Heimatverein Oelde e.V.


Name / Funktion: Heimatverein Oelde e.V.
Ansprechpartner(in) / Vorsitzende(r): Hans Rochol
Anschrift: Lehmwall 7 (privat Lange Str. 27)
59302 Oelde
Ortsteil: Oelde
Telefon: 02522/3488
E-Mail: hv.oelde@gmx.de
Internet: http://www.lwl.org/westfaelischer-heimatbund/member1.php?verein_id=322
Heimatgebiet: Münsterland
Kreis / Kreisfreie Stadt: Kreis Warendorf
Stadt / Gemeinde: Oelde


Heimatverein Oelde e.V

Vorstand: Hans Rochol (Vorsitzender), Peter Gauer (Stellvertreter), Reni Rasche (Schriftführerin), Hans Brieler (Kassierer),
Wanderleiter ist Heinrich Deppe.

Achtung! Wir haben eine neue E-Mail-Adresse (siehe oben)

Wer gern bei uns mitmachen möchte, sollte sich melden. Je mehr sich melden, desto mehr ist los beim Hockemann (Bild) im Heimathaus am Lehmwall!

Das Heimathaus ist nach Vereinbarung zugänglich. E-Mail-Adresse und Telefonnummer siehe oben.

Oelde im Wandel der Zeit heißt eine Broschüre, die der Oelder Heimatverein bereits zur Landesgartenschau 2001 herausgegeben hat. Sie enthält in zahlreichen Kapiteln viel Interessantes über die Stadt sowie über Menschen, die in der Stadt lebten und sie prägten. Die Schrift, die gerade erst von der WW-Universität Münster angefordert wurde, wird immer noch gerne gekauft und gelesen, denn etwas Besseres gibt es zur Zeit nicht. Erhältlich ist das Heft im Heimathaus (montags nachmittags) sowie in der Oelder Confiserie (Lange Straße 27).

Und denken Sie daran, dass sie mithelfen müssen, Mitglieder zu werben, damit wir unsere Aufgaben, insbesondere die Unterhaltung des Heimathauses, weiterhin erfüllen können. Den Prospekt mit Anmeldeformular gibt es bei den Vorstandsmitgliedern und in der Oelder Confiserie (Lange Straße 27)! Auch Spenden werden dankbar entgegengenommen, wenn gewünscht gegen Spendenquittung.

Oelder Straßennamen

Vortrag: Wo wir wohnen - Oelder Straßennamen erzählen Stadtgeschichte (mit Lichtbildern)
Montag, 5. März 2018, 19 Uhr bis 20.30 Uhr.
Referent: Hans Rochol (Vorsitzender des Heimatvereins)
Heimathaus, Oelde, Am Lehmwall 7
Kursnummer: 1 18 126
Veranstaltung der Volkshochschule Oelde-Ennigerloh zusammen mit dem Oelder Heimatverein.

Wanderplan 2018

06.01. (O) Ostenfelde - Averbeck
20.01. (O) Meier-Gresshoff (Grünkohlessen)
03.02. (O) Oelder Süden
17.02. (O) Hoher Hagen
03.03. (O) Stromberg
18.03. (T) Genießer-Wanderweg
31.03. (H) Bredenheide - Neue Mühle
14.04. (H) durch die Haar (Ahlen)
29.04. (T) von Elte nach Rheine
12.05. (H) Zacharias-See
09.06. (H) Salzenteichs Heide (Bockhorst)
24.06. (T) Haltener Stausee
07.07. (H) Beckum Dalmer
22.07. (T) Pader-Wanderweg
04.08. (H) Lonnbusch bei Einen
19.08. (T) Sauerland Waldroute
01.09. (H) Bosfeld - Brennheide
15.09. (H) Kurbadweg (Lippstadt)
30.09. (T) Teutoschleife
14.10. (T) Heve Tal
28.10. (T) Sintfeld-Höhenweg
10.11. (H) Durch die Putz - Herzebrock
24.11. (O) Stromberg
08.12. (O) Geisterholz
23.12. (O) Adventsfeier

Die örtlichen Wanderungen (O = samstags) beginnen um 14.30 Uhr am Markt. / Halbtagswanderungen (H = samstags) sowie Tageswanderungen (T = sonntags) erfolgen mit PKW, Bus oder Bahn. / Alle Wanderungen werden in der „Glocke“ mit Hinweis auf Zeit und Treffpunkt angekündigt. Weitere Auskünfte erteilt Wanderleiter Heinrich Deppe.
Tel. 025223634
E-Mail: heinz.deppe@gmx.net

