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NABU Naturschutzstation Münsterland e.V.

Umwelt -und Naturschutz/ Landschaftspflege
Logo von NABU Naturschutzstation Münsterland e. V.

Einsatzstelle / Anschrift für Bewerbungen:
NABU Naturschutzstation Münsterland e.V.
Westfalenstraße 490
48165 Münster
Internet: http://www.nabu-naturschutzstation-muensterland.de

Ansprechperson / Anleitung und Bewerbung
Frau Dr. Britta Linnemann
Telefon: 02501 971 9433
E-Mail: info [at] NABU-Station.de

Beschreibung der Einsatzstelle

Beschreibung der Einsatzstelle für das FÖJ, Arbeitsort, Tätigkeiten der NABU-Naturschutzstation Münsterland
Einsatzstelle
Die NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V. ist eine nach dem Fachkonzept des Umweltministeriums NRW anerkannte Biologische Station. Diese ausschließlich in NRW existierenden Einrichtungen bilden eine Schnittstelle zwischen dem ehren¬amtlichen und dem behördlichen Naturschutz.
Die NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V. wird getragen von den NABU Kreisverbänden Coesfeld und Warendorf, dem NABU Stadtverband Münster und dem NABU Landesverband NRW. Sie ist in erster Linie ein vom Ehrenamt getragener Verein. Viele Menschen engagieren sich bei der Station in unterschiedlichen Tätigkeiten, je nach individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten, z.B. bei der Kartierung von Tieren und Pflanzen, bei der praktischen Naturschutzarbeit, bei Führungen und Exkursionen oder im Rahmen des Vorstandes. Ein hauptamtliches Team von dreizehn wissenschaftlichen Mitarbeitern, einer Buchhaltungskraft, einem Mitarbeiter im Bereich Landschaftspflege, mehreren Mitarbeitern auf 450 €-Basis, verschiedenen über das Arbeitsamt geförderten Mitarbeitern und einer Vielzahl von Praktikanten (Studierende und Schüler) ist für die tägliche Arbeit verantwortlich. Weiterhin wird die Arbeit der Station durch Teilnehmer der Freiwilligendienste FÖJ und BFD unterstützt.
Die Kernaufgaben der 1997 gegründeten Station liegen in dem Erhalt der biologischen Vielfalt, dem Management von Naturschutzgebieten und der Durchführung von Artenschutzprojekten in der Stadt Münster und im Kreis Warendorf, in Einzel¬projekten, aber auch zusammen mit zahlreichen Partnern, in den Kreisen Coesfeld und Steinfurt. Unser Ziel ist es, eine artenreiche Kulturlandschaft im Münsterland zu erhalten.
Unsere Weidetiere – Heckrinder, Konikpferde sowie eine Schafherde – gestalten die Landschaft und erhalten so artenreiche Lebensgemeinschaften. Die NABU-Naturschutzstation ist daher auch ein landwirtschaftlicher Betrieb.
Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der NABU-Naturschutzstation liegt im Regionaltourismus. Die von der NABU-Station im Jahr 2007 entwickelte NaturGenussRoute führt 160 km durch das Münsterland und möchte zum doppelten Natuer erleben einladen: Dem Natur erleben draußen sowie dem Genuss regionaler Produkte bei Direktvermarktern, Hofläden und Restaurants. Ein Veranstaltungskalender mit jährlich über 160 Touren, Hoffesten und kleineren Events macht die Route zu einem interaktiven und persönlichen Erlebnis.

