei 1057 gegründet worden. Gemeinsam mit den Archäologen des LWL
erhielten die LWL-Denkmalpfleger jetzt Gelegenheit, die Antwort dieser Frage zu ergraben:
Die Südwand der Kirche ist im Laufe der Jahrhunderte in den Hang eingesunken, sie wurde feucht
und musste deshalb ebenso wie der Boden und der Putz dringend restauriert werden. Um bei
diesen Arbeiten, die von 1997 bis 2003 dauerten, eine Ringdrainage legen zu können, mussten
die Außenwände freigelegt werden. Die LWL-Archäologen gruben noch ein wenig tiefer und
entdeckten dabei Teile eines Vorgängerbaus. "Die Chorwand der ursprünglichen Kirche
steckt noch in der heutigen Ostwand. Wir sind uns nun sicher, dass der Kern der Kirche entweder
die Kapelle des Padberger Königshofes ist, der urkundlich erstmals 1030 erwähnt wurde, oder
sie spätestens 1120 gegründet wurde, als Kurköln das Padberger Territorium übernommen
hat", grenzt Kaiser den Gründungszeitraum auf das 11. bis 12. Jahrhundert ein.





From rita.boerste at lwl.org Fri Jan 16 14:12:14 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Fri Jan 16 14:17:28 2004
Subject: [WestG] [AKT] Prof. Annemarie Fiedermutz wird 65 Jahre
Message-ID: s007f157.018@lwlapp.itz.lwl.org

Von:
Datum: 16.01.2004, 12:10

AKTUELL

Prof. Dr. Annemarie Fiedermutz wird 65
Forschung über afrikanische Kulturen

Prof. Dr. Annemarie Fiedermutz vom Institut für Ethnologie der
Universität Münster feiert am 17. Januar 2004 ihren 65.
Geburtstag. Wenn mit Ende des Wintersemesters 2003/04 die Ethnologin
in den "Ruhestand" tritt, so beginnt damit eine weitere Phase in ihrem
Leben, die uneingeschränkt dem Lernen, dem Blick auf das Neue
gewidmet ist.

Schon in der frühen Kindheit begann das Interesse für die Bauwelt,
die mit der Lehmarchitektur in Westafrika ein Schwerpunkt ihres
Forschens werden sollte. Nach der Promotion 1970 und Habilitation 1989
an der Universität München waren Forschung und Lehre an der
Universität Münster die folgerichtige Fortsetzung einer
Ausbildung, die sich mit dem Studium bei den herausragenden Ethnologen
in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fortgesetzt hatte: Das
Studium in Mainz bei dem Ethnosoziologen Wilhelm Emil Mühlmann, dem
Religionsethnologen Adolf Ellegard Jensen in Frankfurt am Main und dem
Kulturhistoriker und Afrikanisten Hermann Baumann in München war die
beste Vorbereitung für die folgenden Forschungen in Westafrika.
Diese erstreckten sich zwischen Jahren 1980 und 1989 auf insgesamt
zweieinhalb Jahre und schlossen eine Lehrtätigkeit an der
Universität von Ouagadougou und Feldforschungen, überwiegend in
Burkina Faso, ein und wurden bis in die Gegenwart weitergeführt.

Die Untersuchungen zur Lehmarchitektur, zur Keramik und Töpferei
sowie zur Religionsethnologie in diesem Raum erfolgten in den 80er
Jahren als Mitglied des Frobenius-Instituts in Frankfurt/Main und
hatten, mehrjährig gefördert von der Volkswagenstiftung, eine
Vielzahl von Publikationen zur Folge, die diese Forschungen - auch mit
Ausstellungen und wissenschaftlichen Filmen - international bekannt
machten.

Zuvor stand aus Anlass der Promotion die Begründung der Ethnologie
im deutschsprachigen Raum im Mittelpunkt der Forschung. Dass auch die
Medizinethnologie von Annemarie Fiedermutz neben anderen Schwerpunkten
an der Universität in Münster verstärkt ausgestaltet wurde,
liegt nicht zuletzt in ihrem Bemühen begründet,
Forschungsansätze in interdisziplinärem Rahmen zu verfolgen.
Fächerübergreifende Magisterarbeiten und Dissertationen, bevorzugt
zum afrikanischen Raum, weisen auch auf ein starkes Interesse der
Studierenden an den damit verbundenen Fragestellungen hin, wobei sich
der Kreis der Schülerinnen und Schüler nicht auf diese
Themenkomlexe beschränkt, sondern sich neben anderem auch auf die
Kunstethnologie an Afrika, die Museologie und die Geschichte der
Ethnologie bezieht.

Stets offen ist Annemarie Fiedermutz neben der historischen
Afrikaforschung auch für gegenwärtige Themen: zu der sozialen
Stellung der Frau und Fragen des kulturellen Wandels, vor allem in
afrikanischen Gesellschaften. Bereiche, die nach ihrer Ansicht nur aus
dem Kontext der Gesamtkultur heraus und auf der Grundlage der
geschichtlichen Prozesse zu bearbeiten sind. Neben dem Einsatz in
Lehre und Forschung nahm sie institutionelle Aufgaben wahr. So die
aktive Arbeit in Gremien wie dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft
für Völkerkunde, das Ausrichten von Tagungen oder die Mitwirkung
in der universitäten Selbstverwaltung.

Die Abschiedsvorlesung von Prof. Fiedermutz findet statt am Mittwoch,
28. Januar, um 16.15 Uhr im Hörsaal F 3 des Fürstenberghauses
über das Thema "'Nagelfetisch' oder nkisi - die Stellung eines
Gegenstandes in der Forschungsgeschichte afrikanischer Kulturen".


INFO

Link: Institut für Ethnologie
(http://www.uni-muenster.de/GeschichtePhilosophie/Ethnologie/Inst-Ethno
/frameset.html)









From rita.boerste at lwl.org Fri Jan 16 15:11:49 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Mon Jan 19 08:15:19 2004
Subject: [WestG] [AKT] Treffen des Historischen Gespraechskreises in
Paderborn, 20.01.04
Message-ID: s007ff45.004@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Barbara Stenger"
Datum: 16.01.2004, 14:19


AKTUELL

Treffen des Historischen Gesprächskreises des
"Vereins für Geschichte an der Universität Paderborn e.V. - VfG"
am Dienstag, 20. Januar 2004, um 20 Uhr
in der Gaststätte Weinkrüger, Hathumarstr. 9, Paderborn

Thema dieses Treffens wird sein:
"Unwirkliche Wirklichkeit" - Die Anfänge und Entwicklungen des Kinos in Paderborn.
Von den ,Flimmerkisten' auf dem Liboriberg zu den ersten festen Kinos.

Referentin: Alexandra Müller
Interessenten sind, wie immer, herzlich eingeladen.


INFO

Weitere Informationen im Internet unter:
www.vfg-paderborn.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Jan 19 09:14:04 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Jan 19 09:17:24 2004
Subject: [WestG] [AUS] Stadtmuseum Muenster: Hofmaler Heimbach
Message-ID: s00b9fea.058@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Ingrid Fisch",
Datum: 19.01.2004, 8:46


AUSSTELLUNG

Der Hofmaler Heimbach

Stadtmuseum Münster holt Schätze zur Stadtgeschichte ans Licht / Leihgaben aus Oldenburg

Die Silhouette der Stadt Münster ist unter seinem Stiefel zu erkennen: Der Fürstbischof Christoph
Bernhard von Galen lässt sich von seinem Maler Wolfgang Heimbach ganz im hochherrschaftlichen
Sinne des Absolutismus verewigen.

Mit dem Hofmaler Heimbach beginnt das Stadtmuseum Münster seine Geburtstagsreihe "Focus
Stadtgeschichte". In insgesamt sieben Präsentationen richtet das Museum den Spot auf Einzelaspekte
der Stadtgeschichte und holt dazu Schätze aus Privatbesitz und anderen Museen ans Licht.

Zu dem repräsentativen Porträt des Fürstbischofs aus der Schausammlung des Stadtmuseums kommen
zwei Leihgaben aus dem Oldenburger Landesmuseum, die das Talent des taubstummen Malers
demonstrieren. So führt ein Stillleben mit Kriegsgerät den Blick des Betrachters in eine Wachstube.
Dort sitzen im Schein des Kaminfeuers Soldaten beim Kartenspiel. Angeregt zu diesem Gemälde
wurde Heimbach vermutlich durch die Beteiligung seines münsterischen Dienstherrn an dem Krieg
gegen Schweden seit 1675.

Weitaus friedlicher ist die abendliche Unterhaltung am Kamin. Es ist ein typisches Genrebild des
17. Jahrhunderts, das Heimbach in der Tradition der damals beliebten Nachtstücke malte. Mit
starken Hell-Dunkel-Kontrasten setzt der Maler das ewig junge "Spiel mit dem Feuer" theatralisch in
Szene. Die Gemälde sind bis zum 22 . Februar zu sehen.

Bevor Wolfgang Heimbach am fürstbischöflichen Hof in Münster ar-beitete, lernte er in den Niederlanden
und Italien, schulte sich in Wien und Prag und war Hofmaler in Kopenhagen. Ab 1670 fand Heimbach
beim Kunstliebenden Christoph Bernhard von Galen feste Anstellung.


INFO

Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
48143 Münster
Tel.: 0251/492-4503
eMail: museum@stadt-muenster.de
URL: www.stadt-muenster.de/museum

Ingrid Fisch
Stadtmuseum Münster
Salzstraße 28
D-48143 Münster
Telefon: +49 (0)251/492-4513
Fax: +49 (0)251/492-7726
eMail: FischI@stadt-muenster.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Jan 20 09:13:53 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Jan 20 09:20:41 2004
Subject: [WestG]
[AKT] Vortrag: Garitz, Kneipengeschichten aus der Unterstadt,
Muenster, 22.01.2004
Message-ID: s00cf160.060@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "upm - Mediendienst der Universitaet Muenster",
Datum: 20.01.2004, 09:11


AKTUELL / VORTRAG

Kneipengeschichten aus der Unterstadt
Vortrag am Seminar für Volkskunde der Universität Münster

Wie immer hart an der Realität bewegt sich das Seminar für
Volkskunde/Europäische Ethnologie der Universität Münster mit
seiner öffentlichen Vortragsveranstaltung am 22. Januar 2004: Dr.
Andreas Garitz aus Augsburg berichtet unter dem Titel "Der harte Kern"
über "Kneipengeschichten aus der Unterstadt". Die gemeinsame
Veranstaltung mit der Volkskundlichen Kommission für Westfalen des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe beginnt am Donnerstag um 18.15
Uhr im Vortragsraum des Seminars an der Scharnhorststraße 100
(viertes Obergeschoss) in Münster.








