EREIGNIS

JAHR694   Suche
TITELMissionierung der Boruktuarier durch den Angelsachsen Suitbert


INFORMATIONDer Angelsachse Suitbert (637-713) gehört zu den Männern, die den Friesenmissionar Willibrord (gest. 739) im Jahr 690 zum Festland begleiten. Zwei Jahre später wird Suitbert, nach England zurückgekehrt, zum Bischof geweiht und wendet sich der Bekehrung der wohl fränkischen Boruktuarier zwischen Ruhr und Lippe zu. Dort wirkt er erfolgreich, bis dieser Stamm von eindringenden Sachsen - wohl gegen 695 (694/95) - unterworfen wird. Suitbert kann daraufhin mit Unterstützung des fränkischen Hausmeiers Pippin des Mittleren (680/87-714) und auf Veranlassung von dessen Gattin Plectrudis nahe der fränkisch-sächsischen Grenzzone auf einer Rheininsel, dem späteren Kaiserswerth, ein Kloster gründen (nach 695).

Die sog. Missionsvölkerliste, die uns ebenfalls Beda Venerabilis wohl zum Jahr 703/04 übermittelt, nennt die neben den Friesen, Rugiern, Dänen und Hunnen die Altsachsen und Boruktuarier als Ziel der angelsächsischen Festlandmission. Um die Wende vom 7. zum 8. Jahrhundert bewohnen die Boruktuarier das Land zwischen Lippe und Ruhr, die Alt- oder Festlandsachsen siedeln zur Zeit des fränkischen Merowingerkönigs Dagobert I. (reg. 629-639) noch östlich der Weser, dringen aber in der Folgezeit weiter Richtung Rhein vor, sodass sie gegen Ende des 7. Jahrhunderts nördlich der Lippe und östlich des Rheins wohnen.


SYSTEMATIK / WEITERE RESSOURCEN  
Zeit2.4   650-699
Ort1   Westfalen/-Lippe (allg.)
2.38   Sachsen, Hztm. < -1180>
Sachgebiet16.1   Religion und Kirche / Allgemeines
16.6.9   Heiligenverehrung, Heiligtümer
AUFRUFE GESAMT1495
AUFRUFE IM MONAT13