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From m.weidner at lwl.org Mon May 26 17:08:08 2003
From: m.weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon May 26 16:11:11 2003
Subject: [Westfaelische-Geschichte]
[AUS] Ausstellung "Feine Moebel aus Westfalen"
Message-ID: sed23bf3.012@lwl-ums.itz.lwl.org

Von: "Gefion Apel" , Westfälisches Freilichtmuseum Detmold
Datum: 22.05.2003, 15:05

Ausstellung "Feine Möbel aus Westfalen"
aktuell im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold eröffnet

Detmold (lwl). Ein Highlight der Ausstellungsgeschichte kann das WFM Detmold ab dem 13.Mai präsentieren: Erstmals in der Geschichte des Ausstellungswesens findet eine Ausstellung zum historischen Westfälischen Möbel statt, und zwar im Detmolder Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Es handelt sich um hochelegante Produkte der ältesten Möbelfabrik Westfalens. Die feinen klassizistischen Marketeriemöbel wurden zwischen 1792 und 1806 in der Manufaktur Bartscher hergestellt und bestechen durch ihre früher farbig eingelassenen Blumen, Urnen- und Ruinenlandschaften, die ganz im Sinne der Antikenrezeption entstanden. Bartscher belieferte den westfälischen Adel und eine reiche aufgeklärte Oberschicht. Die Manufaktur des Rietberger Hofmalers Philipp Ferdinand Ludwig Bartscher (1749-1823) im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold fragen. Ab Dienstag, 13. Mai, sind die edlen Möbelstücke des Manufakturisten P.F.L. Bartscher im LWL-Museum in einmaliger Vielfalt zu sehen.

Bisher ist die Tatsache, dass auch vor 200 Jahren im Herzen Westfalens hochwertige Repräsentationsmöbel für die Oberschicht produziert wurden, nicht bekannt: Sieht man Auktionslisten durch oder die Bestände der Antiquitätenhändler ist Westfalens Möbelbaugeschichte noch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt.

Diese Tatsache zu ändern, hat sich das LWL-Museum jetzt zum Ziel gesetzt: Mit engagierter Unterstützung von Wissenschaftlern aus der Region wurde rund um den Künstler Philipp Ferdinand Ludwig Bartscher ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt ins Leben gerufen, dessen Ergebnisse jetzt mit der Eröffnung der Sonderausstellung und dem Erscheinen der Publikation vorgelegt werden.

Der Künstler Bartscher leitete Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts in seiner Heimatstadt Rietberg eine florierende Maler- und Kunstschreinerwerkstatt. Er gehörte um 1800 zu den bedeutenden Künstlern Westfalens, er schuf Raumdekorationen und entwarf Gesamtkonzeptionen für Raumausstattungen im klassizistischen Stil, der zu seiner Zeit en vogue war. Als gelernter Maler malte er Kirchen aus, fertigte Theaterkulissen und begutachtete und restaurierte Gemäldesammlungen. Adels- und wohlhabende Bürgerfamilien schätzten seine Leistungen gleichermaßen, wodurch er sich weit über die Grenzen Rietbergs hinaus einen Namen in ganz Westfalen machte. So war es nicht nur die fürstliche Familie zur Lippe, der er Möbel lieferte und deren Räume er gestaltete, auch die Grisaillen (Graumalereien) im Festsaal auf Schloss Schwarzenraben bei Lippstadt wurden von ihm 1820 gestaltet.

Besucher des LWL-Freilichtmuseums kennen die Wandmalereien und Möbel des Saales im Schönhof, deren Entwürfe von Bartschers Hand stammen: Stiftsdechant Carl Florenz Harsewinkel beauftragte ihn bereits um 1784 mit diesen Arbeiten.

Unter Federführung des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold - Landesmuseum für Volkskunde - haben Bartscher- und Möbel-experten wie Manfred Beine vom Stadtarchiv Rietberg, Restauratoren wie Albrecht Schoder aus Wiedenbrück, Volkskundler, Historiker, Denkmalpfleger und Kunsthistoriker in interdisziplinärer Zusammenarbeit erstmalig einen möglichst vollständigen Überblick über die weit verstreuten Möbel Bartschers zusammengestellt. Grundstock der ab kommenden Dienstag im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold zu sehenden Ausstellung sind museumseigene Bestände, die durch zahlreiche Leihgaben aus dem gesamten westfälischen Raum ergänzt werden.

Die wohlproportionierten, aufwändig furnierten Möbel in den warmen Farbtönen sind ein kleines ästhetisches Ereignis. Projektleiter und Kunsthistoriker Dr. Ralf Nitschke freute sich: "Man kann sehr ansprechende Möbel und Gemälde in der Ausstellung sehen - außerdem lernt man den Künstler und Menschen Bartscher in seinem künstlerischen, aber auch in seinem regionalen, praktischen und theoretischen Umfeld kennen - die Möglichkeit gab es vorher noch nie."