From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Jan 20 09:36:00 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Jan 20 09:44:13 2004
Subject: [WestG] [LIT] Leitfaden durch das Archivwesen
Message-ID: s00cf693.028@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 20.01.2004, 9:32


LITERATUR

Leitfaden durch das Archivwesen

Warum machen Computer in den Büros den Archivaren ihre Arbeit schwerer und
nicht leichter? Was heißt es, wenn jemand die Federführung hat? Wann werden Akten
gefriergetrocknet? Wie bewahrt man Landkarten auf? Warum muss Papier in Archiven entsäuert
werden? In einem Leitfaden hat jetzt ein Autorenteam vom Archivamt des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) diese Fragen beantwortet. "Praktische
Archivkunde" heißt das Fachbuch, das Berufsanfänger, aber auch Laien gut verständlich in
die Archivkunde einführen soll. "Erstaunlich, dass es eine solche Einführung bisher
überhaupt nicht in Deutschland gab", so der Leiter des Westfälischen Archivamtes, Prof. Dr.
Norbert Reimann, der das Buch herausgegeben hat (Ardey-Verlag, 29,80 Euro).

Reimann: "Natürlich ist das Interesse an dem neuen Buch nicht auf Westfalen-Lippe beschränkt.
Anfragen und Bestellungen liegen bereits aus ganz Deutschland vor. Das Werk richtet sich
nicht nur an Auszubildende, sondern auch an Archiv-Mitarbeiter, die keine eigentliche
Fachausbildung durchlaufen sondern sich ihr Wissen in der praktischen Arbeit erworben
haben. Aber auch Familien- und Heimatforscher können aus diesem Buch Informationen
gewinnen, die ihnen die Forschung in einem Archiv erleichtern werden."


INFO

Praktische Archivkunde
Ein Leitfaden für Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste Fachrichtung Archiv
(Ardey-Verlag /CVK) ISBN 3-87023-255-2
29,90 Eur[D]






From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Jan 20 11:59:04 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Jan 20 11:59:50 2004
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Schafgans, Guido Knopp/Dokumentarfilm,
Luedenscheid, 21.01.2004
Message-ID: s00d181c.042@lwlapp.itz.lwl.org

Von: igb@fernuni-hagen.de
Datum: 20.01.2003, 11:53


AKTUELL

Einladung zum Lüdenscheider Gespräch, Mittwoch, den 21. Januar 2004,
um 17 Uhr in den Räumen Instituts für Geschichte und Biographie

Thema:
Spagat zwischen Wahrhaftigkeit und Quote? Guido Knopp und der historische Dokumentarfilm

Referent:
Boris Schafgans


INFO

Institut für Geschichte und Biographie
der Fernuniversität Hagen
Liebigstr. 11
58511 Lüdenscheid
Tel.: 02351-24580
Fax: 02351-39973
Website: http://www.fernuni-hagen.de/INST_GESCHUBIOG







From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Jan 20 16:19:13 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Jan 20 16:50:55 2004
Subject: [WestG] [AKT] LWL-Landesmedienzentrum erschliest historische
Bildersammlung
Message-ID: s00d551b.081@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 20.01.2004, 16:01


AKTUELL

LWL-Landesmedienzentrum erschliest historische Bildersammlung

So sah es aus zu Großvaters Zeiten in Brakel und Bad Driburg, in
Steinheim und Hoexter, in Warburg und Willebadessen oder anderenorts in der Region zwischen
Egge und Weser. Ueber 3.000 historische Fotos, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe
(LWL) jetzt digitalisiert in das Bildarchiv seines Westfaelischen Landesmedienzentrum
eingestellt hat, dokumentieren, wie die Orte der Region Hoexter/Warburg vor 30, 40 oder 50
Jahren aussahen. 'Viele Aufnahmen stammen sogar aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg', erklaert
Kerstin Burg, die die Fotos in zweijaehriger Arbeit inhaltlich erschlossen, per Computer
betextet und mit Schlagworten versehen hat, damit beispielsweise interessierte
Heimatforscher und Buchautoren ein gesuchtes Motiv schneller finden koennen.

Der Hauptteil der Sammlung entstand in den 1950er bis 1970er Jahren. In den zwei Jahrzehnten nach
1949 vollzogen sich rasante Veraenderungen in den Doerfern und Staedten. 'Die Fotografen
des LWL haben den Wandel vieler Ortsbilder und Landstriche ueber die Jahre mit der Kamera
festgehalten. Und so koennen die Historiker und Geographen von heute, Heimatvereine,
Schulen oder interessierte Buerger Einblick nehmen in die Gegenwart' von damals', so Burg.
Die Bildersammlung Hoexter/Warburg ist nur eine von vielen Sammlungen, die das Archiv des
LWL-Landesmedienzentrums seit seiner Gruendung 1986 erhalten hat - aus oeffentlichen und
privaten Quellen und aus dem Schaffen vieler Fotografen: Ueber 300.000 historische und
aktuelle Bilder darunter auch Luftaufnahmen aus allen Regionen Westfalens lagern im
Archivsaal des Westfaelischen Landesmedienzentrums in Muenster. 'Und jaehrlich waechst
der Bestand', so die Dokumentarin: 'Denn haeufig muessen Kommunen ihre Bildarchive
aufgeben oder Fotografen hinterlassen ein Lebenswerk mit ungesichertem Verbleib - in
solchen Faellen sind wir Ansprechpartner und Auffangstation.'

Und was geschieht mit diesen Bilderbergen? 'Zunaechst sichern wir die Bilder archivarisch, um
sie vor dem Verfall zu bewahren. Anschließend digitalisieren wir die Sammlungen Bild fuer Bild,
analysieren und dokumentieren jedes einzelne Foto und stellen das wertvolle Kulturgut so schnell wie
moeglich zur oeffentlichen Nutzung bereit', erklaert Burg. Inzwischen koennen
Interessierte mehr als 33.000 Bilder am Bildschirm sichten und auf Wunsch per Mail
uebermittelt oder digital reproduziert bekommen. Im LWL-Bildarchiv finden sich Fotos zu
den Themen Siedlung und Landschaft, Kunst, Kultur, Architektur, Wirtschaft,
Landesgeschichte und Alltagsleben in Westfalen. 'Es war wichtig, zunaechst einen
repraesentativen Querschnitt durch saemtliche Lebensraeume und Wirtschaftsregionen
Westfalens zu archivieren - in allen Facetten zwischen Kaisers Zeiten und Solarkraftwerk',
erlaeutert die Geographin und Soziologin. 'Die Nachfrage sowohl nach aktuellen wie nach
historischen Fotos wird immer groeßer: fuer Publikationen, Ausstellungen oder andere
Anschauungszwecke.

Als zusaetzlichen Service stellen wir das Bildarchiv im Laufe dieses
Jahres ins Internet. Dann kann man bei der Recherche und Bildsichtung am Schreibtisch
virtuell von Rahden bis Siegen, von Bocholt bis Blomberg - durch 150 Jahre westfaelische
Geschichte reisen', so Burg. Schon jetzt erhalten Interessierte erste Einblicke in das
Bildangebot des LWL-Bildarchivs unter: www.westfaelisches-landesmedienzentrum.de .


INFO

Westfälisches Landesmedienzentrum
Warendorfer Straße 24
48145 Münster

Briefadresse: 48133 Münster
Tel.: 0251 / 591-3902
Fax: 0251 / 591-3982

URL: www.westfaelisches-landesmedienzentrum.de
E-Mail: medienzentrum@lwl.org





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Jan 21 11:54:04 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed Jan 21 12:29:54 2004
Subject: [WestG] [AKT] Newsletter: Technische Kulturdenkmaeler, 21.01.2004
Message-ID: s00e6872.000@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Technische Kulturdenkmäler"
Datum: 21.01.2004, 11:42


AKTUELL


Aktueller Newsletter, Technische Kulturdenkmäler (21. Januar 2004)

Liebe Technikdenkmalfreunde,

Der "transfer - Informationsdienst für die Kulturregion Südwestfalen" Nr. 8 ist
erschienen und auch online in dem Downloadbereich der Homepage der
Kulturregion Südwestfalen /www.kulturegion-swf.de abrufbar.
Themenschwerpunkt diesmal: Technikgeschichte in Südwestfalen. Mit
Beiträgen vom Förderverein Märkische Straße Technischer Kulturdenkmäler e. V. ,
Freilichtmuseum Hagen, vom Arbeitskreis Historischer Hauberg und von Dr. T. Kreft.
Diese Beiträge stehen in ungekürzter Fassung ebenfalls im Downloadbereich zur Verfügung.
Wenn Sie unseren transfer als Paperausgabe erhalten wollen, dann senden Sie bitte
eine e-mail an: susanne.thomas@histoury.net (die Koordinierungsstelle ist bis zum 01.04.
nicht besetzt) mit dem Betreff: transfer.

Thema der nächsten Ausgabe: Kulturtourismus. Freiwillige redaktionelle Beiträge oder sonstige
Tipps und Hinweise sind herzlich willkommen! Bitte ebenfalls an oben genannte e-mail-Adresse.

Vielen Dank für ihre Mitarbeit,

ihre

Technikdenkmalredaktion



Aktuell: Aktuelles (Kulturdenkmäler)

21. Januar 2004, Ausgabe Nr.8 des "transfer - Informationsdienst für die Kulturregion Südwestfalen"
Themenschwerpunkt: Technikgeschichte in Südwestfalen
http://www.industriedenkmale.de/index.asp?db=3&bereich=14&id=206

Termine: Museen/Ausstellungen

5. Oktober 2003-1. Februar 2004, "ROT oder TOT" - Sonderausstellung zur Geschichte der Feuerwehr
Museen der Stadt Lüdenscheid
http://www.industriedenkmale.de/index.asp?db=5&bereich=1&id=1330


INFO

Förderverein Märkische Straße Technischer Kulturdenkmäler e.V.
c/o Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen
Geschäftsstelle: Iserlohn
Gartenstraße 15-19
58636 Iserlohn
Telefon: 0 23 71/80 92-13
mailto:willmann@hagen.ihk.de
http://www.industriedenkmale.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Jan 23 08:10:58 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Jan 23 08:14:22 2004
Subject: [WestG]
[AKT] Lesung. J. Noltensmeier, 'Sittenbilder' der Lippischen
Provinz, Haus Nottbeck, 29.01.2004
Message-ID: s010d720.083@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Dirk Bogdanski",
Datum: 22.01.2004, 12:56


AKTUELL

Geburtenstarke Jahrgänge: skurrile "Sittenbilder"
der Lippischen Provinz
Lesung und Ausstellung mit Gemälden und Texten von
Jürgen Noltensmeier im Westfälischen Literaturmuseum - Haus Nottbeck

Ob feindliche Kühe oder Hausschlachtungen, nicht partytaugliche
Radiorekorder, strippende Schwestern oder gar das soziale Abseits
durch die Zahnspange, mit den großen und kleinen Nöten des
Aufwachsens in der ostwestfälischen Provinz beschäftigt sich
Jürgen Noltensmeiers 2002 erschienener Roman "Geburtenstarke
Jahrgänge". Vom 29.01. bis zum 21.03.2004 stellt er neben
Textprojektionen aus seinem Buch auch großformatige Ölgemälde
mit Ansichten (klein)-bürgerlicher Siedlungsidyllen vom Rande des
Teutoburger Waldes im Museum für Westfälische Literatur aus. Zur
Eröffnung am 29. Januar um 19:30 Uhr präsentiert Noltensmeier auf
dem Kulturgut Haus Nottbeck im Rahmen einer Autorenlesung skurrile
Episoden aus der Karriere von vier "Lümmeln", deren respektloser Zynismus
ein lippisches Dorf schier zur Verzweiflung treibt.

