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From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 3 15:05:47 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Nov 3 15:10:27 2003
Subject: [WestG] [AUS] Hrdlicka: "Die Wiedertaeufer", Muenster, Schloss
Message-ID: sfa66edd.029@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der WWU Münster",
Datum: 03.11.2003, 13:11


AUSSTELLUNG

Ästhetik des Grauens
Ausstellung mit Bildern von Alfred Hrdlicka im Schloss zu Münster

In der Auseinandersetzung mit dem Werk des Wiener Künstlers Alfred
Hrdlicka scheiden sich die Geister: Seine Bilder schöpfen aus dem
gigantischen Repertoire von gewaltsamen Ereignissen in Geschichte und
Gegenwart und zeigen besondere Leidenschaft zur rücksichtslosen
Entlarvung.

Die Zeichnungen der Serie "Die Wiedertäufer", die sich im Besitz der
Universität Münster befinden und seit 1999 im Schloss zu Münster
ausgestellt werden, bilden einen beispielhaften Ausschnitt des
Schaffens von Alfred Hrdlicka. Die Bildsprache des Künstlers ist
gegenständlich, aber alles andere als leicht zugänglich. Das
Anliegen der Universität, diese außergewöhnliche Serie mit
irritierenden Szenen der Täuferherrschaft in Münster einem
kritischen Publikum auch außerhalb der Universität näher zu
bringen und Anregungen zur Entschlüsselung zu geben, ist jetzt vom
Senatsausschuss für Kunst und Kultur der Universität aufgegriffen
und in einem Katalog "Alfred Hrdlicka. Ästhetik des Grauens - Die
Wiedertäufer" umgesetzt worden.

Die Veröffentlichung dieser Publikation wird im Rahmen der
"uniartmünster 2003" zum Thema "Schönheit" begleitet von einer
Ausstellung mit Werken von Alfred Hrdlicka, die am Freitag, 7.
November 2003, um 20 Uhr im Foyer des Schlosses eröffnet wird.
Gezeigt werden Arbeiten Hrdlickas aus der universitären Sammlung zur
Wiedertäuferthematik, zum NS-Terror und zur jüngeren
Zeitgeschichte sowie die Graphikmappe "Von den Wiedertäufern bis zur
Wiedervereinigung", die von der Galerie Steinrötter zur Verfügung
gestellt wird.


INFO

Die Ausstellung "Alfred Hrdlicka: Ästhetik des
Grauens" ist nach der Eröffnung noch bis zum 14. November im
Schlossfoyer (Hindenburgplatz, Münster) zu besichtigen.

Link: Senatsausschuss für Kunst und Kultur
(http://www.uni-muenster.de/Rektorat/kuk/ukk.html)






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 3 15:33:06 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Nov 3 15:35:18 2003
Subject: [WestG]
[TOC] Archivpflege in Westfalen-Lippe, Oktober 2003, Heft 59
Message-ID: sfa67550.097@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Marcus Weidner", , Internet-Portal "Westfälische Geschichte"
Datum: 03.11.2003, 15:30


SERVICE: TOC

Archivpflege in Westfalen-Lippe
Heft 59
Oktober 2003
ISSN 0171-4058
Online: http://www.lwl.org/waa/archivpflege/

S. 2f.
Werner Frese
55. Westfälischer Archivtag am 18. und 19. März 2003 in Warendorf

S. 4-8
Raimund Bartella
"Das Kommunalarchiv" -
Ein Positionspapier der Bundeskonferenz für Kommunalarchive (BKK)

S. 8-11
Wilhelm Grabe
Gedächtnis des Kreises?
Kreisarchive als Träger regionaler Geschichtskultur

S. 11-14
Ludwig Burwitz
Das Stadtarchiv Siegen und die Region Siegerland

S. 15-17
Franz-Josef Jakobi
Stadtgeschichtliche Dokumentation und lokale Erinnerungskultur


S. 18-24
Archive im Konkurrenzfeld der Veranstaltungskultur:

- S. 18 Statement von Rikarde Riedesel
Bad Berleburg:
Eine Kleinstadt mit erstaunlicher kultureller Infrastruktur

- S. 19f. Statement von Rico Quaschny
Das Stadtarchiv Bad Oeynhausen:
Kompetenz, Kooperation und Kontinuität statt Konkurrenz

- S. 21f. Statement von Franz Meyer
Das Stadtarchiv Bad Salzuflen

- S. 23f. Statement von Norbert Wex
Das Stadtarchiv Soest


S. 24f.
Barbara Lemsch und Jörg Rudolph
Archivische Dienstleistung auf dem freien Markt
Facts & Files Historisches Forschungsinstitut Berlin

S. 25-27
Hans Budde
Outsourcing im Bereich von archivtechnischen Aufgaben

S. 27f.
Zielsetzung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NFK)
Bilanzierung von Archivgut
Kurzzusammenfassung der Kernthesen des Vortrags von Steffen Vollbrecht

S. 29-38
Kurzberichte

"Archivierung" durch Logistik-Unternehmen
25 Jahre Kreisarchiv Soest
Konferenz für historische Bildungsarbeit und Archivpädagogik startet europäisches Netzwerk
Nachlass des Baupflegers Franz Pieper im Archiv des Landschaftsverbandes
Gründung der neuen Arbeitsgemeinschaft der Stadt- und Gemeindearchive beim Städte- und Gemeindebund NRW (ASGA)
Olper Drucker "Petrus in Altis" wiederentdeckt - Stadt Olpe erwirbt Inkunabel von 1478 für das Stadtarchiv
Das GDS-Institut im Stadtarchiv Paderborn
Bertelsmannarchiv wieder zugänglich
Das Hofesarchiv der Familie Conze in Borgentreich
Start für das Netzwerk Auswandererforschung
Sachthematisches Inventar zur Zwangsarbeit im Internet
Stadtmodell "Lünen um 1700"
Für die Forschung gerettet und erschlossen: Die Patientenakten des Lindenhauses in Lemgo
Antrittsvorlesung von Professor Dr. Norbert Reimann an der FH Potsdam
Heraldische Sammlung Reclam jetzt in Berlin
Findbücher im Internet
Eile und Weile - 5. Geschichtswettbewerb 12. September 2003 bis 29. Mai 2004
Neues Depositum im Archivdepot der Vereinigten Westfälischen Adelsarchive e. V.
Professor Dr. Norbert Reimann 60 Jahre

S. 39-45
Rezensionen





From rita.boerste at lwl.org Mon Nov 3 15:57:40 2003
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Mon Nov 3 17:40:43 2003
Subject: [WestG] [AKT] Bilanz und Vorschau: LWL-Freilichtmuseen
schalten auf Winterbetrieb
Message-ID: sfa67b0f.099@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 31.10.2003, 13:43

AKTUELL

Bilanz und Vorschau: LWL-Freilichtmuseen schalten auf Winterbetrieb

Detmold/Hagen: Saisonschluss in den beiden Freilichtmuseen des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL): Seit heute (31.10.03) sind die Pforten in
Detmold und Hagen bis zum 1. April 2004 dicht. Gut zufrieden mit dem stabilen
Besucherzuspruch trotz heißen Sommers und frühen Herbstfrosts (Detmold 190.000; Hagen
150.000) machen sich die Museumsleute in der Winterpause ans Aufpolieren der Bestände und an
die Vorbereitung neuer Attraktionen in der Saison 2004.

In Deutschlands größtem Freilichtmuseum in Detmold fand vor allem die Ausstellung 'Heiss, mit Kirschen.
Waffeln und Waffeleisen in Westfalen' so große Resonanz, dass sie von Ende Juni bis Ende August
verlängert werden musste. Europas vielseitigste Kaltblutveranstaltung 'PferdeStark'
faszinierte am Wochenende 30./31. August 17.000 Besucher - neuer Rekord.

Die Museumsleitung resümiert zufrieden: 'Mit derlei Großereignissen und vielen kleinen
Aktivitäten haben wir es in dieser Zeit knapper Finanzen geschafft, die Besucherzahlen
stabil zu halten. 2004 planen wir wieder zwei Sonderausstellungen: Eine im Rahmen des
Themenjahres 'Ernährung' und eine weitere namens 'Estnische Liebe', die wir nach
jahrelanger Zusammenarbeit mit dem estnischen Freilichtmuseum in Tallin nach Detmold
holen konnten.

Mit dem "Tag der Landwirtschaft' und unserem Aktionswochenende rund um die
Kartoffel Ende September 2004 erwartet die Besucher wieder ein spannendes Programm', so
LWL-Museumsleiter Prof. Dr. Stefan Baumeier. Highlights in Hagen waren Oldtimer-Treffen
mit blitzenden europäischen Karossen und US-Classic-Cars sowie mit LKW-Oldtimern aus der
Wirtschaftswunderzeit. 'Dampftage' faszinierten die technisch Interessierten, die
neben den Museumsdampfmaschinen selbstfahrende dampfende Lokomobile bestaunen konnten.

Allein 5000 Menschen strömten zum sonntäglichen Herbstfest Mitte Oktober. Am ersten
Adventswochenende (29./30. November 2003) lädt das Hagener LWL-Museum einmal mehr zum
Weihnachtsmarkt ein. Danach ist nicht etwa Winterschlaf, sondern Vorbereitung auf die
nächste Saison angesagt. 'Pünktlich am 1. April 2004 soll zum Beispiel die Blaufärberei
frisch renoviert wieder begehbar sein, Ausstellungen werden bis dahin aufgemöbelt sowie
neue Rundgänge und Führungen erarbeitet', so Museumsspre-cherin Uta Wenning-Kuschel.





From rita.boerste at lwl.org Mon Nov 3 16:53:05 2003
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Mon Nov 3 17:41:45 2003
Subject: [WestG] [AKT] Veranstaltungen des Gespraechskreises Bocholter
Stadtgeschichte, 11/2003
Message-ID: sfa68810.007@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Hans D. Oppel"
Datum: 30.10.2003, 19.10

AKTUELL

Der von Stadtarchiv Bocholt und Volkshochschule Bocholt-Rhede-Isselburg getragene
G E S P R Ä C H S K R E I S B O C H O L T E R S T A D T G E S C H I C H T E
lädt zu folgenden Veranstaltungen ein:

1. Sonntag, 16. November 2003 , 11.00 Uhr in das
Kunsthaus Stadt Bocholt
Osterstr. 69, 46397 Bocholt
zu dem Vortrag mit Lichtbildern von Jan Friedrich Gülcher, M.A., Münster,
unter dem Titel:

Israhel van Meckenem und Hans Holbein d.Ä.:
Das Marienleben
Eine Untersuchung über das eventuelle Abhängigkeitsverhältnis und Motivparallelen im Werk Meckenems
und Holbeins.

Moderation:
Stadtarchivar Dr. Hans D. Oppel


2. Donnerstag, 13. November 2003, 18.30 Uhr in das
Stadtarchiv Bocholt
Münsterstr. 76, 46397 Bocholt
zu dem Vortrag von Hans D. Oppel:
"Vom Schlendrian zu preußisch blau"

Von fürstbischöflicher, fürstlich Salm-Salmischer , französisch-imperialer bis zu königlich preußischer
Verwaltung in Bocholt zu Beginn des 19. Jahrhunderts anhand zeitgenössischer Quellen

18O3 bestimmte der Reichsdeputationshauptschluss die Aufhebung der geistlichen Staaten und ihre
Überführung in weltliche Hände. Dies veränderte binnen weniger Jahre die seit dem Mittelalter
gewachsenen territorialen Verhältnisse und leitete die Auflösung des über tausendjährigen Heiligen
Römischen Reichs Deutscher Nation ein.

Mit dem Gedankengut der Aufklärung, großem Reformeifer und einer geistigen Aufbruchstimmung zur
Moderne wurde das Ancien Régime überwunden - das bürgerliche Zeitalter brach an. Neue Macht- und
Verwaltungsstrukturen kamen zum Tragen. Auch Bildungs-, Kranken- und Pflegewesen, die bis 1803 eine
Domäne der Klöster gewesen waren, fielen nun weitgehend in den Verantwortungsbereich der weltlichen Mächte.

Der Vortrag will anhand von Zeitzeugenberichten das Verwaltungssystem des Fürstbistums Münster, im
Fürstentum Salm-Salm und im französischen Kaiserreich vorstellen sowie einen Ausblick auf die seit 1815
noch heute wirksame preußische Verwaltung geben.


3. Donnerstag, 6. November 2003, 20 Uhr in das
Stadtmuseum Bocholt
Osterstr. 66, 46397 Bocholt

zu dem Vortrag mit Lichtbildern
von Prof. Dr. Johann Michael Fritz, Münster,
unter dem Titel:

Israhel van Meckenem und die Goldschmiedekunst
der Gotik

Israhel van Meckenem bezeichnet sich auf einem seiner Kupferstiche selbst als Goldschmied.
Deshalb wird der Vortrag kurz die wichtigsten Techniken der Goldschmiede anhand von originalen
Werken der Zeit erläutern. Im Mittelpunkt wird die Technik des Gravierens stehen,
aus der im 15. Jahrhundert die Kupferstiche entstanden sind, d.h. also, dass mit Kupferplatten
auf Papier gedruckt wurde. Parallel zum Holzschnitt entstanden damit die ältesten Vervielfältigungen
von graphischer Kunst.

Moderation:
Stadtarchivar Dr. Hans D. Oppel


INFO

Kontakt:
Dr. Hans D. Oppel
Stadtarchiv Bocholt
Münsterstr. 76, 46397 Bocholt






From rita.boerste at lwl.org Mon Nov 3 17:03:31 2003
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Mon Nov 3 17:42:21 2003
Subject: [WestG] [LIT] Forum Industriedenkmalpflege und
Geschichtskultur 2/2003: Zwangsarbeit im Ruhrgebiet
Message-ID: sfa68a76.015@lwlapp.itz.lwl.org

Von: redaktion@geschichtskultur-ruhr.de
Datum: 03.11.2003, 12:26

LITERATUR

FORUM Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur 2/2003:
Zwangsarbeit im Ruhrgebiet

EDITORIAL
Das Ruhrgebiet zählte zu den bevorzugten Regionen des Einsatzes von
Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern im Zweiten Weltkrieg. Eindrucksvoll
verdeutlicht das vorliegende Heft, dass die historisch-kulturellen
Bemühungen durch Begegnungen und die historische Aufarbeitung nicht erst
mit den Diskussionen um das "Gesetz zur Errichtung einer Stiftung
,Erinnerung, Verantwortung und Zukunft'" begonnen haben. Allerdings gingen
hiervon neue wichtige Impulse zu Forschungsarbeiten, Ausstellungen und
Begegnungen aus, deren Ergebnisse nicht nur dieses Heft, sondern auch eine
Tagung des Forums Geschichtskultur an Ruhr und Emscher zum Thema
"Zwangsarbeit und Erinnerungskultur" (21. November 2003) beschäftigen.

Die mit Ulrich Heinemanns Beitrag "Industriekultur: Vom Nutzen und Nachteil
für das Ruhrgebiet" im letzten Forumsheft angestoßene Diskussion zur
Bedeutung von Industriekultur für das Ruhrgebiet ist Anlass für eine
Streitschrift von Roland Günter. Die hier ungekürzt erscheinende
Stellungnahme erklärt sich aus Günters vielfältigen Bemühungen seit den
frühen 1970er Jahren, die Selbstanerkennung von Industriegeschichte als
identitätsstiftendes Moment der Region durchzusetzen.

Er sieht in den Industriedenkmalen "eine Aufforderung, über Zukunft jenseits
der üblichen Klischees differenziert zu diskutieren." Wir würden uns freuen, wenn
weitere Beiträge zum Thema diesen Impuls aufgriffen.

Neben den vielen Aktivitäten des Winterhalbjahres sei ausdrücklich auf den
mittlerweile 5. Geschichtswettbewerb zur Ruhrgebietsgeschichte verwiesen,
der im September begonnen hat und der mit Ihren Beiträgen bis zum 29. Mai
2004 rechnet. "Eile und Weile" ist das Thema, das - so hoffen wir - zu
vielfältigen historischen Arbeiten anregt. Bitte schreiben Sie uns oder
rufen an, wenn Sie mehr über die Wettbewerbsbedingungen erfahren möchten.
Die Chance, sich bei der einen oder anderen Veranstaltung zu sehen, ist
groß. Wir freuen uns darauf.

Marita Pfeiffer / Franz-Josef Jelich


INHALT

MAGAZIN Nachrichten aus der Stiftung Industriedenkmalpflege und
Geschichtskultur 5
Nachrichten aus dem Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher 6
Aufgelesenes 9

SCHWERPUNKT
Zwangsarbeit

Michael Zimmermann Zwangsarbeit im Ruhrgebiet während des Zweiten
Weltkrieges
Eine Zwischenbilanz der Forschung 11

Klaus Wisotzky "... hoffe sehr, daß mein Schreiben in gutherzige Hände
kommt."
Die historische Aufarbeitung des Zwangsarbeitereinsatzes und die
Kommunalarchive 20

Hans-Christoph Seidel Zwangsarbeit im deutschen Kohlenbergbau
Ein historisches Forschungsprojekt am Institut für soziale Bewegungen der
Ruhr-Universität Bochum 26

Uwe Kaminsky Zwangsarbeit in der Evangelischen Kirche - Geschichtsarbeit
und Versöhnung
Historische Forschung und Entschädigung 30

Elisabeth TIllmann Entschädigung und Versöhnung
Zwangsarbeit in kirchlichen Einrichtungen und das "katholische Modell" am
Beispiel der Industriestadt Dortmund 35

Waltraud Jachnow Eine unübliche Annäherung an das Thema Zwangsarbeit:
Engagement und Wirken einer Initiative 40

Dieter Host / Birgit Klein Besuch ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und
Zwangsarbeiter aus der Ukraine in Gelsenkirchen 46

Joachim Schröder "Unvollkommene Gerechtigkeit"
Eine Zwischenbilanz der Entschädigung für NS-Zwangsarbeit 47
Hans H. Hanke Denkmalschutz für Zwangsarbeiterlager 49

BEITRÄGE
Roland Günter Thesen-Anschlag: 44 Argumente - für die Industrie-Kultur 52
Klaus Pirke Das fotomontierte Familienbild
Zwei Erinnerungsstücke für die Hinterbliebenen verunglückter Bergleute 55
Detlef Hopp Viele neue Fragen: Archäologische Einblicke in einen
mittelalterlichen Konvent in der Essener Innenstadt 57
Barbara Friedhofen / Paul-Georg Custodis Die Sayner Hütte 58
Inka Strunk / Gerhard Müller Alt-Ohrwürdig: Naturmusik auf Hansa 60
Simone Szydlak Vom Kauenhaken bis zur Grubenlampe
Erster Montantrödelmarkt auf der Kokerei Hansa 61

AUS DER GESCHICHTSARBEIT
Industrie Film Ruhr '03: Von Rhein und Ruhr in die Welt (62) .
Deutsch-polnische Tagung: "Polen im Ruhrgebiet 1870-1945" (62) . Der
Arbeitskreis "Hörde damals" (62) . Hasenwinkeler Kohlenweg
"Kohlensammelbahn" in Bochum Dahlhausen (63) . Hausbeschilderung in
Gelsenkirchen-Bismarck (64) . Park am Malakowturm - Aus der Arbeit des
Heimat- und Geschichtsvereins Sprockhövel (64)

MUSEEN UND AUSSTELLUNGEN
Henrichshütte Hattingen: Rückblick: Zwangsarbeit in Hattingen. Eine
Ausstellung - Zwei Orte (65).Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Dortmund: Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges
1941-1944 (65).NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln: Bilder einer
fremden Stadt - Zwangsarbeit in Köln 1939-1945 (66) . Zeche Zollern:
Düsseldorf - Dortmund - Mexiko. Eine Ausstellung zum hundertjährigen
Jubiläum der Maschinenhalle der Zeche Zollern II/IV (67) . Ruhrlandmuseum
Essen: Flug in die Vergangenheit - Archäologische Stätten in Flugbildern
von Georg Gerster () . RIM Solingen: Eine genussvolle Verschlusssache -
Ausstellung "KorkundZieher" (69) . Deutsches Bergbau-Museum:
Sonderausstellung "Bergwerke auf Glas" (70) . RIM Euskirchen: Euskirchener
Wirtschaftsgeschichten. 1820 - 1900 - 1925 - 1960 - 2000 (71) . Kultur- und
Stadthistorisches Museum Duisburg: Manfred Vollmer - Kupfer - Zink - Stahl.
Bilder vom Gießen (71)