Entsprechend der Beschreibung der NABU-Naturschutzstation Münsterland bieten wir zukünftigen FÖJlern folgende Tätigkeitsfelder (inkl. Lernziele):
1. Schwerpunkt im FÖJ: praktische Umsetzung von Artenschutzkonzepten
Ein Schwerpunkt der Tätigkeiten im FÖJ liegt bei der praktischen Unterstützung von verschiedenen Naturschutzpflegetätigkeiten. Hierzu gehört z.B. die Pflege von Gewässern, von Trockenrasen oder Heiden. Dies geschieht in der Regel mit Hilfe zahlreicher Arbeitseinsätze, diedurch einen Mitarbeiter der Station angeleitet und vorwiegend von ehrenamtlichen Helfern getragen werden. Der Einsatz von Maschinen (Motorsäge, Freischneider, Balkenmäher) ist die Regel und kann von den FÖJler durch Einweisung und durch Teilnahme von Qualifizierungslehrgängen erlernt werden. Im praktischen Naturschutz ist die fachlich richtige Umsetzung der Naturschutzziele ebenso von Bedeutung wie der positive und motivierende Umgang mit den ehrenamtlich Tätigen.
Durchführungszeitraum Oktober bis Februar; bei der Pflege der Heiden, Saummahd, Mithilfe bei Gewinnung von Saatgut und Übertragung auf Empfängerflächen oder der Gewässerpflege (Ziehen von Gehölzkeimlingen oder von Rohrkolben) auch Juli bis September.
Mithilfe in der Pflege und Unterhaltung des Umweltbildungsgartens der Station, sowie bei der Pflege des Stationsgebäudes, ganzjährig.
Lernziele: Durchführung von ehrenamtlich getragenen Arbeitseinsätzen
2. Gelegentliche Arbeiten: Kennenlernen der Erfassung wildlebender und bestandsbedrohter Pflanzen und Tiere und Erarbeitung von Schutzkonzepten (für NSGs/FFH-Gebiete, für ausgewählte Lebensräume, z.B. Heiden Sandtrockenrasen und für Zielarten, z.B. Laubfrosch, Zauneidechse)
- Unterstützung bei vegetationskundlichen und floristischen Erfassung von Schutzgebieten
- Unterstützung bei faunistischen Erfassung anhand ausgewählter Tiergruppen (z.B. Vögel, Amphibien, Reptilien, Libellen, Heuschrecken, Tagfalter)
Einblick in die Dokumentierung der Ergebnisse und Erarbeitung eines Managmentkonzeptes sowie Beratung und Abstimmung dieses Konzeptes mit relevanten Personengruppen (Kreise, Kommunen, Landwirte, Forst, etc.)
Tätigkeitszeitraum: April bis August (Erfassung); September bis März (Dokumentation und Erarbeitung, Absprache des Schutzkonzeptes)
Lernziele: Kennenlernen der Erstellung und Erarbeitung von Naturschutzkonzepten
3. Landwirtschaftlicher Betrieb
Die NABU-Naturschutzstation betreibt auf ca. 120 Hektar und auf fünf Flächen in der Emsaue, in den Beckumer Bergen und in der Emmerbachaue eine so genannte Ganzjahresbeweidung. Heckrinder und Konikpferde sind robuste Rassen die ganzjährig und in der Regel ohne Zufütterung durch ihr Frassverhalten die Naturschutz¬flächen gestalten. Die Tierdichte ist sehr gering (ca. 0,3 bis 0,5 GVE pro Hektar), so dass auch im ausgehenden Winter ausreichend Nahrung vorhanden ist. Ziel des Projektes ist es, strukturreiche und damit auch artenreiche Lebensräume zu schaffen und zu erhalten. 2008 ist das Projekt im Rahmen der UN-Artenschutzkonferenz in Bonn vom Bundesamt für Naturschutz als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet worden.
Der Durchführungszeitraum zur Betreuung der Tiere und der Flächen inkl. der Öffentlich¬keitsarbeit (Exkursionen) ist ganzjährig.
Lernziele: Kennenlernen der Arbeitsabläufe und Anforderungen eines landwirtschaftlichen Betriebes mit besonderen Anforderungen, inkl. Tierversorgung, Kontrolle, Zaunpflege, Öffentlich-keitsarbeit
4. Umweltbildung auf Haus Heidhorn
Auf Haus Heidhorn und in der Umgebung finden an etwa 100 Tagen im Jahr umweltpädagogische Angebote statt. Dies sind Nachmittage im Rahmen des offenen Ganztages (Kooperation mit zwei Grundschulen aus Hiltrup), Kindergeburtstage, Klassenbesuche oder offene Ferienangebote .
Wesentliche Inhalte finden im Bauerngarten auf Haus Heidhorn statt, der ehrenamtlich gestaltet und gepflegt wird.
Durchführungszeitraum: Schwerpunkt April bis Oktober
Lernziele: Zielgruppen- und damit altersgerechte Umsetzung von umweltpädagogischen Angeboten; Arbeitsabläufe in einem ehrenamtlich Nutzgarten
5. Öffentlichkeitsarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit der NABU-Naturschutzstation findet ganzjährig und projekt¬übergreifend statt. Hierzu gehört das Erstellen von Pressemappen, das Schreiben von Meldungen, Betreuung von Infoständen und die Durchführung von Pressegesprächen sowie die Aktualisierung der Homepage.
Tätigkeitszeitraum: ganzjährig
Lernziele: Kennenlernen der Öffentlichkeitsarbeit einer Biologischen Station

Aufgabenbereiche für das FÖJ

Beteiligung an Biotoppflegeaktionen
Mithilfe bei der Umweltbildung
Unterstützung bei Veranstaltungen
Allgemeine Pflegearbeiten und Hausarbeiten in der NABU-Station
Mithilfe bei der Erfassung wild lebender Tier- und Pflanzenarten
Aufbau von Amphibienschutzzäunen, sowie Erfassung und Mithilfe bei der Dokumentation
Mithilfe bei den Apfelsaftaktionen- und festen im Herbst

Weitere Informationen

Die Hälfte der FÖJ-Plätze werden für Bewerberinnen und Bewerber ohne SEK II -Abschluss (Abi, Fachabi) vorgehalten.

Informationen zur Übernachtung

Wir bieten Zimmer in einer Gemeinschaftsunterkunft mit Selbstverpflegung an.

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