Das Erzähldebüt von Jürgen Noltensmeier zeigt in 15 gnadenlos schrägen
Siebziger-Jahre-Szenarien das Leben von vier Nachbarjungs irgendwo zwischen
Kalletal und Langenholzhausen, dem Geburtsort des heute in Leipzig lebenden
Autors und Künstlers. Doch hier wird der Lippischen Provinz unerbittlich der
Garaus bereitet. Mit skurril-aberwitzigen Storys, in denen geradezu explosives,
subversives Potenzial lauert. Blitzlichtartig werden die Szenen und Episoden
jeweils aus der Sicht eines anderen Jungen erzählt. So entsteht ein Mosaik
vom Leben und Treiben in der Siedlung. "Die trockene Derbheit, die
geradewegs und kompromisslos aufs Ziel losgeht, lässt den Leser ein ums
andere Mal perplex zurück - so dreist und unbekümmert ist wohl selten das "
Sittenbild" einer Landschaft gezeichnet worden. Ein schnodderig-schönes
Stück Schelmenliteratur heutiger Tage," so Dr. Walter Gödden im Westfalenspiegel.

Mit den Texten des Autors, die in der Ausstellung über Projektionen visualisiert
werden, korrespondieren die großformatigen Ölbilder Noltensmeiers auf besondere
Weise. Sie geben - nicht ohne Augenzwinkern - ein Bild kleinbürgerlicher Ruhe
und Idylle mit Eigenheim und Gartenzaun, das durch die subversiven, skurrilen
Geschichten nicht nur gestört, sondern geradezu auf den Kopf gestellt wird.

Jürgen Noltensmeier, Jahrgang 1967, studierte Malerei in Hamburg und Glasgow
und ist als Maler, Autor und Musiker tätig. Seit 1996 ist er zudem Mitinitiator
verschiedener Literaturshows in Hamburg, Berlin und Leipzig, darunter u.a. die
"Liv-Ullmann-Show", die "Lipsi-Lounge" oder die nun in Leipzig stattfindende
"Dinkie Donkie Leseschau".


INFO

Die Lesung von Jürgen Noltensmeier am 29.1. im Museum für Westfälische Literatur
- Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg beginnt um 19.30 Uhr. Eintritt: 6,- Euro (ermäßigt: 4,- Euro).

Informationen und Kartenreservierungen:
Museum für Westfälische Literatur
Kulturgut Haus Nottbeck
Landrat-Predeick-Allee 1
59302 Oelde-Stromberg
Tel. 02529-949457,
URL: www.kulturgut-nottbeck.de.





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Jan 23 13:31:37 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Jan 23 13:36:51 2004
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Vortrag=3A_Zitzlsperger=2C_Paed?=
=?iso-8859-1?q?agogik_und_Maerchen=2C_M=FCnster=2C_27=2E01=2E2004?=
Message-ID: s0112244.017@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle Universität Münster",
Datum: 23.01.2004, 12:12


AKTUELL / VORTRAG

Pädagogik und Märchen
Ringvorlesung an der Universität über die "Wirklichkeit der
Volksmärchen'"

Auf Spurensuche nach sinnvollen Erschließungsmöglichkeiten in
Märchen begibt sich Helga Zitzlsperger aus Weingarten in ihrem
Vortrag über Märchenpädagogik und Märchendidaktik am 27.
Januar 2004 in Münster. Die Veranstaltung im Rahmen der
öffentlichen Ringvorlesung "Zur Wirklichkeit der Volksmärchen" an
der Westfälischen Wilhelms-Universität beginnt am Dienstag um
18.15 Uhr im Hörsaal S1 des Schlosses zu Münster. Veranstalter ist
das Institut für Deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik
der Universität Münster.


INFO

Link: Programm der Ringvorlesung "Märchen"
(http://deuserv.uni-muenster.de/IfdSuLuiD/Ringvorlesung.htm)





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Jan 23 13:34:57 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Jan 23 13:36:54 2004
Subject: [WestG] [LIT] Festschrift Faulenbach, Bochum
Message-ID: s011231b.023@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Josef König" , Pressestelle Ruhr-Universität Bochum
Datum: 23.01.2004, 13:09


LITERATUR

Geschichte als Last und Chance
Festschrift für Prof. Dr. Bernd Faulenbach
Kollegen ehren RUB-Historiker

Festschriften zum Geburtstag sind keine Seltenheit - aber nur wenige bieten
einen so bunten Strauß von Glückwünschen, wie die Aufsatzsammlung
"Geschichte als Last und Chance" (hg. von Franz-Josef Jelich und Stefan
Goch, Klartext-Verlag), die zur Ehren des Bochumer Historikers Prof. Dr.
Bernd Faulenbach erschienen ist. Wegbegleiter, Kollegen und Freunde aus
Wissenschaft und Politik nahmen den sechzigsten Geburtstag des
Wissenschaftlers zum Anlass, um sich mit den zentralen Fragen seines
Schaffens auseinander zusetzen. Die 41 Beiträge kreisen um die Geschichte
des 19. und 20. Jahrhunderts und um die Themen Erinnerung, Politisches
Bewusstsein und Soziale Demokratie. Faulenbachs umfangreiches
wissenschaftliches Werk und die Heterogenität der Gratulanten machen
deutlich: Der Geehrte ist ein Grenzgänger, der ebenso in der Wissenschaft
wie in der Politik zu Hause ist.


Bunter Strauß von Glückwünschen

Neben Bochumer Kollegen wie Klaus Tenfelde, Karsten Rudolph, Helga Grebing
und Bernd Bonwetsch melden sich weitere hochkarätige Vertreter der
Disziplin zu Wort. So leisten u.a. Jürgen Kocka, Christoph Kleßmann, Dieter
Langewiesche, Wolfgang Benz, Konrad H. Jarusch, Klaus Schönhoven und Jürgen
Reulecke einen Beitrag. Die Aufsätze, die von den politischen Weggefährten
des Jubilars verfasst wurden, runden das Bild ab. So denkt Franz
Müntefering über die notwendigen Strukturveränderungen zur Schaffung einer
lebendigen Demokratie nach und Wolfgang Thierse setzt sich mit dem
europäischen Gesellschaftsmodell auseinander.


Geschichtspolitisches Engagement

Bernd Faulenbachs geschichtspolitisches Engagement beeindruckt: So ist er
u.a. in Enquete-Kommissionen des Bundestages und in Kommissionen von
Ministerien des Bundes und der Länder tätig. Seit 1989 ist er Vorsitzender
der Historischen Kommission der SPD. Er engagiert sich als Vertrauensdozent
der Friedrich-Ebert-Stiftung und ist auf kommunalpolitischer Ebene in
Bochum aktiv. Der Historiker erhielt 1998 das Bundesverdienstkreuz I.
Klasse.


Curriculum Vitae

Der am 3. November 1943 in Pyritz Geborene, floh nach dem Ende des Zweiten
Weltkriegs zusammen mit seinen Eltern in den Westen. Nach dem Abitur
studierte Bernd Faulenbach in Bonn und Bochum Geschichtswissenschaft,
Germanistik, Politikwissenschaft, Philosophie und Pädagogik. 1981 wurde er
schließlich wissenschaftlicher Mitarbeiter des Recklinghausener
Forschungsinstituts "Arbeit, Bildung, Partizipation", seit 1993 ist er als
Honorarprofessor an der Ruhr-Universität Bochum beschäftigt.


INFO

Geschichte als Last und Chance. Festschrift für Bernd Faulenbach, hg. von
Franz-Josef Jelich und Stefan Goch, Essen 2003, Klartext, 574 Seiten, Preis
39,90 Euro, ISBN 3-89861-270-8

Prof. Dr. Bernd Faulenbach, Fakultät für Geschichtswissenschaft der RUB,
44780 Bochum, GA 4/140, Tel: 0234/32-23125, E-Mail:
faulenbach@01019freenet.de






From rita.boerste at lwl.org Mon Jan 26 11:52:30 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Mon Jan 26 11:56:58 2004
Subject: [WestG] [AKT] Holocaust-Gedenktag in Witten, 27.01.2004
Message-ID: s014ff89.095@lwlapp.itz.lwl.org

Übernahme aus der "geschichtskultur-ruhr - Mailingliste"
Von: "gk-mail (Abeck)"
Datum: 26.01.2004, 09:26


AKTUELL

Wittener gedenken der Opfer des Nationalsozialismus
Kranzniederlegung und Lesung aus dem Tagebuch eines Häftlings
am 27.01.2004, ab 11.00 Uhr

Auschwitz gilt im internationalen Sprachgebrauch als Synonym für
Unmenschlichkeit und die Katastrophe (Shoah) in der Menschheitsgeschichte.
Seit 1996 wird der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers
bundesweit gefeiert.

In Witten laden die Stadt, die Deutsch-Israelische Gesellschaft Witten und
der Freundeskreis der Israelfahrer e.V. am kommenden Dienstag (27.01.) ab
11 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung in die Erlöserkirche in Annen ein. Im
Anschluss daran erfolgt gegen 11.45 Uhr eine Kranzniederlegung am
ehemaligen KZ-Außenlager Buchenwald (Westfeld-/Ecke Immermannstraße).
Wittener Bürgerinnen und Bürger sowie Wittener Schulen sind herzlich
eingeladen, daran teilzunehmen. Schulklassen bittet das Stadtarchiv um
telefonische Anmeldung unter Tel. 581-2415 und 581-2416.

Für die Gedenkfeier hat das Stadtarchiv mit dem Theaterpädagogen Till
Stauffer eine szenische Lesung vorbereitet: Elisabeth Brenker und Robbin
Scharf vom Albert-Martmöller-Gymnasium (9. Klasse) sowie der Student Daniel
Mutlu werden Auszüge aus dem Tagebuch des ehemaligen KZ-Häftlings Robert
Maréchal vortragen.

Der damals 27jährige Franzose traf am 16. September 1944 mit dem ersten
Transport von 700 Häftlingen aus dem Konzentrationslager Buchenwald in
Annen ein. Seine regelmäßigen Aufzeichnungen geben tiefe Einblicke in die
Lagerverhältnisse. Eine historische Quelle von sehr hohem Wert: "Derartige
Überlebenszeugnisse sind nur selten erhalten", weiß die Leiterin des
Wittener Stadtarchivs, Dr. Martina Kliner-Fruck. Der Historiker Klaus
Völkel war in den 1990er Jahren über die Witwe Maréchals an die Dokumente
gelangt, als er im Auftrag der Stadt Witten die Geschichte des
KZ-Außenlagers erforschte. Dadurch war es mittlerweile möglich, für das
Stadtarchiv eine Kopie anzufertigen und den Text zu übersetzen.

"Die Lesung zur Gedenkfeier ist der erste Schritt zur Entwicklung eines
Theaterstücks, das im nächsten Jahr mit Unterstützung von Wittener
Künstlern und Sponsoren und in Zusammenarbeit mit Schulen vom Stadtarchiv
entwickelt werden soll", kündigt die Leiterin des Wittener Stadtarchivs,
Dr. Martina Kliner-Fruck an.

Historisch Interessierte weist das Stadtarchiv noch auf die
Veröffentlichung von Manfred Grieger und Klaus Völkel hin. Ihr gemeinsames
Werk "Das Außenlager Annener Gußstahlwerk (AGW) des Konzentrationslagers
Buchenwald September 1944 - April 1945" ist für zehn Euro beim Stadtarchiv,
Herbeder Straße 43, erhältlich.