Museumsleiter Prof. Dr. Stefan Baumeier, selbst Herausgeber und Autor des begleitend bei der Edition Braus erschienenen Buches mit gleichem Titel (ca. 29,00 €) zeigte sich ebenfalls begeistert: "Die allererste Möbelmanufaktur Westfalens - auch wenn sie ihren Betrieb Anfang des 19. Jahrhunderts einstellte - kann mit Ausstellung und Buch erstmals zutreffend dargestellt werden: Das ist eine echte Bereicherung."


INFO

Ort
Westfälisches Freilichtmuseum Detmold
Landesmuseum für Volkskunde
Krummes Haus
32760 Detmold
Telefon: 0 52 31 / 706 - 0
Fax: 0 52 31 / 706 - 106
Besucherinfos (Ansage): 0 52 31 / 706 - 105

Zeit:
Von April bis Oktober, dienstags bis sonntags und an allen Feiertagen von 9 Uhr bis 18 Uhr (Einlaß bis 17 Uhr).
Die Sonderausstellung ist vom 13. Mai bis zum 31. Oktober dienstags bis sonntags zu besichtigen

Kosten:
Eintrittspreise für Erwachsene: 5 €
Kinder bis 6 Jahre Eintritt frei
Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr: 1,60 €.

URL
http://www.freilichtmuseum-detmold.de






From m.weidner at lwl.org Mon May 26 17:56:27 2003
From: m.weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Mon May 26 17:00:15 2003
Subject: [Westfaelische-Geschichte]
[LIT] Neue Literatur zu Kloestern in Westfalen-Lippe
Message-ID: sed24756.046@lwl-ums.itz.lwl.org

Von: presse@lwl.org, Pressestelle des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)
Zeit: 21.05.2003, 11:03

Pieper, Roland
Historische Klöster in Westfalen-Lippe: Ein Reisehandbuch

Westfälisches Klosterbuch
Lexikon der vor 1815 errichteten Stifte und Klöster von ihrer Gründung bis zur Aufhebung:


Den Weg zu 164 - meist ehemaligen Klöstern in ganz Westfalen weist das gerade erschienene Reisehandbuch "Historische Klöster in Westfalen-Lippe". Der dritte Band des "Westfälischen Klosterbuches" beschreitet bundesweit Neuland: Er enthält die erste regionale Fallstudie, die sich mit der Wirkungsgeschichte der Klöster beschäftigt.

Diese beiden neuen Veröffentlichungen hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) im Rahmen seines dezentralen Kultur- und Ausstellungsprojektes "Vom Krummstab zum Adler - Säkularisation in Westfalen 1803 - 2003" jetzt im Kloster Gerleve in Billerbeck (Kreis Coesfeld) vorgestellt. Mit dem Projekt erinnern der LWL und die NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege an die großen politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Folgen, die die Aufhebung der Klöster und Fürstbistümer für die westfälische Landesgeschichte hatte. "Mit seinen vielen Fürstbistümern war Westfalen vor der Säkularisation europaweit eine Besonderheit, auch gab es im Reich kaum irgendwo anders so viele Klöster wie in Westfalen. Fast keines der knapp 200 Klöster, die nicht nur das religiöse, sondern auch das kulturelle, soziale und wirtschaftliche Leben in Westfalen entscheidend mitgeprägt haben, hat die Säkularisation unbeschadet überlebt. Deshalb ist es wichtig, dass wir an die beispiellose westfälische Klosterkultur erinnern. Dazu leisten das Reisehandbuch zu den Klöstern und das Klosterhandbuch einen wichtigen Beitrag", betonte LWL-Kulturdezernent Prof. Dr. Karl Teppe die Bedeutung der neuen LWL-Veröffentlichungen.

