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Glossar

literarischer Nachlass:
Bezeichnung für die Gesamtheit des Schriftguts, das bei einer literarisch tätigen Person oder einer zu dieser in Kontakt stehenden Person (Herausgeber, Lektor; Freund etc.) als Dokumentation von Leben und Werk erwächst und aufbewahrt wird. Neben genuinen Schriftstellernachlässen sind unter literarischen Nachlässen auch Bestände von solchen Personen zu verstehen, die ‚nebenberuflich’ als Autoren tätig gewesen sind. Es wird also z.B. auch der Nachlass eines Juristen des 18. Jahrhunderts, der neben seiner amtlichen Tätigkeit literarische Texte veröffentlicht hat, bzw. der eines Bürgermeisters unserer Tage, der im Ruhestand auf belletristischem Gebiet tätig gewesen ist, angeführt.

echter Nachlass:
Die Summe aller Unterlagen von einer Person (Schriftgut bzw. Archivgut, z.B.: Manuskripte, Arbeitspapiere, Korrespondenzen, Lebensdokumente, Sachakten), die sich bei dieser zusammengefunden haben und direkt dem Archiv übergeben werden.

angereicherter Nachlass:
Nachlass, zu dem nach dem Tod des Nachlassers Bestandteile hinzugefügt worden sind.

Teilnachlass:
Größere zusammenhängende Teile eines unvollständig vorhandenen Nachlasses.

Splitternachlass:
Kleine unzusammenhängende Teile eines an anderer Stelle aufbewahrten Nachlasses.

Vorlass:
Archivgut, das zu Lebzeiten des Nachlassers übergeben wird.

Sammlung:
Ein Bestand, in dem Archivalien über den Nachlasser zusammengefasst und geordnet sind, z.B. Artikel über den Autor, Rezensionen seiner Werke, Zeitungsausschnitte, Materialien zur Familie des Nachlassers, Wirkungszeugnisse etc.

Umfang:
Angabe in Einheiten Archivkartons bzw. lfd. Meter (100 x 40 x 40 cm).

Laufzeit:
Der Zeitraum, aus dem das Archivgut eines Nachlasses stammt.

Angaben zum Inhalt:
Umfang und Genauigkeit der Angaben zum Inhalt richten sich nach dem Erschließungs- bzw. Ordnungszustand des Nachlasses. Ist ein Findmittel über das Internet greifbar, so ist dieses verlinkt.

Klassifikationsschema:
1. Werkmanuskripte (Ordnung nach Gattungen: Prosa, Lyrik, Dramatik, ggf.: Aufsätze, Vorträge, Fernseh- und Rundfunkarbeit, etc.)
2. Korrespondenzen (Eingang/Ausgang; Ordnung alphabetisch nach Korrespondenzpartnern möglichst mit Angabe der Laufzeit)
3. Lebensdokumente (Tagebücher, Personalpapiere, Belege, Privatakten, Ehrungen, Porträts, Fotos, Notizen)
4. zugehörige Materialien/Sammlungen (Sammlungen des Nachlassers, Sammlungen von Dokumenten über ihn, Rezensionen, Materialien zur Familie)