Das Wittener Programm zum Holocaust-Gedenktag

11:00 Uhr:
Begrüßung durch Pfarrer Claus Humbert in der Erlöserkirche

ca. 11:05:
Begrüßung durch Bürgermeister Klaus Lohmann

ca. 11:10:
Szenische Lesung aus dem Tagebuch des Robert Maréchal durch Elisabeth
Brenker, Robbin Scharf, Daniel Mutlu, begleitet von Till Stauffer

ca. 11:40:
Gemeinsamer Gang zur Restfläche des KZ-Außenlagers Buchenwald

ca. 11:45:
Kranzniederlegung durch Bürgermeister Klaus Lohmann und Karlheinz Dressel
(Freundeskreis der Israelfahrer), Pfarrer Claus Humbert u. a.


INFO

Hannelore Weitkus
Tel. 02302/581-2416
Stadtarchiv
Herbeder Str. 43
58449 Witten





From rita.boerste at lwl.org Mon Jan 26 14:07:18 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Mon Jan 26 14:59:27 2004
Subject: [WestG] [AKT] CD-Rom ueber "Historische Orgeln im Ruhrgebiet"
erschienen
Message-ID: s0151f2f.096@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Josef König"
Datum: 26.01.2004, 13:39


AKTUELL

Von alten Pfeifen und Registern
CD-Rom zu "Historischen Orgeln im Ruhrgebiet"
RUB-Musikwissenschaftler durchforsteten Kirchen

Eine neue CD-Rom dokumentiert alle "historischer Pfeifen" des Ruhrgebiets.
Rund 176 Orgeln aus der Zeit vor 1945 - mehr als erwartet - fanden
Musikwissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum auf ihrer Recherchetour
durch das Revier in den Grenzen des Kommunalverbandes Ruhrgebiet (KVR). Die
aktuelle CD-Rom von Prof. Dr. Christian Ahrens, Sven Dierke und Stefan
Gruschka "Historische Orgeln im Ruhrgebiet" (Institut für Musikwissenschaft
der RUB) enthält eine musikwissenschaftliche Einleitung und umfangreiches
Datenmaterial etwa zu Geschichte, Erbauer, Standort, Register- und
Manualanzahl sowie Baujahr der Orgeln, dazu rund 2.500 Fotos. Der Clou:
Alle Register können nun die Nutzer selbst ziehen - die Benutzeroberfläche
gleicht einem Orgelspieltisch. Unterstützt wurde das Projekt mit rund
20.000 Euro von der Fritz Thyssen Stiftung.

Ein Prachtwerk bei Krupp

Allein 19 der 176 historischen Orgeln fanden die Wissenschaftler in Bochum.
Im benachbarten Essener Dom spürten sie aber die älteste Orgel des Reviers
auf. Diesem 1664 von Heinrich Springhorum erbauten Instrument setzte der
Holzwurm im Laufe der Jahrhunderte so stark zu, dass 1934 die letzten
originalen Windladen, Pfeifen sowie Teile des Spieltisches entfernt werden
mussten. Erst in den 1960er Jahren baute der Kevelaer Orgelbauer Romanus
Seifert neue Pfeifen in das historische Gehäuse ein. Auch außerhalb des
liturgischen Raums wurden die Bochumer Musikwissenschaftler fündig, so in
der Bundesanstalt für Arbeitsschutz in Dortmund (DASA), in der eine
Kinoorgel aus dem Jahr 1928 ausgestellt ist. Gebaut wurde sie für das New
Yorker Temple Theatre, Ithaca, und von 1935 bis 1960 in der benachbarten
Methodistenkirche bespielt. Die Orgel kam 1993 über Umwege ins Ruhrgebiet,
sämtliche ihrer historischen Register sind noch vorhanden. Sogar eine
Hausorgel mit Selbstspielvorrichtung entdeckten die Forscher - in der
Kruppschen Villa Hügel. Der Hersteller schrieb damals dem Industriellen,
sie sei "ein Prachtwerk" und werde "sicherlich den Beifall" der Familie
finden.

Unschätzbare Datenbasis für Forscher und Kirchenmusiker

Orgelsachverständige der evangelischen und der katholischen Kirchen sowie
die Gemeinden und Küster vor Ort halfen dem Bochumer Team bei der
akribischen Dokumentation. Mit dieser CD-Rom steht nun eine umfangreiche
Materialbasis für die orgelkundliche Forschung bereit. Zugleich will sie
Kirchenmusiker auch für den Wert ihrer Instrumente sensibilisieren.
Angesichts oft willkürlich und unsachgemäß durchgeführter
"Modernisierungen" plädieren die Herausgeber in ihrer Dokumentation "für
einen respektvollen Umgang mit deren historischer Substanz".


INFO

Bezug und Titelaufnahme:
Historische Orgeln im Ruhrgebiet, CD-Rom herausgegeben von Christian
Ahrens, Sven Dierke und Stefan Gruschka, 2003. Die CD-Rom ist zum Preis von
30 Euro plus Versandkosten über die Herausgeber zu beziehen.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Christian Ahrens, Musikwissenschaftliches Institut der
Ruhr-Universität Bochum, GA 04/48, Tel. 0234/32-22394
E-Mail: christian.ahrens@rub.de





From rita.boerste at lwl.org Mon Jan 26 14:56:23 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Mon Jan 26 15:01:00 2004
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Thesen zur Zukunft des belgischen
Nationalstaates, Muenster, 29.1.04
Message-ID: s0152ab2.014@lwlapp.itz.lwl.org

Von:
Datum: 26.01.2004, 14:10


AKTUELL: VORTRAG

Tagung des Zentrums für Niederlande-Studien der Universität:
Nationale Bewegungen in Belgien

Öffentlicher Festvortrag von Karl-Heinz Lambertz, Ministerpräsident der deutschsprachigen
Gemeinschaft in Belgien, am 29. Januar um 20 Uhr im Erbdrostenhof Münster
zum Thema "Thesen zur Zukunft des belgischen Nationalstaates"

Kaum ein anderes Land in Europa ist in Hinblick auf nationale
Identität derart vielgestaltig wie Belgien. Der Prozess der
Föderalisierung hat seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts das
Königreich Belgien in einen Bundesstaat umgewandelt. Noch ist offen,
ob dieser Prozess abgeschlossen ist oder ob in Zukunft weitere
Veränderungen in der politischen Struktur unseres Nachbarlandes
anstehen. Deshalb veranstaltet das Zentrum für Niederlande-Studien
der Westfälischen Wilhelms-Universität am 29. und 30. Januar im
Erbdrostenhof in Münster die Tagung "Nationale Bewegungen in
Belgien".

Dabei stellt sich auch die Frage, welches Verhältnis zu
unterschiedlichen Zeiten zwischen belgischem, flämischem,
wallonischem und großniederländischem Bewusstsein existierte. Wie
legitimierten sich die nationalen Bewegungen des Landes, und wer waren
die Träger von belgischem, flämischem, wallonischem
beziehungsweise großniederländischem Bewusstsein? Darüber hinaus
soll der Frage nachgegangen werden, wie Belgien in Deutschland
wahrgenommen worden ist. Auf diese Weise soll letztlich die Kenntnis
über eine spannungsreiche Thematik für den deutschsprachigen Raum
erweitert werden. Bisher wurden diese Fragen in Deutschland kaum
thematisiert. Die Tagung des Niederlande-Zentrums will diese Lücke
schließen und kombiniert Ansätze der Landeskunde mit Fragen der
internationalen Nationalismusforschung.

Karl-Heinz Lambertz, Ministerpräsident der deutschsprachigen
Gemeinschaft in Belgien, wird am 29. Januar um 20 Uhr im Erbdrostenhof
an der Salzstraße einen öffentlichen Festvortrag zum Thema "Thesen
zur Zukunft des belgischen Nationalstaates" halten.


INFO

Link: Zum Tagungsprogramm
(http://128.176.67.160/Hausderniederlande/events/eventdoc/eventdoc/tagung%20belgien.htm)







From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Jan 26 15:51:18 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Jan 26 16:21:34 2004
Subject: [WestG] [LIT] Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Muenster
2004/02
Message-ID: s0153789.099@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Hans Mühl", Redaktion
Nordrhein-Westfälische Bibliographie
der Universitäts- und Landesbibliothek Münster
Datum: 26.01.2004, 15:51


SERVICE: LITERATUR

Neuerwerbungsliste "Westfalen" der ULB Münster

In Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB
Münster) bietet die E-Mailing-Liste "Westfälische Geschichte" an dieser
Stelle einen regelmäßigen Hinweis-Service auf die jeweils aktuelle
Westfalica-Neuerwerbungsliste der ULB Münster an. In ihr werden Titel
(inklusive ULB-Signatur für die Bestellung über den OPAC) zum Thema
"Westfalen" verzeichnet. Sie sind von der Bibliothek käuflich oder
aufgrund ihrer Veröffentlichung im Landesteil Westfalen
(Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster) als Pflichtexemplare
erworben worden.

Die Neuerwerbungsliste 2004/02 für den Zeitraum vom 03.01.2004 bis zum
16.01.2004 mit insgesamt 60 Titeln ist unter der URL


http://cgi08.uni-muenster.de:8408/exec/ULB/neuerwerb.php?action=fachimfokus&fach=wes

abrufbar.

Die Titel können online über den OPAC der ULB bestellt werden unter:

http://superfix.uni-muenster.de/cgi-webOPAC/bridgeMain.pl?maskID=001&tagNO=&functionID=1&Language=De&SignalPort=3048&
ServerLogin=wopaculb&ServerDatabase=maindb&Z3950=off&
Z3950User=gast&BaseUrl=wopac.shtml

Hinweise zum Sammelgebiet "Westfalen" finden Sie unter:

http://www.uni-muenster.de/ULB/sammlungen/westfalica/



INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster (ULB)
- Redaktion Nordrhein-Westf. Bibliographie -
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24074

E-Mail: muhl@uni-muenster.de





From rita.boerste at lwl.org Tue Jan 27 11:05:29 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Tue Jan 27 11:09:21 2004
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Die Unternehmerfamilie Berger und der
Bergbau, Witten, 03.02.04
Message-ID: s0164612.013@lwlapp.itz.lwl.org

Übernahme aus der "geschichtskultur-ruhr - Mailingliste"
Von: "gk-mail (Abeck)"
Datum: 27.01.2004, 10:48


AKTUELL: VORTRAG

Vortrag im Märkischen Museum, Witten
Dienstag, 3. Februar 2004, 19:30 Uhr
Gerhard Koetter: Die Unternehmerfamilie Berger und der Bergbau

Im Mittelpunkt des Vortrags steht Carl Ludwig Berger, der 1854 im Alter von
60 Jahren ein Gussstahlwerk - das heutige Wittener Edelstahlwerk -
gründete. Vorher betrieb er Steinkohlenzechen, die er von seinen Eltern
übernommen hatte. Auch seine beiden Söhne waren mit dem Wittener Bergbau
eng verbunden.