Der Klosterführer "Historische Klöster in Westfalen-Lippe", den der Klosterkenner Dr. Roland Pieper geschrieben hat, richtet sich in erster Linie an Kulturinteressierte aus der Region, Kulturtouristen und Individualreisende. Von A wie Arnsberg bis Z bis Zwillbrock führt er zu besonders sehenswürdigen Klöstern, darunter beeindruckende ehemalige Klöster wie Dalheim (Kreis Paderborn), Corvey (Kreis Höxter) und Cappenberg (Kreis Unna), aber auch fast vergessene Anlagen wie Galiläa bei Meschede (Hochsauerlandkreis), oder Glane bei Gronau (Kreis Borken) oder "traurige Klöster" wie das Kloster Bredelar in Marsberg (Hochsauerlandkreis) von dem nur eine Ruine erhalten ist. Im starken Kontrast dazu stehen "Klosterschlösser" wie Varlar in Rosendahl (Kreis Coesfeld) oder "Hochzeitsklosterkirchen mit Dornröschenbonus" wie Stockkämpen bei Halle (Kreis Gütersloh), Brunnen bei Sundern (Hochsauerlandkreis) und Zwillbrock bei Vreden (Kreis Borken). Interessant auch die Karrieren" einiger Kirchen, wie etwa die der im 14. Jahrhundert gebauten Kirche des Augustiner-Eremitenklosters in Lippstadt (Kreis Soest): 1524 leiteten hier zwei vom Studium in Wittenberg zurückgekehrte Brüder die Reformation in Lippstadt ein, 1542 wurde das Kloster der Stadt übertragen und zwischenzeitlich von Jesuiten genutzt, bevor es 1661 der evangelisch-reformierten Gemeinde übertragen wurde, die das Gotteshaus zur Zeit an die griechisch-orthodoxe Kirche verpachtet hat. "Das Buch stellt 165 Kloster- und Stiftsanlagen vor, bei denen es auch wirklich noch etwas zu sehen gibt. Der Schwerpunkt liegt auf Klöstern, die vor 1803 gegründet worden sind, ich habe aber auch einige wenige später entstandene und noch heute bestehende Klöster wie das Kloster Gerleve aufgenommen, die kulturtouristisch besonders lohnend sind", so Pieper. In Artikeln, die auch für kunstgeschichtliche Laien gut lesbar und allesamt bebildert sind, beschreibt der Autor jedes Kloster ausführlich. Dabei legt er den Schwerpunkt meist auf die zwischen 885 und 1964 entstandene Architektur; die wichti
geschichtlichen Daten und eine Beschreibung der Kirchenausstattung fehlen ebenso wenig wie Angaben zur heutigen Nutzung und zum Zustand der Anlagen. Eine übersichtliche Westfalen-Karte mit allen behandelten Klöstern, Wegbeschreibungen, Öffnungszeiten, Telefonnummern und Internetadressen erleichtern Kulturinteressierten die Reise- oder Ausflugsplanung. Eine zusammenfassende Einführung zur geschichtlichen und kunstgeschichtlichen Entwicklung der westfälischen Klöster, eine Zeittafel zur Geschichte des westfälischen Klosterwesens und eine Ordensübersicht runden das Werk ab. "Trotz des opulenten Inhaltes ist das Reisehandbuch ein handliches, gut zu verstehendes Taschenbuch geblieben. Deshalb eignet es sich gut für die Praxis und wird hoffentlich viele Menschen dazu anregen, sich auf die Spuren der jahrhundertealten westfälischen Klosterkultur zu begeben", so Teppe.

Der dritte Band des "Westfälischen Klosterbuches" richtet sich an klosterinteressierte Laien und Fachwissenschaftler. Mit der Aufsatzsammlung, die bei der Historischen Kommission des LWL erscheint, betritt Herausgeber Prof. Dr. Karl Hengst Neuland: "Sie ist bundesweit die erste regionale Fallstudie, die sich mit der Wirkungsgeschichte der Klöster beschäftigt. Namhafte Wissenschaftler setzen dabei aus ihren Einzelstudien über das geistliche Leben der Ordensgemeinschaften, ihre sozialen Beziehungsgeflechte, die Bedeutung der Klöster, Abteien und Stifte als Kultur und Wirtschaftsfaktoren eine umfangreiche Darstellung des Klosterlebens zusammen, die es bisher nicht gab", hob Prof. Dr. Franz-Josef Jakobi, stellvertretender Vorsitzender der Historischen Kommission für Westfalen, hervor. Das über 900 Seiten starke Buch ist in sieben Themenbereiche gegliedert und umfasst den Zeitraum der ersten Klostergründungen bis zum Beginn der 19. Jahrhunderts. Zunächst führt es in das klösterliche Leben im allgemeinen und seine Entwicklung in Westfalen ein. Danach geht es unter anderem um die Stellung der geistlichen Gemeinschaften innerhalb der Kirche Westfalens. Bei den Aufsätzen zum wirtschaftlichen Wirken der Klöster stehen nicht nur die landwirtschaftlichen und handwerklichen Produkte im Mittelpunkt: Die Autoren gehen auch der Frage nach, welchen Einfluss die Orden auf den Kapital- und Rentenmarkt hatten, der als mittelalterlicher Vorläufer des modernen Kredithandels zu sehen ist. Da die mittelalterliche Gesellschaft eine ambivalente Haltung gegenüber dem von der Kirche verbotenen Geldverleih einnahm, wurde der Kredithandel als Kaufgeschäft "getarnt", dessen Grundlage Immobilienbesitz war. Die geistlichen Einrichtungen des Mittelalters waren als land- und immobilienbesitzende Institutionen in diesem Rentenmarkt tätig. Pfandhäuser und Banken gab es noch nicht, doch die Wirtschaft basierte bereits zu einem großen Teil auf Kreditgeschäften, da die umlaufende Bargeldmenge noch nicht sehr groß war. So wandten sich z.B. in der Zeit z
1520 in der Stadt Höxter 86,4 Prozent aller Rentenverkäufer an eine kirchliche Institution, um Bargeld zu erhalten. Natürlich untersuchen die Klosterexperten auch die Wirkung der Glaubensgemeinschaften als Orte der Kultur- und Kunstpflege: Die Skriptorien sorgten bis zur Erfindung des Buchdruckes dafür, dass Bücher vervielfältigt und damit verbreitet wurden. So entstanden bedeutende Klosterbibliotheken, aus denen sogar Bücher ausgeliehen werden konnten. Für die Bibliothek des Domstifts Münster ist jedenfalls eine Ausleihordnung aus dem Jahr 1362 überliefert. Weitere Beiträge fragen danach, welche Wirkung die geistlichen Gemeinschaften auf die Volksfrömmigkeit hatten oder welche Bedeutung sie für die Armen- und Krankenpflege sowie für das Bildungssystem hatten. Schließlich geht es auch um die Säkularisation und um die Schicksale der Ordensangehörigen nach der Auflösung ihrer Klöster.