REZENSIONEN, ANNOTATIONEN
Roseneck, Reinhard (Hrsg.): Der Rammelsberg. Tausend Jahre Mensch - Natur -
Technik (72) . Landschaftsverband Westfalen Lippe Westfälisches
Industriemuseum (Hg.): Zwangsarbeit in Hattingen (73) . Schlenker, Roland:
"Ihre Arbeitskraft ist auf das schärfste anzuspannen." Zwangsarbeiter und
Zwangsarbeiterlager in Gelsenkirchen 1940-1945 (74) . Rieker, Yvonne: "Ein
Stück Heimat findet man ja immer". Die italienische Einwanderung in die
Bundesrepublik (74) . Jünger, Oscar: ". stets das Beste gewollt", Ein
historisches Lesebuch zur Erinnerung an den Dortmunder Stadtbaurat
Friedrich Kullrich (76) . Gisela Weiß, Gerd Dethlefs (Hg.) Zerbrochen sind
die Fesseln des Schlendrians. Westfalens Aufbruch in die Moderne (76) .
Heidemann, Lutz (Red.): Dokumentation Schloß Horst, Hagen (77) . Karabaic,
Milena; Krause, Markus (Hg.): Arbeitsjacke und Zinkengel. 111 Objekte aus
der Sammlung des Rheinischen Industriemuseums (77) Custodis, Paul-Georg;
Friedhofen, Barbara; Schabow, Dietrich: Sayner Hütte. Architektur,
Eisenguss, Arbeit und Leben (78) . Kosche, Rosemarie: Studien zur
Geschichte der Juden zwischen Rhein und Weser im Mittelalter (79) . Rasch,
Manfred: Granaten, Geschütze und Gefangene. Zur Rüstungsfertigung der
Henrichshütte in Hattingen während es Ersten und Zweiten Weltkriegs (79) .
Farrenkopf, Michael (Hrsg.): Koks. Die Geschichte eines Wertstoffes (79) .
Osses, Dietmar; Asfur, Anke (Hrsg.): Neapel - Bochum - Rimini. Arbeiten in
Deutschland. Urlaub in Italien. Italienische Zuwanderung und deutsche
Italiensehnsucht im Ruhrgebiet (80) . Scheibe, Dietrich; Wiegold-Bovermann,
Margit: "Morgen werden wir die Gewerkschaftshäuser besetzen" Die
Zerschlagung der Gewerkschaften in Rheinland-Westfalen-Lippe am 2. Mai 1933
(80) . Hauenstein, Friedrich: Ein Leben. Von der Weimarer Republik zum
vereinigten Deutschland (80)

Zeitschriftenrundschau 81
Veranstaltungskalender 83
Adressenverzeichnis 88
Autorenverzeichnis 91

INFO

Impressum
Herausgeber: Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, Forum
Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.
Redaktion: Franz-Josef Jelich (verantw.) und Dr. Marita Pfeiffer
(verantw.), Susanne Abeck, Simone Szydlak und Walter Gantenberg.
Anschrift: Redaktion Forum Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur,
Emscherallee 11, 44369 Dortmund / Telefon 0231-931122·90, Telefax:
0231-931122·10 / e-mail: redaktion@geschichtskultur-ruhr.de
Design: L. Buscher-Ciupke, Recklinghausen
Satz: Klartext Verlag, Essen
Druck: Druckerei Uwe Nolte, Iserlohn
Verlag: Klartext Verlagsgesellschaft mbH, Heßlerstr. 37 (Zeche Fritz),
D-45329 Essen
Auflage: 1.500
ISSN 1436-7661
Wenn nicht anders vermerkt, liegt das Copyright für Abbildungen bei den
Autoren.
Der Bezug weiterer Hefte ist gegen Einsendung von 6,- Euro über die
Redaktion möglich. Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe 1. März 2004






From rita.boerste at lwl.org Mon Nov 3 17:35:58 2003
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Mon Nov 3 17:46:07 2003
Subject: [WestG] [AKT] St.-Andreas-Kirche in Soest-Ostoennen hat die
wahrscheinlich aelteste Orgel der Welt
Message-ID: sfa6920b.054@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 03.11.2003, 15:40

AKTUELL

Untersuchungen von Orgelexperten und LWL-Denkmalpflegern zeigen:
In Ostönnen bei Soest steht die wahrscheinlich älteste Orgel der Welt

Soest-Ostönnen. Als die Denkmalpfleger des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL) gemeinsam mit renommierten Orgelexperten die Orgel der St.-Andreas-Kirche in
Ostönnen bei Soest untersuchten, weil eine Restaurierung dringend notwendig war, lag die
Geschichte des Instrumentes noch weitgehend im Dunkeln. Zwar vermuteten alle Beteiligten,
dass die Orgel einen großen historischen Wert hat, doch die Ergebnisse der Untersuchungen,
die eine Orgelpfeife sogar ins Krankenhaus führte, überraschte alle Beteiligten:

Die Experten sind sich sicher, dass die westfälische Orgel zu den ältesten spielbaren Orgeln der
Welt zählt. "Vieles spricht sogar dafür, dass sie die älteste ist", sagte Orgelexperte Rowan
West bei der Vorstellung der gerade abgeschlossenen Restaurierungsarbeiten am Montag
(03.11.) in Ostönnen. Bei ihrer überraschenden These stützen sich Denkmalpfleger und
Orgelexperten auf eine ganze Reihe Indizien, die sie bei der zwölfmonatigen Restaurierung
entdeckt haben:

Erste Untersuchungen zeigten, dass viele der Pfeifen aus der Gotik
stammten, 326 von ihnen gar vor 1500 entstanden sind. Holztechnische Untersuchungen
belegten, dass im Gehäuse der mehrfach umgebauten Orgel Hölzer von 1447 und 1435 verwendet
worden sind. Bei der originalen Bohlenwindlade, auf der die Pfeifenregister stehen, und
mehreren Stücken ehemaliger Bälge, die für das Gehäuse wiederverwendet wurden, haben die
gotischen Orgelbauer ähnlich altes Holz verwendet:

"Das Holz stammt von Bäumen, die 1410 und 1416 gefällt wurden. Geht man von der üblichen
Holzlagerzeit von 15 Jahren aus, wurde die Windversorgung in der Zeit zwischen 1425 und 1431 gebaut.
Damit gehört die Orgel zu den ältesten der Welt", sagt LWL-Denkmalpflegerin Dr. Roswitha Kaiser. Weitere Forschungen
sollen jetzt klären, wie alt die Tonbuchstaben auf den gotischen Pfeifen sind und was es mit
der merkwürdigen Inschrift auf dem Kern einer gotischen Pfeife auf sich hat, die durch die
endoskopischen Untersuchungen in einem Krankenhaus wie bei einer Magenspiegelung
dokumentiert wurde.

"Vielleicht ist hier eine Art Grundsteinlegung für den Bau dieser Orgel
erfolgt und wir können noch das Geheimnis um den Orgelbau lüften", hoffen die
Denkmalpfleger. Auf jeden Fall hat die Orgel einen Wert, der sich mit den berühmten
Instrumenten in Sion (Schweiz), Kiedrich (Mosel) und Rysum (Ostfriesland) messen lassen
kann, sagt Orgelbauer Rowan West.

Auch wenn sich die letzten Geheimnisse in den anstehenden
Untersuchungen nicht klären lassen sollten, habe die Ostönner Orgel eine besondere
Bedeutung, schließlich seien hier über die Hälfte der Pfeifen, die Lade, der Kasten auf dem
die Pfeifen stehen und Teile des Gehäuses aus der mittelalterlichen Entstehungszeit
erhalten. "Damit ist sie gleichzeitig ein wichtiges Klang-, Technik- und Kunstdenkmal",
unterstreicht Kaiser den kulturhistorischen Wert des Kircheninstrumentes.

In ihrer über 500-jährigen Geschichte hat die Orgel sogar schon einen Umzug hinter sich gebracht: Bis 1721
stand sie in Alt St. Thomae in Soest. Am ersten Standort erweiterte sie ein Meister Bartholdus
1586 bereits um zwei Register. Die Orgel wurde unter anderem 1727, 1760, 1888 und 1963
repariert, sie erhielt 1874 einen neuen Platz in der Kirche und wurde dabei immer wieder
verändert. Vor allem die letzte Reparatur nahm wenig Rücksicht auf den alten Pfeifenbestand
der Orgel und verursachte verschiedene Schäden.

Deshalb war allen Beteiligten schnell klar, dass diese Veränderungen wieder zurückgenommen werden
mussten. Doch auf welchen Zustand sollte die Orgel zurückgeführt werden? Schließlich einigten sich
Denkmalpfleger und Orgelexperten auf den Zustand von 1721, als die Orgel nach Ostönnen kam. "Denn ohne die
Veränderungen aus dieser Zeit wäre das Pfeifenwerk heute nicht mehr vollständig. Außerdem
war die Qualität der Arbeit aus dieser Zeit so hoch, dass es unverantwortlich wäre, die
Pfeifen zu entfernen", so Kaiser. "Wir haben die Orgel wie in der Gotik üblich gestimmt. Im
Unterschied zu heutigen Klavieren sind dabei die Tonhöhenabstände von Halbton zu Halbton
unter-schiedlich groß. Dadurch klingt die Orgel besonders rein und reizvoll", ergänzt
West.

Die spannende Abwägung, wann bei der Restaurierung eher das historische Klang-, das
original erhaltene Technik- oder das Kunstdenkmal mit seinen gotischen Orna-menten im
Mittelpunkt stand, hat das Westfälische Landesmedienzentrum des LWL in einem Videofilm
dokumentiert, der noch in die-sem Jahr fertig sein wird. Dabei hat das Filmteam um
Produktionsleiter Hermann-Josef Höper alle Arbeitsschritte dokumentiert.

So schauten die LWL-Filmer beispielsweise dem Orgelbauer Rawon West bei der Arbeit in seiner Ahrweiler
Werkstatt mit der Kamera über die Schulter. "Wir wollten aber auch die seltene Gelegenheit
nutzen, das Innenleben einer historischen Orgel zu zeigen, das sonst nicht zu sehen ist. Mit
Detailaufnahmen wollen wir auch dem Laien näher bringen, wie die Königin der Instrumente
funktioniert", erklärt Höper.




From rita.boerste at lwl.org Mon Nov 3 17:39:41 2003
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Mon Nov 3 17:47:19 2003
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: N.Tempel, Histor. Grossmaschinen u.
ihre Restaurierung, Steinfurt, 6.11.03
Message-ID: sfa692e3.055@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Wolfgang Goebel"
Datum: 03.11.2003, 8:51

AKTUELL

Zum Thema "Das Westfälische Industriemuseum - WIM - Historische Großmaschinen und ihre Restaurierung" spricht Norbert Tempel, Referent für Technikgeschichte beim Westfälischen Industriemuseum des LWL in Dortmund am Donnerstag, 6. November 2003, 18.30 Uhr, im Raum D 144 der Fachhochschule Münster, Abt. Steinfurt, Stegerwaldstr. 39, 48565 Steinfurt

Hierzu lädt der Abteilungssprecher der Abteilung Steinfurt, Dekan Prof. Dr. Ing. Dieter Scholz, ein.

Unter der folgenden Adresse ist ein Plan von Burgsteinfurt hinterlegt, auf dem das Gebäude der FH verzeichnet ist. Der Raum ist ausgeschildert.
http://www.et.fh-muenster.de/organis/region/st_gros.htm


INFO

Fachhochschule Münster
Fachbereich Elektrotechnik & Informatik
Labor für Leistungselektronik & Robotik
Stegerwaldstr. 39
D-48565 Steinfurt
Tel: 02551-962262; Fax: 02551-962170
aus Münster: Tel: 83-6262 (Ortstarif) Fax: 83-62170 (Ortstarif)
e-Mail: goebel@fh-muenster.de





From rita.boerste at lwl.org Mon Nov 3 17:43:19 2003
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Mon Nov 3 17:48:34 2003
Subject: [WestG] [AKT] Museumsfest im Industriemuseum Glashuette
Gernheim, Petershagen, 9.11.03
Message-ID: sfa693d8.056@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 03.11.2003, 12:12

AKTUELL

Von der Produktion bis zum Essen - alles dreht sich ums Glas
Museumsfest im LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim

Petershagen (lwl). Ein abwechslungsreiches Programm rund ums Thema Glas bietet das Westfälische Industriemuseum Glashütte Gernheim in Petershagen-Ovenstädt bei seinem Museumsfest am Sonntag, 9. November. Von 10 bis 18 Uhr erwarten die Besucher Schauvorführungen der Glasmacher und des Glasgraveurs sowie Demonstrationen in der Strohhülsen- und Korbherstellung sowie an der IS-Maschine, mit der vor ... Jahren Glas hergestellt wurde. Im Museumsshop können Besucher mundgeblasenes Glas aus der museumseigenen Produktion kaufen.

Am Vorabend veranstaltet die Kulturgemeinschaft eine Oldie-Night (Sa., 8.11., 20.30 Uhr). Am Sonntag lädt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ab 10 Uhr zum Frühschoppen ein. Kleine Gäste sehen um 11 Uhr den Film "Momo" nach dem Roman von Michael Ende oder starten gleich mit den Kinderfiguren "Auguste und Wilhelm" zur Museumsrallye, um das ehemalige Glasmacherdorf an der Weser zu erkunden.

Um 14.30 Uhr erklingt im Veranstaltungsgebäude neben dem Glasturm die ersten Takte des Stadtchorkonzertes. Akteure sind die Singgemeinschaft im MGV Ovenstädt unter der Leitung von Werner Helberg und Chöre aus Döhren, Mardorf, Nenndorf, Windheim und Petershagen. Beim traditionellen Glasmacheressen - .... - und anderen Spezialitäten können sich die Gäste stärken.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Diese Meldung mit dem Foto zum Download finden Sie im Internet unter www.lwl.org.


INFO

Westfälisches Industriemuseum - Glashütte Gernheim
Gernheim 12
32469 Petershagen
Tel.: 05707/93110
Fax: 05707/931111





From rita.boerste at lwl.org Mon Nov 3 17:45:28 2003
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Mon Nov 3 17:49:13 2003
Subject: [WestG] [AUS] Europaeisches Glas des 17. bis 20. Jhdts.,
Petershagen, 16.11.03-1.2.04
Message-ID: sfa69453.057@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Christiane Spänhoff"
Datum: 03.11.2003, 12:15

AUSSTELLUNG

Industriemuseum Glashütte Gernheim zeigt europäisches Glas aus vier Jahrhunderten
Wertvolle Exponate aus dem Polnischen Nationalmuseum in Kielce

Petershagen (lwl). Mit einem besonderen Höhepunkt wartet das Westfälische
Industriemuseum Glashütte Gernheim in Petershagen-Ovenstädt zum
Jahresabschluss auf: Ab dem 16. November zeigt das Museum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) wertvolles europäisches Glas des
17. bis 20. Jahrhunderts aus der Sammlung des Polnischen Nationalmuseums in Kielce.

Die Schau mit 170 hochkarätigen Exponaten bietet einen Längsschnitt durch die
europäische Glasgeschichte. "Alle wichtigen Zentren und Epochen der
Glasherstellung sind vertreten", erklärt Museumsleiter Michael Funk.
Die von Hand in den unterschiedlichsten Techniken und Dekoren hergestellten
Gläser zeugen von der hohen Kunstfertigkeit der Glasmacher und -veredler der
vergangenen Jahrhunderte.

Zu den wertvollsten Ausstellungsstücken zählt ein
Altaristenpokal (Foto) aus der Werkstatt von Ignaz Preissler aus dem frühen 18.
Jahrhundert. Funk: "Die Sonderausstellung bietet darüber hinaus einen interessanten
Kontrapunkt zu unserer Dauerausstellung, in der vorwiegend manuell und industriell
hergestellte Glasprodukte des 19. und 20. Jahrhunderts zu sehen sind."

Das Polnische Nationalmuseum in Kielce arbeitet bereits seit 1979 mit
Kultureinrichtungen und Museen in Deutschland zusammen. Die langjährigen Kontakte
haben bereits zu Ausstellungen im Polnischen Zentrum für Kultur und Information in
Berlin, in Museen in Chemnitz, Nürnberg und in Höxter-Corvey geführt. Seit 1993 wird
das Kielcer Museums von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit in Warschau
unterstützt, die als jüngstes Projekt den Ausstellungskatalog zur Glasausstellung finanziert hat.

Diese Meldung mit dem Foto zum Download finden Sie im Internet unter www.lwl.org


INFO

Europäisches Glas des 17. bis 20. Jahrhunderts
aus der Sammlung des Polnischen Nationalmuseums in Kielce
16. November 2003 (Eröffnung 15 Uhr) bis 1. Februar 2004
Westfälisches Industriemuseum Glashütte Gernheim
Gernheim 12, 32469 Petershagen
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr







From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Nov 4 14:29:39 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Nov 4 14:34:33 2003
Subject: [WestG] [CONF] Koeln: Neue Medien in der Regionalgeschichte,
28.11.2003
Message-ID: sfa7b7e8.097@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Wolfgang Rosen",
Datum: 04.11.2003, 14:03


CONF

Einladung zum X. Deutzer Gespräch am 28. November 2003 in Köln

Neue Medien in der Regionalgeschichte. Internet, Mailinglisten und CD-ROM:
Forschungsinstrumente - Wissensvermittler - Info-angebote

Landschaftsverband Rheinland
Fachstelle für Regional- und Heimatgeschichte


Termin: Freitag, 28. November 2003, 9:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Tagungsort: Saal Rhein
Horion-Haus
Landschaftsverband Rheinland
Hermann-Pünder-Straße 1
50679 Köln-Deutz



9:30 Uhr
Dr. Gert SCHÖNFELD, Landschaftsverband Rheinland, Köln Begrüßung

9:45 Uhr
Georg MÖLICH, Landschaftsverband Rheinland, Köln
Einführung

10:00 Uhr
Prof. Dr. Gudrun GERSMANN, RWTH Aachen
Internetzeitschriften und Regionalgeschichte

10:45 Uhr
Kaffeepause

11:00 Uhr
Dr. Marcus WEIDNER, Landschaftsverband Westfalen-Lippe Mailingliste und
Internetportal "www.westfaelische-geschichte.de"

11:30 Uhr
Wolfgang ROSEN M.A., Landschaftsverband Rheinland, Köln Internetportal
"www.rheinische-geschichte.de"

11:45 Uhr
Dr. Beate DORFEY, Landeshauptarchiv Koblenz
Möglichkeiten und Grenzen archivischer Informationsvermittlung im Internet

12:15 Uhr
Dr. Ingrid BODSCH, Stadtmuseum Bonn
Stadtmuseen im Internet. Der Internetauftritt des Stadtmuseums Bonn

12:45 Uhr Mittagspause

14:00 Uhr
Dr. Markus KRAUSE, Landschaftsverband Rheinland, Rheinisches Industriemuseum,
Euskirchen / Verein Industriemuseen in der EUREGIO Industriemuseen in der EUREGIO.
Internetpräsentation des Vereins "Industriemuseen in der EUREGIO". Probleme und Chancen der
grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

14:30 Uhr
Dr. Klaus HERDEPE, Bergischer Geschichtsverein
Internetangebot eines regionalen Geschichtsvereins. Der Bergische Geschichtsverein im Internet

15:00 Uhr
Kaffeepause

15:15 Uhr
Dr. Joachim OEPEN / Dr. Udo WALLRAF, Historisches Archiv des Erzbistums Köln / Medienzentrale
des Erzbistums Köln
Kirchliche Regionalgeschichte im Internet und auf CD.
Das Beispiel "www.christen-am-rhein.de"

15:45 Uhr Heike HAWICKS M.A., Institut für niederrheinische Kulturgeschichte und Regionalentwicklung
an der Universität Duisburg-Essen
Neue Medien in der Regionalgeschichte - Die Präsentation des Duisburg-Planes von Johannes Corputius
aus dem 16. Jh. auf CD-ROM: Eine Kooperation von Universität, Museum, Archiv und Geschichtsverein

16:15 Uhr
Schlussdiskussion

17:00 Uhr
Ende der Veranstaltung


INFO

Bitte melden Sie sich bis zum 21. November 2003 schriftlich an bei:
Landschaftsverband Rheinland Kulturamt/
Fachstelle für Regional- und Heimatgeschichte
Georg Mölich / Wolfgang Rosen
50663 Köln
E-Mail: wj.rosen@lvr.de
Tel.: 0221/809-2494, Fax.: 0221/809-3373 www.rheinische-geschichte.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Nov 4 16:13:27 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue Nov 4 16:15:43 2003
Subject: [WestG] [JOB] Werkvertraege: Lehrmaterialien fuer den
Geschichtsunterricht
Message-ID: sfa7d031.068@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Marcus Weidner" , Internet-Portal "Westfälische Geschichte"
Datum: 04.11.2003, 15:44


JOBs

Werkverträge beim Internet-Portal

Im Internet-Portal "Westfälische Geschichte", das als Kooperationsprojekt
mit der Stiftung Westfalen-Initiative z.Zt. beim Westfälischen Institut für
Regionalgeschichte in Münster aufgebaut wird, sollen u.a. didaktische
Lehrmaterialien für den Geschichtsunterricht an Gymnasien online angeboten
werden. Wir sind deshalb auf der Suche nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
mit Lehrerfahrung an Schulen, die uns hierbei im Rahmen von Werkverträgen
unterstützen möchten.