Was befähigte Berger zu der Gründung des Werkes?
Wo legte er die Grundlagen seines Vermögens?
Wie stand er zu seiner Mutter, der Witwe Berger, und zu seiner Schwester,
Helene Lohmann?
Warum wurde für seinen Sohn Louis das Bergerdenkmal auf dem Hohenstein
gebaut?

Diese und andere Fragen soll der Vortrag beantworten. Der Schwerpunkt liegt
dabei auf der Bergbaugeschichte Wittens.

Der Vortrag von Rektor i.R. Gerhard Koetters bildet den Auftakt zu einer
Vortragsreihe anläßlich des 150jährigen Bestehens des Wittener
Edelstahlwerks.


INFO

Veranstalter:
Verein für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark

Veranstaltungsort:
Märkisches Museum
Husemannstraße 12
58452 Witten

Weitere Termine:
10.02. - Dr. Hartmut Herbst
17.02. - Prof. Dr. Heinrich Schoppmeyer
02.03. - Dipl.-Ing. Karl Hebeker;
16.03. - Prof. Dr. Wolfhard Weber





From rita.boerste at lwl.org Tue Jan 27 10:59:07 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Tue Jan 27 11:10:56 2004
Subject: [WestG]
[AKT] Vortrag ueber W. Bensemann in der Steinwache, Dortmund,
08.02.04
Message-ID: s0164488.090@lwlapp.itz.lwl.org

Übernahme aus der "geschichtskultur-ruhr - Mailingliste"
Von: "gk-mail (Abeck)"
Datum: 27.01.2004, 10:48


AKTUELL: VORTRAG

Sonntag, 8. Februar 2004
Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Beginn: 12.00 Uhr
Bernd Beyer: "Der Mann, der den Fußball nach Deutschland brachte"

Walther Bensemann (1873-1934) war einer der wichtigsten Fußballpioniere in
Deutschland. Der gebürtige Berliner wuchs in der Schweiz auf und gründete
schon als Jugendlicher dort den "Footballclub Montreaux". Auch nach seiner
Übersiedlung nach Karlsruhe blieb seine Begeisterung für den Ballsport
ungebrochen. Den ersten süddeutschen Club, der nach Association-Regeln
spielte, war der "International Footballclub Karlsruhe", den Bensemann,
damals noch Schüler am Großherzoglichen Gymnasium, im September 1889 aus
der Taufe hob.

Am 28. Januar 1900 nahm er als Delegierter am Gründungsakt des DFB in
Leipzig teil und beantragte dort den Namen "Deutscher Fußball-Bund".
In der Weimarer Republik machte sich Bensemann einen Namen als
Sportjournalist. Allein in der ab 1920 von ihm herausgegebenen Zeitung "Der
Kicker" füllte er in 13 Jahren nahezu 2000 Seiten mit eigenen Artikeln. Als
die Nationalsozialisten 1933 die Macht in Deutschland übernahmen, entschloß
sich Bensemann auf Grund seiner jüdischen Abstammung , Deutschland im
gleichen Jahr in Richtung Schweiz zu verlassen. Im Jahr darauf verstarb er
in Montreaux, wo vor 47 Jahren alles begann, an einem Herzleiden.

Eine Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Dortmund in
Kooperation mit:
der Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten, Bezirk
Westliches Westfalen und Unterbezirk Dortmund, der Auslandsgesellschaft NRW
e.V., dem Frauenbüro der Stadt Dortmund, dem Verein Gegen Vergessen - Für
Demokratie e.V./Regionalgruppe Rhein/Ruhr, der Gesellschaft für
christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V. und Nes Ammim Deutschland
e.V.


INFO

Veranstaltungsort:
Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Steinstr. 50
44147 Dortmund
Telefon: (0049)-(0)231-50-25002

Literatur:
Bernd M. Beyer: Der Mann, der den Fußball nach Deutschland brachte. Das
Leben des Walther Bensemann, Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2003, ISBN
3-89533-408-1






From rita.boerste at lwl.org Tue Jan 27 11:08:13 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Tue Jan 27 11:12:10 2004
Subject: [WestG] [AKT] Neue Seminare im Westfaelischen Museum fuer
Archaeologie, Herne
Message-ID: s01646ae.019@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 27.01.2004, 08:01


AKTUELL

Jagen, Schmieden und Schmücken
Neue Seminare im Westfälischen Museum für Archäologie

Herne. Feuermachen oder Tiere erlegen war schon mal schwerer als heute. Wem der Griff
zum Feuerzeug oder der Gang zum Metzger zu einfach ist, kann ab Februar im Westfälischen
Museum für Archäologie in Herne Kreativseminare für Jugendliche ab 16 Jahre und Erwachsene
besuchen. Im Angebot sind ein Ganztagskursus zum mittelalterlichen Feuerzeug, ein
Wochenendseminar zur steinzeitlichen Speerschleuder und mehrstündige Seminare zu
Schmuck und Kunst vor 20 000 Jahren. Die Seminare im Archäologie-Museum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) richten sich an alle, die sich mit dem Leben in
vergangenen Zeiten nicht nur theoretisch, sondern auch einmal praktisch
auseinandersetzen möchten. Telefonische Anmeldung ist erforderlich.

Den Anfang macht am So., 15. Februar, von 11-18h das Schmiedeseminar "Feuer und Flamme".
Unser Wort "Feuerzeug" erinnert noch daran, dass es ursprünglich aus mehreren Dingen bestand. Im
Mittelalter waren das Feuerstahl und Feuerstein, Zunder und Häcksel. Diese Dinge hatte man -
Frau auch - gewöhnlich in einer Tasche dabei. Das Seminar vermittelt alles Wissenswerte über
die wichtigste Energiequelle im Mittelalter; die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen
wie ihre Vorfahren im Mittelalter Feuer machten und stellen ihr eigenes Feuerzeug zusammen.
Nach originalen Funden schmieden sie ihren Feuerstahl unter fachkundiger Anleitung von
Museumspädagoge Norbert Reuther selbst und lernen den Umgang damit. Feuerstein, Zunder und
Häcksel gehören dazu, so dass jeder ein funktionierendes mittelalterliches Feuerzeug mit
nach Hause nimmt.

Am 29. Februar geht es im Steinzeitatelier des LWL-Museums um Schmuck in der
Steinzeit. Der Wunsch sich zu schmücken ist offenbar nicht so alt wie die Menschheit. Denn
erst mit dem Auftreten des heutigen, modernen Menschen vor 40 000 Jahren kommen im
archäologischen Fundgut verstärkt Objekte vor, die sich eindeutig als Schmuck bestimmen
lassen: durchbohrte Tierzähne und Muscheln, Perlen aus Stein, Elfenbein, Geweih oder
Knochen. Am Anfang der vierstündigen Veranstaltung gibt Seminarleiter Dr. Ulrich Stodiek
einen Überblick über das Spektrum steinzeitlichen Schmucks, eine Material- und
Technikkunde. Dann stellen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Hilfe von
traditionellen und authentischen Werkzeugen ein Knochenamulett selbst her. Das Vorbild
ist ein sechs Zentimeter langes Pferdchen aus Mammutelfenbein, das Archäologen in Sungir in
der ehemaligen Sowjetunion fanden und das etwa 25 000 Jahre alt ist.

Um Kunst vor 20 000 Jahren geht es am So., 21. März. Das Seminar beschäftigt sich mit einer
besonderen Art von Frauenfigur. Die so genannten Venusstatuetten waren vor 25 000 bis 20 000
Jahren zwischen dem Atlantik im Westen und dem Don im Osten sehr häufig. Sie heißen so, weil
sie besonders ausgeprägte weibliche Formen aufweisen. Archäologen vermuten, dass sie Symbole
weiblicher Fruchtbarkeit waren und damit vielleicht die ältesten bekannten Darstellungen
einer Muttergottheit sind. Nach einer instruktiven Einführung modellieren die so
inspirierten Teilnehmer selbst eine Venusstatuette aus Ton. Ihr Vorbild ist eine circa 11,5
Zentimeter große Figur aus Dolni Vestonice in der heutigen Tschechischen Republik.

Am Wochenende, 17. und 18. April, bietet das Steinzeitatelier einen Wochenendkursus über die
Speerschleuder an. Am Ende der letzten Eiszeit, zwischen 20 000 und 10 000 Jahren v. Chr.,
entwickelten unsere Vorfahren diese Waffe, mit der sie die damalige Jagdtechnologie
revolutionierten. Mit der künstlichen Wurfarmverlängerung konnten sie den Speer fast
doppelt so weit werfen und ihm eine deutlich größere Durchschlagskraft verleihen. In
einigen Teilen der Welt wird die Speerschleuder noch heute verwendet, zum Beispiel von den
Aborigenes in Australien. Nach einer reich bebilderten Einführung zur Geschichte der
Speerschleuder stellt sich jeder Teilnehmer eine gebrauchsfähige Ausrüstung, eine
Ganzholzspeerschleuder und zwei befiederte Speere, nach archäologischen und
völkerkundlichen Vorbildern selbst her. Auf dem Freigelände des Museums lernen sie dann,
wie die Speere eingesetzt wurden.


INFO

Westfälisches Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel. 02323 94628-0,
www.museum-herne.de.
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr,
Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr

Anmeldung:
Eine Anmeldung für alle Seminare bis spätestens eine Woche vor Veranstaltung
ist unbedingt erforderlich unter Tel. 02323/94628-0 während der Öffnungszeiten des Museums.

Termine und Kosten:
Schmieden: "Feuer und Flamme" Termin: Sonntag, 15.2.2004, 11 bis 18 Uhr
Kosten: 45 Euro inklusive Material und Museumseintritt

Steinzeitschmuck: "Knochenamulett" Nächster Termin: Sonntag, 29.2.2004, 13 Uhr bis circa 16.30 Uhr
Preis: 33,- Euro inklusive Material und Museumseintritt

Steinzeitkunst: "Venusstatuette" Termin: Sonntag 21.3.2004, 13 bis circa 16 Uhr Preis: 30,- Euro inklusive
Material und Museumseintritt

Technik: "Speerschleuder" Termin: Wochenende 17.-18.4.2004, Samstag 13 bis 18 Uhr, Sonntag 11 bis
circa 18 Uhr, Teilnehmer(innen): Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren (ab 14 Jahren mit
Begleitperson), Preis: 90,- Euro inklusive Material und Museumseintritt






From rita.boerste at lwl.org Tue Jan 27 12:03:32 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Tue Jan 27 12:10:21 2004
Subject: [WestG] [AKT] Westfaelisches Museum fuer Archaeologie stellt
Jahresprogramm vor
Message-ID: s01653b4.055@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 27.01.2004, 11:35


AKTUELL

Westfälisches Museum für Archäologie stellt Jahresprogramm vor

Das Westfälische Museum für Archäologie will 2004 seine Position am neuen
Standort in Herne festigen und bietet ein vielseitiges Programm. Mit Familiensonntagen und
Kreativseminaren will das Archäologie-Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL) Familien, Jugendliche und Erwachsene ansprechen. Ab 17. Juni läuft die erste
Sonderausstellung über Prärieindianer und Eiszeitjäger. Das Museum hat an seinem neuen
Standort in Herne in den ersten zehn Monaten fast 70.000 Besucherinnen und Besucher gezählt.