INFO

Historische Kommission für Westfalen
URL: http://www.lwl.org/LWL/Kultur/HistorischeKommission

Pieper, Roland
Historische Klöster in Westfalen-Lippe
Ein Reisehandbuch
(Ardey-Verlag /CVK) ISBN 3-87023-244-7
26,80 sFr / 14,90 Eur[D] / 15,40 Eur[A]

Westfälisches Klosterbuch
Lexikon der vor 1815 errichteten Stifte und Klöster von ihrer Gründung bis zur Aufhebung:
Institutionen und Spiritualität
[Teil 3]
(Aschendorff) ISBN 3-402-06893-1
70,50 sFr / 39,90 Eur[D] / 41,10 Eur[A]






From m.weidner at lwl.org Tue May 27 16:03:22 2003
From: m.weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue May 27 15:05:08 2003
Subject: [WestG] [AKT] Lesung mit Paul Spiegel, Hagen, 3.6.2003
Message-ID: sed37e46.040@lwl-ums.itz.lwl.org

Von: "Ralf Blank"
Datum: 26.05.2003, 20:02

Lesung mit Paul Spiegel

Eine Veranstaltung des Historischen Centrums Hagen in Verbindung mit Pro
Stadtgeschichte Hagen e.V. und TOR 2.

Unter dem Titel "Wieder zu Hause? Erinnerungen" findet am 3. Juni 2003 um
19.00 Uhr im TOR 2 eine Lesung mit Paul Spiegel statt. Der Präsident des
Zentralrats der Juden in Deutschland wird aus seinem abwechslungsreichen und
spannenden Leben erzählen. Paul Spiegel gehört zur Generation der
Holocaust-Überlebenden. Er wurde 1937 in Warendorf in Westfalen geboren. Mit
seiner Familie flieht er 1938 vor den Nazis nach Belgien, aber die dortige
Sicherheit hält nicht lange an. Nach der Besetzung Belgiens durch
Deutschland wird Pauls Vater verhaftet. Seine etwas ältere Schwester wird
nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Die Mutter muss den kleinen
Jungen weggeben. Eine belgische Familie, die entschlossen war, jüdische
Kinder zu retten, kümmert sich um ihn. Nun beginnt eine Odyssee der Angst
von Versteck zu Versteck.

Nach Kriegsende und Befreiung kehrt der Rest der Familie nach Warendorf
zurück, der Vater, der das Grauen der Konzentrationslager überlebte, wollte
es so. Ab Mitte der sechziger Jahre macht Paul Spiegel in Düsseldorf
Karriere. Er wird Journalist, Manager, Pressesprecher und baut eine eigene
Künstleragentur auf. Schon früh hat er sich in jüdischen Gremien und
Gemeinden engagiert. Er wird Ratsvorsitzender der Gemeinde in Düsseldorf und
im nordrheinischen Gebiet. Nach dem Tod von Ignatz Bubis wird er zum
Präsidentendes Zentralrats der Juden in Deutschland gewählt.