In diesem Segment bieten wir insgesamt drei Werkverträge zu jeweils 1.100 Euro an:
- Gymnasium 5.-7. Klasse
- Gymnasium 9.-10. Klasse
- Gymnasium 11.-13. Klasse

Aufgabe der/s Bearbeiter/in/s ist es, für Lehrer und Schüler einzelner Schulstufen
(Gymnasium) auf der Basis einer bereits vorhandenen Liste mit Unterrichtsthemen
("Obligatorik") Materialien zur Westfälischen Geschichte zu erarbeiten, die im Rahmen
des Internet-Portals online zur Verfügung gestellt werden sollen.

Den einzelnen Themen dieser strukturierten Themenliste, die ggf. zu ergänzen ist,
sollen entsprechende Materialien (als interne Ressourcen oder als Verlinkungen auf
externe Ressourcen) zugeordnet werden, die online abrufbar sind. Zu diesen Materialen,
die zu recherchieren, didaktisch kurz zu beschreiben und online einzuarbeiten sind,
gehören insbesondere Literaturangaben, Volltext-Quellen, Ereignislisten, Hinweise auf
Institutionen und außerschulische Lernorte, Anregungen für Fach- und Projektarbeit,
Projektwebsites von Schulen oder sonstige Links. Hierbei kann auch auf die bereits
vom Portal erarbeiteten Ressourcen zurückgegriffen werden.

Da die Arbeit online von zuhause aus erfolgt, ist ein Internet-Zugang zwingende
Voraussetzung. Die Materialien werden entweder online in eine über das Internet
zugängliche Datenbank eingegeben oder als Textdatei erfasst.

Profil:
- Studium der Geschichte
- 2. Staatsexamen (Schuldienst) (!)
- Tätigkeit (Fach Geschichte) an einem Gymnasium in der jeweiligen Stufe

Termin der Fertigstellung: 15.03.2004

Haben Sie Interesse an einem der genannten Werkverträge? Bitte wenden Sie sich
mit einer schriftlichen Bewerbung (mit kurzem Lebenslauf, Schriftenverzeichnis) unter
Angabe des gewünschten Bereichs bis zum 18.11.2003 an:

Dr. Marcus Weidner
Westfälisches Institut für Regionalgeschichte
Warendorfer Str. 14
48145 Münster
marcus.weidner@lwl.org
0251/591-5691

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter http://www.westfaelische-geschichte.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Nov 5 08:15:52 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed Nov 5 08:20:55 2003
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAKT=5D_Vortrag_zur_Ausstellung_=22Zers?=
=?iso-8859-1?q?treute_Bibliotheken=22=2C_D=FClmen=2C_07=2E11=2E2003?=
Message-ID: sfa8b1cf.010@lwlapp.itz.lwl.org

Von: Stadtarchiv Dülmen
Datum: 04.11.2003, 11:43


AKTUELL

Das Stadtarchiv Dülmen lädt zu einer Vortragsveranstaltung ein:

Freitag, 7. November 2003, um 19.30 Uhr
Stadtbücherei Dülmen
Overberg-Passage
48249 Dülmen

Dr. Timothy Sodmann, (Landeskundliches Institut Westmünsterland, Vreden)
"Da wir Gottes Wort nicht mit dem Munde predigen können".
Der Buchbesitz des Kartäuserklosters Weddern.

Anlässlich der Ausstellung JVDOCVS VREDIS. Kunst aus der Stille - Eine
Klosterwerkstatt der Dürerzeit (2001) rekonstruierte Dr. Timothy Sodmann
Teile der Klosterbibliothek der einzigen Kartäuserniederlassung in Westfalen,
der Kartause Marienburg in Weddern bei Dülmen. Der Katalog der 38
Handschriften, Inkunabeln und Drucke zählt, listet nicht wenige wertvolle
Bände auf, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts über den internationalen
Buchhandel nach England und in die Vereinigten Staaten von Amerika gelangten.

Begleitend zur Ausstellung des Stadtarchivs Dülmen "Zerstreute Bibliotheken.
Kartause Marienburg - Kloster Agnetenberg - Kollegiatstift St. Viktor"
erläutert der Referent die Entstehung, Bedeutung und Auflösung der Bibliothek
des Klosters Marienburg in Weddern, wobei die ausgestellten Exponate vom 15.
bis 17. Jahrhundert einbezogen werden.

Moderation: Stadtarchivar Dr. Friedrich-Wilhelm Hemann


INFO

Stadtarchiv Dülmen
Charleville-Mézières-Platz 2
(im Keller der Hermann-Leeser-Schule)
48249 Dülmen
Tel. 0 25 94 / 89 08 15
Fax 0 25 94 / 89 08 17
http://www.stadtarchiv-duelmen.de/





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Nov 5 08:20:14 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed Nov 5 08:21:13 2003
Subject: [WestG] [AUS] Handschriften, Inkunabeln und Drucke aus aufgehobenen
Kloestern/Stiften, Duelmen
Message-ID: sfa8b2cf.016@lwlapp.itz.lwl.org

Von: Stadtarchiv Dülmen
Datum: 04.11.2003, 11:42


AUSSTELLUNG

Das Stadtarchiv Dülmen zeigt in der Stadtbücherei die Handschriften,
Inkunabeln und Drucke aufgehobener Klöster und Stifte unter dem Titel
"Zerstreute Bibliotheken. Kartause Marienburg - Kloster Agnetenberg -
Kollegiatstift St. Viktor".

Mit der Säkularisation wurde das Fürstbistum Münster unter eine Vielzahl von Staaten
zerteilt. Während der östliche Teil an Preußen gelangte, entstanden aus den westlichen
Ämtern neue Duodezfürstentümer. Das Amt Dülmen ging an den Herzog von Croy über,
der für drei Jahre als Landesherr die souveräne Grafschaft Dülmen regierte. Während dieser
Zeit kam es nur zur Aufhebung des 1476 gegründeten, einzigen Kartäuserklosters in Westfalen,
der Kartause Marienburg im heutigen Dülmener Ortsteil Weddern.

Die beiden geistlichen Institute in der Stadt, das 1323 gegründete Kollegiatstift an der Pfarrkirche
St. Viktor und das 1456 als Süsterhaus fundierte, ab 1471 die Augustinerregel übernehmende Kloster
Agnetenberg, blieben bestehen. Beide Einrichtungen wurden nach 1803 entweder weiter mit
pädagogischen und karitativen Aufgaben betraut oder als Mittel zur Pfründenversorgung genutzt. Die
Aufhebung geschah 1812 durch ein Dekret Napoleons als neuem kaiserlichen Landesherrn.

Über das Schicksal der Bibliotheken aller drei geistlichen Einrichtungen war bisher wenig bekannt.
Das Stadtarchiv Dülmen verfügt über einige der 27 Exponate, weitere konnten in den Staatsbibliotheken
Berlin und Hamburg, in der Universitätsbibliothek Münster, im Bistumsarchiv und im Stadtarchiv Münster,
der Freiherrlich Droste-Hülshoff'schen Bibliothek, dem Hamaland-Museum, Vreden, der
Anna-Katharina-Gedächtnisstätte, Dülmen und dem Archiv des Herzogs von Croy aufgespürt werden.

Die Ausstellung vereint wertvolle Teile dieser seit der Säkularisation in alle Winde zerstreuten Bibliotheken,
erläutert die einzelnen Stücke und zeigt beispielhaft an einem Buchbinder der Kartause Weddern aus
dem 16. Jahrhundert, welchen hohen kulturellen Rang diese späte Klostergründung binnen weniger Jahre
erreicht hatte.


INFO

Ausstellung:

Zerstreute Bibliotheken.
Kartause Marienburg - Kloster Agnetenberg - Kollegiatstift St. Viktor
3.-29. November 2003
Stadtbücherei Dülmen
www.stadtarchiv-duelmen.de
Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag
von 10.00 - 12.30 und 14.30 - 18.30
Samstag von 10.00-13.00


Veranstalter:

Stadtarchiv Dülmen
Charleville-Mézières-Platz 2
(im Keller der Hermann-Leeser-Schule)
48249 Dülmen
Tel. 0 25 94 / 89 08 15
Fax 0 25 94 / 89 08 17
http://www.stadtarchiv-duelmen.de/






From rita.boerste at lwl.org Wed Nov 5 11:21:20 2003
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Wed Nov 5 11:26:17 2003
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag im Juedischen Museum Westfalen, Dorsten, 6.11.03
Message-ID: sfa8dd45.096@lwlapp.itz.lwl.org

Übernahme aus: geschichtskultur-ruhr - Mailingliste
Hrsg: Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher
Redaktion: Susanne Abeck, Franz-Josef Jelich

Von: juedmuseum_westfalen@t-online.de
Datum: 05.11.2003, 9:56

AKTUELL

Vortrag am 06.11.2003 im
Jüdischen Museum Westfalen
in Dorsten

Attentatsversuch im Bürgerbräukeller 1939

Das Jüdische Museum lädt am 6. November um 19.30 Uhr zu einem
Vortrag über die Ereignisse im Münchner Bürgerbräukeller am 8.
November 1939 ein. Damals hatte ein Einzelgänger versucht, durch ein
Attentat auf Hitler dem braunen Terror ein Ende zu bereiten. Aber er
scheiterte. Wer war dieser Mann? Die fast vergessene Geschichte des
Schreiners Georg Elser wird der Sozialwissenschaftler und
Sexualtherapeut Detlev Kunert aus Rostock darstellen. Elser wäre am
4. Januar 100 Jahre alt geworden. Er wurde auf der Flucht ins
Ausland gefasst und sechs Jahre später noch kurz vor Kriegsende im
April 1945 im KZ Dachau umgebracht.

Was geschah am 8. November 1939? Die sogen. "Alten Kämpfer"
versammelten sich jährlich an diesem Tag im Bürgerbräukeller im
Gedenken an den Marsch zur Feldherrnhalle in München am 9. November
1923. Der gewaltsame Versuch, die Machtverhältnisse in Deutschland
zu verändern, scheiterte damals. Aber auch Georg Elser scheiterte
mit seinem Versuch, Hitler umzubringen. Hitler verließ diesmal
früher als gewöhnlich den Saal, ehe die Bombe explodierte. Die
NS-Propaganda nutzte das missglückte Attentat, um den Eindruck zu
vermitteln, die "Vorsehung" habe Hitler beschützt und ihn somit als
"Führer" des Volkes bestätigt.


INFO

Jüdisches Museum Westfalen, Julius-Ambrunn-Straße 1, 46282 Dorsten
Postanschrift: Postfach 622, 46256 Dorsten.
Telefon (02362) 45279, Fax (02362) 45386.
URL: http://pomoerium.com/museum.htm
Öffnungszeiten: Dienstags bis freitags 10 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr;
samstags, sonntags und an Feiertagen 14 bis 17 Uhr; montags geschlossen.
Führungen nur nach Anmeldung, auch außerhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage möglich.






From rita.boerste at lwl.org Wed Nov 5 14:23:02 2003
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Wed Nov 5 14:36:57 2003
Subject: [WestG] [AKT] Ruth Steffen, fruehere Leiterin der
Handschriftenabt. der ULB Muenster, verstorben
Message-ID: sfa907d8.073@lwlapp.itz.lwl.org

Von:
Datum: 05.11.2003, 10:56

AKTUELL

Langjährige Leiterin der Handschriftenabteilung
Bibliotheksdirektorin i.R. Dr. Ruth Steffen starb im Alter von 81
Jahren

Die langjährige Leiterin der Abteilung Handschriften und
Altbestände der Universitäts- und Landesbibliothek Münster,
Bibliotheksdirektorin i.R. Dr. Ruth Steffen, ist nach schwerer
Krankheit im Alter von 81 Jahren gestorben. Viele Benutzer der
Bibliothek werden sich an ihre liebenswürdige Betreuung und
fachgerechte Beratung erinnern.

25 Jahre, von 1959 bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1984, leitete
sie mit großer Kompetenz und Umsicht die Handschriftenabteilung, die
unter ihrer Führung einen großen Aufschwung nahm. Es gelang ihr,
im Interesse der Bibliothek und ihrer Benutzer den Bestand an
wertvollen Handschriften und Nachlässen, Autographen und Inkunabeln,
Bucheinbänden und Graphiken entscheidend zu vermehren und zu
erschließen.

Zu den bedeutendsten Erwerbungen während ihrer Amtszeit zählen die
Handschriftensammlung Nordkirchen mit wichtigen Quellen zur
westfälischen Geschichte des 17. und 18. Jahrhunderts, die
Nachlässe von August von Haxthausen und Karl Wagenfeld, die Briefe
des venezianischen Gesandten Alvise Contarini vom Westfälischen
Friedenskongress in Münster 1643 bis 1647, die Familienkorrespondenz
des Rechtsgelehrten Friedrich Carl von Savigny aus der ersten Hälfte
des 19. Jahrhunderts sowie die Graphiksammlung Georg Broel und Marcus
Behmer.

Dr. Steffen leitete zudem zwölf Jahre den Schlagwortkatalog und
übernahm für 15 Jahre die Betreuung des Sondersammelgebietes
"Niederländischer Kulturkreis". Auch nach ihrer Pensionierung blieb
sie der Bibliothek eng verbunden: Sie bearbeitete den Briefwechsel
Bettina Schinas (geb. von Savigny) mit ihren Eltern, der über ihr
Leben im neu gegründeten Königreich Griechenland berichtet. Diesen
Band konnte sie im vergangenen Jahr fertig stellen und
veröffentlichen.

INFO

Universitäts- und Landesbibliothek Münster
Krummer Timpen 3-5
D-48143 Münster
URL: http://www.uni-muenster.de/ULB/






From rita.boerste at lwl.org Thu Nov 6 09:30:36 2003
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Thu Nov 6 10:23:39 2003
Subject: [WestG] [TOC] Heimatkalender des Kreises Soest 2004
Message-ID: sfaa14c7.088@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Dr. Peter Kracht"
Datum: 05.11.2003, 19:02

TOC

Heimatkalender des Kreises Soest 2004
hrsg. vom Kreis Soest
ISBN 3-928295-39-X

Inhalt:

S. 5
Zum Geleit

S. 6-29
Kalendarium:
Der Maler Vollrath Hoeck

S. 30-36
Harald Nowoczin
Vollrath Hoeck - Ein Künstler von hohem Rang, doch fast vergessen

S. 37-39
Jürgen Hoeck
Biographische Anmerkungen

S. 40-43
Margret Bunzel-Drüke, Matthias Scharf
Ein Stellvertreter für den Auerochsen

S. 44-47
Willi Mues
Gemeinsam sind wir stark!

S. 48-49
Hans-Joachim Peters
"Der Motor eines Bauern kann nicht einzylindrig genug sein"

S. 50
Jörg Dresp
"Appetitanreger" aus Lippstadt

S. 53-54
Maria Peters
Die Hochzeit fiel nicht ins Wasser - aber gefeiert wurde im zweiten Stock

S. 55-56
Ulrich Grun
"Nachbarin des Donners" - Die Glocke und ihr Klang

S. 57-63
Uta Kuhlmann, Wolfgang Maas
Kompetenz in Sachen Energie: "KonWerl 2010" setzt Maßstäbe

S. 64-67
Barbara Scheffran-Pieper
Wie das Bier zum Kunden kam

S. 69-70
Helmut Fröhlich:
"...daher wirkt nur die lebendige Kraft..."
S. 72-73
Thorsten Teimann
Griechische Mythen und ein Orakel im Herzen Westfalens

S.74-77
Wolfgang Maron
Kraft aus Dampf - ein neues Zeitalter beginnt im Hellwegraum

S. 78-81
Thomas Felder
Hochburg edler Vollblut-Pferde

S. 82
Michael Dietscheidt
Der Freimaurer Freiligrath

S. 83-84
Ulrich Löer
Eberhard Viegeners Dorfkirche

S. 85
Marianne Flachs
Idylle am Boker Kanal

S. 86
Michael Dietscheidt
"Die Soester Logenlieder"

S. 87-90
Wolfgang Marcus
"... Maria, so hör unsere Bitte"

S. 91-94
Jörg Laumeier
Umstrittenes Großprojekt: Der Bau des "Weißen Domes an der Lippe"

S. 95-99
Wilhelm Müschenborn
Das beste Eis Deutschlands

S. 102-104
Kathryn Kortmann
"... und sich vor allem nicht bestialisch vollsaufen sollen"

S. 105-106
Peter Kracht
Belecker Hans-Josef Becker neuer Erzbischof von Paderborn

S. 107-108
Hartmut Platte
Gemeinschaftliches Leben im Geist des Heiligen Franziskus von Assisi

S. 109-111
Michael Jolk
Erinnerungen an "Werler Köpfe"

S. 112-124
Gedenken an die Toten

S. 125
Ehrungen/Orden

S. 126-129
Beatrix Pusch
Neue Heimatliteratur

S. 130-134
Beatrix Pusch
Rückblick auf das Jahr (1. Juli 2002-30. Juni 2003)

S. 135
Wolfgang Maron
Die Gründungsgeschichte des Kreises Soest erstmals umfassend dargestellt







From rita.boerste at lwl.org Thu Nov 6 09:43:25 2003
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Thu Nov 6 10:25:06 2003
Subject: [WestG] [KONF] Forum "Geschichte und Zukunft der Arbeit",
Dortmund, 19.11.03
Message-ID: sfaa17d3.021@lwlapp.itz.lwl.org

Von: Dr. Tanja Bessler-Worbs, , Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv
Datum: 06.11.2003, 08:25

KONFERENZ

Wissenschaft live in Dortmund:
Forum "Geschichte und Zukunft der Arbeit"

Am 19. November um 14** Uhr startet im Dortmunder Rathaus unter dem Motto
"Wissenschaft live" der zweite Dortmunder Wissenschaftstag. Nach der
Begrüßung und Einführung durch Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer,
dem Vorsitzenden der Dortmund-Stiftung, Dr. Burkhard Dreher, sowie Prof.
Kinne, Vorsitzender von windo, starten fünf thematische Bustouren zu
verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen in Dortmund.

Tour 1 ("Dortmunder Arbeitsforschung") führt zur Sozialforschungsstelle im
Zentrum Minister Stein, Tour 3 ("Logistik bis zum Kunden") besucht u.a.
die Fa. Ikea, Tour 4 ("Lebenswissenschaft erleben") das Max-Planck-Institut für
molekulare Physiologie und Tour 5 ("Bio- und Chemosensorik") die FH Dortmund.

