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Seine kurze Regierungszeit, die ihm den Spottnamen "Winterkönig" einbrachte, ist vor allem durch seine antikatholische Politik gekennzeichnet. Im November 1620, nach der Niederlage der böhmischen Truppen am Weißen Berg mußten der König und seine Familie die Prager Burg fluchtartig verlassen. Erst nach einer längeren Irrfahrt fanden sie Schutz in Den Haag bei dem niederländischen Statthalter Moritz von Oranien. In den folgenden Kämpfen verlor Friedrich nicht nur die böhmische Krone, sondern auch die Kurwürde und seine Stammlande, die Pfalz. Erst seinem Sohn Ludwig wurden ein Teil der Ländereien zurückerstattet und die neu geschaffene achte Kurwürde des Reiches zugesprochen. |