Einfühlsam und ruhig erzählt Paul Spiegel aus seinem Leben. Ein deutscher
Jude, der Unvorstellbares erlebt und durchgemacht hat, mahnt den Anfängen zu
wehren, und entwickelt seine Vision von einer deutschen Gesellschaft, in der
Juden und Nichtjuden miteinander leben können.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung "Rassismus in
Deutschland" statt, deren Schirmherrschaft Paul Spiegel übernommen hat.
Möglich wird die Lesung durch eine großzügige Spende des Vereins Pro
Stadtgeschichte Hagen.


INFO

Zeit:
3. Juni 2003, 19.00 Uhr

Ort:
Veranstaltungsort: TOR 2
Eilper Strasse 89
58091 Hagen
http://www.tor2.de

Eintritt:
Der Kostenbeitrag zur Lesung beträgt 3,- Euro. Karten können ab Donnerstag, 15. Mai, im Stadtmuseum Historisches Centrum, Eilper Strasse 71-75, 58091 Hagen) erworben werden. Das Stadtmuseum ist dienstags bis sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr und donnerstags bis 20.00 Uhr geöffnet. Eine telefonische Vorbestellung der Karten ist nicht möglich. Weitere Informationen unter Telefon: 0 23 31 207 27 40


Partner:

Pro Stadtgeschichte Hagen e.V.
http://www.historisches-centrum.de/prost/

TOR 2
http://www.tor2.de/

Historisches Centrum Hagen
Eilper Strasse 71 - 75
58091 Hagen
http://www.historisches-centrum.de
info@historisches-centrum.de






From m.weidner at lwl.org Tue May 27 16:14:17 2003
From: m.weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Tue May 27 15:24:44 2003
Subject: [WestG] =?iso-8859-1?q?=5BAUS=5D_Oeffnung_Luftschutzstolle?=
=?iso-8859-1?q?n=2C_Industriemuseum_Henrichsh=FCtte?=
Message-ID: sed380d2.051@lwl-ums.itz.lwl.org

Von: Pressestelle des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL)
Datum: 27.05.2003, 10.55

Industriemuseum Henrichshütte macht Luftschutzstollen zugänglich

"Ich wurde auf der Flucht geschnappt. Man brachte mich in ein Lager auf der Henrichshütte. Das war Ende Oktober 1944. Dort mussten wir zur Strafe mit zwölf Mann einen Stollen am Rande eines Hügels schaufeln. Den wollten sie als Luftschutzraum nutzen." 17 Jahre alt war Iwan S. aus der Ukraine, als er mit anderen Häftlingen auf der Henrichshütte einen gesprengten Tunnel ausbauen musste. Nutzen durfte er ihn nicht. Der Stollen diente ausschließlich Angestellten und Arbeitern der Hütte und ihren Familien als "bombensichere Unterkunft" bei Luftangriffen.

Im Rahmen der aktuellen Doppel-Ausstellung "Zwangsarbeit in Hattingen" auf der Henrichshütte und im Stadtmuseum (bis 27. Juli) macht der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) den 60 Jahre alten Luftschutzstollen Museumsgästen erstmals zugänglich. Am kommenden Freitag, 30. Mai, um 19 Uhr findet die offzielle Eröffnung statt.

Nach dem ersten schweren Luftangriff auf Hattingen im Mai 1943 hatte die Werksleitung den Stollen in den Ruhrhang sprengen und von sogenannten "Arbeitserziehungs-Häftlingen" freiräumen lassen. Leitende Angstellte der Hütte und ihre Familien, die auf der Hüttenstraße (heute August-Bebel-Straße) wohnten, sollten dort eine "bombensichere Unterkunft" während der Luftangriffe erhalten. Ein weiterer Stollenbereich wurde von Hüttenarbeitern aus der Stolbergstraße selbst ausgebaut.

Der Eingang befand sich im Bereich des Wasserturms, der Notausgang auf der Hüttenseite. Der Stollen bot insgesamt Platz für 100 Menschen, verfügte über Licht, eine Toilette, Wasserleitungen, Leitungen zur Belüftung, zwei Schleusen und einen bogenförmigen Aufenthaltsbereich mit Sitzbänken. "Ein ähnlich aufwändig gestalteter Luftschutzstollen ist derzeit nicht bekannt", so Museumsleiter Robert Laube. Mitte der 90er Jahre war der Stollen im Rahmen einer Bestandsaufnahme aller Bunker in Hattingen wieder entdeckt worden.

Mit Hilfe des Fördervereins Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier und des Bildungswerkes Witten-Hattingen, die einen Großteil der Ausbauarbeiten übernommen haben, konnten die Gänge im Laufe des letzten Jahres geräumt und gesichert werden. Mit Geländearbeiten und Elekrifizierung hat die Erschließung des Stollens jetzt einen vorläufigen Abschluss gefunden.