Von besonderem historischen Interesse ist Tour 2 mit dem Thema "Arbeit gestern-
heute-morgen" (verantwortlich und Moderation Dr. Karl-Peter Ellerbrock, Direktor
der Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv) mit folgendem Programm:

14:30 Bustransfer vom Dortmunder Rathaus

15.00 Uhr Führung durch die Fa. STEAG microParts im Technologiepark
Dortmund durch den Geschäftsführer Dr. Reiner Wechsung

ab 16:30 Uhr Forum "Geschichte und Zukunft der Arbeit" in der IHK
Dortmund, u.a. mit Hauptgeschäftsführer Klaus Günzel, Dr. Karl-Peter
Ellerbrock (Westfälisches Wirtschaftsarchiv), Prof. Noltenius (Fritz Hüser
Institut), Dr. Jörg Teichert (Universität Dortmund) und Claus Dieter
Weibert (IHK Dortmund).

17:45 Uhr Rückfahrt zum Rathaus

18:00 Uhr Ausklang und Imbiss im Rathaus.

Nach dem Besuch von high-tech Arbeitsplätzen im Technologiepark bietet ein
Forum in den Räumen der IHK einen Einblick in die tiefgreifenden
Veränderungen der Arbeitswelt eines ehemals montanindustriell geprägten
Wirtschaftsraumes, an dem sich die Stiftung Westfälisches
Wirtschaftsarchiv, das Fritz Hüser Institut, die Fachhochschule Dortmund,
das Zentrum für Weiterbildung der Universität Dortmund und die IHK
beteiligen.

Filmsequenzen aus der Zeit, als die Bilder laufen lernten,
sowie zahlreiche andere historische Dokumente belegen nicht nur den Wandel
von der "Feuerarbeit" zur Hochtechnologie, sondern auch kulturelle und
mentale Veränderungen der in Dortmund arbeitenden und lebenden Menschen.
Zum komplexen Prozess des Strukturwandels gehört auch ein breitgefächertes
und innovatives Qualifizierungsangebot, wie es von der IHK und der
Universität Dortmund als regionale Akteure angeboten wird.

INFO

Anmeldungen mit der Angabe des Tourenwunsches bitte an
Martina Schöfer,
Sozialforschungsstelle Dortmund,
Evinger Platz 1
44339 Dortmund
0231/856286
Email: schoefer@sfs-dortmund.de

Kontakt:
Dr. Tanja Bessler-Worbs
Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv
Märkische Str. 120
44141 Dortmund

Tel.: 0231/5417-124
Fax: 0231/5417-117
Mail: t.bessler@dortmund.ihk.de
www.archive.nrw.de





From rita.boerste at lwl.org Thu Nov 6 09:56:42 2003
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Thu Nov 6 10:25:41 2003
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: S. Epking, Die Familie von Schorlemer
und Lippstadt, Lippstadt, 13.11.03
Message-ID: sfaa1af4.059@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Dr. Claudia Becker"
Datum: 06.11.2003, 08:38

AKTUELL

Vortrag von
Dr. Simone Epking, Westfälisches Archivamt Münster
am Donnerstag, 13. November 2003, 19 Uhr
im Stadtarchiv Lippstadt

"meinen besonders hochgeehrten Herrn undt Nachbahren" -
Die freiherrliche Familie von Schorlemer und die Stadt Lippstadt:
Zeugnisse aus dem Privatarchiv des Freiherrn von Schorlemer
zu Herringhausen

Frau Dr. Epking hat im Westfälischen Archivamt die umfangreichen
Bestände des Schorlemer-Archivs aus der unmittelbaren Nachbarschaft
Lippstadts erstmals vollständig bearbeitet. In ihrem Vortrag geht es um die
Bedeutung dieses Archivs für die westfälische Geschichts- und
Heimatforschung, die Archivgeschichte sowie um die Erschließung,
Bewertung und Verzeichnung der Bestände. Außerdem werden die
Beziehungen bzw. Wechselwirkungen der Familie Schorlemer mit
dem nahen Lipp-stadt beleuchtet, für die es in den Archivalien zahlreiche,
bislang nicht oder kaum bekannte Zeugnisse gibt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.


INFO

Stadtarchiv Lippstadt
Soeststrasse 8
Postfach 2540
D-59553 Lippstadt

Telefon: 02941-980-262
Telefax: 02941-720893






From rita.boerste at lwl.org Thu Nov 6 10:02:18 2003
From: rita.boerste at lwl.org (=?ISO-8859-1?Q?Rita=20B=F6rste?=)
Date: Thu Nov 6 10:26:22 2003
Subject: [WestG] [TOC] Ennepetaler Forschungen, Okt. 2003
Message-ID: sfaa1c2e.070@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Hans Hermann Pöpsel"
Datum: 06.11.2003, 09:01

TOC

Ennepetaler Forschungen
Heft 7
Oktober 2003

Inhalt:

S. 5-14
Wilfried G. Vogt
Die Wappen auf den Emminghaus-Grabmälern in der lutherischen Kirche Voerdes und das erste Siegel der Stadt Hagen

S. 15-24
Heinz Pflüger
Die Bergisch-Märkische Eisenbahn (BME) zwischen Schwelm und Milspe

S. 25-36
Ingrid Windmöller
Die Siedlung Am Knapp - eine Ifylle abseits des Trubels

S. 37-42
Hans Hermann Pöpsel
Der bisherige Inhalt der Ennepetaler Forschungen, Hefte 1 bis 7





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 10 16:49:55 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Nov 10 16:51:30 2003
Subject: [WestG] [AKT] Karl-Zuhorn-Stipendium an Dr. Ortrun Niethammer
Message-ID: sfafc1b7.076@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 10.11.2003, 15:22


AKTUELL

Verleihung des Karl-Zuhorn-Stipendiums an Dr. Ortrun Niethammer

Dr. Ortrun Niethammer hat sich in der westfälischen Literatur durch zahlreiche Buchpublikationen,
Herausgaben und als Initiatorin wissenschaftlicher Tagungen einen Namen gemacht. Unter anderem
hat sie eine über 800-seitige Untersuchung über die Mitarbeit der Droste an Werken anderer
Schriftsteller verfasst. Besonderen Mut hat sie bewiesen, indem sie sich mit dem unbequemen
Thema der nationalsozialistischen Autorinnen beschäftigt hat. Deshalb zeichnet der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Niethammer mit dem Karl-Zuhorn-Stipendium
aus, das der LWL alle drei Jahre verleiht.

Landesdirektor Wolfgang Schäfer wird am 14.11. das mit 5000 Euro dotierte Stipendium an Dr.
Ortrun Niethammer verleihen, Prof. Dr. Martina Wagner-Egelhaaf, Vorsitzende der LWL-
Literaturkommission und des Rates für westfälische Landeskunde, wird die Leistungen
Niethammers würdigen, bevor die Stipendiatin einen Einblick in ihre Arbeit zur Gender-
Differenz und Paradigma geben wird.







From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 10 17:00:52 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Nov 10 17:06:24 2003
Subject: [WestG] [LIT] Frese/Paulus/Teppe: Demokratisierung und
gesellschaftlicher Aufbruch, 2003
Message-ID: sfafc465.087@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Thomas Küster", , Westfälisches Institut für Regionalgeschichte
Datum: 10.11.2003, 16:50



LITERATUR

Matthias Frese/Julia Paulus/Karl Teppe (Hg.)
Demokratisierung und gesellschaftlicher Aufbruch
Die sechziger Jahre als Wendezeit der Bundesrepublik
(= Forschungen zur Regionalgeschichte, Bd. 44)
Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2003, 820 Seiten,
gebunden, € 64,-
ISBN 3-506-79617-8


Die 1960er Jahre gelten gemeinhin als Phase des Aufbruchs: Als Indikatoren dieser
Mobilisierung werden vor allem die umfassenden inneren Reformen und die durchgreifenden
kulturellen Veränderungen in der bundesdeutschen Gesellschaft genannt. Der Sammelband
spürt in einem breiten Themenspektrum dieser kulturellen und politischen Wendezeit und der
Demokratisierung der Bundesrepublik während der je nach Blickwinkel kurzen oder langen
1960er Jahre nach. Der zeitliche Rahmen der Beiträge spannt sich vom Ende der
Wiederaufbauphase und dem Eintritt in eine Zeit der Neuorientierung seit den späten
fünfziger und frühen sechziger Jahren bis zur Wirtschaftskrise in der Mitte der siebziger
Jahre. Die Beiträge fokussieren den Stellenwert dieses Zeitabschnitts in der deutschen
Nachkriegsgeschichte und diskutieren die inneren Periodisierungen der Bundesrepublik.

Die Basis der Forschungen bilden Beispiele aus Nordrhein-Westfalen, die um
Beiträge über andere Regionen und über einzelne Kommunen ergänzt werden. Un-
terschiedliche politische Konzeptionen und Konstellationen sowie deren Rück-
wirkung auf die gesellschaftlichen Entwicklungen treten dadurch deutlich hervor.
Der Band fügt sich ein in Studien des am Westfälischen Institut für Regionalgeschichte
angesiedelten Projektes "Gesellschaft in Westfalen 1930 bis 1960".



Inhaltsverzeichnis:

Matthias Frese / Julia Paulus
Geschwindigkeiten und Faktoren des Wandels -
die 1960er Jahre in der Bundesrepublik (S. 1-23)



Sektion I: "Erwerbs-, Familien-, Hausarbeit' - Geschlechterrollen im Wandel

Merith Niehuss
Einführung (S. 27-37)

Helene Albers
Bäuerliche Familien zwischen Agrarmodernisierung und gesellschaftlichem Werte-
wandel (S. 39-61)

Christine von Oertzen
Teilzeitarbeit für die 'moderne' Ehefrau: Gesellschaftlicher Wandel und geschlechts-
spezifische Arbeitsteilung in den 1960er Jahren (S. 63-81)

Ulrike Lindner
Rationalisierungsdiskurse und Aushandlungsprozesse. Der moderne Haushalt und
die traditionelle Hausfrauenrolle in den 1960er Jahren (S. 83-106)

Julia Paulus
Familienrollen und Geschlechterverhältnisse im Wandel (S. 107-119)

Kristina Schulz
1968: Lesarten der 'sexuellen Revolution' (S. 121-133)



Sektion II: Politik und Öffentlichkeit

Anselm Doering-Manteuffel
Einführung (S. 137-146)

Thomas Großbölting
Als Laien und Genossen das Fragen lernten. Neue Formen institutioneller Öffent-
lichkeit im Katholizismus und in der Arbeiterbewegung der sechziger Jahre (S. 147-179)

Julia Angster
Der neue Stil. Die Amerikanisierung des Wahlkampfs und der Wandel im Politikver-
ständnis bei CDU und SPD in den 1960er Jahren (S. 181-204)

Christina von Hodenberg
Konkurrierende Konzepte von "Öffentlichkeit" in der Orientierungskrise der 60er Jahre (S. 205-226)

Edgar Wolfrum
Das westdeutsche "Geschichtsbild" entsteht. Auseinandersetzung mit dem National-
sozialismus und neues bundesrepublikanisches Staatsbewusstsein (S. 227-246)



Sektion III: Planung als Reformprinzip

Hans Günter Hockerts
Einführung (S. 249-257)

Wilfried Rudloff
Bildungsplanung in den Jahren des Bildungsbooms (S. 259-282)

Georg Altmann
Vollbeschäftigung durch Planung? Das Reformprojekt "Vorausschauende Arbeits-
marktpolitik" in den 1960er Jahren (S. 283-304)

Karl Ditt
Die Anfänge der Umweltpolitik in der Bundesrepublik Deutschland während der
1960er und frühen 1970er Jahre (S. 305-347)

Winfried Süß
"Wer aber denkt für das Ganze?". Aufstieg und Fall der ressortübergreifenden Planung
im Bundeskanzleramt (S. 349- 377)

Thomas Schlemmer / Stefan Grüner / Jaromír Balcar
"Entwicklungshilfe im eigenen Lande" ? Landesplanung in Bayern nach 1945 (S.
379-450)

Karl Lauschke
Von der Krisenbewältigung zur Planungseuphorie. Regionale Strukturpolitik und
Landesplanung in Nordrhein-Westfalen (S. 451-471)

Norwich Rüße
"Agrarrevolution" und agrarpolitische Weichenstellungen in Nordrhein-Westfalen
nach dem Zweiten Weltkrieg (S. 473-491)



Sektion IV: Verwaltung und Bürger

Michael Ruck
Einfühung (S. 495-504)

Dieter Grunow / Hildegard Pamme
Kommunale Verwaltung: Gestaltungsspielräume und Ausbau von Partizipations-
chancen? (S. 505-528)

Sabine Mecking
"Besonders qualifizierte Persönlichkeit gesucht". Rekrutierungsfelder und Karrieremuster der städtischen
Verwaltungselite eines typischen Behördenquartiers von 1945 bis 1975 (S. 529-547)

Klaus Weinhauer
"Freund und Helfer" an der "Front": Patriarchen, Modernisierer und Gruppenkohäsion in der westdeutschen
Schutzpolizei von den späten 1950er bis in die frühen 1970er Jahre (S. 549-573)



Sektion V: Lebensstile im Wandel

Axel Schildt
Einführung (S. 577-586)

Michael Prinz
Das Ende der Bescheidenheit und der Untergang der deutschen Konsumvereine in
den 1960er Jahren (S. 587-614)

Georg Wagner-Kyora
"Das Zweckmäßige ist fast immer auch schön' ? Stadtplanung, Wohnkultur und Le-
bensstile in der Bundesrepublik der sechziger Jahre (S. 615-645)

Konrad Dussel
Medienkonsum als Ausdruck sozialen Lebensstils. Überlegungen zu Entwicklungen
in den sechziger und frühen siebziger Jahren (S. 647-665)

Markus Köster
Holt die Kinder aus den Heimen! - Veränderungen im öffentlichen Umgang mit Ju-
gendlichen in den 1960er Jahren am Beispiel der Heimerziehung (S. 667-681)

Thomas Küster
Das Erlernen des Dialogs. Veränderungen des gesellschaftlichen Klimas nach 1968
am Beispiel eines Gütersloher Gymnasiums (S. 683-705)



Sektion VI: Deutungsmuster

Karl Teppe
Einführung (S. 709-714)

Franz-Werner Kersting
"Unruhediskurs'. Zeitgenössische Deutungen der 68er-Bewegung (S. 715-740)

Hans-Ulrich Thamer
Sozialismus als Gegenmodell. Theoretische Radikalisierung und Ritualisierung einer
Oppositionsbewegung (S. 741-758)

Jürgen Zinnecker
Milieuauflösung und Generationenwandel. Zwei Deutungsmuster der Wende in den
sechziger Jahren und deren Verknüpfung (S. 759-775)

Gabriele Metzler
"Geborgenheit im gesicherten Fortschritt". Das Jahrzehnt von Planbarkeit und
Machbarkeit (S. 777-797)

Christiane Streubel
Tagungsbericht - Dokumentation der zentralen Debatten (S. 801-829)




Die Herausgeber:

Matthias Frese, geb. 1957, Dr. phil., Wiss. Referent am Westfälischen Institut für
Regionalgeschichte. Arbeitsgebiete u.a.: Geschichte der industriellen Beziehungen;
Gesellschaftsgeschichte der Bundesrepublik, Sozialgeschichte der Freizeit.

Julia Paulus, geb. 1964, Dr. phil., Wiss. Referentin am Westfälischen Institut für
Regionalgeschichte. Arbeitsgebiete u.a.: Sozial- und Wohlfahrtspolitik des 20.
Jahrhunderts; Gesellschaftsgeschichte der Bundesrepublik; Historische Frauen-
und Geschlechterforschung des 19. und 20. Jahrhunderts.

Karl Teppe, geb. 1943, Prof. Dr. phil., Kulturdezernent des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe und Honorarprofessor für Neuere und Neueste Geschichte und
Westfälische Landesgeschichte an der Westfälischen-Wilhelms Universität Münster.
Arbeitsgebiete u.a.: Sozial-, Verwaltungs- und Verfassungsgeschichte des 19. und
20. Jahrhunderts sowie Methodenprobleme der Landes und Regionalgeschichte.







From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 10 17:05:52 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Nov 10 17:08:40 2003
Subject: [WestG] [TOC] Der Reidemeister (Luedenscheid), Oktober 2003
Message-ID: sfafc582.000@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Marcus Weidner", , Internet-Portal "Westfälische Geschichte"
Datum: 10.11.2003, 17:03


TOC

Der Reidemeister
Geschichtsblätter für Lüdenscheid Stadt und Land
Hrsg. vom Lüdenscheider Geschichtsverein e.V.
Oktober 2003


Matthias Wagner
Fremde in Lüdenscheid
Ergänzte Fassung des Vortrags zum 50jährigen Bestehen des Heimatvereins Lüdenscheid 2002

Thomas Kreft
Lüdenscheid und das mittelalterliche Eisengewerbe im bergisch-märkischen Raum
Ergänzte Fassung des Vortrags zum 50jährigen Bestehen des Heimatvereins Lüdenscheid 2002





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 10 17:29:40 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Nov 10 17:31:48 2003
Subject: [WestG] [TOC] Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur 2, 2003
Message-ID: sfafcb11.009@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Marcus Weidner", , Internet-Portal "Westfälische Geschichte"
Datum: 10.11.2003, 17:30


SERVICE: TOC

Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur
2003
Heft 2
ISSN 1436-7661

Themenschwerpunkt: Zwangsarbeit im Ruhrgebiet während des Zweiten Weltkriegs


S. 5f.
Nachrichten aus der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur

S. 6-8
Nachrichten vom Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher

S. 9f.
Aufgelesenes

S. 11-19
Michael Zimmermann
Zwangsarbeit im Ruhrgebiet während des Zweiten Weltkriegs
Eine Zwischenbilanz der Forschung

S. 20-25
Klaus Wisotzky
"...hoffe sehr, daß mein Schreiben in gutherzige Hände kommt."
Die historische Aufarbeitung des Zwangsarbeitereinsatzes und die
Kommunalarchive

S. 26-29
Hans-Christoph Seidel
Zwangsarbeit im deutschen Kohlenbergbau
Ein historisches Forschungsprojekt am Institut für soziale Bewegungen der
Ruhr-Universität Bochum

S. 30-34
Uwe Kaminsky
Zwangsarbeit in der Evangelischen Kirche - Geschichtsarbeit und Versöhnung
Historische Forschung und Entschädigung

S. 35-39
Elisabeth Tillmann
Entschädigung und Versöhnung
Zwangsarbeit in kirchlichen Einrichtungen und das "katholische
Modell" am Beispiel der Industriestadt Dortmund

S. 40-45
Waltraud Jachnow
Eine unübliche Annäherung an das Thema Zwangsarbeit:
Engagement und Wirken einer Initiative

S. 46
Dieter Host/Birgit Klein
Besuch ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus der Ukraine in Gelsenkirchen

S. 47f.
Joachim Schröder
"Unvollkommene Gerechtigkeit"
Eine Zwischenbilanz der Entschädigung für NS-Zwangsarbeit

S. 49-51
Hans H. Hanke
Denkmalschutz für Zwangsarbeiterlager

S. 52-54
Industriekultur in der Diskussion
[Erwiderung von Roland Günter auf den Beitrag von Ulrich Heinemann ("Industriekultur: Vom Nutzen zum
Nachteil für das Ruhrgebiet")]

S. 55f.
Klaus Pirke
Das fotomontierte Familienbild
Zwei Erinnerungsstücke für die Hinterbliebenen verunglückter Bergleute

S. 57
Detlev Hopp
Viele neue Fragen:
Archäologische Einblicke in einen mittelalterlichen Konvent in der
Essener Innenstadt

S. 58f.
Barbara Friedhofen/Paul-Georg Custodis
Die Sayner Hütte

S. 60
Alt-Ohrwürdig:
Naturmusik auf Hansa
Günter Müller im Interview mit Inka Strunk

S. 61f.
Simone Szydlak
Vom Kauenhaken bis zur Grubenlampe
Erster Montantrödelmarkt auf der Kokerei Hansa

S. 62-64
Aus der Geschichtsarbeit

S. 65-71
Museen und Ausstellungen

S. 72-80
Rezensionen, Annotationen und Hinweise

S. 81f.
Zeitschriftenschau

S. 83-87
Veranstaltungskalender

S. 88-90
Adressenverzeichnis

S. 91
Autorinnenverzeichnis





From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Nov 12 10:03:59 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed Nov 12 10:10:29 2003
Subject: [WestG]
[AKT] Vortrag: Becher, Krawall nach der Kroenung, 25.11.2003
Message-ID: sfb205b0.067@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Presse- und Informationsstelle der Universität Paderborn", per Fax
Datum: 11.11.2003


AKTUELL

Vortrag
Prof. Dr. Matthias Becher
Krawall nach der Krönung: Sächsisch-bayerische Differenzen in Paderborn 1002

Prof. Dr. Matthias Becher von der Universität Bonn
hält am Dienstag, 25.11.2003, um 20.00 Uhr einen
Vortrag über: "Krawall nach der Krönung: Sächsisch-
bayerische Differenzen in Paderborn 1002".

