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Presse-Infos | Der LWL
Mitteilung vom 15.09.26
LWL: Leistungen im Kreis Olpe 2025
Kreis Olpe (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat im Jahr 2025 rund 114,3 Millionen Euro (2024: 105,4 Millionen Euro) im Kreis Olpe ausgegeben. Der Kreis Olpe als LWL-Mitglied zahlte im selben Jahr einen Mitgliedsbeitrag von rund 52,2 Millionen Euro (2024: 49,6 Millionen Euro) an den Kommunalverband. Die Differenz zwischen Ausgaben und Einnahmen stammt im Wesentlichen aus zusätzlichen Bundes- und Landesmitteln, die der LWL verwaltet. In der LWL-Landschaftsversammlung ist der Kreis Olpe durch die Abgeordneten Hans-Georg Cremer (CDU) vertreten.
Im vergangenen Jahr unterstützte der LWL mit dem größten Teil seiner Ausgaben insgesamt 2.002 (2024: 2.113) behinderte Menschen im Kreis Olpe. Insgesamt flossen 57,2 Millionen Euro (2024: 53,7 Millionen Euro) in diese sozialen Aufgaben. Menschen mit Behinderung sollen durch die finanzielle Unterstützung möglichst gleichberechtigt und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
Dazu gehört unter anderem auch, dass Menschen mit Behinderung einer regelmäßigen Beschäftigung nachgehen können. Oft arbeiten sie in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Der LWL finanzierte 2025 im Kreis Olpe insgesamt 563 (2024: 577) Arbeitsplätze für Menschen mit wesentlicher Behinderung in Werkstätten.
Ziel müsse es aber sein, so viele Menschen wie möglich auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt in Betrieben und Verwaltungen zu beschäftigen, so der Direktor des LWL, Dr. Georg Lunemann. "Das hat unsere Landschaftsversammlung beschlossen: Wir wollen zehn Prozent der Menschen mit Behinderung in den Werkstätten für behinderte Menschen in Westfalen-Lippe bis 2030 möglichst in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln. Wir wollen als LWL mit gutem Beispiel vorangehen und unsere eigene Schwerbehindertenquote auf zehn Prozent hochschrauben, doppelt so viel wie vorgeschrieben."
Betriebe, die - gemessen an ihrer Mitarbeitendenzahl - zu wenige schwerbehinderte Menschen beschäftigen und damit die sogenannte Schwerbehindertenquote von fünf Prozent unterschreiten, zahlen deswegen eine Ausgleichsabgabe an den LWL. Aus diesen Mitteln investierte der LWL im vergangenen Jahr rund 403.497 Euro (2024: 299.585 Euro) im Kreis Olpe, um Menschen mit Behinderung ins Arbeitsleben zu integrieren, ihren Arbeitsplatz den eigenen Bedürfnissen entsprechend anzupassen oder zu erhalten.
Ein Teil des selbstbestimmten Lebens ist zudem das Wohnen in den eigenen vier Wänden: Der LWL fördert das betreute Wohnen als Alternative zum stationären Leben in besonderen Wohnformen (früher: Wohnheim). Im vergangenen Jahr unterstützte der Kommunalverband 727 (2024: 681) Menschen im Kreis Olpe dabei, alleine oder mit anderen in der eigenen Wohnung leben zu können.
Inklusion wird beim LWL schon von klein auf gefördert: Damit 241 (2024: 233) behinderte Kinder zusammen mit Kindern ohne Behinderung eine Regel-Kindertageseinrichtung im Kreis Olpe besuchen konnten, zahlte der Landschaftsverband 2025 rund 2,2 Millionen Euro (2024: 2,1 Millionen Euro). Insgesamt besuchten im vergangenen Jahr 145 (2024: 144) Kinder mit Behinderung aus dem Kreis Olpe eine Förderschule des LWL.
An Entschädigungsleistungen zahlte der LWL 2025 im Kreis Olpe rund 1,2 Millionen Euro (2024: 1,2 Millionen Euro), unter anderem an Kriegsopfer und Hinterbliebene.
Arbeitsplätze beim LWL
Im Kreis Olpe arbeiteten im vergangenen Jahr 80 (2024: 80) Menschen im Dienst des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in der LWL-Förderschule und der Außenstelle der LWL-Archäologie für Westfalen.
Darüber hinaus finanziert der LWL bei Leistungserbringern im Kreis Olpe indirekt rund 876 Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zum Beispiel bei der Betreuung von Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände.
Achtung Redaktionen:
Zu verschiedenen Punkten (Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung, Kulturförderung u.a.) haben wir Datenmaterial für Ihre Region. Sie können die Dokumente als PDF unter http://www.leistungsberichte.lwl.org downloaden. Dort finden Sie auch die Leistungen des LWL in den Teilgebieten Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, Südwestfalen und Westfälisches Ruhrgebiet.
Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org
Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 20 Museen, zwei Besuchendenzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 114 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
Das Presseforum des Landschaftsverbandes im Internet: https://www.lwl.org/pressemitteilungen