Rund 150 Meter führt der Stollen durch verwinkelte, kurvenreiche Gänge durch den Berg. Mauerreste, rostige Rohre und verwittertes Holz deuten auf die einstige Nutzung als Luftschutzeinrichtung hin. "Vom einstigen Inventar ist nicht mehr allzu viel erhalten", bestätigt Anja Kuhn, wissenschaftliche Referentin im LWL-Museum. "Dennoch kann dieser für unsere Gäste neue Ort ein teils bedrückendes Zeugnis aus Kriegszeiten ablegen." Langfristig soll der Stollen als Ausstellungsort zum Thema Nationalsozialismus, Rüstung und Krieg dienen. Doch auch der unveränderte Ort beeindruckt bereits heute. So können Gäste ab jetzt den Stollen geführt und behelmt erkunden.

Im Rahmen der "Spätschicht"-Erlebnisführung wird der Stollen am Freitag (30.5.) um 19 Uhr eröffnet (3,50 € Erw. / 2 € Kind). Nach einer kurzen Einführung zeigt das Industriemuseum zunächst den Dokumentarfilm "Bomben auf Bochum" in gekürzter Fassung. Gegen 19.30 Uhr wird die erste Führung durch den Stollen stattfinden. Um 20.15 Uhr steht ein Vortrag von Stadtarchivar Thomas Weiß zum Thema "KZ Hattingen - Gerüchte und Tatsachen über das Auffanglager der Gestapo" auf dem Programm (Teilnahme kostenfrei). Die Führungen durch den Luftschutzstollen unter dem Motto "Wir schaufelten die Stollen" dauern 45 Minuten und kosten pro Gruppe 20 € plus Eintritt (freitags frei).

Der Besuch des Stollens kann auch mit einer Führung durch die Zwangsarbeiter-Austellung auf der Henrichshütte kombiniert werden. Das Komplettprogramm dauert 2,5 Stunden und kostet pro Gruppe 35 € plus Eintritt (freitags frei). Vom 31.Mai bis zum 26.Juli bietet das Industriemuseum zusätzlich jeden Samstag eine offene Führung an. Der Rundgang durch den Stollen beginnt um 15 Uhr und kostet 1 € plus Museumseintritt.


INFO

Westfälisches Industriemuseum
Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 25
45527 Hattingen

Telefon: 02324 9247-0
Telefax: 02324 9247-12
E-Mail: henrichshuette@lwl.org
URL: http://www.henrichshuette.de


Stadtmuseum Hattingen in Blankenstein
Marktplatz 1-3
45527 Hattingen

Telefon: 02324 681610 oder 6816111
Telefax 02324 6816129
E-Mail: stadtmuseum@hattingen.de
URL: http://www.stadtmuseum.hattingen.de/ausstellungen.htm (Ausstellung "Zwangsarbeit")






From m.weidner at lwl.org Wed May 28 11:56:28 2003
From: m.weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed May 28 11:01:41 2003
Subject: [WestG]
[AKT] Vortrag: Hagener Sensenarbeiter und ihre Region in der
Protoindustrie, Hagen, 4.6.2003
Message-ID: sed495e2.018@lwl-ums.itz.lwl.org

Von: "HCO-Info" , Historisches Centrum Hagen
Datum: 27.5.2003, 17:06

Die Hagener Sensenarbeiter und ihre Region in der Protoindustrie (1760-1820)

Vortrag von PD Dr. Georg Wagner-Kyora, Martin Luther-Universität Halle-Wittenberg

Die Eisenindustriezweige des südlichen Westfalen erzeugten im 18.
Jahrhundert überall begehrte Produkte für den Alltagsbedarf. Ob Nadeln,
Nägel oder Sensen, die massenhafte Nachfrage nach Haushaltswaren aller Art
ließ überregionale Absatzmärkte entstehen, von denen die Region profitierte.

Nicht nur die gewachsenen Handelsverbindungen der Kaufleute, sondern vor
allem die Innovationskraft der Produzenten bewirkte eine kontinuierliche
Ausdifferenzierung der Produktpalette. Trotz katastrophaler Rückschläge
infolge von Kriegen konnte die Industrieregion Märkisches Sauerland ihr
industrielles Potential bewahren. Es bildete schließlich den Kern der
Fabrik-Industrialisierung in Deutschland.

Wie arbeiteten die Hagener Schmiede, die Sensen herstellten? Von welchem
Wissen profitierten sie, wenn sie den komplizierten Produktionsprozess
anwendeten? Was verdienten sie und wie lebten sie davon? Solche sozial- und
mentalitätsgeschichtlichen Fragen über die Träger des Arbeitsprozesses
sollen im Kontext der Klassenstruktur der protoindustriellen Gesellschaft in
der preußischen Grafschaft Mark beantwortet werden, die von den regional
ansässigen Unternehmern dominiert wurde. Darüber hinaus sollen die
Besonderheiten der Industrieregion Märkisches Sauerland in der
Protoindustrie erläutert werden.