Die Veranstaltung findet im Hörsaal 2 der Theologischen
Fakultät Paderborn statt. Prof. Dr. Jörg Jarnut, Historisches
Institut der Universität Paderborn und Dr. Hermann-Josef
Schmalor, Verein für Geschichte und Altertumskunde
Westfalens, Abt. Paderborn, laden die interessierte Öffentlich-
keit herzlich zur Teilnahme ein.


INFO

Verein für Geschichte und Altertumskunde
Westfalens, Abt. Paderborn e.V.
http://www.altertumsverein-paderborn.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Nov 12 16:29:41 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed Nov 12 16:31:44 2003
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Lange, Josef Schrage, Olpe, 27.11.2003
Message-ID: sfb2600f.065@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Josef Wermert", , Stadtarchiv Olpe
Datum: 12.11.2003, 10:38


AKTUELL

Vortrag im Stadtarchiv Olpe
"Josef Schrage - Bürgermeister - Landrat - Politiker - Mitglied des Parlamentarischen Rates".

Vor 50 Jahren, am 27. November 1953, verstarb der Politiker und Ehrenbürger der
Stadt Olpe, Josef Schrage, der als tatkräftiger Kommunal- und Landespolitiker
in unmittelbarer Nachkriegszeit sowie als Mitglied des Parlamentarischen Rates und
als Unterzeichner des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland zu den
bedeutendsten Persönlichkeiten der Stadt Olpe zählt.

Das Stadtarchiv Olpe würdigt die Verdienste von Josef Schrage mit einer
Vortragsveranstaltung mit dem Thema:

"Josef Schrage - Bürgermeister - Landrat - Politiker - Mitglied des Parlamentarischen
Rates".

Es referiert: Prof. Dr. Erhard H. M. Lange, Bad Honnef.

Einführende Worte sprechen: Bürgermeister Horst Müller und Altbürgermeisterin Wilma Ohly,
Enkelin von Josef Schrage.

Zu dieser Veranstaltung am Donnerstag, 27. November 2003, 19.30 Uhr in der
Begegnungsstätte Altes Lyzeum in Olpe sind alle Interessenten herzlich eingeladen.


INFO

Stadtarchiv Olpe
Tel.: 02761/831293 bzw. 831241
Fax: 02761/832293
E-mail: J_Wermert@Olpe.de






From Marcus.Weidner at lwl.org Wed Nov 12 16:46:03 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu Nov 13 08:14:43 2003
Subject: [WestG] [KONF] Tagungsbericht, HVO-Tagung, Die 1950er Jahre
Message-ID: sfb26424.083@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Stefan Schröder", , Stadtarchiv Greven
Datum: 12.11.2003, 13:05


TAGUNGSBERICHT

HVO-TAGUNG, 10.10.2003, BOCHUM

"DIE 1950ER JAHRE - WISSENSCHAFTLICHE BETRACHTUNGEN
EINES WEGWEISENDEN JAHRZEHNTES"

von
Andrea Niewerth


Am Freitag, den 10. Oktober 2003 fand im "Haus der Geschichte des Ruhrgebietes" in Bochum die jährliche Herbst-Tagung des Vereins "Historikerinnen und Historiker vor Ort e.V." statt. Rund 30 Mitglieder und Interessierte waren dem Ruf gefolgt, sich in zwei Sektionen über unterschiedliche Aspekte der 1950er Jahre zu informieren.

Nach einer kurzen Begrüßung des Vorsitzenden Dr. Wolfgang Antweiler (Stadtarchiv Hilden, Wilhelm-Fabry-Museum Hilden), führte der 'Hausherr' der Institution, Prof. Dr. Klaus Tenfelde, umrisshaft in die Geschichte der Örtlichkeit ein.

Die 1998 als Stiftung gegründete "Bibliothek des Ruhrgebietes" residiert seit November 1999 im Gebäude des ehemaligen Berg-Verlages. Diese als Public-Private-Partnership zwischen der Ruhr-Universität Bochum und der Stadt Bochum initialisierte Kooperation beheimatet eine rund 500.000 Bände umfassende Fachbibliothek, zu der u.a. die Bestände der ehemaligen Bergbau-Bücherei, der ehemaligen Industriegewerkschaft Bergbau und Energie, aber auch der IBA Emscherpark zählen. Weitere Informationen zum "Haus der Geschichte des Ruhrgebietes" finden Sie unter www.ruhr-uni-bochum.de/isb.

Dr. Erika Münster-Schröer (Stadtarchiv Ratingen), Moderatorin der ersten Sektion "Geschichtswissenschaft und Öffentlichkeit", erläuterte zunächst rückblickend, wie es zur Wahl des Tagungs-Themas gekommen sei. Sowohl auf der Jahreshauptversammlung 2002 als auch auf der zurückliegenden Frühjahrstagung habe man die Frage eines neuen "Konjunkturthemas" diskutiert und so die Beschäftigung mit den 1950er Jahren beschlossen. Münster-Schröer führte weiterhin in die Grundtendenzen der 1950er Jahre ein und stellte die beiden Referenten der Sektion, Prof. Dr. Bernd Faulenbach und Peter Henkel M.A., vor.

In seinem Vortrag "Nur Restauration und Verdrängung? Zu Geschichtswissenschaft und Geschichtsbewusstsein der fünfziger Jahre" beschäftigte sich Prof. Dr. Bernd Faulenbach (Forschungsinstitut Arbeit, Bildung, Partizipation e.V. / Ruhr-Uni Bochum) überblicksartig mit den Entwicklungen der Geschichtswissenschaft in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Auf verschiedenen Ebenen focussierte Faulenbach die Frage, inwieweit die jüngste Vergangenheit in den fünfziger Jahren verdrängt oder "bewältigt" wurde.

Da die Geschichtswissenschaft keine klassische "Emigrations-Wissenschaft" war, kam es nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges recht schnell zu einer Vielzahl von Wieder- und Neugründungen innerhalb der Disziplin: 1948 wurde der Historiker-Verband reorganisiert, bereits 1949 fand der erste Historiker-Tag der Nachkriegszeit statt. An institutionellen Neugründungen war vor allem das Institut für Zeitgeschichte in München, das Institut für europäische Geschichte in Mainz, die Kommission für die Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien sowie der Arbeitskreis für moderne Sozialgeschichte zu verzeichnen. 'Neu' war vor allem, dass Zeitgeschichte nunmehr verstärkt als eine eigene Institution verstanden wurde.

Innerhalb der wissenschaftlichen Diskussion sei das "Dritte Reich" (entgegen der These Lübbes vom "kollektiven Schweigen"), so Faulenbach, keinesfalls per se verdrängt worden. Allerdings habe man inhaltlich einen eher "moralisch gezähmten Historismus" (Schulin) praktiziert. In den fünfziger Jahren stand im Mittelpunkt der historischen Beschäftigung zunächst das Kriegsgeschehen an sich, im Hinblick auf die NS-Zeit vor allem die NS-Ideologie mit ihren Wurzeln, aber auch Hitler selbst oder der Widerstand des 20. Juli. Eine wirkliche Aufarbeitung bzw. Auseinandersetzung mit der jüngsten Vergangenheit habe jedoch nicht stattgefunden, der Holocaust war (noch) ein Thema unter vielen. Erst im Verlaufe des Jahrzehntes kristallisierte sich heraus, dass der Holocaust nicht zu den Kriegsverbrechen allgemein zu zählen sei und auch in der Öffentlichkeit habe man erst schrittweise seine Einzigartigkeit begriffen. Entsprechend war der Umgang mit der Erinnerungskultur in den 1950er Jahren geprägt vom reinen Kriegsgeschehen: Zunächst wurden vor allem Denkmäler für die Opfer des Zweiten Weltkrieges errichtet. Ein kritischer Umgang mit den Täter- und Opferorten fand auch in diesem Bereich nicht statt, eine Gedenkstättenkultur setzte erst in den 1960er Jahren ein.

Nach einer Verstrickung der Geschichtswissenschaft in den Nationalsozialismus wurde allerdings erst spät gefragt: In einem Projekt sind Ende der 1990er Jahre die Schüler von Historikern, die auch schon in der NS-Zeit gelehrt haben, interviewt worden, inwieweit sie nach der Verwicklung ihrer akademischen Väter in der NS-Zeit gefragt hätten. Das Ergebnis überrascht nicht: Von Schülerseite wurde in der Regel nicht gefragt - zu groß war der Abstand zwischen den Generationen und die Lehrenden selbst schwiegen in der Mehrheit über ihre Agitation.
Nach Meinung Faulenbachs, so das Fazit, seien die 1950er Jahre geprägt gewesen von einer Fülle von Ambivalenzen und Halbheiten. Eine spezifische Verdrängung, keine Verdrängung allgemein, kennzeichneten seiner Meinung nach die Jahre des Wiederaufbaus. Die Frage nach einer gesellschaftlichen Verantwortlichkeit wurde noch nicht gestellt. Diese habe erst in den 1960er Jahren ihren "diskursiven Raum" gefunden.
Innerhalb der Diskussion wurde auf die Glaubwürdigkeit der "Oral History" eingegangen sowie auf die unterschiedliche Erinnerungskultur in der BRD und der DDR

Der Tatsache, dass jedes Milieu der Gesellschaft seine eigene Presse hat, trägt auch die Kirche Rechnung. Am Beispiel der katholischen Presse führte Peter Henkel M.A. (Nordrhein-Westfälisches Hauptstaatsarchiv, Düsseldorf) im anschließenden zweiten Vortrag "Presse im Wandel. Die deutsche Presselandschaft nach 1945" die Presseentwicklungen in den 1950er Jahren am Beispiel der katholischen Presse aus.
Zunächst war zu klären, was unter d e r "katholischen Presse" zu verstehen sei: Grundsätzlich splitte sich diese in zwei Gruppen, die klerikal-katholische (Bistumsblätter, Missionsblätter etc.) und die katholisch-politische Presse. Letztgenannte, die sich im Wesentlichen als Sprachrohr zur Selbstbehauptung der Katholiken verstand, war im weiteren Gegenstand Henkels Ausführungen. Nach einem kurzen Ausblick auf die Entwicklung der katholischen-politischen Presse bis 1945 (insgesamt bezeichneten sich 1933 ca. 450 der insgesamt 4.500 Tageszeitungen im Deutschen Reich als katholisch), stellte Henkel am Beispiel zweier Verleger - Anton Betz, Gründer und Herausgeber der "Rheinischen Post", und Johann Wilhelm Naumann, Herausgeber der "Deutschen Tagespost" - die Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Etablierung einer katholisch-politischen Presse in der Nachkriegszeit dar.

Bereits 1945 gab es erste Überlegungen zur Restauration der katholischen Presse. Allerdings krankte diese daran, dass der Anteil der Kleriker, die entweder Teile der Zeitung besaßen oder selbst darin schrieben, zu diesem Zeitpunkt sehr hoch und, damit zusammenhängend, der Leserkreis zunächst sehr eingeschränkt war.

Anliegen des Verlegers Anton Betz war es schon in den 1920er Jahren, die katholische Presse journalistisch wie wirtschaftlich durch Fachkräfte zu führen. Nach 1945 hat Betz folgende Ansprüche an eine konfessionell gebundene Tagespresse gestellt: Sie sollte überregional konzipiert sein, ohne parteipolitische Festlegung Politik und Gesellschaft begleiten und vom katholischen Standpunkt aus bewerten, sie solle aufgrund ihrer Qualität die Masse ansprechen und so für den katholischen Standpunkt gewinnen und nicht aufgrund der katholischen Ausrichtung überzeugen. Eine solche Zeitung hätte dann auch internationale Bedeutung. Bereits 1947 konnte der Verleger, der maßgeblich an den Debatten zum Wiederaufbau der deutschen Presse beteiligt war, eine Doppellizensierung für eine Tageszeitung in Straubing und eine katholischen Wochenzeitung in München erlangen. Allerdings konnte Betz seine Leitlinien von Beginn an nicht umsetzen, so dass bereits im Februar 1950 das Konkursverfahren eröffnet wurde. Damit war der Versuch, eine katholische Presse mit gesundem wirtschaftlichem Fundament zu etablieren, nach nicht einmal zwei Jahren gescheitert.

Auch Johann Wilhelm Naumann verfolgte ähnliche Impulse. Allerdings war seine Position generell kirchennäher: Er forderte eine eindeutig katholischen Zeitung, in welcher es ihm um die Stärkung des religiös-katholischen Bewusstseins ging. Auch Naumann versuchte unmittelbar nach der "Stunde Null" seine Ziele in die Praxis umzusetzen: Er gab zunächst die Zeitschrift "Neues Abendland", dann die "Schwäbische Landeszeitung" heraus. 1948 trennte sich Naumann von seinem Lizenzträger Curt Frenzel und gründete die katholischen "Augsburger Tagespost". Aber auch dieses Unternehmen war schon 1949 finanziell so gefährdet, dass Naumann den Klerus um Werbung durch die Kanzel bitten musste; zudem wurden Mittel seitens der Bischöfe bereitgestellt. Damit war auch sein Konzept, die Kirche als Institution nicht miteinzubeziehen, gescheitert.

Beide Beispiele seien, so Henkel, typisch für den Versuch, nach 1945 wieder eine wirkungsvolle katholische Presse auferstehen zu lassen. Ein grundlegendes Problem habe für die "Macher" darin bestanden, dass eine katholische Presse erst mit dem Wegfall des Lizenzzwanges 1948 zu realisieren war. Damit waren vor allem wirtschaftliche Probleme ausschlaggebend für Gelingen und Nicht-Gelingen. Darüber hinaus sei der Versuch, den katholischen Klerus aus der Tagespresse gänzlich auszuschließen, nicht durchzuhalten. Damit war die Restauration in beiden Beispielen zwar mit gutem Willen geplant, jedoch in erster Linie an der Unterschätzung der finanziellen Vorbedingungen gescheitert.
In der anschließenden Diskussion wurde die Frage, inwieweit es von den beiden Herausgebern 'wirklichkeitsfremd' war, nach 1945 wieder eine katholische Zeitung etablieren zu können, wo diese doch schon 1933 an mangelndem Zuspruch 'krankte', diskutiert.

Die zweite Sektion der Tagung, die durch Dr. Susanne Freund (Institut für vergleichende Städtegeschichte, Münster) geleitet wurde, beleuchtete in Fortführung des Tagungs-Konzeptes Aspekte der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der 1950er Jahre. Freund stellte zunächst die Referenten vor, um dann mit Blick auf den ersten Vortrag historische Hintergründe zur Situation der Frau in den 1950er Jahren zu erläutern sowie einen kurzen Ausblick auf die Errungenschaften der Frauenbewegung zu geben.

Der Film "Lohn und Rosen - Ein Stück Revier" (6:30 Min.) diente Dr. Martina Kliner-Fruck (Stadtarchiv Witten) als Einstimmung in ihren Vortrag "Bella, bella, bella Marie... Zur 'Neu'-Definition der Frauenrolle in den 1950er Jahren in Westdeutschland." Die Audiovision entstand, wie Kliner-Fruck im Anschluss an ihren Vortrag erläuterte, anlässlich der "top job 2000", einer regionalen Berufsmesse für Frauen und Mädchen, und zeigt in assoziativen Bildern die Veränderung des von Stahl und Kohle geprägten Ruhrgebietes und der darin lebenden Frauen.

Geschichte sei, so Kliner-Fruck, ein Kontinuum mit Einschnitten und (nur scheinbaren) "Neuanfängen". Die unmittelbare Nachkriegszeit stehe daher in direkter Verbindung zu den Entwicklungen des "Dritten Reiches". Die für das Frauenleitbild der fünfziger Jahre relevanten Rahmenbedingungen führte die Referentin schlaglichtartig aus.

Nachkriegsdeutschland sei zunächst ein Land der Frauen gewesen - 1945 lebten hier 7 Mio. mehr Frauen als Männer, 1950 waren es noch 4 Mio. und 1955 immerhin noch 2,8 Mio. Damit war die demographische Situation nach dem Krieg die der "unvollständigen Familie". Die Zahl der "freien Verhältnisse" nahm zu, die "Krise der Ehe" schritt fort, die Scheidungsrate (wie auch die Zahl der Eheschließungen!) stieg sprunghaft an.
Seit Beginn der 1950er Jahre änderte sich die Einstellung zum Frauenüberschuss: Alleinstehende Frauen wurden zunehmend diskriminiert und als Gefahr für bestehende Ehen gesehen. 1953 wurde das Familienministerium unter Franz-Josef Wuermeling errichtet, die Familie als "Urkern staatlicher Gemeinschaft" und die Frau als "segenspendendes Herz" derselben definiert. Diese ideologische Aufwertung der Ehefrau und Mutter implizierte jedoch gleichzeitig die Abwertung der Frau als Erwerbstätige sowie der Gleichstellung von Frau und Mann.

Die Familiensoziologie erlebte seit dem Anfang der fünfziger Jahre einen Aufschwung - die meisten Soziologen befürworteten allerdings eine partnerschaftliche Ehe nur so weit, wie geschlechtsspezifische Arbeitsteilung und männliche Autorität beibehalten wurde. Insgesamt wurde die Übernahme männlicher Rollenteile durch die Frau als gefährdend für die Familie beurteilt. Die Wiederherstellung traditioneller Rollenmuster ist durch die allgemeine wirtschaftliche Situation der fünfziger Jahre unterstützt worden: Unmut über weibliche Doppelverdiener machte sich breit, viele Unternehmen waren häufig nicht daran interessiert, verheiratete Frauen weiter zu beschäftigen.

Zwar trat am 1. Juli 1958 trat das Gleichberechtigungsgesetz in Kraft, das die patriarchalischen Familienstrukturen liberalisierte, indem es die väterliche Autorität minderte, dennoch wurde auch weiterhin eine strikte Arbeitsteilung innerhalb der Familie beibehalten, die sich in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens niederschlug: Wohnkultur und Haushalt, Film und Kino sowie die Mode spiegelte das Frauenbild der "schicken, adretten und gepflegten Hausfrau und Mutter in einer modernen Komfortküche".

Resümierend stellte Kliner-Fruck fest, dass das Frauenleitbild sowie das Geschlechterverhältnis in den 1950er Jahren sowohl kontinuierlich wie brüchig waren. Beides, Elemente von Modernisierung wie von Restauration seien erkennbar.

In der anschließenden Diskussion wurde besonders ausführlich auf die unterschiedlichen Formen der Auflösung der Erwerbstätigkeit von Frauen z.B. bei Heirat eingegangen.

Zum Abschluss der Tagung stellte PD Dr. Stefan Goch (Institut für Stadtgeschichte, Gelsenkirchen / Ruhr-Uni Bochum) in seinem Vortrag "Struktureller Wandel in den Regionen Nordrhein-Westfalens: Abwärts oder (doch) aufwärts?" die Frage, ob die Entwicklung des Landes NRW in den 1950er Jahren tatsächlich als "Misserfolg" zu bewerten ist.

Die Gründung des Bundeslandes NRW war eine "Schöpfung" der Alliierten und wurde vor allem durch die räumliche Lage des Ruhrgebietes, dem aufgrund seiner industriellen Struktur eine besondere Stellung zukam, bestimmt. Da Kohle und Stahl für den Wiederaufbau ganz Europas von besonderer Wichtigkeit waren, wurde hier bereits 1947 die Produktion wieder angekurbelt. Als "industrielles Herz" Westdeutschlands bestritt NRW 1951 40% der bundesdeutschen Industrieproduktion, bereits 1957 wurde hier ein Maximum am bundesdeutschen Sozialprodukt erreicht. Damit war sehr schnell wieder die alte schwerindustrielle Struktur entstanden. Gleichzeitig führte aber auch diese einseitig geförderte montanindustrielle Struktur in die spätere Strukturkrise.

Für die Industriestruktur NRW's waren außerdem die chemische Industrie wie auch die Textil- und Bekleidungsindustrie von besonderer Wichtigkeit. Vor allem die in den fünfziger Jahren stattfindende Neuansiedlung der Bekleidungsindustrie im Ruhrgebiet (in anderen Teilen NRW's hatte dieser Industriezweig bereits eine längere Tradition), die vor allem die fehlenden Frauenarbeitsplätze schuf, sei Ausdruck eines beginnenden Strukturwandels gewesen. In NRW arbeiteten zu Beginn der 1950er Jahre bereits ein Drittel aller rund 600.000 Beschäftigten in diesem Industriezweig. Bis in die 1970er Jahre war die Textilindustrie in der Bundesrepublik die größte Branche der Verbrauchsgüterindustrie.
Als weiteren Wirtschaftsbereich neben Kohle und Stahl, der chemischen sowie der Bekleidungsindustrie betrachtete Goch Handwerk und Dienstleistungen. Wenngleich die Entwicklung des Handwerks, trotz regional sehr unterschiedlicher Ausprägungen, für NRW insgesamt dem Bundestrend folgte, blieb das Handwerk und damit auch der gesamte Bereich des Dienstleistungssektors gerade im Ruhrgebiet hinter der bundesrepublikanischen Entwicklung zurück. Der Dienstleistungssektor siedelte sich vielmehr vor allem entlang der Rheinschiene an. Schließlich war auch die Landwirtschaft ein durchaus bestimmender Wirtschaftsfaktor für das Land NRW (wenn auch nicht ausgesprochen für das Ruhrgebiet). Noch heute wird etwa die Hälfte der Landesfläche NRW's landwirtschaftlich genutzt.

Zusammenfassend kam Goch zu dem Schluss, dass hier die alte Wirtschaftsstruktur von den Akteuren zunächst wieder angesiedelt worden ist. Gegenüber anderen Ballungsräumen war das Ruhrgebiet zunächst nach wie vor altindustriell geprägt, wodurch das ganze Land NRW "heruntergezogen" wurde. Bereits am 22. Februar 1958 wurden im Ruhrbergbau erste Feierschichten gefahren und auch die Eisen- und Stahlindustrie ist auf weniger als 1/5 abgesunken. Zwischen 1961 und 1987 sind 1,5 Mio. Arbeitsplätze im produzierenden Sektor verlorengegangen. Dennoch, so Goch, habe sich das Ruhrgebiet zwischen 1950 und 2000 in seiner Struktur fortentwickelt, weshalb der vorgeworfene "Misserfolg" eher ein "hausgemachtes Problem" sei. Innerhalb des gesamtbundesrepublikanischen Problems habe das Land NRW allenfalls eine "normale" Entwicklung durchlebt. Es sei heute keine monostrukturierte Region mehr, der Wandel habe sich seit den 1960er Jahren durch immer neue Strukturpolitikprogramme vollzogen. Das Defizit des Ruhrgebietes bei der Bildungsinfrastruktur sei frühzeitig erkannt worden, damit einhergehend habe ein merkbarer sozialstruktureller Wandel stattgefunden: Der Arbeiteranteil sank (bereits 1970 auf unter 50%), der Anteil der Angestellten stieg und auch die freien Berufe erreichten hier einen landesweit durchschnittlichen Anteil an der Bevölkerung. Seit den 1960er Jahren erhielt vor allem das Ruhrgebiet eigene Universitäten und Fachhochschulen mit dem Ergebnis, dass NRW heute eine der dichtesten Hochschullandschaften Europas ist.

Ein wesentlicher Vorteil der durchlebten wirtschaftlichen Entwicklung sei, so Goch, dass man heute und hier "nicht mehr so hart getroffen werden kann". Von daher wäre es ungerecht, die Geschichte NRW's als Misserfolgsgeschichte zu sehen - vielmehr sei sie eine Erfolgsgeschichte!

In der Diskussion wurde auf die Sozialpläne des Bergbaus sowie auf die allgemeine Kulturpolitik in den 1950er Jahren eingegangen. Als eine wesentliche Nachkriegsproblematik wurde außerdem die Abwanderung diskutiert, durch welche in der Regel finanzielles Kapital sowie 'Knowhow' verlorenging.



Im Anschluss an die Tagung fand die Jahreshauptversammlung des Vereins "Historikerinnen und Historiker vor Ort e.V." statt.

Als Vorstand wurde für die nächsten zwei Jahre wiedergewählt: Dr. Wolfgang Antweiler (Vorsitzender), Dr. Erika Münster-Schröer (stellvertretende Vorsitzende), Andreas Determann (Schatzmeister) und Stefan Schröder (Schriftführer). Der Beirat wird bekleidet durch: Dr. Susanne Freund, Karin Hockamp, Gabriele John, Dr. Martina Kliner-Fruck, Gerd Pomykaj und Michael Wolter.

Die nächste Frühjahrstagung wird zum Thema "Vermittlungsformen im archiv- und museumsdidaktischen Bereich" voraussichtlich am 7.5.2003 in Gummersbach stattfinden.

Für die nächstjährige Herbsttagung wurde das Thema "Kommunale Neuordnung" beschlossen. Als Örtlichkeit ist der Landschaftsverband Rheinland in Köln vorgesehen.

Das Protokoll der Mitgliederversammlung geht den Mitgliedern gesondert zu.



REFERENTEN

PROF. DR. BERND FAULENBACH
Jg. 1943; Historiker; stellv. Direktor des Forschungsinstitutes Arbeit, Bildung, Partizipation, Recklinghausen und Professor an der Fakultät für Geschichtswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum; diverse Funktionen im Grenzbereich von Wissenschaft und Politik; Vorsitzender der Expertenkommission/ Fachkommission brandenburgische Gedenkstätten; Mitglied der beiden Bundestagsenquete-Kommissionen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und stellv. Vorsitzender der Stiftung Aufarbeitung; Mitglied des Beirates der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas u. a.; Arbeitsgebiete: Geschichte von Geschichtswissenschaft und Geschichtsbewusstsein (kollektiven Gedächtnissen), Diskussion über den "deutschen Sonderweg", Geschichte der Weimarer Republik, der NS-Zeit und der beiden deutschen Staaten, Geschichte der Arbeiterbewegung, Regionalgeschichte sowie Theorie und Didaktik der Geschichte, in diesen Gebieten zahlreiche Veröffentlichungen.

PETER HENKEL M.A.
Jg. 1975, Historiker, Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Schwerpunkt Nationalsozialismus und Pressegeschichte. Beschäftigt am Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv Düsseldorf, Landeskoordinierungsstelle Rheinland zur Nachweisbeschaffung für ehemalige NS-Zwangsarbeiter. Arbeit an einer Dissertation zum Verleger Dr. Anton Betz, Düsseldorf.

PD DR. SOC. STEFAN GOCH
Jg. 1958; Politikwissenschaftler; wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Stadtgeschichte Gelsenkirchen; Privatdozent an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum; zahlreiche Publikationen zur Arbeiterbewegungskultur, zur Stadtgeschichte und Urbanisierung, zu politischen Lagern und Milieus und zum Strukturwandel.

DR. PHIL. MARTINA KLINER-FRUCK
Jg. 1959; Lehramtsstudium (Sekundarstufe I) der Fächer Geschichte und Deutsch; 1988-1994 wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Stadt Witten; 1994 Promotion in Sozialwissenschaften und Geschichte an der Universität Dortmund; seit 1995 Leiterin des Stadtarchivs Witten; Forschungsschwerpunkte: Frauen- und Geschlechtergeschichte, Lokal- und Regionalgeschichte u.a. zur Judenverfolgung.





From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Nov 13 08:19:28 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu Nov 13 08:23:17 2003
Subject: [WestG] [AKT] Universitaet Muenster ersteigerte zwei
Droste-Handschriften
Message-ID: sfb33eaa.052@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "upm - Mediendienst der Universitaet Muenster"
Datum: 12.11.2003, 17:38


AKTUELL

Letzter Brief der Droste
Universität Münster ersteigerte zwei Droste-Handschriften

Mit der Ersteigerung von zwei Handschriften der Annette von
Drost-Hülshoff konnte die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB)
Münster ihre umfangreiche Droste-Sammlung um zwei wertvolle neue
Stücke ergänzen. Die beiden Autographen befanden sich vor der
Versteigerung in Schweizer Privatbesitz und waren nur als Kopie
zugänglich. "Wir konnten sie nun für die Wissenschaft und die
Öffentlichkeit dauerhaft sichern und damit den Ruf Münsters als
Zentrum der Droste-Forschung festigen", erklärt Dr. Roswitha Poll,
Leiterin der ULB.

Bei den jetzt für 20.000 Euro ersteigerten besonders gut erhaltenen
biographischen Zeugnissen handelt es sich um zwei Briefe aus
unterschiedlichen Lebensphasen der Droste. Der erste Brief vom 5.
September 1838, der an den Naturforscher Johannes Leunis gerichtet
ist, zeigt Annette von Droste-Hülshoff als Sammlerin von Mineralien.
Die Sammlerleidenschaft der Dichterin ist immer wieder Thema in ihrem
Briefwechsel. Sie sammelte auch Autographen, Münzen, Kupferstiche
und "geschnittene Steine".

Der zweite Brief von Ende März 1848 ist wahrscheinlich das letzte
schriftliche Zeugnis der Droste, denn das Schreiben stammt aus ihren
letzten Lebenswochen. Hinter dem Adressat steht ein großes
Fragezeichen: Hinweise im Tagebuch ihrer Schwester deuten auf Ludwig
von Madroux hin, dem die Droste ihre gesammelten Werke und ein Gedicht
gewidmet hat. In dem Brief an Madroux thematisiert die
Briefschreiberin die Ereignisse um die Märzrevolution von 1848. Sie
äußert die Hoffnung, dass "doch jetzt wohl nächstens völlige
Ruhe und Sicherheit zurückkehren müssen, nach den letzten
Ereignissen und dem entschlossenen Einschreiten der Regierung". Damit
dokumentiert sie bis in ihre letzten Tage hinein Interesse an der
aktuellen Politik, die sie immer mit einer eigenen Meinung beurteilte.

"Mit den zwei neuen Schätzen besteht die Droste-Hülshoff Sammlung
der ULB mittlerweile aus etwa 30 Einzelstücken", präsentierte Dr.
Bertram Haller, Leiter der Handschriftenabteilung der ULB, stolz die
neuen Errungenschaften, mit denen die Biographie der Dichterin um
wichtige Dokumente ergänzt werde. Beide Briefe illustrierten trotz
ihrer Verschiedenheit das individuelle Profil der Droste.


INFO

Weitere Informationen im Internet: www.miami.uni-muenster.de und
www.ulb.uni-muenster.de/hans





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Nov 14 08:58:33 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Nov 14 09:03:20 2003
Subject: [WestG] [AKT] LWL beschliesst Westfaelisches Klostermuseum Dahlheim
Message-ID: sfb49959.020@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 13.11.2003, 13:30


AKTUELL

LWL beschließt Westfälisches Klostermuseum

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) soll nach dem Willen seiner
Parlamentarier das geplante Westfälische Klostermuseum in Dalheim (Kreis Paderborn)
errichten. Mit großer Mehrheit (CDU, Bündnis 90/Die Grünen, eine Stimme von der SPD, eine
Stimme von der UWG) haben die Abgeordneten in der Landschaftsversammlung am Donnerstag
(13.11.) in Münster mit einem Grundsatzbeschluss grünes Licht für die Gründung einer
Museumsstiftung gegeben.

Nach einer Studie könnte das Museum 2007 kostendeckend in Betrieb
gehen, wenn der LWL als Eigentümer des Klosters die Stiftung gründet. Die Baukosten würden
bei rund 29 Millionen Euro lie-gen, neun Millionen weniger als bisher geschätzt.
Voraussetzung für das neue Museum seien neben einer 'höchstmöglichen Finanzierung durch
das Land' Gewinne aus einer Brauerei, einer Klosterherberge, einem Museumsshop und einem
Gastronomiebetrieb auf dem Klostergelände, heißt es in der beschlossenen Vorlage. Die
Stiftung müsse mit einem Kapital von mindestens zwölf Millionen Euro ausgestattet werden,
an dem sich der Landschaftsverband zu einem Drittel beteiligt.


INFO

Kloster Dahlheim
Am Kloster 11
33165 Lichtenau-Dahlheim
Telefon: 05292 1664
E-Mail: kloster-dalheim@lwl.org
Internet: www.kloster-dalheim.de
1. April bis 31. Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr
montags - außer an Feiertagen - sind Klosterkirche und Klausuranlage geschlossen





From Marcus.Weidner at lwl.org Fri Nov 14 13:40:33 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Fri Nov 14 13:42:14 2003
Subject: [WestG] [AKT] Film: Alte Braeuche in Attendorn, 1930
Message-ID: sfb4db68.095@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL"-Pressestelle"
Datum: 14.11.2003, 12:33


AKTUELL

Alte Bräuche in Attendorn

Der LWL präsentiert ein wiederentdecktes Filmdokument aus dem
Jahr 1930

1989 wurde auf einem Dachboden im sauerländischen Attendorn eine
Filmrolle entdeckt, die ein ganz außergewöhnliches historisches Filmdokument enthielt.
Der 20-minütige Stummfilm porträtiert unter dem Titel 'Alte Bräuche in Attendorn' das auf
mittelalterlichen Wurzeln fußende Oster- und Schützenfestbrauchtum der alten
Hansestadt. In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Attendorn hat der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) den Film jetzt neu bearbeitet und unter dem Titel 'Lebendige
Vergangenheit - Alte Bräuche in Attendorn 1930' als Videofilm für eine
regionalgeschichtlich und volkskundlich interessierte Öffentlichkeit wieder
zugänglich gemacht. Neben den weit über das Südsauerland hinaus bekannten Bräuchen rückt
der Film auch Sehenswürdigkeiten wie die damals als Jugendherberge dienende Burg
Schnellenberg, die alte Kapelle Waldenburg sowie das gleichfalls in den Fluten der
Biggetalsperre versunkene Forsthaus ins Bild.

'Nach allem was wir wissen', erläutert Otto Höffer, Leiter des Stadtarchivs Attendorn,
'hat eine Kölner Filmgesellschaft den Film 1930 auf Anregung des damaligen Attendorner
Schützenvikars Konrad Sander produziert.' Im Vorspann enthält das erhaltene Filmoriginal noch
einen Lizenzvermerk der alliierten Behörden, der Film muss also unmittelbar nach 1945 noch einmal
bearbeitet und vermutlich auch vorgeführt worden sein. Danach allerdings verschwand er in der
Versenkung. Nach ihrer Wiederentdeckung 1989 übergab man die hoch entzündliche 35mm-Filmrolle
dem Bundesarchiv.

2002 wurde der Leiter des Westfälischen Landesmedienzentrums beim LWL, Dr. Markus Köster,
auf das Dokument aufmerksam und regte seine Neubearbeitung an. In Zusammenarbeit mit dem
Stadtarchiv kommentierte das LWL-Landesmedienzentrum die als Stummfilm entstandene
Produktion und reicherte sie musikalisch mit zeitgenössischen lokalen Kompositionen an.
So restauriert hat das LWL-Landesmedienzentrum dieses Zeitzeugnis jetzt als Videoedition
der Reihe 'Westfalen in Historischen Filmen' einer interessierten Öffentlichkeit wieder
zugänglich gemacht. 'Nach dem Urteil des Bundesarchivs und auch unserer eigenen
Einschätzung reicht die filmhistorische Bedeutung des Dokuments weit über Attendorn
hinaus.

Bei aller historischen Patina', schwärmt der Leiter des Westfälischen
Landesmedienzentrums, 'besticht der Film durch genaue Beobachtungsgabe, einen
liebenswürdigen Schuss Humor und eine eigentümliche Mischung aus Zeitlosigkeit und
Geschichte'. Vieles scheine sich in den über 70 Jahren, die seitdem vergangen sind, in
Attendorn praktisch nicht verändert zu haben, anderes erinnere an längst vergangene
Zeiten, so der gebürtige Attendorner weiter.

Interessierte können den Film im Südsauerlandmuseum kaufen oder direkt beim
Westfälischen Landesmedienzentrum in 48133 Münster, medienzentrum@lwl.org ,
Fax:0251/591-3982 für 9,90 Euro (+2,60 Euro Versand) beziehen.

Schulen und Vereine, die auch das Vorführrecht erwerben wollen, zahlen 35 Euro.


INFO

Westfälisches Landesmedienzentrum
Warendorfer Straße 24
48145 Münster
Briefadresse: 48133 Münster
Tel.: 0251 / 591-3902
Fax: 0251 / 591-3982
E-Mail: medienzentrum@lwl.org
www.westfaelisches-landesmedienzentrum.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 17 11:10:01 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Nov 17 11:11:15 2003
Subject: [WestG] [KONF] Der westfaelische Adel um 1800, Muenster,
04.-05.12.2003
Message-ID: sfb8ac9b.011@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Susanne Heil", , Westfälisches Archivamt Münster
Datum: 17.11.2003, 9:26


Kolloquium der Vereinigten Westfälischen Adelsarchive e. V.
am 4. und 5. Dezember 2003 im Erbdrostenhof Münster

Zwischen Revolution und Reform.
Der westfälische Adel um 1800


Donnerstag, 4. Dezember 2003

18.00 Uhr
Eröffnung des Kolloquiums durch den Vorsitzenden der Vereinigten
Westfälischen Adelsarchive e. V., Freiherr von und zu Brenken

Grußwort des Landesrats für Kulturpflege des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe, Prof. Dr. Karl Teppe

Grußwort der Stadt Münster

Eröffnungsvortrag
Professorin Dr. Barbara Stollberg-Rilinger (Münster)
Nur ein bloßes "Gedankending"?
Der deutsche Adel in der Anpassungskrise um 1800

Stehempfang mit Imbiss im Vestibül des Erbdrostenhofs



Freitag, 5. Dezember 2003

9.30 Uhr
1. Arbeitssitzung

Moderation: Prof. Dr. Norbert Reimann (Westfälisches Archivamt)

Professor Dr. Reimund Haas (Köln)
"Dem bösen Willen des Domkapitels die Schuld beimesset,..."
das Ende der Adelsdominanz in den westfälischen Domkapiteln
1803-1821

Professor Dr. Hans-Joachim Behr (Münster)
"Auf Recht und Billigkeit muß man nicht rechnen...".
Standesherren und Staat im Vormärz in Nordwestdeutschland

Kaffeepause


Zwischen Revolution und Reform.
Der westfälische Adel um 1800


Oskar Prinz zu Bentheim-Steinfurt (Burgsteinfurt)
Die Klostersäkularisation im westfälischen Münster-land

12.30 Uhr
Mittagspause mit Imbiss im Vestibül des Erbdrostenhofs


14.00 Uhr
2. Arbeitssitzung

Moderation: Dr. Gunnar Teske (Westfälisches Archiamt)

Dr. Wolfgang Bockhorst (Münster)
Die Wahrnehmung der Französischen Revolution
Parisreisen westfälischer Adeliger

Dr. Horst Conrad (Münster)
Am Ende des Ancien Régime: Familienkonflikte im westfälischen
Adel

Kaffeepause

Dr. Carl Heiner Beusch (Hürth)
Johann Wilhelm Graf v. Mirbach-Harff und die adelige Standespolitik
im Vormärz


Schlussdiskussion

Schlusswort Prof. Dr. Norbert Reimann



INFO

Anmeldung und weitere Auskünfte:

Vereinigte Westfälische Adelsarchive e. V.
c/o Westfälisches Archivamt
Jahnstraße 26
48147 Münster
Tel.: 0251 591-3886
Fax: 0251 591-269

Tagungsort
Erbdrostenhof, Salzstraße 38, 48143 Münster

Tagungsbeitrag
20,- Euro (wird bei der Anmeldung im Tagungsbüro erhoben. In
diesem Beitrag ist der Bezug der Tagungspublikation enthalten,
die 2004 erscheint.)

