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Volker von Törne

Geboren am 14. März 1934 in Quedlinburg als Sohn eines 1942 gefallenen NS-Standartenführers. Schulbesuch in Seesen und Bad Gandersheim. 1954 bis 1956 Studium der Pädagogik in Braunschweig, dann der Sozialwissenschaft in Wilhelmshaven. Redakteur der Studenten-Zeitung zoon politicoon (bis zu deren Verbot 1958). Drei Jahre Bauarbeiter und Steinhauer. Ab 1962 in Berlin. Anonymer Mitarbeiter und Redakteur der Zeitschrift alternative. Werbeleiter. Seit 1963 Geschäftsführer der Aktion Sühnezeichen. In diesem Zusammenhang zahlreiche Reisen (Israel, West- und Osteuropa). Arbeit als theologischer Schriftsteller. Starb während einer Vortragsreihe am 30. Dezember 1980 in Münster.

Pseudonym: Waldemar Graf von Windei.

Das Bewußtsein, als einzelner – sein Vater war SS-Standartenführer – wie als Deutscher aus dem Faschismus zu kommen, bestimmte T.s Leben und dichterisches Werk. Es führte ihn in seiner Arbeit für die Aktion Sühnezeichen zum Bekenntnis einer „kollektiven Verantwortung“ und in der Lyrik zu engagierten Gedichten, in denen er Privates gleichwohl nicht aussparte. (Killy-Literaturlexikon)

Selbständige Veröffentlichungen: Fersengeld. Fünfundzwanzig Gedichte. Nachw. von R. Lenz. Berlin: Skriver 1962 [Rez.: 1. Neue Rhein- und Ruhrztg. vom 3.11.1962; 2. A. Astel, in: Neue Dt. Hefte, 1963, H. 91, S. 108f.; 3. W. Segebrecht, in: Vorwärts, 9.7.1963] – Der Drache fliegt zum Mi-Ma-Mond. Verse. München: Obpacher 1964 – Nachrichten über den Leviathan. Stierstadt/Ts.: Eremiten-Presse 1964 [Illustr.] – Die Dummheit liefert uns ans Messer. Ein Zeitgespräch in zehn Sonetten. Berlin: Friedenauer Presse 1967 [in leicht veränderter Fassung auch in: kürbiskern 1967, H. 3; Rez.: 1. FAZ vom 29.4.1967; 2. H. Salzinger, in: Bücherkommentare, Juni 1967] – Phallobst. Lieder. Berlin 1968 [Handpressendruck in 15 Exemplaren] – Wolfspelz. Gedichte, Lieder, Montagen. Berlin: Wagenbach 1968 [Rez.: 1. W. Zimmer, in: Neue Osnabrücker Ztg. vom 18.12.1968; 2. P. Kersten, in: Die Welt der Literatur vom 2.1.1969; 3. tagebuch, Wien, 1969, H. 1; 4. E. Brockmann, in: Die andere Ztg. vom 23.1.1969; 5. W. Maier, in: FAZ vom 1.3.1969; 6. J. Beckelmann, in: Kölner Stadt-Anzeiger vom 15./16.5.1969] – Nachrichten aus Berlin. Ebd. 1969 – Mandragola. Macchiavellis Renaissancekomödie in der Musicalfassung von Volker von Törne und Volker Ludwig. Berlin: Felix Bloch Erben 1970 – Der Affe will nicht die Freiheit. Berlin 1971 [Handpressendruck; Illustr.] – Thalatta. Gedichte. Ebd. 1971 [Illustr.] – Brandenburger Tor. Vom Krieg zum Frieden. 18 Vierzeiler zu einer Ausstellung der Evangelischen Akademie zu diesem Thema. [ca. 1972] – Poesiealbum. Berlin: Neues Leben 1972 – Volker von Törne. Ausgew. von Bernd Jentzsch. Ebd. 1972 [Illustr.] – Rezepte für Friedenszeiten. Gedichte. Berlin/Weimar: Aufbau 1973 [mit N. Born und F.C. Delius] – Wenn du einen Drachen hast. Ravensburg: Maier 1973 – Lagebericht. Gedichte. Kassel: Leineweber 1976 [mit C. Heubner; Rez., in: Begegnung mit Polen, 1976, H. 2] – Kopfüberhals. Achtundvierzig Gedichte. Mit Graphiken von Natascha Ungeheuer. Berlin: Wagenbach 1979 [Rez. 1. Th. Rothschild, in: FR vom 7.7.1979; 2. M. Brand, in: taz 24.11.1979; 3. M. Bosch, in: die tat vom 22.2.1980; 4. J.P. Wallmann, in: Der Tagesspiegel vom 9.3.1980; 5. Spandauer Volksblatt vom 29.6.1980] – Den Arbeitern von Kursk. Nachdichtung. Düsseldorf: Städt. Kunsthalle 1980 – Halsüberkopf. Arkadische Tage. Sonettenkranz, allegro molto. Berlin: Schmid 1980, 1981 [Illustr.; Rez. 1. K. Krolow, in: Stuttgarter Ztg. vom 21.2.1981; 2. J. Beckelmann, in: Spandauer Volksblatt vom 14.6.1981] – Samozveri. Selbstgemachte Tiere. Köln: Buchhdlg. Walter König 1980 – Flieg nicht fort, mein weißer Rabe. Lieder. Berlin: Harald Schmid 1981 – Im Lande Vogelfrei. Gesammelte Gedichte. Nachw. von C. Meckel. Berlin: Wagenbach 1981 – Zwischen Geschichte und Zukunft. Aufsätze, Reden, Gedichte. Berlin: Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste 1981 – Die Dummheit liefert uns ans Messer. Ein Zeitgespräch in 10 Sonetten aus dem Jahre 1967 mit einer Fortsetzung des Gesprächs im Jahr 1982. Berlin: Friedenauer Presse 1983 [mit C. Meckel] – Ohne Abschied. Gedichte. [Ausgew. von A. Voigtländer]. Berlin: Aufbau 1983.

Unselbständige Veröffentlichungen über von Törne: CIS: Rauchzeichen von dt. Menschen, in: Der Abend vom 3.1.1981 [Nachruf] – J. Drews: Volker von Törne gestorben, in: SZ vom 3.1.1981 – C.L. Guggemos: Sprecher einer Generation, in: Die Neue vom 3.1.1981 – M. Stone: Nachruf auf einen Dichter, in: Der Tagesspiegel vom 3.1.1981 – Ch. Meckel: Parole und Poesie, in: Die Zeit vom 9.1.1981 [Nachruf und zum Werk allgemein] – Volker von Törne starb, in: die tat vom 9.1.1981 – E. Fried: Für Volker von Törne, in: Dt. Allg. Sonntagsblatt vom 11.1.1981 – K. Scharf: Er ging uns voraus. Zum Tode Volker von Törnes, in: Berliner Sonntagsblatt/Die Kirche vom 11.1.1981 – U. Erb: Heb deinen Kopf. Du sollst nicht trauern. Volker von Törne ist tot, in: Dt. Volksztg. vom 15.1.1981 – G. Sasse: In memoriam Volker von Törne, in: tip-Magazin, Berlin, 1981. H. 2 – J. Schenk: Volker von Törne, in: konkret, 1981, H. 2.

Nachlaß, Handschriftliches: DLA Marbach: Brief an Alfred Andersch, 6.1.1976.

Nachschlagewerke: Killy, Bd. 11, 1992 – Böttcher 1993 – Brauneck 1995 – Dt. Bibliothek.