INFO

Ort:
Historisches Centrum Hagen
Eilper Strasse 71-75
58091 Hagen
http://www.historisches-centrum.de

Zeit:
4.6.2003, 19.00 Uhr


Partner:

Pro Stadtgeschichte Hagen e.V.
http://www.historisches-centrum.de/prost/

Historisches Centrum Hagen
Eilper Strasse 71 - 75
58091 Hagen
http://www.historisches-centrum.de
info@historisches-centrum.de






From m.weidner at lwl.org Wed May 28 12:00:13 2003
From: m.weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed May 28 11:02:04 2003
Subject: [WestG] [Q] Lehensfolge in Westfalen
Message-ID: sed496dd.035@lwl-ums.itz.lwl.org

Von: "Rainer Decker"
Datum: 27.5.2003, 21:51

Anfrage: Lehensfolge in Westfalen

Gibt es Untersuchungen über die Lehnsrechte in Westfalen?
Insbesondere interessiert mich, in welchen Lehnsherrschaften oder bei
welchem Typ von Lehen bei einem Aussterben des Mannstammes Töchter oder
Schwestern das Lehen erbten, etwa bei Pachtlehen? Ich vermute vorläufig, daß
die Lehen, die die Landesherren vergaben, durchweg Mannlehen waren, daß aber
geistliche Grundherren (außer Territorialfürsten) in größerem Umfang
Kunkellehen vergaben.

Wenn dem Lehnsherrn das Lehen heimfiel, mußte er es dann neu verleihen oder
konnte er frei darüber verfügen?

Interessant wären auch Sonderfälle: Waren Söhne aus einer
nicht-standesgemäßen Ehe (Vater Adliger, Mutter bürgerlicher oder
bäuerlicher Herkunft) zur Lehnsfolge berechtigt? Ich vermute: ja. Aber nicht
Söhne oder Nachkommen aus einer illegitimen Verbindung?

Anregend ist hierzu der aus umfangreicher Quellenkenntnis schöpfende Artikel
von Christian Hoffmann über die Warburger Patrizierfamilie Reuber in der
Westfälischen Zeitschrift 151/152 (2001/2002). Auch die Diss. von Anke
Hufschmidt, Adlige Frauen im Weserraum zwischen 1570 und 1700 (Münster 2001)
bietet zahlreiche Beispiele. Aber gibt es Veröffentlichungen in Westfalen,
die das Thema Lehnsrecht grundsätzlich angehen?

Freundliche Grüße
Rainer Decker









From m.weidner at lwl.org Wed May 28 17:49:56 2003
From: m.weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed May 28 16:51:13 2003
Subject: [WestG]
[AKT] Vortraege: Institut fuer vergleichendeStaedtegeschichte,
Muenster
Message-ID: sed4e8d5.043@lwl-ums.itz.lwl.org

Von: Institut für vergleichende Städtegeschichte
Datum: 28.05.03, 14:44

Freitags-Kolloquien im Institut für vergleichende Städtegeschichte


Sehr geehrte Damen und Herren,

zu den Veranstaltungen des Freitags-Kolloquiums im Sommersemester 2003 laden wir Sie herzlich ein. Die Vorträge beginnen wie immer um 17.00 Uhr c. t.

Mit freundlichen Grüßen

Wilfried Ehbrecht
Peter Johanek
Angelika Lampen



16.05.2003
Dr. Gisela Naegle, Gelnhausen
Mauer, Straßen, Brücken, Mühlen: städtische "Großprojekte" im spätmittelalterlichen Frankreich (402)

06.06.2003
Dr. Harald Rainer Derschka, Konstanz
Die Ministerialen des Hochstiftes Konstanz und das Problem der "Bürgerlichen Ministerialität". Die Konsequenzen einer Fallstudie für ein mediävistisches Paradigma (403)

27.06.2003
Dr. Iwan Iwanov, Göttingen/Moskau
Innerhansische Kommunikation auf der Probe. Die hansische Gesandtschaft nach Moskau 1603 als Beispiel (404)

04.07.2003
Dr. Slawomir Mozdzioch, Breslau (Wroclaw)
Die Anfänge des Städtewesens in Polen im Lichte der neuen archäologischen Forschungen (405)

11.07.2003
Dr. Karsten Igel, Osnabrück
Zwischen Bürgerhaus und Frauenhaus. Der Greifswalder Stadt-Raum um 1400 (406)


INFO

Ort
Institut für vergleichende Städtegeschichte
an der Universität Münster
Königsstr. 46
48143 Münster
Tel. 0251 / 83-275-12
Fax 0251 / 83-275-35
Geöffnet montags bis freitags 9-17 Uhr
(Anmeldung wird empfohlen)