Anmeldungen werden bis zum 24. November
2003 an das Westfälische Archivamt erbeten.

Übernachtung
Hotelzimmer können über Münster Marketing (Tel.: 0251 492-2726,
Fax: 0251 492-7747, E-Mail: tourismus@stadt-muenster.de gebucht
werden.





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 17 11:34:31 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Nov 17 11:39:26 2003
Subject: [WestG] [AKT] Lesung/Workshop zum Regisseur und Autor Imo
Moszkowicz, Haus Nottbeck, 21.-22.11.2003
Message-ID: sfb8b262.076@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Iris Nölle-Hornkamp" ,
Projekt "Jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Westfalen"
Datum: 17.11.2003, 09:42


"Immer lebe ich in diesem Mißverhältnis..."
Lesung und Workshop zum Regisseur und Autor Imo Moszkowicz am
21. und 22. November im Westfälischen Literaturmuseum - Haus Nottbeck


Dem bekannten Schauspieler, Autor, Film- und Theaterregisseur Imo Moszkowicz
widmet sich das Projekt "Jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Westfalen"
der Universität Paderborn am 21. und 22. November in einem zweitägigen Workshop
im Westfälischen Lite-raturmuseum - Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg. Autorenlesungen,
Filmpräsentationen, Zeitzeugengespräche und Publikumsdiskussionen geben Einblicke
in das bewegte Leben und vielschichtige Schaffen des gebürtigen Ahleners, der als
Assistent von Gustaf Gründgens das Regie-Handwerk erlernte und heute mit etwa
zweihundert Fernseh- und drei Spielfilmen zu den "dienstältesten" Fernsehregisseuren
Deutschlands zählt.

Der 21. November (Beginn 18.00 Uhr) steht ganz im Zeichen des bewegten Lebensweges
von Imo Moszkowicz. Der Sohn eines russischen Schuhmachers und einer polnischen
Mutter, geboren im westfälischen Ahlen, hat Auschwitz überlebt. Seine sechs Geschwister
und seine Mutter wurden dort ermordet. Obwohl ihm die deutsche Sprache mit ihren
mörderischen Befehlen seine Familie, seine Jugend geraubt hat, blieb sie ihm Heimat.

An diesem Abend wird die Schauspielerin Daniela Dadieu aus den Erinnerungen ihres
Vaters Imo Moszkowicz "Der grauende Morgen" lesen, die in diesem Jahr in dritter
Auflage im Münsterschen Lit-Verlag erscheinen. Das Buch ist "eine der unfangreichsten
und zugleich dramatischsten Auschwitzdarstellungen, die wir von westfälischen Juden
besitzen, ein einmaliges Dokument hierzulande" (Diethard Aschoff). Weitere Einblicke
in das Leben des Autors und Regisseurs bietet der anschließende Film "Sagt nicht, es
kann nicht wieder passieren; Imo Moszkowicz, ein Regisseur in Deutschland". Ein
Publikumsgespräch mit Imo Moszkowicz und Daniela Dadieu, moderiert von
Hans W. Gummersbach, beschließt den Abend.

Der vom Journalisten Ulrich Schmidt moderierte Workshop am 22. November konzentriert
sich dann auf Moszkowicz' Regiearbeit. Er begann als Schauspieler und Regieassistent
bei Gustaf Gründgens und Fritz Kortner. Im Laufe seiner Karriere als Regisseur arbeitete
er am Hamburger Schauspielhaus und anderen großen Häusern in Deutschland, in der
Schweiz, in Österreich, Chile, Brasilien und an der Habimah in Israel, zudem an zahlreichen
Opernhäusern in Europa. Daneben inszenierte der Regisseur zahlreiche Filme und
Fernsehspiele, adaptierte Musicals, Opern und Schauspiele für das Fernsehen und
drehte nicht zuletzt auch Spielfilme für das Kino.

Der Vormittag (Beginn 10.00 Uhr) ist der Theaterarbeit Moszkowicz' gewidmet: 1960
drehte er für den WDR Cole Porters "Kiss me, Kate", 1998 inszenierte er das Musical
erneut, diesmal bei den Kreuzgangfestspielen in Feuchtwangen. Wie hat sich sein Blick
auf das Stück in nahezu 30 Jahren verändert? Zur Zeit arbeitet Moszkowicz' an einem
Drehbuch für einen Film, der in Westfalen spielen und hier in der Region gedreht wird.
Ein Werkstattbericht von den Vorbereitungen für diesen Film wird den Vormittag beschließen.

Der Nachmittag gilt dem Film und Fernsehregisseur Imo Moszkowicz: Auch hier zeigt sich
eine enorme Bandbreite. Ob Krimi oder Literaturverfilmung, ob Fernsehfilm oder gar Serien
für Kinder, Moszkowicz hat nahezu jedes Genre für das Fernsehen bearbeitet und war
vielfach Pionier. Ob Farbe als dramaturgisches Mittel oder der Einsatz einer elektronischen
Kamera - Imo Moszkowicz hat es als erster gewagt. Im Gespräch mit Daniela Dadieu und
ihrem Vater sollen die Unterschiede zwischen Theater- und Film-/Fernsehinszenierung
herausgearbeitet werden. Von besonderem Reiz wird dabei sein, wie das Vater-Tochter-
Verhältnis die Arbeit beeinflusst hat. Zum Abschluss wird der Film "Wenn ihr wollt, ist es
kein Märchen" in Ausschnitten gezeigt. Hierbei geht es um die Vorgeschichte der
Entstehung des Staates Israel und ein Porträt von Theodor Herzl.

Veranstaltet wird der Workshop von der Universität Paderborn: Projekt "Jüdische
Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Westfalen" (Organisation: Dr. Iris Nölle-Hornkamp),
dem Museum für Westfälische Literatur in Kooperation mit den Volkshochschulen
Münster und Ahlen. Die Veranstaltung wird gefördert durch die Kunststiftung NRW.


INFO

Eintritt 21.11.: 6,- (erm. 4,-), 22.11.: 12,- (erm. 8,-)

Anmeldungen unter noelle-hornkamp@juedischeliteraturwestfalen.de
Tel. 02573-1795, oder direkt im
Museum für Westfälische Literatur
Landrat-Predeick-Allee 1
59302 Oelde-Stromberg
Tel. 02529-949457 oder
info@kulturgut-nottbeck.de

Weitere Informationen unter http://www.juedischeliteraturwestfalen.de







From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 17 16:10:36 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Nov 17 16:21:20 2003
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Antisemitismus in Seebaedern, Kurorten,
Sommerfrischen 1871-1945, Hagen, 19.11.2003
Message-ID: sfb8f305.075@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Newsletter Historisches Centrum Hagen"
Datum: 17.11.2003, 14:53


AKTUELL: VORTRAG

"Unser Hotel ist Judenfrei".
Über den Antisemitismus in Seebädern, Kurorten und Sommerfrischen 1871-1945

Dr. Frank Bajohr
Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg

19. November 2003, 19 Uhr.
Vortragssaal im Historischen Centrum
Der Eintritt ist frei

Viel ist über den Antisemitismus geschrieben worden, doch eher wenig ist
über die alltäglichen Dimensionen von Judenfeindschaft in den Beziehungen
von Juden und Nichtjuden in Deutschland bekannt.

Dieser wichtigen Frage wird am Beispiel des "Bäder-Antisemitismus"
nachgegangen: Nicht erst in der NS-Zeit, sondern bereits im letzten Drittel
des 19. Jahrhunderts deklarierte sich eine wachsende Zahl von Erholungsorten
sowie Hotels und Pensionen öffentlich als "judenfrei", um antisemitisch
gesonnene Gäste anzusprechen. Im Gegensatz zu den etablierten,
traditionsreichen Bädern mit internationalem Publikum (Baden-Baden,
Norderney, Heringsdorf, Westerland) gerierten sich vor allem jüngere Bäder
antisemitisch (Borkum, Zinnowitz), die als "latecomer" auf ein eher
kleinbürgerlich-mittelständisches Publikum orientiert waren. Damit breiteten
sich lange vor Machtantritt der Nationalsozialisten öffentliche Zonen der
Apartheid aus, die für das Selbstverständnis der deutschen Juden und ihre
gesellschaftliche Stellung weitreichende Folgen hatten.

Der Vortrag verfolgt diese Nachtseite der touristischen Entwicklung im
Wandel der Jahrzehnte und im internationalen Vergleich. Nach 1933 gipfelte
der Bäder-Antisemitismus in Deutschland in der vollständigen Ausgrenzung von
Juden aus Seebädern und Kurorten. Er war jedoch ein beklemmendes
internationales Phänomen, das unter anderem in den USA weit verbreitet war,
wo noch in den 1950er Jahren rund 30% der Ferienhotels keine jüdischen Gäste
akzeptierten.


Der Referent

Dr. phil. Frank Bajohr
Historiker, Studium der Geschichte, Sozial- und Erziehungswissenschaften in
Essen, seit 1989 an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
tätig, 2000/2001 Fellow am International Institute for Holocaust Research in
Yad Vashem/Jerusalem. Verfasser zahlreicher Bücher und Aufsätze zur NS-Zeit,
darunter: "Arisierung" in Hamburg. Die Verdrängung der jüdischen Unternehmer
1933-1945, Hamburg 1997; Parvenüs und Profiteure. Korruption in der NS-Zeit,
Frankfurt/Main 2001.


INFO

HISTORISCHES CENTRUM ONLINE
http://www.historisches-centrum.de
E-Mail: info@historisches-centrum.de





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 17 17:38:33 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Nov 17 17:43:45 2003
Subject: [WestG] [TOC] Unser Bocholt, 2003, H. 3
Message-ID: sfb9084f.058@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Marcus Weidner", , Internet-Portal Westfälische Geschichte
Datum: 17.11.2003, 17:38


SERVICE: TOC

Unser Bocholt
Zeitschrift für Kultur und Heimatpflege
hg. vom Verein für Heimatpflege Bocholt e.V.
2003
54. Jg.
Heft 3


Israhel van Meckenem
Zum 500. Todestag des Bocholter Goldschmieds und Kupferstechers

S. 6-10
Hans M. Schmidt
Israhel van Meckenem - zu Leben und Werk -
Vortrag zur Eröffnung der Israhel-van-Meckenem-Ausstellung
im Stadtmuseum Bocholt am 5. Oktober 2003

S. 11-91
Georg Ketteler
Die Bocholter Sammlung
Vorgestellt mit ihren Abbildungen, erläutert mit
Zitaten aus der Literatur und mit weiteren Anmerkungen
versehen

S. 92-
Jan Friedrich Gülcher
Israhel van Meckenem:
"Das Marienleben " um 1480
Rezeption im Werk Hans Holbeins d.Ä.
Die Folge als eigenständiges Hauptwerk Israhel van Meckenems







From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Nov 18 16:50:53 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed Nov 19 17:21:24 2003
Subject: [WestG] [KONF] Darwinismus-Streit, Bielefeld, 27.11.-29.11.2003
Message-ID: sfba4dff.026@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Brigitte Honerlage", , Informations- und Pressestelle
Universität Bielefeld
Datum: 18.11.2003, 16:19


TAGUNG

Der Darwinismus-Streit

Die neuzeitlichen Naturwissenschaften standen von Beginn an in einem
spannungsreichen und konfliktgeladenen Verhältnis zum traditionellen
Weltbild, insbesondere zur etablierten christlichen Religion. Im 19. Jahrhundert
spitzten sich diese Spannungen in mehrerer Hinsicht zu. Zum einen drangen
naturwissenschaftliche Kenntnisse in einem bis dahin unbekannten Maße über
die engen Kreise der akademisch Gebildeten hinaus ins allgemeine Publikum
vor und begannen, Einfluss auf das Weltbild der Massen zu nehmen.

Zum anderen traten in Gestalt des Positivismus und des naturwissenschaftlichen
Materialismus geistige Bewegungen auf, die das überkommene religiöse und
philosophische Denken direkt angriffen und grundsätzlich verwarfen.
Die Denkweise und die Resultate der Naturwissenschaften wurden zunehmend
als umfassende Weltanschauung und als geistiges Mittel der gesellschaftlicher
Veränderung in Anspruch genommen.

Nachdem der "Materialismus-Streit" der 50er Jahre des 19. Jahrhunderts
diese Spannung ins allgemeine Bewusstsein gehoben hatte, spitzen sich
die Auseinandersetzungen während der 60er Jahre noch einmal zu, als die
Theorie Darwins in Deutschland bekannt wurde. In keinem anderen Land
der Welt ist der "Darwinismus-Streit" auf so breiter Basis und so heftig
ausgetragen worden: Zum einen als Streit um die wissenschaftliche
Stichhaltigkeit der Darwinschen Theorie, zum anderen und vor allem als
Streit um ihre weltanschaulichen und politischen Implikationen.

Mit diesen beiden Streitebenen befasst sich die Tagung "Der Darwinismus-Streit.
Naturwissenschaft, Philosophie und Weltanschauung im 19. Jahrhundert",
die vom 27. bis 29. November im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF)
der Universität Bielefeld stattfindet. Dabei wird die von Kurt Bayertz (Münster)
und Walter Jaeschke (Bochum) geleitete Tagung auch berücksichtigen, dass
an einigen der damaligen "Fronten" auch heute noch gekämpft wird.

INFO

Weitere Informationen: ZiF-Tagungsbüro
Telefon 0521/106 2769
Internet: www.uni-bielefeld.de/(de)/ZIF/AG/2003/11-27-Bayertz.html.





From Marcus.Weidner at lwl.org Tue Nov 18 16:55:02 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed Nov 19 17:21:26 2003
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BLIT=5D_Haenel=3A_Bestatter_im_20=2E_Ja?=
=?iso-8859-1?q?hrhundert=2C_M=FCnster_2003?=
Message-ID: sfba4ef7.029@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 18.11.2003, 15:11


LITERATUR

Dagmar Hänel
Bestatter im 20. Jahrhundert. Zur kulturellen Bedeutung eines tabuisierten Berufs
Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, Bd. 105
Verlag Waxmann, Münster 2003
398 Seiten, 50 Abbildungen
29,90 EUR
ISBN 3-8309-1281-1

Die Anzeige war ganzseitig, die Angebotspalette beeindruckend: "Großes
Lager in Metall-, Eichen-, Tannen-, Pitch-Pine-, Versand- und Verbrennungssärgen", hieß
es da. Und: "Meine Särge sind nach eigenem Verfahren (gesetzlich geschützt) gedichtet."
Dazu eine detaillierte Zeichnung des Top-Modells, stimmungsvoll dekoriert mit
mehrarmigen Kerzenleuchtern. Offensiv und selbstbewusst warben Bestattungsunternehmer
zu Beginn des 20. Jahrhunderts für ihre Produkte und Dienstleistungen. Wie warben
Bestattungsunternehmen Anfang des 20. Jahrhunderts für ihre Dienste, wie heute?

Dagmar Hänel ist diesen Fragen in ihrer Doktorarbeit, die an der Universität Münster entstand,
nachgegangen. Ihr Ergebnis veröffentlichte die Volkskundliche Kommission des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in dem Buch "Bestatter in 20. Jahrhundert. Zur
kulturellen Bedeutung eines tabuisierten Berufs". Die beiden Weltkriege bedeuteten für
den Umgang mit dem Tod eine tiefe Zäsur, nach der Begriffe wie "Leiche" und "Tod", aber auch
Bilder des Sargs aus den Werbeanzeigen der Bestatter verschwanden. Heute, knapp 60 Jahre
nach Ende des 2. Weltkriegs, befindet sich die Bestattungsbranche wiederum im Umbruch.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Annoncen schlichter. Die Abbildung eines Leichenwagens
trat an Stelle des Sarges, danach die stilisierte Fassade des Bestattungsunternehmens und
schließlich einfach ein schlichtes Kreuz. "Der Tote wurde hinter immer weiteren Hüllen
versteckt", erklärt Hänel. Die Leiche verschwand im Sarg, der Sarg hinter den Blechwänden
des Autos, dann hinter dicken Gebäudemauern. Zugleich wurden die Anzeigen kleiner;
Begriffe wie "Leiche" und "Tod" wurden mehr und mehr tabu. Dass man den Tod seit dem Zweiten
Weltkrieg zunehmend versteckt, hat sicher etwas mit den traumatischen Erfahrungen in
dieser Zeit zu tun", so die Volkskundlerin. Inzwischen beobachtet sie immerhin die
"vorsichtige Rückkehr " des Sargs als Werbeträger: Hatten ihn die Unternehmer
zwischenzeitlich aus ihren Schaufenstern und dem öffentlich zugänglichen Bereich ihrer
Institute komplett verbannt, taucht er dort nun so langsam wieder auf. "Wenn unsere
Gesellschaft das Sterben zunehmend tabuisiert", fragt Dr. Hänel, "wie gehen dann
diejenigen damit um, die von Berufs wegen mit dem Tod zu tun haben?"

Für ihre Doktorarbeit hat sie 15 Bestatter aus Münster, Dortmund und dem ländlichen Umland
interviewt, Frauen wie Männer, Junge ebenso wie Ältere. Die Befragten sollten ihren Arbeitsalltag und einen
typischen Bestattungsfall schildern - mit erstaunlich einheitlichem Ergebnis: "Nach den
Interviews zu schließen, führen Bestatter den ganzen Tag über nur Beratungsgespräche und
spenden den Hinterbliebenen Trost", so Hänel. "Auf die eigentliche Bestattung kamen die
Befragten von sich aus gar nicht zu sprechen." Weil der Tod so sehr tabuisiert werde, seien die
Bestatter ständig versucht, ihren Beruf positiv zu legitimieren. "Sie definieren sich als
Helfer der Lebenden, nicht als jemanden, der die Leiche entsorgt."

Wie sehr sich das Selbstbild der "Funeralmeister" und "Thanatopraktiker" gewandelt hat,
zeigt auch ein Blick in die Zeitschrift des Bundesverbands Deutscher Bestatter (BDB), "Das
Bestattungsgewerbe". Das monatlich erscheinende Blatt existiert seit 1949, sein
Vorgänger gar seit 1913; nur zwischen 1941 und 1949 gibt es wegen Papiermangels eine Lücke.
Volkskundlerin Hänel hat alle Ausgaben gesichtet und die wichtigsten Artikel hinsichtlich
Wortwahl und Inhalt analysiert. "Der Verband versucht, ein Idealbild des "guten
Bestatters' zu definieren und an seine rund 3.000 Mitglieder weiter zu vermitteln", sagt
sie. "Vor dem Zweiten Weltkrieg war ein guter Bestatter vor allem eines: ein guter Kaufmann."
Dieser Aspekt falle heute in der Zeitschrift fast komplett weg - dass Bestatter mit ihrem
Beruf Geld verdienen wollen und sollen, wird zumindest öffentlich nicht mehr gesagt.
Stattdessen sähen sich Bestatter vor allem als Helfer und Dienstleister in einem besonders
sensiblen Bereich.

Neuerdings hat auch das Thema "Ökologie" die Branche erreicht - schließlich soll der Sarg
beim Verrotten nicht noch Kleintiere, die im Boden, mit in den Tod reißen. Immer häufiger sind
daher DIN-Normen zur umweltgerechten Materialauswahl Thema der Verbandszeitschrift.




From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Nov 20 09:22:05 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu Nov 20 09:24:09 2003
Subject: [WestG] [AKT] Antrittsvorlesung: Prof. Dr. Kintzinger, Historisches
Seminar, Muenster, 24.11.2003
Message-ID: sfbc87cd.031@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Pressestelle der Universität Münster",
Datum: 20.11.2003, 9:11


AKTUELL

Duell, Disput und Dialog
Antrittsvorlesung des Historikers Prof. Dr. Martin Kintzinger


Prof. Dr. Martin Kintzinger, neuer Hochschullehrer am Historischen
Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität, hält am 24.
November 2003 seine Antrittsvorlesung in Münster. Der Historiker
spricht am Montag um 11.15 Uhr im Juridicum, Universitätsstraße
14-16, im Hörsaal J1 über das Thema "Duell, Disput, Dialog -
Streitkultur im Spätmittelalter".