Kapellenkonzerte Möhler 2018

Veranstalter: Heimatverein Oelde. 1.Vorsitzender: Hans Rochol. Künstlerische Leitung: Dr. Burkhard Löher; in Zusammenarbeit mit Stephan Trostheide und Gregor Lieckenbröcker

Sonntag, 25. Februar 2018, 17 Uhr, Ludgerus-Kapelle, Mundharmonika – Klavier Konstantin Reinfeld – Benyamin Nuss

Sonntag, 18. März 2018, 17 Uhr, Ludgerus-Kapelle, Charlotte Hahn - Marimba

Sonntag, 22. April 2018, 17 Uhr, Ludgerus-Kapelle, Das Glinka-Trio: Klarinette – Fagott – Klavier, Meriam Dercksen – Peter Amann – Seif El Din Sherif

Samstag, 14. April 2018, 19 Uhr, Gesindehuis Schloss Möhler Sonderkonzert:
Farmhouse-Jazzband aus Holland
Benefizkonzert zugunsten der Dienerinnen der Armen

Kostenbeitrag: Konzerte in der Kapelle Erwachsene 15 €, Kinder und Jugendliche bis 18 J. 5 € (nur an der Abendkasse), Jazzkonzert im Gesindehuis 20 €
Kartenvorverkauf:
Stephan Trostheide, Organist der Kapelle Möhler, sonntags nach dem Gottesdienst;
Confiserie Rochol, Lange Straße 27, 59302 Oelde;
Alle Geschäftsstellen der „Glocke“, alle CTS– und ADTicket-Vorverkaufsstellen Deutschlands Ticket-Hotline 02522 8339593


Im Blick die Overberg-Turnhalle

Die alte Oelder Overbergschule von 1912/13 und die Ende der 1920er Jahre von Stadtbaurat Bernhard Mönnigmann, dem Vater von Schwester Petra Mönnigmann, erbaute Turnhalle werden in die Denkmalliste eingetragen. In die Schule soll die Volkshochschule einziehen. Für die architektonisch sehr ausgereifte Turnhalle fehlt noch ein Konzept. Deshalb haben wir mit Blick über den Oelder Kirchturm hinaus in einem Brief an Bürgermeister und Stadtrat vorgeschlagen, daraus ein Haus insbesondere für die Vereine und für die Kultur zu gestalten, um Oelde zu beleben. Doch lesen Sie selbst, welchen Vorschlag Dr. Burkhard Löher und Hans Rochol vorgelegt haben:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
die Diskussion um das Gelände der Overbergschule, das Interesse der Denkmalschützer und die Meinung vieler Oelder Bürger haben uns bewegt, über ein Nachfolgekonzept für die Turnhalle der ehemaligen Overbergschule nachzudenken. Das Gespräch mit Ihnen und der Einblick in die Bauakten haben uns in unserer Absicht bestärkt und bei uns umso mehr die Hoffnung gestärkt, für das Gebäude eine Lösung zu finden, die der Stadt gut tut.

Insbesondere der Innenraum der Turnhalle löst als Baudenkmal eine starke Faszination aus und dürfte zweifellos als einmalig bezeichnet und daher als in dieser Form erhaltenswert bezeichnet werden: Die Harmonie der Verhältnisse von Länge, Breite und Höhe, die unbedingt erhaltenswerte geschwungene Tribüne, die Abrundungen zwischen Decke und Seitenwände, die Gliederung durch die Trägerbögen und sie Größe des Raumes an sich.

Wie im Folgenden beschrieben, scheint das Gebäude hervorragend geeignet zu sein als multifunktionaler Veranstaltungsraum mit hervorragender Akustik für Konzerte und Kleinkunstveranstaltungen, Vorträge und Vereinszusammenkünfte, Veranstaltungsstätte für alle Generationen, zumal das Gebäude ohne großen Aufwand barrierefrei und sicherheitstechnisch leicht herzurichten ist. Die Turnhalle könnte somit leicht zur guten Stube unserer Stadt werden, die dringend erforderlich ist.

Zum Bild: Rechts sind auf einem historischen Foto von der Langen Straße her das alte Rathaus (mit Durchgang) und die alte Küsterei zu sehen. Beide Gebäude wurden in den 1890er Jahren abgerissen.