URL
http://www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte/







From m.weidner at lwl.org Wed May 28 18:14:15 2003
From: m.weidner at lwl.org (Marcus Weidner)
Date: Wed May 28 17:26:56 2003
Subject: [WestG]
[AKT] Textilgeschichtliche Radtour rund um Bocholt, 3.6.2003
Message-ID: sed4ee6d.072@lwl-ums.itz.lwl.org

Von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 28.05.2003, 9:42

Textilgeschichtliche Radtour rund um Bocholt, 3.6.2003

"Auf der grünen Wiese" außerhalb des Stadtzentrums von Bocholt zog es um 1900
zahlreiche Textilbetriebe. Bei einer industriegeschichtlichen Radtour wird Dr. Hermann
Josef Stenkamp vom Textilmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am
Dienstag, 3. Juni, die Geschichte dieser Betriebe und ihres Umfeldes erläutern.

Ohne städteplanerisches Konzept, entstanden um 1900 Fabriken und Arbeiterviertel, sogenannte
Kolonien, weit außerhalb Bocholts, wo Baugelände günstig zu erwerben war. Viele Spuren sind
inzwischen kaum noch sichtbar: So stehen beispielsweise vom ehemaligen Komplex aus drei
Betrieben auf dem Hochfeld heute nur noch die Aa-See-Halle und die umliegenden Wohnhäuser.
Kaum noch zu ahnen ist, dass viele Fabriken wie etwa die Färberei Rive oder Hammersen auf der
grünen Wiese im völlig unbebauten Umfeld lagen. Auf der anderen Seite verdankt das
Gewerbegebiet an der Werkstraße in Lowick seine Entstehung der ehemaligen Weberei und
Ausrüstung Gebrüder Böggering.

Die Radtour beginnt um 13 Uhr am Textilmuseum; gegen 18 Uhr werden die Teilnehmer zurück sein.
Neben einer Kaffeepause ist auch die Innenbesichtigung eines Betriebes vorgesehen.


INFO

Anmeldung:
Westfälisches Industriemuseum -
Textilmuseum in Bocholt
Uhlandstr. 50
46397 Bocholt
Tel. 02871 21611-0
Fax. 02871 21611-33
textilmuseum@lwl.org

URL
www.textilmuseum-bocholt.de

Kosten:
5,- Euro





From weidner at geschichte-und-museum.de Fri May 30 14:51:13 2003
From: weidner at geschichte-und-museum.de (Dr. Marcus Weidner)
Date: Fri May 30 13:51:30 2003
Subject: [WestG] [LIT] Sabine Mecking: "Immer treu". Kommunalbeamte zwischen
Kaiserreich und Bundesrepublik
Message-ID: 3ED745B1.2020009@geschichte-und-museum.de>

Von: "Carmen Krybus"
Datum: 30.05.2003, 11:20

Sabine Mecking: "Immer treu". Kommunalbeamte zwischen Kaiserreich und
Bundesrepublik, (Villa ten Hompel/Schriften, Bd. 4), Essen 2003

Den politischen Brüchen von 1918, 1933 und 1945 stehen mit dem
Berufsbeamtentum und unveränderten Verwaltungsstrukturen erstaunliche
institutionelle Kontinuitäten gegenüber. Wie verhalten sich Wandel und
Konstanz zueinander? Dieser Frage geht die Historikerin Dr. Sabine
Mecking am Beispiel der westfälischen Provinzialhauptstadt und
Gauhauptstadt Münster, einem traditionellen Dienstleistungs- und
Verwaltungszentrum, nach. In ihrer Studie wird erstmals die Situation
von Kommunalbeamten vom Ende des Kaiserreiches bis zur Bundesrepublik
Deutschland epochenübergreifend analysiert.

Jede Zeit prägte ihre eigene Begrifflichkeit. In der Weimarer Republik
bestimmten Schlagworte wie "Demokratisierung" und "Republikanisierung"
der Verwaltung die Personalpolitik. Während des Nationalsozialismus
vollzogen sich personelle Veränderungen im Rahmen der "Gleichschaltung".
In der Besatzungszeit wurde der öffentliche Dienst "entnazifiziert". Die
rechtlichen wie personalpolitischen Konsequenzen dieser Politik und die
damit verbundenen Maßnahmen stehen im Mittelpunkt der Untersuchung.

INFO

Mecking, Sabine
Immer treu
Kommunalbeamte zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik
(Klartext /PRO) ISBN 3-89861-161-2
29,90 Eur[D] / 30,80 Eur[A]


Geschichtsort
Villa ten Hompel
Stadt Münster
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
Tel. 0251/492-7101
Fax 0251/492-7918

URL
www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel