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Presse-Infos | Psychiatrie
Mitteilung vom 02.06.26
Schizophrenie und Sucht - Symposium über einen verhängnisvollen Zusammenhang
Behandlung und Prognosen vor dem Hintergrund der Legalisierung von Cannabis
Bochum (lwl). Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin des LWL-Universitätsklinikums Bochum des Landschaftverbandes Westfalen-Lippe (LWL) lädt zu ihrem Wissenschaftlichen Symposium am Mittwoch (10.6.) ein: "Schizophrenie und Sucht". Diskutiert werden soll der folgenschwere Zusammenhang von Rauschmittelgebrauch und Schizophrenie - auch vor dem Hintergrund der Legalisierung von Cannabis vor zwei Jahren.
"Cannabis, Amphetamine und andere psychoaktive Substanzen gelten als die stärksten Treiber für die Entstehung von schizophrenen Erkrankungen", erklärt Prof. Georg Juckel, Gastgeber des Symposiums. "Sie sorgen für viel Leid im Vorfeld der Erkrankung, während psychotischer Phasen und im Nachgang." Die Frühwarnsysmptome sind häufig sehr unspezifisch und Anzeichen schwer erkennbar, so dass Jahre vergehen, bis eine Diagnose erfolgt. Eine Behandlung kann dann oft nur unter erschwerten Bedingungen starten. Die Prognose ist dabei deutlich schlechter, wenn weiterhin Rauschmittel konsumiert werden.
Wissenschaftler und Suchtforscher sind zwei Jahre nach der Teillegalisierung in engem Austausch und fordern Nachbesserungen bei Prävention, Jugendschutz und der Regulierung extrem wirksamen Cannabis.
Eingeladen sind neben medizinischen und therapeutischen Fachleuten vor allem auch Lehrkäfte an Schulen, Hochschulen oder anderen Bildungseinrichtungen. Veranstaltungsort des Symposiums am 10. Juni, 15 Uhr bis 18 Uhr, ist das LWL-Universitätsklinikum Bochum an der Alexandrinenstraße 1. Anmeldungen werden erbeten per E-Mail: forschungundlehre@lwl.org. Bei einer Online-Teilnahme werden die Zugangsdaten nach Anmeldung per E-Mail mitgeteilt.
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