Overberg-Turnhalle - Bitte hier weiterlesen

Einige Gedanken voraus: Die Stadt Oelde war bis zum Jahre 2004 die „Kulturstadt des Kreises“, weil mit relativ geringen Voraussetzungen, aber mit großer Aufgeschlossenheit in der Verwaltung und der Politik ein Kulturangebot „für alle“ vorgehalten wurde: alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen waren im Programm berücksichtigt, ausgehend von der Tatsache, dass Oelde sich immer mehr zu einer „High Tech“-Stadt entwickelte und der kulturelle Bedarf sich zwischen hohem Anspruch und niederschwelliger Unterhaltung bewegte. Vom Grundsatz her wurde zwischen E- und U-Kultur unterschieden, Bereiche, die zwar nahtlos ineinander übergingen, jedoch hinsichtlich ihrer Subventionswürdigkeit unterschieden wurden. Der Kreis Warendorf nahm u. a. das herausragende Kulturangebot der Stadt Oelde zum Anlass, einen jährlich erscheinenden Kulturfahrplan herauszugeben, um u. a. die Veranstaltungen in Oelde kreisweit anzukündigen. Die wichtigste Kulturstätten der Stadt Oelde damals: 1. Die Aula des Thomas-Morus-Gymnasiums war einst der „schönste Theatersaal weit und breit“. Angesichts des großen Investitionsbedarfes in den Schulen wurde die Renovierung und Unterhaltung der Aula jedoch immer vernachlässigt. Nach einer Sicherheitsüberprüfung wurde vor Jahren wegen der Schaffung der erforderlichen Fluchtwege die Platzzahl von 440 Plätzen auf 399 reduziert. Bei einer bevorstehenden Renovierung – Schaffung eines zeitgemäßen Sitzkomforts für Kulturveranstaltungen – wird die Platzzahl weiterhin deutlich absinken. Einerseits wegen des schlechten Sitzkomforts, andererseits wegen der Vernachlässigung von Kulturangeboten in den vergangenen 14 Jahren ist das Interesse an Veranstaltungen dort sehr stark zurückgegangen. Hinzu kommt, dass auf Grund der vorhandenen Bühne die Aula des Thomas-Morus-Gymnasiums – wie die meisten Theatersäle - für klassische Musikveranstaltungen ohne technische Verstärkung nicht geeignet ist. Die Aula des Thomas-Morus-Gymnasiums ist also kein Konzertsaal. 2. Die Aula der Realschule war nie ein schöner, aber akustisch hervorragender Konzertsaal, der über Jahrzehnte auch hochkarätige Konzerte ermöglichte. Er wurde angesichts des wachsenden Schulraumbedarfs wiederholt umgestaltet. Er lässt zwar noch Konzertveranstaltungen mit 400 bis 600 Besuchern zu, die äußeren Bedingungen – Foyer, optische Ausstattung, fehlende Garderoben usw. – führten zunehmend zu Kritik und „Unwohlbefinden“. Es ist nicht zu erwarten, dass dieser Raum durch die derzeitigen Umbaumaßnahmen in seiner Funktion als Konzert- und Veranstaltungsraum einen neuen, den Konzertbesuchererwartungen entsprechenden Charakter bekommt. 3. Der Sitzungssaal des Rathauses wurde seinerzeit – dafür bin ich, Burkhard Löher, Zeuge, da ich an der Entwicklung mitgearbeitet habe – als Konzert- und Veranstaltungssaal konzipiert und über Jahrzehnte als solcher genutzt. Auch hier fanden hochkarätige Konzerte statt mit 200 bis 400 Besuchern. Zu diesem Zweck wurden z. B. die Vorhänge eingerichtet, die unterschiedliche akustische Situationen und verschiedene Nutzungsmöglichkeiten boten. 