"Wir sind angenehm überrascht, dass das Museum äußerst positiv angenommen worden ist,"
bilanziert LWL-Museumsdirektorin Dr. Gabriele Isenberg die ersten neun Monate am neuen
Standort. Mit 70 000 Gästen in zehn Monaten seien nicht nur Stammkunden wiedergekommen,
sondern das Museum habe auch viele neue Freunde gewonnen, die sich auf das Abenteuer
Archäologie einlassen wollten. Auch 2004 wollen wir unserem hohen Qualitätsanspruch
gerecht werden. Bei der Gratwanderung zwischen Bildungsauftrag und Eventkultur, dem
heutzutage jedes Museum ausgesetzt ist, setzen wir auf die Strategie der Nachhaltigkeit.

Wir wollen, dass unsere Besucherinnen und Besucher etwas für sich selbst mitnehmen, das über
die Zeit des Museumsbesuchs hinaus reicht", erklärt die westfälische Landesarchäologin.
Vor allem Familien und an Archäologie interessierte Jugendliche und Erwachsene will das
Museum im Jahr 2004 ansprechen. Deshalb wird jeder erste Sonntag im Jahr ein Familiensonntag
mit einem besonderen, kostenlosen Angebot. Der kommende Familiensonntag (1.2.) ist den
Rittern gewidmet.

Für Kinder gibt es um 14 Uhr und um 16 Uhr das Programm "Wie die alten
Rittersleut". Im Mittelalter galten Ritter als edle und mutige Kämpfer mit vorbildlichen
Manieren. Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren können sich im Archäologie-Museum vom Knappen
zum Ritter ausbilden lassen. Neben höfischen Benehmen lernen die jungen Recken alles über
das ritterliche Leben im Mittelalter. Bevor die Knappen feierlich den Ritterschlag
erhalten, stellen sie sich selbst einen Teil der Rüstung her.Während sich die 8- bis
12-Jährigen im LWL-Archäologiemuseum vom Knappen zum Ritter ausbilden lassen, machen die
Erwachsenen unter fachkundiger Führung einen Rundgang durch 250 000 Jahre
Menschheitsgeschichte in Westfalen.

Im Museumskino läuft um 12 Uhr und um 15 Uhr der dänische
Spielfilm "Valby - Das Geheimnis im Moor". Die drei Freunde Sven, Bo und Petra geraten durch
ein vom Blitz getroffenes Funkgerät ins Mittelalter. Während den beiden Jungs die Flucht in
die Gegenwart gelingt, wird Petra von einer Horde Ritter geraubt. Gemeinsam mit der kleinen
Hanna begeben sich die Freunde zurück ins Mittelal-ter, um Petra zu retten. Im Februar
beginnen auch die so genannten Kreativseminare, die mehrere Stunden aber auch ein ganzes
Wochenende dauern können.

"Damit wollen wir vor allem ältere Jugendliche und aktive Erwachsene ansprechen,
die sich einmal intensiv und das heißt auch praktisch mit dem Leben in
einer vergangenen Zeit auseinandersetzen wollen, zum Beispiel einer 20 000 Jahre alten
Jagdtechnik wie der Speerschleuder oder der ersten Kunst" erläutert Museumspädagoge
Michael Lagers das Angebot. Im ersten Seminar am 15.2. geht es um das mittelalalterliche
"Feuer-Zeug", den Feuerstahl dafür schmieden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst.

Am 28. März feiert das Museum gleich zweimal Geburtstag: seinen ersten in Herne und seinen
siebzigsten insgesamt. Denn 1934 wurde die archäologische Abteilung des
Provinzialmuseums in Münster eigenständige Institution unter dem Namen "Landesmuseum für
Ur- und Frühgeschichte". Zum ersten Mal nimmt auch das Archäologie-Museum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in diesem Jahr an der ExtraSchicht - Die Nacht der
Industriekultur" (10.7.2004) teil. Das Museum beteiligt sich unter dem Motto
"Industrie-Archäologie" mit Spezialführungen, Vorträgen, Filmen und Mitmach-Aktionen.

Die zweite Jahreshälfte 2004 steht unter dem Zeichen von Prärieindianern und
Eiszeitjägern: Am 17. Juni beginnt die erste Sonderausstellung, die bis zum 16. Januar 2005
laufen soll. Die Ausstellung zeigt das frühere Leben der nordamerikanischen Jäger der
Prärien und Plains und stellt dies den Spuren der frühen modernen Menschen gegenüber, die vor
40 000 bis 12 000 Jahren in einem ähnlichen Lebensraum in Europa lebten. Dafür wird in der 800
Quadratmeter großen Halle sogar ein ganzes Tipi-Dorf aufgebaut. "Eiszeitjäger und
Prärieindianer haben vieles gemeinsam, zeigen aber auch viele Unterschiede.

Durch die Gegenstände und Überlieferung der Prärieindianer, deren Lebensweise erst im 19.
Jahrhundert weitgehend vernichtet worden ist, erahnen wir, was aus der Zeit der
Eiszeitjäger alles verloren gegangen sein kann, zum Beispiel Babytragen und reich
verzierte Kleidung. Die Frage, die hinter der Ausstellung steht, ist ob uns unser Wissen von
den nordamerikanischen Indianern helfen kann, unsere eigene Vergangenheit besser zu
verstehen, von der nur so wenig übrig ist", erläutert Museumsleiterin Dr. Barbara
Rüschoff-Thale das Konzept der Ausstellung.


INFO

Westfälisches Museum für Archäologie,
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel. 02323 94628-0
URL:www.museum-herne.de.

Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr
Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr




From rita.boerste at lwl.org Wed Jan 28 08:44:16 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Wed Jan 28 09:15:00 2004
Subject: [WestG] [TOC] Mitteilungen des Vereins fuer Geschichte, Paderborn,
Nr. 16, Heft 2/2003
Message-ID: s0177665.090@lwlapp.itz.lwl.org

Von: Gunnar Grüttner
Datum: 27.01.2004, 19:44


SERVICE: TOC

Mitteilungen des Vereins für Geschichte an der Universität Paderborn
Nr.16, 2003, Heft 2
ISSN 1437-6660

Inhaltsverzeichnis:

S. 80-102
Christoph Palka
Antisemitisches Handeln ohne Anordnung der NS-Führung

S.103-118
Hanno Wilhelm
Vom Umgang mit nationaler Erinnerung im lokalen Gedächtnis: Das Beispiel des
Berlin-Gedenksteins in Paderborn im geschichtlichen Zusammenhang
Mit einer Vorbemerkung von Barbara Stambolis

S. 119-125
Roland Pieper / Jürgen Werinhard Einhorn OFM
Architektur und Kunst in der Franziskanerprovinz Saxonia. Ein
Forschungsprojekt des Instituts für franziskanische Geschichte in Münster

S. 126-130
Claudia Weskamp
Language of Religion - Language of the People. Judaism, medieval
Christianity and Islam. Internationale Tagung des IEMAN vom 5. bis 9. Juli
2003 in Paderborn

S. 131-140
Rezensionen

S. 141-145
Vereinsnachrichten

S. 146
Autorenverzeichnis


INFO

Verein für Geschichte an der Universität Paderborn e.V.
Stettiner Straße 40-42
33106 Paderborn






From rita.boerste at lwl.org Wed Jan 28 10:02:30 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Wed Jan 28 10:14:04 2004
Subject: [WestG]
[AKT] Mittwochsgespraeche in der Villa ten Hompel, Muenster,
04.02.-07.07.04
Message-ID: s01788cb.048@lwlapp.itz.lwl.org

Übernahme aus der "geschichtskultur-ruhr - Mailingliste"
Von: "gk-mail (Abeck)"
Datum: 28.01.2004, 09:58


AKTUELL

Vortragsreihe "Mittwochsgespräche"
im Geschichtsort Villa ten Hompel
Beginn jeweils 20.00 Uhr, Eintritt frei


"Von 'Rädelsführern' und 'Leithammeln': Polizeieinsätze gegen
Jugendkrawalle und Studentenproteste der 1960er Jahre"
Referent: PD Dr. Klaus Weinhauer (Universität Hamburg)
Datum: 4. Februar 2004

"Die SS und die rassepolitische Neuordnung Europas"
Referentin: Dr. Isabel Heinemann (Universität Freiburg)
Datum: 3. März 2004

"Hochverratsprozesse im 'Dritten Reich'. Eine alltags- und
geschlechterspezifische Perspektive auf Herrschaft als soziale Praxis"
Referentin: Dr. Isabel Richter (Universität Bochum)
Datum: 5. Mai 2004

"Neuer Gedenkort NS-Ordensburg Vogelsang?"
Referent: Prof. Dr. Horst Matzerath (Köln)
Datum: 2. Juni 2004

"Zwischen Leinwand und OP - Mediziner-Karrieren und Arztmythen in der
frühen Bundesrepublik"
Referent: Prof. Dr. Wolfgang Eckart (Universität Heidelberg)
Datum: 7. Juli 2004


INFO

Geschichtsort
Villa ten Hompel
Stadt Münster
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
Tel. 0251/492-7101
Fax 0251/492-7918
www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel






From rita.boerste at lwl.org Wed Jan 28 10:04:55 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Wed Jan 28 10:19:45 2004
Subject: [WestG]
[AKT] Sonderveranstaltungen der Villa ten Hompel, Muenster,
11.02.-28.04.04
Message-ID: s017894d.058@lwlapp.itz.lwl.org

Übernahme aus der "geschichtskultur-ruhr - Mailingliste"
Von: "gk-mail (Abeck)"
Datum: 28.01.2004, 09:47


AKTUELL

Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster


Sonderveranstaltungen, 1. Halbjahr 2004

Titel "Hitlers Tischgespräche"
Andreas Breiing (Die Buschtrommel)
Datum 11. Februar 2004 - 20.00 Uhr
Kartenvorbestellung unter 0251/492-7101 (Eintritt 10,00 EUR)

Titel "Ein Teller Suppe für den Feind. Zeugnisse der Menschlichkeit im
Krieg"
Referent Vortrag mit Lesung: Viktor Pedak
Datum 18. Februar 2004 - 20.00 Uhr

Titel "Hitlers Tischgespräche"
Andreas Breiing (Die Buschtrommel)
Datum 10. März 2004 - 20.00 Uhr
Kartenvorbestellung unter 0251/492-7101 (Eintritt 10,00 EUR)

Titel Buchpräsentation "Besatzungspolitik und Massenmord. Die Einsatzgruppe
D in der südlichen Sowjetunion 1941-1943"
Referent Andrej Angrick (Berlin)
Datum 29. März 2004 - 20.00 Uhr

Titel "Hitlers Tischgespräche"
Andreas Breiing (Die Buschtrommel)
Datum 31. März 2004 - 20.00 Uhr
Kartenvorbestellung unter 0251/492-7101 (Eintritt 10,00 EUR)

Titel Zeitzeugengespräch
Referent Elisabeth Cohen-Pareira (Niederlande / Israel)
Datum 24. März 2004 - 20.00 Uhr

Titel "Kontakthalten im Kriege". Lesung aus den Briefen der
Eheleute Strodthoff 1942/1943
Therese Dörr und Ekkehard Freye (Städtische Bühnen Münster)
In Kooperation mit der Ev. Kirchengemeinde St. Martin, Bramsche
Datum 28. April 2004 - 19.00 Uhr
Ort: Evangelisches Gemeindehaus Bramsche
(ACHTUNG: Veranstaltung nicht im Geschichtsort Villa ten Hompel!)


