Projekte > Erinnerungskultur in Ostwestfalen-Lippe / Nationalsozialismus




Brand des jüdischen Geschäftshauses von Bernhard Daltrop, Kirchstraße 2, Gütersloh, angezündet am Morgen des 10.11.1938 durch Gütersloher Nationalsozialisten (Ausschnitt)/ Gütersloh, Stadtarchiv, Fotosammlung
 
 
 

1. Einleitung

 
 
 
"Planungswerkstatt Erinnerungskultur: Geschichte in Ostwestfalen-Lippe 1933-1945. Wege der Erinnerung" - das war der Titel einer der Expo-Initiativen in Ostwestfalen-Lippe, die in den Jahren von 2000 bis 2002 unter der Projektleitung von Dr. Juliane Kerzel und getragen von den Kreisen Gütersloh und Paderborn die (Weiter)entwicklung und Koordination von historischer Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zur Zeit des Nationalsozialismus zum Ziel hatte.

Innerhalb der Planungswerkstatt entstanden mehrere Teilprojekte, von denen eines von den Archivarinnen und Archivaren der Region getragen wurde. Diese einigten sich darauf, durch einen gemeinsamen Auftritt im Internet Anreize für Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen, Lehrer und andere an historischer Forschung Interessierte zu schaffen, sich mit dem reichhaltigen und oftmals bislang nur begrenzt genutzten archivischen Quellenmaterial aus der Zeit des Nationalsozialismus zu beschäftigen. Ziel war es, die Archive als außerschulische Lernorte deutlicher in der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Um zu einer arbeitsfähigen Struktur zu kommen, wurde mehrere Archivarinnen und Archivare beauftragt, einen Vorschlag für die Struktur eines solchen gemeinsamen Internetauftritts zu schaffen. Diese vorbereitende Arbeitsgruppe bestand aus dem Archivpädagogen Dieter Klose (Landesarchiv NRW / Staats- und Personenstandsarchiv Detmold), Bärbel Sunderbrink (Stadtarchiv Bielefeld) als Vertreterin für ein Großstadtarchiv, Stephan Grimm (Stadtarchiv Gütersloh) und Andreas Ruppert (Stadtarchiv Detmold) als Vertreter von Mittelstadtarchiven, Eckhard Möller (Stadtarchiv Harsewinkel) als Vertreter eines Kleinstadtarchivs sowie Kerstin Stockhecke (Archiv der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel) als Vertreterin einen Archivs aus dem Spektrum der evangelischen Kirche. Ebenso hat in der Arbeitsgruppe Katrin Stoll, Universität Bielefeld, als Mitarbeiterin des Projektes "Erinnerungskultur" mitgewirkt.

Die an der Arbeitsgruppe beteiligten Archivarinnen und Archivare haben sich darauf geeinigt, einige für ihre Archive typische Quellen zu ausgewählten Themenschwerpunkten für eine Internetpräsentation bereitzustellen und didaktisch aufzuarbeiten. Die Auswahl der Themenschwerpunkte ergab sich dabei in erster Linie aus dem in den Archiven vorhandenen Quellenmaterial, ist aber so angelegt, dass typische Themen für die Zeit des Nationalsozialismus berücksichtigt werden.

Die Auswahl der Quellen bringt es mit sich, dass deren Nutzung über das Internet nur ein erster Einstieg sein kann und den Besuch von an tiefer gehenden Informationen Interessierten in den Archiven keineswegs ersetzt. Erst der Besuch im Archiv selbst ermöglicht es, die ausgewählten Dokumente in ihrem Kontext zu betrachten und zu analysieren und schafft die Möglichkeit einer intensiven archivfachlichen und archivdidaktischen Beratung.
Ein Kooperationsprojekt mit:

Logo des Hauptarchivs Bethel

Hauptarchiv der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel


Logo der Stadt Bielefeld
Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld


Logo der Stadt Detmold

Stadtarchiv Detmold


Logo der Stadt Gütersloh

Stadtarchiv Gütersloh


Logo der Stadt Harsewinkel

Stadtarchiv Harsewinkel
 
 
Auf allgemeine Hinweise zur Nutzung eines Archivs durch Gruppen von Schülerinnen und Schülern wird an dieser Stelle ebenso verzichtet wie auf archivdidaktische Hinweise. Informationen dazu finden sich im Rahmen des Internetportals "Westfälische Geschichte" an anderer Stelle.
 
 
Die vorbereitende Arbeitsgruppe hat ihre Arbeit auch nach dem Ende des Gesamtprojektes "Erinnerungskultur" fortgesetzt. Die lange Arbeitsdauer hat vor allem damit zu tun, dass es sich als schwierig erwies, eine geeignete Plattform für die Präsentation der Quellen und Dokumente zu finden, die sowohl technischen Ansprüchen genügt als auch den Zusammenhang des Archivprojektes erkennen lässt. Diese Voraussetzungen bietet nun das Portal "Westfälische Geschichte".

Die Präsentation der bislang beteiligten Archive aus Ostwestfalen-Lippe versteht sich nicht als abgeschlossenes Projekt. Vielmehr ist die Beteiligung weiterer Archive aus der Region mit vergleichbaren Präsentationen durchaus erwünscht. Interessierte Archivarinnen und Archivare können deswegen mit den an dieser Präsentation beteiligten Archiven jederzeit Kontakt aufnehmen. Darüber hinaus ist die Fortsetzung der Kooperation zu anderen Themen geplant.
 
 
 
 
 
 
 

2. Projektbericht

 
 
 
Juliane Kerzel (Hg.)
 Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur in Ostwestfalen-Lippe - Ein abschließender Projektbericht für die Planungswerkstatt Erinnerungskultur: Geschichte in Ostwestfalen-Lippe 1933-1945. Wege der Erinnerung, 2002.

Inhalte der Online-Texte:
  • Titelblatt - Inhaltsverzeichnis - Vorworte - Einführungen
  • Projektschwerpunkt I: Netzwerk Erinnerungskultur in Ostwestfalen-Lippe
  • Projektschwerpunkt II: Dokumentationsstelle "Stalag 326" (VI K) Senne
  • Projektschwerpunkt III: "Wewelsburg 1933-1945. Kult- und Terrorstätte der SS"
  • Juliane Kerzel: Ein - ganz persönliches - Resümee / Danksagungen / Veranstaltungen / Einrichtungen
 
 
 
 
 
 
 

3. Projekte

Kooperationspartner:
 
 
Bielefeld
 Hauptarchiv der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel
Die v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel im Nationalsozialismus
 
Bielefeld
 
Detmold
 Stadtarchiv Detmold
Vom Fürstentum zum dritten Landesteil in Nordrhein Westfalen: Lippe 1918-1947
 
Gütersloh
 Stadtarchiv Gütersloh
Nationalsozialismus in Gütersloh
 
Harsewinkel
 Stadtarchiv Harsewinkel
Nationalsozialismus in Harsewinkel
 



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