200 Besucher hatten bequem Platz im Ratssaal, entsprechend wurde auch das Gestühl dazu angeschafft, bei der Öffnung des kleinen Saales konnten unter entsprechenden Sicherheitsvoraussetzungen bis zu 400 Besucher aufgenommen werden. Der Versuch, die Rathauskonzerte wieder aufleben zu lassen, ist nicht am mangelnden Interesse der Kulturfreunde gescheitert, sondern an den hohen Auflagen an die Sicherheit, die Kosten von ca. 2.000 Euro pro Veranstaltung ohne die direkten Veranstaltungskosten verursacht hätten, welche vom Veranstalter zu tragen bzw. zu erwirtschaften waren. Als diese Auflage erst wenige Tage vor dem ersten Konzert mitgeteilt wurden, habe ich, Burkhard Löher, das Projekt als gescheitert angesehen und abgebrochen, denn diese Kosten kann man bei Kammerkonzerten mit maximal 200 Besuchern beim besten Willen nicht erwirtschaften. Also scheidet dieser Raum ebenfalls aus. – Offen bleibt für mich die Frage, wie denn die zahlreichen Veranstaltungen im Ratssaal baurechtlich gestattet sind, die nicht zur direkten Arbeit des Rates gehören? Personalversammlungen, Vereinszusammenkünfte, Firmen- und Vereinsjubiläen mit mehr als 100 Besuchern? 4. Die Dreifachsporthalle wurde gelegentlich als Provisorium für kulturelle Veranstaltungen mit überregionalem Zuspruch genutzt, bei Renovierungs- und Umbaumaßnahmen hat man immer wieder in Aussicht gestellt, die Nutzung für außersportliche Veranstaltungen zu berücksichtigen, was jedoch nie in der wünschenswerten Weise erfolgt ist. Auch sie scheidet daher als kulturelle Veranstaltungsstätte aus. Inzwischen haben die Nachbarstädte ihre Möglichkeiten genutzt und präsentieren sich in ausgezeichneter und nachahmenswerter Weise: 1. Die Stadt Beckum hat aus dem alten Stadttheater ein hervorragend funktionierendes „Filou-Theater“ geschaffen mit knapp 400 Plätzen und einer Fülle von Veranstaltungen mit gutem bis sehr gutem Besuch. Zum Teil werden eigenen Produktionen entwickelt, und Interessenten kommen nicht nur aus der Stadt Beckum, sondern aus der gesamten Region. Die Aula der Kreisberufsschulen in Beckum hat einen Veranstaltungsraum, der für klassische Konzerte gut geeignet ist. Und die sehr beliebten Vellerner Konzerte im Alten Pfarrhaus erfreuen sich mit 90 Plätzen einer großen Beliebtheit, ebenfalls auch mit Besuchern aus der Region. Inzwischen hat ein privater Unternehmer eine große Veranstaltungshalle gebaut, die auch den Bedarf der Großveranstaltungen der Region abdecken wird. 2. Die Stadt Ennigerloh verfügt in der Alten Brennerei über einen gemütlichen und ansprechenden Veranstaltungsraum mit rund 190 Plätzen, in welchem regelmäßig attraktive Angebote gemacht werden. Und ohne Probleme steht die Dreifachturnhalle für außerordentliche Kulturveranstaltungen (Sportgala) mit jeweils mehr als 1.000 Besuchern zur Verfügung. Außerdem gibt es die Pfarrhaustenne in Enniger, die für knapp 100 Besucher mehrmals im Jahr anspruchsvolle Kammerkonzerte erfolgreich anbietet. 3. Warendorf hat das alte Kino vor Jahren reanimiert und umgebaut und besitzt heute ein Kulturforum mit funktionierender Bühne und rund 400 Plätzen mit angenehmem Komfort und besucherfreundlicher Ausstattung und bietet dort hervorragende Kulturprogramm an. 4. Rheda-Wiedenbrück, einst für Oelde die Vorbildstadt mit der herausragenden Landesgartenschau, die wir in Oelde im Jahre 2001 allerdings toppen konnten, verfügt mit dem Reethus mit 700 Plätzen, einst als Provisorium geschaffen, über ein Veranstaltungs- und Konzerthaus, welches dem Bedarf einigermaßen entspricht, jedoch wahrscheinlich sehr bald durch einen verbesserten Neubau ersetzt wird. Außerdem verfügt das Ratsgymnasium Wiedenbrück über eine Theater-Aula mit rund 400 Plätzen und multifunktionalen Voraussetzungen, die traditionelle Kultur und moderne Events zulässt. Daraus folgt: Oelde, einst „Marktführer“ im Bereich kultureller Angebot im Kreis Warendorf, ist, was die kulturellen Voraussetzungen und Angebot angeht, auf Platz 4 hinter Beckum, Warendorf und sogar Ennigerloh zurückgefallen, wenngleich auch Oelde mit dem Vier-Jahreszeiten-Park ein Angebot hat, mit welchem sich die anderen Städte des Kreises nicht messen können. Die oben