Martin Kintzinger, Jahrgang 1959, hat in Braunschweig und Wien
Geschichte und Germanistik studiert und wurde 1987 mit einer Arbeit
über "Das Bildungswesen in der Stadt Braunschweig im Hohen und
Späten Mittelalter" promoviert. Er habilitierte sich 1997 mit einer
Schrift über "Westbindungen im spätmittelalterlichen Europa" und
wurde auf eine Professur mit dem Schwerpunkt Wissenschaftsgeschichte
an der Universität München berufen. An der Universität Münster
übernahm Prof. Kintzinger eine Professur für Mittelalterliche
Geschichte. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die
Wissensgeschichte im Mittelalter, Internationalität im
europäischen Spätmittelalter und die Rezeption des Mittelalters in
der Frühen Neuzeit.


INFO

Lehrstuhl Prof. Kintzinger
http://www.uni-muenster.de/GeschichtePhilosophie/Geschichte/hist-sem/MA-G/L1/kintzing.html








From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Nov 20 09:46:21 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu Nov 20 09:53:18 2003
Subject: [WestG] [TOC] Gladbeck, Unsere Stadt, Nr. 3, 2003
Message-ID: sfbc8d82.059@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Mascha Gemmeke, Internet-Portal Westfälische Geschichte"
Datum: 20.11.2003, 9:45


SERVICE: TOC

Gladbeck: Unsere Stadt
Herausgeber: Verkehrsverein Gladbeck e. V.
2003
31. Jg.
Nr. 3


[Toc in Auszügen]


S. 5f.
Heinz Enxing
Antikhandel Reuer aus Gladbeck ist Deutschlands Gründerzeit-Spezialist

S. 11-17
Manfred Samen
Mörder im weißen Kittel: Euthanasie- und KZ-Arzt praktizierte in Gladbeck
4. Teil (Schluss)

S. 18-20
Heinz Enxing
Verband Bildung und Erziehung kämpft erfolgreich für die LehrerInnen

S. 22f.
K.-Heinz Leitzen
Die Haffuferbahn

S. 24f.
Bilder: Historisches aus Zweckel

S. 26-28
Dr. Wolfgang Schneider
Gleich drei Mal Riesener
[Tennebalken-Inschrift in Kirchhellen entziffert]

S. 30f.
Heinz Enxing
Wer war eigentlich ... Bernhard Poether
[Priester]

S. 32f.
Manfred Samen
Die Plastik inmitten des Ehrenmals
[Ehrenmal im Wittringer Wald]

S. 35-37
KFV
Ein Weg durch die Zeit - Erinnerungen und Gedanken
[Friedhof Gladbeck-Ost]

S. 38-40
Burchard Strunz
90 Jahre Verkehrsverein Gladbeck

S. 43-44
Rainer Weichelt
Das Ende der Wittringer Wassermühle







From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Nov 20 09:50:25 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu Nov 20 09:54:36 2003
Subject: [WestG] [TOC] Heimatland Lippe, November 2003
Message-ID: sfbc8e80.069@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Mascha Gemmeke, Internet-Portal Westfälische Geschichte"
Datum: 20.11.2003, 9:50


SERVICE: TOC

Heimatland Lippe:
Zeitschrift des Lippischen Heimatbundes und des Landesverbandes Lippe
96. Jg.
November 2003
Heft 11
ISSN 0017-9787


[TOC in Auszügen]

S. 274-276
Elisabeth Sauermann
Burg Schwalenberg 1945-1963
Wie aus der völlig leergeräumten Burg ein Erholungsheim für Kinder wurde

S. 276-278
Wiily Gerking
Aus der Geschichte der Privatmolkerei Paenbruch

S. 280f.
Reinhard Laabs und Ernst zur Lippe
25 Jahre Heimatverein Cappel

S. 283-285
Wolfgang Schanz
Der Rebell Schnare
Ein Bericht aus Silixen

S. 285-287
Rainer Springhorn
Ozeanien - Kult und Visionen
Verborgene Schätze aus deutschen Völkerkundemuseen

S. 287
Julia Freifrau Hiller von Gaertringen
Die Doré-Bibel (Stuttgart 1875)
Bibel des Monats Dezember

S. 296
Stefan Wiesekopsieker
Bad Salzuflen hat wieder einen Marktbrunnen






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 24 12:22:27 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Nov 24 12:26:15 2003
Subject: [WestG] [AKT] Vortrag: Eiszeitjaeger in Suedwestfalen, Hagen,
26.11.2003
Message-ID: sfc1f815.029@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "NEWSLETTER HISTORISCHES CENTRUM HAGEN",
Datum: 21.11.2003, 21:25


AKTUELL

Eiszeitjäger in Südwestfalen.

Vortrag im Historischen Centrum Hagen
PD Dr. Michael Baales
Westfälisches Amt für Bodendenkmalpflege

Mittwoch, 26. November 2003, 19.00 Uhr
Vortragssaal im Historischen Centrum
Der Eintritt ist frei.

Wann erstmals Menschen in Südwestfalen lebten, ist bisher nicht eindeutig
belegt. Die ältesten sicheren Spuren sind in Mitteleuropa etwa 600.000 Jahre
alt. Seit dieser Zeit lebt der Mensch mit den sich ständig ändernden
Klimaverhältnissen des Eiszeitalters.

Die ältesten Zeugnisse des Menschen - Steingeräte - stammen in der Region
aus der Zeit vor etwa 250.000 Jahren. Es ist dies die Zeit der frühen
Neandertaler. Der wichtigste Fundplatz der späten Neandertaler liegt in der
Balver Höhle. Mehrere reiche Fundschichten vom Beginn der letzten Kaltzeit
(etwa 50. - 70.000 Jahre alt) haben zahlreiche Steingeräte, einige
Knochengeräte und unzählige Tierreste (Mammut, Wollnashorn, Pferd,
Höhlenbär) geliefert. Aus der Balver Höhle stammen auch frühe Hinweise auf
den modernen Menschen, den Homo sapiens, der vor rund 40.000 Jahren in
Mitteleuropa erscheint und den Neandertaler verdrängt.

Ganz ans Ende der Altsteinzeit gehören die Hinterlassenschaften der letzten
Eiszeitjäger aus dem Hohlen Stein bei Kallenhardt, die etwa 12.000 Jahre alt
sind. Aufgrund der reichen Rentierreste lässt sich belegen, dass die
Menschen hier im Frühjahr den in das Westfälische Bergland ziehenden
Rentierherden auflauerten und zahlreiche Tiere erlegten.

Wenige hundert Jahre später erwärmte sich das Klima sehr schnell und unsere
heutige "Nacheiszeit" begann, die jedoch nur die jüngste Warmzeit des noch
immer andauernden Eiszeitalters ist.


INFO

PD Dr. rer. nat. Michael Baales M.A.

Archäologe, Studium der Ur- und Frühgeschichte, Geologie-Paläontologie und
Geographie, Magister Artium an der Universität Köln mit einer Arbeit über
die spätaltsteinzeitlichen Funde vom Kartstein in der Nordeifel,
anschließend Dissertation in Köln mit einer Arbeit zu den letzten
Rentierjägern der Ahrensburger Kultur im Mittelgebirge, 2001/02 Habilitation
an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main mit einer
Analyse zu spätpaläontologischen Funden am Mittelrhein.
Bis 2002 Mitarbeiter am Forschungsbereich Altsteinzeit des
Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz im Schloss Monrepos bei Neuwied.
Seit Juni 2002 Leiter der Außenstelle Olpe des Westfälischen Museums für
Archäologie/Amt für Bodendenkmalpflege. Zahlreiche archäologische
Ausgrabungen und Publikationen zur Umweltgeschichte und Archäologie der
späten Altsteinzeit am Mittelrhein im Zusammenhang mit dem Ausbruch des
Laacher See-Vulkans vor über 12960 Jahren.
Jüngste Veröffentlichungen in Auswahl: Der spätpaläolithische Fundplatz
Kettig. Untersuchungen zur Siedlungsarchäologie der Federmessergruppe am
Mittelrhein, Mainz/Bonn 2002; Impact of the late glacial eruption of the
Laacher See vulcano, central Rhinland, Germany, Seatle 2002 (Mithrsg.);
Zwischen Kalt und Warm. Das Spätpaläolithikum in Deutschland, in: Menschen,
Zeiten, Räume - Archäologie in Deutschland, Stuttgart 2002 (Katalog zur
gleichnamigen Ausstellung in Berlin und Bonn).





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 24 14:24:30 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Nov 24 14:38:16 2003
Subject: [WestG] [AKT] Westfaelisches Roemermuseum Haltern wird zehn Jahre
alt
Message-ID: sfc214bd.083@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle",
Datum: 24.11.2003, 14:21


AKTUELL

Westfälisches Römermuseum Haltern wird zehn Jahre alt

Vor zehn Jahren, am 25. November 1993, eröffnete der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) das Westfälische Römermuseum Haltern. Über 400.000 Menschen haben
seitdem das Museum besucht, das die 28-jährige Geschichte der Römer in Westfalen lebendig
werden lässt. Am kommenden Wochenende (29. und 30.11.) gibt es zur Feier ein besonderes
Programm unter dem Motto "Brot und Spiele". Danach schließt das Museum bis Weihnachten, um zu
renovieren.


INFO

Westfälisches Römermuseum Haltern
Weseler Str. 100
45721 Haltern am See
Tel. 02364/9376-0

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr

URL: www.roemermuseum-haltern.de.





From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 24 14:39:14 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Nov 24 14:42:40 2003
Subject: [WestG] [TOC] Maerkisches Jahrbuch, 2003
Message-ID: sfc21818.020@lwlapp.itz.lwl.org

Von: Mascha Gemmeke, Internet Portal "Westfälische Geschichte"
Datum: 24.11.03, 14:33



SERVICE: TOC

Märkisches Jahrbuch
Themenheft: Jugend im Wandel der Zeit
Iserlohn
2003
Band 5
ISBN 3-933519-32-2


[in Auszügen]

I. Jugend im Wandel der Zeit (S. 13-47)

S. 13-15
Katja Hofbauer
Kinderarbeit

S. 18-29
Ernst Dossmann
Jugenderinnerungen aus der Zeit des 3. Reiches


II. Heimat aus Sicht der Jugend (S. 49-97)

S. 68-70
Bernadette Lange und Monika Brinkmann
Museumspädagogische Angebote


III. Literatur rund um die Jugend (S. 99-112)


IV. Veranstaltungen gestern und heute (S. 114-128)

S. 114-116
Reinhard Köster
Seifenkistenrennen in Lössel


V. Begegnungen: Jugend und Kunst (S. 130-148)

S. 146-148
Helmut Pahl
Der Regisseur Hans Müller


VI. Jugendarbeit im Märkischen Kreis (S. 150-184)

S. 156-159
Christian Crone
Landjugend im Märkischen Kreis im Wandel der Zeit






From Marcus.Weidner at lwl.org Mon Nov 24 14:41:14 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon Nov 24 14:44:09 2003
Subject: [WestG] [TOC] Heimatbuch Hagen und Mark, 2004, Bd. 45
Message-ID: sfc21895.025@lwlapp.itz.lwl.org

Von Mascha Gemmeke, Internet Portal "Westfälische Geschichte"
Datum: 24.11.2003, 14:35


SERVICE: TOC

Heimatbuch Hagen und Mark
Hagener Heimatkalender
2004
45. Jahrgang
Band 45
Herausgeber: Ernst Meyer-Maack Stiftung, Hagen
ISSN 0173-2587
ISBN 3-932070-49-6

[in Auszügen]


S. 31-37
Horst Kniese
Vor 30 Jahren offiziell
[betr. Gründung des Westfälischen Freilichtmuseums Hagen]

S. 47-54
Manfred Möller
100 Jahr Talsperren im Raum Hagen

S. 55-63
Ferdinand Lehrkind
Zwischen Kaiserzeit und Moderne:
Dr. med. Rudolf Lohse - ein Arztportrait

S. 65-70
Margrit Sollbach-Papeler
Hunger, Abfall und die Ruhr-Seuche:
Die Ruhr-Epidemie von 1795/1796

S. 71-73
Liselotte Funcke
Koste es, was es wolle
[betr. Handelsgesellschaft Killing und Sohn: das Reichsgerichtsurteil von 1886]

S. 75-83
Gerhard E. Sollbach
Hinrichtungsstätte wird Schulgrundstück:
Die Anfänge des öffentlichen Schulwesens in der Bauernschaft Haspe

S. 85-89
Wolfgang Wiethoff
Drei Ritterburgen im Ruhrbogen
[betr. Burg Volmarstein, Burg Wetter, Wasserschloss Werdringen]

S. 91-96
Frank J. Diekmann
Zur Geschichte der Delsterner Güter "Kuhweide"
und "Höinghausen" einschließlich ihrer Besitzer
Teil 2
S. 97-99
Jörg Tuschhoff
Nichts konnte sich ihm verbergen
[betr. der Künstler Erwin Hegemann]

S. 105f.
Horst Kniese
Kunstdreieck Hagen-Weimar-Jena

S. 113-119
Paula Habig
Friedrich Adler und Heinrich Habig
[betr. Blaufärberei und Blaudruckerei Habig]

S. 121-135
Michael Eckhoff
Vielschichtige Beziehungen:
Hagen, Familie Osthaus und Worpswede
[betr. Eberhard Osthaus, Paula Modersohn-Becker, Heinrich Vogeler]

S. 137-140
Melanie Redlberger
Gesichter der Zeit -
Schaufenster, Werbung, Marketing
[betr. geplantes Museum für Visuelles Marketing in Hagen]

S. 141-144
Karl Josef Steden
80 Jahre Hagenring

S. 147-157
Wolfgang Jung
Ewald Figge -
zu sehr Künstler, zu wenig Realist?
[betr. das Ende der Ära des Hagener Stadtbaurats]

S. 159-165
Stefanie Jung
Vom "Hagener Impuls" zum "Neuen Bauen"
[betr. Figge wollte Bauhaus nach Hagen holen]

S. 167-176
Jürgen Zamke
Dem Sterblichen genügt's - Der Architekt Franz Xaver Toelle

S. 177-185
Hans Schulz
Evangelische Kirchen in Hagen

S. 189-194
Horst Kniese
Am Anfang drohte noch Zensur
[betr. Printmedien in Hagen]


S. 199-206
Widbert Felka
Bei den belgischen Vettern in Limburg an der Weser
[betr. Geschichte Limburgs an der Weser]

S. 219-224
Alfred Müller Felsenburg
Gefangen in Frankreich
[betr. Kriegsgefangenschaft des Autors]

S. 225-228
Adalbert Böning
Geschichte und Gegenwart der Juden in Hagen

S. 229-232
Alfred Müller Felsenburg
Die jüdische Gemeinde Hagens

S. 233-238
Walter Klisch
Die Zeit im Wandel
[betr. Zeitvorstellungen in der Geschichte]

S. 245-247
Wilfried Horn
Zum Abschied
[betr. Oberbürgermeister Rudolf Loskand]








From Marcus.Weidner at lwl.org Thu Nov 27 10:49:44 2003
From: Marcus.Weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Thu Nov 27 11:01:16 2003
Subject: [WestG] [TOC] Jahrbuch des Kreises Unna, Bd. 25, 2004
Message-ID: sfc5d6e6.029@lwlapp.itz.lwl.org

Von: "Börste, Josef"
Datum: 25.11.2003, 13:54


Jahrbuch des Kreises Unna
2004
Bd. 25
Hrsg.: Kreis Unna, der Landrat
ISBN 3-935019-95-5

Achenbach, Gerd:
Vorwort. Vom Alltag der "kleinen Leute", S. 7 - 8


Schulen an Ruhr und Lippe

Kracht, Peter:
Pädagogische Schätze im Museum Lünen. Bunt und lehrreich: Bilder für den
Unterricht, S. 9 - 11

Balzer, Wolfgang:
Nicht aus den Augen verlieren. Ein Gymnasium aus Beton in Altlünen, S. 12 -
18

Beutner, Bärbel:
Hofrat Friedrich Bährens aus Schwerte. Ein Universalgenie mit "dunklen
Seiten", S. 19 - 24

Kracht, Peter:
Fröndenberger Musikschule feierte 20. Geburtstag. Eltern sorgen für den
richtigen Ton, S. 25 - 26

Patzkowsky, Wolfgang:
"Für unsere Kinder". Vom Hospital Sancti Spiritus zur Heilig-Geist-Schule,
S. 27 - 30

Wolter-Veith, Klaus-Peter:
Die Kamener Kleinkinder-, Koch- und Industrieschule. In der
"Puddingakademie" fürs Leben lernen, S. 31 - 35

Schwemin, Friedhelm:
Altes und Neues über ein römisches Kastell. Warum eine Schule den Namen
Aliso trägt, S. 36 - 41

Stoltefuß, Karl-Heinz:
Unter dem Patronat des Hauses Heeren. "... dass die Jugend zu ...
Gottesfurcht ... erzogen werde", S. 42 - 44

Kistner, Hans-Jürgen:
Gertrud Bäumers Erfahrungen als Lehrerin in Kamen. "Mehr Lebensgemeinschaft
als Lehranstalt", S. 45 - 50

Berg, Annemarie / Börste, Barbara:
"Stachelschwein-Premiere auf dem Dorfe". Wie die VHS Altenbögge-Bönen Berlin
die Schau stiehlt, S. 51 - 54

Grund, Winfried:
Seit über 80 Jahren Selms Overbergschule als Schmelztiegel der Nationen, S.
55 - 58

Fertig-Möller, Heidelore:
Das Schulwesen in Werne - ein Überblick. Von zugigen Klassenräumen und
fahrenden Schulgesellen, S. 59 - 62


Menschen im Kreis Unna

Hengstenberg, Thomas:
Abschied von Ulrich Determann. Wahre Kunst muss für sich selbst sprechen, S.
71 - 72

Peuckmann, Lukas:
Der Edelweißpirat und Schriftsteller Kurt Piehl. Lieber "latschen" als
stramm marschieren, S. 73 - 74

Schmitz, Reinhard:
Uwe Fuhrmann ist Schwertes Nachtwächter. Unterwegs mit Horn, Hellebarde und
Laterne, S. 75 - 77


Aus Archiven und Museen

Thielmann, Simone:
Mauergeflüster. Auf den Spuren der Steinmetze am alten Schwerter Rathaus, S.
78 - 80

Fertig-Möller, Heidelore:
Seltener Textilfund im Stadtmuseum Werne. Seidenes Priestergewand erstrahlt
in altem Glanz, S. 81 - 82

Niklowitz, Fredy:
Stadtmodell. Lünen um 1700 - Eine Reise in die Vergangenheit, S. 83 - 89


Aus Umwelt und Natur

Herkenrath, Heinz:
Die Grasmücke - vier Arten im Kreis Unna. Von "Schwarzplättchen",
"Kardinälchen" und "Müllerchen", S. 90 - 92


Aus der Wirtschaft

Fölster, Dieter:
"Entjudung" der deutschen Wirtschaft. "Arisierung" jüdischen Eigentums: das
Beispiel Unna, S. 93 - 100

Höchst, Patricia:
Westfälisches Sportbootzentrum. Marina Rünthe: Farbenfrohe Yachten statt
trister Kähne, S. 101 - 104


Unserer Geschichte auf der Spur

Bockhorst, Wolfgang:
Das Kloster Cappenberg. Patrozinien - Heiligenfeste - Reliquien -
Wallfahrten, S. 105 - 113
Makiolla, Michael:
Eine kurze Verwaltungsgeschichte des Kreises Unna. Der lange Weg zu
Demokratie und Selbstverwaltung, S. 114 - 117

Börste, Josef:
"A. Höfflinger fecit". Ein Gemälde in der katholischen Kirche Opherdicke, S.
118 - 127

Delkus, Horst:
Der Turm aus Unna. Der Wasserturm "Lanstroper Ei" wird 100 Jahre alt, S. 128
- 134

Chronik, S. 135 - 145
Vorschau. Veranstaltungen in den Städten und Gemeinden, S. 146 - 148
Verzeichnis der Autoren, S. 149 - 150