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Marcus Weidner

Stein - seine Denkmäler

 
 
 
 
 
 
  

Köln



Denkmal für König Friedrich Wilhelm III. mit Statue Steins, 1878

 
 
 
 
Auftraggeber border= 
Lokales Denkmal-Komitee 
Einweihung border= 
1878 Einweihung 
Entwurf / Herstellung border= 
Prof. Gustav Hermann Blaeser (Düsseldorf 1813 - Cannstadt 1874), Bildhauer. Zeichnerische und bildhauerische Ausbildung in Köln; 1831-1834 Tätigkeit in der Werkstatt des Bildhauers J. F. Scholl in Mainz; 1834-1843 im Berliner Atelier Christian Daniel Rauchs (1777-1857) und an der Kunstakademie; 1845 Rom; 1855 ordentliches Mitglied der Akademie der Künste Berlin; 1860 Professur.

Hermann Schievelbein (1817-1867) - siehe Berlin, Stein-Denkmal (in Vorbereitung)

Alexander Calandrelli (Berlin 09.05.1834 - Berlin 26.05.1903), Wilmersdorf, Achenbachstr. 8, Bildhauer. 1847-1850 Ausbildung an der Berliner Kunstakademie (Bildhauerstudium), aus finanziellen Gründen vorzeitiger Abbruch; 1850-1855 Fortsetzung in den Werkstätten von August Wredow, Friedrich Wilhelm Dankberg und (1852) Friedrich Drake; 1855-1863 Gehilfe in der Werkstatt von August Fischer; 1864 eigene Werkstatt; 1867 Aufenthalt in Paris; 1874 Italienreise; 1874 Professur für Bildhauerei; 1883 Mitglied der Berliner Akademie der Künste; 1887 Senatsmitglied der Akademie; zahlreiche Herrscherdenkmäler für den preußischen Hof.

Rudolf Schweinitz (Charlottenburg 15.01.1839 - Berlin 07.01.1896, Suizid), Bildhauer. 1856-1865 Berliner Akadmie, Ausbildung in der Werkstatt von Hermann Schievelbein, Beteiligung am Freiherr-vom-Stein-Denkmal; 1865 Paris, Italien. 
Material border= 
Aufstellungsort/e border= 
Heumarkt, Köln 
Information border= 
Reste eines Reiterstandbilds für König Friedrich Wilhelms III. (1770-1840, reg. ab 1797) auf dem Heumarkt, Assistenzfiguren um den Sockel, darunter der Freiherr vom Stein. Gemeinschaftsentwurf der Bildhauer Gustav Blaeser (1813-1874), der die Entwürfe für das Reiterstandbild lieferte (Auftrag von 1865), und Hermann Schievelbein (1817-1867), der die Skulpturen der Zeitgenossen - Arndt, Blücher, Bülow, Gneisenau, Hardenberg, Alexander von Humboldt, Wilhelm von Humboldt, Motz, Niebuhr, Schön, Solms, Stein, York- und die Reliefplatten mit Szenen aus den Befreiungskriegen und den Segnungen des Friedens seit der preußischen Herrschaft (Aufschwung von Industrie, Handel, Wissenschaft und Kunst) schuf.

Nach der Reichsgründung 1871 entstanden in der preußischen Garnisonstadt Köln zahlreiche Denkmäler für Personen der Stadtgeschichte oder der - nach 1815 - neuen preußischen Landesherren. Das früheste Denkmalprojekt galt König Friedrich Wilhelm III., in dessen Regierungszeit das "Rheinland" unter preußische Herrschaft kam. Um dem "Befreier der Rheinlande von französischer Herrschaft" zum 50. Jahrestag ein Denkmal zu setzen, initiierte Bürgermeister Hermann Joseph Stupp (1793-1870) 1855 ein Honoratioren-Komittee, das seine Arbeit jedoch erst rund 20 Jahre später abschließen konnte. Ursache waren nicht nur Unstimmigkeiten über die Auswahl der Zeitgenossen des Königs, die als Assistenzfiguren dargestellt werden sollten, sondern auch konfessionell-politische Vorbehalte gegen die Person des Königs im Spannungsfeld der Kölner Wirren im Vormärz. Dies verzögerte für lange Zeit die Fertigstellung, die die entwerfenden Bildhauer dann nicht mehr erleben durften. Die Arbeiten wurden von Alexander Calandrelli und Rudolf Schweinitz zu Ende geführt.

Mit der Reichsgründung wurden die früheren Brüche überdeckt, sodass die Einweihung in Anwesenheit Kaiser Wilhelms I. (1797-1888, reg. 1858/1861) 1878 in einem hohenzollernfreundlichen Klima stattfinden konnte. "Nach einleitenden Musikaufführungen", so eine Schilderung,
"gab der Kaiser das Zeichen zur Enthüllung des Denkmals und in diesem Augenblicke trat die Sonne hell aus dem dunklen Gewölk und überstrahlte den siegreichen Kaiser und das Standbild seines Vaters. Unbeschreiblicher Jubel durchbrauste die Luft in diesem feierlichen Momente, der den nwesenden unvergeßlich bleiben wird" [1].
 
Anmerkungen border= 
[1] Iris Benner, Denkmäler der Preußenzeit, S. 11. 
Quellen / Literatur border= 
Iris Benner, Denkmäler der Preußenzeit. Ein Stadtrundgang in Köln (=Rheinische Kunststätten, Heft 480), Köln 2004; Thieme-Becker, Bd 36, 1947, S. 20 (dort mit einer falschen Zuschreibung); Brigitte Hüfler, Kurzbiographien Berliner Bildhauer, in: Peter Bloch / Sibylle Einholz / Jutta von Simson (Hgg.), Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786-1914, Berlin 1990, S. 418f., 429, 554f.; Uta Lehnert, Der Kaiser und die Siegesallee. Réclame Royale, Berlin 1998, S. 365-367.

Website der Stadt Köln (letzte Überprüfung: 24.10.2007) 
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