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August Bolhöfer

Geboren am 1. Dezember 1849 als Sohn eines Bauern auf dem Bolhof bei Oerlinghausen. Weil er als nachkommender Sohn nicht auf dem Hofe bleiben konnte, ging er nach Lippstadt und trat in eine Großhandlung ein. Anschließend wurde er Hausierer und zog mit dem Schimmel, dem Postwagen und später mit der Eisenbahn durch das Sauerland, um seine Waren anzubieten. Später ließ er sich in Lippstadt nieder, wo er ein Farben- und Tapetengeschäft gründete. Er starb am 2. Juli 1917 in Lippstadt, wo er hohes Ansehen genossen haben soll. (Vgl. Staercke, 1936.)

Sein Schützenlied ist auch heute noch nicht vergessen [...]. Durch sein Römerlied "Med der grauden, frechen Schniuden" ist er in ganz Deutschland bekannt geworden [...]. Bolhöfer war ein lippischer Heimatdichter. In Platt und Hochdeutsch hat er seine Stimmungen zum Ausdruck gebracht, Gelegenheitsware, wie er sie seinen Kunden anbot. (Staercke, 1936.)

Pseudonyme: Simon; Simon von der Lippe.

Postume selbständige Veröffentlichungen: Heimat und Freundschaft. Ein Gedichtbüchlein in lippisch Platt und Hochdeutsch. Detmold: Meyer 1918. 69S. (Lipp. LB Detmold, StLB Dortmund) – Deu Varus-Schlacht. In Lippske Mundart. Detmold: Hinrichs [H. Kröner] o.J. [Pseud. Simon] (StA Lippstadt).

Postume unselbständige Veröffentlichungen in: H. Schwanold, K. Wehrhahn, A. Wiemann: Lippische Mundarten. Geschichten und Gedichte, Sprichwörter, Rätsel und Reime in Auswahl. Detmold 1922 [Ged.] – Lippstädter Schützenverein. Festbuch zur Jahrhundertfeier. Lippstadt 1927, S. 74ff.: Ein frohes Leben führen wir; Das schönste Fest [weitere Schützenlieder] – H. Weber: "Lipperlanne". Kantate für 5 Kinderchöre und 5 Instrumental-Ensembles nach Texten von Korl Biegemann, Heinrich Wienke und August Bolhöfer. Duisburg-Ruhrort 1971 (Lipp. LB Detmold).

Unselbständige Veröffentlichungen über Bolhöfer: August Bolhöfer gestorben, in: Lipp. Landesztg. 150, Nr. 214 vom 8.8.1917 [anonym] – Nachruf, in: Lipp. Kalender 1918, S. 103 [anonym] – Aus der Chronik der Gemeinde Asemissen. Der Heimatdichter August Bolhöfer "Med der grauden, frechen Schniuden", in: Lipp. Staatsztg. 10, Nr. 323 vom 23.11.1938 [anonym] – H. Wienke: August Bolhöfer. Dichter des Römerliedes, in: Westf. Ztg. 5, Nr. 12 vom 14.1.1950 [mit Abb.]; ders.: Eck lowe mui muin Lipperland. Dem Sänger der "Varusschlacht in lippischer Mundart" zum Andenken, in: Der Wesertaler, Detmold, 7, 1951, H. 2, S. 12f. [mit Abb.] – W. Süvern: Das Römerlied [Viktor von Scheffels Lied und die plattdt. Übertragung von August Bolhöfer; 3 Abb.], in: Heimatland Lippe 60, 1967, Nr. 1, S. 20-22 – "Die schönsten Verse, die ich gemacht." Zu den Gedichten "Simons von der Lippe". Gedenkwort für August Bolhöfer, in: Heimatbl. für Lippstadt 51/52, 1971/1972, F. 10, S. 77f. [mit Bildn.; anonym] – W. Nebel: August Bolhöfer und Korl Biegemann, Dichter vom Lippischen Boden, in: Heimatland Lippe 69, 1976, S. 237-239.

Bildnis: Fotogr. (Lipp. LB Detmold) [Abb. in: Staercke, 1936].

Gedenkstätte: Sein Grab liegt an der Grenze zwischen Lippstadt und Lipperode.

Nachschlagewerke: Staercke, 1936 [mit Bildn.] – Lipp. Bibl., Bd. 1, 1957; Bd. 2, 1982.

Aktualisiert nach Peter Bürger: Im reypen Koren. Ein Nachschlagewerk zu Mundartautoren, Sprachzeugnissen und plattdeutschen Unternehmungen im Sauerland und in angrenzenden Gebieten. Eslohe: Maschinen- und Heimatmuseum 2010.