INFO

Beginn jeweils 20.00 Uhr (wenn nicht anders angegeben !!!) im
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
Tel. 0251/492-7101
Der Eintritt ist kostenlos.

Zusätzliche Termine entnehmen Sie bitte der Homepage
(www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel) oder der Tagespresse






From rita.boerste at lwl.org Wed Jan 28 13:46:46 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Wed Jan 28 14:28:01 2004
Subject: [WestG] [AKT] Stadtrundgang zum Nationalsozialismus, Paderborn,
31.01.04
Message-ID: s017bd57.041@lwlapp.itz.lwl.org

Von:"Rainer Pöppinghege",
Datum: 28.01.2004, 10:29


AKTUELL

Stadtrundgang zum Nationalsozialismus in Paderborn

Anlässlich des Jahrestages der "Machtergreifung" (30.1.1933) führt ein Stadtrundgang
am Samstag, 31. Januar 2004 zu den Spuren der NS-Zeit in Paderborn.
Treffpunkt ist um 11 Uhr vor dem Rathaus.

Konzipiert wurde der Rundgang von einer studentischen Arbeitsgruppe unter
Leitung des Historikers Dr. Rainer Pöppinghege (Universität Paderborn).
An verschiedenen Haltepunkten in der Innenstadt werden zentrale Aspekte wie
Gleichschaltung, Widerstand, Verfolgung und Bombenkrieg angesprochen.
Eine Anmeldung für den ca. 90-minütigen Rundgang ist nicht erforderlich,
die Teilnahmegebühr beträgt 5 bzw. 4 (ermäßigt) Euro.






From rita.boerste at lwl.org Wed Jan 28 14:13:25 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Wed Jan 28 14:29:17 2004
Subject: [WestG] [AKT] Gemeinsame Internetseite der Landesbibliotheken NRW
Message-ID: s017c3a0.039@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Hans Mühl",
Redaktion Nordrhein-Westfälische Bibliographie
der Universitäts- und Landesbibliothek Münster
Datum: 28.01.2004, 12:52


AKTUELL

Neue Webadresse der gemeinsamen Internetseite
der drei Landesbibliotheken in NRW
http://www.landesbibliothek-nrw.de

Die Universitäts- und Landesbibliotheken Bonn, Düsseldorf und Münster
nehmen in den Landesteilen Rheinland bzw. Westfalen die klassischen
Aufgaben einer Landesbibliothek wahr, vornehmlich die arbeitsteilige
Sammlung und Erschließung der Regionalliteratur sowie deren
Archivierung, Erhaltung und Bereitstellung. Zusammen bilden die drei
Bibliotheken die "Landesbibliothek Nordrhein-Westfalen".

Gemeinsam stellen sie sich daher auch auf einer von der Universitäts-
und Landesbibliothek Düsseldorf betreuten Internetseite mit ihren
landesbibliothekarischen Arbeitsfeldern dar. Unter der neuen
einprägsamen Webadresse http://www.landesbibliothek-nrw.de oder
alternativ http://www.landesbibliothek-nrw.org findet der
Bibliotheksbenutzer sowohl ausführliche Informationen über die durch das
Pflichtexemplargesetz vom 18. Mai 1993 geregelte Sammlung der
Regionalliteratur und die ergänzende Ablieferung amtlicher Drucksachen
als auch über ihre inhaltliche Erschließung durch die online in der
Verbunddatenbank des Landes verfügbare Nordrhein-Westfälische
Bibliographie, der umfangreichsten Regionalbibliographie Deutschlands.
In ihr wird seit 1983 die Literatur über das Land Nordrhein-Westfalen,
seine Landesteile und Orte sowie über Persönlichkeiten, die im Land
wirken oder gewirkt haben, verzeichnet. Neben selbständigen innerhalb
und außerhalb des Buchhandels erscheinenden Veröffentlichungen
(Monographien, Sammelwerke, Dissertationen) werden in großem Umfang
unselbständig erscheinende Beiträge, insbesondere Aufsätze aus
Zeitschriften und Sammelwerken, nachgewiesen, seit 2003 auch
Online-Publikationen.

Das Ermitteln, Sammeln, Erschließen und Bewahren der aktuellen
Regionalliteratur bildet einen Schwerpunkt der landesbibliothekarischen
Aufgaben, ein anderer besteht in der Erhaltung, Pflege und Fortführung
der wertvollen Altbestände der Region. Hier ist neben den drei
Universitäts- und Landesbibliotheken insbesondere die Universitäts- und
Stadtbibliothek Köln in die Betreuung und Erschließung der in der Region
im Streubesitz befindlichen historischen Altbestände eingebunden. Die in
Köln und Münster eingerichteten Arbeitsstellen sind über Links mit ihren
Erschließungsprojekten auf der Internetseite vertreten.

In gleicher Weise wird auf die Sammlung und Erschließung von Nachlässen
und Autographen hingewiesen, vor allem aber auch auf die bedeutenden
Sammlungen mittelalterlicher Handschriften und Inkunabeln, die in den
Landesbibliotheken für Wissenschaft und Forschung bereitgestellt werden.
Während die Handschriften durch den Handschriftencensus Rheinland und
den Handschriftencensus Westfalen erschlossen sind, die von den
Bibliotheken in Düsseldorf und Münster erarbeitet wurden, sind die zum
kulturellen Erbe der Bibliotheken zählenden Inkunabeln aufgrund ihres
Streubesitzes zur Zeit erst in einzelnen gedruckten Verzeichnissen
nachgewiesen. Links verweisen auf die bedeutenden Bestände der
Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, der Erzbischöflichen
Akademischen Bibliothek zu Paderborn, der Stiftsbibliothek Xanten und
der Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek Köln.
Eine Link-Sammlung zu Bibliotheken und Archiven in Nordrhein-Westfalen
mit nennenswerten Sammlungen von Regionalliteratur oder historisch
bedeutsamen Sammlungen der Region rundet die Internetseite der
"Landesbibliothek Nordrhein-Westfalen" ab.


INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Redaktion Nordrhein-Westf. Bibliographie -
Krummer Timpen 3-5
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24074

E-Mail: muhl@uni-muenster.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Jan 28 16:46:19 2004
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed Jan 28 16:47:25 2004
Subject: [WestG] [AKT] Jahrestagung AG Hochschularchive, Paderborn,
18.02.2004
Message-ID: s017e76e.007@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Tibor Werner Szolnoki", Presse- und Informationsstelle
der Universität Paderborn, per Fax
Datum: 28.01.2004


AKTUELL

Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Hochschularchive in
Nordrhein-Westfalen am 18. Februar erstmals an der Universität
Paderborn

Am 18. Februar 2004 treffen sich an der Universität Paderborn die
Archivarinnen und Archivare der nordrhein-westfälischen Hochschulen.
Die Tagung findet unter Leitung ihres Vorsitzenden Dr. Thomas Becker von
der Universität Bonn zum ersten Mal in Paderborn statt und widmet sich dem
Informationsaustausch über die Archivarbeit und aktuellen Fragen der
Archivistik und der Archivpraxis. Veranstalter ist die Arbeitsgemeinschaft
der Hochschularchive in NRW. Neben der Vorstellung des Universitäts-
archivs Paderborn wird die Ausbildung von Fachangestellten für Medien-
und Informationsdienste (FAMI) im Universitätsarchiv Bonn Thema sein.

Eröffnet wird die Tagung um 10.30 Uhr durch Dr. Becker und Prof. Dr.
Wolfgang Keim, dem Mitgründer und Mitverantwortlichen des Archivs
der Universität Paderborn.

INFO

Dipl. Päd. Amelie Meyer
Universitätsarchiv Paderborn
Tel. 05251-603215
bbitt1@hrz.upb.de






From rita.boerste at lwl.org Thu Jan 29 14:00:56 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Thu Jan 29 14:25:22 2004
Subject: [WestG] [AKT] Symposium zum 400. Todestag von Liborius Wichart,
Paderborn, 30.04.04
Message-ID: s0191230.071@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Gesine Dronsz", , Fakultät für Kulturwissenschaften,
Evangelische Theologie, Universität Paderborn, 33095 Paderborn
Datum: 29.01.2004, 10:39


AKTUELL

Liborius Wichart und die Folgen -
Symposium zum 400. Todestag von Liborius Wichart (ca. 1550 - 30. 4. 2004)

30. April 2004
Haus der Evangelischen Kirche
Klingender Str. 13
33100 Paderborn


Vorträge - Podiumsdiskussion - Stadtspaziergang - Klavierkonzert

Am 30. April 2004 jährt sich zum 400. Mal die Hinrichtung Liborius Wicharts, des
Bürgermeisters der damals mehrheitlich evangelischen Stadt Paderborn. Die
Ereignisse, die dazu führten, sind als "Kampf um Paderborn" in die
Geschichtsschreibung eingegangen.
Wenn sich die Evangelische Theologie der Universität Paderborn und die
Evangelische Erwachsenenbildung des Kirchenkreises Paderborn dieses Themas
annehmen, dann wollen sie keine neue konfessionelle - diesmal "evangelische" -
Deutung vorstellen, sondern die Geschehnisse von 1604 und ihre Rezeption sollen
unter historischen und wirkungsgeschichtlichen sowie religionspädagogischen
Fragestellungen analysiert werden.


Programm:
9.00 Uhr Prof. Dr. Frank Göttmann (Universität Paderborn), Liborius Wichart:
Politik und Konfession

10.00 Uhr Dr. Stefan Ehrenpreis (Humboldt-Universität Berlin), Eine neue Quelle
zu den Ereignissen von 1604

11.00 Uhr Gesine Dronsz (Universität Paderborn), Stationen einer wechselvollen
Rezeptionsgeschichte I: Katholische und evangelische Rezeptionen vom 17. bis zum
20. Jahrhundert

11.45 Uhr Prof. Dr. Martin Leutzsch (Universität Paderborn), Stationen einer
wechselvollen Rezeptionsgeschichte II: Nationalsozialistische Rezeptionen

12.30 Uhr Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Frank Göttmann, Dr. Stefan
Ehrenpreis, Gesine Dronsz, Prof. Dr. Martin Leutzsch sowie Dr. Jürgen Lotterer
(Karlsruhe, Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis 2000) und Prof. Ulrich Wagener
(Vorsitzender der Kommission für Kirchliche Zeitgeschichte im Erzbistum
Paderborn), Moderation: Dr. Burkhard Neumann (Johann-Adam-Möhler-Institut für
Ökumenik, Paderborn) und Prof. Dr. Harald Schroeter-Wittke (Universität
Paderborn)

14.00 Uhr Mittagessen: Ein Fünftel Wichart - eine religionspädagogische
Henkersmahlzeit

15.30 Uhr StD i. R. Günter Bitterberg (Paderborn), Dörte v. Wrede (Universität
Paderborn), Evangelisches Paderborn - ein kirchengeschichtsdidaktischer
Verrdauungsspaziergang

17.30 Uhr PD Dr. Bernd Beuscher (Duisburg), Was den Protestanten fehlt.
Religionspädagogische Überlegungen zu Gliederschmerz, Phantomschmerz und
Prothetik