aufgeführte Auflistung stellt die Situation dar, in welcher sich die Stadt Oelde im Bereich der Veranstaltungen und der Kultur im Wettbewerb mit den benachbarten Städten darstellt und wohin sich die Kulturszene in Oelde entwickelt hat. Bei den Überlegungen zur Nachnutzung der Turnhalle der Overbergschule ergibt sich eine fantastische Möglichkeit, die oben beklagten Mängel teilweise aufzuheben und in Oelde wieder die Basis für ein lebendiges Kulturleben zu schaffen, wie es für eine Stadt wie die Unsrige von großer Bedeutung ist. Die Turnhalle der Overbergschule hat eine Sportfläche von 25 m mal 13 m. Der Raum selbst ist unverbaut und hat - wie oben beschrieben – eine fantastische Ausstrahlung und beste akustische Voraussetzungen. Denkt mach sich die Sportgeräte weg und die Glasbausteine ausgetauscht gegen ansprechende Fenster, ist der Raum als Veranstaltungszentrum schon fast perfekt. Die vorhandene Tribüne gehört unbedingt zur Ausstattung und erhöht die Nutzungsmöglichkeiten. Die beiden Geräteräume vorn rechts und links, jeweils ca. 16 qm groß, ermöglichen die Einrichtung eines Garderobenbereichs, eventuell auch eines kleinen Gastronomiepunktes. Da das Dachgeschoss auch aus Sicherheitsgründen nicht weiter genutzt werden sollte, kann man auf der Tribüne das Treppenhaus freistellen und als Aufgang in eine Zuschauertribüne integrieren, womit man vermutlich ca. 50 aufsteigende Zuschauerplätze auf der Tribüne mit optimaler Sicht schaffen könnte. Es ist davon auszugehen, dass die Halle über eine hervorragende Akustik verfügt, wofür die unbelasteten Wandflächen und die Höhe des Raumes sprechen. Bei der Ausgestaltung sollte man diesen Aspekt unbedingt beachten. Auf der Stirnseite kann eine variable Bühne von ca. 5 m bis 8 m Tiefe, je nach Bedarf, und 13 m Breite als Grundausstattung eingebaut werden, die in Höhe und in der Tiefe verändert werden kann. Bei einem solchen Aufbau finden im Saal 16 Reihen mal 18 Plätze = 288 Personen Platz, weitere 50 Personen finden auf der Tribüne Platz. Alternativ würde man im Saal an Tischen ca. 250 Besucher unterbringen können. Einzurichten wären im hinteren Untergeschoß ein Backstagebereich mit Garderobenräumen und Künstlertoiletten sowie Lagerraum für Tische und Stühle und Bühnenelemente, der mit einem kleinen Treppengang und mit einem Lastaufzug mit dem Saal verbunden wäre. Eine größere Ausbauweise der vorhandenen Turnhalle wäre der Anbau eines neuen Bühnenhauses auf der Stirnseite von ca. 8 bis 10 m Tiefe mit dem entsprechenden Backstagebedarf im Untergeschoss, der den Zuschauerraum sogar auf mehr als 400 Besucherplätze erhöhen würde. Damit würde man natürlich die Nutzmöglichkeiten der Turnhalle wesentlich erweitern und ein Kulturhaus vorhalten, welches allen kulturellen Bedürfnissen für alle Generationen gerecht würde. Der hervorragende Konzertflügel der Stadt Oelde, eines der besten Tasteninstrumente innerhalb des Kreisgebietes, dürfte in diesem Saal einen optimalen Standort finden und im angemessenen Rahmen zum Einsatz kommen und auf das gewünschte Interesse stoßen. Über die vielfaltigen Verwendungsmöglichkeiten als Versammlungs- und Konzert-Kulturraum hinaus stünde die Turnhalle weiterhin für spezielle Sportnutzung zur Verfügung, wie Tanz, Gymnastik usw. zur Verfügung. Bei den Einrichtungsüberlegungen müsste jedoch die außersportliche Nutzung dominieren, die sportliche Nutzung dürfte auch optisch an keiner Stelle die „gute Stube“ beeinträchtigen durch Sportgeräte, Geräteschränke usw. Für derartige Nutzung gibt es sicher im Untergeschoß genügend Lager- und Abstellmöglichkeiten. Die erforderlichen Fluchtwegvoraussetzungen sind leicht herzurichten, da