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Presse-Infos | Der LWL
Mitteilung vom 15.09.26
LWL: Leistungen im Ennepe-Ruhr-Kreis 2025
Ennepe-Ruhr-Kreis (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat im Jahr 2025 rund 245,3 Millionen Euro (2024: 227,8 Millionen Euro) im Ennepe-Ruhr-Kreis ausgegeben. Der Ennepe-Ruhr-Kreis als LWL-Mitglied zahlte im selben Jahr einen Mitgliedsbeitrag von rund 120,8 Millionen Euro (2024: 113,8 Millionen Euro) an den Kommunalverband. Die Differenz zwischen Ausgaben und Einnahmen stammt im Wesentlichen aus zusätzlichen Bundes- und Landesmitteln, die der LWL verwaltet. In der LWL-Landschaftsversammlung ist der Ennepe-Ruhr-Kreis durch die Abgeordneten Klaus Baumann (CDU), Gerrit Thüne-Valtin (SPD) und Karen Haltaufderheide-Uebelgünn (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) vertreten.
Im vergangenen Jahr unterstützte der LWL mit dem größten Teil seiner Ausgaben insgesamt 4.549 (2024: 4.417) behinderte Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis. Insgesamt flossen 126,2 Millionen Euro (2024: 118,7 Millionen Euro) in diese sozialen Aufgaben. Menschen mit Behinderung sollen durch die finanzielle Unterstützung möglichst gleichberechtigt und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
Dazu gehört unter anderem auch, dass Menschen mit Behinderung einer regelmäßigen Beschäftigung nachgehen können. Oft arbeiten sie in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Der LWL finanzierte 2025 im Ennepe-Ruhr-Kreis insgesamt 1.148 (2024: 1.145) Arbeitsplätze für Menschen mit wesentlicher Behinderung in Werkstätten.
Ziel müsse es aber sein, so viele Menschen wie möglich auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt in Betrieben und Verwaltungen zu beschäftigen, so der Direktor des LWL, Dr. Georg Lunemann. "Das hat unsere Landschaftsversammlung beschlossen: Wir wollen zehn Prozent der Menschen mit Behinderung in den Werkstätten für behinderte Menschen in Westfalen-Lippe bis 2030 möglichst in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln. Wir wollen als LWL mit gutem Beispiel vorangehen und unsere eigene Schwerbehindertenquote auf zehn Prozent hochschrauben, doppelt so viel wie vorgeschrieben."
Betriebe, die - gemessen an ihrer Mitarbeitendenzahl - zu wenige schwerbehinderte Menschen beschäftigen und damit die sogenannte Schwerbehindertenquote von fünf Prozent unterschreiten, zahlen deswegen eine Ausgleichsabgabe an den LWL. Aus diesen Mitteln investierte der LWL im vergangenen Jahr rund 1,2 Millionen Euro (2024: 782.736 Euro) im Ennepe-Ruhr-Kreis, um Menschen mit Behinderung ins Arbeitsleben zu integrieren, ihren Arbeitsplatz den eigenen Bedürfnissen entsprechend anzupassen oder zu erhalten.
Ein Teil des selbstbestimmten Lebens ist zudem das Wohnen in den eigenen vier Wänden: Der LWL fördert das betreute Wohnen als Alternative zum stationären Leben in besonderen Wohnformen (früher: Wohnheim). Im vergangenen Jahr unterstützte der Kommunalverband 1.847 (2024: 1.759) Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis dabei, alleine oder mit anderen in der eigenen Wohnung leben zu können.
Inklusion wird beim LWL schon von klein auf gefördert: Damit 405 (2024: 381) behinderte Kinder zusammen mit Kindern ohne Behinderung eine Regel-Kindertageseinrichtung im Ennepe-Ruhr-Kreis besuchen konnten, zahlte der Landschaftsverband 2025 rund 4,2 Millionen Euro (2024: 3,7 Millionen Euro). Insgesamt besuchten im vergangenen Jahr 204 (2024: 200) Kinder mit Behinderung aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis eine Förderschule des LWL.
An Entschädigungsleistungen zahlte der LWL 2025 im Ennepe-Ruhr-Kreis rund 3,2 Millionen Euro (2024: 3,3 Millionen Euro), unter anderem an Kriegsopfer und Hinterbliebene.
Arbeitsplätze beim LWL
Im Ennepe-Ruhr-Kreis arbeiteten im vergangenen Jahr 76 (2024: 75) Menschen im Dienst des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall und dem LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen.
Darüber hinaus finanziert der LWL bei Leistungserbringern im Ennepe-Ruhr-Kreis indirekt rund 1.997 Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zum Beispiel bei der Betreuung von Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände.
Achtung Redaktionen:
Zu verschiedenen Punkten (Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung, Kulturförderung u.a.) haben wir Datenmaterial für Ihre Region. Sie können die Dokumente als PDF unter http://www.leistungsberichte.lwl.org downloaden. Dort finden Sie auch die Leistungen des LWL in den Teilgebieten Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, Südwestfalen und Westfälisches Ruhrgebiet.
Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org
Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 20 Museen, zwei Besuchendenzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 114 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
Das Presseforum des Landschaftsverbandes im Internet: https://www.lwl.org/pressemitteilungen