20.00 Uhr (Johanneskirche Paderborn), Berthold Wicke (Bonn), Prof. Dr. Harald
Schroeter-Wittke (Universität Paderborn/Oberhausen), Konzert "Tabula rasa" für
Tasteninstrumente zu 4 Händen

Veranstalter sind: Fakultät für Kulturwissenschaften - Evangelische Theologie -
Universität Paderborn und Evangelische Erwachsenenbildung des Kirchenkreises
Paderborn im Rahmen des Projektes "Tabula rasa" des Protestantischen Forums
Paderborn


INFO

Informationen und Anmeldung:
Matthias Böhm (Kirchenkreis Paderborn), Tel.: 05251/5002-17
Prof. Dr. Harald Schroeter-Wittke, Gesine Dronsz (Universität Paderborn), Tel.:
05251/60-2351

Ort:
Haus der Evangelischen Kirche
Klingender Str. 13
33100 Paderborn







From rita.boerste at lwl.org Thu Jan 29 14:27:31 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Thu Jan 29 14:37:42 2004
Subject: [WestG] [KONF] Das Ruhrgebiet - neue Heimat im Westen? Sankelmark,
27.-29.02.04
Message-ID: s019185d.091@lwlapp.itz.lwl.org

Übernahme aus der "geschichtskultur-ruhr - Mailingliste"
Von: "gk-mail (Abeck)"
Datum: 29.01.2004, 13:42


KONFERENZ

Das Ruhrgebiet - neue Heimat im Westen?
Deutsch-polnisches Seminar in Zusammenarbeit mit der Akademie Sankelmark
vom 27. bis 29. Februar 2004 in Sankelmark (bei Flensburg)
Baltic Academy - Akademie im Ostseeraum, Lübeck


Ende des 19. Jahrhunderts kamen tausende Menschen aus den preußischen
Ostprovinzen auf der Suche nach Arbeit in das Ruhrgebiet. Viele von ihnen
waren polnische Zuwanderer, so dass vor dem Ersten Weltkrieg in einigen
Städten des Ruhrgebiets ein Viertel der Einwohner polnischer Herkunft war.
Nicht wenige assimilierten sich, andere verließen nach dem Ersten Weltkrieg
das rheinisch-westfälische Industriegebiet wieder. Nach 1939 und nach 1945
kamen erneut Menschen aus dem Osten in das Ruhrgebiet - jedoch nicht
freiwillig: Zwangsarbeiter aus Polen und der Sowjetunion wurden im Bergbau
eingesetzt. Flüchtlinge und Vertriebene mussten nach 1945 an Rhein und
Ruhr eine neue Heimat finden. Ihre Integration im weitgehend zerstörten
"Revier" warf zahllose Probleme auf. Ihnen folgten Aussiedler nach, die die
Integrationskraft des "Schmelztiegels" Ruhrgebiet bis heute auf eine neue
Probe stellen.
Wir wollen an das deutsch-polnische Zusammenleben im Westen Deutschlands
erinnern und nach Erfolg und Misserfolg der Integration fragen.

Dr. Christian Pletzing
Akademieleiter
Dr. Dietmar Albrecht
Academia Baltica e.V.


Programm

Freitag, 27. Februar 2004

ab 15 Uhr Anreise
15.30 Uhr Kaffee

16.00 Uhr Begrüßung und Einführung
Dr. Christian Pletzing, Lübeck

16.30 Uhr Die Zuwanderung in das Ruhrgebiet 1870-1980
Dr. Valentina Maria Stefanski, Bochum

18.00 Uhr Abendessen

19.30 Uhr Flüchtlinge und Vertriebene im Ruhrgebiet.
Forschungsergebnisse und -fragen
Dr. Alexander v. Plato, Lüdenscheid


Samstag, 28. Februar 2004

9.00 Uhr Zuwanderung aus dem Osten - das Beispiel Herne 1870-1945
Dr. Susanne Peters-Schildgen, Ratingen

10.30 Uhr Kaffee

11.00 Uhr Vom Pütt zum Fußballklub? Zur Integration der Ruhrpolen
PD Dr. Diethelm Blecking, Freiburg

12.30 Uhr Mittagessen

15.00 Uhr Die Rückwanderung von Polen aus dem Ruhrgebiet nach 1918 und nach
1945
Prof. Dr. Miroslaw Piotrowski, Lublin

16.15 Uhr Kaffee

16.45 Uhr Vertriebenenpolitik im Ruhrgebiet - zur Integration 1946-2004
Dr. Wolfgang Kessler, Herne

18 Uhr Abendessen

19.30 Uhr Flüchtlinge und Vertriebene im Ruhrbergbau.
Erfahrungsgeschichten aus einer Schlüsselindustrie der Nachkriegszeit
Dr. Dagmar Kift, Dortmund


Sonntag, 29. Februar 2004

9.00 Uhr Polnische und russische Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg
Thomas Urban M.A., Bochum

10.30 Uhr Kaffee

11.00 Uhr Aussiedler im Ruhrgebiet
Dr. Veronika Grabe, Essen

12.30 Uhr Mittagessen, anschließend Abreise

Das Seminar wird deutsch-polnisch und polnisch-deutsch simultan übersetzt.

Die Academia Baltica
Concordia domi foris pax. Im Brennpunkt hansischer Begegnung arbeitet die
Academia Baltica für Verständigung und Partnerschaft der Deutschen im
Netzwerk der Völker und Staaten Ostmitteleuropas und des Ostseeraumes. Seit
ihrer Gründung am 24. September 2001 setzt sie die Arbeit der
Ostsee-Akademie in Travemünde fort, wie sie im In- und Ausland Anerkennung
fand. Inmitten der Lübecker Altstadt hat die Academia Baltica ihren Sitz
und tut ihr Teil, damit "die Reiser, die wir pflan-zen den Kindern, würden
zum Garten. Im Licht".

Der Förderverein der Academia Baltica
Die Bundesregierung und das Land Schleswig-Holstein fördern die Arbeit der
Academia Baltica. Private Initiative muss die Hilfe von Bund und Land
ergänzen. Wer die Arbeit der Akademie unterstützen will, kann Mitglied
werden im Verein zur Förderung der Academia Baltica. Der Mindestbeitrag
beträgt 60,-- Euro im Jahr. Beiträge und Spenden sind abzugsfähig.


INFO

Anreise
Die Akademie Sankelmark liegt nahe der deutsch-dänischen Grenze 9 km
südlich von Flensburg am Nordufer des Sankelmarker Sees. Autofahrer
verlassen die Autobahn Hamburg-Flensburg an der Abfahrt Tarp in Richtung
Sörup und halten sich gleich darauf am Kreisel auf der Bundesstraße 76 in
Richtung Flensburg. Nach 6 km weist ein Schild linksab zur Akademie. -
Bahnreisende fahren bis zum Bahnhof Flensburg, nehmen von dort ein Taxi
(etwa 13 Euro) oder gehen ein Stück zu Fuß linkerhand den Hang aufwärts zur
Haltestelle für den Bus nach Schleswig/Kiel oder Tarp/Eggebek. Die Akademie
hat eine eigene Haltestelle.

Teilnahmekosten
Die Gebühr für die Teilnahme beträgt 80,-- Euro, für Schüler, Studenten
(bis 30 Jahre) und Arbeitslose 40,-- Euro. Der Zuschlag für ein
Einzelzimmer beträgt 6,-- Euro pro Übernachtung. Für Teilnehmer aus Polen
beträgt die Gebühr 35,-- Euro (Schüler, Studenten, Rentner und Arbeitslose
aus Polen zahlen 17,50 Euro). Im Preis enthalten sind die Kosten für
Unterkunft und Verpflegung und das Programm. Gäste ohne Übernachtung zahlen
die Hälfte der Tagungsgebühr.

Anmeldeschluss ist der 16.2.2004.

Mit der Bestätigung erhalten Sie weitere Informationen zur Anreise und
Unterbringung. Bitte zahlen Sie Ihren Teilnehmerbeitrag bar bei der
Anreise. Erfolgt eine Abmeldung später als vier Tage vor Beginn der Tagung
oder erscheint der Teilnehmer nicht, müssen wir dem Teilnehmer den
Tagungsbeitrag berechnen. Gästen aus Polen können wir die Reisekosten mit
dem Bus oder der Bahn 2. Klasse erstatten. Wir bitten die Gäste, die
Reisekosten so niedrig wie möglich zu halten und sich rasch zu melden.
Eine Förderung durch das Bundesministerium des Innern ist beantragt.

Tagungsnummer 29-04

Academia Baltica
Hoghehus, Koberg 2, 23552 Lübeck,
Telefon +49(0)451-39694-0
Telefax +49(0)451-39694-25
office@academiabaltica.de
www.academiabaltica.de





From rita.boerste at lwl.org Fri Jan 30 10:22:58 2004
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Fri Jan 30 11:17:33 2004
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Waffeln - zur Kulturgeschichte eines
Gebaecks, Rheda, 31.01.04
Message-ID: s01a308f.071@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Martin Wedeking"
Datum: 30.01.2004, 08:52


AKTUELL: VORTRAG

Waffeln - zur Kulturgeschichte eines Gebäcks
Vortrag im Leinewebermuseum Rheda

Aus Anlaß der Ausstellung "Rund um die Waffel" lädt der Heimatverein Rheda
e.V. am kommenden Samstag, den 31. Januar, alle Interessierten zu einem
Vortrag ins Leinewebermuseum ein. Die Göttinger Volkskundlerin Ellen Henkel
spricht um 15.00 Uhr über das Thema "Waffeln - zur Kulturgeschichte eines
Gebäcks". Frau Henkel ist Expertin auf dem Gebiet des köstlichen Gebäcks aus
dem Waffeleisen. Im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold hat sie selbst zu
Waffeln und Waffeleisen geforscht und die Ergebnisse im vergangenen Jahr
nicht nur in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert, sondern auch
ein Buch zum Thema veröffentlicht. Während die Rhedaer Ausstellung
Waffeleisen aus dem 19. und 20. Jahrhundert zeigt, gehen die umfangreichen
Detmolder Bestände noch weiter zurück. Damals gab man sein Waffeleisen noch
beim Schmied in Auftrag, so daß sehr individuell gestaltete Stücke
entstanden. Der Vortrag ist somit eine ausgezeichnete Ergänzung zur
Ausstellung, die noch bis zum 29. Februar im Leinewebermuseum zu sehen ist.

Ebenfalls bis zum 29. Februar bieten die Ausstellungsmacher Martin Wedeking
und Norbert Ellermann an jedem Sonntag um 15 Uhr offene Führungen durch die
Ausstellung an, und natürlich können Sie es sich bei frischen Waffeln und
Kaffee auf der Deele des alten Rhedaer Fachwerkhauses gemütlich machen.


INFO

Ausstellung "Rund um die Waffel"
10.01.-29.02.2004
Infos im Internet: www.mahlzeit-owl.de

Leineweber- und Trachtenmuseum
Kleine Straße 11
33378 Rheda-Wiedenbrück
Tel.: 05242/47335
E-Mail: heimatverein-rheda@gmx.de

Öffnungszeiten:
Mo.-Fr. 10-12 & 14-18 Uhr
Sa.-So. 10-18 Uhr
Eintritt: 0,51/0,30 EUR