das Gebäude frei steht und an allen erforderlichen Seiten Notausgangtüren mit barrierefreien Ausgängen geschaffen werden könnten. Wenn der Toilettentrakt draußen ebenfalls zu erhalten ist, kann die Turnhalle durch einen schicken Glastrakt unter Einbeziehung des renovierten Toilettentraktes mit dem Gebäude der Overbergschule verbunden werden. Es würde ein einladender Foyerbereich entstehen, der bei entsprechenden Veranstaltungen auch eine gastronomische Grundversorgung vorhalten könnte. Das Umfeld der bisherigen Turnhalle könnte einladend gestaltet werden: Ein Hauptzugang zum Kulturhaus kann von der Paulsburg aus angelegt werden, und der seit vielen Jahren brach liegende Bereich nördlich der Turnhalle (Kirchengrund) wäre sicher harmonisch einzugliedern in die Parklandschaft zwischen der geplanten Wohnbebauung auf dem Feuerwehrgelände, dem Altenwohnheim, dem Kindergarten und dem Pfarrzentrum der St. Johannes-Pfarrei. Wir halten es auch nicht für ausgeschlossen, einen Trägerverein zu gründen, der das neue Kulturzentrum mit Hilfe der Stadt bewirtschaftet und betreut. Das würde ermöglichen, dass eine für die jeweiligen Nutzungen angemessene Gebühr erhoben würde, die wesentlich zur Unterhaltung des Gebäudes beitragen könnte. In diesem neuen Saal mitten in der Stadt können stattfinden: klassische Konzerte mit größerem Aufwand (z. B. Orchester), Kammerkonzerte, Kleinkunstveranstaltungen, Theater- und andere Bühnenveranstaltungen (bei der Erweiterung um das Bühnenhaus) Kinder- und Jugendkonzerte, Jazz- und andere Musikveranstaltungen, Konzerte der Alten Post (Fassungsvermögen: vermutlich 400 bis 500 Stehplätze) Vortragsabende mit entspr. Bühneneinbindung (Multimediaveranstaltungen), Vortragsabende für alle Generationen, Vortragsveranstaltungen der VHS, der Bildungswerke und der Vereine, Festveranstaltungen für bis zu 300 Besuchern, Konzerte der Musikschule oder anderer Musikgruppen, Liederabende, Kabarett usw. Bürgerversammlungen, größere Elternversammlungen der Schulen, städtische und Vereins-Ehrungen, städtische Bürgerversammlungen und Informationsveranstaltungen, Konzerte der musiktreibenden Vereine, Kunstausstellungen und Kunstaktionen, einige Sportveranstaltungen und Trainingsabende, die keine besonderen Geräte benötigen und den Raum in seiner Gestaltung nicht beeinträchtigen usw. usw. usw. Durch das Vorhandensein eines solchen Kulturzentrums in Oelde wäre der Grundstein gelegt für das Wiederaufleben des Kulturlebens in Oelde für alle Generationen, die gesamte Bevölkerung würde sich in dieser guten Stube wiederfinden. Und ein Denkmal unserer Stadt würde einer sinnvollen und zukunftsweisenden Nutzung zugeführt. Wir stehen der Verwaltung und der Politik gern zur Beratung und Konzeptentwicklung zur Verfügung. Hans Rochol würde seine Erfahrungen als langjähriger Redakteur, zuletzt im Kulturbereich, und als langjähriger Vorsitzender der Oelder Heimatvereins einbringen, Dr. Burkhard Löher seine beruflichen Erfahrungen insbesondere als Kulturdezernent und Kulturmanager. Lieber Herr Bürgermeister, wir würden uns freuen, wenn Sie die Projektskizze an die im Rat vertretenen Fraktionen weitergeben würden, wir hoffen auf eine konstruktive Diskussion – und auf eine Realisierung. Zu weiteren Gesprächen stehen wir gern bereit. Oelde, 1. Mai 2017 Hans Rochol Dr. Burkhard Löher

Folgende Stichworte wurden diesem Verein zugeordnet:

Archive, Ausstellungen, Bibliothek, Chroniken, Geschichte, Heimathaus, Jugendarbeit, Musikgruppe / Chor, Niederdeutsche Sprache, Ortsbildpflege, Pflege des Brauchtums, Regelmäßige größere Veranstaltungen, Sammlungen, Theater, Vorträge, Wandergruppe

zum Anfang
 zum Anfang